Wertpapierprospekt - dc dirk cordes

dirkcordes

Wertpapierprospekt - dc dirk cordes

Anleihe 2012/2022

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Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG - Kiel

Wertpapierprospekt

für die Emission von Inhaberteilschuldverschreibungen

bis zu einem Gesamtwert von nominal EUR 5.000.000

Anleihe 2012/2022

ISIN: DE000A1MLSA0

WKN: A1MLSA

Datum: 23. März 2012

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Photovoltaik-Anlagen P003 und P004 der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG in Neumünster

mit einer Gesamtleistung von 993,7 kWp und 723,7 kWp

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inhalt

1 Zusammenfassung 13

1.1 Warnhinweise 13

1.2 Überblick über die wesentlichen Merkmale der Emittentin und der Geschäftstätigkeit 13

1.3 Überblick über die wesentlichen Merkmale der Anleihe und des Angebots 16

1.4 Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen 18

1.5 Überblick über die wesentlichen Risikofaktoren, die mit der Emittentin und der Anleihe einhergehen 19

2 Risikofaktoren 23

2.1 Unternehmensbezogene Risiken der Emittentin 24

2.1.1 Risiko aus der Qualität des Materials, mangelhafter Installation und technische Risiken 24

2.1.2 Risiko aus materialbedingter Leistungsminderung 25

2.1.3 Risiko aus der Materialbeschaffung, Betriebsdauer 25

2.1.4 Risiko aus der Anbindung an das Stromnetz 26

2.1.5 Risiken aus einer Veränderung der aktuellen staatlichen Förderprogramme 26

2.1.6 Risiken aus Veränderungen der Rechtslage 27

2.1.7 Risiken aufgrund von Diebstahl, Vandalismus, Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel 27

2.1.8 Risiken aus der Abhängigkeit von Lieferanten 28

2.1.9 Risiken aus der Abhängigkeit von Betriebsführungsunternehmen 28

2.1.10 Risiken bezüglich der Standorte der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen 29

2.1.11 Risiken aus der Erforderlichkeit einer öffentlich-rechtlichen Genehmigung 30

2.1.12 Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen, Interessenkonflikte 30

2.1.13 Risiken aus Bankenfinanzierungen / Zinsänderungsrisiken 31

2.1.14 Risiko aus höherer Gewalt und Umwelteinflüssen 32

2.1.15 Risiken aus einer Prospekthaftung der Emittentin 33

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inhalt

2.1.16 Risiken aus der nicht erfolgten Prüfung der Jahresabschlüsse und Finanzinformationen 33

2.1.17 Risiken aus der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Netzbetreiber und sonstiger Stromabnehmer 34

2.2 Markt- und branchenbezogene Risiken 34

2.2.1 Risiken aus fehlenden Projekten 34

2.2.2 Risiken aus sich verschärfendem Wettbewerb 34

2.3 Steuerrisiken 35

2.4 Wertpapierbezogene Risiken 35

2.4.1 Bonitätsrisiko 35

2.4.2 Insolvenzrisiko 36

2.4.3 Keine Sicherheiten 37

2.4.4 Eingeschränkte Handelbarkeit der Inhaberteilschuldverschreibungen 37

2.4.5 Keine Rückzahlungen vor Fälligkeit 37

2.4.6 Veränderungen des Marktzinsniveaus und Inflation 38

2.4.7 Weitere Emissionen und Verschuldungen 38

2.4.8 Kündigungs- und Wiederanlagerisiko 38

2.4.9 Risiko bei kreditfinanziertem Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen 39

2.4.10 Möglicher Rechtsverlust durch Mehrheitsentscheidung der Gläubiger

der Inhaberteilschuldverschreibungen 39

2.4.11 Rechtsstellung der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen 39

3 Allgemeine Angaben 41

3.1 Verantwortliche Personen 41

3.2 Erstellung der Jahresabschlüsse, keine Prüfung der Jahresabschlüsse 41

3.3 Zukunftsgerichtete Aussagen 41


inhalt

3.4 Informationen von Seiten Dritter 43

3.5 Hinweise zu den Finanz- und Zahlenangaben 43

3.6 Einsehbare Dokumente 43

4 Informationen über die Emittentin 47

4.1 Geschäftsgeschichte und Geschäftsentwicklung der Emittentin 47

4.1.1 Juristischer und kommerzieller Name der Emittentin 47

4.1.2 Ort der Registrierung der Emittentin und Registrierungsnummer 47

4.1.3 Datum der Gründung der Emittentin und Existenzdauer 47

4.1.4 Sitz, Rechtsform, maßgebliche Rechtsordnung der Emittentin und Anschrift 47

4.1.5 Wichtige Geschäftsvorfälle der Emittentin aus jüngster Zeit 47

4.1.6 Wichtige Geschäftsvorfälle der Photovoltaik-Gesellschaften aus jüngster Zeit 48

4.2 Geschäftsüberblick 48

4.2.1 Finanzierung, Haupttätigkeitsbereich und Geschäftsmodell der Emittentin 48

4.2.2 Finanzierung, Haupttätigkeitsbereich und Geschäftsmodell der Photovoltaik-Gesellschaften 49

4.2.3 Grundlage für die Wettbewerbsposition 53

4.3 Organisationsstruktur 53

4.3.1 Beschreibung der Dirk Cordes Energie Gruppe 53

4.3.2 Beschreibung der Verbindungen zwischen den Gesellschaften der Dirk Cordes Gruppe und zu Dritten 55

4.4 Investitionen der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften 55

4.4.1 Wichtigste Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften 56

4.4.2 Zukünftige Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften 62

4.5 Tendenzielle Informationen 63

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inhalt

4.6 Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane 63

4.6.1 Gesellschafterversammlung 63

4.6.2 Geschäftsführung 63

4.6.3 Potenzielle Interessenkonflikte 64

4.7 Hauptgesellschafter 65

4.7.1 Kontrolle über die Emittentin 65

4.7.2 Vereinbarungen betreffend potenzielle Kontrolländerung 66

4.8 Finanzielle Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften 66

4.8.1 Ausgewählte Finanzinformationen der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften 66

4.8.2 Wirtschaftliche Planung der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG 77

4.8.3 Wirtschaftliche Planung der Photovoltaik-Gesellschaften 79

4.8.4 Gerichtsverfahren und Arbitrage 83

4.8.5 Wesentliche Veränderungen in der Finanzlage oder der Handelsposition der Emittentin 83

4.9 Wichtige Verträge 83

5 Angaben zur Anleihe 85

5.1 Gesamtbetrag / Beschreibung der Wertpapiere / Wertpapierart 85

5.2 Rechtsvorschriften für die Schaffung der Wertpapiere 85

5.3 Verbriefung 85

5.4 Währung der Wertpapieremission 86

5.5 Rang der Wertpapiere 86

5.6 Mit den Wertpapieren verbundene Rechte 86


5.7 Nominaler Zinssatz, Bestimmungen zur Zinsschuld und zu Zinszahlungsterminen, Vereinbarungen zur

inhalt

Tilgung und zu Rückzahlungsterminen, Zahlungsverfahren und Verjährung 86

5.8 Rendite 87

5.9 Vertretung der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen 88

5.10 Grundlage der Emission / Beschlussfassung der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG 88

5.11 Emissionstermin / Zeichnungsfrist 88

5.12 Übertragbarkeit der Wertpapiere 88

5.13 Keine Zulassung oder Einführung in den Freiverkehr einer Börse 88

5.14 Zahlstelle und Verwahrstelle 89

5.15 Emissionskosten 89

5.16 Anleihebedingungen 90

6 Angaben zum Angebot 99

6.1 Gründe für das Angebot und Verwendung der Erträge 99

6.2 Angebotsbedingungen 99

6.3 Zeichnungsabwicklung 100

6.4 Zuteilung der Wertpapiere / Verkürzung und Verlängerung des Angebots 101

6.5 Mindest- und Höchstbetrag der Zeichnung 101

6.6 Offenlegung des Ergebnisses des Angebots 101

6.7 Vorzugsrechte 102

6.8 Platzierung und Übernahme 102

6.9 Rating 102

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inhalt

7 Steuern 105

7.1 Allgemeine Hinweise 105

7.2 Besteuerung der Zinsen 105

7.3 Veräußerung / Einlösung der Inhaberschuldverschreibung 105

7.4 Stückzinsen 106

7.5 Erbschafts- und Schenkungssteuer 106

7.6 Besteuerung der im inländischen Betriebsvermögen gehaltenen Inhaberteilschuldverschreibungen 107

8 Glossar 109

9 Anlagen 113

10 Unterschriften 122


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Photovoltaik-Anlage P009 der Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG in Roga

mit einer Gesamtleistung von 794,4 kWp

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1 Zusammenfassung

1.1 Warnhinweise

1 zusammenfassung

Die nachfolgende Zusammenfassung ist als Einführung zu diesem Wertpapierprospekt (nachfolgend Prospekt genannt)

zu verstehen. Diese Zusammenfassung fasst ausgewählte Informationen des Prospekts zusammen und wird

durch die an anderer Stelle des Prospekts enthaltenen, detaillierten Informationen ergänzt und ist im Zusammenhang

mit diesen weiteren Informationen zu lesen. Anleger sollten daher den gesamten Prospekt aufmerksam lesen und

jede Entscheidung zur Anlage in die in diesem Prospekt beschriebenen Inhaberteilschuldverschreibungen auf die

Prüfung des gesamten Prospekts stützen.

Die in diesem Prospekt definierten Begriffe und einige wesentliche andere Begriffe sind in dem Glossar unter Punkt

8 dieses Prospekts aufgeführt. Zur Vermeidung von Unklarheiten und Missverständnissen wird dringend angeraten,

das Glossar vor dem Lesen des Prospekts aufmerksam zu studieren und sich mit den Begriffen vertraut zu machen.

1.2 Überblick über die wesentlichen Merkmale der Emittentin und der Geschäftstätigkeit

Emittentin der Inhaberteilschuldverschreibungen ist die Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG, die im Handelsregister

des Amtsgerichts Kiel unter der Handelsregisternummer HRA 7611 KI registriert ist.

Die Emittentin fungiert innerhalb der Dirk Cordes Energie Gruppe als eine reine Kapitalsammelstelle. Das durch die

Inhaberteilschuldverschreibungen eingeworbene Kapital wird sie in Form von Nachrangdarlehen an ihre Schwestergesellschaften,

die Photovoltaik-Gesellschaften, weitergeben.

Die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften (Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG, Dirk Cordes

Zweite Energie GmbH & Co. KG und Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG) haben erfolgreiche Investitionen in

Aufdach-Photovoltaik-Anlagen vorgenommen. Insoweit wird auf Punkt 4.4.1 dieses Prospekts verwiesen. Die Finanzierung

erfolgte dabei über Gesellschafterdarlehen und Bankdarlehen. Durch die bereits durchgeführten Investitionen

besteht bei der Geschäftsführung der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften ein Know-how im Bereich der

Photovoltaik-Investitionen, welches nunmehr zu einem weiteren Ausbau der Investitionstätigkeit genutzt werden soll,

um weiterhin mit hoher Effizienz Elektrizität mit Hilfe der Sonnenenergie zu produzieren. Durch die beabsichtigte

weitere Errichtung von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen soll darüber hinaus ein Beitrag zur Verminderung des CO2-

Ausstoßes und damit zum Klimaschutz geleistet werden.

Die weitere Errichtung von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen soll aus den über die Inhaberteilschuldverschreibungen

eingeworbenen und über die Nachrangdarlehen an die Photovoltaik-Gesellschaften weitergegebenen Mittel sowie

über die Aufnahme von Bankdarlehen erfolgen. Die Finanzierung soll dabei zu ca. 8 - 20 % über die Nachrangdarlehen

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1 zusammenfassung

aus den Mitteln der Inhaberteilschuldverschreibungen und zu 80 - 92 % aus den Bankdarlehen erfolgen, wobei Neuinvestitionen

durch die Photovoltaik-Gesellschaften in Höhe von bis zu ca. EUR 39 Mio. geplant sind.

Die Nachrangdarlehen der Emittentin an die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften werden voraussichtlich

einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1,05 Mio. ausmachen und voraussichtlich in Höhe von EUR 600.000

an die Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG und in Höhe von EUR 450.000 an die Dirk Cordes Zweite Energie GmbH

& Co. KG ausgereicht. Daneben erfolgte bereits im Dezember 2011 eine Nachrangdarlehensvergabe in Höhe von

EUR 450.000 an die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG. Die Nachrangdarlehen an die derzeit bereits operativ

tätigen Photovoltaik-Gesellschaften werden im Wesentlichen dem als Anlage 1 dieses Prospekts beigefügten Muster

entsprechen. Die Mittel aus diesen Nachrangdarlehen können von den derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-

Gesellschaften dazu verwendet werden, Neuinvestitionen zu tätigen und die bisherige Eigenkapitalausstattung der

Photovoltaik-Gesellschaften in Form von Gesellschafterdarlehen zu ersetzen.

Die Nachrangdarlehen an die derzeit noch nicht operativ tätigen bzw. noch zu gründenden Photovoltaik-Gesellschaften

werden im Wesentlichen dem als Anlage 2 dieses Prospekts beigefügten Muster entsprechen. Die Mittel aus

diesen Nachrangdarlehen dürfen von diesen Photovoltaik-Gesellschaften nur für den Erwerb von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen

verwendet werden. Aus den Zins- und Tilgungsleistungen der Photovoltaik-Gesellschaften unter den

Nachrangdarlehen wird die Emittentin ihre Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

bedienen. Die Nachrangdarlehen sehen keine Marge der Emittentin im Vergleich zu ihren Verpflichtungen aus den

Inhaberteilschuldverschreibungen vor.

Die Investitionen sollen aus Gründen der Diversifikation durch unterschiedliche Photovoltaik-Gesellschaften erfolgen,

wobei die jeweiligen Photovoltaik-Gesellschaften wiederum in unterschiedliche Aufdach-Photovoltaik-Anlagen investieren

werden. Kriterien für die Auswahl geeigneter Investitionsobjekte sind neben dem Standort die Ausrichtung

der jeweiligen Dachflächen sowie ein Ertragsgutachten, das die individuellen Einstrahlungswerte am Anlagenstandort

sowie Anlagenbesonderheiten berücksichtigt. Auf dieser Basis erfolgt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Basis

für die jeweilige Investitionsentscheidung ist.

Es werden ausschließlich vollständig projektierte Photovoltaik-Anlagen von Generalübernehmern erworben. Insbesondere

wird nicht in Projektentwicklungen investiert. Mit den Generalübernehmern wird die vollständige schlüsselfertige,

funktions- und betriebsbereite Erstellung der einzelnen Aufdach-Photovoltaik-Anlagen vereinbart, wobei die

Photovoltaik-Gesellschaften darauf hinwirken, dass der entsprechende Vertrag mit dem Generalübernehmer u.a. eine

Ertragsgarantie sowie eine Abtretung sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Gewährleistungs- und Haftungsansprüche

gegen alle Subunternehmer und Lieferanten des Generalübernehmers enthält. Ein anonymisiertes Beispiel


1 zusammenfassung

eines bereits abgeschlossenen Generalübernehmervertrages steht als einsehbares Dokument zur Verfügung (Punkt

3.6 dieses Prospekts).

Für den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen gelten gegenwärtig die Vergütungsregelungen für eingespeisten

Strom aus Photovoltaik-Anlagen nach Maßgabe des EEG. Nach den zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung geltenden

Bestimmungen des EEG ist der jeweilige Netzbetreiber verpflichtet, den gesamten angebotenen Strom aus

dem Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen unverzüglich vorrangig abzunehmen, zu übertragen und zu verteilen.

Er ist auf Verlangen des Einspeisewilligen – hier der Photovoltaik-Gesellschaften – verpflichtet, unverzüglich seine

Netze entsprechend dem Stand der Technik zu optimieren, zu verstärken und auszubauen, um die Abnahme, Übertragung

und Verteilung des Stroms aus den Aufdach-Photovoltaik-Anlagen sicherzustellen. Dies gilt nur dann nicht,

soweit die Optimierung, Verstärkung oder der Ausbau wirtschaftlich unzumutbar ist. Der Netzbetreiber muss den

Strom aus den Aufdach-Photovoltaik-Anlagen mindestens mit den einzelnen auf Grundlage des EEG von der Bundesnetzagentur

für jedes Jahr bestimmten Entgelten vergüten. Die Einspeisevergütungen sind ab dem Zeitpunkt zu

zahlen, ab dem der Generator der Aufdach-Photovoltaik-Anlage erstmals Strom erzeugt und in das Netz eingespeist

hat. Sie sind jeweils für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres in unveränderter Höhe

zu zahlen. Vor diesem Hintergrund verpflichtet das EEG den jeweiligen Netzbetreiber bei einer Inbetriebnahme der

Aufdach-Photovoltaik-Anlagen zu einer Vergütung des eingespeisten Stroms zu einem für die Laufzeit festgelegten

Entgelt pro Kilowattstunde. Auf Grundlage der gegenwärtigen Rechtslage ist von einer festen Vergütung für den

eingespeisten Strom in Höhe der jeweils von der Bundesnetzagentur festgelegten Vergütungssätze für die gesamte

Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen bis zum 30. Juni 2022 (einschließlich) auszugehen.

Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass derzeit einschneidende Änderungen der gesetzlichen Vergütungshöhen und

Vergütungsmodelle nach dem EEG geplant sind, die sich zwar aktuell noch nicht in einem formellen Gesetzgebungsverfahren

befinden, bei deren Umsetzung jedoch davon auszugehen ist, dass der von den Aufdach-Photovoltaik-

Anlagen produzierte Strom u.U. in veränderlichen Höhen, nur noch teilweise oder gar nicht mehr vergütet und im

Übrigen auf dem freien Markt zu verkaufen sein wird.

Aus den Einnahmen der jeweiligen Photovoltaik-Gesellschaft werden zunächst die laufenden Kosten der betreffenden

Photovoltaik-Gesellschaft (beispielsweise Versicherungsprämien, Pachtzahlungen und Wartungs- und Instandhaltungskosten

der Anlagen) beglichen. Ein weiterer Teil der Einnahmen aus dem Solarstromverkauf wird für den Zinsund

Tilgungsdienst aus den Bankdarlehen sowie den Aufbau einer Liquiditätsreserve verwendet. Nach den Bedingungen

der bereits bestehenden Bankdarlehen muss die Liquiditätsreserve in einigen Fällen den Zins- und Tilgungsdienst

für ein Jahr - in der überwiegenden Anzahl der Fälle den Zins- und Tilgungsdienst für ein halbes Jahr - decken. Die

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1 zusammenfassung

danach verbleibenden Mittel werden zunächst für den Zins- und Tilgungsdienst aus den Nachrangdarlehen benutzt

und stehen anschließend den Kommanditisten für Entnahmen zur Verfügung.

1.3 Überblick über die wesentlichen Merkmale der Anleihe und des Angebots

Emittentin Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Emissionsvolumen bis zu EUR 5.000.000

Stückelung EUR 50.000

Mindestzeichnungsbetrag EUR 250.000

Verzinsung

Zinszahlung

Tilgung

nominal 7 % p.a. auf das in der jeweiligen Zinsperiode nach dem geltenden Zins- und Tilgungsplan

jeweils ausstehende Kapital

vierteljährlich nachträglich jeweils zum 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember eines

jeden Jahres

ab dem 31. März 2013 in vierteljährlichen Tilgungsraten nach dem geltenden Zins- und Tilgungsplan

zusammen mit den Zinszahlungen;

die Summe der ab dem 31. März 2013 gemeinsam erfolgenden vierteljährlichen Zins- und Tilgungszahlungen

je Inhaberteilschuldverschreibung bleibt während der Laufzeit der Anleihe gleich (annuitätische

Tilgung) und beläuft sich auf EUR 1.812,49 je Inhaberteilschuldverschreibung

Laufzeit 1. April 2012 (einschließlich) bis 30. Juni 2022 (einschließlich)

Ausgabekurs 103 % des Nennbetrages

Kaufpreis

Rang

Kündigungsmöglichkeiten der

Anleihegläubiger

Nennbetrag der gezeichneten Inhaberteilschuldverschreibungen zzgl. (i) 3 % Aufgeld (Agio) bezogen

auf den Nennbetrag sowie (ii) etwaiger Stückzinsen

Die Inhaberteilschuldverschreibungen begründen nicht nachrangige und nicht besicherte Verbindlichkeiten

der Emittentin, die untereinander und mit allen anderen nicht besicherten und nicht nachrangigen

Verbindlichkeiten der Emittentin gleichrangig sind, soweit diesen Verbindlichkeiten nicht

durch zwingende gesetzliche Bestimmungen ein Vorrang eingeräumt wird.

Den Anleihegläubigern steht kein ordentliches Kündigungsrecht zu. Jeder Anleihegläubiger ist jedoch

berechtigt, seine Inhaberteilschuldverschreibungen aus wichtigem Grund zu kündigen, wenn

bestimmte Fälle eintreten (z.B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Emittentin,

Eintritt der Emittentin in Liquidation).

>>


Kündigungsmöglichkeiten der

Emittentin

Änderung der

Anleihebedingungen

Verwendungszweck

Reichweite des Angebots

Emissionstermin voraussichtlich 1. April 2012

Der Emittentin steht ein ordentliches Kündigungsrecht zu. Sie ist berechtigt, einzelne oder alle Inhaberteilschuldverschreibungen

ganz oder teilweise mit Wirkung zum nächsten Zinstag unter Einhaltung

einer Frist von mindestens sechs Wochen zu kündigen.

Die Anleihegläubiger können nach Maßgabe des Gesetzes für Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen

(SchVG) durch Mehrheitsbeschluss Änderungen der Anleihebedingungen zustimmen und

zur Wahrnehmung ihrer Rechte einen gemeinsamen Vertreter für alle Anleihegläubiger bestellen.

Der Emissionserlös wird von der Emittentin zur Gewährung von Nachrangdarlehen an die Photovoltaik-Gesellschaften

der Dirk Cordes Energie Gruppe genutzt, die diese Mittel – zusammen mit

anderem Kapital (insb. aus Bankdarlehen) – für Neuinvestitionen in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen

in der Größenordnung von insgesamt bis zu EUR 39 Mio. nutzen; die Mittel aus den Nachrangdarlehen

an die bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften können auch dazu verwendet werden,

die bisherige Eigenkapitalausstattung der Photovoltaik-Gesellschaften in Form von Gesellschafterdarlehen

zu ersetzen.

Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland angeboten.

Zeichnungsfrist bis zur vollen Platzierung, längstens aber bis zum 31. Dezember 2012

Form

Übertragbarkeit

Handelbarkeit

Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit in einer Globalurkunde

verbrieft. Ein Anspruch auf Ausgabe effektiver Inhaberteilschuldverschreibungen oder Zinsscheine

besteht nicht.

Die Anleihegläubiger können die Inhaberteilschuldverschreibungen ohne Zustimmung der Emittentin

ganz oder teilweise auf Dritte übertragen, an Dritte veräußern oder vererben.

Die Zulassung der Inhaberteilschuldverschreibungen zum Handel an einer Wertpapierbörse oder

dem Freiverkehr an einer Wertpapierbörse wurde nicht beantragt und ist auch nicht geplant.

Zahlstelle Donner & Reuschel AG, Ballindamm 27, 20095 Hamburg

Verwahrstelle Clearstream Banking AG, Neue Börsenstraße 1, 60487 Frankfurt am Main

WKN A1MLSA

ISIN DE000A1MLSA0

1 zusammenfassung

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1 zusammenfassung

1.4 Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen

Die Bilanz zum 31. Dezember 2011 der Emittentin weist ein Eigenkapital in Höhe von EUR 499.000 = 99,6 % der Bilanzsumme

aus. Wesentliche geschäftliche Aktivitäten sind neben der Vergabe eines Nachrangdarlehens an die Dirk

Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG im Dezember 2011 in Höhe von EUR 450.000 noch nicht entfaltet worden. Im

Geschäftsjahr 2012 ist die Planung auf das Einwerben des Emissionserlöses gerichtet, um im Anschluss den Photovoltaik-Gesellschaften

über Nachrangdarlehen Kapital für weitere Investitionen in Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung

zu stellen.

Die nachfolgende Kurzübersicht zeigt ausgewählte konsolidierte Ertrags- und Liquiditätskennzahlen aus der Planung

der Photovoltaik-Gesellschaften. Die dargestellten Ertrags- und Liquiditätskennzahlen gelten für sämtliche Photovoltaik-Projekte

aller Photovoltaik-Gesellschaften, d.h. sie umfassen sowohl als Neuinvestitionen geplante als auch

bestehende Photovoltaik-Projekte. Die prognostizierten Ertrags- und Liquiditätskennzahlen der bestehenden Photovoltaik-Projekte

sind als Davon-Positionen nochmals separat dargestellt:

2012

TEUR

Umsatzerlöse aus Stromverkauf 3.100 6.454 6.423 6.390 6.358

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 2.266 2.285 2.274 2.262 2.251

Jahresergebnis -85 392 437 496 584

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 261 239 260 286 314

Liquiditätsüberschuss vor Tilgungen 1.268 3.351 3.396 3.455 3.543

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 1.224 1.246 1.267 1.293 1.321

Liquiditätsüberschuss 727 616 243 73 101

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 683 335 97 87 102

Kumulierte Liquidität 853 1.469 1.712 1.785 1.886

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 809 1.144 1.241 1.328 1.430

2013

TEUR

2014

TEUR

2015

TEUR

2016

TEUR


1.5 Überblick über die wesentlichen Risikofaktoren, die mit der Emittentin und der Anleihe

einhergehen

Anleger sind im Zusammenhang mit den in diesem Prospekt beschriebenen Inhaberteilschuldverschreibungen unternehmensbezogenen,

markt- und branchenbezogenen, steuerlichen sowie wertpapierbezogenen Risiken ausgesetzt.

Der Eintritt eines oder mehrerer dieser Risiken kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Emittentin und insbesondere deren Fähigkeit zur Zins- und Tilgungszahlung unter den

Inhaberteilschuldverschreibungen haben sowie den Wert der Inhaberteilschuldverschreibungen beinträchtigen. Anleger

können hierdurch das in die Inhaberteilschuldverschreibungen investierte Kapital teilweise oder gar vollständig

(Totalverlustrisiko) verlieren. Im Nachfolgenden werden die nach Ansicht der Emittentin wesentlichen Risiken kurz

zusammenfassend dargestellt:

Unternehmensbezogene Risiken der Emittentin

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1 zusammenfassung

Risiken aufgrund nicht auszuschließender geminderter Produktqualität des eingesetzten Materials, aufgrund möglicher

mangelhafter Installation oder aufgrund unvorhersehbarer technischer Probleme der Photovoltaik-Anlagen

Risiken aufgrund übermäßiger materialbedingter Leistungsminderung der genutzten Solarmodule

Risiken aufgrund von möglichen Steigerungen der Rohstoff- und Materialpreise oder fehlender Verfügbarkeit von

Ersatzteilen

Risiken aufgrund Abhängigkeit vom Bestehen einer Anbindung an das Stromnetz

Risiken wegen nicht auszuschließender Veränderung der aktuellen staatlichen Förderprogramme oder sonstiger

möglicher Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen

Risiken aufgrund von Diebstahl, Vandalismus, Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel

Risiken aufgrund bestehender Abhängigkeiten von Lieferanten bzw Generalübernehmern sowie Betriebsführungsunternehmen

Risiken, die sich aus den Standorten der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen ergeben können

Risiken, die sich aus dem Erfordernis der öffentlich-rechtlichen Genehmigung der Errichtung und unter Umständen

des Betriebs der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen ergeben können

Risiken aufgrund bestehender Personenidentität in den Geschäftsführungsorganen und Gesellschafterstellungen

der Dirk Cordes Energie Gruppe

Risiken aufgrund erforderlicher Bankenfinanzierung der Neuinvestitionen in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen (einschließlich

Zinsänderungsrisiken)

Risiken aufgrund höherer Gewalt und Umwelteinflüssen

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1 zusammenfassung

- Risiken aus einer möglichen Prospekthaftung der Emittentin

- Risiken aus der nicht erfolgten Prüfung der Jahresabschlüsse und Finanzinformationen

- Risiken aufgrund der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Netzbetreiber und sonstiger

Stromabnehmer

Markt- und branchenbezogene Risiken

- Risiken aus fehlenden Projekten

- Risiken aufgrund des sich voraussichtlich verschärfenden Wettbewerbs auf dem Solarstrommarkt

Steuerrisiken

- Risiko steuerlicher Mehrbelastungen für die Emittentin, die Photovoltaik-Gesellschaften und/oder die Anleger

Wertpapierbezogene Risiken

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Bonitäts- und Insolvenzrisiko der Photovoltaik-Gesellschaften und der Emittentin

Risiken aufgrund fehlender Besicherung der Ansprüche der Anleger aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

Risiko, dass die Anleger die Inhaberteilschuldverschreibungen nicht oder nur zu einem geringeren Wert veräußern

können

Risiko aufgrund fehlenden ordentlichen Kündigungsrechts und fehlenden Anspruchs auf Rückzahlung des eingesetzten

Kapitals vor Fälligkeit

Risiko möglicher Veränderungen des Marktzinsniveaus und möglicher Inflationsverluste

Risiko der Eingehung weiterer vorrangiger oder gleichrangiger Verbindlichkeiten sowie der Emission weiterer

Inhaberteilschuldverschreibungen oder anderer Schuldtitel durch die Emittentin

Risiko vorzeitiger Kündigung der Inhaberteilschuldverschreibungen durch die Emittentin (einschließlich des damit

verbundenen Wiederanlagerisikos)

Denkbare Erhöhung der mit den Inhaberteilschuldverschreibungen verbundenen Risiken bei möglichem kreditfinanziertem

Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen seitens der Anleger

Risiko eines möglichen Rechtsverlust des einzelnen Anlegers durch Mehrheitsentscheidung der Gesamtheit der

Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen

Risiken aus der Rechtsstellung der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen (keine Mitwirkungs-, Stimmund

Kontrollrechte für die Anleger / keine Teilnahme an Gewinn und Verlust der Emittentin)


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Bildauswahl der bestehenden Photovoltaik-Anlagen

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2 Risikofaktoren

2 risikofaktoren

Der Erwerb von Inhaberteilschuldverschreibungen erfordert eine wohlüberlegte und abgewogene Entscheidung. Der

Anleger sollte daher die nachfolgenden Risikobelehrungen, in denen nach Ansicht der Emittentin wesentliche Risiken

genannt werden, vor dem Hintergrund der übrigen Angaben in diesem Prospekt aufmerksam lesen und bei seiner

Entscheidung entsprechend berücksichtigen. Die Anzahl der erworbenen Inhaberteilschuldverschreibungen sollte den

wirtschaftlichen Verhältnissen des Anlegers entsprechen und nur einen Teil des Vermögens des Anlegers ausmachen.

Der Anleger sollte den Verlust des eingesetzten Kapitals wirtschaftlich verkraften können.

Die Darstellung der nachfolgend aufgeführten Risikofaktoren ersetzt keine anlegergerechte Beratung oder Aufklärung

durch fachlich geeignete Berater. Eine Anlageentscheidung sollte daher nicht allein aufgrund der nachfolgend

aufgeführten Risikofaktoren und der übrigen Angaben in diesem Prospekt getroffen werden, da die hier enthaltenen

Informationen eine auf die Bedürfnisse, Ziele, Erfahrungen, Kenntnisse und Verhältnisse des Anlegers zugeschnittene

Beratung und Aufklärung nicht ersetzen können. Vor einer Anlageentscheidung wird daher empfohlen, den Rat von

Sachverständigen, beispielsweise von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Anlageberatern und/oder Rechtsanwälten

einzuholen.

Der Eintritt eines oder mehrerer der im Folgenden dargestellten Risiken, insbesondere in ihrer gegenseitigen Verstärkung,

kann einzeln oder zusammen mit anderen Umständen erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-,

Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften und deren Fähigkeit haben, ihren Zins- und Tilgungspflichten

aus den Nachrangdarlehen gegenüber der Emittentin ganz oder teilweise nachzukommen. Dies kann wiederum dazu

führen, dass die Emittentin nicht in der Lage ist, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen. Unter Umständen könnten Anleger hierdurch das in die Inhaberteilschuldverschreibungen

investierte Kapital teilweise oder gar vollständig verlieren. Die nachfolgend aufgeführten Risiken können sich

zudem rückwirkend betrachtet als nicht abschließend herausstellen und daher nicht die einzigen Risiken sein, der die

Emittentin und die Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen ausgesetzt sind. Weitere Risiken und Unsicherheiten,

die der Emittentin aus heutiger Sicht nicht bekannt sind oder von ihr als nicht wesentlich eingeschätzt werden,

könnten ebenfalls die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften und der Emittentin

wesentlich beeinträchtigen und sich negativ auf die Wertentwicklung der Inhaberteilschuldverschreibungen und die

Fähigkeit der Emittentin auswirken, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen.

Die gewählte Reihenfolge der Risikofaktoren stellt weder eine Aussage über die Eintrittswahrscheinlichkeit noch über

die Bedeutung und Schwere der genannten Risiken oder das Ausmaß potenzieller Beeinträchtigungen des Geschäfts

und der finanziellen Lage der Emittentin dar.

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2 risikofaktoren

2.1 Unternehmensbezogene Risiken der Emittentin

Die Emittentin stellt den Photovoltaik-Gesellschaften Kapital aus den Inhaberteilschuldverschreibungen in Form von

Nachrangdarlehen zur Verfügung. Nach den Regelungen der Nachrangdarlehensverträge dürfen die derzeit noch

nicht operativ tätigen bzw. neu zu gründenden Photovoltaik-Gesellschaften die Mittel aus den Nachrangdarlehen

ausschließlich für den Erwerb von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland verwenden. Die

Mittel aus den Nachrangdarlehen an die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften können darüber

hinaus dazu verwendet werden, die bisherige Eigenkapitalausstattung der betreffenden Photovoltaik-Gesellschaften

in Form von Gesellschafterdarlehen zu ersetzen, sodass auch die Zahlungsströme der derzeit bereits operativ tätigen

Photovoltaik-Gesellschaften für die Emittentin Relevanz erlangen. Der durch den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-

Anlagen erzeugte Strom wird in das Stromnetz des örtlichen Stromnetzbetreibers eingespeist, wofür die Photovoltaik-Gesellschaften

nach den zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung geltenden Bestimmungen des EEG eine

Einspeisevergütung pro Kilowattstunde nach Maßgabe der von der Bundesnetzagentur festgesetzten Vergütungssätze

erhalten werden. Diese Vergütung bzw. Teile dieser Vergütung dienen den Photovoltaik-Gesellschaften dazu,

ihren Zins- und Tilgungspflichten unter den Nachrangdarlehen nachzukommen. Die Emittentin benötigt diese Mittel

wiederum für die Zins- und Tilgungsleistungen unter den Inhaberteilschuldverschreibungen.

Ein wesentliches unternehmensbezogenes Risiko der Emittentin besteht mithin darin, dass die Photovoltaik-Gesellschaften

nicht so profitabel wirtschaften, dass sie ihren Zins- und Tilgungspflichten aus den Nachrangdarlehen nachkommen

können, sodass die Emittentin ihrerseits nicht in der Lage ist, den Zins- und Tilgungspflichten unter den

Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen. Das unternehmensbezogene Risiko der Emittentin hängt damit

entscheidend von den unternehmensbezogenen Risiken der Photovoltaik-Gesellschaften ab, insbesondere weil die

Zinsen und Tilgungen unter den Nachrangdarlehen der Höhe nach denen unter den Inhaberteilschuldverschreibungen

gleichen und die Emittentin mithin keine Marge auf die Nachrangdarlehen nimmt.

Die wesentlichen unternehmensbezogenen Risiken der Photovoltaik-Gesellschaften und der Emittentin sind nachstehend

beschrieben:

2.1.1 Risiko aus der Qualität des Materials, mangelhafter Installation und technische Risiken

Die Emittentin hat keinen Einfluss auf die Herstellung des Materials, das für die von den Photovoltaik-Gesellschaften

genutzten Solarmodule und Photovoltaik-Anlagen verwendet wird. Eine geminderte Produktqualität kann daher nicht

ausgeschlossen werden. Eine geminderte Produktqualität des eingesetzten Materials für die Solarmodule und Photovoltaik-Anlagen

kann wiederum einen negativen Einfluss auf die in das Stromnetz eingespeiste Strommenge sowie

den wirtschaftlichen Nutzungszeitraum der Solarmodule und Photovoltaik-Anlagen haben. Gleiches gilt für eine man-


2 risikofaktoren

gelhafte Installation der Module und Anlagen, auf die die Emittentin ebenfalls keinen Einfluss hat, sowie technische

Risiken. Es besteht die Möglichkeit, dass während der kalkulierten Betriebsdauer technische Probleme auftreten, die

die Leistungsfähigkeit der Anlage bzw. ihrer Teile beeinträchtigen oder dazu führen, dass Teile der Anlage oder unter

Umständen sogar die gesamte Anlage früher als erwartet ausfällt. Darüber hinaus können Materialermüdung und/

oder Verschleiß (insbesondere an den Solarmodulen, an Wechselrichtern oder Kabelbindern etc.) zu einer niedrigeren

Einspeiseleistung als prognostiziert führen. Dies würde zu zusätzlichen Kosten bzw. Umsatzeinbußen führen. Die Verwirklichung

der vorstehenden Risiken kann mithin jeweils negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften haben und damit mittelbar die Fähigkeit der Emittentin beinträchtigen

oder ausschließen, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen.

2.1.2 Risiko aus materialbedingter Leistungsminderung

Die Emittentin geht hinsichtlich der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG, der Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co.

KG und der Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG auf Basis der historischen Informationen von einer materialbedingten

Leistungsminderung (Degradation) von maximal 0,5 % pro Jahr aus. Entsprechende Leistungsminderungen

werden daher auch für die noch zu gründenden oder noch zu erwerbenden Photovoltaik-Gesellschaften erwartet.

Diese Prognose der materialbedingten Leistungsminderung ist für sämtliche Photovoltaik-Gesellschaften auch in die

Prognoserechnung der Emittentin eingeflossen. Da die Emittentin jedoch keinen Einfluss auf die Herstellung von Solarmodulen

und deren zu erwartenden Leistungsminderung hat, besteht das Risiko, dass die tatsächliche materialbedingte

Leistungsminderung über die prognostizierte Leistungsminderung von maximal 0,5 % pro Jahr hinausgeht. Die

Verwirklichung des vorstehenden Risikos kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Photovoltaik-Gesellschaften haben. Mittelbar könnte dies dazu führen, dass die Emittentin nicht in der Lage ist,

ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen.

2.1.3 Risiko aus der Materialbeschaffung, Betriebsdauer

Ein weiteres Risiko liegt in der Materialbeschaffung. Die Solarmodule werden aus verschiedenen Materialien, wie

insbesondere Glas, Aluminium und Silizium, hergestellt. Das in diesem Prospekt dargestellte Unternehmenskonzept

geht von den zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung geltenden Rohstoff- und Materialpreisen aus. Sofern diese

Preise vor Abschluss der geplanten Investitionen steigen, kann dies negative Auswirkungen auf die Umsetzung der

Investitionsplanung und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften haben.

Mittelbar kann dadurch die Fähigkeit der Emittentin beeinträchtigt oder ausgeschlossen werden, ihre Zins- und Tilgungsverpflichtungen

aus den Inhaberteilschuldverschreibungen erfüllen zu können. Darüber hinaus kann nicht aus-

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2 risikofaktoren

geschlossen werden, dass während der Betriebsdauer der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen durch Veränderungen der

Marktbedingungen und der Produktion der Anlagenbestandteile für eine eventuell erforderlich werdende Instandsetzung

der Anlagen keine Ersatzteile mehr beschafft werden können, insbesondere weil die Hersteller entsprechende

Produktionslinien verändern oder sogar vollständig einstellen.

2.1.4 Risiko aus der Anbindung an das Stromnetz

Die Stromeinspeisung ist auch von der bestehenden Anbindung der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen an das Stromnetz

abhängig. Die Emittentin unterstellt für diesen Prospekt, dass die durch die Photovoltaik-Gesellschaften betriebenen

Aufdach-Photovoltaik-Anlagen eine unmittelbare Anbindung an das Stromnetz des örtlichen Stromnetzbetreibers

aufweisen. Sofern dies nicht der Fall ist bzw. eine kostenpflichtige Neuanbindung an ein anderes Stromnetz hergestellt

werden muss, kann dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

haben und damit mittelbar die Fähigkeit der Emittentin beeinträchtigen oder ausschließen,

ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen. Zwar haben die

Photovoltaik-Gesellschaften Sicherungsmaßnahmen in Form der Einbeziehung der Erstanbindung in den Generalübernehmervertrag

vorgenommen bzw. beabsichtigen sie, entsprechende Sicherungsmaßnahmen auch zukünftig zu

ergreifen. Dadurch wird das vorstehende Risiko jedoch nicht beseitigt.

2.1.5 Risiken aus einer Veränderung der aktuellen staatlichen Förderprogramme

Die Stromerzeugung aus Aufdach-Photovoltaik-Anlagen ist bisher gegenüber herkömmlicher Stromerzeugung nur

aufgrund der staatlichen Förderung nach dem EEG wirtschaftlich und wettbewerbsfähig. Die Photovoltaik-Gesellschaften

sind daher für das profitable Betreiben der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen auf die staatliche Förderung im

Rahmen der Gewährung der Einspeisevergütung nach dem EEG angewiesen. Sofern sich die staatliche Förderung

(eventuell auch nachträglich) reduziert oder sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Netzbetreibers negativ

verändert, hätte dies negative Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

und damit mittelbar auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die aktuelle Bundesregierung ein zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung

noch nicht im formellen Gesetzgebungsverfahren durch Einbringung in Bundestag und Bundesrat befindliches Gesetz

zur Änderung des Rechtsrahmens für Strom aus solarer Strahlungsenergie und zu weiteren Änderungen im Recht der

erneuerbaren Energie plant. Im Rahmen dieser geplanten Gesetzesänderungen werden auch die Regelungen des EEG

unter Umständen ganz erheblichen Änderungen und Einschränkungen auch im Hinblick auf Aufdach-Photovoltaik-

Anlagen unterzogen werden. Die Eckpunkte der aktuell diskutierten, wesentlichen Änderungen sind eine stärkere und


monatlich wirkende Absenkung der Vergütung von Strom aus solarer Strahlungsenergie, eine Ermächtigung der Bundesregierung

durch Rechtsverordnung, ab Überschreiten eines bestimmten Zubaukorridors an neuen Photovoltaik-

Anlagen die Vergütungsabsenkung nach dem EEG zu verstärken bzw. abweichend von den gesetzlichen Vorgaben des

EEG insgesamt einen niedrigeren Vergütungssatz für Strom aus solarer Strahlungsenergie festzulegen, eine Kappung

des EEG-Vergütungsanspruchs ab Überschreiten einer bestimmten installierten Leistung der Photovoltaik-Anlage sowie

ein sogenanntes Marktintegrationsmodell, das die nach dem EEG vergütungsfähigen Stromeinspeisungen auf

eine bestimmte Prozentzahl (aktuell ca. 85 - 90 %) der insgesamt in dem jeweiligen Kalenderjahr in der betreffenden

Photovoltaik-Anlage produzierten Strommenge begrenzen soll.

2.1.6 Risiken aus Veränderungen der Rechtslage

Gesetzliche Regelungen und Verordnungen können sich jederzeit ändern. Dies gilt sowohl für die kommunal-, landesoder

bundesrechtlichen Rechtsvorschriften als auch für die europäische Gesetzgebung, insbesondere durch Richtlinien

und Verordnungen, die in der Bundesrepublik Deutschland umgesetzt werden müssen bzw. unmittelbar gelten.

Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen können einen erheblichen Einfluss auf den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen

haben, z.B. in Form von Einschränkungen, bis hin zur Stilllegung des Betriebes oder einzelner Anlagen.

Es kann nicht garantiert werden, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen während der Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen

nicht geändert werden. Dies gilt insbesondere für die vorstehend unter Punkt 2.1.5 dieses

Prospekts genannten Förderprogramme und für die unter Punkt 2.1 dieses Prospekts genannte Einspeisevergütung

nach dem EEG. Veränderungen der Rechtslage, insbesondere eine Verringerung der Einspeisevergütungen nach dem

EEG oder unter Umständen ein vollständiger Wegfall der gesetzlichen Grundlagen, können negative Auswirkungen

auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften haben, was wiederum dazu führen

kann, dass die Emittentin nicht in der Lage ist, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldver-

schreibungen nachzukommen.

2 risikofaktoren

2.1.7 Risiken aufgrund von Diebstahl, Vandalismus, Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel

Bei allen Aufdach-Photovoltaik-Anlagen besteht ein Vandalismus- und Diebstahlrisiko, das zu einem Ertragsausfall

bei den Photovoltaik-Gesellschaften führen kann. Ebenso können Ereignisse wie Brand, Blitzschlag, Sturm und Hagel

zu einem Ertragsausfall führen, wenn die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen beschädigt oder vernichtet werden. Sofern

sich diese Risiken verwirklichen, kann dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Photovoltaik-Gesellschaften haben und sich mittelbar damit nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Emittentin auswirken. Zwar haben die Photovoltaik-Gesellschaften Sicherungsmaßnahmen in Form des Abschlus-

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2 risikofaktoren

ses von Versicherungen getroffen. Dadurch wird das vorstehende Risiko jedoch nicht beseitigt. Insbesondere kann

nicht ausgeschlossen werden, dass bestimmte Risiken nicht oder nicht vollständig versichert sind oder Versicherungen

insolvent werden.

2.1.8 Risiken aus der Abhängigkeit von Lieferanten

Der Erwerb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen durch die Photovoltaik-Gesellschaften erfolgt von Generalübernehmern,

die unter den entsprechenden Verträgen eine schlüsselfertige, funktions- und betriebsbereite Errichtung und

Übergabe der jeweiligen Aufdach-Photovoltaik-Anlage vorsehen. Bezahlungen aus den Generalübernehmerverträgen

sind nach Leistungsfortschritt geregelt und bewirken den Eigentumsübergang der jeweiligen Komponenten. Für den

Fall, dass Generalübernehmer ihren Verpflichtungen aus den diesbezüglichen Verträgen nicht nachkommen und aufgrund

des erreichten Bautenstandes eine Fertigstellung durch die Photovoltaik-Gesellschaften erfolgen muss, ist es

möglich, dass Solarmodule oder andere Komponenten aufgrund von Nachfrageüberhängen oder aufgrund anderer

Umstände auf dem Markt erst mit erheblicher Verzögerung oder zu höheren Preisen, gegebenenfalls auch gar nicht

mehr geliefert werden können. Die daraus resultierenden Verzögerungen und Mehrkosten oder sogar die Unmöglichkeit

der Fertigstellung der Anlagen können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Photovoltaik-Gesellschaften haben, was mittelbar dazu führen kann, dass die Emittentin nicht in der Lage ist, ihren

Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen. Dies gilt auch für den

Fall, dass die in die Errichtung einbezogenen Lieferanten nicht mehr leistungsfähig sind bzw. insolvent werden oder

dass sich bereits während der Errichtungsphase Rechtsstreitigkeiten über die Qualität oder sonstige Umstände der

Lieferungen und Leistungen nach den Generalübernehmerverträgen entwickeln, die zu Verzögerungen im Baufortschritt,

zur Erforderlichkeit von Ersatzbeschaffungen mit entsprechenden Mehrkosten oder sogar zum vollständigen

Abbruch der Errichtungsarbeiten führen können.

2.1.9 Risiken aus der Abhängigkeit von Betriebsführungsunternehmen

Bei der Emittentin handelt es sich um eine nicht operativ tätige Gesellschaft. Sie dient allein als Kapitalsammelstelle,

die das durch die Inhaberteilschuldverschreibungen eingeworbene Kapital in Form von Nachrangdarlehen an die Photovoltaik-Gesellschaften

weitergibt. Die Emittentin verfügt daher weder über das technische und fachliche Know-how,

noch über entsprechendes Personal, um die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen selbst zu betreiben. Dies gilt auch für die

Photovoltaik-Gesellschaften selbst, da sie die Anlagen ebenfalls nur vom Generalübernehmer errichten lassen. Diese

und die Emittentin sind daher darauf angewiesen, dass der laufende Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen durch

Betriebsführungsunternehmen erfolgt, die damit beauftragt werden. Deren Aufgaben sind im Rahmen der technischen

Betriebsführung regelmäßig unter anderem die laufende Überwachung des Zustands und der Leistungsfähig-


2 risikofaktoren

keit der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen, die Durchführung bzw. Veranlassung von Wartungsarbeiten und allgemeinen

Instandhaltungsmaßnahmen sowie von Reparatur- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen. Derartige Betriebsführungsleistungen

werden am Markt entgeltlich angeboten. Die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften

haben entsprechende Betriebsführungsverträge für die bestehenden Aufdach-Photovoltaik-Anlagen abgeschlossen.

Die unter diesen Betriebsführungsverträgen vereinbarten Bedingungen sind vollständig in die Planungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen

der Emittentin einbezogen worden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass

sich die Bedingungen, zu denen die erforderlichen Betriebsführungsdienstleistungen für neu erworbene Aufdach-

Photovoltaik-Anlagen eingekauft werden können, verschlechtern. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die

eingebundenen Betriebsführungsunternehmen oder die Unternehmen, die die entsprechenden weiteren Wartungs-,

Instandhaltungs- oder sonstigen Leistungen erbringen, insolvent werden oder aus anderen Gründen ihre Leistungen

nicht oder nicht wie vereinbart erbringen, sodass bereits gezahlte Vergütungen verloren gehen, eine ordnungsgemäße

Betriebsführung der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen unter Umständen über erhebliche Zeiträume nicht erfolgt

(und dadurch die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft der Anlagen gemindert wird oder vollständig ausfällt) oder dass

abgeschlossene Verträge gekündigt oder sonst beendet werden und anderweitige Unternehmen neu und zu unter

Umständen erheblich höheren Vergütungssätzen beauftragt werden müssen. Die Verwirklichung der vorstehenden

Risiken kann jeweils negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

und damit mittelbar auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin haben.

2.1.10 Risiken bezüglich der Standorte der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen

Die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen werden auf bzw. an Gebäuden errichtet. Es besteht letztlich keine vollständige

Gewissheit darüber, dass die betreffenden Gebäude eine genügende Tragfähigkeit haben, um tatsächlich über die

gesamte erwartete Betriebsdauer der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen als Tragwerk der Anlagen zu dienen. Auswirkungen

auf die Tragfähigkeit bzw. Geeignetheit der Gebäude für den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen können

insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bzw. eine Insolvenz des Grundstückseigentümers haben, der

unter Umständen nicht über entsprechende Mittel verfügt, um die Gebäude selbst entsprechend instandzuhalten

oder bei Beschädigung oder Zerstörung wieder instandzusetzen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen des Betriebs

der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen bis hin zum vollständigen Ausfall und damit Wegfall von Einspeisevergütungen

führen kann. Da die Photovoltaik-Gesellschaften regelmäßig nicht Eigentümer der Grundstücke und Gebäude sind,

sondern über langfristige Nutzungsverträge zur Nutzung berechtigt sein werden, besteht zudem das Risiko, dass

diese Nutzungsverträge vorzeitig beendet werden, was zu einer Beendigung der Nutzungsberechtigung und unter

Umständen auch dazu führen kann, dass die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen wieder zurückgebaut werden müssen.

Die Verwirklichung der vorstehenden Risiken kann jeweils negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und

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2 risikofaktoren

Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften haben und damit mittelbar die Fähigkeit der Emittentin beeinträchtigen

oder ausschließen, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachkommen

zu können. Die Photovoltaik-Gesellschaften haben Sicherungsmaßnahmen in Form einer grundbuchrechtlichen Sicherung

der Nutzung der Gebäude und Grundstücke und der Verpflichtung des Generalübernehmers zur Vorlage eines

Statikgutachtens für die zu belegenden Dachflächen vorgesehen. Diese Sicherungsmaßnahmen beseitigen das vorstehende

Risiko jedoch nicht. Insbesondere kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Nutzungsverträge nach § 111

Insolvenzordnung oder § 57a Zwangsversteigerungsgesetz gekündigt werden und dies dazu führt, dass der Ersteher

des Grundstücks auch die grundbuchrechtliche Sicherung beseitigen lassen kann. Hinsichtlich des Statikgutachtens

kann insbesondere nicht ausgeschlossen werden, dass dies nicht korrekt ist und die Photovoltaik-Gesellschaften keinen

Regress nehmen können, z.B. wegen der Insolvenz des Anspruchsgegners.

2.1.11 Risiken aus der Erforderlichkeit einer öffentlich-rechtlichen Genehmigung

Ein Risiko, dass sich auf die geplante Errichtung und den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen auswirken kann,

ist die Tatsache, dass nach baurechtlichen und sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften eine grundsätzliche Genehmigung

für die Errichtung und unter Umständen auch für den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen zu beantragen

ist und dass sich aus diesen Genehmigungen bzw. aus sonstigen öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen

Auflagen bzw. Beschränkungen im Hinblick auf die Ausgestaltung der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen, deren Umfang

und/oder deren Betrieb ergeben können. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die Errichtung und/oder

der Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen nicht wie geplant bzw. gar nicht genehmigt werden oder eine erteilte

Genehmigung wieder entzogen wird. Die Verwirklichung der vorstehenden Risiken kann jeweils negative Auswirkungen

auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften haben, was mittelbar wiederum

dazu führen kann, dass die Emittentin nicht in der Lage ist, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen. Die Photovoltaik-Gesellschaften haben Sicherungsmaßnahmen in Form

einer Verpflichtung des Generalübernehmers vorgesehen, für die Erteilung der erforderlichen Genehmigungen zu

sorgen. Diese Sicherungsmaßnahmen beseitigen das vorstehende Risiko jedoch nicht, insbesondere vor dem Hintergrund

einer möglichen Insolvenz des jeweiligen Generalübernehmers.

2.1.12 Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen, Interessenkonflikte

Aufgrund der zum Teil bestehenden Personenidentität in den Geschäftsführungen und Gesellschafterstellungen in

der Dirk Cordes Energie Gruppe bestehen im Hinblick auf die Emittentin Verflechtungstatbestände rechtlicher, wirtschaftlicher

und/oder personeller Art. Es ist daher grundsätzlich nicht auszuschließen, dass die Beteiligten bei der

Abwägung der unterschiedlichen gegebenenfalls gegenläufigen Interessen nicht zu den Entscheidungen gelangen,


2 risikofaktoren

zu denen sie gelangen würden, wenn ein Verflechtungstatbestand nicht bestünde. Verflechtungstatbestände in recht-

licher, wirtschaftlicher und/oder personeller Art bestehen insbesondere wie nachfolgend beschrieben:

Die Emittentin und die Photovoltaik-Gesellschaften sind Schwestergesellschaften, deren Komplementärin jeweils die

Dirk Cordes Verwaltung GmbH ist. Die Geschäftsführer der Dirk Cordes Verwaltung GmbH, Herr Dirk Cordes und

Herr Sven Jahnke, sind damit als Geschäftsführer mittelbar sowohl für die Emittentin als auch für alle Photovoltaik-Gesellschaften

gleichermaßen geschäftsführungsbefugt. Aufgrund dieser Verflechtung kann es zu Situationen

kommen, in denen die Interessen der Photovoltaik-Gesellschaften mit denen der Emittentin kollidieren mit der nicht

auszuschließenden Folge, dass die Geschäftsführer für die Emittentin nachteilige Entscheidungen treffen und somit

beispielsweise die Zins- und Tilgungszahlungen aus den Nachrangdarlehen und entsprechend aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

gefährdet werden.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass Herr Dirk Cordes alleiniger Gesellschafter der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH ist, welche wiederum Alleingesellschafterin der Dirk Cordes Verwaltung GmbH sowie alleinige Kommanditistin

der Photovoltaik-Gesellschaften ist. Da sämtliche Gewinne der Dirk Cordes Energie Gruppe letztlich bei der Dirk

Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH und mittelbar bei Herrn Dirk Cordes ankommen, kann nicht ausgeschlossen

werden, dass es zu Situationen kommt, in denen Herr Dirk Cordes seinen Einfluss als Alleingesellschafter der Dirk

Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH auf deren Geschäftsführung (beispielsweise durch Gesellschafterweisungen) in

einer Weise ausübt, dass die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH die Geschäftsführung der Dirk Cordes Verwaltung

GmbH anweist, bestimmte Rechtsgeschäfte oder tatsächliche Handlungen vorzunehmen, die sich nachteilig auf

die Fähigkeit der Emittentin auswirken, ihren Zins- und Tilgungspflichten aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen.

Darüber hinaus erhält Herr Sven Jahnke neben seinem Geschäftsführergehalt eine zusätzliche Tantieme, die unter

anderem von den durch die Photovoltaik-Gesellschaften investierten Beträgen abhängt. Es kann daher nicht ausgeschlossen

werden, dass diese Tantiemenregelung dazu führt, dass Herr Sven Jahnke seinen Einfluss auf die Photovoltaik-Gesellschaften

in einer Weise ausübt, die dazu führt, dass die Photovoltaik-Gesellschaften in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen

investieren, in die sie nicht investieren würden, bestünde die Tantiemenregelung nicht.

Hinsichtlich einer Übersicht über die Dirk Cordes Energie Gruppe wird auf Punkt 4.3.1 dieses Prospektes verwiesen.

2.1.13 Risiken aus Bankenfinanzierungen / Zinsänderungsrisiken

Der Erwerb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen wird zukünftig aus Bankdarlehen und über Nachrangdarlehen finanziert.

Die bisherige Finanzierung erfolgte – bis zu der Gewährung eines ersten Nachrangdarlehens von der Emittentin

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2 risikofaktoren

an die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG im Dezember 2011 – über Bankdarlehen und Gesellschafterdarlehen,

wobei sich die finanzierenden Banken unter den Bankdarlehensverträgen umfassende Sicherheiten haben bestellen

lassen. So sind den Banken insbesondere die Rechte und Pflichten aus Versicherungen, Wartungsverträgen, Einspeisevergütungen,

Pacht- und Gestattungsverträgen, Generalunternehmerverträgen sowie Liquiditätsreserven in Höhe

des hälftigen (in einigen Fällen auch des vollen) Kapitaldienstes für ein Jahr abgetreten worden. Zusätzlich sind die

Anlagen den Banken sicherungsübereignet worden. Die Finanzierung durch Banken erfolgte regelmäßig über Förderprogramme

der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Investitionen in regenerative Energie durch kostengünstige

Refinanzierungsmittel fördert. Diese Mittel werden regelmäßig mit einer zehnjährigen Festzinslaufzeit aufgenommen.

Sofern sich die Maßstäbe der Banken hinsichtlich der Parameter für die Begleitung der Photovoltaik-Gesellschaften

negativ verändern, können diese Veränderungen die Rentabilität einzelner Projekte und damit auch der jeweiligen

Photovoltaik-Gesellschaften reduzieren. Denkbar ist auch, dass aufgrund dieser Veränderungen bei der Finanzierung

Projekte überhaupt nicht mehr durchführbar werden oder wegen Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus und

damit auch der Zinskonditionen bei Anschlussfinanzierungen nach Ablauf der Festzinsbindungen nur noch schlechtere

Konditionen vereinbart werden können. Die in diesem Prospekt dargelegten oder immanenten Planungen und Erwartungen

unterstellen unveränderte Finanzierungskonditionen. Wenn sich diese Annahme jedoch als nicht zutreffend

herausstellt, kann dies negative Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

haben und damit mittelbar die Fähigkeit der Emittentin beinträchtigen oder ausschließen, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen

aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachkommen zu können.

2.1.14 Risiko aus höherer Gewalt und Umwelteinflüssen

Negative Auswirkungen können auch höhere Gewalt wie Naturkatastrophen und alle anderen Umwelteinflüsse haben,

insbesondere wenn diese Faktoren negativen Einfluss auf die Intensität der Sonnenstrahlung haben. Eine solche negative

Auswirkung auf die Intensität der Sonneneinstrahlung könnte beispielsweise durch einen Vulkanausbruch hervorgerufen

werden, wenn die Erdatmosphäre mit Aschepartikeln belastet und ein Durchdringen von Sonnenstrahlen

beeinträchtigt oder behindert wird. Auch durch verschiedene, bisher nicht kalkulierte und auch nicht vorhersehbare

Ursachen, wie widrige Witterungsbedingungen, langfristige Klimaveränderungen oder eine allgemeine Änderung der

Intensität der Sonneneinstrahlung ist es möglich, dass die erwartete Effektivität und Energieausbeute der Aufdach-

Photovoltaik-Anlagen geringer ausfällt. Negative Umwelteinflüsse können daher generell dazu führen, dass die Effizienz

des Betriebs der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen beeinträchtigt wird. Die Verwirklichung der vorstehenden Risiken

kann jeweils negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

und damit mittelbar auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin haben.


2.1.15 Risiken aus einer Prospekthaftung der Emittentin

2 risikofaktoren

Der vorliegende Prospekt wurde unter Berücksichtigung der Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 809/2004 der

Kommission vom 29. April 2004 zur Umsetzung der Richtlinie 2003/71/EG des Europäischen Parlaments und des

Rates betreffend die in Prospekten enthaltenen Informationen sowie das Format, die Aufnahme von Informationen

mittels Verweis und die Veröffentlichung solcher Prospekte und die Verbreitung von Werbung sowie des Gesetzes

über die Erstellung, Billigung und Veröffentlichung des Prospekts, der beim öffentlichen Angebot von Wertpapieren

oder bei der Zulassung von Wertpapieren zum Handel an einem organisierten Markt zu veröffentlichen ist (Wertpapierprospektgesetz

- WpPG), erstellt.

Die Emittentin erklärt zwar unter Punkt 3.1 dieses Prospekts, dass die Angaben in diesem Prospekt ihres Wissens nach

richtig und keine wesentlichen Umstände ausgelassen sind sowie dass sie die erforderliche Sorgfalt hat walten lassen,

um sicherzustellen, dass die in diesem Prospekt genannten Angaben ihres Wissens nach richtig sind und keine Tatsachen

verschwiegen werden, die die Aussage des Prospekts verändern können. Es kann aber nicht ausgeschlossen

werden, dass diese Aussage nicht korrekt ist und die Emittentin auf Schadensersatz in Anspruch genommen wird.

Die Verwirklichung dieses Risikos kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Emittentin und deren Fähigkeit haben, ihren Zins- und Tilgungspflichten aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen.

2.1.16 Risiken aus der nicht erfolgten Prüfung der Jahresabschlüsse und Finanzinformationen

Die in diesem Prospekt dargestellten oder als einsehbare Dokumente zur Verfügung stehenden Jahresabschlüsse

oder sonstigen Finanzinformationen sind nicht von einem Abschlussprüfer geprüft worden. Die Jahresabschlüsse sind

insbesondere nur auf Basis einer Plausibilitätsprüfung durch die Revisions- und Treuhand-Kommanditgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · Steuerberatungsgesellschaft, Schülperbaum 23, 24103 Kiel, erstellt worden. Es kann

nicht ausgeschlossen werden, dass die Jahresabschlüsse oder die sonst in diesem Prospekt enthaltenen Finanzinformationen

ganz oder teilweise nicht den tatsächlichen Verhältnissen der jeweiligen Gesellschaften entsprechen. Sofern

die tatsächlichen Verhältnisse von den in den Jahresabschlüssen oder sonstigen Finanzinformationen wiedergegebenen

Informationen negativ abweichen, kann dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Photovoltaik-Gesellschaften haben, was mittelbar dazu führen kann, dass die Emittentin nicht in der Lage ist,

ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen.

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2 risikofaktoren

2.1.17 Risiken aus der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Netzbetreiber und sonstiger

Stromabnehmer

Die Photovoltaik-Gesellschaften sind darauf angewiesen, dass die Netzbetreiber, die die Einspeisevergütung nach

dem EEG schulden, wirtschaftlich leistungsfähig sind und bleiben. Dies gilt ebenso für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

sonstiger Käufer bzw. Stromabnehmer, denen die Photovoltaik-Gesellschaften den nach den eventuellen

gesetzgeberischen Änderungen des EEG nicht mehr nach dem EEG vergütungsfähigen Strom liefern und verkaufen

müssen; diesbezüglich wird auf die Darstellungen in Punkt 2.1 dieses Prospekts verwiesen. Eine Insolvenz eines Netzbetreibers

bzw. sonstiger Käufer und Stromabnehmer kann beispielsweise dazu führen, dass Einspeisevergütungen

für zurückliegende Zeiträume, aber auch in die Zukunft nicht vollständig oder unter Umständen gar nicht mehr bezahlt

werden. Mangelnde wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Insolvenz von Netzbetreibern, sonstigen Käufern und

Stromabnehmern kann negative Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

und damit mittelbar für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin haben.

2.2 Markt- und branchenbezogene Risiken

2.2.1 Risiken aus fehlenden Projekten

Die in diesem Prospekt dargelegten und die diesem Prospekt immanenten Planungen und Erwartungen gehen von einer

deutlichen Ausweitung der Investitionen in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen durch die Photovoltaik-Gesellschaften

gegenüber den bisherigen Investitionen aus. Allerdings erfordert diese Ausweitung der Investitionstätigkeit auch eine

entsprechende Anzahl an angebotenen Projekten, die im Rahmen der in der Planung angenommenen Renditeerwartungen

realisierbar sind. Sofern sich die angestrebten Investitionen nicht im vorgesehenen Umfang realisieren lassen,

kann dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften haben

und mittelbar dazu führen, dass die Emittentin nicht in der Lage ist, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus

den Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen.

2.2.2 Risiken aus sich verschärfendem Wettbewerb

Auf dem Solarstrommarkt findet derzeit ein Konzentrationsprozess statt; darüber hinaus treten als Investoren weitere

Wettbewerber in die Märkte ein. Die Emittentin erwartet insbesondere aufgrund der Förderungsbedingungen und der

weiter fortschreitenden Professionalisierung der Branche einen schärferen Wettbewerb.

Zu den gegenwärtigen und potenziellen Wettbewerbern um Dachflächen und geeignete Projekte gehören Unternehmen

mit teilweise erheblichen finanziellen, technischen und personellen Ressourcen und einem großen Marktanteil

auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Diese Unternehmen könnten in der Lage sein, schneller als die Dirk Cordes


2 risikofaktoren

Energie Gruppe auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren, umfassendere und kostenintensivere

Vermarktungsaktivitäten und eine aggressivere Preispolitik zu betreiben sowie den Grundstücks- und Dacheigentümern

günstigere Bedingungen zu bieten als die Dirk Cordes Energie Gruppe.

Der sich verschärfende Wettbewerb kann daher dazu führen, dass die Photovoltaik-Gesellschaften nur in weniger

oder in keine ihren Investmentkriterien entsprechenden Projekte investieren können und sich die Investitionsplanung

nicht realisieren lässt. Dies kann wiederum zu einer vorzeitigen Rückführung der Inhaberteilschuldverschreibungen

und einem kürzeren Anlagehorizont führen. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich der verschärfende

Wettbewerb negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften auswirkt, was wiederum

dazu führen kann, dass die Emittentin nicht in der Lage ist, ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den

Inhaberteilschuldverschreibungen nachzukommen.

2.3 Steuerrisiken

Das auf die Photovoltaik-Gesellschaften, die Emittentin und ihre Anleger anwendbare Steuerrecht unterliegt einem

stetigen Wandel. Die Emittentin hat keinen Einfluss darauf, dass die zum Datum des Prospekts geltenden steuerlichen

Gesetze, Verordnungen und Erlasse sowie deren Anwendung während der Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen

fortbestehen. Es besteht das Risiko von steuerlichen Mehrbelastungen für die Photovoltaik-Gesellschaften,

die Emittentin und/oder die Anleger.

Der Anleger ist selbst verantwortlich für die Beurteilung sämtlicher steuerlicher Auswirkungen, die ihn persönlich

treffen.

2.4 Wertpapierbezogene Risiken

2.4.1 Bonitätsrisiko

Die Emittentin wird ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen, die sie in den Anleihebedingungen übernommen hat, nur

nachkommen können, wenn sämtliche Photovoltaik-Gesellschaften so profitabel wirtschaften, dass sie ihren Zins- und

Tilgungsverpflichtungen aus den Nachrangdarlehen nachkommen können. Dies setzt unter anderem entsprechende

Erlöse aus dem Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen und den Eintritt der in diesem Prospekt gemachten oder

diesem Prospekt immanenten Annahmen und Erwartungen voraus. Es kann jedoch keine Gewähr für den Eintritt der

wirtschaftlichen Ziele, Annahmen und Erwartungen gegeben werden.

Die Inhaberteilschuldverschreibungen unterliegen keiner gesetzlich vorgeschriebenen Einlagensicherung und der

Anspruch der Anleger und Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen auf Zins- und Tilgungsleistungen ist auch

nicht besichert. Für die Anleger und Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen besteht daher das Risiko, dass

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36 |

2 risikofaktoren

die Photovoltaik-Gesellschaften ihren Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Nachrangdarlehen und die Emit-

tentin aus den Inhaberteilschuldverschreibungen ganz oder teilweise nicht nachkommen können. Hierbei ist auch zu

berücksichtigen, dass die Photovoltaik-Gesellschaften ihre Einnahmen nicht allein zur Tilgung der Nachrangdarlehen

verwenden werden. Vielmehr sieht die Reihenfolge der Einnahmenverwendung auf Ebene der Photovoltaik-Gesellschaften

wie folgt aus: 1. Deckung der laufenden Kosten (beispielsweise Versicherungsprämien und Wartungs- und

Instandhaltungskosten der Anlagen); 2. Bedienung des Zins- und Tilgungsdienstes aus den Bankdarlehen, die die

Photovoltaik-Gesellschaften zur Finanzierung von Investitionen in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen aufgenommen haben;

3. Aufbau einer Liquiditätsreserve in Höhe des Kapitaldienstes für ein halbes (in einigen Fällen auch für ein volles)

Jahr unter den vorgenannten Bankdarlehen. Nur danach verbleibende Mittel werden für den Zins- und Tilgungsdienst

aus den Nachrangdarlehen genutzt und können von der Emittentin damit für den Zins- und Tilgungsdienst unter

den Inhaberteilschuldverschreibungen verwendet werden. Insgesamt verbindet sich deshalb mit dem Erwerb der

Inhaberteilschuldverschreibungen generell das Risiko des Teil- oder sogar Totalverlustes der Kapitalanlage und der

Zinsansprüche.

2.4.2 Insolvenzrisiko

Im Falle einer Insolvenz der Emittentin sind die Anleger und Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen nach

Maßgabe der insolvenzrechtlichen Vorschriften mit den sonstigen nicht bevorrechtigten Gläubigern der Gesellschaft,

die ebenfalls nicht dinglich besichert sind und auch sonst nicht von Gesetzes wegen vorrangig sind, gleichgestellt. Mit

anderen Worten: Die Ansprüche der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen werden erst nach einer etwaigen

Befriedigung dinglich besicherter Ansprüche anderer Gläubiger und von Gesetzes wegen vorrangiger Gläubiger bedient.

Im Falle einer Insolvenz der Emittentin würden die Ansprüche der Anleger und Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen

daher entweder nur mit einer geringen Quote oder sogar gar nicht befriedigt.

Die Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen trifft mittelbar auch das Insolvenzrisiko der Photovoltaik-Gesellschaften,

an die der Nettoemissionserlös über die Nachrangdarlehen weitergereicht wird. Im Falle einer Insolvenz

einer der Photovoltaik-Gesellschaften wird das von der Emittentin an die betreffende Gesellschaft begebene

Nachrangdarlehen im Insolvenzverfahren nur nachrangig bedient, d.h. nach Befriedigung sämtlicher Gläubiger der

betreffenden Photovoltaik-Gesellschaft, insbesondere der finanzierenden Banken, und auf einer Stufe mit den Einlagenrückgewähransprüchen

der Gesellschafter der betreffenden Gesellschaft. Da in dem betreffenden Insolvenzverfahren

mit keiner oder nur einer geringen Quote auf das Nachrangdarlehen zu rechnen ist und der diesbezügliche

Zins- und Tilgungsausfall nicht durch Margen auf die übrigen Nachrangdarlehen aufgefangen werden kann, ist mit

der Insolvenz einer Photovoltaik-Gesellschaft auch stets die Gefahr verbunden, dass die Emittentin ihren Zins- und


Tilgungsleistungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen nicht nachkommen kann. Dieses Risiko kann schon bei

der Insolvenz einer Photovoltaik-Gesellschaft eintreten, steigt selbstverständlich aber mit der Insolvenz jeder zusätzlichen

Photovoltaik-Gesellschaft. Zwar hat die Emittentin bereits ein Nachrangdarlehen in Höhe von EUR 450.000 an

die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG ausgegeben, sodass die Zins- und Tilgungszahlungen unter diesem

Nachrangdarlehen auch für die Bedienung der Zins- und Tilgungspflichten unter den Inhaberteilschuldverschreibungen

genutzt werden können. Diese Darlehensvergabe und die daraus resultierenden Ansprüche der Emittentin auf

Zins und Tilgung beseitigen das vorstehende Risiko jedoch nicht. Insbesondere kann nicht ausgeschlossen werden,

dass auch die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG nicht zur Bedienung der Zins- und Tilgungspflichten unter

diesem Nachrangdarlehen in der Lage ist oder eine Photovoltaik-Gesellschaft insolvent wird, der Nachrangdarlehen

gewährt worden sind, die summenmäßig den Betrag in Höhe von EUR 450.000 übersteigen (Klumpenrisiko).

2.4.3 Keine Sicherheiten

Die Inhaberteilschuldverschreibungen sind nicht besichert. Den Anlegern und Gläubigern der Inhaberteilschuldverschreibungen

stehen daher keine Sicherheiten für den Fall zu, dass die Emittentin ihre Verpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nicht oder nur teilweise erfüllen kann. Die Emittentin ist darüber hinaus berechtigt, für

andere Verbindlichkeiten Sicherheiten an ihren Vermögensgegenständen zu bestellen. Vor diesem Hintergrund kann

nicht ausgeschlossen werden, dass im Falle einer Insolvenz der Emittentin möglicherweise keine oder nahezu keine

Mittel zur Verteilung an die Anleger und Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen zur Verfügung stehen, weil

kein Vermögen mehr vorhanden ist oder andere besicherte Gläubiger die zu verteilenden Vermögensgegenstände

erhalten.

2.4.4 Eingeschränkte Handelbarkeit der Inhaberteilschuldverschreibungen

Die mit diesem Prospekt angebotenen Inhaberteilschuldverschreibungen werden derzeit nicht an einer Börse gehandelt

bzw. sind nicht in den Freiverkehr an einer Börse einbezogen, sodass die Handelbarkeit eingeschränkt ist.

Eine Zulassung oder Einbeziehung ist auch nicht geplant. Die Inhaberteilschuldverschreibungen können zwar ohne

Zustimmung der Emittentin veräußert werden. Der Anleger muss aber bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigen,

dass das Risiko besteht, dass er die Inhaberteilschuldverschreibungen nicht oder nur zu einem geringeren Wert

veräußern kann.

2.4.5 Keine Rückzahlungen vor Fälligkeit

2 risikofaktoren

Den Gläubigern der Inhaberteilschuldverschreibungen steht kein ordentliches Kündigungsrecht zu. Ohne Vorliegen

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2 risikofaktoren

eines außerordentlichen Kündigungsgrundes besteht daher vor Ablauf der Laufzeit der jeweiligen Inhaberteilschuldverschreibung

kein Anspruch auf eine Rückzahlung des eingesetzten Kapitals.

2.4.6 Veränderungen des Marktzinsniveaus und Inflation

Der Zinssatz der Inhaberteilschuldverschreibungen passt sich nicht an die Zinsentwicklung auf den Finanzmärkten an.

Innerhalb der Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen können sich daher erhebliche Erhöhungen der mit anderen

Anlagen erzielbaren Renditen ergeben, während die Zinsen der Inhaberteilschuldverschreibungen gleich bleiben.

Wie bei jeder Anlage besteht auch bei der Investition in die Inhaberteilschuldverschreibungen ein Inflationsrisiko,

sodass der Anleger möglicherweise hierdurch einen Verlust erleidet.

2.4.7 Weitere Emissionen und Verschuldungen

Es gibt keine gesetzliche, vertragliche oder sonstige Beschränkung in Bezug auf die gesamte Höhe der Verbindlichkeiten,

die die Emittentin oder andere Unternehmen der Dirk Cordes Energie Gruppe eingehen dürfen. Weitere Verbindlichkeiten

können mit den Inhaberteilschuldverschreibungen gleichrangig oder ihnen gegenüber sogar vorrangig sein.

Geht die Emittentin künftig durch weitere Aufnahme von Fremdkapital zusätzliche Verbindlichkeiten ein, erhöht dies

die Verschuldung der Emittentin, was im Ergebnis den Betrag reduzieren kann, den die Anleihegläubiger im Falle einer

Liquidation oder Insolvenz der Emittentin erhalten. Gleichzeitig können weitere Zinsbelastungen im Zusammenhang

mit der Aufnahme von weiterem Fremdkapital und die Verpflichtung zur Rückzahlung dieses weiteren Fremdkapitals

die Fähigkeit der Emittentin mindern oder vollständig beseitigen, die Zins- und Tilgungspflichten unter den Inhaberteilschuldverschreibungen

zu bedienen. Sollten in Einklang mit den Anleihebedingungen weitere Inhaberteilschuldverschreibungen

von der Emittentin begeben werden oder weitere Emissionen anderer Art erfolgen, könnte dies zur

Folge haben, dass sich der bei einer Veräußerung der Inhaberteilschuldverschreibungen erzielbare Preis der bisher

ausgegebenen Inhaberteilschuldverschreibungen aufgrund der Vergrößerung des Angebots verringert.

2.4.8 Kündigungs- und Wiederanlagerisiko

Gemäß § 9 Abs. 4 der Anleihebedingungen ist die Emittentin berechtigt, die Inhaberteilschuldverschreibungen unter

Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Wochen mit Wirkung zum jeweils nächsten Zinstag zu kündigen. Die

Emittentin kann daher auch bereits vor dem Ende der regulären Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen die

Kündigung mit der Folge erklären, dass die Anleihegläubiger einen Anspruch auf vorzeitige Rückzahlung des Kapitals

und etwaiger bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen haben. Nach Wirksamwerden


der Kündigung endet die Pflicht der Emittentin zur Zinszahlung. Der Anleger trägt insoweit ein Wiederanlagerisiko für

das zurückgezahlte Kapital.

2.4.9 Risiko bei kreditfinanziertem Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen

Den Anlegern steht es frei, den Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen ganz oder teilweise durch Fremdmittel

zu finanzieren. Durch eine ganze oder teilweise Finanzierung der Inhaberteilschuldverschreibungen durch Fremdkapital

kann sich jedoch das Risiko für den Anleger erhöhen. Die Rückführung der Fremdmittel und die mit der Finanzierung

verbundenen Zinszahlungen sind von dem Anleger zu bedienen, unabhängig davon, ob Rückzahlungen aus den

Inhaberteilschuldverschreibungen an den Anleger erfolgen.

2.4.10 Möglicher Rechtsverlust durch Mehrheitsentscheidung der Gläubiger der

Inhaberteilschuldverschreibungen

Die Anleihebedingungen sehen vor, dass die Emittentin die Anleihebedingungen mit Zustimmung der Gläubiger der

Inhaberteilschuldverschreibungen aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses nach Maßgabe des Gesetzes über Schuldverschreibungen

aus Gesamtemissionen (SchVG) ändern kann. Hierdurch sind Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen

dem Risiko ausgesetzt, durch einen Mehrheitsbeschluss überstimmt zu werden. Da ein solcher

Mehrheitsbeschluss für alle Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen verbindlich ist, können Gläubiger der

Inhaberteilschuldverschreibungen gegen ihren Willen Rechte gegenüber der Emittentin durch einen solchen Mehrheitsbeschluss

verlieren. Im Fall der Bestellung eines gemeinsamen Vertreters aller Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen

kann ein einzelner Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen zudem ganz oder teilweise die

Möglichkeit verlieren, seine Rechte gegenüber der Emittentin unabhängig von anderen Gläubigern der Inhaberteilschuldverschreibungen

geltend zu machen und durchzusetzen. Ein Mehrheitsbeschluss der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen,

der zu einem Rechtsverlust der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen führt, kann

erhebliche nachteilige Auswirkungen auf den Wert und die Realisierbarkeit dieses Wertes bis hin zum Totalverlust des

eingesetzten Kapitals haben.

2.4.11 Rechtsstellung der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen

2 risikofaktoren

Die Inhaberteilschuldverschreibungen gewähren keine Gesellschafterrechte und auch keine Mitwirkungs-, Stimm- und

Kontrollrechte hinsichtlich der Emittentin. Sie nehmen nicht an Gewinn und Verlust der Emittentin teil. Es besteht

daher das Risiko, dass von der Emittentin Entscheidungen getroffen werden, die nicht im Interesse der Gläubiger der

Inhaberteilschuldverschreibungen sind.

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Dirk Cordes Sven Jahnke

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3 Allgemeine Angaben

3.1 Verantwortliche Personen

3 allgemeine angaben

Anbieterin und Emittentin der mit diesem Prospekt angebotenen Inhaberteilschuldverschreibungen ist die Dirk Cordes

Energie Kapital GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel, Geschäftsadresse: Bollhörnkai 1, 24103 Kiel. Die Emittentin, vertreten

durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Dirk Cordes Verwaltung GmbH mit gleichem Sitz und gleicher

Geschäftsanschrift, diese wiederum vertreten durch ihre beiden Geschäftsführer, Herrn Dirk Cordes und Herrn Sven

Jahnke, übernimmt die Verantwortung für den Inhalt des Prospekts.

Die Emittentin erklärt, dass die Angaben in diesem Prospekt ihres Wissens nach richtig und keine wesentlichen Umstände

ausgelassen sind sowie dass sie die erforderliche Sorgfalt hat walten lassen, um sicherzustellen, dass die in

diesem Prospekt genannten Angaben ihres Wissens nach richtig sind und keine Tatsachen verschwiegen werden, die

die Aussage des Prospekts verändern können.

3.2 Erstellung der Jahresabschlüsse, keine Prüfung der Jahresabschlüsse

Die in diesem Prospekt dargestellten oder als einsehbare Dokumente zur Verfügung stehenden Jahresabschlüsse

wurden durch die Revisions- und Treuhand-Kommanditgesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · Steuerberatungsgesellschaft,

Schülperbaum 23, 24103 Kiel, auf Basis einer Plausibilitätsbeurteilung erstellt. Eine Prüfung der

Jahresabschlüsse ist nicht erfolgt.

3.3 Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Prospekt enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf das Geschäft, die Vermögens-, Finanzund

Ertragslage der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen betreffen

insbesondere zukünftige Tatsachen, Ereignisse sowie sonstige Umstände, die keine historischen Tatsachen sind. Angaben

unter Verwendung von Worten wie beispielsweise „glauben”, „erwarten”, „vorhersagen”, „beabsichtigen”, „prognostizieren”,

„planen”, „schätzen”, „bestrebt sein”, „voraussehen”, „annehmen”, „das Ziel verfolgen”, „voraussichtlich“,

„nach Ansicht“ oder „Einschätzung der Emittentin“ und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin.

Solche Aussagen geben nur die Auffassungen der Emittentin zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung hinsichtlich

zukünftiger Ereignisse wieder und unterliegen daher Risiken und Unsicherheiten.

In diesem Prospekt betreffen zukunftsgerichtete Aussagen unter anderem:

- die möglichen Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften und die entsprechenden Auswirkungen auf die

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften und deren Fähigkeit zur Bedienung ihrer

Zins- und Tilgungspflichten aus den Nachrangdarlehen,

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42 |

3 allgemeine angaben

- die Entwicklung von Aspekten, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften

und der Emittentin wichtig sind,

- sonstige Aussagen in Bezug auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der Photovoltaik-Gesellschaften und der

Emittentin,

- die Entwicklung der Wettbewerber und der Wettbewerbssituation,

- die Erwartungen der Emittentin hinsichtlich der Auswirkungen von wirtschaftlichen, operativen, rechtlichen und

sonstigen Risiken, die das Geschäft der Photovoltaik-Gesellschaften und der Emittentin betreffen,

- sämtliche Planrechnungen und

- allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen und Tendenzen.

Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Schätzungen und Erwartungen der Emittentin

sowie auf bestimmten Annahmen, die sich, obwohl sie zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung nach Ansicht

der Emittentin angemessen sind, als fehlerhaft erweisen können. Zahlreiche Faktoren können dazu führen, dass die

tatsächliche Entwicklung wesentlich von der Entwicklung abweicht, die in den zukunftsgerichteten Aussagen zum

Ausdruck kommt oder diesen implizit zu Grunde liegt.

Sollte eine oder sollten mehrere dieser zukunftsgerichteten Aussagen, insbesondere hinsichtlich Veränderungen,

Risiken oder Unsicherheiten, eintreten oder sollten sich die von der Emittentin zu Grunde gelegten Annahmen als

ganz oder teilweise unrichtig erweisen, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, insbesondere die

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Photovoltaik-Gesellschaften und der Emittentin, wesentlich von denen abweichen,

die in diesem Prospekt als angenommen, geglaubt, geschätzt, erwartet oder anderweitig beschrieben sind.

Die Emittentin könnte aus diesem Grund daran gehindert sein, ihre Ziele zu erreichen, insbesondere das Ziel zur

vollständigen Zins- und Tilgungsleistung unter den Inhaberteilschuldverschreibungen. Weder die Emittentin noch

ihre Geschäftsführung können daher für die zukünftige Richtigkeit der in diesem Prospekt beschriebenen zukunftsgerichteten

Aussagen, Meinungen oder den tatsächlichen Eintritt der prognostizierten Entwicklungen einstehen.

Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass die Emittentin keine Verpflichtung übernimmt, derartige zukunftsgerichtete

Aussagen oder andere in diesem Prospekt enthaltene Informationen zu aktualisieren oder an zukünftige Ereignisse

oder Entwicklungen anzupassen.


3.4 Informationen von Seiten Dritter

Sofern in den Prospekt Informationen von Seiten Dritter übernommen wurden, bestätigt die Emittentin hiermit, dass

diese Informationen korrekt wiedergegeben wurden und dass — soweit es der Emittentin bekannt ist und sie aus den

von dieser dritten Partei übermittelten Informationen ableiten konnte — keine Fakten unterschlagen wurden, die die

reproduzierten Informationen falsch oder irreführend gestalten würden.

In den Prospekt wurden keine Erklärungen oder Berichte von Personen aufgenommen, die als Sachverständige gehandelt

haben.

3.5 Hinweise zu den Finanz- und Zahlenangaben

Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich die Finanzangaben der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften

in diesem Prospekt bezüglich der Jahresabschlüsse auf die zum jeweiligen Zeitpunkt der Erstellung geltenden Rechnungslegungsvorschriften.

Die Finanzangaben der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften in diesem Prospekt

sind in einer Form dargestellt und erstellt, die mit der konsistent ist, die in den folgenden Jahresabschlüssen der

Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften zur Anwendung gelangen wird.

Zahlenangaben (darunter auch Prozentangaben) wurden in diesem Prospekt teilweise kaufmännisch gerundet. In

Tabellen summieren sich solche Zahlenangaben deshalb unter Umständen nicht genau zu den in der Tabelle ggf.

ebenfalls enthaltenen Gesamtangaben.

3.6 Einsehbare Dokumente

3 allgemeine angaben

Die folgenden Dokumente oder Kopien davon können während der Gültigkeitsdauer dieses Prospekts während der

üblichen Geschäftszeiten in den Geschäftsräumen der Emittentin, Bollhörnkai 1, 24103 Kiel, in Papierform eingesehen

werden:

- Gesellschaftsvertrag der Emittentin,

- Handelsregisterauszug der Emittentin,

- Gesellschaftsvertrag der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG,

- Handelsregisterauszug der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG,

- Gesellschaftsvertrag der Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG,

- Handelsregisterauszug der Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG,

- Gesellschaftsvertrag der Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG,

- Handelsregisterauszug der Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG,

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44 |

3 allgemeine angaben

- Jahresabschluss der Emittentin für das Geschäftsjahr 2011,

- Jahresabschluss der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG für die Geschäftsjahre 2009, 2010 und 2011,

- Jahresabschluss der Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG für die Geschäftsjahre 2010 und 2011,

- Jahresabschluss der Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2011,

- Darlehensverträge zwischen den Photovoltaik-Gesellschaften und den finanzierenden Banken,

- anonymisiertes Beispiel eines bereits abgeschlossenen Generalübernehmervertrages,

- anonymisiertes Beispiel eines Wartungsvertrages,

- anonymisiertes Beispiel eines Dachnutzungsvertrages und

- alle relevanten Versicherungsverträge (anonymisiert).

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die einsehbaren Dokumente lediglich die Lage zum Zeitpunkt der

Prospektveröffentlichung widerspiegeln und zukünftige Verträge von den Inhalten der einsehbaren Dokumente abweichen

können.


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Unternehmenssitz im Hafenhaus am Bollhörnkai 1, 24103 Kiel

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4 Informationen über die Emittentin

4.1 Geschäftsgeschichte und Geschäftsentwicklung der Emittentin

4.1.1 Juristischer und kommerzieller Name der Emittentin

4 informationen über die emittentin

Der juristische und kommerzielle Name der Emittentin lautet Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG.

4.1.2 Ort der Registrierung der Emittentin und Registrierungsnummer

Die Emittentin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter der Handelsregisternummer HRA 7611 KI registriert.

4.1.3 Datum der Gründung der Emittentin und Existenzdauer

Die Emittentin wurde am 27. September 2011 gegründet und am 10. Oktober 2011 in das Handelsregister eingetragen.

Die Emittentin wurde auf unbestimmte Zeit errichtet.

4.1.4 Sitz, Rechtsform, maßgebliche Rechtsordnung der Emittentin und Anschrift

Bei der Emittentin handelt es sich um eine nach deutschem Recht gegründete und der deutschen Rechtsprechung

unterliegende Kommanditgesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Kiel. Ihre Anschrift lautet:

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Bollhörnkai 1

24103 Kiel

Tel.: 0431 – 800 18 60

4.1.5 Wichtige Geschäftsvorfälle der Emittentin aus jüngster Zeit

Am 6. Dezember 2011 hat die Emittentin EUR 450.000 des Kommanditkapitals der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH in Form eines Nachrangdarlehens an die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG vergeben. Mit Ausnahme

dieser Nachrangdarlehensvergabe sind seit der Gründung der Emittentin noch keine wichtigen Geschäftsvorfälle

zu benennen. Vielmehr werden die übrigen wichtigen Geschäftsvorfälle erst mit den Mitteln aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

umgesetzt.

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48 |

4 informationen über die emittentin

4.1.6 Wichtige Geschäftsvorfälle der Photovoltaik-Gesellschaften aus jüngster Zeit

In jüngster Zeit gab es folgende wichtige Geschäftsvorfälle bei den Photovoltaik-Gesellschaften:

Die Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG hat mit Generalübernehmerverträgen vom 22. August 2011 die Projekte

P011 Am Weiher 3a in 16306 Casekow, P012 Schönower Weg 1 in 16306 Casekow und P013 Ruppersdorferstraße 9 in

02739 Eibau bei der Sunfarming GmbH in Erkner beauftragt. Die Pachtverträge für die jeweiligen Dachflächen wurden

im September und Oktober 2011 geschlossen.

Die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG hat mit Generalübernehmerverträgen im September 2011 das Projekt

P015 Kirschenweg 7 in 17389 Anklam, im Oktober 2011 das Projekt P024 Dorfstraße 9 in 17091 Pripsleben, im November

2011 das Projekt P025 Seebergstraße 1 in 17217 Groß Lukow und im Dezember 2011 das Projekt P026 Allershäger Straße

7 in 18069 Lambrechtshagen bei der Balticsolar GmbH in Reinfeld beauftragt. Die Pachtverträge für die jeweiligen

Dachflächen wurden im November und Dezember 2011 geschlossen.

Eine umfassendere Aufstellung der wichtigsten und laufenden Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften findet

sich unter Punkt 4.4.1 dieses Prospekts.

4.2 Geschäftsüberblick

4.2.1 Finanzierung, Haupttätigkeitsbereich und Geschäftsmodell der Emittentin

Der Emittentin wurde bereits durch ihre alleinige Kommanditistin, die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH,

Kommanditkapital in Höhe von EUR 500.000 zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wird ihr nun das durch die Inhaberteilschuldverschreibungen

eingeworbene Kapital zufließen.

Die Emittentin fungiert innerhalb der Dirk Cordes Energie Gruppe als eine reine Kapitalsammelstelle. Das durch die

Inhaberteilschuldverschreibungen eingeworbene Kapital wird sie in Form von Nachrangdarlehen an ihre Schwestergesellschaften,

die Photovoltaik-Gesellschaften, weitergeben.

Die Nachrangdarlehen der Emittentin an die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften werden voraussichtlich

einen Teilbetrag in Höhe von EUR 1,05 Mio. ausmachen und voraussichtlich in Höhe von EUR 600.000

an die Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG und in Höhe von EUR 450.000 an die Dirk Cordes Zweite Energie GmbH

& Co. KG ausgereicht. Daneben erfolgte bereits im Dezember 2011 eine Nachrangdarlehensvergabe in Höhe von

EUR 450.000 an die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG. Die Nachrangdarlehen an die derzeit bereits operativ

tätigen Photovoltaik-Gesellschaften werden im Wesentlichen dem als Anlage 1 dieses Prospekts beigefügten Muster

entsprechen. Die Mittel aus diesen Nachrangdarlehen können von den derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-


Gesellschaften dazu verwendet werden, Neuinvestitionen zu tätigen und die bisherige Eigenkapitalausstattung der

betreffenden Photovoltaik-Gesellschaften in Form von Gesellschafterdarlehen zu ersetzen.

Die Nachrangdarlehen an die derzeit noch nicht operativ tätigen bzw. noch zu gründenden Photovoltaik-Gesellschaften

werden im Wesentlichen dem als Anlage 2 dieses Prospekts beigefügten Muster entsprechen. Die Mittel aus diesen

Nachrangdarlehen dürfen von diesen Photovoltaik-Gesellschaften nur für den Erwerb von Aufdach-Photovoltaik-

Anlagen verwendet werden.

Aus den Zins- und Tilgungsleistungen der Photovoltaik-Gesellschaften unter den Nachrangdarlehen wird die Emittentin

ihre Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen bedienen. Die Nachrangdarlehen

sehen keine Marge der Emittentin im Vergleich zu ihren Verpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

vor.

4.2.2 Finanzierung, Haupttätigkeitsbereich und Geschäftsmodell der Photovoltaik-

Gesellschaften

4 informationen über die emittentin

Die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften wurden mit einem Kommanditkapital in Höhe von je

EUR 10.000 gegründet. Die bisherige Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit erfolgte im Wesentlichen über Bankdarlehen

und Gesellschafterdarlehen, wobei sich die finanzierenden Banken unter den Bankdarlehensverträgen umfassende

Sicherheiten haben bestellen lassen. So sind den Banken insbesondere die Rechte und Pflichten aus Versicherungen,

Wartungsverträgen, Einspeisevergütungen, Pacht- und Gestattungsverträgen, Generalunternehmerverträgen sowie

Liquiditätsreserven in Höhe des hälftigen (in einigen Fällen auch des vollen) Kapitaldienstes für ein Jahr abgetreten

worden. Zusätzlich sind die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen den Banken sicherungsübereignet worden.

Die zukünftige Finanzierung der Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften soll zu 8-20 % über die Nachrangdarlehen

der Emittentin und zu 80-92 % über Bankdarlehen erfolgen. Die geplante Finanzierungsstruktur ist in der

nachstehenden Übersicht überblickhaft dargestellt.

Das den Photovoltaik-Gesellschaften über die Bankdarlehen und die Nachrangdarlehen zur Verfügung gestellte Kapital

setzen die Photovoltaik-Gesellschaften für den Erwerb von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen ein. Die Mittel aus den

Nachrangdarlehen an die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften können darüber hinaus auch

dazu verwendet werden, die bisherige Eigenkapitalausstattung der betreffenden Photovoltaik-Gesellschaften in Form

von Gesellschafterdarlehen zu ersetzen, um die Emittentin somit an den Zahlungsströmen der derzeit bereits operativ

tätigen Photovoltaik-Gesellschaften zu beteiligen.

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50 |

4 informationen über die emittentin

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin)

100 %

dIRK coRdES

VERWALTUNg

gMbH

0 %

0 %

0 %

0 %

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Gesellschafter–

darlehen

bANKEN

Bankendarlehen

dIRK coRdES

100 %

dIRK coRdES bETEILIgUNgSgESELLScHAFT MbH

dIRK coRdES ENERgIE KApITAL gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 500.000)

dIRK coRdES ENERgIE gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 10.000)

Nachrangdarlehen

dIRK coRdES ZWEITE ENERgIE gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 10.000)

dIRK coRdES dRITTE ENERgIE gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 10.000)

WEITERE STRoMERZEUgUNgSgESELLScHAFTEN

(NocH ZU gRÜNdEN)

ANLEgER

Anleihe

max. 5 Mio EUR

100 %

100 %

100 %

100 %

100 %

Beschränkt haftende Gesellschafterin (Kommanditistin)


4 informationen über die emittentin

Bei den Investitionen werden die Photovoltaik-Gesellschaften zur Risikoreduzierung auf eine gewisse Diversifikation

in Bezug auf Größe und Lage der jeweiligen Investitionen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland achten.

Es werden ausschließlich vollständig projektierte Aufdach-Photovoltaik-Anlagen von Generalübernehmern erworben.

Insbesondere wird nicht in Projektentwicklungen investiert. Mit den Generalübernehmern wird die vollständige

schlüsselfertige, funktions- und betriebsbereite Erstellung der einzelnen Aufdach-Photovoltaik-Anlagen vereinbart.

Der entsprechende Vertrag mit dem Generalübernehmer enthält regelmäßig eine Ertragsgarantie sowie eine Abtretung

sämtlicher gegenwärtiger und zukünftiger Gewährleistungs- und Haftungsansprüche gegen alle Subunternehmer

und Lieferanten des Generalübernehmers.

Die Dächer, auf denen die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen errichtet werden, haben üblicherweise eine Fläche von mindestens

1.000 m2 bei Schrägdächern und mindestens 2.000 m2 bei Flachdächern. Diese Flächen werden durch die

Photovoltaik-Gesellschaften regelmäßig für einen Zeitraum von mindestens 20 Jahre gepachtet. Die Generalübernehmerverträge

sehen diesbezüglich regelmäßig die Bestellung beschränkt persönlicher Dienstbarkeiten zur grundbuchrechtlichen

Absicherung des Nutzungsrechts der Photovoltaik-Gesellschaften vor.

Die bereits abgeschlossenen Generalübernehmerverträge stehen anonymisiert als einsehbare Dokumente zur Verfügung.

Die jeweiligen Aufdach-Photovoltaik-Anlagen werden im Rahmen von Allgefahrendeckungen gegen eine Vielzahl

von Gefahren versichert, sodass im Schadenfall mit einer Kostenerstattung bzw. Regulierung des jeweiligen Schadens

gerechnet wird. Daneben sind regelmäßig die jeweiligen Einnahmeverluste bis zu einer Wiederherstellung für den

Zeitraum von 6 Monaten versichert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine geringere Erstattung

des Ertragsausfalls bzw. der Kosten für eine Neubeschaffung der zu ersetzenden Komponenten zu einem dennoch

verbleibenden Schaden führt.

Wartungsverträge werden regelmäßig für die jeweiligen Aufdach-Photovoltaik-Anlagen für Fernüberwachungs-, Inspektions-,

Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten abgeschlossen. Dadurch soll vertraglich gesichert werden, dass

innerhalb eines Zeitraumes von 72 Stunden zzgl. eventueller Lieferzeiten für erforderliche Ersatzteile und eines Einbaus

innerhalb von 24 Stunden eine Entstörung der jeweiligen Aufdach-Photovoltaik-Anlage erfolgt. Der Wartungsvertragspartner

garantiert regelmäßig eine energetische Anlagenverfügbarkeit von 98 %.

Für den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen gelten gegenwärtig die Vergütungsregelungen für eingespeisten

Strom aus Photovoltaik-Anlagen nach Maßgabe des EEG. Nach den zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung

geltenden Bestimmungen des EEG ist der jeweilige Netzbetreiber verpflichtet, den gesamten angebotenen Strom

| 51


52 |

4 informationen über die emittentin

aus dem Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen unverzüglich vorrangig abzunehmen, zu übertragen und zu ver-

teilen. Er ist auf Verlangen des Einspeisewilligen – hier der Photovoltaik-Gesellschaften – verpflichtet, unverzüglich

seine Netze entsprechend dem Stand der Technik zu optimieren, zu verstärken und auszubauen, um die Abnahme,

Übertragung und Verteilung des Stroms aus den Aufdach-Photovoltaik-Anlagen sicherzustellen. Dies gilt nur dann

nicht, soweit die Optimierung, Verstärkung oder der Ausbau wirtschaftlich unzumutbar ist. Der Netzbetreiber muss

gegenwärtig den Strom aus den Aufdach-Photovoltaik-Anlagen mindestens mit den einzelnen auf Grundlage des EEG

von der Bundesnetzagentur für jedes Jahr bestimmten Entgelten vergüten. Die Einspeisevergütungen sind ab dem

Zeitpunkt zu zahlen, ab dem der Generator der Aufdach-Photovoltaik-Anlage erstmals Strom erzeugt und in das Netz

eingespeist hat. Sie sind jeweils für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres in unveränderter

Höhe zu zahlen. Vor diesem Hintergrund verpflichtet das EEG in der zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung

geltenden Fassung den jeweiligen Netzbetreiber bei einer Inbetriebnahme der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen

zu einer Vergütung des eingespeisten Stroms zu einem für die Laufzeit festgelegten Entgelt pro Kilowattstunde. Auf

Grundlage der gegenwärtigen Rechtslage ist von einer festen Vergütung für den eingespeisten Strom in Höhe der

jeweils von der Bundesnetzagentur festgelegten Vergütungssätze für die gesamte Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen

bis zum 30. Juni 2022 auszugehen. Hinsichtlich der diesbezüglichen Risiken wird auf Abschnitt 2 dieses

Prospekts, insbesondere die Punkte 2.1 und 2.1.5 verwiesen. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass derzeit

einschneidende Änderungen der gesetzlichen Vergütungshöhen und Vergütungsmodelle nach dem EEG geplant sind,

die sich zwar aktuell noch nicht in einem formellen Gesetzgebungsverfahren befinden, bei deren Umsetzung jedoch

davon auszugehen ist, dass der von den Photovoltaik-Anlagen produzierte Strom u.U. in veränderlichen Höhen, nur

noch teilweise oder gar nicht mehr vergütet und im Übrigen auf dem freien Markt zu verkaufen sein wird.

Aus den Einnahmen werden zunächst die laufenden Kosten der jeweiligen Photovoltaik-Gesellschaft (beispielsweise

Versicherungsprämien, Pachtzahlungen und Wartungs- und Instandhaltungskosten der Anlagen) beglichen. Ein weiterer

Teil der Einnahmen aus dem Solarstromverkauf wird für den Zins- und Tilgungsdienst aus den Bankdarlehen

sowie den Aufbau einer Liquiditätsreserve verwendet. Nach den Bedingungen der bereits bestehenden Bankdarlehen

muss die Liquiditätsreserve in einigen Fällen den Zins- und Tilgungsdienst für ein Jahr, in der überwiegenden Anzahl

der Fälle den Zins- und Tilgungsdienst für ein halbes Jahr, decken. Die danach verbleibenden Mittel werden zunächst

für den Zins- und Tilgungsdienst aus den Nachrangdarlehen benutzt und stehen anschließend den Kommanditisten

für Entnahmen zur Verfügung.

Durch die bereits durchgeführten und unter Punkt 4.4.1 dieses Prospekts beschriebenen Investitionen besteht bei der

Geschäftsführung der Photovoltaik-Gesellschaften ein Know-how im Bereich der Photovoltaik-Investitionen, welches

nunmehr zu einem weiteren Ausbau der Investitionstätigkeit genutzt werden soll, um weiterhin mit hoher Effizienz


Elektrizität mithilfe der Sonnenenergie zu produzieren. Durch die beabsichtigte weitere Errichtung von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen

soll darüber hinaus ein Beitrag zur Verminderung des CO -Ausstoßes und damit zum Klimaschutz

2

geleistet werden. Der Zugang zu geeigneten Dachflächen erfolgt im Wesentlichen über Projektierer, mit denen die

derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften auch bisher in Geschäftsbeziehung stehen.

Die Photovoltaik-Gesellschaften werden als Anbieter sowohl auf dem regionalen als auch nationalen Markt der Stromerzeuger

aktiv sein, indem sie den durch den Betrieb der Aufdach-Photovoltaik-Anlagen produzierten Strom in die

örtlichen Stromnetze einspeisen. Eine Tätigkeit außerhalb der Bundesrepublik Deutschland wird nicht erfolgen.

Hinsichtlich der zukünftigen Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften wird auf Punkt 4.4.2 dieses Prospekts Bezug

genommen.

Im Hinblick auf das vorbeschriebene Geschäftsmodell und die jeweiligen vertraglichen und rechtlichen Beziehungen

zu Generalübernehmern, Subunternehmern und Lieferanten sowie Netzbetreibern etc. wird wegen der dabei bestehenden

Risiken auf die Beschreibung der Risikofaktoren unter Punkt 2 dieses Prospekts verwiesen. Diese Risiken sind

bei der Beurteilung des Geschäftsmodells und der Anlageentscheidung zu berücksichtigen.

4.2.3 Grundlage für die Wettbewerbsposition

Auf dem Solarstrommarkt findet derzeit ein Konzentrationsprozess statt; darüber hinaus treten als Investoren weitere

Wettbewerber in die Märkte ein. Die Emittentin erwartet insbesondere aufgrund der Förderungsbedingungen und der

weiter fortschreitenden Professionalisierung der Branche einen schärferen Wettbewerb.

Zu den gegenwärtigen und potenziellen Wettbewerbern um Dachflächen und geeignete Projekte gehören Unternehmen

mit teilweise erheblichen finanziellen, technischen und personellen Ressourcen und einem großen Marktanteil

auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Diese Unternehmen könnten in der Lage sein, schneller als die Dirk Cordes

Energie Gruppe auf neue oder sich verändernde Verhältnisse am Markt zu reagieren, umfassendere und kostenintensivere

Vermarktungsaktivitäten und eine aggressivere Preispolitik zu betreiben sowie den Grundstücks- und Dacheigentümern

günstigere Bedingungen zu bieten als die Dirk Cordes Energie Gruppe.

4.3 Organisationsstruktur

4.3.1 Beschreibung der Dirk Cordes Energie Gruppe

4 informationen über die emittentin

Die Emittentin und die Photovoltaik-Gesellschaften sind Schwestergesellschaften, deren Komplementärin jeweils die

Dirk Cordes Verwaltung GmbH ist. Die Komplementärin ist nicht am Kapital der Emittentin und den Photovoltaik-Gesellschaften

beteiligt. Alleinige Kommanditistin der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften ist die Dirk Cordes

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54 |

4 informationen über die emittentin

Beteiligungsgesellschaft mbH mit einem Kapitalanteil von 100 %. Die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH ist

gleichzeitig alleinige Gesellschafterin der Komplementärin der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften. Die

Geschäftsanteile an der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH werden wiederum zu 100 % von Herrn Dirk Cordes

gehalten. Die Struktur der Dirk Cordes Energie Gruppe ist in nachstehender Übersicht überblickhaft dargestellt:

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin)

100 %

dIRK coRdES

VERWALTUNg

gMbH

0 %

0 %

0 %

0 %

0 %

dIRK coRdES

100 %

dIRK coRdES bETEILIgUNgSgESELLScHAFT MbH

dIRK coRdES ENERgIE KApITAL gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 500.000)

dIRK coRdES ENERgIE gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 10.000)

dIRK coRdES ZWEITE ENERgIE gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 10.000)

dIRK coRdES dRITTE ENERgIE gMbH & co. Kg

(KoMMANdITEINLAgE EUR 10.000)

WEITERE STRoMERZEUgUNgSgESELLScHAFTEN

(NocH ZU gRÜNdEN)

100 %

100 %

100 %

100 %

100 %

Beschränkt haftende Gesellschafterin (Kommanditistin)


4.3.2 Beschreibung der Verbindungen zwischen den Gesellschaften der Dirk Cordes Gruppe

und zu Dritten

Die Herren Dirk Cordes und Sven Jahnke sind Geschäftsführer der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH und der

Dirk Cordes Verwaltung GmbH. Da es sich bei der Dirk Cordes Verwaltung GmbH um die allein geschäftsführungsbefugte

Komplementärin der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften handelt, sind die Herren Dirk Cordes und

Sven Jahnke mittelbar gleichzeitig für die Emittentin und die Photovoltaik-Gesellschaften geschäftsführungsbefugt.

Mit Ausnahme der unter Punkt 4.3.1 dieses Prospekts beschriebenen gesellschaftsrechtlichen Verbindung zwischen

den Gesellschaften der Dirk Cordes Energie Gruppe und den Verbindungen zwischen der Emittentin und den Photovoltaik-Gesellschaften

über die jeweiligen Nachrangdarlehen und Gesellschafterdarlehen bestehen zwischen den

Gesellschaften der Dirk Cordes Energie Gruppe keine weiteren Vereinbarungen.

Wesentliche Verbindungen der Gesellschaften der Dirk Cordes Energie Gruppe zu Dritten bestehen über die in diesem

Prospekt beschriebenen Inhaberteilschuldverschreibungen, die Bankdarlehen und die Generalübernehmerverträge

und die übrigen zur Investition in Aufdach-Photovoltaik-Gesellschaften und den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der

Photovoltaik-Gesellschaften notwendigen Verträge nicht.

4.4 Investitionen der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften

4 informationen über die emittentin

Die Emittentin hat der Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG ein Nachrangdarlehen in Höhe von EUR 450.000

gewährt. Davon abgesehen hat sie in der Vergangenheit keine Investitionen getätigt. Sie wird auch zukünftig mit

Ausnahme der Vergabe von Nachrangdarlehen keine eigenen Investitionen tätigen. Ihre zukünftigen Investitionen

bestehen daher allein darin, den Photovoltaik-Gesellschaften finanzielle Mittel über Nachrangdarlehen bereitzustellen.

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56 |

4 informationen über die emittentin

4.4.1 Wichtigste Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften

Die wichtigsten bisherigen und laufenden Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften sind in den nachstehenden

Übersichten überblickhaft beschrieben:

a. Investitionen der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG

projekt

Nr.

Projekt P001

Standort

p001 24536 Neumünster,

Tungendorfer Str. 10

p002 56581 Kurtscheid,

Hochstr. 32

p003 24539 Neumünster,

Oderstr. 35

p004 24539 Neumünster,

Saalestr. 8

p006 24118 Kiel,

Einsteinstr. 3

p007 02681 Wilthen,

Tautewalde 37a

Investitionsvolumen

in TEUR

Leistung

in kWp

Jahresertrag

gem.

Ertragsgutachten

in kWh

Inbetriebnahme

Finanzierung in TEUR

durch

bankdarlehen

gesellschafterdarlehen

2.886 992,5 874.000 31.12.2009 2.721 165

416 165,6 149.993 11.06.2010 441 -

2.671 993,7 849.879 07.05.2010 2.372 299

1.908 723,7 616.317 25.05.2010 1.713 195

73 29,8 26.376 29.06.2011 68 5

867 386,8 353.245 27.06.2011 800 67

Summe 8.821 3.292,1 2.869.810 8.115 731

In der Tungendorfer Straße 10, 24536 Neumünster wurde in 2009 eine Photovoltaik-Anlage auf den Flachdächern von

vier Hallen errichtet. Montiert wurden dabei 4.416 Module Typ AS Seginus mit einer Gesamtleistung von 992,5 kWp

sowie 93 Wechselrichter Typ SMA / SMC. Die Anlage hat einen prognostizierten anfänglichen Jahresertrag von rund

EUR 350.000. Im Jahr 2011 wurde ein Ertrag in Höhe von EUR 392.000 erwirtschaftet.


Projekt P002

Im Jahr 2010 wurde in der Hochstraße 32, 56581 Kurtscheid auf einem Neubau mit Flachdach eine Photovoltaik-

Anlage mit insgesamt 720 Modulen Typ Yingli Solar sowie 15 Wechselrichtern Typ SMA / SMC errichtet. Die Anlage

hat eine Gesamtleistung von 165,6 kWp. Der errechnete anfängliche Jahresertrag aus der Stromeinspeisung beträgt

EUR 52.000. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Erträge von EUR 63.000 erwirtschaftet.

Projekt P003

Ebenfalls im Jahr 2010 wurde die Photovoltaik-Anlage in der Oderstraße 35, 24539 Neumünster auf insgesamt neun

Gebäuden mit Flachdach errichtet. Sie besteht aus insgesamt 4.416 Modulen AS Seginus mit einer Gesamtleistung von

993,7 kWp sowie 92 Wechselrichtern Typ SMA / SMC. Der errechnete anfängliche Jahresertrag beträgt EUR 300.000.

Die tatsächliche Einspeisung in 2011 ergab einen Ertrag von EUR 365.000.

Projekt P004

Die Photovoltaik-Anlage in der Saalestraße 8, 24539 Neumünster wurde 2010 auf insgesamt vier Gebäuden mit Flachdach

errichtet. Die Anlage besteht aus 3.216 Modulen AS Seginus sowie 67 Wechselrichtern Typ SMA / SMC mit einer

Gesamtleistung von 723,7 kWp. Der prognostizierte anfängliche Jahresertrag beträgt EUR 218.000. In 2011 wurden

Einspeisungen in Höhe von EUR 251.000 vergütet.

Projekt P006

Die Photovoltaik-Anlage in der Einsteinstraße 3, 24118 Kiel wurde auf einem Neubau mit Flachdach errichtet. Die Anlage

hat insgesamt 126 Module Typ Emmvee sowie drei Wechselrichter Typ SMA / SMC, die eine Gesamtleistung von

29,8 kWp haben. Der prognostizierte anfängliche Jahresertrag beträgt EUR 8.000, aufgrund der Fertigstellung in 2011

ist noch kein Vergleich mit einem tatsächlichen Gesamtjahresertrag möglich.

Projekt P007

4 informationen über die emittentin

Die Photovoltaik-Anlage in Tautewalde 37a, 02681 Wilthen wurde auf insgesamt sieben Gebäuden mit Schrägdach

errichtet. Insgesamt wurden 2.036 Module Typ Sunfarming der CEEG Solar Science & Technologie Co sowie 33 Wechselrichter

Typ SMA / Sunny Tripower und Sunny Boy mit einer Gesamtleistung von 386,8 kWp verwendet. Der errechnete

anfängliche Jahresertrag beträgt EUR 93.000. Auch bei dieser Anlage kann aufgrund der Fertigstellung in 2011

noch kein Vergleich mit einem tatsächlichen Gesamtjahresertrag erfolgen.

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58 |

4 informationen über die emittentin

Die sechs Projekte sind in den ursprünglichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit einem prognostizierten Jahreser-

trag von EUR 1.021.000 angenommen worden. Der tatsächliche Jahresertrag betrug im Jahr 2011 EUR 1.103.000, wobei

die Projekte P006 und P007 erst im zweiten Halbjahr Einspeisungen vorgenommen haben.

Die Verteilung des prognostizierten Jahresertrages in kWh ergibt sich aus dem nachfolgenden Diagramm:

1% 12%

22%

b. Investitionen der Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG

projekt

Nr.

30%

Standort

p008 18422 Niepars,

Gartenstr. 1

p009 17099 Roga,

Kirchstr. 20

p011 16306 Casekow,

Am Weiher 3a

p012 16306 Casekow,

Schönower Weg 1

p013 02739 Eibau,

Ruppersdorferstr. 9

30%

5%

Investi-

tions-

volumen

in TEUR

P001

P002

P003

P004

P006

P007

Leistung

in kWp

Jahreser-

trag gem.

Ertrags-

gutachten

in kWh

Inbetrieb-

nahme

Finanzierung in TEUR

bank-

darlehen

durch

gesell-

schafter-

darlehen

682 275,7 256.969 30.06.2011 2.400 246

1.964 794,4 756.131 30.06.2011

483 208,6 192.332 21.12.2011 3.600 358

1.616 697,7 642.596 30.12.2011

1.859 802,4 757.245 30.12.2011

Summe 6.604 2.778,8 2.605.273 6.000 604


Projekt P008

Die Photovoltaik-Anlage in der Gartenstraße 1, 18422 Niepars wurde auf zwei Hallen mit Schrägdach errichtet. Sie

besteht aus 1.448 Modulen Sunfarming CE der CEEG Solar Science & Technology Co. mit einer Gesamtleistung von

275,7 kWp sowie 22 Wechselrichtern Typ SMA / Sunny Tripower. Die Anlage hat auf Basis des Ertragsgutachtens einen

prognostizierten anfänglichen Jahresertrag von EUR 68.000.

Projekt P009

In der Kirchstraße 20, 17099 Roga wurde die Photovoltaik-Anlage auf insgesamt 12 Hallen mit Schrägdächern errichtet.

Sie besteht aus 3.659 Modulen Typ Sunfarming CE der CEEG Solar Science & Technology Co. mit einer Gesamtleistung

von 794,4 kWp und 49 Wechselrichtern Typ SMA / Sunny Tripower. Die Anlage hat auf Basis des Ertragsgutachtens

einen prognostizierten anfänglichen Jahresertrag von EUR 196.000.

Projekt P011

Die Photovoltaik-Anlage in Am Weiher 3a, 16306 Casekow besteht aus 1.070 Modulen Sunfarming CE der CEEG Solar

Science & Technology Co. mit einer Gesamtleistung von 208,6 kWp und 19 Wechselrichtern Typ SMA / Sunny Tripower,

die auf insgesamt drei Schrägdächern montiert sind. Die Anlage hat auf Basis des Ertragsgutachtens einen prognostizierten

anfänglichen Jahresertrag von EUR 51.000.

Projekt P012

Die Photovoltaik-Anlage im Schönower Weg 1, 16306 Casekow besteht aus 3.578 Modulen Sunfarming CE der CEEG

Solar Science & Technology Co. mit einer Gesamtleistung von 697,7 kWp und 39 Wechselrichtern Typ SMA / Sunny

Tripower und Sunny Boy. Die Montage erfolgte auf insgesamt sieben Schrägdächern. Die Anlage hat auf Basis des

Ertragsgutachtens einen prognostizierten anfänglichen Jahresertrag von EUR 169.000.

Projekt P013

4 informationen über die emittentin

In der Ruppersdorferstraße 9, 02739 Eibau wurde die Photovoltaik-Anlage auf insgesamt drei Schrägdächern errichtet.

Sie besteht aus 4.115 Modulen Typ Sunfarming CE der CEEG Solar Science & Technology Co. mit einer Gesamtleistung

von 802,4 kWp und 45 Wechselrichtern Typ SMA / Sunny Tripower. Die Anlage hat auf Basis des Ertragsgutachtens

einen prognostizierten anfänglichen Jahresertrag von EUR 195.000.

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60 |

4 informationen über die emittentin

Die fünf Projekte sind in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit einem prognostizierten Jahresertrag von

EUR 679.000 angenommen worden. Aufgrund der Erstellung im Jahr 2011 liegen bisher keine tatsächlichen Einspeisewerte

auf Jahresbasis vor. Die Projekte P011 bis P013 sind zum Jahresende fertig gestellt und angeschlossen worden,

die vollständige Abrechnung erfolgt allerdings erst in 2012.

Die Verteilung des prognostizierten Jahresertrages in kWh ergibt sich aus dem nachfolgenden Diagramm:

29%

25%

10%

7%

c. Investitionen der Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG

projekt Nr. Standort

p015 17389 Anklam,

Kirschenweg 7

p024 17091 Pripsleben,

Dorfstr. 10

p025 17217 Groß Lukow,

Seebergerstr. 1

p026 18069 Lambrechtshagen,

Allershäger Str. 7a

29%

Investitionsvolumen

in TEUR

P008

P009

P011

P012

P013

Leistung

in kWp

Jahresertrag

gem.

Ertragsgutachten

in kWh

Inbetriebnahme

Finanzierung in TEUR

durch

bankdarlehen

gesellschafterdarlehen

572 254,3 221.000 30.12.2011 521 51

1.356 615,8 530.000 30.12.2011 1.234 122

1.213 545,4 486.000 30.12.2011 1.104 109

2.141 963,0 874.440 30.12.2011 1.948 192

Summe 5.282 2.378,5 2.111.440 4.807 474


Projekt P015

Die Photovoltaik-Anlage im Kirschenweg 7, 17389 Anklam wurde auf insgesamt vier Gebäuden mit Schrägdächern er-

richtet. Montiert wurden 569 Module Typ LDK Solar 240P und 785 Module Solar Frontier SF 150 mit einer Gesamtleistung

von 254,3 kWp und 16 Wechselrichter Typ SMA / Sunny Tripower. Die Anlage hat auf Basis des Ertragsgutachtens

einen anfänglichen errechneten Jahresertrag von EUR 60.000.

Projekt P024

In der Dorfstraße 10, 17091 Pripsleben wurde die Photovoltaik-Anlage auf insgesamt sieben Schrägdächern von Hallen

errichtet. Die montierten 828 Module Typ LDK Solar 235 P und die 2.808 Module Solar Frontier SF 150 haben eine

Gesamtleistung von 615,8 kWp. Insgesamt wurden 38 Wechselrichter Typ SMA / Sunny Tripower verwendet. Auf Basis

des Ertragsgutachtens wird ein anfänglicher Jahresertrag von EUR 146.000 errechnet.

Projekt P025

Die Photovoltaik-Anlage in der Seebergerstraße 1, 17217 Groß Lukow wurde auf insgesamt sieben Gebäuden mit

Schrägdächern gebaut. Montiert wurden 1.997 Module Typ LDK Solar 240P und 441 Module Solar Frontier SF 150 mit

einer Gesamtleistung von 545,4 kWp und 36 Wechselrichter Typ SMA / Sunny Tripower. Die Anlage hat auf Basis des

Ertragsgutachtens einen anfänglichen Jahresertrag von EUR 132.000.

Projekt P026

4 informationen über die emittentin

In der Allershäger Straße 7a, 18069 Lambrechtshagen wurde die Photovoltaik-Anlage auf insgesamt neun Gebäuden

mit Schrägdächern errichtet. Die montierten 378 Module Typ LDK Solar 235 P und die 6.407 Module Typ Solar Frontier

SF 145 haben eine Gesamtleistung von 963 kWp. Insgesamt wurden 68 Wechselrichter Typ SMA / Sunny Tripower

verwendet. Auf Basis des Ertragsgutachtens ist ein anfänglicher Jahresertrag von EUR 227.000 berücksichtigt worden.

Die vier Projekte sind in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit einem prognostizierten Jahresertrag von

EUR 565.000 angenommen worden. Aufgrund der Erstellung zum Jahresende 2011 liegen bisher keine tatsächlichen

Einspeisewerte auf Jahresbasis vor. Die Projekte sind zum Jahresende fertig gestellt und angeschlossen worden, die

Abrechnung und der vollständige Übergang erfolgt allerdings erst in 2012.

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62 |

4 informationen über die emittentin

Die Verteilung des prognostizierten Jahresertrages in kWh ergibt sich aus dem nachfolgenden Diagramm:

41%

23%

11%

Im Ergebnis lassen sich die wichtigsten bisherigen und laufenden Investitionen wie folgt zusammenfassen:

gesamtsumme der Investitionen

in den einzelnen

gesellschaften

25%

Investitionsvolumen

in TEUR

P015

P024

P025

P026

Leistung

in kWp

Jahresertrag

gutachten

in kWh

4.4.2 Zukünftige Investitionen der Photovoltaik-Gesellschaften

Finanzierung in TEUR

durch

bankdarlehen

gesellschafterdarlehen

20.707 8.449,4 7.586.523 18.922 1.809

Es sind Neuinvestitionen durch die Photovoltaik-Gesellschaften in Höhe von ca. EUR 39 Mio. vorgesehen. Die Finanzierung

erfolgt dabei im Wesentlichen zu 8 - 20 % über Nachrangdarlehen und zu 80 - 92 % über Bankdarlehen. Geplant

ist, diese Investitionen bereits in 2012 vollständig vorzunehmen.

Die Investitionen sollen aus Gründen der Diversifikation durch unterschiedliche Photovoltaik-Gesellschaften erfolgen,

wobei die jeweiligen Photovoltaik-Gesellschaften wiederum in unterschiedliche Aufdach-Photovoltaik-Anlagen investieren

werden. Kriterien für die Auswahl geeigneter Investitionsobjekte sind neben dem Standort die Ausrichtung

der jeweiligen Dachflächen sowie ein Ertragsgutachten, das die individuellen Einstrahlungswerte am Anlagenstandort

sowie Anlagenbesonderheiten berücksichtigt. Auf dieser Basis erfolgt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Basis

für die jeweilige Investitionsentscheidung ist.

Im Übrigen wird auf die Ausführungen zum Geschäftsmodell der Photovoltaik-Gesellschaften unter Punkt 4.2.2 dieses

Prospekts Bezug genommen.


4.5 Tendenzielle Informationen

Es hat seit dem 31. Dezember 2011 keine wesentlichen negativen Veränderungen in den Aussichten der Emittentin

gegeben.

4.6 Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane

Organe der Emittentin sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung. Für die Emittentin besteht

keine gesetzliche Verpflichtung zur Bildung eines Aufsichtsrats oder anderer Aufsichtsorgane. Es besteht kein Aufsichtsrat

und auch kein anderes Aufsichtsorgan.

4.6.1 Gesellschafterversammlung

In der Gesellschafterversammlung der Emittentin ist allein die Kommanditistin, die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH, stimmberechtigt. Die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH übt ihr Stimmrecht durch ihre Geschäftsführung,

die Herren Dirk Cordes und Sven Jahnke, aus.

4.6.2 Geschäftsführung

Herr Dirk Cordes

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Bollhörnkai 1

24103 Kiel

4 informationen über die emittentin

Herr Dirk Cordes ist geschäftsführender Gesellschafter der Kommanditistin der Emittentin, der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH, und Geschäftsführer der Komplementärin der Emittentin, der Dirk Cordes Verwaltung GmbH.

Herr Dirk Cordes ist Diplom-Kaufmann (FH). Er hatte als „Leiter eCommerce“ bei der mobilcom AG und Mitgründer

der vitrado GmbH bereits umfangreiche betriebswirtschaftliche und unternehmerische Erfahrung gesammelt, bevor

er 2004 die heutige Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH gründete. Im Rahmen dieses Unternehmens begann

er 2008 mit Investitionen im Bereich der Photovoltaik-Anlagen. Er ist befugt, mit sich selbst und in Vertretung Dritter

Rechtsgeschäfte für die Emittentin abzuschließen.

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64 |

4 informationen über die emittentin

Herr Sven Jahnke

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Bollhörnkai 1

24103 Kiel

Herr Sven Jahnke ist Geschäftsführer der Kommanditistin der Emittentin, der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH, und Geschäftsführer der Komplementärin der Emittentin, der Dirk Cordes Verwaltung GmbH.

Herr Sven Jahnke ist ausgebildeter Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt. Herr Sven Jahnke bringt in die Geschäftsführung

insgesamt 25 Jahre Erfahrung aus verschiedenen Tätigkeiten im Banken- und Sparkassenbereich ein.

In dieser Zeit war er u.a. 5 Jahre bei einer Prüfungsgesellschaft, 5 Jahre in leitender Funktion im Vertrieb einer Sparkasse

und zuletzt über 6 Jahre als Vorstand der Bordesholmer Sparkasse AG tätig.

4.6.3 Potenzielle Interessenkonflikte

Aufgrund der zum Teil bestehenden Personenidentität in den Geschäftsführungen und Gesellschafterstellungen in

der Dirk Cordes Energie Gruppe bestehen im Hinblick auf die Emittentin Verflechtungstatbestände rechtlicher, wirtschaftlicher

und/oder personeller Art. Es ist daher grundsätzlich nicht auszuschließen, dass die Beteiligten bei der

Abwägung der unterschiedlichen gegebenenfalls gegenläufigen Interessen nicht zu den Entscheidungen gelangen,

zu denen sie gelangen würden, wenn ein Verflechtungstatbestand nicht bestünde. Verflechtungstatbestände in rechtlicher,

wirtschaftlicher und/oder personeller Art bestehen insbesondere wie nachfolgend beschrieben:

Die Emittentin und die Photovoltaik-Gesellschaften sind Schwestergesellschaften, deren Komplementärin jeweils die

Dirk Cordes Verwaltung GmbH ist. Die Geschäftsführer der Dirk Cordes Verwaltung GmbH, Herr Dirk Cordes und Herr

Sven Jahnke, sind damit als Geschäftsführer mittelbar sowohl für die Emittentin als auch für alle Photovoltaik-Gesellschaften

gleichermaßen geschäftsführungsbefugt. Aufgrund dieser Verflechtung kann es zu Situationen kommen, in

denen die Interessen der Photovoltaik-Gesellschaften mit denen der Emittentin kollidieren mit der nicht auszuschliessenden

Folge, dass die Geschäftsführer für die Emittentin nachteilige Entscheidungen treffen und somit beispielsweise

die Zins- und Tilgungszahlungen aus den Nachrangdarlehen gefährdet werden.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass Herr Dirk Cordes alleiniger Gesellschafter der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH ist, welche wiederum Alleingesellschafterin der Dirk Cordes Verwaltung GmbH als auch alleinige Kommanditistin

der Photovoltaik-Gesellschaften ist. Da sämtliche Gewinne der Dirk Cordes Energie Gruppe letztlich bei der Dirk

Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH und mittelbar bei Herrn Dirk Cordes ankommen, kann nicht ausgeschlossen


werden, dass es zu Situationen kommt, in denen Herr Dirk Cordes seinen Einfluss als Alleingesellschafter der Dirk

Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH auf deren Geschäftsführung (beispielsweise durch Gesellschafterweisungen) in

einer Weise ausübt, dass die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH die Geschäftsführung der Dirk Cordes Verwaltung

GmbH anweist, bestimmte Rechtsgeschäfte oder tatsächliche Handlungen vorzunehmen, die sich nachteilig auf

die Fähigkeit der Emittentin auswirken, ihren Zins- und Tilgungspflichten aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Herr Sven Jahnke neben seinem Geschäftsführergehalt eine zusätzliche

Tantieme erhält, die unter anderem von den durch die Photovoltaik-Gesellschaften investierten Beträgen abhängt. Es

kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass diese Tantiemenregelung dazu führt, dass Herr Sven Jahnke seinen Einfluss

auf die Photovoltaik-Gesellschaften in einer Weise ausübt, die dazu führt, dass die Photovoltaik-Gesellschaften in

Aufdach-Photovoltaik-Anlagen investieren, in die sie nicht investieren würden, bestünde die Tantiemenregelung nicht.

Weitere potenzielle Interessenkonflikte zwischen privaten Interessen oder sonstigen Verpflichtungen der Geschäftsführer

und ihren Verpflichtungen gegenüber der Emittentin bestehen nicht.

4.7 Hauptgesellschafter

Die Emittentin hat zwei Gesellschafter, die persönlich haftende Komplementärin Dirk Cordes Verwaltung GmbH und

die beschränkt haftende Kommanditistin Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH.

4.7.1 Kontrolle über die Emittentin

4 informationen über die emittentin

In Gesellschafterversammlungen der Emittentin ist allein die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH stimmberechtigt.

Alle Entscheidungen, welche von der Gesellschafterversammlung der Emittentin nach Satzung oder Gesetz zu

treffen sind, werden daher von der Geschäftsführung der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH in den Gesellschafterversammlungen

der Emittentin getroffen. Als alleinige Gesellschafterin der Komplementärin der Emittentin,

der Dirk Cordes Verwaltung GmbH, trifft die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH bzw. ihre Geschäftsführung

auch in Gesellschafterversammlungen der Dirk Cordes Verwaltung GmbH allein alle Entscheidungen, insbesondere

kann sie die Geschäftsführung bei der Dirk Cordes Verwaltung GmbH und damit mittelbar auch bei der Emittentin

und den Photovoltaik-Gesellschaften austauschen. Zudem hat die Geschäftsführung der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft

mbH die Möglichkeit, der Geschäftsführung der Dirk Cordes Verwaltung GmbH verbindliche Weisungen

hinsichtlich ihrer Geschäftsführung zu erteilen, insbesondere beispielsweise hinsichtlich der Geschäftsführung bei

der Emittentin und den Photovoltaik-Gesellschaften. Die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH bzw. ihre Geschäftsführung

übt daher die Kontrolle über die Emittentin und die Photovoltaik-Gesellschaften aus. Derzeit sind die

| 65


66 |

4 informationen über die emittentin

Geschäftsführungen der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH und der Dirk Cordes Verwaltung GmbH personenidentisch.

Herr Dirk Cordes hat jedoch als Alleingesellschafter der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft stets die

Möglichkeit, die Geschäftsführung der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft in seinem Sinne zu ändern. Anschließend

könnte er über die neue Geschäftsführung der Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH auch die Geschäftsführung

der Dirk Cordes Verwaltung GmbH ändern oder austauschen und somit auch die Geschäftsführung der Emittentin und

der Photovoltaik-Gesellschaften in seinem Sinne aufstellen oder über Gesellschafterweisungen bestimmen. Letztlich

hat daher allein Herr Dirk Cordes die alleinige Kontrolle über gesamte Dirk Cordes Energie Gruppe.

4.7.2 Vereinbarungen betreffend potenzielle Kontrolländerung

Vereinbarungen betreffend die potenzielle Kontrolländerung bestehen nicht.

4.8 Finanzielle Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

und der Photovoltaik-Gesellschaften

4.8.1 Ausgewählte Finanzinformationen der Emittentin und der Photovoltaik-Gesellschaften

a. Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Vermögens- und Kapitalstruktur

Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach den Zusammenfassungen und Saldierungen der Bilanz 2011, die nach betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten vorgenommen wurden:

VERMögEN 31.12.2011

TEUR %

Anlagevermögen 450 89,9

Flüssige Mittel 49 9,8

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2 0,4

501 100,0


KApITAL 31.12.2011

TEUR %

Eigenkapital 499 99,6

Rückstellungen 1 0,2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 0,2

Ertragslage

4 informationen über die emittentin

501 100,0

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung 2011 ergibt sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Ertragsübersicht:

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern -3

betrieblicher Aufwand - 3

betriebsergebnis - 3

Zinserträge 2

Finanzergebnis 2

Ergebnis vor Ertragsteuern / Jahresergebnis - 1

2011

TEUR

| 67


68 |

4 informationen über die emittentin

Kapitalflussrechnung

Die Veränderung des Finanzmittelbestands sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden

Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

1 cashflow aus geschäftstätigkeit

Jahresergebnis

Abschreibungen

Cashflow i.e.S.

Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen

Abnahme (-) / Zunahme (+) der kurzfristigen Rückstellungen

Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

2 cashflow aus Investitionstätigkeit

Einzahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen *

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

3

4

cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Einzahlung von Gesellschaftern

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Finanzmittelbestand am Ende der periode

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands

(Zwischensumme 1-3)

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

Finanzmittelbestand am Ende der periode

* Nachrangdarlehen an Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG

b. Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG

Vermögens- und Kapitalstruktur

Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach den Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten vorgenommen wurden, aus den Bilanzen der beiden letzten Geschäftsjahre:

2011

TEUR

- 1

0

- 1

- 2

1

1

-1

- 450

- 450

500

500

49

0

49


VERMögEN 31.12.2011 31.12.2010 Veränderungen

° ein prozentualer Vergleich ist nicht möglich

TEUR % TEUR % TEUR %

Anlagevermögen 8.653 95,2 7.595 89,1 1.058 13,9

Vorräte 3 0,0 0 0,0 3 °

Forderungen und Sonstige

Vermögensgegenstände

13 0,1 16 0,2 - 3 - 18,8

Flüssige Mittel 126 1.4 597 7,0 - 471 - 78,9

Rechnungsabgrenzungsposten 302 3,3 318 3,7 - 16 - 5,0

9.097 100,0 8.526 100,0 571 6,7

KApITAL 31.12.2011 31.12.2010 Veränderungen

TEUR % TEUR % TEUR %

Eigenkapital 288 3,2 288 3,4 0 0,0

Langfristige Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

8.008 88,1 7.247 85,0 761 10,5

Rückstellungen 38 0,4 2 0,0 36 1.800,0

Kurzfristige Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen

Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen eine

beteiligungsverhältnis besteht

4 informationen über die emittentin

0 0,0 30 0,4 - 30 - 100,0

56 0,6 38 0,4 18 47,4

613 6,7 886 10,4 - 273 - 30,8

0 0,0 3 0,0 - 3 - 100,0

Sonstige Verbindlichkeiten 11 0,1 2 0,0 9 450,0

Latente Steuern 83 0,9 32 0,4 51 159,4

9.097 100,0 8.526 100,0 571 6,7

| 69


70 |

4 informationen über die emittentin

Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich nach Zusammenfassungen

und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Ertragsübersicht:

2011 2010 Veränderungen

TEUR % TEUR % TEUR %

Umsatzerlöse 1.103 100,0 797 100,0 306 15,2

bestandsveränderung 3 0,0 0 0,0 3 °

Materialaufwand - 92 - 9,1 - 30 - 3,8 - 62 - 206,7

Rohertrag 1.014 91,2 767 96,2 247 32,2

Abschreibungen - 414 - 7,5 - 390 - 36,4 - 124 - 42,8

Sonstige betriebliche Aufwendungen

und sonstige Steuern

- 19 - 1,7 - 58 - 7,3 39 67,2

Übrige betriebliche Erträge 1 0,1 1 0,1 0 0,0

betrieblicher Aufwand - 432 - 39,2 - 347 - 43,5 - 85 - 24,5

betriebsergebnis 582 52,0 420 52,7 162 38,6

Zinserträge 8 0,7 12 1,5 - 4 - 33,3

Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 279 - 25,3 - 207 - 26,0 - 72 - 34,8

Finanzergebnis - 271 - 24,6 - 195 - 24,5 - 76 - 39,0

Ergebnis vor Ertragsteuern 311 28,2 225 28,2 86 38,2

Ertragsteuern - 51 - 4,6 - 33 - 4,1 - 18 - 54,5

Jahresergebnis 260 23,6 192 24,1 68 35,4

° ein prozentualer Vergleich ist nicht möglich


Kapitalflussrechnung

Die Veränderung des Finanzmittelbestands sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden

Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

1 cashflow aus laufender geschäftstätigkeit

Jahresergebnis

Abschreibungen

Cashflow i.e.S.

Abnahme (-) / Zunahme (+) der Vorräte

Abnahme (+) / Zunahme (-) der sonstigen Vermögensgegenstände und

Forderungen

Abnahme (+) / Zunahme (-) des RAP

Abnahme (-) / Zunahme (+) der kurzfristigen Rückstellungen

Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten

Abnahme (-) / Zunahme (+) der latenten Steuern

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

2 cashflow aus Investitionstätigkeit

Einzahlungen aus Anlageabgängen

Einzahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

Einzahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen *

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

3 cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Einzahlung von Gesellschaftern

Auszahlung an Gesellschafter

Einzahlung aus der Aufnahme von Bankkrediten

Auszahlung aus der Tilgung von Bankkrediten

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

4 Finanzmittelbestand am Ende der periode

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands

(Zwischensumme 1-3)

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

Finanzmittelbestand am Ende der periode

* Erwerb von Wertpapieren

4 informationen über die emittentin

2011

TEUR

260

414

674

- 3

3

16

36

24

51

801

0

- 941

- 531

- 1.472

0

- 531

869

- 138

200

- 471

597

126

2010

TEUR

192

290

482

0

204

- 209

0

- 653

33

- 143

0

- 5.001

0

- 5.001

707

0

4.556

0

5.263

119

478

597

| 71


72 |

4 informationen über die emittentin

c. Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG

Vermögens- und Kapitalstruktur

Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach den Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten vorgenommen wurden, aus den Bilanzen der beiden letzten Geschäftsjahre:

VERMögEN 31.12.2011 31.12.2010 Veränderungen

TEUR % TEUR % TEUR %

Anlagevermögen 5.117 83,5 0 0,0 5.117 °

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

333 5,3 0 0,0 333 °

Flüssige Mittel 139 2,3 10 100,0 129 °

Rechnungsabgrenzungsposten 544 8,9 0 0,0 544 °

6.133 100,0 10 100,0 6.123 °

KApITAL 31.12.2011 31.12.2010 Veränderungen

TEUR % TEUR % TEUR %

Eigenkapital 12 0,2 8 80,0 4 50,0

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten

2.400 39,1 0 0,0 2.400 °

Rückstellungen 2 0,0 1 10,0 1 100,0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen eine beteiligungsverhältnis

besteht

° ein prozentualer Vergleich ist nicht möglich

3.229 52,7 0 0,0 3.229 °

490 8,0 0 0,0 490 °

0 0,0 1 10,0 - 1 - 100,0

6.133 100,0 10 100,0 6.123 °


Ertragslage

Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergibt sich nach Zusammenfassungen

und Verrechnungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Ertragsübersicht:

2011

TEUR

Umsatzerlöse 23 0

Materialaufwand - 5 0

Rohertrag 18 0

Abschreibungen - 30 0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige

Steuern

4 informationen über die emittentin

2010

TEUR

- 19 - 2

betrieblicher Aufwand - 49 - 2

betriebsergebnis - 31 - 2

Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 55 0

Finanzergebnis - 55 0

Ergebnis vor Ertragsteuern / Jahresergebnis - 86 - 2

| 73


74 |

4 informationen über die emittentin

Kapitalflussrechnung

Die Veränderung des Finanzmittelbestands sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden

Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

1 cashflow aus laufender geschäftstätigkeit

Jahresergebnis

Abschreibungen

Cashflow i.e.S.

Abnahme (+) / Zunahme (-) der sonstigen Vermögensgegenstände und

Forderungen

Abnahme (+) / Zunahme (-) des RAP

Abnahme (-) / Zunahme (+) der kurzfristigen Rückstellungen

Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

2 cashflow aus Investitionstätigkeit

Einzahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

3 cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Einzahlung von Gesellschaftern

Einzahlung aus der Aufnahme von Bankkrediten

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

4 Finanzmittelbestand am Ende der periode

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands

(Zwischensumme 1-3)

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

Finanzmittelbestand am Ende der periode

2011

TEUR

- 86

30

- 56

- 333

- 544

1

3.228

2.296

- 5.147

- 5.147

580

2.400

2.980

129

10

139

2010

TEUR

- 2

0

- 2

0

0

1

1

0

0

0

10

0

10

10

0

10


d. Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG

Vermögens- und Kapitalstruktur

4 informationen über die emittentin

Nachfolgende Übersicht ergibt sich nach den Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen

Gesichtspunkten vorgenommen wurden, aus der Bilanz des ersten Geschäftsjahres:

VERMögEN 31.12.2011

TEUR %

Anlagevermögen 3.608 76,9

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 711 15,1

Rechnungsabgrenzungsposten 376 8,0

KApITAL 31.12.2011

4.695 100,0

TEUR %

Eigenkapital 87 1,9

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 474 10,1

Rückstellungen 2 0,0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.069 65,4

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.062 22,6

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen

eine beteiligungsverhältnis besteht

1 0,0

4.695 100,0

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76 |

4 informationen über die emittentin

Ertragslage

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung des ersten Geschäftsjahres ergibt sich nach Zusammenfassungen und Verrechnungen,

die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die nachfolgende Ertragsübersicht:

Umsatzerlöse 0

Materialaufwand - 3

Rohertrag - 3

Abschreibungen 0

Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige

Steuern

betrieblicher Aufwand - 6

betriebsergebnis - 9

Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 4

Finanzergebnis - 4

Ergebnis vor Ertragsteuern / Jahresergebnis - 13

2011

TEUR

- 6


Kapitalflussrechnung

Die Veränderung des Finanzmittelbestands sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen werden anhand der nachfolgenden

Kapitalflussrechnung aufgezeigt:

1 cashflow aus laufender geschäftstätigkeit

Jahresergebnis

Cashflow i.e.S.

Abnahme (+) / Zunahme (-) der sonstigen Vermögensgegenstände

und Forderungen

Abnahme (-) / Zunahme (+) des RAP

Abnahme (-) / Zunahme (+) der kurzfristigen Rückstellungen

Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

2 cashflow aus Investitionstätigkeit

Einzahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

3 cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Einzahlung von Gesellschaftern

Einzahlung aus der Aufnahme von Bankkrediten

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

4 Finanzmittelbestand am Ende der periode

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands

(Zwischensumme 1-3)

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

Finanzmittelbestand am Ende der periode

4.8.2 Wirtschaftliche Planung der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

4 informationen über die emittentin

2011

TEUR

- 13

- 13

- 711

- 376

2

3.069

1.971

- 3.608

- 3.608

Die wirtschaftliche Planung der Emittentin ist auf das Einwerben des Emissionserlöses in Höhe von EUR 5,15 Mio. im

zweiten und dritten Quartal ausgerichtet. Zeitnah ist dann die jeweilige Nachrangdarlehnsvergabe an die Photovoltaik-Gesellschaften

vorgesehen.

Dabei ist ein Teilbetrag in Höhe von voraussichtlich ca. EUR 1,05 Mio. für die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften

vorgesehen. Die entsprechenden Mittel aus diesen Nachrangdarlehen können dazu verwendet

werden, Neuinvestitionen zu tätigen und die bisherige Eigenkapitalausstattung der betreffenden Photovoltaik-Gesellschaften

in Form von Gesellschafterdarlehen zu ersetzen, um die Emittentin auf diese Weise an den Zahlungsströmen

1.163

474

1.637

0

0

0

| 77


78 |

4 informationen über die emittentin

der derzeit bereits operativ tätigen Aufdach-Photovoltaik-Anlagen zu beteiligen. Die Darlehen werden voraussichtlich

in Höhe von EUR 600.000 an die Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG und in Höhe von EUR 450.000 an die Dirk Cordes

Zweite Energie GmbH & Co. KG ausgereicht. Daneben besteht bereits seit Dezember 2011 die Nachrangdarlehensvergabe

in Höhe von EUR 450.000 an die Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG.

Für die Neuinvestitionen in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen sind weitere Nachrangdarlehen an derzeit noch nicht operativ

tätige bzw. noch zu gründende Photovoltaik-Gesellschaften in Höhe von voraussichtlich ca. EUR 3,65 Mio. im

Jahresverlauf 2012 vorgesehen, sodass bereits zum Jahresende verzinsliche Nachrangdarlehen von EUR 5,15 Mio. bestehen

könnten, denen die verzinslichen und zu tilgenden Verpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

in Höhe von EUR 5 Mio. sowie das unverzinsliche Kommanditkapital von EUR 500.000 gegenüberstehen.

Die Nachrangdarlehen der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG verteilen sich folgt:

71%

10%

10%

9%

Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG

Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG

Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG

Neuzugründende Photovoltaik-Gesellschaften

Für 2012 erwartet die Emittentin aufgrund der Kosten für die Emission der Inhaberteilschuldverschreibungen ein

negatives Ergebnis, das durch die positiven Jahresergebnisse in den Folgejahren wieder ausgeglichen wird, da das

verzinsliche Nachrangdarlehensvolumen (aus Mitteln der Inhaberteilschuldverschreibungen und des Kommanditkapitals)

jeweils über dem zu verzinsenden Anleihevolumen liegen wird.


4.8.3 Wirtschaftliche Planung der Photovoltaik-Gesellschaften

4 informationen über die emittentin

Nachfolgend wird eine konsolidierte Ergebnis- und Liquiditätsrechnung für die Photovoltaik-Gesellschaften (Dirk

Cordes Energie GmbH & Co. KG, Dirk Cordes Zweite Energie GmbH & Co. KG, Dirk Cordes Dritte Energie GmbH &

Co. KG sowie die noch nicht operativ tätigen bzw. noch zu gründenden Photovoltaik-Gesellschaften) dargestellt,

in der ausgehend von den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2011 der derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-

Gesellschaften die Ergebnis- und Liquiditätsentwicklungen der Photovoltaik-Gesellschaften prognostiziert werden.

Hierbei ist aufgrund der aktuellen politischen Diskussion (vgl. hierzu näher unter Punkt 2.1.5 dieses Prospekts) bereits

eine außerordentliche Senkung der Einspeisevergütung einkalkuliert worden. Grundlage für die Umsetzung der Investitionsplanung

ist eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf Cashflow-Basis, die während der Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen

einen kumulierten Liquiditätsüberschuss auf Einzelprojektebene in Höhe von mindestens

25 % der zur Finanzierung verwendeten Nachrangdarlehen erfordert.

In der Investitionsplanung 2012 wird auf Basis der bisherigen Investitionen von einer durchschnittlichen installierten

Leistung einer Photovoltaik-Anlage von 600 kWp ausgegangen. Der spezifische Jahresertrag je Photovoltaik-

Anlage ist standortabhängig durch ein unabhängiges Ertragsgutachten nachzuweisen. Insgesamt ist der Erwerb von

Aufdach-Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung (jährlich eingespeiste Energie) von 27,4 MWh vorgesehen,

wobei die Fertigstellung in den Monaten August bis Dezember 2012 geplant ist. In den Gesamtinvestitionskosten von

rund EUR 39 Mio. sind neben den Kaufpreisen für die Aufdach-Photovoltaik-Anlagen Modul- und Ertragsgutachten,

Abnahmen und sonstige Kosten berücksichtigt. Die Finanzierung der Neuinvestitionen soll planungsgemäß neben

den Nachrangdarlehen der Emittentin im Wesentlichen über Bankdarlehen in Höhe von rund EUR 35 Mio. erfolgen.

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80 |

4 informationen über die emittentin

Prognose: konsolidierte Ergebnis- und Liquiditätsrechnung der Photovoltaikgesellschaften

Angaben als Davon - Position: zusammengefasste Werte der bestehenden Photovoltaik-Projekte

2012

TEUR

Umsatzerlöse aus Stromverkauf (E1) 3.100 6.454 6.423 6.390 6.358

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 2.266 2.285 2.274 2.262 2.251

dachpacht (E2) - 179 - 379 - 378 - 376 - 374

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 129 - 129 - 129 - 128 - 128

Wartung (E3) - 87 - 183 - 186 - 191 - 94

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 60 - 46 - 46 - 48 - 49

Kaufmännische betriebsführung (E4) - 33 - 67 - 66 - 66 - 66

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 25 - 25 - 25 - 25 - 25

Allgefahrenversicherung - 37 - 85 - 86 - 86 - 87

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 25 - 26 - 26 - 25 - 25

Abschreibungen (E5) - 1.353 - 2.959 - 2.959 - 2.959 - 2.959

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 963 - 1.007 - 1.007 - 1.007 - 1.007

Zinsaufwand der Finanzierungen (E6) -1.125 -2.016 - 1.966 - 1.865 - 1.760

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 679 - 678 - 655 - 623 - 589

Zinsaufwand für Nachrangdarlehen (E7) - 333 - 341 - 312 - 283 - 251

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 87 - 102 - 93 - 84 - 75

Steuern (E8) - 37 - 33 - 33 - 69 - 83

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 37 - 33 - 33 - 36 - 39

2013

TEUR

2014

TEUR

2015

TEUR

2016

TEUR

>>


4 informationen über die emittentin

Jahresergebnis - 85 392 437 496 584

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 261 239 260 286 314

Abschreibungen 1.353 2.959 2.959 2.959 2.959

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 963 1.007 1.007 1.007 1.007

Liquiditätsüberschuss vor Tilgungen 1.268 3.351 3.396 3.455 3.543

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 1.224 1.246 1.267 1.293 1.321

Tilgung der Fremdfinanzierungen - 291 - 526 - 2.740 - 2.938 - 2.967

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 291 - 526 - 1.047 - 1.073 - 1.077

Schuldendienstreservekonto (E9) -250 -1.822 0 0 0

davon bestehende Photovoltaik-Projekte - 250 -269 0 0 0

Tilgung des Nachrangdarlehens 0 - 386 - 413 - 444 - 475

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 0 - 116 - 123 - 133 - 142

Liquiditätsüberschuss 727 616 243 73 101

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 683 335 97 87 102

Liquidität Vorjahr 126 853 1.469 1.712 1.785

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 126 809 1.144 1.241 1.328

Kumulierte Liquidität 853 1.469 1.712 1.785 1.886

davon bestehende Photovoltaik-Projekte 809 1.144 1.241 1.328 1.430

Erläuterungen zur Prognoserechnung

E1:

Umsatzerlöse aus Stromverkauf: Die Stromerlöse aus dem Verkauf des jährlich erzeugten Stroms aus den bestehenden

und den neuen Projekten errechnen sich auf Basis von Ertragsgutachten aus der abgegebenen Strommenge

und der gemäß EEG hierfür vorgesehenen Einspeisevergütung. Für die Neuinvestitionen sind folgende

Annahmen getroffen worden: (i) eine Reduzierung der Einspeisevergütung um 20 % gegenüber der zum 1. Januar

2012 bereits gesenkten Einspeisevergütung, (ii) eine freie Veräußerung von 10 % der erzeugten Strommenge

zu 5 Cent / kWh, (iii) die Umsetzung der Neuinvestitionen in den Monaten August bis Dezember 2012, (iv) eine

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82 |

4 informationen über die emittentin

Netzeinspeisung einen Monat nach Fertigstellung des betreffenden Projekts sowie (v) eine jährliche Degradation

(materialbedingte Leistungsminderung) der eingesetzten Solarmodule bzw. Photovoltaik-Anlagen von 0,50 % ab

dem ersten vollständigen Betriebsjahr.

E2: Die für den Betrieb erforderlichen Dachflächen werden gepachtet. Für die geplanten Projekte wurde mit einer

Pachtzahlung in Höhe von 6 % der Stromerlöse gerechnet.

E3: Vollwartungsverträge werden mit einer festen Laufzeit von 20 Jahren geschlossen. Eine inflationsbedingte Anpassung

der Vergütung erfolgt in Höhe von 2 % p.a..

E4:

Die kaufmännische Betriebsführung wird auf Basis der erzielten Umsatzerlöse abgerechnet.

E5: Die Position Abschreibungen zeigt die planmäßige Wertminderung von Vermögensgegenständen. Diese korrespondiert

mit dem Wertverlust des Vermögensgegenstands. Der Wert der Anschaffungs- und Herstellungskosten

wird im Wege jährlicher Abschreibungen nach Maßgabe der einschlägigen handels- und steuerrechtlichen Regeln

für Abschreibungen über die gesamte Nutzungsdauer der angeschafften Gegenstände des Anlagevermögens verteilt.

Die einzelnen Photovoltaik-Anlagen werden daher linear über einen Zeitraum von 20 Jahren abgeschrieben.

Im Jahr der Fertigstellung erfolgt eine jahresanteilige Berücksichtigung der Abschreibung.

E6: Grundlage für die Berücksichtigung der Zinsaufwendungen sind Bankfinanzierungen, die mit einer Laufzeit von

18 Jahren bei einem Tilgungsfreijahr auf Basis des aktuellen Zinsniveaus mit einer Festzinsbindung von 10 Jahren

kalkuliert worden sind.

E7: Berücksichtigung der Nachrangdarlehen, die von der Emittentin zur Verfügung gestellt werden, entsprechend des

jeweils vorgesehenen Zins- und Tilgungsplans.

E8: Berechnung von Gewerbesteuerzahlungen auf Basis einer Steuermesszahl von 3,5 % und eines Gewerbesteuerhebesatzes

von 430 %.

E9:

Im Rahmen der langfristigen Darlehensfinanzierung von Photovoltaik-Projekten verlangen Banken regelmäßig,

dass der Darlehensnehmer ein Schuldendienstreservekonto einrichtet. Auf diesem Konto des Darlehnsnehmers

ist ein Geldbetrag anzusammeln, der sich in der Mehrzahl der Fälle auf 50 % des maximalen Zins- und Tilgungsaufwandes

für ein Jahr beläuft. Die Bildung dieser Reserve wird in der Position „Schuldendienstreserve“ gezeigt.


4.8.4 Gerichtsverfahren und Arbitrage

4 informationen über die emittentin

Staatliche Interventionen, Gerichtsverfahren oder Arbitrageprozesse (einschließlich derjenigen Verfahren, die nach

Kenntnis der Emittentin noch anhängig sind oder eingeleitet werden könnten) für einen Zeitraum, der zumindest die

letzten 12 Monate abdeckt und die sich in spürbarer Weise auf die Finanzlage oder Rentabilität der Emittentin oder der

Dirk Cordes Energie Gruppe auswirken bzw. in jüngster Zeit ausgewirkt haben, existieren nicht.

4.8.5 Wesentliche Veränderungen in der Finanzlage oder der Handelsposition der Emittentin

Wesentliche Veränderungen in der Finanzlage oder der Handelsposition der Emittentin oder der Dirk Cordes Energie

Gruppe sind seit dem 31. Dezember 2011 nicht eingetreten.

4.9 Wichtige Verträge

Es gibt keine wichtigen Verträge, die nicht im normalen Geschäftsverlauf abgeschlossen wurden und die dazu führen

könnten, dass jedwedes Mitglied der Dirk Cordes Energie Gruppe eine Verpflichtung oder ein Recht erlangt, die bzw.

das für die Fähigkeit der Emittentin, ihren Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern der Inhaberteilschuldverschreibungen

nachzukommen, von großer Bedeutung ist.

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Globalurkunde der Inhaberschuldverschreibung über EUR 5 Mio.

der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

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5 Angaben zur Anleihe

5.1 Gesamtbetrag / Beschreibung der Wertpapiere / Wertpapierart

Die angebotenen Wertpapiere sind Inhaberteilschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu

EUR 5.000.000. Jede Inhaberteilschuldverschreibung hat einen Nennbetrag von EUR 50.000. Die International Security

Identification Number (ISIN) der Wertpapiere lautet DE000A1MLSA0. Die Wertpapierkennnummer (WKN) ist

A1MLSA.

5.2 Rechtsvorschriften für die Schaffung der Wertpapiere

Auf die angebotenen Inhaberteilschuldverschreibungen findet deutsches Recht Anwendung. Rechtsgrundlage für die

Begebung von Inhaberteilschuldverschreibungen ist § 793 BGB.

§ 793 BGB - Rechte aus der Schuldverschreibung auf den Inhaber

(1) Hat jemand eine Urkunde ausgestellt, in der er dem Inhaber der Urkunde eine Leistung verspricht

(Schuldverschreibung auf den Inhaber), so kann der Inhaber von ihm die Leistung nach Maßgabe des

Versprechens verlangen, es sei denn, dass er zur Verfügung über die Urkunde nicht berechtigt ist. Der

Aussteller wird jedoch auch durch die Leistung an einen nicht zur Verfügung berechtigten Inhaber

befreit.

(2) Die Gültigkeit der Unterzeichnung kann durch eine in die Urkunde aufgenommene Bestimmung

von der Beobachtung einer besonderen Form abhängig gemacht werden. Zur Unterzeichnung genügt

eine im Wege der mechanischen Vervielfältigung hergestellte Namensunterschrift.

5.3 Verbriefung

5 angaben zur anleihe

Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit in einer Globalurkunde verbrieft, die bei der

Clearstream Banking AG, Neue Börsenstr. 1, 60487 Frankfurt am Main, hinterlegt wird. Den Gläubigern der Inhaberteilschuldverschreibungen

stehen Miteigentumsanteile an der Globalurkunde zu, die nach Maßgabe des anwendbaren

Rechts und der Regeln und Bestimmungen des Clearingsystems übertragen werden können. Ein Anspruch auf Ausgabe

effektiver Inhaberteilschuldverschreibungen oder Zinsscheine besteht nicht.

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5 angaben zur anleihe

5.4 Währung der Wertpapieremission

Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden in Euro begeben. Sämtliche Zahlungen aus den Inhaberteilschuldver-

schreibungen erfolgen ebenfalls in Euro.

5.5 Rang der Wertpapiere

Die Inhaberteilschuldverschreibungen begründen nicht nachrangige und nicht besicherte Verbindlichkeiten der

Emittentin, die untereinander und mit allen anderen nicht besicherten und nicht nachrangigen Verbindlichkeiten der

Emittentin gleichrangig sind, soweit diesen Verbindlichkeiten nicht durch zwingende gesetzliche Bestimmungen ein

Vorrang eingeräumt wird.

5.6 Mit den Wertpapieren verbundene Rechte

Die Rechte der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen ergeben sich aus den Anleihebedingungen. Hiernach

haben die Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen insbesondere einen Anspruch auf Rückzahlung der

Inhaberteilschuldverschreibungen in Höhe des Nennbetrages (ohne Agio) sowie einen Anspruch auf Verzinsung. Die

Inhaberteilschuldverschreibungen gewähren keine Gesellschafterrechte und auch keine Mitwirkungs-, Stimm- und

Kontrollrechte hinsichtlich der Emittentin. Sie nehmen nicht an Gewinn und Verlust der Emittentin teil.

5.7 Nominaler Zinssatz, Bestimmungen zur Zinsschuld und zu Zinszahlungsterminen,

Vereinbarungen zur Tilgung und zu Rückzahlungsterminen, Zahlungsverfahren

und Verjährung

Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden ab dem 1. April 2012 (einschließlich) bis zum 30. Juni 2022 (ausschließlich)

verzinst. Die Verzinsung beträgt nominal 7 % p.a.. Die Zinsen werden vierteljährlich jeweils am 31. März, 30. Juni,

30. September und 31. Dezember eines jeden Jahres nachträglich für die jeweilige Zinsperiode fällig; erstmals am 30.

Juni 2012. Fällt einer dieser Termine auf einen Tag, der kein Bankarbeitstag ist, ist Fälligkeits- und damit Zinszahlungstag

der nächste Bankarbeitstag.

Die Verzinsung der Inhaberteilschuldverschreibungen wird auf das in der jeweiligen Zinsperiode entsprechend dem

auf Seite 96 dieses Prospekts abgebildeten Zins- und Tilgungsplan ausstehende Kapital der jeweiligen Inhaberteilschuldverschreibungen

berechnet. Werden Zinsen für weniger als ein Kalenderjahr gezahlt, erfolgt die Berechnung

auf der Grundlage der im relevanten Zeitraum tatsächlich abgelaufenen Tage (gerechnet vom letzten Zinstag (einschließlich))

dividiert durch 360, wobei die Anzahl der Tage auf der Grundlage der deutschen (kaufmännischen)

Zinsmethode (Zinsjahr = 360 Tage mit 12 Monaten zu je 30 Tagen) zu ermitteln ist.


Die Rückzahlung der Inhaberteilschuldverschreibungen erfolgt zum Nennbetrag in vierteljährlichen Raten gemäß dem

auf Seite 96 dieses Prospekts abgebildeten Zins- und Tilgungsplan. Die erste Tilgungsrate wird am 31. März 2013 (erster

Tilgungstag) fällig. Die Zahlung der vierteljährlichen Tilgungsraten erfolgt ab dem ersten Tilgungstag zusammen

mit den Zinszahlungen an den Zinszahlungstagen. Die Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen endet am 30.

Juni 2022. Dieser Tag ist Fälligkeits- und Zahlungstag der letzten Tilgungsrate.

Die Summe der ab dem 31. März 2013 gemeinsam erfolgenden vierteljährlichen Zins- und Tilgungszahlungen je Inhaberteilschuldverschreibung

bleibt über die Laufzeit der Anleihe gleich (annuitätische Tilgung) und beläuft sich

auf EUR 1.812,49 (Annuität) je Inhaberteilschuldverschreibung. Da das ausstehende Kapital der Inhaberteilschuldverschreibungen,

auf das die Zinsen berechnet werden, mit jeder Zahlung einer Tilgungsrate geringer wird, nimmt die

Höhe des Zinsanteils an den vierteljährlichen Annuitäten mit zunehmender Laufzeit der Anleihe stetig ab. Gleichzeitig

sieht der auf Seite 96 dieses Prospekts abgebildete Zins- und Tilgungsplan vor, dass die Höhe des Tilgungsanteils an

den vierteljährlichen Annuitäten mit zunehmender Laufzeit der Anleihe stetig steigt, da die im Vergleich zur ursprünglichen

Zinslast ersparten Zinsaufwendungen zur Tilgung des ausstehenden Kapitals verwendet werden können.

Die in § 801 Absatz 1 Satz 1 BGB bestimmte Vorlegungsfrist für Inhaberteilschuldverschreibungen ist auf 5 Jahre verkürzt.

Die Verjährungsfrist für innerhalb der Vorlegungsfrist zur Zahlung vorgelegte Inhaberteilschuldverschreibungen

beträgt zwei Jahre von dem Ende der Vorlegungsfrist an. Die in § 801 Absatz 2 Satz 1 BGB bestimmte Vorlegungsfrist

für Zinsscheine endet 4 Jahren nach der jeweiligen Fälligkeit des Zinszahlungsanspruchs.

Zahlungen der Emittentin erfolgen über die Zahlstelle und werden unter Einschaltung der Clearstream Banking AG

sowie der jeweiligen depotführenden Banken der Anleihegläubiger unmittelbar den Konten der Anleihegläubiger

gutgeschrieben.

5.8 Rendite

5 angaben zur anleihe

Die Nettorendite eines Anleihegläubigers kann unterschiedlich ausfallen und lässt sich erst am Ende der Laufzeit

der Inhaberschuldverschreibungen individuell durch den jeweiligen Anleihegläubiger bestimmen. Hierbei zu berücksichtigende

Faktoren sind insbesondere (i) die Differenz zwischen dem jeweils zurückerhaltenen Nennbetrag zzgl.

erhaltener Zinsen und dem ursprünglich gezahlten Kaufpreis für die Inhaberschuldverschreibungen, der sich aus dem

Nennbetrag zzgl. 3 % Agio sowie etwaiger Stückzinsen zusammensetzt sowie (ii) die bei dem jeweiligen Anleihegläubiger

anfallenden Kosten und Gebühren (z.B. Transaktions- und Verwaltungskosten, Depotgebühren etc.).

Bei Annahme eines Kaufpreises für eine Inhaberteilschuldverschreibung von 103 % des Nennbetrages und vollständiger

Rückzahlung des Nennbetrages entsprechend der vorgesehenen annuitätischen Tilgung bis zum Ende der Laufzeit

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5 angaben zur anleihe

sowie unter Außerachtlassung von Stückzinsen sowie von Kosten und Gebühren (Transaktions- und Verwaltungskosten,

Depotgebühren etc.) ergibt sich rechnerisch eine effektive jährliche Rendite in Höhe von 6,52 % (IRR) für die

Inhaberteilschuldverschreibungen.

5.9 Vertretung der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen

Gemäß dem Gesetz über Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen (Schuldverschreibungsgesetz – SchVG) kann

eine Gläubigerversammlung einberufen werden, die die Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen vertritt. Die

Gläubigerversammlung kann nach Maßgabe des SchVG durch Mehrheitsbeschluss Änderungen der Anleihebedingungen

zustimmen und damit gegebenenfalls auch durch Mehrheitsbeschluss mit Wirkung für alle Gläubiger der

Inhaberteilschuldverschreibungen auf Rechte der Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen verzichten sowie

zur Wahrnehmung ihrer Rechte einen gemeinsamen Vertreter für alle Gläubiger bestellen (§ 5 Absatz 1 Satz 1 SchVG).

5.10 Grundlage der Emission/Beschlussfassung der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Die Gesellschafterversammlung der Emittentin hat mit Gesellschafterbeschluss vom 1. März 2012 beschlossen, die

angebotene Anleihe zu emittieren.

5.11 Emissionstermin/Zeichnungsfrist

Die Zeichnungsfrist für die angebotenen Inhaberteilschuldverschreibungen beginnt einen Werktag nach Veröffentlichung

dieses Prospekts. Das Angebot wird bis zur vollen Platzierung des Gesamtbetrages, längstens aber bis zum 31.

Dezember 2012 aufrecht erhalten. Voraussichtlicher Emissionstermin ist der 1. April 2012.

5.12 Übertragbarkeit der Wertpapiere

Die Gläubiger der Inhaberteilschuldverschreibungen können die Inhaberteilschuldverschreibungen ohne Zustimmung

der Emittentin ganz oder teilweise auf Dritte übertragen, an Dritte veräußern oder vererben.

5.13 Keine Zulassung oder Einführung in den Freiverkehr einer Börse

Die Zulassung der Inhaberteilschuldverschreibungen zum Handel an einer Wertpapierbörse oder dem Freiverkehr

an einer Wertpapierbörse wurde nicht beantragt und ist auch nicht geplant. Ein Sekundärmarkt für den Handel der

Inhaberteilschuldverschreibungen besteht nicht. Die Emittentin ist berechtigt, jederzeit eigene Inhaberteilschuldverschreibungen

zu erwerben und wieder zu veräußern.


5.14 Zahlstelle und Verwahrstelle

Zahlstelle ist die Donner & Reuschel AG, Ballindamm 27, 20095 Hamburg.

Als Verwahrstelle wird für die Emittentin die Clearstream Banking AG, Neue Börsenstraße 1, 60487 Frankfurt am Main,

tätig.

5.15 Emissionskosten

5 angaben zur anleihe

Bei einer vollständigen Platzierung der Anleihe beträgt der Bruttoemissionserlös EUR 5.150.000 (nominal

EUR 5.000.000 zu einem Ausgabekurs von 103 %). Der Nettoemissionserlös (Bruttoemissionserlös abzüglich Emissionskosten)

wird diesbezüglich auf ca. EUR 4.946.000 geschätzt. Die Emissionskosten werden auf rund 3,96 % des

Bruttoemissionserlöses geschätzt.

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5 angaben zur anleihe

5.16 Anleihebedingungen

§ 1 Nennbetrag und Form

(1) Die Anleihe der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG, Kiel („Emittentin“), im Gesamtnennbetrag von bis zu

EUR 5 Mio. (in Worten: fünf Millionen Euro) ist eingeteilt in bis zu 100 Inhaberteilschuldverschreibungen im Nennbetrag

von je EUR 50.000 („Inhaberteilschuldverschreibungen“). Bei Begebung der Inhaberteilschuldverschreibungen

wird ein Ausgabeaufschlag (Agio) in Höhe von 3 % auf den Nennbetrag erhoben.

(2) Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit in einer Globalurkunde verbrieft, die bei

der Clearstream Banking AG, Neue Börsenstraße 1, 60487 Frankfurt/Main, hinterlegt ist und von dieser verwahrt

wird, bis sämtliche Verpflichtungen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen, die durch die Globalurkunde verbrieft

werden, erfüllt sind. Die Globalurkunde trägt die eigenhändige Unterschrift der zur gesetzlichen Vertretung der Emittentin

berechtigten Personen.

(3) Ein Anspruch auf Ausgabe effektiver Inhaberteilschuldverschreibungen oder Zinsscheine ist ausgeschlossen. Den

Inhabern einer Inhaberteilschuldverschreibung (jeder ein „Anleihegläubiger“) stehen Miteigentumsanteile an der Globalurkunde

zu, die nach Maßgabe des anwendbaren Rechts und der Regeln und Bestimmungen der Clearstream

Banking AG übertragen werden können.

§ 2 Rang, Negativverpflichtung

(1) Die Inhaberteilschuldverschreibungen begründen nicht nachrangige und nicht besicherte Verbindlichkeiten der

Emittentin, die untereinander und mit allen anderen nicht besicherten und nicht nachrangigen Verbindlichkeiten der

Emittentin gleichrangig sind, soweit diesen Verbindlichkeiten nicht durch zwingende gesetzliche Bestimmungen ein

Vorrang eingeräumt wird.

(2) Die Emittentin verpflichtet sich, solange Inhaberteilschuldverschreibungen ausstehen, jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt,

an dem alle Beträge an Kapital und Zinsen der Zahlstelle zur Verfügung gestellt worden sind, keine Sicherheiten

in Bezug auf ihren Geschäftsbetrieb, ihr Vermögen oder ihre Einkünfte, jeweils gegenwärtig oder zukünftig, zur

Sicherung von anderen durch sie begebenen Anleihen oder anderen Schuldtiteln zu bestellen, ohne gleichzeitig oder

zuvor für alle unter den Inhaberteilschuldverschreibungen zahlbaren Beträge in gleicher Weise und in gleichem Rang

Sicherheiten zu bestellen oder für alle unter den Inhaberteilschuldverschreibungen zahlbaren Beträge solch eine andere

Sicherheit zu bestellen, die von einer unabhängigen, renommierten nationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

als gleichwertig anerkannt wird.


§ 3 Verzinsung

(1) Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden ab dem 1. April 2012 (einschließlich) bis zum 30. Juni 2022 (ausschließlich)

vierteljährlich nachträglich jeweils am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember eines jeden

Jahres (jeweils ein „Zinstag“), erstmals am 30. Juni 2012 (der „Erste Zinstag“), auf das in der jeweiligen Zinsperiode

entsprechend dem in der Anlage beigefügten Zins- und Tilgungsplan ausstehende Kapital einer Inhaberteilschuldverschreibung

mit nominal 7 % p.a. verzinst. Die an den jeweiligen Zinstagen auf eine Inhaberteilschuldverschreibung

entfallenden Zinsen sind in dem in der Anlage beigefügten Zins- und Tilgungsplan angegeben. „Zinsperiode“ ist

der Zeitraum beginnend am 1. April 2012 (einschließlich) und endend am Ersten Zinstag (ausschließlich); und jeder

Zeitraum beginnend an einem Zinstag (einschließlich) und endend an dem darauffolgenden Zinstag (ausschließlich).

(2) Die Verzinsung wird berechnet auf der Grundlage der tatsächlich abgelaufenen Tage im relevanten Zeitraum

(gerechnet vom letzten Zinstag (einschließlich)) dividiert durch 360, wobei die Anzahl der Tage auf der Grundlage

der deutschen (kaufmännischen) Zinsmethode (Zinsjahr = 360 Tage mit 12 Monaten zu je 30 Tagen) zu ermitteln ist.

(3) Zinszahlungstag ist der jeweilige Zinstag. Fällt ein Zinstag auf einen Tag der kein Bankarbeitstag ist, so ist Zinszahlungstag

der nächste Bankarbeitstag. „Bankarbeitstag“ ist jeder Tag, an dem Banken in Kiel, Hamburg, Frankfurt am

Main und die Clearstream Banking AG Zahlungen abwickeln.

§ 4 Tilgung und Laufzeit

(1) Die Emittentin verpflichtet sich, die Inhaberteilschuldverschreibungen ab dem 31. März 2013 („Erster Tilgungstag“)

durch Zahlung vierteljährlicher Tilgungsraten gemäß dem diesen Anleihebedingungen in der Anlage beigefügten

Zins- und Tilgungsplan zum Nennbetrag zurückzuzahlen. Die Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen endet am

30. Juni 2022. An diesem Tag erfolgt die Zahlung der letzten Tilgungsrate.

(2) Die Zahlung der vierteljährlichen Tilgungsraten erfolgt ab dem Ersten Tilgungstag zusammen mit den Zinszahlungen

an den Zinszahlungstagen. Die Summe der ab dem Ersten Tilgungstag gemeinsam erfolgenden vierteljährlichen

Zins- und Tilgungszahlungen je Inhaberteilschuldverschreibung bleibt bis zum Ende der Laufzeit der Inhaberteilschuldverschreibungen

gleich (annuitätische Tilgung) und beläuft sich auf EUR 1.812,49 (Annuität) je Inhaberteilschuldverschreibung.

§ 5 Zahlungen

5 angaben zur anleihe

(1) Soweit die Emittentin eine ihr nach diesen Anleihebedingungen obliegende Zahlungsverpflichtung an dem jeweiligen

Fälligkeitstag nicht erfüllt, ist sie von dem Tag der Fälligkeit der jeweiligen Zahlung bis zu deren tatsächlicher

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5 angaben zur anleihe

Erfüllung zur Zahlung der gesetzlichen Verzugszinsen verpflichtet. Der gesetzliche Verzugszinssatz beträgt für das

Jahr fünf Prozentpunkte über dem jeweils von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Basiszinssatz, §§ 288

Absatz 1, 247 Absatz 1 Bürgerliches Gesetzbuch.

(2) Die Emittentin verpflichtet sich, alle nach diesen Anleihebedingungen geschuldeten Beträge in Euro an die Zahlstelle

zu zahlen, ohne dass, abgesehen von der Beachtung anwendbarer gesetzlicher Vorschriften (Steuer-, Devisen

und sonstiger Normen), von den Anleihegläubigern die Abgabe einer gesonderten Erklärung oder die Erfüllung irgendeiner

anderen Förmlichkeit verlangt werden darf.

(3) Die Zahlstelle wird die zu zahlenden Beträge der Clearstream Banking AG zur Zahlung an die Anleihegläubiger

überweisen. Sämtliche Zahlungen der Emittentin über die Zahlstelle an die Clearstream Banking AG oder an deren

Order befreien die Emittentin in Höhe der geleisteten Zahlungen von ihren Verbindlichkeiten aus den Inhaberteilschuldverschreibungen

gegenüber den Anleihegläubigern.

§ 6 Zahlstelle

(1) Zahlstelle ist die Donner & Reuschel AG, Ballindamm 27, 20095 Hamburg.

(2) Änderungen der Zahlstelle werden von der Emittentin vorab unter Einhaltung einer Frist von mindestens 30 und

nicht mehr als 45 Tagen gemäß § 11 bekannt gemacht.

(3) Die Zahlstelle handelt ausschließlich als Erfüllungsgehilfe der Emittentin und übernimmt keinerlei Verpflichtungen

gegenüber den Anleihegläubigern und es wird kein Auftrags- oder Treuhandverhältnis zwischen ihr und den Anleihegläubigern

begründet.

§ 7 Steuern

(1) Alle Zahlungen der Emittentin auf der Grundlage dieser Anleihebedingungen erfolgen unter Abzug und Einbehaltung

von Steuern, Abgaben und sonstigen Gebühren, soweit die Emittentin oder die Zahlstelle zum Abzug und/oder

zur Einbehaltung gesetzlich verpflichtet sind. Weder die Emittentin noch die Zahlstelle sind verpflichtet, den Anleihegläubigern

zusätzliche Beträge als Ausgleich für auf diese Weise abgezogene oder einbehaltene Beträge zu zahlen.

(2) Soweit die Emittentin oder die Zahlstelle nicht gesetzlich zum Abzug und/oder zur Einbehaltung von Steuern,

Abgaben oder sonstigen Gebühren verpflichtet sind, trifft sie keinerlei Verpflichtung im Hinblick auf abgaberechtliche

Verpflichtungen der Anleihegläubiger.


§ 8 Vorlegungsfrist

Die in § 801 Absatz 1 Satz 1 BGB bestimmte Vorlegungsfrist wird für die Inhaberteilschuldverschreibungen auf 5 Jahre

verkürzt.

§ 9 Kündigung

(1) Den Anleihegläubigern steht kein ordentliches Kündigungsrecht zu. Jeder Anleihegläubiger ist jedoch berechtigt,

seine Inhaberteilschuldverschreibungen aus wichtigem Grund zu kündigen und sofortige Rückzahlung des ausstehenden

Kapitals zzgl. etwaiger bis zum Tage der Rückzahlung (ausschließlich) aufgelaufener und ausstehender Zinsen zu

verlangen, wenn einer der folgenden Fälle eintritt:

(a) die Emittentin kommt einer ihr nach diesen Anleihebedingungen obliegenden Zahlungsverpflichtung nicht innerhalb

von 45 Tagen nach dem betreffenden Fälligkeitstermin nach;

(b) die Emittentin unterlässt die ordnungsgemäße Erfüllung einer anderen Verpflichtung aus diesen Anleihebedingungen

und diese Unterlassung dauert länger als 60 Tage fort, nachdem die Zahlstelle hierüber eine Benachrichtigung

von einem Anleihegläubiger erhalten und die Zahlstelle die Emittentin entsprechend benachrichtigt hat;

(c) die Emittentin gibt ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt oder stellt allgemein ihre Zahlungen ein;

(d) ein Gericht eröffnet ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Emittentin oder die Emittentin beantragt selbst

die Eröffnung eines solchen Verfahrens oder

(e) die Emittentin tritt in Liquidation.

Das Kündigungsrecht erlischt, falls der Kündigungsgrund vor Ausübung des Rechts geheilt wurde.

5 angaben zur anleihe

(2) In den Fällen des § 9 Absatz 1 (b) wird eine Kündigung, sofern nicht bei deren Eingang zugleich einer der übrigen

Kündigungsgründe vorliegt, erst wirksam, wenn bei der Zahlstelle Kündigungserklärungen von Anleihegläubigern

eingegangen sind, die mindestens ¼ des zu dem betreffenden Zeitpunkt ausstehenden Kapitals repräsentieren.

(3) Eine Benachrichtigung der Zahlstelle durch einen Anleihegläubiger, einschließlich einer Kündigung der Inhaberteilschuldverschreibungen

gemäß § 9 Absatz 1, hat in der Weise zu erfolgen, dass der Zahlstelle eine entsprechende

schriftliche Erklärung übergeben oder durch eingeschriebenen Brief übermittelt wird. Der Benachrichtigung muss in

allen Fällen ein Eigentumsnachweis, z.B. eine aktuelle Depotbestätigung des jeweiligen Anleihegläubigers beigefügt

sein.

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94 |

5 angaben zur anleihe

(4) Der Emittentin steht ein ordentliches Kündigungsrecht zu. Sie ist berechtigt, einzelne oder alle Inhaberteilschuldverschreibungen

ganz oder teilweise mit Wirkung zum jeweils nächsten Zinstag zu kündigen und das ausstehende

Kapital zzgl. etwaiger bis zu diesem Tage (ausschließlich) aufgelaufener und ausstehender Zinsen zurückzuzahlen. Die

Kündigung ist mit einer Frist von mindestens sechs Wochen zum nächsten Zinstag nach Maßgabe des § 11 bekannt

zu machen.

§ 10 Begebung weiterer Inhaberteilschuldverschreibungen und Ankauf

(1) Die Emittentin ist berechtigt, jederzeit ohne Zustimmung der Anleihegläubiger weitere Inhaberteilschuldverschreibungen

mit gleicher Ausstattung (ggf. mit Ausnahme des Ausgabetages, des Verzinsungsbeginns und/oder des Ausgabepreises)

in der Weise zu begeben, dass sie mit den Inhaberteilschuldverschreibungen eine einheitliche Anleihe

bilden und ihren Gesamtnennbetrag erhöhen. Der Begriff „Inhaberteilschuldverschreibung“ umfasst im Fall einer solchen

Konsolidierung auch die nach Maßgabe dieser Bestimmung zusätzlich begebenen Inhaberteilschuldverschreibungen.

Die Begebung weiterer Anleihen, die mit den Inhaberteilschuldverschreibungen keine Einheit bilden und die

über andere Ausstattungsmerkmale verfügen, sowie die Begebung von anderen Schuldtiteln, bleiben der Emittentin

unter Beachtung der Regelung in § 2 Absatz 2 unbenommen.

(2) Die Emittentin ist berechtigt, jederzeit Inhaberteilschuldverschreibungen im Markt oder anderweitig zu jedem

beliebigen Preis zu kaufen. Die von der Emittentin erworbenen Inhaberteilschuldverschreibungen können nach Wahl

der Emittentin von ihr gehalten, weiterverkauft oder entwertet werden.

§ 11 Bekanntmachungen

Alle Bekanntmachungen der Emittentin, die die Inhaberteilschuldverschreibungen betreffen, werden von der Emittentin,

sofern keine weiteren Bekanntmachungen rechtlich vorgeschrieben sind, im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Für das Datum und die Rechtswirksamkeit sämtlicher Bekanntmachungen ist der Tag der Veröffentlichung

im elektronischen Bundesanzeiger maßgeblich.

§ 12 Änderungen der Anleihebedingungen

Die Anleihegläubiger können nach Maßgabe des Gesetzes für Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen (SchVG)

durch Mehrheitsbeschluss Änderungen der Anleihebedingungen zustimmen und zur Wahrnehmung ihrer Rechte einen

gemeinsamen Vertreter für alle Anleihegläubiger bestellen.


§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Form und Inhalt der Inhaberteilschuldverschreibungen sowie sämtliche sich aus diesen Anleihebedingungen er-

gebenden Rechte und Pflichten der Anleihegläubiger sowie der Emittenten bestimmen sich nach dem Recht der

Bundesrepublik Deutschland.

(2) Erfüllungsort ist Kiel.

5 angaben zur anleihe

(3) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus den Inhaberteilschuldverschreibungen oder im Zusammenhang mit diesen

Anleihebedingungen ist, soweit gesetzlich zulässig, Kiel.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Anleihebedingungen ganz oder teilweise unwirksam oder nicht durchsetzbar

sein oder unwirksam oder nicht durchsetzbar werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit oder die Durchsetzbarkeit

der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen bzw. nicht durchsetzbaren Bestimmung soll,

soweit rechtlich möglich, eine dem Sinn und wirtschaftlichen Zweck dieser Anleihebedingungen zum Zeitpunkt der

Begebung der Inhaberteilschuldverschreibungen entsprechende Regelung gelten. Sollten sich diese Anleihebedingungen

als lückenhaft erweisen, so gilt im Wege der ergänzenden Auslegung für die Ausfüllung der Lücke ebenfalls

eine solche Regelung als vereinbart, die den von der Emittentin und den Anleihegläubigern erstrebten wirtschaftlichen

Auswirkungen am nächsten kommt.

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5 angaben zur anleihe

Anlage zu den Anleihebedingungen

Zins- und Tilgungsplan für die Inhaberteilschuldverschreibungen

der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Laufzeit bis 30.06.2022 Stückelung (in EUR) 50.000

Zinszahlung vierteljährlich Emission 01.04.2012

Zinssatz (nominal) 7,00 % p.a. Tilgungsbeginn 31.03.2013

Tilgung (ab 31.03.2013) vierteljährlich Annuität (in EUR) 1.812,49

Datum Zinsen Tilgung Annuität ausstehendes Kapital Kapitaldienst p.a.

in EUR in EUR in EUR in EUR in EUR

01.04.2012 50.000,00

30.06.2012 865,28 50.000,00

30.09.2012 875,00 50.000,00

31.12.2012 875,00 50.000,00 2.615,28

31.03.2013 875,00 937,49 1.812,49 49.062,51

30.06.2013 858,59 953,90 1.812,49 48.108,60

30.09.2013 841,90 970,59 1.812,49 47.138,01

31.12.2013 824,92 987,58 1.812,49 46.150,43 7.249,98

31.03.2014 807,63 1.004,86 1.812,49 45.145,57

30.06.2014 790,05 1.022,45 1.812,49 44.123,12

30.09.2014 772,15 1.040,34 1.812,49 43.082,78

31.12.2014 753,95 1.058,55 1.812,49 42.024,23 7.249,98

31.03.2015 735,42 1.077,07 1.812,49 40.947,16

30.06.2015 716,58 1.095,92 1.812,49 39.851,24

30.09.2015 697,40 1.115,10 1.812,49 38.736,15

31.12.2015 677,88 1.134,61 1.812,49 37.601,53 7.249,98

31.03.2016 658,03 1.154,47 1.812,49 36.447,06

30.06.2016 637,82 1.174,67 1.812,49 35.272,39

30.09.2016 617,27 1.195,23 1.812,49 34.077,17

31.12.2016 596,35 1.216,14 1.812,49 32.861,02 7.249,98

31.03.2017 575,07 1.237,43 1.812,49 31.623,59

30.06.2017 553,41 1.259,08 1.812,49 30.364,51

30.09.2017 531,38 1.281,12 1.812,49 29.083,40

31.12.2017 508,96 1.303,54 1.812,49 27.779,86 7.249,98

31.03.2018 486,15 1.326,35 1.812,49 26.453,51

30.06.2018 462,94 1.349,56 1.812,49 25.103,95

30.09.2018 439,32 1.373,18 1.812,49 23.730,78

31.12.2018 415,29 1.397,21 1.812,49 22.333,57 7.249,98

31.03.2019 390,84 1.421,66 1.812,49 20.911,92

30.06.2019 365,96 1.446,54 1.812,49 19.465,38

30.09.2019 340,64 1.471,85 1.812,49 17.993,53

31.12.2019 314,89 1.497,61 1.812,49 16.495,92 7.249,98

31.03.2020 288,68 1.523,82 1.812,49 14.972,10

30.06.2020 262,01 1.550,48 1.812,49 13.421,62

30.09.2020 234,88 1.577,62 1.812,49 11.844,00

31.12.2020 207,27 1.605,22 1.812,49 10.238,78 7.249,98

31.03.2021 179,18 1.633,32 1.812,49 8.605,46

30.06.2021 150,60 1.661,90 1.812,49 6.943,56

30.09.2021 121,51 1.690,98 1.812,49 5.252,58

31.12.2021 91,92 1.720,57 1.812,49 3.532,01 7.249,98

31.03.2022 61,81 1.750,68 1.812,49 1.781,32

30.06.2022 31,17 1.781,32 1.812,49 0,00 3.624,99


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Photovoltaik-Anlage P006 der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG in Kiel mit einer Gesamtleistung von 29,8 kWp

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6 Angaben zum Angebot

6.1 Gründe für das Angebot und Verwendung der Erträge

Die Dirk Cordes Energie Gruppe glaubt an das Potenzial von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen und hat bereits geeignete

Investitionsmöglichkeiten identifiziert. Der Nettoemissionserlös aus der Anleihe wird auf rund EUR 4,95 Mio. geschätzt,

sofern alle Inhaberteilschuldverschreibungen ausgegeben werden können. Diesen Erlös wird die Emittentin,

die innerhalb der Dirk Cordes Energie Gruppe als reine Kapitalsammelstelle fungiert, dazu nutzen, ihren Schwestergesellschaften,

den Photovoltaik-Gesellschaften, Nachrangdarlehen zu gewähren. Die Mittel aus den Nachrangdarlehen

werden die Photovoltaik-Gesellschaften zusammen mit weiteren Mitteln (insbesondere aus Bankdarlehen) für

Investitionen in Aufdach-Photovoltaik-Anlagen in der Größenordnung von insgesamt rund EUR 39 Mio. verwenden,

wobei die Mittel aus den Nachrangdarlehen an die derzeit bereits operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften auch

dazu verwendet werden können, die bisherige Eigenkapitalausstattung der Photovoltaik-Gesellschaften in Form von

Gesellschafterdarlehen zu ersetzen. Auf diese Weise soll die Emittentin an den Zahlungsströmen der derzeit bereits

operativ tätigen Photovoltaik-Gesellschaften bzw. Aufdach-Photovoltaik-Anlagen beteiligt werden. Die mit den Investitionen

bzw. den Aufdach-Photovoltaik-Anlagen erzielten Erlöse dienen den Photovoltaik-Gesellschaften im Wesentlichen

zur Bedienung der Bankdarlehen und der Nachrangdarlehen. Mit den Zins- und Tilgungsleistungen der

Photovoltaik-Gesellschaften unter den Nachrangdarlehen wird die Emittentin die Zins- und Tilgungsleistungen unter

den Inhaberteilschuldverschreibungen bedienen.

6.2 Angebotsbedingungen

6 angaben zum angebot

Die Inhaberteilschuldverschreibungen werden ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland angeboten. Voraussetzung

für den Erwerb von Inhaberteilschuldverschreibungen ist das Bestehen eines Wertpapierdepots. Sollte ein

Wertpapierdepot derzeit bei einem interessierten Anleger nicht vorhanden sein, kann ein solches Wertpapierdepot

bei einer Bank oder einem sonstigen Kreditinstitut eingerichtet werden. Über die für die Einrichtung und die Unterhaltung

des Wertpapierdepots anfallenden Kosten, die der interessierte Anleger selbst zu tragen hat, sollte er sich vorab

bei dem jeweiligen Institut informieren.

Die Weitergabe dieses Prospekts und das Angebot der Inhaberteilschuldverschreibungen können in bestimmten

Rechtsordnungen – außerhalb der Bundesrepublik Deutschland – gesetzlichen Beschränkungen unterliegen. Der

Emittent geht davon aus, dass Personen, die in den Besitz dieses Prospekts gelangen, sich über solche Beschränkungen

informieren und diese beachten. Aus den vorgenannten Gründen ist dieser Prospekt insbesondere nicht zur

Weitergabe an Personen in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Australien oder Japan bestimmt.

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100 |

6 angaben zum angebot

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Inhaberteilschuldverschreibungen nicht gemäß dem United States

Securities Act von 1933 in der jeweils geltenden Fassung („Securities Act“) oder nach dem Wertpapierrecht von

Einzelstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika registriert sind und auch nicht werden. Sie dürfen innerhalb der

Vereinigten Staaten von Amerika oder an oder für Rechnung oder zugunsten einer U.S.-Person (wie in Regulation S

unter dem Securities Act definiert) weder angeboten noch verkauft werden.

6.3 Zeichnungsabwicklung

Interessierte Anleger können den zur Zeichnung für die Inhaberteilschuldverschreibungen erforderlichen Wertpapier-

Kaufantrag (Zeichnungsschein) sowie die dazugehörigen „Informationen über den Fernabsatz gemäß § 312c BGB

i.V.m. Artikel 246 §§ 1 und 2 EGBGB“ unter der Geschäftsadresse der Emittentin anfordern oder im Internet unter www.

dirkcordes.de kostenlos herunterladen. Der Kaufantrag ist vollständig und in gut leserlicher Form auszufüllen. Er ist

postalisch oder per Telefax an die Emittentin (Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG, Bollhörnkai 1, 24103 Kiel,

Fax: 0431 - 800 18 61) zu senden.

Nimmt die Emittentin den Kaufantrag an und teilt dem Anleger Inhaberteilschuldverschreibungen zu, leitet sie den

Zeichnungsschein an die Zahlstelle weiter. Die Zahlstelle nimmt anschließend mit der Depotbank des Anlegers Kontakt

auf und wickelt die Transaktion unter Einbindung der Clearstream Banking AG ab. Die Abwicklung erfolgt durch

Einbuchung der zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen Zug um Zug gegen Belastung des bei der Depotbank

des Anlegers hinterlegten Wertpapierverrechnungskontos (Abwicklung: „Lieferung gegen Zahlung“).

Sollte die Depotbank eines Anlegers die Abwicklung „Lieferung gegen Zahlung“ nicht unterstützen, wird die Emittentin

den Anleger auffordern, den Kaufpreis für die zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen auf das in dem

Kaufantrag genannte Konto der Emittentin bei der Donner & Reuschel AG, Hamburg, zu zahlen. Nimmt der Anleger die

Überweisung nicht innerhalb von 7 Tagen nach der Aufforderung durch die Emittentin vor, hat er keinen weiteren Anspruch

auf Lieferung der ihm zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen. Sofern die Überweisung des Kaufpreises

hingegen rechtzeitig erfolgt, weist die Zahlstelle die Clearstream Banking AG an, die zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen

in das Wertpapierdepot des betreffenden Anlegers zu buchen (Abwicklung: „Lieferung nach Zahlung“).

Der Kaufpreis für eine Inhaberteilschuldverschreibung setzt sich wie folgt zusammen: Nennbetrag der Inhaberteilschuldverschreibung

zzgl. (i) eines Aufgeldes in Höhe von 3 % bezogen auf den Nennbetrag (Agio) sowie (ii) etwaiger

zu entrichtender Stückzinsen. Stückzinsen sind zu entrichten, wenn eine Inhaberteilschuldverschreibung am oder

nach dem 1. April 2012 erworben wird. Stückzinsen sind hierbei Zinsteilbeträge, deren Höhe entweder (i) vom 1. April

2012 (einschließlich) oder (ii) vom jeweils letzten Zinstag (einschließlich) bis zum Tag der Abbuchung/Überweisung


des Kaufpreises an die Emittentin (einschließlich) berechnet werden. Sie gleichen den Zinsvorteil aus, den ein Erwer-

ber einer Inhaberteilschuldverschreibung dadurch erhält, dass ihm am nächsten Zinszahlungstag der Zinsbetrag für

die gesamte vorangegangene Zinsperiode ausgezahlt wird, obwohl ihm nur der Zinsbetrag ab dem Erwerb seiner

Inhaberteilschuldverschreibung zusteht. Der Betrag der jeweils zu zahlenden Stückzinsen ergibt sich aus der Stückzinstabelle

in Anlage 3 dieses Prospekts.

Ein Kaufvertrag über eine Inhaberteilschuldverschreibung kommt durch Annahme des Kaufantrags eines interessierten

Anlegers seitens der Emittentin zustande. Mit der Abgabe des Kaufantrags verzichtet der interessierte Anleger

auf den Zugang der Annahmeerklärung (§ 151 Satz 1 BGB). Die Annahme des Kaufantrags erfolgt durch Zuteilung

von Inhaberteilschuldverschreibungen an den Anleger. Der Anleger erhält Kenntnis von der Annahme des Kaufantrags

durch die Emittentin (i) im Falle der Abwicklung des Kaufantrags in Form „Lieferung gegen Zahlung“ durch

Einbuchung der zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen in seinem Wertpapierdepot bzw. durch Erteilung einer

Abrechnung über den Kauf der zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen seitens seiner Depotbank oder (ii) im

Falle der Abwicklung des Kaufantrags in Form „Lieferung nach Zahlung“ durch Übermittlung einer Zuteilungsbestätigung

einschließlich Zahlungsaufforderung von der Emittentin, spätestens aber auch in diesem Fall mit Einbuchung

der zugeteilten Inhaberteilschuldverschreibungen in das Wertpapierdepot des Anlegers.

6.4 Zuteilung der Wertpapiere / Verkürzung und Verlängerung des Angebots

Zeichnungsscheine werden grundsätzlich in zeitlicher Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Ungeachtet dessen

steht der Emittentin aber das Recht zu, Kaufanträge ganz oder teilweise abzulehnen. Wird ein Kaufantrag ganz oder

teilweise nicht angenommen oder kann ein Kaufantrag wegen Überzeichnung ganz oder teilweise nicht angenommen

werden, wird die Emittentin den Interessenten hiervon schriftlich informieren und einen gegebenenfalls bereits überwiesenen

Kaufpreis zurücküberweisen.

Die Emittentin behält sich vor, das Angebot zu verlängern oder vorzeitig zu beenden. Insbesondere kann das Angebot

auch dann vorzeitig beendet werden, wenn der vorgesehene Gesamtbetrag noch nicht platziert ist.

6.5 Mindest- und Höchstbetrag der Zeichnung

Der Mindestzeichnungsbetrag beträgt EUR 250.000 zzgl. 3 % Agio. Ein Höchstbetrag für eine Zeichnung besteht nicht.

6.6 Offenlegung des Ergebnisses des Angebots

6 angaben zum angebot

Die Emittentin wird das Ergebnis des Angebots innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Schließung des Angebots auf

ihrer Internet-Homepage (www.dirkcordes.de) veröffentlichen.

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6 angaben zum angebot

6.7 Vorzugsrechte

Vorzugsrechte für Zeichnungsrechte bestehen nicht.

6.8 Platzierung und Übernahme

Die angebotenen Inhaberteilschuldverschreibungen werden von der Emittentin zum Erwerb angeboten. Die Abwick-

lung der Platzierung obliegt allein der Emittentin. Eine Platzierungsgarantie eines anderen Unternehmens existiert

nicht, ebenso wenig eine Übernahmegarantie.

6.9 Rating

Weder für die angebotenen Inhaberteilschuldverschreibungen noch für die Emittentin wurde ein Rating durch eine

Ratingagentur durchgeführt oder beantragt.


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Wechselrichter SMA Sunny Tripower

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7 Steuern

7.1 Allgemeine Hinweise

7 steuern

Die nachfolgenden Ausführungen sollen den potenziellen Anlegern einen Überblick über wichtige steuerliche Gesichtspunkte

in Zusammenhang mit dem Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen auf Basis des zum Zeitpunkt

der Prospektherausgabe gültigen Steuerrechtes geben. Hierbei ist zu beachten, dass die steuerliche Situation jedes

Anlegers individuell unterschiedlich ist. Die Ausführungen erheben daher ausdrücklich keinen Anspruch auf Vollständigkeit,

sondern geben lediglich einen Überblick über eventuell anzuwendende Vorschriften. Anlegern wird empfohlen,

sich in steuerlichen Fragen an einen Fachberater zu wenden, der mit den steuerlichen Bestimmungen des

Wohnsitzes und den besonderen Umständen des jeweiligen Anlegers vertraut ist. Die Emittentin selbst übernimmt

keine Steuerzahlungen für den Anleger. Verantwortlich für den Einbehalt etwaiger Steuern der Anleger sind die jeweiligen

depotführenden Banken.

7.2 Besteuerung der Zinsen

Die Zinsen aus den Inhaberteilschuldverschreibungen unterliegen als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr.

7 EStG) bei unbeschränkt einkommenssteuerpflichtigen natürlichen Personen in voller Höhe der Einkommensteuer

und sind zu dem Zeitpunkt zu versteuern, zu dem sie dem Anleger zufließen. Die zu zahlenden Zinsen werden gekürzt

um die einzubehaltende und abzuführende Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % zuzüglich des hierauf berechneten

Solidaritätszuschlags von derzeit 5,5 % und ggfs. zuzüglich Kirchensteuer, soweit der Anleger seiner depotführenden

Bank weder einen Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe noch eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorlegt.

Die Abgeltungsteuer ist eine Kapitalertragsteuer mit der Besonderheit der Abgeltungswirkung. Alternativ kann jeder

Anleihegläubiger für seine gesamten Kapitaleinkünfte zur Einkommensteuerveranlagung optieren. Dann wird auf die

Zinszahlungen sein persönlicher Einkommensteuersatz angewendet, wenn dies zu einer niedrigeren Einkommensteuer

führt, als unter Anwendung der Abgeltungsteuer.

Werbungskosten (über den Sparerpauschbetrag von EUR 801 hinaus), insbesondere Finanzierungsaufwendungen für

den Erwerb der Inhaberteilschuldverschreibungen, sind gem. § 20 Abs. 9 Satz 1 EStG steuerlich nicht abzugsfähig.

Dies gilt auch dann, wenn der jeweilige Anleihegläubiger zur Einkommensteuerveranlagung optiert.

7.3 Veräußerung / Einlösung der Inhaberschuldverschreibung

Gewinne aus der Veräußerung der Inhaberteilschuldverschreibungen unterliegen als Einkünfte aus Kapitalvermögen

gleichermaßen wie die Zinseinkünfte der Abgeltungsteuer. Das von den Anlegern gezahlte Agio ist den Anschaffungskosten

der Inhaberteilschuldverschreibungen zuzurechnen. Veräußerungs- oder Einlösungsverluste können mit

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7 steuern

anderen positiven Einkünften aus Kapitalvermögen des entsprechenden Veranlagungszeitraumes verrechnet werden,

jedoch nicht mit anderen positiven Einkünften (§§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7, Abs. 4 EStG i.V. § 20 Abs. 6 EStG). Sofern

eine Verlustverrechnung mit anderen positiven Kapitaleinkünften im Veranlagungszeitraum nicht möglich ist, können

diese Verluste nach Maßgabe des § 10d Abs. 4 EStG festgestellt und in Folgejahre vorgetragen werden. Zu beachten ist

hierbei, dass diese Verluste im Rahmen der Einkommensteuer erklärt und vom zuständigen Wohnsitzfinanzamt festgestellt

werden. Ein Verlust aus einer eventuellen Nichtrückzahlung der Inhaberteilschuldverschreibungen stellt allerdings

nach Auffassung der Finanzverwaltung keinen Veräußerungsverlust im Sinne von § 20 Abs. 2 Satz 2 EStG dar.

7.4 Stückzinsen

Der Anleger kann die bei Erwerb von Inhaberteilschuldverschreibungen an die Emittentin gezahlten Stückzinsen im

Kalenderjahr der Zahlung als vorab entstandene negative Einnahmen aus Kapitalvermögen geltend machen. Bei der

Veräußerung der Inhaberteilschuldverschreibungen während einer laufenden Zinsperiode unterliegt das Entgelt für

die auf den Zeitraum bis zur Veräußerung entfallenden Zinsanteile (Stückzinsen) bei dem Veräußerer ebenfalls der

Einkommensteuer. Dies gilt unabhängig vom Zeitpunkt der Veräußerung.

Die depotführende Bank ist verpflichtet, im Kalenderjahr negative Kapitalerträge einschließlich gezahlter Stückzinsen

bis zur Höhe der positiven Kapitalerträge auszugleichen. Der nicht ausgeglichene Verlust ist grundsätzlich auf das

nächste Kalenderjahr zu übertragen. Allerdings hat die depotführende Bank auf Verlangen des Anlegers über die

Höhe eines nicht ausgeglichenen Verlustes eine Bescheinigung zu erteilen. In diesem Fall entfällt der Verlustvortrag.

Der unwiderrufliche Antrag auf Erteilung der Bescheinigung muss bis zum 15. Dezember des laufenden Jahres der

depotführenden Bank zugehen. In diesem Fall kann der Anleger die an den Emittenten gezahlten Stückzinsen als

negative Kapitaleinkünfte im Rahmen seiner persönlichen Veranlagung geltend machen.

7.5 Erbschafts- und Schenkungssteuer

Der Erwerb von Wertpapieren von Todes wegen sowie die Schenkung von Wertpapieren unter Lebenden kann der

Erbschafts- und Schenkungssteuer unterliegen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Erbe, Beschenkte oder sonstige

Erwerber oder der Erblasser oder Schenker zur Zeit der Vermögensübernahme/-übergabe Steuerinländer gemäß

§ 2 Abs. 1 Nr. 1 EStG ist. Dabei kommen unterschiedliche Freibeträge zur Anwendung. Insofern ist eine individuelle

Beratung durch einen Sachverständigen erforderlich.


7.6 Besteuerung der im inländischen Betriebsvermögen gehaltenen

Inhaberteilschuldverschreibungen

7 steuern

Die vorstehenden Erörterungen sind nicht anwendbar, sofern die Inhaberteilschuldverschreibungen in einem inländischen

Betriebsvermögen gehalten werden. Zinsen und Gewinne einer eventuellen Veräußerung oder Einlösung unterliegen

der Körperschaftsteuer bzw. Einkommensteuer (jeweils zzgl. Solidaritätszuschlag) und soweit anwendbar

– der Kirchensteuer und der Gewerbesteuer. Mit dem Wertpapier im Zusammenhang stehende Aufwendungen sind

grundsätzlich als Betriebsausgaben abzugsfähig. Die auszahlende Stelle hat Kapitalertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag

einzubehalten. Die Zinsen und Gewinne aus den Inhaberteilschuldverschreibungen sind daher im Rahmen

der Steuerveranlagung anzugeben. Die einbehaltenen Beträge können unter bestimmten Voraussetzungen bei der

Steuerveranlagung angerechnet werden.

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Photovoltaik-Anlage P003 der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG in Neumünster mit

einer Gesamtleistung von 993,7 kWp

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8 Glossar

Anleihe

bankarbeitstag

bgb Bürgerliches Gesetzbuch

dirk cordes Energie gruppe

Die Anleihe der Emittentin im Gesamtnennbetrag von bis zu

EUR 5 Millionen, eingeteilt in bis zu 100 Inhaberteilschuldverschreibungen

im Nennbetrag von je EUR 50.000

Jeder Tag, an dem Banken in Kiel, Hamburg, Frankfurt am Main

und die Clearstream Banking AG Zahlungen abwickeln.

Die in der Übersicht unter Punkt 4.3.1 diese Prospekts aufgeführten

Gesellschaften

Emittentin Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

EEg Erneuerbare Energien Gesetz

EStg Einkommensteuergesetz

Inhaberteilschuldverschreibungen

gültigkeitsdauer dieses prospekts

IRR Internal Rate of Return

KWh

KWp

photovoltaik-gesellschaften

8 glossar

Die in diesem Prospekt beschriebenen bis zu 100 Inhaberteilschuldverschreibungen

im Nennbetrag von je EUR 50.000

31. Dezember 2012; auf die Möglichkeiten der Verkürzung und

der Verlängerung nach Punkt 6.4 dieses Prospekts wird verwiesen

Die Kilowattstunde ist eine Maßeinheit der Arbeit und damit

eine Energieeinheit

Kilowattpeak ist eine gebräuchliche, nicht normgerechte Bezeichnung

für die elektrische Leistung von Solarzellen

Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG, Dirk Cordes Zweite Energie

GmbH & Co. KG, Dirk Cordes Dritte Energie GmbH & Co. KG

sowie die derzeit operativ noch nicht tätigen oder noch von

der Dirk Cordes Verwaltung GmbH als Komplementärin und die

Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH als Kommanditistin

zu gründenden Energieerzeugungsgesellschaften, denen Mittel

aus der Anleihe in Form von Nachrangdarlehen zum Erwerb

von Aufdach-Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung gestellt

werden sollen.

>>

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110 |

8 glossar

SchVg Gesetz für Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen

prospekt Dieser Wertpapierprospekt

Zeitpunkt der prospektveröffentlichung 23. März 2012

Zinsperiode

Zinstag

Zinszahlungstag

Jeder Zeitraum beginnend an einem Zinstag (einschließlich)

und endend an dem nächsten Zinstag (ausschließlich).

Jeder 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember eines

Jahres ab dem 30. Juni 2012 (ausschließlich) bis zum 30. Juni

2022 (ausschließlich).

Zinszahlungstag ist der jeweilige Zinstag, es sei denn ein Zinstag

fällt auf einen Tag, der kein Bankarbeitstag ist; in diesem

Fall ist Zinszahlungstag der nächste Bankarbeitstag.


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Photovoltaik-Anlage P006 der Dirk Cordes Energie GmbH & Co. KG in Kiel mit einer

Gesamtleistung von 29,8 kWp

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Anlage 1 – Muster eines Nachrangdarlehens an derzeit bereits operativ tätige

Darlehensvertrag

zwischen

Photovoltaik-Gesellschaften

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRA 7611

KI, vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Dirk Cordes Verwaltung GmbH, und diese wiederum

vertreten durch ihre Geschäftsführer Herrn Dirk Cordes und Herrn Sven Jahnke;

(nachstehend „Darlehensgeberin“ genannt);

und

[Photovoltaik-Gesellschaft], eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRA […], vertreten durch

ihre persönliche haftende Gesellschafterin, die Dirk Cordes Verwaltung GmbH, und diese wiederum vertreten durch

ihre Geschäftsführer Herrn Dirk Cordes und Herrn Sven Jahnke;

(nachstehend „Darlehensnehmerin“ genannt)

über ein Nachrangdarlehen i. H. v. EUR […] (in Worten: […] Euro).

PRÄAMBEL

(1) Die Darlehensgeberin und die Darlehensnehmerin sind Schwestergesellschaften. Sie gehören beide zur Dirk Cordes-Gruppe,

deren herrschende Gesellschaft die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH ist.

(2) Die Darlehensgeberin und die Darlehensnehmerin gehören innerhalb der Dirk Cordes-Gruppe dem Geschäftsbereich

Energie an. Die Darlehnsgeberin dient dabei als Kapitalsammelstelle. Sie wirbt Kapital von Dritten über die

Begebung von Anleihen ein und gibt dieses Kapital an die Darlehensnehmerin sowie weitere Schwestergesellschaften

weiter. Die Darlehensnehmerin sowie wie die weiteren Schwestergesellschaften investieren das eingeworbene Kapital

in vollständig projektierte Aufdach-Photovoltaik-Anlagen.

Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Parteien ein Nachrangdarlehen zu den nachfolgenden Bedingungen:

9 anlagen

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114 |

9 anlagen

§ 1 GEWÄHRUNG EINES NACHRANGDARLEHENS

(1) Die Darlehensgeberin gewährt der Darlehensnehmerin ein Darlehen über einen Betrag in Höhe von EUR […] (in

Worten: […] Euro).

(2) Die Darlehensnehmerin darf die Mittel, die ihr durch die Auszahlung dieses Darlehens zufließen, (i) zum Erwerb

von vollständig projektierten Aufdach-Photovoltaik-Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland nutzen sowie (ii) zur

Ersetzung von Gesellschafterdarlehen verwenden, die ihr von der Dirk Cordes Beteiligungs GmbH gewährt wurden.

Um eine entsprechende Mittelverwendung sicherzustellen, wird der Darlehensbetrag auf das folgende separate Konto

der Darlehensnehmerin ausgezahlt, dessen Mittel nur zu dem vorgenannten Zweck verwendet werden:

Bank: […]

Konto-Nr.: […]

BLZ: […]

(3) Sicherungsrechte stehen der Darlehensgeberin nicht zu.

§ 2 VERZINSUNG

(1) Die Darlehensgeberin erhält von der Darlehensnehmerin als Gegenleistung für die Bereitstellung des Darlehens

ab dem […] (einschließlich) bis zum [15. Juni 2022] (ausschließlich) vierteljährlich nachträglich jeweils am 15. März,

15. Juni, 15. September und 15. Dezember eines jeden Jahres (jeweils ein „Zinstag“), erstmals am […] (der „Erste Zinstag“),

auf den in der jeweiligen Zinsperiode entsprechend dem in der Anlage beigefügten Tilgungsplan ausstehenden

Darlehensbetrag eine Verzinsung in Höhe von nominal 7 % p.a. Die an den jeweiligen Zinstagen auf den ausstehenden

Darlehensbetrag entfallenden Zinsen sind in dem in der Anlage beigefügten Tilgungsplan angegeben. „Zinsperiode“

ist der Zeitraum beginnend am […] (einschließlich) und endend am Ersten Zinstag (ausschließlich); und jeder Zeitraum

beginnend an einem Zinstag (einschließlich) und endend an dem nächsten Zinstag (ausschließlich).

(2) Die Verzinsung wird berechnet auf der Grundlage der tatsächlich abgelaufenen Tage im relevanten Zeitraum (gerechnet

vom letzten Zinstag (einschließlich)) dividiert durch die Anzahl der Tage in der jeweiligen Zinsperiode, wobei

die deutsche (kaufmännische) Zinsmethode (Zinsjahr = 360 Tage mit 12 Monaten zu je 30 Tagen) zugrunde gelegt

wird.


(3) Zinszahlungstag ist der jeweilige Zinstag. Fällt ein Zinstag auf einen Tag der kein Bankarbeitstag ist, so ist Zinszahlungstag

der nächstfolgende Bankarbeitstag. „Bankarbeitstag“ ist jeder Tag, an dem Geschäftsbanken in Kiel geöffnet

sind.

§ 3 TILGUNG UND LAUFZEIT

(1) Die Darlehensnehmerin ist verpflichtet, das Darlehen ab dem [15. März 2013] (erster Tilgungstag) durch Zahlung

vierteljährlicher Tilgungsraten gemäß dem in der Anlage beigefügten Tilgungsplan zurückzuzahlen. Die Laufzeit des

Darlehens endet mit Ablauf des [14. Juni 2022]. An dem darauf folgenden Tag, dem [15. Juni 2022], erfolgt die Zahlung

der letzten Tilgungsrate.

(2) Die Zahlung der vierteljährlichen Tilgungsraten erfolgt ab dem ersten Tilgungstag zusammen mit den Zinszahlungen

an den Zinszahlungstagen. Die Summe der ab dem ersten Tilgungstag gemeinsam erfolgenden vierteljährlichen

Zins- und Tilgungszahlungen bleibt bis zum Ende der Laufzeit des Darlehens gleich (annuitätische Tilgung) und beläuft

sich auf EUR […] (Annuität).

§ 4 KÜNDIGUNG UND RÜCKZAHLUNG

(1) Eine ordentliche Kündigung dieses Vertrages ist ausgeschlossen. Das Darlehen ist nur außerordentlich aus wichtigem

Grund kündbar. Als wichtiger Grund gilt insbesondere (i) eine Verwendung des Darlehens zu einem anderen als

in § 1 Abs. 2 vorgesehenen Zweck, (ii) die Liquidation der Darlehensnehmerin, (iii) die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über das Vermögen der Darlehensnehmerin sowie (iv) die Abweisung des Insolvenzverfahrens mangels Masse.

(2) Die Darlehenskündigung muss schriftlich erfolgen.

9 anlagen

(3) Im Falle der berechtigten Darlehenskündigung ist das Darlehen innerhalb eines Zeitraumes von 4 Wochen seit

Zugang der Kündigung bei der Darlehensnehmerin insgesamt zurückzuzahlen, das gilt auch für etwa noch nicht geleistete,

aber fällige Zinsansprüche. Die anteiligen Zinsansprüche für das Jahr, in dem die Kündigung wirksam wird,

werden fällig mit der Fälligkeit des Darlehens.

§ 5 RANGRÜCKTRITT

Die Darlehensgeberin tritt hiermit mit allen gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen aus diesem Darlehensvertrag

einschließlich Tilgung und Verzinsung des Darlehens im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen

Gläubiger der Darlehensnehmerin dergestalt zurück, dass sie nur nachrangig nach den vorgenannten Forderungen

einschließlich der Forderungen der nachrangigen Gläubiger im Sinne des § 39 Abs. 1 Nrn. 1 bis 5 InsO, also erst im

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9 anlagen

gleichen Rang wie die Einlagenrückgewähransprüche der Gesellschafter der Darlehensnehmerin (§§ 19 Abs. 2 Satz 2,

39 Abs. 2 InsO) und nur aus sonstigem freien Vermögen verlangt werden können.

§ 6 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

(1) Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Kiel.

(2) Änderungen, Ergänzungen oder die Aufhebung dieses Vertrags einschließlich der Abänderung dieser Bestimmung

selbst bedürfen der Schriftform, soweit nicht nach zwingendem Recht eine strengere Form (z. B. notarielle Beurkundung)

erforderlich ist.

(3) Die Darlehensnehmerin und die Darlehensgeberin vereinbaren, dass sämtliche Forderungen der Darlehensgeberin

aus diesem Vertrag nicht im Wege der Abtretung übertragbar sind.

(4) Die Darlehensgeberin verpflichtet sich, mit eventuellen Verbindlichkeiten, welche die Darlehensgeberin gegenüber

der Darlehensnehmerin hat, nicht aufzurechnen.

(5) Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags ganz oder teilweise nichtig, unwirksam oder nicht durchsetzbar sein oder

werden, wird die Wirksamkeit und Durchsetzbarkeit aller übrigen verbleibenden Bestimmungen davon nicht berührt.

Die nichtige, unwirksame oder nicht durchsetzbare Bestimmung ist als durch diejenige wirksame und durchsetzbare

Bestimmung ersetzt anzusehen, die dem mit der nichtigen, unwirksamen oder nicht durchsetzbaren Bestimmung verfolgten

Sinn und Zweck nach Gegenstand, Maß, Zeit, Ort und Geltungsbereich am nächsten kommt. Entsprechendes

gilt für die Füllung etwaiger Lücken in diesem Vertrag.


Anlage 2 – Muster eines Nachrangdarlehens an derzeit noch nicht operativ tätige oder noch

Darlehensvertrag

zu gründende Photovoltaik-Gesellschaften

zwischen

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRA 7611

KI, vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Dirk Cordes Verwaltung GmbH, und diese wiederum

vertreten durch ihre Geschäftsführer Herrn Dirk Cordes und Herrn Sven Jahnke;

(nachstehend „Darlehensgeberin“ genannt);

und

[Photovoltaik-Gesellschaft], eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter HRA […], vertreten durch

ihre persönliche haftende Gesellschafterin, die Dirk Cordes Verwaltung GmbH, und diese wiederum vertreten durch

ihre Geschäftsführer Herrn Dirk Cordes und Herrn Sven Jahnke; (nachstehend „Darlehensnehmerin“ genannt)

über ein Nachrangdarlehen i. H. v. EUR […] (in Worten: […] Euro).

PRÄAMBEL

(1) Die Darlehensgeberin und die Darlehensnehmerin sind Schwestergesellschaften. Sie gehören beide zur Dirk Cordes-Gruppe,

deren herrschende Gesellschaft die Dirk Cordes Beteiligungsgesellschaft mbH ist.

(2) Die Darlehensgeberin und die Darlehensnehmerin gehören innerhalb der Dirk Cordes-Gruppe dem Geschäftsbereich

Energie an. Die Darlehnsgeberin dient dabei als Kapitalsammelstelle. Sie wirbt Kapital von Dritten über die

Begebung von Anleihen ein und gibt dieses Kapital an die Darlehensnehmerin sowie weitere Schwestergesellschaften

weiter. Die Darlehensnehmerin sowie wie die weiteren Schwestergesellschaften investieren das eingeworbene Kapital

in vollständig projektierte Aufdach-Photovoltaik-Anlagen.

Vor diesem Hintergrund vereinbaren die Parteien ein Nachrangdarlehen zu den nachfolgenden Bedingungen:

9 anlagen

§ 7 GEWÄHRUNG EINES NACHRANGDARLEHENS

(1) Die Darlehensgeberin gewährt der Darlehensnehmerin ein Darlehen über einen Betrag in Höhe von EUR […] (in

Worten: […] Euro).

(2) Die Darlehensnehmerin darf die Mittel, die ihr durch die Auszahlung dieses Darlehens zufließen, nur zum Erwerb

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9 anlagen

von vollständig projektierten Aufdach-Photovoltaik-Anlagen in der Bundesrepublik Deutschland nutzen. Um eine ent-

sprechende Mittelverwendung sicherzustellen, wird der Darlehensbetrag auf das folgende separate Konto der Darlehensnehmerin

ausgezahlt, dessen Mittel nur zu dem vorgenannten Zweck verwendet werden:

Bank: […]

Konto-Nr.: […]

BLZ: […]

(3) Sicherungsrechte stehen der Darlehensgeberin nicht zu.

§ 8 VERZINSUNG

(1) Die Darlehensgeberin erhält von der Darlehensnehmerin als Gegenleistung für die Bereitstellung des Darlehens

ab dem […] (einschließlich) bis zum [15. Juni 2022] (ausschließlich) vierteljährlich nachträglich jeweils am 15. März,

15. Juni, 15. September und 15. Dezember eines jeden Jahres (jeweils ein „Zinstag“), erstmals am […] (der „Erste Zinstag“),

auf den in der jeweiligen Zinsperiode entsprechend dem in der Anlage beigefügten Tilgungsplan ausstehenden

Darlehensbetrag eine Verzinsung in Höhe von nominal 7 % p.a. Die an den jeweiligen Zinstagen auf den ausstehenden

Darlehensbetrag entfallenden Zinsen sind in dem in der Anlage beigefügten Tilgungsplan angegeben. „Zinsperiode“

ist der Zeitraum beginnend am […] (einschließlich) und endend am Ersten Zinstag (ausschließlich); und jeder Zeitraum

beginnend an einem Zinstag (einschließlich) und endend an dem nächsten Zinstag (ausschließlich).

(2) Die Verzinsung wird berechnet auf der Grundlage der tatsächlich abgelaufenen Tage im relevanten Zeitraum (gerechnet

vom letzten Zinstag (einschließlich)) dividiert durch die Anzahl der Tage in der jeweiligen Zinsperiode, wobei

die deutsche (kaufmännische) Zinsmethode (Zinsjahr = 360 Tage mit 12 Monaten zu je 30 Tagen) zugrunde gelegt

wird.

(3) Zinszahlungstag ist der jeweilige Zinstag. Fällt ein Zinstag auf einen Tag der kein Bankarbeitstag ist, so ist Zinszahlungstag

der nächstfolgende Bankarbeitstag. „Bankarbeitstag“ ist jeder Tag, an dem Geschäftsbanken in Kiel geöffnet

sind.

§ 9 TILGUNG UND LAUFZEIT

(1) Die Darlehensnehmerin ist verpflichtet, das Darlehen ab dem [15. März 2013] (erster Tilgungstag) durch Zahlung

vierteljährlicher Tilgungsraten gemäß dem in der Anlage beigefügten Tilgungsplan zurückzuzahlen. Die Laufzeit des


Darlehens endet mit Ablauf des [14. Juni 2022]. An dem darauf folgenden Tag, dem [15. Juni 2022], erfolgt die Zahlung

der letzten Tilgungsrate.

(2) Die Zahlung der vierteljährlichen Tilgungsraten erfolgt ab dem ersten Tilgungstag zusammen mit den Zinszahlungen

an den Zinszahlungstagen. Die Summe der ab dem ersten Tilgungstag gemeinsam erfolgenden vierteljährlichen

Zins- und Tilgungszahlungen bleibt bis zum Ende der Laufzeit des Darlehens gleich (annuitätische Tilgung) und beläuft

sich auf EUR […] (Annuität).

§ 10 KÜNDIGUNG UND RÜCKZAHLUNG

(1) Eine ordentliche Kündigung dieses Vertrages ist ausgeschlossen. Das Darlehen ist nur außerordentlich aus wichtigem

Grund kündbar. Als wichtiger Grund gilt insbesondere (i) eine Verwendung des Darlehens zu einem anderen als

in § 1 Abs. 2 vorgesehenen Zweck, (ii) die Liquidation der Darlehensnehmerin, (iii) die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über das Vermögen der Darlehensnehmerin sowie (iv) die Abweisung des Insolvenzverfahrens mangels Masse.

(2) Die Darlehenskündigung muss schriftlich erfolgen.

9 anlagen

(3) Im Falle der berechtigten Darlehenskündigung ist das Darlehen innerhalb eines Zeitraumes von 4 Wochen seit

Zugang der Kündigung bei der Darlehensnehmerin insgesamt zurückzuzahlen, das gilt auch für etwa noch nicht geleistete,

aber fällige Zinsansprüche. Die anteiligen Zinsansprüche für das Jahr, in dem die Kündigung wirksam wird,

werden fällig mit der Fälligkeit des Darlehens.

§ 11 RANGRÜCKTRITT

Die Darlehensgeberin tritt hiermit mit allen gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüchen aus diesem Darlehensvertrag

einschließlich Tilgung und Verzinsung des Darlehens im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen

Gläubiger der Darlehensnehmerin dergestalt zurück, dass sie nur nachrangig nach den vorgenannten Forderungen

einschließlich der Forderungen der nachrangigen Gläubiger im Sinne des § 39 Abs. 1 Nrn. 1 bis 5 InsO, also erst im

gleichen Rang wie die Einlagenrückgewähransprüche der Gesellschafter der Darlehensnehmerin (§§ 19 Abs. 2 Satz 2,

39 Abs. 2 InsO) und nur aus sonstigem freien Vermögen verlangt werden können.

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§ 12 SCHLUSSBESTIMMUNGEN

(1) Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Kiel.

(2) Änderungen, Ergänzungen oder die Aufhebung dieses Vertrags einschließlich der Abänderung dieser Bestimmung

selbst bedürfen der Schriftform, soweit nicht nach zwingendem Recht eine strengere Form (z. B. notarielle Beurkundung)

erforderlich ist.

(3) Die Darlehensnehmerin und die Darlehensgeberin vereinbaren, dass sämtliche Forderungen der Darlehensgeberin

aus diesem Vertrag nicht im Wege der Abtretung übertragbar sind.

(4) Die Darlehensgeberin verpflichtet sich, mit eventuellen Verbindlichkeiten, welche die Darlehensgeberin gegenüber

der Darlehensnehmerin hat, nicht aufzurechnen.

(5) Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags ganz oder teilweise nichtig, unwirksam oder nicht durchsetzbar sein oder

werden, wird die Wirksamkeit und Durchsetzbarkeit aller übrigen verbleibenden Bestimmungen davon nicht berührt.

Die nichtige, unwirksame oder nicht durchsetzbare Bestimmung ist als durch diejenige wirksame und durchsetzbare

Bestimmung ersetzt anzusehen, die dem mit der nichtigen, unwirksamen oder nicht durchsetzbaren Bestimmung verfolgten

Sinn und Zweck nach Gegenstand, Maß, Zeit, Ort und Geltungsbereich am nächsten kommt. Entsprechendes

gilt für die Füllung etwaiger Lücken in diesem Vertrag.


Anlage 3 – Stückzinstabelle für die Inhaberteilschuldverschreibungen

Stückzinstabelle für die Inhaberteilschuldverschreibungen

der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Stückelung (in EUR) 50.000 Zinstage 30/360

Verzinsung (nominal) 7 % p.a. Tageszins (in EUR) 9,7222

Zinszahlungstermine 30. Jun. 2012 / 30. Sep. 2012 / 31. Dez. 2012

Emission 01. Apr. 2012

Datum Zinstage EUR Datum Zinstage EUR

1. Apr. 30. Jun. 30. Sep. 1 9,72 16. Mai. 15. Aug. 15. Nov. 46 447,22

2. Apr. 1. Jul. 1. Okt. 2 19,44 17. Mai. 16. Aug. 16. Nov. 47 456,94

3. Apr. 2. Jul. 2. Okt. 3 29,17 18. Mai. 17. Aug. 17. Nov. 48 466,67

4. Apr. 3. Jul. 3. Okt. 4 38,89 19. Mai. 18. Aug. 18. Nov. 49 476,39

5. Apr. 4. Jul. 4. Okt. 5 48,61 20. Mai. 19. Aug. 19. Nov. 50 486,11

6. Apr. 5. Jul. 5. Okt. 6 58,33 21. Mai. 20. Aug. 20. Nov. 51 495,83

7. Apr. 6. Jul. 6. Okt. 7 68,06 22. Mai. 21. Aug. 21. Nov. 52 505,56

8. Apr. 7. Jul. 7. Okt. 8 77,78 23. Mai. 22. Aug. 22. Nov. 53 515,28

9. Apr. 8. Jul. 8. Okt. 9 87,50 24. Mai. 23. Aug. 23. Nov. 54 525,00

10. Apr. 9. Jul. 9. Okt. 10 97,22 25. Mai. 24. Aug. 24. Nov. 55 534,72

11. Apr. 10. Jul. 10. Okt. 11 106,94 26. Mai. 25. Aug. 25. Nov. 56 544,44

12. Apr. 11. Jul. 11. Okt. 12 116,67 27. Mai. 26. Aug. 26. Nov. 57 554,17

13. Apr. 12. Jul. 12. Okt. 13 126,39 28. Mai. 27. Aug. 27. Nov. 58 563,89

14. Apr. 13. Jul. 13. Okt. 14 136,11 29. Mai. 28. Aug. 28. Nov. 59 573,61

15. Apr. 14. Jul. 14. Okt. 15 145,83 30. Mai. 29. Aug. 29. Nov. 60 583,33

16. Apr. 15. Jul. 15. Okt. 16 155,56 31. Mai. 60 583,33

17. Apr. 16. Jul. 16. Okt. 17 165,28 1. Jun. 30. Aug. 30. Nov. 61 593,06

18. Apr. 17. Jul. 17. Okt. 18 175,00 31. Aug. 61 593,06

19. Apr. 18. Jul. 18. Okt. 19 184,72 2. Jun. 1. Sep. 1. Dez. 62 602,78

20. Apr. 19. Jul. 19. Okt. 20 194,44 3. Jun. 2. Sep. 2. Dez. 63 612,50

21. Apr. 20. Jul. 20. Okt. 21 204,17 4. Jun. 3. Sep. 3. Dez. 64 622,22

22. Apr. 21. Jul. 21. Okt. 22 213,89 5. Jun. 4. Sep. 4. Dez. 65 631,94

23. Apr. 22. Jul. 22. Okt. 23 223,61 6. Jun. 5. Sep. 5. Dez. 66 641,67

24. Apr. 23. Jul. 23. Okt. 24 233,33 7. Jun. 6. Sep. 6. Dez. 67 651,39

25. Apr. 24. Jul. 24. Okt. 25 243,06 8. Jun. 7. Sep. 7. Dez. 68 661,11

26. Apr. 25. Jul. 25. Okt. 26 252,78 9. Jun. 8. Sep. 8. Dez. 69 670,83

27. Apr. 26. Jul. 26. Okt. 27 262,50 10. Jun. 9. Sep. 9. Dez. 70 680,56

28. Apr. 27. Jul. 27. Okt. 28 272,22 11. Jun. 10. Sep. 10. Dez. 71 690,28

29. Apr. 28. Jul. 28. Okt. 29 281,94 12. Jun. 11. Sep. 11. Dez. 72 700,00

30. Apr. 29. Jul. 29. Okt. 30 291,67 13. Jun. 12. Sep. 12. Dez. 73 709,72

1. Mai. 30. Jul. 30. Okt. 31 301,39 14. Jun. 13. Sep. 13. Dez. 74 719,44

31. Jul. 31. Okt. 31 301,39 15. Jun. 14. Sep. 14. Dez. 75 729,17

2. Mai. 1. Aug. 1. Nov. 32 311,11 16. Jun. 15. Sep. 15. Dez. 76 738,89

3. Mai. 2. Aug. 2. Nov. 33 320,83 17. Jun. 16. Sep. 16. Dez. 77 748,61

4. Mai. 3. Aug. 3. Nov. 34 330,56 18. Jun. 17. Sep. 17. Dez. 78 758,33

5. Mai. 4. Aug. 4. Nov. 35 340,28 19. Jun. 18. Sep. 18. Dez. 79 768,06

6. Mai. 5. Aug. 5. Nov. 36 350,00 20. Jun. 19. Sep. 19. Dez. 80 777,78

7. Mai. 6. Aug. 6. Nov. 37 359,72 21. Jun. 20. Sep. 20. Dez. 81 787,50

8. Mai. 7. Aug. 7. Nov. 38 369,44 22. Jun. 21. Sep. 21. Dez. 82 797,22

9. Mai. 8. Aug. 8. Nov. 39 379,17 23. Jun. 22. Sep. 22. Dez. 83 806,94

10. Mai. 9. Aug. 9. Nov. 40 388,89 24. Jun. 23. Sep. 23. Dez. 84 816,67

11. Mai. 10. Aug. 10. Nov. 41 398,61 25. Jun. 24. Sep. 24. Dez. 85 826,39

12. Mai. 11. Aug. 11. Nov. 42 408,33 26. Jun. 25. Sep. 25. Dez. 86 836,11

13. Mai. 12. Aug. 12. Nov. 43 418,06 27. Jun. 26. Sep. 26. Dez. 87 845,83

14. Mai. 13. Aug. 13. Nov. 44 427,78 28. Jun. 27. Sep. 27. Dez. 88 855,56

15. Mai. 14. Aug. 14. Nov. 45 437,50 29. Jun. 28. Sep. 28. Dez. 89 865,28

29. Sep. 29. Dez. 90 875,00

9 anlagen

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122 |

10 unterschriften

10 Unterschriften

Kiel, den 23. März 2012

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Dirk Cordes

als Geschäftsführer

der Dirk Cordes Verwaltung GmbH

und diese wiederum als alleinige Komplementärin

der Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG

Sven Jahnke

als Geschäftsführer

der Dirk Cordes Verwaltung GmbH

und diese wiederum als alleinige Komplementärin der

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG


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124 |

Dirk Cordes Energie Kapital GmbH & Co. KG · Bollhörnkai 1 · 24103 Kiel

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