Jahresbericht 2012 - Deutscher Alpenverein Sektion Kempten

alpenverein.kempten

Jahresbericht 2012 - Deutscher Alpenverein Sektion Kempten

Jahresbericht 2012

Deutscher Alpenverein e.V.

Sektion Allgäu-Kempten mit Ortsgruppe Obergünzburg


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…dann gibt’s Karten für die Freizeit!

• ABC-Bad Nesselwang • Allgäuer Hörnerbahnen

• Alpspitzbahn Nesselwang • Aquaria Oberstaufen

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• Forggensee-Schifffahrt Füssen

• Hochseilgarten Garmisch/Bärenfalle/Grüntensee

• Fellhorn-/Nebelhorn-/Kanzelwand-/Walmendinger

Hornbahn Oberstdorf-Kleinwalsertal

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Jahresbericht 2012

Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins e.V.

mit Ortsgruppe Obergünzburg


Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins e.V.

mit Ortsgruppe Obergünzburg

Jahresbericht 2012, Auflage 9 500

Redaktion: Brigitte Natterer

Layout, Satzbearbeitung, Umbruch und Druckvorbereitung: Composizione Katrin Rampp, Kempten/Allgäu, www.composizione.de

Koordination und Zusammenstellung: Brigitte Natterer

Verantwortlich für den Inhalt einschließlich der Anzeigen: Harald Platz

Umschlag: Großes Bild: Blick vom Gerachsattel Richtung Ochsenhofer Scharte, Schwarzwassertal, Foto Gert Pfeil

Kleine Bilder von oben nach unten:

Grundkurs Eis/Hochtouren, Seilscha� vor einer Spalte auf dem Persgletscher, Foto: privat

Alphörner bei der Bergmesse auf dem Hochrappenkopf, Foto: Eugen Ehlers

Neugieriges Murmeltier auf dem Weg von der Rappenseehütte zum Heilbronner Weg, Foto: Brigitte Natterer

Schnupperklettertag am Kletterturm, Foto: Norbert Grotz

Gesamtherstellung: AZ Druck und Datentechnik GmbH, Kempten/Allgäu, www.az-druck.de


Allgemeines

Vorwort .......................................................4

Verstorbene Mitglieder............................6

Unsere Finanzen .......................................7

Investitionen 2011/2012........................8

Verabschiedung Erwin Pöhler

und Peter Eisenhut ...................................9

Rückblick 2012

Touren und Ausbildung........................10

Sektionsabende .......................................38

Alpines Eck..............................................44

Kletterzentrum .......................................46

Sponsoren des Kletterzentrums

Kempten...................................................46

Kinder- und

Jugendklettergruppen ..........................45

Kinder-, Jugend- und

Familiengruppen ....................................48

Frauen-Kletter- und

Skitourengruppe.....................................70

Naturschutzgruppe................................72

Kajakgruppe ...........................................74

Bergwandergruppe ...............................75

Skisenioren...............................................78

Die Wegemacher ....................................79

Ortsgruppe Obergünzburg..................80

Unsere Hütten ........................................88

Inhalt

Unsere Jubilare........................................90

Wir danken ..............................................93

Runde Geburtstage................................94

Alles über die Sektion

Anschri�en............................................100

Trainingsmöglichkeiten .....................102

Nachfolger gesucht..............................102

Neue Beitragssätze...............................103

Wir stellen vor ......................................104

Gute Gründe, Mitglied unserer

Sektion zu sein......................................106

Alpine Auskün�e.................................108


Liebe Sektionsmitglieder,

liebe Bergfreunde,

das Jahr 2012 hat für unsere Sektion einige Neuerungen

mit sich gebracht.

So gab es in der Vorstandscha� Veränderungen.

Nachdem sich Erwin Pöhler, Peter Eisenhut und

Michael Gras nicht mehr zur Wiederwahl gestellt

hatten, wurden bei der Jahreshauptversammlung

im April Klaus Wüst als Schatzmeister, Norbert

Grotz als Jugendreferent, Andi Ellinger in das

neu geschaffene Referat Klettersport und Rosi

Mair in das Referat Touren und Ausbildung gewählt.

Mit Rosi Mair ist erstmals eine Frau in

der Vorstandscha� der Sektion vertreten.

Bei den ausgeschiedenen Vorstandskollegen möchte

ich mich im Namen der gesamten Sektion für

die langjährige vertrauensvolle und konstruktive

Zusammenarbeit bedanken. Den ehrenamtlichen

Einsatz für die Sektion kann man nicht

hoch genug bewerten.

Einen weiteren Wechsel gab es auf der Tannheimer

Hütte. Petra und Gerhard Wagner haben

sich entschieden zukün�ig die Otto-Mayr-Hütte

der Sektion Augsburg zu bewirtscha�en. Die Sektion

bedankt sich bei Petra und Gerhard für die

siebenjährige ausgezeichnete Betreuung unserer

kleinsten Hütte. Die beiden haben mit ihrem

Personal vielen Bergwanderern und Kletter�eunden

unvergessliche Stunden auf der Tannheimer

Hütte bereitet. Wir werden auch in Zukun� gutnachbarscha�liche

Beziehungen pflegen.

Unsere neuen Hüttenpächter Marion und �omas

Moebus haben inzwischen ihre erste Saison

auf der Tannheimer Hütte erfolgreich beendet.

Wir sind �oh, dass sie sich schnell in die bestimmt

nicht leichte Führung unserer Tannheimer Hütte

eingefunden haben. Sie haben das Erbe von Petra

und Gerhard gut übernommen und die Tann -

heimer Hütte ganz im Interesse der Sektion

geführt. Dafür herzlichen Dank.

Beim �ema Tannheimer Hütte stellt sich natürlich

die Frage, wann wird der Ersatzbau realisiert

werden. Aus heutiger Sicht kann darauf noch keine

eindeutige Antwort gegeben werden. Eine Entscheidung

darüber, wann der Startschuss zum Beginn

des Neubaues fallen wird, kann erst nach

Vorliegen aller Ausschreibungsergebnisse getroffen

werden. Sobald ein Termin feststeht, werden wir

auf unserer Homepage informieren.

Unsere Kemptner Hütte hat auch in diesem Sommer

einen Ansturm von Besuchern erlebt. Dazu

haben natürlich die vielen Bergwanderer beigetragen,

die den E5 in Angriff nehmen. Gabi und

Martin Braxmair mit ihrem Team haben alle Belastungen,

die bei extremer Belegung zu bestehen

waren, souverän gemeistert. Dafür herzlichen

Dank.

Auf die Sektion kommt eine neue, große Herausforderung

zu. Die Kläranlage aus dem Jahre

1990 entspricht nicht mehr den gesetzlichen An-

forderungen. Die Lösung kann im Bau einer neuen

entsprechend dimensionierten Kläranlage oder

im Bau einer Abwasserleitung ins Tal bestehen.

Für die Zukun� der Hütte ist die sicherste und

sauberste Alternative eine Abwasserleitung mit

Anschluss an das öffentliche Kanalnetz. Die

Vorstandscha� hat sich dazu entschlossen, die Abwässer

der Kemptner Hütte ins Tal zu verbringen.

Voraussetzung ist eine vertretbare Kosten -

belastung.

Die Rappenseehütte erhält eine neue Turbine zur

Energieversorgung. Das jetzige Wasserkra�werk

aus dem Jahre 1949, ist in die Jahre gekommen.

Dank der Fördergelder von „Allgäu Strom Klima“

in Höhe von 45.000 Euro können wir mit

der neuen Turbine die Leistung fast verdoppeln

und so den Verbrauch von Dieselkra�stoff für das

Blockheizkra�werk weiter deutlich reduzieren.

Für die großzügige Unterstützung sagen wir

„Allgäu Strom Klima“ und allen neun Allgäuer

Energieversorgern ein herzliches Danke.

Die Rappenseehütte hat auch in diesem Sommer

viele Bergsteiger betreut, die den Heilbronner

Weg begangen haben. Für die gute und umsich -

tige Führung danken wir Silvia und Andi mit

ihrer eingespielten Mannscha�.

Der Klettersport nimmt auch in unserer Sektion

einen immer breiteren Raum ein.


Deshalb ist es nur folgerichtig, dass in der Vorstandscha�

ein eigenes Referat geschaffen wurde,

um das sich mit Andi Ellinger ein erfahrener

Kletterer kümmert. Um auch in Zukun� für die

Kletterer in Kempten und Umgebung ein attraktives

Angebot zu bieten, überlegt die Vorstandscha�

welche Möglichkeiten genutzt werden können

um den Wünschen unserer Kletterabteilung

gerecht zu werden. Das wird nach dem Bau der

Tannheimer Hütte, der Lösung des Abwasserproblems

Kemptner Hütte die dritte große Herausforderung

für unsere Sektion sein.

Um die vielfältigen Aufgaben die vor uns liegen

stemmen zu können, wurde auf der Jahresmitgliederversammlung

im April dieses Jahres beschlossen,

die Mitgliedsbeiträge moderat zu erhöhen.

Der Vorschlag, die Beiträge zu erhöhen, wurde

von den anwesenden Mitgliedern bei nur einer

Gegenstimme beschlossen. Am Beispiel des A-

Mitglieds wurde der Beitrag auf 55,– Euro festgesetzt.

Wir hoffen, dass auch Sie, liebe Sektionsmitglieder,

diese Entscheidung ebenso mittragen.

Die genaue Beitragsentwicklung können Sie auf

Seite 103 nachlesen.

Die Mitgliederzahl unserer Sektion nimmt von

Jahr zu Jahr zu. Dieses Jahr werden wir die

13.000er-Marke überschreiten. Das bedeutet,

dass unsere Geschä�sstelle stets gefordert ist, die

Wünsche und Belange unserer Mitglieder zu erfüllen.

Das gelingt unseren Damen, wie ich finde

ganz hervorragend. Deshalb sage ich Brigitte Natterer,

Rosi Kremser, Monika Mayer, Monika Riedel

und Hanne Herz einen herzlichen Dank.

Wir �euen uns wenn Gabi Gäbl nach Ende ihrer

Elternzeit wieder ihre Arbeit in der Geschä�sstelle

aufnimmt.

Die Gewinnung von Menschen, die sich ehrenamtlich

in unserer Sektion einbringen und bereit

sind Verantwortung zu übernehmen, wird immer

schwieriger. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie

und Ehrenamt ist nicht immer leicht darzustellen.

Deshalb ist das den vielen Sektionsmitgliedern,

die sich teilweise schon seit vielen Jahren für

ein lebendiges Sektionsleben einbringen und ihre

Freizeit zur Verfügung stellen, nicht hoch genug

anzurechnen. Im Namen der Vorstandscha�

möchte ich mich bei allen, ob Fachübungsleiter,

Jugendleiter, Wegemacher, Hüttenreferent, Materialreferent,

Kletterwandbetreuer, Kinder- oder

Wandergruppenleiter ganz herzlich bedanken. In

diesen Dank schließe ich ausdrücklich die Ortsgruppe

Obergünzburg mit ihrer Leiterin Marianne

Lorenz mit ein. Als kleines Zeichen der Anerkennung

hat die Vorstandscha� beschlossen den

aktiven Führungskrä�en einheitliche Bergsportbekleidung

mit dem Sektionslogo zu Sonderkonditionen

zur Verfügung zu stellen. Das hat auch

noch den positiven Effekt, dass bei Sektionsveranstaltungen

unsere Führer an der Sektionskleidung

eindeutig zu erkennen sind.

Bei meiner Vorstandskollegin und den Kollegen,

und auch bei den Mitgliedern des Beirates möchte

ich mich für die gute Zusammenarbeit im vergangenen

Jahr bedanken.

Ihnen allen liebe Sektionsmitglieder wünsche ich

ein �iedvolles Jahr 2013. Gesundheit und Zu�iedenheit

im Kreise Ihrer Familie und Freunde.

Viele erlebnisreiche und hoffentlich unfall�eie

Bergfahrten. Halten Sie bitte unserer Sektion weiterhin

die Treue.

Ihr

Harald Platz, Erster Vorsitzender


Wir gedenken unserer

im Jahr 2012 verstorbenen

Mitglieder

Baur Judith,

Ronsberg

Beutler Elisabeth,

Regensburg

Blaschke Kurt,

Kempten

Blohmann Waltraud,

Kempten

Christ Albrecht,

Neuenkirchen

Dreher Gertrud,

Kempten

Ehmich Peter,

Kempten

Fingerle Herbert,

Bad Wörishofen

Giulini Elisabeth,

Kempten

Landherr Kaspar,

Kempten

Lutz Paul,

Kempten

Mätzler Josef,

Kempten

Stand: 1. 10. 2012

Müller Man�ed,

Haldenwang

Reininger Horst,

Sulzberg

Riedle Anneliese,

Weitnau

Rutta Wolfgang,

Leutkirch

Schiebel Hans,

Sulzberg

Struensee Marianne von,

Kempten

Tilch Hubert,

Legau

Uebelhör Magnus,

Kempten

Ullrich Günter,

Kempten

Volkert Angelika,

Wiggensbach

Wegscheider Gerda,

Waltenhofen

Nachruf

von Eugen Ehlers

Kurt Blaschke

Mit Bedauern haben wir vom Ableben unseres

Mitgliedes Kurt Blaschke Kenntnis genommen.

Der Verstorbene wurde im Jahre 1928 in

Reichenberg geboren und kam 1946 nach St.

Mang. Er zog 1972 für 30 Jahre in den Stadtrat

ein und füllte 24 Jahre lang das Ehrenamt des

Sportbeau�ragten aus. Neben anderen Auszeichnungen

wurden ihm die Rathausmedaille

in Gold, die kommunale Verdienstmedaille

und das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Kurt Blaschke war Mitglied in zahlreichen

Vereinen. Dem Alpenverein in Kempten

war er freundscha�lich verbunden. Dank seines

großen Engagements wurde die erste Boulderwand

in der Turnhalle am Königsplatz

möglich, und bei der Standortsuche für das

Kletterzentrum war seine Mitwirkung von unschätzbarem

Wert. Was für immer bleibt, ist

die Erinnerung an einen Förderer des Vereins

und an einen liebenswerten Menschen. Ihm

gilt unser ehrendes und dankbares Gedenken.


Unsere Finanzen

Das Jahr 2012

Obwohl das Jahr 2012 noch nicht ganz

zu Ende ist, können wir jetzt schon sagen,

dass es ein erfolgreiches Jahr für unsere

Sektion war.

Mit den Übernachtungszahlen sind wir

sehr zufrieden. Sie gleichen etwa denen

aus dem Jahr 2011. Unsere Prognosen

werden leicht überschritten. Einen

Dank an unsere Hüttenwirte und ihre

Mitarbeiter für den großen Einsatz und

die gute Zusammenarbeit mit unserer

Sektion.

Mit dem Neubau der Tannheimer Hütte

konnten wir leider nicht beginnen.

Die Erledigung der behördlichen Auflagen

und das Genehmigungsverfahren

brauchen seine Zeit. Positiv ist, dass wir

uns mit dem Hauptverein wegen Beihilfe

und Darlehen geeinigt haben, und

für unseren Eigenanteil sind entsprechende

Rücklagen gebildet. Wir hoffen,

dass nächstes Jahr mit dem Bau gestartet

werden kann.

Auf der Kemptner Hütte wurden die

anfallenden Instandhaltungsarbeiten

durchgeführt. Da dies jedes Jahr erfolgt,

waren die Aufwendungen moderat. Außertourlich

belastete uns hier die im

Frühjahr geborstene Stromleitung zur

Turbine, die unverzüglich ersetzt werden

musste. Bei der Planung für die Abwasserversorgung

ist eine Abwasserleitung

über den Sperrbachtobel und weiter

in den kommunalen Kanal vorgese-

hen. Es fehlt jedoch noch die Zustimmung

der Naturschutzbehörde. Eine

nochmalige Verlängerungsfrist bei der

Aufsichtsbehörde wurde veranlasst.

Auf der Rappenseehütte wurden ebenfalls

die anfallenden Instandhaltungen

durchgeführt. Eine größere Investition

war die Erneuerung unserer veralteten

Wasserkra�anlage. Es wurde eine neue

Turbine angescha� und neue Leitungen

zur Hütte verlegt. Wir freuen und

bedanken uns bei dem Bündnis „Allgäu

Strom Klima“ für die Unterstützung. In

die Boulderhalle am Königsplatz werden

neue sanitäre Anlagen installiert.

Die Stadt Kempten beteiligt sich an

den Kosten. Bei der Kletteranlage im

Engelhaldepark wurden neue Bänke

und Tische angescha� und ein weiterer

Teil des Platzes gepflastert. Die Beliebtheit

ist bei den Kletterern nach wie

vor sehr groß. Eine größere Wartung

bzw. Erneuerung von Anlagenteilen

wird in 2013 bzw. in den nachfolgenden

Jahren erfolgen. Die Geschä�sstelle

bekam eine neue Telefonanlage und

ein neuer Beamer für unsere Vorträge

wurde angescha�.

Trotz der befriedigenden Beitragseinnahmen

sind die Investitionskosten in

den kommenden Jahren groß. Wir danken

den Mitgliedern, die sich in der

Mitgliederversammlung für die moderate

Erhöhung der Beiträge ausgesprochen

haben. Eine ausführliche Information

über den Jahresabschluss 2012 erfolgt

bei der Mitgliederversammlung

im April 2013.

Ausblick 2013

Wir gehen davon aus, dass mit dem

Neubau der Tannheimer Hütte begonnen

werden kann. Ebenso hoffen wir,

dass die Vorbehalte bei der Abwasserangelegenheit

Kemptner Hütte erledigt

werden, so dass mit der endgültigen

Planung begonnen werden kann.

Bei den Hütten und bei der Kletteranlage

werden die notwendigen Erhaltungsaufwendungen

durchgeführt.

Zum Schluss wollen wir uns noch bei

den Damen der Geschä�sstelle bedanken,

die uns über alles informieren und

somit unser Ehrenamt erleichtern. Ein

Dank auch an die Vorstandskollegen

für die gute Zusammenarbeit. Ebenso

einen Dank an die Hüttenreferenten

und Hüttenwirte für die geleistete Arbeit.

Auf ein vertrauensvolles Miteinander

freuen sich die Schatzmeister

Eberhard Kreth und Klaus Wüst

Bei der Mitgliederversammlung 2012

hat sich mein Mitschatzmeister Erwin

Pöhler aus gesundheitlichen Gründen

nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen.

Ich bedaure dies sehr. Haben wir doch

16 Jahre gut zusammengearbeitet. Unsere

Arbeitsau�eilung hat prima geklappt.

Dafür meinen Dank. Ich wünsche

dir, lieber Erwin, für die Zukun�

alles Gute, vor allem Gesundheit.

Eberhard Kreth

Allgemeines 7


Investitionen 2011/2012 SOLL SOLL IST Abweichung SOLL

von der Mitgliederversammlung genehmigt Vortrag Vorjahr (€) 2011 (€) 2011 (€) Soll / Ist (€) 2012 (€)

Kemptner Hütte 79.800,00 16.000,00 16.747,93 –79.052,07 110.300,00

Diesel Generalüberholung 2.800,00 0,00 –2.800,00 2.800,00

Stromversorgung (Stromkabel Turbine) – aus 2003 34.000,00 0,00 –34.000,00 34.000,00

Blechdach Talstation Materialseilbahn 7.000,00 0,00 –7.000,00 7.000,00

Erkerdach / Spenglereiarbeiten 3.000,00 0,00 –3.000,00 3.000,00

Matratzen-Austausch 3.000,00 3.510,00 510,00 1.500,00

Sanierung Lager Bergblick 13.000,00 13.237,93 237,93 20.000,00

Fenster 3.000,00 0,00 –3.000,00 3.000,00

Erweiterung Energieversorgung/Photovoltaik 30.000,00 0,00 –30.000,00 30.000,00

Austausch Küchengeräte – Bratkipper 3.000,00

Materialseilbahn Wartung 6.000,00

Rappenseehütte 30.000,00 42.000,00 83.213,56 11.213,56 61.000,00

Turbine-Austausch 30.000,00 0,00 –30.000,00 30.000,00

Umlenkscheibe Materialseilbahn 4.000,00 4.039,37 39,37

Sanierung Boder Treppenhaus-Gaststube 3.000,00 2.490,64 –509,36

Belü�ung und Abdichtung Duschen 5.000,00 18.132,59 13.132,59

neues BHKW– Austausch 30.000,00 58.550,96 28.550,96

diverse Elektro- und Sanitärarbeiten 5.000,00

Sanierung Gaststube/Nebenraum 15.000,00

diverse Schreinerarbeiten 3.000,00

Erneuerung Brenner Küche 1.500,00

diverse Malerarbeiten 6.500,00

Tannheimer Hütte 350.000,00 30.000,00 0,00 –380.000,00 460.000,00

Neubau Tannheimer Hütte 350.000,00 30.000,00 0,00 –380.000,00 380.000,00

Kostenerhöhung 80.000,00

Tannheimer Hütte Jugendraum 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Wegebau 0,00 0,00 0,00 0,00 15.000,00

Mutzentobel lt. Angebot Finsterer Leo 15.000,00

Kletterturm / Boulderhallen 0,00 26.000,00 28.823,10 2.823,10 10.000,00

Sanierung Sanitär Königshalle 6.000,00 0,00 –6.000,00 10.000,00

Einbau Boulderbereich Nordschule 20.000,00 28.823,10 8.823,10

Geschä�sstelle 0,00 3.000,00 8.025,60 5.025,60 6.500,00

Material Schrank 3.000,00 4.082,77 1.082,77

Laptop 0,00 739,94 739,94

Server – neu – 0,00 3.202,89 3.202,89

Telefonanlage 2.000,00

Beamer 4.500,00

Summe Investitionen 2011/12 459.800,00 117.000,00 136.810,19 –439.989,81 662.800,00

8 Allgemeines


Foto Pöhler: Eugen Ehlers, Foto Eisenhut: privat

Erwin Pöhler

Bei der Mitgliederversammlung im vergangenen

Jahr hat der langjährige

Schatzmeister der Sektion Erwin Pöhler

sein Amt zur Verfügung gestellt. Das ist

zu bedauern, fordert aber unsere Akzeptanz,

da es gesundheitliche

Gründe sind die ihn zu diesem

Schritt veranlasst

haben.

Erwin Pöhler übernahm

nach seiner

zehnjährigen Tätigkeit

als Rechnungsprüfer

im Jahre 1996

das Amt des Schatzmeisters

für die Dauer

von 16 Jahren. In dieser

Zeit hat er mit nie versiegender

Tatkra� und einer fundierten Sachkenntnis

ausgestattet die unterschiedlichsten

Maßnahmen der Sektion begleitet

und die notwendigen finanziellen

Mittel bereitgestellt. Der Erhalt der Hütten

mit den immer wieder notwendigen

Sanierungs- und Strukturverbesserungsmaßnahmen

war eines seiner großen Anliegen

und ohne seine tatkrä�ige Mithilfe

wäre der Bau der Kletteranlage im Engelhaldepark

so nicht möglich gewesen.

Gewaltige Summen gab es jährlich zu

verwalten. Allein im Jahre 2011 waren

auf der Ausgabenseite 500 000 Euro zu

verzeichnen. Die Bilanz im gleichen

Zeitraum wies den Betrag von 2,8 Millionen

aus. Sein Markenzeichen immer

wieder einen ausgeglichenen Haushalt

auszuweisen, hat er dabei nie aus den Augen

verloren. Aus der langen Liste seiner

Verdienste sind auch hervorzuheben.

– Strukturverbesserungsmaßnahmen

auf der Rappenseehütte 1997

– Neue Geschä�sstelle 1998

– Neue Materialbahn Kemptner Hütte

1998

– Kletterzentrum Engelhaldepark

2002

– Umbau Jugendhütte Tannheimer

Hütte 2008

– Bau des Boulderbereiches

in der Nordschule 2011

Die Sektion Allgäu-Kempten

des Deutschen Alpenvereins

verliert mit Erwin Pöhler

einen loyalen und unermüdlichen

Mitarbeiter. Ihm auf unseren

Hütten allzeit kostenlose Unterkun�

zu gewähren, ist ein Zeichen der Würdigung

seiner Verdienste. Eugen Ehlers

Jugendreferent Peter

Eisenhut gibt Amt ab

Einen Sonnenaufgang in den Bergen zu

erleben, Steinböcke bei ihrer Kletterei in

steilem Gelände zu beobachten, Gipfel

erklimmen, in strömendem Regen zu biwakieren.

Der Wunsch nach sportlichen

Herausforderungen, imposanten Naturerlebnissen

und alpinen Abenteuern ist

groß bei den jugendlichen Mitgliedern

unserer Alpenvereinssektion. Mit solchen

Aktionen, aber auch mit Unternehmungen

der ganz besonderen Art gelang

es dem Peter immer wieder die jungen

Mitglieder unsers Vereines zu begeistern.

„Arbeit statt Ferien“ war die Devise bei

einem Projekt, das Leben auf einem Südtiroler

Bauernhof kennen zu lernen.

Oder: „Hart arbeiten am Tag und Spaß

haben am Feierabend“ war die Mischung

bei einem Einsatz auf einer Alpe

im Allgäu. Daneben noch dabei zu sein

bei einer Bergwaldaufforstung bei Balderschwang

oder der Austausch mit Jugendlichen

der Partnerstadt Trient. Seine

langjährige Erfahrung (seit 1995 Jugendleiter,

ab 2006 Jugendreferent und

Mitglied der Vorstandscha�) war dabei

natürlich nützlich, alles gekonnt auf die

Reihe zu bringen.

Nun zieht sich der Peter zurück aus der

vorderen Reihe. Als einer, der kein

Freund der lauten Töne war, der aber effizient,

zielstrebig und ideenreich in der

Jugendarbeit unserer Sektion Maßstäbe

gesetzt hat. Sein bedingungsloser

Einsatz

hat sich auch auf

seine Familie

übertragen.

Seine Frau Kathrin(ebenfallsJugendleiterin)

stand

helfend an seiner

Seite, und

die Kinder Markus

und Sabine sind in Jugend-

und Kindergruppe aktiv. Diese

„Eisenhüte“ waren und sind ein Glücksfall

für die Sektion. Eugen Ehlers

Allgemeines 9


Rückblick

Touren und

Ausbildung

Elmar Tschinkel und Rosi Mair

Die Gemeinschaft der

Touren- und Kursleiter

Ein zentrales Anliegen war es im Jahr

2012, die Gemeinscha� und den Teamgeist

in der Gruppe der Touren- und

Kursleiter zu stärken. Durch die Gründung

eines vierteljährlichen Newsletters

wurden die Möglichkeiten der

Kommunikation zwischen Vorstand

und Tourenleiter deutlich verbessert.

Durch Leserbriefe und Fachbeiträge

können sich die einzelnen Tourenleiter

in das Geschehen einbringen. Jeden ersten

Dienstag im Quartal tri� man sich

zum Tourenleiterstammtisch und beschä�igt

sich im Rahmen kleiner Vorträge

mit aktuellen fachlichen �emen.

Natürlich kommt auch die Geselligkeit

nicht zu kurz.

Einmal im Jahr gibt es ein Sommerfest

der Tourenleiter mit dessen Organisation

das Tourenreferat das große Engagement

der Tourenleiter würdigt und den

10 Rückblick

Dank seitens des Vorstandes für die vielfältigen

Ideen und für die großartigen

Veranstaltungen zum Ausdruck bringt,

die unser Sektionsprogramm so bereichern.

Gemeinschaftstouren

Im Winter 2011/2012 konnten wir unser

Tourenangebot wieder erweitern

und noch mehr Touren durchführen,

sowohl im Bereich der klassischen Skitouren,

wie auch Schneeschuhtouren

und Snowboardtouren. Wie in den letzten

Jahren ist der Anteil der Schneeschuhgänger

wieder deutlich angewachsen

und hat mittlerweile die klassische

Skitour überholt. Die wieder erwachte

Liebe zum Wandern – speziell bei unseren

jüngeren Mitgliedern – und durch

die Möglichkeit, ohne skifahrerische

Kenntnisse sich jetzt im winterlichen

Gebirge bewegen zu können, spiegelt

diesen Trend wider. Über den ganzen

Winter wurden insgesamt 38 Gemeinscha�stouren

mit 293 Teilnehmern

durchgeführt.

Der Sommer 2012 sieht ebenfalls recht

erfreulich aus, obwohl bis zum Zeitpunkt

dieses Berichts noch nicht alle

Touren abgeschlossen sind. Auch das

Sommerprogramm wurde wieder deutlich

erweitert. Speziell im Bereich der

Mountainbiketouren und der Hochtouren

wurden mehr Bergfahrten

durchgeführt. Leider sind auf Grund

des schlechten Wetters einige Touren

ins Wasser gefallen, aber trotzdem in

Summe haben wir bei 44 Sommertouren

295 Alpenvereinsmitglieder ins Gebirge

geführt, eine deutliche Steigerung

zu den Vorjahren. Einen Wermutstropfen

gibt es trotzdem: Die klassische

Klettertour kam dieses Jahr deutlich zu

kurz. Es fanden leider nur wenige Touren

statt, wir hoffen aber, dass sich das

im kommenden Jahr wieder ändert.

Kursprogramm

Unser Ausbildungsprogramm bildet

den anderen Pfeiler unserer Sektionsarbeit.

Wir vermitteln unseren Sektionsmitgliedern

dabei das Rüstzeug, Bergtouren

selbständig durchführen zu können.

Und wir tragen dadurch erheblich

zur Unfallvermeidung bei. Unser Ziel

ist es, dass Sie Ihre Touren sicher und

selbst geplant durchführen können.

Das Teilnehmerinteresse ist sowohl bei

den Winterkursen wie auch bei den

Sommerkursen enorm.


Das Kursprogramm 2012 war wie in

den Vorjahren wieder reichhaltig und

umfasste alle Spielarten des Bergsports.

440 Teilnehmer bei 20 verschiedenen

Kursen zeigen das Interesse und die

Wichtigkeit unserer Ausbildungskurse.

Fester Bestandteil unserer Ausbildung

sind mittlerweile die Sportkletterkurse

am Turm mit 70 ausgestellten Kletterscheinen.

Unser Kursprogramm gliedert sich in

Grund- und Aufbaukurse, wobei die

Kurse aufeinander aufbauen und zum

Teil der Besuch eines Grundkurses

zwingend notwendig ist, wenn Sie einen

Aufbaukurs besuchen wollen.

Das im vergangenen Jahr grundlegend

umgestaltete Winter-Ausbildungsprogramm

hat sich gut bewährt und wird

in der kommenden Saison 2012/2013

sogar noch ausgebaut. So können wir

erstmals einen Skihochtourenkurs anbieten.

Wir bieten ein Baukastensystem an,

mit einem Grundkurs und darauf aufbauenden

Vertiefungskursen.

Den Grundstein für die Ausbildung bildet

der Lawinenkunde-Basiskurs. Das

erforderliche Verhalten nach einem Lawinenunfall

wird in zwei �eorieabenden

und einem Praxis-Tag vermittelt.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem

Training mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät

(LVS-Gerät). Zudem

wird die Möglichkeit geboten, LVS-Geräte

unterschiedlicher Hersteller ausgiebig

zu erproben.

Für alle, die selbständig Ski- oder

Schneeschuhtouren planen und durchführen

wollen oder Freerider abseits der

Piste, bieten wir aufbauend auf den Lawinenkunde-Basiskurs

weiterführende

Kurse an: Lawinenkunde-Aufbau- und

Skitouren-Kurs, bzw. der Lawinenkunde-Aufbau-

und Schneeschuh-Kurs.

Vermittelt werden alle Grundlagen zur

selbständigen Planung und Durchführung

einer Tour im freien Gelände.

Die Inhalte der �eorieabende bilden

neben allgemeinen Grundlagen vor allem

die Interpretation des Lawinenlageberichts

und die Planung einer Tour

auf Basis der Snow-Card. Die Beurteilung

der Situation vor Ort und eine umfassende

Einführung in das Skitourenbzw.

Schneeschuh-Gehen erfolgen

dann direkt im alpinen Gelände.

Fachübungsleiter -

ausbildung

Für die Aus- und Weiterbildung unseres

Führerteams wendet die Sektion beachtliche

finanzielle Mittel auf. Diese

Gruppe ehrenamtlicher Helfer und

Bergsportbegeisterter bildet das Rückgrat

unserer Touren- und Kursaktivitäten.

Es ist sehr erfreulich, dass sich für

diese Aufgaben neben dem Beruf immer

wieder Menschen finden, die diese

Verantwortung übernehmen wollen.

Zurzeit befinden sich 9 zukün�ige Touren-

oder Kursleiter in Ausbildung. Wir

versuchen sie frühzeitig mit ihren erfahrenen

Kollegen in Kontakt zu bringen

um ihnen so die Möglichkeit zu bieten,

im praktischen Erleben den Umgang

mit den Teilnehmern und bestimmten

Führungssituationen zu erlernen.

Im Jahr 2012 haben nachstehende Sektionsmitglieder

ihre Ausbildung zum

Tourenleiter erfolgreich abgeschlossen:

Pia Blank – Jugendleiterin

Jane Filgis – Jugendleiterin

Christian Frey – Alpinklettern

Leonie Hiltensberger – Jugendleiterin

David Haas – Kletterbetreuer

Jürgen Lukas – Familiengruppenleiter

Monika Markert – Wanderleiterin

Martin Haidl – FÜL Skibergsteigen

Catharina Moll – FÜL Skibergsteigen

Samuel Würtz – FÜL Alpinklettern

Anton Schindele – Wanderleiter

Diesen neuen Tourenleitern danken

wir für das Engagement und die Motivation.

Und umso mehr bedanken wir

uns bei der gesamten Gruppe der Touren-

und Kursleiter für ihre Unterstützung,

das bunte und gipfelreiche Touren-

und Kursprogramm und die fast

unfallfrei geführten Touren 2012.

Rosi Mair und Elmar Tschinkel

Erstes Sommerfest für

Kurs- und Tourenleiter

Unsere Rosi hat doch tatsächlich ein

Wochenende im Alpinkalender entdeckt,

an dem kein Programm stattfand.

Kurzerhand bekamen alle Aktiven,

deren Familien, der Vorstand und

Rückblick 11


die Geschä�sstellenmädels eine Einladung

über unseren praktischen

Newsletter. So trafen sich mehr als 40

Gäste samt Kindern und Hunden am

10. August ab 17 Uhr bei bestem Sommerwetter

in ihrem Garten in Betzigau.

Für das leibliche Wohl war hervorragend

gesorgt. Das üppige Salatbuffet

wurde durch mitgebrachte Salate vergrößert.

Frisches knuspriges Brot und

ein hochgelobter, heißer Leberkäse ließen

das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Dann noch die vielen guten

Nachspeisen, ich glaube wir waren alle

pappsatt! Dazu gab es selbstverständlich

in allen Varianten gut gekühlte Getränke

aus der großen Zinkwanne.

Nicht zuletzt war ja auch noch die Allgäuer

Badetonne angeheizt, welche die

Kinder gern in Anspruch nahmen,

Unser tolles Buffet beim Sommerfest.

Foto: Gisela Steuer

12 Rückblick

ebenso wie das „Reinhüpfen“ in frisches

Heu im Stadel. Rundum, es war ein gemütlicher,

spaßiger Abend, ein gelungenes

Fest in ungezwungener Atmosphäre.

Es konnten auch mal längere

Gespräche geführt werden, die bei den

wenigen Treffen in der Sektion so gar

nicht möglich wären. Von allen Seiten

hörte ich nur Worte des Lobes, und es

fiel uns nicht leicht sich irgendwann

spät am Abend auf den Heimweg zu

machen.

Danke Rosi für die tolle Idee, die perfekte

Umsetzung, die herzliche Gastfreundscha�.

Der 10. August ist nicht alle Tage – wir

kommen gern wieder, keine Frage!!!

Fachübungsleiterausflug

zur Firma Edelrid

am 24. September

Unser diesjähriger Fachübungsleiterausflug

führte uns zur Firma Edelrid

nach Isny.

Nach einer kurzen Information über

die Firmengeschichte und den heutigen

Stand des Betriebs dur�en wir die Produktionsstätten

besichtigen. Ein sehr

informativer Vormittag. Den gemütlichen

Teil verbrachten wir in der Badwirtscha�

Malleichen, wo wir uns, nach

einem guten schwäbischen Essen, am

Nachmittag auf der urigen Holzkegelbahn

vergnügten. Ein herzliches Dankeschön

an Rosi für die Organisation.

Eugen Ehlers beim Kegeln.

Foto: Rosi Mair

Lawinenkunde-

Basiskurs und

Lawinenkunde-Aufbauund

Skitouren-Kurs

Leitung: Udo Sommer

Mit Beginn der letzten Wintersaison

endete die Ära von Gebhard Pfleghar

als jahrelanger Leiter und Gestalter der

Lawinenkunde-Ausbildung der Sektion

Kempten. Als Nachfolger erklärte

sich Udo Sommer bereit, die erfolgreichen

Kurse weiterzuführen. Ein solcher

Wechsel bringt aber nicht nur die Verantwortung

mit sich, den bisherigen Erfolg

zu stabilisieren, sondern ist auch

immer ein Anlass über die Zukun� des

Geschaffenen nachzudenken. Denn

nur was sich verändert, kann auch den

sich wandelnden Ansprüchen gerecht

werden.


Mit der tatkrä�igen Hilfe eines kleinen

Teams um den neuen Kursleiter wurde

deshalb ein neues Konzept für die Ausbildung

der Skitouren- und Schneeschuhgeher

sowie Freerider und Snowboarder

erarbeitet. Das Ausbildungsprogramm

für die angesprochenen

Gruppen wird von nun an in Bausteinen

angeboten, die sich dem individuellen

Bedarf jeden Wintersportlers anpassen.

Dadurch werden wir auch in

der Sektion Kempten den vielfältigeren

Ansprüchen unserer Mitglieder jetzt

und in Zukun� gerecht.

Beim Lawinenkunde-Basiskurs, dem

Grundbaustein der Lawinenkunde-

Ausbildung, trafen sich fast 70 Teilnehmer

an zwei �eorie-Abenden in der

Hochschule Kempten. Hier werden die

Grundkenntnisse des Notfallmanagements

nach einem Lawinenunfall erlernt

und auch die erforderliche Ausrüstung

erläutert.

Wie ernst das �ema den Teilnehmern

ist und wie wettererprobt unsere Fachübungsleiter

sind, sollte sich dann beim

Praxistag im Gebiet um den Eschacher

Weiher zeigen. Das Wetter zeigte sich

von seiner unfreundlichsten Seite – Regen,

Wind und Kälte wie es schlimmer

kaum kommen kann. Trotzdem wurde

das Programm eisern durchgezogen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank

an die unterstützenden Fachübungsleiter.

Jetzt wissen wir zumindest, dass der

Praxisteil sicher nie wetterbedingt aus-

fallen wird – schlimmer kann’s nicht

kommen.

Beim Lawinenkunde-Aufbau- und Skitouren-Kurs,

der wiederum von Udo

Sommer geleitet wurde, erlernten insgesamt

24 Teilnehmer wiederum an

zwei �eorie-Abenden die Planung

und Durchführung einer Skitour. Der

Praxis-Teil besteht hier aus einem Wochenende

für jeweils 12 Teilnehmer.

Auf der Schwarzwasser-Hütte werden

die in der �eorie erlernten Kenntnisse

in idealem Gelände in die Praxis umgesetzt.

Den ersten Teil der Gruppe ereilte

leider das große Pech, dass das

Schwarzwassertal aufgrund der Lawinenverhältnisse

(Lawinenstufe 4) von

der zuständigen Gemeindeverwaltung

gesperrt wurde und somit dieser Teil

der Ausbildung abgesagt werden musste.

Die zweite Gruppe konnte dann unter

der Leitung von Hans Taiber und

Günter Lichtenauer eine Woche später

den Schnee im Schwarzwassertal und

das gute Essen auf der Hütte genießen.

Somit lässt sich hoffen, dass wir in der

kommenden Saison mit den Wetterbedingungen

etwas mehr Glück haben.

Durch erstmalig ausgeteilte Feedback-

Bögen erhielten wir übrigens eine Rückmeldung

zur Ausbildung. Hier gaben

uns die Teilnehmer durchweg Bestnoten

und das dür�e uns auch in Zukun�

den Zustrom der Wintersportler an

den Ausbildungskursen garantieren –

vollkommen unabhängig vom Wetter.

Udo Sommer

Grundkurs Alpin

Leitung: Wolfgang Doll

Der Grundkurs Alpin im Jahr 2012 war

durch eine enorme Teilnehmerzahl geprägt.

Erst als der letzte der 80 Plätze im

Hörsaal der Fachhochschule gefüllt war,

gab es keine andere Möglichkeit mehr,

als die immer noch nachströmenden potentiellen

Teilnehmer auf das nächste

Jahr zu vertrösten. Die Einführung in

die alpinen Grundlagen wurde auch dieses

Jahr von Gebhard Pfleghar und Alfred

Weber übernommen. In die ernährungsspezifischen

Aspekte alpiner Unternehmungen

wurden wir von Monika

Markert eingeführt. Jeder kann sich vorstellen,

dass der Ausflug einer solchen

großen Gruppe auf die Kemptner Hütte

eine logistische Herausforderung darstellt.

Die Einen fuhren in Fahrgemeinscha�en

im Kfz mit oder ohne Radanhänger

nach Oberstdorf. Die Anderen

nutzten die Deutsche Bundesbahn um

sich und ihr Radl nach Oberstdorf zu

bugsieren. Ab dem Parkplatz Renksteg

gab es wieder verschiedene Möglichkeiten,

um zur Talstation der Materialseilbahn

zu kommen. Der neu eingerichtete

Bus zur Spielmannsau verkürzte die

Wegstrecke für die Aspiranten ohne

Fahrrad auf einen bequemen Fußmarsch

zum Treffpunkt vor der Talstation.

Die restliche Meute bewegte sich

mit dem Fahrrad in einem mehr oder

weniger geordneten Pulk dorthin. Die

nächste Herausforderung war der Aufstieg

zur Hütte durch einen gut mit

Rückblick 13


Schnee gefüllten Sperrbachtobel. Aber

es ging alles gut. Der Weg war gut markiert

und die Teilnehmer zogen in einem

lang gezogenen Track dem Mittagessen

auf der Hütte entgegen. Nach kurzer

Mittagspause wurden wir in vier

Gruppen aufgeteilt und machten uns

auf zum Mädelejoch, um unsere Stationsausbildung

zu beginnen. Gebhard

war dankenswerterweise schon am Vorabend

aufgestiegen und hatte Stationen

und Material perfekt vorbereitet. Die

Größe der Gruppe forderte natürlich

auch hier ihr Recht. Wir brauchten viel

Zeit an den Stationen, bis jeder sich genug

beim Gehen in weglosem Gelände,

in der alpinen Ersten Hilfe, dem Schneerutschen

und dem Klettern am Fixseil

geübt hatte. Damit war klar: Wir brauchen

den gesamten Sonntagvormittag

14 Rückblick

um die restliche Ausbildung über die

Bühne zu bringen. Aber bei den ganz

hervorragenden Wetterbedingungen

hatten alle eine Menge Spaß dabei und

konnten für ihre weitere alpine Karriere

einiges mitnehmen.

Wir: Rosi, Sylvia, Monika, Waltraud,

Margit, Jürgen, Alfred, Gebhard, André

und Wolfgang bedanken uns bei allen

für ein super Wochenende und wünschen

Euch für alle Bergunternehmungen

alles Gute. Dem Hüttenteam auf

der Kemptner Hütte sei an dieser Stelle

ein großen Lob ausgerichtet. Macht einfach

weiter so! Dem Damen-Team der

Geschä�sstelle sagen wir ebenfalls einen

ganz herzlichen Dank! Allein der Job,

für eine solche große Teilnehmerzahl

Grödeln zu verwalten, grenzt an eine Sisyphusarbeit.

Wolfgang Doll

Steileisklettern

„Coole Sache“

27.–29. 1. 2012

Leitung: Susanna Schempp

Alle Jahre wieder treffen wir uns zur Eiszeit

im Pitztal … nur ein bisschen zu

früh, denn die richtige Eiszeit kam in

diesem Winter ein paar Tage später.

Aber uns hat es dennoch gereicht ... das

Eis natürlich.

Den Kampf um unser erstes Übungsgehege

haben wir diesmal friedlich mit

der DAV-Sektion Karlsruhe geregelt.

Wir haben nicht nur Topropegelände,

Eis und Standplätze geteilt, sondern

uns auch noch bei spektakulären Try

Tooling-Aktionen unterstützt und

hoch gepeitscht. Was man in der Ta-

Teilnehmer Grundkurs Alpin. Foto: Wolfgang Doll


Eisklettern in der Taschachschlucht.

Foto: privat

schachschlucht so alles erleben kann.

Der erste Ausbildungstag ging somit erfolgreich

zu Ende. Nach warmer Dusche,

Saunagang und Abendessen ging

es dann noch, mit Hilfe des Laptop und

Beamers, mit dem Radl durch Tibet

nach Nepal ... danach waren dann alle

sichtlich müde.

Den zweiten Tag verbringen wir traditionell

am Luibisbodenfall. Nachdem

die Karlsruher Truppe durchgezogen

war, gehörte dieser Wasserfall uns allei-

ne. Somit war genug Platz, um uns in

verschiedenen Topropestationen und

einer kleinen Vorstiegsvariante auszu -

toben.

Ich denke, den Teilnehmern hat es Spaß

gemacht und wir konnten die „kalte

Sportart“ etwas näherbringen.

Wie immer ein „Dankeschön“ an mein

Dreamteam (Klaus, Christoph und Alexander),

das jetzt auch beim Steileisklettern

komplett ist. Gute Teams kann

man nicht trennen … in diesem Sinne

auf ein Wiedersehen im Pitztal.

Susanna

Klettersteigkurs

Leitung: Jürgen Peil

Zur Unterstützung des Praxiskurses halfen

Alexander Gatter, Wolfgang Doll,

Andre Hübler, Waltraud Lecha und Elfriede

Eibel. Elfi stellte wie immer die

Unterlagen für die Teilnehmer zusammen.

Am 20. Juni um 18.00 Uhr fanden in

der Geschä�sstelle die Info, Materialkunde

und eine erste �eorieeinweisung

statt. Dann wurden noch Fahrgemeinscha�en

gebildet.

Am 22. Juni traf man sich um 18.30

Uhr in Längenfeld im Ötztal im Felsengasthof.

Nach der Zimmerzuweisung

und dem Abendessen begann um 19.00

Uhr der Kurs mit: wie zieht man ein

Klettersteigset an, und was nimmt man

alles an Ausrüstung mit. Wie in den

letzten Jahren bekam jeder Teilnehmer

von Jürgen eine Mappe mit allen wichtigen

Daten über Klettersteigausrüstung,

was gehört in den Rucksack, Bekleidung,

und eine kleine Wetterkunde.

Anschließend wurde ein Lehrfilm des

DAV-Ausbildungsteams gezeigt, wo all

das, was in der �eorie besprochen wurde,

sehr ausführlich und gut gezeigt

wurde.

Pünktlich zur Fußball-WM-Übertragung

nahmen alle einen Platz vor dem

Fernseher ein.

Am nächsten Morgen halb 8 Uhr Frühstück,

und um halb 9 Uhr ging es zum

Klettersteig Lehner Wasserfall. Am

Parkplatz wurden die Klettersteigsets

angezogen. Wie gelehrt: Partner-

Check und Kontrolle durch die Fachübungsleiter

und gegenseitiges prüfen

der Teilnehmer. Dann wurden die Teilnehmer

in Gruppen aufgeteilt. Nach ca.

10 Minuten war dann der Einstieg des

Klettersteigs erreicht. Noch ein kurzer

Check und los ging es. Wie am Vorabend

gelehrt, wurden während der Begehung

des Klettersteiges verschiedene

Übungen durchgegangen. Vom Ende

des Klettersteiges aus gingen wir gemeinsam

wie auch die letzten Jahre zur

Stabelealm (1 908 m, ca. 1 Std.).

Nach ausgiebiger Rast, Erfahrungsaustausch

der Teilnehmer über ihren ersten

Klettersteig, der nun doch nicht so

ganz leicht war, und noch Fragen an die

Ausbilder ging es zurück zum Parkplatz

und nach Hause. Wie auch in den letzten

Jahren verlief der Kurs auch dieses

Jahr unfallfrei. Jürgen Peil

Rückblick 15


Grundkurs

Eis/Hochtouren

29. 6.–1. 7. 2012

Leitung: Christoph Bergmann

Waren wir die letzten Jahre immer im

Fußballfieber, so sind wir heuer nach

dem verlorenen Halbfinale gegen Italien

mit etwas gedämp�er Stimmung in

den Hochtourenkurs gestartet.

Ein paar von uns fuhren schon am Freitag

früh los, um noch den Klettersteig

am Trovat als Einstiegsmotivation zu

durchqueren. Der Rest ist in Kempten

gegen Mittag losgefahren um mit der

letzten Gondel um 17 Uhr in die

Traumkulisse der Diavolezza zu gelangen.

Bei herrlichem Sonnenschein haben

Palü und Piz Bernina uns für die

16 Rückblick

nächsten Tage „heiß“ gemacht. Die

meisten von uns wussten zu diesem

Zeitpunkt noch nicht, wie heiß es am

Stationsausbildung am Persgletscher. Foto: Christoph Bergmann

Sonnenuntergang vor dem Piz Palue. Foto: Christoph Bergmann

nächsten Tag auf dem Gletscher werden

wird.

Am nächsten Morgen zeigte sich der Palü

in voller Pracht in der Sonne und wir

konnten den ganzen Tag die tolle Aussicht

genießen. Nach dem kurzen Abstieg

auf den Persgletscher sind wir in

vier Gruppen aufgeteilt worden und

dur�en die Erkenntnisse aus den vorangegangenen

zwei �eorie-Abenden in

die Praxis umsetzen.

Für den einen oder anderen, der noch

nie auf den Steigeisen gestanden ist, war

es schon ein komisches Gefühl, aber

wir konnten im flachen Gletscher sehr

schnell Vertrauen in uns und unser Material

gewinnen.

Nach der Mittagspause auf dem Gletscher

sind wir im Stundentakt als Gruppe

von Stationsausbildung zu Stations-


ausbildung gewandert. Rutschübung

im Firn, Fixpunkte im Eis, T-Anker

und Steileisklettern. Alles Schlag auf

Schlag, da wurde es nicht langweilig

und die Zeit verging wie im Flug.

Beim Rückweg knurrten unsere Mägen

und wir stellten erstaunt fest, dass es bereits

19 Uhr war und wir somit seit elf

Stunden auf den Beinen standen.

Schnell noch geduscht und schon konnten

wir bei herrlichem Blick durch die

großen Panoramafenster das exzellente

4-Gänge-Menü genießen.

Der Traumtag verabschiedete sich noch

mit einem tollen Sonnenuntergang hinter

dem Biancograt und wir fielen müde

ins Lager.

Am Sonntag früh machten wir uns auf

den Weg zum Persgletscher, auf dem

wir die Spaltenbergung übten. Hier

konnten alle Teilnehmer aktiv in ihren

Seilscha�en den „gestürzten“ Kameraden

bergen.

Der Wind blies uns froh gelaunt zurück

zur Hütte, wo wir das Wochenende gemütlich

bei Apfelstrudel ausklingen

ließen.

Eure Begleiter Susanna, Alexander,

Rolf und ich bedanken sich noch mal

bei allen Teilnehmer für das tolle Wochenende

und freuen uns schon darauf

Euch bei anderen Kursen/Touren wieder

zu treffen.

Bis dahin viel Spaß im Eis

Christoph Bergmann

Aufbaukurs Eis/Hochtouren

„Im Regenbanne

des Cevedales“

11.–15. 7. 2012

Leitung: Susanna Schempp

In diesem Jahr haben wir uns die Branca-Hütte

im „Banne des Cevedales“ ausgesucht.

Den guten Ruf der „Schmankerlhütte“

können wir durchaus bestätigen. Im

letzten Jahr sind wir essenstechnisch

nicht gerade verwöhnt worden, auf der

Turiner Hütte … Die Verpflegung ist

tipptopp! Und am Ende des Tages, natürlich

erst nach getaner Anstrengung,

kann man sogar eine warme Dusche genießen.

Leider hat uns diesmal das Wetter etwas

im Stich gelassen ... so was gab es ja

noch nie, der Regen am Cevedale hat

Teilnehmer Aufbaukurs Eis/Hochtouren.

Foto: Wolfgang Doll

uns die Kurstage etwas verkürzt. Nachdem

man bei unseren Ausbildungen

auch lernt das Wetter einzuschätzen

und mit dem Wetter zu planen, ging es

am ersten Tag sofort zur Königsetappe,

dem Cevedale. Alle konnten auf den

verschiedensten Auf- und Abstiegen

und Überschreitungen den Gipfel erreichen.

Das Highlight war somit gerettet

und die Teilnehmer dem folgenden

Schlechtwetter gnädiger gestimmt. Immerhin

konnten am dritten Tag noch

Übungseinheiten am Gletscherbruch

absolviert werden, bevor die nächste

Front anrückte.

Nur nicht aufgeben … wild entschlossen

bestellten wir am Tag vier das Frühstück

auf 5.00 Uhr … aber der Regen

hat uns danach nochmal ins Lager verschlagen

und anschließend von der

Hütte vertrieben.

Trotz des etwas durchwachsenen Wetters

konnten wir einen schönen Gipfelerfolg,

die Gruppe Christoph mit der

Überschreitung des Palon de la Mare

und des Cevedales, sogar 2 Gipfel verbuchen.

Es hat wie immer viel Spaß gemacht, die

Gruppe mit einigen Wiederholungsteilnehmern

war super und wir freuen

uns schon auf das kommende Jahr …

mal schauen welches Ziel den Zuschlag

erhält. Das „Team Hochtouren“ freut

sich schon auf Euch, bis dahin schöne

Wege. Susanna Schempp

Rückblick 17


Schneeschuh-

und Lawinenkunde-

Aufbaukurs

Leitung: Gert Pfeil und Gisela Steuer

Gleich Anfang Januar starteten wieder

die �eorieabende für alle Schneeschuhkursler,

die zweite Stufe im Ausbildungsprogramm

nach dem Besuch

des Lawinenkundebasiskurses. An zwei

Abenden wurde die Tourenplanung

mittels Lawinenlagebericht und

Snowcard für die folgenden Praxiswo-

18 Rückblick

chenenden ausgearbeitet, ebenso die benötigte

Ausrüstung besprochen. Zum

ersten Mal waren zwei Kurse voll belegt,

zeigt dies doch, wie hoch das Interesse

in der Sektion an einer fundierten Ausbildung

ist.

Das Wochenende vom 13.–15. Januar

erwartete uns mit hervorragendem

Wetter, aber Eiseskälte. Die Anreise erfolgte

am Freitagnachmittag, um samstags

und sonntags genug Zeit zum

Üben zu haben. Am Samstagvormittag

wurden als erstes die verschiedenen

Auf- und Abstiegstechniken auspro-

biert. Anschließend, nach detaillierter

Besprechung des Lawinenlageberichtes,

wurden die Gehtechniken beim Aufstieg

auf das Steinmanndl umgesetzt.

Gleichzeitig konnte die Tourenplanung

der �eorie in die Praxis übertragen

und auf deren Richtigkeit überprü�

werden.

Nach Erreichen des Gipfels suchten wir

eine geeignete, sonnige und windgeschützte

Stelle, um mit dem V-förmigen

Schneeförderband zu schaufeln.

Abwechselnd dur�en die Teilnehmer

mit Gert die LVS-Suche auf Zeit durch-

Gehtechnik üben. Foto: Gisela Steuer


führen. Anschließend konnten alle Teilnehmer

an der „Sondenbar“ verschiedene

Gegenstände sondieren, um ein Gefühl

für die Sonde zu entwickeln. Wegen

der zunehmenden Kälte wurden

die �emen Schneeschuhbergsteigen

umweltfreundlich und Erste Hilfe in

die Hütte verlegt. Die Sonntagstour

führte uns in Richtung Hehlekopf,

doch suchte Gert bald das optimale Lawinensuchfeld

und präparierte dies mit

drei LVS-Geräten. Anschließend durften

die Teilnehmer das komplette Lawinenszenario

vom Verschwindepunkt,

der LVS-Suche, dem Sondieren und

Schaufeln, bis zum Notruf absetzen eigenständig

üben. In der Brotzeitpause

wurden dann verschiedene Versäumnisse

besprochen, um danach in einer zweiten

Komplettübung alles besser zu machen.

Der beste Kaiserschmarrn auf der

Hütte entschädigte für die Kälte und

konnte die gute Laune der Teilnehmer

nur noch steigern. Das zweite Wochenende

fiel leider dem starken Schneefall

zum Opfer, das Tal wurde gesperrt. Am

Ersatztermin, Anfang Februar, konnten

nur noch vier Teilnehmer bei sechs vor-

handenen Plätzen teilnehmen. Doch

das tat dem Eifer keinen Abbruch. Das

Programm war das Gleiche wie im ersten

Kurs, und das große Szenario konnten

wir mit dem gleichzeitig stattfindenden

Skitourenauffrischungskurs üben.

Auch hier war schönstes Wetter und

bester Schnee vorhanden. Allerdings

vergaßen wir die –20° Celsius nur beim

Üben.

Gert und ich freuen uns jetzt schon auf

den kommenden Winter und wissensdurstige,

neue Schneeschuhgeher.

Gisela Steuer

V-förmiges Schneeförderband schaufeln. Foto: Gisela Steuer

Rückblick 19


Eiskurs auf der

Braunschweiger Hütte

Leitung: Gert Pfeil

An den Wochenenden 22.–24. Juni

und zusätzlich am 13.–15. Juli leitete

Gert Pfeil zwei Eiskurse im Ötztal auf

der Braunschweiger Hütte.

Nach der Anreise am Freitagnachmittag

folgte der Anstieg zur Hütte. Am

Samstagvormittag standen das Gehen

mit Steigeisen, verschiedene Pickeltechniken,

das Setzen von Eisschrauben

und das Gehen am Seil auf dem Programm.

Auf dem Weg zur großen Spalte

konnten wir alles gleich in der Realität

üben. Die Spaltenbergung mittels

20 Rückblick

„Loser Rolle“ war für alle ein großes

Abenteuer. Die verschiedenen Knoten

und die Seile sorgten bei einigen Teilnehmern

schon für ein ordentliches

Durcheinander. Doch letztendlich war

alles entwirrt und alles Gelernte umgesetzt.

Den Abschluss bildeten die Fallübungen

in allen nur erdenklichen Variationen.

Der Sonntag blieb dem Prusiken

an der Feuerleiter vorbehalten.

Wir waren uns nicht einig, wer dabei

die bessere Figur machte – die Männer

oder die Frauen. Mit viel neuem und

angewandtem Wissen dur�en alle Teilnehmer

am Ende des Kurses ihre Urkunden

in Empfang nehmen, mit den

besten Wünschen für kommende

Hochtouren. Gert Pfeil

Prusiken an der Feuerleiter.

Foto: Gert Pfeil

Gruppenbild auf dem Gletscher. Foto: Gert Pfeil


Erster Sportklettersteigkurs

in der Sektion

Leitung: Gisela Steuer

Mit großer Freude konnte ich 2012 den

ersten Sportklettersteigkurs der Sektion

durchführen. Am �eorieabend erklärte

ich den Teilnehmern anhand verschiedener

Beispiele die Unterschiede

zwischen alpinen Klettersteigen und

Sportklettersteigen. Die Einteilung der

Schwierigkeitsgrade und das richtige

Lesen und das Verständnis der Kletter-

steigtopos gehörten ebenfalls zum Inhalt.

Des Weiteren wurden die einzelnen

Ausrüstungsgegenstände und deren

Einsatz auf den Vie Ferrate ausführlich

besprochen, ebenso die Faktoren

zum Beachten beim Kauf neuer oder

erster Ausrüstung. Am folgenden Freitagmittag

starteten wir, leider um 50%

wegen fiebriger Erkältung dezimiert, zu

viert nach Längenfeld im Ötztal. Der

Freitagabend gestaltete sich nach dem

Abendessen aus Kennenlernen und

noch ein wenig �eorie. Am Samstagmorgen

starteten wir mit dem Lehner

Wasserfallsteig. Ein klassischer Sportklettersteig

im mittleren Schwierigkeitsgrad,

keine 10 Minuten Zustieg,

hervorragende, durchgehende Seilsicherung,

richtige Krampen für Hände

und/oder Füße, ausgesetzt und lu�ig

unter den Sohlen, ein ordentlicher

Überhang und ein ebenso kurzer Abstieg.

Erst übten wir vor Ort das Anlegen

der Gurte und das fachgerechte Einbinden

des Klettersteigsets und der Sicherungsschlinge.

Später wurden an

den entsprechenden Stellen die richtigen

Gehtechniken und der gestreckte

Begehen der Einseilbrücke. Foto: Gisela Steuer

Rückblick 21


Arm geübt. Flink wie die Wiesel gelangten

wir an den Überhang, für meine Anfänger

eine echte Herausforderung. Jeder

dur�e diesen probieren, auf

Wunsch mit Seilsicherung. Voller Stolz,

den ersten Steig samt Überhang gescha�

zu haben, fuhren wir anschließend

nach Umhausen zum Mittagessen.

Aber das Tagespensum war noch

nicht erfüllt, der Stuibenfallklettersteig

22 Rückblick

wartete auf uns. Gleich zu Beginn lud

eine Zweiseilbrücke die Teilnehmer ein,

„übers Wasser“ zu gehen. Später folgten

ein paar krä�ezehrende Stellen, doch

die grandiose Aussicht und der beeindruckende

Tiefblick entschädigten für

die Anstrengung. Den krönenden Abschluss

bildete die Einseilbrücke, direkt

an der Oberkante über dem Stuibenfall.

Die Freude und der Spaß der Teilneh-

mer kannten keine Grenzen, also

sprach nichts dagegen, die Seilbrücke

noch ein zweites Mal zu begehen. Nach

einem stärkenden Kaffee fuhren wir anschließend

nach Hause. Die Begeisterung

von uns allen war so groß, dass ich

beschloss, 2013 den Kurs bis Sonntag

zu verlängern, um so ein bis zwei weitere

Steige mit ins Programm aufnehmen

zu können. Gisela Steuer

Austesten der Sicherungsschlinge. Foto: Gisela Steuer


Rückblick 23


Das verflixte siebte Jahr

hat in dieser Saison die Schneeschuhgeher

heimgesucht. Habe ich letztes Jahr

noch von den guten Bedingungen über

Jahre geschwärmt, so war dieses Jahr alles

anders. Gleich die ersten zwei Tou-

24 Rückblick

ren forderten alles von unseren Teilnehmern.

Bei Sturm und waagerechtem

Schneefall starteten alle zwölf Teilnehmer

mit uns am 6. Januar zum Siplinger

Kopf. Gert leitete am 7. Januar gleich

die erste Zusatztour auf den Siplinger,

auf Grund der hohen Anmeldezahlen.

Am 8. Januar mussten wir wegen der Lawinengefahr

die Krinnenspitze absagen,

doch wiederum alle zwölf Teilnehmer

waren bereit wieder bei widrigsten

Wetterverhältnissen den Schönkahler

als Ersatz zu erklimmen. Unsere

Schneeschuhgeher sind wahrlich treue

Erster Schneeschuhviertausender. Foto: Gisela Steuer


Seelen. Am Wannaköpfle im Montafon

hatten wir im Gegensatz zum Allgäu ab

der halben Höhe beste Fernsicht und

strahlend blauen Himmel. Doch bei

der Vollmondtour aufs Immenstädter

Horn sagten ein paar Frischlinge wegen

der Kälte kurzfristig ab, unsere alten

Hasen jedoch konnte auch die Kälte

nicht abschrecken (–20°C) und so verbrachten

wir fast eine Stunde bei heißem

Tee, Käsespießen, Wienerle, Brezen,

Kuchen und sonstigen leckeren Sachen

in der Schutzhütte.

Als wir das Joch im Lechtal erstap�en

hatten wir zwar strahlend blauen Himmel

aber eine Eiseskälte bei –20°. Doch

hier führte ich sowohl am Samstag mit

der Zusatztour als auch am Sonntag die

fast volle Teilnehmerzahl nach oben.

Das Galtjoch konnten wir wegen des

vielen Neuschnees in der Nacht und

Kettenproblemen bei der Anfahrt

nicht mal erreichen, kurzerhand entschieden

wir uns dann doch wenigstens

die Reuterwanne zu besuchen, welche

sogar die meisten Teilnehmer gar nicht

Ihr Partner für:

• Kühl- und Klimaanlagen

• Kühlzellen

• Kühltheken

• Wärmepumpen

• Wärmerückgewinnung

• Planung

kannten. Als Entschädigung gab es im

Anschluss eine wärmende Einkehr,

denn auch hier blies ein sehr starker

Wind, und Sicht hatten wir leider auch

keine.

Die Woche drauf führte Gert sowohl

Samstag wie Sonntag die Schneeschuhler

auf den Toblermannskopf im Bregenzer

Wald und hatte endlich wieder

mal schönes Wetter. Die Pleisspitze jedoch

raubte uns im oberen Bereich jegliche

Sicht und wegen der Kälte mussten

wir die Gipfelbrotzeit nach weiter

unten verschieben, wo wir Schutz fanden.

Letztendlich entschädigten uns

dann das Toreck und der Selun für die

Schlechtwettersaison. Am Selun überraschten

Gert und ich unsere 100ste

Teilnehmerin in dieser Schneeschuhsaison.

Laut Teilnehmerliste konnten wir

unserem Dorle, welche eigentlich immer

dabei ist, wenn sie einen Platz auf

der Teilnehmerliste bekommt gratulieren.

Zur Ehrung bekam sie von Gert

und mir eine Urkunde als Erinnerung

ausgehändigt. Die mitgebrachte Sekt-

flasche reichte bei 14 Personen gerade

zum Gratulationsschluck. Doch unser

Dorle verwöhnte uns zum Abschluss

der Saison noch mit selbstgebackenen

Amerikanern, da gab es genügend für

alle. Den krönenden Abschluss bildete

unsere erste Schneeschuhviertausendertour

auf das Allalinhorn. Für die meisten

Teilnehmer war es der erste Viertausender

überhaupt. Gratulation, bei diesen

schwierigen Schneebedingungen eine

hervorragende Leistung!

Das Strahlhorn tags darauf mussten wir

wegen des immer schlechter werdenden

Wetters leider absagen, so stiegen

wir nur noch auf den Hausberg der Britanniahütte

und marschierten zurück

zur Seilbahn.

Insgesamt hatten Gert und ich 107 Teilnehmer

auf unseren Touren in dieser

Saison, trotz Stürmen, starkem Schneefall,

Eiseskälte und sonstigen widrigen

Umständen. Hut ab vor unseren

Schneeschuhgehern in der Sektion, auf

euch kann man sich verlassen.

Gisela Steuer

Kälte – Klima GmbH

Albis 5a · 87477 Sulzberg · Tel. (08376) 9212-0, Fax 9212-22

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Rückblick 25


Tiefblick – die Kletterei am Dent du

Géant bietet einen ausgesprochen

beeindruckenden Blick auf das Vallée

Blanche und die Aiguilles Charmoz

und Aiguilles Grepon.

Foto: Stefan Heiligensetzer

26 Rückblick

Allgäu-Lechtal bis

Chamonix – alpine

Kletter-Highlights 2012

Das alpine Klettern erfährt nach wie

vor ein großes Interesse bei den Mitgliedern

und so waren auch in diesem Jahr

insbesondere die Kurse wieder gut bis

voll ausgebucht und alpine Highlights

wie die Besteigung des Dent du Géant

in Chamonix machten diese Saison zu

einer runden Sache.

Wie in jedem Jahr war auch die Ausbildung

in diesem Jahr zentrale Aufgabe

für uns Alpinkletterer. Der Grundkurs

fand wie üblich auf der Bad Kissinger

Hütte statt und bereitete die alpinen

Novizen auf ihre zukün�ige Materie op-

timal vor, so dass sie zukün�ig an Ausfahrten

und Fortgeschrittenen-Kursen

teilnehmen können. Mit diesem Rüstzeug

ausgestattet waren auf der Muttekop�ütte

dann 10 Teilnehmer am Fortgeschrittenen

Kurs dabei und der Kurs

voll ausgebucht. Obwohl das Wetter

eher bescheiden war, konnten wir alle

Inhalte abarbeiten und die notwendige

Sicherheit für selbständiges Durchführen

von alpinen Kletterfahrten erlangen.

Das wurde dann auch am vierten

Tag gleich getestet, als wir dann bei endlich

schönem Wetter am Engelkarturm

in sieben Seillängen fleißig mit Klemmkeil,

Schlinge und Co. hantierten. An

dieser Stelle noch einmal Gratulation

an alle Teilnehmer von unserer Seite für

Dem Himmel nah, so fühlt man sich am Vorgipfel des Dent du Géant. Im Hintergrund

das Mont-Blanc Massiv. Foto: Stefan Heiligensetzer


den erfolgreichen Abschluss beider

Kurse!

Die diesjährige Ausfahrt führte uns wieder

nach Chamonix – mit erheblich

mehr Wetterglück als bei der letzten

Chamonixfahrt. Da wir diesmal eine

kleine Truppe waren, konnten wir auch

sehr individuell die Ziele auswählen.

Der Cosmiques-Grat war für alle von

uns die ideale Akklimatisationstour.

Roman und Stefan wählten sich dann

den Dent du Géant als Ziel und standen

nach extrem langem Anmarsch –

die Helbronner-Bahn lief nicht – nachmittags

um fünf auf etwas über 4 000 m

hohen Klettergipfel. Mit einem Tiefblick

auf das Mer de Glace, der fast an

pakistanische Himalayaberge erinnerte.

Helmut überschritt mit den beiden verbleibenden

Damen unseres kleinen

Trupps währenddessen die Pointe Lachenal

und kletterte mit ihnen am Index.

Wieder vereint nahmen wir dann

noch die Dômes des Miages-Überschreitung

in Angriff. Ein Hochtouren-

Sahnestückchen zeigte sich uns von der

besten Seite, so dass wir tief zufrieden

nach einer Woche heim in die heimatlichen

Gefilde fahren konnten – schließlich

warten da ja auch noch ausreichend

alpine Kletterherausforderungen.

Allen Teilnehmern vielen Dank fürs

mitmachen und allzeit sichere und gesunde

Rückkehr aus den Bergen!

Stefan und Helmut

Traumha�e Bedingungen herrschten bei der Überschreitung der Dômes de Miage,

ein Hochtourenklassiker südlich von Chamonix. Foto: Stefan Heiligensetzer

Abschlussklettern am Engelkarturm –

Beate Dreher bewältigt die Schlüsselstelle

des Südostgrates (5+).

Foto: Stefan Heiligensetzer

Rückblick 27


Hochtourenwoche

im Wallis

Mein erster Viertausender – oder warum

13 eine Glückszahl sein muss

(Tourenwoche Wallis und Grajische Alpen

vom 5. bis 11. August mit Fritz

Zaum und Rolf Lehmer)

Nach sechs Stunden Fahrt trafen wir in

Gasenried (1 659 m) im wunderbaren

Mattertal ein. Der Ausblick war herrlich,

das Wetter zeigte sich jedoch sehr

wechselha�. Der Hüttenzustieg

(1 230 Hm) führte entlang des Riedbaches

bis zum sog. Gletschertor mit wundervollem

Blick zum Riedgletscher und

den umliegenden Bergen (Nadelgrat

usw.). Weiter ging es an der gewaltigen

Moränenmulde von Alpja entlang bis

zur Gletscherzunge. In etwa auf Höhe

der Hütte querten wir den Gletscher

und stiegen über eine kurze Felsstufe hinauf

und hinüber zur kleinen, schön gelegenen

Bordierhütte (2 886 m). Trotz

nicht optimalen Wetterverhältnissen

entschlossen wir uns am nächsten Morgen

zum Aufstieg auf den Balfrin. Wir

starteten über die Seitenmoräne des

Riedgletschers, wo es über viel Schutt

und Blockwerk zum Großen Bigerhorn

(3 626 m) ging und weiter über den

Grat zum Balfrin (3 796 m). Das Wetter

verschlechterte sich zusehends und

wir machten uns rasch auf den Rückweg.

Einige von uns ließen es sich nicht

nehmen, noch einen Abstecher auf das

Kleine Bigerhorn (3 188 m) zu machen.

Trotz Funktions- und Regenkleidung

28 Rückblick

waren die meisten von uns ziemlich

durchnässt und irgendwie versuchten

wir unsere Kleidung trotz des grimmig

dreinblickenden Wirtes in der Stube

und im Matratzenlager zu trocknen.

Nach einer sehr ruhigen Nacht (wir hatten

kaum Schnarcher in der Gruppe)

zeigte sich Petrus reumütig: ab diesem

Zeitpunkt war für den Rest der Tour

keine Wolke mehr am Himmel. Nach

dem Abstieg folgte die Fahrt ins italienische

Aosta-Tal.

Von La �uile aus stiegen wir vorbei an

den malerischen Rutor-Wasserfällen zu

unserer zweiten Hütte, dem Rifugio

Deffeyes (2 494 m) auf. Nach dem Frühstück

– italienisch spartanisch, aber mit

klasse Café con leche – machten wir

uns auf den Weg zu unserer Gletschertour

auf die Testa del Rutor (3 486 m).

Nicht ohne uns immer wieder umzudrehen

und einen Blick auf den Montblanc

zu werfen, der Stück für Stück

von der Sonne beleuchtet wurde. Auf

dem Rutor-Gletscher liefen wir im

Zickzack auf Blankeis um etliche Spalten

herum hinauf zur Scharte, wo uns

der Wind ordentlich um die Nase blies.

Über Blockwerk ging es unschwierig

weiter hinauf zur Madonna. Bei bester

Fernsicht stellte sich heraus, dass Fritz

in Sachen Gipfelnamen ein laufendes

Lexikon ist. Nach einer längeren Gipfelrast

– der Ausblick war gewaltig und

wir konnten uns gar nicht satt sehen –

ging es zurück, wobei sich der Gletscher

aufgrund der Sonneneinstrahlung

nicht mehr ganz so freundlich zeigte.

Fritz und Rolf meisterten aber auch diese

Situation souverän, sodass wir uns jederzeit

sicher gefühlt haben. Zurück

auf der Hütte genossen wir den sonnigen

Nachmittag und – den Frauen der

Gruppe zuliebe – auch eine warme Dusche.

Fün�er Tag unserer Hochtour.

Abstieg vom Rifugio Deffeyes nach La

�uile und Fahrt nach Pont im Val Savaranche.

Wir starteten unseren letzten

Hüttenzustieg auf die Emanuele-Hütte

(2 732 m). Untergebracht waren wir in

einem Container mit Dreistockbetten,

die sich aber als die bis dato bequemsten

herausstellten. Das Abendessen

schmeckte vorzüglich und war sehr gut

organisiert – was aufgrund der geschätzten

rund 200 Gästen auch Voraussetzung

ist. Gipfeltag. Wecken um

3.30 Uhr, Frühstück und Start der Tour

mit Stirnlampen. Nach rund einer

Stunde standen wir vor dem Gletscher

Ghiacciaio del Gran Paradiso. Hier sahen

wir andere Seilscha�en wie Lemminge

den Gletscher hochziehen. Die

Bergsteiger vor uns haben bereits tiefe

Furchen in den Gletscher getreten und

wir folgten auch diesen Spuren. Am Ende

des Gletschers steht vor dem Gipfel

noch eine kleine Kletterei an. Diese

Stelle ist sehr eng und wir mussten aufgrund

Überfüllung auf dem Gipfel

rund eine Dreiviertelstunde warten, bis

wir den restlichen Weg in Angriff nehmen

konnten.

Das Warten zerrte zwar an den Nerven

einiger, aber nachdem wir auf dem Gipfel

des Gran Paradiso (4 061 m) waren,


war auch das vergessen. Mein erster

Viertausender! Unglaubliche Fernsicht

bei sehr milden Temperaturen entschädigte

uns für die Strapazen. Nach den

obligatorischen Gipfelfotos machten

wir Platz für weitere noch wartende

Gruppen. Bevor wir uns auf den Talweg

machten, gab es noch eine ausgiebige

Rast auf der Emanuele-Hütte. In seiner

Schlussansprache sagte Fritz, dass

Hochtouren im Wesentlichen von zwei

Faktoren abhängen: dem Wetter und

der Gruppe. Das Wetter zeigte sich,

nachdem wir am Montag alle durchgewaschen

wurden, von seiner besten Seite.

Die Gruppe von 13 Teilnehmern –

um die Überschri� aufzugreifen – ist

in diesen Tagen trotz des gewaltigen Al-

tersunterschiedes von 43 Jahren richtig

zusammengewachsen. Jeder war hilfsbereit

und brachte sich ein, keiner wollte

ausbrechen. Ich persönlich habe

mich in dieser Woche, die zwar körperlich

anstrengend war, geistig so sehr erholt,

dass ich zum ersten Mal meinen

Hochzeitstag vergessen habe ...

Wolfgang Winter

Gran-Paradiso-Gipfel. Foto: Rolf Lehmer

Rückblick 29


Skitour auf die

Feuerspitze – Lechtal

(2852 m)

Am 17. März starteten wir bei schönstem

Wetter frühmorgens von Kaisers

auf die Feuerspitze. Am Beginn des Kaisertals

mussten die Ski über einige Lawinenkegel

getragen werden. Danach

konnten wir uns bis zur Kaiseralm gemütlich

warmlaufen. Nach kurzer

Trinkpause ging’s in großem Bogen um

die Südhänge der Aplespleisspitze, die

wir links liegen ließen, herum und stetig

30 Rückblick

steiler werdend weiter in Richtung der

Schlüsselstelle der Tour. Bei ca. 2 575 m

muss eine steile, felsdurchsetzte Schneeflanke

überwunden werden, was alle

Teilnehmer, dank sehr guter Aufstiegstechnik

und der ausreichenden Schneehöhe,

ohne Probleme meisterten.

Schon war der Gipfel in Sicht und unser

Ziel bald erreicht. Im Angesicht der

Holzgauer Wetterspitze machten wir

Rast und bereiteten uns bei inzwischen

bewölktem Himmel auf die Abfahrt

vor. Selbst das Kar konnte befahren werden

– vom Schnee hatten wir uns aller-

dings etwas mehr versprochen. Zwischendurch

hatten wir aber Glück und

konnten einige Firn- und Pulverhänge

finden. Zufrieden und mit Vorfreude

auf den Einkehrschwung schulterten

wir am Ende des Kaisertals wieder unsere

Ski und trugen diese die letzten Meter

bis zum Parkplatz. Fazit: Eine lohnende

Skitour mit einer sehr netten

Gruppe, die mehr Teilnehmer verdient

hätte. Tipp in diesem Zusammenhang:

Auch im Internet und in der Zeitung

nach kurzfristig angesetzten Touren

Ausschau halten. Andreas Meyer

Auf dem Gipfel der Feuerspitze. Foto: Andreas Meyer


Touren von Jürgen Peil

und Wolfgang Doll

Guffert 2 195 m in den

Brandenberger Alpen, Rofan

2. Juni

Ein eher seltener Gipfel von Kempten

aus. Das Ziel war Steinberg im Rofan.

Am 2.Juni ging es mit 9 Teilnehmern

um 6.30 Uhr in Kempten los. Die Anfahrt

ist etwas lang über Marktoberdorf,

Peißenberg, Schongau, Bad Tölz

und weiter Richtung Achensee nach

Steinberg. Nun hatten wir ca. 1000 m

Höhenmeter vor uns. Der gesamte Anstieg

ist nicht schwer. Kurze Kletterstellen

am Gipfelgrat machten den Teilnehmern

Spaß. Sogar eine Seilsicherung

gab es kurz vor dem Gipfel. Nach ca.

3½ Stunden erreichten alle den Gipfel

und wurden für die Anstrengungen des

Aufstiegs mit einer traumha�en Sicht

belohnt. Der Abstieg ins Tal erfolgte

über den gleichen Weg. Nach einem

Einkehrschwung im Waldhäusl, Hunger

und Durst stillen, ging es wieder

nach Kempten. Ein gelungener Tag.

Hochfeiler 3 510 m

17. bis 19. August

13 Teilnehmer wollten mit auf den

Hochfeiler gehen. Die Wetteraussicht

für das Wochenende war sehr gut. Über

den Fernpass und Brenner ging es nach

Sterzing und ins Pfitschertal. Nach 3½

Std. Fahrt hatten wir es gescha�. Kurze

Pause im Gasthof Pfitscherhof und

dann ging es zum Ausgangspunkt, Parkplatz

Hochfeilerhütte (1 735 m). Schuhe

anziehen, Rucksack auf und dann

waren wir auch schon unterwegs. Am

meisten freute sich Jürgens Hund Harry,

dass er endlich aus dem engen Auto

rauskam. Wir hatten nun ca. tausend

Höhenmeter bis zur Hochfeilerhütte,

die wir nach ca. 3½ Std. erreichten. Mit

dem Dunkelwerden kamen wir an, und

uns erwartete noch ein wunderbares

Abendessen. Um 23 Uhr ging es ins

Bett.

Da es auf den Gipfel des Hochfeiler am

nächsten Tag nur ca. 800 Höhenmeter

waren, konnten wir bis halb 7 Uhr

schlafen. Frühstück gab’s um halb

8 Uhr, danach zogen wir los. Über einen

kleinen leichten Klettersteig ging

es zum Gipfel. Leider ist der gesamte

Gipfelanstieg seit ein paar Jahren im

Sommer schnee- und eisfrei und sehr

leicht zu ersteigen. Nach ca. 3 Stunden

hatten wir es gescha�, und alle standen

auf dem 3 510 m hohen Hochfeiler.

Wir wurden aufgrund des traumha�en

Wetters mit einer wirklich tollen Fernsicht

belohnt. Am Nachmittag waren

wir wieder auf der Hütte. Bei Kaffee

und Strudel nahmen wir noch ein Sonnenbad

und um 18.30 Uhr gab es dann

das Abendessen mit einer tollen Nachspeise.

Für den nächsten Morgen war

um 8 Uhr Frühstück angesagt, danach

ging es wieder ins Tal. Leider hatten wir

dann eine lange Heimfahrt, die sich von

einem Stau zum nächsten hinzog. Aber

auch das scha�en wir und waren am

späten Abend alle wieder gesund zu -

hause.

Zuckerhütl 3 305 m,

Wilder Pfaff 3458 m und

Wilder Freiger 3418 m

7. bis 9. September

Die Besteigung Zuckerhütl, Wilder

Pfaff, und Wilder Freiger stehen an.

Übernachtet werden sollte auf der

Dresdner und Müllerhütte. Treffpunkt

war um 16.00 Uhr im Stubaital, Parkplatz

Seilbahn, Dresdner Hütte. Alle

waren pünktlich da, so dass wir für 5 €

pro Person hinauffahren konnten. Das

nennt man Glück. Nach einem gemütlichen

Abend ging es um 10.00 Uhr ins

Bett. Frühstück war 6.30 Uhr, Abmarsch

ca. 7.15 Uhr. Da die Gletscher

auch in den Stubaier Alpen sehr zurückgehen,

geht der neue Weg nun zum Fernaujoch

(Schaufelnieder) 3 050 m hinauf.

Das erreicht man nach ca. 1½ Std.

Weiter geht es südlich um den Aperen

Pfaff zum Pfaffen Joch 3 212 m, und in

den Pfaffensattel 3 332 m. Von hier waren

es dann nur noch 170 Hm, ca.

½ Std. zum Gipfel des Zuckerhütl.

Nach einer kurzen Rast auf dem Gipfel

ging es wieder hinunter zum Pfaffensattel

und weiter auf den Wilden Pfaff.

Diesen erreicht man nach 130 Höhenmetern.

Nun war eine Pause angesagt.

Rückblick 31


Der weitere Weg zur Müllerhütte ging

über einen Grat, der im oberen Teil mit

einzelnen neuen Seilen gesichert war.

Aber auch diesen scha�en wir leicht.

Gegen 16.30 Uhr waren wir dann auf

der Müllerhütte 3 143 m. Nach Zuteilung

der Lager, und wann wir Abendessen

bekommen, trafen wir uns, zwar gescha�

aber zufrieden auf der Terrasse

bei einer Traumsicht zu einem Umtrunk.

Am nächsten Morgen war Frühstück

für 7 Uhr angesagt. Da wir zum

Gipfel des Wilden Freiger nur noch

280 Höhenmeter und 2 Std. hatten,

konnten wir den Tag langsam angehen.

Leider mussten wir von der Hütte erst

mal ein Stück absteigen. Auf dem Gletscher

wurde angeseilt, und weiter ging

32 Rückblick

es bis zur Weggabelung Freiger – Sulzenauhütte

3 300 m. Hier wurden die

Rucksäcke zurück gelassen nach ca. einer

Std. waren wir dann auf dem Gipfel.

Kurze Pause und zurück zu den Rucksäcken

und über einen versicherten

Grat auf den Sulzenauferner hinunter.

Anseilen und Abmarsch über den Gletscher

zur Sulzenauhütte 2 194 m. Nach

einer ausgiebigen Stärkung und Durst

löschen ging es ins Tal zu den Autos

und zurück nach Kempten. Auch diese

Tour verlief dank der Unterstützung

von Wolfgang Doll und der Mithilfe

von Margit Schuhwerk und Ingo Flömer

unfallfrei. Vielen Dank an alle, Ihr

ward eine gute Gruppe.

Jürgen Peil

Schaffen Sie das wirklich alleine?

Wir helfen Ihnen gerne!

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87448 Waltenhofen

Bergmesse auf dem

Hochrappenkopf

Schon am Vortag der Bergmesse, als

noch dichtes Gewölk die Gipfel bedeckte,

war man zur Rappenseehütte

aufgestiegen. Doch als man sich am

Abend dann vor der Hütte traf um den

Klängen der Alphörner zu lauschen, da

waren schon die ersten Wolkenlücken

am Himmel auszumachen. So stieg

man dann am nächsten Tag bei strahlendem

Sonnenschein zum Hochrappenkopf

hinauf, um sich um das Kreuz

zu versammeln. Wie schon viele Jahre

zuvor hatte sich auch heuer wieder Pater

Jacek in dankenswerter Weise bereit

erklärt mit uns die heilige Messe zu fei-


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ern, eine Messe die bereichert wurde

von den getragenen Weisen der Alphörner

und einer freudig gesungenen Schu-

bert-Messe. Beim Anblick der gigantischen

Gipfelschau von der 2425 m hohen

Erhebung war man sich darin einig

die Allmacht Gottes in der Schönheit

der Schöpfung besonders eindrucksvoll

erlebt zu haben. Eugen Ehlers

Bergmesse Hochrappenkopf. Foto: Eugen Ehlers

Rückblick 33


Auf den Spuren

der Walser

Endlich unterwegs! Auf dem „Großen

Walserweg“ zwischen Widderstein und

Matterhorn erkunden wir mit Waltraud

Lecha 7 Tage lang, vom 3. bis

9. September, den 1. Teil des historischen

Siedlungsweges der Walser, die

schon im Mittelalter aufbrachen aus

dem Oberwallis, um sich in den kaum

genutzten Gebirgslagen neue Existenzmöglichkeiten

zu suchen und der sie bis

ins heutige Kleine Walsertal führte.

Wir verfolgen den Weg zurück.

Unsere erste Etappe führt uns von Baad

über den Hochalppass vorbei am Widderstein

zum Körbersee. Sorgenvolle

Blicke zum wolkenverhangenen Himmel

begleiten uns und unser Tagesziel

versinkt im Nebel.

In der Hoffnung auf Sicht und Sonne

ziehen wir am nächsten Morgen frohgemut

über’s Braunarlfürggele vorbei

an Mohnenfluh und Braunarlspitze zur

Biberacher Hütte am Schadonapass

und werden dort von einer sonnigen

Terrasse empfangen. Um uns ist wildes

Kuhglocken-Konzert. Die Alphirten

treiben die Herden zusammen, um sie

am nächsten Tag ins Tal zu führen. Ein

imposantes Schauspiel!

Nach einer fröhlichen Lagernacht erleben

wir auf dem aussichtsreichen Hochschereweg

– Rote Wand und Zitterklapfen

im Visier – einen herrlichen

Abstieg vom Schadonapass hinunter

ins Große Walsertal. In Sonntag ermög-

34 Rückblick

Abstieg vom Schweizer Tor. Foto: Waltraud Lecha

licht uns die freundliche Wirtin des

„Löwen“ eine Führung durch das Walsermuseum.

Ihre Wetterprognose für

den nächsten Tag: „Bestens“!

Aber: Oh Weh! Unser Weg über die

Sterisalpe nach Marul und weiter über

den Tiefenseesattel zum Muttersberg

können wir nur erahnen: Regen – Wol-


ken – Nebel. Wir benutzen die Seilbahn

ins Tal nach Bludenz, fahren mit

dem Bus durchs Brandnertal und erreichen

die Douglashütte am Lünersee,

der sich immer wieder im Nebel versteckt.

Der nächste Tag – Sonne pur. Unser

Ziel ist St. Antönien (CH). Wir steigen

hinauf zum Verajoch, hinunter zur alten

Zollhütte und durch das „Schweizer

Tor“ ins Prättigau. Auf dem Höhenweg

mit herrlicher Fernsicht, immer die

Drusen- und Sulzfluh vor uns, hinüber

zur Carschinahütte. Nach dieser langen

Etappe genießen wir unsere wohlverdiente

Pause hier an dem schönen Platz.

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Tiefschnee- und

Freerideträume

Alphütten geht es steil bergab zum Walserdorf

St. Antönien.

Am frühen Morgen darauf steigen wir

durch das Gafiatal hinauf zum Rätschenjoch,

höchster Pass unserer Tour

mit 2 602 m. Traumha�e Rundumsicht!

Nach ausgiebiger Rast erreichen

wir nach einem langen Abstieg Schlappin,

eine der schönsten und ältesten

Walsersiedlungen. Wir würden hier am

liebsten ein paar Tage im Berghaus Erika

bleiben. Es ist einfach schön!

Nach dem Frühstück fährt uns der

Wirt mit seinem Bus ins Tal nach Klosters.

Unser letzter Tag! Mit der Bergbahn

geht’s auf den Gotschnagrat. Auf

dem Höhenweg mit Blick auf die Sil-

vrettaberge über Parsennfurgga zum

wunderschön gelegenen Grünsee und

weiter über den Durannapass in das alte,

schöne Walserdorf Strassberg. Ein

„Muss“ die Einkehr in der dortigen Walserwirtscha�

mit Blick ins Tal und zum

Ziel unserer Wanderwoche – Langwies.

Eine wilde Fahrt mit der Rhätischen

Bahn hinunter nach Chur ist der krönende

Abschluss.

Auf dem gesamten Weg haben wir

5 420 Hm bergauf und 6 560 Hm bergab

zurückgelegt.

Und im nächsten Jahr geht’s weiter auf

den Spuren der Walser – hoffentlich!

Waltraud Lecha

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Rückblick 35


Holzgauer Wetterspitze/Lechtaler

Alpen

1.–2. August

Bei schönstem Wetter sind wir in Stockach

im Lechtal Richtung Sulzlalm gestartet.

Auf dem Forstweg, entlang einer

wildzerklü�eten Schlucht und

stockfinsteren Tunnels, die hin und wieder

einen Tiefblick zuließen. Wir hatten

Zeit für eine ausgiebige Rast an der

Sulzlalm bevor wir zur Frederic-Simms-

Hütte, vorbei an der „Gott-sei-Dank-

36 Rückblick

Kurve“, aufstiegen. Nach einer ruhigen

Nacht im Lager für uns allein, wurden

wir morgens von Charly mit Hackbrettmusik

geweckt und so sind wir schon

richtig motiviert frühmorgens nach einem

guten Frühstück aufgebrochen.

Hinauf zum Fallenbacher Joch und weiter

zum Grat bis zur „Schlüsselstelle“.

Mit leichter Kraxelei hinauf und hinüber

zum Gipfel mit exzellenter Rundumsicht.

2 895 m. Alle haben es gescha�

und sind glücklich über die

„Gipfelbezwingung“. Jetzt erst mal

schau’n und genießen! Eine aufziehen-

de dunkle Wolke hat uns dann schneller

aufbrechen lassen als nötig war. Wir

stiegen ab, nahmen an der Simmshütte

unser deponiertes Gepäck mit und feierten

an der Sulzlalm bei leckerem Kaiserschmarrn

unsere gelungene Tour.

Gestärkt gings dann gut gelaunt ins Tal

und wir waren mit unserer Tagesleistung

von 900 Hm Aufstieg und

1 800 Hm Abstieg doch recht zufrieden.

Und so fuhren wir mit der Erinnerung

an zwei schöne Bergtage durch das

schöne Lechtal zurück nach Hause.

Waltraud Lecha

Holzgauer Wetterspitze. Foto: Waltraud Lecha


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Rückblick 37


Sektionsabende

Die monatlichen Sektionsabende im

Haus Hochland waren auch im Jahr

2012 ausgesprochen gut besucht. Mit

der Mischung aus Vorträgen aus der näheren

und fernen Bergwelt wurde den

Mitgliedern ein Spektrum geboten, das

reichlich Appetit auf Bergtouren machte.

Die außergewöhnlichen Reisen von

Michi Markewitsch oder Rollo Steffens

faszinierten einmal mehr das Publikum.

An dieser Stelle gilt es auch Dank zu sagen

an Alfred Weber, der sich zusammen

mit Ludwig Feldkircher wieder

um eine perfekte Projektion gekümmert

hat und die Damen der Geschä�sstelle.

Januar

Martl Jung,

Zu Fuß über die Alpen

Zu Fuß über die Alpen und das im Alleingang.

Auf dieses Abenteuer ließ sich

der gebürtige Garmisch-Partenkirchener

Martl Jung ein. Sein ungewöhnlicher

Weg führte ihn von der eigenen

Haustür im Werdenfelser Land weg

und endete nach 475 Kilometern und

35 000 Höhenmetern kurz vor Mailand:

„Dort, wo die Bergamasker Alpen

senkrecht in die Po-Ebene eintauchen.“

Faszinierende Pflanzen, einsame Gletscherwelten

und Biwaknächte sowie

das Zusammentreffen mit den Menschen

entlang der Strecke machten den

mit authentischer Musik und Original-

38 Rückblick

ton untermalten Vortrag zu einem abwechslungsreichen

Erlebnis. Jung erzählte

von einer wilden aber auch bedrohten

Natur. Die Zuschauer freuten

sich über die Mischung aus Abenteuer

und Berichterstattung, aus mitreißender

Erzählkunst und professioneller

Diapräsentation.

Februar

Michael Markewitsch,

Wüsten, Salzseen und Geysire

Mit einem Vortrag über Bolivien und

Chile im Gepäck beeindruckte der

Oberauer Trekkingführer Michael Markewitsch.

Er zeigte Impressionen über

das Altiplano, eine einsame Gebirgsregion

Südamerikas.

„Die gehört landscha�lich zu den

schönsten Gegenden unserer Erde“, so

Markewitsch. Damit meinte er unter

anderem die höchsten Geysire der Erde

„El Tatio“, die trockenste „Atacama-

Wüste“ und den höchstgelegenen See

der Erde, „Lago Chungara“. Der Be-

richt über seine Tour auf einen Fün�ausender

im einsamen Lauca-Nationalpark

rundete seinen Vortrag ab.

Er war im Mai und Juni 2011 mit zwei

Gruppen unterwegs: „Das ist die ideale

Reisezeit, um den Norden Chiles zu erkunden.

Im südlichen Teil des Landes

beginnt gerade der Winter, während im

Norden nun die Trockenzeit einsetzt.“

Markewitsch erklärte seinen Zuhörern

außerdem den Weg durch die gelb schillernden

Ebenen der Atacama-Wüste:

„Kein Strauch, kein Vogel, kein Leben

weit und breit nach 60 Jahren Trockenheit“.

Ein Bus brachte die Gruppe auf

4200 Meter Höhe: „Da heißt es dann

erst einmal durchschnaufen.“ Die Abenteurer

besuchten zudem einen sieben

Kilometer langen Salz-Canyon, dessen

Salzwände 30 Meter senkrecht in die

Höhe reichen. „Noch imposanter war

der magische Ausblick auf den Salar

und zahlreiche kleine Inseln“, erzählte

der Trekking-Führer.

Markewitsch berichtete zudem über eine

Straße in Bolivien, die aus 4500 Me-

Auf dem Salzsee. Foto: Markewitsch


tern Höhe in 180 Kilometern an den

Pazifik führt: „Einer der größten Höhenunterschiede

auf der Welt, die man

in kurzer Zeit überwinden kann.“

März

Rollo Steffens,

Bergwelten und Weltberge

Spannung und grandiose Berglandscha�en

brachte der Münchener Rollo

Steffens mit seinem Vortrag „Bergwelten

und Weltberge“ nach Kempten.

Der gebürtige Hamburger präsentierte

die Bilder im digitalen Kino-Breitformat

16:9 und projizierte leuchtende

Berglandscha�en auf die Groß-Leinwand.

Dabei ging es ihm nicht um eine

abgeschlossene Bergregion, wie bei seinen

letzten beiden Vorträgen in Kempten.

Diesmal führte er zu faszinierenden

Plätzen rund um die Erde und zu

„Welt- und Allerweltsbergen“. Den Auftakt

bildete das Bergsteigen am Polarkreis

mit dem nur 657 Meter hohen

Harrejaureliden in Schwedisch-Lappland,

der mit Hilfe von Schlittenhunden

und Schneeschuhen bei minus 36

Grad erreicht wurde.

Es folgten mit dem Harz die „Berge

meiner Jugend“ und seine „magischen“

Plätze: die Insel Stromboli im Tyrrhen-

ischen Meer und der Halleranger im

Karwendelgebirge. Beim Sprung in die

weite Welt sah das Publikum Aufnahmen

von den Bergen Kilimandscharo

und Mount Kenya in Ostafrika, von

den Karakorum-Achttausendern in Pakistan

und aus den gletscherreichen

Bergregionen des Tien Shan in Kirgisien

und Kasachstan.

Aufnahmen aus den kargen Hochwüsten

des südamerikanischen Kontinents

bildeten zum Abschluss einen echten

Kontrast zu den Gipfeln aus Schnee

und Eis – und machten aus der Präsentation

eine runde Sache.

Trango-Gruppe und Baltoro-Gletscher, Karakorum. Foto: Rollo Steffens

Rückblick 39


Juni

Hans Steinbichler, Alpen zwischen

Zirkus und Kommerz

„Der Erschließungsdruck auf die Alpen

hält unvermindert an: Pistenskilauf,

Zweitwohnungen, Straßenbau, Müll,

Waldsterben – ein trauriger, ja niederschmetternder

Katalog der Veränderungen

und der Zerstörungen.“ So empfing

Hans Steinbichler die Gäste zu seinem

Vortrag „Alpen zwischen Zirkus und

Kommerz“. Er zeigte natürlich auch das

Gebirge, wie es die Bergsteiger eigentlich

erwarten.

Der Mann aus Bernau am Chiemsee

legte aber den Finger tief in Wunde:

„Hemmungslos wird in Bayern gebaut,

werden teure und sinnlose Straßen in

steile Hänge gesprengt, Pisten in Almwiesen

und Bergwälder geschoben, Hotelburgen

hochgezogen.“

In Österreich rauschen noch ganze

zwei Gletscherbäche unfrei zu Tal“. Das

sind die Umbalfälle und die Krimmler

Wasserfälle. Die anderen werden in

Rohre geleitet, um Strom zu gewinnen.

„Auf schleichende Weise wird damit

dem Tourismus die Basis entzogen,

denn der Gast kommt gewiss nicht in

die Berge, um Stauseen und Kra�werke

zu bestaunen.“

Für Steinbichler zieht der Wintersport

die breiteste Schleppe der Zerstörung

durch die Alpen: „Jedes alpine Kaff will

Skizentrum werden, will verdienen an

jenem Gast, der mit seiner Tageskarte

Eintritt in die Landscha� zahlt.“

40 Rückblick

Der erfahrene Alpinist Steinbichler begrub

mit seinem Vortrag sogar die Idylle

auf den Sennalpen: „Kunstdünger

und Jauche aus dem Tal auf die Almwiesen,

und somit Ende der Artenvielfalt

für die Vergrößerung des Milchsees und

des Butterberges.“ Damit wird für ihn

das o� besungene Leben auf der Alpe

zu einer Karikatur: „Die Alp als vollsubventionierter

Fleisch- und Milchwirtscha�sbetrieb

mit Lkw-Zufahrt, ohne

Sennerin, ohne Hütebub und Kühen

im Elektrozaun.“

Juli

Michael Grünebach,

Abenteuer Ostwind

Mit 20 Jahren alles Gewohnte zurücklassen

und in eine neue Welt eintauchen:

Diese Chance nahm Michael

Grünebach nach seinem Abitur wahr

und machte sich mit dem Rad von

München aus auf den Weg nach Peking.

Jetzt berichtete er über seine Expedition,

bei der er sechs Monate lang im Sattel

saß.

Das bekannte Europa verließ der Abiturient

mit dem Überschreiten der

Grenze zur Ukraine. Anschließend

durchradelte er feuchte Sümpfe in Russland,

unerträglich heiße Steppen in Kasachstan,

durchquerte das vergletscherte

Himmelsgebirge in Kirgisien und bewältigte

unwirtliche Wüsten in China,

bevor er nach mehr als 12 500 Kilometern

in Peking ankam.

Schonungslos berichtet er über Strapazen

und die chinesische Polizei: „Eine

Schikane löst die Vorhergehende ab,

die Polizeikontrollen nehmen mit jedem

Kilometer zu und die Situation ändert

sich beinahe stündlich.“

Grünebach und seine zwei Begleiter

schluckten ihre Frustration über einen

katastrophalen Start herunter und stell-

Michael Grünebach „Abenteuer Ostwind“. Foto: Grünebach


ten sich lieber auf Tibet ein: Der erste

Pass ist mit 3200 Metern der niedrigste,

dem folgen zwei Pässe knapp unter

5000 Meter. Staub und Sand sind ständige

Begleiter auf der Piste. Die Berge

im Umkreis sind wüstenha� und karg,

unten Schotter und Steine, darüber

Schnee. „Es scheint hier kaum Leben

zu existieren. Die wenigen, kleinen

Siedlungen sind fast immer um eine militärische

Einrichtung erbaut, der Rest

ist Wüste“, schilderte Grünebach. Grenzenlose

Gastfreundscha� begleitete

den Abiturienten auf seinem Weg und

rechtfertigte – erinnerte sich der junge

Mann – alle physischen und psychischen

Strapazen.

Oktober

Alfred Weber,

Sentiero Roma – Südseite des Bergell

Der Sentiero Roma ist eines der anspruchsvollsten

Hüttentrekkings in

den Alpen. Wir starteten in Novate

Mezzola am gleichnamigen Lago di

Mezzola oberhalb des Comer Sees. Der

Weg führt uns in das letzte nicht durch

eine Autostraße erschlossene Tal der Alpen,

das Val Codera. Auf alten Granittreppen

geht es steil bergauf bis zum

ganzjährig bewohnten Ort Cadera.

Von dort führt uns der Weg weiter in

ein liebliches Hochtal, wo wir zur ersten

Hütte gelangen. Der weitere Weg

führt über steile, hochalpine Pässe immer

auf der Südseite der Bergeller Berge

entlang durch eine wilde Felslandscha�.

Die Wege sind teilweise sehr ausgesetzt

und anstrengend zu begehen. Es geht

vorbei an berühmten Bergen wie Piz Badile,

Cengalo und Monte Disgrazia, bis

wir wieder absteigen in die wunderschönen

Täler Val die Mello und Val

Masino.

Mit den Eindrücken dieser großartigen

Landscha� im Kopf treten wir – leider

viel zu früh – den Heimweg an.

November

Dr. Kadi Fuchsberger,

Laos – Vietnam – Kambodscha

Im November begeisterte einmal mehr

Dr. Kadi Fuchsberger mit einem Asienvortrag.

Diesmal führte seine großartige

Kultur- und Naturreise in alle drei

Länder des ehemaligen Indochina. Den

Au�akt bildete Laos mit der alten, beschaulichen

Hauptstadt Luang Praband,

der ältesten noch intakten Tempelstadt

Südostasiens. Dort stehen

noch heute mehr als 30 aktive buddhistische

Klöster, die sogenannten Vats, in

denen unzählige Mönche leben. Eine

Trekkingtour führte die Gruppe zu abgeschiedenen

Bergdörfern, wo noch

heute ethnische Minderheiten leben.

Die zweite große Station war Vietnam,

das sich von einer ganz neuen Seite zeigte.

„1986 war es eines der ärmsten und

isoliertesten Länder der Welt mit jährlich

20.000 Besuchern“, wusste Fuchsberger.

20 Jahre später waren es 4,2 Mil-

Der Verein hilft Menschen, die unter härtesten Bedingungen

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Rückblick 41


Almosengesang laotischer Mönche. Foto: Dr. Kadi Fuchsberger

lionen Touristen. Hanoi und Saigon

sind heute moderne Millionenstädte

mit pulsierenden Verkehrsadern. Beide

Städte haben sich aber ihre historischen

Stadtkerne mit einzigartigen Häuserensembles

erhalten, so Fuchsberger. Als

besonders eindrucksvoll schilderte er

42 Rückblick

die Halong-Bucht, ein Unesco-Weltkulturerbe,

mit verkarsteten Felsnadeln

und zahlreichen Kalksteininseln. Zu

den bekanntesten Bauwerken der Welt

zählt Angkor Wat in Kambodscha, 240

km nordwestlich der Hauptstadt

Phnom Penh. „Es ist die größte An-

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sammlung von sakralen Bauwerken auf

der ganzen Welt“, berichtete der Apotheker.

Einst sei Angkor im dichten Urwald

verborgen gewesen. Inzwischen

sei ein Teil zugänglich: „Viele bereits

verfallene Tempel sind durch den umklammernden

Griff gewaltiger Würgefeigen

vom endgültigen Einsturz bewahrt.“

Der Mekong ist das verbindende

Element der Reise. Der mächtige

Strom mit über 4500 Kilometern Länge

fließt durch alle drei Länder. Auf einer

Schiffsreise konnte man immer wieder

beobachten, dass sich das Leben

zum großen Teil auf dem Wasser abspielt:

„Die Menschen leben in schwimmenden

Häusern und auch das Markttreiben

findet von Boot zu Boot statt“,

macht Fuchsberger Appetit auf Fernost.

Dezember

Herbert Lederle,

Unsere Wegmacher

Am 6. Dezember referiert Herbert

Lederle über unsere Wegmacher.

Wir danken dem Alpenverein und

dem Rappenseehüttenteam für die gute Zusammenarbeit.


AllgäuStrom Kl!ma Fördergelder ertüchtigt

Wasserkraftwerk der Rappenseehütte

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Fördertopf für Klimaschutz

und Nachhaltigkeit. Der gesammelte

Betrag wird von Allgäu-

Strom verdoppelt. Rund 45.000

Euro stehen heuer zur Auszahlung

an. Damit kann die Sektion

Allgäu-Kempten des Deutschen

Alpenvereins etwa die Hälfte ihrer

Kosten für die Ertüchtigung decken.

Bei der Vergabe der Fördergelder

ging es AllgäuStrom neben

der Förderung der Erneuerbaren

Energien und der Einsparung

von CO 2 auch um die Verbundenheit

zur Region. Der Umbau

des Wasserkraftwerks startete

im September 2012.

Rückblick 43


Alpines Eck

Leitung: Elisabeth Götz

Januar

Auf Jakobswegen

von Kempten

nach Santiago de Compostela

Referent: Anton Böck

In einem Lichtbildervortrag nahm Sie

Anton Böck mit auf den Jakobsweg. Er

ist ihn im Jahr 2000 von Kempten-Allgäu

durch Österreich, durch die

Schweiz, quer durch Frankreich bis

nach Santiago de Compostela im Nordwesten

Spaniens zu Fuß gegangen.

Den Jakobsweg gibt es eigentlich nicht.

Wenn man vom Jakobsweg spricht,

dann ist damit meistens der so genannte

„El Carnino“ in Spanien gemeint.

Es gab aber im Mittelalter und auch

heute wieder viele Jakobswege in ganz

Europa. Auf diesen Wegen kann man

mehr erleben als abwechslungsreiche

Landscha�en, schöne Städte, bedeutende

Köster, Kirchen und Kathedralen, alte

Burgen und Paläste.

„Den Weg nach Santiago de Compostela

geht man nicht nur mit dem Kopf.

Man geht ihn nicht nur mit dem Verstand.

Und man geht ihn auch nicht

nur mit den Beinen. Der ganze Mensch

mit seinem Herzen, seinen Gefühlen,

seiner Leibbezogenheit, mit all seinen

44 Rückblick

Sinnen wird hinein genommen in das,

was der Weg mit ihm vorhat und tut“

(Julián Barrio, Erzbischof von

Santiago de Compostela).

Februar

Lebendiges Allgäu –

Der Natur auf der Spur im

Wandel der Jahreszeiten

Referent: Armin Hofmann

Wie faszinierend kann unsere heimische

Natur sein, wenn man mit offenen

Augen durch Moore, Wiesen, Wälder

und Felder strei�, an See, Bach und

Fluss verweilt, Tiere beobachtet und

die Schönheit der Pflanzenwelt genießt.

Es ist der frühe Morgen und der späte

Nachmittag, wo Tiere besonders aktiv

sind und wir den Finger immer am Auslöser

haben, um besondere Erlebnisse

und einmalige Naturschauspiele einzufangen!

Manchmal sind es aber auch

verträumte Ortscha�en und eindrucksvolle

Stillleben, die uns für einen Moment

verweilen lassen!

Diesen schönen Vortrag haben wir mit

einer leichten Hintergrundmusik genossen.

März

Argentinien – Streifzug durch

das Land des Tangos

Referent: Rupert Barensteiner

Die digitale Schau führte uns zuerst in

die wirtscha�liche Metropole am Rio

Plata, nach Buenos Aires. Man nennt

die attraktive Stadt des Tangos auch das

Paris Südamerikas.

Hier erfuhr man einiges über die Geschichte

des Tangos und die heutige

Tangoszene in Buenos Aires. Über die

majestätischen und eindrucksvollen

Iguazuwasserfälle führte die Fotoschau

dann in den Nordwesten Argentiniens

in die schöne Stadt Salta und schließlich

nordwärts in das Tal von Humahuaca.

Es war ganz deutlich, dass in diesem

Landesteil Argentiniens neben dem

Tango der Chacarero den Rhythmus

angibt. Ausgehend vom Norden Argentiniens

führte die Schau entlang der Ruta

40 über bizarre Salz- und Gebirgslandscha�en

nach Süden in den Nationalpark

Talampaya.

Der Autor des Vortrages, der sich seit

25 Jahren regelmäßig in Südamerika

au�ielt, kommentierte live und präsentierte

seine vielseitigen Impressionen

unter verschiedenen Aspekten.

Der abwechslungsreiche Vortrag hat

nicht nur geschichtliche, politische und

kuturelle Aspekte beinhaltet, die Besucher

erfuhren viel aus dem Alltag der

Menschen in Argentinien und konnten

auch viele touristische Informationen

für Reisen in dieses Land erhalten. Die

digitale Reise wurde untermalt mit Musik

aus dem Lande des Tangos.


April

Unsere Wegmacher –

Arbeiten an den Wegen

unserer Sektion

Referent: Herbert Lederle

Unsere Wegemacher betreuen 26 km alpine

Wege, zu unseren Hütten,

Kemptner Hütte, Rappenseehütte,

Tannheimer Hütte und in deren Umfeld,

z. B. Sperrbachtobel oder zum

Schrofenpass.

Im Herbst müssen die Stege und Leitern

abmontiert werden und im Frühjahr

bzw. Frühsommer vom Schnee freigeschaufelt

und wieder aufgebaut werden.

Auch der Alpenvereinsweg von

Kempten auf den Mariaberg wird von

unseren Wegemachern in Ordnung gehalten.

Mai

Südfrankreich –

Wandern, Bergsteigen, Kajak

Referent: Eugen Ehlers

Die Gegend zwischen Cote d’Azur und

Ardeche, der Süden Frankreichs also,

waren Gegenstand der Betrachtung dieses

Vortrags. Die Reise in die Vergangenheit

bis hin zur Gegenwart mit

abenteuerlichen Erlebnissen in der Gorges

du Verdon, Bergtouren und

Schluchtenwanderungen, welche die

Vielfalt dieser großartigen Landscha�

zeigten.

Juni

Eine Reise durch Ladakh und

Kaschmir

Referent: Jakob Sattler

Die Reise führte mit dem Zug von Delhi

nach Amritsar. Dort besichtigten sie

den goldenen Tempel, das Heiligtum

der Sikh.

Weiter ging es drei Tage über mehrere

hohe Pässe nach Leh, der Hauptstadt

von Ladakh.

Zwei Wochen standen nun die Klöster

Ladakhs auf dem Programm. Sehr beeindruckend

waren die Maskentänze

im Kloster Hemis. Nach kurzem Flug

erreichten sie Srinagar, die Hauptstadt

Kaschmirs. Hier wohnten sie auf einem

Hausboot.

Ausflüge führten sie auch in die reizvolle

Umgebung.

Juli/August

Sommerpause

September

Verschiedene Bergwanderungen

mit der Bergwandergruppe

zwischen 2003 und

2009

Referent: Johannes Brückner

Unterwegs mit der Bergwandergrupe

unserer Sektion, im Jahr 2005 Riederstein/Tegernseer

Gebiet und Besuch

des Gulbransson Museums in Tegernsee,

2006 Scha�arsee/Lechtaler Alpen,

2006 Kanisfluh im Bregenzer Wald,

2007 Rabenkopf von Jachenau aus,

2009 Nuencham in der Schweiz und

2009 Wösterkopf bei Lech.

Oktober

Bergtouren zwischen Loisach

und Wendelstein

Referent: Helmut Schaefer

Es begann mit einer Wanderung auf

den Wank/Estergebirge bei Garmisch.

Weiter ging es zu den Bergen rund um

den Walchensee und zur Benediktenwandgruppe.

Die nächsten Touren entführten uns in

die Tegernseer und Schlierseer Berge

bis zum Wendelstein.

November

Durch den Balkan Bulgariens

Referent: Magnus Briechle

Wir entdeckten fantastische Bergwelten

und sahen Klöster (Rila) des orthodoxen

Glaubens. Wir haben viele Eindrücke

gewonnen, die uns fremd waren.

Dezember

Adventsfeier

Rückblick 45


Sponsoren

des Kletterzentrums

Kempten

Folgende Firmen haben bisher unser

Kletterzentrum im Engelhaldepark

unterstützt:

Wir danken den Sponsoren sehr herzlich

für ihr finanzielles Engagement und

hoffen, dass unser Sponsoring-Angebot

auch von weiteren Firmen zur Sicherung

des Unterhalts unserer Kletteranlage

angenommen wird.

46 Rückblick

Kletterzentrum

10 Jahre Kletterzentrum

im Engelhaldepark

Vor 10 Jahren am 16. August 2002 wurde

das Kletterzentrum im Engelhaldepark

eingeweiht. Es war der Tag an dem

ein Projekt seinen Abschluss fand, das

bei seiner Verwirklichung keine Skepsis

zuließ und mutiges, zukun�sorientiertes

Handeln erforderte. Viel Prominenz

hatte sich damals zur Feier eingefunden

und es wurde der Sektion mit Worten,

die kaum einen Superlativ ausgelassen

hatten, zu dieser im Allgäu und weit darüber

hinaus einmaligen Anlage gratuliert.

Auch wir, die Vertreter des Vereins

hatten uns zu Wort gemeldet, hatten erzählt

von der den Bergsteigern eigenen

Beharrlichkeit, die notwendig gewesen

war, um das kühne Vorhaben in die Tat

umzusetzen, und dass es aber dann nach

jahrelangen Bemühungen in relativ kurzer

und äußerst arbeitsintensiver Zeit

gelungen war das Projekt termingerecht

zu verwirklichen. In nur dreimonatiger

Bauzeit wurden 12 Tonnen Stahl, 36 m³

Holz, 800 kg Schrauben und 700 m²

Verkleidungspaneele zu einem 18 m hohen

und 400 000 € teuren Klettergerüst

aufgetürmt. Ein Gerüst, durch dessen

Überhänge die Protagonisten der Kletterszene

zum Abschluss der Einweihungsfeier

in atemberaubender Manier

geklettert waren. Spätestens da waren

sich alle am Bau Beteiligten sicher, gemeinsam

Großes erreicht zu haben.

Jetzt, 10 Jahre später blicken wir zurück

auf ein erfolgreiches Jahrzehnt für das

Kletterzentrum und stellen fest, der

Trend an künstlichen Anlagen zu klettern

ist ungebrochen und wie erwartet

hat sich gezeigt, dass die Anlage im Engelhaldepark

mehr ist als nur eine Anhäufung

von Stahl, Holz und Kunststoffplatten,

sondern ein Beitrag zum

Umweltschutz, ein Ort der Begegnung

für Insider, ein Medium für ein neues

Image und eine Investition in die Zukun�

unseres Vereins. Eugen Ehlers

Beim Jugend-Klettercup 2012.

Bild: Robert Kulawiak


Referenten:

Robert Kulawiak, Elmar König

Der Klettersport boomt, so merken wir

es auch an unserer Anlage. Jahr für Jahr

haben wir mehr Kletterer im Engelhaldepark.

Damit unsere Anlage noch attraktiver

wird, sind dieses Jahr im Sommer

die Pflasterfläche deutlich vergrößert

und neue Vollholz-Sitzgarnituren

bescha� worden. Aber nicht nur die

Anlage an sich, sondern auch die Qualität

der Routen machen die Anlage aus

und das ist die Arbeit der Routenschrauber.

Das Schrauberteam, bestehend aus

insgesamt 10 Schraubern unter der Leitung

von Robert und Elmar, legte sich

auch dieses Jahr wieder ordentlich ins

Zeug. So wurde das erste Mal bereits

zum Kinderklettercup im April vollständig

umgeschraubt, was nicht nur bei den

Michi Schmidt im Finale.

Foto: Robert Kulawiak

Kindern hohen Anklang brachte, sondern

auch bei den Kletterern. Der zweite

Höhepunkt in diesem Jahr war das

„Kletterfieber“, welches im Juli an unserer

Anlage erstmalig stattfand. Auch

hier ist wieder das Schrauberteam fleißig

gewesen und hat 80 % der Touren

am Turm neu kreiert, so dass die Teilnehmer

dieser Veranstaltung wiederum

ganz neue Touren klettern konnten.

Das zweimalige Umschrauben erforderte

natürlich jede Menge Zeit. Eine Umschraubaktion

dauert etwa 8–10 Tage.

In dieser Zeit muss die Anlage ganz oder

zum Teil gesperrt werden. Das Umschrauben

umfasst folgende Arbeiten:

das Rausschrauben und Reinigen aller

Griffe, das Umsetzen und Reinigen der

Volumen und schließlich das Schrauben

der neuen Touren. So entstehen bei einer

Umschraubaktion in den 8–10 Tagen

etwa 350–400 Arbeitsstunden, die

das Schrauberteam ehrenamtlich leistet.

Im Rahmen des Umschraubens findet

auch einmal jährlich die Hauptinspektion

der Firma Artrock statt. Es werden

zudem kleine Schäden, die auf Grund

von Witterung und Abnutzung entstehen,

von der Firma behoben. Nächstes

Jahr steht unserer Anlage im Engelhaldepark

eine größere Wartung bevor. Die

Pflege der Anlage erfordert viel Zeit

und Arbeit, aber dank der positiven Resonanz

der Besucher wird das Schrauberteam

auch nächstes Jahr wieder versuchen

seine Arbeit mindestens genauso

gut zu bewältigen wie in diesem Jahr.

Robert Kulawiak

ALLGÄU HOCH 3

Mitglieder der Sektionen Kaufbeuren-Gablonz

und Allgäu-Immenstadt

können im Rahmen einer Kooperation

zum Eintrittspreis Sektionsmitglieder

klettern. Dies gilt

nur für den Erwerb von Klettermünzen,

nicht für Jahreskarten!

Bitte DAV-Ausweis nicht ver -

gessen!

So zahlen auch Mitglieder der Sektion

Allgäu-Kempten für den Eintritt

in die Kletteranlagen der Sektionen

Kaufbeuren-Gablonz und

Allgäu-Immenstadt nur den jeweiligen

Preis der dortigen Sektionsmitglieder.

Erhöhung Eintrittspreise Kletterturm

per 1. 1. 2013

Die Eintrittspreise für den Kletterturm

im Engelhaldepark werden ab

1. 1. 2013 erhöht. Die neuen Preise

und deren genaue Staffelung entnehmen

Sie bitte dem Alpinen Terminkalender.

Rückblick 47


Kinder-, JugendundFamiliengruppen

Jugendreferent

Viel war in Bewegung in der Jugend in

2012! Sowohl was die Kinder und Jugendlichen

in vielfältigen Aktionen wie

Touren, Hüttenaufenthalten, Klettertrainings,

Wettkämpfen und Fahrten, als

auch was die Organisation des Jugendreferats

betri�.

Zu ihren Aktionen haben die meisten

Gruppen ja eigene Berichte hier im Jahresbericht

stehen, so kann ich als Jugendreferent

vor allem auf den organisatorischen

Status, bzw. die Veränderungen

und Herausforderungen eingehen.

Die spürbarste Veränderung für mich

war natürlich die Wahl zum Jugendreferenten

im April, wodurch ich das Amt

von Peter Eisenhut, der nach vielen Jahren

als Jugendreferent nicht mehr kandidiert

hat, übernommen habe. An dieser

Stelle möchte ich Peter, auch im Namen

der ganzen Jugend, ganz herzlich für seinen

jahrelangen Einsatz als Jugendleiter

und als Jugendreferent danken!

Als neuer Verantwortlicher für das Ressort

habe ich natürlich – insbesondere

nach vielen Gesprächen mit Gruppenleitern

– schon ein paar Ideen, Wünsche

und Ziele wo es mit der Jugend des DAV

Kempten hingehen soll und wie wir die

Herausforderungen der Zukun� meistern

können. Zwei Punkte sind mir dabei

besonders wichtig:

48 Rückblick

• Schließen der Lücke zwischen Alpinund

Klettergruppen

Bisher gibt es in der Sektion eine starke

Trennung zwischen den klassischen Jugendgruppen

(Kinder, Jugend 1, 2, Familien

1–4 und Jungmannscha�) und den

Klettergruppen (Kinderklettergruppe

1–10, Fördergruppe Kinder, Wettkampfgruppe).

Diese Trennung hat mehr historische,

als praktische Gründe. Denn im

täglichen Betrieb zeigt sich, dass sowohl

Aufgaben, als auch Bedürfnisse, Probleme

und Herausforderungen für die

Gruppenleiter in beiden Bereichen sehr

ähnlich sind. Somit würde eine engere

Zusammenarbeit und v.a. ein stärkerer Informationsaustausch

sicher allen helfen.

Denn warum soll eine Jugendgruppe

nicht auch klettern und eine Klettergruppe

nicht auch bergsteigen?

• Sicherung des Nachwuchses im Führungs-

und Leitungsbereich

Obwohl wir zurzeit allein 41 Jugend-, Familien-

und KlettergruppenleiterInnen

haben, sind es immer noch zu wenige.

Was vor allem auffällt, dass für die Größe

der gesamten Jugend in den letzten Jahren

sehr wenige Gruppenleiter (für das

Jugendreferat) und Tourenführer (für

das Tourenreferat) aus der eigenen Jugend

(und das gilt für die Alpin- und

Kletterjugend) kommen.

Ideen und Pläne um das zu verbessern haben

wir, aber eine konkrete Umsetzung

steht in den nächsten Monaten und Jahren

an. Dabei müssen sich aber die einzelnen

Ideen, die von einem verknüp�en

Ausbildungsprogramm (sektionsintern

+ JDAV + DAV) bis zu einer Fachübungsleiterpauschale

für Jugendliche in

der Berufsausbildung reichen, erst verwirklichen

lassen und auch beweisen.

Aktueller Status

Konkret haben wir zurzeit 5 Jugend-, 4

Familien- und 12 Klettergruppen. Darunter

eine Fördergruppe Alpin, eine Fördergruppe

Klettern und eine Kadergruppe

Klettern als Landesstützpunkt. Dabei

sind wie gesagt 41 LeiterInnen ehrenamtlich

aktiv und betreuen 229 Kinder und

Jugendliche. Zusätzlich haben wir noch

135 Kinder auf der Warteliste für einen

Platz in einer unserer Gruppen. Somit

sind wir im Vergleich zu den vielen Vereinen

mit Nachwuchssorgen, in einer deutlich

komfortableren Situation. Allerdings

ist eine Warteliste die über 50% so

groß ist wie die Anzahl der von uns aktiv

betreuten Kinder auch nicht ideal. Neben

den schon angesprochenen zusätzlich

notwendigen LeiterInnen, ist dazu

auch mehr Platz für das Training in Form

von zusätzlicher Kletterfläche notwendig.

Die Sektion ist aber in dieser Richtung

schon aktiv, so dass wir da innerhalb

der nächsten 1–2 Jahre auch eine Verbesserung

spüren werden. Ein erster Schritt

war auch schon der Ausbau der Boulderhalle

Nordschule.

Innerhalb der Gruppen und Leitungen

hat sich in 2012 einiges geändert. Ruth

Dollrieß hat sich aus der Leitung der Familiengruppe

1 zurückgezogen – nach

vielen Jahren waren jetzt auch ihre Kin-


der schon weit entwachsen. In der Klettergruppe

2 ist Ruth aber weiterhin aktiv.

Markus Eisenhut hat beruflich bedingt

ganz überraschend seinen Lebensmittelpunkt

ins Ausland verlagert und hat dadurch

die Leitung der Jugend II beendet.

Vielen Dank an Euch beide für viele Jahre

ehrenamtlicher Tätigkeit in der Sektion!

Beide Gruppen sind aktuell (Sept. 2012)

noch ohne neue Leitung, aber für beide

Gruppen gibt es schon konkrete Planungen

für die Nachfolge, so dass in 2013 die

Gruppen sehr wahrscheinlich schon wieder

aktiv sein werden. Ebenso haben bei

den Klettergruppen Holger Pflugrad, Rena

Schwarz und Martina Zakel aufgehört.

Auch Euch vielen Dank für Euren

jahrelangen Einsatz!

Dafür neu angefangen haben in den Klettergruppen

Leonie Hiltensberger, Jane

Filgis, Stefanie Tamler, Sascha Faust, Michael

Schmidt und Peter Scheuermann.

In den Jugendgruppen ist neu mit dabei

Pia Blank und in den Startlöchern stehen

Melanie Fischer, Angela Roth-Kuhn und

Silvana Schmitz. Herzlich willkommen

an alle neuen Leiter, Trainer, Betreuer

und Helfer!

Auch gibt es eine ganz neue Gruppe: die

Fördergruppe Alpin. Diese Gruppe wurde

von Uwe Schneider initiiert und wird

auch von ihm geleitet. Sie hat das Ziel jugendliche

Kletterer und Bergsteiger weiter

auszubilden und zu fördern, um sie so

vorsichtig auch an die größeren bergsportlichen

Herausforderungen heranzuführen.

Dabei erfolgt diese Ausbildung

nicht über eine feste Trainingsstruktur,

sondern in erster Linie über Lehrgänge,

Fahrten und spezielle Maßnahmen mit

verschiedenen Trainern und Experten.

Wir hoffen auf spannende Berichte von

Euren Unternehmungen und wünschen

Euch viel Erfolg und alles Gute! Und bitte

übertreibt es nicht!

Gratulation an alle, die in 2012 erfolgreich

ihre Ausbildung zum Jugendleiter,

Kletterbetreuer, Trainer C, Fachübungsleiter,

usw. abschließen konnten! Namentlich

sind das: Leonie Hiltensberger

(Jugendleiterin), Pia Blank (Jugendleiterin),

Jane Filgis (Jugendleiterin Sportklettern),

Jürgen Lukas (Familiengruppenleiter).

Frank Niedermeier absolvierte die

vereinsinterne Ausbildung zum Kletterassistent.

Und das Wichtigste zum Schluss: Zusammen

leisten unsere GruppenleiterInnen

pro Jahr über 4500 Stunden ehrenamtlicher

Arbeit für die Sektion und unsere

Kinder und Jugendlichen. Dafür

möchte ich mich auch im Namen der

Sektion, bei allen ganz, ganz herzlich bedanken!

Ich wünsche uns allen noch viele

Jahre Begeisterung und Leidenscha� für

die Jugendarbeit im DAV – mit dem

wichtigsten Ziel „die Kinder und Jugendlichen

zu aktiver Freizeitgestaltung in der

Natur und zu bewusster Verantwortung

für den eigenen Körper, Mitmenschen

und Umwelt hinzuführen. Diese Werte

haben in der heutigen Konsumwelt einen

noch größeren Stellenwert als früher”.

(Zitat ÖAV Imst)

Norbert Grotz

Jugendreferent

Für viele das ideale

Weihnachtsgeschenk!

Für die heutigen Großeltern eine

Erinnerung an schwere Zeiten –

für die Jungen ein unverzichtbarer

Rückblick auf die Vergangenheit:

Kempten in der

Kriegs- und

Nachkriegszeit

Heinrich Ehlers erzählt wie er als

Kind diese schwere, andererseits

für ihn und seine Altersgenossen

auch abenteuerliche Zeit erlebte.

EHLERS, KINDERJAHRE, Festband,

272 Seiten, € 19,80, zu beziehen

bei Eugen Ehlers, Tel. 0831/22956

und beim Kemptener Buchhandel.

Rückblick 49


Wettkampfgruppe

Leiter:

Ines Dull und Daniel Kretschmer

Nach einem langen Winter mit Maximalkra�-

und Techniktraining war es

endlich so weit. Raus aus den chalkdurchsetzten,

miefigen Hallen, rein ins

Flugzeug und ab nach Sizilien.

Ein Du� aus Orangen- und Zitronenbäumen

gepaart mit Meeresrauschen

empfing uns in unserem tollen Haus.

50 Rückblick

Und ... Felswände en masse ... senkrecht,

überhängend, Löcher, Sinter – alles was

das Kletterherz begehrt.

10 Tage tobten wir uns hier aus, bis wir

uns die Haut von den Fingern geklettert

hatten. Motiviert und voller Elan

kehrten wir heim, um uns den bevorstehenden

Wettkämpfen zu stellen:

− Bouldercup auf der Climb Free in

München

Deutscher Leadcup in Balingen

− Bouldercup im fränkischen Auerbach

− Bayerischer Leadcup in Rosenheim

− Bayerischer Leadcup in Coburg

Ja und in Coburg da gings richtig ab.

Da lief die Quali einfach klasse. Wir waren

alle im Finale. Ines war da schon

sehr zufrieden.

Nach der Isolation gaben wir alle dann

noch mal richtig Gas. Jeder gab sein Bestes

und am Schluss holten wir für die

Sektion Allgäu-Kempten den 1. Platz

in der Team-Wertung.

Die Kids Sophia Ohmayer, Julius Gawaz und Jannes Krauter beim Bouldern im Zillertal, Sundergrund. Schwierigkeit 6c+,

zum Warmmachen. Foto: Daniel Kretschmer


Patricia Holzmann. Bei ihrem zweiten DAV Jugendcup Deutschland, am 25. 9. 2011 in Darmstadt, in der Finalroute

(Schwierigkeit ca. 9+/10) konnte sie sich einen top 4 Platz sichern. Foto: Daniel Kretschmer

Puhhh Halbzeit … jetzt brauchten wir

mal wieder eine kleine Wettkampfpause.

So organisierten Ines und Daniel eine

Boulderausfahrt ins Zillertal. Beladen

bis unters Dach mit Crashpads –

hier hatte wirklich keine Hand mehr

Platz – gings Freitagabend los. Oh

Mann, endlich mal wieder Fels spüren.

Entspannt und stressfrei, aber nicht

minder ehrgeizig und voller Power

rockten wir die Boulder und zogen uns

die Arme lang.

Wieder zurück, war noch mal hartes

Training an unserem Turm angesagt.

Denn jetzt gings in den Endspurt:

Deutscher Leadcup Ingolstadt

Deutscher Leadcup Frankenthal

− Bayerischer Leadcup Regensburg

Gescha� !!!! Wettkamp�ahr Ende !!!!

Viele Stunden kutschierten uns Ines

und Daniel zu den Wettkämpfen. Ein

paar Enttäuschungen und Niederlagen

mussten weggesteckt werden.

Aber summa summarum ... konnten wir

viele Erfolge und Siege feiern.

Jugend C – Franziska Grotz 3. Platz,

Dominik Bösch 5. Platz, Julius Gawaz

6. Platz

Jugend B – Lea Kurzweil 3. Platz, Florian

Kramer 15. Platz

Jugend A – Patrizia Holzmann 2. Platz,

Sophia Ohmayer 6. Platz, Markus Köcheler

7. Platz

Junioren – Pilipp Martin 2. Platz

Daniel Kretschmer, Monkee Team

Rückblick 51


Kinder- und Jugend-

Klettercup im Engelhaldepark

am 28. April

Zum vierten Mal richteten wir heuer

den Klettercup für unsere Kinder- und

Jugendklettergruppen bei strahlendem

Sonnenschein im Engelhaldepark aus.

45 motivierte Kletterkids zwischen 6

und 15 Jahren gingen an den Start und

kämp�en in der Qualifikationsrunde

um Punkte. Die von Robert Kulawiak

und seinem Team neu geschraubten

Routen trugen sicher dazu bei, dass jeder

einzelne Teilnehmer über sich hinauswuchs

und unglaubliche Leistungen

zeigte.

Einen herzlichen Dank unseren Sponsoren,

dank denen wir wieder tolle Prei-

52 Rückblick

se für alle Teilnehmer hatten: VAUDE,

Bergsport Maxi, Allgäuer Volksbank,

Sparkasse und das Allgäuer Brauhaus.

Dank dem Sponsoring der Firma Sport

Reischmann bekam jeder Teilnehmer

ein tolles Cup-T-Shirt.

In der Jugend 1 ( Jahrgang 1998 und älter)

setzte sich Michael Schmidt vor Lena

Leidl und Hannah Niedermeier

durch. Benjamin Filgis führte die Jugend

2 ( Jg. 1999 und 2000) vor Nico

Fauter und Marina Angenend an. Platz

1 in der Jugend 3 ( Jg. 2001 und 2002)

belegte Luca Bösch gefolgt von Mattea

Ringeisen und Pia Weimeir. In der Kinderklasse

( Jg. 2003 und jünger) belegt

Rebecca Grotz den ersten Platz, Jonas

Karg erkämp�e sich vor Lukas Weimeir

den zweiten Platz. Brigitte Natterer

Unsere „Minis“ Anna Gil und Rebecca Grotz. Fotos: Robert Kulawiak

Lena Leidl im Finale.


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Rückblick 53


Gruppenbild Teilnehmer Bouldercup 2012. Foto: Robert Kulawiak

Kinder- und Jugend-

Bouldercup am

Samstag, 21. Januar

Nicht noch so dicke Schneeflocken

hielten die Kinder und Jugendlichen

der DAV-Sektion Allgäu-Kempten davon

ab, am Samstag, den 21. Januar in

die Boulderhalle der Nordschule zu

kommen.

Hier fand der vereinsinterne Bouldercup

der Kinderklettergruppen statt.

Mit spannenden Hangelparcours, ganz

einfachen Bouldern und „sau“schweren

Bouldern konnten die Kletterer 3 Stunden

lang Punkte sammeln, um dann

den Einzug ins Finale zu schaffen. Das

Teilnehmerfeld umfasste 42 Kinder

und Jugendliche im Alter zwischen 6

54 Rückblick

und 16. Als Stärkung gab’s, zur Begeisterung

aller, Banane-Nutella-Semmeln

(mmh …).

Pünktlich um 12.30 Uhr startete das Finale.

Alle Finalteilnehmer mussten

jetzt in die Iso (d. h. sie dur�en ihren

Mitstreitern beim Klettern nicht zusehen

und erfuhren erst beim Eintreten

in die Halle, welche Tour die Finaltour

ist). In der Klasse Jugend E waren Rebecca

Grotz (1), Benjamin Zobel (2)

und Jonas Karg (3) die Finalisten. Michael

Fauter (1), Lola Josko (2) und

Mattea Ringeisen (3) kämp�en in der

Jugend D um die Plätze 1, 2 und 3. In

der Jugend C traten Julius Gawaz (1),

Niko Fauter (2), Marina Angenend (3),

Benjamin Filgis (4) und Ruth Niedermeier

(5) gegeneinander an. Julia Nat-

terer (1), Hannah Niedermeier (2),

Lena Leidl (3) und Pavel Brams (4) starteten

im Finale der Jugend C. Die ersten

drei Plätze in der Jugend A belegten

Michael Schmidt (1), Antonia Heim

(2) und Dominik Bruckhoff (3). Die

Kinder und Jugendlichen machten es

wirklich spannend und mit den vielen

Eltern, die zum Zuschauen und Anfeuern

kamen, gab es eine tolle Stimmung

in der Halle.

Julius Gawaz (430 Punkte) und Julia

Natterer (420 Punkte) waren die beiden

Tagessieger. Sie konnten als Einzige

die Finalroute toppen und gewannen

somit die Gesamtwertung, sowie die

Wertung der jeweiligen Altersklasse.

Brigitte Natterer


Kinder- und Jugend -

klettergruppe KKG 08

Eichhörnchen

Leitung: Sepp Schmaus

Die Kinder- und Jugendklettergruppe

Eichhörnchen hat sich 2012 nochmals

vergrößert. Mit nun 16 Kindern ist die

optimale Gruppengröße eigentlich

schon überschritten, aber es kommen

ja nicht immer alle Kinder … Auch in

der Gruppenleitung hat sich einiges verändert:

Joanna beendete zum Jahresende 2011

wegen einer Schwangerscha� ihr Enga-

gement in der Gruppenleitung und ist

nun stolze Mutter eines Mädchens.

Martina konnte wegen ihrer beruflichen

Anforderungen nur sporadisch zu

den Gruppenstunden erscheinen und

hat im Juli um eine temporäre Unterbrechung

ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit

gebeten. Vielen Dank an sie für die

bisher geleistete Unterstützung.

Sehr positiv ist der erfolgreiche Abschluss

der Jugendleiterausbildung von

Leonie Hiltensberger zu vermerken. So

konnte ein neues Mitglied für die Gruppenleitung

aus den eigenen Reihen der

Jugendlichen gewonnen werden.

Seit September dieses Jahres unterstützt

auch Sascha Faust die Bemühun-

gen der Gruppenleitung, den Kindern

und Jugendlichen eine abwechslungsreiche

Gruppenstunde zu bieten.

Bei den durchgeführten Kletterwettbewerben

war eine rege Beteiligung der

Eichhörnchen zu verzeichnen. Mit Nico

und Michael Fauter, Benjamin Zobel

und Pia Weimeir konnten einige

„Stockerl-Plätze“ errungen werden.

Das geplante Alpinwochenende im Juli

musste wegen diverser Verletzungen

von Sepp abgesagt werden. Als Trostpflaster

und kleinen Ersatz sollte am

Sonntag, den 22. Juli eine Tagesfahrt in

den Klettergarten nach Nassereith

durchgeführt werden. Am frühen Morgen

regnete es noch in Strömen und ei-

Rückblick 55


KKG Eichhörnchen – Aufstieg zum Klettergarten Nassereith. Foto: Sepp Schmaus

nige besorgte Eltern riefen an, ob der

Ausflug denn tatsächlich stattfinde.

Aber Sepp war sehr zuversichtlich, dass

das Wetter sich bessert und wollte auf

jeden Fall losfahren. Mit Eintreffen in

Nassereith hörte es auf zu regnen. Am

Klettergarten angekommen empfing

uns eine Musikkapelle, denn just an diesem

Tag wurde dieser offiziell eingeweiht.

Unsere Befürchtungen, dass wegen

der Feier die „Hölle“ los sei, erfüllte

56 Rückblick

sich Gott sei Dank nicht. Nur die Musik

der Kapelle begleitete uns den ganzen

Tag, wobei die Auswahl der Musikstücke

selten unseren Geschmack traf.

Bis zum Abend blieb es trocken und die

Sonne belohnte unsere Zuversicht auf

gutes Wetter. Dank der Unterstützung

zweier Mütter aus der Gruppe, Uli Allraun

und Helga Weimeir, wurde es ein

gelungener Ausflug. Die Kinder waren

vom Felsklettern so begeistert, dass es

mit Nachdruck beendet werden musste,

um wieder rechtzeitig nach Kempten

zurückzukommen.

Nach den Sommerferien gab es bei einigen

Kindern Konflikte zwischen dem

Stundenplan der Schule und der

Kletterstunde am Dienstag. Wir hoffen,

dass diese Probleme sich lösen lassen

bzw. die betroffenen Kinder in anderen

Gruppen untergebracht werden

können. Sepp Schmaus


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Rückblick 57


MiniMonkees – SportundWettkampfklettergruppe

für Kinder

Leitung: Norbert Grotz

Schon das zweite Jahr MiniMokees ist

vorbei! Einiges hat sich geändert, das

meiste ist aber gleich geblieben ...

So haben wir zwei neue Trainer bekommen:

Jane Filgis und Michael Schmidt

– worüber wir uns riesig freuen, denn so

ist jetzt noch mehr Trainingszeit möglich.

Auch haben wir seit Oktober 2011

„unsere“ neue Trainingshalle in der

Nordschule. Dort können wir ganz für

uns, mit viel mehr Platz und vielen

Bouldern, die speziell für uns Kleinere

gemacht sind, klettern und auch richtig

trainieren.

Neu war auch, dass wir es im zweiten

Jahr endlich gescha� haben auch mal

an den Fels zu kommen! Das Highlight

dabei war auf jeden Fall unsere Gruppenfahrt

auf die Muttekop�ütte. Auch

unsere Gruppenmitglieder haben sich

natürlich wieder etwas geändert. Wieder

sind welche von uns zu den Allgäu-

Monkees (unseren „Profiwettkampfkletterern“)

und auch welche zu einer

der anderen Klettergruppen gewechselt.

Aber wir haben auch genauso viele

neue MiniMonkees dazu bekommen.

Und was haben wir denn im letzten

Jahr sonst noch alles gemacht?

Erst mal gaaanz viel geklettert! Wir haben

immer zwei- oder dreimal pro Woche

trainiert, erst am Turm und dann

58 Rückblick

ab Ende Oktober immer montags in

der Kletterhalle Seltmans, mittwochs

in der Boulderhalle Nordschule und ab

und zu auch noch freitags in der Boulderhalle

oder am Fels. Ab April waren

wir dann wieder am Turm – abwechselnd

beim Bouldern und Klettern.

Bei so viel Training haben wir natürlich

nicht nur geklettert, sondern auch viele

andere Übungen und Spiele gemacht:

gemeinsam Joggen, Balancieren auf allem

was wir fanden, Parcouring über

die Spielplätze im Engelhaldepark,

Baumbouldern, Koordinations- und

Gehirnübungen aus der Life Kinetik,

Menschenpyramiden aus der Akrobatik,

Aufwärmen auf einem Bein, usw.

usw. Wichtig ist für uns nicht das klassische

Training von Kra� oder Ausdau-

er, sondern es geht darum, möglichst

viel „Bewegungs- und Körpererfahrung“

zu sammeln, so dass wir dann später

eine solide Basis haben um entweder

richtig gut bzw. schwer klettern zu können

– oder uns auch einen anderen

Sport zu suchen und dort mit Begeisterung

gut zu werden.

Wettkämpfe haben wir natürlich auch

jede Menge besucht: Schon fast traditionell

angefangen hat die Saison im

November mit dem Allgäu Cup in

Oberstaufen – und genau wie letztes

Jahr konnten wir den ersten, zwei zweite

und zwei dritte Plätze holen!

Im Dezember waren wir dann in Augsburg

bei der LEW Challenge (kombinierter

Lead- und Boulderwettkampf )

Maxima beim BoulderCup Nordschule. Foto: Robert Kulawiak


und haben dabei einen ersten, drei zweite

und vier dritte Plätze belegt – damit

waren wir wieder das erfolgreichste

Nachwuchsteam Schwabens (ganz

knapp vor Augsburg).

Neu war unser Winter-Boulder-Programm:

Teilnahme an allen drei Wettkämpfen

der Serie „Big Fat Boulder Sessions“

in der Boulderwelt München.

Da konnten wir uns jeweils an super gut

geschraubten (die Weltcupschrauber

waren am Werk) Bouldern richtig

„platt“ machen. Nur schade dass es keine

Kinderwertung gibt und wir bei der

Jugend starten müssen. Ganz toll war

auch unser DAV Kempten-interner

BoulderCup in der Nordschule.

Mit dem Frühjahr gings dann vom

Bouldern zu den Leadwettkämpfen. So

waren wir bei der kompletten Allgäuer

Kletterfieber-Serie (Füssen, Kaufbeuren,

Kempten) dabei und konnten dort

neben diversen Tagessiegen, auch in der

Gesamtwertung einen ersten, zwei dritte

Plätze und noch 10 weitere Top-Ten-

Platzierungen holen. Und beim KinderkletterCup

in Kempten waren wir natürlich

auch dabei.

Weiter geht’s in 2013 mit einem jetzt

festen Trainingsblock am Freitag in der

Boulderhalle Königsplatz (für die

MiniMonkees die dreimal trainieren

wollen oder entweder Montag oder

Mittwoch keine Zeit haben). Und wir

freuen uns natürlich immer über neue

Kinder in unserer Gruppe, die die gleiche

Begeisterung fürs Klettern haben

wie wir! Norbert Grotz

MiniMonkees –

Gruppenfahrt auf die

Muttekopfhütte

Am Mittwoch, dem ersten Sommerferientag

war erst mal kein Ausschlafen

angesagt ...

Wir treffen uns um halb sechs morgens

am Turm und dann gehts los Richtung

Imst, da der Mautweg zur Materialseilbahn

der Muttekop�ütte nur bis 8 Uhr

befahrbar ist.

Am Parkplatz angekommen, sehen wir

fast von unten schon die Hütte! Nachdem

wir zweimal die Materialseilbahn

vollgeladen haben, laufen wir los.

Als wir nach ca. einer Stunde oben sind,

machen wir Brotzeit und genießen die

wunderbare Aussicht. Anschließend

beziehen wir erwartungsfroh unser tolles,

sauberes Lager in der gut ausgebauten

Hütte und dann gehts auch gleich

los zum Klettern. Das frühe Aufstehen

hat sich doch gelohnt, so haben wir viel

mehr Zeit zum Klettern bei blendendem

Sonnenschein!! Wir lassen es langsam

angehen und schwer bepackt mit

Seil, Exen und unseren Klettersachen

geht es rauf zum Sektor Felswurm, der

nur ca. 10 Minuten von der Hütte entfernt

liegt. Hier können wir erst mal

wieder am Fels sicherer werden! Am

Abend genießen wir auf der Hütte das

super leckere Essen!!

Von dem Frühstücksbuffet gut gestärkt

gehen wir wieder los zum Felsen! Diesmal

gehts zum Eisenhut, der ein bisschen

weiter oben liegt. Hier klettern

Julius in steilem Fels.

Foto: Andrea Grotz

wir alle schon etwas schwerer und manche

steigen sogar in eine 8 ein! Am frühen

Nachmittag laufen wir dann wieder

zurück zur Hütte und essen eine

Kleinigkeit. Weil das Wetter nicht so

ganz beständig ist, bleiben wir an der

Hütte und lernen wie wir abseilen können.

Nach regenreichem Abseilen und einem

tollen Klettertag haben wir uns

Rückblick 59


Die MiniMonkees. Foto: unbekannt (Wanderer)

das Abendessen wirklich verdient. An

unserem letzten Abend müssen wir natürlich

schon etwas Besonderes machen.

Beim Tischbouldern dur�e jeder

einmal rum und auch beim „Münzspiel“

waren alle dabei. Am nächsten

Morgen regnet es leider immer noch

aber das ist bei der Hütte kein Problem:

An der Felswand (die die Rückwand

60 Rückblick

von der Hütte ist) können wir im Trockenen

gut das Umbauen lernen und

üben!

Wer das schon gut kann probiert mal

bis zur Hüttendecke zu prusiken und

sich oben wieder abzuseilen, was gar

nicht so einfach ist wie es aussieht!

Nach dem Mittagessen verbinden wir

unseren Abstieg mit einem tollen Ver-

gnügen, der weltlängsten Alpen-Sommerrodelbahn.

Unten angekommen genießen

manche noch eine Abkühlung

in dem kleinen Badesee. Dann sind die

drei Tage aber leider schon wieder viel

zu schnell vergangen und wir müssen

schon nach Hause fahren. Wenigstens

liegen die Sommerferien noch vor uns!

Jane Filgis


Kindergruppe

Leitung: Sabine Schmid

Und schon wieder ist es soweit, den Jahresbericht

zu schreiben. Im Januar suchten

wir die Spuren des Königs auf

Schloss Neuschwanstein. In der Nacht

hatte es viel geschneit und wir rutschten

mehr oder weniger nach Schwangau.

Dort angekommen verwandelte sich

der Schnee in Regen und wir gelangten

pitschnass ins Schloss. Die schöne Führung

stimmte uns aber alle dann versöhnlich.

Im Februar konnten wir dann

endlich zu einer tollen Rodelpartie starten.

In den Jahren zuvor machte uns das

Wetter immer einen Strich durch die

Rechnung.

Nach einem sonnigen, aber kalten Aufstieg

starteten wir nach einer zün�igen

Brotzeit gen Tal. Beim Abfahren wurde

versucht sich gegenseitig zu übertrumpfen

und insgesamt hatten wir alle viel

Spaß und genossen den herrlichen

Schnee. Leider fiel unsere geplante Tour

zur Breitachklamm aus, da die Klamm

wegen des Tauwetters schon geschlossen

hatte. Daher wanderten wir zu den

Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg.

Beide Burgen mussten mit wilden

Schneeballschlachten verteidigt werden,

das uns aber nicht schwerfiel bei

sonnigen 20 Grad. Da wir wissen wollten

wie’s früher mal war, besuchten wir

das Bauernhofmuseum in Illerbeuren.

Es gab viel zum Anschauen und Entdecken,

aber besonders hat den Kindern

die alte Kegelbahn gefallen, wo sie um

die Wette kegeln konnten. Im Mai erkundeten

wir den Rottachberg von Brackenberg

aus. Auf dem Gipfel genoss jeder

seine Brotzeit und das herrliche

Wetter. Im Juni hatten wir die Tour zum

Engeratsgundsee geplant. Mit dem Bus

fuhren wir Richtung Giebelhaus und

stiegen über die Schwarzenberghütte

auf. Im Paradies machten wir eine Rast

und bewunderten die alten Ahornbäume.

Stetig ging es weiter bergan und wir

freuten uns auf den See, denn wir hatten

Badehose und Handtuch eingepackt.

Aber oben angekommen, mussten wir

entdecken, dass der See noch zugefroren

war.

Anstatt zu plantschen, rutschten die

Kinder stattdessen immer wieder über

die Altschneefelder zum See hinunter.

Unser Rückweg führte uns über das Falkentörle

zurück nach Hinterstein. Aufgrund

des schlechten Wetters fiel leider

unsere Tour zu den Sonnenköpfen

schon wieder aus. Am 22./23. Septem-

ber stand unsere Tour zur Rappenseehütte

an und wieder schien uns das Wetter

einen Strich durch die Rechnung zu

ziehen. Doch wir wagten es trotzdem,

da es am Sonntag besser sein sollte. Also

zogen wir nur mit leichtem Gepäck los

(juhu, wir dur�en die Materialseilbahn

benützen) und kamen oben nicht allzu

nass an. Leider regnete es den ganzen

Nachmittag, aber wir verbrachten unsere

Zeit mit kurzweiligen Spielen.

Am nächsten Morgen bestiegen wir den

Hochrappenkopf. Doch der Föhnsturm

hielt uns nicht lange am Gipfel

und wir suchten uns ein wärmeres Plätzchen.

Bald waren wir auch wieder an

der Hütte und der Abstieg ins Tal verlief

auch recht schnell. Es war ein tolles Wochenende

und hiermit möchte ich mich

bei Hans und dem Team der Hütte herzlichst

für den tollen Rundumservice bedanken.

So, das war es jetzt mit dem Jahresbericht

und ich freue mich schon auf

das nächste Jahr, um mit euch weitere

Touren zu unternehmen. Eure Sabine

Hüttenwochenende auf der Rappenseehütte. Foto: Sabine Schmid

Rückblick 61


Jugend 1

Leitung: Dirk Wrenger und Pia Blank

Wir hatten eine tolle Zeit mit „unserer“

Jugend 1. Im Januar sind wir zum

Nachtrodeln mit Flutlicht – nur für

uns – auf der Piste am Grünten in das

Tourenjahr gestartet. Am nächsten Tag

ging es mit Schneeschuhen und Tourenski

auf den Schönkahler. Im Februar

konnten uns auch –25 °C und eisiger

Ostwind nicht von der Tour auf den

Breitenberg abhalten. Mit Zipfelbob

gab es ein wildes Abfahrtsrennen wieder

ins Tal. Einzig das Kauen der eingefrorenen

Müsliriegel stellte eine Herausforderung

dar. Extreme Lawinenlage

zwang uns kurzfristig im März, unsere

Übernachtungstour auf die Tannheimer

Hütte um ein paar Wochen zu ver-

62 Rückblick

schieben. Gekocht wurde im Schein

der Stirnlampen, da der Strom ausgefallen

war. Auf dem Rückweg konnten wir

Auf dem Breitenberg. Foto: Dirk Wrenger

Oberhalb der Tannheimer Hütte. Foto: Dirk Wrenger

erkennen, was die Lawinen Anfang

März an den Hängen entlang unseres

Weges angerichtet hatten. Von unserer

Hörnertour, die wir im April vom Gunzesrieder

Tal gestartet haben, konnte

uns auch ein Hangrutsch am Eingang

zum Tobel nicht abhalten. Slacklinen

und der Hirschbachtobel mit Spiesergipfel

waren unsere Aktionen im Mai.

Trotz unserer Querfeldeinabstecher

und Bachüberquerungen kamen wir an

den wichtigsten Wegpunkten zielgenau

an. Wegen Waldbrandgefahr haben wir

unser Lagerfeuer mit Grillen spontan

auf eine Kiesbank mitten in der Durach

verlegt. Die Höfatsumrundung im Juni

war von super Wasserfällen erst im

Hölltobel und dann unterhalb der Kleinen

Höfats, hinter dem Älpelesattel, geprägt.

Der letzte Wasserfall hat im aus-


gespülten Kessel so viel Gischt hochgesprüht,

dass wir in Sekunden klatschnass

waren. Nur unsere geplante 3-Tages-Tour

im Juli mussten wir bisher wegen

starker Gewitter verschieben; stattdessen

gab es einen Kinotrip in Ice Age

4 und anschließend selbstgemachte Pizza.

Eine Woche später haben wir eine 2-

Tages-Tour mit Biwak unterhalb des

Kaiserjochhauses in 2 250 m Höhe in

den Lechtaler Alpen gemacht. Um uns

herum dutzende Murmeltierlöcher

und deren neugierige Bewohner. In der

Nacht ein gigantisches Wetterleuchten

um uns herum, aber sternenklarer Himmel

direkt über uns – das war schon

sehr beeindruckend. Am nächsten Morgen

ging es auf den Malatschkopf und

über den Stanskogel zur Leutkircher

Hütte. Nach einer riesigen Portion Kaiserschmarren,

die wir uns redlich verdient

hatten, sind wir dann bei strömen-

dem Regen durch das Almajurtal zurück

nach Kaisers gelaufen.

Unter anderem steht noch eine Orientierungstour

(da seid dann ihr gefordert)

auf dem Programm und die Planungen

für das nächste Jahr laufen auch

schon wieder auf Hochtouren. Wer

nun Lust bekommen hat, mit uns auf

Tour zu gehen, ist in der Jugend 1 herzlich

willkommen!

Bis bald, Pia und Dirk

Jugend 1 beim Lagerfeuer auf einer Kiesbank in der Durach. Foto: Dirk Wrenger

Rückblick 63


Jungmannschaft

Leitung: Florian Lorenz

Wer kennt das nicht, man steht auf einem

Allgäuer Gipfel und sieht sich das

Panorama an. Dabei stechen einige

Gipfel besonders ins Auge. Im Allgäu

sind es unter anderem: der Hochvogel,

der Schneck, der Aggenstein, der Widderstein,

die Nagelfluhkette. Ich denke

die Liste könnte endllos sein. Besonders

für die Skibergsteiger geht es dabei

nicht um eine makellose Abfahrt sondern

um eine Besteigung. Und um die

eben genannten Gipfel drehten sich viele

der Jungmannscha�stouren. Dabei

konnten die Gipfel, Frau Holle Sei

Dank, mit sehr viel Schnee und guten

Bedingungen bestiegen und genossen

werden. Selbstverständlich war es auch

hilfreich, dass einige von uns noch das

Studentenleben genießen.

Auch gingen wir um die Weihnachtszeit

wieder auf eine Allgäuer Hütte, wobei

der erste Schnee gespürt werden

konnte.

Die Skitourenzeit ging Ende Mai noch

mit zahlreichen Bike-and-Ski-Touren,

wie sie der Spezialist nennt, zu Ende.

Wer hat nach so einem Winter überhaupt

Lust auf Sommer??

Diese Frage war schnell vom Tisch, als

der erste warme Fels gespürt werden

konnte. Im Sommer bewegten wir uns

viel im Allgäu. Natürlich auch in den

Tannheimern, allerdings war es auch

o� abseits des Trubels, wie Fuchskar-

64 Rückblick

Die JUMA auf dem Schneck. Foto: Florian Lorenz (Selbstauslöser)

spitze, Höllhorn, Liechlkopf. Des

Weiteren schauten wir auch auf der urigen

Kletterhütte, der Oberreintalhütte

vorbei.

Wir blicken auf ein ereignisreiches und

unfallfreies Bergjahr zurück. Für nächs-

tes Jahr haben wir uns vorgenommen

immer eine Tour am letzten Samstag

des Monats durchzuführen. Also einfach

vormerken.

Berg Heil! (Oder wie man heut auch

immer sagt). Florian Lorenz


Familiengruppe 2

Kraxelkids

Leitung: Jürgen Lukas

Im Oktober trafen wir uns in Tannheim

zur Hüttenübernachtung. Nach

der Li�fahrt zum Neunerköpfle liefen

wir zur Hütte, Hüttenübernachtung.

Bei bestem Wetter machte uns dies

„ganz Süddeutschland“ nach. Hütte

voll, aber rundrum tolle Tour. Im November

Hüttenübernachtung auf

Selbstversorgerhütte. Vom Holzhacken

über Kochen und Saubermachen mussten

wir alles selber machen. Abends gab

es Lagerfeuer, Fackelwanderung und

Party. Einfach toll. Zum Jahresanfang

wollten wir mit Fackeln in die Breitachklamm.

Da das Wetter nicht mitmachte,

wichen wir in den Abendstunden

auf den Mariaberg aus.

Kinderfaschingsball im Hofgut Kürnach

war im Februar dran.

Im März Winterausflug auf die Drehhütte

bei Schwangau. Wir genossen erste

Sonnenstrahlen auf der Hüttenterrasse.

Die Kids hatten beim Schneespielen

große Freude. Den Schlitten ließen wir

mangels Schnee im Auto.

Bei strömendem Regen und Hagelschauer

ging es im April auf den Carl-

Hirnbein-Weg bei Weitnau. Die Kin-

Die Kraxelkids am Lagerfeuer bei der Hanauer Hütte. Foto: Oliver Kuss

Rückblick 65


der und die Stimmung waren trotzdem

super, nach dem Motto, es gibt kein

schlechtes Wetter.

Zusätzlich im April erste Hüttenübernachtung

auf der Schwarzenberghütte.

Hüttenparty bis „der Arzt“ kommt. Natürlich

bei bestem Wetter.

Im Wonnemonat Mai stiegen wir von

Grän aus zur Bad Kissinger Hütte.

Auch hier wieder bei blauem Himmel

und bester Laune.

Unser diesjähriger „Kracher“ war wie

immer die Hanauer Hütte mit Hüttenübernachtung.

Bei bestem Wetter trafen

wir uns in Boden und los ging es. In

der großen Pause am Bach sahen wir

nur noch glückliche Kinderaugen. Anschließend

über steilen, schmalen Weg

zur Hütte. Hüttenparty und toben im

Schnee. Das Beste waren aber die kinderlieben

Wirtsleut. Wir dur�en ein

Lagerfeuer am Hausteich machen. 20

„Rumpelstilzchen“ tanzten ums Lagerfeuer.

Am nächsten Tag wanderten wir

mit bester Laune und Wetter zurück.

Zum Glück ging ein Sturz eines Kindes

auf dem geraden Weg glimpflicher aus

als es aussah. Die beste Tour meiner Familiengruppe

bisher.

Im Juli stiegen wir bei mäßigem Wetter

zur Hüttenübernachtung auf die

Schwarzwasserhütte auf. Trotzdem

Stimmung bei Kindern und Großen super.

Super Hüttenabend. Rundherum

eine schöne Tour.

Jürgen Lukas

66 Rückblick

Familiengruppe 3

Die Sommersprossen

für Familien und Alleinerziehende mit

Kindern im Alter von 3–6 Jahren

Leitung: Monika Mayer

An zwei sehr schönen Herbsttagen besuchten

jeweils zwei kleine Gruppen

die staatlich anerkannte Pflegestation

für Greifvögel, Eulen und andere Wildvögel

in Memmingen. Die Sommersprossen

konnten durch Herrn Leitners

44-jährige Erfahrung einen tiefen Einblick

erhalten, was mit Vögeln nach Unfällen

geschieht, wie sie wieder gesund

gepflegt und wieder ausgewildert werden.

Falken, die durch ihren Unfall

noch nicht flugtauglich für die Auswilderung

sind, werden von der 14-jährigen

Lydia liebevoll und geduldig abgetragen.

Aber auch Schwäne, Schwarzstörche,

jede Menge von Bussarden, Milanen,

Eulen, Uhus, Turmfalken und

Schwarzohreulen finden bei Herrn

Leitner fachmännische Pflege. Gerne

besuchen wir ihn im Oktober 2012 wieder

und freuen uns schon jetzt darauf.

Im November begleitete uns Grüffelo

durch die Adelegg zur Schletteralm.

Ronja, Claudia und Eberhard hatten

für ihre spannende Tour auch herrlichstes

Herbstwetter bestellt und uns ein

Tour zum Steineberg 2012. Foto: Monika Mayer


wunderschönes Fleckle Erde gezeigt.

Zurück am Ausgangspunkt gab es noch

Würstle am Feuer bis die Sonne schön

langsam unterging und die Novemberkälte

im Wald Einzug hielt.

Noch heute träumt der allerkleinste

Weihnachtsbaum aus dem Kürnachtal

von seinem allerschönsten Weihnachtsfest,

das er mit den Sommersprossen erleben

dur�e. Er wurde Zeuge, als die

Sommersprossen mit Förster Hans die

Christbäume schlugen und zu Tal rodelten,

sah auch, dass dort zur selben

Zeit im Kürnacher Wald der Nikolaus

seine Rast machte, um mit den Sommersprossen

die Waldweihnacht zu feiern.

Als es Zeit für ihn war, mit seinem

Schlitten weiterzuziehen, ließ er seinen

Sack voller Äpfel, Mandarinen und

Lebkuchen zurück, die die Sommersprossen

mit warmem Punsch auch

gleich verzehrten.

Das neue Jahr begann heuer erst im Februar

mit der Auszeittour für Eltern. Mit

Schneeschuhen spurten und schwitzen

wir zur Kreuzleshöhe hinauf. Durch unberührte,

schon fast unheimlich schöne

Feenwälder ging es in Richtung Wolfsberg

und dem Glasmacherweg folgend

wieder ins Tal zurück. Alle Schneeschuhneulinge

kamen nach der Tour als

Schneeschuhexperten wieder ins Tal.

Vom THW in Sonthofen wurden wir

im April herzlichst empfangen. Dank

einer ausführlichen Führung bekamen

wir einen beeindruckenden Einblick in

die Arbeiten des THW. Alle kleinen

Sommersprossen dur�en selbst Hand

anlegen, Drucklu�kissen aufblasen,

mit dem Feuerwehrschlauch löschen

und Nägel einklopfen. Bevor uns das

THW mit Grillwürsten verwöhnte,

gab es noch eine Blaulichtfahrt in den

THW-Lkws durch Sonthofen.

Im Mai trafen wir uns wieder mit Adelheid

Lingg zur Kräuterwanderung am

Rottachberg. Diesmal gab es einen

frisch gebrauten „Obelixtrunk“, einen

Die Sparkassen sind Deutschlands Sportförderer Nummer 1.

Brennnesselkra�trunk, der allen so fein

schmeckte, wie die Sonne an diesem

Tag strahlte. Unter Anleitung von Albert

und Eugen bastelten wir danach

noch Maipfeifchen, die den Abschied

musikalisch umrahmten.

Im Juni lernten wir wertvolle Erste Hilfe

für unterwegs – wenn mal der Schuh

drückt oder so manches Bergwanderwehwehchen

gut versorgt sein will. Unter

fachkundiger Anleitung von Annette

Hiltensberger übten wir die Erste

Hilfe während einer Wanderung zur

Siedelalpe.

Im Juli entdeckten Claudia und Eberhard

mit den Sommersprossen ein

längst vergessenes Rezept eines Gesundheitstrunkes

der alten „Wald-Traudl

vom Rohrbachtobel“. Durch den Rohrbachtobel

und die Himmelsleiter hinauf

fanden sich all die Zutaten für den

Trunk, der dann gemeinsam zubereitet

wurde. Nicht mal ein Tropfen blieb

übrig.

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Rückblick 67


Der Steineberg lud im August die Sommersprossen

zur Gipfelbesteigung ein.

Trittsichere, geübte und schwindelfreie

kleine und große Sommersprossen erklommen

die Leiter und gingen genauso

souverän den Normalweg zurück. In

der Alpe Oberberg gab es noch eine

Stärkung bevor ein nahendes Gewitter

die Sommersprossen zum Aufbruch

trieb.

Im September wandern wir noch entlang

der Hinanger Wasserfälle, im Oktober

besuchen wir wieder das Greifvogelkrankenhaus,

im November die

Bergwacht und im Dezember gehen

wir wieder mit Förster Hans zur Christbaumsuche.

Monika Mayer

Familiengruppe 4

Kleine Berg-Entdecker

Leitung: Birgit Glockner

Auch wenn heuer die ein oder andere

Tour witterungs- oder krankheitsbedingt

ausfallen musste, so können die

Kleinen Bergentdecker doch auf eine

abwechslungsreiche Saison zurückblicken.

Zu Beginn des Jahres traf sich die

Familiengruppe zum Schneeschuhwandern

am Eschacher Weiher. Der Wind

blies krä�ig, aber die Kinder kämp�en

sich fleißig vorwärts und hatten sich ihre

Brotzeit dann redlich verdient. Im

Frühjahr ging’s dann zweimal in die

neue Boulderhalle in der Nordschule.

68 Rückblick

Hier wurde gespielt, getobt und natürlich

gebouldert und sogar die Slackline

getestet. Anfang Mai gab’s dann, im

Rahmen einer Wanderung oberhalb

von Oy-Mittelberg, eine Einführung

ins Geocaching. Bei bestem Wetter

suchten und fanden die Kleinen Bergentdecker

zusammen mit ihren Eltern

alle Stationen des Caches und konnten

zum Schluss den reichlich mit Gummibärchen

bestückten „Schatz“ auch heben.

Im Sommer traf sich die Familiengruppe

dann mehrmals am Kletterturm

im Engelhaldepark zum Klettern und

manch ein Bergentdecker kletterte

hoch motiviert bis zum Umlenker. Das

Spielen im Sandkasten kam dabei aber

natürlich auch nicht zu kurz. Für den

Rest des Jahres standen neben Klettern

dann noch eine Wanderung am Söllereck,

eine Wildnistour am Hochhädrich,

eine Wanderung bei Steibis und

eine Winterwanderung im Werdensteiner

Moor auf dem Programm. Liebe

Birgit, vielen Dank für die schönen Erlebnisse

und die guten Ideen und wir

freuen uns schon auf die „Bergentdecker-Saison“

2013! Gabi Gäbl

Die Kleinen Bergentdecker beim Spielen und Bouldern in der Nordschule.

Foto: Ludwig Gäbl


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Winterzeit:

Sa. 8.00 – 16.00 Uhr

Rückblick 69


Frauen-KletterundSkitourengruppe

Leitung:

Gundl Klose (Sportklettern)

Anne Kerner (Skitouren)

Das Interesse an den Angeboten der

Frauengruppe teilzunehmen ist nach

wie vor sehr groß. Die Anzahl der Teilnehmerinnen

ist inzwischen so gewachsen,

dass wir teilweise Aufnahmestopp

machen mussten. Nach 15 Jahren Frauenklettern

und nach 4 Jahren Frauenskitourengruppe

waren wir neugierig zu erfahren,

was die Teilnehmerinnen bewegt

hat in die Frauengruppe zu kommen

und zu bleiben. Deshalb haben wir

70 Rückblick

dieses Jahr bei den Frauen eine kleine

Umfrage gestartet. Zusammengefasst

waren ihnen folgende Punkte am wichtigsten:

– Durch die Gruppe können sie

trotz Arbeit, Familie und Kinder regelmäßig

klettern und auf Skitour gehen. –

Es gibt keinen Konkurrenzkampf und

keinen Leistungsdruck. – Auf Skitour

findet kein Wettrennen statt. – Es ist

einfach aktive Frauen kennenzulernen,

mit denen man auch außerhalb der

Gruppe etwas unternehmen kann. –

Mit der Gruppe Erfahrungen sammeln,

Sicherheit gewinnen, das Können verbessern

und lernen selbständig unterwegs

zu sein. – In der Frauengruppe ist

es entspannt, lustig, unkompliziert,

kommunikativ und harmonisch. Unser

wöchentlicher Klettertreff ist jeden

Mittwochabend. Gelegentlich treffen

Skitour Buralpkopf. Foto: Horst Klose

Klettern in Grola – Ca’Verde, Moni

in Calimero 6a+. Foto: Gundl Klose

wir uns auch an einem Vormittag, meistens

am Dienstag. Das kommt auch unseren

Müttern mit kleinen Kindern sehr

entgegen. Wer zu uns zum Klettern

kommen will, muss den Schwierigkeitsgrad

5 an einer künstlichen Kletterwand

im Vorstieg schaffen und die Partnersicherung

beherrschen. In der Skitourengruppe

sind auch Nichtkletterinnen

willkommen. Voraussetzungen sind

Skitourenerfahrung und einigermaßen

sicheres Abfahren im Tiefschnee. Die

genauen Ziele, Zeit- und Treffpunkte

für Skitouren und fürs Klettern werden

immer per E-Mail bekannt gegeben. Bitte

habt Verständnis, dass für die eine

oder andere Aktion eine Teilnehmerbeschränkung

sein muss. Wir freuen uns

auf die gemeinsamen Unternehmungen

mit Euch. Gundl und Anne


Hörnerfasching

Vielleicht kann sich der eine oder andere

an frühere Zeiten erinnern, als es jeden

Faschingssonntag Tradition war, eine

Skitour maskiert über die Hörner zu

machen.

Seit 2005 lässt die ehemalige Jungmannscha�

des DAV Kempten diese

Tradition wieder aufleben. Es wäre

schön, wenn sich noch mehr Maskierte

in Faschingslaune auf dieser Tour einfinden

würden.

Treffpunkt ist der Gipfel des Weiherkopfs

um 10.00 Uhr. Die Tour führt

dann über das Rangiswanger, Sigiswanger

und O�erschwanger Horn. Hörnerfasching 2012. Foto: Reinhard Bager

Rückblick 71


Naturschutzgruppe

Leitung: Gotthard Seitz

9. 10.2011

Lechkiesel III

Auf Spurensuche der geologischen Heimat-

und Siedlungsgeschichte im Tiroler

Lechtal

Der Hauptort des mittleren Tiroler

Lechtales Elbigenalp war unser erstes

Ziel. Die Geierwally-Festspiele machten

den Ort neben der Schnitzschule in

den letzten Jahren berühmt. Direkt hinter

der gerade neu umgebauten Bühne

tritt der Bernhardsbach ungestüm aus

72 Rückblick

einem wildromantischen Tobel und bietet

auf seinem alten Schwemmfächer

dem Ort Raum zum Leben. Er lud uns

in seinem schäumenden Bachbett zur

intensiven Suche nach den typischen

Gesteinen des Allgäuer Hauptdolomits

ein.

Nachdem es endlich die ersten Sonnenstrahlen

über die Ruitelspitze gescha�

haben und den noch kühlen Talboden

bei Bach erwärmten, setzten wir uns

noch leicht durchfroren in den Sesselli�

der Jöchelspitzbahn. Herrliche und

klare Weitblicke, die nur der Spätherbst

nach schlechtem Wetter erschaffen

kann, lässt unsere Aufmerksamkeit

vom nahen Lechtaler Kreideschiefer

ins weite Madautal und zur Parseier-

und Freispitze abschweifen. Von dort

drüben, vom Inntal kamen die ersten

Besiedler nach Madau. Der Aufstieg

zum Lachenkopf war als solcher, ob der

phantastischen Sicht, gar nicht wahrnehmbar.

Doch jede noch so schöne Tour hat einmal

ein Ende. Wir nahmen die letzte

Bahn ins Tal, nehmen diesen herrlichen

Tag mit nach Hause und freuen uns auf

den nächsten „Lechkiesel“ mit Peter

Nasemann.

17.6.2012

Bayern-Tour Natur 2012

Unsere gemeinsame Tour mit dem LBV

durch das Mahdtal auf die Untere Gottesackerwand

mussten wir leider wegen

Lechkiesel III. Foto: Gotthard Seitz


der noch massiven Altschneedecke im

Schatten der Oberen Gottesackerwand

kurzfristig umplanen. Ebenso wie der

Hohe Ifen gehört auch der unscheinbare

Besler in die Helvetikum-Zone der

Kreidezeit.

So wanderten wir, 21 Teilnehmer, vom

Riedbergpass über die Alpe Schönberg

erst mal den sogenannten Königsweg

an der Nordwand des Beslers entlang,

um an die sonnenüberfluteten Südosthänge

des Gipfels mit Blick ins Lochbachtal

zu gelangen. Dort nutzten wie

bestellt die ersten Schmetterlinge die

warme �ermik und unser Falterexperte

Alfred Karle-Fendt zeigte uns im

steilsten Grasgelände seine Fangkünste

mit dem Käscher.

Müßig darauf hinzuweisen, dass diese

Fangmethode nur geprü�en und lizenzierten

Experten erlaubt ist.

Nach fast vollständiger Umrundung

des Beslers und der obligatorischen

Gipfelrast stiegen wir noch über den

Schafberg zur Dinigörgen-Alp ab. Diese

wie auch die anderen Alpen im Lochbach-

oder auch Gutswiesertal soll

1689 ein Mann aus Basel gebaut haben,

deshalb auch der Name des Berges

Besler.

Die Einkehr auf der Alpe Schönberg,

die ihren Namen nicht ganz zu Unrecht

führt, ließen wir uns natürlich nicht

nehmen.

Gotthard Seitz

Naturschutzreferent

Rückblick 73


Kajakgruppe

Leitung: Ludwig Fröhlich

So gut gefüllt wie die Bäche und Flüsse

dieses Frühjahrs war auch die Warteliste

für den diesjährigen Kajakkurs. Begrenzt

durch die Menge an Ausrüstung

und die Anzahl der Helfer, konnten

wieder 10 bis 11 Alpenvereinsmitglieder

in den Genuss eines Kajak-Anfängerkurses

kommen.

Bei einem kühlen aber trockenen Seeabend

Anfang Mai startete der Kajakkurs

auf dem Rottachspeicher. Die Teilnehmer

machten sich zuerst an Land,

dann auf dem Wasser mit Ausrüstung

und Boot vertraut. Nach einer Weile

konnten alle einigermaßen die Richtung

halten, was mit den kurzen und extrem

wendigen Wildwasserbooten gar

nicht so einfach ist. Es folgten verschiedene

Paddeltechniken und zum Abschluss

die Eskimorolle, also zumindest

74 Rückblick

die erste Häl�e davon. Denn der kontrollierte

Ausstieg aus einem Kajak sollte

auch zuerst auf ruhigem Gewässer geübt

werden.

Am ersten Wochenende des Kurses waren

alle Teilnehmer hochmotiviert, sogar

das kalte regnerische Wetter und

der hohe Wasserstand konnten uns

nicht bremsen. Nach anfänglichen logistischen

Schwierigkeiten mit Ausstieg,

Einstieg und Autotransport,

konnten wir endlich aufs Wasser. Unfreiwillige

Badeeinlagen taten der Motivation

keinen Abbruch. Beim Kehrwasserfahren

wurden die Teilnehmer

von Übung zu Übung sicherer. Am Ausstieg

waren sich alle Kursteilnehmer einig,

es macht Lust auf mehr. Leider

mussten wir den zweiten Kurstag aufgrund

des sehr kalten Wetters und des

noch weiter gestiegenen Wasserpegels

ausfallen lassen. Eine Woche später

fand der zweite Teil des Kurses statt. Iller

und untere Breitach hielten noch ge-

nug Überraschungen für die Kajakaspiranten

bereit, z.B. die Stufen am Illerursprung

oder die Stufe an der Fußgängerbrücke

bei Rubi schraubten den

Adrenalinspiegel der Kursteilnehmer

immer wieder nach oben. Am letzten

Tag hatte auch Petrus ein Einsehen und

schickte noch ein wenig Sonne zum Abschluss.

Bedingt durch die häufigen Regenfälle

lief die Saison für die Kajakgruppe bis

Ende Juli sehr gut. Die Wasserstände

der nahen Flüsse Iller, Breitach, Lech,

Ammer, Ostrach und Loisach, waren

durchweg positiv. Und so fanden sich

immer wieder spontan Leute unserer

Gruppe zusammen um die vorher genannten

Gewässer zu befahren. Zum

Abschluss möchte ich mich an dieser

Stelle noch ganz herzlich bei meinen

treuen freiwilligen Helfern bedanken,

die mich beim Kurs immer so tatkrä�ig

unterstützen. Vielen Dank!

Ludwig Fröhlich

Kajakkurs auf der unteren Breitach. Fotos: Andi Leibig


Bergwandergruppe

Leitung: Michael Diehl

Für dieses Jahr hatten wir wieder zehn

Bergwanderungen in den verschiedensten

Gebirgsregionen geplant.

Die erste geplante Tour von Kadi Fuchsberger

über den Hirschberg nach Altstätten

im Appenzeller Land sollte am

22. Mai stattfinden, musste aber wegen

schlechten Wetters verlegt werden.

Das Busunternehmen Fa. Haslach fuhr

uns dann zum ersten Mal am 29. Mai

nach Gais. Bei heiterem Wetter, aber

teilweise schlechter Sicht konnte die

Tour zur Freude aller durchgeführt werden.

Der Abschluss fand wieder im

Biergarten des Restaurants Köchlin in

Lindau statt.

Die Tour in das Ammergebirge fiel am

5. Juni regelrecht ins Wasser. Auch eine

Woche später konnte die Tour, diesmal

wegen zu geringer Beteiligung, nicht

stattfinden. Schade.

Auch die Tour Benediktenwand konnte

nicht am geplanten Termin, dem 26.

Juni durchgeführt werden sondern

musste um zwei Tage verschoben werden.

Die anstrengende Tour von der Jachenau

über die Benediktenwand zum

Brauneck konnte aber bei schönstem

Bergwetter und ohne Zwischenfälle ge-

gangen werden. Die Brauneck-Bahn

brachte uns sicher ins Tal zur Einkehr

im „Wilden Muli“. Wegen schlechtem

Wetter an den Tagen zuvor musste die

Umrundung der Rüfispitze gestrichen

werden. Als Ersatz hierfür wurde zur

Stuttgarter Hütte aufgestiegen und wer

wollte konnte auch noch auf den Trittwangkopf

gehen.

Während der Anfahrt nach Zürs wurden

wir vom Regen eingeholt. Nach 40

Minuten hatte dieser aufgehört und

nach ein paar Minuten waren die Regenwolken

verschwunden und wir hatten

schönstes Bergwetter bis ca 15 Uhr,

dann zogen wieder Wolken auf.

Ankun� am Bus um 16.30 Uhr. Gewitterregen

um 16.45 Uhr, „Glück ge-

Auf dem Hoch-Hirschberg in der Schweiz. Foto: Kadi Fuchsberger

Rückblick 75


habt“! Nächstes Ziel: Walchensee, auf

den Herzgstand mit Gratwanderung

zum Heimgarten und zurück. Mit dem

Li� ging es bei schönstem Sommerwetter

auf den Herzogstand. Der anstrengende

und in der Sonne liegende Grat-

76 Rückblick

weg war für manche doch etwas zu viel

und einige wurden mutlos, sodass die

erste Gruppe nach ca. ein Viertel, die

zweite Gruppe nach der Häl�e des Weges

von den begleitenden Bergführern

zum Ausgangspunkt zurückgebracht

wurden. Die Handy-Verbindungen

zum leitenden Wanderführer waren teilweise

sehr schlecht, aber wir hatten die

Situation trotzdem alle im Griff. Die

grandiose Aussicht genossen wir trotzdem

sehr und hatten noch einen schö-

Am Silvretta-Stausee. Foto: Kadi Fuchsberger


nen Biergartenabend am Walchensee.

Beim geplanten Termin am 7. August

vom Tiefenbachferner den Höhenweg

nach Vent zu gehen, hatte uns das hohe

Gewitterrisiko zur Absage gezwungen.

Der neue Termin konnte erst für den

11. September festgelegt und organisiert

werden. Trotz dieser großen Terminverlegung

war der Bus mit 52 Teilnehmern

besetzt.

Bei anfänglich schlechter Sicht setzte

sich aber immer mehr die Sonne durch

und es wurde eine sehr schöne Wanderung

mit Blick in die Tiefe des Venter

Tals und auf die Gletscher. Diesmal hatten

wir das ideale Bergwetter erwischt.

Die Tour auf den Schildenstein in den

Blaubergen war sehr, sehr schön, hatte

uns aber einiges abverlangt, insbesondere

beim Forstweglaufen nach Achenwald.

Die Entschädigung erfolgte sofort

bei der gut ausgesuchten Lokalität. Die

Wettervorhersage für den 4. September

war nicht gerade aufmunternd und es

war schon eine Portion Mut notwendig

… grüeb a bizzle …

um die Tour von Sellrain – Kühtai auf

den Wetterkreuzkogel zur Bielefelder

Hütte trotzdem durchzuführen. Das

war auch richtig so, denn der Wettergott

meinte es gut mit uns. Diese schöne, von

allen sehr gelobte Tour fand in der Bielefelder

Hütte bei Musik, gutem Essen

und Trinken einen würdigen Abschluss.

Der Li� schaukelte uns ins Tal, wo

schon der Bus auf uns wartete.

Ein besonderes Schmankerl war im September

unsere Fahrt über die Silvretta-

Hochalpenstraße zum Silvretta-Stausee

auf der Bielerhöhe. Leider hatte es vorher

geschneit und wir konnten deshalb

die Tour über den Radsattel nicht gehen.

Aber auch die gekürzte Route zur

Wiesbadener Hütte verlangte einiges

an Trittsicherheit. Die herrlichen Ausblicke

ins Silvrettagebiet werden wohl

allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben.

Für die Abschlusstour am 9. Oktober

nach Hochkrumbach – Lechleiten,

wünschen wir uns natürlich das beste

Bergwetter, da schon viele Anmeldungen

vorliegen.

Die Touren kamen bei den Teilnehmern

alle sehr gut an und es wurde an

Lob für die Wanderführer nicht gespart.

Geplant und geleitet wurden diese

Bergwanderungen von Edi Fröhlich,

Ere Schmid, Fred Graf, Günter Lichtenauer,

Hätsch Schaefer, Hermann

Schöpf, Kadi Fuchsberger, Mandi

Böck. Ein großes Dankeschön an die

Wanderführer. Unser Dank gilt auch jenen

Wanderführern, die bei den einzelnen

Bergwanderungen die Tourenleiter

mit viel Engagement begleiten, den Damen

in der DAV-Geschä�sstelle für die

tatkrä�ige Unterstützung, den umsichtigen

Busfahrern, den Teilnehmern für

ihre gute Laune und Disziplin.

Mit unserem Herbstabend schließen

wir diesen Bergsommer ab. Berg Heil!

und immer schön gesund bleiben.

Servus!

Michael Diehl

87541 Bad Hindelang

Telefon 0 83 24/3 20

Rückblick 77


Skisenioren

Natürlich geht es auch ohne Schnee bei

der immer größer werdenden Gruppe

der Skisenioren. Beweis dafür sind die

zahlreichen Unternehmungen mit dem

Bike in nahe und weiter entfernte Gebirgsgruppen

und die Wanderungen

und Bergtouren, die gut geplant immer

wieder durchgeführt werden. Das Tempo

bei diesen Unternehmungen ist dem

Leistungsvermögen der Teilnehmer angepasst,

und das gemeinsame Erlebnis

steht im Vordergrund und nicht die

sportliche Höchstleistung. Gleiches gilt

natürlich erst recht zur Winterszeit,

wenn meist spontan angesetzte Tagestouren

durchgeführt werden und als

Höhepunkt im Winterprogramm der

Start in die jährliche Skitourenwoche erfolgt.

Dabei hatte man im vergangenen Jahr

zum zweiten Mal im Langtauferer Tal

Quartier bezogen, um von dem dort um-

Gleich ist es gescha�. Ingo mit seiner Gruppe im Gipfel -

bereich des Grionkopfes. Foto: Eugen Ehlers

78 Rückblick

fangreichen Tourenangebot zu profitieren.

Der Start zu den Bergen am Reschenpass

war alles andere als ermutigend.

Schlechte Straßenverhältnisse,

starker Schneefall und eine abgebrochene

Eingehtour wegen starken Windes

und schlechter Sicht waren die traurige

Bilanz des ersten Tages. Doch schon am

nächsten Tag wölbte sich zur Freude der

21 Personen starken Truppe ein strahlend

blauer Himmel über den Bergen

Südtirols. Im Rojen- bzw. im Langtauferer

Tal wurden, komfortabel mit vier

Fachübungsleitern Skibergsteigen ausgestattet,

der Jochbodenkopf, der Äußere

Nockenkopf und der Grionskopf bestiegen,

bevor man wie immer in vier

handliche Gruppen aufgeteilt der Mitterlochspitze

einen Besuch abstattete.

Dort war eine gigantische Aussicht der

Lohn für den doch vierstündigen Aufstieg.

So hatte sich ein Erfolgserlebnis

an das andere gereiht, und beim obligaten

Einkehrschwung und in der gepfleg-

Die Skisenioren treffen sich jeden

zweiten Dienstag im Monat um

19 Uhr im Haus Hochland zum

gemütlichen Plausch.

Dabei werden Tagestouren in der

näheren Umgebung, aber auch

Mehrtagesaufenthalte in weiter entfernten

Skitourengebieten geplant.

Natürlich steht auch ein Sommerprogramm,

das Bergtouren und

Ausfahrten mit dem Mountainbike

umfasst, zur Diskussion. Das Tempo

ist gemächlich, im Vordergrund

steht das gemeinsame Erlebnis,

nicht der Gipfelerfolg. Jedes Sektionsmitglied

ist herzlich eingeladen.

ten Pension, beim Kaffee und Irmis

selbstgemachten Apfelstrudel hatte

man sich eine Menge zu erzählen. Wen

wunderts, wenn dabei schon wieder Pläne

für kommende Unternehmungen geschmiedet

wurden. Eugen Ehlers

Unterwegs zur Mitterlochspitze 3 171 m, Ötztaler Alpen.

Foto: Hans Rauch


Die Wegemacher

Leitung: Herbert Lederle

Ein harter Winter hinterließ uns viele

Schneerinnen an den Wegen, die uns

auch nach den Hüttenöffnungen noch

mehrfach zu Wegverlegungen zwangen.

Erst später wurden die Schäden am Weg

sichtbar! So z. B. zur Kemptner Hütte,

wo wir den Weg über mit Steinen gefüllte

Drahtkörbe führen wollten. Leider

war wenige Tage später der Damm erneut

unterspült und unsere Arbeit vergebens.

Das Bayerische Fernsehen wollte über

unseren Einsatz bis zur Mädelegabel berichten,

was jedoch hinter dem Kratzer

schon sein Ende fand. Die viele Arbeit

wegen des teilweise ganz fehlenden Weges

hielt uns zu lange auf. Das Bild zeigt

Horst Bufler an dieser Stelle.

Weniger Arbeit hatten wir am Schrofenpass.

Doch hier haben wir mittags auf-

immerei

�����������

Z Hans-Jörg

eller


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Horst Bufler am Weg zum Kratzer. Foto: Herbert Lederle

gehört, weil – obwohl werktags – uns

die Biker Richtung Lechtal laufend zum

Ausweichen zwangen.

An dieser Stelle danken wir extra unseren

Hüttenwirten für die umfangreiche

Hilfe. Wir waren in Anbetracht unserer

weiten Anfahrtswege darüber sehr froh!

So hoffen die Wegemacher auch nächstes

Jahr wieder auf nette Begegnungen

unterwegs! Herbert Lederle

Altbausanierung

Wärmedämmung

Balkone

Dachfenster

Gauben

Bauplanung

Ständer- und Dübelholzhäuser

Fassaden- und Dachsanierung

Terrassen

Trockenbau

Rückblick 79


Ortsgruppe

Obergünzburg

Sommertouren

Im Monat Mai ist der Au�akt für die

Sommersaison. In unserem Programm

war für die Mountainbike-Fahrer ein

zweitägiger Kurs für Fahrtechnik und

Anwendung angeboten.

Dieser musste wegen zu geringer Beteiligung

abgesagt werden. Die geplante

Maiwanderung zum Falkenstein fand

80 Rückblick

wegen schlechtem Wetter nicht statt.

Nur ein paar wetterfeste Wanderer entschlossen

sich, heimatnah eine gemeinsame

Wanderung zu unternehmen. Die

Tour Bike & Hike wurde, nachdem in

den Bergen noch einiges an Schnee lag,

von Obergünzburg aus gestartet. Die

Mountainbiker radelten auf den östlichsten

Berg des Landkreises Ostallgäu,

den Auerberg 1 155 m. Vom Turm

der Kirche St. Georg aus hatten die 8

Teilnehmer eine herrliche Aussicht.

Nach fast 90 km und ca. 1 000 Hm

rund um den Auerberg, zum Teil auf

der Mountainbike-Marathon-Strecke,

die an diesem Tag ruhiger zu befahren

war, kamen alle wieder am Ausgangspunkt

an.

Zu einer leichten Klettertour ins Tannheimer

Tal lud die Ortsgruppe ein.

Fünf Teilnehmer mit ihren Führern

kletterten die Alte Südwand und die

Südostwand am Gimpel bis zum

Schwierigkeitsgrad IV. Das Wetter war

warm und trocken mit einem Durchzug

von Regenwolken, wobei es trocken

geblieben ist. Nach der Genusskletterei

wurde über den Normalweg abgestie-

Biberkopfmesse. Foto: Ortsgruppe Obergünzburg


gen und nach einer Einkehr auf der

Tannheimer Hütte die Heimfahrt angetreten.

Zu einer Blumenwanderung

bei strahlendem Sonnenschein machten

sich 12 Personen auf. Das Ziel war

der Siplingerkopf 1 745 m. Auf dem

Weg zum Gipfel war die wunderbare Alpenflora

zu bestaunen. Über den Grat

zum Heidenkopf und Abstieg über

Weidehänge zum Parkplatz. Nach einem

erfrischenden Fußbad und Einkehr

traten alle glücklich und zufrieden

den Heimweg an. Eine 3-Tagestour mit

dem Mountainbike ins Pustertal war

für die 11 Teilnehmer ein tolles Erlebnis.

Am ersten Tag führte die Route

von Niederdorf – Eggerberg – Kirchberg

– Schmieden – Pragser Wildsee.

Zweiter Tag: Brunstiedel – Egger

Wald – Salla Rundweg – Welsberg

Schmieden – Moserhof. Dritter Tag:

Niederdorf – Toblach – Schluderbach

– Dürrenstein – Haus – Plätzwiese –

Schmieden. Die Strecken betrugen zwischen

1 010 Hm und 1 265 Hm und

zwischen 25 km bis 45 km täglich. Die

geplante Frauenexpedition zur Riffelseehütte

musste wegen schlechter Wetteraussicht

abgesagt werden. Die geplante

Sommerhaupttour ins Rätikon

zur Tilisuna-Hütte und zur Lindauer

Hütte mit 22 Personen startete bei herrlichem

Wetter mit dem Bus nach

Tschagguns von wo uns ein Kleinbus

nach Grabs 1 393 m fuhr. Von dort teilten

sich die Teilnehmer in zwei Gruppen.

Die erste Gruppe stieg über den

Tobelsee zur Tilisuna-Hütte auf. Die

zweite Gruppe nahm den Weg über die

Tschaggunser Mittagsspitze 2 168 m.

Bedrohliche Gewitterwolken verfolgten

die Bergsteiger, die jedoch alle noch

vor dem großen Regen bei der Hütte

ankamen. Das Ziel des nächsten Tages,

die Besteigung der Sulzfluh 2 818 m

konnte wegen schlechter Sicht und großer

Regenwahrscheinlichkeit nicht in

Angriff genommen werden. Die Wetteraussicht

für den nächsten Tag war

schlecht und so entschieden sich die

Führer für eine verkürzte Tour. Über

den Tobelsee und weiter über den Räti-

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kon-Höhenweg wanderten alle gemeinsam

zur Lindauer Hütte. Nach einer

Mittagsrast auf der Hütte wurde der

Abstieg zur Golmer-Bergbahn fortgesetzt.

Mit der Bahn ging es ins Tal nach

Latschau wo uns dankenswerterweise

einen Tag früher der Bus abholte. Die

Rad-Tour im Allgäu startete in Obergünzburg

und führte über Reichholz –

Willofs – Röhrwanger Wald – Blöcktach

– Oberbeuren zum Mammutbaum

und weiter über Apfeltrang an

der Wertach entlang nach Ebenhofen-

Dümpfelmoos zur Einkehr beim Höllbauer,

wo eine kleine Gruppe den direkten

Weg von Obergünzburg dorthin

wählte. Insgesamt wurde von den 10

Teilnehmern eine Strecke von ca. 70 km

gefahren. Die Gletschertour in der Bernina

war für 4 Teilnehmer eine besondere

Herausforderung. Der Biancograt

– einer der schönsten Eisgrate der Alpen

war bei herrlichem Wetter mit guter

Fernsicht das Ziel. Überschreitung

des Piz Bernina, dem höchsten Gipfel

der Ostalpen und höchster Berg von

Rückblick 81


Graubünden mit Abstieg über Spalla-

Grat zur Marco-e-Rosa-Hütte. Von der

Marco e Rosa über die Bellavistaterrasse

und dann die Überschreitung des Piz

Palü. Hier mit Gratkletterei Schwierigkeit

II und steilem Firnhang am Grat

weiter zum Gletscher. Nach 45 Minuten

Aufstieg zum Diavolezza-Berghaus

Abfahrt mit der Bergbahn ins Tal.

Auch in diesem Jahr konnten wir unsere

Biberkopfmesse bei strahlendem

Sonnenschein feiern. Pfarrer Martin

aus Obergünzburg ließ zum �ema

„Nicht wir haben das Leben, sondern

das Leben hat uns“ den ca. 80 Messebesuchern

Gelegenheit ihre Gedanken

schweifen zu lassen. Pfarrer Ried aus

Lengenwang feierte gleichzeitig einen

Gottesdienst mit Gläubigen, für die der

Weg bis unter die Südwand nicht mehr

möglich ist in Lechleiten. Eine kleine

Gruppe machte sich auf den Weg in die

Lechtaler Alpen auf das Württemberger

Haus. Ausgangsort war Gramais.

Nachdem sich das Wetter auf der Hinfahrt

besserte – in Obergünzburg regnete

es – wurde der mühsame Aufstieg

zum Gufelgrasjoch 2 300 m in Angriff

genommen. Nach einer Pause auf dem

Joch und dem Weiterweg zur Rosskarscharte

trafen sie auf ca. 20 cm Schnee.

Endlich auf dem Württemberger Haus

ging es am nächsten Tag zur Bitterscharte

2 540 m und weiter zur großen Leiterspitze

2 750 m in schneebedecktem

Gelände. Nach der schönen – aber anstrengenden

8,5-Stunden-Tour – ging

es wieder heimwärts. Für den Herbst

82 Rückblick

sind noch Mountainbike-Abschlusstour

und Bergwanderungen geplant.

Schauen wir was der Wettergott mit

uns noch vorhat. Hanni Bäurle

Wintertouren

Der Start in die Wintersaison wurde

wie jedes Jahr für die Skitouren- und

Schneeschuhgeher mit einem VS-

Übungsnachmittag begonnen. 26 Teilnehmer

übten bei extremer Kälte und

Schneetreiben am Hang zwischen Kraftisried

und Reinhardsried, wobei sich

die Tourenführer viel Mühe machten

um den Notfall zu üben.

Die laut Programm folgenden Skitouren

und Schneeschuhtour mussten wegen

schlechtem Wetter und widriger

Schneeverhältnisse ausfallen. Die im

März geplante Schneeschuhtour konnte

bei besten Wetterbedingungen

durchgeführt werden. Die zwölf Teilnehmer

stiegen von Immenstadt zum

Gipfel des Immenstädter Horns auf

und weiter über das Kemptener Naturfreundehaus

zum Gschwender Horn.

Von dort Abstieg nach Bühl am Alpsee.

Die 3-Tages-Skitour ins Bergell zur Forno-Hütte

führte die Tourengeher von

Forno-Gletscher. Foto: Ortsgruppe Obergünzburg


Maloja zum Wasserschloss im Fornotal

und weiter über den Fornogletscher

zum Hüttenanstieg auf steilem, mit einigen

Steinschlagabgängen gefährdetem

Weg zur Hütte. Am nächsten Tag

wurde bei schönem Wetter aber pfiffigem

Nordwind zum Gipfel des Monte

Sissone 3 300 m aufgestiegen. 150 m

unter dem Gipfel musste wegen starkem

Wind und Schneegestöber mit

schlechter Sicht die Besteigung abgebrochen

und der Rückweg zu Hütte angetreten

werden.

Auch der letzte Tag über das Fornotal

ins Bürglettal um von dort nach Maloja

abzufahren ist wegen sehr schlechter

Schneeverhältnisse gescheitert. Fazit

der Tour, zu wenig Schnee aber die

Tour , die Gegend und der Hüttenaufenthalt

waren toll.

Der Winter schlug weiter seine Kapriolen

und so musste die geplante Tour zur

Schneeglocke in der Silvretta abgesagt

werden.

Die Seniorenskitouren, die von Gebhard

Bär geleitet werden, der sich dankenswerter

Weise nach dem Tod von

Matthias Fenle dazu bereit erklärt hatte,

führte die Teilnehmer zum Gschwender

Horn, auf den Ponten, zum Galtjoch

und im März die Winterabschlusstour

zum Heidenkopf. Hanni Bäurle

Familiengruppe

Leitung: Martin Hämmerle

Unser Tourenjahr begann im Januar

mit einer Schlittenfahrt von der Stubentalalpe

in Jungholz. Mit dem Wetter

hatten wir sehr großes Glück, mit

der anschließenden Abfahrt leider

nicht. Bei dieser brach sich ein Papa das

Bein. Unsere erste Bewährungsprobe in

der Gruppe! Mit Hilfe der einzelnen

Gruppenmitglieder und der Unterstüt-

zung von Bergwacht und Rettungshubschrauber

brachten wir den Verletzten

gut ins Krankenhaus. Wir sind alle froh,

dass der Unglücksrabe, nach einer längeren

Zwangspause, wieder bei unseren

Touren mit von der Partie ist. Bei unserer

zweiten Tour hatte der Winter den

Termin verpasst und so machten wir

uns anstatt zum Rodeln, auf zum

Schneereste suchen und Schneehasen

bauen. Unsere Flexibilität wurde bei

der anschließend geplanten Kaffeerunde

im AV-Heim getestet (wir waren

nicht die Einzigen) aber diese Prüfung

meisterten wir mit Hilfe zweier Gruppenmitglieder

mit Bravour, die uns

spontan zum Kaffeetrinken und Aufwärmen

bei sich aufnahmen. Unsere

Aufgabensteller haben sich mit einem

hervorragenden Kuchen bei der nächsten

Tour bedankt. Herzlichen Dank,

wir haben den Kuchen gerne genossen.

Im Mindeltal bei der Quelle fanden wir

Knochen und viele Holzstöcke, aus de-

Bahnhof�Apotheke �����������������������������

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Rückblick 83


Die Familiengruppe auf dem Gipfel des Beslers. Foto: Ortsgruppe Obergünzburg

nen die Kinder ein Segelboot mit Mast

bauten. Nach der erfolgreichen Schiffstaufe

wurde das Boot sogar per Auto

nach Hause transportiert, weil sich niemand

von ihm trennen wollte. Im Juni

erforschten wir den Hohlen Stein bei

Ottacker. Mit Stirnlampe und Feuer erhellten

wir das hinterste Eck in der kleinen

Höhle. Nach dem Ausflug in die

dunkle Felsspalte genossen wir die kühle

Rottach. Zum Glück hatten wir

Wechselkleidung dabei, wobei diese bei

manchen auch nicht ausreichte. Unsere

84 Rückblick

geplanten Wasserspiele an der Starzlachklamm

fielen ins Wasser, und so

machten wir uns auf um in Eschers den

Walderlebnispfad zu erforschen. Auch

den Aufstieg zur Bergmesse auf dem Biberkopf

im September meisterten zwei

Familien unserer Gruppe. Für unsere

gemeinsame Bergtour hatten wir uns

den Besler am Riedbergpass ausgesucht.

Mit dem Wetter hatten wir Glück, leider

war der Weg durch den Regen am

Vortag eine kleine Schlammspur, aber

die Kinder hatten ihren Spaß in alle

Schlammlöcher zu hüpfen, was an den

Hosen und Schuhen gut zu sehen war.

Auf dem Weg zum Gipfel teilte sich die

Gruppe kurz, damit die „Kletterziegen“

der Gruppe über den Besler-Klettersteig

zum Gipfel hinau�lettern konnten.

Die anderen wanderten den Fußweg

zum Gipfelkreuz. Alle Kinder

meisterten mit großem Eifer und sicherem

Schritt die steilen Kletterstellen, so

dass wir glücklich und zufrieden oben

die andere Gruppe wieder trafen. Nach

der gemeinsamen Pause ließen wir die


Schlittenfahrt der Familiengruppe Obergünzburg. Foto: Ortsgruppe Obergünzburg

schöne Tour auf der Schönbergalpe

noch ausklingen. Im Herbst wanderten

wir durch den Eistobel und spielten mit

den vielen Blättern die bereits auf dem

Boden lagen. Für den November haben

wir eine Fackelwanderung im Günztal

geplant.

Wir freuen uns, dass wir so viele gemeinsame

schöne Stunden auf unseren Touren

mit Eltern und Kindern erleben

dur�en, und erhoffen uns ein schönes

und unfallfreies weiteres Jahr mit unserer

Familiengruppe. Martin Hämmerle

Senioren-

Bergsteigergruppe

Leitung: Hans Unglert

Die zwölf geplanten Touren vom letzten

Jahr konnten bis auf eine durchgeführt

werden. Wir hatten sehr viel

Glück mit dem Wetter. Die Beteiligung

war sehr gut, es waren zwischen 15 bis

20 Personen dabei.

Einmal ging es zum O�erschwangerund

Rangiswanger Horn, ein andermal

zur Königsalpe von Aigis bei Missen.

Unsere obligatorische Tour zur Gfällmühle

dur�e nicht fehlen. Winterwanderungen

nach Untrasried und rund

um Obergünzburg, zum Faschingsnachmittag

nach Hopferbach, im März

zum ehemaligen Fürstabtweiher im

Leubastal mit vorhergehender Besichtigung

der Vögelesmühle und der Kapelle

in Reinhards. Weitere Touren

führten zum Schwarzen Grat, Raggenhorn,

Ruine Falkenstein, Reuter-Wanne,

Neunerköpfle und von Kranzegg

Rückblick 85


über den „Lustigen Wanderweg“ auf

den Grünten. Natürlich darf eine Einkehr

während oder nach einer Tour

nicht fehlen. Anni Deuring

Senioren-Wandergruppe

Im Herbst konnten wir unsere Wanderungen

auf den Crescentiawegen bei

Baisweil und Ottobeuren mit großer

Beteiligung durchführen. Die Teufelsküche

zwischen Obergünzburg und

Ronsberg war unsere letzte Wanderung

2011 und die Weihnachtsfeier in unse-

86 Rückblick

rem AV-Heim der Abschluss eines schönen

Wanderjahres.

Bei herrlichem Winterwetter starteten

wir von Ebersbach nach Wol�olz ins

neue Jahr. Wie immer wurde unser Fasching

in Hopferbach gefeiert, mit allem

was uns so erfreut. Ganz neue Eindrücke

von einem Moor, noch fast im

Winterschlaf, hatten wir bei �anners

und bei der Wanderung um Ollarzried

war wieder einmal der Regenschirm gefragt.

Auch im Kempter Wald mussten

wir ein bisschen abkürzen, aber diese

Zeit saßen wir beim „Tobias“ ab. Im Juni

zum Höllbauer zwischen Ober- und

Unterthingau und bei der Wanderung

zur Ehwiesmühle bei Schrattenbach

war bestes Wanderwetter. Mit 35 Teilnehmern

erkundeten wir den teilweise

neuausgebauten Weg entlang der Wertach

bei Wald und noch einmal geht’s

ins Moor bei Betzigau.

Bei allen Wanderungen kreuz und quer

durch unser schönes Allgäuer Voralpenland

war wieder rege Beteiligung angesagt,

so zwischen 20 und 35 Personen

waren stets dabei. Es ist immer wieder

schön, einmal im Monat mit allen einen

unterhaltsamen Nachmittag zu verbringen.

Die Seniorenwandergruppe auf ihrer Wanderung bei Wald. Foto: Ortsgruppe Obergünzburg


Senioren-Wandergruppe. Foto: Ortsgruppe Obergünzburg

Bei allen Leitern, die sich immer wieder

neue Gebiete für uns aussuchen und

uns Wege mit verschieden langen Gehzeiten

anbieten, und natürlich bei allen

Mitwanderern, möchte ich mich recht

herzlich bedanken. Ulrike Epple

Mountainbikegruppe

Nach einigen wetterbedingten Ausfällen

im Frühjahr konnten wir an insgesamt

17 Dienstagen bis 11. 9. unsere

Fahrten rund um Obergünzburg durchführen.

Im Bereich Ehwiesmühle,

Markt Rettenbach, Irsee, Bergmanghofalpe

und Kempter Wald wurde über-

wiegend auf Wald- und Wirtscha�swegen

geradelt. Ausnahme war im August,

als wir bei sehr trockenen Verhältnissen

eine Günztalrunde über viele Trails wie

Dillingerweg, Teufelsküche usw. fuhren.

In 2–2,5 Stunden wurden jeweils ca. 30

bis 40 km mit 400 bis 700 Hm zurückgelegt.

Die Teilnehmerzahl variierte zwischen

4 und 13, wobei heuer einige neue

Fahrer hinzukamen.

Bis auf ein paar wenige Stürze, die alle

ohne größere Blessuren abgingen, blieben

wir den ganzen Sommer unfallfrei.

Plattfüße gab es nur bei einer Fahrt, hier

musste dafür gleich dreimal ein

Schlauch gewechselt werden.

Anton Schindele

•Gartenund

Parkbänke

•Metallzäune

•Kunststoffzäune

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Rückblick 87


Unsere Hütten

Tannheimer Hütte

Hüttenwart: Helmut Büchel

Pächterin: Marion Moebus

Auf unserem Kleinod, der Tannheimer

Hütte, gab es im Jahre 2012 einen Pächterwechsel.

Petra Wagner hat im Dezember 2011

das Pachtverhältnis mit der Sektion aufgekündigt

und ihr die Tannheimer Hütte

zurückgegeben. Wir danken ihr und

ihrer Familie für die gute Führung der

Tannheimer Hütte in den letzten 7

Jahren.

Am 20. April 2012 bezog unsere neue

Hüttenwirtin Marion Moebus aus

Reutte mit ihrem Mann �omas die

Tannheimer Hütte.

88 Rückblick

Foto: Ralf Lienert

Marions erste Saison begann mit 50 cm

Neuschnee am 14. Mai. Als Entschädigung

konnte sie am 19. Mai bei Prachtwetter

ihren ersten Frühschoppen mit

Live-Musik auf prallgefüllter Terrasse

veranstalten. Anwesend waren neben

unserer Vorstandscha� auch der komplette

Vorstand vom OeAV der Sektion

Reutte sowie zahlreiche Gäste aus Reutte

und Umgebung.

Zwischenzeitlich fand zusammen mit

der Gemeinde schon die obligatorische

Wegebegehung statt. Es sind erhebliche

Winterschäden festzustellen gewesen,

die leider unsere Wegmacher durch Ermangelung

der notwendigen Werkzeuge

und Materialien nicht ausführen

konnten. Die Schäden wurden dann

durch die Gruppe der amg Tirol, unter

Leitung von Herrn Kofler, instand gesetzt.

Die Firma Bogner überprü�e wie

alle Jahre unsere Gas- und UV-Anlage

und das Hygiene Institut aus Innsbruck

attestierte uns erneut die einwandfreie

Trinkwasserqualität auf der Tannheimer

Hütte.

Im Klettersteig an der Köllenspitze ist

ein Edelstahl-Wandbuchkasten durch

Klaus und Reinhard montiert worden.

Das Wandbuch selbst ist von Franz Dechantsreiter

gesti�et, der übrigens auf

vielen Allgäuer Gipfeln die Gipfelbücher

ehrenamtlich wartet und wenn

notwendig, sie auch erneuert. Wie alle

Jahre findet Ende Oktober, besonders

im Bereich der Jugendhütte, ein Arbeitseinsatz

statt. Es wird vor allem in

und um die Hütte aufgeräumt. Es wird

Marion und �omas Moebus.

Foto: Ralf Lienert

Holz gesägt, gehackt und in der Hütte

für den Winter gestapelt.

Hier möchte ich besonders Reinhard

mit seinen Helfern ein großes Dankeschön

aussprechen. Die Jungmannscha�

die ihm bei der schweißtreibenden

Arbeit geholfen hat ist natürlich

mit eingeschlossen. Es wäre aber wünschenswert,

wenn sich beim Arbeitseinsatz

noch mehr junge Leute einfinden

würden.

Mein Dank gilt insbesondere dem Ehepaar

Marion und �omas Moebus mit

ihren beiden Töchtern für die gute Führung

der Hütte und die freundliche

Aufnahme aller Gäste sowie die Zusammenarbeit

in dieser ersten Saison 2012.

Ein herzliches Vergelt’s Gott ihrem Personal

und all ihren zahlreichen Helfern.

PS: Über Hüttenbaumaßnahmen wird

Herr Platz sicherlich ausführlich berichten!

Helmut Büchel


Kemptner Hütte

Hüttenwart: Stefan Heinle

Pächterin: Gabi Braxmair

Am 7. Juni 2012 starteten Gabi und

Martin Braxmair mit viel Schnee und

schwierigen Wegbedingungen in die

neue Saison auf der Kemptner Hütte.

Der Schnee im Sperrbachtobel bescherte

den Wegemachern genauso wie dem

Hüttenpersonal viel Arbeit, so musste

doch fast täglich der Weg auf dem

Schnee kontrolliert werden. Das Traggebälk

für die „obere Brücke“ über den

Sperrbach überlebte den Winter nicht

und musste ausgetauscht werden. Auch

an der Hütte hinterließ der Schnee seine

Spuren, so wurden Teile der Dachrinnen

abgerissen und ein Vordach zusammengedrückt,

auch das Stromkabel

von der Turbine zur Hütte gab seinen

Geist auf. Diese Schäden ließen sich

noch recht gut beheben, schwieriger

wurde es beim Notstromdieselmotor,

was als Ölwechsel geplant war, endete

letztlich in einer Generalüberholung

des Aggregats.

Trotz all dieser Zwischenfälle wird auch

heuer wieder eine sehr erfolgreiche Saison

im Oktober zu Ende gehen. Ein besonderes

Dankeschön gilt den Wirtsleuten

Gabi und Martin und dem Hüttenteam,

die heuer trotz des anhaltend

großen Ansturms und der notwendigen

Renovierungsarbeiten sämtliche

Gäste wieder zur vollsten Zufriedenheit

beherbergten. Stefan Heinle

Rappenseehütte

Hüttenwart: Hans Bonse

Pächter: Sylvia Socher, Andy Greiner

Hüttenöffnung am 7. Juni (Fronleichnam).

Der Heilbronner Weg

war aber erst für unsere Bergfreunde

nach dem 16. Juni bedingt begehbar.

Unsere „Heilbronner“ mussten 2 Wochen

später nochmals nachschaufeln.

Der alljährliche Dank sei ihnen gewiss.

Der Besuch begann schleppend, 2012

war aber trotz manchem verregnetem

Wochenende am Schluss (7. Oktober)

ein gutes Jahr. Die geplanten Instandsetzungen

und Renovierungen konnten

alle durchgeführt werden. Insbeson-

dere die Verschönerungen im Saal (Bodenbelag,

Sitzkissen, neue Vorhänge,

Lampeneinfassungen) machen sich

sehr gut. Der Raum wirkt jetzt sehr einladend

und freundlich.

Dank „Allgäu-Strom-Klima“ (Zuschuss)

wird unsere alte Turbine ( Jahrgang

1949) erneuert. Das notwendige

Steuerkabel konnte noch heuer verlegt

werden. Der Rest folgt 2013. Ich möchte

mich recht herzlich bei Schatzmeister

Erwin Pöhler bedanken. Die Zusammenarbeit

war immer bestens. Jetzt

freue ich mich auf den (Neuen) Klaus

Wüst. Sylvia und Andy mit ihrem Personal

haben wie immer die Hütte bestens

geführt. Danke für alles.

Hans Bonse

Unser Hüttennachwuchs: Felix (li.) und Leo. Fotos: Hans Bonse

Rückblick 89


Unsere Jubilare

Im Jahr 2012 dur�en wir wieder zahlreiche

Mitglieder für ihre langjährige

Mitgliedscha� in unserer Sektion ehren.

Die Ehrung mit dem Edelweiß erhielten

für

60 Jahre Mitgliedschaft

Josef Allramseder, Dietmannsried

Eva Neuhauser, Bad Endbach/OT

Dernbach

Hedwig Eschelmüller, Sulzberg

Alfred Eschelmüller, Riedenburg

Franz Deml, Kempten

Doris Boes, Düsseldorf

Herbert Schmid, Waltenhofen

Bernd Ruf, Kempten

Dietrich Kullak, Kempten

Eberhard Kreth, Kempten

Gebhard Kempter, Kempten

50 Jahre Mitgliedschaft

Christian Adler, Immenstadt

Dorothea Altthaler, Obergünzburg

90 Rückblick

Jürgen Ballmann, Waltenhofen

�eresia Barmetler, Kempten

Dieter Barry, Altusried

Georg Besler, Dietmannsried

Anton Böck, Kempten

Laura Diblik

Lorenz Dietrich, Mühlhausen

Dorle Feneberg, Kempten

Reinhold Fischer, Betzigau

Viktoria Frick, Kempten

Elisabeth Götz, Kempten

Liselotte Heiligensetzer, Kempten

Erika Herborg-Mueller, Jungholz

Meinrad Huber, Obergünzburg

Harald Kopp, Kempten

Xaver Lieb, Buchenberg

Erhard Linke, Kempten

Dora Nägele, Oy-Mittelberg

Georg Paul, Hattersheim

Annemarie Pichlmeier, Kempten

Helmut Raab, Ladenburg

Claudia Raab, Ladenburg

Hans Rauch, Waltenhofen

Walter Uwe Ressel, Wiggensbach

Johann Sailer, Waltenhofen

Anastasia Salzmann, Rettenbach

Josefa Schäffler, Obergünzburg

Martin Schäffler, Obergünzburg

Franzi Steidle, Lauben

Johannes von Mikusch-Buchberg,

Lauben

Josefine Weber, Kempten

Dieter Webersik, Kempten

Wilhelm Wegscheider, Bodman-Ludwigshafen

Hedi Wiedemann, Sulzberg

Herta Wölfle, Lauben

Christa Wunderlich, Ladenburg

Peter Zach, Kempten

40 Jahre Mitgliedschaft

Ingrid Allgayer, Dietmannsried

Centa Aumann, Waltenhofen

Helmut Babel, Betzigau

Gebhard Bär, Obergünzburg

Herbert Bannert, Waltenhofen

Rosina Bannert, Waltenhofen

Barbara Becker, München

Werner Bena, Waltenhofen

Ludwig Beyrer, Sulzberg

50 Jahre Mitgliedscha�. Foto: Ralf Lienert


60 Jahre Mitgliedscha�. Foto: Ralf Lienert

Franz Birkenmaier, Kempten

Marietta Bitsch, Kempten

Jürgen Blum, Waltenhofen

Rudolf Boeck, München

Norbert Braumandl, Kempten

Josef Döschl, Durach

Renate Döschl, Durach

Johann Driendl, Ottobeuren

Rudolf Ehrlenspiel, Kempten

Gabriele Fingerle, Waltenhofen

Alfred Fischer, Betzigau

Bruno Fischer, Waltenhofen

Adolf Fröhlich, Kempten

Maria Gassner, Kempten

Manfred Gassner, Kempten

Christine Gerlach, Untrasried-Hopferb.

Werner Guba, Hopferbach

Elfriede Guba, Hopferbach

Rudolf Hausmann, Kempten

Ludwig Hofer, Stötten

Pia Hofmann, Ronsberg

Manfred Hollenbach, Kempten

Hermann Hops, Haldenwang

Josef Jansen, Kevelaer

Dieter Kairies, Leutkirch

Klaus Kern, Kempten

August Kraus, Herdecke

Ernst Landmann, Kempten

Susanne Lang, Oy-Mittelberg

Hans Langer, Oy-Mittelberg

Helmut Langhans, Durach

Wilfried Maier, Hilzingen

Franz Xaver Maurus, Kempten

Wilhelm Meixner, Obergünzburg

Werner Meixner, Memmingen

Werner Müller, Kempten

Jürgen Müller, Sulzberg

Alois Müller, Bayreuth

Werner Nagel, Braunlage

Regine Neuhauser, Bad Endbach/OT

Dernbach

Elisabeth Pfleiderer, Kempten

Emil Pfleiderer, Kempten

Werner Reiß, Wiggensbach

August Reitebuch, Obergünzburg

Hannelore Reitebuch, Obergünzburg

Manfred Rindfleisch, Kempten

Sieglinde Roger-Kennerknecht, Waltenhofen

Holger Rubenbauer, München

Andreas Rudolph, Kissing

Herbert Scheibeck, Wiggensbach

Rainald Schmidt-Mössinger, Buchenb.

Gertrud Schönhuber, Kempten

Hermann Schöpf, Kempten

Gunhild Schreg, Kempten

Elmar Schreg, Kempten

Christian Schustek, Obergünzburg

Elisabeth Schwarzer, Obergünzburg

Dieter Schwarzer, Obergünzburg

Gabriele Schweidler, Kempten

Maria Seefried, Kempten

Marianne Seifert, Böblingen

Rückblick 91


Helga Settele, Kempten

Walter Settele, Kempten

Hermine Steger, Sonthofen

Josef Steger, Sonthofen

Erwin Stetter, Grönenbach

Johann Strasser, Kempten

Herta Traut, Altusried

Otto Traut, Altusried

Ignaz Tröber, Martinszell

Anneliese Wessolowsky, Obergünzburg

Elisabeth Wiedhopf, Kempten

Dorothea Wiedhopf, Kempten

Hans-Joerg Wiedhopf, Kempten

Katharina Wiedhopf, Kempten

Fritz Zaum, Betzigau

Anorte Zelinsky, Regensburg

25 Jahre Mitgliedschaft

Bernd Altfuldisch, Weitnau

Jörg Altthaler, Obergünzburg

Cornelia Barmetler, Kempten

Stefan Baumgartl, Betzigau

Günter Berg, Leichlingen

Hans Brückner, Kempten

Herfried Christl, Waltenhofen

Sabine Daufratshofer, Waltenhofen-

Hegge

�omas Dorn, Kempten

Bernd Eberle, Weitnau

Rolf Edelmann, Durach

Markus Eisenhut, Schwarzach

Johannes Emmelheinz, Marktoberdorf

Barbara Ferstl, Kempten

Dietmar Fink, Kempten

Maria Fink, Dietmannsried

Manfred Forner, Altusried-Krugzell

Jochen Greim, Buchenberg

92 Rückblick

Karin Greim, Buchenberg

Hermann Hagspiel, Kempten

Monika Hagspiel, Kempten

Hans-Jörg Hailer, Kempten

Johannes Hartmann, Lauterbach

Albert Jakob Herbert, Göppingen

Hermann Herz, Kempten

Dieter Hess, Lauben

Detlef Hiller, Dietmannsried

Anton Höbel, Sontheim

Karin Hoffmann, Kempten

Carmen Hofmann, Durach

Walter Huber, Burgberg

Bernhard Huber, Kempten

Rosa Huttner, Kempten

Sigrid Jäkle, Friedrichshafen

Dieter Jantsch, Kaufbeuren

Uwe Jehle, Sindelfingen

Kerstin Jutz, Dietmannsried

Ulrike Kempf, Kempten

Werner Kessler, Memmingen

Michael Klarin, Buchenberg

Elisabeth Kohler, Kempten

Klaus Kometer, Kempten

Alois Lachenmaier, Obergünzburg

Elmar Lange, Kempten

Dieter Limberger, Buchenberg

Günter Lippert, Kempten

Peter Lutz, Unterhaching

Sebastian Markter, Durach

Sieglinde Maurus, München

Hans Mayer, Kempten

Werner Micheler, Waltenhofen

Ilona Miersch, Waldfischbach

Ulrich Mohr, Waltenhofen

Jochen Natterer, Kempten

Günter Negele, Sontheim

Robert Neumann, Marktoberdorf

Joachim Nissels, Kempten

Gotthard Nissels, Kempten

Margarete Nissels, Kempten

Hartwig Nissels, Kempten

Roman Padotzka, Buchenberg

Doris Paffrath, Hopferau

Kurt Paffrath, Hopferau

Herbert Pfeiffer, Deckenpfronn

Elisabeth Prohaska, Unterthingau

Johann Prohaska, Unterthingau

Olaf Radeck, Kempten

Jutta Rauch, Kempten

Maximilian Rimmel, München

Helmut Rudolph, Kempten

Edith Ruschhoff, Kempten

Susanna Schempp, Samerberg

Anita Schlachter, Durach

Christian Schlaucher, Kempten

Sigrid Schmidt, Ronsberg

Claudia Schramm, Sulzberg

Brigitte Schulz-John, Kempten

Boris Schuster, Waltenhofen

Brunhilde Seebacher, Kempten

Herbert Seger, Durach

Sonja Seger, Durach

Erwin Seitz, Buchenberg

Ute Seitz, Buchenberg

Bernd Simnacher, Kempten

Elisabeth Simnacher, Kempten

Stefan Simnacher, Kempten

Edith Sirivanpocagul-Bielenberg,

Füssen

Rosemarie Spöttle, Kempten

Ingrid Stallauer, Kempten

Annette Stallauer, Kempten

Helmut Steber, Kempten

Michael Strohmenger, Betzigau

Siegfried Treske, Kempten


Erich Ulm, Wildpoldsried

Elfriede Vollmeier-Rudhardt,

Kempten

Dorothea Weigelt-Mezey, Haldenwang

Roland Wölfle, Betzigau

Brigitte Zillenbiller, Kempten

Wir danken

folgenden Jubilaren für die engagierte

Mithilfe in unserer Sektion. Ohne diesen

Einsatz könnten wir nicht so erfolgreich

sein. Wir wünschen für die Zukun�

alles erdenklich Gute und allzeit

Berg Heil.

60 Jahre

Eberhard Kreth

An einem Regentag war es und auf der

Gartnerwand. Damals hab ich den

Eberhard auf dem Gipfel dieses Berges

getroffen und ihm beim gemeinsamen

Abstieg den Posten des Schatzmeisters

schmackha� gemacht.

Das ist jetzt 16 Jahre her, und seit dieser

Zeit verwaltet der „Ebse“ das ihm anvertraute

Guthaben der Sektion.

Dank seiner vorausschauenden Finanzpolitik

gelingt ihm jährlich das, wovon

andere nur träumen können. Nämlich,

einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

50 Jahre

Georg Besler

war ehemals als Fachübungsleiter Skibergsteigen

und als Hüttenwirt des

Hörnerhauses für die Sektion tätig.

Elisabeth Götz

Im Alpinen Eck ist die Else nun seit

acht Jahren verantwortlich für den reibungslosen

Ablauf in dieser für die Sektion

doch so wichtigen Abteilung. Gemütliche

Abende abzuhalten, Referenten

für spannende und vielseitig Vorträge

zu finden, eine besinnliche Weihnachtsfeier

zu organisieren und vieles

mehr. Die Else bringt alles gekonnt auf

die Reihe.

Hans Rauch

Seit 1977 ist er als Fachübungsleiter Skibergsteigen

für die Sektion tätig. Die

Aus- und Weiterbildung der Führungskrä�e

gehörte jahrelang zu seinem Aufgabengebiet,

und auch als Betreuer unserer

EDV-Anlage hat er sich verdient

gemacht. Jetzt sind es hauptsächlich die

Mitglieder der Skiseniorengruppe die

ihm gut geführte Touren zu verdanken

haben.

Hermann Schöpf

Die Sachkenntnis und Umsicht des geprü�en

Fachübungsleiters Skibergsteigen

war immer wieder gefragt bei geführten

Touren und bei Kursen. Jetzt

profitieren die Mitglieder der Bergwandergruppe

von seiner Tatkra�.

40 Jahre

Fritz Zaum

Seit 1984 ist der Fritz unermüdlich in

den Bergen unterwegs um bei geführten

Touren Verantwortung zu übernehmen.

Es ist ein breites Spektrum an Touren

das er anbietet und umfasst Gletscher-

und Hochtouren im Fels ebenso

wie Klettersteige und Wanderungen.

Helmut Babel

Helmut Babel war nicht nur als Rechnungsprüfer

für die Sektion tätig, sondern

hat auch als ausgebildeter Fachübungsleiter

Skibergsteigen anspruchsvolle

Touren geführt

25 Jahre

Susanna Schempp

Seit 1991 ist sie Fachübungsleiterin

Hochtouren und leitet Grund- und

Fortbildungskurse für Eis und Hochtouren.

Der Eis-Wasserfall-Kletterkurs und der

Aufbaukurs Hochtouren gehören zu ihrem

festen Angebot und sind aus dem

Sektionsprogramm nicht mehr wegzudenken.

Elfriede Vollmeier-Rudhard

Natürlich ist sie unvergessen als frühere

Leiterin vom Alpinen Eck.

Eugen Ehlers

Rückblick 93


Runde

Geburtstage

90 Jahre

Fanny Geißler

und Heinrich Geißler

Unseren beiden Ehrenmitgliedern aus

Oberstdorf ist es vergönnt gemeinsam

dieses hohe Alter zu erreichen. Mit ihrem

Namen wird die Rappenseehütte

für immer verbunden bleiben. Unnachahmlich

und unvergessen ihre Art unsere

größte Hütte zu bewirtscha�en und

den Besuchern des hoch gelegenen

Schutzhauses Geborgenheit zu vermit-

94 Rückblick

teln. Wir gratulieren zu den Geburtstagen

und wünschen von Herzen gute

Gesundheit und Zufriedenheit.

80 Jahre

Eduard Fröhlich

Nicht zu glauben, aber der Achter steht

nun vorne dran bei der Angabe der Lebensjahre

beim ehemaligen Rechnungsprüfer

und Schatzmeister der Sektion.

Schwungvoll hat er seinen Geburtstag

gefeiert und kra�voll macht er weiter,

um seine gesteckten Ziele zu erreichen.

Nicht nur die Mitglieder der Bergwandergruppe,

auch ungezählte andere verdanken

ihm schöne Bergtage und wün-

Heinrich Geißler, Harald Platz, Fanny Geißler (v.l.). Foto: privat

schen mit der Sektion, dass das mit der

guten Konstitution noch lange so bleibt.

Erwin Schmid

Viele haben ihn schon erlebt als den unermüdlichen

Begleiter. Bei Kursen und

Touren und natürlich bei den jährlich

wiederkehrenden Dolomitenwochen

war der Fachübungsleiter Bergsteigen

ein unentbehrlicher Helfer. Er lässt

nicht locker, denn noch immer sorgt der

„Ere“ bei den Touren der Bergwandergruppe

für den notwendigen Rückhalt.

75 Jahre

Dr. Karl-Dieter Fuchsberger

Amtsbekannt ist er, der „Kadi“, als weitgereister

Bergsteiger und exzellenter

Vortragsreferent. Auch Vorstandsjahre

als stellvertretender Vorsitzender der

Sektion hat der langjährige Referent für

Auslandsbergfahrten vorzuweisen. Seine

gut organisierten Trekkingtouren

sind beliebt, und dass ihm die Ziele ausgehen

ist nicht zu befürchten.

Rosmarie Wetzl

Freundlich und fachkundig ist sie, die

langjährige Leiterin der Bergwandergruppe,

die damals noch Wandergruppe

hieß, allen in Erinnerung. Wir dürfen

der sympathischen „Rosi“ ganz herzlich

gratulieren und für ihre gute Arbeit

im Namen der Sektion ganz herzlich

danken.


70 Jahre

�eo Albrecht

Einer von den Fachübungsleitern Skibergsteigen

der ersten Stunde (1973).

Bei Orientierungs- und Skitourenkursen

hat er Verantwortung übernommen

und nebenbei noch jede Menge von anspruchsvollen

Touren geführt. Als im Jubiläumsjahr

1996 ein Kreuz auf dem

Hochrappenkopf geplant und errichtet

wurde, war der �eo die treibende Kra�.

Günter Baumgartl

Er ist integriert in das starke und unverwüstliche

Team der Wegemacher. Wenn

das Wegenetz in unserem Arbeitsgebiet

einen guten Zustand aufweist, so ist das

auch seiner Tatkra� zu verdanken.

Rolf Lehmer

Der ehemalige Wegewart der Sektion ist

seit 1983 Fachübungsleiter Bergsteigen.

Die von ihm geführten Touren stellen

hohe Anforderungen und führen über

Fels und Eis.

Roland Schreck

Der flotte Wanderer ist nicht nur

bei seinen Touren ausdauernd.

Auch als stellvertretender Vorstand

der Ortsgruppe Obergünzburg

hat er schon annähernd

die Zeitspanne von 20

Jahren zurückgelegt. Entspannung

tut not. Zum Glück gibt

es dafür den Alpenvereinschor

in Obergünzburg.

60 Jahre

Bernhard Günther

Als langjähriger Leiter der Jungmannscha�

und als Extremkletterer hat er

sich einen guten Namen gemacht.

Hannelore Herz

Seit 2001 ist sie eine von den freundlichen

und sachkundigen Mitarbeiterinnen

in unserer Geschä�sstelle.

Helmut Schneider

Fachübungsleiter, die bereit sind an Kursen

mitzuwirken, wird ein hohes Maß

an Verantwortung und Kompetenz abverlangt.

Seit 25 Jahren ist der Helmut

in dieser Sparte tätig, und bei 17 Kletterkursen

und ungezählten Eis-, Skitouren-

und Lawinenkursen haben die Teilnehmer

von seinem profunden Wissen

profitiert.

Reinhold Wölfle

Erhalt oder Steigerung der Kondition

sind beim Bergsteigen eine wichtige Voraussetzung.

Der Besuch der

Turnhalle am Königsplatz

war Pflicht.

Denn Reinholds

Zirkeltraining,

das er jahrelang

abhielt, hat für

die notwendige

Fitness gesorgt.

Eugen Ehlers

Verabschiedung

Ruth Dollrieß

Über 10 Jahre lang war die Ruth die Leiterin

der Familiengruppe, und in der

Kinderklettergruppe ist sie aktiv wie eh

und je. Ein Präsent von Harald Platz

und ein ganz dickes Dankeschön im

Namen der Sektion waren der Lohn für

diese doch sehr verantwortungsvolle

Tätigkeit. Eugen Ehlers

Verabschiedung als Familiengruppen -

leiterin Ruth Dollrieß.

Foto: Eugen Ehlers

Rückblick 95


Ehrung der Fachübungsleiter

Neben den Mitgliedern hatten auch

vier Fachübungsleiter unserer Sektion

ein Jubiläum vorzuweisen. Im Rahmen

96 Rückblick

einer kleinen Feier wurden sie für ihre

25-jahrige Tätigkeit im Verein geehrt.

Der Vorsitzende der Sektion Harald

Platz nahm es zum Anlass, ein Präsent

zu überreichen und für das langjährige

Engagement zu danken.

Von links nach rechts: Herbert Epple, Elmar Tschinkel, Jürgen Peil, Harald Platz, Helmut Schneider. Foto: Eugen Ehlers

Bad Hindelang

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Alles über die Sektion

Vorstandschaft und

Beirat

Erster Vorsitzender: Harald Platz

Zweiter Vorsitzender:

Klaus-Peter Wildburger

Dritter Vorsitzender: Gerhard Hennig

Schatzmeister:

Eberhard Kreth und Klaus Wüst

Jugendreferent: Norbert Grotz

Touren- und Ausbildungsreferat:

Rosi Mair, Elmar Tschinkel

Referat für Leistungs- und

Wettkampfsport:

Andreas Ellinger

Vertreter Ortsgruppe Obergünzburg:

Marianne Lorenz

Schri�führer: Wolfgang Hoffmann

Öffentlichkeitsreferent:

Ralf Lienert

Naturschutzreferent: Gotthard Seitz

Referent für Partnerscha� mit Trient:

Markus Brand

Vortragswart: Sabine Lienert

Hüttenwarte: Hans Bonse, Stefan

Heinle und Helmut Büchel

Internet: Klaus Schultz

Betreuer Boulderhalle Königsplatz:

Christian Bindhammer

Betreuer Boulderhalle Nordschule:

Sepp Schmaus

Kletterzentrumbetreuer: Elmar König,

Robert Kulawiak und Richard Berz

Leiterin/Leiter:

Alpines Eck: Else Götz

Bergwandergruppe: Michael Diehl

Familiengruppe II: Jürgen Lukas

Familiengruppe III: Monika Mayer

Familiengruppe IV: Birgit Glockner

Kinder- u. Jugend-Klettergruppen:

Uwe Schneider

Sportklettergruppe: Ines Dull,

Daniel Kretschmer

Kindergruppe: Sabine Schmid

Kajakgruppe: Ludwig Fröhlich

Jugend I: Dirk Wrenger

Jungmannscha�: Florian Lorenz

Wegewart: Herbert Lederle

Materialwart: Stephan Ritschel

Rechnungsprüfer:

Stephan Ritschel und Jens Wirkus

Ehrenrat

Dr. Karl �iere (Vorsitzender),

Eberhard Kreth und Willi Fenle

Ehrenmitglieder

Fanny Geißler, Heinrich Geißler,

Dr. Erich Knoll, Eugen Ehlers und

Helmut Schaefer

Geschäftsstelle

Kempten, Kleiner Kornhausplatz 1

Postanschri�:

Postfach 1424, 87404 Kempten

Tel. 08 31/2 09 27/Anrufbeantworter,

Fax 08 31/1 07 27

Internet:

http://www.alpenverein-kempten.de

E-Mail:

service@alpenverein-kempten.de

Verkauf von DAV-Ware, Materialverleih

und Bücherei

Mitarbeiterinnen

Gabi Gäbl, Hannelore Herz, Roswitha

Kremser, Monika Mayer, Monika

Riedel

Finanzbuchhaltung: Brigitte Natterer

Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch und Donnerstag

von 14 bis 19 Uhr

Freitag 10 bis 13 und 16 bis 19 Uhr

Konten

Sparkasse Allgäu, Nr. 1 800

(BLZ 733 500 00)

Volksbank Kempten, Nr. 10 030

(BLZ 733 900 00)

Alles über die Sektion 97


Unsere „Neuen“

im Vorstand

Klaus Wüst – Schatzmeister

Jahrgang 1956, verheiratet, zwei erwachsene

Kinder, wohnha� in Dietmannsried.

In „jungen“ Jahren aktiver Fußballer

und nach der Geburt des Sohnes auf

Ausdauersportarten umgestiegen. Vorerst

dominierte das Laufen und später

kam die Lust am Rennradfahren dazu.

Aber auch das Bergwandern und die

ersten Bekanntscha�en mit dem Mountainbike

spielten eine Rolle. In einem

MTB-Trainingslager des DAV Summit

Klaus Wüst. Foto: privat

98 Alles über die Sektion

Club war die Idee zur Ausbildung als

FÜL geboren worden. Seitdem bin ich

mit Freude am alljährlichen Technik-

Kurs mit den Kollegen dabei, die interessierte

MTBler an die Fahrtechnik heranführen

und in den verschiedenen

Führungstouren möchte ich vor allem

den Teilnehmern die Scheu vor ruppigen

Wegen oder Trails nehmen. Mit

meiner Frau unternehme ich gerne

Fernwanderungen wie z. B. den Rheinburgenweg

von Bonn bis Bingen, den

Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel

oder den Prälatenweg. Privat bin ich

auch als Wanderleiter mit einer Freundesgruppe

vor allem im Großraum Allgäu

und Pfaffenwinkel unterwegs, großen

Anklang haben auch geführte Radtouren

in München gefunden.

Seit April 2012 habe ich das verantwortungsvolle

Amt des Schatzmeisters als

Nachfolger von Erwin Pöhler übernommen.

Ich kümmere mich um die Investitionen

im Bereich unserer Hütten,

der Kletteranlagen und der Geschä�sstelle.

Norbert Grotz –

Jugendreferent

Jahrgang 1966, verheiratet, drei Kinder,

wohnha� in Kempten.

Sportlich waren für mich als Sohn eines

Bergwachtlers zwar schon als Kind

Bergsteigen, Klettern und auch Hochtouren

was ganz Normales, aber warum

es mich dann als Jugendlichen zum

DAV gezogen hat, kann ich bis heute

Norbert Grotz. Foto: privat

nicht so ganz erklären. Dort habe ich

dann die klassische Laufbahn mit Jugend

1, Jugend 2 und Jungmannscha�

durchlaufen – immer mit dem Schwerpunkt

auf dem Klettern und Sportklettern.

Während des Studiums in Irland

kam dann noch das Kajakfahren dazu.

Mit der größer werdenden Familie kam

dann die typische Fokussierung und

zwar in Richtung Laufsport. Viele, viele

normale Läufe, Berg- und UItramarathons

und auch Jahre als Trainer und

Organisator von Laufveranstaltungen

folgten. Dann waren plötzlich die Kinder

so groß, dass sie klettern gehen woll-


ten. So kam es dann 2009/2010 zur

Ausbildung zum Trainer C Sportklettern

und seit 2010 betreue ich in unserer

Sektion die MiniMonkees – die Fördergruppe

der kleinen Sportkletterer

zwischen 5 und 12. Beruflich bin ich

seit 2009 an der Hochschule Kempten

als Dozent in den Fächern Informatik

und Mathematik bei den Ingenieuren

tätig. Seit April habe ich die Aufgabe

des Jugendreferenten übernommen.

Neues Referat im Vorstand:

Andreas Ellinger – Wettkampfund

Leistungssport

Jahrgang 1966, verheiratet, wohnt in

Kempten.

Aus heutiger Sicht bin ich als Kletterer

eher ein Späteinsteiger. Mit 18 Jahren

machte ich meine ersten Schritte in der

Vertikalen. Nach den ersten Metern im

Klettergarten am Bachtelweiher bei

Kempten folgten zahlreiche Kletterrou-

ten in den „Tannheimern“. Später ging

der Fokus ein wenig mehr in Richtung

Sportklettern und Bouldern, aber immer

wieder tauchen in meinem Routenbuch

auch lange alpine Wände, Eistouren,

Wasserfälle, Mountainbike-Touren

und Skitouren auf. Fast bei all diesen

Unternehmungen habe ich meine Kamera

dabei und werde 2013 mein drittes

Buch veröffentlichen – diesmal zum

�ema Wandern. Seit 1993 bin ich

Fachübungsleiter Sportklettern, es folgte

die Ausbildung zum Trainer C für

Wettkamp�lettern. Ich war sowohl an

der Entwicklung unserer Kletteranlage

im Engelhaldepark als auch an der Planung

und am Bau der Boulderhalle am

Königsplatz beteiligt. Seit 2003 bin ich

Mitglied im Beirat der Sektion und seit

April 2012 Mitglied im Vorstand für

den Bereich Wettkampf- und Leistungssport.

Mein Ziel ist, talentierte

Bergsportler dabei zu unterstützen, ihre

großen Ziele zu erreichen. Andi Ellinger. Foto: privat

Alles über die Sektion 99


Anschriften

1. Vorsitzender: Harald Platz

Fischerstraße 9, 87435 Kempten

Telefon: 08 31/9 60 14 44

Handy: 01 71/6 73 23 48

platzharald@googlemail.com

2. Vorsitzender:

Klaus-Peter Wildburger

Im Oberfeld 46, 87439 Kempten

Telefon: 08 31/9 59 00

3. Vorsitzender: Gerhard Hennig

Falkenweg 31, 87439 Kempten

Telefon: 01 76/64 18 01 41

Schatzmeister: Eberhard Kreth

Karl-Böhm-Str. 1, 87437 Kempten

Telefon: 08 31/7 78 80

Klaus Wüst

Wiesenweg 8a, 87463 Dietmannsried

Telefon: 08374/1767

Jugendreferent: Norbert Grotz

Starenweg 2a , 87439 Kempten

Telefon: 08 31/9 48 26

Referat Touren und Ausbildung:

Rosi Mair

Weiher 4, 87488 Betzigau

Telefon: 08 31/77 00 86

Elmar Tschinkel

Leuten 1, 87448 Waltenhofen

Telefon: 0 83 03/92 37 81

Referat für Leistungs- und

Wettkampfsport:

Andreas Ellinger

Carl-Rabus-Str. 7, 87437 Kempten

Telefon: 08 31/6 60 05

Obergünzburg: Marianne Lorenz

Aurikelweg 7, 87634 Obergünzburg

Telefon: 0 83 72/76 53

100 Alles über die Sektion

Mitgliederentwicklung unserer Sektion

Mitgliederstand 31. 12. 2010 30. 9. 2011 30. 9. 2012

Ehrenmitglieder 5 5 5

A-Mitglieder 6442 6924 7092

B-Mitglieder 2827 3095 3218

C-Mitglieder 216 253 260

Junioren 758 919 975

Kinder/Jugend 1413 1554 1582

Gesamt 11661 12750 13127

davon Ortsgruppe Obergünzburg

Ehrenmitglieder 1 1 1

A-Mitglieder 328 333 337

B-Mitglieder 184 206 223

C-Mitglieder 1 2 4

Junioren 47 53 48

Kinder/Jugend 47 67 70

Gesamt 608 662 683

Für die Einstufung ist das Lebensalter

zu Beginn des Kalenderjahres maßgebend.

Bei Neueintritt wird neben dem Jah -

resbeitrag eine Aufnahmegebühr von

€ 15,00 erhoben.

Beitragsumstellungen

Es werden mit Wirkung zum 1. 1. 2012

automatisch übergeführt

• K/J-Mitglieder des Jahrgangs 1994

in D-Mitglieder

• D-Mitglieder des Jahrgangs 1987 in

A-Mitglieder

Achtung: Jugendliche ab Alter 18, die

bisher im Familienbeitrag enthalten

waren, werden zu D-Mitgliedern um -

gestu�.

Was Sie sonst noch

beachten sollten

Bitte melden Sie uns umgehend evtl.

eintretende Änderungen Ihrer persönlichen

Daten:

• Änderung der Anschri�

• Änderungen der Bankverbindung

• Änderungen des Familienstandes

und des Namens

Kündigung

Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate

zum Jahresende.

Kündigungen, die nach dem 30. 9. eingehen,

können nicht mehr berücksichtigt

werden, sondern werden erst zum

Ende des Folgejahres wirksam.


Altersstruktur Stand 30. 9. 2012 · Brigitte Natterer

Sektion gesamt

Altersgruppe männlich weiblich gesamt

bis 10 Jahre 293 280 573

11–20 Jahre 708 554 1262

21–30 Jahre 978 705 1683

31–40 Jahre 1236 951 2187

41–50 Jahre 1766 1245 3011

51–60 Jahre 1293 796 2089

61–70 Jahre 796 453 1249

71–80 Jahre 576 291 867

81–90 Jahre 116 73 189

91–100 Jahre 15 2 17

Gesamt 7777 5350 13127











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davon Ortsgruppe Obergünzburg

Altersgruppe männlich weiblich gesamt

bis 10 Jahre 18 13 31

11–20 Jahre 25 24 49

21–30 Jahre 40 34 74

31–40 Jahre 39 32 71

41–50 Jahre 78 62 140

51–60 Jahre 83 41 124

61–70 Jahre 54 34 88

71–80 Jahre 55 31 86

81–90 Jahre 9 9 18

91–100 Jahre 2 0 2

Gesamt 403 280 683

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Alles über die Sektion 101


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102 Alles über die Sektion

Trainingsmöglichkeiten

Gutes Training erhöht Sicherheit, Erlebnis

und Spaß. Deshalb unsere Trainingsmöglichkeiten:

Bergsporttraining/Zirkeltraining

Turnhalle Königsplatz

In der Wintersaison

mittwochs um 19.30 Uhr,

Leitung: Stephan Mitterwald.

Skigymnastik

Turnhalle Königsplatz

In der Wintersaison freitags um

19 Uhr, Leitung: �omas Kempf.

Sportklettern

Boulderhalle Königsplatz

Vom 1. November bis 31. März, jeweils

Montag bis Freitag von 19 bis 22 Uhr

Preise: Saisonkarte 40 € für Erwachsene,

20 € in Verbindung mit Jahreskarte

Engelhaldepark, Jugend jeweils die

Häl�e.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme

ist die Mitgliedscha� bei unserer

Sektion. Teilnahme auf eigene Gefahr.

Versicherungsschutz besteht nur im

Rahmen der Vereinsmitgliedscha�.

Kletterzentrum Kempten

Unsere Sportkletteranlage im Engelhaldepark

in Kempten ist ganzjährig bei

jedem Wetter von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.

Nachfolger

gesucht

Tourenführer für unsere

Bergwandergruppe

Wir suchen dringend Fachübungsleiter/innen,

die gerne im Bereich Seniorenbergsteigen

tätig sein wollen.

Wenn Sie Interesse an dieser interessanten

und viel Freude machenden, ehrenamtlichen

Tätigkeit haben – und sich

vorstellen können, über einen längeren

Zeitpunkt hinweg Touren für unsere

Bergwandergruppe (immer dienstags)

zu führen und bereits über ein fundiertes

bergsteigerisches Können verfügen,

melden Sie sich bitte in der Geschä�sstelle

oder bei dem Leiter der Bergwandergruppe

Michael Diehl, Telefon

01 76/64 94 93 48.

Eine evtl. noch notwendige Ausbildung

zum Wanderleiter bezahlt die Sektion.

Wegemacher

Es werden tatkrä�ige Männer und auch

Frauen gesucht, die gerne unsere Wege

pflegen möchten.

Wenn Sie Interesse für dieses abwechslungsreiche

aber auch anstrengende Ehrenamt

haben und an der besonderen

Kameradscha� teilhaben möchten,

dann melden Sie sich bitte in der Geschä�sstelle

oder beim Leiter der Wegemacher

Herbert Lederle unter Telefon

08 31/7 78 11.


Neu Beiträgssätze ab 1. Januar 2013

Kategorie Beitrag davon abzuführen

an den Hauptverein

A-Mitglieder

Vollzahler ab 25 Jahren: € 55,00 € 27,50

B-Mitglieder

Vollmitglieder mit Ermäßigung: € 33,00 € 16,50

(jeweils nur auf Antrag!)

a) (Ehe)partner

b) Senioren ab 70 Jahren

c) Aktive Mitglieder der Bergwacht (Nachweis jährlich erforderlich)

C-Mitglieder

Angehörige anderer Sektionen: € 17,00

D-Mitglieder

Junioren (18–24 Jahre) € 33,00 € 16,50

K-/J-Mitglieder

Kinder und Jugend (bis einschl. 17 Jahre) € 17,00 € 8,25

Familien

beide Elternteile Sektionsmitglieder

mit Kindern (bis einschl. 17 Jahre) € 93,00 € 44,00

+ 2,25 € pro Kind

Alles über die Sektion 103


Wir stellen vor

Jane Filgis

aus Kempten ist 18 Jahre alt und gerade

noch Schülerin. Zum Klettern kam sie

vor rund 3–4 Jahren über ihren Papa

und ihre kletterbegeisterte Tante. „Es

hat mir gleich sehr gut gefallen und ich

hatte das Glück der Klettergruppe von

Jasmin Körner beitreten zu können.“

Bei den nächsten zwei Kinder- und Jugendklettercups

nahm sie mit viel Spaß

und auch Erfolg teil. Als die Gruppe

von Jasmin sich dann aufgelöst hat,

wechselte sie in die Gruppe von Florian

Golombeck. 2011 war sie erstmals mit

der Kindersportklettergruppe in Augsburg

bei der LEW-Callenge, im Winter

104 Alles über die Sektion

dann immer wieder beim Training in

der Boulderhalle der Nordschule dabei.

Nachdem Jane regelmäßig mitgeholfen

hat, die Sportklettergruppe Kinder zu

trainieren, nahm sie im Sommer 2012

an der Grundausbildung Sportklettern

in Morschreuth im Frankenjura teil,

was ihr total viel Spaß gemacht hat!

Wenn sie nicht klettert, radelt Jane auch

gerne und fährt im Winter Ski. In der

Sportklettergruppe von Norbert Grotz

als Jugendleiterin mitzutrainieren gefällt

ihr sehr gut: „Wir haben einfach

immer eine super Stimmung und ich gebe

gerne die Kletterfreude und den

Spaß, den ich auch selbst beim Klettern

erlebe, weiter.“

Martin Haidl

Herrlicher Tag, herrliches Wetter, der

Kletterpartner hat auch Zeit und das

mitten unter der Woche. Man fährt völlig

stressfrei zum Parkplatz in den

„Tannheimern“ und sieht ein bekanntes

Auto. Das Auto des Sulzbergers Martin

Haidl, der neue Tourenleiter der Jungmannscha�.

Was macht der denn schon

wieder da? Hat der nix zu tun? Doch,

allerdings kann sich der Geographiestudent

aus Innsbuck seine Zeit flexibel

einteilen. Man kann ihm auch nicht einmal

böse sein, aufgrund seiner lustigen

und sehr aufgeschlossenen Art. Martin

hat letztes Jahr den Fachübungsleiter

Skibergsteigen als „Jüngster und Bester“

in seiner Gruppe abgeschlossen.

Noch einmal zurück zu diesem flexibel.

Im Winter ist dieses flexibel auch sehr

wetterabhängig, was an seiner grenzenlosen

Leidenscha�, dem Skibergsteigen

liegt. Er ist trotz dem Studium mit viel

Engagement in seinen geliebten Allgäuern

unterwegs. Ich bin sicher, dass wir

noch viel Positives von ihm hören werden.

Kurt Koch

ist seit vielen Jahren Mitglied im DAV,

Ortsgruppe Obergünzburg. Er ist begeisterter

Mountainbikefahrer und Skitourengeher.

Vor drei Jahren hat er die


Ausbildung zum Fachübungsleiter für

Mountainbike gemacht und bereitet

jetzt mit viel Freude die Touren für die

Ortsgruppe vor.

Weitere Hobbys sind Motorradfahren,

hier ist er aktiv bei der MSG Sulzberg

und seit neuestem hat er die Klettersteige

für sich entdeckt.

Kurt wurde 1949 in Kempten geboren,

ist verheiratet und hat vier erwachsene

Kinder. Seit zwei Jahren ist er im Ruhestand

und genießt seine Freizeit mit

Reisen und sportlichen Aktivitäten.

Cathi Moll

Jahrgang 1971, lebt und arbeitet mit ihrem

Mann und ihren zwei Kindern auf

der Alpe Stoffelberg bei Niedersonthofen.

In München aufgewachsen, ist sie

schon als Kind mit der Familie und später

mit einer DAV-Jugendgruppe sommers

wie winters viel in die Berge gegangen.

Während ihrer Ausbildung im

ökologischen Landbau verbrachte sie

drei Sommer auf Schweizer Alpen. Aus

beruflichen Gründen ist sie hauptsächlich

im Winter in den Bergen unterwegs,

am liebsten auf Skidurchquerung

irgendwo in den Alpen. Als sie vor acht

Jahren mit ihrer Familie ins Allgäu kam,

kam sie auf der Suche nach Kletterpartnerinnen

ziemlich bald zur Frauenklet-

ter- und Skitourengruppe. Motiviert

durch die große Nachfrage bei der Skitourengruppe

entschloss sie sich die

Ausbildung zum FÜL Skibergsteigen

zu machen. In Zukun� wird sie für die

Skitourenfrauen und fürs Programm

der Sektion unterwegs sein.

Dirk Wrenger

Jahrgang 1966, seit 1995 mit Unterbrechung

in der Sektion Kempten, ist als

Jugendleiter nun mit der Jugend 1 auf

Tour. Während Ausbildung und Studium

war er regelmäßig mit Schulklassen

und Ferienfreizeiten an der bretonischen

Atlantikküste zum Segeln unterwegs.

Bergtouren unternimmt er am

liebsten im Winter mit Schneeschuhen

oder Steigeisen, im Sommer ist dann

eher Sportklettern angesagt – Hauptsache

alles familienkompatibel!

Alles über die Sektion 105


Gute Gründe,

Mitglied unserer

Sektion zu sein

Mitglied beim Alpenverein? Das ist

doch was für Gestrige! So hört man es

immer wieder.

Aber weit gefehlt. Es gibt genügend gute

Gründe, gerade auch für junge Menschen,

Mitglied bei der Sektion Kempten

zu werden.

Hütten

Verbilligte Übernachtung auf über

2 000 Hütten in den Alpen.

Vergünstigungen auf

Hütten

Bevorzugte Behandlung bei der Schlafplatzvergabe

auf den Hütten, preisgünstiges

Bergsteigeressen und Teewasser.

Alpenvereinsschlüssel für den Zugang

zu Winterräumen und unbewirtschafteten

Hütten.

Sicherheit

Alpenvereinsmitgliedern wird durch

entsprechende Ausbildung und führende

Forschung der höchste Sicherheitsstandard

geboten.

Kurse

Kostengünstige Ausbildungs- und Fortbildungskurse

im Sommer und Winter

für viele Spielarten des Bergsports.

106 Alles über die Sektion

Versicherungsschutz

Weitreichender Versicherungsschutz

im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Leistungsüberblick

(Maßgeblich sind die zugrunde liegenden

Versicherungsbedingungen AVB

DAV ASS in der jeweils aktuellen Fassung.)

Der Alpine Sicherheits-Service gilt

weltweit bei Bergnot oder Unfällen

während der Ausübung von Alpinsportarten

(z. B. Bergsteigen, Wintersportarten,

sonstige Alpinsportarten), sowie

während des Trainings im Rahmen einer

Veranstaltung des Deutschen Alpenverein

e.V. und bei Veranstaltungen

der Sektionen (Ziffer 2 AVB DAV

ASS).

Kein Versicherungsschutz besteht bei

Ausübung von Alpinsport bei Pauschalreisen

außerhalb Europas, für Expeditionen,

Segelfliegen, Gleitschirmfliegen

und ähnliche Lu�sportarten, für

die Teilnahme an Skiwettkämpfen und

anderen Wettkämpfen, die nicht vom

Deutschen Alpenverein e.V. veranstaltet

werden, für Schäden durch politische

Gefahren (Streik, innere Unruhe

etc.), sowie für vorsätzlich herbeigeführte

Schäden (Ziffer 3 AVB DAV ASS).

Sofern weitere Versicherungen (z. B.

Kranken- oder Unfallversicherungen,

Sozialversicherungsträger) bestehen,

die die Leistungselemente des Alpinen

Sicherheits-Service enthalten, sind die

entstehenden Ansprüche zunächst bei

diesen Gesellscha�en/Trägern geltend

zu machen.

a) Such-, Bergungs- und

Rettungskosten

(Ziffer 7 AVB DAV ASS)

Die Kosten für notwendige Suchmaßnahmen

zum Auffinden von

Personen, die mutmaßlich in Bergnot

geraten sind, sowie für Bergungsund

Rettungseinsätze durch Rettungsdienste

im Falle eines Unfalles

bei der Ausübung von Alpinsportarten

und auch die hieraus entstehenden

Kosten für den Transport in das

nächsterreichbare Krankenhaus werden

bis zu insgesamt 25 000 Euro erstattet.

b) Unfallbedingte Heilbehandlungskosten

im Ausland

(Ziffer 5 AVB DAV ASS)

Im Falle eines Unfalles im Ausland

bei der Ausübung von Alpinsport

werden die anfallenden Kosten für

ambulante oder stationäre Behandlungen

einschl. unaufschiebbarer

Operationen, notwendige Heilmaßnahmen

und Arzneimittel sowie für

einen medizinisch notwendigen

Krankentransport übernommen.

c) Assistance-Notrufzentrale

Die Notrufzentrale ist rund um die

Uhr unter der Rufnummer 00 49

(0) 89/30 65 70 91 erreichbar. Über

die Assistance-Notrufzentrale erhal -

ten Sie Hilfe und Beistand im Falle


von Bergnot oder Unfall bei der Ausübung

von Alpinsportarten.

d) Sportha�pflicht-Versicherung der

Generali Versicherung AG

Zur Absicherung von gesetzlichen

Ha�pflichtansprüchen aus Personen-

oder Sachschäden bis zu

2 000 000 Euro, sofern sich diese Ansprüche

aus den gem. Ziffer 2 AVB

DAV ASS genannten sportlichen

Aktivitäten er geben.

Quelle: DAV-ASS-Leistungsübersicht_

01/01.11_Stand: 20. 12. 2010

Natur- und Umweltschutz

Die Möglichkeit für Engagement in einem

Verein, der für die Zukun� des

Bergsports in intakter Natur und lebenswerter

Umwelt eintritt.

Gemeinschaftstouren

Teils kostenlose, teils kostengünstige

Teilnahme an verantwortungsbewusst

organisierten und geführten Gemeinscha�stouren.

Ein- und mehrtägige

Touren in den heimischen Bergen und

im gesamten Alpengebiet.

Skitouren, Schneeschuhtouren, Bergtouren,

Hochtouren, Klettertouren,

Mountainbiketouren, Bergwanderungen,

Auslandsbergfahrten.

Vorträge und Führungen

Kostenlose Teilnahme an Dia-Vorträgen

und Filmvorführungen im Rah-

men der monatlich stattfindenden Sektionsabende

im Haus Hochland und

beim Alpinen Eck.

Leihbücherei

Kostenlose bzw. kostengünstige Ausleihe

von Führern, Karten und Büchern

über die Alpen und weltweite �emen.

Ausrüstungsverleih

Kostengünstige Ausleihe von Steigeisen,

Eispickeln, Helmen und Schneeschuhen.

Training

Skigymnastik in Kempten und in Obergünzburg,

Bergsport-Zirkeltraining in

Kempten, Waldlauf in Obergünzburg,

alles unter fachkundiger Leitung.

Kletteranlagen

Vorzugspreise und Bezug von Jahreskarten

für den Besuch des Kletterzentrums

im Engelhaldepark in Kempten und anderen

Kletteranlagen.

Gruppen

Gruppen mit eigenen Veranstaltungen:

In Kempten:

Alpines Eck, eine Kindergruppe, vier

Familiengruppen, zehn Kinder- und Jugend-Klettergruppen,

Jugend 1, Jugend

2, Jungmannscha�, Frauen-Kletterund

Skitourengruppe, Sportklettergruppen,

Bergwandergruppe, Senioren-

Skitourenstammtisch, Naturschutzgruppe

und Kajakgruppe.

In Obergünzburg:

u. a. Jugendgruppe, Senioren-Bergsteigergruppe,

Senioren-Wandergruppe

und „Weiber-Expedition“.

Internet

Unter www.alpenverein-kempten.de

sind im Internet Informationen über

die Sektion, deren Geschä�sstelle und

Hütten sowie alle Touren, Kurse und

andere Veranstaltungen des laufenden

Jahres zu finden.

Info

Kostenlos:

Ein bebilderter Jahresbericht und ein

Alpiner Terminkalender für das Folgejahr

mit über 100 Tourenangeboten

und interessanten Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten.

Das sechsmal im Jahr erscheinende Magazin

„PANORAMA“ des Deutschen

Alpenvereins, mit jeweils über 100 Seiten

Umfang.

Monatsprogramm der Veranstaltungen

in der Presse, in den Schaukästen und

im Internet.

Geschäftsstelle

Günstig zu erreichende Geschä�stelle

inmitten von Kempten:

Kleiner Kornhausplatz 1. Dort oder unter

Tel. 08 31/2 09 27 können Sie sich

über alles erkundigen, was mit Bergsteigen

und Alpenverein zu tun hat.

Mo., Mi. u. Do. 14–19 Uhr, Fr. 10–13

und 16–19 Uhr.

Ihre DAV-Sektion Allgäu-Kempten

Alles über die Sektion 107


Alpine Auskünfte

1. Alpine Auskunftsstellen

DAV

Montag bis Freitag 089/294940

DAV Alpiner Sicherheits-Service (ASS)

rund um die Uhr 089/62424393

Tonband: ÖAV 0043-512/587828

AVS Südtirol 0039-471/999955

OHM (Chamonix) 0033-450532208

Oberstdorf 08322/700239

Persönliche Beratung

Bad Hindelang 08324/953650

Oberstdorf 08322/700200

Pfronten 08363/69888

2. Alpine Wetterberichte

Alpenvereinswetterbericht

für die gesamten Alpen 089/295070

Internet: www. alpenverein. de

Deutscher Wetterdienst

Alpenwetter

(Text wie AV-Wetter) 0190/1160-11*

Zugspitzwetter -12*

Gardaseeberge -16*

Schweizer Alpen -17*

Ostalpen -18*

Bayerische Alpen -19*

Alpenwetterbericht in Österreich

Alpenwetter 0900/911566-80*

Gardaseeberge -84*

Schweizer Alpen -83*

Ostalpen -82*

Regionalwetter -81*

Persönliche Beratung

Mo. bis Sa. 0043-512/291600

13 bis 18 Uhr 0043-512/281738

108 Alles über die Sektion

Schweiz

vom Ausland: 0041-848800162

nur Inland:

Alpenwetterbericht 0900/552138

Spezialwetterbericht 0900/552111

Individ. Wetterauskün�e

0900/162333

3. Bergrettung

In allen europäischen Ländern 112

Bergrettungswache Oberstdorf

08322/2255

REGA (Schweizer Rettungsflugwacht)

in der Schweiz 1414

aus dem Ausland 0041-333333333

Österreich Festnetz 140

Italien Festnetz 118

Frankreich 18

4. Lawinenlagebericht

Internet: www.avalanches.org

und www.alpenverein.de

Bayern

Tonband 0049-89/9214-1210

Persönl. Beratung –

Faxabruf –

Italien

Südtirol

Tonband 0039-0471/271177

Persönl. Beratung 0039-0471/414740

Faxabruf 0039-0471/414779

Schweiz

Tonband –

Persönl. Beratung –

Faxabruf 15733871 national*

Inland

Tonband 187

Persönl. Beratung –

Faxabruf 15733876 Graubünden*

Ausland

Tonband 0041-848/800-187

Persönl. Beratung 0041-81/4170122

Faxabruf –

Österreich

Tirol

Tonband 0043-512/581839503

Persönl. Beratung –

Faxabruf 0043-512580915

Vorarlberg

Tonband 0043-5522/1588

Persönl. Beratung –

Faxabruf 0043-512/580915

Salzburg

Tonband 0043 662/1588

Persönl. Beratg. 0043-6628042/2170

Faxabruf 0043-6628042/3033

Oberösterreich

Tonband 0043-732/1588

Persönl. Beratg. 0043-7327720/2485

Faxabruf –

Kärnten

Tonband 0043-505/361588

Persönl. Beratung 0043-664/6202229

Faxabruf –

Steiermark

Tonband 0043-316/1588

Persönl. Beratung 0043-316/242200

Faxabruf 0043-316/242300

Frankreich (erhöhte Gebühr, nur in

Frankreich möglich) 0836681020

Aus Deutschland und anderen europäischen

Ländern kann man diese Infor -

mationen unter 0033-892681020 abrufen.

* jeweils nur im Inland


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KEMPTEN

BAHNHOFSTR. 3 - 5

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© schmidundkeck.de. Foto: Gerd Heidorn

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