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„DER LETZTE FLUG“ - Feature Film GmbH. präsentiert - Der Film

„DER LETZTE FLUG“ - Feature Film GmbH. präsentiert - Der Film

Interview Roger Mönch

Interview Roger Mönch Warum Antoine de Saint-Exupéry? Das müsste eigentlich heißen: warum Rudolf Braunburg? Der hat ein Buch mit Kurzgeschichten geschrieben, das ich als Kind gelesen habe. Und genau diese Story, die wir jetzt verfilmt haben, ist mir seitdem nie aus dem Kopf gegangen. Das Original heißt: „Ein ganz gewöhnlicher Abschuss“. Wobei ich schon sagen muss, dass „Wind, Sand und Sterne“ von Saint-Exupéry zu meinen drei Büchern für die einsame Insel zählen würde. Soweit man es Biographien überhaupt wirklich nachvollziehbar entnehmen kann, war er durch seine Introvertiertheit eine sehr faszinierende Persönlichkeit. Die wirklich interessanten Dinge erfährt man eher durch Beschreibungen von Zeitgenossen, die ihn damals getroffen und gekannt haben. DER LETZTE FLUG hat ja auch einen philantrophischen Hintergrund, der Saint-Exupéry sicher gut gefallen hätte: alle Erlöse sind für Kinderhilfswerke bestimmt. Wie kam es dazu? Ich habe selbst drei gesunde Kinder, eine Tatsache, für die man dem Leben dankbar sein muss. Da ist der Gedanke, anderen, denen es nicht so gut geht, zu helfen, sehr nah. Vor diesem Hintergrund konnte ich dann auch vor mir selbst verantworten, was ich den Schauspielern, die sich bereiterklärt haben ohne Gage zu arbeiten, während des Drehs alles abverlangte. So war klar, das alle Mühen außer einem tollen Film auch noch zu ein bisschen Glanz auf Kinderaugen führen würden. Und das hat offensichtlich gut funktioniert!! Haben Sie ein visuelles Konzept für „DER LETZTE FLUG“ entworfen? Ja. Zuerst einmal wollte ich einen zeitlosen Look haben. Da ist die ganze Nummer mit entsättigten Bildern à la „Saving Private Ryan“ schon mal weggefallen. Der Look muss zur Geschichte passen. In diesem Fall ist die ganze Handlung im Flugzeughangar und in der Fliegermesse die Erinnerung des alten Mannes. Und Erinnerungen sind oft verklärend. Das Licht ist schön wie im Märchen, am helllichten Tag sind die Lampen an, der Pilot ist vielleicht blonder, als er in Wirklichkeit war, all’ diese Dinge sehen wir durch die Brille eines Zeitabstandes von 60 Jahren. Generell ist alles in Braun- und Grautönen gehalten, mit Rot als einzigem wirklichen Kontrastpunkt: als Blumenstrauß, als Wappen, als Schachbrett, als Halstuch. Das macht den Look ziemlich opulent und aufgeräumt zugleich. Was natürlich auch stark die Handschrift von Alex Thomson ist. Welche Bedeutung hat Saint-Exupéry heute für uns? Die gleiche, die er immer gehabt hat und die er immer haben wird. Was Saint-Exupéry zu sagen hatte, steht in seinen Büchern. Selber lesen wärmstens empfohlen. Wobei der Kleine Prinz sicher das untypischste ist und schon so ein bisschen den Blick des Autors in die Ewigkeit erahnen lässt. Völlig faszinierend fand ich einen Brief, den er kurz vor seinem Tod an einen amerikanischen Freund geschrieben hat, in dem er das Verhältnis zwischen Amerika und Frankreich beschreibt. Würde man den Zeitkontext ändern, könnte dieser Brief genauso auf das Verhältnis der beiden Länder in der Zeit nach dem Krieg im Irak gemünzt sein. Unglaublich. Das ist wohl das Geheimnis von Menschen wie Saint- Exupéry: das ihre Sicht der Dinge nicht an Zeit und Raum gebunden ist, und das Wesentliche immer trifft. 14

Stefan Jung Produzent Stefan Jung ist Mitbegründer der BILD WERK GmbH., aus der später die DAS WERK AG hervorging. Er war verantwortlich für den Aufbau des Unternehmens zu einem der führenden europäischen PostProduktions- und New Media-Unternehmen in den Sparten Werbung, TV Kino und Neue Medien. Stefan produzierte in dieser Zeit auch den Spielfilm „Seven Servants“, in dem Anthony Quinn seine letzte Hauptrolle spielte. Dieses Projekt war auch ein erster Schritt in Richtung Kinospielfilm; verstärkt wurde diese Ausrichtung der DAS WERK AG später durch die Fusionen mit den Firmen von Wim Wenders und Roland Emmerich. Begonnen hat er seine Karriere in der Medienwelt als FFF-Producer (Film/Funk/Fernsehen) bei der Werbeagentur Saatchi & Saatchi in Frankfurt. Parallel dazu absolvierte er die Akademie für Marketing/Kommunikation FFM mit Abschluss zum Marketing/Kommunikations-Betriebswirt. Es folgten weitere Agenturstationen und eine Zeit als Producer bei Bibo TV, Bad Homburg, dem damals führenden Post Produktionshaus im Rhein Main Gebiet. Im Jahr 2001 gründete er seine Filmproduktion Feature Film GmbH. Mit dieser wird er seine eigenen Spielfilm Projekte realisieren, als auch als Co-Produzent auftreten. Im November 2002 erwarb Stefan die DAS WERK Dependence in Zürich/CH und firmierte sie um in TREIBHAUS AG. Derzeit läuft der Aufbau des Unternehmens zu einem der führenden Post Produktions Häuser der Schweiz. Hier wird neben „DER LETZTE FLUG“ auch die Previsualisierung des nächsten großen Projekts „Valpurgis“ durchgeführt, einer internationalen Kinofilm-Produktion. 15

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