barbarossa - Stadtmagazin

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Stadtteil Boele

Zu Besuch in Boele

Hinter die Kulissen einer eingeschworenen Gemeinschaft

zu blicken, kann ebenso spannend wie unterhaltsam

sein. Was erwartet mich in Boele, jenem

Ortsteil im Hagener Norden, dessen Bewohner von

Außenstehenden gerne als ›Völkchen für sich‹ bezeichnet

werden? Der erste Eindruck: Die Menschen,

die mir bei meinem Besuch begegnen, entsprechen

keineswegs dem Klischee des eigenbrötlerischen

Dörflers, sondern sind durchweg gut aufgelegt,

freundlich und offen für neugierige Fragen!

So wie Hans Stücker, Vorsitzender der legendären Loßröcke, die

sich der Pflege alter Sitten und Bräuche verschrieben haben.

»Den vielbeschworenen ›Boeler Menschenschlag‹ gibt es eigentlich

gar nicht mehr«, klärt er mich auf. »Unsere Gemeinde ist mit

den Jahren größer und bunter geworden: Inzwischen ist jeder

zweite Einwohner ein Neubürger. Doch die Zugezogenen gehören

genauso dazu wie die ›Ur-Boeler‹!«

Der Ortsname entstammt übrigens dem altgermanischen ›Buhil‹

(= Hügel). Die dokumentierte Historie des Dorfes reicht zurück

bis ins zwölfte Jahrhundert, damals soll vor Ort eine hölzerne

Pfarrkirche gebaut worden sein. Sie wurde später abgerissen. Andere

architektonische Schmuckstücke der Vergangenheit sind hingegen

bis heute erhalten, allen voran die 1887 im neuromanischen

Stil vollendete katholische St. Johannes Baptist Kirche, die in die-

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sem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiert. Ebenfalls aus dem 19.

Jahrhundert stammt die einsam auf einem bewaldeten Hügel gelegene

neugotische Villa Ruhreck. Das alte Amtshaus an der

Schwerter Straße entstand 1901. Am Marktplatz befindet sich das

historische Haus Elisabeth.

Denkmalgeschützte Fassade des ehemaligen Hallenbades von 1925

Der höchste Punkt

Boeles befindet sich

mit 153 Metern über

NN auf dem Hammerstein.

1927 wurde

hier ein Kriegerdenkmal

aus Ruhrsandstein

errichtet.

Bis zur Eingliederung nach Hagen im Jahr 1929 war Boele ein

selbstständiges Amt. »Auch wenn wir offiziell zum Stadtbezirk

Hagen Nord gehören, im Herzen bleiben wir Boeler«, schmunzelt

Hans Stücker. »Was aber nicht heißt, dass wir uns dem Stadtgeschehen

verschließen, im Gegenteil, wir pflegen ein freundschaftliches

Verhältnis zum Rathaus und werden in vielen Angelegenheiten

nach unserer Meinung befragt! Wenn wir am Rosensonntag

unseren Karnevalsumzug veranstalten, haben wir die ganze

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