Im Herbst zaubern Astern bunte Abschiedsgrüsse in ... - Natürlich

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Im Herbst zaubern Astern bunte Abschiedsgrüsse in ... - Natürlich

Herbstsymphonie


Im Herbst zaubern Astern bunte Abschiedsgrüsse in jeden

Garten. Neben dem englischen Staudenbeet gibt es auch die

Kombination der Pflanzen nach ihrem Lebensbereich.

Text und Fotos: Brunhilde Bross-Burkhardt

An der Schwelle zum Herbst

kommt beim Gartenbesucher

Wehmut auf; der Sommer verabschiedet

sich langsam. Das

Licht ist jetzt gedämpfter, die Farben gebrochen

– blauviolett, violettrosa, weiss,

purpurrot mit ein paar gelben Akzenten.

Ein letztes Mal können Gärtner die Fülle

des Sommers einfangen und üppige

Sträusse von Astern, Chrysanthemen und

Gräsern schneiden.

Lebensgemeinschaften

im Staudenbeet

Es sind höchst lebendige, veränderliche

Gartenbilder, die sich mit Stauden malen

lassen. Das Anlegen und Pflegen von

Staudenbeeten ist die hohe Kunst der

Gartengestaltung. Die Engländer beherrschen

sie in ihren so genannten «mixed

borders», ihren gemischten Staudenrabatten,

perfekt. Immer mehr Blumenfreunde

ahmen dieses englische Gartengestaltungsprinzip

nach, angestachelt

durch opulente Abbildungen in Gartenmagazinen

und in deutschsprachigen

Lizenzausgaben von englischen Gartenbüchern.

Die Engländer zielen auf eine

perfekte Optik ab und nehmen viel Mühe

in Kauf, die Bilder zu gestalten. In dieser

Tradition sind auch die monochromen

Gärten entstanden, die «blauen», «weissen»

oder gar «roten» Gärten, die momentan

gross in Mode sind.

Deutsche und Schweizer Gartenplaner

haben dagegen ein anderes Leitbild.

Sie kombinieren die Stauden nach ihren

«Lebensbereichen», ausgehend von der Erkenntnis,

dass Pflanzen ganz bestimmte

Ansprüche an den Boden, an die Nährstoff-

und Wasserversorgung, an die Bodenreaktion

und an die Belichtung haben.

Diese pflanzensoziologisch orientierten

Gartenplaner legen in der Tradition der

Staudenkenner Prof. Dr. Richard Hansen

und Rudolf Stahl «Steppenheidebeete» an

oder Beete im lichten Schatten der Ge-

hölze. Dieser Ansatz klingt zunächst sehr

theoretisch, fast wissenschaftlich. Und in

der Tat müssen die Gartenplaner – Profis

und interessierte Laien – sich umfassende

Kenntnisse um jede einzelne Staudenart

und Staudensorte aneignen, damit ein

stimmiges Gesamtbild entsteht.

Im Studiengang der Garten- und Landschaftsarchitekten

nimmt die Staudenkunde

einen breiten Raum ein. Die Gartenplaner

müssen wissen, welche Ansprüche

jede Art an den Standort hat. Sie

müssen bei ihren Planungen mit einbeziehen,

wie sich die Gewächse im Jahresverlauf

entwickeln, wann sie austreiben,

wann sie blühen und wann sie wieder

einziehen. Und sie müssen wissen,

wie ihr Ausbreitungsverhalten ist, ob sie

sich über die Jahre langsam bestocken, ob

sie Ausläufer treiben, ob sie Nachbarpflanzen

bedrängen. Damit verknüpft ist

die Frage nach der Vergesellschaftung,

das heisst, ob die Staude besser für sich

allein – als Solitär – oder zu mehreren beziehungsweise

in grossen Gruppen steht.

Garten NATUR

Eine Staude, die immer in grösseren

Stückzahlen gepflanzt werden sollte, ist

zum Beispiel die Kissenaster.

Pflegeleichte Staudenbeete

Solche Überlegungen sind keineswegs

nur Selbstzweck, sondern haben handfeste

Gründe. Wenn die Stauden entsprechend

dem Standort und ihren sonstigen

Ansprüchen gemäss gepflanzt werden,

brauchen sie wenig Pflege. Bei Pflanzungen

in Parks und öffentlichen Anlagen ist

das ein entscheidendes Kriterium. Aber

natürlich spart eine gute Planung auch im

Privatgarten eine Menge Arbeit. In manchen

Bereichen eines Gartens wie zum

Beispiel auf einem Taglilienbeet muss beinahe

nichts gemacht werden. Nicht umsonst

heissen die Taglilien oder Hemerocallis

«Stauden für den intelligenten

Faulen». Bei ihnen ist nichts zu stützen

und kaum etwas zu schneiden. Lediglich

am Ende vom Winter muss man die vergilbten

Blätter entfernen. Dagegen ist ein

breites Beet der Autorin mit Schnittstauden

sehr arbeitsintensiv. Geplant war es

einmal als «mixed border» mit einem

Blühhöhepunkt im Frühsommer mit

Türkenmohn und Rittersporn, mit Gartenmargeriten

und Lupinen. In der Praxis

entpuppt es sich als schwierig, das gewünschte

Ziel, das ganze Jahr über etwas

Blühendes zu haben, zu erreichen. Vor allen

Dingen wollen die Stauden manchmal

Den Türkenmohn (Papaver orientale) gibt es nicht nur in feurigem Rot, sondern auch

in allen möglichen Schattierungen von Rosa bis Weiss; hier die Sorte Pink Lassie.

Natürlich | 8-2004 27


NATUR

Garten

nicht so, wie der Gärtner will, sie legen

sich um, sie knicken ab oder beginnen zu

wuchern und sie verhalten sich auch

nicht unbedingt so, wie es in den Büchern

und in den Katalogen der Staudenzüchter

steht. Und in jedem Jahr entwickeln die

Gewächse sich sowieso wieder anders.

Und zusätzlich vereiteln oft die gefrässigen

Schnecken oder Wühlmäuse ehrgeizige

Gärtnerpläne. Auch lange Trockenphasen

im Sommer oder gar ein Hagelschlag

können den Stauden schaden.

Eigene Beobachtungen

anstellen

Um eigene Beobachtungen und Experimente

am Standort des eigenen Gartens

kommen private Staudengärtner nicht

herum. Wenn eine Pflanze an einem

Standort nicht so will, gräbt man sie aus

und gibt ihr einen anderen Platz, der

ihren Ansprüchen besser entspricht. Der

Spaten ist deshalb neben der Gartenschere

das wichtigste Handwerkszeug des

Staudengärtners. Da ist immer etwas ausund

umzupflanzen oder zu teilen.

Schliesslich eignen sich die Stauden

aus dem eigenen Garten auch als hervorragendes

Mitbringsel bei Besuchen anderer

Blumenfreunde. Meistens werden solche

Geschenke dankbar entgegengenommen.

Doch bevor die Wurzelballen in den

Boden kommen, sollten die Beschenkten

sie erst einmal argwöhnisch untersuchen

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auf verräterische Wurzelrhizome des Giersch

oder der Quecke (Spitzgras). In Staudenbeeten

breiten sich diese wirklich

schlimmen Wurzelunkräuter beziehungsweise

-gräser nahezu ungehindert aus. In

älteren Gärten, die nicht mehr intensiv bewirtschaftet

werden, erobern diese wuchskräftigen

Pflanzen, die übrigens auch zu

den Stauden zählen, das Terrain. Allenfalls

robuste Gewächse wie Bauern-Pfingstrosen

oder grosse Taglilienhorste nehmen

es mit diesen Wucherern auf. Staudengärtner

in spe sollten es erst einmal mit Stauden

versuchen, die sich gut behaupten

und nicht viel Pflege benötigen.

Ein gutes Vorbild sind die Stauden, die

in den Rabatten der traditionellen Bauerngärten

stehen: Akeleien, Pfingstrosen, Iris,

Flockenblumen, Margeriten, Taglilien,

Phlox, Astern, Staudensonnenblumen und

Herbst-Fetthenne. Jetzt im Spätsommer

und Herbst ist übrigens eine gute Gelegenheit,

Staudenbeete im Stil der «mixed

borders» oder – in schlichterer Form – Rabatten

mit Stauden neu anzulegen.

Stauden tauschen

oder kaufen

Auf dem Land ist es üblich, die Stauden

von Garten zu Garten weiterzugeben. An

manchen Orten organisieren Vereine im

Herbst Stauden-Tauschmärkte – eine gute

Möglichkeit, umsonst an die wertvollen

Gewächse zu kommen. Das geschieht zu

Die Dachwurz (Sempervivum) in unglaublicher Sortenfülle; sie kommt mit ganz

magerem und trockenem Boden zurecht und wächst auch noch auf Mauerpfosten.

1 Bergaster und Herbstfetthenne in trautem

Miteinander.

2 Mit den Winterastern endet das Staudenjahr.

Sie wollen eher trocken stehen wie hier direkt

am Haus unter dem Dachvorsprung.

1

beiderseitigem Nutzen des Spenders und

des Beschenkten. Den alten Stauden tut es

in der Regel gut, wenn sie von Zeit zu Zeit

geteilt und verpflanzt werden. Auf der

anderen Seite wachsen die Teilstücke von

Stauden aus anderer Leute Gärten auf

den eigenen Beeten problemlos weiter,

kommen schnell zur Blüte und entwickeln

rascher grössere Bestände als gekaufte

Stauden in Töpfchen. Die Gefahr, dass

man sich bei solchen Tauschgeschäften

Unkräuter wie den Giersch in den Garten

holt, ist jedoch sehr gross. Lassen Sie also

etwas Vorsicht walten und untersuchen

Sie die Teilstücke genau auf die verräterischen

Wurzelstücke des Wildkrauts.

Wer einen Garten ganz neu anlegt

oder wer ganz bestimmte Sorten haben

möchte, wird die Stauden jedoch eher im

Gartencenter oder in der Staudengärtnerei

kaufen. Da sind die Pflänzchen zwar

kleiner und müssen am Anfang oft gepäppelt

werden, sodass sie richtig anwachsen,

der grosse Vorteil ist jedoch, dass die

Arten und Sorten genau nach Wuchshöhe

und Blütenfarbe ausgesucht werden können.

Es ist jedoch nicht nur vom Gestalterischen

her entscheidend, auf die Sorte

zu achten, es ist vielmehr auch von der

Pflege her wichtig. Neue Staudensorten

sind oft robuster und widerstandsfähiger

gegen Krankheiten, als die älteren Sorten.

Sie wachsen meistens kompakter und

blühen üppiger. Gerade bei den Staudenastern

zeigt sich das deutlich.

Astern sind allgegenwärtig

Die absoluten Stars im herbstlichen Garten

sind Astern aller Art. Beliebt nicht nur

bei den Menschen, sondern beliebt auch

bei der Tierwelt. Bienen und Schmetterlinge

belagern an warmen, sonnigen

Herbsttagen die offenen Strahlenblüten.


Gartengestalter verwenden Astern der

verschiedensten Arten und Sorten sehr

gerne – niedrige und hohe, früh und spät

blühende je nach Verwendungszweck.

Niedrig bleiben die Kissenastern (Aster-

Dumosus-Hybriden). Je nach Sorte werden

diese Typen 15 bis 60 Zentimeter

hoch. Sie wirken am besten, wenn man

sie zu mehreren pflanzt. Zum Beispiel am

Rand des Staudenbeetes; mit ihrem dunkelgrünen

Laub sehen die Stauden das

ganze Jahr über ansehnlich aus, bis sie

dann zum Abschluss des Gartenjahres zur

Blüte kommen. Empfehlenswerte Sorten

sind Heinz Richard (rosa, 30 cm hoch),

Kassel (rosaviolett, 40 cm hoch) und

Prof. Anton Kippenberg (leuchtend blau,

starkwüchsig, 40 cm hoch). Um Blumensträusse

zu binden, sind die Kissenastern

nicht gut geeignet, sie sollen an Ort und

Stelle im Garten wirken; andere Asternarten

bieten sich eher zum Schnitt an.

Bewsonders geeignet für schöne Blumensträusse

sind hingegen die langen Blü-

Pflanztipps für Stauden

tenstiele der Bergastern (Aster amellus). Je

nach Standort und Sorte fängt die Staude ab

Juli zu blühen an. Die schöne Sorte

Veilchenkönigin lässt sich Zeit und beginnt

erst im September zu blühen. Das tut sie

jedoch sehr ausdauernd. Die Blüten sitzen

bei den Bergastern auf langen Stielen; sie

sind deshalb etwas kopflastig und benötigen

eine Stütze.

Hohe Herbstastern

an den Zaun

In die Gruppe der hohen Herbstastern

gehören gleich mehrere Arten. Die wichtigsten

sind die anspruchslosen Raublattastern

(Aster novae-angliae), von denen

fast alle Sorten zwischen 130 und 150

Zentimeter hoch werden. Da gibt es die

karminrote, 140 Zentimeter hohe Andenken

an Paul Gerber, die reinweisse

Herbstschnee oder die dunkelblaue, 150

Zentimeter hohe Barr’s Blue. Diese hohen

Stauden müssen sich an einen Zaun an-

• Günstige Pflanzzeit für frühlingsblühende Stauden ist der Herbst nach der grössten

Sommerhitze, ab August-September, auf jeden Fall einige Zeit vor dem Eintritt des Frosts

Herbstblühende Stauden wie Winterastern im Frühjahr verpflanzen

• Ausdauernde Gräser und Farne im Frühjahr pflanzen

• In kühlen Lagen mit kurzer Vegetationszeit besser frühe Lokalsorten wählen, die nur wenig

Zeit bis zur Blüte brauchen

• Pflanzabstand bei niedrigen Stauden wie Kissenastern 25 bis 30 Zentimeter

• Pflanzabstand bei hohen Stauden wie Herbstastern etwa 90 Zentimeter

• Stauden beim Pflanzen gut festdrücken und angiessen. Im Frühjahr kontrollieren;

die Wurzelballen frieren oft hoch – man muss sie unbedingt wieder festdrücken, sonst

vertrocknen sie.

• Empfindliche, frisch gepflanzte Stauden durch Abdecken mit Koniferenreisig schützen

• Polsterstauden und andere im Winter grüne Stauden nicht bedecken, da sie unter

einer Abdeckung zum Abfaulen neigen.

2

lehnen können oder sie müssen an eine

stabile Stütze angebunden werden.

Mit der neuen Zwerg-Raublattaster

Purple Dome, die nur 45 bis 55 Zentimeter

hoch wird, entsteht dieses Problem

nicht. Auch bei den Glattblattastern (Aster

novi-belgii) gibt es niedrige Sorten wie

die rubinrote Royal Ruby, die nur etwa 50

Zentimeter hoch wird. Die Sorten tragen

Namen wie Bonningdale White (reinweiss,

100 Zentimeter hoch), Karminkuppel

(karminrot, 80 Zentimeter)‚ Schöne

von Dietlikon (dunkelblau, 90 Zentimeter

hoch) oder Dauerblau (blauviolett,

120 Zentimeter). Allen Astern tut es gut,

wenn sie nahrhaften Boden und im Sommer

und Herbst viel Feuchtigkeit haben.

Dann stehen sie gesund da.

Abwechselndes Weiss

Ebenfalls in die Gruppe der Herbstastern

gehören die Erikaastern (Aster ericoides)

mit ganz kleinen Blüten, die am Stängel

aufgereiht sind, und die Schleierastern

(Aster cordifolius) mit ihrem rispigen Blütenstand.

Im Garten wirken sie eher

durch ihr duftiges Wuchsbild als durch

ihre Blüten, aber gerade deshalb sind sie

bei den Floristen begehrt.

Zwischen all den violetten, blauen

und rosafarbenen Tönen sieht eine weiss

blühende Staude wie die Oktobermargerite

(Leucanthemella serotina) gut aus. Sie

wird mit 150 Zentimeter Wuchshöhe

etwa so hoch wie die Raublattastern. Man

kann sie also ohne weiteres in der Rabatte

mit den Schnittstauden daneben platzieren.

Die Farbe Gelb steuern im September

und Oktober die Staudensonnenblumen

und die hohen gefüllten Sonnenhüte bei:

Helianthus microcephalus mit kleinen Blüten,

Rudbeckia nitida und die Rudbeckia-

Laciniata-Hybride Goldkugel.

Natürlich | 8-2004 29


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1 Die gefüllte, seerosenartige Sorte «Nebelrose»

blüht sehr spät. Bei frühem Wintereinbruch

bleibt sie in der Blüte stecken. Sie ist

deshalb nur etwas für milde Klimalagen.

2 Gedämpfte Farben des Herbstes mit

Herbstastern und Hypericum.

Fulminantes Finale

mit Winterastern

Sie heissen landläufig zwar Winterastern,

eigentlich sind es jedoch Chrysanthemen

(Chrysanthemum-Indicum-Hybriden). Es

sind die am spätesten blühenden Stauden

im Gartenjahr – von den Christrosen einmal

abgesehen. In einem langen, warmen

und sonnigen Herbst blühen sie am

schönsten. Wird es dagegen früh kalt,

bleiben sie in der Blüte stecken. Manche

Sorten besitzen eine enorme Leuchtkraft.

Da gibt es die goldgelb- und bronzefarbene

Goldmarianne, die silberrosafarbene,

gefüllte Nebelrose, den leuchtend roten

Fellbacher Wein und gefüllt rosa

blühend Schweizerland. Schön sieht es

aus, wenn gleich mehrere Sorten nebeneinander

stehen.

Achten Sie bei der Sortenwahl unbedingt

auf den Blühzeitraum: In kühlen

Klimaregionen kommen nur frühe Sorten

einigermassen sicher zur Blüte. Mittelfrühe

und späte Sorten sind eher etwas

für wärmere Klimate oder für geschützte

Plätze direkt am Haus.

Am besten stehen die Winterastern auf

einer schmalen Rabatte und so, dass sie

gut angebunden werden können. Sie bilden

Wurzelausläufer und neigen etwas

zum Wuchern. Das wiederum hat den Vorteil,

dass man sie gut teilen kann. Nachbarn

und Freunde freuen sich vielleicht

über Ableger. Bei den wunderschön

blühenden Stauden ist lediglich zu beachten,

dass sie im Winter eher trocken stehen

wollen. Manche Gartenbesitzer nehmen

die Stöcke deshalb im Spätherbst heraus

und überwintern sie geschützt im

Haus oder kultivieren sie von vorneherein

in grossen Kübeln. Ein guter Platz für die

empfindlichen Stauden ist auch direkt am

Haus unter einem Dachvorsprung. ■

1

2

Garten NATUR

Bezugsquellen für Stauden

Normale Zierpflanzengärtnereien führen nur ein

eingeschränktes Sortiment. Wer spezielle Sorten

sucht, muss sie direkt in einer Staudengärtnerei

oder in einem grossen Gartencenter kaufen oder

nach Katalog bestellen.

Staudengärtnerei Longin Ziegler

Oberzelg, 8627 Grüningen

Tel. 01 935 13 83, Fax 01 935 44 61

Baumschulen und Staudengärtnerei

Hansuli Friedrich

8476 Stammheim

Tel. 052 744 00 44, Fax 052 744 00 45

Frei, Weinland-Stauden

Breitestrasse 5, 8465 Wildensbuch

Tel. 052 319 12 30, Fax 052 319 10 15

Baumschulen und Rosenkulturen Hauenstein AG

Landstrasse 42, 8197 Rafz

Tel. 01 879 11 22, Fax 01 879 11 88

Staudengärtnerei Schöllkopf

Postfach 7137

(Zufahrt beim Betzinger Sportplatz)

D-72735 Reutlingen

Tel. +49 7121 549 71, Fax +49 7121 580 912

www.staudengaertnerei-schoellkopf.de

Grosses Sortiment an Herbstastern und

Winterastern

Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin

D-79295 Sulzburg-Laufen (Südbaden)

Tel. +49 7634 697 16, Fax +49 7634 65 99

www.graefin-v-zeppelin.com

Weitere Informationen

Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde (GSS)

Vereinigung der Garten-, Pflanzen- und

Blumenfreunde

www.staudenfreunde.ch, www.paeonia.ch/GSS

Schaupflanzungen von Prachtstauden gibt es

in Botanischen Gärten, zum Beispiel eine sehr

umfangreiche Irissammlung im Botanischen

Garten Brüglingen/Basel und eine Päonien-

Sammlung an der Hochschule in Wädenswil.

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