Örtliches Entwicklungskonzept - Katsdorf

katsdorf.at

Örtliches Entwicklungskonzept - Katsdorf

GEMEINDE KATSDORF

ÖRTLICHES

ENTWICKLUNGS KONZEPT NR. 1

BESCHLUSS DES GEMEINDERATES VOM 15.12.1998

NEUERLICHER BESCHLUSS VOM 14.12.1999

28.Jänner 1998

12. Februar 1998

2. April 1998

13. Mai 1998

10. Juni 1998

16. Juni 1998

17. Juni 1998

22. Juni 1998

22. Juni 1998

Juli 1998

27. November 1998

6. April 1999

Bildung von 5 Arbeitskreisen

Arbeitskreis Raumordnung, Ortsbild

AK-Leiter Josef Reisinger (8 Teilnehmer)

Arbeitskreis Wirtschaft, Tourismus, Verkehr

AK-Leiter Johann Krieger (14 Teilnehmer)

Arbeitskreis Kultur, Geschichte, Bildung

AK-Leiter Leo Reichl (7 Teilnehmer)

Arbeitskreis Jugend, Sport, Familie

AK-Leiterin Erika Marschner (7 Teilnehmer)

Arbeitskreis Umwelt, L;andschaft, Landwirtschaft

AK-Leiterin Johanna Lang (8 Teilnehmer)

Grundsatzbeschluß

Informationsabend Bauernschaft

Informationsabend Gewerbetreibende

Fragebogenaktion zum ÖEK (an alle Wahlberechtigten)

Infoabend für Grundbesitzer (Allgemein)

Infoabend für die Ortschaften Katsdorf-Ort, Bodendorf,

Breitenbruck, Neubodendorf

Infoabend für die Ortschaften Weidegut, Ruhstetten,

Rothof, Reiser, Greinsberg, Edt, Schwarzendorf, Grünau

Lungitz, Blindendorf, Standorf, Nöbling

Info-Möglichkeit am Gemeindeamt für Grundbesitzer

(Fragen zum Flächenwidmungsplan)

Ortsplaner Architekt Dipl.-Ing. Alfred Berghofer

Ausstellung der AK-Kurzprotokolle und des geänderten FWP

in der Raiffeisenbank Katsdorf

Allgemeine Bürgerbeteiligung - Vorstellung des ÖEK Raiffeisenbank Katsdorf

Informationsabend mit Ortsplaner Arch. Dipl.-Ing. Berghofer

VERZEICHNIS 0 ER BEILAGEN:

.

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.

.

Leitbild

Örtliches Entwicklungskonzept Nr. 1

Grünraumplan

Siedlungskonzept


LIEBENSWERTES KATSDORF – LEBENSWERTE ZUKUNFT

ORTSENTWICKLUNGSKONZEPT NR. 1

DER GEMEINDE KATSDORF

1998

TEIL I

BESTANDSAUFNAHME


Inhaltsverzeichnis Seite

Steckbrief Katsdorf 1

Geschichtlicher Rückblick 3

Leitbild 5

Angaben über Einbeziehung der Bürger 10

Statisik allgemein 12

Arbeitskreis Raumordnung

Bestandsaufnahme Raumordnung 18

Bestandsaufnahme Ortsbild 23

Arbeitskreis Umwelt Landschaft Landwirtschaft

Bestandsaufnahme allgemein 24

Schützenswerte Naturgebiete, Tiere und Pflanzen 28

Auflistung der Stärken 30

Arbeitskreis Wirtschaft Fremdenverkehr Verkehr

Bestandsaufnahme allgemein 31

Auflistung der Stärken 35

Arbeitskreis Jugend Familie Sport

Bestandsaufnahme allgemein 36

Auflistung der Stärken 39

Arbeitskreis Kultur Geschichte Bildung

Bestandsaufnahme allgemein 40

Auflistung der Stärken 43

Weitere Maßnahmen zur Fortführung der Dorfentwicklung 44

Gemeinde Katsdorf

Bürgermeister Ernst Lehner

Örtliches Entwicklungskonzept 1998

Teil I

Bestandsaufnahme

erstellt durch

Architekt Dipl. Ing. Alfred Berghofer

Römerstr. 76

4020 Linz


Bundesland Oberösterreich

Vermessungsamt Linz

Bezirksgericht Mauthausen

Bezirkshauptmannschaft Perg

Politische Gemeinde 41106 Katsdorf

Lage:

Die Gemeinde Katsdorf liegt etwa auf halber Strecke

zwischen der Bezirkshauptstadt PERG und der

Landeshauptstadt LINZ.

STECKBRIEF KATSDORF

Fläche: 14,65 km²

Seehöhe: 306 m

Einwohner: 2725 (Stichtag 16. November 1998)

- 1 -


Ortschaften:

Katsdorf, Breitenbruck

Bodendorf, Neubodendorf

Weidegut, Ruhstetten

Reiser, Rothof, Edt,

Greinsberg, Nöbling,

Schwarzendorf, Standorf

Grünau, Lungitz, Blindendorf

Nachbargemeinden:

Engerwitzdorf Bez. Urfahr – Umgebung

Wartberg o. d. Aist Bez. Freistadt

Ried i. d. Riedmark Bez. Perg

St. Georgen/G. Bez. Perg

Katsdorf im Wandel der Zeit:

Im Laufe der letzten Jahre wurde aus einer reinen

Landgemeinde mit landwirtschaftlichen Strukturen eine

Wohngemeinde mit guter Lebensqualität. Der dörfliche

Charakter wurde trotz Stadtnähe erhalten.

- 2 -


Kurzfassung der Geschichte von Katsdorf

Lage des Ortes

Katsdorf liegt am Südosthang eines vom letzten eiszeitlichen Meer zurückgelassenen Löß- Lehm- Sandhügels,

inmitten des klimatisch günstig gelegenen Gusentales, umrahmt von einer typischen Mühlviertler Landschaft.

Anfänge der Besiedlung

Die günstige Lage am Gusenfluß (Gusina = Gänsefluß) führte schon vor Jahrtausenden zur zeitlich

unterschiedlich dichten Besiedelung unseres Raumes. Werkzeuge, Waffen, etc. aus der Jungsteinzeit bis zur

Bronzezeit sind als Fundstücke im Heimatmuseum ausgestellt.

Erstmalige Namensnennung

Erstmals wird unser Ort als Chazilinisdorf in einer in St. Florian aufbewahrten Urkunde aus dem Jahr 1125

genannt. Darin wird bestätigt, daß der Edle „Herimann von Chazilinisdorf“ die von seinen Eltern erbaute und

im Jahr 1116 vom Passauer Bischof Uldarich I. geweihte und mit Tauf- und Begräbnisrecht ausgestatteten

Eigenkirche, weiters dem Ort samt 67 Hörigen und einiger Nebengüter an das Stift St. Florian zu seinem

Seelenheile übergeben hat. Nach Annahmen dürfte sich der Wohnsitz der „Chazilinis“ in der Nähe des

Bauernhauses Gusenbauer am Neuwirthsberg befunden haben. Ausgrabungen haben Fundamente einer

Burganlage zu Tage gebracht. Bis zur Reformationszeit gibt es leider keine geschichtlichen Angaben, jedoch

wird angenommen, daß zerstörerische Hussitten im Jahre 1424 in unseren Raum einbrachen und auch Katsdorf

nicht verschonten.

Herrschaftssitze

Im Gemeindegebiet von Katsdorf lagen zwei ehemalige schloßartige Herrschaftssitze

Schloß Breitenbruck – im Jahre 1230 Stammsitz des Geschlechtes „Preytenbrucker“; oftmaliger

Besitzerwechsel- heute befindet ein landwirtschaftlicher Betrieb im Schloß;

- 3 -


Schloß Bodendorf – 1114 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1804 bis auf den Maierhof (heute

Landwirtschaftsbetrieb) und die Taverne (zur Zeit im Besitz eines Druckereibetriebes) abgetragen.

Vom Herrschaftssitz in Bodendorf hat auch die Gemeinde ihren ursprünglichen Namen bekommen.

Weitere geschichtliche Entwicklung

In frühester Zeit führte ein Handelsweg bzw. eine „geheime“ Salzstraße durch unser Gemeindegebiet. Die im

Jahre 1873 eröffnete Bahnlinie Linz – Summerau brachte den florierenden Handelsweg zum erliegen.

Am 30. Juni 1896 wurde Österreichs erste Verkaufsgenossenschaft , die der OÖ. Kardenbauern in Bodendorf ,

gegründet. Vom Kardenstadl in Lungitz wurden ca. 360 Textilbetriebe in ganz Europa beliefert.

Der erste Weltkrieg 1914 – 1918 brachte großes Leid und eine Hungersnot. Durch Herausgabe eines Notgeldes

wurde der Inflation entgegengewirkt.

Im Jahre 1938 erfolgte die Umbenennung unserer Gemeinde von Bodendorf in „Katsdorf“.

Der zweite Weltkrieg 1939 – 1945 war für unsere Bevölkerung eine lange Zeit des Leides und der Opfer -

70 Männer und einige Ziviltote forderte dieser Krieg.

Am 5. Mai 1945 wurde Katsdorf von amerikanischen Truppen befreit. Ab 1. August 1945 begann eine 1o-

jährige russische Besatzungszeit die am 15. Mai 1955 mit Unterzeichnung des Staatsvertrages endete.

Nach den Jahren des Wiederaufbaues erfolgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, der auch unserer Gemeinde

großen Wohlstand brachte.

- 4 -


Leitbild der Gemeinde KATSDORF

Liebenswertes Katsdorf – Lebenswerte Zukunft

Das Leitbild der Gemeinde Katsdorf soll der zukünftigen Gemeindeentwicklung einen Orientierungsrahmen geben.

Es soll unseren Bürgern die Sicherheit einer „gewünschten Zukunft“ und unseren Gemeindepolitikern Planungen und Entscheidungen

innerhalb der festgelegten Ziele vorgeben.

� LANGFRISTIGES DENKEN in Generationen

Keine kurzfristigen Planungen – um Fehler und daraus resultierende Folgekosten zu vermeiden

� IDENTITÄT BEWAHREN „WIR“- Gefühl in der Gemeinde

Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der politischen Gemeindeführung und den Bürgern – Motivation zur Mitarbeit

Erhaltung der dörflichen Strukturen „Jeder kennt Jeden“

Förderung der Vereine und Institutionen

Bewahrung der alteingeführten Traditionen

Image nach „Außen“ verbessern – Fremdenverkehr, Naherholung

� SICHERUNG DER NAHVERSORGUNG, DER LANDWIRTSCHAFT

UND DES HANDWERKS

� ALTES UND BEWÄHRTES ERHALTEN – NEUES GESTALTEN

Ausgewogene Verbindungen von Bestehendem und Neuem - Siehe Siedlungsentwicklung

� SCHUTZ DER UMWELT

Erhaltung des natürlichen Lebensraumes durch Maßnahmen im Umweltschutz, im behutsamen Umgang der Bodennutzung, etc.

– siehe Umweltprogramm

- 5 -


Ortsentwicklung – Dorferneuerung Raumordnung

Der Begriff „Dorf“... Die Hauptsiedlungstätigkeit der nächsten Jahre soll vor

bezeichnet eine Siedlungsform im ländlich strukturierten

Raum mit bäuerlicher und in anderen Wirtschaftszweigen

tätiger Bevölkerung. Spezifisch für das DORF ist die

Geschlossenheit und persönliche Nähe, sowie eine gewisse

Öffentlichkeit des sozialen Lebens. Zur „Sonnseitn“ dieser

Lebensform zählen die Netzwerke der Gemeinschaft, die

kulturellen und traditionellen Aktivitäten und eine gewisse

Überschaubarkeit der Abläufe.

Ortsentwicklung ermöglicht uns die Strukturen der

„äußeren und inneren“ Dorferneuerung für unsere

zukünftigen Jahre bzw. Jahrzehnte zu gestalten.

Es ist eine Chance, sowohl unsere Ortsbilder harmonisch

und funktionell zu gestalten, aber auch unsere geistigen

Aspekte im Sinne der Gemeinschaft zu überdenken.

Das gegenseitige Verständnis zwischen Landwirtschaft

und Siedlern ist weiterhin zu fördern. Trotz der Nähe zur

Großstadt müssen ländliche Strukturen und Kulturgüter

weiterhin erhalten werden.

Eine Herausforderung am Weg ins nächste Jahrtausend,

die Weiterentwicklung unseres Umfeldes mit den

traditionellen dörflichen Strukturen zu verbinden.

- 6 -

allem im Anschluß an den Hauptort Katsdorf und im

Nahbereich von Ortschaften erfolgen. Die Fußläufigkeit

und Infrastrukturen werden dadurch besser genutzt.

Weiters soll bei Baulandwidmungen das

Hauptaugenmerk auf vorhandene Infrastrukturen gelegt

werden.

Keine Neuwidmungen von Bauland in unmittelbarer Nähe

von landwirtschaftlichen Betrieben um Nutzungskonflikte

zu vermeiden.

Besonders Rückführungen von Dorfgebietswidmungen in

Grünland im Bereich von bäuerlichen Betrieben sind

anzustreben.

Verfügbares Bauland

Obwohl der finanzielle Rahmen der Gemeinde momentan

nur kleine Ausgaben zuläßt, sollte trotzdem versucht

werden durch Baulandsicherungsverträge eine kontrollierte

Preishöhe bzw. Baulandverfügbarkeit zu erreichen.


Ortsbild Landwirtschaft

Durch Motivation der Betroffenen bzw. Anrainer soll die

aktive Mitarbeit an der Neu- oder Umgestaltung unseres

Ortsbildes gefördert werden. Ein sichtbares Zeichen der

Zusammengehörigkeit wäre ein gestaltetes Zentrum im

Ortskern.

Besonders bei Umbauarbeiten von bäuerlichen

Gehöftformen ist Wert auf die Erhaltung der traditionellen

Strukturen zu legen.

Auch optische und sicherheitsfördernde Maßnahmen im

Bereich der Verkehrsflächen, wie die Errichtung von

Begleitgrün bei Gehsteigen sind wichtige Schritte zu

einem Gesamtkonzept „ORTSBILD“

Ökologie Umwelt

Wertvolle ökologische Bereiche wie Bachuferzonen,

Heckengürtel, alte Obstgärten und Biotope sollen erhalten

bleiben.

Der Endausbau des Wasser- und Abwassernetzes muß

rasch weitergeführt werden.

Im Bereich Abfall und Energie sollen vermehrt

bewußtseinsbildende Maßnahmen angestrebt werden.

- 7 -

Der wichtige Stellenwert unserer bäuerlichen

Bevölkerung soll erhöht werden.

Durch Auftragsvergabe von kommunalen Arbeiten an die

Landwirtschaft könnten die Leistungen im Bereich der

Landschaftspflege abgegolten werden.

Weiters könnte der biologische Landbau weiter ausgebaut

werden.

Eine Kooperation mit den Nahversorgern sollen die Ab-

Hof Verkäufe weiter unterstützen.

Wirtschaft

Bestehende Betriebe und Neugründungen werden auch in

Zukunft die Unterstützung der Gemeinde erhalten.

Bereitstellung von Betriebsbaugebieten in

verkehrsgünstigen, konfliktarmen Gebieten soll zu einer

Verbesserung des Arbeits- und Ausbildungsangebotes

führen.


Verkehr Nahversorgung

Zur Verbesserung der Lebensqualität sollen die Probleme

des fließenden und ruhenden Verkehrs vorrangig gelöst

werden.

Ein Ausbau des Fahrplanes und Wegenetzes des

öffentlichen Verkehrs soll auch im Sinne der Umwelt den

Umstieg vom Auto auf Bus oder Bahn erleichtern.

Bewußtseinsbildende Maßnahmen können den Wert der

Nahversorgung hervorheben.

Eine Erweiterung des Branchenmix und der Produktpalette

soll dem Wunsch des Konsumenten entgegenkommen.

Soziales

Der Ausbau der sozialen Infrastruktur vom Kindesalter an,

Freizeit

wie z.B.:

- Schaffung von ausreichend Kindergartenplätzen

Trendsportanlagen und Freizeiteinrichtungen sollen

- Gesamtes Plichtschulangebot in der Gemeinde

ein ausreichendes Angebot gewährleisten.

(VS, HS)

Eine Erweiterung der Wanderwege ist im Besonderen ein - Wohnraumschaffung speziell für Jungfamilien

Anliegen unserer Gemeindebürger. - Ansiedelung eines Zahnarztes

- Betreutes Wohnen für Senioren

Orte der Begegnung sollen ein Zusammengehörigkeits-

Jugend

gefühl schaffen und so unseren dörflichen Charakter

weiterhin erhalten.

Der Lebensraum für unsere Jugendlichen muß in Zukunft

ein Hauptanliegen unserer Gemeinde sein.

Durch aktive Mitarbeit und Mitbestimmung sollte unserer

Jugend ein neuer Stellenwert in unserer Gemeinschaft

gegeben werden.

- 8 -


Kultur Kirche

Geschichte Bildung

Unsere bestehenden Kulturgüter und Formen des

Brauchtums wollen wir wertschätzen.

Kirchliche und weltliche Feste sollen wieder mehr an

Bedeutung gewinnen.

Eine Unterstützung dieser kulturellen Institutionen

muß in jeder Weise erfolgen.

So soll der Heimatverein und die Musikkapelle

entsprechende Räumlichkeiten erhalten. Kultur- und

Bildungsveranstaltungen sind weiterhin vom Angebot her

zu erweitern.

Bürgerbeteiligung

Unser Leitbild enthält eine Fülle von Wünschen und

Maßnahmen, deren Verwirklichung und Umsetzung in den

nächsten Jahren ein gemeinsames Ziel sein soll.

Bevor wir jedoch mit der äußeren Dorferneuerung,

sprich Gestaltung unseres Umfeldes beginnen, sollen

unsere Katsdorfer Mitbürger zum

Mitdenken

Mitplanen

Mitgestalten

animiert werden.

Gemeinsames Gestalten der Gemeinde

in Form von Arbeitskreisen wird der Weg der kleinen, aber erfolgreichen und von

vielen akzeptierten Schritten im Ortsentwicklungskonzept sein.

Wir bauen ein Dorf um zu LEBEN

- 9 -


ÖRTLICHES ENTWICKLUNGSKONZEPT

Beschluß des Gemeinderates vom 12. Februar 1998

Beschluß des Gemeinderates vom 15. Dezember 1998

Angaben über die Einbeziehung der Bürger:

28.Jänner 1998 Bildung von 5 Arbeitskreisen

• Arbeitskreis Raumordnung, Ortsbild

AK-Leiter Josef Reisinger (8 Teilnehmer)

• Arbeitskreis Wirtschaft, Tourismus, Verkehr

AK – Leiter Johann Krieger (14 Teilnehmer)

• Arbeitskreis Kultur, Geschichte, Bildung

AK – Leiter Leo Reichl ( 7 Teilnehmer)

• Arbeitskreis Jugend, Sport, Familie

AK – Leiterin Erika Marschner (7 Teilnehmer)

• Arbeitskreis Umwelt, Landschaft, Landwirtschaft

AK – Leiterin Johanna Lang (8 Teilnehmer)

12.Februar 1998 Beschluß des Gemeinderates

2. April 1998 Informationsabend Bauernschaft

- 10 -


13. Mai 1998 Informationsabend Gewerbetreibende

10. Juni 1998 Fragebogenaktion zum OEK (an alle Wahlberechtigten)

16. Juni 1998 Infoabend für Grundbesitzer (allgemein)

17. Juni 1998 Infoabend für die Ortschaften Katsdorf-Ort, Bodendorf,

Breitenbruck, Neubodendorf

22. Juni 1998 Infoabend für die Ortschaften Weidegut, Ruhstetten,

Rothof, Reiser, Greinsberg, Edt, Schwarzendorf, Grünau,

Lungitz, Blindendorf, Standorf, Nöbling,

22. Juni 1998 Info- Möglichkeit am Gemeindeamt für Grundbesitzer

(Fragen zum Flächenwidmungsplan)

Ortsplaner Architekt Dipl. Ing. Alfred Berghofer

Juli 1998 Ausstellung der AK- Kurzprotokolle und des geänderten FWP

in der Raiffeisenbank Katsdorf

27. November 1998 allgemeine Bürgerbeteiligung – Vorstellung des OEK Raiffeisenbank Katsdorf

- 11 -


Statistik allgemein

1. Einwohner- Entwicklung

1.1 Einwohner allgemein

Mit Stand 1981 lebten in der Gemeinde Katsdorf ca. 1.818 Personen, in insgesamt 571 Haushalten .

Das ergibt eine durchschnittliche Personenanzahl von 3,2 Pers./Haushalt.

Im Jahr 1991 ist die Bevölkerungsanzahl auf rund 2.310 Personen in insgesamt 733 Haushalte angewachsen.

Der Durchschnitt ergibt wiederum 3,2 Pers./Haushalt.

Einwohnerentwicklung

männlich weiblich gesamt

1951 1355

1961 1504

1971 743 824 1557

1981 903 915 1818

1991 1141 1169 2310

1993 1209 1211 2420

1995 1243 1256 2499

1998 1357 1368 2725

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

Einwohnerentwicklung

1951 1961 1971 1981 1991 1993 1995 1998

- 12 -

männlich

weiblich

gesamt


1.2 Einwohnerentwicklung nach Ortschaften

Blindendorf

Bodendorf

Breitenbruck

Katsdorf

Lungitz

Reiser

Ruhstetten

Standorf

1 200

1 000

800

600

400

200

0

Bevölkerung nach Ortschaften

1951 1961 1970 1983 1991 1998

26 32 27 25 21 16

239 304 348 446 557 678

52 50 41 68 83 92

409 466 499 777 938 1098

343 343 326 172 282 242

61 65 67 58 63 100

121 108 116 163 247 206

104 136 143 159 202 263

Bevölkerungsentwicklung nach Ortschaften

Blindendor f Bodendor f Br eitenbr uck Katsdor f Lungitz Reiser Ruhstetten Standor f

- 13 -

1 951

1 961

1 970

1 983

1 991

1 998


2. Geburten im Zeitraum 1990-1998

Geburten im Zeitraum1990-1998

Jahr 1990 Jahr 1991 Jahr 1992 Jahr 1993 Jahr 1994 Jahr 1995 Jahr 1996 Jahr 1997 Jahr 1998

24 32 36 30 45 32 23 36 20

50

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Jahr

1990

Jahr

1991

Jahr

1992

Geburten 1990-1998

Jahr

1993

Jahr

1994

3. Schülerzahlen 1985- 1998

Jahr

1995

Jahr

1996

Jahr

1997

Jahr

1998

205

200

195

190

185

180

175

170

165

160

155

Jahr

1985

Schülerzahlen

Jahr 1985 Jahr 1987 Jahr 1989 Jahr 1991 Jahr 1993 Jahr 1995 Jahr 1997 Jahr 1998

174 183 183 197 189 204 189 185

- 14 -

Jahr

1987

Jahr

1989

Schülerzahlen

Jahr

1991

Jahr

1993

Jahr

1995

Jahr

1997

Jahr

1998


4. Wohnhäuser- Entwicklung allgemein

Wohnhäuser nach Ortschaften

1970 1983 1996 1998

Katsdorf 95 178 248 257

Breitenbruck 10 18 24 23

Bodendorf 69 112 159 166

Standorf 29 37 63 66

Ruhstetten 23 35 52 55

Reiser 12 10 18 18

Lungitz 57 57 55 58

Blindendorf 4 5 4 5

5. Haushaltsentwicklung allgemein

Haushaltsentwicklung gesamt

Jahr 1981 Jahr 1983 Jahr 1991 Jahr 1995 Jahr 1998

571 595 733 758 855

Einwohner

300

250

200

150

100

50

0

- 15 -

900

800

700

600

500

400

300

200

100

0

Wohnhäuser nach Ortschaften

1970 1983 1996 1998

Haushaltsentwicklung allgemein

Katsdorf

Breitenbruck

Bodendorf

Standorf

Ruhstetten

Reiser

Lungitz

Jahr 1981 Jahr 1983 Jahr 1991 Jahr 1995 Jahr 1998

Blindendorf


6. Flächenbilanz allgemein

Angaben in ha

Bauflächen

92,95

landw. Nutzflächen 1123,47

Wald 174

Gewässer

8,29

Straßen

35,26

Sonstige Flächen 32,95

Gesamtfläche in ha 1466,92

Gesamtflächen der Gemeinde Katsdorf

12% 1%2% 2% 6%

77%

- 16 -

Bauflächen

landw. Nutzflächen

Wald

Gewässer

Straßen

Sonstige Flächen


Arbeitskreis Raumordnung, Ortsbild

Bestandsaufnahme der einzelnen Ortschaften

Lungitz (incl. Blindendorf)

Fläche m. Widmung: 13,47 ha bereits verbaut: 3,58 ha gewidmet/unverbaut: 9,88 ha

IST Zustand: 3 VE Bauern, 2 NE Bauern

Lagerhaus, Bahnstation, Verladestation für Zugsgüter, Gastbetrieb, regionale Kläranlage, F- Feuerwehr

landwirtschaftlich geprägtes Dorf mit periphären Siedlungssplittern (einschließlich Blindendorf);

Entstehung von verdichtetem Siedlungsgebiet in fortgeschrittenem Planungsstadium am Ziegelofen Gelände (Helbich- Gründe);

Liegt am Verkehrsknotenpunkt der Bezirksstraßen Katsdorf- Ried/R – St. Georgen/G; Pfarrgebiet Ried/R;

Schulsprengel St.Georgen/G; Post Katsdorf

derzeit eigene Wassergenossenschaft

Schwarzendorf

Fläche m.Widmung: 1,61 ha bereits verbaut: 0,81 ha gewidmet/unverbaut: 0,79 ha

IST Zustand: 2 VE – Bauern, 1 NE- Bauern

Dorf mit drei Bauernhäusern und dazugehörigen Auszugshäusern; südliche Randlage von Katsdorf;

Pfarre sowie Post – und Schulsprengel Ried/R

- 18 -


Greinsberg

Fläche m.Widmung: 2,29 ha bereits verbaut: 1,33 ha gewidmet/unverbaut: 0,95 ha

IST Zustand: 3 VE- Bauern, 3 NE- Bauern

Hochbehälter des Fernwasserverbandes (zur späteren Versorgung von Lungitz und Standorf);

bäuerliches Dorf mit Mietwohnungen in Nebengebäuden,

durch die Müllstraße vom „ Hannl- Kreuz„ her gut erschlossen;

Greinsberg besitzt derzeit eine eigene Wasserversorgung; Leitungstrassen der ESG; 2 Trafo- Stationen;

Ferngas- Hauptleitung quert Ortschaft;

Pfarre, Post und Schulsprengel Ried/R

Reiser

Fläche m.Widmung: 1,27 ha bereits verbaut: 0,83 ha gewidmet/unverbaut: 0,44 ha

IST Zustand: langgezogene Ortschaft am Nord – Ostrand des Gemeindegebietes mit ca. 20 Häusern ( davon 9 Bauernhäuser);

Unzureichende Infrastruktur; Pfarre sowie Post- und Schulsprengel Ried/R

Grünau

Fläche m.Widmung: 0,76 ha bereits verbaut: 0,18 ha gewidmet/unverbaut: 0,57 ha

IST Zustand: Randsiedlung zum Gemeindegebiet Ried/R, Wasser und Kanalanschluß durch die Gemeinde Ried/R,

Müllabfuhr Katsdorf; Pfarre sowie Post- und Schulsprengel Ried/R

Gesellschaftliche Orientierung nach Ried/R

Edt, Rothof

IST Zustand: landwirtschaftliches Gebiet mit je 4 Bauernhäuser und Nebengebäude, schlechte Infrastruktur,

Pfarre sowie Post – und Schulsprengel –Ried/R

- 19 -


Ruhstetten

Fläche m.Widmung: 9,02 ha bereits verbaut: 6,56 ha gewidmet/unverbaut: 2,46 ha

IST Zustand: ländliches Dorfgebiet mit Einfamilien- Siedlungshäusern; Müllsortieranlage,

Baggerbetrieb mit Bauschutt-Recyclinganlage, F- Feuerwehr

Weidegut

Fläche m Widmung: 6,95 ha bereits verbaut: 5,13 ha gewidmet/unverbaut: 1,83 ha

IST Zustand: Neu entstandener Siedlungssplitter durch Weidebetrieb in zwei Teile getrennt, Südwesthang zu Katsdorf,

teilweise geologisch problematisches Bauland

Neubodendorf

Fläche m.Widmung: 5,33 ha bereits verbaut: 3,33 ha gewidmet/unverbaut: 1,99 ha

IST Zustand: Siedlungsbereich im Dorfgebiet zwischen Bezirksstraße und Bahnlinie gelegen; 2 VE – Bauern,

Industriebetrieb Autolackiererei,

Bahn- Haltestelle, Reste geschichtlichen Ursprungs von Katsdorf

Nöbling

Fläche m.Widmung: 4,35 ha bereits verbaut: 2,11 ha gewidmet/unverbaut: 2,24 ha

IST Zustand: Streusiedlung mit 2 Bauernhäusern, in unmittelbarer Nähe der Bezirksstraße entsteht eine Einfamilienhaussiedlung,

2. Teil südlich der Bahnlinie – 1 Bauernhaus mit kleinem Siedlungsteil

- 20 -


Standorf

Fläche m.Widmung: 10,7 ha bereits verbaut: 5,16 ha gewidmet/unverbaut: 5,54 ha

IST Zustand: bäuerlicher Ortskern im überwiegenden Siedlungsgebiet, Metallbau betrieb,

Bahnlinie und Bezirksstraße trennen Siedlung in 2 Bereiche

Bodendorf

Fläche m. Widmung: 18,16 ha bereits verbaut: 9,96 ha gewidmet/unverbaut: 8,20 ha

IST Zustand: geschichtlicher Ortskern (Meierhof Pottendorf, heute Mayr z`Bodendorf); mehrere NE-Betriebe,

Siedlungsgebiet mit Längsausdehnung in Nord – Süd Richtung

Betriebe: Kanalentsorgung, Autospengler, Druckerei

Breitenbruck

Fläche m. Widmung: 6,43 ha bereits verbaut: 2,57 ha gewidmet/unverbaut: 3,85 ha

IST Zustand: ehemaliges Schloß Breitenbruck - heute Bauernhaus, uneinheitliche Siedlungsstruktur; KFZ – Betrieb, Tierarzt;

Günstige Verkehrslage, Ortsnähe

Katsdorf – Ort mit Eichwiesel

Fläche m. Widmung: 46,46 ha Bereits verbaut: 26,92 ha gewidmet/unverbaut: 19,53 ha

IST Zustand Katsdorf- Ort: Dorfgebiet mit 4 landwirtschaftl. Betrieben (einschl. Landwirtschaftsschule), 1 Tischlereibetrieb im

unmittelbaren Ortsgebiet;

Dorfgebiet umgeben von Wohngebiet, entlang der Bezirksstraße zwei kleinere Bereiche als Mischbaugebiet ( Hotel) und als

Betriebsbaugebiet (KFZ Werkstätte);

Ortskernentwicklung ist beeinflußt durch uneinheitliche Gebäudestruktur;

Periphär zum Ort befinden sich 2 Sportanlagen

IST Zustand Eichwiesel: geschlossenes Siedlungsgebiet mit 1 NE- Bauern im reinem Wohngebiet, 2 Spielplätze,

gute Verbindung zum Ortskern (Fußweg);

- 21 -


Raumordnung

Die Bau – und Siedlungstätigkeit der letzten Jahre hat sich hauptsächlich auf folgende Ortschaften beschränkt:

Katsdorf – Ort mit Eichwiesel

Bodendorf

Weidegut

Ruhstetten

Standorf

Durch die Verkaufsbereitschaft von Landwirten in Randlagen zum Ort Katsdorf wurde eine eher unmotivierte

Siedlungstätigkeit herbeigeführt. Eine effiziente Ausnutzung von Infrastrukturen wurde dabei meist außer acht gelassen.

Weiters gab es durch die bauliche Nähe zu landwirtschaftlichen Betrieben und deren Flächen Nutzungskonflikte zwischen

Siedlern und Landwirten

Momentaner Baulandbedarf pro Jahr

20 – 25 Neubauten (Grundfläche ca. 1000 m) .............ca. 2-3 ha Jahresbedarf

Bevölkerungsentwicklung und Baulandbedarf

Mögliche Entwicklung in den nächsten 10 Jahren

Anwachsen der Bevölkerung von ca. 2725 Pers. auf 3500 Pers. – Baulandbedarf ca. 25 ha

Aufgrund des Baulandangebotes und der Stadtnähe wäre ein Anwachsen der Einwohnerzahl auf ca. 3500 Personen in

einem Zeitraum von 10 Jahren möglich. Bei einem durchschnittlichen Bedarf von ca. 1 ha/40 Personen muß mit einem

zukünftigen Baulandbedarf von ungefähr 20 –25 ha gerechnet werden.

- 22 -


Ortsbild

Bestandsaufnahme der Schwachstellen

Katsdorf Ort

� Straßenenge und schmaler Gehsteig im Bereich vom Ortsgebiet

� Gestaltung des Kernbereiches – jetziger Ortsplatz

� Parkmöglichkeiten im Bereich der Nahversorger und Gasthäuser

� Fehlende Koordination der Aktivitäten zur Ortsbildpflege

� Gestaltung der Vorgärten und Plätze

� Gestaltung des Umfeldes der Pfarrkirche

� Altes VS Gebäude

� Alter Bauhof und Vorplatz – zukünftige Nutzung?

� Baulicher Zustand altes FF - Gebäude

� Raumnot im Amtsgebäude - Gestaltung des Vorplatzes

� Bereich Wohnhaus unter GH Fischill – Grünfläche - Löschteich

Ortschaften

� Straßenführung und Gestaltung der Verkehrsflächen

� Fehlende Gehsteige in der fußläufigen Umgebung von Katsdorf

� Um- oder Neugestaltung von Gebäuden - Gesamtbild

� Fehlende Spielplätze und kleinen Dorfplätzen

� Schlechte bis keine Verkehrsberuhigungs - Maßnahmen

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Umwelt

• Abfallwirtschaft

Arbeitskreis Umwelt, Landschaft, Landwirtschaft

Bestandsaufnahme

Altstoffsammlung: 7 Standorte in 5 Ortschaften (10 Papiercontainer, 16 Glascontainer, 8 Metallcontainer)

Problemstoffsammlung:

mobile ASI (14 – tägig)

Restabfall: 299,46 to Restmüll (Abfuhr 2 bzw. 4 wöchig)

Sperrmüll: 25,00 to Sperrmüll (1 x jährlich)

Biogene Stoffe: 17,76 to Bioabfall (2- wöchig)

Tierkörperentsorgung: Abholung nach Anruf am Gemeindeamt

Altlasten: Standorte werden demnächst von der Umweltrechtsabteilung erfaßt

Abfallbehandlungsanlagen: Kompostierungsanlage der Landwirtschaftsschule

Sortieranlage für gewerblichen Abfall der Fa. Faltinger

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Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Wasserversorgung: 674 Haushalte sind an die örtliche Wasserleitung

angeschlossen (Stand Oktober 1997)

Abwasserentsorgung: Gemeinde Katsdorf ist Mitglied im Reinhalteverband „Mittlere Gusen“

258 Haushalte sind an das öffentl. Kanalnetz angeschlossen

(Stand Juli 1998) der Rest ist mit Senkgruben ausgestattet

• Energie

Die Stromversorgung erfolgt im gesamten Gemeindegebiet über die ESG. Ein Großteil der Liegenschaften der

vorhandenen und geplanten Bebauungsgebiete kann über das Ferngasnetz der OÖ. Ferngas versorgt werden.

Arten der Heizenergien der Haushalte: keine genauen Zahlen bekannt

• Lebensqualität

öffentl. Verkehrsmittel: schlechte Busverbindung nach Linz und Perg (Fahrplan)

- 25 -


Landwirtschaft

• Landwirtschaftliche Strukturen

Das Gemeindegebiet von Katsdorf ist trotz Stadtnähe noch immer durch die landwirtschaftlichen Produktion

großflächig geprägt. Die landwirtschaftliche Betriebsstruktur ist durch Grünland und Ackerbewirtschaftung charakterisiert. Die

Forstwirtschaft bildet für die Bauernschaft eine eher untergeordnete Rolle.

Landwirtschaftliche Betriebe

17 Vollerwerbslandwirtschaften

47 Nebenerwerbslandwirtschaften

2 Juristische Personen (Landwirtschatsschule und Weidegutgenossenschaft)

Insgesamt 64 landwirtschaftliche Betriebe,

- davon 4 Biobetriebe

Rinder

1465

Viehbestand- lt. Viehzählung 1995 -Insgesamt 74 Viehhalter

Schweine Schafe Pferde Hühner Truthühner

2374 52 9 1564 70

• Hofstillegungen

Momentan sind keine Probleme in dieser Richtung bekannt

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• Landschaftsbild

Obstgärten und Wiesen: bestehende Flächen sollen erhalten bleiben (EU Bestimmungen)

Heckenbepflanzungen: in den letzten Jahren wurden rund 5000 Heckenpflanzen vom Jagdkonsortium gepflanzt-

Weiterführung dieser Aktivitäten

• Nahversorgungskooperation

Landschaftsentwicklung und Gestaltung

• Wanderwege

Momentan nur ein offizieller Wanderweg der Naturfreunde im Ortsplan gekennzeichnet

• Erholungslandschaft

Waldbestand: geringer Anteil an Waldflächen (12%)

• Schützenswerte und erhaltungswürdige Naturgebiete, Tiere und Pflanzen

Biotope: Erhebung des Umweltausschuß 1996

Einige erhaltens- und schützenswerte Naturschönheiten siehe Anhang

Seltene Pflanzen und Tiere: siehe Anhang

• Ortsbildpflege

Bis jetzt sind keine besonderen Maßnahmen zur Ortsbildpflege erfolgt

- 27 -


Schützenswerte und erhaltungswürdige Naturgebiete, Tiere und Pflanzen

Unsere Gemeinde besitzt eine Reihe von Naturschönheiten. Diese sollten auch der Nachwelt naturbelassen

erhalten werden. Als erhaltens- und schützenswert erachten wir folgenden Bestand:

Biotope

Genaue Lage siehe Funktionspläne im Anhang

1.) Bereich des Gusen - Mäanders im Keplinger Winkel

2.) Reiserbauernteich und Schirl-Biotop (Feuchtwiese) nahe ASKÖ-Sportplatz

3.) a.)Buchner - Teich beim ASKÖ- Sportplatz b.) ASKÖ Biotop

4.) Hackl - Teich im Wald bei Grenz- oder Schweinbach (nahe Bodendorf)

5.) Gesamter Bereich des Klenbaches im Gemeindegebiet Katsdorf

6.) Naturbiotop in der Höll (Gusennähe)

7.) Biotop am Ziegeleigelände in Lungitz (Helbich- Gründe)

8.) Hatzl - Laa und Erlbrunner - Laa in Reiser

9.) Hauslacken: a.) Oberhofer - Teich in Ruhstetten

b.) Grabauernteich in Schwarzendorf (Kalmuswurzel!)

c.) Tischlermichl - Teich in Lungitz

d.) Hausteich Riewein

10.) Bereich des Oberhofer Grabens in Ruhstetten

11.) Schilfgürtel im Kaarholz auf ÖBB - Grund in Bodendorf

12.) Kardenwildwuchs in Standorf neben der Bahntrasse Richtung Nöbling

13.) Bereich Weidegut - Obstgärten

14.) Birnbaumallee im Reiser

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In der freien Natur vorkommende, seltene

Pflanzen

♣ Schwertlilie gelb (Iridaceae) – vollkommen geschützt

♣ Seerosen (Nymphaeaceae)- vollkommen geschützt

♣ Weberkarde (Dipsacus fullorum) – Wahrzeichen der Gemeinde!

♣ Wilder Hopfen (Humulus lupulus)

♣ Rohrkolben oder Binderschlägl (Typhaceae)- vollkommen geschützt

♣ Kalmuswurzel (Acorus calamus) - kommt in ganz Europa wildwachsend nur noch in Katsdorf im

Grabauernteich vor! – Heilkräftige Pflanze

♣ Eibe (Taxus baccata L) – vollkommen geschützt

♣ Seidelbast (gemeiner- Daphne mezereum L.) - giftige vollkommen geschützte Pflanze

♣ Weidegewächse (Salicaceae) – noch häufig im Gemeindegebiet vorkommend, teilweise geschützt

In freier Natur selten vorkommende

Tiere

♣ Eisvogel (Alcedo atthis) - ganzjährig geschützt, Lebensraum an der Gusen

♣ Wasseramsel (Cinclus cinclus) - ganzjährig geschützt, seltener heimischer Brutvogel

♣ Blindschleiche (Angius fragilis) - ganzjährig geschützte fußlose Eidechse

♣ Waldameisen – Ameisenhügel im Eichwiesel = Mittlere rote Waldameise

(Formica rufopratensis major) - ganzjährig geschützt

♣ Eulen (Strigidae) - ganzjährig geschützt

♣ Feuersalamander (Salamandra salamandra) - kommt sogar im Ortsgebiet von Katsdorf vor

♣ Frösche, Kröten und Eidechsen - sind generell ganzjährig geschützt

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Stärken im Bereich Umwelt, Landschaft und Landwirtschaft

☺ Verwertung des Baum- und Strauchschnitts in der Kompostierungsanlage der Landwirtschaftsschule

☺ Bestrebungen der Landwirtschaft, daß auch schwer zu bewirtschaftende Flächen einmal jährlich

abgeerntet werden

☺ Schönes und gepflegtes Landschaftsbild

☺ Geplante Weiterführung von Heckenbepflanzungen und der Erhalt von alten Obstgärten und Dauerwiesen

☺ Mitglied des Reinhalteverbandes „Mittlere Gusen„

☺ Vielzahl von schützenswerten und erhaltungswürdigen Gebieten, Tieren und Pflanzen

- 30 -


Wirtschaft

Arbeitskreis Wirtschaft, Fremdenverkehr und

Verkehr

Bestandsaufnahme

Betriebe

22 26 30 30 42

Jahr 1981 1986 1991 1996 1998

Beschäftigte in der

Wirtschaft

Jahr

184

208 209 184 186

1981 1986 1991 1996 1998

Beschäftigte im öffentlichen Dienst

Volksschule 12 Gemeindeamt 15

Landw. Fachschule 18 Postamt 6

Kindergarten 6 Reinhalteverband

2

- 31 -


Nahversorger

Lebensmittelhandel 2 Elektro- Fachhandel 1

Bäcker

1 Heizung- Sanitär 1

Fleischhauer

1 Fliesenfachhandel 1

Getränkehandel

1 Reisebüro 1

Gasthäuser (incl.1 Hotel)

5 Planung-Innenarchitekt 3

Boutique (incl. Putzerei)

1 Versicherungsmakler 1

Friseur

1 Banken 2

Blumengeschäft

1 Handelsbetriebe 2

Gewerbetriebe

Metallbaufirma

1 Druckerei 1

Kfz- Werkstätten 3 Umwelt- und Kanalentsorgung 1

Karosseriefachwerkstätten

1 Elektrotechnik 1

Transport-und Baggerunternehmer 2 Tischlerei 1

Müllsortieranlage 1 Gewerbescheininhaber (üben das

Gewerbe nebenberuflich aus)

24

Aufgrund des Nahverhältnisses zu den Wirtschaftsschwerpunkten Perg, Schwertberg, Mauthausen und Großraum Linz ist

der Auspendleranteil in Katsdorf besonders hoch.

Damit verbunden ein Kaufkraftabfluß von ca. 52,5 Millionen ÖS jährlich.

Dem entgegenzuwirken, sollten in der zukünftigen Flächenwidmung die idealen Standorte für Betriebsansiedlungen

festgelegt werden. Durch eine Erhöhung der Branchenvielfalt und Bewußtseinsbildung der Bürger für „Strukturen in der

Nähe“ kann die Sicherung der Nahversorgung auch in Zukunft gewährleistet sein.

- 32 -


Verkehr

Öffentliche Verkehrsmittel

• Postautobuslinie Katsdorf – Linz

• ÖBB Schulbuslinie

• ÖBB Summerauerbahn (Haltestelle Lungitz und Katsdorf incl. Pendlerparkplätzen)

• Sammeltaxi (KAST)

Straßennetz

• Bezirksstraßen Gusental – Bezirksstraße L 1463

Linzerstraße L 1464

Lungitzerstraße L 1410

Das allgemeine Straßennetz der Gemeinde ist momentan den Bedürfnissen entsprechend ausgebaut. Wobei der Zustand

einiger Gemeindestraßen und Güterwege sicherlich einer Sanierung bedarf. Im Zuge der fortschreitenden Kanalisierung

wird dabei auch ein Teil der Verkehrswege erneuert und ausgebaut.

Ein Schwerpunkt sollte jedoch der Errichtung von Gehsteigen nach Möglichkeit mit Begleitgrün sein.

Weiters müssen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gesetzt werden.

- 33 -


Tourismus

Tourismusbetriebe

Fremdenverkehrs- und Seminarhotel

incl. Pub

Gasthäuser incl. 2 Sportgasthäuser 4

Cafehaus 1

1

Die Gemeinde Katsdorf ist als Tourismusgemeinde der Ortsklasse D eingestuft.

Ein Konzept für Maßnahmen zur Förderung des „sanften“ Tourismus wird momentan auch von der Gemeinde unterstützt.

Ein namhafter Fremdenverkehr- und Seminarbetrieb, Gastwirtschaften und ein Cafehaus im Hauptort decken den

momentanen Bedarf ab.

Außerhalb des Hauptortes wären die Errichtungen von Jausenstationen in Kooperation mit der Landwirtschaft

wünschenswert.

Touristische Infrastrukturen wie Wanderwege, Erholungsflächen und eventuelle Kulturangebote sind momentan noch

verbesserungswürdig.

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Stärken im Bereich Wirtschaft, Tourismus und Verkehr

☺ Klein – und Mittelbetriebe (auch überregional tätig)

☺ Ausbildungsplätze vorhanden

☺ Ortszentrum als Geschäftszentrum

☺ Funktionierende Nahversorgung

☺ Landwirtschaftliche Direktvermarkter

☺ Idealer Standort für Ausflugs– und Tagestourismus

☺ Namhafter Seminar– und Hotelbetrieb im Ortszentrum

☺ Tagestouristen durch gute Gastronomiebetriebe

☺ Summerauer Bahn – 2 Haltestellen im Gemeindegebiet

☺ Postbuslinie, Sammeltaxi

☺ Guter Zustand der Gemeinde- und Bezirksstraßen

☺ Geplante Autobahnabfahrt Engerwitzdorf

- 35 -


Jugend

Arbeitskreis Jugend , Familie, Sport,

Bevölkerung

Bestandsaufnahme

• Jugendraum

• Gewerkschaftsraum

• Jugendchor

• Raika Club

• KAST – Sammeltaxi von Linz nach Katsdorf

• Heimbringerdienst WALTER von der Disco in Schlag

• Bibliotheksteam

• Vereinsaktivitäten für Jugendliche

Sportvereine (ASKÖ, UNION), Feuerwehr, Musik, kath. Aktion, politische Parteien

Besonders im Bereich Jugendarbeit bemühen sich die Pfarre Katsdorf und unsere beiden Sportvereine. Durch die

fehlende Hauptschule im Ort ist es besonders schwierig, ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter den

Jugendlichen zu entwickeln. Besonderer Bedarf besteht momentan in der Jugendbetreuung. Hier sollte auf die

Einbeziehung der Jugendlichen geachtet werden. Eine geeignete Fläche zur Ausübung der Trendsportarten

(Skateboard, Inline-Skaten, Streetball, etc.) wäre wünschenswert.

- 36 -


Sport

• 2 Vereine (ASKÖ – UNION)

Jeweils 5 Sektionen: Fußball – 4 Plätze, Stockschießen – 5 Bahnen, Tennis - 9 Plätze

Tischtennis, Damengymnastik, Leichtathletik, Altjahreslauf / Osterlauf

• Naturfreunde / Langsamlauftreff / Radfahren / Wandern / Bergsteigen

• Volkshochschule / Turnen

• Interne Wandertage und Einzelveranstaltungen

Durch unsere beiden Vereine ist das Sportflächenangebot im Freien ausreichend. Akuter Platzmangel herrscht

hingegen bei Hallensportarten (Gymnastik, Tischtennis, Hallenfußball,..). Wiederum ist der jetzige Turnsaal der

VS den Anforderungen nicht mehr gewachsen. Weiters sollten Trendsportarten in den bestehenden Spiel- und

Sportflächen im überarbeiteten Flächenwidmungsplan berücksichtigt werden.

Sicherheit

• 3 freiwillige Feuerwehren

Katsdorf, Ruhstetten, Lungitz

• Rotes Kreuz und Gendarmerie – Stützpunkte in St. Georgen/G

- 37 -


Familie

• Kindergarten

• Mutterberatungsstelle

• Guli Gruppe (für Mütter mit Kleinkindern)

• Tagesmütter

• Kirche (Kinderliturgiekreis)

• Spielplätze

• Volksschule

• Kinderhort Pinselstrich (Nachmittagsbetreuung)

• Kinderferienaktion der Gemeinde

• Bibliothek

• Heimathaus

• Wanderweg

• Kino

• Gemeindearzt (praktischer Arzt)

• Aktion „Gesunde Gemeinde“

• 2 Seniorenvereinigungen

Steigende Kinderzahlen zwingen momentan zur Einführung einer Nachmittagsgruppe im Pfarrkindergarten.

Zudem decken Tagesmütter den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder in der Gemeinde ab. Akuter

Platzmangel in der Volksschule drängt zu Sanierungs- und Erweiterungsplänen.

Der Spielplatzbedarf im Ort Katsdorf ist durch zwei Standorte (Schul- u. Gusenspielplatz) abgedeckt. In der

Ortschaft Eichwiesel läuft momentan ein Spielplatz- Projekt in Eigeninitiative der Eltern. Ansonsten besteht vor

allem in den größeren Ortschaften (z.B. Bodendorf) Bedarf an Spielflächen.

Durch stark gestiegene Grundstückspreise wird es gerade Jungfamilien fast unmöglich gemacht, sich in

traditioneller Bauweise ein Einfamilienhaus zu errichten. Der Wunsch nach Projekten in verdichteter

Flachbauweise, Eigentums-wohnungen und geförderten Mietwohnungen wird sich in Zukunft verstärken. Da

in nächster Zeit die Errichtung einer Wohnanlage auf den Gründen der Landwirtschaftsschule (Heimstätte-

Mietwohnungen) geplant ist, sollte sich die Gemeinde schon jetzt das Vergaberecht für einen Teil der

Wohnungen sichern.

- 38 -


Stärken im Bereich Jugend, Familie und Sport

☺ Vereinsaktivitäten für Jugendliche

☺ KAST- Sammeltaxi Linz- Katsdorf

☺ 2 Sportvereine ASKÖ - UNION

☺ attraktives Sportangebot der Naturfreunde

☺ 3 freiwillige Feuerwehren

☺ Kinderbetreuungseinrichtungen - Kindergarten, Tagesmütter, Kinderhort

☺ Kinderferienaktion

☺ Aktion „Gesunde Gemeinde“

- 39 -


Kultureinrichtungen und Vereine

• Heimatverein

• Volksspielgruppe

• Kino mit Filmclub

• Musikkapelle

• Goldhaubengruppe

• Kirchenchor

• Weihnachtskrippe - wertvolle Schnitzerei

• Kunstgalerie und Kulturschaffende

Arbeitskreis Kultur, Geschichte, Bildung

Bestandsaufnahme

• Katholische Frauen – und Männerbewegung

• Viele aktive Vereine: z.B. Ortsbauernschaft,

Kameradschaftsbund, etc...

• Volkstanzgruppe

• Erhaltung alter Bausubstanzen

• Katholisches Bildungswerk

Die Anzahl der kulturellen Veranstaltungen bieten grundsätzlich jeder Bevölkerungsschicht ein vielfältiges Angebot.

Ein kleiner Auszug aus der Programmvielfalt:

Besonders dem Einsatz des Filmclubs im Kino Katsdorf verdanken wir eine breite Palette an ausgezeichneten Filmen.

Hervorzuheben sind weiters die Schauräume des Heimatmuseums, die sich besonders mit dem Schwerpunkt

„Zeitgeschichte unseres Dorfes – Kardenanbau„ beschäftigen.

Eine jährliche Aufführung unserer Volksspielgruppe garantiert Schauspielkunst in Bestform, die Zuschauerzahlen sprechen

dafür.

Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist unsere Musikkapelle. Frühschoppen, Konzerte und eine Vielzahl an musikalischen

Höhepunkten bieten unsere Spitzenmusiker – Auszeichnung 1997 Bezirkssieger.

Das Kunstangebot wird seit kurzem durch die Eröffnung einer Galerie abgerundet.

- 40 -


Geschichte

• Heimatgeschichte - verschiedene Chroniken

• Pfarre Katsdorf - 200 Jahre Wiedererrichtung

• Gemeinde Katsdorf - Geschichte und Gegenwart

• Kardengenossenschaft - 2 Schauräume im Heimathaus

• KZ Lager - Gusen III in Lungitz, Standort der Großbäckerei

• Ehemalige Herrschaftssitze in Breitenbruck, Bodendorf, Wolfsbach

• Ziegelwerk in Lungitz

Ein Teil der Zeitgeschichte unseres Ortes ist in ausführlicher Form in den Chroniken der Vereine und im Buch „Schicksale

und Kleindenkmäler“ von Herrn Ing. Gindlstrasser niedergeschrieben.

Im engen Zusammenhang mit der geschichtlichen Entwicklung steht unsere Pfarre Katsdorf mit Pfarrpatron St. Vitus – die

Ursprünge im Jahre 1125 urkundlich erwähnt.

Wiederum ist das Heimatmuseum Zeitzeuge der Kardengenossenschaften und geschichtlichen Entwicklung in Katsdorf.

Eine große Anzahl an Funden und Sammelstücken weisen auf eine bewegte Vergangenheit hin.

Die Überreste der ehemaligen Herrschaftssitze in Bodendorf Schloß Pottendorf, Schloß Breitenbruck und der Standort der

Burg Wolfsbach sind wichtige Zeitzeugen.

- 41 -


Bildung

• Volksschule

• Bildungswerk

• Pfarrbücherei

• Volkshochschule

• Arbeiterkammer - Kulturservice

• Landwirtschaftsschule

• Ballett

• Bildungsreisen

Durch eine rasch steigernde Bevölkerungsanzahl ist auch unsere Volksschule den Schülerzahlen leider nicht mehr

gewachsen. Die Ausgliederung der Werkräume, akute Raumnot und ein überbelegter Turnsaal drängen auf eine dringend

notwendige Volksschulerweiterung und Sanierung.

Besonders wichtig für unsere Jugend wäre aber auch die Errichtung einer Hauptschule. Schüler werden zu Pendlern- eine

Gemeinschaft unter den Jugendlichen ist nur mehr sehr schwer zu fördern.

Der Standort einer Landwirtschaftsschule deckt im besonderen den Bildungsbereich der Landwirtschaft ab.

Das Angebot an Erwachsenenbildung beschränkt sich momentan auf eine Anzahl von Kursen der Volkshochschule und des

Bildungswerkes.

Die Pfarrbücherei bietet Literatur für jede Altersgruppe.

- 42 -


Unsere Stärken im Bereich Kultur- Geschichte- Bildung

☺ aktiver Heimatverein – große Anzahl an Schaustücken

☺ Filmclub Katsdorf – Kino aktuell

☺ Jährliche Theateraufführungen der Volkstheatergruppe

☺ Musikkapelle, Goldhaubengruppe, Kirchenchor

☺ Aktives Vereinsleben

☺ Gut funktionierendes Pfarrleben

☺ Breit gefächertes Kursangebot

☺ Kunstgalerie

- 43 -


Weitere Maßnahmen zur Weiterführung der Ortsentwicklung

Um eine Weiterentwicklung bzw. Durchführung des Ortsentwicklungskonzeptes zu gewährleisten, sollte eine Weiterführung

dieses Projektes in Zusammenarbeit mit Gemeinde und Bürgern forciert werden.

Auflistung der Vorschläge für Weiterführungsmaßnahmen

1. Veröffentlichung des OEK

Allgemeine Bürgerinformation über das Gesamtkonzept, Leitbild allen Katsdorfern zu Verfügung stellen.

Weitere Entwicklung der Projektarbeiten in den nächsten Jahren:

2. Antrag der Gemeinde Katsdorf zur Aufnahme in die Förderaktion des Landes OÖ zur

Dorf- und Stadtentwicklung

Daraus folgend verstärkte Aktivitäten der Gemeinderäte bzw. Ausschüsse in den Bereichen Ortsentwicklung

- 44 -


3. Weiterführung bzw. Neubildung von Arbeitskreisen zur Problemlösung von spezifischen

Themen aus der Schwachstellenanalyse des OEK – verstärkte Bürgerbeteiligung

Z. B: - Arbeitsgemeinschaft zur Erstellung- und Durchführung eines Wanderwegenetzes

- Forum zur Gestaltung und Verschönerung unseres Ortsbildes

4. Zukunftswerkstätte

Die Arbeitskreise treffen sich zur laufenden Aktualisierung des OEK

5. Informationsveranstaltungen (Fachvorträge, Workshops,...)

Z.B: - Energiesparseminare

- Nahversorgeraktionen

- Seminare über naturnahe Gartengestaltung

6. Förderungen und Wettbewerbe

Z.B: - Blumenschmuckaktionen

- Umweltschutzpreis

7. Zwischenzeitliche Überprüfung durch die Gemeinde

Ausgangslage – Realisierung - Kurskorrektur

- 45 -


LIEBENSWERTES LIEBENSWERTES KATSDORF KATSDORF – LEBENSWERTE LEBENSWERTE ZUKUNFT ZUKUNFT

ORTSENTWICKLUNGSKONZEPT ORTSENTWICKLUNGSKONZEPT NR. 1

DER GEMEINDE KATSDORF

1998

TEIL I I

MAßNAHMEN


Inhaltsverzeichnis Seite

Arbeitskreis Raumordnung

Ziele der Raumordnung allgemein 1

Raumordnung Probleme-Ziele-Maßnahmen 2

Flächenbilanz Gegenüberstellung 3

Ortsbild Katsdorf allgemein 4

Arbeitskreis Umwelt Landschaft Landwirtschaft

Umwelt Probleme-Ziele-Maßnahmen 5

Landwirtschaft Probleme-Ziele-Maßnahmen 6

Landschaft Probleme-Ziele-Maßnahmen 7

Arbeitskreis Wirtschaft Fremdenverkehr Verkehr

Wirtschaft Probleme-Ziele-Maßnahmen 8

Fremdenverkehr Probleme-Ziele-Maßnahmen 9

Verkehr Probleme-Ziele-Maßnahmen 9

Arbeitskreis Jugend Familie Sport

Jugend Probleme-Ziele-Maßnahmen 11

Familie Probleme-Ziele-Maßnahmen 11

Sport Probleme-Ziele-Maßnahmen 13

Arbeitskreis Kultur Geschichte Bildung

Kultur Probleme-Ziele-Maßnahmen 14

Familie Probleme-Ziele-Maßnahmen 15

Sport Probleme-Ziele-Maßnahmen 16

Stellungnahme des Ortsplaners

Funktionspläne

Siedlungskonzept Plan I M 1:10 000

Grünraumplan Plan II M 1:10 000

Gemeinde Katsdorf

Bürgermeister Ernst Lehner

Örtliches Entwicklungskonzept 1998

Teil II

Probleme-Ziele-Maßnahmen

erstellt durch

Architekt Dipl. Ing. Alfred Berghofer

Römerstr. 76

4020 Linz


Ziele der Raumordnung- bzw. Planung in den nächsten zehn Jahren

⇒ Hauptsiedlungsgebiete und Vorrangflächen für Wohnbedarf werden vor allem der Hauptort Katsdorf und seine

fußläufige Umgebung sein. Dazu zählen vor allem der Siedlungsbereich von Eichwiesel, die Ortschaften Breitenbruck,

Neubodendorf und Bodendorf.

In den Ortschaften Weidegut, Ruhstetten, Standorf und Nöbling sind Wohngebietswidmungen als Abrundung der bereits

bestehenden Siedlungen geplant.

Siedlungssplitter werden in Zukunft weitgehend vermieden, ebenso wird bei Neuwidmungen von Bauland auf eine

bestehende Infrastruktur geachtet.

⇒ Sparsamer Umgang mit Grund und Boden in Form von verdichtetem Flachbau und mehrgeschossigem Wohnbau soll

auch für unsere Nachfolgegenerationen genügend Baulandreserven erhalten.

⇒ Verfügbares Bauland wird durch die gesetzliche Vorschreibung von Aufschließungsbeiträgen (OÖ. ROG) gesichert.

Weiters kann die Gemeinde durch Abschluß von Baulandsicherungsverträgen mit den Grundbesitzern aktive

Bodenpolitik betreiben.

⇒ Vorrangflächen für Betriebsansiedlungen befinden sich im Anschluß an Standorf zwischen der Bezirksstraße und der

Bahnlinie. Weiters im Umfeld des neuen Bauhof und Feuerwehrgebäudes und ein kleiner Bereich in der Ortschaft

Bodendorf im Anschluß eines Kanalservicebetriebes.

⇒ Flächen für den eventuellen Neubau einer Hauptschule sind im oberen Bereich der Volksschule reserviert. Ebenso

werden für die Erweiterungen im Pfarrbereich (z.B. Pfarrkindergarten) Flächen vorbehalten.

⇒ Für die mögliche Errichtung einer Trendsportanlage sind geeignete Flächen vorzusehen.

⇒ Zukünftig die Abstandsbestimmungen zwischen Landwirtschaften, Betrieben und Siedlungsgebieten einhalten, um

Konflikte, hervorgerufen durch Lärm und Emissionsbelästigung, zu vermeiden.

- 1 -


Auflistung von Schwächen und Problemen im Bereich Raumordnung

Reihung nach Dringlichkeit

Schwächen / Probleme Ziele Maßnahmen

Großer Baulandüberhang

(ca. 55,5 ha) und Zersiedelung

Minimale Anzahl an verfügbaren

Baugründen

Fehlende Betriebsansiedlungen –

Keine Ausweisungen im FWP

(Flächenwidmungsplan) für

Betriebsbaugebiete

Nutzungskonflikte zwischen Siedlern

und Landwirten

Vorbehaltflächen für Volksschul-

Erweiterung und Hauptschulneubau

Vorbehaltflächen fürTrendsportarten

- „ - für Erweiterungen

- „ - im Pfarrbereich

∗ Koordinator

Gde- Gemeinde

Reduzierung der gewidmeten und Rückwidmungen von Bauland in

unverbauten Flächen auf ca. 32,8 ha Randlagen mit fehlender Infrastrukur

Verfügbares Bauland Zukünftig Abschluß von

Baulandsicherungsverträgen mit den

Grundbesitzern bei Neuwidmungen

Ausweisung von Betriebsbauflächen Betriebsbaugebiete im FWP ( ÖEK)

im FWP (eventuell mit Betriebstypen- - Bereich Standorf/Lungitz (Hanl)

beschränkung) in Randlagen unter - Bereich neues Bauhof- und FF

Beachtung der Anschlußmöglichkeiten Gebäude

an den öffentl. Verkehr

- Bereich Bodendorf im Anschluß an

Kanalservice Unternehmen

Keine weitere Siedlungstätigkeit in vermehrte Rückwidmungen von

Nahzonen zu landwirtschaftl. Dorfgebieten in Grünland,

Betrieben, Vermeidung von

keine Baulandausweisungen im

Konflikten; keine Gefährdung der

landwirtschaftl. Struktur

Nahbereich von Landwirtschaften

Reservierung der dafür benötigten

Flächen

Eintrag im FWP (ÖEK)

- 2 -

K ∗

Gde

Gde

Gde

Gde

Gde


Unsere Wünsche für eine positive Veränderung des Ortsbildes in Katsdorf allgemein

Die übliche Auflistung der Maßnahmen im Bereich Ortsbild soll hier durch eine „Wunschliste“ ersetzt werden. Es soll dadurch eine flexible

Lösung der einzelnen Probleme ermöglicht werden, die nach Dringlichkeit und Verfügbarkeit der finanziellen Mittel bearbeitet werden.

Verkehrswege- und Flächen

� Entlastungsstraße Eichwiesel

� Errichtung von Gehsteigen eventuell mit Begleitgrün – Allee Bepflanzungen

� Verkehrsberuhigungsmaßnahmen

Gebäude und deren Umfeld

� Verstärkte Gestaltung der Vorgärten und Grünbereiche (Aktion Grünes Dorf)

� Bei Umbau- bzw. Neugestaltung von Plätzen und Gebäuden (z.B. Fassadengestaltung im Ortskern) sollte eine Anpassung an traditionelle

Strukturen erfolgen

Die Koordination zur Gestaltung eines harmonischen Ortsbildes könnte in Zukunft durch einen Arbeitskreis im Rahmen der Dorferneuerung

erfolgen.

Freizeit- und Grünflächen

� Ruhebankerl im Ortsbereich und in den Ortschaften – Neugestaltung im Zuge der Errichtung von Wanderwegen

� Spielflächen und kleine Dorfzentren auch außerhalb des Hauptortes

� Flächen für Trendsportarten

� Bademöglichkeit

Infrastruktur der Ämter und öffentlichen Einrichtungen

� Neubau einer Hauptschule

� Räumlichkeiten für Vereine

� Erweiterung der Volksschule

� Zeitgemäße Adaptierung des Amtsgebäudes (Platzbedarf,...)

Ortskern und Geschäftsleben

� Nahversorger und Anrainer sollen an der Gestaltung des Ortsplatzes aktiv mithelfen

- 4 -


Auflistung der Schwächen und Probleme im Bereich Umweltschutz,

Landschaftsentwicklung und Landwirtschaft

Reihung nach Dringlichkeit

Schwächen/ Probleme Ziele Maßnahmen K ×

Umwelt

Altstoffsammelbehälter (speziell Glas

und Altpapier) sind bereits nach wenigen

Tagen überfüllt

Brauchwassernutzung (Brunnen- und

Dachabwässer)

Rohrbrüche der öffentlichen

Wasserleitung (hoher Wasserverlust)

Schwimmbeckenbefüllung – Wassernot

in den betroffenen Siedlungsgebieten

Oberflächenabfluß bei starken Regen-

fällen

Metallbaufirma Hannl in Standorf -

Lärmentwicklung

Ausreichende, flächendeckende

Versorgung der Gemeinde mit Glas- und

Papiercontainern

Keine Vergeudung von Trinkwasser zur

Gartenbewässerung und

Brauchwassernutzung im Haushalt

Reduzierung der Wasserverluste und

damit verbundenen Kosten

Koordiniertes Befüllen der

Schwimmbecken, Gewährleistung der

Wasserversorgung

Absicherung des privaten und

öffentlichen Eigentums

Lärmentwicklung im Wohngebiet

reduzieren - vermeiden

- 5 -

Aufstellung von mindestens je einem

weiteren Glas und Papiercontainer

Information seitens der Gemeinde

Systematische Checks der Rohrleitungen

und Systematisierung der

Abläufe der Wartungsarbeiten

(Projektmanagement)

Befüllungsplan für Swimmingpools

erstellen

Vorbeugende, reparierende

Maßnahmen, wie z.B.

• Errosionsverhindernde,

pflanzenbauliche Maßnahmen

• Entsprechende Dimensionierung

der Oberflächenkanäle

Nach geplanter Übersiedelung des

Betriebsstandortes soll der derzeitige

Standort lediglich für lärmarme

Tätigkeiten verwendet werden;

Gde

Gde

Gde

Gde

Gde

+

LW

Gde


Energiebuchhaltung und Energiesparen

in öffentlichen Gebäuden

Energiebuchhaltung der öffentl. Gebäude

- daraus Ableitung für Konzepte zur

wärmetechnischen Verbesserung

Aufzeichnungen über

Energieverbräuche der öffentl.

Gebäude (Energiebuchhaltung),

Verwendung von energiesparenden

Geräten (z.B. Sparlampen,..)

Schwächen/ Probleme Ziele Maßnahmen K ×

Landwirtschaft

Landschaftspflege Erhaltung unserer Landschaft Durch Auftragsvergabe von

kommunalen Arbeiten an die

Landwirtschaft könnten die

Leistungen im Bereich der

Geringe Nahversorgungskooperation

zwischen Landwirten, den örtlichen

Handelsbetrieben und der Gastronomie

Bessere Zusammenarbeit der

landwirtschaftl. Direktvermarkter mit

den örtlichen Nahversorgern

- 6 -

Landschaftspflege abgegolten werden

Abgestimmtes Angebot,

entsprechende Werbemaßnahmen

Gde

Gde

+

LW

LW

+

NV


Schwächen/ Probleme Ziele Maßnahmen K ×

Landschaftsentwicklung und -gestaltung

Fehlende Wanderwege - Ortsansässige

weichen auch für kleine Wanderungen in

Nachbargemeinden aus,

Ortsunkundige Personen –

z.B. Seminargäste marschieren

querfeldein – sehr zum Unmut der

Grundbesitzer

Schaffung von Erholungsbereichen-

insbesonders für Katsdorfer

Wohnungsbesitzer

Schutz der Siedlungen und Wohnhäuser

vor Beschattung durch

Aufforstung

× Gde – Gemeinde

LW - Landwirtschaft

NV - Nahversorger

Errichtung und Gestaltung von neuen

Wanderwegen – daraus folgend das

wirtschaftliche Potential nützen;

Steigerung der Lebensqualität für unsere

Gemeindebürger

- 7 -

Vom AK wurde eine Liste von

Wanderwegen erarbeitet, die bei der

Umsetzung als Planungs-unterlagenn

dienen sollen;

weiters müßte eine Ausschilderung

und Markierung der Wanderwege

erfolgen; eine Anbindung an

Wanderwege der Nachbar-gemeinden

ist zu forcieren, die Nutzung des

Ausflugstourismus durch Hinweis

auf Gastwirt-schaften, ab Hof-

Verkäufe, Mostbauern, etc.

Erholungsflächen in der freien Natur Adaptierung von geeigneten

Wiesenflächen angrenzend an

Gastwirtschaften, Mostbauern, etc.

zum „Draußensitzen“ oder als

Liegeflächen;

Schutzsstreifen rund um bestehende

Siedlungen und Wohnhäuser

Es sind Schutzabstände von 200 m

einzuhalten; Unterschreitungen dieser

Mindestabstände müssen von

Expertenkomissionen näher bestimmt

werden

Gde

Gde


Auflistung der Schwächen und Probleme im Bereich Wirtschaft,

Tourismus und Verkehr

Reihung nach Dringlichkeit

Probleme Ziele Maßnahmen K ×

Wirtschaft

Problem Nahversorger

- Kaufkraftabfluss nach Linz

- Mangelnde Auswahl-

Angebotspalette

- Fehlende Kooperation untereinander

- Im Ortszentrum - Geschäfts-zentrum

fehlende Erweiterungs-möglichkeiten

- Parkplatzmangel

Anzahl der Betriebe, Arbeits- und

Ausbildungsplätze ist rückläufig

Obwohl die Zahl der Gewerbeschein-

Inhaber steigt fehlt oft der Mut zur

Selbstständigkeit

durch Bewußtseinsbildung in der

Bevölkerung Kaufkraftabfluß stoppen;

Erweiterungsmöglichkeiten für Nah-

Versorger im Ortszentrum gewähr-

leisten;

Branchenmix

Steigerung der Beschäftigtenzahlen

und Betriebsansiedlungen

Steigerung der Betriebsgründungen im

Gemeindegebiet

- 8 -

- Aktionen „Pro Nahversorger“

starten

- Branchenmix erweitern - Wünsche

lt. Fragebogenaktion

• Schuhgeschäft

• Drogeriemarkt

• Supermarkt

• Papier- und Bastelbedarf

- Grundstücke und Objekte im

OEK sichern

- Parkplätze in unmittelbarer Nähe

zu den Nahversorgern schaffen

Flächen für Betriebsansiedlungen

im FWP reservieren;

Jobbörse - Bekanntgabe der offenen

Stellen im Gemeindegebiet

Maßnahmen zur Förderung von

Betriebsgründungen

Gde

+

NV

Gde

+

GW

WK

+

BK


Probleme Ziele Maßnahmen K ×

Fremdenverkehr (mit Hauptaugenmerk auf Naherholung)

Fehlende Fremdenverkehrs-

Infrastrukturen

Fehlende Werbemaßnahmen im Bereich

Fremdenverkehr

Förderung des Tages-, Ausflugs-

und Seminartourismus;

Vermehrtes Freizeitangebot (Kegel-

Bahnen, Wanderwege, Rad- und

Reitwege, etc.)

Fremdenverkehrskonzept

Zusammenarbeit mit den Nachbar-

gemeinden forcieren

Nächtigungsmöglichkeiten in

Bauern- und Gasthöfen schaffen;

Jausenstationen in Kooperation mit

der Landwirtschaft errichten;

Gekennzeichnete Wanderwege -

(s. AK Umwelt)

Verstärkung der Werbemaß-nahmen

durch das überörtliche Gusental

Tourismus- Wirtschafts- und

Landwirtschafts Projekt;

Privatinitiativen der

Tourismusbetriebe

Probleme Ziele Maßnahmen K ×

Verkehr

Errichtung neuer Gehwege bzw.

Gehsteige

Sicherung und Ausbau der

Verkehrsflächen für Fußgänger

Vorrangig sollte sich die Gemeinde

um Errichtung eines Gehsteiges lt.

Fragebogen in folgenden

Ortschaften bemühen

• Haltestelle ÖBB

• Breitenbruck

• Bodendorf

Fehlende Parkplätze im Ortsgebiet ausreichende Parkflächen Speziell im Bereich der

Nahversorger und Gasthäuser

Parkraum schaffen (AK Ortsbild)

- 9 -

Gde

+

GW

+

LW

Gde

Gde

+

BA

Gde

+

BA


Entfernung zum nächsten

Autobahnanschluß

Verkehrsberuhigung

Öffentlicher Verkehr - schlechte

Busverbindungen nach Linz und speziell

nach Perg

Bahnstation liegt abseits vom

Ortszentrum –

keine Fußläufigkeit gegeben

• Koordinator

Gde- Gemeinde

BA- Bauausschuß

GW – Gewerbe

LW – Landwirtschaft

Autobahnanschluß in der Nähe Anbindung der örtlichen

Verkehrsinfrastrukturen

Maßnahmen der Verkehrsberuhigung - Verkehrsverteilung speziell im

Ortsgebiet

- Geschwindigkeitsbeschränkung

- Verkehrsinseln

• Zeitlich attraktive An- und

Abfahrtszeiten

• Erweiterung des Fahrplanes

Verbindung durch Shuttleservice

zwischen Ort und Bahnstation

- 10 -

NV – Nahversorger

WK – Wirtschaftskammer

BK - Banken

Einziehen einer zusätzlichen Fahrt

am Vormittag und Abend;

Streckenerweiterung nach Standorf

und Lungitz;

Linienverkehr auch an Sonn- und

Feiertagen (zumindest morgens und

abends)

Bedarfserhebung und

Rentabilitätsprüfung;

Eventuell Einführung eines

Kleinbus-Taxis zu den Hauptverkehrszeiten

Gde

Gde

+

BA

Gde

+

Post

+

ÖBB

Gde


Auflistung der Schwächen und Probleme im Bereich Jugend, Familie,

Sport und Bevölkerung

Reihung nach Dringlichkeit

Schwächen / Probleme Ziele Maßnahmen K ∗

Jugend

Zuwenig Angebot für

Jugendliche

Geringe Anzahl von

Ausbildungs- und

Arbeitsplätzen

Mangelndes Zusammengehörigkeitsgefühl

unter Jugendlichen

Platz für die Jugend schaffen Abrundung und Erweiterung des vorhandenen

Angebotes

Betriebsansiedlungen forcieren, Festlegung von Betriebsbaugebieten

vorhandene Betriebe zur im FWP, bessere wirtschaftliche

Schaffung von Lehr- und Vermarktung von Betriebsflächen

Arbeitsplätzen motivieren;

Stärkung der Gemeinschaft Bau einer Hauptschule

Verstärkte Kooperation der Vereine

und Institutionen,

Schwächen / Probleme Ziele Maßnahmen K ∗

Familie

Wohnraumbedarf - viele Jungfamilien

müssen „auswandern“-

teure Baugründe, fehlende

Startwohnungen sind oft die

Ursache

Größeres Angebot an Projekten

in verdichteter Flachbauweise

(Reihenhäuser, Eigentums- und

Mietwohnungen)

- 11 -

Aktive Bodenpolitik, Flächen für

verdichteten Flachbau im FWP

vorsehen; Vergaberecht im

öffentlichen Wohnungsbau sichern

SA+

Vertr

Gde+

GW

Gde

+

EV+

AK

HS

Gde


Facharzt Niederlassung eines Zahnarztes Gemeinde muß sich verstärkt um die

Ansiedelung eins Zahnarztes

bemühen (eventuell im Rahmen der

Keine Spielflächen bzw. Spielplätze

in den Siedlungen

außerhalb des Hauptortes

Spielende Kinder auf

Siedlungsstraßen

Errichtung von Spielplätzen in

allen größeren Ortschaften,

Kooperation der Gemeinde mit

den Eltern und Kindern bei

Planung und Errichtung

Aufklärungsarbeit bei Eltern

und

Kindern;

GESUNDEN GEMEINDE)

Initiative der Gemeinde zur

Grundbeistellung

Kauf, Pacht, Leihgabe bis auf

Widerruf;

weiters sollte die Errichtung des

Spielplatzes eine Gemeinschaftsarbeit

zwischen Eltern, Kindern und

Gemeinde werden - siehe Spielplatz

Eichwiesel

Aktionstage der Verkehrserziehung

für Eltern und Kinder;

Gefahrenhinweise

Platzmangel in der Volksschule Sanierung und Erweiterung Siehe AK Bildung

Fehlende Wanderwege bzw. Revitalisierung und Errichtung Siehe AK Umwelt

Ruhebänke

bestehender Wege und Bänke

- 12 -

Gde

Gde

+

BW

Gde

+

AMC

+G


Schwächen / Probleme Ziele Maßnahmen K ∗

Sport

Fehlende Freizeit- und

Sportflächen für Eislaufen,

Volleyball, Beachball;

Asphaltierte Fläche für

Skateboarder, Inline-Skater,

Streetball, etc.

Akuter Platzmangel im Turnsaal

der Volksschule

∗ Koordinator

Gde - Gemeinde;

SA - Sozialausschuß

AK HS – Arbeitskreis

EV- Elternverein

Kig - Kindergarten

G – Gendarmerie

AMC – Automobilclub

VE - Vereine

BW - Bewohner

Errichtung der notwendigen

Flächen

a.)Kurzfristig: Erstellung eines

einvernehmlichen Benützungs-

Konzeptes

b.)Langfristig: Gymnastiksaal

in der erweiterten VS

berücksichtigen,

Unterbringung verschiedener

Sportarten in den Räumen der

Sportvereine

- 13 -

Eislaufplatz – ev. beim Spielplatz im

Zierlus/Gusen;

Beleuchtung ermöglichen;

Bei Standortsuche bestehende Spiel-

und Sportflächen berücksichtigen;

Benützungskonzept - Erstellung

durch die Gemeinde;

Fertigstellung der Sportheime

Gde

+

VE+

Jgd.

Vertret.

a.)

SA

+

VE

b.)

sieh

e

VS

San-

ier

ung


Auflistung der Schwächen und Probleme im Bereich Kultur, Geschichte und Bildung

Reihung nach Dringlichkeit

Schwächen/Probleme Ziele Maßnahmen K ∗

Kunst und Kultur

Heimatverein - Schauraumnot Erweiterung der Schauräume

Musikkapelle - zu kleiner

Musikprobenraum;

fehlende Musikschule (Expositur)

Kirchenchor - mangelnder

Sängernachwuchs

Kunstgalerie – Kulturschaffende,

zu wenig öffentliches Interesse

Momentan keine eigene

Volkstanzgruppe

Größerer Probenraum in Zentrumsnähe;

eigene Musikschule

Neue Mitglieder nicht für den

Chorgesang, sondern auch für

modernen, zeitgemäßen Gesang

gewinnen

eventuell freiwerdende Räume des

alten VS-Gebäude adaptieren;

Einteilungsvorschlag ergeht an

Gemeinde;

Langfristig: möglicherweise altes

Bauernhaus als Freilichtmuseum

erwerben, könnte auch als

Veranstaltungszentrum dienen;

Bei einer Erweiterung der

Volksschule die Räumlichkeiten für

einen Probenraum (Musikschule)

berücksichtigen;

Verstärkte Werbung für Nachwuchs

im Jugendchor - späterer Wechsel

zum Kirchenchor

Kunst den Katsdorfern zu präsentieren Interesse an den Ausstellungen

wecken;

Eine Gruppe neu organisieren Verantwortliche Person sollte sich

um den Aufbau einer Gruppe

bemühen

- 14 -

Gde+

HV

HV

Gde

Chor+

Pfarre

Priv.

Initiative+

Gde

HV


Erhaltung alter Bausubstanzen

Pfarrzentrum - Entsprechende

Reserveflächen für die

Weiterentwicklung von

Friedhof und Leichenhalle vorsehen

Die nur mehr spärlich vorhandene alte

Bausubstanz so weit wie möglich

erhalten

Bei gegebenen Bedarf einer

Erweiterung sollten genügend

Freiflächen in Reserve gehalten werden.

Erfassen der alten Bausubstanz und

dies durch Fördermittel erhalten;

Landschafts- und ortsbezogenes

Bauen fördern

Pfarrgemeinderat soll sich mit der

Weiterentwicklung beschäftigen,

a. Friedhofserweiterung : zwischen

Friedhof und Kindergarten

b. Leichenhalle: zwischen Friedhof

und Volksschule

c. Kirchenarealerweiterung

Schwächen/Probleme Ziele Maßnahmen K ∗

Geschichte

• Ehemalige Herrschaftssitze

Breitenbruck und Bodendorf

• Ziegelwerk Lungitz

KZ Lager Gusen III in Lungitz, nur

mehr geringe Unterlagen vorhanden,

Zeitgeschichtliche Aufarbeitung

Beitrag zum WIR – Gefühl in der

Gemeinde

Zeitzeugenberichte anfertigen und

publizieren

- 15 -

Bestehendes Archiv- und

Bildmaterial zusammenfassen

In den Archiven des Unterrichtsministeriums

über KZ Mauthausen

Einschau nehmen; eigenen

Schauraum im Heimathaus über die

neuere Geschichte einrichten

Gde

PGR

PGR

PGR

HV

HV

HV


Schwächen/Probleme Ziele Maßnahmen K ∗

Bildung

Volksschule - steigende

Schülerzahlen (siehe Statistik)

in der Folge akute Raumnot -

Auslagerung der Werkräume

fehlende Hauptschule - nach dem

Besuch der VS werden unsere Kinder

zu Auspendlern (Aufteilung auf 5

Hauptschulen der Nachbargemeinden)

– die Folgen sind mangelnde

Gemeinschaft; Gruppenbildung - der

Identifikation mit Katsdorf als

Heimatgemeinde wird entgegen-

gewirkt

• Volkshochschule

• kath. Bildungswerk

Interesse am Bildungsangebot

steigern

Sanierung und Erweiterung der VS Weitere Ansuchen an die zuständigen

Behörden, bei Erweiterung der VS

Einplanung von folgenden

Institutionen berücksichtigen:

Mutterberatung, (momentan im alten

VS-Gebäude) und Musikprobenraum

(s.Problem Musikkapelle), VHS

Bau einer HS – Standort neben der VS

und Pfarrkindergarten

Im Flächenwidmungsplan das

entsprechende Grundstück

kennzeichnen und reservieren,

Hauptschulausschuß wieder

aktivieren und entsprechende Schritte

um Ansuchen unternehmen

Größeren Zulauf erreichen Erweiterung des Kursangebotes,

entsprechende Räumlichkeiten

nutzen bzw. schaffen

- 16 -

Gde

Gde

Gde

+

AK

Pro

HS

AK

KBW


Ballettschule -

fehlende Räumlichkeiten

∗ Koordinator

Gde - Gemeinde

HV - Heimatverein

PGR - Pfarrgemeinderat

AK - Arbeiterkammer

AK pro HS – Arbeitskreis pro Hauptschule

KBW – Katholisches Bildungswerk

Unterbringung in der geplanten

Erweiterung der VS

- 17 -

Im Konzept der VS NEU

berücksichtigen

Privat

+

Gde

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