Vereine der Region

fos.coburg.de

Vereine der Region

PROJEKTTAG 2012

Vereine der Region

Coburg

Regiomontanus-Schule FOS/BOS


FOS-BOS-Coburg

Projekttag 2012

Inhaltsverzeichnis

1. Kulturvereine

Cross Art

Heimatverein Heldritt

VEREIN

2. Traditionsvereine

3. Sportvereine

Gemeinschaft Stadtbild Coburg

Initiative Stadtmuseum Coburg

Colloquium HistoricumWirsbergense

Pfadfinderbund Weltenbummler

Freiwillige Feuerwehr Neustadt b. Coburg

Deutscher Alpenverein

Coburg Locals

HSC Coburg

Bobbycar Club Coburg

Oberfränkischer Hängegleitverein Coburg

Modellflug Club Coburg

4. Natur/ Umweltschutzvereine

Landesbund für Vogelschutz

Tier- und Naturschutzverein Coburg

5. Humanitäre/ soziale Vereine

Coburger Tafel

Sozialkaufhaus Coburg

Türkisch-islamischer Verein Coburg

Tagesmütterverein Coburg

6. WeitereAspekte der Vereinsarbeit

Stadtjugendring Coburg

Alumni-Ehemaligenverein

Fragebogen: Vereinsmitgliedsschaft


Cross- Art e.V.

(Bedeutung: „Kunst kreuz und quer“)

Gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kunst, Kultur und Musikerinitiative

Idee und Entstehung

� Seit 1999 ursprünglich als Kunst und Kulturverein (Lesungen und Theater) in

der Konservenfabrik Neuses, bis zum Abriss des Gebäudes

� 2006 Zusammenschluss mit „Pleasure Bush“

� Seit 2007 (auch als Musikerinitiative) im BGS Gelände Coburg

� Förderung von kulturellen Veranstaltungen und Projekten aller Art und

Vereinssitz

Vermietung von Proberäumen

� Ehemalige Kaserne des BGS Coburg

Von-Gruner-Str. 16

(angemietet von der Bundesanstalt für Immobilien)

� ca. 50 Proberäume (14- 90 qm), verteilt auf vier Ebenen

Mitglieder

� 7 aktive Mitglieder (auf freiwilliger Basis, ca. 360 Std. im Jahr pro Person)

� 230 passive Mitglieder (davon ca. 200 Bandmitglieder)

� Angestellte: Hausmeister, Reinigungskraft

Beiträge

� 15 Euro Jahresbeitrag pro Mitglied

� Für Bands 5 Euro Zuschlag ab dem vierten Mitglied

� Miete für Proberäume:

2,85€/ qm für Mitglieder

3,85€/ qm für Nicht-Mitglieder


Finanzierung

� Eigene Veranstaltungen

� Mitgliedsbeiträge und Mieteinnahmen

� Sponsoren wie z. B. Füllbach- Stiftung, Rotary- Club

� Förderung durch die Stadt Coburg (Stromleitungen, Sanitäre Anlagen)

Regelmäßige Veranstaltungen

Ziel

� Summerblast (Open- Air- Festival)

� Accoustic- adventure (demnächst im Gasthaus„Goldener Hirsch“ am Judentor)

� Kunstaustellungen

� Theateraufführungen

� Ausbau der Innenräume, um Indoor- Veranstaltungen zu ermöglichen


Die Heimatvereine:

Die Idee, Heimatvereine zu gründen, entstand Ende des 19. Jahrhunderts während der

Heimatbewegung, in deren Mittelpunkt die Stärkung der nationalen Identität stand.

Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Traditionen und Besonderheiten der Region/Ortschaft

bewahren, pflegen und vor allem fördern möchten, da sich die Mitglieder stark mit ihrer Heimat

verbunden fühlen. Deshalb tragen diese Vereine häufig den Namen des zugehörigen Ortes. Der

Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt zumeist auf der Pflege des lokalen Dialektes und Brauchtums, wie auch

auf der Erforschung und Verbreitung der örtlichen Historie (→ wichtige Voraussetzung für die

Anerkennung als gemeinnütziger Verein).

Charakteristisch für

Heimatvereine ist, dass

sie an die

Heimatverbundenheit

der Bürger appellieren,

um sie zum Beitritt zu

motivieren. Zudem sind

sie vorwiegend

Mitglieder der jeweiligen

Dachorganisation, wie

z.B. dem Bayerischen

Landesverein für

Heimatpflege. In dessen

Aufgabenbereich fallen

unter anderem

Denkmal- und

Landschaftspflege,

Volksschauspiel und Trachten sowie regionale Geschichtsforschung, Volksmusik und –tanz.

Die Waldbühne und der Heimatverein Heldritt e.V.:

Um 1930 fand die erste Aufführung auf der Waldbühne im Bad Rodacher Stadtteil Heldritt statt.

Der Heimatverein Heldritt wurde von Ferdinand Morgenroth 1950 gegründet und seitdem werden

von ihm die Auftritte des Theaters der Waldbühne Heldritt organisiert.

Seit 1977 werden jährlich zwei Stücke aufgeführt: Ein Lustspiel für Erwachsene und ein Kinderstück.�

Zusätzlich führt der Verein „Coburger Sommeroperette e. V.“ jährlich eine Operette oder ein Musical

auf. Alle Aufführungen sind stets ein großer Erfolg.

Der Heimatverein Hedritt zählt jährlich über 20.000 Besucher aus einem Umkreis von ca. 100 km. Pro

Vorstellung stehen im überdachten Zuschauerraum 820 Plätze zur Verfügung. Auch die Bewirtung der

Gäste ist bei jeder Vorstellung gewährleistet.

Insgesamt zählt der Verein ca. 180 Mitglieder, wobei der Großteil ehrenamtlich an den

Theaterstücken mitwirkt.


Alle drei Jahre wird der Vereinsvorstand gewählt, der sich aus dem ersten Vorsitzenden (Karin

Bodirsky), dem zweiten Vorsitzenden (Friedhelm Wölfert), dem Schriftführer und dem Kassier

zusammensetzt.

Der Heimatverein und die Instandhaltung der Anlagen werden aus den Einnahmen des Spielbetriebs

und den Gewinnen aus der Bewirtung der Gäste finanziert.

Interview mit dem zweiten Vorstandsvorsitzenden Friedhelm Wölfert:

Für wann sind die nächsten Aufführungen angedacht?

Beginn ist im Juni 2013. Der Vorverkauf dafür beginnt allerdings schon im Februar.

Ab wann finden die Vorbereitungen für das kommende Stück statt?

Im Januar fangen wir mit den Proben an.

Woher werden die Kostüme und Requisiten bezogen?

Die Kostüme, die bereits vom Regisseur entworfen wurden, werden von Dagmar Bär in mühevoller

Kleinarbeit genäht. Requisiten ergattern wir beispielsweise auf Flohmärkten und die Bühnenbilder

gestalten und bauen wir selbst.

Sind die Auftritte finanziell rentabel?

Im Jahr fallen ca. 100.000 Euro Kosten für Instandhaltung, Gage und Requisiten an. Zusätzlich müssen

20.000 Euro für Kostüme und andere Anschaffungen eingeplant werden.

Der Umsatz im Jahr liegt bei ca. 200.000 Euro. Davon müssen alle Kosten gedeckt werden.

Mittlerweile ist es so, dass sich Märchenvorstellungen kaum noch lohnen, da die Kostüme in der

Anschaffung immer aufwendiger und teurer werden, wohingegen die Zuschauerzahlen deutlich

zurückgehen.

Unser Fazit:

Nach der informativen Führung durch Herrn Friedrich Wölfert eröffneten sich uns viele neue

Sichtweisen. Trotz ungemütlicher Wetterverhältnisse war es insgesamt ein sehr schöner und

interessanter Besuch der Waldbühne und des Heimatvereins Heldritt e.V. an

unserem Projekttag.

Waldbühne Heldritt

2006: Zauberflöte

2007: Der Vogelhändler

2008: Gräfin Mariza

2009: Hänsel und Gretel; Die fidele Kurklinik

2010: Und wieder schweigen die Männer;

Der kleine Wassermann

2011: Charleys Tante; Der gestiefelte Kater

2012: Die Eisheilige; Neues vom Räuber

Hotzenplotz; Gasparone


VEREIN e.V. COBURG

„Die Tradition bewahren, ohne sich vor dem Neuen zu

verschließen.“

Kultureller Hochgenuss mit dem„Verein e.V. Coburg“

Der Projekttag der FOS/BOS Coburg am 26.10.2012 stand ganz im Zeichen der

Vereine in Coburger Stadt und Land. Unsere Gruppe besuchte unter Leitung von

Frau Friedrich-Schernstein aus diesem Anlass die Landesbibliothek Coburg. Nach

intensiver Recherche in den Chroniken des VEREIN e.V., welche in der Landesbibliothek

archiviert werden, hatten wir die Gelegenheit,den 1. Vorsitzenden Herrn

Uwe Friedrich und seine Stellvertreterin Frau Hannelore Ilse persönlich zu

interviewen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Ergebnisse für unsere Leser

und potentielle neue Mitglieder zusammengefasst.

Der VEREIN e.V. wurde am 07.07.1873 in Coburg gegründet. Ursprünglich auf eine

Mitgliederzahl von 100 wohlhabenden Männern begrenzt, die u. a. Rechtsanwälte oder

Ärzte waren,wurde – um diese Zahl einzuhalten – im Falle eines Todes oder eines Austritts

eine sogenannte Ballotage abgehalten. Darunter versteht man eine Abstimmung mit

schwarzen und weißen Kugeln, bei der unseren Recherchen zufolge entschieden wurde, ob

das neue Mitglied in den VEREIN e.V. aufgenommen wird oder nicht. Aufgebaut war das

Ganze wie ein englischer Club, bei dem Frauen nur an bestimmten Veranstaltungen

geduldet waren. Die Treffen fanden im eigens vom VEREIN e.V. errichteten Gesellschaftshaus

statt, welches später zum Adolf-Hitler-Haus wurde und aufgrunddessen 1943 durch

Bomben vernichtet wurde.

Auf die Frage, ob aus traditionellen Gründen wieder ein Aufnahmeritual eingeführt werden

sollte, waren sich beide Vorstandsmitglieder einig, dass dies nicht mehr zeitgemäß sei. Sie

freuen sich über jedes Mitglied, das den Weg zu ihnen findet. Da der VEREIN e.V. eine

Gemeinschaft ist, ist es ihnen wichtig, dass kulturell Interessierte sich wohlfühlen und das

Menschliche übereinstimmt. Die Mitgliederzahlen nehmen stetig zu, jedoch würde sich der

VEREIN e.V. jederzeit vor allem über neue, junge Mitglieder freuen. Das Ziel des Vereins

ist es, hochkarätige Künstler zu einem fairen Preis nach Coburg zu holen, um ein

kulturelles Angebot zu schaffen, dassonst in der Region nicht geboten wird. Herr

Friedrich wäre Cross-Over-Bands gegenüber nicht abgeneigt, jedoch bietet sich in Coburg, u.

a. was die Akustik angeht, kein geeigneter Spielort. In der Regel wird das Foyer der HUK-

Coburg genutzt, da diese das Hauptsponsoring übernimmt und den besten Flügel Coburgs

besitzt. Zudem kann man die Decke im Foyer automatisch anpassen, um die Akustik zu

verbessern. In erster Linie finanziert sich der Verein über die Sponsoren VR-Bank, Sparkasse

und HUK-Coburg, zudem über freiwillige Spenden, die jährlichen Mitgliederbeiträge und

die Zuschüsse für Kulturvereine der Stadt Coburg. Diese Gelder setzt der VEREIN e.V. auch


umgehend in die Kostendeckung um, z. B. für die GEMA. Herr Friedrich ist immer bemüht,

verschiedene Stilrichtungen innerhalb eines Konzertes und einer Saison unterzubringen und

dabei das Budget nicht übermäßig zu belasten. Obwohl keine Kooperation mit anderen

Konzertveranstaltern etc. besteht, werden beide Briefkästen des Vorsitzenden, virtuell wie

real, stets gut mit Anfragen gefüllt. Der Vorstand würde gerne mehr förderungswürdige

Künstler aus dem Ausland buchen, jedoch scheitert dies an den hohen Steuerabgaben für

diese Musiker. Das Durchschnittsalter der Mitglieder bei Eintritt liegt bei 50 Jahren oder

höher. Deswegen würde sich der Verein über jedes neue Mitglied, insbesondere jüngeren

Alters freuen. Bei Interesse empfehlen wir den Besuch der Internetseite des Vereins unter

www.verein-coburg.de. Falls Schüler und Studenten sich zum Besuch eines Konzertes des

VEREINs e.V. entschließen, ist der Eintritt für diese frei.


Gemeinschaft Stadtbild Coburg e. V.

„Coburg zuliebe – Liebe zu Coburg“

Warum wurde dieser Verein gegründet?

Aufgrund von zahlreichen Abrissen, sowie Zerstörungen von

historischen Gebäuden, wie dem Tageblattgebäude, der

Spindler- Villa und dem Barockhaus Spitalgasse 12, wurde

die Gemeinschaft Stadtbild Coburg als Bürgerinitiative

gegründet. Am 10. April 1973 wurde die Gründungsurkunde

unterschrieben. Mit der Gründung entstand eine

Bürgerinitiative, die es sich zur Aufgabe setzte, die Beschlüsse

der Verantwortlichen in Stadtrat und Verwaltung kritisch zu

beobachten.

Mit ca. 120 Mitgliedern setzt sich die Gemeinschaft sowohl

aus einzelnen Personen, als auch aus Körperschaften des

öffentlichen Rechts, wie beispielsweise der historischen

Gesellschaft zusammen.

Das Hauptziel dieser Organisation ist es, das Coburger Stadtbild in seiner Eigenart zu erhalten

und zu pflegen. Außerdem macht sich der Verein zur Aufgabe, das Bewusstsein der Coburger

für den besonderen Charakter dieser Stadt zu wecken. Coburger Bürger werden bei der

Sanierung und Restaurierung von Altbauten finanziell unterstützt. Außerdem werden die

Einwohner Coburgs für ihren besonderen Einsatz ausgezeichnet.

Die Vereinsarbeit

Abbildung 1: Auch der Abriss der Spindlervilla

motivierte zur Gründung des Vereins

Durch Renovierungen und Sanierungen werden historische Häuser in Stand gehalten. Zu den

Aufgaben von „Stadtbild Coburg“ zählen die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, die

Baupolitik innerhalb der Stadt für den Bürger transparent zu machen und die Unterstützung

des Heimatpflegers und des Naturschutzbeauftragten. Der Verein steht in Verbindung mit

dem bayerischen Landesamt für Denkmalschutz. Für ihre Ziele wirbt die Gemeinschaft

vorwiegend durch Veröffentlichungen, Vorträge, Führungen, Leserbriefe, Plakate oder

öffentliche Gespräche. Der Verein berät Privatpersonen und Einrichtungen.

Förderungswürdige denkmalpflegerische Maßnahmen und Arbeiten, für die öffentliche Mittel

nicht ausreichen, können durch finanzielle Beihilfe unterstützt werden. Bei der Gefährdung

einzelner Objekte wird sich die Gemeinschaft je nach deren Rang und Bedeutung mit allen

Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für die Erhaltung einsetzen.

Um das Interesse der Jugend an der Denkmalpflege bzw. dem Denkmalschutz und der

Stadtbildgestaltung zu wecken, rief die Gemeinschaft „Stadtbild Coburg“ im Jahre 1985 das

sogenannte „Schulprogramm“ ins Leben, mit dem Schülerarbeiten finanziell prämiert werden

sollen: Jede teilnehmende Klasse erhält 500 Euro für ihr Engagement! Die Gemeinschaft hofft

damit das Interesse von Lehrern der Sachgebiete Kunst, Deutsch und Geschichte wecken zu

können.


„Spätere Generationen hätten kein Verständnis für uns, wenn im Bild der Stadt Wertvolles und

Einmaliges unwiderruflich preisgeben würde.“

(25 Jahre Bürgerinitiative im Denkmalschutz, S. 6 )

Seit Mitte der 80er unterstützt die Firma Brose den Verein mit mehreren Spenden in

Millionenhöhe. Andererseits musste mehrmals gegen den Stadtrat vorgegangen werden, um

die Erhaltung historischer Gebäude zu gewährleisten.

Erfolge

Als der Müllzweckverband plante, ein MHKW am Anger zu

errichten, unterstützte der Verein die „Bürgerinitiative gegen

das Müllheizkraftwerk“ und konnte mit deren Hilfe den Bau

verhindern, um das Stadtbild nicht zu zerstören. Heute steht

das MHKW in Neuses!

Seit der Gründung beschäftigte sich der Verein mit der

Osttangente und der Tiefgarage am Schlossplatz. Drei

verschiedene Plangutachten wurden eingeholt. Am 21.06.88

erschien in der Neuen Presse, dass die Pläne zum Bau der

Tiefgarage tatsächlich abgelehnt wurden!

Programm „Blühendes Stadtbild“

Das Programm richtet sich an Privatleute, um mit finanzieller

Unterstützung die Bürger zur Renovierung ihrer historischen

Fassaden zu animieren.

Abbildung 3: Skizze zum Bau der Tiefgarage unter dem Schlossplatz

Abbildung 2: Vom Verein

entworfenes Plakat gegen den Bau

eines Müllheizkraftwerkes am Anger


Der Verein

Wir trafen uns mit Herrn Appeltshauser, dem Vorsitzenden der „Initiative Stadtmuseum“, um

an einer Stadtführung teilzunehmen.

Der Verein wurde 1994 gegründet und im Jahre 1996 offiziell als Verein eingetragen. Ziel

dieses Verbandes ist es, ein Museum einzurichten, welches über die Coburger Stadtgeschichte

informiert. Dabei soll vor allem auf die bürgerliche Entwicklung eingegangen werden

und über die häufig verdrängte nationalsozialistische Vergangenheit der Stadt in den Blick

genommen werden.

Finanziert wird der Verein durch Mitgliedsbeiträge

der 90 Mitglieder und von freiwilligen

Spendern, wie z.B. Frau Nolte-Vogler,

die einen erheblichen Betrag für den Verein

entrichtet hat. Trotz dieser finanziellen

Unterstützung ist der Verein noch auf der

Suche nach Investoren, da das Projektgebäude,

welches sich neben dem Stadtarchiv

befindet, stark sanierungsbedürftig

ist. Dieses Vorhaben zu verwirklichen,

gestaltet sich jedoch schwierig, da sich

Auszug aus dem Katalog des Vereins

viele Bürger gegen die „Initiative Stadtmuseum“

aussprechen. Dies kann auch

damit begründet werden, dass 2004 der Vereindie Ausstellung „Voraus zur Unzeit“, welche

die Schrecken der NS-Zeit behandelt, organisierthatte. Die nationalsozialistische Vergangenheit

wolle dieMehrheit der Bürger, nach Ansicht unseres Referenten, eher lieber

vergessenund wolle sie hinter sich lassen. Allerdings würde das Projekt genau diese

Vergangenheit erneut thematisieren und daran bewusst erinnern.

Ein weiteres, öffentliches Zeichen für die Verdrängung der Vergangenheit ist beispielsweise,

dass das Fremdenverkehrsamt Bücher, die über diese Zeit informieren sollen, nicht ausstellen

möchte. Sie begründen ihre Ablehnung damit, dass Touristen an diesen Büchern kein

Interesse zeigten und diesedamit nicht in den Verkauf gingen.

Derzeit ist das Projekt der Eröffnung eines Museums auf Eis gelegt, jedoch finden im Namen

des Vereins Veranstaltungen wie z.B. öffentliche Diskussionen und Vorträge statt. Bis zur

Wahl des neuen Stadtrates 2014, von welcher sich der Verein neue Chancen verspricht, wird

dies wohl auch so bleiben.

Coburger Geschichte

Anschließend informierte Herr Appeltshauser, entsprechend den Anliegen des Vereins, uns

über die dunkle Vergangenheit Coburgs vor und während der NS-Zeit.


Bis zum Jahre 1918 war Coburg eine Fürstenstadt, doch dies änderte sich nach der

Ratifizierung des Versailler Vertrags. Durch diesen entstand eine hohe Arbeitslosigkeit,

Inflation und ein allgemeiner Einbruch der Wirtschaft. Generelle Unzufriedenheit über die

eingeführte Demokratie nach dem 1. Weltkrieg machte sich auch in Coburg breit, was zur

Verlagerung der politischen Meinung der Bürger in Richtung extremistischer Parteien führte.

Nach einer friedlichen Kundgebung der SPD 1921 auf dem Schlossplatz kommt es zu einer

Konfrontation von Kommunisten und Nationalsozialisten. Dieser Konflikt wurde blutig von der

Bayerischen Polizei mit Maschinengewehren und Granaten beendet. Durch das Eingreifen

des Staates wurden 20 Menschen verletzt und einer sogar getötet.

Am Tag der Deutschen, dem

14.10.1922, erzwang Adolf

Hitler vor dem heutigen Mc-

Paper in der Mohrenstraße,

damalige Straße der SA,

einen Marsch durch Coburg

mit einer Gefolgschaft aus

650 Nationalsozialisten. Als

die Kommunisten in Erfahrung

brachten, dass ein

Nazi-Aufmarsch in Coburg

geplant war, wollten sie diesen

unterbinden und reisten

deswegen am „TAG DER

DEUTSCHEN“ zum Ort des

Geschehens aus dem Osten

der Republik an.

Die aus München zum „Tag der Deutschen“

angereisten SA-Männer

Somit waren die schweren Straßenkämpfe zwischen den Anhängern Hitlers und den

„Befürwortern der Demokratie“ vorprogrammiert.

Dieses Ereignis überzeugte die meisten Coburger Bürger von der „Schlagkraft“ der Partei

Hitlers, so dass im Juli 1929 Coburg schließlich den 1. Nationalsozialistischen Stadtrat

Deutschlands wählte.

Damit war Coburg „THEFIRST GERMAN NAZI TOWN“, wie man in England verwundert

feststellte. Die in Coburg ausgeführte Politik definierte sich über Arisierungen, Einführung

des Arbeitsdienstes und Gründung des „Weckrufes“, einem üblen lokalem Propagandablattes.

Dies waren erste größere Schritte in Richtung des Antisemitismus. Nach der

„Machtergreifung“ wurden 1942 die letzten verbliebenen Juden der Stadt nach Theresienstadt

deportiert, wo jegliche Spur von ihnen endete.

Jeder Coburger sollte sich heute bewusst machen, dass beispielsweise in der alten

Herberge, welche sich im Hinterhof des Rathauses befindet, bereits im Jahre 1933 die

Gegner des Naziregimes brutal gefoltert wurden. Trotz der Schreie, welche unüberhörbar bis

zum Spitaltor gellten, sah und hörte die Coburger Bevölkerung schon damals weg und

beugte sich somit dem Beginn der Herrschaft des NS-Regimes.


Das Colloquium Historicum Wirsbergense

Anhand des Vereins mit dem komplizierten Namen versuchten wir am Projekttag mit Hilfe

von zahlreichen Unterlagen herauszuarbeiten, was die Intentionen des Vereins sind, sein

Aufbau, seine Zielsetzung und Hauptaufgaben.

Geschichte

Nach der Gründung am 29. Juli 1924 wird der Verein Colloquium Historicum Wirsbergense

(CHW) erstmals 1929 in einem Flugblatt erwähnt. Mit 1.700 Mitgliedern, organisiert in 17

Gruppen, gehört er heute zu den größten Geschichtsvereinen in ganz Bayern. Die Gründungsversammlung,

leider ohne Protokoll, ereignete sich nahe dem Eisenbahnknoten Neumarkt

und geht auf fünf evangelische, drei katholische Pfarrer, einen Arzt und einen Studienrat

zurück, welche durch geladene Gäste unterstützt wurden.

Das auch heute noch bekannte Vereinswappen geht auf die Ortsgeschichte, welche der Lehrer

Ferdinand Zettner 1895 veröffentlichte, zurück. Die eigentliche Entstehung entwarf der

Kulmbacher Grafiker Lorenz Reinhard Spitzenpfeil (1874 - 1945) um 1929. Es verbindet das

fürstbischöfliche-bambergische und das markgräfliche-bayreuthische Wappen durch eine

Steinmauer, darüber ein rotes W – eine Anspielung auf die Herren von Wirsberg, die eine

Mauer auf rotem Schild als Wappen führten.

Ziele

Anfangs waren die Ziele des neuen Vereines das rege Bemühen um „heimatliche Geschichte“

und die damit verankerten Zeugnisse, sowie die Heimatschutzbewegung. Schon zu Beginn

des 20. Jahrhunderts wollte man heimatliche Geschichte ins Volke hinaus tragen, doch dem

Volk selbst war es strikt untersagt sich in Elitevereinen zu etablieren. So auch im CHW,

welches durch Geistliche und Akademiker unter der Führung von Dr. Eduard Magerie ein

hohes Niveau erreichte. Seine Heimatverbundenheit, welche sich natürlich in seinem

Lebenswandel zeigte, machte ihn wohl deshalb zum Gründungsvater.

Themen

Die Themen der ersten beiden Vereinsjahrzehnte waren landesgeschichtliche Traditionen,

Siedlungsgeschichte, mittelalterliche Geschichte, Kirchen-, Rechts- und Verfassungsgeschichte.

Jüngere Themen, ebenso wie sozialhistorische Fragen, blieben jedoch unbeachtet.

Insofern scheint die Frage berechtigt, ob die Gründung tatsächlich ein Aufbruch war – oder

eher ein Rückzug in die Beschaulichkeit des Alten und längst Untergegangenen. Dies hat sich

in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, sodass die Vorträge mittlerweile bis ins dritte

Reich und sogar darüber hinaus reichen. Außerdem ist ein weiteres Ziel der Vereinsarbeit die

Vermittlung von Geschichte an interessierte Laien.


Methoden zum Erfüllen des Vereinszwecks

� Vorträge und Symposien (= sinngemäß: „gemeinsames, geselliges Trinken“; später:

wissenschaftliche Konferenz)

� Herausgabe von Druckschriften und anderen Medien (Jahrbücher, Monographien und

kleine Schriften: Beispiele: Geschichte am Obermain Band 1-27, Streifzüge durch

Franken, Appell ans Humane: Zu Leben und Werk Hans Liskas)

� Durchführung und Unterstützung von Forschungsprojekten

� Veröffentlichung von Forschungsergebnissen

� Förderung verwandter gemeinnütziger Institutionen

� Bewahrung geschichtlicher Zeugnisse und Denkmäler

� Aufbau und Unterhaltung einer Bibliothek, eines Archivs sowie weiterer Sammlungen

Vorträge und andere Veranstaltungen

� Wintersaison: 4-10 Veranstaltungen, je nach Bezirksgruppe im Jahresprogramm 2012

- 2013, insgesamt 122 Veranstaltungen, davon sind 16 Exkursionen (Tagesexkursionen

und mehrtägige Exkursionen)

� Sommersaison: im Jahr 2011: 12 Exkursionen, im Jahr 2012: 17 Exkursionen, die in

der Regel 2 Stunden dauern.

Zusätzlich gibt es auch einstündige Feierabendführungen. Wesentliches Element der

Veranstaltungen im Sommer ist das gesellige Beisammensein nach den Veranstaltungen zur

Diskussion (Colloquium).

Ziele des CHW: Sommer 2009 – 2012

Blau: Exkursionen 2009; Gelb: Exkursionen 2011; Grün: Exkursionen 2010; Rot: Exkursionen 2012


DIE PFADFINDER UND DER PFADFINDERFÖRDERKREIS

Am Projekttag der Regiomontanus Schule Coburg beschäftigten wir uns mit dem Thema Pfadfinder.

Aus purer Neugier an den Pfadfindern und aufgrund unserer Naturverbundenheit entschieden wir uns

an diesem aufregenden Projekt teilzunehmen. So trafen wir uns mit Stammesführer Julian Hohenadel,

der ebenfalls die FOS besuchte und dem Vorsitzenden des Pfadfinderfördervereins Herrn Joachim

Müller im „Pfadfinderzentrum Callenberg“ bei Coburg.Vor einem wärmenden Kaminfeuer berichtete

Herr Müller zunächst viele Fakten, bevor er auf unsere Fragen einging.

Der Pfadfinderförderkreis ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgaben gemacht hat,

Jugendgruppen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben,

Natur in der Gruppe aktiv zu erleben. Die Einrichtungen des Förderkreises sind nicht nur für

Pfadfinder, sondern stehen allen Jugendgruppen zur Verfügung. Außerdem gibt es seit Jahrzehnten

Projekte wie Abenteuerpädagogik oder Fahrten ins Ausland.

Geschichte

� 1907 wurden die Pfadfinder von dem englischen

General Baden-Powell gegründet

� 1911 wurden die ersten Pfadfindergruppen in

Deutschland aufgebaut und 1920 wurde so auch eine

Gruppe in Coburg gebildet

� 1933 wurden sie jedoch verboten und schließlich

durch die Hitler-Jugend ersetzt

� Ende der 60er Jahre nahm die Anzahl der Mitglieder

von ca. 50.000 Mitgliedern auf 3.000 stark ab

(Die hierarchische Struktur kollidierte mit der

Forderung nach stärkerer Demokratisierung)

� Insgesamt gibt es weltweit 32 Millionen Pfadfinder

Organisation und Struktur

Die Pfadfinder sind hierarchisch aufgebaut und ihre Gruppen werden von gleichaltrigen geführt,

denn so finden die Pfadfinder selbst heraus, was sie tun und lassen sollten.

� „Jungend wird von Jugend geführt“

� Die Pfadfinder sind in verschiedene Altersgruppen unterteilt:

o Bieber 4-7 Jahre

o Wölflinge 7-11 Jahre � Großer Zuwachs

o Sippe 11-15 Jahre

o Rover ab 15 Jahre

o Mannschaft ab 21 Jahre


Aktivitäten

60% der Mitglieder sind weiblich und 70

– 80% der Führungspositionen sind von

Frauen besetzt.

Der Pfadfinderverein finanziert sich

durch den Mitgliedsbeitrag von derzeit

45 € im Monat, aber auch durch Spenden

und durch eine jährliche

Büchsensammelaktion, die mit ca. 6000€

eine bedeutende Einnahmequelle

darstellt.

Es gibt verschiedene Pfandfindervereine, zum Beispiel die Weltenbummler. Diese sind in Coburg

aktiv. Wie der Name schon sagt, ist dieser Verein in der ganzen Welt unterwegs. So fuhr die

Coburger Gruppe beispielsweise schon nach Kanada, Namibia, Brasilien, mit dem Rad von Budapest

nach Wien oder mit dem Kanu tagelang den Main hinunter.

Regionale Aktivitäten können alle Mitglieder besuchen, an großen Fahrten in weitentfernte Länder

dürfen die Vereinsmitglieder jedoch erst ab einem Alter von 11 Jahren teilnehmen.

Diese sind nur durch die weltweite Vernetzung der Pfadfinder möglich. In Brasilien wurden die

Coburger Pfadfinder von einer ortsansässigen Gruppe aufgenommen und verpflegt. Deshalb fallen

für die Reiseteilnehmer immer nur die Anfahrtskosten an. Kommen ausländische Pfadfindergruppen

nach Coburg, werden diese ebenfalls von den Vereinsmitgliedern beherbergt und verpflegt.

Alle 2 Jahre findet in Deutschland und alle 4 Jahre in

Ländern auf der ganzen Welt ein Treffen zahlreicher

Pfadfinderstämme statt.

Des Weiteren unternehmen die Pfadfinder viel in der

Region. Im Winterhalbjahr werden Fahrten zum

Schlittschuhfahren in Sonneberg angeboten, es gibt ein

Mittelalterzeltlager und eine Skifreizeit. Im Sommer

finden diverse Zeltlager und Olympiaden statt.

Die Aktivitäten werden von den Mitgliedern sehr gut

angenommen. Bei den Pfadfindern ist also immer was

los.


Probleme

Die Pfadfinder als Verein haben natürlich mit vielen Problemen zu kämpfen. Denn vorallem

Tannenzapfen schmecken nicht jedem. Solche Vorurteile werfen bei Vielen ein schlechtes Licht auf

das Image der „Pfadsuchenden“. Einigen stößt auch die hierarchische Struktur angesichts der

Erfahrungen im dritten Reich auf.

Vor allem die Schulzeitverkürzung durch G8 und die Auslastung vieler potentieller Mitglieder durch

die Schule (z. B. auch Ganztagsschulen) wirkt sich negativ auf die Mitgliederzahlen aus.

Auch müssen sich viele Gruppen mit älteren Mitglieder auflösen, da die „Weltenbummler“ ab einem

gewissen Alter aufgrund eines Studiums, oder wegen dem Beginn einer Ausbildung nicht mehr die

Zeit finden, zu den Pfadfindern zu gehen.

Das allergrößte Problem stellt aber die Finanzierung dar. Wie viele Institutionen schreiben die

Pfadfinder auch rote Zahlen. Sie finanzieren sich nur durch Mitgliedsbeiträge, Spenden oder durch

gemeinsame Sammelaktionen und können nicht auf Hilfe des Staats zählen.

An diesem Vormittag haben wir viel über die Pfadfinder erfahren. Es wurden Vorurteile beseitigt und

Interesse am Verein geweckt. Wie sich herausstellte, besteht auch eine Verbindung zur

Regiomontanusschule, da die Geschäftsstelle des Förderkreises auch für das Praktikum in der 11.

Klasse FOS Praktikumsplätze bereitstellt.

Vielleicht trägt dieser Artikel auch dazu bei, den einen oder anderen zu einem Beitritt zu bewegen.

Unser besonderer Dank gilt dem Vorsitzende des Pfadfinder-Förderkreises-Coburg, Herrn Joachim

„Jockel“ Müller.


Besichtigung des Feuerwehrgerätehauses der

Feuerwehr Neustadt bei Coburg

Im Rahmen des Projekttages „Vereine der Regionder FOS/BOS Coburg, hatten wir die Möglichkeit,

in den Alltag der freiwilligen Feuerwehr in Neustadt b. Coburg zu blicken. Im Folgenden soll zuerst

über die Fakten und Zahlen, dann über die Führung in der Leitstelle und abschließend noch über

Chancen und Herausforderungen dieser ehrenamtlichen Tätigkeit informiert werden.

1. Zahlen und Fakten

Bayern:

Im Freistaat Bayern gibt es ca. 8.000 freiwillige Feuerwehren. Insgesamt leisten 322.000

Feuerwehrmänner und -frauen den ehrenamtlichen Dienst. Zusätzlich gibt es sieben

Berufsfeuerwehren wie z.B. München oder Nürnberg. Berufsfeuerwehren werden ab einer

Einwohnerzahl von 100.000 Bürgern verpflichtend.

Landkreis Coburg:

Alleine im Umkreis Coburg gibt es 97 freiwillige Feuerwehren und 2 Werksfeuerwehren.

Kreisbrandrat ist Manfred Lorenz, der für all diese Feuerwehren zuständig ist. Eine der größeren

davon befindet sich in Neustadt b. Coburg.

Neustadt b. Coburg:

Insgesamt gibt es im Stadtgebiet Neustadt 13 freiwillige Feuerwehren, bei denen ca. 400

dienstleistende Männer und Frauen tätig sind. Davon sind 39 Mitglieder in der Kernstadt Neustadts

tätig. Aus einer Statistik geht hervor, dass es im Jahr 2011 148 Einsätze verschiedenster Art und

Weise gab. Darunter fallen:

� Brände: 15 (Klein, Mittel und Großbrände)

� Technische Hilfeleistungen: 57

� Sicherheitswachen: 16 ( z. B.: Konzerte)

� Sonstige: 60

Insgesamt mussten die ehrenamtlichen Mitarbeiter 3.982 Arbeitsstunden ableisten.


2. Führung

Nach einer Begrüßung von Rolf Höfner (Stadtbrandinspektor) führte uns Benedikt Hutterer, Schüler

der Regiomontanus-Schule und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt bei Coburg, durch den

Gebäudekomplex. Hierbei wurden uns folgende Bereiche gezeigt:

Großer/kleiner Schulungsraum:

Hier werden verschiedene Lehrgänge und Fortbildungen abgehalten.

Kleiderkammer:

Lagerung und Ausgabe der Einsatz- und Ausgehuniformen für das gesamte Stadtgebiet.

Schlauchwaschanlage und Schlauchturm:

In diesem Bereich werden die Schläuche gewaschen und überprüft, anschließend werden diese zur

Trocknung im Turm aufgehängt.

Diverse Werkstätten:

KFZ-, Schlauchreparatur- und Atemschutz-Werkstatt

Einsatzzentrale:

Diese wird bei Großeinsätzen besetzt, um die Koordination der Fahrzeuge zu koordinieren.

Fahrzeughallen:

Hier stehen die verschiedensten Einsatzfahrzeuge: Löschgruppenfahrzeuge, Drehleiter, Rüstwagen,

Mannschaftstransportwagen, Schlauchwagen, Gerätewagen-Öl, Einsatzleitfahrzeug, Transport-LKW

und div. Anhänger.


3. Chancen und Herausforderungen

Die freiwillige Feuerwehr Neustadt wird seit der Gründung 1856 fast nur durch ehrenamtliche Helfer

aufrechterhalten. Diese Helferinnen und Helfer sind unentgeltlich und aus ehrenwerten Motiven

rund um die Uhr in Bereitschaft. Da die Ehrenamtlichen neben der Arbeit in der Feuerwehr ihrem

alltäglichen Beruf nachgehen, wird es immer schwerer, die verfügbaren Fahrzeuge vollständig zu

besetzen. Um jedoch das Eintreffen der Helfer 10 Minuten nach Alarmeingang am Einsatzort

gewährleisten zu können, werden in Neustadt beispielsweise ständig mindestens 20 verfügbare

Mitarbeiter benötigt. „Das Ehrenamt Feuerwehr muss attraktiv gestaltet und unterstützt werden“

zitiert Stadtbrandinspektor Rolf Höfner politische Vorgaben.

Um dies zu fördern, müssen jedoch die Chancen, wie Anerkennung im gesellschaftlichen Leben,

Ausbildung zum Helfen und die Steigerung der Lebensqualität mehr verbreitet werden und bei

jedem einzelnen von uns ankommen.

Schüler der Regiomontanus-Schule Coburg besichtigen einen Einsatzleitwagen


Deutscher Alpenverein (DAV)

Allgemeine Informationen

Durch die Eroberung der Alpen und den ersten Gipfelbesteigungen(Mont Blanc,

Matterhorn) entwickelte sich der Sport „Klettern“. Aus dieser Strömung bildete sich

der Deutsche Alpenverein am 9.Mai 1869. Der DAV hat keine direkten Mitglieder,

sondern unterteilt sich in 354 Sektionen.

Der Verein finanziert sich maßgeblich durch die Mitgliedsbeiträge, wobei zu erwähnen

ist, dass viele Mitglieder nicht mehr aktiv am Sport teilnehmen, jedoch als

Fördermitglieder agieren. Die Sektion Coburg meldet inzwischen fast 3000 Mitglieder,

30 davon sind ausgebildete Übungsleiter im Bereich Klettern und 20 in anderen

Bereichen, wie z.B. dem Wandern und Alpin-Klettern. Der Klettersport erfreut sich in

den letzten 10 Jahren an enormer Beliebtheit, vor allem bei Jugendlichen, was den

Altersdurchschnitt maßgeblich reduziert.

Die Errichtung der „Coburger Hütte“ 1901 in Ehrwaldin den Tiroler Alpen sowie der

Bau der Coburger Kletterhalle 2001 waren wichtige Abschnitte der Vereinsgeschichte.

Finanziert werden konnte der Bau der Halle durch die sehr gute Zusammenarbeit der

Stadt Coburg mit der Coburger Sektion des Deutschen Alpenvereins. Sie wurde auf

städtischem Grund errichtet, wodurch der DAV Coburg Pacht entrichten muss. Diese

Gebühren und die Erhaltungskosten werden alleine durch die Einnahmen der

Kletterhalle finanziert.

Ehrenamt ist, wie in jedem Verein, auch beim DAV das Herzstück. Großes

Engagement und Liebe zum Sport eines jeden Mitglieds sind ausschlaggebend für das

Funktionieren des Vereins. Die Aufgaben eines Übungsleiters und der Thekendienst

werden freiwillig und unentgeltlich verrichtet, außerdem ist der Verein zuständig für

den Erhalt der Wege und Markierungen im Alpengebiet.


Interview mit Bernd Leuthäusser über die Jugendarbeit

Zur Person (Bernd Leuthäusser):

Bernd Leuthäusser hat um 1984 Interesse zum Klettern entwickelt.Aus diesem ergab

sich dann ein Hobby, das sich durch sein bisheriges Leben zieht. Mittlerweile ist er

stellvertretender Jugendreferent und Leistungsförderer in der Sektion Coburg. Durch

eine starke Entwicklung in den 1980/90ern zog es Kletterer zunehmend in Hallen, die

durch den DAV finanziert und gefördert wurden, und heute noch werden. So kam

auch Leuthäusser zum DAV Coburg und zum Hallenklettern.

Er ist als einer von 20 stellvertretenden Jugendreferenten Ansprechpartner für

Jugendleiter, die ca. 130 bis 140 Kinder in 9 Jugendgruppen trainieren. Er fördert

besonders begabte bzw. ehrgeizige Jugendliche, trainiert sie für Wettkämpfe und

begleitet sie auch dorthin. Selbst nimmt er an der Stadtmeisterschaft oder einem

Boulderwettbewerb teil (Bouldern: Klettern in Absprunghöhe ohne Sicherung über

Weichbodenmatten).Im Rahmen der Leistungsgruppe begibt sich Bernd auch bei

entsprechendem Wetter mit den Kindern bzw. Jugendlichen nach draußen, um am

echten Fels zu klettern, und einmal im Jahr fährt er für 10 Tage nach Italien.

Außer der Jugendarbeit organisiert er die Bestellung der Griffe und Schraubung der

Kletterrouten, welche jedes Jahr einmal komplett entfernt und neu definiert werden.

Jugendcamp:

Der DAV veranstaltet jährlich ein Jugendcamp, an dem alle aktiven Kinder und

Jugendliche teilnehmen. Auf dem Programm stehen neben dem Klettern in freier

Natur auch andere Aktivitäten, beispielsweise Fahrrad fahren, Kanu Touren oder das

gemütliche Beisammensein am Lagerfeuer. Die Betreuung dieser Freizeitveranstaltung

wird zum größten Teil von ehrenamtlichen Jugendleitern organisiert.


Jugendarbeit:

Jugendleiter sind selbst aktive Kletterer, die im Alter von 16 bis 18 Jahren an einer

Jugendleiterausbildung teilnehmen und so einen festen Bestandteil im Vereinsleben

bilden. Die Jugendarbeit wird vom DAV stark gefördert, dieser unterstützt seine

jungen Mitglieder mittels Sachspenden. Das heißt, die Mitglieder müssen meist nur die

eigenen Schuhe erwerben, die restliche Ausrüstung in Form von Seilen, Magnesium,

Gurten und Karabinern wird gestellt. Lediglich einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 18€

Vereinsgebühr und zuzüglich jeweils einer Kursgebühr, die ca. 30€ beträgt, ist zu

erstatten. Bei Interesse gibt es wöchentlich stattfindende Kursangebote und die

Möglichkeit eines Probetrainings.

Stadtmeisterschaft:

Die Kletterabteilung des DAVs veranstaltet auch jeweils einmal im Jahr eine lokale

Meisterschaft in Coburg. Dieser Veranstaltung können nicht nur aktive Mitglieder

sondern auch alle Einwohner Coburgs beiwohnen. Die nächste Stadtmeisterschaft

findet am 01. Dezember 2012 statt. Zu ihrem Gelingen trägt auch die

Jugendabteilung einen großen Teil bei, sie initiiert dabei ein Rahmenprogramm mit

abschließender Party.


Ablauf des Projekttages

Coburg locals!? Nicht viele

von unserer Projektgruppe

konnten mit diesen Begriff

etwas anfangen. Einige

kannten den Verein nur

flüchtig vom Vorbeifahren

auf der Stadtautobahn, andere

wiederum durch die

Fußballmannschaft oder

verschiedene Partys, die

auf dem Gelände stattfinden.

Deshalb erhofften wir

uns, durch den Projekttag

mehr über den Verein zu

erfahren.

Die Locals

Unser Tag begann Punkt acht Uhr an der Schule, um den weiteren Ablauf des

Projekttages zu besprechen. Nachdem wir Fahrgemeinschaften gebildet hatten,

erkämpften wir uns den Weg zum Vereinsgelände durch eine schmale Gasse, wo

unsere Blicke sofort auf die Graffitis fielen, die dieses verschönern. Dort angekommen,

war unser erstes Ziel ein beheizter Raum, da es draußen sehr kalt war.

Drinnen erwartete uns ein schön gestalteter Loungebereich. Der dritte Vereinsvorsitzende

Fabian Müller begrüßte uns, erzählte etwas über den Verein und führte uns

über das Gelände der Locals. Das Vereinsgelände bietet viele Freizeitmöglichkeiten,

wie beispielsweise zwei Fußballplätze, die zweitgrößte Bmx- und Skaterbahn

Deutschlands und einen Beach Club. Außerdem bietet das Gelände viel Raum für

die Arbeiten der Abteilung „Urban Culture“, die sich mit Graffitis beschäftigen. In

Gedanken am Strand von Ibiza stampften wir durch den leider ziemlich kalten Sand

des Beach Clubs, um ein Foto zu machen. Dann gingen wir wieder hinein, um einen

Bericht zum Projekttag zu erstellen, während ein Mitarbeiter des Radiosenders

„Radio 1“ ein paar unserer Gruppe interviewte. Zuletzt überarbeiteten wir unsere

Texte und beendeten somit unseren Projekttag.


Zur Sache - Die Locals

Coburg Locals e.V. ging im Jahr 2010

aus dem „Freien Turnern“ hervor. Das

Vereinsgelände befindet sich in der

Rodacher Str. 67 am alten Lokschuppen.

Zurzeit zählt der Verein 180

Mitglieder. Die aktiven Mitglieder sind

10 bis 40 Jahre alt, außerdem gibt es

noch Ehrenmitglieder. Das Vereinslogo

ist in den Farben lila und gelb gehalten.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt

ungefähr 30 bis 90€.

Es gibt verschiedene Abteilungen im Verein mit einem jeweils ehrenamtlich tätigen

Verantwortlichen.

Diese sind -Funsport (Skateboard, BMX, Mountainbike, Inline)

-Fußball (Kreisliga)

-Graffiti

-Beach Volleyball

-Trampolin


Die Aufgaben der Abteilungsleiter sind

- das Führen der Liste der aktiven Spieler

- das Ausrüsten mit Sportbekleidung und Spielerpässe

- das Prüfen der Sicherheit von Sportgeräten und Sportflächen

- das Ablegen von Berichten über den Zustand der Anlage

- Betreuung der Mannschaft/Spiele

Es besteht auch die Möglichkeit, dass Vereinsheim für Veranstaltungen zu mieten.

Interview

Wir sprechen mit Fabian Müller, 20 Jahre alt, den 3. Vorstand, Abteilungsleiter Funsport

und Gastronom des Vereins. Er besucht die BOS Technikklasse. Er hat erst vor

5 Jahren mit dem BMX-Fahren begonnen, was für diese Sportart relativ spät ist.

Wie bist du zum BMX fahren gekommen?

„Ich habe das BMX von meinem Kumpel ausprobiert und dies hat mich so fasziniert,

dass ich mir selbst eins gekauft habe.“

Wo und wie oft trainierst du und was ist für den Erfolg in diesem Sport

besonders wichtig?

„Ich trainiere so oft es geht. Im Winter meistens im Cafe Q oder in Skatehallen,

ansonsten bin ich in Hof, Mühlhausen und natürlich in Coburg unterwegs.“

An welchen Wettkämpfen und Disziplinen nimmst du teil?

„Ich nehme an nationalen und internationalen Contests sowie an

Weltmeisterschaften teil. Dort starte ich in den Disziplinen Park/Street und Mini-

Ramp. Glücklicherweise habe ich die Sponsoren Funbox in Coburg, Elyts und

Skillicious.“

Was waren deine bisher größten Erfolge?

„Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, der 2. Platz bei den Stadtmeisterschaften,

der 1. Platz im ‚Best Trick Contest‘ und der 6. Platz beim Highway to Hill.“

Viele Vereine haben Probleme, ihre Mitglieder zu halten, habt ihr ähnliche

Probleme?

„Nein, das ist für uns kein Problem. Das größte Problem im Verein ist, dass es wenig

Unterstützung von den Mitgliedern bei der Instandhaltung und Pflege des Parks gibt.“

Was sind deine Ziele und Wünsche für die Zukunft?

„Dass die Sportarten BMX und Skateboarding eine größere Anerkennung in der

Gesellschaft erfahren und somit auch eine höhere Förderung bekommen. Weiterhin

finde ich es schön, etwas wachsen zu sehen und hoffe deshalb, dass sich viele

Vereinsmitglieder ehrenamtlich betätigen und somit den gute Zusammenhalt weiter

fortsetzen.


Der im Jahr 2000 durch die Spielvereinigung der HSG Coburg und des TV Neuses

gegründete Verein ist in der Bayernliga gestartet und steht nun - nach zwei

Aufstiegen und einem Abstieg - auf dem 1. Platz der neugegründeten 3. Liga Ost. Der

Verein wird von vielen Unternehmen der Region gesponsert und unterstützt, wovon

auch unser heutiger Interviewpartner Hajck Karapetjan profitiert, der sich vom

Jugendspieler zu einem festen Bestandteil der 1. Mannschaft entwickelt hat.

Tabelle: 3. Liga Ost

Platz Mannschaft Tore Punkte

1 HSC Coburg 240:204 14

2 SG DJK Rimpar 223:190 14

3 HSC Bad Neustadt 221:189 12

4 TG Münden 239:212 12

5 SC Magdeburg II 210:200 10

6 SG LVB Leipzig 243:220 8

7 SV Anhalt Bernburg 218:216 8

8 Dessau-Roßlauer HV 197:202 8

9 SV Auerbach 220:233 8

10 HC Elbflorenz Dresden 212:209 7

11 HC Aschersleben 223:223 6

12 Eintracht Baunatal 205:224 6

13 HSG Gensungen/Felsberg 205:224 6

14 ESV Lok Pirna 201:219 4

15 HSG Pohlheim 185:228 4

16 LHC Cottbus 188:240 1

Stand: 26.10.2012


Interview mit:

Name: Karapetjan

Vorname: Hajck

Position: RM

Geburtstag: 10.02.1980

Größe: 185 cm

Gewicht: 85 kg

Nationalität: deutsch

Beim HSC seit: 2003

Wie bist du zum Handball gekommen? - Alter? - Wann?

Mit sieben Jahren habe ich das Handballspielen angefangen, nachdem ich schon viele andere

Sportarten, wie Fußball, Wasserball oder Basketball betrieben habe. Meine Mutter hat

außerdem bei der HSG Coburg Handball gespielt.

Warum ausgerechnet der HSC?

Ich bin in Coburg aufgewachsen. Hier war die einzige Möglichkeit höherklassigen Handball

zu spielen. Seither spiele ich für den HSC.

Was macht dir im Verein am meisten Spaß?

Die Heimspiele, da wir mit Abstand die meisten Zuschauer in der zweiten und dritten Liga

haben.

Wie zufrieden bist du mit dem Trainer bzw. Trainingsmöglichkeiten?

Wir haben eine tolle Halle. Die Trainingsmöglichkeiten sind da, sie werden jedoch nicht voll

ausgeschöpft. Der Trainer setzt auf´s Alter, wodurch sich die Jungen manchmal unterfordert

fühlen.


Wie oft hast du Training?

Siebenmal die Woche, wobei nur fünf Einheiten in der Halle stattfinden. Zweimal in der

Woche wenden wir uns dem Krafttraining zu.

Wie läuft es da so ab?

Zur Aufwärmung wird oft Fußball gespielt, dann die Taktik trainiert und zum Entspannen

geht’s in die Sauna. Einmal in der Woche werden Videoanalysen von Spielen durchgeführt.

Da du ja früher von ehrenamtlichen Trainern trainiert wurdest, könntest du dir

vorstellen in 10 bis 15 Jahren auch mal ein Trainerjob zu übernehmen?

Was in 10 bis 15 Jahren sein wird, kann ich jetzt noch nicht beantworten. Momentan stehen

das Studium und das eigene Spielen in der Mannschaft im Vordergrund.

Würdest du, wenn ein Verein aus der 1./2. Liga anfragen würde, den Verein

verlassen?

Die körperliche Belastung wäre zu hoch. Das Studium nimmt viel Zeit in Anspruch, was dem

Spielen in den ersten beiden Ligen entgegen wirken würde.

Wo liegen die Probleme in der Vereinsarbeit?

In die Jugendarbeit sollte mehr Förderung investiert

werden. In den letzten Jahren war ich der einzige Spieler

aus der Jugend. Erst in den letzten zwei Jahren sind drei

neue Nachwuchsspieler der eigenen Jugend nachgerückt.

Nach 20 Minuten verabschiedeten wir uns von Hajck Karapetjan und

bedankten uns für die interessanten Eindrücke aus seinem Verein.

Der HSC stellt nicht nur für die Spieler, sondern auch für seine zahlreichen Fans ein

zeitintensives und spannendes Hobby dar. Nicht zu unterschätzen ist dabei, dass der

Verein auch überregional zu einer steigenden Popularität der Stadt Coburg und des

gesamten Handballsports beiträgt.


Wer später bremst, ist länger schnell!

Mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde in 15 cm Höhe über den Asphalt heizen die Rennfahrer des Bobby-

Car-Clubs Coburg in ganz Europa durch die steilsten Strecken und engsten Kurven, um sich den Titel des

Europa- bzw. Weltmeisters zu sichern.

Der Bobby-Car-Club Coburg existiert seit 1999. Ab der Millenniumswende „racen“ die nun teilweise zu

Profis gewordenen Fahrer des BC-Clubs Coburg um die ersten Titel. 2002 winkte der große Erfolg der

gewonnen Europameisterschaft. Insgesamt ist der Bobby-Car-Club Coburg der erfolgreichste Club seiner

Art - weltweit! Er brachte zwei deutsche, zwei Europa- und zwei Weltmeister hervor.

Das Team, mit den bis zu 25 Mitgliedern, stellte den Weltrekord von 112 Km/h bei Kloster Banz auf.

Diese Fahrt wurde auch bei der Sendung „Mein Mann, sein Hobby und ich“ ausgestrahlt. Ganz

ungefährlich ist das natürlich nicht. Die Verletzungen reichen von Schürfwunden aller Art über

Stauchungen bis zu Brüchen.

Man hat sich übrigens aus formalen Gründen und dem Spaß an der Freude dazu entschieden, sich nicht

als offiziellen Verein in Coburg zu etablieren. Deshalb nennt man sich auch nur „Club“.

Aerodynamik/Körperhaltung

Um die bestmögliche

Aerodynamik, also den geringsten

Luftwiderstand zu erreichen, wird

sich so flach wie möglich auf das

Bobby-Car gelegt, hierbei spielt die

Kleidung ebenso eine große Rolle.

So wird z.B. auch auf einen

aerodynamischen Integralhelm

und Lederanzug zurückgegriffen.

Der Lederanzug dient auch als

Schutz des Körpers.

Bremsen

Zur Bremsung wird hauptsächlich auf das Schuhwerk zurückgegriffen, bei welchem die Sohlen mit

Reifengummi verstärkt wurden. Teilweise werden auch Scheibenbremsen aus dem Radsport verwendet.

Allerdings mindern diese auf Grund des Trägheitsmomentes die Beschleunigung.


der/Kugellager

Man unterscheidet zwischen Hartgummireifen (von Longboards aus dem Skateboardbereich) und

Luftreifen (von Rollstühlen). Das Gewicht dieser Reifen muss möglichst gering gehalten werden, jedoch

beträgt es maximal 100 Gramm.

Bei den Kugellagern handelt es sich z.B. um Inliner-Kugellager oder noch höherwertigere aus Stahl oder

Keramik.

Lenkung

Bei der Lenkung werden ganz individuelle Konstruktionen verwendet, zum Teil werden sogar

Lenkungsdämpfer aus dem Motorradbereich verbaut.

Gewicht

Das Gesamtgewicht ohne den

Fahrer ist abhängig vom Alter.

So dürfen die Cars ab einem

Fahreralter von 14 Jahren

20kg und ab 16 Jahren 40kg

wiegen. Auch Länge sowie

Breite sind genormt und

werden vor jedem Rennen

geprüft. Ebenso ist

vorgeschrieben, dass das

Gehäuse ein Original von

„BIG“ ist. Die Unterkonstruktion

besteht bei den neuesten

Rennmodellen allerdings aus

einer Stahlplatte, um für das

nötige Gewicht sowie

Stabilität zu sorgen.

Kosten

Die Kosten des Bobby-Cars variieren sehr stark. So gibt es relativ preisgünstige Konstruktionen, welche

schon ab 400 € zu haben sind. Allerdings können die Kosten auch sehr schnell die 5000-Euro-Marke

knacken. Jedoch hat sich gezeigt, dass die Kosten nicht den Erfolg garantieren.


Individuelle Motivation des Einzelnen für dieses Thema

Gründe, warum ich mich für die Projektgruppe Bobby-Car-Club entschieden habe, waren das Interesse

an außergewöhnlichen Hobbys und die Möglichkeit, sich einen Vortrag von den erfolgreichsten Fahrern

der Bobby-Car-Szene anzuhören. Ein weiterer Grund für meine Wahl war, dass ich herausfinden wollte,

welche Beweggründe die Mitglieder des Clubs hatten, mit diesem ungewöhnlichen Hobby anzufangen.

Wie sich später herausstellte, ist diese Idee des Bobby-Car-Tunings, sowie bei anderen Hobbys dieser Art

auch, im angetrunkenen Zustand der Clubgründer entstanden. (Miriam Renner)

Nachdem wir uns einen interessanten Vortrag von den erfolgreichsten

Coburger Bobby-Car-Tunern anhören durften, ging es endlich an die

Praxis. Auf einer ausgewählten Teststrecke neben dem Schulgelände

konnten wir die mitgebrachten Bobby-Cars testen. Es handelte sich

hierbei um ein modifiziertes Modell (ca. 40 kg) und zwei

handelsübliche Modelle der Firma BIG. Das getunte Bobby-Car erreicht

eine höhere Geschwindigkeit, hat eine ruhigere Lenkung und ein

wesentlich besseres Kurvenfahrverhalten. Wenn man bedenkt, dass

wir bei unserem Gefälle nur auf etwa 20km/h kamen und uns diese Geschwindigkeit vom Fahrgefühl

schon sehr schnell vorkam, kann man sich gar nicht vorstellen, welche Gefühle einem das getunte

Bobby-Car bei über 100km/h vermittelt. (Daniel Rädlein)

Resümierend hat uns allen dieser Tag viel Spaß bereitet und wir bedanken uns bei den Vertretern des

Bobby Car Clubs Coburg: Reimond Oppel, Steffen Scheidmantel und Marco Fischer.


OHC Coburg

Oberfränkischer Hängegleiter

Verein Coburg

Geselligkeit wird groß geschrieben

� Gemeinsame Grillabende

� Nach der Landung darf das Landebier nicht fehlen

� Gemeinsame Urlaube, beispielsweise in die Türkei

� Verschiedene Ausflüge miteinander unternehmen

� Der Austausch von Startplätzen unter den verschiedenen Clubs

� Gemeinsame Bowlingabende

� Flugerlebnisse austauschen

Startplätze des OHC (bis zu 720m Höhe)

� Kloster Banz als Übungsgelände für Anfänger

� Rauhenstein

� Westhausen (Schleppgelände)

� Ummerstadt

Beiträge

� 80€ für Vollmitglieder (fliegend)

� 30€ für Gastmitglieder und nichtaktiven (nicht fliegende)

� 30€ für Jugendliche unter 22 Jahren und Studenten als Vollmitglieder

Weiterbildungen

� Baumrettungen

� Startarten

� Wetterkunde


Das Fliegen

� Naturerlebnis

� 3. Dimension

� Flugtechnik

Austausch

� Techniken des Fliegen

� Wetter/Gerätekunde

� Fluggebiete - Besonderheiten

� Blog auf der Homepage

Allgemeines

� Seit 1988

� Aktuell 107 Mitglieder

� Technisch einfache Handhabe

� Flugplatzunabhängig


Steckbrief des Vereins:

Vereine in unserer Region

Modellflugclub Coburg e.V.

• Gründungsjahr: 1976 → besteht seit 36 Jahren

• Mitgliederzahl : 72 Mitglieder jeder Altersgruppe

• Standort: Glend mit Sicht auf die Veste Coburg

• Was wird geflogen?: Hubschrauber, Segler, Motormodelle

(bis 25 kg)

• Größe der Start/Landebahn: 45x130 Meter

Im Zuge des Projekttages der 12. Klassen FOS/BOS Coburg am 26.10.2012 besuchten wir den

Modellflugclub Coburg e.V. in Glend mit unseren Lehrern Herrn Wirth und Herrn Blumhagen, der

passives Mitglied in diesem Verein ist.

Anfangs erhielten wir eine grobe Einführung über die verschiedenen Modellarten, die in diesem Verein

durch das Vereinsmitglied Martin Nawroth vertreten sind. „Das Modellfliegen ist schwieriger als das

Fliegen von manntragenden Flugzeugen und dem Hobby muss einiges an Zeit, Geld und Pflege

entgegengebracht werden.“ Er erklärte uns, wie sich die Materialien sowie die Motortechniken im Laufe

der Zeit geändert bzw. verbessert haben. Früher wurden hier noch vermehrt Rippenbau-Modelle

eingesetzt, jedoch sind sie hier immer seltener zu sehen. Überwiegend Modelle aus Schaumstoffen konnten

wir bewundern und auch der Verbrennungsmotor ist weitestgehend durch die neuen E-Motoren mit

Lithium-Polymer-Akkus ersetzt worden. Genauer ging Herr Nawroth in diesem Punkt auf seinen 1500€

teuren Modellhelikopter ein. Dieser hat eine Leistung von zwei PS, wiegt insgesamt ca. 3 kg und mit ihm ist

der Flug von 3D-Figuren möglich. Die „High-End“-Helikopter mit Turbine sind ab 15000€ erwerbbar,

deshalb gibt es auch Versicherungen für die Modelle, die sich auf ca. 1200 bis 1500€ im Jahr belaufen.

Von Herrn Otto Stolba konnten wir einige allgemeine Informationen über das Vereinsleben erfragen. Er

erzählte uns, dass es eine sehr aktive Gemeinschaft sei, die sich regelmäßig auf dem Flugplatz, aber auch

abseits der Start- und Landebahn treffe,beispielsweise beim jährlichen Sommerfest oder bei der Pflege des

Vereinsgeländes. Aber auch bei technischen Fragen stehen sie sich mit Rat und Tat zur Seite, denn durch

eine Vielzahl an vertretenen Berufen im Verein sind viele technische Bereiche abgedeckt.

Die Kosten für die Mitglieder belaufen sich auf eine einmalige Aufnahmegebühr und den Jahresbeitrag der

für aktive und passive Mitglieder unterschiedlich ist. Des Weiteren benötigen alle Mitglieder eine spezielle

Versicherung, die alle Eventualitäten mit Flugmodellen abdeckt. Diese müssen auch Gastflieger in Form

einer Karte vorzeigen, bevor sie starten dürfen. Als zusätzliche Sicherheit sollten bei jedem Flug mindestens

zwei Personen am Vereinsgelände anwesend sein, wovon eine die Rolle als Flugleiter übernimmt.


Im Gespräch mit Herr Michaelis konnten wir erfahren, dass es verschiedene Modellarten gibt wie z.B.

Scalemodelle, also Originalnachbauten. Die Flugzeuge verwenden weitestgehend bürstenlose Motoren

(ohne Schleifkontakte) und verschiedene Quarzsender und Empfänger, aber auch die neuen 2,4Ghz

Steuerungen kommen zum Einsatz. Herr Michaelis ist bereits seit 35 Jahren aktives Mitglied und hat selbst

im Alter von 75 die Lust am Fliegen und der Technik nicht verloren. Sein Flugzeug ist ein Cessna-Nachbau

mit einer Spannweite von ca. 1,4 Metern und ein Gewicht von ca. 1,2 Kg im flugbereiten Zustand. Er selbst

steuert noch mit der alten Band-A-Technik(einem Quarzsender) mit 20 Kanälen, deshalb ist es wichtig,

vor dem Flug den Kanal festzulegen, damit kein anderer den eigenen Kanal stört.

Von links: H. Michaelis, S. Lindner, M. Nawroth, W. Blumhagen und O. Stolba


Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Der Verein

Die Natur ist für Menschen und Tiere ein wichtiger Bestandteil des Lebens und

muss deshalb geschützt werden. Für dessen Erhaltung setzt sich der

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ein, der sich über den

Vogelschutz hinaus mit weiteren ökologischen Projekten, wie z.B. dem

Artenschutz, der Landschaftspflege und der Wasserwirtschaft beschäftigt.

Verlauf des Tages

Steckbrief

Gegründet: 1909

Mitglieder: ca. 2500

Finanzierung: Spenden, Stiftungen,

Mitgliedsbeiträge

Arbeitsgruppen: Eulenschutz,

Fledermausschutz,

Amphibien, Insekten,

Botanik, Mykologie,

Landschaftsschutz,

Vogelauffangstation

Kindergruppe

Ältester und fünftgrößter Verein Bayerns!

Ursprünglich war der Ausflug zum Goldbergsee geplant, auf Grund der

schlechten Wettervorhersage musste dieser allerdings ins Naturkunde-museum

Coburg verlegt werden. Dort wurden wir ausführlich und anschaulich von


Herrn Ulmer (Geschäftsleiter), Herrn Reißenweber (1. Vorsitzender) und Herrn

Schlosser (2. Vorsitzender) informiert. Beispielsweise wird die Arbeitsgruppe

Eulenschutz vom Spezialisten Herrn Schlosser seit über zwei Jahrzehnten

geleitet und vorangetrieben. Ihrer Arbeit ist es zu verdanken, dass ehemals

bedrohte Eulenarten im Landkreis Coburg wieder heimisch geworden sind, wie

der Uhu und die Schleiereule. In einem aktuellen Projekt wird versucht den

Steinkauz mit speziellen Nisthilfen wieder ins Coburger Land zurück zu holen.

Dieses und viele andere arbeitsintensive Projekte können nur durch das

bewundernswerte Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter und der

Unterstützung der hilfsbereiten Sponsoren realisiert werden. Trotz der guten

Mitgliederaufstellung sucht der LBV stets nach ambitionierten Naturschützern,

die aktiv am Geschehen des Vereins teilhaben wollen. Der Einsatz wird durch

zahlreiche Erfahrungen belohnt, so erzählt Herr Schlosser von Begegnungen mit

Tieren, die man ansonsten selten in der Natur zu Gesicht bekommt. Bei

weiterem Interesse findet man Ansprechpartner und zusätzliche Informationen

auf der Homepage der Kreisgruppe Coburg: www.coburg.lbv.de

Abb.: Mitglieder des LBV stellen die heimischen Eulenarten vor.


Unser Tierheim

Am Projekttag besuchten wir das Tierheim. Die Vorsitzende des Tier- und Naturschutzvereins Coburg, Frau Ott-

Beterke, empfing uns herzlich mit Kaffee und mitgebrachtem Kuchen. Sie gewährte unseinen umfassenden

Einblick in den Alltag des Vereins, seine Hintergründe und Probleme.

Mitglieder: 777 (Stand 2011)

Finanzierung: Mitgliedsbeiträge, Spenden, Flohmarkt, Gemeindeabgaben in Form von 0,40 € pro Bürger

und Jahr.

Träger des Tierheims: Tier- und Naturschutzverein Coburg

Eigentümer des Tierheims: Stadt Coburg

Festangestellte im Tierheim: 7

Tiere: Katzen - ca. 100

Hunde - ca. 20

Kleintiere - Hamster, Kaninchen, Vögel, sonstige Nagetiere

Insgesamt - ca. 200 Tiere

Das erste Tierheim wurde 1956 gegründet; 2006 Neubau und Umzug vom Heckenweg auf die

Brandensteinsebene.

EhrenamtlichesEngagement gestaltet sich schwierig, da eine konstante Mitarbeitbeim Putzen und der

Tierbetreuung über die ganze Woche nötig ist. Auch das Gassi gehen mit Hunden sollte regelmäßig durchgeführt

werden, damit die Hunde einen Bezugspartner haben. Der Verein kämpft finanziell mit steigenden Kosten und

gleichbleibenden bis sinkenden finanziellen Zuwendungen. Geldspenden sind nicht nur erwünscht, sondern

dringend notwendig!

Aus der Gruppe gingen zwei Kastrationspaten und sechs Mitgliedschaften im Tier- und

Naturschutzverein für Coburg e.V. hervor.

Unsere Eindrücke: - sehr informativer, abwechslungsreicher Vormittag

- Großes soziales Engagement der Mitglieder

- Liebevoll geführtes Tierheim

- Komfortable Tierunterkünfte

- Liebevoll umsorgte Tiere

Wir danken Frau Ott-Beterke für den interessanten und engagierten Vortrag.


Anlässlich des Projekttags „Vereine der Region“ am Freitag, den 26.10.2012,

besuchten wir die Coburger Tafel in der Neustadter Straße 24. Frau Dr. Frederike

Werobél und Herr Thomas Reichelt zeigten uns die Räumlichkeiten und erklärten

uns mit großer Freundlichkeit die Hintergründe und Organisation des Vereins.

Dabei gingen sie vor allem auf die Spender der Lebensmittel, den Ablauf der

Essensausgabe sowie auf den Dachverband „Die Tafeln – Essen, wo es hingehört“

ein.

Die Grundidee der Tafel

Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin gegründet. Heute gibt es deutschlandweit etwa

900 Tafeln mit mehr als 3000 Tafelläden und Ausgabestellen. Im November 2012

wird in Lichtenfels eine weitere eröffnet. Es arbeiten ca. 50.000 Helfer und

Helferinnen ehrenamtlich mit, außerdem sind über 5.000 Fahrzeuge zur

Essensabholung im Einsatz. So werden regelmäßig etwa 1,5 Millionen Bedürftige

unterstützt.

Der Leitspruch „Jeder gibt, was er kann“ steht für das soziale Konzept der Tafeln.

Anzumerken ist, dass ein wichtiger Grundsatz die Gleichheit der Menschen

darstellt, Religion und politische Meinung sind nicht abhängig von der Bedürftigkeit

und damit von der Versorgung. Super- und Wochenmärkte, Bäckereien, aber auch

Privatpersonen zählen zu den häufigsten Lebensmittelspendern. Angenommen

werden alle Nahrungsmittel, lediglich Alkohol und Zigaretten werden abgelehnt.

Die wichtigsten Aufgaben der Tafel sind:

- Sponsorensuche und -pflege

- Mitgliederbetreuung

- Logistik

- Öffentlichkeitsarbeit

Die Coburger Tafel

Die Tafel in Coburg wurde im November 2008 gegründet, woraufhin im Februar

2009 die erste Essensausgabe stattfand. Insgesamt werden wöchentlich ca. 200

Haushalte versorgt, die aus etwa 700 Personen bestehen. Um an der

Essensverteilung teilzunehmen, braucht man einen Ausweis, den man beim

Sozialamt beantragen kann, wenn eine bestimmte Bedürftigkeit nachgewiesen


wird. (z.B. durch Nachweis von Hartz IV) Die Essensausgabe erfolgt jeden

Mittwoch von 10.00 – 15.00 Uhr. Pro Einkauf zahlen die Kunden einen Anteil im

Wert von 2€, wofür sie Lebensmittel im Wert von über 20€ pro Person erhalten. Die

Essensvorräte sind für eine Dauer von ca. 2½ Tagen ausgelegt.

Die wichtigsten Sponsoren und Spender der Lebensmittel sind in Coburg z.B. Lidl,

E-Center, HUK-Coburg, Mercedes, Tegut, Netto, Gaudlitz, aber auch Schulen wie

z.B. das Gymnasium Albertinum.

Durch die Führung gewannen wir viele interessante Eindrücke. Daher möchten

einige von uns die Tafel in ihrer Freizeit ein weiteres Mal besuchen und

ehrenamtlich mitwirken.

Hiermit bedanken wir uns bei Frau Dr. Werobél und Herrn Reichelt herzlich für

die in die Führung investierte Zeit und die uns gegenüber gezeigte

Freundlichkeit und Offenheit, auf alle unsere Fragen einzugehen.


Hartz und Herzlich

nicht nur ein soziales Kaufhaus!!!

Zur Person:

Was treibt eine Frau dazu, ein soziales Kaufhaus zu eröffnen? Es geht ihr in erster

Linie darum, Hilfsbedürftige zu unterstützen.

Deshalb gründete Frau Barbara Kammerscheid im April 2011 das soziale Kaufhaus

Hartz und Herzlich in Coburg in der Neustadter Straße 22.

2010 fing sie an gemeinsam mit einer Freundin einen Weihnachtsmarkt für sozial

Schwächere zu organisieren und dort Second-Hand Ware zu verkaufen. Aufgrund des

großen Erfolges der Aktion wiederholte sie diese im nächsten Jahr. Schließlich kam

sie auf die Idee, dies nicht nur zu Weihnachten zu organisieren, sondern ein

Kaufhaus zu gründen.

Frau Kammerscheid suchte gemeinsam mit ihrer Freundin im Stillen geeignete

Räume. Diese Suche gestaltete sich allerdings schwierig, weil oft die Mieten zu hoch

waren. Aber die Beiden hatten Glück. Sie fanden eine Lagerhalle, die gleich neben

der Tafel ist, eine gute Busanbindungen hat und von der Öffentlichkeit etwas

abgeschirmt ist.

Daten:

- Miete: 1000 € (für 700 m 2)

- Einnahmen: 1.300 €/ Monat

-April-Dezember 2011: Nach

Abzug aller Fixkosten blieb eine

Summe von 14.000 übrig, wovon

11.000 € gespendet wurde

(beispielsweise an Kindergärten,

Schulen etc.)

-Spenden: jeden ersten Samstag /

Monat hat jeder die Möglichkeit

Kartons mit Waren an das

Kaufhaus zu spenden. Bei der

vergangenen Spendenaktion im

Oktober kamen dabei 1001

Kartons und 83 blaue Säcke mit vielen Sachen zusammen.

-Der Verein zählt 48 Mitglieder, von denen 20 das Kaufhaus in aktiver ehrenamtlicher

Arbeit unterstützen. Insgesamt verbringen die Helfer 400 Std./Woche bei ihrer

Tätigkeit. Sie bekommen lediglich pro Arbeitsstunde einen Warengutschein im Wert

von 50 Cent gutgeschrieben, den sie im Kaufhaus einlösen können.


-Kunden: die Altersspanne

beträgt 16-92 Jährige, vom

Studenten bis hin zum

Rentner

-Sortiment: Spielsachen,

Bücher, Kleidung,

Elektroartikel, Schulartikel,

Haushaltsartikel wie

Geschirr, Bettwäsche,

Handtücher etc.

2011 nahmen seit der

Eröffnung am 19.04. rund

4817 Personen diese

Dienstleistung in Anspruch

und es wurden über 900

sog. Einkaufsausweise ausgestellt. Denn nicht jeder darf bei „Hartz & Herzlich“ so

ohne weiteres einkaufen. Liegt das Nettoeinkommen unter 1100 €/Monat so

bekommt man einen Ausweis ausgestellt und darf kaufen so viel man braucht. Für

jede weitere Person im Haushalt steigt die Einkommensgrenze um

250 €.

Der Ablauf:

Bis die Ware beim Kunden landet, besteht ein langer Weg. Die Spenden werden von

großzügigen Bürgern aller Gesellschaftsschichten vorbei gebracht, woraufhin sie

zunächst von den Mitarbeitern unter die Lupe genommen werden. Wirklich

unbrauchbare oder defekte Sachen werden durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter

aussortiert und der Rest nach der entsprechenden Kategorie oder Größe sortiert. Erst

dann werden sie an ihren richtigen Verkaufsplatz geschickt platziert. Deko darf dabei

natürlich nicht fehlen, denn niemand soll den Eindruck haben, er befände sich auf

einem Flohmarkt, sondern eben in einem ganz normalen Kaufhaus.

Die ersten Rückmeldungen sind überragend, sowohl auf Seiten der Käufer als auch

der Spender. Für die Zukunft wünscht sich die Gründerin häufigere Öffnungszeiten

und dass die Hemmschwellen der Bedürftigen überwunden werden.


Türkisch-islamischer

Verein Coburg

Am 26.10.12 hat ein Teil der 12ten Klassen den türkischislamischen

Verein in Coburg besucht. Im Zuge der

aufschlussreichen Führung und der Fragestunde möchten wir

hiermit unsere Erfahrungen mit dem Verein erläutern. Hierzu

haben wir diese nach Oberbegriffen geordnet.


1. Entstehung und Allgemeines des Vereins

Gegründet wurde

der Verein vor 26

Jahren – 1986 und

bekam erst in den

90er seine aktuelle

Lokalität.Der Ver-

ein wurde nach

deutsch-türkischem

Recht gegründet,

wobei bei einer

Konfrontation zwi-

schen den beiden

Rechten deutsches

Recht überwiegt.

Der Verein finan-

ziert sich aus-

schließlich durch

Mitgliedsbeiträge

und Spenden. Es gibt aus diversen islamischen Nationen,

hauptsächlich Türken, 200 registrierte Mitglieder. Der Verein gehört

zum DITIB-Verband (Türkisch islamische Union der Anstalt für

Religion), der der größte seiner Art in Deutschland ist.


2. Organisation des Vereines

Alle zwei Jahre wird Anfang Dezember der Vorstand gewählt. Die

Mitglieder des Vereins versammeln sich und ziehen Bilanz aus den

letzten zwei Jahren. Die Personen für den Vorstand werden

vorgeschlagen und bei einer geheimen Wahl gewählt. Dieser besteht

aus insgesamt sieben Personen, darunter der erste und zweite

Vorsitzende, drei Beisitzende, ein Buchhalter und ein Sekretär.

Weiterhin wählen die sieben Personen des Vorstandes unter sich den

ersten und zweiten Vorsitzenden.

3. Anliegen und Ziele des Vereins

Hauptsächlich engagiert sich der Verein in den Bereichen Religion,

Kinder- und Jugendarbeit sowie im Sozialen. So gibt es z. B. einen

kostenlosen Deutschkurs für die weiblichen Mitglieder, um einen

Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Der Verein arbeitet sehr

eng mit der Stadt Coburg und den Ämtern zusammen. Außerdem

möchte der Verein Vorurteile gegenüber Muslimen beseitigen.So

werden zum Beispiel am Opferfest auch Passanten eingeladen.

4. Diverses

Minarett:Es wurde am 19.07.2012

errichtet. Trotz anfänglicher

Skepsis erfolgte eine positive

Annahme des Turmes. Der Turm

dient der Zierde und hat keine

weiteren Funktionen.

(Bild aus: Neue Presse)


„Es ist nicht der Untergang des Abendlandes, wenn man in Coburg ein

Minarett zulässt.“

Oberbürgermeister Norbert Kastner am 30. Juni 2011

Moschee: Täglich finden die fünf Tagesgebete im Gebetsraum der

Moschee statt. Diese werden stets vom Imam geleitet, Männer und

Frauen sind hierbei in unterschiedlichen Räumen. In der Moschee

finden auch religiös geprägte Trauungen statt.

Für Interessierte findet am 3. Oktober 2013 ein Tag der offenen

Moschee statt.

(Bild aus: www.region-coburg.de)


Tagesmütterverein Coburg e.V.

Der Verein der Coburger Tagesmütter

stellt sich vor:

Interview mit der 1. Vorsitzenden Heike Reingruber

Wann und zu welchem Zweck wurde der Verein gegründet?

Der Verein entstand 1992, um Tagesmüttern die Möglichkeit zu geben, sich

zusammenzuschließen, Informationen auszutauschen, sich gegenseitig zu

unterstützen und zur einfacheren Vermittlung von Tageskindern. Desweiteren

waren die Tagesmütter über den Vereinsbeitrag gemeinsam Haftpflichtversichert,

da dies als Sammelversicherung günstiger war als eine normale.

Wie ist der Verein aufgebaut (Wahlen, Beitritt usw.)?

Der Beitrag beträgt z.Zt. Jährlich 31 €. Alle 2 Jahre werden Vorstand, Kassierer usw.

per Akklamation gewählt. Es findet jährlich eine Hauptversammlung und

mindestens 4-mal pro Jahr eine Mitgliederversammlung statt. Vorstandssitzungen

werden 4-mal im Jahr abgehalten.

Welchen Zweck verfolgt der Verein?

Durch den Zusammenschluss mehrerer Tagesmütter in einem Verein ist es möglich,

größere Unternehmungen zu organisieren und zu finanzieren. Dadurch bietet sich

auch finanziell schwächeren Familien die Möglichkeit, ihren Kindern etwas zu

ermöglichen, das normalerweise nicht im Budget liegt. Desweiteren stehen der

Informations- und Erfahrungsaustausch in Form von gemeinsamen Frühstücken,

Schulungen und auch Erste-Hilfe- Kursen am Kleinkind im Vordergrund. Außerdem

kann im Rahmen des Vereins, bei Krankheit oder Urlaub einer Tagesmutter, schnell

und unkompliziert für Ersatz gesorgt werden. Falls es zu Problemen zwischen Eltern

und ihrer Tagesmutter kommt, kann eine andere Tagesmutter als Vermittler

zwischen den Parteien fungieren.


Wer darf Mitglied werden?

Mitglied werden kann theoretisch jeder, nicht nur Tagesmütter und Tagesväter. Um

Mitglied zu werden, füllt man ein Anmeldeformular aus und entrichtet die

Jahresgebühr in Höhe von 31 €.

Vor welche Probleme sieht sich der Verein gestellt?

Kindertagesstätten und Kindergärten und –krippen werden vom Staat finanziell

unterstützt, während sich Tagesmütter mittlerweile mit mehr Auflagenkonfrontiert

sehen. Diese sind z.B. strengste hygienische Ansprüchen im Haushalt, gesonderte

Sanitäranlagen für Kinder und die Verpflichtung, von 2007 bis 2013 an 160 Stunden

Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen haben zu müssen. Darüber hinaus müssen

Tagesmütter seit 2010 ihr ohnehin geringes Einkommen versteuern. Das größte

Problem stellt jedoch der zusätzliche Ausbau von Kindergärten und –krippen dar:

Da die Gebühr für einen Krippenplatz deutlich unter der für einen Tagesmutterplatz

liegt, sehen viele Tagesmütter, die diesen Beruf Hauptberuflich ausüben, ihre

Existenz bedroht. Dabei wird aber leider übersehen, dass gerade Babys und

Kleinkindern bei einer Tagesmutter im familiären Kreis eine viel intensivere und

individuellere Betreuung und Förderung ermöglicht wird.


Was ist der Stadtjugendring?

Als Träger für Kinder- und Jugendverbände ist der Stadtjugendring das Bindeglied zwischen der

Jugendarbeit in Coburg und der Stadt Coburg.In dieser Funktion versucht der Verein die Intressen

von Jugendlichen zu vertreten.

Was sind die Hautaufgaben des Stadtjugendrings?

Zu den Hauptaufgaben des SJR gehört vor allem die außerschulische Bildung der Kinder und

Jugendlichen, wobei die Vermittlung von allgemeingültigen Verhaltensregeln als wichtiges Ziel

angesehen wird. Die Vermittlung dieser Ziele geschieht durch verschiedene Veranstaltungen wie

z.B. Ferienprogramme oder einen Aktivspielplatz, auf dem der spielerischen Fantasie der Kinder

keine Grenzen gesetzt sind.

Was wissen wir nun über den Stadtjugendring?

Wir sind vom Stadtjugendring überzeugt, weil er dazu beiträgt, dass Kinder und Jugendliche in

ihrem Entwicklungsprozess eine gute pädagogische Unterstützung erhalten. Durch die vielen

verschiedenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ist die Chance höher, dass Kinder und

Jugendliche ihre Zeit sinnvoll und kreativ gestalten können.

Der SJR ist eine wichtige Einrichtung in Coburg. Jedoch sieht sich der SJR einer Krise gegenüber, da

finanziell notwendige Mittel gekürzt werden sollen. Bereits jetzt mussten Maßnahmen getroffen

werden, um sich finanziell über Wasser zu halten. Doch durch die nun bevorstehende Kürzung

befürchtet der SJR, sein Haus demnächst aufgeben und an die Stadt Coburg zurückgeben zu

müssen, was zur Folge hätte, dass die Kinder und Jugendlichen auf wesentliche Teile

pädagogischer Angebote verzichten müssten.


Projektarbeit „Wir gründen ein Ehemaligen-Netzwerk“

Die Alumniarbeit (Alumni=Ehemalige) findet in allen Bereichen unserer Gesellschaft immer

größere Bedeutung. Große Unternehmen bauen Netzwerke auf, in denen der Kontakt zu

ehemaligen Mitarbeitern gehalten wird, Universitäten suchen den Kontakt zu ihren „Ehemaligen“

um ihren Studenten interessante Praktikumsplätze zu sichern und auch immer mehr Schulen

werden in diesem Bereich aktiv.

Im Rahmen unserer Arbeitsgruppe haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie und in welcher

Form eine mögliche Ehemaligenarbeit an der Regiomontanus Schule Coburg aussehen kann. Der

Förderverein unserer Schule will sich dieser Aufgabe annehmen, weshalb wir dessen Vorsitzenden

Dr. Herbert zu einem Gesprächstermin besucht haben. Nachdem Herr Dr. Herbert uns den

Förderverein und dessen Arbeit vorgestellt hatte, wurden auch allgemeine Probleme von Vereinen

in unserer heutigen Gesellschaft diskutiert. Über Nutzen und Notwendigkeit eines Ehemaligen-

Netzwerkes waren wir uns einig, und Herr Dr. Herbert sicherte uns hierfür die volle Unterstützung

des Fördervereins zu.

Mögliche Aktivitäten:

– Jobtalk, Praktikumsplatzvermittlung

Ehemaliger für jetzige Schüler

– Beteiligung an Schulprojekten z.B.

über Vereine, Firmenführungen etc.

– Newsletter / Online-Jahresbericht

für Ehemalige

– Bekannte Alumni im Porträt

– Ehemaligentreffen im Beisein der

Lehrkräfte

– Sammeln von Spendengeldern

– Alumni-Fußballturnier

– Beteiligung am Schulhoffest im

Sommer

Anschließend haben wir ganz praktisch erste Schritte zur Entwicklung des Netzwerkes getan und

uns neben der Problematik der Mitgliedergewinnung mit der Erstellung einer möglichen Satzung

sowie der Auswahl eventuell zutreffender Aktivitäten befasst.

Den Grundstein für Alumniarbeit an unserer Schule haben wir damit gelegt. Nun liegt es an Euch,

Euer Interesse zu bekunden und mitzuhelfen, ein kreatives Team auf die Beine zu stellen!

Bei Interesse wendet euch bitte an Herrn Thiesen, der sich bereiterklärt hat, dieses Projekt seitens

der Lehrerschaft zu betreuen.


2012

Vereinsmitgliedschaften der

FOS/BOS-Schüler Coburg

Auswertung

26.10.2012


Auswertung der Umfrage

Der Fragebogen wurde an je eine Klasse aller Klassenstufen und

Jahrgänge der FOS und BOS aus-gegeben. So lagen zur Auswertung

Daten von 223 Schülern vor. Insgesamt lässt sich sagen, dass die

Schüler der beruflichen Oberschule, entgegen den Erwartungen,

keineswegs „Vereinsmuffel“ sind. 125 Schüler sind Mitglied in einem

Verein, zwei Schüler sogar in zwei Vereinen. 98 Schüler gehören

keinem Verein an. Ein markanter Unterschied zwischen FOS und BOS

ist nicht erkennbar.

Vereinsmitgliedschaft aller Schüler

nicht Verein

44%

Verein

56%


Die Gründe, warum Schüler nicht in einem Verein sind, sind nicht so differenziert wie erwartet. Viele

Schüler waren in einem Verein, geben nun aber an, keine Zeit bzw. viele andere Verpflichtungen zu

haben. Dies zeigt auch die Grafik über den Zusammenhang zwischen Jahrgangsstufe und

Vereinszugehörigkeit.

70,00%

60,00%

50,00%

40,00%

30,00%

20,00%

10,00%

0,00%

Vereine nach Klassenstufen

11. Klasse 12. Klasse 13. Klasse

Warum Schüler nicht in einem Verein sind?

engt ein

12%

Sonstiges

5%

kein passender

17%

bin ausgetreten

27%

keiner in der

Nähe

4%

keine Zeit

35%

Verein


Bei den Vereinsmitgliedern wurden die Merkmale „Entfernung zum Wohnort“, „Inhaltliche

Schwerpunkte“, „Gründe für den Beitritt“ und „Probleme des Vereins“ ausgewertet.

Die Entfernung zum Wohnort scheint kein Problem darzustellen, da die meisten Schüler ihren Verein

am Wohnort haben.

Wie weit ist die Vereinsstätte vom Wohnort

entfernt?

Bei den inhaltlichen Schwerpunkten steht eindeutig der Sport im Vordergrund.

mehr als 25 km

bis 25 km

bis 10 km

bis 5 km

0 km

Welchen inhaltlichen Schwerpunkt setzt ihr

Verein?

Geschichte

Kunst

Stadtleben/Kirmes

Politik

Religions- und

Kulturpflege

Musik

Gemeinützigkeit

Sport


Die Gründe für den Beitritt sind vielfältig. Die Freude an einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung mit

Freunden steht im Vordergrund.

Warum sind Sie einem Verein

beigetreten?

günstiger

Versicherungsschutz

Sonstiges

eher zufällig

Eltern sind

Vereinsmitglieder

Positiv ist die hohe Zahl an Schülern, in deren Verein keine Probleme auftreten (oder nur nicht

bekannt sind?).

Zu den vorrangig genannten Schwierigkeiten gehören finanzielle Probleme, zu wenig

Mitglieder/Nachwuchs und auch fehlende oder unzureichende Räumlichkeiten.

Welche Probleme treten in Ihrem

Verein auf?

Sonstige

geringer

Bekanntheitsgrad

fehlende ausgebildete

Trainer/Lehrkräfte

fehlende/unzureichen

de Räumlichkeiten

Finanzielle Probleme

Interessant wäre eine Befragung der Vereinsaktivität der Lehrer gewesen, wozu leider keine Daten

vorlagen.

Wer die genauen Zahlen einsehen möchte, kann diese unter „K:\Geschichtsprojekt\2012

Vereine\Auswertung Fragebogen.xlsx“ einsehen.

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