Jahresbericht 2010 - NETZ eV Partnerschaft für Entwicklung und ...

bangladesch.org

Jahresbericht 2010 - NETZ eV Partnerschaft für Entwicklung und ...

Foto: Rolf K. Wegst

NETZ kämpft für Menschenwürde

und gegen

Hunger in Bangladesch.

Partnerschaftlich und

professionell unterstützt

NETZ Selbsthilfe – für

Ernährung, Bildung

und Menschenrechte.

Das Deutschen Zentralinstitut

für soziale Fragen DZI

hat NETZ das Spenden-Siegel

„Geprüft + Empfohlen“ auch

für das Jahr 2010 verliehen.

Es steht für einen sorgsamen

Umgang mit uns anvertrauten

Spenden.

Seit mehr

als dreißig

Jahren

Gemeinsam für Bangladesch

Liebe Leserinnen und Leser,

„sind die Menschen in Bangladesch alle arm?“

Diese Frage wird mir gerade wieder gestellt. Sie zeugt

von Interesse und Mitgefühl. Aber leider zeigt sie auch

das Bild, das viele im Ausland von Bangladesch haben.

Nein, in Bangladesch sind nicht alle arm. In den Städten

gibt es immer höhere Gebäude, zunehmend mehr

Autos, Fernsehgeräte und Handys. Selbstverständlich

gibt es viele hoch gebildete Menschen, einige private

Krankenhäuser nähern sich westlichen Standards. Teile

der Wirtschaft schaffen den Anschluss an die globalen

Märkte. Die Wirtschaft wächst jährlich um 5%, derzeit

sogar um 7%. Zugleich gelingt es mehr und mehr

Menschen, sich unter größten Anstrengungen aus der

Armut herauszuarbeiten.

Trotzdem schaffen es längst nicht alle, sich aus der

Armut zu befreien. Viele bekommen niemals die Möglichkeit

dazu. Sie haben kaum etwas zu essen, sind

chronisch unterernährt. Der Zugang zu Gesundheitsleistungen

bleibt ihnen versperrt. Häufig sind sie Gewalt

ausgesetzt. Ihre Kinder können nicht zur Schule gehen.

Extreme Armut ist brutal. Für über 32 Millionen Menschen

ist sie Realität. Die Regierung des Landes tut zu

wenig, um dies zu ändern. Globale Entwicklungen wie

das Ansteigen der Nahrungsmittelpreise oder der Klimawandel

verschlechtern die Situation.

arbeiten unzählige engagierte Menschen bei

NETZ hauptamtlich oder als Spender und Freiwillige

für die extrem Armen in Bangladesch

– besonders in Bereichen, welche die Zusammenarbeit

der Regierungen nicht unmittelbar

erreichen kann. In dieser Zeit hat NETZ hunderttausenden

Familien Perspektiven gegeben: durch Projekte zur

nachhaltigen Schaffung von Einkommen, durch Zugang

zu Gesundheitsdiensten, für Frauen­ und Menschenrechte.

Herausragend ist die Verbesserung der Bildungssituation

für Kinder aus armen Familien – als unabdingbare

Voraussetzung für ein individuelles Leben in Würde und

ohne Alternative für die Entwicklung des ganzen Landes.

Jahresbericht 2010

Gemeinsam für Bangladesch

Um sich aus der Armut befreien zu können, brauchen

die ärmsten Familien eine Existenzgrundlage sowie

Bildung und Zugang zu ihren Rechten. NETZ ermöglicht

dies ganz konkret:

2010 haben 105.322 der ärmsten Menschen eine

bessere Ernährung erhalten, durch wirksame und

nachhaltige Lösungen, die von ihnen selber kommen.

Gemeinsam mit 1.450 Selbsthilfeorganisationen,

5.473 Menschenrechtsaktivisten und vielen Partnern

in Bangladesch und Europa arbeiten wir an politischen

Veränderungen: lokal, national und international.

Nur gemeinsam schaffen wir es: Mit den betroffenen

Menschen in Bangladesch, den Partnerorganisationen,

mit den vielen aktiven Ehren­ und Hauptamtlichen,

mit Menschen die bereit sind zu teilen und den Institutionen,

die Zuschüsse bewilligen.

Ein NETZ von Menschen – gegen Hunger und für Würde!

Dafür danke ich Ihnen herzlich

Ingo Ritz, Geschäftsführer

Als deutscher Botschafter in Bangladesch erlebe ich

bei Besuchen im Landesbüro in Dhaka und in den

unterstützten Projekten mit der extrem armen Bevölkerung

die tiefe Verbundenheit der Menschen bei

NETZ mit der Not der vielen am Rande der Gesellschaft

Stehenden und bewundere das große Engagement,

mit dem Sie alle täglich helfen, diese Not ein

weiteres Stück zu lindern.

Ich wünsche NETZ und allen Förderern weiterhin viel

Erfolg bei dieser großen Aufgabe.

Holger Michael,

seit August 2009 Botschafter der

Bundesrepublik Deutschland in Bangladesch

1


32 Millionen Menschen in Bangladesch

leiden unter Hunger. Wer bei NETZ mitmacht,

findet sich mit diesem Skandal

nicht ab. Gemeinsam mit Partner-

Projektbereich 1: Ein Leben lang genug Reis!

NETZ kämpft gegen Hunger

Organisationen vor Ort und Frauen

aus betroffenen Familien hat NETZ ein

Konzept der Selbsthilfe entwickelt: Es

ermöglicht den ärmsten Familien, sich

dauerhaft aus dem Elend zu befreien.

28.782 Familien hat NETZ im Jahr 2010 im Projekt „Ein Leben

lang genug Reis“ unterstützt, damit sie dauerhaft ein Einkommen

erwirtschaften. So können sie für Nahrung, Kleidung und

Gesundheit sowie Bildung ihrer Kinder sorgen.

10.972 Familien wurden 2010 neu in das Projekt aufgenommen.

Zum Beispiel: Jhaina Begum

Ihr Leben war vom Hunger bestimmt: Acht Monate im Jahr

konnte Jhaina Begum ihren Kindern nicht genug zum Essen

geben. Ihr Mann Ramiz leistete harte Arbeit in der Landwirtschaft.

Doch er verdiente so wenig, dass es für die fünfköpfige

Familie nicht zum Leben reichte. Irgendetwas Eigenes besaß

das Ehepaar nicht. Durchschnittlich 15 Euro­Cent hatte die Familie

täglich pro Kopf zur Verfügung. Auf Initiative des Projekts

„Ein Leben lang genug Reis“ schloss sich Jhaina Begum mit anderen

Frauen ihres Dorfes zu einer Gruppe zusammen. Sie nahm

an Schulungen teil und erhielt eine Kuh. Nach sechs Monaten

erwirtschaftete sie die ersten Gewinne. Damit pachtete sie sich

ein Stück Land. Innerhalb von drei Jahren hat die Familie, die auf

einer Schwemmlandinsel im Teesta­Fluss im Distrikt Rangpur

lebt, ihr Einkommen verdreifacht.

Helfen,

wo die Not

am größten

ist!

Dafür haben wir uns vom Gymnasium bei

St. Michael in Schwäbisch Hall entschieden

und das Projekt ‚Ein Leben lang genug Reis‘

mit unserer Spende unterstützt.

Die nachhaltige Förderung der Ärmsten,

mit dem Ziel Selbsthilfe zu leisten, bewegte

uns zu dieser Entscheidung. Mit dem gemeinsamen Einsatz

von 1.300 Schülerinnen und Schülern konnten wir an unserem

Weihnachtsbasar genug Geld einnehmen, um 85 der ärmsten

Familien in Bangladesch eine Chance für eine bessere Zukunft

zu geben – ohne Hunger! Es macht uns sehr stolz, gemeinsam

so viel erreicht zu haben und damit einen kleinen Beitrag zu

einer gerechteren Welt zu leisten!

Schülersprecher des

Gymnasiums bei St.

Michael in Schwäbisch Hall

(von links): Tabea Kirschbaum,

Mario Baumann und

Nina Balta.

Projekt „Ein Leben lang genug Reis“

im Überblick

Aufbau von Selbsthilfe-Strukturen

der Ärmsten

Schulung in Landwirtschaft und im

Aufbau von Kleinunternehmen, in

Frauenrechten, Gesundheits- und

Katastrophenvorsorge

Startkapital: Kühe, Ziegen, Hühner,

eine Rikscha, die Ausstattung für

ein Kleingewerbe oder Saatgut und

Pacht für den Anbau von Reis und

Gemüse

Die 28.782 Familien erzielen

dauerhaft ein eigenes Einkommen.

Die Frauen sind Akteurinnen der

Entwicklung geworden und fordern

ihre Rechte ein.

Kann nun ihre Familie ernähren: Jhaina

Begum auf dem von ihr gepachteten Land.

Wer hat die Unterstützung

erhalten?

28.782 Mütter aus den ärmsten

Familien haben sich in 1.478

Dorfgruppen organisiert.

13.534 Frauen haben an

Schulungen teilgenommen.

10.972 Familien wurden neu in

das Projekt aufgenommen und

haben Startkapital erhalten.

Durch das Einkommen haben

105.322 Familienmitglieder eine

bessere Ernährung.

Z.B. erreichten die Dorfgruppen,

dass 5.650 Familien eine Hilfe

aus dem staatlichen sozialen

Sicherungsnetz erhalten.

„Ein Leben lang genug Reis“: Herausforderungen

NETZ arbeitet mit den ärmsten Familien zusammen. Das Projekt

„Ein Leben lang genug Reis“ schließt auch Frauen ein, die aufgrund

ihres Alters oder einer Behinderung nur bedingt dazu in der Lage

sind, einer Arbeit nachzugehen. Bisher lebten sie meist vom Betteln.

Besonders ihnen fällt es schwer, eigenständig ein langfristiges

Einkommen zu erwirtschaften. Dies gilt für 15% der Familien

im Projekt. NETZ hat das Ziel, die Lebenssituation auch dieser

Haushalte nachhaltig zu verbessern. Deshalb erhalten sie jetzt im

Projekt eine intensivere Betreuung und Schulung.

Zugleich zeigen sich die Dorfgruppen vermehrt solidarisch mit

den weniger erfolgreichen Nachbarn. Sie unterstützen die

besonders Benachteiligten in deren landwirtschaftlicher Arbeit.

Ebenso setzen sich die Dorfgruppen dafür ein, dass Menschen

mit Behinderungen und allein erziehende Mütter die Lebensmittelkarten

aus dem staatlichen Sicherungsnetz erhalten, die ihnen

zustehen.

2 NETZ Jahresbericht 2010

Foto: Peter Dietzel


Über 100.000

Menschen

in Bangladesch

haben dank der Unterstützung aus

Deutschland durch das NETZ-Projekt ‚Ein

Leben lang genug Reis’ bereits den Hunger

überwunden. Mit Hilfe unserer Partnerorganisationen

erarbeiten sich die

Frauen aus den ärmsten Familien indivi-

duelle Familien-Entwicklungspläne. Sie erhalten Schulungen

als Kleinunternehmerin und ein Startkapital, etwa für Kühe,

Ziegen oder Saat und Pacht für den Anbau von Reis, Obst

und Gemüse. Durch den Verkaufserlös können sie erneut

Vieh kaufen oder neues Land pachten. So verbessert sich ihr

Lebensstandard grundlegend und nachhaltig. Doch das Projekt

verändert weit mehr, als dass es die Menschen dazu

befähigt, sich und ihre Familien zu ernähren.

Verkrustete Machtstrukturen und politische Verhältnisse

sowie wirtschaftliche Benachteiligung bringen Armut hervor

und erhalten diese. Kommt es zu Schicksalsschlägen, wird sie

lebensbedrohlich. Erst wenn sich viele Betroffene zusammentun,

bewegt sich etwas und Armutsbekämpfung gelingt dauerhaft.

Oft sind diese Veränderungen anfangs kaum sichtbar

und vollziehen sich in kleinen Schritten. Doch nach und nach

verändern sie eine Gesellschaft, so dass auch die Ärmsten zu

ihrem Recht kommen. Deshalb initiieren wir Selbsthilfe, die

über den Projektzeitraum hinaus Bestand hat.

Projektbereich 2: Grundbildung

NETZ gibt den ärmsten Kindern Zukunft

Bis zu vier Millionen Kinder zwischen sechs

und zehn Jahren gehen in Bangladesch nicht

zur Schule. Mehr als die Hälfte aller Mädchen

und Jungen machen keinen Grundschul-

Abschluss. Je ärmer eine Familie ist, umso

gewichtiger werden die Gründe, warum ein

Kind die Schule nicht fortsetzt oder erst gar

nicht beginnt. Zudem ist der Unterricht an

vielen staatlichen Schulen so schlecht, dass

die Kinder kaum etwas lernen.

An 346 Grundschulen war NETZ im Jahr 2010 aktiv: 19.435

Schulkinder lernten hier Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie

erhielten das Handwerkszeug für eine bessere Zukunft.

Kinder in unzugänglichen Regionen, wie den Schwemmlandinseln

in den großen Flüssen im Norden des Landes, und indigene

Kinder, deren Muttersprache in der Grundschule nicht gesprochen

wird, haben kaum Bildungschancen. NETZ sichert ihr

Grundrecht auf Bildung durch die gezielte Einrichtung von 270

einfachen Dorschulen.

Frauen organisieren sich im Projekt ‚Ein Leben lang genug

Reis’ eigenständig und treten füreinander ein.

‚Wir schaffen das auch’, so heißt übersetzt die Vereinigung

der Frauengruppen in Darshana, im Westen des Landes, wo

wir seit 2002 mit unserem Partner Jagorani Chakra zusammenarbeiten.

Inzwischen hat die Vereinigung 5.670 Mitglieder

und über 65 aus eigenen Mitteln finanzierte Mitarbeiterinnen.

Sie verwaltet die Sparguthaben ihrer Mitglieder und

ist verantwortlich für die Vergabe von Kleinkrediten sowie

35 Vorschulen, die von den Frauen errichtet und ausgestattet

wurden. Drei Frauen sind bereits in den Gemeinderat

gewählt und engagieren sich dort für die Rechte der Armen.

Die Kinder der Frauen werden

in einem veränderten Land

aufwachsen: weil ihre Mütter

für ihr Überleben und ihre

Rechte gekämpft haben.

Manfred Krüger, 1. Vorsitzender

von NETZ Bangladesch; hier

mit Anzira Khartun, Vorsitzende der

Frauenvereinigung in Darshana.

Foto: Peter Dietzel

Zusätzlich unterstützt NETZ 66 bereits existierende Grundschulen

in der Projektregion:

NETZ unterstützt über „Bildungs­Sozialarbeiterinnen“ staatlich

registrierte Schulen darin, besonders benachteiligte Kinder

zu erreichen.

NETZ stärkt und schult Lehrkräfte, damit sie ihren Unterricht

effektiver gestalten können.

Eltern­ und Schulkomitees werden aufgebaut und gestärkt, um

eine bessere Qualität des Unterrichts bei den zuständigen Stellen

einzufordern.

Gemeinsam für Bangladesch

3

Foto: Lukas Jednicki


Foto: Lukas Jednicki

Foto: Lisa Szepan

Neue Grundschulen in Bangladesch

NETZ unterstützt 10 neue nichtstaatliche Grundschulen in Trägerschaft

der Dorfgemeinschaften mit verbessertem Lehr­ und

Lernkonzept für die Klassen 1 bis 5. Diese wurden seit 2008 mit

Mitteln von NETZ gebaut und ausgestattet. Nachdem die Unterstützung

von NETZ endet, werden die Schulen durch die Menschen

in den Dörfern weitergeführt werden. 2010 besuchten

1.247 Schülerinnen und Schüler die Grundschulen, von denen

mindestens die Hälfte aus den ärmsten Familien kommt. Jedes

Jahr werden 300 neue Kinder aufgenommen. Ärzte besuchen

jede Schule zweimal pro Jahr, um den Gesundheitszustand der

Kinder zu überprüfen. Der Unterricht wird qualitativ verbessert:

durch intensive Fortbildungen und pädagogische Anleitung der

Lehrkräfte und Weiterentwicklung des Lehrmaterials. Ab dem

Jahr 2012 ist die Einrichtung neuer Grundschulen geplant.

Grundbildung: Herausforderungen

Das Lehrangebot muss qualitativ weiter verbessert werden, denn

in den entlegenen Regionen ist das Bildungsniveau der Lehrkräfte,

die zur Verfügung stehen, vergleichsweise niedrig. Deshalb

hat die Fortbildung der Lehrkräfte einen hohen Stellenwert.

Kinder mit Behinderungen werden bereits gezielt in die Schulen

aufgenommen und unterstützt. Doch ihre Integration in den

Unterricht und die Sensibilisierung für ihre Situation, unter anderem

bei den Lehrkräften, ist eine Herausforderung. Die Partnerorganisationen

und NETZ bemühen sich um eine weitere Stärkung

des lokalen und nationalen politischen Dialogs, um den Staat

stärker in die Pflicht zu nehmen.

Recht auf Bildung: Schülerinnen der Sufia

Kamal Anandalok Grundschule in Gaibandha.

Projekte für Bildung 2010 im

Überblick

Unterricht an insgesamt 346 Schulen

ermöglicht und verbessert

In 270 Dorfschulen, die von NETZ

aufgebaut wurden, Unterricht,

Lehrmaterial und 2 Arztbesuche pro

Schule/Jahr finanziert

An 10 Grundschulen, die von NETZ

aufgebaut wurden, Unterricht,

Lehrmaterial, 2 Arztbesuche pro

Schule/Jahr und intensive Fortbildung

der Lehrkräfte finanziert

66 staatlich registrierte Grundschulen

mit verbessertem Unterricht und

spezieller Förderung der ärmsten

Kinder

35 Vorschulen, die eigenständig

von Frauen-Selbsthilfeinstitutionen

organisiert werden

Schulung von Lehrerinnen und

Lehrern

WeltKlasse!

Partnerschaft mit Schulen in Bangladesch

selbst belegte Brötchen an die Schülerschaft

und das Lehrerkollegium. Mit den

Einnahmen unterstützen wir Dorfschulen

im Nordwesten von Bangladesch. Wir

sind froh, dass wir in NETZ eine Organisation

haben, die transparent und verständlich

zeigt, wie unsere Hilfe ankommt. Welt-

Klasse! ist ein schlüssiges Konzept, das uns

einen aktiven Austausch mit Schulen in

Bangladesch, aber auch mit NETZ ermöglicht.

Erfahrungsberichte und Besuche von Referenten bereichern

den Schulalltag unserer Jugendlichen. Im Unterricht

und in der Eine-Welt-AG beschäftigen

sie sich mit globalen Themen und erhalten

Rückmeldung darüber, was sie ganz

konkret bewirken, um für einen gerechten

Ausgleich zwischen Nord und Süd zu

sorgen.

Jeden Tag

verkaufen

Schülerinnen,

Schüler und

Eltern in der

großen Pause

Boris Couchoud, Lehrer und Leiter

der Eine­Welt­AG am Otto­Hahn­

Gymnasium Bergisch Gladbach

Wer hat die Unterstützung

erhalten?

19.435 Schulkinder

7.365 Mädchen und Jungen

1.247 Schulkinder

10.823 Mädchen und Jungen

949 Kinder im Vorschulalter

457 Lehrkräfte

Im Jahr 2010 haben 101 Schulen in Bangladesch einen

Partner in Deutschland und Österreich gefunden:

Kirchengemeinden, Schulen, Vereine, Unternehmen und

Einzelpersonen.

Das NETZ­Programm WeltKlasse! ermöglicht diese

Partnerschaft mit Schulen in Bangladesch. Briefe und

Fotos werden ausgetauscht. Junge Menschen, die mit

NETZ einen Freiwilligendienst leisten, berichten aus den

Schulen – auch auf Veranstaltungen.

4 NETZ Jahresbericht 2010


Foto: Insa Bloem

Die Sicherung grundlegender Menschenrechte ist

in der Verfassung Bangladeschs festgeschrieben.

In der Realität jedoch gibt es große Bevölkerungs-

Projektbereich 3: Menschenrechte

NETZ kämpft für die Rechte der Ärmsten in den Dörfern

gruppen, deren Rechte systematisch verletzt werden.

Hierzu gehören Landlose, Frauen und Minderheiten.

Die geltenden Gesetze werden nicht ordnungsgemäß

durchgesetzt und angewandt. Aber auch der

Gesetzesrahmen ist an vielen Stellen verbesserungswürdig.

NETZ arbeitet gemeinsam mit führenden Menschenrechts­

Organisationen daran, diese Menschen darin zu stärken, sich

ihrer Rechte bewusst zu werden und für ihre Einhaltung zu

kämpfen. Gleichzeitig ist NETZ Teil eines Netzwerkes, das darauf

hin arbeitet, die Gesetzeslage zu verbessern und dass dort, wo

Rechte grob verletzt werden, eine strafrechtliche Verfolgung

gesichert ist.

5.473 Frauen und Männer in 10 Distrikten haben sich als Mitglieder

von Menschenrechts­Komitees und Menschenrechts­Theatergruppen

weitergebildet, um Menschenrechtsverletzungen in

ihren Dörfern anzuprangern und Opfer zu unterstützen.

In mehr als 100 Rechtscamps haben 209 Frauen und 123 Männer,

die sonst keinen Zugang zu Rechtsberatung hätten, Beratung

erhalten; wenn notwendig bekamen sie Unterstützung, um Mittel

aus dem staatlichen Rechtshilfe­Fonds zu beantragen.

In 220 Vermittlungsverfahren konnten Konflikte ohne strafrechtlichen

Tatbestand außergerichtlich und gesetzeskonform

geklärt werden.

36 Opfer von Gewalt sind in Krankenhäusern behandelt worden.

Projektbereich 4: Katastrophenhilfe

NETZ sorgt vor und hilft nachhaltig

Bangladesch gehört zu den Ländern,

die von den Folgen des Klimawandels

am stärksten betroffen sind.

Gemeinsam für Bangladesch

Foto: Insa Bloem

Einsatz für die Menschenrechte: Die ehrenamtliche

Theateraktivistin Devan Khadiza Mahmud, genannt

Raka, aus Naogaon. Mehr zu ihrem Engagement

unter: www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/

In 881 öffentlichen Aufführungen haben ehrenamtliche Theatergruppen

insgesamt 580.000 Menschen über Rechtsverletzungen

durch häusliche Gewalt und Kinderehen ebenso

informiert, wie zu Rechtsverletzungen, die durch Amtsträger ausgeübt

werden.

Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidiger,

die Repressionen ausgesetzt waren, werden unterstützt –

durch internationale Öffentlichkeit ebenso wie durch konkrete

medizinische oder rechtliche Unterstützung vor Ort.

Menschenrechte: Herausforderungen

Traditionen und existierende Machtstrukturen in den Dörfern

sind starke Hindernisse in der Menschenrechtsarbeit der Komitees

und Theatergruppen. Denkstrukturen müssen nicht

zuletzt auch bei ihnen selbst geöffnet werden. Zudem bedeutet

Menschenrechtsarbeit zu leisten immer auch, bestehende

Machtstrukturen in Frage zu stellen und Veränderungen in Richtung

Gleichberechtigung und Gerechtigkeit einzufordern.

Diejenigen, die sich um den Verlust ihrer Macht sorgen, stellen

sich der Arbeit der Komitees direkt oder indirekt entgegen:

Männer untersagen ihren Frauen, an den Treffen der Komitees

teilzunehmen. Theateraktivisten erhalten offen Drohungen.

Dieser Widerstand nimmt mit Zunahme der Anerkennung der

Arbeit der Komitees ab – hat aber immer noch eine große Kraft.

In allen flutgefährdeten Projektgebieten fördert NETZ die

Vorsorge: die Menschen nehmen an Schulungen teil und legen

Reserven für den Katastrophenfall an. Schulgebäude werden

durch Landaufschüttungen besser geschützt. NETZ finanzierte

im Jahr 2010 die technische Sicherheitsüberprüfung von vier

Flutschutzbauten im Küstengebiet, deren Bau NETZ 1991–92

finanziert hatte.

NETZ unterstützte 6.532 bedürftige Familien mit Decken und

warmer Kleidung, die im Januar 2010 unter der bitteren Kälte im

Nordwesten Bangladeschs litten.

5


NETZ hat im Jahre 2010 Organisationen

der Zivilgesellschaft aus Bangladesch und

Menschenrechtsverteidiger mit deutschen

und europäischen politischen Entscheidungsträgern

zusammengebracht.

So wurde die Handlungsempfehlungen

Stärkung von Menschenrechten und Armutsbekämpfung

durch politischen Dialog und Vernetzung – für eine bessere Politik

der Zivilgesellschaft zu entwicklungs- und

menschenrechtspolitischen Themen eingebracht

und die Arbeit dazu in Bangladesch

gestärkt.

Hierfür arbeitet NETZ mit amnesty international, Brot für die

Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst, Misereor, Shanti

und vielen anderen zusammen. Bangladesch Forum heißt dieses

Netzwerk. NETZ ist mit der Geschäftsführung beauftragt.

Im Jahr 2010 hat das Bangladesch­Forum in Berlin und Brüssel

Tagungen mit Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidigern

sowie Entwicklungsexperten aus Bangladesch

zum Thema „Verbesserte Bürgerbeteiligung für eine gute Regierungsführung

in Bangladesch“ durchgeführt. Daran nahmen

Repräsentanten der EU­Institutionen, des Auswärtigen Amtes,

des Bundesentwicklungsministeriums, der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit

sowie Bundestagsabgeordnete und Vertreter

der Regierung Bangladeschs teil. Zahlreiche europäische

NGOs und wissenschaftliche Institutionen, die zu Bangladesch

arbeiten, nahmen ebenfalls an den Tagungen teil. Der direkte

Austausch zwischen Aktivistinnen und Aktivisten von der Gras­

NETZ-Partner und die Projekte in Bangladesch

Gana Unnayan Kendra

(GUK)

Ein Leben lang genug Reis

Grundbildung

Katastrophenvorsorge

Polli Sree

Ein Leben lang genug Reis

Ashrai

Ein Leben lang genug Reis

Grundbildung

Sachetan

Ein Leben lang genug Reis

Jagorani Chakra

Foundation (JCF)

Ein Leben lang genug Reis

Grundbildung

.

Rajshahi

. Rangpur

.

Khulna

.

Barisal

Mahideb Jubo Somaj

Kallayan Somity

(MJSKS)

Ein Leben lang genug Reis

. Dhaka

Setzen sich gezielt für Frauenrechte ein: Demonstration

von Menschenrechtsverteidigern in Dhaka.

wurzelebene in Bangladesch und Repräsentanten der internationalen

Gemeinschaft hat zum verbesserten Verständnis der

Bedürfnisse extrem armer und Diskriminierungen ausgesetzter

Bevölkerungsgruppen in Bangladesch beigetragen.

Tauschen sich zur

Situation in Bangladesch

aus: Die

bangladeschische

Außenministerin

Dipu Moni und NETZ-

Mitarbeiter Dirk

Saam im September

2010 in Berlin.

.

Sylhet

.

Chittagong

Udayan Swabolombee

Sangstha (USS)

Ein Leben lang genug Reis

Grundbildung

Katastrophenvorsorge

Sabalamby Unnayan

Samity (SUS)

Ein Leben lang genug Reis

Grundbildung

NETZ

Qualitäts- und

Finanzmanagement

Menschenrechte

TARANGO

Frauenförderung durch

Jutehandwerk

Ain o Shalish

Kendra (ASK)

Menschenrechte

6 NETZ Jahresbericht 2010

ug

Foto: Lukas Jednicki

Foto: Mosud Mannan


Globales Lernen und Völkerverständigung

Gemeinsam für Bangladesch

NETZ verbindet das Leben von Menschen in Bangladesch

und Deutschland. Wir tragen die Stimmen der Ärmsten

des Landes in die Öffentlichkeit. Insbesondere die ehrenamtlich

Aktiven in NETZ übernehmen dabei aktiv Verantwortung

und ermutigen andere, dies auch zu tun.

Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst und

Begegnungsprogramme

14 junge Freiwillige arbeiteten im Jahr 2010 bei den NETZ-

Partnerorganisationen in Bangladesch mit: mit dem Ziel die Partnerschaft

zwischen Menschen in Bangladesch und in Deutschland

zu stärken. Nach ihrer Rückkehr sind die Freiwilligen in der

Bildungsarbeit in Deutschland aktiv.

Entwicklungspolitischer Jugendaustausch: 5 ehrenamtliche

Menschenrechtsverteidiger von Ain o Salish Kendra nahmen

daran in Deutschland teil.

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit

NETZ macht Herausforderungen in Bangladesch verständlich,

Veränderungen sichtbar und Handeln konkret – für Solidarität im

Alltag, die viel bewegt. Die NETZ­Aktiven berichten authentisch,

kompetent und greifbar über die Potenziale und Probleme des

Landes. Verständnis, Mitgefühl und Respekt gegenüber den Menschen

in Bangladesch stehen im Fokus der Veranstaltungen und

Aktionstage. Privatpersonen, Gruppen, Kirchengemeinden, Schulen

und Unternehmen gestalten diese Veranstaltungen mit und

sind selbst Initiatoren von Aktionen. Ihr Interesse und Engagement,

zusammen mit der Bangladesch­Erfahrung vieler Aktiver,

ermöglichen eine differenzierte Wahrnehmung des Landes.

Gemeinsam aktiv für Bangladesch: Aktionen und

Veranstaltungen 2010 in Deutschland

Wilsum

Weener

Bad Bentheim

Veldhausen

Schüttorf

Neu Wulmstorf

Dinslaken

Werne

Senftenberg

Krefeld

Wuppertal

Tönisvorst

Düsseldorf

Neuss

Köln Bergisch-Gladbach

Bonn Marburg

Gießen

Zülpich/Wichterich

Lich

Kassel

Fulda

Sömmerda

Jena

Erfurt Limbach-Oberfrohna

Vettelschoß Wetzlar Hüttenberg

Schöffengrund Ortenberg Lißberg

Waldsolms

Würzburg

Bayreuth

Huchenfeld Bad Mergentheim

Schwann bei Pforzheim Schwäbisch-Hall

Neuenbürg, Birkenfeld

Oberkirch

Ludwigsburg

Tübingen

Rottenburg

Altglashütten

Freiburg

Rottweil

Lenzkirch Wolfegg

Schluchsee

Ravensburg

Gemeinsam für Bangladesch

Hannover

Stadthagen

Bitte teilen Sie uns Ihre Veranstaltung mit.

München

Berlin

das bunte Treiben in Dhaka in den ersten

Wochen meines Freiwilligendienstes in

Bangladesch. Doch in den folgenden

Monaten wurde mir dieses Land vertrauter.

Immer wieder bewegen mich die Begegnungen

mit Menschen, die oft ein hartes Schicksal ereilt, die mit

Hunger, Armut und Ungerechtigkeit kämpfen und mir trotzdem

so viel Herzlichkeit, Freude und Verständnis entgegnet

haben. Aus Bekanntschaften wuchsen Freundschaften und mit

ihnen meine Verbindungen zu Bangladesch und all den Menschen

die meinen Freiwilligendienst zu einem unabdingbaren

Teil meines Lebens machen.

Mit dem Ziel gemeinsam mit anderen Menschen einen Beitrag

zu einer fairen Welt zu leisten ging ich nach Bangladesch.

Durch meinen Beitrag in Bangladesch sowie mein Engagement

für NETZ in Deutschland hoffe ich, mich diesem Ziel zu nähern.

Ich möchte den Menschen in Bangladesch

etwas von ihrer Herzlichkeit zurückgeben

und die Menschen hier in Deutschland daran

Teil haben lassen.

Exotisch und

zugleich fremd

erschien mir

Aktionstag gegen Armut: Jugendliche Menschenrechtsverteidiger

aus Bangladesch und Schüler vom

Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst.

5.583 Menschen haben 2010 an 122 Veranstaltungen und

Aktionen teilgenommen, die von NETZ­Aktiven organisiert und

durchgeführt wurden. Thematische Schwerpunkte: Wirksame

Entwicklungszusammenarbeit, Überwindung von Armut und

Kampf gegen Hunger, Bildung, Textilindustrie und Konsumverhalten,

Menschenrechte sowie die Millenniumsziele.

Presse- und Medienarbeit zu Bangladesch in Deutschland

Zeitungen, Zeitschriften und Hörfunk haben mehr als 70

Berichte über die Arbeit von NETZ veröffentlicht. Gerne senden

wir Ihnen den NETZ­Pressespiegel 2010 zu.

Die Bangladesch-Zeitschrift NETZ ist eine wichtige Informationsquelle

zu Bangladesch in deutscher Sprache. Themen 2010:

„Dalits“, „Millenniumsziele“, „Soziale Sicherung“ und „Ressourcenkonflikte“.

Felicitas Qualmann, NETZ­Freiwillige im Jahr 2010 und

seit ihrer Rückkehr Mitglied im „Arbeitskreis Bildung“

und im „Arbeitskreis Freiwillige“ von NETZ.

7

Foto: Eva Manke


Finanzbericht 2010

EINNAHMEN

1. Januar 2010 – 31. Dezember 2010

in € in %

Geschäftsjahr 2010 2009

Einnahmen zweckgebunden

zu verwenden für

EntwicklungszusammenarbeitVölkerverständigung

Spenden (incl. Sternsingeraktionen) 470.846,81 13,89 418.165,17 52.681,64 481.764,12

Geldspenden

Sachspenden

Spenden in Form von Verzicht auf

469.673,41 418.165,17 51.508,24

Aufwandserstattung 1.173,40 1.173,40

Mitgliedsbeiträge 15.107,22 0,44 15.107,22 13.381,09

Staatliche Zuschüsse

Bundesministerium für wirtschaftliche

2.725.252,29 80,20 2.244.907,66

Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 592.778,75

592.778,75

Europäische Union

Department for international Development

1.063.272,82 1.063.272,82

der Britischen Regierung (DFID) 959.822,44 959.822,44

InWEnt (BMZ) 21.101,20 21.101,20

Stadt Wetzlar 100,00 100,00

Stadt Weener 500,00 500,00

„weltwärts-Programm“ (BMZ) 87.677,08 87.677,08

Zuschüsse kirchlicher Institutionen 46.050,00 1,36 59.591,22

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden 5.800,00 5.800,00

Brot für die Welt 20.250,00 20.250,00

Kirchenkreis Braunfels 500,00 500,00

Misereor 19.500,00 19.500,00

Zuschüsse privater Organisationen 123.360,88 3,63 106.253,00

Antonia Ruut Stiftung, Trier 25.000,00 25.000,00

Alternaid Stiftung, Linden 18.000,00 18.000,00

AK 5% Düsseldorf 6.646,00 6.646,00

Amnesty international 3.241,00 3.241,00

Ensinger-Stiftung, Nufringen 1.140,00 1.140,00

Entwicklungshilfeklub, Wien 59.819,83 59.819,83

Heinrich-Böll-Stiftung 3.714,05 3.714,05

Oberle Stiftung, Staufen 5.000,00 5.000,00

Rotary Club Hochschwarzwald 200,00 200,00

Stiftung Umwelt und Entwicklung 600,00 600,00

Teilnehmerbeiträge für Tagungen und Begegnungsprogramme 10.319,49 0,30 10.319,49 21.642,80

Verkäufe Zeitschriften und Medien (Zweckbetrieb) 5.407,36 0,16 5.407,36 4.077,33

Honorare für Medienarbeit 155,19 0,01 155,19 2.413,06

Zinsen 482,58 0,01 482,58 380,01

Bußgelder 0,00 0,00 0,00 700,00

Gesamteinnahmen 3.396.981,82 100,0 3.197.632,64 199.349,18 2.935.110,29

Einnahmen

Die Einnahmen beliefen sich 2010 auf 3,4 Millionen €. Dies bedeutet

eine Steigerung gegenüber 2009 von 15%. Zuschüsse und Spenden

machen den weitaus größten Teil aus. Die Zuschüsse erreichten mit

2,9 Millionen € einen neuen Höchststand. Dies ist hauptsächlich auf

die Zunahme staatlicher Zuschüsse um über 480.000 € (21%) zurückzuführen.

Die größten Zuwendungen erhielt NETZ von der Europäischen

Union, dem Department for International Development der

Britischen Regierung (DFID) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Spenden setzen sich aus Sammlungen und Überweisungen von

Gruppen, Kirchengemeinden, Schulen, Privatpersonen und in geringem

Umfang von Unternehmen zusammen. Bei wesentlichen Spenden

von Unternehmen überprüft NETZ entlang ethischer Standards

deren Aktivitäten. NETZ nimmt Spenden nur von solchen Unternehmen

an, deren Firmenpolitik sich nicht negativ auf die Situation der

Ärmsten auswirkt oder in anderer Form den Werten von NETZ entgegensteht.

Spenden werden entsprechend des angegebenen Verwen­

8 NETZ Jahresbericht 2010

in €

dungszweckes eingesetzt. Das Spendenaufkommen bewegte sich

mit über 472.000 € annähernd auf der Höhe des Vorjahres.

Die von der Mitgliederversammlung gewählten ehrenamtlichen

Rechnungsprüfer Dennis Hänsel und Dr. Heiko Herold haben

am 09.04.2011 die Rechnungslegung und laufende Finanzbuchhaltung

von NETZ geprüft. Sie bestätigen, dass die Ausgaben nach dem

Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und dem satzungsgemäßen Zweck

erfolgten. Ihr Prüfbericht wurde am 14.05.2011 der Mitgliederversammlung

vorgelegt. Der Vorstand wurde entsprechend entlastet.

Der unabhängige Wirtschaftsprüfer Kurt Wenzel hat nach

Abschluss seiner Prüfung am 26.04.2011 bescheinigt, dass die Buchführung,

die Einnahmen­ und Ausgaben­Rechnung sowie die Vermögensrechnung

den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Rechnungslegung

und der Satzung entsprechen. Die unabhängigen

Wirtschaftsprüfer Zaman Hoque & Co. haben den ordnungsgemäßen

Jahresabschluss des Landesbüros in Dhaka für das Jahr 2010

geprüft und am 19.04.2011 bescheinigt.


AUSGABEN 1. Januar 2010 – 31. Dezember 2010

Geschäftsjahr 2010

in € in %

2009

in €

A. Entwicklungszusammenarbeit 2.997.702,09 88,41 2.588.046,45

Finanzierung von Entwicklungsprojekten 2.786.464,88 82,18 2.401.117,38

Ein Leben lang genug Reis 2.370.440,56 69,91 1.763.600,26

Grundbildung für Kinder 291.716,63 8,60 468.117,12

Menschenrechte 123.100,11 3,63 168.900,00

Katastrophenhilfe 1.207,58 0,04 500,00

Projektentwicklung, Qualitäts- und Finanzmanagement 90.938,77 2,68 107.849,05

Politischer Dialog und Vernetzung für Menschenrechte, Arbeits- und

Sozialstandards und zur Stärkung der Zivilgesellschaft Bangladeschs 120.298,44 3,55 79.080,02

B. Globales Lernen und Völkerverständigung 192.741,78 5,69 190.875,74

Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst in Bangladesch und Begegnungsprogramme 104.454,82 3,08 84.124,14

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland 42.449,91 1,25 45.464,89

Bangladesch-Zeitschrift NETZ 29.246,69 0,87 35.387,85

Presse- und Medienarbeit zu Bangladesch in Deutschland

C. Spenden, Verein, Verwaltung zum Zweck der Entwicklungszusammenarbeit

16.590,36 0,49 25.898,86

und der Völkerverständigung 200.322,98 5,90 173.804,25

Spender/innen-Kommunikation und Spendenwerbung 110.555,87 3,26 118.614,72

Allgemeine Verwaltung und Vereinsarbeit 89.767,11 2,64 55.189,53

Gesamtausgaben 3.390.766,85 100,00 2.952.726,44

Ergebnis, übertragen auf Folgejahr 6.214,97 -17.616,15

Gesamt 3.396.981,82 2.935.110,29

69,9 %

Ein Leben lang

genug Reis

Ausgaben

Gemeinsam für Bangladesch

8,6 % Grundbildung für Kinder

3,6 % Menschenrechte

In der Darstellung wurde entsprechend der Satzungszwecke von

NETZ zwischen der Mittelverwendung für die Entwicklungszusammenarbeit

mit Bangladesch (A) sowie Globales Lernen und

Völkerverständigung (B) unterschieden. Die Ausgaben für Spenden,

Verein und Verwaltung (C) dienen beiden Satzungszwecken.

Personal­ und Betriebskosten sind entsprechend dem tatsächlichen

Zeit­ und Geld­Aufwand direkt dem jeweiligen Bereich

zugeordnet.

88% der Ausgaben im Jahr 2010 wurden für die Entwicklungszusammenarbeit

mit Bangladesch eingesetzt. Für Projekte flossen

über 2,78 Millionen € direkt nach Bangladesch (82% der Gesamtausgaben).

Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2009 eine

Zunahme um 385.000 €.

3,6 % Politischer Dialog und Vernetzung

2,7 % Projektentwicklung, Qualitäts- und Finanzmanagement

0,04 % Katastrophenhilfe

3,1 % Freiwilligendienst, Begegnungsprogramme

1,3 % Bildungsarbeit in Deutschland

0,9 % Bangladesch-Zeitschrift NETZ

0,5 % Presse- und Medienarbeit

Jahresabschluss 2010

3,3 % Spender/innen-Kommunikation

und Spendenwerbung

2,6 % Allgemeine Verwaltung und Vereinsarbeit

Der Jahresabschluss von NETZ ist erstellt nach den Vorschriften

des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung der

Leitlinien des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen DZI

sowie dem VENRO­Verhaltenskodex zur Transparenz, Organisationsführung

und Kontrolle.

Ein positives Gesamtergebnis

Insgesamt liegen die Ausgaben im Jahr 2010 um 438.000 € über

den Ausgaben im Jahr 2009 und die Einnahmen stiegen im Jahresvergleich

um 463.000 €. Die laufenden Einnahmen des Jahres

2010 erbrachten einen Überschuss von 6.215 € über die laufenden

Ausgaben.

9


Finanzbericht 2010

BILANZ in Euro zum 31. Dezember 2010

AkTIVA

Geschäftsjahr 2010 2009

Anlagevermögen 3.097,75 5.633,57

Büroausstattung 2.075,17 4.610,99

Mietkaution 1.022,58 1.022,58

Umlaufvermögen 172.291,59 148.063,92

Bank, Kasse und Vorschüsse für Ausgaben 172.037,64 142.542,28

Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 253,95 5.521,64

Bilanzsumme 175.389,34 153.697,49

PASSIVA

Eigenkapital zum 01.01.2010 123.356,34 140.972,49

Überschuss 2010 6.214,97 -17.626,15

Eigenkapital zum 31.12.2010 129.571,31 123.356,34

- Freie Rücklagen 30.001,79 16.231,52

- Gebundenes Eigenkapital (analog Anlagevermögen) 3.097,75 5.633,57

- Zweckgebundene Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit 96.471,77 101.491,25

Betriebsmittelrücklage (für Gehälter, Miete, Energie, Porto, Telefon) 30.375,00 26.455,00

kurzfristige Verbindlichkeiten 15.443,03 3.886,15

davon Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer und Sozialversicherung 5.188,03 3.886,15

Bilanzsumme 175.389,34 153.697,49

Angaben zur Bilanz

Die Betriebsmittelrücklage zur Sicherung der laufenden betrieblichen

Ausgaben wurde auf 30.375 € entsprechend der durchschnittlichen

Aufwendungen für einen Monat aktualisiert.

Zum Jahresende bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten von

15.443 €. Davon waren 5.188 € gebunden für die Auszahlung der

Lohnsteuer und Sozialversicherung für Dezember 2010. Darin

enthalten war auch die Prüfung der Annahme einer Unternehmensspende

in Höhe von 10.000 €. Der Übertrag für 2011 belief

sich auf 123.356 €, wovon 96.472 € für die Überweisung an laufende

Projekte in Bangladesch bestimmt waren.

Steuerliche Verhältnisse

NETZ ist wegen Förderung der Entwicklungshilfe nach dem letzten

uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes

Wetzlar, Steuernummer: 39 250 5182 5 –P/K 1, vom 09.09.2008

als mildtätig und gemeinnützig anerkannt und für die Jahre

2005, 2006, 2007 nach

Satzung und Ziele von NETZ:

§ 5 Abs. 1 Nr. 9 des Kör­

www.bangladesch.org/transparenz perschaftsteuergesetztes

von der Körperschaftssteuer

befreit.

Dialog mit Spenderinnen und Spendern

„Kommt mein Geld auch wirklich bei den ärmsten Menschen in

Bangladesch an?“

Wer bei NETZ mitmacht, mit einer Spende und/oder ehrenamtlichem

Engagement, möchte einen wirksamen Beitrag zur nachhaltigen

Überwindung der Armut leisten. Daher sind die Hauptamtlichen

von NETZ klaren Grundsätzen verpflichtet. Sie stehen in

einer zweifachen Verantwortung: gegenüber den Spendern und

Zuschuss­Gebern sowie gegenüber den benachteiligten Menschen

in Bangladesch. Alle Mittel, die NETZ anvertraut sind, werden

kosteneffizient eingesetzt. NETZ berichtet wahrheitsgemäß und

transparent über die Arbeit vor Ort und überprüft laufend, dass

die gesetzten Standards in der Geschäftsstelle, im Landesbüro in

Dhaka und in den Projekten eingehalten werden.

Seit über 30 Jahren sind es persönliche Begegnungen, die die Part­

nerschaft mit Bangladesch lebendig machen. Deshalb konzentriert

sich NETZ auf den Austausch von Informationen und Erfahrungen:

bei Veranstaltungen, in Telefongesprächen, in Berichten

aus Bangladesch. Hierzu zählen vier Rundbriefe im Jahr, in denen

wir alle Personen, die Interesse an unserer Arbeit bekundet haben,

direkt informieren und um Unterstützung für Projekte vor Ort bitten.

Gruppen, die sich für ein Projekt engagieren, werden im angemessenen

Rahmen kontinuierlich informiert und in ihrem Engagement

begleitet. Für diesen Dialog fallen vor allem Druck­, Porto­,

Fahrt­ und Materialkosten an. Kostspielige Werbekampagnen

etwa in Massenmedien führt NETZ nicht durch. Wir arbeiten nicht

mit Fundraisern auf Provisionsbasis zusammen. NETZ kauft keine

Adressen für Spendenwerbung.

Auf der Internetseite www.bangladesch.org, in der NETZ­Zeitschrift,

in unserem Newsletter und diesem Jahresbericht legen wir

Rechenschaft über die Ziele, Strategien und Ergebnisse unserer

Arbeit ab. Über Presse­Informationen geben wir in der Öffentlichkeit

Auskunft über unsere Tätigkeit und die Möglichkeit, sich zu

engagieren. NETZ arbeitet im Verband Entwicklungspolitik deutscher

Nichtregierungsorganisationen (VENRO) mit und achtet die

im „Kodex Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit“ festgelegten

ethischen Grundsätze. Zudem richten wir uns nach dem

VENRO­Kodex Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt

NETZ im Ergebnis seiner Prüfung vom 11.05.2011: „Der Anteil

aller Werbe­ und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben

ist nach DZI­Maßstab niedrig“.

Verabschiedung der Strategie 2010-14 für die Entwicklungszusammenarbeit

mit Bangladesch: NETZ-Mitgliederversammlung am 8. Mai 2010.

10 NETZ Jahresbericht 2010

Foto: Jürgen Dupuis


Aus 1 mach 5

Für jeden Euro, den Sie an NETZ spenden, helfen 5 Euro den Menschen

in Bangladesch – zu einem Leben in Würde. Das NETZ­Team

kümmert sich um Zuschüsse für die Projekte. Doch die erhält NETZ

nur, wenn viele Menschen in Deutschland mithelfen. Dann können

für 1 Euro der gespendet wird, 5 Euro in Bangladesch eingesetzt

werden. Verwaltungskosten halten wir so gering wie möglich.

Organisationsstruktur

NETZ hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) und

ist als gemeinnützig anerkannt (Nummer VR 1790, Vereinsregister

Amtsgericht Wetzlar). Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung.

Ihr obliegen u.a. Entscheidungen über die Grundsätze

von NETZ, Satzungsänderungen, die Wahl des ehrenamtlich

tätigen Vorstandes und dessen Entlastung, die Wahl der ehrenamtlichen

Rechnungsprüfer, die nicht dem Vorstand angehören

dürfen, die Bestimmung des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

und die Entgegennahme des Jahresabschlusses des Vorstandes.

Der Vorstand wird für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Auf der Mitgliederversammlung

im Mai 2010 wurden folgende Vorstandsmitglieder

gewählt: Manfred Krüger (1. Vorsitzender), Krefeld; Dr.

Kathrin Quellmalz (2. Vorsitzende), Leipzig; Patrizia Heidegger,

München; Dr. Dieter Klein, Kirchheim unter Teck; Nicola Löffler,

Köln; Dr. Michael Nienhaus, Oberursel; Max Stille, Heidelberg.

Der Vorstand beschließt die Strategie von NETZ, die Förderung

der Projekte und beruft die Geschäftsführung. Diese führt die

laufenden Geschäfte von NETZ und ist an die Satzung sowie

die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung

gebunden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle

in Deutschland (11 Personen; Stand Mai 2011) und in

Bangladesch (26 Personen) sind hauptamtlich tätig.

Qualitätsmanagement

Mitgliederversammlung NETZ e.V.

Deutschland

Entwicklungszusammenarbeit

mit Bangladesch

Globales Lernen und

Völkerverständigung

Spenden, Verein, Verwaltung

Wirksame Entwicklungsarbeit heißt, dass die Unterstützung

bei den Bedürftigen ankommt. Entwicklung ist nur dann dauerhaft,

wenn die Menschen sich selbst zu helfen. Das NETZ­Team in

Bangladesch und Deutschland stellt unter anderem sicher,

dass die ärmsten Familien die Hilfe erhalten,

sie an Schulungen teilnehmen,

und ihre Rechte verteidigen können.

Gemeinsam für Bangladesch

Wählt auf 2 Jahre

Vorstand

Ernennt und kontrolliert

Geschäftsführung

Führt die laufenden Geschäfte in

Bangladesch

Entwicklungszusammenarbeit

mit Bangladesch

Ein Leben lang genug Reis

Grundbildung

Menschenrechte

Katastrophenhilfe

Globales Lernen und

Völkerverständigung

Gehaltsstruktur in Deutschland

Die Bruttomonatsgehälter orientieren sich nach einem Haustarif,

der aus einem Grundgehalt von 1.935 € besteht (2010). Es gibt

verschiedene Gehaltsstufen, die den Grad der übertragenen Verantwortung,

die Berufserfahrung, die geforderten Kompetenzen

und die Betriebszugehörigkeit berücksichtigen. Für jedes unterhaltspflichtige

Kind wird ein Beitrag von 100 € zusätzlich gezahlt.

Reale Bruttomonatsgehälter nach Gehaltsgruppen

Gruppe von € bis €

Geschäftsführung 2.201,80 (80%­Stelle) 2.952,25 (100%)

Referent/innen 1.678,75 (85%) 2.655,50 (100%)

Stand: Dezember 2010

NETZ ist besonders durch hohes ehrenamtliches Engagement

geprägt: das der Freiwilligen, die ihren Dienst in Bangladesch leisten,

des ehrenamtlich tätigen Vorstandes und vor allem das der

Vielzahl ehrenamtlich Aktiver im ganzen Bundesgebiet. Auch die

Hauptamtlichen engagieren sich über ihre Arbeitszeit hinaus.

Alle tragen gemeinsam dazu bei, dass NETZ sparsam und effektiv

mit den zur Verfügung gestellten Mitteln zugunsten der Partnerschaft

mit Menschen im Bangladesch arbeiten kann. Aufwandsentschädigungen

werden lediglich an ehrenamtliche

Referentinnen und Referenten für die Durchführung von entwicklungspolitischen

Bildungsveranstaltungen ausgezahlt. 2010

waren dies 2.300 € für insgesamt 122 Veranstaltungen.

NETZ ist Mitglied von:

Verband Entwicklungspolitik deutscher

Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO)

Deine Stimme gegen Armut

Bangladesch­Forum

Aktionsgemeinschaft Dienst für den

Frieden e.V. (AGDF)

Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.

(EPN Hessen)

Bundesweit 740.000 Stimmen gegen Armut:

NETZ-Mitarbeiterin Anna Bucur (Bildmitte) bei

der Abschlussveranstaltung der Aktionstage

gegen Armut in Berlin.

11

Foto: DIE PROJEKTOREN


Foto: Rolf K. Wegst

Gemeinsam mit Ihnen

setzen wir uns für mehr

Gerechtigkeit ein.

Teilen Sie uns Ihre Ideen mit, stellen Sie

Ihre Fragen. Wir freuen uns darauf!

Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Geschäftsstelle – 5 in Vollzeit, 6 in Teilzeit

(von links): • Diana Hoffmann, Kaufmännische Leitung und Spender-Dialog • Anna Bucur, Bildungsarbeit

und Spender-Dialog • Peter Dietzel, Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ und Öffentlichkeitsarbeit

• Dirk Saam, Entwicklungspolitik • Ingo Ritz, Geschäftsführung und Entwicklungspolitik • Agata

Gornicki, Freiwilligendienst und Partnerschaft • Philipp Kappestein, Projekt „Ein Leben lang genug

Reis“ • Heike Spohr, Projekte Menschenrechte und Grundbildung • Heike Proelß, Buchführung • Niko

Richter, Freiwilligendienst und Zeitschrift • Bärbel Martin, Spendenverwaltung

Zuständig für Qualitäts- und Finanzmanagement, Stärkung der Zivilgesellschaft,

Freiwilligendienst und Begegnungsprogramme: Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter von NETZ in Bangladesch – 26 in Vollzeit.

IMPRESSUM

Konzeption/Text:

Niko Richter, Peter Dietzel

Layout: Christian Bauer

studiofuergestaltung.net

Druck: Druckerei Mergard

Papier: 100% Recycling

65 € helfen einer Familie, den Hunger zu besiegen – dauerhaft.

Dieser Betrag ist nötig, damit eine Familie am Projekt „Ein Leben

lang genug Reis“ teilnehmen kann. Die Mütter erhalten Startkapital

und nehmen an Schulungen teil. So können sie dauerhaft

ein Einkommen für ihre Familien erzielen: für Nahrung, Kleidung

sowie die Bildung ihrer Kinder.

Mit 65 €

bewegen Sie eine kleine Welt!

Spendenkonto 62 62

Volksbank Mittelhessen

BLZ 513 900 00

Überweisungen aus dem Ausland:

IBAN: DE 82 513 900 0000 0000 6262

BIC: VB MH DE 5F

NETZ Partnerschaft für

Entwicklung und

Gerechtigkeit e.V.

Moritz-Hensoldt-Str. 20

D-35576 Wetzlar

Bitte machen Sie mit.

Sie können dem Hunger

Einhalt gebieten.

NETZ ist als gemeinnützig

anerkannt. Eine Spendenbescheinigung

bekommen

Sie automatisch zugeschickt.

Bitte geben Sie dafür Ihre

vollständige Adresse an.

Tel.: 06441/2 65 85

Fax: 06441/2 62 57

netz@bangladesch.org

www.bangladesch.org

12 NETZ Jahresbericht 2010

Foto: Kristina Weidner

Foto: NETZ

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