PASSAUER WOLF-Magazin
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Ausgabe 3/2012<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong><br />
Für Patienten, Gäste und Freunde des <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> • Reha-Zentren • Hotelkliniken<br />
Aktuell<br />
PASSAueR WOlF setzt Maßstäbe<br />
mit neu zertifizierter<br />
Hotelklinik und neuer Marke<br />
unsere kompetenz<br />
tScHeRnOBYl — Hilfe für<br />
6-jährige Valeria aus der<br />
ukraine<br />
Gesundheit<br />
WAlnÜSSe — kugelrunde,<br />
kerngesunde köstlichkeiten
Kleine Klingergasse 10<br />
94032 Passau<br />
Tel.: 0851/93143-0<br />
Fax: 0851/93143-15<br />
sanitaetshaus-fuerst@t-online.de<br />
Schwarzmaier Str. 10 a<br />
94481 Grafenau<br />
Tel.: 08552/671<br />
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4 Gründe, sich zu freuen<br />
Gesundheitstag<br />
Die Kollegen der Therapieambulanz<br />
waren wieder mit<br />
einem großen Info-Stand<br />
beim Neustädter Gesundheitstag<br />
vertreten. Der Zuspruch<br />
in diesem Jahr war<br />
enorm. Dies lag vor allem<br />
daran, dass die beiden<br />
Kollegen ausgebildete Fachtherapeuten<br />
im sogenannten<br />
Kinesio-Taping sind und<br />
interessierten Besuchern<br />
Tapes aufbringen und die<br />
Wirkungsweise der Tapes<br />
anschaulich erläutern konnten.<br />
Mit den bunten Tapes<br />
war der Messestand ein<br />
echter „Hingucker“!<br />
INHALT<br />
Aktuell ................... 4<br />
Unser Haus .............. 8<br />
Mein Tag ................... 9<br />
Unsere Umgebung ......10<br />
Unsere Kompetenz .....12<br />
1 2 3<br />
Die Fledermaus —<br />
Ein Gastspiel mit Hindernissen.<br />
Nicht nur als klassisches<br />
Stück bietet die Fledermaus<br />
eine Menge Spaß,<br />
sondern auch als Schauspiel,<br />
das Unterhaltung bietet.<br />
Das Publikum wartet,<br />
der Tourneebus bleibt im<br />
Stau stehen! So nimmt das<br />
Spiel mit einzig vier privat<br />
angereisten Akteuren seinen<br />
Lauf. Die Operetten-<br />
Komödie fi ndet am Mittwoch,<br />
2. Januar 2013, im<br />
Kursaal in Bad Griesbach-<br />
Therme um 20 Uhr statt.<br />
Karten: Gäste-Info, Tel.<br />
08532 792-47. Weitere Infos<br />
unter www.fl edermaus-mithindernissen.de.<br />
Lebensgeschichten .....16<br />
Alltagstipp ...............17<br />
Lebenshilfe ..............18<br />
Ratgeber Gesundheit ..20<br />
Zu guter Letzt ..........22<br />
Störche im Winter<br />
Es ist schon ein sehr ungewöhnlicher<br />
Anblick: Zwei<br />
Störche im Schnee bei der<br />
Futtersuche. Inzwischen ein<br />
gewohntes Bild in Nittenau.<br />
Sie werden liebevoll gefüttert,<br />
bleiben in einem gewissen<br />
Abstand stehen und<br />
beobachten zunächst die<br />
Futterstelle. Stress können<br />
die Vögel nicht vertragen,<br />
weil sie dadurch einen enormen<br />
Energieverlust erleiden.<br />
Das Storchenpaar zieht<br />
regel mäßig Junge auf, die<br />
aber gen Süden fl iegen.<br />
Foto: Mittelbayerische Zeitung<br />
COVER<br />
Ötzi-Ausstellung<br />
Im Jahr 1991 entdeckten<br />
zwei Wanderer in den<br />
Ötztaler Alpen eine männliche<br />
Leiche. Den Schwerpunkt<br />
der Ausstellung bildet<br />
die Nachbildung der<br />
Gletschermumie Ötzi und<br />
die Nachbildung des „lebenden“<br />
Ötzi in seiner<br />
Umgebung. Informiert<br />
wird darüber, wie zu Ötzis<br />
Zeiten Waffen angefertigt,<br />
gejagt sowie Kleidung<br />
und Geräte hergestellt<br />
wurden. Hinzu kommen<br />
spannende archäologische<br />
Ent deckungen aus<br />
dem Raum Ingolstadt. Bis<br />
07.04.2013 Ausstellung im<br />
Stadtmuseum Ingolstadt.<br />
Die Blätter vom Walnussbaum<br />
dienen als Tee zur Stärkung<br />
der Verdauung und gegen<br />
Hautprobleme. Aus den Nüssen<br />
kann man allerlei Leckereien<br />
zubereiten, die zudem noch<br />
gesundheitsfördernd gesundheitsfördernd sind<br />
(siehe Ratgeber Ratgeber Gesundheit<br />
auf Seite 20).<br />
Ausgabe 3/2012 3<br />
4
AKTUELL<br />
4<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> setzt in Bad Griesbach<br />
MaßstäbemitneuzertifizierterHotelklinikund<br />
neuer Marke<br />
„Zukünftig wird die Zugehörigkeit zur Unterneh-<br />
mensgruppe <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> auch in dem Namen<br />
der weiteren Einrichtungen in Bad Gögging, Nitte-<br />
nau und Ingolstadt sichtbar. Alle Häuser der Gruppe<br />
werden den roten <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> in Zukunft als<br />
neues Markenzeichen tragen. Die Marke <strong>PASSAUER</strong><br />
<strong>WOLF</strong> wird die Zusammengehörigkeit und die<br />
gleichbleibend hohe Qualität aller <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Reha-Zentren • Hotelkliniken auch optisch nach au-<br />
ßen dokumentieren“, sagte Geschäftsführer Stefan<br />
Scharl bei der Präsentation der neuen Dachmarke.<br />
Vier „Kliniksterne“ für die <strong>PASSAUER</strong><br />
<strong>WOLF</strong> Hotelklinik Bad Griesbach<br />
Nun wurde auch die <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Hotelklinik Bad Griesbach<br />
mit vier von fünf Kliniksternen für die hohe Servicequalität<br />
ausgezeichnet. MdL Walter Taubeneder drückte in<br />
seinen Grußworten die Freude über den weiteren Ausbau<br />
von medizinischer Spitzenleistung und Wohlfühlklima in<br />
der Region aus. „Die Qualität des Passauer Wolf ist bekanntermaßen<br />
sehr hoch.“ Der stv. Landrat Raimund Kneidinger<br />
V. l. n. r.: Dr. med. Wolfgang Berger, Chefarzt Orthopädie,<br />
Betriebsleiter Stephan Rubenbauer, Therapieleitung Birgit<br />
Troll, stv. Gastgeberin Elisabeth Rohrmeier, Betriebsleiter<br />
Felix Bauer, Manfred Schachermayr, Klinik + Sterne.<br />
sagte: „Für die Gesundheitsregion Passau ist es wesentlich,<br />
im Bereich Kliniken und Rehabilitation gut aufgestellt zu<br />
sein. Der Passauer Wolf erfüllt diese Aufgabe.“ Wichtig sind<br />
auch die qualifi zierten Arbeitsplätze, die der Passauer Wolf<br />
sichert und für die Region ausbaut. Bürgermeister Jürgen<br />
Fundke sieht den Passauer Wolf als Qualitätsvorreiter für<br />
Bad Griesbach im Bäderdreieck. „Besonders freut mich,<br />
dass im Laufe eines Jahres neben der Fünf-Sterne-Hotelklinik<br />
Maria Theresia nun auch die Hotelklinik Bad Griesbach<br />
mit vier Kliniksternen zertifi ziert wurde und allen Sozialversicherungsträgern<br />
offen steht.“<br />
Tag der offenen Tür<br />
Gleichzeitig mit der Verleihung der Kliniksterne fand in der<br />
Hotelklinik Bad Griesbach ein Tag der offenen Tür statt. Ca.<br />
200 Besucher besichtigten das Haus und konnten sich vom<br />
hohen Standard qualifi zierter Rehabilitation überzeugen.<br />
Stärkung erhielten die Besucher am Schmankerl-Buffet im<br />
komplett renovierten Restaurant. Bei wohltuender Atmosphäre<br />
und Sonnenschein wurden sie von der Küchen- und<br />
Servicemannschaft unter der Leitung von Hugo Lindner betreut.<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
Am 1. September 2012 hat Dr. Martin Gerneth die<br />
ärztliche Leitung der <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> City-Reha<br />
Ingolstadt übernommen. Er trägt nun die fach-<br />
liche Verantwortung für die ganztägig ambulante<br />
orthopädische Rehabilitation, das IRENA-Programm<br />
der Rentenversicherung, die Angebote im Bereich<br />
Reha-Sport sowie für die Nachsorge- und Präven-<br />
tionsprogramme.<br />
D<br />
er gebürtige Ingolstädter absolvierte seine Facharztausbildung<br />
im Fachbereich Orthopädie am<br />
Klinikum Ingolstadt unter der Leitung von Prof. Dr.<br />
Axel Hillmann. Nach anschließender zweijähriger Tätigkeit<br />
in einer Münchener Gemeinschaftspraxis, kam er 2011 zurück<br />
nach Ingolstadt und ist seither im <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Reha-Zentrum Ingolstadt aktiv. Zunächst hat er sich als<br />
Oberarzt bewährt, sodass der nächste Karriereschritt zum<br />
Leitenden Arzt nur folgerichtig war.<br />
Die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem Team<br />
der City-Reha machen dem 38-jährigen besondere Freude.<br />
„Im Rahmen der orthopädischen Rehabilitation haben wir<br />
die Möglichkeit, die Patienten in komfortablem Ambiente<br />
an hochwertigen Geräten zu betreuen. Dass die Patienten<br />
nicht nur fachlich bestens betreut werden, sondern sich<br />
auch wohl fühlen, ist für den Behandlungserfolg mit ausschlaggebend“,<br />
so Dr. Martin Gerneth.<br />
Dabei müssen die Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit<br />
und Leistungsfähigkeit mit der Rehabilitation<br />
nicht enden. Gerne werden die Patienten in der City-Reha<br />
Ingolstadt auch präventiv und im Rahmen von Nachsorgeprogrammen<br />
im Anschluss an die Reha weiter betreut. Man<br />
kennt sich in der City-Reha und trainiert gerne weiter im<br />
bereits gewohnten Rahmen. „Viele Patienten bleiben uns<br />
nach der Reha weiterhin treu und nutzen die Angebote wie<br />
IRENA oder die Medizinische Fitness oder die therapeutische<br />
Behandlung auf Rezept. So haben wir den Behandlungsverlauf<br />
über die Reha hinaus im Blick und sehen auch<br />
Dr. Martin Gerneth, ERC Spieler Jakub Ficenec<br />
und Therapieleiter Alexander Meierl<br />
AKTUELL<br />
Dr. Martin Gerneth, neuer<br />
Leitender Arzt der <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
City-Reha Ingolstadt<br />
die Fortschritte der Patienten“, so der ärztliche Leiter.<br />
Die City-Reha Ingolstadt ist zudem Kompetenzpartner der<br />
Ingolstädter Eishockeyprofi s, dem ERC. Die Betreuung der<br />
Spitzensportler als Mannschaftsarzt übernimmt Dr. Martin<br />
Gerneth zusätzlich.<br />
Zusätzliche Fachärzte in der<br />
City-Reha Ingolstadt<br />
Neben der Führungsstruktur hat sich aber auch die fachliche<br />
Struktur in der <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> City-Reha verändert.<br />
Mit dem Beginn von Jens Schöller, Facharzt für Orthopädie<br />
und Unfallchirurgie in der Funktion des Oberarztes am<br />
1. Januar 2013, wird das Ziel des Facharztstandards in der<br />
City-Reha Ingolstadt umgesetzt, denn auch Alexander<br />
Dalinger hat im Oktober seine Prüfung zum Facharzt für<br />
Physikalische und Rehabilitative Medizin erfolgreich abgelegt.<br />
„Damit werden ab dem Jahresbeginn 2013 drei Fachärzte<br />
für die Patientinnen und Patienten im ambulanten<br />
Bereich da sein und fachliche Kompetenz von der ersten<br />
Sekunde an garantieren“, so der Geschäftsführer Stefan<br />
Scharl. „Das erfüllt uns mit besonderem Stolz, da die Betreuungsqualität<br />
für unsere Patientinnen und Patienten<br />
noch weiter verbessert wird.“<br />
Ausgabe 3/2012<br />
5
Aktuell<br />
6<br />
Richtfest und einführung<br />
der neuen Marke<br />
PASSAueR WOlF<br />
Fürsorge, Sicherheit und Lebensqualität<br />
im Alter: Das Senioren-Zentrum Nittenau<br />
eröffnet im Sommer 2013. Zum Richtfest<br />
des Neubaus am 25. Oktober 2012 wurde<br />
die Marke <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> eingeführt.<br />
Z<br />
ur Zeit entstehen 60 Einzelzimmer und 12 Doppelzimmer<br />
mit Bad sowie acht Wohnungen für betreutes<br />
Wohnen im <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Senioren-Zentrum<br />
Nittenau. Bewohner aller Pfl egestufen können ab Sommer<br />
2013 aufgenommen werden. Neben der vollstationären<br />
Langzeit- und Kurzzeitpfl ege umfasst das Konzept auch das<br />
„Betreute Wohnen“. Für die Mieter dieser Apartments<br />
steht eine umfangreiche Palette von Dienstleistungen zur<br />
Verfügung, die eine weitgehende Selbständigkeit im Alter<br />
ermöglichen. Das Richtfest des Neubaus war gleichzeitig<br />
Anlass für die Markeneinführung <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>. Die Zugehörigkeit<br />
zur Unternehmensgruppe wird nun auch im<br />
Namen, sowohl für das Reha-Zentrum als auch für das<br />
Senioren-Zentrum, deutlich.<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> steht für bewährte medizinische Rehabilitation,<br />
ausgezeichnete Kompetenz und viel Herz. Nittenau<br />
ist einer von vier bayerischen Klinikstandorten des Unternehmens.<br />
Insgesamt werden in den <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Reha-Zentren • Hotelkliniken jedes Jahr ca. 16.000 Patienten<br />
behandelt. Die Standorte der Klinikgruppe <strong>PASSAUER</strong><br />
<strong>WOLF</strong> in Bad Griesbach, Bad Gögging, Ingolstadt und Nittenau<br />
zählen zu den führenden Zentren für Rehabilitation<br />
und medizinische Versorgung in Süd- und Ostbayern.<br />
erweiterung der medizinischen<br />
Versorgung für die Region<br />
Das Gelände rund um das Reha-Zentrum entwickelt sich<br />
sukzessive zum Gesundheitszentrum. Mit der Fertigstellung<br />
des Neubaus werden zwei weitere Arztpraxen eröffnet. Das<br />
Spektrum der chirurgischen Versorgung wird dann um die<br />
Innere Medizin, Dr. Johann Hartl (Facharzt für Innere Medizin/Arzt<br />
für Diabetologie, Nittenau), und die Allgemein-<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
medizin, Elisabeth König-Huber (Fachärztin für Allgemeinmedizin,<br />
Nittenau) ergänzt. Weiterhin wird sich<br />
eine Apotheke mit ansiedeln. Für die Bewohner des<br />
Senioren-Zentrums verbessert sich damit das medizinische<br />
Versorgungsangebot.<br />
Sicherheit, persönliche Zuwendung<br />
und ein hohes Maß an Privatheit<br />
Einen Arzt in der Nähe zu wissen, bietet Sicherheit. Darüber<br />
hinaus wird im <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Senioren-Zentrum<br />
Wert auf das Wohlfühlambiente gelegt. So können eigene<br />
Erinnerungsstücke und Einrichtungsgegenstände mitgebracht<br />
werden. Alle speziellen Bedürfnisse der Bewohner<br />
wurden bereits in der Planung des Gebäudes<br />
berücksichtigt. Auf Barrierefreiheit wird bei der Gestaltung<br />
der Zimmer geachtet. Alle Flure und Gemeinschaftsräume<br />
werden mit Tageslicht durchflutet sein,<br />
was das freundliche Ambiente unterstreicht. Ein Telefon<br />
mit Notruffunktion, Radio und Fernseher haben die<br />
Patienten im Zimmer; ebenso einen eigenen Balkon. Jederzeit<br />
können die Bewohner an abwechslungsreichen<br />
Freizeitangeboten teilnehmen. „Besonders wichtig ist<br />
für uns die individuelle Pflege durch professionelle<br />
Fachkräfte. Die Bewohner sollen sich sicher und geborgen<br />
fühlen und ihren Alltag so lange wie möglich<br />
selbständig planen. Wir arbeiten eng mit den Angehörigen<br />
zusammen. Diese sind jederzeit willkommen; es<br />
gibt keine festen Besuchszeiten“, so Franz Melan, Leiter<br />
des Senioren-Zentrums.<br />
V.l.n.r.: Heimleiter Franz Melan, Geschäftsführer Stefan<br />
Scharl, Bürgermeister Karl Bley, Geschäftsführer Florian<br />
Leebmann, Gesellschafterin Elisabeth Haselberger,<br />
Architekt Adolf Hummel<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Reha-Zentrum Bad Gögging<br />
AKTUELL<br />
Ina Pabst neue<br />
Pflegedienstleiterin<br />
Manchmal kommt es anders als<br />
man denkt — und dann passt es<br />
doch: Eigentlich wollte die neue<br />
Pflegedienstleiterin Ina Pabst<br />
(52) Ingenieurin werden. Dazu<br />
schloss sie sogar eine Berufsausbildung<br />
als Mechanikerin ab.<br />
Zugleich machte sie 1976 das<br />
Abitur in Quedlinburg. Doch<br />
dann wechselte Ina Pabst in das deutsche Schulsystem:<br />
Nach dem erfolgreichen Pädagogikstudium in Leipzig<br />
arbeitete die neue Pflegedienstleitung acht Jahre in<br />
Realschulen in Quedlinburg und Thale in Sachsen-<br />
Anhalt.<br />
Nach der Wende 1991 schloss sich eine weitere Berufsausbildung<br />
als Krankenschwester an. Hier hat die<br />
rührige Fachkraft von der Pike an gelernt: „Über zehn<br />
Jahre habe ich als Nachtschwester im Vinzenzkrankenhaus<br />
Hannover geackert. Zugleich habe ich in dieser<br />
Zeit ein Fernstudium im Fach Pflegemanagement absolviert!<br />
Außerdem habe ich das Tagesgeschäft eines<br />
Hauses der Maximalversorgung mit über 16.000 stationären<br />
Fällen kennengelernt!“<br />
Über engagierte Tätigkeiten als Bereichs- und Pflegedienstleitung,<br />
zuletzt in Bad Tölz mit Schwerpunkten<br />
Neurologie und Orthopädie, konnte nun das <strong>PASSAUER</strong><br />
<strong>WOLF</strong> Reha- Zentrum Bad Gögging Ina Pabst gewinnen.<br />
„Ich bin gerne in diesen sympathischen Ort gekommen.<br />
Ich mag diese Gegend Bayerns besonders! Man kann<br />
hier gut heimisch werden“, ist sich Ina Pabst sicher.<br />
Beeindruckt hat die rührige und herzliche Führungskraft<br />
das Lebensweltkonzept ihres neuen Arbeitgebers.<br />
Nur eine individuelle Betreuung sichert den Patienten<br />
ein Profil, das den Erfordernissen des Einzelnen gerecht<br />
wird. „Die Arbeit mit Menschen für Menschen ist<br />
das Anspruchvollste, was ich kenne. Jeder Tag ist eine<br />
Herausforderung — mit unseren Pflegekräften und den<br />
Patienten. Zielgerichtet führen und zugleich immer<br />
Freundlichkeit ausströmen, das ist mein Geheimnis“,<br />
verrät Ina Pabst.<br />
Ausgabe 3/2012 7
unSeR HAuS<br />
8<br />
PASSAueR WOlF Hotelklinik Bad Griesbach<br />
Restaurantinneuem„Outfit“<br />
MdL Walter Taubeneder mit Stefan Scharl, Geschäftsführer<br />
Architekt Georg Leeb mit Vitus Leebmann, Gesellschafter<br />
W<br />
er das Restaurant in der Hotelklinik<br />
Bad Griesbach aus dem Eröffnungsjahr<br />
1979 kennt und die Jahre über<br />
sporadisch aufgesucht hat, erkennt es nicht wieder!<br />
Es ist regelrecht zu einem Glanzpunkt in<br />
dem mit vier Kliniksternen zertifi zierten Haus<br />
geworden. Die komplette Umgestaltung und die<br />
Verarbeitung hochwertiger Materialien ergeben<br />
ein Ambiente zum Wohlfühlen. Das Mobiliar, die<br />
Deckenleuchten und die liebevoll bis ins Detail<br />
ausgesuchte Dekoration mit Pfl anzen und Bildern<br />
sind geschmackvoll kombiniert. Selbst das<br />
neue Kreuz, das Holzschnitzer Ludwig Unterbuchberger<br />
aus Aigen a. Inn stilsicher ausgewählt<br />
und bearbeitet hat, hat nach der Segnung von<br />
beiden Konfessionen einen optimalen Platz gefunden.<br />
Aufgelockert an fl exibel kombinierbaren 6er,<br />
4er und 2er-Tischen genießen die Patienten<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
V.l.n.r.: Kath. Pfarrer Gunther Drescher,<br />
ev. Diakon Georg Herrmannsdörfer, stv. Landrat<br />
Raimund Kneidinger, Kreisrat Hans Danner,<br />
Bgm. Jürgen Fundke mit Frau.<br />
Die neuen Buffetanlagen<br />
das reichhaltige Speisenangebot. Die Farbkombination<br />
von warmen Braun- und Rottönen mit<br />
wertigen grauen und beigen Elementen schafft<br />
einen positiven Gesamteindruck. Der Gast fühlt<br />
sich eingeladen, in Gesellschaft oder in ganz<br />
privatem Rahmen seine Mahlzeiten einzunehmen.<br />
Küchenchef, Diätkoch oder –assistentin stehen<br />
für Fragen zur Verfügung oder geben Koch-/Ernährungstipps<br />
für zu Hause. Die neuen Buffetanlagen<br />
für das Frühstücks- und Salatbuffet sowie<br />
alle warmen Speisen werden optimal genutzt.<br />
Das Salatbuffet ist ein echter Appetitanreger.<br />
Beim warmen Buffet erfährt der Gast die entsprechenden<br />
Erklärungen durch die Küchenmitarbeiter.<br />
Letztere, die ansonsten meist in der<br />
Küche verbannt waren, genießen nun den direkten<br />
Gästekontakt. Es ist fast als ein harmonisches<br />
Miteinander zu bezeichnen.<br />
Mein Tag<br />
M<br />
ein Name ist Andreas Schneider, ich bin 21 Jahre<br />
alt und habe im Juli 2012 meine Ausbildung zum<br />
Koch erfolgreich mit der Note „gut“ abgeschlossen.<br />
In Bad Griesbach hatte ich die Möglichkeit in allen<br />
Betrieben, d. h. im Reha-Zentrum Bad Griesbach und den<br />
Hotelkliniken zu arbeiten. In der Vier-Sterne-Superior Hotelklinik<br />
Maria Theresia war ich im letzten Ausbildungsjahr<br />
überwiegend eingesetzt. Ich wurde hier auch als Jungkoch<br />
übernommen, womit für mich persönlich ein großer Wunsch<br />
in Erfüllung gegangen ist.<br />
Wenn ich für das Abendessen zuständig bin, beginnt meine<br />
Arbeitszeit mittags. Zunächst verschaffe ich mir einen<br />
Überblick, ob es neue wichtige Informationen an meinem<br />
Arbeitsplatz oder an Patientenwünschen gibt. Was sind<br />
heute für Vorbereitungen für das Abendessen zu treffen?<br />
Gibt es im Tagesgeschäft noch etwas vorzubereiten? Unser<br />
Kaffeehaus ist ab 11 Uhr geöffnet, auch für das à la carte<br />
Geschäft. Zusammen mit meinem Vorgesetzten schreibe<br />
ich die Speisekarte. Ganz besonders Spaß macht es mir,<br />
neue Rezepte zu entwickeln und auszuprobieren.<br />
Die Warenbestellung entsprechend der Speisekarte muss<br />
vorgenommen werden. An manchen Tagen darf ich meinem<br />
Vorgesetzten sogar bei der Ausbildung die neuen Azubis zur<br />
Hand gehen und meine Erfahrungen einfl ießen lassen. Um<br />
18 Uhr beginnt dann die Essensausgabe für unsere Gäste,<br />
die ihre Wünsche morgens bekannt gegeben haben. Zwischen<br />
19 und 20 Uhr beende ich meinen Dienst.<br />
Ich arbeite sehr gerne in der Hotelklinik Maria Theresia,<br />
das Betriebsklima und das Miteinander in der Abteilung sind<br />
prima. Außerdem bin ich sehr froh, einen sicheren Arbeitsplatz<br />
zu haben. Meine Freizeit sieht ganz anders aus: Ich<br />
schraube gerne an Autos herum!<br />
Andreas Schneider (rechts) beim Dreh für www.myazubi.de<br />
Ausgabe 3/2012 9
UNSERE UMGEBUNG<br />
10<br />
Der Kuchlbauer-Turm nach Hundertwasser in Abensberg<br />
Baukunst trifft Braukunst<br />
Kuchlbauer-Turm — ein Hundertwasser Architekturprojekt.<br />
Geplant und bearbeitet von Architekt Peter Pelikan,<br />
© Brauerei zum Kuchlbauer GmbH & Co KG, Abensberg<br />
Im Abensberger Kuchlbauer-Turm wird<br />
traditionelle Braukunst mit anspruchsvoller<br />
Architektur kombiniert bzw. vollendet.<br />
Angenehme runde Formen, tanzende<br />
Fenster, wellige Böden und organische<br />
Linien, Zwiebeltürme und Baummieter,<br />
das sind die Elemente Hundertwassers für<br />
menschengerechtes Bauen im Einklang mit<br />
der Natur.<br />
D<br />
er 35 Meter hohe Turm wurde<br />
erdacht und geplant von<br />
Friedensreich Hundertwasser,<br />
der im Jahr 2000 noch während<br />
der Planungsphase starb. Errichtet<br />
wurde der Bau nach dem Tod Hundertwassers<br />
von dem Architekten<br />
Peter Pelikan. Unter der Regie von<br />
Leonhard Salleck, dem Inhaber der<br />
Brauerei, wurde der Turm fertiggestellt.<br />
„Mit schönen Farben und<br />
Formen wollte Friedensreich Hundertwasser<br />
den Menschen Freude<br />
und Glück bereiten“, erklärt Bauherr<br />
und Brauereichef Leonhard Salleck,<br />
„mit unserem Weißbier wollen<br />
wir das auch, und so passt das sehr<br />
gut zusammen.“<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
2007 wurde der Grundstein gelegt. 2008 wurde die vergoldete<br />
Dachkugel auf den Turm gesetzt. Sie hat einen Durchmesser<br />
von zehn Metern und ist zwölf Tonnen schwer. Der<br />
Bau sollte 2009 fertig gestellt werden, doch verzögerten<br />
sich die Arbeiten. Im Januar 2010 wurde der Turm geöffnet<br />
und erfreut sich seither großer Beliebtheit als Ausflugsziel<br />
für Besucher aus nah und fern.<br />
Von der Aussichtsplattform des Turms genießt man einen<br />
herrlichen Blick auf das Städtchen Abensberg und schaut<br />
weit in das Hopfenland Hallertau, das größte zusammenhängende<br />
Hopfenanbaugebiet der Welt.<br />
Besichtigen kann man den Kuchlbauer-Turm im Rahmen einer<br />
Führung samt Brauereibesichtigung und Bierprobe.<br />
Führungen finden i. d. R. täglich statt. In der Weihnachtszeit<br />
wird am Fuße des liebevoll beleuchteten<br />
Turms ein kunstvoller Weihnachtsmarkt<br />
ausgerichtet, der viele Besucher durch seine<br />
besondere Stimmung begeistert.<br />
Neu hinzugewachsen ist in diesem Jahr<br />
das „Kunsthaus Abensberg“. Mit seinem<br />
spektakulären „schiefen Turm“ ist<br />
unSeRe uMGeBunG<br />
es eine weitere Attraktion im zentralen Bierkunstort<br />
Bayerns. Nach seiner Fertigstellung bietet das von dem<br />
Wiener Architekten Peter Pelikan erschaffene Bauwerk<br />
eine Kunstausstellung, einen Shop und ein Wiener Café.<br />
Der Kuchlbauer-Turm ist von weither sichtbar, und so hat<br />
man auf den Wanderwegen rund um den <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Bad Gögging fast immer einen Blick auf die goldene<br />
Kuppel, die je nach Lichteinfall über die Felder strahlt.<br />
Der Fußweg zum Turm führt über eine ebene Strecke an der<br />
Abens entlang und bietet einen fast verkehrsfreien angenehmen,<br />
ca. 1-stündigen Weg, sich dem Kunstwerk zu<br />
nähern. In den Sommermonaten erwartet den Wanderer<br />
ein gemütlicher Biergarten am Fuße des Turmes. Auch<br />
zur Abensberger Altstatt ist es dann nicht mehr weit.<br />
Wer sich eine oder beide Strecken sparen möchte,<br />
fährt mit dem Linienbus ab Bad Gögging: bis zur<br />
Haltestelle Grundschule Abensberg, direkt gegenüber<br />
vom Turm.<br />
Das Bauwerk und seine Anbauten auf dem<br />
gesamten Platz sind auf jeden Fall einen<br />
Besuch wert und auch für Nichtbiertrinker<br />
ein Genuss.<br />
Ausgabe 3/2012 11
UNSERE KOMPETENZ<br />
12<br />
Tschernobyl — Hilfe für Spätschäden<br />
Mitte Juli kam die 6-jährige Valeria aus Naroditschi, Ukraine, zusammen mit ihrer Mutter<br />
auf Initiative der Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V. nach München. Sie wurde 2010 in<br />
Kiew an einem Gehirntumor operiert. Um dem Kind ein normales Leben zu ermöglichen,<br />
erhielt es eine Rehabilitationskur. Sie wurde mit ihrer Mutter im <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Reha-<br />
Zentrum Bad Griesbach herzlich aufgenommen und von allen Beteiligten umsorgt.<br />
V<br />
aleria hatte täglich Krankengymnastik bei André<br />
Heerd. Hierzu wurde extra ein Gleichgewicht- und<br />
Koordinationsparcours in der Sporthalle für die Zeit<br />
von Valerias Aufenthalt fest installiert. Dieser Parcours bestand<br />
aus einem Minitrampolin, verschiedenen Matten und<br />
Weichbodenmatten, einer Balancierplanke und Turnbänken,<br />
großen Gymnastikrollen und Bällen in vielen Farben<br />
und Größen. Täglich wurde er ausgiebig begangen und<br />
bespielt. Am meisten Spaß machten Valeria der Rollschlitten<br />
und das Lauffahrrad, das André von seiner kleinen<br />
Tochter Laura mitgebracht hatte. Dadurch konnte Valeria<br />
große Fortschritte in ihrer Bewegungssicherheit und im<br />
Gleichgewichtsverhalten erreichen.<br />
Außerdem ging Valeria regelmäßig mit André und der<br />
Sporttherapie-Praktikantin Eva Waldher in unser hauseige-<br />
Vor einem tränenreichen Abschied versammelten<br />
sich nochmals alle Beteiligten am Eingang zum<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Reha-Zentrum Bad Griesbach.<br />
V. l. n. r.: Praktikantin in der Sporttherapie Eva<br />
Waldher, Mitpatientin Viktoria Stadler, Mama<br />
Julia, Inge Römmen, Leitung Sporttherapie,<br />
Valeria, Physiotherapeut André Heerd, Ergotherapeut<br />
Martin Spranger, Betriebsleiter Felix<br />
Bauer und Dr. Josef Ziegler.<br />
nes Thermalbad, das durch das Kinder- und Babyschwimmen<br />
mit kindgerechtem Wasserspielzeug ausgerüstet ist.<br />
Hier bewies sie als Nichtschwimmerin viel Vertrauen in ihre<br />
beiden Therapeuten und bestand immer neue und „waghalsigere<br />
Mutproben“. Das war enorm wichtig für ihr<br />
Selbstvertrauen.<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
Bei der Sporttherapie war Valeria täglich in der medizinischen<br />
Trainingstherapie, wo mit spielerischen Mitteln die<br />
Kraftfähigkeiten und die Bewegungsgeschicklichkeit verbessert<br />
wurden. Die Kletterwand und die Sprossenwand<br />
waren Valerias bevorzugte „Tummelplätze“. Aber auch einige<br />
Kraftmaschinen und die entsprechenden Übungen daran<br />
wurden mit Phantasie so umgestaltet, dass sie für Valerias<br />
Körpermaße und Körperkräfte passten. Nebenbei waren<br />
natürlich Laufen, Springen und „Raufen“ angesagt und<br />
wie alle Kinder mochte Valeria dies besonders gern. Sie war<br />
sehr ehrgeizig und wollte möglichst immer gewinnen.<br />
Abgerundet wurde das Therapieprogramm durch die Ergotherapie,<br />
wobei es hauptsächlich darum ging, natürlich<br />
auch wieder möglichst mit vielen spielerischen Akzenten,<br />
die feinmotorischen Fähigkeiten zu verbessern und Valerias<br />
Handgeschicklichkeit und Handkraft zu erhöhen.<br />
Die Verständigung war aufgrund der Sprachbarriere nicht<br />
einfach, aber mit „Miau“ und „Mio“ ging es dann meistens<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Hotelklinik Maria Theresia<br />
Kurplatz 6<br />
94086 Bad Griesbach-Therme<br />
Telefon 08532 27-3800<br />
Fax 08532 27-3890<br />
www.passauerwolf.de<br />
unSeRe kOMPetenZ<br />
doch irgendwie. Valeria hat riesige Fortschritte gemacht<br />
und wir waren alle sehr stolz auf sie und die gemeinsam<br />
geleistete Arbeit.<br />
ein Herz für kinder<br />
Ein Filmteam aus Berlin, das für die TV-Spendengala „Ein<br />
Herz für Kinder“ arbeitet, kam eigens nach Bad Griesbach,<br />
um Aufnahmen von Valeria für die Sendung am 15. Dezember<br />
2012 zu produzieren. „Ein Herz für Kinder“ hat sich<br />
auch der Therapiekosten angenommen. Der 1. Vorsitzende<br />
der Aktion Tschernobyl Pfreimd e. V., Dr. Josef Ziegler, ließ<br />
es sich nicht nehmen, die kleine Familie aus Bad Griesbach<br />
abzuholen, um sie zum Flughafen nach München zu fahren.<br />
Anfang September begann für Valeria die Schule, wofür sie<br />
viele lustige und vor allem brauchbare Dinge aus Deutschland<br />
mitnahm. Dr. Ziegler hat Valeria inzwischen wieder in<br />
ihrer Heimat besucht und uns berichtet, dass der Gehirntumor<br />
nicht weiter gewachsen ist. Sie ist eine fröhliche<br />
Schulanfängerin und hat viel Spaß an ihrem jungen Leben.<br />
Der Gesundheit Gutes tun — kompetenz mit viel Herz<br />
Die ****Superior Hotelklinik Maria Theresia ist eine besonders wohltuende<br />
Quelle für neue Kraft und Genesung. Sie wohnen stilvoll, genießen höchste<br />
Qualität und erstklassigen Service. Es betreut Sie das Team des renommierten<br />
Reha-Zentrum <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Bad Griesbach. Individuelle Therapie-<br />
programme und fachärztliche Behandlung sind für uns uns selbst verständlich. Vor<br />
allem steht für für uns eines im Mittelpunkt: Sie Sie als als Mensch Mensch ganz persönlich.<br />
Maria Theresia Präventionswoche<br />
7 Übernachtungen mit Halbpension (Frühstücksbuffet, Abendessen als<br />
4-Gang-Menü) 4-Gang-Menü) • täglich freier Eintritt in die durch einen Bademantelgang<br />
verbundene Wohlfühl-Therme • 2 x Entspannungstraining • 3 Massagen<br />
• Hot-Chocolate-Wellness-Körperbehandlung<br />
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Die Angebote sind exklusive Weihnachten und Silvester.<br />
Inge Römmen, Leitung Sporttherapie<br />
Ausgabe 3/2012 13
UNSERE KOMPETENZ<br />
14<br />
Der <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> —<br />
Den <strong>WOLF</strong><br />
vor Augen<br />
W<br />
ir sind jetzt „Einer“! — Diese Botschaft<br />
kündigte man dieses Jahr bereits groß an.<br />
Mit der Festreihe in Bad Gögging wurde der<br />
Wandel an allen Standorten eingeläutet. Seit dem<br />
Sommer hat sich viel getan und so standen der Tag<br />
der offenen Tür in Ingolstadt, die Zertifi zierung der<br />
Hotelklinik in Bad Griesbach und das Richtfest in Nittenau<br />
ganz unter dem Zeichen der Marke. Der Name<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> steht dabei für Tradition, Erfahrung<br />
und Professionalität in der medizinischen Rehabilitation<br />
sowie für soziale und fachliche Kompetenz.<br />
Der rote Wolf, als Kernstück der Marke, ist in den<br />
Reha-Zentren und Hotelkliniken allgegenwärtig. Ein<br />
besonders wertvolles Exemplar des <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
aus handgefertigtem Rubinglas erinnert an allen<br />
Stand orten an die Wurzeln des Unternehmens und an<br />
die neu gelebte Zusammengehörigkeit.<br />
Gesundheitsbewusste<br />
Ernährung mit Genuss<br />
in der Lehrküche der<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> City-Reha<br />
Ingolstadt<br />
Tag der offenen Tür im<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Reha-Zentrum<br />
und der City-Reha Ingolstadt<br />
Mit der feierlichen symbolischen Übergabe des Markensymbols<br />
in Form des <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> am 03. Oktober 2012, wurde<br />
die Marke in Ingolstadt eingeführt. In direkter Anbindung<br />
an das Klinikum Ingolstadt werden die Patienten stationär<br />
im Fachgebiet der Neurologie im <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Reha-Zentrum<br />
Ingolstadt und ambulant im Fachgebiet der Orthopädie<br />
in der <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> City-Reha Ingolstadt wohnortnah betreut.<br />
Am Tag der offenen Tür präsentierte man intensive<br />
Einblicke in das Rehabilitationsgeschehen: In einer Reha-<br />
Sprechstunde wurden Interessierte bei der Antragstellung<br />
vom neuen Leitenden Arzt der Orthopädie, Dr. Martin Gerneth,<br />
beraten und unterstützt. In der Lehrküche bot sich die<br />
Möglichkeit, wertvolle Tipps zur gesunden Ernährung zu er-<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
Maria Lasser, AOK, Dieter Lustinger,<br />
Kurmittelhaus, Peter Unterreiter,<br />
Kurverwaltung<br />
halten und auch selbst mitzukochen. Kinesiotaping, eine<br />
Autogrammstunde des ERC Ingolstadt, Führungen und Vorträge<br />
sowie Informations- und Aktionsstände und eine Verlosungsaktion<br />
waren außerdem Teil des Programms. Darüber,<br />
dass der <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> als Zeichen für die Zusammengehörigkeit<br />
und Qualität auch in Ingolstadt Einzug hält, freut<br />
sich Professor Dr. Günter Ochs mit dem ganzen Team.<br />
Vier Kliniksterne für die <strong>PASSAUER</strong><br />
<strong>WOLF</strong> Hotelklinik Bad Griesbach<br />
Bürgermeister Jürgen Fundke mit<br />
stv. Landrat Raimund Kneidinger<br />
In neuem Glanz erstrahlt die <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Hotelklinik<br />
Bad Griesbach nach mehrmonatigen Vorbereitungen und<br />
Umbauarbeiten und so öffnete man am 14. Oktober 2012 auch<br />
dort die Pforten. Ein ganz besonderer Anlass war die Zertifi -<br />
zierung und offi zielle Verleihung von vier Kliniksternen, welche<br />
die Hotelklinik für die exzellente Service qua lität auszeichnet.<br />
Bei Musik und einem schmackhaften italienischen<br />
Buffet konnten die Gäste das Ambiente der Hotelklinik genießen<br />
oder sich beim Rundgang selbst einen Einblick in die<br />
Räumlichkeiten verschaffen. „Die <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Hotelklinik<br />
Bad Griesbach gibt den Gästen die Möglichkeit, hochwertige<br />
medizinische Rehabilitation<br />
und Wohlfühlklima<br />
zugleich zu erfahren“, versicherte<br />
Stephan Rubenbauer,<br />
Prof. Dr. Günter Ochs<br />
referiert zum Thema<br />
„Rehabilitation nach<br />
Schlaganfall und anderen<br />
Erkrankungen des Nervensystems“<br />
im <strong>PASSAUER</strong><br />
<strong>WOLF</strong> Reha- Zentrum<br />
Ingolstadt.<br />
UNSERE KOMPETENZ<br />
Andreas Herzog, Mitgl. der Geschäftsleitung<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>; Maria<br />
Leebmann, Gesellschafterin<br />
Betriebsleiter. Den <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> sind die „Urwölfe“ in<br />
Bad Griesbach längst gewohnt. Dennoch ist die Eröffnung<br />
der Hotelklinik ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung des<br />
neuen Markenkonzepts. „Jeder Mensch hat seine individuellen<br />
Ansprüche und Vorstellungen. Das wissen wir sehr genau.<br />
Mit unserem neuen Markenkonzept stellen wir uns<br />
noch besser auf das ein, was Patienten sich während ihres<br />
Rehabilitationsaufenthaltes wirklich wünschen“, so Dr.<br />
Wolfgang Berger, Chefarzt der Orthopädie.<br />
Richtfest: Neubau des <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong><br />
Senioren-Zentrum Nittenau<br />
Fürsorge, Sicherheit und Lebensqualität im Alter: Das neue<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Senioren-Zentrum Nittenau eröffnet im<br />
Sommer nächsten Jahres. Zum Richtfest des Neubaus am<br />
25. Oktober 2012 wurde die Marke <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> in<br />
Nittenau offi ziell eingeführt. So wird die Zugehörigkeit<br />
zur Unternehmensgruppe nun auch im Namen deutlich. Einen<br />
ganz besonderen Platz hat der handgefertigte rote<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> aus Rubinglas im Eingangsbereich bekommen,<br />
der beim Richtfest feierlich an Franz Melan, Betriebsleiter<br />
des Reha-Zentrum und des Senioren-Zentrum in<br />
Nittenau, übergeben wurde. Ganz im Sinne der neuen<br />
Marke zählt in Nittenau die besondere Verbindung von medizinscher<br />
Spitzenleistung, Nähe zum Patienten und komfortablem<br />
Niveau. „Wir behandeln an unserem Standort<br />
pro Jahr ca. 1.750 Patienten in den Fachgebieten Neurologie,<br />
Geriatrie und Urologie/Onkologie auf ihrem Weg zu<br />
mehr Lebenskraft und Mobilität“, so Professor Dr. Thomas<br />
Henze, Ärztlicher Direktor und Chefarzt. Mit dem Neubau<br />
entwickelt sich das Gelände rund um das Reha-Zentrum<br />
sukzessive zum Gesundheitszentrum, wodurch für die Bewohner<br />
und auch für die Bevölkerung eine wohnortnahe<br />
medizinische Versorgung gewährleistet wird.<br />
Ausgabe 3/2012 15
leBenSGeScHIcHten<br />
16<br />
Die Hoffnung<br />
stirbt zuletzt …<br />
B<br />
ettina traf es am schlimmsten, die Familie kam mit<br />
leichteren Verletzungen davon. Sie lag bewusstlos<br />
auf der Straße und wurde mit einem Hubschrauber<br />
nach Wolfenbüttel ins Krankenhaus gebracht. Ein schweres<br />
Schädel-Hirn-Trauma wurde diagnostiziert. Ins künstliche<br />
Koma versetzt, wachte sie erst Mitte Januar 2010 auf.<br />
Durch einen Rückfall mit Herzstillstand wachte sie dann<br />
erst wieder am 24. Januar auf. Ihre Familie hat sie in dieser<br />
Zeit regelmäßig besucht, Bettina kann sich jedoch an gar<br />
nichts erinnern. Anfang Februar wird sie zur Rehabilitation<br />
verlegt, um dort weiterbehandelt zu werden. Sie verweigert<br />
teilweise die Therapien, es war nicht einfach für sie.<br />
Trotz Gebärdendolmetscher führte es zu keinem Erfolg. Die<br />
starken Schmerzen in der Hüfte machten ihr zu schaffen.<br />
Auch das Essen verweigerte Bettina. Sogar der Ehemann<br />
konnte nichts bewirken. Also musste ihr zwingend eine Magensonde<br />
gesetzt werden. Mitte Februar begann sie langsam<br />
mit ihren Besuchern zu kommunizieren. Sie erzählt<br />
verwirrende Dinge und frei erfundene Geschichten. Das<br />
Gedächtnis war noch nicht stabil. Zum Ende April wurde sie<br />
aus der Reha entlassen, da man keinen Sinn mehr darin sah<br />
aufgrund der Therapieverweigerung.<br />
Nach Hause konnte Bettina nicht kommen, soweit war sie<br />
noch nicht wiederhergestellt. Also suchte die Familie für<br />
sie ein Pfl egeheim. Der Ehemann hatte sich um seine<br />
Arbeit, die Kinder und die Hausarbeiten zu kümmern. Im<br />
Pfl egeheim ging es etwas aufwärts mit der Patientin. Sie<br />
begann langsam wieder zu essen, bekam Krankengymnastik<br />
und Ergotherapie. Ihr Hausarzt kümmerte sich um sie und<br />
die Behandlungen. Die Schmerzen in der Hüfte bleiben! Sie<br />
bekommt täglich Besuch von ihrem Mann und darf an den<br />
Wochenenden nach Hause. Die Krankenpfl egerinnen kümmerten<br />
sich rührend um sie, die Essensaufnahme steigerte<br />
Vier Tage vor Heiligabend 2009 fährt<br />
die gehörlose Bettina de Jong P. (40)<br />
aus Braunschweig mit ihrer Familie<br />
zu einem Geburtstag. Dort kommen<br />
sie nicht mehr an, da ein schwerer<br />
Verkehrsunfall jäh ihr ganzes Leben<br />
verändern soll.<br />
sich, sie legte Gewicht zu. Ende Juni konnte ihr die Magensonde<br />
entfernt werden. Der Hausarzt beantragte beim Kostenträger<br />
eine weitere Reha, die aber abgelehnt wurde.<br />
Nun schaltete sich die Versicherung ein mit dem Vorschlag,<br />
Bettina in das <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong> Reha-Zentrum Bad Griesbach<br />
zu bringen. „650 km entfernt von zu Hause und trotzdem<br />
waren wir froh und sagten zu“, erinnert sich der Ehemann.<br />
Anfang Oktober reisten wir in das Passauer Land, das<br />
uns total unbekannt war. Ich begleitete meine Frau, um bei<br />
den Gesprächen mit den Ärzten und Therapeuten sowie der<br />
Pfl ege dolmetschen zu können.“<br />
therapiebeginn in Bad Griesbach<br />
Bettina erhielt einen ausgefeilten Therapieplan. Beginnend<br />
mit Anziehtraining und Sitzstabilisation, täglich Krankengymnastik<br />
auf neurophysiologischer Grundlage, über Elektrotherapie,<br />
Massage, Neuro-Psychologie, bis zur Ergotherapie,<br />
Werkgruppe und Haushaltstraining. Gerade in der<br />
Ergotherapie geht es um die Beweglichkeit der oberen<br />
Extremitäten. In der Werkgruppe und beim Haushaltstraining<br />
werden Handgriffe des Alltags trainiert.<br />
Die Chefärzte Dr. med. Wolfgang Berger, Orthopädie, und<br />
Dr. med. Werner Rink, Neurologie, kümmerten sich intensiv<br />
um Bettina. Nachdem ihre Hüftschmerzen betreffend keine<br />
Unterlagen vorlagen, wurde ein neuer Befund erstellt.<br />
Der ergab, dass sie operiert werden musste. Der Ehemann<br />
hatte sich vier Wochen Urlaub genommen und kam danach<br />
jedes Wochenende nach Bad Griesbach (1.300 km). Über<br />
Weihnachten und Silvester sind auch die Kinder dabei. Gemeinsam<br />
unternahmen sie viele Ausfl üge in die Umgebung<br />
bis Passau und Oberösterreich.<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
V. l.: Dr. med. Werner Rink, Ärztl. Direktor und Chefarzt<br />
Neurologie, Bettina de Jong P. mit ihrem Mann vor der<br />
Heimreise.<br />
Zurück zur Familie<br />
Anfang 2011 wird Bettina im Klinikum Passau zweimal an<br />
der Hüfte operiert. Bis Mitte Mai genießt sie noch die Betreuung<br />
und Behandlungen im <strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>. Dann fiel<br />
die Entscheidung, dass sie zu ihrer Familie nach Hause<br />
darf. So groß die Freude darüber ist, so groß wird aber auch<br />
die Umstellung für sie und alle Familienmitglieder sein. Ihr<br />
Mann hatte die Möglichkeit, seine Arbeit für zwei Monate<br />
auf Teilzeit zu reduzieren. So konnte sie von Freitag bis<br />
Montag bei ihrer Familie sein, und Dienstag bis Donnerstag<br />
war sie bei ihrer Mutter. Letzteres fand Bettina langweilig,<br />
weil daheim mehr „Action“ war! Außerdem konnte sie nun<br />
wieder an der Krankengymnastik auf neurophysiologischer<br />
Grundlage teilnehmen. Mit den Therapeuten kam sie bestens<br />
zurecht. Mitte Januar 2012 war die Kostenzusage hierfür<br />
beendet. So schaffte sie ein eigenes Training mit dem<br />
Ergometer zu Hause.<br />
Gut gewickelt<br />
In der kalten Jahreszeit stellt der Wickel ein<br />
ideales Hausmittel dar. Neben seiner Wirkung<br />
auf den Körper zeigt er auch einen psychologischen<br />
Effekt: Kranken wird das Gefühl<br />
vermittelt, umsorgt zu werden.<br />
In der Regel macht sich eine Erkältung zunächst am Hals<br />
bemerkbar. Wenn es hier kratzt und das Schlucken wehtut,<br />
kann ein Halswickel Linderung verschaffen. Dieser ist<br />
schnell zubereitet: Man nehme eine Handvoll Meersalz,<br />
löst dies in warmem bis heißem Wasser auf und tränkt ein<br />
Leinentuch darin. Das Tuch wird um den Hals gewickelt,<br />
mit einem Seiden- oder Wollschal abgedeckt. Die Wärme<br />
LEBENSGESCHICHTEN | ALLTAGSTIPP<br />
Bettina interessierte sich wieder für ihre Kochbücher und<br />
Rezepte, schrieb entsprechende Einkaufslisten und konnte<br />
selbständig ohne Hilfe kochen. Dann wurde sie bei der<br />
Lebenshilfe wegen der Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben<br />
für vier Wochen beschäftigt. Man war dort mit ihrer<br />
Arbeit zufrieden. Sie empfand diese jedoch als langweilig.<br />
Nun fasst Bettina einen festen Entschluss: Sie will wieder bei<br />
ihrer alten Arbeitsstätte (das Arbeitsverhältnis ruht) zu<br />
arbeiten beginnen! Ihr Gedächtnis wird immer besser, sie<br />
kann sich prima alleine beschäftigen, das Erinnerungsvermögen<br />
an Freunde, Bekannte und Nachbarn ist vorhanden. Sie<br />
schreibt sogar Sudoku ohne Hilfe.<br />
BeruflicheWiedereingliederung<br />
Anfang Oktober 2012 bekommt sie durch die Lebenshilfe<br />
bei ihrem Arbeitgeber einen Praktikumsplatz als einfache<br />
Bestückerin, 3 bis 4 Std. pro Tag, erst einmal für 6 Monate.<br />
Die Kollegen und Vorgesetzten sind sehr zufrieden mit<br />
ihr. Sie kann alleine ohne Hilfe mit dem Linienbus fahren.<br />
Wenn sie die 6 Monate ohne Probleme schafft, wird ihr<br />
Entschluss Wirklichkeit, und sie kann mit einer Wiedereingliederungszeit<br />
zu ihrer „alten“ Arbeitsstätte zurückkehren.<br />
Bettina war so tapfer, hat durchgehalten und<br />
die Hoffnung nie aufgegeben. Weihnachten 2012 wird<br />
sicherlich für die gesamte Familie de Jong P. ein besonders<br />
schönes Fest!<br />
Alltagstipp<br />
tut gut, die Feuchtigkeit verlängert die Hitzewirkung<br />
und das Salz wirkt zudem abschwellend. Die Schluckbeschwerden<br />
lassen nach. Der Umschlag kann so lange am<br />
Hals bleiben, bis er abgekühlt ist.<br />
Ausgabe 3/2012 17
leBenSHIlFe<br />
PASSAueR WOlF Reha-Zentrum Bad Gögging<br />
18<br />
ein blindes<br />
Pferd gegen<br />
den inneren<br />
Schweinehund<br />
Wir kamen bei einem Pfl egeintensiv-Kurs<br />
zusammen, 15 Frauen und ein Mann, alle<br />
aus der Landwirtschaft stammend. Daheim<br />
kommt für sie neben der Arbeit im Haus und<br />
auf dem Hof noch die Pfl ege von Angehöri-<br />
gen dazu. Nicht selten geht diese Mehrfach-<br />
belastung an die Grenze der eigenen Kräfte.<br />
Nun waren sie für eine Woche in Bad Gögging,<br />
um hilfreiche Tipps für den Umgang mit<br />
ihren pfl egebedürftigen Angehörigen zu<br />
erhalten, um sich auszutauschen und auch<br />
um selber wieder aufzutanken.<br />
U<br />
m „Kraftquellen im Alltag“ drehte sich unsere Gesprächsrunde.<br />
Ein paar Punkte nannte ich als Anregung:<br />
Ausreichend Schlaf, genügend Bewegung an<br />
der frischen Luft, das Gebet als Stütze und Anker, das Gespräch<br />
mit Bekannten und Freunden, das es ermöglicht,<br />
sich etwas von der Seele zu reden, Aktivitäten außerhalb<br />
der gewohnten Umgebung, um ein wenig Abstand zu dem<br />
oft sehr anstrengenden Alltag zu schaffen …<br />
Natürlich kamen im anschließenden Austausch auch die<br />
Schwierigkeiten bei der Umsetzung zur Sprache: Oft fehle<br />
es einfach an der Kraft, sich nochmals aufzuraffen, den<br />
berühmten „inneren Schweinehund“ zu überwinden. Ich<br />
fragte nach: „Was könnte helfen, diesen inneren Schweinehund<br />
zu besiegen?“ Und da kam diese Antwort des einen<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
Mannes, die uns alle zunächst verblüffte: „Mein blindes<br />
Pferd!“ Klar, jetzt wollten alle wissen, was er damit meinte.<br />
Und so erzählte er. Davon, dass er sich neben der Landwirtschaft<br />
um seinen schwerkranken Vater kümmert. Dass<br />
er sehr eingespannt ist. Aber auch davon, dass er ein erblindetes<br />
Pferd hat. Und dass dieses Pferd jeden Abend<br />
darauf wartet, von ihm noch eine halbe Stunde geführt zu<br />
werden, weil es selber nicht mehr über die Koppel läuft.<br />
Dieses einfache ruhige Gehen mit seinem Pferd tut ihm gut<br />
und hilft ihm abzuschalten.<br />
Wir waren beeindruckt von seiner Erzählung. Ein blindes<br />
Pferd gegen den inneren Schweinehund, nein, davon hatte<br />
von uns noch niemand gehört! Aber auch von anderen Hilfen<br />
war noch die Rede. Eine Teilnehmerin erzählte von<br />
zwei Freundinnen. Diese nehmen sie einmal in der Woche<br />
zum Nordic Walking mit. Oft, sagte sie, würde sie sich<br />
allein nicht mehr aufraffen. Aber wenn ihre beiden Freundinnen<br />
vor der Tür stehen, dann geht sie doch mit. Und<br />
anschließend ist sie froh, weil ihr das gemeinsame Gehen<br />
gut getan hat. Für eine weitere Bäuerin ist es die wöchent-<br />
Autor: Josef Stautner<br />
Pastoralreferent in der Kath.<br />
Kurseelsorge Bad Gögging<br />
LEBENSHILFE<br />
liche Chorprobe. Auch wenn sie momentan nicht singen<br />
kann, weil ihre Stimme angeschlagen ist, geht sie doch hin,<br />
um mit den anderen Sängerinnen und Sängern nach der<br />
Probe zusammenzukommen. Das tut ihr einfach gut.<br />
Hilfen gegen den inneren Schweinehund, darin waren wir<br />
uns einig, gibt es. Wichtig ist es, sich darüber klar zu werden:<br />
Wie schaut eine solche Hilfe für mich aus? Was kann<br />
ich von vorneherein so gestalten oder einrichten, dass es<br />
eine innere Stütze für mich ist? Und wie kann ich das möglichst<br />
fest und regelmäßig in meinen Alltag einbauen?<br />
Und für den einen ist es das regelmäßige Gehen mit seinem<br />
blinden Pferd, das ihm hilft, den inneren Schweinehund zu<br />
überwinden. Und für den anderen etwas anderes …<br />
Herzlich willkommen im<br />
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Ausgabe 3/2012 19
RAtGeBeR GeSunDHeIt<br />
20<br />
Walnüsse —<br />
kugelrunde, kerngesunde<br />
Köstlichkeiten<br />
Walnüsse gehören zu den ältesten<br />
bekannten Kulturpfl anzen. His-<br />
torische Funde belegen, dass die<br />
kugelrunden Kraftpakete schon vor<br />
9000 Jahren gegessen wurden, und<br />
es gibt sogar Vermutungen, dass sie<br />
bereits vor der letzten Eiszeit auf<br />
der Erde verbreitet waren. In einigen<br />
Regionen wie dem Balkan oder auch<br />
in Persien trotzten sie der Kälte und<br />
breiteten sich von dort wieder aus.<br />
W<br />
alnussbäume werden zwischen 15 und 25 Meter<br />
hoch und bilden eine ausladende Krone. Bis ein<br />
Walnussbaum das erste Mal ausreichend Früchte<br />
trägt, dauert es im Schnitt zwischen 5 und 7 Jahre, allerdings<br />
kann dann etwa 100 Jahre lang geerntet werden. An<br />
einem einzigen Baum können bis zu 4000 Nüsse hängen —<br />
das sind ca. 150 kg! Lange Zeit galten Walnüsse als Steinfrüchte,<br />
und erst seit 2006 werden sie dank ihrer grünen<br />
Hülle zu den Nüssen gezählt. Die Hauptanbaugebiete der<br />
Walnüsse sind die USA, China, Türkei, Iran und Frankreich.<br />
„Goldene Kugeln“ wurden sie in der Antike von den Griechen<br />
genannt und Zeus geweiht, die alten Römer legten sie Jupiter<br />
zu Füßen — daher erhielt die Juglans Regia, wie die Walnuss<br />
botanisch heißt, auch ihren Namen. Standen die Walnüsse<br />
bei den alten Kulturen sehr hoch im Kurs, waren sie in<br />
unserer Zeit lange als Dickmacher oder Kalorienbombe in<br />
Verruf geraten. Erst neuere Studien zeigten, was in der Walnuss<br />
alles drinsteckt und das ist allerhand:<br />
<strong>PASSAUER</strong> <strong>WOLF</strong>-<strong>Magazin</strong>
Walnüsse haben zwar einen Kaloriengehalt von 663 Kcal pro<br />
100 g, punkten dafür aber auch mit einem hohen Sättigungsgrad.<br />
Sie liefern in ihrer umweltfreundlichen und hygienischen<br />
Verpackung große Mengen an Eiweiß, ungesättigten<br />
Fettsäuren, Ballaststoffen und Folsäure und als Quelle für<br />
Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren sind sie ein richtiges<br />
Naturtalent. Betrachtet man die Empfehlung der Deutschen<br />
Gesellschaft für Ernährung bzgl. des Verhältnisses von<br />
Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung, stellt<br />
man fest, dass die Empfehlung von 1:5 mit den meisten Fetten,<br />
Ölen, Nüssen und Samen nicht erreicht wird —nur die<br />
Walnuss kann hier ein Verhältnis von 1:4 aufweisen; als weitere<br />
gute Lieferanten von Omega-3-FS sind hier Raps- und<br />
Leinöl, Lachs und andere Seefi sche zu nennen. Eine Handvoll<br />
Nüsse (ca. 30 g) reicht aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen<br />
an Omega-3-FS abzudecken. Als besonders wichtige<br />
Omega-3-FS ist hier die Alpha-Linolensäure zu nennen,<br />
die günstig auf den Blutdruck wirkt, sowie Entzündungsprozesse<br />
und die Verklumpung von Blutplättchen hemmt. Vergleicht<br />
man hier Wal- und Haselnüsse, stellt man sehr schnell<br />
fest, dass 100 g Walnüsse den gleichen Alpha-Linolensäure-<br />
Gehalt enthalten wie 10 kg Haselnüsse.<br />
Als weitere Pluspunkte sind die Polyphenole und Vitamin E<br />
zu nennen. Diese beiden Inhaltsstoffe gehören zu den Antioxidantien<br />
und schützen den Körper vor aggressiven Stoffen<br />
— den sog. freien Radikalen. Besonders vorteilhaft wirkt sich<br />
hier die Tatsache aus, dass Hitze (durchaus auch beim Rösten)<br />
die Qualität der Antioxidantien reduziert und Walnüsse<br />
meist naturbelassen verzehrt werden.<br />
Dazu ist diese Frucht reich an<br />
Zink (ein wichtiges Spurenelement<br />
unter anderem für Leber und Haare)<br />
und Kalium (wichtig für den Herzmuskel),<br />
außerdem enthält sie Magnesium,<br />
Phosphor, Schwefel, Eisen,<br />
Calcium und die Vitamine A, B1, B2,<br />
B3, C und Pantothensäure.<br />
Welchen Nutzen bringen die Walnüsse<br />
noch für unseren Körper? Walnüsse<br />
helfen durch ihren hohen Anteil ungesättigter<br />
Fettsäuren den Cholesterin-<br />
Spiegel, genauer gesagt das schlechte<br />
LDL-Cholesterin, zu senken. Dieser<br />
Anteil trägt entscheidend zur Arterienverkalkung<br />
— einer der häufi gsten<br />
Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-<br />
RATGEBER GESUNDHEIT<br />
Erkrankungen — bei. Insofern hat die Aussage „Walnüsse tragen<br />
dazu bei, die Elastizität der Blutgefäße zu verbessern“,<br />
mit der Walnüsse nach der kritischen Prüfung der<br />
Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)<br />
nun beworben werden dürfen, ihre Berechtigung. Allerdings<br />
sind eine gesunde Ernährung und Lebensweise obligat.<br />
Walnüsse enthalten mehr als 60 Prozent Fett. Dies wirkt sich<br />
leider eher nachteilig auf die Haltbarkeit aus. Da Walnüsse<br />
leicht ranzig werden können, sollten sie am besten kühl,<br />
trocken und dunkel gelagert werden. Angebrochene<br />
Packungen dürfen auch gerne in den Kühlschrank. Achten Sie<br />
allerdings darauf, die Packung gut zu verschließen, da<br />
Walnüsse sehr leicht Fremdgerüche annehmen.<br />
Walnüsse begeistern nicht nur in der Weihnachtszeit. Sie<br />
schmecken lecker im Müsli, Studentenfutter, im Kuchen und<br />
im Brot. Aber auch in der warmen und kalten Küche sind<br />
sie eine gern gesehene Zutat: ob in Salatsoßen, Aufl äufen,<br />
Pastasoßen oder als Kruste auf dem Braten. Walnüsse verleihen<br />
vielen Gerichten erst den richtigen Pfi ff.<br />
Fruchtig-exotischer Wintersalat<br />
(für 4 Portionen)<br />
Orange und Grapefruit fi letieren, den dabei abtropfenden<br />
Saft auffangen. Den Granatapfel aufbrechen, die<br />
Kerne auslösen — auch hier den abtropfenden Saft auffangen<br />
— und beiseite stellen.<br />
Die Salate verlesen, putzen, waschen<br />
und abtropfen lassen. Den<br />
Salat auf 4 Tellern gleichmäßig<br />
verteilen, die Fruchtfi lets darauf<br />
geben. Aus Essig, Fruchtsaft, Öl<br />
und Honig eine Salatmarinade<br />
herstellen, mit Salz und Pfeffer<br />
würzen. Die Marinade über den<br />
Salat träufeln und zum Schluss<br />
die Granatapfelkerne und die<br />
Walnüsse darüber streuen.<br />
Pro Portion: 124 Kcal,<br />
11 g Eiweiß, 5 g Fett, 9 g Kohlenhydrate,<br />
7 g Ballaststoffe,<br />
60 mg Cholesterin<br />
Ausgabe 3/2012 21
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