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Schnelle Rettung bei Schlaganfall - DRF Luftrettung

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Luftrettung 2 | 2009

Das Förderermagazin

IM PORTRÄT

Notärztin

Ulrike Lamp

ZEITVORTEIL HUBSCHRAUBER

Schnelle Rettung

bei Schlaganfall

TECHNIK

Medizin-High-Tech

vom Feinsten


2

Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

in wenigen Wochen beginnen in den ersten

Bundesländern die großen Ferien. Wissen Sie

schon, wohin die Reise im Sommer gehen

wird? Sie sind noch unentschlossen? Das merken

auch die Reiseveranstalter, die anhand

rückläufiger Buchungszahlen Anfang 2009 ein

verändertes Reiseverhalten unter den deutschen

Urlaubern feststellten. So wird beispielsweise

das Transportmittel Flugzeug wieder vermehrt

gegen das Auto getauscht, da viele den Urlaub

wieder im eigenen Land verbringen wollen.

Sollten auch Sie mit dem eigenen Pkw in die

Ferien starten, halten wir auf den Seiten 12/13

Tipps für Sie bereit, damit die Fahrt zum

Urlaubsziel möglichst stressfrei wird.

Bedenken Sie bitte in jedem Fall, dass Urlaub

nicht vor Krankheiten oder Unfällen schützt.

Daher prüfen Sie vor Abreise bitte Ihren Auslandsreiseschutz

und die Gültigkeit Ihrer Fördermitgliedschaft

beim DRF e.V. Anfang des

Jahres hat sich Josef Haberl auf Gran Canaria

beim Sturz vom Fahrrad eine schwere Fraktur

zugezogen. Er musste am eigenen Leib erfahren,

wie wichtig es ist, mit der DRF Luftrettung

im Notfall einen verlässlichen Partner zu

haben. An Bord einer unserer Learjets haben

wir den verunglückten Urlauber innerhalb kürzester

Zeit in eine deutsche Klinik gebracht,

wo der komplizierte Bruch operiert wurde

(Seite 22/23). Heute sitzt Josef Haberl schon

wieder auf dem Rad. Dass Sie Ihren Urlaub

unbeschwert genießen können, wünscht Ihnen

Ihr

René Closter

Vizepräsident

Titelfoto: Patrick Seeger

06

24

Inh

Kopfschmerzen? Sprachstörungen? Taubheitsgefühl?

Warum diese Symptome

auf einen Schlaganfall hindeuten

können, lesen Sie auf Seite 6 bis 9.

Nur ein Vorteil von vielen: Das medizintechnische

Überwachungsgerät corpuls3

versendet Patientendaten per Funk – an

Monitor und Zielklinik.

Foto: Maike Glöckner

Foto: Fred Goldstein – Fotolia.com


alt

04 Aktuell

„Kinder lernen helfen“ wieder auf Tour; Prinzessin Benedikte

von Dänemark eröffnet Neubau in Niebüll; herzlichen

Dank unseren Spendern.

06 Titelthema

Besteht Verdacht auf Schlaganfall, muss der Patient so

schnell wie möglich in eine Spezialklinik gebracht werden.

In vielen Fällen und Gegenden Deutschlands kann dies nur

das Transportmittel Hubschrauber leisten.

10 Mitarbeiterporträt

Sie ist so gerne Mutter wie Notärztin: Dr. Ulrike Lamp

möchte jungen Frauen Mut machen, ihre Träume zu leben.

12 Gesund leben

Sicher und stressfrei reisen: Wir geben Tipps für einen

erholsamen Urlaub.

14 Christopher Kids

Warum der Hubschrauber von der Windmühle abstammt.

16 Von den Stationen

Nachrichten aus den Regionen.

22 Notfall

So hatte sich Josef Haberl seinen Rückflug von Gran Canaria

nicht vorgestellt: Nach einem Fahrradunfall holt ihn die

DRF Luftrettung zur Operation nach Deutschland zurück.

24 Technik

Die Hubschrauber der DRF Luftrettung sind mit modernster

Medizintechnik ausgestattet – wie das Überwachungsgerät

corpuls3 eindrucksvoll unter Beweis stellt.

26 Leserforum

Zuschriften unserer Leser in Wort und Bild;

Kinderzeichnungen; Impressum.

28 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.

Luftrettung 2 || 2009

22

Indikation Ambulanzflug: Gut

zwei Monate nach seinem

schweren Sturz kann Josef Haberl

schon wieder Radfahren.

10

Große Familie, schöner Beruf:

Notärztin Dr. Ulrike Lamp hat sich ihren

Traum vom Leben erfüllt.

Foto: Alexander Rochau

12

Foto: Wolfgang Gronau

Warum in die Ferne

schweifen: Immer

mehr Deutsche verbringen

den Urlaub im

eigenen Land, zum

Beispiel im Allgäu.

Foto: Jens Eber

3


4

Aktuell

Kurz berichtet

Am 1. April 2009 eröffnete die Niebüller Station der DRF Luftrettung

feierlich ihr neues Hangargebäude. Ihre Königliche

Hoheit Prinzessin Benedikte von Dänemark war Ehrengast

der Veranstaltung. Sie ist Ehrenmitglied im DRF e.V. und stellte

schon 2005 den Hubschrauber feierlich in Dienst.

Nicole Steiger, Vizepräsidentin des DRF e.V., betonte in ihrer

Begrüßungsrede: „Wir blicken auf eine deutsch-dänische

Erfolgsgeschichte zurück. Mit über 1.000 Einsätzen jährlich ist

Flottentausch abgeschlossen

Feierstunde in Niebüll

Mitte März wurde in Villingen-Schwenningen der bisher eingesetzte Hubschrauber

des Typs BO 105 gegen eine neue EC 135 getauscht. Seit kurzem

fliegen auch die Luftretter in Friedrichshafen und Zwickau ihre Einsätze mit

dem neuen Rettungshubschrauber. Während die Bevölkerung in Villingen-

Schwenningen bereits am 10. Mai die Gelegenheit hatte, „ihre“ neue EC 135

zu besichtigen, sind für die Stationen in Friedrichshafen (20.06.) und Zwickau

(19.07.) noch Tage der offenen Tür geplant.

An den Stationen sind die Besatzungen vom neuen Hubschrauber begeistert,

wie Stephan Klötzer, Rettungsassistent in Friedrichshafen, berichtet: „Die EC

135 bietet mehr Platz. Dadurch haben Notarzt und Rettungsassistent während

des Fluges mehr Bewegungsfreiheit und können sich noch besser um den Patienten

kümmern.“

Der aufgrund europäischer Gesetzgebung vorgeschriebene Flottentausch ist

nun vollständig vollzogen. Bundesweit sind damit die letzten drei BO 105 aus

dem Luftrettungsdienst ausgeschieden.

Foto: Jorgen Kølle

Im Vordergrund (v.l.): Albert Pahl,

Kreispräsident Kreis Nordfriesland,

Nicole Steiger, Vizepräsidentin

DRF e.V., Ihre Königliche Hoheit

Prinzessin Benedikte von Dänemark,

Leif Wiuff, Luftambulanzchef Falck.

Im Hintergrund (v.l.): Carl Holst,

Vorsitzender Region Süddänemark

und Allan Søgaard Larsen, Vorstandsvorsitzender

Falck.

Christoph Europa 5 gut im Rettungswesen etabliert. Die neuen

Räumlichkeiten bieten noch bessere Arbeitsbedingungen für

unsere Besatzungen. Dies kommt letztlich den uns anvertrauten

Patienten in Deutschland und Dänemark zugute, denn rund

10 Prozent der Einsätze werden in Dänemark geleistet.“

Am 20. Juni wird anlässlich des neuen Gebäudes ein Tag der offenen

Tür an der Station stattfinden, zu dem die Bevölkerung des

deutschen und dänischen Umlands recht herzlich eingeladen ist.

Flotte getauscht: In Zwickau wurde

die bundesweit letzte BO 105 durch eine

moderne EC 135 (im Bild) ersetzt.

Foto: Christian Holy


Foto: Markus Brändli

Grundsteinlegung und Einweihung

Im Rahmen einer Feierstunde wurde am 4. Mai 2009 am Flugplatz Pattonville

der Grundstein für die neue Station Stuttgart der DRF Luftrettung gelegt.

Neu errichtet werden ein Hangar und ein Personaldienstgebäude mit

Büro, Küche, Aufenthaltsraum und Ruheräumen. Im Herbst 2009 kann

Christoph 51 voraussichtlich nach Pattonville umziehen. „Wir freuen uns,

heute mit Ihnen das Fundament für unsere neue Station zu legen. Der neue

Standort bietet beste Voraussetzungen, um auch in Zukunft Luftrettung auf

sehr hohem Niveau leisten zu können“, betonte Steffen Lutz, Vorstand der

DRF Luftrettung.

Nach sechs Monaten Bauzeit gab es auch an der Station Bad Saarow Grund

zum Feiern. Die DRF Luftrettung weihte am 15. Mai ihr neues Personaldienstgebäude

ein. Der Neubau bietet der Besatzung mit Büro, Küche, Aufenthalts-

und separaten Ruheräumen bessere Arbeitsbedingungen. Die DRF Luftrettung

hatte am 15. Mai 2000 den Flugbetrieb an der Station Bad Saarow von der

Bundeswehr übernommen. Seither waren Hangar und Diensträume der Vorgängerin

genutzt worden.

Herzlichen Dank allen Spendern

Karl-Heinz Balzer, Erster

Bürgermeister Remseck;

Bernd-Marcel Löffler, Bezirksvorsteher

Mühlhausen;

Ursula Keck, Oberbürgermeisterin

Kornwestheim; Steffen

Lutz, Vorstand DRF Luftrettung;

Dr. Rainer Haas, Landrat

Kreis Ludwigsburg (von

links).

Kürzlich freute sich die Niebüller Station über eine Spende des Bürgervereins Wiedingharder e.V.

Die Vorstandsmitglieder des Bürgervereins besuchten den in Niebüll stationierten Hubschrauber

der DRF Luftrettung und überreichten der diensthabenden Besatzung einen Scheck über 250 Euro.

Wolfgang Petersen vom Bürgerverein erklärt: „Wir organisieren das Jahr über kleine Feste oder Veranstaltungen.

Die Überschüsse spenden wir am Ende des Jahres.“ Ebenfalls wurde die Station

Greifswald mit der Spende eines Fördermitglieds bedacht. Der Mann hatte anlässlich seines 70.

Geburtstags auf Geschenke verzichtet und stattdessen um die finanzielle Unterstützung von Christoph

47 gebeten. 550 Euro kamen so für die Luftrettung an der Ostsee zusammen.

Darüber hinaus hat die Station in Regensburg eine Spende erhalten. Die Theatergruppe der Landjugenden aus

Frauenfeld und Deuerling hatte ein bayerisches Lustspiel aufgeführt. Den Erlös der Veranstaltungen hat die Laienspielgruppe

der von HDM betriebenen Station gespendet. Carmen Butschkus von der DRF Luftrettung nahm am Ende

der Aufführungsreihe einen Scheck über 500 Euro entgegen. Nicht zuletzt erhielt Zwickau eine Spende über

100 Euro. Mitte März hatte die Besatzung einen Familienvater zur lebensrettenden OP in das Leipziger Herzzentrum

geflogen. Die ganze Familie war dankbar, dass ihrem Vater und Großvater ein zweites Leben geschenkt wurde.

16.06.2009: Göppingen, Marktplatz

17.06.2009: Waiblingen, Marktplatz

29.06.2009: Aalen, Spritzenhausplatz

02.07.2009: Friedrichshafen,

Charlottenhof

08.07.2009: Pforzheim, Marktplatz

09.07.2009: Offenburg, Bürgerpark

„Kinder lernen helfen“

Seit einigen Jahren bietet die DRF Luftrettung

gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse

(TK) „Kinder lernen helfen“-Kurse in

vielen deutschen Städten an. Auch dieses

Jahr geht „Kinder lernen helfen“ wieder auf

Deutschland-Tour. Bei den Kursen lernen

Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren,

was sie bei einem Notfall tun können und

wie sie rasch Hilfe holen.

Aktuelle Termine und Orte finden Sie im

Internet unter www.drf-luftrettung.de/

veranstaltungen-klh.html

Am 21. Juni feiert die Station

in Suhl mit einem Tag der offenen Tür

ihr 15-jähriges Bestehen.

Die Familie des

Herzpatienten bei

der Spendenübergabe

in Zwickau.

Luftrettung 2 || 2009 5

Foto: DRF Luftrettung

Tour-Termine Sommer 2009


6

Titelthema

Schlaganfall: Jede Minute zählt

Was die Süddeutschen verharmlosend „Schlägle“

nennen, trifft rund 150.000 Menschen jedes

Jahr in Deutschland: Der Schlaganfall ist

nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen

die dritthäufigste

Todesursache in Deutschland.

Dabei kann jeder Einzelne

aktiv dazu beitragen, sein

Risiko erheblich zu minimieren.

Foto: Sebastian Kaulitzki – fotolia.com


S

chauspieler Manfred Krug, Boxer Axel Schulz

und Kabarettistin Gaby Köster haben eines gemeinsam:

Sie alle hat „der Schlag getroffen“. Alle drei

hatten Glück und haben sich von ihrem Schlaganfall

wieder weitgehend erholt. Das ist alles andere als

selbstverständlich: Rund 20 Prozent der Patienten, die

einen Schlaganfall erlitten haben, sterben innerhalb

von vier Wochen, über 37 Prozent binnen Jahresfrist.

(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit). „Der

Schlaganfall ist Ursache Nummer 1 für Behinderungen

im Erwachsenenalter“, sagt Dr. Brigitte Mohn,

Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Ein Schlaganfall trifft auch junge Menschen

Auch wenn fast 85 Prozent aller Schlaganfälle bei

Menschen jenseits des 60. Lebensjahrs auftreten

(Quelle: Statistisches Bundesamt), sind

auch jüngere Menschen davon betroffen.

Bis zu 14.000 Betroffene jährlich sind zwischen

18 und 50 Jahre alt. Bei jungen Menschen

liegt als Ursache häufig eine angeborene

Erkrankung vor, etwa Störungen der

Blutgerinnung. Auch der Konsum von Drogen

wie Kokain oder Ecstasy kann einen

Schlaganfall auslösen. Bei Menschen jenseits

der 40 gewinnen die Risikofaktoren

Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes und Störungen

des Fettstoffwechsels zunehmend

an Bedeutung. Wer mit dem Rauchen aufhört,

sich gesund ernährt, regelmäßig Sport

treibt, überflüssige Kilos reduziert und ab

35 Jahren aufwärts regelmäßig Cholesterin und Blutzucker

kontrollieren lässt, reduziert sein persönliches

Schlaganfallrisiko.

Wenn es heiß ist, sollten sich Senioren dem Klima

anpassen. „Hohe Temperaturen können bei älteren

Menschen Herz-Rhythmus-Störungen auslösen, die

Ursache für einen Schlaganfall sein können“, weiß Dr.

Brigitte Mohn. Sie rät zu Spaziergängen im Wald,

leichtem Wassertreten und Radtouren früh morgens

oder am Abend. In der Sommerhitze sind Obst, Gemüse,

Vollkornprodukte, frischer Seefisch und mindestens

zwei Liter natriumarmes Wasser besonders

bekömmlich – für Jung und Alt.

Doch was genau passiert eigentlich bei einem

Schlaganfall, einer plötzlich auftretenden Durchblu-

Foto: AOK Mediendienst

tungsstörung im Gehirn? Bei einer Mangeldurchblutung

(etwa 80 Prozent der Schlaganfälle) werden die

Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt

und sterben ab. Entweder wird der Schlaganfall durch

kleine Blutpfropfen hervorgerufen, die mit dem Blutkreislauf

vom Herzen, von der Haupt- oder Halsschlagader

ins Gehirn gespült werden und dort ein

Blutgefäß wie ein Korken verschließen. Oder das Blutklümpchen

entsteht durch Kalkablagerungen an den

Gefäßwänden, der Arteriosklerose. Sie kann zum Beispiel

durch einen erhöhten Cholesterinspiegel, Bluthochdruck,

Diabetes oder Stress entstehen. Diese Ablagerungen

führen auf Dauer zu einer Verengung des

Blutgefäßes und schließlich zum vollständigen Verschluss.

Dann kann das Blut die entsprechenden Nervenzellen

nicht mehr mit Sauerstoff versorgen (Ischämie).

Bei etwa 20 Prozent aller Schlaganfälle reißt

oder platzt ein Blutgefäß im Gehirn, das Blut wird in

das umliegende Hirngewebe gepumpt, wo es auf die

empfindlichen Nervenzellen drückt.

Zu den typischen Symptomen gehören:

eine plötzliche Lähmung oder ein gestörtes Be-

rührungsempfinden im Gesicht, an Arm oder Bein,

überwiegend nur auf einer Körperseite

plötzliche Verwirrtheit, undeutliche Sprache und

Verständigungsschwierigkeiten

plötzlich auftretende Sehverschlechterung, über-

wiegend auf einer Seite des Gesichts, auftretende

Doppelbilder

plötzliche Gangunsicherheiten, Schwindel, feh-

lender Gleichgewichtssinn und Koordinations-

schwierigkeiten

Wer sich gesund

ernährt und

körperlich fit

hält, reduziert

sein persönliches

Schlaganfallrisiko.

Luftrettung 2 || 2009 7

Foto: bilderbox – fotolia.com


8

Titelthema

Mit dem Hubschrauber gelangen Schlaganfallpatienten

schnellstmöglich in eine Spezialklinik.

plötzlich auftretende heftige Kopfschmerzen ohne

bekannte Ursache

Je schneller das Gehirn wieder mit ausreichend Sauerstoff

versorgt wird, desto höher sind die Chancen,

dass ein Schlaganfallpatient so wenig Spätfolgen wie

möglich hat.

Spezialstation „Stroke Unit“

Um nach einem Hirninfarkt den Gefäßverschluss der

Gehirnarterien medikamentös wieder aufzulösen, wird

häufig eine Fibrinolysebehandlung durchgeführt.

Diese Behandlung kann in aller Regel nur innerhalb

der ersten viereinhalb Stunden nach dem Schlaganfall

durchgeführt werden. Gemäß den Zulassungskriterien

der europäischen Arzneimittelbehörde darf

diese Behandlung nur in Einrichtungen vorgenommen

werden, die Erfahrungen mit dieser Therapieform vorweisen

können (Quelle: GGW 3/2004). „Notrufe gehen

bei Schlaganfällen häufig erst verzögert ein, da

die Symptome nicht richtig bewertet werden. Um die

Patienten dann noch rechtzeitig in eine für sie geeignete

Stroke Unit bringen zu können, leistet die Luftrettung

einen wichtigen Beitrag. Spezialkliniken sind

häufig weit entfernt“, sagt Dr. Jörg Braun, Ärztlicher

Leiter der DRF Luftrettung.

Stroke Units sind Spezialstationen in Kliniken, die

durch ein professionelles Expertenteam ausschließlich

auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten

spezialisiert sind. Sie können Patienten rund um die

Uhr in kürzester Zeit mit dem erforderlichen technischen

Aufwand und der fachlichen Expertise (spe-

Foto: Christoph von Haussen

Die Computertomografie lässt erkennen, ob Gefäße

verstopft oder geplatzt sind.

ziell ausgebildete Ärzte und Pflegepersonal sowie weitere

auf Schlaganfallbehandlung spezialisierte Berufsgruppen)

versorgen. 1996 wurden die ersten Stroke

Units in deutschen Krankenhäusern aufgebaut. Im Jahr

2004 waren es 140 Stroke Units, heute gibt es nach

Angaben der Deutschen Schlaganfallgesellschaft

(DSG) bundesweit 195 solcher Schlaganfallstationen,

im Postleitzahlengebiet 7 sind es lediglich 16.

Eine dieser Stroke Units hat die Neurologische Klinik

in Bad Neustadt/Saale eingerichtet. Um die Versorgung

von Schlaganfallpatienten weiter zu verbessern,

hat die Neurologische Klinik gemeinsam mit

dem Bayerischen Roten Kreuz, der Stiftung Deutsche

Schlaganfall-Hilfe sowie dem FZI Forschungszentrum

Informatik (Karlsruhe) im vergangenen Jahr das

Projekt „Stroke Angel“ initiiert. Christoph 18, der

Ochsenfurter Hubschrauber der DRF Luftrettung, ist

in das Schlaganfallprojekt eingebunden. An Bord des

Rettungshubschraubers führt die Besatzung ein sogenanntes

Future Pad mit sich, mit dem sie Patientendaten

vollelektronisch an die Klinik für Neurologie

in Bad Neustadt übermitteln kann. Das spart Zeit,

in der die behandelnden Ärzte noch vor Eintreffen

des Patienten die Computertomografie vorbereiten

können.

Da die Neurologische Klinik keinen eigenen Landeplatz

hat, landet der Hubschrauber auf dem Dach

der benachbarten Herz- und Gefäßklinik. Dank der

Voranmeldung durch Stroke Angel kann der Neurologe

rechtzeitig ins andere Haus eilen und die Primärversorgung

in einer eigens eingerichteten Versorgungs-

Foto: Philips


station einleiten. „Wir stellen den Kollegen sehr gerne

hierfür Landeplatz, Räumlichkeiten und Gerätschaften

zur Verfügung, wenn wir durch diese

Kooperation eine verbesserte Notfallversorgung für

die Region sicherstellen können“, sagt Dr. Michael

Dinkel, Chefarzt der Anästhesie der Herz- und Gefäß-

Klinik in Bad Neustadt/Saale.

Immer weniger Notärzte

Ein Schlaganfall ist nur einer von vielen Notfällen,

bei denen die Luftrettung unverzichtbar ist. Das zeigt

sich auch an den Einsatzzahlen der DRF Luftrettung,

die in den vergangenen fünf Jahren um 24 Prozent gestiegen

sind. Hierfür gibt es mehrere Gründe:

Neue Verordnungen und Gesetze haben dazu geführt,

dass sich Kliniken in Deutschland zusammenschließen,

um besser wirtschaften zu können. Das vor einigen

Jahren noch engmaschige Kliniknetz in Deutschland

dünnt immer weiter aus, dadurch sind Notarztstandorte

immer schwerer zu besetzen, was sich in

strukturschwachen Regionen stark bemerkbar macht.

Um Patienten in für sie geeignete Kliniken zu transportieren,

müssen heute größere Entfernungen überbrückt

werden als noch vor wenigen Jahren. Daher ist der Hubschrauber

immer häufiger das Rettungsmittel der Wahl.

Aufgrund der Spezialisierung von Kliniken werden

Patienten immer häufiger zwischen den Kliniken verlegt,

um eine für sie ideale Versorgung zu gewährleisten.

Je nach Schwere der Erkrankung und Entfernung

zur weiterbehandelnden Klinik werden hierfür Intensivtransporthubschrauber

eingesetzt.

2005 hat die DRF Luftrettung „Rescue Track“ eingeführt.

Das System ermöglicht es Leitstellen, in Echtzeit

die Position und den Einsatzstatus der Hubschrauber

der DRF Luftrettung auf einer passwortgeschützten

Homepage abzurufen. So können die Einsatzdisponenten

jederzeit sehen, wo sich einsatzbereite Hubschrauber

gerade befinden, und diese schneller disponieren.

Inzwischen nutzen auch andere Luftrettungsbetreibern

in Deutschland diese Technologie.

Diese Fakten machen deutlich, dass die Luftrettung

in Deutschland für die schnelle Notfallrettung unverzichtbar

ist. „Daher ist es umso verwunderlicher, dass

Luftrettung 2 || 2009

Foto: AOK Mediendienst

Schlaganfallhilfe im Netz

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe:

www.schlaganfallhilfe.de

Centrum für Schlaganfallforschung der Charité Berlin:

www.charite.de/ch/neuro/CSB

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft in der Deutschen Gesellschaft

für Neurologie: www.dsg-info.de

Kompetenznetz Schlaganfall:

www.kompetenznetz-schlaganfall.de

Bundesverband für die Rehabilitation der

Aphasiker e.V.: www.aphasiker.de

die Luftrettung in Deutschland auch nach über 35 Jahren

immer noch keine Rechtssicherheit genießt. In den

meisten Rettungsdienstgesetzen der Länder sind die

Aufgaben der Luftrettung nicht ausreichend berücksichtigt“,

betont Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

„Doch wir werden auch in Zukunft auf notfallmedizinischer

und politischer Ebene dafür einstehen,

dass sich die Menschen im Notfall auch weiterhin

auf die schnelle Hilfe der Luftrettung verlassen

können.“

IRINA WONNeBeRG

Dem Klinikaufenthalt

von

Schlaganfallpatienten

folgt

eine intensive

Zeit der Reha

und Krankengymnastik.

9


10

Mitarbeiterporträt

„Mein Traum vom Leben“

Von einer großen Familie und einem schönen Beruf hat sie von klein auf

geträumt. Heute hat die Anästhesistin Dr. Ulrike Lamp fünf erwachsene

Kinder und ist Notärztin der DRF Luftrettung. Mit ihrem Leben möchte sie

jungen Frauen Mut machen, ihre Träume zu verwirklichen.

I

ch bin überall auf der Welt gerne, aber an

keinem anderen Ort möchte ich zu Hause sein“,

schwärmt Dr. Ulrike Lamp. Die Anästhesistin ist in

Hamburg – „der schönsten Stadt Deutschlands“, wie

sie lachend ergänzt – geboren und aufgewachsen. Seit

2001 gehört sie zum festen Stamm der Notärzte, die

regelmäßig für die DRF Luftrettung Dienst tun. Etwa

20 bis 30 Einsätze monatlich fliegt die fünffache Mutter

mit der Crew von Christoph Europa 5 (Niebüll)

und Christoph 42 (Rendsburg). „Meine Wünsche nach

Familie und Beruf standen sich nie im Weg“, erzählt

die 54-jährige Notfallmedizinerin. „Daran ist mein

Mann übrigens nicht ganz unbeteiligt. Er hat mich

stets darin unterstützt, dass ich meinen Traum von

Kindern und Karriere verwirklichen konnte.“

Hamburg, 1981: Ulrike Lamp ist gerade mit dem

Studium fertig und hat eine Stelle als Assistenzärztin

angetreten, als sie mit Nicolas schwanger wird. Es fol-

gen Christoph, Sebastian und Matthias. Acht Jahre

lang ist sie ausschließlich für ihre Familie da, bis sie

1990 beschließt, ihren beruflichen Faden weiterzuspinnen.

Sie absolviert ihren Facharzt für Anästhesie

und die Weiterbildungen zur Notfallmedizinerin. Die

Familienplanung der Lamps ist abgeschlossen. Zumindest

beinahe. „1993 kam noch unsere Tochter auf

die Welt, damit hatte mein damaliger Chef wohl nicht

gerechnet“, schmunzelt die sympathische Medizinerin.

Erlebnisse im Team verarbeiten

Nach einer weiteren Babypause nimmt Dr. Ulrike

Lamp 1996 die Arbeit im Team der Anästhesisten der

Asklepios-Klinik Barmbek in Hamburg wieder auf.

„Nach den Intensivschichten habe ich immer einige

Tage frei, die ich für Einsätze mit dem Niebüller oder

Rendsburger Hubschrauber nutze“, erzählt sie. Die

Fotos: Wolfgang Gronau


Nachtschichten an der 24-Stunden-Station in Rendsburg

nimmt sie gelassen: „Es war für mich noch nie

ein Problem, nachts aufzustehen und fit zu sein, mein

Körper kommt mit wenig Schlaf aus.“

Hubschraubereinsätze sind für Dr. Ulrike Lamp eine

Abwechslung zum Klinikalltag und jedes Mal aufs

Neue eine Herausforderung: „Das Anspruchsvolle an

Notfalleinsätzen ist, innerhalb von wenigen Minuten

die Gesamtsituation am Einsatzort zu erfassen und im

Sinne des Patienten die richtige Entscheidung zu treffen“,

nennt Lamp Gründe, warum sie auch als Hubschraubernotärztin

aktiv ist. „Dabei ist stets das ganze

Team gefragt – eine gute Zusammenarbeit der Besatzung

liegt uns allen sehr am Herzen“, betont sie.

Daher begrüßt sie es, wenn der Dienst mit einem gemeinsamen

Frühstück beginnen kann, was nicht immer

möglich ist. Manchmal geht schon ganz früh am

Tag ein Alarm ein, bevor der erste Kaffeeduft durch

die Stationsräume zieht. Doch irgendwann am Tag ist

immer Zeit, gemeinsam über die Einsätze zu sprechen,

„das ist ganz wichtig, um die Erlebnisse zu verarbeiten“,

fügt Dr. Ulrike Lamp hinzu. „Nicht immer verläuft

eine Reanimation erfolgreich, manchmal können

auch wir nicht mehr helfen – langjährige Erfahrung

hin oder her: So etwas belastet uns immer.“

An ihrem Berufswunsch hat sie nie nur den geringsten

Zweifel gehegt. „Ich bin sehr zufrieden

mit meinem Leben, daher wünsche ich

mir nichts mehr als eine Fortsetzung dessen,

was ich im Moment mache.“ Ob

sie schon als Kind Arzt werden

wollte? „Das weiß ich gar nicht.

Aber meine Eltern hatten einen

ganz tollen Hausarzt“, erinnert

sie sich. Das Vertrauen,

die Ruhe und die Zuversicht,

die er ausgestrahlt

hat, haben Dr.

Ulrike Lamp schon

damals tief berührt.

„Ich wusste, dass

ich den Menschen

immer so zugewandt

sein wollte,

wie er es war.“

Zur Person

Ulrike Lamp wird am 1. Juni 1955 in Hamburg geboren, wo sie gemeinsam

mit ihren drei Brüdern aufwächst und die Schule besucht. Der Hansestadt

ist sie bis heute treu geblieben: „Wir wohnen nur fünf Minuten

von der Elbe entfernt!“ Wenn sie sich mal über etwas ärgert, joggt sie

eine Weile am Elbufer entlang, und die gute Laune ist wieder hergestellt.

Ihre Freizeit verbringt sie

am liebsten im Freien. „Wir haben

ein kleines Häuschen in Schweden.

Dort gibt es nicht viel, nur

Wiese, Himmel und Natur. Das ist

alles, was ich zur Entspannung

brauche.“ Und hin und wieder

vielleicht ein gutes Buch. „Nein,

keine Science-Fiction, ich bin

neugierig und interessiert am

Menschen.“ Und um den muss es

daher auch in ihren Büchern gehen.

IrINa WoNNEBErG

Im Ferienhäuschen in Schweden erholt

sich Dr. Ulrike Lamp optimal.

Luftrettung 2 || 2009 11

Foto: privat


Gesund leben

Urlaub von der Krise

Lange Strandspaziergänge an der Ostsee, ein Abenteuercamp in der Vulkaneifel oder

Bergwandern im Allgäu: Immer mehr Deutsche entdecken ihr Land als Urlaubsland.

Nach dem neuen EU-Urlaubsreport der Europäischen Kommission möchte dieses Jahr

jeder dritte Deutsche im Inland verreisen. Sie auch?

S

chenkt man dem „World Travel Trends Report“ der

Internationalen Tourismus Börse Berlin Glauben,

war Deutschland auch 2008 wieder die stärkste Reisenation

Europas. Verändert hat sich in Zeiten der Krise

jedoch die Nachfrage beispielsweise nach All-inclusive-Angeboten:

„In wirtschaftlich unsicheren

Zeiten schätzen unsere Gäste, dass sie schon vor der

Reise wissen, was der Urlaub am Ende kosten wird“,

so Dr. Volker Böttcher, Chef der TUI Deutschland

GmbH.

Viele Urlaubswillige haben ihre Buchung dieses

Jahr länger als sonst aufgeschoben. Bei zahlreichen

Veranstaltern von Flugreisen lag der Sommerumsatz

Anfang März noch deutlich unter dem des Vorjahres.

Ein Grund hierfür könnte allerdings auch sein, dass

wieder mehr Urlauber auf das Flugzeug verzichten

und mit dem Auto anreisen. Gesunkene Benzinpreise

machen das Auto im Vergleich zum Vorjahr ja auch

zur attraktiven Alternative, zumal man am Urlaubsort

flexibel ist und die Kosten für einen Mietwagen

spart.

Bevor Sie den Zündschlüssel auf die Position „Urlaub“

stellen, prüfen Sie auf jeden Fall den Reifendruck,

das Reifenprofil und den Ölstand Ihres Autos.

Warndreieck und Warnweste müssen an Bord sein,

ebenfalls ein vollständig bestückter Verbandskasten.

Auch wenn die grüne Versicherungskarte in vielen

Ländern Europas nicht mehr erforderlich ist – legen

Sie die Karte trotzdem ins Handschuhfach. Denn sie

enthält alle wichtigen Daten, die man bei einem Unfall

notieren muss. Übrigens kann man mit der Telefonnummer

112 jetzt in der ganzen Europäischen Union

mit dem Festnetz- oder Mobiltelefon Hilfe rufen.

Als letztes EU-Land hat Bulgarien den einheitlichen

Notruf flächendeckend eingeführt.

Foto: photocreo – fotolia.com


Damit Sie die Notrufnummer gar nicht erst wählen

müssen, gestalten Sie die Anreise schon als Urlaub.

Samstags kommt es oft zu Staus. Wer also wochentags

in den Urlaub startet, kommt schneller und sicherer

ans Ziel. Wem Fahrten bei Dunkelheit keine Probleme

bereiten, sollte nachts losfahren. Auf den Straßen ist

weniger los, und die Kinder schlafen friedlich auf den

Rücksitzen. Wer eine längere Fahrt vor sich hat, sollte

sich hinter dem Steuer regelmäßig abwechseln, Pausen

und auch Übernachtungen einplanen.

Bei weit entfernten Urlaubszielen ist das Flugzeug

nach wie vor Transportmittel erster Wahl. Viele Reisende

zerbrechen sich aufgrund der Gewichtsbeschränkungen

beim Reisegepäck schon vor dem Abflug den

Kopf darüber, was mitkommt und was nicht. Wertvolle

Kilos kann sparen, wer seine Urlaubsgarderobe schwerpunktmäßig

auf Funktionswäsche umstellt. Hierfür

sprechen nicht nur „gewichtige“ Gründe:

Sie ist bügelfrei und kommt daher faltenfrei aus dem

Koffer oder der Reisetasche.

Sie trocknet sehr schnell. Wer das Shirt vor dem

Schlafengehen wäscht, kann es am nächsten Tag

wieder anziehen. Allein bei Funktionswäsche aus

An alles gedacht?

3 Sind Fenster und Türen verriegelt?

3 Sind elektrische Geräte vom Stromnetz

getrennt?

3 Sind alle Wasserhähne geschlossen?

3 Ist die Zeitung abbestellt?

3 Gießen die Nachbarn die Blumen und leeren

den Briefkasten?

3 Ist die Urlaubsadresse/Telefonnummer hinterlegt?

3 Haben Sie sich über Einreise- und Zollbestim-

mungen informiert (www.auswaertigesamt.de)?

3 Haben Sie den erforderlichen Impfschutz?

3 Ist die Reiseapotheke gut bestückt und eingepackt?

3 Haben Brillenträger eine Ersatzbrille dabei?

3 Ist die Familie für medizinisch sinnvolle Rück-

holungen aus dem Ausland abgesichert? Bis zum

18. Lebensjahr sind Ihre Kinder in der Familienförder-

mitgliedschaft des DRF e.V. enthalten. Im Anschluss

gibt es für 15 Euro jährlich die Möglichkeit

einer reduzierten Einzelfördermitgliedschaft für

Schüler, Studenten und Auszubildende bis zum

26. Lebensjahr. Infotelefon: 0711-7007-2211.

Merinowolle sollte man eine

längere Trocknungszeit einplanen.

Funktionswäsche transportiert

Feuchtigkeit vom Körper weg.

Sie funktioniert wie eine Klima-

anlage, hält bei Kälte warm und

kühlt bei Hitze.

Denken Sie beim Packen auch an

die einheitliche Regelung für das

Handgepäck, die für alle EU-Mitgliedsstaaten

sowie für Starts aus der Schweiz, Norwegen

und Island gilt. Eine Liste der unerlaubten Gegenstände

an Bord ist auf den Internetseiten des Bundesministeriums

des Inneren (www.bmi.bund.de)

oder auf der Homepage des Luftfahrt-Bundesamts

(www.lba.de) im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,

Rubrik Passagierinformationen, zu finden.

Mehr als 100 ml Sonnencreme dürfen nicht mit in die

Kabine, was aber für die ersten Sonnenstrahlen am

Urlaubsort ausreichen dürfte. So bleibt uns nur noch,

Ihnen einen schönen Urlaub zu wünschen, von dem

Sie gesund und gut erholt zurückkehren!

Jetzt sind Sie gefragt!

CLAUDIA ANDERS

Beteiligen Sie sich an unserem Gewinnspiel und beantworten Sie

folgende Frage:

Warum eignet sich Funktionswäsche so gut für Reisen?

a) Sie zeichnet sich durch ihre sehr lange Trocknungszeit aus.

b) Sie knittert sehr schnell, daher sollte man immer auch ein

Reisebügeleisen dabei haben.

c) Sie ist bügelfrei, trocknet schnell und wiegt nicht viel.

Die richtige Antwort schreiben Sie gemeinsam mit Ihrem Namen und

Ihrer Anschrift bitte auf eine Postkarte und senden sie an:

DRF Luftrettung

„Gewinnspiel“

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2009. Unter allen

richtigen Einsendungen verlosen wir 3 CDs des

Hörbuchs „Deutschlandalbum“, geschrieben und

gelesen von Axel Hacke, Buchautor und Kolumnist

der Süddeutschen Zeitung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mitarbeiter der DRF Luftrettung und

deren Angehörige können leider nicht am Gewinnspiel teilnehmen.

Bei Fahrten mit

dem Auto müssen

stets Warnweste,Warndreieck

und Verbandskasten

mit

an Bord sein –

auch bei Fahrten

in den Urlaub.

Luftrettung 2 || 2009 13

Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Foto: Verlag Antje Kunstmann


14

Christopher Kids

Was HubscHrauber und WindmüHlen

gemeinsam Haben

bestimmt habt ihr im Urlaub oder bei einem Ausflug

aufs Land schon einmal eine Windmühle gesehen.

Das sind Häuser mit einem großen Flügelrad vorne

dran. Wenn der Wind das Rad in Bewegung setzt,

fangen die großen Mühlsteine an sich zu drehen und

Korn zu Mehl zu mahlen. Das haben die Menschen

schon vor vielen tausend Jahren so gemacht, als es

noch keine Elektrizität gab.

Die Erfinder des Hubschraubers haben bei den Windmühlen

ganz genau hingeschaut und sich gedacht:

„Wenn der Wind ein Mühlrad antreiben kann, dann

muss das Ganze doch auch folgendermaßen funktionieren:

Man treibt ein Flügelrad an und lässt sich davon

ziehen. Beim Hubschrauber eben nach oben.“

Flügel schaufeln luft

Gedacht, getan. Das Universalgenie Leonardo da

Vinci, der auch die berühmte Mona Lisa gemalt hat,

konstruierte vor über 500 Jahren eine Flugspirale,

die er „helix pterion“ nannte, woraus später der Name

Helikopter entstand. Doch da der Motor damals noch

nicht erfunden war, konnte die Spirale nicht genug

Christopher ist neu eingekleidet!

Luft in Richtung Boden drücken, um abzuheben. Das

schaffte erst ein Professor namens Focke im Jahr

1937.

So wie die Flügel der Windmühle drehen sich die Rotorblätter

des Hubschraubers. Wenn sie schnell genug

große Mengen Luft nach unten schaufeln, reicht

es für das Gewicht des Hubschraubers und er schwebt.

Das funktioniert nach demselben Prinzip wie ein aufgeblasener,

aber nicht zugeknoteter Luftballon. Wenn

du ihn loslässt, zischt er durch die Luft. Dabei stößt

er Luft nach hinten weg und saust so nach vorne. Um

die Flugrichtung zu ändern, macht der Pilot Folgendes:

Er stellt über seinen Steuerhebel im Hubschrauber

die Rotorblätter an einer Seite steiler und an der gegenüberliegenden

Seite flacher. Dann pusten sie mal

mehr und mal weniger und der Hubschrauber fliegt

in die Richtung, in die der Rotor gekippt wird. Das

ist ganz ähnlich wie bei dem Rollo vor eurem Fenster,

den könnt ihr auch so verstellen, dass viel oder

wenig Licht in euer Zimmer fällt. Das Praktische daran

ist, dass dann auch keine neugierigen Nachbarskinder

mehr in euer Zimmer spickeln können!

Bestimmt ist euch bei der letzten Kinderseite

schon aufgefallen, dass Christopher nicht nur

anders aussieht als Helino, sondern dass

er auch anders eingekleidet ist, nämlich

viel moderner und schicker als vorher.

Er hat jetzt drei kleine Flügelchen

vor dem „D“ stehen, auf seinem

Bauch steht ganz groß DRF, und hinten

auf dem Heck steht ganz groß

DRF Luftrettung“.

Christopher ist sehr stolz auf sein

neues Aussehen und findet es ganz

klasse, dass einer von euch jungen

Lesern das neue Design schon gezeichnet

Illustrationen: Peter Puck


hat (blättert mal weiter bis zur Seite 26, da

könnt ihr das Bild anschauen). Weil sich Christopher

in seinem neuen Design aber gar so gut gefällt,

hätte er gerne noch viel mehr schöne Zeichnungen

von euch! Also macht ihm doch einfach

die Freude, packt schnell die Stifte aus, schnappt

euch ein Blatt Papier, und los geht’s! Eure Zeichnungen

schickt ihr dann an

DRF Luftrettung, „Christopher“,

Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

So könnt ihr sicher sein, dass er eure Bilder

direkt erhält. Ganz sicher wird er das eine oder

andere von ihnen in einer der nächsten Ausgaben

der Luftrettung zeigen.

Herzlichen Glückwunsch!

In Ausgabe 1-2009 der Zeitschrift Luftrettung solltet ihr die Stationen,

die Bussi-Bär besucht hat, den Ziffern bei den Fotos zuordnen.

Fast alle von euch haben das richtig gemacht und wir

haben uns sehr über die viele Zuschriften gefreut.

Die richtige Lösung ist:

1 = Göttingen

2 = Villingen-Schwenningen

3 = Bad Saarow

4 = Magdeburg

Je einen Bussi-Bär haben gewonnen:

Pia Nold, 7 Jahre, aus 31832 Springe Gestorf

Flavio da Silva, 4 Jahre, aus 71573 Allmersbach

Leon Schlegel, 5 Jahre, aus 16515 Oranienburg

Luftrettung 2 || 2009 15


Foto: DRF Luftrettung

16

Hannover

Dortmund

Bremen

Göttingen

Mannheim

Karlsruhe

Rheinmünster

Rendsburg

Freiburg

Villingen-Schwenningen

Leonberg

Bad Saarow

Stuttgart

Friedrichshafen

Niebüll

Bei einem Ausflug mit einer Kindergruppe

fiel ein zweijähriges Mädchen

in einen Teich. Die anwesenden Erwachsenen

reagierten sofort und zogen

das Kind an Land. Parallel dazu

wurde der Rettungsdienst verständigt.

Die Besatzung des Bad Saarower

Hubschraubers der DRF Luftrettung

war gerade auf dem Rückflug von

einem Einsatz, als sie die Alarmierung

durch die Leitstelle Oderland erreichte.

Der Rettungsassistent erinnert

sich: „Das Mädchen war ansprechbar,

Halle

Suhl

München

Greifswald

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Zwickau

Bad Berka

Ochsenfurt

Nürnberg

Regensburg

Dresden

Lokal-

Nachrichten

Atmung und Kreislauf waren stabil.

Da es Wasser in die Lunge bekommen

hatte, entschieden wir, es zur Überwachung

und weiteren Behandlung in ein

Krankenhaus zu transportieren. In den

24 Stunden nach dem Unfall kann

sich ein Lungenödem oder eine Lungenentzündung

entwickeln.“

Dortmund

Bad Saarow: Nach ihrer Rettung wurden das zwei Jahre alte Mädchen

und seine Mutter mit Christoph 49 in eine Klinik geflogen.

Die Station freute sich über den Besuch

einer Mutter mit ihren beiden

Kindern, die im vergangenen Jahr un-

Foto: BILD-Zeitung/Frank Bock

ter anderem von der Besatzung des

Dortmunder Hubschraubers gerettet

worden waren. Bei einem Brand in

der Wohnung der Familie hatten die

Kinder schwere Verletzungen erlitten

und schwebten in Lebensgefahr.

Unter intensivmedizinischer Betreuung

wurden beide Kinder von Hubschraubern

in Spezialkliniken geflogen.

Umso größer war die Freude bei

der Besatzung der DRF Luftrettung,

den dreijährigen Jungen und das

sechsjährige Mädchen wieder so

gesund und munter an der Station zu

sehen.

Dortmund: Die Hubschrauberbesatzung freute sich über den Besuch der

beiden Kinder, die sie 2008 bei einem Wohnungsbrand gerettet hatte.


Dresden

Kürzlich wurde die Dresdner Hubschrauberbesatzung

zu einem

schweren Verkehrsunfall bei Ohorn

alarmiert. Ein Pkw und ein Lkw waren

aufeinander geprallt. Dabei hatte

sich das Auto unter den Lastwagen

geschoben, der Fahrer war eingeklemmt

und schwer verletzt worden.

Der Hubschrauberarzt berichtet: „Unfälle,

bei denen Menschen eingeklemmt

werden, sind oft kritisch, da

wir nicht erkennen können, wie

schwer der Insasse verletzt ist. Zudem

dauert es meistens einige Zeit, bis der

Patient befreit werden kann, wie auch

in diesem Fall. Es war jedoch möglich,

schon während der Befreiung mit

der Untersuchung und Behandlung

des Mannes zu beginnen.“ Dabei stellte

sich heraus, dass der Patient ein

Schädel-Hirn-Trauma und eine Verletzung

der Halswirbelsäule erlitten hatte.

Hubschrauber-Notarzt und Rettungsassistent

intubierten den Bewusstlosen

und verabreichten ihm

Medikamente, um seinen Kreislauf zu

stabilisieren. Um die Wirbelsäule zu

schützen, wurde der Mann auf eine

Vakuummatratze gebettet und anschließend

von der Besatzung der

DRF Luftrettung in eine Klinik geflogen.

Friedrichshafen

Ein Rentner war mit seinem Auto auf

einer abschüssigen Landstraße unterwegs,

als plötzlich die Bremsen versagten.

Der Mann raste über eine

Kreuzung und schoss eine Böschung

hinauf. Dabei überschlug sich das

Fahrzeug zweimal. Nachdem die Feuerwehr

den Patienten aus seinem Auto

befreit hatte, wurde er durch den Hubschrauber-Notarzt

und Rettungsassistenten

medizinisch versorgt. Die medizinische

Besatzung stellte neben anderen

Verletzungen ein Wirbelsäulentrauma

fest. An Bord von Christoph 45

wurde der 70-Jährige in das Krankenhaus

nach Schwenningen geflogen.

Dresden: Bei einem Verkehrsunfall wurde ein Pkw-Fahrer schwer verletzt.

Der Notarzt der DRF Luftrettung behandelte ihn am Notfallort.

Foto: DRF Luftrettung

Göttingen

Ohne Helm war eine 41-jährige Radfahrerin

auf einem Feldweg unterwegs,

als sie vom Weg abkam und auf

dem Kies die Kontrolle über ihr Fahrrad

verlor. Sie überschlug sich mehrfach

und prallte mit ihrem Kopf auf

dem Boden auf. Die Alarmierung ging

am Vormittag in der Station Göttingen

ein. „Uns waren die genauen Koordinaten

des Unfallorts nicht bekannt.

Die Leitstelle konnte uns nur die Lagebeschreibung

‚Feldweg in der Nähe

von Seulingen‘ geben“, berichtet der

Pilot der DRF Luftrettung. Nach

einem kurzen Suchflug war jedoch die

Unfallstelle aus der Luft geortet. Die

medizinische Besatzung untersuchte

die Frau, die aus einer Wunde am

Kopf stark blutete und unter Bewusstseinsstörungen

litt. Es bestand der

Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma.

Die Patientin wurde intubiert,

stabilisiert und anschließend zur weiteren

Behandlung in die Universitätsklinik

Göttingen geflogen.

Göttingen: Schwere Kopfverletzungen hatte sich eine Radfahrerin bei

einem Sturz zugezogen. Sie wurde mit Christoph 44 in eine Klinik geflogen.

Luftrettung 2 || 2009 17

Foto: DRF Luftrettung


Foto: DRF Luftrettung

18

Den 25. August 2008 wird Marcel W.

so schnell nicht vergessen. An diesem

Tag geriet der Auszubildende einer

Kläranlage mit seinem rechten Arm

in die Förderschnecke eines Klär-

beckens, wurde dabei eingeklemmt

und schwer verletzt. Die Besatzung

des Göttinger Hubschraubers der DRF

Luftrettung wurde von der Leitstelle

Osterode alarmiert, nach zwölf Flugminuten

setzte der Pilot den Hubschrauber

am Einsatzort auf. Noch

während der junge Mann von den

bodengebundenen Einsatzkräften aus

seiner misslichen Lage befreit wurde,

begannen Notarzt und Rettungsassistent

der DRF Luftrettung zusammen

mit einem DRK-Notarzt, den jungen

Mann medizinisch zu versorgen.

Schließlich konnte Marcel W. mit dem

Hubschrauber in eine Klinik geflogen

werden, die auf komplizierte Handverletzungen

spezialisiert ist. Zu seinem

18. Geburtstag wünschte er sich einen

Besuch bei „seinen“ Luftrettern. Die

Göttinger Besatzung freute sich, dass

es dem jungen Mann wieder gut geht,

Göttingen: Bei Notarzt und Rettungsassistent der DRF Luftrettung

war die Freude über das gesunde Neugeborene groß.

und lud ihn auf die Station ein. Dort

besichtigte der ehemalige Patient gemeinsam

mit seiner Familie den Hubschrauber

und unterhielt sich mit der

diensthabenden Besatzung. Zukünftig

will Marcel W. zweimal im Jahr Geburtstag

feiern: am 24. Januar und am

25. August.

Die Göttinger Besatzung der DRF

Luftrettung wurde kürzlich zu einer

Hausgeburt gerufen. Der Pilot konnte

den Hubschrauber nach sechs Minuten

Flug auf einem Feld direkt am Einsatzort

landen. Der kleine Junge, der

es so eilig gehabt hatte, auf die Welt

zu kommen, war schon einige Minuten

da und wohlauf. Auch der Mutter

ging es gut. Nach der Erstversorgung

durch den Notarzt und den Rettungsassistenten

der DRF Luftrettung wurden

Mutter und Sohn für weitere Untersuchungen

in ein Krankenhaus gebracht.

Die Besatzung freute sich über

den guten Ausgang des Einsatzes und

begrüßte den kleinen Erdenbürger

herzlich.

Foto: DRF Luftrettung

Hannover

Nachteinsatz für die Hannoversche

Station der DRF Luftrettung: Am

Ostersamstag wurde der Hubschrauber,

der von HSD betrieben wird,

nach Zeven gerufen, wo es bei den

Vorbereitungen für ein Osterfeuer

eine Verpuffung gegeben hatte. Dabei

waren zwei Feuerwehrleute schwer

verletzt worden. Beide waren zunächst

in ein örtliches Krankenhaus gebracht

worden. Aufgrund der Schwere der

Verletzungen wurde jedoch beschlossen,

beide Patienten in Hamburger

Spezialkliniken zu bringen. Einen

Transport übernahm die DRF Luftrettung.

Auf dem Gelände der Zevener

Leitstelle wurde der Patient in den

Hubschrauber gebracht. Der Mann

war schon im Krankenhaus narkotisiert

und intubiert worden, da der

Verdacht bestand, dass auch die Lunge

geschädigt wäre. In Hamburg übergab

die Besatzung der DRF Luftrettung

den Patienten in die Hände der Spezialisten.

Kurz nach Mitternacht war

Hannover: Die Hubschrauberbesatzung transportierte den Brand-

verletzten in eine Spezialklinik nach Hamburg.

Foto: DRF Luftrettung


Christoph Niedersachsen wieder zurück

an seiner Station.

Magdeburg

Ausgeströmtes Gas in einer Bäckerei

führte in Behnsdorf zu Kohlenmonoxidvergiftungen

mehrerer Personen.

Um 10:05 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle

Börde den Hubschrauber

der DRF Luftrettung in Magdeburg.

Die Besatzung erkannte nach

dem Eintreffen an der Einsatzstelle

sofort die Gefahr einer Gasvergiftung.

Sie veranlasste eine umgehende Evakuierung

des Gebäudes. Anschließend

wurden gemeinsam mit den bodengebundenen

Rettungskräften die bewusstlosen

Personen medizinisch erstversorgt.

Danach wurden die Patienten

mit verschiedenen Rettungswagen in

das SANA-Ohre-Klinikum nach Hadersleben

transportiert. Durch das besonnene

Handeln der Rettungskräfte

vor Ort konnten alle Personen gerettet

werden.

Mannheim

Christoph 53 war gerade auf dem

Rückflug von einem Einsatz, als die

Crew über Funk die Alarmierung

„Kreislaufstillstand bei Baby in Nußloch“

erreichte. Kurz darauf war die

medizinische Besatzung der DRF

Luftrettung bei dem Säugling. Eine

Person vor Ort hatte bereits Erste Hilfe

geleistet und Wiederbelebungsmaßnahmen

bei dem dreieinhalb Monate

alten Mädchen eingeleitet. Nach zwölf

weiteren Minuten der notärztlichen

Reanimation war der Kreislauf des

Babys wiederhergestellt. Anschließend

wurde die kleine Patientin an das

nachgeforderte Heidelberger Kinderklinikteam

übergeben und mit dem

Rettungswagen in die Heidelberger

Universitätsklinik transportiert.

Nordhausen

Hat Die aRa DaS tRaiNiNG NicHt SOGaR

ORGaNiSieRt uND auSGeRicHtet?

Magdeburg: In einer Bäckerei war Gas ausgeströmt, mehrere Personen

erlitten eine Kohlenmonoxidvergiftung.

Am 13. März leistete die Besatzung

von Christoph 37 ihren 3.000. Einsatz

Foto: DRF Luftrettung

seit der Übernahme des Flugbetriebs

durch die DRF Luftrettung am 1. Juli

2006. Die Leitstelle Kyffhäuser meldete

einen schweren Verkehrsunfall auf

der B 249 bei Rockensußra. Ein Wagen

war von der Straße abgekommen,

hatte sich mehrfach überschlagen und

war schließlich auf dem Dach liegen

geblieben. Beide Insassen waren dabei

verletzt und im Auto eingeklemmt

worden. Nach nur wenigen Minuten

Flugzeit setzte der Pilot die rot-weiße

Maschine in der Nähe des Unfallorts

auf. Notarzt und Rettungsassistent der

DRF Luftrettung versorgten beide Patienten,

nachdem diese von den Einsatzkräften

der Feuerwehr aus dem

Fahrzeugwrack befreit worden waren.

Die Verletzten wurden auf den Transport

vorbereitet und zur weiteren Versorgung

in Kliniken gebracht.

Ochsenfurt

„Eingeklemmte Person im Steinbruch

in Kirchheim“ – diese Meldung

Nordhausen: Der 3.000. Einsatz führte die Besatzung von

Christoph 37 zu einem Verkehrsunfall bei Rockensußra.

Luftrettung 2 || 2009 19

Foto: DRF Luftrettung


Foto: DRF Luftrettung

20

ging kürzlich in der Ochsenfurter Station

der DRF Luftrettung ein. Bei Arbeiten

in einem Steinbruch war eine

Steinplatte auf einen Arbeiter gestürzt

und hatte ihn eingeklemmt. Auf dem

Mann lag eine Last von über einer

Tonne. Seine Kollegen hatten die Hilferufe

gehört und konnten ihn nach

wenigen Minuten befreien. Der Ochsenfurter

Rettungshubschrauber erreichte

nach kurzer Flugzeit den etwa

28 Kilometer entfernten Einsatzort.

Gleichzeitig mit den Luftrettern traf

auch der bodengebundene Rettungsdienst

ein. Die Rettungskräfte fanden

den Patienten in einer gekrümmten

Sitzhaltung vor, der Mann hatte starke

Schmerzen. Gemeinsam legten sie ihn

auf eine Vakuummatratze. Die Notärztin

der DRF Luftrettung untersuchte

den jungen Mann und gab ihm

Schmerzmittel, da er sich anscheinend

mehrere Brüche zugezogen hatte und

der Verdacht auf ein Thoraxtrauma bestand.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen

wurde er so schnell wie

möglich in den Hubschrauber ver-

bracht und an Bord von Christoph 18

in das Universitätsklinikum Würzburg

geflogen.

Reutte

Ochsenfurt: Ein Arbeiter hatte sich in einem Steinbruch schwer

verletzt. Er wurde mit Christoph 18 in ein Krankenhaus geflogen.

Ein 7-Jähriger war mit seiner Mutter

und seinem Bruder zu Besuch in einer

Jagdhütte. Am späten Nachmittag

wollte er in den Wald, um Äste zu sägen.

Da löste sich auf der Rückseite

der Hütte eine Dachlawine und verschüttete

das Kind vollständig. Die

Mutter wunderte sich, dass von ihrem

Sohn gar nichts mehr zu hören war.

Sie machte sich mit den Gastgebern

auf die Suche, schließlich hörte jemand

aus einem Schneehaufen hinter

der Hütte leises Weinen und Stöhnen.

In Windeseile wurde der Junge ausgegraben.

Er hatte großes Glück gehabt:

Dank einer Atemhöhle hatte er die 15

Minuten, die er verschüttet gewesen

war, überlebt. Die Familie alarmierte

sofort den Rettungsdienst. Der in

Reutte stationierte Notarzthubschrau-

Foto: DRF Luftrettung

ber der ARA-Flugrettungs GmbH flog

den am Bein verletzten Patienten mit

dem Fixtau aus, da die Jagdhütte in

steilem und unzugänglichem Gelände

lag, und brachte ihn in ein Krankenhaus.

Hier wurde der zweifach

gebrochene Unterschenkel gegipst.

Rheinmünster

Das Königreich Nepal stand im März

auf dem Flugplan der DRF Luftrettung.

Ein 55-Jähriger musste zur medizinischen

Behandlung umgehend

nach Deutschland transportiert werden.

Der Mann war auf einer mehrtägigen

Trekkingtour im Gebirge Nepals

in einer Höhe von bis zu 4.300 Metern

unterwegs. Bereits während der ersten

beiden Tage hatte der gut trainierte

Wanderer Symptome der Höhenkrankheit

wie Kopfschmerzen gezeigt. Am

Morgen des dritten Tages lag er regungslos

in seiner Unterkunft. Mit

dem Hubschrauber wurde er nach

Kathmandu in eine Klinik geflogen.

Reutte: Mit dem Notarzthubschrauber RK-2 gelangte ein 7-Jähriger

nach seiner Rettung in ein Krankenhaus.


Die behandelnden Ärzte stellten ein

Hirn- und Lungenödem sowie eine

Lungenentzündung fest. Zu diesem

Zeitpunkt hatte die Alarmzentrale der

DRF Luftrettung, das Mission Control

Center (MCC), bereits den Auftrag,

den Transport des Patienten nach

Deutschland zu organisieren. Wenige

Tage später war der Patient so stabil,

dass der Flug durchgeführt werden

konnte. Einreise-, Lande- und Überfluggenehmigungen

waren bereits eingeholt.

Durchgeführt wurde der

elfstündige Flug von zwei Piloten,

einem Co-Piloten, einem Notarzt und

einem Rettungsassistenten. Nach der

Landung in Kathmandu machte sich

die medizinische Besatzung der DRF

Luftrettung gleich auf den Weg in die

Klinik, um medizinische Details mit

den behandelnden Ärzten zu besprechen.

Am nächsten Morgen übernahmen

Notarzt und Rettungsassistent

den Patienten und starteten mit dem

Ambulanzflugzeug in Richtung

Deutschland. Während des Fluges

wurde der Patient fortwährend inten-

sivmedizinisch betreut. Am Zielflughafen

Dresden erwartete ein vom MCC

organisierter Rettungswagen den

Patienten, um ihn nach Chemnitz zu

transportieren. Dort wurde er den

diensthabenden Neurologen und Neurochirurgen

zur weiteren Behandlung

übergeben.

Stuttgart

Rheinmünster: Mit einem Learjet 35A wurde ein schwer erkrankter

Alpinist von Nepal zurück nach Deutschland geflogen.

Wie groß der Zeitvorteil von Rettungshubschraubern

sein kann, zeigte

kürzlich wieder ein Einsatz des Stuttgarter

Hubschraubers. „Herzinfarktpatient

auf der Schwäbischen Alb“ –

diese Alarmmeldung ging kurz vor

Sonnenuntergang an der Station Stuttgart

ein. Nach nur wenigen Minuten

Flugdauer landete Christoph 51 in

Genkingen auf einem Acker. Die Besatzung

eines Rettungswagens hatte

den 68-jährigen Patienten bereits

medizinisch erstversorgt. Mit dem

Rettungswagen wurde der Mann zum

Hubschrauber gebracht und von der

Foto: DRF Luftrettung

medizinischen Besatzung der DRF

Luftrettung übernommen. Noch vor

Einbruch der Dunkelheit startete der

Stuttgarter Hubschrauber in Richtung

Reutlingen und landete bereits fünf

Minuten später am dortigen Krankenhaus.

Wäre der Patient bodengebunden

transportiert worden, hätte die

Fahrt fast eine Stunde gedauert.

Weitere Meldungen

auch im internet:

www.drf-luftrettung.de

Stuttgart: Dank des Hubschraubers konnte ein Herzinfarktpatient

binnen kürzester Zeit in eine Klinik transportiert werden.

Luftrettung 2 || 2009 21

Foto: DRF Luftrettung


22

Notfall

Und plötzlich rutscht

das Radl weg

An seinem letzten Urlaubstag auf Gran Canaria

stürzt Josef Haberl vom Fahrrad. Schnell ist klar:

Er muss operiert werden. Einen Tag später ist

bereits die Besatzung eines Ambulanzflugzeugs der

DRF Luftrettung vor Ort, um den 44-Jährigen in eine

deutsche Klinik zu fliegen.

E

s sollte nur noch eine kurze Fahrt werden, Routine

für einen erfahrenen Radler, der schon mehrfach

die Alpen mit dem Fahrrad überquert hat. „Es war unser

letzter Urlaubstag auf Gran Canaria“, erzählt Josef

Haberl. „Ich wollte noch rasch einen geliehenen Helm

zurückbringen und dann packen.“ An einem Kreisverkehr

im Urlaubsort Playa del Inglés passiert es: Nach

langer Trockenheit hatte es kurz geregnet, die Straße

ist schmierig wie Seife. Als Haberl wegen eines Taxis

plötzlich bremsen muss, rutscht blitzschnell das Vorderrad

weg. Der 44-Jährige stürzt ungebremst auf die

Hüfte, ein stechender Schmerz durchzuckt seine rechte

Seite.

Foto: DRF Luftrettung

Durch einen

glücklichen Umstand

sind Sekunden

später bereits

Sanitäter des

Spanischen Roten

Kreuzes zur Stelle, die

den Verletzten in ein Krankenhaus

bringen. Dort stellen die Ärzte fest, dass der

Oberschenkelhals gebrochen ist. Haberl muss operiert

werden.

Nachdem der erste Schock überwunden ist, erinnern

sich Josef Haberl und seine Lebensgefährtin

Petra Aichele an ihre Mitgliedschaft beim DRF e.V.

„Gleich am nächsten Morgen rief ich die Alarmzentrale

an“, erzählt Aichele. Den Anruf nimmt Marco Prekur,

Mitarbeiter des Mission Control Center (MCC)

Foto: Jürgen Rapp

Auf seinem

Ambulanzflug

nach Deutschland

ist Josef

Haberl sichtlich

erleichtert, dass

er bald operiert

werden wird.


am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden, um 10:07 Uhr

deutscher Zeit entgegen. Sofort verständigt er einen

Mediziner im spanischen Alicante. „Wir haben in vielen

Ländern Kontakt zu Ärzten, die für uns die medizinischen

Gespräche vor Ort führen“, erklärt MCC-

Teamleiter Michael Zürn. Nach wenigen Stunden bekommt

das MCC die Nachricht, dass ein Ambulanzflug

für Josef Haberl notwendig ist. „Wir haben sofort

mit der Planung des Einsatzes begonnen“, berichtet

Zürn, „und einen lückenlosen Bett-zu-Bett-Transport

für den Patienten organisiert.“ Rückholungen aus dem

Ausland gehören ebenso zu den Leistungen, die der

DRF e.V. für seine Fördermitglieder bereithält wie

etwa die Versorgung mit Blutkonserven oder dringend

notwendigen Medikamenten, die sie im Ausland nicht

erhalten.

Auf die Repatriierung

von

Josef Haberl konzentrieren

sich an

diesem 2. Februar noch

weitere Mitarbeiter der DRF

Luftrettung. Pilot Miles Bennett ist

im Büro beschäftigt, als der Alarm eingeht. „Ich

machte mich sofort an die Flugplanung“, erinnert sich

der erfahrene Learjet-Pilot. „Die Wetterdaten versprachen

einen ruhigen Flug.“ Zusammen mit seinem Co-

Piloten Joachim Zabler legt Bennett den Startzeitpunkt

auf 16:30 Uhr fest – nur gut sechs Stunden nach der

Alarmierung.

Zur selben Zeit überprüfen Rettungsassistent Jürgen

Rapp und Notarzt Dr. Gerhard Zeeden die medizinische

Ausrüstung des Learjets. „Wichtig waren vor

allem Schmerzmittel, weil solche Frakturen für den

Patienten sehr belastend sind“, erklärt Rapp. Nach vier

Stunden und 15 Minuten landet das Team am Montagabend

in Las Palmas. Rapp und Zeeden fahren sofort

mit einem Taxi in die Klinik, um nach dem Patienten

zu sehen. „Er war sehr erleichtert, als wir bei

ihm eintrafen“, erinnert sich Rapp.

Früh am nächsten Morgen betten die Luftretter den

Patienten auf eine Vakuummatratze und bringen ihn

mit einem Krankenwagen zum Flughafen. Vom Rück-

flug nach Oberpfaffenhofen ist Josef Haberl nachhaltig

angetan: „Der Flug verlief völlig ruhig.“ Währenddessen

sorgte die medizinische Crew dafür, dass

Haberl möglichst schmerzfrei liegen konnte.

Viele Wochen an Krücken

Zwei Monate nach dem Unfall und mit langen Schrauben

in der operierten Hüfte sitzt Josef Haberl zu Hause

in Sachsenkam, einem Dorf bei Bad Tölz. „Seit

zwei Tagen gehe ich ohne Krücken“, sagt er und lächelt.

Obwohl der Unfall ihn auch beruflich hart getroffen

hat – die gemeinsame Reifenwerkstatt

muss Josef Haberls Vater

monatelang

alleine führen –, ist dem begeisterten Sportler bewusst,

dass es noch viel schlimmer hätte kommen können:

Da die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für solche

Auslandsrückholungen nicht übernehmen dürfen,

wären auf Josef Haberl finanzielle Belastungen von

mehreren 10.000 Euro zugekommen – wäre er kein

Fördermitglied beim DRF e.V. „Das hat mich schon

daran erinnert, dass man auf keinen Fall ohne Absicherung

ins Ausland reisen sollte“, sagt er.

Das Radfahren hat der Unfall dem sportlichen Oberbayern

aber nicht verleidet: „Vorgestern bin ich schon

wieder auf dem Fahrrad gesessen“, erzählt Haberl

fröhlich. JENs EbER

Josef Haberl und

seine Lebensgefährtin

Petra

Aichele sind froh,

dass die Rückholung

mit der DRF

Luftrettung so

schnell und professionellfunktioniert

hat.

Luftrettung 2 || 2009 23

Foto: Jens Eber


24

Technik

Ein Leichtgewicht

schafft Übersicht

2006 wurde auf der Fachmesse Medica ein System vorgestellt, das Notfallmediziner

und Rettungskräfte aufhorchen ließ: Der corpuls3 besteht aus einem Monitor,

einer Patientenbox und einem Defibrillator/Schrittmacher. Er wiegt nur 7,5 Kilogramm

und bietet große Vorteile hinsichtlich der Patientensicherheit. Nach einer intensiven

Testphase hat die DRF Luftrettung 2008 im Zuge der Qualitäts- und Gewichtsoptimierung

ihre Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge mit den neuen medizintechnischen

Geräten ausgestattet.

B

eatmungsgeräte, Spritzenpumpen, Ultraschall:

Die Hubschrauber der DRF Luftrettung sind

ausgerüstet wie eine Intensivstation. Zumindest

fast, denn für den Einsatz in der Luftrettung müssen

die medizintechnischen Geräte kleiner und

leichter, aber dabei genauso leistungsfähig sein wie

die Modelle für den stationären Gebrauch. Neu an

Bord ist seit 2008 der corpuls3. Er ersetzt gleich

zwei medizintechnische Geräte, einen Defibrillator

und den bisherigen Patientenmonitor.

Der corpuls3 aus dem Hause GS Elektromedizinische

Geräte G. Stemple GmbH ruht während

des Anflugs in einer luftfahrtzugelassenen

Halterung. Er lässt sich am Einsatzort

in die drei Module Monitor, Patientenbox

und Defibrillator teilen. Wird der

Defibrillator nicht benötigt, lässt sich der

Monitor abkoppeln und als nur 2,7 Kilogramm

schweres Modul leicht tragen.

Er lässt sich in jeder Position gut einsehen,

selbst bei direkter Sonneneinstrahlung. Die

Patientenbox hat ebenfalls einen kleinen Monitor,

auf dem die Werte von Blutdruck, Sauerstoffsättigung

und Herzfrequenz in Zahlenform zu

sehen sind. Im Zuge der Diagnostik ermöglicht das

Gerät auch ein 12-Kanal-EKG. Darüber hinaus ist es

mit corpuls3 möglich, die Daten vom Einsatzort per

Fax an die Zielklinik zu senden, um die Klinikärzte

schon vor Eintreffen des Hubschraubers über den gesundheitlichen

Zustand des Patienten zu informieren

und so die Weiterbehandlung

optimal vorzubereiten.

Foto: G. Stemple GmbH


Wurden die Werte von Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung,

Blutdruck oder Körpertemperatur des Patienten

bisher über eine Kabelverbindung auf den Überwachungsmonitor

übertragen, kommuniziert der corpuls3

via Funk – ein wesentlicher Vorteil, wie Rettungsassistent

Karl Gröling erklärt: „Das Gerät verfügt

über eine kleine Messeinheit, die Patientenbox,

die wir an der Trage befestigen können.“

Diese Einheit überträgt die Daten der Vitalfunktionen,

ähnlich wie in einem WLAN-Netz, an die Mo-

Mit dem corpuls3

können die Patienten-

daten direkt aus dem

Hubschrauber an

die Zielklinik gefaxt

werden. Foto: nyul – fotolia.com

nitoreinheit, wo Notarzt und Rettungsassistent die Daten

im Blick haben. Falls es die Situation des Patienten

erfordert, können auf dem Bildschirm zeitgleich bis

zu acht Kurven angezeigt werden. Die medizinische

Besatzung trifft die Wahl, welche Parameter dargestellt

werden.

Gerade in engen Treppenhäusern oder bei der Befreiung

eingeklemmter Personen zum Beispiel aus

Autowracks hat sich die Datenübertragung per Funk

als großes Plus herausgestellt. „Wir arbeiten ‚freier‘,

da es keine Kabelverbindung mehr zur Monitoreinheit

gibt, die uns beim Einsatz behindern könnte“, erklärt

Gröling.

Darüber hinaus spart der corpuls3 Gewicht ein.

„Bisher hatten wir einen Defibrillator für den Notfalleinsatz

und einen separaten Patientenmonitor dabei,

beides wog zusammen über 16 Kilogramm“, so Gröling.

An ihre Stelle ist jetzt der corpuls3 getreten, der

obendrein bei Gröling und seinen Kollegen als kleines

Energiesparwunder gilt. „Wir haben das Gerät von

April bis Oktober 2007 an der Station Göttingen intensiv

getestet. Dabei hat sich gezeigt, dass die Akkus

Beachtliches leisten“, ist Gröling beeindruckt. „Bei

Bedarf können wir das Gerät über Stunden fernab jeglicher

Stromversorgung nutzen.“

Mittlerweile wurden alle Stationen der DRF Luftrettung

in Deutschland sowie die beiden Notarzthubschrauber

der ARA-Flugrettungs GmbH in Österreich

mit dem corpuls3 ausgestattet. „Ob in der Technik,

dem Flugbetrieb oder in der Medizin: Vor jeder Inves-

tition prüfen wir genau, ob sie notwendig und sinnvoll

ist, da wir sehr verantwortungsbewusst mit den

Beiträgen unserer Spender und Förderer umgehen“,

betont Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

„Der corpuls3 hat während seiner Testphase überzeugt,

die Vorteile für die Behandlung und Überwachung

des zeitkritischen Patienten haben eindeutig

überwogen.“

JenS eBeR

Für die Behandlung

zeitkritischer

Patienten bietet

der corpuls3 große

Vorteile.

Luftrettung 2 || 2009 25

Foto: DRF Luftrettung


Leserforum

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von unseren Lesern

Liebe Kolleginnen und Kollegen

der DRF Luftrettung,

spontan möchte ich mich bei Ihnen für

die schnelle, reibungslose und sehr professionelle

Rückholung unserer Patientin

aus Burkina Faso bedanken, die wegen

einer akuten Gehirnblutung besonders

dringlich und damit vermutlich lebensrettend

war. Ich schreibe Ihnen dies

kurz, weil wir doch immer wieder mit

Rettungsflügen zu tun haben und die

Professionalität, die Schnelligkeit und

die Zuverlässigkeit in Bezug auf getroffene

Absprachen bei der DRF Luftrettung

besonders schätzen. Gerade bei

Rückholflügen aus Entwicklungsländern

ist dies beileibe keine Selbstverständlichkeit

– deswegen möchte ich mich bei

Ihnen ausdrücklich bedanken.

DR. MED. WiNFRiED ZaCHER,

DEUTSCHER ENTWiCKLUNGSDiENST, BONN

Moritz Horn aus

Seesen, 16 Jahre

Florian Kielblock aus Bruckmühl, 11 Jahre

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Dank an die Besatzung von Christoph 27

Am 28. Januar 2009 wurden Fallschirmspringer einer amerikanischen

Brigadeeinheit über ein Waldstück getrieben, ein Soldat musste aus den

Bäumen gerettet werden. Die Besatzung von Christoph 27 war an dem

Einsatz beteiligt. Anfang Februar bedankte sich der kommandierende General

bei der DRF Luftrettung mit folgenden Zeilen: „Ich möchte Ihnen

aufrichtig für Ihren beherzten Einsatz bei der Rettung des Soldaten der

173. Airborne Brigade während ihrer Übungen in der Nähe von Amberg

danken. Besonders betonen möchte ich dabei die Tatsache, wie schnell Ihr

Hubschrauber vor Ort war und mit welch großem persönlichem Engagement

die Crew vorgegangen ist, um den Fallschirmspringer zu retten.

Solche Erfahrungen festigen die Freundschaft zwischen deutschen und

amerikanischen Einsatzkräften.“

(Von der Redaktion aus dem

Englischen übersetzt).

KENNETH W. HUNZEKER,

LiEUTENaNT GENERaL, US aRMy

Guten Tag,

ich bin ein großer Fan von euch. Ich komme von Föhr, der Nordseeinsel.

Vielleicht, wenn ich groß bin, komme ich zu euch. Ich weiß

ganz viel von euch, ihr wart bei „Willi will‘s wissen“ dabei. Ich bin

10 Jahre alt, aber ganz schön stark für mein Alter. Ich bin sehr gut in

der Schule und kann gut malen. Gutes Gelingen bei den Einsätzen

wünscht euch euer Volkert Ketelsen.

VOLKERT KETELSEN, FöHR

Volkert Ketelsen von der insel Föhr, 10 Jahre

Luftrettung 2 || 2009

Hallo Hallo

Kinder Kinder

Ist euer Bild

Kinderzeichnung des

Monats geworden? Schaut einfach

in der Lounge im Internet nach unter

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iMPRESSUM

Herausgeber: DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Telefon: (0711) 7007-0

Fax: (0711) 7007-2349

internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz, Nicole Steiger, René Closter

amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart als gemeinnützig

und mildtätig anerkannt. Für Fördermitglieder ist die

Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des Förderbeitrags

enthalten.

Erscheinungsweise: vierteljährlich

auflage 1/2009: 340.600 Exemplare

iSSN 1864-3140

Gesamtverantwortung: Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

Telefon: (0711) 7007-2203

Fax: (0711) 7007-2279

E-Mail: presse@drf-luftrettung.de

Projektleitung: agentur wortweber

inhaberin: irina Wonneberg

Mettinger Straße 103-105

73728 Esslingen

Telefon: (0711) 6070-831

Fax: (0711) 6070-832

E-Mail: info@wortweber.de

Redaktion: Jens Eber, Max Torque, Gabriele

von Stackelberg, irina Wonneberg (Ltg.)

Gestaltung: inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Druck: Hofmann Druck, Nürnberg

Namentlich gekennzeichnete Beiträge sind nicht

unbedingt identisch mit der Meinung der Redaktion.

alle in dieser ausgabe veröffentlichten Beiträge und Fotos

sind urheberrechtlich geschützt, auch gegenüber Datenbanken

und ähnlichen Einrichtungen. Jede Vervielfältigung,

sei es durch Nachdruck, Kopie, Mikrofilm oder andere

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des Herausgebers. Entsprechendes gilt auch für die

Verbreitung in elektronischen Medien. alle Rechte bleiben

beim Herausgeber. Die Redaktion behält sich das Recht vor,

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„In meinem Kopf war ein Gefäß geplatzt, nur eine

äußerst komplizierte Operation konnte mich retten.

Daher wurde ich mit Christoph Weser von meinem

Heimatkrankenhaus innerhalb kürzester Zeit in eine

Spezialklinik nach Essen geflogen. Einen Transport mit

dem Rettungswagen hätte ich kaum überlebt.“

Ich möchte Fördermitglied im DRF e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit

der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

Telefon Geburtsdatum

Jahresbeitrag Einzelmitgliedschaft (30,– e pro Person)

Jahresbeitrag Einzelmitgliedschaft für Schüler, Studenten und

Azubis bis 26 Jahre (15,– e pro Person)

Jahresbeitrag Familienmitgliedschaft für 60,– e pro Familie

(Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder

und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

Werner B., Niedersachsen

Sie können einen wertvollen Beitrag zur Luftrettung

leisten, indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen

über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im DRF e.V.

informieren. Dank Ihrer Hilfe kann die DRF Luftrettung Jahr

für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

Zahlungsweise per Lastschrift:

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Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den

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bitte streichen).

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Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des

Förderbeitrags enthalten.

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax

oder per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser

Belehrung. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung

des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an: DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2,

70794 Filderstadt. Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits

empfangenen Leistungen zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen,

z.B. Zinsen, herauszugeben.

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