Hausnotruf - DRK Kreisverband Harburg-Land

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Hausnotruf - DRK Kreisverband Harburg-Land

Senioren auf dem

Kiez

Der Titel hörte sich vielversprechend an und so

lud der Kreisverband die Senioren des „Haus am

Steinberg“ ins Theater ein. Zur „Villa Sonneschein“

auf dem Kiez - zu „Sex and Crime im Altenheim“

in Schmidts Theater. Das Thema Alter - gewagt?

Schon - aber gesehen hatte das Stück vorher niemand.

Etwas grobe Szenen wechselten zu liebevollen

Abschnitten und die Puppendarsteller überzeugten

sogar wenn sie sich zu Zweit synchron

bewegten. Sprechende Lampen und fluchende

Pflanzen wurden abgelöst von überzogenen Szenen

der „Bösen“, die normal gespielt wurden.

Im Publikum wurden die Köpfe geschüttelt, manch

einer hielt sich die Ohren zu, wenn die Musik zu

laut wurde. Aber hauptsächlich nahmen die Besucher

aus Hanstedt das Stück mit Humor. Ruth Wille

meinte in der Pause: „Das ist das Leben, ein bißchen

kitschig vielleicht - aber so ist es doch“. Martha

Främke freute sich, dass sie einmal etwas anderes

zu sehen bekam und Theaterluft schnuppern konnte.

Karl-Theodor Meinecke hielt das Stück für „sehr

milieugetreue, gut gemachte Kleinkunst. Er fand,

die Wahrheit werde einmal ganz anders dargestellt.

„Und das geht nur hier auf dem Kiez“, betonte er.

Über das Thema alt zu werden solle man keine Scherze

machen, sagten diejenigen zu Anfang, die skeptisch

waren. Doch auch wenn für sie die Darstellung am

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Hausnotruf

Reinhard Henke hat seine Mutter vor vollendete

Tatsachen gestellt. Als sie nach einem Schlaganfall

aus der Reha-Klinik kam, hat er ihr ein Hausnotrufsystem

vom DRK spendiert. „Ich wohne über

hundert Kilometer entfernt und kann im Zweifelsfall

nicht so schnell bei ihr sein“, erklärt er.

Der 55-Jährige sagt: „Ich habe ein sichereres Gefühl,

wenn ich weiß, dass jemand in der Nähe sich

kümmern kann, solange meine Mutter alleine lebt“.

Der Sohn wünscht sich für die Mutter, dass sie so

lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier

Wänden bleibt. Das zählt zur Lebensqualität, die

mit der Eigenständigkeit bei älteren Menschen eine

immer größere Rolle spielt. Ein Notfall ist durch die

Technik mittlerweile kein Grund mehr, die vertraute

Umgebung zu verlassen. Elisabeth Henke sorgt im

eigenen Haus noch für sich selber – selbst wenn die

Kraft der 88-Jährigen etwas nachgelassen hat. Wenn

sie auf den roten Notrufknopf an ihrem mobilen Sender

drückt, startet sie eine umfassende Hilfs-Aktion.

DRK-Hausnotruf für den Landkreis Harburg:

Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Harburg-Land e.V.

Rote-Kreuz-Str. 5, 21423 Winsen

Ansprechpartner Wolfgang Albrecht, Telefon 04181-292660

Einmalige Anschlussgebühr 29,50 €

(für Mitglieder des DRK im Landkreis frei)

Monatliche Kosten: 43,80 €, davon Grundbetrag 18,36 €

(zahlt auch die Pflegekasse) und 25,44 € DRK-Leistungen wie

Schlüsseldepot, kostenlose Hilfe durch DRK-Personal

Ende ein wenig zu albern und mit zu viel Klamauk

herüberkam - richtig beschwert hat sich niemand.

Selbst dem 20-jährigen Zivi Arne Dittmer hat die

Show gefallen - das hat ihn genauso überrascht,

wie das positive Echo seiner Schützlinge, die

fanden, es wäre eine schöne Vorstellung gewesen.

Nach dem positiven Tenor von Kiez und Klamauk hatte

der Kreisverband anschließend zum Benefiz-Konzert

mit dem Bundespolizeiorchester in Winsen eingeladen.

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