Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

gnadauer.posaunenbund.de

Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

„… aber sonst ganz in Ordnung“

Dieter Söffky, Vorsitzender im Landesverband Vorpommern

Standpunkt:

Akzente zur Bläsermusik

in der Gemeinschaftsbewegung

Präses Dr. Michael Diener bei der Jahreshauptversammlung


Stephan Schaffland,

Autor des „Persönlichen

Wortes“, ist Vorsitzender

des Landesverbandes

Bayern.

Foto: Günter Buhl

Jesus Christus

spricht:

Ihr urteilt, wie

Menschen

urteilen, ich

urteile über

keinen.

Johannes 8, 15

Titelseite:

„Der Dicke aus dem

Norden“ – auf originelle

Weise stellt sich der Vorsitzende

des Landesverbands

Vorpommern, Dieter

Söffky, vor (Seite 11).

Foto: Günter Buhl

Urteilen! Beurteilen! Verurteilen!

Das sind in unserem

Alltag allgegenwärtige Begriffe,

denen sich keiner entziehen

kann.

Sie sind auch nicht nur negativ

zu sehen. Manchmal bitten

wir Menschen um ihr Urteil.

Eine faire Beurteilung hilft

uns, uns selber einzuschätzen,

und manchmal sorgt ein

Gerichtsurteil für Klarheit in

einer unsicheren Rechtslage.

Urteile beeinflussen unser

Leben.

Oft kommen wir auch in die

Situation, andere beurteilen

zu müssen, ich denke da z. B.

an unsere Chorleiter und Landesposaunenwarte,

die einen

Chor beurteilen müssen, um

die passenden Stücke auswählen

zu können, oder die

Beurteilung eines Jungbläsers,

um diesen entsprechend

Das Persönliche Wort

Das Persönliche Wort

motivieren und fördern zu

können. Unsere Urteile beeinflussen

das Leben anderer.

Von was lassen wir uns bei

unseren Urteilen leiten? In

dem Bibelabschnitt aus dem

unser Vers stammt kritisiert

Jesus die Pharisäer, dass sie

sich in ihrem Urteil nur von

dem leiten lassen, was sie

sehen, die unsichtbare Welt

Gottes aber völlig außen vor

lassen. Ich wünsche mir und

bete dafür, dass wir zu Menschen

werden, die Gott in

ihre Urteile mit einbeziehen,

und so in ihrer Urteilsfähigkeit

ein Stück von Gottes Gerechtigkeit

sichtbar wird.

Denn unser Vers vom Anfang

geht eigentlich noch

weiter, Jesus sagt: „…Ich

urteile über keinen. Wenn

ich aber urteile, so ist mein

Urteil gerecht.“


Freizeit in Sellin (Insel Rügen)

Landesposaunenwart stürzt sich von Brücke!

VORPOMMERN: Freizeit in Sellin (Insel Rügen)

Was war geschehen? Was hat Ihn dazu

getrieben? Haben die Bläser der Freizeit so

schlecht gespielt?

Alles begann ganz normal, die Einladungen

wurden verschickt und die ersten Anmel-

dungen für die Freizeit trafen ein. Doch schon

auf den Einladungen stand mehr drauf, als

man dachte. Originalzitat: „Sellin ist schön,

ob’s stürmt, ob’s schneit“…

Am 8. Februar trafen am Nachmittag die ersten

der 100 angemeldeten Teilnehmer ein.


Nach dem Abendbrot machte man sich bekannt

auf Indisch, Eskimoisch, Arabisch und

anderen Begrüßungsformen, die es so auf

dieser Welt gibt. Danach ging es in die erste

Probe.

Wir übten in dieser Woche an unserer Atemtechnik

und der Intonation. Wir fanden heraus,

dass man mit den Ohren bläst und man

viel auf den Nebenmann hören muss.

In den Bibelarbeiten ging es um Zweifler,

Richter, die unbewusst Ihren Auftrag ausführen,

Identität und Platzanweisung sowie

Dranbleiben am Weinstock.

Beim Baden wurden Mutproben gemacht:

Wer traut sich, sich in den Schnee zu legen

und sich einmal um die eigene Achse zu drehen?

Schön, wenn man wieder ins warme

Wasser konnte!

Bowling haben wir auch gespielt – Fußball

diesmal nicht, wegen des vielen Schnees,

den wir hatten und der noch mehr wurde

in dieser Woche. Die Brötchen mussten an

einem Morgen zu Fuß geholt werden, da der

Freizeit in Sellin (Insel Rügen)

LKW nicht mehr bis auf das Gelände des

Freizeitheimes kam.

Aber warum stürzte sich der Landesposaunenwart

von der Seebrücke, doch nicht wegen

der Brötchen? Und so verkehrt haben

die Bläser auch nicht geblasen…

Es hing alles mit dem Schnee zusammen.

Da der Strand nicht bespielbar war, haben

wir eine ordentliche Schneeballschlacht gemacht.

Da der Schnee an der Seebrücke

so hoch lag, dass man, ohne sich zu verletzen,

in den Schnee springen konnte, wurde

es von vielen genutzt, so auch von Helmut

Friedrich. Letztlich war jeder vom Schnee

durchnässt, aber wir hatten viel Spaß.

Die Freizeit wurde am Sonntag mit einem gelungen

Bläsergottesdienst abgeschlossen.

Fazit: „Sellin ist schön, ob’s stürmt, ob’s

schneit“ – auch mit viel Schnee!

Dieter Söffky

Vorsitzender des

Landesverbandes Vorpommern


Bläser-Wochenende im Allgäu

„Habt Ihr noch mehr davon auf Lager?“

BADEN-WÜRTTEMBERG: Bläser-Wochenende im Allgäu

Im März trafen sich Bläserinnen und Bläser

des Landesverbandes Baden-Württemberg

im noch verschneiten Allgäu zu

einem Bläserwochenende. Das christliche

Freizeitheim „Allgäu-Weite“ in Moosbach

bei Kempten war für unsere Gruppe mit

ca. 0 Aktiven und 0 Angehörigen das

ideale Ambiente. Bei herrlichem Sonnenschein

und frühlingshaften Temperaturen

verhieß auch das Wetter ein traumhaftes

Wochenende.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet

hatten, war nach dem Abendessen eine

Runde Blasen angesagt. Unser Landesposaunenwart

Andreas Fingerle hatte

sich für das Wochenende ein abwechslungsreiches

und zum Teil anspruchsvolles

Programm als Vorbereitung für

den Landesposaunentag im Juni vorgenommen.

Dazu gehörten neben dem

5

Literaturblasen auch ausgiebige Einblasübungen,

zum Teil nur mit Mundstück.

Anschließend traf man sich noch in geselliger

Runde mit viel Gelegenheit zum

Spielen und „Schwätzen“.

Der Samstag begann musikalisch mit

einem Morgenchoralblasen im Freien. Nach

einem reichhaltigen Frühstück waren alle

gut gestärkt für eine längere Blas-Einheit.

Andreas arbeitete mit uns zusammen nun

die Feinheiten der Stücke heraus, immer mit

einem lockeren Spruch versehen:

Dynamik: Man kann durchaus auch mal

leise spielen – gell, ihr vom Tenor…!

Rhythmik: Der Groove beim Swing kommt

eben nicht durchs Tempo sondern die richtige

Artikulation – du-wah und du-wab-dah.

Intonation: Gelegentliches Hören der

Stimmen aufeinander ist nie von Nachteil.


Alle waren (abgesehen von einem

Schwätzchen hie und da) voller Konzentration

dabei und hatten sehr viel Spaß.

Und bei den Stücken aus „Majesty Songs“

gab’s dann kein Halten mehr: Mixi Fingerle

unterstütze den Chor rhythmisch mit einer

kleinen elektronischen Drum-Box – eine

coole Sache!

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung.

Eine größere Gruppe traf sich zu einer

Wanderung, bei der man die herrliche

Gegend mit Blick auf die Allgäuer Berge

genießen konnte.

Dass Bläserinnen und Bläser auch sangeskräftig

sind, zeigte der Samstag Abend. Begleitet

von Klavier, Gitarre und eDrums erklangen

Anbetungslieder aus vollen Kehlen.

Beim anschließenden Spiele-Abend hatten

alle recht viel Spaß. Bei „Activity“, „Vier Gewinnt“,

„Baptisten-Skat“ und einer Runde

Poker verging die Zeit wie im Flug.

Am Sonntag – nach dem Morgenchoralblasen,

diesmal bei leichten Regen unter

einem Garagenvordach – besuchten wir als

Gruppe den vom Haus angebotenen Gottesdienst.

Musikalisch umrahmt wurde die-

Bläser-Wochenende im Allgäu

ser von einem Bläserquintett aus unseren

Reihen (es waren fünf Männer, vielleicht

sind es ja nächstes Mal fünf Frauen…). Besonders

der Swing-Titel „There's no Hiding

Place“ hatte es dem Pastor angetan („Habt

ihr noch mehr davon auf Lager?“).

Nach dem Gottesdienst haben wir uns ein

letztes Mal zum Blasen getroffen und so

das Wochenende musikalisch beendet.

Am Ende war der einhellige Tenor: Alles

war toll – das Wetter, das Haus, das Essen,

das Blasen, die Gemeinschaft. Solch

ein Wochenende müssten wir bald wieder

haben und nicht erst mehrere Jahre ins

Land gehen lassen.

Unser Dank an dieser Stelle gilt besonders

Barbara Burgbacher (Landesverbandsvorsitzende)

und Andreas Fingerle, die dieses

Wochenende hervorragend geplant, vorbereitet

und durchgeführt haben und unserem

Vater im Himmel, der seinen Segen

und das Gelingen dazu gab.

Siegfried Beutler

Stellvertretender Landesposaunenwart

im Landesverband Baden-Württemberg


Bundes-Chorleiterschulung in Neukirchen

Die Hohe Kunst des Dirigats – ein Crashkurs

GNADAUER POSAUNENBUND: Bundes-Chorleiterschulung in Neukirchen

Bereits zum zweiten Mal fand die jährliche

Chorleiterschulung im „Knüllhouse“ in Neukirchen

statt. Dort trafen sich im März über

0 Bläserinnen und Bläser aus allen Ecken

Deutschlands.

Unter der Leitung von Thomas und Naemi

Becker wollten sie im Verlauf des Wochenendes

neben Dirigieren und Musizieren

auch hilfreiche Informationen über den

Aufbau von Stücken und Proben erfahren.

Da die hochmotivierte Gruppe von Bläsern

über unterschiedliche Erfahrung in der

Chorleitung verfügten, wurde sogleich am

ersten Abend eine Aufteilung in verschiedene

Übungsgruppen vorgenommen. In

diesen hatte jeder die Möglichkeit, sich

beim Dirigieren „auszutoben“: Mit der fachkundigen

Unterstützung von Naemi Becker,

Thomas Becker und Andreas Thieme

unternahmen die Teilnehmer erste Schritte

zum richtigen Taktieren oder verfestigten

und perfektionierten ihr Dirigat.

Als Höhepunkt erwies sich das Dirigieren

vor der gesamten Schar von Bläserinnen

und Bläsern.

Auch etwas schüchterne Teilnehmer

trauten sich so im Laufe des Wochenendes,

ein ihrem Niveau angemessenes

Stück zu dirigieren.

Somit erstreckte sich die gespielte Literatur

auf alle Berieche der Musik, von einfachen

Chorälen bis hin zu anspruchsvollen Sätzen.

Trotz aller körperlichen Betätigung wurde

der theoretische Aspekt der Schulung nicht

vernachlässigt: Im Plenum lag der Schwerpunkt

auf der Vorbereitung und Planung

einer Probe.

Der Austausch verschiedener Erfahrungen

machte klar, wie schwierig es in der Praxis

ist, eine Probe genau zu planen und Bläserstücke

exakt und mit allen Tücken (Vorzeichen,

Dynamik, Rhythmus, ...) umzusetzen.

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis an alle

aktiven Bläser: Chorleitung ist harte Arbeit


8 Bundes-Chorleiterschulung in Neukirchen

und sollte gewürdigt werden, indem man

regelmäßig(er) zur Probe geht…

In der wiederum in Kleingruppen organisierten

Musiktheorie bildeten sich alle Teilnehmer

hinsichtlich harmonischer Gefüge

weiter, die jedem Musikstück zugrunde

liegen. Bei so manchem führte die ausführliche

Analyse von Dreiklängen, Intervallen

und Kadenzen allerdings zu einem

rauchenden Kopf und hinterließ meterhohe

Fragezeichen, die durch Erklärungen

jedoch schnell ausgeräumt wurden.

Abkühlung versprach zudem der plötzliche

Wintereinbruch, der mit kalten Temperaturen

und Schneefall das allmorgendliche

„Wecken-Blasen“ im Hof der Herberge

erschwerten. Aufgrund der leidvollen Erfahrung,

dass einige Instrumente anfälliger

waren als ihr Bläser, wurde das Morgenblasen

am Sonntag in den Übungsraum

verlegt, wobei die Fenster geöffnet waren.

Naemi Becker gestaltete die tägliche Bibelarbeit.

Anhand des 1. Epheser-Briefes erarbeitet

sie mit den Teilnehmern, in welcher

Weise Gott jeden Menschen durch Jesus

Christus erlöst hat. „IN IHM“, so die zentralen

Worte des Briefes, findet der Mensch

nicht nur Erlösung, sondern wird auch zum

Erbe Gottes eingesetzt. Interessant war

weiterhin die ausführliche Differenzierung

der Bezeichnungen „Sohn“ und „Knecht“,

die mithilfe eines Hörbeitrags erläutert wurde.

Durch Hintergrundinformationen und

praktische Anschauungsmaterialien (Fahrradschlauch)

brachte sie den Teilnehmern

näher, was göttliche Erfüllung bedeutet und

gab Anstöße für weiterführende Gedanken.

Im Zeichen des geistlichen Aspektes stand

ebenfalls die am Samstagabend stattfindende

Sabbatfeier mit Gesang, Abendmahl

und abschließender Segnung.

Der letzte Tag bot zum Abschluss mit einer

„Feedback“-Runde die Möglichkeit, das Wochenende

Revue passieren zu lassen. Die

Teilnehmer zogen ein positives Fazit von

der lehrreichen und unterhaltsamen Schulung.

Ihr Dank galt den Organisatoren und

Mitwirkenden, die die Chorleiterschulung in

dieser Form erst möglich gemacht hatten.

Danach trennten sich die Wege, mit der

Hoffnung, sich im kommenden Jahr wiederzusehen

und neue Anwärter motivieren

zu können.

Claudia Müller

Posaunenchor Weimar (Landesverband Hessen)

Foto: Günter Buhl


Wechsel im Amt des Posaunenwartes im Landesverband Mecklenburg

Daniel Queißer, Vorsitzender des Landesverbandes Mecklenburg (links) verabschiedet Christian

Harder (Mitte ) als Landesposaunenwart und führt Matthias Schmidt als dessen Nachfolger ein.

Foto: Werner Wiesenthal

Nicht einfach so!

MECKLENBURG: Offizieller Wechsel im Amt des Landesposaunenwartes

Im Rahmen des Landesgemeinschaftstages

des Mecklenburger Gemeinschaftsverbandes

in Schwerin wurde Christian

Harder nach 0 Jahren Landesposaunenwarttätigkeit

jetzt auch offiziell von seinem

Dienst entbunden und Matthias Schmidt in

dieses Amt eingeführt.

Der Vorsitzende der Posaunenarbeit des

Landesverbandes Mecklenburg, Prediger

Daniel Queißer, machte am Beispiel seines

Instrumentes deutlich, wofür die Bläserarbeit

unserer Posaunenchöre steht.

Die Posaune in der Hand ist wohl schön

anzusehen, doch ihr fehlt etwas entscheidendes,

ohne den Luftstrom kommt kein Ton

heraus, das schönste und perfekteste Instrument

bleibt stumm. Nur in täglicher Verbindung

mit Jesus („Ohne mich könnt ihr nichts

tun“) erfüllen wir den Auftrag als Christen.

Was zählt? Dass das „Innenleben“ heil ist,

dass die Ventile laufen, die Rohre frei sind,

der Zug wie geschmiert läuft. So auch bei

uns: dass wir uns innerlich erneuern lassen,

dass Schuld vergeben ist, Blockade,

Bitterkeit usw. ausgeräumt sind.

Jedes Instrument muss regelmäßig gewartet

werden. Schnell ist eine Beule drin.

Der Zug läuft nicht mehr optimal usw. Warte-zeiten

oder Ruhezeiten, (z. B. Krankheit,

Arbeitslosigkeit) im Leben sind vielleicht

von Gott verordnete Wartungs-Zeiten. Erkennen

wir sie als solche?

Das Blasen ist schon im Alten Testament

ein priesterlicher Dienst, etwas Heiliges.

Dazu brauchen wir unbedingt den Segen

Gottes. Wir sollten es (gerade als Chorleiter

und Posaunenwarte) nicht „einfach

so“ machen – deshalb jetzt auch die-


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Wechsel im Amt des Posaunenwartes im Landesverband Mecklenburg

Christian Harder wurde im Frühjahr 1970

durch den damaligen Missionsinspektor

Lothar Szusdziara in die Aufgabe des

Landesposaunenwartes berufen. In den

vielen Jahren seines Amtes hat Christian,

neben seinen beruflichen Aufgaben

und der Familie, sehr viele Posaunenwochenendrüsten

geplant und durchgeführt.

Auch in Adelboden (Schweiz) fanden zwei

Foto: Günter Buhl

Freizeiten statt. Kaum war der Termin

der Freizeit bekannt, war sie auch schon

ausgebucht – das spricht für die Qualität und die fürsorgliche und persönliche Betreuung der

Teilnehmer.

Seid über 50 Jahren bläst Christian im Schweriner Posaunenchor mit. In der Chronik der Posaunenarbeit

im Mecklenburgischen Gemeinschaftsverband schreibt der ehemalige Prediger

Werner Schmidt (Vater des neuen Posaunenwartes):

Christian Harder hat in all den Jahren sehr viel Zeit und finanzielle Mittel in die Posaunenarbeit

zur Ehre Gottes investiert. Er hat sein Amt als Landesposaunenwart gewissenhaft und mit

Herz und Liebe zur Sache des Herrn ausgeführt. Es hat Freude gemacht, mit ihm zu musizieren.

Er hat Einfühlungsvermögen für die Anfänger, aber auch Mut, mit Fortgeschrittenen schwieriges

Notenmaterial zu erarbeiten. Seine geistliche Prägung, seine ruhige, geduldige und frohe

Art war vorbildlich für die Bläser, Christian hat sich nicht nur musikalisch und fachlich immer

weitergebildet, er schöpfte aus Gebet und Glauben Kraft, damit sein Dienst an und mit den

Bläsern ein rechtes Zeugnis für Jesus Christus sei.“

ser feierliche und öffentliche Wechsel im

Amt.

Nach kleinen Präsenten, Dank- und Segensworten,

wurden beide Brüder vom Leiter des

Gemeinschaftsverbandes, Prediger Bernhard

Scharrer und dem Landesverbandsvorsitzenden,

Prediger Daniel Queißer, im Gebet

unserem Herrn und Heiland anbefohlen.

Die Verabschiedung im Rahmen des Landesgemeinschaftstages

lässt erkennen,

dass die Bläserarbeit nicht nur Bestandteil

der örtlichen Gemeinschaften ist, sondern

dass darüber hinaus die überregionale Bläserarbeit

ihre Wertschätzung und Aufgabe

im Gemeinschaftsverband hat.

Aus gesundheitlichen Gründen war dieser

Stabwechsel notwendig. Wie Gott seine

Mitarbeiter führt, wird am Beispiel Christian

Harders deutlich. Sein Gesundheitszustand

hat sich, sicher auch wegen der vielen Gebete,

so stabilisiert, dass er als Bläser wieder

aktiv dabei sein kann.

Ein herzlicher Dank gilt auch seiner lieben

Frau Margret, die diese Arbeit mitgetragen

hat sowie seinen Söhnen, die in die Bläserarbeit

eingebunden sind.

Auch dem neuen Landesposaunenwart

Matthias Schmidt aus Rostock galt ein

herzlicher Gruß, verbunden mit dem Dank

für die Bereitschaft, sich dieser Aufgabe zu

stellen – zumindest so lange, bis sich ein

Jüngerer findet.

Werner Wiesenthal,

Vorsitzender des Landesverbandes Nordmark


Vorstellung: Dieter Söffky, Vorsitzender im Landesverband Vorpommern

Der Dicke aus dem Norden

VORPOMMERN: Vorstellung des Landesverbands-Vorsitzenden

Wer ist das?

Na der da, der immer so viel und so laut

lacht. Der mit der Tuba. Manchmal ein bisschen

verrückt, aber sonst ganz in Ordnung.

Und wo kommt der her?

Aus Demmin, genauer gesagt aus Glendelin.

Das liegt bei Demmin in Vorpommern.

Und was macht der so beruflich?

Soweit ich weiß hat der einen eigenen Pflegedienst.

Na gut, hat der eine Frau?

Ja, und was für eine. Eine ganz tolle, die hält

ihm immer den Rücken frei, damit er seine

vielen Termine einhalten kann. Und im Posaunenchor

bläst sie auch noch mit.

Wie heißt denn seine Frau?

Isolde.

Haben sie auch Kinder?

Warte mal, die eine heißt Lydia und spielt

Waldhorn. Und dann haben sie noch ein

Mädchen, das heißt Anna und spielt Flügelhorn.

Dann haben sie einen Sohn, der heißt

Konrad – der bläst auch schon – und noch

einen, der heißt Karl. Ach ja, da war noch

ein Nachzügler, besser gesagt eine Nach-

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züglerin. Die Kleine ist jetzt drei Jahre alt

und heißt Ella. Blasen tut sie noch nicht,

aber eine klare Ansage hat sie schon gemacht:

Sie will auch blasen.

Weißt du, seit wann er bläst?

Ja, 1 8 hat er angefangen mit einem Tenorhorn.

Sein damaliger Posaunenchorleiter

hat mit dem ganz viele graue Haare

bekommen, im Bass ging es dann besser.

Seit 000 bläst er Tuba.

Was macht er denn so in Vorpommern?

Seit 00 ist er der Vorsitzende des Landesverbandes

Vorpommern und seit 00

müht er sich als Chorleiter in Demmin, mit

steigendem Spaß an der Sache.

Sag mal – wie heißt der eigentlich?

Dieter Söffky.

Konrad und Dieter Söffky bei der Jahreshauptversammlung in Schmiedeberg. Foto: Günter Buhl


1

Dr. Michael Diener: Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

Einige Akzente zur Bläsermusik

in der Gemeinschaftsbewegung

GNADAUER POSAUNENBUND: Referat bei der Jahreshauptversammlung

Im September 2009 wurde Dr. Michael Diener in Kassel als neuer Präses des Evangelischen

Gnadauer Gemeinschaftsverbandes in seinen Dienst eingeführt. Bei dieser Gelegenheit wurde

er von Dr. Uwe Andreas gebeten, bei der nächsten Jahreshauptversammlung in Schmiedeberg

(Sachsen) seine Einschätzung der Bläsermusik in der Gemeinschaftsarbeit wiederzugeben. Dr.

Michael Diener nahm die Einladung gerne an und freute sich über die Möglichkeit, verantwortliche

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gnadauer Posaunenbundes kennenzulernen. Sein von

den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Jahreshauptversammlung mit großer Zustimmung zur

Kenntnis genommener Standpunkt zur musikalischen Arbeit hat der Präses dem bläserruf zur

Verfügung gestellt. Er wird hier leicht gekürzt dokumentiert.

Wenn ich Wünsche und Vorstellungen

äußern soll, so will ich zuallererst sagen,

dass ich mir erhoffe und wünsche, dass

Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen benennen.

Ich verstehe die Arbeit eines

Dachverbandes als Dienstleistung für die

Mitgliedsverbände und ich will in dieser

Hinsicht meinem Namen wirklich Ehre

machen und: dienen. Deshalb bin ich gespannt,

von Ihnen zu hören und Ihre Wünsche

und Vorstellungen mitzunehmen.

Ohne Freude keine Motivation

Biographisch verbindet mich viel mit der

Bläsermusik:

Ich war kaum konfirmiert, da entschied mein

Konfirmator und väterlicher Bruder und

Freund, Pfarrer Traugott Marx aus Pirmasens,

gemeinsam mit meinen Eltern, dass

die beiden „Diener-Zwillinge“ von der Statur

her genau die richtigen wären, um mit Tenor-

und Basshorn zurecht zu kommen. Also

haben wir eher (un)freiwillig mit dem Blasen

begonnen. Zu viert: in jeder Stimme einer.

Wir hatten geduldige Lehrer und doch – das

muss ich gestehen – keine rechte Freude.

Schon damals habe ich gelernt: ohne Freude

keine Motivation, ohne Motivation keine

Bereitschaft zum Üben, ohne Üben kein

Weiterkommen, ohne Weiterkommen, keine

Freude usw. Wir haben uns denn auch

öffentlich mehr oder weniger deutlich blamiert

in Gottesdiensten und auch bei

Begegnungen mit anderen Bläsergruppen.

Sobald wir unsere Freizeitplanung selbst in

die Hand nahmen, haben wir das Blasen

wieder aufgegeben.

Das war schade, aber konsequent und richtig.

Das einzige gute Erlebnis meiner Bläserzeit

ist die vage Erinnerung an einen Landesposaunentag

in den 0ern in Bellheim. Das

klang schon super – endlich fielen unsere

falschen Töne einmal nicht auf und ich spürte

die innere Bewegtheit, als mehrere hundert

Bläser das Gotteslob anstimmten.

Tiefe Wertschätzung der Bläserarbeit

Da tat es gut, dass nach meiner Rückkehr

als Pfarrer nach Pirmasens einer meiner

besten Freunde, der als Musiklehrer arbeitet,

nach einigen Jahren mit einer Bläserarbeit

an seiner Schule begann. Seitdem haben

etwa 150 Schülerinnen und Schüler mit

großer Begeisterung weltliche und geistliche

Blasmusik dort gelernt und gespielt,

auch in vielen meiner Gottesdienste.


Dr. Michael Diener: Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

Als Pfarrer begann ich dann an Himmelfahrtstagen,

an denen die Kirche immer

grausig leer war, mit „Open-Air-Gottesdiensten“

in einem Stadtpark in Pirmasens.

Ein erster Versuch mit Musik-Band war gut,

aber für mich war ganz klar: das ist ein Bläser-Termin.

Und ich war froh, als Gemeinschaftsbläser

diese Veranstaltung über

Jahre treu begleiteten und großen Anteil

daran hatten, dass dieser Gottesdienst mit

mehreren Hundert Besuchern überragend

angenommen wurde.

Meine tiefe Wertschätzung für Bläsermusik,

ohne eigene aktive Beteiligung, ist in diesen

Jahren noch einmal sehr gewachsen und

ich freue mich, dass ich das heute gerade

im 1 5. Jubiläumsjahr des pfälzischen Landesverbandes

dankbar so vor Ihnen bekennen

darf.

Aus diesen Jahren stammt aber auch meine

Einsicht, dass Bläsermusik für die christliche

Gemeinde zwar eine wichtige Rolle bei Aufbau

und Gestaltung spielt, gewiss aber nicht

die Einzige.

Musik als therapeutische Möglichkeit

Ausgehend von diesen biographischen

Prägungen und Erfahrungen möchte ich

ein wenig allgemeiner und grundsätzlicher

werden:

Musik gehört zum menschlichen Leben unabdingbar

dazu. Sie ist eine gute Gabe des

Schöpfers und gerade in unserer westlichen

Welt, aufgrund der Jahrhunderte langen

Vorherrschaft rationaler Weltzugänge, eine

auch geradezu therapeutische Möglichkeit,

um sich die von Gott intendierte Ganzheitlichkeit

menschlichen Lebens neu schenken

zu lassen. Musik reicht tiefer, als es Verstand

und gute Argumente können und es

ist gut, dass das in unserer postmoderne

Zeit wieder ganz selbstverständlich gesagt

werden darf.

1

Präses Dr. Michael Diener bei seinem Vortrag.

Foto: Günter Buhl

Jede gute Schöpfergabe kann gebraucht

und missbraucht werden. Mir ist für viele

Bereiche des Lebens, auch in der Ethik,

das lateinische Sprichwort „abusus non

tollit usum“ (Missbrauch hebt den rechten

Gebrauch nicht auf) wichtig geworden.

Wo etwas missbraucht werden kann,

liegt ein wesentlicher zeugnishafter Weg

nicht darin, auf den rechten Gebrauch zu

verzichten, sondern ihn geradezu zu forcieren

und zu leben.

Deshalb ist es gut und wichtig, dass die

biblische Botschaft an vielen Stellen

selbstverständlich von Musik spricht,

dass gesungen und getanzt, Gott gelobt

und gepriesen wird. Musik hat also

eine Bedeutung in der „Horizontalen“ des

menschlichen, auch christlichen Miteinanders

und natürlich auch in der verti-


1

Dr. Michael Diener: Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

kalen, der Beziehung des Menschen zu

Gott.

Wer nur letzteres als christlich, biblisch

legitimiert anerkennt, verkennt den ersten

Schöpfungsartikel. Gottes gute Gaben

dürfen auch für die menschlichen Emotionen,

Freude wie Trauer, für das einsame

Vertiefen wie auch für das gemeinsame

Genießen und Erleben Verwendung finden.

Eigenständigkeit der Musik als gottgewollte

Rolle

Zugleich findet Musik ihre tiefste schöpfungsmäßige

Bestimmung im Lob, in der Verherrlichung

Gottes und sie ist ein ganz wichtiges

Instrument der christlichen Verkündigung.

Davon konnte ich mich in den vergangenen

Jahren auch persönlich sehr einprägsam

überzeugen. Der Kirchenmusiker unseres

Kirchenbezirks hatte an meiner Kirche seinen

Sitz. Wunderbaren Bach-Oratorien,

aber auch Kantaten, Orgelkonzerte, Jazzmusik

und moderne Band-Konzerte haben

Menschen in unsere Kirche und ganz häufig

in die Gegenwart Gottes gebracht. Ich

habe keinen Zweifel daran, dass, wer die

Ganzheitlichkeit und die Tiefenwirkung der

geistlichen Musik insbesondere bekennt,

auch sagen kann, dass Menschen in der

Musik ihren Herrn und Erlöser finden und

kennen lernen können.

Es ist meines Erachtens ein Relikt eines

rationalistischen Weltbildes, wenn man

Musik oft nur eine vorbereitende Rolle

zugestanden und auf die notwendige Interpretation

durch „das Wort“ hingewiesen

hat – Musik entfaltet auch in sich eine interpretierende,

eine überführende, eine

heilsame, eine läuternde Kraft. Manchmal

haben auch im kirchlichen Rahmen gut

gemeinte Worte das wieder zerstört, was

die Musik vorher hatte entstehen lassen.

Es geht mir nicht darum, die besondere

Bedeutung des verkündigenden Wortes

zu schmälern, aber darum, der Musik,

wie etwa auch der diakonischen Tat eine

eigenständige, meines Erachtens gottgewollte

Rolle, zuzugestehen.

Einer der Gastgeber der Jahreshauptversammlung in Schmiedeberg: Landesposaunenwart Stephan

Hoffmann. Im Rahmen der Arbeitstagung bedankte sich der Erste Vorsitzende des Gnadauer Posaunenbundes,

Dr. Uwe Andreas, persönlich bei ihm für die Mitarbeit. Als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft

der Landesposaunenwarte gehörte er über einen Zeitraum von rund 20 Jahren zum Bundesvorstand..

Foto: Günter Buhl


Dr. Michael Diener: Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

Ideologischen Streit vermeiden

Sie merken schon, dass ich dabei nicht

grundsätzlich zwischen den verschiedenen

Stilrichtungen der Musik unterscheide und

deshalb freue ich mich, wenn ganz unterschiedliche

Musikstile in unserer Gemeinschaftsbewegung

beheimatet sind und im

Dienst der Verkündigung stehen.

Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen

ein Schlagzeug oder eine elektrische Gitarre

antichristliche Phantasien, besonders bei

den Frommen ausgelöst haben und in denen

laute Rockmusik als vom Übel – und ich

weiß, was ich da sage – laute Bläsermusik

als himmlisch definiert wurden.

Vielleicht hilft uns auch die in diesen Jahren

populär gewordene Milieuforschung dabei

zu erkennen, wie wichtig unterschiedliche

Musikstile sind, um auch durch die Musik

den Menschen die frohe Botschaft zu verkündigen.

Hier kann es kein „entweder

oder“, auch kein „besser–oder schlechter“

geben. Wir reden bei Musikstilen, wie in

vielen kulturellen Fragen, weithin von Fra-

15

gen des individuellen Geschmacks, geprägt

durch Erziehung, Bildung, Charakter,

Lebenserfahrung und vieles mehr.

Deshalb besorgt es mich schon etwas,

wenn diejenigen, die sich entschieden gegen

das früher durchaus vorhandene Diktat

klassischer Holz- und Blechmusik gewandt

haben, nun ähnlich eindimensional so genannte

„moderne Musik“ als Hauptträger

von Verkündigung bezeichnet wissen wollen.

Hier müssen wir einen ideologischen

Streit auf jeden Fall vermeiden. Die Menschen,

die sich von ganzem Herzen der

Bach’schen Matthäuspassion hingeben,

kann ich für ein grandioses Gospelkonzert

kaum interessieren, und die Anhänger einer

christlichen Rockmusik werden beide

vorher genannten Angebote verschmähen.

Wir brauchen eine breite musikalische Palette

in unserer Gemeinschaftsbewegung,

je nachdem, welche Menschen wir ansprechen

wollen und wer unsere gemeindlichen

Veranstaltungen, vorneweg unsere

Gemeinschaftsstunden und Gottesdienste,

besucht.

Der Vorstand des Gnadauer Posaunenbundes

Vordere Reihe von links: Dr. Uwe Andreas (1. Vorsitzender), Gottfried Steffens (Stellvertretender

Vorsitzender), Dr. Marcus Liebmann (Geschäftsführer und Kassenwart). Hintere Reihe

von links: Günter Buhl (Redaktion bläserruf), Thomas Becker (Stellvertretender Vorsitzender),

Andreas Fingerle (neuer Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Landesposaunenwarte)


1

Dr. Michael Diener: Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

Breite des Liedgutes nicht verkürzen

Ich bin meinem Vorstandsbruder im Gnadauer

Vorstand und EC-Bundespfarrer,

Rudolf Westerheide, sehr dankbar, dass

er in seinem aktuellen Jahresbericht

das christliche Liedgut und die aktuelle

Gesangskultur im EC zu seinem Hauptthema

gemacht hat. Kurz zusammengefasst

weist er darauf hin, dass wir heute

sehr aufpassen müssen, dass die breite

Vielfalt des christlichen Liedgutes nicht

eindimensional durch den Bereich der

Lobpreis- und Anbetungslieder verkürzt

wird. Wo früher, so führt Rudolf Westerheide

aus, Verkündigungslieder, unterteilt

in Psalmlieder, Katechismuslieder und

Missionslieder, Glaubenslieder (darunter

auch Lobpreislieder), aber auch Lebenslieder,

aufgeteilt in Tagzeiten- und Kirchenjahreslieder,

Gottesdienst-, Kasual- und

Kreuz- und Trostlieder gesungen wurden,

regiert heute vielfach nur noch das moderne

Lobpreis- und Anbetungsliedgut.

Er plädiert deshalb für gute, neue Glaubens-

und Lebenslieder ebenso wie für

die Wiederentdeckung guter Choräle und

Kirchenlieder der vergangenen 50 Jahre.

Zwanzig Lieder aus allen Richtungen

sollten zumindest im Bereich des EC gefunden

und immer wieder verwendet und

gesungen werden. Der Bundespfarrer

plädiert für deutsch als Liedsprache und

dafür, auch die Bevölkerungsgruppen, die

Schlager und Volksmusik hören, mit entsprechendem

Liedgut zu „bedienen“.

Ich halte alle diese Überlegungen für sehr

wesentlich und hilfreich. Bei allem Verständnis

dafür, dass die Dimension der

Anbetung, die bei uns über Dekaden zu

TIPP: Den vollständigen Jahresbericht von

Rudolf Westerheide findet man im Internet:

http://www.ec-jugend.de/fileadmin/media/

Allgemein/Bundespfarrerbericht_10.pdf

kurz gekommen ist, nun pendelartig allzu

viel Raum einfordert, sollten wir dem entgegenwirken.

Englische Lieder, die mehr

schlecht als recht mit deutschen Liedtexten

verschlimmbessert wurden, gibt es inzwischen

wie Sand am Meer und dafür kaum

noch Lieder, die wichtige Heilstatsachen

erläutern und mich im Leben wie im Sterben

halten können. Und warum sollte es

nicht möglich sein, den Liebesliedern der

Volksmusik- und Schlagerbranche auch

Liebeslieder für unseren himmlischen Vater

entgegen zu setzen? 99 Luftballons,

Marmor, Stein und Eisen bricht, Hoch auf

dem gelben Wagen – das wäre doch mit guten

christlichen Texten denkbar (meine ich

jedenfalls). Wer mit Martin Luther „dem

Volk aufs Maul schaut“, der wird sich einer

solchen Herausforderung und Aufgabe

nicht von vornherein verschließen.

Wahrscheinlich haben wir jetzt schon genügend

Diskussions- und Gesprächsstoff

gesammelt – deshalb will ich mich mit einigen

letzten Akzenten nochmals dezidiert

der Bläserarbeit zuwenden.

Bläserarbeit ist ein Wunder

Die Gemeinschaftsbewegung kann auf

die Musik insgesamt, aber auch auf die

Bläserarbeit, unmöglich verzichten. Ein

wenig bedauere ich es, dass zu diesem

wichtigen Feld unserer Arbeit im Jubiläumsband

von 1 88, „Dem Auftrag verpflichtet“,

kein eigener Beitrag erschienen

ist. Und wenn in den kommenden Monaten

die Homepage des Evangelischen

Gnadauer Gemeinschaftsverbandes im

gänzlich neuen Gewand erscheint, sollten

wir auch darauf achten, dass die Bläserarbeit

dort besser platziert und der Link zur

eigenen Homepage leichter zu finden ist.

Für mich ist die Bläserarbeit in unserem

Verband eine Wunder- und Erfolgsgeschichte.

Ich will bewusst beides nennen.

Wir geben unserem Gott dafür die Ehre,


Dr. Michael Diener: Akzente zur Bläsermusik in der Gemeinschaftsbewegung

Keine Jahreshauptversammlung ohne Musik: natürlich wurde auch in Schmiedeberg viel geblasen.

Fotos: Günter Buhl

aber ich will auch in irdischen Kategorien

ausdrücken, dass es wirklich beachtlich

ist, wenn in einem Verband, dem 1 bei

der Gründung 8 Chöre mit 8 0 Mitgliedern

angehörten nun, über 5 Jahre später,

sich noch etwa die gleiche Zahl beheimatet

wissen. Wenn wir das ansonsten

vom Gang der Gemeinschaftsbewegung

nur auch überall sagen könnten....

Das zeigt, welch eine hervorragende Arbeit,

überregional, in den Landesverbänden

und an der Basis geleistet wird. Es ist

beachtlich, dass Sie an vielen Orten auch

dankbar und zufrieden auf die Nachwuchsarbeit

schauen können. Es ist gar nicht zu

ermessen, welcher Beitrag hier neben

geistlicher Prägung und musikalischer Bildung

auch zur charakterlichen Festigung

geleistet wird, und wie viele Jugendliche

und lebenslang am Blasinstrument dienende

Schwestern und Brüder hier ihren Glauben

bezeugt, aber auch tragende Gemeinschaft

erlebt haben und weiter erleben.

Offenes Ohr und offenes Herz

Es ist mir deshalb ein Herzensanliegen, Ihnen

allen aufrichtig zu danken und auch meinen

Respekt davor zu bekunden, wie hingebungsvoll,

treu und selbstverständlich diese

wichtige Arbeit landauf, landab geschieht.

Mein Dank gilt dem Vorstand des Gnadauer

1

Posaunenbundes, den regionalen Leitungsgremien,

den Landesposaunenwarten, den

Chorleitern vor Ort und allen Mitwirkenden.

Ich finde es großartig, was Sie zu Gottes

Ehre, Jung und Alt, Männer und Frauen, gemeinsam

tun.

Deshalb will ich Ihnen heute einfach zusagen,

in meinem neuen Dienst für Ihre Anliegen

und Vorstellungen ein offenes Ohr

und ein offenes Herz zu haben. Für mich

steht außer Zweifel, dass wir als Gemeinschaftsbewegung

einen bleibenden Auftrag

in unserer Zeit und Gesellschaft haben

und dass wir zur relevanten und verheißungsvollen

Erfüllung dieses Auftrages

auch Ihren Dienst, Ihre Begabungen und

Ihre Perspektiven brauchen, damit wir unter

dem Klang der Posaune einmal auch

gemeinsam das neue Lied der Offenbarung

(Offb. 15, – ) anstimmen können:

„Groß und wunderbar sind Deine Werke,

Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig

sind Deine Wege, Du König der Völker!

Wer sollte Dich, Herr nicht fürchten und

Deinen Namen nicht preisen? Den Du allein

bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen

und anbeten vor Dir, denn Deine gerechten

Gerichte sind offenbar geworden.“

Dr. Michael Diener,

Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes


18

Landesposaunenfeste im Sommer und Herbst 010 · Vor 0 Jahren im bläserruf aktuell

Landes-Posaunentage und -feste

Übersicht über die Termine im Sommer und Herbst 2010

Acht Landesverbände feiern in diesem Jahr Landesposaunenfeste. Begonnen hat die Serie in

Böhl-Iggelheim (Pfalz) und Reutlingen (Baden-Württemberg). Die Termin-Übersichten in den

Arbeitsberichten der Landesverbände zur Jahreshauptversammlung weisen folgende Veranstaltungen

aus (Änderungen vorbehalten):

. bis . Juli · Thüringen · Landesposaunentag in Kölleda

Weitere Informationen: Horst Preußler, Telefon: 03624 311778, E-Mail: horstpreussler@web.de

. bis 5. September · Vorpommern · Landesposaunenwochenende in Wolgast

Weitere Informationen: Helmut Friedrich, Telefon: 038378 29487

10. bis 1 . September · Nordmark · Landesposaunenfest in Elmshorn

Weitere Informationen: Werner Wiesenthal, Telefon: 040 7384496

10. bis 1 . September · Berlin–Brandenburg · Landesposaunentag in Spremberg

Weitere Informationen: Karl-Heinz Meise, Telefon: 03302 800871

18. bis 1 . September · Rhein–Main–Neckar · Landesposaunenfest in Worms

Weitere Informationen: Richard Roschy, Telefon: 06241 76954, E-Mail: richard.roschy@gmx.de

. Oktober · Bayern · Landesposaunenfest in Burgthann und Neumarkt

Weitere Informationen: Raphael Wilm, E-Mail: GPB-LV-Bayern@gmx.net

Posaunenfeste – altmodisch?

GESCHICHTE: Vor 40 Jahren im bläserruf

Angesichts der oben aufgeführten Reihe von Posaunenfesten

lohnt es sich einmal nachzulesen, welche Gedanken sich Schriftleiter

Gerhard Nickel vor 0 Jahren zu solchen Veranstaltungen

machte. Verzichten auf Feste mochte er nicht. Seine Fragen und

Antworten sind jedoch auch vier Jahrzehnte später noch aktuell.

Die sechsseitige bläserruf-Ausgabe 3/1970 steht auf der Homepage

des Gnadauer Posaunenbundes als pdf-Datei zum Herunterladen

zur Verfügung.

bläserruf-Preisrätsel in der Ausgabe 2 / 2010:

Gefragt wurde nach dem Lied von Robert Schumann im Buch „Mit hellen Posaunen I“ Die

richtige Antwort lautet: „Sei gegrüßt viel tausend Mal, holder, holder Frühling““.

Die CD „Premiere Recordings of Works for Professional and Student Brass Quintets“ hat

gewonnen:

Mirjam Friedrich, Posaunenchor Seebad Bansin (Landesverband Vorpommern).


Das bläserruf-Preisrätsel

GUSTAV MAHLER: 150. Geburtstag am 7. Juli 2010

Gustav Mahler wurde am . Juli 18 0 im böhmischen

Kalischt (heute Tschechische Republik)

geboren.

Der österreichische Komponist und Dirigent

machte sich um die Entwicklung der

spätromantischen Sinfonie verdient, die

er bis zum epochalen Höhepunkt weiterentwickelte.

Gustav Mahler übte einen

wichtigen Einfluss auf zahlreiche Komponisten

des 0. Jahrhunderts aus, wie zum

Beispiel auf Arnold Schönberg oder Alban

Berg. Mahlers Kompositionen konzentrierten

sich auf die Gattung des Liedes

und der Sinfonie. Als Operndirektor galt

er zudem als Reformer des Musiktheaters.

Zu seinen bedeutenden Werken gehören

„Lieder eines fahrenden Gesellen“,

„Kindertotenlieder“ und „Das Lied von der

Erde“.

Die Preisfrage:

Im Jahr 188 schrieb Mahler „Sieben tableaux vivants für Orchester“ (nach Joseph

Victor von Scheffels Dichtung). Die Partitur fiel möglicherweise den Bombardierungen

Kassels 1 zum Opfer. Wie hieß das Werk?

Lösung bitte schriftlich, als Fax oder per E-Mail an die bläserruf-Redaktion schicken

(Adresse auf Seite 1 ). Einsendeschluss: 1 . August 010.

1

Der Preis:

Eine CD mit Musik von Gustav Mahler und

anderen:

Brassissimo Vienna:

„Die schöne Galathée“

Inhalt (Auszug):

Ging heut‘ morgen übers Feld (Gustav

Mahler) – Birdland (Joe Zawinul) – Scherzo

(Franz Schubert) – Rumänische Volkstänze

(Bela Bartok) – Allemande (Johann

Pezelius) – Tudor Motette (Christopher

Tye) – Tritsch-Tratsch-Polka (Johann

Strauss) – Kretzilla (Johannes Kretz) – Rondeau

(Jean-Joseph Mouret) – In der Natur

(Antonin Dvorak)


0

TERMINE

Angaben ohne Gewähr. Neu aufgenommene Termine in blauer Schrift.

Übersicht über Landes-Posaunentage und -feste im Sommer und Herbst 010 auf Seite 18

1 . bis 18. Juli 010:

Jungbläserzeltlager in Lindau-Mühlenholz (Landesverband Nordmark)

Weitere Informationen: Werner Wiesenthal, Telefon: 040 7384496

1 . bis 15. August 010:

Jugendbläserwochenende „Brassreflex“ in Wittgensdorf (Landesverband Sachsen)

Weitere Informationen: Stephan Hoffmann, Telefon: 0377 5432687

. bis 10. Oktober 010:

Kinderbläserwochenende in Dorfchemnitz (Landesverband Sachsen)

Weitere Informationen: Stephan Hoffmann, Telefon: 0377 5432687

15. bis 1 . Oktober 010:

Jungbläserwochenende in Rostock (Landesverband Mecklenburg)

Weitere Informationen: Matthias Schmidt, Telefon: 0381 4004335

. bis . Oktober 010:

Bläserwochenende in Reudnitz (Landesverband Sachsen)

Weitere Informationen: Stephan Hoffmann, Telefon: 0377 5432687

. bis 8. November 010:

Jugendbläserwochenende „Brassreflex“ in Friedersdorf (Landesverband Sachsen)

Weitere Informationen: Stephan Hoffmann, Telefon: 0377 5432687

Weitere Termine und Informationen im Internet: www.gnadauer-posaunenbund.de

Redaktionsschluss für die bläserruf-Ausgabe 4 / 2010: 13. August 2010

Herausgeber: Gnadauer Posaunenbund (www.gnadauer-posaunenbund.de)

Vorsitzender: Dr. Uwe Andreas, Ritschermoor 1, 1 0 Drochtersen

Telefon: 0 1 8 10 0, E-Mail: USA 5@t-online.de

Geschäftsstelle: Dr. Marcus Liebmann, Püngelerstr. d, 5 0 Aachen

Telefon: 0 1 88

E-Mail: geschaeftsfuehrer@gnadauer-posaunenbund.de

Bankverbindung: Konto 5 0 0 0 bei VR Bank Pinneberg

(BLZ: 1 1 05)

Redaktion, Layout: Günter Buhl, Walchenseeweg 1 , 8 1 Mannheim

Telefon: 0 1 8 , Fax: 0 1 8

E-Mail: blaeserruf@gnadauer-posaunenbund.de

Druck: Onlineprinters GmbH, Neustadt an der Aisch

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