Pressedossier - Maison de la France

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Pressedossier

Frankreich tischt auf

Pressedossier zur Medientournee 2012

Pressekontakt :

Atout France – Französische Zentrale für Tourismus


Inhaltsverzeichnis

Pressekontakte Atout France ................................................................................... 5

Neuigkeiten der Französischen Zentrale für Tourismus ............................................... 7

Neuigkeiten aus Deutschland ............................................................................... 7

Neues aus Österreich .......................................................................................... 8

Neues aus der Schweiz ....................................................................................... 9

Hinweis für Veröffentlichungen ...............................................................................10

Der Südosten Frankreichs ......................................................................................11

Provence-Alpes-Côte d´Azur ...............................................................................11

Provence-Alpes-Côte d‟Azur: Kunst und Kultur ..................................................11

Provence-Alpes-Côte d‟Azur kulinarisch erleben! ................................................12

Provence-Alpes-Côte d‟Azur: Naturerlebnisse & touristische Routen .....................13

Provence-Alpes-Côte d‟Azur – Neuigkeiten 2012! ...............................................14

Languedoc-Roussillon ........................................................................................15

Die Cevennen und die Karstgebiete der Causses - Eine alte Kulturlandschaft mit

überlieferter Weidewirtschaft ...........................................................................15

Die Camargue, das wilde Rhône-Delta im Languedoc-Roussillon ..........................16

Collioure, die Perle der Côte Vermeille ..............................................................17

Sud de France Languedoc-Roussillon: Ein Reiseziel für Genießer ..........................17

Korsika ............................................................................................................18

Tradition und Leidenschaft ..............................................................................18

Die urbanen Schätze Korsikas .........................................................................20

Der Südwesten und Zentralfrankreich .....................................................................24

Midi-Pyrénées ...................................................................................................24

Kulinarisches Gipfeltreffen...............................................................................24

Die Legende hat einen Namen: GR 10 ..............................................................24

Midi-Pyrenäen - Mehr als nur Serpentinen für Motorrad-Fahrer ............................25

Toulouse – Denn das Gute liegt so nahe! ..........................................................26

Auvergne .........................................................................................................27

Alles Käse! – Die Käsestraße der Auvergne .......................................................27

„Kegeltouren“ der ganz anderen Art – die Puys der Auvergne ..............................28

Limousin ..........................................................................................................29

Im Land des weißen Goldes .............................................................................29

Und wenn Ihr Urlaub im Limousin begänne…? ...................................................30

2


Der französische Nordwesten .................................................................................32

Loiretal der Schlösser und Pays de la Loire ...........................................................32

„La Loire à Vélo“ – Der Stoff, aus dem Radlers Träume sind… ..............................32

Im Tal des Über-Flusses… ...............................................................................34

Fein-Schmecken und fein Trinken entlang der Loire ............................................35

Höhepunkte der Veranstaltungs-Saison 2012 ....................................................38

Das Loire-Tal feiert seine großen Persönlichkeiten ..............................................38

Bretagne ..........................................................................................................40

Tausende Schiffe aus aller Welt erobern die Häfen von Brest und Douarnenez .......40

Familien-Urlaub in der Bretagne ......................................................................41

Umweltfreundlich Reisen - die neue Internetseite der Bretagne rund um

nachhaltigen Tourismus ..................................................................................41

Bretonen zeigen Ihnen ihre Bretagne ...............................................................42

Normandie .......................................................................................................43

Neue Anfahrt zum Mont-Saint-Michel ab dem 28. April 2012 ...............................43

TITANIC, Rückkehr nach Cherbourg .................................................................44

Delacroix, Degas Signac… Ausstellungen von Meisterwerken der Kollektion Dyke in

Giverny ........................................................................................................45

Oscar Hotel** - Der unwiderstehliche Charme der fünfziger Jahre ........................46

Frankreichs Nordosten ..........................................................................................47

Nord-Pas de Calais ............................................................................................47

Louvre Dependance in Lens - Nordfrankreich .....................................................47

Nordfrankreich: Entdeckungen rund um den Louvre-Lens ...................................48

Nordfrankreich: Kunst & Kulinarik ....................................................................49

Champagne-Ardenne .........................................................................................51

Deutschland auf dem Champagner-Trip ............................................................51

Geo-Caching - die Spaßsuche! .........................................................................52

Die Farben der Zeit ........................................................................................53

Jetzt ist aber Schloss! .....................................................................................53

Lothringen ........................................................................................................54

Ausstellung „1917“ im Centre Pompidou-Metz, 26. Mai - 24. September 2012 .......54

1412-2012: Das Jeanne-d‟Arc-Jahr in ihrer Heimatregion ...................................55

Eine Stadt ehrt ihren Architekten: Jean-Prouvé-Parcours in Nancy .......................56

Lothringen feiert seine Gastronomie ganzjährig .................................................57

Elsass ..............................................................................................................58

Der Sundgau – reizvolles Südelsass .................................................................58

Eine originelle Region, die mit dem TGV zu erreichen ist .....................................59

Ausgefallene Übernachtungsmöglichkeiten ........................................................60

Das Who‟s Who außergewöhnlicher Elsässer ......................................................60

3


Burgund ...........................................................................................................62

Beim Teutates, 2012 ist im Burgund ein Jahr des „Archäologix“! ..........................62

Burgund zum Anbeißen...................................................................................62

Die Lust der Langsamkeit ................................................................................63

TGV RHEIN-RHÔNE – Nur noch ein „Katzensprung“ bis nach Burgund! .................64

Franche-Comté .................................................................................................65

Citytrips in der Franche-Comté – mit dem neuen TGV Geschichte, Parkanlagen,

Museen und Flair der Städte erleben ................................................................65

Die Franche-Comté – Wo Kinder das ganze Jahr über Könige sind ........................66

Die Franche-Comté auf zwei Rädern entdecken – eine schöne Pflicht in diesem Jahr

...................................................................................................................67

Charmante, ungewöhnliche und unvergessliche Nächte in der Franche-Comté .......68

Frankreich in Übersee ...........................................................................................70

La Réunion .......................................................................................................70

Insel La Réunion – Mit Mikroalgen zum nachhaltigen Naturparadies .....................70

Der „Roi Bourbon Pointu“ von La Réunion– Einer der teuersten Kaffees der Welt ....71

La Réunions wilder Süden – Neues Eldorado für Inselbesucher ............................71

Die Hotelgruppe „Naïade Resorts“ wird zu „LUX* Island Resorts“ .........................72

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Pressekontakte Atout France

Atout France in Deutschland

Presseleiter

Thomas Schmidt

Tel.: 069 97 58 01 35

Email: thomas.schmidt@franceguide.com

Presse

Monika Fritsch

Tel.: 069 97 58 01 36

Email: monika.fritsch@franceguide.com

Presse / Web Editorial

Nadja Hohmann

Tel.: 069 97 58 01 39

Email: nadja.hohmann@franceguide.com

Pressearchiv

Yvan-Pierre Couillaud-Branchereau

Tel. : 069-97 58 01 33

Email: yvan-pierre.couillaud-branchereau@franceguide.com

Projektleiterin Bretagne

Christine Lange

Tel.: 069 97 58 01 29

Email: christine.lange@franceguide.com

Projektleiterin Elsass

Cornelia Eisenreich

Tel.: 069 97 58 01 32

Email: cornelia.eisenreich@franceguide.com

Projektleiterin Normandie

NN

Tel.: 069 97 58 01 21

Email:

Projektleiterin Réunion

Nicole Cailasson / Janett Behrend

Tel.: 069 97 59 04 94

Email: insel-la-reunion@franceguide.com

Zeppelinallee 37

60325 Frankfurt

Fax: 069 74 55 56

www.franceguide.com � presse

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Atout France in Österreich & Zentraleuropa

Christel Sarry

Presse & PR

Tel. + 43 (0)1 503 28 92 18

Fax: + 43 (0)1 503 28 72

Mail: christel.sarry@franceguide.com

Atout France in der Schweiz

Michelle Stalder

Presse

Rennweg 42 - Postfach 3376

CH - 8021 Zürich

Tel. + 41 (0)44 217 46 05

Fax + 41 (0)44 217 46 17

Mail: presse.ch@franceguide.com

Wichtiger Hinweis

In Kürze bekommen sämtliche Mitarbeiter neue Mailadressen, die folgende Struktur

haben werden: vorname.name@atout-france.fr. Mails, die an die bisherigen Adressen

geschickt werden, werden automatisch weitergeleitet.

Unsere Website www.franceguide.com wird durch die Seite

www.rendezvousenfrance.com ersetzt, die zur Zeit in einer internationalen Testversion

verfügbar ist.

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Neuigkeiten der Französischen Zentrale für

Tourismus

Neuigkeiten aus Deutschland

„Urlaub ist Frankreich“ – Die große Dachkampagne von Atout France geht in die

zweite Runde

Nach dem erfolgreichen Launch der Marketingkampagne „Urlaub ist Frankreich“

im letzten Jahr, geht die Initiative 2012 mit frischen Angeboten für fünf

Zielgruppen potentieller Frankreich-Urlauber in die Verlängerung. Die

Kampagne, die die gesamte Destination als Marke unter dem Dach von Atout

France vereint, präsentiert mehrmals pro Jahr aktualisierte, speziell auf die

Zielgruppen zugeschnittene Urlaubsangebote auf der Website www.urlaub-istfrankreich.de.

„Die Kampagne war im letzten Jahr sehr erfolgreich, die Website mit dem praktischen

Urlaubs-Konfigurator wurde sehr gut angenommen. Wir konnten insgesamt rund 190.000

Besucher und 690.000 Page Impressions verzeichnen“, freut sich Karine Lober,

Marketingleiterin von Atout France in Deutschland. „Auch 2012 konnten wir wieder 23

Partner, darunter Regionen, Departements, deutsche Reiseveranstalter und

Transportunternehmen für diese destinationsübergreifende Kampagne gewinnen.“

Familien, Jugendliche, Paare ohne Kinder („DINKs“ und „Empty nester“) und die

Zielgruppe der besonders anspruchsvollen Reisenden finden auf www.urlaub-istfrankreich.de

den Frankreich-Urlaub ganz nach ihren Wünschen. Um die Kampagne

reichweitenstark zu kommunizieren, werden für jede der verschiedenen Zielgruppen

spezifische Maßnahmen ergriffen. Familien sollen zum Beispiel mit einem 24-seitigen

Sonderheft zum Thema „Familienurlaub in Frankreich“ angesprochen werden, welches

Ende März in Kinderarztpraxen aus- und dem Magazin „Familie & Co“ beiliegt. Für Paare

ohne Kinder produziert Atout France unter Anderem ein 12-seitiges Sonderheft zum

Heraustrennen im Frauenmagazin „ELLE“.

Zu den zielgruppenübergreifenden Kommunikationsmaßnahmen zählen neben einer

Ausstrahlung von Werbespots auf Infoscreens in U- und S-Bahnstationen der Städte

Frankfurt, Stuttgart und Köln, auch die Entwicklung einer praktischen App sowie eine

Aktion aus dem Bereich „Guerilla Marketing“. „Darauf freuen wir uns schon besonders!

Alle Münchner und Frankfurter sollten im April die Augen offen halten, wenn wir in den

Stadtzentren unterwegs sind und für Wirbel sorgen“, so Lober. „Aber wie genau, wird

natürlich nicht verraten.“

Neuer Titel, bewährter Themen-Mix – Das Magazin „Rendez-vous en France“ ist

erschienen

Das beliebte Publikumsmagazin von Atout France erscheint dieses Jahr erstmals in

neuem Design unter dem Titel „Rendez-vous en France“. Unter diesem Titel erscheinen

ab sofort alle von Atout France herausgegebenen Reisemagazine, wodurch einerseits ein

Wiedererkennungswert geschaffen und andererseits die Nähe zur Marke „Frankreich“ und

der neuen Webseite, die den gleichen Namen trägt, hergestellt wird. Inhaltlich bleibt der

bewährte Mix aus Reisereportagen, informativen Artikeln und praktischen Infos zur

Reisevorbereitung bestehen.

In seinem Leitartikel stellt Autor Klaus Simon wieder einige der schönsten Chambres

d‟hôtes in der Bretagne und der Normandie vor. Weitere Themen sind unter Anderem ein

Porträt des Sternekochs Michel Sarran aus Toulouse, ein Beitrag über die Käsestraße in

der Auvergne, Eselwandern im Limousin, Familienurlaub an der Atlantikküste und

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Paddeln auf dem Gardon. Zur Rubrik „Lifestyle“ zählen neben Insidertipps für diverse

Städte ein Spaziergang durch das „In-Viertel“ Belleville in Paris sowie ein Porträt der

Musikerin ZAZ.

Das neue „Rendez-vous en France“ kann für 3,50 Euro in Bahnhofs- und

Flughafenkiosken erworben oder gratis per E-Mail unter info.de@franceguide.com bestellt

bzw. im Broschüren-Download-Bereich auf www.franceguide.com heruntergeladen

werden.

Neue TGV-Verbindung Frankfurt-Marseille ab 23. März 2012

Die SNCF und die DB werden am 23. März 2012 eine weitere Etappe in ihrer Kooperation

zurücklegen und auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Rhône eine tägliche

Verbindung zwischen Frankfurt und Marseille einführen. Südfrankreich wird künftig direkt

mit Deutschland verbunden sein, somit werden neue Märkte für den internationale

Bahnverkehr erschlossen. Diese Verbindung wird mit der neuen Zugreihe TGV Euroduplex

mit 2 Ebenen betrieben. Die neue Linie Frankfurt � Marseille, über Lyon und Staßburg,

wird die Verbindungen Paris-Frankfurt und Paris-Stuttgart-München, die zur Zeit von

ALLEO bedient werden, vervollständigen. Die Fahrzeit beträgt 7h44, Tickets sind ab 39

Euro buchbar. 10 weitere deutsche Ziele werden damit künftig auch direkt mit dem TGV

oder ICE erreichbar sein. Saarbrücken, Kaiserslautern, Mannheim, Frankfurt, Baden-

Baden, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg und München. Verkaufsstart für Gruppen war

am 11., für Individualreisende am 23. Dezember 2011.

Neues aus Österreich

Atout France startet seinen neuen Internetauftritt Rendezvousenfrance.com

Dynamischer, interaktiver und mit neuen Inhalten angereichert – so präsentiert sich die

neue Homepage, die Anfang 2012 auch auf Deutsch online gehen wird. Dabei wird der

Kommunikation auf Social Medias ein bedeutender Stellenwert eingeräumt. Der neue

Name wurde der Marke Frankreichs - „Rendez-vous en France“ – angepasst und ersetzt

2012 die bestehende Seite www.franceguide.com.

Frankreichs neues Magazin für das gehobene Reisesegment

« Passion » - Leidenschaft - nennt sich das neue Magazin, das Atout France

herausgegeben hat. Nomen est omen, denn es lädt den anspruchsvollen Reisenden ein,

die Leidenschaft für Frankreich zu teilen und das französische Art de Vivre zu entdecken.

Egal, ob sich der Gast an einem Strand auf der Karibikinsel Saint Barthélemy befindet, in

einem der idyllischen Winzerdörfer Burgunds, im Schlemmerparadies Elsass oder vom

Gipfel des Piton des Neiges den Blick über die üppige Natur der Insel La Réunion

schweifen lässt – immer ist die Magie dieser Orte zu spüren. Ganz zu schweigen vom

neuen Trend « Bistronomie », der es ermöglicht, die Behaglichkeit der Bistros mit der

exquisiten Küchenkunst zu verbinden.

Frankreich - Leidenschaftlich! Bestellung des Magazins bei Atout France unter

info.at@franceguide.com.

Neuer Direktflug Wien-Toulouse

Ab 1. April 2012 fliegt Air France viermal wöchentlich – am Dienstag, Freitag, Samstag und

Sonntag – von Wien nach Toulouse und retour. Der günstigste Tarif für einen Einfachflug

liegt bei EUR 49 inklusive Taxen, einen Retourflug gibt es bereits ab EUR 99.– inklusive

Taxen. Buchungen auf www.airfrance.at

Rosarote Stadt, okzitanische Hauptstadt oder Sitz des größten Luftfahrtzentrums Europas –

8


Toulouse spielt viele Trümpfe aus. Die herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region - der

bei Hausbootfahrern überaus beliebte Canal du Midi, der beeindruckende Talkessel Cirque de

Gavarnie, die weltweit höchste Seilbrücke Viaduc de Millau, die Pilgerstätte Lourdes, die

UNESCO-Weltkulturstadt Albi u.v.a. - rücken durch diesen Direktflug jetzt ein großes Stück

näher an Österreich! www.sehenswuerdigkeiten-midipyrenaeen.de

Neues aus der Schweiz

Neuer Direktflug Genf-Toulouse

Ab 1. April 2012 fliegt Air France fünfmal wöchentlich – vom Montag bis Freitag – von Genf

nach Toulouse und retour. Der günstigste Tarif für einen Einfachflug liegt bei EUR 59. –

inklusive Taxen. Buchungen auf www.airfrance.ch

Rosarote Stadt, okzitanische Hauptstadt oder Sitz des größten Luftfahrtzentrums Europas –

Toulouse spielt viele Trümpfe aus. Die herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region - der

bei Hausbootfahrern überaus beliebte Canal du Midi, der beeindruckende Talkessel Cirque de

Gavarnie, die weltweit höchste Seilbrücke Viaduc de Millau, die Pilgerstätte Lourdes, die

UNESCO-Weltkulturstadt Albi u.v.a. - rücken durch diesen Direktflug jetzt ein großes Stück

näher an die Schweiz! www.sehenswuerdigkeiten-midipyrenaeen.de

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Hinweis für Veröffentlichungen

Für sämtliche Artikel über Frankreich in der Presse bitte ausschließlich folgende

Kontaktangaben veröffentlichen:

Deutschland

Atout France – Französische Zentrale für Tourismus

Postfach 100128

D - 60001 Frankfurt am Main

info.de@franceguide.com

www.franceguide.com

Österreich

Atout France - Französische Zentrale für Tourismus

info.at@franceguide.com

www.franceguide.com

Schweiz

Atout France - Französische Zentrale für Tourismus

Info.ch@franceguide.com

www.franceguide.com

Sie helfen uns damit, Ihre Leser besser und schneller mit den gewünschten

Informationen zu versorgen.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

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Der Südosten Frankreichs

Provence-Alpes-Côte d´Azur

Provence-Alpes-Côte d’Azur: Kunst und Kultur

Villa Noailles in Hyères – ein Kunstzentrum

Die Villa Noailles in Hyères ist emblematisch für die moderne Kunst. Zwischen 1924 und

1932 war sie ein Bauexperiment der Moderne. Das Resultat war ein kubistischrationalistisches

Haus, das heute unter Denkmalschutz steht. Eine Dauerausstellung

befasst sich mit dem Leben von Charles und Marie-Laure de Noailles – die Bauherren und

Mäzene. Wechselnde Kunstausstellungen, Konferenzen, Workshops zu Mode, Design,

Fotografie und Architektur ergänzen das Jahresprogramm. Das internationale Mode- und

Fotografiefestival in Hyères sowie die Design Parade finden auch in der Villa Noailles

statt, die man auch mit dem „Pass Sites“, dem Kulturpass des Var, besichtigen kann.

www.visitvar.fr - Suchwort: Villa Noailles

Marseille-Provence ist Europäische Kulturhauptstadt 2013

Frankreichs älteste Stadt ist im Umbruch. „Euroméditerranée“ nennt sich das

ambitionierte Vorhaben, das der Hauptstadt der Provence ein modernes Gesicht mit einer

imposanten Skyline verpassen wird. Das Projekt umfasst ein 480 Hektar großes Areal

zwischen dem Handelshafen und dem alten Hafen und vereint die Elite der

zeitgenössischen Architekten. Während Norman Foster die Neugestaltung des „Vieux

Port“ mit der Errichtung eines zeitgenössischen Museums leitet, entstehen neue Wohn-

und Bürogebäude nach den Plänen von Jean Nouvel oder Rudy Ricciotti. Die

Vorbereitungen für die Europäische Kulturhauptstadt und das Projekt „Euroméditerranée“

ergänzen sich, da viele alte Gebäude saniert werden und Kulturzwecken dienen. Das

Programm mit den wichtigsten Veranstaltungen wird im Frühjahr 2012 erscheinen.

Mehr Infos: www.marseille-provence2013.fr

Jean Cocteau und die Côte d’Azur

Jean Cocteau lebte lange an der Côte d‟Azur und hinterließ seine Spuren. Seit kurzem

kann man die Villa Santo Sospir am Cap Ferrat besichtigen. Die Villa gehörte einer

Freundin Cocteaus, Francine Weisweiller, die ihn als Mäzenin regelmäßig zu sich einlud.

Über 13 Jahre wirkte Cocteau an der Villa. Ebenso tragen die Fischerkapelle Saint-Pierre

in Villefranche-sur-Mer, das Theater von Cap d‟Ail oder der Hochzeitssaal von Menton die

Handschrift Cocteaus und sollten bei einem Rundgang auf seinen Spuren nicht im

Programm fehlen. Im November 2011 eröffnete das neue Musée Jean Cocteau in Menton

mit der Sammlung Severin Wundermanns. Direkt neben der Markthalle gelegen, ergänzt

es das Cocteau-Museum in der Bastion, das der Künstler selber einrichtete. Da Cocteau

in vielen künstlerischen Disziplinen tätig war, stellt das neue Museum diese in ihrer

ganzen Bandbreite dar, widmet sich aber vor allem dem Werk der Jahre 1910-1950. Die

Schenkung Severin Wundermanns umfasst rund 1800 Werke. Davon werden jedes Jahr

etwa 300 in einer jeweils neuen Ausstellung dem Publikum gezeigt. Mehr Infos unter:

www.tourisme-menton.fr - www.cotedazur-tourismus.com

Die Papstjuden und ihr Kulturerbe

Die französischen Könige verfolgten im Mittelalter die Juden in ganz Frankreich und der

Provence. Nur in Avignon und im Comtat Venaissin, das lange päpstlicher Besitz war,

tolerierte man Juden. Allerdings war auch diese Toleranz eingeschränkt, denn die

Papstjuden durften sich nur in vier Städten ansiedeln. Sie mussten ein

Erkennungszeichen tragen, im Ghetto leben und auch die Ausübung eines Handwerks war

sehr beschränkt. Ein Kapitel der Geschichte, von dem ein kulturelles Erbe erhalten blieb.

Die Synagoge in Carpentras gehört zu den ältesten in Frankreich und wird heute noch

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genutzt. Die Synagoge in Cavaillon stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde mit

provenzalischem Dekor und Mobiliar ausgestattet, der in Herrenhäusern üblich war. Die

Synagoge von Avignon hat man im 19. Jahrhundert nach einem Brand wieder aufgebaut.

Sie befindet sich im ehemaligen Judenghetto. Mehr Infos: www.provence-tourismus.de -

Kultur Ausflug – Denkmäler – Jüdisches Kulturerbe

Provence-Alpes-Côte d’Azur kulinarisch erleben!

Bouillabaisse-Kurs mit dem Chefkoch in Marseille

Der Küchenchef des Restaurants “Le Miramar”, Christian Buffa, begleitet die Teilnehmer

zum Fischmarkt am alten Hafen. Es ist der beliebteste Treffpunkt der Marseiller, um

frischen Fisch direkt bei den Fischern zu kaufen. Anschließend wird in der Küche eine

echte Marseiller Bouillabaisse zubereitet und gemeinsam gegessen. Einmal im Monat von

9.30 bis 14 Uhr – der Kurs ist in Französisch. Reservierungen beim Tourismusamt

Marseille. Preis: 120 Euro pro Person. www.bouillabaisse.com - www.marseilletourisme.com

Wein anders erleben

Im Departement Vaucluse teilen sich die Côtes du Rhône, die AOC Luberon und die AOC

Ventoux die Weinberge. Die Winzer im Vaucluse haben aber sehr originelle Ideen, um die

Weine vor Ort erlebbar zu machen. In Violès im „Maison Lavau“ können Cuvée-Fans

einen Workshop besuchen. In zwei Stunden erfährt man vieles über Weinverschnitt. Den

eigenen Cuvée darf man selbstverständlich mitnehmen. Am Fuße des Mont Ventoux stellt

die Kellerei Cave Terraventoux E-Solex zur Verfügung, mit denen man die „Terroirs“

besichtigt und auf der Strecke die entsprechenden Weine testen kann. In Cairanne

produziert und verkauft die Genossenschaftskellerei nicht nur Wein. Der „Parcours

sensoriel“ ermöglicht Besuchern, die Weine mit allen fünf Sinnen erfahren. Ab März 2012

können Gäste anhand eines neuen Logos Restaurants erkennen, die ihre Weine nur von

lokalen Produzenten beziehen oder diese bevorzugt anbieten. Die Restaurants gehören

einer Charta an, die besondere Qualitätsauflagen vorgibt: 60 Prozent der angebotenen

Weine müssen aus dem Rhônetal kommen, jeder Wein darf nur in dem dazu passenden

Glas serviert werden, und jede angebrochene Flasche muss dem Gast zum Mitnehmen

angeboten werden. Die der Charta angehörenden Weinrestaurants erkennt man an einem

speziellen Logo.

Mehr Infos: www.provence-tourismus.de - Wein und Gastronomie

Authentisch: Frische Küche in den Restaurants des Var

Wer Gerichte essen will, die mit frischen, saisonalen Produkten aus der Region zubereitet

wurden, sollte auf die Auszeichnung „Club de la Gastronomie du Var“ achten. Aktuell

gehören diesem Club 27 Gaststätten an. Allerdings nicht nur Gourmetküche, denn die

Köche verpflichten sich lediglich, eine authentische landestypische Küche mit frischen

Produkten anzubieten, eine umfangreiche Servicequalität sowie strenge Hygiene- und

Sicherheitsregeln zu beachten. Dabei kann es eine Brasserie sein, ein Bistrot, ein

Wirtshaus oder eben ein Gourmetrestaurant. Für jeden Geschmack und Budget ist

darunter etwas zu finden. Die Restaurants findet man auf der Website des Var:

www.visitvar.fr - Suchwort: Club de la Gastronomie du Var

Göttlicher Wein aus der Zisterzienser-Abtei

Auf der Insel Saint-Honnorat vor Cannes, die Zisterzienser-Mönchen gehört, wachsen

Chardonnay, Clairette, Syrah, Pinot Noir und Mourvèdre auf 8 Hektar Rebfläche. Die

Mönche, die dort abgeschieden im Kloster leben, begannen vor etwa fünfzehn Jahren mit

dem Weinbau. Jährlich produzieren sie um die 38.000 Flaschen Wein von hoher Qualität.

Wer auf die Insel fährt, kann die Weinberge bei einem Spaziergang erkunden und

anschließend im Restaurant die Weine verkosten. Mehr Infos: www.abbayedelerins.com

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Die Weinroute der Provence

Seit Juni 2011 haben sich rund dreihundert Winzer auf einer Website für Weintourismus

vereinigt. Diese hilft Weinliebhabern insbesondere für die Côtes de Provence, ihren

Aufenthalt zu planen. Vom kleinen familiären Weingut bis zum großen Château findet

man auch Chambres d'hôtes auf Weingütern. Warum nicht gleich mitten in den

Weinbergen übernachten, auf Weinlehrpfaden spazieren und natürlich die edlen Tropfen

ausgiebig verkosten? Das Auto kann man dann getrost stehen lassen!

www.routedesvinsdeprovence.com

Provence-Alpes-Côte d’Azur: Naturerlebnisse & touristische

Routen

Das provenzalische Colorado per Rad entdecken

Der Radweg „les Ocres à Vélo“ ist einzigartig, um die Ockerbrüche des Vaucluse zu

entdecken. Über kleine Nebenstraßen führt der Radweg auf 51 Kilometern als

Rundstrecke. Eine Karte braucht man nicht, denn an jeder Kreuzung ist der Weg in beide

Richtungen ausgeschildert. Apt, Rustrel, Villars, Saint Saturnin les Apt, Roussillon und

Gargas sind typisch provenzalische Dörfer und Städtchen, die an der Strecke liegen. In

jedem Ort gibt es eine Tafel, die den Radler zu den Sehenswürdigkeiten führt. Eine sanfte

Art der Entdeckung im Naturpark Luberon. Mehr Infos: www.provence-cycling.com

iPhone App für Motorradfahrer

„Moto PACA“ heißt die neue App für Motorradfahrer, die die Region Provence-Alpes-Côte

d‟Azur erkunden. Das praktische Hilfsmittel ist im Apple Store verfügbar und enthält bis

heute 13 Streckenvorschläge für die Region. Insgesamt sollen es 20 Routen werden.

Abgesehen davon kann man auch seine eigenen Strecken erfassen und diese per Mail,

SMS oder auf Facebook mit seinen Freunden teilen. Hilfreich ist auch, dass Tankstellen,

Restaurants, Biker-Hotels, Fachgeschäfte und Sehenswürdigkeiten an der jeweiligen

Strecke angezeigt werden. Auf der Website für Motorradtourismus in der Region findet

man auch Streckenvorschläge. Die Route Napoléon von Gap bis Golfe Juan ist eine der

letzten neuen Routen, die erschienen ist. Sie verläuft auf 263 Kilometern und ist in etwa

zwei Tagen zu schaffen. Mehr Infos: www.moto-terre-mediterranee.com

Safari an der Côte d’Azur!

Man glaubt es kaum, aber auch an der Côte d‟Azur kann man wilde und exotische Tiere

entdecken. Im Marineland in Antibes brummen nämlich Eisbären neben Delphinen, Walen

und anderen Fischen. Im Alpha-Park in St. Martin de Vésubie leben echte Wölfe. Die

Begegnung mit dem Wolf im Park soll die Angst vor dem „bösen Tier“ nehmen und sich

positiv auf die Reintegration des Wolfes in die Fauna auswirken. In der Umgebung von

Grasse in der Domaine du Haut Thorenc begegnet man hingegen Bisons. Das Anwesen

vermietet auch Lodges wie auf einer richtigen Safari! Am Col Turini werden wiederum

Lamas gezüchtet. Christian Gay und Philippe Michel bieten Besichtigungen der Farm an,

Wanderungen, Picknicks oder Kurse zur Wollherstellung. Mehr Infos: www.marineland.fr

- www.alpha-loup.com - www.haut-thorenc.com - www.leslamasdumiradou.com

Neue regionale Website speziell für Golfer

Das mediterrane Klima und die vielen Sonnentage in der Region Provence-Alpes-Côte

d‟Azur lassen Golfer, ob Profi oder Amateur, rund ums Jahr auf ihre Kosten kommen.

Zumal die kontrastreichen Landschaften zwischen Mittelmeer und Alpen renommierte

Golfarchitekten inspiriert haben. Pete Dye hat mit der Anlage Barbaroux sein einziges

europäisches Projekt realisiert, und Severiano Ballesteros hat mit dem Parcours von Pont

Royal seinen einzigen Golfplatz in Frankreich geschaffen. Dazu gesellen sich viele andere

berühmte Namen. Abwechslungsreiches Spiel ist garantiert. Französische Lebensart,

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südländische Gastronomie, eine Fülle an Sehenswürdigkeiten und ein reiches

Kulturprogramm runden das Angebot ab. www.golf-terre-mediterranee.fr/en

Taucherparadies Var!

Die geschützte Küste im Département Var verfügt über ein besonders hochwertiges

Tauchangebot. Steilwände, Zackenbarsche, Seeaale, Gorgonien etc. können hier von

Anfängern und Fortgeschrittenen bewundert werden. Außerdem ist Wracktauchen an

dieser Küste mit 57 Wracks ein Hotspot: Flugzeuge, U-Boote, etruskische oder

griechische Wracks, die Welt der Stille erzählt eine jahrhundertelange Geschichte.

Gewisse Tauchlagen im Var besitzen sogar Weltruf. Darunter « Port-Cros » erster

mariner Nationalpark Europas (Wasser und Land sind geschützt) und der „Sanctuaire

Pelagos“. Mehr Infos: www.visitvar.fr - Stichwort: Tauchen

Provence-Alpes-Côte d’Azur – Neuigkeiten 2012!

Neue Ecolodge im Hinterland der Côte d’Azur

„Le Green“ heißt die neue Ecolodge in La Colmiane. Hier wird auf Ökologie und

nachhaltige Ressourcen besonders geachtet, aber auch auf das stilvolle Ambiente. Die

Zimmer sind sehr geschmackvoll in alpin-modernem Stil eingerichtet. Im Restaurant legt

man besonders Wert darauf, frische Produkte zu verwenden und diese möglichst von

lokalen Produzenten zu beziehen. Die Küche ist einfach, aber dabei sehr raffiniert.

Rundum ein großartiges Beispiel für eine moderne Ökounterkunft in den Bergen. Mehr

Infos: www.greenlodge.com

Süßwasserfischen im Var

Beim Var denkt man eher ans Meer als an die vielen Flüsse und Seen, die für versierte

Angler ein Paradies darstellen. Über vierzig Arten Süßwasserfische gibt es in den

Gewässern des Var: Forellen, Zander, Hechte, Welse, Rotaugen, Karpfen etc. Die

Vereinigungen für die Fischerei haben sich im Var mit dem Tourismus

zusammengeschlossen und bieten Lizenzen für den Tag, den Urlaub oder fürs Jahr an.

Zudem haben sich ein paar Campingplätze auf den Aufenthalt von Fischern spezialisiert.

Eine Broschüre in Französisch mit allen Details kann auf der Seite des Var

heruntergeladen werden. www.visitvar.fr - Suchwort: Süßwasserfischen

Herr(schaft)liche Gästehäuser in Isle sur la Sorgue

Herrschaftshäuser und kleine Palais sind in der Provence nichts Besonderes. Wenn sich

aber fünf davon inmitten der Altstadt von Isle sur la Sorgue zusammenschließen und alle

noble Chambres d‟hôtes anbieten, entsteht ein neues Konzept. Die Besitzer der Häuser

sind alle eigenständig und so behält auch jedes Haus die eigene Persönlichkeit.

Zusammen können 22 Zimmer, modulierbare Räume mit Gastronomie- und

Wellnessangebot als Package gebucht werden. Sei es für eine Hochzeit, ein Seminar oder

andere besondere Anlässe. Die Häuser „La Carol‟Isle“, „Le Clos Violette“, „Artishow“, „La

Maison sur la Sorgue“ und „La Prévôté“ befinden sich dabei in einem Umkreis von nur 60

m und verfügen über eine gemeinsame Website.

www.hotelsparticuliers-seminaire.com

Frankfurt-Marseille direkt per TGV ab März 2012

Die Rhein-Rhône-Verbindung hat dem Hochgeschwindigkeitsnetz des TGV in Frankreich

noch gefehlt. Die Strecke ab Straßburg steht ab Dezember 2011 bereit und ab März 2012

reicht sie bis nach Frankfurt. In nur sechs Stunden ist man von Frankfurt aus in Marseille.

Schnelle Zubringer zur Strecke gibt es auch von Freiburg oder Basel. Marseille ist für

Reisende ein guter Ausgangspunkt für Aufenthalte in der Region. Sei es in der Camargue,

in der Provence oder selbst für einen City-Trip in einer quirligen Stadt mit großem

kulturellem Angebot. Reiseideen gibt es zuhauf! Pauschalangebote und Tipps von

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Gastronomie bis Naturerlebnis oder Kultur finden User auf der Website von Bouches-du-

Rhône Tourisme: www.visitprovence.com

Tourismus für alle! – neue Website Tourismus für Behinderte

Seit einigen Jahren gibt es in Frankreich das Label „Tourisme & Handicap“, das

touristische Betriebe auszeichnet, die behindertengerechte Einrichtungen aufweisen

können. Das Tourismusamt der Region Provence-Alpes-Côte d‟Azur hat mit den

Departements eine regionale Website lanciert, die über dieses Angebot umfassend

informiert. Ganz einfach kann der User Hotels, Restaurants, Strände, Ausflüge,

Besichtigungen und andere Information finden. www.handitourismepaca.fr

Pressekontakt für die Region Provence-Alpes-Côte d´Azur:

Ralph Schetter

schetter tourismus pr

Palmstraße 7 - 60316 Frankfurt am Main

Tel. +49 (0)69 56 00 44 23 - Mobil: +49 (0)179 484 32 92

Mail: info@schetter-pr.com

www.schetter-pr.com

Languedoc-Roussillon

Die Cevennen und die Karstgebiete der Causses - Eine alte

Kulturlandschaft mit überlieferter Weidewirtschaft

Die Region Languedoc-Roussillon kann jetzt, gemeinsam mit der Nachbarregion Midi-

Pyrenäen, ein weiteres Welterbe der UNESCO vorweisen. Nach Carcassonne, dem Canal

du Midi, dem Pont du Gard, den Vauban-Festungen in Villefranche-de-Conflent und Mont-

Louis sowie den Jakobswegen, wurden die Karstgebiete der Causses und der Cevennen

für ihren universellen Wert anerkannt.

In diesen alten Kulturlandschaften erstrecken sich der Cevennen-Nationalpark und der

Regionale Naturpark Grands Causses, wo ein nachhaltiger und umweltfreundlicher

Tourismus gefördert wird, der auch das lokale Leben und die Bewohner einschließt. Die

Bestrebungen gehen dahin, touristische Aktivitäten unter Beachtung der Natur, der

landschaftlichen Vielfalt und der traditionellen Bebauung zu entwickeln.

In diesen, nun von der UNESCO ins Welterbe aufgenommenen Gebieten, finden sich so

grandiose Naturschauspiele wie die Tarn-Schluchten, der Felskessel Cirque de Navacelles,

die Höhlen Aven Armand und Grotte des Demoiselles, sowie die Karsthöhle Abîme de

Bramabiau.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Nationalpark Cevennen und dem regionalen

Naturpark Grands Causses gehören jedoch auch bemerkenswerte Bauwerke wie das

Observatorium auf dem Mont Aigoual, die letzte, bewohnte Wetterstation in den Bergen.

Sie verfügt über einen Ausstellungsbereich für Besucher. Weiterhin das mittelalterliche

Dorf Saint-Guilhem-le-Désert oder die spektakuläre, moderne Autobahnbrücke, das

Viaduc de Millau.

Seit jeher wussten die Menschen diese rauen und faszinierenden Landschaften für die

Weidewirtschaft zu nutzen. Über Jahrhunderte hinweg sorgten sie auch dafür, dass diese

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Landstriche ihren Charakter behielten. Die Bewohner legten Wege für den Almauftrieb,

«Drailles», an und richteten mit Steinen befestigte Wasserstellen, «Lavognes», für die

Herden ein. Die «Burons» genannten Schäferhütten aus Natursteinmauern, zeugen noch

immer von der Hartnäckigkeit, mit der die Menschen sich in dieser Natur zu behaupten

wussten. Der Weidewirtschaft in den Cevennen und den Causses-Gebieten sind so

vorzügliche Käsesorten wie der Tomme aus Kuhmilch oder der Edelschimmelkäse

Roquefort zu verdanken.

Die Städte Alès, Ganges, Lodève, Mende und Millau sind die Tore zu diesen

außergewöhnlichen Landschaften, die Gelegenheit zu vielen Aktivitäten in freier Natur

bieten. Besonders Wanderungen über die Karsthochfläche Larzac, die Wege rund um den

Mont Lozère oder den Mont Aigual sowie der Fernwanderweg GR 7 begeistern jeden

Naturfreund. Ein weiteres verlockendes Wanderziel ist die ehemalige Handelsstraße,

«Voie Régordane», die heute als GR 700 die Departements Gard und Lozère verbindet.

Die Cevennen und die Karstgebiete der Causses mit ihrer grandiosen Natur und den

vielfältigen Landschaften zeugen von einer bemerkenswerten Verbindung zwischen

Menschen und ihrer Umgebung.

Die Camargue, das wilde Rhône-Delta im Languedoc-Roussillon

Eine flache, von Wasserläufen durchzogene Landschaft, Reisfelder und eine schier

endlose Ebene, über die der Mistral weht. Wenn der aus dem Norden blasende Wind den

Himmel blau gefegt hat, strahlt über diesen grandiosen Landschaften die Sonne. Die

Camargue ist der Lebensraum von Flamingos, Stieren und den berühmten, weißen

Pferden. Ein Land, das seine Bewohner prägt, die mit dieser einzigartigen Natur im

Einklang leben.

Das Rhône-Delta wird vom Kampf der Elemente beherrscht. Meer, Land und Wind haben

diese Landschaft geformt. Seit jeher regulieren die Bewohner das omnipräsente Wasser

in Kanälen, schützen die vom Mistral bedrohten Ackerflächen mit dichten, hohen Bäumen

und beherrschen den Ansturm des Meeres durch Deichsysteme. Die auf den ersten Blick

karg erscheinende Camargue ist ein großartiges Zusammenspiel vielfältiger und

einzigartiger Ökosysteme.

Mitten in der Camargue erheben sich die mächtigen Festungsmauern von Aigues-Mortes.

Der gut erhaltene, im 13. Jahrhundert von König Saint Louis gegründete Ort war im

Mittelalter ein Mittelmeerhafen. Die Salzberge in der näheren Umgebung zeugen vom

wirtschaftlichen Nutzen, den die Menschen seit Jahrhunderten dank der Sonne aus dem

Meer ziehen. Durch die verbesserte Technik der Salzgewinnung erreicht das Meersalz aus

der Camargue heute eine hohe Qualität.

Die Schönheit der wilden Natur im Rhône-Delta eröffnet sich ungeduldigen Blicken nicht,

sie will erobert werden. Wer sich diesen Landstrichen rücksichtsvoll nähert und weiter in

das Hinterland eindringt, wird mit großartigen Naturbeobachtungen belohnt. Eine Schar

Flamingos erhebt sich aus dem flachen Wasser, Camargue-Pferde galoppieren frei über

das steppenartige Gelände und Herden schwarzer Stiere grasen auf den kargen

Grasflächen.

In dieser großartigen Natur gehen sog. ´Manadiers´ (Züchter von Camargue-Pferden und

Stieren), Salzgärtner, Fischer, Reisbauern, Naturforscher und Biologen ihren, von den

Jahreszeiten bestimmten, Arbeiten nach. Im Gebiet der Petite Camargue, das sich auf

rund 200 Quadratkilometern zwischen dem Rhône-Arm, Petit Rhône, und der Stadt Le

Grau du Roi erstreckt, wird das überlieferte Brauchtum der ´Gardians´ (Stier- und

Pferdehirten der Camargue) und Manadiers noch besonders stark gepflegt. Diese

Traditionen sind willkommener Anlass für viele Feste.

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Collioure, die Perle der Côte Vermeille

Zu jeder Jahreszeit bewirken das Blau des Mittelmeeres und das strahlende Sonnenlicht

ein besonderes Licht an der Côte Vermeille. Schon Matisse und Picasso begeisterten sich

für diese leuchtende Küste; in Cerbère, Port-Vendres, Banyuls und natürlich in Collioure.

Dort begründeten die Maler mit ihren kontrastreichen und farbstarken Werken den

Fauvismus. Künstler machten das sich an einen Felshang drängende Städtchen Collioure

berühmt. Das bezaubernde Licht der Côte Vermeille zieht heute zahlreiche Touristen in

die Küstenorte. Die alte Wehrkirche Notre-Dame-des-Anges, deren Turm früher als

Leuchtturm diente, erhebt sich über der Felsenbucht von Collioure. Die strategische

Position der schiffbaren Bucht wurde schon vor der Antike genutzt. Das 1242 errichtete

königliche Schloss, die Sommerresidenz der Könige von Mallorca, zeugt von der reichen

Vergangenheit des Fischerstädtchens. Seit dem 17. Jahrhundert prägen die gewaltigen

Festungsanlagen des Militärbaumeisters Vauban unverändert das Bild der Stadt. In

Collioure verlocken Gassen mit hohen, bunten Fassaden zum Bummeln, an den Kais

reihen sich nette Restaurants und Bistros, schattige Terrassen laden zum Verweilen ein.

Bei Sardellengerichten und anderen Meeres-Spezialitäten genießen die Gäste eine

katalanische Lebensart. Und hier wird verständlich, warum so viele, bekannte wie

unbekannte Besucher, dem Charme dieser kleinen Stadt verfallen. Vor der Kulisse der

Pyrenäen begeistert die Côte Vermeille nach wie vor durch einsame Buchten mit hellen

Sandstränden unterhalb von Steilfelsen.

Sud de France Languedoc-Roussillon: Ein Reiseziel für Genießer

Kultur, Gastronomie oder regionale Spezialitäten sind untrennbar mit dem Reiseziel

Languedoc-Roussillon verbunden. Gemeinsam tragen sie zur Attraktivität dieser

Ferienregion bei. Deshalb wurde ein Markenzeichen geschaffen, das drei so wichtige

Wirtschaftsbereiche wie Tourismus, Wein und andere landwirtschaftliche Produkte

vereint.

Kultureller Reichtum, historische Sehenswürdigkeiten und hochwertige Produkte machen

diese südfranzösische Region gemeinsam zu einem verlockenden Urlaubsziel. Ziel des

Markenzeichens ist es, sowohl die hervorragenden, regionalen Erzeugnisse « Sud de

France » als auch die touristischen Destinationen im Languedoc-Roussillon auf lokaler,

nationaler und internationaler Ebene zu fördern.

Sud de France Languedoc-Roussillon vereint mittlerweile 1984 regionale Unternehmen

und rund 6900 Produkte mit steigender Tendenz. Insgesamt 670 Betriebe erhielten

zudem das Qualitätsziegel „Sud de France“, und 50 touristische Einrichtungen der

Spitzenklasse gehören zur Vereinigung „Cercle Prestige“.

Languedoc-Roussillon kann sechs als Welterbe der UNESCO ausgezeichnete

Sehenswürdigkeiten vorweisen, darunter den antiken Pont du Gard, den Canal du Midi,

die mittelalterliche Stadt Carcassonne, die Jakobswege nach Santiago de Compostela, die

Vauban-Festungen von Mont-Louis und Villefranche-de-Conflent; seit kurzem auch die

Kulturlandschaften der Cevennen und der Karsthochflächen Causses.

Damit ist die Liste der sehenswerten Orte längst nicht erschöpft. Hinzu kommen zehn als

« Grand Site de France » ausgezeichnete Naturschauspiele, lebhafte Städte mit

zahlreichen Museen und Festivals, dreizehn Dörfer, die in die Reihe der schönsten Dörfer

Frankreichs aufgenommen wurden, sowie elf Katharer-Burgen. Auch Veranstaltungen wie

Karneval, Fischerstechen und -feste, traditionelle Wettkämpfe in der Camargue, typische

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Märkte und historische Feste tragen zur Attraktivität der Destination Languedoc-

Roussillon bei.

Die vielfältigen Spezialitäten der Region sind bei Feriengästen sehr beliebt. Das reicht

vom berühmten Bohneneintopf, Cassoulet, aus Castelnaudary, über die Sardellen aus

Collioure bis zu Austern aus Leucate, Gruissan oder Bouzigues. Aus Nimes kommt das

Stockfisch-Gericht Brandade, süße Zwiebeln und der Ziegenkäse, Pélardon, aus den

Cevennen. Berühmt sind Aprikosen aus dem Roussillon - im Tal von Vallespir im

Roussillon wird süßes Gebäck, Rousquilles, hergestellt. Die Camargue ist bekannt für

Reis, Salz und kräftiges Stierfleisch. Aus dem Departement Lozère und dem Roussillon

kommen vorzügliche Wurstwaren. Diese Spezialitäten sind überall ein Genuss, ob im

gehobenen Restaurant, in Dorfgasthöfen oder einfachen Gaststätten am Meer.

Das Markenzeichen „Sud de France Languedoc-Roussillon“ vereint mehrere

Wirtschaftsbereiche der Region. Dank einer wirkungsvollen, gemeinsamen Nutzung von

Mitteln und Kompetenzen wird damit die gesamte Region gefördert, vom Wein über

regionale Produkte bis hin zu den touristischen Zielen.

Pressekontakt für die Region Languedoc-Roussillon:

Caroline Ducasse

MACC Media GmbH

Roßdorfer Str. 12 - 60385 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0) 69 97 69 16 39 - Fax: + 49 (0) 69 36 60 32 93

E-mail : caroline.ducasse@macc-media.com - www.sunfrance.com

Korsika

Tradition und Leidenschaft

Vergangenheit und Gegenwart sind auf Korsika eng ineinander verwoben. Die

traditionsbewussten und stolzen Korsen inszenieren ihre jahrhundertealten

Feste und Bräuche noch immer mit großer Leidenschaft.

Das Leben auf einer Insel folgt seinen eigenen Gesetzen. Sitten und Gebräuche

überstehen die Zeiten fast unbeschadet, denn die Einflüsse vom Festland setzen sich nur

zögernd durch. Trotz moderner Technik der Informationsgesellschaft haben sich die

Korsen bis heute ihren ureigenen Charakter bewahrt. Ob jung oder alt - ein Korse bleibt

immer ein Korse. Mag er auch heute mit einem Geländewagen zu den hochgelegenen

Weidegebieten fahren, mag er auch mit einem Handy allzeit erreichbar sein - in seinem

Herzen trägt er noch immer den Stolz, die Zurückhaltung und die Leidenschaft der

vergangenen Jahrhunderte.

Feierlichkeiten zu Ehren der Heiligen

Auch die Religiosität der zumeist katholischen Korsen ist tief verwurzelt. Der Besuch der

Messe und der regelmäßige Beichtgang gehören bei vielen noch immer zum täglichen

Leben. Beinahe jede Kirche hat ihren speziellen Schutzheiligen, der zu seinem Ehrentag

mit Gottesdiensten und Prozessionen gefeiert wird. Das ganze Jahr über finden religiöse

Feste statt. In den Sommermonaten sind es etwa das Fest zu Ehren des Heiligen

Erasmus, Schutzpatron der Fischer, das Anfang Juni in Ajaccio, Bastia und Calvi

begangen wird. In Bastia feiert man außerdem am 24. Juni den Stadtpatron St. Johann-

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Baptist. Mitte August werden dann rund um Maria Himmelfahrt in vielen Städten Korsikas

eindrucksvolle Messen und Prozessionen veranstaltet, so etwa in Calvi und Bastia, wo

man die vom Volk verehrte Silbermadonna durch die Straßen trägt. In Ajaccio fällt dieses

religiöse Fest mit dem Geburtstag Napoleons zusammen, der am 15. August 1769 hier

das Licht der Welt erblickte.

Am 8. September findet alljährlich die Wallfahrt zur Kirche Notre Dame de Lavasina und

die legendäre Messe zu Ehren der Heiligen des Niolu statt. Religiöses Fest, lebensfrohe

Kirmes und vielseitiger Markt zugleich ist die sogenannte Santa di Niolu, die in Calacuccia

gefeiert wird, und lockt alljährlich viele Besucher an. Doch nicht im Spätsommer, sondern

im Frühling finden die aufwendigsten und eindrucksvollsten Prozessionen statt, denn zu

den unbestrittenen Höhepunkten korsischen Brauchtums gehören: die Feierlichkeiten der

Karwoche.

Die Prozessionen der Karwoche

Rund um den Karfreitag zelebrieren die Korsen ihr höchstes Kirchenfest mit prunkvollen

Messen und Gebetswallfahrten. In leuchtenden Farben oder auch ganz in Schwarz, je

nach ortseigener Mentalität, fuhren die Büßer die Prozessionszüge durch die engen

Gassen der Altstädte. Sie sind mit zentnerschweren, reich verzierten Heiligenstatuen

beladen, die die biblische Geschichte nacherzählen.

Schon am Abend des Gründonnerstags werden vielerorts canistrelli, ein besonderes

korsisches Gebäck mit Nüssen und Mandeln, verteilt. Jeder, ob Nachbar oder Fremder,

wird in dieses Abendmahl mit einbezogen. So können auch die Urlauber in das korsische

Brauchtum eintauchen und so ein unvergessliches Ereignis in ihrer Erinnerung mit nach

Hause nehmen.

La Granitola - die Spirale

Sehr weit verbreitet sind auf Korsika Prozessionen nach dem besonderen Ablauf der

sogenannten Granitola. Der gesamte Prozessionszug rollt sich dabei zunächst wie eine

Schnecke zusammen, um sich dann nach einiger Zeit wieder zu lösen. Diese Form der

sich ein- und wieder ausrollenden Doppelspirale geht auf uralte heidnische Bräuche

zurück. Sie erinnert an den Ablauf der Jahreszeiten, an den ewigen Kreislauf des Lebens.

Am besten kann man sie beobachten, wenn man einen etwas höher gelegenen

Standpunkt wählt, von dem man auf das Geschehen herabblicken kann. Granitula-

Prozessionen finden in der Karwoche etwa in Calvi, in Borgo - etwas südlich von Bastia

gelegen - und in den Dörfern Orezza und Ampugnani in der Castagniccia statt.

U Catenacciu - der Gekettete

Die berühmteste und wohl auch eindrucksvollste Karfreitagsprozession feiert man in

Sartène: U Catenacciu. Ihr wird alljährlich das Kreuz als Symbol der Marter Christi

vorangetragen. Die Rolle des Kreuzträgers ist bei der männlichen Bevölkerung sehr

begehrt, denn es ist ein ehrenvolles Amt, das auf viele Jahre hinaus ausgebucht ist. Im

19. Jahrhundert sah die Situation noch ganz anders aus, denn damals war der

,,Gekettete" meist tief in die Vendetta, die Blutrache, verstrickt. Als reuiger Sünder wollte

er bei der Karfreitagsprozession seine Schuld büßen. Die Vendetta gehörte über

Jahrhunderte hinweg zum Ehrenkodex der Korsen und wütete in Sartène besonders stark

- ganze Familienclans bekämpften sich bis aufs Blut. In seinen Werken ,,Colomba" und

,,Matteo Falcone" gibt Prosper Mérimée eine eindrucksvolle Beschreibung der Vendetta

und der unglücklichen Schicksale, die sie hervorgebracht hat.

Auch heute noch ist die Anonymität des Kreuzträgers gewahrt. Nur der Pfarrer der

Gemeinde kennt seine Identität. Eine rote Kapuze mit schmalen Augenschlitzen schützt

den Großen Büßer vor den Blicken der Umstehenden. Als Personifikation Christi nimmt

der Büßer dessen Leiden buchstäblich auf sich: 32 Kilo wiegt das eisenbeschlagene Kreuz

auf seiner Schulter und um den bloßen Knöchel des Barfüßigen ist eine 14 Kilogramm

schwere Kette geschlungen, die klirrend über das Straßenpflaster schleift. Wer nicht zur

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Osterzeit nach Sartène kommt, kann Kreuz und Kette in der Kirche Ste-Marie

bewundern.

Die Nacht der langen Schatten

Die Korsen kennen die Bibel. So haben sie dem großen Büßer auch einen Simon von

Cyrene zur Seite gestellt. Dieser kleine Büßer in weißer Kutte nimmt dem Großen die Last

auf dem Weg durch das Straßenlabyrinth von Zeit zu Zeit ab. Hinter diesen beiden

Hauptdarstellern schreiten acht Schwarzgewandete einher. Mit dem hölzernen toten

Christus auf einem Leichentuch in ihrer Mitte werden sie von schrillen Wehlauten der

Klageweiber zu den Kapellen der Viertel Santa Anna und Borgo geleitet.

Hunderte brennender Kerzen werfen lange Schatten auf die Mauern der hohen

Granithauser und in die dunklen Hinterhöfe fällt ein flackernder Schein. Vorbei an den

charakteristischen Treppenaufgängen windet sich die Prozession durch die

mittelalterlichen Gassen Sartènes. Die Luft vibriert von den schaurig klingenden

Betgesängen der Gläubigen. Schließlich erreicht der Zug wieder den Ausgangspunkt der

Prozession, die Place de la Libération, wo ein Priester der knienden Gemeinde den Segen

spendet.

Wer die Insel in der Osterzeit besucht, sollte unbedingt eine der traditionellen

Prozessionen besuchen. Sei es nun in Sartène, Calvi, Bonifacio oder anderswo - zu welch

anderer Gelegenheit könnten Sie einen so tiefen Blick in die korsische Seele tun?

Die urbanen Schätze Korsikas

Korsika, die Insel der Schönheit, hat nicht nur Natur zu bieten. Auch die kleinen,

aber feinen Städte bergen eine Vielzahl kultureller und architektonischer

Schätze.

Ajaccio - Kaiserliche Stadt unter Palmen

Angenehm überrascht wird der Besucher, der, vorbei an modernen Appartementhäusern,

in die Innenstadt Ajaccios gelangt. Warme Farben in Ocker, Lachsrot, Gelb und Orange

lassen beim Spazieren durch die Gassen der Altstadt die Häuserfassaden leuchten.

Palmen beschatten die lebhafte Place Maréchal-Foch, wo sich in den umliegenden

Restaurants, Bars und Cafés die Einwohner der Stadt, die Ajacciens, zur Stunde des

Apéritifs auf ein Gläschen Muscadet treffen. Hier liegt auch das imposante Rathaus, in

dem das Napoléon-Museum untergebracht ist und dessen Eingangshalle von einer

Marmorstatue Jerômes, Bruder Napoleons und König von Westfalen, bewacht wird.

Napoleon Bonaparte und seine Familie haben das Gesicht der Stadt entscheidend

geprägt. Viele Straßen und Plätze sind nach ihnen benannt, ihre Statuen schmücken die

Place Général de Gaulle oder die Place d'Austerlitz. Das Geburtshaus des ersten Kaisers

der Franzosen ist heute ein Museum. Auch Kardinal Fesch, der Onkel Napoleons, hat in

Ajaccio seine Spuren hinterlassen: Das Musée Fesch im gleichnamigen Palais beherbergt

nach dem Louvre die umfangreichste französische Sammlung italienischer Malerei.

Die Rue Bonaparte, einst Hauptstraße der von den Genuesen angelegten Altstadt, führt

zur auf einem Felsen über dem Fischerhafen thronenden Zitadelle. Ihre Grundmauern

stammen aus dem 16. Jahrhundert und noch heute ist sie in Militärbesitz. Von hier ist es

nicht weit bis zur Kathedrale, die von den Ajacciens liebevoll nach der Schutzpatronin der

Stadt Madenuccia genannt wird.

Ajaccio besitzt Lebensqualität - und dies nicht nur wegen der Schönheit seiner kulturellen

Schätze. Schon im letzten Jahrhundert entdeckten die Engländer Ajaccio mit seinem

milden Klima als winterliche Alternative zur mondänen Riviera. Prächtige Villen und

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Hotels zeugen von diesen aristokratischen Gästen. Und auch heute zeigen die

Schaufenster der Boulevards den letzten Pariser Chic, werden die Cafés am Straßenrand

von elegant gekleideten Menschen bevölkert.

Auch in der Umgebung hat die Hauptstadt Südkorsikas einiges zu bieten: Ein Ausflug an

die Westspitze des Golfes von Ajaccio führt zur Pointe de la Parata mit einem

Genueserturm aus dem 17. Jahrhundert und einem wundervollen Blick auf die

vorgelagerten Iles Sanguinaires mit ihrem bei Sonnenuntergang rot leuchtendem

Gestein. Die stadtnahen Strände vor großartiger Bergkulisse laden ein zum Schwimmen,

Segeln und Surfen, bevor man sich dann wieder in der Stadt trifft.

Bastia - Barock und mediterranes Flair

Warum Bastia die italienischste Stadt Korsikas genannt wird, ist beim Flanieren durch das

Viertel rund um den alten Hafen, der Terra Vecchia, leicht nachvollziehbar: Bröckelnde

Fassaden vor dem imposanten, von zwei Glockentürmen eingerahmten Bauwerk der

Barockkirche St-Jean-Baptiste, dem Wahrzeichen der Stadt, Fischer in ihren Booten,

enge Gassen mit hohen Häusern und Bars und Cafés direkt am Hafenbecken verströmen

mediterranes Flair.

Das einstige Fischerdorf Porto Cardo erschien dem genuesischen Gouverneur im Jahre

1378 als der geeignete Platz, eine Zitadelle zu errichten, und so entwickelte sich um die

seitlich des Hafens gelegene ,,bastia", die der Stadt später ihren Namen gab, das neuere

Stadtviertel Terra Nova. Unter den Genuesen wurde Bastia zu einer der bedeutendsten

Städte der Insel und schließlich 1453 Hauptstadt Korsikas. Der Einfluss der Italiener ist

auch im Stadtbild deutlich spürbar, so sind die Straßenzüge des Zitadellenviertels in ihrer

streng geometrischen Anlage ligurischem Vorbild nachempfunden.

Im Gouverneurspalast ist heute ein sehenswertes ethnographisches Museum

untergebracht, das Zeugnisse korsischen Lebens seit der Antike ausstellt. Auch barocke

Schmuckstücke stehen innerhalb der Zitadelle: die Kapelle Ste-Croix mit vergoldeten

Stuckaturen und Barockengeln und die ehemalige Kathedrale Ste-Marie mit prächtigen

Wandmalereien und reichhaltigem Stuckwerk. In Ste-Croix wird ein Kruzifix aus

schwarzem Holz, der Christ des Miracles, aufbewahrt, das im Jahre 1428 von zwei

Fischern im Meer gefunden worden sein soll. Die wertvolle silberne Figur Maria

Himmelfahrt in Ste-Marie wird alljährlich am 15. August in einer feierlichen Prozession

durch die Straßen der Stadt getragen.

Auch die Rue Napoleon, auf der man zur Place St-Nicolas gelangt, wartet mit prunkvoller

Barockkunst auf: Der Innenraum der von außen im neoklassizistischen Stil renovierten

Kapelle St-Roch ist mit rotem Damast und vergoldeten Säulen dekoriert, die Kapelle der

unbefleckten Empfängnis, im genuesischen Barock gehalten, ist im Gewölbe mit Fresken

übermalt. In üppiger Pracht erstrahlen viele Gotteshäuser und locken den Besucher,

einen Blick hinter oft unscheinbare Fassaden zu werfen.

Die Place St-Nicolas in der Nähe der kommerziellen Ader der Stadt, des Boulevard Paoli,

bildet das Herz Bastias: Hier trifft sich Jung und Alt in Cafés, Bars und Restaurants, hier

diskutiert man über Gott und die Welt. Platanen und Palmen beschatten den Platz und die

Urlauber, die hier nach ihrer Ankunft im Hafen erst einmal eine Pause einlegen.

Calvi - Die Schöne am Meer

Wer mit der Fähre nach Calvi kommt, den wird schon der erste Anblick der Stadt von

ihrer Schönheit überzeugen. Trutzig erhebt sich die Zitadelle, Zeugnis genuesischer

Herrschaft, direkt über dem Hafen. Gegen sieben Belagerungen musste sie sich

verteidigen, und erst im Jahr 1794 gelang es den Engländern, die Stadt zu besiegen, die

dann allerdings schon zwei Jahre später, mit der Übernahme der gesamten Insel durch

die Revolutionstruppen, französisch wurde.

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Heute bietet die Zitadelle, die bis vor gar nicht langer Zeit lediglich von Fremdenlegionären

bewohnt wurde, dem Besucher einen guten Einblick in die Geschichte der

Stadt. Ein Rundgang durch diesen eher beschaulichen Stadtteil, bei dem auch die Kirche

St-Jean-Baptiste auf dem Programm stehen sollte, deren Kuppel die umstehenden

Gebäude überragt, eröffnet immer wieder wahre Panoramablicke: auf die Bucht mit

ihrem Hafen, auf die Gebirgskette des Monte Cinto oder die umliegenden Dörfer.

Auch vom Hafen aus, von einem Café am Quai Landry, bietet sich ein grandioser Blick:

Fischerboote und Yachten tummeln sich im Hafenbecken, kilometerlange weiße Strände

säumen die Bucht, Pinien spenden dem regen Leben auf der Straße Schatten. Calvi ist

einer der beliebtesten Badeorte Korsikas, die Besucher verwandeln vor allem im Sommer

das sonst nur knapp 4000 Einwohner zählende Städtchen in einen belebten Ort, und dies

nicht ohne Grund: Der weite Sandstrand ist wie geschaffen für Familienurlaub, und die

nahen Felsbuchten bieten Schwimmern und Schnorchlern ein wahres Wasserparadies.

Und trotz allem Trubel hat sich der Ort seinen kleinstädtischen Charme bewahrt.

Die Hauptstadt der Balagne, die sich - wie auch ihr einstiger Beschützer Genua - rühmt,

Geburtsort von Kolumbus zu sein, macht durch ein reges kulturelles Leben auf sich

aufmerksam: Kunstausstellungen und Musikveranstaltungen jeglicher Couleur, darunter

die ´Rencontres Polyphoniques´ im September, wo Sänger aus aller Welt in der

Kathedrale ihre Stimmen erklingen lassen, finden hier regelmäßig statt, daneben

natürlich auch religiöse Feste, die den Rhythmus des Jahres bestimmen.

Noch dazu ist Calvi ein geeigneter Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung,

sei es mit der Tramway de la Balagne, mit dem Rad, dem Auto oder zu Fuß auf alten

Maultierpfaden, die in kleine korsische Bergdörfer führen.

Bonifacio - Auf den Kalkfelsen des Südens

Paul Valéry erklärte Bonifacio wegen seiner malerischen Schönheit zur Hauptstadt

Korsikas, und schon Odysseus scheint diese Gegend gefallen zu haben, legte er doch

angeblich an der Stelle an, an der heute der Hafen Bonifacios liegt. In 60 Metern Höhe

thront die Stadt auf einem Kalksteinplateau, an dem im wahrsten Sinne des Wortes die

Zeit genagt hat: Das Meer hat die Felsen derart unterspült, dass die auf ihnen erbauten

Häuser beinahe zu schweben scheinen. Gleichzeitig bilden die zerklüfteten hellen Felsen

einen atemberaubenden Kontrast zu den sie umspülenden blau-grünen Wellen.

An der äußersten Südspitze Korsikas gelegen, ist Bonifacio nur 12 Kilometer von

Sardinien entfernt. Täglich fahren vom Hafen Fähren und Ausflugsboote hinüber zu der

italienischen Nachbarinsel, die beinahe zum Greifen nahe erscheint, so deutlich funkeln

nachts ihre Lichter im schwarzen Meer. Tatsächlich hat die Natur Bonifacio

außergewöhnlich reich beschenkt. Die Stadt auf dem Kreidefelsen liegt auf einer Art

Halbinsel, die auf der einen Seite dem offenen Meer trotzt, auf der anderen eine etwa

1600 Meter lange Bucht bildet, ein natürlicher Hafen. Von dem aus kann man ohne

weiteres zu Fuß die schönen Strände der Bucht erreichen, die Plage de l'Arinella oder

Plage de la Catena.

Ein Gang durch die engen Gassen der Altstadt lässt die tausendjährige Geschichte

Bonifacios lebendig werden. Schmale, hohe Häuser drängen sich dicht an dicht, ein

wahrer Schutzschild gegen die Angriffe früherer Zeiten. Die engen und steilen

Treppenaufgänge konnten bei Gefahr von einer einzigen Person bewacht werden.

Daneben zeugen Patrizierhäuser mit vielfältigen Verzierungen und Wappen von anderen,

späteren Zeiten, in denen der Reichtum in Bonifacio seinen Einzug gehalten hatte.

Auch die Treppe des Königs von Aragon hat eine lange Vergangenheit: Der Legende nach

sollen seine Soldaten während der Belagerung im Jahre 1420 in einer einzigen Nacht 187

Treppenstufen ins Gestein geschlagen haben; in Wirklichkeit ist die Treppe aber schon

um einiges älter. Das älteste Gebäude der Stadt ist die Kirche Ste-Marie-Majeure, deren

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Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde. In ihrer ,,Loggia" trafen sich einst die Alten,

um über die Geschicke der Stadt zu sprechen.

Man sollte sich Zeit nehmen für einen Bummel durch Bonifacio, denn viel gilt es zu

entdecken: die belebte Rue Doria, die alten Befestigungsanlagen, kirchliche Gebäude und

natürlich die Marina, den Hafen an diesem unbeschreiblich Türkis schillernden Wasser.

Pressekontakt für Korsika

Stéphane Orsoni

Presse

Agence du Tourisme de la Corse

17, boulevard du roi Jérôme - 20181 Ajaccio

Tel.: + 33 (0)4 95 51 77 74 - Fax: + 33 (0)4 95 51 14 40

Mail: sorsoni@ctc-atc.com - www.visit-corsica.com

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Der Südwesten und Zentralfrankreich

Midi-Pyrénées

Kulinarisches Gipfeltreffen

Wenn von der Region Midi-Pyrénées die Rede ist, könnte man an Lourdes denken, den

Cirque de Gavarnie vielleicht, an Toulouse natürlich… Könnte! Aber wir sind schließlich in

Frankreich. Und da herrschen ganz andere Prioritäten. Sprich: eingelegtes Gänsefleisch,

Entenbrust, das Fleisch der schwarzen Gascogne-Schweine, Trüffel, Safran,

Gänsestopfleber…

Das alles und viel mehr findet auf Bauernmärkten, in Dorfgaststätten, ja sogar in

Schulkantinen. Ok, Trüffel dort vielleicht nicht. Aber auch und ganz besonders kümmert

sich die Gilde sterngekrönter Küchenchefs um diese Ingredienzen, und begründet so den

Ruf der Region als lukullisches Pilgerziel.

Genau zwei Dutzend dieser Genies mit Kochmütze zählt die Region. Junge Talente

genauso wie gestandene Persönlichkeiten. Geeint in der täglichen Herausforderung, sich

gastronomisch auf allerhöchstem Niveau zu bewegen. Egal ob ihre Etablissements nun in

der Gascogne, im Quercy oder im Umland von Toulouse liegen.

Unbestrittener Star der Zunft in Midi-Pyrénées ist Michel Bras. Dessen Hotel-Restaurant

in den Bergen des Aubrac zwischen Himmel und Erde genießt mit seinen drei Michelin-

Sternen die höchsten Weihen der kulinarischen Fachwelt (www.bras.fr). Nur einen

kleinen Stern dahinter kochen die drei Chefs Michel Sarran (www.michel-sarran.com) und

Yannick Delpech (www.lamphitryon.com) in Toulouse sowie Bernard Bach in Pujaudran

im Département Gers (www.lepuitssaintjacques.fr).

Wobei Sie getrost davon ausgehen können, dass Sie bei den verbleibenden 20

Restaurants, die es bisher „nur“ zu einem Stern gebracht haben, ebenfalls eine überaus

exquisite Küche erwartet. Und Sie nach dem abschließenden Armagnac feststellen

werden, dass sich allein schon deshalb die Reise gelohnt hat! Trefflicher Beweis, dass

Landkarten auch viel mit Speisekarten zu tun haben! Vor allem in Frankreich. Aber das

sagten wir ja schon…

Die Legende hat einen Namen: GR 10

Es gibt Namen, bei denen mancher Menschen Herzen unweigerlich höher schlagen. Biker

träumen von der Route 66, Radler vom Mont Ventoux, Läufer vom New Yorker Marathon.

Und Wanderer… vom GR 10! Jenem legendären Weg, der den Atlantik mit dem

Mittelmeer entlang des Pyrenäen-Kamms verbindet. Insgesamt 850 Kilometer

atemberaubende Kilometer zwischen Hendaye und Banyuls, davon 470 – die schönsten

natürlich! – in der Region Midi-Pyrénées.

Der Abschnitt des GR 10 in dieser Region durchquert die Zentral-Pyrenäen und die

Ariège-Pyrenäen. Er führt über Pässe mit mehr als 2000 Metern Höhe und Gipfel von

beinahe 3000. Am Weg liegen Highlights wie der Cirque de Gavarnie und der Mont Valier

– als ob nicht die ständig wechselnden Panoramen allein schon reichten. Mal geht es über

Forstwege und Hirtenpfade, Almwege oder Fahrstraßen, dann wieder in Serpentinen über

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schmale Pfade oder fast waagerecht über Hochplateaus. Ein gutes Stück der Strecke

befindet sich im Naturreservat des Néouvielle.

Egal, ob man nun den Weg in ganzer Länge geht oder sich nur für Teilabschnitte

entscheidet, Landschaft- und Naturerlebnis bleiben von gleicher Intensität. Sie machen

Halt in Dörfern, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, gönnen sich womöglich ein

Bad in den Thermen von Cauterets oder Barèges, verweilen atemlos vor den Wasserfällen

am Pont d‟Espagne, spiegeln sich im kristallklaren Wassern der Gebirgsseen, die sich in

geradezu überirdischen Farben präsentieren und tauchen in die bukolische Atmosphäre

grüner Täler wie die von Azun und Couserans ein. Kurz gesagt: Sie erleben eine Welt,

wie sie nur die Pyrenäen zu bieten haben.

Praktische Informationen

> Strecke des GR 10 vom Atlantik zum Mittelmeer

- Start: Hendaye (Pyrénées-Atlantiques)

- Ziel: Banyuls (Pyrénées- Orientales)

- Länge: 850 Kilometer

- Dauer: mindestens 60 Tage

- Höhenunterschiede: 0 m bis 2734 m

> Strecke des GR 10 in Midi-Pyrénées

- Start: Arrens-Marsous (Hautes-Pyrénées)

- Ziel: Mérens-les-Vals (Ariège)

- Länge: 470 km

- Dauer: rund 40 Tage

- Höhenunterschiede: 878 m bis 2734 m

> Markierung: rot/weiß

> Niveau: für erfahrene Touren-Geher

> günstigste Jahreszeit: Juni bis Oktober

> Unterbringung: Schutzhütten, Herbergen, Hotels (vorher reservieren)

Internet : www.randonnees-midi-pyrenees.com

Midi-Pyrenäen - Mehr als nur Serpentinen für Motorrad-Fahrer

Die größte Region Frankreichs hat für Motorrad-Touristen weit mehr zu bieten, als

legendäre Passfahrten durch die Pyrenäen. Auch abseits des Hochgebirges gibt es in den

Departements Aveyron, Lot und Tarn verlockende Strecken auf verkehrsarmen

Landstraßen, denn schließlich reicht Midi-Pyrenäen vom Zentralmassiv bis zur spanischen

Grenze. Eine vielseitige Region mit einem ausgedehnten Straßennetz, vielfältigen

Landstrichen und großartigen Sehenswürdigkeiten. Die Departements Aveyron, Lot und

Tarn haben Motorrad-Touristen viel zu bieten. Genau wie für die Pyrenäen gilt auch für

die weiter nördlich gelegenen Gebiete, wer die lange Anfahrt aus Deutschland scheut,

kann mit dem Auto-Reisezug der Deutschen Bundesbahn über Nacht bequem den

Zielbahnhof Narbonne erreichen. Von dort aus sind es nur noch eine gute Stunde Fahrt

bis zu den kurvenreichen Strecken in den Flusstäler von Aveyron, Lot und Tarn, die den

Departements ihren Namen gegeben haben. Auch in diesen Gebieten wurden

herausragende Sehenswürdigkeiten als « Grand Site » ausgezeichnet. Sie bezeugen die

besondere Kultur und die reiche Geschichte dieser südwestfranzösischen Region, die für

die Gastfreundschaft ihrer Bewohner bekannt ist.

Großartige Sehenswürdigkeiten in den Tälern von Aveyron, Lot und Tarn sind immer

wieder willkommene Unterbrechungen einer Motorrad-Tour. Mittelalterliche Dörfer wie

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Conques mit einer beeindruckenden romanischen Abtei, das sich auf einem Felsvorsprung

100 Meter über den Lot erhebende St. Cirq-Lapopie, oder der alte Bastidenort Cordessur-Ciel

laden dazu ein, das Motorrad abzustellen und durch die historischen, von

Fachwerkhäusern gesäumten Gassen zu bummeln. Dann wieder sind herrliche,

abwechslungsreiche Landstriche, die es auf gut ausgebauten Nebenstraßen zu

durchqueren gilt. In den ländlichen Gebieten herrscht nur geringer Verkehr, deshalb ist

während der Fahrt Gelegenheit die schönen Landschaftsbilder zu genießen. Das beginnt

bei den eigenwilligen Aubrac-Höhen mit Weiden bis zum Horizont, über die, jetzt ins

UNESCO Welterbe aufgenommenen, Karsthochflächen der Grands Causses bis hin zu den

lieblicheren Landstrichen mit den Weinlagen von Gaillac oder Cahors. Durch die Flusstäler

von Tarn, Aveyron und Lot führen reizvolle Kurvenstrecken, teilweise an spektakulären

Steilfelsen vorbei, auf denen mächtige Burgen thronen. In den Monts de Lacaune locken

mehrere Seen zum Baden und in der Montagne Noire finden Fahrer auf

geländegängigeren Motorrädern anspruchsvolle Waldstrecken. Darüber hinaus gibt es in

den Departements Aveyron, Lot und Tarn noch eine ganze Reihe weiterer guter Gründe

zum Anhalten. Dazu gehören auch die vielen, regionalen Spezialitäten, die in den

typischen Bistrots de Pays, auf den Terrassen der Straßencafés oder in gemütlichen

Dorfgaststätten auf den Tisch kommen. Motorradfahrer sind in den meist

familiengeführten Hotels herzlich willkommen. Das gilt ebenso für die zahlreichen

Gästezimmern, Chambre d´hôtes, wo häufig das Abendessen gemeinsam mit anderen

Gästen eingenommen werden kann.

Die Tourenplanung wird für Motorradfahrer leicht gemacht:

Eine interaktive Karte auf der Webseite von Midi-Pyrenäen ermöglicht individuelle

Touren zu den « Grands Sites » selbst zusammenzustellen. Ein Tourguide mit drei

verschiedenen Touren durch die Departements Aveyron, Lot und Tarn kann beim CRT

Midi-Pyrenäen kostenlos angefordert werden. Und der Fremdenverkehrsverband des

Departements Tarn gibt demnächst eine Broschüre mit sechs verschiedenen Motorrad-

Touren heraus.

Toulouse – Denn das Gute liegt so nahe!

Warum sich nicht ein verlängertes Wochenende mit dem Charme des französischen

dens? Flanieren im Schatten der Platanen am Canal du Midi. Geruhsames Shopping.

Ein Diner nach allen Regeln der Kunst in einem guten Restaurant. Woran es im Übrigen

in Toulouse durchaus nicht mangelt…

Neue Direktflüge mit Air France von Hamburg, Berlin und Wien. Ab dem 1. April

2012 bedient die französische Fluggesellschaft Toulouse, die „rosa Stadt“, direkt von drei

neuen Flughäfen aus. Dabei sind die Tickets für den Hinflug schon ab 50 Euro zu haben.

Die neuen Linien ergänzen die bereits bestehenden, wie München-Toulouse oder

Frankfurt-Toulouse (Lufthansa) und Bremen-Toulouse (OLT). Somit wird die Region Midi-

Pyrénées mit ihren überwältigenden Landschaften und ihrer quicklebendigen Kapitale

Toulouse noch leichter erreichbar.

Neu! Der Themenpark „Cité de l’Espace“ erhält ein Facelifting und eine neue

Ausstellung, die dem Planeten Mars gewidmet ist. Dieser in Europa einzigartige

Themenpark zum Thema Luft- und Raumfahrt unterzieht seine Ausstellungsbereiche und

Animation zwischen Januar und Mai 2012 einer kompletten Neugestaltung. Anschließend

erwartet die Fans des Kosmos ein geradezu kosmisches Vergnügen. Ein

Themenschwerpunkt bildet dabei der Planet Mars. Vielleicht sogar die kleinen grünen

Männchen…? www.cite-espace.com

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Neu! Das legendäre „Le Bibent“ wird wiedereröffnet. Einer der Stars unter den

französischen Gastronomen, der Pariser Koch Christian Constant, übernimmt in seiner

alten Heimat die Leitung der legendären Brasserie „Le Bibent“. Zwei Jahre lang dauerten

die Renovierungsarbeiten an dem unter Denkmalschutz stehenden Etablissement. Nun

zeigen sich die wundervollen Fresken und Bordüren in neuem Glanz. Auf der Karte:

regionale Produkte, einfache Gerichte und gastronomische Rezepte zu erfrischend

günstigen Preisen. Also eigentlich genau das, was man von einer „echten“ Brasserie

erwartet!

Neu! Zwei neue Besuchsprogramme bei Airbus-Toulouse. Der Besucher erlebt nicht

nur die faszinierende Welt des größten Passagier-Flugzeuges der Welt, des A 380. Ein

neuer Rundgang unter dem Namen „Heritage“ führt zu der Concorde N°9 „Fox Charlie“.

Man steigt an Bord dieser Flugzeuglegende, dessen Geschwindigkeitsrekorde weiterhin

bestehen. Danach steht die „Caravelle“ auf dem Programm, eines der ersten

Passagierflugzeuge mit Düsenantrieb überhaupt. Den Abschluss bildet ein Airbus A 300

B, der allererste Airbus. Er wurde speziell für einen Besuch des Cockpits und der Kabine

eingerichtet. Der gläserne Boden gibt den Blick auf die inneren Strukturen des

Flugzeuges frei.

Das „Nailloux Fashion Village“ – Eleganz und Stil zu Outlet-Preisen. Am 20.

November 2011 eröffnete dieses in französischen Südwesten erste Outlet-Zentrum seine

Pforten nur 20 Minuten vor den Toren von Toulouse. Nationale und internationale

Markenartikel der auslaufenden Kollektion gibt es in der Anlage im Stil eines typischen

Dorfes der Region mit Arkaden, Dorfplatz und Restaurant-Terrassen mit 30 bis 70

prozentigem Preisnachlass. So haben Sie die Kosten der Anreise schnell wieder

hereingeholt!

Internet : www.de.toulouse-tourisme.com

Ihr Pressekontakt für die Region Midi-Pyrénées:

Caroline Ducasse

MACC Media GmbH

Roßdorfer Str. 12 - 60385 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (0) 69 97 69 16 39 - Fax: + 49 (0) 69 36 60 32 93

E-mail : caroline.ducasse@macc-media.com

Internet: www.tourismus-midi-pyrenees.de

Auvergne

Alles Käse! – Die Käsestraße der Auvergne

Unweigerlich führt den Käsefreund die „Spürnase“ auf die „Route des Fromages

d‟Auvergne“ (Route des Auvergne-Käses). Fast ein Viertel der französischen

Käseproduktion stammt aus dieser Gegend! Die weit über ihre Grenzen hinaus bekannten

AOP-Käsesorten: Saint-Nectaire, Bleu d‟Auvergne, Cantal, Salers und Fourme d‟Ambert.

Und dazu noch mehr als dreißig andere Spezialitäten, wie den Bleu de Laqueille, den

Carré d‟Aurillac, die Galette de la Chaise Dieu… So ergeben sich auf der „Route des

Fromages“ 40 gehaltvolle Etappenziele bei Käse-Bauern, Kooperativen oder Käsereien,

die ihre traditionelle Kunst mit Stolz all denen präsentieren, für die die Geschichte eines

Lebensmittels nicht erst im Supermarkt-Regal beginnt.

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Klar, dass der Feinschmecker alle diese Käsesorten entweder pur auf einer Käseplatte

oder als Ingredienzien exquisiter Rezepte abends im Restaurant wiederfindet. Lassen Sie

sich dort genüsslich von einer Käse-Kartoffel-Truffade und einem saftigen Stück vom

Charolais- oder Salers-Rind in einer Bleu d‟Auvergne-Sauce verführen! Womit nur zwei

der schier unendlichen Verwendungsmöglichkeiten genannt wären… Man muss die „Route

des Fromages“ zwischen Cantal und Puys de Dôme nicht in einer bestimmten Reihenfolge

absolvieren. Wenngleich die Strecke, abgesehen von ihren kulinarischen Reizen, auch in

Sachen Natur und Kultur durchaus von Beachtenswertem gesäumt wird. Wie auch

immer, bei Ihrer Tour durch die Region stoßen Sie stets auf die unübersehbaren

Hinweisschilder. Die Ihnen nicht nur Momente köstlichen Genießens versprechen,

sondern auch die Möglichkeit bieten, Land und Leute „hautnah“ kennen zu lernen.

Weitergehende Informationen, wie etwa Kartenmaterial, erhält man vor Ort in den Office

de Tourisme oder unter: www.fromages-aop-auvergne.com

Des Königs Käse!

Für einen Sonnenkönig ist – oder besser war – das Beste gerade gut genug. Also ging

der Maréchal des Sennecterre ein beträchtliches Risiko ein, als er seiner Majestät, Ludwig

XIV. am Hofe von Versailles jenen Käse aus seiner Heimat servieren ließ. Der fand aber

gottlob unverzüglich allerhöchste Gnade und wurde Bestandteil des herrschaftlichen

Speiseplans. Inzwischen nennt er sich Saint Nectaire. Damals gab es noch kein AOC-

Label, heute trägt er es mit Stolz. Damals wie heute jedoch stammt diese würzige

Käsespezialität aus der wildromantischen Vulkanlandschaft rund um den Mont Dore, die

in 1886 Metern Höhe kulminiert.

Besuchstipp

Vater Jean-Louis Roux, Sohn Stéphane und deren bessere Hälften Christiane und

Caroline erwarten ihre Besucher in der GAEC de la Route des Caves, um mit ihnen die

Geheimnisse der Herstellung des AOP (Appellation d‟Origine Protégée) Saint Nectaire zu

teilen. Im Winter bietet sich sogar die Gelegenheit, die Reifekeller zu besichtigen. Für Ihr

Adressbuch: Rue de la Viauve in Baune-le-Froid. Falls Ihr GPS das nicht findet: direkt

hinter der Kirche des Ortes! Geöffnet für den Verkauf: täglich von 9 bis 20 Uhr.

Führungen montags bis samstags von 10 bis 12 Uhr, sonntags nach Vereinbarung.

„Kegeltouren“ der ganz anderen Art – die Puys der Auvergne

Die Ruhe scheint trügerisch. Man würde sich nicht wundern, wenn dumpfes Grummeln im

Untergrund eine baldige Eruption ankündigte… Wie vor 8500 Jahren, als die Vulkane der

Auvergne zum letzten Mal ihre Schlünde öffneten. Das ist erdgeschichtlich gesehen noch

nicht allzu lange her. Vielleicht auch deshalb herrscht hier jene intensive Atmosphäre

urzeitlicher Naturgewalt, der man sich kaum entziehen kann…

Achtzig Vulkankegel reihen sich zwischen dem Gour de Tazenat im Norden und dem Puy

de Montenard im Süden auf 60 Kilometern zu einem gewaltigen Bollwerk. Dessen

höchster Punkt, der 1465 Meter hohen Puy de Dôme, gewährt ein hinreißendes Panorama

über Kegel, Kuppeln und Maare zu seinen Füßen. Auch ohne das offizielle Label „Grand

Site de France“ wüsste man spontan: Hier erlebt die Natur eine Apotheose! Zu der Sie im

Übrigen ab Juni 2012 eine Panorama-Zahnradbahn bringt…

Volvic, Vulcania und der Puy de Dôme

Wer angesichts dieser majestätischen Landschaften nicht auf die Idee kommt, seine

Wanderschuhe zu schnüren, den wird „des Müller‟s Lust“ wohl nie packen. Man sollte sich

eine gute Woche Zeit gönnen, um etwa die Highlights auf der Ostseite der Kette zwischen

der Limagne-Spalte und dem emblematischen Gipfel des Puy de Dôme zu durchstreifen.

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Sich dabei in einem Universum zu bewegen, das von Wasser, Stein und weiten Wälder

geprägt ist. Über Grate, durch Schluchten, entlang von Maaren und Bächen… Man atmet

förmlich Gesundheit!

Wer das unbeschwert von allen Logistik-Problemen – und auf Wunsch sogar ohne

Rucksack – tun möchte, findet im Tourenveranstalter Chamina-Voyages den

kompetenten Ansprechpartner. Eine Woche lang logieren Sie an Ihren Etappenzielen in

Hotels der 2 oder 3-Sterne-Kategorie, zum Teil mit Schwimmbad. Nachdem Sie tagsüber

den gesamten natürlichen und kulturellen Reichtum der Region, vom Schloss bis zur

Steinmetzwerkstatt, von der Heilquelle bis zum Aufstieg auf den Puy de Dôme, von der

romanischen Kathedrale bis zum Park Vulcania haben Revue passieren lassen…

Die Wanderung mit mittlerem Schwierigkeitsgrad steht zwischen dem 1. April und dem

31. Oktober auf dem Programm. Dauer: 7 Tage. Strecken für GPS gibt es als Download.

Ablaufplan und Angebote nach Maß, Reservation online: www.chamina-voyages.com –

Code CV1G07B

Preise Erwachsene: ab 695 Euro (ohne Gepäcktransfer), 770 Euro (mit Gepäcktransfer)

Preise Kinder: ab 395 Euro

Als Option können zusätzliche Übernachtungen und Einzelzimmer gebucht werden

Pressekontakt für die Region Auvergne

Vanessa MICHY

Presseabteilung

Comité Régional de Développement Touristique d'Auvergne

Parc Technologique - Clermont-Ferrand La Pardieu

7 Allée Pierre de Fermat - CS 50502 - 63178 Aubière Cedex

Tel.: 0033 (0) 4 73 29 49 33 - Fax: 0033 (0) 4 73 34 11 11

Mail: vanessa.michy@crdt-auvergne.fr - Internet: www.auvergne-tourisme.info

Limousin

Im Land des weißen Goldes

Elefanten jetzt bitte nicht mitlesen! Denn selbst wenn heutzutage Porzellan, das „weiße

Gold“ wirtschaftlich nicht mehr ganz die Rolle spielt, wie in der Vergangenheit, ist es rund

um Limoges noch immer fast allgegenwärtig. Und noch immer genießt das „Porcelaine de

Limoges“ unter Kennern weltweit einen ebenso guten Ruf wie Porzellan-Produkte aus

Meißen oder Glas aus Venedig. Allen Liebhabern edlen Geschirrs sei das National-

Museum Adrien Dubouché wärmstens an Herz gelegt. Neben herausragenden Kreationen

aus allen Epochen bis hin zur zeitgenössischen Porzellan-Kunst werden dort auch die

unterschiedlichen Fabrikationstechniken anschaulich dargestellt. www.museeadrienbouche.fr

Aber was nützt das schönste Porzellan, wenn man nicht Entsprechendes auf die Teller

füllen kann! Gottlob muss man sich da im Limousin keine Sorgen machen. Rindfleisch der

Region (unter dem Label „Blason Prestige“) ist oft die erste Wahl in renommierten

Restaurants. Esskastanien in jeder Form bilden beinahe das Grundnahrungsmittel. Ein

Cidre (Apfelwein) gehört zu jedem Essen, das etwa aus Galétous (Crêpes aus

Roggenmehl), Fleisch- und Kartoffelpasteten und dem legendären Clafoutis

(Kirschkuchen) bestehen könnte. Nicht jedermanns Sache, aber ohne jede Einschränkung

köstlich: Petit Ventres (kleine Schafsmägen), Giraud (eine Art Blutwurst), Joues de

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Comédiens (Rinder-Backen) und viele andere originelle Spezialitäten. Die im Übrigen seit

Jahrzehnten am dritten Freitag im Oktober mit dem „Frairie des Petits Ventres“ (Fest der

kleinen Mägen) in Limoges ihr großes Fest feiern.

Wie man die Produkte des Limousin fachgerecht und stilvoll in köstliche Diners

verwandelt, erfährt der Wissbegierige und Kochfreudige bei einigen Küchenchefs und

deren Kursen. So etwa bei Pascal Robert in seinem Restaurant unter den mächtigen

Gewölben eines Klosters aus dem 13. Jahrhundert! www.parolesdechef.com. Ein Drei-

Gänge-Menü schlägt dort mit 19 Euro zu Buche.

Wer sich nach gediegenem Tafeln ansprechend betten möchte, sollte sich die Adressen

dieser charmanten Etablissements notieren. Es gibt etwas für jeden Geschmack und

jedes Portemonnaie.

Hotel – Restaurant La Chapelle Saint-Martin **** « Relais et Châteaux », ca. 10

Kilometer außerhalb von Limoges. Informationen: www.chapellesaintmartin.com,

Preise ab 80 Euro

Hotel « Nos-Rev », gemütliches Hotel im Zentrum von Limoges in der Nähe vom

Bahnhof. Information: www.hotelnos-rev.com, Preise ab 48 Euro

Gästezimmer „Gîtes de France“ 3 Ähren Le Clos Gigondas, im Grünen in einen

Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert, 5 Minuten von Limoges entfernt.

Informationen: www.closgigondas.com, Zimmer ab 50 Euro, Abendessen ab 18

Euro pro Person. Demnächst beim „Clos Gigondas“: reizvolle Unterkünfte im

Garten!

Pressereise: 16. Oktober – 20. Oktober 2012

Und wenn Ihr Urlaub im Limousin begänne…?

Egal ob Sie von Norden kommen oder von Osten, ob Sie in Richtung Spanien unterwegs

sind oder zur Atlantikküste… Sie queren stets das Limousin. Wie wäre es mit einer Rast

dort? Aber Achtung, womöglich möchten Sie gleich da bleiben! In dem Fall kommen Sie

doch einfach später wieder…

Wer von Paris kommend die A 20 nimmt – die netterweise zwischen Vierzon und Brive la

Gaillarde gebührenfrei ist – stößt auf die ersten Bergmassive seiner Route. Als reizvolles

Etappenziel böte sich das Tal der Creuse an. Dort werden Sie unverzüglich verstehen,

warum etwa in Crozant Malergenies wie Claude Monet seit dem 19. Jahrhundert ihre

Staffeleien in die Landschaft stellten. Oder Sie lassen sich von der Atmosphäre der

Hauptstadt Limoges und deren 2000 jähriger Geschichte einfangen. Fachwerkromantik,

Musée des Beaux-Arts und Porzellan-Manufakturen gehören dort zu den touristischen

Zutaten. Weiter südlich erliegen Sie mit Sicherheit dem Charme von Uzerche, der „Perle

des Limousin“ mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern. In Brive-la-Gaillarde schließlich

werden Sie sich an dieser reizvollen Mischung aus historischen Monumenten (ab dem 12.

Jahrhundert) und charmanten kleinen Stadtvierteln erfreuen.

Praktische Tipps:

Camping la Gartempe *** in Chateauponsac, Ausfahrt 23.1,

Informationen : www.holidayschateauponsac.com

Camping Le Montreal *** in Saint-Germain-Les-Belles, Ausfahrt 42.

Für die kulinarische Pause: Restaurant la Toupine, 27 Avenue Pasteur, 19100 Brive-la-

Gaillarde. Schön im Stadtzentrum gelegen, erwartet in einem modernen aber

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gemütlichen Rahmen eine gepflegte Küche den Gast. Schon seit fünf Jahren ist diese

dem Guide Michelin ein Bib Gourmand wert. Im Angebot etwa: Schnitzel aus

Gänsestopfleber auf einem Apfelbett, Frikassee aus Steinpilzen, Mousse au Chocolat und

karamellisierte Pekan-Nuss… Preise ab 13 Euro (Mittagsangebot, Tellergericht + Käse

oder Dessert).

Wer sich ein wenig Zeit gönnt, benutzt die Nationalstraße RN 145 und lernt so die

unverfälschten Landschaften der Creuse kennen. Einst gelangte der Maler Claude Monet

auf einem Ausflug mit Freunden dorthin. Monate später befand er sich dann immer noch

dort! Vielleicht hatten es ihm außer der urtümlichen Natur aber auch die lokalen

Spezialitäten angetan, die Fondues etwa, die Kartoffel-Pasteten oder „Le Creusois“, der

typische Nusskuchen.

Tipps:

Camping de Courtille *** in Guéret

Informationen: www.camping-courtille.com

Wer sich mit Reiseproviant, Souvenirs oder hochwertigem Kunstgewerbe eindecken

möchte, findet in der Boutique des Produits Régionaux an der Raststätte Monts de

Guéret Gelegenheit. Die Vereinigung regionaler Produzenten und Künstler bietet dort

zwischen 10 und 20 Uhr ihre qualitativ anspruchsvollen Erzeugnisse feil.

Pressekontakt für die Region Limousin

Warner Luet

Comité Régional du Tourisme du Limousin

30, Cours Gay Lussac C. S. - F-50095 Limoges Cedex 1

Tel.: +33 (0)5 55 11 05 85 Fax: +33 (0)5 55 05 07 56

Mail : wluet@crt-limousin.fr – www.urlaub-limousin.de

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Der französische Nordwesten

Loiretal der Schlösser und Pays de la Loire

„La Loire à Vélo“ – Der Stoff, aus dem Radlers Träume sind…

2012 – das Jahr des Rades an der Loire

Eine durchgängige Touren-Strecke von 800 Kilometern – offizielle Einweihung

im Juni 2012

Eines der größten und ambitioniertesten Projekte in Sachen „grüner“ Tourismus steht vor

dem Abschluss: die Rad-Route entlang Europas letztem „wilden“ Fluss, der Loire. 800

Kilometer Reise ohne Reue auf ausgeschilderten Strecken, ohne Treibhaus- und Abgas.

Das Gemeinschaftsprojekt der Regionen Loiretal der Schlösser und Pays de la Loire wird

im Juni vollständig seiner Bestimmung übergeben.

Schon seit November 2011 besteht eine Website, ebenso attraktiv wie interaktiv, mit der

man seine Radtour bis ins Detail planen kann. Unter www.loireavelo.fr findet der Freund

des Drahtesels, den man in Frankreich liebevoll „la petite Reine“ (die kleine Königin)

nennt, Kartenmaterial, Vorschläge für Abstecher, Übernachtungsmöglichkeiten,

Streckenbeschreibungen, Pauschalangebote oder Videos. Außerdem können die Internet-

User ihre Erfahrungen austauschen oder ihren „Urlaub nach Maß“ kreieren, indem sie ihre

Unterkünfte, ihr Besuchsprogramm und ihre Restaurants auswählen… Diese Website

existiert unter anderem auch in deutscher Sprache. Ergänzend wird eine Applikation für

Mobiltelefone zur Verfügung stehen.

„La Loire à Vélo“ in Zahlen

- 800 Kilometer ausgeschilderte und gesicherte Strecken

- Investitionen von 50 Millionen Euro während 10 Jahren

- Durchquerung zweier Regionen: Loiretal der Schlösser und Pays de la Loire

- 280 Kilometer von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesen

- 1 regionaler Naturpark (Loire-Anjou-Touraine)

- 365 professionelle Anbieter für alle Gelegenheiten (Sehenswürdigkeiten,

Fahrradverleiher, Fremdenverkehrsämter…).

Auf der Strecke wechseln sich verkehrsarme Straßen (37 Prozent), Wege (27 Prozent),

Straßen ohne Verkehr (24 Prozent), Pisten oder Radwege (12 Prozent) ab. Zwei Drittel

der Strecke verlaufen direkt am Loire-Ufer. Für die Pausen stehen 300 Rastplätze zur

Verfügung.

„La Loire à Vélo“ – Bestandteil der großen europäischen Rad-Fernrouten: Das

Teilstück „La Loire à Vélo“ bildet den westlichen Abschnitt der Route Eurovélo 6, die das

Schwarze Meer auf 3800 Kilometern Länge mit dem Atlantik verbindet.

„Accueil Vélo“ – Profis im Dienste des Radreisenden: Alle touristischen Akteure

dieser Organisation (Beherbergungsgewerbe, Fahrradverleih, Sehenswürdigkeiten,

Fremdenverkehrsämter) unterwerfen sich einer gestrengen Charta, in der die speziellen

Bedürfnisse des Rad-Touristen berücksichtigt sind. Etwa Rad-Parkplatz, Ersatzteile und

Radpflege, Verleih von Rädern, Gepäcktransfer, praktische Tipps…

Rundum-Sorglos-Pakete: Egal, ob ein Wochenende oder eine Woche, mit Freunden

oder als Familie… Wer sich bei seiner Tour nicht um Logistik kümmern möchte, der findet

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auf www.loireavelo.fr Angebote nach Maß, organisiert von verschiedenen touristischen

Akteuren.

FAQ

F: Muss ich mein eigenes Fahrrad mitbringen?

A: Nur dann, wenn ich auf meinen treuen Reisebegleiter nicht verzichten möchte.

Ansonsten finden sich entlang der Strecke 15 Radverleihe. Darunter sogar einige, bei

denen die Möglichkeit besteht, das geliehene Rad bei einem anderen Verleih zurück zu

geben. Damit entfällt der Rückweg.

F. Was tun mit dem Gepäck?

A: Wer unbeschwert radeln möchte, kann auf den Gepäck-Transfer zurückgreifen, der

von einigen Übernachtungs-Betrieben oder Rad-Verleihern der Organisation „Accueil

Vélo“ angeboten wird. Außerdem können Packtaschen und Fahrrad-Anhänger gemietet

werden.

F: Wie finde ich eine geeignete Übernachtungs-Möglichkeit?

A: Auch hier wieder der Verweis auf „Accueil Vélo“. Die Mitglieds-Betriebe liegen alle

nicht weiter als 5 Kilometer von der Strecke entfernt. Sie verfügen über gesicherte

Abstellmöglichkeiten für Räder sowie kleinere Ersatzteile. Zudem gibt es dort ein

kräftiges „Energie-Frühstück“.

F: Muss ich „Radprofi“ sein und ist die Strecke für Kinder geeignet?

A: Bis auf wenige Ausnahmen ist das Relief der Strecke flach. Man kann sich die

Streckenlängen beliebig einteilen. Überall bestehen Rastplätze. Das macht „La Loire à

Vélo“ zu einer Radstrecke für Jedermann! Kurz: für die ganze Familie. Abschnitte, die für

Familien besonders reizvoll sind, finden sich in einer entsprechenden Rubrik unter

www.loireavelo.fr

F: Wann ist die schönste Reisezeit?

A: Eigentlich immer! Würden eingefleischte Radler sagen… Für weniger Hartgesottene:

April bis Oktober, schon wegen der milden Temperaturen und des längeren Tageslichts.

Außerdem riskiert man nicht, dass der noch immer weitgehend ungezähmte Fluss, wie

manchmal im Winter und frühem Frühjahr, über die Ufer tritt, wodurch einzelne Passagen

nicht befahrbar sind.

F: Kann ich ein Rad in einer Stadt leihen und in einer anderen zurück geben?

A: Können Sie! Es wird Ihnen sogar auf Wunsch an den Bahnhof gebracht. Am Ende Ihrer

Tour geben Sie es dann bei einem anderen Verleihern zurück. Detaillierte Informationen

dazu finden sich unter der entsprechenden Rubrik auf www.loireavelo.fr und auf den

Websites der verschiedenen Verleiher.

F: Kann ich mein Rad mit der Bahn transportieren?

A: Mehr und mehr Züge bieten diese Möglichkeit. Kostenlos ist dieses in vielen TER

(regionale Schnellzüge, bis zu 6 Räder pro Waggon). In manchen TGV, Intercités und

Interloire gibt es auf Reservation Platz für Räder. Auch hier wieder der Hinweis auf die

Rubrik „Praktische Informationen“ der Website www.loireavelo.fr

Alle Informationen unter www.loireavelo.fr und www.eurovelo6.org

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Im Tal des Über-Flusses…

Mittelalterliche Festungen, königliche Schlösser, Renaissance-Villen,

romantische Landsitze, majestätische Kathedralen... harmonisch eingebettet in

eine paradiesische Natur. Angereichert mit kulturellen Ereignissen von

internationalem Niveau. Wie nirgendwo anders reiht sich im Loire-Tal

Erstaunliches. Nur einiges von dem, was Sie sich hier nicht entgehen lassen

sollten:

20. Internationales Gartenfestival – 25. April bis 21. Oktober 2012.

Seit nunmehr zwei Jahrzehnten präsentiert das Festival einen Überblick über die

aktuellen Tendenzen in Sachen Garten- und Parkgestaltung in aller Welt. Bei den

vergangenen 19 Ausgaben in Chaumont-sur-Loire entstanden bisher nahezu 500 Garten-

Anlagen, die sich stets einem bestimmten Thema widmeten. Das Jahr 2012 steht unter

dem Motto „Gärten des Genusses – Gärten des Wahns“. Auch hier kann man wieder

davon ausgehen, dass reichlich neue Trends gesetzt werden. Denn wie immer bildet das

Festival eine Kreativ-Vitrine, in der junge und gestandene Talente dem geneigten

Publikum neueste Gewächse, Materialien und Ideen präsentieren.

Inzwischen gilt das Festival als einer der wichtigsten Ereignisse der Szene überhaupt. Ein

Mekka für kreative Newcomer unter den Gartenarchitekten, Landschaftsgestaltern und

Gärtnern. Willkommene Gelegenheit, sich einen Namen zu machen…

www.domaine-chaumont.fr

Chambord – ein Lichtertraum – im Juli und August nach Einbruch der Nacht.

Die Nordfassade des Schlosses und die Dächer dienen als „Leinwand“ für die Projektion

von Bildern, die den „Genius loci“ des Gebäudes zum Vorschein bringen, und mit denen

jene Zeit wieder aufersteht, als das Jagdschloss, Kleinod der ersten französischen

Renaissance, Schauplatz rauschender Feste war.

Aber auch tagsüber weiß der Bau mit seiner weißen Silhouette zu faszinieren. Nicht nur

wegen der Doppeltreppe, auf der sich diejenigen, die nach oben steigen und diejenigen,

die sich abwärts bewegen, nicht begegnen. Der prachtvoll gestaltete Park des Schlosses

wirkt allein schon durch seine schiere Dimension: Mit 5540 Hektar Fläche ist er so groß

wie die Innenstadt von Paris. www.chambord.org

Internationales Musikfestival von Sully-sur-Loire und Loiret – 25. Mai bis 10. Juni

2012.

Die Aufführungsorte sind so vielgestaltig wie das Programm, das von Musik aus

Renaissance, Romantik und Klassik bis zu Jazz und zeitgenössischen Klängen reicht. Den

angemessenen Rahmen bilden Schlösser, Kirchen und Abteien überall im Departement.

Mit seinen hohen Türmen, breiten Wassergräben und Tonnengewölben dominiert das

Schloss von Sully das Loire-Ufer. Mittelalterliche Architektur in Vollendung! Einst

Wohnsitz von Maximilien de Béthune, bekannter unter dem Namen Duc de Sully, Minister

von Heinrich IV. Der Besucher lässt sich von der Geschichte seiner Familie beeindrucken,

in deren Besitz sich das Schloss vier Jahrhunderte lang befand. www.festival-sully.com

Hôtel Burgevin*** - Stilvoll gebettet zu Füßen des Schlosses von Sully-sur-Loire

Nur einen Steinwurf vom mittelalterlichen Schloss entfernt, erwachte dieser historische

Bau, eine ehemalige Poststation, zu neuem Leben. Stilvoll fügt sich das Hotel mit seinen

16 Zimmern in die elegante Umgebung ein. Der Preis für die Übernachtung in gediegengemütlicher

Atmosphäre liegt zwischen 95 und 145 Euro. www.hotelburgevin.com

Abtei von Fontevraud

Dieses beeindruckende Monument aus dem 12. Jahrhundert trägt die Spuren eines

Königreiches im Niedergang und die Inschriften von Gefangenen. Denn Abbaye de

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Fontevraud fungierte lange Zeit als Strafanstalt, bevor sie in neuerer Zeit zum Kultur-

Zentrum mutierte. Mehr als 200 000 Besucher finden sich hier alljährlich ein, vor allem

auch, um die Grabstätten von Eleonore von Aquitanien und Richard Löwenherz zu

besichtigen.

Begegnen Sie herausragenden Persönlichkeiten! In seiner neun Jahrhunderte dauernden

Geschichte haben viele Tausend Menschen die Gebäude der Abtei und späteren

Strafanstalt bewohnt. Die meisten davon sind in Vergessenheit geraten. Einige

Persönlichkeiten jedoch stehen mit ihren Namen für die wechselvolle Historie: Robert

d‟Abrissel, Aliénor d‟Aquitaine oder Jean Genet. Ihnen zu Ehren wurde ein musealer

Rundgang gestaltet.

Jeweils im Sommer – verschiedene Ausstellungs-Programme, sommerliche Animationen…

Tel.: + 33 (0)2 41 51 73 52 www.abbayedefontevraud.com

UNESCO würdigt die Reitschule „Cadre Noir de Saumur“ als Weltkulturerbe

Reiterliche Tradition reimt sich in Frankreich unabdingbar mit dem „Cadre Noir“. Im

November 2011 zollte dem die UNESCO mit dem Titel „nichtmaterielles Kulturerbe der

Menschheit“ ihren Tribut.

Die Gründung des „Cadre Noir“ in Saumur erfolgt unter der Herrschaft von Louis XV. Die

Institution, die inzwischen den Rang einer „Nationalen Reitschule“ einnimmt, genießt in

der gesamten reiterlichen Welt einen Ruf wie Donnerhall – wovon nicht zuletzt die

zahlreichen internationalen Galas zeugen. Stallungen, Reitplatz und Europas größte

Manege sind zu besichtigen.

Höhepunkte der Saison: öffentliche Vorführungen von April bis Oktober; „Printemps

des Ecuyers“ im Mai; Sommerspiele, im Juli; Musikfestival, im Oktober.

Tel.: + 33 (0)2 41 53 50 50 http://www.cadrenoir.fr

Les Accroches-Coeurs – farbenfrohes Straßenfestival in Angers – 2. Wochenende

im September

Für Fans ausgelassenen Treibens in märchenhafter Atmosphäre bestimmt eine Reise

wert. Auf dem Programm: Illuminationen, Diner mit Kabarett unter freiem Himmel,

Fanfarenzüge und Konzerte.

www.angers.fr

Fein-Schmecken und fein Trinken entlang der Loire

Wo sich Könige und Kardinäle, echte Adelige und solche, die das Geld adelte, in großer

Zahl niederließen, darf man getrost exquisite Küche erwarten. Und da die Region, die den

Beinamen „Garten Frankreichs“ nicht zur Unrecht führt, auch noch Ingredienzien bester

Qualität beisteuert – nicht zuletzt ihre Weine – kann man davon ausgehen, dass fürs

leibliche Wohl bestens gesorgt ist.

UNESCO würdigt Frankreichs Küche

Nun ist es endlich amtlich: Frankreich ist das Gourmet-Paradies schlechthin! Seit 2010

findet sich die französische Küche im Verzeichnis des Weltkulturerbes der Menschheit.

Was nicht zuletzt dem engagierten Eintreten des „Europäischen Instituts für Geschichte

und Kultur der Ernährung“ in Tours zu verdanken ist, das dieses Projekt im Jahr 2003 auf

den Weg brachte. Dabei haben sich die Forscher des Institutes womöglich vom direkten

Umfeld inspirieren lassen. Kennt man doch in der Region Loiretal der Schlösser

mindestens hundert klassifizierte kulinarische Spezialitäten, wie Essig und Senf aus

Orléans, Rillettes aus Tour, Pâté de Chartres (Enten-Trüffel-Leberpastete), Citrouillat

Berrichon (Kürbiseintopf), Alse aus der Loire oder die famose Apfeltarte der Schwestern

Tatin…

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Wer Lebensart und Lebensfreude von historischen Städten wie Tours, Amboise oder

Orléans authentisch erleben möchte, sollte deren Märkte besuchen. Hier wählt man mit

Bedacht und Weile, was am Wochenende auf den Tisch kommt. Diskutiert dabei über

alles Mögliche mit oder ohne Bedeutung und genießt das Spiel vom Sehen-und-Gesehen-

Werden. Neben Ihren anthropologischen Studien finden Sie dort zugleich einen trefflichen

Überblick alles, was Sie für ein ausgedehntes Picknick am Fluss, als Souvenir oder als

Geschenk für Freunde benötigen.

Markt-Kalender

Orléans:

Tours:

Amboise:

Les Halles-Châtelet

Markthalle mit 35 Ständen. Geöffnet Dienstag bis Samstag, 7.30 bis 19 Uhr,

Sonntag von 7.30 bis 12.30 Uhr

Marché Quai du Roi

Am Samstagmorgen (ausschließlich Lebensmittel)

Brocante Alexandre Martin

Flohmarkt zwischen der Esplanade du Souvenir Français und dem Carré Saint-

Vincent, am Samstagmorgen

Blumenmarkt

Dienstags, donnerstags und samstags ganztägig, sonntags nur am Vormittag, auf

der Place de la République

Markt für Bücher und alte Papiere

Place de la République, freitags; Capo Santo an jedem 3. Sonntag des Monats

(außer Juni-August)

Markt der regionalen Produzenten

Place de la République, jeweils am 3. Mittwoch des Monats von 15.30 bis 19.30

Uhr. Animationen und Kostproben regionaler Produkte

Feinschmecker-Markt

Jeden 1. Freitag im Monat, Place de la Résistance, von 16 bis 21 Uhr

Blumenmarkt

Jeweils mittwochs und samstags, Boulevard Bérenger, von 8 bis 19 Uhr

Les Halles de Tours

Markthallen geöffnet Montag bis Samstag von 7.30 bis 19.30 Uhr, an Sonn- und

Feiertagen von 8 bis 13 Uhr

Wochenmarkt

Marktplatz zwischen Le Mail und der Loire. Freitags von 8 bis 13 Uhr und sonntags

von 8 bis 14 Uhr

Markt unterm Sternenhimmel

Gastronomie und Kunsthandwerk. Im Sommer sechsmal dienstags von 18 Uhr bis

Mitternacht. Abwechselnd auf der Place Michel Debré und der Place Saint-Denis

Das hohe Lied der Heiterkeit – die „Guinguette von Tours-sur-Loire

„Ausflugsschänke“ trifft es… irgendwie nur ungefähr. Das bunte Treiben einer

„Guinguette“ ist so untrennbar mit französischer Folklore verbunden, dass es dafür wohl

keine adäquate deutsche Übersetzung gibt. Wie dem auch sei, von April bis Ende

September nimmt die Guinguette von Tours-sur-Loire Besitz von den Quais am Loire-

Ufer. Tische, Stühle, Bar, Restaurant, Tanzfläche… Im Angebot unter anderem:

Tanzkurse in Latino oder Valse Musette, Konzerte, Freiluft-Kino. Ein Ort zum Schmökern,

Schwätzen, Nichtstun und das süße Leben an der Loire genießen…

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Wenn die Winzer feiern: „Vitiloire“ – 2. und 3. Juni 2012 im Stadtzentrum von Tours

Mehr als 100 Winzer geben sich bei der zehnten Ausgabe der „Vitiloire“ die Ehre. Unter

den weißen Zeltdächern ihrer Stände im historischen Stadtzentrum von Tours steht alles

zur Kostprobe bereit, was in den 68 verschiedenen AOC-Weinlagen der Loire-Region

Rang und Namen hat: Vouvray, Chinon, Saumur Champigny, Coteau du Loir, Jasnière,

Sancerre… Allein die Namen gehen schon „runter wie Öl!“ Das Vergnügen steigert sich

noch, wenn man mit den Erzeugern die Vorzüge ihrer guten Tropfen und deren

Herstellung diskutiert. Und weil logischerweise zum guten Wein ein gutes Essen gehört,

versammeln sich die besten Küchenchefs der Region zum öffentlichen Show-Kochen!

www.blogvitiloire.com

Wein-Tour mit Winzer – Jean-Max Manceau präsentiert den AOC Chinon

Abwechslungsreicher könnte man sich eine touristische Wein-Tour kaum vorstellen. Jean-

Max Manceau von der Domaine de Noiré – AOC Chinon hat ein Programm

zusammengestellt, das keine Langeweile aufkommen lässt. Zuerst geht es per Kutsche,

mit dem Winzer an den Zügeln, durch die Weinberge. Es folgt eine Ausfahrt mit einem

der traditionellen Loire-Boote. Anschließend begutachtet man in aller Ruhe und nach

allen Regeln der Kunst die Weinkeller der Domäne und deren Erzeugnisse. Ein Programm,

das nicht nur eingefleischten Bacchus-Jüngern Freude machen dürfte!

www.domainedenoire.com

Ich gehe mit Dir bis ans Ende der Welt…

„Bout du Monde“ (Ende der Welt) heißt dieses reizende Anwesen auf der gleichnamigen

Halbinsel in Berthenay unweit von Tours. Unter Schatten spendender Pergola im Sommer

oder vor einem knisternden Kaminfeuer im Winter genießt man all die Köstlichkeiten, die

unter den kundigen Händen des Küchenchefs entstehen. Verwendet werden mit Vorliebe

regionale Ingredienzien. So kommen in dem ehemaligen Presbyterium etwa eine

marmorierte Gänseleber mit gestoßenen Birnen, weißer Spargel in würzigem Saft oder

ein Lamm-Karree mit Thymian auf den Tisch. Angesichts der Weinkarte dürften Kenner

mit der Zunge schnalzen. Da findet sich Etliches, nach dem man sonst erst lange suchen

muss!

www.restaurantleboutdumonde.com

Im Westen des Loire-Tals bestimmen die Produkte des Anjou den kulinarischen Kosmos.

Der zeichnet sich durch eine Produktvielfalt aus, wie man sie kaum irgendwo anders

findet. Als da wären: Champignons, Gemüse, Äpfel, Birnen und Beeren, Rindfleisch der

Sorte „Rouge des Prés“, Täubchen von Maulévier und anderes Geflügel, Fische aus der

Loire… All dieses erwirbt der Freund gediegenen Essens frisch und farbenfroh auf den

Märkten der Region. Dort findet sich womöglich auch ein Rillaud (gesottene

Schweinsbrust), eine Pastete mit Pflaumen oder der unumgängliche Crémet d‟Anjou

(Schlagsahne mit Eischnee und Gewürzen). Diese und andere Rezepturen sind tief in der

bäuerlichen Tradition der Region verwurzelt. Selbst wenn es nicht das typische Gericht

des Anjou gibt, besitzt die lokale Gastronomie höchstes Renommee. Und weil das Meer

nicht allzu weit entfernt liegt, können Sie sich auch davon überzeugen, wie gut ein Fisch

zu einem trockenen Muscadet passt!

Einige gute Adressen im Pays de la Loire

„Le Favre d’Anne“ in Angers

Ein großes Bürgerhaus aus dem 19. Jahrhundert am Maine-Ufer gegenüber dem Schloss

von Angers bildet den Rahmen, in dem Mathilde und Pascal Favre d‟Anne ihre Gäste

empfangen. Die Teller aus dem lokalen Schiefergestein finden ihren Platz auf

Tischtüchern aus Knitter-Leinen. Das Restaurant bietet eine innovative Küche mit einer

perfekten Harmonie der Nuancen. Unter den 250 Etiketten des Weinkellers dürfte wohl

jeder den Tropfen seines Vertrauens finden.

Le Favre d‟Anne – 0033 (0)2 41 36 12 12 - http://www.lefavredanne.fr

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Hôtel-Restaurant Anne de Bretagne in Pornic – Tafelfreuden mit Meerblick!

Traumlage auf einer Düne, Zimmer in puristischem Design mit zeitgenössischen

Gemälden. Schon das Hotel ist ein Schmuckstück! Die Begeisterung findet im Restaurant

ihre Fortsetzung. Übrigens auch bei den Testern des Guide-Michelin, die dem

Etablissement einen Stern verliehen. Küchenchef Philippe Vételé hat es sich auf die

Fahnen geschrieben, bei seinen kreativen leichten Rezepturen nur allerbeste Zutaten zu

verwenden – mit Vorliebe das, was die örtlichen Fischer fangfrisch anlanden. Gattin

Michèle, Sommelière von höchsten Graden, findet in ihrem Keller unter den 20 000

Flaschen mit Sicherheit die passende zu den Kreationen aus der Küche.

www.annedebretagne.com

Port de la Gravette 44770 La Plaine/Mer - France - Tel : 0033(0) 240 215 472

Reben, Wein und Wandern – Wer rastet, der kostet!

Rendezvous am 1. und 2. September 2012. Angesagt sind unter dem Titel „Vignes, Vins

& Randos“ 13 verschiedene Wanderungen durch die Weinberge an der Loire. Klar, dass

es dabei nicht nur um den Reiz der Landschaften geht, von denen ein guter Teil in den

Verzeichnissen der UNESCO steht. Winzer und Landwirte erwarten die Teilnehmer zu

ebenso köstlichen wie zünftigen Pausen. Gereicht wird alles, was Rebstöcke, Weiden und

Äcker der Region so hergeben. Und das mit allerbester Laune!

Tel: + 33 (0)2 47 60 55 00 - www.vignesvinsrando.fr

Höhepunkte der Veranstaltungs-Saison 2012

Das Loire-Tal feiert seine großen Persönlichkeiten

Jeanne d’Arc 2012 – Orléans begeht den 600. Geburtstag der „eisernen“

Jungfrau

Verschiedene Veranstaltungen im Laufe des Jahres

Zu Ehren der berühmtesten Tochter der Stadt scheut Orléans weder Kosten noch Mühen,

um die in ganz Frankreich geplanten Feierlichkeiten noch zu überbieten. Anders als sonst

findet nun der traditionelle Gedenktag mit seinem Umzug statt des 8. am 13. Mai statt.

Einzelheiten dazu und zu den übrigen Veranstaltungen in Sachen Jeanne d‟Arc:

Rathaus Orléans- Mme Millet, Tel.: + 33 (0)2 38 79 22 22

Jeanne d’Arc – Zwischen Verehrung und Propaganda

Ausstellung unter dem Titel „Jeanne d‟Arc s‟affiche“ vom 1. Juni bis zum 30. Oktober in

der Festungsanlage von Chinon. Der Zugang zur Ausstellung ist im Eintrittspreis

inbegriffen.

Anlässlich ihres 600. Geburtstages widmet sich diese Ausstellung an Hand von Archiv-

Dokumenten (Gravuren, Traktate, Plakate…) der Rolle von Jeanne d‟Arc, die die vielleicht

populärste Heldin Frankreichs im Laufe der Geschichte spielte. Vom 15. Jahrhundert bis

in die erste Hälfte des 20. Jahrhundert reklamierten sie die verschiedensten

Organisationen und Bewegungen als Gallionsfigur. Darunter Feministinnen, Soldaten und

amerikanische Krankenschwestern im Ersten Weltkrieg, englische Suffragetten oder das

Regime von Vichy. Stets stellten sie diese Facetten der Persönlichkeit von Jeanne d‟Arc in

den Dienst der eigenen Propaganda.

www.forteressechinon.fr

Die Reise nach Nantes 2012

Noch immer scheint der Geist von Jules Verne seine Heimatstadt zu durchdringen.

Scheinen seine Abenteuerlust und seine überbordende Fantasie die Bürger der Metropole

an der Loire-Mündung zu neuen kreativen Großtaten zu inspirieren. Bestes Beispiel dafür

dürfte der Parcours „l‟Art renverse Nantes“ (die Kunst verblüfft Nantes) sein, der am 15.

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Juni eröffnet wird. Ganz Nantes inklusive Hotels und Restaurants feiert dieses Ereignis,

mit Kunst-Installationen, Flaggen, ephemerem städtischen Mobiliar… Ein ausgefallenabgedrehtes

Ambiente voller Poesie vereint Bewohner und Besucher.

Die wichtigsten Veranstaltungen in Nantes 2012

- Musikfestival „La Folle Journée“ mit dem Thema „Die Russen von 1870 bis heute“:

vom 1. bis 5. Februar

- Eröffnung des Mahnmals zum Ende der Sklaverei: März 2012

- Eröffnung der Galerie der Maschinen, neue Besuchs-Formel: 12. Februar

- Le Voyage à Nantes (siehe oben): vom 15. Juni bis 2. September

- Eröffnung des „Meereswelten-Karussells“ der Machines de l‟Île: 14. Juli

560. Geburtstag von Leonardo da Vinci

Château du Clos Lucé Parc Leonardo da Vinci – der letzte Wohnsitz von

Leonardo da Vinci

König François empfing einst Leonardo da Vinci auf dem Château du Clos Lucé mit den

Worten: „Du hast hier alle Freiheiten, zu träumen, zu denken und zu arbeiten!“ Genau in

diesem Geiste sind alle Verehrer des großen Meisters anlässlich seines 560. Geburtstags

aufgerufen, diesem mit ihren Botschaften, Zeichnungen, Fotos, Videos, Erfindungen oder

jeder anderen Art von Expression ihre Reverenz zu erweisen. Von Mitternacht bis

Mitternacht – unter Berücksichtigung der verschiedenen Zeitzonen – können weltweit die

Adepten da Vincis auf der Facebook- und der Twitter-Seite des Château du Clos Lucé ihre

Geburtstagsglückwünsche hinterlassen.

Leonardo da Vinci (genauer: Leonardo di ser Piero da Vinci) wurde am 14. April 1452 in

Italien geboren und starb am 2. Mai 1519 in Amboise. Das Château du Clos Lucé, sein

letzter Wohnsitz, sieht sich als Ort der Synthese von Kunst und Visionen des genialen

Toskaners. Der sich in unterschiedlichsten Domänen als ziviler und militärischer

Ingenieur, als Botaniker, Architekt oder Musiker hervortat. Dem Besucher werden diese

Facetten seines Schaffens anschaulich vor Augen geführt. Leonardo verbrachte seine

letzten drei Lebensjahre auf dem Schloss. Er widmete diese der Vollendung seiner

Erfindungen und Vorstudien zu großen Projekten des Königs.

www.vinci-closluce.com

Ihr Pressekontakt für die Region Loiretal der Schlösser:

Sebastian MUTSCHLER

Fremdenverkehrsamt Loiretal der Schlösser

Presseassistent

Comité Régional du Tourisme - Centre

37, Avenue de Paris - 45 000 Orléans – Frankreich

Tel.: +33 (0) 2 38 79 95 08

Mail: s.mutschler@visaloire.com - www.visaloire.com

Ihr Pressekontakt für die Region Pays de la Loire:

Virginie PRIOU - Fremdenverkehrsamt Pays de la Loire

Pressesprecherin

Tel. : +33 (0) 240 89 89 87

Mail: v.priou@spr-paysdelaloire.fr - www.enpaysdelaloire.com

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Bretagne

Tausende Schiffe aus aller Welt erobern die Häfen von Brest und

Douarnenez

15.000 Seefahrer feiern das internationale Hafenfest von Brest 2012

15.000 Seefahrer und 2.000 Artisten aus aller Welt feiern vom 13. bis 19. Juli 2012 den

20. Geburtstag des Internationalen Hafenfestes von Brest. In den letzten Jahren schlicht

Brest 2004 oder Brest 2008 genannt, lässt es die Bretagne in diesem Jahr mit dem

lautmalerischen Titel „les tonneres de Brest 2012“- „Die Donner von Brest 2012“ richtig

krachen.

Vom russischen Eisbrecher bis zum stattlichen Ozeandampfer präsentieren sich mehr als

2.000 Schiffe in der Reede von Brest. Alle vier Jahre strömen mehr als eine halbe Million

Besucher in die größte Hafenstadt der Bretagne. 1992 von Seemännern für Seemänner

ins Leben gerufen, ist das Internationale Hafenfest von Brest heute eines der wichtigsten

maritimen Festivals Europas.

Nächtliche Paraden, mutige Akrobaten, bunte Regatten, viele Konzerte und zwei

beeindruckende Feuerwerke über dem Meer setzen die Boote bei Tag und Nacht in

Szene. Auch das größte Segelschiff der Welt wird im Hafen von Brest ankern: 1921 in

Deutschland als Magdalene Vinnen konstruiert, ging das 117 Meter lange Schiff nach dem

zweiten Weltkrieg als Reparation an die Sowjetunion und wurde in Sedov umbenannt.

Einst Schulungsschiff und Getreidefrachter in Australien, ist das Schiff heute eine der

Hauptattraktionen in Brest.

Besondere Aufmerksamkeit gebührt in diesem Jahr den Ehrengästen Indonesien,

Marokko, Mexiko, Norwegen und Russland. Sie repräsentieren die fünf Kontinente und

die Vielfalt der maritimen Kultur. Bereits im November sind die ersten Trimarane aus

Übersee in Brest eingetroffen.

In fünf verschiedenen Themenbereichen lernen Groß und Klein spielend, wie eigentlich

Schiffe gebaut werden und wie der Klimawandel die Ozeane verändert. Heiß und kalt

stehen sich in den Pavillons der französischen Antillen und der Polarregionen gegenüber.

Die Bretagne präsentiert ihre Seefahrerkultur in einem eigenen Bereich.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ab Juni 2012 fährt eine neue

Straßenbahnlinie direkt zum Hafen von Brest. Zudem entstehen eine weitläufige

Fußgängerzone sowie ein neuer Hafen am Schloss. Mehr als 5.000 freiwillige Helfer

haben sich bereits für das Festival angemeldet.

Tageskarten kosten zwölf bis 15 Euro und sind unter www.lestonnerresdebrest2012.fr

sowie über die Tourist-Information von Brest erhältlich.

Große Schiffsparade von Brest nach Douarnenez

1.200 Schiffe machen sich am 19. Juli von Brest auf nach Douarnenez in den Hafen von

Rosmeur. Denn dort geht das große Hafenfest im Rahmen der Temps Fête von

Douarnenez bis 22. Juli weiter. Die große Schiffparade ist das Highlight beider Festivals.

Mehr als 1.200 Schiffe und 400 Artisten treffen sich alle zwei Jahre im Hafen von

Douarnenez, um die maritime Kultur und die Bretagne zu feiern.

Weitere Informationen und Bilder rund um die Bretagne finden sich im Pressebereich:

www.bretagne-reisen.de, www.lestonnerresdebrest2012.fr und www.tempsfete.com.

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Familien-Urlaub in der Bretagne

Neue Internetseite rund um Familienurlaub erscheint im Februar auf Englisch

Neue Angebote für Familienurlaub mit Kindern jedes Alters stehen ab Februar auf der

neuen englischen Internetseite www.familyfun-brittanytourism.com zur Verfügung. Die

familienfreundlichen Hotels, Ferienparks, Events und Ausflugsziele werden sorgsam nach

verschiedenen Kriterien ausgewählt. Die bretonische Halbinsel bietet mit ihren weiten

Küsten viel Raum für Entdeckungen.

Vier Kriterienkataloge definieren die strengen Anforderungen, die alle familienfreundlichen

Unterkünfte, Restaurants, Freizeiteinrichtungen und Events auf der neuen

Internetseite erfüllen müssen. Eine komplette Babyausstattung, Kinderstühle, Spielzeug

für alle Altersgruppen und Familienpreise sind einige der Voraussetzungen für die

Familien-Urlaubsangebote unter www.familyfun-brittanytourism.com.

Beim Strandfischen nach kleinen Schnecken und Muscheln können Kinder und Eltern –

mit Eimer und Fangnetz ausgestattet – die Unterwasserwelt entdecken, die sich bei Ebbe

entlang der bretonischen Küsten offenbart. Sandskulpturen-Wettbewerbe bringen die

Strandbesucher in einigen Badeorten der Bretagne jedes Jahr zum Staunen. Und wer

schon immer wissen wollte, wie riesig Obelix„ Hinkelsteine tatsächlich sind, ist in Carnac

goldrichtig.

Alle Angebote sind nach vier verschiedenen Altersgruppen unterteilt. So kann sich jede

Familie für die bis Dreijährigen, die Drei- bis Sechsjährigen, die Sechs- bis Neunjährigen

und die Neun- bis Zwölfjährigen den passenden Urlaub zusammenstellen. Wer schon

weiß, dass eine bretonische Crêperie und ein Märchenschloss auf dem Programm stehen

sollen, wird auch in der passenden Rubrik schnell fündig.

Individuelle Pressereise für Familienurlaub in der Bretagne

Pressereisen rund um Familienurlaub in der Bretagne können von April bis Juni und von

September bis November durchgeführt werden. Um die Halbinsel hautnah als

Familienregion kennenzulernen, sind auch Pressereisen als Familie gern möglich.

Umweltfreundlich Reisen - die neue Internetseite der Bretagne

rund um nachhaltigen Tourismus

Umwelt-bretagne-reisen.de heißt die neue Internetseite, die sich intensiv mit

nachhaltigem Tourismus in der Bretagne beschäftigt. Ab März 2012 finden Bretagne-

Urlauber hier zahlreiche umweltfreundliche Hotels, Pensionen, Restaurants und

Freizeiteinrichtungen sowie Ausflüge in die Natur.

Mit großer Transparenz nimmt sich der Tourismusverband der Bretagne des Themas des

nachhaltigen Tourismus an: Auf der neuen Internetseite können Besucher den steten

Fortschritt der Bretagne nachvollziehen und sich über alle Initiativen, Zertifizierungen

und Neuigkeiten informieren. Interessierte Urlauber können die Naturschutzgebiete der

Bretagne entdecken und anhand vieler Ausflugs- und Restauranttipps sowie mehr als 100

ausgezeichneten Unterkünften ihren umweltfreundlichen Urlaub in der Bretagne planen.

Mit dem europäischen Öko-Label ausgezeichnet sind die beiden luxuriösen Wellness-

Hotels Castel Clara auf der Insel Belle-Ile vor der Südküste der Bretagne sowie das La

Grée des Landes in La Gacilly, dem Heimatort von Yves Rocher. Zwei weitere Hotels, zwei

Campingplätze sowie zwei Pensionen können sich ebenfalls mit der grün-blauen Blume

schmücken.

Im Rahmen des „Clubs für nachhaltigen Tourismus“ setzen sich der Tourismusverband

der Bretagne und seine Partner für die Schönheit und Vielfalt der bretonischen Natur ein.

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Alle Mitglieder müssen strenge Kriterien erfüllen, die die wirtschaftliche, gesellschaftliche

und ökologische Verträglichkeit des Beherbergungsbetriebs, des Restaurants oder der

Freizeiteinrichtung nachweisen. Die stete Einhaltung und Weiterentwicklung wird

regelmäßig von externen Experten objektiv geprüft.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Pressebereich unter www.bretagnereisen.de

sowie ab März 2012 unter www.umwelt-bretagne-reisen.de.

Bretonen zeigen Ihnen ihre Bretagne

Das mystische Kobold-Gebirge der Monts d‟Arrée im Morgengrauen entdecken. Oder an

Bord eines alten Segelboots zu den Sieben Inseln vor der Rosa Granitküste gleiten. Die

Bretagne, wie Sie die Bretonen kennen und lieben, können Besucher bei diesen und

weiteren echt bretonischen Momenten hautnah erleben.

Mehr als 20 echt bretonische Erlebnisse sind zurzeit vom Tourismusverband der Bretagne

als solche zertifiziert. Unter www.bretagne-reisen.de sind alle für deutsche Besucher

spannenden Angebote buchbar. Alle bretonischen Erlebnisse spielen in einem

einzigartigen Ambiente und greifen typisch bretonische Begebenheiten auf. Besucher

erleben einzigartige Urlaubsmomente und Bretagne pur.

Freundliche Kobolde auf 3840 Dezimetern Höhe

Im mythischen Gebirge der Monts d‟Arrée erleben Gäste die echte Bretagne. Der

vierzigjährige Naturführer Youenn ist in den Bergen aufgewachsen und kennt die Region

wie seine Westentasche. Nicht ohne Stolz zeigt er seinen Gästen bei seinen Wanderungen

die Gipfel der sonst so flachen Halbinsel. Denn der Tuchenn Gador und der Roc Trévezel

sind immerhin „…mehr als 3840 Dezimeter hoch.“

Zu Beginn der morgendlichen Wanderungen hüllt sich die Landschaft noch in tiefen

Nebel. Nur schemenhaft sind die trockene Heidelandschaft und die Umrisse der Berge zu

erkennen. Mit Begeisterung erzählt Youenn von freundlichen Kobolden, die ihm als Kind

eine goldene Ähre geschenkt haben. Kleine Nebeltröpfchen setzen sich in die Haare der

morgendlichen Besucher.

Wenn sich der Nebel langsam lichtet, taucht die Sonne die Berge in ein warmes Licht.

Erstmalig entfaltet sich die ganze Pracht der Monts d‟Arrée vor ihren Besuchern. Ankou,

der unsympathische Gehilfe des Todes, ist längst verschwunden. Nur im Schutze der

Dunkelheit hält er von hier oben Ausschau nach seinen nächsten Seelen. Doch statt des

schmächtigen Skeletts, das den Bretonen noch heute unheimlich ist, funkelt in der Ferne

die Bucht von Morlaix freundlich in der Morgensonne.

Individuelle und Gruppen-Pressereisen:

Stand-Up-Paddling an der Rosa Granitküste, Kurs auf die Sieben Inseln an Bord eines

alten Segelbootes, ein Tag auf einem Fischerboot,… gern bauen wir unsere bretonischen

Erlebnisse in Ihre individuelle Pressereise sowie in unsere Gruppenpressereisen ein.

Individuelle Pressereisen sind von April bis Juni und von September bis November

möglich.

Gruppenpressereisen mit echt bretonischen Erlebnissen:

Inselhopping – Von Insel zu Insel rund um die Küste der Bretagne: 21. bis 24. Juni 2012

Abenteuer-Urlaub – Ferien mit Kick in der Bretagne: 13. bis 16. September 2012

Weitere Informationen zu unseren Pressereisen finden Sie in unserem Pressebereich

unter www.bretagne-reisen.de sowie in der aktuellen Pressemappe der Bretagne.

Pressekontakt für die Bretagne

Christine Lange

Repräsentantin des Tourismusverbands der Bretagne in Deutschland

c/o Atout France - Französische Zentrale für Tourismus

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Zeppelinallee 37 - D-60325 Frankfurt am Main

Tel. 069-97 58 01 29

Mail: christine.lange@franceguide.com - www.bretagne-reisen.de

Normandie

Neue Anfahrt zum Mont-Saint-Michel ab dem 28. April 2012

Mit 2,5 Millionen Besuchern im Jahr gehört der Mont-Saint-Michel zu den meistbesuchten

Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Der 1869 angelegte Straßendamm, der aktuell noch

den sogenannten Glaubensberg mit dem Festland verbindet, trägt zur Verlandung der

Bucht bei. Deshalb wurde ein ambitioniertes Renaturierungsprojekt ins Leben gerufen, im

Zuge dessen die Pkw- und Busparkplätze auf das Festland verlegt werden. Ab dem 28.

April 2012 wird somit eine neue Anfahrts- und Parkplatzsituation am Mont-Saint-Michel

entstehen.

Der Mont-Saint-Michel

Der Mont-Saint-Michel ist eine felsige Insel im Ärmelkanal an der Mündung des Flusses

Couesnon, etwa 1 Kilometer vor der Küste der Normandie. Auf dem Berg thront eine

Benediktinerabtei. Der Legende zufolge erschien 708 der Erzengel Michael dem Bischof

von Avranches mit dem Auftrag zum Bau einer Kirche auf der Felseninsel.

Das Renaturierungsprojekt

Im Winter 2005/2006 begannen die vorbereitenden Maßnahmen, um den Prozess der

Renaturierung der Bucht einzuleiten. Gemäß dem Zeitplan soll das Projekt 2015

abgeschlossen sein. Die Kosten wurden zu Beginn des Bauprojektes auf circa 164

Millionen Euro geschätzt, welche von Frankreich und Europa getragen werden. Der erste

Schritt war die Errichtung einer Stauanlage am Fluss Couesnon. Diese Etappe wurde

2009 abgeschlossen. Die Stauanlage wird zur Entsandung der Bucht maßgeblich

beitragen, da die Sandpartikel mit hohem Druck zurück ins Meer geschwemmt werden.

Experten gehen davon aus, dass innerhalb von zehn Jahren 80 Prozent der Sedimente

allein durch die hydraulische Kraft des Flusses aus der Bucht geschwemmt werden.

Langfristig wird sich somit der Wasserstand in der Bucht um rund 70 Zentimeter

erhöhen. Infolgedessen wäre der „Mont“ wieder eine richtige Insel. 2013 geht es dann an

die Bauarbeiten der Brücke, um schließlich 2014 den Straßendamm abzutragen. Dies

geschieht erst nach der Fertigstellung der Brücke, um während der gesamten Zeit der

Bauarbeiten den Zugang zum Mont-Saint-Michel zu gewährleisten.

Die neue Anfahrts- und Parksituation ab dem 28. April 2012

Ab dem 28. April 2012 werden die Pkw- und die Busparkplätze, die sich noch direkt vor

dem Mont-Saint-Michel befinden, in 2,5 Kilometern Entfernung vom Berg auf das

Festland verlegt. Auf diese Weise verschwindet endlich die "Blechlawine" vor dem

Glaubensberg, die viele als störend empfunden haben. Zusammen mit den neuen

Service- und Informationseinrichtungen wird der Parkplatz den neuen Ausgangspunkt für

die Erkundung des Glaubensberges bilden.

Parkplatzgebühren*:

Pkw 8,50 Euro/Tag

Motorrad 3,50 Euro/Tag

Wohnmobil 12,50 Euro/Tag

Bus 55,00 Euro/Tag

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* Preise inkl. MwSt. vom 28. April bis zum 31. August 2012/ Tag: bis 2 Uhr nachts

Der Pendelverkehr

Um zum Glaubensberg zu gelangen, muss man ab dem 28. April 2012 circa 750 Meter zu

Fuß vom Parkplatz zu dem Abfahrtspunkt des Pendelverkehrs gehen. Folgende

Transportmittel stehen Besuchern ab dort zur Verfügung:

Pendelbus "Le Passeur" (im Parkplatzpreis inbegriffen)

Pferdekutsche "La Maringote" (Preise: Hin- u. Rückfahrt: 6,50 Euro, Einzelfahrt: 4

Euro)

Alternativ können Touristen auch zu Fuß zum Mont-Saint-Michel laufen. Für die Strecke

von ungefähr 2,5 Kilometern zwischen dem neuen Parkplatz und dem Glaubensberg

muss man ungefähr 30 Minuten einplanen.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

750 Meter Fußweg zwischen Parkplatz und Pendelverkehr

Hin- und Rückweg zwischen dem neuen Parkplatz und dem Glaubensberg

dauern insgesamt circa 1 1/4 Stunden

Parkplatzgebühr für einen Bus 55 Euro/Tag. Vorher parkten Touristenbusse

kostenlos.

Kontakt:

Syndicat Mixte Baie du Mont-Saint-Michel

2, rue du Prieuré - BP 29

F-50170 Ardevon

Tel.: 00 33 (0)2 33 89 01 01

www.accueilmontsaintmichel.com

www.projetmontsaintmichel.org

TITANIC, Rückkehr nach Cherbourg

Die Hafenstadt Cherbourg in der Normandie war der letzte kontinentale Hafen, den die

Titanic 1912 vor ihrem Untergang anlief. Genau 100 Jahre später, nämlich im April 2012,

wird nun ein neuer Bereich mit einer Fläche von über 2.000 Quadratmetern in dem

Meeresmuseum „Cité de la Mer“ eröffnet. Der Museumsbereich ist in die Themenbereiche

„Auswanderung“ und „Titanic“ untergliedert. Die Investitionssumme beläuft sich auf 3,3

Millionen Euro.

Das 2002 eröffnete Museum „Cité de la Mer“ befindet sich auf dem ehemaligen Gelände

des Transatlantikhafens von Cherbourg. Zu diesem Gelände gehört auch das Gebäude

des Hafenbahnhofs. Seit der Museumseröffnung vor fast 10 Jahren kamen mehr als 2

Millionen Besucher. Zu den Höhepunkten des Museums zählen das „Aquarium Abyssal“,

welches eines der größten Aquarien Europas ist, und das außer Dienst gestellte Atom-U-

Boot „Le Redoutable“. Im April 2012 kommt nun ein neuer Museumsbereich hinzu, der

die Aspekte „Titanic“ und „Auswanderung“ thematisiert.

Erster Themenbereich: Auswanderung

In den 30er Jahren erreichten die Auswanderungszahlen nach Amerika von Cherbourg

aus ihren Höhepunkt. Die Säle, in denen damals die Passagiere abgefertigt worden sind,

werden nun Herzstück des ersten Teils des neuen Ausstellungsbereichs. In Europa zählt

die Abfertigungshalle zu den letzten erhaltenen Bauwerken dieser Epoche.

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Hundert Jahre lang (1869 - 1969) war Cherbourg für circa vier Millionen Menschen ein

Ort der Durchreise. Passagiere aus Amerika kamen im Transatlantikhafen von Cherbourg

an. Aber Cherbourg war vor allem ein Auswandererhafen nach Amerika. Von hier aus

verließen viele Europa mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in der „Neuen Welt“. Der

erste Teil des neuen Ausstellungsbereichs im ehemaligen Gepäcksaal widmet sich dem

Thema Auswanderung. Interaktive Videos und verschiedene Ausstellungsstücke werden

das Schicksal von Auswanderern für Museumsbesucher erfahrbar machen.

Zweiter Themenbereich: Titanic

Am 10. April 1912 machte die Titanic in Cherbourg einen Zwischenstopp. Innerhalb von

eineinhalb Stunden gingen 281 Passagiere an Bord. Dieser Zwischenstopp sollte der

letzte Halt des Ozeanriesens an einem kontinentalen Hafen sein. Denn die Titanic

kollidierte auf ihrer Jungfernfahrt im Nordatlantik am späten Abend des 14. Aprils 1912

mit einem Eisberg. Am 15. April 1912 sank sie. Von über 2.200 an Bord befindlichen

Personen kamen circa 1.500 Menschen um.

Der zweite Teil des neuen Ausstellungsbereichs widmet sich der Geschichte der Titanic.

Der Besucher erlebt den Bau des legendären Ozeandampfers und das Leben an Bord.

Drei aufeinanderfolgende Szenarien können entdeckt werden: die viertägige Seereise der

Titanic, der Zusammenstoß mit dem Eisberg und der Untergang. Dieser Ausstellungsbereich

beinhaltet einen nachgebauten Schiffsrumpf. Szenische Multimediaanlagen

geben den Besuchern Einblicke in die Schiffsgänge der 1., 2. und 3. Klasse sowie

einen Einblick auf die Kapitänsbrücke. Gänsehaut-Feeling ist garantiert!

Die Besichtigung der zweisprachigen Ausstellung (französisch und englisch) dauert etwas

länger als eine Stunde. Dank der Unterstützung von Partnern wie beispielsweise dem

französischen Titanic-Verein (frz. Association française du Titanic), von Historikern,

Technikern und von Wissenschaftlern war es möglich, Berichte von Überlebenden und n

Zeitzeugen in die Konzeption dieses Museumsbereichs einzubeziehen.

Pressekontakt:

La Cité de la Mer

Lucie Le Chapelain

Gare Maritime Transatlantique

F-50100 Cherbourg-Octeville

Tel.: 00 33 (0)2 33 20 26 44

www.citedelamer.com

www.cherbourg-titanic.com

Delacroix, Degas Signac… Ausstellungen von Meisterwerken der

Kollektion Dyke in Giverny

Er gilt in den USA als einer der bedeutendsten Sammler europäischer und amerikanischer

Zeichnungen des 19. Und 20. Jahrhunderts. James T. Dyke, Freund- und Hauptmäzen

der National Gallery of Art in Washington, trug mit reichlich Kunstverstand Werke des

Zeitraums 1830 bis 1930 zusammen. Die Ausstellung in Giverny vom 21. Juli bis zum 31.

Oktober 2012 zeigt die bedeutendsten Arbeiten seiner privaten Sammlung und der

Schenkungen an die Nationalgalerie in Washington.

Zu sehen sind Meisterwerke von Künstlern wie Eugène Delacroix, Bonnard, Vuillard oder

Signac. Diese repräsentieren eine reiche Palette künstlerischer Themen und

Stilrichtungen. Von der Romantik bis zu den Nabis und Neo-Impressionisten sind die

wichtigsten Vertreter der modernen französischen Zeichen-Szene versammelt.

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Musée des Impressionismes Giverny

Presse-Service

Géraldine Brilhault

99, rue Claude Monet - F-27620 Giverny

Tel.: 02 32 51 92 48

g.brilhault@mdig.fr - www.mdig.fr

Oscar Hotel** - Der unwiderstehliche Charme der fünfziger Jahre

Der Architekt und Designer Vincent DUTEURTRE erlag im Jahr 2010 der Versuchung, mit

einem kühnen Mix aus gesammelten Objekten in einem Hotel die Atmosphäre der

Nachkriegszeit wieder aufleben zu lassen. Im Oscar Hotel in Le Havre muss man

trotzdem nicht auf den Komfort der Gegenwart verzichten. Denn zum Ambiente der

Fünfziger gesellen sich moderne Duschen/WC, Parkett und Plasmabildschirme in allen

Zimmern, dazu Kingsize-Betten und Tee-Set in den Zimmern der höheren Kategorie.

Einer Möbel-Marke der fünfziger Jahre verdankt das Oscar Hotel seinen Namen. OSCAR

entwickelte seinerzeit in Frankreich einen Einrichtungsstil mit modulierbaren Möbeln.

Gleichzeitig erweist man dem genialen brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer eine

Referenz. Diese Ikone der modernen Architektur realisierte mehr als 600 bedeutende

Bauten in aller Welt, darunter eines der Wahrzeichen von Le Havre, Le Volcan, das sich

gegenüber dem Hotel befindet.

Spezial-Angebot „Weekend“

Bei einer Buchung eines zweitägigen Wochenend-Aufenthaltes (Samstag und Sonntag),

ist die zusätzliche Übernachtung am Freitag oder Montag gratis. Das Angebot gilt für alle

Zimmer-Kategorien je nach Verfügbarkeit von Zimmern außerhalb der Ferien und einigen

Spezial-Wochenenden.

Oscar Hôtel

106 Rue Voltaire

F-76600 Le Havre

Tel.: + 33 (0)2 35 42 39 77

www.hotel-oscar.fr

Ihr Pressekontakt für die Region Normandie

Emilie URSULE

Presse Germany / Central Europe / Italy / Spain

Comité Régional de Tourisme de Normandie

14 rue Charles Corbeau – 27 000 EVREUX

Tel.: 0033-232 33 94 06 - Fax: 0033-232 31 19 04

e.ursule@normandie-tourisme.fr - www.normandie-tourisme.fr / www.pro-normandietourisme.com

/ www.facebook.com/normandie.tourisme

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Frankreichs Nordosten

Nord-Pas de Calais

Louvre Dependance in Lens - Nordfrankreich

Das berühmte Louvre-Museum in Paris erhält eine Zweigstelle mitten im Herzen

des Nord–Pas de Calais. Als Standort wurde die Stadt Lens südlich des

Großraums Lille auserkoren. Anfang Dezember 2012 wird das Haus seine

Pforten öffnen. Die Gestaltung des 127 Millionen teuren Projekts übernahm das

japanische Architekturbüro SANAA, das schon das MOMA in New York oder die

ETH in Lausanne baute. Insgesamt werden fünf Gebäude errichtet, die mit dem

umliegenden Naturpark im Einklang stehen, den die Landschaftsarchitektin

Catherine Marbach gestaltet. Die Inneneinrichtung obliegt dem Innendesigner

Adrien Gardière. Der gesamte Komplex wird sehr modern und hell gebaut mit

dem Label HQE (Haute Qualité Environnemental). Die Auszeichnung steht für

Nachhaltigkeit und so wird eine der vielen Maßnahmen die Geothermik sein.

Dezentralisierung des französischen Kulturerbes

Im Rahmen der Dezentralisierung Frankreichs sollen unter anderem auch Kulturschätze

nicht nur in Paris verfügbar sein. Die Regionen erhalten diesbezüglich mehr Kompetenzen

und sollen die Gelegenheit erhalten, Kunst vor Ort zu präsentieren. 2003 kandidierte

Lens neben Städten wie Lyon und Montpellier für die geplante Zweigstelle des Louvre-

Museums in Paris. Im November 2004 befürwortete das Kulturministerium die

Kandidatur, die Lens wegen der guten Erreichbarkeit, dem großen Besucherpotenzial

sowie anderen entscheidenden Faktoren gewann. Damit konnte die Bauplanung auf

einem ehemaligen Zechengelände beginnen. 2010 ging es in die eigentliche Bauphase,

die bis Herbst 2011 dauerte. Den Bau können Besucher fortan im Projekthaus per

Videokamera verfolgen oder sie können auch direkt die Baustelle besichtigen. Ab Ende

2011 richtet man die Museographie ein, damit der Louvre-Lens im Dezember 2012 in

Betrieb gehen kann.

Ein leichter Gebäudekomplex in monumentalem Ausmaß und seine Macher

Bei der Bauvergabe hat man das Architekturbüro SANAA aus Japan berücksichtigt.

Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa zeichnen unter anderem für das MOMA in New York,

die Designerschule Zollverein in Essen oder die ETH Lausanne verantwortlich. Der

Louvre-Lens soll aus fünf flachen Gebäuden bestehen und inmitten eines Parks liegen,

den die Landschaftsarchitektin Catherine Marbach gestaltet. Die Architektur der Gebäude

ist bescheiden geplant - mit viel Aluminium und Glas. Einerseits um die Kunstwerke in

natürlichem Licht betrachten zu können, andererseits um das Gebäude offen zu

gestalten, damit ein entspannter Ort des Flanierens entsteht. Man wollte keinesfalls den

Louvre in Paris kopieren, umso mehr wollte man eine leichte Konstruktion schaffen, die

immerhin auf 17.000 Quadratmetern steht und sich mit dem Label HQE (Haute Qualité

Environnemental) nachhaltig in die Natur einfügt. Die Inneneinrichtung und

Museographie betreut der junge Designer Adrien Gardière, der in namhaften Museen wie

dem Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo oder auch im Louvre in Paris Erfahrungen

sammeln konnte.

Meisterhafte Ausstellungen

Rund 230 wichtige Werke, darunter Delacroix’ „La Liberté guidant le peuple“ („Die

Freiheit führt das Volk“) – das Revolutionsbild schlechthin, werden chronologisch in einer

Dauerausstellung in der „Galerie du temps“ zu sehen sein. In der „Galerie temporaire“

sollen hingegen alle 6 Monate Wechselausstellungen stattfinden. Die erste

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Winterausstellung soll sich der Renaissance widmen (La Renaissance) und die

Sommerausstellung Rubens‟ Europa (l‟Europe de Rubens). Einen Einblick hinter die

Kulissen eines Museums erhält man mit der öffentlichen Besichtigung der

Restaurierungsabteilung.

Weitere Informationen zum Louvre-Lens,

www.louvrelens.fr

Nordfrankreich: Entdeckungen rund um den Louvre-Lens

Zeche 11/19 in Loos-en-Gohelle

Als die Zeche 1986 schloss, sollte sämtliche Infrastruktur abgebaut werden. Die Stadt

Loos-en-Gohelle kaufte das Gelände mit den zwei „Terrils“ daneben, um an den Bergbau

zu erinnern und daraus ein Zentrum für Kultur und nachhaltige Entwicklung zu schaffen.

Man siedelte auf dem Gelände mit den alten Fördertürmen Firmen und Vereinigungen an:

Darunter die „Chaîne des Terrils“, die Animationen zur Entdeckung des natürlichen

Kulturerbes des Bergbaus anbietet, aber auch kulturelle Vereinigungen wie die

Theaterkompagnie „Hendrick van der Zee“. Im Kulturzentrum treten bekannte Größen

auf, wie die Tänzerin Carolyn Carlson, die in Roubaix das Centre Choréographique

National leitet. Die Vereinigung Bassin Minier kümmert sich hier um die Kandidatur des

ehemaligen Kohlebeckens im UNESCO-Weltkulturerbe.

La Chaine des Terrils – Freizeitgestaltung im ehemaligen Kohlebecken

Der Verein „La chaîne des Terrils“ arbeitet seit 1988 an der Aufwertung der Berghalden,

die an die Bergbauvergangenheit des Nord–Pas de Calais erinnern. Heute besteht das

Gebiet aus weitläufigen Freizeitflächen. Während man 1970 rund 355 „Terrils“,

Kohlehalden, zählte, sind es heute noch 200, die an die Vergangenheit erinnern und

Freizeitaktivitäten dienen. Die Chaîne des Terrils organisiert das ganze Jahr über ein

Animationsprogramm. Dieses reicht von der geführten Besichtigung über thematische

Ausflüge, wie die Beobachtung der speziellen Flora und Fauna der Kohlehalden, Ausflüge

per Mountainbike bis zu Orientierungsläufen etc. Eine originelle Art, dieses Kulturerbe zu

entdecken. http://chaine.des.terrils.free.fr

Wanderungen durchs Kohlebecken

Die französische Wandervereinigung (FFRP – Fédération Française de Randonnée

Pedestre) hat in Kooperation mit den zwei Departements Nord und Pas de Calais sowie

der Vereinigung „Mission Bassin Minier“ einen Wanderführer herausgegeben, der im

Buchhandel erhältlich ist. 7 große Wandertouren, 8 Rundwanderungen, 460 Kilometer

ausgeschilderte Wege durch die Region, die lange vom Steinkohleabbau lebte. Zusätzlich

beschreibt der Wanderführer die Umgebung und die Kulturstätten des Kohlebeckens, und

enthält ein praktisches Unterkunftsverzeichnis für unterwegs. Der Führer ist auf

Französisch für 14,40 Euro erhältlich. „Tours du Bassin minier Nord–Pas de Calais“, ISBN

978-2-7514-0430-6, 160 Seiten, Verlag FFRP

Bahnhof von Lens – ein Denkmal für die Industrie- und Bergarbeiter

Der Bahnhof in Lens weist die Form einer Lokomotive auf. Nach seiner Zerstörung im

Ersten Weltkrieg wurde das Gebäude 1926 wieder aufgebaut. Das Paradebeispiel eines

Art-Déco-Baus stammt vom Architekten Urbain Cassan, einem Schüler Le Corbusiers. Für

seine Zeit galt dieser Bahnhof als revolutionär, weshalb er am Tag der Einweihung für

einigen Wirbel sorgte. Auch die vom Kubismus inspirierten Fresken und Mosaiken von

Auguste Labouret im Innern des Gebäudes überraschten die Zeitgenossen durch ihre

Modernität. Sie setzen den Berg- und Industriearbeitern der Region ein Denkmal.

www.tourisme-lenslievin.fr

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Das Bergbauzentrum Lewarde – größtes Bergbaumuseum Frankreichs

Lewarde beherbergt Frankreichs größtes Bergbaumuseum (Centre Historique Minier). Es

befindet sich auf dem ehemaligen Standort der Grube Delloye. Ehemalige Bergarbeiter

führen Besucher durch das restaurierte Bergwerk. Man beleuchtet aber auch Aspekte wie

die geologische Entstehung der Kohleschichten, soziale Aspekte der Bergleute, die Arbeit

in der Grube mit den Gefahren, soziale Einrichtungen der Arbeitgeber etc.

Wechelausstellungen widmen sich Themen, die in Verbindung mit dem Bergbau standen,

wie zum Beispiel die Integration der polnischen oder italienischen Gastarbeiter, die heute

einen Teil der Bevölkerung ausmachen. www.chm-lewarde.com

Nordfrankreich: Kunst & Kulinarik

lille3000 – Fantastic-2012

2004 war Lille europäische Kulturhauptstadt. lille3000 ist die Fortsetzung dieser

Kulturinitiative, die der Region auch in Bezug auf den Tourismus zu mehr

Aufmerksamkeit verhalf. Seit 2006 findet alle drei Jahre ein spezielles Kulturprogramm

statt. 2012 lautet das Motto Fantastic-2012. Bei Fantastic werden die Besucher zu einer

Besichtigung durch Lille und Umgebung eingeladen. In den Straßen von Lille wie auch im

Tripostal, im Gare Saint Sauveur, in den Maisons Folie und anderen wichtigen

Kulturstätten der Eurometropole erwarten sie interessante Überraschungen. Angesichts

der mehr als 700 Veranstaltungen quillt Lille vor Übermaß geradezu über. Die städtischen

Bereiche werden von einem übernatürlichen Ambiente eingenommen, das einem das

seltsame Gefühl einer unbekannten, fremd wirkenden Atmosphäre vermittelt. Die

Eröffnungsparade findet am 6. Oktober 2012 statt. Fantastic-2012 dauert bis zum 13.

Januar 2013. Detailprogramm und Infos: www.lille3000.com

Gepflegte Küche zwischen dem Kulturprogramm

Auch Kulturhungrige haben Hunger! Die Kleinigkeit zwischendurch sollte aber mit Stil und

gut ausgewählt sein. Marc Meurin, den Michelin mit zwei Sternen für das Château de

Beaulieu in Busnes bedachte, breitet sich in der Region aus und hat nun auch in Lille ein

Restaurant eröffnet. Das Restaurant Monsieur Jean liegt zentral in der Nähe der Grande

Place in Lille. Auf der Karte stehen raffinierte Tagesmenus unter der Woche ab 29 Euro

und am Wochenende für 36 Euro. Die Gelegenheit beim einzigen Zwei-Sterne Koch

Nordfrankreichs zu speisen und dazu zu sehr moderaten Preisen!

www.restaurant-jeanjean.fr

LaM Villeneuve d'Ascq: Klee, Margritte, Ernst… die Vision der magischen Stadt

Das LaM (Musée d'Art Moderne, d'Art contemporain & d'Art Brut) zählt zu den schönsten

Museen für moderne und zeitgenössische Kunst sowie Art Brut in ganz Frankreich. Im

LaM wird im Rahmen von lille3000 die Ausstellung "LA VILLE MAGIQUE" gezeigt. Bei

dieser Ausstellung werden mehr als 200 Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Fotografien

und Filme aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zusammengeführt, als in Lille

eine geballte Konzentration von Fantastereien, verschiedensten Ängsten und

Befürchtungen der westlichen Welt vorherrschte. Das LaM wurde 1983 eingeweiht und

zwischen 2006 bis 2010 umgebaut und erweitert. Es ist unter anderem wegen der

Schenkung moderner Kunst von Geneviève und Jean Masurel bekannt. Neu ist die

Sammlung zeitgenössischer Kunst mit Werken u.a. von Mc Collon, Boltanski oder

Messager. Ebenso neu ist die größte Sammlung von Art Brut („Outsider Art“) in

Frankreich mit rund 4.500 Werken – eine Schenkung der Vereinigung L‟Aracine. Somit ist

es das einzige Museum, das alle drei Stilrichtungen in einem Komplex vereint.

www.musee-lam.fr

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Chagall im Musée de la Piscine in Roubaix

Das Musée d'Art et d'Industrie André Diligent, kurz Musée de la Piscine, in Roubaix ist

nur schon von seiner Architektur her einen Besuch wert. Dieses zwischen 1927 und 1932

im Art Déco-Stil erbaute ehemalige Schwimmbad beherbergt heute eine große Sammlung

an Malereien, Statuen, Design- und Kunstgegenständen des 19. und 20. Jahrhunderts. In

einem modernen Anbau finden ganzjährig Sonderausstellungen statt. Im Rahmen von

lille3000 findet im Musée de la Piscine eine Ausstellung über Chagall statt. Mehr Infos:

www.roubaix-lapiscine.com

Waffeln im Museum!

Klar, wir sind in Flandern und nahe dran. Sie werden gefüllt mit Vanille, Zucker, Chicorée

und vielen anderen kreativen Rezepturen. Charles de Gaulle ließ sich die gefüllten

Vanille-Waffeln der Confiserie Meert in Lille bis in den Elysée-Palast nachsenden! Nach

oder vor dem Besuch im Musée de la Piscine in Roubaix sollte man gleich im

Museumscafé die köstliche Vanille-Waffel der Confiserie Meert probieren. Ein genüsslicher

Ausgleich zum Kulturprogramm! www.meert.fr

Fantastische Welten im Palais des Beaux-Arts in Lille

Dieses Museum gilt dank der hier präsentierten, abwechslungsreichen Dauerausstellungen

als zweitwichtigstes Museum von ganz Frankreich. Der „Palais des Beaux-

Arts“ in Lille zeigt anlässlich der Veranstaltungen von FANTASTIC-2012 eine Ausstellung,

bei der fantastische und gleichzeitig wunderbare Werke die Hauptrolle spielen. Es dreht

sich nämlich um die Darstellung der Fabeln in der flämischen Landschaft durch Bosch,

Bles, Bril, Brueghel und andere Künstler aus dem 16. Jahrhundert. www.pba-lille.fr

Musée Départemental de Flandre – Tradition und Ethno-Pop in Cassel

In einem flämischen Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert, befindet sich das originelle

Museum. Die Dauerausstellung widmet sich exklusiv der flämischen Kultur in allen

Disziplinen. Die großen Klassiker aber gerade auch zeitgenössische Kunst, erfüllen das

Museum mit Dynamik. So sieht man die kürzlich erworbene Sammlung mit Werken von

Copers, Ruiz Vida, Steg, de Cordier, Van Caeckenbergh etc. und die ältere Sammlung mit

Werken von Le maître de Francfort, Kerricx, Téniers, Savery, Bafcop etc. Vom 24. März

bis 24. Juni 2012 widmet das Museum dem flämischen Maler Eugeen van Mieghem und

seinen Darstellungen des Antwerpener Hafens eine Sonderausstellung. Beeinflusst durch

die Impressionisten und Toulouse Lautrec, wurde er zum Maler der Menschen im Hafen.

Selbst im Antwerpener Hafenviertel aufgewachsen, dokumentierte er wie kein Anderer

die Zeit der Industrialisierung und den damit verbundenen Beginn der Frauenarbeit in der

Industrie. www.museedeflandre.cg59.fr

Boulet de Cassel – alles Käse aus Nordfrankreich

In Nordfrankreich hat nach dem Erfolgsfilm „Willkommen bei den Sch‟tis“ vor allem der

Verkauf an Maroilles-Käse enorm zugelegt. Der AOC-Käse dominiert auch die Küche in

Nordfrankreich. Allerdings gibt es eine Vielzahl anderer köstlicher Käse im Nord-Pas de

Calais zu erwähnen. In Oxelaëre, einem Dorf unweit von Cassel, wird der Boulet de

Cassel, ein orangener Halbhartkäse produziert. Es ist ein Rohmilchkäse von flämischen

Kühen und schmeckt nicht minder gut als der beliebte Maroilles!

Le Cateau-Cambrésis, Musée Matisse – ein Museum mit enormem Reichtum

1869 erblickte Henri Matisse in der kleinen Textilindustriestadt le Cateau-Cambrésis das

Licht der Welt. Als alter Mann stiftete der nunmehr weltberühmte Maler seinem

Geburtsort einen Teil seines Werkes. Heute beherbergen das kleine Stadtschloss und ein

moderner Anbau die weltweit drittgrößte Matisse-Sammlung. Ein Bereich des Museums

ist dem für seine von kräftigen Farben dominierten Bilder bekannten Maler Auguste

Herbin und seinem monumentalen bunten Glasfenster „Joie“ gewidmet. Außerdem hat

die Schenkung von Alice Tériade 2008 das Museum zusätzlich bereichert. 39 Hauptwerke

von weltbekannten Künstlern wie Léger, Picasso, Chagall, Matisse und Miro gehören zur

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edeutendsten Schenkung an ein französisches Museum der letzten 20 Jahre.

www.cg59.fr/matisse

Bêtises de Cambrai

Als vor zweihundert Jahren ein Konditorlehrling sich bei den Zutaten einer Rezeptur irrte

und ihn seine Mutter schalt, dass er nur Dummheiten mache, entstand eine beliebte

Spezialität in Cambrai. Das Pfefferminzbonbon war die „Dummheit aus Cambrai“ (auf

Französisch „bêtise“) und erreichte Kultstatus. Neben dem traditionellen Pfefferminzgeschmack

gibt es heute auch andere Sorten wie Himbeer, Apfel etc.

Pressekontakt – Regionales Tourismusamt Nord-Pas de Calais:

Ralph Schetter

schetter tourismus pr

Palmstraße 7 – D-60316 Frankfurt am Main

Tel. +49 (0)69 56 00 44 23 - Mobil: +49 (0)179 484 32 92

Mail : info@schetter-pr.com - www.schetter-pr.com

Champagne-Ardenne

Deutschland auf dem Champagner-Trip

Offensichtlich kennt der Champagner in Deutschland keine Krise! Denn zwischen Rhein

und Oder ließ man im Jahr 2010 rund zwei Millionen mehr Korken knallen, als im Jahr

zuvor. Wobei… eigentlich lässt der Kenner die Korken ja nicht knallen. Hier nun einige

reizvolle Möglichkeiten, den noblen Nektar vor Ort noch etwas besser kennen zu lernen.

Champagner-Proben im Keller

An 500 Kilometern ausgeschilderten Wegen quer durch die Weinberge der Champagne –

ganz „nebenbei“ mit wundervollen Aussichtspunkten - öffnen Ihnen 80 Weingüter im

Familienbesitz ihre Pforten. Möglicherweise absolvieren Sie die Tour mit einem Fahrer,

der nicht trinkt, an Bord eines größeren Nutzfahrzeuges. So können Sie die Kostproben in

den Gewölben in aller Ruhe absolvieren und verfügen über genügend Platz, um die

Gewächse Ihrer Wahl zu transportieren! Übrigens: Die Champagner-Güter Ernest Remy

im Département Marne sowie Champagne Drappier und Champagne Vézien im

Département Aube bieten ihr Besuchsprogramm auch in deutscher Sprache an.

CDT Marne : www.tourisme-en-champagne.com

CDT Aube : www.aube-champagne.com

Fragen Sie den Barkeeper

Wer auf der oben beschriebenen Tour wider Erwarten den/die Champagner seines

Vertrauens nicht entdeckt hat, bekommt eine weitere Chance in Epernay. Genauer

gesagt, in der Bar „C comme Champagne“. Mehr als 400 Referenzen von 50 Produzenten

der gesamten Region lagern in deren Kellern. Und das in den verschiedensten

Zusammenstellungen: Brut, Rose, Jahrgangs-Champagner… Serviert wird in relaxtem

Lounge-Ambiente. Wer hier der Lust auf Champagner nicht erliegt, sollte vielleicht besser

zum Münchener Oktoberfest reisen…

www.c-comme.fr

Entdeckerfreuden

An Bord seines Geländewagens steuert Sie der Chauffeur – der übrigens perfekt Englisch

spricht – auf schmalen Winzerwegen durch die Montagne de Reims. Eine Ent-

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deckungstour der Champagner-Lagen auf ganz andere Art mit Namen „Oenovasion“!

Dabei stehen vor allem die geografischen Gegebenheiten der Region im Mittelpunkt, die

Beschaffenheit der Böden, das Klima, das Relief und die menschlichen Eingriffe in die

Landschaft. Natürlich endet diese unvergessliche Tour mit dem Probierglas in der Hand!

www.oenovasion.com

Prickelndes Vergnügen

Das gab es bisher noch nicht in Frankreich: eine touristische Attraktion, die sich

ausschließlich dem Champagner und dem damit verbundenem „Art de Vivre“ widmet. Im

„Pré-en-Bulles“ zeigen 12 animierte Szenerien die Herstellung des Champagners. Danach

erzählt der Androide Dom Pérignon im Schauspiel „La Part des Anges“ auf Deutsch (!)

von der faszinierenden Beziehung zwischen Mensch und Champagner. „Pré-en-Bulles“

verfügt außerdem über fünf Ferienhäuser und drei charmante Gästezimmer (Kategorie 3

Schlüssel bei „Clévacances“).

www.pre-en-bulles.com

Geo-Caching - die Spaßsuche!

Schatzsuche mit Planskizze auf alter Pergamentrolle war gestern. Heute ersetzt ein GPS

den alten Plan und das Ganze nennt sich neudeutsch „Geo-Caching“… Im eigentlichen

Sinne geht es dabei um Entdeckungs-Touren zu reizvollen Orten, die einem sonst

womöglich entgangen wären. Als amüsanter „Köder“ fungiert ein vergrabener Schatz,

dessen Koordinaten die Teilnehmer in ihr GPS eingeben. Mittels Kompass und

Navigationsgerät macht man sich dann auf die Suche.

Derjenige, der den Schatz, in der Regel Kleinigkeiten ohne großen Geldwert, findet, darf

ihn behalten. Er ersetzt ihn durch einen „Schatz“, den er selbst mitgebracht hat.

Außerdem trägt er seine Bemerkungen in das Bordbuch ein, das sich ebenfalls an Ort und

Stelle befindet. Nach dem Spiel besteht die Möglichkeit, seine Erfahrungen auf der

offiziellen Website – geocaching.com – mit anderen Adepten des Spiels auszutauschen.

Natürlich ohne den genauen Fundort zu nennen!

Um die Koordinaten eines Versteckes zu bekommen, muss man sich lediglich auf der

offiziellen Website (geocaching.com) anmelden (man kann zwischen verschiedenen

Sprachen wählen) und anschließend eine Stadt oder eine Region eingeben. Danach erhält

man die Liste der vorhandenen Verstecke.

Die Region von Langres wartet mit vielen Schätzen in der Umgebung von Dörfern, in

reizvollen Landschaften und im Gebiet der vier Seen auf. In den Tälern der Haute-Marne

können das auch andere Arten von Schätzen sein, als sie oben beschrieben sind.

Ein „Multi-Cache“ etwa enthält mindestens einen obligatorischen Passage-Ort und führt

am Ende zu einem wirklichen Gefäß. Es gibt verschiedenen Varianten. Meist aber enthält

der erste Fundort die Information, die dann zum jeweils nächsten führt.

Die „Cache Mystères“ enthalten zuweilen komplizierte Rätsel, die zuerst gelöst werden

müssen, um so die Koordinaten zu entschlüsseln. Die allerdings betreffen nicht das

tatsächliche Versteck, sondern nur einen Orientierungsort, wie etwa einen in der Nähe

liegenden Parkplatz. Dort stellen sich dem Geo-Cacher neue kreative Herausforderungen,

die ihn letztlich zum Ziel führen.

Wer nicht über ein eigenes Wander-GPS verfügt, dem steht beim Apple Store und beim

Android Market die Applikation „Geocoaching“ für Smartphone zur Verfügung.

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http://randonnee.tourisme-langres.com/randonnees-geocaching_fr_40_05.html

Die Farben der Zeit

Der Ort atmet Geschichte… Hier taufte der Bischof Saint Remi im Jahr 498 den König

Chlodwig I. Jeanne d‟Arc begleitete Charles XII. im Jahr 1429 nach Reims, um von den

Engländern Frankreichs Krone zurück zu erlangen. Und nicht zuletzt vollzog sich hier im

Jahr 1962 die deutsch-französische Aussöhnung, verkörpert durch General Charles de

Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer. Die Kathedrale von Reims darf nicht nur als

architektonisches Meisterwerk der Gotik gelten, sie stand auch stets im Mittelpunkt einer

lebendigen Historie, die nun schon 800 Jahre andauert. Zum 800. Jahrestag ihrer

Gründung machte sich die Kathedrale ein wundervolles Geschenk: Zwei Meisterwerke

zeitgenössischer Kunst fanden und finden hier ihren (Schau-)Platz.

Glaskunst

Bereits 1974 entstanden im Atelier Jacques Simon in Reims nach den Plänen des

polnischen Malergenies Marc Chagall drei moderne Glasfenster für die Kathedrale.

Chagall verstand es, die Modernität von Komposition und Darstellung mit den

mittelalterlichen Farbtönen harmonisch zu kombinieren, insbesondere die verschiedenen

Nuancen von Blau. Da dieses Werk Chagalls schon im vergangenen Jahrtausend

entstand, schien die Zeit wohl reif für ein künstlerisches „Update“.

So wurden am 25. Juni 2011 sechs farbige Glasfenster von Imi Knoebel enthüllt, ein

deutscher Künstler von großem internationalem Renommee. Die Fenster fanden ihren

Platz in der Apsis und sorgen in der Nähe der Chagall-Fenster für eine erhöhte Farbigkeit.

Das Projekt von Imi Knoebel zeigt eine abstrakte Komposition, deren Wirkung auf

Überlagerung und Gegenüberstellung der Grundfarben Blau, Gelb und Rot beruht. Das

Augenmerk galt dabei der Wiederaufnahme der historischen Farbsprache, um so ein

harmonisches Ganzes zu schaffen. Das Atelier Simon Marq, Vertreter der aktuellen

Glaskunst in Reims, war an der Entstehung des Werks beteiligt.

Farbträume

Zum 800. Geburtstag der Kathedrale erhielt diese mittels einer Sound-Light-Installation

ihre ursprüngliche Farbigkeit – wenigstens eine Zeitlang – zurück. Dabei wird so

detailgenau wie mit neuster Projektionstechnik möglich, jede einzelne Farbnuance der

Statuen, etwa Hautpartien, Haare, die Muster von Kleidern und Mänteln oder das Gold

der Kronen wiedergegeben. Um das zu ermöglichen, kommt die allerletzte Generation

präziser Hochleistung-Projektoren zum Einsatz. Das Ergebnis zeigt sich von unerreichter

dynamischer Polychromie in perfekter Auflösung.

Diese Inszenierung wird vom Frühjahr bis zum Herbst 2012 auf dem Vorplatz der

Kathedrale neuerlich zu verfolgen sein.

Internet : www.reims-tourisme.com

Jetzt ist aber Schloss!

Raus aus dem Alltag, der Tretmühle entfliehen… Das haben Sie sich längst verdient: ein

verträumtes Wochenende im Schloss! Auf geht‟s Richtung Champagne-Ardenne.

Domaine Château du Faucon

In der idyllischen Region der Ardennen erwartet die Domaine Château du Faucon seit

2011 ihre Gäste. Bei diesem wundervollen Anwesen vereinen sich Lebensart, Charme,

Wellness, Lebensfreude und Luxus zu einer Oase des Wohlbefindens. Mit viel Geschmack

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wurden zeitgenössische Tendenzen und der Reiz des Vergangenen miteinander

kombiniert. Dabei bleibt das Haus durchaus nicht den großen Budgets vorbehalten. Die

Zimmerpreise liegen zwischen 86 und 375 Euro. Zur Domaine gehören Tennisplatz,

Wintergarten, ein Hamam sowie Empfangs- und Seminarräume. Für das leibliche Wohl

sorgt ein gemütliches elegantes Restaurant, auf dessen Karte sich traditionelle Gerichte

ebenso wiederfinden, wie die typische Ardenner Küche. Mit ihrer Lage zwischen

Charleville-Mezières, der „Stadt der Marionetten“ und des Dichters Rimbaud, sowie

Sédan mit seiner majestätischen Burganlage eignet sich die Domaine Château du Faucon

hervorragend als Ausgangspunkt für ein reizvolles Besuchsprogramm.

Domaine Château du Faucon

Route de Vrigne

08350 Donchery

Tel.: + 33 (0)3 24 41 87 83

www.domaine-chatueafaucon.com

Château de Rilly

Der wundervolle Park mit seinem Baumbestand dominiert einen Weinberg... Beim

Château de Rilly inmitten dieses Parks gehen klassische und moderne Stilelemente eine

harmonische Verbindung ein. Die 15 Zimmer des im Oktober 2011 eröffneten Hauses

verfügen über einen außergewöhnlichen Komfort. Im Wechsel der Jahreszeiten

präsentiert das gediegen-gastfreundliche Restaurant eine jeweils entsprechende Karte.

Das Schloss bietet unter dem Titel „Escapades Saisonnières“ ein Pauschalpaket an, das

den Aufenthalt 2 Nächte/2 Personen, ein Gourmet-Diner, ein traditionelles Abendessen,

das Frühstück, eine Flasche Champagner und den Besuch eines Weingutes umfasst. Da

das Schloss an der ´Route Touristique du Champagne´ liegt, steht weiteren önologischen

Abenteuern nichts im Wege!

Chateau De Rilly

38 Rue de Reims

51500 Rilly La Montagne

Tel.: + 33 (0)3 26 88 85 20

www.chateauderilly.fr

Ihr Pressekontakt für die Region Champagne-Ardenne

Sarah Flook

Chargée de Mission Relations presse

Comité Régional du Tourisme de Champagne-Ardenne

50 Avenue du Général Patton - BP 50319 - 51013 Châlons-en-Champagne Cedex

Tel.: +33 (0)3 26 21 85 80 - Fax: +33 (0)3 26 21 85 90

Mail: flook@tourisme-champagne-ardenne.com

Internet: www.tourisme-champagne-ardenne.com

Lothringen

Ausstellung „1917“ im Centre Pompidou-Metz, 26. Mai - 24.

September 2012

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Die Ausstellung „1917“ bildet den Auftakt zu einer Reihe von Ausstellungs-Ereignissen,

die dem Ersten Weltkrieg gewidmet sind. Dessen Beginn jährt sich 2014 zum

hundertsten Mal. Sie widmet sich der Bedeutung künstlerischen Schaffens in Kriegszeiten

und gewährt eine Momentaufnahme der kreativen Schöpfung in einem fest umrissenen

Zeitraum.

Die künstlerische und kulturelle Produktion des Jahres 1917 zeigt sich von enormer

Vielfalt. Die Ausstellung möchte einen Querschnitt dieser Periode geben und die

unterschiedliche Art und Weise der Künstler aufzeigen, sich mit dem Krieg auseinander

zu setzen. Eine Ausstellungssektion ist der sogenannten „Grabenkunst“ gewidmet, die

anonyme Laien-Kreationen umfasst, aber auch Werke von Künstlern, die offiziell mit der

Darstellung des Geschehens an der Front betraut wurden.

Zwei der vier Galerien des Centre Pompidou-Metz sind ausschließlich dieser international

hochkarätigen Ausstellung gewidmet:

- Die Galerie 1 gibt einen Überblick über das künstlerischen Schaffen von 1917 und

beschäftigt sich mit der Intensität der Auseinandersetzung mit den jeweiligen

Ereignissen

- Die Ausstellung im Grande Nef ist in Form einer Spirale gestaltet. Ein 1917 immer

wiederkehrendes geometrisches Motiv als Symbol für die Hölle in den

Schützengräben. Dieser Abschnitt thematisiert die physische und psychische

Zerstörung – von Körpern und Gesichtern, aber auch von Landschaften und

Bauwerken – und deren Rekonstruktion.

Höhepunkt: Seit zwei Jahrzehnten war er in Frankreich nicht mehr zu sehen: Picassos

Bühnenvorhang für das Ballett „Parade“. Mit den Dimensionen von 1050 cm x 1640 cm

handelt es sich um eines der größten Monumentalwerke des Malers.

Tipps für Trips:

- Wochenende in Metz ab 100 Euro pro Person

1 Übernachtung mit Frühstück im Hotel***, Abendessen in einem Feinschmecker-

Restaurant sowie ein Eintritt im Centre Pompidou.

- Besuch von Verdun, Symbol für das Leiden im Ersten Weltkrieg, ab 134 Euro pro

Person. Inklusive: 2 Nächte im Hotel**, die Besichtigung der historischen Stätten

und ein gepflegter Imbiss.

Auskunft unter www.tourismus-lothringen.eu

1412-2012: Das Jeanne-d’Arc-Jahr in ihrer Heimatregion

Anlässlich des 600. Jubiläums der Geburt von Jeanne d‟Arc, der Jungfrau von Orléans,

sind in Lothringen im Jahr 2012 zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Den Auftakt und schon einen ersten Höhepunkt bildet am 26. Februar in Vaucouleurs die

mimische Nachstellung des Aufbruchs von Jeanne d‟Arc. Vaucouleurs gilt als „die Stadt,

die Jeanne d‟Arc bewaffnete“: 1428 spricht sie bei Sire Robert de Baudricourt, dem

Hauptmann des Königs und Stadtkommandanten, mit der Bitte vor, ihr eine

Begleitmannschaft zu bewilligen, um den König in Chinon zu erreichen. Dies gewährt er

ihr schließlich ein Jahr später.

Ebenfalls in Vaucouleurs - am Burgtor „Porte de France“ sowie in der Krypta - wird dem

Publikum eine einzigartige interaktive Aktion präsentiert: Eine Bild- und Tonvorführung

sowie eine 3-D-Darstellung, die nach draußen ausgestrahlt werden, führen den Besucher

in die Epoche von Jeanne d‟Arc…

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In Domrémy-la-Pucelle bietet der Conseil Général des Departements der Vogesen - als

Eigentümer der Stätte - von Mai bis Dezember 2012 ein Programm mit dem Titel

„DOMREMY – Dort, wo alles begann“: Historisches Kolloquium, Ausstellung, Konzerte,

Künstlerresidenzen sowie Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit bilden

Programmpunkte dieser Gedenkfeierlichkeiten.

Kontakt:

Domrémy-la-Pucelle: Conseil Général des Vosges

www.cg88.fr

Vaucouleurs: Fremdenverkehrsamt

www.tourisme-vaucouleurs.com

Aufenthalts-Tipp:

Auf den Spuren von Jeanne d‟Arc für 2 Personen ab 89 Euro. Inklusive: 1 Übernachtung

im Gästezimmer „Jehanne“ in der Villa Claudette (3 Ähren Gîte de France) mit Frühstück

sowie ein Korb mit lothringischen Produkten.

Auskunft unter: www.tourisme-meuse.fr (Rubrik M‟Box)

Eine Stadt ehrt ihren Architekten: Jean-Prouvé-Parcours in Nancy

Mit einer großangelegten Aktion möchte ab Juni 2012 die Stadt Nancy die Bedeutung des

Architekten Jean Prouvé herausstellen. Mehrere Ereignisse bilden den Kern dieses

Ereignisses:

2 neue Galerien für Dauerausstellungen:

o Eisenmuseum in Jarville-la-Malgrange: Ausgestellt werden Fotografien, Modelle,

Zeichnungen und Pläne der von Prouvé realisierten Arbeiten. Im Park sind einige

seiner Monumentalwerke zu sehen.

o Museum der Schönen Künste in Nancy: Im Rahmen der dort stattfindenden

Renovierung wird am Eingang des Museums eine ca. 300 m 2 große Galerie

eingerichtet. Die dort ausgestellten Möbel zeigen die Bedeutung seiner Werke für

die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

4 Sonderausstellungen in der Stadt: Museum der Schönen Künste, Musée Lorrain,

Museum der Schule von Nancy sowie die Galerien Poirel. Im Verlauf dieser

Ausstellungen wird sein Leben und seine Persönlichkeit verdeutlicht sowie der Einfluss,

den er auf das Design ausgeübt hat.

Ein Besichtigungsparcours, bei dem die architektonische Kraft seiner in der Stadt und

ihrer Umgebung zu findenden Werke deutlich wird. Sein Haus und sein Atelier werden

zu dieser Gelegenheit zu besichtigen sein, ebenso wie rund zehn symbolträchtige

Stätten seiner Arbeit.

Das „Prouvé-Jahr“ wird 2013 mit der Eröffnung des neuen Kongresszentrums, das seinen

Namen tragen wird, fortgesetzt. Im Jahr 2014 folgt der Bau des „Maison Tropicale“, ein

Tropenhaus, im Stadtzentrum.

Kontakt: Nancy Tourisme - www.ot-nancy.fr

Biografischer Überblick:

Jean Prouvé (1901-1984) ist der Sohn Victor Prouvés, eine der Symbolfiguren des

Jugendstils in Nancy. Die Werke von Jean Prouvé lassen das Erbe des Jugendstils

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eindeutig erkennen: die Vorliebe zu Experimenten und kollektiver Kreation, genaueste

Materialkenntnisse...

1931: Gründung der Firma Les Ateliers Jean Prouvé in Nancy.

Sein Werk: Jean Prouvé ist vor allem für seine metallischen Nomadenwohnhäuser

berühmt, die während der Nachkriegszeit in großer Anzahl produziert wurden, um dem

Wohnungsbedarf der Kriegsopfer zu decken.

Einige seiner Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz.

Aufenthalts-Tipp

Wochenende in Nancy ab 187 Euro/Person

2 Übernachtungen mit Frühstück in einem 3-Sterne-Hotel, Abendessen in typischen

Restaurants der Stadt. Außerdem eine Stadtbesichtigung mit Audioführer sowie Eintritt in

das Musée Lorrain und das Museum der Schule von Nancy.

Auskunft unter www.tourismus-lothringen.eu

Lothringen feiert seine Gastronomie ganzjährig

Lothringen genießt weit über die Landesgrenzen hinaus eine Reputation als Gourmet-

Region. Dazu haben die famose Quiche Lorraine, der Munster-Käse, die Potée Lorraine,

Mirabellen in jeglicher Form, Dragees, Madeleines, Bergamotte… nicht unwesentlich

beigetragen. Was liegt also näher, als diesen Symbolen lothringischer Küche ein oder

mehrere Feste zu widmen? Womit sich gleichzeitig für den Gast die vortreffliche

Gelegenheit ergibt, Land und Leute „authentisch“ zu erleben.

Hier sind Sie herzlich eingeladen

Foire à l‟Andouille du Val d‟Ajol vom 18. bis 20. Februar: Bei einem der ältesten

kulinarischen Feste Frankreichs geht es um die berühmte Wurst (Andouille) des Ajol-

Tales. Unter dem Zepter der dazugehörenden Bruderschaft beginnen die Festlichkeiten

am Sonntag mit einem Feinschmecker-Markt, einem mittelalterlichen Fest mit Spinetten

und Poemen, Parforce-Hörnern sowie einem Defilee in Kostümen. Am Montag folgt dann

der Wurstmarkt mit Kirmes. Ein Ereignis, das alljährlich rund 35 000 Besucher begeistert.

www.vosgesmeridionales.com

Foire aux Grenouilles in Vittel, im April. Die ganze Stadt feiert ein Produkt, das weltweit

als eines der Symbole französischer Küche gilt: der Froschschenkel.

www.vittelcongrestourisme.com

Mirabellen-Fest in Metz, im August. Direkt nach der Ernte gibt man zur Ehren der

Mirabelle, die anstelle des Lothringer-Kreuzes ebenso gut als Symbol die regionale Flagge

zieren könnte, ein Fest. Die Produzenten verkaufen sie an ihren Ständen. Man kürt die

Mirabellen-Königin, veranstaltet einen Umzug mit Prunkwagen und schließt das Ganze

mit einem spektakulären Feuerwerk ab. www.tourisme-metz.com

Fest der Lothringischen Pastete in Baccarat, im September. Großer Trödelmarkt,

natürlich Imbiss-Stände mit der famosen Pastete, Umzug mit Schmuckwagen in den

Straßen… www.ot-baccarat.com

Regionales Trüffelfest in Pont-à-Mousson, im November. Der noble Pilz in seiner

regionalen Variante steht im Mittelpunkt des Festes mit einem Trüffelmarkt, Kostproben

und einem Galadiner in der Abbaye des Prémontrés. www.abbaye-premontres.com

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Fest der Gänsestopfleber in Phalsbourg, im Dezember. Die Aussteller aus der Region

präsentieren die Produkte, die für stilechtes Feiern von Weihnachten und Silvester

unentbehrlich sind: Gänsestopfleber, Geflügel, Weine, Schokolade… www.phalsbourg.fr

Den vollständigen Veranstaltungskalender finden Sie unter: www.tourismuslothringen.eu

in der Rubrik „Terminkalender“.

Spezielle Angebote für Gourmet-Aufenthalte unter: www.tourismus-lothringen.eu

Pressekontakt für die Region Lothringen:

Carine Buch, Presseattachée

Comité Régional du Tourisme de Lorraine

Tel.: +33 (0)3 83 80 01 89

Email : carine.buch@tourisme-lorraine.fr

Elsass

Der Sundgau – reizvolles Südelsass

Zwischen den Vogesen und dem Jura, ganz im Süden des Elsass, liegt der Sundgau:

grüne Hügellandschaft, malerische Weiher, Bäche und Dörfer. Mit Reizen geizt dieser

Landstrich im südlichen Elsass wahrhaftig nicht. Antike Kirchen, robuste Fachwerkhäuser,

Burgen, kleine Dörfer und Museen halten die Erinnerung an alte Traditionen wach.

Bekannt ist der Sundgau vor allem auch für seine Karpfen, die nirgends sonst so

zubereitet und gegessen werden wie hier und denen die Region ihre Auszeichnung mit

dem Label „Site remarquable du Goût“ (Bemerkenswerter Ort für Geschmack) verdankt.

40 Gastronomen bieten ihren Gästen entlang der Karpfenstraße diese schmackhaften

Fische an, die nach traditionellem Savoir-faire zubereitet und mit Salat, Zitrone und

Mayonnaise serviert werden. Gegessen wird mit den Fingern. Wer möchte, kann sich

seinen Fisch sogar selbst angeln.

Weit über elsässische und französische Landesgrenzen hinaus bekannt dürfte das kleine

Örtchen Vieux-Ferrette in Feinschmeckerkreisen sein. Hier hat Bernard Antony,

Käsepapst, Käseflüsterer, Käsekönig, … und wie er sonst noch genannt wird, seinen

Veredelungskeller. In seinem kleinen Geschäft verkauft er direkt vor Ort, beliefert aber

auch namhafte Küchenchefs aus der ganzen Welt. Illustre Gäste finden sich häufig zu

seinen so genannten „Käsezeremonien“ ein, während der man sich einen Abend lang

durch ein Schlaraffenland schmackhafter Käsesorten probieren darf, die zum Teil über

vier Jahre heranreifen.

www.sundgau-sudalsace.fr

Wie der Sundgau zu seinem Karpfen kam: Die Legende des gebackenen

Karpfens

Zu jener Zeit pflegte der Sohn des Grafen von Ferrette in der Gegend um Liebsdorf

spazieren zu gehen. Eines Tages traf er eine junge Schäferin von unglaublicher

Schönheit. Er verliebte sich unsterblich in sie, wagte jedoch nicht, ihr seine Leidenschaft

zu gestehen. So zeigte er ihr seine Liebe, indem er ein Gedicht auf den Fels schrieb, an

dem sie sich gerne ausruhte. Von dieser lieblichen Botschaft verführt, willigte die

Schäferin alsbald in die Hochzeit mit dem Ritter ein. Nun mussten sie jedoch noch den

Grafen von Ferrette umstimmen, der dieser Verbindung entgegen stand. Im Glauben,

etwas Unmögliches zu fordern, verlangte der Graf von der Schäferin, dass sie eine

außergewöhnliche Tat vollbringe, um sich der Hochzeit würdig zu erweisen. Ihrer selbst

sicher schlug das junge Mädchen ihm vor, vom sagenumworbenen Goldenen Fisch zu

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kosten. Neugierig geworden nahm der Graf das Angebot an. Sie ging und fing Karpfen,

die sie auf ihre Art zubereitete und in Öl goldbraun buk. Der Graf war von der ihm

dargebotenen Köstlichkeit so überwältigt, dass er der Hochzeit seines Sohnes mit der

Schäferin voll Freude zustimmte. Auf dem Felsen ihrer Idylle ließ er ein Schloss bauen,

das unter dem Namen Liebenstein bekannt wurde. Und so wurde der gebackene Karpfen

ein hochgeschätztes Gericht im Sundgau.

www.carpe-frite.fr

Eine originelle Region, die mit dem TGV zu erreichen ist

Klein, aber oho! Auf die kleinste und farbenfroheste Region Frankreichs trifft das

unbedingt zu: 17.000 Kilometer markierte Wanderwege, 35 Pässe, 80 Seen, 100 Burgen,

50 Festivals, 2.000 Shows, 300 Weinstuben und 130 Museen gibt es im Elsass. Wer

bietet mehr?

Die kleinste Region Frankreichs: Mit nur 190 Kilometern Länge und 50 Kilometern

Breite ist das Elsass die kleinste Region Frankreichs. Es erstreckt sich über das

Departement „Bas-Rhin“ (Unterelsass) im Norden und das Departement „Haut-Rhin“

(Oberelsass) im Süden. Als direkter Nachbar Deutschlands grenzt das Elsass als einzige

französische Region direkt an den Rhein. „Vielfalt“ ist das Schlagwort, mit dem sich das

touristische Angebot am besten beschreiben lässt und das jährlich um die 11 Millionen

Besucher anzieht. Es reicht von abwechslungsreicher Landschaft – dem Ried in der

elsässischen Ebene, Weinbergen und dem Vogesengebirge – über geschichtsträchtige

Orte wie der Maginot-Linie bis zu einem breiten Angebot an Aktivitäten.

www.tourisme-alsace.com

Die höchste Burgendichte Frankreichs: Jeder, der schon einmal die elsässische

Autobahn benutzt hat oder auf der Weinstraße gereist ist, wird es bestätigen. Auf fast

jedem Felsvorsprung und jedem vorgelagerten Hügel entlang der elsässischen Ebene am

Rande der Weinberge thront stolz eine Burg. 100 große und kleine mehr oder weniger

gut erhaltene Burgen zählt das Elsass. Am bekanntesten ist die Hohkönigsburg bei

Sélestat. Kaiser Wilhelm II erfüllte sich einen Klein-Jungen-Traum, als er die Burg Anfang

des 20. Jahrhunderts aus ihren Ruinen wieder auferstehen ließ. 550.000 Besucher

kommen jährlich, um sich auf eine Zeitreise in den Burgalltag des 15. Jahrhunderts zu

begeben. Die westlich von Wissembourg gelegene, zum Teil direkt in den Sandstein

gehauene Burg Fleckenstein gehört zu den meistbesuchten Burgen in den

Nordvogesen. Hier wird das Mittelalter bei einer Besichtigung mit einem Führer in

Nachtwächterkleidern lebendig. Auf der Holandsburg kommen Jazzfans im Sommer

beim jährlich dort stattfindenden Jazzfestival auf ihre Kosten. Die Burg Lichtenberg

schlägt gekonnt einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart: eine kühne

Architektur kombiniert aus Sandstein, Holz und Kupfer hat es erlaubt, die Burgruine an

ihre neuen touristischen und kulturellen Funktionen anzupassen.

Die älteste schriftliche Erwähnung des Weihnachtsbaums: Weit muss man in der

Geschichte zurückgehen, möchte man mehr über den Ursprung des Christbaums

erfahren. Die Spur des anfangs nur mit Hostien und roten Äpfeln geschmückten

Tannenbaums lässt sich ins Elsass zurückverfolgen: Erstmals schriftlich erwähnt wird er

in Sélestat, in einem Dokument aus dem Jahr 1521. Dieses wird bis heute in der

Humanistischen Bibliothek aufbewahrt und ausgestellt. Es handelt sich um ein

Geschäftsbuch, in dem eine Ausgabe von 4 Schilling erwähnt wird als Bezahlung für

Förster, die die Bäume im Stadtwald bewachen sollten.

www.bibliotheque-humaniste.eu

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Und das Beste: Das Elsass lässt sich wunderbar mit dem TGV erreichen! Der

Hochgeschwindigkeitszug TGV-Est, der Paris und Stuttgart bzw. München direkt

miteinander verbindet, macht mehrmals täglich im elsässischen Straßburg Halt. Über

diese Strecke sind auch Augsburg und Ulm direkt an Straßburg angebunden. Ab Frühjahr

2012 rückt die kleinste Region Frankreichs noch ein Stück näher an Deutschland heran.

Dann nämlich wird die Strecke des TGV Rhin-Rhône, der seit Ende 2011 bereits

Straßburg mit Lyon und Marseille verbindet, bis nach Frankfurt verlängert. Gerade einmal

2¼ Stunden Fahrzeit trennen Hessen und Elsässer dann noch voneinander. Für die

Direktverbindung von Frankfurt bis ins elsässische Mulhouse braucht der französische

Hochgeschwindigkeitszug gut 3 Stunden. Straßburg wird zu einem Knotenpunkt für

Reisende in und nach Ost-Frankreich.

Ausgefallene Übernachtungsmöglichkeiten

Wer seit seiner Kindheit davon träumt, einmal in einem Baumhaus zu übernachten oder

den Sternenhimmel so lange nach Sternschnuppen abzusuchen, bis ihm die Augen

zufallen, hat diese Möglichkeit im Elsass.

Nicht „Tausend und eine Nacht“, sondern „Blase und eine Nacht“ (Bulles et une nuit)

heißt das Hotel in Klingenthal, in dem Besucher unter freiem Himmel in einer Art

Seifenblase schlafen können. Inmitten der hügeligen Landschaft von Klingenthal, am

Fuße des Odilienbergs, gibt es für Übernachtungsgäste vier „bulles“, größtenteils

durchsichtige „Sphären“ mit 4 Meter Durchmesser, die ganz in Weiß und im Look der

1970er Jahre eingerichtet sind. Wie kleine Villen für Nomaden muten die vier zeltartigen

Zimmer an, die aus einer gemütlichen Schlafkugel mit King-Size-Bett und Hängeschrank

sowie einer Badezimmer-Kugel bestehen. Eine gut funktionierende Belüftung sorgt für

eine gesunde Raumatmosphäre ohne Feuchtigkeit oder Staub. Romantik ist bei dieser Art

des Luxus-Campings garantiert. www.bullesetunenuit.fr

Seit 2010 geht es in Aubure, in der Nähe von Ribeauvillé, hoch hinaus – besonders für

Gäste, die ein Zimmer in den „Cabanes dans les arbres“ reserviert haben.

Nachhaltigkeit und Ökologie sind Schlagwörter, die das Konzept dieser ungewöhnlichen

Übernachtungsmöglichkeit bestens beschreiben. Nur 9 Kilometer von der Weinstraße

entfernt in den Bergen oberhalb von Ribeauvillé kann man auf einem 2,6 Hektar großen

Grundstück inmitten intakter Natur in Baumhäusern auf mehreren Metern Höhe

übernachten. Auch nach kanadischem Vorbild gebaute Chalets stehen für

Übernachtungsgäste bereit. Für den Bau der Häuser hat der Initiator des Projekts, Michel

Culli, gelernter Schreiner und ehemaliger Exportchef im Holz- und Isolationsbereich,

ausschließlich Naturmaterialien wie Holz oder Hanf verwendet und besonderen Wert auf

Naturschutz gelegt. Die „Cabanes dans les arbres“ sind ein weiteres Beispiel für

nachhaltigen Tourismus im Elsass und ein garantiert originelles Übernachtungserlebnis

für Verliebte, Freunde oder auch Familien. www.domaine-hauts-de-ribeauville.fr

Das Who’s Who außergewöhnlicher Elsässer

Bei einem Aufenthalt im Elsass kann man nicht nur vielseitige Landschaft, Jahrhunderte

alte Städte, hervorragende Gastronomie und lokale Traditionen entdecken, sondern auch

interessante Menschen kennenlernen oder mehr über charismatische Persönlichkeiten

erfahren.

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In der bezaubernden Landschaft von Niedermorschwihr, einem kleinen Dorf inmitten von

Weinbergen, kocht Konfitüren-Königin Christine Ferber in großen Kupferkesseln

himmlisch schmeckende Marmeladen ein, für die sie bis nach Japan bekannt ist. Über

300 Sorten hat sie bereits kreiert. Nicht nur Starkoch Alain Ducasse ist Fan ihrer süßen

Verführungen. www.christineferber.com

Tomi Ungerer, Zeichner, Illustrator, Grafiker und Schriftsteller, der sich mit seinen

bissigen Karikaturen weltweit einen Namen gemacht hat, stammt aus einer bekannten

Straßburger Uhrmacherfamilie. Einen Großteil seines graphischen Werks hat er seiner

Geburtsstadt vermacht, wo es in der Villa Greiner zu sehen ist. www.tomiungerer.com

In Vieux-Ferrette im Sundgau veredelt Bernard Antony, der Käsepapst, Käseflüsterer,

Käsekönig, … und wie er sonst noch genannt wird, Rohmilch-Käse, die er von kleinen

Bauernhöfen in ganz Frankreich bezieht. Starköche setzen nur seinen wohlgereiften Käse

auf ihre Karte, illustre Gäste kommen zu seinen „Käsezeremonien“.

http://fromagerieantony.pagesperso-orange.fr

Der Rallyefahrer Sébastian Loeb ist wohl allen Autofans ein Begriff. Acht Mal hat der

sympathische Elsässer, der Geschwindigkeit schon immer geliebt hat, den

Weltmeistertitel im Rallyefahren geholt. Seit 2010 findet die französische Etappe der

„World Rallye Championship“ in seiner elsässischen Heimat statt. Wenn das nicht zu

seinem Erfolg beiträgt! www.sebastienloeb.com

Auch Friedensnobelpreis-Träger und Urwald-Doktor Albert Schweitzer ist ein

waschechter Elsässer. Der studierte Theologe und Arzt wurde in Kaysersberg geboren

und wuchs im Münstertal auf. Dorthin kehrte er immer wieder zurück. Sein Wohnhaus in

Gunsbach ist heute ein Museum. Lebendig scheint er noch zu sein, wenn die 82-jährige

Sonja Poteau, eine Krankenschwester, die mit ihm in Lambarene war, seine alte

Arzttasche hervorholt oder neben dem Klavier stehend erzählt, wie er auf eben diesem in

Afrika zu spielen pflegte. www.schweitzer.org

Dass die Freiheitsstatue in New York steht und eine Schenkung Frankreichs an die USA

ist, wissen die meisten. Dass der Schöpfer des Werks Elsässer ist und Frédéric Auguste

Bartholdi (1834 – 1904) heißt, ist weniger bekannt. Er gehört zu den wichtigsten

Bildhauern des 19. Jahrhunderts. In seinem Geburtshaus in Colmar, im Bartholdi-

Museum, sind viele seiner Werke ausgestellt. www.musee-bartholdi.com

Vom Guide Michelin mit drei Sternen gekürt wurde Marc Haeberlin, Chef-Koch in der

Auberge de l‟Ill in Illhaeusern. Was vor über 150 Jahren mit einem kleinen

Familiengasthof begann, ist heute ein Geheimtipp für Feinschmecker. Der Mann, der

keinen Brokkoli, dafür aber liebend gerne Wiener Schnitzel isst, über 300 Kochbücher

besitzt und als heimliche Leidenschaft Haribos nennt, würde am liebsten einmal ein Menü

mit Michael Schuhmacher kochen. Wie das wohl aussehen mag?

www.auberge-de-l-ill.com

Pressekontakt für die Region Elsass

Cornelia Eisenreich

Pressesprecherin Elsass Tourismus

c/o Atout France

Zeppelinallee 37 – 60325 Frankfurt/Main

Tel.: 069 97 58 01 32

Email: cornelia.eisenreich@franceguide.com

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Burgund

Beim Teutates, 2012 ist im Burgund ein Jahr des „Archäologix“!

Vor genau 1100 Jahren wurde sie gegründet. Jahrhundertelang bildete sie danach das

spirituelle Zentrum der abendländischen Welt. Was von der Abtei in Cluny blieb, ist

immer noch beeindruckend. Genauso wie die Festlichkeiten, die diesem Ereignis

gewidmet werden. Eine weitere Periode burgundischer Geschichte kommt im Jahr 2012

ebenfalls zu Ehren: die keltisch-romanische Epoche, zu der natürlich auch der Gott

Teutates gehörte…

Vor mehr als 2000 Jahren besiegte der römische Kaiser Julius Cäsar mit seinen Legionen

den legendären Keltenführer Vercingetorix bei Alésia. Römer und Gallier stehen sich nun

ab dem 26. März 2012 in Alésia erneut gegenüber. Genauer gesagt: im brandneuen

MuséoParc d’Alésia. Dieser kreisrunde Bau von 52 Metern Durchmesser ersetzt das

bisherige Ausstellungszentrum. Stararchitekt Bernard Tschumi, der schon mit dem Musée

de la Villette in Paris und dem Akropolis-Museum in Athen sein Genie bewies, setzte

dieses architektonische Meisterstück behutsam in die burgundische Waldlandschaft. Beim

chronologisch aufgebauten Rundgang taucht der Besucher mittels audio-visueller Technik

auf dem letzten Stand der Technik in das kriegerische Geschehen jener Zeit ein.

MuséoParc d’Alésia - 25-bis, Rue du Rochon - 21150 Alise-Sainte-Reine Alésia

Tel.: + 33 (0)3 80 96 96 23 - presse@alesia.com - www.alesia.com

Parallel zur Eröffnung des MuséoParc d‟Alésia widmen sich 2012 zahlreiche andere

Veranstaltungen jener gallisch-romanischen Epoche. Vor allem in zwei für diese Zeit

emblematische Stätten, Bibracte, der seinerzeit wichtigsten Stadt Galliens, und Autun,

von Kaiser Augustus als „Schwester und Konkurrentin von Rom“ gegründet. Auf dem

Programm – unter anderem: der Marsch der Legionäre von Bibracte nach Alésia im Mai;

die „römischen Tage von Autun“ im Juli; Freiluft-Kino-Vorführungen in Bibracte… Wer

die berühmte „Vase des Vix“ noch nicht in ihrer neuen Präsentations-Form gesehen hat,

sei herzlich in das Musée du Châtillonais von Châtillon-sur-Seine eingeladen. Zahlreiche

weitere Museen widmen sich der Historie Burgunds bis weit in die Steinzeit hinein. Und

wie könnte es in der Bourgogne anders sein, das Thema besitzt natürlich auch

gastronomische Facetten! Wie etwa die gallischen Rezepte im Restaurant „Le Chaudron“

in Bibracte oder die Kochkurse mit römischer Küche in Autun.

Also tun Sie es den alten Römern gleich: Auf nach Gallien! Allerdings als Entdecker, nicht

als Eroberer…

Bibracte/Mont-Beuvray, Tel.: + 33 (0)3 85 86 52 35 - www.bibracte.fr

Office de Tourisme d’Autun et de l’Autunois, Tel.: + 33 (0)3 85 86 80 38 -

www.autun-tourisme.com

Office de Tourisme du Pays Châtillonnais, Tel.: + 33 (0)3 80 91 13 19 - www.payschatillonnais.fr

www.burgund-tourismus.com, Rubrik „Entdecken“ (Alésia öffnet die Tore zum Jahr der

Archäologie)

Burgund zum Anbeißen

Mäuse fängt man mit Speck, Gourmets womöglich mit: gefüllten Brandteigplätzchen zum

Aperitif, einer Scheibe durchwachsenen Schinken beim Picknick, einer delikaten

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Schnecken-Torte, einem kräftigen Kotelett vom Charolais-Rind direkt vom Holzkohlegrill…

Oder vielleicht doch mit einem Bresse-Huhn und einer Gänseleber-Pastete in Cassis, auf

die eine Käseplatte folgt? Wer dann tatsächlich noch etwas Platz im Magen hat, garniert

ein Stück Gewürzkuchen aus Dijon mit ein paar selbstgepflückten Himbeeren… Haben Sie

angebissen?

Beste Gelegenheit, regionalen Produkten und nicht minder regionalen Erzeugern zu

begegnen, bieten Verkaufsmessen und besonders die zahlreichen Märkte. Wer will,

erfährt dort bei Gemüse- oder Käsehändlern alles, was er über Land und Leute wissen

sollte. Ebenso lehrreich und zugleich gesellig gestalten sich die Kochkurse, die viele

Meister der Zunft in ihren Etablissements anbieten. Wo könnte man besser erfahren als

hier vor Ort, wie man das berühmte „Boeuf Bourguignon“ zubereitet?

Reichlich Informatives bieten Besuche in Unternehmen, die mit ihrem Namen für das

„Fabriqué en Bourgogne“ stehen. Natürlich wird man Ihnen dort intime „Betriebs-

Geheimnisse“ nicht ohne weiteres preisgeben. Aber knapp zwei Dutzend Produzenten, die

sich in der Vereinigung „Vive la Bourgogne“ zusammen geschlossen haben, lassen Sie

mit Freude bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Etwa bei der Herstellung

burgundischen Käses in der Käserei Gaugry in Brochon. Cassis mit allem was dazugehört

lernen Sie im Cassissium von Nuits-Saint-Georges kennen. Der Crémant de Bourgogne

wartet auf Sie bei Veuve Ambal vor den Toren von Beaune. Sie entdecken die Saga der

Maison Mulot & Petitjean in Dijon, wo seit 1796 die Tradition des Gewürzkuchens

hochgehalten wird. Oder die der Senf-Produktion Fallot in Beaune, wo man sich seit 1840

der würzigen Seite des Lebens widmet. Seit dem 16. Jahrhundert stellt man in der alten

Abtei von Flavigny die berühmten Anis-Bonbons her – und gedenkt, dieses auch in

einigen Jahrhunderten noch zu tun. http://vivelabourgogne.free.fr/

Die UNESCO ließ es sich nicht nehmen, die französische Küche als Ganzes in das

Kulturerbe der Menschheit aufzunehmen. Dem Ereignis widmet man westlich des Rheins

am 23. September 2012 mit der „Fête de la Gastronomie“ eine Art Nationalfeiertag. In

Burgund firmiert das Ereignis unter dem Titel „Fantastic Picnic“, zu dem Sie – Sie

haben das sicher schon erwartet! – auf das Herzlichste eingeladen sind.

Wer es deutlich stilvoller schätzt, reserviert seinen Tisch in einem jener Restaurants, die

zwar nicht das Rating AAA+, dafür aber mindestens einen Michelin-Stern besitzen.

Danach müssen Sie in Burgund nicht lange suchen, die Region gehört zu den „besterntesten“

überhaupt!

www.burgund-tourismus.com, Rubrik „Genießen“

Die Lust der Langsamkeit

Um nicht als fürchterlich altbacken da zustehen, nennen wir es natürlich „Slow Travel“.

Gemeint ist aber absolut das Gleiche: in aller Seelenruhe einer Region und ihren

Menschen begegnen. Und das in touristischen Einrichtungen mit menschlichen

Dimensionen, fest verankert in der Kultur und den Traditionen ihres Umfeldes.

Zu diesem Umfeld gehören in der Bourgogne unter anderem 800 Kilometer „Voies

Vertes“ (grüne Routen), 1000 Kilometer Wasserstraßen, weite Räume und das geradezu

sprichwörtliche „Art de Vivre“. The Slow-Travel-Paradise sozusagen…

Eine der Möglichkeiten, dieses Paradies zu „erfahren“, bietet sich im Rahmen des

Programms Le Tour de Bougogne à Vélo®. Wobei sich Natur- und Kulturerlebnis auf

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angenehmste Weise mit mehr oder weniger intensiver körperlicher Ertüchtigung

verbindet.

Noch gelassener geht es beim Navigieren auf den überaus reizvollen Wasserstraßen

Burgunds zu. Egal, ob Sie dabei ein Hausboot (Péniche) verwenden, es sich an Bord

eines Hotelschiffes bequem machen oder mit einem Ausflugsschiff unterwegs sind.

Bei den Jakobs-Pilgerwegen war und ist noch immer schon allein der Weg das Ziel.

Wegen ihres günstigen Reliefs durchquerten einst die Pilger nach Santiago di Compostela

auf verschiedenen Routen die Bourgogne. Auch ohne religiöses Ansinnen bieten diese

Strecken ein wundervolles Wanderterrain…

Beim Thema Parks und Gärten hat jeder seine eigenen Vorlieben. Es bestehen gute

Chancen, dass Sie in der Bourgogne fündig werden: Buchsbaum-Labyrinthe, Parks im

französischen oder englischen Stil, Lustgärten, tropische Treibhäuser, botanische Gärten,

Rosenzuchten… Von Menschenhand formvollendete Natur!

Und weil man/frau beim Slow Travel natürlich auf ein schnödes „Navi“ verzichtet (oder?),

hält man beim Tourismusverband Bourgogne Tourisme detailreiches Kartenmaterial

in deutscher Sprache bereit. Zur Verfügung stehen:

La Bourgogne à Vélo - Burgund mit dem Rad

La Bourgogne au Fil de l‟Eau – Wasserwege in Burgund

La Bourgogne à Cheval – Reiten in Burgund

Routes des Vins et Chemins gourmands en Bourgogne – Weinstraßen und

Gourmet-Routen in Burgund

TGV RHEIN-RHÔNE – Nur noch ein „Katzensprung“ bis nach

Burgund!

Sinnigerweise am 11.12. um 11.12 Uhr nahm die neue TGV-Linie Rhein-Rhône ihren

Betrieb auf. Damit rücken weite Teile Westeuropas noch ein Stück näher…

Im neuen Angebot der Hochgeschwindigkeitszüge besitzt Dijon eine zentrale Position. 11

Zugpaare verkehren zwischen der Burgundischen Kapitale und Mulhouse, einige davon

fahren weiter bis nach Basel, zwei nach Strasbourg und Ende 2012 auch nach Freiburg.

Von Dijon aus führen Zugverbindungen nach Chalon-sur-Saône und Mâcon im Süden

Burgunds sowie nach Montbard, eine Zugstunde von Paris entfernt. Die Fahrpläne aller

dieser Linien sind so aufeinander abgestimmt, dass keine langen Wartezeiten entstehen.

Die Verbindungen Strasbourg-Dijon und Mulhouse-Dijon wurden erweitert, so dass sich

Reisezeiten insbesondere von Köln und Frankfurt aus – die DB bedient Basel von dort aus

stündlich – drastisch verkürzen. Der Transfer Basel-Dijon dauert nunmehr 1h25 statt

3h10 zuvor. So wird die Bourgogne zur idealen Destination auch für Kurztrips. Das gilt

verstärkt, wenn Ende 2012 die Linie Freiburg-Mulhouse eröffnet wird, womit sich die

Burgund-Reise von München aus stark verkürzt.

Weitere Informationen:

Club TGV Rhin-Rhône

Cercle Dijon-Bourgogne

contact@clubtgvrhinRhône.eu - www.clubtgvrhinRhône.eu

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Pressekontakt für die Region Burgund

Coralie Moisson

Pressesprecherin

Bourgogne Tourisme

5, Avenue Garibaldi - BP 20623 - F-21006 Dijon Cedex

Tel.: +33 (0)3 80 280 303 - Fax: +33 (0)3 80 280 300

Mail: c.moisson@crt-bourgogne.fr - Internet: www.bourgogne-tourisme.com

Franche-Comté

Citytrips in der Franche-Comté – mit dem neuen TGV Geschichte,

Parkanlagen, Museen und Flair der Städte erleben

Ab 23. März können Besucher mit der neuen TGV-Linie die Franche-Comté noch schneller

erreichen, von Frankfurt aus fährt man in 3h30 Stunden nach Belfort und in 3h55 nach

Besançon. Das ist ideal, um die Städte der ostfranzösischen Region näher

kennenzulernen: Es warten Zitadellen, ein steinerner Löwe, Flussschleifen und prächtige

Stadthäuser, ein Abenteuermuseum und ein Markt, auf dem regionale Köstlichkeiten

probiert werden können.

Geschichte und Natur in Besançon

In der Hauptstadt der Franche-Comté können Besucher Geschichte hautnah erleben: Die

Zitadelle von Besançon überragt als Wahrzeichen die gesamte Stadt und ist eine der

meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Region. Sie gilt als schönste Festungsanlage des

Baumeisters Vauban und gehört seit 2008 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Besançon

eignet sich auch hervorragend, um sich entspannt und im eigenen Rhythmus durch die

perfekt aneinander gereihten Straßen und Plätze der Altstadt treiben zu lassen und die

Wohnhäuser aus gelbem und blauem Stein aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu

bestaunen. Und auch Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten: Besançon bietet viele

Grünflächen und liegt zudem idyllisch in einer Schleife des Doubs – perfekt für

Spaziergänge oder Radtouren.

Belfort, die Stadt des Löwen

Belfort ist vor allem für ihren Löwen bekannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Werk

des Bildhauers Bartholdi und wurde zum Gedenken an den heldenhaften Widerstand

Belforts im Deutsch-Französischen Krieg geschaffen.

In der „Citadelle de la Liberté“ können Besucher entlang der Gräben und Bastionstürme

die Geschichte der Bauwerke und Belforts hautnah erleben. Und für die kleinen

Geschichts-Fans gibt es einen Quiz-Rundgang, der sie spielerisch durch die einzelnen

Jahrhunderte führt. Außerdem sehenswert sind die bunten Fassaden von Belforts

Häusern und die charmanten Gässchen, die zwischen der Zitadelle und den

Befestigungsanlagen und unter dem wachsamen Auge des Löwen von Bartholdi zum

gemütlichen Flanieren einladen. Jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende lockt zudem das

Festival „Eurockéennes“ 90.000 Musikbegeisterte verschiedenster Musikrichtungen an.

Montbéliard – die Wiege des Automobils

Vier Jahrhunderte lang war Montbéliard ein deutsches Fürstentum. Aus dieser Zeit

stammt auch der deutsche Name der Stadt Mömpelgard. Die kleinen Gassen der Stadt

mit lachs- und lavendelfarbenen, blutroten und lilafarbenen Häuschen erinnern noch

heute an die farbenfrohe Tradition der alemannischen Städte. Mehr über die

Stadtgeschichte können Besucher im imposanten Schloss der Herzöge von Württemberg

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erfahren. Und natürlich darf bei einem Aufenthalt in der Auto-Stadt auch ein Besuch im

Abenteuermuseum Peugeot nicht fehlen. Dort erleben Besucher die Geschichte dieser

Marke und können sich an alten Fahrzeugen sowie futuristischen Prototypen satt sehen –

oder ihr fahrerisches Können am Fahrsimulator unter Beweis stellen.

Dole – ehemalige Hauptstadt mit eleganten Bauten

Als ehemalige Hauptstadt der Franche-Comté war die Stadt Residenz zahlreicher

Würdenträger und Parlamentsmitglieder, die alle prächtige Bauten und elegante

Stadthäuser errichteten. Ergänzt wird das Stadtbild von den vielen Kanälen, an denen

Besucher entlang spazieren können. Überragt wird die Altstadt von der Stiftskirche Notre

Dame aus dem 16. Jahrhundert. Und in den Gassen des Gerberviertels findet drei Mal pro

Woche ein Markt statt, auf dem Besucher die regionalen Köstlichkeiten der Franche-

Comté probieren können.

Ein berühmter Sohn der Stadt ist übrigens Louis Pasteur, der durch sein Verfahren, Milch

durch kurzes Erhitzen haltbar zu machen, bekannt wurde. Sein Geburtshaus ist heute ein

Museum.

Die Franche-Comté – Wo Kinder das ganze Jahr über Könige sind

Die Franche-Comté hält auch für die kleinen Urlauber viele Schätze bereit, die sich zu

entdecken lohnen: Im Dino-Park, Polarpark und beim internationalen Kinderfestival wird

es sicher niemandem langweilig. Und auch die Städte der ostfranzösischen Region

versprechen spannende Stadtbesichtigungen, bei denen die ganze Familie auf ihre Kosten

kommt.

Ein Park für kleine Dinosaurier-Fans

Unglaublich, aber wahr: Vor 200 Millionen Jahren war das Jura-Gebirge ein weitläufiger,

tropischer Strand, an dem sich noch Dinosaurier tummelten. Mit eigenen Augen können

sich kleine und große Besucher im Dino-Park davon überzeugen. Auf einer Fläche von

zwölf Hektar wird dort die faszinierende prähistorische Tierwelt der Franche-Comté

lebendig: Im bewaldeten Park begegnet man über 100 Tier-Reproduktionen von

Brontosaurus, Tyrannosaurus Rex und Co in Lebensgröße. Ein unvergessliches und

lehrreiches Erlebnis in Charbonnières-les-Sapins, das von Besançon aus, der Hauptstadt

der Region, in nur wenigen Autominuten zu erreichen ist.

www.dino-zoo.com

Von Schlittenhunden, Rentieren und Auerochsen

Der Polarpark liegt mitten in den Bergen des Jura auf 1.200 Metern Höhe nahe des Orts

Chaux Neuve und bietet Tieren aus dem Hohen Norden eine natürliche Umgebung: Ob

Polarhunde, die direkt vom Wolf abstammen, Rentiere aus Schweden oder Auerochsen –

die beeindruckend schönen, wilden, aber auch kuscheligen Tiere sind ein ideales Winter-

Erlebnis für die ganze Familie.

Den Polarpark gibt es übrigens schon seit 20 Jahren: Mit nur drei Hunden verwirklichten

sich die beiden Gründer Gilles und Claude Malloire hier ihren Traum eines Lebens

gemeinsam mit den Tieren und besitzen inzwischen das größte Polarhunde-Rudel

Europas.

www.parcpolaire.com

Internationales Kinderfestival

Im Juli ist beim Idéklic, dem Internationalen Festival für Kinder, einiges geboten: Vom

11. bis 14. Juli können die Kleinen in Moirans-en-Montagne an verschiedenen

Aufführungen, Workshops und Straßenfesten teilnehmen. Sie können sich zum Beispiel

mit Clowns, Marionetten-Theatern und Tänzen austoben oder sich an Salzteig-

Kunstwerken, Akrobatik-Nummern oder selbstgereimten Gedichten ausprobieren.

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Moirans-en-Montagne im regionalen Naturpark Haut-Jura ist dank ihres traditionellen

Holz-Kunsthandwerks übrigens die Spielzeughauptstadt Frankreichs und lädt jedes Jahr

zu diesem besonderen Festival ein, das ganz bestimmt die Herzen aller Kinder und

vielleicht auch einiger Erwachsenen höher schlagen lässt.

www.ideklic.fr

Spannende Stadtbesichtigungen auch für die Kleinen

Langeweile, während sich die Großen mit Geschichte und Kultur der Städte beschäftigen?

Nicht in der Franche-Comté. In Pontarlier etwa können Kinder die Stadt mit

märchenhaften Stadtbesichtigungen auf ihre eigene Weise entdecken und lernen dabei

spielerisch Neues. Und in Besançon kommen die Kleinen im Wahrzeichen der Stadt, der

vom berühmten Baumeister Vauban erbauten Zitadelle, auf ihre Kosten: Neben den

zahlreichen Mauern, Wachhäuschen, Türmen und Grabenscheren beherbergt sie nämlich

ein einzigartiges Museum mit zoologischem Garten, Insektarium, Noktarium und

Aquarium. Besonders beeindruckend ist das Insektarium, das zu den größten Europas

zählt, mit Käfern, Spinnen, Ameisen, Skorpionen, die sich in ihrem nachgebildeten

Lebensraum präsentieren und große und kleine Kinder begeistern.

www.citadelle.com

Die Franche-Comté auf zwei Rädern entdecken – eine schöne

Pflicht in diesem Jahr

Tour de France, Mountainbike-WM und -Rennen, dazu ein Radweg, der auf seinem Weg

vom Schwarzen Meer an den Atlantik direkt durch die Franche-Comté führt:

Fahrradfahren ist in diesem Jahr Pflicht in der ostfranzösischen Region. Hier treffen sich

Profis und Hobby-Fahrradfahrer, um mit ihren Rennrädern und Bikes das

abwechslungsreiche Terrain der Region zu erkunden.

Die Tour de France, drei Tage lang zu Gast in der Franche-Comté

Im Juli dieses Jahres wird die gesamte Sport-Welt drei Tage lang auf die Franche-Comté

blicken, denn dort machen am 7., 8. und 9. Juli die Radprofis der Tour de France Halt.

Am 7. Juli steht die Etappenankunft auf dem Gipfel „Planche des Belles Filles“ in den

Vogesen im Norden der Region an. Anschließend geht es von Belfort aus Richtung Süden

nach Porrentruy in der Schweiz. Am Montag, dem letzten Tag in der Franche-Comté,

steht dann das Zeitfahren an, das die Sportler von Arc-et-Senans nach Besançon führen

wird: Die Hauptstadt der Region nimmt das Feld übrigens bereits zum 16. Mal in der

Geschichte der Tour de France in Empfang.

Sowohl Hobby-Radler als auch ambitionierte Fahrradfahrer können daher in diesem Jahr

den Radprofis in der Franche-Comté nahe kommen oder einen Aktivurlaub auf den

Spuren der Tour de France verbringen und dabei eine Region und ihre landschaftlichen

Highlights kennenlernen.

Pressereise: „Auf den Spuren der Tour de France durch die Franche-Comté“ vom 26. bis

29. April (Anmeldung bei Burckhardt PR!).

Die Mountainbike-Weltmeisterschaft lockt Bike-Profis aus aller Welt

In diesem Jahr wird die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaft in Ornans

ausgetragen, einer dynamischen und grünen Stadt in der Franche-Comté. Bereits 1993

fand die WM in der Region statt, genauer gesagt in Métabief, worauf auch die große

Anzahl an Mountainbike-Strecken in dieser Gegend zurückzuführen ist.

Am 6. und 7. Oktober dieses Jahres werden nun Teilnehmer aus 50 Ländern in Ornans

die Weltmeisterschaft auf zwei abgesperrten, 100 Kilometer langen Strecken bestreiten.

Single Tracks, Xtrem Abfahrten, Waldstrecken und Fahrten über Geröll - hier kommt

jeder Biker auf seine Kosten. Begleitet wird dieses Event von zahlreichen sportlichen,

aber auch festlichen Veranstaltungen.

www.extreme-sur-loue.com

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La Forestière - Das Rennen der Mountainbiker

Jedes Jahr im September ist es soweit: 300 Spitzensportler und 3.500 leidenschaftliche

Hobbysportler zieht es in den regionalen Naturpark Haut-Jura, denn dort wird das

Rennen „La Forestière“ ausgetragen. Und das bedeutet für die Sportler 50 bis 100

Kilometer purer Nervenkitzel, Schweiß, aber auch Miteinander und viel Spaß. Ob aus

Frankreich, Irland, den USA, Kanada oder Brasilien, das Mountainbike-Rennen in der

Franche-Comté lockt Fahrer aus der ganzen Welt in die ostfranzösische Region, in diesem

Jahr am 22. und 23. September.

www.la-forestiere.free.fr

Entspannte Radtour auf der Eurovélo 6

Der Radweg Eurovélo 6 führt auf seinen 4.000 Kilometern vom Atlantik ans Schwarze

Meer auch durch die Franche-Comté. Den Radfahrern bietet die Region auf ihren 187

Kilometern die schönsten Streckenabschnitte für entspannte Touren, denn dort führt der

Eurovélo 6 in ungestörter Ruhe am Ufer des Doubs entlang.

Eine Fahrradreise auf der Eurovélo 6 lässt sich nun auch ganz einfach im Internet

zusammenstellen, auf der Website des Radwegs gibt es viele nützliche Hinweise zu

Streckenabschnitten, Unterkünften und Restaurants. Ein besonderes Highlight entlang

der Strecke ist das Restaurantboot La Péniche, auf dem es sich bei regionalen

Spezialitäten entspannen lässt.

www.eurovelo6.org

Charmante, ungewöhnliche und unvergessliche Nächte in der

Franche-Comté

Die Franche-Comté erweitert auch in diesem Jahr ihr Angebot an

Übernachtungsmöglichkeiten und hält dabei einige ungewöhnliche und besondere

Schätze bereit: Ab sofort können Besucher der Region umweltfreundlich inmitten eines

Naturparks in Passiv-Häuschen schlafen oder in Besançon in einer ehemaligen

Klosteranlage aus dem 19. Jahrhundert nächtigen. Außerdem lassen sich zwischen Kunst

und Kultur in einem alten Pfarrhaus anregende Stunden erleben oder eine luftige Nacht

hoch oben in den Wipfeln großer Bäume verbringen.

Passiv-Unterkünfte inmitten grüner Natur: „La Haute Molune“

Für alle, die umweltbewusst in der grünen Region Franche-Comté Urlaub machen

möchten, gibt es nun ganz neue Möglichkeiten. Im Regionalen Naturpark Haut-Jura

eröffnet im Ort La Pesse „La Haute Molune“. Diese Unterkunft besteht aus zwei

umweltfreundlichen Passiv-Häuschen für fünf und sechs Personen, die modern

eingerichtet sind und inmitten eines grünen Tals erholsame Nächte versprechen.

Außerdem sind sie die ideale Ausgangsposition für Mountainbiker, Wanderer und

Skifahrer, denen von La Pesse aus das gesamte Jura-Gebirge offen steht. Das erste

Passiv-Häuschen ist bereits seit Dezember vergangenen Jahres geöffnet, das zweite folgt

im Sommer dieses Jahres.

www.location-haut-jura.com

Eine ungewöhnliche Unterkunft mitten in Besançon: „Le Sauvage“

Wer die Hauptstadt der Region besucht, kann ab sofort im neu eröffneten Hotel „Le

Sauvage“ übernachten. Es liegt direkt am Fuße der Zitadelle, dem Wahrzeichen der

Stadt, und ist so der ideale Ausgangspunkt für Entdeckungen in Besançon. Dass dieses

Hotel etwas ganz Besonders ist, erkennt man bereits von außen: Es ist im ehemaligen

Klarissen-Kloster von Besançon in Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und

von einem bewaldeten Park umgeben. Die 24 Zimmer sind gemütlich, individuell und mit

viel Liebe zum Detail eingerichtet. Den Besitzern des „Le Sauvage“ gehört übrigens auch

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das „Charles Quint“, ein weiteres charmantes Hotel in Besançon, das die Eleganz des aus

dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäudes widerspiegelt.

www.hotel.lesauvage.com

Übernachtung zwischen Kunst und Kultur: „La Cure d’Art“

Im Ort Preigney in der Haute-Saône können Urlauber im „La Cure d‟Art“ zwischen Kunst

und Kultur nächtigen. Der Besitzer und Kunstliebhaber François Koenig zeigt im

ehemaligen Pfarrhaus des Dorfs nämlich Ausstellungen regionaler und internationaler

Künstler, lädt zu Dialogen ein und serviert seinen Übernachtungsgästen genussvolle

Mahlzeiten. Die vier Zimmer des Pfarrers, des Vikars, der Haushälterin und des

Sakristans wurden inzwischen zu stilvollen Gästezimmern umgestaltet, in denen sich

gemütlich vor dem Kamin sitzen und den Ausblick auf den Garten genießen lässt. Eine

ungewöhnliche Übernachtung für Kulturliebhaber.

www.cure-art.com

Schlafplatz für kleine und große Abenteurer: „Cabanes des Grands Lacs“

Es ist ein Traum für Kinder aber auch für Erwachsene: Übernachten in einem echten

Baumhaus. Die „Cabanes des Grands Lacs“ bieten eine traumhafte Mischung aus

Erholung, Naturerlebnis und ökologischem Charme. Die in mehr als fünf Meter Höhe

gelegenen Baumhäuser sind gemütlich und unterschiedlich gestaltet. Morgens wird ein

leckeres Frühstück unter dem Baum abgestellt, das nur darauf wartet, heraufgeholt und

auf der Terrasse verspeist zu werden.

www.cabanesdesgrandslacs.com

Pressekontakt für die Region Franche-Comté:

Diane Le Moult-Büttner

Agentur Burckhardt PR

Aberlestr. 18 - 81371 München

Tel.: +49 (0)89-890 468 11 - Fax: +49 (0)89-890 468 19

Mail: dlemoult@burckhardtpr.de

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Frankreich in Übersee

La Réunion

Insel La Réunion – Mit Mikroalgen zum nachhaltigen

Naturparadies

Die Insel La Réunion ist ein wohlbehütetes Naturparadies mitten im Indischen Ozean.

Von der UNESCO zum Naturerbe klassifiziert, hat man sich dort zur Aufgabe gemacht, die

unglaubliche Artenvielfalt der exotischen Flora zu schützen. Das subtropische Klima

bietet ideale Wachstumsbedingungen für die zahllosen endemischen Pflanzen der Insel

und liefert edle Naturprodukte, die man nur vor Ort gewinnen kann.

Im Inselinneren wird aus der Kaffee-Sorte „Bourbon Pointu“ ein Kaffee produziert, der

sich wegen seiner schwachen Bitterkeit und seinem geringen Koffeingehalt von anderen

abhebt. Seinen Namen erhielt er im 17. Jahrhundert, als die Insel La Réunion noch als

„Ile Bourbon“ auf den Landkarten zu finden war. Heute ist der „Roi Bourbon Pointu“

aufgrund seiner Seltenheit einer der teuersten Kaffees der Welt. Zudem sind der

einheimische hochprozentige Rum und die Bourbon-Vanille wertvolle Naturprodukte und

beliebte Mitbringsel der Inselbesucher.

Hochwertige Naturprodukte liefern auch die Destillerien der Insel. In den kleinen

Familienbetrieben der Hochebenen werden edle Pflanzen wie Ylang-Ylang oder Vanille,

aber auch Geranium und Zitronengras in kostbare Öle verwandelt. Diese werden

anschließend von den Parfümherstellern aus der ganzen Welt erworben. Auch die Spa-

Hotels der Insel verwenden größtenteils die einheimischen Naturessenzen.

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in diesem Naturparadies ein zentrales Thema. Laufende EU-

Projekte zur Energiegewinnung haben ein Ziel: Die Insel La Réunion soll sich ab dem

Jahre 2030 unabhängig und lediglich aus natürlichen Ressourcen versorgen. Damit ist La

Réunion weltweit die erste Region mit diesem Vorhaben. Neben den geläufigen

erneuerbaren Energiequellen wie Sonnenlicht und Wind gibt es auch Pläne zur

Energiegewinnung aus Vulkanaktivität. Der Piton de la Fournaise ist einer der aktivsten

Vulkane der Welt. Seine regelmäßigen Ausbrüche sind für den Menschen vollkommen

ungefährlich, für die Forschung jedoch hochinteressant!

Das neueste Projekt gilt der Erzeugung von Biotreibstoff aus Mikroalgen. Die Insel La

Réunion ist hierbei als Standort gegenüber den europäischen Breiten prädestiniert. Dank

der ganzjährigen Sonneneinstrahlung wird eine 10- bis 12-mal höhere Effektivität

erreicht. Bereits im Jahr 2012 wird die für die Erstellung von Biomasse aus Mikroalgen

benötige Pilotanlage vom deutschen Institut für Getreideverarbeitung IGV (www.igvgmbh.de)

auf der Insel installiert. Der auf der Insel La Réunion hergestellte Biotreibstoff

soll dort zukünftig als Kraftstoff für Fahrzeuge genutzt werden. Die Pläne gehen noch

weiter, denn im Jahre 2010 gelang es erstmals in Berlin ein Flugzeug auf Grundlage von

Biotreibstoff zu betreiben. Das Mikroalgen-Projekt reiht sich somit in die Bemühungen

der Insel ein, ab 2030 lediglich erneuerbare Energie zu nutzen.

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Der „Roi Bourbon Pointu“ von La Réunion– Einer der teuersten

Kaffees der Welt

An 2. Stelle der teuersten Kaffees der Welt steht, direkt hinter dem

„Katzenkaffee“ Kopi Luwak aus Indonesien, der auf der Insel La Réunion

produzierte „Roi Bourbon Pointu“ – eine Kaffeesorte mit Wurzeln im Arabica-

Kaffee.

Der „Roi Bourbon Pointu“ – ist eine Kaffeesorte, die aus einer Mutation des weltweit

bekannten Arabica-Kaffees auf der Insel la Réunion entstand. Sein Name wurde ihm im

17. Jahrhundert verliehen, als die Insel La Réunion noch als „Ile Bourbon“ auf den

Landkarten zu finden war.

Aus der Sorte „Bourbon Pointu“ wird ein Kaffee produziert, der sich aufgrund seines

Säuregehaltes, der nur schwachen Bitterkeit und einem geringen Koffeingehalt von den

anderen abhebt. Mit 0,4 bis 0,75 Prozent liegt er deutlich unter dem durchschnittlichen

Koffeingehalt der Arabica-Kaffees (1,2 bis 1,6 Prozent). Außergewöhnlich sind auch die

sensorischen Eigenschaften des Kaffees. Dies liegt nicht zuletzt an der fruchtigen und

originellen Note: Orange, Mandarine und selbst ein Hauch von Litschi prägen diesen

einzigartigen Geschmack.

Nach einer Epidemie im Jahr 1880 wurde der „Bourbon Pointu“ nicht weiter angebaut,

1942 nicht mehr exportiert. 57 Jahre später, im Jahr 1999, als der Japaner Yoshiaki

Kawashima, Direktor eines international agierenden japanischen Unternehmens in der

Kaffeeherstellung, die Insel La Réunion besuchte, wurde die Produktion des „Bourbon

Pointu“ wieder angekurbelt. Der Erfolg blieb nicht aus: Zu Beginn des Jahres 2007 verlieh

die japanische Specialty Coffee Association dem „Bourbon Pointu“ die seltene

Auszeichnung „café premium“. Diese Auszeichnung ist Produkten vorbehalten, die

keinerlei Mangel aufweisen und unverkennbar in ihrem Geschmack sind. Wie zu

erwarten, war der Vertrieb des ersten Kaffees ein voller Erfolg…

Heute ist der „Bourbon Pointu“ hinter dem Kopi Luwak aus Indonesien einer der

teuersten Kaffees der Welt. Der Grund dafür ist in seiner Seltenheit und in dem

endemischen Charakter der Pflanzen für die Kaffeekultur zu finden. Der Preis pro

Kilogramm Kaffee liegt bei 459 Euro - Der „Roi Bourbon Pointu“ ist somit dreimal so

teuer wie der Kaffee Jamaica Blue Mountain.

La Réunions wilder Süden – Neues Eldorado für Inselbesucher

Die Region rund um den aktiven Vulkan Piton de la Fournaise sowie die

Südküste der Insel La Réunion sind Schauplätze eines einzigartigen

Naturspektakels. Kein Wunder also, dass immer mehr Besucher diesen Teil der

Insel für sich entdecken und beschlossen wurde dort die touristische

Infrastruktur weiter auszubauen.

War es vorher vor allem die Region im Westen der Insel, mit ihren weißen Sandstränden

und Flaniermeilen, die die größte Anzahl der Besucher anlockte, so merkt man heute,

dass die Begeisterung für den sogenannten „Wilden Süden“ der Insel immer größer wird.

Die Nähe zum Vulkan Piton de la Fournaise, der mit seinen regelmäßigen und dennoch

ungefährlichen Ausbrüchen immer wieder für Unterhaltung sorgt, die atemberaubende

Felsküste und die verträumten Küstenorte mit ihren Wochenmärkten, genießen bei den

Besuchern immer größere Beliebtheit. Dabei stehen vor allem die Begriffe Öko-Tourismus

und Abenteuer-Tourismus im Vordergrund.

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Um der zunehmenden Nachfrage gerecht zu werden, gilt es nun, die touristische

Infrastruktur im Süden der Insel weiter auszubauen und vor allem an den

Unterkunftsmöglichkeiten zu arbeiten. So präsentieren die LUX Island Resorts das

Bauprojekt einer neuen 4-Sterne Lodge in La Plaine des Cafres, ganz in der Nähe des

Vulkans Piton de la Fournaise.

Am Cap Méchant, bei Saint-Philippe, plant man neben einem Themenpark auch das

Hotelprojekt „Le Superbe“. Das 4-Sterne Hotel & Spa wird 60 Zimmer umfassen,

darunter 8 „Prinzensuiten“ und 2 „Königssuiten“. Außerdem wird es einen Spa-Bereich

mit Hammam und Sauna, Schwimmbad, privaten Pools in den Suiten sowie

Veranstaltungsräume und Auditorium geben. Das Hotel „Le Superbe“ wird der weltweit

bekannten Vereinigung „Relais & Châteaux“ angehören.

Der Qualitäts- und Nachhaltigkeitsgedanke steht auf La Réunion besonders im

Vordergrund. Dieser Grundsatz gilt nicht nur für die Hotellerie, sondern auch für die

einheimischen Erzeugnisse. Die weltbekannte Bourbon-Vanille ist beispielsweise vor allem

im Süden der Insel beheimatet. Für den Vanilleanbau ist ein besonderes Können

notwendig, da die Befruchtung per Hand erfolgt. Viel Geduld und Fingerspitzengefühl

braucht man auch, um die grünen Schoten in schwarze, lieblich duftende Vanille zu

verwandeln. Die Besucher dieser Region können diesen Prozess auf einer Vanille-Plantage

bestaunen und vor Ort auch gleich das edle Gewürz erwerben. Es ist sicherlich eines der

beliebtesten Souvenirs der Insel.

Die Hotelgruppe „Naïade Resorts“ wird zu „LUX* Island Resorts“

Am 1. Dezember 2011 erhielten die 5-Sterne Hotels der einstigen „Naïade

Resorts“, darunter auch das Grand Hôtel du Lagon auf der Insel La Réunion, das

einzige 5-Sterne Hotel der französischen Überseegebiete, eine neue Idendität.

Das „Grand Hôtel du Lagon“ wird zu „LUX* Île de la Réunion ».

Die mauritische Hotelgruppe LUX* Island Resorts führt neben den Hotels auf Mauritius

und den Malediven auch zwei Häuser auf der Insel La Réunion: Das LUX* Île de la

Réunion und das Le Récif „gemanagt von LUX*“. Die neue Marke, die Naiade Resorts Ltd

ersetzt, steht für die vollkommene Umgestaltung des Unternehmens und ist der

Höhepunkt einer intensiven zwölfmonatigen Vorbereitungszeit.

Die Wahl des Namens LUX*, der auf Lateinisch „Licht“ bedeutet, symbolisiert

unbeschwerte, fröhliche und unkomplizierte Urlaubserlebnisse. Für Paul Jones, den

leitenden Geschäftsführer der LUX* Island Resorts, ist Luxus nicht länger nur ein

Synonym für Überfluss und Prunk, sondern Luxus scheint heute einfacher, frischer und

individueller.

Inspiriert von dieser Entwicklung wurde beschlossen, dass die LUX* Island Resorts statt

des üblichen Sonne-, Sand- und Meer-5-Sterne-Urlaubs ein vollkommen neues und

radikal anderes Erlebnis anbieten werden. Frisch gerösteter Biokaffee, kleine Eisdielen im

Retro-Look, Filmvorführungen am Strand oder integrierte Wellness- & Spa-Programme.

Diese Angebote sind jedes für sich schon verlockend, aber es ist die ganzheitliche

Wirkung dieser und einer ganzen Palette weiterer sorgfältiger choreographierter Island

Light Erlebnisse, die durch einen einzigartigen Service untermauert werden.

Paul Jones ist überzeugt, dass diese neue Marke eines unkomplizierten, fröhlichen und

individuellen Luxus für viele Zielgruppen interessant ist. Die Mission von LUX* ist es, das

Leben zu feiern!

www.luxislandresorts.com

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Pressekontakt für La Réunion:

Nicole Anthony

Fremdenverkehrsamt der Insel La Réunion

c/o ATOUT France - Zeppelinallee 37 - 60325 Frankfurt

Tel.: +49 (0)69 97 59 04 94

Mail: insel-la-reunion@franceguide.com

Internet: www.insel-la-reunion.com

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