Das Magazin für Bildung und Karriere im Ausland - Itchy-feet

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30 – Work & Travel

Der große Sprung nach Down Under

Working-Holiday in Australien und Neuseeland

Bis zu einem Jahr lang am anderen Ende der

Welt — in Australien oder Neuseeland — reisen

und sich das nötige Kleingeld zum größten

Teil vor Ort verdienen — das ist für viele ein

Traum. Aber es muss kein Traum bleiben! Mit

dem Working-Holiday-Visum in der Tasche

darf man sich für bis zu 12 Monate im Zielland

aufhalten, und das nicht bloß als Tourist:

Neben dem Reisen steht es einem frei,

fast jeden Job anzunehmen, den man

fi ndet — ob im Büro oder auf dem Bau,

im Telemarketing oder am Fließband, als

Surfl ehrerin, Kellner, Koch, Messehostess,

Farmhand oder Erntehelferin.

„Ich habe die komplette Ostküste

Australiens von Sydney bis Cairns und

die Strecke von Melbourne bis Alice

Springs bereist. Gesehen habe ich

schöne Strände, das Great Barrier Reef,

tolle Inseln wie die Whitsunday Islands,

verschiedenste Nationalparks, den

Opalgräberort Coober Pedy, den Ayers

Rock, die Olgas und den Kings Canyon.

Wir haben an mehreren Orten insgesamt

6 Monate lang auf Farmen gearbeitet:

Kürbisse, Orangen, Bohnen, Mandarinen,

Melonen, Bananen, Weintrauben, Birnen

und Baumwolle gepfl ückt. Zwischendurch

habe ich auch mal etwas anderes

gemacht: in einer Baumschule und

als Betonbauer gejobbt. Es war sehr

schön: die Natur, viele nette, junge

Leute aus verschiedensten Ländern,

die Freiheit! Jederzeit wieder!“ so wie

Marco beschreiben viele Heimkehrer ihr

Abenteuer in der Ferne. Ein Working-

Holiday ist eben die perfekte Kombination

aus Land und Kultur kennen lernen,

Arbeiten, Englischkenntnisse verbessern,

Leute aus aller Welt treffen, erste

Berufserfahrung sammeln, jede Menge

erleben und Spaß haben! Das Abenteuer

bedarf vorab jedoch einer guten Planung,

allem voran der Beantragung des Working-

Holiday-Maker-Visums. Das begehrte

Dokument bekommt, wer bei Beantragung

18 bis 30 Jahre alt ist, keine abhängigen

Kinder hat und einen Nachweis über

ausreichende fi nanzielle Mittel (5.000

AUS$ bzw. 4.200 NZ$) erbringen kann.

Voraussetzung ist zudem, dass man

die deutsche Staatsbürgerschaft oder

die eines anderen Landes hat, das ein

entsprechendes Visumsabkommen mit

Australien bzw. Neuseeland unterhält

hat. Sind diese Bedingungen erfüllt,

läuft die Visumsbeantragung über die

Website der entsprechenden Botschaft.

Allein Zehntausende Deutsche — viele

davon frisch gebackene Schulabgänger —

kommen so pro Jahr an das beliebte

Reisedokument. Mit dem Visum allein

ist die Organisation im Vorfeld jedoch

nicht getan: Ein Jahresfl ug — möglichst

fl exibel umbuchbar und gerne auch mit

interessanten Zwischenstopps — muss

her, die Reiseroute sollte grob abgesteckt

werden, ggf. müssen der internationale

Führerschein und Nachweise über die

abgeschlossene Berufsausbildung besorgt

werden, man sollte seinen Lebenslauf auf

Englisch parat haben und in jedem Fall

gut versichert sein. Im Prinzip kann man

jeden beliebigen Job annehmen — die

Wirtschaft Australiens und Neuseelands ist

längst auf die Arbeitskraft der fl exiblen

Backpacker eingestellt, im Erntebereich

sogar angewiesen. Viele Jobs liegen im

Tourismus und in der Landwirtschaft.

TravelWorker Michael Müller arbeitete

u. a. auf einer Gemüsefarm in Tasmanien,

was er selbst zu „einem seiner besten

Erlebnisse“ zählt. Als „Fitnessstudio und

Solarium in einem“ beschreibt Dominik

Grofer seine vierwöchige Farmarbeit in

Queensland, wo er Wassertanks gebaut

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