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Handwerkskammer scHwerin

Aktuell: Frühjahrskonjunktur 2008

Stottert der Konjunkturmotor?

Die Konjunktur verliert auch im Handwerk an Schwung. Die Aufwärtsbewegung der letzten

beiden Jahre ist deutlich verhaltener geworden. Verschnaufpause oder die ersten Anzeichen

von drohendem Abschwung? Vielleicht auch nur das Problem einzelner Branchen?

Trotz der allgemein eingetrübten

Konjunkturaussichten in Deutschland

zeigt sich die wirtschaftliche Situation

der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk

Schwerin insgesamt stabil.

Allgemein kann die konjunkturelle Stimmungslage

wohl als „zufrieden“ bezeichnet

werden. Die Betriebe beurteilen in der

Mehrzahl ihre derzeitige geschäftliche Lage

als gut bis befriedigend. Zudem sind die

Erwartungen an die künftige geschäftliche

Entwicklung weiterhin optimistisch. Zusammen

bestimmen diese Faktoren den

Anstieg des Geschäftsklima-Index auf ein

neues Zehnjahreshoch. Der Wermutstropfen:

Die Zuwachsrate ist deutlich geringer

ausgefallen als in der jüngeren Vergangenheit.

Negative Äußerungen zur derzeitigen

Geschäftslage kommen insbesondere aus

dem Kfz-Gewerbe. Aber auch im personenbezogenen

Dienstleistungsgewerbe

wird die aktuelle Geschäftslage als angespannt

empfunden. Im Ausbau und im

Handwerk für den gewerblichen Bedarf

hingegen wird die aktuelle Geschäftslage

insgesamt am optimistischsten beurteilt.

Umsatzsituation befriedigt nicht

Die Umsatzsituation ist in der Gesamtbetrachtung

aller Branchen am besten mit

dem Begriff „stagnierend“ zu bezeichnen,

im Kfz-Gewerbe hingegen als dramatisch.

Aber: Immerhin ein Drittel der

Kfz-Betriebe erwartet zukünftig steigende

20 NordHandwerk Mai 2008

Umsätze. Hier könnte sich durchaus ankündigen,

dass die tiefe Talsohle langsam

durchschritten ist.

Aufträge und Auslastung

Bei mehr als der Hälfte der befragten Betriebe

hat sich analog zum Umsatz auch an

der Auftragsfront wenig verändert. Wieder

ragen das Kfz-Gewerbe und die persönlichen

Dienstleistungen negativ heraus.

Auch hier verraten die zukünftigen Erwartungen

aber bereits wieder Optimismus.

Eine gute Betriebsauslastung melden noch

am ehesten das Ausbaugewerbe und der

gewerbliche Bedarf. In beiden Gewerbegruppen

erreichen mehr als 40 % der

Betriebe Auslastungsgrade von mehr als

80 %.

Personalsituation

Auch wenn nur 4 % der Betriebe nach eigenen

Angaben zusätzliches

Personal eingestellt haben,

ist parallel dazu der Anteil

derer gesunken, die Personal

abbauen.

1998

Selbst im Kfz-Gewerbe

hat es trotz der aktuellen

Probleme kaum Entlassungen

gegeben. Die Beschäftigungssituation

im

Handwerk kann demnach

wie in den Vorjahren als sehr

stabil bezeichnet werden.

Frühjahrskonjunkturumfrage 2008 im Kammerbezirk Schwerin

2000

-4,8 -4,8

Quelle: Handwerkskammer Schwerin

Preisentwicklung

Wie schon im Vorjahr beklagen die Betriebe

ganz erhebliche Belastungen durch

enorm gestiegene Einkaufspreise. In hohem

Maße mitverantwortlich dafür sind

die nach wie vor enormen Rohstoff- und

Energiekosten. Insbesondere das Nahrungsmittelhandwerk

beklagt gestiegene

Einkaufspreise. 90 % der Betriebe berichten

über daraus resultierende Belastungen.

Ursache hierfür sind in erster Linie höhere

Kosten für Getreide, Milchprodukte, Transport

und Energie.

Die folgerichtige Reaktion auf steigende

Einkaufspreise ist die Erhöhung

von Verkaufspreisen. Allerdings zeigt die

Umfrage, dass lediglich Betriebe aus dem

Nahrungsmittelhandwerk zu dieser Maßnahme

gezwungen waren. In allen anderen

Gewerbezweigen konnten sich höhere

Verkaufspreise offenbar nicht durchsetzen

GESCHÄFTSKLIMAINDEX

-16,6

2002

2004

-26,5

2006

-13,8

2008

+5,8

Foto: Archiv

oder wurden gar nicht erst riskiert. 68 %

der Betriebe haben ihre Verkaufspreise

daher weitgehend konstant gehalten.

Investitionsklima

Das Investitionsverhalten spiegelt wohl am

besten die vorsichtig-abwartende Haltung

der Betriebe wider. Eine Mehrzahl der

Unternehmen behält sich zusätzliche Investitionen

weiterhin vor, aktuell sind aber

in dieser Hinsicht keine außergewöhnlichen

Aktivitäten zu verzeichnen.

Fazit und Ausblick

Es geht weder rasant auf- noch abwärts.

Positiv formuliert kann man die konjunkturelle

Situation des Handwerks im

Frühjahr 2008 als weitere Konsolidierung

werten. Pessimistische Stimmen sprechen

von Stagnation. Viele Betriebe verzeichnen

kaum Bewegung in Bezug auf Aufträge,

Umsätze und auch die Betriebsauslastung.

Damit trotzen sie aber auch im Großen

und Ganzen der infolge der weltweiten Finanzkrise

entstandenen Verunsicherung.

„Es zeigt sich wieder einmal, dass Mittelstand

und Handwerk in unserer Region

wichtige Standbeine, Stabilitätsgaranten

und wertvolle Impulsgeber für die Gesamtwirtschaft

sind“, sagt Kammer-Hauptgeschäftsführer

Edgar Hummelsheim.

Lohnnebenkosten endlich senken

„Es ist unerlässlich, den nach wie vor sichtbaren

Optimismus und den Tatendrang der

kleinen und mittelständischen Betriebe

zu stützen“, fordert Hummelsheim. Ein

weiterer Anstieg der Sozialbeiträge sei

fatal. Die Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge

und der Irrweg Gesundheitsfonds

würden die Kosten auf Arbeit

weiter steigen lassen. Vielmehr müsse die

Politik endlich dafür sorgen, dass Arbeit

für die Arbeitgeber bezahlbar bleibe und

der Mitarbeiter mehr Nettolohn in der

Tasche habe. „Nur so können Kaufkraft,

Binnenkonsum und damit die Konjunktur

nachhaltig gestützt werden“, appelliert

Hummelsheim.


Handwerkskammer scHwerin

1. Foto: Feier der Kreishandwerkerschaft Schwerin mit Ehrengast Hans Kreher (li., Vizepräsident des Landtags MV) und Kreishandwerksmeister Jürgen Rupnow

(2. v. li.). 2. Foto: Übergabe an die einzige Mechanikerin für Land- und Baumaschinentechnik in der Handwerkskammer durch den Prüfungsausschussvorsitzenden

Heinrich Paegel. 3. Foto: Auszeichnung des Prüfungsbesten Christopher Behrendt (Kfz-Mechatroniker) im Bereich der Kreishandwerkerschaft Güstrow.

4. Foto: Glückwünsche von Kreishandwerksmeister Eckard Gauer für die Gesellen aus Nordwestmecklenburg und Wismar.

Gesellenfreisprechungen der Winterprüflinge

Keine Abschiedsparty

Nachdem zahlreiche ehemalige Lehrlinge im Kammerbezirk die Winterprüfungen bestanden haben,

wurden ihnen in Kreishandwerkerschaften, Innungen und der Kammer feierlich die Gesellenbriefe und

Zeugnisse überreicht. Anders als in den Vorjahren wurden die neuen Fachkräfte nun mit deutlich

rosigeren Zukunftsperspektiven ins „echte“ Berufsleben entlassen.

Auch höchst innovative Handwerksbranchen

halten bis heute an einer

sehr alten und schönen Tradition fest: der

Freisprechung der Lehrlinge von der Ausbildungszeit.

Im Handwerk des Kammerbezirkes

Schwerin geschieht dies größtenteils

in einem sehr feierlichen Rahmen. Mit

Ehrengästen, Musik, festlichem Buffet, mit

Blumen und mit vielen guten Wünschen

für die Zukunft. In kaum einem anderen

Wirtschaftszweig wird dem Übergang vom

Lehrlings- in den Gesellen- oder Facharbeiterstand

so viel Aufmerksamkeit zuteil wie

im Handwerk. Im Handwerk hat die Ausbildung

des Nachwuchses eben auch heute

22 NordHandwerk Mai 2008

noch einen ganz besonderen Stellenwert

und in keiner anderen Branche ist die Ausbildungsquote

höher als im Handwerk.

Gut ausgebildete Fachkräfte

Da der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften

auch in Mecklenburg-Vorpommern

stark angestiegen ist, bekamen die

frisch gebackenen Fachkräfte bei den

diesjährigen Freisprechungsfeiern viel

Zukunftsoptimismus zu spüren. Während

in den Vorjahren immer wieder gesagt

werden musste, dass nicht alle nach der

Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis

übernommen werden könnten und diese

ihr Glück daher zunächst woanders suchen

sollten, war davon nun keine Rede mehr.

Vielmehr wurden die jungen Leute dazu

motiviert, in ihrer Heimat auf dem bereits

Erreichten aufzubauen und sich hier weiter

zu qualifizieren.

Bezüglich des Leistungsniveaus in den

Winterprüfungen zeigte sich ein gemischtes

Bild. Zwar waren die Durchfallquoten

im Vergleich zu den Vorjahren

geringer, der Notenspiegel zeigte aber

meist einen starken Trend zum unteren

Mittelfeld. Im gesamten Kammerbezirk

bildeten Prüflinge mit guten und sehr guten

Noten eine Minderheit.


Handwerkskammer scHwerin

Ausgezeichneter Arbeitgeber: BrinkmannBleimann GmbH

Viele Babys an Bord

Zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter, zufriedene Chefs.Die Firmenchronologie der Autohaus-

Firmengruppe BrinkmannBleimann enthält mehr Auszeichnungen als Daten. Zuletzt wurden die Chefs

vom ehemaligen Bundesminister Wolfgang Clement als einer der 100 besten Arbeitgeber des deutschen

Mittelstandes geehrt – von deutschlandweit gerade mal drei Autohäusern. Wie schafft man so was?

Bei BrinkmannBleimann werden

schon die herzlich empfangen, die

noch gar nicht für die Firma arbeiten: Jedes

neugeborene Baby von Mitarbeitern erhält

einen himmelblauen Nickistrampler mit

Firmenlogo. Jede dieser Geburten wird

mit Foto in der Mitarbeiterzeitung veröffentlicht.

Diese Herzlichkeit ist Ausdruck

der außergewöhnlichen Orientierung des

Unternehmens auf die Familiensituation

der Mitarbeiter, die durch einen ganzen

Katalog von Maßnahmen geprägt ist: Eltern

können nach der Erziehungszeit problemlos

und mit individuell vereinbarter

Arbeitszeit wieder einsteigen. Eltern noch

nicht schulpflichtiger Kinder bekommen

einen Zuschuss zur Kinderbetreuung. Einmal

im Jahr gibt es für alle ein Kinderfest.

Eltern mit Kindern haben Vorrang bei

der Urlaubsplanung. In familiären Notsituationen

gibt es Sonderurlaub. Essen

aus der betriebseigenen Kantine kann für

die Familie mit nach Hause genommen

werden. Kinder von Mitarbeitern werden

prinzipiell ausgebildet. Aber auch für Mit-

Mitarbeiter Maik Osterloh, Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer

Martin Biemann,

der geschäftsführende Gesellschafter Knut

Brinkmann, Projektleiterin Claudia Gielow

und der geschäftsführende Gesellschafter

Walter Bleimann (v. li.).

arbeiter ohne Familie gibt es eine Reihe

von Angeboten, die BrinkmannBleimann

die sehr hohe Mitarbeiterzufriedenheit

einbringen. Die Auszeichnung als einer

der besten Arbeitgeber im deutschen

Mittelstand geht auf eine Studie der

Universität St. Gallen zurück, die bei den

BrinkmannBleimann-Mitarbeitern eine

überdurchschnittlich hohe Einsatzbereitschaft

ermitteln konnte.

Laut den Chefs erklärt sich das aus der

Firmenphilosophie: „Wir betrachten die

Familien unserer Mitarbeiter nicht als Belastung,

sondern als Bereicherung. Denn

durch die Bereicherung innerhalb der

Familie werden persönliche Fähigkeiten,

wie z. B. Organisationstalent oder Konfliktbewältigung,

enorm ausgebaut“, sagt

Knut Brinkmann. „Daher ermutigen wir

auch unsere jungen Mitarbeiterinnen, sich

für Kinder zu entscheiden.“

300 Mitarbeiter arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern

an sechs Standorten für

den Betrieb. In Güstrow sind es gut 100.

Die 58 im Unternehmen tätigen Frauen

haben 47 Kinder im Hort- bzw. Kindergartenalter.

Im Vergleich zu den westdeutschen

Standorten der Firmengruppe sind dies

deutlich mehr, dank der besseren Kinderbetreuungsmöglichkeiten

im Osten.

„Die Familie symbolisiert unsere Unternehmenskultur.

Am liebsten möchten wir

die Mitarbeiter von der Ausbildung bis zur

Rente im Betrieb halten und das Klima

bei uns muss durchgängig so gut sein wie

die Arbeitsqualität“, sagt Walter Bleimann.

Fest in der Region verankert und mit dem

Image des guten Arbeitgebers versehen hat

der Betrieb keine Probleme, Auszubildende

oder Mitarbeiter zu gewinnen.


Handwerkskammer scHwerin

FoRTbiLdUNG

Aktuelle Kurzlehrgänge und Seminare

1. Kaufmännisch-rechtliche Fortbildung

• Markenzeichen Freundlichkeit –

8.5.2008

• Profil durch Kommunikation –

9.5.2008

• Verkaufstraining: Mehr verkaufen

durch aktive Kundenansprache –

15.5.2008

Vorankündigung:

• Stifte können mehr – 9.6.2008

• Telefonmarketing – 10.6.2008

• Rhetorik – 1.7.2008

• Führungskräftetraining: Kompetent

in Konfliktsituationen – 26.6.2008

• Führungskräftetraining: Mitarbeiter

motivieren und im Team erfolgreich

arbeiten – 10.10.2008

• Effizientes Selbst- und

Zeitmanagement – Die Entscheidung

für mehr Erfolg! – 1./2.7.2007

• Verkaufstraining: Strategische

Neukundengewinnung im

Handwerk – 23.10.2008

Folgeseminare „Betriebswirt (HWK)“

• Kurs 20

Rechtliche Gestaltung des Betriebes

-16.5./17.5.2008

Rhetorik und Verhandlungsführung -

30.5./31.5.2008

• Kurs 21

Marktanalyse, -ziele und –strategien

- 16.5./17.5.2008

Seminar-Tipp des Monats

26 NordHandwerk Mai 2008

Bilanzanalyse und Erfolgsrechnung -

30.5./31.5.2008

Information und Anmeldung:

Christiane Vorpahl,

Tel.: 0385 6435-130

2. Meisterausbildung

• Teil III/IV in Schwerin (Teilzeit) –

29.9.2008 – 6.7.2009

• Teil III/IV in Schwerin (Teilzeit) –

10.10.2008 – 4.7.2009

• Teil III/IV in Güstrow (Teilzeit)–

auf Nachfrage

• Teil III/IV in Wismar (Teilzeit) –

24.10.2008 – 10.7.2009

• Teil III/IV in Schwerin (Vollzeit) –

6.10.2008 – 12.12.2008

In Vorbereitung

• Teil I/II Teilzeit Friseur – ab 25.10.08

• Teil I/II Teilzeit Kfz-Techniker –

auf Nachfrage

• Teil I/II Vollzeit Kfz-Techniker –

auf Nachfrage

• Teil I/II Teilzeit Tischler –

auf Nachfrage

• Teil I/II Teilzeit Installateur und

Heizungsbauer – ab 07.11.08.

• Teil I/II Vollzeit Installateur und

Heizungsbauer – auf Nachfrage

• Teil I/II Teilzeit Elektrotechniker –

ab 07.11.08

• Teil I/II Vollzeit Elektrotechniker –

ab 15.09.08

• Teil I/II Teilzeit Maler –

auf Nachfrage

Professionelle Kommunikation stärkt das eigene Profil

Erfolg im Arbeitsleben basiert zu 50 % auf

Fachkompetenz. Die andere Hälfte hängt

von den so genannten „Soft Skills“ ab.

Dabei ist die Kommunikationsfähigkeit

der entscheidende Faktor. Kommunikation

ist die Grundlage jeder Beziehung.

Nicht kommunizieren ist nicht möglich.

Es geht nicht nur darum, Botschaften

klar und deutlich zu formulieren, sondern

Botschaften anderer auch richtig

zu interpretieren.

Termin: 9. Mai, 9.00 - 16.00 Uhr

Kosten: 80 €

Ort: Berufsbildungs- und Technologiezentrum

der Handwerkskammer Schwerin,

Werkstr. 600, 19061 Schwerin

Ansprechpartner:

Christiane Vorpahl,

Tel.: 0385 6435-130, E-Mail:

c.vorpahl@hwk-schwerin.de


75 Jahre Radio Brauer

Technikpioniere

Manche der frühen Schweriner Gewerbegründungen

haben Zeiten und Systeme

erlebt und auch überlebt. Zu ihnen gehört

auch Radio Brauer. Couragiert und mit

Unternehmergeist wird die Traditionsfirma

heute von Helmut Brauer (Foto)

geführt

Als 1923 der deutsche Rundfunk eröffnet

wurde, im Mai 1924 der Sender

Hamburg in Betrieb ging, in den 30er

Jahren die Verbreitung von Radiogeräten

massiv gefördert wurde, kam es zur

Massenfertigung eines preiswerten Radios,

dem „Volksempfänger“ VE 301W.

Ende 1933 waren bereits 500.000 Stück

davon hergestellt worden. Nun erforderte

es Dienstleistungen, um Verkauf und Wartung

der Geräte zu gewährleisten. Zu einer

der ersten Firmen im Norden gehörte die

Schweriner Firma Karl Brauer, die im Jahr

1933 in der da maligen Wilhelmstraße 1

GLückwUNScH

Meisterjubiläen Mai 2008

Schwerin

40

• Kraftfahrzeugmechanikermeister

Uwe Radloff, Schwerin (16.5.)

25

• Elektroinstallateurmeister Ingo

Büchner, Schwerin (19.5.)

Hagenow/Ludwigslust

50

• Straßenbauermeister Horst Ohland,

Eberstorf (13.5.)

40

• Zahntechnikermeister Harald Heise,

Ludwigslust (31.5.)

28 NordHandwerk Mai 2008

ihren Betrieb eröffnete.

Bald folgte der Umzug

in die Wismarsche

Straße 164, in der Ingenieur

Karl Brauer den

Kunden Radios und

deren Reparaturen anbot.

In den 50er Jahren

gehörten dann auch die

ersten Schwarz/Weiß-Fernseher zum Geschäft

der Firma. Auch der Landessender

Schwerin wurde bei Gründung 1945 von

der Firma fachmännisch beraten.

Helmut Brauer, heute Obermeister der

Infor mationstechniker-Innung, hat das Geschäft

von seinem Vater Karl übernommen

und führt es seit 1976. Nach einem weiteren

Umzug in die Franz-Mehring-Straße

befindet sich das Fachgeschäft seit 2005 in

der Wismarschen Straße 307. Mit besseren

räumlichen Mög lichkeiten für den Verkauf

von elek tronischen Geräten, dem Reparaturdienst

in der hauseigenen Fachwerkstatt.

Drei bestqualifizierte Mitar beiter werden

zurzeit beschäftigt, und Lehrlingsausbildung

und fachliche Weiterbil dung gehören

von jeher zum Konzept der Firma. Auf

eine Auszeichnung als „1a Fachhändler“

des Brancheninformati onsdienstes „Markt

intern“ verweist der Firmenchef des kleinen

Familienunternehmens mit Stolz. Zum

75. Geschäftsjubiläum erhielt Radio Brauer

eine Urkunde der Handwerkskammer

Schwerin.


Mecklenburg-vorpoMMern

Preisverleihung Unternehmer des Jahres MV

Der Top-Unternehmer 2008

Er ist ein echter Vorzeigeunternehmer. In einer eher strukturschwachen Region mit seinem

Stahlbaubetrieb seit Jahren ununterbrochen erfolgreich. Schon früh auf osteuropäischen

Auslandsmärkten präsent. Ehrenamtlich im Handwerk sehr aktiv. Engagiert in der

Lehrlingsausbildung. Gekrönt wurde diese Erfolgsgeschichte nun von der Auszeichnung

als „Unternehmer des Jahres in MV“.

Uwe Stieblich (3. v. li.) wurde in Schwerin als „Unternehmerpersönlichkeit des Jahres in MV“ 2008 ausgezeichnet. In der Kategorie „Familienfreundliches

Unternehmen“ wurde die Trebing & Himstedt Prozessautomation GmbH & Co. KG aus Schwerin, als „Umweltfreundliches Unternehmen“ die

Haveltourist GmbH & Co. KG aus Userin geehrt. Einen Sonderpreis erhielt Uwe Kunkel, ehemaliger Inhaber der Kunkel Metallbau und Montagen GmbH

in Kritzkow. Handwerkskammerpräsident Peter Günther (2. v. li.) war einer der Laudatoren.

Uwe Stieblich, Inhaber und Geschäftsführer

des gleichnamigen

Güstrower Unternehmens „Stahlbau Stieblich“

ist Mecklenburg-Vorpommerns

Vorzeigeunternehmer 2008. Er ist der erste

Preisträger der neu geschaffenen Auszeichnung

„Unternehmer des Jahres in MV“,

die in den drei Kategorien „Unternehmerpersönlichkeit“,

Familienfreundliches Unternehmen“

und „Umweltfreundliches Un

ternehmen“, jeweils mit 5.000 € dotiert,

vergeben wurde.

30 NordHandwerk Mai 2008

Am 18. April wurden die Preise im Rahmen

eines Festempfangs im Schweriner

Weinhaus Krömer in Form einer neu geschaffenen

Statue offiziell überreicht. Fast

100 hochwertige Vorschläge waren für die

drei ausgeschriebenen Kategorien eingegangen.

Der Preis wurde erstmals gemeinsam

vom Wirtschaftsministerium, dem Ostdeutschen

Sparkassenverband, den beiden Handwerkskammern,

den drei Industrie- und

Handelskammern und der Vereinigung der

Unternehmensverbände ausgelobt. „Wir

wollen gemeinsam das Image des Unternehmertums

aufwerten“, begründete

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel das Engagement

des Landes für den Preis.

Mittelstand in bester Ausprägung

In der Kategorie „Unternehmerpersönlichkeit“

waren die Gesamtentwicklung

des Unternehmens, Managementqualitäten

und Vorbildfunktion der leitenden Persönlichkeit

die maßgeblichen Kriterien für die

Auswahl. Die Jury war sich einig, dass Uwe

Foto: Gansen

Stieblich die genannten Anforderungen

am besten erfüllt. Er hat mit seinem 1990

gegründeten Unternehmen bisher bereits

eine beispielhafte Erfolgsgeschichte

geschrieben.

Mehr als 50 Angestellte arbeiten für

den Güstrower Unternehmer, der nach

der Wende als Ein-Mann-Betrieb startete.

Am besten wohl als „dynamisches Familienunternehmen“

zu charakterisieren, ist

der Betrieb vom großen Engagement des

Inhabers gleichermaßen wie von strengen

Qualitätsmaßstäben geprägt. Chef Uwe

Stieblich lebt das Prinzip, dass man nicht

auf Aufträge warten kann, sondern jede

Gelegenheit nutzen muss, neue Kundensegmente

zu erschließen. So ist sein

Unternehmen jedes Jahr auf der weltweit

größten Industriemesse in Hannover vertreten.

Im Güstrower Firmensitz, der mit seiner

modernen und ansprechenden Optik eine

der besten Visitenkarten ausmacht, werden

Komplettbauten aus Stahl und Glas projektiert,

produziert und schlüsselfertig übergeben.

Die Bauten sind jeweils individuell

modifizierbar und umweltfreundlich.

Zu den bereits an zahlreiche Kunden

im In- und Ausland übergebenen Objekten

gehören Flugzeughallen, Auto häuser

und Werkstätten ebenso wie Kühl-, Getränke-

und Nahrungsmittelhallen. Bei

Neuentwicklungen kooperiert Stieblich

mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie

zum Beispiel dem Fraunhofer-Institut.

Auf dem Investitionsplan der Firma stehen

für die Zukunft auch Kaliningrad und St.

Petersburg.

Tief verwurzelt in der Region

Bei aller Modernität und Weltoffenheit

seines Unternehmens ist Uwe Stieblich

aber fest in seiner Region und mit seinem

Land verbunden. Als Landesinnungsmeister

des Metallbauer-Handwerks wirkt er

über die Grenzen seiner Heimat hinaus für

die fachliche Weiterentwicklung in seiner

Branche und für die politische Interessenvertretung

in seinem Gewerk.

Unternehmer sein ist in seiner Definition

die Übernahme von Verantwortung über

sich selbst, die Familie und die Mitarbeiter

hinaus. Solch ein Unternehmer bewegt

vieles und hat damit die überzeugendsten

Argumente geliefert, warum er Unternehmer

des Jahres in MV ist.


Mecklenburg-vorpoMMern

Endspurt bei den BUGA-Vorbereitungen

Aufträge sollen in der Region bleiben

Die Zeit läuft! Bis zum Eröffnungsfest der Bundesgartenschau am 23. April 2009 in Schwerin

dauert es nicht einmal mehr ein Jahr. In der Landeshauptstadt ist deutlich zu erkennen:

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

Bagger rollen, Kipper bringen Material,

Bäume, Stauden und Gräser

werden gepflanzt. „Wir liegen gut im

Zeitplan“, sagte BUGA-Geschäftsführer

Jochen Sandner gegenüber dem „Nord-

Handwerk“. „Auch wenn es für Außenstehende

auf so mancher Baustelle oft

chaotisch aussieht, so laufen die Arbeiten

doch planmäßig. Den beteiligten Firmen

gilt unsere Hochachtung.“

Größte Baustelle bleibt der „Garten des

21. Jahrhunderts“. Die „Schwimmende

Wiese“ hat zwar schon vor einiger Zeit

ihre Kontur erhalten und wird sogar schon

bepflanzt. Endgültig fertiggestellt wird

sie aber erst Anfang kommenden Jahres

sein. Aber auch in den anderen Gärten

der Bundesgartenschau 2009 wird fleißig

gearbeitet.

„Wir wollen möglichst viele

Aufträge in der Region vergeben“,

sagte Jochen Sandner. „Bisher

sind rund 80 % an Firmen

in Schwerin, Westmecklenburg

und Mecklenburg-Vorpommern

gegangen. Dieses hohe Niveau

wollen wir halten.“ Die Bundesgartenschau

GmbH ruft

deshalb alle Unternehmen in

Mecklenburg-Vorpommern auf,

sich an den Ausschreibungen zu

beteiligen. Unter http://www.

buga-2009.de/de/service/

ausschreibungen/ werden

sie im Internet veröffentlicht.

„Aber auch in den „Submissionsanzeiger“

und in die „BI

Bauwirtschaftliche Informationen“

sollten die Unternehmer

regelmäßig schauen“, fordert

der BUGA-Geschäftsführer. Er

kündigte für 2008 Ausschreibungen

vor allem für Tiefbauarbeiten

und den Garten- und

32 NordHandwerk Mai 2008

Landschaftsbau an. „Außerdem suchen wir

Partner für Lieferungen und Leistungen.“

So werden noch Arbeiten u. a. im Wege-

und Straßenbau sowie für den Bau von

Stegen ausgeschrieben.

Für die Durchführung der Bundesgartenschau

im kommenden Jahr müssen

noch etliche Voraussetzungen geschaffen

werden. So steht die Lieferung von

Pavillon, Containern und Zelten sowie

deren Innenausstattung an. Kassen- und

Einlasssysteme, Zäune sowie Schilder und

Leitsysteme werden benötigt. Die Freianlagen

müssen mit Schirmen und Bänken

ausgestattet werden, an den Veranstaltungsorten

muss die Bühnen- und Tontechnik

installiert werden.

Außerdem werden noch Leistungen für

die Müllentsorgung, für Pflegearbeiten, für

die Bewachung und für Speditionsaufgaben

ausgeschrieben. Grabsteine müssen für den

Ausstellungsbereich „Grabgestaltung und

Denkmal“ auf- und nach der Gartenschau

wieder abgebaut werden.

Für die gärtnerische Ausstellung sind

Etiketten zu drucken. „Dass muss immer

sehr schnell erfolgen, meist über Nacht“,

macht Jochen Sandner die Schwierigkeit

der zunächst so einfach klingenden Aufgabe

deutlich.

Die Ausschreibungen der Bundesgartenschau

Schwerin 2009 GmbH erfolgen

immer in klar definiertem Rahmen.

Grundlage ist zunächst das „Konzept zur

Finanzierung, Vorbereitung und Durchführung

der BUGA“. „Aber natürlich müssen

wir auch die ‚Richtlinie zur Förderung

von Infrastrukturinvestitionen‘, die Vergaberichtlinien

der VOB, VOL,

VOF, das EU-Recht sowie den

Wertgrenzenerlass des Landes

Mecklenburg-Vorpommern beachten“,

sagte Jochen Sandner.

Er fordert die Unternehmen auf,

sich für größere Aufträge zusammenzutun.

„Wir versuchen

immer so auszuschreiben, dass

möglichst kleine Lose entstehen.

Ist das nicht möglich, so sollten

die Firmen in Bieter- oder Arbeitsgemeinschaftenkooperieren.“

Das ist auch sinnvoll, wenn

Spezialleistungen gefordert

werden, die der eigene Betrieb

nicht anbieten kann.


Mecklenburg-vorpoMMern

Neue Karrierechance in MV

Praxisstudiengang Bau

An der Hochschule Wismar startet jetzt der

duale Studiengang Bauingenieurwesen.Er

ermöglicht der Bauwirtschaft damit eine

kombinierte Hochschul- und Berufsausbildung,

die vor allem darauf abzielt, den

dringend benötigten Bauleiternachwuchs

auszubilden.

Der Ausbildungsablauf

Die Berufsausbildung bzw. das Studium mit

wechselnden Theorie- und Praxisphasen

beim Bildungsträger, der Hochschule und

dem Unternehmen verdeutlicht den besonderen

Bezug und die Nähe zur Praxis.

Für den dualen Studiengang Bauingenieurwesen

an der Hochschule Wismar bedeutet

dies, dass in den ersten beiden Jahren

Hochschulstudium und Berufsausbildung

parallel absolviert werden und mit der

Öffentliches Auftragswesen

Dumping-Angebote ausschließen

In einem gemeinsamen Arbeitspapier haben

sich die Handwerkskammern in MV

mit der IHK zu Schwerin und der Vereinigung

der Unternehmensverbände MV

für praktische Verbesserungen im öffentlichen

Auftragswesen eingesetzt. Obwohl

VOB/A bzw. VOL/A genau vorschreiben

würden, nach welchen Kriterien für die

Vergabeverfahren die Wertung der Angebote

zu erfolgen hat und unter Berücksichtigung

aller Umstände der Zuschlag

auf das wirtschaftlichste Angebot

zu erteilen sei, spiegele dies die Praxis

nicht flächendeckend wider. Dabei hatte

in der Vergangenheit auch der Präsident

des Landesrechnungshofes M-V mehrfach

darauf hingewiesen, dass die Zuschlagserteilung

auf das billigste Angebot nicht

den gesetzlichen Vorgaben der VOB/A

bzw. VOL/A entspreche.

Gerade aus dem Kreis der Handwerkerschaft

und der kleineren Unternehmen

werde beklagt, dass die Auftragsvergabe

grundsätzlich auf das billigste Angebot

34 NordHandwerk Mai 2008

Facharbeiterprüfung der erste berufsqualifizierende

Abschluss erreicht wird. Danach

wird das Bachelorstudium zweieinhalb Jahre

bis zum Hochschulabschluss fortgesetzt.

Die Gesamtausbildungszeit beider Qualifikationen

beträgt demnach viereinhalb

Jahre, anstatt – würden sie nacheinander

absolviert – fünfeinhalb Jahre.

Erste Erfahrungen

Im Rahmen des BLK-Modellversuchs „Dualer

Studiengang Bautechnik“ an der Hochschule

Neubrandenburg wurde ein solcher

Studiengang erfolgreich implementiert, d. h.,

erfolge. Es wird kritisiert, dass weitere

Prüfkriterien wie z. B. Betriebs- und Folgekosten

nicht oder nicht ausreichend in

die Wertung einfließen würden.

In dem federführend von der Handwerkskammer

Schwerin erstellten Papier

wird gefordert, für die ausschreibenden

Stellen eine konkrete Arbeitshilfe in Form

eines Prüfschemas zur Wertung von Angeboten

sowie für die Ermittlung der

Wirtschaftlichkeit zu schaffen und eine

regelmäßige Schulung der Mitarbeiter zu

gewährleisten. Im Kern muss es darum

gehen, den Mitarbeitern den Rücken zu

stärken, sich für das wirtschaftlichste anstatt

für das billigste Angebot zu entscheiden.

Zur Erreichung des Kernzieles, des

Ausschlusses von nicht auskömmlichen

Dumpingangeboten, haben die Kammern

und Verbände einen konkreten Maßnahmenkatalog

erarbeitet. Vorgestellt wurde

das Arbeitspapier erstmals im Rahmen des

landesweiten Bündnisses für Arbeit, bevor es

der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

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