Arbeits- und Gesundheitsschutz - Handwerkskammer Bremen

handwerkskammer.bremen.de

Arbeits- und Gesundheitsschutz - Handwerkskammer Bremen

12 / 2011

Neuer Glanz für alte

Häuser

Bundespreis für Handwerk in

der Denkmalpflege

ab S. 15

Das Magazin für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven. 5€

Arbeits- und

Gesundheitsschutz

Interview mit Preisträger Christophe Lenderoth S. 6

Traditioneller

Klabenanschnitt

Bremer Klaben für den guten

Zweck

ab S. 26

Zwei Einsen trotz

gebrochener Hand

Marcel Grundwald schließt Gesellen-

prüfung mit gebrochenen Fingern ab

ab S. 31


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HanDwerkskaMMer

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

niemand kann sicher sagen, wie es mit Europa und seiner

Währung weiter geht. Die Menschen sind unsicher und viele

haben Angst. Deshalb die gute Nachricht zuerst: Die Konjunktur

im bremischen Handwerk zeigt sich trotz allem stabil.

Und obwohl das Winterhalbjahr traditionell schwächer ist

als der Sommer, bewerten die meisten Handwerksbetriebe

die Gegenwart positiv und die Aussichten optimistisch.

Zwar vorsichtig optimistisch, aber immerhin! Denn die Binnennachfrage

ist gut, der Arbeitsmarkt stabil und die Zinsen

sind niedrig. Das sorgt im Handwerk auf breiter Basis für

eine stabile Konjunktur, so dass mit leichten Einschränkungen

bei den Nahrungsmittel- und Gesundheitsgewerken

zurzeit alle Gewerkegruppen einigermaßen gut dastehen.

Ausdrücklich begrüßt das Handwerk, dass nach dem Bundestag

nun auch der Bundesrat die Entfristung der Ist-Versteuerungsgrenzen

beschlossen hat. Die Umsatzgrenze wurde 2009 von

250.000 Euro auf 500.000 Euro angehoben, um die Folgen

der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise für die mittelständischen

Unternehmen zu mildern. Statt zum Jahresende

auszulaufen, besteht diese Grenze nun künftig unbefristet fort.

Dadurch müssen die Betriebe auch in Zukunft die Umsatzsteuer

erst dann an das Finanzamt abführen, wenn der Auftraggeber

die Rechnung bezahlt hat. Dies ist der zielgerichteten

Informationsarbeit der Handwerksorganisation zu verdanken.

Allein im deutschen Handwerk brauchen dadurch rund zwei

Drittel der Betriebe die Mehrwertsteuer nicht mehr vorfinanzieren.

Angesichts zahlreicher Schwierigkeiten kleiner und

mittlerer Betriebe bei der Kreditbeschaffung wird dies helfen,

deren Liquidität zu stärken und Insolvenzen zu reduzieren.

Auch die Zustimmung des Bundesrates zum ´Gesetz zur Verbesserung

der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener

Berufsqualifikationen` wird vom Handwerk begrüßt. Sie

ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs

und der beruflichen Integration ausländischer Mitbürger.

Weniger zufrieden ist das Handwerk über die aktuelle Diskussion

um den Mindestlohn. In vielen handarbeitsintensiven

Gewerken ist der Preisdruck gewaltig. Viele Kunden legen

Wert auf einen möglichst geringen Preis und in Anbetracht

der hohen Abgaben, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge

ist für viele Betriebe kaum eine realistische Preisgestaltung

möglich. Erschwerend kommt in vielen Gewerken billige

Konkurrenz durch Schwarzarbeit oder so genannte Mikro-

Betriebe hinzu, die nicht der Umsatzsteuerpflicht unterliegen.

Diese Kleinstbetriebe nutzen eine Ausnahmeregelung zur

Umsatzsteuerbefreiung, sind deshalb konkurrenzlos günstig

und verschärfen so den Preisdruck auf die eingetragenen

Betriebe, die der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. Angesichts

des Preisdrucks durch Umsatzsteuer befreite Betriebe ist

adäquate Mindestlöhne zu zahlen für viele Inhaber normal

behandelter Betriebe kaum möglich. Würden sie zur Zahlung

verpflichtet, gingen umgehend Arbeitsplätze, Einkommen für

die betroffenen Mitarbeiter und die Lohnsteuer für den Staat

verloren. Stattdessen müsste unser Gemeinwesen Arbeitslosigkeit

finanzieren. Sinnvoller als Mindestlöhne ist aus Sicht

des Handwerks deshalb ein reduzierter Mehrwertsteuersatz

auf gewisse handarbeitsintensive Dienstleistungen.

Das Handwerk spricht sich unter anderem auch deshalb gegen

gesetzlichen Mindestlohn aus. Es plädiert für branchenspezifische

Lösungen, wie sie sich im Handwerk seit Jahren bewähren.

Jeder Mensch muss von seiner Hände Arbeit leben können.

Aber Regelungen der Tarifpartner müssen auch weiterhin

Vorrang gegenüber jeder rein staatlichen Lohnfestsetzung

haben! Arbeitnehmervertreter werben aktuell damit, dass die

Einführung eines Mindestlohns von 8,50 Euro über zusätzliche

Einkommensteuerzahlungen die Staatseinnahmen um 7,1

Milliarden Euro verbessern würde. Aber ist es die Aufgabe von

Arbeitnehmervertretern quasi als Steigbügelhalter für den

Staat zusätzliche Einnahmen zu generieren? Zumal, wenn der

Staat in vielen Bereichen verschwenderisch handelt, wie oft

bei unangemessenen Bau-Maßnahmen, für ineffiziente Projekte

der Arbeitslosen-Qualifizierung oder beispielsweise im

Bereich der Bildung, wo immer mehr Bürokratie die Kapazitäten

der Lehrer für Unterricht immer weiter reduziert, statt die

Lehrer effektiv für das einzusetzen, wofür sie studiert haben.

Gerade weist wieder der Bericht des Bundesrechnungshofes

darauf hin, dass allenthalben in der Hand von Behörden Milliardenbeträge

versickern oder verschwendet werden. Aus Sicht

des Handwerks stellt sich die Situation der Staatseinahmen

deshalb ganz anders dar: Nach den Ergebnissen der jüngsten

Steuerschätzung können Bund und Länder bis 2015 mit

insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen

rechnen. Allein im laufenden Jahr 2011 sollen dies mehr als

16 Milliarden Euro sein. Mit mehr als 570 Milliarden Euro wird

2011 sogar ein neues Steuerhoch erzielt. Hier wird der Zusammenhang

zwischen der Entwicklung des Wachstums und den

Auswirkungen auf die Steuereinnahmen deutlich. Durch die

gute Konjunktur steigen die Volumina aus der Körperschaftsteuer

und der Lohnsteuer überdurchschnittlich. Und da dies

zum großen Teil die Folge der kalten Progression ist – also

dem Lohnzuwachs, der einzig den Inflationsanstieg ausgleicht

und deshalb verhindert, dass Lohnsteigerungen bei den Bürgern

auch wirklich ankommen – gilt es hier anzusetzen um

die Bürger zu entlasten, statt die Betriebe schon wieder neu

und zusätzlich zugunsten des Staates über Mindestlöhne zu

belasten, deren scheinbare Vorzüge sich für viele Arbeitnehmer

ungewollt schnell zum Negativen umkehren können.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der Handwerkskammer Bremen

3


INHALT HanDwerkskaMMer

31

39

Titelthema

8

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Handwerkskammer Bremen

Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Mahl des Handwerks der Sparkasse Bremen

Interview mit Angela Kolsdorf (GIZ)

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

Zoll zerschlägt mafiöse Bande aus der Baubranche

kreishandwerkerschaft Bremen

Innungen beim Freimarktsumzug

Traditioneller Klabenanschnitt

Beeindruckende Technik

Bäcker-Seminar gegen Raubüberfälle

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06

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08

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4

25


INHALT HanDwerkskaMMer

16

kreishandwerkerschaft Bhv-wem

Ausbildungsmarkt im Handwerk konstant

Magazin rund ums Innungshandwerk

Zwei Einsen mit gebrochener Hand

Gymnasiasten machen sich über Handwerk schlau

Tipps & Termine

Angebote zur Aus- und Weiterbildung

namen & notizen

Geburtstage und Jubiläen

Meinungen

Thema: Mindestlohn

Impressum

8

15

11

24

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31

31

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39

5

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TiTelTHeMa

arbeitsunfälle um 30 Prozent gesenkt

Christophe Lenderoth wurde beim „Mahl des Handwerks“ in der Kategorie „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ ausgezeichnet

2002 musste sich Christophe Lenderoth

entscheiden. Geht er weg aus Bremen

oder bleibt er und richtet das Familienunternehmen,

welches er in der fünften

Generation führt, neu aus. Der 41-jährige

Wirtschaftsingenieur entschied sich für

Letzteres und legte ein großes Augenmerk

auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Für diesen Einsatz bekam er beim

„Mahl des Handwerks“ der Sparkasse

Bremen einen Preis verliehen. Ein Grund,

mal beim gebürtigen Bremer nachzufragen,

wie der Arbeits- und Gesundheitsschutz

in seinem Betrieb aussieht.

Wie kam es bei Ihnen zu der

Idee den Arbeits- und Gesundheitschutz

auszubauen?

Christophe Lenderoth: Es reicht schon

ein paar Jahre zurück, genauer gesagt in

das Jahr 2008. Vor der Immobilienkrise

war allgemein von einem Fachkraftemängel

die Rede, der auch bei uns sehr stark

spürbar war. Dieser Fachkräftemangel

kombiniert mit dem demografischen

Wandel, aufgrund dessen wir ja sowieso

länger arbeiten müssen, brachte

mich zur Überlegung, den Arbeits- und

Gesundheitsschutz auszubauen.

Und was haben Sie konkret

unternommen?

Wir haben gemeinsam mit unserer

Krankenkasse angefangen, ein betriebliches

Gesundheitsmanagement

einzuführen. Aus diesem betrieblichen

Gesundheitsmanagement hat sich dann

ein Arbeitschutzmanagementsystem

ergeben, welches wir gemeinsam mit der

Berufsgenossenschaft eingeführt haben.

Wie sieht bei Ihnen der Arbeitsschutz aus?

Jeder Mitarbeiter hat seine persönliche

Schutzausrüstung - Schuhe, Helm,

Handschuhe, Arbeitsschuhe und Brille.

Und natürlich die für die jeweilige

Baustelle spezifischischen Elemente.

Zudem machen wir bei jeder Baustelle

eine Gefährdungsanalyse.

Merken Sie, dass durch die Analyse

im Vorfeld die Arbeitsunfälle

zurückgegangen sind?

Ja, eindeutig. Ich kann jetzt keine

genaue Zahl sagen, schätze

aber mal so um die 30 Prozent.

Zudem machen wir Schulungen mit

Beratern der Berufsgenossenschaft mit

Themen wie beispielsweise „Der sichere

Tritt auf Leitern“. Es gibt auch Veranstaltungen

zum Thema Hörschutz oder

Hautschutz. Zum Ende können dann auch

immer Fragen gestellt werden, was sich als

sehr positiv herausgestellt hat. So findet

für die jeweilige Thematik eine besondere

Sensibilisierung statt, die dann direkt auf

der Baustelle auch weitergegeben wird.

Wie nehmen die Mitarbeiter das auf?

Sehr positiv, schließlich geht es ja auch

um ihre persönliche Sicherheit.

So entstehen für Sie aber doch wahrscheinlich

sehr viel höhere Kosten?

Eigentlich nur unwesentlich. Das, was

ich eingangs erwähnte, die Schutzkleidung,

bekommen die Mitarbeiter ja

sowieso. Wir achten jetzt nur vermehrt

darauf, dass es sich dabei um ein vernünftiges

Equipment handelt. Zudem

lassen wir alle Handmaschinen einmal

im Jahr warten. Der Mehraufwand, den

wir dadurch haben, lohnt sich allemal,

weil wir davon umso mehr profitieren.

Und beim Gesundheitsschutz?

Da rechnet es sich sogar noch umso mehr.

Die Investitionen, die ich in gesundheitserhaltende

beziehungsweise gesundheitsfördernde

Maßnahmen mache, rechnen

sich betriebswirtschaftlich allemal.

Wieso?

Wir sparen dadurch an Krankheitstagen,

für die wir ja ansonsten die Lohnfortzahlungen

übernehmen müssten.

Wie sieht der Gesundheitsschutz

bei Ihnen konkret aus?

Zu allererst ging es darum, die Mitarbeiter

der Firma für das Thema zu sensibilisieren.

Wir haben also eine anonyme

Befragung durchgeführt, welche Maßnahmen

sich die Mitarbeiter wünschen.

Daraufhin haben wir Seminare geplant.

Was waren das für Seminare?

Es ging um Ernährung, das richtige Umgehen

mit Stress oder Rauchen beziehungsweise

das damit aufhören. Alles

ist natürlich nicht verpflichtend und wird

während der Arbeitszeit durchgeführt.

6

Wie muss man sich das vorstellen.

Essen ihre Mitarbeiter alle nur

noch Müsli zum Frühstück?

Das nun nicht, schließlich brauchen gerade

die, die handwerklich auf der Baustelle arbeiten

mehr Kalorien als die Leute, die den

ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Aber:

Es haben 50 der Teilnehmer, die am Nicht-

Rauchen-Seminar teilgenommen haben,

tatsächlich damit aufgehört. Man kann in

diesem Fall wohl wirklich von einer sogenannten

„Win-Win-Situation“ sprechen.

Geht der Gesundheitsschutz auch in

den aktiven körperlichen Bereich?

Ja, wir haben bisher acht Rückenkurse, die

jeweils acht Wochen gedauert haben, in

einem Fitnessstudio angeboten. Das war

zudem eine witzige Sache da man sich

plötzlich auf einer anderen Ebene begegnet.

Im Studio treffen sich dann der Azubi

und der Chef beide in Sporthose. Einmal

in der Woche kommt auch eine Physiotherapeutin

die Massagen anbietet, wir

machen Laufkurse, Hautscreenings, Grippeimpunfungen

und noch einiges mehr.


HanDwerkskaMMer

Positive entwicklung auf dem ausbildungsmarkt

Paktpartner engagieren sich verstärkt für den Fachkräftenachwuchs

Die Ausbildungschancen der Jugendlichen verbessern sich

weiter. Die Zahl betrieblicher Ausbildungsangebote steigt

deutlich, während die Zahl der Bewerber weiter zurückgeht.

Im Ergebnis gab es Anfang Oktober deutlich mehr unbesetzte

Stellen als unvermittelte Bewerber. Das steigende

Angebot an Ausbildungsplätzen ist Ausdruck des Bestrebens

der Betriebe, unterstützt durch die gute konjunkturelle Lage

ihren Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung zu sichern.

Zudem zahlt sich auch 2011 das starke Engagement der Paktpartner

und der Bundesagentur für Arbeit bei der Gewinnung

neuer Ausbildungsbetriebe und neuer Ausbildungsplätze aus.

Aufgrund rückläufiger Bewerberzahlen wachsen jedoch – mit

unterschiedlichen Ausprägungen in den Branchen und Regionen

– die Probleme ausbildungswilliger Betriebe, passende

Bewerber zu finden. Zwar gelingt die Integration auch schwächerer

junger Menschen erneut deutlich besser; weiterhin fällt

es aber vielen schwer, den Einstieg in Ausbildung zu finden.

Im Berufsberatungsjahr 2010/2011 wurden bei den Agenturen

für Arbeit und Jobcentern insgesamt 519.600 Ausbildungsplätze

gemeldet, das waren 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den

betrieblichen Ausbildungsplätzen betrug der Zuwachs 10,2

Prozent, die Zahl der gemeldeten außerbetrieblichen Ausbildungsplätze

sank hingegen erheblich. Trotz doppelter Abiturjahrgänge

in Bayern und Niedersachsen und Aussetzung des

Wehr- und Zivildienstes sank die Zahl der gemeldeten Bewerber

erneut um 13.700 auf 538.200 (-2,5 Prozent). Ein Grund für

die sinkenden Bewerberzahlen sind die rückläufigen Zahlen

nicht-studienberech tigter Schulabgänger – den Hauptnachfragern

nach Ausbildungsplätzen (-3,5 Prozent gegenüber 2010).

Das steigende Ausbildungsplatzangebot und die sinkenden

Bewerberzahlen haben dazu geführt, dass zum 30.9. erneut

mehr unbesetzte Ausbildungsplätze (29.700) als unversorgte

Bewerber (11.600) vorhanden sind. Der Überhang an Stellen

(+18.100) hat sich gegenüber dem Vorjahr sogar deutlich

um 10.800 vergrößert (Stellenüberhang 2010: +7.300).

Das Zwischenergebnis bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

(Stand: Ende Oktober 2011) unterstreicht das

vergrößerte Angebot an Ausbildungsplätzen: In Industrie und

Handel wurden 340.000 Ausbildungsverträge, das sind 12.900

(+3,9 Prozent) mehr als im Vorjahr, und im Handwerk 152.500

Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Rückgang gegenüber

dem Vorjahr um 900 (-0,6 Prozent). Bei den Freien Berufen

Herr Gümpel, Leiter

VermögensmanagementCenter

Centrum

wurden 43.100 Verträge abgeschlossen, ein Plus von 500 (+1,1

Prozent). Die positive Entwicklung der neu abgeschlossenen

Ausbildungsvertragszahlen bei rückläufigen Bewerberzahlen

deutet darauf hin, dass 2011 mehr Altbewerber und lernschwächere

Jugendliche den Weg in Ausbildung gefunden

haben. Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Jugendlichen,

die sich bereits in früheren Jahren um eine Ausbildung

bemüht haben (Altbewerber), um 5,7 Prozent gesunken.

Die Wirtschaft zieht folgende Zwischenbilanz:

· 63.100 neue Ausbildungsplätze wurden von Kammern

und Verbänden eingeworben.

· 38.100 Betriebe konnten erstmalig für Ausbildung

gewonnen werden.

· Für die Einstiegsqualifizierungen (EQ) stellten die Betriebe

22.700 Plätze zur Verfügung, davon stehen 3.710 Plätze förderungsbedürftigen

Jugendlichen zur Verfügung (EQ Plus).

Die Wirtschaft verstärkt zudem ihr Engagement für mehr Partnerschaften

zwischen Schulen und Betrieben und für die Berufsorientierung,

vielfach verbunden mit einem Aufbau personeller

Kapazitäten.Die Kultusministerkonferenz sorgt durch eine kontinuierliche

Qualitätsentwicklung in den Schulen dafür, dass die

Ausbildungsreife von Schülern weiter ausgebaut wird. Die Länder

setzen sich intensiv mit der Bündelung von Maßnahmen im

Übergang von Schule und Ausbildung auseinander und tauschen

sich regelmäßig mit der Beauftragten der Bundesregierung für

Migration, Flüchtlinge und Integration und den Vertretern der

Organisationen von Menschen mit Migrationshintergrund aus.

Zudem unterstützen die Länder den Übergang von der Schule in

die betriebliche Ausbildung durch systematische Vorbereitung

im Unterricht, Anlaufstellen für Berufsorientierung und den

Ausbau von Bildungspartnerschaften zwischen Unternehmen

und Schulen. Einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs

leisten die Länder, indem sie die Übergänge zwischen beruflicher

und akademischer Bildung durchlässiger gestalten.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat mit ihrer neu eingeführten

Beratungskonzeption die Beratungs- und Vermittlungsangebote

weiter verbessert. Sie entwickelt ein Internetportal

zur Eingabe von Veranstaltungen der Berufsorientierung,

das ab Anfang 2012 mehr Transparenz in diesem Bereich für

Kunden und Akteure der Berufsorientierung herstellen soll.

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7


HanDwerkskaMMer

erfolg mit klarem kompass

Mehr als 300 Gäste beim 45. ´Mahl des Handwerks` der Sparkasse Bremen

Alljährlich seit 1967 lädt die Sparkasse

Bremen Handwerker und Gäste aus Politik,

den Behörden und der Wirtschaft ein,

damit sie sich beim ´Mahl des Handwerks`

über aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche

Fragen austauschen können.

Zum vierten Mal prämierte dabei der Sparkassen-Vorstand

Dr. Heiko Staroßom gemeinsam

mit dem Präses der Handwerkskammer

Bremen, Joachim Feldmann, die

Preisträger des Wettbewerbs ´Innovatives

Handwerk` und hob vor dem Hintergrund

der Euro-Krise die Gemeinsamkeiten des

Handwerks und der Sparkasse hervor.

„Das Handwerk prägt mit seinem Engagement

in hohem Maße die Wirtschaftskraft,

aber auch die Lebensqualität der

Menschen vor Ort – wie wir das auch als

Sparkasse tun. Dennoch stellen sich in

Phasen, wie der aktuellen, Fragen nach

dem Preis wirtschaftlichen Erfolgs, der

Ethik unseres Wirtschaftens und nach

gesellschaftlicher Verantwortung“, sagte

Dr. Staroßom in seiner Begrüßung. Die

Inhaber geführten Handwerksbetriebe

sieht der Sparkassen-Vorstand als Vorbild

an und betonte: „Sie wirtschaften mit

einer langfristigen Perspektive, bilden

ihre Mitarbeiter selbst aus, sind werteorientiert

und haben auch die nächste

Generation im Blick.“ Anders als an der

Wall-Street zockende Institute sei die

Sparkasse Bremen am Gemeinwohl orientiert

und auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.

„Gewinnmaximierung ist nicht unser Ziel“,

betonte Staroßom. Stattdessen würde ein

großer Teil der Gewinne zur Förderung

Hwk-Präses Joachim Feldmann, Preisträger katrin roßmüller

und Tim stöwahse sowie sparkassen-Vorstand Dr. Heiko staroßom

der Lebensqualität in Bremen verwendet.

Auch wenn regulatorische Fehlanreize

gerade ein besonders risikoreiches

Geschäft fördern, während das klassische

Kreditgeschäft verteuert wird, habe die

Sparkasse Bremen einen klaren Kompass!

Zum Thema Ethik äußerte sich auch HWK-

Präses Joachim Feldmann am Beispiel von

Johann Wolfgang von Goethes tragischem

Helden ´Faust`. „Wir wissen zwar, dass unseren

rationalen Verstand bestimmt, was

zählbar oder messbar ist. Aber Meldungen

für sich von Monat zu Monat vervielfachende

Milliarden Euro Schulden werden

für uns zu bloßen Worten – zu abstrakten

variablen Zahlen mit beliebigem Inhalt,

ohne dass die wirkliche Bedeutung der

Aussage dabei deutlich wird. Es ist die Tragik

der Moderne, dass die abstrakte Realität

für die meisten Menschen nicht mehr

an ihre begreifbare Lebenswirklichkeit

heran reich und abstrakte Vorstellungen

immer mehr die Lebenswirklichkeit nach

und nach verdrängen“, sagte er und lieferte

als Beispiel von Computer-Bildschirmen

überflutete Sinne, die umso mehr abstumpfen,

je mehr Reize sie erleben.

Heute seien viele Menschen in unüberschaubare

Machtstrukturen eingesponnen,

denen sie kaum entrinnen können.

„Geht die Entwicklung so weiter, werden

sich mehr und mehr Menschen einer

Welt gegenüber sehen, die für sie verblasst,

von ihren Mitmenschen isoliert

und ihre freie Individualität zerstört.“

Handwerkliche Arbeit hingegen sieht der

Präses als so ganz anders an. Sie ließe

sich eben nicht durch abstrakte Regeln,

Normen und Verordnungen in Schablonen

pressen, sondern müsse täglich und

in jeder neuen Situation vom einzelnen,

individuellen Menschen aus freiem

Entschluss immer wieder neu gleistet

werden, erläuterte Feldmann und zitierte

´Faust`: „Das ist der Weisheit letzter

Schluss: Nur der verdient sich Freiheit wie

das Leben, der täglich sie erobern muss!“

Hier zeige sich die Bedeutung des Denkens

für die menschliche Freiheit, sagte

der Präses, und nur wer bewusst denke,

gelange zu einer klaren Einsicht. Der

Wettbewerb ´Innovatives Handwerk`

fördere solches Denken und Handwerker,

die mit ihrer Art zu denken, überdurchschnittlich

erfolgreich seien.

Die Festrede hielt Professor Dr. Frank

Wallau, vom Institut für Mittelstandsforschung

in Bonn und der Fachhochschule

der Wirtschaft in Paderborn/Bielefeld.

„Insgesamt 23.848 der 26.957 Betriebe in

Bremen haben weniger als zehn Beschäftigte.

Etwas mehr als zweitausend haben

maximal 49 Mitarbeiter und mehr als 50

Beschäftigte haben nur 758 Unternehmen.

Damit gehören 99,2 Prozent aller Betriebe

in Bremen zu den sogenannten Kleinen-

und mittleren Betrieben (KMU). Im

bremischen Handwerk steigt die Zahl der

Betriebe – doch die Zahl der Beschäftigten

im Handwerk sinkt“, erklärte er zu Beginn

seines Vortrags. Vor allem mache dem

Handwerk zu schaffen, dass ein Großteil

der ausgebildeten Fachkräfte das Handwerk

verlässt. In 2006 waren von allen im

Handwerk ausgebildeten Personen nur

noch 34,5 Prozent im Handwerk beschäftigt.

Rund ein Viertel war zuvor in die Industrie

abgewandert und das übrige Drittel

in den Handel, FORTSETZUNG>>

8

Fotos: Anja Reichelt


HanDwerkskaMMer

den öffentlichen Dienst und andere Wirtschaftsbereiche.

Umso problematischer

sei, dass die steigende Lebenserwartung

und der Rückgang der Geburtenzahlen

dazu führen, dass der Anteil der Erwerbstätigen

sinkt. „Bis 2028 wird die Zahl der

50-59jährigen von 13,5 Millionen auf

16,7 Millionen anwachsen. Die Generation

60+ wächst bis dahin um fast 8

Millionen Menschen. In Zukunft stehen

damit den Betrieben in Deutschland

weniger und durchschnittliche ältere

Beschäftigte zur Verfügung“, hob Wallau

hervor und erläuterte die sich aus dieser

Entwicklung ergebenden Konsequenzen:

Wer erfolgreich sein will muss seine

bisherigen Produkte, die Werbung,

Kommunikation, Kundenbetreuung

und den Vertrieb anpassen. Immer

ältere Belegschaften müssen dieselben

Höchstleistungen der Unternehmens

vollbringen, wie bisher.

Trotzdem habe sich fast ein Fünftel der

Betriebe noch nicht mit dem Thema

demografischer Wandel beschäftigt, sagte

der Professor. Insgesamt zeige sich das

Handwerk dabei signifikant schlechter

informiert als die übrigen Unternehmen.

Typische Handlungsfelder zur Bewältigung

des demographischen Wandels in Handwerksbetrieben

sieht er in der Personalführung

und Rekrutierung, der Arbeitsorganisation

und -gestaltung, Qualifizierung

und Kompetenzentwicklung, Führung,

Unternehmenskultur sowie der Gesundheit

und dem Arbeitsschutz. Doch bislang

böte lediglich die Hälfte der Betriebe eine

ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und

Arbeitsschutzmaßnahmen. Nicht mal die

Hälfte der Betriebe würde eine Beratung

durch Ärzte oder Experten anstreben.

Nur ein Fünftel der Betriebe führe

Gesundheitskurse durch oder fördere außerbetriebliche

Sportaktivitäten. Betriebseigene

Sportangebote gäbe es in nicht

mal einem Zehntel der Unternehmen.

Die Gewinner stehen fest

Innovatives Handwerk 2011: Handwerk in Bremen stellt die Gewinner vor

In kaum einem Lebensbereich können die

Menschen auf die Fertigkeiten und das

Know-how von Handwerkern verzichten.

Die Sparkasse Bremen wirbt deshalb für

das Handwerk und will mit dem Preis

´Innovatives Handwerk` zu unternehmerischer

Innovation ermutigen. Bereits

zum vierten Mal zeichnet sie damit

vorbildliche Handwerksbetriebe aus, die

in den Kategorien Nachfolge, Innovative

Technik, Existenzgründung, Umweltschutz,

Arbeits-/ Gesundheitsschutz

sowie für die Vereinbarkeit von Beruf

und Familie besonders erfolgreich sind.

Die aktuellen Preisträger repräsentieren

verschiedene Gewerke. Allen gemeinsam

ist, dass sie mit guten Ideen und überdurchschnittlichem

unternehmerischem

Einsatz nachweisbare Erfolge erzielen

und Innovationsleistungen vollbringen.

„Handwerksbetriebe gehören heute zu

den Innovatoren eines Wirtschaftsstandorts.

Erfolgreiche Handwerksbetriebe

investieren in ihre Weiterentwicklung,

Hwk-Präses Joachim Feldmann, Preisträger Christophe lenderoth

und sparkassen-Vorstand Dr. Heiko staroßom

in Ausbildung und Kundenorientierung.

Sie sind offen für neue Technologien

und qualifizieren sich, um

veränderten Rahmenbedingungen

erfolgreich zu begegnen“, würdig-

Den Handwerkern empfiehlt Professor

Wallau noch mehr auszubilden als bislang

und über Unterstützung von und intensivere

Kooperationen mit Schulen, Betriebsbesichtigungen

für Jugendliche sowie

Schülerpraktika fürs Handwerk zu werben.

Gleichzeitig sollten zusätzliche Anreize

geprüft werden. So sei beispielweise der

Anteil der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten der Privatwirtschaft mit Zusatzversorgung

in Deutschland zwischen

Dezember 2001 und Dezember 2007 von

38 Prozent auf 52 Prozent gestiegen.

(v.l.) Horst krugmann (Umweltschutz), Christophe lenderoth (arbeits- /Gesundheitsschutz),

katrin roßmüller und Tim stöwahse (nachfolge), sparkassen-Vorstand Dr. Heiko staroßom,

Hwk-Präses Joachim Feldmann, Gerd engelbrecht (Beruf und Familie), Hans-Peter schöner

(existenzgründung) sowie Jens Bergmann (innovative Technik)

te Sparkassen-Vorstand Dr. Heiko

Staroßom das Engagement der ausgezeichneten

Betriebsinhaber. Der

Preis wird von der Sparkasse Bremen

mit insgesamt 6000 Euro dotiert.

9


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HanDwerkskaMMer

Gespendetes Geld gut angelegt

Benefiz-Fußball-Turnier: HWK Bremen, AOK und Bremische Volksbank spendeten 7.500 Euro an „Trauerland“

Trauer ist schlimm. Wer einen nahen Angehörigen verliert,

leidet. Besonders gilt dies für Kinder. Oft können sie nicht

damit umgehen und ziehen sich zurück. Helfen kann es, wenn

sie sich mit Gleichaltrigen treffen, die ähnliches erlebt haben.

Im „Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche

e. V.“ in Bremen kennt Trauer keine Tabus. Rund 180

Kinder kommen hier zusammen und treffen sich alle vierzehn

Tage in einer von insgesamt zwölf Gruppen, in denen

der gemeinnützige Verein in Bremen und Oldenburg Kindern

einen geschützten Raum für ihre Trauer bietet. Und

der Bedarf ist groß: Denn Kinder drücken ihre Gefühle und

Gedanken nicht immer mit Worten und durch Weinen aus,

sondern ihre Trauerarbeit besteht oft aus Spielen, Malen oder

Toben. Nach dem Verlust eines Familienmitglieds versuchen

sie oft, gut zu funktionieren und leugnen ihre Trauergefühle,

um die Hinterbliebenen nicht noch mehr zu belasten. Für

ihre eigene Trauer bleibt dann oft kein wirklicher Raum.

„Trauerland“ finanziert sich ausschließlich aus Spenden und

erhält keine staatliche Hilfe. Deshalb ist der Verein darauf angewiesen,

dass möglichst viele Menschen, Firmen und Stiftungen

die Arbeit des Vereins finanziell unterstützen. „Wir freuen uns,

wenn Menschen ihr Herz für trauernde Mädchen und Jungen

entdecken und unsere Arbeit fördern“, sagt Trauerland-Gründe-

Primus: Ihr Personaldienstleister

für Handwerk und Industrie

Die Globalisierung und Liberalisierung der Märkte sowie die

allgemein unsichere Wirtschaftsentwicklung stellen neue,

höhere Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen.

Was heute zählt, ist die schnelle und flexible

Anpassung an eine sich ändernde Nachfrage und damit an

immer wieder neue Kapazitätsanforderungen. Ein zentraler

Erfolgsfaktor hierbei ist der optimale Einsatz von Personalressourcen

durch geschickte Auswahl und Beschränkung.

Sichern auch Sie durch ein flexibles Personalmanagement

langfristig die bestehenden Arbeitsplätze.

Ihre Vorteile:

Die Umwandlung fixer in variable

Personalkosten steigert den Unternehmensertrag.

Das bewegliche Personalmanagement

stärkt die Wettbewerbs- und

Wachstumschancen. Die Reduktion

der Personaladministration ermöglicht

es den Unternehmern, sich auf ihre

Kernkompetenz zu konzentrieren

Die professionelle Mitarbeiterauswahl-

und Qualifizierung sichern die Prozessqualität

Ihr Ansprechpartner Andreas Mende

Primus Personaldienstleistungen GmbH,

Hillmannplatz 13/15, 28195 Bremen,

Tel: 0421 468479-20, Fax: 0421 468479-18,

a.mende@primus-personal.de, www.primus-personal.de

rin Beate Alefeld-Gerges. Besonders gefreut hat sie sich, als im

vergangenen Jahr die Handwerkskammer Bremen gemeinsam

mit der AOK und der bremischen Volksbank das Trauerland mit

dem Erlös von insgesamt 7500 Euro aus ihrem gemeinsamen

Benefiz-Fußball-Turnier unterstützt haben. „Mit dem Geld

konnten wir fünf Betreuungsplätze in den Trauergruppen für

ein Jahr finanzieren“, freut sich Beate Alefeld-Gerges. Innerhalb

von zwölf Jahren hat „Trauerland“ bislang mehr als 700 Kinder

und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren begleitet.

Kontakt:

Trauerland – Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche

e. V., Hans-Böckler-Straße 9, 28217 Bremen

Telefon: 0421 696672-0, E-Mail: info@trauerland.org

Internet für Erwachsene: www.trauerland.org

Internet für Kinder: www.kindertrauerland.org

Spendenkonto:

Sparkasse Bremen

BLZ: 290 501 01

Zwei neue Mitarbeiterinnen

im Handwerk

Jasmina Gieschen und Julia Vogelgesang sind ab dem 01.

August 2011 die neuen Azubis im Kompetenzzentrum

HandWERK. Sie absolvieren die Ausbildung „Kauffrau für

Bürokommunikation“. „Wir sind froh hier zu sein und schätzen

sehr die Vielfalt des Hauses“ so die beiden Azubis.

Jasmina Gieschen Julia Vogelsang

10


HanDwerkskaMMer

energie sparen - wohnkomfort erleben

6. Bremer Altbautage bieten Modernisierungs-Know-how

Zeitgleich zur hanseBAU dreht sich

bei den 6. Bremer Altbautagen in

Halle 7 alles um weniger Energieverbrauch

im eigenen Zuhause, mehr

Wohnkomfort und erfolgreichen Klimaschutz.

Welche Maßnahmen sind bei einer

Altbaumodernisierung möglich? Welche

Trends gibt es beim nachhaltigen Bauen?

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Wer auf diese und andere Fragen kompetente

Antworten sucht, ist bei den

Altbautagen richtig. Die gemeinnützige

Klimaschutzagentur energiekonsens hat

für die Messe rund 100 Aussteller ausgewählt,

die Fachleute für energieeffiziente

Gebäudemodernisierung sind und so mit

ihren Produkten und Dienstleistungen den

Klimaschutz unterstützen. Neben einem

umfangreichen Vortragsprogramm

gibt es Live-Bauvorführungen. Highlight

in diesem Jahr: die Passivhaus-

Sonderschau mit einem sechs Meter

hohen Modell und vielen Exponaten

rund um die zukunftsweisende Art,

energiesparend zu wohnen. Passivhäuser

gelten als Baustandard der Zukunft.

Immer mehr Bauakteure setzen auf

die ökologisch und ökonomisch sinnvolle

Bauweise. Das zugrundeliegende

Prinzip einer hochwärmedämmenden

Gebäudehülle im Zusammenspiel mit

einer effizienten Heizungs- und Lüftungstechnik

sowie dem Einsatz von Erneuerbaren

Energien für den Restenergiebedarf

sind das Maß für zukunftsfähige

Baukonzepte. Im Rahmen der 6. Bremer

Altbautage lädt der Veranstalter, die

gemeinnützige Klimaschutzagentur

energiekonsens, am Samstag, den

21.1.2011 zum Expertenforum „Das

Passivhaus – aktiv Zukunft gestalten“

ein. Die Informations- und Wissensaustauschbörse

wendet sich an Architekten,

Planer, Ingenieure, kommunale Vertreter

sowie Fachleute aus Verwaltung, Wohnungswirtschaft,

Politik und Handwerksbetrieben.

Neben dem Neubau stehen

besonders die Weiterentwicklung und die

Anwendung von Passivhauskomponenten

bei Modernisierungen im Mittelpunkt. Das

Podium mit kompetenten Fachexperten

wird die wachsende Bedeutung von

11

Qualitätssicherungsstandards bei Bauprodukten

sowie bei den handwerklichen

Ausführungstechniken thematisieren.

Anmeldung per Fax: 0421 3766719

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20. bis 22. Januar 2011, 10 bis 18 Uhr

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HanDwerkskaMMer

„Das Handwerk ist der schlüssel für die

entwicklung eines landes“

Interview mit Angela Kolsdorf von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Das Bundesministerium für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung

(BMZ) feierte sein 50-jähriges Bestehen.

Das Handwerk spielt in der Entwicklungszusammenarbeit

eine entscheidende

Rolle. Deutsche Handwerker sind aufgrund

ihrer umfassenden Fachkenntnisse im

Ausland äußerst gefragt und helfen in Entwicklungsländern,

die Lebensbedingungen

der Menschen nachhaltig zu verbessern.

Angela Kolsdorf, Verantwortliche für das

Personalmarketing und -recruiting von

Fachkräften für den Entwicklungsdienst

bei der Gesellschaft für Internationale

Zusammenarbeit (GIZ), über das große

Potenzial von handwerklichen Fachkräften

und ihre Einsatzmöglichkeiten

in der Entwicklungszusammenarbeit.

Frau Kolsdorf, die GIZ entsendet jährlich

deutsche Experten in alle Teile der Welt.

Was für Voraussetzungen müssen Fachkräfte

aus dem Handwerk mitbringen, um

für die GIZ ins Ausland gehen zu können?

Wie alle Fachkräfte, die wir ins Ausland

entsenden, müssen auch Handwerker

eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen,

um sich für den Dienst als Entwicklungshelfer

zu qualifizieren. Dazu gehört der

Nachweis der Meisterqualifikation sowie

mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

in dieser Position. Sofern sie dazu auch

noch Erfahrung in der beruflichen Weiterbildung

oder als Gewerbelehrer haben,

kommt ihnen das auf jeden Fall zugute.

In welchen Bereichen werden Handwerker

im Ausland eingesetzt und

was sind ihre konkreten Aufgaben?

Deutsche Fachkräfte mit einer handwerklichen

Ausbildung sind mit ihren praktischen

und theoretischen Qualifikationen

in den Entwicklungsländern sehr gefragt.

Sie werden in der Regel in den Bereichen

Arbeitsmarktentwicklung sowie Berufsbildung

und -förderung eingesetzt. Das

heißt, sie beraten und unterstützen etwa

die Berufsschulzentren in dem jeweiligen

Land dabei, neue Ausbildungsgänge zu

konzipieren und einzuführen. Diese dienen

unter anderem dem Aufbau der Infrastruktur,

aber auch der wirtschaftlichen

Entwicklung eines Landes. In Palästina

beispielsweise wurde festgestellt, dass

im Karosseriebau ein Mangel an Fachwissen,

Maschinen und Werkstätten

besteht. Es werden daher immer wieder

Experten gesucht, die nicht nur in der

Lage sind, ihr Fachwissen verständlich

zu vermitteln, sondern die auch ganz

praxisorientiert mit anpacken können.

Welche Vorteile haben Handwerker

gegenüber Akademikern in der

Entwicklungszusammenarbeit?

Das deutsche duale Ausbildungssystem

genießt im Ausland einen exzellenten Ruf.

Insbesondere handwerklich ausgebildete

Fachkräfte haben in den Partnerländern

ein hohes Ansehen, da sie über viel praktisches

Wissen und Know-how verfügen.

Dadurch tragen sie einen großen

Teil dazu bei, dass vor Ort ausgebildete

Menschen ihre Kompetenzen erweitern

und selbständig anwenden können. Zum

Beispiel in Afghanistan: Dort herrschte

über Jahrzehnte hinweg Krieg. Deshalb

haben viele junge Männer in der Regel

überhaupt keinen praktischen Beruf

erlernt. Das heißt, sie benötigen eine

Ausbildung, die sie in die Lage versetzt,

den Aufbau ihres Landes voranzutreiben.

Sie müssen beispielsweise lernen, wie

eine elektrische Leitung verlegt wird oder

wie ein Dorf mit Wasser versorgt werden

kann. Dafür liefern deutsche Handwerker

nicht nur die theoretischen, sondern

auch die praktischen Grundlagen.

Ein oder mehrere Jahre im Ausland zu

arbeiten, ist eine prägende Erfahrung.

Was berichten die „Rückkehrer“ selbst?

Die Erfahrungen, die unsere Fachkräfte im

Ausland sammeln, bringen sie beruflich

und auch persönlich weiter. Sie lernen eine

fremde Kultur und ungewohnte Lebensbedingungen

kennen. Auch ihre Fremdsprachenkenntnisse

verbessern sich enorm.

Wir setzen zum Beispiel viele Fachkräfte

im Sanitär- und Klimabereich ein, die im

arabischen Raum arbeiten. Dort kann es

passieren, dass man sogar mit Englisch

als Fremdsprache nicht sehr weit kommt.

Das heißt, in der Vorbereitung bieten wir

die Möglichkeit, neue, und für manche

vielleicht exotische Sprachen, zu erlernen.

Außerdem ist es für viele Fachkräfte eine

ganz spezielle Erfahrung, ihr Wissen zu

vermitteln und damit auch langfristig

die Lebensverhältnisse der Menschen in

Entwicklungsländern zu verbessern.

Und inwiefern bringt sie das auf dem

deutschen Arbeitsmarkt weiter?

Durch ihren Einsatz gewinnen sie natürlich

an sozialer und interkultureller

Kompetenz. Handwerker, die im Ausland

gearbeitet haben, stellen einen großen

Mehrwert für deutsche Unternehmen und

Betriebe dar und werden gerne eingestellt.

angela kolsdorf

12

Können auch junge Menschen mit

weniger Berufserfahrung ihr Können

im Ausland anwenden?

Wir sind sehr bemüht, junge Menschen

in der Ausbildungsphase anzusprechen.

Über unser Freiwilligenprogramm „weltwärts“

können sie zum Beispiel nach der

Gesellenprüfung für ein Jahr ins Ausland

gehen und einen Freiwilligendienst in

einem unserer Partnerländer leisten.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, über

das Nachwuchsförderungsprogramm

der GIZ ein Stipendium zu erhalten.

Gibt es auch ein Programm, über das

sich ehemalige Berufstätige in der Entwicklungsarbeit

engagieren können?

Ja, der sogenannte Senior Expert Service

(SES) gibt auch Handwerkern die Möglichkeit,

sich ehrenamtlich zu engagieren,

nachdem sie bereits aus dem aktiven

Berufsleben ausgeschieden sind. Diese

Stiftung, an der auch der Zentralverband

des Deutschen Handwerks (ZDH)

beteiligt ist, sucht fortlaufend Experten

aus vielfältigen Fachbereichen wie

etwa der Holz- oder Textilverarbeitung.

Pensionierte Fachkräfte können dabei

ihr Wissen und ihre Erfahrungswerte

aus dem Berufsleben zur Verfügung

stellen – sowohl für die Arbeit in den

Entwicklungsländern, als auch für deutsche

Betriebe. Die Einsätze dauern in der

Regel zwischen sechs Wochen und drei

Monaten. Das ist eine spannende Möglichkeit

für Handwerker, die sich aus dem

aktiven Berufsleben verabschiedet haben,

aber sich weiterhin engagieren wollen.


HanDwerkskaMMer

Oktoberfest im Handwerk kompetenzzentrum

Das Oktoberfest in München lockt jährlich etwa sechs Millionen

Besucher an und wird im September gefeiert. Sinn des

Festes war es früher, vor der neuen Brau-Saison das Bier aus

dem März aufzubrauchen. Im HandWERK Kompetenzzentrum

gab es in diesem Jahr auch ein Oktoberfest – im November

und freilich etwas bescheidener. Hintergrund war auch nicht

Bier-Trinken sondern ein Vortrag der erecon AG über Green-IT,

intelligentes Wachstum und energieeffiziente und ressourcenschonende

Informationstechnologie, zu der die Vorstände

all jener Gewerke eingeladen waren, die ihre überbetriebliche

Lehrlingsunterweisung im HandWERK durchführen. Anschließend

führte der technische Leiter, Peter Brandt, die Gäste durch

die Werkstätten bei dem die jeweiligen Werkstattmeister die

Neuerungen und Modernisierungen der vergangenen Monate

erläuterten. Und wie es sich für ein Oktoberfest gehört, gab

es im Anschluss natürlich zünftige bayrische Leckereien.

BUSINESS-INITIATIVE 2011:

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13

Den Beatles gelang erst nach 10.000 Stunden gemeinsamer

Proben der Durchbruch. Bill Gates hat nicht viel weniger Zeit

am Computer verbracht, bevor er Microsoft gründete und

Mozart hat seine besten Werke erst nach 20 Jahren geschrieben.

Viele Betriebe profitieren speziell vom Wissen

derjenigen Mitarbeiter, die seit vielen Jahren im Beruf stehen.

Schade ist, wenn sich diese Mitarbeiter verabschieden.

Im HandWERK Kompetenzzentrum sind dies nach 21

Jahren Sachbearbeitung für die Finanzbuchhaltung und

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung Traute Hansonis

und Wolfgang Lenk nach fast 27 Jahren Einsatz für die ÜLU. Wolfgang

Lenk geht in den Ruhestand, während Traute Hansonis auf

eigenen Wunsch das HandWERK verlässt. Nach zwei Jahren

in der Beratung für Arbeitssicherheit scheidet auch Nina Slawski

aus. Die Stelle war befristet. Die Drei wurden im Rahmen einer

kleinen Feierstunde verabschiedet.


HanDwerkskaMMer

Handwerker haben gute laune

Niedrige Zinsen und steigende Löhne bei den Kunden versetzen das Handwerk in gute Stimmung

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Von einer „Flucht in die Sachwerte“

ist immer dann die

Rede, wenn Sparer aus Angst

vor Entwertung ihrer Ersparnisse

Geld bei den Banken

abheben und Immobilien

oder Edelmetalle kaufen.

Genau dies tun die Bundesbürger

zur Zeit und

auch die Unternehmen

investieren. Beides treibt

den Geschäftsklima-Index

auf Rekordwerte, so dass

wiederum Handwerker von

höheren Auftragsvolumina

profitieren. Entsprechend

meldet der Zentralverband

des Deutschen Handwerks

bei seiner Pressekonferenz zur

Herbst-Konjunktur Bestmarken

bei Umsatz, Auslastung

und Investitionen. „Der

Umsatz 2011 werde nominal

mindestens um fünf Prozent

wachsen, im nächsten Jahr

um 1,5 Prozent oder mehr“,

deutete ZDH-Generalsekretär

Holger Schwannecke an und

sagte: „Das Handwerk wird

mit dieser außergewöhnlichen

Aufholjagd wieder

den Stand der Vorkrisenzeit

im Jahr 2008 erreichen.“

Das Konjunkturhoch ist vor

allem dem Binnenmarkt zu

verdanken. Der ist ein zentraler

Wachstumsfaktor und Stabilitätsanker

geworden. Dies

bestätigen 90 Prozent der

bundesweiten Konjunkturdaten-Ermittlung

des ZDH, an

der insgesamt 23600 Betriebe

teilnahmen. Dabei gaben

19 Prozent an, mehr Personal

einzustellen. Die sind so

viele wie zuletzt 1992. „Hier

wäre ein größeres Plus drin

gewesen“, sagte Schwannecke.

Doch in einigen Branchen

und Regionen gebe es zunehmend

Probleme, Fachkräfte

zu finden. Bis zum Jahresende

prognostiziert der ZDH einen

Anstieg der Beschäftigtenzahl

um 25 000 auf 5,16 Millionen.

Auch im kommende Jahr soll

der Trend anhalten und sich

lediglich verlangsamen.

14

Auch in Bremen zeigt sich die Handwerkskonjunktur weiterhin

stabil. „Allgemein bewerten die Bremer Betriebe die aktuelle

Situation deutlich positiv und die Aussichten mit vorsichtigem

Optimismus“, sagte Präses Joachim Feldmann bei der Pressekonferenz

der Handwerkskammer anlässlich der Präsentation

der Ergebnisse der Konjunkturumfrage Mitte November. Die

Verkaufspreise und Investitionen bleiben zwar im Saldo noch

negativ, aber Binnennachfrage und Arbeitsmarkt sind stabil, so

dass auch für das traditionell schwächere Winterhalbjahr ein

positiver Beschäftigungssaldo erwartet wird und das bremische

Handwerk den zunehmenden welt- und finanzwirtschaftlichen

Risiken zurzeit gut standhält. Die Betrachtung der einzelnen

Gewerkegruppen zeigt keine signifikanten Unterschiede – die

Konjunktur wird auf breiter Basis getragen. Am optimistischsten

sind die Ausbau-Gewerke: Die Zinsen sind niedrig – das bringt

eine vermehrte Nachfrage nach Bauleistungen. Zurück fielen

lediglich die personenbezogenen Dienstleistungen, die Nahrungsmittelgewerke

und teilweise auch die Gesundheitsgewerke.

Für die Zukunft erwarten alle Gewerke durchweg ein stabiles

Niveau, das im Vergleich zum Frühjahr 2011 nur leicht rückläufig

ist. Präses Joachim Feldmann warnt jedoch ausdrücklich davor,

die Schuldenkrise zu unterschätzen. „Bei allem Vertrauen in

die Realwirtschaft, sollten die hohen Risiken für die wirtschaftliche

Entwicklung nicht aus dem Blickfeld geraten. Wenn die

Banken durch die Schuldenkrise betroffen sind und dadurch die

Unternehmensfinanzierungen zurück gehen während gleichzeitig

die Rohstoff- und Energiepreise anziehen, bringt das viele

Betriebe in Bedrängnis“, sagt er und regt an: „Hier sind vor

allem die Verantwortlichen in der Politik gefragt, schnelle und

wirksame Instrumente zur Gegensteuerung durchzusetzen.

Kommentar von Günther Engelke,

Vorstand der Handwerkskammer Bremen:

Das Handwerk ist verlässlich und leistet einen wertvollen Beitrag

für die Zukunft unserer Gesellschaft. Dies erwarten unsere

Betriebe zurecht auch von der Politik. Aus Sicht des Handwerks

müssen die Finanzmärkte dringend stabilisiert werden. Allerdings

nicht zulasten des grundsoliden Kreditgeschäfts für die

kleinen und mittleren Betriebe. Dies ist existenziell wichtig

für das Funktionieren unserer Wirtschaft. Stattdessen müssen

hochriskante Spekulationsgeschäfte eingeschränkt und die

Folgen der Überschuldung der Staatshaushalte eingedämmt

werden. Sinnvoll wäre, dass die Risikogewichtung für Mittelstandskredite

von bisher 75 Prozent auf ungefähr 50 Prozent

korrigiert wird. Zur besseren Ausstattung der Handwerksunternehmen

mit Kapital sollte für den Mittelstand die steuerliche

Behandlung von einbehaltenen Gewinnen verbessert

werden. Dafür muss die Thesaurierungsrücklage endlich so

gestaltet werden, dass sie von den Betrieben auch wirklich

genutzt werden kann. Wenn das Handwerk seine stabilisierende

Rolle bei Wachstum und Beschäftigung weiter erfüllen soll,

brauchen wir aber auch dringend mehr politische Unterstützung

bei der Fachkräftesicherung. Dazu gehört zwingend die

gleichwertige Einstufung von beruflicher und akademischer

Bildung im Deutschen Qualifikationsrahmen sowie eine stetige

Verbesserung der Ausbildungsreife von Schulabgängern.


HanDwerkskaMMer

neuer Glanz für alte Häuser

Im Rathaus wurde der „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ verliehen.

In jedem Jahr prämiert die Deutsche

Stiftung Denkmalschutz gemeinsam

mit dem Zentralverband des Deutschen

Handwerks in zwei Bundesländern

Eigentümer privater Denkmale, die in

Zusammenarbeit mit dem örtlichen

Handwerk bei der Bewahrung des Kulturgutes

Vorbildliches geleistet haben.

In diesem Jahr wurde der ´Bundespreis

für Handwerk in der Denkmalpflege` in

Baden-Württemberg und Bremen verliehen.

Bei der feierlichen Verleihung in

der Oberen Rathaushalle überreichte

Bürgermeister Jens Böhrnsen gemeinsam

mit ZDH-Präsidenten Otto Kentzler

und Handwerkskammer-Präses Joachim

Feldmann die Urkunden an die Preisträger.

Den ersten Preis erhielt Werner Möller

für die Restaurierung der Arberger Mühle.

Für die Wiederherstellung eines Hauses

der von Fritz Schumacher 1906 geplanten

Gartenstadtsiedlung in Schwachhausen

wurden Melanie und Matthias Wobbe

mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Mit

ebenfalls einem zweiten Preis wurden Carl

Johann Öholm und Ulla Norbäck bedacht,

die das Wohn- und Geschäftshaus Nummer

10 im historischen Schnoor-Viertel

behutsam wieder hergestellt haben.

Den dritten Preis erhielten Timo Götz

und Silvia Machura für die vorbildliche

Instandsetzung des Altbremer Reihenhauses

Mathildenstraße Nummer 9.

Die aus Vertretern der Senatskanzlei,

dem Landesamt für Denkmalpflege, der

Architekten- und Ingenieurskammer

Bremen, der Handwerkskammer Bremen

und dem Senator für Wirtschaft und

Häfen, der Aufbaugemeinschaft Bremen

e.V., des Zentralverbandes des Deutschen

Handwerks und der Deutschen Stiftung

Denkmalschutz bestehende Jury betonte

die allgemeine Qualität der eingereichten

Projekte sowie der beteiligten Handwerker

und Architekten. Bürgermeister Jens

Böhrnsen würdigte das Engagement der

Eigentümer für den Erhalt der historischen

Bausubstanz und hob in seiner Rede deren

für Bremen hervor: „Unsere Baudenkmäler

vergegenwärtigen uns tagtäglich die

Geschichte und Traditionen unserer Stadt,

sind Teil unserer kulturellen Identität. Ihre

Pflege bedeutet, dass wir unser kultur-

DAS ALTER VON HERRN WANNINGER

WAR KEIN HINDERNIS.

SEINE ERFAHRUNG

EIN GUTER GRUND.

Viele ältere Arbeitnehmer verfügen über Kompetenzen, die in

zahlreichen Branchen gebraucht werden: z. B. ausgezeichnetes

Fachwissen, Improvisationstalent oder Erfahrung im Umgang mit

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15

elles Erbe pflegen.“ Otto Kentzler mache

deutlich, dass Denkmalschutz nur mit

dem Handwerk möglich ist und dass das

Handwerk dafür einen speziellen Ausbildungsgang

zum Restaurator im Handwerk

anbietet. HWK-Präses Joachim Feldmann

drückte seinen Stolz über die Sachkunde,

die Fertigkeiten, die Kompetenz und

spezieller Kenntnis der Eigenarten der

bremischen Kultur-Historie aus, die die beteiligten

Handwerksbetriebe auszeichnet.

Neben den an den prämierten Objekten

arbeitenden Handwerkern wurden

weitere Handwerksbetriebe für die

Restaurierung der Villa Waldwiese und des

„Schütting“ der Handelskammer geehrt.


HanDwerkskaMMer

„schwarzarbeit hat viele Facetten“

„Zoll zerschlägt mafiöse Bande aus der Baubranche“. „Zollbeamte

finden 100.000 Euro in der Aktentasche.“ „Zollfahnder

stellen 130.000 unversteuerte Zigaretten sicher.“ So oder so

ähnlich lauten die Überschriften, wenn der Zoll erfolgreich

arbeitet. Mit insgesamt rund 40.000 Mitarbeitern schützt er uns

vor organisierter Kriminalität, mangelhaften Waren aus dem

Ausland und Wettbewerbsverzerrungen durch Schwarzarbeit.

Gerade Schwarzarbeit hat viele Facetten: Es gibt Arbeitgeber,

die Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung anmelden oder

Arbeitnehmer, die ohne Steuerkarte arbeiten. Es gibt Ausländer,

die ohne die gegebenenfalls erforderliche Aufenthalts- und

Arbeitsgenehmigung arbeiten und Arbeitsverleiher, die ohne

Erlaubnis Arbeitskräfte illegal verleihen. Und natürlich gibt es

Menschen, die Sozialleistungen beziehen und nebenbei arbeiten.

„Allen gemein ist: Sie gefährden mit ihrem Tun legale Arbeitsplätze

und schädigen das Sozialsystem“, sagt Frank Presch,

Pressesprecher des Hauptzollamtes in Bremen. Denn kein Unternehmen,

das seine Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt,

kann mit Schwarzarbeitern konkurrieren. Darum sind von den

rund 850 Bremer und Bremerhavener Zöllnern mittlerweile rund

100 Beamte mit der Bekämpfung von Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug

beschäftigt. Sie sorgen dafür, dass Sozialversicherungsbeiträge

korrekt abgeführt werden und die ohnehin

schon sehr hohe Abgabenlast für unsere Solidargemeinschaft

nicht noch weiter steigt. Bei Bedarf kann das Personal durch

flexible Einsatzkonzepte jederzeit weiter verstärkt werden.

Beispielsweise die Gebäudereinigungsbetriebe werden immer

wieder überprüft und die „Finanzkontrolle Schwarzarbeit des

Bremer Zolls“ ermittelt in Krankenhäusern, Kaufhäusern und

beim Einzelhandel. Dabei werden gelegentlich Verwarngelder

verhängt – unter anderem wenn die Beschäftigten keine

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16

Ausweispapiere bei sich haben. Der Obermeister der Gebäude-

reiniger-Innung, Wolfgang Kruse, sieht das gelassen. „Unsere Innungsbetriebe

arbeiten korrekt. Bei uns kann der Zoll keine großen

Einnahmen verbuchen“, sagt er. Zudem ist seine Innung eng

im Gespräch mit dem Zoll. „Früher kamen die Zöllner oft in voller

Montur und drohten mit Polizeigewalt. Mancher Arbeitnehmer,

der eine solche Prüfung zum ersten Mal erlebte, war sehr

erschrocken und konnte nur schlecht damit umgehen. Durch

unsere guten Gespräche mit den Verantwortlichen haben wir

mittlerweile einen Weg gefunden. Heute treten die Kontrolleure

freundlich, angemessen und verhältnismäßig auf“, erzählt Kruse.

Auch auf dem Bau ergeben sich immer wieder Anhaltspunkte

für Verstöße gegen Mindestlöhne und Meldepflicht. Sogar beim

Bau des Weser-Stadions gab es Unregelmäßigkeiten. Die Fahnder

kontrollierten rund 60 Arbeiter, überprüften die Personalien

und wurden fündig: Ein Verdächtiger hatte FORTSETZUNG>>

Foto: Zoll/FP


HanDwerkskaMMer

einen gefälschten Ausweis und hielt sich illegal in Deutschland

auf. Vier weitere Männer besaßen keine Arbeitserlaubnis, bei

zweien wurde der Mindestlohn nicht bezahlt, sieben waren

scheinselbstständig. Überhaupt ist Scheinselbständigkeit ein

verbreitetes Problem. Dafür werden zum Teil Mitarbeiter in Absprache

mit ihrem Arbeitgeber gekündigt, um bei der Agentur

für Arbeit Überbrückungsgeld oder einen Gründungszuschuss

zu beantragen. Tatsächlich arbeiten diese Mitarbeiter weiterhin

auf ihrem bisherigen Arbeitsplatz und ausschließlich für den

früheren Arbeitgeber. Sie sind wie ganz normale Arbeiter in den

Betrieb eingegliedert und ihre Beschäftigung unterscheidet

sich nicht von der anderer Angestellter. Da der Arbeitgeber für

einen angeblich Selbstständigen keine Versicherungsbeiträge

mehr leistet, entsteht der Deutschen Rentenversicherung ein

enormer Schaden. „Mit dieser Methode versuchen Unternehmer

ihr Unternehmerrisiko und Personalkosten abzuwälzen“, erzählt

Frank Presch. Fliegt die Sache auf, muss der Arbeitgeber mit

einer Anklage wegen Betrugs sowie Beihilfe zum Vorenthalten

und Veruntreuen von Arbeitsentgelt rechnen. Im Fall einer Verurteilung

muss ein Täter mit einer Freiheitsstrafe und Wiedergutmachung

des verursachten Schadens inklusive entstandener

Säumniszuschläge an die zuständigen Einzugsstellen rechnen.

Bremen – Bekämpfung der Schwarzarbeit 2010

In 2010 kontrollierten und prüften die Bremer und Bremerhavener

Zöllner der KE Prävention und des Sachgebiets

FKS im Land Bremen und Teilen Niedersachsens zwischen

Elbe und Weser insgesamt 8715 Personen und 1067 Arbeitgeber.

Sie leiteten 2663 Ermittlungsverfahren wegen

Straftaten ein (2009=2516) und 1872 wegen Ordnungswidrigkeiten

(2009 =1102). Abgeschlossene Verfahren

führten zu Geldstrafen von rund 400.000 Euro (2009 noch

1,1 Mio. Euro) und zu Geldbußen in Höhe von rund 800.000

Euro. Die Gerichte verhängten auf Grund der Zollerfolge

insgesamt Freiheitsstrafen von 26 Jahren (2009 = 22).

Michael Curtze von der Handwerksrolle

der Handwerkskammer

Bremen rät: „Sofern

Bürgern oder Mitgliedsbetrieben

der Handwerkskammer

Bremen Informationen auf

illegale Beschäftigung oder

Schwarzarbeit vorliegen,

sollten diese Hinweise an

die Finanzkontrolle Schwarzarbeit

des Hauptzollamts

Michael Curtze

gemeldet werden. Dort wird

entschieden, ob ein ausreichender

Anfangsverdacht für

einen Einsatz vor Ort gegeben ist. Für Fragen und Auskünfte

aus der Handwerksrolle der Handwerkskammer Bremen steht

das Team des Referats Handwerksrolle zur Verfügung.“

Hauptzollamt Bremen

Telefon: 0421 163033-10

Fax: 0421 163033-32

E-Mail: poststelle@hzahb.bfinv.de

Handwerkskammer Bremen

Referat Handwerksrolle

Telefon: 0421 30500-120/-121/-122/-123

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17

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Dies bedeutet für den Zahnarzt, dass er auch die in den

Laborrechnungen enthaltenen Material- und Laborkosten als

Bestandteil der zahnärztlichen Abrechnung elektronisch übermitteln

muss. Für den Zahnarzt würde daher ein Medienbruch

entstehen, der mit zusätzlichem Aufwand zur Erfassung der

Labordaten einhergehen und eine erhebliche Fehleranfälligkeit

mit sich bringen würde. Um dies zu vermeiden sollten die Labore

ergänzend zur Lieferung der Originalrechnung in gedruckter

Form die Rechnungsdaten auch als elektronischen Datensatz zur

Verfügung stellen. Der Verband Deutscher Zahntechniker-

Innungen und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung haben

dazu für die Dentallabore konkrete Handhabungshinweise

erarbeitet, die den Innungsbetrieben zur Verfügung stehen.


HanDwerkskaMMer

Ganzheitliche Bildung sichern

Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit

fordert: „Inklusion Jetzt!“

Der demografische Wandel ist da. Von seinen Auswirkungen

benachteiligte Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz

suchen, kaum. So sieht es zumindest die Bundesarbeitsgemeinschaft

Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V..

Sie meint zu erkennen, dass Betriebe Stellen eher unbesetzt

lassen als in die Ausbildung junger Menschen mit erhöhtem

Förderbedarf zu investieren. Die BAG KJS ist der Auffassung,

dass so bewusst Potentiale verschwendet würden und fordert

in einem Positionspapier „jeder junge Mensch, der eine duale

Ausbildung absolvieren möchte, muss dazu die Chance erhalten.

Aktuelle politische Bestrebungen, Berufliche Bildung zu modularisieren

und zukunftsfest zu machen, müssen sich daran messen

lassen, inwieweit es gelingt, Benachteiligte zu integrieren.

Zur optimalen Entfaltung der Potentiale benachteiligter oder

beeinträchtigter Jugendlicher bedarf es individuell ausgerichteter

Ausbildungsmodelle. Die Struktur der Maßnahmeförderung

im SGB II und SGB III soll dabei zu Gunsten einer individuellen

Förderung verändert werden. Betriebe, Berufsschulen und

Jugendberufshilfe treten dabei in eine enge Kooperation. Die

Jugendsozialarbeit bietet an, ihre langjährigen Erfahrungen in

die notwendige Weiterentwicklung der Beruflichen Bildung einzubringen

und sich an der Erprobung individuell ausgerichteter

Modelle sowie Konzepten der trialen Ausbildung zu beteiligen.

rechte der kunden

Der Deutsche Bundestag hat die Novelle des

Telekommunikationsgesetzes beschlossen

Unternehmensinitiative gibt Gas mit strom

Eine Initiative von KMU-Betrieben will jetzt die Elektromobilität fördern

Fossile Energien sind für einen Großteil

der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich

und gehen überdies in wenigen

Jahrzehnten zur Neige. Andererseits

liegen bislang keine abgesicherten Studien

über den Einsatz von Elektrofahrzeugen

in der betrieblichen Praxis vor.

Sicher ist nur, dass noch nicht alle verfügbaren

Fahrzeuge technisch einwandfrei

funktionieren. Fallen Teile eines

mit Elektrofahrzeugen ausgerüsteten

betrieblichen Fuhrparks aus, können

die Betriebe ihre Aufträge kaum noch

im geforderten Zeitraum erfüllen.

Gleichzeitig sind derzeit die Kosten für

eine ausreichende Ladeinfrastruktur noch

erheblich. Bei ihnen besteht zusätzlich

das Risiko, dass künftige Standards in

Bezug auf Stecker, Abrechnung, Strom

und Spannung oder Induktion eine andere

Technik erfordern und die Standorte

dann umgerüstet werden müssen.

Die Systemanforderungen von Elektrofahrzeugen

sind deshalb zur Zeit

ausgesprochen hoch – zumal die Unternehmen

bereits über eigene Fleet-

management-Systeme verfügen.

Trotzdem beabsichtigt jetzt eine Gruppe

kleinerer und mittlerer Unternehmen

erstmalig einen Zusammenschluss, um

Elektrofahrzeuge in der betrieblichen

Praxis einzusetzen und hierbei durch

ein abgestimmtes Flottenmanagement

auch einen Austausch der Fahrzeuge

untereinander zu ermöglichen.

Die betrieblichen Belange der Unternehmen

sind hierbei recht unterschiedlich

und die Palette der teilnehmenden

Unternehmen reicht vom Hafeninfrastrukturanbieter,

über ÖPNV-Anbieter,

Entsorgungsunternehmen bis zu

kleinen Handwerksbetrieben.

Diese Handwerksbetriebe Maharens

Schilderwerk Siebdruckerei Stempel

GmbH, Yachtwerft Meyer, Bootswerft

Winkler, August Reiners Bauunternehmung

GmbH, Dembny Intercoiffeur, UTEC

Ingenieurbüro Kröger Bauunternehmung,

Fliesen und Marmor Voss sowie Geo.

Gleistein & Sohn GmbH beabsichtigen,

die Fahrzeuge für deren Wirtschaftsverkehre

und als Transportmittel für Personal,

Werkzeuge, Ersatzteile und Waren

Der Gesetzentwurf erweitert die Rechte der Kunden

im Telekommunikationsmarkt. Warteschleifen dürfen

künftig nur noch bei Ortsnetzrufnummern, herkömmlichen

Mobilfunkrufnummern und entgeltfreien Rufnummern

uneingeschränkt eingesetzt werden.

18

Die neuen Regelungen sollen ab einem Jahr nach Inkrafttreten

der TKG-Novelle gelten. So werden insbesondere die Rechte der

Verbraucher beim Umzug gestärkt: Wenn die Leistung am neuen

Wohnort nicht angeboten wird, haben die Kunden zukünftig ein

Sonderkündigungsrecht. Für Fälle des Anbieterwechsels ist vorgesehen,

dass die Unterbrechung höchstens einen Kalendertag

dauern darf. Bei der Rufnummern-Mitnahme, hat die Freischaltung

der Rufnummer innerhalb eines Kalendertages zu erfolgen.

Im Mobilfunk soll die Rufnummer jederzeit, also auch schon vor

Ablauf der Vertragslaufzeit, mitgenommen werden können.

Desweiteren sieht der Gesetzentwurf die Verpflichtung der

Anbieter vor, das angebotene Mindestniveau der Dienstqualität

(wie z.B. der Mindestgeschwindigkeit bei DSL-Verträgen)

anzugeben. Derzeit wird meist nur die Höchstgeschwindigkeit

angegeben, die oftmals faktisch nicht erreicht wird. Anbieter

werden zudem zur Preisansage bei Call-by-Call verpflichtet.

Nach dem Beschluss des Bundestages wird der Gesetzentwurf

zur Zustimmung an den Bundesrat weitergeleitet.

einzusetzen. Eingesetzt werden sollen

sowohl Elektro-PKW`s als auch Elektro-

Lieferfahrzeuge, wobei beim Fuhrpark ausdrücklich

auch Hybrid-Fahrzeuge unter der

Voraussetzung zum Einsatz kommen, dass

diese vorrangig mit Elektrizität betrieben

werden und ihre Reichweite als Elektrofahrzeug

mindestens 80 km beträgt.

Die verfügbaren Fahrzeuge, müssen zum

Teil entsprechend der Ansprüche der

Projektteilnehmer modifiziert werden.

Schwierig: Zurzeit gibt es noch nicht

für alle Fahrzeuge verbindliche Preisempfehlungen

der Automobilhändler

und auch die Kosten der Umrüstung

können derzeit nur geschätzt werden.

Trotzdem teilen die Betriebe den Wunsch,

der Elektromobilität in Deutschland

zum Durchbruch zu verhelfen und

auch die energie- und klimapolitischen

Ziele der Bundesregierung zu

befördern. Hierfür sind die Unternehmen

bereit, Elektrofahrzeuge in der

betrieblichen Praxis einzusetzen.



praxis aktuell

BRANCHENREPORT

HANDWERK

6 I 2011

Information

der AOK Bremen /

Bremerhaven

Frauenpower im Handwerk

Immer mehr junge Frauen beginnen

eine Ausbildung im Handwerk und

schließen erfolgreich ihre Gesellenund

Meisterprüfung ab. Das Handwerk

ist längst keine reine Männerdomäne

mehr. Das zeigen auch die Zahlen, die

das Bundesfamilien ministerium in der

vierten Bilanz zur Chancengleichheit

von Männern und Frauen in der

Privat wirtschaft vorlegt: Knapp ein

Viertel der Azubis im Handwerk ist

heutzutage weiblich. Sicher lassen

sich einerseits nach wie vor typische

Frauenberufe im Handwerk ausmachen

– etwa kaufmännische oder

dienstleistungsorientierte Berufe

in den Berei chen Gesundheit, Körperpflege

und Bekleidung. Doch steigt

andererseits auch die Zahl der weiblichen

Azubis in gewerblich-technischen

Berufen an. Inzwischen ist

bei den Mädchen und Frauen die Botschaft

angekommen: Im Handwerk

kann frau Karriere machen.

AUFLAUFEN

Warm laufen im Winter. Bei Minusgraden

durch den Bürgerpark joggen?

Die AOK-Winterlaufserie – gefördert

von der AOK Bremen/Bremerhaven –

ist traditionell der Auftakt in die

neue Laufsaison. In der kleinen Serie

starten die Teilnehmer am 8. Januar,

5. Februar und 4. März auf eine jeweils

zehn Kilometer lange Strecke.

In der großen Serie geht es über

zehn, fünfzehn und zwanzig Kilometer.

Kinder gehen beim Schneemannlauf

auf eine 1 800-Meter-Distanz.

Der Start ist jeweils um 10.30 Uhr

im Bremer Bürgerpark am Marcus-

Brunnen.

www.aok.de/bremen @

Wenige Gründerinnen. Der Anteil

weiblicher Unternehmensgründer ist

mit knapp 25 Prozent allerdings noch

niedrig, vor allem weil sich die Damen

im Friseur- und Kosmetikhandwerk

selbstständig machen. Eine Weile wird

es noch dauern, bis sich die Zahl der

Malerinnen, Tischlerinnen, Mechatronikerinnen,

Zahntechnikerinnen und

Optikerinnen erhöht. Aber: Mithilfe

der gezielten Förderung und Beratung

weiblicher Existenzgründer durch die

Handwerkskammern wird sich das

sicher ändern.

Doppelspitze. Auch wenn die Zahlen

das nicht zeigen: In familiengeführten

Betrieben haben insbesondere die

Ehefrauen und Partnerinnen der

Meister oder Betriebsinhaber schon

immer vielfältige Führungsaufgaben

übernommen und leisten als Co-Chefin

– meist im kaufmännischen oder

betriebswirtschaftlichen Bereich –

einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

So gesehen liegt der

Frauenanteil in der Führungsebene

AUFGEPASST

Roadshow. Die Roadshow „Meine

Zukunft – Chefin im Handwerk“ zeigt

die erfolgreichen und spannenden

Karrieren von Chefinnen in den verschiedenen

Gewerken. Foto- und

Videoporträts stellen Frauen vor,

die im Handwerk ihren Mann stehen

und ihre Chancen genutzt haben. Die

Roadshow wird voraussichtlich im

Februar/März 2012 in Bremen Station

machen.

www.gruenderinnenagentur.de @

> bga > Chefin-im-Handwerk

schon heute bei 50 Prozent und ist

damit höher als in vielen anderen

Bereichen der deutschen Wirtschaft.

Innovative Gründerinnen und kompetente

Mitunternehmerinnen spielen

im Handwerk eine wichtige Rolle. Wie

sich das darstellt, lesen Sie auf den

nächsten Seiten dieser Ausgabe des

Branchenreports.

Silvia Junge,

1. Vorsitzende des Arbeitskreises

Unternehmerfrauen im Handwerk

Bremen

ANKLICKEN

Netzwerk. Nicht nur mitarbeitende

Ehefrau, sondern verantwortliche Mitunternehmerin:

Die Rolle der Frau an

der Seite des Geschäftsführers im

handwerklichen Familienbetrieb hat

sich sehr verändert. Um den Anfor derun

gen gerecht zu werden und sich

mit anderen auszutauschen, haben

sich die Unternehmerfrauen im Handwerk

bundesweit zusammengeschlossen.

Neben Erfahrungsaustausch bietet

das Netzwerk viele unterschiedliche

Weiterbildungsangebote, Seminare

und Informationsveranstaltun gen.

Auch in Bremen gibt es eine aktive

Arbeitsgruppe.

www.ufh-bremen.de

www.bv-ufh.de

@


Chefin nen

im Handwerk

MIT DEM PARTNER ERFOLGREICH SEIN

„Als Mitarbeiterin habe ich eine feste Position

im Betrieb – nicht nur als Ehefrau des

Chefs. Meine Tätigkeitsfelder erstrecken

sich von der Leitung des Marketingbereichs

über die Bäderplanung bis hin zum Verkauf.

Das Schöne an dieser beruflichen Situation

ist die Möglichkeit, gemeinsam mit dem

Partner etwas aufzubauen. Wir ziehen immer

am gleichen Strang. Außerdem hat man es

leichter, Beruf und Familie zu verbinden.

Wichtig ist allerdings, das Private und das

Geschäftliche stets gut voneinander zu

trennen.“

Susanne Gerken (46), Unternehmerfrau

bei Hasch & Co., Sanitär-Klempnerei,

Bremen

FRAUENFÖRDERUNG HILFT

„Zu meinem Beruf als Steinmetzin bin ich

erst über Umwege gekommen. Bei einem

Praktikum lernte ich dann dieses Handwerk

kennen, war sofort fasziniert und blieb

dabei. Später, nach der Meisterprüfung,

habe ich mich selbstständig gemacht – vor

allem, um meinen gestalterischen Rahmen

so weit wie möglich auszuschöpfen. Dabei

haben mir verschiedene Starthilfeprogramme

für Frauen sehr geholfen. Gerade

habe ich den Förderpreis für angewandte

Kunst der Stadt Bremen erhalten. In meiner

täglichen Arbeit zeige ich meinen Kunden,

dass auch Grabsteine sehr individuell

und kunstvoll angefertigt sein können.“

Katja Stelljes (41),

selbstständige Steinmetzin in Bremen

Frauen auf dem Vormarsch

Das Gesicht des Handwerks ist männlich. Wer sich einen Handwerker vorstellt, hat den

Schorn steinfeger, Malermeister, Dachdecker oder Tischler vor Augen. Dieses maskuline

Image des Handwerks hindert Frauen, sich selbststän dig zu machen, sagen die Existenzgründungsberater

in den Handwerkskammern. Zwar sind laut Zentralverband des Deutschen

Handwerks (ZDH) rund ein Drittel aller Handwerksbeschäftigten Frauen. Sie

konzentrieren sich allerdings auf Berufe im Friseur- oder Bäckereihandwerk. In beiden

Bereichen liegt der Frauenanteil bei mehr als 90 Prozent.

Mehr weibliche Azubis. Aber es gibt gute Nachrichten: Die kürzlich vom Bun des fa mi lienministerium

vorgelegte „Vierte Bilanz zum Stand der Chancengleichheit von Frauen

und Männern in der Privatwirtschaft“ weist nach, dass Frauen im Handwerk auf dem

Vormarsch sind. Inzwischen ist jeder vierte Auszubildende im Handwerk weiblich. Das

sind knapp 5 Prozent mehr als Mitte der 90er-Jahre. Bei den im vergangenen Jahr

abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegt der Frauenanteil mit 26,2 Prozent nochmals

höher.

Stärker in Männerdomänen. Dabei sind Berufe wie

Tischlerin, Systemelektronikerin sowie Malerin und

Lackiererin in den vergangenen Jahren bei jungen

Frauen beliebter geworden. Neben der klassischen

Lebensmittelfachverkäuferin und Friseurin gibt es

mehr Zahntechnikerinnen, Augenoptikerinnen und

Raumausstatterinnen. Die weibliche Ausbildungsquote

im Bereich Hörgeräte akustik liegt inzwischen

bei 60 Prozent. Bei Malern und Schornsteinfegern

ist heute immerhin bereits mehr als jeder achte

Azubi weiblich, bei Tischlern jeder elfte.

Start in die Kariere. Frauen nutzen die Karrierechan

cen des Handwerks. Seit den 90er-Jahren hat

sich der Frauenanteil bei den bestandenen Meis terprüfun

gen fast verdoppelt – auf zuletzt knapp 20

Pro zent. Auch den Schritt in die Selbstständigkeit

wagen immer mehr Handwerkerinnen: Jede vierte

Unternehmensgründung in dieser Branche (24 Prozent)

plant eine Frau. Allerdings: Drei Viertel dieser

Grün dun gen gibt es noch in den klassischen diens tleis

tungs nahen Frauen berufen wie dem Friseurhandwerk

oder dem Bereich Kosmetik. Grund: Neben

dem Image „Männerdomäne Handwerk“ befürchten

Grün derinnen Umfragen zurfolge Schwie rigkeiten

bei der Kreditbewilligung und Probleme mit der Vereinbarkeit

von Familie und Beruf.

Mehr Frauenpower

19,2

Frauenanteil aller Auszubildenden

im Handwerk (in %)

Frauenanteil an bestandenen

Meisterprüfungen (in %)

10,9

21,9

13,4

22,9

17,2

24,0

19,4

1995 2000 2005 2009

Quelle: Vierte Bilanz Chancengleichheit;

Berufsbildungsberichte

(2011, 2007, 2002, 1997)


Chance für den Nachwuchs

Jährlich steht in etwa 22 000 Familienunternehmen ein Generationswechsel

an – so die Prognose des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) in

Bonn. Darunter sind auch Handwerkbetriebe. Eine Chance für den weiblichen

Nachwuchs mit Ambitionen: Hier bietet sich eine Option für den Weg

in die Selbstständigkeit.

Kaum Übernahmen durch Frauen. Doch die Realität sieht anders aus: Der

Frauenanteil bei Betriebsübernahmen liegt Studien zufolge aktuell lediglich

zwischen 13 und 23 Prozent. Viele Frauen denken selten an die Möglichkeit

ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen. Außerdem schätzen

Firmeninhaber Frauen beziehungsweise ihre eigenen Töchter bei einer

bevorstehenden Unternehmensübergabe oft als weniger geeignet ein,

selbst wenn sie die besseren Qualifikationen aufweisen.

Eine Frage der Einstellung. Dass Töchter in der Geschäftsleitung genauso

erfolgreich sind wie Söhne, belegt die Studie „Familiendynamik in Familienunternehmen:

Warum sollten Töchter nicht erste Wahl sein?“, die Forscher

der Universität Frankfurt am Main im Auftrag des Bundesfamilienministeriums

erstellt haben. Demnach sind Töchter als Chefinnen besonders verantwortungsbewusst.

Ergebnisse einer anderen Studie des IfM Bonn zeigen,

dass für Frauen, die ihre eigene Nachfolge planen, die Sicherung der

Arbeitsplätze an erster Stelle steht.

Großer Nachholbedarf. Damit Frauen bei Unternehmensübergaben künftig

verstärkt zum Zuge kommen, hat das Bundesfamilienministerium die

Ar beitsgruppe „Unter neh mens nachfolge durch Frauen“ initiiert, in der

neben den Bundesressorts rund 100 Expertinnen und Experten aus den

Landesministerien, Kammern, der freien Wirtschaft und der Forschung zusammenarbeiten.

So wurde unter anderem mehrmals der nationale Aktionstag

zur Unternehmensnachfolge „Nachfolge ist weiblich“ durchgeführt.

www.gruenderinnenagentur.de > Unternehmensnachfolge

www.bmfsfj.de > Gleichstellung > Frauen und Arbeitswelt

www.ifm-bonn.org

Gründerinnenberatung in Bremen

Welche Frau macht sich als Handwerkerin selbst ständig? Der Verein Belladonna Kultur-,

Kommunikations- und Bildungszentrum für Frauen (Regionalvertretung der bundesweiten

Gründerinnenagentur) bietet Frauen Beratung im Bereich Existenzgründung und -sicherung

an. Sie erhalten beim Coaching für Existenzgründerinnen unter anderem eine Basis für ihr

Gründungsvorhaben. www.belladonna-bremen.de

nachgefragt:

Heidi Kluth ist seit 2009 Bundesvorsitzende der Unternehmerfrauen

im Handwerk. Die Betriebswirtin des Handwerks ist Geschäftsführerin

und Gesellschafterin im Familienbetrieb „Kluth &

Sohn Haustechnik GmbH“ in Buchholz, der zurzeit zehn Mitarbeiter

beschäftigt.

Hat sich die Rolle der Frauen, die bei ihrem Partner im Handwerksbetrieb

arbeiten, in den vergangenen Jahren geändert?

Die mitarbeitenden Ehefrauen sind in der Regel im Betrieb für den gesamten

kaufmännischen Bereich, für Kundenkontakte und Marketing zuständig.

Das tradierte Bild von der Ehefrau, die ihrem Mann gelegentlich bei Büroarbeiten

hilft und ihm ansonsten den Rücken freihält, stimmt schon lange

nicht mehr. Zunehmend wird jetzt anerkannt, dass die Frauen als Mit-

Chefinnen und Führungskräfte das unternehmerische Risiko und die

Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg der Firma mittragen.

Welche Qualifikationen brauchen Frauen in dieser Position?

Die Unternehmerfrauen brauchen in erster Linie eine solide kaufmänni sche

Ausbildung. Aber es steigen auch die Anforderungen an die Betriebsführung,

wenn es um Auftragsakquise, Finanzierung, Marketing und Personalführung

geht. In einer „qualifizierten Doppelspitze“ sind die notwendi gen

fachlichen und sozialen Fähigkeiten eher gegeben, als wenn der Betriebsinhaber

die alleinige Verantwortung hat.

Chefin oder Angestellte: Was ist beim Thema soziale Absicherung

zu beachten?

Die Unternehmerfrauen müssen frühzeitig klären, ob sie Mitunternehmerin

oder aber Angestellte – und damit sozialversicherungspflichtig – sind. Für

Frauen, die seit Januar 2005 im Betrieb mitarbeiten, wird die Statusüberprüfung

automatisch durchgeführt. Die Frauen, die schon länger mitarbeiten,

sollten sicherheitshalber ihren Status überprüfen lassen. Dann erleben

sie keine unangenehmen Überraschungen. Früher kam es zum Beispiel

vor, dass mitarbeitende Ehefrauen kein Arbeitslosengeld erhielten, obwohl

sie jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hatten.

Gibt es weitere Fallstricke, die Unternehmerfrauen leicht übersehen können,

wenn sie als Mit-Chefin im Handwerksbetrieb ihres Partners tätig sind?

In unserer Broschüre „Mehr Wissen macht stark“ geben wir Tipps, worauf

Unternehmerfrauen besonders achten müssen: Sind die Frauen im Fall

einer Insolvenz des Betriebes, bei Krankheit des Partners oder einer

Trennung sozial abgesichert? Wissen sie genau, wofür sie mit ihrer Unterschrift

haften – zum Beispiel im Rahmen eines Kredits? Sind sie im Besitz

der nötigen Vollmachten, wenn sie den Betrieb eine Zeit lang alleine führen

müssen? Auch sollte in einem Testament klar geregelt werden, wie es

bei einem Todesfall mit der Familie und dem Betrieb weitergeht.

@ h.kluth@kluth-sohn.de


* Für 3,9 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz. Aus Mobilfunknetzen höchstens 42 Cent / Minute.

Partner des Handwerks

100 Prozent fit, 100 Prozent Gewinner

Aus den Händen von Nationaltorhüter Tim

Wiese erhielten die Vertreterinnen des Gymnasiums

Horn und fünfzig weitere Werder-

Partner wertvolle Preise überreicht. Der SV

Werder Bremen, die AOK und Kraft Foods

hatten zur Siegerehrung ihres großen Wettbewerbs

„100 % fitter Werder Partner“ in die

Platin-Logen des Weser-Stadions eingeladen.

Ein Jahr lang hatten die Institutionen verschiedene

Aktionen und Projekte für mehr Bewegung

und gesunde Ernährung im Alltag veranstaltet.

Eine prominente Jury mit Vertre tern

Mehrwert fürs Handwerk: Das AOK-Expertenforum

Sie suchen Antworten auf Ihre Fragen zum

Sozialversicherungsrecht? Im AOK-Expertenforum

können Sie mit den Fachleuten der

Gesundheitskasse direkt in Kontakt treten.

Unsere Experten beantworten Ihre individuellen

Fragen rund um die Sozialversicherung:

kostenlos, kompetent und schnellstmöglich –

spätestens innerhalb von 24 Stunden. Schildern

Sie im Forum Ihr Anliegen und Sie erhalten

einen praxisorientierten Lösungsvorschlag.

Nebenbei profitieren Sie vom Austausch

mit anderen Besuchern des Forums.

AOK BREMEN / BREMERHAVEN. GESUNDHEIT IN BESTEN HÄNDEN.

AOK Bremen / Bremerhaven

Bürgermeister-Smidt-Straße 95 · 28195 Bremen

E-Mail info@hb.aok.de

Internet www.aok-business.de / bremenbremerhaven

AOK-Service-Telefon 0421 1761 - 0 – Ihr direkter Draht

zur AOK Bremen / Bremerhaven – Montag bis Freitag

von 8 bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 13 Uhr.

Bei der Preisübergabe (von links):

Tanja Scheil (Kraft Foods), Sandra

Dettmann (Gymnasium Horn), Jörg

Twiefel (AOK Bremen/Bremerhaven),

Linda Füser (Gymnasium Horn), Klaus-

Dieter Fischer und Tim Wiese (beide

Werder Bremen).

aus dem Verein, von Kraft Foods und der

AOK vergab in den fünf Kategorien Schule,

Verein, Kindergarten, Soziale Einrichtung

und Ausbildungsbetrieb für die bes ten Ideen

stattliche Geldpreise im Wert von insgesamt

15 000 EUR. Die Preisträger aus Bremen

sind: Gymnasium Horn, Grundschule an

der Freiligrathstraße, Grundschule Baumschulenweg,

die Kindertagesstätten am Hallacker,

Bleicherstraße und Anne-Marie-Mevissen

sowie der Jugendtreff Blockdiek und

die Caritas Bremen.

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melden Sie sich für den Exklusivbereich an.

Die Beiträge anderer Nutzer können Sie

auch ohne Anmeldung lesen.

www.aok-business.de/bremen > Tools &

Service

AOK-Service-Fax 0421 1761 - 91991

Clarimedis-Ärzte-Team 0180 1 112255 *

Unsere Experten finden eine Antwort auf Ihre Fragen

rund um die Gesundheit, zum Beispiel zu Ernäh rung,

Bewegung oder Stressbewältigung und zu allen

AOK-Gesundheitsangeboten. Rund um die Uhr, an

365 Tagen im Jahr.

Impressum: Herausgegeben und verlegt von der AOK Bremen / Bremerhaven, 28195 Bremen, und CW Haarfeld GmbH,

Postfach 16 16, 50333 Hürth · Verantwortlich für den Inhalt: Heinzpeter Mühl · Fotos: AOK, Getty Images, iStockphoto ·

Redaktionsschluss war der 22. November 2011 · Gemäß § 13 SGB I sind die Sozialversicherungsträger verpflichtet, die

Bevölkerung im Rahmen ihrer Zuständigkeit aufzuklä ren.

Beitragspflicht

für Auslandsrenten

Seit Juli 2011 müssen Beiträge zur Kranken-

und Pflegeversicherung auch auf Renten

abgeführt werden, die Versicherte aus

einem EU-Land oder aus einem Drittstaat

beziehen. Die Beitragspflicht beginnt rückwirkend

ab diesem Zeitpunkt. Hintergrund

ist eine Neuregelung des EU-Rechts. Wer

eine Rente von ausländischen Rentenversicherungsträgern

bezieht, wird dadurch

inländischen Rentnern gleichgestellt. Betroffen

sind alle Rentenarten: Altersrenten

sowie Renten wegen Erwerbsunfähigkeit

und Hinterbliebenenrenten. Weil

ausländische Rentenversicherungsträger

nicht verpflichtet sind, die Hälfte der Beiträge

wie im deutschen Rentensystem zu

übernehmen, müssen die Bezieher ausländischer

Renten nur die Hälfte des allgemeinen

Beitragssatzes der Krankenversicherung

zahlen. Informationen gibt’s am AOK-

Telefon unter 0421 1761-488 oder 0471

16-663 bzw. per E-Mail an info@hb.aok.de.

Altersgerechtes Arbeiten im Handwerk

Die Deutschen werden älter und sollen länger

arbeiten: Die Diskussion über die Rente mit 67 ist in

allen Branchen ein Thema, vor allem aber in Bereichen,

in denen – wie im Handwerk – körperlich schwer

gearbeitet wird. Die Meinungen über die Formen der

altersgerechten Beschäftigung gehen weit auseinander.

Was bedeutet aber altersgerechtes Arbeiten?

Welche Regeln gibt es? Wie können sich Handwerksbetriebe

darauf vorbereiten, wie sieht die gute

Zusammenarbeit zwischen Jüngeren und Älteren aus?

Welche Möglichkeiten zur Prävention gibt es?

Antworten auf diese Fragen liefert der nächste

Branchenreport Handwerk.


HanDwerkskaMMer

Mindestlohn-Vorstoß von sPD und CDU

Gesetzlicher Mindestlohn widerspricht dem Grundgesetz

Der FDP-Landesverband Bremen spricht

sich gegen staatlich gesetzte Mindestlöhne

aus. „Wir stehen zur Tarifautonomie.

Das Grundgesetz regelt in Deutschland,

dass die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände

Löhne in freier Verhandlung festlegen,

nicht die Politik. Einen einheitlichen

gesetzlichen Mindestlohn lehnen wir ab“,

kommentierte der FDP-Landesvorsitzende

Prof. Dr. Hauke Hilz die Pläne von SPD und

CDU. Die Tarifautonomie sei ein hohes Gut

und gehöre unverzichtbar zum Ordnungs-

Nach dem Bundestag hat nun auch

der Bundesrat die Entfristung der Ist-

Versteuerungsgrenzen beschlossen.

Der Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto

Kentzler: „Wir begrüßen, dass die Grenze

von 500.000 Euro Jahresumsatz für die

Ist-Versteuerung dauerhaft beibehalten

wird.“ Der ZDH schätzt, dass allein im

deutschen Handwerk rund zwei Drittel

der eine Million Betriebe auch in Zukunft

von der Möglichkeit Gebrauch machen

könnten und die Umsatzsteuer erst dann

an das Finanzamt abführen müssen, wenn

der Auftraggeber die Rechnung auch

tatsächlich bezahlt hat. Auf diese Weise

wird vermieden, dass die Mehrwertsteuer

vorfinanziert werden muss. Angesichts der

zum Teil schlechten Zahlungsmoral und

der Schwierigkeiten kleiner und mittlerer

Betriebe bei der Kreditbeschaffung ist

rahmen der Sozialen Marktwirtschaft

und habe Vorrang vor jeglicher staatlicher

Lohnfestsetzung. Es gebe schon heute

Branchenlösungen, das Verbot sittenwidriger

Löhne und die Möglichkeit, in nicht

tarifgebundenen Branchen Mindestbedingungen

vorzugeben. Lohnuntergrenzen

dürften zudem nicht Gegenstand des

Überbietungswettbewerbs in Wahlkämpfen

werden. „Löhne legen Gewerkschaften

und Arbeitgeber fest, nicht

Bovenschulte und Röwekamp. Worauf

dies ein wichtiges Signal, das die Liquidität

im Mittelstand deutlich stärkt. Daneben

ruft der ZDH die Koalition auf, die Bürger

zu entlasten und die kalte Progression

zurückführen. „Die Ergebnisse der Steuerschätzung

belegen, dass Spielräume zur

Entlastung von Bürgern und Betrieben vorhanden

sind. Bund und Länder können bis

2015 mit insgesamt bis zu 40 Milliarden

Euro Steuermehreinnahmen rechnen - davon

allein mehr als 16 Milliarden Euro im

laufenden Jahr 2011“, sagt Otto Kentzler.

Laut aktueller Steuerschätzung wird mit

mehr als 570 Milliarden Euro in 2011 sogar

ein neues Steuerhoch erzielt. Neben dem

konjunkturbedingten Anstieg des Körperschaftsteueraufkommens

nehme vor

allem das Lohnsteueraufkommen überdurchschnittlich

zu. Dies sei zu einem großen

Teil die Folge der kalten Progression,

der einzig den Inflationsanstieg ausgleicht.

Gebrauchte Transporter ohne

Risiko – es sei denn, Sie sorgen

dafür.

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23

basiert die von Bovenschulte ins Gespräch

gebrachte Zahl 8,50 Euro? Parteien

dürfen keinen Einfluss auf die Lohnfindung

bekommen“, machte Hilz deutlich.

Außerdem müsse ein fairer Lohn nicht

nur die Interessen der Beschäftigten und

der Arbeitgeber im Blick haben, sondern

auch die Interessen der (Wieder)Einsteiger.

Diesen dürfe man nicht zu hohe Hürden

aufbauen. In Frankreich könne man die

Wirkung staatlicher Lohnpolitik an der

dortigen Jugendarbeitslosigkeit erkennen.

Handwerk begrüßt entfristung der ist-Versteuerungsgrenzen

und fordert Zurückfahren der kalten Progression

„Fit für den klimawandel“

Am 1. November begann das Rennen

um die besten Lösungen zur Anpassung

an den Klimawandel in der Metropolregion.

Gesucht werden einerseits bereits

umgesetzte, beziehungsweise in der

Implementierung befindliche Maßnahmen.

Andererseits steht es jedem

frei, sich mit Ideen, die geeignet sein

könnten, sich an die Folgen des Klimawandels

anzupassen, zu bewerben.

Für den Wettbewerb wird die gesamte

Bandbreite möglicher Maßnahmen und

Ideen zugelassen: von Produkten, Konzepten,

technologischen Verfahren bis hin

zu speziellen Dienstleistungsangeboten,

die dazu beitragen, den zu erwarten-

den Klimaänderungen in den kommenden

Dekaden begegnen zu können.

Ausgestattet mit 15.000 Euro ermöglichen

das vom Bundesministerium für Bildung

und Forschung (BMBF) geförderte KLIM-

ZUG-Projekt ‚nordwest2050‘ gemeinsam

mit der Metropolregion Bremen Oldenburg

im Nordwesten e.V. den Wettbewerb.

Teilnehmen können Unternehmen,

Unternehmensverbände oder Kooperationsverbünde

zwischen Unternehmen

und Wissenschaft, die ihren Sitz

in der Metropole Nordwest haben.

Infos: Telefon: 0421 230011-0

E-Mail: lieberum@econtur.de


kH BreMen

Freimarktsumzug lockt Zehntausende –

einige innungen mittendrin

Was für ein herrlicher Vormittag. Die

Sonne strahlte mit den Teilnehmern

und geschätzten 200.000 Zuschauern

um die Wette. Unter 148 teilnehmenden

Gruppen beim Freimarktsumzug

war das Handwerk auch im Jahr 2011

durch einige Innungen vertreten.

Auf eine lange Tradition blickt dabei die

Bäcker-Innung der Freien Hansestadt

Bremen zurück. In diesem Jahr waren

es 15.000 frische und knackige Brötchen,

die fleißige Hände an den Mann

oder die Frau brachten. Zugwagen und

Hänger werden jedes Jahr vom Bürgerpark

zur Verfügung gestellt – im Vorfeld

treffen sich die Bäcker daher auf

dem dortigen Werkhof zum emsigen

Schmücken. Die Brötchen, die reißenden

Absatz finden und den Bäckern teilweise

fast aus der Hand gerissen werden,

backen verschiedene Innungsbetriebe.

Die Kollegen der Fleischer-Innung Bremen

verteilten Würstchen und kleine Portionen

Grünkohl mit Kartoffeln und Kochwurst

an die Zuschauer. Auf dem Wagen der

Fleischer sorgte zudem ein DJ während

des Umzugs ordentlich für Stimmung.

Schornsteinfeger bringen Glück.

Symbolisch verteilten sie daher

auch in diesem Jahr wieder jede

Menge echte Glückspfennige.

Die Tischler-Innung verteilte Mitglieds-

und Museumsflyer, Schlüsselanhänger mit

Tischlersymbol sowie Goldtaler und Luftballons.

An der auf dem Festwagen montierten

Hobelbank wurden kräftig Locken

gehobelt und unter das Volk gebracht.

„Das erste Haus war ein Dach“, sagte

der Fernsehmoderator treffend, als der

Wagen der Dachdecker-Innung über den

Rathausplatz rollte. Unter dem Motto „Ein

Beruf für Aufsteiger – Dachdecker, dein

Beruf“ warben die zünftig gekleideten

Handwerker für die Innung. Vor ihrem

Wagen präsentierten sie erstmals das

neue Maskottchen „Boris“, das eigens

für den Umzug gebaut wurde. „Daumen

hoch“, zeigte Boris. Diese Geste wurde

zahlreich von den begeisterten Zuschauern

an die Handwerker zurückgegeben.

Die bedankten sich mit Lebkuchenherzen,

Bonbons, Luftballons, Pixiheften

und Infobroschüren über ihren Beruf.

Die Dachdecker fuhren auf einem neuen

Wagen der Dachdecker-Einkauf Nordwest

eG, der mit den Ziegeln von Meyer-

Holsen gedeckt und von den Firmen

Bauder und Kluth unterstützt wurde.

Von der Neustadt aus ging es über

den Brill und die Obernstraße entlang

zum Marktplatz, über den

Schüsselkorb bis zum Bahnhof.

24

Das Handwerk konnte so öffentlichkeitswirksam

verdeutlichen, dass es unentbehrlich

ist und nah an den Menschen ist –

die Wirtschaftsmacht von nebenan eben.

Die Nahrungsmittel-Innungen stehen für

Geschmack; Schornsteinfeger, Tischler und

Dachdecker für Präzision; sie alle stehen

für Qualität und Kundenfreundlichkeit.

Nebenbei bemerkt: der Handwerker

weiß auch zu feiern. Das zeigte sich

im Anschluss in heiterer Runde im

Bayern-Festzelt auf dem Freimarkt.


kH BreMen

Zusatzzeichen ist

kunden-wegweiser

Ein neues Zusatzzeichen

hat der

Landesverband

Niedersachsen-

Bremen jetzt in

einer Zusammenkunft

der

Obermeister am

Rande der Bundestagung

des

Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes

in Düsseldorf

vorgestellt. Mit dem Zeichen „Fachbetrieb für Hybrid- und

Elektro-Fahrzeuge“ wolle man auf die Serviceposition der

Kfz-Meisterbetriebe aufmerksam machen. Karl-Heinz Bley,

Präsident des Landesverbandes, sagte dazu, auch in den kommenden

Regionalgesprächen werde man das Zusatzzeichen

präsentieren. Ziel sei es, den Kunden deutlich zu machen, dass

auch die batteriebetriebenen Fahrzeuge in die Meisterhand des

Innungsbetriebes gehörten. Mit dem Zusatzzeichen gehe es um

die Dienstleistung Service, die immer wieder ins Bewusstsein

der Autofahrer gerückt werden müsse. Bley bittet die Innungen,

das Zeichen kurzfristig pressewirksam zu präsentieren. Das Bild

zeigt (von rechts) Landesinnungsmeister Manfred Steinbrecher,

Präsident Karl-Heinz Bley und Geschäftsführer Gerhard Hösel.

kreishandwerkerschaft Bremen im

austausch mit der sozialsenatorin

GEHT GEHT NICHT, GIBT’S GIBT’S NICHT:

Mehr als 150 Jahre Qualität & Service / Arbeitsschutz und Berufsbekleidung

Die betrieblichen Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz nehmen immer stärker zu.

Gezielte Sicherheitsmaßnahmen reduzieren ohne Zweifel den Arbeitsausfall, ob krankheits- oder unfallbedingt.

Dadurch sind Kosten für Arbeits- und Umweltschutz letztlich immer eine gute Investition.

Wir helfen Ihnen gern bei der richtigen Auswahl der Artikel zur Wahrung der jeweiligen Vorschriften.

Bei uns bekommen Sie fast alle Produkte, die in den Bereich der Arbeitssicherheit gehören.

Von der Schweißrauchabsauganlage über die Notfallausrüstung bis hin zur Sicherheits- und Berufsbekleidung.

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25

Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft Bremen pflegt

intensive Kontakte in die Politik. Nun fand auch ein Kennenlerngespräch

zwischen Vorstandsmitgliedern der KH und der seit 30.

Juni im Amt befindlichen Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend

und Frauen, Anja Stahmann, statt.

Insbesondere standen hier die Themenschwerpunkte

des Ressorts von Anja Stahmann

im Mittelpunkt. So wurde diskutiert,

dass viele Kinder unserer Stadt keinen Bezug

mehr zu Handwerkern haben. Um dies zu

verbessern, wurde über eine Kooperation

zwischen „KiTa Bremenund der Handwerksorganisation

gesprochen. Ziel wäre es,

dass z.B. Kindergärten verstärkt Handwerksbetriebe

besuchen und somit Handwerksarbeiten/

-berufe den Kindern näher gebracht werden. Neben

den Ressortthemen wie Integration von Migranten und Frauen

im Handwerk nutzte der Vorstand der KH die Gelegenheit, Frau

Stahmann auch als „Grünen-Politikerin“ auf die Verkehrspolitik

ihrer Partei anzusprechen. Nichts gegen den von den Grünen

favorisierten Fahrradverkehr, aber für Handwerksbetriebe muss

sichergestellt sein, dass sie ihre Kunden gut erreichen können.

Die KH fordert daher ein ausgewogenes Verkehrskonzept,

welches allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird. Es wurde

vereinbart, dass der insgesamt sehr offene Austausch zwischen

Sozialsenatorin und KH-Vorstand regelmäßig fortgesetzt wird.


kH BreMen

Genussvoller Biss in die Bremer spezialität

Traditioneller Klabenanschnitt auf dem Marktplatz

Seit über 25 Jahren findet am Donnerstag

nach Buß- und Bettag der Klabenanschnitt

auf dem Marktplatz statt. Die Herstellung

übernehmen seit vielen Jahren zwei

ehrenamtliche Helfer der Innung: die

Bäckermeister Hans-Jürgen Schröder und

Harald Sager. Unterstützung erhält man

vom HandWERK, dem Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Bremen, das die

Bäckerwerkstatt zur Verfügung stellt.

Beim Klabenanschnitt wird ein ca. 100

m langer Klaben scheibenweise für den

guten Zweck verkauft. Natürlich darf

dabei auch probiert werden. Einige Bremer

behaupten, dieser sei der geschmacklich

beste Klaben. Sie stehen deshalb schon

früh in der Schlange, die sich vor den

Tischen und dem kleinen Zelt auf dem

Marktplatz bildet und genießen dann

den Biss in die Bremer Spezialität.

Der Klaben ist seit einiger Zeit markenrechtlich

geschützt. Bei den Bäckern und

Konditoren finden die Kunden daher

den Klaben nunmehr mit dem europäischen

Siegel „geografisch geschützte

Angabe“ oder dem Verweis darauf. Dass

die europäische Verordnung eingehalten

wird, stellt die Behörde sicher. Denn

jeder Betrieb, der sein Produkt „Bremer

Klaben“ nennen möchte, muss überprüft

werden. Der Betrieb muss zum einen im

geografisch festgelegten Gebiet liegen.

Das ist so zirka ein 30-Kilometer-Radius

um Bremen herum sowie zusätzlich die

Stadt Bremerhaven. Zudem ist nachzuweisen,

dass die richtigen Zutaten

im korrekten Mischungsverhältnis

verwendet werden.

Noch während der Mittagszeit

vermeldeten die Bäcker „ausverkauft“.

Der Reinerlös des Verkaufs

wird von den Innungsmitgliedern

auch in diesem Jahr wieder an

eine wohltätige Organisation

gespendet. In diesem Jahr geht

die Spende an den Bürgerpark

werner Damke (links) und wilfried schnaare,

im Hintergrund Harald sager

Bremen. Es soll die Anschaffung von

zwei neuen Spielgeräten auf dem Spielplatz

des Parks unterstützt werden.

Mit Obermeister Wilfried Schnaare nahm

daher der Direktor des Bürgerparks,

Werner Damke, den offiziellen Klabenanschnitt

vor. Herr Damke ließ es sich

auch im Anschluss nicht nehmen, den

Verkauf tatkräftig zu unterstützen.

kreativität und tolle leistungen

Aus ganz Deutschland stellten sich die

Landessiegerinnen und Landessieger im

Raumausstatter- und Sattler-Handwerk in

Bremen dem Bundesleistungswettbewerb.

Unterschiedliche Aufgaben waren zu

bewältigen. Im Raumausstatter-Handwerk

ging es für 9 Teilnehmer um die Gestaltung

von Wänden, und das Fertigen von

Flächen-Schiebe-Vorhängen, Fußbodenbelag

und Fußhocker. Den ersten Platz

belegte Eske Kleen vom Ausbildungsbetrieb

Gerjetz in Aurich. Die Aufgaben der 5

Fahrzeugsattler waren das Fertigen einer

Motorradsitzbank, eines Verdeckstoffteils

mit Heckscheibe und Einfassmöglichkeiten

sowie die Erstellung einer Nähtafel mit

verschiedenen Nähten. Siegerin wurde

Anna-Katharina Breitwieser aus Neusitz in

Bayern. Bei den 6 Reitsportsattlern waren

eine Ledertasche, ein Würfelbecher und

ebenfalls eine Nähtafel zu fertigen. Hier

belegte Christina Ludwig aus Geldern in

Nordrhein-Westfalen den ersten Platz.

Die Veranstaltung fand zum wiederholten

Male mit Unterstützung

des Berufsbildungswerkes Bremen

in dessen Räumlichkeiten statt. Der

Leistungswettbewerb darf als sehr

gelungen bezeichnet werden. Die

Ergebnisse waren herausragend

und zeigen die Kreativität und Leistungsfähigkeit

des Nachwuchses.

Organisiert wird der Wettbewerb

vom Zentralverband Raum und

Ausstattung. Das ist der Bundesinnungsverband

in Bonn, dessen

Arbeit sehr vielfältig ist. Er wird, wie

der Landesinnungsverband, von den

Innungsmitgliedern vor Ort durch die

Mitgliedschaft in der Innung getragen.

Auch an dieser Stelle wird deutlich,

wie wichtig die Mitgliedschaft in der

Innung für jedes einzelne Gewerk ist.

26


kH BreMen

auto-Technik beeindruckt

Maler- und Lackiererinnung Bremen besuchte das Mercedes-Werk in Sebaldsbrück teil

Beeindruckt von modernster Automobilbautechnik

zeigten sich die Mitglieder der

Maler- und Lackiererinnung Bremen bei ihrer

jüngsten Versammlung. Bevor es nämlich

um das Fachliche, um den Haushaltsplanvoranschlag

und Neuwahlen ging,

stand eine Führung durch das Mercedes-

Werk in Sebaldsbrück auf dem Programm.

Die anschließende Versammlung fand im

Kundencenter von Mercedes-Benz statt.

Wilfried Marx wurde aus dem Vorstand

verabschiedet. Seit 1987 gehörte er dem

Vorstand an, war Schriftführer, stellvertretender

Obermeister und Lehrlingswart.

Seit 1996 war Marx für den Bereich

Bildung zuständig und vertrat Bremen

beim Bundesverband. Auch im Gesellenprüfungsausschuss

war der Malermeister

über viele Jahre tätig. Obermeister Thomas

Kurzke betonte in seiner Dankesrede,

die Wertschätzung für solches Engagement

könne nicht hoch genug sein. Wilfried

Marx habe sich stets als diplomatisch

und intelligent handelnd gezeigt. Dies

habe sich zum Beispiel bei Gesprächen

www.olb.de

Handwerk hat grünen Boden.

Die OLB ist und bleibt der Partner des Handwerks. Ob Kredite, Geldanlagen, Zahlungs-

verkehr, Auslandsgeschäft oder betriebliche Vorsorge – unsere Firmenkundenbetreuer

beraten Sie gern. Wir sorgen für eine goldene Zukunft. Informieren Sie sich jetzt, in einer

unserer Filialen in der Region oder unter www.olb.de.

Hier zu Hause. Ihre OLB.

Filiale Bremen

Am Wall 146, 28195 Bremen

Telefon: 0421 478858-0

Fax: 0421 478858-29

E-Mail: bremen@olb.de

mit Vertretern der Berufsschule

und der überbetrieblichen Unterweisungsstätte,

dem HandWERK,

gezeigt. Gelegentliches Querdenken

sei erwünscht und bringe

Themen eher vorwärts, als dass

es blockiere. Auch dies habe sich

oftmals gezeigt. Der Obermeister

überreichte ein Weinpräsent und

Blumen und wünschte für die

Zukunft alles Gute. Die Vorstandswahlen

bestätigten letztlich den

bisherigen Vorstand. Für Wilfried Marx

wurde Karin Hespenheide-Hollweg in den

Vorstand gewählt. Diese betonte in ihrer

Vorstellung, sie wolle sich künftig mit Elan

für den Bereich Ausbildung einsetzen und

die bisher geleistete, äußerst gute Arbeit

des Vorstandes mit fortführen. Einstimmig

wurden Thomas Kurzke als Obermeister

und Ralf Niekerke als Stellvertreter im

Amt bestätigt. Dem Vorstand gehören

weiter an: Jürgen Horr (zuständig für den

Bereich Soziales), Klaus Schuller (Technik/

Werkstoffe), Sven Kühnast (Öffentlichkeitsarbeit),

Joachim Köster (Kassenwart)

Filiale Bremerhaven

Am Fischbahnhof 5, 27572 Bremerhaven

Telefon: 0471 902262-0

Fax: 0471 902262-29

E-Mail: bremerhaven@olb.de

(v.l.): ralf niekerke, sonja Hespenheide-Hollweg,

Jürgen Horr, Thomas kurzke, richard nawroth, klaus

schuller, Joachim köster (es fehlt sven kühnast)

27

und Richard Nawroth (Schriftführer).

Gratuliert wurde Günther Catterfeld, der

sich im Rahmen des Förderkreises für das

Maler- und Lackiererhandwerk in Bremen

engagiert. Herr Catterfeld konnte im

November das 50. Ehejubiläum feiern. Ein

Kurzvortrag der Signal Iduna zu Innungsvorteilen

durch das Versorgungswerk

sowie ein Infostand der CWS-boco-Berufsbekleidung

rundeten die Versammlung ab.

Eine Pause, bei dem die Vorgenannten und

die Innung zum Imbiss im gottlieb-Restaurant

von Sarah Wiener einluden, konnte

zum Kollegenaustausch genutzt werden.


kH BreMen

Besserer schutz vor Überfällen

Polizei und BGN empfehlen Vorbeuge-Maßnahmen

Google kann Angst machen. Bei Eingabe

der Suchwörter „Bäckerei“ und „Überfall“

erscheinen massenweise Meldungen

aus der Presse, in denen es nur um eines

geht: Bäckereien, die von Räubern oder

Dieben heimgesucht worden sind. Geld

weg, Verkäuferinnen geschockt, Ladeneinrichtungen

zerstört. Ein Ende der

Übergriffe ist nicht in Sicht. Aber es gibt

Möglichkeiten, der Gefahr vorzubeugen.

Auch der Bäckerinnungs-Verband Niedersachsen/Bremen

(BIV) hat in seinem Verbandsgebiet

einen signifikanten Anstieg

bei Einbruchdiebstählen und Überfällen

auf Geschäfte und Auslieferungsfahrzeuge

registriert. Deshalb hat er in Zusammenarbeit

mit der Bäcker-Innung Bremen,

dem Landeskriminalamt (LKA) Bremen

und der Berufsgenossenschaft Nahrung

und Gaststätten (BGN) das Seminar „Kriminalprävention

für Bäckereien/ Traumabehandlung

für Mitarbeiter“ organisiert.

Ein wenig Trost hat Reinalt Kowalewski

gleich zu Anfang parat. Es seien nicht nur

Bäckereien, die von den Tätern heimgesucht

würden, berichtet der Kriminalbeamte

des LKA Bremen. Einbrecher und

Räuber wichen immer öfter wegen der

verstärkten Sicherheitseinrichtungen bei

größeren Einzelhandelsobjekten auf kleinere

Gewerbebetriebe aus. Jede Handel

treibende Branche, bei der Bargeld im Umlauf

ist, sei prinzipiell von den Übergriffen

betroffen. Die Bäckereien hätten allerdings

das Manko, dass sie vielfach bereits

in den ganz frühen Morgenstunden geöffnet

seien. Für die Täter heiße das: Wenig

Beeinträchtigung ihres Beutezugs durch

Kunden oder Passanten. In der dunklen

Jahreszeit ist die Gefahr besonders groß,

denn da ist es auch abends, wenn die

Tageskasse gefüllt ist, schon dunkel.

Für Unternehmen,

die sich nicht um

die Sicherheit

ihrer Geschäfte und

Lieferfahrzeuge

Gedanken machen,

bestehe ein

erhöhtes Gefährdungspotential.

Es

drohe zum Einen der

Verlust der Verkaufseinnahmen,

zweitens teurer

Sachschaden wegen

Vandalismus an der

Einrichtung und

drittens Verdienstausfälle wegen der Betriebsunterbrechung,

die mindestens während

der polizeilichen Vorort-Ermittlungen

zur Spurensicherung unumgänglich ist,

vielfach aber auch mehrere Tage andauern

könne. „Das alles kann richtig ins Geld

gehen. Daher ist Vorbeugen eine verantwortungsvolle

Entscheidung,“ begründet

BIV-Geschäftsführerin Bettina Emmerich-

Jüttner die Ausrichtung des Seminars.

Die Landespolizeien bieten, so berichtet

LKA-Experte Kowalewski, eine umfangreiche

kostenlose und produktneutrale Beratung

durch ihre Präventionsfachleute an,

auf Anfrage auch verbunden mit einem

Vorort-Besuch. Dabei kämen auch Fragen

wie die nach Alarmanlagen, Aufschaltung

bei Sicherheitszentralen oder Videoüberwachung

nicht zu kurz. Mancher Tipp der

Kripo lasse sich ohne viel Aufwand kurzfristig

umsetzen, beispielsweise die individuelle

Gravur des Filial- oder Geschäftstresors.

Sollte er aus der Verankerung

gerissen und gestohlen worden sein, erleichtert

die Markierung die Identifikation

des Geldschranks. Das wiederum ermöglicht

der Polizei, gefundene Beweis stücke

einzelnen Tätern zuzuordnen. Ohne Beweis

aber wird kein Richter einen Verdächtigen

aus dem Verkehr ziehen. Die Eindämmung

der Diebstähle und Raubüberfälle

hängt also wesentlich von der engagierten

Mithilfe der Geschädigten nach der

Tat, aber auch schon im Vorfeld ab.

Prävention sollte sich, rät der Kriminalpolizist,

aber nicht nur auf die bauliche

und technische Sicherung des Objektes zu

richten, sondern ebenso auf organisatorische

Maßnahmen und die regelmäßige

Schulung der Mitarbeiter. Zum Organisatorischen

gehört z.B., dass die Lieferfahrzeuge

mit gesicherten Geldboxen ausgestattet

werden, falls sie Bargeldbestände

28

befördern müssen. Das bedeutet zugleich

für die Lieferfahrer ein Plus an Sicherheit.

Ebenso sollte die Bäckerei prüfen, ob es für

die Deponierung der Tageseinnahmen bei

der Bank bessere Möglichkeiten gibt, als

den gefahrvollen Botengang der Verkäuferin

zu überlassen. Laut Kowalewski sollten

mindestens zwei Personen den Weg zur

Bank gehen, und besser in männlicher Begleitung

als zwei Frauen allein. Viele Tipps

und Hinweise zur Einbruchs- und Überfallprävention

bietet die Polizei auch im

Internet unter «www.polizei-beratung.de»

an. Dort stehen auch Maßnahmenkataloge

und Formblätter zum Download bereit.

Sollte es dennoch zu einem Raubüberfall

kommen, sei der Schutz von Gesundheit

und Leben immer das wichtigste. Aber

selbst wenn der Täter nur die Beute

kassiert und die Mitarbeiter körperlich

unversehrt den Überfall überstehen, ist

die Gefahr groß, das der Schock über

das Erlebte zu einer traumatischen

Belastung wird. Daher hätten, erläutert

Regina Lehmeier von der BGN, die Berufsgenossenschaften

Raubüberfälle als

Arbeitsunfälle anerkannt. Sie ermuntert

die Arbeitgeber, Vorkommnisse dieser

Art umgehend der BGN zu melden. Denn

dort könne eine schnelle psychologische

Betreuung vermittelt werden, um traumatischen

Spätfolgen vorzubeugen.

Die einfachste Abwehr von Dieben und

Räubern aber ist laut Kowalewski immer

noch die stete Wachsamkeit für das Geschäftsumfeld.

Inklusive eines Kurses über

das Verhalten bei einem Überfall: „Das

lässt sich schulen wie die Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Im Ernstfall kann das richtige

Verhalten deeskalierend wirken und größeren

Schaden, besonders bei den Kunden

und dem Personal, verhindern helfen!“


serViCe

Betriebliche altersvorsorge als instrument

zur Mitarbeiterbindung

Sparkasse Bremen berät Handwerksbetriebe bei der betrieblichen Altersvorsorge

In der heutigen Zeit sind hohe Fluktuationsraten

keine Seltenheit mehr. Auch

der Fachkräftemangel lastet stark auf

Unternehmen und erzeugt immensen

Wettbewerbsdruck. Damit sind Unternehmen

gefordert, sich mit dem Thema

Mitarbeiterbindung zu beschäftigen

und ihre Belegschaft an sich zu binden.

Vorsorge-Spezialist Dennis Rother erzählt

im Interview mit Handwerk in Bremen,

wie Unternehmen die betriebliche Altersversorgung

als optimales Instrument

der Mitarbeiterbindung für sich nutzen

können, welche Durchführungswege es

gibt und welche Vorteile die betriebliche

Altersvorsorge sowohl für den Unternehmer

als auch für seine Mitarbeiter bietet.

Was versteht man unter einer

betrieblichen Altersvorsorge?

Über den Arbeitgeber wird eine Betriebsrente

für den Arbeitnehmer aufgebaut,

die dann im Rentenalter die gesetzliche

Rente ergänzt und den Erhalt des Lebensstandards

im Alter sichert. Die Beiträge

zur Betriebsrente können durch den

Arbeitnehmer, durch den Arbeitgeber oder

durch beide gemeinsam gezahlt werden.

Bei der sogenannten Entgeltumwandlung

fließen die Beiträge direkt aus dem

Bruttogehalt des Arbeitnehmers in die

Betriebsrente. Bis zum Betrag von 2.688

Euro (Grenze für das Jahr 2012) spart der

Mitarbeiter Steuern und Sozialabgaben.

Weil auch der Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung

wegfällt, profitieren Arbeitgeber

und Arbeitnehmer gemeinsam.

Der Arbeitgeber kann sich beteiligen,

indem er beispielsweise seine Ersparnis

als Arbeitgeberbeitrag in die betriebliche

Altersvorsorge (bAV) einfließen

lässt. Selbstverständlich kann er den

Beitrag auch vollständig übernehmen

und bietet so seinen Arbeitnehmern

eine zusätzliche Sozialleistung.

Was sind die Vorteile einer betrieblichen

Altersvorsorge?

Der Arbeitgeber kommt durch das Angebot

einer bAV seiner sozialen Verantwortung

gegenüber seinen Mitarbeitern

nach und bietet zugleich eine attraktive

zusätzliche Sozialleistung an. In Zeiten

des Fachkräftemangels ist dies ein nicht

zu unterschätzender Vorteil. Vor allem

kleinere Betriebe können so kompetente

Mitarbeiter finden und halten. Bei großen

Firmen in Deutschland ist diese Möglich-

keit schon weit verbreitet, kleine und mittelständische

Unternehmen bieten ihren

Mitarbeitern eine bAV eher selten an.

Ab wann sollte man mit der Altersvorsorge

beginnen? Welche grundlegenden

Faustregeln gibt es hier?

Eine grundlegende Faustregel gibt es

nicht. Grundsätzlich empfehlen wir

unseren Kunden, möglichst frühzeitig

mit der Altersvorsorge zu starten. Die

Beiträge beginnen schon ab 25 Euro

pro Monat und lassen sich jederzeit der

persönlichen Lebenssituation anpassen.

Wechselt der Arbeitnehmer beispielsweise

das Unternehmen, kann er seinen

Vertrag problemlos zu seinem neuen

Arbeitgeber mitnehmen. Bei Arbeitslosigkeit,

Hausbau oder Ähnlichem ist auch

eine Aussetzung der Zahlung möglich.

Durch die hohe Flexibilität spricht also

nichts dagegen, bereits gleich nach seiner

Ausbildung mit der bAV anzufangen.

Welche Form der betrieblichen

Altersvorsorge ist die beliebteste?

Es gibt fünf Durchführungswege: Direktversicherung,

Pensionskasse, Pensionsfonds,

Unterstützungskasse und

Pensionszusage. Als Königswege haben

sich die Direktversicherung und die

Pensionskasse herauskristallisiert. Die

Vorteile: sehr geringer Verwaltungsaufwand

und keine zusätzlichen Kosten für

den Arbeitgeber. Der Mitarbeiter profitiert

von einer hohen Flexibilität und

kann zwischen einer lebenslangen Rente

oder einer Kapitalauszahlung wählen.

In der Regel bietet der Arbeitgeber ein

Modell für alle Mitarbeiter an und kann

den Versicherungspartner selbst bestimmen.

Schließt der Arbeitgeber einen

Gruppenvertrag ab, spart ihm das Verwaltungsaufwand

und seine Mitarbeiter

profitieren von besseren Konditionen.

Welche Vorteile hat ein Arbeitgeber

mit der Sparkasse Bremen als Partner?

Die Sparkasse Bremen ist ein starker

Partner für Privat- und Firmenkunden

in der Hansestadt. Sie bietet ein breites

Angebot hochwertiger Finanzdienstleistungen

für alle Bremerinnen und Bremer

sowie einen flächendeckenden Service.

Die Sparkasse Bremen sorgt als Hausbank

des Handwerks für zuverlässige und

passgenaue Lösungen, nicht nur bei

der betrieblichen Altersvorsorge.

Dennis rother

Wo sehen Sie die Zukunft der

betrieblichen Altersvorsorge?

Die private Vorsorge wird immer wichtiger,

hat aber noch großes Aufholpotenzial.

Während in Deutschland nur

4 Prozent der Rente aus einer betrieblichen

Altersvorsorge kommt, ist es in

den Niederlanden bereits ein Drittel.

anZeiGe

Was macht einen guten Berater aus?

Ein guter Berater betrachtet zunächst das

Unternehmen ganzheitlich, spricht mit

dem Arbeitgeber über Ziele und Wünsche

bei der Einrichtung der bAV und erarbeitet

daraufhin für den Kunden ein passgenaues

Konzept. Außerdem kennt ein

guter Berater aufgrund einer fundierten

Aus- und Weiterbildung alle gesetzlichen

Rahmenbedingungen rund um die bAV

und passt das Vorsorgekonzept gemeinsam

mit dem Kunden kontinuierlich an.

Dennis Rother berät seit acht Jahren

Kunden als Vorsorge-Spezialist in allen

Fragen rund um die private und betriebliche

Altersvorsorge. Der 34-Jährige ist seit drei

Jahren Teamleiter im Vorsorgecenter der

nordwest finanz, einer 100-prozentigen

Tochtergesellschaft der Sparkasse Bremen.

nordwest finanz

Dennis Rother

Schlachte 27-28

28195 Bremen

Telefon: 0421 179-1947

dennis.rother@sparkasse-bremen.de


kH BreMerHaVen-weserMÜnDe

ausbildung im Handwerk konstant

Agentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaft und IHK stellen Bilanz des Berufsberatungsjahrs 2010/2011 vor

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz

haben die Agentur für Arbeit Bremerhaven

sowie die Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde und die IHK

Bremerhaven Anfang November die Bilanz

für das vergangene Berufsberatungsjahr

(1. Oktober 2010 bis 30. September 2011)

gezogen. Insgesamt stieg die Zahl der

gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen

im Vergleich zum Vorjahr um 117

(10,4 Prozent) auf nunmehr 1240 Stellen.

Im Handwerk blieb die Zahl der neu

geschlossenen Ausbildungsverträge

nahezu konstant. Ende Oktober erfasste

die KH insgesamt 382 Lehrverhältnisse

und verzeichnete damit ein hauchdünnes

Plus von einer Stelle. „Damit haben wir

fast eine Punktlandung im Vergleich zum

vergangenen Jahr geschafft“, sagt KH-

Geschäftsführerin Imke Lathwesen. Allerdings

variierten die Zahlen zwischen dem

Landkreisgebiet und der Stadt Bremerhaven.

Wie schon im vergangenen Jahr gab

es im Altkreis Wesermünde Zuwächse bei

den geschlossenen Verträgen (+ 10 Prozent),

während diese Zahl im Stadtgebiet

um rund 2 Prozent fiel. Bei der IHK stieg

die Zahl der eingetragenen betrieblichen

Ausbildungsverhältnisse um 105 Verträge

oder 19,1 Prozent. 33 Jugendliche waren

Magazin rund ums

innungshandwerk

Kooperationsprojekt von KH und Nordsee-Zeitung erscheint

bereits im vierten Jahr

Das Logo „Das Handwerk – Die Wirtschaftsmacht.

Von Nebenan“ ist jetzt auch auf dem Titelblatt

des neuesten Magazins der KH Bremerhaven-Wesermünde

und der Nordsee-Zeitung

zu sehen. Bereits zum vierten Mal haben die KH

und die NZ eng zusammengearbeitet, und ein

informatives Verbrauchermagazin rund ums Innungshandwerk

produziert. Auf 36 Seiten präsentieren

die Innungsbetriebe die große Vielfalt des Handwerks,

vom Bäcker-Handwerk bis hin zum Raumausstatterhandwerk.

Mit einer Auflage von 55.000 Exemplaren ist das Magazin sowohl

in der Stadt Bremerhaven als auch in den umliegenden Gemeinden

des Landkreises Cuxhaven eine wertvolle Plattform, in der

sich die Innungsbetriebe potenziellen Kunden vorstellen können

und in der unter anderem der die Innungen über aktuelle Trends

in ihrem Gewerk berichten. „Wir freuen uns, dass die Kooperation

mit der NZ so gut funktioniert und sich die Innungsbetriebe so

rege an dem Magazin beteiligen“, sagt KH-Geschäftsführer Josef

Solscheid.

am Stichtag 30.

September ohne

Ausbildungsstelle

oder eine andere

bekannte Alternative.

Im Rahmen

der außerbetrieblichen

Ausbildung

schrumpfte nach

den Zahlen der

Arbeitsagentur

das Angebot um

sieben auf nunmehr

150 Stellen.

„Im handwerklichen Bereich konnten

bis heute aber nur wenige außerbetriebliche

Ausbildungsverhältnisse eingetragen

werden“, so Imke Lathwesen.

„Der Ausbildungsmarkt hat sich gegenüber

dem Vorjahr deutlich stabilisiert“,

zeigte sich Roland Dupák, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Agentur für

Arbeit Bremerhaven, erfreut. Viele Betriebe

hätten entdeckt, dass sie im Zuge

des demografischen Wandels für ihren

eigenen Nachwuchs sorgen müssen.

Für 2012 rechnet Dupák mit ähnlichen

Zahlen. Trotzdem brauche die Region noch

mehr Ausbildungsplätze, um auch den so

genannten Altbewerbern eine Chance ge-

(v.l.) roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der agentur für

arbeit Bremerhaven, kH-Geschäftsführerin imke lathwesen und iHk-

Geschäftsführer Martin Johannsen

30

ben zu können. Im vergangen Berufsberatungsjahr,

so die Bilanz, gab es insgesamt

936 Bewerber, die bereits in den Vorjahren

die Schule verlassen hatten. Das entspricht

43,1 Prozent aller gemeldeten Bewerber.

Die meisten Stellen im Handwerk stellten

die Friseurbetriebe. Hier registrierte die

Agentur für Arbeit insgesamt 55 Stellen.

In der Statistik der gemeldeten Ausbildungsstellen

ist das Platz fünf. An zehnter

Stelle folgt das Elektrohandwerk mit 36

Ausbildungsstellen zum Elektroniker/

Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik.

Bei den Berufswünschen mit

handwerklichem Bezug liegt der Beruf

des Kraftfahrzeugmechatronikers vorne,

dicht gefolgt vom Friseurberuf.

Innung Metall Bremerhaven-Wesermünde

besucht Landesfachschule in Lüneburg

Einmal im Jahr treffen sich die Betriebe der Innung Metall

Bremerhaven-Wesermünde, um Unternehmen oder Bildungseinrichtungen

des Metallhandwerks zu besichtigen und ihre

Innungsversammlung abzuhalten. In diesem Jahr stand die

Exkursion zur frisch renovierten Landesfachschule Metall in

Lüneburg auf dem Programm. Dabei stand außer der Besichtigung

auch das Thema Qualifizierung im Vordergrund. In ihren

Vorträgen thematisierten Karl Lehne, Geschäftsführer des

Landesverbands Metall Niedersachsen/Bremen und Schulleiter

Ralf Biegert die Neuregelung der bisher in der Norm DIN 18800

festgelegten Qualifikationsanforderungen für Tätigkeiten im Bereich

Stahlbau. Zusammen mit Josef Solscheid, Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde, wurden

anschließend eventuelle Möglichkeiten der Zusammenarbeit

auf diesem Gebiet ausgelotet. Nach den Vorträgen und der

Besichtigung hatten die Besucher noch die Gelegenheit, einen

Kursus zum Schmieden von Damaszener Stahl, den die Landesfachschule

bundesweit erfolgreich anbietet, zu besuchen.

Im Rahmen der anschließenden Innungsversammlung wurde

Tobias Bohling als neuer stellvertretender Arbeitgeberbeisitzer

gewählt. Er löst Peter Bolte Ennen Böhlken ab. Obermeister Bernd

Demelt zeigt sich besonders erfreut darüber, dass sich mit Bohling

ein junger Kollege engagiert und das Ehrenamt übernimmt.


kH BreMerHaVen-weserMÜnDe

Zwei einsen trotz gebrochener Hand

Marcel Grundwald schließt Gesellenprüfung mit zwei gebrochenen Fingern als Landesbester ab

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Marcel Grunwald hat die

Gesellenprüfung mit zwei gebrochenen

Fingern als Landesbester abgeschlossen

und ist beim Bundesleistungswettbewerb

nur kapp an einem Platz auf dem

Siegertreppchen vorbeigeschrammt.

Die Gesellenprüfung mit einer glatten

Eins zu bestehen, ist an und für sich

schon eine Meisterleistung. Wenn man

den praktischen Teil außerdem noch mit

einer gebrochenen Hand absolviert, fällt

das mindestens in die Kategorie außergewöhnlich.

Marcel Grunwald hat sich dieses

Prädikat verdient. Mit zwei Einsen hatte

er im Sommer seine Gesellenprüfung zum

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

abgeschlossen und wurde Bremer

Landessieger beim praktischen Leistungswettbewerb.

Beim Bundeswettbewerb

ist er jetzt knapp an einem Platz auf dem

Siegertreppchen vorbeigeschrammt.

Kurz vor der praktischen Gesellenprüfung

hatte sich Marcel Grunwald zwei Finger

der rechten Hand gebrochen. Doch von

seinem Plan, die Ausbildung

um ein halbes

Jahr zu verkürzen, ließ

er sich nicht abbringen.

„Ich wollte die Prüfung

unbedingt durchziehen,

um noch in diesem Jahr

mit der Fachoberschule

beginnen zu können“,

sagt er. Ab dem kommenden

Jahr möchte er

Elektrotechnik studieren.

Gymnasiasten machen sich über

karriere im Handwerk schlau

Kammer-Außenstelle, KH und Dipl.-Ing. H. Sitte Unternehmensgruppe

informieren Jugendliche über Ausbildung und duales

Studium

Das Handwerk braucht helle Köpfe. Nicht zuletzt deshalb wurde

vor zwei Jahren die große Imagekampagne „Das Handwerk –

Die Wirtschaftsmacht. Von Nebenan“ ins Leben gerufen. Sie

ist ein Mittel, Jugendliche für eine Karriere im Handwerk zu

begeistern. Ein anderes Mittel ist die persönliche Ansprache

der Jugendlichen. So geschehen beim Berufsinformationstag

des Bremerhavener Lloyd Gymnasiums. Dort stellten die

Außenstelle der Handwerkskammer Bremen, die Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde und Vertreter der

Dipl.-Ing. H. Sitte Unternehmensgruppe unter anderem die

Karrieremöglichkeiten im Rahmen eines dualen Studiums vor.

Bei den Schülern stießen besonders die Berichte aus der

betrieblichen Praxis auf großes Interesse. Timo Schmonsees,

der vor einem Jahr mit der Gesellenprüfung den ersten

Teil seines dualen Studiums absolviert hat und zur Zeit für

den technischen Fachwirt (HWK) lernt, erläuterte unter anderem

die Vorteile dieses Ausbildungsmodells und stand

ebenso wie sein Chef Christoph Lübken, Geschäftsführer der

Dipl.-Ing. H. Sitte GmbH & Co. Schaltanlagen KG, für Fragen

zur Verfügung. Wie alle Unternehmen, so Lübken, sei

natürlich auch die Sitte-Unternehmensgruppe an gutem

Nachwuchs und motivierten Auszubildenden interessiert.

Trotz der Beeinträchtigung

biss Marcel

Grunwald bei der Gesellenprüfung auf

die Zähne und brillierte nicht nur in der

Theorie sondern auch im praktischen

Teil. Dabei musste er unter anderem

den Stator eines Elektromotors wickeln,

eine Welle und ein Lagerschild drehen,

eine Platine bestücken und verlöten

sowie einen Motor ausrichten.

Ähnliche Aufgaben erwarteten ihn

jetzt beim Bundesentscheid im Bundestechnologiezentrum

für Elektro- und

Gestaltung: blaukontor.de

Marcel Grunwald (Mitte), ausbilder Matthias Holler, Beate

kupferschmidt, Vater Manfred Grunwald, Großvater leo Felix und

Geschäftsführer kay kupferschmidt

Messe Bremen

Bürgerweide

Halle 5, 6 & 7

täglich 10–18 Uhr

www.hansebau-bremen.de

Medienpartner Veranstalter

Informationstechnik Oldenburg (bfe).

Vorbereitet hatte er sich darauf bei

seinem ehemaligen Bremerhavener

Ausbildungsbetrieb Elektrotechnik

Jantzen. Dieser hat seit 1995 bereits vier

spätere Landessieger ausgebildet. Geschäftsführer

Kay Kupferschmidt freut

sich natürlich über das gute Abschneiden

seines ehemaligen Schützlings. „Das ist

auch für uns als Ausbildungsbetrieb eine

Belohnung, auf die man stolz sein kann.“

31

Die Verbrauchermesse für

Bauen

Sanieren

Renovieren

Energieversorgung

Einrichten

Gartengestaltung

Finanzieren

Immobilien


aMTliCHe BekannTMaCHUnGen

Ausbildungsregelung über die Berufsausbildung

zum Fahrzeugpfleger

zur Fahrzeugpflegerin gemäß

§ 66 BBIG / § 42m HwO

Die Handwerkskammer Bremen erlässt aufgrund

des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses

vom 26.05.2011 und der Vollversammlung

vom 28.06.2011 als zuständige Stelle nach

§ 42 m Handwerksordnung (HwO) die nachstehende

Ausbildungsregelung für die Berufsausbildung

von behinderten Menschen

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Ausbildungsberuf

§ 2 Personenkreis

§ 3 Dauer der Berufsausbildung

§ 4 Ausbildungsstätten

§ 5 Eignung der Ausbildungsstätte

§ 6 Eignung der Ausbilder/Ausbilderinnen

§ 7 Struktur der Berufsausbildung

§ 8 Ausbildungsrahmenplan

§ 9 Zielsetzung und Durchführung der Berufsausbildung

§ 10 Zwischenprüfung

§ 11 Abschlussprüfung

§ 12 Gewichtungsregelung

§ 13 Bestehensregelung

§ 14 Übergang

§ 15 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse

§ 16 Prüfungsverfahren

§ 17 Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit

§ 18 Inkrafttreten

§ 1 Ausbildungsberuf

Die Berufsausbildung zum Fahrzeugpfleger /

zur Fahrzeugpflegerin erfolgt nach dieser Ausbildungsregelung.

§ 2 Personenkreis

Diese Ausbildungsregelung regelt die Berufsausbildung

gemäß § 66 BBiG / § 42 m HwO für

Personen im Sinne des § 2 SGB IX.

§ 3 Dauer der Berufsausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

§ 4 Ausbildungsstätte

Die Ausbildung findet in ausbildungsrechtlich

anerkannten Ausbildungsbetrieben und Ausbildungseinrichtungen

statt.

§ 5 Eignung der Ausbildungsstätte

(1) Behinderte Menschen dürfen nach dieser

Ausbildungsregelung nur in dafür geeigneten

anerkannten Betrieben und Ausbildungseinrichtungen

ausgebildet werden.

(2) Neben den in § 27 BBiG / § 21 HwO festgelegten

Anforderungen muss die Ausbildungsstätte

hinsichtlich der Räume, Ausstattung und

Einrichtung den besonderen Erfordernissen der

Ausbildung von behinderten Menschen gerecht

werden.

(3) Es müssen ausreichend Ausbilderinnen/

Ausbilder zur Verfügung stehen. Die Anzahl der

Ausbilderinnen/ Ausbilder muss in einem angemessenen

Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden

stehen. Dabei ist ein Ausbilderschlüssel

von in der Regel höchstens eins zu acht anzuwenden.

§ 6 Eignung der Ausbilder/Ausbilderinnen

(1) Ausbilderinnen/Ausbilder die im Rahmen einer

Ausbildung nach § 66 BBiG erstmals tätig

werden, müssen neben der persönlichen, berufsspezifisch

fachlichen und berufspädagogischen

Eignung (AEVO u.a.) eine mehrjährige

Erfahrung in der Ausbildung sowie zusätzliche

behindertenspezifische Qualifikationen nachweisen.

(2) Ausbilderinnen/Ausbilder müssen eine rehabilitationspädagogische

Zusatzqualifikation

nachweisen und dabei folgende Kompetenzfelder

abdecken (Anforderungsprofil):

- Reflexion der betrieblichen Ausbildungspraxis

- Psychologie

- Pädagogik, Didaktik

- Rehabilitationskunde

- Interdisziplinäre Projektarbeit

- Arbeitskunde/Arbeitspädagogik

- Recht

- Medizin

Um die besonderen Anforderungen des § 66

BBiG zu erfüllen, soll ein Qualifizierungsumfang

von 320 Stunden sichergestellt werden.

(3) Von dem Erfordernis des Nachweises einer

rehabilitationspädagogischen Zusatzqualifikation

soll bei Betrieben abgesehen werden,

wenn die Qualität der Ausbildung auf andere

Weise sichergestellt ist. Die Qualität ist in der

Regel sichergestellt, wenn eine Unterstützung

durch eine geeignete Ausbildungseinrichtung

erfolgt.

(4) Ausbilderinnen/Ausbilder die im Rahmen

einer Ausbildung nach § 66 BBiG / § 42m HwO

bereits tätig sind, haben innerhalb eines Zeitraumes

von höchstens fünf Jahren die notwendigen

ualifikationen gemäß Absatz 2 nachweisen.

Die Anforderungen an Ausbilderinnen/

Ausbilder gemäß Absatz 2 gelten als erfüllt,

wenn die behindertenspezifischen Zusatzqualifikationen

auf andere Weise glaubhaft gemacht

werden können.

§ 7 Struktur der Berufsausbildung

(1) Findet die Ausbildung in einer Ausbildungseinrichtung

statt, sollen mindestens zwölf

Wochen außerhalb dieser Einrichtung in einem

anerkannten Ausbildungsbetrieb oder mehreren

anerkannten Ausbildungsbetrieben (z.B. als

Praktikum) durchgeführt werden.

(2) Soweit Inhalte der Ausbildung nach dieser

Ausbildungsregelung, mit Inhalten der Berufsausbildung

zum/zur Fahrzeuglackierer / -lackiererin

übereinstimmen, für die nach der geltenden

Ausbildungsordnung oder aufgrund einer

Regelung der Handwerkskammer Bremen eine

32

überbetriebliche Berufsausbildung vorgesehen

ist, soll die Vermittlung der entsprechenden

Ausbildungsinhalte ebenfalls überbetrieblich

erfolgen.

(3) Von der Dauer der betrieblichen Ausbildung

nach Absatz 1 kann nur in besonders begründeten

Einzelfällen abgewichen werden, wenn die

jeweilige Behinderung oder betriebspraktische

Besonderheiten die Abweichung erfordern. Eine

Verkürzung der Dauer durch die Teilnahme an

einer überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahme

erfolgt nicht.

§ 8 Ausbildungsrahmenplan

(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens

die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage

1, Sachliche Gliederung) aufgeführten Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche

Handlungsfähigkeit). Eine von dem

Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1, Zeitliche

Gliederung) abweichende Organisation der

Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit

die jeweilige Behinderung der Auszubildenden

oder betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung

erfordern.

(2) Die Berufsausbildung zum Fahrzeugpfleger /

zur Fahrzeugpflegerin gliedert sich wie folgt

(Ausbildungsberufsbild):

Abschnitt A

Berufsprofilgebende Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten:

1. Kenntnisse über die zu pflegenden Fahrzeuge

2. Kenntnisse der Reinigungs-, Pflege-, und Korrosionsschutzmittel

3. Kenntnisse, Handhabung und Pflege von

Werkzeugen, Geräten und technischen Einrichtungen

4. Ausführung von Fahrzeuginnereinigung und

Fahrzeugaußenreinigung sowie Pflege

5. Korrosionsschutz

6. Einfache Wartungsarbeiten

Abschnitt B, C

Weiter berufsprofilgebende Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung

Kommunikation

1. Technische Kommunikation

Abschnitt D

Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und

Fähigkeiten:

1. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit

2. Umweltschutz und rationelle Energienanwendung

§ 9 Zielsetzung und Durchführung der Berufsausbildung

(1) Die in dieser Ausbildungsregelung genannten

Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

(berufliche Handlungsfähigkeit) sollen so ver


aMTliCHe BekannTMaCHUnGen

mittelt werden, dass die Auszubildenden zur

Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit

im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes

befähigt werden, die selbstständiges

Planen, Durchführen und Kontrollieren

(berufliche Handlungskompetenz) einschließt.

Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen

nach den §§ 10 und 11 nachzuweisen.

(2) Die Ausbildenden haben unter Zugrundelegung

des Ausbildungsrahmen-planes für die

Auszubildenden einen individuellen Ausbildungsplan

zu erstellen.

(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen

Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist

Gelegenheit zu geben, den schriftlichen Ausbildungsnachweis

während der Ausbildungszeit

zu führen. Die Ausbildenden haben den

schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig

durchzusehen und abzuzeichnen. Die Auszubildende

/ der Auszubildende kann nach Maßgabe

von Art oder Schwere / Art und Schwere ihrer /

seiner Behinderung von der Pflicht zur Führung

eines schriftlichen Ausbildungsnachweises entbunden

werden

§ 10 Zwischenprüfung

(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist

eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll

vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres

stattfinden.

(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die

im Ausbildungsrahmenplan in der Anlage 1 für

§ 8 für die 18 Monate aufgeführten Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie auf den

im erufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan

zu vermittelnden Lehrstoff, soweit

er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(4) Die Zwischenprüfung findet in den Prüfungsbereichen

a. Fahrzeugpflege

b. Korrosionsschutz

c. Fragen aus a und b incl. Fragen aus dem Prüfungsfach

Wirtschafts- und Sozialkunde

(schriftlich)

(5) Für den Prüfungsbereich Fahrzeugpflege und

dem Prüfungsbereich Korrosionsschutz bestehen

folgende Vorgaben:

1. Der Prüfling soll insbesondere folgende praktische

Arbeiten nach detaillierten Anweisungen

und Unterlagen durchführen, in denen er zeigen

soll, dass er Arbeitsabläufe selbstständig

planen, Arbeitsergebnisse kontrollieren sowie

Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz

bei der Arbeit ergreifen kann:

2. Der Prüfling soll ein Teil oder mehrer Teile eines

Fahrzeuges im Außen- sowie Innenbereich

nach entsprechenden Vorgaben pflegerisch bearbeiten.

Dabei kommt der Nachweis folgender

Fertigkeiten in Betracht:

- Kenntnisse der verschieden Fahrzeugarten

und Besonderheiten

- Baugruppen eines Fahrzeuges kennen und beschreiben

- Werkstoffe eines Fahrzeuges kennen und be-

schreiben

- Umgang mit Werkzeugen

- Umgang mit Handbearbeitungsmaschinen

- Prüfung der bearbeiteten Oberflächen

3. Die Prüfungszeit für die Pflege von einem

oder mehreren Teilen eines Fahrzeuges im Innen-

und Außenbereich beträgt bis zu 4 Stunden.

(6) Für den Prüfungsbereich Fragen aus a und b

incl. Fragen aus dem Prüfungsfach Wirtschaftsund

Sozialkunde bestehen folgende Vorgaben:

a. Der Prüfling soll nachweisen, dass er Fragen,

die sich auf praxisbezogene Aufgaben unter 3

a und b einschließlich Wirtschafts- und Sozialkunde

beziehen lösen kann.

b. Der Prüfling soll die Aufgaben schriftlich bearbeiten

c. Die Prüfungszeit beträgt hierfür 60 Minuten.

(7) Die besonderen Belange des behinderten

Prüflings sind in der Prüfung zu berücksichtigen.

§ 11 Abschlussprüfung

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen,

ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit

erworben hat. In der Abschlussprüfung

soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür

erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht,

die notwendigen beruflichen Kenntnisse

und Fähigkeiten besitzt und mit dem im

Berufschulunterricht zu vermittelnden, für die

Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut

ist. Die Ausbildungsregelung ist dabei zugrunde

zu legen.

(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1. Fahrzeugreinigung

2. Fahrzeugpflege

3. Korrosionsschutz

4. Wartungsarbeiten

(3) Für den Prüfungsbereich Fahrzeugreinigung

und dem Prüfungsbereich Fahrzeugpflege bestehen

folgende Vorgaben:

Der Prüfling soll nachweisen, dass er ein Fahrzeug

nach Vorgaben Im Innerem sowie außen

reinigen,

im Anschluss entsprechende Pflegemittel aufbringen

dabei Korrosionsschutz fachgerecht

einsetzen kann und dabei Arbeitsabläufe unter

Beachtung wirtschaftlicher, technischer ökologischer

und zeitlicher Vorgaben im Hinblick auf

Kundenerwartungen selbständig planen und

umsetzten sowie Sicherheit, Gesundheitsschutz

und Sauberkeit am Arbeitsplatz berücksichtigt

in einer Arbeitszeit von bis zu 4,5 Sunden.

Dabei kommt der Nachweis folgender Fertigkeiten

in Betracht:

- Physikalische und chemische Eigenschaften

von Werkstoffen

- Handhabung und Umgang mit technischen

Geräten und technischen Einrichtungen

- Kenntnisse und Wirkungsweisen von Reinigungs-,

Pflege-, und Korrosionsschutzmitteln

- Lackschäden (klein) erkennen und beheben

33

(4) Für den Prüfungsbereich Wartungsarbeiten

bestehen folgende Vorgaben: Der Prüfling soll

nachweisen, dass er eine oder mehrere einfache

Wartungsarbeit im Rahmen eines kleinen

Kundenservices in einer Prüfungsdauer bis zu

1,5 Stunden durchführen kann. Für die Auswahl

dieser Arbeiten kommen in Betracht.

- Scheibenwischerblätter wechseln

- Scheibenwischwasser für die Scheibenwaschanlage

auffüllen

- Beleuchtung überprüfen und ggfs. Leuchtmittel

ersetzen

- Ölstandskontrolle (Motor, Getriebe, Lenkung)

durchführen und ggfs. Auffüllen, dabei richtige

Zuordnung erkennen

- Reifenluftdruck kontrollieren , ggfs. auffüllen

(Gas und Luft)

(5) Für den Prüfungsbereich bestehen folgende

Vorgaben:

- Der Prüfling soll nachweisen, dass er praxisbezogen

Fragen und Aufgaben aus Fahrzeugreinigung,

Fahrzeugpflege, Korrosionsschutz und

Wartungsarbeiten incl. Fragen aus dem Prüfungsfach

Wirtschafts- und Sozialkunde lösen

und beantworten kann.

- Der Prüfling soll die Aufgaben schriftlich bearbeiten

- Die Prüfungszeit beträgt hierfür 60 Minuten

Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings

oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses

in einzelnen Fächern durch eine mündliche

Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das

Bestehen der Prüfung von Bedeutung ist. Die

schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen

Prüfung das doppelte Gewicht. Die mündliche

Prüfung soll nicht länger als 20 Minuten je

Prüfungsfach dauern. Die besonderen Belange

des behinderten Prüflings sind bei der Prüfung

zu berücksichtigen

§ 12 Gewichtungsregelung

Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

1. Prüfungsbereich Fahrzeuginnen- und –Außenreinigung,

- Pflege 50%

2. Prüfungsbereich Korrosionsschutz 20%

3. Prüfungsbereich Wartung 20%

4. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

10%

§ 13 Bestehensregelung

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die

Leistungen

1. in Gesamtergebnis mit mindestens „ausreichend“

2. im Prüfungsbereich Fahrzeugreinigung und

Fahrzeugpflege“ mit mindestens „ausreichend“

3. in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche

mit mindestens „ausreichen“ und

4. in keinem Prüfungsbereich mit ungenügend

bewertet worden sind. Auf Antrag des Prüflings

ist die Prüfung in einem der mit schlechter als

„ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in

denen Prüfungsleistungen mit eigener Anf


aMTliCHe BekannTMaCHUnGen

orderung und Gewichtung schriftlich zu erbrin- § 15 Bestehende Berufsbildungsverhält- Soweit die Dauer der Ausbildung abweichend

gen sind, durch eine mündliche Prüfung von nisse

von dieser Ausbildungsregelung verkürzt oder

etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkraft- verlängert werden soll, ist § 8 Abs. 1 und 2 des

das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben treten dieser Ausbildungsregelung bestehen, Berufsbildungsgesetzes entsprechend anzu-

kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die- können unter Anrechnung der bisher zurückgewenden.sen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis legten Ausbildungszeit nach den Vorschriften § 18 Inkrafttreten

und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungs- dieser Regelung fortgesetzt werden, wenn die Diese Ausbildungsregelung tritt am Tage nach

prüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten. Vertragsparteien dies vereinbaren.

ihrer Veröffentlichung im Magazin Handwerk in

Die besonderen Belange der Behinderung des

Bremen in Kraft. Diese Rechtsvorschrift wurde

Prüfungsteilnehmers / der Prüfungsteilneh- § 16 Prüfungsverfahren

am 20.07.2011 von der Senatorin für Bildung,

merin sind bei der Prüfung zu berücksichtigen Für die Zulassung zur Abschlussprüfung und das Wissenschaft aufsichtlich

Diese Rechtsvorschrift wurde am 20.07.2011 von der Senatorin für Bildung, Wissenschaft aufsichtlich

Prüfungsverfahren gilt die Prüfungsordnung genehmigt.

genehmigt.

§ 14 Übergang

für die Durchführung von Abschluss- und Um-

Ein Übergang von einer Berufsausbildung nach schulungsprüfungen der Handwerkskammer Bremen, 15. September 2011

dieser Ausbildungsregelung Bremen, 15. September in eine entspre- 2011

chende Ausbildung nach § 4 BBiG / § 25 HwO

Bremen entsprechend.

HANDWERKSKAMMER BREMEN

ist von der/dem HANDWERKSKAMMER Auszubildenden und der/dem BREMEN § 17 Abkürzung und Verlängerung der gez. Feldmann gez. Flathmann

Ausbildenden kontinuierlich zu prüfen. Ausbildungszeit

gez. Feldmann gez. Flathmann

Präses stv. Hauptgeschäftsführer

Präses stv. Hauptgeschäftsführer

Anlage 1

Lfd.-

Nr.

Teil des Ausbildungsberufsbildes

Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum

Fahrzeugpfleger/zur Fahrzeugpflegerin

Sachliche und Zeitliche Gliederung

zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse

zeitliche Richtwerte in

Wochen im Ausbildungsjahr

Abschnitt D 1 2 3

1 Arbeits- und Tarifrecht,

Arbeitsschutz,

Arbeitssicherheit

2 Umweltschutz und

rationelle Energieverwendung

Abschnitt A

1 Kenntnisse über die

zu pflegenden Fahrzeuge

- berufsbezogene Vorschriften nennen und

beachten

- funktionsgerechte persönliche Schutzausrüstung

handhaben sowie deren Einsatz

beschreiben

- Sicherheitseinrichtungen am Arbeitsplatz

beschreiben und bedienen

- Brandverhütungs- und Feuerschutzeinrichtungen

beschreiben und bedienen

- Verhaltensregeln im Brandfall nennen und

Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

- Explosionsgefahren beschreiben und Maßnahmen

zum Explosionsschutz nennen

- Vorschriften zum Schutz der Gesundheit

am Arbeitsplatz nennen und anwenden

- Maßnahmen zur Erste-Hilfe-Leistung nen-

nen und anwenden

- berufsbezogene mögliche Ursachen der

Umweltbelastung nennen, Maßnahmen zu

ihrer Vermeidung ergreifen

- Maßnahmen zur Behandlung von Abfällen

nennen und unter Beachtung betrieblicher

und sonstiger berufsbezogener Sicherheitsbestimmungen

ergreifen

- die im Ausbildungsbetrieb verwendeten

Energiearten nennen und Möglichkeiten

rationeller Energieverwendung im beruflichen

Einwirkungs- und Beobachtungsbereich

anführen

- Fahrzeugarten kennen und Unterschiede

beschreiben

- Baugruppen eines Fahrzeugs zuordnen, z.

B. Karosserie, Motorraum, Innenraum, Unterboden

und im/am Fahrzeug verwendete

Werkstoffe erkennen und physikalische

Eigenschaften beschreiben

während der gesamten Ausbildungszeit

zu vermitteln

2 2 2

während der gesamten Ausbildungszeit

zu vermitteln

2 2 2

8 2 2

34


aMTliCHe BekannTMaCHUnGen

2 Kenntnisse der Reinigungs-,

Pflege-

und Korrosions-

Schutzmittel

3 Kenntnisse, Handhabung

und Pflege

von Werkzeugen,

Geräten und technischen

Einrichtungen

4 Ausführung von

Fahrzeuginnen- und

außenreinigung und

Pflege

- Reinigungs-, Pflege- und Korrosionsschutzmittel

und deren chemische Eigenschaften

und Wirkungen kennen (z. B. Un-

terbodenschutz, Lackreiniger, Politur)

beispielsweise:

- Waschanlagen

- Hochdruckreiniger

- Dampfstrahler

- Nassreiniger

- Fahrzeughebeeinrichtungen

- Luftdruckprüfgerät bedienen und pflegen

- Kunststoffe und Gummiteile

- Scheiben

- Lacke

- Polster

- Fußraum/Kofferraum

- Motorraum

- Unterboden

- Felgen und Reifen (Räder) von Hand und

ggf. mit Maschine reinigen und pflegen

5 Korrosionsschutz - Schäden am Unterboden- und Hohlraumschutz

erkennen und ausbessern

- kleine Lackschäden erkennen und behe-

6 einfache Wartungsarbeiten

Abschnitt B und C

1 technische Kommunikation

ben

- Scheibenwischerblätter wechseln

- Scheibenwaschanlage auffüllen

- Beleuchtung überprüfen

- Ölkontrolle durchführen

- Reifendruck kontrollieren

- Dokumentation von Schäden und Störungen

ausführen

- Bedienungsanleitungen lesen und verstehen

6 1 1

6 1 1

16 28 28

4 4 4

6 8 8

2 4 4

Anlage 2

Anlage 2

kreis hat bei Ausbildungsbeginn den Abschluss

der Förderschule, Berufsvorbereitungsklasse

unterschiedlicher Lern-Orte und Fachdisziplinen

ermöglicht optimale Bedingungen für den

Zu § 2

und/oder eine berufsvorbereitende Maßnahme Rehabilitationserfolg. Die Integration der ein-

Für Zu diesen § 2 Beruf werden in der Berufsbildungs- besucht. Die Zugehörigkeit zu diesem Personenzelnen Rehabilitationsleistungen ist auf drei

werk Bremen GmbH lernbehinderte oder unter kreis kann nur im Einzelfall festgestellt werden. Aspekte gerichtet. Es sind die Verknüpfung der

Umständen Für diesen auch Beruf körperbehinderte werden in junge der Men- Berufsbildungswerk Bremen GmbH lernbehinderte Lern- Orte Ausbildung/ oder unter Werkstatt, Um- Schule und

schen ausgebildet. Das Ausbildungsangebot Zu § 4

Wohnen, sowie die Koppelung der Fachkompeständen

auch körperbehinderte junge Menschen ausgebildet. Das Ausbildungsangebot richtet sich an

richtet sich an Jugendliche und junge Erwachse- Die Berufsbildungswerk Bremen GmbH ist eine tenzen aus den Lernorten mit den Fachkompe-

Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Lage sind, eine Berufsausbildung zu absolvieren, für

ne, die in der Lage sind, eine Berufsausbildung gemeinnützige Einrichtung zur beruflichen tenzen der sozialpädagogischen, medizinischen

die jedoch aufgrund ihrer Behinderung eine Ausbildung in einem Betrieb des ersten Arbeitsmarktes

zu absolvieren, für die jedoch aufgrund ihrer Be- Erstausbildung behinderter Jugendlicher und und psychologischen Fachdienste und der damit

hinderung ohne umfassende eine Ausbildung Hilfen in einem durch Betrieb die des Fachdienste junger Erwachsener der mit Berufsbildungswerk einem Berufsschulan- Bremen verbundenen GmbH Sicherstellung nicht möglich der Durchlässigkeit

ersten ist. Dazu Arbeitsmarktes gehören ohne neben umfassende körper- Hilfen und gebot sinnesbehinderten im Hause und einem Menschen zusätzlichen insbesondere um- der Lern- Orte Personen des Berufsbildungswerkes mit erhebunter- durch lichen die und Fachdienste nicht nur der Berufsbildungswerk

vorübergehenden fassenden Minderungen Angebot an der medizinischer, intellektuellen psychoLeistungsfähigkeit,

einander. Darüber hinaus häufig gibt ver- es ergänzende

Bremen bunden GmbH mit nicht Verzögerungen möglich ist. Dazu und gehören Beeinträchtigungen logischer und sozialpädagogischer in der Entwicklung Betreuung. der Förderungsmaßnahmen, Persönlichkeit, teilweise die junge Menschen

neben auch körper- mit zusätzlichen und sinnesbehinderten Behinderungen Men- Das (Mehrfachbehinderungen). wesentliche Ziel ist es, Jugendlichen Dieser und Personenkreis an eine Berufsausbildung hat bei heranführen Ausbil- sollen.

schendungsbeginn insbesondere den Personen Abschluss mit erheblichen der Förderschule, jungen Erwachsenen Berufsvorbereitungsklasse zu einem qualifizierten In und/oder der Berufsschule eine berufsvorbe-

der Berufsbildungswerk

und reitende nicht nur Maßnahme vorübergehenden besucht. Minderungen Die Zugehörigkeit Berufsabschluss zu und diesem zu einer Eingliederung Personenkreis in Bremen kann GmbH nur im erhalten Einzelfall die Auszubildenden fest- an

der gestellt intellektuellen werden. Leistungsfähigkeit, häufig den ersten Arbeitsmarkt zu verhelfen. Es bietet jeweils zwei Tagen pro Woche je sechs Unter-

verbunden mit Verzögerungen und Beeinträch- ein differenziertes Ausbildungs-, Lern-, Berarichtsstunden Berufsschulunterricht. Im Untertigungen

in der Entwicklung der Persönlichkeit,

Zu § 4

teilweise auch mit zusätzlichen Behinderungen

tungs- und Unterstützungsangebot für junge

Menschen mit Behinderungen unter einem

richt auftretende inhaltliche Probleme werden

in individuell gestaltetem Stütz- und Förderun-

(Mehrfachbehinderungen). Dieser Personen- Dach. Die enge Kooperation der Mitarbeiter terricht aufgearbeitet.

Die Berufsbildungswerk Bremen GmbH ist eine gemeinnützige Einrichtung zur beruflichen Erstausbildung

behinderter Jugendlicher und junger Erwachsener mit einem Berufsschulangebot im Hause und

einem zusätzlichen umfassenden Angebot an medizinischer, psychologischer und sozialpädagogischer

Betreuung. Das wesentliche Ziel ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einem quali-

35


TiPPs & TerMine

Termine kompetenzzentrum

Handwerk

Meistervorbereitung Vollzeit

Elektrotechnik, ca. 22 Wochen: ab 23. Januar

Friseure, ca. 12 Wochen: ab 30. Januar

Kraftfahrzeugtechnik Teil II, ca. 9 Wochen: ab 30. Januar

Meistervorbereitung Teilzeit

Wirtschaftliche- u. rechtl. Kenntnisse/Techn.

Fachwirt HWK (Teil III): ab 23. Januar

Fachlehrgänge (berufsbegleitend)

Gabelstapler-Schulung, 1 Samstag: am 03. Dezember

Energieeinsparverordnung-EnEV, 2 Termine

ab 16:00 Uhr: 09. + 10. Dezember

Öl- und Gasfeuerungsmonteur, 5 Wochen,

2 Abende pro Woche: ab 10. Januar

Fachkraft Schimmelpilzsanierung (HWK),

4 Wochenenden: ab 20. Januar

CNC-Fräsen, Grundstufe, 10 Wochen, 2 Abende

pro Woche: ab 24. Januar

Seminare Akademie des Ehrenamtes:

Zeit- und Stressmanagement, Vollzeit, 1 Tag,

9:00 – 16:00 Uhr: 02. Dezember

Informationen und Anmeldungen: HandWERK gemeinnützige

GmbH, Das Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Bremen

Schongauer Str. 2, 28219 Bremen, Telefon: Frau Schröder 0421

222744-422, Frau Krey 0421 222744-421

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

akademie des Handwerks

an der Unterweser e.V.

Meisterausbildung Teil I & II

Elektrotechniker-Handwerk

ab 11.9.2012

Metallbauer- /Feinwerkmechaniker-Handwerk

ab 7.11.2012

Kfz-Handwerk

ab 6.2.2012 u. 02/2013

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk

ab 6.3.2012

Bau-Handwerk (Maurer, Stahl-Betonbauer, Zimmerer)

ab 10.9.2012

Meisterausbildung Teile III & IV

Teil III: Technische/r Fachwirt/in (HWK)

ab 12.1.2012

Teil IV: AEVO (Teilzeit)

ab 6.9.2012

Berufsbegleitende Fortbildungen

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung (Vollzeit/BU)

5.-17.3.2012

29.10.-10.11.2012

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im

Metall-Handwerk: 12.-17.3.2012

SHK-Handwerk: 12.-15.3.2012, 19.+20.3.2012

Holz-Handwerk: 5.-16.12. / 27.2.-9.3.2012

Nachschulung Elektrofachkraft für Festgelegte Tätigkeiten

1.12. / 22.3.2012

Technische/r Fachwirt/in (HWK)

12.1.2012

Betriebswirt/in (HWK)

ab 1.3.2012

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung (Teilzeit)

ab 6.9.2012

Seminare

Geschäftskontakte im Internet

2.12., 9-16 Uhr

Access (Einstiegsseminar)

ab 7.12. (3 Abende), mittwochs, 18-21.15 Uhr

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser e.V.,

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven, Telefon: 0471 185-249

info@akademie-bremerhaven.de,

www.akademie-bremerhaven.de

TerMine aGVH/ kH BreMen

05.12. Innungsversammlung SHK

06.12. Vorstandssitzung Tischler

08.12. Vorstandssitzung Orthopädiemechaniker

Innungsversammlung Orthopädiemechaniker

Innungsversammlung/ Weihnachtsessen

Zweiradmechaniker

12.12. Vorstandssitzung Elektro

Vorstandssitzung Maler und Lackierer

Weihnachtsfeier Friseure

15.12. Vorstandssitzung Kfz

Senioren-Weihnachtsfeier Maler und Lackierer

19.12. Vorstandssitzung KH/ AGVH

Vorankündigungen:

19.01. Neujahrsempfang Gebäudereiniger

26.01. Neujahrsempfang Kfz

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen, zu Zeit und

Veranstaltungsort, entnehmen Sie als Innungsmitglied bitte

den jeweiligen Einladungen oder rufen Sie den AGVH bzw.

die KH Bremen an: 0421 22280600.

4. Bremer Nachhaltigkeitstage im Weserpark

Vom 8. bis 10.3.12 informieren die beiden Messen ProBio-

und Energiesparmesse unter dem Motto „Zwei Messen

eine Zukunft“ im Zuge der 4. Bremer Nachhaltigkeitstage

im Weserpark über den grünen Lifestyle. Jetzt anmelden!

Informationen: www.nachhaltigkeitstage.de

36


naMen & nOTiZen

Glückwunsch zum Geburtstag

2. Dezember

Claus Hillebrandt, OM Innung des Tischlerhandwerks, Montagegewerbes

und Bestattungsgewerbes Bremerhaven-Wesermünde

8. Dezember

Peter Haarstick

OM der Gold- u. Silberschmiedeinnung Bremen

Stefan Hartmann

OM Friseur-Innung Bremerhaven-Wesermünde

15. Dezember

Bodo Jentsch

Stv. OM Friseur-Innung Bremerhaven-Wesermünde

18. Dezember

Heinz Jüchtern

EOM Friseur-Innung Bremerhaven-Wesermünde

Torsten Wolff

Stv. OM Glaser-Innung Bremen

23. Dezember

Holger Dahl

OM Bäcker-Innung Bremerhaven-Wesermünde

Vorstand Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde

25. Dezember

Hans-Hermann Nienaber

Stv. OM Innung des Musikinstrumentenmacherhandwerks

Bremen

27. Dezember

Roland Winter

OM Bildhauer- u. Steinmetz-Innung Bremen

30. Dezember

Adolf Kupke

Ehrenpräses der Handwerkskammer Bremen

Bekanntmachung der

Handwerkskammer Bremen

Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer Bremen

Hiermit geben wir gemäß § 10 Abs. 2 unserer Satzung

(Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen 2006 Nr. 36 S. 231)

bekannt, dass am

Dienstag, den 13. Dezember

2011 um 17:00 Uhr

im Handwerkssaal des Gewerbehauses,

Ansgaritorstr. 24, 28195 Bremen,

eine Sitzung der Vollversammlung der

Handwerkskammer Bremen stattfindet.

Bremen, 22.11.2011

Handwerkskammer Bremen

gez. Feldmann gez. Flathmann

Präses stv. Hauptgeschäftsführer

Bremen-Mahndorf

Glückwunsch zum Jubiläum

75 Jahre

01.12.1936

Karl Zeuschner GmbH & Co., Bremen

Gebäudereinigerhandwerk

24.12.1936

Walter Spohler, Bremen

Tischlerhandwerk

50 Jahre

01.12.1961

Horst Kelkenberg, Bremen

Friseurhandwerk

19.12.1961

CO OP Handels AG, Bremen

Fleischerhandwerk

25 Jahre

01.12.1968

Edna de Groot, Bremen

Friseurhandwerk

23.12.1986

Dieter Skupch, Bremen

Fugergewerbe (im Hochbau), Fliesen-, Platten- u.

Mosaiklegerhandwerk

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Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen, der Ihr Lebenswerk wei-

terführt? Oder Sie möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder suchen Sie

einen Partner, Gesellschafter mit Know-how und/oder Kapital? Wir helfen

Ihnen, einen Käufer, Pächter, Mieter oder Partner zu finden. Nutzen Sie die

Betriebsbörse für Ihr Angebot oder Ihr Gesuch. Geben Sie uns Ihren Text

für eine kostenlose Veröffentlichung zusammen mit Ihrem Namen, Ihrer

Anschrift, Telefonnummer und gegebenenfalls einem Ansprechpartner

per Fax an unsere Abteilung Betriebsberatung, Stichwort: Betriebsbörse.

Unsere Fax-Nr.: 0421 30500-319. Die nachstehenden Angebote und Gesuche

sind der Handwerkskammer Bremen zugegangen. Die Offerten werden

kostenlos und ohne Gewähr veröffentlicht.

Bremen Angebote

1076 Langjähriges und erfolgreiches Gerüstbaugeschäft in Norddeutschland

(keine GmbH) sucht aus Altersgründen Nachfolger

oder Teilhaber. Eigenkapital erforderlich.

1124 Tischler-Werkstattgemeinschaft in Bremen-Woltmershausen

sucht selbständigen Tischler für eigenen Werkstattbereich

(mit Maschinenbenutzung).

1178 Friseursalon (ca. 80 m²) in Bremen-Mitte komplett zu verkaufen

oder günstige Miete für Räumlichkeiten; Inventar ist auch

einzeln zu erwerben

1180 Für Heizungs- und Sanitärbetrieb Nachfolger gesucht in

Bremen-Nord auf Pachtbasis; 124 qm Werkstatt und Lager

1194 Wer übernimmt den Damensalon in meinem Friseurgeschäft

auf eigene Rechnung? Stammkundschaft vorhanden

1198 Friseureinrichtung auf VB zu verkaufen, Arbeitstresen mit

Spiegeln, 10 Friseurstühle mit Fußstützen, 3 Stühle mit Waschbecken,

sehr modern, kaum gebraucht

1205 Alteingesessener, gut florierender Handwerksbetrieb für

Klempnerei, Sanitär und Heizung zum 1.1.2011 zu verpachten

oder zu verkaufen.

1218 Ansprechender, moderner Salon in Bremen-Nord bietet

Stuhlmiete für selbst., erfahrenen Friseur/Friseurin.

1225 alteingesessener, ausbaufähiger Friseurladen in guter Lage

in Bremen-Nord aus Altersgründen zu vermieten/verkaufen

1227 Zahntechniklabor im Großraum Bremen, 5 MA, im Zuge eines

Generationswechsels an Zahntechnikermeister abzugeben

1230 gut eingeführter Schuh- u. Schlüsseldienst in Bremen-Nord

(Einkaufszentrum) aus Altersgründen an versierten Handwerker

zum Jahreswechsel abzugeben

1231 Heizungs- u. Sanitärbetrieb sucht Nachfolger zwecks Verkauf,

großes Büro, Werkstatt, Lager, gute Auftragslage

1232 Friseurgeschäft in Bremen-Nord, 3 Vollzeitkräfte, aus persönlichen

Gründe günstig zu verkaufen

1237 Heizung-u. Sanitärbetrieb in Bremen zu verkaufen/verpachten

oder zu vermieten, guter Kundenstamm vorhanden.

Grundstück 300 m², Werkstatt 40 m², Lager-räume 125 m², Büro

28 m². Bei Bedarf wäre eine ausbaufähige Wohnung zu vermieten

- ca. 85 m².

1238 Alteingesessener Heizung-und Sanitärbetrieb aus gesundheitlichen

Gründen abzugeben. Es wird ein Nachfolger oder Teilhaber

gesucht, solider Kundenstamm und ein eingespieltes Team

sind vorhanden.

1241 Elegant eingerichtetes Friseurgeschäft, 120qm², in Bremer

Einkaufspassage zu verkaufen. Kundenstamm und Laufkundschaft

vorhanden, Parkplätze direkt davor.

1242 Friseursalon in Bremen-Oberneuland abzugeben

1244 Friseurbetrieb im Bremer Westen zum 1.10.2011 zu verpachten,

23 Plätze, Fußpflege und Kosmetik, in zentraler Lage

1245 Kleiner Fahrradladen in der Neustadt aus Nachlass kurzfristig

zu verkaufen

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1249 Alteingesessene Handwerksbuchbinderei im Raum Bremen

sucht Nachfolger

1250 Kleiner, alteingesessener Sanitär/Elektro-Betrieb zu verkaufen

1257 Werkstatt, Lager und Büroraum (240 qm) in Bremen-Findorf,

Hemmstr. an Handwerksbetrieb zu vermieten, Tel. 0172

4296215

1258 Elektrofachgeschäft mit langjähriger Tradition und gutem

Ruf an Elektrojungmeister (oder vergl. Qualifikation) abzugeben.

Kompl. ausgestattete Werkstatt mit Messgeräten, Werkzeugen

etc. sowie großer Verkaufsraum mit Ausstellung und Warenbestand

vorhanden

1259 Metallbauschlosserei in Bremen (5 Mitarb.) zu verkaufen,

400qm gemietete Werkstatt, kleiner Maschinenpark sowie Fahrzeug

vorhanden.

1260 Gut eingeführter Schuh- und Schlüsseldienst in Bremen-

Nord aus Altersgründen zu verkaufen.

1261 Langjährig bestehender Friseursalon im Bremer Osten

krankheitsbedingt abzugeben, 90 m², 2 Herren- und 7 Damenplätze

1262 Sanitär- u. Heizungsinstallateur als Teilhaber u. Konzessionsträger

von Fliesen- und Trockenbau Siebert gesucht. Tel.

01728011417

Werkstatt/Lager in Burg-Grambke ca. 150 m² zu vermieten, mtl.

400 €, Tel. 01716386801

Grundstück im Gewerbegebiet Bayernstrasse zu verpachten,

1.880 qm eingezäunt. Tel. 0421 / 392120

Bremen Gesuche

2053 Fotografenmeister sucht Fotostudio mit Handel zur Übernahme

2057 Selbständiger Tischler sucht aktive Tischlerei mit eigenem

MA- und Kundenstamm in Bremen oder Umland zwecks Übernahme

oder Fusion.

2058 Malermeister sucht Betrieb im Raum Bremen, bis zu 10 Mitarbeiter

zur Übernahme

2059 Selbstständige Friseurin sucht Betrieb zur Übernahme in

Bremen oder Bremerhaven in Pflegeeinrichtung (Seniorenheim)

Bremerhaven Angebote

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel, Sanitär- und Heizung, Malerei günstig zu

verkaufen oder zu verpachten

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb sucht aus

Altersgründen einen Nachfolger. Übernahme auf Kauf- oder

Pachtbasis möglich. Ein guter Auftragsbestand, ein solider Kundenstamm

und ein eingespieltes Team sind vorhanden.

3069 Nachfolger für Tischlerei gesucht bzw. Firmengelände, ca.

2000 m², geeignet als Standort für Handwerksbetriebe (Maler-,

Mauer-, Dachdecker oder Elektromeister).

3072 Kleiner Orthopädie-Schuhtechnik-Betrieb, seit über 60 Jahren

am Markt, aus Altersgründen in Bremerhaven abzugeben,

großer Kundenstamm, Bequemschuhhandel, med. Fußpflege.

3073 Gewerbl. Räume, 50 m², Erdgeschoss + Hochparterre, bisher

als Friseursalon genutzt, ab sofort zu vermieten

Interessenten wenden sich bitte unter Angabe der Chiffre-Nr. telefonisch oder schriftlich

an die Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer Bremen, Ansprechpartnerin:

Frau Angelika Pfeifer, Ansgaritortsr. 24, 28219 Bremen, Telefon 0421

30500-310, Telefax 0421 30500-319, E-Mail: pfeifer.angelika@hwk-bremen.de. Die

vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen und weitere Angebote

und Gesuche finden Sie unter www.nexxt-change.org.


MeinUnGen

Handwerk in Bremen hat nachgefragt

Wie stehen Sie zu staatlich festgelegten Mindestlöhnen?

susanne Blair, erste Vorsitzende

der kosmetiker-innung Bremen

artur Böhlken, kreishandwerksmeister

und Obermeister der Maler-

und lackiererinnung Bremerhaven-

wesermünde

rita Höpfner, stellvertretende Ober-

meisterin der Friseur-innung Bremen

andreas knigge, Obermeister der

konditoren-innung Bremen

Im Handwerk sind Kosmetikerinnen meist als Einzelunternehmerinnen

selbständig. Angestellte

dagegen arbeiten in Parfümerien, dem Wellness-

Bereich, bei Hautärzten und in Reha-Einrichtungen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdienen

die Angestellten zwischen 2.162 und 2.066 Euro.

Jedoch bezweifle ich stark, dass alle Arbeitgeber

ihren Angestellten tatsächlich dieses Gehalt zahlen.

Kosmetikerinnen müssen hohen Anforderungen

gerecht werden. Deshalb bin ich immer dafür gewesen,

dass Kosmetiker einen Mindestlohn zahlen

sollten. 8,50 Euro halte ich für angemessen.

Das Maler- und Lackiererhandwerk gehört zu

den ersten Gewerken, für die ein Mindestlohn

eingeführt wurde. Aktuell liegt er für gelernte

Arbeitnehmer im Tarifgebiet West bei 11,75 Euro,

für ungelernte bei 9,75 Euro. Ob er wirtschaftlich

vertretbar ist oder nicht, kommt wie so oft auf den

Einzelfall an. Hochqualifizierte Arbeitnehmer, die

sehr effizient arbeiten, können natürlich besser

entlohnt werden als andere. Viele Betriebe zahlen

ihren Leistungsträgern deshalb auch deutlich mehr

als den tariflichen Ecklohn, auch um sie zu halten.

Es kommt also auf die Produktivität an, die Löhne

müssen die Produktivität widerspiegeln. Deshalb

sollte man vielleicht einmal über eine stärkere

Differenzierung bei den Tarifen nachdenken.

Oberflächlich betrachtet mögen Mindestlöhne gut klingen.

Jeder, der sich dafür ausspricht, sollte aber bedenken,

dass in vielen Gewerken heute schon Schwarzarbeit

den regulären Betrieben das Leben schwer macht. Wer

verlangt, dass bei einem Preis für einen Herren-Haarschnitt

von 11 Euro ein Mindestlohn von 8,50 an den

Mitarbeiter gezahlt wird, und der Unternehmer von den

übrigen 2,50 Steuern und Sozialabgaben begleicht, Miete

zahlt, Material und Werkzeug usw. beschafft, ist weltfremd.

Der Preis für den Haarschnitt müsste sich verdoppeln,

aber diese Akzeptanz fehlt beim Kunden und führt

zu Schwarzarbeit. Wer über Mindestlöhne spricht, sollte

sich deshalb auch über einen reduzierten Mehrwertsteuersatz

für handarbeitsintensive Gewerke Gedanken

machen, um die Schwarzarbeit gezielter zu bekämpfen

und mehr Geld aus der Schattenwirtschaft zu holen.

Die Festlegung genereller Mindestlöhne ist nicht

sinnvoll. Viele Konditoren arbeiten unter anderem

auch mit Aushilfskräften, Studenten und anderen

ungelernten Kräften, deren Entgelte zum Teil unter

der Grenze von 8,50 Euro liegen. Darüberhinaus sind

Servicekräfte über Provisionen am Erfolg beteiligt. Im

Gegensatz zu einem festen Stundenlohn reizen solche

Provisionsleistungen im Service den Kunden sehr

gut zu bedienen. Ein fester Lohn führt automatisch

zum Nachlassen der Servicequalität. Zudem findet in

unserem Gewerk in jedem Jahr eine Lohnangleichung

statt. Der Deutsche Konditoren Bund gibt jährlich

einen Lohnvergleich aller 16 Bundesländer heraus,

nach deren Richtwerten das Personal bezahlt wird.

kOnTakT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon 0421 30500-0

Telefax 0421 30500-109

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Außenstelle Bremerhaven

Barkhausenstraße 4 (Timeport III)

27568 Bremerhaven

Telefon 0471 972490

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Redaktionsleitung Hwk:

Thomas Dürr

Telefon 0421 3649910

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KH Bremen: Stefan Schiebe

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KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt, Telefon 0471 185218

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

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Handwerk in Bremen (HiB)

Verlag: Weser Presse Verlag GmbH & Co. KG

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Redaktion: Manuela Chrestels

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Mitteilungsmagazin der Handwerkskammer

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und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Vervielfältigung, Speicherung und Nachdruck

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Abbildung zeigt Wunschausstattung gegen Mehrpreis. Zzgl. € 890,- Frachtkosten inkl. MwSt. Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach 80/1268/EWG): 7,4 (kombiniert), 9,1 (innerorts),

6,4 (außerorts), Co2-Emission: 195 g/km (kombiniert). Händlereigene Zulassung. *Für Nutzfahrzeuge älter 6 Jahre. Aktion befristet bis 31.12.2011.

www.woltmann-gruppe.de

Woltmann Föhrenstraße

Föhrenstraße 70-72

28207 Bremen

Telefon-Hotline (0421) 4 58 08-221

foehrenstrasse@woltmann-gruppe.de

Ein Betrieb der Woltmann GmbH & Co. KG

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