Ärzteblatt August 2010 - Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

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Ärzteblatt August 2010 - Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

ÄRZTEBLATT

8/2010

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Mitteilung zur Kammerversammlungswahl 2010

Proteinblockade stoppt Metastasierung von Hautkrebszellen

Endokrine Disruptoren


Inhalt

Leitartikel

So kann es nicht weitergehen !!! 272

Wahlausschuß

Mitteilung zur Kammerversammlungswahl 2010 273

Wissenschaft und Forschung

Proteinblockade stoppt Metastasierung von

Hautkrebszellen 274

Endokrine Disruptoren 277

Aktuelles

Fernreisende jetzt verstärkt über

Reiseerkrankungen aufklären 278

Offzielle Mitteilungen

Wissenswertes zu Listeriose 280

Leserbrief

Zunehmend stehen Suchtprobleme im Vorder-

grund der Fach- und Laienpresse 281

Vorstand

Ärzteball 2010 282

Recht

Zwei aktuelle BGH-Urteile zu Rechtsfragen

am Beginn und am Ende des Lebens 282

Fortbildung

19. Seminar- und Fortbildungswoche 285

Veranstaltungen und Kongresse

Impfkurse in Mecklenburg-Vorpommern 286

Veranstaltungen der Ärztekammer M-V 286

Veranstaltungen in unserem Kammerbereich 286

Veranstaltung in anderen Kammerbereichen 288

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

Aus der Kassenärztlichen Vereinigung

Öffentliche Ausschreibung 289

Buchvorstellungen

Für Sie gelesen 290

Service

Ausschreibung „Hufeland-Preis 2011“ 293

Heute schon gezwiebelt? 294

Kongreßbericht

Interdisziplinäre Medizin in internationaler

Zusammenarbeit 295

Kulturecke

Benefiz-Orgelkonzert in Rostock 296

Herztöne – Musik für die Gesundheit 297

Ausstellung: Illustrative Malerei 298

Theaterinformationen 298

Personalien

Wir beglückwünschen 299

Wir trauern um 299

Impressum 299

Seite 271


LeItARtIKeL

So kann es nicht weitergehen !!!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die (Welt)-wirtschaftskrise ist nicht überstanden. Die Bürgerinnen

und Bürger werden allenthalben zum Sparen und zur

Zurückhaltung aufgefordert, die eigentlich Schuldigen und

weiterhin hochgradig am derzeitigen Desaster Mitbeteiligten

werden aus fadenscheinigen Gründen nicht zur Verantwortung

gezogen. Im Gegenteil, Ihnen werden bereits wieder

Erfolgshonorare von bis zu einer halben Million Euro

gezahlt. Es ist überhaupt nicht zu verstehen, warum Investmentbanker,

z. B. auch der Deutschen Bank, Jahreseinkommen

in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro verzeichnen. Nicht

das Sie mich falsch verstehen, es geht hier nicht um Sozialneid,

auch nicht um eine Gleichmacherei. Es kann aber

keiner so gut sein, daß er dieses Geld auf „realem“ Wege

verdient und damit meine ich, ein Äquivalent für diese Summe

geschaffen hat. Im Gegenteil, es sind durch fast nicht

mehr nachvollziehbare Geschäfte und heikle Transaktionen

imaginäre Summen geschaffen und transferiert worden,

ohne daß auch nur irgend jemand einen Gegenwert durch

seiner Hände Arbeit dagegensetzen könnte.

Sie werden sich fragen, was das mit dem Gesundheitswesen

zu tun hat – eine ganze Menge.

Im 19. und 20igsten Jahrhundert wurde die gottgewollte

Verursachung von Krankheiten durch naturwissenschaftliche

Erklärung, z. B. durch Obduktion von Verstorbenen und Erklärung

physiologischer und pathophysiologischer Vorgänge,

abgelöst, die ihren Anfang schon im Mittelalter hatten. Auch

galt es, die Heere für Eroberungskriege oder für die Verteidigung

durch gesunde Soldaten zu gewährleisten. Darüber

hinaus wurden gesunde Arbeitskräfte für die industrielle

Produktion benötigt. Der Erhalt der Gesundheit wurde zur

Staatsdoktrin erklärt. Um dies zu gewährleisten, übertrug

die Politik die Gesamtverantwortung für die Gesundheit der

Gesellschaft als Ganzes der Ärzteschaft. Zur Aufrechterhaltung

der gleichmäßigen Versorgung wurden Krankenkassen

geschaffen, die die eingehenden Beiträge zum Nutzen aller

verwalteten.

Was ist heute daraus geworden? Noch unter Ulla Schmidt

wurde das Gesundheitswesen zum freien Markt erklärt, der

Privatisierung des Gemeinwohls durch eine SPD-Ministerin

das Wort geredet, der Wettbewerb um Kranke eröffnet und

damit letztendlich die Möglichkeit geschaffen, mit Krankheit

Rendite aus Pflichtbeiträgen der Sozialversicherung zu erwirtschaften

– eine Amoralität an sich.

Die Gesundheit ist auf Grund der Technisierung in der Wirtschaft

nicht mehr von gesellschaftlichem Interesse, im Sinne

von Gesunderhaltung und Prävention, sondern die Krankheit

ist in höchstem Maße attraktiv geworden, besonders in renditeorientierten

Krankenhäusern. So kommt es täglich vor,

daß am Gewinn beteiligte Geschäftsführer den Ärzten die

Aufforderung zukommen lassen, noch mehr Patienten aufzunehmen.

Eine Diagnose läßt sich schon finden, auch wenn

aus einer Operation durch geschicktes Entlassungsmanagement

drei gemacht werden.

Der kranke Patient wird also rentabel, der Mensch an sich

wird von der „Gesundheitsindustrie“ zum Produkt erklärt.

Der Vorstandsvorsitzende von den Rhönkliniken behauptet

sogar, daß Medizin im wesentlichen ein Konsumgut ist.

Ein HIV-Patient ist ein lukrativer „Kunde“. Der Patient ist

„Werkstück“ bzw. „Ware“ in der Gesundheitsindustrie.

Ärzte und Apotheker werden einem ökonomischen Druck

ausgesetzt und die Entscheidung über Therapie und Diagnostik,

für die sie beide fast autonom zuständig waren, kündigen

einen Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen an:

Ökonomie vor Ethik. Damit verlieren wir Arzte unsere Glaubwürdigkeit

und unser gutes Arzt-Patienten Verhältnis – politisch

gewollt???

Lassen wir uns unser hippokratisches Mandat „Anwälte unser

Patienten zu sein“, nicht politisch zerstören. Mahnen wir die

Politik und schützen die Patienten vor renditeorientierten

Bestrebungen in der beitragsfinanzierten Medizin.

In diesem Sinne

collegialiter

Ihr

Dr. Andreas Crusius

Seite 272 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

WAHLAUSSCHUSS

Mitteilung zur Kammerversammlungswahl 2010

Bekanntgabe über Zeit und Ort der Auslegung der Wählerliste und die Einspruchsfrist

gemäß § 5 Abs. 3, 4 der Wahlordnung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Die Wählerliste, d. h. die Liste sämtlicher wahlberechtigter

Ärzte, wird nach Feststellung der wahlberechtigten Kammermitglieder

zum Stichtag 30. August 2010 spätestens nach

drei Werktagen bis einschließlich 15. September 2010

während der Geschäftsstunden in der Geschäftsstelle der

Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, August-Bebel-

Straße 9a, 18055 Rostock, zur Einsichtnahme ausgelegt. Zusätzlich

werden in der gleichen Zeit bei den Gesundheitsäm-

Anlage – Liste der Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte (Stand: Juni 2010, Quelle: LAGUS)

Kreis Bad Doberan, Gesundheitsamt

Dammchaussee 30 a, 18202 B a d D o b e r a n

Kreis Demmin, Gesundheitsamt

A.-Pompe-Str. 12-15, 17109 D e m m i n

Hansestadt Greifswald, Gesundheitsamt

Stralsunder Str. 5-6, 17489 G r e i f s w a l d

Kreis Güstrow, Gesundheitsamt

Am Wall 5, 18273 G ü s t r o w

Kreis Ludwigslust, Gesundheitsamt

Garnisonsstr. 1, 19288 L u d w i g s l u s t

Kreis Mecklenburg-Strelitz, Gesundheitsamt

Woldegker Chaussee 35, 17235 N e u s t r e l i t z

Kreis Müritz, Gesundheitsamt

Zum Amtsbrink 2, 17192 W a r e n

Stadt Neubrandenburg, Gesundheitsamt

Woldegker Str. 4-6, 17033 N e u b r a n d e n b u r g

Kreis Nordvorpommern, Gesundheitsamt

Bahnhofstr. 12-13, 18507 G r i m m e n

tern der Kreise und kreisfreien Städte (vgl. Anlage) Ablichtungen

der Wählerliste mit den wahlberechtigten Ärzten der

betreffenden Kreise zur Einsichtnahme ausgelegt.

Einsprüche gegen die Wählerliste sind bis zum 15. September

2010 beim Wahlleiter, Dr. med. Ralf Bitter, Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern, August-Bebel-Straße 9a,

18055 Rostock, einzulegen.

Kreis Ostvorpommern, Gesundheitsamt

Leipziger Allee 26, 17389 A n k l a m

Kreis Parchim, Gesundheitsamt

Putlitzer Str. 25, 19370 P a r c h i m

Hansestadt Rostock, Gesundheitsamt

Paulstr. 22, 18055 R o s t o c k

Kreis Rügen, Gesundheitsamt

Gartenstr. 1, 18528 B e r g e n

Stadt Schwerin, Gesundheitsamt

Am Packhof 2 - 6, 19053 S c h w e r i n

Hansestadt Stralsund, Gesundheitsamt

Knieperdamm 3 a, 18435 S t r a l s u n d

Kreis Uecker-Randow, Gesundheitsamt

An der Kürassierkaserne 9, 17309 P a s e w a l k

Gemeinsames Gesundheitsamt der Hansestadt Wismar u.

des Kreises Nordwestmecklenburg

Hinter dem Rathaus 15, 23966 W i s m a r

Rostock, 12.07.2010 Der Wahlleiter

Dr. med. Ralf Bitter

Bitte beachten Sie auch die Erläuterungen und Hinweise in der Ankündigung der Wahl zur Kammerversammlung 2010 im

Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Ausgabe 06/2010, Seiten 193-194 und Ausgabe 07/2010, Seite 237.

Mitteilungen und Anfragen zur Wahl 2010 richten Sie bitte an den Wahlleiter über die Geschäftsstelle der Ärztekammer,

August-Bebel-Straße 9a, 18055 Rostock, z. Hd. Frau Dummer (Tel.: (0381) 49 28 082).

Vordrucke für Wahlvorschläge und Zustimmungserklärungen können Sie auch in der Geschäftsstelle der Ärztekammer bei

Frau Dummer – Tel.: (0381) 49 28 082 – anfordern oder im Internet unter www.aek-mv.de herunterladen.

Seite 273


WISSeNSCHAFt UND FORSCHUNG

Proteinblockade stoppt Metastasierung von

Hautkrebszellen

Brigitte Pützer

Das maligne Melanom der Haut

ist ein hochaggressiver Tumor

mit rasch zunehmender Inzidenz.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland

mehr als 10.000 Menschen

an einem malignen Melanom.

Das Risiko, im Laufe des Lebens

ein Melanom zu entwickeln, beträgt

in Deutschland etwa 1:200,

in Australien bereits 1:50. Besonders

oft betroffen sind Menschen

im mittleren Lebensalter zwischen

45 und 60 Jahren.

Neben konstitutionellen Faktoren

wie der ethnischen Zugehörigkeit

und dem häufigen Vorkommen

von Vorläuferläsionen

in Form atypischer Naevuszellnaevi

ist unter den exogenen

Einflußgrößen die UV-Belastung

ein entscheidender prädisponierender

Faktor. Melanome haben

trotz fehlender Beschwerden

und einer relativ geringen Größe

eine hohe Tendenz zur frühzeitigen

Metastasierung und damit

eine ungünstige Prognose.

Ein zentrales Problem besteht

nach wir vor in der Tatsache, daß

es zur Zeit noch keine zuverlässig

wirksamen Therapien im Stadium

der Fernmetastasierung gibt.

Die klassischen Chemotherapien

konnten zwar im Einzelfall gute

Ansprechraten erzielen, die Gesamtprognose

der Patienten

blieb jedoch unbeeinflußt. Auch

bei neueren Therapieverfahren

wie der Chemoimmuntherapie

und der Vakzinierung mit Hilfe

dendritischer Zellen blieb die Gesamtüberlebensdauer

der Patienten

unverändert oder wurde

nur geringfügig verbessert.

Abb. 1.: Reduktion von Lungenmetastasen nach Blockade von E2F1 durch shE2F1 in metastasierenden

Melanomzellen. Tumorzellen werden aus Melanommetastasen von Patienten gewonnen und ex vivo

so verändert, daß der Genaktivator E2F1 nicht mehr produziert wird. Injiziert man anschließend die modifizierten

menschlichen Hautkrebszellen in Nacktmäuse, führen die Zellen mit blockiertem E2F1 in Abhängigkeit

vom shE2F1-Effekt zur drastischen Reduktion oder vollständigem Fehlen von Metastasen (Tumorfläche

in der Lunge [in %]; shE2F1-Gruppe: 5.8% (IV); 0% (V); 10% (VI)). Demgegenüber weist die Lunge der Tiere

mit Melanomzellen, bei denen das E2F1 Gen unverändert aktiv ist, zahlreiche Tochtergeschwülste in der Lunge

auf (Kontrollgruppe: 31% (I); 56% (II); 52% (III)). [Alla et al. J Natl Cancer Inst. 2010;102(2):127-33].

Seite 274 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Es werden daher große Anstrengungen unternommen, die

molekularen Mechanismen zu verstehen, die an der Metastasierung

des malignen Melanoms beteiligt sind. Während

der fortschreitenden Entwicklung des Tumors entsteht eine

Auswahl von Zellvarianten mit angehäuften genomischen

und phänotypischen Abnormalitäten. Diese durch die genetische

Instabilität hervorgerufenen heterogenen Primärtumore

erzeugen Populationen von Tumorzellen, welche die

nötigen Eigenschaften für die Invasion, Motilität und Koloniebildung

metastatischer Zellen in anderen Organen besitzen.

Dabei sind genetische Veränderungen innerhalb des

sogenannten Retinoblastom (RB)/E2F-Signalweges von entscheidender

Bedeutung, die zur gesteigerten Aktivität des

zellulären Transkriptionsfaktors E2F1 führen.

Bei diesem Protein handelt es sich um einen wichtigen Zellzyklusregulator,

der in gesunden Zellen die Zellproliferation

physiologischerweise durch Aktivierung der hierfür verantwortlichen

Gene kontrolliert. Bekannt ist zudem, daß E2F1

in der Zelle eine wichtige Schutzfunktion vor maligner

Transformation ausübt, indem es die entartete Zelle in den

programmierten Zelltod (Apoptose) treibt. Ein Vergleich

der Genexpressionsmuster von metastasierenden und nichtmetastasierenden

Melanomzellen sowie von Primärmelanomen

und Metastasen von Patienten zeigte jedoch, daß E2F1

in fortgeschrittenen Tumoren vermehrt gebildet wird und

die erhöhten E2F1-Spiegel mit der ungünstigen Prognose

der Patienten korrelieren.

Um diesen scheinbar paradoxen Zusammenhang zwischen

der Erhöhung der Aktivität des sonst als Tumorsuppressor

wirksamen Transkriptionsfaktors und dem aggressiven Phänotyp

von Melanomzellen zu klären, wurde die RNA-Interferenz

(Gene Silencing) Methode verwendet, bei der die

Expression von E2F1 durch doppelsträngige RNA-Moleküle,

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

WISSeNSCHAFt UND FORSCHUNG

die man siRNA (small interfering RNA) nennt, inhibiert wird.

Die siRNA gegen E2F1 (sog. shE2F1) wurde mit Hilfe von

rekombinanten Adenoviren in die Melanomzellen eingebracht.

Dadurch wird die gesamte mRNA zerstört, die dieselbe

Nukleotidsequenz wie die siRNA besitzt und das von

ihr kodierte Protein nicht mehr produziert. Die Unterdrükkung

der endogenen E2F1-Expression in den metastasierenden

Melanomzellen führte tatsächlich zum Verlust der Motilität

und Invasivität der Tumorzellen in Zellkultur und der

nach Zelltransplantation in Nacktmäusen subkutan etablierten

Tumore. Während die Zellproliferation und das Wachstum

lokalisierter Tumoren unbeeinflußt blieb, konnte die

Anzahl pulmonaler Metastasen nach Implantation metastasierender

Melanomzellen mit E2F1-shRNA drastisch bis vollständig

reduziert werden (Abb. 1).

Im Gegensatz dazu resultierte die verstärkte Produktion

von E2F1 in nicht-metastasierenden Melanomzellen in einer

erhöhten migratorischen Fähigkeit dieser Zellen.

Um ein möglichst umfassendes Verständnis vom molekularen

Prozeß der E2F1-induzierten Metastasierung zu erhalten,

wurde die DNA-Mikroarray Technik eingesetzt, die es

erlaubt, die vom E2F1-Protein aktivierten Gene aus einem

das gesamte humane Genom umfassenden Genexpressionsprofil

in metastasierenden Melanomzellen zu identifizieren.

Diese Analysen ergaben, daß E2F1 die Expression zahlreicher

− mit der Tumoraggressivität assoziierter − Gene verändert.

Dabei wurde die Interaktion mit einem dieser Kandidatengene,

dem sogenannten Epidermal Growth Factor

Receptor (EGFR) genauer untersucht. Die Ergebnisse zeigten,

daß das EGFR-Gen durch den Transkriptionsfaktor direkt

aktiviert wird, während die Blockade von E2F1 umge-

Seite 275


WISSeNSCHAFt UND FORSCHUNG

Abb. 2.: Nachweis der E2F1 und EGFR Expressionslevel (RNA und Protein) in Primärtumoren und Metastasen von Melanompatienten mittels quantitativer

Real-time PCR (oben) und Immunhistochemie (unten).

kehrt zur Abnahme des EGFR-Proteins führte. Als Folge der

Hemmung von EGFR durch den Inhibitor AG 1978 und einer

damit einhergehenden Blockade des EGFR-Signalweges,

konnte die E2F1-vermittelte Invasivität von Melanomzellen

signifikant reduziert werden.

Diese Ergebnisse standen in guter Übereinstimmung mit

Studien, die auf die Bedeutung von EGFR als metastatischer

Marker beim malignen Melanom verweisen. Bisher war allerdings

unklar, ob die verstärkte Expression von EGFR, somatische

Mutationen oder eine Genamplifikation die Prognose

des Patienten und Chancen von Therapieverfahren

bestimmen.

Die erhobenen Daten zeigen erstmalig, daß die E2F1−EGFR

Interaktion einen kausalen Mechanismus für die Tumorprogression

und Metastasierung des malignen Melanoms darstellt.

Entscheidend ist hierbei, daß bei Melanommetastasen

von Patienten ebenfalls ein koordinierter Anstieg der E2F1

und EGFR Expression nachgewiesen werden konnte (Abb.

2). Als mögliche Begründung dafür, daß das deregulierte

E2F1-Protein entgegen seiner ursprünglichen proapoptotischen

Schutzfunktion in der Zelle zur vermehrten Aggressivität

der Tumorzellen führt, können Defekte in Apoptosesignalwegen

angeführt werden, die bei Metastasen im Vergleich

zu Primärtumoren deutlich häufiger auftreten und

für die Resistenz fortgeschrittener Melanome gegenüber

Chemotherapie verantwortlich sind. Da E2F1 auch bei anderen

Tumorentitäten erhöht ist, stellen die gefundenen Zusammenhänge

möglicherweise einen grundsätzlichen Mechanismus

für die maligne Progression auch anderer humaner

Neoplasien dar, die in den nächsten Jahren als Grundlage

für die Entwicklung tumorpräventiver und antimetastatischer

Gentherapien bei Krebspatienten dienen könnten.

Verfasserin:

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. B. M. Pützer

Vektorologie und Experimentelle Gentherapie

Biomedizinisches Forschungszentrum

Universitätsklinikum Rostock

Schillingallee 69

18057 Rostock

Das Forschungsprojekt wurde von der Deutschen

Krebshilfe mit 334 000 Euro gefördert.

Seite 276 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


endokrine Disruptoren

Rainer Hampel

Endokrine Disruptoren (Synonyma: Xenohormone, Umwelthormone,

endokrin wirksame Substanzen) (lat:. dis-rumpere –stören)

sind natürliche oder synthetische chemische Verbindungen

mit hormonähnlicher Wirkung, die dosis- und substanzabhängig

das endokrine System von Menschen und Tieren beeinflussen

können. Sie gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt,

vorwiegend in das Abwasser und in natürliche Gewässer.

Aus der Bioakkumulation einzelner oder der Kombination mehrerer

niedrig konzentrierter Disruptoren könnten Wirkungsverstärkungen

resultieren. Bislang sind mehr als 50 solcher Disruptoren

bekannt (Östrogene und chemische Verbindungen mit

Östrogenwirkung, Insektizide, polychlorierte Biphenyle, polychlorierte

Dibenzodiozine, polychlorierte Dibenzoforane, Phthalsäureester,

Moschusverbindungen, Cadmium, UV-Filter in Sonnencremes,

Fenoxykarb, Bisphenol A, Nonylphenol u. a.).

Es sind vorwiegend Einflüsse auf das Sexualhormonsystem und

die Fertiltätsorgane besonders beim männlichen Geschlecht

durch Estrogen-, estrogenähnliche und antiandrogene Effekte

bekannt. Im Tierversuch beobachtete man teratogene Schäden.

Da in letzter Zeit die Inzidenz bestimmter Karzinomarten

steigt, schließt man mögliche Zusammenhänge mit Disruptoren

nicht aus.

In den letzten 10 Jahren gelangten die genannten Substanzgruppen

zunehmend in das Blickfeld des wissenschaftlichen

und umweltpolitischen Interesses. Der gegenwärtig spärliche

Kenntnisstand fußt auf niedrigem Evidenzniveau, weshalb die

Beobachtungen sowohl auf wissenschaftlicher als auch politischer

Ebene kontrovers diskutiert werden. Der Raum für Spekulationen

– besonders in der allgemeinen Öffentlichkeit – bleibt

vorerst groß.

Trotz der gegenwärtig mangelhaften Datenlage sollte die Problematik

nicht verharmlost werden. Besondere Bedeutung

kommt den Phthalaten zu. Sie sind in hoher Konzentration als

Weichmacher in zahlreichen Kunststoffprodukten und in synthetischem

Gummi enthalten (z.B. Kinderspielzeug, Lebensmittelverpackungen,

Blutbeutel, Infusionsbeutel, Infusionssysteme,

Katheter, Plastbehälter zur Atemluftbefeuchtung,

Kosmetika u. a.). Bestimmte Phthalate wurden für Kinderspielzeug

und Kosmetika in der EU bereits verboten. Für Lebensmittelverpackungen

gelten seit einiger Zeit herabgesetzte obere

Grenzwerte.

Medizinprodukte enthalten einen hohen Anteil an Bis(2-ethylhexyl)phthalat.

Durch die Infusionslösungen kann das Phthalat

aus dem Plastmaterial des Infusionssystems herausgelöst und

inkorporiert werden. Frühgeborene auf Intensivstationen unterliegen

diesbezüglich einem erhöhten Risiko. Magensaftresi-

WISSeNSCHAFt UND FORSCHUNG

stente Kapselüberzüge und Nahrungsergänzungsmittel enthalten

nicht selten Dibutylphthalat. Gesundheitsbewußte Schwangere

neigen zur Einnahme frei erhältlicher Nahrungsergänzungsmittel,

wodurch die potentielle Gefahr einer sexuellen

Entwicklungsstörung bei männlicher Leibesfrucht besteht. In

mehreren Untersuchungen in Europa und Übersee sind endokrin

aktive Phthalate im Urin der Allgemeinbevölkerung nachgewiesen

worden. Ob, ab welchen Ausscheidungskonzentrationen

und ab welcher Expositionszeit, ein Schädigungspotential

vorliegt, kann gegenwärtig noch nicht stichhaltig beantwortet

werden.

Während auf der Liste der UN-weit verbotenen Substanzen mit

möglicher endokriner Wirksamkeit Phthalate fehlen, sind Dibutylphthalat,

Bis(2-äthylhexyl)phthalat und Benzylbutylphthalat

von der europäischen Chemikalienagentur in die Kandidatenliste

der „besonders besorgniserregenden Stoffe“ aufgenommen

worden.

So lange keine klare Datenlage über toxische Grenzkonzentrationen

oder das Schädigungsmuster durch Phthalate vorliegt,

gilt aus Sicherheitsgründen die Forderung, phthalathaltige Medizinprodukte

in der Humanmedizin durch phthalatfreie zu

ersetzen. Seit 21.03.2010 unterliegen phthalathaltige Medizinprodukte

EU-weit der Kennzeichnungspflicht.

Die Versorgung eines Klinikums mit Medizinprodukten sollte

grundsätzlich in der Sachkompetenz der zuständigen Apotheke

liegen, um u. a. das Umstellen auf phthalatfreies Material zu

gewährleisten.

Verfasser:

Prof. Dr. med. Rainer Hampel

Klinik für Innere Medizin II

Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten

Universität Rostock, E.-Heydemann-Str. 6, 18057 Rostock

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG Seite 277


AKtUeLLeS

Fernreisende jetzt verstärkt über

Reiseerkrankungen aufklären

■ Tollwut-Impfung sollte Reisenden in Risikogebieten empfohlen

werden

■ Impfung gegen Cholera bildet Antikörper, die über eine

Kreuzreaktion auch gegen das E. coli-Toxin (ETEC) schützen

■ Impfschutz gegen Japanische Enzephalitis nach einem

Jahr auffrischen

■ FSME auch in einigen Regionen Süd-Ost-Asiens endemisch

Fernreisen sind im Trend: Reiseveranstalter erwarten in diesem

Jahr eine Zunahme der Übersee-Reisenden aus Deutschland

auf rund fünf Millionen.

Viele Fernreisende sind sich der möglichen Gesundheitsrisiken

an ihrem Reiseziel nicht bewußt und starten ohne ausreichenden

Impfschutz. Experten für Reisemedizin warnten

anläßlich einer Pressekonferenz von Novartis Vaccines vor

möglichen schweren Folgen und empfahlen Ärzten, während

der Urlaubszeit die Aufklärung über Reiseerkrankungen

und möglichen Impfschutz zu intensivieren. Ein Hauptaugenmerk

gilt es dabei auf die Vorbeugung von potentiell

besonders gefährlichen Erkrankungen wie z. B. Tollwut zu

legen.

Quelle: Novartis Vaccines

tollwut-Risiko ernst nehmen

Gerade die Tollwut-Gefahr wird häufig unterschätzt. Weltweit

sterben 40.000 bis 70.000 Menschen nach Tierbissen an

der immer tödlich verlaufenden Infektion, die meisten in den

Hauptverbreitungsgebieten China, Indien, Südostasien und

Afrika. Bei Schweizer Entwicklungshelfern fand sich eine

Häufigkeit von 1,9 pro 1.000 pro Jahr. Ein Tollwut-Ausbruch

auf Bali in jüngster Zeit zeigte, daß auch in Touristengebieten

mit der Erkrankung zu rechnen ist, dabei geht vor allem

von streunenden Hunden und auch Tempelaffen eine Gefahr

aus. Eine präexpositionelle Impfung wird Reisenden in Endemiegebiete

mit entsprechendem Expositionsrisiko, vor allem

bei Langzeitaufenthalten, Trekkingtouren und Höhlenbesuchen,

empfohlen. Der verfügbare Tollwut-Impfstoff ist gut

verträglich und schützt wirksam, möglicherweise auch vor

nicht klassischen Fledermaus-Tollwutvirusstämmen, wie eine

neuere Untersuchung zeigte.

Schutz vor Reisediarrhoe auf Reisen wichtig

Die häufigsten Probleme auf Fernreisen sind Infektionen, die

über verunreinigte Nahrungsmittel aufgenommen werden,

Seite 278 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


allen voran die Reisediarrhoe, von der etwa jeder Dritte betroffen

ist. Bis zu 60 Prozent aller Durchfallepisoden werden

von Enterotoxin-bildenden Escherichia coli-Stämmen (ETEC)

ausgelöst. Auch bei Einhaltung elementarer Hygiene-Regeln

wie „Boil it, peel it, cook it or forget it“ ist die Vermeidung

dieser Infektion auf Reisen schwierig. Der Cholera-Schluckimpfstoff

Dukoral ® enthält die rekombinant hergestellte B-

Untereinheit des Choleratoxins (CTB). Da diese dem Toxin

von ETEC strukturell, funktionell und immunologisch ähnlich

ist, können nach Impfung Antikörper gegen CTB über eine

Kreuzreaktion auch gegen das E. coli-Toxin schützen. Pathomechanismus

und Toxinzusammensetzung sind bei ETEC

und Cholera ähnlich. Über die dokumentierte Kreuzprotektivität

zum ETEC-Toxin kann, wie eine neuere Studie gezeigt

hat, der Cholera-Impfstoff einen Teil der Fälle von ETEC-Reisediarrhoe

verhindern.

Die Impfung kann sinnvoll sein, z. B. bei fehlender Magensäurebarriere,

Immunsuppression oder besonderer und rezidivierender

Neigung zu Reisediarrhoe. Wegen der unterschiedlichen

Ätiologie der Reisediarrhoe errechnet sich eine

Schutzwirkung von 15 bis 40 Prozent mit dem Cholera-Impfstoff,

der in Deutschland für diese Indikation nicht zugelassen

ist und als „off label use“ für Risikogruppen erwogen

werden kann. Einsatzmöglichkeiten bestehen bei der Gefahr

schwerer Verläufe, wie bei Colitis ulcerosa oder Morbus

Crohn, sowie bei chronischen Grunderkrankungen oder bei

Kleinkindern.

Eine weitere Infektion, die sich Fernreisende infolge kontaminierter

Nahrung zuziehen können, ist Typhus. Die Impfung

ist insbesondere für Reisende sinnvoll, die unter einfachen

hygienischen Verhältnissen unterwegs sind. Aber wie

Fallberichte belegen, können Typhus-Infektionen auch im

Fünf-Sterne-Hotel erworben werden. Zur aktiven Immunisierung

stehen ein oraler Lebendimpfstoff und parenterale Totimpfstoffe

zur Verfügung.

Impfung gegen Japanische enzephalitis nach

einem Jahr auffrischen

In Asien weit verbreitet ist die Japanische Enzephalitis. Alle

Reisenden in ländliche Gebiete Asiens sollten über die Japanische

Enzephalitis und mögliche Schutzmaßnahmen informiert

werden. In Deutschland steht mit Ixiaro ® seit April 2009

ein Impfstoff zur Verfügung. Die Europäische Arzneimittelbehörde

(EMA) hat die Empfehlung zur Wiederimpfung neu

herausgegeben. Eine erste Auffrischungsimpfung sollte innerhalb

des zweiten Jahres nach Grundimmunisierung, und

zwar vor einer erneuten potentiellen Exposition, gegeben

werden.

Bei kontinuierlichem Expositionsrisiko ist eine Auffrischung

12 Monate nach der Grundimmunisierung empfohlen. Wei-

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

AKtUeLLeS

tere Auffrischungstermine sind in längeren Abständen zu

erwarten. Die Untersuchungen dauern noch an.

Was viele Reisende nicht wissen: Auch die FSME ist in einigen

Regionen Süd-Ost-Asiens endemisch, beispielsweise in

China und der Mongolei.

Impfberatung vor Dienstreisen sichert

einsatzfähigkeit

Zusätzlich zu den Urlaubsreisen finden in Deutschland pro

Jahr 1,5 bis 1,8 Millionen arbeitsbedingte Fernreisen statt.

Um beruflich Reisende zu schützen, haben die Berufsgenossenschaften

einen Grundsatz erlassen – den G35 –, der arbeitsmedizinische

Untersuchungen und Beratungen vor einem

Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen

und gesundheitlichen Belastungen festlegt.

Wichtig ist die Kontrolle des Impfstatus mit ggf. notwendigen

Grundimmunisierungen bzw. entsprechenden Auffrischimpfungen.

Dabei stehen Hepatitis A und B, Typhus,

Cholera, Tollwut, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis und

auch die FSME im Vordergrund. Die Kosten für die auf Dienstreisen

benötigten Impfungen trägt der Arbeitgeber.

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Deutschen

Gesellschaft für Tropenmedizin und internationale Gesundheit

e. V. unter: www.dtg.org

(Pressemitteilung von Novartis Behring

bearbeitet von Dr. M. Löbermann,

redaktionell überarbeitet von I. Mumm)

Seite 279


OFFIZIeLLe MItteILUNGeN

Wissenswertes zu Listeriose

Die Listeriose ist eine lebensbedrohliche bakterielle Infektionskrankheit,

hervorgerufen durch Listeria (L.) monocytogenes.

Erste Krankheitserscheinungen treten drei bis 70 Tage nach

Erregeraufnahme auf (geschätzter Median der Inkubationszeit:

rund drei Wochen). Die Listeriose äußert sich zunächst

durch grippeähnliche Symptome sowie u. U. auch Erbrechen

und Durchfall. Im weiteren Verlauf kann es zur Sepsis kommen,

die klinisch nicht von einer Sepsis anderer Genese unterschieden

werden kann, sowie zur Meningitis oder Enzephalitis

(meistens einer Rhombenzephalitis). Listerien-Infektionen

während der Schwangerschaft können zu Fehl-, Früh-

, Totgeburt oder zur Geburt eines geschädigten Kindes führen,

wobei die Schwangere selbst in der Regel nicht oder nur

mit milden „grippeähnlichen“ Symptomen erkrankt.

Die neonatale Listeriose ist durch Sepsis, Atemnotsyndrom

und Hautläsionen gekennzeichnet (Granulomatosis infantiseptica)

oder durch eine Meningitis.

Wer ist betroffen? In erster Line Personen mit verminderter

Infektabwehr (z.B. solche mit Grunderkrankungen, wie

Tumoren, AIDS, Diabetes mellitus) und Schwangere, mit der

Möglichkeit der Infektionsübertragung auf das Un- bzw.

Neugeborene.

L. monocytogenes ist ein grampositives, nichtsporenbildendes

Bakterium, daß ubiquitär in der Umwelt vorkommt, insbesondere

im Erdreich und somit auch im Kompost, in Abwässern,

auf Pflanzen, und bei landwirtschaftlichen Nutztieren.

Es hat die Eigenschaft, sich auch noch bei Kühlschranktemperaturen

(vier bis 10°C) vermehren zu können, eine

Tatsache, die man sich auch in der Diagnostik zunutze macht

(Kälteanreicherung).

Die Aufnahme des Erregers erfolgt hauptsächlich durch den

Verzehr von kontaminierten tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln.

Ein erhöhtes Risiko geht vor allem von rohen

und gekühlten, verzehrfertigen Lebensmitteln aus (z.B.

Weichkäse aus Rohmilch, Blattsalate, Räucherlachs). Auch der

jüngst bekannt gewordene Ausbruch in Österreich und

Deutschland legt einen Zusammenhang mit einem in Österreich

hergestellten kontaminiertem Sauermilchkäse („Harzer“)

nahe.

Der Nachweis von Listeria monocytogenes aus Blut, Liquor

oder anderen normalerweise sterilen Substraten sowie aus

Abstrichen von Neugeborenen durch das diagnostizierende

Labor ist meldepflichtig (Infektionsschutzgesetz § 7, Abs. 3).

Dem Robert Koch-Institut (RKI) werden jährlich etwa zwischen

300 und 500 Listeriose-Meldefälle übermittelt, davon

sind ca. fünf bis zehn Prozent schwangerschaftsassoziiert. Die

Letalität bezogen auf die Anzahl der übermittelten Fälle liegt

etwa bei zehn Prozent.

Lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche durch Listerien

sind häufig dadurch gekennzeichnet, daß die Erkrankungen

vereinzelt, geographisch verstreut, über einen längeren Zeitraum

auftreten. Die Ausbruchserkennung kann in solchen

Fällen nur über molekulare Typisierungen der Patientenisolate

erfolgen. Im Falle der Listerien wird von der DNA mittels

Pulsfeld-Gelelektrophorese ein „genetischer Fingerabdruck“

erzeugt. Weisen bei einem Stammvergleich verschiedene Listerienisolate,

idealerweise auch welche aus Lebensmitteln,

einen identischen Fingerabdruck auf, kann aufgrund der engen

klonalen Verwandtschaft der untersuchten Bakterien ein

Infektionszusammenhang vermutet werden.

Aus Public-Health-Sicht wäre es wünschenswert, wenn mehr

Listerienstämme von Patienten molekular typisiert würden.

Diese Untersuchungen werden kostenlos vom NRZ für Salmonellen

und andere bakterielle Enteritiserreger am RKI, Standort

Wernigerode, und vom Binationalen Konsiliarlabor für

Listerien in Österreich (Wien) angeboten.

Weitere Informationen: www.rki.de > Infektionskrankheiten

A-Z > Listeriose

(Nach einer Information des Robert Koch-Instituts)

Seite 280 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Zunehmend stehen Suchtprobleme im

Vordergrund der Fach- und Laienpresse

Den beeindruckenden Artikel von U. Hoffmann und A. Moll

in dieser Zeitschrift (Heft 6/2010, S. 214 ff) zum Anlaß nehmend,

möchten wir eine anonyme Befragung von 64 Azubis

(16 Diätassistenten und 48 kaufmännische Berufe; 37

weiblich und 27 männlich) im Alter zwischen 16 und 19 Jahren

vorstellen, die wir kürzlich im Rahmen unserer Lehrtätigkeit

durchführten.

Wir stellten die folgenden drei Fragen:

1. Waren Sie schon einmal betrunken?

2. Was halten Sie vom sogenannten „Komasaufen“?

3. Wie viele Gläser Wein oder Bier muß man getrunken haben,

um einen Blutalkoholspiegel von 3,0 ‰ zu haben?

Insgesamt waren 15 Diätassistenten und 33 kaufmännische

Azubis mindestens schon einmal betrunken. Besonders die

kaufmännischen Azubis beeindruckten hierbei und gaben

an, teilweise „an jedem Wochenende“ betrunken zu sein.

Vom „Komasaufen“ hielten 61 „nichts“, drei wollten es „einmal

probieren“.

Die Frage 3 konnte von keinem annähernd richtig beantwortet

werden. Es schwankten die Antworten zwischen zwei

Gläsern Wein plus fünf Gläser Bier bis zu einem Kasten Bier

oder 30 Gläsern Wein.

Die Antwort auf die Frage 1 war erschreckend. Besonders die

hohe Anzahl der Diätassistenten (nur einer war noch nie betrunken)

überraschte. Sie sind es ja, die den Gesunden Prävention

und den Kranken eine richtige Lebensweise beibringen

sollen.

Welche Konsequenzen könnten diskutiert werden?

1. Am wichtigsten scheint eine intensive unangekündigte

Kontrolle von Gaststätten und Alkohol-Verkaufseinrichtungen

zu sein. Der Alkoholverkauf an Jugendliche unter

18 Jahren muß eine konsequente und spürbare Ahndung

nach sich ziehen.

2. Billige und gut schmeckende alkoholfreie Getränke sind

in Gaststätten und Diskotheken anzubieten. Warum gibt

es zwischen Bier und alkoholfreien Getränken in Deutschland

kaum preisliche Unterschiede?

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

LeSeRBRIeF

3. Schule und vor allem Elternhaus haben ihre Vorbildrolle

wesentlich intensiver wahrzunehmen. Vor allem Ärzte,

die in Suchtkliniken tätig sind, sollten einige Stunden Biologieunterricht

erteilen und in regelmäßigen Abständen

zur Diskussion auf Elternabenden zur Verfügung stehen.

4. Von Jugendlichen für Jugendliche inszenierte Theaterspiele,

die auf die Folgen des Alkohols hinweisen, könnten

hilfreich sein.

5. Aus welchem Grund stehen in der Öffentlichkeit und in

den Medien (Fernsehen, Filme) alkoholische Getränke im

Vordergrund? Auch hier haben Politiker eine Vorbildfunktion

auszuüben.

6. Warum erfolgt Werbung durch Prominente für und nicht

gegen bzw. für einen maßvollen Umgang mit Alkohol?

7. Auf Discos mit ausschließlich alkoholfreien Getränken

könnten attraktive Preise verlost werden (z. B. Eintrittskarten

für bekannte Bands).

Wir wünschten uns eine rege Diskussion, in die möglichst

auch Politiker einbezogen werden.

Dr. med. H.-J. Ziegelasch

Michaela Neubauer

Schwerin

Seite 281


VORStAND / ReCHt

Ärzteball 2010

Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet mit Unterstützung

der Deutschen Apotheker- und Ärztebank anläßlich ihres 20jährigen Bestehens am

10. September 2010 um 19.00 Uhr im Hotel Neptun,

Seestraße 19, 18119 Rostock-Warnemünde

einen Ärzteball.

Es erwartet Sie ein festlicher Abend mit reichhaltigem Büfett, mit interessanten Gesprächen

und netten Leuten sowie jeder Menge Spaß bei Musik und Tanz.

Die Teilnahme am Ärzteball kostet 65 EUR pro Person.

Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer (0381) 49 280 12, per Fax (0381) 49 280 10

oder per E-Mail: praesident@aek-mv.de an und überweisen bis zum 10. August 2010 den Betrag von 65 EUR pro Person auf

folgendes

Konto: 000305 3334;

BLZ: 300 606 01 (apoBank);

Betreff: Ärzteball, Name

Nach Eingang des Betrages erhalten Sie Ihre Eintrittskarten zugesandt.

Sie haben bei Bedarf die Möglichkeit, im Hotel Neptun, Tel. 0381 7770, Fax 0381 54023, E-Mail: info@hotel-neptun.de, unter

dem Stichwort „Ärzteball“ aus dem bereitstehenden Zimmerkontingent eine Übernachtung zu buchen.

Zwei aktuelle BGH-Urteile zu Rechtsfragen am

Beginn und am ende des Lebens

BGH: Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Entdeckung

schwerer genetischer Schäden des extrakorporal erzeugten

Embryos ist nicht strafbar, wenn ein Partner genetische

Belastungen aufweist

Der Fünfte Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Leipzig bestätigte

am 06.07.2010 (Az.: 5 StR 386/09) das Urteil des Landgerichts

Berlin, mit dem ein Frauenarzt vom Vorwurf der strafbaren

Verletzung des Embryonenschutzgesetzes freigesprochen

wurde, der in den Jahren 2005 und 2006 bei drei Paaren die PID

angewandt hatte.

Sachverhalt

In den Jahren 2005 und 2006 wandten sich drei Paare mit dem

Ziel einer extrakorporalen Befruchtung an den später angeklagten

Gynäkologen. In allen Fällen wies einer der Partner genetische

Belastungen auf, so daß die Gefahr bestand, daß auch die

erzeugten Embryonen genetisch belastet sein würden. Dies

machte einen Abort, eine Totgeburt, ein Versterben des Neugeborenen

nach der Geburt oder die Geburt eines schwerkranken

Kindes sehr wahrscheinlich. In Abstimmung mit seinen Patientinnen

befruchtete der Arzt Eizellen außerhalb des Körpers, ent-

Seite 282 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


nahm den befruchteten Embryonen Zellen und untersuchte diese

sog. pluripotenten Zellen mittels der PID auf gravierende anlagebedingte

Chromosomanomalien. Ein Teil der entnommenen

Zellen wies schwere genetische Defekte auf. Die Patientinnen

entschieden sich nach Aufklärung dafür, nur die nicht mit Gendefekten

behafteten Eizellen übertragen zu lassen. Die anderen

Embryonen wurden nicht übertragen und starben ab. Seine Vorgehensweise

zeigte der Angeklagte im Januar 2006 selbst bei der

Staatsanwaltschaft Berlin an, um damit Rechtssicherheit zu schaffen.

Das Landgericht Berlin hat den Angeklagten freigesprochen,

woraufhin die Staatsanwaltschaft Revision eingelegte.

BGH - Schutz des embryos vor Mißbrauch läuft

PID nicht zuwider

Dem mit dem Gesetz verfolgten Zweck des Schutzes von Embryonen

vor Mißbräuchen laufe die PID nicht zuwider, so der

BGH. Das Embryonenschutzgesetz erlaube die extrakorporale

Befruchtung zur Herbeiführung einer Schwangerschaft ohne

weitere Einschränkungen. Ein strafbewehrtes Gebot, Embryonen

auch bei genetischen Belastungen der Eltern ohne

Untersuchung zu übertragen, berge hohe Risiken in sich; vor

allem sei zu befürchten, daß sich die Schwangere im weiteren

Verlauf nach einer ärztlicherseits angezeigten und mit denselben

Diagnosemethoden durchgeführten Pränataldiagnostik,

hinsichtlich derer eine ärztliche Aufklärungspflicht besteht, für

einen Schwangerschaftsabbruch entscheide. Die PID sei geeignet,

solche schwerwiegenden Gefahren zu vermindern. Es könne

nicht davon ausgegangen werden, daß der Gesetzgeber die

PID verboten hätte, wenn sie bei Erlaß des Embryonenschutzgesetzes

schon zur Verfügung gestanden hätte. Dagegen spreche

auch eine Wertentscheidung, die der Gesetzgeber in § 3

Satz 2 des Embryonenschutzgesetzes getroffen habe. Dort sei

eine Ausnahme vom Verbot der Geschlechtswahl durch Verwendung

ausgewählter Samenzellen geregelt worden. Danach

ist die Auswahl der Samenzelle für die künstliche Befruchtung

einer menschlichen Eizelle nach dem in ihr enthaltenen Geschlechtschromosom

erlaubt, wenn die Auswahl dazu dient, das

Kind vor der Erkrankung an einer Muskeldystrophie vom Typ

Duchenne oder einer ähnlich schwerwiegenden geschlechtsgebundenen

Erbkrankheit zu bewahren. Mit dieser Regelung sei

der Konfliktlage der Eltern, die aus dem Risiko einer geschlechtsgebundenen

Erbkrankheit des Kindes entsteht, Rechnung getragen

worden, da diese letztlich in einen Schwangerschaftsabbruch

einmünden könne. Eine gleichgelagerte Konfliktlage

habe nach Auffassung des BGH in den zu beurteilenden Fällen

bestanden.

Weg zum Wunschkind ist nicht eröffnet

Der BGH betonte, daß Gegenstand seiner Entscheidung nur die

Untersuchung von Zellen auf schwerwiegende genetische Schä-

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

ReCHt

den zur Verminderung der genannten Gefahren im Rahmen

der PID sei. Einer unbegrenzten Selektion von Embryonen anhand

genetischer Merkmale, etwa die Auswahl von Embryonen,

um die Geburt einer „Wunschtochter“ oder eines „Wunschsohnes“

herbeizuführen, wäre damit nicht der Weg geöffnet.

Auswirkungen

Nach dem BGH-Urteil bleiben Unklarheiten, die der Gesetzgeber

entsprechend regeln müßte. So bleibt unbestimmt, auf welche

„schweren genetischen Krankheiten“ ein künstlich erzeugter

Embryo untersucht werden kann. Außerdem bedarf es der

Klärung, ob künftig bei jeder künstlichen Befruchtung eine solche

Untersuchung rechtlich abgesichert ist.

BGH: Abbruch lebenserhaltender Behandlung auf Grundlage

des Patientenwillens ist nicht strafbar

Der Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen ist nicht strafbar,

wenn dies dem Willen des Patienten entspricht. Dies ergibt sich

aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25.06.2010. Die

Richter sprachen damit einen Rechtsanwalt frei, der vom Landgericht

wegen versuchten Totschlags zu einer Bewährungsstrafe

von neun Monaten verurteilt worden war. Er hatte einer Frau

geraten, den Schlauch für die künstliche Ernährung ihrer Mutter

durchzuschneiden. Die im Koma liegende schwerkranke Frau

hatte zuvor mündlich geäußert, daß sie die Einstellung einer

künstlichen Ernährung wünsche (Az.: 2 StR 454/09).

Sachverhalt

Der Angeklagte, ein auf das Fachgebiet des Medizinrechts spezialisierter

Rechtsanwalt, beriet die beiden Kinder der 1931

geborenen schwerkranken Frau. Diese lag seit Oktober 2002 in

Seite 283


ReCHt

einem Wachkoma. Sie wurde in einem Pflegeheim über eine

PEG-Sonde künstlich ernährt. Eine Besserung ihres Gesundheitszustandes

war nicht mehr zu erwarten. Entsprechend eines von

der Patientin im September 2002 mündlich für einen solchen

Fall geäußerten Wunsches bemühten sich die Geschwister, die

inzwischen zu Betreuern ihrer Mutter bestellt worden waren,

um die Einstellung der künstlichen Ernährung, um ihrer Mutter

ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Nach Auseinandersetzungen

mit der Heimleitung kam es Ende 2007 zu einem Kompromiß,

wonach das Heimpersonal sich nur noch um die Pflegetätigkeiten

im engeren Sinne kümmern sollte, während die

Kinder der Patientin selbst die Ernährung über die Sonde einstellen,

die erforderliche Palliativversorgung durchführen und

ihrer Mutter im Sterben beistehen sollten. Nachdem die Tochter

am 20.12.2007 die Nahrungszufuhr über die Sonde beendet

hatte, wies die Geschäftsleitung des Gesamtunternehmens am

21.12.2007 jedoch die Heimleitung an, die künstliche Ernährung

umgehend wieder aufzunehmen. Den Kindern der Patientin

wurde ein Hausverbot für den Fall angedroht, daß sie sich hiermit

nicht einverstanden erklären sollten. Darauf erteilte der

angeklagte Rechtsanwalt der Tochter der Patientin am gleichen

Tag den Rat, den Schlauch der PEG-Sonde unmittelbar über der

Bauchdecke zu durchtrennen. Diese schnitt Minuten später mit

Unterstützung ihres Bruders den Schlauch durch. Nachdem das

Heimpersonal dies bereits nach einigen weiteren Minuten entdeckt

und die Heimleitung die Polizei eingeschaltet hatte, wurde

die kranke Mutter auf Anordnung eines Staatsanwalts gegen

den Willen ihrer Kinder in ein Krankenhaus gebracht, wo

ihr eine neue PEG-Sonde gelegt und die künstliche Ernährung

wieder aufgenommen wurde. Sie starb dort zwei Wochen darauf

eines natürlichen Todes aufgrund ihrer Erkrankungen.

Landgericht hatte versuchten totschlag durch

Rechtsanwalt bejaht

Das Landgericht hat das Handeln des angeklagten Rechtsanwaltes

als einen gemeinschaftlich mit der Tochter begangenen

versuchten Totschlag durch aktives Tun – im Gegensatz zum

bloßen Abbruch einer lebenserhaltenden Behandlung durch

Unterlassen – bewertet, der weder durch eine mutmaßliche Einwilligung

der Patientin noch nach den Grundsätzen der Nothilfe

oder des rechtfertigenden Notstandes gerechtfertigt sei. Die

Tochter hat das Landgericht jedoch rechtskräftig freigesprochen,

weil sie sich angesichts des Rechtsrats des Angeklagten in

einem unvermeidbaren Erlaubnisirrtum befunden und deshalb

ohne Schuld gehandelt habe.

BGH hat Angeklagten freigesprochen -

einwilligung der Patientin war bindend

Das Landgericht sei im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen,

daß die durch den Kompromiß mit der Heimleitung ge-

troffene Entscheidung zum Unterlassen weiterer künstlicher

Ernährung rechtmäßig gewesen sei und die von der Heimleitung

angekündigte Wiederaufnahme als rechtswidriger Angriff

gegen das Selbstbestimmungsrecht der Patientin gewertet werden

könne. Die im September 2002 geäußerte Einwilligung der

Patientin, die ihre Betreuer geprüft und bestätigt hätten, habe

bindende Wirkung entfaltet und stelle sowohl nach dem seit

September 2009 als auch nach dem zur Tatzeit geltenden Recht

eine Rechtfertigung des Behandlungsabbruchs dar. Dies gelte

jetzt, wie inzwischen § 1901 a Abs. 3 BGB ausdrücklich bestimme,

unabhängig von Art und Stadium der Erkrankung.

einwilligung der Patientin rechtfertigt auch ein

aktives tun

Die Richter stellten klar, daß die Bewertung des Landgerichts

nicht zutreffe, der Angeklagte habe sich durch seine Mitwirkung

an der aktiven Verhinderung der Wiederaufnahme der

Ernährung wegen versuchten Totschlags strafbar gemacht. Die

von den Betreuern – in Übereinstimmung auch mit den inzwischen

in Kraft getretenen Regelungen der §§ 1901 a, 1904 BGB

– geprüfte Einwilligung der Patientin habe nicht nur den Behandlungsabbruch

durch bloßes Unterlassen weiterer Ernährung

gerechtfertigt, sondern auch ein aktives Tun, das der Beendigung

oder Verhinderung einer von ihr nicht oder nicht

mehr gewollten Behandlung gedient habe. Eine nur an den Äußerlichkeiten

von Tun oder Unterlassen orientierte Unterscheidung

der straflosen Sterbehilfe vom strafbaren Töten des Patienten

werde dem sachlichen Unterschied zwischen der auf eine

Lebensbeendigung gerichteten Tötung und Verhaltensweisen

nicht gerecht, die dem krankheitsbedingten Sterbenlassen mit

Einwilligung des Betroffenen seinen Lauf ließen, hebt der BGH

abschließend hervor.

Verbot der aktiven Sterbehilfe nicht in Frage

gestellt

Der BGH hat zwar die Voraussetzungen zulässiger Sterbebegleitung

(sog. passive Sterbehilfe) mit seinem Urteil erweitert. Die

Strafbarkeit der direkten aktiven Sterbehilfe, bei der einem Patienten

ein unmittelbar tödlich wirkendes Mittel auf Verlangen

des Patienten, verabreicht wird, ist von ihm aber nicht in Frage

gestellt worden. Es ist wichtig, daß diese Abgrenzung nach wie

vor klar getroffen wird. Eine wichtige Entscheidungsgrundlage

für Ärztinnen und Ärzte sind die „Grundsätze der Bundesärztekammer

zur ärztlichen Sterbebegleitung“, die in der Broschüre

„Sterben in Würde - Grundsätze und Empfehlungen für Ärztinnen

und Ärzte“ im Mai 2009 erschienen sind. Die Broschüre ist

als Download auf der Webseite der Ärztekammer erhältlich

(www.aek-mv.de).

F. Th. Loebbert, C. Dethloff (Nach Pressemitteilungen des BGH)

Seite 284 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

FORtBILDUNG

19. Seminar- und Fortbildungswoche der Ärztekammer M-V

Termin: 09. – 13.11.2010, täglich 08.30 – 17.00 Uhr

Reg.-Nr.: 10 /11/ – , Morada Resort Hotel, Hafenstr. 2, 18225 Kühlungsborn

es werden folgende Kurse angeboten:

Kompaktkurs Gerontopsychiatrie

für Hausärzte (8 Stunden) 09.11.2010 80,00 € 8 P

der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie (DAGPP)

(anerkannt mit 8 Stunden für das Zertifikat „Gerontopsychiatrische Grundversorgung“ der DAGPP)

Herr Dr. med. L. M. Drach

Basiskurs „Palliativmedizinische

Grundversorgung“ (40 Stunden) 09. – 13.11.2010 425,00 € 40 P

Herr Dr. med. V. Lakner, Herr Prof. Dr. med. C. Junghanß, Herr Dr. med. A. Goepel

(anerkannt mit 40 Stunden für die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin)

Refresher-Kurs „Palliativmedizin“ 10.11.2010 08.30 – 11.30 Uhr 50,00 € 4 P

für Fortgeschrittene

Herr Prof. Dr. med. C. Junghanß, Herr Dr. med. A. Goepel

Arzthaftung bei ärztlichem Kunstfehler – 10.11.2010 08.30 – 11.30 Uhr 50,00 € 4 P

Fehlerschwerpunkte, Kausale Auswirkungen

Herr Dr. N. Rahn – Deutsche Ärzteversicherung

N. N. – Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern

„Quo Vadis Rheumatologie“ – Komplizierte Fälle 10.11.2010 14.00 – 17.00 Uhr 50,00 € 4 P

Herr Prof. Dr. med. C. Kneitz

Langzeit-EKG-Kurs 10. – 11.11.2010 175,00 € 17 P

Herr Dr. med. W. Voß

Ausgebucht! (nur noch Plätze auf der Warteliste)

Interdisziplinärer Ultraschall-Grundkurs 10. – 13.11.2010 325,00 € 30 P

Herr Dr. med. A. Holle, Herr Prof. Dr. med. D. Nürnberg

Psychosomatische Grundversorgung – 11. – 13.11.2010 200,00 € 20 P

20 Stunden Theorie (Block 16 der Kursweiterbildung Allgemeinmedizin)

Herr Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. W. Schneider, Herr Dr. med. J.-F. Buhrmann

Refresher-Kurs für Ärzte mit 12.11.2010 100,00 € 9 P

Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

Herr Dr. med. R. Baetgen

Praktischer Untersuchungskurs

- Wirbelsäule 12.11.2010 08.30 – 11.30 Uhr 50,00 € je 4 P

- Muskulatur 12.11.2010 14.00 – 17.00 Uhr 50,00 €

Herr Dr. med. D. Sturm

Refresher-Kurs „Der lebensbedrohliche Notfall“ 13.11.2010 100,00 € 9 P

(Herz-Lungen-Wiederbelebung) 80,00 €

Herr Dr. med. L. Fischer

Rehabilitation – Verordnungsberechtigung 13.11.2010 100,00 € 19 P

Herr Dr. med. P. Kupatz

(Voraussetzung: vorab 8stündiges Selbststudium per CD; KV anerkannt)

Grundkurs „Impfen“ 13.11.2010 100,00 € 8 P

Frau med. M. Littmann

(Erwerb des Impfzertifikates der Ärztekammer M-V)

Pharmakotherapie „Wirksamkeit und

Verträglichkeit von Schmerzmitteln“ 13.11.2010 14.00 – 17.00 Uhr 50,00 € 4 P

Herr Prof. Dr. rer. nat. B. Hinz, Prof. Dr. med. A. Altiner

Anmeldungen sind ab sofort möglich: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock, Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040, E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Seite 285


VeRANStALtUNGeN UND KONGReSSe

Veranstaltungskalender

Bitte beachten!

Die im Fortbildungskatalog angekündigte Veranstaltung

„Gerinnungsprobleme im klinischen Alltag“

wurde vom 27.10.2010 auf den 29.09.2010 vorverlegt

(s. Veranstaltungen in unserem Kammerbereich).

Impfkurse in

Mecklenburg-Vorpommern

- Grundkurs:

Erwerb des Impfzertifikates der Ärztekammer M-V

- Refresher-Kurs:

Voraussetzung: Impfzertifikat einer Ärztekammer

Gebühr: Grundkurs: je 100,00 €,

Refresher-Kurs: je 50,00 €

Kurse der Ärztekammer M-V

11.09.2010, 09.30 – 15.00 Uhr,

Refresher-Kurs (Imptag M-V)

Ort: Hotel Neptun, Seestr. 19,

18119 Rostock-Warnemünde

6 P

13.11.2010, 08.30 – 17.00 Uhr, Grundkurs

Ort: Morada Resort Hotel, Hafenstr. 2,

18225 Ostseebad Kühlungsborn

Leitung: Frau Dr. med. M. Littmann

8 P

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Kurse anerkannter Kursleiter

im Kammerbereich

25.09.2010, 08.30 – 12.30 Uhr,

Refresher-Kurs 5 P

25.09.2010, 08.30 – 16.00 Uhr, Grundkurs 8 P

Leitung: Herr Prof. Dr. med. H.-J. Feickert

Ort / Anmeldung: Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum,

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sekretariat,

S.-Allende-Str. 30, 17036 Neubrandenburg,

Tel.: (0395) 7 75-29 01, Fax: (0395) 7 75-29 03

Ein vollständiges und aktualisiertes Angebot

finden Sie auf der Internetseite: http://

www.aek-mv.de ➝ Fortbildung ➝

Veranstaltungskalender

Veranstaltungen der

Ärztekammer M-V

Refresher-Kurse „Der lebensbedrohliche

Notfall“ (Herz-Lungen-Wiederbelebung)

(für niedergelassene Ärzte und deren Assistenzpersonal,

jeweils 09.00 – 16.00 Uhr) je 9 P

11.09.2010 Raum 305, Schulungsraum des Pflege-

dienstes (MVZ), Universitätsklinikum

Greifswald, Fleischmannstr. 6,

17475 Greifswald

13.11.2010 Morada Resort Hotel, Hafenstr. 2,

18225 Ostseebad Kühlungsborn

11.12.2010 Stadtverwaltung, Brandschutz- und

Rettungsamt, Ziegelbergstr. 50,

17033 Neubrandenburg

Gebühr: je 100,00 € Ärzte, 80,00 € Assistenzpersonal

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

EKG-Seminar für Fortgeschrittene

Termin: 22.09.2010, 16.00 – 19.30 Uhr 4 P

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock

Leitung: Herr Dr. med. J. Placke

Gebühr: 25,00 €

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

16. Zentrale Fortbildung „Interventionsmöglichkeiten

bei Alkoholund

Drogenabhängigkeit“

Schwerpunkte: Glücksspielsucht und 7 P

Medienabhängigkeit

Termin: 25.09.2010, 09.00 – 15.00 Uhr

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock

Leitung: Herr Dr. med. R. Woratz

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Hallo – ist hier ein Arzt an Bord?

Reisenotfälle zu Lande, zu Wasser

und in der Luft (offen für alle Interessenten,

auch medizinisches Personal) 9 P

Themen: Notfälle auf Schiffen und in der Bahn,

Besonderheiten auf Flugreisen,

Die häufigsten Notfälle: Jetlag, Druckausgleich, Reisekrankheit,

Thrombose, Embolie …

Termin: 09.10.2010, 09.00 – 16.00 Uhr

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock

Leitung: Herr Dr. med. R. Baetgen

Gebühr: 100,00 €

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040, E-

Mail: fortbildung@aek-mv.de

Curriculum für Transfusionsverantwortliche

bzw. Transfusionsbeauftragte

(nach dem Transfusionsgesetz und den Richtlinien

der BÄK / PEI)

Termin: 14. – 15.10.2010 16 P

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock

Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. V. Kiefel,

Frau Dr. med. K. Schnurstein

Gebühr: 150,00 €

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Kurs „Intensivtransport“ 20 P

(gemäß dem Curriculum der Deutschen Interdisziplinären

Vereinigung für Intensivmedizin – DIVI)

Termin: 26.11.2010, Beginn: 13.00 Uhr –

28.11.2010, Ende: 16.30 Uhr

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock / Klinikum Südstadt Rostock

Leitung: Herr Dr. med. J.-P. Keil

Gebühr: 350,00 €

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

X. Zentrale Fortbildungsveranstaltung

„HIV / AIDS“ 6 P

Termin: 04.12.2010, 10.00 – 15.00 Uhr

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock

Leitung: Herr Dr. med. G. Hauk

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Veranstaltungen in unserem

Kammerbereich

Folgende Veranstalter bieten in M-V

Balintgruppenarbeit an:

Gadebusch – Frau Dipl.-Med. A. Hachtmann,

Tel.: (03886) 21 24 40

Greifswald – Frau Dr. med. B. Noack,

Tel.: (03834) 59 46 64

Neubrandenburg – Frau Dr. med. C. Gold,

Tel.: (0395) 7 75-45 02

Rostock – Frau Dr. med. K. Birke,

Tel.: (038203) 4 46 06

Schwerin – Herr Dr. med. P. Herzog,

Tel.: (0385) 5 77-73 73

Seite 286 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Stralsund – Herr Dr. med. Dr. jur. M. Gillner,

Tel.: (03831) 45 22-00

Diskussionsforum Palliativ-

medizin je 3 P

Termine: 04.08.2010 / 01.09.2010 / 06.10.2010 /

03.11.2010 / 01.12.2010, jeweils 17.00 – 19.00 Uhr

Ort: Raum 2.002a/b (Wohnzimmer der Palliativstation),

2. Etage, Klinik III – Interdisziplinärer Bereich für

Palliativmedizin, Zentrum für Innere Medizin, Universitätsklinikum

Rostock

Leitung: Herr Prof. Dr. med. C. Junghanß

Anmeldung: Universitätsklinikum Rostock, Zentrum

für Innere Medizin, Klinik III – Interdisziplinärer Bereich

für Palliativmedizin, Sekretariat,

Ernst-Heydemann-Str. 8, 18057 Rostock,

Tel.: (0381) 4 94-74 21, Fax: (0381) 4 94-74 22,

Internet: http://www.palliativ.med.uni-rostock.de,

E-Mail: cristina.schulz@med.uni-rostock.de

Reanimationstraining der Klinik am

Haussee in Feldberg

25.08.2010 Akute Luftnot

22.09.2010 Hypertensive Krise

27.10.2010 Therapie des akuten Koronarsyndroms

24.11.2010 Akutes Abdomen

22.12.2010 Fieber unklarer Genese

Leitung: Herr Dr. med. J. Andrich,

Frau Dr. med. I. Blümel

Ort / Anmeldung: Klinik am Haussee, Zentrum für

Kardiologie, Sekretariat Frau C. Manz,

Buchenallee 1, 17258 Feldberger Seenlandschaften,

Tel.: (039831) 5 24 21,

E-Mail: c.manz@klinik-am-haussee.de

Fortbildungsveranstaltungen

der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie

und internistische Intensivmedizin

des KMG-Klinikums Güstrow

Thema: Fortbildungsreihe – Güstrower Leitlinien-Gespräche

Termine: jeweils 16.30 – 18.00 Uhr

25.08.2010 Update Prävention bei KHK

29.09.2010 Update Lungenembolie

27.10.2010 Update Vorhofflimmern

24.11.2010 Update STEMI

Ort: Multimediaraum, Berufliche Schule,

KMG-Klinikum Güstrow GmbH,

Fr.-Trendelenburg-Allee 1, 18273 Güstrow

Leitung: Herr Dr. med. R. Kaiser

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

Anmeldung: KMG-Klinikum Güstrow GmbH,

Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie,

internistische Intensivmedizin, Sekretariat Frau M.

Christian, Fr.-Trendelenburg-Allee 1, 18273 Güstrow,

Tel.: (03843) 34-19 50, Fax: (03834) 34-33 20,

E-Mail: m.christian@kmg.ag

Baltic Summeracademy Cardiac

Surgery

Thema: Integrative techniques in cardiac surgery –

Traditio et innovatio

Termin: 26. – 27.08.2010

Ort: Grand Hotel Heiligendamm, Prof.-Dr.-Vogel-Str. 6,

18209 Bad Doberan

Leitung: Herr Prof. Dr. med. A. Liebold,

Herr Prof. Dr. med. G. Steinhoff

Anmeldung: Sphinx et Agentur für Zeitgeistentwicklung,

Herr Dr. med. R. Uhde,

Große Goldstr. 7, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 1 28 93 92, Fax: (0381) 1 28 94 79,

Internet: http://www.baltic-summeracademy.com,

E-Mail: summeracademy@sphinxet.de

8. Greifswalder Sommersymposium –

ALPHA: Akutmedizinische Leitlinien

für Patienten im höheren Alter

Unterthema: Sepsis – (k)ein Todesurteil?

Termin: 27. – 28.08.2010

Leitung: Herr Dr. med. M. Gründling, Frau J. Simon,

Herr T. Feyerherd, Frau I. Scheer

Gebühr: 90,00 € (Chefärzte / Oberärzte), 50,00 €

(niedergelassene Ärzte), 15,00 € (Pflegekräfte / Studenten)

Anmeldung: Universitätsklinikum Greifswald,

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin,

Sekretariat Frau S. Pantermehl, Fr.-Loeffler-Str. 23,

17475 Greifswald,

Tel.: (03834) 86-58 60, Fax: (03834) 86-58 54,

E-Mail: sandra.pantermehl@uni-greifswald.de

Interdisziplinäre Schmerzkonferenzen

je 4 P

Termine: 01.09.2010 / 06.10.2010 / 03.11.2010 /

01.12.2010, jeweils 17.15 – 19.00 Uhr

Ort: Schmerzambulanz, Klinik für Anästhesiologie,

Universitätsklinikum Greifswald,

F.-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald

Leitung: Frau Dr. med. S. Adler

Anmeldung: Universitätsklinikum Greifswald, Klinik

für Anästhesiologie, Schmerzambulanz, Frau Dr. med.

VeRANStALtUNGeN UND KONGReSSe

S. Adler, F.-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald,

Tel.: (03834) 86-66 96, Fax: (03834) 86-58 44,

Internet: http://www.klinikum.uni-greifswald.de,

E-Mail: stefani.adler@uni-greifswald.de

Seminar „Patientenverfügung“ für

Ärzte, Patienten und Pflegende

Termine: 02.09.2010 / 07.10.2010 / 11.11.2010,

jeweils 16.00 – 17.30 Uhr je 3 P

Ort: Bettenhaus (5. Etage), Schmerzambulanz,

Universitätsklinikum Greifswald,

F.-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald

Leitung: Herr Dr. med. A. Jülich,

Frau C. Schnitzer (Richterin)

Anmeldung: Universitätsklinikum Greifswald, Klinik

für Anästhesiologie, Schmerzambulanz, Herr Dr. med.

A. Jülich, F.-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald,

E-Mail: ajuelich@uni-greifswald.de,

Tel.: (03834) 86-66 96, (begrenzte Teilnehmerzahl)

9. Schweriner / 13. Hamburger

Balint-Studientagung

Termin: 03.09.2010, 16.15 Uhr 19 P

bis 05.09.2010, 12.30 Uhr

Ort: Carl-Friedrich-Flemming-Klinik,

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,

HELIOS Kliniken Schwerin GmbH

Leitung: Herr Prof. Dr. med. A. Broocks,

Herr Dr. med. P. Herzog,

Herr F. O. Lippmann (Hamburg), Herr H. Przibylla

Anmeldung: Deutsche Balintgesellschaft, Geschäftsstelle,

Tel.: (05149) 89 36, Fax: (05149) 89 39,

Internet: http://www.balintgesellschaft.de

16. Rostocker Symposium zu klini schen

Problemen in der Hämostaseologie

Termin: 04.09.2010, 09.00 – 16.30 Uhr

Ort: Rotunde, HanseMesse Rostock,

Zur HanseMesse 1 – 2, 18106 Rostock-Schmarl

Information: Porstmann Kongresse GmbH,

Alte Jakobstr. 77, 10179 Berlin, Frau H. Schmidt /

Frau L. von Herwarth, Tel.: (030) 28 44 99-19 oder -14,

Fax: (030) 28 44 99-11,

Internet: http://www.haemostase-symposium.de

13. Curriculum „Anatomie und

Schmerz“

Termin: 09.09.2010, 09.00 Uhr, bis 11.09.2010,

12.00 Uhr

Seite 287


VeRANStALtUNGeN UND KONGReSSe

Ort: Universitätsklinikum Greifswald, Institut für

Anatomie und Zellbiologie, Fr.-Loeffler-Str. 23 c,

17475 Greifswald

Leitung: Herr Dr. med. U. Preuße, Herr Prof. Dr. rer.

nat. J. Giebel, Herr Prof. Dr. med. T. Koppe

Anmeldung: Universitätsklinikum Greifswald, Institut

für Anatomie und Zellbiologie, Sekretariat Frau E.

Erdmann, Fr.-Loeffler-Str. 23 c, 17475 Greifswald,

Tel.: (03834) 86-53 01, Fax: (03834) 86-53 02,

E-Mail: Esther.Erdmann@uni-greifswald.de

Komplette Akupunkturausbildung

der DGfAN e. V. zum Erwerb der Zusatzbezeichnung

Akupunktur

(KV Qualifikation)

laufendes Kurssystems:

17. – 19.09.2010 Grundkurs Komplex D

24. – 25.09.2010 Praktikumskurs 03

10. – 12.12.2010 Grundkurs Komplex E

14. – 15.01.2011 Praktikumskurs 04

04. – 05.09.2010 Spezialseminar „Dermatologische

und kosmetische

Akupunktur“

Beginn eines neuen Kurssystems:

07. – 09.01.2011 Grundkurs Komplex A

Ort: Akupunkturfortbildungszentrum Kur- und Ferienhotel

„Sanddorn“, Strandweg 12,

18119 Rostock-Warnemünde

Leitung: Frau Dr. med. R. Schwanitz

Anmeldung: Akupunkturfortbildungszentrum, Frau

Dr. med. R. Schwanitz, Strandweg 12, 18119 Rostock-

Warnemünde, Tel.: (0381) 5 43 99-35, Fax: (0381) 5 43

99-88, E-Mail: ReginaSchwanitz@aol.com

Interdisziplinäre Fachtagung

„World-Café Stalking“

Termin: 22.09.2010, 09.30 – 13.30 Uhr

Ort: Ritterstuben, Ritterstr. 3, 19055 Schwerin

Anmeldung: Landesamt für Kriminalitätsvorbeugung

M-V, Geschäftsstelle, Alexandrinenstr. 1,

19055 Schwerin, Tel.: (0385) 5 88-24 48,

E-Mail: fachtagstalking@im.mv-regierung.de

Ethik in einer alternden Welt

Termin: 23. – 26.09.2010

Leitung: Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. D. Pavlovic,

Herr Dr. med. M. Gründling

Ort: Maritim Hotel Heringsdorf

Gebühr: 190,00 € (Wissenschaftler / Ärzte), 90,00 €

(Pflegekräfte / Studenten),

Anmeldung: Universitätsklinikum Greifswald, Klinik

für Anästhesiologie und Intensivmedizin,

Sekretariat Frau S. Pantermehl, Fr.-Loeffler-Str. 23,

17475 Greifswald, Tel.: (03834) 86-58 60, Fax: (03834)

86-58 54, E-Mail: sandra.pantermehl@uni-greifswald.de

6. Dierhagener gynäkologischonkologische

Fortbildungstage

Thema: Mamma-, Genitaltumoren u. supportive Therapie

Termin: 24.09.2010, 17.00 Uhr 8 P

bis 25.09.2010, 14.00 Uhr

Ort: Standhotel Fischland, Ernst-Moritz-Arndt-Str. 6,

18437 Ostseebad Dierhagen

Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. B. Gerber

Anmeldung: Klinikum Südstadt Rostock,

Universitäts-Frauenklinik, Sekretariat Frau U. Rose,

Südring 81, 18059 Rostock,

Tel.: (0381) 44 01-45 00, Fax: (0381) 44 01-45 99,

Internet: http://www.kliniksued-rostock.de,

E-Mail: ufk@kliniksued-rostock.de

Weiterbildungskurs

„Spezielle Schmerztherapie“ –

Komplexe 1 und 2

(80 Stunden) 81 P

zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung

Akupunktur

Termin: 26.09. – 03.10.2010

Ort: Kurhotel „Sanddorn“, Strandweg 12,

18119 Rostock-Warnemünde

Leitung: Herr Dr. med. S. Rudolph

Gebühr: 800,00 € (DGfAN-Mitglieder), 1.000,00 €

(Nichtmitglieder)

Anmeldung: Akupunkturfortbildungszentrum,

Frau Dr. med. R. Schwanitz, Strandweg 12,

18119 Rostock-Warnemünde,

Tel.: (0381) 5 43 99-35, Fax: (0381) 5 43 99-88,

E-Mail: ReginaSchwanitz@aol.com

Gerinnungsprobleme im klinischen

Alltag 4 P

Neu! – Termin: 29.09.2010

(statt: 27.10.2010), 16.00 – 19.00 Uhr

Ort: Raum „Schwerin“, Haus 0 (Ebene 3), HELIOS

Kliniken Schwerin GmbH, Wismarsche Str. 393 – 397,

19055 Schwerin

Leitung: Herr Dr. med. D. Schumacher, Frau Dr. med.

U. Roost, Herr Dr. med. L. Briedigkeit

Anmeldung: HELIOS Kliniken Schwerin GmbH, Institut

für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin, Sekretariat

Frau A. Wolf, Wismarsche Str. 393 – 397,

19055 Schwerin, Tel.: (0385) 5 20-24 10,

Fax: (0385) 5 20-24 47,

Internet: http://www.helios-kliniken.de,

E-Mail: andrea.wolf@helios-kliniken.de

Interdisziplinärer Grundkurs für die

gesamte Gefäßdiagnostik

Termin: 22. – 24.10.2010 24 P

Ort: Hörsaal, Seminarräume, Klinikum Südstadt

Rostock, Südring 81, 18059 Rostock

Leitung: Herr Prof. Dr. med. J. Schweizer (Chemnitz)

Gebühr: 390,00 €

Anmeldung: Klinikum Südstadt Rostock,

Klinik für Innere Medizin I, Herr Dr. med. V. Harder,

Südring 81, 18059 Rostock, Tel.: (0381) 44 01-85 05,

E-Mail: volker.harder@kliniksued-rostock.de

6. Fußchirurgisches Symposium

Mecklenburg-Vorpommern

Termin: 13.11.2010, 09.00 – 16.00 Uhr 9 P

Ort: Rittersaal, Hotel „Schloß Ulrichshusen“,

Seestr. 14, 17194 Ulrichshusen

Leitung: Frau Dr. med. A. Simon, Herr Dr. med. J. Bauer

Gebühr: 35,00 €

Anmeldung: Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, Klinik für

Orthopädie II, Standort Malchin, Sekretariat,

Basedower Str. 33, 17139 Malchin,

Tel.: (03994) 6 41-32 01, Fax: (03994) 6 41-32 24

19. Rostocker Ultraschallkurse der

Säuglingshüfte 2010 9 P

(nach den Ultraschallvereinbarung der KBV vom

31.10.2008, den Richtlinien der WBO der Ärztekammer

M-V)

20.11.2010 Refresher-Kurs

„Säuglingshüftsonographie“

Leitung: Herr Dr. med. P. Kupatz,

Herr Dr. med. A. Hensel, Frau Dr. med. R. Kolp

Ort: Gemeinschaftspraxis Dres. Kolp / Manecke,

Wismarsche Str. 32, 18057 Rostock

Gebühr: 100,00 €

Hinweis: Eine komplette Kursserie zur Säuglingshüftsonographie

wird 2011 angeboten, Registrierungen

sind bereits möglich!

Anmeldung: Rehabilitationsklinik „Moorbad“

Bad Doberan, Sekretariat, Schwaaner Chaussee 2,

18209 Bad Doberan, Tel.: (038203) 93-604,

Fax: (038203) 93-650,

E-Mail: kupatz@moorbad-doberan.de

Veranstaltung in anderen

Kammerbereichen

Curriculum „Ärztliches Qualitätsmanagement“

(200 Stunden-Kurs)

Termine: jeweils 09.00 Uhr (Anfang: 1. Tag) –

18.00 Uhr (Ende: 3. Tag)

27. – 29.08.2010

24. – 26.09.2010

Ort: 3. Etage, Bildungszentrum gGmbH,

Burgstr. 3 / Kieler Schloß, 24103 Kiel

Gebühr: 2.400,00 € (Mitarbeiter des UK S-H),

2.500,00 € (externe Teilnehmer)

Anmeldung: Biz Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe,

Campus Lübeck, Frau B. Gehrke / Frau M.

Koch, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,

Tel.: (0431) 5 97-37 67, Fax: (0451) 5 00-46 30,

Internet: http://www.biz.uk-sh.de,

E-Mail: marit.koch@uk-sh.de

Detailliertere Angaben und weitere

Fortbildungsveranstaltungen finden Sie auf

der Internetseite:

http://www.baek.de ➝

Fortbildungs portal

Seite 288 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Öffentliche Ausschreibung

von Vertragsarztsitzen gemäß §103 Abs. 4 SGB V

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

AUS DeR KASSeNÄRZtLICHeN VeReINIGUNG

Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern schreibt auf Antrag folgende Vertragsarztsitze zur Übernahme

durch einen Nachfolger aus, da es sich um für weitere Zulassungen gesperrte Gebiete handelt.

Planungsbereich / Fachrichtung Übergabetermin Bewerbungsfrist Ausschreibungsnummer

Rostock

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. August 2010 02/09/07/2

Allgemeinmedizin 1. Oktober 2011 15. August 2010 18/08/09

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. August 2010 04/06/10/2

Innere Medizin (hausärztlich) nächstmöglich 15. August 2010 03/09/07/2

Innere Medizin (hausärztlich) nächstmöglich 15. August 2010 20/02/08/2

Innere Medizin (hausärztlich) 15. Januar 2011 15. August 2010 11/09/09

Schwerin/Wismar/Nordwestmecklenburg

Haut- und Geschlechtskrankheiten 1. Juli 2011 15. August 2010 12/04/10

Frauenheilkunde und Geburtshilfe nächstmöglich 15. August 2010 30/06/10

Schwerin

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. August 2010 09/11/09

Neubrandenburg/Mecklenburg-Strelitz

Innere Medizin/Nephrologie nächstmöglich 15. August 2010 02/03/10

(Praxisanteil)

Greifswald

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. August 2010 26/10/09

Güstrow

Kinder- und Jugendmedizin (Praxisanteil) 1. Januar 2011 15. August 2010 13/05/09

Kinder- und Jugendmedizin (Praxisanteil) 1. Januar 2011 15. August 2010 20/01/10

Müritz

Kinder- und Jugendmedizin (Praxisanteil) nächstmöglich 15. August 2010 01/04/08

Rügen

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. August 2010 22/10/09

Die Ausschreibungen erfolgen zunächst anonym.

Bewerbungen sind unter Angabe der Ausschreibungsnummer an die Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 16 01 45, 19091 Schwerin, zu richten.

Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen:

• Auszug aus dem Arztregister;

• Nachweise über die seit der Eintragung in das Arztregister ausgeübten ärztlichen Tätigkeiten;

• Lebenslauf;

• polizeiliches Führungszeugnis im Original.

Seite 289


BUCHVORSteLLUNG

Für Sie gelesen

Recht in der Praxis

Ratgeber für Ärzte

Medienbüro Medizin (MbMed) unter Mitarbeit

von Rechtsanwälten

Der Ratgeber Verlag Hamburg 2009

131 Seiten, € 9,90

ISBN 978-3-93168814-1

Im Rechtsstaat lauern auch

für den Arzt viele Stolpersteine.

Die Vielzahl von Gesetzen,

Vorschriften, Verordnungen

und Bestimmungen

sind schwer überschaubar.

Standardwerke

zum Arztrecht haben 2000

Seiten und mehr.

Dieser kleine Ratgeber von

131 Seiten enthält nun mit

wenigen Worten wichtige

Hinweise zu Zivil-, Straf-

und Berufsrecht und zum

Umgang mit der Ärztekammer

und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Für die möglichen Konfliktsituationen des Arztes mit Patienten,

Mitarbeitern, Dienstleistern, Behörden und Kollegen werden

praktische Tips für sein Verhalten gegeben. In kurz gefaßten

Checklisten sind die empfohlenen Verhaltensweisen noch einmal

dargestellt.

Die € 9,90 lohnen sich für alle Praxen, für Klinikärzte und Medizinstudenten.

Dr. C. Brock, Neubrandenburg

Aspekte der Prävention

Ausgewählte Beiträge des 3. Nationalen

Präventionskongresses

Hrsg.: Wilhelm Kirch, Martin Middeke, Reinhard Rychlik

Georg Thieme Verlag Stuttgart 2010

354 Seiten, 70 Abb., 43 Tab., gebunden, € 69,95

ISBN 978–3–13–146911-3

Bereits zum 3. Mal wurde anläßlich des Nationalen Präventionskongresses

ein Buch mit den Manuskripten relevanter Themen

der Prävention und Gesundheitsförderung

von

Autoren unterschiedlicher

Fachrichtungen herausgegeben.

Das Anliegen, den

neuen Aspekten der Prävention

und Gesundheitsförderung

mehr Gewicht

zu verleihen, wird damit

unterstrichen. Ihre Bedeutung

wird im Alltag jedoch

immer noch zu wenig

wahrgenommen.

In fünf Kapiteln werden

die verschiedenen Beiträge

übersichtlich gegliedert dargestellt und bieten dem interessierten

Leser einen differenzierten Einblick in die aktuelle Situation

und den gegenwärtigen Kenntnisstand. Zahlreiche Abbildungen

und Tabellen sowie eine gute optische Gliederung erleichtern

den Kenntnisgewinn.

Literaturhinweise bieten weitergehende Informationen an.

„Konzentrierte Aspekte der Prävention“, „Prävention und Lebenswelten“,

„Arbeitswelt und betriebliche Prävention“,

„Medizinische Versorgung und Prävention“ und „Prävention

in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ lauten die Schwerpunkte.

Im Kapitel A werden konzeptorientierte Aspekte der Prävention

erläutert, Fragen des Qualitätsmanagements sowie die Bedeutung

von Leitlinien als konkrete Handlungsempfehlung für

den Versorgungsablauf bei unterschiedlichen Krankheitsbildern

dargestellt. Moderne Gesundheitsberichte, Prävention aus Sicht

der klinischen Ökonomik, Wettbewerb in der gesetzlichen

Krankenversicherung, staatliche Programme in der Primärprävention

und neue DMP-Programme als Beiträge der Krankenkassen

zur Sekundärprävention werden mit ihren neuen Möglichkeiten

und ihren Grenzen bewertet.

Praxisnah und anschaulich beschreibt das Kapitel B Prävention

in verschiedenen Lebenswelten. Beispiele zur schulischen Gesundheitsförderung,

zu praktischen Impfstrategien, Unfallpräventionsprogrammen

und Möglichkeiten der Früherkennung

und Frühintervention von glückspielbezogenen Problemen können

als Handlungsanleitung dienen.

Einblicke in die Arbeitswelt und betriebliche Strukturen mit ihren

besonderen Anforderungen an Prävention und Gesundheitsförderung

in diesem Lebensbereich werden dem Leser

vermittelt.

Zur Erfassung der medizinischen Versorgungssituation von Patienten

stehen zahlreiche Daten aus verschiedenen Quellen zur

Verfügung, die sich durch unterschiedliche Validität auszeichnen.

Um die begrenzten vorhandenen Ressourcen optimiert

Seite 290 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


einsetzen zu können, ist der Bedarf an Qualitätssicherung überall

offensichtlich. Dazu dienen auch die Leitlinien aus dem Bereich

der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Klarheit und Einigkeit bestehen darin, daß es das grundlegende

Ziel sein muß, durch Schaffung besserer Lebensbedingungen,

Stärkung von gesundheitsfördernden Faktoren, Verringerung

von Gesundheitsbelastungen und Motivation der Menschen zu

einem gesundheitsfördernden Verhalten ein Mehr an Gesundheit

zu erreichen.

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

Dr. Ingrid Müller, Rostock

Krankheiten in der Schwangerschaft

Handbuch der Diagnosen von A bis Z

V. Briese, M. Bolz, T. Reimer

W. de Gruyter Verlag Berlin 2010

392 Seiten, 10 Tab. , geb., € 59,95

ISBN 978-3-11-022692-8

Ein neues Buch über Erkrankungen in der Schwangerschaft ?

Ja, jetzt wieder von Fachautoren aus der Universitätsfrauenklinik

Rostock. Welche Freude!

Medizinhistorisch kann man der Rostocker Universität im

deutschsprachigen Raum für dieses Sachgebiet „Schrittmacherdienste“

bescheinigen: Prof. Helmut Kyank (1916 – 1992) und

Prof. Martin Gülzow (1910 – 1976) begründeten erfolgreich mit

der 1. Auflage 1966 die „Erkrankungen während der Schwangerschaft“.

Dieses fundierte Buch erlebte 5 Auflagen, die letzte 1990 (Co-

Editor: Fritz K. Beller).

Prof. Klaus Friese, München, dritter Kyank-Nachfolger in Rostock

1997 bis 2002, hat mit Prof. Werner Rath, Aachen, im Jahre

2005 eine aktuelle Neuauflage herausgebracht.

Jetzt setzt ein originaler Kyank-Schüler, Prof. Volker Briese, Rostock,

mit kompetenten Fachkollegen diese akademische Tradition

mit einer neuen, zeitaktuellen Konzeption fort.

Mütterliche Erkrankungen in der Schwangerschaft können als

Grunderkrankung, aber auch als medizinischer Notfall auftreten.

Der Arzt muß – häufig unvorbereitet und unter Zeitdruck

– über Diagnostik, Therapie und das spezifisch-geburtshilfliche

Management entscheiden. Es beginnt eine „Schnellsuche“ nach

Information.

Das vorliegende Buch ist hier nicht nur Gedächtnisstütze, sondern

liefert rasche Orientierung für Klinik und Praxis.

Übersichtlich von A (Adipositas permagna) bis Z (Zytomegalie)

gegliedert, werden über 100 Diagnosen und Leitsymptome hinsichtlich

Definition, Klinik und geburtshilflichem Management

beschrieben. Merksätze fassen das Wichtigste zusammen. Kurze

Literaturangaben verweisen auf relevante weiterführende

Quellen.

Die Autoren versuchen, klare Stellungnahmen abzugeben, inwieweit

sich eine bestehende Grunderkrankung durch die

Schwangerschaft bessert, verschlechtert oder sogar eine Kontraindikation

für eine Schwangerschaft besteht.

Ihre Empfehlungen können nicht nur zur Betreuung der

Schwangeren, sondern auch zur Aufklärung vor einer geplanten

Schwangerschaft genutzt werden.

Das Buch füllt eine Lücke im Fachschrifttum, und zwar gerade

dort, wo sie für die Schwangere am effektivsten ist: in der

schnellen gezielten Diagnostik und Therapie.

Durch die alphabetische Auflistung der Diagnosen und die praxisnahen,

kurz gefaßten Beiträge ist das Buch ein Nachschlagewerk

für jeden Frauenarzt, für Hebammen, Hausärzte und Ärzte

anderer Fachrichtungen.

Nur durch interdisziplinäre Kooperation kann die Schwangere

und ihr Kind optimal betreut werden.

So hat das Buch eine „Lotsenfunktion“, eben den richtigen Weg

zu zeigen, im „Dschungel“ der Krankheiten in der Schwangerschaft.

Lehrbuch Naturheilverfahren

Hrsg.: Karin Kraft, Rainer Stange

Hippokrates Verlag Stuttgart 2010

839 Seite, 384 Abb., 106 Tab, € 99,95

ISBN 978-3-8304- 5333-8

BUCHVORSteLLUNGeN

Prof. H. H. Büttner, Wismar

Das Lehrbuch „Naturheilverfahren“

zu lesen war

ein Gewinn.

Das Buch ist klar, übersichtlich

und praxisbezogen gegliedert.

Die Methoden

und Verfahren werden aus

historischen und physiologischen

Gesichtspunkten

erläutert; bedeutende Ärzte

werden in ihrem kulturellen

und philosophischen

Kontext dargestellt. Damit

wird beim Leser Verständnis

geschaffen und eventuelle

Vorbehalte werden a priori aufgehoben.

Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich mit evidence-based Medizin,

deren erhellenden aber auch einengenden Seiten, und

stellt naturheilkundliche Verfahren in diesem Kontext zur Dis-

Seite 291


BUCHVORSteLLUNGeN

kussion. Dieser Intention folgend werden im Buch die Therapieverfahren

studienbelegt oder aus beobachtungsmedizinischer

Sicht kritisch beleuchtet und mit zahlreichen Literaturzitaten

belegt. Befunde für eine Wirksamkeit werden ebenso dargestellt

wie der fehlende Wirkungsnachweis.

Ein wesentlicher Ansatz der „natürlichen Medizin“ ist die Verfassung

des Organismus und seiner selbstregulierenden und

heilenden Mechanismen. Die Stärkung dieser Wirkweisen ist

die Basis aller therapeutischen Ansätze. In einer Zeit, in der für

jedes Symptom ein Medikament verordnet wird, finden derartige

Aspekte die ungeteilte Zustimmung des Rezensenten. Infekte

und Erkältungen zum Beispiel bei Kindern zunächst mit

Fußbädern und Schwitzen zu behandeln, also die Selbständigkeit

zu stärken, ist ein richtungweisender Ansatz.

Die Gliederung in allgemeine Konzepte und in krankheitsbezogene

Therapien erleichtert die Suche. Viele Begriffe, deren Hintergrund

und Inhalt man immer schon gern wissen wollte, werden

erläutert.

Das Lehrbuch ist gut leserlich und stringent gegliedert in Grundlagen;

klassische Verfahren (z.B. Phytotherapie – mit Darstellung

der einzelnen Heilpflanzen, Hydrotherapie, Massagetherapie);

erweiterte Therapie (Akupunktur, Neuraltherapie, Eigenblut,

Sauerstoff- und Ozontherapie etc.) und in Anwendungen

bei den verschiedenen Krankheitsbildern. In diesem Kapitel

werden Methoden und ihre Wirkungen sehr pathophysiologisch

beschrieben und liefern damit ein gutes Konstrukt, sich

die Wirkungen zu erklären.

Das Kapitel zu ausgewählten komplementär-medizinischen

Richtungen rundet das Buch ab. Homöopathie, Osteopathie,

TCM, Orthomolekularmedizin mit der Darstellung der Ideen

von Linus Pauling und vieles mehr werden hier beschrieben.

Die kurze Beschreibung weiterer Verfahren, wie Bach-Blüten-

Therapie, Bioresonanz und zahlreicher anderer, ist für jeden

klinisch tätigen Arzt hochinteressant. Viele Patienten fragen

danach und es war bisher schwierig, kompetent Auskunft geben

zu können. Durch viele Literaturhinweise am Ende jedes

Kapitels wird vertiefendes Eindringen in Probleme möglich,

aber auch offensichtlich, welche intensive Forschungsarbeit geleistet

wird.

Dieses Lehrbuch ist aus meiner Sicht sehr empfehlenswert und

sollte von Allgemeinärzten, Internisten, Schmerztherapeuten,

physikalischen Medizinern und Orthopäden unbedingt gelesen

werden.

PD Dr. H.-C. Schober, Rostock

Lebermetastasen

Hrsg.: Matthias Birth

2. Auflage, UNI-MED Verlag AG Bremen 2010

144 Seiten, 124 Abb., € 39,90

ISBN 978-3-8374-1215-4

Die Fortschritte in der Weiterentwicklung

der Leberchirurgie

sind unübersehbar

geworden. Durch

das verbesserte Verständnis

der Anatomie, die Fortentwicklung

der Bildgebung

inklusive kontrastmittelverstärkter

Sonographie

und räumlicher Darstellung

sowie den zunehmenden

Erfahrungen der Anästhesie

mit den Möglichkeiten

der Periduralanalgesie und

des Fast-Track-Procedere ist

die Metastasenchirurgie

der Leber zu einem sicheren und komplikationsarmen Verfahren

geworden.

Das vorliegende Buch widmet sich in nunmehr 2. Auflage dem

Gesamtkomplex Lebermetastasen. Die ersten drei Abschnitte

behandeln die anatomischen Voraussetzungen, die Epidemiologie

und Pathologie und die prae- und intraoperative Diagnostik.

Den größten Raum des Buches nimmt die Therapie der

Lebermetastasen ein, wobei die operative Vorgehensweise in

allen Details zur Darstellung kommt. Aber auch interventionelle

Therapieverfahren und die Chemotherapie werden in ganzer

Breite ausführlich beschrieben, gewertet und kommentiert.

Ein Abschnitt über Rehabilitation nach Leberchirurgie rundet

das Buch ab.

Aufgrund der zahlreichen Abbildungen und Tabellen ist das

Buch sehr übersichtlich aufgebaut und leicht lesbar. Wichtige

Passagen sind farblich hervorgehoben und lassen den noch jüngeren

Kollegen vom Erfahrungsschatz der Autoren profitieren.

Die in mehrere Kapitel unterteilten Abschnitte verfügen jeweils

über ein gut recherchiertes und umfangreiches Literaturverzeichnis,

das auf dem aktuellen Stand ist.

Zusammengefaßt ist das Kompendium eines der ganz wenigen

im deutschsprachigen Raum, die einerseits einen umfassenden

Überblick über alle Aspekte der Lebermetastasierung vermitteln

und andererseits aber auch die operative Therapie in ganzer

Breite mit Indikationsstellung, Vorbereitung, intraoperativer

Technik und postoperativer Betreuung darstellen. Es sollte eine

Pflichtlektüre für jeden engagierten Viszeralchirurgen darstellen,

ist aber auch für die auszubildenden Ärzte in der Viszeralchirurgie

ein wertvoller Helfer und Ratgeber. Auch den onkologisch

aktiven Ärzten der komplementären Fachrichtungen ist

die Lektüre des Buches sehr zu empfehlen.

Prof. M. Ernst, Neubrandenburg

Seite 292 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

Leitfaden für ein schlankes QM-Handbuch – auch geeignet

für QEP, KTQ, ISO, EFQM, EPA

Eberhard Knoop, Jan Knoop

1. Auflage, Thieme Verlag Stuttgart 2010

217 Seiten, 29 Abb., 16 Tab., inkl. CD-ROM, € 89,95

ISBN 978-3-13-149971-4

Qualitätsmanagement ist für viele niedergelassene Ärzte, ob

nun Neueinsteiger oder langjährig Erfahrene, ein oftmals

quälendes und (frei-)zeitraubendes sowie auch durchaus teures

Unterfangen. Unter den recht vielfältigen Angeboten ist

die Qual der Wahl groß. Dieses Buch stellt für sich nun den

Anspruch eine sehr einfache und kostengünstige Variante zu

bieten: Nur noch Ausfüllen, keine weiteren Kurse.

Durch eine Schritt-für-Schritt-Erklärung im Buch wie auch auf

CD-ROM fällt der Einstieg leicht. Der Schnellstart am Anfang

des Buches ermöglicht einen raschen Überblick. Viele Abläufe

in der Praxis lassen sich hier integrieren, zeitraubende Doppel-

Arbeit entfällt damit. Die vorgegebenen Formblätter und Dokumente

lassen sich schnell, individuell, je nach Bedarf anpassen.

Das „Großprojekt“ Qualitätsmanagement wird somit übersichtlich

abgearbeitet. Selbst bei bereits eingeführten QM-Systemen

läßt sich der QM-Navigator einsetzten. Auf wichtige,

Ausschreibung „Hufeland-Preis 2011“

Der „Hufeland-Preis“ ist nach dem deutschen Mediziner Christoph

Wilhelm Hufeland (1762-1836) benannt und wird seit

1959 jährlich für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten

auf dem Gebiet der Präventivmedizin verliehen.

Das Kuratorium der Stiftung Hufeland-Preis prämiert die beste

Arbeit zum Thema Gesundheitsvorsorge mit einem Preis

von 20.000 Euro. Der „Hufeland-Preis“ kann auch zwei als

gleichwertig anerkannten Arbeiten je zur Hälfte zugesprochen

werden. Teilnehmen können alle Ärzte und Zahnärzte,

die im Besitz der deutschen Approbation sind. Die Teilnehmer

können von maximal zwei Co-Autoren mit abgeschlossenem

wissenschaftlichem Studium unterstützt werden.

Die an der Ausschreibung des „Hufeland-Preises 2011“ teilnehmenden

Arbeiten sind bis zum 31. März 2011 bei der

Notarin Frau Dr. Ingrid Doyé , Kattenbug 2, 50667 Köln, unter

dem Stichwort „Hufeland-Preis“ in zweifacher Ausfertigung

einzureichen.

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

BUCHVORSteLLUNGeN / SeRVICe

für KV-Überprüfungen unerläßliche,

Nachweise wird

besonders hingewiesen.

Ein nicht unbedeutender

Vorteil ist, daß teure Schulungen

entfallen. Allerdings

werden hier nur die

Mindestanforderungen abgedeckt;

eine Zertifizierung

ist mit dem QM-Navigator

nicht möglich.

Nach problemloser Installation

der CD-ROM läßt sich

der QM-Navigator leicht

auf dem PC bearbeiten. Im

Ordner „Nachweise“ sind

alle relevanten Formblätter und Dokumente zu finden. Diese

können mit dem QM-Navigator verlinkt oder – falls die Papierform

bevorzugt wird – auch ausgedruckt werden.

Für diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich dem Thema

Qualitätsmanagement lieber allein, ohne viel Schnörkel und

zeitraubende Kurse nähern wollen, ist dieses Buch durchaus zu

empfehlen.

Katrin Schimanke, Rostock

Die Bewertung der eingereichten Arbeiten erfolgt durch ein

Preisrichterkollegium. Verliehen wird der Preis durch das Kuratorium,

in dem Repräsentanten der Stifterin des Preises,

der Deutschen Ärzteversicherung AG, der Bundesärztekammer,

der Bundeszahnärztekammer und der Bundesvereinigung

für Prävention und Gesundheitsförderung e. V., vertreten

sind.

Interessenten können die Ausschreibungsunterlagen anfordern

beim:

Geschäftsführer der Stiftung

Herrn Patrick Weidinger

Tel.: (0221) 148-30785

E-Mail: patrick.weidinger@aerzteversicherung.de

oder im Internet unter: www.hufeland-preis.de

(Nach einer Pressemitteilung der Stiftung

H u f e l a n d - P r e i s )

Seite 293


SeRVICe

Heute schon gezwiebelt?

In Knoblauch, Bärlauch, Zwiebel & Co stecken

ungeahnte Heilkräfte

Beim Bau der ägyptischen Pyramiden wurden die Arbeiter

mit Zwiebeln und Rettich versorgt, um die Schwerstarbeit

leisten zu können. Denn Zwiebeln gelten als Geheimnis der

Vitalität und Stärke. Und bis heute hat sich der Ruf der Zwiebel

als Lebenselixier erhalten. Und ein erstaunliches Heilmittel

ist sie auch.

Allium cepa, die Küchenzwiebel, gehört wie der Spargel zu

den Liliengewächsen. Die Gruppe der Lauchgewächse, zu denen

auch Knoblauch, Porrée, Schnittlauch oder Bärlauch zählen,

enthält ein Lauch- und Senföl mit organisch gebundenem

Schwefel, außerdem: schwefelhaltige Aminosäuren. Aus

diesen entstehen, bei Zerkleinerung, durch Enzymeinwirkung

bakterienhemmende Stoffe. Darüber hinaus enthalten Zwiebeln

Rhodanverbindungen, Phosphor, Fluor, Kalium, Kieselsäure,

Glukokinine und die Vitamine B und C.

Zwiebeln üben eine starke Reizwirkung auf das Verdauungssystem,

insbesondere auf Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse,

aus. Sie enthalten aber auch selbst den pflanzlichen Wirkstoff

Glucokinin, der ähnlich wie das Insulin der Bauchspeicheldrüse

den Zuckerstoffwechsel fördert und so den Zuckergehalt

im Blut senkt.

Die desinfizierende Kraft der Zwiebel wurde schon im Mittelalter

zum Schutz gegen Pest und Cholera genutzt. Aber auch

heute noch sind die Zwiebel und ihre würzig schmeckenden

Geschwister für medizinische Überraschungen gut:

■ Die schwefelhaltigen Wirkstoffe aus Zwiebel und Knoblauch

schützen Zellwände und Cholesterin vor dem Angriff

freier Radikale und wirken so Gefäßverschlüssen wie

Herzinfarkt oder Schlaganfall entgegen.

■ Knoblauch und Zwiebeln haben durch ihre Inhaltsstoffe

Allicin und Ajoen eine ähnliche Wirkung wie Acetylsalycilsäure,

das heute von vielen Menschen in geringer Dosierung

als Vorbeugung gegen Thrombosen und Herzinfarkt

eingenommen wird.

■ Zwiebeln oder Knoblauch helfen auch, radioaktive Strahlung

besser zu verkraften. Nach dem Reaktorunfall von

Tschernobyl hatten russische Wissenschaftler festgestellt,

daß schon relativ geringe Strahlendosen Veränderungen

in den Blutgefäßen wie Arteriosklerose und Störungen im

Fettstoffwechsel hervorrufen. Sie empfahlen dagegen

Zwiebeln und Knoblauch, da deren Inhaltsstoffe die Fließfähigkeit

des Blutes erhöhen und die Cholesterinwerte

senken.

■ Die schwefelhaltigen Zwiebelwirkstoffe beeinflussen in

der Leber direkt die Cholesterinbildung. Sie hemmen dabei

die Bildung des „schlechten“ LDL und fördern das

„gute“ HDL.

■ Wissenschaftler vom East Birmingham Krankenhaus in

England berichten, daß Zinkmangel ein Mitgrund für das

Entstehen der Altersflecken ist. Bei Verzehr zinkreicher

Nahrungsmittel, wie beispielsweise Zwiebeln, könnten

die Flecken wieder verschwinden.

■ Wirkstoffe der Zwiebel sorgen für unauffällige Narben

nach Verletzungen oder Operationen. Ab der neunten

Woche nach der Wundversorgung muß regelmäßige Narbenpflege

mit einem Gel aus Zwiebelextrakt gemacht

werden. Das Gel wird zweimal täglich für zehn bis 20 Minuten

in die Narbenregion einmassiert.

So wenden Sie die Zwiebel an:

Zwiebelsirup bei Husten und Erkältung: Mehrere große Zwiebeln

in Scheiben schneiden und mit braunem Zucker vermischen.

Zwölf Stunden ziehen lassen. Der Saft, der sich bildet,

wird mehrmals am Tag eßlöffelweise eingenommen. Alternative:

Die Zwiebeln werden mit Kandiszucker gedämpft,

der entstehende Sirup wird teelöffelweise stündlich eingenommen.

Zwiebelbrei zur äußerlichen Behandlung (bei Entzündungen,

Hämorrhoiden, Abszessen): Gehackte Zwiebeln roh mit etwas

Wasser zu einem Brei anrühren und auf die betreffenden

Körperpartien auftragen.

(Information von obx-medizindirekt)

Seite 294 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Interdisziplinäre Medizin in internationaler

Zusammenarbeit

EFORT 2010 – Nicht nur ein orthopädisch-unfallchirurgischer Kongreß

Der Autor bei seinem Vortrag „Ein Vergleich

von Querschnitten der femoralen

Komponente verschiedener bikondylärer

Knie-Endoprothesen unter Bezug

auf Revisionseingriffe“

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

Der 11. Kongreß der European

Federation of

National Associations of

Orthopaedics and Traumatology

(EFORT) fand

dieses Jahr in Kombination

mit dem Jahreskongreß

der Spanischen Gesellschaft

für Orthopädie

und Unfallchirurgie

(SECOT) vom 2. bis 5.

Juni 2010 in Madrid

statt. Ca. 7.500 Orthopäden

und Unfallchirurgen,

aber auch Ärzte

anderer Fachdisziplinen,

trafen sich im geographischen,

politischen

und kulturellen Mittelpunkt

Spaniens, um wissenschaftlichesFachwissen

und Erfahrungen in

der Prävention und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen

des muskulo-skelettalen Systems zu vertiefen.

Die EFORT wurde 1991 gegründet und ist heute eine der größten

Dachorganisationen von Fachgesellschaften im orthopädischen

Fachgebiet weltweit. Neben der Deutsche Gesellschaft

für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU) und dem Berufsverband

der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

e. V. (BVOU) gehören mittlerweile 38 weitere nationale Gesellschaften

aus 38 Ländern der EFORT an.

Prävention

Ein Fokus des diesjährigen Kongresses lag in der Verbesserung

der Präventionsmaßnahmen von muskulo-skelettalen Erkrankungen

auf internationaler Ebene. Als dramatisch wurde die

Entwicklung der Zivilisationskrankheit „Rückenschmerz“ eingestuft.

Bereits Jugendliche leiden immer häufiger unter Beschwerden

an der Wirbelsäule. Die Prävalenz erreicht im fortgeschrittenen

Teenageralter bereits 70 %. Gründe hierfür

liegen u. a. in der „ungesunden“ Lebensführung der heranwachsenden

Gesellschaft und im Bewegungsmangel. Jedoch

führt der „Rückenschmerz“ bei Jugendlichen im Gegensatz zu

KONGReSSBeRICHt

Erwachsenen kaum zu einer Einschränkung der Lebensqualität

und somit suchen Jugendliche und Kinder weniger häufig

ärztlichen Rat. Die gesundheitlichen Folgen im Erwachsenalter

aber sind gravierend. Aufgrund des geringeren Leidensdrucks

sollten Jugendliche nach weniger aggressiven Behandlungsschemata

behandelt werden als Erwachsene. Eine Reduktion

von Risikofaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel

durch eine vernünftige Lebensführung, eine ausgewogene

Ernährung und regelmäßige sportliche Aktivitäten, ist Therapie

der Wahl und Präventionsmaßnahme zugleich. Die Kinder-

und Hausärzte haben daher in der Beratung und Aufklärung

eine besondere präventive Verpflichtung.

Diabetisches Fußsyndrom

Die Prävention und Therapie des „diabetischen Fußes“ nahmen

auf dem EFORT 2010 ebenfalls einen breiten Raum ein.

Fast jeder zehnte Mensch ist in den entwickelten Ländern vom

Diabetes mellitus Typ I und II und dessen Folgen betroffen. Die

chirurgische Therapie des „diabetischen Fußes“ stellt den operativ

tätigen Arzt vor große Herausforderungen. Moderne

Implantate mit optimierten biomechanischen Eigenschaften

und neue operationstechnische Entwicklungen verbessern die

Chancen und Ergebnisse der operativen fußerhaltenden Therapien.

Das Kernproblem bleibt beim Diabetes mellitus dennoch

die mangelnde Prävention. Experten fordern eine interdisziplinäre

Zusammenarbeit und spezialisierte Behandlung.

Alle involvierten Ärzte vom Hausarzt bis zum spezialisierten

Chirurgen sollten die diabetischen Füße Ihrer Patienten bei

jeder Konsultation begutachten und umfangreiche Aufklärungs-

sowie Schulungsmaßnahmen der Patienten und Angehörigen

durchführen. Das Potential der Prävention zur Reduzierung

von Operationen und Amputationen mit dauerhafter

Invalidität des Patienten durch diese Maßnahmen in Verbindung

mit einer optimierten medikamentösen Therapie und

letztlich auch einer beträchtlichen Ersparnis für das Gesundheitssystem

wird bislang unterschätzt.

Osteoporose

Die Behandlung osteoporotischer Knochenbrüche schlägt in

Europa mit 14,7 Milliarden Euro pro Jahr zu Buche und stand

ebenfalls im Fokus des diesjährigen EFORT-Kongresses. Die

osteoporosespezifische Frakturbehandlung nimmt eine beson-

Seite 295


KONGReSSBeRICHt / KULtUReCKe

dere Stellung ein. Neue Verfahren, wie z. B. die minimal-invasive

Applikation von Zement in die zerstörten Wirbelkörper, stellen

heute eine wichtige Alternative in der Therapie von osteoporotischen

Frakturen dar. Das Erkennen von Risikofaktoren

einer Osteoporose sowie deren frühzeitige Diagnostik wird bislang

von zu wenigen Ärzten praktiziert und ist eine interdisziplinäre

Herausforderung. Trotz der teilweise sehr hohen Kosten

von knochenaufbauenden Medikamenten sind diese in Kombination

mit präventiven Maßnahmen mitunter Vorraussetzung,

betroffenen Patienten helfen und zudem die Behandlungskosten

für Frakturen reduzieren zu können. Nicht zu vergessen ist

die Mortalität nach stattgehabter osteoporotischer Fraktur,

welche z. B. beim Oberschenkelhalsbruch mit bis zu 20 % im

ersten Jahr angegeben wird.

Arthrose

Mit der stetig steigenden Lebenserwartung unserer Gesellschaft

steigt auch das Risiko an einer Arthrose zu erkranken.

Die häufig letzte Möglichkeit den Patienten von Schmerzen zu

befreien und die Mobilität des Patienten wiederherzustellen,

ist der endoprothetische Gelenkersatz. Zusätzlich steigt in der

Gesamtbevölkerung die Sensibilisierung gegenüber bestimmten

metallischen Implantatmaterialen wie Nickel, Kobalt und

Chrom an. Diese und die dadurch zum Teil begrenzten Standzeiten

von Implantaten stellen Orthopäden aber auch Dermatologen

vor eine Herausforderung.

Benefiz-Orgelkonzert in Rostock

Ausgebildet am Klavier begann Hans-Joachim Trappe mit 12

Jahren seine Orgelausbildung an St. Cyriakus in Duderstadt, er

wurde musikalisch geprägt durch den Hildesheimer Domorganisten

Fritz Soddemann und Professor Clemens Ganz in Köln.

Neben Orgelkonzerten im In- und Ausland ist der Arzt und

Organist Prof. Dr. med. Trappe durch zahlreiche Einspielungen

für Rundfunk und Fernsehen und auch durch Benefizkonzerte

an den schönsten Orgeln in Europa bekannt geworden.

Für das Benefiz-Orgelkonzert am 30. Oktober 2010 um

17.00 Uhr in der Universitätskirche Rostock hat er das anspruchsvolle

Programm (s. S. 297) zusammengestellt.

Wir sind überzeugt, daß dieses Programm Ihren Beifall finden

wird. Ein Eintrittspreis wird nicht erhoben, Ihre Spende für Ärzte

ohne Grenzen stellen wir in Ihr wohlwollendes Ermessen.

Der wachsende Allergieaspekt, insbesondere in der Knieendoprothetik,

muß in Zukunft die interdisziplinäre Zusammenarbeit

zwischen Hausarzt, Dermatologen und orthopädischem

Chirurgen vertiefen, um eine mögliche Sensibilisierung gegen

Implantatmaterialien bereits vor einer endoprothetischen Versorgung

sicher zu erkennen und entsprechende Materialien

auswählen zu können. Die Entwicklung von allergiefreien und

abriebarmen keramischen Knieimplantaten wird beispielsweise

von der Orthopädischen Klinik der Universität Rostock vorangetrieben.

Erste erfolgversprechende Ergebnisse einer internationalen

Multicenter-Studie, in die auch die Orthopädische

Klinik des Diakonie-Klinikums Neubrandenburg/Altentreptow

als zweites Zentrum in M-V involviert ist, konnten auf

dem diesjährigen EFORT präsentiert werden.

Madrid konnte als eine der größten Metropolen Europas dem

11. EFORT Kongreß eine wunderbare Plattform liefern und

nicht nur Orthopäden und Chirurgen aus allen Ländern Europas,

sondern auch Ärzte aus den unterschiedlichen Fachrichtungen

zum Austausch von Erfahrungen anregen. Die interdisziplinären

Zusammenarbeit und Prävention von fachübergreifenden

Krankheiten sollte hierbei stetig vorangetrieben

werden. Auf diese Weise kann eine Minderung der Beschwerden

und Verbesserung der Lebensqualität der Patienten als

wichtigstes Ziel des ärztlichen Handelns erreicht werden.

Dr. med. Philipp Bergschmidt, Rostock

Seite 296 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Programm für das Orgelkonzert am 30.10.2010

Johann Gottfried Walther Concerto del Sigr. Tomaso

1684-1748 Albinoni,

appropriato all’ Organo.

Allegro – Adagio - Allegro

Johann Sebastian Bach Sinfonia (BWV 156)

1685-1750

Georg Philipp Telemann Trumpet Air

1681-1767

Giuseppe Tartini Adagio cantabile

1692-1770

Herztöne – Musik für die Gesundheit

Im vergangenen Jahr konnte Professor Dr. med. Hans-Joachim

Trappe auf eine 40jährige Laufbahn als Organist zurückblicken;

sein medizinisches Staatsexamen lag da erst 30 Jahre

zurück. Prof. Trappe ist der Protagonist des von der Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern zugunsten von Ärzte

ohne Grenzen am 30. Oktober in der Universitätskirche Rostock

veranstalteten Benefizkonzertes (s. S. 296 in diesem

Heft).

Betrachtet man das Wirken Trappes fällt die Zuordnung zunächst

schwer: Einerseits hoch qualifizierter Kardiologe an

der Ruhr-Universität Bochum / Marienhospital Herne; andererseits

namhafter Organist mit zahlreichen Orgelkonzerten

und CD-Einspielungen an fast allen berühmten Orgeln in

Deutschland. Genannt seien an dieser Stelle nur die Silbermann-Orgeln

im Dom und in der Petrikirche zu Freiberg, die

Arp-Schnitger-Orgel in St. Jacobi zu Hamburg und die Riep-

Orgeln in der Basilika Ottobeuren. Viele CDs dienen einem

guten Zweck – meist zugunsten der Deutschen Herzstiftung,

aber auch als Benefiz für die Hospiz-Stiftung Niedersachsen

oder z.B. für die Renovierung des Doms in Hildesheim.

Die jüngste Benefiz-CD zugunsten der Herstiftung verbindet

beide Tätigkeitsfelder: Herztöne – Musik für die Gesundheit.

Sie enthält Einspielungen aus dem Dom zu Passau, der Barockkirche

Zwillbrock, der Stiftskirche Grauhof, dem Dom zu

Hildesheim und der Basilika Ottobeuren.

Dabei musiziert Hans-Joachim Trappe nicht zum ersten Mal

gemeinsam mit dem Trompeter Markus Mester. Es steht der

Königin der Instrumente „gut zu Gehör“, wenn das auf der

Orgel angespielte Thema von der Trompete aufgegriffen und

ausgeführt wird. Ob mit oder ohne Trompete – jedes der 20

virtuos vorgetragenen Stücke ist hörenswert. Meine persönlichen

Favoriten jedoch sind J. S. Bachs Air und die vier Sätze

der Sinfonia von Guiseppe Torelli.

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

KULtUReCKe

Georg Friedrich Händel „Ankunft der Königin von

1685-1759 Saba“ (aus dem Oratorium

„Salomon“)

Arcangelo Corelli Adagio

1653-1713

Alexandre Guilmant Grand choeur triomphale

1837-1911 (op. 47, Nr. 2)

Prière

Theodore Dubois Toccata

1837-1924

Diese CD korrespondiert mit einem Sonderdruck „Herztöne

– Musik und Gesundheit“, dessen Original in der Deutschen

Medizinischen Wochenschrift 2009; 134: 2601-2606 bei Thieme

(Stuttgart) erschienen ist. Darin beschreibt Trappe die

physiologischen Vorgänge beim Musizieren und der Wahrnehmung

von Musik sowie die Wirkungen verschiedener Musikrichtungen

(bis hin zu Heavy Metal und Techno) auf verschiedene

Menschen. Er gibt Beispiele für die Musiktherapie

bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zur Förderung der Konzentration

und zur Entspannung sowie zur Stärkung des Immun-

und Nervensystems.

Der Sonderdruck und die Benefiz-CD sind über die Deutsche

Herzstiftung, Vogtstraße 50, 60355 Frankfurt / Main zu beziehen;

die CD kostet 15,00 Euro; der Sonderdruck ist kostenfrei;

www.herstiftung.de.

Dr. Wilfried Schimanke

Seite 297


KULtUReCKe

Ausstellung: Illustrative Malerei

Die Werke der Malerin Dorothee Arndt können noch bis zum

31. Dezember 2010 im Gebäude der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

betrachtet werden.

„Die Bilder der Künstlerin Dorothee Arndt sind keine Dekoration.

Die Künstlerin löst sich aus dem gewohnten Sichtfeld

der Gesellschaft, blickt hinter die Kulissen und verzichtet auf

den Anspruch der Gefälligkeit. Nehmen Sie sich die Zeit in sie

hineinzuhören, fangen diese Bilder ein Gespräch mit Ihnen

an. Dorothee Arndt ist eine Seelentänzerin.

Sie spannt ihr Seil über ungewohnte Höhen und wagt den

Tanz mit poetischer Zartheit und mutiger Direktheit zugleich.

Auf der Suche nach dem Ungeschminkten macht sie

Transparentes sichtbar. Die Bilder sprechen eine Sehnsucht

aus, die nach dem Horizont ihres Seelenmeeres schaut und

fragt.“ (Maria Müller)

theaterinformationen

Volkstheater Rostock

Premiere im August 2010

18.08.2010, 20.00 Uhr, Halle 207 (ehemals Neptunwerft)

Ich will Spaß! Oder wo bitte ist die Fernbedienung?

Komödie von Dirk Böhling und

Katja Mickan

Kooperation mit dem Mecklenburgischen

Landestheater Parchim

Familie Wöhlermann ist in den

1980er Jahren angelangt. Durch

die Einführung des Privatfernsehens

wird ein harmonischer Fernsehabend

immer schwieriger.

theater- und Orchester GmbH

Neubrandenburg/Neustrelitz

Sonderkonzert im August 2010

13.08.2010, 19.30 Uhr, Konzertkirche Neubrandenburg

Gustav Mahler: 5. Sinfonie

Erstes Konzert der jungen norddeutschen philharmonie (Mu-

Der Ausstellungsrundgang mit der Künstlerin findet am

11.08.2010 um 18.00 Uhr statt, dazu sind alle Interessenten

herzlich eingeladen.

sikstudierende mit direktem Bezug zu Norddeutschland, aufgrund

ihres Studiums oder ihrer Herkunft)

Premiere im September 2010

25.09.2010, 19.30 Uhr, Landestheater Neustrelitz,

Großes Haus

Fisch zu viert

Kriminalkomödie von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer

theater Vorpommern

Sonderprogramm im August 2010

31.08.2010, 20.00 Uhr, Theater Putbus

1. Satz – Pesto

XIV: Rügener Kabarett-Regatta Ass-Dur

Die beiden Musikstudenten Dominik Wagner und Benedikt

S. Zeitner bieten Musik-Kabarett auf höchstem Niveau.

Mecklenburger Staatstheater Schwerin

Premiere im September 2010

10.09.2010, 19.30 Uhr, Großes Haus

Kabale und Liebe

Schauspiel von Friedrich Schiller

Seite 298 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Wir beglückwünschen

Veröffentlicht werden nur die Namen der Jubilare,

die mit der Publikation einverstanden sind.

50. Geburtstag im September 2010

Dipl.-Med. Hartmuth Wichmann 3.9.1960 Neubrandenburg

Elke Lofi 15.9.1960 Pinnow

Dr. med. Thilo Klopsch 17.9.1960 Neubrandenburg

Dr. med. Jutta Muscheites 21.9.1960 Rostock

Dipl.-Med. Evelin Nehring 23.9.1960 Dargun

60. Geburtstag im September 2010

Dipl.-Med. Waltraud Kreische 15.9.1950 Altentreptow

Prof. Dr. med. habil. Richard Kasch 18.9.1950 Rostock

Dr. med. Elisabeth Lange 20.9.1950 Rostock / Admannshagen

65. Geburtstag im September 2010

Dr. med. Michael Wiesner 5.9.1945 Kühlungsborn / Greifswald

Hildegard von Klitzing 16.9.1945 Neubrandenburg

Bernd Stephan 20.9.1945 Ludwigslust

Dr. med. Elke Arndt 24.9.1945 Parchim

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Bernhard Graf 24.9.1945 Schwerin / Rostock

Dr. med. Rüdiger Jacoby 25.9.1945 Wismar

70. Geburtstag im September 2010

Priv.-Doz. Dr. med. Wolf Ihle 3.9.1940 Carpin

MR Hartwig Lohmann 3.9.1940 Wolgast

Dr. med. Gisela Kruse 4.9.1940 Wolgast

Dr. med. Jürgen Hausmann 7.9.1940 Warin

MR Dr. med. Ingeburg Rohrbeck 16.9.1940 Stralsund

Dr. med. Christian Schütt 16.9.1940 Graal-Müritz / Rethwisch

Dr. med. Dieter Menning 19.9.1940 Lichtenhagen Dorf

Prof. Dr. med. habil. Burkhard Wedler 21.9.1940 Bandow

Dr. med. Ursula Zutz 29.9.1940 Neubukow

75. Geburtstag im September 2010

Dr. med. Hannelore Breitsprecher 8.9.1935 Roggentin

SR Dr. med. Tatjana Blau 10.9.1935 Rostock

MR Dr. med. Waldemar Seyffert 18.9.1935 Schwerin

Dr. med. Klaus Giebel 23.9.1935 Pampow

Dr. med. Sigrid Wolf 27.9.1935 Güstrow

SR Ingrid Griese 30.9.1935 Krempin

OMR Dr. med. Manfred Stiewe 30.9.1935 Rostock

90. Geburtstag im September 2010

MR Dr. med. Gustav Müller 5.9.1920 Schwerin

Wir trauern um

Herrn Raphael Demuß

geb. 15.07.1975 verstorben am 17.03.2010 Rostock

AUSGABE 8/2010 20. JAHRGANG

Impressum

PeRSONALIeN

HERAUSGEBER Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

August-Bebel-Straße 9a

18055 Rostock

Telefon: 0381 49280-0

Telefax: 0381 49280-80

REDAKTION Dr. med. A. Crusius

(Chefredakteur)

Dr. med. G. Langhans

(stellvertr. Chefredakteur)

Prof. Dr. med. H. Büttner

Dr. med. R. Bruhn

Dr. med. W. Schimanke

Dr. med. C. Brock

ANSCHRIFT DER REDAKTION Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

August-Bebel-Straße 9a

18055 Rostock

Zuschriften redaktioneller Art bitte nur

an diese Anschrift, nicht an ein einzelnes

Mitglied der Redaktion

E-Mail: aerzteblatt@aek-mv.de

VERANTWORTLICH IM SINNE

DES PRESSEGESETZES Dr. med. A. Crusius

Bitte reichen Sie die Manuskripte per E-Mail oder auf Diskette / CD im

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Autors sind erforderlich. Die Redaktion freut sich auch über unverlangt

ein gesandte Manuskripte.

Die Beiträge geben die Auffassung der namentlich ge nannten Autoren

wieder, die der Mei nung der Schriftleitung nicht zu entsprechen braucht.

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re dak tio neller Änderungen zu entscheiden. Änderungen, die den Sinn des

Beitra ges betreffen, werden mit dem Autor abgestimmt.

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind

urheberrechtlich ge schützt. Mit Aus nahme der gesetzlich zugelassenen

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VERLAGSLEITUNG Dr. Rainer Stumpe

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ISSN: 0939-3323

Seite 299

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