Rechenschaftsbericht 2006-2008 der CDU Fraktion Frankfurt am Main
Rechenschaftsbericht 2006-2008 der CDU Fraktion Frankfurt am Main
Rechenschaftsbericht 2006-2008 der CDU Fraktion Frankfurt am Main
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RechenschaftsbeRicht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
C D U - F r a k t i o n F r a n k f u r t a m M a i n
RechenschaftsbeRicht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
C D U - F r a k t i o n F r a n k f u r t a m M a i n
2<br />
schon bald liegen zwei Jahre erfolgreicher <strong>CDU</strong>-Politik<br />
für <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> in <strong>der</strong> schwarz-grünen koalition<br />
hinter uns.<br />
<strong>am</strong> 5. Mai <strong>2006</strong>, wenige Wochen nach <strong>der</strong> kommunalwahl,<br />
präsentierten die Parteiführungen von <strong>CDU</strong> und<br />
Grünen den ausgehandelten und 14 Seiten umfassenden<br />
koalitionsvertrag. Seitdem ist viel geschehen.<br />
nach jahrelangem Stillstand im schwerfälligen Viererbündnis<br />
ist endlich wie<strong>der</strong> Bewegung in die kommunalpolitik<br />
im römer gekommen, mit einem klaren Führungsauftrag<br />
für die <strong>Frankfurt</strong>er <strong>CDU</strong>, <strong>der</strong> mit <strong>der</strong><br />
eindrucksvollen Wie<strong>der</strong>wahl von oberbürgermeisterin<br />
Petra roth im Januar 2007 deutlich bestätigt wurde.<br />
Die ersten großen Wegmarken <strong>der</strong> koalition waren die<br />
Magistratswahlen im Juli <strong>2006</strong> und die Verabschiedung<br />
<strong>der</strong> Haushalte 2007 und <strong>2008</strong>. Ich danke an dieser<br />
Stelle unseren sehr verantwortlich und engagiert<br />
tätigen Dezernenten Uwe Becker, Prof. Dr. Daniela Birkenfeld,<br />
Boris rhein, Edwin Schwarz und Prof. Dr. Felix<br />
Semmelroth für die bisher geleistete arbeit. Die personellen<br />
Weichen im Magistrat sind für die nächsten<br />
Jahre gestellt. Ich danke Herrn Stadtkämmerer a. D.<br />
Horst Hemzal, <strong>der</strong> <strong>am</strong> 31. März 2007 aus <strong>der</strong> aktiven<br />
kommunalpolitik ausgeschieden ist, für seine stets solide<br />
Haushaltspolitik. Und ich erinnere an die hohen<br />
Verdienste des im Dezember <strong>2006</strong> verstorbenen Stadtrates<br />
Dr. albrecht Magen, <strong>der</strong> in <strong>der</strong> Integrationspolitik<br />
Zeichen gesetzt hat.<br />
Die Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den Grünen im römer ist<br />
bisher harmonisch und sehr pragmatisch ausgerichtet.<br />
rund 240 Maßnahmen und Projekte haben wir ge-<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
sehR geehRte d<strong>am</strong>en und heRRen,<br />
liebe paRteifReundinnen und paRteifReunde,<br />
meins<strong>am</strong> beschlossen. Ein herausragendes Beispiel ist<br />
die von <strong>der</strong> Union lange gefor<strong>der</strong>te und zum 1. Januar<br />
2007 verwirklichte Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes<br />
von 490 auf 460 Punkte. In <strong>der</strong> Finanzpolitik<br />
halten wir mit dem Beschluss zum Haushalt <strong>2008</strong> an<br />
<strong>der</strong> bislang erfolgreichen konsolidierungspolitik fest.<br />
Im Bildungsbereich wird es 400 neue Erzieherinnen<br />
für die kin<strong>der</strong>tagesstätten und Jahr für Jahr erheblich<br />
mehr Investitionen in die Bauunterhaltung <strong>der</strong> Schulen<br />
geben. aber auch die Bereitstellung <strong>der</strong> Mittel für<br />
Freimachung und abriss des Technischen rathauses<br />
zum Bau eines neuen altstadtquartiers sowie die Investitionsprogr<strong>am</strong>me<br />
zur aufwertung des Bahnhofviertels<br />
und von alt-Höchst gehören zur Erfolgsbilanz.<br />
Im Bereich Soziales und Gesundheit sind die Verbesserung<br />
des Progr<strong>am</strong>ms „Würde im alter“ und <strong>der</strong> ausbau<br />
des Quartiersmanagements in den Stadtteilen zu<br />
nennen. Das städtische klinikum Höchst werden wir<br />
erhalten und das „Haus <strong>der</strong> Gesundheit“ in <strong>der</strong> Breiten<br />
Gasse haben wir als neues städtisches Gesundheitszentrum<br />
auf den Weg gebracht. Hinzu kommt die<br />
offensive für mehr Sicherheit und Sauberkeit mit 90<br />
Freiwilligen Polizeihelfern und einer aufstockung <strong>der</strong><br />
bewährten Stadtteilhelfer („ortsdiener“) von 72 auf<br />
100 Personen im rahmen das Projekts „<strong>Frankfurt</strong> tipp<br />
topp“. Geht es nach Schwarz-Grün, wird <strong>Frankfurt</strong> zudem<br />
führende deutsche Sportstadt. In <strong>der</strong> Verkehrspolitik<br />
hat die koalition die Buslinien-ausschreibung<br />
mit Wettbewerb beschlossen. Für die Entwicklung des<br />
<strong>Frankfurt</strong>er ostens ist die aufwertung <strong>der</strong> Verkehrsinfrastruktur<br />
mit <strong>der</strong> neugestaltung <strong>der</strong> Sonnemannstraße<br />
und dem neubau <strong>der</strong> <strong>Main</strong>brücke-ost von
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
existenzieller Bedeutung. Ein Pilotprojekt „Quartiersgaragen“<br />
befindet sich in den Stadtteilen Bornheim,<br />
nordend und Sachsenhausen in <strong>der</strong> Umsetzung. Und<br />
schließlich erhalten die 16 ortsbeiräte seit 2007 für<br />
Verschönerungsmaßnahmen in den Stadtteilen ein eigenes<br />
Budget.<br />
Dieser rechenschaftsbericht zeigt: Wir haben eine<br />
gute arbeit geleistet und als großer Partner in <strong>der</strong><br />
koalition unser Profil nicht nur wahren, son<strong>der</strong>n auch<br />
schärfen können. Danken möchte ich allen Mitglie<strong>der</strong>n<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, die mit ihrer ehren<strong>am</strong>tlichen<br />
arbeit in vielfältiger Weise dazu beitragen, <strong>Frankfurt</strong><br />
als sozial verantwortliche Stadt und als Wirtschaftsstandort<br />
von internationalem rang, aber auch als<br />
Stadt <strong>der</strong> kultur und Lebensfreude zu gestalten. Ebenso<br />
danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
in <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle für die nimmermüde<br />
und zuverlässige Unterstützung, die als Dienstleister<br />
wie auch als Ideengeber den Schwung <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong><br />
mittragen.<br />
Ich möchte Sie einladen, in diesem rechenschaftsbericht<br />
zu blättern und unsere Leistungen für <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong> nachzulesen. Sie können sich nach zwei Jahren<br />
sehen lassen. Zur Verdeutlichung haben wir den koalitionsvertrag<br />
im anhang noch einmal abgedruckt. Jetzt<br />
kommt es darauf an, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen<br />
und den Wählerinnen und Wählern unter Beweis<br />
zu stellen, dass die <strong>CDU</strong> die führende und erfolgreiche<br />
Großstadtpartei in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> ist.<br />
Ihr<br />
Markus Frank<br />
<strong>Fraktion</strong>svorsitzen<strong>der</strong><br />
VoRwoRt
Inhalt<br />
Ausgangslage –<br />
Die <strong>CDU</strong> ist stärkste Kraft im Römer . . . . . . . . . . . . . 6<br />
Bestätigung für die Union bei <strong>der</strong><br />
kommunalwahl <strong>2006</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
aufgaben <strong>der</strong> Stadtverordneten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />
koalition mit den Grünen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8<br />
Sitzordnung in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung . . 9<br />
ausschüsse – Die ansprechpartner <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> 10<br />
Haupt- und Finanzausschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />
konsolidieren und investieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />
Haushalt 2007 und <strong>2008</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />
Städtische Zuschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15<br />
Gewerbesteuerhebesatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />
Internationales . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />
rückkauf Technisches rathaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />
Public Private Partnership. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17<br />
kirchliche angelegenheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18<br />
Eigenes Budget <strong>der</strong> ortsbeiräte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18<br />
Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-Römer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19<br />
Perspektiven für die <strong>Frankfurt</strong>er altstadt . . . . . . . . . . . 20<br />
rekonstruktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20<br />
Planungswerkstatt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21<br />
Beispiele in an<strong>der</strong>en Städten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22<br />
Bildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />
Bildung und Begabung för<strong>der</strong>n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />
Schulentwicklungsplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />
Grundschulen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />
Gymnasien und Ges<strong>am</strong>tschulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25<br />
Ganztagsschulentwicklung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25<br />
Hauptschulen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25<br />
Berufliche Schulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26<br />
Schulbaumaßnahmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26<br />
Än<strong>der</strong>ungen im Hessischen Schulgesetz . . . . . . . . . . . . 26<br />
Frauen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27<br />
Für eine mo<strong>der</strong>ne Gleichstellungspolitik. . . . . . . . . . . . 28<br />
Gewaltschutzgesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28<br />
Berufliche Qualifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28<br />
Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29<br />
Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />
Stadt und Gesundheitspolitik im Umbruch. . . . . . . . . . 2<br />
Prävention . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />
rauchverbot im römer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />
Das Progr<strong>am</strong>m klasse 2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
Drogenpolitik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
Heroinmodell. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
Städtische kliniken Höchst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
aids . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Suchthilfe Fleckenbühl. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
Gesundheitsstreife . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
<strong>am</strong>bulanzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
Integration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />
Für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben <strong>der</strong> kulturen . . . . 8<br />
Sprachför<strong>der</strong>ung im Vorschulalter . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Vertrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0<br />
Gesundheit und Migration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />
Zukunft gemeins<strong>am</strong> gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />
Kultur und Freizeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
<strong>Frankfurt</strong>s kulturelle Vielfalt bewahren . . . . . . . . . . . . .<br />
Mängelbehebung kunsthalle Schirn . . . . . . . . . . . . . . . .<br />
Fassadenrenovierung <strong>der</strong> alten oper. . . . . . . . . . . . . . .<br />
neue Werkstätten Städtische Bühnen . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
Umbau Leinwandhaus für die „Caricatura“ . . . . . . . . . . 5<br />
Umbau Historisches Museum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
Instituto Cervantes kommt nach <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> . 6<br />
Sanierung karmeliterkloster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
kulturfonds. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
ausstellungserfolg „Die kaisermacher“ . . . . . . . . . . . . . 7<br />
Dem <strong>Frankfurt</strong>er Zoo eine Zukunft geben. . . . . . . . . . . 7<br />
Planen und Bauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />
Planungspolitik ist Standortpolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . 50<br />
aufwertung des Bahnhofsviertels . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50<br />
Umbau <strong>der</strong> Großmarkthalle und nutzung<br />
durch die EZB. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51<br />
neue <strong>Main</strong>brücke-ost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51<br />
Gestaltungssatzung nördliche <strong>Main</strong>uferbebauung . . . 51<br />
Innenstadt und altstadt aufwerten und<br />
historische Strukturen wie<strong>der</strong>herstellen . . . . . . . . . . . . 51<br />
abriss Betonteil Historisches Museum . . . . . . . . . . . . . 51<br />
Umbau <strong>der</strong> Zeil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51<br />
„PalaisQuartier“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52<br />
Degussa-areal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52<br />
Hochhausrahmenplan II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52<br />
kleinmarkthalle fit für die Zukunft machen . . . . . . . . . 52<br />
C<strong>am</strong>pus Bockenheim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
rahmenplan Höchst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
Gateway Gardens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
„aIrraIL center frankfurt“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
airbus a380-Werft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />
Sicherheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55<br />
<strong>Frankfurt</strong> ist sicherer geworden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56<br />
Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes . . . . . . . . . 57<br />
neue „Stadtpolizei“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58<br />
Videoüberwachung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58<br />
Bürger-alarm-System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59<br />
Bundespolizeistation <strong>am</strong> Bahnhof<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Brand- und katastrophenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60<br />
Taktisches Feuerwehrkonzept 2020 . . . . . . . . . . . . . . . . 60<br />
Prioritätenprogr<strong>am</strong>m Feuerwehrhäuser . . . . . . . . . . . . 61<br />
Mannschaftstransportfahrzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61<br />
Minifeuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61<br />
Soziales. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
<strong>Frankfurt</strong> sozial gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
Pflegeelterninitiative . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
Barrierefreiheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65<br />
Senioren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65<br />
Wohnungsbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65<br />
Behin<strong>der</strong>te . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66<br />
F<strong>am</strong>ilie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />
Jugendhilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />
Mittelvergabe im Sozialbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />
Integration von russlanddeutschen . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />
Wohnsitzlose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68<br />
Sport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69<br />
<strong>Frankfurt</strong> ist Spitze im Sport. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70<br />
Gute Sportanlagen für den Breitensport . . . . . . . . . . . . 70<br />
Sanierung von Sporthallen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71<br />
Vereinsför<strong>der</strong>ung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71<br />
Bä<strong>der</strong>konzept 2004 – Leitlinien 2010. . . . . . . . . . . . . . . 72<br />
Deutsches Turnfest 2009. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72<br />
Frauenfußball-WM 2011 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />
<strong>am</strong>erican Football. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />
Multifunktionsarena. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />
Umwelt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75<br />
Städtische Umwelt sichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76<br />
Grünanlagen und naherholungsflächen . . . . . . . . . . . . 76<br />
konzept für den Hauptfriedhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77<br />
klimaschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77<br />
Verkehr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79<br />
Mit hoher Qualität mobil –<br />
Für eine mo<strong>der</strong>ne Verkehrsinfrastruktur . . . . . . . . . . . . 80<br />
Zus<strong>am</strong>menwirken aller Verkehrsteilnehmer . . . . . . . . . 80<br />
ausschreibung <strong>der</strong> Buslinienbündel . . . . . . . . . . . . . . . . 81<br />
Wichtige Verkehrsprojekte im Überblick. . . . . . . . . . . . 82<br />
Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85<br />
Verwaltung mo<strong>der</strong>nisieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86<br />
Personal. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86<br />
Trainee-Progr<strong>am</strong>m für den höheren Dienst. . . . . . . . . . 87<br />
ausbildung bei <strong>der</strong> Stadtverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . 87<br />
Zentralisierung <strong>der</strong> städtischen EDV –<br />
Projekt „net.ffm“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87<br />
Strategieplan Bürgerbeteiligung „online“ . . . . . . . . . . . 88<br />
Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89<br />
Metropole im Zentrum Europas. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90<br />
Wirtschaftsstandort stärken – arbeitsplätze schaffen 90<br />
Gewerbesteuer senken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90<br />
ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens. . . . . . . . . . . . . . . . . 90<br />
Finanzplatz <strong>Frankfurt</strong> stärken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91<br />
Messeplatz ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92<br />
Gewerbe und Mittelstand för<strong>der</strong>n . . . . . . . . . . . . . . . . . 92<br />
Grün<strong>der</strong>kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Innovationszentrum für Biotechnologie . 9<br />
Städtische Stabsstelle Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />
attraktivität <strong>Frankfurt</strong>s als Einkaufsstadt erhalten<br />
und steigern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />
Tourismusstadt <strong>Frankfurt</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />
Wohnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95<br />
F<strong>am</strong>iliengerechtes und soziales Wohnen. . . . . . . . . . . . 96<br />
Startprogr<strong>am</strong>m für junge F<strong>am</strong>ilien . . . . . . . . . . . . . . . . . 96<br />
För<strong>der</strong>ung von Mietwohnungsbau für F<strong>am</strong>ilien<br />
mit kin<strong>der</strong>n. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96<br />
ankauf Belegrechte für Sozialmieter . . . . . . . . . . . . . . . 97<br />
Wohnraum für F<strong>am</strong>ilien in <strong>Frankfurt</strong> schaffen . . . . . . . 97<br />
Innovative Projekte Passivhausbau. . . . . . . . . . . . . . . . . 97<br />
Wohnungen und kultureinrichtungen<br />
auf dem naxos-areal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98<br />
Ja zur nassauischen Heimstätte!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98<br />
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. . . . . . . . . . . . . . . . 99<br />
kommunalpolitik transparent machen. . . . . . . . . . . . . . 100<br />
Presse- und Fernseharbeit – Dialog mit den Medien . 100<br />
Internet – Mo<strong>der</strong>ne Säule <strong>der</strong> kommunikation . . . . . . 100<br />
<strong>Fraktion</strong> vor ort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101<br />
Printmedien – „<strong>Frankfurt</strong> Magazin“ und Broschüren . 101<br />
aktionstage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102<br />
Diskussionsreihe „<strong>Frankfurt</strong>er Horizonte“. . . . . . . . . . . 102<br />
<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106<br />
„Bürgertelefon“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106<br />
<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer und <strong>Fraktion</strong>sreferenten. . . 106<br />
ELo – Elektronisches Dokumentenmanagementsystem<br />
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107<br />
Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108<br />
koalitionsvertrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108<br />
anträge und anfragen <strong>der</strong> <strong>CDU</strong> <strong>Fraktion</strong> . . . . . . . . . . . 115<br />
Bildnachweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119<br />
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119<br />
5<br />
inhalt
6<br />
bestätigung füR die union bei<br />
deR Kommunalwahl <strong>2006</strong><br />
Von den rund 427.000 wahlberechtigten <strong>Frankfurt</strong>erinnen<br />
und <strong>Frankfurt</strong>ern haben gut 172.000 von ihrem<br />
Stimmrecht Gebrauch gemacht. Das entspricht einer<br />
Wahlbeteiligung von 40,4 Prozent, 5,7 Prozentpunkte<br />
weniger als bei <strong>der</strong> kommunalwahl 2001. Die Zahl <strong>der</strong><br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
aUsgangslage – DIe <strong>CDU</strong> Ist stärkste kraFt IM röMer<br />
Die kommunalwahlen <strong>am</strong> 26. März <strong>2006</strong> bestätigten die <strong>CDU</strong> als mit abstand stärkste kraft in <strong>der</strong><br />
Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung und in den 16 ortsbeiräten. Die Wahlanalyse hat gezeigt, dass die<br />
Union in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> auch bei sinken<strong>der</strong> Wahlbeteiligung über ein starkes Wählerpotenzial<br />
verfügt.<br />
nichtwähler ist seit dem historischen Höchststand <strong>der</strong><br />
Beteiligung bei einer <strong>Frankfurt</strong>er kommunalwahl im<br />
Jahre 1989 – d<strong>am</strong>als gingen 77,2 Prozent <strong>der</strong> Wahlberechtigten<br />
zu den Urnen – kontinuierlich gesunken.<br />
Schon 2001 verzeichnete das Wahl<strong>am</strong>t deutlich mehr<br />
nichtwähler als Wähler.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Der rückgang gegenüber 1997 betrug 2001 trotz gleichzeitig<br />
stattfinden<strong>der</strong> oB-Direktwahl dr<strong>am</strong>atische 14,4-<br />
Prozentpunkte.<br />
Bei <strong>der</strong> Stadtverordnetenwahl stimmten in absoluten<br />
Zahlen 59.300 Wähler für die Union, ein rückgang gegenüber<br />
2001 um 11.300 (–16 Prozent). nach analyse<br />
des städtischen Wahl<strong>am</strong>tes hat die <strong>CDU</strong> jeden sechsten<br />
ihrer möglichen Wählerinnen und Wähler nicht erreicht.<br />
Jedoch konnte sie immerhin 70 Prozent ihres Potenzials<br />
<strong>der</strong> Bundestagswahl 2005 ausschöpfen, während die<br />
SPD nur 45 Prozent aus diesem reservoir für sich verbuchen<br />
konnte. In ihren Hochburgen, das sind 74 von<br />
insges<strong>am</strong>t 451 Wahlbezirken, büßte die Union durchschnittlich<br />
ein und ging um 2,1-Prozentpunkte auf<br />
43,7 Prozent zurück, während die SPD in den 37 Wahlbezirken,<br />
die als SPD-Bastionen gelten, um 8,4-Punkte<br />
auf 36,0 Prozent sank. allerdings konnten auch Grüne<br />
und FDP, trotz prozentualer Gewinne, ihr St<strong>am</strong>mwählerpotenzial<br />
nicht vollständig mobilisieren. Die Sozialdemokraten<br />
sind jedoch die eigentlichen Verlierer, denn<br />
sie büßten sowohl im Trend <strong>der</strong> beiden Volksparteien<br />
Zustimmung ein und verloren gleichzeitig in größerem<br />
Umfang Wähler an die Linkspartei.<br />
Durch den zum zweiten Mal seit 2001 erprobten Wahlmodus<br />
„kumulieren und Panaschieren“ haben die Wählerinnen<br />
und Wähler erneut einige Verän<strong>der</strong>ungen <strong>am</strong><br />
<strong>CDU</strong>-Wahlvorschlag bewirkt. Den größten Sprung nach<br />
vorne machten Dr. nina Teufel von Platz 41 auf 19,<br />
Dr. Bernadette Weyland von 38 auf 18 und karl-Leo<br />
Schneeweis von 52 auf 32.<br />
aufgaben deR<br />
stadtVeRoRdneten<br />
Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung ist das oberste<br />
Entscheidungs- und Beschlussorgan <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong>. abhängig von <strong>der</strong> Einwohnerzahl besteht<br />
sie aus 93 Mitglie<strong>der</strong>n, den Stadtverordneten,<br />
die ehren<strong>am</strong>tlich tätig sind. Bei den kommunalwahlen<br />
werden diese von den Bürgerinnen und Bürgern <strong>Frankfurt</strong>s<br />
auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Die aktuelle<br />
XVI. Wahlperiode läuft von <strong>2006</strong> bis 2011. Die<br />
Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung hat eine Fülle von<br />
aufgaben. Unter an<strong>der</strong>em wählt sie den Magistrat<br />
und kontrolliert die Führung <strong>der</strong> Stadtverwaltung. Lediglich<br />
die Verwaltungschefin bzw. <strong>der</strong> Verwaltungschef<br />
wird von den Wählerinnen und Wählern direkt<br />
gewählt, zuletzt <strong>am</strong> 28. Januar 2007, als oberbürgermeisterin<br />
Petra roth (<strong>CDU</strong>) mit 60,5 Prozent <strong>der</strong> Stimmen<br />
souverän in ihrem <strong>am</strong>t bestätigt wurde.<br />
7<br />
ausgangslage
8<br />
Die Stadtverordneten ihrerseits beschließen über den<br />
Haushalt, erlassen spezielle Satzungen – beispielsweise<br />
über die Erhebung städtischer Steuern bzw. Gebühren<br />
o<strong>der</strong> zu Bebauungsplänen. Über wichtige Dinge<br />
des kommunalen Lebens treffen sie unter Mitberatung<br />
<strong>der</strong> 16 ortsbeiräte in den Stadtteillen eine Vielzahl<br />
von Einzelentscheidungen. Dazu tagen sie einmal<br />
im Monat im Plenum, <strong>der</strong> Vollvers<strong>am</strong>mlung <strong>der</strong> Stadtverordneten.<br />
Diese Plenarsitzungen sind grundsätzlich öffentlich und<br />
werden von dem Vorsitzenden <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung,<br />
Stadtverordnetenvorsteher karlheinz<br />
Bührmann (<strong>CDU</strong>), geleitet. Vorbereitet werden die Beschlüsse<br />
<strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung in den Beratungen<br />
<strong>der</strong> Fachausschüsse.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Koalition mit den gRünen<br />
aus <strong>der</strong> Zus<strong>am</strong>menarbeit <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>en im sogenannten<br />
Viererbündnis aus <strong>CDU</strong>, SPD, Grünen und FDP in<br />
<strong>der</strong> Wahlperiode 2001 bis <strong>2006</strong> ist eine vertrauensvolle<br />
Partnerschaft mit <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong> <strong>der</strong> Grünen entstanden.<br />
Die Wählerinnen und Wähler haben <strong>2006</strong> entschieden,<br />
<strong>CDU</strong> und Grünen eine Mehrheit in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
zu geben. auf <strong>der</strong> Grundlage des <strong>am</strong><br />
8. Mai <strong>2006</strong> unterzeichneten koalitionsvertrages arbeiten<br />
die beiden Partner seitdem in gemeins<strong>am</strong>er Verantwortung<br />
für <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> und<br />
die <strong>Fraktion</strong> die Grünen im römer unterstützen den von<br />
oberbürgermeisterin Petra roth geführten Magistrat,<br />
in dem auch die FDP mit einem haupt<strong>am</strong>tlichen Stadtrat<br />
vertreten ist. Die Freien Demokraten sind nicht Teil <strong>der</strong><br />
koalition, arbeiten aber kooperativ mit ihr zus<strong>am</strong>men.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
sitzoRdnung in deR stadt<br />
VeRoRdnetenVeRs<strong>am</strong>mlung<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist mit 34 Mitglie<strong>der</strong>n die stärkste<br />
<strong>Fraktion</strong> im Stadtparl<strong>am</strong>ent. Der Begriff <strong>Fraktion</strong><br />
(v. lat.: fractio = Bruch o<strong>der</strong> Bruchteil) bezeichnet grundsätzlich<br />
einen freiwilligen Zus<strong>am</strong>menschluss von abgeordneten<br />
zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen<br />
und Ziele in einem Parl<strong>am</strong>ent. <strong>Fraktion</strong>en gibt<br />
es in fast allen parl<strong>am</strong>entarischen Vertretungen (z. B.<br />
Europäisches Parl<strong>am</strong>ent, Bundestag, Landtage, Landschaftsverbände,<br />
Landeswohlfahrtsverbände, kreistage,<br />
Stadträte). Sie haben auch in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
einen beson<strong>der</strong>en Status, <strong>der</strong> mit zusätzlichen parla-<br />
Burggraf<br />
Loizides<br />
Schenk<br />
Holtz<br />
zu Löwenstein<br />
Quirin<br />
Dr. Seubert<br />
Dr. Weyland<br />
Ben<strong>der</strong><br />
David<br />
Stapf<br />
Rätzke<br />
Burkert<br />
Heumann<br />
mentarischen rechten gemäß <strong>der</strong> Geschäftsordnung<br />
<strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung verbunden ist. Die<br />
auch im Stadtparl<strong>am</strong>ent übliche politische Sitzordnung<br />
ist die einem griechischen Theater nachempfundene<br />
halbrundförmige Sitzordnung <strong>der</strong> kontinentaleuropäischen<br />
Parl<strong>am</strong>ente, die sich von <strong>der</strong> Sitzordnung<br />
des englischen Westminster Modells grundsätzlich<br />
unterscheidet, in dem sich regierungs- und oppositionsparteien<br />
traditionell gegenübersitzen.<br />
Dr. Teufel<br />
Weißbach<br />
Meister<br />
Dr. Heidenreich<br />
Frank<br />
Gauls<br />
Reichwein<br />
Schneeweis<br />
Gerhardt<br />
Schnei<strong>der</strong><br />
Heuser<br />
Dr. Kraushaar<br />
Daum<br />
Vowinckel<br />
Dr. Galanos<br />
MAGISTRAT<br />
Kirchner<br />
Bührmann<br />
Krauße<br />
Siegler<br />
Prinzessin von<br />
Hannover<br />
9<br />
ausgangslage
10<br />
Anne Ben<strong>der</strong><br />
PB, R<br />
Karlheinz Bührmann<br />
Ä<br />
Nikolaus Burggraf<br />
H, W<br />
Hildegard Burkert<br />
K, SG<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
aUssChüsse – DIe anspreChpartner Der <strong>CDU</strong>-FraktIon<br />
Die Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> arbeiten in verschiedenen ausschüssen. Um die Vielzahl von<br />
gut 2.000 Drucksachen pro Jahr sachgerecht bearbeiten zu können, bildet die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
Fachausschüsse zu abgegrenzten arbeitsgebieten, in denen Stadtverordnete die<br />
parl<strong>am</strong>entarische „Vorarbeit“ leisten. nach Behandlung <strong>der</strong> Vorlagen erfolgt eine abstimmung<br />
in den Fachausschüssen. Diese abstimmung ist zugleich eine Empfehlung für die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung,<br />
ebenso zu entscheiden. Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung stimmt letztendlich<br />
über diese Empfehlung ab und trifft d<strong>am</strong>it die endgültige Entscheidung.<br />
Verena David<br />
SG, V<br />
Dr. Bernd Heidenreich<br />
Ä, W<br />
Markus Frank<br />
Ä, H, U<br />
Jochem Heumann<br />
Ä, DR, K, PB<br />
Dr. Ilias Galanos<br />
B, U, V<br />
Helmut Heuser<br />
Ä, U, V<br />
Ursula Gauls<br />
B, SG<br />
Wolff Holtz<br />
PB, U<br />
Martin Daum<br />
Ä, H, V<br />
Martin Gerhardt<br />
W, U<br />
Thomas Kirchner<br />
B, DR, H
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Dr. Horst Kraushaar<br />
PB<br />
Alexandra Prinzessin von<br />
Hannover<br />
DR, K<br />
Karl-Leo Schneeweis<br />
B, U<br />
Dr. Nina Teufel<br />
B, W<br />
Hilde Krauße<br />
PB, SG<br />
Günther Quirin<br />
R, U<br />
Jan-Dominik Schnei<strong>der</strong><br />
PB, V<br />
Klaus Vowinckel<br />
K, PB, DE<br />
Michael Prinz zu<br />
Löwenstein<br />
H, W<br />
Thomas Rätzke<br />
B, V<br />
Dr. Walter Seubert<br />
R, SG<br />
Margrit Weißbach<br />
K, SG<br />
Christiane Loizides<br />
R, V<br />
Peter Reichwein<br />
B, R<br />
Stephan Siegler<br />
R, SG<br />
Dr. Bernadette Weyland<br />
B, W<br />
Sybill Meister<br />
SG, U<br />
Patrick Schenk<br />
H, K<br />
Lothar Stapf<br />
PB, V<br />
11<br />
B = Bildung & Integration<br />
SG = Soziales & Gesundheit<br />
PB = Planung, Bau, Wohnungsbau<br />
W = Wirtschaft & Frauen<br />
U = Umwelt & Sport<br />
K = Kultur & Freizeit<br />
R = Recht, Verwaltung & Sicherheit<br />
V = Verkehr<br />
H = Haupt- und Finanzausschuss<br />
Ä = Ältestenausschuss<br />
DR = Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-Römer<br />
ausgangslage
haupt und finanzausschuss
1<br />
Markus Frank,<br />
Sprecher <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im<br />
Haupt- und Finanzausschuss<br />
konsolIDIeren UnD InvestIeren<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> hat im Vergleich zu an<strong>der</strong>en deutschen Städten und Gemeinden ein sehr hohes<br />
Steueraufkommen. Davon geben in den letzten Jahren die hervorragenden Erträge aus <strong>der</strong><br />
Gewerbesteuer beredtes Zeugnis. Dennoch ist die Finanzlage seit Jahren schon schwierig. Das<br />
liegt unter an<strong>der</strong>em daran, dass die Infrastruktur, die <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> etwa im Bereich Verkehr,<br />
Soziales o<strong>der</strong> kultur als kernstadt für die ges<strong>am</strong>te rhein-<strong>Main</strong>-region bietet und finanziert, die<br />
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit <strong>der</strong> Stadt überfor<strong>der</strong>t. Deswegen muss mittel- bis langfristig<br />
die regionale Lastenverteilung neu geordnet werden.<br />
Doch auch die ausgaben für originäre <strong>Frankfurt</strong>er aufgaben<br />
sind nach den Vorstellungen <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
zu prüfen: Muss die kommune wirklich alle heutigen<br />
aufgaben selbst erfüllen und muss das im gegenwärtigen<br />
Umfang geschehen? Die Stadtkasse muss wie<strong>der</strong><br />
ins Lot kommen, und wir sind auf einem guten Weg dahin.<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> braucht einen ausgeglichenen<br />
Finanzzentrale <strong>der</strong> Stadt:<br />
Die Kämmerei <strong>am</strong> Paulsplatz.<br />
Milliardenschwer: Der Etat <strong>der</strong><br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />
Haushalt, um die Handlungsfähigkeit nicht dauerhaft<br />
zu gefährden. Das sind wir auch den nachfolgenden Generationen<br />
schuldig.<br />
haushalt 2007 UND <strong>2008</strong><br />
Die städtischen Finanzen in <strong>der</strong> Verantwortung von<br />
<strong>CDU</strong> und Grünen stehen völlig im Zeichen <strong>der</strong> nachhaltigen<br />
Haushaltskonsolidierung. Im koalitionsvertrag ist<br />
festgelegt, die Haushaltsführung <strong>der</strong> Stadt weiterhin<br />
dem konsolidierungsgebot zu verpflichten. Dies gilt unabhängig<br />
von <strong>der</strong> günstigen Entwicklung bei <strong>der</strong> Gewerbesteuer,<br />
die mit ca. 65 Prozent <strong>der</strong> Bruttoeinnahmen<br />
deutlich die stärkste Einnahmequelle bleibt. Die<br />
Einnahmeerwartung bei dieser immer wie<strong>der</strong> konjunkturellen<br />
Schwankungen unterliegenden Steuer hat <strong>der</strong><br />
Magistrat mo<strong>der</strong>at an die Entwicklung <strong>der</strong> letzten<br />
Jahre angepasst, wobei er vorsichtig genug ist, nicht<br />
einfach die rekord-Einnahmehöhe aus <strong>2006</strong> von über<br />
1,5 Milliarden Euro fortzuschreiben. Denn zu dem<br />
größer gewordenen Gestaltungsspielraum für unsere<br />
Stadt gehört ein ebenso großes Bewusstsein, dass wir<br />
heute nicht auf kosten <strong>der</strong> nächsten Generationen<br />
wirtschaften wollen.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Es ist deshalb Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> in Übereinstimmung<br />
mit dem koalitionspartner, die städtischen Finanzen<br />
auf Dauer zu konsolidieren. Die von Stadtkämmerer<br />
Horst Hemzal und seinem nachfolger Uwe Becker eingebrachten<br />
und von den Stadtverordneten beschlossenen<br />
Haushaltspläne 2007 und <strong>2008</strong> halten diesen<br />
kurs. Die mittelfristige Finanzplanung bis 2011 sieht jeweils<br />
eine „schwarze null“ vor, das heißt, es wird keine<br />
jahresbezogenen Defizite mehr geben. Parallel dazu ist<br />
auch für den investiven Haushalt, den sogenannten Finanzhaushalt,<br />
im Finanzplanungszeitraum keine nettoneuverschuldung<br />
mehr geplant. Ferner wird mit dem<br />
Haushalt <strong>2008</strong> das <strong>der</strong>zeit kumulierte altdefizit aus<br />
Vorjahren in Höhe von 209 Millionen Euro durch Entschuldungen,<br />
resteübertragungen und Finanzmittelüberschüsse<br />
vollständig abgetragen sein.<br />
Mit Blick auf den mit rund 1,3 Milliarden Euro weiterhin<br />
beträchtlichen Ges<strong>am</strong>tschuldenstand unterstützt die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ausdrücklich Stadtkämmerer Uwe Becker,<br />
<strong>der</strong> in seiner Haushaltsrede <strong>am</strong> 15. november<br />
2007 ausgeführt hat: „Ich möchte jede Gelegenheit zur<br />
weiteren reduzierung unserer Schulden aktiv nutzen,<br />
mit dem Ziel, <strong>Frankfurt</strong>s Schulden unter die Marke von<br />
1 Milliarde Euro zu führen und auf Dauer schuldenfrei<br />
zu machen“. Diese Zielmarke vor augen, lassen aber<br />
die unbestritten günstige Einnahmesituation bei <strong>der</strong><br />
Gewerbesteuer und <strong>der</strong> erfreuliche Haushaltserlass<br />
des Hessischen Innenministers zur Genehmigung des<br />
Haushalts 2007 für den Haushalt <strong>2008</strong> und den Finanzplanungszeitraum<br />
insges<strong>am</strong>t den nötigen Spielraum<br />
für dringend notwendige Investitionen, die im<br />
Sinne des koalitionsvertrages <strong>der</strong> Vermögenssicherung<br />
<strong>der</strong> Stadt dienen, so zum Beispiel für die Bauunterhaltung<br />
bei den Schulen.<br />
Und auch in <strong>der</strong> Haushaltspolitik <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
hat es einen Paradigmenwechsel gegeben. Haben die<br />
koalitionsfraktionen zum Haushalt 2007 – dessen<br />
Entwurf noch die Handschrift des alten Viererbündnisses<br />
trug – Mehrausgaben in Höhe von rund zwölf<br />
Millionen Euro beschlossen, so wurden zum Haushalt<br />
<strong>2008</strong> erstmals nur solche Etatanträge zur Verstärkung<br />
<strong>der</strong> eigenen politischen Linie vorgelegt, die auch einen<br />
Deckungsvorschlag innerhalb <strong>der</strong> einzelnen Produktgruppen<br />
unterbreiten. Schon bei <strong>der</strong> Haushaltsaufstellung<br />
konnten wesentliche Wünsche <strong>der</strong> koalitionsfraktionen<br />
berücksichtigt werden. Mit dem<br />
Haushaltsbeschluss <strong>am</strong> 28. Februar <strong>2008</strong> ist kein Cent<br />
auf das Haushaltsvolumen von insges<strong>am</strong>t 2,625 Milliarden.<br />
Euro draufgesattelt worden. Die Union hat ihre<br />
politischen Schwerpunkte innerhalb des zur Verfügung<br />
stehenden finanziellen rahmens gesetzt.<br />
städtische zuschüsse<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat maßgeblich dafür gesorgt, dass<br />
die Subventionspolitik <strong>der</strong> Stadt auf eine neue Grundlage<br />
gestellt wurde: Wo die öffentliche Hand Zuschüsse<br />
gibt, sind Leistungsbudgets und klar umrissene För<strong>der</strong>vereinbarungen<br />
festzulegen. Der effiziente Einsatz<br />
dieser Mittel ist durch ein wirks<strong>am</strong>es Controlling als<br />
strategisches und operatives Steuerungsinstrument sicherzustellen.<br />
Werden Leistungen nicht im vereinbarten<br />
rahmen o<strong>der</strong> nicht mit dem gewünschten Erfolg erbracht,<br />
sind Zuschüsse künftig zu reduzieren, umzuverteilen<br />
o<strong>der</strong> gegebenenfalls auch ganz zu streichen.<br />
außerdem wollen wir zukünftig bei den freiwilligen<br />
Leistungen an Vereine zum Beispiel im sozialen und kulturellen<br />
Bereich einer befristeten Projektför<strong>der</strong>ung den<br />
Vorrang vor einer institutionellen För<strong>der</strong>ung geben.<br />
Dieser kurs muss gehalten werden, denn wir sind zu<br />
15<br />
haupt und finanzausschuss
16<br />
einem sorgs<strong>am</strong>en Umgang mit den aus Steuern, abgaben<br />
und Gebühren <strong>der</strong> Bürger erwirtschafteten Mitteln<br />
verpflichtet.<br />
geweRbesteueRhebesatz<br />
Die auf antrag <strong>der</strong> koalition beschlossene Senkung des<br />
Gewerbesteuerhebesatzes zum 1. Januar 2007 war ein<br />
richtiger Schritt und zeigt, dass nach notwendigen Steuererhöhungen<br />
in <strong>der</strong> Vergangenheit auch Steuersenkungen<br />
möglich sind. Zus<strong>am</strong>men mit <strong>der</strong> verantwortlichen<br />
Standortpolitik von oberbürgermeisterin Petra<br />
roth ergibt sich für die Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> eine im<br />
Vergleich zwischen den kommunen in Deutschland herausragende<br />
wirtschaftliche Position. Zus<strong>am</strong>men mit<br />
Düsseldorf steht <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> an <strong>der</strong> Spitze bei<br />
den Einnahmen aus Grund-, Gewerbe- und anteiligen<br />
Einkommensteuern. ausruhen kann sich <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> auf diesen Lorbeeren jedoch keineswegs. Denn<br />
durch die Unternehmenssteuerreform geraten die Gewerbesteuerhebesätze<br />
unter Druck. Seit 1. Januar <strong>2008</strong><br />
kann die Gewerbesteuer nicht mehr als Betriebsausgabe<br />
abgesetzt werden und die Bemessungsgrundlagen<br />
haben sich außerdem erweitert. Die Entscheidung <strong>der</strong><br />
neuen Börse, ihre rund 2.000 Mitarbeiter ins benachbarte<br />
Eschborn mit dem niedrigsten Hebesatz im Bal-<br />
gewerbesteuereinnahmen in <strong>Frankfurt</strong><br />
in Millionen Euro<br />
1.400<br />
1.300<br />
1.200<br />
1.100<br />
1.000<br />
900<br />
800<br />
700<br />
Gewerbesteuer brutto<br />
1540<br />
1500<br />
Prognose<br />
2000 01 02 03 04 05 06 07<br />
Quelle: Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
lungsraum zu verlagern, hat vor augen geführt, wie<br />
dringend notwendig es gewesen ist, den <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Hebesatz <strong>der</strong> Gewerbesteuer zu senken.<br />
Partner: Petra Roth und Jurij Luschkow, seit 1992 Oberbürgermeister<br />
von Moskau, beantworten Journalistenfragen anlässlich <strong>der</strong> 9. Euro<br />
Finance Week <strong>2006</strong> in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />
inteRnationales<br />
Die Pflege <strong>der</strong> internationalen Beziehungen und beson<strong>der</strong>s<br />
<strong>der</strong> 14 Städtepartnerschaften ist vor allem ein arbeitsgebiet<br />
von oberbürgermeisterin Petra roth. Sehr<br />
gute internationale kontakte sind für die wirtschaftliche<br />
Zukunft unserer Stadt von entscheiden<strong>der</strong> Bedeutung.<br />
Deshalb unterstützt die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> den Einsatz<br />
<strong>der</strong> oberbürgermeisterin für den Finanzplatz, den Erhalt<br />
<strong>der</strong> Messe GmbH und den ausbau des Flughafens<br />
ebenso wie ihr überzeugendes internationales Engagement,<br />
allen voran etwa <strong>der</strong> kooperationsvertrag mit <strong>der</strong><br />
Stadt Moskau, das Standortmarketing in <strong>der</strong> neuen<br />
Partnerstadt Dubai o<strong>der</strong> die ansiedlung von weltweit<br />
tätigen Unternehmen wie kIa, FIaT, IkEa und nIkE hier<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />
RücKKauf technisches Rathaus<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat den Magistrat unterstützt, das<br />
Technische rathaus vorzeitig zum 31. März 2007 zurückzukaufen.<br />
Das 1972 bezogene Technische rathaus war<br />
1994 vom d<strong>am</strong>aligen Stadtkämmerer Tom koenigs (Grüne)<br />
an die Deutsche Immobilien Leasing (DIL) – eine<br />
Tochtergesellschaft <strong>der</strong> Deutschen Bank – für 148 Millionen<br />
DM verkauft und gleichzeitig zurückgemietet worden.<br />
Im Vertrag, <strong>der</strong> auf 20 Jahre geschlossen wurde, ist
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
geregelt, dass die Stadt das Gebäude bereits nach zwölf<br />
Jahren für den d<strong>am</strong>als bereits vereinbarten Preis von<br />
135 Millionen DM zurückkaufen kann. Zwischenzeitlich<br />
hat <strong>der</strong> Magistrat für die Ges<strong>am</strong>tlaufzeit des Geschäfts<br />
einen Barwertvorteil des Leasinggeschäfts gegenüber<br />
einem vergleichbaren annuitätendarlehen von rund<br />
sechs Millionen Euro festgestellt.<br />
Der rückerwerb bedeutet unabhängig von zukünftigen<br />
planungspolitischen Entscheidungen eine vereinfachte<br />
ausgangslage für die Bebauung des areals zwischen<br />
Dom und römer. Die Stadt kann jetzt – nach dem geplanten<br />
Umzug <strong>der</strong> technischen Ämter in das frühere<br />
Stadtwerke-Gebäude an <strong>der</strong> kurt-Schumacher-Straße –<br />
eine rasche Entwicklung <strong>der</strong> neuen altstadt aus einer<br />
Hand gewährleisten und zum Beispiel die zur rekonstruktion<br />
vorgesehenen Gebäude mit ihren jeweiligen<br />
Ensembles als Eigentümerin errichten und in Erbpacht<br />
vergeben lassen.<br />
Den kaufpreis zuzüglich Transaktionskosten haben die<br />
Stadtverordneten mit Beschluss zum Haushalt 2007<br />
eingestellt. auch für den abriss sind die notwendigen<br />
Mittel im Haushaltsplan festgehalten. Diese rund<br />
90 Millionen Euro für rückkauf und abriss des Beton-<br />
Monuments ‚Technisches rathaus‘ demonstrieren, dass<br />
es die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ernst meint mit dem Wie<strong>der</strong>aufbau<br />
eines Teils <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er altstadt.<br />
public pRiVate paRtneRship<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hält den Finanzierungsweg eines<br />
„Public Private Partnership“-Verfahrens (PPP) für zukunftsweisend<br />
und hat dies bereits im Zus<strong>am</strong>menhang<br />
mit den Beschlüssen zum Bildungszentrum ostend<br />
klar zum ausdruck gebracht. Das Bildungszentrum<br />
ostend (nutzer sind Dr. Hoch’s konservatorium, Bankakademie,<br />
Volkshochschule, abendgymnasium und<br />
Bethmannschule) befindet sich <strong>der</strong>zeit in <strong>der</strong> Betriebsphase.<br />
Erstmals in <strong>der</strong> Geschichte <strong>der</strong> Stadt werden vier große<br />
Schulstandorte mit den angeschlossenen Einrichtungen<br />
unter laufendem Betrieb saniert, umgebaut<br />
und in erheblichen Umfang neu gebaut werden. Ein<br />
privater Investor wird das BIkUZ Höchst (mit Friedrich-Dessauer-Gymnasium,<br />
VHS und Stadtteilbücherei),<br />
die Freiherr-vom-Stein-Schule, die Heinrich-kleyer-<br />
Schule und die Carl-von-Weinberg-Schule anschließend<br />
für 20 Jahre im auftrag <strong>der</strong> Stadt betreiben. Vorrangiges<br />
Ziel ist es, den infolge von vernachlässigtem<br />
Bauunterhalt durch unzureichende Haushaltsmittel<br />
entstandenen Instandsetzungs- und Sanierungsstau<br />
zeitnah zu beheben. Das PPP-Verfahren ist gewählt<br />
worden, weil die zus<strong>am</strong>mengefasste Vergabe von Bau-<br />
und Planungsleistungen sowie Gebäudeunterhaltung<br />
gegenüber einer konventionellen, das heißt getrennten<br />
Vergabe dieser Teilleistungen in beson<strong>der</strong>em<br />
Maße die optimierung <strong>der</strong> Investitionskosten<br />
in abstimmung mit den Folge- und Betriebskosten<br />
berücksichtigt. Das professionelle Facility-Management<br />
soll dabei einen wirtschaftlichen und serviceorientierten<br />
Gebäudebetrieb sowie die erfor<strong>der</strong>lichen<br />
Instandsetzungsmaßnahmen in den nächsten 20 Jahren<br />
sicherstellen.<br />
So wird das neue BIKUZ Höchst in einer Innenansicht aussehen.<br />
17<br />
haupt und finanzausschuss
18<br />
KiRchliche angelegenheiten<br />
Seit dem anfang des 19. Jahrhun<strong>der</strong>ts befinden sich die<br />
evangelischen und katholischen kirchen im historischen<br />
Stadtkern (also innerhalb des anlagenrings) im Eigentum<br />
<strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. In sogenannten Dotationsurkunden<br />
hat <strong>der</strong> rat <strong>der</strong> Freien Stadt den kirchen<br />
jedoch zugebilligt, ihren „kirchlichen Cultus“<br />
weiterhin in den kirchengebäuden auszuüben und die<br />
Gebäude dauerhaft in gutem Zustand zu erhalten. Dies<br />
schließt neben <strong>der</strong> Bauunterhaltung die Unterhaltung<br />
<strong>der</strong> Glocken und <strong>der</strong> orgeln ein. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat<br />
den Magistrat auch im Berichtszeitraum wie<strong>der</strong> bei den<br />
entsprechenden Bau- und Finanzierungsvorhaben unterstützt.<br />
sanieRung deR<br />
dotationsKiRchen<br />
1992 alte nikolaikirche (außen und innen)<br />
199 Dom (innen)<br />
1997 Liebfrauenkirche (innen)<br />
2001 St. katharinenkirche (innen)<br />
2001 Heilig-Geist-kirche und Dominikanerkloster<br />
(außen)<br />
seit 2002 Dom (Turmsanierung in drei<br />
Bauabschnitten), abschluss 2009<br />
seit 200 Umbau <strong>der</strong> Peterskirche<br />
(Einweihung jugend-kultur-kirche<br />
Dezember 2007)<br />
seit 2005 St. Leonhardskirche (außen),<br />
abschluss anfang <strong>2008</strong><br />
seit 2005 neue orgel für Liebfrauenkirche,<br />
Inbetriebnahme ostern <strong>2008</strong><br />
<strong>2008</strong> Erweiterung Domorgel<br />
PLanUnGEn:<br />
<strong>2008</strong> – 2010 Dreikönigskirche (Dach- und<br />
Fassadensanierung)<br />
<strong>2008</strong> – 2011 St. Leonhardskirche (innen)<br />
2010 – 201 Dom (Dachsanierung und<br />
außenfassade)<br />
<strong>2008</strong> – 2009 Dominikanerkloster (Brandschutz)<br />
Quelle: Dezernat III<br />
Mehr Gewicht für die Ortsbeiräte.<br />
eigenes budget deR<br />
oRtsbeiRäte<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
als eine wesentliche neuerung wurde im koalitionsvertrag<br />
zwischen <strong>CDU</strong> und Grünen vereinbart, dass die 16<br />
<strong>Frankfurt</strong>er ortsbeiräte nach über 30 Jahren ihres Bestehens<br />
mit einem eigenen Budget ausgestattet werden.<br />
Der ankündigung folgte 2007 <strong>der</strong> Beschluss: Je<strong>der</strong><br />
ortsbeirat erhält pro Bürger und Jahr einen Euro. Beim<br />
größten <strong>Frankfurt</strong>er ortsbeirat, dem ortsbeirat 6 im<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Westen, sind es rund 123.000 Euro, beim<br />
ortsbeirat 14 (Harheim) rund 4.000 Euro. Die Hessische<br />
Gemeindeordnung (HGo) schreibt sehr genau vor, für<br />
welche Zwecke die ortsbeiräte das Geld verwenden<br />
dürfen; es sind die Bereiche, in denen die ortsbeiräte<br />
direkt zuständig sind. Somit können ortsbeiräte aus ihrem<br />
Budget Grünanlagen neu anlegen, Spielgeräte anschaffen<br />
und Verschönerungen im Stadtteil vornehmen.<br />
nicht erlaubt sind För<strong>der</strong>maßnahmen für Sportvereine<br />
o<strong>der</strong> kulturelle Zwecke. So kann jetzt zum Beispiel <strong>der</strong><br />
Spielplatz im ostpark zeitgemäß gestaltet und mit<br />
mo<strong>der</strong>nen Spielgeräten ausgestattet werden, weil <strong>der</strong><br />
ortsbeirat 4 dafür 20.000 Euro bereitstellt. Für die Gestaltung<br />
des Höchster Marktplatzes veranschlagt <strong>der</strong><br />
ortsbeirat 6 insges<strong>am</strong>t 25.000 Euro und <strong>der</strong> ortsbeirat 5<br />
lässt für 2.000 Euro Bänke auf dem Weg zum Waldfriedhof<br />
oberrad aufstellen.
sondeRausschuss domRömeR
20<br />
Jochem Heumann,<br />
Sprecher <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im<br />
Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-Römer<br />
perspektIven Für DIe FrankFUrter altstaDt<br />
Der abriss des Technischen rathauses und <strong>der</strong> aufbau<br />
einer neuen altstadt zwischen Dom und römer mit hohem<br />
Wohnanteil und einigen baulich rekonstruierten<br />
Ensembles, die als Teil <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Geschichte zur<br />
Identität dieser Stadt gehören, sind eine einmalige Gelegenheit<br />
zur Stadtreparatur. Die neugestaltung des<br />
Dom-römer-areals und <strong>der</strong> nachbau wichtiger Gebäude<br />
betrifft nur einen kleinen Teil <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Innenstadt,<br />
welche das neue Zentrum <strong>Frankfurt</strong>s darstellt.<br />
Diese Bebauung wird das heutige <strong>Frankfurt</strong> so nachhaltig<br />
verän<strong>der</strong>n wie sonst nur wenige Projekte.<br />
ReKonstRuKtionen<br />
Im Geltungsbereich des Dom-römer-areals wird <strong>der</strong> historische<br />
Stadtgrundriss und Höhenverlauf wie<strong>der</strong>hergestellt.<br />
Dies bezieht sich sowohl auf anzahl und den<br />
Verlauf <strong>der</strong> Gassen, die Platzbildung sowie die Grundstückseinmessungen.<br />
Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
hat 2007 beschlossen, die gut dokumentierten Gebäude<br />
„rotes Haus“, „Zur Goldenen Waage“, „Junger und<br />
alter Esslinger“, „Zum Goldenen Lämmchen“ und das<br />
Haus „klein nürnberg“ zu rekonstruieren.<br />
Im Stadtverordnetenbeschluss heißt es dazu: „Das<br />
Haus ‚Zur Goldenen Waage‘ ist ein Beispiel für ein<br />
reich ausgestattetes Bürgerhaus <strong>der</strong> renaissance.<br />
Durch die nutzung als außenstelle des Historischen<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Es ist beschlossene Sache: an <strong>der</strong> Stelle des Technischen rathauses und auf <strong>der</strong> Grundlage des<br />
historischen Stadtgrundrisses, wie er 1944 bestand, wird ein neues und lebendiges altstadt-<br />
Quartier entstehen. Unsere Stadt ist seit zwei Jahren geradezu von einem altstadt-Gefühl erfasst.<br />
Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an <strong>der</strong> Diskussion. Die Weichen sind gestellt. Die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird dieses Bauprojekt in den nächsten Jahren vorantreiben.<br />
Historische Postkarte: Das Haus „Zur Goldenen Waage“ mit Häuserensemble<br />
Höllgasse vor <strong>der</strong> Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.<br />
Museums ist dieses Gebäude mit seinem Belve<strong>der</strong>chen<br />
beson<strong>der</strong>s im Gedächtnis <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er haften<br />
geblieben.<br />
Das ‚rote Haus‘ ist ein beispielhaftes Gebäude <strong>der</strong><br />
Gotik. Beson<strong>der</strong>s hervorzuheben ist hierbei die offene<br />
Halle als Durchgang zum Tuchgaden. Das kleine<br />
Plätzchen vor dem Haus gekoppelt mit den Metzgerständen<br />
ist tief im Bewusstsein <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Bevölkerung<br />
und <strong>der</strong> Besucher eingeprägt.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Das Haus ‚Goldenes Lämmchen‘ bildete zus<strong>am</strong>men mit<br />
den dahinter liegenden Gebäuden einen dreiseitigen<br />
Hof, <strong>der</strong> typisch für die spätmittelalterlichen Messehöfe<br />
war. Die Holzgalerien <strong>am</strong> Seitengebäude und dem<br />
Gebäude an <strong>der</strong> Braubachstraße erzielten eine malerische<br />
Wirkung.<br />
nachdem <strong>der</strong> nördliche Teil des Hofes beim Durchbruch<br />
<strong>der</strong> Braubachstraße nie<strong>der</strong>gelegt war, schloss<br />
man den Hof sensibel durch die aufnahme vorgefundener<br />
Bauteile wie <strong>der</strong> Holzgalerien und integrierte<br />
sie in den eklektischen neubau. Der Wie<strong>der</strong>aufbau soll<br />
neben dem Haus ‚Goldenes Lämmchen‘ und dem Seitengebäude<br />
auch die Hoffassaden des Gebäudes an<br />
<strong>der</strong> Braubachstraße mit den Galerien umfassen.<br />
Das Haus ‚Esslinger‘ gehörte zu den ‚Goetheorten‘<br />
<strong>Frankfurt</strong>s. Während des Umbaues des Elternhauses<br />
<strong>am</strong> ‚Großen Hirschgraben‘ verbrachte <strong>der</strong> Dichter zwei<br />
Jahre <strong>am</strong> ‚Hühnermarkt‘ bei Tante Melber. Frau ajas<br />
Schwester hatte den Materialienhändler Georg adolf<br />
Melber geheiratet, <strong>der</strong> das Haus im Geschmack des<br />
Spätbarocks umbauen ließ. Der Dichter gedenkt seiner<br />
Zeit <strong>am</strong> Hühnermarkt in Dichtung und Wahrheit. Das<br />
Stoltze-Denkmal soll wie<strong>der</strong> an historischer Stelle auf<br />
dem Hühnermarkt errichtet werden. Von dem Haus<br />
‚klein nürnberg‘ liegen nur die Skizzen <strong>der</strong> Brü<strong>der</strong><br />
Treuner vor, so dass lediglich die Fassade annähernd<br />
rekonstruiert werden kann“.<br />
Die rekonstruktion des Hauses „Großer rebstock“ soll<br />
zusätzlich erfolgen, wenn eine sinnvolle Lösung für die<br />
Tiefgarageneinfahrt gefunden ist.<br />
Zur neu- und nachkriegsbebauung, etwa Schirn, kunstverein<br />
o<strong>der</strong> Haus <strong>am</strong> Dom, werden städtebaulich sensible<br />
Übergänge geschaffen, so dass ein harmonisches<br />
und schönes Stadtbild mit historischen Ensembles entsteht.<br />
Der historische krönungsweg „Markt“ wird zwischen<br />
Dom und römer wie<strong>der</strong> sichtbar hergestellt. Im rahmen<br />
<strong>der</strong> anstehenden Umgestaltung des Historischen Museums<br />
wird <strong>der</strong> Betonteil abgerissen und durch einen neubau<br />
zwischen alter nikolaikirche, Saalhof und Haus<br />
Wertheim ersetzt. D<strong>am</strong>it wird <strong>der</strong> Bereich zwischen römerberg<br />
und Eisernem Steg nicht weiter verschandelt,<br />
son<strong>der</strong>n aufgewertet.<br />
planungsweRKstatt<br />
Die koalitionsfraktionen aus <strong>CDU</strong> und Grünen im römer<br />
haben den Magistrat in einem gemeins<strong>am</strong>en antrag<br />
aufgefor<strong>der</strong>t, eine vertiefte Planung für eine Bebauung<br />
des areals zwischen Dom und römerberg<br />
vorzulegen, und zwar auf <strong>der</strong> Grundlage <strong>der</strong> – weitgehend<br />
übereinstimmenden – Ergebnisse <strong>der</strong> arbeitsgruppen<br />
<strong>der</strong> Planungswerkstatt.<br />
Bald ein Bild von gestern: Die alte Fläche <strong>am</strong> Hühnermarkt, heute noch überbaut mit dem Technischen Rathaus, ist in <strong>der</strong> Simulation bereits ein<br />
lebendiger Mittelpunkt <strong>der</strong> neuen Altstadt.<br />
21<br />
sondeRausschuss domRömeR
22<br />
Die von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung beschlossene<br />
Planungswerkstatt „altstadt“, eine neue Form <strong>der</strong> aktiven<br />
Bürgerbeteiligung bei wichtigen Planungsprozessen, war<br />
in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg: Sie brachte für Politik<br />
und Verwaltung eine reihe neuer anregungen für den<br />
Fortgang <strong>der</strong> Planung, sorgte als fair gehandhabtes Dialogforum<br />
für eine Versachlichung <strong>der</strong> Diskussion und es<br />
gelang den arbeitsgruppen <strong>der</strong> Planungswerkstatt, trotz<br />
fortbestehen<strong>der</strong> Meinungsverschiedenheiten in einigen<br />
Fragen Lösungen herauszuarbeiten.<br />
beispiele in andeRen städten<br />
Um sich ein Bild davon zu machen, welche Wege an<strong>der</strong>e<br />
kommunen bei <strong>der</strong> Gestaltung innerstädtischer historischer<br />
areale gegangen sind und die Ergebnisse vor<br />
ort zu begutachten, reiste <strong>der</strong> Son<strong>der</strong>ausschuss Domrömer<br />
vom 22. bis 24. März 2007 nach Dresden, nürnberg<br />
und Ulm.<br />
ausgehend von den bei dieser Studienreise festgestellten<br />
Erfahrungen an<strong>der</strong>er Städte im Umgang mit Historie<br />
im Stadtbild lässt sich für <strong>Frankfurt</strong> ein eigener Weg<br />
ableiten:<br />
p auf präzise Gestaltungsvorgaben für die Bebauung<br />
des altstadtareals, aber auch im Hinblick das, was<br />
an den zukünftigen altstadthäusern an Verän<strong>der</strong>ungen<br />
vorgenommen werden darf, kann nicht verzichtet<br />
werden.<br />
p Die Lebendigkeit einer altstadt ergibt sich aus unterschiedlichen<br />
Grundstücksgrößen und -breiten.<br />
Eine Bebauung auf dem historischen Grundriss<br />
bildet daher die Voraussetzung für die Wie<strong>der</strong>herstellung<br />
einer „altstadtatmosphäre“.<br />
p Die möglichst nah <strong>am</strong> original zu rekonstruierenden<br />
sechs bis sieben altstadthäuser dienen <strong>der</strong> rest-<br />
lichen Bebauung als „Leitbauten“. Um ein möglichst<br />
harmonisches Ges<strong>am</strong>tbild <strong>der</strong> altstadtbebauung zu<br />
schaffen, ist bei <strong>der</strong> Gestaltung <strong>der</strong> Gebäude auf<br />
folgende Eigenschaften zu achten:<br />
p unterschiedliche Geschosshöhen und<br />
Gebäudegrößen<br />
p stehende Fensterformate<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Exkursion nach Ulm: Der pyr<strong>am</strong>idenförmige Neubau <strong>der</strong> Ulmer Bibliothek<br />
wurde nach Plänen des Kölner Architekten Gottfried Böhm gebaut.<br />
Im Bild: Die <strong>CDU</strong>-Planungspolitiker Jochem Heumann, Christa<br />
Panke, Wolff Holtz, Alexandra Prinzessin von Hannover und Thomas<br />
Kirchner (v.l.).<br />
p historisierende Giebeldachkonstruktion<br />
p authentische Farb- und Materialgebung<br />
p Die Gassen und Plätze <strong>der</strong> altstadt sollen<br />
gemäß historischer Vorgaben mit natursteinpflaster<br />
ausgestattet werden.<br />
Ziel <strong>der</strong> Planung ist für die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, eine Mischung<br />
aus Wohnen und arbeiten, Gastlichkeit und Handel entstehen<br />
zu lassen. Das Viertel soll ein lebendiger Mittelpunkt<br />
werden – so, wie es früher einmal war und wie es<br />
die „alten“ <strong>Frankfurt</strong>er noch in Erinnerung haben.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird den weiteren Verlauf von Planung<br />
und Umsetzung konstruktiv und aktiv unterstützen,<br />
denn wir geben <strong>der</strong> altstadt ihr Gesicht wie<strong>der</strong>.<br />
Weitere wichtige Entscheidungen stehen kurzfristig an,<br />
d<strong>am</strong>it möglichst 2013 die „neue“ altstadt fertig gestellt<br />
sein wird.
ildung
2<br />
BIlDUng UnD BegaBUng FörDern<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
als Teil <strong>der</strong> Union wissen wir uns den großen Leitlinien <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-Bildungspolitik verpflichtet.<br />
Bildung ist <strong>der</strong> Schlüssel für individuelle Lebenschancen und hat überragende Bedeutung für die<br />
Werte, die wir bewahren – und für die Werte, die wir entfalten wollen. nur bessere Bildung für<br />
mehr Menschen wird Wohlstand nachhaltig sichern. Sie wird es ermöglichen, die Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />
<strong>der</strong> Zukunft zu bewältigen und die Chancen des Wandels zu ergreifen. Und hier bietet gerade<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> als europäische Metropole vor allem jungen Menschen sehr viele Berufs- und<br />
Zukunftschancen, die wir durch nachhaltige Investitionen im Bereich Bildung sichern wollen.<br />
schulentwicKlungsplan<br />
Die von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung beschlossene<br />
Ges<strong>am</strong>tfortschreibung des Schulentwicklungsplans<br />
a für allgemeinbildende Schulen trägt <strong>der</strong> Entwicklung<br />
<strong>der</strong> einzelnen Stadtteile und auch dem vielfach<br />
öffentlich bekundeten Elternwillen rechnung. Das kultusministerium<br />
hat dem Schulentwicklungsplan in weiten<br />
Teilen zugestimmt.<br />
So wird die Weidenbornschule mit <strong>der</strong> Bornheimer realschule<br />
zu einer gemeins<strong>am</strong>en realschule und die<br />
Friedrich-Stoltze-Schule und die Gerhart-Hauptmann-<br />
Schule zu einer verbundenen Haupt- und realschule<br />
umgewandelt. aus <strong>der</strong> Georg-Büchner-Schule wird eine<br />
integrierte Ges<strong>am</strong>tschule.<br />
gRundschulen<br />
Dr. Bernadette Weyland,<br />
Bildungspolitische Sprecherin <strong>der</strong><br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
<strong>Frankfurt</strong> kann nur dann eine F<strong>am</strong>ilienstadt sein,<br />
wenn den Menschen die Vereinbarkeit von F<strong>am</strong>ilie<br />
und Beruf ermöglicht wird. Dazu müssen die Grundschulen<br />
ein vernünftiges Betreuungsangebot bieten.<br />
Die Verlässlichkeit des Schulvormittags wird in § 15<br />
des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) geregelt.<br />
Zentraler Lernort Schule – Der Schulentwicklungsplan<br />
gibt Perspektiven für die<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Schullandschaft.<br />
Die Umsetzung liegt in <strong>der</strong> Verantwortung <strong>der</strong> Schule<br />
und <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> als Schulträgerin. Zwar hat die<br />
Mehrzahl <strong>der</strong> Grundschulen ein Betreuungsangebot in<br />
unterschiedlicher Trägerschaft (Stadt, freie Träger, För<strong>der</strong>verein).<br />
Dennoch wird sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> weiter<br />
dafür stark machen, dass die Frühbetreuung und die<br />
Mittagsbetreuung flächendeckend ausgebaut werden.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
gymnasien und<br />
ges<strong>am</strong>tschulen<br />
Der Bau eines neuen Gymnasiums <strong>am</strong> riedberg sowie<br />
die Umwandlung <strong>der</strong> Heinrich-kraft-Schule in Fechenheim<br />
von einer kooperativen Ges<strong>am</strong>tschule (kGS) in<br />
eine integrierte Ges<strong>am</strong>tschule (IGS) wurde vom kultusministerium<br />
noch nicht genehmigt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
setzt sich nachhaltig dafür ein, dass beide Maßnahmen,<br />
die für die Entwicklung <strong>der</strong> Stadtteile notwendig sind,<br />
genehmigt werden.<br />
ganztagsschulentwicKlung<br />
Gleichzeitig muss <strong>der</strong> ausbau <strong>der</strong> ganztägig arbeitenden<br />
Schulen weitergehen. Zum Schuljahresbeginn<br />
2007 / <strong>2008</strong> sind 33 Schulen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> durch<br />
das Hessische kultusministerium als ganztägig arbeitend<br />
anerkannt. Bis zum Schuljahr <strong>2008</strong> / 2009 werden<br />
voraussichtlich drei weitere Schulen folgen.<br />
Im rahmen <strong>der</strong> Pilotphase zur Umsetzung des 2/3 Hortangebotes<br />
hat sich herausgestellt, dass bei ganztägig<br />
arbeitenden Schulen die Hortplätze um 200 Euro günstiger<br />
sind (anstatt 500 nur 300 Euro). Es gibt momentan<br />
fünf Schulen mit 60 Plätzen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt<br />
sich weiter dafür ein, dass die Hortangebote an solchen<br />
Schulen ausgedehnt werden.<br />
Ortstermin <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong> in <strong>der</strong> Heinrich-Kraft-Schule im Stadtteil<br />
Fechenheim: Christel Ebisch, <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>svorsitzende im Ortsbeirat<br />
11, Stadtverordnete Dr. Bernadette Weyland und <strong>Fraktion</strong>sreferentin<br />
Anna-Maria Tonhäuser (v.r.).<br />
Vor allem EDV-Kenntnisse sind für die spätere Berufsorientierung<br />
von Schülern unerlässlich. Das <strong>Frankfurt</strong>er Hauptschulprojekt setzt<br />
auch hier an.<br />
hauptschulen<br />
Das Modell <strong>der</strong> praxisorientierten Hauptschule hat sich<br />
bewährt. Seit Ende <strong>2006</strong> wurden an vier <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Schulen mit dem Bildungsgang Hauptschule im rahmen<br />
<strong>der</strong> praxisorientierten Hauptschule Lernwerkstätten<br />
für die Schülerinnen und Schüler <strong>der</strong> klassen 5–10<br />
eingerichtet: Hostatoschule (Westen), Heinrich-kraft-<br />
Schule (osten), Schwanthaler Schule (Süden) und Ludwig-richter-Schule<br />
(norden).<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt dieses Modell, das für<br />
das Jahr <strong>2008</strong> noch zwei weitere Schulen im Stadtbezirk<br />
vorsieht.<br />
Parallel dazu gibt es das <strong>Frankfurt</strong>er Hauptschulprojekt,<br />
das eine Berufsorientierung und ausbildungsplatzvermittlung<br />
für Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Hauptschule<br />
vorsieht. Dort sollen in Zukunft alle Hauptschülerinnen<br />
und Hauptschüler mit ihren Berufswünschen,<br />
kompetenzen und Profilen erfasst werden. nach einer<br />
Sichtungskonferenz sollen die Schülerinnen- und Schüler<br />
in den primären arbeitsmarkt vermittelt werden.<br />
25<br />
bildung
26<br />
beRufliche schulen<br />
Die Umsetzung des Schulentwicklungsplans B für berufliche<br />
Schulen hat einige Verän<strong>der</strong>ungen bei den<br />
Fachrichtungen und Schwerpunkten <strong>der</strong> ausbildung für<br />
die Schulen mit sich gebracht.<br />
Hervorzuheben ist, dass die Zuständigkeit für die Beschulung<br />
von auszubildenden <strong>der</strong> hauswirtschaftlichen<br />
Berufe von <strong>der</strong> Bergiusschule zu den beruflichen<br />
Schulen Berta Jourdan verlagert wurde. außerdem<br />
wird an den beruflichen Schulen Berta Jourdan eine<br />
zweijährige Berufsfachschule eingerichtet. rechtzeitig<br />
konnte <strong>der</strong> von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> gefor<strong>der</strong>te an- und<br />
Erweiterungsbau hierfür eingeweiht werden. Dabei<br />
stellt sich <strong>der</strong> Erweiterungsbau, <strong>der</strong> zur Systemgastronomie<br />
ausgebaut wurde, landesweit als einzigartig<br />
dar.<br />
Berufsschule und praktische Ausbildung – zwei Seiten einer Medaille.<br />
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (<strong>CDU</strong>) besuchte 2007 auch<br />
die Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen in <strong>Frankfurt</strong> / <strong>Main</strong>-<br />
Praunheim.<br />
schulbaumassnahmen<br />
Die von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> in zahlreichen Einzelanträgen<br />
gefor<strong>der</strong>ten Sanierungsmaßnahmen konnten erfolgreich<br />
mit fast 100 Sanierungsmaßnahmen inklusive<br />
Schönheitsreparaturen für 2007 verwirklicht werden.<br />
Der überwiegende Teil wurde in den Sommerferien<br />
durchgeführt. notwendig war auch die von <strong>der</strong><br />
schwarz-grünen koalition sofort beschlossene Erhöhung<br />
<strong>der</strong> Bauunterhaltungsmittel für die <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Schulen um jährlich 8,8 Mio. Euro.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Mit <strong>der</strong> Einführung <strong>der</strong> gymnasialen Schulzeitverkürzung<br />
(G8), die zum Pflichtunterricht <strong>am</strong> nachmittag<br />
führt, sind Erweiterungen an Schulen erfor<strong>der</strong>lich.<br />
Der anteil <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> an <strong>der</strong> Ges<strong>am</strong>tschulbaupauschale<br />
wurde vom Land im Vergleich zu <strong>2006</strong><br />
um 3,6 Mio. Euro erhöht. Diese erhöhten Landesmittel<br />
dienen dem bedarfsgerechten ausbau <strong>der</strong> Verpflegungsmöglichkeiten<br />
an den Schulen, die von G8 betroffen<br />
sind.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird weiterhin den Umbau bzw.<br />
neubau <strong>der</strong> vier im PPP-Verfahren befindlichen Schulen<br />
(BIkUZ: Friedrich-Dessauer-Gymnasium, Freiherrvom-Stein-Schule,<br />
Heinrich-kleyer-Schule und Carlvon-Weinberg-Schule)<br />
begleiten.<br />
ändeRungen im hessischen<br />
schulgesetz<br />
Mit <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ung des § 23 HSchG (Einführung von<br />
Lerngruppen mit erhöhtem Praxisbezug als För<strong>der</strong>maßnahme)<br />
wurden die sogenannten SchuB-klassen<br />
(„Lernen und arbeiten in Schule und Betrieb“) eingerichtet.<br />
Im Schuljahr <strong>2006</strong> / 2007 gab es diese speziellen För<strong>der</strong>klassen<br />
an folgenden Schulen:<br />
p Friedrich-Stoltze-Schule (Hauptschule), Hallgartenschule<br />
(För<strong>der</strong>schule für Lernhilfe), Meisterschule<br />
(Grund- und Hauptschule) und Salzmannschule<br />
(Hauptschule)<br />
p Für das Schuljahr 2007 / <strong>2008</strong> bekommt auch die<br />
Schwanthaler Schule eine SchuB-klasse.<br />
Für die Berufsschulen haben sich hinsichtlich <strong>der</strong> Berufsschulpflicht<br />
mit <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ung von § 62 HSchG Verän<strong>der</strong>ungen<br />
ergeben. Es besteht nicht mehr die Pflicht,<br />
die Berufsschule bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres<br />
zu besuchen, aber die Berechtigung, dies auf<br />
freiwilliger Basis zu tun. Speziell eingerichtete För<strong>der</strong>gruppen<br />
bzw. berufsfeldbezogene Qualifikationen bieten<br />
11 von 16 Berufsschulen an.
fRauen
28<br />
gewaltschutzgesetz<br />
Dr. Bernadette Weyland,<br />
Frauenpolitische Sprecherin <strong>der</strong><br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Für eIne MoDerne gleIChstellUngspolItIk<br />
Im Mittelpunkt <strong>der</strong> frauenpolitischen arbeit stehen<br />
immer wie<strong>der</strong> Maßnahmen gegen jede Form von Gewalt<br />
gegen Mädchen und Frauen. Zur Umsetzung des<br />
Gewaltschutzgesetzes werden drei Beratungsstellen<br />
bezuschusst, die ihren Schwerpunkt in <strong>der</strong> Beratung<br />
von misshandelten Frauen haben. Ferner werden zwei<br />
Frauenhäuser mit 60 bzw. 61 Plätzen finanziert.<br />
beRufliche QualifizieRung<br />
Ein weiteres frauenpolitisches Thema ist die Beratung<br />
und berufliche Qualifizierung von Frauen. als Träger<br />
dafür zuständig ist <strong>der</strong> „Verein zur beruflichen För<strong>der</strong>ung<br />
von Frauen e. V.“. Er setzt sich ein für die Chancengleichheit<br />
von Mädchen und Frauen in ausbildung und<br />
<strong>am</strong> arbeitsmarkt. Es wurde dafür eine Beratungsstelle<br />
eingerichtet, die mit rund 95.000 Euro bezuschusst<br />
wird. Weitere Träger, die bezuschusst wurden, sind<br />
„Ber<strong>am</strong>i – berufliche Integration e. V.“, „Frauen-Softwarehaus<br />
e. V.“ und „Infrau e. V.“.<br />
Wichtig für die frauenpolitische arbeit waren auch<br />
einige bedeutende Veranstaltungen, wie z. B. die<br />
ausstellung „<strong>Frankfurt</strong>er Frauenzimmer um 1800“ im<br />
Historischen Museum. Für Beratung und berufliche<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
<strong>Frankfurt</strong>er Frauenpolitik richtet sich an alle Frauen und ermöglicht ihnen, ihren Lebensentwurf<br />
frei zu wählen. Es ist auch das Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, möglichst allen Frauen die volle Beteiligung<br />
an einer nachhaltigen Entwicklung und die Verwirklichung im öffentlichen Leben zu ermöglichen.<br />
Im Jahr <strong>2006</strong> wurden von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung 1,14 Millionen Euro und 2007<br />
1,25 Millionen Euro zur Unterstützung von Frauenprojekten zur Verfügung gestellt.<br />
Zum Beispiel Reiseverkehrsfrau. Berufliche Qualifizierung ist das A<br />
und O.<br />
Qualifizierung war <strong>der</strong> jährliche Girls’Day wichtig, ein<br />
Mädchenaktionstag, bei dem Schülerinnen <strong>der</strong> klasse<br />
5–10 einen Vormittag lang in „männerdominierten“ Berufsfel<strong>der</strong>n<br />
Einblick nehmen konnten.<br />
auch die zum 7. Mal erfolgte Verleihung des Tony-Sen<strong>der</strong><br />
Preises im november 2007 an Dagmar von Garnier<br />
setzte frauenpolitische akzente.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
gendeR mainstRe<strong>am</strong>ing<br />
Die Umsetzung des Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing war und<br />
ist eine frauenpolitische Herausfor<strong>der</strong>ung. Sie sorgt für<br />
einen neuen aufschwung in <strong>der</strong> Frauenpolitik in <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird sich im Sinne einer nachhaltigen<br />
Frauenpolitik dafür einsetzen, dass in den kommenden<br />
Jahren Erreichtes konsolidiert und gleichzeitig die Frauenpolitik<br />
weiterentwickelt wird.<br />
Das bisher Erreichte ist im Sinne <strong>der</strong> Gleichstellung von<br />
Mann und Frau weiterzuentwickeln (B 437 / 07): Geför<strong>der</strong>t<br />
durch die arbeit und langjährige Tradition <strong>der</strong><br />
Frauenbewegung ist <strong>der</strong> Prozess zur Entwicklung von<br />
frauenspezifischen Standpunkten zu den verschiedensten<br />
Fragen <strong>der</strong> Stadtpolitik weit fortgeschritten. Der<br />
entsprechende geschlechterpolitische Prozess auf Seiten<br />
<strong>der</strong> Männer hinkt dieser Entwicklung immer noch<br />
deutlich hinterher. Im Berichtszeitraum wurden jedoch<br />
in diesem Bereich deutliche Impulse gesetzt und wichtige<br />
Fortschritte erzielt.<br />
Unter an<strong>der</strong>em geför<strong>der</strong>t durch die Pläne <strong>der</strong> Bundesregierung<br />
zur Einführung des Elterngeldes und <strong>der</strong> d<strong>am</strong>it<br />
verbundenen Einführung <strong>der</strong> in den Medien sogenannten<br />
„Papa-Monate“ entwickelte sich während des<br />
Berichtszeitraums eine stadt- und landesweit rege Diskussion<br />
über die rolle <strong>der</strong> Väter in <strong>der</strong> kin<strong>der</strong>erziehung.<br />
neben <strong>der</strong> Thematisierung <strong>der</strong> Vaterrolle im rahmen<br />
des 1. <strong>Frankfurt</strong>er F<strong>am</strong>ilienkongresses war das Thema<br />
ebenfalls ein eigener Schwerpunkt im arbeitsbereich<br />
von Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing. Die Stadt beteiligte sich<br />
hier durch verschiedene Veranstaltungen und Projekte<br />
aktiv an dieser Diskussion.<br />
In kooperation zwischen dem aktionsforum „Männer &<br />
Leben – Vereinbarkeit von F<strong>am</strong>ilie und Beruf“ und dem<br />
Frauenreferat <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> sowie mit<br />
Unterstützung <strong>der</strong> Industrie- und Handelsk<strong>am</strong>mer<br />
<strong>Frankfurt</strong>, <strong>der</strong> „hessenstiftung – f<strong>am</strong>ilie hat zukunft“,<br />
<strong>der</strong> Beruf & F<strong>am</strong>ilie gGmbH, <strong>der</strong> Gemeinnützigen Hertie-<br />
Stiftung, dem Hessischen rundfunk, <strong>der</strong> Commerzbank<br />
aG sowie <strong>der</strong> Gewerkschaft ver.di wurde im Jahre <strong>2006</strong><br />
die Impulstagung „kin<strong>der</strong> machen Väter – Männer zwischen<br />
karriere und kind“ durchgeführt. Im Mittelpunkt<br />
dieser 2. Impulstagung standen neben „<strong>der</strong> rolle <strong>der</strong><br />
Väter im Erziehungsprozess“ die Probleme <strong>der</strong> Vereinbarkeit<br />
von F<strong>am</strong>ilie und Beruf aus Sicht von männlichen<br />
Beschäftigten und insbeson<strong>der</strong>e von Vätern.<br />
29<br />
fRauen
gesundheit
2<br />
pRäVention<br />
Margrit Weißbach,<br />
Gesundheitspolitische Sprecherin<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
stadt und gesundheitspolitiK im umbRuch<br />
Der <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sind die Umbrüche in <strong>der</strong> Gesellschaft<br />
im Bereich <strong>der</strong> Süchte (alkohol, Drogen, rauchen,<br />
Shisharauchen, Tabletten- und auch Spielsucht)<br />
bekannt. Immer früher und immer extensiver wird<br />
konsumiert. Darauf antworten wir mit Präventionsprogr<strong>am</strong>men<br />
ab dem kin<strong>der</strong>garten bis in die Schulen.<br />
Im kin<strong>der</strong>gartenbereich zum Beispiel gibt es das<br />
Projekt <strong>der</strong> Fachstelle Prävention „Eltern stark machen –<br />
suchtpräventive Elternarbeit“ (Gewinner des Hessischen<br />
Suchtpräventionspreises „Der Impuls“) kooperationspartner<br />
ist das Stadtschul<strong>am</strong>t / abt. kin<strong>der</strong>tages-<br />
stätten.<br />
Magersucht, Bulimie und adipositas, beson<strong>der</strong>s im kindes-<br />
und Jugendalter, for<strong>der</strong>n unsere beson<strong>der</strong>e aufmerks<strong>am</strong>keit.<br />
Wir för<strong>der</strong>n Schulungen von Mitarbeitern<br />
in kin<strong>der</strong>gärten, kitas und Schulen durch Ernährungsberaterinnen.<br />
Für zwei Jahre werden sie in speziellen<br />
Stadtteilen eingesetzt – zurzeit in nied und Gallus –,<br />
um dort auch speziell Migranten über richtige Ernährungsgewohnheiten<br />
aufzuklären.<br />
auf antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> (E 33 / 06) wird <strong>der</strong> Verein<br />
„Balance“, eine <strong>am</strong>bulante Facheinrichtung für Essstörungen,<br />
im Vollzug des Haushaltes 2007 mit einem<br />
erhöhten städtischen Zuschuss ausgestattet.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Gesundheitspolitik in einer alternden Gesellschaft kann nicht nur bedeuten, das Leben mithilfe<br />
<strong>der</strong> Hochleistungsmedizin zu verlängern, son<strong>der</strong>n auch die Lebensqualität <strong>der</strong> Bevölkerung insges<strong>am</strong>t<br />
zu verbessern. auf diesem Gebiet ihrer Verantwortung ist eine Großstadt wie <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> beson<strong>der</strong>s gefor<strong>der</strong>t. Deshalb wollen wir als <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> die Eigenverantwortung und die<br />
Gesundheitsprävention weiter stärken und ausbauen.<br />
Das Thema Drogen in Deutschland bleibt weiter aktuell. Vor allem<br />
vom übermäßigen Genuss legaler Rauschmittel sind Millionen<br />
Männer und Frauen und zunehmend Jugendliche betroffen.<br />
RauchVeRbot im RömeR<br />
auch die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat das von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
2007 beschlossene generelle rauchverbot<br />
im ges<strong>am</strong>ten rathausbereich als Ergänzung zu<br />
den bereits seit 2002 für die Stadtverwaltung geltenden<br />
„richtlinien zum Schutz <strong>der</strong> nichtraucherinnen und<br />
nichtraucher <strong>am</strong> arbeitsplatz“ unterstützt.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
In Hessen gilt seit 2007 ein allgemeines Rauchverbot in Gaststätten,<br />
Restaurants und öffentlichen Einrichtungen.<br />
das pRogR<strong>am</strong>m Klasse 2000<br />
Das Progr<strong>am</strong>m klasse 2000 in Grundschulen umfasst<br />
ca. 15 Unterrichtsstunden pro Schuljahr, die von den<br />
Lehrern und speziell geschulten „klasse 2000 Gesundheitsför<strong>der</strong>ern“<br />
umgesetzt werden. Dazu erhalten sie<br />
detaillierte Unterrichtsvorschläge und umfangreiche<br />
Materialien (Poster, Hefte, CD, Stethoskope etc.). Die<br />
Themen reichen vom kennenlernen des eigenen körpers<br />
über Ernährung, Bewegung, Umgang mit Gefühlen<br />
und gewaltfreier konfliktlösung bis hin zum nein-Sagen<br />
gegenüber Tabak und alkohol in Gruppendruck-<br />
situationen. Von 76 <strong>Frankfurt</strong>er Grundschulen haben<br />
sich 40 Grundschulen mit insges<strong>am</strong>t ca. 2.000 klassen<br />
diesem Progr<strong>am</strong>m angeschlossen.<br />
dRogenpolitiK<br />
In den vergangenen beiden Jahren hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
weiter an ihrer Drogenpolitik gearbeitet: Prävention,<br />
ausstiegshilfe, Überlebenshilfe, Therapie und repression.<br />
Die Situation hat sich in <strong>Frankfurt</strong> dabei in den letzten<br />
Jahren stark verän<strong>der</strong>t. Heroin hat seine dominierende<br />
Position auf dem Drogenschwarzmarkt verloren.<br />
Der intravenöse Drogenkonsum hat sich insges<strong>am</strong>t<br />
deutlich – um etwa die Hälfte – reduziert, wie eine Studie<br />
des „Centre For Drug research“ <strong>am</strong> Institut für Sozi-<br />
alpädagogik und Erwachsenenbildung <strong>der</strong> Goethe-Universität<br />
nachweist. Die Verän<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Drogenszene<br />
in <strong>Frankfurt</strong> bewegt sich im Spannungsfeld lebenslaufbezogener,<br />
individualzeitlicher und (sub-)kulturbezogener,<br />
sozialzeitlicher aspekte: Die konsumenten<br />
sind durchschnittlich deutlich älter als noch in den<br />
neunziger Jahren und es lassen sich deutlich gewandelte<br />
Drogengebrauchsmuster ausmachen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
unterstützt mit ihrer Politik Bemühungen, das Beratungsgeschehen<br />
und die angebotspalette verstärkt<br />
auf diese Verän<strong>der</strong>ung auszurichten.<br />
Der Arbeitskreis Soziales und Gesundheit <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> informiert<br />
sich <strong>am</strong> 4. September 2007 mit <strong>der</strong> Hessischen Sozialministerin<br />
Silke Lautenschläger (<strong>CDU</strong>, Bildmitte) in <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Heroin<strong>am</strong>bulanz<br />
über den Stand des Heroinprojektes.<br />
heRoinmodell<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat sich im Jahr 2003 für den Modellversuch<br />
zur kontrollierten abgabe von Heroin in <strong>Frankfurt</strong><br />
ausgesprochen. opiatabhängige, die durch die bisherigen<br />
angebote <strong>der</strong> Drogenhilfe nicht o<strong>der</strong> nur<br />
unzureichend erreicht wurden, werden mit einer heroingestützten<br />
Behandlung stabilisiert, integriert und zur<br />
aufnahme einer weiterführenden Therapie motiviert.<br />
Das Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung<br />
liefert für die bestehende Forschung in diesem Gebiet<br />
als auch für die Weiterentwicklung von Hilfsangeboten<br />
für Drogenabhängige entscheidende Impulse. Bundesweit<br />
beteiligen sich sieben Städte – <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>,<br />
H<strong>am</strong>burg, köln, Bonn, Hannover, München und karlsruhe<br />
– an diesem Versuch. Die bisherigen Ergebnisse sind<br />
sehr erfreulich, da beson<strong>der</strong>s in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> auf<br />
eine starke psycho-soziale Betreuung Wert gelegt wird.<br />
gesundheit
Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung hat das Modellprojekt<br />
bis zum Jahr 2010 beschlossen. Die Landesregierung<br />
befürwortet die Di<strong>am</strong>orphinvergabe auch weiterhin.<br />
Der Bundestag muss nun beschließen, dass Heroin<br />
in Zukunft als arzneimittel vergeben werden kann.<br />
städtische KliniKen höchst<br />
Die Städtischen kliniken Höchst sind ein klinikum <strong>der</strong><br />
höchsten Versorgungsstufe und akademisches Lehrkrankenhaus.<br />
Der ruf des Hauses, die ärztlichen Leistungen<br />
und die hervorragende Pflege sind über unsere<br />
Grenzen hinaus bekannt. Versorgt werden 140.000 Einwohner<br />
im Westen <strong>der</strong> Stadt und die benachbarten regionen.<br />
Das Haus verfügt über 890 Betten. Wachsen<strong>der</strong><br />
kostendruck, gesetzliche Budgetbegrenzungen und Tarifsteigerungen<br />
bilden den Hintergrund für eine reform<br />
des Gesundheitswesens. Sie wird die krankenhauslandschaft<br />
grundlegend verän<strong>der</strong>n. Ziel ist es, steigende und<br />
dauerhafte Verluste zu vermeiden bzw. zu reduzieren.<br />
Hierbei ist <strong>der</strong> bauliche Zustand des Hauses nicht zu<br />
vernachlässigen.<br />
Um wirtschaftlich arbeiten zu können und konkurrenzfähig<br />
zu sein, wird ein neubau errichtet.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> stellte einen Etatantrag mit dem Ziel,<br />
Zinsen und abschreibungen für Gegenstände, die mit<br />
krediten für nicht geför<strong>der</strong>te Einrichtungen bislang von<br />
den kliniken finanziert wurden, von <strong>der</strong> Stadt übernehmen<br />
zu lassen.<br />
In den Städtischen Kliniken <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst werden jährlich<br />
rund 35.500 Patientinnen und Patienten stationär behandelt, etwa<br />
20.000 Operationen durchgeführt und rund 26.000 Patientinnen und<br />
Patienten <strong>am</strong>bulant versorgt.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Mit Beschluss vom 23. Februar <strong>2006</strong> zur M 153 / 05 hat<br />
die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung, auch auf Initiative<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, den Weg bereitet zur Gründung <strong>der</strong><br />
„Städtischen kliniken <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst gemeinnützige<br />
GmbH“. D<strong>am</strong>it soll zukünftig <strong>Frankfurt</strong>-<br />
Höchst als Standort eines krankenhauses <strong>der</strong> Spitzenversorgung<br />
gesichert werden und gleichzeitig die<br />
Herstellung markt- und wettbewerbsgerechter organisationsstrukturen<br />
sowie kosten und Leistungsbedingungen<br />
erreicht werden. Somit können die Städtischen<br />
kliniken Höchst weiterhin als zukunftsorientiertes<br />
Großkrankenhaus bestehen bleiben.<br />
Die Städtischen kliniken <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst<br />
können zudem mit <strong>der</strong> Finanzierung eines Teils <strong>der</strong> kosten<br />
für einen neubau durch das Land Hessen rechnen.<br />
Das vorläufige Bauprogr<strong>am</strong>m 2009 des Hessischen Sozialministeriums<br />
enthält die För<strong>der</strong>summe von 43 Millionen<br />
Euro für einen neubau.<br />
aids<br />
Die Zahl <strong>der</strong> aids-Infizierten steigt dr<strong>am</strong>atisch – weltweit<br />
infizieren sich jährlich ca. 5 Millionen Menschen.<br />
Mit aids werden zusätzlich hochinfektiöse Geschlechtskrankheiten<br />
verbreitet. auch in <strong>Frankfurt</strong><br />
sind die Zahlen <strong>der</strong> Infektionen gestiegen. In <strong>der</strong> aufklärungsarbeit<br />
muss ein Generationenwechsel stattfinden,<br />
um mit allem nachdruck weitere ansteckungen<br />
zu vermeiden und die Zahl <strong>der</strong> neuinfizierten zu<br />
senken.<br />
suchthilfe flecKenbühl<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> begrüßt die Einrichtung für ausstiegswillige<br />
Suchtabhängige in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
durch die Suchthilfe Fleckenbühl. Im Gebäude des<br />
ehemaligen B<strong>am</strong>berger Hofes in nie<strong>der</strong>rad stehen ca.<br />
40–50 Plätze zur Sofortaufnahme für drogen- und alkoholabhängige<br />
Süchtige zur Verfügung. Die Einrichtung<br />
nimmt sich in beson<strong>der</strong>er Weise <strong>der</strong> Belange und<br />
Bedürfnisse <strong>der</strong> drogen-, medik<strong>am</strong>enten- und alkoholabhängigen<br />
Menschen an. Der Drogenentzug wird im<br />
Haus durchgeführt. Eine intensive Betreuung wird<br />
durch die dafür beson<strong>der</strong>s befähigten ehemaligen Drogenabhängigen<br />
gewährleistet. Je<strong>der</strong> Bewohner muss
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
sich an die regeln <strong>der</strong> Gemeinschaft halten. Sie lauten:<br />
keine Drogen, kein alkohol, keine Gewalt o<strong>der</strong> <strong>der</strong>en<br />
androhung, kein Tabak.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht deshalb in diesem Projekt einen<br />
beson<strong>der</strong>s unterstützenswerten Schwerpunkt.<br />
In einer Selbsthilfegemeinschaft im „B<strong>am</strong>berger Hof“ versuchen Ex-<br />
Junkies und -Alkoholiker, sich gegenseitig vor Rückfällen zu bewahren.<br />
Dabei gelten strenge Regeln, Verstöße ziehen den sofortigen Rauswurf<br />
nach sich.<br />
gesundheitsstReife<br />
Zur reduzierung des öffentlichen konsums und zur weiteren<br />
rückbildung <strong>der</strong> Drogenszene hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
das Projekt „Gesundheitsstreife“ angeregt.<br />
Die Gesundheitsstreifen können die aufsichtspflichten<br />
im Umfeld <strong>der</strong> Einrichtungen intensiver wahrnehmen.<br />
Sicherheit, Sauberkeit und ordnung im öffentlichen<br />
Straßenraum werden verbessert. Belästigungen (von<br />
anwohnern, Passanten, kunden, Geschäftsinhabern,<br />
Hotelbetrieben etc.) werden reduziert.<br />
Die Streifen setzen sich aus einer geeigneten / erfahrenen<br />
Person <strong>der</strong> Drogenhilfeeinrichtungen (Sozialarbeiter,<br />
Mediziner) sowie einer Begleitung (ordnungs<strong>am</strong>t,<br />
Polizei) zus<strong>am</strong>men. Gleichzeitig wird mit dem<br />
trägerübergreifenden ansatz die vorhandene kompetenz<br />
gebündelt und die bestehende Infrastruktur (med.<br />
Versorgung, Drogenberatung, Vermittlung in an<strong>der</strong>e<br />
Einrichtungen etc.) besser genutzt sowie Doppelbetreuung<br />
vermieden.<br />
5<br />
gesundheit
integRation
8<br />
Thomas Kirchner,<br />
Integrationspolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Für eIn FrIeDlIChes zUsaMMenleBen Der kUltUren<br />
Dies lässt sich anhand einiger kernzahlen leicht belegen:<br />
p 26 Prozent <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er haben einen ausländischen<br />
Pass;<br />
p neueste Erhebungen zeigen, dass fast 40 Prozent<br />
<strong>der</strong> Einwohner eine Migrationsgeschichte haben;<br />
p Fast 30 Prozent <strong>der</strong> Ehen werden seit Jahren zwischen<br />
Deutschen und nichtdeutschen geschlossen;<br />
p rund 2/3 aller hier geborener kin<strong>der</strong> haben mindestens<br />
einen nichtdeutschen Elternteil.<br />
Diese Zahlen markieren jedoch nicht das Ende <strong>der</strong> Entwicklung,<br />
son<strong>der</strong>n geben lediglich einen Zwischenstand<br />
wie<strong>der</strong>. Die Zuwan<strong>der</strong>ung von Menschen aus verschiedenen<br />
Län<strong>der</strong>n und kulturkreisen läuft jedoch nicht immer<br />
problemlos ab und wird dies auch in Zukunft nicht<br />
tun.<br />
Integration ist keine Einbahnstraße. Dies hat auch immer<br />
wie<strong>der</strong> <strong>der</strong> lei<strong>der</strong> im Dezember <strong>2006</strong> verstorbene<br />
Integrationsdezernent Dr. albrecht Magen betont. Er<br />
hat überhaupt als einer <strong>der</strong> ersten das Thema Integration<br />
in <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er <strong>CDU</strong> beharrlich und mit Erfolg<br />
vertreten. Wenn die <strong>Frankfurt</strong>er <strong>CDU</strong> heute die Integrationspolitik<br />
als bedeutendes Feld <strong>der</strong> kommunalpolitik versteht,<br />
so ist das wesentlich <strong>der</strong> Verdienst von Dr. Magen.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Für die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist das Thema Integration eines <strong>der</strong> zentralen Handlungsfel<strong>der</strong> <strong>der</strong> kommunalpolitik.<br />
Die arbeit für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben und Zus<strong>am</strong>menwachsen von Menschen<br />
aus 175 nationen auf Grundlage unser rechts- und Gesellschaftsordnung ist und bleibt eine <strong>der</strong><br />
großen Herausfor<strong>der</strong>ungen für die Politik in unserer Stadt.<br />
Er hat in den vergangenen Jahren durch seine ruhige,<br />
unaufgeregte, gleichwohl engagierte und kompetente<br />
art und Weise die auslän<strong>der</strong>politik in <strong>Frankfurt</strong> aus den<br />
politischen Schlagzeilen bringen können. Für ihn war Integration<br />
eine arbeit des alltags. Häufig hat er betont,<br />
dass Integration auch von <strong>der</strong> aufnehmenden Gesellschaft<br />
eine Hinwendung, eine anstrengung erfor<strong>der</strong>t.<br />
Diese Einschätzung ist nach wie vor richtig.<br />
Im Hinblick auf die mit <strong>der</strong> Integration verbundenen<br />
Ziele,<br />
p Zuwan<strong>der</strong>ern so schnell wie möglich die gleichberechtigte<br />
Teilhabe <strong>am</strong> gesellschaftlichen und sozialen<br />
Leben zu ermöglichen,<br />
p Bedingungen für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben aller<br />
Bürgerinnen und Bürger <strong>der</strong> Stadt herzustellen<br />
und<br />
p <strong>der</strong> einheimischen Bevölkerung die notwendige Unterstützung<br />
zu geben, um den Verän<strong>der</strong>ungen in <strong>der</strong><br />
Stadtgesellschaft zurecht zu kommen,<br />
wird deutlich, dass die Politik alleine diese aufgabe nicht<br />
bewältigen kann. Integration ist und bleibt eine ges<strong>am</strong>tgesellschaftliche<br />
aufgabe und kann nur im Zus<strong>am</strong>menspiel<br />
verschiedenster akteure gelingen. Staatliche Institutionen,<br />
Stiftungen, Verein und Bürgerinnen und Bürger<br />
zus<strong>am</strong>men können dafür sorgen, dass sie gelingt.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Mehr als symbolisch: Einmal im Jahr demonstrieren ethnische Gruppen<br />
aus aller Welt bei <strong>der</strong> „Parade <strong>der</strong> Kulturen“ für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />
in <strong>der</strong> <strong>Main</strong>metropole.<br />
So wie das Zus<strong>am</strong>menspiel verschiedener akteure Voraussetzung<br />
für eine erfolgreiche Integrationspolitik ist,<br />
so gilt dies auch hinsichtlich <strong>der</strong> Vielfalt <strong>der</strong> zu behandelnden<br />
Themenfel<strong>der</strong>. Diese reichen von <strong>der</strong> Schul-<br />
und Bildungspolitik über die Wohnungspolitik bis hin<br />
zur Gesundheitspolitik.<br />
spRachföRdeRung im<br />
VoRschulalteR<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> nimmt mit seinen Progr<strong>am</strong>men zum<br />
Spracherwerb für Migrantinnen und Migranten eine Vorreiterfunktion<br />
innerhalb <strong>der</strong> kommunen in Deutschland<br />
ein. neben dem bereits klassischen angebot „M<strong>am</strong>ma<br />
lernt Deutsch“, das sich an Erwachsene richtet, bietet die<br />
Stadt auch unterschiedliche angebote für kin<strong>der</strong> an.<br />
In <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> stellen in <strong>der</strong> altersklasse unter<br />
sechs Jahren kin<strong>der</strong> mit Migrationsgeschichte einen<br />
anteil, <strong>der</strong> weit über 50 Prozent liegt. Gute Deutschkenntnisse<br />
sind grundlegend für den schulischen und<br />
später beruflichen Erfolg von kin<strong>der</strong>n mit Migrationsgeschichte.<br />
Erfreulicher Weise besucht mittlerweile die<br />
Mehrheit davon einen kin<strong>der</strong>garten.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat hier einen Schwerpunkt ihrer integrationspolitischen<br />
Initiativen gesetzt und mehrere<br />
anträge und anfragen zu diesem Thema gestellt. Dabei<br />
ging es um die klärung grundsätzlicher Fragen, wie zum<br />
Beispiel Sondierung und Bewertung aller angebote bis<br />
hin zur konkreten Unterstützung einzelner Projekte.<br />
Derzeit laufen unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen,<br />
die die Wirkung einzelner För<strong>der</strong>konzepte<br />
auf längere Sicht erfassen.<br />
kernstück <strong>der</strong> Sprachför<strong>der</strong>ung in städtischen kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen<br />
ist das vom Dezernat Bildung und<br />
Frauen bereits anfang 2000 entwickelte konzept „Meine,<br />
deine, unsere Sprache“, das inzwischen in allen Einrichtungen<br />
verbindlicher Bestandteil <strong>der</strong> pädagogischen<br />
arbeit geworden ist.<br />
Wesentliche Elemente des Progr<strong>am</strong>ms zur Unterstützung<br />
des Erwerbs <strong>der</strong> deutschen Sprache sind<br />
p die För<strong>der</strong>ung von anfang an, d. h. mit Eintritt in die<br />
kin<strong>der</strong>tageseinrichtung (und nicht erst ein Jahr vor<br />
<strong>der</strong> Einschulung),<br />
p die gezielte För<strong>der</strong>ung in kleingruppen sowie<br />
p die kindgerechte dialogbezogene Unterstützung in<br />
alltagssituationen.<br />
Beson<strong>der</strong>en Wert legt das konzept zudem auf die kooperation<br />
mit den Eltern.<br />
Das pädagogische Fachpersonal wird seit Jahren in diesem<br />
Sinne in Fortbildungen zur gezielten För<strong>der</strong>ung<br />
von kin<strong>der</strong>n sowie <strong>der</strong> Erkennung von Sprachentwicklungsverzögerungen<br />
geschult.<br />
Projekt „frühstart“: Die Erzieherin in <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>tagesstätte 47 im<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Gallusviertel spielt mit einem Kind afrikanischer Herkunft.<br />
Die Jungen und Mädchen in dieser Einrichtung sind in 25 Nationen<br />
verwurzelt. Das Gros von ihnen spricht zunächst kaum deutsch,<br />
obwohl sie schon länger in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> leben.<br />
9<br />
integRation
0<br />
auch das konzept von „frühstart“, das 2004 von <strong>der</strong> Gemeinnützigen<br />
Hertie-Stiftung, <strong>der</strong> Herbert-Quandt-<br />
Stiftung und <strong>der</strong> Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung<br />
entwickelt und seither in Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den<br />
Städten <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, Gießen und Wetzlar sowie<br />
mit dem Hessischen Sozialministerium an zwölf kin<strong>der</strong>gärten<br />
(darunter allein sechs im Stadtteil Gallus) erfolgreich<br />
erprobt wurde, setzt mit dem Spracherwerb bereits<br />
im Vorschulalter an. Dabei wurden 36 Erzieherinnen<br />
und Erzieher sowie 30 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter<br />
fortgebildet.<br />
Doch das konzept beschränkt sich nicht allein auf die<br />
Sprachför<strong>der</strong>ung, son<strong>der</strong>n verfolgt einen ganzheitlichen<br />
ansatz, <strong>der</strong> sich in folgende drei Bausteine glie<strong>der</strong>n lässt:<br />
Sprachför<strong>der</strong>ung: Erzieherinnen und Erzieher werden<br />
durch eine umfangreiche Fortbildung in die Lage versetzt,<br />
kin<strong>der</strong>n mit Migrationsgeschichte in kleingruppen<br />
Deutsch zu vermitteln und Sprachför<strong>der</strong>ung gezielt<br />
zum Gegenstand ihrer täglichen arbeit zu machen.<br />
Interkulturelle Bildung: Miteinan<strong>der</strong> statt nebeneinan<strong>der</strong><br />
– „frühstart“ vermittelt Erzieherinnen und Erziehern<br />
sowie Eltern und kin<strong>der</strong>n kenntnisse über kulturelle<br />
Prägungen, fremde kulturen sowie mit <strong>der</strong> Mehrsprachigkeit<br />
verbundene Chancen.<br />
Elternarbeit: „frühstart“ bildet muttersprachliche Elternbegleiterinnen<br />
und Elternbegleiter aus. Diese informieren<br />
und beraten Eltern mit Migrationsgeschichte und<br />
ermöglichen ihnen so eine aktive Teilnahme <strong>am</strong> Bildungsweg<br />
ihrer kin<strong>der</strong>.<br />
Die kosten von 1,9 Millionen Euro für die nächsten drei<br />
Jahre werden zu zwei Dritteln von <strong>der</strong> Hertie-Stiftung<br />
aufgebracht. 300.000 Euro steuert das Hessische Sozialministerium<br />
bei. Den rest übernehmen die Gölke-Stiftung<br />
und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung.<br />
Das konzept gilt als so erfolgreich, dass es von Sommer<br />
<strong>2008</strong> an ausgeweitet werden soll. Deshalb setzt sich die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die ausweitung des erfolgreichen<br />
Projektes „frühstart“ ein (nr 720 / 07).<br />
Dafür können sich nun die kommunen, also die Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong>, direkt bewerben. Zuvor lief die Bewerbung<br />
über die Einrichtungen (kin<strong>der</strong>gärten) selber. Fünf kommunen<br />
mit je fünf kin<strong>der</strong>gärten werden neu aufgenommen.<br />
fRanKfuRteR VeRtRag<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Die Schaffung von ethnisch homogenen Siedlungsgebieten<br />
steht <strong>der</strong> Integrations- und Wohnungspolitik <strong>der</strong><br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> di<strong>am</strong>etral entgegen. aufgrund <strong>der</strong> positiven<br />
Erfahrungen halten wir als Union an <strong>der</strong> Idee des<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Vertrages fest, <strong>der</strong> eine Durchmischung <strong>der</strong><br />
Bevölkerung in den Stadtteilen zum Ziel hat.<br />
Stadtteilwohngebiete können nicht wie Einkaufszentren<br />
nach rein betriebswirtschaftlichen Maßstäben organisiert<br />
werden. Eine „Ghetto“-Bildung in Siedlungsgebieten<br />
nur aus Gründen von angebot und nachfrage konterkariert<br />
die anstrengungen <strong>der</strong> Stadt, ein dauerhaft<br />
friedliches und verständnisvolles Zus<strong>am</strong>menleben von<br />
Menschen unterschiedlicher Herkunft in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> zu erreichen. Die Tatsache, dass Deutsche und<br />
Migranten mit den unterschiedlichsten Muttersprachen<br />
hier miteinan<strong>der</strong> leben und sich auf Deutsch als gemeins<strong>am</strong>er<br />
Universalsprache verständigen müssen, hat uns<br />
bisher vor Problemen, wie sie in Berliner kin<strong>der</strong>gärten<br />
und Schulen auftreten, bewahrt.<br />
Dort sind ganze Wohngebiete, etwa das rollberg-Viertel<br />
im Stadtteil neukölln, von einer ethnischen Homogenität<br />
geprägt, mehrheitlich von Migranten türkischer,<br />
kurdischer und arabischer Herkunft mit erheblichen<br />
Sprachdefiziten in <strong>der</strong> deutschen Landessprache.<br />
Integrationspolitik vor Ort: In <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst spricht <strong>der</strong><br />
Hessische Ministerpräsident Roland Koch (<strong>CDU</strong>) <strong>am</strong> 18. April 2007<br />
mit zwei jungen Passantinnen.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
gesundheit und migRation<br />
Der anteil an Migrantinnen und Migranten, <strong>der</strong> an Präventionsmaßnahmen<br />
o<strong>der</strong> Vorsorgeuntersuchungen<br />
teilnimmt, ist unterdurchschnittlich, was zu einer überdurchschnittlichen<br />
anzahl an Erkrankungen in dieser<br />
Bevölkerungsgruppe geführt hat. Um dieser Entwicklung<br />
entgegenzuwirken, wollen wir mehr interkulturelles<br />
Wissen im Gesundheitsbereich verankern,<br />
Dolmetscherdienste und muttersprachliche Gesundheitsberatung<br />
einführen.<br />
zuKunft gemeins<strong>am</strong> gestalten<br />
als <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sind wir <strong>der</strong> ansicht, dass Zuwan<strong>der</strong>ung<br />
fester und verbindlicher regeln für alle an ihr Beteiligten<br />
bedarf und Integration mittels einer „Laissez<br />
faire“-Haltung nicht gelingen kann. Die Ereignisse rund<br />
um den geplanten Moscheebau in Hausen haben diese<br />
Einschätzung bestätigt. kernaufgabe einer verantwortungsvollen<br />
kommunalpolitik muss es daher sein, einen<br />
Dialog auf Grundlage eines von allen Beteiligten<br />
akzeptierten regelwerkes zu führen.<br />
In <strong>der</strong> Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist unter<br />
großer öffentlicher Beachtung eine Integrationsvereinbarung<br />
entwickelt und verabschiedet worden.<br />
Dort war die Vereinbarung mit einem gemeinschaftlichen<br />
Bekenntnis zur Werteordnung nach dem Grundgesetz<br />
<strong>der</strong> Verfassung des Landes Hessen, insbeson<strong>der</strong>e<br />
zur Verbindlichkeit von recht und Gesetz sowie zu<br />
religionsfreiheit und Selbstbestimmungsrecht <strong>der</strong> religionsgemeinschaften<br />
als gemeins<strong>am</strong>e Grundlagen verbunden.<br />
Dabei werden als gemeins<strong>am</strong>e Wertegrundlagen zum<br />
Beispiel die Trennung von religion und Staat, Ächtung<br />
politisch o<strong>der</strong> religiös motivierter Gewalt und die<br />
Gleichberechtigung <strong>der</strong> Geschlechter genannt. Integration<br />
wird dabei als dauerhafter Prozess <strong>der</strong> Einglie<strong>der</strong>ung<br />
in die Gesellschaft, ohne Verpflichtung zur aufgabe<br />
<strong>der</strong> jeweils eigenen kulturellen Identität, und <strong>der</strong><br />
Gewährleistung gleicher Chancen auf Teilhabe <strong>am</strong> gesellschaftlichen<br />
Leben beschrieben.<br />
auch eine Integrationsvereinbarung zwischen <strong>der</strong><br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> und den hier ansässigen Moscheevereinen<br />
sehen wir als Chance. Durch die d<strong>am</strong>it verbundene<br />
Freitagsgebet: Muslime betreten die Nuur Moschee im <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Stadtteil Sachsenhausen, das älteste isl<strong>am</strong>ische Gebetshaus in<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, 1959 errichtet.<br />
Wertediskussion lässt sich einerseits die Identifikation<br />
<strong>der</strong> Muslime mit <strong>der</strong> pluralistischen Stadtgesellschaft<br />
stärken und an<strong>der</strong>erseits mehr Verständnis für die Belange<br />
<strong>der</strong> Muslime zu wecken.<br />
Wichtig für uns ist aber in diesem Zus<strong>am</strong>menhang, dass<br />
ein Diskussionsprozess in Gang kommt, dem über formale<br />
Bekenntnisse hinaus entsprechende Taten folgen.<br />
Indikatoren hierfür gibt es zur Genüge, dies ist nicht<br />
zuletzt die bereits erwähnte Teilnahme an klassenfahrten<br />
o<strong>der</strong> Sprachkursen. Sie tragen zudem zur För<strong>der</strong>ung<br />
<strong>der</strong> Chancengleichheit von kin<strong>der</strong>n mit Migrationshintergrund<br />
bei.<br />
1<br />
integRation
KultuR und fReizeit
FrankFUrts kUltUrelle vIelFalt Bewahren<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
kultur ist ein ganz wichtiger, ein harter Standortfaktor in einer international ausgerichteten<br />
Großstadt wie <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, genauso wie Bildung und sozialer Frieden. alles, was hier investiert<br />
und geboten wird, erhöht den Wert und die Identifikationskraft unserer dadurch so schönen<br />
Stadt. Wir dürfen nicht nachlassen, kulturelle angebote fortzuentwickeln, aber auch vorhandene<br />
Einrichtungen zu sichern. Insbeson<strong>der</strong>e die anfor<strong>der</strong>ungen an den mo<strong>der</strong>nen Brandschutz machen<br />
erhebliche Investitionen in die Zukunft unserer kultureinrichtungen notwendig. kulturdezernent<br />
Prof. Dr. Felix Semmelroth (<strong>CDU</strong>) ist es in Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den kulturschaffenden, <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
und vielen Sponsoren binnen kürzester Zeit gelungen, <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />
kulturlandschaft neues Profil und neue anziehungskraft zu geben.<br />
mängelbehebung<br />
Kunsthalle schiRn<br />
Alexandra Prinzessin von Hannover,<br />
Kulturpolitische Sprecherin<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Die Gebäude <strong>der</strong> kunsthalle Schirn wurden und werden<br />
nach den Vorgaben des Brandschutzes mit bewilligten<br />
Mitteln in Höhe von 3,1 Mio. Euro saniert. neben <strong>der</strong><br />
Hauptnutzung als kunst- und ausstellungshalle für<br />
wechselnde Veranstaltungen <strong>der</strong> bildenden künste und<br />
<strong>der</strong> Medienkunst ist in dem Gebäude auch eine städtische<br />
Musikschule, das Struwwelpeter-Museum und<br />
das von einem externen Pächter als eigenständiger<br />
restaurationsbetrieb geführte Schirn Café sowie eine<br />
kunstbuchhandlung untergebracht.<br />
fassadenRenoVieRung deR<br />
alten opeR<br />
Die alte oper wurde, nach den schweren Beschädigungen<br />
im Zweiten Weltkrieg, ab 1971 wie<strong>der</strong> aufgebaut<br />
und im Jahr 1981 als konzert- und Veranstaltungshaus<br />
wie<strong>der</strong> eröffnet. Das Haus ist ein international bekannter<br />
Imageträger für <strong>Frankfurt</strong> geworden. Das städtebauliche<br />
Ensemble aus alter oper und opernplatz mit<br />
Lucaebrunnen bietet vor dem Hintergrund sowohl des<br />
Atemberaubende Halle <strong>der</strong> Mo<strong>der</strong>ne: Die Rotunde <strong>der</strong> Schirn.<br />
Finanzviertels als auch des Grüngürtels mit einem Blick<br />
die Beson<strong>der</strong>heit <strong>Frankfurt</strong>s. Dieser Blick muss aus Sicht<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> gepflegt werden. Die Fassade <strong>der</strong> alten<br />
oper ist aus weichem kalkstein mit farblich abgesetzten<br />
Putzteilen. Der kalkstein war durch Umwelteinflüsse<br />
und normale alterung bereits unterschiedlich<br />
stark verwittert, einige Steine hatten risse, so dass die<br />
Fassade keinen Schutz mehr vor eindringen<strong>der</strong> Feuch-
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
tigkeit bot. auf <strong>der</strong> Grundlage einer umfangreichen<br />
Schadenskartierung wurde ein Sanierungskonzept für<br />
alle Fassaden <strong>der</strong> alten oper erstellt. Die Fassade des<br />
oberbaus <strong>der</strong> alten oper wurde bereits in den Jahren<br />
2002 bis 2004 saniert. In einem zweiten, <strong>2006</strong> von <strong>der</strong><br />
Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung beschlossenen Bauabschnitt<br />
wird die Sanierung des Unterbaus in den Jahren<br />
2007 bis 2011 abschnittsweise durchgeführt.<br />
neue weRKstätten<br />
städtische bühnen<br />
Die Städtischen Bühnen erhalten endlich neue Werkstatträume.<br />
Ziel <strong>der</strong> mit 55 Millionen Euro im Investitionsprogr<strong>am</strong>m<br />
veranschlagten Maßnahme ist die Errichtung<br />
von voll funktionsfähigen und den heutigen sicherheitstechnischen,<br />
arbeitsmedizinischen und hygienischen<br />
regelungen sowie den gesicherten arbeitswissenschaftlichen<br />
Erkenntnissen <strong>der</strong> arbeitsstätten-richtlinien entsprechenden<br />
Werkstätten (Produktionswerkstätten für<br />
Bühnendekorationen sowie <strong>der</strong>en Sozial- und Sanitärräume),<br />
die 1951 erstellt und mit dem Bau <strong>der</strong> Theaterdoppelanlage<br />
zwischen 1959 bis 1963 zuletzt erneuert wurden.<br />
Das bisherige Eingangsbauwerk des k<strong>am</strong>merspiels<br />
„kleines Haus“ wird durch einen eingeschossigen gläsernen<br />
neubau ersetzt. Mit <strong>der</strong> Baumaßnahme wurde in <strong>der</strong><br />
ersten Jahreshälfte 2007 begonnen.<br />
Schauspiel und Oper <strong>Frankfurt</strong>: 1995, 1996 und 2003 Opernhaus<br />
des Jahres.<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Musentempel: Die Alte Oper.<br />
umbau leinwandhaus füR die<br />
„caRicatuRa“<br />
Das Leinwandhaus wird für die „Caricatura“ zum Museum<br />
für komische kunst umgebaut. Seit Gründung <strong>der</strong><br />
Satirezeitschrift „Pardon“ und später ab 1979 in <strong>der</strong><br />
nachfolgezeitschrift „Titanic“ wirkten und wirken bis<br />
heute aus <strong>der</strong> <strong>Main</strong>metropole heraus die exponiertesten<br />
Satiriker und Zeichner Deutschlands, kurz: die<br />
„neue <strong>Frankfurt</strong>er Schule“ (nFS). F. W. Bernstein, Bernd<br />
Eilert, robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, Peter<br />
knorr, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F. k. Waechter<br />
sowie <strong>der</strong>en nachfolger achim Greser, Heribert Lenz<br />
und Bernd Pfarr sind Deutschlands erfolgreichste Zeichner<br />
und autoren des komischen.<br />
Im Historischen Museum wurde 1999 die abteilung Caricatura<br />
eingerichtet, um ein Museum für komische<br />
kunst in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> vorzubereiten. Siebzehn<br />
ausstellungen aus dem Bereich <strong>der</strong> komischen kunst<br />
wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich gezeigt.<br />
Im Frühjahr <strong>2006</strong> konnten die Werke von vier Zeichnern<br />
<strong>der</strong> nFS erworben werden.<br />
Zukünftig soll das Werk dieser künstlergruppe dauerhaft<br />
in einem Museum für komische kunst im historischen<br />
Leinwandhaus sein Zuhause finden und in einer<br />
ständigen ausstellung präsentiert werden. Die erfor<strong>der</strong>lichen<br />
Mittel für diese Umbau-Maßnahme in Höhe<br />
von rund 2,7 Mio. Euro sind 2007 von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
bewilligt worden.<br />
5<br />
KultuR und fReizeit
6<br />
umbau histoRisches museum<br />
Das Historische Museum besteht aus einem Ensemble<br />
von Gebäuden aus dem 12. bis 20. Jahrhun<strong>der</strong>t. Die nach<br />
dem krieg zerstörten und wie<strong>der</strong> aufgebauten historischen<br />
Bauten (Fahrtorgebäude, rententurm, Burnitzbau,<br />
Bernusbau, Saalhof) wurden 1972 durch ein weiteres,<br />
mo<strong>der</strong>nes Gebäude <strong>am</strong> römerberg ergänzt.<br />
Vor dem Hintergrund einer neuen Ges<strong>am</strong>tkonzeption<br />
für das Historische Museum soll nun neben <strong>der</strong> Sanierung<br />
<strong>der</strong> altbauten das Gebäude aus den siebziger Jahren<br />
abgerissen und durch einen neubau ersetzt werden.<br />
Der beendete realisierungswettbewerb soll für<br />
den neubau <strong>am</strong> römerberg eine Lösung liefern, die die<br />
heutigen anfor<strong>der</strong>ungen an ein Museum erfüllt und<br />
das bestehende Umfeld, geprägt durch das historische<br />
Ensemble Dom, römerberg, altstadt bereichert.<br />
instituto ceRVantes Kommt<br />
nach fRanKfuRt <strong>am</strong> main<br />
Das <strong>am</strong>erikahaus wurde an das Instituto Cervantes vermietet.<br />
Der Bau wird den neuen anfor<strong>der</strong>ungen gemäß<br />
umgestaltet. Die mit ca. 2 Millionen Euro veranschlagten<br />
kosten für die Sanierung und die teilweise<br />
Umgestaltung <strong>der</strong> rund 1.600 Quadratmeter nutzfläche<br />
übernimmt die Stadt. Sie sollen über die Mietzahlungen<br />
refinanziert werden. Das „Instituto Cervantes“, 1991 von<br />
<strong>der</strong> spanischen regierung mit dem den Goethe-Instituten<br />
ähnlichen Ziel gegründet, die Landessprache und<br />
kultur zu för<strong>der</strong>n und im ausland zu verbreiten, betreibt<br />
weltweit etwa 40 Filialen in 25 Län<strong>der</strong>n. In Deutschland<br />
bietet diese gemeinnützige, öffentliche Stiftung bisher<br />
in drei Städten – München, Bremen und Berlin – Sprachkurse,<br />
Lehrerfortbildungen und zahlreiche kulturelle<br />
Veranstaltungen an. neben <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> zeigten<br />
sich auch köln, H<strong>am</strong>burg und Stuttgart an <strong>der</strong> Eröffnung<br />
eines weiteren Instituts interessiert.<br />
sanieRung KaRmeliteRKlosteR<br />
(institut füR stadtgeschichte)<br />
Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen des karmeliterklosters<br />
wurden <strong>2006</strong> begonnen und sollen<br />
voraussichtlich bis zum Sommer 2009 abgeschlossen<br />
werden. Seit 1955 sind keine größeren Bauunterhaltungsmaßnahmen<br />
mehr erfolgt. Das karmeliterkloster<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Kontrast zu stark: Der Neubau des Historischen Museums von 1972<br />
steht zur Disposition.<br />
ist die einzige erhaltene mittelalterliche klosteranlage<br />
<strong>Frankfurt</strong>s. als archiv, Veranstaltungs-, Vortrags-<br />
und konzertraum genügt es den heutigen feuerpolizeilichen<br />
Standards nicht mehr. Den verheerenden<br />
Brand <strong>der</strong> anna-<strong>am</strong>alia-Bibliothek in Weimar vor augen,<br />
haben die Stadtverordneten im Frühjahr <strong>2006</strong> die<br />
erfor<strong>der</strong>lichen Mittel in Höhe von 7,1 Millionen Euro für<br />
die Sanierung bewilligt. Die restaurierung <strong>der</strong> ratgeb-<br />
Fresken ist dabei ebenso inbegriffen wie die Sanierung<br />
<strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten Haustechnik sowie <strong>der</strong> Einbau einer flächendeckenden<br />
Brandmelde- und Entrauchungsanlage,<br />
die Herstellung einzelner Brandabschnitte und die Verbesserung<br />
<strong>der</strong> Fluchtwege. D<strong>am</strong>it wird diese anlage, in<br />
<strong>der</strong> das Institut für Stadtgeschichte und das archäologische<br />
Museum untergebracht ist, zu einem Schmuckstück<br />
und anziehungspunkt im Zentrum <strong>Frankfurt</strong>s.<br />
KultuRfonds<br />
2005 hatte die Hessische Landesregierung die Wahrnehmung<br />
<strong>der</strong> aufgaben <strong>der</strong> Unterhaltung von kulturellen Einrichtungen<br />
mit überörtlicher Bedeutung im Ballungsraum<br />
<strong>Frankfurt</strong> rhein-<strong>Main</strong> durch einen Zus<strong>am</strong>menschluss <strong>der</strong><br />
Ballungsraumkommunen für dringlich erklärt. Wäre nach<br />
einem Jahr kein Ergebnis auf freiwilliger Basis in <strong>der</strong><br />
region zustande gekommen, hätte die Hessische Landesregierung<br />
durch rechtsverordnung Städte, Gemeinden<br />
und Landkreise zur Wahrnehmung dieser aufgabe zu
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
einem Pflichtverband zus<strong>am</strong>men schließen können. Zur<br />
Vermeidung dieses Pflichtverbands wurde ein Mediationsverfahren<br />
eingeleitet, um auf <strong>der</strong> Grundlage einer<br />
freiwilligen Zus<strong>am</strong>menarbeit nach einvernehmlichen Wegen<br />
für die kulturelle Zus<strong>am</strong>menarbeit und die kulturfinanzierung<br />
in <strong>der</strong> region zu suchen. Teil des Mediationsergebnisses<br />
ist dabei die Gründung eines kulturfonds<br />
o<strong>der</strong> einer Stiftung. Der von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützte<br />
kulturfonds wird neben <strong>der</strong> bereits bestehenden kulturregion<br />
<strong>Frankfurt</strong> rhein<strong>Main</strong> gGmbH stehen und im<br />
Unterschied zu dieser ausschließlich kulturelle Großereignisse<br />
mit nationaler und internationaler Bedeutung<br />
finanzieren. Getragen werden soll <strong>der</strong> kulturfonds durch<br />
die kommunalen Gebietskörperschaften im Ballungsraum,<br />
das Land Hessen und die Wirtschaft. Zur Finanzierung<br />
ist ab <strong>2008</strong> ein jährlicher Beitrag von 2 Euro pro Einwohner<br />
für den kulturfonds und von 0,50 Euro für die<br />
kultur GmbH vorgesehen. Das Land wird in dieser Phase<br />
von <strong>2008</strong> bis 2011 auch 2,50 Euro jährlich sowie darüber<br />
hinaus zusätzlich bis 2011 investive Mittel von 3 Millionen<br />
Euro bereitstellen. Der kulturfonds wird als GmbH organisiert.<br />
Vorgesehen ist zunächst eine Beteiligung des Landes<br />
Hessen, <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, <strong>der</strong> Stadt Darmstadt<br />
sowie <strong>der</strong> Landkreise Hochtaunus und <strong>Main</strong>-Taunus.<br />
ausstellungseRfolg<br />
„die KaiseRmacheR“<br />
<strong>2006</strong> jährte sich zum 200. Mal <strong>der</strong> Untergang des Heiligen<br />
römischen reiches Deutscher nation, dessen Zentralort<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> bis zum Ende blieb. Und vor<br />
gut 650 Jahren, 1356, bestimmte kaiser karl IV. in <strong>der</strong><br />
„Goldenen Bulle“ <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> zum Wahlort <strong>der</strong><br />
deutschen könige. Im Jahr 2004 hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
mit ihrem antrag nr 1574 angeregt, das Jubiläum <strong>der</strong><br />
Goldenen Bulle in einer umfassenden, wissenschaftlich<br />
fundierten ausstellung mit Begleitprogr<strong>am</strong>m zu würdigen.<br />
aus anlass dieser Jubiläen veranstalteten das Institut<br />
für Stadtgeschichte, das Historische Museum, das<br />
Dommuseum und das Jüdische Museum vom 30. September<br />
<strong>2006</strong> bis zum 14. Januar 2007 eine ebenso große<br />
wie vielfältige kulturgeschichtliche ausstellung und präsentieren<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> mit rund 800 eindrucksvollen<br />
Exponaten aus europäischen S<strong>am</strong>mlungen als „Stadt<br />
<strong>der</strong> kaisermacher“. Mit fast 100.000 Besuchern übertraf<br />
<strong>der</strong> Erfolg die Erwartungen <strong>der</strong> organisatoren. Schirmherrin<br />
war oberbürgermeisterin Petra roth. Im Institut<br />
für Stadtgeschichte wurde das <strong>Frankfurt</strong>er Exemplar <strong>der</strong><br />
Goldenen Bulle gezeigt, das sogenannte „reichsexemplar“,<br />
das nicht nur als einzige <strong>der</strong> sieben ausfertigungen<br />
immer in <strong>Frankfurt</strong> war, son<strong>der</strong>n auch bei je<strong>der</strong><br />
Wahl wie<strong>der</strong> zur rate gezogen wurde.<br />
Das wichtigste Dokument <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Geschichte: Oberbürgermeisterin<br />
Petra Roth präsentiert in <strong>der</strong> Privilegienk<strong>am</strong>mer des<br />
Instituts für Stadtgeschichte die „Goldene Bulle“ Kaiser Karls IV.<br />
dem fRanKfuRteR zoo<br />
eine zuKunft geben<br />
Im 150. Jahr seines Bestehens steht <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Zoo<br />
vor einem grundlegenden neuanfang. Die Stadtverordneten<br />
beauftragten den Magistrat auf antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong>, ein neues, zukunftsweisendes Leitbild für den<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Zoo vorzulegen. Hinsichtlich <strong>der</strong> durchzuführenden<br />
Sanierungs-, Umbau- und neubaumaßnahmen<br />
des Zoos sollte zudem ein auf maximal zehn Jahre<br />
begrenztes, nach Prioritäten aufgeglie<strong>der</strong>tes konzept<br />
aufgestellt werden.<br />
Das Projektte<strong>am</strong> „Vision Zoologischer Garten <strong>Frankfurt</strong>“<br />
bestehend aus 17 Zoomitarbeitenden, Vertretern <strong>der</strong> Zoologischen<br />
Gesellschaft <strong>Frankfurt</strong> von 1858 e. V. und des<br />
zuständigen Fachdezernats legte Ende September 2007<br />
eine konzeption vor, die Grundlage eines vom Magistrat<br />
präsentierten Prioritätenprogr<strong>am</strong>mes ist. In einer 1. Phase<br />
(2007–2009) ist demnach ein Sofortprogr<strong>am</strong>m Brandschutz<br />
für Grzimek-Haus, Exotarium, Faust-Vogelhallen<br />
und Giraffenhaus notwendig sowie die Überprüfung aller<br />
7<br />
KultuR und fReizeit
8<br />
Neuanfang mit neuem Logo<br />
Ver- und Entsorgungsnetze des Zoos. Die 2. Phase (2009–<br />
2017) soll Sanierungs- Umbau- und neubaumaßnahmen<br />
umfassen, etwa neuplanung des Zugangs zum Zooareal<br />
und Zoo-Gesellschaftshaus, die Errichtung neuer anlagen<br />
für Bären und an<strong>der</strong>e Tierarten, die Sanierung des<br />
Grzimek-Hauses und die neuschaffung einer Pinguinanlage.<br />
Die neu entstehenden Menschenaffenanlagen<br />
„Borgori-Wald“ schaffen zudem eine günstige ausgangsposition<br />
zur konzeption und neuzonierung des sich<br />
nordöstlich anschließenden Zooareals, das für das Publikum<br />
attraktiver würde.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Ortstermin im Zoo: Kulturdezernent Felix Semmelroth (Mitte) mit<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>schef Markus Frank (l.) und dem Stadtverordneten<br />
Jochem Heumann.
planen und bauen
50<br />
Klaus Vowinckel,<br />
Planungspolitischer Sprecher <strong>der</strong><br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
planUngspolItIk Ist stanDortpolItIk<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Stadtentwicklung und Stadtplanung sind mit die wichtigsten Bereiche <strong>der</strong> kommunalpolitik in <strong>der</strong><br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. Sie schaffen im Wettbewerb <strong>der</strong> Metropolen und regionen geeignete<br />
rahmenbedingungen für die Entfaltung von gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und<br />
ökologischer Entwicklung. Die folgenden Projekte, die wir als <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützen, sind<br />
von beson<strong>der</strong>er Bedeutung für die weitere Entwicklung von <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> und verdeutlichen<br />
die Dyn<strong>am</strong>ik <strong>der</strong> Stadt.<br />
aufweRtung des bahnhofs<br />
VieRtels<br />
Im rahmen des Bund-Län<strong>der</strong>-Progr<strong>am</strong>ms „Stadtumbau<br />
in Hessen“ wird das Bahnhofsviertel als innerstädtischer<br />
Wohn- und Geschäftsort mit einem vielfältigen<br />
sozialen und kulturellen angebot sowie einem breiten<br />
Spektrum von unterschiedlichen Wohnformen gestärkt;<br />
auch wird das Image des Stadtteils aufgewertet.<br />
Mit den För<strong>der</strong>richtlinien Bahnhofsviertel wurde ein<br />
Instrument geschaffen, dass es Eigentümern ermöglicht,<br />
mit günstigen krediten aus Büroräumen wie<strong>der</strong><br />
Wohnungen zu gestalten. auf diese Weise entstehen<br />
geräumige Wohnungen in den prächtigen Grün<strong>der</strong>zeitbauten<br />
des Bahnhofsviertels. Städtische Mittel von<br />
20 Millionen Euro lösten ca. 140 Millionen Euro an privaten<br />
Investitionen aus. Bis Ende 2009 haben die koalitionsfraktionen<br />
zudem jährlich 3,3 Millionen Euro für<br />
dieses Progr<strong>am</strong>m zusätzlich bewilligt.<br />
Alltag im Bahnhofsviertel heute, dazu herrliche<br />
Grün<strong>der</strong>zeithäuser hinter Bäumen, dahinter<br />
die gläserne Hochhausfassade einer Bank. Die<br />
Postkarte von 1920 zeigt, wie die Kaiserstraße<br />
vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges<br />
aussah.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
umbau deR gRossmaRKthalle<br />
und nutzung duRch die ezb<br />
Der neubau <strong>der</strong> Europäischen Zentralbank auf dem<br />
Gelände <strong>der</strong> früheren Großmarkthalle ist auf gutem<br />
Weg und wird zu einer deutlichen aufwertung des ostends<br />
führen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> bekennt sich ausdrücklich<br />
zu diesem Standort. Der Bauantrag „neubau eines<br />
Hochhauses sowie nutzungsän<strong>der</strong>ung und Umbau <strong>der</strong><br />
Großmarkthalle in Europäische Zentralbank“ ist im<br />
Februar <strong>2008</strong> von <strong>der</strong> Stadt genehmigt worden.<br />
neue mainbRücKeost<br />
Im Zuge <strong>der</strong> verkehrlichen neuorganisation im osten<br />
<strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> wird eine neue <strong>Main</strong>brücke gebaut.<br />
Sie dient <strong>der</strong> Erschließung <strong>der</strong> Entwicklungsbereiche an<br />
<strong>der</strong> Hanauer Landstraße und im osthafen.<br />
gestaltungssatzung nöRdliche<br />
mainufeRbebauung<br />
Das als „weißes <strong>Main</strong>ufer“ bekannte Bild <strong>der</strong> nördlichen<br />
Uferbebauung prägt das Bild <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> in beson<strong>der</strong>em Maße und trägt zur hohen städtebaulichen<br />
Qualität des <strong>Main</strong>raums bei. Durch eine Gestaltungssatzung<br />
ist die Uferbebauung für die Zukunft<br />
gesichert worden.<br />
innenstadt und altstadt<br />
aufweRten und histoRische<br />
stRuKtuRen wiedeRheRstellen<br />
Der Bereich <strong>der</strong> altstadt zwischen Dom und römerberg<br />
wird in den kommenden Jahren wie<strong>der</strong> aufgebaut.<br />
Unter Führung von oberbürgermeisterin Petra roth<br />
haben <strong>CDU</strong> und Grüne beschlossen, das Technische<br />
rathaus abzureißen und d<strong>am</strong>it eine Bausünde <strong>der</strong> frühen<br />
siebziger Jahre zu beseitigen. auf <strong>der</strong> Grundlage<br />
des historischen Stadtgrundrisses wird auf <strong>der</strong> frei werdenden<br />
Fläche ein neues, kleinteiliges und lebendiges<br />
altstadt-Quartier entstehen, wobei mindestens sechs<br />
Gebäude historisch rekonstruiert werden.<br />
So wird die neue <strong>Frankfurt</strong>er Skyline nach Fertigstellung <strong>der</strong> EZB aussehen.<br />
Im Bild rechts die 1928 eingeweihte Großmarkthalle von Architekt<br />
Martin Elsaesser.<br />
abRiss betonteil histoRisches<br />
museum<br />
Im Zus<strong>am</strong>menhang mit den umliegenden Fachwerkbauten<br />
und <strong>der</strong> mittelalterlichen nikolaikirche wirkt<br />
<strong>der</strong> Betonteil des Historischen Museums wie ein Fremdkörper.<br />
Dieser Betonteil wird abgerissen und durch einen<br />
neubau ersetzt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich bei<br />
<strong>der</strong> neubebauung für eine Lösung ein, die die heutigen<br />
anfor<strong>der</strong>ungen an ein Museum erfüllt und das historisch<br />
geprägte Ensemble Dom, römerberg und neue<br />
altstadt bereichert.<br />
umbau deR zeil<br />
Das Erscheinungsbild <strong>der</strong> Zeil zwischen Hauptwache<br />
und konstablerwache wird durch ein neues Gestaltungs-<br />
und Beleuchtungskonzept aufgewertet werden.<br />
Die Stichstraßen zur Zeil und ihre Parallelstraßen erfahren<br />
ebenfalls eine aufwertung und die Wegebeziehungen<br />
in nord-Süd-richtung werden verbessert. auch<br />
die nebenstraßen links und rechts <strong>der</strong> Zeil sollen verschönert<br />
werden, beginnend mit <strong>der</strong> Großen Friedberger<br />
Straße. Darüber hinaus wird die konstablerwache<br />
umgebaut und dabei das bestehende Podest beseitigt.<br />
Dies wird die rahmenbedingungen für den örtlichen<br />
Einzelhandel entscheidend verbessern.<br />
51<br />
planen und bauen
52<br />
palais QuaRtieR<br />
an <strong>der</strong> Stelle <strong>der</strong> früheren Hauptpost entsteht eine Einkaufs-<br />
und Erlebniswelt, die bis zur Großen Eschenheimer<br />
Straße führt. auf antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird<br />
von den Investoren auch das im Zweiten Weltkrieg bis<br />
auf das Portal zerstörte Thurn-und-Taxis-Palais rekonstruiert.<br />
degussaaReal<br />
Die neugestaltung des Degussa-areals stellt eine <strong>der</strong><br />
größten stadtplanerischen Chancen, aber auch Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />
in <strong>der</strong> Innenstadt dar. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
hat ihre städtebaulichen Ziele durch klare Formulierungen<br />
deutlich gemacht.<br />
hochhausRahmenplan ii<br />
Ein neuer Hochhausrahmenplan ist in <strong>der</strong> abschließenden<br />
Entwicklung. Erste Grundzüge wurden im Juni 2007<br />
vorgestellt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich dafür ein, dass<br />
die Verdichtung <strong>der</strong> Hochhauszonen Bankenviertel<br />
sowie Messe / Europaviertel weitergeführt wird. Zudem<br />
sollen in <strong>der</strong> Innenstadt Wohnhochhäuser gebaut<br />
werden, die zus<strong>am</strong>men mit den Hochhäusern von<br />
<strong>Frankfurt</strong> Hoch Vier ein neues Hochhausensemble bilden<br />
werden.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Reminiszenz an das alte <strong>Frankfurt</strong>: Das wie<strong>der</strong>aufgebaute Thurn-und-Taxis-<br />
Palais, bis 1866 Sitz <strong>der</strong> Bundesvers<strong>am</strong>mlung des Deutschen Bundes, wird ab<br />
2009 ein Anziehungspunkt in unmittelbarer Zeil-Nähe.<br />
Stadtentwicklung und Stadtplanung befinden sich auf<br />
einem guten Weg. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird weiterhin<br />
aufmerks<strong>am</strong> und aktiv die anstehenden Projekte<br />
begleiten.<br />
KleinmaRKthalle fit füR die<br />
zuKunft machen<br />
Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist <strong>der</strong> Erhalt <strong>der</strong> kleinmarkthalle<br />
an ort und Stelle sowie die aufwertung des Umfeldes<br />
in diesem Quartier. Die Innenstadt wird dadurch<br />
noch attraktiver und mit einer altstadt verbunden, die<br />
nach dem abriss des Technischen rathauses und <strong>der</strong><br />
rekonstruktion historischer Gebäude ein Stück ihrer<br />
Geschichte wie<strong>der</strong>geben wird. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt<br />
Hat immer noch Charme: Die beliebte Kleinmarkthalle in <strong>der</strong><br />
Innenstadt – „Ein Stück <strong>Frankfurt</strong> mit Herz“.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
sich dafür ein, dass die unter Denkmalschutz stehende<br />
kleinmarkthalle auch nach Beendigung <strong>der</strong> notwendigen<br />
Sanierungsarbeiten ihr charakteristisches Erscheinungsbild<br />
im Inneren wie im Äußeren behält.<br />
c<strong>am</strong>pus bocKenheim<br />
Im neuen Stadtteil <strong>am</strong> riedberg wurden und werden<br />
neue Institutsgebäude <strong>der</strong> Johann Wolfgang Goethe-<br />
Universität in dyn<strong>am</strong>ischer Folge erstellt. auf dem neuen<br />
C<strong>am</strong>pus Westend fand <strong>der</strong> Baubeginn des ersten<br />
neubauabschnitts (House of Finance, rechts- und<br />
Wirtschaftswissenschaften, zentrales Hörsaalgebäude,<br />
Erweiterung des kasinos, Wohnungen für Studenten)<br />
statt.<br />
Rahmenplan höchst<br />
Es wurden Mitteln in Höhe von 21 Millionen Euro bereitgestellt,<br />
um private und öffentliche Baumaßnahmen<br />
zur Stärkung <strong>der</strong> Innenstadt Höchst mit seiner<br />
historisch bedeutenden altstadt zu ermöglichen. Das<br />
Plangebiet umfasst die historische altstadt – mit<br />
Schloss und Justinuskirche, <strong>der</strong> östlich gelegenen Stadterweiterung<br />
„Höchster neustadt“ mit dem Bolongaropalast<br />
sowie dem in nachfolgenden Entwicklungsphasen<br />
zus<strong>am</strong>mengewachsenen Stadtgefüge – bis zum<br />
„Höchster Westend“ aus <strong>der</strong> späten Grün<strong>der</strong>zeit.<br />
gateway gaRdens<br />
D<strong>am</strong>it Stadt und Flughafen <strong>der</strong> konkurrenzsituation in<br />
<strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten region und in Europa gewachsen sind,<br />
hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> nachhaltig die in Private Public<br />
Partnership gegründete „Gateway Gardens“-Projektentwicklungsgesellschaft<br />
in ihrem Bemühen, ein attraktives<br />
nutzungskonzept für die 350.000 Quadratmeter<br />
umfassende Fläche in unmittelbarer nachbarschaft des<br />
Flughafens zu erarbeiten, unterstützt. In diesen Teil <strong>der</strong><br />
„airport City“ werden 1,7 Milliarden Euro investiert.<br />
Wichtig ist uns, dass dort ein weiteres alleinstellungsmerkmal<br />
des Flughafens <strong>Frankfurt</strong> gegenüber den an<strong>der</strong>en<br />
europäischen Großflughäfen (<strong>am</strong>sterd<strong>am</strong>, Helsinki,<br />
Stockholm, Mailand, Zürich, Paris) entsteht, mit<br />
dem <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> punkten kann.<br />
Mit Gateway Gardens entsteht <strong>am</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen ein neuer<br />
Stadtteil. Kurz nach Baubeginn hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im Sommer<br />
2007 an Ort und Stelle umgesehen.<br />
„aiRRail centeR fRanKfuRt“<br />
In die Überbauung des Flughafen-Fernbahnhofs werden<br />
660 Millionen Euro investiert. Hier entsteht das<br />
„aIrraIL Center <strong>Frankfurt</strong>“ mit einem Luxushotel, Büros,<br />
Gastronomie und Geschäften.<br />
aiRbus a380weRft<br />
Der von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützte neubau <strong>der</strong><br />
airbus a380-Werft wird zeitgerecht fertig gestellt werden<br />
und sichert d<strong>am</strong>it <strong>am</strong> Standort <strong>Frankfurt</strong> hun<strong>der</strong>te<br />
arbeitsplätze.<br />
5<br />
planen und bauen
sicheRheit
56<br />
Dr. Walter Seubert,<br />
Sicherheitspolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
FrankFUrt Ist sICherer geworDen<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Eine gute kommunale Sicherheitspolitik muss darauf ausgerichtet sein, allen Bürgern dieser Stadt<br />
je<strong>der</strong>zeit die ungefährdete Teilhabe <strong>am</strong> öffentlichen Leben zu ermöglichen. Die Sicherheitslage<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> entwickelt sich auch weiterhin sehr positiv. Demzufolge ist die <strong>Main</strong>metropole<br />
nicht nur hinsichtlich <strong>der</strong> objektiven Sicherheitslage so sicher wie seit vielen Jahren nicht<br />
mehr. noch erfreulicher ist, dass auch das subjektive Sicherheitsgefühl bei den Bürgerinnen und<br />
Bürgern Höchstwerte erklommen hat. Bei <strong>der</strong> Bürgerbefragung <strong>2006</strong> gaben auf die Frage nach<br />
den größten Stadtproblemen nur noch 12 Prozent <strong>der</strong> deutschen und 9 Prozent <strong>der</strong> ausländischen<br />
<strong>Frankfurt</strong>erinnen und <strong>Frankfurt</strong>er das Thema „kriminalität“ an. Mitte <strong>der</strong> neunziger Jahre lag dieser<br />
Wert noch regelmäßig bei rund 50 Prozent.<br />
Der Grundstein für den in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> erreichten<br />
Sicherheitsstandard wurde durch eine konsequente<br />
Vernetzung von Prävention und repression gelegt. So<br />
konnte <strong>2006</strong> nicht nur <strong>der</strong> Präventionsrat sein zehnjäh-<br />
Regionalrat<br />
Sindlingen<br />
Regionalrat<br />
Gallus<br />
Arbeitskreis<br />
Sicherheit<br />
Arbeitskreis<br />
Frauen<br />
Regionalrat<br />
Zeilsheim<br />
Regionalrat<br />
Schwanheim<br />
Präventionsrat<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Sicherheitsdezernent, Polizeipräsident, Leiter <strong>der</strong> Staatsanwaltschaft,<br />
Bürgermeisterin, Dezernenten für Integration, Soziales und Bildung<br />
Geschäftsstelle: Kurt-Schumacher-Straße 45,<br />
60313 <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Arbeitskreis<br />
Drogen (Montagsrunde)<br />
Regionalräte<br />
Koordination regionale Prävention<br />
Vertreter <strong>der</strong>: Kin<strong>der</strong>gärten, Schulen, Sozialrathäuser (Allg. Sozialdienst), Sport-<br />
und Bä<strong>der</strong><strong>am</strong>t, Polizei, Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden,<br />
Wohnungsbaugesellschaften, Parteien u. a.<br />
Regionalrat<br />
Nie<strong>der</strong>rad<br />
Regionalrat<br />
Sossenheim<br />
Regionalrat<br />
Goldstein<br />
riges Jubiläum feiern und 2007 die Gründung des 15. regionalrates<br />
in Preungesheim vollzogen werden; durch<br />
neue Schwerpunktsetzungen hat Stadtrat Boris rhein<br />
(<strong>CDU</strong>) in seiner Zeit als Sicherheitsdezernent auch bei<br />
Regionalrat<br />
Nied<br />
Regionalrat<br />
Griesheim<br />
Regionalrat<br />
<strong>Frankfurt</strong>er<br />
Berg<br />
Regionalrat<br />
Nd. Eschbach /<br />
Am Bügel<br />
Regionalrat<br />
Fechenheim<br />
Arbeitskreis<br />
Jugend und<br />
Prävention<br />
Regionalrat<br />
Preungesheim<br />
Regionalrat<br />
Bergen-<br />
Enkheim<br />
Regionalrat<br />
Oberrad
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
den städtischen Vollzugskräften eine optimierung eingeleitet.<br />
Die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten<br />
wird zudem immer öfter auch als Querschnittsaufgabe<br />
und nicht mehr nur als nebenprodukt <strong>der</strong> kommunalen<br />
aufgabenerledigung angesehen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat<br />
den Magistrat bei seiner neuen Sicherheitsoffensive für<br />
mehr Lebensqualität stets unterstützt.<br />
einfühRung des fReiwilligen<br />
polizeidienstes<br />
Die Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> hat auf antrag <strong>der</strong> koalitionsfraktionen<br />
(nr 47 / 06) zum 1. Januar 2007 den Freiwilligen<br />
Polizeidienst eingeführt. Einen entsprechenden<br />
koordinationsvertrag haben Hessens Innenminister<br />
Volker Bouffier, oberbürgermeisterin Petra roth und<br />
Sicherheitsdezernent Boris rhein (alle <strong>CDU</strong>) <strong>am</strong> 18. September<br />
<strong>2006</strong> gemeins<strong>am</strong> unterzeichnet. Mit den Beschlüssen<br />
zu den Haushalten 2007 und <strong>2008</strong> bewilligte<br />
die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung die erfor<strong>der</strong>lichen<br />
Mittel zur Finanzierung <strong>der</strong> aufwandsentschädigung<br />
für die Polizeihelfer.<br />
Mit dem 2000 vom Landtag beschlossenen Gesetz zur<br />
aktiven Bürgerbeteiligung zur Stärkung <strong>der</strong> Inneren Sicherheit<br />
(Hessisches Freiwilligen Polizeidienst-Gesetz)<br />
wurden dem Freiwilligen Polizeidienst aufgaben übertragen<br />
und Befugnisse eingeräumt. Freiwillige Polizeihelfer<br />
tragen blaue Dienstkleidung und stehen zum<br />
Land Hessen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis.<br />
Die Dauer <strong>der</strong> ausbildung beträgt mindestens<br />
50 Stunden. Die Polizeihelferinnen o<strong>der</strong> -helfer müssen<br />
Freiwillig für mehr Sicherheit: Über 700 Bürgerinnen und Bürger in<br />
ganz Hessen leisten Dienst als ehren<strong>am</strong>tliche Polizeihelfer.<br />
Unterzeichnung des Koordinationsvertrages zur Einführung des Freiwilligen<br />
Polizeidienstes in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>: Staatsminister Volker Bouffier,<br />
Oberbürgermeisterin Petra Roth und Stadtrat Boris Rhein (v.l.).<br />
mindestens 18 Jahre und dürfen höchstens 65 Jahre alt<br />
sein. Ein vorbehaltloses Eintreten für die freiheitlich-demokratische<br />
Grundordnung sowie eine abgeschlossene<br />
Berufsausbildung bzw. ein Schulabschluss ist Voraussetzung.<br />
außerdem müssen die Bewerber gesundheitlich<br />
fit und <strong>der</strong> deutschen Sprache in Wort und Schrift<br />
mächtig sein. Der Dienst findet in <strong>der</strong> arbeitsfreien Zeit<br />
statt, maximal 20 Stunden pro Monat.<br />
Wie im koalitionsvertrag vorgesehen, gehen insges<strong>am</strong>t<br />
90 Freiwillige Polizeihelfer – das ist hessenweit das<br />
größte kontingent – nach dem Grundsatz „Präsenz zeigen<br />
– beobachten – melden“ in <strong>Frankfurt</strong> Streife und<br />
stärken d<strong>am</strong>it das Sicherheitsgefühl <strong>der</strong> Bürgerinnen<br />
und Bürger weiter. Sie sind neben <strong>der</strong> Polizei und <strong>der</strong><br />
Stadtpolizei zusätzliche kompetente ansprechpartner<br />
vor ort. In zwischenzeitlich über 100 hessischen Städten<br />
und Gemeinden wird d<strong>am</strong>it <strong>der</strong> Modellversuch erfolgreich<br />
praktiziert.<br />
Die Polizeihelfer werden von <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Polizei in<br />
50 theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden<br />
ausgebildet und – ausgestattet mit Pfefferspray, Mobiltelefon,<br />
Taschenl<strong>am</strong>pe und Trillerpfeife – in absprache<br />
mit <strong>der</strong> Stadt in nahezu allen revierbereichen<br />
eingesetzt: als Präsenzstreifen in den <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Stadtteilen sowie bei Volksfesten, Märkten und Umzügen;<br />
außerdem sehen die Polizeihelfer in Grünanlagen<br />
und Parks nach dem rechten. Weitere Einsatzorte sind<br />
Friedhöfe (speziell <strong>der</strong> Hauptfriedhof), Spielplätze,<br />
Schulwege, aber auch Wohngebiete und Einkaufsbereiche.<br />
Von beson<strong>der</strong>er Bedeutung ist <strong>der</strong> mit 40 Pro-<br />
57<br />
sicheRheit
58<br />
zent hohe <strong>Frankfurt</strong>er anteil von Polizeihelfern mit<br />
einem Migrationshintergrund. auf „Streife“ erweist sich<br />
die oftmals anzutreffende Mehrsprachigkeit <strong>der</strong> Ehren<strong>am</strong>tlichen<br />
als großer Vorteil.<br />
Der Freiwillige Polizeidienst ist für die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
eine wichtige und sinnvolle Ergänzung <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Sicherheitsarchitektur und im Sinne <strong>der</strong> Prävention ein<br />
weiteres kapitel in <strong>der</strong> erfolgreichen Geschichte <strong>der</strong> Sicherheitspartnerschaft<br />
zwischen Polizei und Stadt.<br />
nach Meinung <strong>der</strong> Union wird es durch die Präsenz des<br />
Freiwilligen Polizeidienstes zu einer deutlichen reduzierung<br />
von Tatgelegenheiten kommen.<br />
neue „stadtpolizei“<br />
Seit 1. Juni 2007 hat <strong>der</strong> außendienst des ordnungs<strong>am</strong>tes<br />
einen neuen n<strong>am</strong>en. Unter dem Begriff Stadtpolizei<br />
leisten insges<strong>am</strong>t 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />
weiterhin ihren Beitrag, dass die Lebensqualität<br />
in <strong>Frankfurt</strong> in Sachen Sicherheit und Sauberkeit geför<strong>der</strong>t<br />
wird. Schließlich ist das <strong>Frankfurt</strong>er ordnungs<strong>am</strong>t<br />
deutschlandweit die einzige kommunale Sicherheitsbehörde,<br />
die rund um die Uhr, auch an Feiertagen und <strong>am</strong><br />
Wochenende im Einsatz ist. Die Mitarbeiter <strong>der</strong> Stadtpolizei<br />
sind neuerdings an den mo<strong>der</strong>nen blauen Uniformen<br />
sowie <strong>der</strong> ebenfalls in blau gehaltenen Fahrzeugflotte<br />
mit <strong>der</strong> aufschrift „Stadtpolizei“ erkennbar.<br />
Die Umbenennung des ehemaligen Sicherheits- und<br />
ordnungsdienstes des ordnungs<strong>am</strong>tes ist aber nicht<br />
nur einem griffigen Slogan geschuldet, son<strong>der</strong>n weist<br />
auf neue Prioritäten für den außendienst des ordnungs<strong>am</strong>tes<br />
hin. Waren in den vergangenen Jahren die<br />
aufgaben <strong>der</strong> Verkehrsüberwachung eine wichtige Säule<br />
im aufgabenspektrum des ordnungs<strong>am</strong>tes, so werden<br />
diese Tätigkeiten seit Dezember <strong>2006</strong> vom neu gegründeten<br />
Straßenverkehrs<strong>am</strong>t übernommen – eine<br />
willkommene Gelegenheit, für die Stadtpolizei neue<br />
Schwerpunkte zu definieren.<br />
Die aufgaben <strong>der</strong> Stadtpolizei reichen über Ermittlungen<br />
bei illegalem Sperrmüll o<strong>der</strong> aggressivem Betteln,<br />
Gaststättenkontrollen, dem Schutz von <strong>Frankfurt</strong>s<br />
grünen Lungen bis hin zur allgemeinen Gefahrenabwehr<br />
in alle aspekte <strong>der</strong> Sicherheit einer Großstadt hinein.<br />
Hinzu kommt die Einführung einer neuen Fahrradstaffel,<br />
die sich beson<strong>der</strong>s für Einsatzgebiete eignet, die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Mit neuem N<strong>am</strong>en und in neuen Uniformen präsentiert sich die<br />
„Stadtpolizei“ in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. In Streifenwagen, auf Motor- und<br />
Fahrrä<strong>der</strong>n sowie zu Fuß sorgen die Männer und Frauen in Uniform<br />
künftig für mehr Sicherheit auf den Straßen <strong>der</strong> <strong>Main</strong>metropole.<br />
mit den üblichen Fortbewegungsmitteln ungünstig zu<br />
erreichen sind. Dazu zählen beispielsweise die Ufer von<br />
<strong>Main</strong> und nidda.<br />
Zudem hat ein Haushaltsantrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> eine<br />
Mehrheit gefunden, durch den die Beschaffung eines<br />
Bus-Transporters mit Son<strong>der</strong>ausstattungen als mobile<br />
Service-Einrichtung <strong>der</strong> Stadtpolizei ermöglicht wird<br />
(E 65 / 07). Mit diesem Sicherheitsmobil kann <strong>der</strong> kontakt<br />
zu den Bürgerinnen und Bürgern vor allem im<br />
Stadtteil intensiviert werden. Die „Stadtpolizei“ soll<br />
über ihre arbeit aufklären und informieren, Sorgen und<br />
nöte erfahren und durch Präventionsmaßnahmen, aber<br />
auch durch individuelle Hilfe das subjektive Sicherheitsgefühl<br />
in <strong>der</strong> Bevölkerung stärken.<br />
VideoübeRwachung<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht nach wie vor im offenen Einsatz<br />
von Videoüberwachungsmaßnahmen an kriminalitätsbrennpunkten<br />
im öffentlichen raum ein geeignetes Mittel,<br />
um die Wahrnehmung <strong>der</strong> polizeilichen aufgaben im<br />
rahmen <strong>der</strong> Gefahrenabwehr und <strong>der</strong> Strafverfolgung<br />
wirks<strong>am</strong> zu erhöhen. Dadurch kann die Prävention verstärkt,<br />
die kriminalitätshäufigkeit nachweisbar reduziert,<br />
die aufklärung von Straftaten gesteigert und – was ganz<br />
beson<strong>der</strong>s wichtig ist – das Sicherheitsgefühl verbessert<br />
werden. Bürgerumfragen haben gezeigt, dass konzepte
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
tragen, die neben <strong>der</strong> verstärkten Präsenz von Polizei und<br />
ordnungskräften eben auch auf die Videoüberwachung<br />
abstellen.<br />
Die oberirdische Videoüberwachung an <strong>der</strong> konstablerwache<br />
ist erfolgreich. aufgrund dieser Erfahrung hat<br />
die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> auch beharrlich die Einrichtung einer<br />
Video-anlage <strong>am</strong> Hauptbahnhof durchgesetzt. Der<br />
brutale Überfall jugendlicher Gewalttäter auf einen<br />
U-Bahn-Fahrer an <strong>der</strong> Station „Hed<strong>der</strong>nheim“ hat die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> überdies darin bestärkt, die Sicherheitslage<br />
im öffentlichen raum mittels Videoüberwachung<br />
weiter verbessern zu wollen. auf <strong>der</strong> Grundlage unseres<br />
Fünf-Punkte-Progr<strong>am</strong>mes für mehr Sicherheit in öffentlichen<br />
Verkehrsmitteln vom Januar <strong>2008</strong> unterstützt die<br />
Union deshalb mit allem nachdruck das Projekt „Sicherheit<br />
& Service“ <strong>der</strong> VGF, mit dem bis 2009 in allen 26<br />
unterirdischen U-Bahn-Stationen k<strong>am</strong>eras und notrufsäulen<br />
eingesetzt werden. Seit Mai <strong>2006</strong> sind diese<br />
Sicherheitsvorkehrungen an den zentralen U-Bahn-<br />
Stationen „Hauptwache“, „konstablerwache“, „Willy-<br />
Brandt-Platz“, „Südbahnhof“, „Schweizer Platz“, „Hauptbahnhof“<br />
und „Dom / römer“ vorhanden. Es wurden<br />
55 mo<strong>der</strong>ne notruf- und Informationssäulen sowie<br />
142 Videok<strong>am</strong>eras installiert, die auf <strong>der</strong> neuen Sicherheits-<br />
und Servicezentrale <strong>der</strong> VGF aufgeschaltet sind.<br />
Erhebungen haben bestätigt, dass Drogendelikte, Verunreinigungen,<br />
Sachbeschädigungen, Tätlichkeiten und<br />
die daraus resultierende Verunsicherung <strong>der</strong> Fahrgäste<br />
in diesen sieben ausgebauten innenstädtischen Stadtbahnstationen<br />
deutlich zurückgegangen sind.<br />
büRgeRalaRmsystem<br />
auf Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> prüft <strong>der</strong> Magistrat <strong>der</strong>zeit<br />
in abstimmung mit dem Polizeipräsidium <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> die Verwirklichung eines Modellprojekts „Bürgeralarm-System“.<br />
Durch Bürger-alarm-Systeme werden Bürgerinnen<br />
und Bürger telefonisch über verdächtige Vorfälle<br />
und konkrete Gefahrenlagen im Stadtteil und <strong>der</strong> näheren<br />
Umgebung informiert. Die Polizei wird zum Beispiel in die<br />
Lage versetzt, kurzfristig und über elektronischen rundruf<br />
vor betrügerischen Spendens<strong>am</strong>mlern an Haustüren o<strong>der</strong><br />
vor Einbruchserien in einem Stadtteil zu warnen. D<strong>am</strong>it wird<br />
ein Plus an Sicherheit für die Bevölkerung erreicht. Mehrere<br />
Tausend Haushalte machen zum Beispiel beim Bürgeralarm-System<br />
in offenbach mit, das in Zus<strong>am</strong>menarbeit mit<br />
dem Polizeipräsidium Südosthessen erprobt wird. auch<br />
Polizeierfolge sprechen dafür: Videoüberwachung an <strong>der</strong> Konstablerwache.<br />
an<strong>der</strong>e kommunen – zum Beispiel die Stadt Hanau – arbeiten<br />
mit einem im Prinzip vergleichbaren konzept. In Großbritannien<br />
ist das Bürger-alarm-System als sogenanntes<br />
„ringmaster-System“ verbreitet.<br />
bundespolizeistation <strong>am</strong><br />
bahnhof fRanKfuRt <strong>am</strong> mainhöchst<br />
Vorläufig ohne Erfolg blieb eine Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
mit dem Ziel, einen dauerhaft besetzten stationären<br />
Posten <strong>der</strong> Bundespolizei im Bahnhof <strong>Frankfurt</strong>-Höchst<br />
einrichten zu lassen. Der Bahnhof <strong>Frankfurt</strong>-Höchst mit<br />
rund 26.000 Fahrgästen pro Tag ist ein zentraler knotenpunkt<br />
des Eisenbahn- und nahverkehrs in <strong>der</strong> rhein-<strong>Main</strong>region.<br />
Ein stationärer Posten <strong>der</strong> Bundespolizei kann aus<br />
Sicht <strong>der</strong> Union die Sicherheitslage im Bahnhofsbereich<br />
verbessern und die Präsenz <strong>der</strong> Bundespolizei an dieser<br />
Verkehrsdrehscheibe <strong>der</strong> region im Sinne <strong>der</strong> Gefahrenprävention<br />
verdeutlichen. Das Bundespolizeipräsidium<br />
Mitte will jedoch aufgrund des vergleichsweise geringeren<br />
Straftatenaufkommens auch weiterhin lediglich eine<br />
ausreichende Präsenz seiner kontroll- und Streifenbe<strong>am</strong>ten<br />
<strong>am</strong> Bahnhof <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst sicherstellen.<br />
59<br />
sicheRheit
60<br />
bRand und KatastRophenschutz<br />
Die Hilfs- und rettungsdienste, beson<strong>der</strong>s die städtische<br />
Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren und<br />
Technisches Hilfswerk, sind unverzichtbar zum Schutz<br />
vor naturgewalten wie Feuer, Wasser und Unwetter,<br />
aber auch zur Hilfe bei Unfällen o<strong>der</strong> gar katastrophen.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat den Magistrat in seiner<br />
Verantwortung unterstützt, sicherzustellen, dass die<br />
haupt- und ehren<strong>am</strong>tlichen Helfer ihre aufgaben erfüllen<br />
können. Das geschieht unter an<strong>der</strong>em durch die<br />
Bereitstellung von Grundstücken, Gebäuden, ausstattung<br />
und finanziellen Mitteln.<br />
taKtisches feueRwehR<br />
Konzept 2020<br />
Die Feuerwehr in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> wird nach <strong>der</strong><br />
Umsetzung des 2004 interfraktionell beschlossenen<br />
und vom d<strong>am</strong>aligen Brandschutzdezernenten nikolaus<br />
Burggraf (<strong>CDU</strong>) vorbereiteten taktischen Feuerwehrkonzeptes<br />
2020 ganz hervorragend aufgestellt sein.<br />
Das neue Staffelsystem, das bundesweit Vorreiter ist,<br />
bringt für die Bürgerinnen und Bürger schnellere Hilfsleistungen.<br />
Mit den neuen Staffelwachen werden die<br />
Hilfeleistungsfristen für die <strong>Frankfurt</strong>er deutlich verkürzt.<br />
Durch mehr dezentrale Wachen <strong>der</strong> Berufsfeuerwehr<br />
können die Stadtteile jeweils sternförmig an-<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
„Feuer- und Rettungswachen sowie Standorte <strong>der</strong> Freiwilligen Feuerwehr<br />
nach dem Staffelkonzept“.<br />
gefahren werden. D<strong>am</strong>it schafft es die Feuerwehr,<br />
überall in <strong>der</strong> Stadt die Hilfsfrist von 10 Minuten einzuhalten<br />
und oft auch zu unterbieten. Die Feuerwehr ist<br />
künftig schneller vor ort und erhöht d<strong>am</strong>it die Sicherheit<br />
<strong>der</strong> Bevölkerung.<br />
Die Umsetzung des konzepts verläuft planmäßig: Zum<br />
Beispiel wurde die neue „Bereichsleitungswache 4“ in<br />
<strong>Frankfurt</strong>-Sachsenhausen (Mörfel<strong>der</strong> Landstraße) als<br />
Ersatz für die alte Wache 6 aus dem Jahr 1935 rechtzeitig<br />
zur Fußball-WM im Mai <strong>2006</strong> eingeweiht.<br />
Auch das neue Feuerwehrhaus Nie<strong>der</strong>-Erlenbach ist Teil des Staffelkonzeptes. Im Bild: D<strong>am</strong>enzug mit Ehrenzugführerin und OB Petra Roth.<br />
Quelle: Dezernat IX Stadt Ffm.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
pRioRitätenpRogR<strong>am</strong>m<br />
feueRwehRhäuseR<br />
Unabhängig vom Staffelkonzept werden auf Initiative<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> (nr 835 / 99) sukzessive auch für die<br />
Freiwilligen Feuerwehren neu- und Umbauten durch<br />
die Stadt finanziert (Prioritätenprogr<strong>am</strong>m, 2001 mit<br />
M 18 / 00 beschlossen). Für <strong>2008</strong> ist in Fortsetzung des<br />
Prioritätenprogr<strong>am</strong>ms die Grundsteinlegung <strong>der</strong> Feuerwehrhäuser<br />
nie<strong>der</strong>-Eschbach, Schwanheim, Sachsenhausen<br />
und die Planung weiterer sieben Standorte<br />
(nied, Hed<strong>der</strong>nheim, Fechenheim, oberrad, Hausen,<br />
Eschersheim, Zeilsheim) vorgesehen. Mit Beschluss<br />
zum Haushalt 2007 haben die koalitionsfraktionen zudem<br />
für die Bauunterhaltung bestehen<strong>der</strong> Feuerwehrhäuser<br />
zusätzlich 120.000 Euro bereitgestellt (E 5 / 06).<br />
Für die Umsetzung des Prioritätenprogr<strong>am</strong>ms und des<br />
Taktischen Feuerwehrkonzeptes bewilligt die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
in den nächsten Jahren weiterhin<br />
sehr viel Geld, um bestehende Feuerwehrhäuser<br />
umzubauen o<strong>der</strong> um neubauten zu errichten. Dies wird<br />
auch langfristig einen Sicherheitseffekt für die Bevölkerung<br />
haben, denn beim Brand- und katastrophenschutz<br />
kann nicht in unvernünftiger Höhe gespart werden.<br />
mannschaftstRanspoRtfahRzeuge<br />
Zur Beschaffung von Mannschaftstransportwagen<br />
(MTF) für die Freiwillige Feuerwehr wurden auf antrag<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> 120.000 Euro im Haushaltsansatz<br />
2007 erhöht. aufgrund von erfor<strong>der</strong>lichen reparaturen<br />
und <strong>der</strong> Einbindung <strong>der</strong> Fahrzeuge in zusätzliche Einsatzkonzepte<br />
und aufgaben, wie zum Beispiel im Bereitstellungsraumkonzept,<br />
zur Beför<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> notfallseelsorger,<br />
in <strong>der</strong> Fachgruppe Wassergefahren und<br />
Hochwasser o<strong>der</strong> im Fachbereich ausbildung, stehen<br />
häufig zu wenig Fahrzeuge für die originären Zwecke<br />
<strong>der</strong> Freiwilligen Feuerwehren vor ort zur Verfügung.<br />
Die neuen MTF werden voraussichtlich im ersten Quartal<br />
<strong>2008</strong> übergeben.<br />
minifeueRwehR<br />
Mit dem antrag „Minifeuerwehr als öffentlich-rechtliche<br />
organisation einstufen“ (nr 387 / 07) hat die<br />
schwarz-grüne koalition die Landesregierung aufgefor<strong>der</strong>t,<br />
in <strong>der</strong> novelle des Hessischen Gesetzes über den<br />
Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den katastrophenschutz<br />
(HBkG) zu berücksichtigen, dass auch die<br />
„Minifeuerwehren“ einen umfassenden Unfallschutz<br />
benötigen.<br />
61<br />
sicheRheit
soziales
6<br />
Stephan Siegler,<br />
Sozialpolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>.<br />
FrankFUrt sozIal gestalten<br />
pflegeelteRninitiatiVe<br />
Die <strong>CDU</strong> will mehr Pflegeeltern für <strong>Frankfurt</strong>er kin<strong>der</strong><br />
gewinnen. Dabei sollen vor allem F<strong>am</strong>ilien mit pädagogischer<br />
Erfahrung gesucht werden, die den immer<br />
schwieriger werdenden Problemlagen <strong>der</strong> kin<strong>der</strong> und<br />
ihrer F<strong>am</strong>ilien gerecht werden können.<br />
Für kin<strong>der</strong> in krisensituationen sollte die Unterbringung<br />
in einer Pflegef<strong>am</strong>ilie vorrangig vor einer Unterbringung<br />
in einem kin<strong>der</strong>heim sein. Pflegef<strong>am</strong>ilien sind,<br />
ebenso wie die stationäre und die <strong>am</strong>bulante Unterbringung<br />
eine wichtige Säule unseres Hilfesystems für<br />
kin<strong>der</strong> in krisensituationen.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
<strong>Frankfurt</strong> ist eine wirtschaftlich starke und soziale Stadt. Wir wollen diese Balance auch weiterhin<br />
aufrechterhalten und die soziale Infrastruktur <strong>der</strong> Stadt bedarfsgerecht weiterentwickeln. Die<br />
beste Hilfe ist diejenige, die von <strong>der</strong> Hilfe an<strong>der</strong>er unabhängig macht. Daher haben Beratung,<br />
För<strong>der</strong>ung persönlicher Fähigkeiten und For<strong>der</strong>ung nach eigenen anstrengungen Vorrang vor materieller<br />
Unterstützung. Unser Handeln als Union richtet sich nach dem Subsidiaritätsprinzip aus,<br />
eine gesellschaftliche Maxime, die Selbstverantwortung vor staatliches Handeln stellt. Deshalb<br />
will die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen sowie freigemeinnützige und kirchliche<br />
Hilfeeinrichtungen stärker unterstützen und ihnen Priorität vor staatlicher bzw. kommunaler Unterstützung<br />
geben.<br />
Grundsätzlich wird nach Maßgabe des koalitionsvertrages mit den Grünen <strong>der</strong> „Vertrag für den<br />
Sozialen Frieden“ fortgeschrieben. Seine Inhalte werden an den aktuellen sozialpolitischen Bedürfnissen<br />
und Entwicklungen bis 2011 und darüber hinaus ausgerichtet. Für <strong>CDU</strong> und Grüne gleichermaßen<br />
vorrangig ist dabei die beson<strong>der</strong>e För<strong>der</strong>ung von F<strong>am</strong>ilien (Stichwort „F<strong>am</strong>ilienstadt“)<br />
und die Verbesserung <strong>der</strong> kin<strong>der</strong>- und Jugendhilfe, ebenso wie die anpassung <strong>der</strong> altenpolitik an<br />
die demografische Entwicklung <strong>Frankfurt</strong>s und eine neukonzeption <strong>der</strong> angebote in <strong>der</strong> altenhilfe.<br />
Im Einzelnen wurden im Berichtszeitraum folgende Initiativen gemeins<strong>am</strong> mit den <strong>CDU</strong>-Sozialdezernenten<br />
Uwe Becker und Dr. Daniela Birkenfeld gestartet:<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> hat ein ehrgeiziges Ziel: Die schwarz-grüne Koalition<br />
will die Metropole zu „<strong>der</strong>“ F<strong>am</strong>ilienstadt in Deutschland ausbauen.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
baRRieRefReiheit<br />
BEHInDErTEnToILETTEn BEI<br />
GroSSVEranSTaLTUnGEn<br />
Sehr viele Großveranstaltungen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
wie beispielsweise das Schweizer Straßenfest o<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />
Wäldchestag finden im öffentlichen raum statt, so dass<br />
keine bestehenden öffentlichen Toiletten benutzt werden<br />
können, son<strong>der</strong>n mobile anlagen speziell dafür aufgestellt<br />
werden müssen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat gefor<strong>der</strong>t,<br />
bei <strong>der</strong> Genehmigung solcher Veranstaltungen<br />
zukünftig die Bereitstellung von behin<strong>der</strong>tengerechten<br />
Toiletten zur auflage zu machen.<br />
GESTaLTUnG Von nEUEn / SanIErTEn STraSSEn<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat sich für das grundsätzliche Leitziel<br />
des Behin<strong>der</strong>ten-Gleichstellungs-Gesetzes „Mobilität<br />
für alle“ eingesetzt. Ziel ist, die Barrierefreiheit auf<br />
den Gehwegen und Plätzen so herzustellen, dass „sie<br />
für behin<strong>der</strong>te Menschen in <strong>der</strong> allgemein üblichen<br />
Weise, ohne beson<strong>der</strong>e Erschwernisse und grundsätzlich<br />
ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind“.<br />
senioRen<br />
„aLT & JUnG“-SPIELPLÄTZE<br />
Senioren sind eine stark wachsende Bevölkerungsgruppe,<br />
die sich auch zunehmend bis ins hohe alter durch<br />
Mobilität und Bewegungslust auszeichnet. Die <strong>CDU</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> hat deshalb gefor<strong>der</strong>t, dass eine konzeption<br />
zur Einrichtung generationenübergreifen<strong>der</strong> „alt &<br />
Jung“-Spielplätze erarbeitet werden soll. Diese aktivplätze<br />
sollen sowohl mit kin<strong>der</strong>spielgeräten als auch<br />
mit seniorengerechten Freizeit- und Fitnessgeräten<br />
(zum Beispiel Boule, Schach, Balancierbalken, Gummibän<strong>der</strong>)<br />
und Sitzbänken ausgestattet werden.<br />
„SoForTProGraMM DEMEnTE“<br />
Das bisherige Sofortprogr<strong>am</strong>m für eine bessere Pflege<br />
und Betreuung im alter wurde mit Beschluss zum Haushalt<br />
2007 um 300.000 Euro auf insges<strong>am</strong>t 3.000.000<br />
Euro erhöht. Gleichzeitig wurde das Progr<strong>am</strong>m in<br />
„<strong>Frankfurt</strong>er Progr<strong>am</strong>m Würde im alter“ umbenannt.<br />
27 stationäre Einrichtungen und 13 Vereine nutzen <strong>der</strong>zeit<br />
die Mittel, um mit eigenen Projekten die Betreuungssituation<br />
dieser Menschen zu verbessern.<br />
ErHöHUnG BÜro akTIV<br />
Der Zuschuss für das Projekt Büroaktiv wurde auf Initiative<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im Haushalt 2007 erhöht. Die<br />
Vermittlungsagentur für freiwilliges Engagement berät<br />
jährlich rund 440 Menschen und vermittelt an mehr als<br />
250 gemeinnützige organisationen.<br />
anHörUnG DES aUSSCHUSSES ZUr<br />
ParTIZIPaTIVEn aLTEnHILFEPLanUnG<br />
Ein gutes Drittel <strong>der</strong> Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt<br />
sind über 50 Jahre alt. Ziel unserer Politik ist ausdrücklich<br />
ein würdiges Leben älterer Menschen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong>. Und partizipative altersplanung heißt selbstverständlich:<br />
Beteiligung <strong>der</strong> älteren Menschen <strong>am</strong> gesellschaftlichen<br />
Leben schon bei <strong>der</strong> Planung.<br />
Der demografische Wandel ist eine <strong>der</strong> größten Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />
auch für die Kommunalpolitik in Deutschland.<br />
wohnungsbau<br />
BIELEFELDEr MoDELL<br />
angestrebt wird beim Bielefel<strong>der</strong> Modell eine möglichst<br />
große Mischung unterschiedlicher Lebenslagen in<br />
einem Wohnprojekt. alte und Junge, Behin<strong>der</strong>te und<br />
nichtbehin<strong>der</strong>te, kranke und Gesunde sollen möglichst<br />
zwanglos zus<strong>am</strong>menleben können. Es gibt keine baulichen<br />
Vorgaben und auch keine empfohlenen Gruppengrößen.<br />
Die Projekte des Bielefel<strong>der</strong> Modells können<br />
sowohl als Wohngemeinschaft, als Hausgemeinschaft<br />
o<strong>der</strong> auch als nachbarschaftsgemeinschaft organisiert<br />
sein. Gemeins<strong>am</strong> ist allen Projekttypen lediglich, dass<br />
eine gewisse anzahl schwer pflegebedürftiger Menschen<br />
in räumlicher nähe zueinan<strong>der</strong> wohnt. Unter dieser<br />
Voraussetzung ist es möglich, dass ein Pflegete<strong>am</strong><br />
rund um die Uhr in <strong>der</strong> Wohnung, dem Gebäude o<strong>der</strong><br />
<strong>der</strong> nachbarschaft anwesend ist und die betreffenden<br />
65<br />
soziales
66<br />
Menschen versorgt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> informierte sich<br />
vor ort beim Wohnprojekt <strong>der</strong> „Preungesheimer <strong>am</strong>eisen“<br />
und setzt sich nachdrücklich für eine Durchsetzung<br />
des Modells in bestimmten Quartieren in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> ein.<br />
BarrIErEFrEIE BaUaUSFÜHrUnG<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich dafür ein, dass bei neubauten,<br />
aber auch bei Sanierungen, beson<strong>der</strong>s <strong>der</strong> städtischen<br />
Wohnungsbaugesellschaften, künftig grundsätzlich<br />
auf eine möglichst barrierefreie Bauausführung<br />
geachtet wird.<br />
FörDErUnG GEnEraTIonEnÜBErGrEIFEnDES<br />
WoHnEn<br />
auf For<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Union sollen Stadt und aBG Holding<br />
gemeins<strong>am</strong> eine umfassende und detailgenaue Bedarfsanalyse<br />
für seniorengerechtes Wohnen finanzieren.<br />
Untersucht werden soll zum Beispiel, ob und in<br />
welchen Stadtteilen Wohngemeinschaften, betreutes<br />
Wohnen o<strong>der</strong> generationenübergreifende Projekte auf<br />
beson<strong>der</strong>es Interesse stoßen.<br />
behindeRte<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Auch spielerisch zus<strong>am</strong>menleben und Generationen verbinden: In Deutschland gibt es bislang rund 500 Mehrgenerationenhäuser.<br />
nEUorDnUnG BEHInDErTEnFaHrDIEnSTE<br />
Bisher erstreckt sich <strong>der</strong> radius <strong>der</strong> Behin<strong>der</strong>tenfahrdienste<br />
auf das Stadtgebiet und angrenzende orte. Weil<br />
es ein berechtigtes anliegen <strong>der</strong> Behin<strong>der</strong>ten ist, dass<br />
auch Fahrtziele im rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet angefahren werden<br />
können, hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für eine neuregelung<br />
eingesetzt.<br />
STÄrkUnG Von SELBSTHILFEInITIaTIVEn<br />
Der Verein „Gib mir deine Hand e. V.“ betreibt als innovatives<br />
Projekt ein integratives Café, bei dem behin<strong>der</strong>te<br />
Menschen aktiv mitarbeiten sollen. Dabei soll zum<br />
einen ein Treffpunkt für Eltern behin<strong>der</strong>ter und nicht<br />
behin<strong>der</strong>ter kin<strong>der</strong> entstehen, aber auch die kin<strong>der</strong> sollen<br />
den Umgang miteinan<strong>der</strong> lernen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
unterstützte den Verein durch einen antrag und sorgte<br />
mit dafür, dass dem Verein ein Grundstück in Hausen<br />
zur Verfügung gestellt werden konnte.<br />
VErBESSErUnG SITUaTIon HörGESCHÄDIGTEr<br />
Die herausragende arbeit <strong>der</strong> Stiftung Taubstummenanstalt<br />
wurde durch einen Etatantrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
nachhaltig gesichert.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
f<strong>am</strong>ilie<br />
„VÄTEraUFBrUCH“<br />
Ziel des Vereines „Väteraufbruch für kin<strong>der</strong>“ ist es, in<br />
Trennungsphasen f<strong>am</strong>iliäre konflikt- und krisensituationen<br />
durch professionelle Unterstützung und Begleitung<br />
zu minimieren. Dies erfolgt aus <strong>der</strong> Erfahrung heraus,<br />
dass kin<strong>der</strong> immer die Leidtragenden und opfer<br />
aller konflikte zwischen den Eltern sind. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
hat die arbeit des Vereines durch einen Haushaltsantrag<br />
gesichert.<br />
HILFEn FÜr JUnGE MÜTTEr<br />
Die Erweiterung des vielfältigen angebots des Sozialdienstes<br />
katholischer Frauen e. V. (SkF) zur Unterstützung<br />
und Entlastung von F<strong>am</strong>ilien im F<strong>am</strong>ilienzentrum<br />
Monikahaus ist eine Weiterentwicklung, die für viele<br />
Menschen in <strong>der</strong> Stadt eine erste anbindung auf dem<br />
Weg zur sozialen Integration ist. Das angebot richtet<br />
sich an schwangere Frauen, Mütter sowie Eltern mit<br />
Säuglingen und kleinkin<strong>der</strong>n von 0–6 Jahren in belastenden<br />
Lebenssituationen und mit risikofaktoren. Diese<br />
frühen Hilfen hatte die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> mit einem entsprechenden<br />
Etatantrag unterstützt.<br />
Jugendhilfe<br />
Der Zuschuss für den <strong>Frankfurt</strong>er Jugendring wurde auf<br />
Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> auf rund 1,18 Millionen Euro<br />
erhöht. Die För<strong>der</strong>ung soll unmittelbar <strong>der</strong> kin<strong>der</strong>- und<br />
Jugendarbeit zugute kommen.<br />
mittelVeRgabe im<br />
sozialbeReich<br />
Die För<strong>der</strong>ung von Initiativen und Institutionen, die<br />
z. B. im Bereich <strong>der</strong> Jugendhilfe tätig sind, bedarf einer<br />
gewissen kontinuität, die dem Träger Planungssicherheit<br />
für seine arbeit gibt und <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong> ermöglicht, eine transparente Entscheidung<br />
unter Bewertung <strong>der</strong> finanziellen Ges<strong>am</strong>tsituation des<br />
Trägers zu treffen. Die For<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong> ist deshalb,<br />
dass die Mittelvergabe im Sozialbereich wirkungsorientiert<br />
und überprüfbar ist. Eine solche regelför<strong>der</strong>ung<br />
mit klaren Zielvereinbarungen unter Festlegung <strong>der</strong><br />
Qualitätsstandards und Evaluation sichern <strong>der</strong> Stadt<br />
<strong>Frankfurt</strong> eine hervorragende Basis für die Überprü-<br />
Die <strong>CDU</strong> setzt sich für zusätzliche Hilfen zugunsten junger Mütter<br />
ein.<br />
fung <strong>der</strong> Zielerreichung. Den Trägern gibt sie mehr<br />
Sicherheit und mehr Vertrauen in die Verlässlichkeit <strong>der</strong><br />
städtischen Partner.<br />
integRation Von Russlanddeutschen<br />
Die Deutsche Jugend aus russland e. V. ist ein überparteilicher<br />
und überkonfessioneller Jugendverband. Der<br />
Verband arbeitet eng mit evangelischen und katholischen<br />
Trägergruppen, dem Internationalen Bund (IB)<br />
und <strong>der</strong> arbeiterwohlfahrt (aWo) sowie den Jugendringen<br />
zus<strong>am</strong>men und erlebt eine rasante Entwicklung.<br />
Um die auch qualitativ wertvolle Integrationsarbeit<br />
weiterhin gewährleisten zu können, ist die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
für eine Zuschusserhöhung eingetreten.<br />
67<br />
soziales
68<br />
wohnsitzlose<br />
Der Zuschuss für die medizinisch pflegerische <strong>am</strong>bulanz<br />
Lazarus Wohnsitzlosenhilfe e. V. wurde mit Beschluss<br />
zum Haushalt 2007 auf Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
deutlich erhöht. Diese medizinische <strong>am</strong>bulanz ist<br />
eine ganz wichtige anlaufstelle für obdachlose, psychisch<br />
kranke und Menschen, die medizinische Hilfen<br />
sonst immer verweigern.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Immer mehr Wohnsitzlose meiden den Arzt. Der Verein Lazarus hilft.
spoRt
70<br />
Martin Gerhardt,<br />
Sportpolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
FrankFUrt Ist spItze IM sport<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Der Stellenwert des Sports in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> wird an vielen Ereignissen und Begebenheiten,<br />
kleinen und großen, alltäglichen und außergewöhnlichen deutlich: nationale und internationale<br />
Wettkämpfe wie <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong> Marathon, <strong>der</strong> Ironman, das radrennen „rund um den Henninger-<br />
Turm“, das Festhallen-reitturnier; 420 Sportvereine mit 140.000 Mitglie<strong>der</strong>n, davon 40.000 Jugendliche;<br />
54 städtische Sportanlagen und sieben Sporthallen; 13 Schwimmbä<strong>der</strong> (davon ein Vereinsschwimmbad).<br />
Zahlreiche Vereine sind in den höchsten Ligen ihrer Sportarten Botschafter<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Sportbegeisterung. Hier sollen beispielhaft nur genannt werden Eintracht <strong>Frankfurt</strong><br />
im Fußball, <strong>der</strong> 1. FFC <strong>Frankfurt</strong> im Frauenfußball, die Deutsche Bank Skyliners im Basketball, die<br />
<strong>Frankfurt</strong> Lions im Eishockey.<br />
Gerade auch wegen seiner gesundheitsför<strong>der</strong>nden, sozialen<br />
und alle gesellschaftlichen kreise zus<strong>am</strong>menführenden<br />
kraft muss die ges<strong>am</strong>te Bandbreite des Sports<br />
in <strong>Frankfurt</strong> gute rahmenbedingungen vorfinden. Dabei<br />
steht die notwendigkeit guter Sportstätten mit an<br />
erster Stelle. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf sport-<br />
Zieleinlauf Ironman 2007: Die Gewinnerin des Frauen-Triathlon-<br />
Rennens, Nicole Le<strong>der</strong> (r.), mit <strong>Frankfurt</strong>s Oberbürgermeisterin<br />
Petra Roth.<br />
liche Spitzenleistungen, son<strong>der</strong>n gerade auch für den<br />
Breitensport und die Bindung <strong>der</strong> Vereinsmitglie<strong>der</strong>, die<br />
gute Sportanlagen erwarten, an ihren Verein.<br />
gute spoRtanlagen füR den<br />
bReitenspoRt<br />
Jährlich 5 Millionen Euro stellen daher die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> und<br />
<strong>der</strong> Magistrat für die Sanierung ungedeckter Sportanlagen<br />
zur Verfügung. So wurden <strong>2006</strong> und 2007 28 Sanierungsmaßnahmen<br />
auf Sportanlagen durchgeführt, darunter z. B.:<br />
p riedstadion Bergen-Enkheim: Sanierung des Umkleidegebäudes<br />
und <strong>der</strong> Stehstufen<br />
p Sportanlage Praunheimer Hohl: Grundsanierung<br />
p Sportanlage Lenzenberger Straße in Zeilsheim: neubau<br />
kunstrasenplatz, kunststofflaufbahn, kunststoffkleinfeld<br />
und Umkleidegebäude<br />
p Sportanlage Heinrich-Seliger-Straße in nie<strong>der</strong>rad:<br />
Sanierung kunstrasenbelag und Umkleidegebäude,<br />
anlage eines kleinspielfeldes
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Im Vollzug des Haushalts 2007 werden im Laufe des<br />
Jahres <strong>2008</strong> Sanierungen beispielsweise auf den<br />
Sportanlagen rebstock, rosegger und Hahnstraße<br />
durchgeführt. Umbauten auf den anlagen Brühlwiese,<br />
Sossenheim und ackermannwiese werden mit<br />
dem Haushalt <strong>2008</strong> beschlossen. Für größere Sanierungen<br />
und den neubau zusätzlicher Sportanlagen<br />
sind im Haushalt weitere Mittel ausgewiesen. So wird<br />
<strong>der</strong>zeit die Sportanlage Bornheimer Hang, die Heimstätte<br />
des FSV, grundsaniert und im <strong>Frankfurt</strong>er Bogen<br />
in Preungesheim wird <strong>2008</strong> / 2009 eine neue Bezirkssportanlage<br />
gebaut werden. aufgrund einer<br />
Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> werden dabei die außenanlagen<br />
und die Sporthalle in einem Zug errichtet.<br />
Der frühere Eiskunstlauf-Star Marika Kilius (l.) und Stadtrat Uwe Becker<br />
(<strong>CDU</strong>) drehen <strong>am</strong> 19. Dezember <strong>2006</strong> eine Runde auf <strong>der</strong> Eisfläche<br />
<strong>der</strong> Eissporthalle in <strong>Frankfurt</strong>. Vor 25 Jahren wurde die Halle eingeweiht<br />
und schon d<strong>am</strong>als war Marika Kilius dabei.<br />
Gute Sportanlagen sind eine Voraussetzung für den Breitensport.<br />
sanieRung Von spoRthallen<br />
aber auch die Sporthallen kommen nicht zu kurz. So<br />
wurden 2007 die neuen Umklei<strong>der</strong>äume für den<br />
außenring <strong>der</strong> Eissporthalle fertig gestellt. Für die<br />
bevorstehende Sanierung <strong>der</strong> Sport- und kulturhalle<br />
Unterlie<strong>der</strong>bach hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung<br />
in auftrag gegeben, um<br />
unter Einbeziehung <strong>der</strong> künftig zu erwartenden Betriebskosten<br />
die Vollkosten einer Sanierung o<strong>der</strong><br />
eines neubaus einan<strong>der</strong> gegenüberstellen und über<br />
die günstigste Variante entscheiden zu können.<br />
VeReinsföRdeRung<br />
neben guten städtischen Sportanlagen ist die Vereinsför<strong>der</strong>ung<br />
ein weiteres wichtiges Standbein zur Unterstützung<br />
des <strong>Frankfurt</strong>er Sports. Beson<strong>der</strong>es augenmerk<br />
verdient dabei die Jugendarbeit <strong>der</strong> Vereine. Im<br />
Jahr 2007 wurde daher auf Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
die Pro-kopf-För<strong>der</strong>ung für jedes jugendliche Vereinsmitglied<br />
von 10 auf 16 Euro erhöht, weitere 2 Euro pro<br />
Jugendlichen fließen in einen Härtefonds, um die den<br />
Jugendmannschaften entstehenden kosten für die nutzung<br />
städtischer Sportanlagen in beson<strong>der</strong>en Fällen<br />
ausgleichen zu können. Insges<strong>am</strong>t wird d<strong>am</strong>it die Pauschalför<strong>der</strong>ung<br />
für jugendliche Vereinsmitglie<strong>der</strong> um<br />
360.000 Euro auf 787.000 Euro erhöht. ab dem Jahr<br />
<strong>2008</strong> soll die Mindestzahl an jugendlichen Vereinsmitglie<strong>der</strong>n,<br />
ab <strong>der</strong> die Pauschalför<strong>der</strong>ung gezahlt wird,<br />
von 20 auf 10 gesenkt werden. Ebenfalls ab <strong>2008</strong> wird<br />
<strong>der</strong> städtische Zuschuss für den Unterhalt vereinseigener<br />
Sportstätten um 10 Prozent, also 95.000 Euro auf<br />
71<br />
spoRt
72<br />
1,041 Millionen Euro erhöht. Da die Energiekosten zunehmend<br />
zu einem die Vereine bis an die Grenze ihrer finanziellen<br />
Leistungsfähigkeit belastenden Faktor beim Betrieb<br />
von Sportanlagen werden, wird <strong>der</strong>zeit ein För<strong>der</strong>progr<strong>am</strong>m<br />
für erneuerbare Energien und zur Energieeinsparung<br />
bei vereinseigenen Sportanlagen erstellt. Bei Umkleide-<br />
und Funktionsgebäuden städtischer Sportstätten<br />
sollen ebenfalls Energieeinsparmaßnahmen umgesetzt<br />
und sinnvolle solarthermische anlagen errichtet werden.<br />
bädeRKonzept 200 –<br />
leitlinien 2010<br />
Mit drei Erlebnisbä<strong>der</strong>n, zwei Hallenbä<strong>der</strong>n, einem<br />
kombiniertes Hallen- und Freibad und sechs Freibä<strong>der</strong>n<br />
unterhält die Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> über die<br />
Bä<strong>der</strong>betriebe (BBF) eine Schwimmbadlandschaft, die<br />
kaum Wünsche offen läst. Dazu kommt noch ein nur<br />
für Vereinsmitglie<strong>der</strong> zugängliches Hallenbad, das öffentlich<br />
geför<strong>der</strong>t wird. Während an<strong>der</strong>swo <strong>der</strong> hohen<br />
kosten wegen Schwimmbä<strong>der</strong> geschlossen werden<br />
mussten, wurde die <strong>Frankfurt</strong>er Bä<strong>der</strong>landschaft nicht<br />
nur erhalten, son<strong>der</strong>n durch Sanierungen (z. B. Grundsanierung<br />
Brentanobad, Titus-Thermen; Sanierung<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Saunen Panor<strong>am</strong>abad Bornheim und riedbad Bergen-<br />
Enkheim) sogar qualitativ ausgebaut. Möglich wurde<br />
dies durch ein „Bä<strong>der</strong>konzept 2004 – Leitlinien 2010“<br />
genanntes, noch vom Viererbündnis aus <strong>CDU</strong>, SPD,<br />
Grüne und FDP verabschiedetes konsolidierungsprogr<strong>am</strong>m,<br />
das durch kostensenkungen bei <strong>der</strong> Betriebsführung<br />
und Einnahmeverbesserungen durch anpassungen<br />
<strong>der</strong> Eintrittspreise den Zuschussbedarf von<br />
24 Millionen Euro im Jahr 2003 auf 19 Millionen Euro<br />
im Jahr 2007 verringern konnte. Infolge <strong>der</strong> Umsetzung<br />
dieses konzeptes wurden ab <strong>2008</strong> die Eintrittspreise<br />
angehoben und die Struktur <strong>der</strong> Dauerkarten<br />
(Monats- statt Jahreskarte) geän<strong>der</strong>t. Mithilfe dieses<br />
Beitrags zur weiteren Verbesserung <strong>der</strong> Wirtschaftlichkeit<br />
kann die vielfältige Bä<strong>der</strong>landschaft bei weiterhin<br />
f<strong>am</strong>ilienfreundlichen und sozial ausgewogenen<br />
Preisen auch künftig erhalten und d<strong>am</strong>it eine wichtige<br />
Zielsetzung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> erreicht werden.<br />
deutsches tuRnfest 2009<br />
Im Jahr 2009 wird <strong>Frankfurt</strong> Gastgeberin für das Internationale<br />
Deutsche Turnfest sein. Zu diesem Fest des<br />
Spitzen- wie des Breitensports gleichermaßen werden<br />
Reger Betrieb herrschte auch im Sommer 2007 wie<strong>der</strong> im Freibad Hausen. Mit dem Bä<strong>der</strong>konzept können alle <strong>Frankfurt</strong>er Freibä<strong>der</strong> erhalten<br />
werden.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Fans <strong>der</strong> deutschen Fußball-Nationalmannschaft <strong>der</strong> Frauen jubeln <strong>am</strong> 1. Oktober 2007 auf dem Römerberg in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> den Spielerinnen<br />
zu. Die DFB-Elf hatte <strong>am</strong> Vortag im Finale <strong>der</strong> Fußball-Weltmeisterschaft in Shanghai Brasilien mit 2:0 geschlagen.<br />
65.000 Teilnehmer und 100.000 Besucher erwartet.<br />
Veranstaltungsorte werden das Messegelände, die Ballsporthalle<br />
Höchst, die Eissporthalle, das Sport- und<br />
Freizeitzentrum kalbach, das rebstockgelände und <strong>der</strong><br />
Sportpark Waldstadion mit <strong>der</strong> Commerzbank-arena<br />
sein. Derzeit laufen die organisatorischen Vorbereitungen<br />
und die notwendigen arbeiten zur Herstellung<br />
<strong>der</strong> Sportanlagen auf Hochtouren, um die Welt einmal<br />
mehr von <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit und Gastfreundlichkeit<br />
<strong>Frankfurt</strong>s zu überzeugen.<br />
fRauenfussballwm 2011<br />
<strong>Frankfurt</strong> hat sich frühzeitig als Spielort für die in<br />
Deutschland stattfindende Frauenfußball-WM 2011 beworben.<br />
Dabei ist <strong>Frankfurt</strong> chancenreich als Sitz für<br />
das Hauptquartier und als austragungsort des Endspiels.<br />
Die phantastische Commerzbank-arena, die<br />
perfekte organisation und überwältigende Stimmung<br />
während <strong>der</strong> Fußball-WM <strong>2008</strong> sollten für <strong>Frankfurt</strong><br />
sprechen. Schon heute wird an einem Begleitprogr<strong>am</strong>m<br />
für die vielen Fans gearbeitet, welche die Fußballspiele<br />
in <strong>der</strong> öffentlichkeit beim „Public Viewing“<br />
erleben wollen.<br />
<strong>am</strong>eRican football<br />
Zu unserem großen Bedauern hat <strong>der</strong> Veranstalter <strong>der</strong><br />
nFL Europa 2007 die Einstellung des Spielbetriebs beschlossen,<br />
das Te<strong>am</strong> <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong> Galaxy wurde aufgelöst.<br />
D<strong>am</strong>it verliert <strong>Frankfurt</strong> als Hochburg des <strong>am</strong>erican<br />
Football in Deutschland und verlieren vor allen<br />
Dingen die vielen Fans eine sportliche attraktion, die<br />
Zehntausende von begeisterten Zuschauern zu Power-<br />
Party und Spiel in die Commerzbank-arena gelockt hat.<br />
Um auch weiterhin den Fans des <strong>am</strong>erican Football in<br />
<strong>Frankfurt</strong> guten Sport anbieten zu können, ist es Sportdezernentin<br />
Dr. Daniela Birkenfeld gelungen, die Endspiele<br />
<strong>der</strong> German Football League <strong>der</strong> Jahre <strong>2008</strong> – 2010<br />
in die Commerzbank-arena zu holen.<br />
multifunKtionsaRena<br />
Der Sportpark Waldstadion ist nicht nur Standort <strong>der</strong><br />
Commerzbank-arena, son<strong>der</strong>n umfasst neben Trainingsplätzen<br />
und <strong>der</strong> Wintersporthalle noch die Tennisanlage<br />
und das Stadionbad. Das Gelände soll mit <strong>der</strong><br />
ansiedlung weiterer Sport- und Freizeitnutzungen weiterentwickelt<br />
werden. Gegenwärtig hat eine Projektentwicklungsgesellschaft<br />
Interesse an dem Bau einer<br />
Multifunktionsarena mit einer kapazität von 12.500 Zuschauern<br />
auf dem areal <strong>der</strong> ehemaligen radrennbahn<br />
im Sportpark. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt das Vorha-<br />
7<br />
spoRt
7<br />
ben, das eine in <strong>Frankfurt</strong> vorhandene angebotslücke<br />
bei Sport- und Veranstaltungsstätten dieser Größenordnung<br />
schließt. Voraussetzung für unsere Zustimmung<br />
ist allerdings, dass die Stadt sich an diesem Projekt<br />
nicht direkt o<strong>der</strong> indirekt wirtschaftlich beteiligen<br />
wird. Um neuer europäischer rechtsprechung zu genügen,<br />
ist die Vergabe des Grundstücks in Erbpacht zum<br />
Bau und Betrieb einer Multifunktionsarena <strong>der</strong>zeit<br />
öffentlich ausgeschrieben.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Blick in die Zukunft: Computersimulation einer Multifunktionshalle<br />
„Rhein <strong>Main</strong> Arena“
umwelt
76<br />
Markus Frank,<br />
Umweltpolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
stäDtIsChe UMwelt sIChern<br />
gRünanlagen und<br />
naheRholungsflächen<br />
<strong>Frankfurt</strong> ist die Stadt <strong>der</strong> Grünanlagen und anziehenden<br />
naherholungsflächen, ein Umstand, <strong>der</strong> von<br />
den Bürgern geschätzt wird und viel zur positiven Bewertung<br />
<strong>der</strong> Lebensqualität unserer Stadt beiträgt. Die<br />
ausweitung und Erhaltung <strong>der</strong> Grünflächen in gutem<br />
Zustand ist ein Markenzeichen <strong>der</strong> Politik <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong>. nach <strong>der</strong> abgeschlossenen Überarbeitung <strong>der</strong><br />
innerstädtischen <strong>Main</strong>ufer, des <strong>Main</strong>uferparks, sind nun<br />
beispielhaft zu nennen die Sanierungen des Tiefgartens<br />
<strong>der</strong> Eschenheimer anlage, <strong>der</strong> Wege im Günthersburgpark<br />
und des Weihers im Stadtpark Höchst. Die Instandsetzung<br />
des Volksparks niddatal, des Chinesischen Gartens<br />
im Bethmannpark, des Brentanoparks und des<br />
Weihers in <strong>der</strong> obermainanlage haben begonnen. nicht<br />
zuletzt durch die neubaugebiete erweitern sich die zu<br />
pflegenden Grün- und Freizeitflächen um mehrere<br />
100.000 Quadratmeter.<br />
Die Finanzausstattung <strong>der</strong> Grünflächenpflege wurde<br />
daher im Haushalt für das Jahr 2007 um 800.000 Euro<br />
erhöht, denn nur gepflegte anlagen haben den gewünschten<br />
Erholungswert. Und auch <strong>der</strong> Haushalt <strong>2008</strong><br />
setzt diesen Trend fort: Das Progr<strong>am</strong>m Grüne räume<br />
zur Verbesserung und Sanierung des Stadtgrüns wird<br />
um 1,5 Millionen auf 2,5 Millionen Euro aufgestockt, um<br />
d<strong>am</strong>it z. B. den Holzhausenpark umzugestalten. Dabei<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
attraktive und gepflegte Grünanlagen und naherholungsgebiete, kin<strong>der</strong>spielplätze, ein sauberes<br />
Stadtbild, gute Luftqualität, klimaschutz und eine die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrende<br />
Energieversorgung: auch in <strong>Frankfurt</strong> überspannt Umweltpolitik einen vielfältigen Themenbereich,<br />
<strong>der</strong> auf städtischer Ebene weniger theoretisch aufgebaut ist, son<strong>der</strong>n nach praktischen antworten<br />
verlangt. Direkt o<strong>der</strong> indirekt steht immer das Wohlbefinden <strong>der</strong> Bevölkerung im Mittelpunkt.<br />
Der „Chinesische Garten“ mit B<strong>am</strong>bus-Garten, Wasserpavillon, Lotosfels<br />
u. a. wurde 1989 in den Bethmannpark im Nordend integriert.<br />
findet auch die Instandhaltung und neuanlage von<br />
kin<strong>der</strong>spielplätzen, ein wichtiger Mosaikstein in <strong>der</strong><br />
Wertschätzung <strong>Frankfurt</strong>s als F<strong>am</strong>ilienstadt, hohe Beachtung.<br />
Zu nennen sind die Grundüberholung des<br />
Spielplatzes Glauburgplatz, die neugestaltung <strong>der</strong><br />
Waldspielparks Goetheturm und Heinrich-kraft-Park<br />
und die neuanlage des kin<strong>der</strong>spielplatzes an <strong>der</strong> Weseler<br />
Werft. Im Haushalt <strong>2008</strong> werden die Mittel für<br />
Grundüberholung und neuanlage von Spielplätzen von<br />
1,1 auf 1,5 Millionen Euro erhöht.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Konzept füR den hauptfRiedhof<br />
In vielen <strong>Frankfurt</strong>er Grünanlagen ist die Geschichte<br />
und kultur <strong>der</strong> Stadt gegenwärtig. Für kaum einen ort<br />
trifft dies mehr zu als auf den 1828 gegründeten Hauptfriedhof.<br />
Die Grabstätten bedeuten<strong>der</strong> Persönlichkeiten<br />
und F<strong>am</strong>ilien spiegeln die Traditionen <strong>der</strong> Stadt, das<br />
künstlerische und kulturelle Empfinden <strong>der</strong> verschiedenen<br />
Epochen wie<strong>der</strong> und sind von hohem kulturhistorischem<br />
Wert. Lei<strong>der</strong> ist <strong>der</strong> Hauptfriedhof immer wie<strong>der</strong><br />
Ziel von Vandalismus. Um diesem Zustand zu<br />
begegnen, will die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> den Hauptfriedhof als<br />
identitätsstiftende Stätte <strong>Frankfurt</strong>er Geschichte und<br />
religiöser Trauerkultur im Bewusstsein <strong>der</strong> Bevölkerung<br />
wie<strong>der</strong> stärker verankern und dazu unter Hervorhebung<br />
seiner Beson<strong>der</strong>heiten besser erlebbar machen. Verstärkte<br />
Sicherungsmaßnahmen sollen dies ergänzen.<br />
restaurierung und Pflege erhaltenswerter Grabstätten,<br />
verstärkte Werbung für Patenschaften für künstlerisch<br />
und historisch wertvolle Grabmale, ausgeschil<strong>der</strong>te<br />
rundgänge zur Grabstätten bedeuten<strong>der</strong> Persönlichkeiten<br />
und F<strong>am</strong>ilien, eine ausstellung zur Geschichte<br />
und kultur des Hauptfriedhofs und eine stärkere Präsenz<br />
von Polizei und Wachdiensten sind inhaltliche<br />
Schwerpunkte einer entsprechenden Initiative. als kleine,<br />
aber wichtige Einzelheit ist zu erwähnen: Das zus<strong>am</strong>men<br />
mit <strong>der</strong> Genossenschaft <strong>der</strong> Friedhofsgärtner<br />
seit april 2007 eingeführte Friedhofstaxi, das gehbehin<strong>der</strong>te<br />
Besucher zu ihren Zielen auf dem Gelände fährt,<br />
erfreut sich großer Beliebtheit.<br />
Klimaschutz<br />
Der Schutz unserer Umwelt, die Vermin<strong>der</strong>ung des klimawandels<br />
und <strong>der</strong> Umgang mit diesem erfor<strong>der</strong>n<br />
wohlüberlegte Maßnahmen auf örtlicher Ebene. Energiesparen<br />
und <strong>der</strong> Einsatz umweltfreundlicher Energie,<br />
die reduzierung des Energieverbrauchs <strong>der</strong> Stadt um<br />
jährlich ein Prozent und die Senkung <strong>der</strong> kohlendioxid-<br />
Emissionen um 10 Prozent in einem Zeitraum von fünf<br />
Jahren sind Ziele, die mit Maßnahmen umgesetzt werden,<br />
die <strong>Frankfurt</strong> zu einem Vorreiter im klimaschutz<br />
machen: Energieversorgung <strong>der</strong> städtischen Liegenschaften<br />
zu jeweils 50 Prozent aus ökostrom und Strom<br />
aus Blockheizkraftwerken <strong>der</strong> <strong>Main</strong>ova; nutzung von<br />
Erdwärme beim neuen ordnungs<strong>am</strong>t in <strong>der</strong> kleyerstraße;<br />
Passivhausstandard o<strong>der</strong> die Zielvorgabe von<br />
Das offizielle „Friedhofstaxi“ des Hauptfriedhofes. Das mit einem <strong>der</strong><br />
Pietät angemessenen leisen Elektromotor angetriebene Gefährt soll<br />
vor allem Senioren den Weg zum Grab von Freunden und Verwandten<br />
erleichtern. Auf dem 80 Hektar großen Areal ist <strong>der</strong> „Gräber-Shuttle“<br />
täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr im Einsatz.<br />
30 Prozent Unterschreitung <strong>der</strong> Vorgaben <strong>der</strong> Energieeinsparverordnung<br />
beim neubau städtischer Gebäude<br />
(z. B. Grundschule riedberg); Vorgabe von Passivbauweise<br />
in neubaugebieten durch städtebauliche Verträge<br />
(siehe auch abschnitt „Planung“); Getreideheizung<br />
bei einem sanierten Wohnhaus <strong>der</strong> aBG-Holding im<br />
rie<strong>der</strong>wald; unentgeltliche nutzung von Dächern städtischer<br />
Gebäude für Solaranlagen; Energieberatung für<br />
Mieter und Hauseigentümer sowie die aufstellung<br />
eines Heizspiegels.<br />
FoLGEnDE ProJEkTE UnD MaSSnaHMEn ILLUS-<br />
TrIErEn WEITErE UMWELTPoLITISCHE InITIaTI-<br />
VEn DEr <strong>CDU</strong>-FrakTIon:<br />
p Um die Luftqualität zu verbessern und die Grenzwerte<br />
<strong>der</strong> Feinstaubbelastung einhalten zu können,<br />
werden die im aktionsplan des Landes Hessens beschlossenen<br />
Maßnahmen umgesetzt: Pförtner<strong>am</strong>peln,<br />
Fahrverbot für Lkw, Einsatz umweltfreundlicher<br />
Busse. Die Bedingungen für die ausweisung<br />
einer Umweltzone werden gemeins<strong>am</strong> mit dem Land<br />
untersucht. Die Dieselfahrzeuge des städtischen<br />
Fuhrparks werden mit rußpartikelfiltern nachgerüstet.<br />
In Sindlingen wurde auf unsere Initiative vom<br />
Land eine zusätzliche Luftmessstation errichtet.<br />
77<br />
umwelt
78<br />
Das Fahrverbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen auf zwei <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Einfallstraßen ist bereits 2005 in Kraft getreten. Dadurch soll die<br />
Belastung <strong>der</strong> Luft mit gesundheitsschädlichem Feinstaub verringert<br />
werden. Vom Fahrverbot auf <strong>der</strong> Friedberger Landstraße und <strong>der</strong> benachbarten<br />
Höhenstraße ausgenommen ist <strong>der</strong> Lieferverkehr. <strong>Frankfurt</strong><br />
setzt d<strong>am</strong>it eine EU-Richtlinie zur Feinstaubbelastung um.<br />
p Landwirtschaftliche Flächen sollen erhalten und<br />
nicht mehr zur Umsetzung von ausgleichsmaßnahmen<br />
herangezogen werden. 1,5 Millionen Euro<br />
wurden eingesetzt, um im Vorgriff auf notwendigen<br />
ausgleich infolge von Baumaßnahmen größere flächenschonende<br />
Projekte vorzufinanzieren und umzusetzen<br />
(z. B. wasserbauliche Maßnahmen wie den<br />
Umbau von Wehren, aufwertungen des Stadtwalds),<br />
Der Lohrberg: Grandioser Ausblick auf die <strong>Main</strong>metropole.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
die dann ein ökopunktekonto speisen. Bauherren<br />
kaufen für den von ihnen zu leistenden ausgleich<br />
diese ökopunkte und refinanzieren d<strong>am</strong>it die Vorleistungen.<br />
p Der Beratungsgarten Lohrberg wird durch eine langjährige<br />
Verpachtung an den Verein <strong>Main</strong>ÄppelHaus<br />
Lohrberg Streuobstwiesenzentrum erhalten, <strong>der</strong><br />
Verein erhält 1,25 Personalstellen (Gärtner) finanziert.<br />
D<strong>am</strong>it wird mit geringeren kosten für die Stadt<br />
ein beliebtes und stark nachgefragtes Beratungsangebot<br />
durch einen Verein, <strong>der</strong> mit eigenen Mitteln<br />
auch erhebliche bauliche Investitionen auf dem Gelände<br />
durchführt, weitergeführt und ergänzt.<br />
p Die Sanierung des Gesellschaftshauses des Palmengartens<br />
wird 2010 abgeschlossen sein. Dabei wird<br />
<strong>der</strong> Festsaal einschließlich des gläsernen oberlichts<br />
weitestgehend originalgetreu wie<strong>der</strong>hergestellt.<br />
p Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist ständiger ansprechpartner <strong>der</strong><br />
kleingarten- und kleintierzuchtvereine und an<strong>der</strong>er<br />
im Umweltbereich tätiger Institutionen und Vereine,<br />
um ehren<strong>am</strong>tliches Engagement för<strong>der</strong>n, anstehende<br />
Fragen unbürokratisch lösen und Vereins- und<br />
städtische Belange miteinan<strong>der</strong> ausgleichen zu können.<br />
Für die För<strong>der</strong>ung investiver Maßnahmen in<br />
kleingarten- und kleintierzuchtanlagen stehen jährlich<br />
150.000 Euro zur Verfügung.
VeRKehR
80<br />
Helmut Heuser,<br />
Verkehrspolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
MIt hoher QUalItät MoBIl –<br />
Für eIne MoDerne verkehrsInFrastrUktUr<br />
zus<strong>am</strong>menwiRKen alleR<br />
VeRKehRsteilnehmeR<br />
Die Initiativen <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für ein gutes<br />
Verkehrsangebot in <strong>Frankfurt</strong> gehen von <strong>der</strong> grundsätzlichen<br />
Überzeugung aus, dass nur ein aufeinan<strong>der</strong> abge-<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Mit <strong>der</strong> Bildung <strong>der</strong> koalition aus <strong>CDU</strong> und Grünen zu Beginn <strong>der</strong> laufenden Wahlperiode hat in<br />
<strong>der</strong> Verkehrspolitik <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> eine Phase des Handelns und Umsetzens begonnen.<br />
nachdem mit <strong>der</strong> Verabschiedung des nahverkehrsplans und des Ges<strong>am</strong>tverkehrsplans im<br />
Jahr 2005 die Grundsatzentscheidungen über künftige Qualitätsstandards und über Strategien<br />
<strong>der</strong> Verkehrsplanung getroffen wurden, schließt sich jetzt die Verwirklichung <strong>der</strong> d<strong>am</strong>it verbundenen<br />
einzelnen Projekte an. Dabei ist es Zielsetzung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, die lange Zeitdauer von<br />
ersten Planungen bis zum Baubeginn deutlich zu verkürzen. Dies ist zum einen sachlich geboten,<br />
ist aber auch notwendig, um das Vertrauen <strong>der</strong> Bürger in den Handlungswillen und die Handlungsfähigkeit<br />
von Politik zu stärken. Das neu eingerichtete eigenständige Verkehrsdezernat soll<br />
Verfahren beschleunigen.<br />
Umsteigen: Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> will mehr Pendler für den ÖPNV gewinnen.<br />
stimmtes Zus<strong>am</strong>menwirken aller Verkehrsbereiche –<br />
autoverkehr, öffentlicher Personennahverkehr (öPnV),<br />
radverkehr und Fußgängerverkehr – Erfolg bringen<br />
wird. Es sind die ansprüche aller Verkehrsteilnehmer,<br />
die Mobilitätsbedürfnisse <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er, <strong>der</strong> Einpendler<br />
und des Wirtschaftsverkehrs aufzugreifen und in Lösungen<br />
zu überführen, welche <strong>der</strong> Lebensqualität <strong>der</strong><br />
Wohnbevölkerung, <strong>der</strong> wirtschaftliche Prosperität und<br />
dem Umweltschutz gerecht werden. kapazität und Bauzustand<br />
des Straßensystems müssen einen flüssigen<br />
autoverkehr zulassen, die Verkehrsanteile des öPnV<br />
und radverkehr müssen zur Entlastung des flächenmäßig<br />
begrenzten <strong>Frankfurt</strong>er Straßennetzes, aber auch<br />
wegen ihrer eigenständigen Bedeutung für die Mobilität<br />
<strong>der</strong> Bevölkerung steigen, Fußgänger müssen günstige<br />
Bedingungen vorfinden. Eine beson<strong>der</strong>e Bedeutung<br />
kommt dem Vorhaben zu, das städtische wie auch das<br />
regionale öPnV-angebot so zu verstärken, dass es von<br />
mehr Pendlern genutzt wird. Ehrgeiziges Ziel ist, den<br />
anteil <strong>der</strong> den öPnV benutzenden Pendler von 18 auf<br />
25 – 30 Prozent zu steigern.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
ausschReibung deR<br />
buslinienbündel<br />
auch in <strong>der</strong> Verkehrspolitik gilt, die vorhandenen finanziellen<br />
Mittel so effizient wie möglich einzusetzen, um<br />
ein Höchstmaß an Leistungen für die Bevölkerung zu<br />
erzielen. als überzeugte Befürworter <strong>der</strong> Sozialen<br />
Marktwirtschaft wissen wir, dass ein Wettbewerb unter<br />
genau definierten Bedingungen die verlässlichste auswahlgrundlage<br />
für wirtschaftlich sinnvolles Handeln,<br />
für eine realistische Preisbildung und gute Leistungsqualität<br />
bietet. Wir haben daher das <strong>Frankfurt</strong>er Busnetz<br />
in fünf Buslinienbündel unterteilt und die Bedienung<br />
von vier dieser Bündel ausgeschrieben. Die<br />
Ergebnisse <strong>der</strong> bisher abgeschlossenen drei ausschreibungen<br />
sind überragend: Die kosten für den Buskilometer<br />
sind um 20 – 25 Prozent gefallen, die Qualität <strong>der</strong><br />
Leistung und <strong>der</strong> komfort für die Fahrgäste sind, belegt<br />
durch Fahrgastbefragungen, gestiegen. Die Senkung<br />
<strong>der</strong> spezifischen kosten haben wir dazu genutzt, das<br />
Busangebot, aber auch das angebot von Straßenbahnen<br />
und U-Bahnen in <strong>Frankfurt</strong> weiter zu verbessern und zusätzliche<br />
Linien und Taktverdichtungen einzurichten<br />
(z. B. Quartiersbus Eschersheim, Buskonzept <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Westen, Verlängerung Buslinie 72 (früher 67)<br />
zum Bahnhof rödelheim). Im Vergleich zu 2001 ist die<br />
anzahl jährlich gefahrener Buskilometer um zusätzlich<br />
1,6 Millionen angestiegen, gleichzeitig ist <strong>der</strong> jährliche<br />
Zuschussbedarf für die Busse im Jahr 2007 von prognostizierten<br />
11 Millionen auf 0,7 Millionen Euro zurückgegangen.<br />
Mehr Leistung für weniger Geld: Das muss<br />
den Bürger freuen.<br />
Lei<strong>der</strong> müssen wir zur kenntnis nehmen, dass das städtische<br />
Unternehmen VGF bzw. <strong>der</strong>en Tochtergesellschaft<br />
ICB trotz erheblicher restrukturierungserfolge<br />
und gewonnener ausschreibung für eines <strong>der</strong> Buslinienbündel<br />
<strong>der</strong>zeit noch nicht in <strong>der</strong> Lage ist, durchgängig<br />
marktfähige angebote zu machen. Um dem Unternehmen<br />
und insbeson<strong>der</strong>e den Mitarbeitern eine<br />
Perspektive im Busverkehr zu geben, haben wir beschlossen,<br />
die Entscheidung über eine ausschreibung<br />
des letzten Buslinienbündels erst im Jahr 2009 zu treffen.<br />
Bis dahin erhalten VGF / ICB Zeit, durch weitere<br />
restrukturierungen Marktpreisniveau zu erreichen. Ist<br />
dies erfolgreich, wollen wir an die VGF / ICB dieses<br />
Bündel direkt vergeben, so dass diese dann insges<strong>am</strong>t<br />
ca. 40 Prozent des ges<strong>am</strong>ten Busverkehrs in <strong>Frankfurt</strong><br />
fahren würden.<br />
81<br />
VeRKehR
82<br />
wichtige VeRKehRspRoJeKte im<br />
übeRblicK<br />
nachfolgend sind beispielhaft wichtige Projekte und<br />
Vorhaben beschrieben, die die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> zugunsten<br />
eines guten Verkehrsangebotes in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
vorantreibt:<br />
p Das neubaugebiet <strong>Frankfurt</strong>er Bogen in Preungesheim<br />
wird durch eine Straßenbahn erschlossen. Die<br />
Bau- und Finanzierungsvorlage <strong>der</strong> künftigen Linie<br />
18 wurde im Sommer 2007 beschlossen, Baubeginn<br />
wird im Frühjahr <strong>2008</strong> sein.<br />
p Das neubaugebiet riedberg wird durch zwei Stadtbahnlinien<br />
erschlossen. Die künftige U8 wird vom<br />
riedberg über Hauptwache zum Südbahnhof fahren,<br />
die künftige U9 von nie<strong>der</strong>-Eschbach über riedberg<br />
und nordwestzentrum nach Ginnheim, so dass alle<br />
7,5 Minuten ein Zug über den riedberg verkehrt. Im<br />
Dezember 2007 hat das Land Hessen den vorläufigen<br />
Zuwendungsbescheid erteilt, im Frühjahr <strong>2008</strong><br />
wird Baubeginn sein.<br />
p In <strong>der</strong> Stresemannallee wird eine Straßenbahntrasse<br />
gebaut, die eine Straßenbahnverbindung von neu-<br />
Isenburg über Sachsenhausen bis zum Hauptbahnhof<br />
herstellt und Teil einer künftigen ringlinie bildet.<br />
Der im Grünstreifen <strong>der</strong> Stresemannallee<br />
befindliche abenteuerspielplatz bleibt in seiner Lage<br />
verschoben erhalten. Die Vorplanung wird im Jahr<br />
<strong>2008</strong> vorliegen.<br />
p Der dem Flughafen benachbarte neue Büro- und<br />
Dienstleistungsstandort Gateway Gardens wird über<br />
eine S-Bahn-Verbindung an den öPnV angeschlossen.<br />
Der Grundsatzbeschluss einschließlich Trassenvariante<br />
wurde im oktober 2007 beschlossen.<br />
p Die Pünktlichkeitsgarantie für nutzer <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Busse, Straßen- und U-Bahnen ist beschlossene<br />
Sache: ab april <strong>2008</strong> erhalten die Fahrgäste bei mehr<br />
als 10-minütiger Verspätung ihr Fahrgeld erstattet.<br />
p Im Jahr <strong>2006</strong> wurden in sieben unterirdischen<br />
U-BahnStationen (z. B. Hauptwache, konstablerwache)<br />
Videoüberwachung und notrufsäulen eingerichtet<br />
und bei <strong>der</strong> VGF eine Sicherheits und Servicezentrale<br />
in Betrieb genommen; <strong>2008</strong> werden die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
restlichen 19 unterirdischen Stationen mit Sicherheitstechnik<br />
nachgerüstet, oberirdische Stationen<br />
werden folgen.<br />
p Barrierefreier ausbau <strong>der</strong> Bus-, Straßenbahn- und<br />
Stadtbahnhaltestellen, 2007 z. B. kalbach, nie<strong>der</strong>-<br />
Eschbach, Birmingh<strong>am</strong>straße, Dieselstraße. Die Planung<br />
zum Bau eines aufzuges in <strong>der</strong> U-Bahn-Station<br />
alte oper wurde beschlossen, Baubeginn ist im<br />
Frühjahr <strong>2008</strong>.<br />
p Um die Bedingungen für Fahrradfahrer weiter zu<br />
verbessern, wurde die Baureifplanung zahlreicher<br />
Fahrradrouten fertig gestellt, <strong>der</strong>en Umsetzung<br />
<strong>2008</strong> beginnt: z. B. ostparallele Eschersheimer Landstraße,<br />
Weißkirchen / Ernst-kahn-Straße.<br />
Radrouten werden ausgebaut.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Auch die Bedingungen für Fußgänger sollen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> verbessert werden.<br />
p Mit Verkehrssicherheitswochen und gezieltem Einschreiten<br />
von Stadtpolizei und den kräften <strong>der</strong> Verkehrsüberwachung<br />
wird gegen Fehlverhalten von<br />
Verkehrsteilnehmern vorgegangen. Insbeson<strong>der</strong>e<br />
Fahrrad-rowdys, die Fußgängerwege und -zonen<br />
unsicher machen, stehen im Blickpunkt.<br />
p 2007 wurde das Personal für die Verkehrsüberwachung<br />
zusätzlich um 50 Leiharbeitskräfte verstärkt.<br />
D<strong>am</strong>it können die kontrollen gegen zugeparkte<br />
Gehwege und das Fehlverhalten von radfahrern verstärkt<br />
und auch wie<strong>der</strong> zusätzliche Bewohnerparkzonen<br />
ausgewiesen werden. Im november 2007<br />
wurde <strong>am</strong> Industriehof und im april <strong>2008</strong> wird in <strong>der</strong><br />
adolf-Miersch-Siedlung in nie<strong>der</strong>rad das Bewohnerparken<br />
eingeführt.<br />
p Um die Parkplatzsituation für anwohner zu verbessern,<br />
wird seit 2007 <strong>am</strong> rosengärtchen (Im Prüfling)<br />
in Bornheim eine Quartiersgarage gebaut. Der<br />
Grundsatzbeschluss für eine Quartiersgarage unter<br />
dem Schulhof <strong>der</strong> Glauburgschule im nordend wird<br />
im Frühjahr <strong>2008</strong> getroffen.<br />
p Die Planungen zur realisierung <strong>der</strong> ortsumfahrung<br />
Praunheim bis zur Dillenburger Straße laufen auf<br />
Hochtouren, weitere Planungsmittel sind im Haushalt<br />
<strong>2008</strong> vorhanden.<br />
p Dem aufschwung des <strong>Frankfurt</strong>er ostens entlang<br />
<strong>der</strong> Hanauer Landstraße wird mit einer stark verbesserten<br />
Verkehrsinfrastruktur rechnung getragen:<br />
die Vorplanungen z. B. zum Umbau von Sonnemannstraße,<br />
oskar-von-Miller-Straße und osthafenplatz<br />
wurden beschlossen. Der Planungsauftrag für die<br />
<strong>Main</strong>brücke-ost wurde vergeben. Insges<strong>am</strong>t werden<br />
75 Millionen Euro investiert.<br />
p Straßensanierungen und -neubauten: z. B. rat-Beil-<br />
Straße (<strong>2006</strong>), Silostraße (seit november 2007),<br />
Theatertunnel (seit Juli 2007), Leunastraße (Fertigstellung<br />
2007).<br />
Durch das Projekt „Quartiersgarage“ soll <strong>der</strong> Parkdruck in den<br />
innenstadtnahen Wohnstraßen verringert werden.<br />
8<br />
VeRKehR
8<br />
p kreisverkehre erleben bundesweit eine Wie<strong>der</strong>geburt.<br />
richtig ausgeführt, ermöglichen einstreifige<br />
kreisverkehre bei einem Verkehrsaufkommen von<br />
bis zu 25.000 kfz/h gegenüber <strong>am</strong>pelgeregelten<br />
knotenpunkten oftmals einen flüssigeren Verkehr<br />
und bieten Vorteile für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer<br />
und bei <strong>der</strong> Gestaltung des Straßenraums.<br />
auch <strong>Frankfurt</strong> nutzt die Vorteile von Verkehrskreiseln.<br />
In Schwanheim wurde <strong>2006</strong> <strong>der</strong><br />
kreisel an <strong>der</strong> kreuzung rheinland- und Martinskirchstraße<br />
gebaut. Es wurden Vorplanungen für<br />
kreisverkehre in Bergen-Enkheim (Vilbeler Landstraße<br />
/ Victor-Slotosch-Straße / Barbarossastraße)<br />
und Sossenheim (Dunantring / kurmainzer Straße /<br />
Sossenheimer Weg) aufgestellt und bei den Beratungen<br />
für den Haushalt <strong>2008</strong> 70.000 Euro für die<br />
Baureifplanung des kreisels an <strong>der</strong> Vilbeler Landstraße<br />
eingestellt.<br />
p Mit dem Planfeststellungsbeschluss für den rie<strong>der</strong>waldtunnel<br />
und dem begonnenen ausbau <strong>der</strong> a661<br />
(ostumgehung) werden wichtige Voraussetzungen<br />
geschaffen, um innerstädtische Stadtteile von<br />
Durchgangsverkehr zu entlasten. So werden beispielsweise<br />
auf den Straßen <strong>am</strong> Erlenbruch, Höhenstraße,<br />
Wittelsbacherallee und Hanauer Landstraße<br />
(östlich ratsweg) Tausende von Fahrzeugen<br />
weniger fahren. D<strong>am</strong>it kann die Erfolgsgeschichte<br />
<strong>der</strong> ostumgehung fortgeschrieben werden, die<br />
nach ihrer Eröffnung im Jahr 1995, belegt durch<br />
Vorher-/nachher-Zählungen, zu einer deutlichen<br />
Verkehrsentlastung innerstädtischer Straßen geführt<br />
hat.<br />
p Die mit dem rie<strong>der</strong>waldtunnel und dem ausbau <strong>der</strong><br />
ostumgehung unstrittig verbundenen auswirkungen<br />
auf die entlang <strong>der</strong> Trasse wohnende<br />
Bevölkerung sollen vermin<strong>der</strong>t werden. Zusätzlich<br />
zu dem planfestgestellten Lärmschutz sind daher<br />
weitere Lärmschutzvorkehrungen notwendig. auch<br />
wenn die Verantwortung dafür zuallererst beim<br />
Bund liegt, wurde <strong>der</strong> Beschluss gefasst, an <strong>der</strong><br />
a 661 den Lärmschutz für Bornheim durch eine weitere<br />
Lärmschutzwand zu verbessern und sich dabei<br />
wenn nötig auch mit städtischen Mitteln zu engagieren.<br />
Für die Planung von zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen<br />
wurden daher 300.000 Euro in<br />
den Haushalt <strong>2008</strong> eingestellt.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
auch mit dem Haushalt für das Jahr <strong>2008</strong> wird das<br />
Handeln und Umsetzen fortgesetzt: Es sind 118 Millionen<br />
Euro für Investitionen im Verkehr vorgesehen.
VeRwaltung
86<br />
peRsonal<br />
Günther Quirin,<br />
Verwaltungspolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
verwaltUng MoDernIsIeren<br />
Infolge <strong>der</strong> notwendigen konsolidierungen, schwerpunktmäßig<br />
beginnend mit dem Genehmigungserlass<br />
des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport<br />
für das Haushaltsjahr 2002, fasste <strong>der</strong> Magistrat 2003<br />
den Grundsatzbeschluss zur Entwicklung eines Stellenplans,<br />
<strong>der</strong> – ausgehend vom d<strong>am</strong>aligen Finanzplanungszeitraum<br />
– bis einschließlich zum Jahr 2007 grundsätzlich<br />
keine Stellenneuschaffungen, Streichung von<br />
kw-Vermerken und Erhöhung von Besetzbarkeiten<br />
vorsah.<br />
Mit Beschluss zur Stellenplanvorlage <strong>2008</strong> hat die <strong>CDU</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> die von Personaldezernent Boris rhein (<strong>CDU</strong>)<br />
klug weitergeführte konsolidierung <strong>der</strong> städtischen<br />
Personalausgaben unterstützt. Einige wenige erfor<strong>der</strong>liche<br />
Stellenneuschaffungen wie im Bereich <strong>der</strong> rhein-<br />
<strong>Main</strong>-Job-Center GmbH verursachen nur geringe Mehrkosten,<br />
da die Bediensteten bereits weitestgehend<br />
beschäftigt sind, die Maßnahmen lediglich <strong>der</strong> stellenplanmäßigen<br />
Beordnung dienen und die Gehaltsaufwendungen<br />
überwiegend durch die agentur für arbeit<br />
erstattet werden. Jedoch hat die schwarz-grüne koalition<br />
<strong>2006</strong> aus Gründen <strong>der</strong> politischen Schwerpunktsetzung<br />
im Bereich frühkindliche Bildung den Magistrat<br />
beauftragt, in den kin<strong>der</strong>tagesstätten den Personalschlüssel<br />
von 1,5 auf 2 Erzieher(innen)stellen pro kin<strong>der</strong>gartengruppe<br />
unter Berücksichtigung <strong>der</strong> Betreuungs-<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Die Stadtverwaltung muss nach auffassung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> weiter zu einem Dienstleistungsbetrieb<br />
umgebaut werden. Dazu gehört die stärkere ausrichtung auf den Bürger als „kunden“<br />
und eine effektivere Struktur von Ämtern und Behörden. angesichts knapper Mittel muss sich die<br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> auf die nachhaltige Daseinsvorsorge für die Bürger konzentrieren. Die<br />
zurzeit von den Ämtern und Eigenbetrieben wahrgenommenen aufgaben und <strong>der</strong> entsprechende<br />
Personalbestand sind deshalb daraufhin zu prüfen, ob sie diesem kernauftrag dienen.<br />
zeiten zu erhöhen. auf <strong>der</strong> Basis einer neuen<br />
Personalbemessung ergibt sich für die städtischen kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen<br />
hieraus ein zusätzlicher Bedarf<br />
von insges<strong>am</strong>t 166 Stellen, <strong>der</strong> schrittweise bis 2010<br />
realisiert werden soll.<br />
Von daher kann die Stellenplanvorlage <strong>2008</strong> als Fortsetzung<br />
<strong>der</strong> bisherigen, den konsolidierungsnotwendigkeiten<br />
folgenden letzten vier Stellenplänen <strong>der</strong> Stadtverwaltung<br />
angesehen werden, mit denen allein rund<br />
2.000 Stellen mit einem finanziellen Volumen von beinahe<br />
90 Millionen Euro pro Jahr gestrichen o<strong>der</strong> mit kw-<br />
Vermerk versehen wurden.<br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong> Stellen<br />
besetzte<br />
Stellen Beschäftigte<br />
1992 16.170 15.079 18.052<br />
<strong>2006</strong> 10.449 8.586 10.826<br />
Rückgang 5.721 6.493 7.226<br />
– 35 % – 43 % – 40 %<br />
Quelle: Dezernat IX<br />
Darüber hinaus hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die Beratung<br />
des Stellenplanes grundsätzlich mehr Transparenz beantragt<br />
(E 18 / 08). Zukünftig soll zus<strong>am</strong>men mit dem<br />
Stellenplan ein organigr<strong>am</strong>m <strong>der</strong> Dezernate und Ämter
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
vorgelegt werden, das die reale Stellenbesetzung mit<br />
aufgaben wi<strong>der</strong>spiegelt, so dass ein vollständiges Bild<br />
des organisationsaufbaus <strong>der</strong> Stadtverwaltung erkennbar<br />
wird.<br />
tRaineepRogR<strong>am</strong>m füR den<br />
höheRen dienst<br />
nach einem gemeins<strong>am</strong>en antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
und <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong> Die Grünen im römer sollen frei werdende<br />
Stellen im höheren Dienst insbeson<strong>der</strong>e im rahmen<br />
eines Traineeprogr<strong>am</strong>mes für nachwuchskräfte<br />
besetzt werden. Es können sich auch geeignete Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter des gehobenen Dienstes<br />
(Besoldungsgruppen a 12 und a 13 o<strong>der</strong> vergleichbare<br />
Entgeltgruppen gemäß TVöD) bewerben. Mit dem Progr<strong>am</strong>m<br />
soll zum einen eine nachhaltige und qualitativ<br />
hochwertige Personalentwicklung, zum an<strong>der</strong>en die Erhaltung<br />
und Weiterentwicklung des Qualitätsstandards<br />
<strong>der</strong> aufgabenerledigung <strong>der</strong> Stadtverwaltung sichergestellt<br />
werden.<br />
ausbildung bei deR<br />
stadtVeRwaltung<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht in anbetracht <strong>der</strong> immer noch<br />
angespannten Situation auf dem ausbildungsmarkt<br />
die Stadtverwaltung als eine <strong>der</strong> größten arbeitsgeberinnen<br />
<strong>der</strong> rhein-<strong>Main</strong>-region im Bewusstsein ihrer<br />
beson<strong>der</strong>en arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Verantwortung<br />
angehalten, in den nicht verwaltungsspezifischen<br />
Berufen (z. B. kaufmännische und IT-Berufe) verstärkt<br />
auszubilden. Beantragt wurde deshalb, über die<br />
bereits erfolgten Maßnahmen hinaus die ausbildungsmöglichkeiten<br />
für Berufe, die auch außerhalb des öffentlichen<br />
Dienstes gute Beschäftigungsmöglichkeiten<br />
bieten (z. B. kaufmännische und IT-Berufe), zu erweitern.<br />
Im ausbildungsjahr <strong>2008</strong> erhöht <strong>der</strong> Magistrat zudem<br />
die Zahl <strong>der</strong> ausbildungsplätze in <strong>der</strong> Stadtverwaltung<br />
bzw. den Eigenbetrieben um 35 auf 170.<br />
Einstellungsfeier 2007 für die neuen Auszubildenden <strong>der</strong> Stadtverwaltung.<br />
zentRalisieRung deR<br />
städtischen edV –<br />
pRoJeKt „net.ffm“<br />
Eine zu starke Dezentralisierung <strong>der</strong> Personalverwaltung<br />
und <strong>der</strong> Datenverarbeitung hat in <strong>der</strong> Vergangenheit<br />
zu teilweise teuren Fehlentwicklungen geführt. Die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich aufgrund dieser Erfahrungen<br />
dafür ein, dass die Zuständigkeit für die Informationstechnik<br />
zentralisiert wird. In Verantwortung von Stadtkämmerer<br />
Horst Hemzal wurde das im Dezember <strong>2006</strong><br />
beschlossene Projekt „net.ffm“ auf den Weg gebracht.<br />
Mit diesem ist vorgesehen, dass alle IT-Systeme <strong>der</strong> Ämter<br />
und Betriebe in einer IT-Domäne integriert werden<br />
und somit auf <strong>der</strong> gleichen Betriebsplattform aufbauen.<br />
alle aufgaben, die in allen administrierungsbereichen<br />
gleichermaßen anfallen und zugleich technisch geeignet<br />
sind, werden zentralisiert, d<strong>am</strong>it sie nur noch einmal<br />
zu erledigen sind. Hierunter fallen in erster Linie<br />
alle arbeiten für den Erhalt <strong>der</strong> Systemsicherheit des<br />
netzwerkverbundes und <strong>der</strong> Pflege <strong>der</strong> PC- und Server-<br />
87<br />
VeRwaltung
88<br />
Betriebssysteme. Im Bereich <strong>der</strong> Bürosoftware und weiteren<br />
ämterübergreifend verwendeten anwendungsprogr<strong>am</strong>men<br />
werden Progr<strong>am</strong>mpakete und <strong>der</strong>en<br />
Verteilung und Pflege ebenfalls wirtschaftlich an zentraler<br />
Stelle übernommen.<br />
Durch die anmietung <strong>der</strong> Liegenschaft Zan<strong>der</strong>straße /<br />
Speicherstraße <strong>am</strong> Westhafen erhält die Stadtverwaltung<br />
zudem ein neue, aktuellen Qualitäts- und raumanfor<strong>der</strong>ungen<br />
genügende Computerzentrale, in <strong>der</strong> die<br />
<strong>der</strong>zeit noch auf drei Standorten im Stadtgebiet verteilten<br />
rechenzentren zus<strong>am</strong>mengezogen werden.<br />
stRategieplan büRgeRbeteiligung<br />
„online“<br />
aus einem zeitgemäßen Dienstleistungsangebot <strong>der</strong><br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> sind auch im Interesse einer<br />
verbesserten Bürgerbeteiligung Internetforen zu aktuellen<br />
kommunalpolitischen Themen, elektronische Meinungsumfragen<br />
ebenso wie fachspezifische online-Umfragen<br />
zur Unterstützung <strong>der</strong> Verwaltungsarbeit und<br />
regelmäßige Live-Chats mit kommunalpolitikern nicht<br />
mehr wegzudenken. Dabei geht es darum, mithilfe von<br />
online-Dialogen die Beziehungen und den Wissensaustausch<br />
zwischen Politik und Bürgern zu stärken. So können<br />
Entscheidungen demokratischer und qualifizierter<br />
getroffen werden. auf antrag <strong>der</strong> koalitionsfraktionen<br />
hat <strong>der</strong> Magistrat extern einen Strategieplan als orientierungs-<br />
und Diskussionsgrundlage zum Thema „Internet-Bürgerbeteiligung“<br />
<strong>am</strong> Beispiel einer kollegialen<br />
Verwaltungsleitung erstellen lassen, <strong>der</strong> sinnvolle Einsatzgebiete<br />
für dieses Medium, Beispiele technischer<br />
anwendungsprozesse, Beispiele aus vergleichbaren<br />
Großstädten und weitere Handlungsperspektiven sowie<br />
den Zeit- und Personalaufwand benennt.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> strebt eine Zentralisierung <strong>der</strong> städtischen<br />
Computersysteme und eine Öffnung <strong>der</strong> elektronischen Kommunikation<br />
zum Bürger an. Bereits bestehende E-Government-Anwendungen<br />
sollen ausgebaut werden.
wiRtschaft
90<br />
Nikolaus Burggraf,<br />
Wirtschaftspolitischer Sprecher <strong>der</strong><br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Metropole IM zentrUM eUropas<br />
Im kern des Wirtschaftsgebiets <strong>Frankfurt</strong> rhein-<strong>Main</strong> entsteht in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> ein Großteil<br />
<strong>der</strong> Bruttowertschöpfung <strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten region. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sah und sieht es daher als<br />
einen Schwerpunkt ihrer politischen arbeit an, Bedingungen zu för<strong>der</strong>n, zu schaffen und zu erhalten,<br />
in denen sich <strong>der</strong> Gewerbefleiß <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Betriebe und ihrer Mitarbeiter erfolgreich<br />
entfalten kann.<br />
wiRtschaftsstandoRt stäRKen –<br />
aRbeitsplätze schaffen<br />
In <strong>der</strong> Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts<br />
<strong>Frankfurt</strong> gelten die Bemühungen zunächst<br />
den bereits ansässigen Betrieben, doch es gilt<br />
auch, ansiedlungsbereite Unternehmen von den <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Standortqualitäten zu überzeugen: Beide Gruppen<br />
trugen und tragen zur Sicherung bestehen<strong>der</strong> und<br />
Schaffung neuer arbeitsplätze bei, die in <strong>Frankfurt</strong> zu<br />
einer deutschlandweit einmaligen arbeitsplatzdichte<br />
führten.<br />
geweRbesteueR senKen<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> konnte mit dem koalitionspartner<br />
viele zurückgestellte, aber auch neue Progr<strong>am</strong>mpunkte<br />
und Maßnahmen verabreden, die sich bereits<br />
in <strong>der</strong> Umsetzung befinden. Durch die Senkung des<br />
Gewerbesteuerhebesatzes um 30 auf 460 Prozentpunkte<br />
konnte <strong>Frankfurt</strong> im bundesweiten Wettbewerb<br />
<strong>der</strong> Hebesätze die rote Laterne abgegeben. Dies<br />
entlastet auch den Mittelstand und schafft insges<strong>am</strong>t<br />
anreize und Vertrauen für Investitionen und neue arbeitsplätze.<br />
Die Senkung ist zugleich sichtbares Zeichen<br />
einer langfristig angelegten Stärkung des Wirtschaftsstandortes.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
ausbau des fRanKfuRteR<br />
flughafens<br />
Der <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen ist für die wirtschaftliche<br />
Entwicklung <strong>Frankfurt</strong>s und <strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten rhein-<strong>Main</strong>region,<br />
teilweise sogar über Landesgrenzen hinausreichend,<br />
von herausragen<strong>der</strong> Bedeutung. Betriebliche<br />
Erfolge im Dienstleistungssektor, aber auch im Produktionsbereich<br />
sind eng mit <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit des<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Flughafens verbunden, <strong>der</strong> nicht nur ein<br />
überragen<strong>der</strong> Standortfaktor ist, son<strong>der</strong>n sich auch zur<br />
größten hessischen arbeitsstätte entwickelt hat.<br />
Mit <strong>der</strong> Eröffnung des ersten abschnitts <strong>der</strong> a380-Werft<br />
wurde ein Meilenstein für die weitere technische und<br />
wirtschaftliche Entwicklung des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />
gesetzt. 2009 soll <strong>Frankfurt</strong> für 15 airbus a380 die Heimat-<br />
und Wartungsbasis werden, die für jedes einzelne<br />
<strong>der</strong> neuen Fluggeräte die Entstehung 400 neuer arbeitsplätzen<br />
erwarten lässt.<br />
Unter Berücksichtigung verschiedener Schutzvorkehrungen<br />
für die anlieger, eines Verzichts auf die nutzung<br />
<strong>der</strong> neuen Landebahn im nachtbetrieb und <strong>der</strong> zu erwartenden<br />
weiteren technischen Verbesserungen des<br />
Fluggeräts hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> nach sorgfältiger<br />
abwägung <strong>der</strong> Interessen dafür eingesetzt, dass die Erweiterungsplanungen<br />
des Flughafens verwirklicht und
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Dezember 2007: Der Vorstandsvorsitzende <strong>der</strong> Fraport AG, Dr. Wilhelm Ben<strong>der</strong> (l.), und die <strong>Frankfurt</strong>er Oberbürgermeisterin Petra Roth (<strong>CDU</strong>)<br />
zeigen vor <strong>der</strong> Pressekonferenz in Wiesbaden zum Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens an einem Modell, wie es<br />
sein wird, wenn <strong>der</strong> Flughafen ausgebaut ist.<br />
die internationale Stellung behauptet werden können,<br />
<strong>der</strong> Flughafen insges<strong>am</strong>t konkurrenzfähig bleibt und<br />
eine gesicherte Zukunftsperspektive hat.<br />
finanzplatz fRanKfuRt stäRKen<br />
Die Wettbewerbsfähigkeit des internationalen Finanzplatzes<br />
<strong>Frankfurt</strong> und Deutschland hängt mehr denn je<br />
von den rahmenbedingungen ab, die <strong>Frankfurt</strong> und<br />
Deutschland den Banken und Unternehmen des<br />
Finanzdienstleistungssektors zu bieten haben.<br />
Der durch kreditinstitute und an<strong>der</strong>e Finanzdienstleister<br />
geprägte Finanzplatz wird durch Präsenz, Tätigkeit<br />
und ansehen <strong>der</strong> Europäischen Zentralbank (EZB) gefestigt.<br />
Das neubauvorhaben <strong>der</strong> EZB auf dem Gelände<br />
<strong>der</strong> früheren Großmarkthalle hat die <strong>CDU</strong>- <strong>Fraktion</strong> daher<br />
nicht nur begrüßt, son<strong>der</strong>n in vielfältiger Weise<br />
auch aktiv begleitet. Mit <strong>der</strong> Einrichtung des Europäischen<br />
Versicherungsaufsichtsausschusses CEIoPS in<br />
<strong>Frankfurt</strong> wird die Bedeutung <strong>der</strong> Stadt für den Finanzsektor<br />
weiterunterstrichen. Gleichzeitig werden finanzwissenschaftliche,<br />
bankbetriebliche und finanzwirtschaftliche<br />
kompetenzzentren an den <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Hochschulen, vor allem an <strong>der</strong> Hochschule für Bankwirtschaft<br />
sowie an <strong>der</strong> Johann Wolfgang Goethe-Universität,<br />
auf- und ausgebaut, wie zum Beispiel durch das<br />
„Institute For Law and Finance“ und an<strong>der</strong>e universitäre<br />
und universitätsnahe Einrichtungen. Um die rolle des<br />
Finanzplatzes <strong>Frankfurt</strong> im internationalen Wettbewerb<br />
zu sichern, sind jedoch vor allem noch Verbesserungen<br />
<strong>der</strong> gesetzlichen und steuerrechtlichen rahmenbedingungen<br />
notwendig. Deshalb unterstützt die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
nachhaltig die vielfältigen Bemühungen <strong>der</strong> beteiligten<br />
Verkehrskreise, <strong>der</strong> Landesregierung und an<strong>der</strong>er<br />
organisationen und Institutionen zur För<strong>der</strong>ung des<br />
Finanzplatzes <strong>Frankfurt</strong> und Deutschland.<br />
Symbol des Finanzplatzes: Bulle und Bär.<br />
91<br />
wiRtschaft
92<br />
Eine große <strong>Frankfurt</strong>er Messetradition im Wandel <strong>der</strong> Zeit: Die Internationale<br />
Automobilausstellung (IAA) in ihrem ersten Jahr 1951 und<br />
im Multimedia-Format des Jahres 2007.<br />
messeplatz ausbauen<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
<strong>Frankfurt</strong> ist <strong>der</strong> drittgrößte Messeplatz <strong>der</strong> Welt und<br />
<strong>der</strong> größte in Europa. ohne die bei vielen Mitbewerbern<br />
anzutreffenden direkten und indirekten, letztlich<br />
wettbewerbsverzerrenden Subventionen hat sich die<br />
Messe <strong>Frankfurt</strong> in einem schwierigen Umfeld behauptet<br />
und sich auch international erfolgversprechend<br />
positioniert. auch <strong>am</strong> Standort <strong>Frankfurt</strong> unterstützt<br />
die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>der</strong>en Investitionspläne, um<br />
die Wettbewerbsfähigkeit und d<strong>am</strong>it die Zukunftsfähigkeit<br />
<strong>der</strong> Messe <strong>Frankfurt</strong> zu sichern.<br />
gRündeRKultuR<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> begrüßt und unterstützt vielfältige<br />
ansätze zur För<strong>der</strong>ung einer im internationalen Vergleich<br />
hierzulande schwach ausgeprägten Unternehmer-<br />
und Grün<strong>der</strong>kultur. auch hier haben die k<strong>am</strong>mern,<br />
aber auch private Träger Erfolge erzielt. In<br />
komplementären Bemühungen <strong>der</strong> Stadt wird u. a.<br />
auch ein spezielles Progr<strong>am</strong>m im <strong>Frankfurt</strong>er Existenzgründungszentrum<br />
„kompass“ geför<strong>der</strong>t, um Jungunternehmerinnen<br />
und Jungunternehmern mit Migrationshintergrund<br />
den Weg in die Selbständigkeit bei<br />
Vorhaben zu ebnen, für die es keine traditionelle Vorbereitung<br />
(wie z. B. die Meisterkurse <strong>der</strong> Innungen<br />
und an<strong>der</strong>er Träger) gibt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist davon<br />
überzeugt, dass all dies nicht nur die wirtschaftlichen<br />
Chancen einzelner junger Menschen erhöht, son<strong>der</strong>n<br />
dass dies längerfristig auch dem Standort <strong>Frankfurt</strong><br />
zugute kommt.<br />
geweRbe und mittelstand<br />
föRdeRn<br />
Trotz einer vergleichsweise sehr ausgeprägten Dienstleistungsorientierung<br />
konnte <strong>Frankfurt</strong> seine Stellung<br />
als bedeuten<strong>der</strong> Standort für mo<strong>der</strong>ne Produktionen<br />
und Gewerbe behaupten. nach Gesprächen und Erörterungen<br />
mit beteiligten Verkehrskreisen und häufig<br />
auch in kenntnis <strong>der</strong> Stellungnahmen und anregungen<br />
<strong>der</strong> IHk greift die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> anliegen <strong>der</strong> Chemie,<br />
<strong>der</strong> Mess- und regeltechnik, des Spezialmaschinenbaus,<br />
<strong>der</strong> ausrüster und Zulieferer und an<strong>der</strong>er Branchen<br />
und Betriebe des produzierenden Gewerbes unterstützend<br />
auf.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Die Union macht sich insbeson<strong>der</strong>e für das <strong>Frankfurt</strong>er Handwerk und<br />
den Mittelstand stark. Die För<strong>der</strong>ung von <strong>Frankfurt</strong>er Traditionsunternehmen<br />
ist dabei ebenso wichtig wie die Neuansiedlung von Gewerbe.<br />
Beson<strong>der</strong>e aufmerks<strong>am</strong>keit widmet die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
dem Mittelstand, da kleine und mittelständische Unternehmen<br />
nicht nur allgemein in Deutschland, son<strong>der</strong>n<br />
auch in <strong>Frankfurt</strong> zu den tragenden Säulen <strong>der</strong> Wirtschaft<br />
gehören. Trotz eines bis in die jüngste Vergangenheit<br />
beson<strong>der</strong>s schwierigen Umfeldes schafft insbeson<strong>der</strong>e<br />
das Handwerk nicht nur arbeitsplätze, son<strong>der</strong>n<br />
stellt in vorbildlicher Weise und in großem Umfang ausbildungsplätze<br />
für Jugendliche zur Verfügung. Die <strong>CDU</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> hat diese Leistungen auch gegenüber Betrieben,<br />
Innungen und <strong>der</strong> Handwerksk<strong>am</strong>mer rhein-<strong>Main</strong><br />
mehrfach anerkannt. Die ortsansässigen Betriebe und<br />
k<strong>am</strong>mern, insbeson<strong>der</strong>e IHk und Handwerksk<strong>am</strong>mer,<br />
leisten insges<strong>am</strong>t eine hervorragende arbeit für die<br />
aus- und Weiterbildung <strong>der</strong> Jugend. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
begrüßt den durch die Landesregierung vergrößerten<br />
Spielraum für vereinfachte öffentliche auftragsvergaben<br />
und ist überzeugt, dass im neuen rechtlichen rahmen<br />
auch Betriebe in <strong>Frankfurt</strong> und <strong>der</strong> region einen<br />
erleichterten Zugang zu öffentlichen aufträgen finden<br />
können, die letztlich auch den Standort <strong>Frankfurt</strong> stärken.<br />
Städtische Progr<strong>am</strong>me, die z. B. durch die anhebung<br />
<strong>der</strong> Bauunterhaltungsmittel alleine im Schulbereich<br />
einen Investitionsumfang von rund 30 Millionen<br />
Euro über die Wahlperiode vorsehen, substanzerhaltende<br />
Investitionen für kommunale Bauten, barrierefreie<br />
Umbauten öffentlicher Gebäude u. a. eröffnen<br />
auch zusätzliche Chancen für mittelständische Unternehmen<br />
bei auftragsvergaben.<br />
fRanKfuRteR innoVationszentRum<br />
füR biotechnologie<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> freut sich, dass sich inzwischen viele<br />
Betriebe „neuer Branchen“ und des kreativsektors (z. B.<br />
Werbung, Medien, Spiele-Industrie u. a.) in <strong>Frankfurt</strong> angesiedelt<br />
haben. aber auch außerhalb <strong>der</strong> Dienstleistungsbranchen<br />
gibt es bemerkenswerte neue Entwicklungen.<br />
So wurde z. B. das <strong>Frankfurt</strong>er Innovationszentrum<br />
für Biotechnologie (FIZ) binnen kürzester Zeit zu einem<br />
festen Bestandteil des Wirtschafts- und Technikstandorts<br />
<strong>Frankfurt</strong>. Gemeins<strong>am</strong> mit dem Land Hessen und<br />
<strong>der</strong> IHk konnte <strong>Frankfurt</strong> eine Entwicklung in Gang setzen,<br />
die <strong>Frankfurt</strong>s rolle als einem <strong>der</strong> führenden Chemie-<br />
und Biotechnologiestandorte in Deutschland stärkt<br />
und schon nach kurzer Zeit eine Erweiterung des FIZ<br />
rechtfertigt, die zus<strong>am</strong>men mit den bereits bestehenden<br />
Betrieben <strong>der</strong> Branche den Biotechnologiestandort<br />
<strong>Frankfurt</strong> ergänzt und fertigt.<br />
städtische stabsstelle<br />
wiRtschaft<br />
Mit <strong>der</strong> neuen städtischen „Stabsstelle Wirtschaft /Business<br />
Development Unit“ stellt <strong>der</strong> Magistrat Investoren<br />
einen gegenüber den Ämtern weisungsbefugten Verwaltungslotsen<br />
zur Seite, mit dem Genehmigungsverfahren<br />
effizienter ablaufen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt diese<br />
Verfügung <strong>der</strong> oberbürgermeisterin ausdrücklich, denn<br />
ansiedlungswillige Unternehmen erhalten dadurch eine<br />
bessere, schnellere und zentrale Betreuung.<br />
attRaKtiVität fRanKfuRts als<br />
einKaufsstadt eRhalten und<br />
steigeRn<br />
In einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld<br />
hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die rolle <strong>Frankfurt</strong>s als<br />
<strong>der</strong> Einkaufsstadt Hessens eingesetzt. Mit „<strong>Frankfurt</strong><br />
Hoch Vier“ entsteht z. B. bis Herbst <strong>2008</strong> zwischen <strong>der</strong><br />
Einkaufsmeile Zeil und dem Eschenheimer Turm eine<br />
Einkaufs- und Erlebniswelt, die ihresgleichen sucht. Der<br />
beschlossene Umbau und die neugestaltung <strong>der</strong> Zeil<br />
und <strong>der</strong> konstablerwache sowie die Verschönerung von<br />
neben- und Seitenstraßen <strong>der</strong> Zeil werden die attraktivität<br />
<strong>Frankfurt</strong>s als Einkaufsstadt weiter erhöhen.<br />
Gleichzeitig setzt sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> dafür ein, dass<br />
9<br />
wiRtschaft
9<br />
auch in den Stadtteilen geeignete rahmenbedingungen<br />
für kundengerechte Einzelhandelsangebote erhalten<br />
o<strong>der</strong> geschaffen werden.<br />
touRismusstadt fRanKfuRt<br />
Begünstigt durch die zentrale Lage in Deutschland und<br />
Europa, die hervorragende Infrastruktur und Qualität aller<br />
Verkehrsträger (z. B. Drehkreuze für Flugzeuge, Bahn,<br />
autobahnen, öPnV, Hafen) haben sich Tourismus und<br />
kongresswesen in <strong>Frankfurt</strong> als beschäftigungswirks<strong>am</strong>e<br />
Wachstumsfel<strong>der</strong> etabliert. nachfragegerechte Hotel-<br />
und Gaststättenangebote und die entwickelte Metropolfunktion<br />
werden die – wesentlich auch international –<br />
durch Geschäftsreisende geprägte Entwicklung<br />
begünstigen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht mittel- und langfristig<br />
zusätzliche Chancen in einem heftigen Standortwettbewerb<br />
und wird die eingeschlagenen Wege auch<br />
weiterhin wirtschaftspolitisch unterstützen.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Beliebtes Ziel des internationalen Städtetourismus: Der <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Römerberg.
wohnen
96<br />
Lothar Stapf,<br />
Wohnungsbaupolitischer Sprecher<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
staRtpRogR<strong>am</strong>m füR Junge<br />
f<strong>am</strong>ilien<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat mit dem „Startprogr<strong>am</strong>m“ auf<br />
den Weg gebracht, dass junge F<strong>am</strong>ilien Son<strong>der</strong>konditionen<br />
bei solchen Wohnerbbaurechten erhalten, die von<br />
dem Erbbaurechtsnehmer und dessen F<strong>am</strong>ilie selbst<br />
bewohnt werden, und soweit diese noch kein Wohneigentum<br />
besitzen o<strong>der</strong> während <strong>der</strong> Zeit des herabgesetzten<br />
Erbbauzinses erwerben.<br />
Immer mehr F<strong>am</strong>ilien in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> erfüllen sich ihren Traum<br />
vom Eigenheim.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
f<strong>am</strong>iliengeRechtes und soziales wohnen<br />
Eine hohe Wohnqualität macht die Stadt lebenswert und ist als Standortfaktor für <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
unabdingbar. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> will bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten in <strong>Frankfurt</strong><br />
schaffen. Ein wesentliches Ziel bleibt es, für junge F<strong>am</strong>ilien preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu<br />
stellen. auf diese Weise konnte in den vergangenen Jahren bereits dem anhaltenden Trend zur Stadtflucht<br />
erfolgreich begegnet werden. In <strong>der</strong> Stadt wohnen ist wie<strong>der</strong> „in“ und die Zahl <strong>der</strong> Zuzüge überwiegt<br />
wie<strong>der</strong>. Im 3. Quartal 2007 verzeichnete die <strong>Frankfurt</strong>er Statistik bei einer Ges<strong>am</strong>teinwohnerzahl von<br />
668.000 rund 15.000 Zuzüge gegenüber 11.000 Einwohnern, die <strong>der</strong> Stadt aus unterschiedlichen Gründen<br />
den rücken kehrten. <strong>Frankfurt</strong> muss so attraktiv bleiben, deshalb hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die folgenden<br />
Wohnungsbauprojekte beson<strong>der</strong>s eingesetzt.<br />
Diese Son<strong>der</strong>konditionen soll es jungen F<strong>am</strong>ilien besser<br />
ermöglichen, im stadtnahen raum Wohneigentum zu bilden.<br />
Der vorübergehende Verzicht auf einen Teil des Erbbauzinses<br />
unterstützt die Bemühungen <strong>der</strong> Stadtregierung,<br />
junge F<strong>am</strong>ilien im Stadtraum <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
mit f<strong>am</strong>iliengerechtem Wohnraum zu versorgen.<br />
föRdeRung Von mietwohnungsbau<br />
füR f<strong>am</strong>ilien<br />
mit KindeRn<br />
Viele Haushalte, in denen kin<strong>der</strong> leben und <strong>der</strong>en Einkommen<br />
oberhalb <strong>der</strong> Einkommensgrenze im sozialen<br />
Wohnungsbau liegt, haben einen Bedarf an Wohnungen<br />
mit Mieten, die zwar über <strong>der</strong> Sozialmiete<br />
liegen, die aber dennoch preisgünstig sind. Für die<br />
Sozialstruktur <strong>der</strong> Stadt ist es wichtig, gerade diese<br />
Bevölkerungsgruppe im Stadtgebiet zu halten. Dies<br />
konnte in den attraktiven neubaugebieten <strong>am</strong> riedberg<br />
realisiert werden.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
anKauf belegRechte füR<br />
sozialmieteR<br />
Der neubau von Sozialwohnungen kann in einer dicht<br />
besiedelten und über wenig Freiflächen verfügenden<br />
Stadt wie <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> nicht die einzige Maßnahme<br />
gegen das <strong>der</strong>zeit rapide abschmelzen des gebundenen<br />
Wohnungsbestandes sein. Ergänzend muss eine<br />
individuelle, den Bestand steuernde, kleinteilige ankaufspraxis<br />
von Belegrechten den Erhalt von preiswertem<br />
Wohnraum sichern helfen.<br />
wohnRaum füR f<strong>am</strong>ilien in<br />
fRanKfuRt schaffen<br />
Im neubaugebiet „<strong>am</strong> riedberg“ wird erstmals als Pilotprojekt<br />
ein Bauherrenmodell geför<strong>der</strong>t. Über För<strong>der</strong>mittel<br />
soll erreicht werden, dass private Bauherren,<br />
junge F<strong>am</strong>ilien und Senioren die Möglichkeit erhalten,<br />
Eigentum zu bilden und mit architekten und künftigen<br />
nachbarn bei Planung und Bau intensiv mitwirken zu<br />
können.<br />
innoVatiVe pRoJeKte<br />
passiVhausbau<br />
<strong>Frankfurt</strong> ist bereits heute die Passivhausbau-Hauptstadt<br />
Deutschlands. Mit <strong>der</strong> Wohnanlage Sophienhof<br />
im Stadtteil Bockenheim wurde mit 150 Wohnungen das<br />
<strong>der</strong>zeit größte und mo<strong>der</strong>nste Passivhausprojekt<br />
Deutschlands realisiert.<br />
160 f<strong>am</strong>ilienfreundliche Wohnungen in Passivhausbauweise<br />
wurden im rahmen des Bauprojektes „Bornheimer<br />
Straßenbahndepot“ erstellt. Beson<strong>der</strong>s hinzuweisen<br />
ist auf das angebot, F<strong>am</strong>ilien mit kin<strong>der</strong>n einen<br />
Preisnachlass zu gewähren. D<strong>am</strong>it konnte das Ziel, Menschen<br />
mit hochwertigen und f<strong>am</strong>ilienfreundlichen angeboten<br />
in <strong>der</strong> Stadt zu halten und so die abwan<strong>der</strong>ung<br />
in das Umland zu verhin<strong>der</strong>n, erreicht werden.<br />
neben zahlreichen Sanierungs- und Mo<strong>der</strong>nisierungsprojekten<br />
im Bestand wurden in <strong>der</strong> Friedrich-Ebert-<br />
Siedlung im Gallusviertel erstmals 60 altbauwohnungen<br />
im Passivhausstandard saniert.<br />
97<br />
Mit dem Neubaugebiet Riedberg entsteht im Norden von <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> ein Stadtteil, <strong>der</strong> vor allem junge F<strong>am</strong>ilien anziehen soll. Baufirmen<br />
werben mit attraktiven Preisen für Ein-, Reihen- und Mehrf<strong>am</strong>ilienhäusern<br />
und dem Blick auf die <strong>Frankfurt</strong>er Skyline.<br />
wohnen
98<br />
Zuluft<br />
Wohnräume<br />
Zuluft Abluft<br />
Analog<br />
Beispielwohnung<br />
Analog Beispielwohnung<br />
Nachheizung<br />
Analog Beispielwohnung<br />
Analog Beispielwohnung<br />
Wärme<br />
Rückgewinnung<br />
Abluft<br />
Küche /Bad /WC<br />
Bedienungsdisplay<br />
Bei <strong>der</strong> Passivhausbauweise werden die Wärmeverluste <strong>der</strong>art stark<br />
verringert, dass die separate Heizung gar nicht mehr erfor<strong>der</strong>lich ist.<br />
Passive Wärmequellen wie Sonne, Mensch, Haushaltsgeräte, Raumluft<br />
(Abluft) decken einen Großteil des Wärmebedarfs.<br />
DIE EnTSCHEIDEnDEn VorTEILE DES PaSSIVHaUS-<br />
STanDarDS SInD:<br />
p hoher Wohnkomfort,<br />
p ganzjährige frische Luft in allen Wohnräumen,<br />
p extrem geringe Heizkosten,<br />
p sehr guter Bautenschutz,<br />
p hohe Versorgungssicherheit,<br />
p Zinsvergünstigung durch die kreditanstalt<br />
für Wie<strong>der</strong>aufbau (kfW),<br />
p radikale Umweltentlastung.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
wohnungen und KultuReinRichtungen<br />
auf dem naxosaReal<br />
In den denkmalgeschützten Gebäuden <strong>der</strong> naxos-Halle<br />
mit dem ehemaligen Verwaltungsgebäude in <strong>der</strong> Wittelsbacher<br />
allee / Waldschmidtstraße soll auch zukünftig<br />
die kulturelle neben <strong>der</strong> gewerblichen nutzung im<br />
Mittelpunkt stehen. auf den übrigen Flächen des alten<br />
Industrieareals soll eine Wohnnutzung überwiegen.<br />
Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist, auf dem Gelände <strong>der</strong> ehemaligen<br />
naxos-Union eine Bebauung zu ermöglichen, die<br />
grün<strong>der</strong>zeitliche Grundrisse und Gebäudehöhen (max.<br />
vier Vollgeschosse / Wingertstraße bzw. sechs Vollgeschosse<br />
/ Wittelsbacher allee) aufnimmt und die durch<br />
die Beteiligung einer möglichst großen Zahl von unterschiedlichen<br />
Bauherren eine individuelle Gestaltung<br />
erhält.<br />
Mindestens ein Drittel <strong>der</strong> Wohnbebauung soll für f<strong>am</strong>iliengerechte<br />
Mietwohnungen vorgesehen werden und<br />
ein weiteres Drittel für genossenschaftliche Wohnprojekte<br />
zur Verfügung stehen.<br />
Ja zuR nassauischen<br />
heimstätte!<br />
Wohnräume verbinden:<br />
Mieterfest <strong>der</strong><br />
Nassauischen<br />
Heimstätte.<br />
Die nassauische Heimstätte leistet mit ihrer maßvollen<br />
Mietpreispolitik und ihren ca. 16.000 Wohnungen allein<br />
in <strong>Frankfurt</strong> einen unverzichtbaren Beitrag zur Entspannung<br />
des Wohnungsmarktes im rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet. Die<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> verpflichtete den Magistrat darauf, dies<br />
auch in Zukunft sicherzustellen.
pResse und öffentlichKeitsaRbeit
100<br />
koMMUnalpolItIk transparent MaChen<br />
Die Presse- und öffentlichkeitsarbeit <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-Stadtverordnetenfraktion lässt sich nicht mit rein<br />
politischer öffentlichkeitsarbeit gleichsetzen. Sie ist vor allem ein wichtiger Pfeiler <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>stätigkeit,<br />
indem sie kommunalpolitische Sachinformationen aus <strong>der</strong> parl<strong>am</strong>entarischen arbeit<br />
in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung bündelt und für die interessierte öffentlichkeit anschaulich<br />
sowie besser verständlich macht. Sie wendet sich vor allem an die Bürger in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
sowie an die zahlreichen lokalen und überregionalen Medien. Dabei ist nicht nur die Pressestelle<br />
für das Meinungs- und Erscheinungsbild <strong>der</strong> Stadtverordneten zuständig, die <strong>Fraktion</strong> selbst ist<br />
kommunikationsraum und in ihrer außenwirkung Medium zugleich.<br />
pResse und feRnsehaRbeit –<br />
dialog mit den medien<br />
Die klassische Medienarbeit steht in den „Public relations“<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> noch immer an erster Stelle.<br />
Sie ist das zentrale Instrument, denn mit einer veröffentlichen<br />
Meldung erreichen wir ungleich mehr Menschen<br />
als mit einer Broschüre o<strong>der</strong> einem Tag <strong>der</strong> offenen<br />
Tür. Mit unserer Medieninformation wenden wir<br />
uns nicht nur an die Presse, son<strong>der</strong>n auch an Funk,<br />
Fernsehen, nachrichtenagenturen und freie Journalisten.<br />
Diese Medien – vom ZDF bis zum „Stadtteil-Blättchen“<br />
– wirken als Multiplikatoren und nehmen dadurch<br />
schnellen, laufenden und massiven Einfluss auf<br />
die öffentliche Meinung. Hauptmedien waren dabei die<br />
<strong>Frankfurt</strong>er neue Presse, die <strong>Frankfurt</strong>er allgemeine<br />
Zeitung, die <strong>Frankfurt</strong>er rundschau, die Bild-Zeitung<br />
und das Höchster kreisblatt. Dazu k<strong>am</strong>en Stadtteilzeitungen<br />
wie <strong>der</strong> Bergen-Enkheimer, das Blättche, die<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Woche o<strong>der</strong> das online-Magazin „<strong>Frankfurt</strong><br />
Live.com“.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
auch durch gute kontakte zu den redakteuren des<br />
Hessischen rundfunks und von rhein-<strong>Main</strong> TV konnten<br />
Quantität und Qualität von Beiträgen über die<br />
kommunalpolitik <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> in Hörfunk und<br />
Fernsehen deutlich gesteigert werden. Die Zahl <strong>der</strong><br />
Hörfunk- und Fernsehstatements, die durch den <strong>Fraktion</strong>svorsitzenden<br />
o<strong>der</strong> durch die Fachsprecher nachgefragt<br />
waren, ist im Berichtszeitraum deutlich gestiegen.<br />
inteRnet – modeRne säule deR<br />
KommuniKation<br />
Seit 1998 hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> ihren<br />
eigenen auftritt im Internet. alle anträge und anfragen<br />
und jede Pressemitteilung sind dort abrufbar. In<br />
den letzten Jahren hat die Internettechnologie wahre<br />
Quantensprünge vollzogen, so dass wir die Homepage<br />
an technische, optische und inhaltliche Standards angepasst<br />
haben. Der Internetauftritt stellt ein weiteres
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Modul unserer Presse- und öffentlichkeitsarbeit dar.<br />
aktuell, zeitgemäß und interaktiv präsentieren wir Informationen<br />
über die <strong>Fraktion</strong> und ihre politische arbeit.<br />
Traditionell setzen wir d<strong>am</strong>it Maßstäbe im online-<br />
Meinungsmarkt auf kommunaler Ebene. Das Internet<br />
dient uns dabei als Werkzeug zur realisierung neuer<br />
kommunikativer ansätze: Inszenierung von Themen,<br />
Verankerung von Botschaften, Lieferung von argumenten.<br />
fRaKtion VoR oRt<br />
Ein klassisches Medium, das <strong>Fraktion</strong>sarbeit für die<br />
Bürger transparent macht, ist <strong>der</strong> presseöffentliche<br />
ortstermin mit Beteiligung von Fachleuten und Stadtteilvertretern.<br />
Im Berichtszeitraum fanden rund 30<br />
ortstermine statt, die sich unterschiedlichen Themen<br />
widmeten – von <strong>der</strong> Sicherheit <strong>am</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen<br />
über den rahmenplan Höchst bis zur neugestaltung<br />
des Brentanoparks im Stadtteil rödelheim.<br />
Zudem reisten die <strong>CDU</strong>-Mitglie<strong>der</strong> des Verkehrsausschusses<br />
zu Informationszwecken nach Stuttgart,<br />
München und Wien, die Mitglie<strong>der</strong> des Dom-römerausschusses<br />
nach Dresden, nürnberg und Ulm.<br />
Seit dem neustart <strong>der</strong> traditionellen reihe „<strong>Fraktion</strong><br />
vor ort“ lädt die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> seit 2003 wie<strong>der</strong> regelmäßig<br />
zu öffentlichen Bürgergesprächen ein. an verschiedenen<br />
orten im ges<strong>am</strong>ten Stadtgebiet werden<br />
dann sowohl stadtteilbezogene wie auch stadtumfassende<br />
Themen diskutiert und Fragen beantwortet.<br />
Ziel ist es, Probleme vor ort aufzugreifen, um zukunftsfähige<br />
Lösungen praxisnah zu entwickeln. Sie<br />
können dann in politisches Handeln in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
umgesetzt werden. Der Dialog<br />
mit den Bürgern ist gerade für die kommunalpolitische<br />
arbeit eine unverzichtbare Größe. Hier können<br />
Betroffene und Politiker unmittelbar und direkt Probleme<br />
diskutieren. Im Berichtszeitraum fand im Sommer<br />
2007 ein großes Bürgergespräch in <strong>Frankfurt</strong>-<br />
Goldstein statt.<br />
In den sitzungsfreien Sommerferien informiert sich<br />
die Ges<strong>am</strong>tfraktion ebenfalls an ort und Stelle – immer<br />
mit Beteiligung <strong>der</strong> öffentlichkeit – über beson<strong>der</strong>e<br />
kommunalpolitische Themen. <strong>2006</strong> und 2007<br />
waren die Themen <strong>der</strong> „Ferienfraktion“: Denkmalschutz<br />
und Fachwerkbauten im Stadtteil nie<strong>der</strong>ursel,<br />
generationenübergreifendes Wohnen im neubau-<br />
<strong>Fraktion</strong>stermin mit dem Rahmenplan Höchst (v.l.): <strong>CDU</strong>-Ortsbeirat<br />
Hans-Georg von Freyberg, Oberbürgermeisterin Petra Roth, Stadtverordneter<br />
Jochem Heumann, Heinz Alexan<strong>der</strong> und <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>schef<br />
Markus Frank.<br />
gebiet <strong>Frankfurt</strong>er Bogen (Preungesheim), archäologische<br />
ausgrabungen in nIDa-Hed<strong>der</strong>nheim, die Zukunft<br />
des <strong>Frankfurt</strong>er Zoos und die Entwicklung eines<br />
konzepts zur Sicherung des <strong>Frankfurt</strong>er Hauptfriedhofs.<br />
Hinzu kommen unregelmäßige „außen-Tagungen“ <strong>der</strong><br />
<strong>Fraktion</strong>, die im Berichtszeitraum Sitzungen im neuen<br />
Brandschutzzentrum in <strong>der</strong> Feuerwehrstraße, im Lufthansa-aviation-Center<br />
<strong>am</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen und<br />
im neuen Universitätsinstitut für Geowissenschaften<br />
<strong>am</strong> C<strong>am</strong>pus riedberg abgehalten wurden.<br />
Mitglie<strong>der</strong> des Arbeitskreises Verkehr zu Besuch bei <strong>der</strong> CSU-Stadtratsfraktion<br />
in München: Die Stadtverordneten Lothar Stapf, Jan<br />
Schnei<strong>der</strong> und Martin Daum (v.l.).<br />
101<br />
pResse und öffentlichKeitsaRbeit
102<br />
pRintmedien – „fRanKfuRt<br />
magazin“ und bRoschüRen<br />
Das <strong>Frankfurt</strong> Magazin ist und bleibt das klassische Informationsinstrument<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, das gemeins<strong>am</strong><br />
mit dem <strong>CDU</strong>-kreisverband herausgegeben wird.<br />
In regelmäßigen abständen bieten wir allen Parteimitglie<strong>der</strong>n<br />
und einer breiten interessierten öffentlichkeit<br />
Hintergrundinformationen zu aktuellen kommunalpolitischen<br />
Themen mit Bezug zur Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong>. Die Themenpalette reicht dabei von a wie abfallverbrennungsanlage<br />
bis Z wie Zuwan<strong>der</strong>ung. auch<br />
über „Persönliches“ wie auszeichnungen und runde<br />
Geburtstage von Stadtverordneten und „Ehemaligen“<br />
ist aus dem Magazin etwas zu erfahren. Die vielen positiven<br />
reaktionen haben uns darin bestärkt, den eingeschlagenen<br />
Weg weiter zu gehen und auch zukünftig<br />
über interessante Themen zu berichten.<br />
Darüber hinaus haben wir begonnen, mit <strong>der</strong> in hoher<br />
auflage gedruckten Broschüre „Perspektiven für die<br />
<strong>Frankfurt</strong>er altstadt“ für uns zentrale und für die Zukunft<br />
<strong>der</strong> Stadt beson<strong>der</strong>s entscheidende Themen in<br />
beson<strong>der</strong>er Form herauszustellen.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Rund 30.000 Mal im Jahr kommen drogenabhängige Menschen zu<br />
„FriedA“, das mit einem lebenspraktischen und alltagsnahen Konzept<br />
arbeitet. Die Substitutions<strong>am</strong>bulanz (Methadon) wird von den Malteser<br />
Werken gGmbH betrieben. Die Malerarbeiten durch Mitglie<strong>der</strong><br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> haben eine schönere Atmosphäre im Aufenthaltsraum<br />
geschaffen.<br />
aKtionstage<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist regelmäßiger Teilnehmer beim<br />
SoCIaLDaY des Malteser-Hilfsdienstes. Die Malteser<br />
schlagen mit diesem aktionstag eine Brücke zwischen<br />
den Institutionen und sozialen Einrichtungen in<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. Mitarbeiterte<strong>am</strong>s unterschiedlicher<br />
Firmen werden einen Tag lang in einer sozialen Einrichtung<br />
tätig und führen jeweils ein konkretes Projekt durch.<br />
Der Malteser Hilfsdienst e. V. organisiert diesen Tag und<br />
koordiniert alle Projekte als neutraler Mittler. <strong>am</strong> vergangenen<br />
SoCIaLDaY <strong>2006</strong> engagierten sich über 300 Teilnehmer<br />
aus 15 <strong>Frankfurt</strong>er Unternehmen. 2007 waren es<br />
350 Mitarbeiter aus 25 Unternehmen. Schirmherrin ist<br />
stets oberbürgermeisterin Petra roth. <strong>2006</strong> haben Mitglie<strong>der</strong><br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> geholfen, die Grünanlage Linnegraben<br />
/ Elsterstraße im Stadtteil Griesheim in einer zweiten<br />
Umsetzungsphase schöner zu gestalten und zu einem<br />
Spielplatz umzubauen. 2007 wurden durch die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Maler- und Streicharbeiten im großen aufenthaltsraum<br />
<strong>der</strong> Drogenhilfeeinrichtung „Frieda 24“ des Vereins<br />
Integrative Drogenhilfe im <strong>Frankfurt</strong>er nordend erledigt.<br />
Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat zudem die vom 29. Mai bis 3. Juni<br />
<strong>2006</strong> stattfindende zweite <strong>Frankfurt</strong>er Sauberkeitswoche<br />
unterstützt. Bewusst vor den Beginn <strong>der</strong> Fußball-<br />
WM gelegt, säuberten Vereine, Firmen, Schulen und<br />
Bürger unter dem Motto „<strong>Frankfurt</strong> räumt auf“ die Stadt.<br />
Wie schon 2005 hat sich auch die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> an <strong>der</strong><br />
Sauberkeitswoche beteiligt und das südliche <strong>Main</strong>ufer<br />
von Schmutz und Unrat befreit.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
disKussionsReihe „fRanKfuRteR<br />
hoRizonte“<br />
Im Herbst <strong>2006</strong> hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> eine kommunalpolitisch<br />
ausgerichtete Gesprächsreihe unter dem Label<br />
„<strong>Frankfurt</strong>er Horizonte“ begonnen, die seitdem<br />
mit durchschnittlich 100 interessierten Teilnehmern<br />
sehr erfolgreich verläuft. Mit <strong>der</strong> reihe will die Union<br />
den gesellschaftlichen Dialog in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
vertiefen, aber auch kontroverses ansprechen und mit<br />
Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft neue<br />
politische Strategien entwickeln. Die erste Veranstaltung<br />
im auditorium Maximum <strong>der</strong> Commerzbank aG<br />
widmete sich dem <strong>der</strong> Frage „Mütter in Führungspositionen<br />
– Brauchen wir einen neuen Feminismus?“. Mit<br />
auf dem Podium saßen u. a. oberbürgermeisterin<br />
Petra roth und <strong>der</strong> Chefvolkswirt <strong>der</strong> Deutschen<br />
Bank, Prof. Dr. norbert Walter. Unter <strong>der</strong> etwas provokanten<br />
Überschrift „Jung, reich und schön? Senioren<br />
zwischen Jugendwahn und altersängsten“ besprach<br />
im Januar 2007 im GDa-Wohnstift <strong>am</strong> Zoo ein u. a. mit<br />
Vertretern <strong>der</strong> Bertelmannsstiftung und des Seniorenselbsthilfevereins<br />
„Sen-Se e. V.“ gut besetztes Podium<br />
die auswirkungen des demografischen Wandels. Die<br />
Einladung zu einem <strong>Fraktion</strong>s-Forum<br />
���������������������<br />
Gestern trifft heute –<br />
Perspektiven für die <strong>Frankfurt</strong>er Altstadt<br />
Sommerveranstaltung 2007 widmete sich im Haus <strong>am</strong><br />
Dom dem Thema „Perspektiven für die <strong>Frankfurt</strong>er<br />
altstadt“ mit Fachleuten aus Dresden und dem FaZarchitekturkritiker<br />
Dr. Dieter Bartetzko. Das Thema<br />
„Wirtschaftsstandort <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>“ bewegte vor<br />
dem Hintergrund des Flughafenausbaus, des Wegzugs<br />
<strong>der</strong> neuen Börse und <strong>der</strong> beispielhaften Entwicklung<br />
im Stadtteil Höchst die Zuhörer beim 4. <strong>Fraktion</strong>s-<br />
Forum im Lindner Congress-Hotel Höchst, zu dem<br />
u. a. <strong>der</strong> Vorsitzende <strong>der</strong> Geschäftsführung <strong>der</strong> Infraserv<br />
GmbH, Jürgen Vormann, und <strong>der</strong> Vorstandsvorsitzende<br />
<strong>der</strong> Fraport aG, Dr. Wilhelm Ben<strong>der</strong>, erschienen<br />
waren.<br />
<strong>Fraktion</strong>s-Forum „<strong>Frankfurt</strong>er Horizonte“ zum Thema Altstadt. Die Veranstaltung im Haus <strong>am</strong> Dom war gut besucht.<br />
10<br />
pResse und öffentlichKeitsaRbeit
fRaKtionsgeschäftsstelle
106<br />
FraktIonsgesChäFtsstelle<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Die Geschäftsstelle in <strong>der</strong> Bethmannstraße 3 ist in gewisser Weise das „rückgrat“ <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>,<br />
denn alle Stadtverordneten sind ehren<strong>am</strong>tlich tätig und gehen tagsüber einem Beruf nach. In <strong>der</strong><br />
Geschäftsstelle laufen alle Fäden zus<strong>am</strong>men. Es werden anträge, anfragen und Presseerklärungen<br />
<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> vorbereitet, Sitzungen besprochen und organisiert, Termine koordiniert sowie<br />
politische Themen bearbeitet. Für <strong>Fraktion</strong>s- und arbeitskreissitzungen stehen drei mo<strong>der</strong>n eingerichtete<br />
und mit Be<strong>am</strong>er bzw. W-Lan ausgerüstete Sitzungsräume zur Verfügung.<br />
In den <strong>Fraktion</strong>s- und <strong>Fraktion</strong>svorstandssitzungen diskutieren<br />
die Stadtverordneten die politischen Sachfragen.<br />
Die <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle nimmt anregungen<br />
auf und setzt sie um. Eine Fülle von akten werden mittels<br />
des elektronischen Dokumentenmanagementsystems<br />
geführt, d<strong>am</strong>it die Stadtverordneten, aber auch<br />
die Mitarbeiter /innen <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle<br />
ständig auf vollständiges und aktuelles Informationsmaterial<br />
zurückgreifen können.<br />
„büRgeRtelefon“<br />
Unsere rufnummer ebenso wie unsere E-Mail-adresse<br />
ist zugleich „Bürgertelefon“. Wir helfen, den richtigen<br />
ansprechpartner zu finden, beantworten die telefonischen<br />
wie schriftlichen anfragen und geben Informationen<br />
zum Stand politischer Entscheidungen.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Bethmannstraße 3<br />
60311 <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Telefon: 0 69 / 13 87 28–0<br />
Fax: 0 69 / 29 13 55<br />
E-Mail: info@cdu-fraktion-ffm.de<br />
Internet: www.cdu-fraktion-ffm.de<br />
fRaKtionsgeschäftsfühReR<br />
und fRaKtionsRefeRenten<br />
Markus Frank<br />
<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer<br />
Der Leiter <strong>der</strong> Geschäftsstelle ist <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer.<br />
Er ist haupt<strong>am</strong>tlich tätig und koordiniert<br />
die arbeit <strong>der</strong> Geschäftsstelle nach innen und außen.<br />
Im rahmen <strong>der</strong> Geschäftsführrunde steht er in regelmäßigem<br />
kontakt zum Stadtverordnetenvorsteher und<br />
hält Verbindung zu den an<strong>der</strong>en Stadtverordnetenfraktionen.<br />
<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer im Berichtszeitraum<br />
waren die Stadtverordneten Uwe Becker (bis 13. Juli<br />
2007) und Markus Frank (seit 13. Juli 2007).<br />
Die zuständigen <strong>Fraktion</strong>sreferenten für die einzelnen<br />
Fachausschüsse <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung sind:<br />
Michael Fella<br />
Stellv. <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer<br />
<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />
Ältestenausschuss<br />
Umwelt und Sport<br />
Verkehr<br />
Joachim rotberg<br />
Pressesprecher<br />
<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />
Haupt- und Finanzausschuss
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
anna-Maria Tonhäuser<br />
<strong>Fraktion</strong>sreferentin<br />
kultur<br />
Bildung und Integration<br />
Dirk antoni<br />
<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />
Soziales und Gesundheit<br />
recht, Verwaltung und<br />
Sicherheit<br />
Werner Hain<br />
<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />
Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-römer<br />
Planung, Bau, Wohnungsbau<br />
Wirtschaft und Frauen<br />
Markus Wagner<br />
<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />
koordination <strong>der</strong> ortsbeiräte<br />
elo – eleKtRonisches doKumentenmanagementsystem<br />
Durch rasante Fortschritte in Forschung und Technik<br />
verdoppelt sich das heute verfügbare Wissen alle fünf<br />
Jahre – und die Hälfte davon ist schon innerhalb <strong>der</strong><br />
nächsten drei bis vier Jahre wie<strong>der</strong> veraltet. Eine Entwicklung,<br />
<strong>der</strong> sich auch die Geschäftsabläufe <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> nicht entziehen können. Immer stärker sind<br />
wir darauf angewiesen, die Mitarbeiter sehr schnell mit<br />
aktuellem Wissen zu versorgen. Deshalb war es sinnvoll,<br />
Maßnahmen für Speicherung und ausbau vorhandenen<br />
know-hows miteinan<strong>der</strong> zu verzahnen. Dazu<br />
gehört das Dokumentenmanagementsystem „ELo“<br />
(Elektronischer Leitz-ordner) – ein elektronisches archiv,<br />
in das alle Mitarbeiter wichtige Daten ihres arbeitsbereichs<br />
einspeisen. So werden Informationen<br />
nicht nur schnell und sicher gefunden, son<strong>der</strong>n auch effizient<br />
und geordnet verwaltet. Der ständig aktuelle Informationspool<br />
hält alle Mitarbeiter <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle<br />
auf dem gleichen Wissensstand – eine<br />
solide, zusätzliche Informationsquelle für die arbeit<br />
<strong>der</strong> Stadtverordneten und auch <strong>der</strong> ortsbeiräte.<br />
ELO – das elektronische Archiv <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>.<br />
107<br />
fRaKtionsgeschäftsstelle
108<br />
anhang<br />
KoalitionsVeRtRag<br />
<strong>CDU</strong> + DIE GRÜNEN <strong>2006</strong> – 2011<br />
FRANKFURt AM MAIN, IM MAI <strong>2006</strong><br />
präaMBel<br />
Die <strong>Frankfurt</strong>er Wählerinnen und Wähler haben bei <strong>der</strong> Kommunalwahl<br />
<strong>am</strong> 26. März <strong>2006</strong> entschieden, <strong>CDU</strong> und den<br />
GRÜNEN eine Mehrheit in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
zu geben. Wir nehmen diesen Wählerauftrag an. In einer<br />
Koalition wollen wir die Geschicke <strong>der</strong> Stadt lenken und <strong>Frankfurt</strong><br />
weiter entwickeln.<br />
Grundlage ist <strong>der</strong> Koalitionsvertrag. <strong>CDU</strong> und GRÜNE wollen<br />
<strong>Frankfurt</strong> für die Herausfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> Zukunft stärken.<br />
Dazu setzen wir deutlich neue eigene Akzente. Die bisherigen<br />
Beschlüsse <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung erkennen wir<br />
an, modifizieren sie jedoch an manchen Stellen.<br />
Beide Partner tragen unabhängig von <strong>der</strong> jeweiligen Magistrats-<br />
bzw. Ressortzuständigkeit für die ges<strong>am</strong>te Politik <strong>der</strong><br />
Koalition gemeins<strong>am</strong> Verantwortung.<br />
Unterschiedliches Abstimmungsverhalten innerhalb <strong>der</strong> Koalition<br />
wird es nicht geben.<br />
Unter Vorsitz <strong>der</strong> direkt gewählten Oberbürgermeisterin werden<br />
dem Magistrat die Bürgermeisterin sowie acht haupt<strong>am</strong>tliche<br />
Stadträte angehören. Davon erhalten die <strong>CDU</strong> sechs und<br />
DIE GRÜNEN drei Positionen.<br />
Die FDP ist eingeladen, auch zukünftig für die Dauer <strong>der</strong> Wahlperiode<br />
im Magistrat mitzuarbeiten.<br />
BIlDUng, kUltUr UnD FreIzeIt<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> soll in den nächsten fünf Jahren zu <strong>der</strong> F<strong>am</strong>ilienstadt<br />
in Deutschland werden. Dazu gehört nicht zuletzt<br />
ein hervorragendes Bildungsangebot – und Bildung beginnt<br />
für uns nicht erst in <strong>der</strong> Schule. Nur exzellente Bildung und<br />
Ausbildung ermöglichen es, wirtschaftlich wie kulturell den<br />
internationalen Wettbewerb zu bestehen. Durch nachhaltige<br />
Investitionen in die Ausbildung von Kin<strong>der</strong>n, Jugendlichen<br />
und jungen Erwachsenen mit einem erweiterten Bildungsdezernat<br />
werden wir dies erreichen.<br />
Wir werden die Zahl <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>betreuungsplätze weiter erhöhen<br />
und zwar gerade auch für unter 3-Jährige. Die Intensivierung<br />
und qualitative Verbesserung <strong>der</strong> frühkindlichen Bildung<br />
ist ebenso Bestandteil dieses Konzepts wie das gebührenfreie<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Angebot des letzten vorschulischen Kin<strong>der</strong>gartenjahres. Zu<br />
diesem Zweck werden die Erzieherinnen- und Erzieherstellen<br />
von 1,5 auf 2 je Kin<strong>der</strong>gartengruppe erhöht. Wir werden darüber<br />
hinaus eine Initiative ergreifen zur Fort- und Weiterbildung<br />
von pädagogischen Fachkräften in Kin<strong>der</strong>tagesstätten<br />
und Grundschulen.<br />
Der Schulentwicklungsplan für Allgemeinbildende Schulen wird<br />
fortgeschrieben. Die breit gefächerte Bildungslandschaft <strong>Frankfurt</strong>s<br />
mit Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien ist dabei genauso<br />
zu sichern wie ein ausreichendes Angebot an kooperativen<br />
und integrierten Ges<strong>am</strong>tschulen. Die Hauptschulen werden dadurch<br />
beson<strong>der</strong>s geför<strong>der</strong>t, dass hier überall Schulsozialarbeit<br />
und ganztägige Angebote etabliert werden. Ziel ist es, durch stärkere<br />
Praxisorientierung die Abschlussquote zu erhöhen und bessere<br />
Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erreichen. Eine<br />
Kooperation zwischen Hauptschulen und Realschulen wird angestrebt.<br />
Für den Ausbau von Ges<strong>am</strong>tschulen werden vor dem<br />
Hintergrund einer ges<strong>am</strong>tstädtisch sinnvollen Schulorganisation<br />
sowohl <strong>der</strong> Elternwille als auch <strong>der</strong> Wille des jeweiligen Stadtteils,<br />
also <strong>der</strong> Ortsbeiräte, als Kriterien einbezogen. Auch das Angebot<br />
an Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung wird ausgebaut.<br />
Für einen mo<strong>der</strong>nen naturwissenschaftlichen Unterricht wollen<br />
wir ein neues Fachraumprogr<strong>am</strong>m mit einem Volumen von<br />
10 Millionen Euro auflegen. Zur deutlichen Verbesserung <strong>der</strong><br />
baulichen Situation <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Schulen ist ein Investitionsprogr<strong>am</strong>m<br />
„Unsere Schulen können sich sehen lassen“ mit einem<br />
aufgestockten Bauunterhaltungsprogr<strong>am</strong>m von jährlich 25 Millionen<br />
Euro vorgesehen.<br />
Einen beson<strong>der</strong>en Schwerpunkt sehen wir in <strong>der</strong> För<strong>der</strong>ung<br />
von Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen aus Migrantenf<strong>am</strong>ilien. Daher<br />
werden wir unter an<strong>der</strong>em so genannte Elternschulen als Instrument<br />
gegen Bildungsbenachteiligung von Kin<strong>der</strong>n aus solchen<br />
F<strong>am</strong>ilien einrichten.<br />
Für eine Bildungsoffensive ist die Intensivierung <strong>der</strong> Kooperation<br />
von Schule und Jugendhilfe unabdingbar. Im einem ersten<br />
Schritt wird eine Arbeitsgruppe von Schul<strong>am</strong>t und Jugendhilfe<br />
gebildet, die umgehend Unterstützungsangebote (z. B. Schulsozialarbeit)<br />
für Schulen einrichtet. Im zweiten Schritt wollen<br />
wir dann relevante Teile des früheren Jugend<strong>am</strong>tes unter Mitwirkung<br />
des Personal- und Organisations<strong>am</strong>tes ins Bildungsdezernat<br />
einglie<strong>der</strong>n.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
D<strong>am</strong>it sich Kin<strong>der</strong> und Jugendliche zu selbstbewussten, kreativen<br />
und neugierigen Menschen entwickeln können, sind kulturelle<br />
Bildung und ästhetische Erziehung unabdingbare Mittel.<br />
Deshalb ist verstärkte kulturelle Arbeit bereits in<br />
frühkindlichen Erziehungseinrichtungen und in <strong>der</strong> Schule<br />
notwendig. Aber auch Kin<strong>der</strong>- und Jugendarbeit in den Kulturinstitutionen<br />
sind dabei unerlässlich. Die bestehende Kooperation<br />
von Bildungsdezernat und Kulturdezernat wird erweitert<br />
und mit neuen Komponenten ergänzt. Denn Kin<strong>der</strong><br />
und Jugendliche sind das künftige Publikum unserer Museen<br />
und Theater.<br />
<strong>Frankfurt</strong>s Ansehen ist in hohem Maße durch sein Kulturangebot<br />
begründet. Keine an<strong>der</strong>e Stadt verfügt über eine solche<br />
Vielfalt kultureller Einrichtungen: das Museumsufer, die Städtischen<br />
Bühnen, die Alte Oper, den Kunst-, Musik- und Literaturbereich.<br />
Dieses weite Spektrum wollen wir auf hohem Niveau<br />
gewährleisten und verstärkt profilieren. Wir sind<br />
überzeugt, dass Kultur von essenzieller Bedeutung für das Zus<strong>am</strong>menleben<br />
in <strong>der</strong> Stadtgesellschaft ist, sowohl für die Einzelnen<br />
als auch für die Gemeinschaft. Außerdem ist Kultur ein<br />
wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb <strong>der</strong> Städte. In <strong>Frankfurt</strong><br />
sind Schätze vorhanden, die teilweise noch nicht angemessen<br />
präsentiert werden.<br />
So verfügt das Museum <strong>der</strong> Weltkulturen über eine große<br />
S<strong>am</strong>mlung von herausragen<strong>der</strong> Bedeutung, die aufgrund <strong>der</strong><br />
räumlichen Enge nur unzureichend ausgestellt werden kann.<br />
Daher streben wir eine Erweiterung dieses Museums im Rahmen<br />
<strong>der</strong> finanziellen Möglichkeiten an.<br />
Nach dem Erwerb von Werken <strong>der</strong> „Neuen <strong>Frankfurt</strong>er Schule“<br />
müssen diese <strong>der</strong> Öffentlichkeit so bald möglich zugänglich<br />
gemacht werden. Das Leinwandhaus soll zunächst im<br />
Erdgeschoss und 2.Stock Domizil des künftigen Karikaturenmuseums<br />
werden. Teile des durch den Umzug dieser S<strong>am</strong>mlung<br />
frei werdenden Raums im Historischen Museum sollen<br />
dann dem Thema „Auschwitz-Prozess“ als historisch wichtiger<br />
Zäsur in <strong>der</strong> bundesdeutschen Geschichtsaufarbeitung<br />
gewidmet werden.<br />
In einer Stadt wie <strong>Frankfurt</strong> bietet sich überdies die intensive<br />
kulturelle Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den wissenschaftlichen Institutionen<br />
an, beson<strong>der</strong>s mit den Geisteswissenschaften. Das<br />
soll verstärkt werden.<br />
Wir wollen <strong>Frankfurt</strong>s Stellung als Sportstadt weiter festigen<br />
und allen Sporttreibenden sowohl im Vereins-, Leistungs- und<br />
Spitzensport als auch im Schul- und Breitensport gute Bedingungen<br />
bieten. Dazu gehört die verlässliche För<strong>der</strong>ung <strong>der</strong><br />
zahlreichen <strong>Frankfurt</strong>er Sportvereine genauso wie die Bereitstellung<br />
und <strong>der</strong> Ausbau <strong>der</strong> Infrastruktur im Bereich <strong>der</strong><br />
Sport- und Freizeitstätten. Auch die Akquisition weiterer<br />
Sportveranstaltungen – ggf. gemeins<strong>am</strong> mit <strong>der</strong> Region – gehört<br />
dazu.<br />
Wir wollen das ehren<strong>am</strong>tliche Engagement <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>erinnen<br />
und <strong>Frankfurt</strong>er weiter för<strong>der</strong>n und neben <strong>der</strong> Ehren<strong>am</strong>tscard<br />
weitere Möglichkeiten zur Würdigung und För<strong>der</strong>ung<br />
des Ehren<strong>am</strong>tes prüfen.<br />
Der Flohmarkt bleibt an seinem bisherigen Standort <strong>am</strong> <strong>Main</strong>ufer.<br />
Um die Bedürfnisse <strong>der</strong> Anwohnerinnen und Anwohner<br />
und <strong>der</strong> dortigen Museen stärker zu berücksichtigen, findet<br />
<strong>der</strong> Flohmarkt alle zwei Wochen statt.<br />
wIrtsChaFt, FlUghaFen UnD FInanzen<br />
Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit <strong>Frankfurt</strong>s ist ein<br />
starker Flughafen unverzichtbar. Um im europäischen Wettbewerb<br />
nicht zurückzufallen und die Position als führen<strong>der</strong><br />
Luftverkehrsstandort in Deutschland zu behalten, muss <strong>der</strong><br />
Flughafen angesichts massiver Konkurrenz seine Kapazitäten<br />
<strong>der</strong> internationalen Luftfahrtentwicklung anpassen. Dabei ist<br />
dem berechtigten Interesse <strong>der</strong> Menschen im Rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet<br />
an einer lebenswerten Umwelt Rechnung zu tragen. Dies<br />
kann unter an<strong>der</strong>em durch Lärmschutzmaßnahmen, ein<br />
Nachtflugverbot, den Schutz des Trinkwassers sowie die Optimierung<br />
<strong>der</strong> An- und Abflugrouten und Startverfahren geschehen.<br />
Beide Koalitionspartner erkennen den grundsätzlichen Dissens<br />
in dieser Frage an: Die <strong>CDU</strong> hält eine Ausweitung <strong>der</strong><br />
Flughafenkapazitäten durch den Bau einer neuen Landebahn<br />
im Nordwesten für unabdingbar. Für DIE GRÜNEN ist eine Kapazitätserweiterung<br />
nur innerhalb <strong>der</strong> gegenwärtigen Flughafengrenzen<br />
akzeptabel. Diese Beschränkung auf die heutigen<br />
Grenzen bezieht auch die Flächen <strong>der</strong> ehemaligen US-Air-Base<br />
sowie <strong>der</strong> Cargo-City und die Fläche <strong>der</strong> künftigen Wartungshalle<br />
für den Airbus A380 ein.<br />
Auf <strong>der</strong> Basis des gemeins<strong>am</strong>en Verständnisses <strong>der</strong> Koalitionspartner,<br />
keine Abstimmungsmehrheiten außerhalb <strong>der</strong><br />
Koalition zuzulassen, wird folgendes Verfahren vereinbart:<br />
p aus <strong>der</strong> koalition heraus erfolgen keine parl<strong>am</strong>entarischen<br />
Initiativen, die den ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />
durch den Bau einer neuen Landebahn im nordwesten beför<strong>der</strong>n.<br />
p aus <strong>der</strong> koalition heraus erfolgen auch keine parl<strong>am</strong>entarischen<br />
Initiativen, die einen ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />
außerhalb seiner heutigen Grenzen behin<strong>der</strong>n.<br />
109<br />
anhang
110<br />
p Die koalitionspartner enthalten sich bei parl<strong>am</strong>entarischen<br />
Initiativen, die den ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />
betreffen, in dem Bewusstsein, dass solche Initiativen<br />
aufgrund <strong>der</strong> bereits geltenden Beschlüsse keine<br />
praktischen auswirkungen haben können.<br />
Darüber hinaus wollen wir <strong>Frankfurt</strong> als internationalen Wirtschafts-<br />
und Arbeitsplatzstandort ausbauen. Die Rolle <strong>der</strong><br />
Stadt als zentraler Finanzplatz in Deutschland und Europa ist<br />
zu stärken. Die Wirtschaftsstruktur muss in ihrer Vielfalt weiter<br />
geför<strong>der</strong>t werden. Die <strong>Frankfurt</strong>er Wirtschaftsför<strong>der</strong>ung<br />
wird nach <strong>der</strong> bereits erfolgten Gründung <strong>der</strong> regionalen<br />
Standortmarketinggesellschaft zu einem leistungsfähigen Instrument<br />
auf lokaler Ebene ausgebaut.<br />
Die Stadt wird ihre Möglichkeiten konsequent nutzen, um Firmen<br />
<strong>der</strong> Medien-, IT-, Umwelt- und Biotechnologiebranche<br />
sowie weitere Dienstleistungsunternehmen in <strong>Frankfurt</strong> anzusiedeln.<br />
Daher werden wir die Gewerbesteuer zum 1. Januar<br />
2007 um 30 Punkte auf 460 Punkte senken. Das schafft und<br />
sichert Arbeitsplätze. Die Zahl <strong>der</strong> gewerbesteuerzahlenden<br />
Betriebe soll auf Sicht wachsen und d<strong>am</strong>it die Einnahmebasis<br />
für diese Abgabe verbreitern.<br />
Weitere Anreize für neue Investitionen und Hilfestellung für<br />
Unternehmensansiedlungen in <strong>Frankfurt</strong> sollen sogenannte<br />
Verwaltungslotsen im Rathaus durch eine bessere, zentrale<br />
Betreuung hier ansässiger o<strong>der</strong> ansiedlungswilliger Unternehmen<br />
geben. Um gerade auch Jungunternehmerinnen und<br />
Jungunternehmer mit Migrationshintergrund für den Weg in<br />
die Selbständigkeit zu gewinnen, wird beim Existenzgründungszentrum<br />
„Kompass“ ein spezielles Progr<strong>am</strong>m entwickelt<br />
und geför<strong>der</strong>t.<br />
<strong>Frankfurt</strong>s Position als Wissenschaftsstadt wollen wir durch<br />
die weitere För<strong>der</strong>ung des Ausbaus <strong>der</strong> Goethe-Universität<br />
stärken: Für die anstehenden Bauvorhaben werden zügig alle<br />
erfor<strong>der</strong>lichen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen.<br />
Die städtischen Finanzen müssen auf Dauer konsolidiert werden.<br />
Die Haushaltsführung folgt weiterhin diesem Gebot. Fehlbeträge<br />
im Verwaltungshaushalt, also bei laufenden Einnahmen<br />
und Ausgaben, müssen mittelfristig vermieden werden,<br />
um zu einem nachhaltigen Abbau des Defizits zu kommen.<br />
Freiwillige Leistungen <strong>der</strong> Stadt sind danach zu bewerten, ob<br />
sie politisch gewünschte Entwicklungen vorantreiben o<strong>der</strong> ob<br />
sie geeignet sind, als Prävention höhere Folgekosten zu vermeiden.<br />
Dies kann <strong>der</strong> Fall sein, wenn sie dem sozialen Zus<strong>am</strong>menhalt<br />
dienen o<strong>der</strong> die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts<br />
<strong>Frankfurt</strong> stärken. Dann ist im Einzelfall auch <strong>der</strong> Ausbau<br />
von Progr<strong>am</strong>men o<strong>der</strong> Projekten in einem finanziell sinnvollen<br />
Rahmen vertretbar. Investitionen sind auch unter Inkaufnah-<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
me einer maßvollen Nettoneuverschuldung möglich, wenn sie<br />
<strong>der</strong> Vermögenssicherung dienen, so zum Beispiel für die Bauunterhaltung<br />
bei Schulen, Kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen, öffentlichen<br />
Gebäuden, Straßen, Wegen und Plätzen.<br />
Zur Stärkung <strong>der</strong> kleinen und mittelständischen Unternehmen<br />
in <strong>Frankfurt</strong> wird ein kommunales Konjunkturprogr<strong>am</strong>m aufgelegt,<br />
das alleine durch die Anhebung <strong>der</strong> Bauunterhaltung im<br />
Schulbereich einen Investitionsumfang von rund 30 Millionen<br />
Euro über die Wahlperiode besitzt. Dabei werden Investitionen<br />
in substanzerhaltende Bauvorhaben und den barrierefreien Umbau<br />
öffentlicher Gebäude vorgesehen. Bei <strong>der</strong> Ausschreibung<br />
öffentlicher Aufträge sollen alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt<br />
werden, um die Bewerbung <strong>der</strong> hier ansässigen kleineren<br />
und mittelständischen Unternehmen vermehrt zu för<strong>der</strong>n. Das<br />
stärkt die Wirtschaft in <strong>der</strong> Region <strong>Frankfurt</strong>/Rhein-<strong>Main</strong> und<br />
führt d<strong>am</strong>it auch zu höheren Steuereinnahmen für die Stadt. Die<br />
Veröffentlichung aller Ausschreibungen sowie Ausschreibungsunterlagen<br />
und Teilnahmeanträge im Internet soll ebenfalls Teil<br />
dieses Konjunkturprogr<strong>am</strong>ms sein.<br />
staDtverwaltUng, ver waltUngsreForM<br />
UnD gleIChBereChtIgUng<br />
Unser Ziel ist es auch, die Stadtverwaltung zu mo<strong>der</strong>nisieren.<br />
Dabei wollen wir die Ämter neu strukturieren und Personalkosten<br />
reduzieren. Frei werdende Stellen im höheren Dienst<br />
sollen insbeson<strong>der</strong>e im Rahmen eines Traineeprogr<strong>am</strong>mes für<br />
Nachwuchskräfte besetzt werden. Dafür können sich auch geeignete<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gehobenen<br />
Dienstes (Tarifgruppen A12, A13) bewerben. Einstellungs- und<br />
Aufstiegsverfahren des höheren Dienstes sind nur mit Zustimmung<br />
des Magistrats zulässig. Der Grundsatz „Umsetzung<br />
geht vor Einstellung“ gilt weiter. Um dabei eine höhere Effizienz<br />
zu erzielen, werden die Aktivitäten im Bereich <strong>der</strong> Personalentwicklung<br />
verstärkt. Auf diese Weise wird die Qualifizierung<br />
<strong>der</strong> Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue Aufgaben<br />
und Umschulungen ermöglicht.<br />
Die Stadtverwaltung wird das Audit „Beruf und F<strong>am</strong>ilie“ <strong>der</strong><br />
gemeinnützigen Hertie-Stiftung durchführen.<br />
Zu den Voraussetzungen für eine solidarische Mo<strong>der</strong>nisierung<br />
<strong>der</strong> Gesellschaft gehört auch Geschlechtergerechtigkeit. Wir<br />
werden daher eine offensive Gleichstellungspolitik verfolgen.<br />
Dazu gehört die nachhaltige Umsetzung des Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing<br />
auch im Rathaus. Frauenför<strong>der</strong>ung wird als Qualitätsmerkmal<br />
in <strong>der</strong> Stadtverwaltung verankert. Der Frauenanteil<br />
bei Führungspositionen soll erhöht und als gesellschaftliches<br />
Vorbild für die Unternehmen <strong>der</strong> Stadt herausgestellt werden.<br />
Die Stadt unterstützt weiterhin Initiativen zur Frauenför<strong>der</strong>ung<br />
beson<strong>der</strong>s im Bereich <strong>der</strong> berufliche Bildung und Arbeitsmarktintegration.<br />
Beson<strong>der</strong>es Augenmerk gilt auch <strong>der</strong> För<strong>der</strong>ung von
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
Migrantinnen. Das Frauenreferat muss weiterhin qualifizierte<br />
Arbeit leisten können. Wir werden außerdem dafür Sorge tragen,<br />
dass die interkulturelle Kompetenz in <strong>der</strong> Stadtverwaltung<br />
weiter erhöht wird und künftig mehr Menschen mit Migrationshintergrund<br />
in <strong>der</strong> Stadtverwaltung arbeiten.<br />
Die Informationstechnik wird auf <strong>der</strong> Basis einer fundierten<br />
Kosten-Nutzenrechnung zentralisiert und mo<strong>der</strong>nisiert. Dabei<br />
wird Kompatibilität zwischen den Dezernaten, Ämtern<br />
und Behörden hergestellt.<br />
Mit dem Personalrat wird mit dem Ziel einer neuen Dienstvereinbarung<br />
über die Themen <strong>der</strong> ausgelaufenen Dienstvereinbarung<br />
183 verhandelt.<br />
In Wahrnehmung ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung<br />
geht die Stadt eine Selbstverpflichtung ein, weiterhin<br />
über ihren Bedarf hinaus auszubilden, allerdings ohne Übernahmegarantie<br />
für die Absolventinnen und Absolventen.<br />
sozIales UnD wohnen<br />
Um <strong>Frankfurt</strong> weiterhin als soziale Stadt zu sichern, wird <strong>der</strong><br />
„Vertrag für den Sozialen Frieden“ fortgeschrieben. Seine Inhalte<br />
werden an den aktuellen sozialpolitischen Bedürfnissen<br />
und Entwicklungen bis 2011 und darüber hinaus ausgerichtet.<br />
Dabei ist für uns die beson<strong>der</strong>e För<strong>der</strong>ung von F<strong>am</strong>ilien und<br />
die Verbesserung <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>- und Jugendhilfe genauso wichtig<br />
wie die Anpassung <strong>der</strong> Altenpolitik an die demografische<br />
Entwicklung <strong>Frankfurt</strong>s und eine Neukonzeption <strong>der</strong> Angebote<br />
in <strong>der</strong> Altenhilfe, die sich nicht an überkommenen Altenbil<strong>der</strong>n<br />
orientiert. Die Bürgerinnen und Bürger sollen in Würde<br />
alt werden und dazu gehört ein so lange wie möglich<br />
selbstbestimmtes Leben. Geeignete Instrumente, um dies zu<br />
unterstützen, sind die gezielte För<strong>der</strong>ung von Wohngemeinschaften,<br />
Mietzuschüsse und Renovierungshilfen, kleine,<br />
überschaubare stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen<br />
und Einkaufshilfen in Stadtteilen mit schlechter Einzelhandelsstruktur.<br />
In Neubaugebieten muss die jeweils erfor<strong>der</strong>liche soziale Infrastruktur<br />
zeitnah, möglichst gleichzeitig mit dem Bezug <strong>der</strong><br />
Quartiere fertig gestellt werden. Dabei ist die bestehende Infrastruktur<br />
in benachbarten Stadtteilen zu berücksichtigen<br />
und in die Planungen für die Neubaugebiete einzubeziehen.<br />
Beson<strong>der</strong>er Wert ist darauf zu legen, dass Einrichtungen im<br />
Hinblick auf die demografische Entwicklung konzipiert werden,<br />
also zum Beispiel Kin<strong>der</strong>betreuungseinrichtungen bei<br />
verän<strong>der</strong>tem Bedarf später auch als Jugendeinrichtungen,<br />
Bürgertreff o<strong>der</strong> ähnliches genutzt werden können. Gleich-<br />
zeitig sind bestehende Doppel- o<strong>der</strong> Mehrfachangebote unter<br />
enger Vernetzung <strong>der</strong> jeweiligen Träger und <strong>der</strong> Stadt abzubauen.<br />
Bei Ausbildungs- und Beschäftigungsangeboten wird die<br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> ein spezielles Augenmerk darauf richten, Jugendarbeitslosigkeit<br />
zu bekämpfen. Um den Erfolg besser bewerten<br />
und gegebenenfalls gezielt Än<strong>der</strong>ungen vornehmen<br />
zu können, wird wie<strong>der</strong> eine kommunale Arbeitsmarktberichterstattung<br />
eingeführt.<br />
Unser Ziel ist ein stabiler, allen Bevölkerungsschichten zugänglicher,<br />
nutzerorientierter Wohnungsmarkt, <strong>der</strong> auch für<br />
F<strong>am</strong>ilien mit Kin<strong>der</strong>n attraktive Angebote bereithält und auf<br />
den demografischen Wandel vorbereitet ist.<br />
In den nächsten fünf Jahren wird <strong>der</strong> Wohnungsanteil in <strong>der</strong><br />
Innenstadt und in den innenstadtnahen Quartieren weiter erhöht.<br />
Dazu soll die Umwandlung von Büroraum in Wohnungen<br />
vorangetrieben werden und eine Erhöhung des Wohnanteils<br />
in Plangebieten erfolgen. Die städtischen Wohnungsbauunternehmen<br />
werden angehalten, wie<strong>der</strong> mehr in den Neubau<br />
investieren. Genossenschaftliche Modelle und private Baugruppen<br />
sowie das individuelle Bauen werden verstärkt geför<strong>der</strong>t.<br />
Progr<strong>am</strong>me zum Eigentumserwerb für junge F<strong>am</strong>ilien<br />
werden fortgeführt.<br />
Um mehr f<strong>am</strong>ilien- und seniorengerechte Wohnungen zu<br />
schaffen, werden die kommunalen För<strong>der</strong>gel<strong>der</strong> um 10 Millionen<br />
Euro aufgestockt. Alle För<strong>der</strong>richtlinien werden mit dem<br />
Ziel überarbeitet, künftig nach Möglichkeit nur noch barrierefreies<br />
Bauen im Passivhausstandard zu för<strong>der</strong>n. Um auch private<br />
Investoren zum Bau seniorengerechter Wohnungen zu<br />
ermutigen, gibt die Stadt <strong>Frankfurt</strong> eine detaillierte Bedarfsanalyse<br />
in Auftrag.<br />
Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften unter dem Dach<br />
<strong>der</strong> ABG <strong>Frankfurt</strong> Holding agieren wirtschaftlich und sozial<br />
verantwortlich. Innerhalb des Unternehmens wird deshalb geprüft,<br />
in welchen Wohngebieten künftig ein fünfprozentiger<br />
Abstand zu den Preisen des Mietspiegels eingehalten werden<br />
sollte. Zur För<strong>der</strong>ung des selbstgenutzten Wohneigentums<br />
wird <strong>der</strong> Verkauf städtischer Wohnungen an Mieterinnen und<br />
Mieter fortgeführt. Eine Veräußerung städtischer Wohnungsbaugesellschaften<br />
o<strong>der</strong> von Teile dieser Unternehmen an private<br />
Investoren ist dagegen ausgeschlossen.<br />
staDtentwICklUng UnD verkehr<br />
Wir wollen <strong>Frankfurt</strong> mit seinem historisch gewachsenen Stadtbild,<br />
seiner funktionierenden Innenstadt und den lebendigen<br />
Stadtteilen schützen und gleichzeitig weiterentwickeln.<br />
111<br />
anhang
112<br />
Die Attraktivität <strong>der</strong> Innenstadt soll durch eine Aufwertung<br />
des ges<strong>am</strong>ten Areals zwischen Zeil und <strong>Main</strong>ufer in den<br />
nächsten fünf Jahren gestärkt werden. Das umfasst eine<br />
Verbesserung <strong>der</strong> Qualität des öffentlichen Raums, behuts<strong>am</strong>e<br />
Nachverdichtung und die Schaffung von mehr Wohnraum.<br />
Um die Aufenthaltsqualität in <strong>der</strong> Innenstadt für<br />
Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen, wird <strong>der</strong> Straßenabschnitt<br />
zwischen Katharinenkirche und Biebergasse<br />
zur Fußgängerzone umgestaltet. Die finanziellen Mittel dafür<br />
werden im Haushalt 2007 bereit gestellt. Das Erscheinungsbild<br />
<strong>der</strong> Zeil zwischen Hauptwache und Konstablerwache<br />
wird durch ein neues Gestaltungs- und<br />
Beleuchtungskonzept verbessert, das die Sanierung <strong>der</strong> bestehenden<br />
Pavillons einschließt und die charakteristischen<br />
Baumreihen weitestgehend erhält. Die Stichstraßen zur<br />
Zeil und ihre Parallelstraßen erfahren ebenfalls eine Aufwertung.<br />
Die Wegebeziehungen in Nord-Süd-Richtung werden<br />
verbessert. Ein entsprechendes Konzept wird in <strong>der</strong><br />
zweiten Jahreshälfte <strong>2006</strong> vorgelegt. Die nördliche <strong>Main</strong>uferstraße<br />
(<strong>Main</strong>kai/Untermainkai) wird zwischen Alter Brücke<br />
und Untermainbrücke in einem Tunnel geführt. Dadurch<br />
entsteht oberirdisch <strong>am</strong> Eisernen Steg eine <strong>der</strong><br />
schönsten Uferpromenaden Deutschlands. Die Altstadt<br />
<strong>Frankfurt</strong>s rückt d<strong>am</strong>it wie<strong>der</strong> an den <strong>Main</strong>.<br />
Anstelle des heutigen Technischen Rathauses soll ein gemischtes,<br />
kleinteiliges und lebendiges Quartier mit vielen<br />
Wohnungen, aber auch mit Läden, Lokalen, kulturellen und<br />
sozialen Nutzungen entstehen. Die Stadt wird das Gelände<br />
zwischen Dom und Römer zurückkaufen. Dort werden, ausgerichtet<br />
<strong>am</strong> historischen Stadtgrundriss, möglichst kleine<br />
Grundstücke gebildet, d<strong>am</strong>it viele verschiedene Stadthäuser<br />
realisiert werden können. Für die Neubebauung wird in Anlehnung<br />
an die bauliche Tradition <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Altstadt<br />
eine Gestaltungssatzung erarbeitet, die Vorgaben zu Baumaterialien,<br />
Stockwerkshöhen und Dachformen macht. Einige<br />
wenige, historisch bedeuts<strong>am</strong>e Gebäude sollen rekonstruiert<br />
und zeitgemäß genutzt werden. Der Archäologische<br />
Garten bleibt öffentlich zugänglich. Die Neubebauung entlang<br />
<strong>der</strong> Braubachstraße orientiert sich in ihrer Gestaltung<br />
an den umliegenden Gebäuden. Mittels einer mo<strong>der</strong>ierten<br />
Planungswerkstatt wird ein breites Spektrum an Fachleuten,<br />
Bürgerinnen und Bürgern an <strong>der</strong> detaillierteren Planung <strong>der</strong><br />
künftigen Nutzung und Bebauung beteiligt.<br />
Wir werden ein neues Brunnenprogr<strong>am</strong>m auflegen, um alle<br />
Brunnen in <strong>der</strong> Stadt zu sanieren und wie<strong>der</strong> zum Fließen<br />
zu bringen.<br />
Unter dem Titel „Zu Hause im Stadtteil“ wird ein Investitionsprogr<strong>am</strong>m<br />
zur Verbesserung <strong>der</strong> städtebaulichen Situation<br />
in den <strong>Frankfurt</strong>er Stadtteilen aufgelegt. Ziel ist die<br />
Verschönerung von Ortskernen, Plätzen, Wegen, Anlagen<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
und Straßen in enger Kooperation mit den zuständigen<br />
Ortsbeiräten. Der Einzelhandel in den Stadtteilen soll geschützt<br />
und gestärkt werden.<br />
Die den Denkmalschutz ergänzenden Erhaltungssatzungen und<br />
das Instrument <strong>der</strong> Milieuschutzsatzung werden vor dem Hintergrund<br />
<strong>der</strong> Novellierung <strong>der</strong> hessischen Bauordnung bis September<br />
<strong>2006</strong> auf ihre Wirks<strong>am</strong>keit hin überprüft und gegebenenfalls<br />
mit dem Ziel größerer Verbindlichkeit überarbeitet.<br />
Ein wesentlicher Aspekt <strong>der</strong> Stadtentwicklung ist die Verkehrspolitik.<br />
Hier wollen wir in den nächsten fünf Jahren für<br />
die zügige Verwirklichung wichtiger Verkehrsplanungen und<br />
–projekte sorgen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen dabei<br />
nicht nur um das „Was“, son<strong>der</strong>n auch verbindlich um das<br />
„Wer, wie und wann“ wissen. Dieser Grundsatz gilt für alle die<br />
städtische Mobilität betreffenden Verkehrsträger. Wir sind für<br />
ein Miteinan<strong>der</strong> von Öffentlichem Nahverkehr und Individualverkehr,<br />
von Fahrrad- und Fußgängerverkehr. Deshalb setzen<br />
wir auf einen attraktiven ÖPNV, ein leistungsfähiges Straßennetz,<br />
genügend Radwege und auch eine Lobby für Fußgänger.<br />
Um das Zu-Fuß-Gehen sicherer und angenehmer zu machen,<br />
hat <strong>Frankfurt</strong> im Vergleich zu an<strong>der</strong>en europäischen Städten<br />
einigen Nachholbedarf. Dafür wollen wir die Ergebnisse des<br />
zur Zeit laufenden Pilot-Projektes „Nahmobilität im Nordend“<br />
nutzen und mit den Ortsbeiräten und weiteren interessierten<br />
und engagierten Bürgerinnen und Bürgern in den Stadtteilen<br />
Hin<strong>der</strong>nisse für Fußgängerinnen und Fußgänger zügig aus<br />
dem Weg räumen. Es soll Freude machen, in <strong>der</strong> Stadt zu Fuß<br />
unterwegs zu sein. Gleichzeitig wollen wir die Verkehrsberuhigung<br />
in den Stadtvierteln stärker an den Interessen von Kin<strong>der</strong>n<br />
ausrichten und ihnen beispielsweise durch die Einrichtung<br />
von Spielstraßen einen sicheren Raum zum Spielen vor<br />
<strong>der</strong> Haustür geben.<br />
Für die Entwicklungsperspektiven im motorisierten Individualverkehr,<br />
im Fuß- und Radverkehr sowie für die Mobilität<br />
mit Bussen und Bahnen bildet <strong>der</strong> beschlossene Ges<strong>am</strong>tverkehrsplan<br />
die Grundlage. Darüber hinaus wollen wir die<br />
Stadtbahn vom Güterplatz an oberirdisch weiterführen, um<br />
das Europaviertel zeitnah mit seiner städtebaulichen Entwicklung<br />
an das städtische ÖPNV-Netz anzubinden. Zur<br />
Steigerung <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs<br />
in <strong>der</strong> Hanauer Landstraße wird die dort verlaufende<br />
Straßenbahntrasse unterirdisch unter dem Ratswegkreisel<br />
hindurch geführt. Priorität hat für uns die Straßenbahnverbindung<br />
Mörfel<strong>der</strong> Landstraße/Stresemannallee sowie das<br />
Konzept für Quartiersgaragen. Der Beschluss zur Verlängerung<br />
<strong>der</strong> U-Bahn-Strecke von <strong>der</strong> Bockenheimer Warte nach<br />
Ginnheim wird aufgehoben. Die Anbindung des Riedbergs<br />
an das Stadtbahnnetz wird schnellstmöglich realisiert.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
UMwelt UnD gesUnDheIt<br />
Der GrünGürtel wird erhalten und aufgewertet. Dabei sollen<br />
die Verknüpfungen mit dem Regionalpark erweitert werden,<br />
z. B. vom Riedberg in Richtung Oberursel, <strong>am</strong> Sulzbach entlang<br />
von Sossenheim in Richtung Sulzbach sowie im Süden <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> entlang in Richtung Offenbach. Bei solchen Erweiterungen<br />
und bei Ausgleichsmaßnahmen für Versiegelungen<br />
durch Bauprojekte werden die Nutzflächen <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe und ihre Bewirtschaftung<br />
gesichert. Als Alternative und um Ausgleichsmaßnahmen<br />
möglichst im Stadtgebiet realisieren zu können, wird<br />
<strong>der</strong> Stadtwald aufgewertet, werden Wildbrücken errichtet,<br />
Fließgewässer naturnah ausgebaut und weitere fischökologische<br />
Maßnahmen umgesetzt.<br />
Für die Pflege <strong>der</strong> Grünflächen, Parks, Wallanlagen und Spielplätze<br />
wird mehr Geld zur Verfügung gestellt, um sie in einem<br />
angemessenem Zustand zu erhalten. Grünflächen werden in<br />
Zukunft anspruchsvoller und attraktiver gestaltet.<br />
Der Botanische Garten wird für die <strong>Frankfurt</strong>er Bevölkerung<br />
erhalten und mit dem Palmengarten und Grüneburgpark entsprechend<br />
<strong>der</strong> jetzt vorgelegten Studie zum <strong>Frankfurt</strong>er Gartenreich<br />
verknüpft. Bei <strong>der</strong> Umgestaltung des Eingangs an <strong>der</strong><br />
Siesmayerstraße werden die Kr<strong>am</strong>erbauten erhalten und die<br />
Grünflächen erweitert. Zur künftigen Finanzierung wird das<br />
Modell mit <strong>der</strong> Senckenbergischen Stiftung gewählt.<br />
Die Reduktion <strong>der</strong> CO2-Emissionen ist praktisch eine Pflichtaufgabe<br />
<strong>der</strong> Stadt geworden, um die Gesundheit <strong>der</strong> Bevölkerung<br />
zu schützen, die lokale Wirtschaft zu för<strong>der</strong>n und die Zukunftsfähigkeit<br />
<strong>der</strong> Stadt zu erhalten. Die Kommune erstellt<br />
daher ein alle Handlungsfel<strong>der</strong> umfassendes Konzept zur Vermin<strong>der</strong>ung<br />
des Energieverbrauchs, zur Reduktion <strong>der</strong> CO2-<br />
Emissionen und zur För<strong>der</strong>ung erneuerbarer Energien. Ziele<br />
sind eine Verringerung des Energieverbrauchs in <strong>der</strong> Stadt um<br />
jährlich ein Prozent entsprechend einem Vorschlag <strong>der</strong> EU-<br />
Kommission und eine Reduzierung <strong>der</strong> CO2-Emissionen um<br />
zehn Prozent in einem Fünfjahres-Zeitraum, wie im Klima-<br />
Bündnis <strong>der</strong> europäischen Städte vorgeschlagen. Neue städtische<br />
Gebäude werden möglichst nur noch in Passivhausbauweise<br />
errichtet. Um Erfolge nachprüfbar zu machen, wird alle<br />
zwei Jahre eine CO2-Bilanz erstellt.<br />
Der Beschluss, dass die Stadt und die städtischen Gesellschaften<br />
für ihre Fuhrparks nur noch Erdgasfahrzeuge kaufen<br />
und vorhandene Fahrzeuge mit Dieselrußfiltern nachrüsten,<br />
wird bekräftigt. Sobald <strong>der</strong> Bund eine Kennzeichungsverordnung<br />
für Umweltzonen erlässt, werden schnellst möglich Umweltzonen<br />
in <strong>Frankfurt</strong> eingerichtet.<br />
Die städtischen Kliniken Höchst bleiben als gemeinnützige<br />
GmbH in kommunalem Eigentum und werden auf <strong>der</strong> Basis<br />
des vorliegenden Wirtschaftlichkeitsgutachtens weiterentwickelt.<br />
Die „<strong>Frankfurt</strong>er Klinikallianz“ als Kooperation <strong>der</strong> Krankenhäuser<br />
in öffentlicher Hand wird intensiviert und ausgeweitet.<br />
In <strong>der</strong> Suchtpolitik wird <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Weg fortgeführt. Dazu<br />
gehört unter an<strong>der</strong>em eine Ausweitung des im Bahnhofsviertel<br />
gestarteten Projektes „Offensive Sozialarbeit, Sicherheit,<br />
Intervention, Prävention“ auf an<strong>der</strong>e Stadtteile, eine Erweiterung<br />
<strong>der</strong> Drogenpolitik um die Zuständigkeit für die legalen<br />
Süchte, eine Intensivierung <strong>der</strong> interdisziplinären Zus<strong>am</strong>menarbeit<br />
<strong>der</strong> Ämter, die bessere Vernetzung stationärer und <strong>am</strong>bulanter<br />
Suchthilfeangebote und die Erprobung neuer Methoden<br />
in <strong>der</strong> Suchthilfe. Die ärztlich kontrollierte Heroinvergabe<br />
als Regelangebot wird gesichert. Ein Schwerpunkt soll auf <strong>der</strong><br />
Früherkennung und Frühintervention sowie dem Ausbau <strong>der</strong><br />
Suchtprävention und <strong>der</strong>en Verzahnung mit Musik- und Jugendkultur<br />
liegen. Die Leitlinien „Suchtprävention an Schulen“<br />
und das vorliegende Suchtpräventionskonzept werden<br />
zeitnah umgesetzt.<br />
Hilfsangebote für Personengruppen mit beson<strong>der</strong>en sozialen<br />
Schwierigkeiten, etwa Obdachlose o<strong>der</strong> Suchtkranke, werden<br />
weiter vorgehalten und noch enger mit den gesundheitspolitischen<br />
Angeboten verknüpft.<br />
sICherheIt<br />
Die kommunale Sicherheitspolitik muss darauf ausgerichtet<br />
sein, allen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt je<strong>der</strong>zeit die<br />
ungefährdete Teilhabe <strong>am</strong> öffentlichen Leben zu ermöglichen.<br />
<strong>Frankfurt</strong> ist in den vergangenen Jahren deutlich sauberer und<br />
sicherer geworden. Die Koalition wird den erfolgreichen Weg<br />
<strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Sicherheitspolitik in den nächsten fünf Jahren<br />
weiterbeschreiten und insbeson<strong>der</strong>e die präventive Arbeit<br />
und die bundesweit anerkannten K<strong>am</strong>pagnen „Gewalt-Sehen-<br />
Helfen“ und „Gewalt ist nie privat“ intensivieren.<br />
Um vor allem in den äußeren Stadtteilen die Sicherheit weiter<br />
zu erhöhen und zusätzliche Präsenz von Sicherheitskräften zu<br />
erreichen, wird zum 1. Januar 2007 <strong>der</strong> Freiwillige Polizeidienst<br />
in einer Stärke von 90 Personen eingeführt. Bis dahin<br />
werden geeignete Personen ausgewählt und ausgebildet.<br />
Für die Sicherheit von Frauen und Mädchen werden die Gewaltschutzeinrichtungen<br />
in <strong>der</strong> Stadt erhalten und nachhaltig<br />
unterstützt.<br />
Die Hilfs- und Rettungsdienste, beson<strong>der</strong>s Feuerwehr, Freiwillige<br />
Feuerwehren und Technisches Hilfswerk, sind unverzichtbar<br />
zum Schutz vor Naturgewalten wie Feuer, Wasser und Un-<br />
11<br />
anhang
11<br />
wetter, aber auch zur Hilfe bei Unfällen o<strong>der</strong> gar Katastrophen.<br />
Die Stadt wird auch in Zukunft sicherstellen, dass die haupt-<br />
und ehren<strong>am</strong>tlichen Helfer ihre Aufgaben erfüllen können.<br />
Das geschieht durch die Bereitstellung von Grundstücken, Gebäuden,<br />
Ausstattung und finanziellen Mitteln.<br />
IntegratIon<br />
Die erfolgreiche Integrationspolitik <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> wird<br />
fortgesetzt. Wir treten entschieden gegen Fremdenfeindlichkeit,<br />
Diskriminierung und Rassismus ein. Migrantinnen und<br />
Migranten sollen gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zu<br />
allen Bereichen <strong>der</strong> Gesellschaft erhalten. Die Progr<strong>am</strong>me<br />
zum Erlernen <strong>der</strong> deutschen Sprache für Migrantenkin<strong>der</strong> und<br />
-eltern werden ebenso ausgebaut wie erfor<strong>der</strong>liche Beratungsangebote.<br />
Für Jugendliche mit Migrationshintergrund wird<br />
das Angebot an gezielten Qualifikations- und Beschäftigungsprojekten<br />
weiter verbessert. Im Gesundheitsbereich wird<br />
mehr interkulturelles Wissen verankert, Dolmetscherdienste<br />
und muttersprachliche Gesundheitsberatung sollen zum Standard<br />
werden. Die kulturelle Öffnung von Altenhilfeangeboten<br />
wird vorangetrieben.<br />
Die soziale Lage von Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus in<br />
<strong>Frankfurt</strong> leben, soll durch geeignete Maßnahmen verbessert<br />
werden. Hierfür wird ein Arbeitsgremium aus Vertreterinnen<br />
und Vertretern von Behörden und Institutionen <strong>der</strong> Wohlfahrtsverbände<br />
eingerichtet. Es hat die Aufgabe, praktische<br />
Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, wie diese Menschen Zugang<br />
zu einer medizinischen Grund- beziehungsweise Notfallversorgung<br />
bekommen und ihre Kin<strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>gärten und<br />
Schulen besuchen können. Die Arbeit dieses Gremiums wird<br />
vom Dezernat für Integration koordiniert. Für Konflikte von<br />
Migrantinnen und Migranten mit städtischen Ämtern wird im<br />
Amt für multikulturelle Angelegenheiten eine Ombudsstelle<br />
eingerichtet.<br />
tolerantes FrankFUrt<br />
Wir stehen dafür ein, dass <strong>Frankfurt</strong> eine lesben- und schwulenfreundliche<br />
Stadt ist und Diskriminierung und Missachtung<br />
von Lesben und Schwulen o<strong>der</strong> Gewalt gegen sie nicht geduldet<br />
werden. Nichtkommerzielle Einrichtungen für diese Bevölkerungsgruppen<br />
sollen weiterhin unterstützt werden. Dazu<br />
gehören Beratungsstellen und Freizeiteinrichtungen für Jugendliche<br />
o<strong>der</strong> die Gründung des „Altenpflegayheims“.<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
ortsBeIräte UnD BürgerBeteIlIgUng<br />
Die Ortsbeiräte erhalten ein nach <strong>der</strong> jeweiligen Einwohnerzahl<br />
gestaffeltes Budget zur eigenständigen Umsetzung<br />
kleinerer Verschönerungsvorhaben.<br />
Das erfolgreiche Modell <strong>der</strong> Ortsdiener wird in ein eigenständiges<br />
Progr<strong>am</strong>m <strong>der</strong> Stadt überführt.<br />
In allen Fachausschüssen <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger unter einem<br />
beson<strong>der</strong>en, verbindlich angesetzten Tagesordnungspunkt<br />
Re<strong>der</strong>echt zu den jeweiligen Punkten <strong>der</strong> Tagesordnung.
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
antRäge & anfRagen deR cdufRaKtion<br />
NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />
ältestenaUssChUss<br />
3 26.4.<strong>2006</strong> Bildung <strong>der</strong> Ausschüsse für die XVI.<br />
Wahlperiode<br />
4 26.4.<strong>2006</strong> Geschäftsordnung <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />
10 10.5.<strong>2006</strong> Vorzeitige Abberufung des haupt<strong>am</strong>tlichen<br />
Ersten Beigeordneten Achim<br />
Vandreike gemäß § 76 Abs. 2 HGO<br />
11 10.5.<strong>2006</strong> Vorzeitige Abberufung des haupt<strong>am</strong>tlichen<br />
Beigeordneten Franz Frey gemäß<br />
§ 76 Abs. 2 HGO<br />
12 10.5.<strong>2006</strong> Vorzeitige Abberufung des haupt<strong>am</strong>tlichen<br />
Beigeordneten Dr. Hans-<br />
Bernhard Nordhoff gemäß § 76 Abs. 2<br />
HGO<br />
15 15.5.<strong>2006</strong> Re<strong>der</strong>echt für Bürgerinnen und Bürger<br />
in den Fachausschüssen<br />
54 21.6.<strong>2006</strong> Büroausstattung fraktionsloser<br />
Stadtverordneter<br />
126 12.9.<strong>2006</strong> Ernennung von Herrn Günther<br />
Weißenseel zum Stadtältesten<br />
603 18.9.2007 Ehrenbezeichnung Ortsälteste<br />
610 20.9.2007 Ernennung von Herrn Stadtkämmerer<br />
a.D. Horst Hemzal zum Stadtältesten<br />
BIlDUng UnD IntegratIon<br />
19 17.5.<strong>2006</strong> Die <strong>Frankfurt</strong>er Hochschulen stärken<br />
und die Situation <strong>der</strong> Studierenden<br />
verbessern<br />
51 20.6.<strong>2006</strong> Landesför<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Privatschulen:<br />
Auswirkungen für die Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
69 3.7.<strong>2006</strong> Hauptschulen stärken<br />
70 5.7.<strong>2006</strong> Hortplätze in Nie<strong>der</strong>rad<br />
71 5.7.<strong>2006</strong> Kin<strong>der</strong>garten- u. Hortplätze in <strong>Frankfurt</strong><br />
<strong>am</strong> <strong>Main</strong> - Nied<br />
A 59 1.11.<strong>2006</strong> Angebote zur Sprachför<strong>der</strong>ung in<br />
<strong>Frankfurt</strong>s Kin<strong>der</strong>gärten transparent<br />
gestalten und mögliche Synergien<br />
bündeln!<br />
209 9.11.<strong>2006</strong> Unterrichtsgarantie plus<br />
267 18.1.2007 Zus<strong>am</strong>menlegung <strong>der</strong> Bornheimer<br />
Realschule und <strong>der</strong> Weidenbornschule<br />
269 17.1.2007 Der bilinguale griechische Zweig an <strong>der</strong><br />
Holzhausenschule bleibt erhalten<br />
A 112 24.1.2007 Erweiterungsmaßnahmen für die Franz-<br />
Böhm-Schule<br />
A 113 30.1.2007 Ausgleichskosten für den Besuch von<br />
Gastkin<strong>der</strong>n in Tageseinrichtungen<br />
318 12.2.2007 Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des<br />
Projekts Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften<br />
erproben<br />
426 18.4.2007 Betreuungsangebote für unter<br />
Dreijährige<br />
497 11.6.2007 Benutzungsordnung <strong>der</strong> Stadtbücherei<br />
635 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>:<br />
Moscheebau in Hausen<br />
636 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>:<br />
Integrationsvereinbarung für <strong>Frankfurt</strong><br />
prüfen<br />
637 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>: Verbot<br />
<strong>der</strong> NPD-Demonstration <strong>am</strong><br />
20. Oktober 2007<br />
720 19.12.2007 Interkulturelle Bildung und För<strong>der</strong>ung<br />
von Deutschkenntnissen in <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Kin<strong>der</strong>gärten durch den Ausbau <strong>der</strong><br />
„frühstart“- Angebote verstärken!<br />
A 423 24.1.<strong>2008</strong> Maßnahmen zur Stärkung <strong>der</strong> Medienkompetenz<br />
von Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen<br />
im Internet<br />
sonDeraUssChUss DoM-röMer<br />
201 8.11.<strong>2006</strong> Planungswerkstatt „Altstadt“ zu einem<br />
guten Erfolg bringen<br />
haUpt- UnD FInanzaUssChUss<br />
57 19.6.<strong>2006</strong> Nachtflugverbot sicherstellen<br />
56 21.6.<strong>2006</strong> Welche Konsequenzen ergeben sich aus<br />
<strong>der</strong> neuen Prognose zum <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Flughafen?<br />
64 29.6.<strong>2006</strong> Die Architektur <strong>der</strong> Großmarkthalle<br />
wahren<br />
84 10.8.<strong>2006</strong> Termin <strong>der</strong> OB-Wahl<br />
92 15.8.<strong>2006</strong> Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes<br />
161 4.10.<strong>2006</strong> För<strong>der</strong>richtlinie Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> – Bahnhofsviertel<br />
115<br />
anhang
116<br />
NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />
208 8.11.<strong>2006</strong> Umbau <strong>der</strong> Großmarkthalle und<br />
Nutzung durch die Europäische<br />
Zentralbank<br />
225 29.11.<strong>2006</strong> Bebauungsplan Nr. 834 Südliche<br />
Rödelheimer Landstraße<br />
287 1.2.2007 Medienvielfalt sichern<br />
346 27.2.2007 Weiterführende Schulangebote im<br />
Neubaugebiet Riedberg<br />
350 1.3.2007 F<strong>am</strong>ilienmesse des <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Bündnisses für F<strong>am</strong>ilie, <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Bündnis für F<strong>am</strong>ilien 2007<br />
351 1.3.2007 Palmengarten Gesellschaftshaus<br />
359 8.3.2007 M 225: Bebauungsplan SW 45 a Nr. 2Ä:<br />
hier: Satzungsbeschluss<br />
432 25.4.2007 Straßenunterführug Berkersheimer<br />
Bahnstraße<br />
433 25.4.2007 Hin zu einem ganzheitlichen Integrationsbericht<br />
487 4.6.2007 Schulbetrieb gewährleisten, Schulsanierung<br />
sichern, ppp sorgfältig beraten<br />
569 27.8.2007 Stellungnahme <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> zum Entwurf 2007 des Regionalplanes<br />
Südhessen / Vorentwurf 2007<br />
des Regionalen Flächennutzungsplanes<br />
620 26.9.2007 Schulentwicklungsplan A – Entscheidungen<br />
des Hessischen Kultusministeriums<br />
638 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>:<br />
Unterstützung des Magistrats im<br />
Umgang und Integration isl<strong>am</strong>ischer<br />
Religionsgemeinschaften<br />
675 6.11.2007 Unser Stöffche heißt „Apfelwein“ – aus<br />
gutem Grund <strong>Frankfurt</strong>er Traditionsgetränk<br />
als Marke sichern<br />
715 12.12.2007 M 219: Taktisches Feuerwehrkonzept<br />
2020, Standardraumprogr<strong>am</strong>m,<br />
Brandschutzbedarfsplan<br />
kUltUr UnD FreIzeIt<br />
220 29.11.<strong>2006</strong> Gedenken an die Deportation von<br />
jüdischen Kin<strong>der</strong>n zur Nazi-Zeit<br />
230 6.12.<strong>2006</strong> Frankensteiner Hof – „Städte <strong>der</strong><br />
Zuflucht“<br />
288 31.1.2007 Geplante Umwandlung <strong>der</strong><br />
Johann Wolfgang Goethe-Universität<br />
in eine Stiftungsuniversität<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
364 7.3.2007 Attraktive Besuchsangebote für<br />
Schulklassen in <strong>Frankfurt</strong>er Museen<br />
528 4.7.2007 Friedenspreisträger des Deutschen<br />
Buchhandels<br />
A 303 16.8.2007 Sport- und Kulturhalle in <strong>Frankfurt</strong>-<br />
Unterlie<strong>der</strong>bach<br />
561 21.8.2007 Dem <strong>Frankfurt</strong>er Zoo eine Zukunft<br />
geben<br />
778 18.2.<strong>2008</strong> Geschichte des Amerika Hauses nicht in<br />
Vergessenheit geraten lassen<br />
planUng, BaU, wohnUngsBaU<br />
41 8.6.<strong>2006</strong> Nassauische Heimstätte: Aktiv gegen<br />
einen Verkauf<br />
62 28.6.<strong>2006</strong> Vandalismus auf dem Peterskirchhof<br />
79 11.7.<strong>2006</strong> Zeil-Umbau jetzt<br />
A 16 11.8.<strong>2006</strong> Stadtmöblierung: Wi<strong>der</strong> den Wildwuchs<br />
von Schaltkästen – Wie ist <strong>der</strong> Sachstand?<br />
105 30.8.<strong>2006</strong> Rahmenplan Höchst<br />
106 30.8.<strong>2006</strong> Bebauungsplanverfahren Nr. 842<br />
Feuerbachstraße<br />
113 1.9.<strong>2006</strong> Naxos-Gelände behuts<strong>am</strong> verän<strong>der</strong>n<br />
181 1.11.<strong>2006</strong> Verbesserungen für das Justizviertel an<br />
seinem <strong>der</strong>zeitigen Standort<br />
193 6.11.<strong>2006</strong> Zusätzliche Parkplätze an <strong>der</strong> Sonnemannstraße<br />
263 18.1.2007 Ja zur Nassauischen Heimstätte<br />
301 8.2.2007 Mehr Transparenz bei Erhaltungssatzungen<br />
– hier: Nr. 45 Westend II<br />
302 8.2.2007 Mehr Transparenz bei Erhaltungssatzungen<br />
– hier: Nr. 29 Seckbach<br />
303 8.2.2007 Mehr Transparenz bei Erhaltungssatzungen<br />
– hier: Nr. 31 Bergen<br />
304 8.2.2007 Künftig mehr Transparenz bei<br />
Erhaltungssatzungen<br />
329 14.2.2007 Lichtkonzept Zeit / „Freßgass“<br />
339 21.2.2007 Sicherung des Schwanheimer<br />
Unterfeldes<br />
373 12.3.2007 Baustein 1 Aktivierung / Beteiligung<br />
heißt: Vorschläge und Initiativen <strong>der</strong><br />
Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen<br />
407 3.4.2007 För<strong>der</strong>ung von Mietwohnungsbau für<br />
Haushalte mit Kin<strong>der</strong>n<br />
422 18.4.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />
Prämäckerweg/Edwards Sportfeld
echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />
NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />
419 19.4.2007 Naxos-Gelände – vielfältig und<br />
qualitätvoll<br />
441 2.5.2007 Das Schwanheimer Unterfeld für die<br />
Allgemeinheit erhalten<br />
A 205 9.5.2007 Stadtplanerische Konsequenzen aus<br />
dem Ende des Projekts „<strong>Frankfurt</strong> 21“<br />
459 15.5.2007 M 61 Bebauungsplan Nr. 862 – Westlich<br />
im Fuchsloch Hausbreite<br />
499 13.6.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />
Aktualisierung des Baugesetzbuches<br />
und <strong>der</strong> Hessischen Bauordnung<br />
522 29.6.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />
Beteiligungen <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />
529 10.7.2007 <strong>Frankfurt</strong>er Dom als UNESCO-Weltkulturerbe<br />
570 27.8.2007 Bausteine für den Klimaschutz - hier:<br />
Modellprojekt „Energieeffizienz und<br />
Solarenergienutzung in <strong>der</strong> Bauleitplanung“<br />
571 27.8.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />
Energieeffiziente Bebauung „Westlich<br />
im Fuchsloch“<br />
612 24.9.2007 Grüngürtelverbindung im Ostend als<br />
Regionalparkkorridor berücksichtigen<br />
682 15.11.2007 Staufenmauer freistellen – Straße und<br />
Platz „An <strong>der</strong> Staufenmauer“ neu<br />
gestalten<br />
685 16.11.2007 Gute Bedingungen für den Taxenverkehr<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
728 17.1.<strong>2008</strong> Klimaschutz als kommunale Aufgabe in<br />
den wohnungspolitischen Leitlinien <strong>der</strong><br />
Stadt <strong>Frankfurt</strong> verankern<br />
756 31.1.<strong>2008</strong> Busbahnhof Höchst / Bahnhofsvorplatz<br />
Höchst<br />
765 13.2.<strong>2008</strong> Quartiersgarage Glauburgschule<br />
768 14.2.<strong>2008</strong> Magistratsvortrag M 136 – Bebauungsplan<br />
Nr. 858 – Wohnen <strong>am</strong> Günthersburgpark<br />
–<br />
784 20.2.<strong>2008</strong> Schöneres <strong>Frankfurt</strong> - Maßnahmen<br />
jeweils den zuständigen Fachausschüssen<br />
und Ortsbeiräten vorlegen<br />
reCht, verwaltUng UnD sICherheIt<br />
21 18.5.<strong>2006</strong> Kein Nazi-Aufmarsch in <strong>Frankfurt</strong><br />
46 14.6.<strong>2006</strong> Vertretung <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> in <strong>der</strong><br />
Verbandsvers<strong>am</strong>mlung <strong>der</strong> Kommunalen<br />
Informationsverarbeitung in<br />
Hessen (KIV)<br />
47 14.6.<strong>2006</strong> Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes<br />
ab 01.01.2007<br />
63 29.6.<strong>2006</strong> Bericht über den Stand <strong>der</strong> Erfüllungen<br />
des Frauenför<strong>der</strong>plans <strong>der</strong> Dienststelle<br />
Kämmereiverwaltung, W<br />
128 13.9.<strong>2006</strong> Bleiberechtsregelung für langjährig<br />
geduldete Flüchtlinge<br />
131 14.9.<strong>2006</strong> Einhaltung des Durchfahrtsverbotes auf<br />
<strong>der</strong> Friedberger Landstraße für LKW<br />
169 16.10.<strong>2006</strong> Ungehin<strong>der</strong>te Fahrt für Brandschutzfahrzeuge<br />
291 1.2.2007 NPD-Demonstration in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />
<strong>Main</strong> verhin<strong>der</strong>n!<br />
271 22.1.2007 Durch IT-Training Projektkosten senken<br />
327 14.2.2007 Sicherheit <strong>am</strong> Bahnhof <strong>Frankfurt</strong>-<br />
Höchst<br />
A 125 19.2.2007 Städtische Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter und ehren<strong>am</strong>tliches<br />
Engagement<br />
387 21.3.2007 Minifeuerwehr als öffentlich-rechtliche<br />
Organisation einstufen<br />
439 2.5.2007 Durch elektronische Bürgerbeteiligung<br />
die Demokratie stärken<br />
599 10.9.2007 Modellprojekt Bürger-Alarm-System<br />
auch in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
718 18.12.2007 Gleichstellung von Menschen mit<br />
Behin<strong>der</strong>ungen auf kommunaler Ebene<br />
umsetzen<br />
sozIales UnD gesUnDheIt<br />
A 54 1.11.<strong>2006</strong> Kindesmisshandlung – Wie gut sind<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Kin<strong>der</strong> geschützt?<br />
211 15.11.<strong>2006</strong> Mehr Pflegeeltern für <strong>Frankfurt</strong>er<br />
Kin<strong>der</strong><br />
278 24.1.2007 Organspende rettet Leben – Spendenbereitschaft<br />
verbessern<br />
363 8.3.2007 Fahrten von Menschen mit Behin<strong>der</strong>ungen<br />
im Rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet<br />
ermöglichen<br />
382 15.3.2007 Antrag zum B 92 vom 09.02.2007<br />
405 28.3.2007 Niedrigschwellige Serviceangebote zu<br />
Wohnraumanpassungen<br />
470 24.5.2007 Energieeffizienz im Mietspiegel<br />
A 261 4.7.2007 Übergewicht bei Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen<br />
in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
A 392 21.11.2007 Zukunft <strong>der</strong> Jungenarbeit<br />
117<br />
anhang
118<br />
NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />
754 30.1.<strong>2008</strong> Ausschreibung „Beför<strong>der</strong>ungen für<br />
Menschen mit Schwerkörperbehin<strong>der</strong>ungen“<br />
786 21.2.<strong>2008</strong> Kommunen von Unterkunftskosten<br />
entlasten, Wohngeld reformieren<br />
UMwelt UnD sport<br />
111 5.9.<strong>2006</strong> Entwässerung und Neugestaltung <strong>der</strong><br />
Wasserhofstraße<br />
116 6.9.<strong>2006</strong> Wahlgräber auf <strong>Frankfurt</strong>er Friedhöfen:<br />
jährl. Ratenzahlungen zulassen<br />
117 6.9.<strong>2006</strong> Inlineskaten im Außenbereich – Karten<br />
anpassen<br />
130 14.9.<strong>2006</strong> Fluglärmmessungen<br />
184 1.11.<strong>2006</strong> Novelle des hessischen Naturschutzgesetzes<br />
264 18.1.2007 Solarstadt <strong>Frankfurt</strong> – Solarstromanlagen<br />
för<strong>der</strong>n und ausbauen<br />
338 22.2.2007 Klimaschutz in <strong>Frankfurt</strong><br />
397 28.3.2007 Ersatzbrennstoffe auf dem Gelände des<br />
Industrieparks Höchst<br />
398 28.3.2007 Generationenübergreifende Freizeitangebote:<br />
„Alt & Jung“-Spielplätze<br />
510 21.6.2007 Sofortmaßnahme für Hochwasserschutz<br />
in Sossenheim<br />
511 25.6.2007 Hauptfriedhof: kulturhistorischen Wert<br />
sichern und zugänglich machen<br />
542 27.7.2007 Badeschiff in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
ermöglichen<br />
565 23.8.2007 Eine Luftmessstation für Sindlingen<br />
verkehr<br />
37 7.6.<strong>2006</strong> Aufgabe D II-Strecke Bockenheim-<br />
Ginnheim, Bau <strong>der</strong> Stadtbahntrasse<br />
über den Riedberg<br />
137 26.9.<strong>2006</strong> Mehr Fahrten <strong>der</strong> Buslinie 42 ins<br />
Einzelhandelsgebiet Victor-Slotosch-<br />
Straße<br />
166 12.10.<strong>2006</strong> Vierspuriger Ausbau <strong>der</strong> S-Bahntrasse<br />
nach Bad Vilbel<br />
167 13.10.<strong>2006</strong> Straßenbahnanbindung Neu-Isenburg -<br />
Sachsenhausen<br />
194 7.11.<strong>2006</strong> Umgestaltung des Knotenpunktes<br />
Heerstraße /D<strong>am</strong>aschkeanger / Alt<br />
Praunheim / Haingrabenstraße<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
210 15.11.<strong>2006</strong> Ortsumfahrung Praunheim: alternative<br />
Tunnelführung prüfen<br />
212 15.11.<strong>2006</strong> Höhere Leistungsfähigkeit für den<br />
S-Bahn-Tunnel durch neue Technik:<br />
Linienzugbeeinflussung<br />
245 13.12.<strong>2006</strong> Vollausbau Ostumgehung (A661) und<br />
Rie<strong>der</strong>waldtunnel (A66): zusätzlicher<br />
Lärmschutz für Enkheim und Bornheim<br />
258 10.1.2007 Verkehrsführung und Verkehrssicherheit<br />
in <strong>der</strong> Bürostadt Nie<strong>der</strong>rad<br />
352 28.2.2007 Mehr gegenseitige Rücksichtnahme im<br />
Straßenverkehr<br />
440 2.5.2007 Alternative zu Hochbahnsteigen in <strong>der</strong><br />
Eckenheimer Landstraße: Linienkonzept<br />
zur künftigen ÖPNV-Anbindung des<br />
Bereichs Eckenheimer Landstraße /<br />
<strong>Frankfurt</strong>er Berg und zur Stadtbahnerschließung<br />
des Europaviertels<br />
452 15.5.2007 Umgestaltung <strong>der</strong> U-Bahn-Ausgänge<br />
<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> – Ostbahnhof:<br />
Fahrradabstellplätze<br />
A 219 23.5.2007 Lärmschutz A gg in Hausen –<br />
Willi-Brun<strong>der</strong>t-Siedlung<br />
A 412 18.12.2007 Lärmschutzbauwerk entlang <strong>der</strong><br />
Bundesautobahn A 5 zwischen <strong>der</strong><br />
Landesstraße L 3019 und dem Bad<br />
Homburger Kreuz<br />
739 24.1.<strong>2008</strong> Verlängerung <strong>der</strong> Buslinie 78 von<br />
Schwanheim zum Flughafen<br />
783 19.2.<strong>2008</strong> Beleuchtung <strong>der</strong> Straße zur Sportanlage<br />
Beckerwiese in Sachsenhausen /<br />
Oberrad und des nördlich gelegenen<br />
Parkplatzes<br />
wIrtsChaFt UnD FraUen<br />
229 6.12.<strong>2006</strong> Bürokratieabbau<br />
228 7.12.<strong>2006</strong> Stärkung von innerstädtischen<br />
Geschäftsquartieren: Infoveranstaltung<br />
zur Errichtung eines Innovationsbereiches<br />
im Stadtteil Höchst<br />
677 6.11.2007 <strong>Frankfurt</strong>er Dippemess
impRessum<br />
Herausgeber: <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />
Bethmannstraße 3<br />
60311 <strong>Frankfurt</strong><br />
Telefon: 069 / 13 87 28-0<br />
Telefax: 069 / 29 13 55<br />
E-Mail: info@cdu-fraktion-ffm.de<br />
Internet: www.cdu-fraktion-ffm.de<br />
Verantwortlich: Markus Frank<br />
redaktion: Joachim rotberg<br />
konzept, Grafik<br />
und Produktion: Digitalagentur mpm<br />
media process management GmbH<br />
Wernher-von-Braun-Straße 9<br />
55129 <strong>Main</strong>z<br />
info@digitalagentur-mpm.de<br />
redaktionsschluss: 1. März <strong>2008</strong><br />
Bildnachweise:<br />
<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> Ffm. 21; Dezernat IX, Stadt Ffm. 34, 60 (Grafik), 87; DigitalAgentur<br />
mpm 9, 103; dpa 3, 13, 14 (unten), 18 (oben), 23, 24, 25 (oben), 27, 28 (unten),<br />
31, 33 (links), 35, 39, 40, 41, 45 (rechts), 47, 49, 50, 51, 53 (oben), 57 (unten),<br />
58, 59, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70 (unten), 71, 72, 73, 75, 77, 78, 79, 80 (unten),<br />
82, 83, 85, 88, 91 (oben), 92, 93, 94, 95, 96, 97, 99; Englert 45 (unten); Fella 101<br />
(unten); Gottschalk 102 (oben); Hochtief 17 (Simulation); Horchler 44 (unten),<br />
46, 75, 89; Klein 7, 8, 103 (unten); MAB 52 (oben); Mendetzki 25 (unten);<br />
Nassauische Heimstätte 98 (unten); Presse- und Informations<strong>am</strong>t 45 (unten),<br />
52 (unten), 76 (unten); Privat 33 (rechts); Reuß 101 (oben); Rotberg 19, 22, 48,<br />
53 (unten), 57 (oben), 100; Rueffer 91 (unten); SEP 24; SHP Schreiber Hochbau<br />
74 (Simulation); Wachendörfer 1; Wanka 14 (unten); Weis 16 (oben), 24 (oben),<br />
60 (unten).
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