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Rechenschaftsbericht 2006-2008 der CDU Fraktion Frankfurt am Main

Rechenschaftsbericht 2006-2008 der CDU Fraktion Frankfurt am Main

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RechenschaftsbeRicht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

C D U - F r a k t i o n F r a n k f u r t a m M a i n


RechenschaftsbeRicht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

C D U - F r a k t i o n F r a n k f u r t a m M a i n


2<br />

schon bald liegen zwei Jahre erfolgreicher <strong>CDU</strong>-Politik<br />

für <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> in <strong>der</strong> schwarz-grünen koalition<br />

hinter uns.<br />

<strong>am</strong> 5. Mai <strong>2006</strong>, wenige Wochen nach <strong>der</strong> kommunalwahl,<br />

präsentierten die Parteiführungen von <strong>CDU</strong> und<br />

Grünen den ausgehandelten und 14 Seiten umfassenden<br />

koalitionsvertrag. Seitdem ist viel geschehen.<br />

nach jahrelangem Stillstand im schwerfälligen Viererbündnis<br />

ist endlich wie<strong>der</strong> Bewegung in die kommunalpolitik<br />

im römer gekommen, mit einem klaren Führungsauftrag<br />

für die <strong>Frankfurt</strong>er <strong>CDU</strong>, <strong>der</strong> mit <strong>der</strong><br />

eindrucksvollen Wie<strong>der</strong>wahl von oberbürgermeisterin<br />

Petra roth im Januar 2007 deutlich bestätigt wurde.<br />

Die ersten großen Wegmarken <strong>der</strong> koalition waren die<br />

Magistratswahlen im Juli <strong>2006</strong> und die Verabschiedung<br />

<strong>der</strong> Haushalte 2007 und <strong>2008</strong>. Ich danke an dieser<br />

Stelle unseren sehr verantwortlich und engagiert<br />

tätigen Dezernenten Uwe Becker, Prof. Dr. Daniela Birkenfeld,<br />

Boris rhein, Edwin Schwarz und Prof. Dr. Felix<br />

Semmelroth für die bisher geleistete arbeit. Die personellen<br />

Weichen im Magistrat sind für die nächsten<br />

Jahre gestellt. Ich danke Herrn Stadtkämmerer a. D.<br />

Horst Hemzal, <strong>der</strong> <strong>am</strong> 31. März 2007 aus <strong>der</strong> aktiven<br />

kommunalpolitik ausgeschieden ist, für seine stets solide<br />

Haushaltspolitik. Und ich erinnere an die hohen<br />

Verdienste des im Dezember <strong>2006</strong> verstorbenen Stadtrates<br />

Dr. albrecht Magen, <strong>der</strong> in <strong>der</strong> Integrationspolitik<br />

Zeichen gesetzt hat.<br />

Die Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den Grünen im römer ist<br />

bisher harmonisch und sehr pragmatisch ausgerichtet.<br />

rund 240 Maßnahmen und Projekte haben wir ge-<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

sehR geehRte d<strong>am</strong>en und heRRen,<br />

liebe paRteifReundinnen und paRteifReunde,<br />

meins<strong>am</strong> beschlossen. Ein herausragendes Beispiel ist<br />

die von <strong>der</strong> Union lange gefor<strong>der</strong>te und zum 1. Januar<br />

2007 verwirklichte Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes<br />

von 490 auf 460 Punkte. In <strong>der</strong> Finanzpolitik<br />

halten wir mit dem Beschluss zum Haushalt <strong>2008</strong> an<br />

<strong>der</strong> bislang erfolgreichen konsolidierungspolitik fest.<br />

Im Bildungsbereich wird es 400 neue Erzieherinnen<br />

für die kin<strong>der</strong>tagesstätten und Jahr für Jahr erheblich<br />

mehr Investitionen in die Bauunterhaltung <strong>der</strong> Schulen<br />

geben. aber auch die Bereitstellung <strong>der</strong> Mittel für<br />

Freimachung und abriss des Technischen rathauses<br />

zum Bau eines neuen altstadtquartiers sowie die Investitionsprogr<strong>am</strong>me<br />

zur aufwertung des Bahnhofviertels<br />

und von alt-Höchst gehören zur Erfolgsbilanz.<br />

Im Bereich Soziales und Gesundheit sind die Verbesserung<br />

des Progr<strong>am</strong>ms „Würde im alter“ und <strong>der</strong> ausbau<br />

des Quartiersmanagements in den Stadtteilen zu<br />

nennen. Das städtische klinikum Höchst werden wir<br />

erhalten und das „Haus <strong>der</strong> Gesundheit“ in <strong>der</strong> Breiten<br />

Gasse haben wir als neues städtisches Gesundheitszentrum<br />

auf den Weg gebracht. Hinzu kommt die<br />

offensive für mehr Sicherheit und Sauberkeit mit 90<br />

Freiwilligen Polizeihelfern und einer aufstockung <strong>der</strong><br />

bewährten Stadtteilhelfer („ortsdiener“) von 72 auf<br />

100 Personen im rahmen das Projekts „<strong>Frankfurt</strong> tipp<br />

topp“. Geht es nach Schwarz-Grün, wird <strong>Frankfurt</strong> zudem<br />

führende deutsche Sportstadt. In <strong>der</strong> Verkehrspolitik<br />

hat die koalition die Buslinien-ausschreibung<br />

mit Wettbewerb beschlossen. Für die Entwicklung des<br />

<strong>Frankfurt</strong>er ostens ist die aufwertung <strong>der</strong> Verkehrsinfrastruktur<br />

mit <strong>der</strong> neugestaltung <strong>der</strong> Sonnemannstraße<br />

und dem neubau <strong>der</strong> <strong>Main</strong>brücke-ost von


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

existenzieller Bedeutung. Ein Pilotprojekt „Quartiersgaragen“<br />

befindet sich in den Stadtteilen Bornheim,<br />

nordend und Sachsenhausen in <strong>der</strong> Umsetzung. Und<br />

schließlich erhalten die 16 ortsbeiräte seit 2007 für<br />

Verschönerungsmaßnahmen in den Stadtteilen ein eigenes<br />

Budget.<br />

Dieser rechenschaftsbericht zeigt: Wir haben eine<br />

gute arbeit geleistet und als großer Partner in <strong>der</strong><br />

koalition unser Profil nicht nur wahren, son<strong>der</strong>n auch<br />

schärfen können. Danken möchte ich allen Mitglie<strong>der</strong>n<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, die mit ihrer ehren<strong>am</strong>tlichen<br />

arbeit in vielfältiger Weise dazu beitragen, <strong>Frankfurt</strong><br />

als sozial verantwortliche Stadt und als Wirtschaftsstandort<br />

von internationalem rang, aber auch als<br />

Stadt <strong>der</strong> kultur und Lebensfreude zu gestalten. Ebenso<br />

danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

in <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle für die nimmermüde<br />

und zuverlässige Unterstützung, die als Dienstleister<br />

wie auch als Ideengeber den Schwung <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong><br />

mittragen.<br />

Ich möchte Sie einladen, in diesem rechenschaftsbericht<br />

zu blättern und unsere Leistungen für <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong> nachzulesen. Sie können sich nach zwei Jahren<br />

sehen lassen. Zur Verdeutlichung haben wir den koalitionsvertrag<br />

im anhang noch einmal abgedruckt. Jetzt<br />

kommt es darauf an, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen<br />

und den Wählerinnen und Wählern unter Beweis<br />

zu stellen, dass die <strong>CDU</strong> die führende und erfolgreiche<br />

Großstadtpartei in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> ist.<br />

Ihr<br />

Markus Frank<br />

<strong>Fraktion</strong>svorsitzen<strong>der</strong><br />

VoRwoRt


Inhalt<br />

Ausgangslage –<br />

Die <strong>CDU</strong> ist stärkste Kraft im Römer . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Bestätigung für die Union bei <strong>der</strong><br />

kommunalwahl <strong>2006</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

aufgaben <strong>der</strong> Stadtverordneten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />

koalition mit den Grünen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8<br />

Sitzordnung in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung . . 9<br />

ausschüsse – Die ansprechpartner <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> 10<br />

Haupt- und Finanzausschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

konsolidieren und investieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

Haushalt 2007 und <strong>2008</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

Städtische Zuschüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15<br />

Gewerbesteuerhebesatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />

Internationales . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />

rückkauf Technisches rathaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />

Public Private Partnership. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17<br />

kirchliche angelegenheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18<br />

Eigenes Budget <strong>der</strong> ortsbeiräte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18<br />

Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-Römer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19<br />

Perspektiven für die <strong>Frankfurt</strong>er altstadt . . . . . . . . . . . 20<br />

rekonstruktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20<br />

Planungswerkstatt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21<br />

Beispiele in an<strong>der</strong>en Städten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22<br />

Bildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />

Bildung und Begabung för<strong>der</strong>n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />

Schulentwicklungsplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />

Grundschulen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />

Gymnasien und Ges<strong>am</strong>tschulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25<br />

Ganztagsschulentwicklung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25<br />

Hauptschulen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25<br />

Berufliche Schulen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26<br />

Schulbaumaßnahmen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26<br />

Än<strong>der</strong>ungen im Hessischen Schulgesetz . . . . . . . . . . . . 26<br />

Frauen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27<br />

Für eine mo<strong>der</strong>ne Gleichstellungspolitik. . . . . . . . . . . . 28<br />

Gewaltschutzgesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28<br />

Berufliche Qualifizierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28<br />

Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29<br />

Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

Stadt und Gesundheitspolitik im Umbruch. . . . . . . . . . 2<br />

Prävention . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />

rauchverbot im römer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2<br />

Das Progr<strong>am</strong>m klasse 2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Drogenpolitik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Heroinmodell. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Städtische kliniken Höchst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

aids . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Suchthilfe Fleckenbühl. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Gesundheitsstreife . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

<strong>am</strong>bulanzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

Integration. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />

Für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben <strong>der</strong> kulturen . . . . 8<br />

Sprachför<strong>der</strong>ung im Vorschulalter . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Vertrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0<br />

Gesundheit und Migration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

Zukunft gemeins<strong>am</strong> gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

Kultur und Freizeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

<strong>Frankfurt</strong>s kulturelle Vielfalt bewahren . . . . . . . . . . . . .<br />

Mängelbehebung kunsthalle Schirn . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Fassadenrenovierung <strong>der</strong> alten oper. . . . . . . . . . . . . . .<br />

neue Werkstätten Städtische Bühnen . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

Umbau Leinwandhaus für die „Caricatura“ . . . . . . . . . . 5<br />

Umbau Historisches Museum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Instituto Cervantes kommt nach <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> . 6<br />

Sanierung karmeliterkloster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

kulturfonds. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

ausstellungserfolg „Die kaisermacher“ . . . . . . . . . . . . . 7<br />

Dem <strong>Frankfurt</strong>er Zoo eine Zukunft geben. . . . . . . . . . . 7<br />

Planen und Bauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

Planungspolitik ist Standortpolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . 50<br />

aufwertung des Bahnhofsviertels . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50<br />

Umbau <strong>der</strong> Großmarkthalle und nutzung<br />

durch die EZB. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51<br />

neue <strong>Main</strong>brücke-ost . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51<br />

Gestaltungssatzung nördliche <strong>Main</strong>uferbebauung . . . 51<br />

Innenstadt und altstadt aufwerten und<br />

historische Strukturen wie<strong>der</strong>herstellen . . . . . . . . . . . . 51<br />

abriss Betonteil Historisches Museum . . . . . . . . . . . . . 51<br />

Umbau <strong>der</strong> Zeil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51<br />

„PalaisQuartier“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52<br />

Degussa-areal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52<br />

Hochhausrahmenplan II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52<br />

kleinmarkthalle fit für die Zukunft machen . . . . . . . . . 52<br />

C<strong>am</strong>pus Bockenheim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

rahmenplan Höchst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

Gateway Gardens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

„aIrraIL center frankfurt“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

airbus a380-Werft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

Sicherheit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55<br />

<strong>Frankfurt</strong> ist sicherer geworden. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56<br />

Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes . . . . . . . . . 57<br />

neue „Stadtpolizei“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58<br />

Videoüberwachung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58<br />

Bürger-alarm-System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59<br />

Bundespolizeistation <strong>am</strong> Bahnhof<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Brand- und katastrophenschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60<br />

Taktisches Feuerwehrkonzept 2020 . . . . . . . . . . . . . . . . 60<br />

Prioritätenprogr<strong>am</strong>m Feuerwehrhäuser . . . . . . . . . . . . 61<br />

Mannschaftstransportfahrzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61<br />

Minifeuerwehr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61<br />

Soziales. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

<strong>Frankfurt</strong> sozial gestalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Pflegeelterninitiative . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Barrierefreiheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65<br />

Senioren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65<br />

Wohnungsbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65<br />

Behin<strong>der</strong>te . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66<br />

F<strong>am</strong>ilie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />

Jugendhilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />

Mittelvergabe im Sozialbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />

Integration von russlanddeutschen . . . . . . . . . . . . . . . 67<br />

Wohnsitzlose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68<br />

Sport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69<br />

<strong>Frankfurt</strong> ist Spitze im Sport. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70<br />

Gute Sportanlagen für den Breitensport . . . . . . . . . . . . 70<br />

Sanierung von Sporthallen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71<br />

Vereinsför<strong>der</strong>ung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71<br />

Bä<strong>der</strong>konzept 2004 – Leitlinien 2010. . . . . . . . . . . . . . . 72<br />

Deutsches Turnfest 2009. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72<br />

Frauenfußball-WM 2011 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />

<strong>am</strong>erican Football. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />

Multifunktionsarena. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />

Umwelt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75<br />

Städtische Umwelt sichern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76<br />

Grünanlagen und naherholungsflächen . . . . . . . . . . . . 76<br />

konzept für den Hauptfriedhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77<br />

klimaschutz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77<br />

Verkehr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79<br />

Mit hoher Qualität mobil –<br />

Für eine mo<strong>der</strong>ne Verkehrsinfrastruktur . . . . . . . . . . . . 80<br />

Zus<strong>am</strong>menwirken aller Verkehrsteilnehmer . . . . . . . . . 80<br />

ausschreibung <strong>der</strong> Buslinienbündel . . . . . . . . . . . . . . . . 81<br />

Wichtige Verkehrsprojekte im Überblick. . . . . . . . . . . . 82<br />

Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85<br />

Verwaltung mo<strong>der</strong>nisieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86<br />

Personal. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86<br />

Trainee-Progr<strong>am</strong>m für den höheren Dienst. . . . . . . . . . 87<br />

ausbildung bei <strong>der</strong> Stadtverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . 87<br />

Zentralisierung <strong>der</strong> städtischen EDV –<br />

Projekt „net.ffm“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87<br />

Strategieplan Bürgerbeteiligung „online“ . . . . . . . . . . . 88<br />

Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89<br />

Metropole im Zentrum Europas. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90<br />

Wirtschaftsstandort stärken – arbeitsplätze schaffen 90<br />

Gewerbesteuer senken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90<br />

ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens. . . . . . . . . . . . . . . . . 90<br />

Finanzplatz <strong>Frankfurt</strong> stärken. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91<br />

Messeplatz ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92<br />

Gewerbe und Mittelstand för<strong>der</strong>n . . . . . . . . . . . . . . . . . 92<br />

Grün<strong>der</strong>kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Innovationszentrum für Biotechnologie . 9<br />

Städtische Stabsstelle Wirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

attraktivität <strong>Frankfurt</strong>s als Einkaufsstadt erhalten<br />

und steigern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

Tourismusstadt <strong>Frankfurt</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

Wohnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95<br />

F<strong>am</strong>iliengerechtes und soziales Wohnen. . . . . . . . . . . . 96<br />

Startprogr<strong>am</strong>m für junge F<strong>am</strong>ilien . . . . . . . . . . . . . . . . . 96<br />

För<strong>der</strong>ung von Mietwohnungsbau für F<strong>am</strong>ilien<br />

mit kin<strong>der</strong>n. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96<br />

ankauf Belegrechte für Sozialmieter . . . . . . . . . . . . . . . 97<br />

Wohnraum für F<strong>am</strong>ilien in <strong>Frankfurt</strong> schaffen . . . . . . . 97<br />

Innovative Projekte Passivhausbau. . . . . . . . . . . . . . . . . 97<br />

Wohnungen und kultureinrichtungen<br />

auf dem naxos-areal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98<br />

Ja zur nassauischen Heimstätte!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98<br />

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. . . . . . . . . . . . . . . . 99<br />

kommunalpolitik transparent machen. . . . . . . . . . . . . . 100<br />

Presse- und Fernseharbeit – Dialog mit den Medien . 100<br />

Internet – Mo<strong>der</strong>ne Säule <strong>der</strong> kommunikation . . . . . . 100<br />

<strong>Fraktion</strong> vor ort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101<br />

Printmedien – „<strong>Frankfurt</strong> Magazin“ und Broschüren . 101<br />

aktionstage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102<br />

Diskussionsreihe „<strong>Frankfurt</strong>er Horizonte“. . . . . . . . . . . 102<br />

<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106<br />

„Bürgertelefon“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106<br />

<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer und <strong>Fraktion</strong>sreferenten. . . 106<br />

ELo – Elektronisches Dokumentenmanagementsystem<br />

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107<br />

Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108<br />

koalitionsvertrag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108<br />

anträge und anfragen <strong>der</strong> <strong>CDU</strong> <strong>Fraktion</strong> . . . . . . . . . . . 115<br />

Bildnachweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119<br />

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119<br />

5<br />

inhalt


6<br />

bestätigung füR die union bei<br />

deR Kommunalwahl <strong>2006</strong><br />

Von den rund 427.000 wahlberechtigten <strong>Frankfurt</strong>erinnen<br />

und <strong>Frankfurt</strong>ern haben gut 172.000 von ihrem<br />

Stimmrecht Gebrauch gemacht. Das entspricht einer<br />

Wahlbeteiligung von 40,4 Prozent, 5,7 Prozentpunkte<br />

weniger als bei <strong>der</strong> kommunalwahl 2001. Die Zahl <strong>der</strong><br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

aUsgangslage – DIe <strong>CDU</strong> Ist stärkste kraFt IM röMer<br />

Die kommunalwahlen <strong>am</strong> 26. März <strong>2006</strong> bestätigten die <strong>CDU</strong> als mit abstand stärkste kraft in <strong>der</strong><br />

Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung und in den 16 ortsbeiräten. Die Wahlanalyse hat gezeigt, dass die<br />

Union in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> auch bei sinken<strong>der</strong> Wahlbeteiligung über ein starkes Wählerpotenzial<br />

verfügt.<br />

nichtwähler ist seit dem historischen Höchststand <strong>der</strong><br />

Beteiligung bei einer <strong>Frankfurt</strong>er kommunalwahl im<br />

Jahre 1989 – d<strong>am</strong>als gingen 77,2 Prozent <strong>der</strong> Wahlberechtigten<br />

zu den Urnen – kontinuierlich gesunken.<br />

Schon 2001 verzeichnete das Wahl<strong>am</strong>t deutlich mehr<br />

nichtwähler als Wähler.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Der rückgang gegenüber 1997 betrug 2001 trotz gleichzeitig<br />

stattfinden<strong>der</strong> oB-Direktwahl dr<strong>am</strong>atische 14,4-<br />

Prozentpunkte.<br />

Bei <strong>der</strong> Stadtverordnetenwahl stimmten in absoluten<br />

Zahlen 59.300 Wähler für die Union, ein rückgang gegenüber<br />

2001 um 11.300 (–16 Prozent). nach analyse<br />

des städtischen Wahl<strong>am</strong>tes hat die <strong>CDU</strong> jeden sechsten<br />

ihrer möglichen Wählerinnen und Wähler nicht erreicht.<br />

Jedoch konnte sie immerhin 70 Prozent ihres Potenzials<br />

<strong>der</strong> Bundestagswahl 2005 ausschöpfen, während die<br />

SPD nur 45 Prozent aus diesem reservoir für sich verbuchen<br />

konnte. In ihren Hochburgen, das sind 74 von<br />

insges<strong>am</strong>t 451 Wahlbezirken, büßte die Union durchschnittlich<br />

ein und ging um 2,1-Prozentpunkte auf<br />

43,7 Prozent zurück, während die SPD in den 37 Wahlbezirken,<br />

die als SPD-Bastionen gelten, um 8,4-Punkte<br />

auf 36,0 Prozent sank. allerdings konnten auch Grüne<br />

und FDP, trotz prozentualer Gewinne, ihr St<strong>am</strong>mwählerpotenzial<br />

nicht vollständig mobilisieren. Die Sozialdemokraten<br />

sind jedoch die eigentlichen Verlierer, denn<br />

sie büßten sowohl im Trend <strong>der</strong> beiden Volksparteien<br />

Zustimmung ein und verloren gleichzeitig in größerem<br />

Umfang Wähler an die Linkspartei.<br />

Durch den zum zweiten Mal seit 2001 erprobten Wahlmodus<br />

„kumulieren und Panaschieren“ haben die Wählerinnen<br />

und Wähler erneut einige Verän<strong>der</strong>ungen <strong>am</strong><br />

<strong>CDU</strong>-Wahlvorschlag bewirkt. Den größten Sprung nach<br />

vorne machten Dr. nina Teufel von Platz 41 auf 19,<br />

Dr. Bernadette Weyland von 38 auf 18 und karl-Leo<br />

Schneeweis von 52 auf 32.<br />

aufgaben deR<br />

stadtVeRoRdneten<br />

Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung ist das oberste<br />

Entscheidungs- und Beschlussorgan <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong>. abhängig von <strong>der</strong> Einwohnerzahl besteht<br />

sie aus 93 Mitglie<strong>der</strong>n, den Stadtverordneten,<br />

die ehren<strong>am</strong>tlich tätig sind. Bei den kommunalwahlen<br />

werden diese von den Bürgerinnen und Bürgern <strong>Frankfurt</strong>s<br />

auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Die aktuelle<br />

XVI. Wahlperiode läuft von <strong>2006</strong> bis 2011. Die<br />

Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung hat eine Fülle von<br />

aufgaben. Unter an<strong>der</strong>em wählt sie den Magistrat<br />

und kontrolliert die Führung <strong>der</strong> Stadtverwaltung. Lediglich<br />

die Verwaltungschefin bzw. <strong>der</strong> Verwaltungschef<br />

wird von den Wählerinnen und Wählern direkt<br />

gewählt, zuletzt <strong>am</strong> 28. Januar 2007, als oberbürgermeisterin<br />

Petra roth (<strong>CDU</strong>) mit 60,5 Prozent <strong>der</strong> Stimmen<br />

souverän in ihrem <strong>am</strong>t bestätigt wurde.<br />

7<br />

ausgangslage


8<br />

Die Stadtverordneten ihrerseits beschließen über den<br />

Haushalt, erlassen spezielle Satzungen – beispielsweise<br />

über die Erhebung städtischer Steuern bzw. Gebühren<br />

o<strong>der</strong> zu Bebauungsplänen. Über wichtige Dinge<br />

des kommunalen Lebens treffen sie unter Mitberatung<br />

<strong>der</strong> 16 ortsbeiräte in den Stadtteillen eine Vielzahl<br />

von Einzelentscheidungen. Dazu tagen sie einmal<br />

im Monat im Plenum, <strong>der</strong> Vollvers<strong>am</strong>mlung <strong>der</strong> Stadtverordneten.<br />

Diese Plenarsitzungen sind grundsätzlich öffentlich und<br />

werden von dem Vorsitzenden <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung,<br />

Stadtverordnetenvorsteher karlheinz<br />

Bührmann (<strong>CDU</strong>), geleitet. Vorbereitet werden die Beschlüsse<br />

<strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung in den Beratungen<br />

<strong>der</strong> Fachausschüsse.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Koalition mit den gRünen<br />

aus <strong>der</strong> Zus<strong>am</strong>menarbeit <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>en im sogenannten<br />

Viererbündnis aus <strong>CDU</strong>, SPD, Grünen und FDP in<br />

<strong>der</strong> Wahlperiode 2001 bis <strong>2006</strong> ist eine vertrauensvolle<br />

Partnerschaft mit <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong> <strong>der</strong> Grünen entstanden.<br />

Die Wählerinnen und Wähler haben <strong>2006</strong> entschieden,<br />

<strong>CDU</strong> und Grünen eine Mehrheit in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

zu geben. auf <strong>der</strong> Grundlage des <strong>am</strong><br />

8. Mai <strong>2006</strong> unterzeichneten koalitionsvertrages arbeiten<br />

die beiden Partner seitdem in gemeins<strong>am</strong>er Verantwortung<br />

für <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> und<br />

die <strong>Fraktion</strong> die Grünen im römer unterstützen den von<br />

oberbürgermeisterin Petra roth geführten Magistrat,<br />

in dem auch die FDP mit einem haupt<strong>am</strong>tlichen Stadtrat<br />

vertreten ist. Die Freien Demokraten sind nicht Teil <strong>der</strong><br />

koalition, arbeiten aber kooperativ mit ihr zus<strong>am</strong>men.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

sitzoRdnung in deR stadt­<br />

VeRoRdnetenVeRs<strong>am</strong>mlung<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist mit 34 Mitglie<strong>der</strong>n die stärkste<br />

<strong>Fraktion</strong> im Stadtparl<strong>am</strong>ent. Der Begriff <strong>Fraktion</strong><br />

(v. lat.: fractio = Bruch o<strong>der</strong> Bruchteil) bezeichnet grundsätzlich<br />

einen freiwilligen Zus<strong>am</strong>menschluss von abgeordneten<br />

zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen<br />

und Ziele in einem Parl<strong>am</strong>ent. <strong>Fraktion</strong>en gibt<br />

es in fast allen parl<strong>am</strong>entarischen Vertretungen (z. B.<br />

Europäisches Parl<strong>am</strong>ent, Bundestag, Landtage, Landschaftsverbände,<br />

Landeswohlfahrtsverbände, kreistage,<br />

Stadträte). Sie haben auch in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

einen beson<strong>der</strong>en Status, <strong>der</strong> mit zusätzlichen parla-<br />

Burggraf<br />

Loizides<br />

Schenk<br />

Holtz<br />

zu Löwenstein<br />

Quirin<br />

Dr. Seubert<br />

Dr. Weyland<br />

Ben<strong>der</strong><br />

David<br />

Stapf<br />

Rätzke<br />

Burkert<br />

Heumann<br />

mentarischen rechten gemäß <strong>der</strong> Geschäftsordnung<br />

<strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung verbunden ist. Die<br />

auch im Stadtparl<strong>am</strong>ent übliche politische Sitzordnung<br />

ist die einem griechischen Theater nachempfundene<br />

halbrundförmige Sitzordnung <strong>der</strong> kontinentaleuropäischen<br />

Parl<strong>am</strong>ente, die sich von <strong>der</strong> Sitzordnung<br />

des englischen Westminster Modells grundsätzlich<br />

unterscheidet, in dem sich regierungs- und oppositionsparteien<br />

traditionell gegenübersitzen.<br />

Dr. Teufel<br />

Weißbach<br />

Meister<br />

Dr. Heidenreich<br />

Frank<br />

Gauls<br />

Reichwein<br />

Schneeweis<br />

Gerhardt<br />

Schnei<strong>der</strong><br />

Heuser<br />

Dr. Kraushaar<br />

Daum<br />

Vowinckel<br />

Dr. Galanos<br />

MAGISTRAT<br />

Kirchner<br />

Bührmann<br />

Krauße<br />

Siegler<br />

Prinzessin von<br />

Hannover<br />

9<br />

ausgangslage


10<br />

Anne Ben<strong>der</strong><br />

PB, R<br />

Karlheinz Bührmann<br />

Ä<br />

Nikolaus Burggraf<br />

H, W<br />

Hildegard Burkert<br />

K, SG<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

aUssChüsse – DIe anspreChpartner Der <strong>CDU</strong>-FraktIon<br />

Die Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> arbeiten in verschiedenen ausschüssen. Um die Vielzahl von<br />

gut 2.000 Drucksachen pro Jahr sachgerecht bearbeiten zu können, bildet die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

Fachausschüsse zu abgegrenzten arbeitsgebieten, in denen Stadtverordnete die<br />

parl<strong>am</strong>entarische „Vorarbeit“ leisten. nach Behandlung <strong>der</strong> Vorlagen erfolgt eine abstimmung<br />

in den Fachausschüssen. Diese abstimmung ist zugleich eine Empfehlung für die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung,<br />

ebenso zu entscheiden. Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung stimmt letztendlich<br />

über diese Empfehlung ab und trifft d<strong>am</strong>it die endgültige Entscheidung.<br />

Verena David<br />

SG, V<br />

Dr. Bernd Heidenreich<br />

Ä, W<br />

Markus Frank<br />

Ä, H, U<br />

Jochem Heumann<br />

Ä, DR, K, PB<br />

Dr. Ilias Galanos<br />

B, U, V<br />

Helmut Heuser<br />

Ä, U, V<br />

Ursula Gauls<br />

B, SG<br />

Wolff Holtz<br />

PB, U<br />

Martin Daum<br />

Ä, H, V<br />

Martin Gerhardt<br />

W, U<br />

Thomas Kirchner<br />

B, DR, H


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Dr. Horst Kraushaar<br />

PB<br />

Alexandra Prinzessin von<br />

Hannover<br />

DR, K<br />

Karl-Leo Schneeweis<br />

B, U<br />

Dr. Nina Teufel<br />

B, W<br />

Hilde Krauße<br />

PB, SG<br />

Günther Quirin<br />

R, U<br />

Jan-Dominik Schnei<strong>der</strong><br />

PB, V<br />

Klaus Vowinckel<br />

K, PB, DE<br />

Michael Prinz zu<br />

Löwenstein<br />

H, W<br />

Thomas Rätzke<br />

B, V<br />

Dr. Walter Seubert<br />

R, SG<br />

Margrit Weißbach<br />

K, SG<br />

Christiane Loizides<br />

R, V<br />

Peter Reichwein<br />

B, R<br />

Stephan Siegler<br />

R, SG<br />

Dr. Bernadette Weyland<br />

B, W<br />

Sybill Meister<br />

SG, U<br />

Patrick Schenk<br />

H, K<br />

Lothar Stapf<br />

PB, V<br />

11<br />

B = Bildung & Integration<br />

SG = Soziales & Gesundheit<br />

PB = Planung, Bau, Wohnungsbau<br />

W = Wirtschaft & Frauen<br />

U = Umwelt & Sport<br />

K = Kultur & Freizeit<br />

R = Recht, Verwaltung & Sicherheit<br />

V = Verkehr<br />

H = Haupt- und Finanzausschuss<br />

Ä = Ältestenausschuss<br />

DR = Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-Römer<br />

ausgangslage


haupt­ und finanzausschuss


1<br />

Markus Frank,<br />

Sprecher <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im<br />

Haupt- und Finanzausschuss<br />

konsolIDIeren UnD InvestIeren<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> hat im Vergleich zu an<strong>der</strong>en deutschen Städten und Gemeinden ein sehr hohes<br />

Steueraufkommen. Davon geben in den letzten Jahren die hervorragenden Erträge aus <strong>der</strong><br />

Gewerbesteuer beredtes Zeugnis. Dennoch ist die Finanzlage seit Jahren schon schwierig. Das<br />

liegt unter an<strong>der</strong>em daran, dass die Infrastruktur, die <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> etwa im Bereich Verkehr,<br />

Soziales o<strong>der</strong> kultur als kernstadt für die ges<strong>am</strong>te rhein-<strong>Main</strong>-region bietet und finanziert, die<br />

wirtschaftliche Leistungsfähigkeit <strong>der</strong> Stadt überfor<strong>der</strong>t. Deswegen muss mittel- bis langfristig<br />

die regionale Lastenverteilung neu geordnet werden.<br />

Doch auch die ausgaben für originäre <strong>Frankfurt</strong>er aufgaben<br />

sind nach den Vorstellungen <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

zu prüfen: Muss die kommune wirklich alle heutigen<br />

aufgaben selbst erfüllen und muss das im gegenwärtigen<br />

Umfang geschehen? Die Stadtkasse muss wie<strong>der</strong><br />

ins Lot kommen, und wir sind auf einem guten Weg dahin.<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> braucht einen ausgeglichenen<br />

Finanzzentrale <strong>der</strong> Stadt:<br />

Die Kämmerei <strong>am</strong> Paulsplatz.<br />

Milliardenschwer: Der Etat <strong>der</strong><br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />

Haushalt, um die Handlungsfähigkeit nicht dauerhaft<br />

zu gefährden. Das sind wir auch den nachfolgenden Generationen<br />

schuldig.<br />

haushalt 2007 UND <strong>2008</strong><br />

Die städtischen Finanzen in <strong>der</strong> Verantwortung von<br />

<strong>CDU</strong> und Grünen stehen völlig im Zeichen <strong>der</strong> nachhaltigen<br />

Haushaltskonsolidierung. Im koalitionsvertrag ist<br />

festgelegt, die Haushaltsführung <strong>der</strong> Stadt weiterhin<br />

dem konsolidierungsgebot zu verpflichten. Dies gilt unabhängig<br />

von <strong>der</strong> günstigen Entwicklung bei <strong>der</strong> Gewerbesteuer,<br />

die mit ca. 65 Prozent <strong>der</strong> Bruttoeinnahmen<br />

deutlich die stärkste Einnahmequelle bleibt. Die<br />

Einnahmeerwartung bei dieser immer wie<strong>der</strong> konjunkturellen<br />

Schwankungen unterliegenden Steuer hat <strong>der</strong><br />

Magistrat mo<strong>der</strong>at an die Entwicklung <strong>der</strong> letzten<br />

Jahre angepasst, wobei er vorsichtig genug ist, nicht<br />

einfach die rekord-Einnahmehöhe aus <strong>2006</strong> von über<br />

1,5 Milliarden Euro fortzuschreiben. Denn zu dem<br />

größer gewordenen Gestaltungsspielraum für unsere<br />

Stadt gehört ein ebenso großes Bewusstsein, dass wir<br />

heute nicht auf kosten <strong>der</strong> nächsten Generationen<br />

wirtschaften wollen.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Es ist deshalb Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> in Übereinstimmung<br />

mit dem koalitionspartner, die städtischen Finanzen<br />

auf Dauer zu konsolidieren. Die von Stadtkämmerer<br />

Horst Hemzal und seinem nachfolger Uwe Becker eingebrachten<br />

und von den Stadtverordneten beschlossenen<br />

Haushaltspläne 2007 und <strong>2008</strong> halten diesen<br />

kurs. Die mittelfristige Finanzplanung bis 2011 sieht jeweils<br />

eine „schwarze null“ vor, das heißt, es wird keine<br />

jahresbezogenen Defizite mehr geben. Parallel dazu ist<br />

auch für den investiven Haushalt, den sogenannten Finanzhaushalt,<br />

im Finanzplanungszeitraum keine nettoneuverschuldung<br />

mehr geplant. Ferner wird mit dem<br />

Haushalt <strong>2008</strong> das <strong>der</strong>zeit kumulierte altdefizit aus<br />

Vorjahren in Höhe von 209 Millionen Euro durch Entschuldungen,<br />

resteübertragungen und Finanzmittelüberschüsse<br />

vollständig abgetragen sein.<br />

Mit Blick auf den mit rund 1,3 Milliarden Euro weiterhin<br />

beträchtlichen Ges<strong>am</strong>tschuldenstand unterstützt die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ausdrücklich Stadtkämmerer Uwe Becker,<br />

<strong>der</strong> in seiner Haushaltsrede <strong>am</strong> 15. november<br />

2007 ausgeführt hat: „Ich möchte jede Gelegenheit zur<br />

weiteren reduzierung unserer Schulden aktiv nutzen,<br />

mit dem Ziel, <strong>Frankfurt</strong>s Schulden unter die Marke von<br />

1 Milliarde Euro zu führen und auf Dauer schuldenfrei<br />

zu machen“. Diese Zielmarke vor augen, lassen aber<br />

die unbestritten günstige Einnahmesituation bei <strong>der</strong><br />

Gewerbesteuer und <strong>der</strong> erfreuliche Haushaltserlass<br />

des Hessischen Innenministers zur Genehmigung des<br />

Haushalts 2007 für den Haushalt <strong>2008</strong> und den Finanzplanungszeitraum<br />

insges<strong>am</strong>t den nötigen Spielraum<br />

für dringend notwendige Investitionen, die im<br />

Sinne des koalitionsvertrages <strong>der</strong> Vermögenssicherung<br />

<strong>der</strong> Stadt dienen, so zum Beispiel für die Bauunterhaltung<br />

bei den Schulen.<br />

Und auch in <strong>der</strong> Haushaltspolitik <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

hat es einen Paradigmenwechsel gegeben. Haben die<br />

koalitionsfraktionen zum Haushalt 2007 – dessen<br />

Entwurf noch die Handschrift des alten Viererbündnisses<br />

trug – Mehrausgaben in Höhe von rund zwölf<br />

Millionen Euro beschlossen, so wurden zum Haushalt<br />

<strong>2008</strong> erstmals nur solche Etatanträge zur Verstärkung<br />

<strong>der</strong> eigenen politischen Linie vorgelegt, die auch einen<br />

Deckungsvorschlag innerhalb <strong>der</strong> einzelnen Produktgruppen<br />

unterbreiten. Schon bei <strong>der</strong> Haushaltsaufstellung<br />

konnten wesentliche Wünsche <strong>der</strong> koalitionsfraktionen<br />

berücksichtigt werden. Mit dem<br />

Haushaltsbeschluss <strong>am</strong> 28. Februar <strong>2008</strong> ist kein Cent<br />

auf das Haushaltsvolumen von insges<strong>am</strong>t 2,625 Milliarden.<br />

Euro draufgesattelt worden. Die Union hat ihre<br />

politischen Schwerpunkte innerhalb des zur Verfügung<br />

stehenden finanziellen rahmens gesetzt.<br />

städtische zuschüsse<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat maßgeblich dafür gesorgt, dass<br />

die Subventionspolitik <strong>der</strong> Stadt auf eine neue Grundlage<br />

gestellt wurde: Wo die öffentliche Hand Zuschüsse<br />

gibt, sind Leistungsbudgets und klar umrissene För<strong>der</strong>vereinbarungen<br />

festzulegen. Der effiziente Einsatz<br />

dieser Mittel ist durch ein wirks<strong>am</strong>es Controlling als<br />

strategisches und operatives Steuerungsinstrument sicherzustellen.<br />

Werden Leistungen nicht im vereinbarten<br />

rahmen o<strong>der</strong> nicht mit dem gewünschten Erfolg erbracht,<br />

sind Zuschüsse künftig zu reduzieren, umzuverteilen<br />

o<strong>der</strong> gegebenenfalls auch ganz zu streichen.<br />

außerdem wollen wir zukünftig bei den freiwilligen<br />

Leistungen an Vereine zum Beispiel im sozialen und kulturellen<br />

Bereich einer befristeten Projektför<strong>der</strong>ung den<br />

Vorrang vor einer institutionellen För<strong>der</strong>ung geben.<br />

Dieser kurs muss gehalten werden, denn wir sind zu<br />

15<br />

haupt­ und finanzausschuss


16<br />

einem sorgs<strong>am</strong>en Umgang mit den aus Steuern, abgaben<br />

und Gebühren <strong>der</strong> Bürger erwirtschafteten Mitteln<br />

verpflichtet.<br />

geweRbesteueRhebesatz<br />

Die auf antrag <strong>der</strong> koalition beschlossene Senkung des<br />

Gewerbesteuerhebesatzes zum 1. Januar 2007 war ein<br />

richtiger Schritt und zeigt, dass nach notwendigen Steuererhöhungen<br />

in <strong>der</strong> Vergangenheit auch Steuersenkungen<br />

möglich sind. Zus<strong>am</strong>men mit <strong>der</strong> verantwortlichen<br />

Standortpolitik von oberbürgermeisterin Petra<br />

roth ergibt sich für die Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> eine im<br />

Vergleich zwischen den kommunen in Deutschland herausragende<br />

wirtschaftliche Position. Zus<strong>am</strong>men mit<br />

Düsseldorf steht <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> an <strong>der</strong> Spitze bei<br />

den Einnahmen aus Grund-, Gewerbe- und anteiligen<br />

Einkommensteuern. ausruhen kann sich <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> auf diesen Lorbeeren jedoch keineswegs. Denn<br />

durch die Unternehmenssteuerreform geraten die Gewerbesteuerhebesätze<br />

unter Druck. Seit 1. Januar <strong>2008</strong><br />

kann die Gewerbesteuer nicht mehr als Betriebsausgabe<br />

abgesetzt werden und die Bemessungsgrundlagen<br />

haben sich außerdem erweitert. Die Entscheidung <strong>der</strong><br />

neuen Börse, ihre rund 2.000 Mitarbeiter ins benachbarte<br />

Eschborn mit dem niedrigsten Hebesatz im Bal-<br />

gewerbesteuereinnahmen in <strong>Frankfurt</strong><br />

in Millionen Euro<br />

1.400<br />

1.300<br />

1.200<br />

1.100<br />

1.000<br />

900<br />

800<br />

700<br />

Gewerbesteuer brutto<br />

1540<br />

1500<br />

Prognose<br />

2000 01 02 03 04 05 06 07<br />

Quelle: Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

lungsraum zu verlagern, hat vor augen geführt, wie<br />

dringend notwendig es gewesen ist, den <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Hebesatz <strong>der</strong> Gewerbesteuer zu senken.<br />

Partner: Petra Roth und Jurij Luschkow, seit 1992 Oberbürgermeister<br />

von Moskau, beantworten Journalistenfragen anlässlich <strong>der</strong> 9. Euro<br />

Finance Week <strong>2006</strong> in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />

inteRnationales<br />

Die Pflege <strong>der</strong> internationalen Beziehungen und beson<strong>der</strong>s<br />

<strong>der</strong> 14 Städtepartnerschaften ist vor allem ein arbeitsgebiet<br />

von oberbürgermeisterin Petra roth. Sehr<br />

gute internationale kontakte sind für die wirtschaftliche<br />

Zukunft unserer Stadt von entscheiden<strong>der</strong> Bedeutung.<br />

Deshalb unterstützt die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> den Einsatz<br />

<strong>der</strong> oberbürgermeisterin für den Finanzplatz, den Erhalt<br />

<strong>der</strong> Messe GmbH und den ausbau des Flughafens<br />

ebenso wie ihr überzeugendes internationales Engagement,<br />

allen voran etwa <strong>der</strong> kooperationsvertrag mit <strong>der</strong><br />

Stadt Moskau, das Standortmarketing in <strong>der</strong> neuen<br />

Partnerstadt Dubai o<strong>der</strong> die ansiedlung von weltweit<br />

tätigen Unternehmen wie kIa, FIaT, IkEa und nIkE hier<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />

RücKKauf technisches Rathaus<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat den Magistrat unterstützt, das<br />

Technische rathaus vorzeitig zum 31. März 2007 zurückzukaufen.<br />

Das 1972 bezogene Technische rathaus war<br />

1994 vom d<strong>am</strong>aligen Stadtkämmerer Tom koenigs (Grüne)<br />

an die Deutsche Immobilien Leasing (DIL) – eine<br />

Tochtergesellschaft <strong>der</strong> Deutschen Bank – für 148 Millionen<br />

DM verkauft und gleichzeitig zurückgemietet worden.<br />

Im Vertrag, <strong>der</strong> auf 20 Jahre geschlossen wurde, ist


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

geregelt, dass die Stadt das Gebäude bereits nach zwölf<br />

Jahren für den d<strong>am</strong>als bereits vereinbarten Preis von<br />

135 Millionen DM zurückkaufen kann. Zwischenzeitlich<br />

hat <strong>der</strong> Magistrat für die Ges<strong>am</strong>tlaufzeit des Geschäfts<br />

einen Barwertvorteil des Leasinggeschäfts gegenüber<br />

einem vergleichbaren annuitätendarlehen von rund<br />

sechs Millionen Euro festgestellt.<br />

Der rückerwerb bedeutet unabhängig von zukünftigen<br />

planungspolitischen Entscheidungen eine vereinfachte<br />

ausgangslage für die Bebauung des areals zwischen<br />

Dom und römer. Die Stadt kann jetzt – nach dem geplanten<br />

Umzug <strong>der</strong> technischen Ämter in das frühere<br />

Stadtwerke-Gebäude an <strong>der</strong> kurt-Schumacher-Straße –<br />

eine rasche Entwicklung <strong>der</strong> neuen altstadt aus einer<br />

Hand gewährleisten und zum Beispiel die zur rekonstruktion<br />

vorgesehenen Gebäude mit ihren jeweiligen<br />

Ensembles als Eigentümerin errichten und in Erbpacht<br />

vergeben lassen.<br />

Den kaufpreis zuzüglich Transaktionskosten haben die<br />

Stadtverordneten mit Beschluss zum Haushalt 2007<br />

eingestellt. auch für den abriss sind die notwendigen<br />

Mittel im Haushaltsplan festgehalten. Diese rund<br />

90 Millionen Euro für rückkauf und abriss des Beton-<br />

Monuments ‚Technisches rathaus‘ demonstrieren, dass<br />

es die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ernst meint mit dem Wie<strong>der</strong>aufbau<br />

eines Teils <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er altstadt.<br />

public pRiVate paRtneRship<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hält den Finanzierungsweg eines<br />

„Public Private Partnership“-Verfahrens (PPP) für zukunftsweisend<br />

und hat dies bereits im Zus<strong>am</strong>menhang<br />

mit den Beschlüssen zum Bildungszentrum ostend<br />

klar zum ausdruck gebracht. Das Bildungszentrum<br />

ostend (nutzer sind Dr. Hoch’s konservatorium, Bankakademie,<br />

Volkshochschule, abendgymnasium und<br />

Bethmannschule) befindet sich <strong>der</strong>zeit in <strong>der</strong> Betriebsphase.<br />

Erstmals in <strong>der</strong> Geschichte <strong>der</strong> Stadt werden vier große<br />

Schulstandorte mit den angeschlossenen Einrichtungen<br />

unter laufendem Betrieb saniert, umgebaut<br />

und in erheblichen Umfang neu gebaut werden. Ein<br />

privater Investor wird das BIkUZ Höchst (mit Friedrich-Dessauer-Gymnasium,<br />

VHS und Stadtteilbücherei),<br />

die Freiherr-vom-Stein-Schule, die Heinrich-kleyer-<br />

Schule und die Carl-von-Weinberg-Schule anschließend<br />

für 20 Jahre im auftrag <strong>der</strong> Stadt betreiben. Vorrangiges<br />

Ziel ist es, den infolge von vernachlässigtem<br />

Bauunterhalt durch unzureichende Haushaltsmittel<br />

entstandenen Instandsetzungs- und Sanierungsstau<br />

zeitnah zu beheben. Das PPP-Verfahren ist gewählt<br />

worden, weil die zus<strong>am</strong>mengefasste Vergabe von Bau-<br />

und Planungsleistungen sowie Gebäudeunterhaltung<br />

gegenüber einer konventionellen, das heißt getrennten<br />

Vergabe dieser Teilleistungen in beson<strong>der</strong>em<br />

Maße die optimierung <strong>der</strong> Investitionskosten<br />

in abstimmung mit den Folge- und Betriebskosten<br />

berücksichtigt. Das professionelle Facility-Management<br />

soll dabei einen wirtschaftlichen und serviceorientierten<br />

Gebäudebetrieb sowie die erfor<strong>der</strong>lichen<br />

Instandsetzungsmaßnahmen in den nächsten 20 Jahren<br />

sicherstellen.<br />

So wird das neue BIKUZ Höchst in einer Innenansicht aussehen.<br />

17<br />

haupt­ und finanzausschuss


18<br />

KiRchliche angelegenheiten<br />

Seit dem anfang des 19. Jahrhun<strong>der</strong>ts befinden sich die<br />

evangelischen und katholischen kirchen im historischen<br />

Stadtkern (also innerhalb des anlagenrings) im Eigentum<br />

<strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. In sogenannten Dotationsurkunden<br />

hat <strong>der</strong> rat <strong>der</strong> Freien Stadt den kirchen<br />

jedoch zugebilligt, ihren „kirchlichen Cultus“<br />

weiterhin in den kirchengebäuden auszuüben und die<br />

Gebäude dauerhaft in gutem Zustand zu erhalten. Dies<br />

schließt neben <strong>der</strong> Bauunterhaltung die Unterhaltung<br />

<strong>der</strong> Glocken und <strong>der</strong> orgeln ein. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat<br />

den Magistrat auch im Berichtszeitraum wie<strong>der</strong> bei den<br />

entsprechenden Bau- und Finanzierungsvorhaben unterstützt.<br />

sanieRung deR<br />

dotationsKiRchen<br />

1992 alte nikolaikirche (außen und innen)<br />

199 Dom (innen)<br />

1997 Liebfrauenkirche (innen)<br />

2001 St. katharinenkirche (innen)<br />

2001 Heilig-Geist-kirche und Dominikanerkloster<br />

(außen)<br />

seit 2002 Dom (Turmsanierung in drei<br />

Bauabschnitten), abschluss 2009<br />

seit 200 Umbau <strong>der</strong> Peterskirche<br />

(Einweihung jugend-kultur-kirche<br />

Dezember 2007)<br />

seit 2005 St. Leonhardskirche (außen),<br />

abschluss anfang <strong>2008</strong><br />

seit 2005 neue orgel für Liebfrauenkirche,<br />

Inbetriebnahme ostern <strong>2008</strong><br />

<strong>2008</strong> Erweiterung Domorgel<br />

PLanUnGEn:<br />

<strong>2008</strong> – 2010 Dreikönigskirche (Dach- und<br />

Fassadensanierung)<br />

<strong>2008</strong> – 2011 St. Leonhardskirche (innen)<br />

2010 – 201 Dom (Dachsanierung und<br />

außenfassade)<br />

<strong>2008</strong> – 2009 Dominikanerkloster (Brandschutz)<br />

Quelle: Dezernat III<br />

Mehr Gewicht für die Ortsbeiräte.<br />

eigenes budget deR<br />

oRtsbeiRäte<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

als eine wesentliche neuerung wurde im koalitionsvertrag<br />

zwischen <strong>CDU</strong> und Grünen vereinbart, dass die 16<br />

<strong>Frankfurt</strong>er ortsbeiräte nach über 30 Jahren ihres Bestehens<br />

mit einem eigenen Budget ausgestattet werden.<br />

Der ankündigung folgte 2007 <strong>der</strong> Beschluss: Je<strong>der</strong><br />

ortsbeirat erhält pro Bürger und Jahr einen Euro. Beim<br />

größten <strong>Frankfurt</strong>er ortsbeirat, dem ortsbeirat 6 im<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Westen, sind es rund 123.000 Euro, beim<br />

ortsbeirat 14 (Harheim) rund 4.000 Euro. Die Hessische<br />

Gemeindeordnung (HGo) schreibt sehr genau vor, für<br />

welche Zwecke die ortsbeiräte das Geld verwenden<br />

dürfen; es sind die Bereiche, in denen die ortsbeiräte<br />

direkt zuständig sind. Somit können ortsbeiräte aus ihrem<br />

Budget Grünanlagen neu anlegen, Spielgeräte anschaffen<br />

und Verschönerungen im Stadtteil vornehmen.<br />

nicht erlaubt sind För<strong>der</strong>maßnahmen für Sportvereine<br />

o<strong>der</strong> kulturelle Zwecke. So kann jetzt zum Beispiel <strong>der</strong><br />

Spielplatz im ostpark zeitgemäß gestaltet und mit<br />

mo<strong>der</strong>nen Spielgeräten ausgestattet werden, weil <strong>der</strong><br />

ortsbeirat 4 dafür 20.000 Euro bereitstellt. Für die Gestaltung<br />

des Höchster Marktplatzes veranschlagt <strong>der</strong><br />

ortsbeirat 6 insges<strong>am</strong>t 25.000 Euro und <strong>der</strong> ortsbeirat 5<br />

lässt für 2.000 Euro Bänke auf dem Weg zum Waldfriedhof<br />

oberrad aufstellen.


sondeRausschuss dom­RömeR


20<br />

Jochem Heumann,<br />

Sprecher <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im<br />

Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-Römer<br />

perspektIven Für DIe FrankFUrter altstaDt<br />

Der abriss des Technischen rathauses und <strong>der</strong> aufbau<br />

einer neuen altstadt zwischen Dom und römer mit hohem<br />

Wohnanteil und einigen baulich rekonstruierten<br />

Ensembles, die als Teil <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Geschichte zur<br />

Identität dieser Stadt gehören, sind eine einmalige Gelegenheit<br />

zur Stadtreparatur. Die neugestaltung des<br />

Dom-römer-areals und <strong>der</strong> nachbau wichtiger Gebäude<br />

betrifft nur einen kleinen Teil <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Innenstadt,<br />

welche das neue Zentrum <strong>Frankfurt</strong>s darstellt.<br />

Diese Bebauung wird das heutige <strong>Frankfurt</strong> so nachhaltig<br />

verän<strong>der</strong>n wie sonst nur wenige Projekte.<br />

ReKonstRuKtionen<br />

Im Geltungsbereich des Dom-römer-areals wird <strong>der</strong> historische<br />

Stadtgrundriss und Höhenverlauf wie<strong>der</strong>hergestellt.<br />

Dies bezieht sich sowohl auf anzahl und den<br />

Verlauf <strong>der</strong> Gassen, die Platzbildung sowie die Grundstückseinmessungen.<br />

Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

hat 2007 beschlossen, die gut dokumentierten Gebäude<br />

„rotes Haus“, „Zur Goldenen Waage“, „Junger und<br />

alter Esslinger“, „Zum Goldenen Lämmchen“ und das<br />

Haus „klein nürnberg“ zu rekonstruieren.<br />

Im Stadtverordnetenbeschluss heißt es dazu: „Das<br />

Haus ‚Zur Goldenen Waage‘ ist ein Beispiel für ein<br />

reich ausgestattetes Bürgerhaus <strong>der</strong> renaissance.<br />

Durch die nutzung als außenstelle des Historischen<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Es ist beschlossene Sache: an <strong>der</strong> Stelle des Technischen rathauses und auf <strong>der</strong> Grundlage des<br />

historischen Stadtgrundrisses, wie er 1944 bestand, wird ein neues und lebendiges altstadt-<br />

Quartier entstehen. Unsere Stadt ist seit zwei Jahren geradezu von einem altstadt-Gefühl erfasst.<br />

Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an <strong>der</strong> Diskussion. Die Weichen sind gestellt. Die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird dieses Bauprojekt in den nächsten Jahren vorantreiben.<br />

Historische Postkarte: Das Haus „Zur Goldenen Waage“ mit Häuserensemble<br />

Höllgasse vor <strong>der</strong> Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.<br />

Museums ist dieses Gebäude mit seinem Belve<strong>der</strong>chen<br />

beson<strong>der</strong>s im Gedächtnis <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er haften<br />

geblieben.<br />

Das ‚rote Haus‘ ist ein beispielhaftes Gebäude <strong>der</strong><br />

Gotik. Beson<strong>der</strong>s hervorzuheben ist hierbei die offene<br />

Halle als Durchgang zum Tuchgaden. Das kleine<br />

Plätzchen vor dem Haus gekoppelt mit den Metzgerständen<br />

ist tief im Bewusstsein <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Bevölkerung<br />

und <strong>der</strong> Besucher eingeprägt.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Das Haus ‚Goldenes Lämmchen‘ bildete zus<strong>am</strong>men mit<br />

den dahinter liegenden Gebäuden einen dreiseitigen<br />

Hof, <strong>der</strong> typisch für die spätmittelalterlichen Messehöfe<br />

war. Die Holzgalerien <strong>am</strong> Seitengebäude und dem<br />

Gebäude an <strong>der</strong> Braubachstraße erzielten eine malerische<br />

Wirkung.<br />

nachdem <strong>der</strong> nördliche Teil des Hofes beim Durchbruch<br />

<strong>der</strong> Braubachstraße nie<strong>der</strong>gelegt war, schloss<br />

man den Hof sensibel durch die aufnahme vorgefundener<br />

Bauteile wie <strong>der</strong> Holzgalerien und integrierte<br />

sie in den eklektischen neubau. Der Wie<strong>der</strong>aufbau soll<br />

neben dem Haus ‚Goldenes Lämmchen‘ und dem Seitengebäude<br />

auch die Hoffassaden des Gebäudes an<br />

<strong>der</strong> Braubachstraße mit den Galerien umfassen.<br />

Das Haus ‚Esslinger‘ gehörte zu den ‚Goetheorten‘<br />

<strong>Frankfurt</strong>s. Während des Umbaues des Elternhauses<br />

<strong>am</strong> ‚Großen Hirschgraben‘ verbrachte <strong>der</strong> Dichter zwei<br />

Jahre <strong>am</strong> ‚Hühnermarkt‘ bei Tante Melber. Frau ajas<br />

Schwester hatte den Materialienhändler Georg adolf<br />

Melber geheiratet, <strong>der</strong> das Haus im Geschmack des<br />

Spätbarocks umbauen ließ. Der Dichter gedenkt seiner<br />

Zeit <strong>am</strong> Hühnermarkt in Dichtung und Wahrheit. Das<br />

Stoltze-Denkmal soll wie<strong>der</strong> an historischer Stelle auf<br />

dem Hühnermarkt errichtet werden. Von dem Haus<br />

‚klein nürnberg‘ liegen nur die Skizzen <strong>der</strong> Brü<strong>der</strong><br />

Treuner vor, so dass lediglich die Fassade annähernd<br />

rekonstruiert werden kann“.<br />

Die rekonstruktion des Hauses „Großer rebstock“ soll<br />

zusätzlich erfolgen, wenn eine sinnvolle Lösung für die<br />

Tiefgarageneinfahrt gefunden ist.<br />

Zur neu- und nachkriegsbebauung, etwa Schirn, kunstverein<br />

o<strong>der</strong> Haus <strong>am</strong> Dom, werden städtebaulich sensible<br />

Übergänge geschaffen, so dass ein harmonisches<br />

und schönes Stadtbild mit historischen Ensembles entsteht.<br />

Der historische krönungsweg „Markt“ wird zwischen<br />

Dom und römer wie<strong>der</strong> sichtbar hergestellt. Im rahmen<br />

<strong>der</strong> anstehenden Umgestaltung des Historischen Museums<br />

wird <strong>der</strong> Betonteil abgerissen und durch einen neubau<br />

zwischen alter nikolaikirche, Saalhof und Haus<br />

Wertheim ersetzt. D<strong>am</strong>it wird <strong>der</strong> Bereich zwischen römerberg<br />

und Eisernem Steg nicht weiter verschandelt,<br />

son<strong>der</strong>n aufgewertet.<br />

planungsweRKstatt<br />

Die koalitionsfraktionen aus <strong>CDU</strong> und Grünen im römer<br />

haben den Magistrat in einem gemeins<strong>am</strong>en antrag<br />

aufgefor<strong>der</strong>t, eine vertiefte Planung für eine Bebauung<br />

des areals zwischen Dom und römerberg<br />

vorzulegen, und zwar auf <strong>der</strong> Grundlage <strong>der</strong> – weitgehend<br />

übereinstimmenden – Ergebnisse <strong>der</strong> arbeitsgruppen<br />

<strong>der</strong> Planungswerkstatt.<br />

Bald ein Bild von gestern: Die alte Fläche <strong>am</strong> Hühnermarkt, heute noch überbaut mit dem Technischen Rathaus, ist in <strong>der</strong> Simulation bereits ein<br />

lebendiger Mittelpunkt <strong>der</strong> neuen Altstadt.<br />

21<br />

sondeRausschuss dom­RömeR


22<br />

Die von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung beschlossene<br />

Planungswerkstatt „altstadt“, eine neue Form <strong>der</strong> aktiven<br />

Bürgerbeteiligung bei wichtigen Planungsprozessen, war<br />

in mehrfacher Hinsicht ein Erfolg: Sie brachte für Politik<br />

und Verwaltung eine reihe neuer anregungen für den<br />

Fortgang <strong>der</strong> Planung, sorgte als fair gehandhabtes Dialogforum<br />

für eine Versachlichung <strong>der</strong> Diskussion und es<br />

gelang den arbeitsgruppen <strong>der</strong> Planungswerkstatt, trotz<br />

fortbestehen<strong>der</strong> Meinungsverschiedenheiten in einigen<br />

Fragen Lösungen herauszuarbeiten.<br />

beispiele in andeRen städten<br />

Um sich ein Bild davon zu machen, welche Wege an<strong>der</strong>e<br />

kommunen bei <strong>der</strong> Gestaltung innerstädtischer historischer<br />

areale gegangen sind und die Ergebnisse vor<br />

ort zu begutachten, reiste <strong>der</strong> Son<strong>der</strong>ausschuss Domrömer<br />

vom 22. bis 24. März 2007 nach Dresden, nürnberg<br />

und Ulm.<br />

ausgehend von den bei dieser Studienreise festgestellten<br />

Erfahrungen an<strong>der</strong>er Städte im Umgang mit Historie<br />

im Stadtbild lässt sich für <strong>Frankfurt</strong> ein eigener Weg<br />

ableiten:<br />

p auf präzise Gestaltungsvorgaben für die Bebauung<br />

des altstadtareals, aber auch im Hinblick das, was<br />

an den zukünftigen altstadthäusern an Verän<strong>der</strong>ungen<br />

vorgenommen werden darf, kann nicht verzichtet<br />

werden.<br />

p Die Lebendigkeit einer altstadt ergibt sich aus unterschiedlichen<br />

Grundstücksgrößen und -breiten.<br />

Eine Bebauung auf dem historischen Grundriss<br />

bildet daher die Voraussetzung für die Wie<strong>der</strong>herstellung<br />

einer „altstadtatmosphäre“.<br />

p Die möglichst nah <strong>am</strong> original zu rekonstruierenden<br />

sechs bis sieben altstadthäuser dienen <strong>der</strong> rest-<br />

lichen Bebauung als „Leitbauten“. Um ein möglichst<br />

harmonisches Ges<strong>am</strong>tbild <strong>der</strong> altstadtbebauung zu<br />

schaffen, ist bei <strong>der</strong> Gestaltung <strong>der</strong> Gebäude auf<br />

folgende Eigenschaften zu achten:<br />

p unterschiedliche Geschosshöhen und<br />

Gebäudegrößen<br />

p stehende Fensterformate<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Exkursion nach Ulm: Der pyr<strong>am</strong>idenförmige Neubau <strong>der</strong> Ulmer Bibliothek<br />

wurde nach Plänen des Kölner Architekten Gottfried Böhm gebaut.<br />

Im Bild: Die <strong>CDU</strong>-Planungspolitiker Jochem Heumann, Christa<br />

Panke, Wolff Holtz, Alexandra Prinzessin von Hannover und Thomas<br />

Kirchner (v.l.).<br />

p historisierende Giebeldachkonstruktion<br />

p authentische Farb- und Materialgebung<br />

p Die Gassen und Plätze <strong>der</strong> altstadt sollen<br />

gemäß historischer Vorgaben mit natursteinpflaster<br />

ausgestattet werden.<br />

Ziel <strong>der</strong> Planung ist für die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, eine Mischung<br />

aus Wohnen und arbeiten, Gastlichkeit und Handel entstehen<br />

zu lassen. Das Viertel soll ein lebendiger Mittelpunkt<br />

werden – so, wie es früher einmal war und wie es<br />

die „alten“ <strong>Frankfurt</strong>er noch in Erinnerung haben.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird den weiteren Verlauf von Planung<br />

und Umsetzung konstruktiv und aktiv unterstützen,<br />

denn wir geben <strong>der</strong> altstadt ihr Gesicht wie<strong>der</strong>.<br />

Weitere wichtige Entscheidungen stehen kurzfristig an,<br />

d<strong>am</strong>it möglichst 2013 die „neue“ altstadt fertig gestellt<br />

sein wird.


ildung


2<br />

BIlDUng UnD BegaBUng FörDern<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

als Teil <strong>der</strong> Union wissen wir uns den großen Leitlinien <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-Bildungspolitik verpflichtet.<br />

Bildung ist <strong>der</strong> Schlüssel für individuelle Lebenschancen und hat überragende Bedeutung für die<br />

Werte, die wir bewahren – und für die Werte, die wir entfalten wollen. nur bessere Bildung für<br />

mehr Menschen wird Wohlstand nachhaltig sichern. Sie wird es ermöglichen, die Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

<strong>der</strong> Zukunft zu bewältigen und die Chancen des Wandels zu ergreifen. Und hier bietet gerade<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> als europäische Metropole vor allem jungen Menschen sehr viele Berufs- und<br />

Zukunftschancen, die wir durch nachhaltige Investitionen im Bereich Bildung sichern wollen.<br />

schulentwicKlungsplan<br />

Die von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung beschlossene<br />

Ges<strong>am</strong>tfortschreibung des Schulentwicklungsplans<br />

a für allgemeinbildende Schulen trägt <strong>der</strong> Entwicklung<br />

<strong>der</strong> einzelnen Stadtteile und auch dem vielfach<br />

öffentlich bekundeten Elternwillen rechnung. Das kultusministerium<br />

hat dem Schulentwicklungsplan in weiten<br />

Teilen zugestimmt.<br />

So wird die Weidenbornschule mit <strong>der</strong> Bornheimer realschule<br />

zu einer gemeins<strong>am</strong>en realschule und die<br />

Friedrich-Stoltze-Schule und die Gerhart-Hauptmann-<br />

Schule zu einer verbundenen Haupt- und realschule<br />

umgewandelt. aus <strong>der</strong> Georg-Büchner-Schule wird eine<br />

integrierte Ges<strong>am</strong>tschule.<br />

gRundschulen<br />

Dr. Bernadette Weyland,<br />

Bildungspolitische Sprecherin <strong>der</strong><br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

<strong>Frankfurt</strong> kann nur dann eine F<strong>am</strong>ilienstadt sein,<br />

wenn den Menschen die Vereinbarkeit von F<strong>am</strong>ilie<br />

und Beruf ermöglicht wird. Dazu müssen die Grundschulen<br />

ein vernünftiges Betreuungsangebot bieten.<br />

Die Verlässlichkeit des Schulvormittags wird in § 15<br />

des Hessischen Schulgesetzes (HSchG) geregelt.<br />

Zentraler Lernort Schule – Der Schulentwicklungsplan<br />

gibt Perspektiven für die<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Schullandschaft.<br />

Die Umsetzung liegt in <strong>der</strong> Verantwortung <strong>der</strong> Schule<br />

und <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> als Schulträgerin. Zwar hat die<br />

Mehrzahl <strong>der</strong> Grundschulen ein Betreuungsangebot in<br />

unterschiedlicher Trägerschaft (Stadt, freie Träger, För<strong>der</strong>verein).<br />

Dennoch wird sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> weiter<br />

dafür stark machen, dass die Frühbetreuung und die<br />

Mittagsbetreuung flächendeckend ausgebaut werden.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

gymnasien und<br />

ges<strong>am</strong>tschulen<br />

Der Bau eines neuen Gymnasiums <strong>am</strong> riedberg sowie<br />

die Umwandlung <strong>der</strong> Heinrich-kraft-Schule in Fechenheim<br />

von einer kooperativen Ges<strong>am</strong>tschule (kGS) in<br />

eine integrierte Ges<strong>am</strong>tschule (IGS) wurde vom kultusministerium<br />

noch nicht genehmigt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

setzt sich nachhaltig dafür ein, dass beide Maßnahmen,<br />

die für die Entwicklung <strong>der</strong> Stadtteile notwendig sind,<br />

genehmigt werden.<br />

ganztagsschulentwicKlung<br />

Gleichzeitig muss <strong>der</strong> ausbau <strong>der</strong> ganztägig arbeitenden<br />

Schulen weitergehen. Zum Schuljahresbeginn<br />

2007 / <strong>2008</strong> sind 33 Schulen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> durch<br />

das Hessische kultusministerium als ganztägig arbeitend<br />

anerkannt. Bis zum Schuljahr <strong>2008</strong> / 2009 werden<br />

voraussichtlich drei weitere Schulen folgen.<br />

Im rahmen <strong>der</strong> Pilotphase zur Umsetzung des 2/3 Hortangebotes<br />

hat sich herausgestellt, dass bei ganztägig<br />

arbeitenden Schulen die Hortplätze um 200 Euro günstiger<br />

sind (anstatt 500 nur 300 Euro). Es gibt momentan<br />

fünf Schulen mit 60 Plätzen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt<br />

sich weiter dafür ein, dass die Hortangebote an solchen<br />

Schulen ausgedehnt werden.<br />

Ortstermin <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong> in <strong>der</strong> Heinrich-Kraft-Schule im Stadtteil<br />

Fechenheim: Christel Ebisch, <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>svorsitzende im Ortsbeirat<br />

11, Stadtverordnete Dr. Bernadette Weyland und <strong>Fraktion</strong>sreferentin<br />

Anna-Maria Tonhäuser (v.r.).<br />

Vor allem EDV-Kenntnisse sind für die spätere Berufsorientierung<br />

von Schülern unerlässlich. Das <strong>Frankfurt</strong>er Hauptschulprojekt setzt<br />

auch hier an.<br />

hauptschulen<br />

Das Modell <strong>der</strong> praxisorientierten Hauptschule hat sich<br />

bewährt. Seit Ende <strong>2006</strong> wurden an vier <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Schulen mit dem Bildungsgang Hauptschule im rahmen<br />

<strong>der</strong> praxisorientierten Hauptschule Lernwerkstätten<br />

für die Schülerinnen und Schüler <strong>der</strong> klassen 5–10<br />

eingerichtet: Hostatoschule (Westen), Heinrich-kraft-<br />

Schule (osten), Schwanthaler Schule (Süden) und Ludwig-richter-Schule<br />

(norden).<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt dieses Modell, das für<br />

das Jahr <strong>2008</strong> noch zwei weitere Schulen im Stadtbezirk<br />

vorsieht.<br />

Parallel dazu gibt es das <strong>Frankfurt</strong>er Hauptschulprojekt,<br />

das eine Berufsorientierung und ausbildungsplatzvermittlung<br />

für Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Hauptschule<br />

vorsieht. Dort sollen in Zukunft alle Hauptschülerinnen<br />

und Hauptschüler mit ihren Berufswünschen,<br />

kompetenzen und Profilen erfasst werden. nach einer<br />

Sichtungskonferenz sollen die Schülerinnen- und Schüler<br />

in den primären arbeitsmarkt vermittelt werden.<br />

25<br />

bildung


26<br />

beRufliche schulen<br />

Die Umsetzung des Schulentwicklungsplans B für berufliche<br />

Schulen hat einige Verän<strong>der</strong>ungen bei den<br />

Fachrichtungen und Schwerpunkten <strong>der</strong> ausbildung für<br />

die Schulen mit sich gebracht.<br />

Hervorzuheben ist, dass die Zuständigkeit für die Beschulung<br />

von auszubildenden <strong>der</strong> hauswirtschaftlichen<br />

Berufe von <strong>der</strong> Bergiusschule zu den beruflichen<br />

Schulen Berta Jourdan verlagert wurde. außerdem<br />

wird an den beruflichen Schulen Berta Jourdan eine<br />

zweijährige Berufsfachschule eingerichtet. rechtzeitig<br />

konnte <strong>der</strong> von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> gefor<strong>der</strong>te an- und<br />

Erweiterungsbau hierfür eingeweiht werden. Dabei<br />

stellt sich <strong>der</strong> Erweiterungsbau, <strong>der</strong> zur Systemgastronomie<br />

ausgebaut wurde, landesweit als einzigartig<br />

dar.<br />

Berufsschule und praktische Ausbildung – zwei Seiten einer Medaille.<br />

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (<strong>CDU</strong>) besuchte 2007 auch<br />

die Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen in <strong>Frankfurt</strong> / <strong>Main</strong>-<br />

Praunheim.<br />

schulbaumassnahmen<br />

Die von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> in zahlreichen Einzelanträgen<br />

gefor<strong>der</strong>ten Sanierungsmaßnahmen konnten erfolgreich<br />

mit fast 100 Sanierungsmaßnahmen inklusive<br />

Schönheitsreparaturen für 2007 verwirklicht werden.<br />

Der überwiegende Teil wurde in den Sommerferien<br />

durchgeführt. notwendig war auch die von <strong>der</strong><br />

schwarz-grünen koalition sofort beschlossene Erhöhung<br />

<strong>der</strong> Bauunterhaltungsmittel für die <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Schulen um jährlich 8,8 Mio. Euro.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Mit <strong>der</strong> Einführung <strong>der</strong> gymnasialen Schulzeitverkürzung<br />

(G8), die zum Pflichtunterricht <strong>am</strong> nachmittag<br />

führt, sind Erweiterungen an Schulen erfor<strong>der</strong>lich.<br />

Der anteil <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> an <strong>der</strong> Ges<strong>am</strong>tschulbaupauschale<br />

wurde vom Land im Vergleich zu <strong>2006</strong><br />

um 3,6 Mio. Euro erhöht. Diese erhöhten Landesmittel<br />

dienen dem bedarfsgerechten ausbau <strong>der</strong> Verpflegungsmöglichkeiten<br />

an den Schulen, die von G8 betroffen<br />

sind.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird weiterhin den Umbau bzw.<br />

neubau <strong>der</strong> vier im PPP-Verfahren befindlichen Schulen<br />

(BIkUZ: Friedrich-Dessauer-Gymnasium, Freiherrvom-Stein-Schule,<br />

Heinrich-kleyer-Schule und Carlvon-Weinberg-Schule)<br />

begleiten.<br />

ändeRungen im hessischen<br />

schulgesetz<br />

Mit <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ung des § 23 HSchG (Einführung von<br />

Lerngruppen mit erhöhtem Praxisbezug als För<strong>der</strong>maßnahme)<br />

wurden die sogenannten SchuB-klassen<br />

(„Lernen und arbeiten in Schule und Betrieb“) eingerichtet.<br />

Im Schuljahr <strong>2006</strong> / 2007 gab es diese speziellen För<strong>der</strong>klassen<br />

an folgenden Schulen:<br />

p Friedrich-Stoltze-Schule (Hauptschule), Hallgartenschule<br />

(För<strong>der</strong>schule für Lernhilfe), Meisterschule<br />

(Grund- und Hauptschule) und Salzmannschule<br />

(Hauptschule)<br />

p Für das Schuljahr 2007 / <strong>2008</strong> bekommt auch die<br />

Schwanthaler Schule eine SchuB-klasse.<br />

Für die Berufsschulen haben sich hinsichtlich <strong>der</strong> Berufsschulpflicht<br />

mit <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ung von § 62 HSchG Verän<strong>der</strong>ungen<br />

ergeben. Es besteht nicht mehr die Pflicht,<br />

die Berufsschule bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres<br />

zu besuchen, aber die Berechtigung, dies auf<br />

freiwilliger Basis zu tun. Speziell eingerichtete För<strong>der</strong>gruppen<br />

bzw. berufsfeldbezogene Qualifikationen bieten<br />

11 von 16 Berufsschulen an.


fRauen


28<br />

gewaltschutzgesetz<br />

Dr. Bernadette Weyland,<br />

Frauenpolitische Sprecherin <strong>der</strong><br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

Für eIne MoDerne gleIChstellUngspolItIk<br />

Im Mittelpunkt <strong>der</strong> frauenpolitischen arbeit stehen<br />

immer wie<strong>der</strong> Maßnahmen gegen jede Form von Gewalt<br />

gegen Mädchen und Frauen. Zur Umsetzung des<br />

Gewaltschutzgesetzes werden drei Beratungsstellen<br />

bezuschusst, die ihren Schwerpunkt in <strong>der</strong> Beratung<br />

von misshandelten Frauen haben. Ferner werden zwei<br />

Frauenhäuser mit 60 bzw. 61 Plätzen finanziert.<br />

beRufliche QualifizieRung<br />

Ein weiteres frauenpolitisches Thema ist die Beratung<br />

und berufliche Qualifizierung von Frauen. als Träger<br />

dafür zuständig ist <strong>der</strong> „Verein zur beruflichen För<strong>der</strong>ung<br />

von Frauen e. V.“. Er setzt sich ein für die Chancengleichheit<br />

von Mädchen und Frauen in ausbildung und<br />

<strong>am</strong> arbeitsmarkt. Es wurde dafür eine Beratungsstelle<br />

eingerichtet, die mit rund 95.000 Euro bezuschusst<br />

wird. Weitere Träger, die bezuschusst wurden, sind<br />

„Ber<strong>am</strong>i – berufliche Integration e. V.“, „Frauen-Softwarehaus<br />

e. V.“ und „Infrau e. V.“.<br />

Wichtig für die frauenpolitische arbeit waren auch<br />

einige bedeutende Veranstaltungen, wie z. B. die<br />

ausstellung „<strong>Frankfurt</strong>er Frauenzimmer um 1800“ im<br />

Historischen Museum. Für Beratung und berufliche<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

<strong>Frankfurt</strong>er Frauenpolitik richtet sich an alle Frauen und ermöglicht ihnen, ihren Lebensentwurf<br />

frei zu wählen. Es ist auch das Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, möglichst allen Frauen die volle Beteiligung<br />

an einer nachhaltigen Entwicklung und die Verwirklichung im öffentlichen Leben zu ermöglichen.<br />

Im Jahr <strong>2006</strong> wurden von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung 1,14 Millionen Euro und 2007<br />

1,25 Millionen Euro zur Unterstützung von Frauenprojekten zur Verfügung gestellt.<br />

Zum Beispiel Reiseverkehrsfrau. Berufliche Qualifizierung ist das A<br />

und O.<br />

Qualifizierung war <strong>der</strong> jährliche Girls’Day wichtig, ein<br />

Mädchenaktionstag, bei dem Schülerinnen <strong>der</strong> klasse<br />

5–10 einen Vormittag lang in „männerdominierten“ Berufsfel<strong>der</strong>n<br />

Einblick nehmen konnten.<br />

auch die zum 7. Mal erfolgte Verleihung des Tony-Sen<strong>der</strong><br />

Preises im november 2007 an Dagmar von Garnier<br />

setzte frauenpolitische akzente.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

gendeR mainstRe<strong>am</strong>ing<br />

Die Umsetzung des Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing war und<br />

ist eine frauenpolitische Herausfor<strong>der</strong>ung. Sie sorgt für<br />

einen neuen aufschwung in <strong>der</strong> Frauenpolitik in <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong>.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird sich im Sinne einer nachhaltigen<br />

Frauenpolitik dafür einsetzen, dass in den kommenden<br />

Jahren Erreichtes konsolidiert und gleichzeitig die Frauenpolitik<br />

weiterentwickelt wird.<br />

Das bisher Erreichte ist im Sinne <strong>der</strong> Gleichstellung von<br />

Mann und Frau weiterzuentwickeln (B 437 / 07): Geför<strong>der</strong>t<br />

durch die arbeit und langjährige Tradition <strong>der</strong><br />

Frauenbewegung ist <strong>der</strong> Prozess zur Entwicklung von<br />

frauenspezifischen Standpunkten zu den verschiedensten<br />

Fragen <strong>der</strong> Stadtpolitik weit fortgeschritten. Der<br />

entsprechende geschlechterpolitische Prozess auf Seiten<br />

<strong>der</strong> Männer hinkt dieser Entwicklung immer noch<br />

deutlich hinterher. Im Berichtszeitraum wurden jedoch<br />

in diesem Bereich deutliche Impulse gesetzt und wichtige<br />

Fortschritte erzielt.<br />

Unter an<strong>der</strong>em geför<strong>der</strong>t durch die Pläne <strong>der</strong> Bundesregierung<br />

zur Einführung des Elterngeldes und <strong>der</strong> d<strong>am</strong>it<br />

verbundenen Einführung <strong>der</strong> in den Medien sogenannten<br />

„Papa-Monate“ entwickelte sich während des<br />

Berichtszeitraums eine stadt- und landesweit rege Diskussion<br />

über die rolle <strong>der</strong> Väter in <strong>der</strong> kin<strong>der</strong>erziehung.<br />

neben <strong>der</strong> Thematisierung <strong>der</strong> Vaterrolle im rahmen<br />

des 1. <strong>Frankfurt</strong>er F<strong>am</strong>ilienkongresses war das Thema<br />

ebenfalls ein eigener Schwerpunkt im arbeitsbereich<br />

von Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing. Die Stadt beteiligte sich<br />

hier durch verschiedene Veranstaltungen und Projekte<br />

aktiv an dieser Diskussion.<br />

In kooperation zwischen dem aktionsforum „Männer &<br />

Leben – Vereinbarkeit von F<strong>am</strong>ilie und Beruf“ und dem<br />

Frauenreferat <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> sowie mit<br />

Unterstützung <strong>der</strong> Industrie- und Handelsk<strong>am</strong>mer<br />

<strong>Frankfurt</strong>, <strong>der</strong> „hessenstiftung – f<strong>am</strong>ilie hat zukunft“,<br />

<strong>der</strong> Beruf & F<strong>am</strong>ilie gGmbH, <strong>der</strong> Gemeinnützigen Hertie-<br />

Stiftung, dem Hessischen rundfunk, <strong>der</strong> Commerzbank<br />

aG sowie <strong>der</strong> Gewerkschaft ver.di wurde im Jahre <strong>2006</strong><br />

die Impulstagung „kin<strong>der</strong> machen Väter – Männer zwischen<br />

karriere und kind“ durchgeführt. Im Mittelpunkt<br />

dieser 2. Impulstagung standen neben „<strong>der</strong> rolle <strong>der</strong><br />

Väter im Erziehungsprozess“ die Probleme <strong>der</strong> Vereinbarkeit<br />

von F<strong>am</strong>ilie und Beruf aus Sicht von männlichen<br />

Beschäftigten und insbeson<strong>der</strong>e von Vätern.<br />

29<br />

fRauen


gesundheit


2<br />

pRäVention<br />

Margrit Weißbach,<br />

Gesundheitspolitische Sprecherin<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

stadt und gesundheitspolitiK im umbRuch<br />

Der <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sind die Umbrüche in <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

im Bereich <strong>der</strong> Süchte (alkohol, Drogen, rauchen,<br />

Shisharauchen, Tabletten- und auch Spielsucht)<br />

bekannt. Immer früher und immer extensiver wird<br />

konsumiert. Darauf antworten wir mit Präventionsprogr<strong>am</strong>men<br />

ab dem kin<strong>der</strong>garten bis in die Schulen.<br />

Im kin<strong>der</strong>gartenbereich zum Beispiel gibt es das<br />

Projekt <strong>der</strong> Fachstelle Prävention „Eltern stark machen –<br />

suchtpräventive Elternarbeit“ (Gewinner des Hessischen<br />

Suchtpräventionspreises „Der Impuls“) kooperationspartner<br />

ist das Stadtschul<strong>am</strong>t / abt. kin<strong>der</strong>tages-<br />

stätten.<br />

Magersucht, Bulimie und adipositas, beson<strong>der</strong>s im kindes-<br />

und Jugendalter, for<strong>der</strong>n unsere beson<strong>der</strong>e aufmerks<strong>am</strong>keit.<br />

Wir för<strong>der</strong>n Schulungen von Mitarbeitern<br />

in kin<strong>der</strong>gärten, kitas und Schulen durch Ernährungsberaterinnen.<br />

Für zwei Jahre werden sie in speziellen<br />

Stadtteilen eingesetzt – zurzeit in nied und Gallus –,<br />

um dort auch speziell Migranten über richtige Ernährungsgewohnheiten<br />

aufzuklären.<br />

auf antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> (E 33 / 06) wird <strong>der</strong> Verein<br />

„Balance“, eine <strong>am</strong>bulante Facheinrichtung für Essstörungen,<br />

im Vollzug des Haushaltes 2007 mit einem<br />

erhöhten städtischen Zuschuss ausgestattet.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Gesundheitspolitik in einer alternden Gesellschaft kann nicht nur bedeuten, das Leben mithilfe<br />

<strong>der</strong> Hochleistungsmedizin zu verlängern, son<strong>der</strong>n auch die Lebensqualität <strong>der</strong> Bevölkerung insges<strong>am</strong>t<br />

zu verbessern. auf diesem Gebiet ihrer Verantwortung ist eine Großstadt wie <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> beson<strong>der</strong>s gefor<strong>der</strong>t. Deshalb wollen wir als <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> die Eigenverantwortung und die<br />

Gesundheitsprävention weiter stärken und ausbauen.<br />

Das Thema Drogen in Deutschland bleibt weiter aktuell. Vor allem<br />

vom übermäßigen Genuss legaler Rauschmittel sind Millionen<br />

Männer und Frauen und zunehmend Jugendliche betroffen.<br />

RauchVeRbot im RömeR<br />

auch die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat das von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

2007 beschlossene generelle rauchverbot<br />

im ges<strong>am</strong>ten rathausbereich als Ergänzung zu<br />

den bereits seit 2002 für die Stadtverwaltung geltenden<br />

„richtlinien zum Schutz <strong>der</strong> nichtraucherinnen und<br />

nichtraucher <strong>am</strong> arbeitsplatz“ unterstützt.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

In Hessen gilt seit 2007 ein allgemeines Rauchverbot in Gaststätten,<br />

Restaurants und öffentlichen Einrichtungen.<br />

das pRogR<strong>am</strong>m Klasse 2000<br />

Das Progr<strong>am</strong>m klasse 2000 in Grundschulen umfasst<br />

ca. 15 Unterrichtsstunden pro Schuljahr, die von den<br />

Lehrern und speziell geschulten „klasse 2000 Gesundheitsför<strong>der</strong>ern“<br />

umgesetzt werden. Dazu erhalten sie<br />

detaillierte Unterrichtsvorschläge und umfangreiche<br />

Materialien (Poster, Hefte, CD, Stethoskope etc.). Die<br />

Themen reichen vom kennenlernen des eigenen körpers<br />

über Ernährung, Bewegung, Umgang mit Gefühlen<br />

und gewaltfreier konfliktlösung bis hin zum nein-Sagen<br />

gegenüber Tabak und alkohol in Gruppendruck-<br />

situationen. Von 76 <strong>Frankfurt</strong>er Grundschulen haben<br />

sich 40 Grundschulen mit insges<strong>am</strong>t ca. 2.000 klassen<br />

diesem Progr<strong>am</strong>m angeschlossen.<br />

dRogenpolitiK<br />

In den vergangenen beiden Jahren hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

weiter an ihrer Drogenpolitik gearbeitet: Prävention,<br />

ausstiegshilfe, Überlebenshilfe, Therapie und repression.<br />

Die Situation hat sich in <strong>Frankfurt</strong> dabei in den letzten<br />

Jahren stark verän<strong>der</strong>t. Heroin hat seine dominierende<br />

Position auf dem Drogenschwarzmarkt verloren.<br />

Der intravenöse Drogenkonsum hat sich insges<strong>am</strong>t<br />

deutlich – um etwa die Hälfte – reduziert, wie eine Studie<br />

des „Centre For Drug research“ <strong>am</strong> Institut für Sozi-<br />

alpädagogik und Erwachsenenbildung <strong>der</strong> Goethe-Universität<br />

nachweist. Die Verän<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Drogenszene<br />

in <strong>Frankfurt</strong> bewegt sich im Spannungsfeld lebenslaufbezogener,<br />

individualzeitlicher und (sub-)kulturbezogener,<br />

sozialzeitlicher aspekte: Die konsumenten<br />

sind durchschnittlich deutlich älter als noch in den<br />

neunziger Jahren und es lassen sich deutlich gewandelte<br />

Drogengebrauchsmuster ausmachen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

unterstützt mit ihrer Politik Bemühungen, das Beratungsgeschehen<br />

und die angebotspalette verstärkt<br />

auf diese Verän<strong>der</strong>ung auszurichten.<br />

Der Arbeitskreis Soziales und Gesundheit <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> informiert<br />

sich <strong>am</strong> 4. September 2007 mit <strong>der</strong> Hessischen Sozialministerin<br />

Silke Lautenschläger (<strong>CDU</strong>, Bildmitte) in <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Heroin<strong>am</strong>bulanz<br />

über den Stand des Heroinprojektes.<br />

heRoinmodell<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat sich im Jahr 2003 für den Modellversuch<br />

zur kontrollierten abgabe von Heroin in <strong>Frankfurt</strong><br />

ausgesprochen. opiatabhängige, die durch die bisherigen<br />

angebote <strong>der</strong> Drogenhilfe nicht o<strong>der</strong> nur<br />

unzureichend erreicht wurden, werden mit einer heroingestützten<br />

Behandlung stabilisiert, integriert und zur<br />

aufnahme einer weiterführenden Therapie motiviert.<br />

Das Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung<br />

liefert für die bestehende Forschung in diesem Gebiet<br />

als auch für die Weiterentwicklung von Hilfsangeboten<br />

für Drogenabhängige entscheidende Impulse. Bundesweit<br />

beteiligen sich sieben Städte – <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>,<br />

H<strong>am</strong>burg, köln, Bonn, Hannover, München und karlsruhe<br />

– an diesem Versuch. Die bisherigen Ergebnisse sind<br />

sehr erfreulich, da beson<strong>der</strong>s in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> auf<br />

eine starke psycho-soziale Betreuung Wert gelegt wird.<br />

gesundheit


Die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung hat das Modellprojekt<br />

bis zum Jahr 2010 beschlossen. Die Landesregierung<br />

befürwortet die Di<strong>am</strong>orphinvergabe auch weiterhin.<br />

Der Bundestag muss nun beschließen, dass Heroin<br />

in Zukunft als arzneimittel vergeben werden kann.<br />

städtische KliniKen höchst<br />

Die Städtischen kliniken Höchst sind ein klinikum <strong>der</strong><br />

höchsten Versorgungsstufe und akademisches Lehrkrankenhaus.<br />

Der ruf des Hauses, die ärztlichen Leistungen<br />

und die hervorragende Pflege sind über unsere<br />

Grenzen hinaus bekannt. Versorgt werden 140.000 Einwohner<br />

im Westen <strong>der</strong> Stadt und die benachbarten regionen.<br />

Das Haus verfügt über 890 Betten. Wachsen<strong>der</strong><br />

kostendruck, gesetzliche Budgetbegrenzungen und Tarifsteigerungen<br />

bilden den Hintergrund für eine reform<br />

des Gesundheitswesens. Sie wird die krankenhauslandschaft<br />

grundlegend verän<strong>der</strong>n. Ziel ist es, steigende und<br />

dauerhafte Verluste zu vermeiden bzw. zu reduzieren.<br />

Hierbei ist <strong>der</strong> bauliche Zustand des Hauses nicht zu<br />

vernachlässigen.<br />

Um wirtschaftlich arbeiten zu können und konkurrenzfähig<br />

zu sein, wird ein neubau errichtet.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> stellte einen Etatantrag mit dem Ziel,<br />

Zinsen und abschreibungen für Gegenstände, die mit<br />

krediten für nicht geför<strong>der</strong>te Einrichtungen bislang von<br />

den kliniken finanziert wurden, von <strong>der</strong> Stadt übernehmen<br />

zu lassen.<br />

In den Städtischen Kliniken <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst werden jährlich<br />

rund 35.500 Patientinnen und Patienten stationär behandelt, etwa<br />

20.000 Operationen durchgeführt und rund 26.000 Patientinnen und<br />

Patienten <strong>am</strong>bulant versorgt.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Mit Beschluss vom 23. Februar <strong>2006</strong> zur M 153 / 05 hat<br />

die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung, auch auf Initiative<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, den Weg bereitet zur Gründung <strong>der</strong><br />

„Städtischen kliniken <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst gemeinnützige<br />

GmbH“. D<strong>am</strong>it soll zukünftig <strong>Frankfurt</strong>-<br />

Höchst als Standort eines krankenhauses <strong>der</strong> Spitzenversorgung<br />

gesichert werden und gleichzeitig die<br />

Herstellung markt- und wettbewerbsgerechter organisationsstrukturen<br />

sowie kosten und Leistungsbedingungen<br />

erreicht werden. Somit können die Städtischen<br />

kliniken Höchst weiterhin als zukunftsorientiertes<br />

Großkrankenhaus bestehen bleiben.<br />

Die Städtischen kliniken <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst<br />

können zudem mit <strong>der</strong> Finanzierung eines Teils <strong>der</strong> kosten<br />

für einen neubau durch das Land Hessen rechnen.<br />

Das vorläufige Bauprogr<strong>am</strong>m 2009 des Hessischen Sozialministeriums<br />

enthält die För<strong>der</strong>summe von 43 Millionen<br />

Euro für einen neubau.<br />

aids<br />

Die Zahl <strong>der</strong> aids-Infizierten steigt dr<strong>am</strong>atisch – weltweit<br />

infizieren sich jährlich ca. 5 Millionen Menschen.<br />

Mit aids werden zusätzlich hochinfektiöse Geschlechtskrankheiten<br />

verbreitet. auch in <strong>Frankfurt</strong><br />

sind die Zahlen <strong>der</strong> Infektionen gestiegen. In <strong>der</strong> aufklärungsarbeit<br />

muss ein Generationenwechsel stattfinden,<br />

um mit allem nachdruck weitere ansteckungen<br />

zu vermeiden und die Zahl <strong>der</strong> neuinfizierten zu<br />

senken.<br />

suchthilfe flecKenbühl<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> begrüßt die Einrichtung für ausstiegswillige<br />

Suchtabhängige in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

durch die Suchthilfe Fleckenbühl. Im Gebäude des<br />

ehemaligen B<strong>am</strong>berger Hofes in nie<strong>der</strong>rad stehen ca.<br />

40–50 Plätze zur Sofortaufnahme für drogen- und alkoholabhängige<br />

Süchtige zur Verfügung. Die Einrichtung<br />

nimmt sich in beson<strong>der</strong>er Weise <strong>der</strong> Belange und<br />

Bedürfnisse <strong>der</strong> drogen-, medik<strong>am</strong>enten- und alkoholabhängigen<br />

Menschen an. Der Drogenentzug wird im<br />

Haus durchgeführt. Eine intensive Betreuung wird<br />

durch die dafür beson<strong>der</strong>s befähigten ehemaligen Drogenabhängigen<br />

gewährleistet. Je<strong>der</strong> Bewohner muss


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

sich an die regeln <strong>der</strong> Gemeinschaft halten. Sie lauten:<br />

keine Drogen, kein alkohol, keine Gewalt o<strong>der</strong> <strong>der</strong>en<br />

androhung, kein Tabak.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht deshalb in diesem Projekt einen<br />

beson<strong>der</strong>s unterstützenswerten Schwerpunkt.<br />

In einer Selbsthilfegemeinschaft im „B<strong>am</strong>berger Hof“ versuchen Ex-<br />

Junkies und -Alkoholiker, sich gegenseitig vor Rückfällen zu bewahren.<br />

Dabei gelten strenge Regeln, Verstöße ziehen den sofortigen Rauswurf<br />

nach sich.<br />

gesundheitsstReife<br />

Zur reduzierung des öffentlichen konsums und zur weiteren<br />

rückbildung <strong>der</strong> Drogenszene hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

das Projekt „Gesundheitsstreife“ angeregt.<br />

Die Gesundheitsstreifen können die aufsichtspflichten<br />

im Umfeld <strong>der</strong> Einrichtungen intensiver wahrnehmen.<br />

Sicherheit, Sauberkeit und ordnung im öffentlichen<br />

Straßenraum werden verbessert. Belästigungen (von<br />

anwohnern, Passanten, kunden, Geschäftsinhabern,<br />

Hotelbetrieben etc.) werden reduziert.<br />

Die Streifen setzen sich aus einer geeigneten / erfahrenen<br />

Person <strong>der</strong> Drogenhilfeeinrichtungen (Sozialarbeiter,<br />

Mediziner) sowie einer Begleitung (ordnungs<strong>am</strong>t,<br />

Polizei) zus<strong>am</strong>men. Gleichzeitig wird mit dem<br />

trägerübergreifenden ansatz die vorhandene kompetenz<br />

gebündelt und die bestehende Infrastruktur (med.<br />

Versorgung, Drogenberatung, Vermittlung in an<strong>der</strong>e<br />

Einrichtungen etc.) besser genutzt sowie Doppelbetreuung<br />

vermieden.<br />

5<br />

gesundheit


integRation


8<br />

Thomas Kirchner,<br />

Integrationspolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

Für eIn FrIeDlIChes zUsaMMenleBen Der kUltUren<br />

Dies lässt sich anhand einiger kernzahlen leicht belegen:<br />

p 26 Prozent <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er haben einen ausländischen<br />

Pass;<br />

p neueste Erhebungen zeigen, dass fast 40 Prozent<br />

<strong>der</strong> Einwohner eine Migrationsgeschichte haben;<br />

p Fast 30 Prozent <strong>der</strong> Ehen werden seit Jahren zwischen<br />

Deutschen und nichtdeutschen geschlossen;<br />

p rund 2/3 aller hier geborener kin<strong>der</strong> haben mindestens<br />

einen nichtdeutschen Elternteil.<br />

Diese Zahlen markieren jedoch nicht das Ende <strong>der</strong> Entwicklung,<br />

son<strong>der</strong>n geben lediglich einen Zwischenstand<br />

wie<strong>der</strong>. Die Zuwan<strong>der</strong>ung von Menschen aus verschiedenen<br />

Län<strong>der</strong>n und kulturkreisen läuft jedoch nicht immer<br />

problemlos ab und wird dies auch in Zukunft nicht<br />

tun.<br />

Integration ist keine Einbahnstraße. Dies hat auch immer<br />

wie<strong>der</strong> <strong>der</strong> lei<strong>der</strong> im Dezember <strong>2006</strong> verstorbene<br />

Integrationsdezernent Dr. albrecht Magen betont. Er<br />

hat überhaupt als einer <strong>der</strong> ersten das Thema Integration<br />

in <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er <strong>CDU</strong> beharrlich und mit Erfolg<br />

vertreten. Wenn die <strong>Frankfurt</strong>er <strong>CDU</strong> heute die Integrationspolitik<br />

als bedeutendes Feld <strong>der</strong> kommunalpolitik versteht,<br />

so ist das wesentlich <strong>der</strong> Verdienst von Dr. Magen.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Für die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist das Thema Integration eines <strong>der</strong> zentralen Handlungsfel<strong>der</strong> <strong>der</strong> kommunalpolitik.<br />

Die arbeit für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben und Zus<strong>am</strong>menwachsen von Menschen<br />

aus 175 nationen auf Grundlage unser rechts- und Gesellschaftsordnung ist und bleibt eine <strong>der</strong><br />

großen Herausfor<strong>der</strong>ungen für die Politik in unserer Stadt.<br />

Er hat in den vergangenen Jahren durch seine ruhige,<br />

unaufgeregte, gleichwohl engagierte und kompetente<br />

art und Weise die auslän<strong>der</strong>politik in <strong>Frankfurt</strong> aus den<br />

politischen Schlagzeilen bringen können. Für ihn war Integration<br />

eine arbeit des alltags. Häufig hat er betont,<br />

dass Integration auch von <strong>der</strong> aufnehmenden Gesellschaft<br />

eine Hinwendung, eine anstrengung erfor<strong>der</strong>t.<br />

Diese Einschätzung ist nach wie vor richtig.<br />

Im Hinblick auf die mit <strong>der</strong> Integration verbundenen<br />

Ziele,<br />

p Zuwan<strong>der</strong>ern so schnell wie möglich die gleichberechtigte<br />

Teilhabe <strong>am</strong> gesellschaftlichen und sozialen<br />

Leben zu ermöglichen,<br />

p Bedingungen für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben aller<br />

Bürgerinnen und Bürger <strong>der</strong> Stadt herzustellen<br />

und<br />

p <strong>der</strong> einheimischen Bevölkerung die notwendige Unterstützung<br />

zu geben, um den Verän<strong>der</strong>ungen in <strong>der</strong><br />

Stadtgesellschaft zurecht zu kommen,<br />

wird deutlich, dass die Politik alleine diese aufgabe nicht<br />

bewältigen kann. Integration ist und bleibt eine ges<strong>am</strong>tgesellschaftliche<br />

aufgabe und kann nur im Zus<strong>am</strong>menspiel<br />

verschiedenster akteure gelingen. Staatliche Institutionen,<br />

Stiftungen, Verein und Bürgerinnen und Bürger<br />

zus<strong>am</strong>men können dafür sorgen, dass sie gelingt.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Mehr als symbolisch: Einmal im Jahr demonstrieren ethnische Gruppen<br />

aus aller Welt bei <strong>der</strong> „Parade <strong>der</strong> Kulturen“ für ein friedliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />

in <strong>der</strong> <strong>Main</strong>metropole.<br />

So wie das Zus<strong>am</strong>menspiel verschiedener akteure Voraussetzung<br />

für eine erfolgreiche Integrationspolitik ist,<br />

so gilt dies auch hinsichtlich <strong>der</strong> Vielfalt <strong>der</strong> zu behandelnden<br />

Themenfel<strong>der</strong>. Diese reichen von <strong>der</strong> Schul-<br />

und Bildungspolitik über die Wohnungspolitik bis hin<br />

zur Gesundheitspolitik.<br />

spRachföRdeRung im<br />

VoRschulalteR<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> nimmt mit seinen Progr<strong>am</strong>men zum<br />

Spracherwerb für Migrantinnen und Migranten eine Vorreiterfunktion<br />

innerhalb <strong>der</strong> kommunen in Deutschland<br />

ein. neben dem bereits klassischen angebot „M<strong>am</strong>ma<br />

lernt Deutsch“, das sich an Erwachsene richtet, bietet die<br />

Stadt auch unterschiedliche angebote für kin<strong>der</strong> an.<br />

In <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> stellen in <strong>der</strong> altersklasse unter<br />

sechs Jahren kin<strong>der</strong> mit Migrationsgeschichte einen<br />

anteil, <strong>der</strong> weit über 50 Prozent liegt. Gute Deutschkenntnisse<br />

sind grundlegend für den schulischen und<br />

später beruflichen Erfolg von kin<strong>der</strong>n mit Migrationsgeschichte.<br />

Erfreulicher Weise besucht mittlerweile die<br />

Mehrheit davon einen kin<strong>der</strong>garten.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat hier einen Schwerpunkt ihrer integrationspolitischen<br />

Initiativen gesetzt und mehrere<br />

anträge und anfragen zu diesem Thema gestellt. Dabei<br />

ging es um die klärung grundsätzlicher Fragen, wie zum<br />

Beispiel Sondierung und Bewertung aller angebote bis<br />

hin zur konkreten Unterstützung einzelner Projekte.<br />

Derzeit laufen unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen,<br />

die die Wirkung einzelner För<strong>der</strong>konzepte<br />

auf längere Sicht erfassen.<br />

kernstück <strong>der</strong> Sprachför<strong>der</strong>ung in städtischen kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen<br />

ist das vom Dezernat Bildung und<br />

Frauen bereits anfang 2000 entwickelte konzept „Meine,<br />

deine, unsere Sprache“, das inzwischen in allen Einrichtungen<br />

verbindlicher Bestandteil <strong>der</strong> pädagogischen<br />

arbeit geworden ist.<br />

Wesentliche Elemente des Progr<strong>am</strong>ms zur Unterstützung<br />

des Erwerbs <strong>der</strong> deutschen Sprache sind<br />

p die För<strong>der</strong>ung von anfang an, d. h. mit Eintritt in die<br />

kin<strong>der</strong>tageseinrichtung (und nicht erst ein Jahr vor<br />

<strong>der</strong> Einschulung),<br />

p die gezielte För<strong>der</strong>ung in kleingruppen sowie<br />

p die kindgerechte dialogbezogene Unterstützung in<br />

alltagssituationen.<br />

Beson<strong>der</strong>en Wert legt das konzept zudem auf die kooperation<br />

mit den Eltern.<br />

Das pädagogische Fachpersonal wird seit Jahren in diesem<br />

Sinne in Fortbildungen zur gezielten För<strong>der</strong>ung<br />

von kin<strong>der</strong>n sowie <strong>der</strong> Erkennung von Sprachentwicklungsverzögerungen<br />

geschult.<br />

Projekt „frühstart“: Die Erzieherin in <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>tagesstätte 47 im<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Gallusviertel spielt mit einem Kind afrikanischer Herkunft.<br />

Die Jungen und Mädchen in dieser Einrichtung sind in 25 Nationen<br />

verwurzelt. Das Gros von ihnen spricht zunächst kaum deutsch,<br />

obwohl sie schon länger in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> leben.<br />

9<br />

integRation


0<br />

auch das konzept von „frühstart“, das 2004 von <strong>der</strong> Gemeinnützigen<br />

Hertie-Stiftung, <strong>der</strong> Herbert-Quandt-<br />

Stiftung und <strong>der</strong> Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung<br />

entwickelt und seither in Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den<br />

Städten <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, Gießen und Wetzlar sowie<br />

mit dem Hessischen Sozialministerium an zwölf kin<strong>der</strong>gärten<br />

(darunter allein sechs im Stadtteil Gallus) erfolgreich<br />

erprobt wurde, setzt mit dem Spracherwerb bereits<br />

im Vorschulalter an. Dabei wurden 36 Erzieherinnen<br />

und Erzieher sowie 30 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter<br />

fortgebildet.<br />

Doch das konzept beschränkt sich nicht allein auf die<br />

Sprachför<strong>der</strong>ung, son<strong>der</strong>n verfolgt einen ganzheitlichen<br />

ansatz, <strong>der</strong> sich in folgende drei Bausteine glie<strong>der</strong>n lässt:<br />

Sprachför<strong>der</strong>ung: Erzieherinnen und Erzieher werden<br />

durch eine umfangreiche Fortbildung in die Lage versetzt,<br />

kin<strong>der</strong>n mit Migrationsgeschichte in kleingruppen<br />

Deutsch zu vermitteln und Sprachför<strong>der</strong>ung gezielt<br />

zum Gegenstand ihrer täglichen arbeit zu machen.<br />

Interkulturelle Bildung: Miteinan<strong>der</strong> statt nebeneinan<strong>der</strong><br />

– „frühstart“ vermittelt Erzieherinnen und Erziehern<br />

sowie Eltern und kin<strong>der</strong>n kenntnisse über kulturelle<br />

Prägungen, fremde kulturen sowie mit <strong>der</strong> Mehrsprachigkeit<br />

verbundene Chancen.<br />

Elternarbeit: „frühstart“ bildet muttersprachliche Elternbegleiterinnen<br />

und Elternbegleiter aus. Diese informieren<br />

und beraten Eltern mit Migrationsgeschichte und<br />

ermöglichen ihnen so eine aktive Teilnahme <strong>am</strong> Bildungsweg<br />

ihrer kin<strong>der</strong>.<br />

Die kosten von 1,9 Millionen Euro für die nächsten drei<br />

Jahre werden zu zwei Dritteln von <strong>der</strong> Hertie-Stiftung<br />

aufgebracht. 300.000 Euro steuert das Hessische Sozialministerium<br />

bei. Den rest übernehmen die Gölke-Stiftung<br />

und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung.<br />

Das konzept gilt als so erfolgreich, dass es von Sommer<br />

<strong>2008</strong> an ausgeweitet werden soll. Deshalb setzt sich die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die ausweitung des erfolgreichen<br />

Projektes „frühstart“ ein (nr 720 / 07).<br />

Dafür können sich nun die kommunen, also die Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong>, direkt bewerben. Zuvor lief die Bewerbung<br />

über die Einrichtungen (kin<strong>der</strong>gärten) selber. Fünf kommunen<br />

mit je fünf kin<strong>der</strong>gärten werden neu aufgenommen.<br />

fRanKfuRteR VeRtRag<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Die Schaffung von ethnisch homogenen Siedlungsgebieten<br />

steht <strong>der</strong> Integrations- und Wohnungspolitik <strong>der</strong><br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> di<strong>am</strong>etral entgegen. aufgrund <strong>der</strong> positiven<br />

Erfahrungen halten wir als Union an <strong>der</strong> Idee des<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Vertrages fest, <strong>der</strong> eine Durchmischung <strong>der</strong><br />

Bevölkerung in den Stadtteilen zum Ziel hat.<br />

Stadtteilwohngebiete können nicht wie Einkaufszentren<br />

nach rein betriebswirtschaftlichen Maßstäben organisiert<br />

werden. Eine „Ghetto“-Bildung in Siedlungsgebieten<br />

nur aus Gründen von angebot und nachfrage konterkariert<br />

die anstrengungen <strong>der</strong> Stadt, ein dauerhaft<br />

friedliches und verständnisvolles Zus<strong>am</strong>menleben von<br />

Menschen unterschiedlicher Herkunft in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> zu erreichen. Die Tatsache, dass Deutsche und<br />

Migranten mit den unterschiedlichsten Muttersprachen<br />

hier miteinan<strong>der</strong> leben und sich auf Deutsch als gemeins<strong>am</strong>er<br />

Universalsprache verständigen müssen, hat uns<br />

bisher vor Problemen, wie sie in Berliner kin<strong>der</strong>gärten<br />

und Schulen auftreten, bewahrt.<br />

Dort sind ganze Wohngebiete, etwa das rollberg-Viertel<br />

im Stadtteil neukölln, von einer ethnischen Homogenität<br />

geprägt, mehrheitlich von Migranten türkischer,<br />

kurdischer und arabischer Herkunft mit erheblichen<br />

Sprachdefiziten in <strong>der</strong> deutschen Landessprache.<br />

Integrationspolitik vor Ort: In <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst spricht <strong>der</strong><br />

Hessische Ministerpräsident Roland Koch (<strong>CDU</strong>) <strong>am</strong> 18. April 2007<br />

mit zwei jungen Passantinnen.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

gesundheit und migRation<br />

Der anteil an Migrantinnen und Migranten, <strong>der</strong> an Präventionsmaßnahmen<br />

o<strong>der</strong> Vorsorgeuntersuchungen<br />

teilnimmt, ist unterdurchschnittlich, was zu einer überdurchschnittlichen<br />

anzahl an Erkrankungen in dieser<br />

Bevölkerungsgruppe geführt hat. Um dieser Entwicklung<br />

entgegenzuwirken, wollen wir mehr interkulturelles<br />

Wissen im Gesundheitsbereich verankern,<br />

Dolmetscherdienste und muttersprachliche Gesundheitsberatung<br />

einführen.<br />

zuKunft gemeins<strong>am</strong> gestalten<br />

als <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sind wir <strong>der</strong> ansicht, dass Zuwan<strong>der</strong>ung<br />

fester und verbindlicher regeln für alle an ihr Beteiligten<br />

bedarf und Integration mittels einer „Laissez<br />

faire“-Haltung nicht gelingen kann. Die Ereignisse rund<br />

um den geplanten Moscheebau in Hausen haben diese<br />

Einschätzung bestätigt. kernaufgabe einer verantwortungsvollen<br />

kommunalpolitik muss es daher sein, einen<br />

Dialog auf Grundlage eines von allen Beteiligten<br />

akzeptierten regelwerkes zu führen.<br />

In <strong>der</strong> Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist unter<br />

großer öffentlicher Beachtung eine Integrationsvereinbarung<br />

entwickelt und verabschiedet worden.<br />

Dort war die Vereinbarung mit einem gemeinschaftlichen<br />

Bekenntnis zur Werteordnung nach dem Grundgesetz<br />

<strong>der</strong> Verfassung des Landes Hessen, insbeson<strong>der</strong>e<br />

zur Verbindlichkeit von recht und Gesetz sowie zu<br />

religionsfreiheit und Selbstbestimmungsrecht <strong>der</strong> religionsgemeinschaften<br />

als gemeins<strong>am</strong>e Grundlagen verbunden.<br />

Dabei werden als gemeins<strong>am</strong>e Wertegrundlagen zum<br />

Beispiel die Trennung von religion und Staat, Ächtung<br />

politisch o<strong>der</strong> religiös motivierter Gewalt und die<br />

Gleichberechtigung <strong>der</strong> Geschlechter genannt. Integration<br />

wird dabei als dauerhafter Prozess <strong>der</strong> Einglie<strong>der</strong>ung<br />

in die Gesellschaft, ohne Verpflichtung zur aufgabe<br />

<strong>der</strong> jeweils eigenen kulturellen Identität, und <strong>der</strong><br />

Gewährleistung gleicher Chancen auf Teilhabe <strong>am</strong> gesellschaftlichen<br />

Leben beschrieben.<br />

auch eine Integrationsvereinbarung zwischen <strong>der</strong><br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> und den hier ansässigen Moscheevereinen<br />

sehen wir als Chance. Durch die d<strong>am</strong>it verbundene<br />

Freitagsgebet: Muslime betreten die Nuur Moschee im <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Stadtteil Sachsenhausen, das älteste isl<strong>am</strong>ische Gebetshaus in<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, 1959 errichtet.<br />

Wertediskussion lässt sich einerseits die Identifikation<br />

<strong>der</strong> Muslime mit <strong>der</strong> pluralistischen Stadtgesellschaft<br />

stärken und an<strong>der</strong>erseits mehr Verständnis für die Belange<br />

<strong>der</strong> Muslime zu wecken.<br />

Wichtig für uns ist aber in diesem Zus<strong>am</strong>menhang, dass<br />

ein Diskussionsprozess in Gang kommt, dem über formale<br />

Bekenntnisse hinaus entsprechende Taten folgen.<br />

Indikatoren hierfür gibt es zur Genüge, dies ist nicht<br />

zuletzt die bereits erwähnte Teilnahme an klassenfahrten<br />

o<strong>der</strong> Sprachkursen. Sie tragen zudem zur För<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Chancengleichheit von kin<strong>der</strong>n mit Migrationshintergrund<br />

bei.<br />

1<br />

integRation


KultuR und fReizeit


FrankFUrts kUltUrelle vIelFalt Bewahren<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

kultur ist ein ganz wichtiger, ein harter Standortfaktor in einer international ausgerichteten<br />

Großstadt wie <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, genauso wie Bildung und sozialer Frieden. alles, was hier investiert<br />

und geboten wird, erhöht den Wert und die Identifikationskraft unserer dadurch so schönen<br />

Stadt. Wir dürfen nicht nachlassen, kulturelle angebote fortzuentwickeln, aber auch vorhandene<br />

Einrichtungen zu sichern. Insbeson<strong>der</strong>e die anfor<strong>der</strong>ungen an den mo<strong>der</strong>nen Brandschutz machen<br />

erhebliche Investitionen in die Zukunft unserer kultureinrichtungen notwendig. kulturdezernent<br />

Prof. Dr. Felix Semmelroth (<strong>CDU</strong>) ist es in Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den kulturschaffenden, <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

und vielen Sponsoren binnen kürzester Zeit gelungen, <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />

kulturlandschaft neues Profil und neue anziehungskraft zu geben.<br />

mängelbehebung<br />

Kunsthalle schiRn<br />

Alexandra Prinzessin von Hannover,<br />

Kulturpolitische Sprecherin<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

Die Gebäude <strong>der</strong> kunsthalle Schirn wurden und werden<br />

nach den Vorgaben des Brandschutzes mit bewilligten<br />

Mitteln in Höhe von 3,1 Mio. Euro saniert. neben <strong>der</strong><br />

Hauptnutzung als kunst- und ausstellungshalle für<br />

wechselnde Veranstaltungen <strong>der</strong> bildenden künste und<br />

<strong>der</strong> Medienkunst ist in dem Gebäude auch eine städtische<br />

Musikschule, das Struwwelpeter-Museum und<br />

das von einem externen Pächter als eigenständiger<br />

restaurationsbetrieb geführte Schirn Café sowie eine<br />

kunstbuchhandlung untergebracht.<br />

fassadenRenoVieRung deR<br />

alten opeR<br />

Die alte oper wurde, nach den schweren Beschädigungen<br />

im Zweiten Weltkrieg, ab 1971 wie<strong>der</strong> aufgebaut<br />

und im Jahr 1981 als konzert- und Veranstaltungshaus<br />

wie<strong>der</strong> eröffnet. Das Haus ist ein international bekannter<br />

Imageträger für <strong>Frankfurt</strong> geworden. Das städtebauliche<br />

Ensemble aus alter oper und opernplatz mit<br />

Lucaebrunnen bietet vor dem Hintergrund sowohl des<br />

Atemberaubende Halle <strong>der</strong> Mo<strong>der</strong>ne: Die Rotunde <strong>der</strong> Schirn.<br />

Finanzviertels als auch des Grüngürtels mit einem Blick<br />

die Beson<strong>der</strong>heit <strong>Frankfurt</strong>s. Dieser Blick muss aus Sicht<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> gepflegt werden. Die Fassade <strong>der</strong> alten<br />

oper ist aus weichem kalkstein mit farblich abgesetzten<br />

Putzteilen. Der kalkstein war durch Umwelteinflüsse<br />

und normale alterung bereits unterschiedlich<br />

stark verwittert, einige Steine hatten risse, so dass die<br />

Fassade keinen Schutz mehr vor eindringen<strong>der</strong> Feuch-


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

tigkeit bot. auf <strong>der</strong> Grundlage einer umfangreichen<br />

Schadenskartierung wurde ein Sanierungskonzept für<br />

alle Fassaden <strong>der</strong> alten oper erstellt. Die Fassade des<br />

oberbaus <strong>der</strong> alten oper wurde bereits in den Jahren<br />

2002 bis 2004 saniert. In einem zweiten, <strong>2006</strong> von <strong>der</strong><br />

Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung beschlossenen Bauabschnitt<br />

wird die Sanierung des Unterbaus in den Jahren<br />

2007 bis 2011 abschnittsweise durchgeführt.<br />

neue weRKstätten<br />

städtische bühnen<br />

Die Städtischen Bühnen erhalten endlich neue Werkstatträume.<br />

Ziel <strong>der</strong> mit 55 Millionen Euro im Investitionsprogr<strong>am</strong>m<br />

veranschlagten Maßnahme ist die Errichtung<br />

von voll funktionsfähigen und den heutigen sicherheitstechnischen,<br />

arbeitsmedizinischen und hygienischen<br />

regelungen sowie den gesicherten arbeitswissenschaftlichen<br />

Erkenntnissen <strong>der</strong> arbeitsstätten-richtlinien entsprechenden<br />

Werkstätten (Produktionswerkstätten für<br />

Bühnendekorationen sowie <strong>der</strong>en Sozial- und Sanitärräume),<br />

die 1951 erstellt und mit dem Bau <strong>der</strong> Theaterdoppelanlage<br />

zwischen 1959 bis 1963 zuletzt erneuert wurden.<br />

Das bisherige Eingangsbauwerk des k<strong>am</strong>merspiels<br />

„kleines Haus“ wird durch einen eingeschossigen gläsernen<br />

neubau ersetzt. Mit <strong>der</strong> Baumaßnahme wurde in <strong>der</strong><br />

ersten Jahreshälfte 2007 begonnen.<br />

Schauspiel und Oper <strong>Frankfurt</strong>: 1995, 1996 und 2003 Opernhaus<br />

des Jahres.<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Musentempel: Die Alte Oper.<br />

umbau leinwandhaus füR die<br />

„caRicatuRa“<br />

Das Leinwandhaus wird für die „Caricatura“ zum Museum<br />

für komische kunst umgebaut. Seit Gründung <strong>der</strong><br />

Satirezeitschrift „Pardon“ und später ab 1979 in <strong>der</strong><br />

nachfolgezeitschrift „Titanic“ wirkten und wirken bis<br />

heute aus <strong>der</strong> <strong>Main</strong>metropole heraus die exponiertesten<br />

Satiriker und Zeichner Deutschlands, kurz: die<br />

„neue <strong>Frankfurt</strong>er Schule“ (nFS). F. W. Bernstein, Bernd<br />

Eilert, robert Gernhardt, Eckhard Henscheid, Peter<br />

knorr, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F. k. Waechter<br />

sowie <strong>der</strong>en nachfolger achim Greser, Heribert Lenz<br />

und Bernd Pfarr sind Deutschlands erfolgreichste Zeichner<br />

und autoren des komischen.<br />

Im Historischen Museum wurde 1999 die abteilung Caricatura<br />

eingerichtet, um ein Museum für komische<br />

kunst in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> vorzubereiten. Siebzehn<br />

ausstellungen aus dem Bereich <strong>der</strong> komischen kunst<br />

wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich gezeigt.<br />

Im Frühjahr <strong>2006</strong> konnten die Werke von vier Zeichnern<br />

<strong>der</strong> nFS erworben werden.<br />

Zukünftig soll das Werk dieser künstlergruppe dauerhaft<br />

in einem Museum für komische kunst im historischen<br />

Leinwandhaus sein Zuhause finden und in einer<br />

ständigen ausstellung präsentiert werden. Die erfor<strong>der</strong>lichen<br />

Mittel für diese Umbau-Maßnahme in Höhe<br />

von rund 2,7 Mio. Euro sind 2007 von <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

bewilligt worden.<br />

5<br />

KultuR und fReizeit


6<br />

umbau histoRisches museum<br />

Das Historische Museum besteht aus einem Ensemble<br />

von Gebäuden aus dem 12. bis 20. Jahrhun<strong>der</strong>t. Die nach<br />

dem krieg zerstörten und wie<strong>der</strong> aufgebauten historischen<br />

Bauten (Fahrtorgebäude, rententurm, Burnitzbau,<br />

Bernusbau, Saalhof) wurden 1972 durch ein weiteres,<br />

mo<strong>der</strong>nes Gebäude <strong>am</strong> römerberg ergänzt.<br />

Vor dem Hintergrund einer neuen Ges<strong>am</strong>tkonzeption<br />

für das Historische Museum soll nun neben <strong>der</strong> Sanierung<br />

<strong>der</strong> altbauten das Gebäude aus den siebziger Jahren<br />

abgerissen und durch einen neubau ersetzt werden.<br />

Der beendete realisierungswettbewerb soll für<br />

den neubau <strong>am</strong> römerberg eine Lösung liefern, die die<br />

heutigen anfor<strong>der</strong>ungen an ein Museum erfüllt und<br />

das bestehende Umfeld, geprägt durch das historische<br />

Ensemble Dom, römerberg, altstadt bereichert.<br />

instituto ceRVantes Kommt<br />

nach fRanKfuRt <strong>am</strong> main<br />

Das <strong>am</strong>erikahaus wurde an das Instituto Cervantes vermietet.<br />

Der Bau wird den neuen anfor<strong>der</strong>ungen gemäß<br />

umgestaltet. Die mit ca. 2 Millionen Euro veranschlagten<br />

kosten für die Sanierung und die teilweise<br />

Umgestaltung <strong>der</strong> rund 1.600 Quadratmeter nutzfläche<br />

übernimmt die Stadt. Sie sollen über die Mietzahlungen<br />

refinanziert werden. Das „Instituto Cervantes“, 1991 von<br />

<strong>der</strong> spanischen regierung mit dem den Goethe-Instituten<br />

ähnlichen Ziel gegründet, die Landessprache und<br />

kultur zu för<strong>der</strong>n und im ausland zu verbreiten, betreibt<br />

weltweit etwa 40 Filialen in 25 Län<strong>der</strong>n. In Deutschland<br />

bietet diese gemeinnützige, öffentliche Stiftung bisher<br />

in drei Städten – München, Bremen und Berlin – Sprachkurse,<br />

Lehrerfortbildungen und zahlreiche kulturelle<br />

Veranstaltungen an. neben <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> zeigten<br />

sich auch köln, H<strong>am</strong>burg und Stuttgart an <strong>der</strong> Eröffnung<br />

eines weiteren Instituts interessiert.<br />

sanieRung KaRmeliteRKlosteR<br />

(institut füR stadtgeschichte)<br />

Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen des karmeliterklosters<br />

wurden <strong>2006</strong> begonnen und sollen<br />

voraussichtlich bis zum Sommer 2009 abgeschlossen<br />

werden. Seit 1955 sind keine größeren Bauunterhaltungsmaßnahmen<br />

mehr erfolgt. Das karmeliterkloster<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Kontrast zu stark: Der Neubau des Historischen Museums von 1972<br />

steht zur Disposition.<br />

ist die einzige erhaltene mittelalterliche klosteranlage<br />

<strong>Frankfurt</strong>s. als archiv, Veranstaltungs-, Vortrags-<br />

und konzertraum genügt es den heutigen feuerpolizeilichen<br />

Standards nicht mehr. Den verheerenden<br />

Brand <strong>der</strong> anna-<strong>am</strong>alia-Bibliothek in Weimar vor augen,<br />

haben die Stadtverordneten im Frühjahr <strong>2006</strong> die<br />

erfor<strong>der</strong>lichen Mittel in Höhe von 7,1 Millionen Euro für<br />

die Sanierung bewilligt. Die restaurierung <strong>der</strong> ratgeb-<br />

Fresken ist dabei ebenso inbegriffen wie die Sanierung<br />

<strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten Haustechnik sowie <strong>der</strong> Einbau einer flächendeckenden<br />

Brandmelde- und Entrauchungsanlage,<br />

die Herstellung einzelner Brandabschnitte und die Verbesserung<br />

<strong>der</strong> Fluchtwege. D<strong>am</strong>it wird diese anlage, in<br />

<strong>der</strong> das Institut für Stadtgeschichte und das archäologische<br />

Museum untergebracht ist, zu einem Schmuckstück<br />

und anziehungspunkt im Zentrum <strong>Frankfurt</strong>s.<br />

KultuRfonds<br />

2005 hatte die Hessische Landesregierung die Wahrnehmung<br />

<strong>der</strong> aufgaben <strong>der</strong> Unterhaltung von kulturellen Einrichtungen<br />

mit überörtlicher Bedeutung im Ballungsraum<br />

<strong>Frankfurt</strong> rhein-<strong>Main</strong> durch einen Zus<strong>am</strong>menschluss <strong>der</strong><br />

Ballungsraumkommunen für dringlich erklärt. Wäre nach<br />

einem Jahr kein Ergebnis auf freiwilliger Basis in <strong>der</strong><br />

region zustande gekommen, hätte die Hessische Landesregierung<br />

durch rechtsverordnung Städte, Gemeinden<br />

und Landkreise zur Wahrnehmung dieser aufgabe zu


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

einem Pflichtverband zus<strong>am</strong>men schließen können. Zur<br />

Vermeidung dieses Pflichtverbands wurde ein Mediationsverfahren<br />

eingeleitet, um auf <strong>der</strong> Grundlage einer<br />

freiwilligen Zus<strong>am</strong>menarbeit nach einvernehmlichen Wegen<br />

für die kulturelle Zus<strong>am</strong>menarbeit und die kulturfinanzierung<br />

in <strong>der</strong> region zu suchen. Teil des Mediationsergebnisses<br />

ist dabei die Gründung eines kulturfonds<br />

o<strong>der</strong> einer Stiftung. Der von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützte<br />

kulturfonds wird neben <strong>der</strong> bereits bestehenden kulturregion<br />

<strong>Frankfurt</strong> rhein<strong>Main</strong> gGmbH stehen und im<br />

Unterschied zu dieser ausschließlich kulturelle Großereignisse<br />

mit nationaler und internationaler Bedeutung<br />

finanzieren. Getragen werden soll <strong>der</strong> kulturfonds durch<br />

die kommunalen Gebietskörperschaften im Ballungsraum,<br />

das Land Hessen und die Wirtschaft. Zur Finanzierung<br />

ist ab <strong>2008</strong> ein jährlicher Beitrag von 2 Euro pro Einwohner<br />

für den kulturfonds und von 0,50 Euro für die<br />

kultur GmbH vorgesehen. Das Land wird in dieser Phase<br />

von <strong>2008</strong> bis 2011 auch 2,50 Euro jährlich sowie darüber<br />

hinaus zusätzlich bis 2011 investive Mittel von 3 Millionen<br />

Euro bereitstellen. Der kulturfonds wird als GmbH organisiert.<br />

Vorgesehen ist zunächst eine Beteiligung des Landes<br />

Hessen, <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>, <strong>der</strong> Stadt Darmstadt<br />

sowie <strong>der</strong> Landkreise Hochtaunus und <strong>Main</strong>-Taunus.<br />

ausstellungseRfolg<br />

„die KaiseRmacheR“<br />

<strong>2006</strong> jährte sich zum 200. Mal <strong>der</strong> Untergang des Heiligen<br />

römischen reiches Deutscher nation, dessen Zentralort<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> bis zum Ende blieb. Und vor<br />

gut 650 Jahren, 1356, bestimmte kaiser karl IV. in <strong>der</strong><br />

„Goldenen Bulle“ <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> zum Wahlort <strong>der</strong><br />

deutschen könige. Im Jahr 2004 hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

mit ihrem antrag nr 1574 angeregt, das Jubiläum <strong>der</strong><br />

Goldenen Bulle in einer umfassenden, wissenschaftlich<br />

fundierten ausstellung mit Begleitprogr<strong>am</strong>m zu würdigen.<br />

aus anlass dieser Jubiläen veranstalteten das Institut<br />

für Stadtgeschichte, das Historische Museum, das<br />

Dommuseum und das Jüdische Museum vom 30. September<br />

<strong>2006</strong> bis zum 14. Januar 2007 eine ebenso große<br />

wie vielfältige kulturgeschichtliche ausstellung und präsentieren<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> mit rund 800 eindrucksvollen<br />

Exponaten aus europäischen S<strong>am</strong>mlungen als „Stadt<br />

<strong>der</strong> kaisermacher“. Mit fast 100.000 Besuchern übertraf<br />

<strong>der</strong> Erfolg die Erwartungen <strong>der</strong> organisatoren. Schirmherrin<br />

war oberbürgermeisterin Petra roth. Im Institut<br />

für Stadtgeschichte wurde das <strong>Frankfurt</strong>er Exemplar <strong>der</strong><br />

Goldenen Bulle gezeigt, das sogenannte „reichsexemplar“,<br />

das nicht nur als einzige <strong>der</strong> sieben ausfertigungen<br />

immer in <strong>Frankfurt</strong> war, son<strong>der</strong>n auch bei je<strong>der</strong><br />

Wahl wie<strong>der</strong> zur rate gezogen wurde.<br />

Das wichtigste Dokument <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Geschichte: Oberbürgermeisterin<br />

Petra Roth präsentiert in <strong>der</strong> Privilegienk<strong>am</strong>mer des<br />

Instituts für Stadtgeschichte die „Goldene Bulle“ Kaiser Karls IV.<br />

dem fRanKfuRteR zoo<br />

eine zuKunft geben<br />

Im 150. Jahr seines Bestehens steht <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Zoo<br />

vor einem grundlegenden neuanfang. Die Stadtverordneten<br />

beauftragten den Magistrat auf antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<br />

<strong>Fraktion</strong>, ein neues, zukunftsweisendes Leitbild für den<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Zoo vorzulegen. Hinsichtlich <strong>der</strong> durchzuführenden<br />

Sanierungs-, Umbau- und neubaumaßnahmen<br />

des Zoos sollte zudem ein auf maximal zehn Jahre<br />

begrenztes, nach Prioritäten aufgeglie<strong>der</strong>tes konzept<br />

aufgestellt werden.<br />

Das Projektte<strong>am</strong> „Vision Zoologischer Garten <strong>Frankfurt</strong>“<br />

bestehend aus 17 Zoomitarbeitenden, Vertretern <strong>der</strong> Zoologischen<br />

Gesellschaft <strong>Frankfurt</strong> von 1858 e. V. und des<br />

zuständigen Fachdezernats legte Ende September 2007<br />

eine konzeption vor, die Grundlage eines vom Magistrat<br />

präsentierten Prioritätenprogr<strong>am</strong>mes ist. In einer 1. Phase<br />

(2007–2009) ist demnach ein Sofortprogr<strong>am</strong>m Brandschutz<br />

für Grzimek-Haus, Exotarium, Faust-Vogelhallen<br />

und Giraffenhaus notwendig sowie die Überprüfung aller<br />

7<br />

KultuR und fReizeit


8<br />

Neuanfang mit neuem Logo<br />

Ver- und Entsorgungsnetze des Zoos. Die 2. Phase (2009–<br />

2017) soll Sanierungs- Umbau- und neubaumaßnahmen<br />

umfassen, etwa neuplanung des Zugangs zum Zooareal<br />

und Zoo-Gesellschaftshaus, die Errichtung neuer anlagen<br />

für Bären und an<strong>der</strong>e Tierarten, die Sanierung des<br />

Grzimek-Hauses und die neuschaffung einer Pinguinanlage.<br />

Die neu entstehenden Menschenaffenanlagen<br />

„Borgori-Wald“ schaffen zudem eine günstige ausgangsposition<br />

zur konzeption und neuzonierung des sich<br />

nordöstlich anschließenden Zooareals, das für das Publikum<br />

attraktiver würde.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Ortstermin im Zoo: Kulturdezernent Felix Semmelroth (Mitte) mit<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>schef Markus Frank (l.) und dem Stadtverordneten<br />

Jochem Heumann.


planen und bauen


50<br />

Klaus Vowinckel,<br />

Planungspolitischer Sprecher <strong>der</strong><br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

planUngspolItIk Ist stanDortpolItIk<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Stadtentwicklung und Stadtplanung sind mit die wichtigsten Bereiche <strong>der</strong> kommunalpolitik in <strong>der</strong><br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. Sie schaffen im Wettbewerb <strong>der</strong> Metropolen und regionen geeignete<br />

rahmenbedingungen für die Entfaltung von gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und<br />

ökologischer Entwicklung. Die folgenden Projekte, die wir als <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützen, sind<br />

von beson<strong>der</strong>er Bedeutung für die weitere Entwicklung von <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> und verdeutlichen<br />

die Dyn<strong>am</strong>ik <strong>der</strong> Stadt.<br />

aufweRtung des bahnhofs­<br />

VieRtels<br />

Im rahmen des Bund-Län<strong>der</strong>-Progr<strong>am</strong>ms „Stadtumbau<br />

in Hessen“ wird das Bahnhofsviertel als innerstädtischer<br />

Wohn- und Geschäftsort mit einem vielfältigen<br />

sozialen und kulturellen angebot sowie einem breiten<br />

Spektrum von unterschiedlichen Wohnformen gestärkt;<br />

auch wird das Image des Stadtteils aufgewertet.<br />

Mit den För<strong>der</strong>richtlinien Bahnhofsviertel wurde ein<br />

Instrument geschaffen, dass es Eigentümern ermöglicht,<br />

mit günstigen krediten aus Büroräumen wie<strong>der</strong><br />

Wohnungen zu gestalten. auf diese Weise entstehen<br />

geräumige Wohnungen in den prächtigen Grün<strong>der</strong>zeitbauten<br />

des Bahnhofsviertels. Städtische Mittel von<br />

20 Millionen Euro lösten ca. 140 Millionen Euro an privaten<br />

Investitionen aus. Bis Ende 2009 haben die koalitionsfraktionen<br />

zudem jährlich 3,3 Millionen Euro für<br />

dieses Progr<strong>am</strong>m zusätzlich bewilligt.<br />

Alltag im Bahnhofsviertel heute, dazu herrliche<br />

Grün<strong>der</strong>zeithäuser hinter Bäumen, dahinter<br />

die gläserne Hochhausfassade einer Bank. Die<br />

Postkarte von 1920 zeigt, wie die Kaiserstraße<br />

vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges<br />

aussah.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

umbau deR gRossmaRKthalle<br />

und nutzung duRch die ezb<br />

Der neubau <strong>der</strong> Europäischen Zentralbank auf dem<br />

Gelände <strong>der</strong> früheren Großmarkthalle ist auf gutem<br />

Weg und wird zu einer deutlichen aufwertung des ostends<br />

führen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> bekennt sich ausdrücklich<br />

zu diesem Standort. Der Bauantrag „neubau eines<br />

Hochhauses sowie nutzungsän<strong>der</strong>ung und Umbau <strong>der</strong><br />

Großmarkthalle in Europäische Zentralbank“ ist im<br />

Februar <strong>2008</strong> von <strong>der</strong> Stadt genehmigt worden.<br />

neue mainbRücKe­ost<br />

Im Zuge <strong>der</strong> verkehrlichen neuorganisation im osten<br />

<strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> wird eine neue <strong>Main</strong>brücke gebaut.<br />

Sie dient <strong>der</strong> Erschließung <strong>der</strong> Entwicklungsbereiche an<br />

<strong>der</strong> Hanauer Landstraße und im osthafen.<br />

gestaltungssatzung nöRdliche<br />

mainufeRbebauung<br />

Das als „weißes <strong>Main</strong>ufer“ bekannte Bild <strong>der</strong> nördlichen<br />

Uferbebauung prägt das Bild <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> in beson<strong>der</strong>em Maße und trägt zur hohen städtebaulichen<br />

Qualität des <strong>Main</strong>raums bei. Durch eine Gestaltungssatzung<br />

ist die Uferbebauung für die Zukunft<br />

gesichert worden.<br />

innenstadt und altstadt<br />

aufweRten und histoRische<br />

stRuKtuRen wiedeRheRstellen<br />

Der Bereich <strong>der</strong> altstadt zwischen Dom und römerberg<br />

wird in den kommenden Jahren wie<strong>der</strong> aufgebaut.<br />

Unter Führung von oberbürgermeisterin Petra roth<br />

haben <strong>CDU</strong> und Grüne beschlossen, das Technische<br />

rathaus abzureißen und d<strong>am</strong>it eine Bausünde <strong>der</strong> frühen<br />

siebziger Jahre zu beseitigen. auf <strong>der</strong> Grundlage<br />

des historischen Stadtgrundrisses wird auf <strong>der</strong> frei werdenden<br />

Fläche ein neues, kleinteiliges und lebendiges<br />

altstadt-Quartier entstehen, wobei mindestens sechs<br />

Gebäude historisch rekonstruiert werden.<br />

So wird die neue <strong>Frankfurt</strong>er Skyline nach Fertigstellung <strong>der</strong> EZB aussehen.<br />

Im Bild rechts die 1928 eingeweihte Großmarkthalle von Architekt<br />

Martin Elsaesser.<br />

abRiss betonteil histoRisches<br />

museum<br />

Im Zus<strong>am</strong>menhang mit den umliegenden Fachwerkbauten<br />

und <strong>der</strong> mittelalterlichen nikolaikirche wirkt<br />

<strong>der</strong> Betonteil des Historischen Museums wie ein Fremdkörper.<br />

Dieser Betonteil wird abgerissen und durch einen<br />

neubau ersetzt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich bei<br />

<strong>der</strong> neubebauung für eine Lösung ein, die die heutigen<br />

anfor<strong>der</strong>ungen an ein Museum erfüllt und das historisch<br />

geprägte Ensemble Dom, römerberg und neue<br />

altstadt bereichert.<br />

umbau deR zeil<br />

Das Erscheinungsbild <strong>der</strong> Zeil zwischen Hauptwache<br />

und konstablerwache wird durch ein neues Gestaltungs-<br />

und Beleuchtungskonzept aufgewertet werden.<br />

Die Stichstraßen zur Zeil und ihre Parallelstraßen erfahren<br />

ebenfalls eine aufwertung und die Wegebeziehungen<br />

in nord-Süd-richtung werden verbessert. auch<br />

die nebenstraßen links und rechts <strong>der</strong> Zeil sollen verschönert<br />

werden, beginnend mit <strong>der</strong> Großen Friedberger<br />

Straße. Darüber hinaus wird die konstablerwache<br />

umgebaut und dabei das bestehende Podest beseitigt.<br />

Dies wird die rahmenbedingungen für den örtlichen<br />

Einzelhandel entscheidend verbessern.<br />

51<br />

planen und bauen


52<br />

palais QuaRtieR<br />

an <strong>der</strong> Stelle <strong>der</strong> früheren Hauptpost entsteht eine Einkaufs-<br />

und Erlebniswelt, die bis zur Großen Eschenheimer<br />

Straße führt. auf antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird<br />

von den Investoren auch das im Zweiten Weltkrieg bis<br />

auf das Portal zerstörte Thurn-und-Taxis-Palais rekonstruiert.<br />

degussa­aReal<br />

Die neugestaltung des Degussa-areals stellt eine <strong>der</strong><br />

größten stadtplanerischen Chancen, aber auch Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

in <strong>der</strong> Innenstadt dar. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

hat ihre städtebaulichen Ziele durch klare Formulierungen<br />

deutlich gemacht.<br />

hochhausRahmenplan ii<br />

Ein neuer Hochhausrahmenplan ist in <strong>der</strong> abschließenden<br />

Entwicklung. Erste Grundzüge wurden im Juni 2007<br />

vorgestellt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich dafür ein, dass<br />

die Verdichtung <strong>der</strong> Hochhauszonen Bankenviertel<br />

sowie Messe / Europaviertel weitergeführt wird. Zudem<br />

sollen in <strong>der</strong> Innenstadt Wohnhochhäuser gebaut<br />

werden, die zus<strong>am</strong>men mit den Hochhäusern von<br />

<strong>Frankfurt</strong> Hoch Vier ein neues Hochhausensemble bilden<br />

werden.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Reminiszenz an das alte <strong>Frankfurt</strong>: Das wie<strong>der</strong>aufgebaute Thurn-und-Taxis-<br />

Palais, bis 1866 Sitz <strong>der</strong> Bundesvers<strong>am</strong>mlung des Deutschen Bundes, wird ab<br />

2009 ein Anziehungspunkt in unmittelbarer Zeil-Nähe.<br />

Stadtentwicklung und Stadtplanung befinden sich auf<br />

einem guten Weg. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> wird weiterhin<br />

aufmerks<strong>am</strong> und aktiv die anstehenden Projekte<br />

begleiten.<br />

KleinmaRKthalle fit füR die<br />

zuKunft machen<br />

Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist <strong>der</strong> Erhalt <strong>der</strong> kleinmarkthalle<br />

an ort und Stelle sowie die aufwertung des Umfeldes<br />

in diesem Quartier. Die Innenstadt wird dadurch<br />

noch attraktiver und mit einer altstadt verbunden, die<br />

nach dem abriss des Technischen rathauses und <strong>der</strong><br />

rekonstruktion historischer Gebäude ein Stück ihrer<br />

Geschichte wie<strong>der</strong>geben wird. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt<br />

Hat immer noch Charme: Die beliebte Kleinmarkthalle in <strong>der</strong><br />

Innenstadt – „Ein Stück <strong>Frankfurt</strong> mit Herz“.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

sich dafür ein, dass die unter Denkmalschutz stehende<br />

kleinmarkthalle auch nach Beendigung <strong>der</strong> notwendigen<br />

Sanierungsarbeiten ihr charakteristisches Erscheinungsbild<br />

im Inneren wie im Äußeren behält.<br />

c<strong>am</strong>pus bocKenheim<br />

Im neuen Stadtteil <strong>am</strong> riedberg wurden und werden<br />

neue Institutsgebäude <strong>der</strong> Johann Wolfgang Goethe-<br />

Universität in dyn<strong>am</strong>ischer Folge erstellt. auf dem neuen<br />

C<strong>am</strong>pus Westend fand <strong>der</strong> Baubeginn des ersten<br />

neubauabschnitts (House of Finance, rechts- und<br />

Wirtschaftswissenschaften, zentrales Hörsaalgebäude,<br />

Erweiterung des kasinos, Wohnungen für Studenten)<br />

statt.<br />

Rahmenplan höchst<br />

Es wurden Mitteln in Höhe von 21 Millionen Euro bereitgestellt,<br />

um private und öffentliche Baumaßnahmen<br />

zur Stärkung <strong>der</strong> Innenstadt Höchst mit seiner<br />

historisch bedeutenden altstadt zu ermöglichen. Das<br />

Plangebiet umfasst die historische altstadt – mit<br />

Schloss und Justinuskirche, <strong>der</strong> östlich gelegenen Stadterweiterung<br />

„Höchster neustadt“ mit dem Bolongaropalast<br />

sowie dem in nachfolgenden Entwicklungsphasen<br />

zus<strong>am</strong>mengewachsenen Stadtgefüge – bis zum<br />

„Höchster Westend“ aus <strong>der</strong> späten Grün<strong>der</strong>zeit.<br />

gateway gaRdens<br />

D<strong>am</strong>it Stadt und Flughafen <strong>der</strong> konkurrenzsituation in<br />

<strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten region und in Europa gewachsen sind,<br />

hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> nachhaltig die in Private Public<br />

Partnership gegründete „Gateway Gardens“-Projektentwicklungsgesellschaft<br />

in ihrem Bemühen, ein attraktives<br />

nutzungskonzept für die 350.000 Quadratmeter<br />

umfassende Fläche in unmittelbarer nachbarschaft des<br />

Flughafens zu erarbeiten, unterstützt. In diesen Teil <strong>der</strong><br />

„airport City“ werden 1,7 Milliarden Euro investiert.<br />

Wichtig ist uns, dass dort ein weiteres alleinstellungsmerkmal<br />

des Flughafens <strong>Frankfurt</strong> gegenüber den an<strong>der</strong>en<br />

europäischen Großflughäfen (<strong>am</strong>sterd<strong>am</strong>, Helsinki,<br />

Stockholm, Mailand, Zürich, Paris) entsteht, mit<br />

dem <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> punkten kann.<br />

Mit Gateway Gardens entsteht <strong>am</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen ein neuer<br />

Stadtteil. Kurz nach Baubeginn hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im Sommer<br />

2007 an Ort und Stelle umgesehen.<br />

„aiRRail centeR fRanKfuRt“<br />

In die Überbauung des Flughafen-Fernbahnhofs werden<br />

660 Millionen Euro investiert. Hier entsteht das<br />

„aIrraIL Center <strong>Frankfurt</strong>“ mit einem Luxushotel, Büros,<br />

Gastronomie und Geschäften.<br />

aiRbus a380­weRft<br />

Der von <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützte neubau <strong>der</strong><br />

airbus a380-Werft wird zeitgerecht fertig gestellt werden<br />

und sichert d<strong>am</strong>it <strong>am</strong> Standort <strong>Frankfurt</strong> hun<strong>der</strong>te<br />

arbeitsplätze.<br />

5<br />

planen und bauen


sicheRheit


56<br />

Dr. Walter Seubert,<br />

Sicherheitspolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

FrankFUrt Ist sICherer geworDen<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Eine gute kommunale Sicherheitspolitik muss darauf ausgerichtet sein, allen Bürgern dieser Stadt<br />

je<strong>der</strong>zeit die ungefährdete Teilhabe <strong>am</strong> öffentlichen Leben zu ermöglichen. Die Sicherheitslage<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> entwickelt sich auch weiterhin sehr positiv. Demzufolge ist die <strong>Main</strong>metropole<br />

nicht nur hinsichtlich <strong>der</strong> objektiven Sicherheitslage so sicher wie seit vielen Jahren nicht<br />

mehr. noch erfreulicher ist, dass auch das subjektive Sicherheitsgefühl bei den Bürgerinnen und<br />

Bürgern Höchstwerte erklommen hat. Bei <strong>der</strong> Bürgerbefragung <strong>2006</strong> gaben auf die Frage nach<br />

den größten Stadtproblemen nur noch 12 Prozent <strong>der</strong> deutschen und 9 Prozent <strong>der</strong> ausländischen<br />

<strong>Frankfurt</strong>erinnen und <strong>Frankfurt</strong>er das Thema „kriminalität“ an. Mitte <strong>der</strong> neunziger Jahre lag dieser<br />

Wert noch regelmäßig bei rund 50 Prozent.<br />

Der Grundstein für den in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> erreichten<br />

Sicherheitsstandard wurde durch eine konsequente<br />

Vernetzung von Prävention und repression gelegt. So<br />

konnte <strong>2006</strong> nicht nur <strong>der</strong> Präventionsrat sein zehnjäh-<br />

Regionalrat<br />

Sindlingen<br />

Regionalrat<br />

Gallus<br />

Arbeitskreis<br />

Sicherheit<br />

Arbeitskreis<br />

Frauen<br />

Regionalrat<br />

Zeilsheim<br />

Regionalrat<br />

Schwanheim<br />

Präventionsrat<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Sicherheitsdezernent, Polizeipräsident, Leiter <strong>der</strong> Staatsanwaltschaft,<br />

Bürgermeisterin, Dezernenten für Integration, Soziales und Bildung<br />

Geschäftsstelle: Kurt-Schumacher-Straße 45,<br />

60313 <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Arbeitskreis<br />

Drogen (Montagsrunde)<br />

Regionalräte<br />

Koordination regionale Prävention<br />

Vertreter <strong>der</strong>: Kin<strong>der</strong>gärten, Schulen, Sozialrathäuser (Allg. Sozialdienst), Sport-<br />

und Bä<strong>der</strong><strong>am</strong>t, Polizei, Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden,<br />

Wohnungsbaugesellschaften, Parteien u. a.<br />

Regionalrat<br />

Nie<strong>der</strong>rad<br />

Regionalrat<br />

Sossenheim<br />

Regionalrat<br />

Goldstein<br />

riges Jubiläum feiern und 2007 die Gründung des 15. regionalrates<br />

in Preungesheim vollzogen werden; durch<br />

neue Schwerpunktsetzungen hat Stadtrat Boris rhein<br />

(<strong>CDU</strong>) in seiner Zeit als Sicherheitsdezernent auch bei<br />

Regionalrat<br />

Nied<br />

Regionalrat<br />

Griesheim<br />

Regionalrat<br />

<strong>Frankfurt</strong>er<br />

Berg<br />

Regionalrat<br />

Nd. Eschbach /<br />

Am Bügel<br />

Regionalrat<br />

Fechenheim<br />

Arbeitskreis<br />

Jugend und<br />

Prävention<br />

Regionalrat<br />

Preungesheim<br />

Regionalrat<br />

Bergen-<br />

Enkheim<br />

Regionalrat<br />

Oberrad


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

den städtischen Vollzugskräften eine optimierung eingeleitet.<br />

Die Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten<br />

wird zudem immer öfter auch als Querschnittsaufgabe<br />

und nicht mehr nur als nebenprodukt <strong>der</strong> kommunalen<br />

aufgabenerledigung angesehen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat<br />

den Magistrat bei seiner neuen Sicherheitsoffensive für<br />

mehr Lebensqualität stets unterstützt.<br />

einfühRung des fReiwilligen<br />

polizeidienstes<br />

Die Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> hat auf antrag <strong>der</strong> koalitionsfraktionen<br />

(nr 47 / 06) zum 1. Januar 2007 den Freiwilligen<br />

Polizeidienst eingeführt. Einen entsprechenden<br />

koordinationsvertrag haben Hessens Innenminister<br />

Volker Bouffier, oberbürgermeisterin Petra roth und<br />

Sicherheitsdezernent Boris rhein (alle <strong>CDU</strong>) <strong>am</strong> 18. September<br />

<strong>2006</strong> gemeins<strong>am</strong> unterzeichnet. Mit den Beschlüssen<br />

zu den Haushalten 2007 und <strong>2008</strong> bewilligte<br />

die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung die erfor<strong>der</strong>lichen<br />

Mittel zur Finanzierung <strong>der</strong> aufwandsentschädigung<br />

für die Polizeihelfer.<br />

Mit dem 2000 vom Landtag beschlossenen Gesetz zur<br />

aktiven Bürgerbeteiligung zur Stärkung <strong>der</strong> Inneren Sicherheit<br />

(Hessisches Freiwilligen Polizeidienst-Gesetz)<br />

wurden dem Freiwilligen Polizeidienst aufgaben übertragen<br />

und Befugnisse eingeräumt. Freiwillige Polizeihelfer<br />

tragen blaue Dienstkleidung und stehen zum<br />

Land Hessen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis.<br />

Die Dauer <strong>der</strong> ausbildung beträgt mindestens<br />

50 Stunden. Die Polizeihelferinnen o<strong>der</strong> -helfer müssen<br />

Freiwillig für mehr Sicherheit: Über 700 Bürgerinnen und Bürger in<br />

ganz Hessen leisten Dienst als ehren<strong>am</strong>tliche Polizeihelfer.<br />

Unterzeichnung des Koordinationsvertrages zur Einführung des Freiwilligen<br />

Polizeidienstes in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>: Staatsminister Volker Bouffier,<br />

Oberbürgermeisterin Petra Roth und Stadtrat Boris Rhein (v.l.).<br />

mindestens 18 Jahre und dürfen höchstens 65 Jahre alt<br />

sein. Ein vorbehaltloses Eintreten für die freiheitlich-demokratische<br />

Grundordnung sowie eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung bzw. ein Schulabschluss ist Voraussetzung.<br />

außerdem müssen die Bewerber gesundheitlich<br />

fit und <strong>der</strong> deutschen Sprache in Wort und Schrift<br />

mächtig sein. Der Dienst findet in <strong>der</strong> arbeitsfreien Zeit<br />

statt, maximal 20 Stunden pro Monat.<br />

Wie im koalitionsvertrag vorgesehen, gehen insges<strong>am</strong>t<br />

90 Freiwillige Polizeihelfer – das ist hessenweit das<br />

größte kontingent – nach dem Grundsatz „Präsenz zeigen<br />

– beobachten – melden“ in <strong>Frankfurt</strong> Streife und<br />

stärken d<strong>am</strong>it das Sicherheitsgefühl <strong>der</strong> Bürgerinnen<br />

und Bürger weiter. Sie sind neben <strong>der</strong> Polizei und <strong>der</strong><br />

Stadtpolizei zusätzliche kompetente ansprechpartner<br />

vor ort. In zwischenzeitlich über 100 hessischen Städten<br />

und Gemeinden wird d<strong>am</strong>it <strong>der</strong> Modellversuch erfolgreich<br />

praktiziert.<br />

Die Polizeihelfer werden von <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Polizei in<br />

50 theoretischen und praktischen Unterrichtsstunden<br />

ausgebildet und – ausgestattet mit Pfefferspray, Mobiltelefon,<br />

Taschenl<strong>am</strong>pe und Trillerpfeife – in absprache<br />

mit <strong>der</strong> Stadt in nahezu allen revierbereichen<br />

eingesetzt: als Präsenzstreifen in den <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Stadtteilen sowie bei Volksfesten, Märkten und Umzügen;<br />

außerdem sehen die Polizeihelfer in Grünanlagen<br />

und Parks nach dem rechten. Weitere Einsatzorte sind<br />

Friedhöfe (speziell <strong>der</strong> Hauptfriedhof), Spielplätze,<br />

Schulwege, aber auch Wohngebiete und Einkaufsbereiche.<br />

Von beson<strong>der</strong>er Bedeutung ist <strong>der</strong> mit 40 Pro-<br />

57<br />

sicheRheit


58<br />

zent hohe <strong>Frankfurt</strong>er anteil von Polizeihelfern mit<br />

einem Migrationshintergrund. auf „Streife“ erweist sich<br />

die oftmals anzutreffende Mehrsprachigkeit <strong>der</strong> Ehren<strong>am</strong>tlichen<br />

als großer Vorteil.<br />

Der Freiwillige Polizeidienst ist für die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

eine wichtige und sinnvolle Ergänzung <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Sicherheitsarchitektur und im Sinne <strong>der</strong> Prävention ein<br />

weiteres kapitel in <strong>der</strong> erfolgreichen Geschichte <strong>der</strong> Sicherheitspartnerschaft<br />

zwischen Polizei und Stadt.<br />

nach Meinung <strong>der</strong> Union wird es durch die Präsenz des<br />

Freiwilligen Polizeidienstes zu einer deutlichen reduzierung<br />

von Tatgelegenheiten kommen.<br />

neue „stadtpolizei“<br />

Seit 1. Juni 2007 hat <strong>der</strong> außendienst des ordnungs<strong>am</strong>tes<br />

einen neuen n<strong>am</strong>en. Unter dem Begriff Stadtpolizei<br />

leisten insges<strong>am</strong>t 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

weiterhin ihren Beitrag, dass die Lebensqualität<br />

in <strong>Frankfurt</strong> in Sachen Sicherheit und Sauberkeit geför<strong>der</strong>t<br />

wird. Schließlich ist das <strong>Frankfurt</strong>er ordnungs<strong>am</strong>t<br />

deutschlandweit die einzige kommunale Sicherheitsbehörde,<br />

die rund um die Uhr, auch an Feiertagen und <strong>am</strong><br />

Wochenende im Einsatz ist. Die Mitarbeiter <strong>der</strong> Stadtpolizei<br />

sind neuerdings an den mo<strong>der</strong>nen blauen Uniformen<br />

sowie <strong>der</strong> ebenfalls in blau gehaltenen Fahrzeugflotte<br />

mit <strong>der</strong> aufschrift „Stadtpolizei“ erkennbar.<br />

Die Umbenennung des ehemaligen Sicherheits- und<br />

ordnungsdienstes des ordnungs<strong>am</strong>tes ist aber nicht<br />

nur einem griffigen Slogan geschuldet, son<strong>der</strong>n weist<br />

auf neue Prioritäten für den außendienst des ordnungs<strong>am</strong>tes<br />

hin. Waren in den vergangenen Jahren die<br />

aufgaben <strong>der</strong> Verkehrsüberwachung eine wichtige Säule<br />

im aufgabenspektrum des ordnungs<strong>am</strong>tes, so werden<br />

diese Tätigkeiten seit Dezember <strong>2006</strong> vom neu gegründeten<br />

Straßenverkehrs<strong>am</strong>t übernommen – eine<br />

willkommene Gelegenheit, für die Stadtpolizei neue<br />

Schwerpunkte zu definieren.<br />

Die aufgaben <strong>der</strong> Stadtpolizei reichen über Ermittlungen<br />

bei illegalem Sperrmüll o<strong>der</strong> aggressivem Betteln,<br />

Gaststättenkontrollen, dem Schutz von <strong>Frankfurt</strong>s<br />

grünen Lungen bis hin zur allgemeinen Gefahrenabwehr<br />

in alle aspekte <strong>der</strong> Sicherheit einer Großstadt hinein.<br />

Hinzu kommt die Einführung einer neuen Fahrradstaffel,<br />

die sich beson<strong>der</strong>s für Einsatzgebiete eignet, die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Mit neuem N<strong>am</strong>en und in neuen Uniformen präsentiert sich die<br />

„Stadtpolizei“ in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. In Streifenwagen, auf Motor- und<br />

Fahrrä<strong>der</strong>n sowie zu Fuß sorgen die Männer und Frauen in Uniform<br />

künftig für mehr Sicherheit auf den Straßen <strong>der</strong> <strong>Main</strong>metropole.<br />

mit den üblichen Fortbewegungsmitteln ungünstig zu<br />

erreichen sind. Dazu zählen beispielsweise die Ufer von<br />

<strong>Main</strong> und nidda.<br />

Zudem hat ein Haushaltsantrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> eine<br />

Mehrheit gefunden, durch den die Beschaffung eines<br />

Bus-Transporters mit Son<strong>der</strong>ausstattungen als mobile<br />

Service-Einrichtung <strong>der</strong> Stadtpolizei ermöglicht wird<br />

(E 65 / 07). Mit diesem Sicherheitsmobil kann <strong>der</strong> kontakt<br />

zu den Bürgerinnen und Bürgern vor allem im<br />

Stadtteil intensiviert werden. Die „Stadtpolizei“ soll<br />

über ihre arbeit aufklären und informieren, Sorgen und<br />

nöte erfahren und durch Präventionsmaßnahmen, aber<br />

auch durch individuelle Hilfe das subjektive Sicherheitsgefühl<br />

in <strong>der</strong> Bevölkerung stärken.<br />

VideoübeRwachung<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht nach wie vor im offenen Einsatz<br />

von Videoüberwachungsmaßnahmen an kriminalitätsbrennpunkten<br />

im öffentlichen raum ein geeignetes Mittel,<br />

um die Wahrnehmung <strong>der</strong> polizeilichen aufgaben im<br />

rahmen <strong>der</strong> Gefahrenabwehr und <strong>der</strong> Strafverfolgung<br />

wirks<strong>am</strong> zu erhöhen. Dadurch kann die Prävention verstärkt,<br />

die kriminalitätshäufigkeit nachweisbar reduziert,<br />

die aufklärung von Straftaten gesteigert und – was ganz<br />

beson<strong>der</strong>s wichtig ist – das Sicherheitsgefühl verbessert<br />

werden. Bürgerumfragen haben gezeigt, dass konzepte


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

tragen, die neben <strong>der</strong> verstärkten Präsenz von Polizei und<br />

ordnungskräften eben auch auf die Videoüberwachung<br />

abstellen.<br />

Die oberirdische Videoüberwachung an <strong>der</strong> konstablerwache<br />

ist erfolgreich. aufgrund dieser Erfahrung hat<br />

die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> auch beharrlich die Einrichtung einer<br />

Video-anlage <strong>am</strong> Hauptbahnhof durchgesetzt. Der<br />

brutale Überfall jugendlicher Gewalttäter auf einen<br />

U-Bahn-Fahrer an <strong>der</strong> Station „Hed<strong>der</strong>nheim“ hat die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> überdies darin bestärkt, die Sicherheitslage<br />

im öffentlichen raum mittels Videoüberwachung<br />

weiter verbessern zu wollen. auf <strong>der</strong> Grundlage unseres<br />

Fünf-Punkte-Progr<strong>am</strong>mes für mehr Sicherheit in öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln vom Januar <strong>2008</strong> unterstützt die<br />

Union deshalb mit allem nachdruck das Projekt „Sicherheit<br />

& Service“ <strong>der</strong> VGF, mit dem bis 2009 in allen 26<br />

unterirdischen U-Bahn-Stationen k<strong>am</strong>eras und notrufsäulen<br />

eingesetzt werden. Seit Mai <strong>2006</strong> sind diese<br />

Sicherheitsvorkehrungen an den zentralen U-Bahn-<br />

Stationen „Hauptwache“, „konstablerwache“, „Willy-<br />

Brandt-Platz“, „Südbahnhof“, „Schweizer Platz“, „Hauptbahnhof“<br />

und „Dom / römer“ vorhanden. Es wurden<br />

55 mo<strong>der</strong>ne notruf- und Informationssäulen sowie<br />

142 Videok<strong>am</strong>eras installiert, die auf <strong>der</strong> neuen Sicherheits-<br />

und Servicezentrale <strong>der</strong> VGF aufgeschaltet sind.<br />

Erhebungen haben bestätigt, dass Drogendelikte, Verunreinigungen,<br />

Sachbeschädigungen, Tätlichkeiten und<br />

die daraus resultierende Verunsicherung <strong>der</strong> Fahrgäste<br />

in diesen sieben ausgebauten innenstädtischen Stadtbahnstationen<br />

deutlich zurückgegangen sind.<br />

büRgeR­alaRm­system<br />

auf Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> prüft <strong>der</strong> Magistrat <strong>der</strong>zeit<br />

in abstimmung mit dem Polizeipräsidium <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> die Verwirklichung eines Modellprojekts „Bürgeralarm-System“.<br />

Durch Bürger-alarm-Systeme werden Bürgerinnen<br />

und Bürger telefonisch über verdächtige Vorfälle<br />

und konkrete Gefahrenlagen im Stadtteil und <strong>der</strong> näheren<br />

Umgebung informiert. Die Polizei wird zum Beispiel in die<br />

Lage versetzt, kurzfristig und über elektronischen rundruf<br />

vor betrügerischen Spendens<strong>am</strong>mlern an Haustüren o<strong>der</strong><br />

vor Einbruchserien in einem Stadtteil zu warnen. D<strong>am</strong>it wird<br />

ein Plus an Sicherheit für die Bevölkerung erreicht. Mehrere<br />

Tausend Haushalte machen zum Beispiel beim Bürgeralarm-System<br />

in offenbach mit, das in Zus<strong>am</strong>menarbeit mit<br />

dem Polizeipräsidium Südosthessen erprobt wird. auch<br />

Polizeierfolge sprechen dafür: Videoüberwachung an <strong>der</strong> Konstablerwache.<br />

an<strong>der</strong>e kommunen – zum Beispiel die Stadt Hanau – arbeiten<br />

mit einem im Prinzip vergleichbaren konzept. In Großbritannien<br />

ist das Bürger-alarm-System als sogenanntes<br />

„ringmaster-System“ verbreitet.<br />

bundespolizeistation <strong>am</strong><br />

bahnhof fRanKfuRt <strong>am</strong> mainhöchst<br />

Vorläufig ohne Erfolg blieb eine Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

mit dem Ziel, einen dauerhaft besetzten stationären<br />

Posten <strong>der</strong> Bundespolizei im Bahnhof <strong>Frankfurt</strong>-Höchst<br />

einrichten zu lassen. Der Bahnhof <strong>Frankfurt</strong>-Höchst mit<br />

rund 26.000 Fahrgästen pro Tag ist ein zentraler knotenpunkt<br />

des Eisenbahn- und nahverkehrs in <strong>der</strong> rhein-<strong>Main</strong>region.<br />

Ein stationärer Posten <strong>der</strong> Bundespolizei kann aus<br />

Sicht <strong>der</strong> Union die Sicherheitslage im Bahnhofsbereich<br />

verbessern und die Präsenz <strong>der</strong> Bundespolizei an dieser<br />

Verkehrsdrehscheibe <strong>der</strong> region im Sinne <strong>der</strong> Gefahrenprävention<br />

verdeutlichen. Das Bundespolizeipräsidium<br />

Mitte will jedoch aufgrund des vergleichsweise geringeren<br />

Straftatenaufkommens auch weiterhin lediglich eine<br />

ausreichende Präsenz seiner kontroll- und Streifenbe<strong>am</strong>ten<br />

<strong>am</strong> Bahnhof <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>-Höchst sicherstellen.<br />

59<br />

sicheRheit


60<br />

bRand­ und KatastRophenschutz<br />

Die Hilfs- und rettungsdienste, beson<strong>der</strong>s die städtische<br />

Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren und<br />

Technisches Hilfswerk, sind unverzichtbar zum Schutz<br />

vor naturgewalten wie Feuer, Wasser und Unwetter,<br />

aber auch zur Hilfe bei Unfällen o<strong>der</strong> gar katastrophen.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat den Magistrat in seiner<br />

Verantwortung unterstützt, sicherzustellen, dass die<br />

haupt- und ehren<strong>am</strong>tlichen Helfer ihre aufgaben erfüllen<br />

können. Das geschieht unter an<strong>der</strong>em durch die<br />

Bereitstellung von Grundstücken, Gebäuden, ausstattung<br />

und finanziellen Mitteln.<br />

taKtisches feueRwehR­<br />

Konzept 2020<br />

Die Feuerwehr in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> wird nach <strong>der</strong><br />

Umsetzung des 2004 interfraktionell beschlossenen<br />

und vom d<strong>am</strong>aligen Brandschutzdezernenten nikolaus<br />

Burggraf (<strong>CDU</strong>) vorbereiteten taktischen Feuerwehrkonzeptes<br />

2020 ganz hervorragend aufgestellt sein.<br />

Das neue Staffelsystem, das bundesweit Vorreiter ist,<br />

bringt für die Bürgerinnen und Bürger schnellere Hilfsleistungen.<br />

Mit den neuen Staffelwachen werden die<br />

Hilfeleistungsfristen für die <strong>Frankfurt</strong>er deutlich verkürzt.<br />

Durch mehr dezentrale Wachen <strong>der</strong> Berufsfeuerwehr<br />

können die Stadtteile jeweils sternförmig an-<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

„Feuer- und Rettungswachen sowie Standorte <strong>der</strong> Freiwilligen Feuerwehr<br />

nach dem Staffelkonzept“.<br />

gefahren werden. D<strong>am</strong>it schafft es die Feuerwehr,<br />

überall in <strong>der</strong> Stadt die Hilfsfrist von 10 Minuten einzuhalten<br />

und oft auch zu unterbieten. Die Feuerwehr ist<br />

künftig schneller vor ort und erhöht d<strong>am</strong>it die Sicherheit<br />

<strong>der</strong> Bevölkerung.<br />

Die Umsetzung des konzepts verläuft planmäßig: Zum<br />

Beispiel wurde die neue „Bereichsleitungswache 4“ in<br />

<strong>Frankfurt</strong>-Sachsenhausen (Mörfel<strong>der</strong> Landstraße) als<br />

Ersatz für die alte Wache 6 aus dem Jahr 1935 rechtzeitig<br />

zur Fußball-WM im Mai <strong>2006</strong> eingeweiht.<br />

Auch das neue Feuerwehrhaus Nie<strong>der</strong>-Erlenbach ist Teil des Staffelkonzeptes. Im Bild: D<strong>am</strong>enzug mit Ehrenzugführerin und OB Petra Roth.<br />

Quelle: Dezernat IX Stadt Ffm.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

pRioRitätenpRogR<strong>am</strong>m<br />

feueRwehRhäuseR<br />

Unabhängig vom Staffelkonzept werden auf Initiative<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> (nr 835 / 99) sukzessive auch für die<br />

Freiwilligen Feuerwehren neu- und Umbauten durch<br />

die Stadt finanziert (Prioritätenprogr<strong>am</strong>m, 2001 mit<br />

M 18 / 00 beschlossen). Für <strong>2008</strong> ist in Fortsetzung des<br />

Prioritätenprogr<strong>am</strong>ms die Grundsteinlegung <strong>der</strong> Feuerwehrhäuser<br />

nie<strong>der</strong>-Eschbach, Schwanheim, Sachsenhausen<br />

und die Planung weiterer sieben Standorte<br />

(nied, Hed<strong>der</strong>nheim, Fechenheim, oberrad, Hausen,<br />

Eschersheim, Zeilsheim) vorgesehen. Mit Beschluss<br />

zum Haushalt 2007 haben die koalitionsfraktionen zudem<br />

für die Bauunterhaltung bestehen<strong>der</strong> Feuerwehrhäuser<br />

zusätzlich 120.000 Euro bereitgestellt (E 5 / 06).<br />

Für die Umsetzung des Prioritätenprogr<strong>am</strong>ms und des<br />

Taktischen Feuerwehrkonzeptes bewilligt die Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

in den nächsten Jahren weiterhin<br />

sehr viel Geld, um bestehende Feuerwehrhäuser<br />

umzubauen o<strong>der</strong> um neubauten zu errichten. Dies wird<br />

auch langfristig einen Sicherheitseffekt für die Bevölkerung<br />

haben, denn beim Brand- und katastrophenschutz<br />

kann nicht in unvernünftiger Höhe gespart werden.<br />

mannschaftstRanspoRtfahRzeuge<br />

Zur Beschaffung von Mannschaftstransportwagen<br />

(MTF) für die Freiwillige Feuerwehr wurden auf antrag<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> 120.000 Euro im Haushaltsansatz<br />

2007 erhöht. aufgrund von erfor<strong>der</strong>lichen reparaturen<br />

und <strong>der</strong> Einbindung <strong>der</strong> Fahrzeuge in zusätzliche Einsatzkonzepte<br />

und aufgaben, wie zum Beispiel im Bereitstellungsraumkonzept,<br />

zur Beför<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> notfallseelsorger,<br />

in <strong>der</strong> Fachgruppe Wassergefahren und<br />

Hochwasser o<strong>der</strong> im Fachbereich ausbildung, stehen<br />

häufig zu wenig Fahrzeuge für die originären Zwecke<br />

<strong>der</strong> Freiwilligen Feuerwehren vor ort zur Verfügung.<br />

Die neuen MTF werden voraussichtlich im ersten Quartal<br />

<strong>2008</strong> übergeben.<br />

minifeueRwehR<br />

Mit dem antrag „Minifeuerwehr als öffentlich-rechtliche<br />

organisation einstufen“ (nr 387 / 07) hat die<br />

schwarz-grüne koalition die Landesregierung aufgefor<strong>der</strong>t,<br />

in <strong>der</strong> novelle des Hessischen Gesetzes über den<br />

Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den katastrophenschutz<br />

(HBkG) zu berücksichtigen, dass auch die<br />

„Minifeuerwehren“ einen umfassenden Unfallschutz<br />

benötigen.<br />

61<br />

sicheRheit


soziales


6<br />

Stephan Siegler,<br />

Sozialpolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>.<br />

FrankFUrt sozIal gestalten<br />

pflegeelteRninitiatiVe<br />

Die <strong>CDU</strong> will mehr Pflegeeltern für <strong>Frankfurt</strong>er kin<strong>der</strong><br />

gewinnen. Dabei sollen vor allem F<strong>am</strong>ilien mit pädagogischer<br />

Erfahrung gesucht werden, die den immer<br />

schwieriger werdenden Problemlagen <strong>der</strong> kin<strong>der</strong> und<br />

ihrer F<strong>am</strong>ilien gerecht werden können.<br />

Für kin<strong>der</strong> in krisensituationen sollte die Unterbringung<br />

in einer Pflegef<strong>am</strong>ilie vorrangig vor einer Unterbringung<br />

in einem kin<strong>der</strong>heim sein. Pflegef<strong>am</strong>ilien sind,<br />

ebenso wie die stationäre und die <strong>am</strong>bulante Unterbringung<br />

eine wichtige Säule unseres Hilfesystems für<br />

kin<strong>der</strong> in krisensituationen.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

<strong>Frankfurt</strong> ist eine wirtschaftlich starke und soziale Stadt. Wir wollen diese Balance auch weiterhin<br />

aufrechterhalten und die soziale Infrastruktur <strong>der</strong> Stadt bedarfsgerecht weiterentwickeln. Die<br />

beste Hilfe ist diejenige, die von <strong>der</strong> Hilfe an<strong>der</strong>er unabhängig macht. Daher haben Beratung,<br />

För<strong>der</strong>ung persönlicher Fähigkeiten und For<strong>der</strong>ung nach eigenen anstrengungen Vorrang vor materieller<br />

Unterstützung. Unser Handeln als Union richtet sich nach dem Subsidiaritätsprinzip aus,<br />

eine gesellschaftliche Maxime, die Selbstverantwortung vor staatliches Handeln stellt. Deshalb<br />

will die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen sowie freigemeinnützige und kirchliche<br />

Hilfeeinrichtungen stärker unterstützen und ihnen Priorität vor staatlicher bzw. kommunaler Unterstützung<br />

geben.<br />

Grundsätzlich wird nach Maßgabe des koalitionsvertrages mit den Grünen <strong>der</strong> „Vertrag für den<br />

Sozialen Frieden“ fortgeschrieben. Seine Inhalte werden an den aktuellen sozialpolitischen Bedürfnissen<br />

und Entwicklungen bis 2011 und darüber hinaus ausgerichtet. Für <strong>CDU</strong> und Grüne gleichermaßen<br />

vorrangig ist dabei die beson<strong>der</strong>e För<strong>der</strong>ung von F<strong>am</strong>ilien (Stichwort „F<strong>am</strong>ilienstadt“)<br />

und die Verbesserung <strong>der</strong> kin<strong>der</strong>- und Jugendhilfe, ebenso wie die anpassung <strong>der</strong> altenpolitik an<br />

die demografische Entwicklung <strong>Frankfurt</strong>s und eine neukonzeption <strong>der</strong> angebote in <strong>der</strong> altenhilfe.<br />

Im Einzelnen wurden im Berichtszeitraum folgende Initiativen gemeins<strong>am</strong> mit den <strong>CDU</strong>-Sozialdezernenten<br />

Uwe Becker und Dr. Daniela Birkenfeld gestartet:<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> hat ein ehrgeiziges Ziel: Die schwarz-grüne Koalition<br />

will die Metropole zu „<strong>der</strong>“ F<strong>am</strong>ilienstadt in Deutschland ausbauen.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

baRRieRefReiheit<br />

BEHInDErTEnToILETTEn BEI<br />

GroSSVEranSTaLTUnGEn<br />

Sehr viele Großveranstaltungen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

wie beispielsweise das Schweizer Straßenfest o<strong>der</strong> <strong>der</strong><br />

Wäldchestag finden im öffentlichen raum statt, so dass<br />

keine bestehenden öffentlichen Toiletten benutzt werden<br />

können, son<strong>der</strong>n mobile anlagen speziell dafür aufgestellt<br />

werden müssen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat gefor<strong>der</strong>t,<br />

bei <strong>der</strong> Genehmigung solcher Veranstaltungen<br />

zukünftig die Bereitstellung von behin<strong>der</strong>tengerechten<br />

Toiletten zur auflage zu machen.<br />

GESTaLTUnG Von nEUEn / SanIErTEn STraSSEn<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat sich für das grundsätzliche Leitziel<br />

des Behin<strong>der</strong>ten-Gleichstellungs-Gesetzes „Mobilität<br />

für alle“ eingesetzt. Ziel ist, die Barrierefreiheit auf<br />

den Gehwegen und Plätzen so herzustellen, dass „sie<br />

für behin<strong>der</strong>te Menschen in <strong>der</strong> allgemein üblichen<br />

Weise, ohne beson<strong>der</strong>e Erschwernisse und grundsätzlich<br />

ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind“.<br />

senioRen<br />

„aLT & JUnG“-SPIELPLÄTZE<br />

Senioren sind eine stark wachsende Bevölkerungsgruppe,<br />

die sich auch zunehmend bis ins hohe alter durch<br />

Mobilität und Bewegungslust auszeichnet. Die <strong>CDU</strong>-<br />

<strong>Fraktion</strong> hat deshalb gefor<strong>der</strong>t, dass eine konzeption<br />

zur Einrichtung generationenübergreifen<strong>der</strong> „alt &<br />

Jung“-Spielplätze erarbeitet werden soll. Diese aktivplätze<br />

sollen sowohl mit kin<strong>der</strong>spielgeräten als auch<br />

mit seniorengerechten Freizeit- und Fitnessgeräten<br />

(zum Beispiel Boule, Schach, Balancierbalken, Gummibän<strong>der</strong>)<br />

und Sitzbänken ausgestattet werden.<br />

„SoForTProGraMM DEMEnTE“<br />

Das bisherige Sofortprogr<strong>am</strong>m für eine bessere Pflege<br />

und Betreuung im alter wurde mit Beschluss zum Haushalt<br />

2007 um 300.000 Euro auf insges<strong>am</strong>t 3.000.000<br />

Euro erhöht. Gleichzeitig wurde das Progr<strong>am</strong>m in<br />

„<strong>Frankfurt</strong>er Progr<strong>am</strong>m Würde im alter“ umbenannt.<br />

27 stationäre Einrichtungen und 13 Vereine nutzen <strong>der</strong>zeit<br />

die Mittel, um mit eigenen Projekten die Betreuungssituation<br />

dieser Menschen zu verbessern.<br />

ErHöHUnG BÜro akTIV<br />

Der Zuschuss für das Projekt Büroaktiv wurde auf Initiative<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> im Haushalt 2007 erhöht. Die<br />

Vermittlungsagentur für freiwilliges Engagement berät<br />

jährlich rund 440 Menschen und vermittelt an mehr als<br />

250 gemeinnützige organisationen.<br />

anHörUnG DES aUSSCHUSSES ZUr<br />

ParTIZIPaTIVEn aLTEnHILFEPLanUnG<br />

Ein gutes Drittel <strong>der</strong> Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt<br />

sind über 50 Jahre alt. Ziel unserer Politik ist ausdrücklich<br />

ein würdiges Leben älterer Menschen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong>. Und partizipative altersplanung heißt selbstverständlich:<br />

Beteiligung <strong>der</strong> älteren Menschen <strong>am</strong> gesellschaftlichen<br />

Leben schon bei <strong>der</strong> Planung.<br />

Der demografische Wandel ist eine <strong>der</strong> größten Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

auch für die Kommunalpolitik in Deutschland.<br />

wohnungsbau<br />

BIELEFELDEr MoDELL<br />

angestrebt wird beim Bielefel<strong>der</strong> Modell eine möglichst<br />

große Mischung unterschiedlicher Lebenslagen in<br />

einem Wohnprojekt. alte und Junge, Behin<strong>der</strong>te und<br />

nichtbehin<strong>der</strong>te, kranke und Gesunde sollen möglichst<br />

zwanglos zus<strong>am</strong>menleben können. Es gibt keine baulichen<br />

Vorgaben und auch keine empfohlenen Gruppengrößen.<br />

Die Projekte des Bielefel<strong>der</strong> Modells können<br />

sowohl als Wohngemeinschaft, als Hausgemeinschaft<br />

o<strong>der</strong> auch als nachbarschaftsgemeinschaft organisiert<br />

sein. Gemeins<strong>am</strong> ist allen Projekttypen lediglich, dass<br />

eine gewisse anzahl schwer pflegebedürftiger Menschen<br />

in räumlicher nähe zueinan<strong>der</strong> wohnt. Unter dieser<br />

Voraussetzung ist es möglich, dass ein Pflegete<strong>am</strong><br />

rund um die Uhr in <strong>der</strong> Wohnung, dem Gebäude o<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> nachbarschaft anwesend ist und die betreffenden<br />

65<br />

soziales


66<br />

Menschen versorgt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> informierte sich<br />

vor ort beim Wohnprojekt <strong>der</strong> „Preungesheimer <strong>am</strong>eisen“<br />

und setzt sich nachdrücklich für eine Durchsetzung<br />

des Modells in bestimmten Quartieren in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> ein.<br />

BarrIErEFrEIE BaUaUSFÜHrUnG<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich dafür ein, dass bei neubauten,<br />

aber auch bei Sanierungen, beson<strong>der</strong>s <strong>der</strong> städtischen<br />

Wohnungsbaugesellschaften, künftig grundsätzlich<br />

auf eine möglichst barrierefreie Bauausführung<br />

geachtet wird.<br />

FörDErUnG GEnEraTIonEnÜBErGrEIFEnDES<br />

WoHnEn<br />

auf For<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Union sollen Stadt und aBG Holding<br />

gemeins<strong>am</strong> eine umfassende und detailgenaue Bedarfsanalyse<br />

für seniorengerechtes Wohnen finanzieren.<br />

Untersucht werden soll zum Beispiel, ob und in<br />

welchen Stadtteilen Wohngemeinschaften, betreutes<br />

Wohnen o<strong>der</strong> generationenübergreifende Projekte auf<br />

beson<strong>der</strong>es Interesse stoßen.<br />

behindeRte<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Auch spielerisch zus<strong>am</strong>menleben und Generationen verbinden: In Deutschland gibt es bislang rund 500 Mehrgenerationenhäuser.<br />

nEUorDnUnG BEHInDErTEnFaHrDIEnSTE<br />

Bisher erstreckt sich <strong>der</strong> radius <strong>der</strong> Behin<strong>der</strong>tenfahrdienste<br />

auf das Stadtgebiet und angrenzende orte. Weil<br />

es ein berechtigtes anliegen <strong>der</strong> Behin<strong>der</strong>ten ist, dass<br />

auch Fahrtziele im rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet angefahren werden<br />

können, hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für eine neuregelung<br />

eingesetzt.<br />

STÄrkUnG Von SELBSTHILFEInITIaTIVEn<br />

Der Verein „Gib mir deine Hand e. V.“ betreibt als innovatives<br />

Projekt ein integratives Café, bei dem behin<strong>der</strong>te<br />

Menschen aktiv mitarbeiten sollen. Dabei soll zum<br />

einen ein Treffpunkt für Eltern behin<strong>der</strong>ter und nicht<br />

behin<strong>der</strong>ter kin<strong>der</strong> entstehen, aber auch die kin<strong>der</strong> sollen<br />

den Umgang miteinan<strong>der</strong> lernen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

unterstützte den Verein durch einen antrag und sorgte<br />

mit dafür, dass dem Verein ein Grundstück in Hausen<br />

zur Verfügung gestellt werden konnte.<br />

VErBESSErUnG SITUaTIon HörGESCHÄDIGTEr<br />

Die herausragende arbeit <strong>der</strong> Stiftung Taubstummenanstalt<br />

wurde durch einen Etatantrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

nachhaltig gesichert.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

f<strong>am</strong>ilie<br />

„VÄTEraUFBrUCH“<br />

Ziel des Vereines „Väteraufbruch für kin<strong>der</strong>“ ist es, in<br />

Trennungsphasen f<strong>am</strong>iliäre konflikt- und krisensituationen<br />

durch professionelle Unterstützung und Begleitung<br />

zu minimieren. Dies erfolgt aus <strong>der</strong> Erfahrung heraus,<br />

dass kin<strong>der</strong> immer die Leidtragenden und opfer<br />

aller konflikte zwischen den Eltern sind. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

hat die arbeit des Vereines durch einen Haushaltsantrag<br />

gesichert.<br />

HILFEn FÜr JUnGE MÜTTEr<br />

Die Erweiterung des vielfältigen angebots des Sozialdienstes<br />

katholischer Frauen e. V. (SkF) zur Unterstützung<br />

und Entlastung von F<strong>am</strong>ilien im F<strong>am</strong>ilienzentrum<br />

Monikahaus ist eine Weiterentwicklung, die für viele<br />

Menschen in <strong>der</strong> Stadt eine erste anbindung auf dem<br />

Weg zur sozialen Integration ist. Das angebot richtet<br />

sich an schwangere Frauen, Mütter sowie Eltern mit<br />

Säuglingen und kleinkin<strong>der</strong>n von 0–6 Jahren in belastenden<br />

Lebenssituationen und mit risikofaktoren. Diese<br />

frühen Hilfen hatte die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> mit einem entsprechenden<br />

Etatantrag unterstützt.<br />

Jugendhilfe<br />

Der Zuschuss für den <strong>Frankfurt</strong>er Jugendring wurde auf<br />

Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> auf rund 1,18 Millionen Euro<br />

erhöht. Die För<strong>der</strong>ung soll unmittelbar <strong>der</strong> kin<strong>der</strong>- und<br />

Jugendarbeit zugute kommen.<br />

mittelVeRgabe im<br />

sozialbeReich<br />

Die För<strong>der</strong>ung von Initiativen und Institutionen, die<br />

z. B. im Bereich <strong>der</strong> Jugendhilfe tätig sind, bedarf einer<br />

gewissen kontinuität, die dem Träger Planungssicherheit<br />

für seine arbeit gibt und <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong> ermöglicht, eine transparente Entscheidung<br />

unter Bewertung <strong>der</strong> finanziellen Ges<strong>am</strong>tsituation des<br />

Trägers zu treffen. Die For<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong> ist deshalb,<br />

dass die Mittelvergabe im Sozialbereich wirkungsorientiert<br />

und überprüfbar ist. Eine solche regelför<strong>der</strong>ung<br />

mit klaren Zielvereinbarungen unter Festlegung <strong>der</strong><br />

Qualitätsstandards und Evaluation sichern <strong>der</strong> Stadt<br />

<strong>Frankfurt</strong> eine hervorragende Basis für die Überprü-<br />

Die <strong>CDU</strong> setzt sich für zusätzliche Hilfen zugunsten junger Mütter<br />

ein.<br />

fung <strong>der</strong> Zielerreichung. Den Trägern gibt sie mehr<br />

Sicherheit und mehr Vertrauen in die Verlässlichkeit <strong>der</strong><br />

städtischen Partner.<br />

integRation Von Russlanddeutschen<br />

Die Deutsche Jugend aus russland e. V. ist ein überparteilicher<br />

und überkonfessioneller Jugendverband. Der<br />

Verband arbeitet eng mit evangelischen und katholischen<br />

Trägergruppen, dem Internationalen Bund (IB)<br />

und <strong>der</strong> arbeiterwohlfahrt (aWo) sowie den Jugendringen<br />

zus<strong>am</strong>men und erlebt eine rasante Entwicklung.<br />

Um die auch qualitativ wertvolle Integrationsarbeit<br />

weiterhin gewährleisten zu können, ist die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

für eine Zuschusserhöhung eingetreten.<br />

67<br />

soziales


68<br />

wohnsitzlose<br />

Der Zuschuss für die medizinisch pflegerische <strong>am</strong>bulanz<br />

Lazarus Wohnsitzlosenhilfe e. V. wurde mit Beschluss<br />

zum Haushalt 2007 auf Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

deutlich erhöht. Diese medizinische <strong>am</strong>bulanz ist<br />

eine ganz wichtige anlaufstelle für obdachlose, psychisch<br />

kranke und Menschen, die medizinische Hilfen<br />

sonst immer verweigern.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Immer mehr Wohnsitzlose meiden den Arzt. Der Verein Lazarus hilft.


spoRt


70<br />

Martin Gerhardt,<br />

Sportpolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

FrankFUrt Ist spItze IM sport<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Der Stellenwert des Sports in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> wird an vielen Ereignissen und Begebenheiten,<br />

kleinen und großen, alltäglichen und außergewöhnlichen deutlich: nationale und internationale<br />

Wettkämpfe wie <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong> Marathon, <strong>der</strong> Ironman, das radrennen „rund um den Henninger-<br />

Turm“, das Festhallen-reitturnier; 420 Sportvereine mit 140.000 Mitglie<strong>der</strong>n, davon 40.000 Jugendliche;<br />

54 städtische Sportanlagen und sieben Sporthallen; 13 Schwimmbä<strong>der</strong> (davon ein Vereinsschwimmbad).<br />

Zahlreiche Vereine sind in den höchsten Ligen ihrer Sportarten Botschafter<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Sportbegeisterung. Hier sollen beispielhaft nur genannt werden Eintracht <strong>Frankfurt</strong><br />

im Fußball, <strong>der</strong> 1. FFC <strong>Frankfurt</strong> im Frauenfußball, die Deutsche Bank Skyliners im Basketball, die<br />

<strong>Frankfurt</strong> Lions im Eishockey.<br />

Gerade auch wegen seiner gesundheitsför<strong>der</strong>nden, sozialen<br />

und alle gesellschaftlichen kreise zus<strong>am</strong>menführenden<br />

kraft muss die ges<strong>am</strong>te Bandbreite des Sports<br />

in <strong>Frankfurt</strong> gute rahmenbedingungen vorfinden. Dabei<br />

steht die notwendigkeit guter Sportstätten mit an<br />

erster Stelle. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf sport-<br />

Zieleinlauf Ironman 2007: Die Gewinnerin des Frauen-Triathlon-<br />

Rennens, Nicole Le<strong>der</strong> (r.), mit <strong>Frankfurt</strong>s Oberbürgermeisterin<br />

Petra Roth.<br />

liche Spitzenleistungen, son<strong>der</strong>n gerade auch für den<br />

Breitensport und die Bindung <strong>der</strong> Vereinsmitglie<strong>der</strong>, die<br />

gute Sportanlagen erwarten, an ihren Verein.<br />

gute spoRtanlagen füR den<br />

bReitenspoRt<br />

Jährlich 5 Millionen Euro stellen daher die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> und<br />

<strong>der</strong> Magistrat für die Sanierung ungedeckter Sportanlagen<br />

zur Verfügung. So wurden <strong>2006</strong> und 2007 28 Sanierungsmaßnahmen<br />

auf Sportanlagen durchgeführt, darunter z. B.:<br />

p riedstadion Bergen-Enkheim: Sanierung des Umkleidegebäudes<br />

und <strong>der</strong> Stehstufen<br />

p Sportanlage Praunheimer Hohl: Grundsanierung<br />

p Sportanlage Lenzenberger Straße in Zeilsheim: neubau<br />

kunstrasenplatz, kunststofflaufbahn, kunststoffkleinfeld<br />

und Umkleidegebäude<br />

p Sportanlage Heinrich-Seliger-Straße in nie<strong>der</strong>rad:<br />

Sanierung kunstrasenbelag und Umkleidegebäude,<br />

anlage eines kleinspielfeldes


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Im Vollzug des Haushalts 2007 werden im Laufe des<br />

Jahres <strong>2008</strong> Sanierungen beispielsweise auf den<br />

Sportanlagen rebstock, rosegger und Hahnstraße<br />

durchgeführt. Umbauten auf den anlagen Brühlwiese,<br />

Sossenheim und ackermannwiese werden mit<br />

dem Haushalt <strong>2008</strong> beschlossen. Für größere Sanierungen<br />

und den neubau zusätzlicher Sportanlagen<br />

sind im Haushalt weitere Mittel ausgewiesen. So wird<br />

<strong>der</strong>zeit die Sportanlage Bornheimer Hang, die Heimstätte<br />

des FSV, grundsaniert und im <strong>Frankfurt</strong>er Bogen<br />

in Preungesheim wird <strong>2008</strong> / 2009 eine neue Bezirkssportanlage<br />

gebaut werden. aufgrund einer<br />

Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> werden dabei die außenanlagen<br />

und die Sporthalle in einem Zug errichtet.<br />

Der frühere Eiskunstlauf-Star Marika Kilius (l.) und Stadtrat Uwe Becker<br />

(<strong>CDU</strong>) drehen <strong>am</strong> 19. Dezember <strong>2006</strong> eine Runde auf <strong>der</strong> Eisfläche<br />

<strong>der</strong> Eissporthalle in <strong>Frankfurt</strong>. Vor 25 Jahren wurde die Halle eingeweiht<br />

und schon d<strong>am</strong>als war Marika Kilius dabei.<br />

Gute Sportanlagen sind eine Voraussetzung für den Breitensport.<br />

sanieRung Von spoRthallen<br />

aber auch die Sporthallen kommen nicht zu kurz. So<br />

wurden 2007 die neuen Umklei<strong>der</strong>äume für den<br />

außenring <strong>der</strong> Eissporthalle fertig gestellt. Für die<br />

bevorstehende Sanierung <strong>der</strong> Sport- und kulturhalle<br />

Unterlie<strong>der</strong>bach hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung<br />

in auftrag gegeben, um<br />

unter Einbeziehung <strong>der</strong> künftig zu erwartenden Betriebskosten<br />

die Vollkosten einer Sanierung o<strong>der</strong><br />

eines neubaus einan<strong>der</strong> gegenüberstellen und über<br />

die günstigste Variante entscheiden zu können.<br />

VeReinsföRdeRung<br />

neben guten städtischen Sportanlagen ist die Vereinsför<strong>der</strong>ung<br />

ein weiteres wichtiges Standbein zur Unterstützung<br />

des <strong>Frankfurt</strong>er Sports. Beson<strong>der</strong>es augenmerk<br />

verdient dabei die Jugendarbeit <strong>der</strong> Vereine. Im<br />

Jahr 2007 wurde daher auf Initiative <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

die Pro-kopf-För<strong>der</strong>ung für jedes jugendliche Vereinsmitglied<br />

von 10 auf 16 Euro erhöht, weitere 2 Euro pro<br />

Jugendlichen fließen in einen Härtefonds, um die den<br />

Jugendmannschaften entstehenden kosten für die nutzung<br />

städtischer Sportanlagen in beson<strong>der</strong>en Fällen<br />

ausgleichen zu können. Insges<strong>am</strong>t wird d<strong>am</strong>it die Pauschalför<strong>der</strong>ung<br />

für jugendliche Vereinsmitglie<strong>der</strong> um<br />

360.000 Euro auf 787.000 Euro erhöht. ab dem Jahr<br />

<strong>2008</strong> soll die Mindestzahl an jugendlichen Vereinsmitglie<strong>der</strong>n,<br />

ab <strong>der</strong> die Pauschalför<strong>der</strong>ung gezahlt wird,<br />

von 20 auf 10 gesenkt werden. Ebenfalls ab <strong>2008</strong> wird<br />

<strong>der</strong> städtische Zuschuss für den Unterhalt vereinseigener<br />

Sportstätten um 10 Prozent, also 95.000 Euro auf<br />

71<br />

spoRt


72<br />

1,041 Millionen Euro erhöht. Da die Energiekosten zunehmend<br />

zu einem die Vereine bis an die Grenze ihrer finanziellen<br />

Leistungsfähigkeit belastenden Faktor beim Betrieb<br />

von Sportanlagen werden, wird <strong>der</strong>zeit ein För<strong>der</strong>progr<strong>am</strong>m<br />

für erneuerbare Energien und zur Energieeinsparung<br />

bei vereinseigenen Sportanlagen erstellt. Bei Umkleide-<br />

und Funktionsgebäuden städtischer Sportstätten<br />

sollen ebenfalls Energieeinsparmaßnahmen umgesetzt<br />

und sinnvolle solarthermische anlagen errichtet werden.<br />

bädeRKonzept 200 –<br />

leitlinien 2010<br />

Mit drei Erlebnisbä<strong>der</strong>n, zwei Hallenbä<strong>der</strong>n, einem<br />

kombiniertes Hallen- und Freibad und sechs Freibä<strong>der</strong>n<br />

unterhält die Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> über die<br />

Bä<strong>der</strong>betriebe (BBF) eine Schwimmbadlandschaft, die<br />

kaum Wünsche offen läst. Dazu kommt noch ein nur<br />

für Vereinsmitglie<strong>der</strong> zugängliches Hallenbad, das öffentlich<br />

geför<strong>der</strong>t wird. Während an<strong>der</strong>swo <strong>der</strong> hohen<br />

kosten wegen Schwimmbä<strong>der</strong> geschlossen werden<br />

mussten, wurde die <strong>Frankfurt</strong>er Bä<strong>der</strong>landschaft nicht<br />

nur erhalten, son<strong>der</strong>n durch Sanierungen (z. B. Grundsanierung<br />

Brentanobad, Titus-Thermen; Sanierung<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Saunen Panor<strong>am</strong>abad Bornheim und riedbad Bergen-<br />

Enkheim) sogar qualitativ ausgebaut. Möglich wurde<br />

dies durch ein „Bä<strong>der</strong>konzept 2004 – Leitlinien 2010“<br />

genanntes, noch vom Viererbündnis aus <strong>CDU</strong>, SPD,<br />

Grüne und FDP verabschiedetes konsolidierungsprogr<strong>am</strong>m,<br />

das durch kostensenkungen bei <strong>der</strong> Betriebsführung<br />

und Einnahmeverbesserungen durch anpassungen<br />

<strong>der</strong> Eintrittspreise den Zuschussbedarf von<br />

24 Millionen Euro im Jahr 2003 auf 19 Millionen Euro<br />

im Jahr 2007 verringern konnte. Infolge <strong>der</strong> Umsetzung<br />

dieses konzeptes wurden ab <strong>2008</strong> die Eintrittspreise<br />

angehoben und die Struktur <strong>der</strong> Dauerkarten<br />

(Monats- statt Jahreskarte) geän<strong>der</strong>t. Mithilfe dieses<br />

Beitrags zur weiteren Verbesserung <strong>der</strong> Wirtschaftlichkeit<br />

kann die vielfältige Bä<strong>der</strong>landschaft bei weiterhin<br />

f<strong>am</strong>ilienfreundlichen und sozial ausgewogenen<br />

Preisen auch künftig erhalten und d<strong>am</strong>it eine wichtige<br />

Zielsetzung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> erreicht werden.<br />

deutsches tuRnfest 2009<br />

Im Jahr 2009 wird <strong>Frankfurt</strong> Gastgeberin für das Internationale<br />

Deutsche Turnfest sein. Zu diesem Fest des<br />

Spitzen- wie des Breitensports gleichermaßen werden<br />

Reger Betrieb herrschte auch im Sommer 2007 wie<strong>der</strong> im Freibad Hausen. Mit dem Bä<strong>der</strong>konzept können alle <strong>Frankfurt</strong>er Freibä<strong>der</strong> erhalten<br />

werden.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Fans <strong>der</strong> deutschen Fußball-Nationalmannschaft <strong>der</strong> Frauen jubeln <strong>am</strong> 1. Oktober 2007 auf dem Römerberg in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> den Spielerinnen<br />

zu. Die DFB-Elf hatte <strong>am</strong> Vortag im Finale <strong>der</strong> Fußball-Weltmeisterschaft in Shanghai Brasilien mit 2:0 geschlagen.<br />

65.000 Teilnehmer und 100.000 Besucher erwartet.<br />

Veranstaltungsorte werden das Messegelände, die Ballsporthalle<br />

Höchst, die Eissporthalle, das Sport- und<br />

Freizeitzentrum kalbach, das rebstockgelände und <strong>der</strong><br />

Sportpark Waldstadion mit <strong>der</strong> Commerzbank-arena<br />

sein. Derzeit laufen die organisatorischen Vorbereitungen<br />

und die notwendigen arbeiten zur Herstellung<br />

<strong>der</strong> Sportanlagen auf Hochtouren, um die Welt einmal<br />

mehr von <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit und Gastfreundlichkeit<br />

<strong>Frankfurt</strong>s zu überzeugen.<br />

fRauenfussball­wm 2011<br />

<strong>Frankfurt</strong> hat sich frühzeitig als Spielort für die in<br />

Deutschland stattfindende Frauenfußball-WM 2011 beworben.<br />

Dabei ist <strong>Frankfurt</strong> chancenreich als Sitz für<br />

das Hauptquartier und als austragungsort des Endspiels.<br />

Die phantastische Commerzbank-arena, die<br />

perfekte organisation und überwältigende Stimmung<br />

während <strong>der</strong> Fußball-WM <strong>2008</strong> sollten für <strong>Frankfurt</strong><br />

sprechen. Schon heute wird an einem Begleitprogr<strong>am</strong>m<br />

für die vielen Fans gearbeitet, welche die Fußballspiele<br />

in <strong>der</strong> öffentlichkeit beim „Public Viewing“<br />

erleben wollen.<br />

<strong>am</strong>eRican football<br />

Zu unserem großen Bedauern hat <strong>der</strong> Veranstalter <strong>der</strong><br />

nFL Europa 2007 die Einstellung des Spielbetriebs beschlossen,<br />

das Te<strong>am</strong> <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong> Galaxy wurde aufgelöst.<br />

D<strong>am</strong>it verliert <strong>Frankfurt</strong> als Hochburg des <strong>am</strong>erican<br />

Football in Deutschland und verlieren vor allen<br />

Dingen die vielen Fans eine sportliche attraktion, die<br />

Zehntausende von begeisterten Zuschauern zu Power-<br />

Party und Spiel in die Commerzbank-arena gelockt hat.<br />

Um auch weiterhin den Fans des <strong>am</strong>erican Football in<br />

<strong>Frankfurt</strong> guten Sport anbieten zu können, ist es Sportdezernentin<br />

Dr. Daniela Birkenfeld gelungen, die Endspiele<br />

<strong>der</strong> German Football League <strong>der</strong> Jahre <strong>2008</strong> – 2010<br />

in die Commerzbank-arena zu holen.<br />

multifunKtionsaRena<br />

Der Sportpark Waldstadion ist nicht nur Standort <strong>der</strong><br />

Commerzbank-arena, son<strong>der</strong>n umfasst neben Trainingsplätzen<br />

und <strong>der</strong> Wintersporthalle noch die Tennisanlage<br />

und das Stadionbad. Das Gelände soll mit <strong>der</strong><br />

ansiedlung weiterer Sport- und Freizeitnutzungen weiterentwickelt<br />

werden. Gegenwärtig hat eine Projektentwicklungsgesellschaft<br />

Interesse an dem Bau einer<br />

Multifunktionsarena mit einer kapazität von 12.500 Zuschauern<br />

auf dem areal <strong>der</strong> ehemaligen radrennbahn<br />

im Sportpark. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt das Vorha-<br />

7<br />

spoRt


7<br />

ben, das eine in <strong>Frankfurt</strong> vorhandene angebotslücke<br />

bei Sport- und Veranstaltungsstätten dieser Größenordnung<br />

schließt. Voraussetzung für unsere Zustimmung<br />

ist allerdings, dass die Stadt sich an diesem Projekt<br />

nicht direkt o<strong>der</strong> indirekt wirtschaftlich beteiligen<br />

wird. Um neuer europäischer rechtsprechung zu genügen,<br />

ist die Vergabe des Grundstücks in Erbpacht zum<br />

Bau und Betrieb einer Multifunktionsarena <strong>der</strong>zeit<br />

öffentlich ausgeschrieben.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Blick in die Zukunft: Computersimulation einer Multifunktionshalle<br />

„Rhein <strong>Main</strong> Arena“


umwelt


76<br />

Markus Frank,<br />

Umweltpolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

stäDtIsChe UMwelt sIChern<br />

gRünanlagen und<br />

naheRholungsflächen<br />

<strong>Frankfurt</strong> ist die Stadt <strong>der</strong> Grünanlagen und anziehenden<br />

naherholungsflächen, ein Umstand, <strong>der</strong> von<br />

den Bürgern geschätzt wird und viel zur positiven Bewertung<br />

<strong>der</strong> Lebensqualität unserer Stadt beiträgt. Die<br />

ausweitung und Erhaltung <strong>der</strong> Grünflächen in gutem<br />

Zustand ist ein Markenzeichen <strong>der</strong> Politik <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<br />

<strong>Fraktion</strong>. nach <strong>der</strong> abgeschlossenen Überarbeitung <strong>der</strong><br />

innerstädtischen <strong>Main</strong>ufer, des <strong>Main</strong>uferparks, sind nun<br />

beispielhaft zu nennen die Sanierungen des Tiefgartens<br />

<strong>der</strong> Eschenheimer anlage, <strong>der</strong> Wege im Günthersburgpark<br />

und des Weihers im Stadtpark Höchst. Die Instandsetzung<br />

des Volksparks niddatal, des Chinesischen Gartens<br />

im Bethmannpark, des Brentanoparks und des<br />

Weihers in <strong>der</strong> obermainanlage haben begonnen. nicht<br />

zuletzt durch die neubaugebiete erweitern sich die zu<br />

pflegenden Grün- und Freizeitflächen um mehrere<br />

100.000 Quadratmeter.<br />

Die Finanzausstattung <strong>der</strong> Grünflächenpflege wurde<br />

daher im Haushalt für das Jahr 2007 um 800.000 Euro<br />

erhöht, denn nur gepflegte anlagen haben den gewünschten<br />

Erholungswert. Und auch <strong>der</strong> Haushalt <strong>2008</strong><br />

setzt diesen Trend fort: Das Progr<strong>am</strong>m Grüne räume<br />

zur Verbesserung und Sanierung des Stadtgrüns wird<br />

um 1,5 Millionen auf 2,5 Millionen Euro aufgestockt, um<br />

d<strong>am</strong>it z. B. den Holzhausenpark umzugestalten. Dabei<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

attraktive und gepflegte Grünanlagen und naherholungsgebiete, kin<strong>der</strong>spielplätze, ein sauberes<br />

Stadtbild, gute Luftqualität, klimaschutz und eine die natürlichen Lebensgrundlagen bewahrende<br />

Energieversorgung: auch in <strong>Frankfurt</strong> überspannt Umweltpolitik einen vielfältigen Themenbereich,<br />

<strong>der</strong> auf städtischer Ebene weniger theoretisch aufgebaut ist, son<strong>der</strong>n nach praktischen antworten<br />

verlangt. Direkt o<strong>der</strong> indirekt steht immer das Wohlbefinden <strong>der</strong> Bevölkerung im Mittelpunkt.<br />

Der „Chinesische Garten“ mit B<strong>am</strong>bus-Garten, Wasserpavillon, Lotosfels<br />

u. a. wurde 1989 in den Bethmannpark im Nordend integriert.<br />

findet auch die Instandhaltung und neuanlage von<br />

kin<strong>der</strong>spielplätzen, ein wichtiger Mosaikstein in <strong>der</strong><br />

Wertschätzung <strong>Frankfurt</strong>s als F<strong>am</strong>ilienstadt, hohe Beachtung.<br />

Zu nennen sind die Grundüberholung des<br />

Spielplatzes Glauburgplatz, die neugestaltung <strong>der</strong><br />

Waldspielparks Goetheturm und Heinrich-kraft-Park<br />

und die neuanlage des kin<strong>der</strong>spielplatzes an <strong>der</strong> Weseler<br />

Werft. Im Haushalt <strong>2008</strong> werden die Mittel für<br />

Grundüberholung und neuanlage von Spielplätzen von<br />

1,1 auf 1,5 Millionen Euro erhöht.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Konzept füR den hauptfRiedhof<br />

In vielen <strong>Frankfurt</strong>er Grünanlagen ist die Geschichte<br />

und kultur <strong>der</strong> Stadt gegenwärtig. Für kaum einen ort<br />

trifft dies mehr zu als auf den 1828 gegründeten Hauptfriedhof.<br />

Die Grabstätten bedeuten<strong>der</strong> Persönlichkeiten<br />

und F<strong>am</strong>ilien spiegeln die Traditionen <strong>der</strong> Stadt, das<br />

künstlerische und kulturelle Empfinden <strong>der</strong> verschiedenen<br />

Epochen wie<strong>der</strong> und sind von hohem kulturhistorischem<br />

Wert. Lei<strong>der</strong> ist <strong>der</strong> Hauptfriedhof immer wie<strong>der</strong><br />

Ziel von Vandalismus. Um diesem Zustand zu<br />

begegnen, will die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> den Hauptfriedhof als<br />

identitätsstiftende Stätte <strong>Frankfurt</strong>er Geschichte und<br />

religiöser Trauerkultur im Bewusstsein <strong>der</strong> Bevölkerung<br />

wie<strong>der</strong> stärker verankern und dazu unter Hervorhebung<br />

seiner Beson<strong>der</strong>heiten besser erlebbar machen. Verstärkte<br />

Sicherungsmaßnahmen sollen dies ergänzen.<br />

restaurierung und Pflege erhaltenswerter Grabstätten,<br />

verstärkte Werbung für Patenschaften für künstlerisch<br />

und historisch wertvolle Grabmale, ausgeschil<strong>der</strong>te<br />

rundgänge zur Grabstätten bedeuten<strong>der</strong> Persönlichkeiten<br />

und F<strong>am</strong>ilien, eine ausstellung zur Geschichte<br />

und kultur des Hauptfriedhofs und eine stärkere Präsenz<br />

von Polizei und Wachdiensten sind inhaltliche<br />

Schwerpunkte einer entsprechenden Initiative. als kleine,<br />

aber wichtige Einzelheit ist zu erwähnen: Das zus<strong>am</strong>men<br />

mit <strong>der</strong> Genossenschaft <strong>der</strong> Friedhofsgärtner<br />

seit april 2007 eingeführte Friedhofstaxi, das gehbehin<strong>der</strong>te<br />

Besucher zu ihren Zielen auf dem Gelände fährt,<br />

erfreut sich großer Beliebtheit.<br />

Klimaschutz<br />

Der Schutz unserer Umwelt, die Vermin<strong>der</strong>ung des klimawandels<br />

und <strong>der</strong> Umgang mit diesem erfor<strong>der</strong>n<br />

wohlüberlegte Maßnahmen auf örtlicher Ebene. Energiesparen<br />

und <strong>der</strong> Einsatz umweltfreundlicher Energie,<br />

die reduzierung des Energieverbrauchs <strong>der</strong> Stadt um<br />

jährlich ein Prozent und die Senkung <strong>der</strong> kohlendioxid-<br />

Emissionen um 10 Prozent in einem Zeitraum von fünf<br />

Jahren sind Ziele, die mit Maßnahmen umgesetzt werden,<br />

die <strong>Frankfurt</strong> zu einem Vorreiter im klimaschutz<br />

machen: Energieversorgung <strong>der</strong> städtischen Liegenschaften<br />

zu jeweils 50 Prozent aus ökostrom und Strom<br />

aus Blockheizkraftwerken <strong>der</strong> <strong>Main</strong>ova; nutzung von<br />

Erdwärme beim neuen ordnungs<strong>am</strong>t in <strong>der</strong> kleyerstraße;<br />

Passivhausstandard o<strong>der</strong> die Zielvorgabe von<br />

Das offizielle „Friedhofstaxi“ des Hauptfriedhofes. Das mit einem <strong>der</strong><br />

Pietät angemessenen leisen Elektromotor angetriebene Gefährt soll<br />

vor allem Senioren den Weg zum Grab von Freunden und Verwandten<br />

erleichtern. Auf dem 80 Hektar großen Areal ist <strong>der</strong> „Gräber-Shuttle“<br />

täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr im Einsatz.<br />

30 Prozent Unterschreitung <strong>der</strong> Vorgaben <strong>der</strong> Energieeinsparverordnung<br />

beim neubau städtischer Gebäude<br />

(z. B. Grundschule riedberg); Vorgabe von Passivbauweise<br />

in neubaugebieten durch städtebauliche Verträge<br />

(siehe auch abschnitt „Planung“); Getreideheizung<br />

bei einem sanierten Wohnhaus <strong>der</strong> aBG-Holding im<br />

rie<strong>der</strong>wald; unentgeltliche nutzung von Dächern städtischer<br />

Gebäude für Solaranlagen; Energieberatung für<br />

Mieter und Hauseigentümer sowie die aufstellung<br />

eines Heizspiegels.<br />

FoLGEnDE ProJEkTE UnD MaSSnaHMEn ILLUS-<br />

TrIErEn WEITErE UMWELTPoLITISCHE InITIaTI-<br />

VEn DEr <strong>CDU</strong>-FrakTIon:<br />

p Um die Luftqualität zu verbessern und die Grenzwerte<br />

<strong>der</strong> Feinstaubbelastung einhalten zu können,<br />

werden die im aktionsplan des Landes Hessens beschlossenen<br />

Maßnahmen umgesetzt: Pförtner<strong>am</strong>peln,<br />

Fahrverbot für Lkw, Einsatz umweltfreundlicher<br />

Busse. Die Bedingungen für die ausweisung<br />

einer Umweltzone werden gemeins<strong>am</strong> mit dem Land<br />

untersucht. Die Dieselfahrzeuge des städtischen<br />

Fuhrparks werden mit rußpartikelfiltern nachgerüstet.<br />

In Sindlingen wurde auf unsere Initiative vom<br />

Land eine zusätzliche Luftmessstation errichtet.<br />

77<br />

umwelt


78<br />

Das Fahrverbot für Lastwagen über 3,5 Tonnen auf zwei <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Einfallstraßen ist bereits 2005 in Kraft getreten. Dadurch soll die<br />

Belastung <strong>der</strong> Luft mit gesundheitsschädlichem Feinstaub verringert<br />

werden. Vom Fahrverbot auf <strong>der</strong> Friedberger Landstraße und <strong>der</strong> benachbarten<br />

Höhenstraße ausgenommen ist <strong>der</strong> Lieferverkehr. <strong>Frankfurt</strong><br />

setzt d<strong>am</strong>it eine EU-Richtlinie zur Feinstaubbelastung um.<br />

p Landwirtschaftliche Flächen sollen erhalten und<br />

nicht mehr zur Umsetzung von ausgleichsmaßnahmen<br />

herangezogen werden. 1,5 Millionen Euro<br />

wurden eingesetzt, um im Vorgriff auf notwendigen<br />

ausgleich infolge von Baumaßnahmen größere flächenschonende<br />

Projekte vorzufinanzieren und umzusetzen<br />

(z. B. wasserbauliche Maßnahmen wie den<br />

Umbau von Wehren, aufwertungen des Stadtwalds),<br />

Der Lohrberg: Grandioser Ausblick auf die <strong>Main</strong>metropole.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

die dann ein ökopunktekonto speisen. Bauherren<br />

kaufen für den von ihnen zu leistenden ausgleich<br />

diese ökopunkte und refinanzieren d<strong>am</strong>it die Vorleistungen.<br />

p Der Beratungsgarten Lohrberg wird durch eine langjährige<br />

Verpachtung an den Verein <strong>Main</strong>ÄppelHaus<br />

Lohrberg Streuobstwiesenzentrum erhalten, <strong>der</strong><br />

Verein erhält 1,25 Personalstellen (Gärtner) finanziert.<br />

D<strong>am</strong>it wird mit geringeren kosten für die Stadt<br />

ein beliebtes und stark nachgefragtes Beratungsangebot<br />

durch einen Verein, <strong>der</strong> mit eigenen Mitteln<br />

auch erhebliche bauliche Investitionen auf dem Gelände<br />

durchführt, weitergeführt und ergänzt.<br />

p Die Sanierung des Gesellschaftshauses des Palmengartens<br />

wird 2010 abgeschlossen sein. Dabei wird<br />

<strong>der</strong> Festsaal einschließlich des gläsernen oberlichts<br />

weitestgehend originalgetreu wie<strong>der</strong>hergestellt.<br />

p Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist ständiger ansprechpartner <strong>der</strong><br />

kleingarten- und kleintierzuchtvereine und an<strong>der</strong>er<br />

im Umweltbereich tätiger Institutionen und Vereine,<br />

um ehren<strong>am</strong>tliches Engagement för<strong>der</strong>n, anstehende<br />

Fragen unbürokratisch lösen und Vereins- und<br />

städtische Belange miteinan<strong>der</strong> ausgleichen zu können.<br />

Für die För<strong>der</strong>ung investiver Maßnahmen in<br />

kleingarten- und kleintierzuchtanlagen stehen jährlich<br />

150.000 Euro zur Verfügung.


VeRKehR


80<br />

Helmut Heuser,<br />

Verkehrspolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

MIt hoher QUalItät MoBIl –<br />

Für eIne MoDerne verkehrsInFrastrUktUr<br />

zus<strong>am</strong>menwiRKen alleR<br />

VeRKehRsteilnehmeR<br />

Die Initiativen <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für ein gutes<br />

Verkehrsangebot in <strong>Frankfurt</strong> gehen von <strong>der</strong> grundsätzlichen<br />

Überzeugung aus, dass nur ein aufeinan<strong>der</strong> abge-<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Mit <strong>der</strong> Bildung <strong>der</strong> koalition aus <strong>CDU</strong> und Grünen zu Beginn <strong>der</strong> laufenden Wahlperiode hat in<br />

<strong>der</strong> Verkehrspolitik <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> eine Phase des Handelns und Umsetzens begonnen.<br />

nachdem mit <strong>der</strong> Verabschiedung des nahverkehrsplans und des Ges<strong>am</strong>tverkehrsplans im<br />

Jahr 2005 die Grundsatzentscheidungen über künftige Qualitätsstandards und über Strategien<br />

<strong>der</strong> Verkehrsplanung getroffen wurden, schließt sich jetzt die Verwirklichung <strong>der</strong> d<strong>am</strong>it verbundenen<br />

einzelnen Projekte an. Dabei ist es Zielsetzung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, die lange Zeitdauer von<br />

ersten Planungen bis zum Baubeginn deutlich zu verkürzen. Dies ist zum einen sachlich geboten,<br />

ist aber auch notwendig, um das Vertrauen <strong>der</strong> Bürger in den Handlungswillen und die Handlungsfähigkeit<br />

von Politik zu stärken. Das neu eingerichtete eigenständige Verkehrsdezernat soll<br />

Verfahren beschleunigen.<br />

Umsteigen: Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> will mehr Pendler für den ÖPNV gewinnen.<br />

stimmtes Zus<strong>am</strong>menwirken aller Verkehrsbereiche –<br />

autoverkehr, öffentlicher Personennahverkehr (öPnV),<br />

radverkehr und Fußgängerverkehr – Erfolg bringen<br />

wird. Es sind die ansprüche aller Verkehrsteilnehmer,<br />

die Mobilitätsbedürfnisse <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er, <strong>der</strong> Einpendler<br />

und des Wirtschaftsverkehrs aufzugreifen und in Lösungen<br />

zu überführen, welche <strong>der</strong> Lebensqualität <strong>der</strong><br />

Wohnbevölkerung, <strong>der</strong> wirtschaftliche Prosperität und<br />

dem Umweltschutz gerecht werden. kapazität und Bauzustand<br />

des Straßensystems müssen einen flüssigen<br />

autoverkehr zulassen, die Verkehrsanteile des öPnV<br />

und radverkehr müssen zur Entlastung des flächenmäßig<br />

begrenzten <strong>Frankfurt</strong>er Straßennetzes, aber auch<br />

wegen ihrer eigenständigen Bedeutung für die Mobilität<br />

<strong>der</strong> Bevölkerung steigen, Fußgänger müssen günstige<br />

Bedingungen vorfinden. Eine beson<strong>der</strong>e Bedeutung<br />

kommt dem Vorhaben zu, das städtische wie auch das<br />

regionale öPnV-angebot so zu verstärken, dass es von<br />

mehr Pendlern genutzt wird. Ehrgeiziges Ziel ist, den<br />

anteil <strong>der</strong> den öPnV benutzenden Pendler von 18 auf<br />

25 – 30 Prozent zu steigern.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

ausschReibung deR<br />

buslinienbündel<br />

auch in <strong>der</strong> Verkehrspolitik gilt, die vorhandenen finanziellen<br />

Mittel so effizient wie möglich einzusetzen, um<br />

ein Höchstmaß an Leistungen für die Bevölkerung zu<br />

erzielen. als überzeugte Befürworter <strong>der</strong> Sozialen<br />

Marktwirtschaft wissen wir, dass ein Wettbewerb unter<br />

genau definierten Bedingungen die verlässlichste auswahlgrundlage<br />

für wirtschaftlich sinnvolles Handeln,<br />

für eine realistische Preisbildung und gute Leistungsqualität<br />

bietet. Wir haben daher das <strong>Frankfurt</strong>er Busnetz<br />

in fünf Buslinienbündel unterteilt und die Bedienung<br />

von vier dieser Bündel ausgeschrieben. Die<br />

Ergebnisse <strong>der</strong> bisher abgeschlossenen drei ausschreibungen<br />

sind überragend: Die kosten für den Buskilometer<br />

sind um 20 – 25 Prozent gefallen, die Qualität <strong>der</strong><br />

Leistung und <strong>der</strong> komfort für die Fahrgäste sind, belegt<br />

durch Fahrgastbefragungen, gestiegen. Die Senkung<br />

<strong>der</strong> spezifischen kosten haben wir dazu genutzt, das<br />

Busangebot, aber auch das angebot von Straßenbahnen<br />

und U-Bahnen in <strong>Frankfurt</strong> weiter zu verbessern und zusätzliche<br />

Linien und Taktverdichtungen einzurichten<br />

(z. B. Quartiersbus Eschersheim, Buskonzept <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Westen, Verlängerung Buslinie 72 (früher 67)<br />

zum Bahnhof rödelheim). Im Vergleich zu 2001 ist die<br />

anzahl jährlich gefahrener Buskilometer um zusätzlich<br />

1,6 Millionen angestiegen, gleichzeitig ist <strong>der</strong> jährliche<br />

Zuschussbedarf für die Busse im Jahr 2007 von prognostizierten<br />

11 Millionen auf 0,7 Millionen Euro zurückgegangen.<br />

Mehr Leistung für weniger Geld: Das muss<br />

den Bürger freuen.<br />

Lei<strong>der</strong> müssen wir zur kenntnis nehmen, dass das städtische<br />

Unternehmen VGF bzw. <strong>der</strong>en Tochtergesellschaft<br />

ICB trotz erheblicher restrukturierungserfolge<br />

und gewonnener ausschreibung für eines <strong>der</strong> Buslinienbündel<br />

<strong>der</strong>zeit noch nicht in <strong>der</strong> Lage ist, durchgängig<br />

marktfähige angebote zu machen. Um dem Unternehmen<br />

und insbeson<strong>der</strong>e den Mitarbeitern eine<br />

Perspektive im Busverkehr zu geben, haben wir beschlossen,<br />

die Entscheidung über eine ausschreibung<br />

des letzten Buslinienbündels erst im Jahr 2009 zu treffen.<br />

Bis dahin erhalten VGF / ICB Zeit, durch weitere<br />

restrukturierungen Marktpreisniveau zu erreichen. Ist<br />

dies erfolgreich, wollen wir an die VGF / ICB dieses<br />

Bündel direkt vergeben, so dass diese dann insges<strong>am</strong>t<br />

ca. 40 Prozent des ges<strong>am</strong>ten Busverkehrs in <strong>Frankfurt</strong><br />

fahren würden.<br />

81<br />

VeRKehR


82<br />

wichtige VeRKehRspRoJeKte im<br />

übeRblicK<br />

nachfolgend sind beispielhaft wichtige Projekte und<br />

Vorhaben beschrieben, die die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> zugunsten<br />

eines guten Verkehrsangebotes in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

vorantreibt:<br />

p Das neubaugebiet <strong>Frankfurt</strong>er Bogen in Preungesheim<br />

wird durch eine Straßenbahn erschlossen. Die<br />

Bau- und Finanzierungsvorlage <strong>der</strong> künftigen Linie<br />

18 wurde im Sommer 2007 beschlossen, Baubeginn<br />

wird im Frühjahr <strong>2008</strong> sein.<br />

p Das neubaugebiet riedberg wird durch zwei Stadtbahnlinien<br />

erschlossen. Die künftige U8 wird vom<br />

riedberg über Hauptwache zum Südbahnhof fahren,<br />

die künftige U9 von nie<strong>der</strong>-Eschbach über riedberg<br />

und nordwestzentrum nach Ginnheim, so dass alle<br />

7,5 Minuten ein Zug über den riedberg verkehrt. Im<br />

Dezember 2007 hat das Land Hessen den vorläufigen<br />

Zuwendungsbescheid erteilt, im Frühjahr <strong>2008</strong><br />

wird Baubeginn sein.<br />

p In <strong>der</strong> Stresemannallee wird eine Straßenbahntrasse<br />

gebaut, die eine Straßenbahnverbindung von neu-<br />

Isenburg über Sachsenhausen bis zum Hauptbahnhof<br />

herstellt und Teil einer künftigen ringlinie bildet.<br />

Der im Grünstreifen <strong>der</strong> Stresemannallee<br />

befindliche abenteuerspielplatz bleibt in seiner Lage<br />

verschoben erhalten. Die Vorplanung wird im Jahr<br />

<strong>2008</strong> vorliegen.<br />

p Der dem Flughafen benachbarte neue Büro- und<br />

Dienstleistungsstandort Gateway Gardens wird über<br />

eine S-Bahn-Verbindung an den öPnV angeschlossen.<br />

Der Grundsatzbeschluss einschließlich Trassenvariante<br />

wurde im oktober 2007 beschlossen.<br />

p Die Pünktlichkeitsgarantie für nutzer <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Busse, Straßen- und U-Bahnen ist beschlossene<br />

Sache: ab april <strong>2008</strong> erhalten die Fahrgäste bei mehr<br />

als 10-minütiger Verspätung ihr Fahrgeld erstattet.<br />

p Im Jahr <strong>2006</strong> wurden in sieben unterirdischen<br />

U-BahnStationen (z. B. Hauptwache, konstablerwache)<br />

Videoüberwachung und notrufsäulen eingerichtet<br />

und bei <strong>der</strong> VGF eine Sicherheits und Servicezentrale<br />

in Betrieb genommen; <strong>2008</strong> werden die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

restlichen 19 unterirdischen Stationen mit Sicherheitstechnik<br />

nachgerüstet, oberirdische Stationen<br />

werden folgen.<br />

p Barrierefreier ausbau <strong>der</strong> Bus-, Straßenbahn- und<br />

Stadtbahnhaltestellen, 2007 z. B. kalbach, nie<strong>der</strong>-<br />

Eschbach, Birmingh<strong>am</strong>straße, Dieselstraße. Die Planung<br />

zum Bau eines aufzuges in <strong>der</strong> U-Bahn-Station<br />

alte oper wurde beschlossen, Baubeginn ist im<br />

Frühjahr <strong>2008</strong>.<br />

p Um die Bedingungen für Fahrradfahrer weiter zu<br />

verbessern, wurde die Baureifplanung zahlreicher<br />

Fahrradrouten fertig gestellt, <strong>der</strong>en Umsetzung<br />

<strong>2008</strong> beginnt: z. B. ostparallele Eschersheimer Landstraße,<br />

Weißkirchen / Ernst-kahn-Straße.<br />

Radrouten werden ausgebaut.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Auch die Bedingungen für Fußgänger sollen in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> verbessert werden.<br />

p Mit Verkehrssicherheitswochen und gezieltem Einschreiten<br />

von Stadtpolizei und den kräften <strong>der</strong> Verkehrsüberwachung<br />

wird gegen Fehlverhalten von<br />

Verkehrsteilnehmern vorgegangen. Insbeson<strong>der</strong>e<br />

Fahrrad-rowdys, die Fußgängerwege und -zonen<br />

unsicher machen, stehen im Blickpunkt.<br />

p 2007 wurde das Personal für die Verkehrsüberwachung<br />

zusätzlich um 50 Leiharbeitskräfte verstärkt.<br />

D<strong>am</strong>it können die kontrollen gegen zugeparkte<br />

Gehwege und das Fehlverhalten von radfahrern verstärkt<br />

und auch wie<strong>der</strong> zusätzliche Bewohnerparkzonen<br />

ausgewiesen werden. Im november 2007<br />

wurde <strong>am</strong> Industriehof und im april <strong>2008</strong> wird in <strong>der</strong><br />

adolf-Miersch-Siedlung in nie<strong>der</strong>rad das Bewohnerparken<br />

eingeführt.<br />

p Um die Parkplatzsituation für anwohner zu verbessern,<br />

wird seit 2007 <strong>am</strong> rosengärtchen (Im Prüfling)<br />

in Bornheim eine Quartiersgarage gebaut. Der<br />

Grundsatzbeschluss für eine Quartiersgarage unter<br />

dem Schulhof <strong>der</strong> Glauburgschule im nordend wird<br />

im Frühjahr <strong>2008</strong> getroffen.<br />

p Die Planungen zur realisierung <strong>der</strong> ortsumfahrung<br />

Praunheim bis zur Dillenburger Straße laufen auf<br />

Hochtouren, weitere Planungsmittel sind im Haushalt<br />

<strong>2008</strong> vorhanden.<br />

p Dem aufschwung des <strong>Frankfurt</strong>er ostens entlang<br />

<strong>der</strong> Hanauer Landstraße wird mit einer stark verbesserten<br />

Verkehrsinfrastruktur rechnung getragen:<br />

die Vorplanungen z. B. zum Umbau von Sonnemannstraße,<br />

oskar-von-Miller-Straße und osthafenplatz<br />

wurden beschlossen. Der Planungsauftrag für die<br />

<strong>Main</strong>brücke-ost wurde vergeben. Insges<strong>am</strong>t werden<br />

75 Millionen Euro investiert.<br />

p Straßensanierungen und -neubauten: z. B. rat-Beil-<br />

Straße (<strong>2006</strong>), Silostraße (seit november 2007),<br />

Theatertunnel (seit Juli 2007), Leunastraße (Fertigstellung<br />

2007).<br />

Durch das Projekt „Quartiersgarage“ soll <strong>der</strong> Parkdruck in den<br />

innenstadtnahen Wohnstraßen verringert werden.<br />

8<br />

VeRKehR


8<br />

p kreisverkehre erleben bundesweit eine Wie<strong>der</strong>geburt.<br />

richtig ausgeführt, ermöglichen einstreifige<br />

kreisverkehre bei einem Verkehrsaufkommen von<br />

bis zu 25.000 kfz/h gegenüber <strong>am</strong>pelgeregelten<br />

knotenpunkten oftmals einen flüssigeren Verkehr<br />

und bieten Vorteile für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer<br />

und bei <strong>der</strong> Gestaltung des Straßenraums.<br />

auch <strong>Frankfurt</strong> nutzt die Vorteile von Verkehrskreiseln.<br />

In Schwanheim wurde <strong>2006</strong> <strong>der</strong><br />

kreisel an <strong>der</strong> kreuzung rheinland- und Martinskirchstraße<br />

gebaut. Es wurden Vorplanungen für<br />

kreisverkehre in Bergen-Enkheim (Vilbeler Landstraße<br />

/ Victor-Slotosch-Straße / Barbarossastraße)<br />

und Sossenheim (Dunantring / kurmainzer Straße /<br />

Sossenheimer Weg) aufgestellt und bei den Beratungen<br />

für den Haushalt <strong>2008</strong> 70.000 Euro für die<br />

Baureifplanung des kreisels an <strong>der</strong> Vilbeler Landstraße<br />

eingestellt.<br />

p Mit dem Planfeststellungsbeschluss für den rie<strong>der</strong>waldtunnel<br />

und dem begonnenen ausbau <strong>der</strong> a661<br />

(ostumgehung) werden wichtige Voraussetzungen<br />

geschaffen, um innerstädtische Stadtteile von<br />

Durchgangsverkehr zu entlasten. So werden beispielsweise<br />

auf den Straßen <strong>am</strong> Erlenbruch, Höhenstraße,<br />

Wittelsbacherallee und Hanauer Landstraße<br />

(östlich ratsweg) Tausende von Fahrzeugen<br />

weniger fahren. D<strong>am</strong>it kann die Erfolgsgeschichte<br />

<strong>der</strong> ostumgehung fortgeschrieben werden, die<br />

nach ihrer Eröffnung im Jahr 1995, belegt durch<br />

Vorher-/nachher-Zählungen, zu einer deutlichen<br />

Verkehrsentlastung innerstädtischer Straßen geführt<br />

hat.<br />

p Die mit dem rie<strong>der</strong>waldtunnel und dem ausbau <strong>der</strong><br />

ostumgehung unstrittig verbundenen auswirkungen<br />

auf die entlang <strong>der</strong> Trasse wohnende<br />

Bevölkerung sollen vermin<strong>der</strong>t werden. Zusätzlich<br />

zu dem planfestgestellten Lärmschutz sind daher<br />

weitere Lärmschutzvorkehrungen notwendig. auch<br />

wenn die Verantwortung dafür zuallererst beim<br />

Bund liegt, wurde <strong>der</strong> Beschluss gefasst, an <strong>der</strong><br />

a 661 den Lärmschutz für Bornheim durch eine weitere<br />

Lärmschutzwand zu verbessern und sich dabei<br />

wenn nötig auch mit städtischen Mitteln zu engagieren.<br />

Für die Planung von zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen<br />

wurden daher 300.000 Euro in<br />

den Haushalt <strong>2008</strong> eingestellt.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

auch mit dem Haushalt für das Jahr <strong>2008</strong> wird das<br />

Handeln und Umsetzen fortgesetzt: Es sind 118 Millionen<br />

Euro für Investitionen im Verkehr vorgesehen.


VeRwaltung


86<br />

peRsonal<br />

Günther Quirin,<br />

Verwaltungspolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

verwaltUng MoDernIsIeren<br />

Infolge <strong>der</strong> notwendigen konsolidierungen, schwerpunktmäßig<br />

beginnend mit dem Genehmigungserlass<br />

des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport<br />

für das Haushaltsjahr 2002, fasste <strong>der</strong> Magistrat 2003<br />

den Grundsatzbeschluss zur Entwicklung eines Stellenplans,<br />

<strong>der</strong> – ausgehend vom d<strong>am</strong>aligen Finanzplanungszeitraum<br />

– bis einschließlich zum Jahr 2007 grundsätzlich<br />

keine Stellenneuschaffungen, Streichung von<br />

kw-Vermerken und Erhöhung von Besetzbarkeiten<br />

vorsah.<br />

Mit Beschluss zur Stellenplanvorlage <strong>2008</strong> hat die <strong>CDU</strong>-<br />

<strong>Fraktion</strong> die von Personaldezernent Boris rhein (<strong>CDU</strong>)<br />

klug weitergeführte konsolidierung <strong>der</strong> städtischen<br />

Personalausgaben unterstützt. Einige wenige erfor<strong>der</strong>liche<br />

Stellenneuschaffungen wie im Bereich <strong>der</strong> rhein-<br />

<strong>Main</strong>-Job-Center GmbH verursachen nur geringe Mehrkosten,<br />

da die Bediensteten bereits weitestgehend<br />

beschäftigt sind, die Maßnahmen lediglich <strong>der</strong> stellenplanmäßigen<br />

Beordnung dienen und die Gehaltsaufwendungen<br />

überwiegend durch die agentur für arbeit<br />

erstattet werden. Jedoch hat die schwarz-grüne koalition<br />

<strong>2006</strong> aus Gründen <strong>der</strong> politischen Schwerpunktsetzung<br />

im Bereich frühkindliche Bildung den Magistrat<br />

beauftragt, in den kin<strong>der</strong>tagesstätten den Personalschlüssel<br />

von 1,5 auf 2 Erzieher(innen)stellen pro kin<strong>der</strong>gartengruppe<br />

unter Berücksichtigung <strong>der</strong> Betreuungs-<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Die Stadtverwaltung muss nach auffassung <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> weiter zu einem Dienstleistungsbetrieb<br />

umgebaut werden. Dazu gehört die stärkere ausrichtung auf den Bürger als „kunden“<br />

und eine effektivere Struktur von Ämtern und Behörden. angesichts knapper Mittel muss sich die<br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> auf die nachhaltige Daseinsvorsorge für die Bürger konzentrieren. Die<br />

zurzeit von den Ämtern und Eigenbetrieben wahrgenommenen aufgaben und <strong>der</strong> entsprechende<br />

Personalbestand sind deshalb daraufhin zu prüfen, ob sie diesem kernauftrag dienen.<br />

zeiten zu erhöhen. auf <strong>der</strong> Basis einer neuen<br />

Personalbemessung ergibt sich für die städtischen kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen<br />

hieraus ein zusätzlicher Bedarf<br />

von insges<strong>am</strong>t 166 Stellen, <strong>der</strong> schrittweise bis 2010<br />

realisiert werden soll.<br />

Von daher kann die Stellenplanvorlage <strong>2008</strong> als Fortsetzung<br />

<strong>der</strong> bisherigen, den konsolidierungsnotwendigkeiten<br />

folgenden letzten vier Stellenplänen <strong>der</strong> Stadtverwaltung<br />

angesehen werden, mit denen allein rund<br />

2.000 Stellen mit einem finanziellen Volumen von beinahe<br />

90 Millionen Euro pro Jahr gestrichen o<strong>der</strong> mit kw-<br />

Vermerk versehen wurden.<br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong> Stellen<br />

besetzte<br />

Stellen Beschäftigte<br />

1992 16.170 15.079 18.052<br />

<strong>2006</strong> 10.449 8.586 10.826<br />

Rückgang 5.721 6.493 7.226<br />

– 35 % – 43 % – 40 %<br />

Quelle: Dezernat IX<br />

Darüber hinaus hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die Beratung<br />

des Stellenplanes grundsätzlich mehr Transparenz beantragt<br />

(E 18 / 08). Zukünftig soll zus<strong>am</strong>men mit dem<br />

Stellenplan ein organigr<strong>am</strong>m <strong>der</strong> Dezernate und Ämter


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

vorgelegt werden, das die reale Stellenbesetzung mit<br />

aufgaben wi<strong>der</strong>spiegelt, so dass ein vollständiges Bild<br />

des organisationsaufbaus <strong>der</strong> Stadtverwaltung erkennbar<br />

wird.<br />

tRainee­pRogR<strong>am</strong>m füR den<br />

höheRen dienst<br />

nach einem gemeins<strong>am</strong>en antrag <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

und <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong> Die Grünen im römer sollen frei werdende<br />

Stellen im höheren Dienst insbeson<strong>der</strong>e im rahmen<br />

eines Traineeprogr<strong>am</strong>mes für nachwuchskräfte<br />

besetzt werden. Es können sich auch geeignete Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter des gehobenen Dienstes<br />

(Besoldungsgruppen a 12 und a 13 o<strong>der</strong> vergleichbare<br />

Entgeltgruppen gemäß TVöD) bewerben. Mit dem Progr<strong>am</strong>m<br />

soll zum einen eine nachhaltige und qualitativ<br />

hochwertige Personalentwicklung, zum an<strong>der</strong>en die Erhaltung<br />

und Weiterentwicklung des Qualitätsstandards<br />

<strong>der</strong> aufgabenerledigung <strong>der</strong> Stadtverwaltung sichergestellt<br />

werden.<br />

ausbildung bei deR<br />

stadtVeRwaltung<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht in anbetracht <strong>der</strong> immer noch<br />

angespannten Situation auf dem ausbildungsmarkt<br />

die Stadtverwaltung als eine <strong>der</strong> größten arbeitsgeberinnen<br />

<strong>der</strong> rhein-<strong>Main</strong>-region im Bewusstsein ihrer<br />

beson<strong>der</strong>en arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Verantwortung<br />

angehalten, in den nicht verwaltungsspezifischen<br />

Berufen (z. B. kaufmännische und IT-Berufe) verstärkt<br />

auszubilden. Beantragt wurde deshalb, über die<br />

bereits erfolgten Maßnahmen hinaus die ausbildungsmöglichkeiten<br />

für Berufe, die auch außerhalb des öffentlichen<br />

Dienstes gute Beschäftigungsmöglichkeiten<br />

bieten (z. B. kaufmännische und IT-Berufe), zu erweitern.<br />

Im ausbildungsjahr <strong>2008</strong> erhöht <strong>der</strong> Magistrat zudem<br />

die Zahl <strong>der</strong> ausbildungsplätze in <strong>der</strong> Stadtverwaltung<br />

bzw. den Eigenbetrieben um 35 auf 170.<br />

Einstellungsfeier 2007 für die neuen Auszubildenden <strong>der</strong> Stadtverwaltung.<br />

zentRalisieRung deR<br />

städtischen edV –<br />

pRoJeKt „net.ffm“<br />

Eine zu starke Dezentralisierung <strong>der</strong> Personalverwaltung<br />

und <strong>der</strong> Datenverarbeitung hat in <strong>der</strong> Vergangenheit<br />

zu teilweise teuren Fehlentwicklungen geführt. Die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> setzt sich aufgrund dieser Erfahrungen<br />

dafür ein, dass die Zuständigkeit für die Informationstechnik<br />

zentralisiert wird. In Verantwortung von Stadtkämmerer<br />

Horst Hemzal wurde das im Dezember <strong>2006</strong><br />

beschlossene Projekt „net.ffm“ auf den Weg gebracht.<br />

Mit diesem ist vorgesehen, dass alle IT-Systeme <strong>der</strong> Ämter<br />

und Betriebe in einer IT-Domäne integriert werden<br />

und somit auf <strong>der</strong> gleichen Betriebsplattform aufbauen.<br />

alle aufgaben, die in allen administrierungsbereichen<br />

gleichermaßen anfallen und zugleich technisch geeignet<br />

sind, werden zentralisiert, d<strong>am</strong>it sie nur noch einmal<br />

zu erledigen sind. Hierunter fallen in erster Linie<br />

alle arbeiten für den Erhalt <strong>der</strong> Systemsicherheit des<br />

netzwerkverbundes und <strong>der</strong> Pflege <strong>der</strong> PC- und Server-<br />

87<br />

VeRwaltung


88<br />

Betriebssysteme. Im Bereich <strong>der</strong> Bürosoftware und weiteren<br />

ämterübergreifend verwendeten anwendungsprogr<strong>am</strong>men<br />

werden Progr<strong>am</strong>mpakete und <strong>der</strong>en<br />

Verteilung und Pflege ebenfalls wirtschaftlich an zentraler<br />

Stelle übernommen.<br />

Durch die anmietung <strong>der</strong> Liegenschaft Zan<strong>der</strong>straße /<br />

Speicherstraße <strong>am</strong> Westhafen erhält die Stadtverwaltung<br />

zudem ein neue, aktuellen Qualitäts- und raumanfor<strong>der</strong>ungen<br />

genügende Computerzentrale, in <strong>der</strong> die<br />

<strong>der</strong>zeit noch auf drei Standorten im Stadtgebiet verteilten<br />

rechenzentren zus<strong>am</strong>mengezogen werden.<br />

stRategieplan büRgeRbeteiligung<br />

„online“<br />

aus einem zeitgemäßen Dienstleistungsangebot <strong>der</strong><br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> sind auch im Interesse einer<br />

verbesserten Bürgerbeteiligung Internetforen zu aktuellen<br />

kommunalpolitischen Themen, elektronische Meinungsumfragen<br />

ebenso wie fachspezifische online-Umfragen<br />

zur Unterstützung <strong>der</strong> Verwaltungsarbeit und<br />

regelmäßige Live-Chats mit kommunalpolitikern nicht<br />

mehr wegzudenken. Dabei geht es darum, mithilfe von<br />

online-Dialogen die Beziehungen und den Wissensaustausch<br />

zwischen Politik und Bürgern zu stärken. So können<br />

Entscheidungen demokratischer und qualifizierter<br />

getroffen werden. auf antrag <strong>der</strong> koalitionsfraktionen<br />

hat <strong>der</strong> Magistrat extern einen Strategieplan als orientierungs-<br />

und Diskussionsgrundlage zum Thema „Internet-Bürgerbeteiligung“<br />

<strong>am</strong> Beispiel einer kollegialen<br />

Verwaltungsleitung erstellen lassen, <strong>der</strong> sinnvolle Einsatzgebiete<br />

für dieses Medium, Beispiele technischer<br />

anwendungsprozesse, Beispiele aus vergleichbaren<br />

Großstädten und weitere Handlungsperspektiven sowie<br />

den Zeit- und Personalaufwand benennt.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> strebt eine Zentralisierung <strong>der</strong> städtischen<br />

Computersysteme und eine Öffnung <strong>der</strong> elektronischen Kommunikation<br />

zum Bürger an. Bereits bestehende E-Government-Anwendungen<br />

sollen ausgebaut werden.


wiRtschaft


90<br />

Nikolaus Burggraf,<br />

Wirtschaftspolitischer Sprecher <strong>der</strong><br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

Metropole IM zentrUM eUropas<br />

Im kern des Wirtschaftsgebiets <strong>Frankfurt</strong> rhein-<strong>Main</strong> entsteht in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> ein Großteil<br />

<strong>der</strong> Bruttowertschöpfung <strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten region. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sah und sieht es daher als<br />

einen Schwerpunkt ihrer politischen arbeit an, Bedingungen zu för<strong>der</strong>n, zu schaffen und zu erhalten,<br />

in denen sich <strong>der</strong> Gewerbefleiß <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Betriebe und ihrer Mitarbeiter erfolgreich<br />

entfalten kann.<br />

wiRtschaftsstandoRt stäRKen –<br />

aRbeitsplätze schaffen<br />

In <strong>der</strong> Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts<br />

<strong>Frankfurt</strong> gelten die Bemühungen zunächst<br />

den bereits ansässigen Betrieben, doch es gilt<br />

auch, ansiedlungsbereite Unternehmen von den <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Standortqualitäten zu überzeugen: Beide Gruppen<br />

trugen und tragen zur Sicherung bestehen<strong>der</strong> und<br />

Schaffung neuer arbeitsplätze bei, die in <strong>Frankfurt</strong> zu<br />

einer deutschlandweit einmaligen arbeitsplatzdichte<br />

führten.<br />

geweRbesteueR senKen<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> konnte mit dem koalitionspartner<br />

viele zurückgestellte, aber auch neue Progr<strong>am</strong>mpunkte<br />

und Maßnahmen verabreden, die sich bereits<br />

in <strong>der</strong> Umsetzung befinden. Durch die Senkung des<br />

Gewerbesteuerhebesatzes um 30 auf 460 Prozentpunkte<br />

konnte <strong>Frankfurt</strong> im bundesweiten Wettbewerb<br />

<strong>der</strong> Hebesätze die rote Laterne abgegeben. Dies<br />

entlastet auch den Mittelstand und schafft insges<strong>am</strong>t<br />

anreize und Vertrauen für Investitionen und neue arbeitsplätze.<br />

Die Senkung ist zugleich sichtbares Zeichen<br />

einer langfristig angelegten Stärkung des Wirtschaftsstandortes.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

ausbau des fRanKfuRteR<br />

flughafens<br />

Der <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen ist für die wirtschaftliche<br />

Entwicklung <strong>Frankfurt</strong>s und <strong>der</strong> ges<strong>am</strong>ten rhein-<strong>Main</strong>region,<br />

teilweise sogar über Landesgrenzen hinausreichend,<br />

von herausragen<strong>der</strong> Bedeutung. Betriebliche<br />

Erfolge im Dienstleistungssektor, aber auch im Produktionsbereich<br />

sind eng mit <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit des<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Flughafens verbunden, <strong>der</strong> nicht nur ein<br />

überragen<strong>der</strong> Standortfaktor ist, son<strong>der</strong>n sich auch zur<br />

größten hessischen arbeitsstätte entwickelt hat.<br />

Mit <strong>der</strong> Eröffnung des ersten abschnitts <strong>der</strong> a380-Werft<br />

wurde ein Meilenstein für die weitere technische und<br />

wirtschaftliche Entwicklung des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />

gesetzt. 2009 soll <strong>Frankfurt</strong> für 15 airbus a380 die Heimat-<br />

und Wartungsbasis werden, die für jedes einzelne<br />

<strong>der</strong> neuen Fluggeräte die Entstehung 400 neuer arbeitsplätzen<br />

erwarten lässt.<br />

Unter Berücksichtigung verschiedener Schutzvorkehrungen<br />

für die anlieger, eines Verzichts auf die nutzung<br />

<strong>der</strong> neuen Landebahn im nachtbetrieb und <strong>der</strong> zu erwartenden<br />

weiteren technischen Verbesserungen des<br />

Fluggeräts hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> nach sorgfältiger<br />

abwägung <strong>der</strong> Interessen dafür eingesetzt, dass die Erweiterungsplanungen<br />

des Flughafens verwirklicht und


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Dezember 2007: Der Vorstandsvorsitzende <strong>der</strong> Fraport AG, Dr. Wilhelm Ben<strong>der</strong> (l.), und die <strong>Frankfurt</strong>er Oberbürgermeisterin Petra Roth (<strong>CDU</strong>)<br />

zeigen vor <strong>der</strong> Pressekonferenz in Wiesbaden zum Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens an einem Modell, wie es<br />

sein wird, wenn <strong>der</strong> Flughafen ausgebaut ist.<br />

die internationale Stellung behauptet werden können,<br />

<strong>der</strong> Flughafen insges<strong>am</strong>t konkurrenzfähig bleibt und<br />

eine gesicherte Zukunftsperspektive hat.<br />

finanzplatz fRanKfuRt stäRKen<br />

Die Wettbewerbsfähigkeit des internationalen Finanzplatzes<br />

<strong>Frankfurt</strong> und Deutschland hängt mehr denn je<br />

von den rahmenbedingungen ab, die <strong>Frankfurt</strong> und<br />

Deutschland den Banken und Unternehmen des<br />

Finanzdienstleistungssektors zu bieten haben.<br />

Der durch kreditinstitute und an<strong>der</strong>e Finanzdienstleister<br />

geprägte Finanzplatz wird durch Präsenz, Tätigkeit<br />

und ansehen <strong>der</strong> Europäischen Zentralbank (EZB) gefestigt.<br />

Das neubauvorhaben <strong>der</strong> EZB auf dem Gelände<br />

<strong>der</strong> früheren Großmarkthalle hat die <strong>CDU</strong>- <strong>Fraktion</strong> daher<br />

nicht nur begrüßt, son<strong>der</strong>n in vielfältiger Weise<br />

auch aktiv begleitet. Mit <strong>der</strong> Einrichtung des Europäischen<br />

Versicherungsaufsichtsausschusses CEIoPS in<br />

<strong>Frankfurt</strong> wird die Bedeutung <strong>der</strong> Stadt für den Finanzsektor<br />

weiterunterstrichen. Gleichzeitig werden finanzwissenschaftliche,<br />

bankbetriebliche und finanzwirtschaftliche<br />

kompetenzzentren an den <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Hochschulen, vor allem an <strong>der</strong> Hochschule für Bankwirtschaft<br />

sowie an <strong>der</strong> Johann Wolfgang Goethe-Universität,<br />

auf- und ausgebaut, wie zum Beispiel durch das<br />

„Institute For Law and Finance“ und an<strong>der</strong>e universitäre<br />

und universitätsnahe Einrichtungen. Um die rolle des<br />

Finanzplatzes <strong>Frankfurt</strong> im internationalen Wettbewerb<br />

zu sichern, sind jedoch vor allem noch Verbesserungen<br />

<strong>der</strong> gesetzlichen und steuerrechtlichen rahmenbedingungen<br />

notwendig. Deshalb unterstützt die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

nachhaltig die vielfältigen Bemühungen <strong>der</strong> beteiligten<br />

Verkehrskreise, <strong>der</strong> Landesregierung und an<strong>der</strong>er<br />

organisationen und Institutionen zur För<strong>der</strong>ung des<br />

Finanzplatzes <strong>Frankfurt</strong> und Deutschland.<br />

Symbol des Finanzplatzes: Bulle und Bär.<br />

91<br />

wiRtschaft


92<br />

Eine große <strong>Frankfurt</strong>er Messetradition im Wandel <strong>der</strong> Zeit: Die Internationale<br />

Automobilausstellung (IAA) in ihrem ersten Jahr 1951 und<br />

im Multimedia-Format des Jahres 2007.<br />

messeplatz ausbauen<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

<strong>Frankfurt</strong> ist <strong>der</strong> drittgrößte Messeplatz <strong>der</strong> Welt und<br />

<strong>der</strong> größte in Europa. ohne die bei vielen Mitbewerbern<br />

anzutreffenden direkten und indirekten, letztlich<br />

wettbewerbsverzerrenden Subventionen hat sich die<br />

Messe <strong>Frankfurt</strong> in einem schwierigen Umfeld behauptet<br />

und sich auch international erfolgversprechend<br />

positioniert. auch <strong>am</strong> Standort <strong>Frankfurt</strong> unterstützt<br />

die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>der</strong>en Investitionspläne, um<br />

die Wettbewerbsfähigkeit und d<strong>am</strong>it die Zukunftsfähigkeit<br />

<strong>der</strong> Messe <strong>Frankfurt</strong> zu sichern.<br />

gRündeRKultuR<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> begrüßt und unterstützt vielfältige<br />

ansätze zur För<strong>der</strong>ung einer im internationalen Vergleich<br />

hierzulande schwach ausgeprägten Unternehmer-<br />

und Grün<strong>der</strong>kultur. auch hier haben die k<strong>am</strong>mern,<br />

aber auch private Träger Erfolge erzielt. In<br />

komplementären Bemühungen <strong>der</strong> Stadt wird u. a.<br />

auch ein spezielles Progr<strong>am</strong>m im <strong>Frankfurt</strong>er Existenzgründungszentrum<br />

„kompass“ geför<strong>der</strong>t, um Jungunternehmerinnen<br />

und Jungunternehmern mit Migrationshintergrund<br />

den Weg in die Selbständigkeit bei<br />

Vorhaben zu ebnen, für die es keine traditionelle Vorbereitung<br />

(wie z. B. die Meisterkurse <strong>der</strong> Innungen<br />

und an<strong>der</strong>er Träger) gibt. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist davon<br />

überzeugt, dass all dies nicht nur die wirtschaftlichen<br />

Chancen einzelner junger Menschen erhöht, son<strong>der</strong>n<br />

dass dies längerfristig auch dem Standort <strong>Frankfurt</strong><br />

zugute kommt.<br />

geweRbe und mittelstand<br />

föRdeRn<br />

Trotz einer vergleichsweise sehr ausgeprägten Dienstleistungsorientierung<br />

konnte <strong>Frankfurt</strong> seine Stellung<br />

als bedeuten<strong>der</strong> Standort für mo<strong>der</strong>ne Produktionen<br />

und Gewerbe behaupten. nach Gesprächen und Erörterungen<br />

mit beteiligten Verkehrskreisen und häufig<br />

auch in kenntnis <strong>der</strong> Stellungnahmen und anregungen<br />

<strong>der</strong> IHk greift die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> anliegen <strong>der</strong> Chemie,<br />

<strong>der</strong> Mess- und regeltechnik, des Spezialmaschinenbaus,<br />

<strong>der</strong> ausrüster und Zulieferer und an<strong>der</strong>er Branchen<br />

und Betriebe des produzierenden Gewerbes unterstützend<br />

auf.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Die Union macht sich insbeson<strong>der</strong>e für das <strong>Frankfurt</strong>er Handwerk und<br />

den Mittelstand stark. Die För<strong>der</strong>ung von <strong>Frankfurt</strong>er Traditionsunternehmen<br />

ist dabei ebenso wichtig wie die Neuansiedlung von Gewerbe.<br />

Beson<strong>der</strong>e aufmerks<strong>am</strong>keit widmet die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

dem Mittelstand, da kleine und mittelständische Unternehmen<br />

nicht nur allgemein in Deutschland, son<strong>der</strong>n<br />

auch in <strong>Frankfurt</strong> zu den tragenden Säulen <strong>der</strong> Wirtschaft<br />

gehören. Trotz eines bis in die jüngste Vergangenheit<br />

beson<strong>der</strong>s schwierigen Umfeldes schafft insbeson<strong>der</strong>e<br />

das Handwerk nicht nur arbeitsplätze, son<strong>der</strong>n<br />

stellt in vorbildlicher Weise und in großem Umfang ausbildungsplätze<br />

für Jugendliche zur Verfügung. Die <strong>CDU</strong>-<br />

<strong>Fraktion</strong> hat diese Leistungen auch gegenüber Betrieben,<br />

Innungen und <strong>der</strong> Handwerksk<strong>am</strong>mer rhein-<strong>Main</strong><br />

mehrfach anerkannt. Die ortsansässigen Betriebe und<br />

k<strong>am</strong>mern, insbeson<strong>der</strong>e IHk und Handwerksk<strong>am</strong>mer,<br />

leisten insges<strong>am</strong>t eine hervorragende arbeit für die<br />

aus- und Weiterbildung <strong>der</strong> Jugend. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

begrüßt den durch die Landesregierung vergrößerten<br />

Spielraum für vereinfachte öffentliche auftragsvergaben<br />

und ist überzeugt, dass im neuen rechtlichen rahmen<br />

auch Betriebe in <strong>Frankfurt</strong> und <strong>der</strong> region einen<br />

erleichterten Zugang zu öffentlichen aufträgen finden<br />

können, die letztlich auch den Standort <strong>Frankfurt</strong> stärken.<br />

Städtische Progr<strong>am</strong>me, die z. B. durch die anhebung<br />

<strong>der</strong> Bauunterhaltungsmittel alleine im Schulbereich<br />

einen Investitionsumfang von rund 30 Millionen<br />

Euro über die Wahlperiode vorsehen, substanzerhaltende<br />

Investitionen für kommunale Bauten, barrierefreie<br />

Umbauten öffentlicher Gebäude u. a. eröffnen<br />

auch zusätzliche Chancen für mittelständische Unternehmen<br />

bei auftragsvergaben.<br />

fRanKfuRteR innoVationszentRum<br />

füR biotechnologie<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> freut sich, dass sich inzwischen viele<br />

Betriebe „neuer Branchen“ und des kreativsektors (z. B.<br />

Werbung, Medien, Spiele-Industrie u. a.) in <strong>Frankfurt</strong> angesiedelt<br />

haben. aber auch außerhalb <strong>der</strong> Dienstleistungsbranchen<br />

gibt es bemerkenswerte neue Entwicklungen.<br />

So wurde z. B. das <strong>Frankfurt</strong>er Innovationszentrum<br />

für Biotechnologie (FIZ) binnen kürzester Zeit zu einem<br />

festen Bestandteil des Wirtschafts- und Technikstandorts<br />

<strong>Frankfurt</strong>. Gemeins<strong>am</strong> mit dem Land Hessen und<br />

<strong>der</strong> IHk konnte <strong>Frankfurt</strong> eine Entwicklung in Gang setzen,<br />

die <strong>Frankfurt</strong>s rolle als einem <strong>der</strong> führenden Chemie-<br />

und Biotechnologiestandorte in Deutschland stärkt<br />

und schon nach kurzer Zeit eine Erweiterung des FIZ<br />

rechtfertigt, die zus<strong>am</strong>men mit den bereits bestehenden<br />

Betrieben <strong>der</strong> Branche den Biotechnologiestandort<br />

<strong>Frankfurt</strong> ergänzt und fertigt.<br />

städtische stabsstelle<br />

wiRtschaft<br />

Mit <strong>der</strong> neuen städtischen „Stabsstelle Wirtschaft /Business<br />

Development Unit“ stellt <strong>der</strong> Magistrat Investoren<br />

einen gegenüber den Ämtern weisungsbefugten Verwaltungslotsen<br />

zur Seite, mit dem Genehmigungsverfahren<br />

effizienter ablaufen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt diese<br />

Verfügung <strong>der</strong> oberbürgermeisterin ausdrücklich, denn<br />

ansiedlungswillige Unternehmen erhalten dadurch eine<br />

bessere, schnellere und zentrale Betreuung.<br />

attRaKtiVität fRanKfuRts als<br />

einKaufsstadt eRhalten und<br />

steigeRn<br />

In einem von starkem Wettbewerb geprägten Umfeld<br />

hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die rolle <strong>Frankfurt</strong>s als<br />

<strong>der</strong> Einkaufsstadt Hessens eingesetzt. Mit „<strong>Frankfurt</strong><br />

Hoch Vier“ entsteht z. B. bis Herbst <strong>2008</strong> zwischen <strong>der</strong><br />

Einkaufsmeile Zeil und dem Eschenheimer Turm eine<br />

Einkaufs- und Erlebniswelt, die ihresgleichen sucht. Der<br />

beschlossene Umbau und die neugestaltung <strong>der</strong> Zeil<br />

und <strong>der</strong> konstablerwache sowie die Verschönerung von<br />

neben- und Seitenstraßen <strong>der</strong> Zeil werden die attraktivität<br />

<strong>Frankfurt</strong>s als Einkaufsstadt weiter erhöhen.<br />

Gleichzeitig setzt sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> dafür ein, dass<br />

9<br />

wiRtschaft


9<br />

auch in den Stadtteilen geeignete rahmenbedingungen<br />

für kundengerechte Einzelhandelsangebote erhalten<br />

o<strong>der</strong> geschaffen werden.<br />

touRismusstadt fRanKfuRt<br />

Begünstigt durch die zentrale Lage in Deutschland und<br />

Europa, die hervorragende Infrastruktur und Qualität aller<br />

Verkehrsträger (z. B. Drehkreuze für Flugzeuge, Bahn,<br />

autobahnen, öPnV, Hafen) haben sich Tourismus und<br />

kongresswesen in <strong>Frankfurt</strong> als beschäftigungswirks<strong>am</strong>e<br />

Wachstumsfel<strong>der</strong> etabliert. nachfragegerechte Hotel-<br />

und Gaststättenangebote und die entwickelte Metropolfunktion<br />

werden die – wesentlich auch international –<br />

durch Geschäftsreisende geprägte Entwicklung<br />

begünstigen. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> sieht mittel- und langfristig<br />

zusätzliche Chancen in einem heftigen Standortwettbewerb<br />

und wird die eingeschlagenen Wege auch<br />

weiterhin wirtschaftspolitisch unterstützen.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Beliebtes Ziel des internationalen Städtetourismus: Der <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Römerberg.


wohnen


96<br />

Lothar Stapf,<br />

Wohnungsbaupolitischer Sprecher<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

staRtpRogR<strong>am</strong>m füR Junge<br />

f<strong>am</strong>ilien<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat mit dem „Startprogr<strong>am</strong>m“ auf<br />

den Weg gebracht, dass junge F<strong>am</strong>ilien Son<strong>der</strong>konditionen<br />

bei solchen Wohnerbbaurechten erhalten, die von<br />

dem Erbbaurechtsnehmer und dessen F<strong>am</strong>ilie selbst<br />

bewohnt werden, und soweit diese noch kein Wohneigentum<br />

besitzen o<strong>der</strong> während <strong>der</strong> Zeit des herabgesetzten<br />

Erbbauzinses erwerben.<br />

Immer mehr F<strong>am</strong>ilien in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> erfüllen sich ihren Traum<br />

vom Eigenheim.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

f<strong>am</strong>iliengeRechtes und soziales wohnen<br />

Eine hohe Wohnqualität macht die Stadt lebenswert und ist als Standortfaktor für <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

unabdingbar. Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> will bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten in <strong>Frankfurt</strong><br />

schaffen. Ein wesentliches Ziel bleibt es, für junge F<strong>am</strong>ilien preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu<br />

stellen. auf diese Weise konnte in den vergangenen Jahren bereits dem anhaltenden Trend zur Stadtflucht<br />

erfolgreich begegnet werden. In <strong>der</strong> Stadt wohnen ist wie<strong>der</strong> „in“ und die Zahl <strong>der</strong> Zuzüge überwiegt<br />

wie<strong>der</strong>. Im 3. Quartal 2007 verzeichnete die <strong>Frankfurt</strong>er Statistik bei einer Ges<strong>am</strong>teinwohnerzahl von<br />

668.000 rund 15.000 Zuzüge gegenüber 11.000 Einwohnern, die <strong>der</strong> Stadt aus unterschiedlichen Gründen<br />

den rücken kehrten. <strong>Frankfurt</strong> muss so attraktiv bleiben, deshalb hat sich die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> für die folgenden<br />

Wohnungsbauprojekte beson<strong>der</strong>s eingesetzt.<br />

Diese Son<strong>der</strong>konditionen soll es jungen F<strong>am</strong>ilien besser<br />

ermöglichen, im stadtnahen raum Wohneigentum zu bilden.<br />

Der vorübergehende Verzicht auf einen Teil des Erbbauzinses<br />

unterstützt die Bemühungen <strong>der</strong> Stadtregierung,<br />

junge F<strong>am</strong>ilien im Stadtraum <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

mit f<strong>am</strong>iliengerechtem Wohnraum zu versorgen.<br />

föRdeRung Von mietwohnungsbau<br />

füR f<strong>am</strong>ilien<br />

mit KindeRn<br />

Viele Haushalte, in denen kin<strong>der</strong> leben und <strong>der</strong>en Einkommen<br />

oberhalb <strong>der</strong> Einkommensgrenze im sozialen<br />

Wohnungsbau liegt, haben einen Bedarf an Wohnungen<br />

mit Mieten, die zwar über <strong>der</strong> Sozialmiete<br />

liegen, die aber dennoch preisgünstig sind. Für die<br />

Sozialstruktur <strong>der</strong> Stadt ist es wichtig, gerade diese<br />

Bevölkerungsgruppe im Stadtgebiet zu halten. Dies<br />

konnte in den attraktiven neubaugebieten <strong>am</strong> riedberg<br />

realisiert werden.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

anKauf belegRechte füR<br />

sozialmieteR<br />

Der neubau von Sozialwohnungen kann in einer dicht<br />

besiedelten und über wenig Freiflächen verfügenden<br />

Stadt wie <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> nicht die einzige Maßnahme<br />

gegen das <strong>der</strong>zeit rapide abschmelzen des gebundenen<br />

Wohnungsbestandes sein. Ergänzend muss eine<br />

individuelle, den Bestand steuernde, kleinteilige ankaufspraxis<br />

von Belegrechten den Erhalt von preiswertem<br />

Wohnraum sichern helfen.<br />

wohnRaum füR f<strong>am</strong>ilien in<br />

fRanKfuRt schaffen<br />

Im neubaugebiet „<strong>am</strong> riedberg“ wird erstmals als Pilotprojekt<br />

ein Bauherrenmodell geför<strong>der</strong>t. Über För<strong>der</strong>mittel<br />

soll erreicht werden, dass private Bauherren,<br />

junge F<strong>am</strong>ilien und Senioren die Möglichkeit erhalten,<br />

Eigentum zu bilden und mit architekten und künftigen<br />

nachbarn bei Planung und Bau intensiv mitwirken zu<br />

können.<br />

innoVatiVe pRoJeKte<br />

passiVhausbau<br />

<strong>Frankfurt</strong> ist bereits heute die Passivhausbau-Hauptstadt<br />

Deutschlands. Mit <strong>der</strong> Wohnanlage Sophienhof<br />

im Stadtteil Bockenheim wurde mit 150 Wohnungen das<br />

<strong>der</strong>zeit größte und mo<strong>der</strong>nste Passivhausprojekt<br />

Deutschlands realisiert.<br />

160 f<strong>am</strong>ilienfreundliche Wohnungen in Passivhausbauweise<br />

wurden im rahmen des Bauprojektes „Bornheimer<br />

Straßenbahndepot“ erstellt. Beson<strong>der</strong>s hinzuweisen<br />

ist auf das angebot, F<strong>am</strong>ilien mit kin<strong>der</strong>n einen<br />

Preisnachlass zu gewähren. D<strong>am</strong>it konnte das Ziel, Menschen<br />

mit hochwertigen und f<strong>am</strong>ilienfreundlichen angeboten<br />

in <strong>der</strong> Stadt zu halten und so die abwan<strong>der</strong>ung<br />

in das Umland zu verhin<strong>der</strong>n, erreicht werden.<br />

neben zahlreichen Sanierungs- und Mo<strong>der</strong>nisierungsprojekten<br />

im Bestand wurden in <strong>der</strong> Friedrich-Ebert-<br />

Siedlung im Gallusviertel erstmals 60 altbauwohnungen<br />

im Passivhausstandard saniert.<br />

97<br />

Mit dem Neubaugebiet Riedberg entsteht im Norden von <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> ein Stadtteil, <strong>der</strong> vor allem junge F<strong>am</strong>ilien anziehen soll. Baufirmen<br />

werben mit attraktiven Preisen für Ein-, Reihen- und Mehrf<strong>am</strong>ilienhäusern<br />

und dem Blick auf die <strong>Frankfurt</strong>er Skyline.<br />

wohnen


98<br />

Zuluft<br />

Wohnräume<br />

Zuluft Abluft<br />

Analog<br />

Beispielwohnung<br />

Analog Beispielwohnung<br />

Nachheizung<br />

Analog Beispielwohnung<br />

Analog Beispielwohnung<br />

Wärme<br />

Rückgewinnung<br />

Abluft<br />

Küche /Bad /WC<br />

Bedienungsdisplay<br />

Bei <strong>der</strong> Passivhausbauweise werden die Wärmeverluste <strong>der</strong>art stark<br />

verringert, dass die separate Heizung gar nicht mehr erfor<strong>der</strong>lich ist.<br />

Passive Wärmequellen wie Sonne, Mensch, Haushaltsgeräte, Raumluft<br />

(Abluft) decken einen Großteil des Wärmebedarfs.<br />

DIE EnTSCHEIDEnDEn VorTEILE DES PaSSIVHaUS-<br />

STanDarDS SInD:<br />

p hoher Wohnkomfort,<br />

p ganzjährige frische Luft in allen Wohnräumen,<br />

p extrem geringe Heizkosten,<br />

p sehr guter Bautenschutz,<br />

p hohe Versorgungssicherheit,<br />

p Zinsvergünstigung durch die kreditanstalt<br />

für Wie<strong>der</strong>aufbau (kfW),<br />

p radikale Umweltentlastung.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

wohnungen und KultuReinRichtungen<br />

auf dem naxosaReal<br />

In den denkmalgeschützten Gebäuden <strong>der</strong> naxos-Halle<br />

mit dem ehemaligen Verwaltungsgebäude in <strong>der</strong> Wittelsbacher<br />

allee / Waldschmidtstraße soll auch zukünftig<br />

die kulturelle neben <strong>der</strong> gewerblichen nutzung im<br />

Mittelpunkt stehen. auf den übrigen Flächen des alten<br />

Industrieareals soll eine Wohnnutzung überwiegen.<br />

Ziel <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist, auf dem Gelände <strong>der</strong> ehemaligen<br />

naxos-Union eine Bebauung zu ermöglichen, die<br />

grün<strong>der</strong>zeitliche Grundrisse und Gebäudehöhen (max.<br />

vier Vollgeschosse / Wingertstraße bzw. sechs Vollgeschosse<br />

/ Wittelsbacher allee) aufnimmt und die durch<br />

die Beteiligung einer möglichst großen Zahl von unterschiedlichen<br />

Bauherren eine individuelle Gestaltung<br />

erhält.<br />

Mindestens ein Drittel <strong>der</strong> Wohnbebauung soll für f<strong>am</strong>iliengerechte<br />

Mietwohnungen vorgesehen werden und<br />

ein weiteres Drittel für genossenschaftliche Wohnprojekte<br />

zur Verfügung stehen.<br />

Ja zuR nassauischen<br />

heimstätte!<br />

Wohnräume verbinden:<br />

Mieterfest <strong>der</strong><br />

Nassauischen<br />

Heimstätte.<br />

Die nassauische Heimstätte leistet mit ihrer maßvollen<br />

Mietpreispolitik und ihren ca. 16.000 Wohnungen allein<br />

in <strong>Frankfurt</strong> einen unverzichtbaren Beitrag zur Entspannung<br />

des Wohnungsmarktes im rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet. Die<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> verpflichtete den Magistrat darauf, dies<br />

auch in Zukunft sicherzustellen.


pResse­ und öffentlichKeitsaRbeit


100<br />

koMMUnalpolItIk transparent MaChen<br />

Die Presse- und öffentlichkeitsarbeit <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-Stadtverordnetenfraktion lässt sich nicht mit rein<br />

politischer öffentlichkeitsarbeit gleichsetzen. Sie ist vor allem ein wichtiger Pfeiler <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>stätigkeit,<br />

indem sie kommunalpolitische Sachinformationen aus <strong>der</strong> parl<strong>am</strong>entarischen arbeit<br />

in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung bündelt und für die interessierte öffentlichkeit anschaulich<br />

sowie besser verständlich macht. Sie wendet sich vor allem an die Bürger in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

sowie an die zahlreichen lokalen und überregionalen Medien. Dabei ist nicht nur die Pressestelle<br />

für das Meinungs- und Erscheinungsbild <strong>der</strong> Stadtverordneten zuständig, die <strong>Fraktion</strong> selbst ist<br />

kommunikationsraum und in ihrer außenwirkung Medium zugleich.<br />

pResse­ und feRnsehaRbeit –<br />

dialog mit den medien<br />

Die klassische Medienarbeit steht in den „Public relations“<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> noch immer an erster Stelle.<br />

Sie ist das zentrale Instrument, denn mit einer veröffentlichen<br />

Meldung erreichen wir ungleich mehr Menschen<br />

als mit einer Broschüre o<strong>der</strong> einem Tag <strong>der</strong> offenen<br />

Tür. Mit unserer Medieninformation wenden wir<br />

uns nicht nur an die Presse, son<strong>der</strong>n auch an Funk,<br />

Fernsehen, nachrichtenagenturen und freie Journalisten.<br />

Diese Medien – vom ZDF bis zum „Stadtteil-Blättchen“<br />

– wirken als Multiplikatoren und nehmen dadurch<br />

schnellen, laufenden und massiven Einfluss auf<br />

die öffentliche Meinung. Hauptmedien waren dabei die<br />

<strong>Frankfurt</strong>er neue Presse, die <strong>Frankfurt</strong>er allgemeine<br />

Zeitung, die <strong>Frankfurt</strong>er rundschau, die Bild-Zeitung<br />

und das Höchster kreisblatt. Dazu k<strong>am</strong>en Stadtteilzeitungen<br />

wie <strong>der</strong> Bergen-Enkheimer, das Blättche, die<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Woche o<strong>der</strong> das online-Magazin „<strong>Frankfurt</strong><br />

Live.com“.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

auch durch gute kontakte zu den redakteuren des<br />

Hessischen rundfunks und von rhein-<strong>Main</strong> TV konnten<br />

Quantität und Qualität von Beiträgen über die<br />

kommunalpolitik <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> in Hörfunk und<br />

Fernsehen deutlich gesteigert werden. Die Zahl <strong>der</strong><br />

Hörfunk- und Fernsehstatements, die durch den <strong>Fraktion</strong>svorsitzenden<br />

o<strong>der</strong> durch die Fachsprecher nachgefragt<br />

waren, ist im Berichtszeitraum deutlich gestiegen.<br />

inteRnet – modeRne säule deR<br />

KommuniKation<br />

Seit 1998 hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> ihren<br />

eigenen auftritt im Internet. alle anträge und anfragen<br />

und jede Pressemitteilung sind dort abrufbar. In<br />

den letzten Jahren hat die Internettechnologie wahre<br />

Quantensprünge vollzogen, so dass wir die Homepage<br />

an technische, optische und inhaltliche Standards angepasst<br />

haben. Der Internetauftritt stellt ein weiteres


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Modul unserer Presse- und öffentlichkeitsarbeit dar.<br />

aktuell, zeitgemäß und interaktiv präsentieren wir Informationen<br />

über die <strong>Fraktion</strong> und ihre politische arbeit.<br />

Traditionell setzen wir d<strong>am</strong>it Maßstäbe im online-<br />

Meinungsmarkt auf kommunaler Ebene. Das Internet<br />

dient uns dabei als Werkzeug zur realisierung neuer<br />

kommunikativer ansätze: Inszenierung von Themen,<br />

Verankerung von Botschaften, Lieferung von argumenten.<br />

fRaKtion VoR oRt<br />

Ein klassisches Medium, das <strong>Fraktion</strong>sarbeit für die<br />

Bürger transparent macht, ist <strong>der</strong> presseöffentliche<br />

ortstermin mit Beteiligung von Fachleuten und Stadtteilvertretern.<br />

Im Berichtszeitraum fanden rund 30<br />

ortstermine statt, die sich unterschiedlichen Themen<br />

widmeten – von <strong>der</strong> Sicherheit <strong>am</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen<br />

über den rahmenplan Höchst bis zur neugestaltung<br />

des Brentanoparks im Stadtteil rödelheim.<br />

Zudem reisten die <strong>CDU</strong>-Mitglie<strong>der</strong> des Verkehrsausschusses<br />

zu Informationszwecken nach Stuttgart,<br />

München und Wien, die Mitglie<strong>der</strong> des Dom-römerausschusses<br />

nach Dresden, nürnberg und Ulm.<br />

Seit dem neustart <strong>der</strong> traditionellen reihe „<strong>Fraktion</strong><br />

vor ort“ lädt die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> seit 2003 wie<strong>der</strong> regelmäßig<br />

zu öffentlichen Bürgergesprächen ein. an verschiedenen<br />

orten im ges<strong>am</strong>ten Stadtgebiet werden<br />

dann sowohl stadtteilbezogene wie auch stadtumfassende<br />

Themen diskutiert und Fragen beantwortet.<br />

Ziel ist es, Probleme vor ort aufzugreifen, um zukunftsfähige<br />

Lösungen praxisnah zu entwickeln. Sie<br />

können dann in politisches Handeln in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

umgesetzt werden. Der Dialog<br />

mit den Bürgern ist gerade für die kommunalpolitische<br />

arbeit eine unverzichtbare Größe. Hier können<br />

Betroffene und Politiker unmittelbar und direkt Probleme<br />

diskutieren. Im Berichtszeitraum fand im Sommer<br />

2007 ein großes Bürgergespräch in <strong>Frankfurt</strong>-<br />

Goldstein statt.<br />

In den sitzungsfreien Sommerferien informiert sich<br />

die Ges<strong>am</strong>tfraktion ebenfalls an ort und Stelle – immer<br />

mit Beteiligung <strong>der</strong> öffentlichkeit – über beson<strong>der</strong>e<br />

kommunalpolitische Themen. <strong>2006</strong> und 2007<br />

waren die Themen <strong>der</strong> „Ferienfraktion“: Denkmalschutz<br />

und Fachwerkbauten im Stadtteil nie<strong>der</strong>ursel,<br />

generationenübergreifendes Wohnen im neubau-<br />

<strong>Fraktion</strong>stermin mit dem Rahmenplan Höchst (v.l.): <strong>CDU</strong>-Ortsbeirat<br />

Hans-Georg von Freyberg, Oberbürgermeisterin Petra Roth, Stadtverordneter<br />

Jochem Heumann, Heinz Alexan<strong>der</strong> und <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>schef<br />

Markus Frank.<br />

gebiet <strong>Frankfurt</strong>er Bogen (Preungesheim), archäologische<br />

ausgrabungen in nIDa-Hed<strong>der</strong>nheim, die Zukunft<br />

des <strong>Frankfurt</strong>er Zoos und die Entwicklung eines<br />

konzepts zur Sicherung des <strong>Frankfurt</strong>er Hauptfriedhofs.<br />

Hinzu kommen unregelmäßige „außen-Tagungen“ <strong>der</strong><br />

<strong>Fraktion</strong>, die im Berichtszeitraum Sitzungen im neuen<br />

Brandschutzzentrum in <strong>der</strong> Feuerwehrstraße, im Lufthansa-aviation-Center<br />

<strong>am</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Flughafen und<br />

im neuen Universitätsinstitut für Geowissenschaften<br />

<strong>am</strong> C<strong>am</strong>pus riedberg abgehalten wurden.<br />

Mitglie<strong>der</strong> des Arbeitskreises Verkehr zu Besuch bei <strong>der</strong> CSU-Stadtratsfraktion<br />

in München: Die Stadtverordneten Lothar Stapf, Jan<br />

Schnei<strong>der</strong> und Martin Daum (v.l.).<br />

101<br />

pResse­ und öffentlichKeitsaRbeit


102<br />

pRintmedien – „fRanKfuRt<br />

magazin“ und bRoschüRen<br />

Das <strong>Frankfurt</strong> Magazin ist und bleibt das klassische Informationsinstrument<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>, das gemeins<strong>am</strong><br />

mit dem <strong>CDU</strong>-kreisverband herausgegeben wird.<br />

In regelmäßigen abständen bieten wir allen Parteimitglie<strong>der</strong>n<br />

und einer breiten interessierten öffentlichkeit<br />

Hintergrundinformationen zu aktuellen kommunalpolitischen<br />

Themen mit Bezug zur Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong>. Die Themenpalette reicht dabei von a wie abfallverbrennungsanlage<br />

bis Z wie Zuwan<strong>der</strong>ung. auch<br />

über „Persönliches“ wie auszeichnungen und runde<br />

Geburtstage von Stadtverordneten und „Ehemaligen“<br />

ist aus dem Magazin etwas zu erfahren. Die vielen positiven<br />

reaktionen haben uns darin bestärkt, den eingeschlagenen<br />

Weg weiter zu gehen und auch zukünftig<br />

über interessante Themen zu berichten.<br />

Darüber hinaus haben wir begonnen, mit <strong>der</strong> in hoher<br />

auflage gedruckten Broschüre „Perspektiven für die<br />

<strong>Frankfurt</strong>er altstadt“ für uns zentrale und für die Zukunft<br />

<strong>der</strong> Stadt beson<strong>der</strong>s entscheidende Themen in<br />

beson<strong>der</strong>er Form herauszustellen.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Rund 30.000 Mal im Jahr kommen drogenabhängige Menschen zu<br />

„FriedA“, das mit einem lebenspraktischen und alltagsnahen Konzept<br />

arbeitet. Die Substitutions<strong>am</strong>bulanz (Methadon) wird von den Malteser<br />

Werken gGmbH betrieben. Die Malerarbeiten durch Mitglie<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> haben eine schönere Atmosphäre im Aufenthaltsraum<br />

geschaffen.<br />

aKtionstage<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> ist regelmäßiger Teilnehmer beim<br />

SoCIaLDaY des Malteser-Hilfsdienstes. Die Malteser<br />

schlagen mit diesem aktionstag eine Brücke zwischen<br />

den Institutionen und sozialen Einrichtungen in<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>. Mitarbeiterte<strong>am</strong>s unterschiedlicher<br />

Firmen werden einen Tag lang in einer sozialen Einrichtung<br />

tätig und führen jeweils ein konkretes Projekt durch.<br />

Der Malteser Hilfsdienst e. V. organisiert diesen Tag und<br />

koordiniert alle Projekte als neutraler Mittler. <strong>am</strong> vergangenen<br />

SoCIaLDaY <strong>2006</strong> engagierten sich über 300 Teilnehmer<br />

aus 15 <strong>Frankfurt</strong>er Unternehmen. 2007 waren es<br />

350 Mitarbeiter aus 25 Unternehmen. Schirmherrin ist<br />

stets oberbürgermeisterin Petra roth. <strong>2006</strong> haben Mitglie<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> geholfen, die Grünanlage Linnegraben<br />

/ Elsterstraße im Stadtteil Griesheim in einer zweiten<br />

Umsetzungsphase schöner zu gestalten und zu einem<br />

Spielplatz umzubauen. 2007 wurden durch die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />

Maler- und Streicharbeiten im großen aufenthaltsraum<br />

<strong>der</strong> Drogenhilfeeinrichtung „Frieda 24“ des Vereins<br />

Integrative Drogenhilfe im <strong>Frankfurt</strong>er nordend erledigt.<br />

Die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat zudem die vom 29. Mai bis 3. Juni<br />

<strong>2006</strong> stattfindende zweite <strong>Frankfurt</strong>er Sauberkeitswoche<br />

unterstützt. Bewusst vor den Beginn <strong>der</strong> Fußball-<br />

WM gelegt, säuberten Vereine, Firmen, Schulen und<br />

Bürger unter dem Motto „<strong>Frankfurt</strong> räumt auf“ die Stadt.<br />

Wie schon 2005 hat sich auch die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> an <strong>der</strong><br />

Sauberkeitswoche beteiligt und das südliche <strong>Main</strong>ufer<br />

von Schmutz und Unrat befreit.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

disKussionsReihe „fRanKfuRteR<br />

hoRizonte“<br />

Im Herbst <strong>2006</strong> hat die <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> eine kommunalpolitisch<br />

ausgerichtete Gesprächsreihe unter dem Label<br />

„<strong>Frankfurt</strong>er Horizonte“ begonnen, die seitdem<br />

mit durchschnittlich 100 interessierten Teilnehmern<br />

sehr erfolgreich verläuft. Mit <strong>der</strong> reihe will die Union<br />

den gesellschaftlichen Dialog in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

vertiefen, aber auch kontroverses ansprechen und mit<br />

Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft neue<br />

politische Strategien entwickeln. Die erste Veranstaltung<br />

im auditorium Maximum <strong>der</strong> Commerzbank aG<br />

widmete sich dem <strong>der</strong> Frage „Mütter in Führungspositionen<br />

– Brauchen wir einen neuen Feminismus?“. Mit<br />

auf dem Podium saßen u. a. oberbürgermeisterin<br />

Petra roth und <strong>der</strong> Chefvolkswirt <strong>der</strong> Deutschen<br />

Bank, Prof. Dr. norbert Walter. Unter <strong>der</strong> etwas provokanten<br />

Überschrift „Jung, reich und schön? Senioren<br />

zwischen Jugendwahn und altersängsten“ besprach<br />

im Januar 2007 im GDa-Wohnstift <strong>am</strong> Zoo ein u. a. mit<br />

Vertretern <strong>der</strong> Bertelmannsstiftung und des Seniorenselbsthilfevereins<br />

„Sen-Se e. V.“ gut besetztes Podium<br />

die auswirkungen des demografischen Wandels. Die<br />

Einladung zu einem <strong>Fraktion</strong>s-Forum<br />

���������������������<br />

Gestern trifft heute –<br />

Perspektiven für die <strong>Frankfurt</strong>er Altstadt<br />

Sommerveranstaltung 2007 widmete sich im Haus <strong>am</strong><br />

Dom dem Thema „Perspektiven für die <strong>Frankfurt</strong>er<br />

altstadt“ mit Fachleuten aus Dresden und dem FaZarchitekturkritiker<br />

Dr. Dieter Bartetzko. Das Thema<br />

„Wirtschaftsstandort <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>“ bewegte vor<br />

dem Hintergrund des Flughafenausbaus, des Wegzugs<br />

<strong>der</strong> neuen Börse und <strong>der</strong> beispielhaften Entwicklung<br />

im Stadtteil Höchst die Zuhörer beim 4. <strong>Fraktion</strong>s-<br />

Forum im Lindner Congress-Hotel Höchst, zu dem<br />

u. a. <strong>der</strong> Vorsitzende <strong>der</strong> Geschäftsführung <strong>der</strong> Infraserv<br />

GmbH, Jürgen Vormann, und <strong>der</strong> Vorstandsvorsitzende<br />

<strong>der</strong> Fraport aG, Dr. Wilhelm Ben<strong>der</strong>, erschienen<br />

waren.<br />

<strong>Fraktion</strong>s-Forum „<strong>Frankfurt</strong>er Horizonte“ zum Thema Altstadt. Die Veranstaltung im Haus <strong>am</strong> Dom war gut besucht.<br />

10<br />

pResse­ und öffentlichKeitsaRbeit


fRaKtionsgeschäftsstelle


106<br />

FraktIonsgesChäFtsstelle<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Die Geschäftsstelle in <strong>der</strong> Bethmannstraße 3 ist in gewisser Weise das „rückgrat“ <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>,<br />

denn alle Stadtverordneten sind ehren<strong>am</strong>tlich tätig und gehen tagsüber einem Beruf nach. In <strong>der</strong><br />

Geschäftsstelle laufen alle Fäden zus<strong>am</strong>men. Es werden anträge, anfragen und Presseerklärungen<br />

<strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> vorbereitet, Sitzungen besprochen und organisiert, Termine koordiniert sowie<br />

politische Themen bearbeitet. Für <strong>Fraktion</strong>s- und arbeitskreissitzungen stehen drei mo<strong>der</strong>n eingerichtete<br />

und mit Be<strong>am</strong>er bzw. W-Lan ausgerüstete Sitzungsräume zur Verfügung.<br />

In den <strong>Fraktion</strong>s- und <strong>Fraktion</strong>svorstandssitzungen diskutieren<br />

die Stadtverordneten die politischen Sachfragen.<br />

Die <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle nimmt anregungen<br />

auf und setzt sie um. Eine Fülle von akten werden mittels<br />

des elektronischen Dokumentenmanagementsystems<br />

geführt, d<strong>am</strong>it die Stadtverordneten, aber auch<br />

die Mitarbeiter /innen <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle<br />

ständig auf vollständiges und aktuelles Informationsmaterial<br />

zurückgreifen können.<br />

„büRgeRtelefon“<br />

Unsere rufnummer ebenso wie unsere E-Mail-adresse<br />

ist zugleich „Bürgertelefon“. Wir helfen, den richtigen<br />

ansprechpartner zu finden, beantworten die telefonischen<br />

wie schriftlichen anfragen und geben Informationen<br />

zum Stand politischer Entscheidungen.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Bethmannstraße 3<br />

60311 <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Telefon: 0 69 / 13 87 28–0<br />

Fax: 0 69 / 29 13 55<br />

E-Mail: info@cdu-fraktion-ffm.de<br />

Internet: www.cdu-fraktion-ffm.de<br />

fRaKtionsgeschäftsfühReR<br />

und fRaKtionsRefeRenten<br />

Markus Frank<br />

<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer<br />

Der Leiter <strong>der</strong> Geschäftsstelle ist <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer.<br />

Er ist haupt<strong>am</strong>tlich tätig und koordiniert<br />

die arbeit <strong>der</strong> Geschäftsstelle nach innen und außen.<br />

Im rahmen <strong>der</strong> Geschäftsführrunde steht er in regelmäßigem<br />

kontakt zum Stadtverordnetenvorsteher und<br />

hält Verbindung zu den an<strong>der</strong>en Stadtverordnetenfraktionen.<br />

<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer im Berichtszeitraum<br />

waren die Stadtverordneten Uwe Becker (bis 13. Juli<br />

2007) und Markus Frank (seit 13. Juli 2007).<br />

Die zuständigen <strong>Fraktion</strong>sreferenten für die einzelnen<br />

Fachausschüsse <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung sind:<br />

Michael Fella<br />

Stellv. <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer<br />

<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />

Ältestenausschuss<br />

Umwelt und Sport<br />

Verkehr<br />

Joachim rotberg<br />

Pressesprecher<br />

<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />

Haupt- und Finanzausschuss


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

anna-Maria Tonhäuser<br />

<strong>Fraktion</strong>sreferentin<br />

kultur<br />

Bildung und Integration<br />

Dirk antoni<br />

<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />

Soziales und Gesundheit<br />

recht, Verwaltung und<br />

Sicherheit<br />

Werner Hain<br />

<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />

Son<strong>der</strong>ausschuss Dom-römer<br />

Planung, Bau, Wohnungsbau<br />

Wirtschaft und Frauen<br />

Markus Wagner<br />

<strong>Fraktion</strong>sreferent<br />

koordination <strong>der</strong> ortsbeiräte<br />

elo – eleKtRonisches doKumentenmanagementsystem<br />

Durch rasante Fortschritte in Forschung und Technik<br />

verdoppelt sich das heute verfügbare Wissen alle fünf<br />

Jahre – und die Hälfte davon ist schon innerhalb <strong>der</strong><br />

nächsten drei bis vier Jahre wie<strong>der</strong> veraltet. Eine Entwicklung,<br />

<strong>der</strong> sich auch die Geschäftsabläufe <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<br />

<strong>Fraktion</strong> nicht entziehen können. Immer stärker sind<br />

wir darauf angewiesen, die Mitarbeiter sehr schnell mit<br />

aktuellem Wissen zu versorgen. Deshalb war es sinnvoll,<br />

Maßnahmen für Speicherung und ausbau vorhandenen<br />

know-hows miteinan<strong>der</strong> zu verzahnen. Dazu<br />

gehört das Dokumentenmanagementsystem „ELo“<br />

(Elektronischer Leitz-ordner) – ein elektronisches archiv,<br />

in das alle Mitarbeiter wichtige Daten ihres arbeitsbereichs<br />

einspeisen. So werden Informationen<br />

nicht nur schnell und sicher gefunden, son<strong>der</strong>n auch effizient<br />

und geordnet verwaltet. Der ständig aktuelle Informationspool<br />

hält alle Mitarbeiter <strong>der</strong> <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsstelle<br />

auf dem gleichen Wissensstand – eine<br />

solide, zusätzliche Informationsquelle für die arbeit<br />

<strong>der</strong> Stadtverordneten und auch <strong>der</strong> ortsbeiräte.<br />

ELO – das elektronische Archiv <strong>der</strong> <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong>.<br />

107<br />

fRaKtionsgeschäftsstelle


108<br />

anhang<br />

KoalitionsVeRtRag<br />

<strong>CDU</strong> + DIE GRÜNEN <strong>2006</strong> – 2011<br />

FRANKFURt AM MAIN, IM MAI <strong>2006</strong><br />

präaMBel<br />

Die <strong>Frankfurt</strong>er Wählerinnen und Wähler haben bei <strong>der</strong> Kommunalwahl<br />

<strong>am</strong> 26. März <strong>2006</strong> entschieden, <strong>CDU</strong> und den<br />

GRÜNEN eine Mehrheit in <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

zu geben. Wir nehmen diesen Wählerauftrag an. In einer<br />

Koalition wollen wir die Geschicke <strong>der</strong> Stadt lenken und <strong>Frankfurt</strong><br />

weiter entwickeln.<br />

Grundlage ist <strong>der</strong> Koalitionsvertrag. <strong>CDU</strong> und GRÜNE wollen<br />

<strong>Frankfurt</strong> für die Herausfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> Zukunft stärken.<br />

Dazu setzen wir deutlich neue eigene Akzente. Die bisherigen<br />

Beschlüsse <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung erkennen wir<br />

an, modifizieren sie jedoch an manchen Stellen.<br />

Beide Partner tragen unabhängig von <strong>der</strong> jeweiligen Magistrats-<br />

bzw. Ressortzuständigkeit für die ges<strong>am</strong>te Politik <strong>der</strong><br />

Koalition gemeins<strong>am</strong> Verantwortung.<br />

Unterschiedliches Abstimmungsverhalten innerhalb <strong>der</strong> Koalition<br />

wird es nicht geben.<br />

Unter Vorsitz <strong>der</strong> direkt gewählten Oberbürgermeisterin werden<br />

dem Magistrat die Bürgermeisterin sowie acht haupt<strong>am</strong>tliche<br />

Stadträte angehören. Davon erhalten die <strong>CDU</strong> sechs und<br />

DIE GRÜNEN drei Positionen.<br />

Die FDP ist eingeladen, auch zukünftig für die Dauer <strong>der</strong> Wahlperiode<br />

im Magistrat mitzuarbeiten.<br />

BIlDUng, kUltUr UnD FreIzeIt<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> soll in den nächsten fünf Jahren zu <strong>der</strong> F<strong>am</strong>ilienstadt<br />

in Deutschland werden. Dazu gehört nicht zuletzt<br />

ein hervorragendes Bildungsangebot – und Bildung beginnt<br />

für uns nicht erst in <strong>der</strong> Schule. Nur exzellente Bildung und<br />

Ausbildung ermöglichen es, wirtschaftlich wie kulturell den<br />

internationalen Wettbewerb zu bestehen. Durch nachhaltige<br />

Investitionen in die Ausbildung von Kin<strong>der</strong>n, Jugendlichen<br />

und jungen Erwachsenen mit einem erweiterten Bildungsdezernat<br />

werden wir dies erreichen.<br />

Wir werden die Zahl <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>betreuungsplätze weiter erhöhen<br />

und zwar gerade auch für unter 3-Jährige. Die Intensivierung<br />

und qualitative Verbesserung <strong>der</strong> frühkindlichen Bildung<br />

ist ebenso Bestandteil dieses Konzepts wie das gebührenfreie<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Angebot des letzten vorschulischen Kin<strong>der</strong>gartenjahres. Zu<br />

diesem Zweck werden die Erzieherinnen- und Erzieherstellen<br />

von 1,5 auf 2 je Kin<strong>der</strong>gartengruppe erhöht. Wir werden darüber<br />

hinaus eine Initiative ergreifen zur Fort- und Weiterbildung<br />

von pädagogischen Fachkräften in Kin<strong>der</strong>tagesstätten<br />

und Grundschulen.<br />

Der Schulentwicklungsplan für Allgemeinbildende Schulen wird<br />

fortgeschrieben. Die breit gefächerte Bildungslandschaft <strong>Frankfurt</strong>s<br />

mit Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien ist dabei genauso<br />

zu sichern wie ein ausreichendes Angebot an kooperativen<br />

und integrierten Ges<strong>am</strong>tschulen. Die Hauptschulen werden dadurch<br />

beson<strong>der</strong>s geför<strong>der</strong>t, dass hier überall Schulsozialarbeit<br />

und ganztägige Angebote etabliert werden. Ziel ist es, durch stärkere<br />

Praxisorientierung die Abschlussquote zu erhöhen und bessere<br />

Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erreichen. Eine<br />

Kooperation zwischen Hauptschulen und Realschulen wird angestrebt.<br />

Für den Ausbau von Ges<strong>am</strong>tschulen werden vor dem<br />

Hintergrund einer ges<strong>am</strong>tstädtisch sinnvollen Schulorganisation<br />

sowohl <strong>der</strong> Elternwille als auch <strong>der</strong> Wille des jeweiligen Stadtteils,<br />

also <strong>der</strong> Ortsbeiräte, als Kriterien einbezogen. Auch das Angebot<br />

an Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung wird ausgebaut.<br />

Für einen mo<strong>der</strong>nen naturwissenschaftlichen Unterricht wollen<br />

wir ein neues Fachraumprogr<strong>am</strong>m mit einem Volumen von<br />

10 Millionen Euro auflegen. Zur deutlichen Verbesserung <strong>der</strong><br />

baulichen Situation <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Schulen ist ein Investitionsprogr<strong>am</strong>m<br />

„Unsere Schulen können sich sehen lassen“ mit einem<br />

aufgestockten Bauunterhaltungsprogr<strong>am</strong>m von jährlich 25 Millionen<br />

Euro vorgesehen.<br />

Einen beson<strong>der</strong>en Schwerpunkt sehen wir in <strong>der</strong> För<strong>der</strong>ung<br />

von Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen aus Migrantenf<strong>am</strong>ilien. Daher<br />

werden wir unter an<strong>der</strong>em so genannte Elternschulen als Instrument<br />

gegen Bildungsbenachteiligung von Kin<strong>der</strong>n aus solchen<br />

F<strong>am</strong>ilien einrichten.<br />

Für eine Bildungsoffensive ist die Intensivierung <strong>der</strong> Kooperation<br />

von Schule und Jugendhilfe unabdingbar. Im einem ersten<br />

Schritt wird eine Arbeitsgruppe von Schul<strong>am</strong>t und Jugendhilfe<br />

gebildet, die umgehend Unterstützungsangebote (z. B. Schulsozialarbeit)<br />

für Schulen einrichtet. Im zweiten Schritt wollen<br />

wir dann relevante Teile des früheren Jugend<strong>am</strong>tes unter Mitwirkung<br />

des Personal- und Organisations<strong>am</strong>tes ins Bildungsdezernat<br />

einglie<strong>der</strong>n.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

D<strong>am</strong>it sich Kin<strong>der</strong> und Jugendliche zu selbstbewussten, kreativen<br />

und neugierigen Menschen entwickeln können, sind kulturelle<br />

Bildung und ästhetische Erziehung unabdingbare Mittel.<br />

Deshalb ist verstärkte kulturelle Arbeit bereits in<br />

frühkindlichen Erziehungseinrichtungen und in <strong>der</strong> Schule<br />

notwendig. Aber auch Kin<strong>der</strong>- und Jugendarbeit in den Kulturinstitutionen<br />

sind dabei unerlässlich. Die bestehende Kooperation<br />

von Bildungsdezernat und Kulturdezernat wird erweitert<br />

und mit neuen Komponenten ergänzt. Denn Kin<strong>der</strong><br />

und Jugendliche sind das künftige Publikum unserer Museen<br />

und Theater.<br />

<strong>Frankfurt</strong>s Ansehen ist in hohem Maße durch sein Kulturangebot<br />

begründet. Keine an<strong>der</strong>e Stadt verfügt über eine solche<br />

Vielfalt kultureller Einrichtungen: das Museumsufer, die Städtischen<br />

Bühnen, die Alte Oper, den Kunst-, Musik- und Literaturbereich.<br />

Dieses weite Spektrum wollen wir auf hohem Niveau<br />

gewährleisten und verstärkt profilieren. Wir sind<br />

überzeugt, dass Kultur von essenzieller Bedeutung für das Zus<strong>am</strong>menleben<br />

in <strong>der</strong> Stadtgesellschaft ist, sowohl für die Einzelnen<br />

als auch für die Gemeinschaft. Außerdem ist Kultur ein<br />

wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb <strong>der</strong> Städte. In <strong>Frankfurt</strong><br />

sind Schätze vorhanden, die teilweise noch nicht angemessen<br />

präsentiert werden.<br />

So verfügt das Museum <strong>der</strong> Weltkulturen über eine große<br />

S<strong>am</strong>mlung von herausragen<strong>der</strong> Bedeutung, die aufgrund <strong>der</strong><br />

räumlichen Enge nur unzureichend ausgestellt werden kann.<br />

Daher streben wir eine Erweiterung dieses Museums im Rahmen<br />

<strong>der</strong> finanziellen Möglichkeiten an.<br />

Nach dem Erwerb von Werken <strong>der</strong> „Neuen <strong>Frankfurt</strong>er Schule“<br />

müssen diese <strong>der</strong> Öffentlichkeit so bald möglich zugänglich<br />

gemacht werden. Das Leinwandhaus soll zunächst im<br />

Erdgeschoss und 2.Stock Domizil des künftigen Karikaturenmuseums<br />

werden. Teile des durch den Umzug dieser S<strong>am</strong>mlung<br />

frei werdenden Raums im Historischen Museum sollen<br />

dann dem Thema „Auschwitz-Prozess“ als historisch wichtiger<br />

Zäsur in <strong>der</strong> bundesdeutschen Geschichtsaufarbeitung<br />

gewidmet werden.<br />

In einer Stadt wie <strong>Frankfurt</strong> bietet sich überdies die intensive<br />

kulturelle Zus<strong>am</strong>menarbeit mit den wissenschaftlichen Institutionen<br />

an, beson<strong>der</strong>s mit den Geisteswissenschaften. Das<br />

soll verstärkt werden.<br />

Wir wollen <strong>Frankfurt</strong>s Stellung als Sportstadt weiter festigen<br />

und allen Sporttreibenden sowohl im Vereins-, Leistungs- und<br />

Spitzensport als auch im Schul- und Breitensport gute Bedingungen<br />

bieten. Dazu gehört die verlässliche För<strong>der</strong>ung <strong>der</strong><br />

zahlreichen <strong>Frankfurt</strong>er Sportvereine genauso wie die Bereitstellung<br />

und <strong>der</strong> Ausbau <strong>der</strong> Infrastruktur im Bereich <strong>der</strong><br />

Sport- und Freizeitstätten. Auch die Akquisition weiterer<br />

Sportveranstaltungen – ggf. gemeins<strong>am</strong> mit <strong>der</strong> Region – gehört<br />

dazu.<br />

Wir wollen das ehren<strong>am</strong>tliche Engagement <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>erinnen<br />

und <strong>Frankfurt</strong>er weiter för<strong>der</strong>n und neben <strong>der</strong> Ehren<strong>am</strong>tscard<br />

weitere Möglichkeiten zur Würdigung und För<strong>der</strong>ung<br />

des Ehren<strong>am</strong>tes prüfen.<br />

Der Flohmarkt bleibt an seinem bisherigen Standort <strong>am</strong> <strong>Main</strong>ufer.<br />

Um die Bedürfnisse <strong>der</strong> Anwohnerinnen und Anwohner<br />

und <strong>der</strong> dortigen Museen stärker zu berücksichtigen, findet<br />

<strong>der</strong> Flohmarkt alle zwei Wochen statt.<br />

wIrtsChaFt, FlUghaFen UnD FInanzen<br />

Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit <strong>Frankfurt</strong>s ist ein<br />

starker Flughafen unverzichtbar. Um im europäischen Wettbewerb<br />

nicht zurückzufallen und die Position als führen<strong>der</strong><br />

Luftverkehrsstandort in Deutschland zu behalten, muss <strong>der</strong><br />

Flughafen angesichts massiver Konkurrenz seine Kapazitäten<br />

<strong>der</strong> internationalen Luftfahrtentwicklung anpassen. Dabei ist<br />

dem berechtigten Interesse <strong>der</strong> Menschen im Rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet<br />

an einer lebenswerten Umwelt Rechnung zu tragen. Dies<br />

kann unter an<strong>der</strong>em durch Lärmschutzmaßnahmen, ein<br />

Nachtflugverbot, den Schutz des Trinkwassers sowie die Optimierung<br />

<strong>der</strong> An- und Abflugrouten und Startverfahren geschehen.<br />

Beide Koalitionspartner erkennen den grundsätzlichen Dissens<br />

in dieser Frage an: Die <strong>CDU</strong> hält eine Ausweitung <strong>der</strong><br />

Flughafenkapazitäten durch den Bau einer neuen Landebahn<br />

im Nordwesten für unabdingbar. Für DIE GRÜNEN ist eine Kapazitätserweiterung<br />

nur innerhalb <strong>der</strong> gegenwärtigen Flughafengrenzen<br />

akzeptabel. Diese Beschränkung auf die heutigen<br />

Grenzen bezieht auch die Flächen <strong>der</strong> ehemaligen US-Air-Base<br />

sowie <strong>der</strong> Cargo-City und die Fläche <strong>der</strong> künftigen Wartungshalle<br />

für den Airbus A380 ein.<br />

Auf <strong>der</strong> Basis des gemeins<strong>am</strong>en Verständnisses <strong>der</strong> Koalitionspartner,<br />

keine Abstimmungsmehrheiten außerhalb <strong>der</strong><br />

Koalition zuzulassen, wird folgendes Verfahren vereinbart:<br />

p aus <strong>der</strong> koalition heraus erfolgen keine parl<strong>am</strong>entarischen<br />

Initiativen, die den ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />

durch den Bau einer neuen Landebahn im nordwesten beför<strong>der</strong>n.<br />

p aus <strong>der</strong> koalition heraus erfolgen auch keine parl<strong>am</strong>entarischen<br />

Initiativen, die einen ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />

außerhalb seiner heutigen Grenzen behin<strong>der</strong>n.<br />

109<br />

anhang


110<br />

p Die koalitionspartner enthalten sich bei parl<strong>am</strong>entarischen<br />

Initiativen, die den ausbau des <strong>Frankfurt</strong>er Flughafens<br />

betreffen, in dem Bewusstsein, dass solche Initiativen<br />

aufgrund <strong>der</strong> bereits geltenden Beschlüsse keine<br />

praktischen auswirkungen haben können.<br />

Darüber hinaus wollen wir <strong>Frankfurt</strong> als internationalen Wirtschafts-<br />

und Arbeitsplatzstandort ausbauen. Die Rolle <strong>der</strong><br />

Stadt als zentraler Finanzplatz in Deutschland und Europa ist<br />

zu stärken. Die Wirtschaftsstruktur muss in ihrer Vielfalt weiter<br />

geför<strong>der</strong>t werden. Die <strong>Frankfurt</strong>er Wirtschaftsför<strong>der</strong>ung<br />

wird nach <strong>der</strong> bereits erfolgten Gründung <strong>der</strong> regionalen<br />

Standortmarketinggesellschaft zu einem leistungsfähigen Instrument<br />

auf lokaler Ebene ausgebaut.<br />

Die Stadt wird ihre Möglichkeiten konsequent nutzen, um Firmen<br />

<strong>der</strong> Medien-, IT-, Umwelt- und Biotechnologiebranche<br />

sowie weitere Dienstleistungsunternehmen in <strong>Frankfurt</strong> anzusiedeln.<br />

Daher werden wir die Gewerbesteuer zum 1. Januar<br />

2007 um 30 Punkte auf 460 Punkte senken. Das schafft und<br />

sichert Arbeitsplätze. Die Zahl <strong>der</strong> gewerbesteuerzahlenden<br />

Betriebe soll auf Sicht wachsen und d<strong>am</strong>it die Einnahmebasis<br />

für diese Abgabe verbreitern.<br />

Weitere Anreize für neue Investitionen und Hilfestellung für<br />

Unternehmensansiedlungen in <strong>Frankfurt</strong> sollen sogenannte<br />

Verwaltungslotsen im Rathaus durch eine bessere, zentrale<br />

Betreuung hier ansässiger o<strong>der</strong> ansiedlungswilliger Unternehmen<br />

geben. Um gerade auch Jungunternehmerinnen und<br />

Jungunternehmer mit Migrationshintergrund für den Weg in<br />

die Selbständigkeit zu gewinnen, wird beim Existenzgründungszentrum<br />

„Kompass“ ein spezielles Progr<strong>am</strong>m entwickelt<br />

und geför<strong>der</strong>t.<br />

<strong>Frankfurt</strong>s Position als Wissenschaftsstadt wollen wir durch<br />

die weitere För<strong>der</strong>ung des Ausbaus <strong>der</strong> Goethe-Universität<br />

stärken: Für die anstehenden Bauvorhaben werden zügig alle<br />

erfor<strong>der</strong>lichen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen.<br />

Die städtischen Finanzen müssen auf Dauer konsolidiert werden.<br />

Die Haushaltsführung folgt weiterhin diesem Gebot. Fehlbeträge<br />

im Verwaltungshaushalt, also bei laufenden Einnahmen<br />

und Ausgaben, müssen mittelfristig vermieden werden,<br />

um zu einem nachhaltigen Abbau des Defizits zu kommen.<br />

Freiwillige Leistungen <strong>der</strong> Stadt sind danach zu bewerten, ob<br />

sie politisch gewünschte Entwicklungen vorantreiben o<strong>der</strong> ob<br />

sie geeignet sind, als Prävention höhere Folgekosten zu vermeiden.<br />

Dies kann <strong>der</strong> Fall sein, wenn sie dem sozialen Zus<strong>am</strong>menhalt<br />

dienen o<strong>der</strong> die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts<br />

<strong>Frankfurt</strong> stärken. Dann ist im Einzelfall auch <strong>der</strong> Ausbau<br />

von Progr<strong>am</strong>men o<strong>der</strong> Projekten in einem finanziell sinnvollen<br />

Rahmen vertretbar. Investitionen sind auch unter Inkaufnah-<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

me einer maßvollen Nettoneuverschuldung möglich, wenn sie<br />

<strong>der</strong> Vermögenssicherung dienen, so zum Beispiel für die Bauunterhaltung<br />

bei Schulen, Kin<strong>der</strong>tageseinrichtungen, öffentlichen<br />

Gebäuden, Straßen, Wegen und Plätzen.<br />

Zur Stärkung <strong>der</strong> kleinen und mittelständischen Unternehmen<br />

in <strong>Frankfurt</strong> wird ein kommunales Konjunkturprogr<strong>am</strong>m aufgelegt,<br />

das alleine durch die Anhebung <strong>der</strong> Bauunterhaltung im<br />

Schulbereich einen Investitionsumfang von rund 30 Millionen<br />

Euro über die Wahlperiode besitzt. Dabei werden Investitionen<br />

in substanzerhaltende Bauvorhaben und den barrierefreien Umbau<br />

öffentlicher Gebäude vorgesehen. Bei <strong>der</strong> Ausschreibung<br />

öffentlicher Aufträge sollen alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt<br />

werden, um die Bewerbung <strong>der</strong> hier ansässigen kleineren<br />

und mittelständischen Unternehmen vermehrt zu för<strong>der</strong>n. Das<br />

stärkt die Wirtschaft in <strong>der</strong> Region <strong>Frankfurt</strong>/Rhein-<strong>Main</strong> und<br />

führt d<strong>am</strong>it auch zu höheren Steuereinnahmen für die Stadt. Die<br />

Veröffentlichung aller Ausschreibungen sowie Ausschreibungsunterlagen<br />

und Teilnahmeanträge im Internet soll ebenfalls Teil<br />

dieses Konjunkturprogr<strong>am</strong>ms sein.<br />

staDtverwaltUng, ver waltUngsreForM<br />

UnD gleIChBereChtIgUng<br />

Unser Ziel ist es auch, die Stadtverwaltung zu mo<strong>der</strong>nisieren.<br />

Dabei wollen wir die Ämter neu strukturieren und Personalkosten<br />

reduzieren. Frei werdende Stellen im höheren Dienst<br />

sollen insbeson<strong>der</strong>e im Rahmen eines Traineeprogr<strong>am</strong>mes für<br />

Nachwuchskräfte besetzt werden. Dafür können sich auch geeignete<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gehobenen<br />

Dienstes (Tarifgruppen A12, A13) bewerben. Einstellungs- und<br />

Aufstiegsverfahren des höheren Dienstes sind nur mit Zustimmung<br />

des Magistrats zulässig. Der Grundsatz „Umsetzung<br />

geht vor Einstellung“ gilt weiter. Um dabei eine höhere Effizienz<br />

zu erzielen, werden die Aktivitäten im Bereich <strong>der</strong> Personalentwicklung<br />

verstärkt. Auf diese Weise wird die Qualifizierung<br />

<strong>der</strong> Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue Aufgaben<br />

und Umschulungen ermöglicht.<br />

Die Stadtverwaltung wird das Audit „Beruf und F<strong>am</strong>ilie“ <strong>der</strong><br />

gemeinnützigen Hertie-Stiftung durchführen.<br />

Zu den Voraussetzungen für eine solidarische Mo<strong>der</strong>nisierung<br />

<strong>der</strong> Gesellschaft gehört auch Geschlechtergerechtigkeit. Wir<br />

werden daher eine offensive Gleichstellungspolitik verfolgen.<br />

Dazu gehört die nachhaltige Umsetzung des Gen<strong>der</strong> <strong>Main</strong>stre<strong>am</strong>ing<br />

auch im Rathaus. Frauenför<strong>der</strong>ung wird als Qualitätsmerkmal<br />

in <strong>der</strong> Stadtverwaltung verankert. Der Frauenanteil<br />

bei Führungspositionen soll erhöht und als gesellschaftliches<br />

Vorbild für die Unternehmen <strong>der</strong> Stadt herausgestellt werden.<br />

Die Stadt unterstützt weiterhin Initiativen zur Frauenför<strong>der</strong>ung<br />

beson<strong>der</strong>s im Bereich <strong>der</strong> berufliche Bildung und Arbeitsmarktintegration.<br />

Beson<strong>der</strong>es Augenmerk gilt auch <strong>der</strong> För<strong>der</strong>ung von


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

Migrantinnen. Das Frauenreferat muss weiterhin qualifizierte<br />

Arbeit leisten können. Wir werden außerdem dafür Sorge tragen,<br />

dass die interkulturelle Kompetenz in <strong>der</strong> Stadtverwaltung<br />

weiter erhöht wird und künftig mehr Menschen mit Migrationshintergrund<br />

in <strong>der</strong> Stadtverwaltung arbeiten.<br />

Die Informationstechnik wird auf <strong>der</strong> Basis einer fundierten<br />

Kosten-Nutzenrechnung zentralisiert und mo<strong>der</strong>nisiert. Dabei<br />

wird Kompatibilität zwischen den Dezernaten, Ämtern<br />

und Behörden hergestellt.<br />

Mit dem Personalrat wird mit dem Ziel einer neuen Dienstvereinbarung<br />

über die Themen <strong>der</strong> ausgelaufenen Dienstvereinbarung<br />

183 verhandelt.<br />

In Wahrnehmung ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung<br />

geht die Stadt eine Selbstverpflichtung ein, weiterhin<br />

über ihren Bedarf hinaus auszubilden, allerdings ohne Übernahmegarantie<br />

für die Absolventinnen und Absolventen.<br />

sozIales UnD wohnen<br />

Um <strong>Frankfurt</strong> weiterhin als soziale Stadt zu sichern, wird <strong>der</strong><br />

„Vertrag für den Sozialen Frieden“ fortgeschrieben. Seine Inhalte<br />

werden an den aktuellen sozialpolitischen Bedürfnissen<br />

und Entwicklungen bis 2011 und darüber hinaus ausgerichtet.<br />

Dabei ist für uns die beson<strong>der</strong>e För<strong>der</strong>ung von F<strong>am</strong>ilien und<br />

die Verbesserung <strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>- und Jugendhilfe genauso wichtig<br />

wie die Anpassung <strong>der</strong> Altenpolitik an die demografische<br />

Entwicklung <strong>Frankfurt</strong>s und eine Neukonzeption <strong>der</strong> Angebote<br />

in <strong>der</strong> Altenhilfe, die sich nicht an überkommenen Altenbil<strong>der</strong>n<br />

orientiert. Die Bürgerinnen und Bürger sollen in Würde<br />

alt werden und dazu gehört ein so lange wie möglich<br />

selbstbestimmtes Leben. Geeignete Instrumente, um dies zu<br />

unterstützen, sind die gezielte För<strong>der</strong>ung von Wohngemeinschaften,<br />

Mietzuschüsse und Renovierungshilfen, kleine,<br />

überschaubare stationäre und teilstationäre Pflegeeinrichtungen<br />

und Einkaufshilfen in Stadtteilen mit schlechter Einzelhandelsstruktur.<br />

In Neubaugebieten muss die jeweils erfor<strong>der</strong>liche soziale Infrastruktur<br />

zeitnah, möglichst gleichzeitig mit dem Bezug <strong>der</strong><br />

Quartiere fertig gestellt werden. Dabei ist die bestehende Infrastruktur<br />

in benachbarten Stadtteilen zu berücksichtigen<br />

und in die Planungen für die Neubaugebiete einzubeziehen.<br />

Beson<strong>der</strong>er Wert ist darauf zu legen, dass Einrichtungen im<br />

Hinblick auf die demografische Entwicklung konzipiert werden,<br />

also zum Beispiel Kin<strong>der</strong>betreuungseinrichtungen bei<br />

verän<strong>der</strong>tem Bedarf später auch als Jugendeinrichtungen,<br />

Bürgertreff o<strong>der</strong> ähnliches genutzt werden können. Gleich-<br />

zeitig sind bestehende Doppel- o<strong>der</strong> Mehrfachangebote unter<br />

enger Vernetzung <strong>der</strong> jeweiligen Träger und <strong>der</strong> Stadt abzubauen.<br />

Bei Ausbildungs- und Beschäftigungsangeboten wird die<br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> ein spezielles Augenmerk darauf richten, Jugendarbeitslosigkeit<br />

zu bekämpfen. Um den Erfolg besser bewerten<br />

und gegebenenfalls gezielt Än<strong>der</strong>ungen vornehmen<br />

zu können, wird wie<strong>der</strong> eine kommunale Arbeitsmarktberichterstattung<br />

eingeführt.<br />

Unser Ziel ist ein stabiler, allen Bevölkerungsschichten zugänglicher,<br />

nutzerorientierter Wohnungsmarkt, <strong>der</strong> auch für<br />

F<strong>am</strong>ilien mit Kin<strong>der</strong>n attraktive Angebote bereithält und auf<br />

den demografischen Wandel vorbereitet ist.<br />

In den nächsten fünf Jahren wird <strong>der</strong> Wohnungsanteil in <strong>der</strong><br />

Innenstadt und in den innenstadtnahen Quartieren weiter erhöht.<br />

Dazu soll die Umwandlung von Büroraum in Wohnungen<br />

vorangetrieben werden und eine Erhöhung des Wohnanteils<br />

in Plangebieten erfolgen. Die städtischen Wohnungsbauunternehmen<br />

werden angehalten, wie<strong>der</strong> mehr in den Neubau<br />

investieren. Genossenschaftliche Modelle und private Baugruppen<br />

sowie das individuelle Bauen werden verstärkt geför<strong>der</strong>t.<br />

Progr<strong>am</strong>me zum Eigentumserwerb für junge F<strong>am</strong>ilien<br />

werden fortgeführt.<br />

Um mehr f<strong>am</strong>ilien- und seniorengerechte Wohnungen zu<br />

schaffen, werden die kommunalen För<strong>der</strong>gel<strong>der</strong> um 10 Millionen<br />

Euro aufgestockt. Alle För<strong>der</strong>richtlinien werden mit dem<br />

Ziel überarbeitet, künftig nach Möglichkeit nur noch barrierefreies<br />

Bauen im Passivhausstandard zu för<strong>der</strong>n. Um auch private<br />

Investoren zum Bau seniorengerechter Wohnungen zu<br />

ermutigen, gibt die Stadt <strong>Frankfurt</strong> eine detaillierte Bedarfsanalyse<br />

in Auftrag.<br />

Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften unter dem Dach<br />

<strong>der</strong> ABG <strong>Frankfurt</strong> Holding agieren wirtschaftlich und sozial<br />

verantwortlich. Innerhalb des Unternehmens wird deshalb geprüft,<br />

in welchen Wohngebieten künftig ein fünfprozentiger<br />

Abstand zu den Preisen des Mietspiegels eingehalten werden<br />

sollte. Zur För<strong>der</strong>ung des selbstgenutzten Wohneigentums<br />

wird <strong>der</strong> Verkauf städtischer Wohnungen an Mieterinnen und<br />

Mieter fortgeführt. Eine Veräußerung städtischer Wohnungsbaugesellschaften<br />

o<strong>der</strong> von Teile dieser Unternehmen an private<br />

Investoren ist dagegen ausgeschlossen.<br />

staDtentwICklUng UnD verkehr<br />

Wir wollen <strong>Frankfurt</strong> mit seinem historisch gewachsenen Stadtbild,<br />

seiner funktionierenden Innenstadt und den lebendigen<br />

Stadtteilen schützen und gleichzeitig weiterentwickeln.<br />

111<br />

anhang


112<br />

Die Attraktivität <strong>der</strong> Innenstadt soll durch eine Aufwertung<br />

des ges<strong>am</strong>ten Areals zwischen Zeil und <strong>Main</strong>ufer in den<br />

nächsten fünf Jahren gestärkt werden. Das umfasst eine<br />

Verbesserung <strong>der</strong> Qualität des öffentlichen Raums, behuts<strong>am</strong>e<br />

Nachverdichtung und die Schaffung von mehr Wohnraum.<br />

Um die Aufenthaltsqualität in <strong>der</strong> Innenstadt für<br />

Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen, wird <strong>der</strong> Straßenabschnitt<br />

zwischen Katharinenkirche und Biebergasse<br />

zur Fußgängerzone umgestaltet. Die finanziellen Mittel dafür<br />

werden im Haushalt 2007 bereit gestellt. Das Erscheinungsbild<br />

<strong>der</strong> Zeil zwischen Hauptwache und Konstablerwache<br />

wird durch ein neues Gestaltungs- und<br />

Beleuchtungskonzept verbessert, das die Sanierung <strong>der</strong> bestehenden<br />

Pavillons einschließt und die charakteristischen<br />

Baumreihen weitestgehend erhält. Die Stichstraßen zur<br />

Zeil und ihre Parallelstraßen erfahren ebenfalls eine Aufwertung.<br />

Die Wegebeziehungen in Nord-Süd-Richtung werden<br />

verbessert. Ein entsprechendes Konzept wird in <strong>der</strong><br />

zweiten Jahreshälfte <strong>2006</strong> vorgelegt. Die nördliche <strong>Main</strong>uferstraße<br />

(<strong>Main</strong>kai/Untermainkai) wird zwischen Alter Brücke<br />

und Untermainbrücke in einem Tunnel geführt. Dadurch<br />

entsteht oberirdisch <strong>am</strong> Eisernen Steg eine <strong>der</strong><br />

schönsten Uferpromenaden Deutschlands. Die Altstadt<br />

<strong>Frankfurt</strong>s rückt d<strong>am</strong>it wie<strong>der</strong> an den <strong>Main</strong>.<br />

Anstelle des heutigen Technischen Rathauses soll ein gemischtes,<br />

kleinteiliges und lebendiges Quartier mit vielen<br />

Wohnungen, aber auch mit Läden, Lokalen, kulturellen und<br />

sozialen Nutzungen entstehen. Die Stadt wird das Gelände<br />

zwischen Dom und Römer zurückkaufen. Dort werden, ausgerichtet<br />

<strong>am</strong> historischen Stadtgrundriss, möglichst kleine<br />

Grundstücke gebildet, d<strong>am</strong>it viele verschiedene Stadthäuser<br />

realisiert werden können. Für die Neubebauung wird in Anlehnung<br />

an die bauliche Tradition <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Altstadt<br />

eine Gestaltungssatzung erarbeitet, die Vorgaben zu Baumaterialien,<br />

Stockwerkshöhen und Dachformen macht. Einige<br />

wenige, historisch bedeuts<strong>am</strong>e Gebäude sollen rekonstruiert<br />

und zeitgemäß genutzt werden. Der Archäologische<br />

Garten bleibt öffentlich zugänglich. Die Neubebauung entlang<br />

<strong>der</strong> Braubachstraße orientiert sich in ihrer Gestaltung<br />

an den umliegenden Gebäuden. Mittels einer mo<strong>der</strong>ierten<br />

Planungswerkstatt wird ein breites Spektrum an Fachleuten,<br />

Bürgerinnen und Bürgern an <strong>der</strong> detaillierteren Planung <strong>der</strong><br />

künftigen Nutzung und Bebauung beteiligt.<br />

Wir werden ein neues Brunnenprogr<strong>am</strong>m auflegen, um alle<br />

Brunnen in <strong>der</strong> Stadt zu sanieren und wie<strong>der</strong> zum Fließen<br />

zu bringen.<br />

Unter dem Titel „Zu Hause im Stadtteil“ wird ein Investitionsprogr<strong>am</strong>m<br />

zur Verbesserung <strong>der</strong> städtebaulichen Situation<br />

in den <strong>Frankfurt</strong>er Stadtteilen aufgelegt. Ziel ist die<br />

Verschönerung von Ortskernen, Plätzen, Wegen, Anlagen<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

und Straßen in enger Kooperation mit den zuständigen<br />

Ortsbeiräten. Der Einzelhandel in den Stadtteilen soll geschützt<br />

und gestärkt werden.<br />

Die den Denkmalschutz ergänzenden Erhaltungssatzungen und<br />

das Instrument <strong>der</strong> Milieuschutzsatzung werden vor dem Hintergrund<br />

<strong>der</strong> Novellierung <strong>der</strong> hessischen Bauordnung bis September<br />

<strong>2006</strong> auf ihre Wirks<strong>am</strong>keit hin überprüft und gegebenenfalls<br />

mit dem Ziel größerer Verbindlichkeit überarbeitet.<br />

Ein wesentlicher Aspekt <strong>der</strong> Stadtentwicklung ist die Verkehrspolitik.<br />

Hier wollen wir in den nächsten fünf Jahren für<br />

die zügige Verwirklichung wichtiger Verkehrsplanungen und<br />

–projekte sorgen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen dabei<br />

nicht nur um das „Was“, son<strong>der</strong>n auch verbindlich um das<br />

„Wer, wie und wann“ wissen. Dieser Grundsatz gilt für alle die<br />

städtische Mobilität betreffenden Verkehrsträger. Wir sind für<br />

ein Miteinan<strong>der</strong> von Öffentlichem Nahverkehr und Individualverkehr,<br />

von Fahrrad- und Fußgängerverkehr. Deshalb setzen<br />

wir auf einen attraktiven ÖPNV, ein leistungsfähiges Straßennetz,<br />

genügend Radwege und auch eine Lobby für Fußgänger.<br />

Um das Zu-Fuß-Gehen sicherer und angenehmer zu machen,<br />

hat <strong>Frankfurt</strong> im Vergleich zu an<strong>der</strong>en europäischen Städten<br />

einigen Nachholbedarf. Dafür wollen wir die Ergebnisse des<br />

zur Zeit laufenden Pilot-Projektes „Nahmobilität im Nordend“<br />

nutzen und mit den Ortsbeiräten und weiteren interessierten<br />

und engagierten Bürgerinnen und Bürgern in den Stadtteilen<br />

Hin<strong>der</strong>nisse für Fußgängerinnen und Fußgänger zügig aus<br />

dem Weg räumen. Es soll Freude machen, in <strong>der</strong> Stadt zu Fuß<br />

unterwegs zu sein. Gleichzeitig wollen wir die Verkehrsberuhigung<br />

in den Stadtvierteln stärker an den Interessen von Kin<strong>der</strong>n<br />

ausrichten und ihnen beispielsweise durch die Einrichtung<br />

von Spielstraßen einen sicheren Raum zum Spielen vor<br />

<strong>der</strong> Haustür geben.<br />

Für die Entwicklungsperspektiven im motorisierten Individualverkehr,<br />

im Fuß- und Radverkehr sowie für die Mobilität<br />

mit Bussen und Bahnen bildet <strong>der</strong> beschlossene Ges<strong>am</strong>tverkehrsplan<br />

die Grundlage. Darüber hinaus wollen wir die<br />

Stadtbahn vom Güterplatz an oberirdisch weiterführen, um<br />

das Europaviertel zeitnah mit seiner städtebaulichen Entwicklung<br />

an das städtische ÖPNV-Netz anzubinden. Zur<br />

Steigerung <strong>der</strong> Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs<br />

in <strong>der</strong> Hanauer Landstraße wird die dort verlaufende<br />

Straßenbahntrasse unterirdisch unter dem Ratswegkreisel<br />

hindurch geführt. Priorität hat für uns die Straßenbahnverbindung<br />

Mörfel<strong>der</strong> Landstraße/Stresemannallee sowie das<br />

Konzept für Quartiersgaragen. Der Beschluss zur Verlängerung<br />

<strong>der</strong> U-Bahn-Strecke von <strong>der</strong> Bockenheimer Warte nach<br />

Ginnheim wird aufgehoben. Die Anbindung des Riedbergs<br />

an das Stadtbahnnetz wird schnellstmöglich realisiert.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

UMwelt UnD gesUnDheIt<br />

Der GrünGürtel wird erhalten und aufgewertet. Dabei sollen<br />

die Verknüpfungen mit dem Regionalpark erweitert werden,<br />

z. B. vom Riedberg in Richtung Oberursel, <strong>am</strong> Sulzbach entlang<br />

von Sossenheim in Richtung Sulzbach sowie im Süden <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> entlang in Richtung Offenbach. Bei solchen Erweiterungen<br />

und bei Ausgleichsmaßnahmen für Versiegelungen<br />

durch Bauprojekte werden die Nutzflächen <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe und ihre Bewirtschaftung<br />

gesichert. Als Alternative und um Ausgleichsmaßnahmen<br />

möglichst im Stadtgebiet realisieren zu können, wird<br />

<strong>der</strong> Stadtwald aufgewertet, werden Wildbrücken errichtet,<br />

Fließgewässer naturnah ausgebaut und weitere fischökologische<br />

Maßnahmen umgesetzt.<br />

Für die Pflege <strong>der</strong> Grünflächen, Parks, Wallanlagen und Spielplätze<br />

wird mehr Geld zur Verfügung gestellt, um sie in einem<br />

angemessenem Zustand zu erhalten. Grünflächen werden in<br />

Zukunft anspruchsvoller und attraktiver gestaltet.<br />

Der Botanische Garten wird für die <strong>Frankfurt</strong>er Bevölkerung<br />

erhalten und mit dem Palmengarten und Grüneburgpark entsprechend<br />

<strong>der</strong> jetzt vorgelegten Studie zum <strong>Frankfurt</strong>er Gartenreich<br />

verknüpft. Bei <strong>der</strong> Umgestaltung des Eingangs an <strong>der</strong><br />

Siesmayerstraße werden die Kr<strong>am</strong>erbauten erhalten und die<br />

Grünflächen erweitert. Zur künftigen Finanzierung wird das<br />

Modell mit <strong>der</strong> Senckenbergischen Stiftung gewählt.<br />

Die Reduktion <strong>der</strong> CO2-Emissionen ist praktisch eine Pflichtaufgabe<br />

<strong>der</strong> Stadt geworden, um die Gesundheit <strong>der</strong> Bevölkerung<br />

zu schützen, die lokale Wirtschaft zu för<strong>der</strong>n und die Zukunftsfähigkeit<br />

<strong>der</strong> Stadt zu erhalten. Die Kommune erstellt<br />

daher ein alle Handlungsfel<strong>der</strong> umfassendes Konzept zur Vermin<strong>der</strong>ung<br />

des Energieverbrauchs, zur Reduktion <strong>der</strong> CO2-<br />

Emissionen und zur För<strong>der</strong>ung erneuerbarer Energien. Ziele<br />

sind eine Verringerung des Energieverbrauchs in <strong>der</strong> Stadt um<br />

jährlich ein Prozent entsprechend einem Vorschlag <strong>der</strong> EU-<br />

Kommission und eine Reduzierung <strong>der</strong> CO2-Emissionen um<br />

zehn Prozent in einem Fünfjahres-Zeitraum, wie im Klima-<br />

Bündnis <strong>der</strong> europäischen Städte vorgeschlagen. Neue städtische<br />

Gebäude werden möglichst nur noch in Passivhausbauweise<br />

errichtet. Um Erfolge nachprüfbar zu machen, wird alle<br />

zwei Jahre eine CO2-Bilanz erstellt.<br />

Der Beschluss, dass die Stadt und die städtischen Gesellschaften<br />

für ihre Fuhrparks nur noch Erdgasfahrzeuge kaufen<br />

und vorhandene Fahrzeuge mit Dieselrußfiltern nachrüsten,<br />

wird bekräftigt. Sobald <strong>der</strong> Bund eine Kennzeichungsverordnung<br />

für Umweltzonen erlässt, werden schnellst möglich Umweltzonen<br />

in <strong>Frankfurt</strong> eingerichtet.<br />

Die städtischen Kliniken Höchst bleiben als gemeinnützige<br />

GmbH in kommunalem Eigentum und werden auf <strong>der</strong> Basis<br />

des vorliegenden Wirtschaftlichkeitsgutachtens weiterentwickelt.<br />

Die „<strong>Frankfurt</strong>er Klinikallianz“ als Kooperation <strong>der</strong> Krankenhäuser<br />

in öffentlicher Hand wird intensiviert und ausgeweitet.<br />

In <strong>der</strong> Suchtpolitik wird <strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Weg fortgeführt. Dazu<br />

gehört unter an<strong>der</strong>em eine Ausweitung des im Bahnhofsviertel<br />

gestarteten Projektes „Offensive Sozialarbeit, Sicherheit,<br />

Intervention, Prävention“ auf an<strong>der</strong>e Stadtteile, eine Erweiterung<br />

<strong>der</strong> Drogenpolitik um die Zuständigkeit für die legalen<br />

Süchte, eine Intensivierung <strong>der</strong> interdisziplinären Zus<strong>am</strong>menarbeit<br />

<strong>der</strong> Ämter, die bessere Vernetzung stationärer und <strong>am</strong>bulanter<br />

Suchthilfeangebote und die Erprobung neuer Methoden<br />

in <strong>der</strong> Suchthilfe. Die ärztlich kontrollierte Heroinvergabe<br />

als Regelangebot wird gesichert. Ein Schwerpunkt soll auf <strong>der</strong><br />

Früherkennung und Frühintervention sowie dem Ausbau <strong>der</strong><br />

Suchtprävention und <strong>der</strong>en Verzahnung mit Musik- und Jugendkultur<br />

liegen. Die Leitlinien „Suchtprävention an Schulen“<br />

und das vorliegende Suchtpräventionskonzept werden<br />

zeitnah umgesetzt.<br />

Hilfsangebote für Personengruppen mit beson<strong>der</strong>en sozialen<br />

Schwierigkeiten, etwa Obdachlose o<strong>der</strong> Suchtkranke, werden<br />

weiter vorgehalten und noch enger mit den gesundheitspolitischen<br />

Angeboten verknüpft.<br />

sICherheIt<br />

Die kommunale Sicherheitspolitik muss darauf ausgerichtet<br />

sein, allen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt je<strong>der</strong>zeit die<br />

ungefährdete Teilhabe <strong>am</strong> öffentlichen Leben zu ermöglichen.<br />

<strong>Frankfurt</strong> ist in den vergangenen Jahren deutlich sauberer und<br />

sicherer geworden. Die Koalition wird den erfolgreichen Weg<br />

<strong>der</strong> <strong>Frankfurt</strong>er Sicherheitspolitik in den nächsten fünf Jahren<br />

weiterbeschreiten und insbeson<strong>der</strong>e die präventive Arbeit<br />

und die bundesweit anerkannten K<strong>am</strong>pagnen „Gewalt-Sehen-<br />

Helfen“ und „Gewalt ist nie privat“ intensivieren.<br />

Um vor allem in den äußeren Stadtteilen die Sicherheit weiter<br />

zu erhöhen und zusätzliche Präsenz von Sicherheitskräften zu<br />

erreichen, wird zum 1. Januar 2007 <strong>der</strong> Freiwillige Polizeidienst<br />

in einer Stärke von 90 Personen eingeführt. Bis dahin<br />

werden geeignete Personen ausgewählt und ausgebildet.<br />

Für die Sicherheit von Frauen und Mädchen werden die Gewaltschutzeinrichtungen<br />

in <strong>der</strong> Stadt erhalten und nachhaltig<br />

unterstützt.<br />

Die Hilfs- und Rettungsdienste, beson<strong>der</strong>s Feuerwehr, Freiwillige<br />

Feuerwehren und Technisches Hilfswerk, sind unverzichtbar<br />

zum Schutz vor Naturgewalten wie Feuer, Wasser und Un-<br />

11<br />

anhang


11<br />

wetter, aber auch zur Hilfe bei Unfällen o<strong>der</strong> gar Katastrophen.<br />

Die Stadt wird auch in Zukunft sicherstellen, dass die haupt-<br />

und ehren<strong>am</strong>tlichen Helfer ihre Aufgaben erfüllen können.<br />

Das geschieht durch die Bereitstellung von Grundstücken, Gebäuden,<br />

Ausstattung und finanziellen Mitteln.<br />

IntegratIon<br />

Die erfolgreiche Integrationspolitik <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> wird<br />

fortgesetzt. Wir treten entschieden gegen Fremdenfeindlichkeit,<br />

Diskriminierung und Rassismus ein. Migrantinnen und<br />

Migranten sollen gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten zu<br />

allen Bereichen <strong>der</strong> Gesellschaft erhalten. Die Progr<strong>am</strong>me<br />

zum Erlernen <strong>der</strong> deutschen Sprache für Migrantenkin<strong>der</strong> und<br />

-eltern werden ebenso ausgebaut wie erfor<strong>der</strong>liche Beratungsangebote.<br />

Für Jugendliche mit Migrationshintergrund wird<br />

das Angebot an gezielten Qualifikations- und Beschäftigungsprojekten<br />

weiter verbessert. Im Gesundheitsbereich wird<br />

mehr interkulturelles Wissen verankert, Dolmetscherdienste<br />

und muttersprachliche Gesundheitsberatung sollen zum Standard<br />

werden. Die kulturelle Öffnung von Altenhilfeangeboten<br />

wird vorangetrieben.<br />

Die soziale Lage von Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus in<br />

<strong>Frankfurt</strong> leben, soll durch geeignete Maßnahmen verbessert<br />

werden. Hierfür wird ein Arbeitsgremium aus Vertreterinnen<br />

und Vertretern von Behörden und Institutionen <strong>der</strong> Wohlfahrtsverbände<br />

eingerichtet. Es hat die Aufgabe, praktische<br />

Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, wie diese Menschen Zugang<br />

zu einer medizinischen Grund- beziehungsweise Notfallversorgung<br />

bekommen und ihre Kin<strong>der</strong> Kin<strong>der</strong>gärten und<br />

Schulen besuchen können. Die Arbeit dieses Gremiums wird<br />

vom Dezernat für Integration koordiniert. Für Konflikte von<br />

Migrantinnen und Migranten mit städtischen Ämtern wird im<br />

Amt für multikulturelle Angelegenheiten eine Ombudsstelle<br />

eingerichtet.<br />

tolerantes FrankFUrt<br />

Wir stehen dafür ein, dass <strong>Frankfurt</strong> eine lesben- und schwulenfreundliche<br />

Stadt ist und Diskriminierung und Missachtung<br />

von Lesben und Schwulen o<strong>der</strong> Gewalt gegen sie nicht geduldet<br />

werden. Nichtkommerzielle Einrichtungen für diese Bevölkerungsgruppen<br />

sollen weiterhin unterstützt werden. Dazu<br />

gehören Beratungsstellen und Freizeiteinrichtungen für Jugendliche<br />

o<strong>der</strong> die Gründung des „Altenpflegayheims“.<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

ortsBeIräte UnD BürgerBeteIlIgUng<br />

Die Ortsbeiräte erhalten ein nach <strong>der</strong> jeweiligen Einwohnerzahl<br />

gestaffeltes Budget zur eigenständigen Umsetzung<br />

kleinerer Verschönerungsvorhaben.<br />

Das erfolgreiche Modell <strong>der</strong> Ortsdiener wird in ein eigenständiges<br />

Progr<strong>am</strong>m <strong>der</strong> Stadt überführt.<br />

In allen Fachausschüssen <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger unter einem<br />

beson<strong>der</strong>en, verbindlich angesetzten Tagesordnungspunkt<br />

Re<strong>der</strong>echt zu den jeweiligen Punkten <strong>der</strong> Tagesordnung.


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

antRäge & anfRagen deR cdu­fRaKtion<br />

NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />

ältestenaUssChUss<br />

3 26.4.<strong>2006</strong> Bildung <strong>der</strong> Ausschüsse für die XVI.<br />

Wahlperiode<br />

4 26.4.<strong>2006</strong> Geschäftsordnung <strong>der</strong> Stadtverordnetenvers<strong>am</strong>mlung<br />

10 10.5.<strong>2006</strong> Vorzeitige Abberufung des haupt<strong>am</strong>tlichen<br />

Ersten Beigeordneten Achim<br />

Vandreike gemäß § 76 Abs. 2 HGO<br />

11 10.5.<strong>2006</strong> Vorzeitige Abberufung des haupt<strong>am</strong>tlichen<br />

Beigeordneten Franz Frey gemäß<br />

§ 76 Abs. 2 HGO<br />

12 10.5.<strong>2006</strong> Vorzeitige Abberufung des haupt<strong>am</strong>tlichen<br />

Beigeordneten Dr. Hans-<br />

Bernhard Nordhoff gemäß § 76 Abs. 2<br />

HGO<br />

15 15.5.<strong>2006</strong> Re<strong>der</strong>echt für Bürgerinnen und Bürger<br />

in den Fachausschüssen<br />

54 21.6.<strong>2006</strong> Büroausstattung fraktionsloser<br />

Stadtverordneter<br />

126 12.9.<strong>2006</strong> Ernennung von Herrn Günther<br />

Weißenseel zum Stadtältesten<br />

603 18.9.2007 Ehrenbezeichnung Ortsälteste<br />

610 20.9.2007 Ernennung von Herrn Stadtkämmerer<br />

a.D. Horst Hemzal zum Stadtältesten<br />

BIlDUng UnD IntegratIon<br />

19 17.5.<strong>2006</strong> Die <strong>Frankfurt</strong>er Hochschulen stärken<br />

und die Situation <strong>der</strong> Studierenden<br />

verbessern<br />

51 20.6.<strong>2006</strong> Landesför<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Privatschulen:<br />

Auswirkungen für die Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

69 3.7.<strong>2006</strong> Hauptschulen stärken<br />

70 5.7.<strong>2006</strong> Hortplätze in Nie<strong>der</strong>rad<br />

71 5.7.<strong>2006</strong> Kin<strong>der</strong>garten- u. Hortplätze in <strong>Frankfurt</strong><br />

<strong>am</strong> <strong>Main</strong> - Nied<br />

A 59 1.11.<strong>2006</strong> Angebote zur Sprachför<strong>der</strong>ung in<br />

<strong>Frankfurt</strong>s Kin<strong>der</strong>gärten transparent<br />

gestalten und mögliche Synergien<br />

bündeln!<br />

209 9.11.<strong>2006</strong> Unterrichtsgarantie plus<br />

267 18.1.2007 Zus<strong>am</strong>menlegung <strong>der</strong> Bornheimer<br />

Realschule und <strong>der</strong> Weidenbornschule<br />

269 17.1.2007 Der bilinguale griechische Zweig an <strong>der</strong><br />

Holzhausenschule bleibt erhalten<br />

A 112 24.1.2007 Erweiterungsmaßnahmen für die Franz-<br />

Böhm-Schule<br />

A 113 30.1.2007 Ausgleichskosten für den Besuch von<br />

Gastkin<strong>der</strong>n in Tageseinrichtungen<br />

318 12.2.2007 Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des<br />

Projekts Soziale Stadt – Neue Nachbarschaften<br />

erproben<br />

426 18.4.2007 Betreuungsangebote für unter<br />

Dreijährige<br />

497 11.6.2007 Benutzungsordnung <strong>der</strong> Stadtbücherei<br />

635 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>:<br />

Moscheebau in Hausen<br />

636 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>:<br />

Integrationsvereinbarung für <strong>Frankfurt</strong><br />

prüfen<br />

637 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>: Verbot<br />

<strong>der</strong> NPD-Demonstration <strong>am</strong><br />

20. Oktober 2007<br />

720 19.12.2007 Interkulturelle Bildung und För<strong>der</strong>ung<br />

von Deutschkenntnissen in <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Kin<strong>der</strong>gärten durch den Ausbau <strong>der</strong><br />

„frühstart“- Angebote verstärken!<br />

A 423 24.1.<strong>2008</strong> Maßnahmen zur Stärkung <strong>der</strong> Medienkompetenz<br />

von Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen<br />

im Internet<br />

sonDeraUssChUss DoM-röMer<br />

201 8.11.<strong>2006</strong> Planungswerkstatt „Altstadt“ zu einem<br />

guten Erfolg bringen<br />

haUpt- UnD FInanzaUssChUss<br />

57 19.6.<strong>2006</strong> Nachtflugverbot sicherstellen<br />

56 21.6.<strong>2006</strong> Welche Konsequenzen ergeben sich aus<br />

<strong>der</strong> neuen Prognose zum <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Flughafen?<br />

64 29.6.<strong>2006</strong> Die Architektur <strong>der</strong> Großmarkthalle<br />

wahren<br />

84 10.8.<strong>2006</strong> Termin <strong>der</strong> OB-Wahl<br />

92 15.8.<strong>2006</strong> Senkung des Gewerbesteuerhebesatzes<br />

161 4.10.<strong>2006</strong> För<strong>der</strong>richtlinie Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> – Bahnhofsviertel<br />

115<br />

anhang


116<br />

NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />

208 8.11.<strong>2006</strong> Umbau <strong>der</strong> Großmarkthalle und<br />

Nutzung durch die Europäische<br />

Zentralbank<br />

225 29.11.<strong>2006</strong> Bebauungsplan Nr. 834 Südliche<br />

Rödelheimer Landstraße<br />

287 1.2.2007 Medienvielfalt sichern<br />

346 27.2.2007 Weiterführende Schulangebote im<br />

Neubaugebiet Riedberg<br />

350 1.3.2007 F<strong>am</strong>ilienmesse des <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Bündnisses für F<strong>am</strong>ilie, <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Bündnis für F<strong>am</strong>ilien 2007<br />

351 1.3.2007 Palmengarten Gesellschaftshaus<br />

359 8.3.2007 M 225: Bebauungsplan SW 45 a Nr. 2Ä:<br />

hier: Satzungsbeschluss<br />

432 25.4.2007 Straßenunterführug Berkersheimer<br />

Bahnstraße<br />

433 25.4.2007 Hin zu einem ganzheitlichen Integrationsbericht<br />

487 4.6.2007 Schulbetrieb gewährleisten, Schulsanierung<br />

sichern, ppp sorgfältig beraten<br />

569 27.8.2007 Stellungnahme <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> zum Entwurf 2007 des Regionalplanes<br />

Südhessen / Vorentwurf 2007<br />

des Regionalen Flächennutzungsplanes<br />

620 26.9.2007 Schulentwicklungsplan A – Entscheidungen<br />

des Hessischen Kultusministeriums<br />

638 4.10.2007 Friedliches und freiheitliches Zus<strong>am</strong>menleben<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong>:<br />

Unterstützung des Magistrats im<br />

Umgang und Integration isl<strong>am</strong>ischer<br />

Religionsgemeinschaften<br />

675 6.11.2007 Unser Stöffche heißt „Apfelwein“ – aus<br />

gutem Grund <strong>Frankfurt</strong>er Traditionsgetränk<br />

als Marke sichern<br />

715 12.12.2007 M 219: Taktisches Feuerwehrkonzept<br />

2020, Standardraumprogr<strong>am</strong>m,<br />

Brandschutzbedarfsplan<br />

kUltUr UnD FreIzeIt<br />

220 29.11.<strong>2006</strong> Gedenken an die Deportation von<br />

jüdischen Kin<strong>der</strong>n zur Nazi-Zeit<br />

230 6.12.<strong>2006</strong> Frankensteiner Hof – „Städte <strong>der</strong><br />

Zuflucht“<br />

288 31.1.2007 Geplante Umwandlung <strong>der</strong><br />

Johann Wolfgang Goethe-Universität<br />

in eine Stiftungsuniversität<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

364 7.3.2007 Attraktive Besuchsangebote für<br />

Schulklassen in <strong>Frankfurt</strong>er Museen<br />

528 4.7.2007 Friedenspreisträger des Deutschen<br />

Buchhandels<br />

A 303 16.8.2007 Sport- und Kulturhalle in <strong>Frankfurt</strong>-<br />

Unterlie<strong>der</strong>bach<br />

561 21.8.2007 Dem <strong>Frankfurt</strong>er Zoo eine Zukunft<br />

geben<br />

778 18.2.<strong>2008</strong> Geschichte des Amerika Hauses nicht in<br />

Vergessenheit geraten lassen<br />

planUng, BaU, wohnUngsBaU<br />

41 8.6.<strong>2006</strong> Nassauische Heimstätte: Aktiv gegen<br />

einen Verkauf<br />

62 28.6.<strong>2006</strong> Vandalismus auf dem Peterskirchhof<br />

79 11.7.<strong>2006</strong> Zeil-Umbau jetzt<br />

A 16 11.8.<strong>2006</strong> Stadtmöblierung: Wi<strong>der</strong> den Wildwuchs<br />

von Schaltkästen – Wie ist <strong>der</strong> Sachstand?<br />

105 30.8.<strong>2006</strong> Rahmenplan Höchst<br />

106 30.8.<strong>2006</strong> Bebauungsplanverfahren Nr. 842<br />

Feuerbachstraße<br />

113 1.9.<strong>2006</strong> Naxos-Gelände behuts<strong>am</strong> verän<strong>der</strong>n<br />

181 1.11.<strong>2006</strong> Verbesserungen für das Justizviertel an<br />

seinem <strong>der</strong>zeitigen Standort<br />

193 6.11.<strong>2006</strong> Zusätzliche Parkplätze an <strong>der</strong> Sonnemannstraße<br />

263 18.1.2007 Ja zur Nassauischen Heimstätte<br />

301 8.2.2007 Mehr Transparenz bei Erhaltungssatzungen<br />

– hier: Nr. 45 Westend II<br />

302 8.2.2007 Mehr Transparenz bei Erhaltungssatzungen<br />

– hier: Nr. 29 Seckbach<br />

303 8.2.2007 Mehr Transparenz bei Erhaltungssatzungen<br />

– hier: Nr. 31 Bergen<br />

304 8.2.2007 Künftig mehr Transparenz bei<br />

Erhaltungssatzungen<br />

329 14.2.2007 Lichtkonzept Zeit / „Freßgass“<br />

339 21.2.2007 Sicherung des Schwanheimer<br />

Unterfeldes<br />

373 12.3.2007 Baustein 1 Aktivierung / Beteiligung<br />

heißt: Vorschläge und Initiativen <strong>der</strong><br />

Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen<br />

407 3.4.2007 För<strong>der</strong>ung von Mietwohnungsbau für<br />

Haushalte mit Kin<strong>der</strong>n<br />

422 18.4.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />

Prämäckerweg/Edwards Sportfeld


echenschaftsbericht <strong>2006</strong> – <strong>2008</strong><br />

NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />

419 19.4.2007 Naxos-Gelände – vielfältig und<br />

qualitätvoll<br />

441 2.5.2007 Das Schwanheimer Unterfeld für die<br />

Allgemeinheit erhalten<br />

A 205 9.5.2007 Stadtplanerische Konsequenzen aus<br />

dem Ende des Projekts „<strong>Frankfurt</strong> 21“<br />

459 15.5.2007 M 61 Bebauungsplan Nr. 862 – Westlich<br />

im Fuchsloch Hausbreite<br />

499 13.6.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />

Aktualisierung des Baugesetzbuches<br />

und <strong>der</strong> Hessischen Bauordnung<br />

522 29.6.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />

Beteiligungen <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong><br />

529 10.7.2007 <strong>Frankfurt</strong>er Dom als UNESCO-Weltkulturerbe<br />

570 27.8.2007 Bausteine für den Klimaschutz - hier:<br />

Modellprojekt „Energieeffizienz und<br />

Solarenergienutzung in <strong>der</strong> Bauleitplanung“<br />

571 27.8.2007 Bausteine für den Klimaschutz – hier:<br />

Energieeffiziente Bebauung „Westlich<br />

im Fuchsloch“<br />

612 24.9.2007 Grüngürtelverbindung im Ostend als<br />

Regionalparkkorridor berücksichtigen<br />

682 15.11.2007 Staufenmauer freistellen – Straße und<br />

Platz „An <strong>der</strong> Staufenmauer“ neu<br />

gestalten<br />

685 16.11.2007 Gute Bedingungen für den Taxenverkehr<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

728 17.1.<strong>2008</strong> Klimaschutz als kommunale Aufgabe in<br />

den wohnungspolitischen Leitlinien <strong>der</strong><br />

Stadt <strong>Frankfurt</strong> verankern<br />

756 31.1.<strong>2008</strong> Busbahnhof Höchst / Bahnhofsvorplatz<br />

Höchst<br />

765 13.2.<strong>2008</strong> Quartiersgarage Glauburgschule<br />

768 14.2.<strong>2008</strong> Magistratsvortrag M 136 – Bebauungsplan<br />

Nr. 858 – Wohnen <strong>am</strong> Günthersburgpark<br />

–<br />

784 20.2.<strong>2008</strong> Schöneres <strong>Frankfurt</strong> - Maßnahmen<br />

jeweils den zuständigen Fachausschüssen<br />

und Ortsbeiräten vorlegen<br />

reCht, verwaltUng UnD sICherheIt<br />

21 18.5.<strong>2006</strong> Kein Nazi-Aufmarsch in <strong>Frankfurt</strong><br />

46 14.6.<strong>2006</strong> Vertretung <strong>der</strong> Stadt <strong>Frankfurt</strong> in <strong>der</strong><br />

Verbandsvers<strong>am</strong>mlung <strong>der</strong> Kommunalen<br />

Informationsverarbeitung in<br />

Hessen (KIV)<br />

47 14.6.<strong>2006</strong> Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes<br />

ab 01.01.2007<br />

63 29.6.<strong>2006</strong> Bericht über den Stand <strong>der</strong> Erfüllungen<br />

des Frauenför<strong>der</strong>plans <strong>der</strong> Dienststelle<br />

Kämmereiverwaltung, W<br />

128 13.9.<strong>2006</strong> Bleiberechtsregelung für langjährig<br />

geduldete Flüchtlinge<br />

131 14.9.<strong>2006</strong> Einhaltung des Durchfahrtsverbotes auf<br />

<strong>der</strong> Friedberger Landstraße für LKW<br />

169 16.10.<strong>2006</strong> Ungehin<strong>der</strong>te Fahrt für Brandschutzfahrzeuge<br />

291 1.2.2007 NPD-Demonstration in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong><br />

<strong>Main</strong> verhin<strong>der</strong>n!<br />

271 22.1.2007 Durch IT-Training Projektkosten senken<br />

327 14.2.2007 Sicherheit <strong>am</strong> Bahnhof <strong>Frankfurt</strong>-<br />

Höchst<br />

A 125 19.2.2007 Städtische Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter und ehren<strong>am</strong>tliches<br />

Engagement<br />

387 21.3.2007 Minifeuerwehr als öffentlich-rechtliche<br />

Organisation einstufen<br />

439 2.5.2007 Durch elektronische Bürgerbeteiligung<br />

die Demokratie stärken<br />

599 10.9.2007 Modellprojekt Bürger-Alarm-System<br />

auch in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

718 18.12.2007 Gleichstellung von Menschen mit<br />

Behin<strong>der</strong>ungen auf kommunaler Ebene<br />

umsetzen<br />

sozIales UnD gesUnDheIt<br />

A 54 1.11.<strong>2006</strong> Kindesmisshandlung – Wie gut sind<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Kin<strong>der</strong> geschützt?<br />

211 15.11.<strong>2006</strong> Mehr Pflegeeltern für <strong>Frankfurt</strong>er<br />

Kin<strong>der</strong><br />

278 24.1.2007 Organspende rettet Leben – Spendenbereitschaft<br />

verbessern<br />

363 8.3.2007 Fahrten von Menschen mit Behin<strong>der</strong>ungen<br />

im Rhein-<strong>Main</strong>-Gebiet<br />

ermöglichen<br />

382 15.3.2007 Antrag zum B 92 vom 09.02.2007<br />

405 28.3.2007 Niedrigschwellige Serviceangebote zu<br />

Wohnraumanpassungen<br />

470 24.5.2007 Energieeffizienz im Mietspiegel<br />

A 261 4.7.2007 Übergewicht bei Kin<strong>der</strong>n und Jugendlichen<br />

in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

A 392 21.11.2007 Zukunft <strong>der</strong> Jungenarbeit<br />

117<br />

anhang


118<br />

NR. Datum Betreff NR. Datum Betreff<br />

754 30.1.<strong>2008</strong> Ausschreibung „Beför<strong>der</strong>ungen für<br />

Menschen mit Schwerkörperbehin<strong>der</strong>ungen“<br />

786 21.2.<strong>2008</strong> Kommunen von Unterkunftskosten<br />

entlasten, Wohngeld reformieren<br />

UMwelt UnD sport<br />

111 5.9.<strong>2006</strong> Entwässerung und Neugestaltung <strong>der</strong><br />

Wasserhofstraße<br />

116 6.9.<strong>2006</strong> Wahlgräber auf <strong>Frankfurt</strong>er Friedhöfen:<br />

jährl. Ratenzahlungen zulassen<br />

117 6.9.<strong>2006</strong> Inlineskaten im Außenbereich – Karten<br />

anpassen<br />

130 14.9.<strong>2006</strong> Fluglärmmessungen<br />

184 1.11.<strong>2006</strong> Novelle des hessischen Naturschutzgesetzes<br />

264 18.1.2007 Solarstadt <strong>Frankfurt</strong> – Solarstromanlagen<br />

för<strong>der</strong>n und ausbauen<br />

338 22.2.2007 Klimaschutz in <strong>Frankfurt</strong><br />

397 28.3.2007 Ersatzbrennstoffe auf dem Gelände des<br />

Industrieparks Höchst<br />

398 28.3.2007 Generationenübergreifende Freizeitangebote:<br />

„Alt & Jung“-Spielplätze<br />

510 21.6.2007 Sofortmaßnahme für Hochwasserschutz<br />

in Sossenheim<br />

511 25.6.2007 Hauptfriedhof: kulturhistorischen Wert<br />

sichern und zugänglich machen<br />

542 27.7.2007 Badeschiff in <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

ermöglichen<br />

565 23.8.2007 Eine Luftmessstation für Sindlingen<br />

verkehr<br />

37 7.6.<strong>2006</strong> Aufgabe D II-Strecke Bockenheim-<br />

Ginnheim, Bau <strong>der</strong> Stadtbahntrasse<br />

über den Riedberg<br />

137 26.9.<strong>2006</strong> Mehr Fahrten <strong>der</strong> Buslinie 42 ins<br />

Einzelhandelsgebiet Victor-Slotosch-<br />

Straße<br />

166 12.10.<strong>2006</strong> Vierspuriger Ausbau <strong>der</strong> S-Bahntrasse<br />

nach Bad Vilbel<br />

167 13.10.<strong>2006</strong> Straßenbahnanbindung Neu-Isenburg -<br />

Sachsenhausen<br />

194 7.11.<strong>2006</strong> Umgestaltung des Knotenpunktes<br />

Heerstraße /D<strong>am</strong>aschkeanger / Alt<br />

Praunheim / Haingrabenstraße<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

210 15.11.<strong>2006</strong> Ortsumfahrung Praunheim: alternative<br />

Tunnelführung prüfen<br />

212 15.11.<strong>2006</strong> Höhere Leistungsfähigkeit für den<br />

S-Bahn-Tunnel durch neue Technik:<br />

Linienzugbeeinflussung<br />

245 13.12.<strong>2006</strong> Vollausbau Ostumgehung (A661) und<br />

Rie<strong>der</strong>waldtunnel (A66): zusätzlicher<br />

Lärmschutz für Enkheim und Bornheim<br />

258 10.1.2007 Verkehrsführung und Verkehrssicherheit<br />

in <strong>der</strong> Bürostadt Nie<strong>der</strong>rad<br />

352 28.2.2007 Mehr gegenseitige Rücksichtnahme im<br />

Straßenverkehr<br />

440 2.5.2007 Alternative zu Hochbahnsteigen in <strong>der</strong><br />

Eckenheimer Landstraße: Linienkonzept<br />

zur künftigen ÖPNV-Anbindung des<br />

Bereichs Eckenheimer Landstraße /<br />

<strong>Frankfurt</strong>er Berg und zur Stadtbahnerschließung<br />

des Europaviertels<br />

452 15.5.2007 Umgestaltung <strong>der</strong> U-Bahn-Ausgänge<br />

<strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong> – Ostbahnhof:<br />

Fahrradabstellplätze<br />

A 219 23.5.2007 Lärmschutz A gg in Hausen –<br />

Willi-Brun<strong>der</strong>t-Siedlung<br />

A 412 18.12.2007 Lärmschutzbauwerk entlang <strong>der</strong><br />

Bundesautobahn A 5 zwischen <strong>der</strong><br />

Landesstraße L 3019 und dem Bad<br />

Homburger Kreuz<br />

739 24.1.<strong>2008</strong> Verlängerung <strong>der</strong> Buslinie 78 von<br />

Schwanheim zum Flughafen<br />

783 19.2.<strong>2008</strong> Beleuchtung <strong>der</strong> Straße zur Sportanlage<br />

Beckerwiese in Sachsenhausen /<br />

Oberrad und des nördlich gelegenen<br />

Parkplatzes<br />

wIrtsChaFt UnD FraUen<br />

229 6.12.<strong>2006</strong> Bürokratieabbau<br />

228 7.12.<strong>2006</strong> Stärkung von innerstädtischen<br />

Geschäftsquartieren: Infoveranstaltung<br />

zur Errichtung eines Innovationsbereiches<br />

im Stadtteil Höchst<br />

677 6.11.2007 <strong>Frankfurt</strong>er Dippemess


impRessum<br />

Herausgeber: <strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Bethmannstraße 3<br />

60311 <strong>Frankfurt</strong><br />

Telefon: 069 / 13 87 28-0<br />

Telefax: 069 / 29 13 55<br />

E-Mail: info@cdu-fraktion-ffm.de<br />

Internet: www.cdu-fraktion-ffm.de<br />

Verantwortlich: Markus Frank<br />

redaktion: Joachim rotberg<br />

konzept, Grafik<br />

und Produktion: Digitalagentur mpm<br />

media process management GmbH<br />

Wernher-von-Braun-Straße 9<br />

55129 <strong>Main</strong>z<br />

info@digitalagentur-mpm.de<br />

redaktionsschluss: 1. März <strong>2008</strong><br />

Bildnachweise:<br />

<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> Ffm. 21; Dezernat IX, Stadt Ffm. 34, 60 (Grafik), 87; DigitalAgentur<br />

mpm 9, 103; dpa 3, 13, 14 (unten), 18 (oben), 23, 24, 25 (oben), 27, 28 (unten),<br />

31, 33 (links), 35, 39, 40, 41, 45 (rechts), 47, 49, 50, 51, 53 (oben), 57 (unten),<br />

58, 59, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70 (unten), 71, 72, 73, 75, 77, 78, 79, 80 (unten),<br />

82, 83, 85, 88, 91 (oben), 92, 93, 94, 95, 96, 97, 99; Englert 45 (unten); Fella 101<br />

(unten); Gottschalk 102 (oben); Hochtief 17 (Simulation); Horchler 44 (unten),<br />

46, 75, 89; Klein 7, 8, 103 (unten); MAB 52 (oben); Mendetzki 25 (unten);<br />

Nassauische Heimstätte 98 (unten); Presse- und Informations<strong>am</strong>t 45 (unten),<br />

52 (unten), 76 (unten); Privat 33 (rechts); Reuß 101 (oben); Rotberg 19, 22, 48,<br />

53 (unten), 57 (oben), 100; Rueffer 91 (unten); SEP 24; SHP Schreiber Hochbau<br />

74 (Simulation); Wachendörfer 1; Wanka 14 (unten); Weis 16 (oben), 24 (oben),<br />

60 (unten).


<strong>CDU</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Bethmannstraße 3<br />

60311 <strong>Frankfurt</strong> <strong>am</strong> <strong>Main</strong><br />

Telefon: 0 69 / 13 87 28–0<br />

Fax: 0 69 / 29 13 55<br />

E-Mail: info@cdu-fraktion-ffm.de<br />

Internet: www.cdu-fraktion-ffm.de

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