Dolomiten-Klettersteigdurchquerung Fanes-Tofana - Die ...

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Dolomiten-Klettersteigdurchquerung Fanes-Tofana - Die ...

Dolomiten-Klettersteigdurchquerung Fanes-Tofana

4. Tag: Giussanihütte - Ferrata Giovanni Lipella - Tofana di Rozes - Pomedehütte

Der Angriff auf das Dach der Tour, die Tofana di Rozes,

erfolgt am vierten Bergtag. In aller Frühe wird die Giussanihütte

verlassen, um abwärts wandernd die gewaltigen

Südwandabbrüche zu queren und in die Ferrata

Lipella einzusteigen. Dieser Klettersteig führt gleich zu

Beginn durch einen Tunnel, der während des 1. Weltkrieges

in den Fels gebrochen wurde. Im Innern des Berges

geleiten Stirnlampen die Watzmänner über Treppen und

holpriges Geläuf auf einer Länge von 500 Metern steil

bergan, um dann aus dem Dunkel in das gleißende Sonnenlicht

hinauszutreten. In der Folge zeigt sich die Ferrata

Lipella als schwieriger Klettersteig der Kategorie C/D.

In der Ferrata Giovanni Lipella

Ständig sind schmale Felsenbänder zu überwinden.

Während rechter Hand der senkrechte Fels aufragt, fällt

die Wand nach links ins Bodenlose. Am Drahtseil geht es

dann wieder steil bergauf. Leitern, Klammern oder Trittstifte

fehlen in diesem Eisenweg vollkommen. So sind die

Bergkameraden beim Klettern auf die spärlichen Tritte

im blanken Fels angewiesen. Beim Ausstieg am Nordwestgrat

wird Gehgelände erreicht. Auf einer sich

windenden Geröllspur geht es sodann hinauf zum

Gipfel der Tofana di Rozes.

Bergkameradschaft auf der Tofana di Rozes, 3.225 m

Unter dem Gipfelkreuz auf 3.225 Metern bewundern die

Bergsteiger das herausragende Bergpanorama. Tief

unten im Tal liegt der Zielort Cortina d’Ampezzo während

gleich gegenüber der mächtige Gipfelstock der Tofana di

Mezzo aufragt. Nur leichtes Gewölk steht am strahlend

blauen Himmel. So genießen die Kletterer die Gipfelrast

eine ganze Weile, bevor sie sich über die Normalroute

an den Abstieg zur Giussanihütte machen. 1.000

Höhenmeter geht es steil bergab. Noch einmal wird

kurze Hütteneinkehr gehalten. Dann steigt die Gruppe

hinunter ins Valon de Tofana , um über den Klettersteig

Sentiero Astaldi zur 2.340 Meter hoch gelegenen

Pomedeshütte hinüber zu queren. Diese kleine Ferrata

macht noch einmal richtig Spaß. Schmale Bänder werden

auch hier am Drahtseil durchstiegen. Immer wieder geht

es bei leichter Kletterei bergauf und bergab. Dabei sind

die Aussichten ins Tal von Cortina d’Ampezzo und auf die

gegenüberliegende Bergkette überaus bemerkenswert.

Dolomitenpanorama von der Pomedeshütte

Ausgangs der Steiganlage führen Serpentinenpfade

dann zur Pomedeshütte hinauf. Der 11stündige Klettertag

endet in der Alpenvereinsunterkunft mit einer wohlverdienten

Runde Obstler.

Am fünften Tag wird in der Tofanaregion noch die

Ferrata Sentiereo Olivieri durchstiegen. Die

recht einfache Klettersteigführe bringt die Bergkameraden

hinauf zur Rifugio Ra Valles. Von dort

geht es mit der Bergbahn entspannt ins Tal nach

Cortina d’Ampezzo, wo die 21. Bergfahrt der Bergkameradschaft

„DIE WATZMÄNNER“ ihr Ende fi ndet.

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