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1957 50 JAHRE

2007


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RÜCKBLICK

„Die Firma ist mein Leben!“

Heinrich Löwenkamp gründete vor 50 Jahren

die Heinrich Löwenkamp Maschinen- und Stahlbauschlosserei

Herr Löwenkamp, Sie kommen mit 87 Jahren noch

immer täglich in die Firma. Die Rente ist wohl nichts für

Sie?

Nein, ich brauche den persönlichen Kontakt zur Firma. Es ist

einfach ein gutes Gefühl zu sehen, dass hier alles läuft...

Und das nun schon 50 Jahre...

Ja, vor genau 50 Jahren habe ich mit meiner Frau in einer

Wellblechgarage angefangen. Wir haben unsere ersten

Brötchen mit Reparaturen von Landmaschinen verdient.

Haben Sie irgendwann einmal Zweifel gehabt an Ihrer

Entscheidung, ein Unternehmen aufzubauen?

Zweifel, nein, niemals. Ich wusste, das wird etwas. Ich habe

immer Qualität geliefert. Qualität spielt bis heute die entscheidende

Rolle für den Erfolg des Betriebs. Ja, und außerdem

war meine Frau dabei und hat in den ersten Jahren kräftig

mitgearbeitet. Was sollte also schief gehen?

Qualität also ist das Erfolgsgeheimnis?

Ja, Qualität und Vertrauen in die Partner. Aber das ist noch

längst nicht alles. Genauso wichtig sind gute Leute. Die

waren schon damals schwer zu kriegen. Gute Leute sind

überall gefragt. Aber nach und nach habe ich sie bekommen

und einen nach dem anderen fest angestellt.

Was zeichnet gute Leute aus?

Sie müssen jede Menge Fachkenntnisse mitbringen. Und

Ausdauer ist wichtig. Das war damals so, und heute gilt das

mindestens genauso.

Ihre Kinder sehen das ebenso?

Ja. Es ist wunderbar, dass meine Kinder sich so kräftig für die

Firma ins Zeug legen. Und meine Enkel machen es ihnen

nach. Das bedeutet für mich Familie, denn auch die Firma ist

wie ein eigenes Kind. Es wächst, wird groß und selbständig,

aber es bleibt immer mein Kind. Irgendwann bekommt man

etwas zurück für all die Liebe, die man einmal gegeben hat.

Diese Bindung bleibt ewig bestehen. So wie meine Kinder ist

auch die Firma mein Leben!

Und wie sieht Ihr Wunsch für die Zukunft der Firma und

der Familie aus?

Ich wünsche mir, dass die Firma so bestehen bleibt, wie sie

ist und weiter wächst. Inzwischen ist sie zu klein geworden

und vor Erfolg aus allen Nähten geplatzt. Das ist natürlich

wunderbar zu sehen. Aber der Umzug in größere Räume wird

bald Abhilfe schaffen. Ja, und für meine Kinder und Enkel

wünsche ich mir, dass möglichst alle so empfinden wie ich

und den Betrieb auch künftig als Teil der Familie betrachten.


SEITENBLICK

MEILENSTEINE

Startschuss unterm

Wellblechdach

Am 11. Juni 1957 gründete Schlossermeister

Heinrich Löwenkamp gemeinsam mit seiner

Frau Auguste in Pommenich im Kreis Düren

die Heinrich Löwenkamp

Maschinen- und Stahlbauschlosserei.

In dieser Wellblechgarage

arbeiteten sie

vor 50 Jahren ihre ersten

Aufträge ab und reparierten

hauptsächlich landwirtschaftlicheNutzfahrzeuge.

Ein Wiking-

Pritschenwagen (links)

sorgte für die nötige

Mobilität.

1962 stellte Heinrich Löwenkamp mit Josef

Sprenger ( ) und Wolfgang Neugebauer (v.r.n.li.)

die ersten Gesellen ein. Schon dabei: der 2jährige

Sohn Helmut.

1962 steht die erste Bohrmaschine in der Werkstatt.

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EINBLICK

Matthias Nelles, Nehat Istrefi, Waldemar Brauer, Thomas

Weber, Dirk Harn, Thomas Fritzen, Daniel Spelge,

Sebastian Rensinghof, Werner Küpper, Cornel Diepstraten

(v.l.n.r.)

Bis auf die Stelle hinter dem Komma

„Als ich vor 20 Jahre bei Löwenkamp anfing“,

erinnert sich Dirk Harn, „dachte ich, die haben

hier alle einen Genauigkeitstick bis auf die

Stelle hinter dem Komma.“ – „Stimmt“, ergänzt

Thomas Fritzen, der seit einem Jahr das Team

der Schlosser verstärkt. „Bisher hatte ich im

Hallenbau zu tun. Da kam es auf ein oder zwei

Millimeter mehr oder weniger nicht an.“

Matthias Nelles nickt. Der Vorarbeiter der

Schlosser ist der Senior des Teams: „Genauigkeit

ist hier das A und O. Das war schon immer

so.“ Als er 1971 in den Betrieb kam, waren gerade

einmal 5 Mitarbeiter beschäftigt. „Was vor

50 Jahren in einer Garage begann, das ist heute

eine Erfolgsgeschichte mit Kunden in aller

Welt.“

Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Einer

trägt den Namen Fehlerkultur. Damit ist gemeint,

dass ein Betrieb nur so gut sein kann, wie

seine Mitarbeiter bereit sind, aus den eigenen

Fehlern zu lernen. Sebastian Rensinghof hat

seine Erfahrungen gemacht: „Man muss schon

ganz exakt arbeiten und die Fehler, die man

macht, wirklich ernst nehmen. Meine Kollegen

haben mich immer direkt auf meine Fehler angesprochen.

Das habe ich schon mal krumm

Staffelstab

Selbständigkeit – so heißt seit Jahrzehnten

das Zauberwort für den Spaß an der Arbeit bei

den Schlossern. Das war schon immer so für

ihn, sagt Dirk Harn (re.). „Arbeit ist für mich

eine Herausforderung und kein notwendiges

Übel. Damit das so bleibt, muss ich möglichst

viel selbst entscheiden dürfen.“ So begann er

hier seine Ausbildung vor 20 Jahren und gab

diese wichtige Erkenntnis und seine Erfahrungen

weiter an Nehat Istrefi (Mitte), der im

Jahr 2003 seine Lehre begann. „Dirk hat mich

genommen.“ Dieses Erlebnis hatten alle hier –

der eine früher und der andere später. Im

Ergebnis entstand ein intensiver Gedanken- und

Erfahrungsaustausch, etwas, was als gelebte

Fehlerkultur so wichtig ist. So entsteht ein

Team, das zusammen durch dick und dünn geht.

Waldemar Brauer gilt als ruhender Pol des

Teams: „Ich arbeite sehr gern allein und mache

mir meine Gedanken, wie ich das Problem am

besten lösen kann.“ Auch Markus Henriksen ist

kein Freund lauter Töne: „Wir helfen uns untereinander,

und mit dem Humor der anderen muss

man eben irgendwie klarkommen...“ Man steht

zusammen im Team. Der Begriff des Familienbetriebs

umfasst hier mehr als das Besitzverhältnis

des Unternehmens. „Für mich“, sagt

Matthias Nelles, „ist es seit 35 Jahren, als ob

ich montags bis freitags meine Familie besuchen

würde, wenn ich zur Arbeit gehe. Ich fühle

mich umso wohler, weil auch diese Familie langsam

eine Großfamilie geworden ist.“

Viele, die heute als Schlosser hier ihren Mann

stehen, haben schon als Schüler ein Praktikum

gemacht und anschließend ihre Schlosser-

Ausbildung. Auch Daniel Spelge kam so in die

allein arbeiten lassen, wenn ich es wollte und

nicht bevormundet. Das ist für mich ganz

wichtig. Ich will selbst nachdenken und die

richtige Lösung finden.“ Heute gibt der junge

Facharbeiter das Wissen um diese Tugend an

Thomas Weber (li.) weiter, der gerade seine

Ausbildung begonnen hat: „Selbständigkeit ist

deshalb wichtig, weil ich allein nachdenken

muss. Aber finde ich immer die richtige

Lösung? Da ist es gut zu wissen, dass ich

meine Kollegen immer fragen kann.“

Thomas Weber,

Nehat Istrefi,

Dirk Harn,

(v.l.n.r.)

SCHLOSS E

Firma: „Mein Vater hat hier auch gelernt und

gearbeitet“, sagt er, „also die einfachste Sache

der Welt.“ – „Es geht noch einfacher“, ruft Dirk

Harn dazwischen. „Ich habe erst hier angefangen

und meine Bewerbungsunterlagen dann

nachgereicht...“

Manchmal kommen Kunden in die Werkstatt

und fragen, wann ihr Auftrag endlich fertig sei.

„Nicht immer einfach“, sagt Cornel Diepstraten,

der in der Endmontage tätig ist. „Das ist eine

große Verantwortung, denn sehr viel kann ich

nicht mehr ausbügeln, wenn irgendwo etwas

nicht ganz exakt gemacht wurde.“ Flexibilität

sei deshalb gefragt, meint Werner Küpper, seit

mittlerweile elf Jahren im Betrieb. Aber auch

die Absprache mit den Kollegen: „Natürlich

arbeitet jeder meist für sich. Aber dann kommt

der Punkt, an dem man mit den anderen reden

muss, damit der Auftrag nicht unterwegs

irgendwo stecken bleibt.“

Die Strahlenden

Für´s Strahlen sind sie verantwortlich: 16

Jahre lang munitioniert Jaroslaw Strzelka

seinen Strahler mit Stahlkorund auf. Damit

auch jedes Teil blitzt und blinkt, bevor es die

Firma verlässt, arbeitet seit 20 Jahren

Abraham de Koning (u.) hier.

Jaroslaw

Strzelka

und

Abraham

de Koning


ER UND SCHWEISSER

Zusammengeschweißt

Vor den Künsten des Schweißer-Quartetts zieht

sogar der TÜV regelmäßig den Hut. Über Gerd

Bolling, Peter Buglowski, Eugen Henschel und

Mit offenem Visier

Gerd Bolling: Warum ich 23 Jahre in ein und

derselben Firma arbeite? Wir werden gut

bezahlt...

Peter Buglowski: Stimmt. Aber mir ist es

genauso wichtig, dass ich in den 16 Jahren

Freunde hier gewonnen und mir durch meine

Arbeit Respekt erworben habe.

Gerd Bolling: Und ich lache gern, vor allem

über Dich, nein, mit Dir. Deshalb komme ich so

gern zur Arbeit.

Peter Buglowski: Geht mir genauso, vor

allem, wenn Dir die Arbeit mal wieder über

den Kopf wächst.

Gerd Bolling: Mir macht die Arbeit Spaß,

weil der Chef 100prozentiges Vertrauen zu mir

hat – zu uns.

Gerd Bolling (l.), Peter Buglowsi

Jose Guerreiro Rosa (v.l.n.r) sagt Karl-Heinz

Löwenkamp: „Wenn es nötig ist, schweißen die

Jungs 24 Stunden am Stück.“ Hier sind wahre

Künstler ihres Fachs am Werk. Doch von nichts

kommt nichts. „Das Schweißen wurde mir nicht

in die Wiege gelegt“, sagt Eugen Henschel, seit

fünf Jahren im Betrieb. „Ich habe es erst hier

richtig gelernt.“ Ausgelernt aber haben die

Schweißer niemals. Meist besuchen sie mehrere

Fortbildungslehrgänge pro Jahr. Noch kein

Jahr ist Jose Guerreiro Rosa dabei. Der

Portugiese hat schon in vielen Ländern gearbeitet,

in Spanien und in Italien. Er kennt sich aus,

und er kennt Menschen. „Wir sind ein tolles

Team“, sagt er, und Eugen Henschel ergänzt:

„Jeder geht für den anderen durchs Feuer.“ Das

ist angesichts der hier permanent fliegenden

Funkengarben sogar wörtlich gemeint.

Peter Buglowsi: Deine Ergänzung ist wichtig.

Das Vertrauen haben wir uns hart erarbeitet.

Steht ein Auftrag an, hängt es nicht

selten von unserer Arbeitsgeschwindigkeit als

Schweißer ab, wann er abgeschlossen wird...

Gerd Bolling: Da alle wissen, wie langsam

Du bist, machen wir Nachtschichten.

Peter Buglowski: Aber immer zusammen,

damit Du auch etwas davon hast und lernst,

wie man besser mit Stress umgeht.

Gerd Bolling: Und unserem Chef ist es egal,

wann wir kommen oder wann wir arbeiten,

Hauptsache, der Auftrag ist in bester Qualität

und so schnell wie möglich fertig.

Peter Buglowski: Wir sollten ihn mal zu einer

unserer nächsten Nachtschichten einladen...

MEILENSTEINE

Neuanfang in Pier

1964 kauften Heinrich und Auguste Löwenkamp

ein etwa 14.000 Quadratmeter großes bebautes

Grundstück in Inden-Pier. Kurz darauf begann die

Produktion auf etwa 250 Quadratmetern im

Gebäude des alten Bahnhofs.

Eines der ersten Produkte, die seit 1964 in Pier

hergestellt wurden – eine Walze für die Papierindustrie.

Dem Nachwuchs eine Chance

1965 wurde mit Heinz Bert Rosarius der erste

Lehrling eingestellt. Die Berufsausbildung gehört

von nun an zum festen Bestandteil der Betriebsentwicklung.

In erster Linie werden Metallbauer,

Feinwerkmechaniker, Zerspanungsmechaniker

und Bürokaufleute ausgebildet. Im Laufe der

Jahre erwarben bei Löwenkamp über 60 junge

Menschen einen Berufsabschluss.

Bauboom in Pier

1965 wurde an die vorhandene Halle ein erster

Anbau gesetzt, womit sich die Produktionsfläche

auf rund 500 Quadratmeter verdoppelte. Gleichzeitig

entstand ein etwa 240 Quadratmeter großes

Bürogebäude. In den Jahren von 1970 bis 1975

(vgl. Foto) entstanden als Folge der rasanten Firmenentwicklung

insgesamt drei weitere Gebäude.

Die Fertigungsfläche vergrößerte sich insgesamt

auf etwa 1.500 Quadratmeter.

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EINBLICK

Richard Uerlings, Alexej Dreger, Peter Collard, Axel

Johnen, Andreas Monsior, Martin Rohweder, Andreas

Janyga , Bernd Spoelgen (v.l.n.r.)

Die Eroberung des Weltraums

Wollte Andreas Janyga mal so richtig auftrumpfen

im Bekannten- und Freundeskreis, er brauchte

nur diesen Satz zu sagen: „Mal so am Rande

– auch ich habe an der Eroberung des Weltraums

mitgewirkt...“ Als 1994 die neue Europa-

Rakete Ariane 5 zum Start ins All abhob, ging

auch ein Stück Löwenkamp mit in die Luft. Hier

wurde der Anschlussflansch gefertigt, an dem

die Stufe der Ariane 5 befestigt wird. Die vorgegebenen

Toleranzen lagen im Bereich von

0,5 Millimetern. Und dies bei einer Wandstärke

von gerade einmal fünf Millimetern und einem

Durchmesser von 5.400 Millimetern. 658 Löcher

bohrte Andreas Janyga in den Adapterring. Karl-

Heinz Löwenkamp lakonisch: „Eine Schraube

passte wie die andere.“

Qualität ist das oberste Gesetz bei den Fräsern.

„Nicht immer ganz einfach bei dem ständig herrschenden

Zeitdruck“, sagt Meister Axel Johnen.

Damit trotzdem Qualität und Genauigkeit gewahrt

bleiben, ist Vielseitigkeit gefragt. Acht

Vorwärts in die Zukunft

Alexej Dreger am neuen Universal-Bett-Fräsund

Bohrcenter TA-35 A. Schneller und auch

genauer als bisher kann hier gearbeitet werden.

Einsparungen bis zu 40 Prozent bei der

Alexej Dreger

verschiedene Fräsen stehen in der Halle. Damit

möglichst viele aus dem achtköpfigen Team auch

möglichst viele Steuerungen beherrschen, spielt

Weiterbildung eine zentrale Rolle. Allein im ersten

Quartal 2007 besuchten fünf Fräser verschiedene

Fortbildungskurse, in der Regel Lehrgänge

der Maschinenhersteller. „Wir nehmen so viel

mit, wie nur irgendwie möglich ist“, kommentieren

Martin Rohweder und Andreas Monsior.

„Stimmt“, ergänzt Richard Uerlings, der gerade

einen Weiterbildungs-Marathon abgeschlossen

hat. „Man kann niemals genug wissen.“

Der enorme Innovationsschub des Unternehmens

sorgt für eine permanente technische

Aufrüstung. Gerade erst wurde für rund 400.000

Euro das Universal-Bett-Fräs- und Bohrcenter

TA-35 A der Bimatec-Soraluce Frästechnologie

GmbH aufgebaut. „Damit können wir jetzt mit

gerade einer Aufspannung vier Seiten eines

Werkstücks bearbeiten“, sagt Alexej Dreger.

„Wir sparen also in erheblichem Umfang Zeit

Bearbeitungszeit lasen sich erreichen. Auch

die Fertigungskosten insgesamt werden erheblich

reduziert.

FRÄSER

und damit Kosten ein.“ Außerdem erlaubt die

neue Maschine eine größere Genauigkeit bei

der Bearbeitung. Mit jedem Umspannen geht

eine wenn auch geringe Ungenauigkeit einher,

ein Zustand, den sich das Team nicht leisten

kann und nicht leisten will. Es geht um Hundertstel-Millimeter.

Bernd Spoelgen braucht diese Herausforderung:

„Ich liebe die Abwechslung und suche gern nach

Lösungen für neue Probleme. Die Arbeit an einer

Serie, nein, das ist nichts für mich. Zu monoton.“

Peter Collard nickt: „Wir Fräser haben ja

auch die meisten Verfahrenswege, weil wir

auch die meisten Achsen haben. Mit möglichst

wenig Spannungen möglichst genau und schnell

zu arbeiten – das ist für mich das Größte.“ Axel

Johnen ist stolz auf sein Team: „Gefragt sind

Multitalente.“ Und gemeint sind damit nicht

allein Künstler der Frästechnik, sondern vor

allem auch mitdenkende sowie selbständig und

verantwortungsvoll handelnde Mitarbeiter.

Zurück zu den Wurzeln

Hier fing einmal alles an – an der alten

Universal-Fräsmaschine: Alexej Dreger, Axel

Johnen und Richard Uerlings (v.l.n.r.) haben

hier ihre Ausbildung als Maschinenbauer

begonnen. Heute sind sie Multitalente in

ihrem Fach.

Alexej Dreger, Axel Johnen, Richard Uerlings

(v.l.n.r.)


UND DREHER

Marc Horn, Etienne Dodemont, Josef Franken, Oskar Fried, Stanislaw Dreier, Dirk Müller, Jakob Wiens,

Guido Gossen (v.l.n.r.)

Drei Dinge braucht der Kunde

Etienne Dodemont bringt es auf den Punkt:

„Drehen macht einfach Spaß – wenn da unter

meinen Händen etwas entsteht, ganz ohne

Grate, Ecken und Kanten...“ Obwohl er erst

wenige Wochen im Team ist, nicken alle beifällig.

„Ja“, fällt Dirk Müller ein, „und das erst

recht, weil sich bei uns alles um den Kunden

dreht.“ Ein Werkstück ohne Fehl und Tadel, dazu

Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz, das

sei für ihn sei das Schönste an seiner Arbeit.

Auch Josef Franken hält es mit dem Kunden.

„Für mich ist wichtig, dass ich weiß, wofür ein

Teil angefertigt wird und was der Kunde damit

machen will.“

Meister Guido Gossen hält große Stücke auf

sein Team: „Wir Dreher sind Einzelkämpfer.

Jeder ist für sein Teil allein verantwortlich, und

deshalb will auch jeder sein Bestes geben.“ An

elf verschiedenen Drehmaschinen wird gearbeitet,

meist in zwei Schichten. „In den 15 Jahren,

die ich im Betrieb bin“, sagt Oskar Fried, „habe

ich noch niemals stillgestanden. Es gab immer

genug zu tun.“ – „Genau“, sagt auch Marc Horn,

„über Langeweile kann ich in meinen zehn

Die Wachsamen

Immer ein wachsames Auge auf die Arbeitsabläufe

hat Helmut Vieth (l). Rechtzeitig

muss er das Material

sägen, damit die Dreher

und Fräser loslegen können.

Ebenso wachsam ist

Dieter Franken, für Qualitätsfragen

zuständig und

die Werkzeugausgabe.

Jahren bei Löwenkamp auch nicht gerade klagen.“

Und das ist ihm das Wichtigste. Er hasst

nichts mehr als Monotonie. So sieht es auch

Alexander Floß. Er nimmt für die Abwechslung

bei der Arbeit auch gern die eine oder andere

Überstunde in Kauf: „Kein Thema für mich“,

sagt er. „Flexibilität ist das halbe Leben.“

Die Dreher haben häufig mit Kunden zu tun,

meist bei der Abnahme eines Stückes. Guido

Gossen weiß genau, worum es geht: „Drei

Dinge braucht der Kunde: Qualität, Termintreue

und einen guten Preis.“ Diese Philosophie vermittelt

er auch seinen Lehrlingen vom ersten

Tag an. Jakob Wiens hat bei ihm gelernt: „Das

Wissen um den Kundennutzen ist entscheidend

für eine gute Arbeit. Und es motiviert auch

gewaltig, wenn man da ein Lob bekommt.“

Motivation hat Stanislaw Dreier genug, obwohl

er nicht am Beginn, sondern am Ende seiner

Arbeitszeit im Betrieb steht. „In sechs Jahren

gehe ich in Rente“, überlegt er laut.

„Fürchterlich. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen,

zu Hause zu sitzen und nichts mehr zu

tun.“

Helmut Vieth (l.) und

Dieter Franken

MEILENSTEINE

Die 2. Generation kommt

1966 begann Karl-Heinz Löwenkamp als zweiter

Lehrling seine Ausbildung zum Schlosser im elterlichen

Betrieb. 1974 legte er die Meisterprüfung

ab. Seine Schwester Christa Weiß trat am

18.11.1968 in die Firma ein, nachdem sie ihre

Lehre als Industriekauffrau abgeschlossen hatte.

Der jüngste Bruder, Helmut Löwenkamp, kam

1981 in den elterlichen Betrieb. Er hatte inzwischen

eine Lehre als Technischer Zeichner

abgeschlossen. 1990 bestand Helmut Löwenkamp

seine Prüfung als Maschinenbaumeister.

Gold für Löwenkamp

1971 erhielt Heinrich Löwenkamp (li.) aus den

Händen des bayerischen Wirtschaftsministers

Anton Jaumann auf der

Internationalen Handwerksmesse

in München

den Staatspreis der

Bayerischen Staatsregierung

in Form einer

Goldmedaille. Damit

wurde die hervorragende

handwerkliche Qualitätsarbeit

des Unternehmens

anerkannt.

Für diese Schnellschluss-

Gassicherheits-Doppelabsperrklappe

mit pneumatischem

Antrieb erhielt die

Firma Löwenkamp die Goldmedaille

der Bayerischen

Staatsregierung.

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8

ÜBERBLICK

Der Innovationsmotor

Die Heinrich Löwenkamp Maschinenbau GmbH gilt im 50. Jahr ihres Bestehens

als weltweit gesuchter Problemlöser in der Maschinen- und Anlagentechnik

Wann immer es ihm möglich ist, kommt Karl-Heinz Löwenkamp in die Fertigungshallen und packt selbst mit an.

Das Gebiet von Inden im Kreis Düren bei Aachen

ist außergewöhnlich. Nirgendwo sonst in

Deutschland sind die Beweise für die Innovationskraft

der Menschen einer Region so alt.

Gerade erst fanden Archäologen auf dem

Gelände des Braunkohletagebaues Hunderte von

Messern, Faustkeilen und Schabern, die von der

Kreativität der einst hier siedelnden Steinzeitmenschen

künden. 120 Jahrtausende später

hat sich nur wenig verändert. Innovationskraft

und Kreativität sind auch die Basis des Erfolgs

der Maschinenbaufirma Heinrich Löwenkamp.

Doch während sich in der Steinzeit der Einsatz

der Werkzeuge auf naheliegende Ziele wie die

Zerlegung von erbeutetem Wild richtete, greift

das Handwerksunternehmen aus Pier unmittelbar

nach den Sternen.

Zu den Kunden des Betriebs gehört die Deutsche

Aerospace. Als zu Beginn des Jahres 1994 die

neue Europa-Rakete Ariane 5 von der Startrampe

in Kourou in Französisch Guayana abhob, ging

auch ein Teil aus dem Kreis Düren mit in die

Luft. „Es war unser erster Auftrag für die

Raumfahrt“, erinnert sich Karl-Heinz Löwenkamp.

Das Unternehmen, das der Schlossermeister und

Betriebswirt des Handwerks gemeinsam mit

Schwester Christa Weiß und Bruder Helmut

führt, hat sich längst einen Namen gemacht,

FIRMENPORTRÄT

wenn es um höchste Qualität und feinste Präzision

geht.

Der spätere Höhenflug des vor genau 50 Jahren

gegründeten Betriebs war in der Handwerksrolle

nicht vorgezeichnet. Doch kaum hatte Schlossermeister

Heinrich Löwenkamp – der Vater des

geschäftsführenden Trios – am 11. Juni 1957

seine Bauschlosserei gegründet, begann eine

Firmengeschichte, die ihren Erfolg hauptsächlich

zwei Eigenschaften verdankt: einer ausgeprägten

Grundhaltung der Firmenlenker zur technischen

Innovation sowie ihrer großen Wertschätzung für

die berufliche Aus- und Weiterbildung.

„Unsere Kunden bekommen von uns keine

Produkte, sondern optimale Problemlösungen“,

fasst Helmut Löwenkamp die Firmenphilosophie

des Betriebs zusammen. Für den Maschinenbaumeister

und Technischen Zeichner ist klar: Wer

sich so breit aufstellt, benötigt einen festen

Stand. Immer müssen die modernsten Geräte

zum Einsatz kommen. Vor allem ist eine enorme

Breite technischer Einsatzmöglichkeiten erforderlich,

damit die notwendige Fertigungstiefe

erreicht wird. Zug um Zug wurde deshalb die

betriebliche Fertigungsstätte erweitert und damit

die Voraussetzung geschaffen für die Einführung

zukunftsweisender Technologien. Im Bereich der

Zerspanung etwa wurde frühzeitig und konsequent

auf CNC-Technologie umgestellt. Die

Verwaltung nutzt bereits seit Beginn der 90er

Jahre die EDV. Mit der gleichzeitigen Einführung

der CAD-Technologie wurden Arbeitsvorbereitung

und Konstruktion effektiver gestaltet und so

allmählich eine Vernetzung der Arbeitsplätze in

Technik und Verwaltung in die Wege geleitet.

In den vergangenen zehn Jahren investierte die

Unternehmerfamilie jährlich mehr als eine halbe

Million Euro in den Maschinenpark. Dazu kommen

Jahr für Jahr noch einmal 100.000 Euro für

neue Werkzeuge bzw. notwendiges Zubehör.

Angesichts eines Umsatzes, der 2006 bei etwa

6,5 Millionen Euro lag, ist mit zehn Prozent eine

der höchsten Innovationsquoten erreicht, die ein

Mittelständler aufzuweisen hat. Eine Alternative

sieht Karl-Heinz Löwenkamp nicht: „Was wir

können, können wir nur dank modernster Technik

und damit dank unserer Großinvestitionen immer

besser machen. Nur so behaupten wir uns am

Markt.“ Die Rechnung geht auf, denn allein in

den vergangenen fünf Jahren verdoppelte das

Unternehmen seinen Umsatz. Bereits zu Neujahr

2007 flogen auch bei Löwenkamp schon wieder

die Funken. Nur waren es keine Raketen, sondern

die Lichtbögen der Schweißgeräte. Für rund

400.000 Euro wurde eine neue Bettfräsmaschine


aufgebaut, mit der jetzt neue, größere Produkte

hergestellt werden können.

Ein effektiver und produktivitätssteigernder

Einsatz modernster Maschinen und Anlagen hat

zwangsläufig hoch und höchst qualifizierte

Mitarbeiter zur Voraussetzung. Die regelmäßige

betriebliche Weiterbildung ist deshalb im System

des Qualitätsmanagements längst eine Selbstverständlichkeit.

Ständig sind Mitarbeiter auf

diversen Lehrgängen der Werkzeughersteller.

Nicht von ungefähr gehört die Berufsausbildung

bereits seit 1965 zum festen Bestandteil der

Betriebsentwicklung. In erster Linie werden Metallbauer,

Feinwerkmechaniker, Zerspanungsmechaniker

und Bürokaufleute ausgebildet.

„Augenblicklich haben wir zehn Azubis im

Betrieb“, so Christa Weiß, die für den Berufsnachwuchs

verantwortlich ist. „Bei rund 60 Mitarbeitern

ist das ein beachtlicher Prozentsatz.“

Jährlich werden – je nach Bedarf – zwei bis vier

Jugendliche ins Ausbildungsteam übernommen.

Im Laufe der Jahre erwarben bei Löwenkamp

über 60 junge Menschen einen Berufsabschluss.

Entscheidend sei, so die gelernte Industriekauffrau,

dass der Nachwuchs die Firmenphilosophie

des Problemlösers Löwenkamp verstehe.

Die eigene unternehmerische Verantwortung

wird darüber nicht vernachlässigt. Gerade läuft

sich die dritte Generation warm. Markus Weiß,

Maschinenbauingenieur und Schweißfachingenieur,

arbeitet seit drei Jahren in der Entwicklung

Zeit für Zärtlichkeiten

Liebkosung von Oskar Fried für ein Kunstwerk

aus Metall – In Gold und Silber glänzt

der fast 5 Meter im Durchmesser große

Oskar Fried

und Arbeitsvorbereitung des Betriebs mit. Und

Simon Löwenkamp, Gymnasiast, ist vorläufig

noch als Praktikant ein häufig gesehener Mitarbeiter

auf Zeit. Sein Bruder Lars kommt in

Kürze als Maschinenbaumechaniker ins Team.

Über kurz oder lang, so Karl-Heinz Löwenkamp,

werden auch seine Töchter Bianca und Kirsten

ihre Kräfte dem Unternehmen zur Verfügung stellen,

die eine als Diplom-Kauffrau, die andere als

Juristin.

Heute steht das Unternehmen vor einer neuen

Herausforderung. In fünf Jahren steht eine

Umsiedlung bevor, denn die Bagger des benachbarten

Braunkohletagebaues rücken unerbittlich

näher. Die Planungen für ein neues Werk – rund

doppelt so groß wie das jetzige – werden immer

konkreter. Optimale Fertigungsabläufe und höhere

Hallen, um die Krankapazitäten besser auszulasten

und eine höhere Produktivität zu erreichen,

das sind die aktuellen Planspiele der erfolgreichen

Geschäftsleitung. „Natürlich hängen wir an

unseren Wurzeln“, so der abschließende Kommentar

von Karl-Heinz Löwenkamp, „doch es

geht schließlich um etwas Unvermeidliches. Es

heißt also für uns, das Beste daraus zu machen.

Und Innovation ist schließlich unser Alltag.“

Damit steht die Unternehmerfamilie aus Pier

letztlich auch konsequent in der Tradition ihrer

steinzeitlichen Vorgänger, die vor 120.000 Jahren

irgendwann ebenfalls mit Sack und Pack weiter

zogen, im Unterschied zu ihren innovativen

Nachfahren jedoch ihre Werkzeuge zurücklassen

mussten.

Leitschaufelträger aus Edelstahl, der vor

seiner mehrwöchigen Bearbeitung 16 Tonnen

wog.

MEILENSTEINE

Löwenkamp wird GmbH

1979 wurde aus der Heinrich Löwenkamp Maschinen-

und Stahlbauschlosserei die Heinrich Löwenkamp

Maschinenbau GmbH. Heinrich Löwenkamp

sowie Christa Weiß und Harl-Heinz Löwenkamp

wurden zu Gesellschaftern. 1987 wurde auch Helmut

Löwenkamp geschäftsführender Gesellschafter

des Unternehmens.

Zeichen der Zeit

1987 und 1988 wurde im Bereich der Zerspanung

frühzeitig und konsequent auf CNC-Technologie

umgestellt. Die Verwaltung nutzt seit Beginn der

90er Jahre die EDV. Mit der gleichzeitigen Einführung

der CAD-Technologie wurden Arbeitsvorbereitung

und Konstruktion effektiver gestaltet

und so allmählich eine Vernetzung der Arbeitsplätze

in Technik und Verwaltung in die Wege

geleitet – Grundlage für weiteres Wachstum und

Wettbewerbsfähigkeit.

Seit 1990 ist der Betrieb im Besitz des großen

Eignungsnachweises des Deutschen Verbandes für

Schweißtechnik nach DIN 18800 Teil 7. Seit 1999

erfüllt Löwenkamp die schweißtechnischen

Qualitätsanforderungen nach DIN EN 729-2.

1990 wurde eine Seilwinde für einen Kalkschachtofen

im westafrikanischen Sambia gebaut.

1992 entstand eine 8 x 8 Meter große Absperrklappe

für ein Kraftwerk in Ingolstadt.

Besuch aus China

Bereits 1993 interessierten sich Chinesen für spezielle

technische Lösungen im Kalkschachtofenbau.

Eine Delegation aus Peking besichtigte tagelang

den Betrieb in Pier. Die Folge waren eine

Reihe sehr lukrativer Aufträge.

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10

EINBLICK

Wie Pech und Schwefel

Welche Rolle spielt die berufliche Qualifikation

in Ihrem Unternehmen?

Der Einsatz modernster Maschinen und Anlagen

hat hoch qualifizierte Mitarbeiter zur Voraussetzung.

Die regelmäßige betriebliche Weiterbildung

ist deshalb im System unseres Qualitätsmanagements

längst eine Selbstverständlichkeit.

Ständig sind einige unserer Mitarbeiter

auf diversen Lehrgängen der Maschinen- und

Werkzeughersteller. Nicht zuletzt deshalb

gehörten wir zu den ersten Handwerksbetrieben

der Region, die sich innerhalb des Qualitätssicherungssystems

zertifizieren ließen.

Und wie sieht es mit der Erstausbildung

aus?

Bereits seit 1965 gehört die Berufsausbildung

zum festen Bestandteil unserer Betriebsentwicklung.

In dieser Zeit haben wir 60 Lehrlinge

ausgebildet, in erster Linie Metallbauer, Feinwerkmechaniker,

Zerspanungsmechaniker und

Bürokaufleute. Augenblicklich haben wir zehn

Azubis im Betrieb – bei rund 60 Mitarbeitern ein

Auf den Grund der Dinge

LEHRLINGE

Christa Weiß ist stolz auf das Engagement und die Fähigkeiten des Berufsnachwuchses

Benjamin Schalt, Cornel Diepstraten (v.l.n.r.)

Benjamin Schalt, Feinwerkmechaniker-Lehrling

im 2. Lehrjahr, geht den

Dingen gern auf den Grund: „Jetzt

erst mal die Ausbildung abschließen,

und dann würde ich gern noch den

Christa Weiß

Abschluss als Techniker machen.

Mein Ziel ist die ständige Qualifikation

– nur so erfahre ich all das, was mich

interessiert.“

beachtlicher Prozentsatz. Jährlich übernehmen

wir je nach Bedarf zwei bis vier Jugendliche ins

Ausbildungsteam. Entscheidend für uns ist, dass

der Nachwuchs die Firmenphilosophie unseres

Unternehmens versteht. Unsere Azubis zeigen

dann von Anfang an Einsatz. Das Team hält

zusammen wie Pech und Schwefel.

Was ist Ihnen bei der Suche nach neuen

Azubis besonders wichtig?

Zuerst natürlich die Mathematik-Note auf dem

Zeugnis. Ich achte aber auch auf die Fehlstunden,

vor allem auf unentschuldigte Zeiten in

der Schule. Früher gaben Kopfnoten Aufschluss

über Disziplin und Leistungsbereitschaft. Gut,

dass dies bald wieder eingeführt wird. Wichtig

ist mir auch immer, die Eltern künftiger Lehrlinge

kennenzulernen. Ja, und dann möchte ich unseren

möglichen Berufsnachwuchs selbst in

Aktion erleben. Deshalb legen wir Wert auf ein

Praktikum bei uns. Das hilft nicht nur uns. Oft

staunen die jungen Leute selbst über ihre

Vielseitigkeit.

Maschinenöl

in den Adern

Von klein auf lief Simon Löwenkamp mit seinem

Opa durch die Firma. „Ich bin hier aufgewachsen“,

sagt der Gymnasiast, der seit

8 Monaten ein Praktikum im Familienbetrieb

macht. „Mein Ziel ist das Fach-Abi im nächsten

Jahr. Dann will ich an der Fachhochschule

Aachen den Bachelor im Maschinenbau

machen und in die Firma eintreten.“ –

Zielstrebigkeit als Markenzeichen der

Familie.

Auch Chamil Kottege arbeitet als Praktikant

im Betrieb und hat das Fach-Abitur 2008 im

Blick. „Ich will mal ein guter Maschinenbauingenieur

werden und weiß, dass ich bei

so einem international aufgestellten und

innovativen Mittelständler wie Löwenkamp

die besten Voraussetzungen dafür bekommen

kann.“

Simon Löwenkamp


Manchmal muss es Theorie sein

Paul Richarz, Tayfun Gülyaz, Viktor Bachmazki, Thomas Schmidt (v.l.n.r.)

„Arbeit gibt es genug.“ Man hört Viktor Bachmazki

förmlich die Genugtuung darüber an. Er

lernt im 3. Jahr den Beruf des Feinwerkmechanikers.

Ebenfalls im 3. Lehrjahr sind auch

Tayfun Gülyaz und Thomas Schmidt, die beide

als Zerspanungsmechaniker ausgebildet werden.

Auch für sie bedeutet die große Selbstän-

Weitermachen

Remigiusz Chodnicki, Zerspanungsmechaniker-Lehrling

im 2. Lehrjahr: „Ich wollte

schon immer Dreher werden, weil man sieht,

was man da schafft. Deshalb mache ich

auch gleich weiter...“

Remigiusz Chodnicki

Pausenbrot in der Hand

Hin und wieder muss es auch mal eine Pause

sein... Andreas Berg (l.) und Andreas Czomba

(re.) lernen im 1. Lehrjahr den Beruf des Feinwerkmechanikers.

Benjamin Caspers will Metallbauer

werden. Er ist bereits im 2. Lehrjahr.

digkeit eine enorme Herausforderung. Ab und

an müssen sie die geliebten Maschinen verlassen

und trockene Theorie pauken – dann steht

ein Test oder eine Prüfung an. Und dann hilft

auch Paul Richarz, damit die richtigen Kenntnisse

zur rechten Zeit abgerufen werden können.

Andreas Berg, Benjamin Caspers, Andreas Czomba

(v.l.n.re.)

MEILENSTEINE

Countdown für Ariane 5

April 1993: Als die neue Europa-Rakete Ariane 5

von der Startrampe in Kourou in Französisch Guayana

abhob, ging auch ein Teil aus dem Kreis

Düren mit in die Luft. In Pier entstand der Anschlussflansch,

an dem die Raketenstufe der

Ariane 5 befestigt wurde. Die vorgegebenen

Toleranzen lagen im Bereich von 0,5 Millimetern.

Und dies bei einer Wandstärke von gerade einmal

fünf Millimetern und einem Durchmesser von

5.400 Millimetern.

1993 gratuliert Karl-Heinz Löwenkamp Schlosser

Heinrich Göbbels (li.) zum 25. Betriebsjubiläum.

Qualität aus Pier – die Theorie

1996: Das Pierer Unternehmen ließ sich als einer

der ersten Handwerksbetriebe der Region innerhalb

des Qualitätssicherungssystems nach DIN

EN ISO 9001 zertifizieren. Heinrich Löwenkamp (r.)

nimmt aus den Händen des Aachener TÜV-Chefs

das Zertifikat entgegen.

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12

EINBLICK

Lustfaktor Arbeitsplatz

Geballte Erfahrung – das ist die wichtigste

Eigenschaft der Mitarbeiter in Helmut Löwenkamps

Team. Jeder hier im Bereich Konstruktion

und Arbeitsvorbereitung ist ein Spezialist auf

seinem Gebiet. Dennoch arbeiten hier keine

Einzelkämpfer. Nur der permanente Informationsaustausch

untereinander und der „heiße

Draht“ in die Fertigungs-Teams sorgen am Ende

dafür, dass den Kunden wettbewerbsfähige

Preise angeboten werden.

„Mit vernünftigen Einkaufspreisen geht es los“,

sagt Industriekaufmann Gerd Schnitzler. 30

Jahre Einkaufserfahrung sind die Gewähr dafür,

dass er als geschickter Verhandlungsführer die

kaufmännischen Grundlagen für den Geschäftserfolg

der Firma legt. Michael Pesch ist als Technischer

Zeichner nur noch selten am Zeichenbrett

zu finden. „Meine Zeichnungen entstehen

längst am Computer“, sagt er. Räumliches

Denken aber sei nur eine Voraussetzung für

einen guten Zeichner. Er sieht sich in einer größeren

Verantwortung: „Man kann nämlich

Zeichnungen so anfertigen, dass die Arbeitsprozesse

beschleunigt werden. Darin liegt die

eigentliche Kunst.“

Der Maschinenbautechniker Hans-Jürgen Dahmen

ist für die Kalkulationen und damit die

Preise verantwortlich: „Ich denke aus Preisen in

Preise.“ Dennoch versteht er sich eher als ein

Mann der Teile und nicht der Zahlen. Im Kopf

bewegt er tagein, tagaus rund 100 parallel laufende

Aufträge mit Aberhunderten von Teilprodukten

gleichzeitig. „Alles muss jederzeit

abrufbar sein“, sagt Dahmen. „Angefangen

beim gestern eingegangenen Auftrag bis hin

Know-how erhalten

Markus Weiß, Franz Lengsfeld

DIE KONSTRUKTEURE

Gerd Schnitzler, Michael Pesch, Hans-Jürgen Dahmen, Helmut Löwenkamp (v.l.n.re.)

zum Auftrag, der erst zu Beginn des nächsten

Jahres ausgeliefert wird.“ Und drumherum gibt

es eine unendliche Vielzahl von Normteilen, die

gekauft werden müssen, damit am Ende auch

das Produkt beim Kunden landet, das er bestellt

hat.

„Hinter all den Zahlen steckt jede Menge

Verantwortung“, so Helmut Löwenkamp. „Bei

uns muss alles zusammenlaufen. Nur wenn wir

gute Einkaufspreise erzielen und unsere Zeiterfassung

der Arbeitsprozesse stimmt, können

wir die Voraussetzung dafür schaffen, dass die

Fertigungs-Teams eine gute Arbeit machen können

und wir am Ende im Wettbewerb die Nase

vorn haben.“

Große Verantwortung und Spaß an der Arbeit –

passt das zusammen? „Durchaus“, so Hans-

Jürgen Dahmen. „Wir arbeiten sehr eng zusammen

und verstehen uns gut. Alles passiert auf

Zuruf.“ – „Die kurzen Wege sorgen dafür, dass

keine Information verloren geht“, ergänzt Gerd

Schnitzler. Teamarbeit versteht er als Partnerschaft

in Augenhöhe. Jeder akzeptiert die

Kompetenzen der anderen und sucht auch ihren

Ratschlag. Unterschiede zwischen Arbeits- und

Freizeit gebe es nicht wirklich, sagt er: „Die

besten Ideen bekomme ich ohnehin zu Hause.“

Michael Pesch lacht: „Ich habe eine weite

Fahrt nach Hause. Meine besten Ideen bekomme

ich am Lenkrad.“ Lustfaktor Arbeitsplatz –

bei Löwenkamp ist es Alltag.

Qualifikation ist der erste Schritt zum Erfolg.

Markus Weiß sammelt förmlich Berufsabschlüsse.

Der 31jährige, der seit 2004 als

Vertreter der 3. Generation der Unternehmerfamilie

in die Firma eintrat, lernte zuerst

Maschinenbaumechaniker und legte anschließend

erfolgreich die Prüfungen zum Maschinenbau-Ingenieur

und zum Schweißfachingenieur

ab. Jetzt absolviert er verschiedene

Stationen im Unternehmen: „Ich liebe die

Abwechslung, da kommt mir das Kennenlernen

der verschiedenen Abteilungen gerade

recht.“ Immer häufiger sieht man ihn bei den

Schweißern. Aus den Händen des langgedienten,

fast 70jährigen Schweißfachingenieurs

Franz Lengsfeld nimmt er symbolisch

Schweißpistole und Schweißdraht entgegen:

„Das Know-how muss unbedingt erhalten

bleiben.“


Vertrauen als Geschäftsbasis

Seit genau 30 Jahren arbeitet die Firma Löwenkamp

mit dem Ingenieurbüro Hans-Jochen Schaffrath in Aachen zusammen

Helmut Löwenkamp (li.) und Hans-Jochen Schaffrath

Helmut Löwenkamp: Die Jubiläen nehmen

gar kein Ende. Unsere Firma wird 50, und wir

arbeiten seit genau 30 Jahren zusammen.

Hans-Jochen Schaffrath: Genau. Ich habe

mich 1977 mit meinem Ingenieurbüro in Aachen

selbständig gemacht. Mit Heinrich und später

auch Karl-Heinz Löwenkamp verbindet mich ein

hohes Maß an Vertrauen. Sie haben erkannt,

dass der Synergieeffekt aus Engineering und

Fertigung, also die Produktlieferung aus einer

Hand für den Hauptfaktor Kalkschachtofenindustrie

von entscheidender Bedeutung war

und ist.

Helmut Löwenkamp: Ja, auch wenn bei uns

schon mal drei Wochen inklusive Wochenenden

rund um die Uhr gearbeitet wurde, damit die

Ofenköpfe rechtzeitig fertig wurden...

Hans-Jochen Schaffrath: ...denn der Kundenwille

ist oberstes Gesetz. Das sieht man

auch bei Löwenkamp so. Aber hier ist es mehr.

Das Zusammenspiel von Konstruktion und

Fertigung ist optimal. Ich rufe an und avisiere

einen möglichen neuen Auftrag...

Helmut Löwenkamp: ...und da bestellen wir

auch schon das Material. Zeit ist Geld, gerade in

der aktuellen Marktsituation, wo Lieferzeiten

von einem Jahr auf bestimmte Materialien möglich

sind. Ich investiere da schon mal 25.000

Euro in einen Kugeldrehkranz, auch wenn der

Auftrag erst ein Vierteljahr später bei uns eingeht.

Hans-Jochen Schaffrath: Das meine ich mit

Vertrauen. Manchmal kann das schon ein Tanz

auf der Rasierklinge sein. Der Partner muss auch

bereit sein, gewisse Risiken mit zu tragen. Das

hat sich in den 30 Jahren Zusammenarbeit nicht

geändert. Früher setzten sich die Geschäftspartner

an einen Tisch und überlegten, wie das

Problem gelöst wird. Heute fragt man in anderen

Unternehmen meist, wem schiebe ich das

Problem auf den Tisch. Das ist der Unterschied.

Helmut Löwenkamp: Stimmt, für uns sind die

Werte, die gestern galten, noch immer wichtig.

Deshalb sind wir aber noch lange nicht von

gestern.

Hans-Jochen Schaffrath: Im Gegenteil. In

den letzten Jahren sind viele Maschinenbauer

vom Markt verschwunden. Nur Qualitätsarbeit,

Zuverlässigkeit und Flexibilität auf allen

Gebieten sichern einer Firma heute das Überleben.

Und wer so innovativ ist wie Löwenkamp

und wir, der überlebt nicht nur, der wächst auch

auf den internationalen Märkten.

MEILENSTEINE

9.8.1996: Aus den Händen von Karl-Heinz Löwenkamp

erhält Schlosser Matthias Nelles (li.)

eine Urkunde anlässlich seiner 25jährigen Betriebszugehörigkeit.

Qualität aus Pier – die Praxis

2000 entstand bei

Löwenkamp dieser

Mühlenrotor G 200.

Ebenfalls in 2000

wurde hier diese Antriebseinheit

für eine

Achterbahn gebaut.

2002 fertigte Löwenkamp

dieses Hutventil

für den Hochofenbau.

Unser Mann in Schweden

2004: Per Östlund (re.) zu Gast in Deutschland –

als schwedischer Partner von Löwenkamp ist er

für die Kunden in Skandinavien verantwortlich.

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14

EINBLICK

Der Kreislauf des Erfolgs

Der Katalog der Aufgaben für Alma Vrabac und

Natalie Schmitz erinnert an eine Endlos-Schleife

beim Tonband: Materialeingangsprüfung, Bestellungsprüfung,

Auftragsbestätigung, Rechnungslegung,

Warenversand, Korrespondenz,

Ablage, Lehrlingsaufsicht, Anwesenheits- und

Arbeitszeitkontrolle – und dann alles wieder

vorn, und das Tag für Tag. „Wir arbeiten sehr

ernst und konzentriert“, bestätigt Bürokauffrau

Alma Vrabac. „Deshalb haben wir immer viel

Spaß hier.“ Seit sieben Jahren arbeiten sie und

der ehemalige Lehrling Natalie Schmitz in der

Verwaltung von Löwenkamp. Sie sind also überquellende

Schreibtische gewöhnt. Doch Natalie

Schmitz ist sicher: „Wir arbeiten trotzdem so

entspannt, als wären wir hier zu Hause.“

Das Geheimnis ihrer Ruhe liegt zum einen in

einer sauberen Arbeitsteilung, die allerdings

augenblicklich aufgelöst wird, sobald im Büro

die Losung ausgegeben wird: Land unter! Dann

tauchen die beiden jungen Frauen kopfüber in

die Aktenberge. Die andere Seite: Sie arbeiten

weitgehend selbständig. Das Vertrauen der

Geschäftsleitung ist ihnen sicher. Nur deshalb

haben sie auch den Mut, tagtäglich ihre

Prioritäten zu setzen und eigene Entscheidungen

zu treffen. Taucht eine Frage auf, die sie nicht

allein lösen können, sind Christa Weiß oder

Karl-Heinz Löwenkamp sofort für sie da.

„An erster Stelle steht für mich die soziale

Einstellung der Firmenleitung“, sagt Alma

Vrabac. Auch als Mutter findet sie jederzeit

Verständnis für private Sorgen und Nöte. „Hier

interessiert man sich für mich als Menschen und

nicht als Kostenfaktor.“ Diese Einstellung ist

nicht an die junge Frau allein gebunden. Das

Unternehmen nimmt Rücksicht auf die Familien

aller Mitarbeiter. Das ist Unternehmensphilosophie:

Nur wenn es der Familie gut geht,

geht es auch der Firma gut.

Diese Einstellung funktioniert deshalb so gut,

weil fast alle Mitglieder der Inhaberfamilien in

DIE VERWALTUNG

Christa Weiß, Alma Vrabac, Natalie Schmitz, Anna-Maria Löwenkamp (v.l.n.r.)

der einen oder anderen Form im Betrieb arbeiten

und die Menschen hier gut kennen. Anna-Maria

Löwenkamp, Karl-Heinz Löwenkamps Frau, ist

an zwei Tagen in der Woche ebenfalls hier und

übernimmt die Rechnungsprüfung. Für sie ist

klar: „Damit die Firma funktioniert, sind Offenheit

und Ehrlichkeit wichtig. Schließlich lösen

wir die anstehenden Aufgaben nur gemeinsam.

Damit das auch klappt, sind selbständige

Mitarbeiter ganz entscheidend.“ Und je mehr

Verständnis die Geschäftsleitung für die

Probleme und Sorgen der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter aufbringt, umso mehr wächst in

ihnen das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Fast automatisch übernehmen sie deshalb gern

Guter Geist

Seit mehr als 20 Jahren ist Elfriede Schumacher

der gute Geist der Firma, räumt auf

und putzt, damit es überall blitzt und blinkt.

„Sie gehört längst zur Familie“, sagt Christa

Weiß. „Es geht gar nicht mehr um das Putzen,

sondern um den Kontakt, um das Gespräch,

den Gedankenaustausch. Kurz, sie braucht

uns, und wir brauchen sie – also genau wie in

einer richtigen Familie.“

Elfriede Schumacher

und mit wachsender Freude an der Arbeit immer

mehr Verantwortung und werden stetig selbständiger

– der Kreislauf des Erfolgs.

Mehr Verantwortung

für den Nachwuchs

Das 50. Firmenjubiläum ist für die Unternehmerfamilie

Löwenkamp der Anlass, mit

der benachbarten Hauptschule Inden einen

Kooperationsvertrag abzuschließen. Damit

übernimmt das Unternehmen freiwillig eine

noch größere gesellschaftliche Verantwortung.

Das Ziel besteht darin, die Schülerinnen

und Schüler praxisnah, umfassend und

zeitig bei der bevorstehenden Berufswahl zu

unterstützen. Dazu öffnet sich das Unternehmen

und bietet den Jugendlichen die

Möglichkeit, an einem „Tag der offenen Tür“

und auch darüber hinaus den Betrieb zu

besichtigen. Sogar Praktika sollen verstärkt

möglich sein, damit sich interessierte

Schüler so früh und ausführlich wie möglich

über die Ausbildungsberufe bei Löwenkamp

informieren können. Darüber hinaus wird

das Thema Praxisnähe auch im Unterricht

eine größere Rolle spielen. Mitarbeiter des

Unternehmens werden von Fall zu Fall vor

allem naturwissenschaftliche Fächer mit

Beispielen aus dem betrieblichen Alltag

bereichern und damit den Unterricht

anschaulicher machen.


Hilfe für Kinder in Not

„Wir wollen Menschen helfen, die sich in Not

befinden“, sagt Christa Weiß. „Das ist doch

ganz selbstverständlich.“ Ohne große Worte

unterstützt die Familie Löwenkamp bereits seit

vielen Jahren mit Geldspenden verschiedene

gesellschaftliche Organisationen und Hilfsprojekte.

Regelmäßige Zuwendungen gehen z.B.

an die Kindernothilfe e.V. in Duisburg. Die

Unterstützung kommt weltweit Kindern in Not

zugute, u.a. den Opfern der Geiselnahme im russischen

Beslan. Spenden erhält außerdem der

Verein „Helfende Hände“ für Menschen in Not

in Inden-Pier. In Form von Medikamenten oder

anderen Hilfsgütern erreicht die Hilfe dann vor

allem Bedürftige in Osteuropa, beispielsweise

Waisenhäuser und Kinderheime in Russland

oder der Ukraine. Komplette LKW-Ladungen

kommen zusammen, wie diese Bilder aus dem

Jahr 2005 zeigen.

Aber auch in der unmittelbaren Nachbarschaft

übernimmt die Familie Löwenkamp gesellschaftliche

Verantwortung. Schülerinnen und

Schüler der Rheinischen Förderschule für

Sehschwache in Aachen entwerfen und erarbeiten

in ihrem eigens dafür gegründeten Junior-

Unternehmen mit dem Namen „Schoolcards“

Weihnachts- und Glückwunschkarten. „Wir beziehen

seit Jahren den Katalog der sehschwachen

Schüler und kaufen grundsätzlich unsere

Karten bei ihnen“, erläutert Christa Weiß. „Das

läuft richtig geschäftsmäßig ab. Das Junior-

Unternehmen stellt uns eine Rechnung aus, die

wir dann begleichen. So ist – gewissermaßen

von Firma zu Firma – ein Kontakt entstanden,

der den Mädchen und Jungen vielleicht ein bisschen

dabei hilft, sich auf ihr künftiges Erwerbsleben

vorzubereiten.“

MEILENSTEINE

Die 3. Generation ist da

Seit 2004 arbeitet Markus Weiß, Maschinenbauingenieur

und Schweißfachingenieur, in der

Entwicklung und Arbeitsvorbereitung des Betriebs

mit. Simon Löwenkamp, Gymnasiast, ist seit 2006

als Praktikant ein häufig gesehener Mitarbeiter auf

Zeit und bereitet sich auf sein Fach-Abitur sowie

das anschließende Maschinenbau-Studium vor.

2005 wurde im Betrieb dieser Brillenschieber für

ein Hochofenwerk in Schweden gefertigt.

Schon wieder Gold

2006 nahm Heinrich Löwenkamp

seinen Goldenen Meisterbrief

in Empfang. Er steht

für 50 Jahre Tätigkeit als

Schlossermeister.

2007 baute Löwenkamp dieses Gehäuse für ein

Düsenrückschlagventil

Und noch Diamanten

Am 12.4.2007 feierten Heinrich und Auguste

Löwenkamp bei guter Gesundheit ihre Diamant-

Hochzeit im Kreis ihrer Familie.

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Löwenkamp

Familie Privatarchiv Weber, Hans

Heinrich Löwenkamp GmbH

Myritz,

Prof.-von-Capitaine-Str.42

Reinhard

52459 Inden-Pier

Fotos: ·

Tel.: 0 24 65-10 51

Myritz

Fax: 0 24 65-12 85

e-mail: info@loewenkamp-maschinenbau.de

Reinhard Text: und

http://www.loewenkamp-maschinenbau.de Idee

Layout, Herstellung: Kopp Druck und Medienservice · Köln

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