April 2012

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April 2012

KAI JÄCKEL:

Es wird farbiger

112

Mitgliederinformation

des Landesgremiums

Steiermark des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln

TEXTIL | LEDERWAREN | SCHUHE | SPORT

UNTERNEHMERTAG

Schloss Gabelhofen &

Red Bull Ring am 17. April 2012

KMU FORSCHUNG AUSTRIA

Konjunkturbeobachtung

Einzelhandel 2011

HOCHZEITSMESSE

So heiratet

die Steiermark


Fotos: WK Steiermark

Foto: Gschiel

Landesgremium des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

T 0316/601-574, F 0316/601-1212

E 308@wkstmk.at, W www.wko.at/stmk/308

Obmann und Branchensprecher Textil:

KommR Ferdinand ROTH

Obmann-Stellvertreter und

Branchensprecher Schuhe:

Franz RATTENEGGER

Obmann-Stellvertreter und

Branchensprecher Sport:

Harald SCHERZ

Geschäftsführer:

Mag. Johannes Klemm

T 0316/601-577

Gremialreferentin:

Ute Ropposch

T 0316/601-576

Assistentin:

Marianne Strobl

T 0316/601-574

Bundesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln

Sparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien

T 05 90 900-3370, F 05 90 900-118181

E mode.freizeit@wko.at, W www.modeundfreizeit.at

Landesberufsschule Gleinstätten (Textil und Schuh)

8443 Gleinstätten 180, T 03457-2360

E lbsgleinstae@stmk.gv.at, W www.lbs-gleinstaetten.ac.at

Landesberufsschule Hartberg (Sport)

Franz-Schmidt-Gasse 5, 8230 Hartberg, T 03332-62939

E lbshb1@stmk.gv.at, W www.lbs-hartberg.ac.at

Werbegemeinschaft Lederwarenwirtschaft

Bundesgremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln

Wiedner Hauptstr. 63, 1045 Wien, W www.modeundfreizeit.at

ÖTZ – Österreichische Textilzeitung, W www.manstein.at

Schuh- u. Lederwarenrevue, W www.schuhrevue.at

schuh.zone Gugler GmbH, W www.schuhzone.at

VSSÖ – Verband der Sportartikelerzeuger und Sport -

ausrüster Österreichs, W www.vsso.at

WIFI Steiermark

Körblergasse 111-113, 8021 Graz

T 0316/602-1234, E info@stmk.wifi.at

www.stmk.wifi.at

Rechtsservice der WK Steiermark

Körblergasse 111-113, 8021 Graz

T 0316/601-601, E rechtsservice@wkstmk.at

www.wko.at/stmk/rs

Foto: Helmut Schramm

Mitgliederinformation

des Landesgremiums

Steiermark des Handels

mit Mode und Freizeitartikeln 1

KAI JÄCKEL:

Es wird farbiger

TEXTIL | LEDERWAREN | SCHUHE | SPORT

12

UNTERNEHMERTAG

Schloss Gabelhofen &

Red Bull Ring am 17. April 2012

KMU FORSCHUNG AUSTRIA

Konjunkturbeobachtung

Einzelhandel 2011

HOCHZEITSMESSE

So heiratet

die Steiermark

INHALT MODE & FREIZEIT [ıntern] 1.12

Branchen-News

Alle Branchen: Bundessparte Handel –

Bettina Lorentschitsch neue Obfrau |

Schuhe: Wer wird Mr. & Mrs. Shoe? 4

Sport: Neue Ö-Norm | Textil:

Neue EU-Textilkennzeichnungsverordnung 5

EU-Kommsionsveränderungen | Kooperationsbörse

MODE 2012 | Lederwaren: Tradition braucht Zukunft,

Zukunft braucht Ideen 6

Arbeitsrecht: Unser Tipp | Service: Paradigmenwechsel

in der SVA 8

Branchen-News Steiermark

Terminaviso | Gerhard Wohlmuth neuer Spartenobmann 9

Aktuelles: Neues Produktsicherheitsgesetz in Deutschland

| Anlagebetrug – Cold Calling | Der Bioboom

erreicht die Modewelt (Salzburger Nachrichten) 10

Hochzeitsmesse: So heiratet die Steiermark 11

Bildung

Aktuelles aus unseren Berufsschulen 13

Veranstaltung

Kai Jäckel – Frühjahr/Sommer 2012 im Verkauf

Die größte Neuerung ist die Farbe 14

Wirtschaft

KMU: Konjunkturentwicklung Einzelhandel 2011 19

Neueröffnungen, Auszeichnung & Jubiläum 23

Recht

Schutzverband: Rabatte und Stattpreise 25

Ausbildung

Aktuelle Lehrlingszahlen im österreichischen Handel 26

Neu: Online-Ratgeber für Lehrbetriebe 26

Pressespiegel: Die Branche im Licht der Medien 27

Ankündigung: Unternehmertag 2012 28

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Schreiben Sie uns – wir werden

Ihren Leserbrief veröffentlichen.

Redaktion „mode & freizeit intern“

8021 Graz, Körblergasse 111–113

308@wkstmk.at

Kai Jäckel:

Die größte Neuerung

ist die Farbe

Über 300 steirische UnternehmerInnen

und MitarbeiterInnen im Verkauf haben

sich am 13. März einen modischen

Wissensvorsprung verschafft und sich

beim Modeabend mit Kai Jäckel über

die Themen und Farbthemen sowie

Fachausdrücke der laufenden Saison

Frühjahr/Sommer 2012 informiert.

Stand 2011 unter dem Motto „edler,

cleaner, angezogener …“ so kommt

2012 noch „farbiger“ dazu, denn die

größte Neuerung der Saison

ist die Farbe.


Zukunft des Modehandels:

Gute Mitarbeiter und technisches

Know-How gefragt

Auf Messen und bei Orderrunden, im Kollegenkreis und auch in den

Gremien des Modehandels wird immer wieder intensiv über die

Zukunft des Modehandels diskutiert. „Welche Betriebstypen haben

unter welchen Voraussetzungen gute Chancen, erfolgreich am Markt

Gute Mitarbeiter brauchen

gute Ausbildung

Ein Bericht des Wirtschaftsmagazins „Trend“

über familiengeführte Filialisten im österreichischen

Modehandel weist - gemeinsam

mit dem individuellen Angebot des Lieferantenportfolios

eines Multilabelhauses -

die Qualität der Mitarbeiter als deren wichtigstes

Asset aus. Daran wird sowohl von der

Wirtschaftskammer (Gremium und WIFI) als

auch von den Betrieben intensiv gearbeitet.

Bedenken muss man dabei auch die demographische

Entwicklung, die einen starken

Rückgang der Schulabgänger und damit der

Lehrlinge und Mitarbeiter im Verkauf prognostiziert.

Was jetzt in der Großstadt schon

Fakt ist, wird sich bei der Mitarbeiterrekrutierung

auch bald landesweit auswirken.

Eine gute Ausbildung der Lehrlinge

sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule

muss garantiert sein, unser Gremium

steht daher in engem Kontakt mit den

Betrieben und den Berufsschulen (s. S. 13)

in Gleinstätten und Hartberg.

Aber auch die Weiterbildung der Mitarbeiter

im Verkauf ist Voraussetzung für den

Erfolg eines Modehauses. Unsere Modeinfoabende

mit Kai Jäckel (s. S. 14 bis S. 18)

haben immer höhere Teilnehmerzahlen, weil

die Betriebe erkannt haben, welch enormes

Potential in ihren Mitarbeitern steckt. Kai

Jäckel schafft es dabei, das Interesse an der

neuen Mode zu wecken und zeigt praxisbezogene

Verkaufs- und Dekorationstipps auf.

Gute Betriebe müssen technisch am

letzten Stand sein

„Was will man denn noch erfinden, es ist

doch schon alles erfunden“, meinte meine

Großmutter schon vor Jahrzehnten. Dabei

hat der technische Fortschritt gerade in

den letzten Jahren rasant zugenommen.

Unsere Aufgabe als Gremium ist es, immer

wieder über die neuesten Entwicklungen

zu informieren und darauf zu achten, dass

gerade kleinere Betriebe technologisch

nicht ins Hintertreffen gelangen:

RFID: Derzeit laufen verschiedenste

Experimente mit RFID (Radio Frequency

Identification) im Bereich Logistik und

Warenwirtschaft, führend ist hier z. B. Gerry

Weber. Mit RFID-Chips lässt sich nicht nur

verfolgen, wo sich eine Ware in der Produktionskette

oder am Transport gerade befindet,

sondern auch alle herkömmlichen

Warenwirtschaftsaufgaben erledigen und

den Bezahlvorgang vereinfachen. Interessant

sind aber die Zusatznutzen, die hier

unermesslich sind. Am Beispiel von Bademode

könnte man etwa das Licht über den

RFID-Chip am Badeanzug oder Bikini

regeln und damit die Haut der Kundin

bräunlicher erscheinen lassen und sie somit

in Strandlaune versetzen, aber auch die

passende Urlaubsmusik einspielen.

Noch weiß niemand, was sich hier am

Markt wirklich durchsetzen wird. Wenn aber

einmal die Mehrzahl der Bekleidungsteile,

Schuhe, Taschen oder Sportgeräte vom Her-

steller damit ausgerüstet sind, sollten möglichst

alle Händler, die dafür letztendlich

auch bezahlen, die technologischen Möglichkeiten

nützen können.

NFC: Die Near Field Communication ist

keine neue Technologie, steht aber derzeit

vor der Einführung im Handel, vor allem im

Einsatz beim mobilen Payment. Sowohl mit

dem Handy als auch durch bloßes Hinhalten

einer Bankomat- oder Kreditkarte zum

Terminal ist eine kontaktlose Transaktion

möglich, die für Beträge bis z. B. 25 Euro

keine PIN-Code-Eingabe mehr erfordert.

Die Technologie ist absolut sicher und lässt

sich beim Smartphone auch für die Bewerbung

von Sonderangeboten, für Gutscheine

oder Kundenkarten-Boni nutzen.

Mein Fazit aus diesen Überlegungen ist

das hohe Ziel, dass wir Modehändler einerseits

technisch auf dem letzten Stand sein

müssen, um im Wettbewerb bestehen zu

können, andererseits durch bestens ge -

schulte und informierte Mitarbeiter vielleicht

sogar noch die Chance haben, einen

Vorteil gegenüber manchen Betriebstypen

herausarbeiten zu können,

meint

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

EDITORIAL

KommR Ferdinand Roth

Landesgremium Steiermark

des Handels mit

Mode und Freizeitartikeln

zu sein?“, fragen sich Händler und Experten. Die gute Ausbildung der Mitarbeiter und das

technische Know-How kristallisieren sich dabei als die zwei wesentlichen Schwerpunkte

heraus: Die Qualität der Mitarbeiter ist derzeit besonders gefragt und steht daher an

oberster Stelle, aber gerade der kleine Betrieb muss sich die Frage stellen, ob er beim

technischen Fortschritt gegenüber dem Know-How der Großbetriebe mithalten kann.

Ihr Ferdinand Roth

Foto: WK Steiermark

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4 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Aktuelles und Offizielles für Sie zusammengefasst

ALLE BRANCHEN

Bundessparte Handel:

Bettina Lorentschitsch neue Obfrau

Die neue Obfrau der Bundessparte Handel

der Wirtschaftskammer Österreich

(WKÖ) heißt Bettina Lorentschitsch. Sie

folgt in dieser Funktion – bedingt durch

dessen Wechsel in die Politik als Klubobmann

der ÖVP Wien – auf Fritz

Aichinger. Als bewährte Stellvertreterin

wird wie bisher die Textilhändlerin und

Obfrau des Bundesgremiums Mode und

Freizeit, Dr. Jutta Pemsel, fungieren.

„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit dem

engagierten Team der Bundessparte Handel

die vielfältigen Interessen des österreichischen

Außen-, Einzel- und Großhandels

in Zukunft mit vollem Engagement zu vertreten“,

so die Salzburgerin anlässlich ihrer

Bestellung zur Branchensprecherin und

ranghöchsten Händlerin Österreichs.

„Die große Bandbreite und Komplexität

des österreichischen Handels – von den

unterschiedlichsten Branchen mit ihrem

breiten Warenangebot über die verschiedensten

Unternehmensformen und -größen

bis hin zu den vielfältigen Betätigungs-

und Karrieremöglichkeiten – dar-

ZUR PERSON:

Bettina Lorentschitsch

Fotos: WKÖ

Die neue Obfrau der Bundessparte Handel der

WKÖ Bettina Lorentschitsch mit ihrem Vorgänger

Dr. Fritz Aichinger.

zustellen und dem Handel eine entsprechende

Außenwirkung zu verschaffen, ist

mir ein besonderes Anliegen“, so die erste

Frau an der Spitze der WKÖ-Bundessparte

Handel. „Genauso liegt mir das Thema Ausund

Weiterbildung im Handel besonders

am Herzen, denn qualifizierte und praxisnah

ausgebildete Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter werden in den nächsten Jahren

Die gebürtige Salzburgerin (Jahrgang 1968) Lorentschitsch

hat das MBA-Studium in General

Management am ifm in Salzburg ebenso erfolgreich

absolviert wie jenes des Qualitätsmanagements an

der Donau-Universität Krems (Abschluss als Master

of Science MSc). Interessenspolitisch war sie bisher u.a. als Stellvertreterin des

Obmanns Sparte Handel in der WK Salzburg und Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft

Salzburg.

mehr denn je eine entscheidende Rolle für

die Branche spielen“, ist Lorentschitsch

überzeugt. In den österreichischen Handelsunternehmen

sind immerhin 560.000

Menschen beschäftigt, der Handel ist auch

der zweitgrößte Lehrlingsausbildner in

unserem Land.

„Und last but not least wird ein weiterer

Arbeitsschwerpunkt sein, sich für bessere

Rahmenbedingungen für Handelsunternehmen

einzusetzen. Jede gesetzliche

Maßnahme, die den Handel betrifft, muss

als Zielsetzung eine ausgewogene Handelslandschaft

verfolgen, die weiterhin

Vielfalt bietet, Beschäftigung sichert und

die Nahversorgung gewährleisten kann,“

unterstreicht die Neo-Handelsobfrau.

SCHUHE

Blog www.schuhunddu.at

läuft sehr erfolgreich

www.schuhunddu.at ist der Blog der Österreichischen

Schuhwirtschaft. Hier informieren

wir Sie über Witziges und Wissenswertes

rund um unseren schönsten Tick –

die Schuhe!

Die Initiative Österreichische Schuhwirtschaft

ist ein Zusammenschluss von

Schuhfachhandel, Schuhindustrie, Schuhmachern,

Schuhimporteuren, Einkaufsverbänden

und Schuhpflegemittel-Herstellern.

Die Teilnehmer haben sich entschlossen,

gemeinsam die Medien und KonsumentInnen

regelmäßig über den Schuh

und die Schuhwirtschaft zu informieren.

Durch Aktivitäten wie die Wahl zu

Mr. & Mrs. Shoe möchte man den Schuhblog

www.schuhunddu.at noch bekannter

machen. Schon bisher erfreute sich der

Blog großer Beliebtheit: Allein im Dezember

2011 verzeichnete man über 1.200


Besucher und seit dem Start im September

2011 in Summe über 70.000 Page Impressions

(eine Kennzahl, die die Anzahl der

Zugriffe auf die Seiten des Blogs misst).

SPORT

Neue Ö-Norm:

Das österreichische Normungsinstitut hat

uns darüber informiert, dass mit 15. Januar

2012 folgende ÖNORMEN im Komitee 184

„Spiel- und Sportgeräte; Freizeiteinrichtungen“

erschienen ist:

ÖNORM EN ISO 5912

Campingzelte (ISO 5912:2011) als Ersatz

für ÖNORM EN ISO 5912:2005-08

TEXTIL

Neue EU-Textilkennzeichnungsverordnung

Am 7. November 2011 ist die neue europäischeTextilkennzeichnungsverordnung

in Kraft getreten. Sie löst die bisher

für die Textilkennzeichnung in den

europäischen Ländern geltenden Gesetze

und Verordnungen ab. Hier eine Kurzfassung:

Geltungsbereich: Die Verordnung kümmert

sich grundsätzlich um die Faserkennzeichnung.

Die österreichische Textilpflegekennzeichnungsverordnung

bleibt unberührt.

Ein neuer Bereich, der über die

Kennzeichnung von Fasern hinausgeht,

wurde in die Verordnung aufgenommen: Er

enthält Regelungen zur Kennzeichnung

von Produkten tierischen Ursprungs.

Übergangsregelung: Es ist zulässig, noch

bis zum 8. Mai 2012 Produkte in den Verkehr

zu bringen (= erstmaliges Bereitstellen

im EU-Markt), deren Kennzeichnung

sich nach den alten Regelungen richtet.

Solche Produkte dürfen dann noch bis zum

9. November 2014 vertrieben werden.

Wer ist zur Kennzeichnung verpflichtet:

Wie bisher trifft den Hersteller/Importeur/Händler,

der seinen Namen/seine

Marke anbringt, die Verpflichtung zur

Kennzeichnung. Auch der Händler hat

sicherzustellen, dass korrekt gekennzeichnet

ist.

Welche Erzeugnisse sind erfasst: Die

Kennzeichnungspflicht gilt nach wie vor

für Erzeugnisse, die zu mindestens 80 %

aus Textilfasern bestehen. Dort, wo freiwillig

gekennzeichnet wird, muss die Kennzeichnung

mit den Bestimmungen der Verordnung

übereinstimmen. Bei den Ausnahmen

von der Kennzeichnungspflicht

sind die aus der österreichischen Textilkennzeichnungsverordnung

bekannten

Regelungen erhalten geblieben. Neu ist,

dass Filz und Hüte aus Filz jetzt einer

Kennzeichnungspflicht unterliegen.

NEU: Die Kennzeichnung von nicht -

textilen Teilen tierischen Ursprungs

Zukünftig muss darüber informiert werden,

wenn ein Textilprodukt Bestandteile aufweist,

die tierischen Ursprungs sind, auch

wenn es sich nicht um Fasern handelt.

Die Vorschrift zielt auf Leder und Fell ab.

Da keine Mindestmenge von Leder oder

Fell angegeben ist, sind auch kleinste Mengen

zu kennzeichnen, z.B. das Lederlabel

an der Jeans oder auch Knöpfe, die aus

Horn hergestellt sind. Notwendig ist, dass

wörtlich gekennzeichnet wird: „enthält

nichttextile Teile tierischen Ursprungs”.

Das Gesetz sieht nicht vor, dass stattdessen

die Angabe „Leder“ oder „Fell”

gemacht werden darf. Erlaubt ist allerdings,

die vorgeschriebene Kennzeichnung

zu ergänzen.

Art und Weise der Kennzeichnung: Wie

bislang kann die Information über die

Faserzusammensetzung durch ein angehängtes

Etikett oder durch ein (z. B. eingenähtes)

Label erfolgen. Die Faserzusammensetzung

muss dauerhaft, leicht lesbar,

sichtbar und zugänglich sein. Das Etikett

muss fest angebracht sein.

In welcher Sprache ist zu kennzeichnen:

Die Fasernamen müssen in der Amtssprache

des Mitgliedstaats angegeben werden,

in dem der Verbraucher das Produkt erwerben

kann. Die Mitgliedstaaten können

auch andere Sprachen zulassen.

Zulässige Fasernamen: Wie bisher sind

nur solche Fasernamen zulässig, die in

BRANCHENNEWS

einer Anlage zur Verordnung aufgelistet

sind. Diese insgesamt 48 Fasern sind

aus der Textilkennzeichnungsverordnung

bekannt.

Erzeugnisse, die mehrere unterschiedliche

Fasern enthalten: Die Gewichtsanteile

der enthaltenen Fasern sind in absteigender

Reihenfolge anzugeben. Neu: Die

Gewichtsanteile der einzelnen Fasern in

Prozent sind stets anzugeben. Daraus folgt:

Die Angabe „Faser XY 85 % Mindestanteil“

ist nicht mehr zulässig. Ebenso ist es nicht

mehr erlaubt, nur die beiden Hauptfasern

mit ihrem prozentualen Gewichtsanteil

anzugeben und diese Angabe bei den weiteren

Fasern wegzulassen. Kleinere Änderungen

gibt es bei der Zulässigkeit der Nutzung

des Begriffs „sonstige Fasern“. Eine

Faser, deren Gewichtsanteil bis zu 5 %

beträgt, darf als „sonstige Fasern“ bezeichnet

werden. Mehrere Fasern, deren

Gewichtsanteil zusammen bis zu 15 %

beträgt, dürfen ebenfalls als „sonstige

Fasern“ bezeichnet werden. Beides gilt

jedoch nur unter der Voraussetzung, dass

die tatsächliche Zusammensetzung zum

Zeitpunkt der Herstellung schwierig zu

bestimmen ist. Da in der Praxis die Zusammensetzung

fast immer zu 100 % angegeben

wird, wird die Neuregelung nur für

wenige Fälle Bedeutung erlangen.

EU-KOMMISSION:

Information über Änderungen von

Kommissionsveränderungen im

Textilbereich, die ab 1. 1. 2012 in

Kraft getreten sind:

1. Änderung des Annex I der Ratsverordnung

3030/93 zur Einfuhr bestimmter

Textilien aus Drittstaaten

2. Änderung des Annex I der Ratsverordnung

517/94 über die gemeinsame

Regelung der Einfuhren von Textilwaren

aus bestimmten Drittländern, die

nicht unter bilaterale Abkommen, Protokolle,

andere Vereinbarungen oder

eine spezifische gemeinschaftliche Einfuhrregelung

fallen.

3. Verwaltung und Vergabe von Textilquoten

für 2012 nach der Ratsverordnung

517/94 für Weißrussland und die

Volksrepublik Nordkorea

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

5


BRANCHENNEWS

TEXTIL

Kooperationsbörse MODE 2012

2012 wartet die Kooperationsbörse

MODE, der Branchentreff für UnternehmerInnen

und Kreative, mit einem

erweiterten Programm und einem

neuen Schwerpunkt auf.

Unter dem Motto „Tradition trifft Innovation“

laden die Initiatoren neben design -

affinen Traditionsbetrieben verstärkt auch

Unternehmen aus dem Bereich Smart

Materials zur Teilnahme ein. Die creativ

wirtschaft austria der WKÖ | part of

evolve wird die Veranstaltung durch ein

Workshopangebot für Kreativschaffende zu

den Themen Produktionsmanagement und

Neue Verkaufswege erweitern.

Die österreichische Mode- und Accessoire-Design

Branche wächst überproportional

und gewinnt als Image- und Wirtschaftsfaktor

zunehmend an Bedeutung.

Diese Entwicklung motiviert immer mehr

Modeschaffende, eigene Labels zu gründen

und ihre Kollektionen von qualitätsbewussten

Produktionsbetrieben fertigen zu

lassen. Um Gewerbetreibende und DesignerInnen

im Dialog zusammenzuführen

und den Boden für das Zustandekommen

erfolgreicher Kooperationen zu bereiten,

initiierte AUSTRIANFASHION.NET in Zu -

sammenarbeit mit der Wirtschaftskammer

Wien | www.creativespace.at 2009 die

erste Kooperationsbörse MODE. Seither ist

die Veranstaltung stetig gewachsen und

hat sich mit rund 70 ausgewählten Unternehmen,

über 350 FachbesucherInnen und

zahlreichen Follow-Up-Aufträgen zu einem

regelmäßigen Branchentreffen für UnternehmerInnen

und Kreative entwickelt.

KOOPERATIONSBÖRSE

MODE 2012

Themenschwerpunkt „Tradition

trifft Innovation“

Freitag, den 11. Mai 2012, Museums-

Quartier Wien, Ovalhalle & Arena, 13.00

bis 20.00 Uhr

Für Rückfragen steht Ihnen Marlene

Agreiter sehr gerne zur Verfügung, Tel.

+43 (0)699/19 56 81 78 oder per E-Mail

unter agreiter.koop@gmail.com.

6 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Foto: Dkfm. Reiner Fialik

LEDERWARENHANDEL:

Tradition braucht Zukunft,

Zukunft braucht Ideen

„Tradition braucht Zukunft und Zukunft

braucht Ideen, damit sich die heiß

umkämpfte Lederwarenbranche neben

den Mitbewerbern behaupten kann“,

leitete Herbert Gänsdorfer die Ergebnisse

eines Marktforschungsauftrags in

Verbindung mit einem Kreativ-Wettbewerb

für den Lederwarenhandel ein. Als

sehr erfreulich bezeichnete er dabei das

Interesse von etwa 30 jungen und

„jung-denkenden“ Branchenmitgliedern,

die im Vorjahr an drei Branchenworkshops

teilgenommen und an der

Erarbeitung dieser Überlebensstrategien

mitgewirkt haben.

Unterstützt von der Wirtschaftskammer

haben sich Handel, Vertreterverband und

Werbegemeinschaft zusammengeschlossen,

um der Lederwarenbranche zu einem neuerlichen

Aufschwung zu verhelfen und ihr

eine bessere Position im Markt zu verschaffen.

Die Präsentation der Marktforschung

(über die wir in der nächsten Ausgabe

MODE & FREIZEIT INTERN ausführlich

berichten werden) und die Preisverleihung

des Kreativ-Wettbewerbs erfolgte im Rahmen

der ersten heurigen Lederwaren-Musterschau

im MGC-MOC Wien am Abend des

29. Jänner vor zahlreich erschienenen Ausstellern

und Besuchern aus dem Fachhan-

del. Auch die mit SAMSONITE veranstalteten

Reisewochen im Mai und Juni wurden

vorgestellt.

Marktanalyse

für den Lederwarenhandel

Herbert Gänsdorfer konnte u. a. den

Obmann des Bundesberufszweiges Lederwarenhandel,

Dkfm. Reiner Fialik, der

sowohl engagierter „Manager“ der Werbegemeinschaft

als auch Initiator des jetzt

verwirklichten Projekts ist, sowie den

Geschäftsführer der Bundessparte Handel,

Mag. René Tritscher begrüßen.

Gemeinsam mit seinem langjährigen

Weggefährten Erich Peter Kendl, dem

Obmann des Verbandes der Lederwarenvertreter

Österreichs, stellte Gänsdorfer in seiner

Funktion als Vorsitzender des Berufszweigs

Lederwaren Wien zwei junge Unternehmer

vor, die im Vorjahr mit ihrer gerade

gegründeten MARKEN-HÄUPTLING EMOTI-

ONS-MARKENMANAGEMENT OG den Auftrag

erhielten, eine Marktanalyse für die Lederwarenbranche

zu erstellen.

In einer „Doppelconference“ untermauerten

diese das mit fundierter Recherche

erstellte und übersichtlich in Grafiken

zusammengefasste statistische Material.

Mag. Michael Zacek und Mag. (FH) Alexander

Gänsdorfer, MBA informierten über

die wesentlichen Marktdaten sowie die

Konkurrenzsituation der Lederwaren -

branche und unterbreiteten konstruktive

Lösungsvorschläge.

Der mit € 3000,– dotierte 1. Preis ging an Petra Bischofberger aus Dornbirn, Bundessparten geschäfts -

führer Mag. René Tritscher gratulierte herzlich.


2. Preis: Über den von Berufsgruppenvorsitzendem Dkfm. Reiner Fialik überreichten 2. Preis freute sich

Nicole Hahn, die den 2. Platz gemeinsam mit ihrer Schwester Kerstin belegte.

Kreativ-Wettbewerb

Bei einer tollen Rücklaufquote haben sich

40 Teilnehmer für den Kreativ-Wettbewerb

interessiert und bewiesen mit ihren Vorschlägen

eine Menge Ideenpotenzial, das

die Jury vor schwere Entscheidungen

stellte. Voraussetzung für die Einreichung

waren die drei Punkte Kreativität, Umsetzbarkeit

und Nachhaltigkeit.

Leider nicht zur Siegerehrung nach

Wien kommen konnte Christian Ströhle,

der mit seinem nach Zielgruppen und

Bereichen geordneten Shop-Konzept den

dritten Platz belegte, dotiert mit

€ 1.000,–. Den zweiten Preis im Wert von

€ 2.000,– errangen Kerstin und Nicole

Hahn aus dem Team von Fossil Lederwaren

für ihre Anregung, ein Insider-Magazin

quasi als internen Multiplikator speziell für

die Lederwarenbranche aufzulegen, um

Wissenswertes über Modetrends, Lifestyleund

Deko-Themen zu vermitteln. Den Siegerscheck

über € 3.000,– konnte Petra

Bischofberger aus Dornbirn in Empfang

nehmen, die mit einem einheitlichen,

flexibel einsetzbaren Kubus-

Dekoelement den gemeinsamen Auftritt

demonstrieren und den Wiedererkennungseffekt

der Lederwarenfachgeschäfte

beim Konsumenten verstärken

will.

Reisewochen mit SAMSONITE

Die österreichische Lederwarenwirtschaft

hat aber bereits für das

ganze Jahr 2012 die Weichen

gestellt. Das erste

Halbjahr steht mit

Unterstützung von SAM-

SONITE unter dem

Motto REISEWOCHEN

(Mitte Mai bis Ende

Juni) ganz im Zeichen

des Koffer- und

Gepäcksegments. Für

einen Beitrag von € 40,–

Sonne Sonne

Firmenname:

Vor- und Zuname:

Anschrift:

Telefonnummer:

Email-Adresse:

Foto: Herbert Gänsdorfer

BRANCHENNEWS

erhalten die Fachhändler Deko-Pakete mit

Aufstellern, Fensterklebern und Anzeigenvorlagen

für Werbeeinschaltungen in den

regionalen Medien.

Falls gewünscht, kann der Händler

zusätzlich Postkarten zum Selbstkostenpreis

im gleichen Erscheinungsbild drucken

lassen, die mit seiner Adresse versehen

als Stammkundeninformation oder

ohne Adressfeld des Empfängers als Postwurfsendung

einsetzbar sind.

Akustisch ergänzt wird die Werbekampagne

durch einen Hörfunk-Spot in entsprechender

Streuung. Damit soll hohe

Aufmerksamkeit erzielt und erreicht werden,

dass viele Konsumenten ihren nächsten

Urlaub bereits im Koffergeschäft beginnen

lassen.

WOCHEN

von Mitte Mai bis Ende Juni 2012

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

7


BRANCHENNEWS

Im Gesamtpaket ist auch der Auftritt

der einzelnen Händler auf einer gemeinsamen

Webseite vorgesehen, auf der auch

andere Lieferanten die Möglichkeit haben,

ihre Angebote darzustellen. Auch auf Facebook

besteht die Möglichkeit, auf einer

gemeinsamen Seite aller Teilnehmer an der

Aktion auch eigene individuelle Angebote

zu präsen tieren.

Anmeldungen:

Werbegemeinschaft der

Österreichischen Lederwarenwirtschaft

c/o Bundesgremium für den Handel

mit Mode und Freizeitprodukten

Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien

T +43 (0)5/909 00-3370

F +43 (0)5/909 00-11 81 81

M mode.freizeit@wko.at

SERVICE

Paradigmenwechsel in der SVA:

Vorsorgen statt Heilen

Mit einem revolutionären Schwenk ist

die Sozialversicherung der gewerblichen

Wirtschaft (SVA) ins Jahr 2012 gestartet.

Aus der Krankenkasse wird eine Gesundheitsversicherung,

die ihre Versicherten

mit einem individuellen Gesundheitsprogramm

zu einem bewussteren

Lebensstil motiviert.

Ein hervorragendes Gesundheitssystem wie

das österreichische und trotzdem eine

unterdurchschnittliche Zahl an gesunden

Lebensjahren sind ein deutliches Signal:

wir müssen umdenken. Die SVA setzt nun

als erster Player im Gesundheitssystem

einen großen Schritt in Richtung Prävention.

Gemeinsames Ziel der SVA und der Ärzteschaft

ist es, mit dem SVA Vorsorgeprogramm

„Selbständig Gesund“ die Versicherten

zu einem Umdenken zu animieren. Sie

sollen verstärkt auf ihre eigene Gesundheit

achten und möglichst lange beschwerdefrei

leben. Es gilt zu vermitteln, dass jede und

jeder Einzelne für das Wohlbefinden selbst

mitverantwortlich ist. Dass manche Krankheiten

nicht „aus dem Nichts“ auftauchen

sondern „hausgemacht“ die Folge einer

bestimmten Lebensweise sind. Egal ob der

8 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Ihre Meinung ist uns wichtig!

oder die Versicherte seine eigene Gesundheit

verbessern möchte, oder aktiv darauf

achtet, die bestehende Gesundheit zu

erhalten – mit dem Vorsorgeprogramm stellen

sich SVA und Ärzte als kompetente Partner

an die Seite der Versicherten.

Im Rahmen eines Gesundheitschecks

wird gemeinsam mit dem Haus- und Vertrauensarzt

ein individuelles, auf jeden Einzelnen

abgestimmtes Programm erarbeitet,

das entweder „Gesundheit beibehalten“

oder „Gesundheit verbessern“ lautet. Durch

die eigene, aktive Teilnahme an dem Programm

und die Erreichung der Gesundheitsziele,

wird als zusätzlicher Anreiz nach

6 Monaten der Selbstbehalt halbiert!

Die wichtigsten Eckpunkte

zur Halbierung des Kostenanteils:

Fünf Parameter, die jeder Versicherte selbst

beeinflussen kann, stehen im Mittelpunkt

der neuen Gesundheitsversicherung: Blut-

druck, Gewicht, Bewegung, Tabak und

Alkoholkonsum.

Im Rahmen eines ausführlichen Ge -

sundheitschecks (= Vorsorgeuntersuchung)

beim Arzt des Vertrauens wird beurteilt ob

der Patient in den fünf Bereichen seine

Gesundheit verbessern kann und wie viel

Zeit für eine Verbesserung (frühestens

sechs Monate) realistischerweise benötigt

wird.

Gesundheitsziele können etwa mehr

Bewegung, eine Raucherentwöhnung oder

eine Blutdruckeinstellung sein. Nach

Ablauf des vereinbarten Zeitraums gibt es

einen so genannten „Recall-Termin“, bei

dem überprüft wird, ob die gesetzten

Gesundheitsziele erreicht wurden. Hat der

Patient seine Gesundheitsziele erreicht,

wird der Selbstbehalt auf 10 % reduziert.

Bei Nichterreichen werden weitere Gesundheitsziele

vereinbart und im Rahmen von

Recall-Terminen überprüft.

RECHT, ARBEITSRECHT

Neue arbeitsrechtliche Vorschriften sind gerade in wirtschaftlich nicht ganz einfachen Zeiten

immer eine Belastung der Betriebe. Auf die drei nachfolgenden Themen

> Samstagarbeit: Schwarz-Weiß-Regelung

> Mindestentgelt im Stelleninserat

> Einstufung von Kassieren

haben wir in der Vergangenheit schon ausführlich hingewiesen. Hier nochmals die neues -

ten Entwicklungen, wo es bei Nichtbeachten auch zu Strafen kommen kann. In jedem dieser

Fälle wird dringend empfohlen, mit den Arbeitsrechtsexperten der Wirtschaftskammer

Steiermark Kontakt aufzunehmen: T +43 (316) 601 601.

UNSER TIPP:

308@wkstmk.at

Die Einstufung von Kassieren in die Beschäftigungsgruppe 3 trifft in unseren Branchen in

der Regel nur für einige wenige Großbetriebe zu, wo Mitarbeiter ständig und ausschließlich

Kassiertätigkeiten ausüben. Im Fall von Streitigkeiten aus dieser eher komplizierten Einstufung

(durch den Arbeitsinspektor oder auch bei der GPLA-Prüfung) sollten Sie in Ihrem

Interesse unbedingt mit Ihrem Gremium Kontakt aufnehmen. Wir können Ihnen dann die

entsprechenden Experten der Wirtschaftskammer Steiermark/Rechtsservice namhaft

machen und Sie entsprechend beraten.


Terminankündigungen:

Die Ärmel muss Gerhard Wohlmuth, der seit

Jänner Spartenobmanns des Handels ist,

nicht mehr hochkrempeln. Das hat der

südsteirische Erfolgsunternehmer bereits

1985 gemacht, als er zum Obmann der steirischen

Weinwirtschaft wurde. Seither hat

der Kitzecker Weinproduzent die Ärmel

aufgekrempelt gelassen und die Marke

„Steirischer Wein“ über die Grenzen getragen

– das nicht nur im eigenen Unternehmen,

das mittlerweile in 26 Länder liefert

und damit eine Exportquote von 45 Prozent

erreicht hat.

„Das Image des österreichischen Weins

und auch des Weinhandels hat sich in den

letzten 15 Jahren enorm gewandelt“, so

Wohlmuth. Hier werde schon automatisch

das Prädikat „hochwertiges Produkt“ bzw.

„besonderes Service“ vergeben, gehe es um

den heimischen Tropfen. „Was hier ge -

schafft wurde, das versuchen wir nun auf

den gesamten Handel über alle Branchen

umzulegen“, zeigt sich der „erste Händler“

in der Steiermark ambitioniert.

Seine Devise ist ganz klar: „Handel

stärken, Arbeitsplätze sichern sowie Ausund

Weiterbildung noch weiter verbessern.“

Wohlmuth sieht hiezu den Schlüssel

im Image. Den hervorragenden Ruf des

Weines will er nun auch für den Handel

erarbeiten. Doch gerade hier habe man

aber zuweilen immer noch mit Problemen

zu kämpfen, „und das, obwohl es eigentlich

nicht nötig wäre. Der Handel braucht

sich nicht zu verstecken“, betont Wohlmuth.

18.500 aktive Mitgliedsbetriebe und

25.000 Standorte hat der Handel in der

Steiermark. 75.000 Mitarbeiter werden

vom Handel permanent beschäftigt und

2500 Lehrlinge ausgebildet. „Wir sind die

größten Umsatzsteuerbringer in der

gesamten Wirtschaft, bieten mit den Teilzeitvarianten

Flexibilität und Familienfreundlichkeit,

aber auch Karrierewege

sind offen“, bringt Wohlmuth Beispiele.

„Wir haben gewaltige Stärken, und diese

gilt es nun nicht nur einer breiten Öffentlichkeit

kund zu tun, sondern auch den

Mitgliedsbetrieben ins Bewusstsein zu

bringen, um Selbstbewusst zu handeln.“

Für den Unternehmer aus der Südsteiermark

bleiben auch noch in den kommenden

Jahren die Ärmel aufgekrempelt:

Nicht nur im eigenen Betrieb, in dem mittlerweile

neben seiner Gattin Maria auch

seine drei Kinder Gerhard mit Gattin

Marion, Dieter und Daniela beschäftigt

sind. Auch im Handel gibt es viel zu tun:

„Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen,

die es den Händlern erlauben, mehr

Cashflow zu generieren. Das sind die

zukünftigen Investitionen, die Arbeitsplätze

und Wohlstand sichern“, führt der

Weinproduzent aus. „Der Gesetzgeber sollte

BRANCHENNEWS STEIERMARK

■ Modeabend mit Kai Jäckel am 12. September 2012 in der Steinhalle Lannach

■ Bologna Reise: Montag, 8.10.2012 bis Dienstag, 9.10.2012

■ Sportinfoabend im Oktober 2012

■ Mystery Shopping im Jahr 2013

GERHARD WOHLMUTH IST NEUER SPARTENOBMANN:

„Ein gutes Image

ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Mit Gerhard Wohlmuth hat zu Jahresbeginn ein international

erfolgreicher Südsteirer die Führung der Sparte Handel übernommen.

Foto: Wohlmuth

Gerhard Wohlmuth ist Obmann der Sparte Handel

der Wirtschaftskammer Steiermark.

dringend darüber nachdenken, wie man

den Wirtschaftstreibenden das Arbeiten

erleichtern kann, und nicht über neue

Belastungen sprechen. Es gilt Verfahren zu

vereinfachen und Bürokratie abzubauen,

Denn viele Vorschriften sind ein enormer

Standortnachteil.“

Gerade hier sieht Wohlmuth auch die

prekäre Situation der Stadt- und Ortskerne,

die unbedingt zu erhalten seien. Denn sie

sichern die Nahversorgung und die Lebensqualität.

Daher, meint er, solle es nicht nur

ein wirtschaftspolitisches, sondern auch

ein gesellschaftspolitisches Ziel sein, diese

Ortskerne zu erhalten.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

9


BRANCHENNEWS STEIERMARK

AKTUELLES

ACHTUNG: Neues Produktsicherheitsgesetz

in Deutschland

In Deutschland ist vor kurzem eine Novelle

zum Produktsicherheitsgesetz in Kraft

getreten. Wichtigste Neuerung ist die unter

Strafsanktionen stehende Pflicht des Herstellers

oder Importeurs, seinen Namen

und die Kontaktanschrift auf dem Produkt

vollständig und richtig anzugeben. Nur

wenn das (technisch) unmöglich ist, darf

diese Adresse auf der Verpackung mitgeteilt

werden. Ein Verweis auf eine Internetadresse

reicht nicht aus!

Fazit: Wer als Hersteller oder Importeur

seinen Namen und Anschrift nicht richtig

oder gar nicht angibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit,

die mit Geldstrafen bis

€ 10.000,– bestraft werden kann. Diese

Ordnungswidrigkeit begeht der Lieferant,

nicht der Einzelhändler!

Diese Verpflichtung gilt sowohl für Verkäufe

an deutsche Einzelhändler als auch

für direkte Sendungen an Konsumenten in

Deutschland.

Das österreichische Recht sieht keine

eindeutige Verpflichtung des Herstellers

eines Produktes vor, seinen Namen, seine

Marke oder Firmenbezeichnung am Produkt

anzugeben. Jedoch verpflichtet § 7

(2) Produktsicherheitsgesetz (PSG) – im

Rahmen der allgemeinen Pflicht eines Herstellers,

nur sichere Produkte in Verkehr zu

bringen (§ 6 (1) PSG – die Hersteller zu

gewissen Sicherungsmaßnahmen.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass

Hersteller nicht nur der tatsächliche Erzeuger

eines Produktes ist, sondern auch

gemäß § 3 Zif.4 PSG „… jede andere Person,

die als Hersteller/in auftritt, indem

sie auf dem Produkt ihren Namen, ihr Markenzeichen

oder ein anderes Unterscheidungszeichen

anbringt…“ Darunter ist

wohl auch ein Handelsunternehmen zu

verstehen, welches seinen Handelsnamen

bzw seine Handelsmarke am Produkt anbringt.

Bei Anruf Anlagebetrug: Bundeskriminalamt

warnt vor Cold Calling

In den letzten Jahren hat das Bundeskriminalamt

eine deutliche Steigerung von

Anlagebetrügereien feststellen können. Die

10 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

international aktiven Täter überschwemmen

Österreich mit sogenannte Cold-Calling-Anrufen

– unerwünschter telefonischer

Werbung ohne vorherige Einwilligung

des Angerufenen. Die Anrufer versuchen in

den Gesprächen das Vertrauen der zukünftigen

„Kunden” zu gewinnen und zu einem

Investment zu bewegen.

Das einzige Ziel der Täter ist es, an das

Geld der Angerufenen heranzukommen

und sie unter Vorgabe eines gewinnbringenden

Investments zu betrügen.

Damit Sie gegen diese Betrügereien

abgesichert sind, hat das Innenministerium

eine Checkliste erstellt, anhand der

Sie sich besser auf diese unerwünschte

telefonische Werbung einstellen können.

Die Salzburger Nachrichten

berichten über den Modehandel:

Der Bioboom erreicht die Modewelt

Die Textilindustrie entdeckt die Nachhaltigkeit.

C&A will heuer bereits jedes

vierte Baumwollteil in „bio“ verkaufen.

Auch „faire“ Mode setzt sich durch.

Die Schlagzeilen haben die internationalen

Textilgiganten bisher eher mit Themen wie

Lohndumping oder Schadstoffbelastung

beherrscht. Zuletzt freilich nimmt man

auch in der Modebranche immer öfter das

Schlagwort Nachhaltigkeit in den Mund.

Der deutsche Moderiese C&A kündigte an,

seine Produktion bis 2020 vollständig auf

„nachhaltig angebaute Baumwolle“ umzustellen.

Schon 2011 habe man europaweit

32 Mill. Biobaumwolltextilien verkauft.

Heuer will man die Zahl verdoppeln, damit

wäre bereits jedes vierte Baumwollprodukt

– vom Socken bis zur Jeans – bio.

Ziel sei eigentlich, die gesamte Produktion

auf bio – also ohne Einsatz von Düngemitteln

und Pestiziden, dafür gentechnikfreies

Saatgut – umzustellen, er klärt Unternehmenssprecher

Thorsten Rolfes. „Das gibt

der Weltmarkt aber nicht her.“ Allein die

Umstellung eines Feldes auf Bioanbau dauere

drei Jahre. Daher sei man mit Lieferanten

in Gesprächen, den Einsatz von Pestiziden,

aber auch der im Baumwollbereich

nötigen riesigen Mengen von Wasser zumindest

zu verringern. Zertifizierungen wie bei

„bio“ gebe es bei „nachhaltig“ nicht.

„Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das

man stets hinterfragen muss“, meint Hartwig

Kirner, Chef von Fairtrade Österreich.

Den Trend aber bestätigt auch er: Fairtrade-Baumwolle

um vier Mill. Euro wurde

im Vorjahr österreichweit umgesetzt, ein

Plus von 72 Prozent. Längst haben Diskonter

wie Hofer oder Betten Reiter Fairtrade-

Baumwolle vor allem im Bereich Heimtextilien

entdeckt. Anders als bei „bio“ spielen

bei „fairtrade“ auch soziale Aspekte eine

Rolle. Auch heuer werde der Bereich Baumwolle

durch neue Kooperationen wie etwa

mit Vossen zulegen. „Baumwolle ist ein

Zukunftsthema“, meint Kirner – zu Recht,

denn gerade in Anbauländern wie Afrika

oder Indien spielten Sozial- wie Umweltaspekte

eine Rolle.

„Verkaufen kann man nur, wenn man

den Modeansprüchen genügt“, sagt auch

Rolfes. Und auch den Preisansprüchen:

Den höheren Preis für Biobaumwolle (rund

15%) gebe C&A an die Kunden nicht weiter,

betont er. Freilich räumt er ein: „Das T-

Shirt um drei Euro werden sie bio nicht

kriegen, das um sieben schon.“

Der Weltmarktanteil von Biobaumwolle

lag 2011 erst bei 2,4 Prozent.

Quelle: SN, 9. 3. 2012

Gerne zitieren wir immer wieder

auch Branchenberichte aus Publikumszeitungen,

um zu zeigen, wie

die Branche aus Konsumentensicht

gesehen wird. Derzeit ist der Trend

zu Biobaumwolle noch ein Nischentrend,

aber diese Nische wird

immer größer und in Zukunft werden

Herkunft, faire Anbau- und

Produktionsbedingungen sowie

Fairtrade und Nachhaltigkeit von

wachsender Bedeutung im

Gespräch mit unseren Kunden sein.

Diesen Umstand sollten wir auch

als Chance betrachten und uns in

den nächsten Jahren damit ausführlich

beschäftigen.

Ferdinand Roth


Fotos: WKStmk

Bei über 70 Top-Ausstellern konnte man

sich Informationen, Beratung und Angebote

für den schönsten Tag im Leben

holen. Zum Thema Hochzeitsmode stellten

sechs Unternehmen aus unserem Gremium

aus, die alle von Gremialobmann Ferdinand

Roth auf ihren Ständen aufgesucht

wurden.

Brautmoden-Trends für die gesamte

Hochzeitsgesellschaft

Was sind die Brautkleider-Trends 2012? In

welchem Stil tritt Mann in diesem Jahr vor

den Altar? Mit welchen Accessoires wird

das Heirats-Outfit perfekt abgerundet? Die

ausstellende Hochzeitsmodeexperten be -

antworten diese Fragen so: „Spitzenkleider

mit aufwändigen Röcken,

edlen Bestickungen und

hochwertigen Materialien bei

der Braut, der Bräutigam heiratet

in braun, beige und

modisch in blau. Auch bei

BRANCHENNEWS STEIERMARK

ALLES FÜR DEN

SCHÖNSTEN TAG IM

LEBEN BEI MEHR ALS

70 TOP-AUSSTELLERN

Die HEIRAT 2012 war die

größte Hochzeitsmesse

im Süden Österreichs

und somit ein absolutes

Muss für alle, für die

Heiraten ein Thema ist.

Hochzeitsmesse Graz 2012:

So heiratet die Steiermark

Hufnagl Modehaus Brautsalon Trachten Trummer

Foto: Foto Wiesner

den Anzügen sind hochwertige Materialien

und aufwändige Details angesagt.“

Dabei hält der Trend zur klassischen

Hochzeit weiterhin an und das Verhältnis

weiße Hochzeit im Vergleich zur Trachtenhochzeit

wird auf 70:30% eingeschätzt.

Ingrid Tropper, Hufnagl Modehaus

Brautsalon: „Wir waren mit der Qualität

und Quantität der Besucher sehr zufrieden.

Die Kombination mit den täglichen Modenschauen

war für uns ideal und wir konnten

bereits zahlreiche Anfragen, u.a. bereits für

2013, verzeichnen.“

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

11


BRANCHENNEWS STEIERMARK

Fotos: WKStmk

Gamkitz Design & More

Neuböck Moden

12 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Steinecker Trachten

Gottfried Steinecker, Steinecker-Hochzeitshäuser: „Hochzeitsmode ist

wesentlich beratungs- und serviceintensiver als normale DOB/HAKA. Man benötigt

speziell ausgebildete MitarbeiterInnen und hauseigene Schneiderinnen,

da kein Kleidungsstück ohne Änderung verkauft werden kann.“

Willy Supper

Die Messekombination fand sowohl aussteller- als auch besucherseitig sehr

positiven Anklang. Insgesamt haben rund 14.000 Besucher an beiden Tagen

die Hallen frequentiert.

Die nächste Hochzeitsmesse in der Messe Graz ist schon für

Samstag, 2. Februar 2013, 10 bis 18 Uhr und Sonntag,

3. Februar 2013, 10 bis 17 Uhr fixiert.


Fotos: LBS Gleinstätten

Im Jänner und März 2012 fand wieder das

bewährte Kommunikationstraining „Aus

Kunden Fans machen“ mit Dipl. Wirtschafts

coach Stefan Braun statt. Er konnte

mit viel Wissenswertem zum Thema „Kommunikation“

die Lehrlinge der ersten

Klasse begeistern. Das Training hat sich

bereits als fixer Bestandteil der praxisorientierten

Ausbildung in Zusammenarbeit

mit der Wirtschaftskammer und den LehrerInnen

der LBS Gleinstätten etabliert.

Beschwerdemanagement:

Der Umgang mit verschiedenen

Kundentypen

Zusätzlich zum oben erwähnten Kommunikationstraining

„Aus Kunden Fans

machen“ fand im zweiten Lehrgang dieses

Schuljahres erstmals auch ein Seminar mit

Mag. Barbara Renger (Unternehmensberaterin,

Lebens- und Sozialberaterin, Coach

und Mediatorin) unter dem Motto

„Beschwerdemanagement und Umgang mit

verschiedenen Kundentypen“ statt.

B = Bedanken (für den wertvollen Hinweis

und wiederholen der Be -

schwerde mit eigenen Worten)

E = Entschuldigen (für Unannehmlichkeiten,

Verantwortung übernehmen)

R = Reparieren (Wiedergutmachung des

Schadens, Entschädigung für Enttäuschungen)

N =Nachfassen (weitere Schritte klären,

Kundenzufriedenheit sicherstellen)

Zentraler Ansatzpunkt des Seminars ist es,

Reklamationen als positive Chancen zu

nützen und bei zufriedenstellender Lösung

die KundInnen noch fester an das eigene

Unternehmen zu binden. Zufriedengestellte

KundInnen sind die größten Multiplikatoren

und somit auch die besten Werbeträger

für jedes Unternehmen.

LBS Gleinstätten/Hartberg | BILDUNG

Aktuelles aus unseren Berufsschulen

LBS GLEINSTÄTTEN:

Kommunikationstraining:

Aus Kunden Fans machen

Das „Bern-Modell“ als erfolgreiche Vorgehensweise

im Beschwerdefall wurde

zuerst theoretisch erarbeitet und in den

weiteren Einheiten des Seminars auch in

praktischen Rollenspielen geübt:

Pflegemittelschulung:

„Schuhe und Lederwaren gehören

– wie unsere Haut auch – gepflegt!“

Die SchülerInnen der zweiten Klasse im

Einzelhandel (Schwerpunkt Schuhe/Lederwaren)

hatten am 13. Dezember 2011 und

die Schüler/innen der zweiten Klasse im

Einzelhandel (Schwerpunkt Schuhe/Lederwaren

und Bekleidung/Textil) am 6. Februar

2012 wieder die Möglichkeit, an

einem Pflegemittelworkshop teilzunehmen.

Frau Susanne Brandt von der Firma

Collonil informierte über die Wichtigkeit

und Notwendigkeit der Lederpflege und

erarbeitete mit den SchülerInnen viele

Details zum Thema. Weiteres wurden auch

wichtige Tipps für den aktiven Verkauf von

Pflegemitteln besprochen.

Exkursion nach Salzburg:

Fashion Premiere im MGC

Auch dieses Schuljahr bot sich den Schülern/Schülerinnen

der 2. und 3. Klassen

wieder die Gelegenheit, am 13. Februar

2012 die Fashion Premiere in Salzburg zu

besuchen und Einblicke in das Ordergeschehen

auf Messen zu bekommen.

Herr Lüftenegger stellte das Mode- und

Messezentrum „brandboxx“ mit dem aktuellen

Motto „Wir bringen Mode ins Spiel“

Foto: LBS Hartberg

vor und die SchülerInnen hatten die Möglichkeit,

einen Rundgang durch die Messehallen

zu machen und sich über die neuesten

Trends und Innovationen im Bereich

Bekleidung und Wäsche, Schuhe, Accessoires

sowie Sport zu informieren.

Besucht wurde auch das erste österreichische

Schuhordercenter – SOC, in dem 22

Schuhanbieter ihren Schauraum betreiben.

Herr Reindl von der im Freizeit- und Kinderschuhbereich

bekannten Marke „Skechers“

informierte über die neue Kollektion

und die Ordergewohnheiten der Schuhhändler.

Muster-LAP: Die Probeprüfung

Am 1. März 2012 fand in der LBS Gleinstätten

wieder eine Muster-LAP statt, bei

der sich unsere Lehrlinge auf den Ablauf

der eigentlichen Lehrabschlussprüfung

vorbereiten konnten.

LBS HARTBERG:

Gremialobmann-Stv. Harald Scherz begleitete die

SchülerInnen der LBS Hartberg am 27. 2. 2012 zur

ÖSFA ins Modezentrum „brandboxx“ nach Bergheim/Salzburg.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

13


VERANSTALTUNG | Kai Jäckel – Frühjahr Sommer 2012

Kai Jäckel: Frühjahr/Sommer 2012 im Verkauf:

Die größte Neuerung

ist die Farbe

Über 300 steirische UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen im Verkauf haben sich am 13. März

einen modischen Wissensvorsprung verschafft und sich beim Modetrend-Event mit Kai Jäckel

über die Themen und Farbthemen sowie Fachausdrücke der laufenden Saison Frühjahr/Sommer

2012 informiert. Stand 2011 unter dem Motto „edler, cleaner, angezogener…“ so kommt 2012

noch „farbiger“ dazu, denn die größte Neuerung der Saison ist die Farbe.

Farbe zu Farbe heißt das Thema, hier in der extremen Form von Color Clash

Simply the Best und Marrakesh bei den

Damen und Smart Seaside bzw. Reporter

bei den Herren sind die Modethemen der

Saison. Die Damen starten mit Simply the

Best farbenfroh in die Saison, Kai Jäckel

spricht von Color Blocking (unterschiedliche,

meist kräftige Farben, die in grafischen

Flächen miteinander kombi niert

werden) und sogar von Color Clash und verweist

auf ein farbiges Olympiajahr 2012.

Geometrische Muster, Streifen, Ringel und

Tupfen sind in diesem Thema angesagt.

Neu ist die Schluse, eine Shirtbluse als

Zwitter aus Shirt und Bluse.

14 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Marrakesh schließt an die Farben und

Formen der 70er Jahre an, wird sich auch

im Herbst/Winter 2012 fortsetzen und

führt zu einer etwas ruhigeren Farbigkeit

bis hin zu sunfaded colors. Hier sind flared

Pants (ausgestellte Hosen), Maxiröcke und

-kleider, Plateausohlen oder hohe Absätze

im Trend und neue Shirt-Prints zeigen

indianische und tierische Muster, vor allem

Schmetterlinge.

Neu ist hier der Festivallook, angesagte

Outfits, die auf wilden Open-Air Konzerten

in allen Wetterlagen getragen werden können.

Initiiert wurde dieser Look von den

Fotos: WKNÖ, Helmut Schramm

Foto: WK Stmk.

Stilikonen Kate Moss und Peaches Geldorf.

Ein typisches Outfit sind Gummi stiefel,

kurze Jeansshorts, cooles T-shirt und

Cowboyhut.

SIMPLY THE BEST

Die Mode in dieser Saison zeigt sich

schlichter, cleaner und farbiger. Schlichter,

das bedeutet, die Modelle sind reduzierter,

Details werden zurückgenommen, die

Materialien sind nicht mehr so verwaschen

und geused, der Vintagegedanke verliert

somit erheblich an Bedeutung. Dabei wir-

Gremialobmann Ferdinand Roth leitete den Modeabend

mit Kai Jäckel gewohnt dynamisch ein und

freute sich über 320 TeilnehmerInnen.


ken die Looks aber trotzdem sehr lässig

durch fließende Stoffe und eine legere Silhouette.

Der neueste Impuls ist jedoch die

Farbe. Neu ist dabei der großflächige Einsatz.

Das bedeutet, nicht nur Shirts, Blusen

und Pullover sind farbig, auch die

Hose, der Blazer oder das Kleid zeigen sich

von ihrer bunten Seite. Modemutige Kundinnen

tragen in dieser Saison verschiedenfarbige

Teile in einem Outfit. Für das

Gros der Kunden gilt aber sicher ein etwas

dezenterer Umgang mit Farbe. Führen Sie

die Kundin sanft an das Thema Farbe heran

und empfehlen Sie zur farbigen Chino erst

einmal ein neutrales oder dezent gemustertes

Oberteil. In diesem Zusammenhang

bieten sich die vielen Ringeloptiken als

moderate Kombipartner an. Der feminine

Retrolook der 50er spielt vor allem im jungen

Bereich eine wichtige Rolle. Like

Audrey lautet die Inspiration für schmale,

knöchellange Zigarettenhosen, die zu

feminin geknoteten Hemdblusen oder Tops

getragen werden.

MARRAKESH

Die Mode blickt zurück auf den Jetset Style

der 70er. „Sophisticated Seventies“ so

Kai Jäckel – Frühjahr Sommer 2012 | VERANSTALTUNG

look mit lässigen Chinos, Shorts und femininen

Blusen. Romantische Details spielen

eine wichtige Rolle, „hart gegen zart“ lautet

weiterhin die modische Devise. Kombiniert

werden all diese romantischen Tops,

Kleider und Röcke mit coolen Denims,

gewaschenen Jeans- oder Lederjacken oder

einem lässigen Parka. Wichtig ist in diesem

Zusammenhang auch das Schuhwerk.

Kurze Westernstiefel und coole Gauchoboots,

Flats oder die neuen Ballerinen mit

Espadrillesohle machen fast jedes Roman-

Im Marrakesh-Thema spielen Accessoires und Taschen im Ethno-Style eine große Rolle.

beschreiben die englischsprachigen Zeitschriften

diesen Look. Sophisticated steht

für mondän, chic und anspruchsvoll. So

werden hier Maxikleider und Flaredpants,

sowie Keil- und Blockabsätze in einen eleganten

Kontext gesetzt. Demgegenüber

steht nach wie vor ein zwangloser Casual-

tikoutfit alltagstauglich. Im Jeanswearbereich

bringt der Festivallook einen neuen

Spirit in die Mode. Südamerikanische und

afrikanische Muster bringen sommerliche

Stimmung in die Dessins. Bunte Ethnomuster,

Multicolourstreifen und Fransen

werden cool mit Streetwear gemixt.

Kai Jäckel:

„In dieser

Saison werden

wir uns

verlieben …

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

15


VERANSTALTUNG | Kai Jäckel – Frühjahr Sommer 2012

SMART SEASIDE

Bei diesem Modethema geht es um den

Spaß an der Mode, um guten Stil und um

die Liebe zu ausgefeilten Details:

> Ein Key-Look der Saison ist der blaue

Blazer in Kombination mit einer Chino.

> Die Baumwollchino ist weiterhin das

Topthema der Saison, sowohl als „angezogener

Look“ in der Kombination mit

einem Sakko als auch sportiver umgesetzt

mit Cardigan oder Ringelpulli.

> Anzüge sind meist leichte Wollqualitäten,

sommerliche Baumwolle gilt als

Alternative.

> Beim Strick sind Ringel und Blockstreifen

angesagt,

> bei den Hemden reicht die Palette von

Karos, kleinen Vichy-Karos zu soft

gewaschenen Oxfordhemden mit Kontrastaufpeppungen.

16 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

> Vor allem bei Bermudas ist Farbe ein

absolutes Muss.

> Eine schöne Alternative zu plakativen

Rugby-Shirts und Club-Polos sind soft

gewaschene Modelle in weichen Pastelltönen.

… Motto: Sexy

Meerjungfrauen

treffen

strahlende

Beach Boys.“

REPORTER

Beim Reporter-Look kommt bequeme Kleidung

im Traveller-Gedanken zum Einsatz:

> Taschenvielfalt, Schichtenlook und

Militaryaspekte

> Fieldjackets im Funktionsjackenstil im

klassischen, körpernahe und kurze

Fieldjackets im jungen Bereich

> Casual-Sakkos mit aufgesetzten

Taschen

> Kernige Chinos und Cargos in Washer-

Optiken und Naturtönen

> 5-Pocket-Jeans und Cargobermudas

bleiben

> Sportive Hemden im Militarystyle und

immer wieder noch Karohemden

> Ganz wichtig für Shirts: Serafinos

(T-Shirts mit Knopfleiste im Unterhemden-Retro-Style)!

In der Steinhalle in Lannach widmeten sich

steirische UnternehmerInnen und Mitarbeiter Innen

im Verkauf gemeinsam mit Kai Jäckel den

Highlights der laufenden Saison.


Alle Fotos: WKStmk

Firma Happy Home

Firma Hubmann

Firma Moerth

Firma Koller

Kai Jäckel – Frühjahr Sommer 2012 | VERANSTALTUNG

Bei Kai Jäckel wurden

dieses Mal u. a. folgende

Firmen gesichtet:

„Und beim nächsten

Mal sind Sie sicher auch dabei!“

Firma Ranegger

Weiter auf der nächsten Seite ....

Firma Ebner

Firma Buedefeldt

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

17


VERANSTALTUNG | Kai Jäckel – Frühjahr Sommer 2012

18 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Modeschule Graz

Firma Edler

Firma Vögele

Firma Mohrenz

Firma Schlögl

Firma Kresnik

Landesberufsschule Gleinstätten und Modeschule Graz

Alle Fotos vom Modeabend 2012 finden Sie auf

www.wko.at/stmk/308

Kai Jäckel und Obmänner


Der stationäre Einzelhandel erzielte im

Jahr 2011 ein nominelles Umsatzplus von

1,2 %. Die stabile private Konsumnachfrage

(real +0,8 %) brachte dem Einzelhandel

zwar eine nominelle Umsatzsteigerung, die

jedoch durch den Preisanstieg in einem

realen Rückgang mündete. Real kam es zu

einem Minus von 1,7 %. Die Umsatzentwicklung

lag damit unter jener der Vorjahre.

Absolut betrug der stationäre Einzelhandelsumsatz

2011 somit rd. € 51,2

Mrd (netto).

Im Gegensatz zum Einzelhandel stieg

2011 das BIP laut WIFO – getragen von den

steigenden Warenexporten und Ausrüstungsinvestition

– real um 3,2 %.

Positive nominelle Umsatzentwicklung

bis zur Jahreshälfte

Der österreichische Einzelhandel konnte in

den ersten beiden Quartalen 2011 ein

KMU Forschung Austria | WIRTSCHAFT

Konjunkturentwicklung im

stationären Einzelhandel 2011

� Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes 2011

� +1,2 % nominell

� –1,7 % real

� Weihnachtsgeschäft 2011 erreicht hohes Vorjahresniveau

� Verkaufspreissteigerungen geringer als Inflation

Grafik 1 Umsatzentwicklung im stationären Einzelhandel 2005 – 2011

Veränderungen nominell und real in Prozent gegenüber dem Vorjahr

%

4,0

3,0

2,0

1,0

0,0

-1,0

-2,0

0,8

2,4

1,4

0,1 0,7 0,0

2,1

1,3

-1,1 -0,3

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

2,7

1,2

Umsatzentwicklung nominell Umsatzentwicklung real

Der Lebensmitteleinzelhandel ist seit 2007 auf Basis ACNielsen Umsatzbarometer enthalten,

seit 2008 inkl. Hofer und Lidl. Quelle: KMU Forschung Austria

Grafik 2 Umsatzentwicklung im stat. Einzelhandel I. – IV. Quartal 2011

Veränderungen nominell und real in Prozent gegenüber dem Vorjahr

%

5,0

4,0

3,0

2,0

1,0

0,0

-1,0

-2,0

-3,0

-4,0

1,5

-1,1

Ostern

1,2

4,0

-1,7

1,1

-0,1 -0,4

I. Quartal II. Quartal III. Quartal IV. Quartal

-3,0

Umsatzentwicklung nominell Umsatzentwicklung real

Der Lebensmitteleinzelhandel ist auf Basis ACNielsen Umsatzbarometer inkl. Hofer und Lidl enthalten.

Quelle: KMU Forschung Austria

nominelles Umsatzplus erzielen. Dieses fiel

im II. Quartal auf Grund der Verschiebung

des Ostergeschäfts von März (2010) in den

Weihnachtsgeschäft:

Rekordumsatz

des Vorjahres

erreicht

-3,4

April (2011) am höchsten aus. Real verlief

nur das II. Quartal positiv. Im dritten und

vierten Jahresviertel war die Umsatzentwicklung

mit nominellen und realen

Umsatzrückgängen analog zur Gesamtwirtschaft

schwächer als in der ersten Jahreshälfte.

Nach Monaten betrachtet verlief das

Jahr 2011 im April und Mai am besten.

Dies sind die einzigen beiden Monate, in

denen es sowohl nominell als auch real zu

einem Umsatzwachstum kam. Im April ist

dies auf das Ostergeschäft zurückzuführen,

im Mai auf drei im Vergleich zum Vorjahr

zusätzliche Verkaufstage. Nominell konnte

der Einzelhandel auch im Jänner, Februar,

August und November ein Umsatzplus

von 1 % und mehr erwirtschaften. Real

wurde das Umsatzniveau des Vorjahres in

keinem Monat außer April und Mai übertroffen.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

19


WIRTSCHAFT | KMU Forschung Austria

Weihnachtsgeschäft 2011:

Rekordumsatz des Vorjahres erreicht

Im Weihnachtsgeschäft 2011 konnte der

Rekordumsatz von 2010 erreicht, aber nicht

übertroffen werden. Der Weihnachtsumsatz

2011 (Brutto-Mehrumsatz im Dezember)

lag damit abermals bei hohen € 1,57 Mrd.

Etwa zwei Drittel des Weihnachtsgeschäfts

fanden bis inkl. 4. Einkaufssamstag

statt, etwa ein Drittel zwischen dem 4. Einkaufssamstag

und Silvester. Bis inklusive

dem 4. Adventsamstag (17. 12. 2011) lag

das Weihnachtsgeschäft 2011 kalenderbereinigt

über dem Vorjahresniveau. Besonders

erfolgreich verliefen dabei der 1. Einkaufssamstag

(+2 % gegenüber dem Vorjahr)

und der 4. Adventsamstag (+3 %).

Hinter den Erwartungen blieben der 2. und

der 3. Einkaufssamstag (–2 % bzw. –1 %)

sowie der 8. Dezember (–5 %). In den

Tagen nach dem 4. Einkaufssamstag bis

zum Jahresende (19. und 31. Dezember)

wurde im Weihnachtsgeschäft 2011 weniger

umgesetzt als im Vorjahr. Dies führte

dazu, dass die EinzelhändlerInnen den

Rekordwert des Vorjahres egalisieren, aber

nicht übertreffen konnten.

Branchensieger im Weihnachtsgeschäft

2011 waren der Möbel- und der Elektroeinzelhandel

(inkl. Foto, Computer). Umsatzzuwächse

konnten zudem die Drogerien

und Parfümerien sowie der Lederwarenund

Lebensmitteleinzelhandel erzielen.

Deutliche Rückgänge mussten hingegen -

auf Grund der wenig winterlichen Witterung

- der Schuh- und Sportartikeleinzelhandel

hinnehmen, wobei das Ausgangsniveau

des Vorjahres für diese beiden Branchen

außergewöhnlich hoch war.

Lebensmitteleinzelhandel

Branchenprimus im Gesamtjahr 2011

Der Lebensmitteleinzelhandel konnte mit

einem Plus von 3,0 % die höchsten nominellen

Umsatzsteigerungen im Jahr 2011

erzielen, wobei sich die Umsätze der Diskonter

etwas besser entwickelten.

An zweiter Stelle des Jahresrankings

folgt mit den Drogerien und Parfümerien

eine weitere Branche, die Einzelhandelsgüter

des täglichen Bedarfs verkauft. Die

Baumärkte, der Lederwareneinzelhandel,

der sonstige Einzelhandel sowie der Spielwareneinzelhandel

konnten das Umsatz -

20 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Grafik 3 Einzelhandelsumsatz (brutto) im Weihnachtsgeschäft 2005 – 2011

(in € Mrd) und Veränderung zum Vorjahr (in %)

€Mrd

1,60

1,40

1,20

1,00

0,80

0,60

0,40

0,20

0,00

1,40 1,43 1,43 1,48 1,52 1,57 1,57

1%

2%

0%

3% 3% 3%

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Weihnachtsgeschäft (Brutto-Mehrumsatz im Dezember inkl. Mwst.)

VÄ in % zum Vorjahr

Einzelhandel ohne Tankstellen; gerundete Werte

0%

6%

5%

4%

3%

2%

1%

0%

-1%

-2%

Quelle:

KMU

Forschung

Austria

Grafik 4 Umsatzentwicklung im Einzelhandel 2011 nach Branchen;

Veränderungen nominell und real in Prozent gegenüber dem Vorjahr

EH mit Lebensmitteln (1)

EH mit kosmetischen Erzeugnissen

EH mit Bau- u. Heimwerkerbedarf

EH mit Lederwaren

Stationärer Einzelhandel

Sonstiger Einzelhandel (2)

EH mit Spielwaren

EH mit Möbeln

EH mit Sportartikeln

EH mit Elektrogeräten, Computer, Foto

EH mit Bekleidung

EH mit Büchern und Schreibwaren

-3,9

-3,8

-2,8

-1,0

-0,7

-0,9

-1,4

-1,5

-1,7

-0,1

-2,7

-1,6

-0,2

-1,4

-1,8

EH mit Schuhen

-8,5

-3,4

%

-10,0 -5,0 0,0 5,0

nominell real

(1) Berechnung auf Basis ACNielsen Umsatzbarometer inkl. Hofer und Lidl

(2) Einzelhandel mit Waren aller Art, Trafiken, Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen

Artikeln, Einzelhandel mit Textilien, Einzelhandel mit Büromaschinen, Blumeneinzelhandel, etc.

Quelle: KMU Forschung Austria

niveau des Vorjahres nominell ebenfalls

übertreffen. Bei allen anderen betrachteten

Branchen kam es zu Umsatzrückgängen.

Das Minus fiel im Schuheinzelhandel

am höchsten aus. Dabei muss allerdings

beachtet werden, dass das Ausgangsniveau

des Vorjahres (nominell:

+10 %) für diese Branche außerordentlich

hoch war.

1,2

1,2

2,3

0,5

1,8

1,7

0,1

0,7

3,0

Real konnten nur der Elektroeinzelhandel

(inkl. Computer, Foto) und die Drogerien

und Parfümerien Umsatzsteigerungen

erzielen. Das reale Minus fiel wiederum

im Schuheinzelhandel am höchsten aus.

Auch der Lebensmitteleinzelhandel, der

Branchensieger bei nomineller Betrachtung,

musste mengenmäßige Umsatzrückgänge

hinnehmen. Dies ist auf vergleichs-


weise starke Preiserhöhungen im betrachteten

Warenkorb zurückzuführen.

Steigerung der Anzahl

der Einzelhandelsbeschäftigten

Im österreichischen Einzelhandel waren im

Jahr 2011 im Durchschnitt rd. 279.000

unselbstständig Beschäftigte (exkl. geringfügig

Beschäftigte) tätig, d. s. um 2,6 %

mehr als im Vorjahr. Die Zahl der geringfügig

Beschäftigten, d. s. rd. 12 % der Mitarbeiter/innen

im Einzelhandel, ist zwischen

2010 und 2011 um 4 % gestiegen.

In allen Monaten des Jahres 2011 war

sowohl bei den unselbstständig als auch

bei den geringfügig Beschäftigten ein

Zuwachs zu beobachten.

Starke Polarisierung zwischen den

Einzelhandelsgeschäften

Trotz der insgesamt positiven nominellen

Umsatzentwicklung im Jahr 2011 zeigen

sich weiterhin große Unterschiede zwischen

den Einzelhandelsstandorten. 21 %

der Geschäfte mit einem Umsatzplus von

mehr als 10 % stehen 23 % mit einem

Umsatzminus von mehr als 10 % gegenüber.

Insgesamt meldeten jeweils 45 % der

Geschäfte für das Jahr 2011 im Vergleich

zum Vorjahr gestiegene bzw. gesunkene

Umsätze. Bei 10 % blieben die Umsätze

unverändert.

Einzelhandelspreissteigerungen liegen

etwas unter der Inflation

Wie schon 2010 waren die durchschnittlichen

Verkaufspreissteigerungen im Einzelhandel

auch im Jahr 2011 mit 2,9 % geringer

als die Inflationsrate (3,3 %). Der Preisauftrieb

hat jedoch sowohl im Einzelhandel

als auch insgesamt gegenüber dem Vorjahr

wieder deutlich zugenommen. Die hohe

Inflationsrate ist auf die starken Preissteigerungen

insbesondere bei Energie (Treibstoff

und Heizöl) zurückzu führen.

Im Gesamtjahr 2011 fielen die durchschnittlichen

Preiserhöhungen im Schuheinzelhandel

mit 5,1 % am höchsten aus,

gefolgt vom Lebensmittel- und Sportartikeleinzelhandel

(jeweils +3,7 %).

Im Einzelhandel mit Elektrogeräten,

Computer und Fotoartikeln gingen die Verkaufspreise

hingegen wieder zurück, nachdem

diese 2010 stabil geblieben waren.

KMU Forschung Austria | WIRTSCHAFT

Grafik 5 Einwicklung der unselbstständig Beschäftigten im Einzelhandel

(inkl. Tankstellen, nicht-stationärer Einzelhandel),

Jänner bis Dezember 2011,

Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat in Prozent

%

7,0

6,0

5,0

4,0

3,0

2,0

1,0

0,0

Jän Feb März April Mai Juni Juli Aug Sept Okt Nov Dez

unselbstständig Beschäftigte* geringfügig Beschäftigte

* exkl. geringfügig Beschäftigte

Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

Grafik 6 Anteil der Einzelhandelsgeschäfte nach nomineller Umsatzentwicklung

2011

%

30

25

20

15

10

5

0

45% der EH-Geschäfte

mit nominellem Umsatzminus

23

22

10

> -10% bis -10% konstant bis +10% > +10%

Quelle: KMU Forschung Austria

45% der EH-Geschäfte

mit nominellem Umsatzplus

Grafik 7 Entwicklung der Inflationsrate sowie der Verkaufspreise im Einzelhandel,

2005–2011

%

3,5

3,0

2,5

2,0

1,5

1,0

0,5

0,0

2,3

1,5

0,7 0,7

2,4

2,2

3,2 3,2

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

0,5

24

1,6

Inflationsrate Preissteigerung im Einzelhandel

Die Preisbereinigung im Einzelhandel erfolgt auf Basis eines Deflators auf Branchenebene (Quelle:

Statistik Austria).

Quellen: Statistik Austria (Inflationsrate, 2011 vorläufiger Wert), KMU Forschung Austria (Einzelhandelspreise)

1,9

1,5

21

3,3

2,9

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

21


WIRTSCHAFT | KMU Forschung Austria

Blick über die Grenze:

Entwicklung besser als in Österreich

Die aktuellen Konjunkturdaten von Eurostat

für den Einzelhandel zeigen für Jänner

bis November 2011 für Österreich in allen

Monaten mit Ausnahme von Juni und

August eine rückläufige und schwächere

Umsatzentwicklung als in den EU-27.

Ausblick 2012:

Konjunktur verliert an Dynamik

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet das WIFO

für die heimische Wirtschaft einen realen

Anstieg des BIP von lediglich 0,4 %. Auf

Grund der Eintrübung der Konjunktur der

Weltwirtschaft fallen die Exporte als wichtiger

Motor für die Wirtschaft weg. Die Binnennachfrage

wird zu bestimmenden Säule.

In Folge der Konjunktureintrübung

sollten die Rohstoffpreise im Jahresverlauf

2012 zurückgehen. Dadurch wird der Preisauftrieb

nachlassen. Die Inflationsrate

dürfte 2012 – analog zur Kerninflation

(ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel)

bei 2,1 % liegen.

Die geringere Inflation und deutliche

Lohnzuwächse machen den privaten Konsum

im Jahr 2012 zur Stütze der heimischen

Wirtschaft (real: +0,8 %). Das Wachstum wird

jedoch ausschließlich im Bereich der nichtdauerhaften

Konsumgüter stattfinden. Die

AKTUELL: Konjunkturbeobachtung

im Einzelhandel Jänner 2011–Jänner 2012

UMSATZVERÄNDERUNG ZUM VORJAHR IN %

22 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Grafik 8 Preisentwicklung im Einzelhandel, 2011

Veränderung gegenüber 2010 in Prozent nach Branchen

EH mit Schuhen

EH mit Lebensmitteln (1)

EH mit Sportartikeln

Sonstiger Einzelhandel (2)

EH mit Lederwaren

EH mit Bau- u. Heimwerkerbedarf

Stationärer Einzelhandel

EH mit Bekleidung

EH mit kosmetischen Erzeugnissen

EH mit Möbeln

EH mit Spielwaren

EH mit Büchern und Schreibwaren

EH mit Elektrogeräten, Computer, Foto

-2,1

-4,0 -2,0 0,0 2,0 4,0

%

6,0

Sparquote dürfte 2012 weiter zurückgehen

(von 7,5 % im Vorjahr auf 7,3 %).

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen

Rahmenbedingungen erwartet

der Großteil der EinzelhändlerInnen

(70 %) lt. KMU Forschung Austria für die

1,1

0,9

1,5

Inflationsrate 3,3%

Die Preisbereinigung im Einzelhandel erfolgt auf Basis eines Deflators auf Branchenebene (Quelle:

Statistik Austria).

(1) Im Lebensmittelhandel werden auch die Preise von Non-Food-Artikeln (z. B. Drogerieartikel, Bekleidung)

anteilsmäßig berücksichtigt.

(2) Einzelhandel mit Waren aller Art, Trafiken, Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen

Artikeln, Einzelhandel mit Textilien, Einzelhandel mit Büromaschinen und -möbeln, Blumeneinzelhandel

Quellen: Statistik Austria, KMU Forschung Austria

1,8

2,4

3,7

3,7

3,5

2,9

3,2

3,2

5,1

nächsten Monate keine Änderungen der

Geschäftsentwicklung (Vorjahr: 73 %). Der

Anteil der Betriebe, der mit einer Verbesserung

rechnet, ist von 20 % im Vorjahr auf

21 % gestiegen, jener, der eine Verschlechterung

erwartet, von 7 % auf 9 %.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Konjunkturbeobachtung im Einzelhandel für

die Monate Jänner 2011 bis Jänner 2012 der KMU Forschung Austria:

Einzelhandel1 ) Bekleidung Lederwaren Schuhe Sportartikel

nominell real nominell real nominell real nominell real nominell real

1/2011 1,2 –0,7 1,1 1,1 6,9 2,2 –10,0 –10,7 1,7 –1,6

2/2011 2,9 0,0 3,1 0,0 2,3 –1,1 –1,1 –1,5 –2,9 –7,5

3/2011 –0,3 –3,4 –6,0 –10,1 –4,6 –6,5 –5,1 –9,6 –1,9 –6,5

4/2011 4,6 1,6 4,9 1,1 –0,9 –3,8 5,4 0,6 12,5 7,1

5/2011 5,7 2,6 7,0 3,5 5,4 1,7 14,1 8,4 –2,9 –8,4

6/2011 0,1 –2,4 –3,8 –6,8 5,9 2,5 –6,7 –9,4 9,9 4,9

7/2011 –2,4 –5,2 –5,3 –7,6 10,4 7,2 –5,8 –12,3 –3,1 –7,8

8/2011 2,3 –0,3 –5,1 –5,9 2,9 1,0 –9,4 –11,2 1,4 –3,5

9/2011 0,2 -3,0 –13,4 –15,7 –2,9 –5,2 –11,9 –19,4 2,4 –2,7

10/2011 0,0 –3,1 –3,5 –5,4 –1,8 –5,5 2,3 –5,0 4,4 4,1

11/2011 1,0 -2,3 4,6 2,3 1,9 –2,2 –5,5 –12,9 –5,7 –8,4

12/2011 –0,3 –3,1 0,3 –1,3 –0,9 –4,3 –8,9 –15,2 –10,3 –11,1

1/2012 2,7 0,1 1,7 –1,0 –1,3 –1,8 14,3 10,6 3,9 2,5

1 ) Der Einzelhandel insgesamt beinhaltet den Lebensmitteleinzelhandel lt. ACNielsen Umsatzbarometer exkl. Hofer und Lidl.

Auf Grund der laufenden Aktualisierung der Datengrundlage kann es zu geringfügigen Änderungen der Ergebnisse kommen.


Foto: Sport-Scherz

Fotos: Stibor – Das Schuhhaus

Das Traditionsschuhhaus Wildner in Kindberg

wurde mit 1. September 2011 Teil des

oststeirischen Familienbetriebes Stibor-

Schuhe. Firmeninhaberin Ulrike Stibor-Stark

übernahm nicht nur alle Mitarbeiterinnen

von Wildner, sondern ließ das rund 300 m²

große Geschäft nach einer vierwöchigen

Umbauphase in gänzlich neuem Glanz

erstrahlen. Von diesem sehr ansprechenden

Ambiente waren am 23. Februar 2012 neben

dem Kindberger Bürgermeister Christian

Sander auch Gremialobmann-Stv. Franz Rat-

Neueröffnungen, Auszeichnung & Jubiläum | WIRTSCHAFT

Feierliche Eröffnung nach Ausbau:

Sport-Scherz Shop Riesneralm/

Donnersbachwald

Stibor-Schuhe jetzt in Kindberg:

Ulrike Stibor-Stark

lässt die Schuhe glänzen

Ulrike Stibor-Stark macht es möglich: Ein Traditionsschuhhaus in neuem Glanz

Ulrike Stibor-

Stark mit ihrem

Kindberger Team

Nach dem großzügigen Ausbau des Skigebietes

Riesneralm im Vorjahr wurde mit

dem neuen Sport-Scherz-Shop nun ein

weiterer Meilenstein der Riesneralm-

Geschichte gelegt.

Seit der Eröffnung am 14.12.2011

präsentiert sich der Sport-Scherz Shop

Riesneralm/Donnersbachwald auf über

300 m 2 vergrößert. Inhaber Harald Scherz

be dankte sich bei allen Bauausführenden

und freute sich über die gelungene Erweiterung,

bei der auch die Außenansicht

wesentlich modernisiert und der Kassenraum

überdacht wurde.

tenegger und Ring-Schuh-Austria Geschäftsführer

Wilfried Harml sehr beeindruckt. Für

Ulrike Stibor-Stark ist das Geschäft in Kindberg

mit dem Stammhaus in Pischelsdorf

nun die sechste Filiale, auf die sie und ihre

Mitarbeiterinnen zu Recht stolz sind.

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

23


WIRTSCHAFT | Neueröffnungen, Auszeichnung & Jubiläum

Steirisches Landeswappen:

Volkskultur Steiermark GmbH

ausgezeichnet

Mit der Volkskultur Steiermark GmbH hat

wieder ein steirisches Unternehmen das

Recht zur Führung des Steirischen Landeswappens

erhalten. Die Volkskultur Steiermark

GmbH kann in ihren einzelnen Teilbereichen

bereits auf eine geschichtsträchtige

Zeit zurückblicken, obwohl das

Unternehmen an sich erst im Jahr 2008

gegründet wurde. Mit der Verleihung des

Rechts zur Führung des Steirischen Landeswappen

durch Landeshauptmann Mag.

Franz Voves und Erstem Landeshauptmann-Stv.

Hermann Schützenhöfer wird

das erfolgreiche Zusammenspiel von Kulturarbeit,

Dokumentation, Beratungstätigkeit,

Bewusstseinsbildung sowie Herstellung

und Verkauf steirischer Handwerkskunst

honoriert, welches durch die Gründung

dieser Gesellschaft ermöglicht wurde

24 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

und heute eine wertvolle Bereicherung und

wichtiges Bindeglied in der steirischen

Kulturlandschaft darstellt.

Jubiläumsjahr 2012:

100 Jahre Brühl-Mode

Das Grazer Modehaus Brühl feiert 2012 nicht nur den 100. Geburtstag, sondern hat

sein Stammhaus in der Schmiedgasse aus diesem Anlass auch einem kompletten

Facelifting unterzogen.

Bis zu sieben Jahrhundert alt sind die

Innenstadthäuser, in den sich Brühl etabliert

hat. Trotzdem sorgen überall Fenster

für Tageslicht und den wunderschönen

Blick auf die Grazer Altstadt. Diesem Tageslichtprinzip

haben sich auch die einzelnen

Markenshops, wie z.B. Burberry und

Armani, unter zu ordnen und erhalten

damit einen eigenen unverwechselbaren

Charakter. Dabei bleibt die Einrichtung so

dezent, damit immer die Mode im Vordergrund

stehen kann.

Brühl betreibt im Jubiläumsjahr außer

dem Stammhaus in der Grazer Schmied-

gasse noch das „Trachten Schlößl“ am

Hauptplatz sowie in Wien das „House of

Landeswappenverleihung an die Volkskultur

Steiermark GmbH mit LH Franz Voves und

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer

Gentlemen“ am Kohlmarkt und ein Brühl

Damengeschäft in der Wallnerstraße.

Foto: Rothwangl/Volkskultur Steiermark

Foto: www.bruehl.at


Was bei Rabatten und

Stattpreisen zu beachten ist!

Die Werbung mit Rabatten und Preisreduktionen aller Art ist ein

fixer Bestandteil des Wettbewerbs im Handel. Allerdings kommt

es hier immer wieder zu Wettbewerbsverstößen, weil manche

Ankündigungen zur Irreführung geeignet sind und damit als

unlautere Geschäftspraktiken verfolgt werden müssen.

Seit dem Entfall des Rabattgesetzes vor vielen

Jahren ist es grundsätzlich jedem

Unternehmer erlaubt, auf seine Preise

Rabatte in selbst wählbarer Höhe zu

gewähren und damit bei seinen Kunden zu

werben. Allerdings darf damit keine Täuschung

verbunden sein und es sind die folgenden

Grundsätze zu beachten, welche

die Judikatur in zahlreichen Entscheidungen

festgelegt hat:

Rabatte müssen wahr und aktuell sein

Zunächst ist bei jeder Werbung mit einer

Preisreduktion, sei es in Form eines Rabattes

(z.B. „jetzt –30% auf alles“) oder in

Form eines Stattpreises („Statt € 99,– jetzt

nur € 69,–“) zu beachten, dass die Ankündigung

wahr und aktuell sein muss. Die

Rechtsprechung legt auf Werbung mit

Preisgegenüberstellungen wegen ihrer suggestiven

Wirkung einen besonders strengen

Maßstab an Eindeutigkeit und Klarheit

der Preisaussage an. Die Werbung mit

Stattpreisen ist dann irreführend, wenn

mangels näherer Erläuterung, welche

Preise zum Vergleich herangezogen werden,

eine Irreführung des Käuferpublikums

möglich ist.

Bezug auf bisherige (normale) Preise

Es muss aus dem Gesamtbild der Werbung

ausreichend deutlich hervorgehen, auf welche

Preise zu Vergleichszwecken verwiesen

wird. Wenn daher bei einem Rabatt oder

einem Stattpreis auf Listenpreise oder

andere externe Preise Bezug genommen

wird, hat dies aus der Werbung klar hervorzugehen,

wobei ein versteckter Hinweis

im Kleingedruckten nicht ausreicht.

Weiters muss eindeutig sein, um welche

Stattpreise es sich handelt. So lässt der

Hinweis „die zuletzt gültigen unverbindlichen

Verkaufspreise" nicht erkennen, welcher

Preis damit gemeint ist. Auch für jene

Verkehrskreise, die wissen oder annehmen,

dass es bei Markenartikeln von Herstellern

empfohlene Listenpreise gibt, ist nicht

klargestellt, dass sich der aufklärende Hinweis

darauf bezieht. Besser ist der Hinweis

auf den „letztgültigen Hersteller-Listenpreis“

(OGH 14.3.2005, 4 Ob 2/05f).

Ein zeitlich begrenztes Angebot mit

Stattpreisen oder einem Rabatt ohne Erläuterungen

bringt zum Ausdruck, dass auf

die bisherigen (normalen) Preise des Werbenden

Bezug genommen wird. So ist es

laut Rechtsprechung bekannt, dass Supermärkte,

Einkaufszentren und Verkaufsketten

immer wieder zeitlich herabgesetzte

Preisherabsetzungen durchführen und bei

solchen Aktionen einzelne Waren oder

Warengruppen verbilligt abgeben. Preisschilder

und Plakate in Geschäften, auf

denen unter Bezugnahme auf einen anderen

– durchgestrichenen – Preis die aktuellen

neuen Preise bekannt gegeben werden,

werden so verstanden, dass die durchgestrichenen

Preise die früheren Preise des

Werbenden sind, welche herabgesetzt wurden

(ÖBl 1996, 130 – Preiß‘n Kracher I).

Stattpreis muss angemessene Zeit

verlangt werden

Allerdings ist es irreführend, wenn der frühere

höhere (eigene) Stattpreis nicht eine

angemessene Zeit verlangt worden ist bzw.

wenn bei einer Rabattwerbung die Preissenkung

schon längere Zeit zurückliegt,

Schutzverband | RECHT

Mag. Hannes Seidelberger

ist Geschäftsführer des

Schutzverbandes gegen

unlauteren Wettbewerb

jedoch der falsche Eindruck einer erst jetzt

vorgenommenen Preisherabsetzung erweckt

wird (ÖBl 1996, 188 – Preiß’n Kracher II).

Damit ist klar, dass zuerst ein Preis jedenfalls

einmal einige Zeit verlangt werden

muss, bevor er reduziert werden darf. Eine

fixe Zeitspanne gibt es hier nicht, zumal

sich das nach der Art der Ware richtet, aber

einige Tage oder wenige Wochen werden

nicht ausreichend sein. Weiters ist es irreführend,

wenn ein Preis zuvor bewusst überhöht

angesetzt worden war (so genannter

Mondpreis), um eine echte Preisherabsetzung

vorzutäuschen.

Beendigung oder Befristung einer

Rabattaktion

Außerdem muss diese Rabattaktion oder

die Stattpreiswerbung nach einiger Zeit

wieder beendet werden. Grundsätzlich gibt

es keine Verpflichtung, eine Aktion zu

befristen. Wenn allerdings eine Rabattaktion

oder Stattpreiswerbung nicht nur

einige Wochen, sondern über Monate

unverändert fortgesetzt wird (als Art Dauerrabatt)

wird dies in der Regel unzulässig

sein. So ist es laut der Rechtsprechung

irreführend, wenn die Preissenkung schon

längere Zeit zurückliegt, jedoch der falsche

Eindruck einer erst jetzt vorgenommenen

Preisherabsetzung erweckt wird. Ob die

Ankündigung einer Preisherabsetzung

noch aktuell ist, hängt davon ab, ob der

herabgesetzte Preis noch nicht zum Normalpreis

geworden ist (ÖBl 1990, 100 –

„Filmangebot des Monats“).

Bei der Ankündigung einer zeitlichen

Befristung ist daran auch festzuhalten.

Wird eine Befristung verlängert, ist sie nur

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

Foto: Schutzverband

25


AUSBILDUNG | Lehrbetrieb & Lehrling

dann nicht irreführend, wenn vernünftige

Gründe die nachträgliche Absicht der Verlängerung

rechtfertigen und diese Gründe

bei Anwendung der fachlichen Sorgfalt

nicht vorhersehbar waren. Liegt jedoch

schon bei der Ankündigung der befristeten

Aktion der Vorsatz einer möglichen Verlängerung

vor („Verlängerungsvorbehalt“), so

Aktuelle Lehrlingszahlen im österreichischen Handel

Handel 2010 2011

Lehrbetriebe 5.710 (–1,1%) 5.580 (–2,3%)

Lehrlinge 18.688 (–346; –1,8%) 18.914 (+226; +1,2%)

Anteil der Lehrlinge im Handel am

gesamten Lehrlingsstand

14,4% 14,8%

Lehrlinge pro Betrieb 3,3 3,4

Lehrabschlussprüfung 7.400 7.124

(89,0% bestanden) (88,4% bestanden)

(11,0% nicht bestanden) (11,6% nicht bestanden)

NEU: Online-Ratgeber für Lehrbetriebe

Der neue Online-Ratgeber für Lehrbetriebe bietet konkrete und individualisierte Antworten für Fragen

zur Ausbildung von Lehrlingen sowie Rechts- und Serviceinformationen.

Das Ausbilden von Lehrlingen ist wichtig

für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Unsere Betriebe brauchen gut ausgebildete

Fachkräfte, um im Wirtschaftsleben bestehen

zu können. Das duale Ausbildungssystem,

wo Jugendliche in den Betrieben und

in der Berufsschule Kenntnisse und Fertigkeiten

erlernen, zeigt von hoher Qualität

und ist international anerkannt.

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26 MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

ist dies jedenfalls irreführend und somit

wettbewerbswidrig.

Zusammenfassend betrachtet muss jede

Werbung mit Rabatten und Stattpreisen

> klar zum Ausdruck bringen, von welcher

realistischen Basis reduziert wurde,

> aktuell sein und nach einer normalen

Frist wieder beendet werden,

Der nun vorliegende Online-Ratgeber

soll zum Thema „Lehrbetriebe“ Auskunft

geben sowie Rechts- und Serviceinformationen

erteilen. Bestehende und künftige

Lehrbetriebe erhalten konkrete und individualisierte

Antworten auf Fragen zur

Lehrausbildung. Im neuen Online-Ratgeber

für Lehrbetriebe werden diese Fragen

in wenigen Schritten beantwortet.

> und darf bei einer Befristung nicht einfach

verlängert werden.

Weitere Informationen und insbe son -

dere eine detaillierte Behandlung der

erwähnten Entscheidungen finden Sie

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ÖSTERREICH:

4,25 Prozent Umsatz-Plus in den

SES-Centern

Die 13 österreichischen Shoppingcenter

der SES erwirtschafteten im Vorjahr mit

390.000 m² verpachtbarer Fläche ein

Umsatzplus von 4,25 %. Die insgesamt

24 Center der SES – einschließlich derer

in Slowenien, Ungarn, Italien und Tschechien

– mit insgesamt 708.000 m² und

1.700 Shoppartnern mit mehr als 13.000

Beschäftigten erzielten einen Verkaufsumsatz

von 2,47 Mrd. €. Gegenüber

dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von

2,2 %. Mehr als 93 Millionen Besucher -

Innen wurden gezählt. MA 8. 3. 12

Shopping Center Symposium

Im Wiener Palais Ferstl findet am 26. 4.

das 14. Shopping Center Symposium der

RegioPlan statt, das unter dem Motto

steht: „The European Shopping Center

Championship 2012“. MA 6. 3. 12

STEIERMARK:

Murpark wuchs kräftig

Im Grazer Murpark der SES wurde 2011

der Umsatz um 10,5 % gesteigert, absolute

Zahlen nennt die SES nicht. „Das Center

liegt an 2. Stelle im Wachstumsranking

innerhalb der SES-Gruppe“. MA 8. 3. 12

Vier Jahre Shopping Nord

Shoppingcenter & Retailparks

Das Grazer Shopping Nord feierte vom

16. März an zwei Wochen lang das Jubiläum

seines vierjährigen Bestandes und

verloste dabei einen Renault Twingo.

Durch das im Obergeschoß neu eröffnete

Restaurant „beim Mandl“, „Tom’s Original

Hot Dogs“ und „Kärntner Standl’n“ steigt

die Zahl der Mieter auf 56. Anzeigen 11. 3. 12

Die Branche im Licht der Medien

Menschen

5,2 Prozent mehr Arbeitslose

Ende Februar waren in Österreich

380.460 Menschen ohne Arbeit, was um

5,2 % mehr waren als vor einem Jahr.

Gleichzeitig war die Zahl der Beschäftigten

um 60.000 höher als vor einem Jahr

und erreichte mehr als 3,3 Millionen,

teilte das Sozialministerium mit.

Die Zahl der Beschäftigten stellt eine

Rekordhöhe dar. orf.at 1. 3. 12

Gleich zwei „reichste Österreicher“

Dietrich Mateschitz ist mit einem Ver -

mögen von 5,3 Mrd. $ nicht mehr allein

reichster Österreicher, sondern wird von

Forbes mit Johann Graf (Novomatic)

gleichrangig auf Platz 193 der weltweiten

Milliardärs-Liste gesetzt. Karl Wlaschek

liegt auf Platz 3 der Österreich-Rangliste

der Superreichen (4,7 Mrd.), gefolgt von

Heidi Horten (3,2 Mrd. €), Helmut Sohmen

(1,4 Mrd. $) und – neu in der Liste –

Reinold Geiger (L’Occitane) mit 1,3 Mrd. $.

Reichster Mann der Welt ist laut Forbes

der Mexikaner Carlos Slim mit

69 Mrd. Dollar. Kleine Zeitung, etc. 9. 3. 12

Retail

Decathlon prüft Österreich-Einstieg

Die franz. Sporthandelskette Decathlon

prüft einen Markteinstieg in Österreich,

nachdem sie zuletzt in Deutschland Niederlassungen

aufgebaut hatte. Format 10/12

Filialisten expandieren weiter

270 neue Geschäfte haben die filialisierten

Einzelhändler in den zehn wesent -

lichen Handelssparten im Vorjahr in

Österreich eröffnet. Sie verfügen insgesamt

über 14.300 Geschäfte, davon rund

35 % allein im Lebensmittelhandel, 20 %

im Bekleidungshandel, sagt RegioData.

MA 22. 2. 12

Weniger Umsatz bei Hervis

Die Sporthandelskette Hervis, eine Spar-

Tochter, hat im Vorjahr im nationalen

und internationalen Geschäft 450 Mio. €

Umsatz erzielt (–3 %). Hervis betreibt

170 Standorte (+11) mit 178.800 m²

Verkaufsfläche. OÖN 24. 2. 12

Lehrgang Handelsmanagement

An der FH Campus 02 in Graz startet im

Herbst der zweite akademische Lehrgang

„Handelsmanagement“, die einzige

derartige Ausbildung in Österreich.

ÖTZ 23. 2. 12

Mango plant vier neue Shops

Die spanische Modemarke Mango will

heuer in Österreich zumindest noch vier

neue Shops eröffnen. Fixiert sei bereits

ein 400 m² großer Shop im G3, weiters

seien neue Shops in Wien, Graz und

Klagenfurt geplant. intern 22. 2. 12

TSCHECHIEN:

Gigasport sperrt zu

Gigasport, die Sportmarke von Kastner

& Öhler, zieht sich bis Jahresmitte aus

Tschechien und der Slowakei zurück.

Die elf Standorte in Tschechien und

einer in der Slowakei (Bratislava) hätten

sich so schlecht entwickelt, dass man

sich nun voll auf Österreich und insbesondere

auf den Kernmarkt Steiermark

und Kärnten konzentrieren wolle. Bei

der Hälfte der Filialen ist Gigasport

selbst Eigentümer, über die Verwertung

der Objekte ist noch nicht entschieden

worden. Wirtschaftsblatt.at 29. 2. 12

MODE & FREIZEIT [ıntern] 1|12

27


EINLADUNG ZUM UNTERNEHMERTAG 2012

LANDESGREMIUM DES HANDELS MIT MODE- UND FREIZEITARTIKELN

Programm zum Unternehmertag 2012

am 17. April 2012 im Schloss Gabelhofen

9.00 bis 10.00 Uhr Registrierung der Teilnehmer, Business Frühstück

10.00 bis 10.30 Uhr Beginn der Tagung, Begrüßung und Branchenberichte

10.30 bis 11.30 Uhr Hannes Treichl: anders | denken :: anders | sein – raus aus der

grauen mitte

Was kann ein Hotelier von einem Metzger lernen? Was ein Konzern von einem Schuhhändler? Und was haben ein

Restaurant und Rock-Stars gemeinsam? Wagen Sie einen Ausflug über den Tellerrand der eigenen Branche und

finden Sie neue Ideen und Strategien, um Ihr Unternehmen effektiv zu bewerben.

11.45 bis 12.15 Uhr FH-Prof. Dr. Eva Koban Röß: Gender Marketing – Anforderungen an

die Gestaltung des POS aus Sicht der Kunden und Kundinnen

Das Einkaufsverhalten von Frauen (die zu 80 % der Kaufentscheidungen treffen) und Männern unterscheidet sich

maßgeblich. Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in das Thema Gender Marketing und zeigt die wesentlichen

Ergebnisse dieser Marktforschungsstudie mit besonderem Fokus auf den Bereich Mode & Freizeit.

12.15 bis 13.30 Uhr Armin Assinger: „Das Leben ist ein Abfahrtslauf“

An Hand eines Abfahrtslaufes auf der schwersten Strecke der Welt zeigt Armin Assinger die Parallelen zwischen

Spitzensport und Wirtschaft auf. Er geht auf Themen wie Vorbereitung, Einstellung, Selbstverstrauen und Konzentration

ein und eröffnet die Möglichkeit, über sich hinaus zu wachsen.

Impressum MODE & FREIZEIT [ıntern] 1.10

Medieninhaber: Landesgremium des

Handels mit Mode und Freizeitartikeln,

Wirtschaftskammer Steiermark, Sparte Handel –

Gremialbereich Mode, Lifestyle, Gesundheit

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

T 0316/601-574, F 0316/601-1212,

E 308@wkstmk.at

Redaktion und für den Inhalt verantwortlich:

Mag. Johannes Klemm, Geschäftsführer

Gestaltung und Druck: Druckerei Robitschek,

1050 Wien, Schlossgasse 10–12

Offenlegung nach dem Mediengesetz:

Medieninhaber (Verleger): Landesgremien des

Handels mit Mode und Freizeitartikeln,

Körblergasse 111–113, 8021 Graz

Grundlegende Richtung: Information der Gremialmitglieder

über rechtliche und wirtschaftliche

Belange der Branche.

P. b. b. Erscheinungsort Wien, Verlagspostamt

1000 Wien, Zulassungsnummer 10Z038583F

ab 13.30 Uhr Mittagsimbiss

ab 15.00 Uhr Rahmenprogramm

Führung über das Gelände des Red Bull Rings,

Get together auf der Bull‘s Lane Terrasse

ANMELDUNGEN per Fax (0316) 601-1212 oder

per E-mail: 308@wkstmk.at oder auf www.wko.at/stmk/308

Die Anmeldebestätigung erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung.

Der Besuch der Veranstaltung ist für Sie und Ihre Begleitperson/en kostenlos.

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