fehlt ir was! - Diakonie Leipzig

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fehlt ir was! - Diakonie Leipzig

20 Jahresbericht 2010 Beratung und Betreuung

Beratungs- und

Betreuungsdienste

Drastische Haushaltskürzungen

erschweren Arbeit.

Die Angebote dieses Fachbereiches werden nach wie vor

stark genuzt. In manchen Einrichtungen übersteigt die Nach-

frage die Kapazität bei weitem.

Die Beratungsstelle „Diakonie im Zentrum“ hat in der zentralen

Lage der Leipziger Innenstadt eine wichtige Funktion

übernommen. In Zusammenarbeit von KirchenBezirksSozialarbeit,

Lebensberatung, Jugendhilfe, Beratungsstelle für

Altenhilfe und auch der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative, die

sich im gleichen Gebäude befindet, existiert nunmehr ein gut

funktionierendes Hilfesystem.

In der Kirchenbezirkssozialarbeit werden die allgemeine

soziale Beratung sowie die Beratung zu Mutter/Vater/Kind-

Kuren häufig genutzt. Die Stärkung diakonischen Handelns

und die Gemeinde- und gemeinwesenorientierte Arbeit sind

ein Grundanliegen der KBS. Mit den Kirchgemeinden im

Leipziger Norden wurde das Projekt „Starke Nachbarschaften

durch aktive Beteiligung“ voran gebracht. Mit der Methode

„Community Organizing“ (CO) wollen hier Kirchgemeinden in

den Stadtteil wirken. Ziel ist es, Menschen zu aktiver Beteiligung

zu motivieren und bürgerschaftliches Engagement zu

provozieren. In Zusammenarbeit mit der evangelischen

Jugend Sachsen fand im Mai ein Diakonischer Jugendtag

unter dem Motto „Parallelwelten“ statt. Dabei konnten

Jugendliche von 13 bis 18 Jahren einen Tag in einer diakonischen

Einrichtung verbringen. Ziel war es, die „Parallelwelten

Hilfebedürftiger“ der heranwachsenden Generation ins

Bewusstsein zu bringen. In den Kirchgemeinden sind die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KBS aktiv bei der

Weiterbildung und Beratung von Ehrenamtlichen. Die Zusammenarbeit

mit den Kirchgemeinden wurde intensiviert, der

Kontakt zu Superintendent Henker entwickelt sich weiterhin

sehr gut. Es gibt regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch.

Bei der Evangelischen Lebensberatungsstelle führte die

starke Nachfrage teilweise zu Wartezeiten von mehreren

Wochen. Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Ein Großteil der

Klientinnen und Klienten kam anlässlich einer aktuellen bzw.

Bewohnerin mit ihrem Kind im Mutter-Kind-Wohnen im Haus

Lebensweg

vorangegangenen Trennung oder Scheidung in die Beratungsstelle.

Der Bedarf an Prophylaxe und Unterstützung, um eine

Trennung oder Scheidung zu vermeiden, zeigt sich am hohen

Bedarf für Paarberatung. Gerade auch jüngere Paare nehmen

dieses Angebot gern in Anspruch. Zunehmendes Interesse

erfuhren auch die Kommunikationskurse für Paare, für die es

mittlerweile Wartelisten gibt. Armut und die Angst vor Armut

sowie seelische, körperliche und sexuelle Gewalt blieben wie

in den Vorjahren präsente Themen in der Erziehungs-, Einzel-

und Paarberatung.

Bei der Evangelischen Jugendhilfe ist 2009 im Bereich der

ambulanten Hilfen zur Erziehung generell eine sehr gute

Auslastung zu verzeichnen gewesen. Seit Jahresbeginn 2010

wurden jedoch in einzelnen Bereichen (Sozialpädagogische

Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft und die Aufsuchende

Familientherapie) generell weniger Fälle durch die Stadt

Leipzig vermittelt, dies trifft die gesamte Trägerlandschaft in

Leipzig. Durch die persönlichen Kontakte und das Engagement

der einzelnen Mitarbeiter konnte die Auslastung dennoch

relativ konstant gehalten werden. Dem entgegen steht

eine steigende Nachfrage und Kapazitätserweiterung bei der

familiären Bereitschaftspflege und den Erziehungsstellen. Die

ständige Suche nach geeigneten Pflegeeltern, die ein Kind bei

sich aufnehmen können, ist ein wichtiger Teil der Öffentlichkeitsarbeit

in diesem Bereich. Hier arbeitet die Evangelische

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