2,20 - Nord-Handwerk

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2,20 - Nord-Handwerk

8447 * 2,20 Das Magazin Der HanDwerkskaMMern Flensburg Hamburg lübeck scHwerin 4 Politik und Wirtschaft Handwerk beschließt Imagekampagne sPEcial CeBIT 2009 ab Seite 38 april 2009 www.hwk-flensburg.de thEma dEs monats Ausbildung Gemeinsam an der Zukunft bauen rEPortaGE Mecklenburg statt Outback Kammer-Infos (ab S. 20)


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Handwerk beschließt bundesweite Imagekampagne Udo Hansen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Flensburg. Einstimmig hat das Handwerk bei den Vollversammlungen anlässlich der internationalen Handwerksmesse in München den Weg frei gemacht für eine breit angelegte bundesweite Imagekampagne. Von Januar 2010 an und für die Dauer von zunächst fünf Jahren soll die Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Es gilt, der immer größer werdenden Unkenntnis vom Handwerk, die sich jüngst in den Medien-Berichten in Zusammenhang mit der Bekämpfung der Schwarzarbeit widerspiegelte, wirksam zu begegnen. Die Vielfalt des Handwerks und die mehr als 100 Ausbildungsberufe werden daher offensiv und informativ, aber in vielen Fällen auch mit einem Augenzwinkern in allen verfügbaren Medien und Formaten auftauchen. Dabei muss es gelingen, auch eine ganz wichtige Zielgruppe anzusprechen: In wenigen Jahren werden deutlich weniger Jugendliche die Schulen verlassen – in den ostdeutschen Bundesländern hat diese Entwicklung bereits begonnen. Es wird daher immer schwieriger werden, ausreichend qualifizierte Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. Es kommt hinzu, dass viele – gerade besser qualifizierte – Jugendliche nur sehr wenige oder gar keine Vorstellungen von den Inhalten handwerklicher Ausbildungsberufe haben. Handwerk wird in der Vorstellung Jugendlicher häufig ausschließlich mit Bau- und Ausbauberufen verbunden; innovative und Hightechinhalte werden nicht mit dem Handwerk in Verbindung gebracht. Hier muss und wird die Imagekampagne ansetzen: In der Sprache der Jugendlichen und in den von ihnen genutzten Medien wird – durchaus auch immer wieder frisch und frech verpackt – Handwerk in seiner gesamten Breite und mit seinen attraktiven Inhalten zum Gegenstand der täglichen Auseinandersetzung. Nicht zuletzt wird die Imagekampagne dazu führen, dass auch innerhalb des Handwerks Stolz und Selbstwertgefühl stark zunehmen werden. Unverzichtbar wird aber sein, dass möglichst viele Betriebe die Imagekampagne selber „leben“, indem sie die vielen Möglichkeiten, die die Kampagne bietet, auch aufgreifen. Ein positiver Effekt wird letztlich erst dann erzielt, wenn nahezu jeder Betrieb gegenüber der Kundschaft so auftritt, wie die Kampagne es darstellen wird. Das französische Handwerk hat es uns vorgemacht: Seit Beginn der dortigen Kampagne haben sich die Sympathiewerte zugunsten des Handwerks deutlich verbessert. Außerdem ist es innerhalb weniger Jahre gelungen, etwa 100.000 zusätzliche Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. Und schließlich ist es gelungen, die französischen Handball-Weltmeister zu gewinnen, auf den Trikots – einer sehr beliebten Werbefläche – für das Handwerk zu werben. Ein ähnliches Ziel sollten wir uns in Deutschland vornehmen. Ein erster Schritt ist gemacht! Ihr Ihre Meinung unter E-Mail u.hansen@hwk-flensburg.de standpunkt April 2009 NordHandwerk 3


Inhalt 4 | 2009 Standpunkt 03 Handwerk beschließt bundesweite Imagekampagne. thema deS monatS 08 Berufsreife, pubertät und karrierechancen Interview: Warum ist Ausbildung wichtiger denn je? 12 Schüler früh fürs handwerk begeistern Kooperation Schule-Handwerk. 14 ausbildung: daran sollten Sie denken! 14 praktikum als Bewerbungsfilter Beispiel Landmaschinenmechanikerhandwerk. 15 „Verlässlicher Qualitätsstandard“ Ausbildereignungsprüfung kommt wieder. politik & WirtSchaft 16 einmütige Weichenstellungen Vollversammlungen des Handwerks in München. 17 neue rechte nutzen Das Forderungssicherungsgesetz (FoSiG), Teil II. regionalteil 20 Berichte und Bekanntmachungen aus Kammerbezirk und Bundesland. reportage 36 alles auf anfang Thomas Buck: Auswandern und zurückkommen. Unser Onlinearchiv finden Sie unter: www.nord-handwerk.de 36 38 alles auf anfang Mecklenburg statt Outback. 2006 wandert Karosseriebaumeister Thomas Buck nach Australien aus. 2008 kehrt er nach Grabow zurück. Im Gepäck: Ein geplatzter Traum, viele wertvolle Erfahrungen und reichlich Motivation für den Neuanfang. ceBit 2009 Ohne Computer läuft nichts mehr – auch nicht im Handwerk. Am „Tag des Handwerks“ schauten wir uns um auf der weltgrößten Computermesse, der CeBIT 2009 in Hannover. Special: ceBit 2009 38 neue Wege aus dem it-labyrinth Experten diskutieren, Handwerker entdecken. 40 Vorwürfe und Sicherheitslücken CeBIT-Forum Handwerk. tippS für den BetrieB 44 ganz wichtig ist das menschliche Coaching der Betriebsübergabe. 4 6 teure Steuerpflicht Augen auf beim Auslandsgeschäft. 46 rechtstipp: VoB/B Wegfall von Privilegien. 48 Steuertipp Neues Verzögerungsgeld. 4 NordHandwerk April 2009 April 2009 NordHandwerk 5 ruBriken 06 Kurz & knapp 35 Leute 42 Branchen 49 Impressum und Kleinanzeigen 50 Betriebsbörse Fotos: Seemann Vieles verändert sich. Gut, dass manche Dinge so bleiben, wie sie sind. Starke Leistungen, hohe Finanzkraft und umfassender Service. Seit über 100 Jahren sind wir für Sie da. Sorgen Sie jetzt vor – mit PflegeStart, der Zusatzversicherung der SIGNAL IDUNA. So sichern Sie sich eine angemessene Versorgung im Pflegefall. Infos unter 0180/3330330* oder www.signal-iduna.de * 9 Cent/Min. aus dem Netz der deutschen Telekom. Mobilfunkpreise können abweichen. Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.


kurz und knapp ZDH in KürZe Umweltprämie für Nutzfahrzeuge Auf der Internationalen Handwerksmesse in München hat der Präsident des Zen- tralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, die Ausweitung der Umwelt- prämie auf Nutzfahrzeuge gefordert. Da die meisten Handwerksbetriebe einen relativ Foto: Seemann 6 NordHandwerk April 2009 alten Fuhrpark hätten, sei diese Maßnahme für die Betriebe sehr hilfreich, sagte Kentzler in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse. Es müsse dringend geprüft werden, ob ein zusätzlicher finanzieller Anreiz für Austausch oder Modernisierung dieser Fahrzeuge gesetzt werden könne. Dies komme auch der Automobilindustrie, gerade den Nutzfahrzeugherstellern zugute. Ob die Forderung erfüllt wird, ist fraglich. Wirtschaftsminister zu Guttenberg erklärte bereits, hierfür sehe er wenig Chancen.


Thema des monaTs „Durch das Projekt Landespartnerschaft bekommt Handwerk ‘Einblick’ in Schule“, meint Sigrid Ahlers. „Ausbilden sichert die Zukunft der Betriebe“, findet Horst Kruse. „Eltern, Schule und Betrieb: Bei der Berufsorientierung müssen alle drei tatkräftig mitmachen“, ist Thomas Barsch überzeugt. Fotos: Seemann (3)/Gansen Über Ausbildung sprechen Berufsreife, Pubertät und Karrierechancen Sigrid Ahlers ist regionale Fachberaterin im Rahmen des Projektes „Landespartnerschaft Schule – Wirtschaft“*. In Schleswig-Holstein unterstützt sie gemeinsam mit zwei Kolleginnen Unternehmen und Schulen, miteinander nachhaltige Kooperationen einzugehen. Thomas Barsch ist seit 1998 Lehrer an der Regionalen Schule Käthe Kollwitz in Rehna, Mecklenburg-Vorpommern. Er unterrichtet die Fächer Arbeit/Wirtschaft/Technik, Informatik und Werken. Besonders engagiert sich Barsch in der Berufsorientierung. Horst Kurse ist seit Mai 2004 Präsident der Handwerkskammer Lübeck. Die Ausbildung des Berufsnachwuchses ist für Kruse sowohl im Ehrenamt wie auch als Chef eines Malerfachbetriebes in Stormarn seit Jahrzehnten ein zentrales Thema. Herr Kruse, das Ausbildungsjahr 2009 hat begonnen. Werden Sie im Spätsommer einem Jugendlichen in Ihrem Betrieb die Möglichkeit geben, das Maler- und Lackiererhandwerk zu lernen? Horst Kruse Natürlich. Zur Ausbildung im eigenen Betrieb sehe ich keine Alternative. Zwei ernsthafte Bewerbungen haben wir schon bekommen. Bei uns ist es üblich, dass Bewerber mindestens ein Praktikum machen, bevor der Ausbildungsvertrag unterschrieben wird. Ist einer geeignet, werden wir ihn einstellen. Überzeugen uns beide, stellen wir vielleicht noch eine Lehrstelle mehr zur Verfügung. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist nach wie vor sehr hoch, doch drückt die wirtschaftliche Gesamtlage auf die Stimmung in den Betrieben. Was sagen Sie einem Handwerksmeister, der in der aktuell schwierigen konjunkturellen Situation sein Ausbildungsengagement überdenkt? Kruse Ich rate ihm trotzdem auszubilden. Ausbilden sichert die Zukunft der Betriebe. Die aktuelle Krise wird vorübergehen, der gute Lehrstellenbewerber, den wir heute abweisen, wird aber nicht mehr zurückkommen. Im letzten Jahr gingen erstmals die Schulabgängerzahlen in Schleswig-Holstein zurück. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Deshalb werbe ich als Kammerpräsident und als Unternehmer aus Überzeugung für Ausbildung. Nun sind die ökonomischen Perspektiven das eine. Das andere und das weit größere Hemmnis, auszubilden, ist die Ausbildungsreife der Bewerber. Wie gravierend ist das Problem? Kruse Der Anteil nicht ausbildungsfähiger Schulabgängerinnen und Schulabgänger ist ein Problem. Viele Kollegen berichten davon, dass sie mangels geeigneter Bewerber nicht alle Lehrstellen besetzen konnten. Wir kennen das Problem, aber wir tun auch erfolgreich etwas dagegen. Das Projekt, in dem Frau Ahlers tätig ist, ist z. B. eine Reaktion auf diese Situation. Wir wollen die Berufsorientierung der Jugendlichen verbessern und ihr Interesse an Wirtschaft wecken. Denn, wer weiß wofür er lernt, der lernt auch gerne. Je- Thema des monaTs Warum ist Ausbildung wichtiger denn je? Wie berufsreif ist die Jugend und wie realitätsfern die Lehrerschaft? Müssen Schule und Wirtschaft enger kooperieren? Wir haben nachgefragt. dem Ausbilder ist aber auch bekannt, dass viele Jugendliche Spätstarter sind und erst während der Ausbildung zur Hochform auflaufen. Entscheidend bei der Auswahl ist also der Gesamteindruck des Bewerbers und nicht nur seine Zeugnisse. Natürlich kann man mal falsch liegen, ist mir auch schon passiert, aber es gibt auch positive Überraschungen. Einer meiner besten Mitarbeiter hat z. B. nur einen Sonderschulabschluss. In der Lehre hat es aber „Klick“ gemacht und er hat uns alle überzeugt. Dennoch verlässt jedes Jahr 10 % eines Schülerjahrgangs die Schule ohne Abschlusszeugnis. Schuld sind doch vor allem die Lehrer, Herr Barsch, oder? Thomas Barsch Dass die Lehrer an allem Schuld sind, unterschreibe ich nicht. Fest steht, dass Schule und ihre Leistungsfähigkeit immer Ergebnis der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ist, auf die sie außerdem zu reagieren hat. So ist es fast zwangsläufig, dass wir immer ein bisschen hinterherhinken. Wir haben ja nicht andere Kinder als vor 20 Jahren. Was wir haben, sind sich dynamisch verändernde >> * Die seit Oktober 2006 bestehende Landespartnerschaft Schule – Wirtschaft ist eine Kooperation zwischen der Landesregierung Schleswig-Holstein, den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände in Schleswig-Holstein und Hamburg (UV Nord). Ihr Ziel ist die Verbesserung der Ausbildungsreife und praxisnahe Berufsorientierung. Wesentlicher Bestandteil ist die „Regionale Fachberatung Schule und Betrieb“. 8 nordhandwerk April 2009 April 2009 nordhandwerk 9


Thema des monaTs >> Lebenssituationen, mit denen die Kinder umgehen lernen müssen. Der zweite Punkt ist, dass Schule latent Gefahr läuft, ihre Aufgabe aus dem Blick zu verlieren. Der Auftrag lautet Bildung und Erziehung. Keines von beidem ist Selbstzweck, sondern darauf gerichtet, die Jugendlichen auf die (Arbeits-)Welt vorzubereiten. Hier sehe ich uns Lehrer tatsächlich in der Verantwortung. Der dritte Punkt sind die Lehrpläne:Was gehört da hinein und was nicht. Wir müssen uns stärker auf Grundsätzliches konzentrieren, um so den Raum zu haben, dieses Grundsätzliche zu üben und zu vertiefen. Und viertens – hierüber wird schon sehr lange gesprochen – ist auch die Lehrerausbildung verbesserungsfähig. Die zukünftigen Kollegen kommen viel zu spät in Kontakt mit den Schülern. Wie praxistauglich sind denn heute die Schulabgänger, denen Sie mit dem Abschlusszeugnis nach Klasse 9 die „Berufsreife“ attestieren? Personalverantwortliche klagen, die Jugendlichen beherrschten häufig nicht mal die einfachsten Kulturtechniken und Umgangsformen. Barsch Ich glaube, da hat sich einiges gebessert. Unsere Schulabgänger sind berufstauglicher geworden. Wir können aber noch viel mehr erreichen. Und was die Umgangsformen angeht, die Teamfähigkeit, das Verantwortungsgefühl: Die Schule muss 10 nordhandwerk April 2009 „Tut uns leid. Das sind unsere/eure Kinder. Andere haben wir nicht.“ Wissen, Sach- und Sozialkompetenzen vermitteln. Bei Letzterem darf man nicht vergessen: Unsere Spielräume sind eng. Wenn die Kinder zu uns kommen, haben sie den größten Teil ihrer Sozialisation bereits hinter sich. Vielleicht 10 % dieser Entwicklung können – und müssen – wir beeinflussen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die das belegen. Thema: Berufswahlreife, Berufsorientierung. Auch das ist eine Aufgabe der Schule ... Barsch ... und der Wirtschaft und der Eltern! Andersherum: Schule,Verbände, Kammern, Innungen, Kreishandwerkerschaften, Unternehmen, Bundesagentur für Arbeit: Alle beteiligen sich an der Berufsorientierung. Trotzdem konzentriert sich das Interesse der Jugendlichen auf gerade eine Handvoll der über 340 Ausbildungsberufe. Kruse Ein riesiges Problem. Die Jugendlichen wissen kaum etwas von der Fotos: Seemann Vielfalt der Berufe und den Karrierechancen. Im kommenden Jahr startet das Handwerk mit großem Aufwand eine bundesweite Imagekampagne, um gerade bei Jugendlichen das Interesse am Handwerk zu wecken [mehr dazu S. 3 und 16]. Frau Ahlers, woran liegt es Ihrer Meinung nach, dass die Schüler augenscheinlich so schlecht informiert sind? Sigrid Ahlers Das hat viele Gründe. Zunächst einmal sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, für die die Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt richtig relevant wird, in der Pubertät. In diesem Alter sind viele Dinge spannend. Berufswahl steht selten an erster Stelle. Dann ist es immer auch die Frage, wie die Jugendlichen angesprochen werden. Als Fachberaterin bin ich öfter an Schulen, zum Beispiel um Vorträge zu halten. Ich bekomme mit, wie Lehrer mit Schülern reden. Ganz oft frontal und ein bisschen von oben herab; nach dem Motto „ich Lehrer, du Schüler!“. Da machen die meisten natürlich dicht. Die Jugendlichen, zumal die benachteiligten, sind sehr sensibilisiert und merken sofort, wenn da einer vor ihnen steht, der sich weder für sie interessiert noch für das, was er erzählt. Das ist nicht glaubwürdig und auch nicht motivierend. Also mehr Praktiker, mehr Wirtschaft in die Klassenzimmer. Sie helfen Betrieben und Schulen zueinanderzufinden. Ahlers Ja. Wirtschaft muss über Wirtschaft informieren und orientieren. Meine Erfahrung ist, dass die Schüler viel aufmerksamer sind, wenn jemand aus der Praxis in den Unterricht kommt. Der bringt die Dinge ganz anders rüber als das in diesem speziellen Fall ein Lehrer könnte. Ich bin eine Art Brückenbauerin. Es bestehen ja bereits zahlreiche Kontakte zwischen Firmen und Schulen. Entscheidend ist, diese zu festigen und zu vertiefen. Ich helfe beiden Seiten, miteinander strukturiert, verlässlich und nachhaltig zu kooperieren. Zu diesem Zweck schließen die Partner einen schriftlichen Kooperationsvertrag. Nach Vertragsschluss setzt man sich an einen Tisch und organisiert gemeinsam das nächste halbe Jahr: Wann sind Praktikumszeiten, wie lassen sich die Praktika von beiden Seiten optimal vor- und von den Lehrern nachbereiten? Sind andere Veranstaltungen denkbar, etwa Betriebsbesichtigungen oder Messen, zu denen auch die Eltern eingeladen werden? Die Kooperationsformen sind sehr vielfältig. Sie orientieren sich an den Vorstellungen der Schulen und den Möglichkeiten der Betriebe. Gewinnen tun alle: Die Lehrer und Schulen, weil sie ihren Auftrag besser erfüllen; die Unternehmen, weil gute Berufsorientierung die Quote aUsBILdUnGsBeRaTUnG deR handWeRKsKammeRn Allen an der Berufsausbildung Beteiligten steht die Ausbildungsberatung der Handwerkskammern mit Rat und Tat zur Seite. Wenn Sie Fragen haben, etwa zu den Ausbildungsvoraussetzungen, zum Ausbildungsrahmenplan, zu finanziellen Fördermöglichkeiten oder zur überbetrieblichen Unterweisung, dann wenden Sie sich an den für Sie zuständigen Berater. Ausbildungsbetriebe und solche, die es werden wollen, haben viele Fragen: Woher bekommt man Ausbildungsvertrag, Ausbildungsordnung oder Berichtsheft? Wer nimmt die Ausbildereignungsprüfung ab, und gibt es Ausnahmeregelungen? ... Die Experten Thema des monaTs der Ausbildungsabbrüche senken hilft; die Schülerinnen und Schüler, weil ihnen der gewaltige Schritt von der Schule in die Ausbildung erleichtert wird. Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat kürzlich vorgeschlagen, Topmanager und Ingenieure an die Schulen zu holen, um den Lehrermangel abzumildern. Barsch Das wollen Sie jetzt nicht wirklich diskutieren? Nicht ernsthaft, aber ... Ahlers Mir fällt dazu eine Geschichte ein. Wir haben vor einiger Zeit im Rahmen der Kooperationsverträge eine Schülerfirma gründen helfen. Beteiligt waren ein Autohaus und eine Realschule, heute Gemeinschaftsschule. Die Unternehmer sind zu zweit einmal wöchentlich in den Unterricht gekommen. Nach zwei Monaten waren beide ziemlich irritiert und haben erstmal gefragt, was man ihnen denn da für Schüler angeboten habe. Die Lehrer konnten nur antworten: „Tut uns leid, das sind unsere/eure Kinder. Andere haben wir nicht.“ Da ist denen erst mal klargeworden, wie Jugendliche sind und was Lehrer tun. Barsch Schule heißt immer zuerst Arbeit mit der Person. Meine Aufgabe als Lehrer ist es, Neugier zu wecken und Handlungskompetenzen zu vermitteln. Die durchdachte Kooperation mit der Wirtschaft ist in einigen Bereichen sehr ertragreich. Ersetzen kann Wirtschaft Schule nicht.


Thema des monaTs Kooperation Schule-Handwerk Schüler früh fürs Handwerk begeistern Im mecklenburgischen Rehna sind Handwerk und Schule eng vernetzt. Seit 2008 hat die Schule mit verschiedensten Unternehmen Kooperationsverträge geschlossen, um so schon frühzeitig Betriebe und Schüler zusammenzubringen. Ein Modell, das in Mecklenburg-Vorpommern Schule macht. Birthe Rathsmann, Ausbildungsberaterin der Handwerkskammer Schwerin, ist seit dem vergangenen Jahr im Land unterwegs, um Betriebe und Schulen zusammenzuführen. „Wir haben geschaut, wie andere Bundesländer die Verbindungen zwischen Betrieben und Schule knüpfen und die besten Ideen herausgesucht. In vielen Orten bin ich auf ein sehr positives Echo gestoßen“, so Birthe Rathsmann. Betriebsinhaber und Lehrer hätten den Bedarf erkannt. Gemeinsame Konzepte „Immer weniger Schüler wissen in der neunten und zehnten Klasse überhaupt, in welche Richtung sie wollen“, erklärte Thomas Barsch, Lehrer für Arbeit, Wirtschaft und Technik (AWT) zehn Rehnaer Handwerkern bei einem ersten Treffen in der Regionalen Schule. Im regen Austausch entwickelten Schulsozialarbeiter, Lehrer und Handwerksmeister gemeinsame Ideen und Konzepte, um Schüler künftig schon frühzeitig einen Einblick in die Arbeits- Die Kooperation mit einer Schule interessiert Sie? Sie möchten mehr erfahren oder benötigen Unterstützung bei der Kontaktanbahnung? Die Handwerkskammern im Verbreitungsgebiet helfen Ihnen gerne weiter. Nachfolgend die Ansprechpartner in Ihrem Kammerbezirk. HWK FLENSBURG UND LÜBECK „Landespartnerschaft Schule – Wirtschaft“ sigrid ahlers (Dithmarschen, Schleswig- Flensburg, Nordfriesland, Stadt Flensburg), Tel.: 0461 806-427, E-Mail: ahlers@flensburg.ihk.de 12 nordhandwerk April 2009 Wenn Handwerk Schüler trifft: Elektriker Torsten Arndt hat mit zehn weiteren Handwerkern seiner Stadt eine Kooperation mit der Schule getroffen, um Schüler schon früher für die Berufschancen im Handwerk zu sensibilisieren. welt zu ermöglichen. „Wir wollen gerne mehr auf die Bedürfnisse der Wirtschaft reagieren“, so Schulleiter Uwe Seemann. Schüler sollen über ihr 14-tägiges Praktikum hinaus noch intensiver und vielseitiger über Ausbildungen im Handwerk informiert werden. Am Projekt beteiligen sich Fleischer, Kfz- Mechatroniker, Tischler, Metallbauer, und Elektriker, die zum größten Teil im Handwerks- und Handwerksverein organisiert sind. Gemeinsam schafften sie sChULKooPeRaTIonen – dIe handWeRKsKammeRn heLFen heidi näpflein (Stadt Lübeck, Hzgt. Lauenburg, Stormarn, Segeberg, Ostholstein), Tel.: 0451 1506-222, E-Mail: hnaepflei@hwk-luebeck.de olga svenßon (Großraum Kiel), Tel.: 0431 5194-216, E-Mail: svensson@kiel.ihk.de HWK HAMBURG „Anschluss Handwerk“ Rita Bahrd, Tel.: 040 35905-790 es, dass Auszubildende einen Tag lang ihr Handwerk präsentierten und die Schüler selbst anpacken und jede Menge Fragen stellen durften. Ebenso ist angedacht, dass Handwerker auch bei der Erstellung von Bewerbungen beraten. In den kommenden Monaten wollen Schule und Betriebe es ermöglichen, dass Schüler ihr Praktikum einmal wöchentlich in einem Betrieb absolvieren und so bei ihnen die Begeisterung fürs Handwerk geweckt wird.


Thema des monaTs Ausbildung Daran sollten Sie denken! Die Ausbildungsstätte ist nach Art der Einrichtung für die Berufsausbildung geeignet. Die Voraussetzungen der persönlichen und fachlichen Eignung des Ausbilders sind erfüllt. Die Zahl der Auszubildenden steht in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der Fachkräfte im Betrieb. Die Eignung der Auszubildenden entspricht den beruflichen Anforderungen. Der Berufsausbildungsvertrag ist unverzüglich schriftlich niedergelegt worden. Der Berufsausbildungsvertrag ist vom Ausbildenden zur Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse unverzüglich an die zuständige Kammer geschickt worden. Eine Bescheinigung über die ärztliche Erstuntersuchung liegt vor. Der Ausbildungsverordnung entsprechend ist ein betrieblicher Ausbildungsplan erstellt worden. Der Auszubildende ist vom Ausbildenden zur Berufsschule und bei der Krankenkasse angemeldet worden. Der Auszubildende hat seine Lohnsteuerkarte übergeben. Die Einweisung des Auszubildenden in den Betrieb ist erfolgt. Hinweise und Belehrungen über Betriebsordnung, Unfallgefahren und Unfallverhütung sind ergangen. Das Jugendarbeitsschutzgesetz hängt im Betrieb aus. Kontakt mit den Ausbildungsberatern der zuständigen Stellen. 14 nordhandwerk April 2009 Quelle: BIBB Foto: pixelio.de Der junge Meister Björn Fels (26, re.) erklärt dem Auszubildenden Niklas Reese die Arbeit am Traktor. Beispiel Landmaschinenmechanikerhandwerk Praktikum als Bewerbungsfilter Björn Fels ist für Torsten Ebken, geschäftsführender Gesellschafter des Landmaschinenhandwerksbetriebes Meifort aus dem schleswig-holsteinischen Dägeling, einer der Gründe, warum er Jahr für Jahr ausbildet. Mit 26 Jahren ist er der jüngste Meister im Betrieb. Er ging den klassischen Weg vom Praktikum bis zum Gesellenbrief. Der ehrgeizige Handwerker wurde Landessieger und belegte beim Bundeswettbewerb den 5. Rang. „Für mich stand schon während der Ausbildung fest, dass ich unbedingt meinen Meister machen möchte“, so Fels. Seit 2006 gibt er nun in seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb sein Wissen an die Lehrlinge weiter. Leiter Torsten Ebken ist sich bewusst, dass nicht jeder seiner aktuell 24 Auszubildenden an den acht Standorten einen vergleichbaren Weg einschlagen wird. Ebken bildet über Bedarf aus, da er weiß, dass die Jugendlichen als Fachkräfte später in vielen Bereichen gesucht werden. Ihm ist es wichtig, schon frühzeitig zu erkennen, wer wirklich den Beruf des Mechanikers für Land- und Baumaschinentechnik in seiner Vielfalt erlernen möchte. Dafür nutzt Ebken die zweiwöchigen Schulpraktika. Wie Björn Fels kommen viele der Schüler aus landwirtschaftlich geprägten Familien der Region. Sie sind zwischen Traktoren und Maschinen aufgewachsen. Rund 30 Jugendliche schnuppern jährlich beim Praktikum in den Betriebsalltag von Meifort und packen mit an. Der eine mehr, der andere weniger. „Wir können so sehr schnell erkennen, wer das handwerkliche Geschick mitbringt. Natürlich prägen sich die Gesichter der Guten ein, die wir in den Bewerbungsmappen wiedererkennen“, erklärt Torsten Ebken. Doch die Auswahl sei schwieriger geworden. Seine drei Ausbildungsstellen pro Betrieb bekommt er, obwohl rund 30 Bewerbungen eingehen, mit Mühe besetzt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Schüler handwerklich geschickt sind, doch schulisch mangelt es an der Einstellung, für sich selbst zu lernen. Deshalb haben wir oft auch das Problem, dass einer von drei Auszubildenden in der Berufsschule Probleme haben wird“, erläutert Ebken. Die sinkenden Schülerzahlen bereiten ihm Sorgen. Künftig möchte er noch enger mit Schulen zusammenarbeiten, um für sein Handwerk zu werben. „Heute haben wir noch ausreichend Bewerber. Aber wir müssen schon an die Zeiten denken, in denen sich dies umkehren wird und Betriebe um Auszubildende werben.


Politik & Wirtschaft Vorläufige Zahlen Kurzarbeit attraktiver Die Vereinfachung und finanziellen Entlas- tungen durch das zweite Konjunktur- paket haben die Kurzarbeit für noch mehr Unternehmen attraktiv gemacht. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt, haben nach vorläufigen Angaben im Februar knapp 16.900 Betriebe Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen angezeigt. Das waren 15.700 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.


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eiNe gaNZ besoNDere eiNlaDuNg THW-Helferin Madeleine Tiegs war Gast des Neujahrsempfangs des Bundespräsidenten. HAMBURG. Für mich hätte es ganz andere Ehrenamtler gegeben, die diese Ehre mehr verdient hätten“, sagt Kfz-Mechatronikerin Madeleine Tiegs bescheiden. Die 24-jährige Hamburgerin wurde zum diesjährigen Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Horst Köhler ins Schloss Bellevue eingeladen und durfte ihm die Hand schütteln. Hunderte sozial Engagierte wurden schon Monate zuvor vorgeschlagen. Die umtriebige Ehrenamtlerin des Technischen Hilfswerks (THW) Altona erhielt als eine von 70 Gästen eine Einladung. „So aufgeregt DeutscHlaNDs erster FeNg-sHui-ZimmermaNN NEUSTADT. „Feng Shui beschleunigt viele Dinge im Leben“, sagt Christian Krohn. Der Zimmerermeister aus dem schleswigholsteinischen Neustadt weiß, wovon er spricht. Er ist Deutschlands erster Feng- Shui-Zimmermann. Krohn meisterte seine berufliche Laufbahn im Eiltempo. Mit 22 ist er bereits Meister. Doch damit nicht genug. Seine Ausbildung durfte er um ein Jahr verkürzen. Nebenher absolvierte er zudem eine dreijährige Ausbildung an der internationalen Feng-Shui-Akademie in Bad Homburg und Hamburg. Seine damalige Freundin hatte ihn mit einem Buch neugierig gemacht. Die Begeisterung für die chinesische Philosophie, die eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung durch eine besondere Gestaltung der Wohn- und Lebensräume bewirken soll wuchs. Der junge Meister Leute war ich bisher selten“, berichtet Madeleine Tiegs über ihren ersten Besuch in der Hauptstadt. Dass sie einmal den Präsidenten und sogar Kanzlerin Angela Merkel live sehen werde, habe sie nie geglaubt. Seit sieben Jahren ist sie Mitglied der THW-Ortsgruppe Altona und war bereits Gruppenführerin. Es sei der Zusammenhalt, der sie am THW begeistere. In den kommenden Monaten muss sie jedoch auf die Übungen und Einsätze verzichten. Madleine Tiegs absolviert die Meisterschule.


Alles auf Anfang Den Grabower Thomas Buck packt das Fernweh. Er verkauft seine Firma, kündigt die Wohnung und wandert aus – nach Australien. Am anderen Ende der Welt will er sich ein neues Leben aufzubauen. Drei Jahre später schraubt er wieder in seiner Grabower Werkstatt. Der Traum von der großen weiten Welt ist geplatzt. Mecklenburg statt Outback – so sieht die Realität von Thomas Buck aus. Statt unendlicher Weiten muss er mit der Enge einer alten Lagerhalle in Grabow vorlieb nehmen. Auf Tischen ist ein Saporoshez, Baujahr 1967, aufgebockt. Darunter sitzt der Karosseriebaumeister auf einem Kinderstuhl. „Ich fange wieder ganz klein an“, sagt der 37-Jährige. Mit vorsichtigen Hammerschlägen bringt er ein Stück Metall in Form, um es später anzuschweißen. Dies ist sein erster großer Auftrag seit der Neugründung seiner Firma „Classic Carz“ im November 2008. Voller Elan möchte 36 NordHandwerk April 2009 er sich an alter Wirkungsstätte eine neue Existenz aufbauen. Dass er noch einmal in Grabow schrauben würde, habe er 2006 nicht geglaubt. Buck wollte ausbrechen und ein neues Leben beginnen. Weit weg vom engstirnigen Deutschland – mitten im australischen Outback. Zu gerne wollte er dort eine Werkstatt für Oldtimer eröffnen. Hätte er momentan nicht so viel mit der Existenzgründung und dem Kampf um Bank- Kredite um die Ohren – Buck könnte ein Buch über die vergangenen Jahre schreiben. Stattdessen hat er einige Reiseerlebnisse in seinem Internet-Blog www.bucki. wobistdujetzt.com veröffentlicht. Kleine Schritte bis zur eigenen Firma Mitte der 90er-Jahre scheint sein Leben in geregelten Bahnen zu laufen. Die Ausbildung zum Karosseriebauer ist abgeschlossen und die Meisterausbildung läuft. Der junge Handwerker sammelt in verschiedensten Betrieben Erfahrungen in der Restauration von Oldtimern und macht 1996 seinen Meister. In Wöbbelin entschließt er sich drei Jahre später, eine eigene Firma zu gründen. 220 Quadratmeter und ein Kfz-Mechanikergeselle sollen für den Anfang reichen. Buck setzt auf die kleinen Schritte und hat Erfolg. Nicht nur die Kunden schätzen die Qualität seiner Arbeit, auch die spätere Ausbildung Quelle: www.bucki.wobistdujetzt.com von Manuel Scheffler trägt 2004 Früchte, denn dieser wird Bundessieger der Karosseriebauer. Im Laufe der Zeit wird die Arbeit des Unternehms immer professioneller und auch die Werkstattfläche vergrößert sich auf 590 Quadratmeter. Oldtimerfans aus ganz Deutschland bringen ihre historischen Liebhaberstücke nach Wöbbelin. Doch so richtig behagt Buck das starre Geschäftsleben in Deutschland nicht. In ihm schlummert die Sehnsucht nach Freiheit. Mit seiner Freundin bereist er u. a. Amerika und landet 2004 das erste Mal in Australien. Beide sind vom Land und seinen Einwohnern so sehr fasziniert, dass sie den Entschluss fassen, auszuwandern und im Outback eine Werkstatt zu eröffnen. Ein Aston Martin zum Abschied Gefesselt von der Idee, ist plötzlich Schluss mit kleinen Schritten. Thomas Buck sucht das Abenteuer und beginnt sofort nach der Rückkehr mit den Planungen für die Auswanderung. Acht Wochen lebt er zunächst bei einer englischen Gastfamilie, absolviert einen Sprachkurs und besteht auch den nötigen Test, um wenig später einen Auswanderungsbescheid der australischen Behörden zu erhalten. Er ist fest entschlossen, alles aufzugeben. Buck hält nun bis auf einen „Aston Martin DB6 Cabrio“ nichts mehr in seiner Heimat. Da es dieses Fahrzeug weltweit nur noch siebenmal gibt, reizt ihn die Aufgabe, es selbst zu restaurieren. Kaum ist der letzte Handgriff getan, verkauft er seine Firma an einen Mitarbeiter und kündigt die Wohnung. Was er noch nicht weiß – er wird alleine reisen. Erst als die letzten Möbel bei seinen Eltern untergestellt sind, offenbart ihm seine Freundin, dass sie nicht mitkommen werde. Ein harter Schlag für den Mann mit dem Fernweh. Australien ist so nah – Thomas Buck bricht schließlich ohne sie auf. Sein Vorhaben: Ein Jahr will er reisen und sich dann entscheiden, wo er in Australien leben und eine Werkstatt eröffnen will. Zwei Welten: Heute arbeitet Thomas Buck wieder als Karosseriebaumeister in Grabow. Zwischenzeitlich wanderte er nach Australien aus. Geländewagen wird zur Wohnung Am anderen Ende der Welt angekommen, kauft der Auswanderer sich zunächst für 2.000 Dollar einen alten Geländewagen mit Allrad und für australische Verhältnisse wenigen 400.000 Kilometern. Fit fürs Outback macht er ihn in einer kleinen Melbourner Werkstatt. Fünf von sieben Sitzen fliegen raus und werden durch ein RepoRtage Bett ersetzt. An die Front schweißt er einen „Känguruhfänger“, da in der Wildnis die Wahrscheinlichkeit groß ist, eines der 60 Millionen Tiere anzufahren. Nur zwei Wochen wird er in den folgenden zwölf Monaten in einem Haus schlafen. Buck genießt Australien pur. Fern der alten Heimat lässt er sich treiben, erlebt an der Habour-Bridge von Sydney den Jahreswechsel, durchquert das Outback, unzählige Nationalparks und wird auf seinen Touren entlang der West- und Ostküste rund 30.000 Kilometer zurücklegen. Allein ist er dabei eigentlich nie. Immer wieder steigen junge Rucksacktouristen in seinen Wagen, begleiten ihn manchmal einige Stunden und nicht selten mehrere Wochen auf den einsamen Straßen. Autos sehen sie häufig tagelang nicht. Außer der Zeit teilen sie unzählige Eindrücke. Buck hält, wo es ihm gefällt. Immer wieder entdeckt er einsame weiße Strände, urwaldähnliche Wälder und eine scheinbar unerschöpflich und häufig auch nicht ungefährliche Tierwelt. Nur Oldtimer kann er weit und breit nicht entdecken. Nur in der Nähe einer Metropole würde es sich lohnen, eine Werkstatt zu eröffnen. Doch das will der Reisende nicht. Nach einem Jahr steht für ihn fest – Australien bleibt ein Abenteuer. Die Sehnsucht nach Familie und Freunden treibt ihn zurück nach Deutschland. Fotos: Seemann, hfr Fahrer der Klitschkos Zurück in der Heimat überbrückt der einstige Weltenbummler 2007 die Zeit zunächst als Promi-Chauffeur der Klitschkos, Veronika Ferres oder auch Henning Mankell in Hamburg und überführt Neuwagen innerhalb Deutschlands. Doch nur das Fahren reicht ihm nicht. Buck zieht es zurück in die Werkstatt. Er möchte voller Tatendrang neu starten. Nach dem großen Schritt ans andere Ende der Welt, geht er jetzt wieder kleinere Schritte als selbstständiger Handwerker in Grabow.


special CeBIT 2009 Neue Wege aus dem IT-Labyrinth Einen Tag lang beschäftigte sich die weltweit größte Computer-Messe CeBIT in Hannover mit den Bedürfnissen des Mittelstandes. Experten diskutierten über Datensicherheit und Handwerker entdeckten auf geführten Rundgängen die technischen Neuheiten. Computer in der Produktion, der Datentransfer über Hochleistungsserver, Kommunikation per E-Mail und die Außendarstellung über eine eigene Homepage gewinnen in kleinen und mittleren Betrieben zunehmend an Bedeutung. Der technische Fortschritt stellt Handwerker vor viele Fragen und Probleme. Das Labyrinth der Bits und Bytes wird für Kleinunternehmer häufig zum ausweglosen Irrgarten. Viele scheuen aus Unwissenheit die Modernisierung und riskieren insbesondere in puncto Datensicherheit sehr viel. Tag des Handwerks Die weltweit größte Computerfachmesse CeBIT bot auch in diesem Jahr in Hannover Handwerkern die Möglichkeit zum Austausch mit den Computerfachleuten. Um Mittelständlern den Besuch der Messe 38 NordHandwerk April 2009 zu vereinfachen, Neuheiten vorzustellen und Ängste zu nehmen, bündelten die Handwerkszeitung Norddeutsches Handwerk und die niedersächsischen Handwerkskammern die Interessen des Handwerks und organisierten in der Halle 5 einen Stand für den Mittelstand. Dort wurden Handwerker zum Tag des Handwerks eingeladen. 60 Unternehmer beteiligten sich rege an Podiumsdiskussionen zu den Themen Datensicherheit und Handwerkerauktionen wie My-Hammer (Seite 40) und ließen sich über das Messegelände führen. „Der Fortschritt hat uns eingeholt“ Frank Poloschek reiste 200 Kilometer zur Messe nach Hannover. Am Rande von Hamburg betreibt der Feinmechanikermeister die Artlenburger Motoren-Schlosserei. Sein sechsköpfiges Unternehmen Schnelle Kommunikation bald von überall: Auf der CeBit wurden auch neuartige Mini-Computer präsentiert, die künftig von Mobilfunkanbietern günstig vertrieben werden sollen. setzt Motoren aus aller Welt instand. Ohne die neue Kommunikationstechnik wäre die Arbeit auf dem Weltmarkt für ihn nicht möglich und der regionale Markt wäre zu klein. Täglich wird bei ihm nicht nur geschraubt und geschweißt. Auf Hochleistungsservern verschickt und archiviert er Bilder und technische Zeichnungen mit riesigen Datenmengen. Um dies zu ermöglichen, investierte Poloschek viel Zeit und Geld in die Anschaffung neuer Technik. Obwohl sein Server erst zwei Jahre alt ist, reichen die Kapazitäten nicht mehr aus. „Der Fortschritt hat uns schon wieder eingeholt. In diesem Segment dürfen wir aber nicht stehen bleiben“, erläuterte Poloschek. Ein weiterer Server muss her. Seinen CeBIT-Besuch bereitete er deshalb zielgerichtet vor. Um Angebote und Preise zu vergleichen, durchforstete er vor der Messe das Ausstellerverzeichnis und erstellte sich einen Plan. „Sonst läuft man hier in über 20 Hallen kopflos durch die Gegend“, so der 32-jährige Meister. Mit dabei hatte er seine Eltern, die den Betrieb noch weitgehend ohne Technik aufbauten. Gemeinsam mit Vater Ernst führt er das Handwerksunternehmen. Ernst Poloschek bringt jede Menge Wissen und Kontakte mit ein, doch um die Technik kümmert sich der Senior nicht mehr. „Da vertraue ich meinem Sohn voll und ganz. Schließlich beschäftigt er sich damit ununterbrochen“, so der Altmeister. Als Messe-Einstieg nutzten die Poloscheks den Handwerkerrundgang des Mittelstand-Forums. Gemeinsam steuerte die Gruppe den Stand der Datev in Halle 2 an. Der Software-Anbieter bietet Firmen Lösungen für das Rechnungswesen. Den interessierten Messebesuchern wurden Möglichkeiten gezeigt, mit denen sie künftig ihr Forderungsmanagement über das Internet einfacher gestalten können. Schließlich sei eines der häufigsten Probleme, dass Kunden nicht oder verspätet zahlen und so Unternehmen in Liquiditätsprobleme bringen. Zahlungsmoral aktuell verfolgen Da Belege meist nur alle sechs Wochen von Firmen an den Steuerberater verschickt werden, sei es bisher schwierig gewesen, die Zahlungsmoral der Kunden aktuell zu verfolgen. Das Internetportal „Unternehmen online“ sei eine neue Form der Kommunikation zwischen Steuerberater und Unternehmer. Der Betriebsinhaber könne auf diese Weise Belege scannen und zeitnah an den Steuerberater schicken, ohne dass er die Originale weggeben muss. Mit diesen Daten könne der Steuerberater einfach feststellen, welche Zahlungen noch ausstehen, und der Unternehmer hat auf einem gesicherten Internet-Portal jederzeit Zugriff auf seine Daten. „Solch eine Software könnte auch in unserem special Unternehmen die Buchhaltung vereinfachen“, sagte Frank Poloschek. Bisher habe seine Mutter alle Belege verwaltet und mit dem Steuerberater Belege ausgetauscht. „Natürlich entscheiden wir solche Dinge nicht direkt auf der Messe, aber es ist schön, dass wir die Möglichkeit haben, direkt mit den Anbietern zu sprechen“, sagte Frank Poloschek. Der 32-Jährige staunte, als der Rundgang in die Halle von Vodafone führte. Dort zeigte sich, dass die CeBIT-Aussteller sich in diesem Jahr sehr stark auf >> NHW_Anzeigenber_088x20 19.09.2008 15:38 Uhr Seite 1 ANZEIGENBERATUNG Tanya Kumst · Telefon 040/414 33 38 31 · www.hbzv.com Handwerksunternehmen mit einem Jahresumsatz von 900T 3 sucht Nachfolger. Es handelt sich um ein sehr gut eingeführtes Unternehmen in Nordostdeutschland mit 5 Mitarbeitern. Dieses ertragsstarke Unternehmen soll aus persönlichen Gründen im Laufe des Jahres veräußert werden. Eine überleitende Mitarbeit wird selbstverständlich zugesichert. Voraussetzungen sind ein Nachweis der Bonität und fundierte Erfahrungen im Handwerk. Kaufpreis 410T 3 . Zuschriften unter Chiffre-Nr. 4077 an Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag · Schanzenstr. 70 · 20357 Hamburg April 2009 NordHandwerk 39 Fotos: Seemann (2)


special CeBIT-Forum Handwerk Vorwürfe und Sicherheitslücken Am Stand des Forums Mittelstand verfolgten die Besucher der Computerfachmesse CeBIT in Hannover am Tag des Handwerks aufmerksam die Podiumsdiskussionen mit Markus Berger de Leon, Aufsichtsratschef des Handwerkerauktionsportals My-Hammer und des Sicherheitsexperten Uwe Hannreich von Kaspersky Lab. Beide stellten sich dem Dialog mit Handwerkern. Billigkonkurrenz außer Kontrolle? Markus Berger de Leon wehte ein eisiger Wind ins Gesicht. Seine Internetplattform My- Hammer stößt im Handwerk auf Widerstand. Malermeister Heiko Hottenrott warf My- Hammer vor, dass diese Art der Auftragsvergabe die Schwarzarbeit fördere, nicht transparent genug sei und Betriebe mit einer vernünftigen Kalkulation in die Insolvenz treibe und Meisterbetriebe häufig den Pfusch beseitigen müssen. Dem entgegnete Berger de Leon, dass das Netzwerk immer mehr wachse. „Die Zahl von 900.000 Kunden spricht für sich. 50 % derer haben bereits 40 NordHandwerk April 2009 „80 % unserer Mitgliedsbetriebe haben einen Meisterbrief“ Markus Berger de Leon Aufsichtsrats-Chef von My-Hammer. „Das Handwerk ist im Visier von Hackern.“ Uwe Hannreich Channel Sales Manager Kaspersy Lab. einen Auftrag durchführen lassen. Hinzu kommt, dass in unserem neuen Branchenbuch nachweislich 80 % der Handwerker einen Meisterbrief haben“, erklärte der My-Hammer-Chef den Skeptikern. Daten besser schützen Die Warnung vom Sicherheits-Experten Uwe Hannreich war eindeutig: „Das Handwerk ist im Visier von Hackern.“ Vielen Betrieben fehle es an Sicherheitskonzepten. Jeder könne nach Belieben Daten klauen, die für ein Unternehmen die Lebensgrundlage bedeuten können. „Täglich werden 14.000 Viren verbreitet“, so Hannreich. Malermeister Matthias Schultze musste schmerzlich erfahren, dass Daten im Wert von 75.000 € gelöscht wurden. Seither investierte er 40.000 € in ein Konzept, beauftragte einen Sicherheits-Experten, der seine Daten stündlich an verschiedensten Orten in Deutschland sichert. „Leider wachen viele erst zu spät auf“, warnte Hannreich.> Unternehmen fokussierten. Lediglich ein kleiner Tisch zeigte die neuesten Mobiltelefone. Stattdessen präsentierte der Mobilfunkanbieter neue Formen des Internets. Long Term Evolution, kurz LTE, soll schon bald die Probleme mit der Verfügbarkeit von DSL im ländlichen Raum lösen. LTE soll für schnelles Internet sorgen Bei diesem Thema wurde Frank Poloschek hellhörig. Im Februar war es ihm gelungen, seine Firma nach zweijährigem zähen Kampf an eine DSL-Breitbandverbindung anzubinden. Ein Problem, mit dem sich in Norddeutschland viele Betriebe im ländlichen Raum rumplagen. Eine Grafik zeigte, die vielen weißen Flecken rund um Metropolen wie Hamburg, wo noch kein DSL verfügbar ist. Von LTE erzählte dem Handwerks- meister damals noch niemand etwas. Sämtliche Anbieter versuchten über DSL, Satelliten und UMTS die Firma ans schnelle Internet anzubinden. Nichts funktionierte. Stattdessen verschickte er großen Daten zum Teil in der Nacht über eine analoge Modem-Verbindung. „Jede Minute wurde abgerechnet und zudem mussten wir auch immer damit rechnen, dass die Verbindung unerwartet getrennt wird“, erinnerte sich Poloschek an so manche unruhige Nacht. Jetzt kann der Feinmechanikermeister deutlich ruhiger schlafen. Nach mehreren Versuchen und vielen Gesprächen mit Anbietern und Politikern gelang es, seinen Ort an das DSL-Netz anzuschließen. „Wenn die Datenübertragung bei LTE natürlich um ein vielfaches höher ist als beim DSL und der Preis passt, wäre das eventuell eine Alternative. Aber erst mal sind wir zufrieden überhaupt eine Breitbandverbindung zu haben“, so Poloschek. Stephan Joest, Mitarbeiter von Vodafone, erklärte den Handwerkern, dass der Datenverkehr im vergangenen Jahr um 80 % gestiegen sei. Umso wichtiger seien die schnellen Internetverbindungen. „E- Mails haben das alte Fax abgelöst. Firmen verschicken ihre Informationen heute als optimal lesbare PDF-Dokumente samt Bildern und Grafiken“, erklärte der Fachmann. Er präsentierte den Besuchern. zudem neuartige Mini-Laptops, die das Internet künftig noch besser in die Ar- beitsprozesse von Handwerksunternehmen einbinden sollen. Sicherheit durch Cloud-Computing Günstig wie Handys sollen sie schon bald erhältlich sein. Damit wollen die Mobilfunkanbieter insbesondere Unternehmern zu noch mehr Mobilität verhelfen. „Cloud- Computing“, nannte der Experte diese Form der Kommunikation. Unternehmen sollen nicht mehr darauf angewiesen sein, dass ihre Daten auf einem lokalen Rechner oder in einem Firmennetzwerk gespeichert werden und damit der Zugriff kompliziert geregelt werden muss. Das Cloud-Computing ist eine Form des IT-Managements, das es ermöglicht, dass die Daten an mehreren Orten gesichert werden und jederzeit darauf zugegriffen werden kann. Kabellos könnten so auch Mitarbeiter direkt von ihrer Dr. Markus Merk, dreimaliger Welt-Schiedsrichter Baustelle aus aufs Internet und Firmennetzwerk zugreifen und beispielsweise Material bestellen. „Jetzt muss ich noch mal genau überlegen, wie ich das mit unserem neuen Server mache. In den kommenden Monaten werde ich die Entwicklungen auf dem Markt genau beobachten und mich dann entscheiden“, so Frank Poloschek nach sechs erkenntnisreichen Stunden auf dem Messegelände, bevor er seine ausgewählten Stände besuchte und Angebote einholte.


Branchen Bäcker Europäischer Salz-Irrsinn Deutsche Bäcker wehren sich gegen die von der EU geplante Reduzierung des Salzgehaltes im Brot. „Wir fragen unsere Kunden. Mit dem europäischen Dachverband planen wir einen Tag des europäischen Kommissions-Brotes, an dem unsere Kunden die salzreduzierten Backwaren probieren und bewerten können“, so Eberhard Groebel, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes. Er ist sich sicher, dass das Votum eindeutig gegen das Geschmacksempfinden der „EU- Bürokraten“ ausfallen wird. Bäcker-Präsident Peter Becker bezeichnet den Geschmackstest der EU als „Geschmacksverirrungstest“.


tipps für den betrieb Coaching der Betriebsübergabe Ganz wichtig ist das Menschliche Corinna Sahm Die Autorin ist Coach und Leiterin des ESF-Projektes Übergabelotsen der Kammer Hamburg E-Mail: csahm@hwk-hamburg.de. Die Nachfolgeregelung erfordert sensible Beratung. Coaches können dabei helfen die menschlichen Fragestellungen zu klären und Konzepte zu entwickeln, bevor Steuerliches, Rechtliches, Betriebswirtschaftliches in den Fokus rückt. 44 NordHandwerk April 2009 Der Nachfolger ist nicht genauso, wie man selbst. Der eigene Sohn möchte das Unternehmen ganz anders führen. Ein langjähriger Mitarbeiter hat wider Erwarten nicht das nötige Auftreten und die Durchsetzungskraft. All dies sind Probleme auf die die Betriebsberater der Handwerkskammern immer wieder stoßen, wenn es darum geht, einen Betrieb zu übergeben. Oftmals drohen Übergaben zu scheitern und traditionellen Betrieben droht das Aus. Diese Situationen bilden nur einen kleinen Ausschnitt dessen ab, was bei allem Bemühen um eine Nachfolgeregelung oft zu wenig beachtet wird. Mit professioneller Hilfe können mögliche Probleme schon im Vorwege erkannt werden. Eine rechtzeitige Klärung kann den Betrieb, dessen Ansehen und häufig auch die Fa- milie des Betriebsinhabers retten. Bei allen rechtlichen, juristischen und steuerlichen Fragen, die sich im Zuge der Überlegungen einer Übergabe ergeben, beginnt die Suche nach einem geeigneten Nachfolger meist im näheren Umfeld. Sobald die Nachfolge zum Thema wird, sollte sich der Unternehmer folgende Fragen stellen: Sind Familienangehörige vorhanden und bereit, den Betrieb zu übernehmen? Gibt es Mitarbeiter, die den Betrieb weiterführen möchten? Wo finde ich sonst noch einen geeigneten Nachfolger? Und selbst wenn ein Nachfolger gefunden wurde, ist es fraglich, ob der Verwandte, Mitarbeiter oder Fremde die Anforderungen erfüllt. Denn es wird nicht nur der Betrieb, sondern ein Lebenswerk übergeben. Daran hängt nicht nur das Herzblut, sondern viele Erfahrungen und Gefühle, die ein Loslassen Foto: imago-sport behindern und die Erwartungen an den Nachfolger steigen lassen. Das Menschliche Der gesamte Prozess einer Nachfolgeregelung ist geprägt von Persönlichem und Zwischenmenschlichem. Alle Beteiligten haben Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen und vor allem Fähigkeiten und Erfahrungen. Betriebsinhaber und Nachfolger sind meist zwei unterschiedliche Generationen. Sichtweisen und Werte sind nicht selten grundlegend anders. Darüber hinaus sind Betriebsinhaber, die ihr Unternehmen weitergeben wollen, nicht allein, sondern in ihre Familien eingebunden. Interessen von mithelfenden Ehefrauen, Kindern und eventuell sogar noch Senioren treffen aufeinander. Sie alle müssen in den Prozess der Übergabe eingebunden werden. Oftmals stellen sich dann für den Betriebsinhaber die Fragen, wie sich all die Interessen vereinen lassen und wer letztlich das Sagen bei der Entscheidung hat. Der Senior, der vielleicht gar nicht wirklich aufhören will und den Nachfolger über längere Zeit genauer ansehen will? Die Ehefrau, die endlich andere Lebensziele umsetzen möchte und so schnell wie möglich den Betrieb übergeben möchte? Die Kinder, die sich von der Regelung benachteiligt fühlen? Der Nachfolger, der klare Vorstellungen mitbringt und verhandeln will? Nicht die Regelungen als solche, der Kauf- oder Pachtvertrag, die erbrechtlichen Regelungen oder steuerlichen Auswirkungen bestimmen diesen Prozess der Verhandlungen. Eine Erfahrung, die Betriebsinhaber schon häufig gemacht haben: Zunächst muss sich das Menschliche regeln, dann das Wirtschaftliche. Um die Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen noch intensiver beleuchten zu können, gibt es seit kurzem in der Handwerkskammer Hamburg einen Übergabecoach – eine neue Form der Übergabeberatung, die mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wird. Auch in den Kammern Schwerin, Flensburg und Lübeck werden Übergabewillige unterstützt. Dort sind es Betriebsberater oder Übergabelotsen, die bei der Nachfolgeregelung Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Der Coach rückt über die normale Beratungsleistung hinaus die menschlichen das CoaCHiNg tipps für den betrieb Fünf gute Gründe für ein Coaching 1. Sie möchten die besondere Herausforderung der Betriebsübergabe erfolgreich bewältigen? 2. Sie stehen vor komplexen Fragestellungen 3. Sie sehen sich mit problematischen Situationen konfrontiert? 4. Sie können manche Probleme nicht oder nur schwer allein lösen? 5. Sie suchen einen Vermittler zwischen unterschiedlichen Sichtweisen, Bestrebungen und Wünschen? Ziele des Coachings 1. Unterstützung bei der Wahrung individueller Bedürfnisse und Wünsche 2. Klärung von Situationen und Erwartungen 3. Bewältigung von Konflikten 4. Entwicklung von Zielen und Handlungsstrategien 5. Unterstützung bei der Entscheidungsfindung 6. Umsetzung der individuellen Pläne Bedürfnisse, Erwartungen und Sichtweisen in den Mittelpunkt. Von diesem Standpunkt aus werden Regelungen getroffen und Verhandlungen geführt. Persönliche, familiäre und unternehmerische Bedürfnisse und Ziele werden ermittelt. Ziel ist die Entwicklung von Konzepten und Strategien für reibungslose Übergaben. Der Coach begleitet als vertraulicher Berater und neutraler Vermittler diesen Prozess und achtet darauf, dass das Übergabekonzept strukturiert und zielorientiert umgesetzt wird.


tipps für den betrieb stelleN sie siCH diese FrageN 1. Wer stellt Material und Werkzeug? 2. Wer trägt das unternehmerische Risiko? 3. Wer hat die Weisungsbefugnis? Je mehr dieser drei Fragen Sie mit „mein Auftraggeber“ beantworten können, desto eher liegt ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis vor. 4. Existieren Vertrag und angebot? Existieren weder Vertrag noch Angebot, spricht dies für ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis. 5. Wie wird abgerechnet? Wird nur nach geleisteten Stunden abgerechnet, spricht dies für ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis. Fall Meister Hansen besteht auf Regeln und Vorschriften – auch im Verhältnis zum Kunden. Ein Grund dafür, dass er bei Vertragsschluss die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB Teil B) vereinbarte und ausgehändigte. Für beide Seiten schienen die Bedingungen klar. Völlig überrascht hört er von der „Privilegierung der VOB/B“ gegenüber Verbrauchern. lösunG Bei der VOB/B handelt es sich um die vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für den Bausektor erarbeitete allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). Alle AGB unterliegen grundsätzlich einer inhaltlichen Kontrolle nach den §§ 307 ff. BGB. Die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) sah eine Privilegierung vor. Wurde die VOB/B in einem Vertrag als „Ganzes“, vereinbart, sollten einzelne Klauseln nicht mehr überprüft werden können. Der Vertragspartner des Verwenders der VOB/B, der Kunde, konnte sich nicht auf die Unwirksamkeit einzelner Klauseln berufen. Die Begründung des BGH: Die VOB/B enthalte einen auf die Besonderheiten des Bauvertragsrechts abgestimmten und einigermaßen ausgewogenen Ausgleich der Interessen. Diese Ausgewogenheit sei 46 NordHandwerk April 2009 augen auf beim auslandsgeschäft (1) Teure Steuerpflicht Unternehmen müssen bei ihren Kalkulationen darauf achten, ob sie im Ausland versehentlich Arbeitnehmerüberlassung betreiben. Es drohen hohe Steuernachzahlungen Eigentlich hatte sich Malermeister Jensen (Name geändert) über den Auftrag in Dänemark gefreut. Lange arbeiteten er und sein Geselle für eine dänische Malerfirma und verdienten gutes Geld. Doch dann kam der Schock: Der Auftraggeber stellte seine Zahlungen ein, weil er dem dänischen Finanzamt Einkommensteuer für Jensen und dessen Gesellen zahlen sollte. Das Finanzamt stellte fest, das Verhältnis des deutschen und dänischen Unternehmers sei kein Werksvertrag, sondern ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis. Rechtstipp zur VOB/B Wegfall von Privilegien gefährdet, wenn sich einzelne Klauseln als unwirksam herausstellen. Davon wich der BGH aktuell ab. Auf eine Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände stellte der BGH fest, dass einzelne Klauseln der VOB/B sehr wohl gerichtlich überprüft werden können. Da bei Erstellung der VOB/B keine Interessenvertreter der Verbraucher beteiligt gewesen seien, könne die VOB/B im Hinblick auf die Berücksichtigung von Verbraucherinteressen nicht als ausgewogenes Regelwerk angesehen werden. Ohne die Möglichkeit, einzelne Klauseln überprüfen zu können, bestehe die Gefahr, private Verbraucher zu benachteiligen. Die Entscheidung des BGH war ein Vorgriff auf das seit Januar gültige Forderungssicherungsgesetz (FoSiG), durch das auch die Privilegierung der VOB/B gegenüber sonstigen AGB aufgehoben wird. Das Urteil wird nur noch für zuvor geschlossene und abgewickelte Bauverträge Bedeutung haben. In diesem Fall besteht im Ausland eine Einkommensteuerpflicht ab Tag 1. Die Umsatzsteuerpflicht bleibt unberührt. Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) macht es möglich. Eine Einkommensteuerpflicht für deutsche Unternehmer und Arbeitnehmer besteht in Dänemark über die bekannten Kriterien (Betriebstätte, 183 Tage) hinaus auch dann, wenn sie in einem arbeitnehmerähnlichen Verhältnis tätig sind. Wann dies der Fall ist, prüft das Finanzamt im Einzelfall (siehe Kasten). Jensen hatte mit seinem dänischen lösunG Zwar hat der BGH über die Wirksamkeit der in Streit stehenden 24 Klauseln der VOB/B nicht entschieden. Es muss jedoch damit gerechnet werden, dass die Vorinstanz, an die zurückverwiesen wurde, einige Klauseln für unwirksam erachten wird. Betroffen sein werden z. B. die Klauseln, die kürzere als die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften vorsehen. Da auf der anderen Seite alle den Unternehmer unangemessen benachteiligende Klauseln wirksam bleiben, kann nur davon abgeraten werden, die VOB/B in Verbraucherverträgen zu verwenden. Stattdessen wird ein Vertragsmuster des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und der Eigentümergemeinschaft Haus & Grund empfohlen. Dieses ist kostenlos auf den Internetseiten www.hausund-grund.net oder www.zdb.de verfügbar. Weitere Informationen halten auch die Rechtsberater der Handwerkskammern bereit.


tipps für den betrieb Zukunftscheck Mittelstand Software ermittelt Werte im Unternehmen Das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik entwickelte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) 2008 die Software „Zukunftscheck Mittelstand“. Sie soll mittelständische Unternehmen bei ihrem Bankgespräch unterstützen. Immaterielle Werte des Unternehmens, wie Kompetenzen, Kundenbeziehungen, Marke und Marktanteil, werden ermittelt und können bei Kreditgesprächen hilfreich sein. Die Software ist auch für den Einsatz in größeren Teams geeignet. Die CD-ROM kann über das BMWi bestellt werden.


impressum Das Magazin der Handwerkskammern Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin Verlag: Verlag NordHandwerk GmbH, Holstenwall 12, 20355 Hamburg Sekretariat: Dagmar Spreemann, Tel.: 040 35905-222, Fax: 040 35905-309, dspreemann@hwk-hamburg.de; http://www.nord-handwerk.de Chefredakteur: Heinz Oberlach (v. i. S. d. P.) Tel.: 040 35905-227, hoberlach@hwk-hamburg.de Herausgeber: Handwerkskammer Flensburg, Handwerkskammer Hamburg, Handwerkskammer Lübeck, Handwerkskammer Schwerin, vertreten durch das Herausgeber-Gremium, bestehend aus den jeweiligen Hauptgeschäftsführern Udo Hansen, Frank Glücklich, Andreas Katschke und Edgar Hummelsheim Zentralredaktion: Dr. Thomas Meyer-Lüttge (tm), Tel.: 040 35905-272, tmeyer-luettge@nord-handwerk.de; Kerstin Gwildis (kl), Tel.: 040 35905-253, kgwildis@nord-handwerk.de; Jens Seemann (jes), Tel.: 040 35905-345 jseemann@nord-handwerk.de Redaktionsfax: 040 35905-347 Kammerredaktionen: • Handwerkskammer Flensburg, Andreas Haumann (ah), Johanniskirchhof 1, 24937 Flensburg, Tel.: 0461 866-181, Fax: 0461 866-184, A.Haumann@hwk-flensburg.de • Handwerkskammer Hamburg, Karin Gehle (kg), Holstenwall 12, 20355 Hamburg, Tel.: 040 35905-472, Fax: 040 35905-324, kgehle@hwk-hamburg.de • Handwerkskammer Lübeck, Ulf Grünke (grü), Breite Straße 10–12, 23552 Lübeck, Tel.: 0451 1506-202, Fax: 0451 1506-180, ugruenke@hwk-luebeck.de • Handwerkskammer Schwerin und Landesredaktion Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Petra Gansen (pg), Friedensstraße 4A, 19053 Schwerin, Tel.: 0385 7417-152, Fax: 0385 7417-151, p.gansen@hwk-schwerin.de Verlagsdienstleister: zwei:c werbeagentur GmbH, Schanzenstraße 70, 20357 Hamburg, Tel.: 040 4143338-30, Fax: 040 4143338-18 Anzeigenverkauf: Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag GmbH Schanzenstraße 7o, 20357 Hamburg Ansprechpartnerin: Tanya Kumst Tel.: 040 4143338-44, Fax: 040 4143338-49 E-Mail: tanya.kumst@hbzv.com Anzeigentarif 2007 Erscheinungsweise: monatlich (24. Jahrgang) NordHandwerk ist das offizielle Organ der Handwerkskammern Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin. Für alle im Bereich der genannten Handwerkskammern in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe ist der Bezugspreis mit dem Handwerkskammerbeitrag abgegolten. Für alle anderen Bezieher beträgt der Bezugspreis jährlich 24,20 € (einschl. Postgebühren und 7 v. H. Mehrwertsteuer); Einzelverkaufspreis 2,20 € (einschl. 7 v. H. Mehrwertsteuer). Das Magazin und alle in ihm veröffentlichten Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Nachdruck und Verbreitung des Inhalts nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Chefredaktion, mit Quellenangabe und unter Einsendung eines Belegexemplars an die Zentralredaktion. Vervielfältigungen von Teilen dieser Zeitschrift sind nur für den innerbetrieblichen Gebrauch des Beziehers gestattet. Die mit dem Namen des Verfassers oder seinen Initialen gezeichneten Beiträge geben die Meinung des Autors, aber nicht unbedingt die Ansicht der Herausgeber wieder. Bei Nichterscheinen der Zeitschrift infolge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung der ausgefallenen Ausgaben oder auf Rückzahlung des Bezugsgeldes. Druck: Kröger Druck GmbH, Kronskamp 138, 22880 Wedel, Tel.: 04103 808-0, Fax: 04103 14775 Design: Selby & Co., Hamburg Lektorat: Michael Hartmann Titelmontage: Corbis GESCHÄFTSVERBINDUNGEN GESCHÄFTSVERBINDUNGEN Geprüfte Bilanzbuchhalterin erledigt preiswert Ihre lfd. Buchhaltung & Lohnabrechnung, Tel. 040 / 278 800 91 Selbst. Buchhalterin (Steuerfachgehilfin) übernimmt kompetent & preiswert Ihre lfd. 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WEITERBILDUNG Sachverständiger Ausbildungs-Lehrgänge für die Bereiche Bau- KFZ- EDV- Bewertungs-Sachverständiger Sachverständiger für Haustechnik Bundesweite Schulungen/Verbandsprüfung modal Sachverständigen Ausbildungscenter Tel. 0 21 53/4 09 84-0 · Fax 0 21 53/4 09 84-9 www.modal.de Diese Ausgabe enthält Beilagen von: - Citroen Deutschland AG - Engelbert Strauss GmbH & Co. KG In einigen Ausgabe finden Sie Teilbeilagen von: - Handwerkskammer Schwerin - WEKA Media GmbH & Co. KG Beihefter in der Ausgabe Lübeck: - Handwerkskammer Lübeck Mit einer Anzeige im NordHandwerk erreichen Sie über 52.000 Unternehmen und Entscheider über Investitionen. Weitere Infos: www.hbzv.com Anzeigenannahme: Tanya Kumst, Telefon 040/414 33 38-31 April 2009 NordHandwerk 49


BetrieBsBörse HWK scHWeriN Handwerkskammer Lübeck Breite Straße 10–12 23552 Lübeck Tel. 0451 1506-238 Fax 0451 1506-277 E-Mail: cmueller@hwk-luebeck.de www.hwk-luebeck.de 50 NordHandwerk April 2009 ANGEBoTE Heizungs- und Sanitärbetrieb in Schwerin aus Altersgründen zu verkaufen NH09/04/01 Modern eingerichtete Bäckerei in Parchim zu verkaufen/zu verpachten NH09/04/02 HWK scHWeriN NACHFrAGE Fleischerei mit Laden/Imbiß gesucht NH09/04/03 HWK HamBurg ANGEBoTE Stuhlmiete im Friseursalon in Othmarschen anzubieten A 2009/053 Friseursalon in Bergedorf als Beteiligung, Stuhlmietnutzung oder Verkauf A 2008/113 Gut gehender Friseursalon in Barmbek- Süd zu verk. A 2009/057 Friseursalon in Winterhude bietet Stuhlmiete. Eigener Raum ist vorhanden. Gute Verkehrsanbindung A 2009/054 Radio- und Fernsehtechnikbetrieb im Bezirk Eimsbüttel zu verk. A 2009/051 Sanitärtechnikbetrieb Bezirk Nord zu verk. A 2009/055 Kosmetiksalon am Neuen Wall zur Beteiligung o. Pacht mit der Option auf Kauf A 2008/110 KFZ-Werkstatt in HH-Tonndorf zu verp. A 2009/058 Gut ausgestattete und eingeführte Kfz- Werkstatt in Bergedorf bietet Pacht mit ggf. späterer Übernahme A 2009/056 Kälte-Klima-Betrieb im Bez. HH-Eimsbüttel (Niendorf) zu verk. A 2008/067 Hydraulik-Werkstatt in HH-Eilbek zu verk. o. Beteiligung m. Option auf Kauf mögl. A 2009/052 Tischlerbetrieb im Bez. HH-Nord (Alsterdorf) zu verk. oder zu verp. A 2008/073 HWK HamBurg NACHFrAGE Bestehende Bäckerei sucht zur Vergrößerung neuen Standort zum Kauf oder zur Pacht N 2009/027 Bestehender Friseurbetrieb s. neuen Standort in Nähe von Volksdorf z. Kauf o. Pacht N 2009/025 Installateur- und Heizungsbauerbetrieb sucht Übernahmemöglichkeit zum Kauf oder Beteiligung N 2009/022 Konditor mit Ausnahmegenehmigung sucht Konditorei/Bäckerei zum Kauf o. zur Pacht N 2009/030 Kosmetikerin/Fußpflegerin s. Räumlichkeiten in Eppendorf o. Harvestehude N 2009/029 Kfz-Mechanikermeister sucht Werkstatt in Hamburg zum Kauf N 2009/023 Kfz-Meister sucht Werkstatt für Nutzfahrzeuge zum Kauf oder zur Pacht N 2009/026 Handwerkskammer Hamburg Holstenwall 12 20355 Hamburg Tel. 040 35905-494 Fax 040 35905-208 www.hwk-hamburg.de/ betriebsboerse Textilreinigerin s. kl. chem. Reinigung in Eimsbüttel oder Harburg z. Kauf o. Pacht N 2009/028 Stadtnahe Tischlerei in HH zum Kauf oder zur Pacht gesucht N 2009/024 HWK FleNsBurg ANGEBoTE Baugeschäft abzug. oder bietet Beteiligung Handwerkskammer Flensburg Johanniskirchhof 1–7 24937 Flensburg Tel. 0461 866-132 Fax 0461 866-184 E-Mail: a.gimm@hwk-flensburg.de www.hwk-flensburg.de A101/1/2/3/4/ 5/6/7/8 Zimmerei/Baustoffhandel abzug. bzw. sucht Teilhaber A105/1/2/3/4/5/6 Dachdeckerei abzug. A106/1/2 Kleiner Malereibetrieb auf Föhr abzug. A115/1 Landmaschinenhandel und –reparaturbetrieb abzug. A201/1 Metallbaubetrieb im R. Flensburg abzug. A201/2 Karosserie- und Fahrzeugbaubetrieb bietet Möglichkeit der Beteiligung A203/1 Zweiradhandelsgeschäft abzug. A207/1/2 Kfz-Betriebe abzug. A209/1/2/3/4/5/ 6/7/8/9/10/11/13 Kleiner Kfz- und Bootsmotorenbetrieb an der nördlichen Ostküste sucht Nachfolger/-in A209/12 Heizungs- und Sanitärbetrieb abzug. bzw. bietet Beteiligung A215/1/2/3/4 Elektroinstallateurbetrieb abzug. A218/1/2/3/4/5/ 6/7/8 Zertifizierter EMA-/BMA/Elektro-installateurbetrieb mit Einzugsbereich Schleswig-Holstein abzug. A218/9 Tischlereien abzug. A301/1/2/3/4/ 5/6/7/8/10 Polsterei an der Ostküste abzug. A418/1 Bäckereien/Konditorei abzug. A501/1/2/3/4 Friseurgeschäfte abzug. A607/1-14 Handbuchbinderei abzug. A 708/1 Kosmetiksalon abzug. A8637/1 HWK FleNsBurg NACHFrAGE Dachdeckerei gesucht N106/1 Maler- und Lackierermeister sucht Betrieb im nördlichen Schleswig-Holstein N115/2 Schlossermeister sucht Kunstschmiede o. Ä. an der Ostküste N201/1 Installateur- und Heizungsbaubetrieb ges. N216/1/2 Bäckerei gesucht N501/3 Konditormeister sucht Konditorei/Café N502/1/2 Augenoptikermeister sucht Betrieb N601/1 Dentallabor gesucht N606/1 Gebäudereinigungsbetrieb gesucht N611/1/2 Bestattungsunternehmen gesucht N8737/1 HWK lüBecK ANGEBoTE Bauunternehmen abzug. A1 Dachdeckerbetriebe abzug. A4 Malerbetrieb abzug. A13 Karosseriebauerbetriebe abzug. A18 Maschinenbaubetriebe abzug. A19 Zweiradbetrieb abzug. A20 Informationstechnikerbetr. abzug. A22 Kälteanlagenbauerbetrieb abzug. A21 Kfz-Betriebe abzug. A23 Installateur-/Heizungsbauerbetriebe abzug. A27 Elektrotechnikerbetriebe abzugeben A29 Tischlereien abzug. A38 Bäckereien/Konditoreien/Eiscafé abzug. A57 Fleischereibetriebe abzugeben A59 Zahntechnisches Labor abzug. A67 Friseur-/Kosmetiksalons abzug. A68 Glasereibetriebe abzugeben A72 Schilder- u. Lichtreklameherstellerbetriebe abzug. A93 HWK lüBecK NACHFrAGE Maurermeister su. Betriebe B1 Zimmerermeister su. Betriebe B3 Dachdeckermeister su. Betriebe B4 Metall-/Stahlbaubetrieb gesucht B16 Feinwerkmechanikerbetrieb gesucht B19 Kfz-Meister su. Betriebe A23 Installateur- u. Heizungsbauermeister su. Betriebe B27 Elektrotechnikermeister su. Betriebe A29 Tischlermeister su. Betriebe B38 Bäcker-/Konditormeister su. Betriebe B57 Augenoptikermeister su. Betriebe B63 Friseurmeister su. Betriebe B68 Druckerei gesucht B80 Bestattungsunternehmen gesucht B95 BETRIEBSVERMITTLUNG (Auszug) Angebote und Nachfragen von Beteiligungen oder ganzen Unternehmen können der jeweiligen Handwerkskammer mitgeteilt werden. Interessenten für die hier veröffentlichten Angebote und Nachfragen wenden sich bitte ebenfalls unter Angabe der Chiffre an die zuständigen Handwerkskammern. Zuschriften werden ungeöffnet weitergeleitet. Handwerkskammer Schwerin Friedensstraße 4A 19053 Schwerin Tel. 0385 7417-152 Fax 0385 7417-151 E-Mail: p.gansen@hwk-schwerin.de www.hwk-schwerin.de Gewerbeflächenvermittlung Handwerkskammer Hamburg Tel. 040 35905-225 Fax 040 35905-506 www.hwk-hamburg.de/ gewerbeflaechen


Arbeitsschutz Bürocontainer Bauwagen Arbeitsschutzbedarf (Ausstellung) Techn. Industriebedarf 767 338-0 Helmers & Renck, Inh. A. Block Großmoorkehre 2, 21079 HH-Harburg Fax: 767 338-40 Archiv- und Material-Logistik, , Tel. 040. 6 89 45 60 Umzüge und mehr. ALT-ÖL Verkauf Miete HANSA BAUSTAHL � 733 60 777 www.hansabaustahl.de EDV Hard- und Software-Lösungen Planung · Installation · Vor-Ort-Service · Fern-Wartung Tel. (040) 28 41 78 0 Fax (040) 28 41 78 28 www.cube-solutions.de info@cube-solutions.de holt ab! zuverlässig – schnell – sauber FUHSE TRANSPORT-GMBH www.uts-sellenthin.de 7879 80 Grusonstraße 55 · 22113 Hamburg 040 / 736 75 00 Gerüstbau Schleifen und Polieren von Metall · Blechtafeln Rohren · V-Messing u. s. w. in allen Formen Jacobsrade 57 · 22962 Siek Tel.: 04107 / 90 88 68 · Fax: 04107 / 85 15 86 www.koepke-metallschleiferei.de rbeitsschutz + rbeitsmedizinischer ienst GbR Arbeitsschutz und Qualitätsmanagementberatung (SCC / SCP, DIN EN ISO 9001-2000) Dipl. Ing. Olaf Halaczinsky Tel.: 0 800 0 284 285 · Fax.: 0 800 0 284 285 - 6 Mobil: 0172 - 646 59 56 · e-mail: AAD@gmx.org Gabelstapler Ladungssicherung · Arbeitsschutz Berufsbekleidung · Warnschutz · Betriebseinrichtung Zurrgurte · Sicherheitsschuhe · Textilbedruckung E. HAGEMANN Kiel, Schützenwall 41 Reparatur, Verkauf, Vermietung Armin Fedder Fördertechnik GmbH Albert-Einstein-Str. 44 23617 Stockelsdorf Mit einer Anzeige in diesem Stichwortregister erreichen Sie die Handwerkskollegen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Wenn Sie dabei sein möchten, setzen Sie sich mit uns in Verbindung: Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag GmbH, Schanzenstr. 70, 20357 Hamburg, Fon: 040 414 33 38-31, Fax: 040 414 33 38-49, info@hbzv.com Wirtschaftsführer (0431) 675299 Telefax: (0431) 675215 (0451) 4988119 Telefax: (0451) 4988697


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