Wohin geht die Reise? - Travel-One

travel.one.net

Wohin geht die Reise? - Travel-One

30. SEPTEMBER 2009 l AUSGABE 18

Die Fluggesellschaften wollen Geschäftsreisende

wieder in die Premiumklassen zurückholen.

AIRLINES/AIRPORTS ➤ 10

Wohin geht

die Reise?

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PVST ∙ DPAG ∙ Entgelt bezahlt

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

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INTERVIEW

VIR-Vorstand

Michael Buller

30.9.2009 TRAVEL ONE 1

www.travel-one.net

Wie der Online-Experte

die Zukunft des Internet-Vertriebs

sieht ➤ 8


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2 TRAVEL ONE 30.9.2009


■ Airliner zu sein, ist derzeit kein leichtes Los. Seit mit den Geschäftsreisenden

das stützende Fundament der Netzwerkcarrier tiefe Risse zeigt, stehen

nicht nur Wachstumsphantasien, sondern auch Geschäftsmodelle zur

Disposition. Wie sich die Situation im Detail darstellt, bleibt allerdings

undurchsichtig. Während die einzelnen Airlines bestrebt sind, ihre Zahlen

für die Börse nicht allzu schlecht aussehen zu lassen, malen die Lobbyorganisationen

Bilder, wie sie schwärzer nicht sein könnten. Gerade hat die

IATA zum wiederholten Male die Verlustprognose nach oben korrigiert.

Und auch der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF)

warnt unablässig: »Keine Erholung in Sicht«.

Airline-Strategien

auf dem Prüfstand

Dass die düsteren Prognosen vor allem dazu dienen sollen, Regierungen,

Lieferanten, Flughäfen und nicht zuletzt die eigenen Mitarbeiter unter

Druck zu setzen, ist klar – und nachvollziehbar. Schließlich können IATA

und BDF getrost schwarzmalen, ohne einzelne Mitglieder bloßzustellen. Zu

einer gesicherten Erkenntnis, was gerade los ist, trägt dies indes wenig

bei. Deshalb beschäftigen wir uns in der aktuellen Ausgabe besonders

intensiv mit dem Thema Flugverkehr. TRAVEL ONE beleuchtet die Zukunft

der Premium-Klassen, analysiert die Entwicklung der Allianzen und fasst

die wichtigsten Angebotstrends bei Airlines und Airports zusammen. Viel

Spaß beim Lesen!

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

Experten schlafen absolut flach in der Premium Class

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18 l 2009 editorial

Christian Schmicke

Chefredakteur

30.9.2009 TRAVEL ONE 3

South African Airways, the experts choice


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4 TRAVEL ONE 30.9.2009

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Foto: Balgownie Estate Vineyard Resort & Spa

36

Genussvoll Australien entdecken: Eine Reise

inhalt

zu den Weingütern des Fünften Kontinents

titelthema

10 PREMIUMKLASSEN. Buchungseinbrüche lassen

die Airlines über alternative Konzepte nachdenken.

11 Trendmesser. Fast die Hälfte der Reisebüros

verkaufen weniger Premium-Tickets.

puls

6 Steigenberger. Internationale Ambitionen.

7 ASR. Der Verband kritisiert den TUI-Malus.

8 Interview mit Michael Buller. Der neue

VIR-Chef über die Chancen im Online-Markt.

produkt

14 AIRLINES/ AIRPORTS. Die Allianzen fahren die

Ellenbogen aus und rangeln verstärkt um Mitglieder.

18 Fraport. Vorsitzender Schulte hält am Ausbau

fest. 19 Austrian Airlines. Naher Osten bleibt

Hauptmarkt. 20 IATA. Düstere Umsatzprognose

für dieses Jahr. 22 Sicherheit. EU plant, die

Flüssigkeitsregelung zu lockern. 24 Tunisair. Der

Carrier geht auf die Langstrecke.

26 FAMILIENURLAUB. Die Baleareninsel Ibiza will

sich als Ziel für Eltern mit Kindern etablieren.

30 China Tours. Der Spezialist zeigt Familien das

Reich der Mitte.

32 RIU. Die Hotelkette geht in die Türkei.

30.9.2009 TRAVEL ONE

Titelbild: StockXpert

sales

34 CLASSIC TOUR. Große Resonanz auf die Rallye

von Dertour und TRAVEL ONE: 40 Teams fahren mit

Oldtimern durch den Taunus.

destination

36 AUSTRALIEN. Weingüter locken Urlauber nach

Down Under: Zwei Beispiele in Queensland.

38 Broome. In dem westaustralischen Städtchen

ist das erste Fünf-Sterne Hotel eröffnet worden.

39 Queensland. Der Great Sunshine Way lockt

Selbstfahrer an die Küste.

40 Karibik. Die Dominikanische Republik baut

touristische Gebiete weiter aus.

exit

42 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

43 TV Tipps.

44 Feedback.

45 Menschen. Neues Vertriebsteam bei Seacloud.

45 Impressum.

46 Menschen. Hartmut Höhn von der Reisebürokooperation

AER.

6

24

Menschen machen Meinungen. Wir zeigen die Köpfe.

6

32

12

44

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12

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18

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20

46


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puls mix

El Chiaty legt sich bei möglichen internationalen Standorten nicht fest

Steigenberger

wird international

■ Wenige Wochen nach der Übernahme der Steigenberger Hotels

AG durch die ägyptische Travco Group hat deren CEO Hamed El

Chiaty (Foto) seine Pläne für das Unternehmen vorgestellt. Im

Mittelpunkt steht für ihn, der weiter auf das alte Managementteam

mit dem Vorstandsvorsitzenden André Witschi und Finanzvorstand

Matthias Heck setzt, eine Stärkung der Marktposition der

beiden Hotelmarken Steigenberger und Intercity Hotels. Dazu soll

auch die internationale Expansion gehören. Als mögliche Standorte

für neue Stadthotels nennt El Chiaty Paris, London oder Mailand.

Konkrete Aussagen zu Plänen oder Terminen macht er aber

keine. Travco habe für Steigenberger große Expansionspläne, die

größer seien als die ursprünglichen.

El Chiaty will auch seine Kontakte zur TUI – er war bis vergangenen

Mai einer der größten Anteilseigner des Unternehmens

– nutzen, um mehr Kunden in die Steigenberger und Intercity Hotels

zu bekommen. Fest steht, dass in Deutschland im nächsten

Jahr fünf neue Intercity Hotels am Flughafen Berlin-Brandenburg,

in Bonn, Darmstadt, Mannheim und Ingolstadt eröffnen sollen.

www.steigenbergerhotelgroup.com

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Amadeus will neues LH-Modell

■ Bei Amadeus in Bad Homburg und Madrid wird fieberhaft gerechnet und an einem neuen

Modell für die Lufthansa-Vorzugspreise gebastelt. Denn eine Einigung mit der Airline ist

nicht in Sicht. Deutschland-Chef Holger Taubmann (Foto) hat auf dem FVW-Kongress in Köln

eine neue Lösung angekündigt. Dabei geht es um eine Entlastung der Reisebüros. Wie sie konkret

aussehen kann, war bis Redaktionsschluss noch nicht von Amadeus zu erfahren.

Eher unwahrscheinlich ist es, dass Amadeus wieder die vollständige Gebühr in Höhe von 4,90

Euro pro Buchung übernimmt wie zwischen Juli 2008 bis Ende Januar 2009. Schließlich verursachte

dies Kosten in Höhe von 40 Millionen Euro. Wahrscheinlicher ist eine teilweise Übernahme

der Gebühr oder ein Incentive-Modell für Buchungen anderer Airlines. Immerhin hat

die Rücknahme der Entlastung zu einem deutlichen Rückgang des Marktanteils von Amadeus

geführt und die Position der Konkurrenten Travelport und Sabre gestärkt.

6 TRAVEL ONE 30.9.2009


ASR greift

TUI an

■ Mit heftigen Worten hat

der ASR die TUI kritisiert.

Verbandspräsident Stephan

Busch wirft dem Veranstalter

vor, bewusst das Kontingent

an Flügen zu verknappen,

um Agenturen das Erreichen

der Umsatzgrenze

zu erschweren. TUI sei mehr

daran interessiert, »den

Malus einzustreichen, als

Reisebüros über entsprechendeBuchungskontingente

Umsatzvolumen zu

verschaffen«. TUI-Vertriebschef

Hasso von Düring bezeichnet

dies als absurd.

TUI habe nicht die Flugkapazität

gesenkt, sondern

die Risikokapazität. Bei steigender

Nachfrage würden

Flugplätze nachgekauft.

Foto: TRAVEL ONE

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Themenpark

schließt

Flüsse machen

■ Nach 73 Jahren hat

Cypress Gardens in Flori-

den Anfang

da nun für immer seine

Pforten geschlossen. Der älteste

Themenpark des Staa-

■ Der erste TUI-Sommertes,

der für Wasserskishows,

katalog für 2010 flattert

seinen Wasserpark und den

bereits jetzt in die Reisebü-

botanischen Garten beros.

Die Broschüre enthält

rühmt war, sei finanziell

sämtliche Flusskreuzfahrten

nicht mehr tragbar, so Be-

des Hannoveraner Verantreiber

Land South Advenstalters.

Erstmals wirbt TUI

tures. Verhandlungen mit

darin auch für Reisen auf

potenziellen Käufern seien

dem Nil. Neu sind ferner die

gescheitert. Die traditionsrei-

Kreuzfahrten mit der TUI

che Anlage in der Nähe von

Maxima (Foto) auf dem

Orlando galt lange als ein

Rhein und dem Main.

»Muss« für Floridaurlauber.

30.9.2009 TRAVEL ONE

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7


puls im gespräch

Michael Buller (42) steht als

Vorstand nun an der Spitze

des Verbands Internet Reisevertrieb

(VIR). Der frühere

Deutschland-Chef von Lastminute.com

ist außerdem

Gesellschafter der Beratungsfirma

BPCS Solutions

und Non-Executive Director

von Holiday Extras.

Das Interview führte

Wolfram Marx.

Wohin steuert der Online-

Foto: Holiday Extras

Herr Buller, was sind Ihre Ziele als neuer Vorstand des Verbands

Internet Reisevertrieb (VIR)?

■ Mein vorrangiges Ziel ist es, die Industrie wieder zusammenzubringen.

Wir dürfen nicht gegeneinander arbeiten, wie es in der Vergangenheit immer

wieder passiert ist. Da sind natürlich die Verträge für die nicht-stationären

Büros, die NTO-Verträge, ein aktuelles Thema.

Was können Sie denn bei den NTO-Verträgen tun?

■ Wie gesagt, es geht darum, dass wir »eine Branche« sind. Wir hatten das

Problem bereits vor vier Jahren, als ich noch bei Lastminute.com war. Damals

sollte der Vertrieb in Off- und Online geteilt werden. Eine Reaktion

wie damals, dass die entsprechenden Veranstalter dann aus dem Sortiment

einiger Online-Portale flogen, ist keine vernünftige Lösung. Ich hoffe, wir

können hier als Verband eine Vermittlerrolle spielen.

Wie wollen Sie das Bewusstsein für »eine Branche« erreichen?

■ Wir müssen beide Seiten an einen Tisch bringen. Es handelt sich um ein

Branchenproblem, das muss allen klar werden. Es geht hierbei um Inhalte,

nicht um Provisionen. Es darf nicht sein, dass die NTO dafür bestraft werden,

nur weil sie in einem größeren Becken fischen. Wir dürfen nicht gegeneinander

arbeiten. Wir benötigen eine industrieweite Lösung und keine

neuen Geschäftsbedingungen für VIR-Mitglieder, sondern für alle NTO.

Sie sehen also keine Trennung mehr zwischen On- und Offline?

■ Die gibt es praktisch nicht mehr. Reisebüros gehen mehr und mehr in die

Online-Welt. Dafür werden sie dann auch noch bestraft. Dass für Online-

Büros andere AGB gelten, ist ja noch verständlich. Aber es muss doch mittlerweile

jedem klar sein, dass eine engere Verbindung zwischen On- und

Offline immer wichtiger wird. Wir sind nicht der »böse Vertrieb«.

Also gleiche Rechte für alle?

■ Für die Ungleichbehandlung gibt es keine Rechtfertigung. Traveltainment

beispielsweise ist durch den Online-Vertrieb heute der Marktführer

beim touristischen Content und davon haben alle einen Nutzen. Wir sind

in vielen Dingen ein Vorbild für die Industrie und werden kopiert. Wir

haben als erste die TÜV-Online-Zertifizierung vorangebracht, eine Online-

Reiseschiedsstelle ins Leben gerufen und mit Atmosfair kooperiert. Dementsprechend

wollen wir als Teil des Vertriebs wahrgenommen werden.

Wo liegen, abgesehen von den NTO-Verträgen, die

Hauptschwerpunkte der künftigen Verbandsarbeit?

■ Da gibt es eine ziemlich große Agenda. Diese Punkte waren auch die

Voraussetzung für meine Wahl. Beispielsweise müssen wir uns mit Google

zusammensetzen und hören, wo das Unternehmen eigentlich hin will.

Google sollte die Frage beantworten, was eigentlich »unique content« für

sie bedeutet, also klarere Vorgaben geben. Bis dato hat sich keiner richtig

damit beschäftigt. Dies sind relevante Themen, die uns alle betreffen und

8 TRAVEL ONE 30.9.2009


Markt, Herr Buller?

die wir auch nur gemeinsam lösen

können. Weiterhin steht die Frage der

Datenqualität natürlich auch ganz

oben. Immer wieder werden nicht

buchbare oder falsche Produkte angezeigt.

Wir haben viel Content gesammelt.

Doch muss es so viel sein? Entscheidend

ist vor allem, dass er verfüg-

und buchbar ist.

Ist das alles von einem Verband

mit nur sieben Mitgliedern

realisierbar?

■ Auf jeden Fall. Wir haben mit sieben

Mitgliedern bereits eine Menge erreicht

und verändert. Wir haben die

Reiseschiedsstelle eingerichtet und die

TÜV-Zertifizierung gestartet. Besonders

die Zertifizierung ist extrem aufwändig.

Aber dennoch wollen wir uns

weiteren Partnern öffnen.

Wie wollen Sie sich weiter öffnen?

■ Wir haben seit diesem Jahr eine neue Struktur. Die

Förderer unterstützen uns und zeigen so ihre Nähe zum

Verband. Im nächsten Jahr wollen wir mehr Plattformen

schaffen, denn der Austausch ist in unserer Industrie enorm

wichtig, damit wir für die Zukunft richtig gerüstet sind.

Wie sieht denn die Zukunft aus?

■ Das Internet schreitet so schnell voran, da ist eine Prognose

schwierig. Das Web 2.0 entwickelt sich jetzt erst richtig.

Applikationen wie Twitter gewinnen an Bedeutung und

können auch erfolgreich eingesetzt werden. Als Informationsmedium

bietet Twitter viele Infos, die sonst vielleicht an

einem vorbeigehen.

Wohin entwickelt sich der Online-Markt nach Ihrer

Meinung?

■ 2010 wird für den gesamten touristischen Markt sehr

schwierig. Online wird aber nächstes Jahr wachsen, denn es

gehen mehr Kunden ins Internet. Die Ropo-Studie sagt, dass

2014 rund 43 Prozent der Kunden online buchen.

Der Verband Internet Reisevertrieb

Der VIR – Verband Internet Reisevertrieb – ist der Dachverband der deutschen

Online-Reiseportale. Mitglieder sind Ebookers.de, Expedia.de, JT Touristik, Holidaycheck.de,

Lastminute.de, Opodo.de und Travel24.com. Die sieben Mitglieder

erwirtschaften einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Alle Portale der

Mitglieder sind TÜV-zertifiziert, in ihrer Selbstverpflichtung sind Standards in

den Segmenten Sicherheit bei Onlinebuchung und Abwicklung sowie Kundenfreundlichkeit

festgelegt. Der Verband rief zudem die Online-Reiseschiedsstelle

ins Leben.

Unter dem Titel »Sprungbrett« veranstaltet der VIR einen Innovationswettbewerb,

bietet darüber hinaus eine Beratung für Existenzgründer an und ist

Schirmherr der Veranstaltung »Destination meets online«. Zusätzlich veröffentlicht

der Verband Marktforschungsdaten und -studien zum Online-Reisemarkt.

30.9.2009 TRAVEL ONE 9

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produkt airlines

Wohin

die Reise

geht

Die Fluggesellschaften kämpfen

in den Premiumklassen mit

drastischen Buchungseinbrüchen

– und wollen der Krise auf den

vorderen Rängen mit

unterschiedlichen

Lösungskonzepten trotzen.

10 TRAVEL ONE 30.9.2009

Foto: iStockphoto


■ Nur eine halbe Stunde vor seinem Abflug nach

Übersee kommt der Manager am Flughafen an. Er

checkt an einer sogenannten Fast-Lane ein, wird

von einem Chauffeur abgeholt und über das

Rollfeld zu seiner Maschine gefahren. Ein

Flughafenmitarbeiter wartet auf ihn und

verlädt das Gepäck, während der Geschäftsmann

einsteigt. Kaum hat er

es sich in seinem Sitz gemütlich gemacht,

beginnen die Startvorbereitungen.

Während er später den Laptop

aufklappt, arbeitet und zwischendrin

einen leichten Snack isst, verspeist

sein Nachbar ein mehrgängiges Menü mit

edlen Weinen, nimmt an einer Käse-Verkostung teil und nutzt ein

extra zubuchbares Premium-Unterhaltungsangebot. Er genießt

im Unterschied zu seinem arbeitenden Sitznachbarn den Luxus an

Bord, hat aber zuvor das »normale« Check-in-Prozedere am Business-Schalter

mit Fußmarsch zum Gate hinter sich gebracht.

Modular buchbare Servicepakete. Eine Klasse, verschiedene

Produkte. Noch sind solche zu einer Basisvariante modular

buchbaren Servicepakete Zukunftsmusik bei den Airlines. Doch

ein auf die spezifischen Wünsche zugeschnittenes Konzept könnte

eine Lösung für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Premium-

Kunden sein. So sieht das jedenfalls Gerd Pontius, Vorstand der

Firma Prologis in Hamburg, die auf kaufmännische und technische

Beratung für Fluggesellschaften spezialisiert ist. Mit einer

stärkeren Dynamisierung des Produkts können die unterschiedlichen

Zielgruppen besser als bisher angesprochen werden, so der

Berater – mit einem attraktiveren Preis-Leistungsverhältnis.

Derzeit bieten die Premium-Klassen lediglich ein Gesamtpaket

an. Und das kostet. Doch der Geschäftsmann, dem es vor allem

um kurze Check-in-Zeiten, Abholservice sowie Raum und

Zeit zum Arbeiten an Bord geht, verzichtet lieber auf sein Edelmenü

und andere Extras, wenn sein Arbeitgeber dafür nach wie vor

(oder wieder) die Reise in der Business Class finanziert.

24%

15%

21%

20%

20%

Vor allem in Bezug auf innereuropäische Flüge sieht Pontius durch

ein solches Konzept die einzige Möglichkeit, die Nachfrage wieder

zu beleben: »Die Business-Klassen auf Europa-Strecken werden

immer kleiner«, weiß er. Nur mit einer klaren zielgruppenspezifischen

Ansprache und günstigeren Preisen ließen sich Kunden zurückholen.

»Höhere Auslastung, kleinerer Yield«, müsse da die

Maßgabe sein. Eine »Business Class light«, so Pontius.

Die Crux: »Prozesse und Systeme bei den Airlines sind in

Marmor gemeißelt«, weiß der Berater. Die Fluggesellschaften seien

derzeit auf solche Angebote nicht eingestellt und das Ganze

wohl deshalb auf absehbare Zeit nicht realisierbar. Entscheidend

sei dabei vor allem die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Kommunikation

mit den Kunden stattfinde. »Ich glaube, dass ein Großteil

der Passagiere bereit ist, Wünsche frühzeitig zu artikulieren.« So

ließe sich die für eine solche modulare Premiumklasse nötige Logistik

auch umsetzen. Klar, dass auch in den Reservierungssystemen

dafür die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden

müssten. Pontius ist überzeugt: »Große Airlines benötigen für

eine solche Umstellung rund zwei Jahre«, und jene, die das als Systematik

schon vorgesehen hätten, müssten für Umsetzung und

Vermarktung nicht mehr als ein halbes Jahr einplanen.

Doch die Fluggesellschaften sind offenbar zögerlich. Hinter

den Kulissen werden eifrig Lösungskonzepte diskutiert. Aber

gleich einen harten Schnitt? So recht will schließlich keiner davon

ausgehen, dass am Ende der Krise dann doch radikales Umdenken

nötig ist. Und so herrscht in der Branche eher Optimismus vor –

zumindest, was die Passagierzahlen auf der Langstrecke betrifft.

Denn im Gegensatz zur Economy würden bei Interkontinentalstrecken

früher oder später – die Hoffnung liegt auf dem Jahr 2010

– wieder mehr Geschäftsreisende zu sehen sein, so die einhellige

Einschätzung aller Airlines. Lufthansa zeigt sich sogar zuversichtlich,

dass es einen »gewissen Nachholeffekt« geben werde. Und

Stefan Vorndran, Sprecher der deutschen Geschäftsführung von

BCD Travel und Senior Vice President für den Bereich Central

Europe, betont: »Ich kann mir nicht vorstellen, dass Firmen ihre

Mitarbeiter auf Dauer bei Langstrecken in die Economy setzen;

schließlich wollen diese unterwegs arbeiten und müssen häufig

TRAVEL ONE Trendmesser

Airlines klagen über rückläufige Buchungen in

der Business Class. Wie hoch sind die Einbußen

in Ihrem Reisebüro?

20% Sehr hoch

20% Hoch

21% Geringfügig

24% Wir haben ungefähr genauso viele Buchungen

wie sonst auch

15% Wir verzeichnen Zuwächse

airlines produkt


produkt airlines / airports

Vorndran: »Der Yield-Verfall

liegt bei 15 bis 20 Prozent«

kurz nach der Ankunft an wichtigen Verhandlungen und Meetings

teilnehmen.« Wer nicht Business fliege, werde Ruhepausen einfordern,

denn auf Dauer sei das für die Mitarbeiter nicht zumutbar.

Und: »Arbeitszeit kostet Geld«, so Vorndran. In wirtschaftlich besseren

Zeiten würden sich die Reiserichtlinien wieder lockern, ist

sich der BCD-Travel-Deutschland-Chef sicher.

Doch wann und ob die Premiumkunden tatsächlich zurückkommen,

steht in den Sternen. Björn Hoffmeyer, Vice President

Global Client Group Commercial Card bei American Express, ist

sich da offenbar nicht ganz so sicher: »Wir beobachten ein verändertes

Verhalten der Geschäftsreisenden. Statt wegen des erhöhten

Sparzwangs der Unternehmen auf wichtige Dienstreisen zu verzichten,

sind viele von der Business- in die Economy-Klasse umgestiegen.

Es bleibt abzuwarten, ob sie nach der Krise wieder in die

Premiumklassen zurückkehren.«

Die Zahlen von BCD Tra-

vel untermauern den dramatischen

Rückgang der Premium-

Passagiere: Buchten 2008 drei

Viertel aller Kunden Economy

und ein Viertel First und Business

Class, so flogen dieses Jahr

laut BCD-Travel-Deutschlandchef Vorndran 90 Prozent aller Kunden

Economy und nur zehn Prozent in den beiden höheren Buchungsklassen

– wobei die First dabei nur einen verschwindend

geringen Raum einnimmt und quasi nicht existiert.

Zwischenklasse. Die Fluggesellschaften gehen mit der Krise

auf den vorderen Rängen unterschiedlich um. Dabei lassen sich

tendenziell zwei entgegengesetzte Konzepte unterscheiden: Während

manche Airlines fest darauf bauen, dass alles wieder gut wird

und die Krise mit günstigen Tarifen und weiterer Produktdifferenzierung

meistern wollen, gibt es immer mehr, die den unter Sparzwängen

leidenden Unternehmen zusätzlich eine Alternative zur

Economy anbieten und eine Luxus-Economy ins Leben gerufen

haben. Dazu zählen beispielsweise Japan Airlines, seit einigen Jahren

schon SAS, weiterhin Vietnam Airlines und ganz aktuell Air

France/KLM (von Dezember dieses Jahres an). Zu den Verfechtern

des Klassensystems mit Economy, Business und als High-End-

Produkt First zählen dagegen beispielsweise Lufthansa, Etihad,

Emirates und Singapore Airlines. Air Namibia bietet zwar keine

Zwischenklasse an, gewährt Kunden beim Check-in aber die Mög-

Hasselbarth: »Eine Zwischenklasse

ist für uns aktuell kein Thema«

lichkeit, bei Verfügbarkeit gegen einen Aufpreis einen Business-

Klasse-Sitz mit dem Service der Economy zu buchen. Von diesem

Angebot wissen allerdings nur Eingeweihte: »Wir bewerben das

nicht«, so Andreas Maiberger, Sales Manager Germany.

Die Diskussionen um Zwischenklasse ja oder nein sind symptomatisch

für die Befürchtungen der gebeutelten Fluggesellschaften.

Schließlich wollen sie sich nicht selbst mit einer aufgewerteten

Economy ihre Premiumkunden abspenstig machen. So betonen

die Airliner denn auch gerne, dass die Premium-Produkte konsequent

weiterentwickelt werden. Natürlich vor allem jene, die keine

Luxus-Economy anbieten. »Für uns gehören die Premium-Klassen

ohne Zweifel zu den wichtigsten Unterscheidungsmöglichkeiten

gegenüber unseren Mitbewerbern«, betont beispielsweise Leslie

Thng, General Manager Germany, Austria, Central & Eastern Europe

bei Singapore Airlines. So

sieht das auch Henry Hassel-

barth, Emirates-Chef für Nord-

und Zentraleuropa.

Stehen auf der Langstrecke

neben Edel-Lounges am Boden

vor allem Sitz- und Liegekomfort

sowie Service an Bord

im Mittelpunkt, so konzentrieren sich die Airlines bei Kurz- und

Mittelstrecken auf Flexibilität und Serviceangebote in puncto Effizienz.

Dazu zählen flexible (umbuchbare) Flugscheine, beschleunigte

Sicherheitskontrollen an Flughäfen, biometrische Check-in-

Verfahren und Internetzugang an Bord, wie der Verkaufsleiter SAS

Deutschland, Stefan Eiche, als Beispiele anführt.

Die Luxus-Economy ist

ein möglicher Lösungsansatz

Eiche: »Der Schwerpunkt bei SAS

liegt auf effizientem Reise

Das Schlimmste ist vorbei. Ob mit oder ohne Zwischenklasse:

Die nächsten Monate werden für alle Airlines noch hart, auch

wenn sich offenbar erste zarte Hoffnungsschimmer am Horizont

zeigen. »Es wird keinen Ruck geben, aber die Premiumkunden

kommen auf alle Fälle wieder«, zeigt sich der deutsche Verkaufsleiter

Uwe Andres von Japan Airlines schon mal optimistisch. So

sieht das auch Jaan Albrecht, Chef der Star Alliance, der Zeichen

der Erholung sieht. Es sei keine Frage, ob die Kunden zurückkehren,

lediglich wann, so der Alliance-Chef. Und auch die Ergebnisse

des »American Express Business Travel Monitors« deuten darauf

hin, dass die Branche das Schlimmste überstanden haben könnte.

So haben sich demzufolge die Flugpreise in den meisten europäischen

Märkten im ersten Halbjahr 2009 stabilisiert. Tanja Ronge

12 TRAVEL ONE 30.9.2009


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30.9.2009 TRAVEL ONE 13


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Bei den Luftfahrt-Allianzen wird der Kampf um Mitglieder härter. Und Politiker

und Wettbewerbshüter sehen immer genauer hin.

Die drei Allianzen treten immer

häufiger als Marken auf, werden

aber auch stärker beobachtet

Fliegende Netzwerke

■ Die schlechten Nachrichten aus der

Luftfahrt reißen nicht ab. Fast jeden Tag

kommt eine neue Hiobsbotschaft der großen

Netzcarrier oder die Luftfahrtverbände

melden sich mit düsteren Orakeln.

Jüngstes Opfer ist die japanische Japan

Airlines (JAL), die sich in massiven finanziellen

Schwierigkeiten befindet und mit

Hilfe einer Staatsbürgschaft fliegt, die bei

der neuen japanischen Regierung auf dem

Prüfstand steht. Kaum waren die ersten

Meldungen diesbezüglich publik, trat Delta

Airlines, selbst vor nicht allzu langer

Zeit unter dem Gläubigerschutz von Chapter

11 und immer noch mit der Fusion mit

Northwest Airlines und den Auswirkungen

des Zusammenschlusses beschäftigt,

als potenzieller Investor auf den Plan.

Mitgliederwerben. Eine Idee, die auf

dem Luftfahrtmarkt für einigen Wirbel

sorgt. Denn JAL ist Mitglied der Allianz

Oneworld, Delta dagegen gehört zu Skyteam.

Ein Verlust der japanischen Gesellschaft

hätte für das asiatische Streckennetz

von Oneworld große Folgen, daher kam

von dieser Seite auch eine schnelle Ant-

14 TRAVEL ONE 30.9.2009


wort: Oneworld-Partner American Airlines

brachte einen eigenen Einstieg ins Gespräch.

Auch British Airways wollte dem

Werben von Delta nicht tatenlos zusehen

und entschied sich, die Pläne von American

zu unterstützen. Und andere Oneworld-Mitglieder

prüfen ebenfalls eine Beteiligung

an der Rettungsaktion.

Die beiden Kooperationspartner British

Airways (BA) und American, die mit

den Behörden um eine engere Verzahnung

ihrer Transatlantik-Flugpläne ringen,

möchten einen Verlust von JAL und dem

damit verbundenen Zugang zum japanischen

Markt unter allen Umständen verhindern.

BA betont, dass ein Verbleib von

JAL bei Oneworld für beide Seiten von großem

Nutzen sei. So berichten US-Medien,

dass die Mitgliedschaft in der Allianz den

Japanern jährlich einen Umsatz in Höhe

von rund 340 Millionen Euro bringe. Oneworld

hatte vor zwei Jahren lange und heftig

um JAL geworben, um den Abstand zur

Star Alliance zu verringern, die bis dahin

durch ANA als einzige Allianz in Japan

vertreten war.

Interessant ist der Vorstoß der drei

auch deshalb, da auch sie finanziell nicht

auf Rosen gebettet sind und sich derzeit

vor allem mit dem eigenen Überleben beschäftigen.

So erhielt American Airlines

gerade wieder eine Finanzspritze von der

Citibank (Seite 24).

Neben Delta zeigt übrigens ein weiteres

Skyteam-Mitglied Interesse an JAL:

KLM/Air France. Ein Wechsel des japanischen

Carriers wäre auch deshalb ein großer

Erfolg für die Skyteam-Strategen, da

airlines / airports produkt

die Allianz der einzige Verbund ohne Partner

aus Japan ist. Zudem wäre es der zweite

Fall, in dem sich eine große Fluggesellschaft

einer anderen Kooperation anschließt.

2008 machte Continental als erste

Airline den Schritt von Skyteam zur Star

Alliance. Ein Zugewinn der JAL wäre für

Skyteam da eine gewisse Kompensation.

Lange Zeit war Continental ein möglicher

Fusionspartner für Delta. Doch nach

der Übernahme von Northwest durch Delta

entschied sich Continental, weiter auf

eigenen Füßen zu stehen und sich Lufthansa

und Co. bei der Star Alliance anzuschließen

dies ist am 27. Oktober endgültig

vollzogen.

Ein folgenschwerer Schritt für Skyteam.

Denn damit verliert die Allianz einen

wichtigen strategischen Partner in den

USA, der unter anderem mit dem Flughafen

Newark einen starken Hub im Großraum

New York besitzt. Star Alliance dagegen

konnte mit Continental die eigene

Position auf dem wichtigen Luftverkehrsmarkt

USA stärken, besonders, da Gründungsmitglied

United Airlines wie alle

US-Netzcarrier Schwächen zeigt.

Da flieg’ ich drauf:

Von Dortmund nach ganz Europa!

30.9.2009 TRAVEL ONE 15


produkt airlines / airports

Die Europäische Union ermittelt.

Trotz ihrer wirtschaftlichen Probleme

verfügen die Netzwerke aber über eine

große Verhandlungsmacht. Dies können

Flughäfen bei den Gesprächen über Gebühren

zu spüren bekommen, aber auch

Endkunden, wenn es um Fragen der

Preisbildung geht. Dies ist auch der Politik

nicht verborgen geblieben. So hat die

Europäische Union (EU) im Juni im Zuge

des Zuwachses durch Continental bei der

Star Alliance Ermittlungen gegen Air Canada,

Continental, Lufthansa und United

aufgenommen. Untersucht wird die Zusammenarbeit

der Partner, die im Transatlantikverkehr

enger sei als sonst, da sie

auch eine Abstimmung der Flugpläne

und ein gemeinsames Pricing umfasse.

Betroffen von der Untersuchung sind

aber auch die Oneworld-Mitglieder American,

British Airways und Iberia. BA und

American versuchen schon seit längerer

Zeit enger zu kooperieren, erhalten aber

bislang von den Wettbewerbshütern kein

grünes Licht. Auch der geplante Einstieg

von British Airways bei Iberia hat von den

Behörden noch kein Placet. In den USA

wird derzeit sogar ein Gesetz vorbereitet,

das eine regelmäßige Überprüfung der Allianzpartner

vorsieht.

Diverse Neuzugänge stehen bevor.

Dabei steht den Wettbewerbshütern eine

Menge Arbeit bevor. Denn die Allianzen

wachsen weiter. Immerhin gehören nun

mehr als 40 Fluggesellschaften weltweit

einer der drei Allianzen an und weitere

potenzielle Mitglieder drehen Warteschleifen.

Jüngstes Mitglied bei Oneworld

ist Mexicana, Beitrittstermin ist der 10.

November. Bereits im Mai hatte sich die

russische S7 dem Bündnis angeschlossen.

Bei den beiden anderen Allianzen gibt

es derzeit keine Neuzugänge, wobei vor

allem bei der Star Alliance auffällt, dass sie

seit dem Ausscheiden der Varig in Südamerika

nicht mehr vertreten ist. Auch Skyteam

fehlt in der Region ein Partner. Die

Die Allianzen im Überblick

Oneworld: Mitglieder: American

Airlines, British Airways, Cathay Pacific,

Finnair, Iberia, JAL, LAN, Malev,

Mexicana (10. November 2009),

Qantas, Royal Jordanian, S7 Airlines.

Ziele: 727

Länder: 142

Passagiere: 330 Millionen (pro Jahr)

Zahl der Flugzeuge: 2.269

Lounges: 550

Mitarbeiter: 295.000

Umsatz: 66 Milliarden Euro

www.oneworld.com

■ Star Alliance: Mitglieder: Adria,

Air Canada, Air China, Air New Zealand,

ANA, Asiana Airlines, Austrian, Blue 1,

BMI, Croatia Airlines, Egyptair, LOT, Lufthansa, SAS, Shanghai Airlines,

Singapore Airlines, South African Airways, Spanair, Swiss, TAP, Thai,

Turkish Airlines, United, US Airways.

Zukünftige Mitglieder: Aegean Airlines, Air India, Brussels Airlines,

Continental Airlines, TAM.

Allianz kann aber auf das Netz von Aeromexico

zurückgreifen.

Dennoch bemüht sich die Star Alliance

derzeit nicht um neue Kandidaten.

Allerdings stehen bei dem Verbund bereits

fünf weitere Airlines in der Warteschlange

und sind derzeit mit dem Erfüllen des Kriterienkatalogs

beschäftigt. Die Allianz

kümmerte sich daher in den vergangenen

Wochen und Monaten vor allem um Marketing-

und Vertriebsthemen. Anfang

September kam Star Alliance mit dem

neuen Produkt »Meetings Plus« auf den

Markt. Damit bieten die Fluggesellschaften

nun Unterstützung bei der Planung

und Organisation von Meetings: Die Airlines

übernehmen die Reiseorganisation,

die Buchungen erfolgen über das von den

Organisatoren beauftragte Reisebüro.

Die zweite neue Vertriebsmaßnahme

ist der Umbau der Allianz-Website zu einem

Vertriebskanal. Damit können Kunden

erstmals über die Internetpräsenz Tickets

kaufen. Wolfram Marx

■ Skyteam: Mitglieder: Aeroflot,

Aeromexico, Air France/KLM, Alitalia,

China Southern, Continental, Czech

Airlines, Delta, Korean Air.

Assoziierte Mitglieder: Air Europa, Copa

Airlines, Kenya Airways.

Ziele: 928

Länder: 174

Passagiere: 455 Millionen (pro Jahr)

Zahl der Flugzeuge: 2.333

Lounges: 440

Mitarbeiter: 363.000

Umsatz: keine Angaben

www.skyteam.com

Ziele: 916

Länder: 160

Passagiere: 506 Millionen (pro Jahr)

Zahl der Flugzeuge: 3.322

Lounges: 805

Mitarbeiter: 398.000

Umsatz: 96 Milliarden Euro

www.staralliance.com

16 TRAVEL ONE 30.9.2009


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30. & 31. Oktober

2009

30.9.2009 TRAVEL ONE 17


produkt airlines / airports

Frankfurt will

weiter wachsen

■ Der neue Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan

Schulte, ist überzeugt davon, dass sein Unternehmen vom künftigen

Wachstum des Luftverkehrs überproportional profitieren

wird. Prognostiziert würden Wachstumsraten von vier bis fünf

Prozent, und Frankfurt werde daran teilhaben, so Schulte. Da die

Verkehrsrückgänge jeden Monat geringer würden, habe der Flughafen

Frankfurt gute Chancen, das Minus in diesem Jahr auf fünf

bis sechs Prozent zu begrenzen.

»Wir werden unsere zentralen strategischen Investitionsprojekte

ohne Abstriche verwirklichen«, kündigt Schulte an. Rückgänge

bei den Passagierzahlen seien in der Vergangenheit nach

wenigen Jahren aufgeholt worden, und daran werde sich künftig

nichts ändern. »Deshalb ist es für uns eminent wichtig, den modernisierten

Flugsteig B, den Flugsteig A-Plus und die neue Landebahn

Nordwest zügig und plangemäß fertigzustellen«, setzt

Schulte die Prioritäten fest. Die Landebahn werde dringend gebraucht.

Vorgesehen ist die Inbetriebnahme der Landebahn für

die Wintersaison 2011.

Schulte: »Unsere Terminalkapazitäten reichen

aufgrund der Krise länger«

Anders verhält es sich mit dem Terminal 3, der für zwei bis drei

Jahre zurückgestellt wird: »In den Terminalanlagen haben wir

dank unserer Erweiterungsmaßnahmen noch freie Kapazitäten,

die länger als ursprünglich geplant ausreichen.«

Check-in am Computer

■ Kunden von Air Namibia müssen sich nicht mehr am

Check-in-Schalter anstellen. Sie können sich statt dessen 24 bis

drei Stunden vor Abflug auf der Homepage der Airline einen

Sitzplatz aussuchen und die Bordkarte ausdrucken. Ihre Koffer

geben sie dann an einem Schalter ab, der speziell für die Passagiere

eingerichtet wurde, welche diese Form des Eincheckens

wählen. Die Fluggesellschaft verspricht ihnen eine schnelle Abfertigung.

Air Nambia fliegt sechsmal wöchentlich von Frankfurt nach

Windhoek. Von der namibischen Hauptstadt aus bestehen Anschlussflüge

nach Südafrika, Botswana und Angola.

Eigenes Vielfliegerprogramm

■ Air Baltic startet am 1. Oktober ein eigenes Vielfliegerprogramm.

Kunden, die »Baltic Miles« bis zu diesem Zeitraum beitreten,

bekommen die ersten 500 Meilen geschenkt. Mit jedem

Flug erhalten Fluggäste Prämienmeilen, die gegen Sonderleistungen

wie Flüge, Hotelaufenthalte oder Mietwagen eingelöst

werden. Die Vielfliegerkarte soll in Kürze auch als Kreditkarte

genutzt werden können, um damit bei Einkäufen ebenfalls

Punkte zu sammeln. Zudem haben Kunden – je nach Status –

Zugang zur Business-Lounge, einen schnelleren Zugang zur Sicherheitskontrolle

und ab 50.000 Meilen den VIP-Status.

18 TRAVEL ONE 30.9.2009


AUA – mehr um

die Ecke fliegen

■ Seit Monatsbeginn sind auch die letzten Hürden genommen –

Austrian Airlines (AUA) ist jetzt Teil des Lufthansa-Konzerns. Die

Deutschen halten künftig mehr als 95 Prozent des Aktienkapitals.

Synergien mit Lufthansa nutzen, das steht jetzt auf dem Stundenplan.

Beim Vertriebsteam gab es bereits erste personelle Umstrukturierungen

(TO 17/2009). Das große Plus: Im Vertrieb und in

den Außenstellen hatten beide Fluggesellschaften schon ein recht

ähnliches Modell. »Grundsätzlich sind und bleiben wir ein Netzwerkcarrier,

mit Wien als Hub«, so Kurt Reimann, bis August

AUA-Deutschlandchef, jetzt verantwortlich für »Core Markets«.

Einige Märkte bleiben Hauptmärkte von Austrian. »Dazu zählen

vor allem der Nahe Osten, wo AUA gerade die Verbindungen

ausbaut«, so Reimann. Seit Juli fliegen die Österreicher mehrmals

wöchentlich via Wien in die jordanische Hauptstadt Amman. Damaskus

steht bereits seit vergangenem Sommer sechsmal pro Woche

im Plan. Eine neue Verbindung in die syrische Textilstadt

Aleppo könne demnächst konkret werden. Auch die Ukraine und

Rumänien bleiben wichtige Märkte von Austrian. Russland hingegen

wird künftig wohl stärker von Lufthansa bedient.

Von Deutschland aus konzentrieren sich die Österreicher stark

auf die Kurzstrecke. Reimanns Ziel: »Wir wollen Flüge um die

Ecke interessanter machen, etwa von der Bunderepublik über

Wien nach Barcelona.« Im Laufe des nächsten Jahres soll dazu die

Kurzstrecken-Flotte umstrukturiert werden. Etwa ein Dutzend

50-Sitzer-Jets werden gegen Airbusse 320 ausgetauscht. Voraussichtlich

geht es bereits von November an von Köln und Düsseldorf

im Airbus nach Wien, die restlichen acht deutschen AUA-

Abflughäfen folgen sukzessive. Wo es wirtschaftlich nötig ist, werden

auch Strecken ausgedünnt. »Früher waren wir Konkurrenten,

jetzt sind wir Partner im Konzern«, so Reimann. SPS

Ziel Naher Osten: Austrian Airlines plant, künftig

auch in die syrische Stadt Aleppo zu fliegen

xxxxx xxxxx

Check-in nach Athen

auf 11 täglichen Flügen.

DÜSSELDORF

FRANKFURT

Aegean Airlines bietet in Kooperation mit Lufthansa insgesamt 11

tägliche Flüge von München, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin nach

Athen und von dort zu 17 weiteren Zielen innerhalb Griechenlands an.

Die Zusammenarbeit mit Lufthansa bietet die Möglichkeit, zusätzliche

Meilen auf dem Vielfliegerkonto zu sammeln.

Mitglieder der Vielfliegerprogramme Miles & Bonus von Aegean

Airlines sowie Miles und More von Lufthansa können auf allen

Strecken der jeweiligen

Partner-Airline Meilen sammeln und einlösen.

www.aegeanair.com

28 cm

MÜNCHEN

BERLIN

30.9.2009 TRAVEL ONE 19

Foto: xxxx


produkt airlines / airports

IATA blickt düster in die Zukunft

IATA-Chef Bisignani warnt vor höheren Verlusten und Pleiten

LOT erweitert

die Flotte

■ Die polnische Fluggesellschaft LOT bestückt

die Flotte mit zwölf Maschinen des

Typs Embraer 175. Die neuen Jets werden

auf innereuropäischen Strecken eingesetzt,

der erste wurde gerade ausgeliefert.

Er ist mit einer »600« markiert, da

es sich um das 600. Flugzeug dieses Typs

handelt. Die Flugzeuge sollen bis 2012 in

Dienst gestellt werden.

www.lot.com

updates

■ Die International Air Transport Association (IATA), die weltweit

230 Fluggesellschaften repräsentiert, hat ihre Finanzprognose

für das Jahr 2009 revidiert und rechnet nun im globalen Luftverkehr

mit Verlusten in Höhe von rund 7,5 Milliarden Euro. Dies

sind rund 1,4 Milliarden Euro mehr als bislang prognostiziert.

Die schlechteren Erwartungen begründet die Airline-Organisation

vor allem mit steigenden Ölpreisen und einer »ausgesprochen

schwachen Ertragslage«. Alleine der Faktor Treibstoff belaste die

Kassen der Fluggesellschaften in diesem Jahr mit zusätzlich 6,1

Milliarden Euro. Für 2009 erwartet der Branchenverband einen

Umsatzrückgang um 54 Milliarden Euro (15 Prozent) auf 310

Milliarden Euro im Vergleich zu 2008.

Die Erträge seien besonders im Premium-Segment stark zurückgegangen,

berichtet CEO Giovanni Bisignani. Die Nachfrage

sank allein seit Juni um rund 20 Prozent.

Ein Umsatzniveau wie 2008 sei frühestens im Jahr 2012 wieder

zu erwarten, meint Bisignani. Das könne für manche Airlines

das Aus bedeuten. Er sagt nun den europäischen Carriern in diesem

Jahr mit 2,6 Milliarden Euro mehr als doppelt so hohe Verluste

voraus wie noch im Juni prognostiziert. Besonders der europäische

Langstreckenverkehr sei in der Krise »dramatisch eingebrochen«.

■ Turkish Airlines fliegt von Mitte November an zusätzlich zum Istan-

buler Flughafen Sabiha Gökcen im asiatischen Teil der Stadt. Deutsche

Abflughäfen sind Berlin, Hannover, Köln und Stuttgart. www.thy.com

■ Die israelische Airline Sun D‘Or fliegt nun einmal pro Woche von

Düsseldorf nach Tel Aviv. Immer samstags hebt die Boeing 737 mit 142

Sitzplätzen am Rhein ab, der Rückflug erfolgt ebenfalls am Samstag.

www.sundor.co.il ■ Die türkische Sky Airlines hat die Flotte mit

zwei neuen Boeing 737-900 ER verstärkt. Die Fluggesellschaft ist nach

eigenen Angaben die erste europäische Airline, die diesen Flugzeugtyp

mit 215 Sitzplätzen einsetzt. www.skyairlines.net ■ Malev konnte

auf den Strecken von Deutschland nach Budapest zwischen April und

August ein Plus von 30 Prozent bei den Passagierzahlen feststellen. Den

Zuwachs führt die Airline unter anderem auf das neue Preissystem und

das Corporate Saver Programm für Geschäftreisende zurück. www.ma-

lev.com ■ Vom 25. Oktober an fliegt Emirates dreimal pro Woche mit

einer Boeing 777-300 in Drei-Klassen-Konfiguration von Dubai in die an-

golanische Hauptstadt Luanda. www.emirates.com

20 TRAVEL ONE 30.9.2009


Wieder auf

die Kanaren

■ Air Berlin erhöht im Winterflugplan

das Angebot vom Flughafen Dortmund

auf die Kanaren. Die Airline fliegt

dann wieder Gran Canaria/Las Palmas

und Teneriffa an. Nach Las Palmas geht

es jeweils sonntags, der Flugtag nach

Teneriffa ist Samstag. Vom Mai 2010 an

gibt es mit Usedom zudem ein weiteres

innerdeutsches Ziel. Zum Einsatz kommt

eine Q400-Turboprop.

www.flughafen-dortmund.de

Virgin ändert

Gepäckregeln

■ Vom 25. November an gelten bei

Virgin Atlantic neue Gepäckbestimmungen.

In allen Klassen dürfen die Koffer

nur noch maximal 23 Kilogramm wiegen.

Bislang waren in der Premium Economy

und der Upper Class jeweils 32 Kilogramm

erlaubt. In der Economy ist ein

Gepäckstück gestattet, in der Premium

Economy sind es zwei und in der Upper

Class sind es drei. Für zusätzliche Gepäckstücke

fallen bei Online-Buchungen

Gebühren in Höhe von umgerechnet 33

Euro an, beim Check-in am Flughafen

betragen die Gebühren 41 Euro für das

erste Gespäckstück und 96 Euro für den

zweiten Koffer. Besitzer einer Flying Club

Gold Card können in jeder Klasse ein Gepäckstück

zusätzlich aufgeben.

www.virginatlantic.com

Foto: stock.xchng

Air Malta setzt ausschließlich Maschinen

von Airbus, hier ein A319, ein

Air Malta stockt

Düsseldorf auf

■ Air Malta bietet im Sommer 2010

von Düsseldorf aus zwei zusätzliche Flüge

nach Malta an. Damit geht es in Zukunft

täglich vom Rhein auf die Mittelmeerinsel.

Und Air Malta hebt dann wöchentlich

insgesamt 35-mal von den

deutschen Flughäfen Berlin-Tegel, Düsseldorf,

Frankfurt, Leipzig, München und

Stuttgart ab. Dazu kommen noch fünf

Flüge pro Woche von München nach Catania

auf Sizilien. An den beiden verbleibenden

Tagen fliegt Codeshare-Partner

Lufthansa die Stadt an.

Abgeschlossen ist bei der Fluggesellschaft

die Erneuerung der Flotte. Zum Einsatz

kommen nun ausschließlich fünf Airbus

319 (141 Sitze) und sieben A320 (168

Sitze), das Durchschnittsalter der zwölf

Flugzeuge ist mit 2,7 Jahren eines der

niedrigsten in Europa.

www.airmalta.com

Leipzig liegt über

dem Durchschnitt

■ Der Flughafen Leipzig/Halle verzeichnet

im ersten Halbjahr 2009 ein Minus

bei den Passagierzahlen von 4,3 Prozent.

Damit liegt der Flughafen aber über

dem Branchendurchschnitt. Denn die zur

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen

(ADV) gehörenden Airports

müssen insgesamt ein Minus von 7,9 Prozent

verkraften. Nicht zuletzt durch die

neue Direktverbindung mit Blue Wings

nach Moskau hofft Leipzig/Halle auf eine

positive zweite Jahreshälfte.

xxxxx xxxxx

Und über Nacht

sieht die Welt

ganz anders aus.

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Abenteuer und unvergessliche Begegnungen

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direkt nach Windhoek und weiter nach

Kapstadt und Johannesburg. Und damit schon

die Anreise zum Urlaub wird, gibt es Rail&Fly

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am Flughafen an und können die Reise von

Anfang an genießen.

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30.9.2009 TRAVEL ONE 21

Foto: Thorsten Milse

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produkt airlines / airports

Lockerung bei

Flüssigkeiten?

■ In die Diskussion um die Mitnahme von Flüssigkeiten an Bord

von Flugzeugen ist wieder Bewegung gekommen. Auf einer Konferenz

zur Luftsicherheitsforschung in Frankfurt vergangene Woche

äußerte sich Lufthansa-Sicherheitschef Peter Andres optimistisch.

In Brüssel gebe es in den Gremien der Europäischen Union

eine Diskussion um die Lockerung der Vorschriften. Lufthansa

rechnet damit, dass es bereits im nächsten Jahr zu Erleichterungen

für die Passagiere kommen könnte. Die Verantwortlichen gehen

von einer schrittweisen Freigabe aus. Im ersten Schritt wäre eine

Zulassung von Trinkwasser an Bord denkbar, so Andres.

Der zuständige Referatsleiter im Innenministerium, Achim

Friedl, weist darauf hin, dass die Mitnahme von zollfrei eingekauften

Getränken wieder gestattet sein soll. Auch die Flughäfen wollen

eine Mitnahme der Getränke ermöglichen. Die in den vergangenen

Jahren immer weiter ausgedehnten Sicherheitsvorkehrungen

sind nach Meinung des Fraport-Sicherheitsbeauftragten Volker

Zintel bei einem weiteren Passagierwachstum nicht durchzuhalten.

Die britische Zeitung »Guardian« berichtet, dass das Flüs-

Særlig.

Oder speziell, wie man auf Deutsch sagt, genau

wie unser ganz spezielles Angebot für Flüge in

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22 TRAVEL ONE 30.9.2009

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Änderungen vorbehalten. Stand: September 2009.

Vielleicht bald ein Bild aus der Vergangenheit: Das Thema Flüssigkeit

interessiert Flughafen-Mitarbeiter vielleicht demnächst nicht mehr

sigkeitsverbot an Flughäfen mit mehr als zehn Millionen

Passagieren 2012 und an kleineren Flughäfen 2014 abgeschafft

werden könnte. Dies sei abhängig davon, wie schnell die Airports

Scanner zur Überprüfung von Flüssigkeiten installieren. MX

Mehr Ziele

in Afrika

■ Afrika ist im Winterflugplan von Lufthansa

deutlich stärker vertreten als bisher. Vom 25. Oktober

an steigt die Zahl der wöchentlichen Flüge von

Deutschland nach Nigeria von zehn auf 14. Damit

gibt es nach rund drei Jahren Pause wieder eine

tägliche Verbindung von Frankfurt in die

nigerianische Hauptstadt Abuja, die dreimal pro

Woche nach Malabo (Äquatorialguinea) und viermal

wöchentlich in die nigerianische Hafenstadt Port

Harcourt weitergeführt wird. Der tägliche Flug von

Frankfurt nach Lagos wird fortgesetzt.

Neue Ziele sind darüber hinaus Abidjan

(Elfenbeinküste), Banjul (Gambia), Bujumbura

(Burundi), Douala und Jaunde (Kamerun), Nairobi

(Kenia) und Monrovia (Liberia). Diese Strecken

werden von Brüssel aus im Codeshare mit Brussels

Airlines mit LH-Flugnummer bedient.

Foto: Fraport AG


Niki baut

die Flotte aus

■ Die österreichische Airline Niki stockt die Flotte im

nächsten Jahr um vier Flugzeuge auf 16 auf. Airline-

Chef Niki Lauda sieht sein Unternehmen angesichts eines

Wachstums von 25 Prozent bei Passagieren und Umsatz für

eine Expansion gerüstet. Mit den zusätzlichen Maschinen

soll auch eine Ausweitung des Liniennetzes und ein Ausbau

der Kapazitäten erfolgen. So wird es von November an

einen dritten täglichen Flug zwischen Frankfurt und Wien

geben. Von Februar an sind auch Bukarest, Sofia und

Belgrad täglich mit Wien verbunden, auf den Strecken nach

Rom werden größere Flugzeuge eingesetzt. Ebenfalls neu

sind 2010 Flüge von Wien nach Olbia und Cagliari auf

Sardinien. Lauda setzt vor allem bei südosteuropäischen

Zielen auf eine gemeinsame Vermarktung mit Air Berlin.

www.flyniki.com

Erfolgreiche Zahlen

für Aegean

■ Die griechische Fluggesellschaft Aegean hat ein solides

erstes Halbjahr hinter sich gebracht. Von Januar bis Juni

steigerte sie den Umsatz um fünf Prozent auf 275,5

Millionen Euro. Aus diesem wurde ein Vorsteuergewinn in

Höhe von 13,4 Millionen Euro erwirtschaftet, eine

Steigerung um 143 Prozent. In den ersten sechs Monaten

reisten 2,9 Millionen Passagiere mit Aegean, ein Plus von

neun Prozent. Auch die deutschen Strecken laufen nach

Aussage von Deutschlandchefin Erika Partsch »sehr

zufriedenstellend«. »Nach einem zähen Start Anfang des

Jahres waren die nächsten beiden Quartale sehr erfreulich«,

sagt Partsch. Auf den Flügen von Stuttgart und Frankfurt

kommen nun mit A321 größere Maschinen zum Einsatz.

www.aegeanair.com

Aegean hat 17 Airbus 320 im Einsatz,

sie bedienen neben den A 321 die Deutschlandstrecken

Hannover startet

Expedienten-Net

xxxxx Produkt

■ Der Flughafen Hannover-Langenhagen hat einen eigenen

Internetbereich für Reiseprofis eingerichtet. In dem

passwortgeschützten Abschnitt erhalten Expedienten Service-

Informationen, sie können Werbematerialen bestellen und an

Gewinnspielen teilnehmen. Infos für Kunden können mit

eigenen Kontaktdaten und Logo versehen werden. Die

Registrierung erfolgt entweder über die Smart-Login-Daten von

Infox oder direkt über die Website des Flughafens.

www.flyhaj.net

7000 Jahre Geschichte, 300 Sonnentage im Jahr und schier

endlose Möglichkeiten für Entspannung, Abenteuer und

Spaß. Dazu die typisch maltesische Gastfreundschaft und

das kristallklare Wasser des Mittelmeers.

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Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart

Junge und moderne Airbus-Flotte

Maßgeschneiderte Flugtarife

30.9.2009 TRAVEL ONE 23

www.airmalta.com


produkt airlines / airports

Tunisair investiert

in die Langstrecke

■ Der tunesische Staatscarrier will künftig auch auf der Langstrecke

operieren. Mögliche Ziele von Tunisair seien die USA, Kanada,

China und Japan, berichtet Ahmed Msallem, Deutschland-

Chef der Airline. Unter den 16 bestellten neuen Flugzeugen befinden

sich deshalb drei Airbus A330, die Ende 2010 ausgeliefert

werden sollen, und drei Airbus A350, die Tunisair von 2012 an

betreiben will. Die Ambitionen im Langstreckengeschäft sind Teil

einer Strategie, die nach der geplanten Unterzeichnung des Open-

Sky-Abkommens mit der Europäischen Union in Kraft treten soll

und auf einen Ausbau des Streckennetzes zielt.

Im laufenden Jahr leidet Tunisair laut Msallem unter einem

Rückgang bei den Charterflügen, die rund zwei Drittel des Passagiervolumens

ab Deutschland ausmachen. Das Linienfluggeschäft

sei dagegen weitgehend stabil. Der Deutschland-Chef hofft jedoch,

dass die Talsohle durchschritten ist.

Im kommenden Winter fliegt Tunisair von Frankfurt, München

und Düsseldorf nach Tunis, Monastir und Djerba sowie von

»Sicherheit hat

oberste Priorität«

■ Bis Ende des Jahres will Ariana Afghan Airlines von der

Schwarzen Liste der EU verschwinden. »Wir arbeiten daran. Seit März

basiert unser komplettes Programm auf den internationalen Sicherheitsstandards.

Unsere Crews sind alle von Turkish Airlines ausgebildet, und

wir haben mehr als zwei Millionen Euro nur fürs Training ausgegeben«,

berichtet CEO Moin Khan Wardack (Foto). Alle Anforderungen der

Europäer seien erfüllt und die Flotte bestehe bis auf eine Ausnahme

ausschließlich aus Boeing- und Airbus-Maschinen. Wardack hofft, dass

er diese bald auch auf den Strecken nach Frankfurt einsetzen darf und

von weiteren europäischen Flughäfen wie London und Amsterdam

fliegen kann.

Momentan setzt Ariana auf den drei Flügen pro Woche von Frankfurt

nach Kabul Maschinen der türkischen Fluggesellschaft Saga Airlines

ein. In Istanbul erfolgt eine Zwischenlandung, bei der ein weiterer

Sicherheitscheck durchgeführt wird. Zusätzlich begleiten Techniker die

Flüge nach Frankfurt. Wardack plant eine Aufstockung der Flüge, die

zu 90 Prozent von Exil-Afghanen genutzt werden, auf vier bis fünf.

Tunisair will Open Sky zur Erweiterung des Streckennetzes nutzen

Hamburg und Berlin-Schönefeld nach Monastir und Djerba.

www.tunisair.de

American erhält

Kapitalspritze

■ Die Muttergesellschaft von American

Airlines, AMR, stattet die Fluggesellschaft

mit zusätzlichem Geld aus.

Die Airline und die zweite Tochter

American Eagle erhalten rund zwei

Milliarden Euro, unter anderem

durch einen vorzeitigen Verkauf von

Vielfliegermeilen an die Citibank sowie

den Verkauf und anschließendes

Leasing einiger Flugzeuge.

Mit dem Geld sollen die Drehkreuze

Dallas/Fort Worth, Chicago, Miami

and New York weiter gestärkt und

ausgebaut werden. Chicago erhält

zwölf neue nationale Ziele und mit

Peking, Vancouver und Calgary drei

neue internationale. Neue Überseeziele

für New York (JFK) sind Madrid und

Manchester, dazu kommt San Jose in

Costa Rica. Bis 2011 soll die American-Flotte

um 84 Boeing 737 wachsen,

die unter anderem die alten MD-

80 ersetzen sollen.

24 TRAVEL ONE 30.9.2009


Neues Flugzeug

für Oman Air

■ Oman Air hat den ersten von sieben

bestellten Airbus A330 übernommen.

Der A330-200 ist mit 20 Business-Class-

und 196 Economy-Sitzen ausgestattet.

Bis zum Ende des Jahres soll die Flotte

um einen weiteren A330-200 und zwei

A330-300 wachsen. Bis 2011 sollen drei

A330-300 hinzukommen.

Die neuen Flugzeuge, die von einem

irischen Unternehmen geleast werden,

sind für den Ausbau des internationalen

Netzwerks der Airline vorgesehen und

fliegen unter anderem von Muscat nach

Frankfurt, London und Paris. Sie

ersetzen die bislang von der indischen

Jet Airways gemieteten Maschinen.

In diesen Tagen nimmt Oman Air vier

Flüge pro Woche von Frankfurt, drei

Flüge pro Woche von München und vier

wöchentliche Flüge von Paris nach

Muscat auf.

www.omanair.aero

updates

■ Air Mauritius fliegt von Juli 2010 an wieder von Mauritius

nach Sydney. Der Flug ist eine Verlängerung der wöchentlichen

Verbindung nach Melbourne. Drittes Ziel in Australien ist das

an der Westküste gelegene Perth. www.airmauritius.com

■ Intersky bietet die Verbindung von Friedrichshafen nach

Münster/Osnabrück auch im Winterflugplan an. Geflogen wird

wie bisher fünfmal pro Woche. www.intersky.biz ■ Vom

10. Oktober an verbindet Montenegro Airlines den Flugha-

fen Düsseldorf mit Podgorica. Der Carrier steuert die Haupt-

stadt Montenegros dienstags und samstags an. Turkish Airlines

stockt die Flüge von Düsseldorf nach Antalya auf zwei pro Wo-

che auf. www.duesseldorf-international.de ■ Am

Flughafen Berlin-Tegel ist der Erweiterungsbau des Termi-

nal C in Betrieb. Abgefertigt werden dort die Flüge in die Nicht-

Schengen-Staaten Russland und Türkei. ■ Germania will

Ende Oktober Flüge von Berlin-Tegel nach Beirut, Damaskus

und Aleppo sowie von Düsseldorf nach Beirut und Damaskus

aufnehmen. ■ Passagiere von Estonian Air aus Berlin und

München erhalten nun dienstags und mittwochs in Tallinn An-

schluss an den neuen Abendflug nach Vilnius in Litauen.

Melbourne: Die Vier-Millionen-Metropole steht von Dezember an im Flugplan

Qatar Airways fliegt nach Melbourne

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xxxxx Produkt

■ Vom 6. Dezember an bietet Qatar Airways eine Verbindung über Doha in die

australische Metropole Melbourne. Zur Einführung wird die Strecke mit aggressiven

Preisen ab 877 Euro beworben. Mit Umsteigezeiten von rund zwei Stunden in der

Hauptstadt von Katar sind die Anschlüsse ab Frankfurt, München und Berlin günstig.

Zubringerflüge sind mit Lufthansa buchbar.

Bereits vom 11. Oktober an fliegt die Airline in die indische Stadt Amritsar. Die

Ferienregion Goa an der indischen Westküste ist vom 25. Oktober an Teil des

Flugplans. Hier präsentiert Qatar Airways Eckpreise ab 511 Euro.

An ihrer Wachstumsstrategie hält die Fluggesellschaft ungeachtet der aktuellen

Nachfrageprobleme unbeirrt fest. Der Bestellzettel umfasst 80 Airbus A350, fünf A380,

20 A320, zwölf A321, 60 Boeing 787 und 24 Boeing 777.

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30.9.2009 TRAVEL ONE 25

Foto: stock.xchng


produkt familienurlaub

Die Baleareninsel Ibiza will weg vom reinen Partyimage und stellt ihre Reize für

Familienurlauber in den Vordergrund: Radeln, Bootsausflüge und Lasershows in Höhlen.

»Coole« Abenteuer

■ Kräftig treten wir in die Pedale, um den

Berg zu erklimmen, und sind dankbar für

den Fahrtwind, der etwas Kühlung verschafft.

Die Fahrt geht vorbei an meterhohen

üppig pink und rosa blühenden Oleanderbüschen,

durch kleine Ortschaften,

über Feldwege, vorbei an Oliven- und Feigenbäumen,

in deren Schatten Ziegen grasen.

»Das ist toll hier«, ruft der

neun Jahre alte Tom.

»Alle Wege sind ganz flach«,

hat Barrolo Planells Saez beim

Losfahren versprochen – vielleicht

ein sprachlich bedingtes

Missverständnis, denn manchmal

müssen wir uns schon

kräftig anstrengen. Später wird Barrolo

auch noch erzählen, dass die beste Zeit für

Radtouren auf Ibiza frühmorgens und in

den Monaten April, Mai sowie im September

und Oktober ist. Er organisiert

Fahrradtouren auf der Insel und verleiht

auch das entsprechende Zubehör.

Jedenfalls hat sich die Anstrengung gelohnt.

Der Blick auf die Bucht Cala Albarca

mit ihrem 200 Meter hohen Felsen entschädigt

für alle Mühen.

Beim Abwärtsfahren normalisiert sich

auch der Pulsschlag wieder. Weiter geht

die Tour auf Feldwegen zum El Broll. Ein

»Broll« ist ein Brunnen, der von einer na-

Quakende Frösche und bunte

Fische im kristallklaren Wasser

türlichen unterirdischen Quelle versorgt

wird, wie hier in Buscastell, erläutert Reiseleiter

Miguel Tor Witt. Die Kinder hören

auf das Quaken der Frösche und versuchen

sie zu entdecken. Barrolo erklärt,

dass die Wasserkanäle von den Arabern

gebaut wurden. Sie werden von dem Brun-

nen gespeist und sorgen dafür, dass die

Erde hier fruchtbar ist. Die Gegend ist

auch ein beliebtes Wandergebiet, auch

wenn es bislang nur wenige markierte

Wanderwege gibt. Reiseführer Miguel ist

selbst Mitglied im Wanderclub von Ibiza

und erzählt, dass er und seine Mitstreiter

daran arbeiten, dies zu verbessern. Die

Radrouten dagegen sind gut

ausgeschildert, außerdem

sind Kartenmaterial und ausgearbeitete

Routenvorschläge

erhältlich. Das soll es bald

auch für Wanderer geben.

Auf Entdeckungsreise.

Ibiza ist bekannt als die Insel der Jungen,

der Hippies, der Aussteiger und der Partyhungrigen.

Die legendäre Café-del-Mar-

Musik geht von hier aus in alle Welt. Aber

Ibiza bietet auch einiges für einen Urlaub

mit kleineren und größeren Kindern. Die

Insel ist nicht sehr groß, so dass man sie

26 TRAVEL ONE 30.9.2009


Foto: Ariane Steinmetz

bequem erkunden und auf Entdeckungsreise

gehen kann. Und sie offeriert jede

Menge, was die Neugier des Nachwuchses

weckt. Ein wichtiges Argument, um sich

für ein Urlaubsziel zu entscheiden. Denn

hat man als Paar Ansprüche an den Urlaub,

wie Kultur erleben, Land und Leute

kennenlernen, so heißt es sobald Kinder

im Haus sind: Urlaub hat man, wenn die

Kinder beschäftigt und glücklich sind.

Ibiza bietet die Möglichkeit, beides zu verbinden.

Fokus auf Familie. Deshalb sind Familien

auch die neu entdeckte Zielgruppe

der Baleareninsel. »Rund 60 Prozent der

Touristen auf Ibiza sind Familien«, weiß

Neus Tur vom Fremdenverkehrsamt Ibiza.

Und diese finden auch die passende

Unterkunft unter den rund 80.000 Hotelbetten

auf der Insel. So gibt es 21 Landhotels

– einige von ihnen haben sich speziell

auf Bedürfnisse von Eltern mit Kindern

Foto: stock.xchng

Die Baleareninsel

Ibiza will künftig

stärker als bisher

um Familienurlauber

werben; Tom

und Jakob

genießen einen

Bootsausflug zum

Vedra-Felsen

eingerichtet – und zahlreiche familienfreundliche

Clubhotels.

Familien buchten übrigens mehrheitlich

Drei-Sterne-Hotels, weiß Neus Tur.

Und im Drei- und Vier-Sterne-Segment

liegt auch der Schwerpunkt des bisherigen

Hotelangebots. Doch das soll sich künftig

ändern. Denn die Baleareninsel will nun

vermehrt auch Kunden aus dem Luxus-

Segment ansprechen. »Auf Ibiza werden

nur noch Vier- und Fünf-Sterne-Hotels

gebaut«, sagt Neus Tur. Und die Fünf-

Sterne-Häuser sollen außerdem bald

ganzjährig geöffnet sein, damit die zahlungskräftige

Klientel vielleicht auch mal

in der Vor- und Nachsaison Ferien auf der

Baleareninsel erwägt. »Die Mandelblüte

im Januar ist hier sehr schön«, schwärmt

jedenfalls die Ibiza-Werberin.

Mit der Mandelblüte lassen sich junge

Besucher wohl eher nicht locken, dafür

aber mit einer Bootstour. Jeden Morgen

legen Ausflugsschiffe im Hafen von Sant

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30.9.2009 TRAVEL ONE 27


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Antoni ab. »Der Ort im Westen der Insel ist

besonders bei britischen Partygästen beliebt«,

weiß Miguel. Hier befindet sich auch

die legendäre Disco »Es Paradis«, in der

gegen Morgen die Tanzfläche mit Wasser

geflutet wird und die Partygäste tropfnass

die Disco verlassen. Während die Nachteulen

noch in ihren Hotelbetten schlummern,

laufen die ersten Ausflugsschiffe bereits

aus dem Hafen aus.

Ziegen im Blick. Die Fahrt geht vorbei

an Sonnenuntergang-Cafés, auch dem legendären

Café del Mar in der Bucht Cala

des Moro, vorbei an Villen und wunderschönen

Badestränden. Während die Erwachsenen

an Deck die Sonne und die vorbeigleitende

Landschaft genießen, entdecken

die Kinder im Bauch des Schiffes

durch einen Glasboden die Unterwasserwelt

Ibizas. Dort tummeln sich jede Menge

bunte Fische im kristallklaren Wasser. Ziel

und Wendepunkt der Bootsfahrt ist der

381 Meter hohe Vedra-Felsen an der südwestlichen

Spitze der Insel. Er gehört zehn

Bauern, die Ziegen darauf ausgesetzt haben.

Die Augen aller Passagiere sind auf

den Felsen gerichtet, denn der Kapitän hat

demjenigen eine Flasche Sekt versprochen,

der zuerst eine der Ziegen entdeckt. Doch

auf dieser Fahrt ist keine Ziege in Sicht –

und so bleibt der Sekt im Kühlschrank.

Die Ausflugstour wird von einem Badestopp

unterbrochen. Die Besatzung wirft

Brot ins Wasser, um die Fische anzulocken

– zur Freude der Kinder, auch wenn einige

mit lautem Gekreische fliehen. Manche der

Schiffe machen auf dem Rückweg Halt bei

den »Platges de Compte«, die so schön

sind, dass die Ausflügler denken, sie wären

in der Südsee gestrandet. Kein Wunder,

dass hier schon Werbespots für Bier und

Autos gedreht wurden. Als Einkehr empfiehlt

sich das Restaurant »Ses roques«, natürlich

mit Meerblick. Dort können Gäste

den landestypischen Kuchen Graixonera

und einen Café Caleta probieren. »Das ist

unser Glühwein«, scherzt Miguel. Kaffee

wird mit Zucker, Rum, Kognac, Zimt und

Gewürzen aufgekocht – pappsüß, stark

und unglaublich gut.

Während die Eltern satt und müde im

Restaurant sitzen, gehen die Kinder am

Strand auf Entdeckungstour. Besonders für

kleine Abenteurer geeignet ist ein Besuch

der Grotte Can Marça im Hafen von San

Miguel – hier versteckten einst Schmuggler

ihre Waren. Das Alter der Höhle wird auf

mehr als 100.000 Jahre geschätzt, entdeckt

wurde sie erst 1980. Fünf Jahre dauerte es

kompakt

Die Festung Dalt Vila bietet Geschichte

»zum Anfassen« – für Kinder wird

Vergangenheit greif- und erlebbar

dann, bis die Ibizenker die nur 80 Zentimeter

hohen Gänge in der rund 8.500 Quadratmeter

großen Höhle so erweitert hatten,

dass sie für Besucher zugänglich sind.

»Cool«, wie Tom und sein Freund Jakob

finden, ist vor allem die Lasershow, die im

Inneren der Höhle vorgeführt wird.

Ebenso cool ist ein abendlicher Besuch

in der Hauptstadt von Ibiza. »Guck mal was

für Schuhe«, sagt Tom und zeigt kichernd

auf rot-funkelnde, etwa 20 Zentimeter hohe

High Heels einer Drag-Queen, die vor einer

Diskothek steht und ihm fröhlich zuwinkt.

Und es gibt viele schrille Gestalten zu bewundern.

Urlauber können sich einfach in

ein Café oder Restaurant setzen und dem

bunten Treiben zuschauen.

Geschichte zum Anfassen gibt es in der

Dalt Vila, sie gilt als die am besten erhaltene

Stadtfestung im Mittelmeerraum. Dort

soll übrigens voraussichtlich im September

2011 ein Parador aufmachen. Auch Shopping

macht auf Ibiza Spaß. Ist Bummeln

mit Kindern oft eine nervenaufreibende

Sache, so haben sie auf den Hippiemärkten

genug zu entdecken – und wenn es ein

schlafender Verkäufer ist, der es sich inmitten

bunter Gewänder gemütlich macht.

Abends kann man dann in einem der vielen

Cafés am Strand den Tag ausklingen

lassen – ein schöner Abschluss für Eltern

und Kinder. Ariane Steinmetz

28 TRAVEL ONE 30.9.2009

Foto: Xescu Prats

■ Informationen: Alles rund um Ibiza unter www.ibiza.travel/de;

Anfragen unter info@ibiza.travel

■ Ausflüge: Geführte Radtouren auf der Insel, geeignet für Kinder ab einem

Alter von etwa sieben Jahren. Weitere Informationen unter

www.ibizasport.com.

Ein Tipp ist der Besuch des Hippie Markts »Las Dalias« in Santa Eularia, jeden

Samstag. www.lasdalias.com.

Besuch der Tropfsteinhöhle »Cova de Can Marça« in Puerto de San Miguel.

www.covadecanmarsa.com.


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30.9.2009 TRAVEL ONE 29


produkt familienurlaub

Freizeitparks und Saurier

■ China Tours hat für Familien eine Studienreise nach China ausgearbeitet,

bei der auch die Bedürfnisse der kleinen Kunden berücksichtigt

werden. So wird der Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten

im Reich der Mitte mit einem auf Kinder abgestimmten

Programm kombiniert. Die Gäste besuchen in Peking

das unter dem Namen »Vogelnest« bekannt gewordene Olympiastadion

sowie den »Wasserwürfel«, wo die Olympischen Schwimmwettbewerbe

ausgetragen wurden, aber auch das Naturhistorische

Museum mit einer Saurierausstellung.

Auch die Besichtigung der berühmten Terrakotta-Armee in

Xian ist Bestandteil der Reise. Dort treffen sich die Kinder im Anschluss

mit chinesischen Mädchen und Jungen, um gemeinsam zu

spielen. Außerdem dürfen sie in Xian die Glocken im Glockenturm

läuten oder im Trommelturm die Trommeln schlagen.

Die Familien besuchen zudem den Suzhou-Freizeitpark in Le

Yuan, in Schanghai geht es unter anderem ins Ocean Aquarium.

Auch sonst ist das Besichtigungsprogramm in der Metropole auf

kleine Weltenbummler abgestimmt. So ist auch eine Fahrt durch

den sogenannten Sightseeing-Tunnel geplant, wo Groß und Klein

virtuelle Wasserwelten erleben können. www.chinatours.de/

detail/reise/china-reise-fuer-familie/das-besondere/ Interkulturelle Kontakte: Begegnung mit einheimischen Kindern

Noch mehr

Familienangebote

■ ITS hat das Angebot für

Familien im Winter weiter

ausgebaut. So gibt es nun

44 statt 34 Family-Star-

Hotels und auch die Zahl der

Single-mit-Kind-Angebote

wurde auf 283 erhöht. Neu

auf Gran Canaria ist das

frisch renovierte und nun

erstmals unter Calimera-

Flagge vermarktete Vier-Sterne-Hotel

Esplendido. Zwei

Pools und Aktivprogramme

wie Aerobic, Bogenschießen,

Fitness und Wasserball sollen

für Unterhaltung sorgen.

Wer eine Familie mit bis zu

fünf Kindern auf Reisen

schicken will, sollte nach

Ägypten blicken: Dort bietet

das Vier-Sterne-Haus Calimera

Hurghada Villen für

bis zu neun Personen an. Voraussetzung:

Vier Vollzahler.

Wellness-Kurzreisen

für Mutter und Kind

■ Babyreise, ein Spezialanbieter für Reisen mit Babys und

Kleinkindern, wendet sich mit dem neuen Programm »Mommyness«

an Eltern. Im Mittelpunkt der Kurzreisen in Deutschland,

die das Programm umfasst, stehen Wellness-Angebote.

So wird unter dem Motto »Für mich soll‘s rote Rosen regnen«

bei der Reise »Miss & Mrs Beautyqueen« ein »gemeinsames

Beauty-Erlebnis« für Mutter und Kind beworben, bei

»Buggy Power« geht es aktiv zu. Dort lernen Mamas die

Trendsportart »Buggy walk« heißt es. Reisebüros erhalten

zehn Prozent Provision. Mehr unter

www.mommyness.de

Babybetreuung

mit Kuh Resi

■ In allen Dorfhotels gibt

es nun eine Betreuung für

Urlauber ab acht Monaten.

Was die Dorfhotels Fleesensee

und Boltenhagen schon

seit Anbeginn offerieren,

wird nun auch im Dorfhotel

auf Sylt eingeführt. Speziell

ausgebildete Betreuerinnen

kümmern sich – übrigens

ohne weiteren Aufpreis – in

»Resis Krabbelstube« um

Kinder von acht Monaten

bis zum Alter von zwei

Jahren. Die Krabbelgruppe

ist an sechs Tagen pro Woche

geöffnet. Programm

gibt es auch für drei bis

neun Jahre alte Urlauber

sowie Kinder von zehn bis

14 Jahren. Im Fokus des

jeweiligen altersgerechten

Angebots steht immer

»Resi, die Kuh«.

30 TRAVEL ONE 30.9.2009

Foto: mommyness

Foto: China Tours


updates

■ RUF Jugendreisen lädt

am 24. Oktober 5.000 Kunden

in die Lipperlandhalle nach

Lemgo zu H.I.P. (»Heute ist

Party«) ein. Mit Live-Musik,

Top-DJs und einer Bühnenschau

können die Jugendlichen

dort ihren Sommerurlaub wiederaufleben

lassen. Die

Hauptattraktion des Abends

seien die Bandauftritte von The

Baseballs, R.I.O sowie »Heavy

Ride«, so der Veranstalter.

www.ruf-jugendreisen.de

■ Das Ostseebad Damp

bewirbt spezielle Weihnachts-

Offerten. Der Ferienort an der

schleswig-holsteinischen Küste

will mit »Weihnachtsbingo«,

geführten Wanderungen mit

Glühwein und der »Suche nach

dem Weihnachtsmann« große

und kleine Gäste begeistern.

Die Weihnachts-Arrangements

werden vom 23. bis 26. Dezember

angeboten.

www.damp-urlaub.de

■ Courtyard lädt Kinder

unter dem Motto »Kids Rock!«

zu einem kostenlosen Aufenthalt

in folgenden Häusern in

Thailand ein: Phuket at Kamala

Beach, Phuket at Surin Beach,

Phuket at Patong Beach und im

Hua Hin at Cha am Beach. Alle

Häuser verfügen über einen

»Kids World«-Bereich mit Spielplätzen,

Animationsprogramm,

Kinderbetreuung und Kinos.

www.courtyard.com

■ Das Leading Familiy Hotel &

Resort Alpenrose in Lermoos

auf der »Sonnenseite der Tiroler

Zugspitze«, so die Eigenwerbung

des Hauses, gewährt

Familien mit mehr als zwei

Kindern sieben Prozent Rabatt

ab einem Aufenthalt von sieben

Nächten. Das Angebot gilt

vom 17. bis 24. Oktober.

www.hotelalpenrose.at

© 2009

Dschungelferien in Ägypten

1-2-Fly preist für den Winter als familiengerechte Unterkunft vor allem das neu ins

Programm genommene Vier-Sterne-plus-Hotel Jungle Aqua Park in Ägypten an.

Das Hotel der Pick-Albatros-Kette verfüge über eine 35.000 Quadratmeter große

Poollandschaft und 30 Wasserattraktionen, wirbt die TUI-Tochter für das Haus.

Neue Clubs gibt es auf den Kanaren, etwa den 1-2-Fly Fun Club Isabel auf Teneriffa.

In der Vier-Sterne-Anlage werden »ein umfassendes Animationsprogramm«, so

1-2-Fly, sowie diverse Verpflegungsmöglichkeiten von Selbstversorgung bis All-inclusive

angeboten. Auf Fuerteventura gibt es neu den Solino-Kinderclub Elba Sara.

Das Vier-Sterne-plus-Hotel liegt an der Strandpromenade von Caleta de Fuste und

offeriert ein altersgerechtes Animationsprogramm von drei bis 16 Jahren.

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Amüsieren

Ausspannen

ClubHotels Riu

Warum verzichten, wenn Sie alles

haben können? Das ist der Vorteil,

wenn Sie Ihren Urlaub in einem

RIU ClubHotel verbringen. Hier

vereinen sich die Aktivitäten eines

Clubs mit dem Service eines Hotels,

das zum Entspannen gedacht ist.

Während die einen sich in der Disco

vergnügen, genießen andere die

exquisite Gastronomie. Während

die Kleinen im Kinderclub RiuLand

Abenteuer erleben, halten sich die

Eltern beim Sport fit oder genießen

ganz einfach eine verdiente Pause.

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Lassen Sie sich

30.9.2009 TRAVEL ONE

verwöhnen

31


produkt mix

Riu in Belek: Das künftige Club-Hotel der Spanier

moment

X Wolfram

Marx, Redakteur

Gute Idee

Es ist eine Binsenweisheit, aber sie trifft in den meisten Fällen zu: Eine Krise

bietet auch immer eine Chance für einen Neuanfang. So könnte auch

die momentane Wirtschaftskrise auf dem Airlinesektor zu einem neuen

Ansatz beim Service der Fluggesellschaften führen. Die Idee, den Flugkunden

in der Business Class diverse Dienstleitungen in Form eines Bausteinsystems

anzubieten, ist definitiv ein vielversprechender Lösungsansatz.

Profitieren könnten davon alle, denn die Kunden erhielten ein wirklich individuell

zugeschnittenes Produkt in Verbindung mit einem flexiblen Preissystem.

Und die Airlines könnten ihre Kosten senken, da sie sie nicht mehr

allen an Bord alle Dienstleistungen anbieten müssten.

Zwar ist die Realisierung für die Airlines noch eine technische und logistische

Herausforderung, doch da wurden auch auf diesem Sektor schon

ganz andere Probleme gelöst. Airlines werben bei den Business-Kunden

mit dem Erfüllen ihrer Wünsche, nun können sie es tatsächlich tun.

w.marx@travel-one.net

Foto: RIU Hotels & Resorts

Riu bewegt sich

auf neuem Terrain

■ Die Türkei ist kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte von Riu. Die

mallorquinische Hotelkette mit TUI-Beteiligung engagiert sich über

einen Kooperationsvertrag mit der Kaya Holding A.S. in dem Land. In

einem ersten Schritt werden von Sommer 2010 an die Fünf-Sterne-

Anlagen Kaya Belek und Kaya Select in Antalya unter Riu-Führung

vermarktet. Mittelfristig ist ein Ausbau der gemeinsamen Projekte in

der Türkei und in Nordzypern geplant.

Die künftig als Riu Kaya Hotels vertriebenen Resorts liegen unmittelbar

nebeneinander und verfügen über einen eigenen Golfplatz. Das

Kaya Belek hat 506 Zimmer, im Kaya Select gibt es 346 Zimmer. Beide

Anlagen warten mit einer All-inclusive-Verpflegung auf.

Die Spanier wollen zudem ins Geschäft mit Stadthotels einsteigen.

Die neue Marke Riu Plaza soll vor allem Geschäftsreisenden eine breite

Palette an Zimmertypen sowie umfassende Tagungs- und Konferenzmöglichkeiten

bieten. Das erste Riu Hotel dieser Art wollen die

Spanier im November 2010 in Panama Stadt eröffnen. Zu dem Haus

gehören 645 Zimmer und Suiten mit Fünf-Sterne-Komfort, davon 80

als exklusive »Executive Suiten«.

Öger bereits

sommerlich

■ Es handelt sich vor allem

um stark nachgefragte Hotels:

Öger Tours vermarktet

bereits den nächsten Sommer.

Chefin Nina Öger (Foto)

und ihr Team haben rund ein

Viertel aller Häuser an der

türkischen Riviera zur Buchung

freigegeben. Die Frühbucherpreise

lägen neun bis

zwölf Prozent unter den Frühbucherpreisen

des Vorjahres.

32 TRAVEL ONE 30.9.2009

Foto: Öger Tours


Robinson

muss warten

Ein paar

Clubs vorab

Foto: Deutsche Touring

■ Die Eröffnung des neuen

Robinson-Clubs auf den

Malediven verschiebt sich

ein weiteres Mal. Die Anlage

auf der Insel Funamadua

soll nun erst am 19. Dezember

den Betrieb aufnehmen.

Ursprünglich sollten

schon im Mai die ersten

Gäste kommen, dann stand

der 1. November als Starttermin

im Kalender. Dass es

jetzt anders kommt, liegt

nach Angaben von Robinson

unter anderem an Lieferschwierigkeiten

bei Baumaterialien.

Der Clubbetreiber

bietet betroffenen Kunden

die Umbuchung auf

einen anderen Termin oder

ein anderes Haus an.

■ Am 6. Oktober ist Buchungsstart

für den Vorabkatalog

von Club Med für

den Sommer 2010. Der Anbieter

stellt in der Broschüre

19 Resorts vor, zum Beispiel

die Anlagen Vittel Eremitage

in Frankreich und Le

Riad in Marrakesch. 15 weitere

Clubs sind auf Anfrage

buchbar. Als Buchungsanreiz

verlängert Club Med

den Schnellbucher-Vorteil

um einen Monat bis zum

9. Januar.

Deutsche Touring umwirbt Gruppen

Reisebüros können Vereinen und Clubs künftig Gruppenreisen mit der Deutschen Touring verkaufen.

Deutschlands größter Anbieter im internationalen Linienbusverkehr hat spezielle Gruppentarife

eingeführt. Ab einer Stärke von zehn Personen liegen die Preise zehn bis 25 Prozent unter dem

regulären Fahrpreis. Vertriebsleiter Frank Bodlak peilt mit dem neuen Tarif vor allem kleinere und

mittlere Gruppen an, für die es sich nicht lohnt, einen eigenen Bus zu chartern.

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30.9.2009 TRAVEL ONE 33


sales Dertour xxxxx & TRAVEL ONE Classic

Nostalgietrip

Schloss Braunfels war das Ziel der vierten Klassiker-Tour von Dertour und TRAVEL ONE.

40 Teams fuhren engagiert und mit viel Spaß um den Sieg.

■ Der Sommer schien bereits auf dem Rückzug, als am Morgen

des 5. September die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye vor der

DER-Zentrale in Frankfurt aufbrachen. Zwar lachte zwischendurch

immer mal wieder die Sonne vom Himmel, aber es gab

während der Fahrt über die Landstraßen des Taunus nach

Schloss Braunfels auch einige Regengüsse. Und obwohl das

eine oder andere Gefährt kein Dach hatte, blieb die Stimmung

bei den 40 Teams prächtig. »Ein echter Oldtimer-Fan lässt sich

von solchen Kleinigkeiten nicht den Spaß verderben«, weiß

Christian Scholz, Direktor Dertour Ferienautos.

Wie gewohnt waren auch bei der vierten Auflage der beliebten

Oldie-Tour, die neben Dertour und TRAVEL ONE

auch von Alamo, dem MSC Rockenberg und dem ADAC unterstützt

wird, eine ganze Reihe echter Raritäten dabei – vom

Fotos: Dertour, TRAVEL ONE

Flügeltürer-Mercedes 300 SL über Cobra und Austin Healey

bis zum Jaguar E-Type, von dem dieses Jahr sogar drei Exemplare

mit von der Partie waren. Nicht wenige Menschen am

Wegesrand zückten ihre Handys, um die vorbeifahrenden Wagen

zu fotografieren. Und auch beim Mittagsstopp im Städtchen

Usingen sorgte die Klassiker-Tour für reges Interesse.

Um Geschwindigkeit ging es bei dieser Spaßtour nicht,

wohl aber um Geschicklichkeit, genaue Kenntniss der Abmessungen

des eigenen Fahrzeugs und um Köpfchen bei einer Reihe

kniffliger Fragen. So gewannen den ersten Preis sogar die

Teilnehmer im ältesten Auto des gesamten Wettbewerbs: Rolf

Siegert und Heike Meister-Siegert fuhren mit einem Morris

Cowley Baujahr 1926 durch den Taunus und stiegen in Schloss

Braunfels auf das Siegertreppchen. Christian Schmicke

01

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03

34 TRAVEL ONE 30.9.2009


04 05 06

07 08

01 Siegerehrung Ganz vorn waren Rolf Siegert und Heike Meister-

Siegert im Morris Cowley vor Jochen Ruppel und Geerds Sporthelfer im

Triumph TR3A sowie Jorg und Susanne Ruhnau im Austin Healey; im

Vordergrund Christian Scholz, Dertour Ferienautos 02/03 Ansichten

Das Gefährt der Gesamtsieger auf der Strecke und beim Start 04 Keine

Kompromisse Der Acht-Zylinder-Motor der Cobra hat mächtig Dampf

05/06 Klassiker Mercedes 190 SL in weiß mit rotem Leder und BMW

502 07 Ermessenssache Wieviel Wasser passt in diesen Schlauch?

08 Startformation So schöne Autos sieht der Parkplatz vor der

DER-Zentrale nicht jeden Tag 09 Britische Oldies Drei Jaguar E-Type

waren dabei, und ein Jaguar SS 10 Stil Der frühere DER-Chef Peter

Landsberger schloss sich ebenfalls im E-Type der Tour an 11 Markenzeichen

Zum vierten Mal schickten Dertour, TRAVEL ONE, Alamo, der MSC

Rockenberg und der ADAC Reiseprofis mit Faible für Oldtimer auf die

Reise

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30.9.2009 TRAVEL ONE 35


destination australien

1.614 Weingüter bieten Besuchern des Fünften Kontinents Gelegenheit zum Probieren,

Genießen und Verweilen. Das Geschäft mit kulinarischen Erlebnissen wächst.

Weinerlebnis Down Under

Im Canungra Valley im australischen Queensland baut

die Familie O , Reilly Wein an

■ Einen australischen Syrah oder Chardonnay

für das Abendessen zu öffnen, ist

keineswegs mehr ungewöhnlich. Die Weine

vom Fünften Kontinent erfreuen sich in

Deutschland zunehmender Beliebtheit.

Allein 2007 konsumierten die Bundesbürger

45 Millionen Liter Rebensaft aus Down

Under und damit nochmals 13,5 Prozent

mehr als im Vorjahr. So ist es kein Wunder,

dass immer mehr Australien-Urlauber

einen Abstecher zu den Weingütern des

Landes machen. Diese haben sich längst

auf Gäste eingestellt. Zwei Beispiele.

Modernes Ambiente. Im Yarra Valley,

rund eine Autostunde von Melbourne entfernt,

liegt das Balgownie Estate Vineyard

Resort & Spa. Statt traditioneller Weinromantik,

wie sie deutsche Besucher aus dem

eigenen Land kennen, überrascht das Hotel

und Weingut durch moderne geradlinige

Architektur mit viel Glas, Stahl, Holz

und einer Schnörkellosigkeit, die durch

die Auswahl der Materialien dennoch viel

Wärme ausstrahlt. Im April hat sich das

Vier-Sterne-plus-Hotel mit 65 Zimmern

und Suiten der Accor-Marke Mercure angeschlossen.

Ausschließlich im Sinne einer

besseren Vermarktung, wie Hoteldirektor

Ross Greenaway betont. An Persönlichkeit

solle das Haus keineswegs verlieren.

Zum individuellen Charakter des Balgownie

Estates tragen viele Faktoren bei.

So bietet etwa die Minibar eine breite Aus-

wahl der Weine des Guts – zu Preisen, die

auf dem Niveau des normalen Verkaufs im

Laden liegen. Und im Restaurant Rae , s

kreiert Küchenchef Stephane Le Grand

moderne australische Gerichte, die sich

durch eine gelungene Mischung aus heimischen,

asiatischen und europäischen

Einflüssen auszeichnen.

Seine Wurzeln hat Balgownie Estate

nicht im Yarra Valley, sondern in Bendigo,

rund 150 Kilometer nordwestlich von

Melbourne. Hier pflanzte »Winemaker«

Stuart Anderson 1969 die ersten Reben

und produzierte später konzentrierte Weine,

vornehmlich aus Cabernet Sauvignon

und Shiraz. 1999 übernahmen Des und

Rod Forrester den Betrieb, 2002 kauften

sie sieben Hektar Land im Yarra Valley, begannen

mit dem Weinanbau und bauten

ein Hotel. Hier, im Yarra Valley, spielen Pinot

Noir und Chardonnay die Hauptrolle.

Regenwald-Refugium. Das Rainforest

Retreat der Familie O , Reilly im Hinterland

zwischen Brisbane und der Gold Coast von

Queensland zählt hierzulande zu den bekanntesten

Adressen des australischen

Bundesstaates. Nicht zuletzt, weil es gelang,

eine attraktive Mischung aus Naturerlebnis,

Komfort, persönlichem Service und

Kulinarik zu schaffen.

1911 siedelten sich Familienmitglieder

im Regenwald an. 1925 bauten sie hier, im

Lamington Nationalpark, ein Gästehaus.

Heute ist mit diversen Zimmerkategorien,

Suiten und Spa-Bereich für jeden Komfort

gesorgt. Dennoch bleibt eine gewisse Bodenständigkeit

prägendes Merkmal des

Öko-Resorts.

Rund 20 Kilometer vom Gästehaus

entfernt, im Canungra Valley, begannen

Shane und Tim O , Reilly in den späten 90er

Jahren mit dem Weinanbau. Angepflanzt

werden vor allem die Rotweinrebe Chambourcin

und die Weißweinrebe Semillon.

36 TRAVEL ONE 30.9.2009

Fotos: O , Reilly , s Rainforest Retreat


Das Yarra Valley bei Melbourne ist Heimat des Balgownie Estate

Vineyard Resort & Spa

Die Trauben für weitere Weine kaufen die O , Reillys, wie in Australien üblich, anderweitig

ein. Mittlerweile haben es die Tropfen zu überregionaler Anerkennung gebracht und runden

das Portfolio des Rainforest Retreats gut ab.

Steigende Nachfrage. Die beiden Projekte verdeutlichen, dass die Kombination aus

Wein und Tourismus in Down Under eine immer größere Rolle spielt. Das haben auch die

Marketing-Experten von Tourism Australia erkannt. Eine Studie bescheinigt der Reiseaktivität

von ausländischen Besuchern, zu deren Motiven der Besuch von Kellereien zählt,

seit dem Jahr 2000 eine jährliche Wachstumsrate von rund sechs Prozent, während das

Durchschnittswachstum nur bei zwei Prozent lag. Mit 4.400 Euro gaben Besucher von

Weingütern mehr Geld aus als andere Touristen (2.900 Euro) und rund zwei Drittel der

befragten Gäste erklärten anschließend, das Erlebte habe ihre Erwartungen übertroffen.

Tourism Australia will daher dem Thema Genuss, Essen und Wein einen noch breiteren

Raum gewähren. Das Angebot ist da. Vom vorausbuchbaren Tagestrip in den Veranstalterkatalogen

über Ausflüge lokaler Agenturen bis zur spontanen Tour im eigenen

Mietwagen ist alles drin. Christian Schmicke

Ein Blick hinter die Kulissen

■ 1.614 australische Weingüter, also 70 Prozent aller Weinproduzenten des

Spa

&

Landes, laden zum Besuch und zur Verkostung ein. Mit der größten Anzahl

besuchbarer Wineries wartet der Bundesstaat Victoria auf, gefolgt von

Resort

New South Wales und Südaustralien.

Vineyard

■ New South Wales: 343 Weingüter empfangen Gäste (77%), Queensland:

Estate

92 Weingüter mit Besuchereinrichtungen (87%), Victoria: 517 Wineries mit

Degustationsangebot (74%), Tasmanien: 67 Weingüter empfangen Gäste

(73%), Südaustralien: 335 Produzenten haben Besuchereinrichtungen (54%),

Balgownie

Westaustralien: 260 Güter sind auf Gäste eingestellt (72%). Fotos:

australien destination

Geradlinigkeit prägt die Architektur

des Balgownie Resorts

30.9.2009 TRAVEL ONE 37


destination australien

Broome erhält

Fünf-Sterne-Luxus

■ Im westaustralischen Broome ist Anfang August mit dem

Pinctada Cable Beach eine neue Fünf-Sterne-Anlage eröffnet worden.

Das Boutique Hotel, in das die Hotelgruppe Pinctada Hotels

& Resorts knapp 20 Millionen Euro investiert hat, verfügt über 72

Zimmer, ein Restaurant mit orientalisch und europäisch beeinflusster

Küche, Pool- sowie Cocktailbar, einen asymmetrisch geformten

25-Meter-Pool und einen edlen Spa-Bereich. Die Zimmer

und Suiten sind zwischen 28 und 105 Quadratmeter groß, die Möblierung

ist modern und hochwertig.

Die neue Anlage soll die touristische Anziehungskraft der Gemeinde

Broome im Norden Westaustraliens weiter stärken. Die

Stadt am Indischen Ozean mit rund 14.000 Einwohnern liegt am

20 Kilometer langen Cable Beach, einem Sandstrand, der nach einer

alten Telegraphenleitung zwischen Broome und der indonesischen

Insel Java benannt wurde. Zudem ist Broome ein guter Ausgangspunkt

für Reisen in die Kimberley-Region, eine der wildesten

Landschaften Australiens und Heimat des australischen Baobab-Baumes.

starke Themen in einer Ausgabe:

■ Versicherungen

■ Studienreisen

■ Zypern

Buchen Sie Ihren Themenschwerpunkt jetzt.

TRAVEL ONE Ausgabe 20 vom 28. Oktober.

Anzeigenschluss ist der 9. Oktober.

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Stilvoll und komfortabel: Broomes neuestes Hotel

www.pinctadacablebeach.com

www.broome.wa.gov.au

Hightech für die

Pinguin-Parade

■ Der allabendliche Aufmarsch der

kleinen Pinguine, wichtigste Attraktion

auf Phillip Island im Bundesstaat

Victoria, kann von Besuchern von Oktober

an mit informativer Unterstützung

durch Kommentare verfolgt werden,

die in mehreren Sprachen auf einem

iPod gespeichert sind. Außerdem

bietet das Besucherzentrum künftig

eine Luxusvariante der Pinguinbeobachtung:

Von der hoch über dem

Strand gelegenen, geschlossenen »Skybox«

aus können die Tiere bei Canapés

und Sekt bewundert werden, wenn sie

nach Einbruch der Dunkelheit an Land

kommen. Immer noch die schönste

Form, die Pinguine zu erleben, sind

aber individuell geführte Touren in kleinen

Gruppen mit einem Ranger. Dabei

besuchen die Gäste einen Strand abseits

des Trubels und erhalten über

Funk und Kopfhörer Informationen.

www.penguins.org.au

TRAVEL ONE 30.9.2009

Foto: Pinctada Hotels & Resorts


Great Sunshine Way

für Selbstfahrer

■ Selbstfahrer können die Küste

Queenslands nun dank der Panoramastraße

Great Sunshine Way besser

selbst erkunden. Stationen für Mietwagen

und Wohnmobile finden sich

an den Flughäfen Brisbane, Gold

Coast Airport, Maroochydore und

Hervey Bay. Von Brisbane führt die

Straße nach Süden entlang der Gold

Coast, hier liegt im Hinterland von

Surfers Paradise der Lamington National

Park mit subtropischen Regenwäldern.

Nach Norden geht es von Brisbane

entlang der Sunshine Coast bis

zur Fraser Coast auf der Sandinsel Fraser

Island, ebenso wie der Nationalpark

ein Weltnaturerbe der Unesco.

Für eine Autotour über den kompletten

Great Sunshine Way sind rund

zehn Tage zu veranschlagen.

www.thegreatsunshineway.com

Foto: Tourism Australia

Foto: Spicers Clovelly Estate

Rund 90 Auto-Minuten von Brisbane

liegt Spicers Clovelly Estate

Charme der Alten

Welt down under

■ Mit Spicers Clovelly Estate hat

das Hinterland von Queenslands Sunshine

Coast eine neue Top-Herberge

erhalten. Auf einem Gelände von

rund acht Hektar bietet sie französisch

angehauchten Luxus. 2010 wollen die

Betreiber, Spicers Retreats, Hotels and

Lodges, das Spicers Balfour Hotel in

New Farm, Brisbane eröffnen.

www.spicersclovellyestate.com

Erste Gehversuche

in Deutschland

■ Mit »Out The Back Australia« und »Brunos Australien

Safaris« sind zwei Touren-Veranstalter

aus Australien neu auf dem deutschen Markt aktiv.

Die beiden Anbieter werden künftig von Aviareps

Tourism in München vertreten. Out The Back Australia

organisiert mehrstündige bis mehrtägige Touren

im Outback von Queensland. Dazu gehören Kajaktouren,

Ausflüge mit Aborigines sowie Aufenthalte

auf Schafs- und Rinderfarmen.

Brunos Australien Safaris veranstaltet rein

deutschsprachige Camping-Touren im Geländewagen

für sechs bis zehn Personen. Die Reisen führen

nach Sydney, zum Ayers Rock, entlang der Great

Ocean Road und an die Westküste Australiens.

europe@outthebackaustralia.com.au

australia@aviareps.com

Touren ins Outback: Zwei australische Anbieter

wenden sich nun gezielt an Deutsche

DER

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BESTE

destination

URLAUB

DER WELT

IN QUEENSLAND

Schnelle Verbindungen mit Etihad Airways

von Deutschland nach Brisbane.

Blau schillerndes Great Barrier Reef, goldene

Sandstrände, rotes Outback und üppig grüner

Regenwald – in der farbenfrohen Vielfalt von

Queensland (Australien) werden Ihre Kunden den

BESTEN URLAUB DER WELT erleben.

Am faszinierenden Great Barrier Reef laden über

600 Inseln zum Tauchen und Schnorcheln ein. Die

Unterwasserwelt lässt Besucher aus dem Staunen

nicht mehr herauskommen. Auch die Entspannung

kommt hier nicht zu kurz: luxuriöse Resorts,

aber auch Hotels für jeden Geldbeutel bieten die

passende Atmosphäre im Inselparadies.

DER BESTE URLAUB DER WELT nach Queensland ist

buchbar über FTI.

Flug von Deutschland nach Brisbane mit Etihad

Airways. 7 Tage im Britz-Campervan (Flexrate, inkl.

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jedem Reisebüro.

pro Person ab € 1.269,-

www.queensland-australia.eu

30.9.2009 TRAVEL ONE 39


destination mix

Die Dominikanischen Republik investiert in den Ausbau der

Region Barahona sowie in Samaná (Foto) und Bávaro

moment

X Kendra

Mietke, Volontärin

Stereotypen

Seit dem Kinofilm »Wickie und die starken Männer« sind die Vorfahren

der Nordländer wieder ein beliebtes Gesprächsthema. Die Wikinger finden

sogar ihren Weg in jedes siebte Überraschungsei. Doch was wissen die

Deutschen eigentlich über das von dem alten Seefahrervolk eroberte Island

und seine heutigen Bewohner?

Anscheinend nicht viel, wie eine Umfrage der isländischen Airline Iceland

Express bestätigt. Rund 42 Prozent der befragten Deutschen stellen sich

den Inselbewohner groß, kräftig und rothaarig vor, eben wie den klassischen

Wikinger. Mehr als 52 Prozent glauben, dass ein typischer Isländer

auf seinem Islandpony den Fjord entlangreitet, bekleidet mit einem Norwegerpulli.

Offensichtlich ist es für viele Deutsche einmal an der Zeit, bei

einem Besuch dort selbst festzustellen, wieviel von Wickie und seinen

Nachfahren in dem heutigen Island tatsächlich zu finden ist.

k.mietke@travel-one.net

Foto: TRAVEL ONE

Ausbau der Region

rund um Barahona

■ »Barahona 2015« nennt sich das Projekt, das in den nächsten sechs

Jahren den südlichen Teil der Dominikanischen Republik touristisch

erschließen soll. Rund 545 Millionen Euro investiert der Inselstaat

dafür. Das Geld fließt vor allem in den Ausbau und die Weiterentwicklung

eines nachhaltigen Tourismus in Barahona. Der kleine Flughafen

soll vergößert und die Infrastruktur deutlich verbessert werden,

erklärt Petra Cruz-Deyerling, Direktorin des Fremdenverkehrsamtes

der Dominikanischen Republik in Deutschland.

Trotz Krisenzeiten verzeichnet die Dominikanische Republik zwischen

Januar und Juli dieses Jahres ein Besucherplus von 12,1 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr. »Unsere Projekte laufen weiter. Private Unternehmen

investierten alleine in den vergangenen zehn Monaten zehn

Milliarden Euro in den Ausbau touristischer Regionen wie zum Beispiel

der Halbinsel Samaná oder der Region Bávaro«, so Cruz-Deyerling.

Zudem befinden sich derzeit fünf weitere Golfanlagen im Bau.

Mehrere Luxushotels eröffnen in diesem und nächstem Jahr, darunter

auch ein Four Seasons im Luxusresort Casa de Campo in La Romana.

www.godominicanrepublic.com

Rad-Event für

Jedermann

■ Zwei Tage lang zusammen mit

Radprofis durch die Landschaft

Menorcas radeln – das erleben

die Teilnehmer des neunten »Volta

Cicloturista« vom 23. bis zum

25. Oktober. Das Rad-Event auf

der Baleareninsel startet am Freitag,

jedoch nicht auf dem Drahtesel,

sondern mit der Besichtigung

der traditionellen Käserei Casa de

Campo in Subaida. Die erste richtige

Etappe beginnt am Samstagmorgen.

Dann geht es rund 113

Kilometer vom östlichen Mahón

aus bis nach Ciutadella im Westen

der Insel.

Am Sonntag radeln die Urlauber

auf 63 Kilometern um den Monte

Toro und wieder zurück nach

Mahón. Nähere Informationen zu

Anmeldung, Streckenverlauf,

Startgebühr und Rahmenprogramm

gibt es im Internet.

www.radfahrenmenorca.de

40 TRAVEL ONE 30.9.2009


updates

■ Sängerin Katy Perry gibt ihr einziges Europa-Konzert am 28. November in Ischgl

und eröffnet damit gleichzeitig die Wintersaison 2009/2010. Besucher mit gültigem

Skipass haben freien Eintritt. www.ischgl.com ■ Vom 16. bis zum 18. Oktober

findet in Nordwales das Snowdonia Wanderfestival statt. Teilnehmer wandern in

Begleitung unterschiedlich schwere Routen, die über Landesgeschichte und Archäologie

informieren. www.snowdoniawalkingfestival.co.uk ■ Fuerteventura

ist am 24. Oktober erstmals Austragungsort eines internationalen Halbmarathons.

Von Corralejo aus geht es für die Läufer rund 21 Kilometer bis zur Montaña Roja.

www.extremsport.es ■ Ein neues Webportal richtet sich speziell an FKK-Urlauber,

die gerne nach Kroatien reisen. Auf der Internetseite sind Infos über Kapazitäten,

Strände, Campingplätze und Events zu finden. www.naturism-adriatic.com

■ In Valencia ist in fast allen Museen während der Nebensaison an Sonn- und Feiertagen

der Eintritt frei www.turisvalencia.es ■ Im »Tour & Travel Reference Manual

Guide 2010« erfahren Reiseprofis Wissenswertes über Orlando in Florida. Das

Handbuch enthält Infos zu Freizeitevents sowie Hinweise auf Werbematerial und

Landkarten. www.orlandoinfo.com/trade ■ Das Centrum für Reisemedizin

(CRM) rät Großbritannien-Reisenden, vor der Reise ihren Impschutz gegen Masern,

Mumps und Röteln zu überprüfen. www.crm.de

DER FAMILY-SOMMER-

VORVERKAUF 2010 LÄUFT.

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19 Prozent plus zwischen Januar und

August: 42.700 Deutsche bereisten Island

Island eröffnet

Büro in Berlin

■ Nach der Schließung des Büros in

Neu-Isenburg ist das Fremdenverkehrsamt

von Island in Berlin ansässig

geworden. In Kooperation mit der isländischen

Botschaft eröffnet Visit Iceland

eine Dienststelle in der Rauchstraße

1 in 10787 Berlin. Verantwortlich

ist David Johannsson.

T. 030/50 50 42 00

www.visiticeland.com/de

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30.9.2009 TRAVEL ONE 41

In allen Winterkatalogen 2009/10 unterstützen wir die DRV-Kampagne und somit Sie.

Foto: Stock.xchng

mix destination


exit peps

Nix wie weg…

Ziel & Zeit Leistung Preis Kontakt

Ungarn ■ Bad Zalakaros Eine Nacht im Vier-Sterne-Hotel Men Dan Thermal,

Doppelzimmer, Frühstück, Nutzung des Schwimm-,

Thermal- und Erlebnisbeckens und des Saunabereichs

Deutschland ■ Berlin

bis 30.12.2009

Thailand ■ Bangkok

1.11. bis 15.12.2009

Atlantik & Karibik ■

16.12.2009

Europa ■ Deutschland,

Belgien, Niederlande

bis 31.12.2009

Schweiz ■ Zürich

bis 31.12.2009

Eine Übernachtung im Doppelzimmer des Lindner

Hotel am Kudamm, Frühstück, Eintrittskarte für das

Musical »Der Schuh des Manitu«

Zwei Übernachtungen mit Frühstück im Marriott

Resort & Spa (fünf Sterne), Flug

Kreuzfahrt mit der Delphin Voyager, 19 Nächte, von

Barcelona nach Fort de France (Martinique), Route:

Malaga, Madeira, Antigua, Dominica, St. Lucia,

Grenada, Trinidad

Ferienhausaufenthalt in einem der Sunpark-Resorts,

zum Beispiel an der Butjadinger Küste, in De Haan,

Oostduinkerke, Heilbachsee oder Zaandvort (Nordsee)

Eine Nacht im Sheraton Neues Schloss Hotel,

Frühstücksbuffet

Ägypten ■ Hurghada Sieben Nächte im Aldiana Makadi Bay, Doppelzimmer,

Transfer vom/zum Flughafen

62,50 € Men Dan Thermal Hotel

& Aqualand

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90 € Wingtips

www.wingtips.de

599 € Pepxpress

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Programm vom 3.10. bis 9.10.

■ SAMSTAG, 3.10. l Zur Weinlese nach

Mähren, 15:25 Uhr, MDR l Ultima Thule,

18:45 Uhr, NDR l An den Ufern der

Loire, 20:15 Uhr, ARTE l Barcelona,

21:45 Uhr, Phoenix.

■ SONNTAG, 4.10. l Pisa, 6:45 Uhr,

NDR l Wo auf Mallorca Millionäre wohnen,

9:15 Uhr, VOX l Dübener Heide,

12:30 Uhr, MDR l Zentralschweiz, 17:05

Uhr, BR l Mallorca, 17:15 Uhr, SWR.

■ MONTAG, 5.10. l Eine Reise durch

Connemara, 9:15 Uhr, Hessen l Mit Rentiernomaden

über den Ural, 12:00 Uhr,

WDR l Costa Rica, 13:30 Uhr, Hessen l

Marburg, 14:15 Uhr, NDR l Die Insel Robinson

Crusoe, 15:00 Uhr, 3sat l Mit

dem Zug quer durch Kanada, 15:15 Uhr,

NDR l Mit dem Zug durch die Highlands,

20:15 Uhr, ARTE.

■ DIENSTAG, 6.10. l Am Bodensee,

14:15 Uhr, NDR l Alaskas Dalton Highway,

14:15 Uhr, 3sat l Rotes Meer, 14:30

Uhr, MDR l Die Erzbahn von Kiruna nach

Narvik, 15:15 Uhr, NDR l Wandern im

Indianerland, 15:45 Uhr, 3sat l Wien

entdecken, 18:50 Uhr, Hessen l Reise ins

Herz Israels, 22:00 Uhr, WDR.

■ MITTWOCH, 7.10. l Die Mittelmosel,

14:15 Uhr, NDR l Masuren (1/2) und

(2/2), 14:45 Uhr, 3sat l Von Athen nach

Istanbul, 15:15 Uhr, NDR l Fleete in Hamburg,

15:15 Uhr, RBB l Von Hochosterwitz

bis Miramare, 20:15 Uhr, 3sat l Die

Böhmischen Bäder, 21:00 Uhr, SWR.

■ DONNERSTAG, 8.10. l Ostfriesland,

11:30 Uhr, NDR l Tunesiens Süden,

Programm vom 10.10. bis 16.10.

■ SAMSTAG, 10.10. l Der Orientexpress

von Singapur nach Bangkok,

10:15 Uhr, Phoenix l Ein Wüstenreich im

Höhenrausch: Dubai, 11:15 Uhr, VOX l

Die Prärie – Das wilde Herz Amerikas,

11:36 Uhr, MDR l Kroatien – Durchs

Land der tausend Inseln, 12:15 Uhr, NDR

l Galicien – Auf dem Jakobsweg zum Atlantik,

12:15 Uhr, Phoenix.

■ SONNTAG, 11.10. l Ägypten – Geheimnisvolles

Land der Pharaonen, 17:03

Uhr, ARD l Monaco, 17:05 Uhr, BR l Tel

Aviv – Leben zwischen Himmel und Hölle,

18:30 Uhr, 3sat.

■ MONTAG, 12.10. l Das Siegerland,

14:15 Uhr, NDR l Tahiti, 15:45 Uhr, 3sat

l Traumziel Hawaii, 16:30 Uhr, 3sat l

Kreuzfahrt nach St. Petersburg – Luxus-

Foto: stock.xchng

reise auf der Queen Victoria, 20:15 Uhr,

Phoenix l Queen Mary 2 – An Bord der

Königin der Meere, 21:00 Uhr, Phoenix.

■ DIENSTAG, 13.10. l Südafrika – Von

Kapstadt in den Krüger-Nationalpark,

7:20 Uhr, WDR l Nova Scotia – Leben

mit dem Nordatlantik, 13:15 Uhr, 3sat l

Lebuser Land, 14:15 Uhr, NDR l Die

Oder – Von der Neiße bis zur Ostsee,

14:15 Uhr, BR l Der Frauenzug von Bombay,

15:15 Uhr, NDR l Provence: Der Pinienzapfenzug,

15:15 Uhr, RBB l Summer

in the City – Vom Urlaub daheim, 18:00

Uhr, 3sat l Die Nahe, 18:50 Uhr, Hessen.

■ MITTWOCH, 14.10. l Vietnam-Express,

6:15 Uhr, Phoenix l Inseln der Kannibalen

– Auf dem Bismarck-Archipel,

11:30 Uhr, NDR l Das Paderborner Land,

tv-tipps exit

12:45 Uhr, 3sat l Rund um Stettin, 14:15

Uhr, NDR l Von Berlin nach Odessa,

15:15 Uhr, NDR l Mit dem Zug durch

Finnland, 20:15 Uhr, ARTE.

■ FREITAG, 9.10. l Von Triest nach Brioni,

12:00 Uhr, WDR l Entlang der Oder

zur Neiße, 13:15 Uhr, 3sat l Das Zwischenahner

Meer, 14:15 Uhr, NDR l Der

Orientexpress von Singapur nach Bangkok,

15:15 Uhr NDR l Mit dem Zug durch

Luxemburg, 20:15 Uhr, ARTE l Die Tibet-Bahn,

20:15 Uhr, Phoenix.

highlight

Mit dem Zug quer

durch Kanada –

Von den großen

Seen bis nach

Vancouver, Montag,

5.10., 15:15

Uhr, NDR.

14:15 Uhr, NDR l Salzkarawanen im Niger,

19:00 Uhr, ARTE l Malaysia – Vielvölkerstaat

unterm Halbmond, 21:40 Uhr, 3sat.

■ DONNERSTAG, 15.10. l Wunderwelt

der Türkei – Eine Reise durch Kappadokien,

12:45 Uhr, 3sat l Ahrenshoop,

14:15 Uhr, NDR l Von Oslo zum Polarkreis,

15:15 Uhr, NDR.

■ FREITAG, 16.10. l Djenné – Stadt

aus Lehm, 11:00 Uhr, RBB l Polen – Im

unbekannten Nordwesten, 12:00 Uhr,

WDR l Ruhr, 13:15 Uhr, 3sat l St. Pauli,

14:15 Uhr, NDR l Moskau, Jalta, Kiew,

15:15 Uhr, NDR l Glasgow und Edinburgh,

15:35 Uhr, 3sat l An bengalischen

Küsten, 17:40 Uhr, ARTE l Der Bug

– Europas wilde Grenze im Osten, 20:15

Uhr, Hessen l Taiwan, 22:25 Uhr, 3sat.

30.9.2009 TRAVEL ONE 43


exit menschen

karrieren

■ Sabine Heep hat bei

Pepxpress die Leitung der

Abteilung Einkauf übernommen.

Neue Abteilungsleiterinnen

sind zudem Natascha

Miron (Service und

Beförderung) und Anna Perrin

(Marketing).

■ Michael Frese ist vom

Travel Industry Club zum

»Travel Manager 2009« gewählt

worden. Der Geschäftsführer

der Rewe-Baustein-Touristik

landete damit

vor TUI-Deutschland-Chef

Volker Böttcher und Air-

Berlin-Lenker Joachim Hunold

auf dem ersten Platz.

feedback redaktion@travel-one.net

Bodenlose Frechheit TRAVEL ONE,

16. September 2009, »Waidmanns Urlaub«

■ Ich habe bisher Ihr Magazin sehr gerne gelesen. Ich fand es sehr

informativ und fördernd für mein Tourismusstudium. Allerdings

ziehe ich es nun in Erwägung, es nicht mehr zu lesen, nachdem Sie

einen Bericht über das Reisebüro Höfges veröffentlicht haben. Ich

finde es keineswegs ethisch zu jagen. Ich denke nicht, dass der

Artenbestand auf solch grausame Art und Weise konstant gehalten

werden muss. Es gibt auch natürliche Selektion. Tiere jagen

schwache und kranke Tiere … Ich finde es eine bodenlose Frechheit,

so etwas in einem seriösen Magazin zu veröffentlichen, viel

mehr noch, Werbung damit zu machen und zu sagen, dass man

sich damit ein weiteres finanzielles Standbein aufbauen kann.

Sabrina Schmidt, Berlin

Keine Gegenleistungen TRAVEL ONE Morning News,

17. September 2009, »NCL wird Partner von Miles & More«

■ Es ist eine Unverfrorenheit, was Veranstalter und Reedereien

uns so alles abverlangen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen.

Wir drucken Rechnungen, Reiseunterlagen, Merkblätter,

Fahrpläne und vieles mehr auf unsere Kosten, beschäftigen Mitar-

■ Matthieu Payet-Gaspard

komplettiert das Austrian-Airline-Vertriebsteam.

Der 29-Jährige verantwortet

die Abteilung Sales Coordination

& Development.

■ Ingo Mathea verstärkt

als Sales- und Marketing-

Manager das Team von Norfolkline.

■ Markus Faller und

Thomas Wilde gründeten

Mailingcrew, eine Agentur

für E-Mail-Marketing.

■ Die kommisarischen Geschäftsführer

von Hurtigruten,

Kaspar Berens und

Stephan Handwerker,

leiten das Unternehmen

nun verantwortlich.

beiter, reagieren auf Sonderwünsche, Umbuchungen, Überbuchungen

etc. Einzig die Mitarbeiter/innen in den Reisebüros erbringen

noch den Service, der eigentlich Sache der Veranstalter

wäre. Und was sind die Gegenleistungen? Malus, jedes Jahr höhere

Mindestumsätze und niedrigere Provisionen, Kosten für Schulungen

… und vieles mehr. Man versucht, uns immer mehr zu Angestellten

zu machen. Allerdings hat da »der Wirt die Rechnung

ohne den Koch gemacht!« Andreas Rapp, Reisebüro Rapp, Wehingen

Mehr als nur ein Beruf TRAVEL ONE,

2. September 2009, »Traumjob mit Einschränkung«

■ Sie sprechen mir aus der Seele. Nach 25 Jahren Berufserfahrungen

in so vielen elementaren Sparten ist es für mich trotz geringerem

Verdienst heute immer noch spannend. Dass der Beruf bei

der Jugend so schlecht ankommt, kann auch bedeuten, dass sie mit

der Vielfalt nicht klar kommt. Wie einfach kann man heute eine

Reise im Internet buchen, ohne darüber nachzudenken, ob das

Ziel für denjenigen überhaupt geeignet ist oder welche Möglichkeiten

es hergibt. Unendlich viele Ideen bleiben auf der Strecke.

Wirklich schade, denn es ist so ein schöner Beruf. Und er hat auch

etwas mit Berufung zu tun und nicht nur mit Job.

Dagmar Mentzen, Reisebüro Orrer 20, Pulheim

44 TRAVEL ONE 30.9.2009


Sea Cloud ordnet

den Vertrieb neu

■ Es sind einige alte, aber auch etliche neue Gesichter dabei:

Konstantin Bissias, Geschäftsführer von Sea Cloud Cruises,

sticht mit einer veränderten Vertriebsmannschaft in See. Nach

Vertriebsdirektor Ralf Petersen wechselte nun ein weiterer

Deilmann-Mitarbeiter zu dem Hamburger Kreuzfahrtunternehmen.

Andreas Nüssel betreut für Sea Cloud Cruises

jetzt die Reisebüros in der Region Süd-Ost. Ebenso neu im

Außendienst ist Christina Stuber. Sie kommt von Arosa

Flussschiff und kümmert sich nun um die Agenturen in der

Region Süd-West. Für den Norden Deutschlands ist weiterhin

Sandra Gruber zuständig.

Ulrich Klein

gestorben

■ Die Touristik Assekuranz

Service GmbH (TAS) trauert

um ihren langjährigen

Vertriebsmitarbeiter Ulrich

Klein. Er war als Key Account

Manager im Außendienst

tätig und betreute unter

anderem Reisebürokooperationen

und -ketten sowie

Verbände. Zusätzlich

war der Versicherungsprofi

für das Marketing und die

Presse verantwortlich.

Vor seiner Zeit bei dem

touristischen Makler in

Frankfurt hatte Klein gemeinsam

mit seinem Vater

eine eigene Versicherungsagentur

in Zweibrücken in

der Pfalz. Er war 21 Jahre

lang für die TAS tätig und

starb am 14. September unerwartet

in Frankfurt im Alter

von 58 Jahren.

Neue Verkaufsleiter

im Außendienst:

Andreas Nüssel

(links) und Christina

Stuber

N A C H R U F

Reißland

reist anders

■ Für nachhaltigen Tourismus

macht sich künftig Johannes

Reißland stark. Der 40-

Jährige ist von Oktober an

Geschäftsführer des »Forums

Anders Reisen«. Er übernimmt

den Posten von Rolf Pfeifer,

der dem Verband als externer

Berater erhalten bleibt. Reißland

war bislang für Veranstalter

und in der Lehre tätig.

Mit tiefer Bestürzung haben wir die traurige Nachricht über den

plötzlichen und unerwarteten Tod unseres lieben Kollegen

Ulrich Klein

entgegengenommen.

Wir alle werden ihn als sympathischen, liebenswerten und

kompetenten Kollegen und Freund in Erinnerung behalten.

Herr Klein war über 21 Jahre als leitender Angestellter in unserem

Hause beschäftigt. Er hat in dieser Zeit die uneingeschränkte

Achtung und Anerkennung unserer Kunden, seiner Vorgesetzten

und seiner Mitarbeiter erworben.

Wir haben einen geschätzten Kollegen und Freund verloren.

Er wird uns sehr fehlen.

Geschäftsleitung und Belegschaft der

Touristik Assekuranz Service GmbH in Frankfurt

www.travel-one.net

T&M Media GmbH & Co. KG

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Stephanstraße 3, 64295 Darmstadt

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Chefredakteur

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Redaktion

Yannick Fiedler, Klaus Göddert,

Petra Hirschel, Wolfram Marx,

Kendra Mietke, Tanja Ronge

Ständige freie Mitarbeiterin:

Simone Spohr

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Geschäftsführer

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Anzeigenverkaufsleitung

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Michaela Lettow

Marketingassistenz

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Anzeigenservice

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VERTRIEB

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Fax: 06151/39 07-949

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Leserservice

Beatrix Kwetkus

GRAFIK

Silke Oray, Uta Seubert

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Richard Redling

DRUCK

Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG,

Kassel

TRAVEL ONE

erscheint 14-tägig mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 39

gültig ab Januar 2009

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

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Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen.

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der DVV Media Group GmbH, Hamburg

30.9.2009 TRAVEL ONE 45


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Hartmut Höhn, 56, Wassermann,

lenkt seit 13 Jahren als Geschäftsführer

die Geschicke der

Reisebüro-Kooperation AER. Dass

er sich einmal für den Counter

stark machen würde, hätte er als

Jugendlicher vermutlich nicht gedacht:

Nach der Schule lässt Höhn

sich zum Versicherungskaufmann

ausbilden, schließt ein Studium der

Sozialarbeit in Bielefeld an, arbeitet

anschließend für Freizeit- und

Bildungseinrichtungen und studiert

dann noch Politik sowie Kulturwissenschaften

in Tübingen

und Berlin. 1983 steigt er in die

Reisebranche ein. Höhn gründet in

Bielefeld das Reisebüro »Kleine

Fluchten«. Sieben Jahre später

hebt er dort den Consolidator KFB

aus der Taufe.

Heute bestimmen der AER und

der Kooperationsverbund TMCV –

Höhn gehört der Geschäftsführung

an – sein berufliches Leben.

In seiner Freizeit spielt der 56-Jährige

begeistert Doppelkopf, walkt,

tanzt und widmet sich viel der Musik:

Als Mitglied einer Songgruppe

singt er etwa Schlager der 20er

und 50er Jahre. Höhn ist verheiratet

und hat einen Stiefsohn (23).

Geschäftsführer der AER Reisebüro-Kooperation

Hartmut Höhn

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Ein Kurzzeitpraktikum in einem Berliner Reisebüro und der Wunsch nach

Selbstständigkeit.

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Ich kann mich an keinen erinnern.

■ Ihr Traumurlaub?

Der sieht jedes Jahr ganz anders aus.

■ Drei Dinge, die Sie mitnehmen?

Gelassenheit, Neugierde, Respekt.

■ Worüber können Sie lachen?

Über manche Provisionsmodelle.

■ Was nervt Sie?

Exzentrische Alpha-Männchen.

■ Wie schalten Sie ab?

Beim abendlichen Walking oder Boule spielen.

■ Was sagen Ihre Freunde über Sie?

Keine Ahnung.

■ Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Mir reichen meine Lebensrollen.

■ Was lesen Sie gerade?

»Der Weltensammler« von Ilija Trojanow.

■ Ihr Lieblingsessen?

Leckere Currys.

■ Was hören Sie im Auto?

Musik des Liedtexters und Produzenten Frank Ramond (zum Beispiel Annett

Louisan und Roger Cicero).

■ Was würden Sie gerne können?

Zaubern.

■ Wofür hätten Sie gerne mehr Zeit?

Zum Lesen.

■ Sie haben einen Wunsch frei: Was wünschen Sie sich?

Mehr Gerechtigkeit auf der Welt.

■ Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Atomkraftwerke abschalten, damit künftigen Generationen nicht das Lebenslicht

ganz ausgeht.

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