Das Rucksackprogramm für die Grundschule... - Essen

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Das Rucksackprogramm für die Grundschule... - Essen

Das Rucksackprogramm für die

Grundschule...

...umfasst Elemente der

� Elternbildung

� schulischen Sprachförderung

� Zusammenarbeit mit Eltern.

Es bildet einen Baustein des Gesamtkonzeptes “Sprachförderung”

im Rahmen des Konzeptes für die interkulturelle

Arbeit in der Stadt Essen. “Rucksack” ist ein gemeinsames

Erziehungs- und Handlungskonzept und beinhaltet

die koordinierte Sprachförderung und Elternbildung an

inzwischen zwölf Grundschulen im Essener Stadtgebiet, den

so genannten Projektschulen.

Was ist denn eigentlich drin im

Rucksack?

Der Rucksack ist randvoll gepackt mit sorgfältig erarbeitetem

und erprobtem pädagogischen Material, das Eltern

zuhause mit ihren Kindern bearbeiten sollen. Diese Aktivität

erfolgt parallel zur Sprachförderung in der Schule

und parallel zu den Aktivitäten in den so genannten

“Müttergruppen”.

Spiel- und Bastelanregungen, Lesen und Vorlesen, die Beschäftigung

mit unterschiedlichsten Themen, aktives Tun

und Sprechen - das sind die Rucksack-Materialien. Die

Themen beziehen sich durchweg auf die Lebenswelt der

Kinder, sie sind greifbar und real. Im Vordergrund stehen

dabei immer Spaß und gemeinsames Tun von Eltern und

...die Kooperationspartner

� Katholische Familienbildungsstätte Essen

� AWO Kreisverband Essen e.V.

Familienbildungsstätte

� Türkischer Elternverband Essen e.V.

� Schulamt für die Stadt Essen

� RAA/Büro für interkulturelle Arbeit

...die Projektschulen

Karlschule, Altenessen-Süd � Schillerschule, Schonnebeck

� Kantschule, Katernberg � Ostschule, Kray �

Schule an der Heinickestraße, Südviertel � Herbartschule,

Katernberg � Astrid-Lindgren-Schule, Horst �

Grundschule Nordviertel � Joachimschule, Kray �

Grundschule Frillendorf � Gervinusschule, Frohnhausen

� Schule an der Viktoriastraße, Katernberg.

...weitere Informationen

� Katholische Familienbildungsstätte Essen

Birgit Hettgen

Tel. 0201 81 32 235

E-Mail:

� RAA/Büro für interkulturelle Arbeit

Alessandra Provenzano

Tel. 0201 83 28 425

E-Mail: alessandra.provenzano@

raa-interkulturellesbuero.essen.de

Rucksack in der

Grundschule

Ein Programm zur koordinierten

Sprachförderung und Elternbildung

RAA/Büro für interkulturelle Arbeit

Kindern. STADT

ESSEN


Die Stadtteilmutter...

...hat in aller Regel selbst einen Migrationshintergrund.

Sie nimmt regelmäßig an Qualifizierungsmaßnahmen teil,

die sie in das Rucksack-Programm einführen und zur Anleitung

einer Müttergruppe befähigen. Um Stadtteilmutter

zu werden, muss die betreffende Frau ihre Muttersprache

und die deutsche Sprache gut beherrschen. Außerdem soll

sie selbst ein Kind an der Projektschule haben. Sie leitet

wöchentlich eine Müttergruppe an und pflegt regelmäßigen

Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern. Die

Stadtteilmutter ist das Bindeglied zwischen Elternhaus

und Schule und nimmt wichtige Mittler- und Vermittlerfunktionen

wahr.

Die Müttergruppe...

...lernt durch die Stadtteilmutter das Rucksack-Material

kennen und erhält Anregungen und Anleitungen zu seiner

Verwendung zuhause mit den Kindern. Die Mütter lernen

Unterrichtsinhalte der Schule kennen und besprechen untereinander

die unterschiedlichsten Erziehungsthemen.

Sie erfahren in der Gruppe Unterstützung für den Umgang

mit ihren Kindern und lernen, wie sie die Förderung der

kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung aktiv

unterstützen können. Darüber hinaus bietet die Müttergruppe

Möglichkeiten zu Kontakten und zum Austausch

mit anderen Eltern und mit Lehrern/Lehrerinnen.

Die Elemente des Rucksackprogramms

Das Elternhaus...

...ist der zentrale Ort, an dem die Weichen gestellt werden

für die Entwicklung der Kinder. Das Rucksackprogramm

bezieht deshalb das Elternhaus in die Förderung der Kinder

aktiv mit ein. Die Mütter und/oder Väter bearbeiten gemeinsam

mit ihren Kindern die Materialien aus dem Rucksack

in ihrer Muttersprache. Täglich verbringen Eltern

und Kinder dadurch eine gewisse Zeit mit gemeinsamer

Beschäftigung. Oftmals werden auch Geschwisterkinder

in die Aktivitäten mit einbezogen. So entsteht Gemeinsamkeit

in der Familie, die sich positiv auf das Verhältnis

untereinander auswirkt und für die Entwicklung der Kinder

sehr förderlich ist.

Die Schule...

...schließlich behandelt die Themen des Rucksacks im Unterricht

zur gezielten Deutschförderung. Alle Rucksackklassen

der Projektschulen arbeiten zeitgleich an den selben

Themen, die zuvor gemeinsam von den beteiligten

Lehrer/innen und Kooperationspartnern festgelegt wurden.

Das Unterrichtsprogramm wird mit dem der Müttergruppen

und der Eltern-Kind-Aktivitäten abgestimmt. Ein

intensiver Austausch der Lehrer/innen mit den Stadtteilmüttern

und den Müttergruppen sorgt für eine intensivere

Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule. Dies

schafft Vertrauen und weckt gegenseitiges Verständnis.

Eltern zeigen verstärkt Interesse daran, an der

Gestaltung des Schullebens aktiv mitzuwirken und sich in

die entsprechenden Gremien, wie etwa

Klassenpflegschaft, einzubringen.

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