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12 Jahresbericht 2010 Förderschule Werner Vogel

Die Förderschule

Werner Vogel wächst

Erweiterungsbau überrascht

Die Förderschule Werner Vogel ist durch einen Anbau erweitert

worden. Entstanden ist ein architektonisches Schmuckstück,

das von den Schülerinnen und Schülern gern genutzt

wird.

Der Bau war nötig geworden, da sich die Schülerzahlen seit

Gründung der Förderschule Werner Vogel im Jahre 1998

nahezu vervierfacht haben. Insbesondere in den letzten

Jahren stiegen die Schülerzahlen weiterhin kontinuierlich.

Waren es im Jahre 2000 noch 53 so sind es jetzt über 80

Schülerinnen und Schüler. Deshalb wurden Räume, die

eigentlich für Physiotherapie, Handarbeit oder Rhythmik

gedacht waren, als Klassenzimmer genutzt. Hinzu kam, dass

die Werkstufe, die ja eigentlich die Berufsschulpflicht abdeckt,

von den anderen Schülerinnen und Schülern räumlich abgetrennt

werden sollte.

Diese Raumknappheit führte schließlich zu der Überlegung,

die Räumlichkeiten der Förderschule zu erweitern, indem auf

den vorderen Teil des Gebäudes ein Stockwerk daraufgesetzt

wird. Mit dem Architekten Uwe Brösdorf, wurde diese Überlegung

schließlich architektonisch verwirklicht. In nur 6-monatiger

Bauzeit wurde der Anbau fertiggestellt.

Für das Konzept Erweiterungsbau sprachen verschiedene

Argumente wie geringere Betriebskosten und die kurze

Bauzeit. Der Anbau ermöglicht außerdem, dass weiterhin alle

Schülerinnen und Schüler über das bestehende Foyer die

Schule betreten. Damit sind eine gesicherte Zugangskontrolle,

die eindeutige Orientierung und kurze Wege in der Schule

weiterhin gewährleistet.

Folgende Räume sind nun entstanden: 2 Klassenzimmer für

12 Schüler und ca. 4 Mitarbeiter, 2 Gruppenräume, die von

den Klassen genutzt werden können, 1 Personalraum sowie

eine entsprechende Anzahl an notwendigen Nebenräumen.

Das Raumkonzept macht es möglich, die Schule auch für

andere Schüler - ohne speziellen Förderbedarf - zu öffnen.

Damit kann in zunehmenden Maße gemeinsames Lernen und

Leben von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderungen

ermöglicht werden.

Der ergänzende Baukörper legt sich über den Baukörper, zu

welchem auch der Haupteingang gehört. Über das gemeinsame

Foyer der Förderschule im Erdgeschoss führt eine

Treppe in das Obergeschoss. Beide Klassen- und Gruppenräume

sind über den gemeinsamen Flur erschlossen und über

die jeweils angrenzenden Dachterrassen miteinander verbunden.

Dazwischen liegt der Personalraum. Die Nebenräume

befinden sich im rückwärtigen Bereich der Treppenanlage.

Über einen Verbindungsgang zum südlichen zweigeschossigen

Unterrichtsgebäude ist eine Anbindung an den bestehenden

Aufzug sichergestellt. Teilverglaste Flächen neben den

Türen ermöglichen interessante Ein- und Durchblicke und

dienen auch einer verbesserten Aufsicht und Kontrolle der

Schüler durch die Lehrer.

Es wurde darauf Wert gelegt, dass sich dieser neue Schulteil

auch farblich von dem übrigen Bereichen der Förderschule

deutlich abhebt. Mit dem Erweiterungsbau erreicht die

Förderschule eine größere Außenwirkung. Damit wird das

äußere Erscheinungsbild der Förderschule deutlich aufgewertet.

Ulrich Weber I Schulleiter

Uwe Brösdorf I Architekt

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