[S.3] Fanatische Tierschützer Anschlag auf Pelz Müller

mediendenk.de

[S.3] Fanatische Tierschützer Anschlag auf Pelz Müller

Photo: Alexander Eckmeier

Brennpunkt ZOB

Wohin mit den

jungen Wilden?

www.buergerblick.de

Oralsex-Affäre

[S.5]

Nachschlag von Zankl

Pleiten & Prozesse

[S.3]

Tiefschlag für Gevatter

[S.4]

Fanatische Tierschützer

Tel: 0851 9346649 E-Mail: info@buergerblick.de

[S. 6_7]

Anschlag auf Pelz Müller

Nummer

15 Mai 2008

50 Cent


2 Anzeigen

MacBook, iPod oder iMac:

Erleben Sie alle Produkte rund um den Mac.

Bei Top-Beratung und erstklassigem Service.

Jetzt bei Ihrem Apple Premium Reseller in Passau!

AB SOFORT N PASSAU

ALTES BRÄUHAUS

präsentiert:

Samstag, 31. Mai 2008

Laue Sommernacht am Römerplatz I

„Klassik“ - ab 18.00 Uhr

Großer Biergarten im Kreisverkehr

wie beim Jahresfest!

Samstag, 21. Juni 2008

Traditionelles Brückenfest

ab 16 Uhr

4 Bühnen

> Hängebrücke

> Flotte Bedienungen

> Faxi - Rennen

Donnerstag, 17. Juli 2008

8 Jahresfest

> Kapelle Josef Menzl

> Freibier

> Festreden

Dieses Buch enthält

Informationen über:

Selbsthilfe bei Tinnitus

Hyperakusis

Dysakusis

Druck im Ohr

Hörsturz

Schwerhörigkeit

Schwindel

Morbus Menière

Mai 2008

Altes Bräuhaus Passau

Bräugasse 5

94032 Passau

Tel: 0851/4905252

www.altes-braeuhaus.de

Endlich

eine

ehrliche

Information

bezüglich Ihrer

Erschienen im Selbstverlag Ohren

www.dasgesundeohr.de

Verlag Bad Füssing Juni 2004

zu bestellen bei: Privatpraxis Dr. med. Lutz Wilden

Kurallee 16, 94072 Bad Füssing

email: info@dr-wilden.de · www.dr-wilden.de

Tel.: 0 8531-98 0198 · Fax: 08531-980119

������� ������� ����������� �������� ��� ����� ��������� � ���������� �������� ���

����


Mai 2008 BLICK IN DIE GESELLSCHAFTEN

Wettbewerbsverzerrung,

Glücksritter & Pleiten

Bankrottprozess entlarvt unglaubliche Missstände

Erleichterung nach dem Freispruch : Stadtmanager Joseph Gevatter (l.) und sein Advokat

Uni-Professor Dr. Holger Altmeppen.

Beim Bankrottprozess vor dem Amtsgericht Landshut kam Joseph Gevatter (56), Boss über

zwei städtische Gesellschaften und damit mächtigster Manager der Stadt, mit heiler Haut

davon. Nach dem Freispruch zündete er sich erleichtert ein Zigarillo an. So belohnt er sich,

wenn er große Aufgaben hinter sich gebracht hat. Aber er sah nicht wirklich glücklich aus.

Der siebenstündige Prozess mit fast ein Dutzend Zeugen, von der Sekretärin bis zum Steuerberater,

hatte einen erschreckenden Einblick in das Treiben unserer städtischen Immobilien-

und Grundstücksgesellschaften (ehemals GGP, heute WGP) gegeben. Sie schmückt

sich gerne mit dem Gründerzentrum Kohlbruck. Aber das Aushängeschild hängt schief.

Das Bankrottunternehmen,

die Dreiländer-Labor

GmbH, war nicht das

einzige Sorgenkind des

Existenzgründerzentrums.

„Es gibt viele Fälle, in denen

wir die Miete stunden

müssen“, gestand Gevatter

nach dem Prozess. Um

nach außen hin den Schein

des Erfolgs zu wahren, werden

sechsstellige Summen

in den Sand gesetzt. Geld,

das letztendlich dem Steuerzahler

verloren geht.

Wenn Gevatter vom Gericht

gefragt wurde, wie

viel Miete das überschuldete

Dreiländerlabor der

WGP nun schulde, druckste

er herum. Er sagte gleich

zu Anfang, er könne sich

nicht erinnern. Tatsache

ist, es wurde drei Jahre

lang kein Cent bezahlt.

Das Dreiländerlabor ist die

Nachfolgefirma der durch

den BSE-Skandal zusammengebrochenen

„Milan“.

Ungültige Verträge

Jeder Passauer Unternehmer,

der mit Firmen,

die sich bei der Stadttochter

eingemietet haben, in

Konkurrenz steht, müsste

sich über Wettbewerbsverzerrung

ärgern: Da wird

klaglos auf Mietzahlungen

verzichtet oder hingenommen,

dass der Mieter gar

nicht erst unterschreibt.

Der Stadtmanager leistet

bei finanziellen Engpässen

Bürgschaften, kümmert

sich um Kundenakquise

und hilft bei Problemen

mit Zuschüssen sogar mit

politischen Kontakten.

Tatsache ist: Das Labor

war von Anfang an eine

Totgeburt und die alte und

neue Chefin eine verurteilte

Betrügerin. „Ich wollte

nicht der sein, der dieser

Frau das Licht auslöscht“,

gibt sich Gevatter wie ein

barmherziger Samariter.

Für seine GGP war das

Labor ein Klotz am Bein,

mit horrenden Verlusten:

Die Bank kassierte die

Bürgschaft über 110.000

Euro und der GGP kostete

letztendlich die Entsorgung

80.000 Euro.

Gevatter entschuldigte

sich im Prozess oft damit,

dass er mit dem Einverständnis

des ehemaligen

Oberbürgermeisters Albert

Zankl (dem Aufsichtsratsvorsitzenden)

und dem

Segen des Aufsichtsrates

(Mitglieder sind unsere

Stadträte) gehandelt habe.

Das ist nicht ganz richtig.

„Von einem ungültigen

Mietvertrag und den Entsorgungskosten

für ein verseuchtes

Labor war nie die

Rede“, sagt ein Aufsichtsratsmitglied.

Vetternwirtschaft

und Filz

Der Richter sprach von

einem Zustand wie in „Bananien“.

Der Staatsanwalt

sprach unverblümt von

„Vetternwirtschaft und

Filz“.

Vor dem Gesetz, so zeigte

das Gerichtsverfahren,

sind diese Missstände nicht

strafbar. Aber: Würde es

einen Untersuchungsausschuss

für kommunale

Gesellschaften geben, er

müsste jetzt tätig werden.

Krankes

Kohlbruck

Stadtfuchs lockt

Touristen an

Der namhafte Reiseführer

Polyglott

(„ A b ent euer u rl aub

Deutschland“) empfiehlt

die Führungen

von „Stadtfuchs“ und

Historiker Matthias

Koopmann. Prädikat

„spannend, skurill und

erfrischend anders“.

Passau wird gleich

nach Berlin, Hamburg

und München genannt.

www.stadtfuchs-passau.de

Neuer Treff

am Kirchplatz

Ein plätschernder

Brunnen, ein einsamer

Metzger – mehr ist am

Kirchplatz in der Innstadt

nicht los. Mitglieder

der „Initiative

Lebenswerte Innstadt“

planen einen neuen

Treffpunkt: Café oder

Tante-Emma-Laden?

Umfrage läuft gerade.

www.inn-initiative.de

Putzkolonne

für Ilztalbahn

Mehr als 40 Mitglieder

der Ilztalbahn-

Freunde haben die

Gleise bei Waldkirchen

und Freyung von Büschen

und Bäumchen

befreit. Jetzt können

Schienenbaufahrzeuge

anrücken. Die reizvolle

Strecke von Passau

in den Bayerwald soll

wiederbelebt werden.

www.ilztalbahn.net

3

Photos: Hubert Denk, Förderverein Ilztalbahn


4 BLICK AUF DIE KULTUR

Neue-Musik-Festival „Alles im Fluss“

Furioses

Halbfinale

Mehr als 100 Zuhörer erlebten in der Jahnturnhalle (Innstadt) ein eindrucksvolles Kunstspektakel für die Sinne.

In der altehrwürdigen Jahnturnhalle verausgabten sich

nicht Turner, sondern Talente auf Streichinstrumenten. Sie

zupften und schlugen ihre Violinen, peitschten mit den Bögen

die Luft, dass es surrte, und strapazierten mitunter ihre

Stimmbänder.

Ein ungewöhnlicher Ort

für ein ungewöhnliches

Konzert. Das neue Festival

„Alles im Fluss“ soll

uns zeitgenössische Komponisten

näher bringen.

Zum Abschluss des ersten

Reigens trat die Passauer

Initiatorin Annette Reisinger

mit ihrem Kölner

„Minguet Quartett“ auf,

unterstützt von drei weiteren

Virtuosen.

Das Streichseptett von

Richard Strauss (1864

bis 1945) erklang. In die

Rundbogenfenstern der

Turnhalle zauberte der

Abendhimmel ein wechselndes

Farbenspiel. Auf

Auf der Abschussliste der Tierschutzfanatiker

Farbbombe gegen Pelze

Passanten wundern sich über die blutähnliche

Flüssigkeit auf Gehweg und Fassade.

der Leinwand flimmerte

ein Stummfilm mit Passauer

Ansichten aus den 40er

Jahren.

Nostalgie fürs Auge, moderne

Nahrung fürs Gehör

- das gab packende Stimmungsbögen.

Das Experiment ist geglückt.

Das Publikum hat

Neuland betreten und ist

neugierig geworden. Aus

einer neuen Quelle der lokalen

Kunstszene ist noch

kein Fluss, aber ein rauschender

Bach geworden.

www.allesimfluss.eu

Die Anschläge der fanatischen

Tierschützer nehmen

kein Ende. Jetzt war

das Modegeschäft „Pelz

Müller“ in der Grabengasse

Zielscheibe. Unbekannte

schleuderten um 3 Uhr

früh braunrote Lackfarbe

gegen Schaufensterscheiben

und Fassade.

Welche Geschäfte gefährdet

sind, steht auf einer

Liste im Internet. Zuletzt

gab es im Heuwinkel einen

Buttersäureanschlag auf

einen Trachtenmodeladen.

Hier gibt`s

Wo vermissen Sie Bürgerblick?

Fragen Sie bei ihrem-

Zeitungshändler nach oder

informieren Sie uns:

info@buergerblick.de.

Unsere Verkaufsstellen:

ALTSTADT

Schreibwaren Brauneis,

Marktgasse; Buch & Geschenke

Brandstetter,Gr.

Messergasse; Cafe Unterhaus,

Höllgasse;

NEUMARKT

Glanz und Gloria, Grabengasse;

Bernhards Cornershop,

Oberer Sand; Feinkost

Bachl, Rosstränke; Schuh

Mayerhofer, Bratfischwinkel;

Schreibwaren Pia Schömig,

Heuwinkel;Glanz und

Gloria, Grabengasse;

ST. NIKOLA

Bücher Pustet, Nibelungenplatz;

Tabak + Lotto Heidenreich,Nibelungenpassage;

Unicopy, Ringstraße;

BAHNHOFSTR.

Friseursalon Kuchler; Tabak

+ Lotto Stephani; Bahnhofsbuchhandlung

Strykowski;

INNSTADT

Schreibwaren Machhaus,

Schmiedgasse; Bäckerei

Ratzinger, Löwengrube;

Edeka-Markt, Wiener Straße;

Tankstelle Putz, Wiener

Mai 2008

Presse intern

• Ex-OB Albert Zankl

gehört künftig zu den

schlecht informierten

Stadträten: Als Meister

der Medienschelte hat

er nach seiner Abwahl

beleidigt das Abo der

Passauer Neue Presse

storniert.

• Stadtwerke-Chef

Gottfried Weindler

gibt künftig weniger

Geld für Werbung aus.

Nicht aus Vernunft,

sondern Rache. Weil

die Am Sonntag ihn

der Strompreislüge bezichtigte,

rief er sofort

alle Anzeigenaufträge

zurück.

Straße; BP-Tankstelle Achleiten;

GRUBWEG

Andreas Drogerie, Prinz-

Eugen-Straße; Edeka

Schwaiberger, Alte Straße

und Dr.-Fritz-Ebbert-Straße;

HACKLBERG

Lotto Stephani, Glockenstraße;

HALS

Edeka Kolle, Perlfischerweg

3; Bäckerei Bauer, Marktplatz;

HAIDENHOF

Schreibwaren Kindermann,

Königsberger Straße;

Kiosk im Klinikum;

Innstraße; Hoft Bäckerei,

Spitalhofstraße; Lotto-Totto-Trafik,

Spitalhofstraße;

AGIP Neuburger Straße;

OMV Neuburger Straße;

Shell Regensburger Straße;

KOHLBRUCK Kiosk im

Kaufland; Aral Neuburger

Straße;

NEUSTIFT

Lotto Stephani im Real,

Holzmannstraße; Schreibwaren

Krempl, Steinbachstraße;

HEINING Donau-

Apotheke; Bäckerei Bauer;

RITTSTEIG

Edeka Klaiber, Alte Poststraße;

SCHALDING l.d. D.

Shell Färber, Kachletstraße;

Photos: Hubert Denk


Mai 2008 BLICK AUF DIE POLITIK

Drei Goldene Regeln vom erfolgreichen Münchner OB, die Jürgen Dupper gerne lesen wird

Immer mehr Anhänger: OB Christian

Ude (SPD) zum dritten Mal gewählt.

Abschied vom Managerposten nach Oralsex-Affäre

Herbert W. wehrt sich

gegen Bürgerblick

Wäre der städtische Topmanager

Herbert W. (61)

noch im Amt, wenn es die

Oralsex-Affäre nicht gegeben

hätte? Sicher nicht.

Trotzdem soll nicht mehr

behauptet werden, dass das

eine mit dem anderen zu

tun hat.

Bürgerblick-Anwalt Dr.

Klaus Rehbock bekam

wieder Arbeit. Das Redaktionsfax

spuckte zwei eidesstattliche

Versicherungen

aus: Der abgewählte OB

Albert Zankl und der städtische

GmbH-Boss Joseph

Gevatter bezeugen, dass

Herbert W. aussschließlich

aus gesundheitlichen

Gründen seine Frühpensionierung

beantragt habe.

Tatsächlich gab es hinter

Herr Ude, wie

wird man

so beliebt?

Christina Ude (60) ist als Oberbürgermeister

unschlagbar: Die

Münchener wählten ihn gerade

mit 66,8 Prozent zum Stadtoberhaupt.

Es ist bereits seine dritte

Amtsperiode und die Anhänger

werden immer mehr!

Bürgerblick wollte von Ude

wissen, worin das Geheimnis

seines Erfolgs liegt. Er nennt

und seine drei Goldenen Regeln:

Ein guter Oberbürgermeister

hat gleich mehrere

Berufe auszuüben: Er muss

Verwaltungsfachmann und

Rechtsexperte sein, Manager

und Zukunftsplaner, Öffentlichkeitsarbeiter

und Debatten-

den Kulissen eine elegante

Lösung. Denn keiner der

Stadträte wollte den pikanten

Fall auf die Tagesord-

nung bringen.

Chronologie: Im Juli 2007

lässt sich W. in der Bar Big

Ben vor Augenzeugen oral

verwöhnen. Der öffentliche

„Blow Job“ sorgte bundesweit

für Schlagzeilen. Er

lehnt den Strafbefehl über

5.000 Euro ab und versichert

dem OB, es sei nichts

gewesen.

November 2007: Er be-

antragt seine Versetzung in

den Ruhestand und nennt

gesundheitliche Gründe.

Anfangs des Jahres hatte

er eine Gehirnblutung erlitten.

Kurz darauf berichtet

er aber der Passauer

Woche, er sei wieder fit und

„voller Tatendrang“.

Dezember 2007: Es war

doch was. Urteil über 240

Euro Geldbuße wegen „Erregung

öffentlichen Ärgernisses“.

W. erhält einen Schwerbehindertenausweis,

(50 Prozent)

und wird vom Stadtrat

in den Ruhestand entlassen.

Sein Anwalt äußert die

Vermutung, dass auch die

Berichte der Medien seinem

Mandaten gesundheitlich

geschadet hätten.

redner. Vor allem aber ist er ein

Anwalt der Bürgerschaft, der

ihre Interessen mit Nachdruck

vertritt.

Ein guter Oberbürgermeister

muss immer Farbe

bekennen und darf nie wegtauchen.

Ein guter Oberbürgermeister

darf nichts versprechen,

was er nicht halten,

und nichts behaupten, was

er nicht beweisen kann. Denn

seine Gesprächspartner begegnen

ihm immer wieder und haben

ein gutes Gedächtnis.

Jürgen Dupper ist auf dem

besten Weg, sich dem Münchner

Vorbild anzulehnen.

Jürgen Dupper (SPD) eroberte die Herzen

der Passauer mit 61 Prozent.

WGP-Chef Joseph Gevatter und Ex-OB Albert Zankl gaben

diese eidesstattlichen Versicherungen für Herbert W. ab.

Feierlicher Akt für

Promenade zum Klo

Die Partnerstadt Cagnes-sur-Mer

schenkte

uns im Vorjahr eine

Passauer Avenue im Nobelviertel.

Die Cagnessur-Mer-Promenade,

die jetzt feierlich in der

Neuen Mitte eröffnet

wurde, klingt berühmter.

Aber im Prinzip ist

sie nur eine gepflasterte

Verbindung auf dem

Exerzierplatz von der

Tiefgarageneinfahrt

zum künftigen öffentlichen

WC am Kapfingerkomplex.

5

Photos: Alexander Eckmeier, Bürgerbüro Dupper, OB-Büro München


6 BLICK AUF VEREINE

die besten

NETZWERKE

enden mit e.V.

Vereine sind die verlässlichsten Netzwerke

unsere Gesellschaft. Sie formen Körper und

Geist, fördern die Jugend, pflegen Soziales und

Umwelt. Sinnvoller als Internet und Fernsehen

schaffen diese Gemeinschaften einen Ausgleich

zu Arbeitswelt und Alltag. 315 Vereine zählt

unsere Stadt und geschätzt jeder zweite Bürger

ist in mindestens einem aktiv. Rund 18.000

Mitgliedschaften zählen allein die Sportvereine.

Bürgerblick stellt in dieser neuen Serie die

wichtigsten Passauer Netzwerke vor.

Neue Bürgerblick-Serie über Vereine

DLRG : Wir helfen, wenn

Wasser zur Gefahr wird

Übung auf der Donau.

DLRG - diese vier

Buchstaben stehen für

„Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft.“

Geschichte: 1913 wurde

die DLRG in Leipzig ins

Leben gerufen, nachdem

im Vorjahr eine Anlegestelle

auf der Insel Rügen

einbrach und 17 Personen,

darunter sieben Kinder

ertranken. Die ersten

Anfänge der DLRG in

Passau entstanden im

Jahr 1922. Aus vier früheren

Ortsverbänden bildete

sich 1958 die heutige

DLRG Passau.

Bestimmung: Unsere

Aufgabe ist die Sicherheit

der Menschen im, am und

auf dem Wasser. Alle Unsere

Helfer sind alle tätig.

Angebot: Ausbildung in

Schwimmen, Erste Hilfe,

Bootsführer und Einsatz-

taucher im Rahmen des

Katastrophenschutzes

und einer Schnelleinsatzgruppe

(SEG).

Jugendarbeit: Wir wollen

jungen Menschen soziale

Werte in einer anregenden

und lehrreichen

Freizeit vermitteln. Dazu

gehören Schwimmwettkämpfe,

Gruppenstunden

und Zeltlager.

Einsätze: Im Katastrophenfall

leisten wir Hilfe

bei Hochwasser und anderen

Notlagen, so bei der

Schneekatastrophe 2006.

Zahlen: Die Passauer

DLRG besteht aus rund

250 Mitgliedern, der Jahresbeitrag

für Erwachsene

beträgt 40 Euro, für

Jugendliche 30.

Kontakt: 1. Vorsitzender

Robert Firmhofer, Tel.

0851 45486, Fax 89444,

info@passau.dlrg.de.

www.passau.dlrg.de

Vereinsnachrichten

Bei den NiederbayerischenMeisterschaften

2008 im Rettungsschwimmen

belegten

Valentin Göllner und

Sebastian Strasser in

Alterklasse 15-16 die

Plätze 2 und 3.

Die Bronzemedaille

erreichte die weibliche

Staffel der Alterklasse

18 mit Daniela Probst,

Veronika Schweitzer,

Bianca Neudorfer und

Melanie Nebl.

Feste Termine : 1.

Mittwoch im Monat offizielle

Versammlung,

3. Samstag Weiterbildung.

500 Euro Studiengebühren

pro Semester. Auf der

Innwiese wird darüber gelästert.

„Kannst Du Dir

auch keine neue Gucci-

Sonnenbrille mehr leisten?“

Aber viel interessanter

ist die Frage: Wo sind

eigentlich die sechs Millionen

Euro geblieben, die

die Uni im laufenden Jahr

eingenommen hat?

Kuwi-Student Florian

Kulzer ging für Bürgerblick

auf Spurensuche. Anfangs

stieß er nur auf Gerüchte.

Die Wirtschaftswissenschaftler

sollen davon ihre

neue Cafeteria gesponsert

bekommen haben. Stimmt

nicht. Die Mittel müssen

laut Hochschulgesetz der

Verbesserung der Studienbedingungen

dienen. Neubauten

gehören nicht dazu.

Debatte um Tiefgarage

Passau geriet sogar auf

„Spiegel-Online“, weil die

Uni-Chefs über Abwegiges

spekulierten: Für 1,5

Millionen Euro sollte die

feuchte Tiefgarage saniert

werden. Dient das der Bildung?

Die Passauer Studentenvertreterprotestierten

mit Erfolg. Nach einem

klärenden Gespräch mit

der Uni-Leitung war das

Thema vom Tisch.

Der Wirbel hatte Wirkung:

Die Uni veröffentlicht

nun auf ihrer offiziellen

Internetseite die

Investitionen. Aber so richtig

schlau wird man daraus

nicht. „Den Studierenden

verweigert man detaillierte

Verwendungsnachweise

über ihre Studienbeiträge“,

moniert der gewählte Senator

Max Schwerdtfeger.

Laut Internetseite wurden

590.000 Euro für neue

praxisorientierte Kurse

ausgegeben. Seminare für

Rhetorik, Mitarbeiterfüh-

Mai 2008

6 Millionen Euro

Studiengebühren

Was macht unsere Uni damit?

rung und Konfliktmanagement.

Die Personalkosten

der externen Trainer und

Dozenten, so erklärt Uni-

Pressesprecher Thoralf

Dietz, machten den Löwenanteil

aus.

Aber wo stecken die anderen

90 Prozent, sprich

5,4 Millionen Euro? Sie

entfallen auf viele kleine

Maßnahmen, die nach dem

Gießkannenprinzip innerhalb

der Fakultäten verteilt

wurden. Zuschüsse zu Exkursionen,Wiederholungskurse

für Examenskandidaten,

neue Planstellen für

intensivere Sprachkurse

und neue Lehrprofessuren.

Ein neuer Kostenfaktor

schaffte es sogar als Meldung

in die Lokalpresse:

„Uni-Bibliotheken weiten

ihre Öffnungszeiten zum

Teil bis Mitternacht aus“.

Die Uni Augsburg gibt

ihren Studierenden, sprich

Kunden, bei der Verwendung

der Mittel ein Vetorecht.

Demokratie in diesem

Sinne täte auch Passau

gut.

Impressum

Herausgeber und

verantwortlicher Redakteur

Hubert J. Denk

Kapuzinerstr. 19, 94032 Passau,

Telefon (0851) 93 46 649,

Fax (0851) 93 46 801;

Internet

www.buergerblick.de;

E-Mail: info@buergerblick.de

Redaktion

Anna Brunner, Lena Böhne,

Alexander Eckmeier,

Peter Kast, Florian Kulzer

Technische Umsetzung

Lukas Musilek

Vertrieb

Tobias Tauscher

Online-Technik

Michael Schön, München

Druck:

Tutte Druckerei GmbH,

Salzweg

Photo: DLRG


Mai 2008 PARTYBLICK

Spätestens im Dult-Bus wird uns übel

Unser „little

Oktoberfest“

Der Himmel über der

Dult ist nicht immer blau,

aber die Menschen darunter

bestimmt. Wie könnte

man sonst soviel Kitsch und

Krach auf der Kohlbrucker

Kirmes aushalten?

„Mit einem traditionellen

bayerischen Volksfest

hat dies nicht mehr viel zu

tun. So sehen Oktoberfest-

Kopien in Amerika aus“,

sagt ein Dultbesucher um

die 20.

Aber wollten wir nicht

ein „little Oktoberfest“?

Unter den Schuhen

knirscht kein Kies mehr.

Der Blick vom Riesenrad

schweift über Gewerbegebiet

und Parkhaus. Das

Feuerwerk muss mit Musik

aufgepeppt werden, weil es

sich nicht in den Flüssen

spiegeln kann.

Dafür berichtet uns die

Lokalpresse aberwitzige,

technische Details: „Abschussplatz

30 Meter unter

dem Platzniveau!“. Wir

sollen staunen, dass die

Raketen mehr Schubkraft

brauchten.

Der Vergnügungspark

liegt fürs Landvolk perfekt

an der Autobahn. Für tausende

Passauer fühlt sich

der Weg zur Dult an wie

die Fahrt vom Münchner

Marienplatz zum Flughafen

ohne Transrapid.

Wer keinen Chauffeur

dabei hat, dem bleibt nur

teures Taxi oder Nahverkehr.

Stadtwerke-Chef Weindler

wirbt, wir sollen alle mit

seinen blauen Bussen zur

Dult fahren. Aber mit drei

Maß im Bauch wird uns

spätestens im Kreisverkehr

am ZOB kotzübel. Zum

Glück müssen wir dort umsteigen.

Am lautesten klagen die

Grubweger und Halser

über die Entfernung zur

Maivergnügen. Mehr als

zehn Kilometer. Die Busfahrt

dauert rund 40 Minuten

- Weg zur Haltestelle

und Wartezeit nicht eingerechnet.

In derselben Zeit

Es gibt sie noch, die guten Dinge

7

schafft es der Regionalexpress

bis Plattling.

Die Werbetextcr haben

uns vor der Dultverlagerung

versprochen, in Kohlbruck

wird es schöner,

größer und geiler. Schneller

wäre besser: Vielleicht

träumen sie im nächsten

Jahr vom Transrapid zu unserem

little Oktoberfest.

Wo Leberkäs zum Luxus wird

brotzeit, die schon verzehrt

wurde als Döner

und Börger noch fremd

waren, wird hier in zehn

Varianten angeboten:

Leberkäs gefüllt mit Spinat,

Mozzarella, Chili... .

1,90 Euro kostet die

Leberkässemmel. Das ist

ein stolzer Preis. Dafür

garantiert der österrei-

Leberkäs vom Chef perchische Lieferant des Lesönlich:

Ernst Mattig ckerbissens beste Quali- Eckmeier

tät: „magerstes Fleisch,

„Leberkäs ist nicht gleich

keine Geschmacksver-

Leberkäs“. Das steht vor

stärker und chemischen

einem Imbisslokal, das

Alexander

Zusatzstoffe“.

wegen seines zeitgemäs-

Im schicken Stadtsen

Stils ins Auge sticht:

beisl wird Leberkäs Musilek,

das Stadtbeisl in der

zum herzhaften Luxus.

Kleinen Klingerglasse.

Lukas

Schick oder schlampig: Sie trägt Dirndl und Stöckelschuhe,

Die typische Arbeiter- www.leberkaese.at

er Jogginghose und Sandalen. Photos:


8 BLICK AUF DEN

18-jährige Zeughaus-Praktikantin schreibt im Bürgerblick

Lenas Plädoyer für die jung

Hallo Leute, ich bin Lena, 18, FOS-Schülerin, und mache gerade

ein Praktikum im Jugendtreff Zeughaus. Wer sich bei

uns aufhält, kann draußen keinen Stress verbreiten. Aber wo

sollen sich die Jugendlichen in der Stadt denn treffen, wenn

die Sonne scheint und sie keinen Bock auf unser schönes Gewölbe

haben?

Lena wollte wissen, was

die Jugendlichen denken,

die am ZOB und am Klostergarten

angeblich immer

wieder zum Ärgernis werden,

weil sie Alkohol konsumieren

und alte Leute

anpöbeln. Sie schnappte

sich eine Filmkamera und

führte Interviews. Ihr Streifen

„ZOB-Kids“ wurde

auch Stadträten gezeigt. Die

wichtigsten Aussagen stehen

unten auf dieser Seite.

Im Prinzip erklärten die

Kinder und Jugendlichen

vom Klostergarten und

ZOB, dass sie mit den Vorurteilen

der Erwachsenen

zu kämpfen haben. Sie seien

nicht alle Randalierer. Es

sei zu beoachten, dass die

Jüngsten am wenigsten Respekt

vor der Polizei haben.

Die Beamten werden auch

kritisiert. Sie seien nicht gerade

zimperlich im Umgang

mit den Jugendlichen.

Wo sollen sich die jungen

Wilden in der Stadt aufhalten?

„Das Zeughaus kann natürlich

nicht alle fassen“,

meint Lena. Der Jugendtreff

sei zweifellos eine wichtige

Einrichtung, aber seit

dem Verbot – keine Partys

und Konzerte nach elf Uhr

– eben keine vollwertige

mehr.

„Es ist keine Lösung,

die Passauer

Jugendlichen in den

Skaterpark nach Kohlbruck

abzuschieben.

Die City muss Treffpunkt

bleiben für Alt

und Jung. Wenn es

knirscht, bitte keine

neuen Verbote!“

Lena meint, „miteinander

zu reden ist

immer der bessere

Weg“. In der Neue

Mitte ist Platz genug,

dass alle Generatiozusammenkommen

können. Dies könnte

die Chance für diesen

neuen Stadtteil sein.

Zitate aus Lenas Film „ZOB-Kids“ :

„Kinder finden es cool, wenn Polizei kommt!“

Der 19-jährige mit dem

kleinen Zopf (Foto oben)

sagt: „Mich stressen die Jugendlichen

und Kinder, die

immer Trouble mit der Polizei

haben. Darum hänge ich

nicht mehr so oft am ZOB

ab. Ich kann schon verste-

hen, wenn sich ältere Menschen

durch rumpöbelnde

Jugendliche bedroht fühlen.“

Warum hängen die Leute

ausgerechnet hier ab ?

„Das ergibt sich durch die

Lage. Hier trifft man sich,

wenn man mit dem Bus

von der Schule oder Arbeit

kommt. Das hat nichts mit

der Neuen Mitte zu tun –

wäre der Busbahnhof wo anders,

würden sich die Leute

dort treffen.

Die „Kids“, so meint er,

„müssen erst ihre Erfahrungen

machen.“ Wenn man

denen das Trinken explizit

verbiete, werde es erst recht

reizvoll.

Die verstärkten Polizeikontrollen

bewirken aus seiner

Sicht genau das Gegenteil:

„Die Kinder finden das

ja ‚cool‘, wenn die Bullen

kommen. und hängen dann

erst recht hier ab. Ich finde,

das bringt auch nichts.“

„Hausverbot im

Zeughaus...“

Die junge Frau mit der

Brille hat schon ihre eigenen

Erfahrungen gemacht,

wo in unserer Stadt die

Grenzen sind.

Gibt es nicht schönere

Plätze in Passau zum gemütlichen

Biertrinken als

hier am ZOB?

Dazu sagt sie: „Das schon.

Aber bei den meisten Sachen

haben wir schon Hausverbot.“

Als komplette Gruppe

würden sie ins Zeughaus gar

nicht eingelassen - wegen

‚Randaliergefahr‘.

Sie meint, früher, am alten

Exerzierplatz, habe es noch

nicht so viel Stress gegeben.

„Aber seit die kleinen Kinder

hier sind, gibt es immer

wieder Ärger. Die kommen

zum Rauchen und Saufen

her. Wenn dann die Polizei

kommt, hauen die Kleinen

ab und wir müssen es ausbaden.“


BRENNPUNKT

en Wilden vom ZOB

„Aggressives Auftreten

der Polizei...“

„Als ich am ZOB meinen Film drehte,

hatte ich mehr den Eindruck, dass diese

Jugendlichen nach Aufmerksamkeit

streben und einen Platz suchen, an dem

sie ungestört bleiben können. Ist ihnen

das zu verdenken? Sucht nicht jeder

nach diesem einen Ort?“, sagt Lena

Böhn (18).

W a s

machst du so

den ganzen

Tag hier im

Klostergarten?

„ C h i l l e n ,

Z eit ver t reib,

Kumpels treffen. Ist eine schöne Location

hier. Der Brunnen zum Beispiel hat eine beruhigende

Wirkung auf mich.

Findest du den Presserummel, verstärkte

Polizeistreifen, Kameraüberwachung

am „Brennpunkt“ Neue Mitte gerechtfertigt

?

Ich halte das ganze für ein ziemliches

Affentheater. Würden die Leute uns nicht

stressen, hätten sie

auch keinen Stress

mit uns. Die Polizei

soll sich gezielt diejenigen

schnappen,

die verantwortlich

sind für den ganzen

Ärger, und

nicht wahllos alle

Jugendlichen bestrafen,

die sich hier

aufhalten.

Die Polizisten treten standardmässig

schon ziemlich aggressiv

auf. Letztens stand ich am ZOB,

hatte noch Krücken. Da kam

ein Polizeibeamter, packte mich

wortlos von hinten und zerrte mich

zum Streifenwagen, um mich zu kontrollieren.

Das kann nicht sein.

So sehen die coolsten Hip-Hopper

unserer Stadt aus: Sven alias Kosmo

(rechts) und sein Cousin Methin

posieren im Gangsta-Style.

Ampel für Skater

statt Platzverweis

Soll man auf der neuen „Promenade“

am Kapfingerkomplex

den Kindern das Skaten erlauben

oder verbieten?

Die Abstimmung im Stadtrat

zeigte, wie die Fronten sind - und das

lässt hoffen: Nur eine kleine Gruppe

von CSU-Leuten um Zankl (10 Stimmen)

waren für ein Verbot. Alle anderen

(29 Stimmen) signalisierten, dass

Toleranz und Freiraum erstmal wichtiger

sind.

Einen gewitzten Kommentar lieferte der

junge CSU-Bundestagsabgeordnete Andreas

Scheuer. Als Dagmar Plenk meckerte,

dass die Skater den Weg queren und Passanten

behindern, rief er: „Dann richten wir dort halt

eine Ampel ein!“

9

Photos: Lukas Musilek, DVD „ZOB-Kids“


10 Anzeigen

�������������

����������

����������

������

�������

����������

�� �������

�����������

�� �����

Mai 2008

������������� �� � �������


Mai 2008

BLICK AUF DIE WIRTSCHAFT

Strafverfahren in Berlin!

Zoll heizt ECE Passau ein

Routinekontrolle auf der ECE-Baustelle: 26 Zollbeamte überprüfen 14 Subunternehmen.

ECE, der große Kaufhauskasten der Neuen Mitte, macht

sich vor der Eröffnung immer unbeliebter: Auf der Baustelle

wurden Arbeiter mit Sklavenlöhnen abgespeist. In Berlin

wird es deshalb zu einem großen Strafprozess kommen.

Eine Razzia im letzten Sommer hatte den Fall aufgedeckt.

Die Zollbeamten rücken seitdem zu regelmäßigen Kontrollen

an. Als im April die Presse dazu eingeladen wurde, bewies

ECE wenig Feingefühl und Sinn für Transparenz. Die

Reporter erhielten Platzverweis.

Als Grünen-Stadtrat Karl

Synek im Sommer 2007 mit

Flugblättern die ausländischen

ECE-Beschäftigten

auf ihre Rechte aufmerksam

machte, konnte er nicht

ahnen, dass er ins Schwarze

traf. Rund 70 türkische

Fach- und Hilfskräfte waren

von einem Subunternehmer

des renommierten

Mannheimer Baukonzerns

Bilfinger Berger aus den

ärmsten Gebieten des Landes

eingeflogen und monatelang

als Billigkräfte missbraucht

worden.

Ein türkischer Eisenflechter,

der nach einem

Leistenbruch durch die

Baufirma abgeschoben werden

sollte, zog den Stadtrat

ins Vertrauen. Es folgte die

Zollrazzia. Der Eisenflechter

wurde zum wichtigsten

Zeugen des Verfahrens.

„Auf Veruntreuung von

Arbeitsentgelt steht bis zu

fünf Jahre Haft“, erklärt

der Berliner Sprecher der

Staatsanwaltschaft, Michael

Grunwald. Der Gerichtstermin

in Sachen ECE Passau

stehe noch nicht fest.

Es geht um Millionen

Mehr als 70 Zöllner haben

in Passau und Berlin

umfangreiche Geschäftsunterlagen

beschlagnahmt.

Mit Hilfe von Dolmetschern

wurden auf der

ECE-Baustelle die Türken

nach ihren Löhnen, ihren

Arbeitszeiten und den dazugehörigenAufzeichnungen

befragt. „Was in den

Büchern der Bauleitung

steht, muss sich nicht immer

mit dem decken, was

die Arbeiter selbst notieren“,

sagt ein Zollfahnder.

Deshalb wurden damals

auch die Privatunterkünfte

der Arbeiter, das ehemalige

Marienheim im Oberen

Sand, durchsucht.

Die beschuldigte Baufirma

ersparte sich Löhne

und Sozialabgaben in Millionenhöhe.

Das ECE-Kaufhaus wird

vom Investor, dem Hamburger

Milliardär Alexander

Otto, als Prestigeobjekt

für die Region angepriesen.

Warum musste der Bauträger

zu den billigsten, ausländischen

Partnern greifen?

Stand nur Profitgier

im Vordergrund?

In Graz wurde der Milliardär

auf die Probe gestellt,

ob er mit seinem Projekt

wirklich dem Wohle der

Stadt dienen will. Cleverer

Schachzug der schwarzgrünen

Regierung: Otto

sollte in den ECE-Komplex

Büro- und Wohnflächen

integrieren. Im Gegenzug

bekommt er (leerstehende)

Ladenflächen in der bestehenden

Fußgängerzone.

Als der Milliardär zum

Krisengespräch nach Graz

reiste, war eine neue Aufregung

auf seiner Passauer

Baustelle erst einen Tag

alt: Zollbeamter Karl Blechinger,

Passauer Teamleiter

der „Finanzkontrolle

Schwarzarbeit (FKS)“,

wollte eine Gruppe von

Journalisten zur Routinekontrolle

mitnehmen. Er

wollte einen Einblick in

die Arbeit der Zollbehörde

vermitteln.

Dann wurde ihm die Einladung

eher peinlich. Er

hatte nicht damit gerechnet,

dass die ECE-Leitung

den Journalisten, darunter

die Korrespondentin des

Bayerischen Rundfunks

und Redakteure der Passauer

Neuen Presse, einen

Platzverweis erteilt. „Wie

kann man nur so blauäugig

sein“, schrieb ein Kommentator

der PNP.

Wieder Sklavenlöhne

Auf der Baustelle (250

Beschäftigte, 15 Subunternehmen)

hat man auch

nichts dazugelernt: Wieder

drei „schwarze Schafe“,

es drohen neue Verfahren.

Die Fahnder sollen

Verträge gefunden haben,

laut denen 420 Euro für

80 Monatsstunden bezahlt

wurden. Das sind 5,25

Euro Stundenlohn, nicht

mal die Hälfte des gesetzlichen

Mindestlohns (12,50

Euro).

Von ECE ausgesperrt : Radio-

und Zeitungsreporter.

Burkert ärgert

sich grün

Das grüne „Nessie“

Boris Burkert (Foto)

leckte lange seine

Wunden: 0,5 Prozent

fehlten seiner Partei

(mit 8,65 Prozent bestes

Ergebnis) zum vierten

Stadtratsmandat

und ihm zum Sitz.

www.gruene-passau.de

Superrad für

Ironman Marko

Marko Topic (19,

„Jüngster Ironman“)

tritt am 18. Mai beim

Münchner Triathlon

mit einem Profi-Rennrad

an: Er holte sich bei

Sport Denk das Isaac

Joule Aerotic (Testsieger,

Marke aus Braunschweig,

Listenpreis

6.000 Euro). „Ferienjob,

Geburtstag und

Sponsoren haben es finanziert“,

freut er sich.

www.markotopic.de

Zauberwürfel

fürs Handy

Dr. Cube,

das Geduldspiel

aus den

80ern ist

Kult. Informatikstudenten

der Uni Passau

haben den bunten Zauberwürfel

aufs Handy

gebracht. Die Spezialisten

heißen Tobias

Grosser, Stephan

Meyer und Christoph

Model.

http://dr-cube.sourceforge.net

11

Photos: Hubert Denk, Alexander Eckmeier, Förderverein Ilztalbahn. Informatiklehrstuhl Passau


12 ANZEIGE

X

X

X

X

SPARMORE MIO!

3 Lizenzen jetzt für

jeden Haushalt

Funktioniert mit Windows

XP und Windows Vista

PASSAU

Starker Service:

• Bester-Preis-der-Stadt-Garantie

Billiger als Media Markt? Gibt’s nicht! Wenn Sie doch

eines unserer Angebote innerhalb von 14 Tagen

bei gleicher Leistung günstiger sehen, geben wir Ihnen

bar auf die Hand zurück, was Sie zuviel bezahlt haben.

Garantiert.

Offi ce Home and Student 2007

Schnell und sicher Dokumente, Präsentationen und vieles mehr

gestalten, enthält Word 2007, Excel 2007, PowerPoint 2007 und

OneNote 2007

Enthalten sind Übungen für Yoga, Muskelübungen, Aerobic und Balancespiele.

Der Spiel- und Sportspaß für die ganze Familie.

• Lieferung

Schleppen Sie sich nicht ab: Wir liefern

schnell und günstig zu Ihnen nach Hause.

Und die Verpackung nehmen wir selbstverständlich

mit. Auf Wunsch liefern wir

auch innerhalb von 24 Stunden.

Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 9.00 - 20.00 Uhr • Sa. 9.00 - 19.00 Uhr

• Regensburger Str. 37 • Tel.: 0851/95593-0

www.mediamarkt.de

• Aufstellen

und Montage

Wir stellen Ihr neues

Gerät auf und schließen

es fachmännisch an.

Zuverlässig und günstig.

Keine Mitnahmegarantie.

Mai 2008

Mit der kabellosen Wii-Fernbedienung und der Nunchuk-Erweiterung

erlebst du ein noch nie da gewesenes Spielerlebnis. Deine Bewegungen

werden von Sensoren erfasst und so steuerst du das Spiel.

Unsere Fachberater beraten Sie gerne und finden

individuell für Sie die passende und günstigste Lösung.

• Umtausch

Geben Sie uns einfach den

MediaMarkt-Artikel innerhalb

von 14 Tagen zurück. Wir

tauschen ihn auf der Stelle für

Sie um. Ohne wenn und aber.

• Altgeräte-

Entsorgung

Selbstverständlich ersparen

wir Ihnen die Altgeräte-Entsorgung.

Schnell

und umweltgerecht.

• Reparatur

Wir beraten Sie, ob sich die Reparatur

lohnt. Und falls ja, reparieren unsere

Meisterwerkstätten Ihr Gerät schnell

und zu fairen Preisen. Auch, wenn Sie

es nicht bei uns gekauft haben.

Alles Abholpreise.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine