Impulse für den Erntedank-Gottesdienst zur Kampagne ... - Mission 21

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Impulse für den Erntedank-Gottesdienst zur Kampagne ... - Mission 21

Impulse für den Erntedank-Gottesdienst

zur KampagneMission Landwirtschaft“

„Freu dich über all das Gute, das der Herr, dein Gott dir und deinem Haus gegeben hat, du

und der Levit und der Fremde bei dir.“ (Dtn 26,11)

Einführung

Staunen – Danken – Teilen

Landwirtschaft hat im Kirchenjahr einen festen „Sitz im Leben“, nämlich das Erntedankfest im

Herbst. Schon im Alten Israel feierten die Menschen Erntedank, der Kreislauf von Säen und

Ernten prägte Leben und Glauben. In den Entwicklungsländern hat sich daran bis heute wenig

geändert. In der Schweiz sind hingegen nur noch wenige Menschen in der Landwirtschaft tätig.

Welche Bedeutung kann da Erntedank haben? Die nachfolgenden Überlegungen versuchen

einen Brückenschlag und bieten konkrete Ideen für Liturgie und Predigt.

Eine vergangene Welt?

Schwarzer Rauch steigt in den Himmel, der Geruch nach Verbranntem sticht in die Nase. Auf

dem Altar des lokalen Heiligtums schwelt ein Feuer, landwirtschaftliche Gaben werden

dargebracht. Es ist Erntezeit und damit auch Opferzeit im Alten Israel. Lange haben die

Menschen gehofft und gebangt, dass die Saat auf den Feldern aufgeht. Hart haben sie

gearbeitet, um die Ernte abzulesen und unter Dach und Fach zu bringen. Aber jetzt steht die

Arbeit still: Die Bäuerinnen und Bauern legen die Werkzeuge beiseite und machen sich auf den

Weg zum Heiligtum. Sie kommen nicht mit leeren Händen, sondern bringen Weizen, Gerste

und andere „Erstlingsfrüchte“ mit. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt, ein anderer Teil

erhalten die Priester, mit dem dritten Teil wird ausgelassen gefeiert. Die Familien sitzen

zusammen, es wird viel gegessen und getrunken, laut gelacht und getanzt. Und etwas fällt

auf: Auch Fremde und Sklaven mischen sich unter die Feiernden. Sie besitzen keine Felder und

können keine Erstlingsfrüchte vorweisen. Trotzdem sind sie da, und jedes Kind weiss warum:

Israel war ja selbst einmal ein Sklave gewesen, es hat Fremdsein am eigen Leib erfahren.

Darum sollen sich an diesem besonderen Tag alle freuen dürfen, was Gott dem Land gegeben

hat.

Eine Bitte

Uns interessiert Ihre Meinung zu diesem „Impulse für den Erntedank-

Gottesdienst“.

Was finden Sie darin nützlich und hilfreich?

Was können wir künftig weglassen?

Was vermissen Sie?

Bitte schreiben Sie uns eine Mail an markus.perrenoud@mission-21.org

mit Ihrer Rückmeldung – und wenn sie noch so kurz ist. Danke!

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So könnte es damals gewesen sein – das Erntedankfest, das im Festkalender Ex 23,14ff (par)

vorgeschrieben wird und in Geschichten wie 1Sam 1 (Hanna in Silo) durchschimmert.

Christinnen und Christen aus unseren südlichen Partnerländern finden sich in solchen

Geschichten unmittelbar wieder, da ihre Lebenswelt in vielem mit der biblischen vergleichbar

ist. Aber auch uns hat der Erntedank etwas zu sagen, denn er ist Ausdruck von grosser und

bleibender Lebensweisheit.

Vor dem Herrn erscheinen – oder Staunen: Drei Mal im Jahr unterbrachen die Israeliten

ihre Arbeit auf den Feldern und wanderten zum lokalen Heiligtum. Auch uns tut es gut, ab und

zu den Rücken durchzustrecken und vom Alltag Abstand zu nehmen. Wenn wir dies tun, dann

wird das scheinbar Selbstverständliche und Alltägliche wieder merk-würdig, und wir fangen an

zu staunen.

Opfern und Feiern – oder Danken: Im Heiligtum brachten die Männer die „Erstlinge der

Früchte“ dar, um Gott für das Wachsen und Gedeihen der Felder zu danken. Wir bringen zwar

keine Opfer mehr dar, aber mit dem Staunen können wir es doch nicht bewenden lassen. Wie

die Menschen im Alten Israel wollen wir Gott für all das danken, was er uns geschenkt und

anvertraut hat.

An die Anderen denken – oder Teilen: Die Israelitinnen und Israeliten wussten, dass aus

einer Gabe immer auch eine Aufgabe erwächst – wer reich gesegnet ist, der soll auch selber

ein Segen für Andere werden. Das gilt auch für uns: Wer sind die Anderen, denen wir Anteil an

unserem Staunen und Danken geben wollen? Für wen können wir ein Segen werden?

Staunen, Danken, Teilen – dieser Dreiklang verbindet uns mit den Menschen, die vor

dreitausend Jahren im Alten Israel Erntedank feierten, mit Menschen in anderen Zeiten und

anderen Ländern. Die folgenden Ideen laden dazu ein, diesen Dreiklang sicht- und hörbar zu

machen.

Ein Hinweis:

Zum Dreiklang „Staunen – Danken – Teilen“ hat mission 21 eine

Broschüre mit dem Titel „Zeit für das Wesentliche“ erarbeitet. Es

handelt sich um eine Anleitung zu einer geistlichen Übung für den

Alltag, die sich vom Lebensrhythmus unserer Glaubensgeschwister im

Weltsüden inspirieren lässt.

Die Broschüre kann für CHF 3.- (exkl. Portokosten) bestellt werden

bei material@mission-21.org.

Biblische Impulse für die Predigt

Staunen

Wir wissen nicht wie: Gleichnis von der selbstwachsenden Saat

(Mk 4,26-29)

Ein Bauer sät auf seinem Feld. Und was macht er dann? Er geht schlafen - und staunt bald

darüber, wie die Saat von selbst (im Urtext: „automatisch“) wächst. Der Evangelist Markus

erzählt diese Kürzestgeschichte, um das Reich Gottes zu veranschaulichen. Auch dieses

können wir nicht herbeizwingen - wir müssen uns gedulden und dürfen darauf vertrauen, dass

da Kräfte wirken, die unsern Verstand übersteigen. Ganz ähnlich kann es uns ergehen, wenn

wir auf unser Leben schauen: Es gibt einiges, das wir selber gesät und geleistet haben. Aber

sehr vieles – nicht selten gerade das Wichtigste – entzieht sich unseren Kräften. Es geschieht

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einfach, ist uns in den Schoss gefallen, wir wissen nicht wie. Uns bleibt nichts anderes übrig als

zu staunen.

Danken

Eine Kollekte zeigt Wirkung: Paulus zum Thema Finanzen

(2Kor 9,6-15)

Paulus ist beunruhigt, dass die junge Kirche in Konfessionen zerfallen könnte: in

judenchristliche und heidenchristliche Gemeinden, die nichts voneinander wissen wollen. Was

tun? Wir brauchen den Austausch. Die neuen Gemeinden in Griechenland brauchen die

geistliche Unterstützung der alten Gemeinden in Palästina. Und die verarmte Gemeinde in

Jerusalem braucht die finanzielle Unterstützung der Gemeinden im Westen. Deshalb startet

Paulus die erste christliche Spendenaktion. Er erklärt, dass es dabei um viel mehr als nur um

Geld geht: darum, ein neuer Mensch zu werden. Ein dankbarer und freigebiger Mensch.

Teilen

Durch Kleines geschieht Grosses: Die Speisung der Viertausend

(Mt 15,32-38)

Jesus macht seinen Freunden die Krise erst bewusst: Tausende leiden an Hunger. Er gibt ihnen

einen unmöglichen Auftrag: Gebt ihr ihnen zu essen! Als die Jünger ihre Ohnmacht

eingestehen und ihm das wenige geben, das sie haben, geschieht es: aus Kleinem wird

Großes, ein Riesenpicknick, ein Fest der Gemeinschaft, ein Vorgeschmack auf das Reich

Gottes.

Liturgische Elemente

Psalmen und Lieder

Psalm 34: Ich will ihn preisen allezeit (RG 117)

Psalm 103: Lobe den Herrn, meine Seele (RG 128/129)

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen (RG 8)

Nun danket alle Gott (RG 233)

Laudato si, o mi Signore (RG 529)

Himmel, Erde, Luft und Meer (RG 530)

Geh aus, mein Herz, und suche Freud (RG 537)

Kum ba yah, my Lord (RG 702)

Herr, lass deine Wahrheit (RG 824)

Hilf, Herr meines Lebens (RG 825)

Für die Heilung aller Völker (RG 834)

Suchet zuerst Gottes Reich (RG 838)

Ein Gebet: „Öffne uns die Augen“

Öffne uns die Augen

für das Wunder des Brotes,

für das Wunder der Erde.

Öffne uns die Augen

Dass wir dich sehen,

den Gastgeber,

der uns das Brot gibt.

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Öffne uns die Augen

dass wir den Hunger

der Anderen sehen,

das Leiden der Menschheit,

die sich im Hass verzehrt

um des Brotes willen.

Du gibst uns das Brot,

Du gibst uns deine Liebe.

Lass uns weitergeben,

wovon wir leben:

Die Liebe und das Brot.

(aus: Dirk Eheberg, Einfach - 7 Bibeltage zum Lebensstil, 1995)

Ein Gedicht: „Womit hab ich das verdient?“

Dass ich hier lebe, hier, wo das Brot ist

und nicht da draussen, wo gerade Not ist –

das hat mich oft geplagt; ist das nicht ungerecht?

Warum geht mir’s so gut, warum den andern schlecht?

Womit hab ich das verdient – diesen Überfluss,

dass ich essen kann und dass ich nicht hungern muss?

Auch wenn ich nicht reich bin, bin ich viel besser dran

als so mancher, der nicht leben und nicht sterben kann.

Ich ess zu Hause, ich esse im Lokal,

und wenn ich seufze, dann vor der Qual der Wahl.

Ist mein Gewissen schon mit Erfolg betäubt,

dass mir kein Bissen im Halse stecken bleibt?

Niemals hab ich das verdient – diesen Überfluss,

dass ich essen kann und dass ich nicht hungern muss.

Auch wenn ich nicht reich bin, bin ich viel besser dran

als so mancher, der nicht leben und nicht sterben kann.

Dass ich hier lebe und hier geboren bin –

bei Gott hat alles das schon lange seinen Sinn.

Er schüttet nicht umsonst mir meine Hände voll.

Er gibt mir das, was ich für ihn verteilen soll.

Was ich tun kann, will ich tun, geben, was ich kann.

Gott macht mir die Augen auf, zeigt mir wo und wann,

zeigt mir Städte auf der Welt, wo man Hunger hat,

und dann macht er durch mein Geld einen Menschen satt.

Gott braucht mich heute hier, braucht mich in dieser Stadt,

wo mancher Satte lebt, der Hunger nach ihm hat.

Doch schickt er mich hinaus, wo Münder offenstehn

und Herzen obendrein – dann will ich gerne gehn.

Was ich tun kann, will ich tun, geben, was ich kann.

Gott macht mir die Augen auf, zeigt mir wo und wann,

zeigt mir Städte auf der Welt, wo man Hunger hat,

und durch meine Arbeit macht er dann Menschen satt.

(aus: Manfred Siebald, Mit Gott durchs Leben)

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Eine Geschichte: „Nur die Samen“

Ein junger Mann betrat im Traum einen Laden. Hinter der Theke stand ein älterer Mann. Hastig

fragte er ihn: „Was verkaufen Sie, mein Herr?“ Der Weise antwortete freundlich: „Alles, was

Sie wollen.“ Der junge Mann begann aufzuzählen: „Dann hätte ich gerne die Welteinheit und

den Weltfrieden, die Abschaffung von Vorurteilen, Beseitigung der Armut, mehr Einheit und

Liebe zwischen den Religionen, gleiche Rechte für Mann und Frau und … und …“ Da fiel ihm der

Weise ins Wort: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich falsch verstanden. Wir

verkaufen keine Früchte, wir verkaufen nur den Samen.“

(aus: Nossrat Peseschkian, Auf der Suche nach Sinn)

Gestaltungsideen

Für Sonntagsschule: Bildergeschichte „Der reiche Kornbauer“

Die Geschichte vom „Reichen Kornbauern“ (Lk 12,15-21) wird mit Hilfe des empfehlenswerten

Bilderbuchs «Von Schafen, Perlen und Häusern» erzählt.

Quelle: Nick Butterworth & Mick Inkpen, Von Schafen, Perlen und Häusern, SCM R. Brockhaus

8 2011, ISBN 978-3-417-23599-9, ca. CHF 19.00

Für Konf-Beitrag im Gottesdienst: Anspiel zum Erntedankfest

Material: Einkaufswagen, geschmückter Erntedank-Altar mit Lebensmitteln, Weintrauben,

Geldbeutel

Personen: Käufer (A), Sigrist (B)

A (kommt mit Einkaufswagen durch den Mittelgang, geht zum Altar, im Selbstgespräch:)

Endlich ein Supermarkt, der offen ist! Das ist Wahnsinn am Sonntag – alle Geschäfte sind

geschlossen. Nur tanken kann man – an der Tankstelle...

(beginnt, Waren in den Einkaufswagen zu legen, spöttisch)

Naja, aber die Auswahl hier ist ja auch eher bescheiden... Scheint mehr ein Second-hand-shop

zu sein...

(schaut Naturprodukte an, nimmt Weintrauben)

Was ist denn das Komisches? Ob man das überhaupt essen kann? Anscheinend so eine Art

Gummibärchen... (legt verächtlich weg) Hab ich noch nie in der Werbung gesehen... Also ich

steh auf Fix- und Fertigprodukten! Da weiß man wenigstens, was drin ist. Und die kosten nicht

viel Zeit.

B (kommt rein) He, was machen Sie denn da?

A: Ich kaufe ein, das sehen Sie doch!

B: Aber das ist doch nicht zum Einkaufen – das ist fürs Erntedankfest!

A: Für was bitte???

B: Wir haben das hier aufgebaut als Ausdruck unseres Dankes. Dass Gott uns mit

Lebensmitteln versorgt.

A: Aber warum denn danken? Ich zahle doch dafür! Was ich esse, bezahle ich vom Geld, das

ich sauer verdient habe! Ich bin niemandem zu Dank verpflichtet. Geschenkt bekommt man in

dieser Welt sowieso nichts!

B: Sind Sie sich da ganz sicher?

A: Absolut. Jeder kriegt, was er verdient. Wer nichts hat, ist selber schuld. Wer viel hat, hat

auch viel gearbeitet. Geschenkt hat mir noch nie jemand etwas. Was ich bin, habe ich allein

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mir selbst zu verdanken. Ich habe mir dieses lächerliche Dankesagen abgewöhnt. Das ist

etwas für die, die zu faul sind, sich selbst etwas zu erarbeiten.

(unterbricht) Aber lassen wir das. Ich bin mit meinem Einkauf schon fertig. Wo ist hier

eigentlich die Kasse?

(kramt nach dem Geldbeutel) Moment, ich suche nur gerade meinen Geldbeutel...

B: Warten Sie, deshalb bin ich überhaupt hereingekommen. Ist das vielleicht Ihr Geldbeutel?

(zeigt Geldbeutel)

A: Ja, aber...

B: Ich habe zufällig gesehen, wie Sie ihn draußen liegen gelassen haben. (überreicht

Geldbeutel)

A: (verwirrt) Das kann doch gar nicht sein...

B: (verabschiedet sich, geht)

A: (durchsucht den Geldbeutel) Ausweis, Führerschein, Club-Karte, Kreditkarte Gold,

Kreditkarte Platin, 1000 Franken in bar – alles noch da. Das kann doch gar nicht sein... Wenn

der weggewesen wäre – ein Katastrophe! (blickt sich suchend um, geht)

(bleibt kurz vor dem Ausgang stehen, leise) Danke...

Für Interaktion im Gottesdienst: Lotterie von Reichtum und

Armut

Alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher bekommen ein Los, das sie in vier Gruppen

einteilt: 5% Reiche, 50% Mittelschicht, 25% Arme, 20% Bettelarme. Nacheinander werden die

Gruppen gebeten, aufzustehen – dabei wird jeweils ein kurzer Text vorgelesen, der ihre

Lebensumstände beschreibt.

Eine einfache und eindrückliche Methode, die weltweite Verteilung von Reichtum und Armut zu

veranschaulichen. Der Bezug zur Landwirtschaft ist einfach – und dramatisch: Von den rund 1

Milliarde Bettelarmen leben drei Viertel auf dem Land. Es sind vor allem Bauernfamilien, die

wenig Land und kaum Hilfsmittel besitzen, oder Landarbeiter mit zu wenig oder schlecht

bezahlter Arbeit.

Gruppe 1: Reiche

Du bist der Champion! Du hast das Glück, in Europa oder Nordamerika geboren zu sein.

Deshalb gehörst du zu den Reichen der Welt. Du kannst essen, was immer du willst. Die

Schulausbildung ist für dich kostenlos. Du hast ein eigenes Zimmer und ein Konto bei der

Bank. Du genießt ein Leben in Sicherheit: In deinem Land gibt es Krankenversicherungen, eine

funktionierende Polizei, Notfalldienste und die besten Ärzte der Welt. Im Urlaub kannst du

sogar eine Reise machen.

Gruppe 2: Mittelschicht

Glückwunsch! Du lebst in günstigen Verhältnissen. Du bist zwar nicht reich, musst dir aber

keine Sorgen ums Überleben machen. Du kannst deine Kinder zur Schule schicken und ihr lebt

in einer annehmbaren Wohnung. Die Wasserversorgung funktioniert nicht immer, aber ihr habt

Strom und ein Handy. Wenn du krank wirst, kannst du in eine Gesundheitsstation gehen.

Gruppe 3: Arme

Pech gehabt! Du leidest zwar nicht an Unterernährung, kommst aber nur gerade so über die

Runden. Nur mit Mühe kannst du die Schulgebühren für deine Kinder zusammenbringen, denn

du hast weniger als 60 Franken im Monat. Für deine Arbeit wirst du sehr schlecht bezahlt. Du

hast Angst vor Notfällen, weil du keine Rücklagen oder Versicherungen hast. Du interessierst

dich für Fairen Handel, weil der dein Leben verbessern würde. Du träumst von einem

Kühlschrank oder einem Fernseher.

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Gruppe 4: Bettelarme

Voll daneben! Du gehörst zu den Ärmsten der Armen, die von weniger als 30 Franken im

Monat leben müssen. Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben. Du hast nicht so viel zu essen,

wie dein Körper eigentlich bräuchte. Deshalb bist du oft krank und kannst dich kaum auf etwas

konzentrieren. Deshalb bist du kaum zur Schule gegangen. Du wohnst in einem abgelegenen

Dorf oder im Slum einer Großstadt. Die Armut zerstört dich und deine Familie. Der Traum,

dass es einmal besser werden wird, ist dir schon lange vergangen.

Variante: Jede Gruppe bekommt ein Getränk (Sekt – Saft – Wasser – nichts) oder Essen

(Menü – Hauptspeise – Imbiss – Reis) zugeordnet.

Markus Perrenoud und Christian Weber, Studienleiter mission 21 / Bildung Austausch

Forschung

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