Untitled - Mentoring - HAWK

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Untitled - Mentoring - HAWK

Jahresbericht 2003

Berichte des Präsidiums

Berichte der Fakultäten/

Fachbereiche

Berichte der Zentralen

Einrichtungen

Hochschulrat

Honorarprofessoren

Senatsbeauftragte

und -kommissionen

Forschungs- und

Entwicklungsarbeiten


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003

Redaktion Pressestelle

Sabine zu Klampen

Gestaltung FH CI/CD-Team


Inhalt

Jahresbericht der

HAWK Hochschule für angewandte

Wissenschaft und Kunst

FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Berichte des Präsidiums

Bericht des Präsidenten

Bericht der Kanzlerin

Bericht der Vizepräsidentin

Bericht des Vizepräsidenten

Berichte der Fakultäten/Fachbereiche

Fakultät Bauwesen

Fakultät Gestaltung

Fachbereich Konservierung

und Restaurierung

Fakultät Naturwissenschaften

und Technik

Fakultät Ressourcenmanagement

Fakultät Soziale Arbeit

und Gesundheit

Fakultät Wirtschaft

Berichte der Zentralen Einrichtungen

Akademisches Auslandsamt

Bibliothek

Frauen- und Gleichstellungsbüro

Pressestelle

Rechenzentrum

Büro für Wissens- und

Technologietransfer

005

013

025

029

033

085

109

159

189

239

263

271

281

287

305

309

315


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Inhalt

Anhang

Hochschulrat

Honorarprofessoren

Ehrensenatoren

Senatsbeauftragte

und -kommissionen

Forschungs- und

Entwicklungsarbeiten

323

324

325

326

329


Berichte des Präsidiums

Bericht

des Präsidenten

Prof. Dr. Johannes Kolb

Im Sommer 2002 verabschiedete der Niedersächsische

Landtag eine grundlegend geänderte

Fassung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes

(NHG), die zahlreiche bisher gesetzlich geregelte

Sachverhalte den einzelnen Hochschulen zur

Entscheidung übertrug. Nachdem das neue NHG

zum 01. September 2002 wirksam wurde, beschlossen

Senat und Präsidium im Wintersemester 2002/

2003 eine Reihe von Ordnungen und anderen

Bestimmungen, um die jetzt nicht mehr gesetzlich

geregelten Fragen innerhalb der Hochschule zu

klären.

Neue Organisation der Hochschule

Dies betraf in erster Linie die neue Grundordnung,

erweiterte Regelungen zur Sicherung der Beteiligung

von Frauen an der Selbstverwaltung, den Schutz von

Minderheiten bei der Mitwirkung in Gremien, die

Neugliederung der Hochschule in Fakultäten,

die Einführung der neuen Institutionen Studienkommission

und Studiendekanin/Studiendekan sowie

die Vorbereitung eines umfassenden Evaluierungssystems.

Gleichzeitig wurde die Einführung der

neuen leistungsbezogenen W-Besoldung für

Professorinnen und Professoren vorbereitet, die am

01. Januar 2003 in Kraft trat.

Im Frühjahr 2003 wählte der Senat auch die von ihm

zu bestimmenden Mitglieder des neu eingerichteten

Hochschulrates.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bericht des Präsidenten

Die Realisierung dieser Beschlüsse beanspruchte

einen großen Teil des Jahres 2003. So sah sich das

Wissenschaftsministerium z. B. erst im Herbst 2003

in der Lage, die von dort zu bestellenden Mitglieder

des Hochschulrates zu bestimmen und die vom

Senat im Oktober 2002 beschlossene Grundordnung

zu genehmigen (ohne inhaltliche Änderungen).

Aber auch innerhalb der Hochschule gab es

langwierige Umstellungsprozesse.

So verfügten die zum 01. Februar 2003 oft aus

mehreren kleineren Fachbereichen neu gebildeten

Fakultäten anfangs noch nicht über gemeinsame

Konzepte und Verfahren für die gesamte Fakultät;

dies gilt beispielsweise für die Kapazitäts- und

Entwicklungsplanung der Studiengänge, die

Bewirtschaftung der Haushaltsmittel oder die Organisation

der „vereinigten Dekanate“. Auch wenn

hier im Verlauf des Jahres 2003 intensive Entwicklungsarbeit

geleistet wurde, konnten noch nicht alle

Fakultäten ihr erweitertes Leistungspotenzial voll

entfalten. Dagegen wurden die wirksameren

Schutzvorschriften im Wahlrecht und in den Ordnungen

der Gremien ohne nennenswerte Probleme

umgesetzt, insbesondere auf der zentralen Ebene

(Senat, Senatskommissionen und Hochschulrat).

Und auch bei den erstmals eingerichteten Studienkommissionen

sowie den Studiendekaninnen

und Studiendekanen gab es weniger Anlaufschwierigkeiten,

als angesichts der Neuartigkeit der

jeweiligen Aufgabenbereiche und Verfahrensregelungen

zu erwarten gewesen wäre.


Evaluation und leistungsbezogene Vergütung

Das neue Hochschulgesetz sieht eine regelmäßige

Bewertung aller Lehrveranstaltungen durch die

Studierenden vor. Gleichzeitig wurde durch die

Einführung der leistungsbezogenen W-Besoldung

für Professorinnen und Professoren eine umfassende

Evaluation von Lehre und Forschung erforderlich.

Die Verordnung des Landes zur Umsetzung der

W-Besoldung (NHLeistBVO) wurde im Dezember 2002

beschlossen und trat für die Fachhochschulen zum

Jahresbeginn 2003 in Kraft. Bereits im Januar 2003

realisierte die HAWK als bundesweit erste

Hochschule Berufungen auf der Grundlage der

neuen W-Besoldung.

Diese leistungsbezogene Besoldung gilt seither für

alle neu berufenen Professorinnen und Professoren.

Außerdem ließen sich 21 Professorinnen und

Professoren auf eigenen Antrag aus der bisherigen

C-Besoldung in die W-Besoldung überleiten.

Gleichstellung/Frauenförderung

Der Professorinnen-Anteil bei den Berufungen im

Jahre 2003 betrug 50 Prozent, in den vorhergehenden

Jahren jeweils zwischen 40 und 50 Prozent.

Dadurch beträgt der Professorinnen-Anteil inzwischen

insgesamt 26 Prozent nach 24,5 Prozent

im Vorjahr.

Der Studentinnen-Anteil ist auf über 45 Prozent gestiegen.

Dies ist für eine Fachhochschule ein

Spitzenwert. Allerdings liegt der Anteil der Frauen

bei den Hochschulzugangsberechtigten seit Jahren


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bericht des Präsidenten

deutlich über 50 Prozent. Unsere heutigen Studienangebote

berücksichtigen also die beruflichen

Orientierungen junger Frauen und ihre Anforderungen

an ein Studium noch längst nicht so gut wie

dies bei Männern ganz selbstverständlich der Fall

ist. Dies ist eine Herausforderung und zugleich eine

große Chance: hier gibt es offensichtlich noch nicht

erschlossene Expansionsmöglichkeiten für die

Hochschule.

Familiengerechte Hochschule

Im Frühjahr 2003 wurde die HAWK als „Familiengerechte

Hochschule“ zertifiziert. Dies bedeutet nicht

nur eine Anerkennung für bereits erbrachte

Leistungen, sondern vor allem eine Verpflichtung

der Hochschule, weitere umfassende Verbesserungen

zu erarbeiten und sich und den Audit-Instanzen

regelmäßig Rechenschaft über Art, Umfang und

Zeitpunkt der jeweils realisierten Teil-Ziele abzulegen.

Als größtes Einzelprojekt in einem insgesamt zehn

Arbeitsfelder umfassenden Aufgabenkatalog

bereitete die HAWK im Jahre 2003 das Projekt

„Studienzeitverkürzung durch Kleinkindbetreuung“

vor. Bis Ende des Jahres waren die Klärungen

innerhalb der Hochschule sowie mit dem Jugendamt

der Stadt Hildesheim und dem Landesjugendamt so

weit fortgeschritten, dass 2004 eine erste Ausbaustufe

und voraussichtlich ab 2006 der volle Betrieb

realisiert werden können.


Ausbau der Standorte Holzminden und Göttingen

Im Wintersemester 2002/2003 schrieb die Fakultät

Soziale Arbeit und Gesundheit (Hildesheim und

Holzminden) sieben Professuren und mehrere

andere Stellen in Holzminden aus, um hier vom

Herbst 2003 an den Studiengang Sozialwesen mit

einer speziell auf diese Region ausgerichteten

Struktur anzubieten. Es handelt sich um den ersten

nicht auf das Bauen bezogenen Studiengang am

Standort Holzminden.

Auf 51 Sozialwesen-Studienplätze in Holzminden

gingen 508 Bewerbungen ein, ohne dass die Zahl

der Bewerbungen für den Studiengang Sozialwesen

in Hildesheim zurückgegangen wäre. Offensichtlich

kann in der Region Holzminden eine große

Nachfrage nach Studienplätzen erschlossen werden,

die bisher aus Mangel an passenden Angeboten

nicht sichtbar wurde. Durch das neue Studienangebot

konnte der anhaltende Rückgang der Nachfrage

in den Bau-Studiengängen mehr als ausgeglichen

werden (insgesamt 876 Studierende).

In Göttingen wurde an der Fakultät Naturwissenschaften

und Technik u. a. mit Hilfe von Spenden

aus der Wirtschaft ein umfangreiches Investitionsprogramm

realisiert. Gleichzeitig wurden die vom

Land anfinanzierten und durch Umschichtungen

innerhalb der Hochschule dauerhaft abgesicherten

Stellen ausgeschrieben, so dass auch das Studienangebot

erweitert werden konnte.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bericht des Präsidenten

Gleichzeitig führte die Göttinger Fakultät Ressourcenmanagement

im Wintersemester 2003/2004 den

Bachelor-Studiengang Arboristik und den Master-

Studiengang Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung

ein, zwei neuartige und bundesweit

singuläre Studienangebote.

Insgesamt stieg die Zahl der Studierenden in

Göttingen durch das erweiterte Studienangebot um

zehn Prozent auf 1.154.

Hochschuloptimierungskonzept HOK

Nach Ende des Sommersemesters 2003 begann die

Landesregierung, im Rahmen allgemeiner Ausgabenreduzierungen

auch ein Konzept für Mittelkürzungen

im Hochschulbereich zu entwickeln. Das

vom Kabinett im Oktober 2003 beschlossene

Hochschuloptimierungskonzept (HOK) sieht vor,

dass die HAWK insgesamt 35 Stellen sowie Landesmittel

in Höhe von jährlich 900.000,– Euro verliert

und die Fakultät Wirtschaft schließt, jedoch auch

den Studiengang Sozialwesen in Holzminden und

den Bachelor-Studiengang für Medizinalfachberufe

in Hildesheim stärken und das Studienangebot

der Fakultät Ressourcenmanagement in Göttingen

weiter modernisieren soll.

Daraufhin hob das Präsidium mit Zustimmung des

Senates die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre

und Krankenversicherung auf. Dadurch wurde es

möglich, die im HOK vorgesehenen Stellenkürzungen

zu Lasten der aufzulösenden Fakultät

Wirtschaft zu realisieren und den anderen

Fakultäten die erforderlichen Stellen zuzuweisen,


um ihr Studienangebot flächendeckend auf die

Bologna-Strukturen umstellen zu können (Akkreditierung

neuer Bachelor- und Master-Studiengänge).

Studierende

Zum Wintersemester 2003/2004 wurden für das

erste Studiensemester 1.113 Studierende immatrikuliert,

was einer Auslastung von 110 Prozent für das

erste Semester entspricht und zu einer durchschnittlichen

Auslastung der Hochschule von 101

Prozent führte. Die Zahl der Studierenden insgesamt

stieg erneut um 1,5 Prozent auf 5.822 und erreichte

damit einen neuen Höchststand. 86 Prozent der

Studierenden befinden sich innerhalb der

Regelstudienzeit und über 90 Prozent innerhalb des

Zeitraums aus Regelstudienzeit und vier weiteren

Semestern, in dem auch ohne besondere Gründe

keine Studiengebühren zu zahlen sind.


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Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin


Bericht

der Kanzlerin

Iris Linke

Allgemeine Verwaltung

Die in 2002 begonnenen Umstrukturierungs- und

Organisationsmaßnahmen in der allgemeinen

Verwaltung wurden auch in 2003 weiter fortgesetzt.

Zwischenzeitlich sind alle vakanten Positionen innerhalb

der Organisationseinheiten besetzt worden

und die Aufgabenbereiche geklärt.

Verbesserung der Kommunikationsprozesse

Es finden regelmäßig monatlich sowohl eine große

Dienstbesprechung wie auch kleinere Besprechungsrunden

in den Organisationseinheiten statt.

Es wurden außerdem verschiedene Arbeitsgruppen

gebildet, die organisationsübergreifend arbeiten.

Neben der neuen Darstellung der HAWK im Internet

wurden im Intranet Diskussionsforen eingerichtet,

die bei aktuellen Fragestellungen genutzt werden

sowie zeitnah über Entscheidungsprozesse

innerhalb der Hochschule informiert.

Neues Niedersächsisches Hochschulgesetz (NHG)

Mit dem Inkrafttreten des neuen NHG Ende 2002

sollten die staatlichen Hochschulen größere

Freiräume in internen Angelegenheiten erhalten

sowie diverse Entscheidungsbefugnisse in die

Hochschulen und deren Gremien verlagert werden.

Das Präsidium wurde gestärkt, das Konzil abgeschafft

und ein neues Organ, der Hochschulrat, der

überwiegend aus externen Mitgliedern besteht,

eingeführt. Im Alltag stellte sich bald heraus, dass


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Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin

zwar verschiedene Aufgabenbereiche und zusätzliche

Aufgaben in die Hochschulen verlagert,

hier aber kein zusätzliches Personal oder Mittel zur

Verfügung gestellt wurden.

Ab 2003 wurde seitens des Landes eine „Betriebsanweisung“

in Kraft gesetzt, die die im neuen NHG

entfallenen Regelungen und Kontrollen so wieder

einführten und vor allem im Bereich der Finanzen

bisher nicht gekannte Verschärfungen einführte.

Auch die Berichtspflichten und Datenabfragen sind

nahezu unverändert bestehen geblieben.

Verlagert wurde in die Hochschulen die Umsetzung

und Erhebung der neu eingeführten Langzeitstudiengebühren.

Von der Zusage, zumindest einen Teil

der so gewonnenen zusätzlichen Mittel den

Hochschulen zur Verfügung zu stellen, trat das Land

nach Umsetzung dieser Maßnahme zurück.

Die HAWK hat in 2003 eine neue Grundordnung

sowie diverse weitere Ordnungen in Kraft gesetzt.

Es wurde außerdem eine Evaluierungsrichtlinie und

eine Forschungsrichtlinie erarbeitet sowie die

Gebührenordnung überarbeitet.

Außerdem wurde dem Namen der Fachhochschule

die Bezeichnung „Hochschule für angewandte

Wissenschaft und Kunst (HAWK)“ vorangestellt und

ein neuer Öffentlichkeitsauftritt entwickelt und auch

im Internet sowie allen Medien der Außendarstellung

umgesetzt.


Die mit dem neuen NHG geänderte Bezeichnung der

Kanzlerin als hauptamtliche Vizepräsidentin wurde

über die neue Grundordnung dahingehend geändert,

dass die Bezeichnung Kanzlerin zur Darstellung

der unveränderten Zuständigkeiten weiter

geführt wird.

Modellprojekt „Kosten-Leistungs-Rechnung“ KLAR

Die HAWK hat sich seit 2003 am Modellprojekt des

Landes zur Einführung der KLAR in Hochschulen

beteiligt und in den Fakultäten durch Ermittlung von

Kennzahlen mit einer Umsetzung begonnen.

Es wurde ein Personalabrechnungsprogramm

„Kidicap“ beschafft und erfolgreich eingesetzt. In

Zusammenarbeit mit der Controllerin wurde

begonnen, Verwaltungsbereiche der neu gebildeten

Fakultäten genauer zu analysieren, auch um

angesichts der schwierigen Haushaltslage die

erforderlichen Leistungen festzustellen sowie den

damit verbundenen Personalbedarf.

Der Präsident, Herr Kolb, hat den Vorsitz der Haushaltskommission

und der Frauen- und Gleichstellungskommission

an die Kanzlerin übertragen.

Neues Besoldungssystem für

Professorinnen und Professoren

Im Bereich der Professorinnen-/Professoren-Besoldung

wurde an den Fachhochschulen in Niedersachsen

ein neues Vergütungssystem eingeführt,

welches Leistungs- und Funktionsbezüge neben


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Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin

dem Grundgehalt nach W 2/W 3 vergibt. Es wurden

außerdem Professorinnen und Professoren in

Teilzeit und im Angestelltenverhältnis berufen.

Neue Landesregierung

Die neue, im Februar gewählte Landesregierung hat

in ihrer Orientierungsphase nach Übernahme der

Dienstgeschäfte festgestellt, dass das Land

Niedersachsen so stark verschuldet ist, dass nur

noch energisches Entgegensteuern verbunden mit

erheblichen Einsparauflagen zu einer Verbesserung

der schwierigen Haushaltssituation beitragen

können. Das bisherige, auch in Zielvereinbarungen

ausgehandelte FEP II sowie der Innovationspakt mit

den Hochschulen, der bis Ende 2004 Planungssicherheit

geben sollte, entfielen im Verlauf des

Jahres. Statt dessen entwickelte die Landesregierung

ein Hochschuloptimierungskonzept (HOK) und

verfügte Einsparungen, welche dramatische

Auswirkungen auf die weitere Entwicklung und den

Aufbau der Hochschulen in Niedersachsen haben

werden.

Seit Mitte des Jahres 2003 hat das Land einen

Einstellungsstop für Verwaltungspersonal verfügt,

der auch über den Jahreswechsel fortbestanden hat

sowie eine Haushaltssperre seit September 2003

mit Verschärfung im November 2003 verhängt, die

auch für Hochschulen – und das trotz Globalhaushalt

und Zielvereinbarungen – gültig sind.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die

Arbeitsanforderungen und -aufgaben auch im Ver-


waltungsbereich stark zugenommen haben, im

Gegenzug aber keine echte Personalaufstockung erfolgte,

so dass die einzelne Mitarbeiterin/der einzelne

Mitarbeiter inzwischen erheblich stärker

belastet wird. Verschärft wird diese Situation durch

Mittelkürzungen/Einsparauflagen, die alle Bereiche

der Hochschule betreffen.

Im öffentlichen Dienst wurde für Beamtinnen und

Beamte die 40-Stunden-Woche eingeführt, das

Urlaubsgeld ab 2004 gestrichen, das Weihnachtsgeld

auf 50 Prozent abgesenkt und auf die

monatliche Vergütung verteilt. Den Angestellten

wurde der letzte Ausgleichstag gestrichen sowie die

Vergütungszahlung um 14 Tage zum Monatsende

hin verschoben. Umsetzung der Streichung der

Sonderzahlungen sind beabsichtigt, auch der

Kündigungsschutz im Öffentlichen Dienst wird inzwischen

von der Landesregierung in Frage gestellt.

Neben den verschiedenen Erhöhungen im

Lebensumfeld der Einzelnen sind dieses sehr unerfreuliche

Entwicklungen, die sich sicherlich nicht

motivierend auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

auswirken werden.

Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich

Die HAWK hat sich auch für die Erhebung der Daten

aus 2002 im Rahmen der HIS-Studie „Ausstattungs-,

Kosten- und Leistungsvergleich“ norddeutscher

Hochschulen mit umfänglichem Zahlenmaterial beteiligt,

die alle Hochschulbereiche und Kostenstellen

betrifft, so dass mit Erstellung des zweiten


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Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin

Berichtes in 2004 eine gut aufbereitete Datenlage

entsteht, aus der sich die gute Positionierung der

HAWK ablesen lässt.

Bauunterhalt und Reparaturen

Besonders schwierig für die HAWK ist und bleibt die

räumliche Situation. Im Bereich der Bauunterhaltungsmaßnahmen

und Reparaturen wurden in 2003

größere Fortschritte erzielt und diverse notwendige

Maßnahmen, auch in Zusammenarbeit mit dem

staatlichen Liegenschafts- und Baumanagement,

umgesetzt. Die HAWK hat aus eigenen Mitteln

200.000,– Euro beigesteuert, um schon über

längere Zeit liegen gebliebene Maßnahmen durchzuführen

und die entstandene Reparaturstau-

Situation zu verbessern. Es wurde ein Neubau in

Holzminden begonnen sowie verschiedene Neuanmietungen

und Umbaumaßnahmen durchgeführt.

Personalentwicklung

Personalentwicklung im Bereich der Lehre

Im Haushaltsjahr 2003 standen der HAWK im

Rahmen der Lehre folgende Planstellen oder

entsprechende Mittel zur Verfügung:

Kap. 0364

Sonderprogramm

Professoren Lehrkräfte

C2 C3 A12/13 BAT 11/1b

73

112

7

6

3

2


3

Die Zahlen stammen aus dem vorläufigen

Haushaltsplan.


Zum Beginn des Wintersemesters 2002/2003 waren

181,5 Stellen besetzt, davon 31,0 mit Frauen. Damit

hat sich der Frauenanteil auf rund 17,7 Prozent

erhöht.

Insgesamt wurden im Jahre 2003 acht Berufungen

und 4,5 angestellte Professoren als Neueinstellungen

vorgenommen. Acht Professoren wurden in

den Ruhestand versetzt oder verließen die HAWK

auf eigenen Wunsch. W 2-Überleitung von C nach W

siebzehn Professoren.

Personalentwicklung im Bereich der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personaleinstellungen aus Mitteln

der Finanzautonomie

Auch im Jahr 2003 konnten zahlreiche Personalmaßnahmen

aus Mitteln der Finanzautonomie

realisiert werden. Es handelte sich überwiegend um

Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in Lehre und Forschung.

Die Personalmaßnahmen waren auch in 2003 sehr

unterschiedlich angelegt. Von kurzfristigen, wenige

Monate umfassenden Maßnahmen mit nur wenigen

Wochenstunden bis zu ganzjährigen, vollzeitigen

Beschäftigungsverhältnissen waren alle Variationen

vertreten.

Im Bereich der allgemeinen Verwaltung wurden verschiedene

Stellen in den Abteilungen und anderen

Organisationseinheiten besetzt, so dass hier das

geplante und gewollte Ziel erreicht wurde.


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Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin

Personalmaßnahmen aus Drittmitteln

Im Jahr 2003 wurden aus Drittmitteln 51 Verträge mit

studentischen Hilfskräften und 54 Verträge mit

Angestellten weiterfinanziert bzw. neu begründet.

Überwiegend wurden aus diesen Mitteln Beschäftigungsverhältnisse

für Mitarbeiter/innen in Lehre

und Forschung realisiert. In diesem Bereich ist ein

starker Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren zu

verzeichnen. Insbesondere konnte deutlich mehr

Projektpersonal aus Industriemitteln (hauptsächlich

in der Fakultät Naturwissenschaft und Technik in

Göttingen) eingestellt werden.

Altersteilzeit

Im Jahr 2002 haben zehn Personen nach dem Blockmodell

und eine Person nach dem Teilzeitmodell

Altersteilzeit beantragt. Zum Jahresende änderte

sich die Gesetzgebung, wobei sich zukünftig sowohl

für die Arbeitgeber- wie auch Arbeitnehmerseite

deutliche Verschlechterungen ergeben. Es wurden

daher zum Jahresende 2002 erheblich mehr ATZ-

Verträge abgeschlossen als in den Vorjahren.

Bislang wurde allen Anträgen von Beschäftigten auf

Gewährung einer Altersteilzeitbeschäftigung

entsprochen. In 2003 erfolgte dann keine weitere

Beantragung mehr.

Ausbildungssituation

Im Jahr 2003 wurden Auszubildende in den

verschiedenen Bereichen der HAWK beschäftigt:

– zwei Auszubildende in der Zentralverwaltung

(Verwaltungsfachangestellte),


– ein Auszubildender in der Fakultät N Göttingen

für das Berufsbild Industriemechaniker Geräte

und Feinwerktechnik,

– fünf Auszubildende im Rechenzentrum für das

Berufsbild Fachinformatiker und

– ein neues Ausbildungsverhältnis entstand in der

Bibliothek.

Die bisherigen zwei Auszubildenden des Rechenzentrums

wurden nach erfolgreichem Abschluss

ihrer Ausbildung in befristeten Arbeitsverhältnissen

weiter beschäftigt, ebenso die Verwaltungsfachangestellte.

Fortbildung der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

Für das Sommersemester 2003 sowie für das

Wintersemester 2003/2004 wurden wiederum in

Kooperation mit der Universität Hildesheim und der

Volkshochschule Hildesheim Weiterbildungsprogramme

durchgeführt. Die Fortbildungsprogramme

wurden auf Grund von Bedarfsanfragen aktuell und

bedarfsorientiert erarbeitet. Besonders groß war die

Zahl der Teilnehmer/innen im Bereich der EDV-

Seminare und Veranstaltungen zu den Themen

„Gendermainstreaming“ und „Gendercontrolling“.

Die Mitarbeiter/innen können außerdem das

Angebot der VHS vergünstigt nutzen, was im Bereich

der Sprachkompetenz wünschenswert ist.

Für den Standort Göttingen wurde eine Kooperation

mit der Universität Göttingen abgeschlossen. Mit-


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Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin

arbeiter/innen und Studierende können hier das

Fortbildungsprogramm und das Sportprogramm der

Universität Göttingen in Anspruch nehmen.

Studentische Hilfskräfte

Es wurden insgesamt 324 studentische Hilfskräfte/

Tutorinnen und Tutoren beschäftigt.

Für studentische Hilfskräfte und den Einsatz von

Tutorinnen und Tutoren wurden insgesamt rund

470.000,– Euro verausgabt. Zum überwiegenden

Teil waren die Hilfskräfte in den Fachbereichen

beschäftigt.

Haushalt/Finanzen

1. Wirtschaftsplan 2003

Der mit dem Land abgeschlossene Innovationspakt

ist ersatzlos entfallen. Auf die aus den Ansätzen

der Vorjahre durch das Land errechneten Mittelansätze

wurde sowohl eine globale Minderausgabe

wie auch eine weitere Kürzung der laufenden Mittel

vorgenommen.

Der im Rahmen des Haushalts für 2003 unter Kap.

0634 des Einzelplans 06 ausgewiesene Wirtschaftsplan

für das Berichtsjahr weist im Erfolgsplan eine

Gesamtsumme in Höhe von 31.703.000,– Euro aus.

Nahezu 4/5 dieser Summe betreffen Personalaufwendungen.

Für Mieten und Bewirtschaftungskosten

der Gebäude waren 1.781.500,– Euro

veranschlagt. Für Investitionen wurden im Finanzplan

293.000,– Euro zugewiesen.


Die Mittelverteilung erfolgte wie schon in den

Vorjahren durch die „Grundsätze für den Haushalt“

2003. Hierin sind sowohl Sachmittel für die

Fakultäten, die in Anlehnung an die Finanzierungsformel

der Fachhochschulen berechnet werden wie

auch die Sachmittel für alle anderen Organisationseinheiten

sowie die Bewirtschaftungsgrundsätze

enthalten.

2. Formelgebundene Mittelzuweisung

Auch im Berichtszeitraum erfolgte die Zuweisung für

die Fachhochschulen durch eine formelgebundene

Mittelzuweisung. Die Bemessung des Hochschulbudgets

wurde im Jahr 2000 mit fünf Prozent des

Gesamtbudgets eingeführt. Modellrechnungen

hatten bereits deutlich gemacht, dass unsere

Fachhochschule auf Grund dieser leistungsorientierten

Bemessungsgrundlage in Zukunft mehr

Haushaltsmittel zur Verfügung stehen würden. Im

Haushaltsjahr 2002 wurden bereits 35 Prozent des

Hochschulbudgets nach leistungsbezogenen

Kriterien zugewiesen. Bedauerlicherweise wurde

dann diese formelgebundene Mittelzuweisung auf

den Stand von 35 Prozent „eingefroren“, was auch

in 2003 nicht geändert wurde. Statt dessen überlegt

die neue Landesregierung, auch hier eine veränderte

Finanzierung einzuführen.

3. Körperschaftshaushalt

Mit Wirkung zum 01. Januar 2001 hat der Senat

einen Körperschaftshaushalt eingerichtet. Aus Mitteln

wie z. B. Spenden, die diesem Körperschafts-


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bericht der Kanzlerin

haushalt zufließen, kann sich die Hochschule auch

wirtschaftlich betätigen und sich z. B. an Institutionen

zur Forschungsförderung beteiligen, die

rechtlich als Firmen organisiert sind. Dieses wurde

durch eine Beteiligung an der Firma PhontonicNet

GmbH, die u. a. aus Bundesmitteln finanziert

werden soll und Aktivitäten von Hochschulen und

außerhochschulischen Forschungseinrichtungen

fördert, umgesetzt. Es erfolgte im Dezember 2002

außerdem eine Beteiligung an der neugegründeten

niedersächsischen hochschulübergreifenden

Innovationsgesellschaft N-transfer GmbH, die die

beteiligten Hochschulen u. a. bei der Anmeldung

und Vermarktung von Patenten unterstützt.


Bericht

der Vizepräsidentin

Aufgabenbereich: Forschung, Technologietransfer,

EDV/Rechenzentrum

Prof. Dr. Cornelia Behrens

Forschung

Das Jahr 2003 war geprägt durch eine Weiterentwicklung

der Maßnahmen der Qualitätssicherung in

der Forschung. Zur Wahrnehmung der Verantwortung

in der Forschung und der damit verknüpften

Aufgaben in Lehre und Nachwuchsförderung hat der

Senat der HAWK die „Richtlinie zur Sicherung guter

wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit

wissenschaftlichem Fehlverhalten“ erlassen. Die in

dieser Richtlinie vorgesehenen Ombudspersonen

und die Kommission wurden inzwischen gewählt

und stehen allen Mitgliedern und Angehörigen der

Hochschule in Fragen guter wissenschaftlicher

Praxis oder wissenschaftlichen Fehlverhaltens zur

Verfügung.

Im Wintersemester 2003/2004 wurde vom Senat

eine Evaluierungskommission aus Vertreterinnen

und Vertretern aller Fakultäten eingesetzt, um die

erste Evaluation von Forschungsvorhaben und

künstlerischen Vorhaben im Zusammenhang mit der

W-Besoldung durchzuführen. Die Kommission

erstellte einen entsprechenden Kriterienkatalog, auf

dessen Grundlage und unter Berücksichtigung der

jetzt gemachten Erfahrungen die weitere interne

Forschungsevaluation gemäß der Evaluierungs-

Richtlinie der Hochschule erfolgen wird.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bericht der Vizepräsidentin

Weiterhin erfolgte in der Forschungskommission die

Überarbeitung des Merkblattes zur Antragstellung

im Rahmen der hochschulinternen Forschungsförderung.

Hier wird nunmehr das Augenmerk

darauf zu richten sein, in welcher Form die

Forschungsergebnisse über das Internet einer noch

breiteren interessierten Fachöffentlichkeit zur

Verfügung gestellt werden können.

Professorinnen und Professoren der HAWK ist es

wiederum gelungen, in nennenswertem Umfang

Drittmittel zu akquirieren. Dies erhöht weiter die

Forschungskompetenz der Hochschule und die

Möglichkeiten zur Durchführung anspruchsvoller

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben insbesondere

mit kleinen und mittleren Unternehmen. Im

Rahmen von Drittmittelprojekten erweitern sich

zudem die Möglichkeiten der Nachwuchsförderung

auch in Kooperation mit universitären Partnern.

Die Hochschule beteiligt sich außerdem – in den

Bereichen Bildgebende Sensortechnik und

Gesundheit – an der Zielsetzung des Landes, die

unternehmensorientierte Fachhochschulforschung

über den Aufbau von Forschungsnetzen zu verstärken.

Eine Grundlage für die Akquisition externer

Forschungsgelder liegt nach wie vor in der Bereitstellung

von Hochschulmitteln für die Förderung von

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Sie

betrugen im Berichtsjahr erneut ca. 145.000,– Euro.


Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an der

HAWK sind außerordentlich vielfältig (siehe Anlage

zu den Einzelprojekten) und spiegeln damit auch

das umfassende Studienfächerspektrum wieder.

Die Struktur der Hochschule stellt dabei sicher, dass

die Einheit von Forschung und Lehre gewährleistet

ist und starke wechselseitige Synergien ausgelöst

werden. Auf diese Weise partizipieren auch die

Studierenden an der teilweise sehr ambitionierten,

anwendungsorientierten Forschung.

Wissens- und Technologietransfer

Die im Jahr 2002 gestartete gemeinsame Vortragsreihe

der Universität Hannover, Universität

Hildesheim und unserer Hochschule „Vorsprung

durch Innovation“ für kleine und mittlere Unternehmen,

wurde im Sommersemester 2003 erfolgreich

abgeschlossen. Durchschnittlich nahmen 25

Personen teil.

Erstmalig war unsere Hochschule mit vier Fakultäten

und einem Fachbereich auf der LIGNA vertreten.

Mit einem eigens dafür entworfenen und selbst

gebauten Messestand nahmen wir im Mai 2003 an

der weltgrößten Holzfachmesse in Hannover teil.

In zwei Fakultäten und einem Fachbereich in

Hildesheim wurden Existenzgründungsveranstaltungen

in Zusammenarbeit mit der HI-REG GmbH

Hildesheim durchgeführt.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bericht der Vizepräsidentin

Durch die Unterstützung von N-Transfer GmbH

in Hannover konnten wir für die Fakultät Gestaltung

eine Infoveranstaltung zum Thema „Urheber- und

Geschmacksmusterrecht“ mit 50 teilnehmenden

Personen anbieten.

Weitere Informationen über die Aktivitäten können

dem Bericht des Büros für Technologie- und

Wissenstransfer entnommen werden.

EDV/Rechenzentrum

Einen Überblick über die Aktivitäten gibt der ausführliche

Bericht des Rechenzentrums.


Bericht

des Vizepräsidenten

Aufgabenbereich: Lehre und Studium, Bibliothek

Prof. Dr. Hubert Merkel

Das Jahr 2003 verlief in seinen äußerlich sichtbaren

Effekten sehr unspektakulär.

Nachdem die ersten Verlautbarungen der neuen

Landesregierung noch ein moderates Wachstum des

Hochschulbereiches erwarten ließen und darum

entsprechende Planungen in unserem Hause

vorangetrieben wurden, war spätestens nach der

Sommerpause klar, dass es nicht nur nicht zu

entsprechenden Arrondierungen und sinnvollen

Erweiterungen unseres Studienangebots kommen

wird, sondern dass die Hochschule massiven

Sparauflagen ausgesetzt sein wird.

Die Konsequenzen sind bekannt: Schließung einer

Fakultät, Stellenverluste, massive Kürzungen im

Sachmittelbereich etc.

Herbst und Winter waren deshalb angefüllt mit der

als höchst unproduktiv empfundenen Arbeit der

Ausgestaltung des „Hochschuloptimierungskonzepts“

der Landesregierung auf der Ebene unserer

Hochschule. Zielsetzung dabei war es, den verbleibenden

Fakultäten wenn schon keine nennenswerten

Entwicklungsmöglichkeiten, so doch

möglichst frühzeitig ein möglichst hohes Maß an

Planungssicherheit zu geben.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich und von

dem für Studium und Lehre verantwortlichem


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Jahresbericht 2003 – Bericht des Vizepräsidenten

Präsidiumsmitglied sehr dankbar festzuhalten, dass

alle Fakultäten in der inneren Verarbeitung des

Bologna-Prozesses in diesem Jahr entscheidende

Fortschritte gemacht haben.

Bei den Abstimmungsgesprächen zur Vorbereitung

der Zielvereinbarung 2004 der Hochschule mit dem

Land wurde deutlich, dass ausnahmslos alle

Fakultäten spätestens zum WS 05/06 Studierende

nur noch in Bachelor- und Masterstudiengänge

zulassen wollen.

Der Modularisierungsgedanke hat sich durchgesetzt.

Die bisher vorliegenden Projektskizzen lassen

erkennen, dass die zentralen Anliegen von Bologna

umgesetzt werden. Es sind nicht graduelle

Veränderungen des bisherigen Studienangebots

verbunden mit einem neuen Abschluss, sondern

tatsächlich neue Studiengangsmodelle, die gestuft

ein flexibleres Studieren mit individueller Profilbildung

ermöglichen werden.

Im Sommersemester 2003 wurde erstmalig die in

Zukunft regelmäßig stattfindende Lehrevaluation

nach § 5 Absatz 2 NHG durchgeführt. In Abstimmung

mit allen Studiendekaninnen und

Studiendekanen wurde ein einheitlicher Fragebogen

verwendet, der den Studierenden am Semesterende

vier Wochen online zur Verfügung stand. Über

individuelle Zugriffs-nummern war gewährleistet,

dass jeder Studierende jede von ihm belegte

Lehrveranstaltung genau einmal anonymisiert

beurteilen konnte.


Insgesamt wurden 1054 Lehrveranstaltungen bewertet.

Der Rücklauf lag bei den einzelnen Fakultäten

zwischen knapp 30 und 60 Prozent. Das ist für

eine vollkommen freiwillige Online-Befragung, die

zudem unter großem Zeitdruck eingeführt werden

musste, ein sehr hoher Wert. Dies zeigt die

Ernsthaftigkeit und das Interesse der Studierenden

an diesem neuen Instrument der Qualitätskontrolle.

Das Verfahren wird im Laufe der nächsten Semester

optimiert werden, wobei die Grundlinien klar sind

und beibehalten werden: Ziel ist nicht die Überwachung

der Lehrenden, sondern eine konstruktive

Rückkoppelung zwischen Studierenden, Studiendekaninnen

und Studiendekanen und Lehrenden

zum Zwecke der Qualitätssteigerung der Lehre.

Einen Überblick über die Veränderungen im Bereich

der Internationalisierung gibt der Bericht des

Akademischen Auslandsamtes.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen


Berichte der Fakultäten/Fachbereiche

Fakultät

Bauwesen

Geschäftsführender Dekan

Prof. Dipl.-Ing. Martin Thumm

Dekan

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Ohm

Vorwort

Mit Beginn des Sommersemesters 2003 sind die

jeweils an den Standorten Hildesheim und Holzminden

vorhandenen Baustudiengänge Architektur

und Bauingenieurwesen, die Studiengänge

Immobilienwirtschaft und -management, der

Ergänzungsstudiengang Internationales Bauen in

Holzminden und der Studiengang Holzingenieurwesen

in Hildesheim in der Fakultät Bauwesen

zusammengefasst worden. Geleitet wird die Fakultät

entsprechend dem NHG von nunmehr einem

Dekanat, dem jeweils zwei Studiendekane und ein

Dekan oder Geschäftsführender Dekan aus den

Standorten Holzminden und Hildesheim angehören.

In dem erstmalig eingesetzten standortübergreifenden

Fakultätsrat fand wie auch in dem Dekanat ein

intensiver Gedankenaustausch zur Gestaltung der

neuen Fakultät Bauwesen statt. Auch die jeweilige

Zuständigkeit zwischen dem Dekanat und dem

Fakultätsrat war Gegenstand der Diskussionen.

Als sehr zeitaufwendig haben sich für die Mitglieder

im Dekanat und im Fakultätsrat die Fahrten

zwischen Holzminden und Hildesheim und umgekehrt

erwiesen. So soll zukünftig mehr als bisher

die im Wintersemester eingerichtete Tele-Teaching


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Strecke zwischen Hildesheim und Holzminden für

die Besprechungen in Anspruch genommen werden.

Erste Versuche haben gezeigt, dass der Umgang

mit dieser neuen Technologie Aufgeschlossenheit

und eine gewisse Umstellung für die Mitglieder erfordert

– Learning by Doing scheint hier der richtige

Weg zu sein.

Die Gestaltung der neuen Bachelor- und Master-

Studiengänge zur Umsetzung des Bologna-

Prozesses hat bei der Frage ob drei, dreieinhalb

oder vier Jahre Regelstudienzeit richtig sind, zu

zahlreichen engagierten Diskussionen geführt.

Erschwerend dazu war die Ungewissheit über die

von der Landesregierung beabsichtigten Haushaltsund

Personaleinsparungen sowie die vorgesehenen

Standort- bzw. Studiengangsschließungen.

Ein Jahr Zusammenarbeit im Dekanat und

Fakultätsrat hat trotz der vielen Aufgaben, wie

– Gestaltung der neuen Studiengänge

– Zusammenarbeit in einer Fakultät

– Bewältigung der Standortentfernung

– Bereitschaft zur Lehre an beiden Standorten

– Haushalts- und Personaleinsparungen

zu mehr gegenseitigem Verständnis und Rücksichtnahme

bei den jeweiligen Problemen in den

Standorten geführt. Mit Zuversicht, Engagement und

Sachkenntnis werden die Professorinnen/Professoren

und Mitarbeiter/innen der Fakultät Bauwesen

die Lösung der Aufgaben vorantreiben.


Studiengang

Architektur Hildesheim

Studiendekan

Prof. Dr. Georg Klaus

Studienangebot

Der Studiengang Architektur Hildesheim bietet auch

weiterhin ein allgemeines, grundständiges

Architekturstudium an als Voraussetzung und

Grundlage für eine Tätigkeit als europaweit anerkannte

Architektin bzw. anerkannter Architekt,

entsprechend den Empfehlungen des Fachbereichstags

Architektur Deutschland und übergeordnet den

Anforderungen der EU-Richtlinie Architektur.

Die Einführung der ECTS-Bewertung, eines Punktesystems

zur Anerkennung von Studienleistungen,

hat sich bewährt und erleichtert den Wechsel von

Hochschulen für die Studierenden. Voraussetzung

für das Studium bleibt ein sechsmonatiges

Vorpraktikum in einem der Bauhauptberufe. Damit

soll sichergestellt werden, dass die zum besseren

Verständnis notwendige Anschauung des Tätigkeitsfeldes

zuvor erfolgte.

Die Diversifizierung im Bauwesen, die Entwicklung

neuer Techniken im Bereich des Bauens und

Planens sowie die Vernetzung aller am Bau

Beteiligten und die daraus erwachsenden Weiterungen

des Tätigkeitsfeldes der Architektinnen und

Architekten machen hinsichtlich der Anerkennung

des Vorpraktikums eine Prüfung in Einzelfällen

zunehmend notwendig. Im Rahmen der Fortschreibung

der Prüfungsordnung werden auch weiterhin

die Kriterien zu Inhalt, Form und Dauer des Vorpraktikums

diskutiert werden müssen.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Veränderungen des Studienangebotes

Mit der an den hochschulweit allgemeinen Teil angepassten

Prüfungsordnung und mit dem speziellen

Teil für den Studiengang Architektur wurde auch das

Projektstudium verstärkt. Durch Modifizierung

wurde außerdem der übergreifende Fächerbezug,

d. h. die Einbindung von weiteren Fächern wie

Städtebau, Tragwerksplanung und Gebäudetechnik

in das Projektstudium erreicht.

Projektstudium und Praxisbezug

Ebenso wurde die studiengangsübergreifende

Zusammenarbeit mit den Bauingenieuren im Projekt

verstärkt fortgesetzt. So ist ein zweisemestriges,

gemeinsames Studienprojekt für Studierende beider

Studiengänge in der gültigen Prüfungsordnung

bereits umgesetzt, indem im praktischen Lehrbetrieb

Studierende beider Studiengänge an einer

gemeinsamen zweisemestrigen Projektübung

teilnehmen. Ziel dieser Bemühungen wird sein, die

Studierenden noch näher an den Praxisfall heranzuführen

und sie zu befähigen, auch insbesondere

im Team erfolgreich zu arbeiten. Zudem entstehen

aus der fakultätsinternen Zusammenarbeit der

unterschiedlichen Studiengänge Synergien, die

direkt Eingang in die Lehre finden.

Modularisierung

Seit Ende des Jahres 2001 und bis zum Jahre 2004

wird von Vertretern der Baustudiengänge die

Landesstudie „Modularisierung und Einführung

eines Leistungspunktesystems in den Studiengän-


gen Architektur und Bauingenieurwesen der

niedersächsischen Fachhochschulen“ erarbeitet, in

die auch der Studiengang Architektur eingebunden

ist. In dieser Studie werden die Möglichkeiten und

Probleme untersucht, die mit der geplanten

Modularisierung der Studiengänge im Bauwesen

und mit den damit verbundenen Leistungspunktesystemen

entstehen. Dazu gehört auch die

Einrichtung von Bachelor- und Masterstudiengängen

(Bachelor/Master of Arts, Science oder Engineering),

voraussichtlich zum Wintersemester 2004/2005.

Vertiefungsstudium Denkmalpflege

Vor diesem Hintergrund ist vorgesehen, das

Vertiefungsstudium in ein Masterstudium mit dem

Abschluss Master of Science überzuführen. Der

Beginn dieses Masterstudiums ist für das WS 05/06

geplant. Bis dahin wird das Schwerpunktstudium

Denkmalpflege in der bewährten Form der

Vertiefung angeboten und diese Qualifizierung mit

einem Zertifikat neben der Diplomurkunde

bestätigt.

Dieses Angebot besteht für Studierende der Fakultät

Bauwesen mit den Studiengängen Architektur,

Bauingenieur- und Holzingenieurwesen, sowie für

die Fakultät Gestaltung mit dem Studiengang

Farbdesign, Vertiefung Denkmalpflege. Die

Studierenden können derzeit innerhalb ihrer jeweils

grundständigen Studiengänge das Angebot von

acht speziellen Wahlpflichtfächern zu Themen der

Denkmalpflege wahrnehmen. Neben den Kernfächern

dieses Kataloges gibt es für die verschiedenen

Studiengänge entsprechend ausgerichtete


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Schwerpunkte. Damit trägt der Fachbereich der

massiven Verlagerung der Neubautätigkeit in den

Altbaubereich weiterhin Rechnung.

Die örtliche Nähe beteiligter Studiengänge und die

Verbindungen zu Institutionen (Niedersächsisches

Landesamt, Fachbereich Konservierung und

Restaurierung, Hornemann-Institut, Universitäten in

Hildesheim, Hannover und Braunschweig,

städtische Archive und Museen), die Einbeziehung

der lehrenden Personen sowie des labor- und

gerätetechnischen Equipments ist seit vielen

Semestern die Basis für ein produktives Zusammenwirken,

das auf der Grundlage angewandter

Wissenschaft Diplomarbeiten zu architektur- und

stadtbaugeschichtlichen Themen der Region

(Weltkulturerbe St. Michaelis) und des gesamten

niedersächsischen Raumes (Münsterländische

Klöster und Wasserburgen, Lüneburger Rathaus

etc.) als Forschungsarbeiten ermöglicht und sich in

entsprechenden Veröffentlichungen widerspiegelt.

Inzwischen nehmen mit zehn bis fünfzehn

Teilnehmern pro Semester etwa 20 – 30 Prozent der

Studierenden das Angebot wahr. Die damit

verbundenen Gruppengrößen haben sich als sehr

effizient erwiesen.

Kooperation mit ausländischen Hochschulen

Zur Öffnung in den europäischen Raum sind Partnerschaften

nach Ost und West entwickelt worden,

die sich durch einen regelmäßigen Austausch


Studierender mit den Möglichkeiten entsprechender

Qualifizierung durch „Doppeldiplome“ (Anerkennung

jeweils zweier beteiligter Hochschulen)

auszeichnen. In diesem Zusammenhang ist die

verbindliche Teilnahme an einem Wahlfach fachtechnische

Fremdsprache.

In diesen Rahmen gehört auch die Beschäftigung

mit dem angelsächsischen Vergaberecht für

Bauleistungen, das in der Regel außerhalb

Deutschlands im Bauwesen Anwendung findet. In

zunehmendem Maße kommen ausländische

Studierende, besonders aus Polen, Holland und

Russland, zum Studium nach Hildesheim. Das

bereichert das weltoffene Bild des Studienganges

bzw. der Fakultät und trägt dazu bei, noch mehr

einheimische Studierende anzuregen, über

Auslandsaufenthalte nachzudenken.

Nach einer gewissen Bereinigung hat sich die

Internationale Kooperation konsolidiert. Aktiv findet

Austausch sowohl unter Studierenden als auch

unter Lehrenden statt mit den Architektur-

Studiengängen:

– Niederlande Hogeschool van Utrecht

– Polen TU Danzig

TU Krakau

– Russland Bau-Universität Rostow am

Don

– Ungarn TU Budapest


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Bauen International

Für den außereuropäischen Bereich (Süd-, Mittelund

Nordamerika, Zentralafrika, Indonesien und

Australien) bildet das Vertiefungsstudium Bauen

International ein entsprechendes Angebot. War

dieses Fach in der Vergangenheit primär vom

Gedanken der technischen Entwicklungshilfe

geprägt, so stehen heute die Spezifika und

Besonderheiten der jeweiligen Länder in klimatischtechnischer,

baustoffkundlicher, wirtschaftlicher

und gesellschaftlicher Hinsicht sowie die Fähigkeit

zu flexibler Reaktion und sozialer Kompetenz

(„social skills“) im Mittelpunkt. Ein entsprechendes

Lehrangebot besteht, die Diplomarbeiten spiegeln

die Thematik wider.

Studienerfolg

Interessant ist, dass sich die durchschnittliche

Studiendauer, wenn auch in kleinen Schritten, ganz

allmählich verlängert. Dies kann als Tendenz

gewertet werden, dass immer mehr Studierende

nicht so sehr auf ein zügiges Studium schauen,

sondern Gründe haben, ihr Studium etwas zu

verlängern. Das kann daran liegen, dass parallel

zum Studium Geld verdient werden muss, dass vor

Beginn der Diplomarbeit sämtliche anderen

Leistungen abgeschlossen sein sollen, dass wegen

der schwierigen Arbeitsplatzsituation am Baumarkt

die Zeit für eine Vertiefung genutzt wird oder dass

bereits eine Familie gegründet wurde.


Ebenso stellt der Studiengang fest, dass zunehmend

Studierende mehr Wahlpflichtfächer belegen

als nach der DPO mindestens erforderlich. Hierfür

werden sowohl das reichhaltige thematische

Angebot des Studienganges als auch der Konkurrenzdruck

bei künftigen Bewerbungen die

ausschlaggebenden Gründe sein.

Die Kolleginnen und Kollegen des Lehrkörpers

stellen fest, dass leider auch die Probleme in den

Grundlagenfächern zunehmen. So sind Allgemeinbildung

und Grundkenntnisse, z. B. die Rechtschreibkenntnisse

und vor allem mathematische

Kenntnisse häufig mangelhaft. Während viele

Studierende wenige Probleme mit der Einarbeitung

in die EDV haben, fehlen bei ihnen räumliches

Vorstellungsvermögen und technisch-wissenschaftliches

Denken. Beide Fähigkeiten sind jedoch

unabdingbar für ein erfolgreiches Architekturstudium.

Trotz der Teilung der Lerngruppen zur

Intensivierung der Betreuung, soweit dies die

Kapazität zulässt, erkennen Studierende oft erst zu

spät, dass sie sich nicht für eine Studienrichtung

passend zu ihren Fähigkeiten entschieden haben.

Und trotz einer Beratung und Empfehlung durch die

Professorenschaft stellt sich nicht die Einsicht ein,

die Studienrichtung zu wechseln.

Weiterbildung

Erfolgreich fortgesetzt wurden die „Architekturgespräche“,

zu denen seit Jahren etwa jeden Monat

Referenten eingeladen werden, um aus ihrer


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

berufspraktischen Tätigkeit zu berichten. Diese

hochschulöffentliche Veranstaltungsreihe mit

Berufskolleginnen und -kollegen aus den unterschiedlichsten

Tätigkeitsfeldern des Architekten aus

dem In- und Ausland hat sich zu einem beliebten

Treffen studierender wie tätiger Architekten

etabliert.

Entwicklung

Die auf den Zahlen der Bewerbungen, Zulassungen

und tatsächlich erfolgten Immatrikulationen

basierenden statistischen Kurven haben sich in den

letzten Semestern mit einer Tendenz zur Überlagerung

angenähert. Insgesamt muss daraus auch

eine Tendenz zum möglichen Rückgang der

Studierenden für den Studiengang Architektur abgeleitet

werden. Durch die weitreichende Aufhebung

des NC konnte dem entgegengewirkt werden.

Die leicht zurückgehende Zahl der Bewerber kann in

der Zukunft dazu führen, dass die zur Verfügung

stehenden Plätze nicht mehr alle angenommen

werden, wie dies bereits bundesweit bei den

Bauingenieuren der Fall ist. Dies bringt einerseits

den Nachteil, dass der Notenquerschnitt der

Bewerber auf ein niedrigeres Niveau sinkt, was sich

in der Folge als mangelnde Vorbildung der

Studierenden auswirkt; andererseits würden jedoch

kleinere Semester die Chance bieten, die Betreuung

zu intensivieren. Dieses seit Jahren vorgetragene

Anliegen der Lehrenden ist bisher kaum berücksichtigt

worden, weil es mit mehr Lehrkapazität ver-


unden ist. Gerade aber im künstlerisch-kreativen

Bereich der Architekturausbildung ist eine gute

Betreuung zur Förderung der Fähigkeiten wesentlich.

Häufig musste in der Vergangenheit viel Zeit

aufgewendet werden, um Studierenden durch

wiederholtes Prüfen zu verdeutlichen, dass sie

wenig geeignet sind für den erstrebten Beruf; diese

Zeit geht den zu Fördernden leider verloren.

Der Studiengang beabsichtigt, gerade diesem

Problem durch das Angebot einer individuellen

Studienberatung am Anfang des Studiums entgegenzuwirken

und im Rahmen inzwischen bewährter

Tutorenprogramme für das immer wichtiger

werdende Selbststudium als Untermauerung und

Ergänzung der Lehre fakultative Nachkurse und

Proseminare anzubieten.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen


Studiengänge

Bauingenieurwesen und

Holzingenieurwesen Hildesheim

Studiendekan

Prof. Dr.-Ing. Axel Stödter

Studienangebot

Die Fakultät Bauwesen bietet u. a. die beiden

Studiengänge

– Bauingenieurwesen

– Holzingenieurwesen

am Standort Hildesheim an. Innerhalb dieser Studiengänge

ist die Wahl des Studienschwerpunktes

„Bauen International“ möglich.

Grundlage für das Studium ist die seit Sommersemester

2002 eingeführte Diplomprüfungsordnung.

Sie besteht aus einem allgemeinen Teil (gilt für

die gesamte Fachhochschule) und dem besonderen

Teil (gilt nur für die genannten Studiengänge).

Studienerfolg

Die nachfolgenden Tabellen zeigen, dass in den

vergangenen Studienjahren trotz rückläufiger

Bewerberzahlen die Zahl der Immatrikulationen im

Studiengang Holzingenieurwesen erhöht wurde.

Dies war durch eine Erhöhung der Zahl der

Lehrbeauftragten möglich, die den Studiengängen

zugeordneten Professoren sind voll ausgelastet.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Studiengang Bauingenieurwesen

Immatrikulationen

Studierende im

Studiengang

Absolventen

Durchschnittliche

Studiendauer

(aktualisiert März 2004)

SS WS SS WS SS WS SS

2000 00/01 2001 01/02 2002 02/03 2003

22 49 26 53 13 56 18

408

38

10,2

394

33

10,9

Studiengang Holzingenieurwesen

Immatrikulationen

Studierende im

Studiengang

Absolventen

Durchschnittliche

Studiendauer

Ausstattung

Das Labor für Holztechnik (LHT) besteht seit 1987

unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. M. H. Kessel.

Neben der Unterstützung der Ausbildung der

Studenten des Studienganges Holzingenieurwesen

führt das Labor für Holztechnik LHT als bauaufsichtlich

anerkannte Überwachungs- und Zertifizierungsstelle

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

aus dem Bereich Ingenieurholzbau durch. Im

372

22

10,2

384

19

10,0

361

30

11,0

361

29

11,6

317

25

11,4

SS WS SS WS SS WS SS

2000 00/01 2001 01/02 2002 02/03 2003

39 40 26 75 18 58 27

240

25

9,6

242

16

9,1

245

22

8,8

284

22

8,7

274

20

9,3

295

23

8,7

285

27

8,8


Rahmen seiner Tätigkeit als anerkannte Prüfstelle

arbeitet das LHT eng mit mittelständischen

Holzbauunternehmen zusammen. In Zusammenarbeit

mit der Qualitätsgemeinschaft Holzbau und

Ausbau e. V. führen Mitarbeiter des LHT Qualitätsüberwachungen

durch. Das Labor für Holztechnik

führt als anerkannte Prüfstelle in Kooperation

mit Baustoff- und Verbindungsmittelherstellern

sowie Fertigungsbetrieben Untersuchungen zu verschiedensten

aktuellen baupraktischen Problemen

durch.

Ausstattung des LHT:

– Belastungsrahmen mit zwei servohydraulischen

Prüfzylindern (160kN Zug/250kN Druck)

– Universalprüfmaschine 20 kN

– Begehbare Klimakammer mit

B x H x L = 24,0 x 2,40 x 5,00 m 3 ,

t= 3°– 43°C, H = 10 – 90 % rel. Luftfeuchte

– Elektronische Messkette mit diversen Kraft- und

Wegaufnehmern

– Präzisionswaagen

Forschungsschwerpunkte:

– Tragverhalten von Holztafeln für Holzhäuser in

Tafelbauart

– Holz-Holz und Holz-Holzwerkstoffverbindungen

Prüftätigkeit:

– Bestimmung von Werkstoffeigenschaften

– Anschlussprüfungen

– Bauteilprüfungen


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Prüftätigkeit in 2003:

– Prüfung der Festigkeit und Steifigkeit des

Verbundes von FERMACELL-Gipsfaserplatten mit

der bauaufsichtlichen Zulassung Nr. Z-9.1-434

mit Rippen aus Nadelholz für Holztafeln nach

DIN 1052: 2002-02 und Eurocode 5 (Fels)

– Prüfung einer Balkenschuhverbindung

(Heggenstaller AG)

– Prüfung eines Systemverbinders

(Holzbau Cordes)

– Ermittlung des Fließmoments entsprechend

DIN EN 409 von Schnellbauschrauben

TN 3,5 x 55 mm und TN 3,9 x 45 mm

(Knauf Gips KG)

– Zeitgeraffte klimatische Beanspruchung von

Treppenstufen

(Partnergemeinschaft Holztreppenhersteller)

Das Institut für Prüfung und Forschung im Bauwesen

(IPBF) Hildesheim e. V. ist ein gemeinnütziges An-

Institut, das der Fakultät Bauwesen zugeordnet ist.

Es hat sich die Aufgabe gestellt, Forschung und

Lehre durch praxisbezogene Forschungsprojekte zu

fördern, Ergebnisse in der Praxis sowie auch

besonders in der Lehre anzuwenden und Prüfverfahren

weiter zu entwickeln. Dazu stellt es moderne

technische Ausstattung für diese Aufgaben und die

Lehre in den Studiengängen zur Verfügung, auf

die im Rahmen von Lehrveranstaltungen und

Diplomarbeiten zurückgegriffen werden konnte. Als

Prüfstelle für Schallschutz liegt eine Zertifizierung

für die Durchführung von Güteprüfungen nach


DIN 4109 vor. Schwerpunkte der Arbeiten, in die

studentische Hilfskräfte eingebunden sind, liegen

ferner im Bereich der Raumakustik, des Wärme- und

des Feuchteschutzes. Erwähnenswert ist, dass

durch die Arbeit des IPFB eine wesentliche

Verbesserung der Raumakustik für die St. Andreaskirche

erreicht werden konnte. Dies dokumentierten

erstmals die Chorkonzerte der „Romantischen

Nacht 2003“.

Das IPFB feierte am 29.03.2003 sein 40-jähriges

Bestehen mit großer Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Das Labor für Bearbeitungstechnik im Studiengang

Holzingenieurwesen ist mit einer Super Computing

Work Station (HPJ 210) und einer CNC/DNC-

Fertigungslinie ausgestattet und steht für Ausbildungs-

und Forschungszwecke zur Verfügung.

In dem Neubau am Goschentor stehen insbesondere

dem Studiengang Holzingenieurwesen drei

weitere Laborräume für die Ausbildung zur Verfügung:

– Labor für Bearbeitungstechnik

– Labor für Möbeltechnik

– Labor für Möbelkonstruktion

Das aus Drittmitteln finanzierte Trockenbaulabor in

den Kellerräumen des Gebäudes Hohnsen 1 nimmt

eine wichtige Funktion in der Lehre wahr.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Das EDV-gestützte Labor für Massivbau mit

15 studentischen Arbeitsplätzen konnte nun nach

Umbau in einem großzügig gestalteten Raum untergebracht

werden. Der PC-Raum weist 16 Rechner

und Flachbildschirme auf.

Mitwirkung in Gremien

Die Professoren der Studiengänge nehmen regelmäßig

an den Fachbereichstagen, den Fachausschuss-Sitzungen

der Fachbereichstage und an den

Dekanetreffen teil.

Prof. Dr. H.-J. Collin

– Vorsitzender des Arbeitskreises „Umfeldverträgliche

Verkehrsbelastung“ der Deutschen

Forschungsgesellschaft für Straßen- und

Verkehrswesen

– Mitglied im Arbeitsausschuss „Sonderfragen des

Stadtverkehrs“ der Deutschen Forschungsgesellschaft

für Straßen- und Verkehrswesen

– Mitglied im Deutschen Forum Mensch und

Verkehr

Prof. Dr. U. Gerhardt

– Mitarbeiter im Unterausschuss UA-4.1 (Holztrocknung)

der Deutschen Gesellschaft für

Holzforschung e. V.

– Vorstandsmitglied des Fördervereines Holztechnik

an der Fachhochschule Hildesheim/

Holzminden e. V.

– Mitglied im Verbraucherrat des Deutschen Instituts

für Normung e. V., UA 5.1.5 „Polstermöbel“


Prof. Dr. H.-P. Leimer

– Präsident der WTA, Wissenschaftlich-Technische

Arbeitsgemeinschaft für Denkmalpflege und

Bauwerkserhaltung in Europa

– Mitglied der CEN TC 524 WG9

„Dachunterspannbahnen – Unterdeckungen“

– Mitglied der Arbeitsgruppe „Simulationsverfahren“

im Referat 6 – Grundlagen der WTA

Prof. N. Nebgen

– Arbeitsausschuss AA8 „Brandverhalten von Holz

und Holzwerkstoffen“ der Deutschen Gesellschaft

für Holzforschung (DGfH) in München

– Arbeitsausschuss AA15 „Holzbau und Computer“

der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung

(DGfH) in München

– Gruppe „Hochschulprojekte“ der Arbeitsgemeinschaft

Holz

Prof. A. Nentwig

– Mitglied im DIN-Ausschuss für Möbel

Prof. Dr. M. Ringkamp

– Ständiges Mitglied der DAAD-Auswahldelegation

Indonesien

Prof. Dr. A. Stödter

– Mitglied im Norddeutschen Wasserzentrum

– Berater im Unterausschuss „Gestaltung und

Bewirtschaftung der Gewässer nach EU-Wasserrahmenrichtlinie“

der Länderarbeitsgemeinschaft

Wasser


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

– Mitglied im Strategischen Arbeitskreis zur Neuordnung

der Wasserwirtschaft in Niedersachsen

– Mitglied der ATV-DVWK-Arbeitsgruppe „Hochwasservorhersage

mit Fuzzy Logic“

Prof. A. C. Toepfer

– Obmann der Arbeitsausschüsse für die ATV DIN

18 307 „Verbauarbeiten“ und ATV DIN 18 319

„Rohrvortriebsarbeiten“ der VOB Teil C

Forschungstätigkeiten

Prof. Dr. H.-J. Collin

– „Wirkungen des Semestertickets in Hildesheim“

Prof. Dr. H.-P. Leimer

– „Pilzbelastung der Raumluft hochgedämmter

Häuser – baubiologische Aspekte“, AGIP-

Forschung F. A. Nr. 2002.483

Veröffentlichungen

Prof. Dr.-Ing. H.-J. Collin

– Mitautor des Standardwerkes „Stadtverkehrsplanung“

(Springer-Verlag, 2003)

– Mitautor für das „Handbuch der Kommunalen

Verkehrsplanung“ (Beiträge: Belastbarkeit der

Straßen und der Stadt im Kfz-Verkehr, Verkehrstechnische

Datenerhebungen, Verkehrsverhaltensbezogene

Datenerhebungen, Verträglichkeitsanalysen

in der Kommunalen Verkehrsplanung)

– Mitautor am Stadtleitbild von Hildesheim


Prof. Dr. H.-P. Leimer

– MSR VI, 6th International Conference „Materials

Science and Restauration“, Karlsruhe

1. „Climate stability of historical museums;

Building physics calculations at the Herzog-

Anton-Ulrich Museum of Brunswick“

2. „Climate stability of historical muesums –

Research of temperture and moisture

reaction in areas close to outer walls,

consequences regarding the buildings and

the exhibits“

– Weimarer Bauphysiktage, Weimar

„Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit von

Energiemaßnahmen an Gebäuden im Bestand“

– IBK-Feuchteschäden, Berlin

(1. Simulation von Feuchte- und Wasserschäden

– Möglichkeiten zur ganzheitlichen Betrachtungsweise

des Temperatur- und Feuchteverhaltens in

Gebäuden; 2. Pilzbelastung der Raumluft hochgedämmter

Häuser – baubiologische Aspekte)

Vorträge und Seminare

Prof. Dr.-Ing. H.-J. Collin

– Braucht die Landeshauptstadt Kiel eine Stadtregionalbahn?

(Kiel, im Januar 2003)

– Grundzüge des neuen Busliniennetzes in Goslar

(Goslar, im Februar 2003)

– Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt von

Bremen (Bremen, im Mai 2003)

– Ideen zur Umgestaltung der ZOB-Anlage in

Hildesheim (Hildesheim, im April 2003)


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

– Busoptimierung in Hildesheim

(Hildesheim, im Mai 2003)

– Wie ist in Wolfsburg eine Mobilitätszentrale zu

gestalten? (Wolfsburg, im Juni 2003)

– Durchführung einer Direkt-Marketing-Aktion

(Mülheim an der Ruhr, im September 2003)

– Marktpotenziale im ÖPNV

(Lüdenscheid, im Oktober 2003)

– Erfassung des Wirtschaftsverkehrs in Hildesheim

(Hildesheim, im November 2003)

Prof. Dr. H.-P. Leimer

– MSR VI, 6th International Conference „Materials

Science and Restauration“, Karlsruhe

(1. „Climate stability of historical museums;

Building physics calculations ot the Herzog-

Anton-Ulrich Museum of Brunswick“;

2. „Climate stability of historical muesums –

Research of temperture and moisture reaction in

areas close to outer walls, consequences

regarding the buildings and the exhibits“)

– Weimarer Bauphysiktage, Weimar

„Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit von

Energiemaßnahmen an Gebäuden im Bestand“

– IBK-Feuchteschäden, Berlin

(1. Simulation von Feuchte- und Wasserschäden

– Möglichkeiten zur ganzheitlichen Betrachtungsweise

des Temperatur- und Feuchteverhaltens in

Gebäuden; 2. Pilzbelastung der Raumluft hochgedämmter

Häuser – baubiologische Aspekte)


Internationale Kooperationen

Im Wintersemester 2002/2003 waren im Studienschwerpunkt

„Bauen International“ 56 Studierende

der Architektur, des Bau- und Holzingenieurwesens

eingeschrieben.

Im Rahmen dieses Studienschwerpunktes leisteten

im Wintersemester 2002/2003 und Sommersemester

2003 mehrere Studierende aus Hildesheim

Ingenieurassistenzen in folgenden Ländern ab:

Neuseeland, USA, Tansania, Südafrika, Indien,

Indonesien, Russland, Chile, Brasilien, Mexiko

Im Sommersemester 2003 haben insgesamt fünf

Studierende ein Diplom im Studienschwerpunkt

„Bauen International“ erworben.

Das Labor für Holztechnik arbeitet mit Hochschulen,

Institutionen und Verbänden in der Schweiz, in

Italien, Großbritannien, Frankreich und Belgien

zusammen. Das Labor für Holztechnik ist Mitglied

im NETWORK EUROWOOD.

Die Kooperation mit der Universität für Bauwesen in

Rostow am Don, Russland, wird sehr intensiv

fortgesetzt. Erste Studierende haben ihr Diplom in

Hildesheim erworben und sind nun für ein Jahr an

der Universität Rostow eingeschrieben.

Im Berichtszeitraum hat wiederum ein intensiver

Austausch von Dozenten und Studierenden

stattgefunden.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Doppeldiplom HAWK/Universität Rostow am Don

Die Kooperation mit der Staatlichen Bauuniversität

für Bauwesen in Rostow am Don, Russland, hat im

November 2001 zu einem Vertrag über ein

„Doppeldiplom“ geführt. Danach können die

Studierenden der HAWK Hildesheim im Studiengang

Bauingenieurwesen nach dem 7. Semester zwei

Semester in Rostow studieren und müssen dort

bestimmte Pflichtfächer bestehen. Ihre Diplomarbeit

schreiben sie danach an der HAWK in

Hildesheim. Nach der bestandenen Diplomprüfung

erhalten sie das Diplom von der Fachhochschule

Hildesheim und von der Staatlichen Bauuniversität

für Bauwesen in Rostow am Don.

Die Studierenden der Staatlichen Bauuniversität in

Rostow am Don im Studiengang Bauingenieurwesen

können nach dem 6. Semester zwei Semester an

der Fachhochschule in Hildesheim studieren und

müssen dort bestimmte Pflichtfächer bestehen.

Außerdem müssen sie in Deutschland ein

zweimonatiges Praktikum als Ingenieurassistent

absolvieren. Ihre Diplomarbeit schreiben sie danach

an der Universität in Rostow. Nach der bestandenen

Diplomprüfung erhalten sie das Diplom von der

Staatlichen Bauuniversität für Bauwesen in Rostow

am Don und von der HAWK in Hildesheim.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Berufung zum Beginn des Wintersemesters

2003/2004:

– Prof. Dr.-Ing. Jürgen Vogel

für das Fach „Geotechnik“


Studiengang

Architektur Holzminden

Studiendekan

Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz

Studienangebot

Der Studiengang Architektur bietet für Studierende

gemäß Diplomprüfungsordnung 1998 folgende

Studienschwerpunkte an:

– Denkmalpflege und Sanierung

– Baubetrieb und Datenverarbeitung

– Metallbau

sowie gemäß Diplomprüfungsordnung 2003

folgende Kompetenzfelder:

– Allgemeines (AL)

– Baudenkmalpflege (BD)

– Bautechnik (BT)

– Entwurf und Planung (EP)

– Kommunikation (KM)

– Konstruktion (KO)

– Management (MA)

– Metallbau (ME)

Wesentliches Kriterium für die Architektenausbildung

ist, dass in allen drei Studienschwerpunkten

bzw. acht Kompetenzfeldern eine klassische

Architektenausbildung erfolgt, so wie sie von den

entsprechenden Architektenkammern gefordert

wird.

Der Studiengang Architektur bietet neben sechs

Semestern theoretischer Ausbildung zwei berufspraktische

Studiensemester (im 5. und 8. Semester)


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

an. Die Lehrveranstaltungen umfassen gemäß

Diplomprüfungsordnung 1998 insgesamt 168

Semesterwochenstunden, gemäß Diplomprüfungsordnung

2003 insgesamt 158 Semesterwochenstunden.

Der erste Studienabschnitt bis zum Vordiplom

beträgt jeweils drei Semester.

Für die Architekturausbildung bedeutet das Zusammenwachsen

Europas, dass mehrere Fremdsprachen

im Lehrangebot vorhanden sind. Seit dem

Wintersemester 1995/1996 wird neben Englisch und

Französisch auch Spanisch angeboten. Weitere

Fremdsprachenangebote wie Russisch sind in

Vorbereitung.

Die Studienschwerpunkte „Denkmalpflege und

Sanierung“, „Baubetrieb und Datenverarbeitung“

und „Metallbau“ können im 6. und 7. Semester

studiert werden. Die Entscheidung für einen dieser

Schwerpunkte ist im 4. Semester möglich. Das

darauffolgende Praxissemester (5. Semester) kann

in einem dieser Entscheidungen entsprechenden

Unternehmen absolviert werden. In zunehmendem

Maße auch im Ausland.

Die Umstellung auf eine Vertiefung im Rahmen der

Kompetenzfelder gemäß Diplomprüfungsordnung

2003 ermöglicht bereits ab dem 4. Semester eine

neigungsbezogene Ausrichtung des Studiums. Auch

hier kann das darauffolgende Praxissemester

(5. Semester) in einem dieser Entscheidungen

entsprechendem Unternehmen im In- und Ausland

absolviert werden.


Eine besondere Form der Ausbildung von Architekturstudentinnen

und -studenten sind studentische

Wettbewerbe, die im öffentlichen Bereich mit

verschiedenen Aufgabenstellungen stattgefunden

haben.

Studienerfolg

Es ist erfreulich, dass die Studierenden des Studiengangs

Architektur ihr Diplom in der Mehrzahl

innerhalb der Regelstudienzeit absolvieren. Das ist

zurückzuführen auf das straff organisierte Studium,

die große Anzahl der Teilprüfungen, die über die

Studienzeit gut verteilten Hausarbeiten und

Entwürfe sowie die Beschränkung der Lehrveranstaltungen

auf 168 Semesterwochenstunden.

Das Vordiplom liegt gemäß derzeit gültiger

Prüfungsordnungen nach dem dritten Semester.

Die Themenstellungen reichten von Entwurf und

Konstruktion bis hin zu baubetrieblichen Berechnungen

sowie denkmalpflegerischen Fragestellungen.

Die Studierenden in den Semestern A1, A2 und A4

studieren bereits gemäß der Diplomprüfungsordnung

2003.

Studienanfänger

Zulassungsbeschränkungen, außer den geforderten

Eingangsvoraussetzungen, gibt es nicht. Insgesamt

sind zurzeit 279 Studierende im Studiengang

Architektur eingeschrieben. 50 Prozent davon sind


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

weiblich. Im Berichtsjahr 2003 wurden im

Sommersemester 26 und im Wintersemester 43

Studierende aufgenommen.

Besondere Aktivitäten innerhalb der Hochschule

Prof. Helmut Drewes und Prof. Dr. Helmut Sager

– Zusammen mit Dipl.-Arch. U. Hassel wurde in

Vorbereitung auf die neue Prüfungsordnung das

4. Projekt durchgeführt. Dieses Projekt befasste

sich mit leichten weitgespannten Flächentragwerken,

Membrankonstruktionen.

Das Thema war, die Überdachung für das

Sommertheater Stahle zu entwerfen. Ergänzt

wurde die Entwurfsaufgabe durch die Lehrinhalte

Tragwerkslehre und Baustoffkunde. Von

besonderem Interesse für den Erfolg war ein

Workshop mit industrieller Beteiligung durch die

Fa. Cenotec und die betreuenden Korrekturen

durch Herrn R. Lutz und R. Scheuermann von der

Fa. Ove Arup. Die Ergebnisse wurden hochschulöffentlich

in einer Ausstellung präsentiert.

Die Eröffnungsveranstaltung fand großen

Anklang, da das Sommertheater musikalisch die

Ausstellung einleitete. Eine 2. Ausstellung der

Ergebnisse erfolgte im Sommertheater Stahle

während der Eröffnung der Sommerspielzeit.

Prof. Dr. Birgit Franz und Prof. Dr. Jens Kickler

– Ein gemeinsames interdisziplinäres Projekt im

Studiengang Architektur (Themenbereich Denkmalpflege)

und im Studiengang Bauingenieurwesen

(Themenbereich Holzbau) widmete sich


im Sommersemester 2003 der Wiedernutzbarmachung

des denkmalgeschützten Wirtschaftsgebäudes

auf dem Domänenhof Heidbrink. Bei

der Präsentation der Ergebnisse waren Vertreter

des Staatlichen Baumanagements Hildesheim,

unter anderem Leiter Fred Apel, des Landkreises

Holzminden und der Gemeinde Polle sowie der

auf der Domäne lebende Schmiedemeister

Georg Petau anwesend.

– Die denkmalgeschützte Hofanlage Putlitz wurde

wiederum im Wintersemester 2003/2004

gemeinsam von Studierenden des Studiengangs

Architektur und des Bauingenieurwesens untersucht

und bewertet. Aufbauend auf diesen

Ergebnissen wurde eine Machbarkeitsstudie

erarbeitet. Der zugehörige Workshop vor Ort

wurde finanziell von der Bodenverwertungs- und

-verwaltungs-GmbH Berlin finanziell unterstützt.

Die Betreuung vor Ort wurde zusätzlich von

Herrn Liebau, wissenschaftlicher Mitarbeiter,

unterstützt.

Prof. Walter Krings

– Stadtentwicklungskonzept für die Stadt Elze:

Studentenprojekt im Semester A7 DS, Entwurf

über zwei Semester aufgeteilt in Bestandsanalyse,

Entwicklungskonzept mit Darstellung von

Einzelmaßnahmen, Aussagen zum Stadtmarketing,

Vorschläge für eine Gestaltungssatzung

– Städtebauliche Sanierungsplanung in

Bad Pyrmont für den Stadtkernbereich:

Studentenprojekt Semester A7 DS


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

– Exkursion Toskana:

Freihandzeichnen – Baugeschichte – Architektur

Studienfahrt mit dem Semester A 4

Prof. Reinhard Lamers

– Eröffnung des kommunikationstechnologischen

High-Tech-Zeitalters. Gemeinsam eröffneten

Prof. Hans-Peter Leimer in Hildesheim und

Prof. Reinhard Lamers in Holzminden mit einem

Seminar zum Thema Baukonstruktion und

Bauphysik die neu eingerichtete Strecke für

Teleteaching.

Prof. Dr. Helmut Sager

Bereich Baustoffkunde

– Oberflächentechnik Metall (OTM I + II), Bauphysik

der Baumetalle

– Sondergebiete Betoninstandsetzung, Injektionen,

Beschichtungen von Industrie- und Bodenflächen

– Zusätzlich zu den Lehrveranstaltungen wurden

im 1. und 2. Semester „Freiwillige Übungen“

angeboten.

– Das 1. Semester befasste sich mit der Herstellung

und der Oberflächengestaltung von Ziegeln,

die auch das Aufbringen von Engoben

einschließlich der zugehörigen Brände einschlossen.

Zum Abschluss der Übung wurde aus

den knapp 40 Ziegeln ein Pfeiler im Lichthof der

Fachhochschule aufgemauert, der als Stütze für

die Ausstellungsflächen der Übungsergebnisse

der 2. Semester diente.


– Das 2. Semester hatte die Aufgabe, Beton so

zu formen, dass dabei Fabeltiere entstehen

sollten. Diese Tiere zusammen mit den

Ergebnissen des 1. Semesters füllten zum

Jahresende den Lichthof.

– Semesterbegleitende Übungen, die zum

Pflichtprogramm gehörten, befassen sich im

3. Semester mit Parkett, mit Innen- und

Außenvertäfelung von Wänden. Eine zugehörige

Ausstellung machte die genutzten Holzarten den

einzelnen Sinnen der Ausstellungsbesucher

signifikant nutzbar.

– Das 4. Semester befasste sich in den semesterbegleitenden

Übungen mit dem Diffusionsverhalten

von Unterspannbahnen, wobei sie die

Diffusionsmessungen vorzunehmen hatten. Eine

Ausstellung über die Versuchsergebnisse und

die Verwendung von Unterspannbahnen in Form

einer Postersession schloss diese Arbeit ab.

Bereich Lehmbauseminar

– Im Sommersemester fand in Stadtoldendorf das

7. Sommerlehmbauseminar statt, bei dem die

tatkräftige Unterstützung von Dipl.-Arch. Raetz,

Herrn Liebau und Herrn Jürgens den Erfolg bei

der Weiterführung der Sanierung eines alten

Fachwerkhauses sicherstellte.

Bereich Exkursionen

– Architekturexkursion Graz:

Die Exkursion des 4. Semesters wurde vor Ort

durch zahlreiche Führungen der verantwortlichen


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Architekten unterstützt. Hauptanziehungspunkt

waren naturgemäß die Projekte der Europäischen

Kulturhauptstadt 2003.

– Metallbauexkursion München:

Mit den Studierenden des 6. und 7. Semesters

wurden an einem Wochenende bedeutende

Stahlbauten und Umbauten besichtigt, wobei

Bauwerksführungen insbesondere im Neuen

Stadion, Swiss Re, Bürogebäuden Nickel-

Architekten, Feuerwache 8 und der Pinakothek

der Moderne in Erinnerung bleiben.

Weitere Studiengänge

Seit dem Sommersemester 1998 wird in dem

gemeinsam mit dem Studiengang Bauingenieurwesen

gegründeten Institut für Chemie der

Studiengang Bau-Chemie angeboten. Ergänzend

werden Wahl- und Wahlpflichtvorlesungen im Fach

Bau-Chemie gehalten.

Gemeinsam mit dem Studiengang Bauingenieurwesen

wird seit dem Wintersemester 1999/2000

der Studiengang Immobilienwirtschaft und

-management angeboten.

Seit dem Wintersemester 1995/1996 ist vom Ministerium

für Wissenschaft und Kultur der zweisemestrige

Ergänzungsstudiengang „Internationales

Bauen“ als Fortsetzung des früheren „Auslandsbaues“

genehmigt worden. Dieser Ergänzungsstudiengang

ist stufenweise ausbaubar. (Er soll die

Studienschwerpunkte Baumanagement, Immobili-


enwirtschaft, Architektur und Konstruktiven Ingenieurbau

haben.) Mit Baumanagement als erstem

Schwerpunkt wurde im Wintersemester 1996/1997

begonnen. Der Ergänzungsstudiengang erstreckt

sich über zwei Semester und kann mit dem „Master

of Science“ der Kingston University abgeschlossen

werden, der zur Promotion berechtigt. Die

Lehrinhalte sind stark europabezogen und mit dem

Kooperationspartner, der Kingston University in

London, gemeinsam erarbeitet worden. Der

Studiengang konnte in London bereits zum Wintersemester

1994/1995 studiert werden. Angestrebt

wird für die nähere Zukunft auch, den Vertiefungsschwerpunkt

Architektur mit dem Partner in

Kingston anzubieten.

Besondere Aktivitäten außerhalb der Hochschule

Trotz der Überlast in der Lehre werden von den

Professorinnen und Professoren zahlreiche

Aktivitäten außerhalb der Hochschule in ihren

Fachschwerpunkten wahr-genommen:

Prof. Helmut Drewes

Konstruktives Entwerfen, Baukonstruktion und

Tragwerkslehre

– Beratende Teilnahme an Architekturwettbewerben

Prof. Annegret Droste

Entwerfen, Gebäudelehre und Architekturtheorie

– Mitglied in der Jury „Förderpreis des Niedersächsischen

Baugewerbes“


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

– Aktive Teilnahme an Wettbewerben

– Tätigkeit als Preisrichterin bei Architekturwettbewerben

– Mitarbeit im Verein zur Förderung der Baukultur

Prof. Dr. Birgit Franz

Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege

– Mitglied im Arbeitskreis Theorie und Lehre der

Denkmalpflege e. V., im Weiterbildungszentrum

für Denkmalpflege und Altbauinstandsetzung

e. V., der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft

für Bauwerkserhaltung und

Denkmalpflege e. V.; im Deutschen Nationalkomitee

von ICOMOS

– Planungsleistung und gutachterliche Tätigkeit im

denkmalgeschützten Baubestand

– Gutachterliche Tätigkeit im Bereich Krankenhausbestand

– Tätigkeit als Preisrichterin

– Vorträge im Fortbildungsprogramm des Instituts

Fortbildung Bau e. V. der Architektenkammer

Baden-Württemberg

– Wissenschaftliche Buchveröffentlichung zum

Thema „Behutsame Wiedernutzbarmachung von

Bürgerhäusern. Fallbeispiel“

– Konzeption, Organisation und Moderation der

Tagung „Betagte Hochhäuser – problematische

Altlast oder erhaltenswerte Ressource“,

gemeinsam mit Olaf Peterschröder, an der

Universität Karlsruhe (TH)


Prof. Walter Krings

Grundlagen des Städtebaus, Stadt- und Ortsentwicklung

– Mitglied im Landeswettbewerbsausschuss

Architektenkammer Rheinland-Pfalz

– Wettbewerbsvorprüfung für Architektenkammer-

Dienstleistungs GmbH

– Preisrichter bei öffentlichen Ideen- und Realisierungswettbewerben

– Städtebauliche Sanierungsberatung in förmlich

festgelegten Sanierungsgebieten

– Gutachtertätigkeit für städtebauliche Leistungen

– Städtebauliche Planungsleistungen

Prof. Reinhard Lamers

Bauphysik, Baukonstruktion, Darstellende

Geometrie

– Zahlreiche Seminare und Vorträge im Rahmen

von gutachterlichen Tätigkeiten am Institut für

Weiterbildung

– Mitglied in der Arbeitsgruppe im Landesvorhaben

„Modularisierung und Einführung eines

Leistungspunktesystems in den Studiengängen

Architektur und Bauingenieurwesen der niedersächsischen

Fachhochschulen“, Vertreter für den

Studiengang Architektur in Holzminden

– Tagesseminare und Vorträge zur Energieeinsparverordnung

unter anderem für das Weiterbildungszentrum

der Fachhochschule in Holzminden

und für das Weiterbildungszentrum an

der Fachhochschule in Oldenburg.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

– Tagesseminar zu Abdichtungen bei der Niedersächsischen

Architektenkammer

– Vorträge und Fachaufsatz zum Thema Fachwerksanierung

Prof. Herbert Lemmer

Baubetrieb, Baudurchführung

– Weiterbildungsveranstaltungen zur Bauvertragsgestaltung

und -abwicklung

– Diverse Weiterbildungsseminare zu Architekten-

und Ingenieurverträgen

– Diverse gutachterliche Stellungnahmen bzw.

beratende Tätigkeiten für Bauherren und/oder

Bauunternehmungen zu Vertragsauslegungen

und Bauabrechnungen

– Beiratsmitglied in einer Norddeutschen Bauunternehmung

Prof. Dr. Otto Maier

Technischer Ausbau, Baukonstruktion, Entwurf

– Vorträge anlässlich der Wachsmann-Ehrung 2001

– Diverse Artikel in Fachzeitschriften zu Wachsmann

und zu Problemen des elementierten

Bauens

Prof. Peter Obbelode

Baukonstruktion/Sanierung, Bauphysik

– Mitarbeit in diversen Preisgerichten bei Architekturwettbewerben

– Mitglied im Beirat zur Stadtgestaltung Bielefeld

– Mitglied in USTA Bielefeld

– Mitarbeiter in der Zukunftswerkstatt der Stadt

Bielefeld


– Mitarbeit im Gutachterausschuss der

Carl-Duisberg-Gesellschaft

– 2. Vorsitzender des BDA-Ostwestfalen-Lippe

Prof. Dr. Helmut Sager

Baustoffkunde, Konstruktion im Metallbau

– Baustoffkundliche Gutachten auf dem Spezialgebiet

Betoninstandsetzung/Injektion

Internationale Kooperationen

Der Studiengang kooperiert mit mehreren

Hochschulen und anderen Instituten auf dem Gebiet

der Lehre und der Forschung. Hierbei sind

besonders hervorzuheben:

Kooperation in der Lehre mit

– Kingston University, London

– Oulu Institute of Technology, Finnland

– FH Piräus, Griechenland

– Universität Lissabon

– Technische Universität Kiew/Ukraine für

Architekten und Bauingenieure.

Die Kooperation bezieht sich auf eine enge

Zusammenarbeit bei der Entwicklung grundständiger

und ergänzender Studiengänge sowie die

Förderung des Austausches von Studentinnen und

Studenten in den praxisbezogenen Studiensemestern.

Mit der Kingston University ist der Ergänzungsstudiengang

„Internationales Bauen“ aufgebaut. Im


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Zuge eines Dozentenaustausches führen mehrere

Professoren aus Holzminden bereits seit Frühjahr

1995 Lehreinheiten in London und Oulu/Finnland

durch.

Besonderheiten

Die Visualisierung des Neubaus der Fachhochschule

in Holzminden sollte bereits lange vor der geplanten

Fertigstellung im Sommer 2005 erfahrbar sein.

Kurzentschlossen entwickelten Studierende der

Fachhochschule anhand der Baupläne des

Karlsruher Architekturbüros Rainer Diekmann den

zugehörigen virtuellen interaktiven Rundgang und

stellten diesen ins Internet.


Studiengänge

Bauingenieurwesen,

Immobilienwirtschaft- und management

und Internationales Bauen Holzminden

Studiendekan

Prof. Dr.-Ing. Bernd Kubat

Studienangebot

Die Fakultät bietet in Holzminden folgende

Studiengänge an:

– Bauingenieurwesen mit den Schwerpunkten

– Wasser-, Abfallwirtschaft und Verkehr

– Konstruktiver Ingenieurbau

– Immobilienwirtschaft und -management

– Ergänzungsstudiengang Internationales Bauen

Die Studiengänge „Immobilienwirtschaft und

-management“ und „Internationales Bauen“ werden

in Kooperation mit dem Studiengang Architektur in

Holzminden angeboten.

Studiengang Bauingenieurwesen

Der Studiengang Bauingenieurwesen in Holzminden

bietet den Forderungen der Bauwirtschaft entsprechend,

aber auch aufbauend auf den

Empfehlungen des Fachbereichstages Bauingenieurwesen,

einen grundständigen Studiengang von acht

Semestern an. Das 5. und 8. Semester sind Praxissemester.

Ziel ist es, den Studierenden für den späteren

beruflichen Werdegang ein breit angelegtes,

praxisgerechtes Wissen zu vermitteln. Dabei können

die Studierenden auch Wahlpflichtfächer und

Wahlfächer in den Studiengängen Immobilienwirtschaft

(z. B. Bauprojektentwicklung, Investitionen,

Marketing) und Bauchemie belegen.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Die Vertiefung ab dem 6. Semester in die Schwerpunkte

„Konstruktiver Ingenieurbau“ oder „Wasser-,

Abfallwirtschaft und Verkehr“ bietet den Studierenden

die Möglichkeit, ein den Neigungen angepasstes

Studium in den letzten beiden Semestern

durchzuführen. Ein straff organisierter Studienplan

führt zu kurzen Studienzeiten. Regelmäßige, mit

Vertretern aus Bauunternehmungen, Ingenieurbüros

und Bauverwaltungen, geführte Gespräche über die

Lehrinhalte stellen sicher, dass die Absolventen den

späteren Anforderungen im Bauwesen entsprechen.

Studiengang Immobilienwirtschaft

und -management

Der Studiengang Immobilienwirtschaft und

-management wurde erstmals mit Beginn des

Wintersemesters 1999/2000 angeboten. Dieser

Studiengang trägt der Tatsache Rechnung, dass

Bauvorhaben – auch im öffentlichen Bereich – von

der Bauwirtschaft nicht nur geplant und gebaut,

sondern zunehmend auch initiiert, finanziert, vermarktet

und bewirtschaftet werden. Zudem

wünschen Investoren und Käufer bzw. Nutzer der

Immobilien häufig eine rechtliche, wirtschaftliche,

technische und künftig auch ganzzeitliche

Betreuung durch entsprechende Fachleute. Die

Studienangebote der deutschen Hochschulen sind

diesen Anforderungen bisher nur teilweise gerecht

geworden. Es gab bis vor kurzem kein Studium, das

diese ganzheitlichen und ganzzeitlichen Anforderungen

berücksichtigte.


Das Studium in Holzminden wird insbesondere auf

folgende Aufgaben vorbereiten:

– Projektentwicklung

– Finanzierung

– Vermarktung

– Bewirtschaftung

Der Studiengang wird in zwei Varianten angeboten:

– Studium mit Praxissemestern

– Studium im Praxisverbund

Studium im Praxisverbund kann bedeuten:

– Weiterbildung und Qualifizierung

Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

für das Studium und betriebliche

Arbeit in der Praxisphase

– Erweitertes Praxisstudium

Der Betrieb richtet Praxisstellen ein, auf die

sich Studienanfänger bewerben können.

Diese Studierenden absolvieren in den

Praxisphasen ein gelenktes Studium im Betrieb.

Da der Studiengang in enger Kooperation mit Praxispartnern

entwickelt wurde, hat der Fachbereich

auch für die Durchführung des Studienangebotes

einen Beirat gebildet.

Der Beirat, bestehend aus Vertretern von Banken,

Bauträgern, Projektsteuerern und Bauunternehmen,

soll kontinuierlich bei der weiteren Entwicklung


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

mitwirken und beratend tätig sein. Das Studium

beginnt einmal jährlich im Wintersemester.

Im Juli konnten die ersten Absolventinnen und

Absolventen verabschiedet werden.

Ergänzungsstudiengang Internationales Bauen

Der Ergänzungsstudiengang Internationales Bauen

wurde erstmalig im Wintersemester 1996/1997

begonnen und wird seitdem in jedem Wintersemester

erneut angeboten. Architektinnen und Architekten

sowie Bauingenieurinnen und Bauingenieure

sollen in diesem Ergänzungsstudiengang auf

europaweite Bauaufgaben vorbereitet werden. Es ist

geplant, in der Endstufe drei Vertiefungsschwerpunkte

(Baumanagement, Konstruktiver Ingenieurbau

und Architektur) anzubieten.

Begonnen wurde zunächst mit dem Schwerpunkt

Baumanagement, in dem die Studierenden für das

Bauen im Ausland in sprachlicher, rechtlicher,

wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht

ausgebildet werden. Neben einem Zertifikat

erhalten die Absolventinnen und Absolventen auch

den Master of Science der Kingston University, der

zur Promotion berechtigt. Der Studiengang umfasst

drei Semester. Da alle Lehrveranstaltungen als

Blöcke (Module) angeboten werden, kann das

Studium teilweise auch an den Partnerhochschulen

absolviert werden. Außerdem ist es möglich, das

Studium berufsbegleitend auf vier Jahre verteilt als

Teilzeitstudium durchzuführen.


Dieses Studienangebot sowie die Möglichkeit,

damit einen internationalen Abschluss zu erlangen,

haben bei den externen Gutachtern im Rahmen der

Evaluation des Fachbereichs Bauingenieurwesen

einen sehr großen Anklang gefunden.

Studienerfolg

Bei der Betrachtung der Studienzeiten ist erfreulich,

dass die Studierenden ihr Studium in der Mehrzahl

innerhalb der Regelstudienzeit mit Erfolg abschließen.

Gründe dafür sind das straff organisierte

Studium, die große Zahl von Teilprüfungen, die über

die Studienzeit gut verteilten Hausübungen und

Entwürfe, die studienbegleitenden Exkursionen und

die Beschränkungen der Lehrveranstaltungen auf

168 Semesterwochenstunden.

Studienanfängerinnen/Studienanfänger:

Stg. Bauingenieurwesen: 67 Studierende

Stg. Immobilienwirtschaft: 67 Studierende

Erg.-Stg. Internationales Bauen: 35 Studierende

Diplomierungen:

Im Zeitraum Wintersemester 2002/2003 bis Sommersemester

2003 wurden insgesamt 103 vorwiegend

praxisorientierte Diplomarbeiten betreut.

Die Diplomarbeiten wurden zum größten Teil in

enger Zusammenarbeit mit Baufirmen, Ingenieurbüros

und Behörden ausgegeben, wobei die

Kontakte häufig im Praxissemester hergestellt

wurden.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Einige Arbeiten – besonders aus dem Laborbereich –

lieferten wertvolle Beiträge zu den verstärkt anlaufenden

Forschungstätigkeiten der Professoren.

Weiterbildung

Für die Weiterbildung von bereits diplomierten Bauingenieurinnen

und Bauingenieuren sowie

Architektinnen und Architekten bietet der Fachbereich

den Ergänzungsstudiengang Internationales

Bauen an.

Mit dem Ergänzungsstudiengang Internationales

Bauen sollen Praktiker auf die Probleme des

europaweiten Bauens vorbereitet werden, das

neben technischen und normativen Schwierigkeiten

auch sprachliche, organisatorische und vertragliche

Anforderungen stellt. Aufgrund der großen Nachfrage

in der Wirtschaft/Praxis wird in Anlehnung an

den Ergänzungsstudiengang „Internationales

Bauen“ an der Einrichtung eines kostenpflichtigen

Ergänzungsstudienganges „Immobilienmanagement“

gearbeitet.

Vorträge und Seminare

Über diese fachbereichseigenen Lehrangebote

hinaus haben sich Professoren durch Vorträge und

Seminare bei mehreren Weiterbildungseinrichtungen

beteiligt, z. B.:

Prof. Dr. G. Maybaum, J. Mühlmann:

– Numerische Berechnungen zur Kombinierten

Pfahl-Plattengründung des Investment Banking

Center, Frankfurt


Pfahlsymposium, Institut für Grundbau und

Bodenmechanik, Technische Universität Braunschweig,

20./21.02.2003

Prof. Dr. G. Maybaum, J. Mühlmann:

– Transierte gekoppelte mechanisch-hydraulische

Berechnungen zur Prognose von Langzeitsetzungen.

20. CAD-FEM USER’S MEETING,

09. – 11.10.02, Friedrichshafen

Prof. Dr. M. Thomas:

– „Performance of Real Estate“

Stichting voor Beleggings en Vastgoedkunde,

3. Dezember 2003, Amsterdam

– „Benchmarking – Performanceanalyse institutioneller

Immobilieninvestitionen“ Bauakademie

der FH Biberach, 29. März 2003,

Biberach an der Riß

Die Fakultät beabsichtigt, ein Weiterbildungsangebot

für Praktiker aus der Bau- und Immobilienwirtschaft

anzubieten.

Durchgeführte Lehrgänge

Lehrgänge und Kurse im Weiterbildungszentrum

„Bauen-, Immobilien-, Umwelt“ in 2003

Bauen:

07.02.03 – VOB

15.02.03 – Grundlagen der Erstellung von

Baugutachten

22.02.03 – Projektsteuerung im Bauwesen


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

06.03.03 – Einführung in die Wertermittlung

von bebauten und

unbebauten Grundstücken

07.03./08.03. und

14.03./15.03.03 – Arbeitsschutzfachliche Kenntnisse

RAB 30 – Anlage B

03.04.03 – Immobilienmarketing-Bausteine

erfolgreicher Objektvermarktung

05.04.03 – Grundlagen der Projektentwicklung

von gewerblichen

Immobilien und Wohnimmobilien

16.05./17.05. und

23.05./24.05.03 – Spezielle Koordinatorenkenntnisse

RAB 30 – Anlage C

12.09./13.09. und

09.09. – 20.09.03 – Arbeitsschutzfachliche

Kenntnisse RAB 30 – Anlage B

21.11.03 – Spezielle Koordinatorenkenntnisse

RAB 30 –Anlage C

15.09.03 – GIS II: GIS-Anwendungen in

der Umweltplanung mit

ArcView GIS 3.2

17.10.03 – GIS III: ArcView – „Spezial“

Besondere Aktivitäten

Die Professoren des Fachbereichs leisten an vielen

Stellen Arbeit in der Weiterentwicklung der Lehre in

ihrem Fachgebiet und bei der Darstellung der

Hochschule nach außen. Stellvertretend seien hierfür

folgende Aktivitäten genannt:


Prof. Dr. Vahland:

– Gesprächsrunde mit Vertretern der „Bau- und

Immobilienwirtschaft“

Lehraufträge an anderen Hochschulen

Prof. Dr. G. Maybaum:

– „Baubegleitende Messverfahren im Grund- und

Tunnelbau“, TU Braunschweig

Prof. Dr. J. Oeljeschlager:

– „Servicemanagement und Facility Management“,

Ebs European Business School, Oestrich-Winkel

Prof. Dr. J. Paulun:

– Apl. Prof. der Universität Hannover

– Fachhochschule Lippe und Höxter

„Massivbau, Holzbau, Stahlbau“

Prof. Dr.-Ing. M. Thomas

– „Strategisches Immobilienmanagement:

Immobilien Performance Messung“, Ebs-European

Business School, Oestrich-Winkel, SS 2003

Mitarbeit in bundesweiten Hochschulorganisationen

bzw. wissenschaftlichen Einrichtungen

Die Professoren der Studiengänge nehmen

regelmäßig an den Fachbereichstagen, den

Fachausschusssitzungen der Fachbereichstage und

an den Dekanetreffen teil.

Prof. Dr. J. Erbach:

– Vertreter der FH in der Carl-Duisberg-Gesellschaft


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Prof. Dr. J. Oeljeschlager:

– Leiter des Arbeitskreises Facilities Management

der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche

Forschung GIF e. V.

– Mitherausgeber der Zeitschrift für Immobilienökonomie

Prof. Dr. M. Thomas:

– Vizepräsident der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche

Forschung GIF e. V.

– Mitherausgeber der Zeitschrift für Immobilienökonomie

– Mitglied des European Partnership &

Accreditation Board der RICS Royal Institution of

Chartered Surveyors

– Mitglied der RICS Royal Institution of Chartered

Surveyors Akkreditierungskommission für den

Studiengang Immobilienwirtschaft der

FH Nürtingen

– Mitglied der RICS Royal Institution of Chartered

Surveyors Reakkreditierungskommission für den

Studiengang Immobilienwirtschaft der

FHTW Berlin

– Mitglied der Initiative Corporate Govermance für

die deutsche Immobilienwirtschaft

Prof. Dr. U. Pusch:

– Vorsitzender des Hochschullehrerbundes (HLB)

des Ortsverbandes Holzminden


Mitarbeit in Gutachtergremien

Prof. Dr. U. Pusch:

– Mitglied des Kuratoriums „Dr.-Erich-Lübbert-

Stiftung“ Stifterverband für die Deutsche

Wissenschaft

Veröffentlichungen

Prof. Dr. G. Maybaum, K.-H. Nerkamp, H. Pelzer,

O. Heunecke, B. Ringesten:

– Geodätische und geotechnische Messprogramme

beim Bauprojekt 4. Röhre Elbtunnel; Flächenmanagement

und Bodenordnung, Heft 2/2003

Prof. Dr. R. Vahland

– Kostenrechnung für Bauingenieure

10. Auflage, Teubner-Verlag, Stuttgart

Thomas, Matthias:

– Immobiliendatenbanken und Benchmarking

– Grundlage von wirtschaftlichen Entscheidungen.

In: Der ImmobilienVerwalter 9 (2003), Nr. 2,

S. 90 – 91

– Internationale Werteermittlung, Düsseldorf:

Euroforum Verlag 2003 – Lehrmaterial

Thomas, Matthias; Aumann, Claudia:

– Real Estate as an Asset Class.

In: Rudolf, Markus; Leser, Hartmut (Hrsg.):

Handbuch Institutionelles Investment,

Wiesbaden, Gabler, 2003, S. 659 – 690


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Thomas, Matthias; Kurzrock, Björn:

– Der deutsche Markt für Gewerbeimmobilien im

Jahr 2001, ERES Newsletter (2003), Nr. 1,

www.retrigroup.com/eres/20031thomas.htm

Thomas, Matthias; Pierschke, Barbara:

– Facilities Management und Immobilien-Performancemessung,

Gebäude-Management Dossier

(2003), Nr. 16, S. 7 – 28

Thomas, Matthias; Weppler, Matthias:

– Marktorientierte Immobilienbewertung

Einführung in die Wertlehre, Düsseldorf:

Euroforum Verlag 2003 – Lehrmaterial

Tagungs- und Konferenzbeiträge

Thomas, Matthias:

– „Immobilienrisikomanagement“

Beitrag zum 2. Investorensymposium der

Deutschen Bank AG, 01. Oktober 2003, Frankfurt

– „Indirect German Property Investment Vehicles

Performance and Taxation“

Beitrag zur Konferenz über Securtised Tax Transparent

Property Investment Vehicles in Europe;

KTI Kiinteistötalouden instituutti ry und der

European Real Estate Society, 28. Februar 2003,

Helsinki

– „Indirekte Immobilienanlagen für institutionelle

Investoren“, Beitrag zum 2. Forum der Gesellschaft

für Immobilienwirtschaftliche Forschung

e. V., 18. Februar 2003, Frankfurt


Internationale Kooperationen

Der Fachbereich kooperiert mit mehreren Hochschulen

und anderen Institutionen auf dem Gebiet

der Lehre und der Forschung. Hierbei sind

besonders hervorzuheben:

Kooperation in der Lehre mit

– Kingston University, London

– Oulu Institute of Technology, Finnland

– Fachhochschule Pyräus, Griechenland

– Universität Salamanca, Spanien

Die Kooperation bezieht sich auf eine enge Zusammenarbeit

bei der Entwicklung grundständiger und

ergänzender Studiengänge sowie die Förderung

des Austausches von Studentinnen und Studenten

in den praxisbezogenen Studiensemestern. Mit den

erwähnten Partnerhochschulen wird gemeinsam der

Ergänzungsstudiengang Internationales Bauen

angeboten.

Kooperation in der Forschung

Prof. Dr.-Ing. G. Maybaum:

– KFKI Projekt „Beanspruchung und Bemessung

von Holzpfählen im Wasserbau“, Präsentation

am 01.03.02 in Flintbeck

– „Verlässlichkeit von Porenwasserdruckmessungen

in bindigen Weichböden“

Prof. Dr.-Ing. R. Vahland:

– „Überarbeitung, Einführung in die Kostenrechnung

für Bauingenieure“


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Bauwesen

Prof. Dr.-Ing. N. Rogosch:

– „Minimierung der Nutzerkosten bei Erhaltungs-

und Erneuerungsmaßnahmen im Straßenbau“

Prof. Dr.-Ing. J. Kickler:

– „Neue Holzprodukte außerhalb der zur Zeit

gültigen DIN 1052“

Prof. Dr.-Ing. O. Paulsen:

– „Quantifizierung des Fremdwasseranfalls in

Mischentwässerungen“

Professorinnen und Professoren

Folgender Professor beendete seine Lehrtätigkeit

und verabschiedete sich in den Ruhestand:

– Prof. Dr.-Ing. Jürgen Paulun

Fachgebiet: Stahlbau, Holzbau


Fakultät

Gestaltung

Dekan

Prof. Werner Sauer

Studien- und Prodekan

Prof. Dr. Hans-Friedrich Müller

Entsprechend der Vorgaben des neuen Niedersächsischen

Hochschulgesetzes wurde der Fachbereich

Gestaltung ab Februar 2003 in die Fakultät

Gestaltung überführt.

Studienangebot

In der Fakultät Gestaltung mit seinem Studiengang

Gestaltung werden folgende Studienrichtungen

angeboten:

– Advertising-Design

– Corporate Identity/Corporate Design

– Farb-Design

– Grafik-Design

– Metallgestaltung

– Produkt-Design

– Innenarchitektur

– Lighting-Design

Damit deckt der Fachbereich Gestaltung mit seinen

acht benachbarten und sich ergänzenden

Studienrichtungen ein sehr breites Spektrum von

der zweidimensionalen über die dreidimensionale

bis zur räumlich-architektonischen Gestaltung ab.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

Die Vermittlung von gestalterischer und theoretischer

Kompetenz in der jeweiligen Studienrichtung

wird durch interdisziplinäre Entwurfs- und Projektbearbeitungen

erweitert. Wahlpflichtbereiche

erlauben unseren Studierenden individuelle

Schwerpunkte, und ein berufspraktisches Studiensemester

im Hauptstudium vertieft den Bezug zur

Praxis.

Die Studierenden werden durch unsere Lehrenden

und Mitarbeiter intensiv betreut. Ihnen stehen

hervorragend ausgestattete Labore und Werkstätten

zur Verfügung.

Kooperationen mit mehreren ausländischen Partnerhochschulen

fördern den wichtigen Austausch von

Menschen und Ideen.

Verbindungen zu anderen Fachbereichen werden

weiter ausgebaut, wie auch die praxisorientierte Zusammenarbeit

mit Unternehmen, Agenturen,

Design- und Planungsbüros.

Die Regelstudienzeit beträgt in allen Studienrichtungen

acht Semester. Die Bewerber/innen müssen

über die besondere Hochschulberechtigung hinaus

eine künstlerische Befähigung nachweisen. Ihr

Ergebnis entscheidet über die Rangfolge der Zulassungen

zum Studium.

Die Studienrichtungen sind stark nachgefragt. Der

Frauenanteil beträgt mehr als 70 Prozent. Die

Auslastung des Studienganges liegt bei über


120 Prozent. In den acht Studienrichtungen der

Fakultät studieren zurzeit ca. 650 Studentinnen und

Studenten.

Ausstellungen der Fakultät

Die interessantesten Semesterarbeiten aus allen

Studienrichtungen wurden in der Novemberausstellung

vom 15. – 22.11.2003 in den Räumen der

Fakultät präsentiert.

Zur Vernissage dieser sehr gut besuchten Ausstellung

sprach Herr Ralph Wiegmann, Geschäftsführer

der iF International Forum Design Hannover.

Während der Ausstellungswoche konnten 13 Referenten

aus verschiedensten Gestaltungsdisziplinen

für Fachvorträge gewonnen werden.

Mit Ende des Sommersemesters 2003 konnte die

Fakultät 50 Diplome, im Wintersemester 2003/2004

62 Diplome vergeben. In den jeweiligen Diplomausstellungen

wurden die Arbeiten der Absolventinnen

und Absolventen öffentlich für mehrere Tage

präsentiert.

Ausstattung

Die räumlich äußerst angespannte Situation der

Bibliothek Gestaltung/Restaurierung konnte durch

die Nutzung weiterer Räume in der Fakultät

Gestaltung deutlich verbessert werden.

Als Ausgleich für diese Maßnahme und um die

jahrelange Raumnot der Fakultät zu mindern,

konnten neue Räumlichkeiten am „Langen Garten“


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

in Hildesheim angemietet werden. Auf diesem ehemaligen

Fabrikgelände nutzt die Fakultät Gestaltung

bereits das sogenannte Kesselhaus als Lichtwerkstatt

für die Studienrichtung Lighting-Design.

Dank des großen Engagements des Vermieters, des

planenden Architekten, der zuständigen Abteilungen

der Hochschule und der ausführenden Betriebe

konnten die umfangreichen Umbaumaßnahmen

termingerecht abgeschlossen werden. Ab dem

Wintersemester 2003/2004 finden alle Lehrveranstaltungen

des Bereiches der künstlerischen und

gestalterischen Grundlehre in diesen attraktiven

Räumlichkeiten statt.

Der Aufbau des Fachgebietes Lighting-Design ging

trotz der erschwerten Bedingungen (Haushaltskürzungen

und Ausgabensperren im Jahre 2003)

dank der enormen Eigeninitiative der Studierenden

in der Zusammenarbeit mit den Professoren ein

großes Stück voran.

In Eigenleistung wurden wesentliche Renovierungsund

Ausbauarbeiten, die für den Lehrbetrieb

notwendig sind, von den Studierenden erbracht.

Neben einem Versuchsraum zur Messung von

Tageslicht wurden Werkstatt- und Lagerbereiche

eingerichtet. Die für den Lehrbetrieb notwendigen

Maßnahmen zur Verdunklung, dem Versuchsaufbau

von Lichtelementen und dem Aufbau einer Handbibliothek

wurden auch Maßnahmen zum Einbruchschutz

zum Teil in Eigenleistung durchgeführt.


Austauschaktivitäten

Der Studentenaustausch mit dem Department of Art

and Design der University of Wisconsin-Stout, begründet

und organisiert von Prof. Dr. Hans-Friedrich

Müller, ging 2003 in sein 16. Jahr.

88 Hildesheimer Designstudierende erhielten bis

heute die Gelegenheit, ein akademisches Jahr in

den Vereinigten Staaten zu verbringen. 80 US-

Studierende waren je für ein Jahr am Fachbereich

Gestaltung. Die hiesigen Teilnehmer/innen sind bis

heute vom DAAD gefördert worden; ca. 375.000,–

Euro an ISAP-Fördermitteln konnten so auf

Studierende des Fachbereichs gelenkt werden (nicht

gerechnet die US-Studiengebühren, die vorher von

den amerikanischen Teilnehmern entrichtet

wurden). Unter ISAP (Internationale Studien- und

Austauschpartnerschaften) fördert der DAAD

zahlreiche Programme weltweit, an der gesamten

Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

bisher nur dieses eine.

Mit dem privaten College of Visual Arts, St. Paul,

Minnesota, koordiniert Prof. Dr. Müller seit sechs

Jahren eine Austauschpartnerschaft: 13 Studierende

von dort tauschten Studienplatz und Wohnung mit

gleich vielen Studierenden dieses Fachbereichs.

Die hohen Studiengebühren am Partnerstandort

trugen auch hier die US-Studierenden.

Ebenfalls seit sechs Jahren betreut Prof. Dr. Müller

ein SOKRATES-Programm mit der Facultad de Bellas

Artes der Universidad Complutense de Madrid. Von


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

dort möchten nicht so viele Leute nach Hildesheim

wie umgekehrt:

Sechs spanische Studierende waren bisher für ein

akademisches Jahr hier, 13 Hildesheimer Designstudierende

für ein Jahr dort. Gleichwohl wurde das

Programm unlängst auf Vorschlag der UCM bis 2006

verlängert.

Ein weiteres Austauschprogramm, vor sechs Jahren

vom verstorbenen Prof. Gero Köllmann begründet,

läuft unter heutiger Betreuung durch Prof. Dr. Müller

mit der National School of Design an der Swinburne

University of Technology of Melbourne, Australien.

Hieran konnten bisher 9 Hildesheimer Studierende

für je ein Semester teilnehmen.

Herr Prof. Eckhard Westermeier betreut die Austauschaktivitäten

mit dem Kymenllaakson Polytec

Kouvola Finnland, die sich großer Beliebtheit

erfreuen und von den Studierenden weiterhin sehr

rege in Anspruch genommen werden.

Im Rahmen der Partnerschaft zur University of

Swinburne/National Institute of Design, Melbourne,

waren im Dezember 2003, ein Professor und zwölf

Studenten der Partnerhochschule für zwei Wochen

zu Gast in Hildesheim.

Prof. Werner Sauer und Prof. Dr. Hans-Friedrich

Müller organisierten für die Studierenden Exkursionen

zu VW in Wolfsburg, Wilkhahn in Eimbeckhausen

und nach Berlin.


Prof. Andreas Schulz (PD) führte einen Workshop

zum Thema Büroschlaf durch.

Vorträge

Prof. Georg Dobler

– hielt im September 2003 einen Vortrag mit dem

Thema „Natur im Schmuck“ an der Akademie der

Bildenden Künste in München.

Frau Prof. Iska Schönfeld

hielt Vorträge über

– „Licht und Farbe im Krankenhaus“ im Rahmen

der Roadshow der Firma Zumtobel Staff im

Krankenhaus Duisburg, April 2003

– „Aspekte der Kunstlichtplanung“ an der Fachhochschule

in München, Dezember 2003

– „Tageslichtplanung: eine vergessene Kunst?“

LiTG Hannover, Treffen in Hildesheim,

November 2003

Prof. Andreas Schulz (LD)

– hielt im Rahmen der Coburger Designtage

einen Vortrag zum Thema „Lighting-Design“

in Coburg, Mai 2003

Prof. Iska Schönfeld und Prof. Andreas Schulz (LD)

– hielten Vorträge zum Thema

„Tageslichtplanung: eine vergessene Kunst?“

und „Der Wirkstoff Licht“, LitG Hannover,

Treffen in Hildesheim, im November 2003


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

Prof. Werner Sauer

– hielt am 10. September 2003 einen Vortrag über

„Erstens Form – Erstens Funktion“ im

Kestner Museum Hannover über den Ablauf von

Design- und Entwicklungsprozessen anhand

eigener, realisierter Projekte.

Paul Kunofski und Prof. Marion Lidolt

– hielten anläßlich der Ausstellung

„Künstlerbücher – Buchobjekte“ einen Vortrag

über künstlerische Drucktechniken und führten

durch die Ausstellung.

Prof. Axel Venn

hielt Vorträge

– auf der Messe Hannover, floorforum-Domotex,

„Farb-, Stil-, Einrichtungswelten – Zwischen

Luxus, Lust und Leidenschaft“ (Januar 2003)

– auf der Internationalen Möbelmesse Köln,

imm cologne, „Marketing mit Farben“

(Januar 2003)

– bei der Kodak AG, Stuttgart „Farbphänomene,

Farbtrends, Synästhesien und Assoziationen“

(März 2003)

– bei der AIT-Interface, Bauzentrum München

„Wohnen 2005“ (März 2003)

– im Marketingclub Mönchengladbach

„Von der Produktnobilitierung zum Gefühlstuning“

(März 2003)

– in der Architektenkammer NRW interzum/

koelnmesse „Oberflächen im Innenbereich –

Farbe Licht“ (Mai 2003)


– in der Fachhochschule Coburg, 15. Coburger

Designtage „Marketing mit Farben“ (Mai 2003)

– in der AIT-Interface, „Medienbunker Hamburg

Wohnen 2005“ (Mai 2005)

– in der Decor Union, Hannover, „Wohnen und

Trends 2005“ (Juli 2003)

– im International Circle „Leadership by Haniel

2003“ Duisburg-Ruhrort „marketing with

colours“ (Juli 2003)

– bei Brillux, Münster, Fassadenpreis 2003, „Wege

zur Kreativität“ (September 2003)

– im Deutschen Farbenzentrum e. V. Farbinfo 03,

Uni-Mannheim „Farbtrends – Grundlagen für

Farbstrategien“ (Oktober 2003)

– im VSLT, Zürich „Der Kick zu mehr Kreativität –

Stil, Statur, Funktion“ (Oktober 2003).

Prof. Dr. Marieluise Schaum und Prof. Bernd Frank

– hielten einen Vortrag auf der Farb-Info 03 „Farbe

im Kopf“ (Internationale Farbtagung der Universität

Mannheim in Kooperation mit dem

Deutschen Farbenzentrum) zum Thema: Farbige

Pixel in Kunst und Comic – aktuelle Tendenzen.

Ausstellungen

Prof. Georg Dobler

– zeigte seine Schmuckarbeiten im Rahmen einer

Einzelausstellung mit dem Titel

„FALSCHE FREUNDE – FAUX AMIS“ in der

„Galerie Spektrum“, München

– leistete einen Beitrag zur Ausstellung „Die Helen

Drutt Collection“ im Museum of Modern Art,

Houston-Texas


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

– Das „Museum of Fine Arts Philadelphia“ und das

„Museum of Modern Art“, Houston erwarben

Schmuckstücke für ihre Sammlungen von

Georg Dobler.

Prof. Hans Pieler

– hatte an der Ausstellung der Helmut Gernsheim

Sammlung in den Reiss-Engelhorn-Museen,

Mannheim (November 2003) teilgenommen

– hatte in der ständigen Installation des Hauses

der Brandenburgisch Preußischen Geschichte,

Potsdam, 10 Fotografien aus der Serie

„Transit“ ausgestellt

– hatte eine Ausstellung „Und die Sonne geht um

den Stein“ in der Galerie Joanna Kunstmann,

Mallorca (April 2003).

Prof. Werner Sauer

– präsentierte in der Ausstellung „Setz Dich – Sit

Down“ über Stühle, Stile und das Sitzen vom

14.08. bis 16.11.2003 des Kestner Museums in

Hannover die Designentwicklung eines Konferenzsessels

für die Firma Wilkhahn. Zu sehen

waren originale Design-Modelle, Prototypen und

Skizzen sowie die grafische Darstellung des

gesamten Entwurfsprozesses.

Paul Kunofski und Prof. Marion Lidolt

– planten und organisierten die Ausstellung

„Künstlerbücher – Buchobjekte“. Die Ausstellung

zeigte über 50 ausgewählte Künstlerbücher

von Studierenden und Lehrenden der Fakultät


Gestaltung. Zahlreiche Bücher dieser Ausstellung

fanden bereits Anerkennung durch Ankäufe

öffentlicher Sammlungen und Bibliotheken, z. B.

der Landesbibliothek Hannover, der Badischen

Landesbibliothek Stuttgart und der Herzog-

August-Bibliothek, Wolfenbüttel. Die Mehrheit

der gezeigten Arbeiten entstand in den von Paul

Kunofski betreuten grafischen Druckwerkstätten

der Fakultät.

Die Gestaltung der Printmedien zur Ausstellung

und die Ausstellungsgestaltung übernahm

Prof. Marion Lidolt. Bei der Finanzierung half der

„Förderverein für Künstlerinnen und Künstler in der

Region Hildesheim“. Bei der Konstruktion und dem

Bau zahlreicher Vitrinen half Bernd Kriegeskorte.

Paul Kunofski

– plante und organisierte drei Ausstellungen

studentischer Arbeiten in den Galeriefluren des

Priesterseminars in Hildesheim

– Ankäufe seiner künstlerischen Arbeiten erfolgten

durch die Weinhagen Stiftung, Hildesheim und

den Verein für Originalradierung, München.

Prof. Axel Venn

– hatte Ausstellungen in der Orangerie/Blieskastel,

Kulturamt Blieskastel und FARBRAUM art gallery,

Darmstadt. Einzelausstellung – Freie Arbeiten:

„Axel Venn im Farbenrausch“


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

Prof. Eckhard Westermeier

– hat folgende 2 Außenraum-Video-Installationen

im Rahmen der Veranstaltung „Licht am Deister“:

„Drei Flüsse, das Licht, das Fachwerk, die Stadt“

Prof. Dr. Marieluise Schaum und Prof. Bernd Frank

– organisierten und leiteten eine Exkursion zur

Internationalen Farb-Info 2003 des Deutschen

Farbenzentrums. Im November 2003 haben

in der Universität Mannheim 12 Studierende und

Absolventinnen und Absolventen der HAWK,

Fakultät Gestaltung, Studienrichtungen Farb-

Design und Lighting-Design (Anja Bültemann,

Uta Krieger, Nina Kühl, Jürgen Dilpert, Wiebke

Meier, Anja Sorger, Peter Uhrig, Timo Rieke,

Hauke Giesecke, Markus Felsch, Steffi Schuster,

Heike Schmidt), ihre Arbeiten der internationalen

Fachöffentlichkeit mit großer Resonanz

vorgestellt.

Prof. Werner Bünck

– Vom 17.02 – 24.04.2003: Ausstellung der

Ergebnisse des internen Wettbewerbs der Landeskirche

Hannover zum Thema „Osterleuchter“

im Landeskirchenamt Hannover

– Vom 07.06. – 19.07.2003: Sonderausstellung

„Sakrale Kunst“ in der St. Nicolai Kirche,

Eckernförde, im Rahmen des internationalen

Metallgestalterkongresses

– Vom 06.09. – 14.09.2003: Sonderausstellung

von Arbeiten aus dem Studienschwerpunkt

Metallgestaltung Bau/Raum im Rahmen der


„Designaspekte 2003“ im Foyer des Niedersächsischen

Metallverbandes in Hannover

– Vom 09.10. – 30.10.2003: Ausstellung von

Studienarbeiten in der Seniorenakademie in

Alfeld „Geformtes Metall“

– Aufnahme von 3 Besteckentwürfen in die

Sammlung des Deutschen Klingenmuseums,

Solingen.

Veröffentlichungen und Berichte

Von Prof. Iska Schönfeld erschienen in

– „Licht-Puls“, Artikel in der Zeitschrift

HIGHLIGHT 11/12 2003

– „Experimentelles Licht“, Artikel in der Zeitschrift

Professional Lighting Design Nr. 34, 2003

– „Spektakuläre Lichtinstallation“, Artikel in der

Zeitschrift LICHT 11/12 2003

– „Warenwelten: Wahre Welten des Lichts“,

Artikel in der Zeitschrift LAT, 1/2004

– „Let colours shine – Licht im Krankenhaus“,

Artikel in der Zeitschrift lightlive! 1/2003

Von Prof. Axel Venn erschienen die Ausgaben

seiner Bücher

– „Sonnenträume – Schattenräume“,

ISBN 3-935731-42-6, in englischer Sprache

„sunny dreams, shady rooms“ und in

russischer Sprache, Gollenstein 2003

– „Ideenräume“,

ISBN 3-935731-30-2, in holländischer Sprache

„Woonideeen“, Gollenstein 2003

– Glossen = 1/02/03 in „Arcbitex“

– „Nicht zu schüchtern, bitte“


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

– „Weg mit dem Muff der Neunziger“

– „Missverständnis in grün“

– Aufnahme der französischen Ausgabe

des Buches „Landhausstile zum Wohlfühlen“,

„Le style authentique“, ISBN 3-7701-5546-7

(französische Ausgabe) DUMONT

in das schulische Lehrprogramm des Staates

Alberta, Canada.

Über die Berufungen der Professoren Iska Schönfeld

und Andreas Schulz wurde in der gesamten

nationalen und internationalen Architekturpresse

zum Teil sehr ausgiebig berichtet. In den Fachzeitschriften

für Licht und Beleuchtung gab es

Sonderberichte zur Hochschule und dem Lehrstuhl.

Prof. Dominika Hasse

– hat seit September 2002 in der Studienrichtung

Grafik-Design das Fachgebiet „Editorial Design“

neu eingerichtet. In der ti, Technologie-Information

niedersächsischer Hochschulen,

Ausgabe 3/2003, wurde darauf hingewiesen.

Aufgrund dieser Veröffentlichung konnten Kontakte

zu niedersächsischen Wirtschaftsunternehmen

geknüpft werden, die eine Drittmittelgewinnung

für die Fakultät in Aussicht

stellen.

Wettbewerbe und Auszeichnungen

Prof. Iska Schönfeld und Prof. Werner Sauer nahmen

in Zusammenarbeit mit Studierenden der Studienrichtung

Lighting-Design und Produkt-Design am

Studentenwettbewerb der Initiative Energie Effizienz


teil. Ziel des bundesweiten Design-Wettbewerbs

war es, die Vielfalt und Möglichkeiten von Leuchten

mit Kompaktleuchtstofflampen bei den Verbrauchern

bekannt zu machen. Die Auswertung der Jury

wird im Februar 2004 bekannt gegeben werden. Die

Leuchtmittel, Betriebsgeräte und Fassungen wurden

von den Firmen Philips und BJB gesponsert.

Prof. Andreas Schulz (PD) führte am 04.06.2003

gemeinsam mit den Werkstattleitern, Studierenden

verschiedener Studienrichtungen und reger

Publikumsbeteiligung ein Akkuschrauberrennen

durch. Dabei traten insgesamt 16 Teams mit Fahrern

und eigenen Fahrzeugkonstruktionen in einem

öffentlichen Wettbewerb gegeneinander an. Die

Akkuschrauber und die Preise wurden von der Firma

Festool aus Wendlingen freundlicherweise gestellt.

In der Presse wurde ausführlich darüber berichtet.

Kooperation

Unter dem Titel „Design-Initiative“ treffen sich seit

Mitte 2001 Vertreter der vier niedersächsischen

Design-Hochschulen, um Entwicklungsperspektiven

zu diskutieren und aufeinander abzustimmen, die

jeweiligen Kernkompetenzen weiterzuentwickeln

und somit das eigene Profil zu stärken.

Ein erstes konkretes Ergebnis dieses Designdialoges

zwischen den Design-Fachbereichen der

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der

Fachhochschule Hannover, der Fachhochschule

Braunschweig/Wolfenbüttel und unserem Fachbereich,

ist die gemeinsam erarbeitete Broschüre


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

„Designtransfer aus Niedersächsischen Hochschulen“.

In dieser Dokumentation werden aus verschiedenen

Design-Disziplinen ausgewählte

Kooperationsprojekte mit großen und kleinen

Unternehmen aus Industrie, Wirtschaft und

öffentlichen Bereichen vorgestellt. Die Anfang 2003

erscheinende Publikation wird vom Niedersächsischen

Ministerium für Wissenschaft und Kultur

herausgegeben.

Die Studienrichtung Lighting-Design führte mit der

Fachhochschule Osnabrück, Fachbereich Landschaftsarchitektur,

ein Workshop zur Beleuchtung

im Außenraum unter der Leitung von Prof. Dr. Harald

Hofmann durch.

Auch wegen des großen Workshop-Erfolges wurden

die Studierenden dieser Studienrichtung für die

Beleuchtung einer Sonderveranstaltung eingeladen,

die am 22.05.2003 im Park der Fachhochschule

Osnabrück stattfand.

Die Studienrichtung Lighting-Design war an insgesamt

sechs Projekten anderer Fakultäten beteiligt.

Die Kosten für die Materialanschaffungen dazu

wurden von der Studienrichtung Lighting-Design

übernommen.

Kooperationen mit der Praxis

Prof. Georg Dobler organisierte mit der Firma München-Feingusstechnik/Berlin

einen Schmuckwettbewerb.

Thema: „Reproduktion Kettenreaktion“ für

Studierenden der Studienrichtung Metallgestaltung.


Prof. Iska Schönfeld nahm mit Studierenden des

2. und 3. Semesters der Studienrichtung Lighting-

Design an den designaspekten.03 anlässlich des

Weltdesignkongresses ICSID in Hannover teil. In

Kooperation mit dem hannoverschen Einzelhändler

Horstmann + Sander und dem Leuchtenhersteller

Zumtobel Staff wurde an einer Gebäudefassade

in der hannoverschen Fußgängerzone im September

2003 ein „Licht-Pulsmeter“ installiert, das durch

Farb- und Formveränderungen der Fenster- und

Dachbereiche zwei Wochen lang für Aufmerksamkeit

sorgte. Zahlreiche Veröffentlichungen erschienen in

der Hannoverschen-, Hildesheimer- und überregionalen

Lichtfach-Presse.

Prof. Iska Schönfeld und Prof. Andreas Schulz (PD)

arbeiteten zusammen an einem Drittmittelprojekt

mit der Fa. Leuchten Manufactur Wurzen GmbH. Im

Rahmen von studentischen Entwürfen von

Studierenden der Studienrichtung Lighting- und

Produkt-Design wurde das Thema „Das Repräsentative

Licht der Zukunft“ bearbeitet. Es ist geplant, die

besten Entwürfe rund um das Thema der Neugestaltung

von großen Kronleuchtern vom Hersteller

realisieren zu lassen und auf der Messe Light &

Building im April 2004 in Frankfurt auszustellen.

Für die Teilnahme der Studierenden der Studienrichtungen

Lighting- und Produkt-Design am Wettbewerb

„Energieeffiziente Beleuchtung“ (siehe

Wettbewerbe) wurden die Leuchtmittel, Betriebsgeräte

und Fassungen von den Firmen Philips und

BJB gesponsert.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

Im Rahmen des Lichterfestes der Stadt Springe hat

ein 15-köpfiges Team der Studienrichtung Lighting-

Design unter der Leitung von Prof. Andreas Schulz

(LD) die St. Andreas-Kirche temporär beleuchtet. Die

Aktion fand eine sehr breite Resonanz in der Presse.

Der NDR berichtete darüber live innerhalb der

Sendung „Hallo Niedersachsen“.

Ebenfalls mit Prof. Schulz haben die Studierenden

des 6. Semesters als Semesteraufgabe einen

Entwurf für eine Multifunktionshalle bei Hamburg

erarbeitet, der ausgeführt wird. Dafür wurden

Fremdmittel eingeworben.

Prof. Andreas Schulz (PD) erarbeitete gemeinsam

mit Studierenden des Grundstudiums neue

Lösungsansätze für ein Interface der Firma Buderus

Heiztechnik. Im Vordergrund des Projektes stand

die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit bei der

Eingabe und Ausgabe von Daten. Die Ergebnisse

wurden am Firmensitz von Buderus in Lollar

präsentiert.

Bei der Projektentwicklung Interface/Produkt wurde

für die Firma John Deere/Sabo in Gummersbach die

Interaktion der Nutzer mit Rasenmähern untersucht

und ausgewertet. Auf dieser Basis entstanden

2 Entwürfe im Maßstab 1:1, die grundlegend neue

Lösungen zeigen. Die Präsentation in Gummersbach

hatte eine hohe Aufmerksamkeit im Unternehmen

und stellt eine wirtschaftliche Nutzung in Aussicht.

Die Projektleitung hatte Prof. Andreas Schulz.


Anlässlich des internationalen Designkongresses

ICSID und der vom 06. bis 13. September 2003 in

Hannover stattfindenden Design-Woche „designaspekte“

wurde das von Prof. Werner Sauer betreute

Studienprojekt „Muskel-Mobil“ im Karstadt Sport-

Haus in Hannover umfangreich präsentiert.

Die Studierenden des 5. und 6. Semesters Produkt-

Design konzipierten und gestalteten experimentelle,

muskelbetriebene Sportgeräte für den Einsatz auf

dem Wasser oder auf dem Land. Visualisiert wurden

die Ideen durch maßstäbliche Designmodelle und

grafische Darstellungen. Für diese Präsentation

gestalteten die Studierenden eine zehn Meter lange

Schaufensterfront in der stark frequentierten

Fußgängerzone „Große Packhofstraße“.

Prof. Werner Sauer betreute im Wintersemester

2003/04 ein Projekt mit Studierenden des 5. und 6.

Semesters Produkt-Design und der Firma BREE,

einem Hersteller hochwertiger Taschen und

Accessoires. Zu entwickeln war ein preiswerter Mitnahmeartikel,

der die Kundenfrequenz in den BREE-

Geschäften steigern soll. Zurzeit prüft BREE die

Realisierbarkeit der Entwürfe.

Prof. Eckhard Westermeier gestaltete in dem

Lehrangebot „Rechnergestütztes Gestalten/Zeitbasierte

Medien“ im Wintersemester mit Studierenden

des 6. Semesters die Ausstellung „Vorbild: Realität“

in der Aula des roten Fakultätsgebäudes. Sechs

Studierende setzten unter seiner Leitung Video-


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

Konzeptionen um, deren Aufgabe es war, die

mediale Welt mit der „realen“ zu konfrontieren. Sie

präsentierten einem breiten Publikum in einer sehr

gut besuchten Ausstellung die Ergebnisse, die sie

über die letzten Semester in der Auseinandersetzung

mit der Disziplin Videoinstallation erarbeitet

hatten.

Prof. Marion Lidolt gestaltete mit ihren Studierenden

den Kalender 2003 für den Verein für Suizidprävention.

Prof. Axel Venn installiert im Rahmen der Lehre

„Marketing-Theorie“ ein Trend-Panel. Es geht um die

Erforschung (Trend-Scouting) und Hochrechnung

zukünftiger Farbvorlieben auf verschiedenen

Gestaltungsebenen. Arbeitstitel: „Corpus & Colore“.

Themen der durchgeführten Trend-Analysen waren:

– „Haarfarben“

– „Körperfarben“

– „Face-Design“

– „Accessoires“.

Erste Kooperationen mit den Firmen Mathai, Hildesheim,

Merck KGaA und Wella, Darmstadt, bestehen

bereits oder sind eingeleitet.

Interaktive Internet-Veröffentlichungen und Trend-

Panel-Periodika sind in Vorbereitung.

Ende des Sommersemesters 2003 gelang es

Prof. Dominika Hasse, den neu berufenen Kurator


des Kunstvereins Hildesheim, Herrn Thomas

Kaestle, für eine Kooperation mit den Studierenden

zu gewinnen.

Eine Jahrespublikation mit dem Thema „Wo ist die

Kunst“ wurde im Laufe des Wintersemesters

2003/04 unter der Leitung von Prof. Hasse durch

die Projektgruppe – Almuth Jung, Verena Hirschberger,

Anita Klaiber, Kerstin Schulz und Sina Schiewe

entwickelt, gestaltet und realisiert.

Die Publikation ist über den Kunstverein oder im

Buchhandel erhältlich.

Unter der Leitung von Prof. Frank haben fünf

Studierende der Studienrichtung Grafik-Design (in

Zusammenarbeit mit der Stadt Hildesheim, dem

Round Table Club, dem Stadtmuseum Hildesheim

und dem Knochenhauer Amtshaus) an einem

Wettbewerb zur Gestaltung eines Stadtführers

„Rosenroute für Kinder“ teilgenommen.

Die beiden Gewinnerinnen des Wettbewerbs, Katja

Rapp und Martina Köhler, wurden beauftragt,

die Gestaltung zu übernehmen.

Im Mai 2003 wurden während des Jubiläums der

Hildesheimer Rosenroute auf dem Marktplatz dem

Oberbürgermeister der Stadt Hildesheim 2000

Exemplare übergeben.

Besondere Aktivitäten

Prof. Georg Dobler wurde in die Jury des Internationalen

Schmuckwettbewerbes „THE CIRCLE“ der

Städtischen Gallerie in Legnica/Polen berufen.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

Herr Hartwig Gerbracht wurde als Juror vom Bundesverband

Metall für den Wettbewerb „Die Gute Form“

eingeladen. Er nahm vom 07. bis 09. Juni 2003

mit sieben Studeierenden am „Internationalen

Treffen Gestaltender Schmiede“ in Eckernförde teil.

Marion Lidolt, Gründungsmitglied des Vereins zur

Förderung von Künstlerinnen und Künstlern in der

Region Hildesheim, gestaltete ehrenamtlich die

Printmedien zu zehn in diesem Jahr stattgefundenen

Ausstellungen sowie die Jahresprospekte der

vereinseigenen Galerie im Stammelbach-Speicher.

Paul Kunofski ist seit März 2003 (gemeinsam mit

Prof. Fritz Dommel, Berlin und Inge Thumm,

Hildesheim) Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes

Bildender Künstlerinnen und Künstler

Hildesheim. Er war maßgeblich beteiligt an der

Organisation der Jahresausstellung 2003 (Mitarbeit

in der Jury, Vernissage, Druckvorführung zur

Finissage).

Prof. Marion Lidolt ist im März 2003 wiederholt in

den Vorstand des Berufsverbandes Bildender

Künstlerinnen und Künstler Hildesheim gewählt

worden.

Prof. Axel Venn ist Mitglied des Decosit-Trend-

Teams, der Welt größten Dekostoff-Messe, Decosit,

Brüssel. Des weiteren ist er auch Mitglied des

Trend-Panels von „the mix interior“, „the mix“

Global Color Research Limited, London.


Exkursionen

Prof. Iska Schönfeld

organisierte und unternahm

– eine eineinhalbtägige Exkursion im April 2003

zum Planungsbüro Bartenbach Lichtlabor mit

Büroführung und Besichtigung diverser Tageslichtplanungsprojekte

in Innsbruck/Österreich

– eine eintägige Exkursion im Oktober 2003 nach

Berlin mit dem Thema „Beleuchtung in

repräsentativen Gebäuden“. Besichtigung und

Diskurs mit den teilnehmenden Studierenden

diverser großer Berliner Gebäude. Die Ergebnisse

der Exkursion flossen in die Bearbeitung

des Drittmittelprojekts „Repräsentatives Licht

der Zukunft“ ein.

Prof. Andreas Schulz (LD)

organisierte und unternahm

– eine eintägige Exkursion nach Berlin im September

2003, bei der Projekte der aktuellen Lichtplanung

besichtigt wurden.

Prof. Andreas Schulz (PD)

– organisierte im Rahmen der Veranstaltung

Ergonomie für Metallgestalter und Produkt-

Designer eine Exkursion zur Silberwarenmanufaktur

der Firma Willkens in Bremen und zur

Dieter Rams Ausstellung: Die Faszination des

Einfachen im Wagenfeldhaus

– unternahm mit Studierenden eine Exkursion

zur Internationalen Möbelmesse 2004 in Köln


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Gestaltung

– veranstaltete eine Fortbildung zum Material

Kunststoff bei einem Kunststoffverarbeiter für

18 Studierende.

Prof. Eckhard Westermeier

organisierte und führte Studentenexkursionen

– im März 2003 zum Zentrum für Kunst- und

Medientechnologie Karlsruhe durch. Den Studierenden

wurden durch die Führungen von

mehreren Dozenten des Hauses die Welt der

digitalen Kunst nahegebracht und vertieft

– im September 2003 zum Gasometer Oberhausen

zur Videoinstallation „five Angels“ von Bill Viola.

Personal

Im Berichtszeitraum konnten folgende Professuren

neu besetzt werden:

– Prof. Markus Schlegel

Projektentwicklung Farb-Design

– AxelVenn

Verwaltung einer Professur „Farb-Design“


Fachbereich

Konservierung und Restaurierung

Dekan

Prof. Dr. Ivo Hammer (bis 31.01.03)

Prof. Akad. Rest. Jan Schubert (ab 01.02.03)

Prodekan

Prof. Akad. Rest. Jan Schubert (bis 31.01.2003)

Prof. Dr. Ivo Hammer (ab 01.02.03)

Studiendekanin

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl (seit 01.02.2003)

Studienangebot

Im Studiengang Restaurierung werden folgende

Studienrichtungen angeboten:

– Konservierung und Restaurierung von

Buch und Papier

– Konservierung und Restaurierung von

gefassten Holzobjekten und Gemälden

– Konservierung und Restaurierung von

Möbeln und Holzobjekten

– Konservierung und Restaurierung von

Steinobjekten

– Konservierung und Restaurierung von

Wandmalerei/Architekturoberfläche

Die in allen Studienrichtungen zunehmenden Kontakte

mit staatlichen und kirchlichen Denkmalämtern,

Museen, Bibliotheken und Archiven in

Niedersachsen und anderen Bundesländern sowie

zahlreichen internationalen Fachinstitutionen, auch

außerhalb Europas, zeigen, dass der Fachbereich


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Konservierung und Restaurierung sich in den 17

Jahren seines Bestehens einen Namen gemacht hat.

Entsprechend steigt die Zahl der Studierenden und

hat die Kapazitätsgrenze erreicht.

Frau Prof. Jirina Lehmann, seit Sommersemester

2001 im Ruhestand, hält bis auf weiteres ihre

Vorlesung zur Werkstoffgeschichte.

Dr. Erwin Stadlbauer, international bekannter

Fachmann für Materialkunde im Niedersächsischen

Landesamt für Denkmalpflege in Hannover, erhielt

am 14. November 2002 aus der Hand des

Präsidenten der HAWK, Prof. Dr. Johannes Kolb, die

Ernennungsurkunde zum Honorarprofessor.

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub hielt die Laudatio auf

den neuen Honorarprofessor.

Prof. Dr. Maierbacher-Legl veranlasste die Umbenennung

ihrer Studienrichtung in „Konservierung

und Restaurierung von Möbeln und Holzobjekten“,

da diese Bezeichnung gegenüber „Holzobjekten mit

veredelter Oberfläche“ allgemein verständlicher ist

und das Lehrangebot konkreter erfasst.

Die seit Wintersemester 1999/2000 bestehende

Professur für „Mikrobiologie in der Restaurierung“,

die Frau Prof. Dr. Karin Petersen im Rahmen einer

Kooperation mit der Universität Oldenburg vertritt,

verfügt seit März 2002 über gut ausgebaute

Lehrräume und ein operatives Labor mit einem


eigenen Rasterelektronenmikroskop, einem

Axioplan – Auflichtmikroskop, einem Luminometer

und entsprechender Fotoausrüstung.

Nachdem seit März 2002 ein gut ausgestattetes

Mikrobiologielabor zur Verfügung steht, konnte zum

01.03.2003 auch die Stelle eines Laborleiters für

Mikrobiologie mit dem Diplom-Biologen Ulrich Fritz

besetzt werden.

Die Hildesheimer FH besitzt damit nicht nur den in

der deutschen Hochschullandschaft einzigartigen

Vorzug einer eigenen Professur (Frau Prof. Dr. Karin

Petersen) in diesem Spezialgebiet, sondern verfügt

auch über eine kontinuierliche operative Betreuung

im Bereich Mikrobiologie, die sich positiv auf die

Möglichkeiten der Projekteinwerbung auswirken

wird.

Um in Kirchen und Museen, bei Projektwochen,

Fach- und Diplomarbeiten vor Ort effektiver arbeiten

zu können, wurde von der Studienrichtung

„Gefasste Holzobjekte und Gemälde“ ein Technoskop

und verschiedene mobile Messgeräte

(Lux-Meter, Datenlogger für Temperatur und relative

Luftfeuchtigkeit) angeschafft.

Für die materialtechnische Forschungsarbeit der

Studienrichtungen „Steinobjekte“ und „Wandmalerei/Architekturoberfläche“

steht seit 2003 ein

Dispersionsgerät zur Verfügung.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Trotz der Anmietung von zusätzlichen Räumen und

von Umbauten 2002 ist die Raumsituation im

Gebäude Kaiserstraße 19 insgesamt nach wie vor

bedrückend und auch sicherheitstechnisch bedenklich.

Vertreter des Wissenschaftsministeriums

konnten sich vor Ort von den Raumnöten überzeugen.

Der Fachbereich Konservierung und Restaurierung

an der HAWK gehört auch auf dem Gebiet der EDV

zu den am besten ausgestatteten Studiengängen

dieser Art an deutschen Hochschulen. Sowohl in der

Lehre und Forschung als auch im Studium hat die

Intensität des Einsatzes der EDV, vor allem auch der

Bildbearbeitung sprunghaft zugenommen.

Allerdings ergeben sich zunehmend Probleme der

Betreuung, Wartung und Datensicherung.

Am 4. Juli 2003 hielt der Fachbereich Konservierung

und Restaurierung mit tatkräftiger Organisation der

Studierenden den dritten Infotag ab. Studierende

im Vorpraktikum, Studienbewerber und Interessenten

konnten sich über das Studienangebot

informieren.

Neue Mitarbeiter/innen

Mit der Eingliederung des Hornemann Instituts am

1. September 2003 sind nun die Leiterin Frau Dr.

Angela Weyer, Webentwickler Sascha Berger,

Dipl.-Rest. Cord Brune, Dipl.-Restauratorin Barbara

Hentschel, IT-Koordinator Thomas Kittel und

Frau Birgit Gecius Mitglieder des Fachbereichs

Konservierung und Restaurierung.


Dipl.-Rest. Martin Merkert vertritt die Werkstattleiterin

Dipl.-Rest. Ina Birkenbeul im Rahmen des

Erziehungsurlaubs.

Frau Dipl.-Rest. Anneli Ellesat besetzt seit Dezember

2002 vertretungsweise die Stelle der Kooperation

mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege

(NLD) wegen des Erziehungsurlaubs von

Dipl.-Rest. Heike Leuckfeld. Sie bietet praktische

Übungen für die Studienrichtung Steinobjekte an.

Im Rahmen von AGIP-Projekten arbeiten Dipl.-Rest.

Anita Horn und Dipl.-Rest. Andreas Buder halbtags

im Archäometrielabor und Dipl.-Rest. Jens Klocke im

Mikrobiologielabor (seit Juli 2002).

Herr Dipl.-Biol. Ulrich Fritz hat zum 01.03.2003 die

Leitung des Mikrobiologielabors übernommen.

Im Rahmen eines AGIP Projektes arbeitet Frau

Dipl.-Rest. Merle Strätling seit Oktober 2003 ebenfalls

im Mikrobiologielabor.

Im Rahmen eines AGIP Projektes arbeitet Dipl.-Rest.

Claudia Schindler seit Oktober 2003 in der Studienrichtung

Steinkonservierung.

Dipl.-Rest. Ina Birkenbeul nahm ab Sommersemester

2003 einen Lehrauftrag „Kunstharze in der

Restaurierung“ für die Studienrichtungen Holz 1 und

Holz 2 wahr.

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden ist

Partner im laufenden Dissertationsvorhaben von


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Frau Dipl.-Rest. Stefanie Lindemeier. Frau Lindemeier

hält Lehrveranstaltungen vor allem im Bereich

Dokumentation ab.

Seit dem Wintersemester 2003/04 wird von

Prof. Finkel und Prof. Engel die interfakultative Zusammenarbeit

praktisch umgesetzt: in den Räumen

der Buch- und Papierrestaurierung wird von den

Studenten beider Fakultäten (Fak. G und FB K)

Papier hergestellt, welches in den Werkstätten der

Gestaltung im Hochdruckverfahren bedruckt wird.

Werkstättenleiterin Dipl.-Rest. Barbara Rittmeier gab

neben der üblichen restauratorischen Tätigkeit als

freiwillige zusätzliche Leistung eine praktische

Einleitung zum neuen Angebot „Papierschöpfen“.

Weiterentwicklung

Charakteristikum der im Dezember 2002 vorläufig

genehmigten Prüfungsordnung (besonderer Teil)

ist die (bereits in der Praxis bestehende) Orientierung

von Studium und Lehre auf Projektarbeit an

Kunst- und Kulturgut. Wahlmöglichkeiten wurden erweitert,

die künstlerische Ausbildung verstärkt und

insgesamt die Einhaltung der Regelstudienzeit

gefördert.

Gemäß den Neuerungen der novellierten Prüfungsordnung

wurden die Praktikums- und Feststellungsordnung

angepasst. Das alsZulassungsvoraussetzung

vorgeschriebene Praktikum wurde auf ein

Jahr verkürzt. Das Feststellungsverfahren findet

nunmehr im Sommersemester statt. Das Infoheft für

Studienbewerber wurde aktualisiert.


Die Entwicklung eines Modular-Systems für den

Bachelor- und Masterstudiengang Restaurierung

wurde in Angriff genommen.

Die praxisorientierte, dem modernen Berufsbild

gemäße Ausbildung von Restauratorinnen/Restauratoren

versteht sich als spezifische Verknüpfung von

naturwissenschaftlichen, kunstwissenschaftlichen

und künstlerisch-handwerklichen Kenntnissen, die

auch spezifische organisatorische Bedingungen

erfordert. Es ist deshalb sachentsprechend und erfreulich,

dass im Rahmen der Neuordnung der

Hochschule in Vollziehung des Neuen NHG der Studiengang

Restaurierung als eigene organisatorische

Einheit erhalten geblieben ist. Seit 1. Februar 2003

ist das frühere „Institut für Restaurierung“ nunmehr

„Fachbereich Konservierung und Restaurierung“

(FB K), mit den einer Fakultät entsprechenden

Funktionen.

Damit wurden – durchaus bemerkenswert

angesichts des allgemeinen Trends zu größeren Einheiten

– die organisatorischen Grundlagen gelegt

für eine intensive Weiterentwicklung des Studiengangs,

die den spezifischen Zielvorstellungen der

praxisorientierten Ausbildung von Restauratorinnen/

Restauratoren entspricht.

Ein weiterer Markstein in der Entwicklung des

Fachbereichs Konservierung und Restaurierung ist

die am 1. September vollzogene Eingliederung des

Hornemann Instituts in den Fachbereich. Damit ist


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

nicht nur das Bestehen des Hornemann Instituts

gesichert, sondern können auch die bereits bestehenden

Tätigkeiten im Bereich von Datenbanken,

E-Learning, Ausstellungen, Publikationen, Tagungen

etc. noch intensiver mit Forschung und Lehre des

Fachbereichs verknüpft werden.

Wie die ganze HAWK betreffen das „HOK“ (Hochschuloptimierungskonzept)

und damit die vom MWK

verfügten Sparmaßnahmen auch den Fachbereich

Konservierung und Restaurierung: Die geplante

Studienrichtung Metallkonservierung wird derzeit

nicht eingerichtet. Auch die räumliche Zusammenführung

und die Behebung der Raumnöte ist derzeit

nicht möglich. Für die weitere Entwicklung des

Fachbereichs ist die Erfüllung dieser Ziele aber

unabdingbar.

Weitere organisatorische Entwicklungsziele :

– Eine Lehrkraft für besondere Aufgaben für die

sprunghaft gestiegenen Anforderungen im

Bereich der digitalen visuellen Dokumentation.

– Die Entlastung der Professur für kunstwissenschaftliche

Grundlagen der Restaurierung

angesichts steigender Studierendenzahlen.

Studienerfolg

Die Regelstudienzeit beträgt acht Fachsemester, ein

praxisbezogenes Studiensemester inklusive. Vor

Beginn des Fachstudiums wird nunmehr ein

12-monatiges studienvorbereitendes Praktikum absolviert.

Die Immatrikulation erfolgt nach Ableistung

dieses Vorpraktikums.


In den fünf Studienrichtungen des Fachbereichs

Konservierung und Restaurierung studieren zurzeit

ca. 146 Studentinnen und Studenten. Im Wintersemester

2002/2003 begannen 38 Studienanfänger

mit dem 1. Fachsemester. Im WS 2002/2003

konnten 14, im SS 2003 neun Diplome vergeben

werden (Holz I: 6 (1); Holz 2: 7 (3); B/P: –;

Stein: 1 (2); Wand: – (3)).

Kooperationen in der Praxis

Der Fachbereich Konservierung und Restaurierung

will seinen Studierenden eine möglichst praxisnahe

Ausbildung bieten und arbeitet daher intensiv mit

zahlreichen Museen, Denkmalämtern, landeskirchlichen

Bauämtern, Bibliotheken und anderen

Fachinstitutionen in Niedersachsen und in anderen

deutschen Bundesländern sowie mit Partnern im

Ausland zusammen. Besonders hervorzuheben

ist der seit Jahren bewährte Kooperationsvertrag mit

dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege

(NLD), der von Dipl.-Rest. Heike Leuckfeld,

bzw. in Vertretung von Dipl.- Rest. Anneli Ellesat

betreut wird. Jährlich hält Dipl.-Des. Elke Behrens,

NLD, ein Kartierungsseminar in Hannover.

Dank vielfältiger Kooperationen erhält der Fachbereich

Leihgaben zu Studienzwecken sowie zur

Konservierung und Restaurierung, er wirkt an

größeren Restaurierungsvorhaben und praxisorientierten

Forschungsprojekten mit. Die Studierenden

können objektbezogen bzw. im Rahmen von

Projekten ihre Fach- und Diplomarbeiten erstellen.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Eine für die fachliche Effizienz wichtige Entwicklungstendenz

ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit,

vor allem die zunehmende Kooperation der

einzelnen Studienrichtung in gemeinsamen

Projekten, aber auch die selbstverständliche

operative Tätigkeit der übergreifenden Disziplinen,

also der Kunstwissenschaft, der Chemie und der

Mikrobiologie.

Projekte, Forschung

Unter Leitung von Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub

wurde das von der HAWK geförderte Forschungsprojekt

zum Thema „Historische Rathäuser in

Niedersachsen. Geschichte – Kunst – Erhaltung“, an

dem zahlreiche Studierende des Fachbereichs

Konservierung und Restaurierung mit Facharbeiten

beteiligt waren, abgeschlossen. Die Ergebnisse der

Forschungsarbeit wurden im Rahmen des Hornemann

Instituts publiziert.

Das im Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde

der Stadt Lüneburg begonnene

interdisziplinäre Projekt der restauratorischen

Befundsicherung und Entwicklung von Konservierungskonzepten

im Rathaus von Lüneburg wurde

mit Fach- und Diplomarbeiten im Rahmen der

Studienrichtung „Wandmalerei/Architekturoberfläche“

(Gerichtslaube: Wandmalerei, Boden; Wandmalerei

in: Alte Kanzlei, Altes Archiv, Dienerzimmer)

vorläufig abgeschlossen.


Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub wurde im Wintersemester

2003/04 ein Forschungssemester gewährt.

Das Thema „Zur Restaurierung und ästhetischen

Präsentation von Malerei und Plastik im 20. Jahrhundert

in Europa: Theoretische Positionen,

Methoden und Techniken der Ergänzung und

Retusche“ umfasst u. a. die Erstellung eines E-Learning-Moduls

in Kooperation mit dem Hornemann

Institut und die kommentierte Übersetzung des

grundlegenden Textes von Cesare Brandis Teoria del

Restauro aus dem Italienischen ins Deutsche. Das

Forschungsprojekt wird in Kooperation mit dem

Istituto Centrale per il Restauro in Rom und dem

Opificio delle Pietre Dure in Florenz ausgeführt.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit von Prof. Dr.

Ursula Schädler-Saub, Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-

Legl und Prof. Dr. Ivo Hammer wurde die restauratorische

Befundsicherung und Inventarisation der

Raumausstattung des Sanatoriums Dr. Barner in

Braunlage, ein bedeutender Bau des späten

Jugendstils, im Rahmen von Fach- und Diplomarbeiten

von Studierenden erfolgreich fortgeführt.

Das DBU Vorprojekt „Zum Erhalt mittelalterlicher

Wandmalereien in Lübecker Bürgerhäusern“,

an dem sowohl das Archäometrielabor als auch das

Labor für Mikrobiologie und die Studienrichtung

Wandmalerei/Architekturoberfläche beteiligt sind,

wurde fortgeführt. Kooperationspartner sind das

Institut für Denkmalpflege Lübeck und das ZMK.

Zwei Facharbeiten zur restauratorischen Befundsi-


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

cherung wurden verfasst, außerdem wurden unter

anderem regelmäßige Untersuchungen zur Keimbelastung

der unterschiedlich exponierten Flächen

wie auch der Keimbelastung der angrenzenden

Räume durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit dem archäologischen

Institut der Universität Buenos Aires, Argentinien,

wurden von Prof. Dr. Karin Petersen die Untersuchungen

zur mikrobiellen Besiedlung im Grabmal

des Neferhotep, Theben West, Ägypten fortgesetzt.

Mit Frau Prof. Dr. Witte, Toxikologin, und Herrn Prof.

Dr. Butte, Umweltchemiker, an der Universität

Oldenburg forscht Frau Prof. Dr. Petersen derzeit

auch im Rahmen von Diplomarbeiten zur Gesundheitsgefährdung

durch mikrobiell besiedelte

Objekte. In diesem Zusammenhang wurde auch ein

kombiniertes EFRE/ESF Projekt bewilligt, in dem

eine Postdoc Stelle bis Ende 2005 angesiedelt ist.

Die bisher erzielten Ergebnisse belegen erstmals

das Vorhandensein potentiell Mykotoxin bildender

Schimmelpilze auf Kunstobjekten und ergaben

ebenfalls erstmals den Nachweis derartiger

Mykotoxine in Kirchenräumen. Auch die verstärkte

Freisetzung von Aflatoxinen nach Biozidzugabe

konnte für relevante Arten im Laborversuch aufgezeigt

werden.

In Kooperation mit Herrn Dr. Müller, Universität

Oldenburg, FB V. erfolgen Untersuchungen zur

Möglichkeit des Einsatzes von Naturstoffen mit bakterizider

Wirkung auf Wandgemälden.


Prof. Dr. Karin Petersen bearbeitet – außer den

genannten Projekten – folgende ebenfalls von ihr

initiierte Forschungsprojekte:

– AGIP-Projekt „Praxisorientierter Nachweis

mikrobieller Belastung an Kulturgut“. Das Projekt

wird in Zusammenarbeit mit dem NLD durchgeführt.

Seit Juli 2002 ist im Rahmen dieses

Projekts Diplomrestaurator Jens Klocke tätig.

Inzwischen wurde einem Antrag von Herrn Klocke

zur Zulassung als Doktorand an der Hochschule für

Bildende Künste in Dresden entsprochen. Die Betreuung

in Dresden wird durch Herrn Prof. Dr. Herm

erfolgen, in Hildesheim übernimmt Frau Petersen

die Betreuung.

– AGIP-Projekt „Pilzbelastung der Raumluft hochgedämmter

Häuser – gesundheitsrelevante

Aspekte“. Die Untersuchungsmethoden sind auf

denkmalpflegerisch relevante Objekte übertragbar.

Kooperationspartner sind Prof. Dr. Leimer

vom Institut für Bauphysik der HAWK, die Firma

Marmorit und die INTOX GmbH. Frau Dipl.-Biol.

Ilka Töpfer wurde befristet an der HAWK eingestellt.

Sie konnte 2003 eine Zusatzausbildung

zur geprüften Baubiologin sehr erfolgreich

abschließen.

– AGIP-Projekt „Möglichkeiten der Desinfektion

von Kunst- und Kulturgut durch Mikrowellenbehandlung“.

Dieses Projekt wird gemeinsam


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

mit Frau Prof. Dr. Maierbacher-Legl durchgeführt.

Kooperationspartner sind die Firma Sprint

Sanierung sowie mehrere Museen in der BRD.

Für dieses Projekt wurde Frau Dipl.-Rest. Merle

Strätling befristet eingestellt.

Praxisorientierte mikrobiologische Untersuchungen

zur Vorbereitung weiterer Forschungsprojekte

erfolgten insbesondere an den Wand- und

Deckenmalereien in der ev. Kirche in Greene sowie

der St. Josephs Kirche in Osnabrück, Niedersachsen,

in der kath. Pfarrkirche Ibbenbüren, Westfalen-

Lippe, in der Stiftskirche Quedlinburg, Sachsen-

Anhalt und in der Gruft der ev. Georgen Parochialkirche

Berlin.

Im Rahmen des AGIP-Projektes, Forschungsschwerpunkt

der HAWK „Laser- und Plasmabehandung von

Holz“, unter der Leitung von Prof. Dr. Henrik Schulz

stehen dem Archäometrielabor ein UV/VIS-

Reflexionsspektroskopiesystem Tidas der Firma J&M

GmbH und ein Kontaktwinkelmessgerät der Firma

Data Physics Instruments GmbH zur Verfügung. Die

Untersuchungen zur Oberflächenfunktionalität

plasmabehandelter Hölzer werden zusammen mit

dem Fachbereich PMF in Göttingen und dem Institut

für Chemie in Holzminden durchgeführt.

Im Rahmen der eigenen Werkstoffforschung wurden

die Untersuchungen über Löslichkeit und Löslichkeitsparameter

fortgesetzt. Ergebnisse wurden auf

der 23. Archäometrietagung der GdCh (Gesellschaft

deutscher Chemiker) in Berlin-Dahlem vorgestellt.


Die Vorlesungen „Grundlagen der Chemie“ und

„Instrumentelle Analytik für Restauratoren“ wurden

mit Hilfe von Multimedia-Elementen (Video, DVD

und in-situ-Video-Experimente) erweitert. Die

Praktika: „Grundpraktikum für Restauratoren“, „Einführung

in die nasschemische Pigmentanalytik“,

Erweiterung des Praktikums „Einführung in die

Dünnschicht-Chromatographie“ (Dipl.-Chem.

M. Schulz), gemeinsames Reinigungspraktikum mit

Holz II (Dipl.-Chem. M. Schulz und I. Birkenbeul)

und das online-VL-Projekt (Vorlesungs-Skripte per

Internet, www.archaeometrielabor.com), konnten

durch Einsatz der EDV weiter ausgebaut werden.

Die Zeitschrift „Chemie in unserer Zeit“, ChiuZ, und

anderes Lehrmaterial ist seit Anfang 2003 online

von jedem Rechner der FH in Volltextversion lesbar.

Die Universität Göttingen, Institut für Anorganische

Chemie, ist Partnerinstitution für das Dissertationsvorhaben

von Dipl.-Rest. Andreas Buder. Die von

Herrn Buder erbrachten Studienleistungen im Fach

Chemie wurden im Dezember 2003 von der

Universität Göttingen als äquivalent zu einem

Diplom anerkannt. Der Arbeitstitel seiner externen

Dissertationsschrift lautet: „Die Irreversibilität des

Alterns – Zur Thermodynamik des Zerfalls von

Kunstwerken“.

Das Archäometrielabor pflegt Zusammenarbeit mit

dem GCI, Los Angeles, California, (The Getty

Conservation Institute) im Rahmen des IRUG-

Programms (Infrared User Group), mit der Berner


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Hochschule der Künste, Fachbereich Konservierung

und Restaurierung (Studiengang Moderne

Materialien, Prof. Dr. Wülfert, Prof. Dobrusskin) und

dem LKA Niedersachsen, Forensische Abteilung und

Spurensicherung.

Der nun schon zum siebten Mal stattgefundene

Praktikumsaustausch zwischen der Hochschule der

Künste Bern (Prof. Dr. Wülfert „Polarisationsmikroskopie“)

und der Fachhochschule Hildesheim (Dipl.-

Chem. M. Schulz „Dünnschicht-Chromatographie“)

fand in der vorlesungsfreien Zeit Ende Juli 2003

statt.

Ebenfalls in der vorlesungsfreien Zeit fand erstmals

im Sommersemester 2003 ein Kurspraktikum zu

„Speziellen Präparierungstechniken und Untersuchungsmethoden“

und zur „Faseranalyse“ statt, das

Herr Dipl.-Rest. Andreas Buder durchführte.

Die begonnene Kooperation zwischen der

Domkustodie und dem Dombaumeister und der

HAWK bezüglich der restauratorischen Befundsicherung

und Konzepterstellung für die geplante

Restaurierung des Doms von Hildesheim wurde

fortgeführt. Außer einer weiteren Projektwoche der

Studienrichtung „Gefasste Holzobjekte und

Gemälde“ laufen mehrere Einzeluntersuchungen im

Rahmen von Facharbeiten in dieser Studienrichtung

und in den Studienrichtungen „Steinobjekte“ und

„Wandmalerei/Architekturoberfläche“.


Im Rahmen der Lehre der Studienrichtung „Buch

und Papier“ ist die Kooperation mit der Dombibliothek

Hildesheim ausgebaut worden: Das Projekt

„Hildesheimer Prachthandschriften des Dommuseums“

(Untersuchung, Maßnahmenkatalog,

Empfehlungen zur richtigen Aufbewahrung der

Handschriften) findet zur Gänze in der Dombibliothek

statt, entsprechende Räume werden von der

Dombibliothek zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der Projektwochen im SS 2003 wurden

unter der Leitung von Prof. Mag. Patricia Engel und

Dipl.-Rest. Barbara Rittmeier von den Studierenden

des 2. und 4. Semesters der Studienrichtung

„Buch und Papier“ unter Beteiligung von drei Gaststudierenden

der Akademie der Bildenden Künste

Warschau die gesamte grafische Sammlung des

Dommuseums und die bedeutende Siegelsammlung

restauratorisch aufgenommen und die Lagerungsbedingungen

erfasst. Aus dieser Arbeit ergaben sich

im Weiteren Facharbeiten zum Vordiplom.

Die Studierenden des 6. Semesters der Studienrichtung

„Buch und Papier“ führten in den Projektwochen

SS 2003 die Restaurierung des großen

Papyrus des Roemer- und Pelizaeus-Museums in

Hildesheim durch. Diese Arbeit war von einer

Studentin im Rahmen ihrer Facharbeit vorbereitet

worden.

Thema der Projektwochen im WS 2003/04 (29.09. –

10.10.2003) der Studienrichtung „Buch und Papier“


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

die „große Routinekontrolle der Bestände nach 10

Jahren“ der Bibliothek der Benediktinerabtei

Altenburg in Niederösterreich. Die ca. 10.000 Bände

von teilweise erheblicher Größe, Gewicht und Höhe

der Ausstellung (10 m!) wurden fachgerecht

gereinigt und auf Insektenbefall hin untersucht.

Außerdem war die Bibliothek selbst Ausstellungsobjekt,

die Studierenden betrieben aktive Öffentlichkeitsarbeit

und klärten die Besucher über das

restauratorische Tun auf. Darüber hinaus machten

es sich die Studierenden selbst zur Zusatzaufgabe

die Präsentation einiger Bücher in Vitrinen zu

verbessern.

Ende Oktober 2003 konnte von Prof. Mag. Patricia

Engel fristgerecht das Globen-Projekt im Rahmen

des EU-Programms „Culture 2000“ in Brüssel

eingereicht werden. Partner der Hochschule sind

dabei das Hornemann Institut, Hildesheim,TNO

Industrial Technology, Papier and Board, Delft,

Niederlande, „Department of conservation of Paper

and Leather“ der Nicolaus Copernicus Universität,

Torn, Polen, Veilje Amts Konserveringscenter,

Kopenhagen, Dänemark. Die Entscheidung der EU-

Kommission ist bis April 2004 zu erwarten.

Anlässlich des Besuchs der Leiterin der Restaurierungswerkstätten

des Matenaderan in Eriwan an der

HAWK hat sich Frau Prof. Mag. Patricia Engel im

vergangenen Herbst auf die Kooperation in einem

Projekt zur Erhaltung der ältesten frühchristlichen

Handschriften geeinigt. Das Problem ist Tintenfraß.


Armenische Tinten sind bisher nicht erforscht.

Projektpartner waren zunächst drei deutsche

Kollegen, eine Kollegin aus Italien und ein Kollege

aus Russland, sowie das Team des Matenadaran. Im

Laufe des Jahres seither konnten nicht nur zwei

weitere Partner für das Projekt gewonnen werden

(ein Geisteswissenschaftler aus Armenien, der sich

mit den Inhalten der Texte befasst, sowie ein

naturwissenschaftliches Forschungszentrum zur

Analyse der Tinten in Rom), sondern es wurden

bedeutende inhaltliche Fortschritte erreicht. Im

Rahmen der Lehre wurden die ersten Tinten nach

historischen Rezepten gemischt, um künstlich

gealtert zu werden. Auf diese Weise produzierte

Schäden sollen schließlich restauratorisch

behandelt werden. Ein geeignetes Verfahren zur Behandlung

der Bestände in Eriwan soll so gefunden

werden. Parallel dazu konnte die Unterstützung des

Mechitaristenklosters in Wien für unsere Arbeit

gewonnen werden. Das Mechitaristenkloster Wien

hat die viertgrößte Sammlung armenischer

Handschriften in der Welt und ist in für uns

erreichbarer Nähe. Für einen Lokalaugenschein in

Eriwan werden im Moment Gelder gesucht. Ziel ist

es zunächst eine geeignete Restaurierungsmethode

für die Bestände zu finden, dann die 17.000

betroffenen Handschriften vor Ort in Schadensklassen

zu kategorisieren und schließlich mindestens

eine dauerhafte Arbeitsstelle vor Ort zu finanzieren,

um die Vorschläge umsetzten zu können.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Lettland: Auch im Juli 2003 nahmen wieder sieben

Studierende der Studienrichtungen „Holz I“ und

„Holz II“ zusammen mit Werkstattleiter „Holz I“,

Dipl.-Rest. Martin Merkert, und in Kooperation mit

Ausbildern und Studierenden vom Baukolleg Riga

an einer Kampagne zur Restaurierung der Holzkirche

in Igene teil.

Die Studienrichtung „Gefasste Holzobjekte und

Gemälde“ unter der Leitung von Prof. Dr. Michael

Graf von der Goltz befasste sich – außer mit

den genannten übergreifenden Projekten – mit

folgenden weiteren Objekten:

– Städtisches Museum Braunschweig,

(restauratorische Befundsicherung, konservatorische

Sofortmaßnahmen)

– Bad Gandersheim, Stiftskirche: Verstärkte

Zusammenarbeit („Mecklenburgisches Grabmal“,

und museale Präsentation von ehemaligen

Ausstattungsstücken)

– Kassel, Landesmuseum: Neue Zusammenarbeit

im Bereich Volkskunde (Zwei Schwingböcke)

– Wiederbelebung der Zusammenarbeit mit

Roemer Museum, Stadtgeschichtliche Sammlung

im Knochenhaueramtshaus: Untersuchung und

Konservierung von einer Skulptur und zwei

Tafelbildern im Rahmen von Vordiplomarbeiten.

– Verstärkte Kooperation mit dem Hildesheimer

Dom. Eine weitere Projektwoche zur Bestandaufnahme

der zwölf Apostel-Figuren in der Antoniuskapelle

des Domes und von zwei ehemaligen

barocken Beichtstühlen (heute im Depot).


– Erstmalige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit

dem Kunsthistorischen Seminar der Universität

Göttingen

Gefasste Holzobjekte und Gemälde:

Im Rahmen von Fach- und Diplomarbeiten wurden

zudem Objekte folgender Museen und Kirchen

bearbeitet: Bomann Museum Celle, Museum Goslar,

Kestner Museum Hannover, Dommuseum

Hildesheim, Staatliche Museen Kassel, Diözese und

Dom Hildesheim, St. Elisabethkirche zu Hude,

Hersbrucker Stadtpfarrkirche.

Weitere Museen im Umfeld sind an einer Zusammenarbeit

interessiert.

Die Studienrichtung „Holzobjekte mit veredelter

Oberfläche“ („Holz II“) unter der Leitung von

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl führte mit ihren

Studierenden das gemeinsam mit ungarischen

Kolleginnen und Kollegen betriebene und von der

FH HHG geförderte Forschungsprojekt zur Erforschung

und Erhaltung eines Großzahlensembles

spätmittelalterlicher Stollentruhen in Siebenbürgen/

Rumänien weiter. Nach Abschluss von Pilotrestaurierungen

an zwei Truhen wurde eine mehrwöchige

Konservierungsaktion in der Wehrkirche in

Henndorf/Rumänien vom 05. – 24. August 2003

durchgeführt. Das binationale Studienpraktikum

wurde vom DAAD in Bonn und von der Messerschmitt-Stiftung

Osteuropa in Schäßburg gefördert.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Frau Prof. Dr. Maierbacher-Legl nahm auf Einladung

der Akademie der Bildenden Künste Budapest,

Fachbereich Restaurierung, mit vier Studierenden

ihrer Studienrichtung an einem EU-geförderten

Intensive Project in Budapest und Sibiu/Rumänien

teil. Gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden

von drei Sokrates Partner-Hochschulen aus

Finnland, Ungarn und Rumänien wurden bemalte

Kirchenausstattungen auf einer Rundreise durch

Siebenbürgen studiert und anschließend im ASTRA-

Freilichtmuseum in Sibiu/Hermannstadt siebenbürgisch-sächsische

Möbel konserviert. Vorlesungen

und Vorträge rundeten das umfangreiche Programm

ab, welches vom 22. April bis zum 11. Mai 2003

dauerte.

Das von der HAWK geförderte Forschungs- und

Entwicklungsvorhaben „Kommentierte Bibliografie-

Datenbank zur Kultur-, Technologie- und Restaurierungsgeschichte

des Möbels“ wurde von

Prof. Dr. Maierbacher-Legl und Dipl.-Rest. Buchholz

weitergeführt und maßgeblich durch Mittel der

„Roentgen-Stiftung“ unterstützt.

Diplom-, Projekt- und Facharbeiten in der Studienrichtung

„Möbel und Holzobjekte“ waren – außer

den genannten Projekten – mit Objekten folgender

Kooperationspartner verbunden:

Stiftung Sanatorium Dr. Barner Braunlage, Bauhaus

Museum Berlin; Herzog-Anton-Ulrich-Museum

Braunschweig; Focke Museum Bremen; Bomann

Museum Celle; Deutsche Werkstätten Hellerau/


Dresden; Altonaer Museum Hamburg, Museum für

Kunst und Gewerbe Hamburg; Kestner-Museum

Hannover; Historisches Museum Hannover;

Schlossmuseum Jever; Hessisches Landesmuseum

Kassel; Heimat- und Volkskunstmuseum Kaufbeuren;

Grassi Museum für Kunsthandwerk Leipzig;

Schlossmuseum Ludwigsburg.

Prof. Dr. Maierbacher-Legl und Prof. Dr. Petersen

betreiben in Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-

Klauditz-Institut für Holzforschung am Fraunhofer-

Institut in Braunschweig ein AGIP-Projekt zum

Thema „Mikrowellen zur Desinfektion kontaminierter

Kunstobjekte aus Holz“. Im Rahmen dieses

Projekts wurde für die Dauer von zwei Jahren eine

Diplomrestauratorin eingestellt.

Der Praxisbezug der Nebenwirkungen der Mikrowellen-Bestrahlung

von Kunst- und Kulturgut steht im

Vordergrund und wird im interdisziplinären

Zusammenspiel getestet.

Die Studienrichtung „Steinobjekte“ unter der Leitung

von Prof. Akad. Rest. Jan Schubert ist – außer

an den genannten übergreifenden Projekten – an

den DBU-Projekten „Granit“ und „Glasierte Ziegel“

beteiligt, in Zusammenarbeit mit dem ZMK und dem

Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege.

Zu den Projekten entstanden mehrere Facharbeiten

und eine Diplomarbeit zum Thema: „Fixierung

keramischer Glasuren an engobierter Terrakotta –

Untersuchungen zur Eignung verschiedener

Hinterfüllstoffe und Festigungsmittel“.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Im Rahmen der Kooperation mit dem Ägyptischen

Museum der Universität Leipzig wurden an der

HAWK ein Steinrelief aus der Grabanlage des

ägyptischen Beamten Seschemnefer II. von

2380 v. Chr. sowie zahlreiche Ushebti, Ostraka,

Steinschalen und Reliefe restauriert.

Im Rahmen der Kooperation mit der Universität

Guadalajara/Mexiko verfasste Claudia Schindler

eine Diplomarbeit zur „Untersuchung ausgewählter

Materialien zur Festigung von Tuffstein an

Bauwerken in Guadalajara“.

Die Zusammenarbeit mit den internationalen

Organisatoren der Konservierung der Felsentempel

von Petra in Jordanien (CARCIP, BLFD, CSBE und

IFAPO) führte zu einer Diplomarbeit von Wanja

Wedekind: „Ein Pflege- und Konservierungsplan der

antiken Entwässerungssysteme zum Schutz der

Felsfassaden in Petra/Jordanien“.

Prof. Jan Schubert arbeitet in Kooperation mit

Prof. Dr. Thomas Thielmann vom Institut für

Bauchemie der HAWK in Holzminden, am AGIP-

Forschungsprojekt „Entwicklung neuartiger, kieselsolmodifizierter

Hybridpolymere für die Steinkonservierung“.

Ausgangspunkt dieses Forschungsprojektes

ist die Diplomarbeit von Claudia Schindler.

Die Studienrichtung „Wandmalerei/Architekturoberfläche“

unter der Leitung von Prof. Dr. Ivo Hammer

war – außer an den genannten übergreifenden


Projekten – an folgenden Drittmittel-Projekten tätig,

immer in Zusammenarbeit mit der zuständigen

Denkmalpflege, in der Regel in Form von (begleitenden)

Facharbeiten, häufig in interdisziplinärer

Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Schädler-Saub,

Prof. Dr. Petersen und Prof. Dr. Schulz:

Müsselmow/Mecklenburg-Vorpommern (Pfarrkirche):

Alle Studierenden der Studienrichtung waren

an zwei Projektkampagnen der HAWK (19. –

29.05.2003 und 29.09. – 10.10.2003) beteiligt.

Gegenstand der Arbeiten war die konservatorisch

notwendige mechanische Abnahme von Übertünchungen

und die Fixierung. Träger: Verein der

Freunde von Müsselmow e. V.

– Idensen, alte Kirche, romanische Wandmalerei,

Befundsicherung (Monitoring in der Petruskapelle

und des Sockelbereichs)

Träger: ev.-luth. LKA Hannover

– Hildesheim, St. Michaelis, ehem. Sakristei

(ev.-luth. LKA Hannover)

– Hildesheim, Marienburg, Festsaal

(Uni Hildesheim)

– Hildesheim, Burg Steuerwald, Pallas, Rittersaal

(Untere Denkmalschutzbehörde)

– Halberstadt/Sachsen-Anhalt, Dom, Kreuzgang,

Wandmalerei (Stiftung: Landesamt für Denkmalpflege))

– Paderborn-Neuenbeken/Nordrhein-Westfalen,

Pfarrkirche, Wandmalerei 13. Jahrhundert

(Westfäl. Amt für Denkmalpflege)

– Memmingen/Baden-Württemberg, ehem. Elsbethenkloster,

Wandmalerei 15. Jh. (Sponsoring)


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

– Vechta, Probsteikirche St. Georg, Wandmalerei

(Kirchengemeinde)

Privates sponsoring (Fa. Dullinger Kalk, Salzburg)

ermöglichte Prof. Dr. Ivo Hammer gemeinsam mit

dem historischen Museum der Stadt Brünn und der

staatlichen Denkmalpflege in Prag die Entwicklung

eines Projekts zur Befundsicherung und Entwicklung

eines Konservierungskonzepts für den Fassadenputz

des Hauses Tugendhat von Mies van der Rohe

in Brünn/Tschechien, seit 2001 zum UNESCO

Weltkulturerbe gehörend. Mit insgesamt vier

interdisziplinären Facharbeiten, einer Diplomarbeit

und einer Projektkampagne der HAWK in Brünn im

Mai 2004 wird das Thema im Kontext der Fassadenoberflächen

der frühen Bauten von Mies van der

Rohe (die bisher nicht erforscht sind) bearbeitet.

Im WS 2003/04 hat Prof. Dr. Ivo Hammer mit dem

von der HAWK geförderten Forschungsprojekt

„Kompatible Fixierung/Konsolidierung von

Wandmalerei und Archiekturoberfläche mit

Nanokalk und anderen hydrophilen Materialien“ in

enger Zusammenarbeit mit der Universität von

Florenz, CSGI (Profs. Piero Baglioni und Luigi Dei)

begonnen. Im Rahmen des Projekts fand am

12./13. Dezember 2003 an der HAWK ein Seminar

mit Prof. Luigi Dei statt. Die Arbeiten zur systematischen

Untersuchung der Anwendungstechnolgie

werden von zwei Studierenden im Rahmen einer

Facharbeit durchgeführt.


Prof. Dr. Ivo Hammer konnte die Vorbereitung der

Publikation des vom Österreichischen Forschungsfonds

(FWF) geförderten Projekts zum Thema

Frühmittelalterliche Wandmalereifragmente des

Regnum Moravorum, an dem er in Zusammenarbeit

mit den Universitäten in Wien, Bratislava, Brno,

tschechischen und slowakischen Museen und dem

Österreichischen Bundesdenkmalamt beteiligt ist,

abschließen.

Kooperation mit Hochschulen mit

Restauratorenausbildung

Am 1. Februar 2003, im Rahmen des Diplomtages,

wurde ein Kooperationsvertrag der HAWK mit ECRO

(Escuela de Conservacion y Restauracion de

Occidente in Guadalajara, Mexiko) feierlich durch

den Direktor Arq. Alejandro Canales Daroca und den

Vizepräsidenten der HAWK Prof. Dr. Hubert Merkel

unterzeichnet.

Prof. Schubert oblag die Betreuung von Studierenden

im Rahmen des Socrates Programms im

Fachbereich Konservierung und Restaurierung der

HAWK:

– Vier Studierende der Escuela de Conservacion y

Restauracion de Occidente in Guadalajara,

Mexiko

– Fünf Studierende der Kymenlaakso Polytechnic

in Kouvola, Finnland

– Vier Studierende der Technischen Universität in

Krakau, Polen

– Zwei Studierende der Kunstakademie in

Warschau, Polen


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Darüber hinaus ist im Rahmen der Kooperation mit

der Kunstakademie in Warschau die Magisterarbeit

von Marek Jeziorowski über glasierte Terrakotta

entstanden.

Eine Studierende unserer Fachhochschule mit dem

Schwerpunkt Steinrestaurierung studierte ein

Semester an der Nikolaus Kopernikus Universität in

Thron, Polen.

Das Staatliche Institut für Restaurierung in Moskau

Gos NIIR und die Studienrichtung „Restaurierung

von Buch und Papier“ haben sich über ein

Abkommen, vergleichbar den Socratesvertägen

innerhalb der EU geeinigt. Da mit russischen

Institutionen keine Socratesverträge abgeschlossen

werden können, ist bis jetzt Kontakt mit der

Kulturstiftung der Länder und dem Goetheinstitut in

Moskau aufgenommen worden. Es wurde Hilfe und

Unterstützung der Idee versprochen und sogar

finanzielle Hilfe für das Jahr 2004 in Aussicht

gestellt.

Im Rahmen des Socrates Programms hat Prof. Dr.

Michael Graf von der Goltz einen Kooperationsvertrag

mit der Sorbonne Universität Paris 1 abgeschlossen.

Auf Einladung des Institut National du Patrimoine in

Paris nahm Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz an

einem international besetzten „Séminaire relatif à

l’enseignement supérieur dans le domaine de la


estauration en Europe“ teil. Das INP ist auch an

einem weiteren Informationsaustausch bezüglich

der Entwicklung der Restauratorenausbildung stark

interessiert.

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl und Prof. Dr. Karin

Petersen nahmen am jährlichen Treffen der

deutschsprachigen Hochschulen in Köln am 07. und

08. November 2003 teil. Bei diesem Treffen wurde

neuerlich durch eine Resolution bekräftigt, dass die

betreffenden Studiengänge den Bachelor als

berufsqualifizierenden Abschluss ablehnen. Zu

diesem Thema wurde auch von mehreren Professorinnen/Professoren

eine Informationsveranstaltung

der Zewa an der Universität Hannover besucht.

Prof. Dr. Ivo Hammer gestaltete mit der Studienrichtung

„Wandmalerei/Architekturoberfläche“ vom

05. bis 07. Juni 2002 gemeinsam mit der Fachklasse

für „Wandmalerei“ an der Hochschule für Bildende

Künste in Dresden, unter Mitwirkung von Restaurator

Johannes Weissenbach (Wien) das zweite

Seminar in der Alten Ziegelei Hundisburg, dieses

Mal zum Thema historische Verputze (Kalk, Gips,

Verputz). Prof. M. A. Heinz Leitner und Dipl.-Rest

Roland Lenz, Dresden bereiteten gemeinsam mit Dr.

Dott. Thomas Danzl, Leiter der Restaurierungswerkstätten

des Landesdenkmalamtes Sachsen-Anhalt

das Seminar vor. An dem Seminar nahmen auch

Studierende der entsprechenden Fachklassen der

Fachhochschulen in Potsdam und Köln teil.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Prof. Dr. Karin Petersen hielt an den der Hochschule

für Bildende Künste Dresden (10. – 14. Februar

2003) und für die FH Potsdam (23. – 26. September

2003) Vorlesungen zum Thema „Mikrobielle

Zerstörung von Kunst und Kulturgut“.

Prof. Petersen hat zudem die Betreuung für zwei

Diplomarbeiten an der Akademie der Bildenden

Künste in Stuttgart übernommen.

Gastvorträge/Weiterbildung

Besuch von Joost Caen, Königliche Akademie für

Schöne Künste, Antwerpen, 26. – 28. November

2003 auf Einladung von Prof. Mag. Patricia Engel,

mit Vorträgen zu den Themen „Geschichte von Glasfenstern“

und „Restaurierung von Glasfenstern“.

Besuch von Iza Zajac, Akademie der Bildenden

Künste, Warschau auf Einladung von Prof. Mag.

Patricia Engel vom 17. – 19. Dezember 2003, mit

Vorträgen zu den Themen „Restaurierung alter

Drucke und Graphiken“ und „Lederrestaurierung in

Warschau“.

Im Jahr 2003 organisierte Frau Prof. Mag. Patricia

Engel zwei Weiterbildungsangebote an Kollegen, die

immer teilweise auch von den eigenen Studierenden

belegt werden sollen; die Kurse wurden über

die Fachpresse ausgeschrieben:

– Lederchemie mit Claudius Schettino, Florenz;

26. – 29. Januar (Übersetzung: Barbara

Rittmeier).

– Retusche mit Wolfgang Schwahn, Coburg;

04. – 06. Juni


Das Angebot „Retusche“ wurde dabei erstmalig

nicht nur an Studierende der eigenen Studienrichtung

und Fachkollegen, sondern im Sinne der

Interdisziplinarität auch an alle andere Studierenden

des Fachbereichs gemacht und rege angenommen.

In Zusammenarbeit mit Frau Dipl.-Rest. Barbara

Hentschel hat Frau Prof. Dr. Karin Petersen ein

e-learning modul zur „Mikrobiellen Schädigung von

Kunst- und Kulturgut“ entwickelt, dessen Probedurchlauf

auf 25 Teilnehmer aus dem Inland und

dem europäischen Ausland begrenzt war. Dieser

erste Kurs konnte bereits erfolgreich abgeschlossen

werden.

Frau Jordan-Fahrbach, Textilrestauratorin im Herzog-

Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig, gab auf

Einladung von Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz

ein zweitägiges Seminar zur Faserbestimmung.

Frau Dipl.-Rest. Anna Gulyanska hielt auf Einladung

von Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz einen

Vortrag zum Thema Ikonenrestaurierung.

Frau Dr. Barbara Rommé, Stadtmuseum Münster

hielt einen Vortrag über Holzsichtigkeit im späten

Mittelalter in Norddeutschland – Möbel und

Retabelskulptur.

Dipl.-Ing. Benita Albrecht führte im Januar 2003 für

die Studienrichtungen „Stein“ und „Wand“ ein

Blockseminar zu Techniken der Bauaufnahme durch.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Auf Einladung von Prof. Dr. Ivo Hammer hielt

Prof. Dr. Luigi am 12./13.12.2003 ein Seminar über

Nanokalk, das von Studierenden der Studienrichtungen

„Stein“ und „Wand“ besucht wurde.

Prof. Jan Schubert organisierte den 3-tägigen

Workshop „KEIM-Silikattechnik“, der u. a. von Herrn

Piedziejewski von der Kunstakademie in Warschau

geleitet wurde.

Auf Initiative von Prof. Jan Schubert wurde die

Zusammenarbeit mit dem Institut für Bauchemie in

Holzminden durch zwei Vortragsreihen von

Prof. Dipl.-Ing. R. Möhring „Bauen – konstruktive

und stoffliche Aspekte“ und Prof. Dr. T. Thielmann

„Polymere – Eigenschaften und Anwendung“

intensiviert.

James Anderson, Universität Louisiana of Lafayette,

USA, hielt auf Einladung von Prof. Jan Schuberrt

einen dreitägigen workshop zu „Untersuchungen

der steinernen Darstellungen an Kirchen in

Schleswig-Holstein”. Außerdem hielt er einen

öffentlichen Vortrag „Paralleldenken Ikonografie

und Literatur – der Fall St. Wilhadi Kirche in Ulsnis“.

Veröffentlichungen

Komm. Prof. Mag. Patricia Engel

Patricia Engel, Weniger ist mehr: Gedanken zur

Minimalintervention am Buch, in: „Papierrestaurierung“,

Vol.4 (2003) – No. 2.


Prof. Dr. Ivo Hammer

Ivo Hammer, gemeinsam mit Erwin Stadlbauer, Rolf

Niemeier und Jans-Jürgen Schwarz, Erfahrungen und

denkmalpflegerische Strategien – Beispiel des

Kreuzgangs der Michaeliskirche in Hildesheim, in:

Heinz Leitner, Steffen Laue und Heiner Siedel

(Hrsg.), Mauersalze und Architekturoberflächen,

Tagungsbeiträge Hochschule für Bildende Künste

Dresden, 01. – 03. Februar 2002, 94 – 106.

Ivo Hammer, Bewusstsein und Zeit.

Zur Erhaltungsgeschichte der romanischen Wandmalereien

in Lambach und Salzburg Nonnberg, in:

Matthias Exner und Ursula Schädler-Saub (Hrsg.),

„Die Restaurierung der Restaurierung? Zum Umgang

mit mittelalterlichen Wandmalereien und Architekturfassungen

des Mittelalters im 19. und 20. Jahrhundert“,

ICOMOS Hefte des Deutschen Nationalkomitees

XXXVII (Schriften des Hornemann Instituts

Bd. 5), München 2002, 119 – 134.

Ivo Hammer, Zeitgeist und Restaurierung.

Moden und Alternativen in der Konservierung und

Restaurierung von Wandmalerei, Impulsreferat bei

der Podiumsdiskussion (Johanna Diehl, Wienfried

Heiber, Stefan Kainz, Eva Kleinsasser, Barbara

Matuella, Manfred Siems) (Tagung des Österreichischen

Restauratorenverbands, Wien 15. November

2002), Konservieren Restaurieren Bd. 7, Wien 2003.

Ivo Hammer, Zur materiellen Erhaltung des Hauses

Tugendhat in Brünn und anderer Frühwerke von


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Mies van der Rohe, in: Mies van der Rohe – restauriert,

Tagung des Schinkelzentrums und des Graduiertenkollegs

Kunstwissenschaft-Bauforschung-

Denkmalfplege der TU Berlin 15./16. Dezember

2001, im Druck.

Ivo Hammer, Konservierung – Restaurierung.

Vergängliches erhalten – Vergangenes Wiederherstellen?,

in: Kunsthistorische Arbeitsblätter 10.3.10.,

im Druck.

Ivo Hammer, Bedeutung historischer Fassadenputze

und denkmalpflegerische Konsequenzen. Zur

Erhaltung der Materialität von Architekturoberfläche,

in: Michael Petzet (Hrsg.), ICOMOS Hefte des

Deutschen Nationalkomitees (Historische Architekturoberfläche.

Kalk, Putz, Farbe – Historical

Architectural Surfaces. Lime, Plaster and Colour.

Tagung des Deutschen Nationalkomitees von

ICOMOS und Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

München, Residenz, Max-Joseph-Saal,

22.11.2002), im Druck.

Dipl.-Rest. Anita Horn

Anita Horn gemeinsam mit Henrik Schulz,

Estimation of the Reliability of Hansen-Parameters

of Photoxidative Degraded Polymer Films by Contact

Angle Measurements, in: www.archaeometrielabor.

com/Bilder/pdf/grenzflaechen01.pdf.

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl

Gerdi Maierbacher-Legl, Werktechnische Standards


im historischen Möbelbau. Betrachtungen zum

Berchtesgadener Standseitenschrank, in: Festschrift

für Lenz Kriss-Rettenbeck zum 80. Geburtstag,

Jahrbuch für Volkskunde 2003.

Prof. Dr. Karin Petersen

Karin Petersen, Guest editor für das Geomicrobiology

Journal, Vol. 20, 3, 2003 Special Issue:

Geomorphogenetic Potential of Microbial Biofilms.

Karin Petersen, Wall Paintings – Aspects of

Deterioration and Restoration, in: RSC Paperbacks:

Principles of Conservation Science, E. May, ed. In

press.

Dipl.-Rest. Barbara Rittmeier

Barbara Rittmeier, Das Restaurieren alter Bücher.

Vorwort zur Neuauflage des Buches von Paul Adam

(Erstauflage 1927), Hannover 2003

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub

Ursula Schädler-Saub, Entdeckung und Zerstörung?

Zur Freilegung und Restaurierung mittelalterlicher

Wandmalereien im Nürnberger Raum im 19. und 20.

Jahrhundert, in: Matthias Exner und Ursula

Schädler-Saub (Hrgs.), Die Restaurierung der

Restaurierung? Zum Umgang mit Wandmalereien

und Architekturfassungen des Mittelalters im 19.

und 20. Jahrhundert, ICOMOS-Hefte des Deutschen

Nationalkomitees XXXII und Schriftenreihe des Hornemann

Institus Bd. 5, München 2003, 145 – 158.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Ursula Schädler-Saub, Zur Restaurierungsgeschichte

mittelalterlicher Wandmalerei in Europa. Eine

Bibliographie Raisonné, in: Matthias Exner und

Ursula Schädler-Saub (Hrgs.), Die Restaurierung der

Restaurierung? Zum Umgang mit Wandmalereien

und Architekturfassungen des Mittelalters im 19.

und 20. Jahrhundert, ICOMOS-Hefte des Deutschen

Nationalkomitees XXXII und Schriftenreihe des Hornemann

Institus Bd. 5, München 2003, 265 – 287.

Ursula Schädler-Saub, Restaurierung und Zeitgeschmack.

Zur Erhaltung und Neugestaltung

historischer Rathaussäle im 19. Jahrhundert (mit

wissenschaftlichem Katalog), in: Ursula Schädler-

Saub und Angela Weyer (Hrsg.), Mittelalterliche

Rathäuser in Niedersachsen und Bremen.

Geschichte, Kunst, Erhaltung (Regionale Kulturerbe-

Routen Bd. 2), Schriften des Hornemann Instituts

Bd. 6, Petersberg 2003, 49 – 70 und 78 – 177

(Katalog).

Prof. Dr. Henrik Schulz

Henrik Schulz gemeinsam mit Anita Horn,

Estimation of the Reliability of Hansen-Parameters

of Photoxidative Degraded Polymer Films by Contact

Angle Measurements, in: www.archaeometrielabor.

com/Bilder/pdf/grenzflaechen01.pdf.

Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz

Michael Graf von der Goltz, Die Düsseldorfer VDR-

Tagung aus Sicht des VDR-Osteuropa-Beauftragten,

in: VDR Bulletin 4, 2003, 7.


Michael Graf von der Goltz, La Faculté de la

conservation et restauration à Hildesheim:

situation, ECTS et „3/5/8“, in: Rechenschaftsbericht

zum „Séminaire relatif à l’enseignement supérieur

dans le domaine de la restauration en Europe“,

Institut National du Patrimoine, Paris 2003.

Vorträge

Komm. Prof. Mag. Art. Patricia Engel

Patricia Engel, Vorstellung des Fachbereichs

Konservierung und Restaurierung der HAWK und

Möglichkeiten der Kooperation (engl.), Universität

Warschau, 17.02.2003.

Patricia Engel, Vorlesung zu einem aktuellen

Restaurierungsproblem Eisenoxidation auf

Pergament an einem niederländischen Pergamenteinband

des 17. Jahrhunderts, Universität Warschau,

17.02.2003.

Patricia Engel, „Konsultation vor dem Objekt“,

Restaurierung eines Globus, Universität Warschau,

18.02.2003.

Patricia Engel, Gos NIIR Vortrag über Möglichkeiten

einer Kooperation zwischen den beiden Instituten;

anschließend Gespräch, Universität Moskau,

(20.02. – 02.03.).

Patricia Engel, „Armenische Tinten – Armenische

Handschriften“, IADA Tagung Göttingen, 27.09.2003.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Patricia Engel, Sinnhaftigkeit des Kopierens im

Rahmen der Ausbildung zum Restaurator am

Beispiel der Kopierarbeit in der „Studienrichtung

Restaurierung von Buch und Papier“, Poster IADA,

Tagung Göttingen, 27.09.2003.

Prof. Dr. Ivo Hammer

Ivo Hammer, Zu Geschichte und Möglichkeiten der

Salzverminderung bei hydrophiler Architekturoberfläche,

Werkstattgespräch des NLD in Zusammenarbeit

mit der HAWK, Hannover, NLD 21.02.2003.

Ivo Hammer, Principles and problems of tretment of

salts in the conservation of architectural surfaces,

Vortragsreihe Thorn, Universität, Fakultät für

Konservierung, 12. Mai 2003.

Ivo Hammer, Historische Verputze. Materialien und

Techniken der Erhaltung, Fachklassentreffen in der

Ziegelei Hundisburg, Sachsen-Anhalt, 12. Juni 2003.

Ivo Hammer gemeinsam mit Johannes Weissenbach,

Struktur, Faktur und Textur historischer Verputze

(mit praktischen Übungen), Fachklassentreffen in

der Ziegelei Hundisburg, Sachsen-Anhalt,

13. Juni 2002.

Ivo Hammer, Konservierung und politische

Verantwortung, Beiträge bei der Podiumsdiskussion

„Kunst und Diktatur“ des Österreichischen

Restauratorenverbands, Wien, Oper, Gobelinsaal,

10. Oktober 2003.


Ivo Hammer, Typologie und frühbürgerlicher

Realismus. Zur Biblia Pauperum Weigel Felix, PML

N.Y. Ms. 230, Dombibliothek Hildesheim,

11. November 2003.

Ivo Hammer, Technology Transfer of Heritage,

Beitrag zum European Forum: Heritage Conservation

and Technology Transfer, Monte Carlo,

06. Dezember 2003.

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl

Gerdi Maierbacher-Legl, Ethische Gesichtspunkte

der Möbelrestaurierung. Vortrag im Rahmen der

Praktikantenausbildung der Hamburger Museen am

26. Februar 2003.

Prof. Dr. Karin Petersen

Karin Petersen, Simone Bröer und Ilka Töpfer:

Biodeterioration of art objects – aspects of health

risk. Int. Congress on Moulds, Health and Heritage,

Braunschweig, 04. – 05. September 2003.

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub

Ursula Schädler-Saub, Wandmalereien mit Retabelfunktion

in den Seitenkapellen von St. Lorenz in

Nürnberg – Form und Ikonographie. Fachkolloquium

zur Geschichte, Kunstgeschichte und Erhaltung der

Stadtpfarrkirche St. Lorenz in Nürnberg,

29. – 30. März 2003.

Ursula Schädler-Saub, Über die Bedeutung der Restaurierungsgeschichte

zum Verständnis von Kultur-


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

denkmalen. Kurzvortrag anlässlich folgender

Buchpräsentation am 29.04.2003 in St. Michael in

Hildesheim: Matthias Exner und Ursula Schädler-

Saub (Hrgs.), Die Restaurierung der Restaurierung?

Zum Umgang mit Wandmalereien und Architekturfassungen

des Mittelalters im 19. und 20. Jahrhundert,

ICOMOS-Hefte des Deutschen Nationalkomitees

XXXII und Schriftenreihe des Hornemann

Institus Bd. 5, München 2003.

Ursula Schädler-Saub, Italia und Germania: Die

italienischen Restaurierungstheorien und Retuschiermethoden

und ihre Rezeption in Deutschland.

Vortrag auf der internationalen Fachtagung des

Bayerischen Nationalmuseums und des Deutschen

Nationalkomitees von ICOMOS „Die Kunst der

Restaurierung. Entwicklungen und Tendenzen der

Restaurierungsästhetik in Europa“, München

14. – 17. Mai 2003.

Ursula Schädler-Saub, Zur Restaurierungsgeschichte

mittelalterlicher Rathäuser in Niedersachsen, am

Beispiel des Hildesheimer Rathauses, Vortrag

anlässlich folgender Buchpräsentation am

25.09.2003: Ursula Schädler-Saub und Angela

Weyer (Hrsg.), Mittelalterliche Rathäuser in

Niedersachsen und Bremen. Geschichte, Kunst,

Erhaltung (Regionale Kulturerbe-Routen Bd. 2),

Schriften des Hornemann Institus Bd. 6, Petersberg

2003.


Ursula Schädler-Saub, Le influenze di Cesare Brandi

e dell’Istituto Centrale per il Restauro sulla teoria e

sulla prassi del restauro in Germania, Convegno

internazionale di Studi „Brandi fuori d’Italia“

promosso dall’Istituto Centrale per il Restauro,

ICCROM, UNESCO e Unione Europea, sotto l’Alto

Patrocinio del Presidente della Repubblica Italiana,

Assisi 28. – 30.11.2003.

Prof. Akad. Rest. Jan Schubert

Jan Schubert, „Theorie und Praxis in der Baudenkmalpflege“,

EGIR Zweite Europäische Restaurierungs

Informationsbörse, Universität Krakau,

13. – 15. Februar 2003.

Jan Schubert, „Salzschäden an Bauwerken –

Konservatorische Behandlungsmethoden“, Dozentenaustausch

im Rahmen des SOKRATES-Programm,

Technische Universität Krakau, Februar 2003.

Jan Schubert, „Erhaltung und Pflege salzbelasteter

Kulturobjekte“, Werkstattgespräch für Restauratoren

am NLD Hannover, 21. Februar 2003.

Prof. Dr. Henrik Schulz

Henrik Schulz gemeinsam mit Anita Horn,

„Bestimmung der Löslichkeits-Parameter photooxidativ

geschädigter Polymer-Überzüge durch

Randwinkelmessungen“, 23. GdCh-Tagung in Berlin-

Dahlem, März 2003.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Besondere Aktivitäten

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub war als ehrenamtliche

Beraterin bei schwierigen Restaurierungsvorhaben

in der Denkmalpflege tätig, u. a. bei der

Restaurierung des Katharinen-Altars in der Stadtpfarrkirche

St. Sebald in Nürnberg.

Prof. Dr. Ivo Hammer und Prof. Dr. Ursula Schädler-

Saub waren am 04. August 2003 als ehrenamtliche

Berater des NLD bezüglich der Erhaltungder

mitelalterlichen Wandmalereien in Eilsum tätig.

Über die normalen Arbeiten als Werkstattleiterin

hinaus leistete Frau Dipl.-Rest. Barbara Rittmeier die

laufende Übersetzung der Einleitung des Seminares

„Lederchemie“ im Januar 2003 (italienisch-deutsch).

Für die visuelle Darstellung der umfangreichen

Schriften der Bibel der Bibelausstellung „Das Buch –

Die Bibel und ihre Bilder“ im Dommuseum Hildesheim

(01.02. – 21.04.2003) fertigte Frau Rittmeier

Nachbildungen (46 Schriftrollen und 26 Bücher) an.

Im November organisierte Frau Rittmeier im Zuge

der „Präventiven Konservierung“ die Vorstellung

verschiedener Arten der Klimaüberwachung für

Kunstwerke für Studierende des gesamten

Fachbereiches mit Andreas Reiter, Hofolding.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit dem Hornemann

Institut wurde im Sommer mit der Umstellung der

bisherigen Art der Dokumentation der zu bearbei-


tenden Objekte in der Werkstatt begonnen; zum

Anlaß der IADA-Tagung in Göttingen im September

wurde die erste Dokumentation der Werkstatt Buch

und Papier exemplarisch in „hericare“ vorgestellt.

Im Rahmen der Projektgruppe Kreuzgang war

Prof. Dr. Hammer ehrenamtlich als Fachgutachter

tätig. Für das Oberlandesgericht Celle fertigte und

verteidigte am 05.05.2003 Prof. Dr. Hammer ein

Obergutachten in einem Verfahren, das eine Fassadenrestaurierung

betraf.

Das von Prof. Dr. Ivo Hammer und Prof. Dr. Ursula

Schädler-Saub für das Hornemann Institut, in

Kooperation mit dem Zentrum für Fernstudium der

Universität Hildesheim, erarbeitete Fortbildungsmodul

für Restauratorinnen und Restauratoren mit

dem Titel „Restauratorische Befundsicherung von

Architekturoberfläche“ wird derzeit vom Hornemann

Institut vor allem nach medientechnischen

Gesichtspunkten überarbeitet. Das Fortbildungsmodul

soll zunächst in Form einer CD erscheinen.

Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz und Dipl.-Rest.

Ina Birkenbeul nahmen in Köln an der zweitägigen

Tagung der VDR-Fachgruppe Polychrome Bildwerke,

zum Thema Ergänzung – Retusche – Rekonstruktion,

teil.

Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz und die Werkstattleiter

Dipl.-Rest. Ina Birkenbeul und Dipl.-Rest.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Martin Merkert nahmen an der Tagung VDR-Jahrestagung

in Düsseldorf zum Thema „Oberflächenreinigung“

teil.

Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz wurde zum

Osteuropa-Beauftragten des Verbandes der

Restauratoren VDR benannt. In dieser Funktion

nahm er an einer Podiumsdiskussion zum Thema

Restauratoren in Europa teil und moderierte einen

Teil der VDR-Jahrestagung.

Anlässlich des Internationalen Museumstages,

18.05.03, präsentierten Werkstattleiterin

Dipl.-Rest. Ina Birkenbeul und zwei Studierende im

Stadtmuseum Goslar Objekte, die in der Holz I

Restaurierungswerkstatt von Studierenden

bearbeitet worden sind.

Auf Ersuchen der ZMK gab Prof. Dr. Michael Graf von

der Goltz eine schriftliche Stellungnahme zur

geplanten Restaurierung der „Nana Caroline“ von

Niki St. Phalle, Hannover, ab.

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl wirkte als Jurymitglied

der Kunstmesse München 2003, Sachgebiet

Möbel des 16. bis 19. Jahrhundert.

Werkstattleiter Dipl.-Rest. Ralf Buchholz ist als

Fachgruppenleiter Möbel und Holzobjekte des Verbandes

der Restauratoren VDR tätig und damit im

Bundesvorstand des VDR.


26. Mai – 01. April 2003: Messe „LIGNA“ in

Hannover, gemeinsamer Messestand der Studienrichtung

„Möbel und Holzobjekte“ mit der Fakultät

Gestaltung (Innenarchitektur), dem Studiengang

Holzingenieurwesen und der Fakultät Ressourcenmanagement

der HAWK.

Prof. Schubert führte Untersuchungen an dem

Weltkulturerbeobjekt „Boim Kapelle“ in Lviv

(Lemberg), Ukraine zur Vorbereitung eines Projektes

mit der „Lviv Foundation for the Preservation of

Architectural and Historical Monuments“ durch.

Prof. Jan Schubert ist Ansprechpartner für die

Auslands-Kooperation mit den Hochschulen in

Thorn, Warschau und Krakau in Polen, sowie den

Hochschulen in Kouvola, Finnland, Carrara, Italien

und Guadalajara in Mexiko.

Prof. Dr. Schädler-Saub nahm am 08. – 10.05.2003

in Thessaloniki, Griechenland, an einer internationalen

Fachkonferenz von ICOMOS über die

Erhaltung von Wandmalereien teil und wirkte an der

abschließenden Bearbeitung und Verabschiedung

einer internationalen Charta „Principles for the

Preservation and Conservation-Restoration of Wall

Paintings“ mit.

Prof. Dr. Schädler-Saub führte die Konzeption und

Planung einer internationalen Fachtagung durch, die

vom Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS

zusammen mit dem Bayerischen Nationalmuseum


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

in München organisiert wurde. Die Tagung fand im

Mai 2003 statt und befasste sich mit dem Thema:

„Die Kunst der Restaurierung. Entwicklungen und

Tendenzen der Restaurierungsästhetik in Europa“.

Als Mitglied der Monitoring-Gruppe von ICOMOS für

die Erhaltung des Weltkurlturerbes in Deutschland

befasste sich Prof. Dr. Schädler-Saub u. a. mit

Fragen der Erhaltung und Nutzung der historischen

Altstädte von Wismar und Stralsund, die neu in die

Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurden.

Prof. Dr. Schädler-Saub gab dem Kultursender des

WDR am 14.05.2003 ein 20-minütiges Interview

über Fragen der Restaurierungsethik und Restaurierungsästhetik.

Zum selben Thema gab Prof. Dr. Schädler-Saub der

Kulturredaktion des BR 2 ein kurzes Interview am

15.05.2003.

Im Rahmen der internationalen Projektwochen der

Fachrichtung „Möbel und Holzobjekte mit veredelter

Oberfläche“ in Siebenbürgen/Rumänien im August

2003 hat das Archäometrielabor u. a. an den

interdisziplinären Projekten u. a. des Astra-

Museums in Hermannstadt und der Fakultät Konservierungswissenschaften

der Akademie der Künste

Budapest teilgenommen. Ein aktiver Lehraustausch

ist für das Jahr 2004 geplant.

Prof. Jan Schubert ist Ansprechpartner für die

Auslands-Kooperation, unter anderem zwischen den


Hochschulen in Thorn, Warschau und Krakau in

Polen und der HAWK Hildesheim im Rahmen des

Socrates-Programms.

Ansprechpartner des Studienganges Restaurierung

für ENCoRE (European Network for Conservation-

Restoration Education) ist der Dekan.

Prof. Dr. Ivo Hammer wirkte als Berater der Jury für

den Grand Prix for Innovation Award. Er schlug

die Arbeit des CSGI der Universität von Florenz für

den Preis vor. Am 6. Dezember 2003 empfing

Prof. Dr. Piero Baglioni den Großen Preis der Jury für

Innovation in Heritage Konservation. Damit wird

auch die Arbeit von Prof. Enzo Ferroni, dem Erfinder

der Gipsumwandlungsmethode geehrt.

Der Magistrat der Stadt Brünn hat Prof. Dr. Ivo

Hammer als Beirat für die Konservierung und

Wiederherstellung des Hauses Tugendhat von Mies

van der Rohe in Brünn/Tschechien eingeladen.

Prof. Dr. Ivo Hammer hat für das Arbeitsamt Erfurt

im Rahmen einer landesweiten Orientierungsveranstaltung

am 14.02.2003 einen Vortrag zur Information

über das Berufsbild des Restaurators/der

Restauratorin gehalten. Titel: Vergängliches

erhalten, Vergangenes wiederherstellen?

Lehrveranstaltungen vor Ort

Prof. Mag. Patricia Engel

– Lehrveranstaltung im Zusammenhang mit dem

Tintenprojekt im historischen Bergwerk Ram-


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

melsberg. Rammelsberger Vitriole wurden zur

lokalen Tintenproduktion bereits seit dem

Mittelalter verwendet. Mit Hilfe von Untersuchungen

der Spurenelemente konnte das eindeutig

nachgewiesen werden.

Prof. Dr. Ursula Schädler-Saub

– Florenz und Arezzo: Denkmale der Frührenaissance,

Besuch der Restaurierwerkstätten

der Fortezza da Basso und des Opificio delle

Pietre Dure in Florenz. Besuch laufender

Restaurierungsarbeiten an der „Confraternita“ in

Arezzo und in der „Cappella della Maddalena“

im Bargello in Florenz.

– Eintägige Exkursionen: Museen in Braunschweig

und Hamburg, mittelalterliche Kirchen in Braunschweig,

Königslutter, Idensen und Halberstadt.

Prof. Dr. Michael Graf von der Goltz

– Kunstmuseum Wolfsburg: Zusammen mit Studierenden

und der Werkstattleiterin Ina Birkenbeul

wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Michael

Graf von der Goltz das Gemälde „Double be a

Somebody with a body“ von Andy Warhol

(Maße 294,6 x 538,5 cm) für einen Transport

nach New York abgespannt und aufgerollt.

– Hannover, Sprengelmuseum: Ausstellung Niki St.

Phalle (Materialvielfalt der zeitgenössischen

Kunst), Führung durch Bettina von der Goltz.

– Städtisches Museum Braunschweig: Im Rahmen

einer Projektwoche wurde semesterübergreifend

(1., 3. und 7. Sem.) eine Bestandsaufnahme zu


den in der Ausstellung befindlichen mittelalterlichen

Holzobjekten erarbeitet.

– Hildesheim Dom: Im Rahmen einer Projektwoche

Bestandsaufnahme der zwölf Apostel-Figuren in

der Antoniuskapelle des Domes und von

zwei ehemaligen barocken Beichtstühlen, heute

im Depot.

– Kunstsammlungen der Universität Göttingen:

Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Graf von

der Goltz und Dr. Gerd Unverferth (Kunsthistorisches

Seminar der Universität Göttingen)

sowie der Mitarbeit von Werkstattleiter Dipl.-Rest.

Martin Merkert wurden im Rahmen einer

Projektwoche semesterübergreifend von

Studierenden der Kunstgeschichte (Göttingen)

und der Konservierung und Restaurierung

(Hildesheim) Gemälde der Kunstsammlung der

Universität Göttingen interdisziplinär kunsthistorisch,

kunsttechnologisch und restauratorisch

untersucht. Das übereinstimmend als sehr

erfolgreich bewertete Experiment soll im SS 04

mit weiteren Studierenden fortgeführt werden.

– Besuch und Besichtigung der Restaurierungswerkstätten

des Herzog-Anton-Ulrich-Museums,

Braunschweig, mit Studierenden des ersten,

dritten und siebten Semesters, Holz I.

Prof. Dr. Gerdi Maierbacher-Legl

– 19. Mai 2003: Freilichtmuseum Detmold,

Monitoring Holzschädlinge, Führung durch

Dr. Uwe Noldt, Bundesforschungsanstalt für

Holz- und Forstwirtschaft Uni Hamburg.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fachbereich Konservierung und Restaurierung

– 20 Mai 2003: Ausstellung „Feine Möbel aus

Westfalen“ im Freilichtmuseum Detmold,

Führungen durch Dipl.-Rest. Jochen Winkelbach

und Prof. Dr. Stefan Baumeier.

– 06. Mai 2003: Städt. Museum Braunschweig und

Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig:

Übungen vor Originalen mit Führungen durch

Dr. Eberle und Dr. Walz.

Dipl.-Rest. Ralf Buchholz

– Stadtmuseum Kaufbeuren, Kartierung und Ausbau

von zwei Holzdecken des 18. Jahrhunderts,

23. – 26. September.

Prof. Akad. Rest. Jan Schubert gemeinsam mit

Prof. Dr. Ivo Hammer

– Thorn, Marienburg, Danzig: Besuch der Restaurierungswerkstätten

der Partnerhochschule in

Thorn und Besichtigung restaurierter Objekte,

Mai 2003.


Fakultät

Naturwissenschaften und Technik

Geschäftsführender Dekan

Prof. Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Müller

Studiendekan

Prof. Dr.-Ing. Axel Bangert

Studienangebot

Der Lehrbetrieb an der Fakultät wurde mit dem Sommersemester

1992 aufgenommen.

Zurzeit studieren neun Semestergruppen in den

Studiengängen Physiktechnik, Messtechnik,

Feinwerktechnik, Präzisionstechnik, Elektrotechnik

und Informatik sowie Bau-Chemie in Holzminden.

Seit 2001 wird ein Masterstudiengang „Optical

Engineering/Photonics“ angeboten.

Die Studiengänge Physiktechnik, Feinwerktechnik,

Präzisionstechnik, Elektrotechnik und Informatik

werden als Studium im Praxisverbund und Studium

mit berufspraktischen Studiensemestern angeboten.

Die Studienzeit beträgt einheitlich acht

Semester. Das Studium beginnt jeweils mit dem

Wintersemester. Am Ende des Studiums steht der

Abschluss zur Diplomingenieurin bzw. zum

Diplomingenieur (FH) in den fünf Fachrichtungen:

Physiktechnik Schwerpunkte:

Technische Optik und

Lasertechnik

Feinwerktechnik Schwerpunkte:

Konstruktion und Fertigung

in Verbindung mit CIM


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Präzisionsferti- Schwerpunkte:

gungstechnik Optik und Mechanik

Informatik Vertiefungsrichtungen:

Automatisierungtechnik

und Medientechnik

Elektrotechnik Vertiefungsrichtung:

Messtechnik

Der zum Wintersemester 2001/2002 aufgenommene

Masterstudiengang „Master of Science in Optical

Engineering/Photonics“ wird von 62 Studierenden,

davon 13 Frauen, im Teilzeit- oder Vollzeitstudium

wahrgenommen. Der Studiengang schließt mit der

Masterprüfung und dem Hochschulgrad „Master of

Science (M. Sc.)“ ab.

Außerdem beteiligt sich die Fakultät gemeinsam mit

der Fakultät Ressourcenmanagement am Studiengang

Wirtschaftsingenieurwesen.

Studium im Praxisverbund

Das Studium verknüpft die theoretische Ausbildung

an der Fachhochschule mit einer praktischen

Ausbildung in Betrieben des Praxisverbundes in

zeitlichen Blöcken (Praxisphasen) in einem Gesamtumfang

von 80 Wochen. Das Studium im Praxisverbund

ist entweder mit einer industriellen Ausbildung

für eine Facharbeiterprüfung vor der IHK nach

dem Grundstudium in einem dem Studienfach


entsprechenden Ausbildungsberuf verknüpft oder

erlaubt eine in das Studium integrierte industrielle

Tätigkeit.

Im Hauptstudium arbeiten die Studierenden als

Praktikanten in den Betrieben/Instituten und wenden

das an der Fachhochschule erworbene Wissen

unmittelbar praktisch an. Mit diesem Modell wird

eine besonders praxisnahe Qualifikation vermittelt.

Studium mit berufspraktischen Studiensemestern

(Praxissemester)

In diesem Studienmodell sind praxisorientierte

Studiensemester jeweils als 5. und 8. Fachsemester

vorgesehen. Die Lehrinhalte entsprechen dem

Studium im Praxisverbund. Im 8. Semester wird

gleichzeitig die Diplomarbeit angefertigt.

Studienerfolg

In den neun Semestern studieren insgesamt 446

Studentinnen und Studenten, davon 308 mit

Praxissemestern und 71 im Praxisverbund, der

Frauenanteil liegt bei 14 Prozent, der Anteil der

ausländischen Studierenden beträgt neun Prozent.

Die Abbrecherquote liegt im Berichtszeitraum unter

fünf Prozent. Der Anteil an Studierenden mit

Praxissemestern beträgt 84 Prozent gegenüber 16

Prozent im Praxisverbund.

Im Berichtszeitraum konnten 30 Diplomarbeiten

erfolgreich abgeschlossen werden. Sie wurden vor

allem in Industriebetrieben und Instituten der


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Region Südniedersachsen geschrieben.

Die Fakultät beteiligt sich mit ca. 30 Prozent an dem

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der

Fakultät Ressourcenmanagement.

Ausbau der Präzisionsfertigungstechnik

Der Studiengang Präzisionsfertigungstechnik der

Fakultät für Naturwissenschaften und Technik (N) in

Göttingen existiert seit Herbst 2000. Inzwischen

haben rund 50 Studierende diesen spezifischen

Studiengang aufgenommen. Die ersten Absolventinnen

und Absolventen dieses fertigungstechnisch

geprägten Studiengangs erwarten wir im Sommer

dieses Jahres.

Neben dem Neubau mit rund 950 m 2 Nutzfläche,

welcher Ende 2001 der Nutzung zugeführt wurde, ist

die maschinelle und gerätetechnische Ausstattung

zur Ingenieurausbildung von größter Bedeutung. In

den letzten Monaten des vergangenen Jahres 2003

konnten wir unsere Fertigungsräume mit hochmodernen

CNC-Maschinen und Messgeräten im

Bereich der optischen Produktionsverfahren mit vier

Großgeräten ausstatten. Im Einzelnen handelt es

sich hierbei um eine Optikschleifmaschine der

Firma Schneider, eine Poliermaschine der Firma

OptoTech und eine Zentrier- und Randbearbeitungsmaschine

der Firma LOH. Mit diesen CNC-Bearbeitungsmaschinen

ist es uns möglich, im Bereich

der Feinoptik sphärische und asphärische Linsen

bis Durchmesser 120 mm in höchster Genauigkeit

zu fertigen. Zur Prüfung der erzielten Genauigkeiten


der optisch wirksamen Oberflächen wird das vierte

Großgerät, ein Interferometer der Firma OptoTech

mit fünf Objektiven, welches sowohl sphärische als

auch asphärische Flächen vermessen kann,

eingesetzt.

Mit diesen Maschinen und Geräten steht uns eine

fertigungstechnische Basis im Bereich der Optikproduktion

zur Verfügung, die ihres Gleichen sucht.

Die Ingenieurausbildung sowohl im Bereich der

Optik- als auch im Bereich der Mechanik-Fertigung

wird unseren Studierenden, unserer Fakultät und im

Anschluss daran der optischen Industrie, welche zur

Beschaffung dieser vier Großgeräte ebenfalls einen

wesentlichen Beitrag geleistet hat, zugute kommen.

Forschung

Prof. Dr. Klaus Bobey: „Augensicherer LED/LD-

Strahler für Bildsensoranwendungen“

Prof. Dr.-Ing. Andreas Kegler konnte im Sommersemester

2003 und im Wintersemester 2003/2004

seine Untersuchungen aus dem Forschungssemester

im Jahr 2002 zur offenen standardisierten

Steuerungstechnik mit dem aktuellen Teilthema

„Untersuchungen von neuen Entwicklungen und

Konzepten zur Projektierung und Visualisierung

offener verteilter Automatisierungsaufgaben“

fortführen.

Prof. Dr. Andrea Koch: Von der FH HHG in 2003

gefördertes Projekt: Optischer Sensor zur schnellen

Erfassung von Gas- und Flüssigkeitleckagen.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Prof. Dr. Thomas Reck: Entwicklung eines modellgestützten

Messverfahrens für den Einsatz in der

Automobilindustrie.

Prof. Dr. Karl-Josef Schalz: Hochgenaue Konturmessung

an geschliffenen Glasoberflächen

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Von der FH HHG in 2003

unterstützte Forschungsprojekte:

– EUV-Strahlungsquelle

– Plasmavorbehandlung eines Finger- oder

Fußnagels für eine Lackierung

Prof. Dr. Petra Weidner: Forschungsaufenthalt am

Department of Mathematical Information Technology

der University of Jyväskylä, Finnland,

26.05. – 25.06.2003.

In 2003 bearbeitete Forschungsthemen:

– Untersuchung und Erweiterung des Anwendungsbereiches

der interaktiven Software NIMBUS

– Testrichtlinien für Software zur Lösung mehrkriterieller

Probleme

– Gutachtertätigkeit und Buchbesprechungen für

den Physica-Verlag sowie die Zeitschriften

„Journal Optimization Methods and Software“

und „Mathematical Methods of Operations

Research“

Besondere Aktivitäten

Prof. Dr.-Ing. Axel Bangert: Internationaler Tag für

Studierende. Informationsveranstaltung über

ERASMUS-Programm und Partnerhochschulen,

29. Oktober 2003.


Prof. Dr. Rohwer (Stellenbosch, Südafrika) hat im

Sommersemester 2003 als Gastdozent Vorlesungen

im Masterstudiengang Optical Engineering/Photonics

gehalten.

Bis August 2003 unterstützte Frau Prof. Dr. Márta

Seebauer von der Budapester Technischen Fachhochschule

den Studiengang Informatik im Rahmen

einer DAAD-Gastprofessur.

Am 10. und 11. Juli 2003 nahmen Frau Prof. Dr.

Márta Seebauer und Prof. Dr.-Ing. Andreas Kegler an

der Jahrestagung des DAAD für ausländische

Gastdozentinnen/Gastdozenten und deutsche

Gastgeber in Bonn teil.

6. November 2003: Vernissage der Georg-Christoph-

Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) mit dem Mitglied

des Landtages Herrn Thomas Oppermann.

Übergabe des Laser-Scannig-Mikroskops der Firma

Carl Zeiss Göttingen mit dem Geschäftsbereichsleiter

Herrn Dr. Bernd Faltermeier.

Praktika für Externe

Prof. Dr. Wolfgang Viöl:

Praktikum als Europasekretärin:

Anja Maue und Anne Klingner.

Ausbildung zur Physikalischen Technischen

Assistentin:

Valentina Franz und Barbara Eberhardt.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Preise

Am 26. März 03 fand die diesjährige Verleihung der

Physik-Preise durch die Deutsche Physikalische

Gesellschaft statt. Unter anderem wurde auch der

Georg-Simon-Ohm-Preis für die beste Fachhochschul-Diplomarbeit

Deutschlands vergeben mit dem

Thema: „Aufbau und Charakterisierung eines

gepulsten, lasergestützten Gas-Targets zur

Erzeugung weicher Röntgenstrahlung“. Preisträger

2003 wurde Herr Dipl.-Ing. Christian Peth, Absolvent

der Fakultät des Studienganges Feinwerktechnik.

Im Rahmen der amerikanischen Technologiemesse

Inpex (Invention & New Product Exposition) in

Pittsburgh/Pennsylvania ist Professor Dr. Wolfgang

Viöl mit der Silbermedaille in der Kategorie

Industrieanlagen ausgezeichnet worden. Er hat

einen Prototyp zur Plasmabehandlung von Holz

entwickelt.

Wissenschaftlich-technische Veranstaltungen

Prof. Dr. Klaus Bobey, Dipl.-Ing. Lutz Brekerbohm

und Dipl.-Ing. Robert Burdick: Intelligente CMOS-

Kamera, InnovationsForum Photonik, Kaiserpfalz/

Goslar, 13.05.2003.

Prof. Dr. Klaus Bobey: Photonik im Wald: Harvester

lernen sehen, Eröffnungssymposium in Göttingen

„Holz – ein innovativer Werkstoff: Wirtschaft und

Wissenschaft im Dialog“, Niedersächsisches

Kompetenznetz für nachhaltige Holznutzung,

30. und 31.10.2003.


Dipl.-Ing. Lutz Brekerbohm, Dipl.-Ing. Robert Burdick

und Prof. Dr. Klaus Bobey: Entwicklung eines

intelligenten Bildsensorsystems mit dem CMOS-

Bildsensor FUGA 1000 – Die ICam 6701, CCD-Forum

in München am 15. und 16.05.2003.

Dipl.-Ing. Carsten Büttner, Bernd Schlichting, Prof.

Dr. Klaus Bobey: Digitale Echtzeit-Farbsignalverarbeitung

in Kameras mit Einchip-Farbsensoren,

48. Internationales Wissenschaftliches Kolloquium

Technische Universität Ilmenau, 22. – 25.09.2003.

Prof. Dr.-Ing. Andreas Kegler nahm am 16. und

17. Oktober 2003 an der Vollversammlung des

Fachbereichstages Elektrotechnik und Informationstechnik

in Berlin teil.

Prof. Dr. Viöl: Eröffnungssymposium des Kompetenznetzes

Nachhaltige Holznutzung: Holz – ein

innovativer Werkstoff – Wirtschaft und Wissenschaft

im Dialog vom 30.10. – 31.10.2003.

Kolloquien

9. Januar 2003: Vortrag von Gastprofessorin der

Budapester Technischen Fachhochschule Frau Prof.

Dr. Seebauer.

10. April 2003: Herr Dipl.-Ing. G. Kovács

M.Sc. Past Secretary General and Vice-President of

the John von Neumann Computer Society

President of the Foundation for the Hungarian

Informatics History Museum, Chairman of the John


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

von Neumann’s Centenary Advisory Group zum

Thema: „The Computer Reasoning and the Human

Thinking“.

11. Mai 2003: Herr Prof. Dr. rer. nat. habil. Thomas

Nattermann, Institut für Theoretische Physik der

Universität zu Köln zum Thema: „Das Weltbild der

modernen Physik“.

11. Juni 2003: Herr Dr. rer. nat. Volker Carstens

Institut für Aeroelastik der DLR in Göttingen

zum Thema: „Aeroelastik – ein interdisziplinäres

Forschungsgebiet zwischen Strömung und Struktur“.

4. Dezember 2003: Herr Prof. Dr. rer. nat. habil.

Andreas Tünnermann, Institutsleiter des Fraunhofer

IOF Jena und Direktor des Instituts für Angewandte

Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum

Thema: „Faserlaser – Perspektiven und Anwendungen“.

Messen und Ausstellungen

Prof. Dr. Klaus Bobey: Exponat: Die intelligente

CMOS-Kamera ICam 6701, embedded-world-2003 in

Nürnberg, Messestand der Firma D.signT.,

Februar 2003.

Exponate: Tree Vision Box und Tree Vision System,

Ligna in Hannover, Messestand der FH HHG,

26. bis 30.05.2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Hannover Industriemesse

vom 07. bis 12. April 2003.


Holzmesse Ligna Plus vom 26. bis 30. Mai 2003.

Environment 2003, Kairo, vom 30.09. – 02.10.2003

4th international conference & exhibition on

Environmental technologies.

Jetro Environment Japan in WASTEC, Tokyo, vom

25.11. bis 28.11.2003.

Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler

Prof. Dr.-Ing. Axel Bangert: Besuch von 14 Schülerinnen

und Schülern des Gymnasiums (Goetheschule),

Einbeck, 29.01.2003.

Besuch von 14 Schülerinnen und Schülern des

Lerchenberggymnasiums, Altenburg, 27.02.2003.

Besuch von sechs Schülerinnen und Schülern des

Felix-Klein-Gymnasiums und der Georg-Christoph-

Lichtenberg Gesamtschule Göttingen, 24.09.2003.

Besuch von 15 Schülerinnen und Schülern der BBS

Simmern, 20.11.2003.

Prof. Dr. Klaus Bobey: Experimente im Labor

Sensortechnik für das XLAB:

18. bis 19.09.2003 mit einer Schülergruppe aus

Karlsruhe, 24.06.2003 mit einer Schülergruppe aus

Berlin, 27.11.2003 mit einer weiteren Schülergruppe.

Prof. Dr. Thomas Reck, Dipl.-Ing. Birgit Zwickert:

Info-Tage der Fakultät N vom 1. bis 3. März 2003

(Laborversuch PC-Messtechnik).


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Eine Technische Lasershow,

„Wissenschaft und Jugend“, 6. Göttinger Woche

30. Juni bis 04. Juli 2003.

X-Lab-Versuch Thermographie, Göttingen

Im Jahr 2003 haben jeweils ein Schüler des Otto-

Hahn-Gymnasiums, der Georg-Lichtenberg-

Gesamtschule und des Max-Planck-Gymnasiums in

Göttingen sowie ein Schüler des Grotefend-

Gymnasiums in Hann. Münden ihr Betriebspraktikum

in den Laboren von Prof. Dr. Wolfgang Viöl

durchgeführt und an aktuellen und angewandten

Forschungsthemen mitgewirkt.

Im Rahmen eines Mentoring-Projekts wurden zwei

Schülerinnen des Otto-Hahn-Gymnasiums während

ihrer 11. und 12. Klasse von zwei Studentinnen der

Fakultät betreut und unterstützt.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Naturwissenschaften,

des Biologie- und des Physikunterrichtes

am Otto-Hahn-Gymnasium in Göttingen wurden

zwei Halbjahreskurse an der Fakultät Naturwissenschaften

und Technik von Dipl.-Phys. Dipl.-Ing.

Stephan Wieneke durchgeführt.

Veröffentlichungen und Berichte

Prof. Dr. Klaus Bobey: Forschung im Labor für

Sensortechnik – Harvester lernen sehen, FFG-News,

S. 13 (6/2003).


Prof. Dr. Friedbert Bombosch, Prof. Dr. Klaus Bobey,

Dipl.-Ing. Lutz Brekerbohm, Dipl.-Ing. Robert

Burdick, Dietmar Sohns und Ralf Dreeke: Harvester

lernen sehen, Forst und Technik, S. 14 – 19

(5/2003).

A. Kegler: „New Possibilities of IEC 61499 for

Component Based Distributed Automation“

Kongressband IFAC Workshop on Control Applications

of Optimisations in Visegrad, Ungarn.

A. Kegler: „Fortführung der Untersuchungen zur

Bedeutung des internationalen Norm-Entwurfs IEC

61499 für verteilte Automatisierungsaufgaben unter

besonderer Berücksichtigung von aktuellen

Neuentwicklungen“, Forschungsbericht,

September 2003.

Prof. Dr. Petra Weidner: Tradeoff directions and

dominance sets. In: T. Tanino, T. Tanaka,

M. Inuiguchi (Hrsg.), Multi-Objective Programming

and Goal-Programming, Advances in Soft Computing,

Berlin – Heidelberg – New York: Springer-

Verlag, S. 275 – 280, 2003.

P. Weidner, J. Hakanen, K. Miettinen and M. M.

Mäkelä: Experiences with a multicriteria optimization

procedure using hyperbola efficiency. Reports of

the Department of Mathematical Information

Technology, Series B. Scientific Computing, No. B

17/2003, University of Jyväskylä (Finnland), 2003.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

P. Rehn, W. Viöl: Dielectric barrier discharge

treatments at atmospheric pressure for wood

surface modification, Holz als Roh- und Werkstoff

61, Springer Verlag (2003) 145 – 150.

P. Rehn, A. Wolkenhauer, M. Bente, S. Förster, W.

Viöl: Wood surface modification in dielectric barrier

discharges at atmospheric pressure, Surface and

Coating Technology 174 – 175 (2003) 515 – 518.

M. Leck, G. Ohms, W. Viöl: Modifizierung von

Holzflächen durch Plasmabehandlung, Chemische

Innovationen an niedersächsischen Hochschulen,

Niedersächsisches Institut für Wissenschaft und

Kultur (2003) 22 – 23.

W. Viöl: Plasmaanlage zur Behandlung von

Eisendrähten, Neue Materialien und Verfahren,

Arbeitskreis der Technologietransferstellen

niedersächsischer Hochschulen 4 (2003) 7.

W. Viöl: Plasmavorbehandlung für Fingernägel, Neue

Materialien und Verfahren, Arbeitskreis der

Technologietransferstellen niedersächsischer

Hochschulen 4 (2003) 7.

S. Wieneke, Ch. Uhrlandt, W. Viöl: Experimental and

theoretical investigations of sealed-off CO2 lasers

excited by dielectric barrier discharges, angenommen

in Laser Physics Letters (2003).


M. Bente, W. Viöl: Wood surface modification in

dielectric barrier discharges at atmospheric

pressure for creating water repellent characteristics,

angenommen in Holz als Roh- und Werkstoff,

Springer Verlag (2003).

Patente

W. Viöl als Erfinder und Anmelder: Diffusionsgekühlter

Gaslaser mit Mittelfrequenzanregung, Deutsche

Patentanmeldung Aktenzeichen DE 198 02 319.7

vom 23.01.1998, Patenterteilung in Aussicht gestellt

2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Anmelder:

Method for modifying wooden surfaces by electrical

discharges at atmospheric pressure, Europäisches

Patentamt EP 1 233 854 B1, Anmeldetag 09.11.2000,

Veröffentlichungstag der Patenterteilung

02.01.2004.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Anmelder:

Verfahren und Vorrichtung zur Ausbildung eines

Plasmastrahls, Deutsche Patentanmeldung

Aktenzeichen DE 101 16 502.1 vom 03.04.2001,

Patent erteilt 2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Fachhochschule

HHG als Anmelder: Verfahren und Vorrichtung

zur Analyse und Überwachung der Lichtintensitätsverteilung

über den Querschnitt eines

Laserstrahls, Deutsche Patentanmeldung Aktenzeichen

101 58 859.3 vom 30.11.2001, Patent erteilt

2003.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Fachhochschule

HHG als Anmelder: Verfahren und Vorrichtung

zur Behandlung der Oberfläche eines

Metalldrahts, insbesondere als Beschichtungsvorbehandlung,

Deutsche Patentanmeldung Aktenzeichen

102 19 197.2 vom 29.04.2002, Patent erteilt

2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl und Ch. Viöl als Erfinder und

Fachhochschule HHG als Anmelder: Verfahren und

Vorrichtung zur Vorbereitung eines Finger- und

Fußnagels für eine Beschichtung, insbesondere

Lackierung, Deutsche Patentanmeldung Aktenzeichen

102 38 931.4 vom 23.08.2002, Patent erteilt

und veröffentlicht am 31.07.2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Fachhochschule

HHG als Anmelder: Verfahren und Vorrichtung

zur Analyse und Überwachung der Lichtintensitätsverteilung

über den Querschnitt eines

Laserstrahls, PCT-Anmeldung 2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Fachhochschule

HHG als Anmelder: Verfahren und Vorrichtung

zur Behandlung der Isolierschicht eines

Drahtes, insbesondere als Beschriftungsvorbehandlung,

Deutsche Patentanmeldung Aktenzeichen

103 00 471.8 vom 09.01.2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Fachhochschule

HHG als Anmelder: Verfahren und Vorrichtung

zur Behandlung der Oberfläche eines


Metalldrahts, insbesondere als Beschichtungsvorbehandlung,

PCT-Anmeldung 2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Erfinder und Fachhochschule

HHG als Anmelder: Behandlung von lebende

Zellen enthaltende biologische Materialien mit

einem durch eine Gasentladung erzeugten Plasma,

Deutsche Patentanmeldung Aktenzeichen

103 24 926.5 vom 03.06.2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl und Ch. Viöl als Erfinder und

Prof. Dr. Wolfgang Viöl als Anmelder: Verfahren und

Vorrichtung zur Vorbereitung eines Finger- und

Fußnagels für eine Beschichtung, insbesondere

Lackierung, PCT-Anmeldung 2003.

Vorträge

A. Kegler: „New Possibilities of IEC 61499 for

Component Based Distributed Automation“

IFAC Workshop on Control Applications of Optimisations,

30. Juni – 02. Juli in Visegrad , Ungarn.

Prof. Dr. Petra Weidner: An interactive procedure in

MCDM using hyperbola efficiency. Vortrag an der

Universität Jyväskylä, Jyväskylä (Finnland),

Juni 2003.

A method for calculating tradeoffs in multicriteria

optimization. Vortrag auf der Tagung „International

Symposium on Mathematical Programming (ISMP)

2003“, Kopenhagen (Dänemark), August 2003.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Holzoberflächenveredelung

durch Atmosphärendruck-Plasma, eingeladener

Vortrag zum Kolloquium der Holzingenieure an der

FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Hildesheim,

11. Februar 2003.

Dipl.-Ing. Peter Rehn, Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Holz-

Oberflächenveredelung durch Atmosphärendruck-

Plasma, 11. Bundesdeutsche Fachtagung Plasmatechnologie,

Ilmenau, 09. – 12. März 2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Plasmabehandlung des

Holzfensters, eingeladener Vortrag zu den

Thementagen Holz, Bremen, 13. – 14. März 2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Holz-Oberflächenveredelung

durch Atmosphärendruck-Plasma, eingeladener

Vortrag zur Industriemesse Hannover,

11. April 2003.

Dipl.-Ing. Friedrich Ach, H. Dathe, D. Kubein-

Meesenburg, H. Nägerl, Prof. Dr. Wolfgang Viöl:

Optischer Messplatz zur Verschleißbestimmung in

Reihenuntersuchungen an explantierten Tibiaendoprothesen,

InnovationsForum Photonik, Goslar,

13. Mai 2003.

Dipl.-Ing. Stephan Wieneke, Dipl.-Ing. Christian

Uhrlandt, Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Kompakte

diffusionsgekühlte CO2-Laser der nächsten

Generation, InnovationsForum Photonik, Goslar,

13. Mai 2003.


Dipl.-Ing. Friedrich Ach, Dipl.-Ing. Andy Kaemling,

Dipl.-Ing. Maik von Ringleben, Prof. Dr. Wolfgang

Viöl: Laser beam characterization by measurement

of the thermal mirror expansion, InnovationsForum

Photonik, Goslar, 13. Mai 2003.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Plasmatechnologie im

Dienste der Holzoberflächenmodifikation,

eingeladener Vortrag zum Eröffnungssymposium

Holz – ein innovativer Werkstoff: Wirtschaft und

Wissenschaft im Dialog, Göttingen,

30. – 31. Oktober 2003.

Prof. Dr. Thomas Reck: Untersuchung eines

modellgestützten Messerfahrens mit Fehlerklassifikation

(IAV GmbH).

Externe Vorlesungen

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Physikalische Grundlagen

der Lasermaterialbearbeitung, Vorlesung im

Wintersemester 2002/2003 an der TU Clausthal.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Plasmatechnologie,

Vorlesung im Sommersemester 2003 an der

TU Clausthal.

Prof. Dr. Wolfgang Viöl: Physikalische Grundlagen

der Lasermaterialbearbeitung, Vorlesung im

Wintersemester 2003/2004 an der TU Clausthal.

Prof. Dr. Petra Weidner: Lehrende an der „II Summer

School on Optimization and Numerical Analysis“,

San Pedro, Costa Rica, 17. – 22. März 2003.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Drittmittelprojekte

Prof. Dr. Klaus Bobey: 10/01-12/03 AGIP-Projekt

„Entwicklung eines CMOS-Bildsensorsystems für

Holzerntemaschinen (Harvester)“.

09.03 – 12.04 AGIP-Projekt „Digital-Kamera mit

Echtzeit-Farbmanagement für medizinische

Anwendungen“

09.03 – 12.05 EFRE-Projekt „Digitale-Kamera mit

Echtzeit-Farbmanagement für medizinische

Anwendungen“.

Prof. Dr. Andreas Koch: Ultraschneller Rußdetektor,

Gemeinschaftsprojekt mit der Volkswagen AG,

gefördert durch AGIP, Projektlaufzeit

01.01.2003 – 28.02.2005.

Prof. Dr.Wolfgang Viöl:

Laser- und Plasmaoberflächenbehandlung von Holz,

gefördert von der VW-Stiftung, Fa. Obermeier,

Fa. Anteholz und Fa. Trumpf Lasertechnik,

Projektlaufzeit 01. Januar 2001 – 31. Dezember

2005, Projektgesamtkosten: ca. 1.500.000,– Euro.

CO2-Laserstrahlanalysator, gefördert von der EU und

der Fa. MetroLux, Projektlaufzeit 01. September

2001 – 31. August 2004, Projektgesamtkosten:

ca. 410.000,– Euro.

Plasmabehandlung von Span- und Holzfaserplatten,

gefördert von der EU und der Fa. Mende, Projektlaufzeit

01. September 2001 – 31. August 2004,

Projektgesamtkosten: ca. 510.000,– Euro.


Laser- und Plasmabehandlung von Glas und

Glasbeschichtungen, gefördert von der EU und der

Fa. Interpane Glasbeschichtungsgesellschaft,

Projektlaufzeit 1. September 2001 – 31. August

2004, Projektgesamtkosten: ca. 420.000,– Euro.

Erprobung eines neuen Verfahrens zur CO2-

Laserstrahlanalyse, gefördert vom BMBF, der Fa.

MetroLux und der Fa. Trumpf Lasertechnik,

Projektlaufzeit 01. September 2001 – 28. Februar

2003, Projektgesamtkosten: ca. 150.000,– Euro.

EUV-Strahlungsquelle, gefördert von der EU, AGIP

und der Fa. MetroLux, Projektlaufzeit 01. September

2002 – 31. August 2005, Projektgesamtkosten:

ca. 490.000,– Euro.

DAAD-Förderung

Prof. Dr. Rohwer (Stellenbosch, Südafrika)hat im

Sommersemester 2003 als Gastdozent an der

Fakultät N Vorlesungen gehalten. Die Gastdozentur

wurde vom DAAD gefördert.

Die Fakultät erhielt bis August 2003 eine DAAD-

Gastprofessur für Frau Prof. Dr. Márta Seebauer von

der Budapester Technischen Fachhochschule.

Personal

Frau Prof. Dr. Márta Seebauer von der Budapester

Technischen Fachhochschule unterstützte die

Fakultät bis August 2003 als DAAD-Gastprofessorin.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Herr Prof. Dr. Rohwer (Stellenbosch, Südafrika) war

im Sommersemester 2003 als DAAD-Gastdozent

tätig.

Herr Dipl.-Ing. Oliver Hemesieepe nahm am

01.12.2002 seine Tätigkeit mit einer halben Stelle

im Rahmen der Anschlussfinanzierung des Masterstudienganges

Optical Engineering/Photonics auf.

Herr Dipl.-Ing. Carls Sandhagen nahm im April 2003

seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im

Rahmen eines Forschungsprojektes bei

Prof. Dr. A. Koch auf.

Herr Dipl.-Ing. Georg Avramidis nahm seine Tätigkeit

als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen eines

Forschungsprojektes von Prof. Dr. habil. Wolfgang

Viöl am 1. August 2003 auf.

Herr Dipl.-Ing. Jan-Hendrik Hluschi nahm seine

Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof.

Dr. habil. Wolfgang Viöl am 15. Oktober 2003 auf.

Herr Dipl.-Ing. Andy Kaemling nahm seine Tätigkeit

als wissenschaftlicher Mitarbeiter am 01. Januar

2003 auf.

Frau Dipl.-Ing. Cindy Kaemling nahm ihre Tätigkeit

als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen

eines Forschungsprojektes von Prof. Dr. habil.

Wolfgang Viöl am 01. September 2003 auf.


Herr Dipl.-Ing. Jens Kromer nahm seine Tätigkeit als

wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. habil.

Wolfgang Viöl am 01. März 2003 auf.

Herr Dipl.-Ing. Friedrich Ach war vom 01. Oktober bis

zum 31. Dezember 2003 als wissenschaftlicher

Mitarbeiter tätig.

Herr Dipl.-Ing. Carsten Büttner nahm am 01.

September 2003 seine Tätigkeit mit einer halben

Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen

eines Drittmittelprojektes auf.

Herr Dipl.-Ing. Lutz Brekerbohm nahm am

01.01.2002 bis 31. Dezember 2003 seine Tätigkeit

mit einer halben Stelle als wissenschaftliche

Mitarbeiter im Rahmen eines Drittmittelprojektes

auf.

Die Auszubildenden Tanja Grögor und Sascha Nolte

begannen zum 01. September 2003 an der Fakultät.

Der Umschüler Bernd Kratochwill ist seit dem

01. Oktober 2003 für 28 Monate und der Praktikant

Stefan Freter seit dem 15. Juli 2003 für ein Jahr in

der Werkstatt beschäftigt.

Personal am Institut für Mechatronik und

angewandte Photonik der N-Transfer GmbH

Frau Cindy Kaemling nahm am 01. Oktober 2003

ihre Tätigkeit im Institut für Mechatronik und

angewandte Photonik der N-Transfer GmbH auf.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Herr Axel Behrendt leistet in der Zeit vom

22. September 2003 bis zum 31. Januar 2004 sein

Praxissemester am Institut für Mechatronik und

angewandte Photonik der N-Transfer GmbH an der

Fakultät N.

Frau Maren Heuer wird vom 01. September 2003 bis

zum 31. Januar 2004 als Praktikantin für den

Bereich Forschung am Institut für Mechatronik und

angewandte Photonik der N-Transfer GmbH an der

Fakultät N eingestellt.

Frau Dipl.-Ing. Maren Kopp nahm am 01. Februar

2003 ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Institut für Mechatronik und angewandte

Photonik der N-Transfer GmbH an der Fakultät N auf.

Herr Christian Mohr wird vom 08. Dezember 2003

bis zum 10. September 2004 als Praktikant am

Institut für Mechatronik und angewandte Photonik

der N-Transfer GmbH an der Fakultät N eingestellt.

Herr Dipl.-Ing. Edgar Roddewig nahm am

01. September 2003 seine Tätigkeit als wissenschaftlicher

Mitarbeiter am Institut für Mechatronik

und angewandte Photonik der N-Transfer GmbH an

der Fakultät N auf.

Herr Benny Schumacher ist vom 25. August 2003 bis

zum 29. Februar 2004 als Praktikant im Bereich

Forschung am Institut für Mechatronik und

angewandte Photonik der N-Transfer GmbH an der

Fakultät N tätig.


Herr Dipl.-Ing. Dirk Wandke nahm seine Tätigkeit als

wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für

Mechatronik und angewandte Photonik der

N-Transfer GmbH an der Fakultät N am

01. April 2003 auf.

David Nolte ist als Praktikant im Bereich Informationstechnologie

seit dem 01. Dezember 2003 bis

19. September 2004 beschäftigt.

Mitwirkung in Gremien

Haushaltskommission: Prof. Dr. Thomas Reck

Forschungskommission: Prof. Dr. Wolfgang Viöl

Dipl.-Ing. Stefan

Wienecke

Zentrale Studienkommission:

Prof. Dr. Petra Weidner

Dipl.-Ing. Harald

Bachmann

Dipl.-Ing. Birgit

Zwickert

Bibliothekskommission: Prof. Dr. Wolfgang

Müller

Evaluierungskommission: Prof. Dr. Andrea Koch

Stellvertretende

Ombudsperson: Prof. Dr. Andrea Koch


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Mitwirkung in anderen Gremien

Die Fakultät Naturwissenschaften und Technik ist

mit ihren Studiengängen Elektrotechnik und

Informatik seit Oktober 2003 Mitglied im Fachbereichstag

Elektrotechnik und Informationstechnik.

Prof. Dr. Ulrike Bartuch: Mitarbeit im Kuratorium des

Laber-Laboratoriums Göttingen e. V.


Studiengang

Bau-Chemie Holzminden

Standortdekan und Studiendekan

am Standort Holzminden

Prof. Dipl.-Ing. Rolf Möhring

Studienangebot

Seit Sommersemester 2003 ist mit der Zusammenlegung

des Studiengangs Bau-Chemie und dem

Fachbereich PMF die Fakultät NT entstanden.

Der Studiengang Bau-Chemie hat seinen Lehrbetrieb

1998 aufgenommen und bietet den

achtsemestrigen Studiengang Bau-Chemie an:

Besondere Berücksichtigung findet hier die Vermittlung

der Kenntnisse von Stoffen unter Berücksichtigung

ihrer Vielfalt, der Einsatzbreite und ihren

wesentlichen Eigenschaften.

Anliegen ist die Auseinandersetzung mit der stofflichen

Seite des Bauens in der Gesamtheit: vom

Rohstoff, über Baustoff, Bauphase, Nutzungsphase,

Renovierung und Umbau, Abriss bzw. Entnahme bis

zur Wiedereingliederung in Teilkreisläufe.

Die Absolventen werden wunschgemäß vornehmlich

als selbstständige Chemie-Ingenieure der gesamten

Baubranche beratend zur Verfügung stehen, finden

aber ebenfalls in formulierenden- und qualitätssichernden

Aufgabenbereichen der Baustoffindustrie

ihre Betätigungsfelder sowie in vielerlei gewünschter

Unterstützung des öffentlichen Dienstes

bzw. der Verbraucherverbände bis hin zu Forschungsaufgaben.

Hochschulintern wird neben der Ausbildung der

spezifischen Studierenden in erheblichem Umfange

Wissenstransfer in die Fakultät Bauwesen geleistet.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Naturwissenschaften und Technik

Im Gegenzug nehmen Studierende der Bau-Chemie

an Vorlesungen im Bereich Architektur und

Bauingenieurwesen teil.

Besondere Aktivitäten

Prof. Dr. Rolf Möhring/Prof. Dr. Thomas Thielmann:

Weiterhin wurde, wie schon in der Vergangenheit,

die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der

Fakultät Restaurierung weiter ausgebaut.

Im Rahmen des Socrates-Programms wurde ein

Kooperationsabkommen mit der Universität Thorn

geschlossen.

Die Verbindung zur Vereinigten Universität Hefei,

Provinz Anhui, entwickelt sich kontinuierlich mit der

2. Gruppe chinesischer Studentinnen und

Studenten.

Veröffentlichungen und Berichte

Prof. Dipl.-Ing. R. Möhring/Prof. Dr. rer. nat. T.

Thielmann: Mitarbeit am „Scholz Baustoffkunde“,

15. Auflage.

Drittmittelprojekte/Forschung

Prof. Dr. Rolf Thielmann/Prof. Jan Schubert, Fakultät

Restaurierung Hildesheim:

Von der AGIP wurde ein Forschungsauftrag

„Entwicklung neuartiger kieselsolmodifizierter

Hybridpolymere in der Steinkonservierung“

genehmigt, wodurch in erheblichen Umfang Forschungsmittel

eingeworben werden konnten. Dieser

wird am Standort Holzminden durch Prof. Dr. R.

Thielmann betreut.


Personal

Prof. Dipl.-Ing. Rolf Möhring

Interdisziplinäre Lehre, Technischer Ausbau und

Entwerfen, Baukonstruktion

Prof. Dr. rer. nat. Gisela Ohms

Allgemeine, Anorganische und Analytische Chemie

Prof. Dipl.-Phys. Michael Leck

Instrumentelle Analytik, Baustoffkunde

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Thielmann

Organische und Ökologische Chemie

Dipl.-Ing. Petra Lorasch

Labor für Anorganische Chemie

Dipl.-Ing. Annette Meiners

Labor für Instrumentelle Analytik

Dipl.-Ing. Martina Voß

Labor für Organische Chemie

Technikum/Interdisziplinäre Lehre

Verwaltungsangestellte Ulrike Liersch

Sekretariat/Prüfungsamt


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement


Fakultät

Ressourcenmanagement

Dekan

Prof. Dr. Martin Thren

Studiendekan

Prof. Dr. Jürgen Horsch

Studiendekan

Dr. Friedemann Krummheuer

Vorwort

Das Jahr 2003 begann mit einer Neuwahl des

Fakultätsrates, des Dekanats und der Gremien für

die Selbstverwaltung. Durch die Novellierung des

Niedersächsischen Hochschulgesetzes und auf

Wunsch des Kollegiums wurde aus dem Fachbereich

Forstwirtschaft und Umweltmanagement die

Fakultät Ressourcenmanagement, ein Name, der

den heutigen Aktivitäten der Institution in Lehre,

Forschung und Entwicklung ihre angemessene

Identität verleiht.

Erstmalig wurde ein Dekanat gewählt, bestehend

aus einem Geschäftsführenden Dekan (Prof. Dr.

Martin Thren) und zwei Studiendekanen (Prof. Dr.

Jürgen Horsch und Dr. Friedemann Krummheuer).

Diese Umstrukturierung führt zu veränderten

Zuständigkeiten in der Organisation und in der

Zuständigkeit der Gremien: Die Geschäftsführung

wird vom Dekan wahrgenommen, die Studiendekane

sind für alle Studien- und Prüfungsangelegenheiten

zuständig, sie leiten zugleich die

Studienkommissionen und Prüfungsausschüsse.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Der bereits 2001 begonnene Reformprozess wurde

zielstrebig weitergeführt, aus formalen Gründen

musste allerdings die Reform des Studiengangs

Forstwirtschaft „auf Eis gelegt“ werden. Die sich aus

dem Reformprozess ergebenden neuen Professuren

konnten denominiert und ausgeschrieben und die

Berufungskommissionen eingesetzt werden. Es

gelang, die Professur „Regionalmanagement und

Landeswissenschaften“ mit gleichzeitiger Koordination

für den Master-Studiengang „Regionalmanagement

und Wirtschaftsförderung“ zum Wintersemester

zu besetzen, womit Aufbau und wesentliche

Kernkompetenzen im neuen sichergestellt waren.

Zum Wintersemester 2003/2004 konnten erstmalig

Studierende für den grundständigen Bachelor-

Studiengang „Arboristik“ und den Master-

Studiengang zugelassen werden. Zusammen mit

den bereits „klassischen“ Studiengängen „Forstwirtschaft“

(Diplom) und „Wirtschaftsingenieurwesen“

(Diplom) bestand eine so große Nachfrage nach

Studienplätzen, dass das Studienangebot der

Fakultät zu 100 Prozent ausgelastet werden konnte.

Der Beginn des Wintersemesters war außerdem

geprägt durch die drastischen Auswirkungen des

„Hochschuloptimierungskonzepts“, welche

sämtliche Fakultäten unserer Hochschule betrafen.

Zeitweise schienen alle Bemühungen um weitere

Reformen hinfällig. In zähem und kooperativem

Ringen, gemeinsam mit dem Präsidium, gelang es,

die Präferenzen bei Neuberufungen von Professuren


so zu setzen, dass zumindest die neu eingerichteten

Studiengänge durch Abdeckung der

Kernkompetenzen hauptamtlicher Lehrkräfte sicher

gestellt waren.

Ende des Jahres 2003 war somit eine Plattform

geschaffen worden, die es ermöglichte, mit

Optimismus und erstarktem Reformwillen wieder in

die Zukunft zu blicken.

Dies alles wäre nicht ohne den überdurchschnittlichen

Einsatz und dem Durchhaltevermögen von

allen Beteiligten in unserem Hause Ressourcenmanagement

möglich gewesen. Ihnen gilt ein

herzlicher Dank. Ein erster Prüfstein für eine neue

Identität, ein Beginn; auf dem bisher Geleisteten

können wir uns jedoch nicht ausruhen. Wir müssen

auch in der Zukunft attraktive und dem Arbeitsmarkt

gerecht werdende Studiengänge anbieten.

Der Reformprozess wird uns in den nächsten Jahren

noch in Atem halten.

Studienangebot

Die Fakultät Ressourcenmanagement bietet

folgende Studiengänge an:

Diplom-Studiengang Forstwirtschaft

(Acht Semester inkl. zwei Praxissemester)

Im Hauptstudium bestehen im Rahmen von Wahlpflichtfächern

Spezialisierungsmöglichkeiten in den

Bereichen:


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

– Öffentlichkeitsarbeit

– Methoden der Landschaftsinventur

– Privatwirtschaftliches Management

– Landnutzungssysteme und Ressourcenschutz

Diplom-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

(Acht Semester inklusiv ein Praxissemester)

Im Hauptstudium differenziert sich das Studienangebot

in vier Schwerpunkte:

– Elektrotechnik

– Fertigungstechnik

– Umwelt-/Qualitätsmanagement

– Umwelttechnik

Bachelor-Studiengang Arboristik

(Sechs Semester)

Das Studium qualifiziert zu beruflichen Tätigkeiten

in Grünflächen- und Naturschutzämtern, Straßenbauämtern

und Betriebshöfen, Baumpflegeunternehmen,

Garten- und Landschaftsbetrieben,

Planungs- und Sachverständigenbüros.

Master-Studiengang Regionalmanagement und

Wirtschaftsförderung

(Vier Semester)

Thematische Module des Masterstudienganges

sind:

– Europäische Struktur- und Förderpolitik

– Schwerpunkt Osteuropa

– EU-Recht

– Wirtschaftsförderung

– Interkulturelle Zusammenarbeit


– Marketing

– Tourismus

– Planung und Entwicklung

– Fremdsprachen

– Informationsmanagement

Hervorzuheben ist die internationale Ausrichtung

der Studieninhalte: Englisch ist gleichberechtigte

Lehrsprache, Exkursionen ins Ausland, international

ausgerichtete Studieninhalte usw.

An der Fakultä Ressourcenmanagement waren zum

31. März 2004 685 Studierende eingeschrieben:

432 im Studiengang Forstwirtschaft, 214 im

Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, 23 im

Bachelor-Studiengang Arboristik und

16 im Master-Studiengang Regionalmanagement

und Wirtschaftsförderung.

Besondere Aktivitäten

Die Fakultät hat auch im Jahr 2003 versucht, seine

Öffentlichkeitsarbeit weiterzuführen und unter

Schülern und anderen Interessenten sein Studienangebot

bekannt zu machen.

Präsentation des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen

am 30.01. vor Schülerinnen und

Schülern der Georg-von-Langen-Schule, Holzminden.

Präsentation aller Studiengänge an drei Göttinger

Gymnasien.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Forschungs- und Beratungsnetze

Fachinformationsstelle Bioenergie Niedersachsen

(BEN)

Zum 01. Oktober 2003 hat die Fakultät Ressourcenmanagement

die Trägerschaft für die Fachinformationsstelle

Bioenergie Niedersachsen (BEN)

übernommen. Seit diesem Zeitpunkt verstärken die

beiden Mitarbeiter Dipl.-Ing. Michael Kralemann

und Dipl.-Ing. (FH) Udo Jakobs das Team des

Fachgebietes Technischer Umweltschutz. Herr

Kralemann studierte an der TU Braunschweig

Maschinenbau mit der Fachrichtung Energie- und

Wärmetechnik. Seit 1992 war er bei der Niedersächsischen

Energie-Agentur GmbH in Hannover tätig.

Sein Aufgabengebiet umfasste die Themenbereiche

Bioenergie, Kraft-Wärme-Kopplung, Nahwärmeversorgung,

Solarenergie und Windkraft. Hierbei

handelt es sich in der Hauptsache um die Erstellung

von Konzeptstudien als Entscheidungsgrundlagen

vorwiegend im kommunalen Bereich, um die

Konzeption, Organisation und Durchführung von

Seminaren und um die Leitung der Informationsund

Beratungsstelle Bioenergie Niedersachsen

(BEN). Udo Jakobs hat an der Fachhochschule

Bielefeld am Fachbereich Elektrotechnik den

Studiengang Regenerative Energieerzeugung

studiert. Im November 2001 hat er das Studium mit

der Diplomarbeit zum Thema Holzenergienutzung

bei der Niedersächsischen Energie-Agentur (Nds.

EA) in Hannover abgeschlossen. Im Anschluss

arbeitete Herr Jakobs bei der Nds. EA für das Projekt

BEN. Innerhalb der Infostelle liegen die Arbeits-


schwerpunkte von Herrn Jakobs im Bereich der

Erstberatung zur Bioenergienutzung, der Erstellung

von Informationsmaterialien, der Organisation und

Durchführung von Veranstaltungen sowie der

Betreuung des internetbasierten Bioenergie-

Netzwerkes (www.ben-online.de).

Kompetenznetz Holz

Die Fakultäten Ressourcenmanagement und

Naturwissenschaft und Technik hat mit der Fakultät

für Forstwissenschaften und Waldökologie, dem

Fraunhoferinstitut für Holzforschung in Braunschweig

und der Niedersächsischen Forstlichen

Versuchsanstalt den Aufbau der Infrastruktur des

Kompetenznetzes vorangetrieben. Die Abteilung

Information und Marketing ist mit den Herren Sven

Thomas, Daniel Melle sowie mit Prof. Dr. Friedbert

Bombosch personell und technisch für die

anstehenden Aufgaben gut gerüstet. Im Berichtszeitraum

wurden die Internetplattform und ein

Intranet freigeschaltet, die mannigfaltige Möglichkeiten

nach außen und innen eröffnen. Hierzu

wurde ein Serverraum eingerichtet sowie die

notwendigen Leitungsstrukturen gesichert. Neben

der Organisation und Durchführung eines Get-

Together-Meetings, Messeauftritts „LIGNA“ und

Eröffnungssymposiums standen der Aufbau

verschiedener Datenbanken für Bilder, Personal und

Geräte auf dem Programm der Abteilung. Die

Gestaltung und Umsetzung des Internetauftritts

„Pappelgruppe.de“, Flyer, Poster, Logos gehörten

ebenso zu den Aufgaben, wie die Freischaltung des


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

mittlerweile viel beachteten Internetforums in enger

Kooperation mit dem HOLZZENTRALBLATT. Die

Abteilung Information und Marketing steht weiter

für Dienstleistungen den o. g. Partnern unterstützend

zur Verfügung (www.Kompetenznetz-Holz.de).

Internationale Kooperationen

Cyprus Forestry College, Prodromos, Occupational

Health, Fire Ecosystems, Reforestation

Cyprus Forest Department, Larnaca, Chippers,

Plantations, Flying Nurseries

CPEN/INPA (Amazonaforschungsinstitut), 69011

Manaus AM, Brasilien

Rainforest CRC, James Cook University, Cairns

Campus, Cairns, Qld 4870 Australien

Untersuchungen zu den „Ursachen der Einnischung

baumsamenfressender Laufkäfer in tropischen

Regenwäldern“.

Prof. Dr. Stergios Vergos, TEI Larissa, FB Forstwirtschaft

in Karditsa

Wissenschaftlicher Beirat zur Fachzeitschrift e.l.b.w.

Umwelttechnik, Wien

Abfall-Entsorgungs- und Verwertungs-GmbH (AEVG),

Graz, Österreich

Abfallverband Osttirol, Lienz, Österreich

Abfall-Verwertung-Entsorgung GmbH, Hörsching,

Österreich

Baufeld Austria GmbH, Wien, Österreich

Bleiberger Berwerksunion, Arnoldstein, Österreich

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft

Umwelt und Wasserwirtschaft, Wien, Österreich

Büro Heresch & Heresch Umwelt- und Behördenen-


gineering GmbH, Graz, Österreich

Bundeswirtschaftskammer, Wien, Österreich

Chulalongkorn University, Bangkok, Thailand

EuropeAid Co-operation Office, European

Commission, Brussels, Belgium

Funder GmbH, St. Veith, Österreich

Gmundener Zementwerke GmbH, Gmunden,

Österreich

Magistrat Wiener Neustadt, Österreich

Mannesmann Anlagenbau AG, Wien, Österreich

Metall Mining Cooperation, Toronto, Kanada

Montanuniversität Leoben, Österreich

RAB GmbH, Salzburg, Österreich

Salzburger AbfallbeseitigungsGmbH, Salzburg,

Österreich

Saubermacher GmbH, Graz, Österreich

Steiermärkische Landesregierung, Graz, Österreich

Tiroler Landesregierung, Innsbruck, Österreich

Thöni Industriebetriebe GmbH, Telfs, Österreich

Umweltakademie Judenburg, Österreich

Universität Veszprém, Ungarn

Verband der österreichischen Entsorgungsbetriebe

(VOEB), Wien, Österreich

Vereinigte Universität Hefei, Provinz Anhui, China

Zentrale Müllklärschlammbehandlungsanlage GmbH

(ZEMKA), Zell am See, Österreich

Forsttechnische Akademie Sankt-Petersburg,

Institutski per 5, 194021 Sankt-Petersburg, Russland

TEI Kavala, FB Forstwirtschaft in Drama (Prof. Dr.

Nikos Afzis)

TEI Larissa, FB Forstwirtschaft in Karditsa

Forsttechnikum Warcinie, Polen (Herr Direktor

Manka)


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Cyprus Forestry College, Prodromos, Limassol,

Zypern

Fachhochschule Larenstein, Niederlande

Fachhochschule Tampere, Finnland

Wageningen University, Niederlande

Mehrtägige auswärtige Lehrveranstaltungen

11. – 21.07.2003 Alpenexkursion ins Allgäu:

Die zehntägige Exkursion ins Allgäu befasste sich

schwerpunktmäßig mit botanischen, pflanzensoziologisch-standortkundlichen,

waldbaulichen,

wildökologischen, sowie Themen des Naturschutzes

und des Tourismus.

Die örtlichen Voraussetzungen sind in dem

Exkursionsgebiet optimal zu nennen, da die

geologisch-standörtliche Vielfalt, die der Höhenlagen

und der Expositionen einen großen botanischen

Artenreichtum zur Folge haben, der Waldbau der

Berg- und Bergmischwälder, die Problematik Wald

und Wild mit wildökologisch-raumplanerischen

Komponenten angesprochen werden kann, Schutzwälder,

Hochlagenaufforstungen und Lawinenverbauung,

wie auch die Fragen des Nebeneinanders

und der Verträglichkeit von Naturschutz und

Tourismus auf engem Raum behandelt werden

können.

Die Exkursion wird seit 1985 mit etwas variierenden

Inhalten für Studierende ab dem dritten Semester

angeboten.


Semesterexkursion SS 03: Im Studiengang

Forstwirtschaft fand in der Zeit vom 19. bis 23 Mai

eine mehrtägige auswärtige Lehrveranstaltung unter

der Leitung von Prof. Dr. Frank und Herrn Dr. Ulrich

Harteisen statt. Insgesamt 23 Studenten machten

sich auf die Reise nach Bückeburg, Syke, Minden

und Paderborn. In der fürstlichen Forstverwaltung in

Bückeburg beeindruckten urige Eichenwälder und

man lernte die kundenorientierte Bereitstellung von

Rohholz kennen. Im Niedersächsischen Forstamt

Syke ging es u. a. um die Themen Walderneuerung

nach dem Sturm 1972. Im Forstamt Minden standen

Fragen der Kiefernbewirtschaftung im Altersklassenwald

und die Strategie der Kleinprivatwaldbetreuung

in NRW auf dem Programm. Als Abnehmer des

Rohholzes der Forstwirtschaft wurde bei der Firma

Hornitex der Produktionsablauf, die Produktpalette

ihrer Spanplattenproduktion besichtigt. Zum

Abschluss wurden Fragen des Naturschutzes am

Beispiel des Naturschutzgebietes Externsteine und

des ehemaligen Truppenübungsplatzes Senne

besprochen. Alle beteiligten Dienststellen zeigten

sich sehr motiviert, zum guten Gelingen der

insgesamt runden Veranstaltung beizutragen. Der

Blick über den Tellerrand von Göttingen konnte dazu

beitragen, die fachliche Urteilsfähigkeit der

Studenten über andere Standorte zu erhöhen.

Exkursionen im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen:

Um den Studenten einen verstärkten Zugang zur

Praxis zu ermöglichen, wurden mehrere Fachexkursionen

durchgeführt.


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Großen Anklang fand die im Sommersemester

durchgeführte Exkursion zu mehreren Zielen im

Bereich des Umweltschutzes (Abfallwirtschaftsbetrieb

Hannover/Zentraldeponie, Windkraftwerk der

Firma Enercon in Hannover Laatzen, MVA Kassel

usw.). Teilnehmer waren die Studierenden des 4.

Semesters. Im Rahmen der Vorlesung „Bodenschutz

und Altlastensanierung“ besuchten Studenten des

4. Semesters das im Rückbau befindliche AKW

Würgassen. Dabei konnten wertvolle Eindrücke im

Bereich der Stilllegung und der Demontage eines

AKW gesammelt werden.

Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

An der Fakultät wurde im Berichtsjahr eine Vielzahl

von Projekten bearbeitet, die im Folgenden

dargestellt sind. Die inhaltliche Gestaltung lag beim

jeweiligen Projektleiter.

Prof. Dr. Bombosch

Logistik

In enger Zusammenarbeit mit der Waldarbeitsschule

Münchehof, Herrn FAm Holger Kuprat wurde die

Diplomarbeit von Herrn Christian Müller beendet.

Die Ergebnisse der Bereitstellung und Aufarbeitung

mit dem größten Mobilhacker Mitteleuropas Terex

804 CT ergab, dass eine viel versprechende

Aufarbeitungsmöglichkeit für Laubstarkholzkronen

sowie auch in Schwachholzbeständen besteht. Es

darf dabei nicht unerwähnt bleiben, dass der

organisatorische Aufwand einer perfekt funktionierenden

Transportkette immens ist. Die Umrechnung


von „Terex geblasenem“ Hackgut liegt bei

2,7 Schüttkubikmeter/fm. Ferner wurden wertvolle

Hinweise in Sachen Kronenvolumina und Trennschnitte

für die Aufarbeitung von Starkholzkronen

gegeben. Auch wurde das Kalkulationsprogramm

Energie-/Industrieholz überarbeitet (Publikation in

Forst und Technik 5/2003).

Sensortechnik

Die Zusammenarbeit mit der Fakultät Naturwissenschaft

und Technik, Prof. Dr. Klaus Bobey, Dipl.-Ing.

Robert Burdik und Dipl.-Ing. Lutz Brekerbohm

erbrachte mit den 2002 erwähnten Diplomarbeiten

von Glahn und Eilers sowie einigen weiteren

intensiven Studien den Durchbruch. Wurde Anfang

des Jahres noch gesagt: Harvester lernen sehen,

konnte zum Jahresende gesagt werden: Harvester

können sehen! (Forst und Technik 5/2003,

Eröffnungssymposium 30./31.10.2003).

Hauptanliegen dieser Projektstudie mit Fa. Wahlers

Forsttechnik als Industriepartner ist zum einen die

Verbesserung der Arbeitsplatzergonomie, sowie der

Leistung unter widrigen Beleuchtungsverhältnissen.

Noch als Vision werden der Ausbau der Sensorik zur

Erfassung der exakten Lage und der BHD der

stehenden und entnommenen Bäume gesehen.

Steilhangmaschine

Auf der Basis der 2002 entwickelten Simulationsstudie

konnte in der Fa. Kässbohrer Geländefahrzeug

AG ein Partner gefunden werden, der in der

Lage ist, mit Hilfe einer auf einem Pistenfahrzeug


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montierten Winde, die Traktionshilfe für einen voll

beladenen Forwarder zu geben, die laut Simulation

notwendig ist, um Bringungsaufgaben im Steilhang

bestandes- und bodenschonend durchzuführen.

Der Pilotversuch gestaltete sich ausgesprochen

erfolgreich. Alle Beteiligten, Stützpunktforstamt

Lauterberg mit Herrn Dietmar Sohns, Kollege Prof.

Dr. Reiner Nollau sowie drei Diplomanden wurden in

ihren Erwartungen weit übertroffen. Es gelang einen

25 tschweren Forwarder aus einer Hangpartie mit

85 Prozent Hangneigung schlupffrei herauszufahren!

(Forst und Technik, 9/2003). Die auf der

AUSTRO2003 vorgestellten Ergebnisse trafen auf

sehr große Resonanz. Das Projekt wird fortgesetzt.

Prof. Denninger

Stand der hochmechanisierten Holzernte in

Niedersachsen

Prof. Dr. Harteisen

Forschungsprojekt: Analyse der regionalökonomischen,

insbesondere touristischen Entwicklungsperspektiven

einer Nationalparkregion Senne

(Förderung über die Bezirksregierung Detmold durch

das Ministerium für Umwelt und Naturschutz,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes

Nordrhein-Westfalen) in Zusammenarbeit mit Prof.

Dr. Peter Liepmann, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften,

Universität Paderborn.

Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Holger Belz, Dipl.-Volkswirt

Andreas Wiendl, cand. (Geogr.) Henning Schwarze.

Ziel der Forschung war es, die regionalwirtschaftli-


chen Effekte eines Nationalparks Senne auf die

unmittelbar umgebende Region – das Nationalparkvorfeld

– aufzuzeigen. Eine mit den Schutzzielen

grundsätzlich vereinbare Form der wirtschaftlichen

Nutzung eines Nationalparks ist der Tourismus.

Tourismus als Wirtschaftszweig ist u. a. von der

Existenz intakter Natur- und Kulturlandschaften

abhängig. Es soll betont werden, dass es sich bei

den in dieser Studie dargestellten Szenarien um

Abschätzungen von Entwicklungen in der Zukunft

handelt, denn der Nationalpark Senne ist ja noch

nicht vorhanden.

Ausgehend vom Status quo und in Anlehnung an

die Referenzregionen (Nationalparkregionen in

Deutschland) werden die möglichen Entwicklungspotentiale

bezogen auf folgende Betrachtungsfelder

ermittelt:

– Touristische Wertschöpfung

– Arbeitsplätze

– Infrastruktur

– Umweltbildung & Forschung

– Fördermöglichkeiten

Die Forschung stellt einen Baustein in der

Diskussion über die Entwicklungsperspektiven der

Region dar und soll dazu beitragen, die notwendigen

Entscheidungen für eine nachhaltige,

zukunftsweisende Entwicklung der Senneregion in

einem öffentlichen Diskussionsprozess vorzubereiten.

Der Schutz der Natur, verbunden mit einer

gelenkten touristischen Nutzung, kann eine auch

ökonomisch Erfolg versprechende Perspektive für

die Senneregion sein.


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Die Studie ist im Dialog mit den regionalen

Akteuren und den Vertretern der Referenzregionen

im Rahmen eines intensiven Diskussionsprozesses

entstanden. Dieses methodische Vorgehen kann

selbst als ein Ergebnis des Forschungsvorhabens

betrachtet werden.

Ergebnisse

1. Nationalparkregion Senne

Die Untersuchung basiert auf der Beschreibung und

Abgrenzung einer Nationalparkregion mit Nationalparkvorfeld

und Nationalparkumfeld. Im Nationalparkvorfeld

mit einer unmittelbaren räumlichen

Beziehung zu einem Nationalpark Senne (Nationalpark-,

bzw. Anrainergemeinden) leben heute

ca. 340.000 Einwohner. Das Nationalparkumfeld

beschreibt einen Raum, der einerseits von der

Errichtung eines Nationalparks positive Effekte

erfährt und andererseits auch bestimmte Funktionen

wahrzunehmen hat. Im Nationalparkumfeld

eines Nationalparks Senne leben heute ca. 2 Mio.

Einwohner. Bei der Analyse eines durch einen

Nationalpark Senne induzierten Tourismus kommt

schließlich der Betrachtung der möglichen

Besucherzuflüsse aus einem Raum im Umkreis von

ca. 200 km eine besondere Bedeutung zu. In

diesem Raum leben rund 12 Mio. Menschen. Somit

wäre ein Nationalpark Senne für insgesamt

ca. 12 Millionen Menschen ein schnell und gut

erreichbares touristisches Ziel.


2. Referenzregionen

Alle betrachteten Referenzregionen (NP Bayerischer

Wald, NP Müritz, NP Hainich) weisen insbesondere

in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens

kontinuierlich wachsende Besucherströme auf, die

regionale Einkommens- und Beschäftigungseffekte

generieren. In allen Regionen konnten Fördermittel

als nationalparkinduzierte Zahlungsströme in

erheblichem Umfang eingeworben werden. Die

betrachteten Nationalparke sind somit ein

entscheidender Motor der Regionalentwicklung. Es

wird auch deutlich, dass die durch einen Nationalpark

induzierten regionalwirtschaftlichen Effekte

schon in wenigen Jahren wirksam werden.

3. Ist-Analyse

Die Ist-Analyse der regionalwirtschaftlichen

Bedeutung des Tourismussektors im potenziellen

Nationalparkvorfeld Senne unterstreicht die aktuelle

Bedeutung der Tourismuswirtschaft für die

Senneregion. Der Gesamtbruttoumsatz durch den

Tourismus im Nationalparkvorfeld Senne beträgt für

das Jahr 2000 rund 74 Mio. Euro. Er führt zu einem

Einkommenseffekt von knapp 41 Mio. Euro.

4. Potenzial- und Variantenanalyse

Unter Verwendung von Annahmen wurden die

potenziellen Einkommens- und Beschäftigungseffekte

nach der Errichtung des Nationalparks Senne

berechnet.

In Abhängigkeit von unterschiedlich weit gefassten

Besucherzuflüssen mit entsprechenden zusätzli-


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chen Einkommens-, Beschäftigungs- und Auslastungseffekten

wurden folgende „Entwicklungspfade/-varianten“

berechnet:

Die Variante I, mit einem Wertschöpfungszuwachs

von 2,4 Mio. Euro und ca. 200 zusätzlichen

Beschäftigten, geht ausschließlich von einem durch

den Nationalpark induzierten Tagestourismus aus

dem Nationalparkumfeld (2 Mio. Einwohner) aus.

Bereits nach einigen Jahren nach Errichtung eines

Nationalparks Senne ist diese Entwicklung zu

erwarten.

Die Variante II bezieht die möglichen Besucherzuflüsse

aus dem angrenzenden Raum im Umkreis von

ca. 200 km (10 Mio. zusätzliche Einwohner) mit ein.

Es konnte ein Wertschöpfungszuwachs in Höhe von

56 Mio. Euro ermittelt werden, was in etwa auch

eine Verdoppelung der Übernachtungszahlen im

Nationalparkvorfeld bedeuten sowie einer

Beschäftigungssteigerung von ca. 3.500 Arbeitsplätzen

im Tourismussektor entsprechen würde.

Diese Entwicklungsperspektiven sind erst nach

einer – im Vergleich zur Variante I – längeren

Vorlaufzeit zu erwarten. Die Betrachtung der

Referenzregionen zeigt jedoch, dass eine derartige

Entwicklung nach ca. zehn Jahren realistisch sein

kann.

Die denkbar günstigste Entwicklung mit einer noch

längeren Vorlaufzeit zeigt die Variante III. Sie lehnt

sich an die Entwicklung in der Nationalparkregion

Bayerischer Wald an, der bereits seit mehr als

30 Jahren besteht. Wie die Beispiele des Nationalparks

Bayerischer Wald oder auch des Schweizer


Nationalparks zeigen, werden Nationalparke im

Laufe der Jahrzehnte als touristische Destinationen

zunehmend bekannt und gezielt von Touristen aus

der gesamten Bundesrepublik, bzw. der Schweiz

sowie aus dem Ausland aufgesucht. Entsprechend

hoch sind der Wertschöpfungszuwachs und die

Beschäftigungseffekte. Für die aktuelle Diskussion

um die Errichtung des Nationalparks Senne sollten

zunächst vor allem die Varianten I und II in Betracht

gezogen werden.

5. Wertschöpfungsketten und Ausgabenverflechtungen

Die regionalwirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven

der Nationalparkregion Senne hängen

insoweit von der Errichtung des Nationalparks

Senne ab, wie dieser Schritt zusätzliches Einkommen

und zusätzliche Beschäftigung sowie

zusätzliches Wachstum in der Region generiert:

zum einen durch zusätzliche Konsumausgaben von

Tages- und Übernachtungs-Touristen und durch

zusätzliche Fördermittel verschiedener Träger, also

Ausgaben, durch die Kaufkraft in die Region fließt,

zum anderen durch davon angestoßene weitere

Konsumausgaben und Investitionen von Unternehmen

in der Region selbst. Bedeutend sind neben

den direkten Einkommens-, Beschäftigungs- und

Wachstumseffekten durch den Tages- und

Übernachtungstourismus auch die regionalwirtschaftlichen

Perspektiven für die mit dem

Tourismus durch Ausgaben und Wertschöpfungsketten

verflochtenen Wirtschaftsbereiche der

Nationalparkregion Senne.


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6. Fördermittel als nationalparkinduzierte

Zahlungsströme

Durch Fördermittel der öffentlichen Hand, durch

Stiftungen und Sponsoren sowie mittels regionaler

Initiativen sind beträchtliche Zahlungsströme für die

Senneregion zu erwarten. Diese Fördermittel

können durch ihre entsprechende Verwendung

(z. B. Infrastrukturmaßnahmen, Umweltbildung etc.)

darüber hinaus die touristische Attraktivität der

Senne-Region und den damit verbundenen

nationalparkinduzierten Tourismuszuwachs befördern

und verstärken.

7. Handlungsempfehlungen

Für die Zeit bis zur Errichtung eines Nationalparks

Senne werden die folgenden Handlungsempfehlungen

ausgesprochen:

– Einrichtung einer Koordinationsstelle für das

Regionalmanagement der Nationalparkregion

Senne

– Aufbau einer begleitenden Lenkungsgruppe

(regionale Akteure)

– Aufbau einer Datenbank Senne

– Schärfung der „regionalen Identität“ und des

„regionalen Erscheinungsbildes“ der Nationalparkregion

Senne, um eine Unverwechselbarkeit

zu erreichen und die Bekanntheit zu steigern

– Entwicklung von Logo und Claim für die Nationalparkregion

Senne

– Vermarktung der Region über vielfältige Medienträger

(Profilkarte, Postkarten, Internet, Messepräsentationen

etc.)


– Ausbau der Regionalvermarktung

(„Senne Original“)

– Innerregionale und überregionale Kooperationen

(„Public-Private-Partnership“)

– Vernetzung der komplementären Angebote

(Angebotskatalog)

– Entwicklung des touristischen Profils für die

Senneregion

– Schaffung und Präsentation von buchbaren und

verknüpften Tourismusangeboten.

Darüber hinaus wird empfohlen, die Zeit bis zur

Errichtung des Nationalparks zu nutzen, um

wenigstens einen Teil der aufgezeigten Handlungsempfehlungen

zu realisieren. Für diese Vorgehensweise

sprechen insbesondere folgende Erkenntnisse:

– Die bereits heute durch den Tourismus im Nationalparkvorfeld

realisierte hohe regionale Wertschöpfung

kann schon im Vorlauf der Errichtung

eines Nationalparks Senne gesteigert werden.

– Die günstigen Entwicklungen eines Nationalpark-

Tourismus mit den aufgezeigten realisierbaren

Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotentialen

nach Errichtung eines Nationalparks Senne können

nur bei einer entsprechenden Vorbereitung

der Kommunen und Unternehmen ohne weitere

zeitliche Verzögerung genutzt werden.


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Zudem können Fördermittel, die projektbezogen

eingeworben werden, zur Überbrückung der

Vorlaufzeit eines Nationalpark-Tourismus beitragen,

da eine Förderung nicht nur in der Errichtungsphase

selbst sondern schon davor möglich ist, wie das

Beispiel des Nationalparks Hainich zeigt.

Um etwaige Investitionsrisiken in der Vorlaufzeit

und danach zu verringern, wird für die frühzeitige

Beachtung und Schaffung von Optionen plädiert,

die auf eine Errichtung des Nationalparks Senne

zielen und genutzt werden, wenn sich diesbezügliche

Erwartungen stabilisieren. Ein Indikator hierfür

könnte die realisierte Auslastung der Beherbergungskapazitäten

sein.

Folgende Strategien der Wirtschaftsförderung

werden empfohlen:

– Strategie der Importsubstitution

Ziel ist die Stärkung des endogenen Entwicklungspotentials

der regionalen Wirtschaft, und

zwar über die bereits aufgezeigten, unmittelbar

oder mittelbar vom Tages- und Übernachtungs-

Tourismus ausgehenden Ausgabenströme sowie

Einkommens- und Beschäftigungseffekte hinaus

– Strategie des zunehmenden Dienstleistungsexports

durch Tourismus

Ihr Ziel ist die Stärkung des exogenen Entwicklungspotentials

der regionalen Wirtschaft, und

zwar durch Umlenkung von Ausgaben in die

Anrainergemeinden des Nationalparkvorfeldes,

die sonst in anderen Regionen getätigt würden.


– Strategie für ein gemeinsames Profil und ein

gemeinsames Image

Ziel ist die Stärkung weicher Standortfaktoren für

Unternehmen mit ihren Beschäftigten.

Das gemeinsame Profil und das gemeinsame Image

„Nationalparkvorfeld Senne“ könnten in einem

weiten Sinne genutzt werden: Die Anrainergemeinden

des Nationalparks haben nämlich mit diesem

Profil, bzw. Image einen so genannten „weichen

Standortfaktor“, der für die Bestandssicherung und

-entwicklung der jeweiligen kommunalen Wirtschaft

von großer Bedeutung ist. Die kommunale

Wirtschaftsförderung könnte diesen Strandortfaktor

verstärkt in den Vordergrund stellen, um Unternehmen

mit entsprechenden Standortanforderungen zu

halten oder sogar im Rahmen von Neuansiedlungen

anzuziehen, und zwar mit den jeweiligen Beschäftigten,

für die das Nationalparkvorfeld mit dem

potentiellen Nationalpark „vor der Haustür“ sowie

mit der erreichbaren Vielfalt der angeführten Güterund

Dienstleistungsangebote im Nationalparkvorfeld

und in den angrenzenden Naturparkregionen

entscheidende Standortfaktoren für die Wohnortwahl

darstellen. Insoweit bietet ein gemeinsames

Profil und Image „Nationalparkvorfeld Senne“ über

die Förderung der Tourismuswirtschaft hinaus auch

Optionen für zukünftige Entwicklungen der

kommunalen Wirtschaft der betreffenden Gemeinden,

deren Erschließung bereits vor Errichtung des

Nationalparks beginnen kann.


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Prof. Dr. Horsch

Entwicklungsstand und Defizite von Controlling-

Systemen (speziell im Kostenmanagement) in

privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Bestandsaufnahme der in den Unternehmen

angewandten Controllinginstrumente, vorwiegend

im Bereich Kostenmanagement. Kernziel ist die

Gewinnung empirischer Daten, die den Entwicklungsstand

und die Perspektiven des Controllings

aufzeigen.

Prof. Dr. Kätsch

Forschung und Entwicklung im Fachgebiet

Geoinformatik 2003

Die Forschungsarbeiten an verschiedenen Projekten

auf den Gebieten Geoinformatik und Fernerkundung

konnten im Jahre 2003 fortgesetzt und um zwei

weitere Projekte erweitert werden. Abgeschlossen

werden konnten zwei im südlichen Afrika durchgeführte

Studien zum Einsatzpotential moderner

Satellitenfernerkundung. Zum einen ging es dabei

um die objektive Erfassung und Beschreibung von

Landschaftsstrukturen im Gebiet des Okavango,

Botswana mit Hilfe von Quickbird-Satellitenbildern

und GIS (Harry Oppenheimer Research Center,

Maun, Botswana). Die hochauflösenden Bilder mit

einer Bodenauflösung von weniger als 1 m sollten

zur mathematisch-statistischen Beschreibung von

ökologisch bedeutsamen Eigenschaften der

Landschaftsstruktur herangezogen werden um

daraus Rückschlüsse auf Zerstörung und Fragmentierung

der Lebensräume im Delta des Okavango im


nordwestlichen Botswana zu gewinnen. Die nun

abgeschlossene Projektphase diente vor allem der

methodisch-technischen Entwicklung. Ein eher

ökologisch ausgerichtetes Folgeprojekt ist beantragt

und soll ab 2004 bearbeitet werden.

Das zweite, nunmehr abgeschlossene Projekt hatte

die großräumige Kartierung von Wassereinzugsgebieten

zum Ziel. Mit Hilfe von Stereobildern des

indischen IRS-Satellitensystems konnten Verfahren

zur automatischen Extraktion und Analyse der

Oberflächenstrukturen einen mehrer Quadratkilometer

bedeckenden Wassereinzugsgebiets am

Ostabfall der südafrikanischen Drakensberge

entwickelt und erfolgreich erprobt werden. Die

Ergebnisse des von der VW-Stiftung sowie der

südafrikanischen Forstindustrie geförderten

Projekts wurden auf dem internationalen Weltkongress

für Kartographie in Durban, Südafrika

präsentiert werden.

Im Jahre 2003 wurde mit den Arbeiten für ein

Projekt zur Bilanzierung des Carbon-Haushaltes von

Regionen in Mitteleuropa begonnen (CARBOGIS).

Dieses Projekt zielt auf die Entwicklung eines

Informationssystems zur Überwachung des

Ausstoßes von CO2 sowie die Abschätzung des

C-Bindungspotential in Wäldern mit Hilfe der

Fernerkundung. Die Arbeiten wurden in 2003 mit

der Auswertung von Bildern des MODIS-Satelliten

begonnen, der aufgrund seiner großen spektralen

Spannweite in besonderer Weise für die Erfassung

des aktuellen Zustandes der Waldvegetation

geeignet zu sein scheint. Schließlich werden auch


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technische Aspekte der Substitution fossiler

Brennstoffe durch regenerative Brennstoffe wie Holz

bearbeitet. Das Projekt ist für eine Laufzeit von drei

bis vier Jahren projektiert und wird gemeinsam mit

Partnern aus dem Landkreis Osnabrück und

Göttingen durchgeführt. Innerhalb der Fakultät ist

das Fachgebiet „regenerative Energien“ für die

technischen Fragestellungen zuständig.

Prof. Dr. Kerck

Vermeidbarkeit von technischen Holzschäden durch

holzbrütende Insekten in der forstlichen Praxis.

Zur Rolle der holzbrütenden Insekten bei dem

derzeitigen Buchensterben.

Prof. Metz

Anbauversuche schnellwachsende Baumarten

Im Berichtsjahr 2003 konnten entscheidende

Fortschritte und erste Ergebnisse auf den Gebieten

„Anbau von Pappelsetzstangen“ und Bereitstellung

von „Pappelhackschnitzeln für Biomasse-

Heizkraftwerke“ geliefert werden.

Die beiden Forschungsvorhaben wurden von der

HAWK finanziell unterstützt und durch Ermäßigung

der Lehrverpflichtung gefördert.

Pappelsetzstangen

Die Anbauversuche mit zwei- bis vierjährigen

Pappelsetzstangen auf landwirtschaftlichen Flächen

der ehemaligen Domäne Georgenhof, Hessen, sind

äußerst erfolgreich verlaufen.

Die Versuchsanordnung erfolgte in enger Zusam-


menarbeit mit dem Institut für Schnellwachsende

Baumarten in Hann.-Münden unter Einbindung

studentischer Hilfskräfte.

Erste Wurzelgrabungen haben ergeben, dass die

Setzstangen in der Lage sind, auch auf steinigen

und nur schwach lehmigen Böden eine kräftige

Bewurzelung zu entfalten.

Die Anwuchsprozente liegen bei über 95 Prozent

und sind damit weit über bisher üblichen Raten bei

Pflanztechniken mit Pappel-Steckhölzern. Zudem

entfallen weitgehend die Probleme mit üppiger

Begleitflora, Schermausverbiss und Wildverbiss

durch Rehwild.

Durch Veröffentlichungen in der örtlichen Presse

haben inzwischen zahlreiche Landwirte ihr Interesse

bekundet, ähnliche Anbauversuche auf stillgelegten

landwirtschaftlichen Flächen vorzunehmen.

Im Frühjahr 2004 werden mehrere dieser Pilotprojekte

gestartet.

Pappelhackschnitzel für Biomasse-Heizkraftwerke

Im Frühjahr 2003 wurden auf Pappelversuchsflächen

im Forstamt Karlshafen ertragskundliche

Erhebungen an verschiedenen Pappelklonen

vorgenommen, um Prognosen über Bio-Masseproduktion

für spätere Freilandpflanzungen zu

erhalten.

Gleichzeitig wurden Baumfällungen durchgeführt,

um Erkenntnisse über Trocknungsgrade während

der Sommermonate zu bekommen. Im Herbst 2003

wurden erstmals ganze Bäume mit Ästen mit einem

Mobilhacker zu Hackschnitzeln aufbereitet und die


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Hackschnitzel einem landwirtschaftlichen Bio-

Heizkraftwerk zur Verfügung gestellt. Damit schließt

sich eine Versuchsreihe: Anbau von Balsampappeln

und Verwendung als Hackschnitzel für Bio-Heizkraftwerke.

Rainer BÜCHNER hat in seiner Diplomarbeit

„Bereitstellung von Pappelhackschnitzeln aus

Kurzumtriebsbeständen“ SS 2003, wesentliche

Beiträge zu dieser Thematik geliefert.

In einer weiteren Versuchsanordnung wurden in

Zusammenarbeit mit den Stiftungsforsten Kloster

Haina die Fragestellungen untersucht, welche

Umrechnungsfaktoren ergeben sich von Erntefestmeter

in Schüttraumkubikmeter bei Bereitstellung

unterschiedlicher Laubbaumarten unter Anwendung

differenzierter Baummessmethoden. Auch in

diesem Fall konnten völlig neue Ergebnisse

präsentiert werden, die in der forstlichen Presse

bislang noch nicht veröffentlicht wurden.

Diese Ergebnisse sind festgehalten in der

Diplomarbeit von Kai RAUPACH „Ermittlung von

Umrechnungsfaktoren für Waldhackschnitzel“,

WS 03/04.

Prof. Dr. Nelles

Angewandte F & E-Projekte:

Im Jahr 2003 wurden einige Projekte in den

Bereichen Angewandte Forschung & Entwicklung

sowie Technologie- und Wissenstransfer bearbeitet

und es konnten weitere Vorhaben eingeworben

werden. Detaillierte Informationen können der

Homepage www.fu.fh-goettingen.de/fgtus

entnommen werden.


Zum 01. Februar konnte das EFRE-geförderte Projekt

„Verbesserung der Genehmigungsfähigkeit von

Biogasanlagen“ begonnen werden. Ziel des

Projektes ist die Untersuchung der Hygienisierungsleistung

von Biogasanlagen mit zwischengeschalteter

Hygienisierungseinheit. Aufgrund der in jüngster

Vergangenheit aufgetretenen Tierkrankheiten

bestehen derzeit auf Seiten der Genehmigungsbehörden

große Unsicherheiten im Umgang mit

seuchenhygienischen Fragestellungen denen

lediglich in unzureichendem Maße aussagekräftige

Forschungsergebnisse entgegenstehen. Der

Nachweis einer Gewährleistung der Hygienisierungsleistung

gemäß geltender Rechtsvorschriften

wäre für den Projektpartner, dem Biogasplanungsbüro

Archea GmbH, ein deutlicher Wettbewerbsvorteil

in einem von starker Konkurrenz geprägtem

Markt.

Die im Rahmen des in 2001 begonnenen AGIP-

Projektes „Untersuchung und Optimierung der Co-

Fermentaton in zweistufigen Biogas-Anlagen“

errichtete Biogas-Forschungsanlage wurde in 2003

mit einer Online-Gasmessung und einer verbesserten

Steuerungstechnik versehen. Diese Aufrüstung

stellt eine erhebliche Verbesserung hinsichtlich der

Qualität der Forschungsergebnisse dar und wurde

auf Grundlage der bislang erhaltenen praktischen

Erfahrungen mit der Anlage vorgenommen.

Das EFRE-Projekt „Erschließung des Geschäftsfeldes

Optimierung von Biogasanlagen“ erhielt in enger

Abstimmung mit dem Projektpartner Krieg & Fischer


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Ingenieure GmbH im April 2003 eine Neuausrichtung:

Sollten zu Beginn der Untersuchungen

anonymisierte Daten gesammelt und ausgewertet

werden, um damit anlagenunabhängige Aussagen

über die Optimierung von Prozesszuständen zu

machen, wurde die Betrachtungsweise hin zur

genauen und vollständigen Erfassung einzelner

Anlagen geändert.

Es wurde im Verlauf der Untersuchungen deutlich,

dass eine optimale Betriebsführung nur mit

sorgfältig geführtem Betriebstagebuch sinnvoll

möglich ist, so dass die später zu vertreibende

Beratungsleistung sowohl eine angepasste Analytik

als auch eine entsprechende Dokumentation und

die dazugehörige Schulung der Betreiber umfassen

muss.

Die Ergebnisse des Projektes konnten bereits einen

wertvollen Beitrag zur Erarbeitung von „Mindeststandards“

zur Führung von Betriebstagebüchern

sowie von Empfehlungen für die erforderliche

Analytik leisten. Um eine weitreichende Gültigkeit

der Untersuchungen zu erreichen, wurde darauf

geachtet Biogasanlagen aus verschiedenen

Bereichen hinsichtlich der zugesetzten Grundstoffe

und Substrate auszuwählen.

Eine Anlage, die zunächst schwerpunktmäßig

untersucht wurde, ist der „Bioenergiehof Obernjesa“

bei Göttingen. Es handelt sich dabei um im

Frühjahr 2003 in Betrieb genommene Biogasanlage,

die nur mit Energiepflanzensilage ohne Gülle oder

anderen tierischen Produkten betrieben wird. In

Abstimmung mit dem Betreiber wurde ein Mess-


und Überwachungsprogramm erstellt, anhand

dessen die optimale Betriebsführung ermittelt wird.

Analog zu diesen Messungen wurden weitere

Anlagen der Region in die Untersuchungen

einbezogen.

Das Projekt Energiepark Northeimer Schulen konnte

im Februar 2002 mit einer Ergebnispräsentation vor

dem Kreistag des Landkreises Northeim erfolgreich

abgeschlossen werden. Die durchgeführte Arbeit

und die aufgezeigten Ergebnisse fanden die

allgemeine Zustimmung über alle Fraktionen

hinweg. Gegenwärtig wird die Umsetzung der

Machbarkeitsstudie in ein Nahwärmenetz zwischen

mehreren Schulen in der Stadt Northeim geplant.

Als problematisch für die Umsetzung hat sich

jedoch das zögerliche Verhalten der Kreistagsmitglieder

aufgrund des hohen Investitionsvolumens

erwiesen. Bis heute ist noch keine abschließende

Entscheidung getroffen worden.

Das Projekt Wissenschaftliche Begleitung der

Biogasanlage Lüchow ist im Januar 2003 angelaufen.

Im Rahmen der drei Jahre laufenden wissenschaftlichen

Begleitung sollen die folgenden vier

Punkte bearbeitet werden:

– ökologische Bewertung des Verfahrens

– ökonomische Beurteilung des Verfahrens

– energetische Bewertung des Verfahrens

– Prozessoptimierung in technischer und

wirtschaftlicher Hinsicht

Im Lauf des Jahres wurde eine Prozesskette der

Biogasanlage sowie der vor- und nachgelagerten


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Bereiche modelliert und erste Kontakte zu den

beteiligten Unternehmen aufgebaut. Für relevante

Fragestellungen im Bereich der ökologischen

Bewertung wurden geeignete Erfassungs- und

Bewertungsverfahren gesucht und angepasst. Eine

erste Fragebogenaktion zur Erfassung der Auswirkungen

aus den vorgelagerten landwirtschaftlichen

Produktionsprozessen wurde vorbereitet und wird

im Januar 2004 durchgeführt.

Im September 2003 konnte das AiF-Projekt

Verbesserung der Qualität von Holzhackschnitzeln

aus der Landschaftspflege begonnen werden. Im

Rahmen des Projekts sollen Lager- und Aufbereitungstechniken

erprobt werden, die Wassergehalt

sowie Stör- und Feinstoffanteil des Hackguts aus

der Landschaftspflege auf ein qualitatives Niveau

gemäß Öl-Norm 7133 senken. Sowohl in der Region

Göttingen als auch im Raum Frankfurt/Wiesbaden

wurden verschiedene Versuche zur Trocknung und

Aufbereitung des Hackgutes erstellt. Die zur

Untersuchung kommenden Verfahren werden in

Zusammenarbeit mit zwei Garten-/Landschaftsbauunternehmen

bewertet. Ziel ist es hierbei, Fehler bei

der Implementierung in die Praxis zu vermeiden.

Über die Versuche hinaus wird parallel die regionale

Vermarktung des zukünftig hochwertigen Hackschnitzels

erarbeitet. Hierzu wird in Kooperation mit

regionalen Organisationen der Kontakt zu

potentiellen Kunden aufgebaut. Auch in diesem

Projekt konnten Studenten für die Marketingplanung

und die Vorauswahl potentieller Kunden

eingebunden werden.


Im Rahmen des EFRE geförderten Projektes

Bioenergie Südniedersachsen konnten mehrere

Machbarkeitsstudien durchgeführt werden.

Weiterhin konnten lokale KMU bei ihren Bemühungen

um Förderungen durch nationale und internationale

Institutionen unterstützt werden. Im Laufe des

Projektes sollen weiterhin Einzelprojekte angeschoben

und die beteiligten Betriebe bzw. potenziellen

Anlagenbetreiber durch das FG Technischer

Umweltschutz unterstützt und beraten werden. Das

Projekt wurde im Oktober 2001 begonnen und hat

eine Laufzeit von drei Jahren.

Im Mai wurde durch das Niedersächsische

Forstliche Bildungszentrum Münchehof in

Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen,

Fachgebiet Technischer

Umweltschutz die Fachveranstaltung „Heizen

mit Holz“ durchgeführt. An den beiden Tagen

konnten mehr als 5.000 Besucher begrüßt werden.

Die Untersuchung und Optimierung des Rotteverlaufs

unbelüfteter Vorrottesysteme zur biologischen

Abfallbehandlung, gefördert durch die Arbeitsgruppe

Innovative Projekte (AGIP) und Firma Tönsmeier

Entsorgung GmbH & Co. KG. Das Projekt startete im

April 2001 und wurde im September 2003

abgeschlossen. In der ersten Phase wurden mehrere

Versuchs-Chargen auf die Parameter GV, TS,

Rottegrad und Temperatur untersucht. Es wurde in

einem weiteren Schritt die Zusammensetzung der

Rotte verändert, in dem mehr Strukturmaterial

verwendet wurde. Erste Ergebnisse zeigen, dass die

Veränderung der Rezeptur zu sehr positiven


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Ergebnissen geführt hat. Ab August 2002 wurde die

neue Versuchsreihe mit veränderter Biomüllaufbereitung

begonnen. Die Ergebnisse zeigten eine

signifikante Verbesserung der Rotteprozesse. Der

Endbericht wurde der Förderstelle im September

2003 übergeben. Die Vorschläge des Endberichts

werden im Rahmen des Umbaus der Kompostierungsanlage

in Hildesheim umgesetzt.

Für den wirtschaftlichen Betrieb einer Anlage zur

Erzeugung von Wärme aus regenerativen Quellen ist

die kostengünstige Bereitstellung von Brennmaterial

unumgänglich. Im Bereich Waldhackschnitzel

kommt der Erzeugung und Logistik der Waldhackschnitzel

eine entscheidende Bedeutung zu.

Hier besteht ein Spannungsfeld zwischen dem

Erzeuger der Waldhackschnitzel (staatliche und

private Waldbesitzer), die für ihr hochwertiges

Produkt einen möglichst hohen Erlös erzielen

wollen, und dem Abnehmer der Hackschnitzel (Einund

Mehrfamilienhäusern, öffentliche Gebäude),

der für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage auf

längerfristig kalkulierbare, betriebswirtschaftlich

sinnvolle Preise für Waldhackgut angewiesen ist.

Um dieses Spannungsfeld teilweise zu entschärfen

wurde vom Niedersächsischen Forstlichen

Bildungszentrum Münchehof, der Firma Häckseltechnik

Mittelstendorf GmbH, der Firma Bruno

Reimann Holzgroßhandlung und Fuhrunternehmen,

der Firma Container Express Overbeck, dem

Maschinenring Kommunalservice GmbH, Niederlassung

Northeim und der Fachhochschule Hildes-


heim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Ressourcenmanagement

ein Arbeitskreis gegründet

(„Erzeugung und Logistik von Waldhackschnitzeln“),

der sich mit der kostengünstigen Erzeugung von

Waldhackschnitzeln und darüber hinaus mit der

ökologischen und ökonomischen Logistik für das

Waldhackgut beschäftigt. Der Arbeitskreis steht

allen interessierten Firmen und Institutionen offen.

Im Jahr 2003 konnte die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

als weiterer kompetenter

Partner gewonnen werden. Sie wird sich vor allem

mit analytischen Problemen im Bereich der

Waldhackschnitzelkontrolle beschäftigen.

Erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind

folgende genehmigte Forschungs- und Entwicklungsprojekte:

– Entwicklung eines Großhackers gemeinsam mit

dem Niedersächsischen Forstlichen Bildungszentrum

Münchehof und der Firma Häckseltechnik

Mittelstendorf GmbH

– „Erschließung des Geschäftsfeldes Versorgung

von Ein- und Mehrfamilienhäusern bzw. öffentlicher

Gebäude mit Hackschnitzeln“; Kooperation

der Professoren Nelles und Weihs

– Energetische Verwertung von Holzhackschnitzel

in Heiz(-kraft)werken aus dem Sanitärhieb und

Waldpflegemaßnahmen verschiedener deutscher

Laub- und Nadelhölzer; Kooperation der Professoren

Kerck, Nelles und Weihs


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Die Entwicklung und der Bau eines Großhackers

wird vom Niedersächsischen Ministerium für den

ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz gefördert. Mit dem Großhacker

ist erstmals in Deutschland ein Gerät verfügbar das

folgende Vorteile hat:

– Hackerbetrieb auf Waldwegen, die mit einachsgetriebenen

Container-Lkw nicht angefahren

werden können

– Hackerbetrieb abseits der LKW-befahrbaren

Wege auf den Maschinenwegen (Rückeweg/

-gasse)

– Es werden nur geringe Wegeseitenräume

benötigt. Es muss keine Möglichkeit der seitlichen

Übergabe in abgestellten Container vorhanden

sein, wie es bei den vorhandenen Systemen

notwendig ist. Eine Bereitstellung eines

Dumpers für den Containertransport vom Hacker

zur Aufnahmestelle für den LKW-Transport ist

nicht notwendig

– Spezielle Bauweise, die die eigenständige Fortbewegung

sowohl auf der Rückegasse, als auch

auf der Straße (Höchstgeschwindigkeit

ca. 65 km/h) gewährleistet

– Der Einzug kann 45° seitlich rechts geschwenkt

werden (Betrieb auf der Waldstraße bei im

90°-Winkel gepoltertem Holz)

– Deutliche Senkung der Produktionskosten durch

die oben genannten speziellen Merkmale.

Die Entwicklung und Erprobung des Großhackers

wurde im Dezember 2003 abgeschlossen.


Im Rahmen des EFRE-Projekts Erschließung des

Geschäftsfeldes Versorgung von Ein- und Mehrfamilienhäusern

bzw. öffentlicher Gebäude mit

Hackschnitzeln werden aktuelle Probleme der

Hackschnitzellogistik bei Kleinanlagen gelöst

werden. Als ein wichtiger Punkt wurde hier die

kostengünstige Belieferung von Ein- und Mehrfamilienhäusern

bzw. öffentlichen Gebäuden mit

Hackschnitzeln guter Qualität erkannt. Hier sind vor

allem zwei Punkte zu nennen:

– Abnahme von kleinen Mengen und teilweise

ungünstige bauliche Anordnung von Brennstofflagerräumen

in bestehender Bausubstanz

– Im niedersächsischen Raum gibt es noch keine

einheitlichen Qualitätsanforderungen an Hackschnitzel

(im bayrischen oder österreichischen

Raum sind Qualitätsanforderungen in Form der

ÖNORM M 7133 teilweise bereits vorhanden);

dies führt zu einer massiven Verunsicherung der

potentiellen Kunden

Es werden die am Markt befindlichen Systeme im

deutschsprachigen Raum evaluiert. Ein erstes

Auslieferungssystem konnte bereits angeschafft

werden. Im Juni 2003 konnte das mobile Trommelsieb

der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/

Göttingen in Betrieb genommen werden. Damit ist

es möglich Größtkornanalysen im repräsentativen

Umfang durchzuführen. Damit konnte eine wichtige

Forderung der Prüfung von qualitativ hochwertigen

Waldhackschnitzeln erfüllt werden. Das Projekt hat

eine Laufzeit von Juli 2002 bis Juni 2004.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Das AGIP-Projekt Energetische Verwertung von

Holzhackschnitzel in Heiz(-kraft)werken aus dem

Sanitärhieb und Waldpflegemaßnahmen verschiedener

deutscher Laub- und Nadelhölzer startete im

Januar 2003 und beschäftigt sich mit der Verwertung

von Sanitärhiebsholz und Waldpflegemaßnahmen.

Dabei wird ein gemeinsam mit dem Niedersächsischen

Forstlichen Bildungszentrum Münchehof

und der Firma Häckseltechnik Mittelstendorf

GmbH entwickelter Großhacker zum Einsatz

kommen. Es ist geplant ein Verfahren zu entwickeln,

um die Maßnahmen für den Sanitärhieb und die

Waldpflege mit einem positiven Deckungsbeitrag

durchführen zu können.

Die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/

Göttingen, Fakultät Ressourcenmanagement nahm

an der Messe Ligna 2003 teil. Dabei wurden

Exponate sowohl am Gemeinschaftsstand der

Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

als auch auf dem Freigelände (hier in Zusammenarbeit

mit dem Niedersächsischen Forstlichen

Bildungszentrum und der Firma HtM GmbH)

ausgestellt. Der auf dem Freigelände ausgestellte

Großhacker Terex 804 CT wurde von der Firma HtM

in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen

Forstlichen Bildungszentrum (FAR Holger Kuprat)

und der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/

Göttingen, Fakultät Ressourcenmanagement,

Fachgebiet Technischer Umweltschutz Dipl.-Ing.

Andreas Neff/Prof. Dr. Michael Nelles entwickelt und

war einer der Höhepunkte der Ligna 2003.


Die Erstellung des Bioenergiekonzepts für den

Gewerbepark Duderstadt-Euzenberg wird durch

Finanzmittel der EU-Strukturprogramme Leader+

und EFRE gefördert. Im Gewerbepark Duderstadt-

Euzenberg gibt es eine ganze Reihe von Gebäuden,

die derzeit nicht über eine moderne Wärmeversorgung

verfügen. Hier ist die Ansiedlung weiterer

Betriebe geplant und deshalb müssen auch

bestehende Gebäude u. a. mit einer Energieversorgung

nach Stand der Technik ausgestattet werden.

Das Gleiche gilt für die geplanten Neubauten im

Gewerbepark sowie die angrenzende BGS-Kaserne.

Die Wärmeversorgung des Gewerbeparks Euzenberg

soll künftig nach Möglichkeit auf Basis von

Energieholz sichergestellt werden. Das Fachgebiet

Technischer Umweltschutz erstellt vor diesem

Hintergrund eine Machbarkeitsstudie für ein

nachhaltiges dezentrales Bioenergiekonzept. Das

Projekt wurde im Januar 2003 abgeschlossen. Daran

schloss sich eine Phase der intensiven politischen

und kommunalen Lobbyarbeit an, als deren

Höhepunkt der Besuch von Bundes-Umweltminister

Jürgen Trittin an der Fachhochschule Hildesheim/

Holzminden/Göttingen am 05.12.2003 angesehen

werden kann. Dabei wurde massiv für das geplante

Projekt geworben.

Im Rahmen des EU-Strukturförderprogramms

Leader+ engagiert sich das Fachgebiet Technischer

Umweltschutz seit Sommer 2000 insbesondere in

der Arbeitgruppe „Bioenergie“ der Lokalen

Aktionsgruppe (LAG) des Landkreises Göttingen. In


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

diesem Rahmen wurde auch an der Erstellung des

EU-Antrages der LAG mitgewirkt, der im Jahr 2002

als bester Antrag aus Niedersachsen bewertet und

genehmigt wurde. Im Leitprojekt „Bioenergieholzkontor

Südniedersachsen (BKS)“ hat das Fachgebiet

Technischer Umweltschutz die wissenschaftliche

Begleitung bis Ende 2006 übernommen.

Die laufenden Projekte des Fachgebiets Technischer

Umweltschutz sind in den meisten Fällen interdisziplinär

angelegt, wobei es sich in erster Linie um die

Zusammenarbeit von Natur- und Ingenieurwissenschaftlern

sowie Wirtschaftswissenschaftlern

handelt. Dabei wird insbesondere eine Vernetzung

der an der Fakultät Ressorcemmanagement und mit

anderen Fakultäten der HAWK angestrebt.

Ein außergewöhnliches angewandtes F & E-Projekt

ist in diesem Zusammenhang sicherlich das AGIP-

Vorhaben „Evaluierung der Qualifikation von

Jugendlichen vor dem Hintergrund anderer

relevanter Arbeitsmarktakteure sowie exemplarische

Implementierung der energetischen Biomasseverwertung“.

Es handelt es sich um eine Kooperation

zwischen den Fakultäten Soziale Arbeit und

Gesundheit sowie Ressourcenmanagement, wobei

hier die enge Zusammenarbeit zwischen den

Disziplinen Sozialwissenschaften (Prof. Finkeldey)

und Ingenieurwissenschaften (Prof. Nelles) zentraler

Bestandteil des Projekts ist.

In diesem sozial-ökologischen Projekt wurden 2003

in Kooperation mit dem Niedersächsischen


Forstlichen Bildungszentrum (NFBz) in Seesen/Münchehof

die beruflichen Perspektiven von Forstwirten

und Waldarbeitern erhoben. Mit Hilfe von halbstrukturierten

Interviews findet eine Befragung der

Auszubildenden (drei Ausbildungsjahrgänge) des

NFBz während ihrer Blocklehrveranstaltungen an

der BBS II in Northeim statt. Darüber hinaus werden

die Daten von insgesamt 380 Forstwirten und

Forstwirtinnen erhoben, die ihre Ausbildung in den

Jahren 1996 bis 2000 am NFBz absolviert haben.

Mit Hilfe der so gewonnen Daten sollen möglichst

konkrete Aussagen, über die derzeitige berufliche

Situation von Forstwirten und Waldarbeitern im

Land Niedersachsen gemacht werden. Die

Ergebnisse dieser Untersuchung fließen in einen

Bericht des NFBz an den Berufsbildungsausschuss

der Landwirtschaftskammer Hannover ein.

Im Bereich der internationalen Umweltschutzprojekte

lag der Schwerpunkt der Aktivitäten in der VR

China. Das Land Niedersachsen und die chinesische

Provinz Anhui verbindet eine inzwischen 20 Jahre

währende Partnerschaft. Die Provinz Anhui liegt im

östlichen Zentralchina. Das ca. 60 Millionen

Einwohner beheimatende Areal besitzt mit 140.000

km 2 etwa 1/3 der Größe der Bundesrepublik

Deutschland und liegt zwischen der gemäßigten

und der subtropischen Klimazone. In der Provinzhauptstadt

Hefei wohnen ca. 4,3 Mio. Einwohner.

Durch den Abschluss eines weitgehenden

Kooperationsvertrages zwischen der Universität

Hefei und der HAWK im Oktober 2001 wurde die


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Zusammenarbeit weiter intensiviert und im Jahr

2003 konnten neben kleineren Vorhaben im Bereich

Abfallwirtschaft und Abwassertechnik insbesondere

folgende Projekte vorbereitet werden:

ASIA-LINK-Projekt „Curricula Development of

Technology Oriented Sustainable Resource

Management in China and Thailand“

Dieses Projekt wurde im Sommer 2003 von der EU

bewilligt. Gemeinsam mit der Montanuniversität

Leoben (Österreich) und der Chulalongkorn

Universität Bangkok (Thailand) werden an der

chinesischen Partneruniversität in Hefei die

Grundlagen für den geplanten umwelttechnischen

Studiengang erarbeitet und die einschlägigen

Lehrveranstaltungen eingeführt.

Umwelttechnologie-Transferbüro in Hefei

Im September 2003 wurde der Vertrag mit der

Universität Hefei in Hildesheim unterzeichnet und

der Betrieb planmäßig Anfang Januar 2004

aufgenommen. Das Büro soll insbesondere

niedersächsische/deutsche Unternehmen

unterstützen, die sich auf dem chinesischen

Umweltmarkt engagieren wollen. Das Angebotsspektrum

umfasst zunächst folgende Leistungen:

– Erstberatung von deutschen Firmen mit Interesse

am Markteintritt in der chinesischen Umweltmarkt

– Marktanalysen für die spezifischen Umweltprodukte

(umwelttechnische Anlagen, Umweltdienstleistungen)

– Entwicklung angepasster umwelttechnischer Verfahren

für den chinesischen Markt


– Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung

von großtechnischen Pilotprojekten in

der VR China

– Vermittlung von chinesischen Praktikanten und

Diplomanden, die derzeit in Göttingen ihr

Studium absolvieren

Prof. Dr. Paarmann

Feststellung des Nahrungsspektrums der Laufkäferart

Trichotichnus storeyi aus dem australischen

Regenwald

Die Klassifizierung der Feigenarten nach der

Nahrungsqualität, die sie Trichotichnus storeyi im

australischen Regenwald bieten, wurde fortgeführt.

Die neusten Untersuchungen ergaben, dass sich

T. storeyi auch an Samen von Bäumen entwickeln

kann, die nicht zur Gattung Ficus (Feigen) gehören.

Er ist offenbar ein größerer Generalist als bisher

angenommen, was auch durch die Beobachtung

unterstützt wird, dass die Larven ihre Öffnungstechnik

in bestimmten Situationen ändern können.

Funktions- und ökomorphologische Untersuchungen

zur Erklärung der Gildenstruktur samenfressender

Laufkäfer (Coleoptera: Carabidae) aus tropischen

Regenwäldern

Es wurden Fütterungsversuche durchgeführt, die

mögliche neue Wirtsartenspektren bei einer

Verschleppung von samenfressenden Laufkäferarten

nach Australien aufzeigen sollten. So deuten

unsere Ergebnisse darauf hin, dass die amazonischen

Feigensamenspezialisten durchaus in


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Australien ausreichend Wirtsbaumarten finden

würden. Ihre stärkere Spezialisierung aufs

Samenfressen könnte zumindest zu einer Verdrängung

der australischen Art von den Feigenfruchtfällen

führen.

Wir haben außerdem in der Birkenfeige (Ficus

benjamina) eine Art gefunden, deren Samen allen

bisher in Zucht befindlichen Feigenkäferarten eine

Entwicklung ermöglicht! Auf diese Weise kommen

wir der Definition eines idealen Wirtsfeigensamens

für samenfressende Laufkäfer sehr nahe.

Die Messung der Druckfestigkeit von Feigensamen

erfolgt derzeit im Max-Plank-Institut für Metallforschung

in Stuttgart.

Interessant für das Projekt dürfte auch eine

neuerdings in Afrika gefangene und in Zucht

genommenen Laufkäferart von Feigenfruchtflächen

sein. Die Mandibelform der Larven deutet auf eine

Lochbohrtechnik hin, wie sie von amazonischen und

südostasiatischen Arten verwendet wird.

Prof. Dr. Rastin

The Influence of Air Pollution on Plants and Wood

Quality

Bearbeitungszeitraum: Oktober 2003 bis März 2007

Finanzierung: Iranische Regierung, HAWK

Mitarbeiter: Alireza Pourkhabbaz

Studentische Hilfskräfte: Flemming Hamester

Zusammenarbeit mit: Ministerium für Wissenschaft

und Technologie im Iran, Institut für Forstbotanik

der Universität Göttingen, Institut für Bioklimatologie

der Universität Göttingen


In trockenen und niederschlagsarmen Gebieten der

Erde wie der Provinz Khorasan im Iran sind die

städtischen Grünanlagen nicht nur von großer

ökologischer Bedeutung, sondern erfüllen auch eine

wichtige Erholungsfunktion. Sind diese Gebiete

dicht besiedelt, so sind die städtischen Grünanlagen

durch Immission von Luftverunreinigungen,

insbesondere durch Autoabgase stark gefährdet.

Über die Wirkung von Luftverunreinigungen auf den

Gesundheitszustand der Grünanlagen in der Provinz

Khorasan liegen bis jetzt keine Untersuchungen vor.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Wirkung

von Luftverunreinigungen auf den morphologischen,

anatomischen, chemischen und biochemischen

Merkmalen der Park- und Straßenbäume in den

dicht besiedelten Gebieten der Provinz Khorasan

wie den Städten Mashad und Birjand zu untersuchen

und zu überlegen, welche Maßnahmen zur

Gewährleistung einer langfristigen Sicherung der

Schutz- und Erholungsfunktion der o. g. Grünanlagen

notwendig sind.

Untersuchungen zum Erfolg von Bodenschutzmaßnahmen

im Hamburger Wald

Bearbeitungszeitraum: Januar 2003 bis November

2005

Finanzierung: Behörde für Wirtschaft und Arbeit der

Freien und Hansestadt Hamburg,

HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Mitarbeiterin: Brunhilde Fedderau-Himme

Studentische Hilfskräfte: Seven Albrecht, Nina

Fleckner, Flemming Hamester, Jassica Waschkowski


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

Zusammenarbeit mit: Behörde für Wirtschaft und

Arbeit der Freien und Hansestadt Hamburg

Um die Folgen der jahrzehntelang anhaltenden

Einträge durch Deposition von Luftverunreinigungen

auf die Hamburger Waldökosysteme zu erfassen,

wurden sie unter meiner Leitung 1981 bis 1984 im

Rahmen des Forschungsvorhabens „Bodenanalyseprogramm“

untersucht. Die Ergebnisse dieser

Untersuchungen zeigten, dass durch fortgeschrittene

und tiefgreifende Bodenversauerung auf fast

allen untersuchten Standorten Düngungen als

Bodenschutzmaßnahmen dringend erforderlich

sind. In den Jahren 1982 bis 1990 wurden die

Wälder in Hamburg mit verschiedenen Kalkfraktionen

und Kalkdosierungen behandelt. In dem

Forschungsvorhaben sollen die Erfolge der

Bodenschutzmaßnahmen bewertet und folgende

Fragen beantwortet werden:

– Waren die vorangegangenen Bodenschutzmaßnahmen

erfolgreich?

– Wurden die damaligen angestrebten Ziele

erreicht?

– Sind Folgemaßnahmen zur Gewährleistung einer

langfristigen Sicherung der Nutz-, Schutz- und

Erholungsfunktion sowie der biologischen Vielfalt

der Hamburger Waldökosysteme erforderlich?

– Wenn ja, wie, wann und auf welchen Standorten

sollten sie erfolgen?

Die von der Literatur bekannten Untersuchungen

über die Wirkung der Kalkung auf Waldökosysteme


eziehen sich auf Zeiträume von weniger als zehn

Jahren, welche zu kurz sind, um die Effekte einer

Kalkung auf Waldökosysteme aufzudecken. Die hier

geplanten Untersuchungen sind daher in ihrer Art

weltweit einmalig, da zwischen den ersten

Kalkungsversuchen und den jetzigen Untersuchungen

ein Zeitraum von 20 Jahren liegt; eine sehr gute

Dokumentation von den damals erhobenen Daten

und Untersuchungsmethoden vorliegt und die vor

20 Jahren durchgeführten wie auch jetzigen

Untersuchungen von derselben Person geleitet

werden.

Prof. Dr. Rohe

Wildbiologische Erhebungen als begleitende

Untersuchungen zu einem ökotoxikologischem

Monitorring

Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Forsten

des Landes Rheinland-Pfalz und in Kooperation mit

dem Büro Hartmann (Göttingen) sowie dem

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz wurden

wildbiologischen Untersuchungen durchgeführt. Ziel

des Modellprojektes ist es, Möglichkeiten der

Bestandeserholung durch gezielte Biotopentwicklungsmaßnahmen

und jagdliche Maßnahmen

herbeizuführen.

2003 konnten umfangreiche Daten zur Entwicklung

der Landwirtschaft nach dem Zweitem Weltkrieg

gesammelt werden. In diesem Zeitraum fand

überwiegend der Rückgang der Niederwildarten

Feldhase, Fasan und Rebhuhn statt. Die weitgehend

gleichverlaufende Entwicklung der Landwirtschaft in


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Ressourcenmanagement

den Untersuchungsflächen wurde in entsprechende

Themenbereiche wie Anbau, Größe der Anbauflächen,

Tierbestand, Sonderstrukturen, Maschinen,

Anzahl und Größe der Betriebe zusammengefasst.

In einer summarischen Betrachtung des historischen

Wandels und dessen wahrscheinlichen

Auswirkungen auf die Niederwildarten Feldhase,

Rebhuhn und Fasan konnten erste Ergebnisse

dargestellt werden.

Die Maßnahmen zur Lebensraumaufwertung wurden

durch den Berufsjäger, die Jagdpächter, Revierbetreuer

und Helfer in den Untersuchungsrevieren

(Bechtheim, Osthofen Nord und Süd) durchgeführt

und erfolgten in enger Absprache und Zusammenarbeit

mit den Flächeneigentümern bzw. -nutzern

sowie den jeweiligen Verwaltungen. Als Maßnahmen

kamen in Betracht: Flächenstillegungen, Dauerund

Rotationsbrachen, Anlage von Äsungsflächen

(Grün- und Körneräsung) und Verbesserungen der

Nahrungsbasis (Zufütterungen). Die eingesetzten

Mischungen enthalten keine landwirtschaftlichen

Problemarten. So ist die Gefahr der Einwanderung

in Kulturflächen ausgeschlossen. Auch kann die

Biotopfläche jederzeit wieder in Kultur genommen

werden. Insgesamt wirkte sich der trockene Sommer

2003 hemmend auf die Entwicklung der Saaten in

den Biotopflächen aus.

In einem Vergleichsrevier wurden siedlungsnah

vorbildlich angelegte und gepflegte Deckungs- und

Äsungsflächen erweitert. Dies förderte die positive

Entwicklung der Rebhuhn- und Fasanenpopulationen.


Prof. Dr. Weihs

Im Berichtszeitraum konnten wesentliche Fortschritte

auf dem Gebiet der Elektrischen Widerstandstomographie

als Verfahren zur zerstörungsfreien

Untersuchung von Bäumen gemacht werden (AGIP).


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Fakultät

Soziale Arbeit und Gesundheit

Geschäftsführender Dekan Hildesheim

Prof. Dr. Gerhart Unterberger

Dekan/Studiendekan S Holzminden

Prof. Dr. Klaus Below

Studiendekanin S Hildesheim

Prof. Dr. Maria Busche-Baumann

Studiendekanin Medizinalfachberufe

Dipl.-Päd. Annette Probst

Dekanatsgeschäftsführerin

Dipl.-Soz. Ulrike Teichmann

Studienangebot

Das Studienangebot der Fakultät Soziale Arbeit und

Gesundheit umfasst vier grundständige Studiengänge

sowie einen Weiterbildungsstudiengang:

1. Diplomstudiengang Soziale Arbeit –

Vollzeitstudium Hildesheim

2. Diplomstudiengang Soziale Arbeit –

Berufsbegleitendes Studium für Fachkräfte im

Sozialwesen Hildesheim

3. Diplomstudiengang Soziale Arbeit –

Vollzeitstudium Holzminden

4. Bachelor-Studiengang für Absolventinnen und

Absolventen der Fachberufe Logopädie, Physiotherapie

und Ergotherapie Hildesheim


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5. Weiterbildungsstudiengang

Sozialmanagement für Führungskräfte im Sozialwesen

Hildesheim

Studiengänge Soziale Arbeit in Hildesheim

und Holzminden

Die Studiengänge Soziale Arbeit beziehen sich auf

das Feld der professionellen Sozialen Arbeit mit der

gleichrangigen Verbindung von Sozialpädagogik

und Sozialarbeit.

Das Studium verbindet Hochschulstudium mit

Praxisphasen und erfordert die Verknüpfung der

Verantwortungsbereiche von Hochschule und

Trägern der beruflichen Praxis für die Ausbildung

der Studierenden.

Die Studierenden erlangen im Studium die

Kompetenz, in dem komplexen Berufsfeld

Sozialarbeit/Sozialpädagogik professionell zu

handeln. Dazu gehört, dass sie wissenschaftlich,

problem- und handlungsorientiert, fächerübergreifend,

selbständig und im Team zu arbeiten lernen

und gegenüber den betroffenen Menschen und der

Gesellschaft Verantwortung für ihr Handeln

übernehmen.

Gleichrangige und aufeinander bezogene Ziele sind

die Befähigung zum wissenschaftlichen Denken und

Arbeiten sowie der Erwerb zentraler Handlungs- und

Kommunikationskompetenzen (Disziplinbezug und

Professionsbezug).


Das Studium orientiert sich an folgenden Schlüsselkompetenzen

für eine zeitgemäße Soziale Arbeit:

Systematisches Denken, Verantwortungsbewusstsein,

Flexibilität, Kreativität, kulturelle Aufgeschlossenheit,

Konfliktfähigkeit und Selbstmanagement.

Die Selbstständigkeit hat als Ziel des Studiums ein

besonderes Gewicht; sie trägt dazu bei, dass es

später im Beruf leicht fällt, auf die sich laufend

ändernden Anforderungen an die Soziale Arbeit

flexibel zu reagieren. Als Prinzip des Studierens

stellt die Selbständigkeit hohe Anforderungen an

Studierende; selbständiges Studieren will erst

erlernt sein. Das Mentorenprogramm bietet einen

Rahmen für Studierende diese Fähigkeit auszubilden;

in festen Gruppen, die drei Semester

zusammen bleiben, wird u. a. die Fähigkeit zum

selbstgesteuerten Lernen vermittelt.

Studienstruktur

Die Studienzeit beträgt einschließlich des

Berufspraktikums acht Semester (Regelstudienzeit).

Das Studium gliedert sich in

1. das Grundstudium (drei Semester), das mit der

Diplomvorprüfung abschließt,

2. das Hauptstudium (drei Semester), das mit der

Diplomprüfung zum Dipl.-Sozialarbeiter/Sozialpädagogen

(FH) abschließt und

3. das Berufspraktikum (zwei Semester), das mit

einem Kolloquium zur staatlichen Anerkennung

abschließt.


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Lehr- und Studienbereiche

Die wissenschaftliche Basis wird fächerübergreifend

in vier Lehr- und Studienbereichen vermittelt:

1. Soziale Arbeit als Wissenschaft und Profession

2. Rechtliche und administrative Grundlagen der

Sozialen Arbeit

3. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische

Grundlagen der Sozialen Arbeit

4. Pädagogische, psychologische und soziologische

Grundlagen der Sozialen Arbeit

Zentrale Wissensbestände einzelner Disziplinen

werden aufeinander bezogen gelehrt. Dies gilt

insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung der

theoretischen und methodischen Grundlagen einer

„Sozialarbeitswissenschaft“ als „integrierte

Praxiswissenschaft“.

Handlungsformen in der Sozialen Arbeit:

Der Studienbereich „Handlungsformen in der

Sozialen Arbeit“, in welchem als einzigem

Studierende des Grund- und Hauptstudiums

gemeinsam studieren, umfasst Handlungsverfahren,

-konzepte und -methoden der Sozialen Arbeit:

– Kulturelle und pädagogische Handlungsformen

– Beratung in der Sozialen Arbeit

– Handlungsformen in Organisationen und im

Gemeinwesen

In diesem Studienbereich wird die kognitive und

emotionale Basis für eine professionelle Haltung

ausgebaut und ein Repertoire an zentralen

Handlungs- und Kommunikationskompetenzen

erworben.


Studienschwerpunkte in Hildesheim sind:

– Sonderpädagogik und Rehabilitation Behinderter

– Soziale Arbeit mit Erwachsenen

– Soziale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und

Familien

Sie ermöglichen die exemplarische Vertiefung von

theoretischen Kenntnissen und Handlungskompetenzen.

In Projekten wird sozialpädagogisches

Handeln erprobt und werden berufsbezogene

Fähigkeiten weiterentwickelt.

Die Studienbausteine in Hildesheim

– Gesundheitsförderung,

– Interkulturelle und internationale Soziale Arbeit,

– Bildung und Soziale Arbeit

sind Hildesheimer Spezifika und greifen neue

Qualifizierungsanforderungen aus der Theorie und

Praxis der Sozialen Arbeit auf. Sie bieten den

Studierenden eine Alternative zur Wahl eines

Schwerpunktes, tragen zur Profilbildung des

Studiengangs bei und ermöglichen den Studierenden

eine wissenschaftliche und berufliche

Profilierung.

Studienschwerpunkte in Holzminden sind:

1. Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

2. Soziale Arbeit mit Erwachsenen

Die beiden Schwerpunkte werden unter Einbeziehung

von sozialraumorientierten (gemeinwesenorientierten)

Ansätzen der Sozialen Arbeit

konzipiert, wobei insbesondere bei den Praxis- und

Projektteilen des Studiums Arbeitsfelder des


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ländlichen und klein-/mittel-städtischen Bereichs

überwiegen werden.

Die Sozialraumorientierung des Studienangebots

enthält für den Standort Holzminden besonders

gute Möglichkeiten des fächerübergreifenden

Studiums und gemeinsamer Projekte, da es mit den

bereits vorhandenen Studienangeboten des

Bauingenieurwesens, der Architektur und des

Immobilienmanagements gemeinsame Schnittflächen

gibt.

Insbesondere für Weiterbildungsangebote und

Kooperationsveranstaltungen mit Trägern der

Sozialen Arbeit bieten sich durch das in Holzminden

bereits bestehende Institut für berufsbegleitende

Weiterbildung (Weiterbildungszentrum) sehr gute

Voraussetzungen.

„Europa-Zertifikat“

Im Rahmen der grundständigen Studiengänge

„Soziale Arbeit“ kann ein „Europa-Zertifikat“

erworben werden. Dieses belegt, dass ein Studium

mit einer Orientierung an europäischer Sozialarbeit

erfolgreich absolviert wurde. Das Zertifikat wird im

Rahmen der Kooperationen im Sokrates-Erasmus-

Programm zusammen mit Partnerhochschulen der

FH vergeben.

Studiengang Soziale Arbeit –

Berufsbegleitendes Studium Hildesheim

Ergänzende Hinweise

Der berufsbegleitende Studiengang ist ein Angebot

– für Fachkräfte im Sozialwesen, die sich beruflich

und wissenschaftlich weiter qualifizieren wollen,


– für Träger und Einrichtungen der Sozialen Arbeit,

die das Angebot zur Personalentwicklung ihrer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen wollen.

Der Studiengang ist eng angelehnt an den bereits

bestehenden Vollzeitstudiengang und führt zum

gleichen Abschluss, geht aber speziell auf die

Probleme von Menschen ein, die parallel zu ihrer

Arbeit studieren, und ermöglicht in besonderer

Weise Kooperationen zwischen Theorie und Praxis.

Studiengang Soziale Arbeit Holzminden

Ergänzende Hinweise

Seit dem Wintersemester 2003/2004 bietet die

Fachhochschule am Standort Holzminden erstmals

Studienplätze zum Studium der „Sozialen Arbeit“

mit dem Abschluss zur Diplom-Sozialarbeiterin/

Sozialpädagogin (FH) bzw. zum Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge

(FH) an. Die Aufnahme von

Erstsemestern erfolgt immer zum Wintersemester.

Ab diesem Semester werden fünf Professorinnen

und Professoren, zwei Lehrkräfte für besondere

Aufgaben und fünf Lehrbeauftragte mit der Lehre

beginnen und die weitere Gestaltung des Studienangebots

planen. Eine zentrale Komponente des

Studienangebots ist die Kooperation und Verflechtung

mit den öffentlichen und freien Trägern der

Sozialen Arbeit in der Region, die auch die Partner

bei Studienprojekten sein sollen.


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Bachelor-Studiengang für Absolventinnen und

Absolventen der Fachberufe Logopädie,

Physiotherapie und Ergotherapie

Ausbildungs- und Studienziel

In der Akkreditierungsphase befindet sich der erste

grundständige Bachelorstudiengang (B. Sc.) für

Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie in

Deutschland an. Damit erhalten die Berufsangehörigen

dieser Berufe erstmals die Möglichkeit den

akademischen Grad eines Bachelors zu erwerben.

Der Bachelorabschluss für Physiotherapeutinnen/

Physiotherapeuten, Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten

und Logopädinnen/Logopäden bedeutet

den Anschluss Deutschlands an eine seit langem

bestehende Ausbildungstradition dieser Berufe in

vielen Ländern Europas und darüber hinaus und

führt zu einem international anerkannten Berufsabschluss.

Soll der Studiengang einerseits den längst

überfälligen Anschluss an internationale Ausbildungsstandards

gewährleisten, so verfolgt die

Hochschulausbildung andererseits das Ziel, die

Absolventinnen und Absolventen auf veränderte

und neue Anforderungen der Praxis im Gesundheitswesen

vorzubereiten. An dieser Stelle sei beispielhaft

auf die demographischen und epidemiologischen

Veränderungen der Gesellschaft verwiesen,

vor deren Hintergrund sich die Rolle der Berufsangehörigen

der Gesundheitsberufe verändert. Das

Postulat nach mehr Bedarfsgerechtigkeit und

Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat unter


anderem eine höhere Sensibilität als bisher für

multiprofessionelle Perspektiven zur gemeinschaftlichen

Erstellung von Gesundheit zur Folge. Der

Studiengang trägt mit seinem integrierten Angebot

für Physiotherapeutinnen/Physiotherapeuten,

Ergotherapeutinnen/Ergotherapeuten und

Logopädinnen/Logopäden dazu bei, diese

Perspektiven einnehmen zu können. Die Professionalität

der Berufsangehörigen soll weiterentwickelt

und begründet werden. Das vorhandene Wissen

systematisiert und ausgebaut werden. Die Fakultät

Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule für

angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim

richtet ihr Studienangebot auch mit dem Blick auf

die aktuellen Erfordernisse des Arbeitsmarktes aus.

Studienanforderung

Der Studiengang ist ein grundständiges (sechssemestriges)

Angebot und wird in Kooperation mit den

Berufsfachschulen für Physiotherapie (Universität

Göttingen, Annastift Hannover), Ergotherapie (Celle,

Annastift Hannover) und Logopädie (Universität

Göttingen) angeboten.

Für Absolventen und Absolventinnen anderer

Berufsfachschulen, die mindestens eine Fachhochschulreife

nachweisen können, besteht die

Möglichkeit, nach einer erfolgreich absolvierten

Einstufungsprüfung, in das 4. Semester immatrikuliert

zu werden.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Studienstruktur

Der Studienaufbau ist durch die Herausbildung von

sowohl fachlichen als auch überfachlichen

Kompetenzen gekennzeichnet. Die in der Berufsausbildung

erworbenen Fachkompetenzen werden

reflektiert und erweitert und um überfachliche

Kompetenzen wie Gesundheitswissenschaften,

Betriebswirtschaft und Medizinrecht vervollständigt.

Als Folie für die Kompetenzerweiterung der

Studierenden dient die Einübung einer wissenschaftlichen

Herangehensweise und Haltung an

aktuelle Themenkomplexe aus der Praxis der

Studierenden. Am Ende des Studiums steht das

Verfassen einer Bachelorarbeit, in der die

Studierenden nachweisen sollen, dass sie einen

Themenkomplex eigenständig und den Kriterien des

wissenschaftlichen Arbeitens gemäß erfasst und

durchdrungen haben.

Die Lehrenden kommen aus verschiedenen

wissenschaftlichen Disziplinen und Berufen. Sie

haben sich mit ihrer Einstellung an der Fakultät

Soziale Arbeit und Gesundheit zu Lehre und

Forschung der unterschiedlichen Grundlagen und

Aspekte therapeutischen Handelns in den

Gesundheitsberufen verpflichtet.

Die Einbindung der bisher gemachten Erfahrungen

der Studierenden (in Berufsausbildung, Praktika

und Berufstätigkeit) schafft in besonderer Weise

die Möglichkeit, berufsrelevante Themen in Lehre

und Forschung präsent zu machen und an der

wissenschaftlichen, persönlichen und beruflichen

Sozialisation der Studierenden mitzuwirken.


Lehre bedeutet in der Fakultät Soziale Arbeit und

Gesundheit vor allem, dass die Lehrenden die

Studierenden in ihrem eigenen aktiven Studienprozess

unterstützen. Dazu gehören das Anleiten zum

Selbststudium, die Vermittlung von Wissen,

forschendes Lehren und Lernen in den berufsrelevanten

Themen, eine Haltung der Selbstreflexion

und Selbstwahrnehmung sowie multiprofessionelles

Denken und Arbeiten.

Das Lehrangebot im Studiengang besteht aus

Lehrveranstaltungen zu den fachspezifischen

Inhalten in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie

und Physiotherapie. Weitere Lehrveranstaltungen

erfolgen in den Fächern Gesundheitswissenschaften

und Betriebswirtschaftslehre sowie in den

Bereichen wissenschaftliches Arbeiten und

Schlüsselqualifikationen. Darüber hinaus besteht

ein Wahlangebot.

Die Fakultät entwickelt und fördert internationale

Beziehungen in Lehre, Forschung und Praxis der

Gesundheitsberufe und unterstützt den Austausch

von Studierenden und Lehrenden. Durch die

geplante Einführung von Modulen und ECTS-

Punkten strebt sie im Sinne des Bologna-Abkommens

von 1999 eine Kompatibilität des Studienganges

mit den bestehenden europäischen und

internationalen Studienabschlüssen an.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Weiterbildung

Weiterbildungsstudiengang Sozialmanagement

für Fachkräfte im Sozialwesen

Dieser Weiterbildungsstudiengang ist ein Kooperationsprojekt

der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

mit dem Caritasverband der

Diözese Hildesheim e. V. Der Studiengang umfasst

zunächst 25 Studienplätze pro Jahr. Er richtet sich

an Führungskräfte – bzw. zukünftige Führungskräfte

– im Sozialwesen. Ein spezifisches Charakteristikum

des Weiterbildungsstudiengangs ist die

fachliche Qualifikation von Führungskräften in

Korrelation mit einer einschlägigen sozialpädagogischen

Berufstätigkeit. Primäre Zielgruppe des

neuen Studiengangs sind diplomierte Sozialpädagoginnen/Sozialarbeiterinnen

bzw. Sozialpädagogen/Sozialarbeiter

und geprüfte Sozialwirtinnen/Sozialwirte

der Fachakademie für Sozialmanagement.

Der Weiterbildungsstudiengang Sozialmanagement

soll die Studierenden befähigen,

– die Gesamtverantwortung einer sozialen Einrichtung

entsprechend ihren betriebswirtschaftlichen

und sozialpädagogischen Anforderungen

zu übernehmen,

– Phänomene und Probleme der Führung in sozialen

Organisationen ganzheitlich und in ihrer Vernetzung

zu analysieren, Lösungen zu konzipieren

und in Kooperation mit den Mitarbeitern

umzusetzen,


– berufliche Tätigkeiten auszuüben, die die

Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und

Methoden erfordern, im gesellschaftlichen

Leben und in der beruflichen Praxis verantwortungsbewusst,

schöpferisch und kooperativ

zu handeln.

Der Weiterbildungsstudiengang ist für Leitungskräfte

und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konzipiert,

die in sozialen Einrichtungen der Caritas und

Diakonie sowie der Kommunen tätig sind und

Leitungsverantwortung tragen bzw. übernehmen

wollen.

Berufsbegleitende Weiterbildung zum

Hildesheimer Gesundheitstrainer bzw.

zur Hildesheimer Gesundheitstrainerin

Das Institut für Therapie und Beratung an der FH

HHG bietet Fachleuten im Sozial- und Gesundheitswesen

diese einjährige berufsbegleitende

Weiterbildung an. Ziel dieser Ausbildung ist es,

gesundheitsfördernde Kommunikationsmuster und

die Arbeit mit Gruppen chronisch Kranker zu

erlernen, um chronisch Kranken dabei zu helfen, ihr

Selbstheilungspotential zu nutzen, Heilungsprozesse

zu beschleunigen und sich von unnötigen

Belastungen, negativen Gefühlen und Stress zu

befreien.

Das Hildesheimer Gesundheitstraining ist ein

umfangreiches System für die Beratung von


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Gruppen chronisch Kranker, wurde speziell und

gezielt dafür entwickelt und mehrfach klinisch

getestet. Es gibt spezifische Formen für die

Orthopädie (bei chronischen Rückenerkrankungen),

Onkologie, Allergologie (bei Allergien und Asthma),

Kardiologie und die Prävention.

Forschung

Forschungsprojekte

An der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

werden laufend Forschungsprojekte durchgeführt,

die durch die Fachhochschule, das Niedersächsische

Ministerium für Wissenschaft und Kultur oder

durch andere Drittmittelgeber gefördert werden.

Dies betrifft u. a. folgende Forschungsfelder:

– Berufsfeld- und Arbeitsmarktforschung

– Professionalisierung Sozialer Arbeit

– Migration

– Frauen- und Geschlechterforschung

– Jugend und Gewalt

– Sozialarbeit und Polizei

– Schule und Jugendhilfe

– Analyse sozialpädagogischer Handlungskompetenz

– Mentale Gesundheitsberatung bei Stress und

chronischen Krankheiten (Hildesheimer Gesundheitstraining)

– Ökonomie und Recht sozialer Dienste

– Gesundheitsforschung


Studierende können an Forschungsprojekten

mitwirken und die Bedingungen ihres beruflichen

Handelns wissenschaftlich analysieren. Der Aspekt

der mit der Lehre verknüpften Forschung („forschendes

Lernen“) und die Arbeit mit qualitativen

Forschungsmethoden gewinnen im Studienbereich,

aber auch im Handlungsfeld der Sozialen Arbeit

zunehmend an Bedeutung. Die neue Studienstruktur

berücksichtigt dies in besonderer Weise.

Einrichtung und Ausstattung

Das „Institut für Studium und Praxis der Sozialen

Arbeit“ erbringt Dienstleistungen für die Studiengänge

Soziale Arbeit an der Schnittstelle von Lehre,

Studium und Praxis. Seine Arbeit betrifft insbesondere

das Studium neben dem Beruf, Praktika und

Projekte im Studium, das Berufspraktikum, die

Professionsforschung, Praxisevaluation und

arbeitsfeldbezogene Öffentlichkeitsarbeit. Dazu

kommen noch entsprechende Weiterbildungsveranstaltungen.

Wichtig für Lehre und Forschung sind die Dokumentations-

und Informationsstelle zur Geschichte der

Sozialen Arbeit (DIGESA) und die Dokumentationsund

Informationsstelle für „Recht und Ökonomie

Sozialer Arbeit“ (DIRÖSA). Sie informieren und

beraten Lehrende und Studierende bei dem

Vorhaben interdisziplinäre Zusammenhänge

aufzugreifen, sie zu analysieren und für gegenwärtige

Fragestellungen nutzbar zu machen.


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Das „Institut für Therapie und Beratung an der FH

Hildesheim/Holzminden/Göttingen e. V.“ hat das

Ziel, Innovationen auf der Basis neuer Forschungsergebnisse

in die Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit

und des Gesundheitswesens zu tragen und fördert

damit die Wahrnehmung der Fakultätsaufgaben. Es

unterstützt Forschungsvorhaben und bildet

berufsbegleitend aus. Schwerpunkt ist dabei

momentan die einjährige berufsbegleitende Ausbildung

bezüglich des Hildesheimer Gesundheitstrainings.

Studienerfolge

Im Studienjahr 2002/2003 (Wintersemester

2002/2003 und Sommersemester 2003) hat

wiederum eine große Zahl von Studierenden in den

jeweiligen Studiengängen ihr Studium erfolgreich

abgeschlossen. In der folgenden Tafel sind diese

Absolventen nach ihrer Studiendauer aufgeschlüsselt:

In den grundständigen Studiengängen Soziale

Arbeit haben 155 Studierende ihr Studium wie folgt

abgeschlossen:

Studiendauer

Absolventen

5

1

6

43

Studienjahr 2002/2003

7

44

8

31

9

13

10

6

> 10

17


Im grundständigen Studiengang Medizinalfachberufe

haben 66 Studierende ihr Studium wie folgt

abgeschlossen:

Studiendauer

Absolventen

Studienjahr 2002/2003

Im Weiterbildungsstudiengang Sozialmanagement

haben 27 Studierende ihr Studium wie folgt

abgeschlossen:

Studiendauer

Absolventen

5

0

3

15

6

61

4

12

Promotionsvorhaben

In Zusammenarbeit mit der Universität Hildesheim

laufen derzeit an der Fakultät in den Studiengängen

Soziale Arbeit Hildesheim – im Rahmen von

Assistentinnenstellen und Assistentenstellen – drei

Promotionsvorhaben. Die Promotionsassistentinnen

nehmen teil an mehreren Forschungs- und

Entwicklungsprojekten der Fakultät und an

Qualifizierungsangeboten verschiedener Hochschulen.

Schon jetzt zeigt sich, dass die Promotionsvorhaben

ein wichtiges Moment der inhaltlichen Weiterentwicklung

der Forschung und Lehre an der Fakultät

sind. Längerfristig muss es darum gehen, Zeit- und

7

5

8

0

9

0

Studienjahr 2002/2003

5


6


7


10

0

8


> 10

0

> 8


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Mittelbaustellen zu etablieren, die eine Forschungsund

Entwicklungskontinuität herstellen.

Frauenförderung

Als Bestandteil des Hochschulentwicklungsplanes

der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/

Göttingen ist das Ziel des Frauenförderplans der

Fakultät und seines impliziten Maßnahmenkatalogs,

die Gleichstellung von Frauen und Männern an

der Fakultät, durchzusetzen.

Die Frauenförderung betrifft alle Entscheidungen

einer Fakultät über seine Aufgaben in Lehre und

Forschung, in Ausbildung und Nachwuchsförderung,

in Studien- und Rekrutierungsangelegenheiten, in

der Haushalts-, Struktur- und Entwicklungsplanung.

Deshalb muss gewährleistet sein, dass Frauen und

Männer die gleichen Chancen haben, im gleichen

Umfang und mit gleichen Erfolgsaussichten Einfluss

auf alle Entscheidungsebenen der Fakultät zu

nehmen. Der Frauenförderplan wurde im März 2003

fortgeschrieben und dessen Maßnahmenkatalog

modifiziert.

Um gerade auch in der Lehre Aktivitäten im Bereich

von Frauenforschung und Frauenstudium zu fördern,

werden Lehrveranstaltungen mit frauen- und/oder

geschlechtsspezifischen Inhalten im kommentierten

Vorlesungsverzeichnis gesondert ausgewiesen.


Mitwirkung in Gremien

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sind neben

den Gremien der Selbstverwaltung in regionale und

überregionale Aktivitäten eingebunden, nehmen an

der Entwicklung der Profession und wissenschaftlichen

Disziplin „Soziale Arbeit“ (Sozialarbeit und

Sozialpädagogik) konstruktiv teil, arbeiten und

engagieren sich in Organisationen der sozialen

Arbeit.

Kooperationen mit anderen Hochschulen

Kooperationsvereinbarungen bestehen mit der

Universität Hildesheim, dem Fachbereich Polizei der

Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in

Hildesheim, dem Caritasverband der Diözese

Hildesheim e. V. sowie verschiedenen regionalen

sozialen Einrichtungen (Projektkooperationen).

Internationale Kooperationen

Im Rahmen des sog. ERASMUS-Konsortiums der

Studiengänge S Hildesheim mit Hochschulen in

Helsinki, Finnland (3 Studienplätze), Manchester,

Großbritannien (3 Studienplätze), Amsterdam,

Niederlande (3 Studienplätze); Gent, Belgien

(3 Studienplätze); Ljubljana, Slowenien (2 Studienplätze),

Madrid, Spanien (2 Studienplätze) sowie

Szombathely, Ungarn (3 Studienplätze) können

insgesamt 18 Studienplätze von Studierenden der

Fakultät belegt werden.

Seit dem Wintersemester 1998/1999 haben 35

Studierende die Chance eines Auslandssemesters


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

wahrgenommen. Hinzu kommt etwa die gleiche Zahl

die Praktika (auch außerhalb der Erasmusvereinbarungen)

absolvierte. Für das im WS 98/99 eingeführte

Europazertifikat sind zur Zeit 104 Studierende

angemeldet. 14 Studierende haben es bisher

erworben.

Sechs bis zehn Studierende von den Partnerhochschulen

kommen jährlich nach Hildesheim,

überwiegend aus Finnland und Ungarn. Das größte

Hindernis für ausländische Studierende ist die

fehlende Sprachkompetenz.

Im Rahmen der „Study visits of short duration“

lernen jährlich etwa 40 Studierende Aspekte der

Praxis und des Studiums der Sozialen Arbeit durch

Aufenthalte von acht bis zehn Tagen bei den

Partnerhochschulen kennen. Die entsprechenden

Gruppen der Partnerhochschulen werden bei ihren

Gegenbesuchen in das Studium und die Praxis der

Sozialen Arbeit in Deutschland eingeführt.

Im Januar 2003 fand die erste gemeinsame

Veranstaltung des Konsortiums der Partnerhochschulen

in Hildesheim mit etwa vierzig Studierenden

und Lehrenden aus sechs Ländern statt („First

European Seminar on Social Work Problems“). Die

Veranstaltungsreihe wurde im April 2003 in

Amsterdam fortgesetzt. Jeweils mit wechselndem

Tagungsort soll diese Reihe in den nächsten Jahren

fortgesetzt werden.


Schließlich gibt es eine Kooperation mit der

Sozialakademie in Salzburg (Österreich) und

Fakultät Gesundheitswissenschaften der Universität

Pécz.

Es werden Curricula zur freizeitkulturellen Erziehung

und Bildung entwickelt. Dies betrifft Hochschulen in

Belgien, Spanien, den Niederlanden, Schweden,

Finnland, Österreich und Deutschland. Mit Israel,

Spanien und der Türkei bestehen Projekte der

Forschungskooperation im Bereich „Jugend und

Gewalt“. Im Rahmen des Studienschwerpunktes

„Interkulturelle und Internationale Soziale Arbeit“

besteht zum Thema „Kulturelle und sozialstrukturelle

Konsequenzen der Migration“ eine Zusammenarbeit

mit der Universität Mersin (Türkei).

Zunehmend absolvieren Studierende Praktika und

Studienteile im Ausland.

Studierende Eltern Kinder (StudElKi)

Studierende, die Kinder haben oder bekommen,

stehen vor dem Problem, Studium, Erziehung und

Existenzsicherung in Einklang zu bringen. Diese

Situation verursacht häufig große Probleme, nicht

selten ist der Abbruch des Studiums für ein

Elternteil die Folge. Die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen

hat es sich zum Ziel

gesetzt, Bedingungen zu schaffen, die Studierenden

mit Kind diesen Spagat erleichtern.

Als ersten Schritt zur Umsetzung hat das Studentenwerk

Braunschweig eine Krippe eingerichtet, die


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

fachlich und personell durch das Projekt StudElKi

der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

unterstützt wird. StudElKi bietet eine fachlich

qualifizierte Betreuung für Kleinstkinder im Alter

von ein bis drei Jahren. Das Angebot richtet sich an

studierende Eltern aller Fakultäten der Fachhochschule.

Durch StudElKi soll garantiert werden, dass kein/e

Studierende/r wegen der Geburt eines Kindes

ihr/sein Studium aufgeben oder für längere Zeit

unterbrechen muss. Zum anderen bereichert

StudElKi aber auch das Lehrangebot in den

Studiengängen Soziale Arbeit Hildesheim. StudElKi

bietet Studierenden die attraktive Möglichkeit,

einen Teil ihres Studiums und ihrer Fachpraxis

während des Studiums in dieser Einrichtung zu

absolvieren. Für Studierende mit Interesse an

Kinder- und Jugendarbeit bzw. Elementarpädagogik

ist StudElKi eine mögliche Brücke zur künftigen

Berufspraxis.

Im Rahmen des Audits Familiengerechte Hochschule

entwickelt die Fakultät derzeit in Zusammenarbeit

mit der Hochschulleitung ein tragfähiges Konzept,

die Kinderbetreuung, über die Gruppe der

Studierenden hinaus, allen Mitgliedern der

Fachhochschule anbieten zu können.

PC-Pool

Der in 2001 eingerichtete PC-Pool, welcher den

Studierenden und Lehrenden zur Verfügung steht,

findet regeren Zuspruch als jemals zuvor. Seit

01. April 2003 arbeitet die Fakultät mit Stud.IP, einer


Kommunikationsplattform für Studierende,

Lehrende und Veranstaltungen.

Der PC-Pool ermöglicht darüber hinaus den

Lehrenden, aber besonders den Studierenden

Internetrecherchen durchzuführen, sozialpädagogische

DV-Programme zu erlernen und anzuwenden,

schriftliche Arbeiten anzufertigen sowie über das

Netz wissenschaftlich zu kommunizieren.

Neuere Entwicklungen

Die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

durchläuft gegenwärtig eine sehr dynamische

Entwicklungsphase. Die beiden grundständigen

Diplomstudiengänge Soziale Arbeit in Hildesheim –

einer davon berufsbegleitend –, der Bachelorstudiengang

zu den Medizinalfachberufen Logopädie,

Physiotherapie und Ergotherapie sowie der

Weiterbildungsstudiengang Sozialmanagement

wurden im Herbst 2003 durch einen Diplomstudiengang

Soziale Arbeit in Holzminden erweitert. Die

Umwandlung der Diplomstudiengänge in Studiengänge

mit den Abschlüssen Bachelor (B. A.) und

Master (M. A.) ist ebenso für die nächste Zukunft

geplant, wie die Entwicklung neuer Angebote zur

Elementarerziehung, zur Rehabilitation und

Gesundheitsberatung und eines M. A. Studiengangs

für die Medizinalfachberufe.

Berufungs- und Besetzungsverfahren

Die Berufungs- bzw. Besetzungskommissionen für

die Wiederbesetzung von vier Professuren für den

Standort Hildesheim und die Neubesetzung von


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

sieben Professuren und zwei Stellen Lehrkräfte für

besondere Aufgaben (befristet, unbefristet) für den

neuen Standort Holzminden haben ihre Arbeit mit

reger Mitarbeit der Studierenden im Wintersemester

2002/2003 aufgenommen. Bis auf ein zwei Verfahren

in Hildesheim und ein Verfahren in Holzminden

konnten im Berichtszeitraum alle Professuren

besetzt werden.

Evaluation

Im Rahmen der ersten Runde des zweitens Zyklus

einer landesweiten Evaluation der Fächer Sozialpädagogik/Sozialwesen/Sozialarbeit

2002/2003

wurden die Studiengänge Soziale Arbeit/Sozialwesen

und Sozialmanagement im Wintersemester

2002/2003 evaluiert. Kernpunkt der Evaluation

bildete die studentische Befragung zu Lehre und

Studium. Das Gutachten der Peer-Group liegt seit

Ende 2003 vor, die Umsetzung des Gutachtens

erfolgt in 2004.


Fakultät

Wirtschaft

Dekan

Prof. Dr. Dieter Leitmann

Studiendekan

Prof. Dr. Matthias Pletke

Studienangebot

Die Fakultät Wirtschaft hat ihren Lehrbetrieb 1992

aufgenommen und bietet die beiden achtsemestrigen

Studiengänge

– Betriebswirtschaft und

– Krankenversicherung

an, in die jeweils zwei berufspraktische Tätigkeiten

von je einem Semester Dauer integriert sind.

Das letzte CHE-Hochschulranking 2002 empfahl das

Studium der Betriebswirtschaft an sieben

Fachhochschulen, darunter auch an der Fakultät

Wirtschaft in Hildesheim.

Im Studiengang Betriebswirtschaft werden Diplom-

Kaufleute für den nationalen ebenso wie für den

internationalen Arbeitsmarkt und für den privaten

ebenso wie für den öffentlichen Sektor ausgebildet.

Die Profilbildung des Studiengangs zielt auf private

und öffentliche Dienstleistungen, auf Internationalität

und auf die Informationstechnologie.

Zu diesem Zweck wird im Hauptstudium eine Reihe

von Spezialisierungsmöglichkeiten angeboten:


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Wirtschaft

– Controlling

– Consulting

– Finanzierung

– Global Business und Asset Management

– International Business

– Marketing

– Personalwirtschaft

– Prüfungs- und Steuerwesen

– Unternehmensführung

– Wirtschaftsinformatik und e-business

Die Kooperation mit den Fachhochschulen in

Hannover und Wernigerode eröffnet darüber hinaus

zusätzliche Spezialisierungen (z. B. Bankbetriebslehre,

Touristik).

In Verbindung mit den o. g. Spezialisierungen sind

– Wirtschaftsinformatik (modernste betriebswirtschaftliche

Anwendungssoftware)

– Wirtschaftsrecht sowie

– Wirtschaftsenglisch, vertieft durch Auslandsaufenthalte,

wichtige Bestandteile der Ausbildung.

Der Studiengang Krankenversicherung wird im

Rahmen einer engen Kooperation mit der AOK

Niedersachsen realisiert. Der Studiengang

kombiniert Kerninhalte eines betriebswirtschaftlichen

Studiums mit spezifischen krankenversicherungsrelevanten

Inhalten und führt zu einem

betriebswirtschaftlichen Abschluss als „Diplom-

Kauffrau/Kaufmann (FH)“ mit der Fachrichtung

Krankenversicherung. Seit Auslaufen des ersten


Kooperationsvertrages mit der AOKN ist ab dem

Sommersemester 2001 dieser Studiengang für alle

Studienbewerber geöffnet worden. Zulassungsvoraussetzung

ist nunmehr ein sechsmonatiges

Vorpraktikum bei einem Träger der Krankenversicherung.

Trotz intensiver bundesweiter Werbung für

diesen Studiengang blieb die Nachfrage nach

Studienplätzen seitdem unbefriedigend. Deshalb

wurde in 2003 die Zulassung zum Studiengang

Krankenversicherung vom Sommersemester auf das

Wintersemester umgestellt.

Hochschulintern wirkt die Fakultät Wirtschaft an

dem von der Fakultät Bauwesen in Holzminden

angebotenen Ergänzungsstudiengang Internationales

Bauen mit.

Studienerfolg

Im Wintersemester 2003/2004 haben im Studiengang

Betriebswirtschaft 78 und im Studiengang

Krankenversicherung zehn Studienanfänger

begonnen. Insgesamt waren 687 Studierende

(davon 47 Prozent Frauen) im Studiengang Betriebswirtschaft

und 50 Studierende (davon 44 Prozent

Frauen) im Studiengang Krankenversicherung

immatrikuliert. Im Studienjahr 2002/2003 haben im

Studiengang Betriebswirtschaft 102 Studierende ihr

Studium erfolgreich abgeschlossen, im Studiengang

Krankenversicherung waren es 19 Absolventen.

In beiden Studiengängen werden sämtliche

Prüfungsleistungen studienbegleitend, d. h. in enger


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Wirtschaft

Verbindung mit den Vorlesungen erbracht. Dadurch

können die Studierenden ihr Studium in der

Regelstudienzeit von acht Semestern erfolgreich

abschließen. Im Studiengang Betriebswirtschaft

haben ca. 70 Prozent aller Studierenden ihr

Vordiplom nach dem vierten Fachsemester

abgeschlossen, 28 Prozent der Studierenden der

Betriebswirtschaft beenden in der Regelstudienzeit

erfolgreich ihr Studium, im Durchschnitt erhalten sie

ihr Diplom nach knapp neun Semestern. Die

Studierenden der Krankenversicherung erreichen ihr

Diplom im Durchschnitt nach acht Semestern.

Besondere Aktivitäten

Die Fakultät setzte auch im Jahr 2003 ihre

Vortragsreihe „Brücke zur Praxis“ mit sechs

Veranstaltungen fort, in der die Studierenden und

die Öffentlichkeit von renommierten Praktikern

kompetent über aktuelle Fragen im Schnittfeld von

Theorie und Praxis informiert werden. Im Berichtszeitraum

fanden folgende Veranstaltungen statt:

Sommersemester 2003:

– „Gemeinsam mehr erreichen – Kooperatives

Marketing in der Praxis“, Robert Kroth,

Geschäftsführer Gerschau.Kroth.Werbeagentur,

Hannover.

– „Vertrauensarbeitszeit versus Zeitkonto – nur ein

scheinbarer Widerspruch?“, Dr. Andreas Hoff,

Gründungsgesellschafter Dr. Hoff – Wiedinger –

Herrmann, Berlin.


– „Deutsche Messe goes global“, Ernst Raue,

Vorstandsmitglied Deutsche Messe AG,

Hannover.

Wintersemester 2003/2004:

– „HLX – eine Low-Cost Airline im Aufwind“,

Wolfgang Kurth, Chief Executive Officer, Hapag-

Lloyd-Express, Hannover-Langenhagen

– „Integrierte Planungsrechnung als Bestandteil

des betrieblichen Rechnungswesens – Pflicht

oder Kür?“, Mario Brunow, Geschäftsführung

Econ Controlling GmbH & Co. Unternehmensberatung,

Hannover

– „HR als Service Center“, Hans-Peter Günter, Vice

President Payroll Serivices, T-Systems International

GmbH, Frankfurt/M.

Die Fakultät ist am SOKRATES-Programm beteiligt,

das von der Europäischen Union gefördert wird. Er

steht in Verbindung zu ausländischen Hochschulen,

an denen Studierende des Fachbereichs Auslandssemester

absolvieren können. Im Austausch

besuchen Studierende der Partnerhochschulen den

Fachbereich Wirtschaft in Hildesheim. Kooperationspartner

im Berichtszeitraum waren:

– Jönköping University, Schweden

– IUT de Périgueux, Bordeaux, Frankreich

– Häme Polytechnic, Finnland

– Kymenlaakson Polytechnic, Kotka, Finnland

– Oulu-Rahe Polytechnic, Finnland

– Rovaniemi Polytechnic, Finnland


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Jahresbericht 2003 – Fakultät Wirtschaft

– Hogeschool Drenthe, Emmen, Niederlande

– Universidad de Alicante, Spanien

– Institute of Technology, Carlow, Irland

Eine Hochschulpartnerschaft besteht zusätzlich mit

der University of Pecs, Ungarn.

Im Studienjahr 2002/2003 absolvierten 27

Hildesheimer Studierende ein Auslandssemester an

unseren Partnerhochschulen. Im selben Zeitraum

waren neun ausländische Studierende an der

Fakultät Wirtschaft für ein Semester oder ein

Studienjahr immatrikuliert.

Im Rahmen von Staff-Mobility-Programmen waren

im Berichtszeitraum vier Lehrende der Fakultät im

Ausland tätig.

Kooperationen mit der Praxis

Ein dichtes Netz an Praxiskontakten in Deutschland

und Großbritannien hat Prof. Dr. Schütz im Rahmen

seiner kontinuierlichen Forschungsarbeiten auf dem

Gebiet der „Neuen Berufe in Marketing und

Vertrieb“ geknüpft. Seine Buchpublikation zum

Thema „Grabenkämpfe im Management“ hat in der

Fachöffentlichkeit große Resonanz gefunden.

Herr Prof. Dr. Buchholz engagiert sich auf dem

Gebiet des Wissenstransfers zwischen Hochschule

und Praxis auf regional-ökonomischem Gebiet im

Hinblick auf kommunale Institutionen.


Exkursionen

Studentische Exkursionen (Besuche von Firmen und

Institutionen) finden an der Fakultät regelmäßig

während der Projektwoche sowie im Kontext von

Lehrveranstaltungen, vor allem in den Fächern

Marketing und Personalwirtschaft, statt.

Neuere Entwicklungen

Die Fakultät hatte ein Konzept für einen auslandsbezogenen

Studiengang entwickelt. Dieser

Studiengang Internationale Betriebswirtschaft sollte

zum nächstmöglichen Zeitpunkt eingeführt werden.

Eine erste Professur „Internationales Management“

war ausgeschrieben, das Berufungsverfahren wurde

vom Präsidium aufgehoben und die Stelle wurde

gestrichen.

Herr Prof. Dr. Schäfer (Allg. Betriebswirtschaftslehre/

Finanzierung) hat zum Wintersemester 2003/2004

den Ruf auf eine Professur C 3 an der FH Nordhausen

angenommen. Das Wiederbesetzungsverfahren

der Professur Allg. Betriebswirtschaftslehre/Steuern

wurde vom Präsidium aufgehoben, die Stelle wurde

gestrichen. Die unbesetzten Professuren „Finanzierung“

und „Krankenversicherungsmanagement“

wurden ebenfalls gestrichen. Im Rahmen des

Hochschuloptimierungskonzeptes des Landes

Niedersachsen wurde die Schließung der Fakultät

Wirtschaft verfügt. Somit wurden zum Wintersemester

2003/2004 letztmalig Studierende in beiden

Studiengängen aufgenommen.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Fakultät Wirtschaft

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Wintersemester 2002/2003 lehrten am

Fachbereich Wirtschaft zwölf Professorinnen und

Professoren sowie drei Lehrkräfte für besondere

Aufgaben (Englisch). Zwei externe Dozenten waren

jeweils auf einer Vertretungsprofessur tätig.

Im technischen und Verwaltungsdienst sind fünf

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.


Berichte der Zentralen Einrichtungen

Akademisches

Auslandsamt

Leitung

Dr. Sylvia Korz

Aufgabenfeld

Das Akademische Auslandsamt (AAA) bietet

vielfältige Serviceleistungen im Bereich Internationalisierung

der Hochschule: angefangen von der

Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen ausländischer

Studienbewerber/innen, Betreuungskonzepten

für internationale Studierende, Beratung und

Information deutscher Studierender bei der

Durchführung von Auslandsaufenthalten inklusive

der Verwaltung entsprechender Finanzierungsprogramme,

Unterstützung des Lehrpersonals bei

Anbahnung/Durchführung internationaler

Kooperations- und Partnerschaftsvorhaben bis hin

zu Fragen des Sprachenangebots und der Entwicklung

internationaler Studienangebote. Zudem

übernimmt das Auslandsamt Verwaltungsaufgaben,

die den Hochschulen im Rahmen ihrer Internationalisierung

von übergeordneten Organisationen wie

EU-Kommission, DAAD, HRK, MWK etc. übertragen

werden.

Personelle Veränderungen

Die personelle Situation des Auslandsamtes war

auch in 2003 durch Veränderungen gekennzeichnet.

Die AB-Maßnahme „Dokumentation“ von Herrn

Claudio Dell’Aere lief zum 15.02.2003 endgültig aus.

Zum 01. März 2003 wurde die vakante Vollzeit-Stelle

„Sachbearbeitung studentische Angelegenheiten im

AAA“ durch Frau Christina Mazur neu besetzt.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Akademisches Auslandsamt

Ebenfalls am 01.03.2003 übernahm Frau Bettina

König am Standort Holzminden im Rahmen einer

halben Stelle die Betreuung der chinesischen

Programmstudierenden aus Hefei. Zu ihrem

Aufgabengebiet zählt ferner die allgemeine

Beratung/Betreuung aller Studierenden in

Holzminden in Fragen mit internationalem Bezug.

Service für deutsche Studierende

Deutsche Studierende können sich während der

Sprechzeiten und nach Vereinbarung sowie in

Informationsveranstaltungen des Auslandsamtes

über Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte

informieren. Dafür steht neben der persönlichen

Beratung auch die Infothek zur Verfügung, wo

Informationen zu Förderprogrammen, Praktika,

Sprachkursen, Partnerhochschulen etc. bereitgestellt

werden.

Auslandsbezogene Informationsveranstaltungen in

den Fakultäten wurden vom Auslandsamt unterstützt.

So fanden im Jahr 2003 Infoveranstaltungen

für die unteren Semester zu „Studium und

Praktikum im Ausland“ in den Fakultäten Bauwesen

(HI), Soziale Arbeit und Gesundheit, Naturwissenschaft

und Technik, Ressourcenmanagement und

Wirtschaft statt.

Das Auslandsamt informiert sowohl über hochschuleigene

Kooperationen als auch über Bewerbungsmöglichkeiten

bei zentralen Stipendiengebern

(z. B. DAAD, InWEnt-Gesellschaft (ehemals CDG),


Fulbright, SOKRATES-Programm), führt Beratungen

durch, nimmt Bewerbungen entgegen und führt im

Rahmen einiger Programme hochschulinterne

Vorauswahlen durch. Hierfür gibt es teilweise

Auswahlkommissionen, die mit Vertretern der

Fakultäten besetzt sind. Beratung zu den Rahmenbedingungen

eines Auslandsaufenthaltes

(Visafragen, Versicherungen, Arbeitserlaubnis etc.)

gehört darüber hinaus zu unseren Aufgaben.

Mit dem „Hildesheimer Sprachenforum“ stand den

Studierenden der FH HHG in 2003 ein umfassendes,

differenziertes und qualifiziertes Fremdsprachenangebot

zur Verfügung. Das gemeinsame Angebot von

VHS Hildesheim, FH und Universität umfasste pro

Semester 46 Kurse in 18 Fremdsprachen, wobei die

häufig nachgefragten Sprachen auf unterschiedlichen

Niveaustufen angeboten wurden. Die Kurse

werden von der VHS organisiert und durchgeführt

und sind für Studierende der FH bei bevorstehendem

Auslandsaufenthalt zwecks Studium oder

Praktikum kostenfrei (einmaliger Gutschein).

Studierende, die Fremdsprachenkenntnisse

außerhalb des fachlich Notwendigen erwerben oder

vertiefen möchten, zahlen sonderermäßigte Preise.

Sprachkurs für Lehrende

Der vom AAA organisierte und seit mittlerweile fünf

Jahren angebotene Englischkurs für Lehrende am

Standort Hildesheim erfreute sich auch im

vergangenen Jahr guten Zuspruchs. Im Rahmen des

gemeinsamen Weiterbildungsprogramms der beiden


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Akademisches Auslandsamt

Hildesheimer Hochschulen wurde er ebenfalls von

Dozentinnen und Dozenten der Universität

Hildesheim in Anspruch genommen.

Service für ausländische Studienbewerber/innen

Die Bewertung ausländischer Bildungsnachweise in

Bezug auf die Hochschulzugangsberechtigung

sowie die Beratung und Anfragenbearbeitung in

Bezug auf ausländische Studieninteressenten wird

ebenfalls im Akademischen Auslandsamt durchgeführt.

Die 484 für das Sommersemester 2003 und das

Wintersemester 2003/2004 eingegangenen

Bewerbungen teilten sich wie folgt auf die

Fakultäten auf:

Fakultäten Anzahl

Bewerbungen

Bauwesen/Hi

65

Bauwesen/Hol

10

Gestaltung

32

Konservierung und Restaurierung

5

Soziale Arbeit und Gesundheit

47

Ressourcenmanagement

76

Naturwissenschaften und Technik/Hol

11

Naturwissenschaften und Technik/Gö

59

Wirtschaft

178

nicht genannt

1

Summe:

484


Die Bewerbungen kamen aus folgenden Ländern:

Land Anzahl

Ägypten

Albanien

Aserbeidschan

Bosnien Herzegowina

Bulgarien

Burkina Faso

China

Ecuador

El Salvador

Gambia

Georgien

Ghana

Griechenland

Guinea

Indien

Indonesien

Irak

Iran

Israel

Italien

Japan

Jemen

Jordanien

Jugoslawien

Kamerun

Kasachstan

Kenia

Kroatien

Kongo

Korea

2

1

1

1

11

1

157

1

1

3

2

2

3

2

1

10

4

7

1

4

1

3

5

1

10

1

1

1

1

5

Land Anzahl

Lettland

Liberia

Litauen

Lybien

Marokko

Mauretanien

Moldawien

Mongolei

Niederlande

Nigeria

Pakistan

Palästina

Peru

Polen

Portugal

Rumänien

Russland

Spanien

Südafrika

Sudan

Syrien

Thailand

Türkei

Tunesien

Ukraine

Ungarn

USA

Usbekistan

Vietnam

Weißrussland

1

1

6

1

85

2

2

2

1

4

3

2

1

37

1

1

16

1

1

2

1

1

14

7

25

3

2

5

6

6


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Akademisches Auslandsamt

Von den insgesamt 484 ausländischen Bewerbungen

erhielten 217 Interessenten eine Zulassung, von

denen sich 96 Studierende immatrikulierten.

Service für ausländische Studierende

Im Wintersemester 2003/2004 waren an der FH

HHG 347 ausländische Studierende (= sechs

Prozent aller Studierenden) aus 79 Ländern

immatrikuliert, davon 230 Bildungsausländer.

Das Auslandsamt unterstützt ausländische

Studierende bei der Wohnungssuche, bei der

Integration am Studienort und fungiert als

Anlaufstelle in schwierigen Situationen. Außerdem

bietet es jeweils zwei Wochen vor Semesterbeginn

ein Einführungsprogramm an und unterstützt die

Studierenden durch Deutsch-Intensivsprachkurse

vor Semesterbeginn und durch semesterbegleitende

Deutschkurse auf jeweils zwei Niveaustufen.

Um die Integration der ausländischen Studierenden

zu fördern und ihnen den Einstieg ins Studium an

der HAWK zu erleichtern, hat das Auslandsamt das

Betreuungsprogramm „Say HI“ ins Leben gerufen,

bei dem deutsche Studierende ehrenamtlich als

Tutoren für jeweils einen ausländischen Studierenden

fungieren.

Zu Beginn des Winter- und Sommersemesters

wurden je zweiwöchige „Orientierungswochen“

durchgeführt, in denen umfangreiche Unterstützung

bei der Bewältigung der formalen Erfordernisse


sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm zur

Eingewöhnung am neuen Studienort geboten

wurden. Während der Semester organisierte das

AAA Exkursionen unter zumeist deutschlandkundlichen,

aber auch kulturellen oder fachlichen

Aspekten: Ziele waren neben der Umgebung

Hildesheims u. a. Berlin, Hamburg, Bremen,

Hannover, Hameln, Minden, Leipzig, Dresden und

Goslar.

Des Weiteren wurde in Kooperation mit dem

Ausländer/innen-Beaufragten des AStA in

Hildesheim ein „Internationaler Stammtisch“

eingerichtet, an dem ausländische Studierende

zweiwöchentlich kulinarische und kulturelle

Besonderheiten ihrer Länder präsentierten. In

Göttingen wurde ebenfalls ein „Internationaler

Stammtisch“ ins Leben gerufen, der während der

Vorlesungszeit ein Mal monatlich in den Räumen

der KHG stattfindet.

Austausch- und Programmstudierende aus Partnerhochschulen

kamen im Studienjahr 2002/2003 aus

Russland, den USA, Großbritannien, Ungarn,

Finnland, Polen, Rumänien, Spanien, Griechenland,

Belgien, Irland, Schweden, den Niederlanden und

Indonesien. Hochschulseits erfolgte die finanzielle

Unterstützung dabei durch eingeworbene DAAD-

Mittel u. a. in den Programmen Ostpartnerschaftsprogramm,

ISAP, STIBET etc.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Akademisches Auslandsamt

Studienabschlussbeihilfen des DAADs, die

ausländischen Studierenden eine finanzielle

Entlastung während der Diplomprüfung bieten

können, sowie Kontaktstipendien wurden in 2003

an insgesamt fünf ausländische Studierende

vergeben.

SOKRATES/ERASMUS Programm 2002/2003

und Hochschulkooperationen

Im Rahmen des SOKRATES/ERASMUS-Programms

2002/2003 wurden die Aktivitäten auf dem

bisherigen Niveau fortgeführt. ERASMUS-Zusammenarbeit

erfolgte mit Hochschulen in Belgien,

Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland,

Großbritannien, Italien, Irland, den Niederlanden,

Österreich, Polen, Schweden, Slowenien, Spanien,

Ungarn und Zypern.

Den Schwerpunkt der Aktivitäten bildete der

Studierendenaustausch: Das Auslandsamt betreute

insgesamt 55 ERASMUS-Studierende, die jeweils für

drei bis zwölf Monate an einer ausländischen

Partnerhochschule studierten. Dazu kamen rund 60

Austauschstudierende von und nach Partnerhochschulen

in nicht-europäischen Ländern (insbesondere

China, USA, Russland, Australien). Vorkehrungen

des Auslandsamts für „incomings/outgoings“

bestanden u. a. in der Organisation von Intensivund

semesterbegleitenden Sprachkursen,

Orientierungswochen zur Einführung in die

Hochschule, Studienberatung, praktischer Hilfe bei

der Wohnraumbeschaffung und bei Behördengängen,

Visa-Beschaffung, Krankenversicherung usw.


Alle „outgoings“ erhielten ein ERASMUS-Stipendium,

dessen Beantragung und Abwicklung über das

Auslandsamt erfolgte.

Dreizehn Dozentinnen und Dozenten der FH

übernahmen an kooperierenden Hochschulen in

Belgien, Finnland, den Niederlanden, Polen,

Spanien, Ungarn, Zypern und Irland Lehraufträge

von kurzer Dauer. Zwei kooperationsvorbereitende

Reisen führten nach Spanien und Polen. Reise- und

Aufenthaltskosten wurden aus dem vom Auslandsamt

verwalteten SOKRATES-Etat der EU sowie

zusätzlich aus hochschuleigenen Mitteln bezuschusst.

Art der SOKRATES/ERASMUS-Aktivitäten 2002/03 Anzahl

Studierendenmobilität (SM) Gesamtzahl der ins Ausland

2002/03 entsandten ERASMUS-Studierenden

(outgoings): 55

Studierendenmobilität (SM) Gesamtzahl aufgenommenen

2002/03 ERASMUS-Studierenden

(incomings): 46

Dozentenmobilität (TS) Gesamtzahl der ins Ausland

2002/03 entsandten Hochschullehrer

(incl. 2 Anbahnungsreisen

und 3 Reisen zur Organisation

der Mobilität): 18

Im Rahmen des Besuchs des Präsidenten der

mexikanischen Hochschule ECRO (Escuela de

Conservación y Restauración de Occidente de


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Akademisches Auslandsamt

Guadalajara) am Fachbereich Restaurierung wurde

im Januar 2003 eine neue Hochschulpartnerschaft

besiegelt.

Anlässlich des Besuchs einer hochrangigen

Delegation von unserer chinesischen Partnerhochschule

in Hefei und der Provinzregierung in Anhui

im Oktober 2003 unterzeichneten die Vize-

Präsidenten Prof. Dr. Merkel und Prof. Dr. Cai eine

weitergehende Vereinbarung über Forschungszusammenarbeit

in der Fakultät Ressourcenmanagement.

Die Zahl der internationalen Fakultäts- und

Hochschulkooperationen hat sich bis Ende 2003 auf

insgesamt 63 erneut gesteigert.

Finanzielle Förderung der Internationalisierung

Auch in 2002/2003 wurden in maßgeblichem

Umfang hochschuleigene Mittel zur Förderung der

Internationalisierung bereitgestellt. Damit konnten

u. a. Dozentenbesuche an Partnerhochschulen zur

Pflege und zum Ausbau der Kontakte ebenso wie

der Besuch ausländischer Delegationen an die

FH unterstützt werden. Auf Auslands-Gruppenreisen

von Studierenden unter Leitung von Hochschullehrern

entfiel ein weiterer, nicht unerheblicher Anteil

der Zuschüsse. Ein großer Teil der Mittel kam dem

Sprachenangebot (Fremdsprachen und Deutsch als

Fremdsprache) des AAA bzw. dem der Hochschule

zugute.


Bibliothek

Leitung

Helene Julien-Reyelts

Aufgaben

Die Bibliothek versorgt Studierende und Lehrende

der Hochschule und interessierte externe Nutzer mit

der für Studium, Lehre und Forschung oder

Weiterbildung erforderlichen Fachliteratur.

Das Bibliothekssystem wird zentral geleitet und

administriert, stellt benutzerfreundlich in unmittelbarer

Nähe zur jeweiligen Fakultät dezentral

Literatur und Information zur Verfügung

Literaturversorgung

Hildesheim

Bibliothek Bauwesen und Wirtschaft

(Zentralbibliothek)

Bestand: 47.055 Bände

Literaturschwerpunkte: Architektur, Bauingenieurwesen,

Holzingenieurwesen, Wirtschaft, Krankenversicherung

sowie Medizinalfachberufe

Bibliothek Soziale Arbeit und Gesundheit

Bestand: 42.824 Bände

Literaturschwerpunkte: Sozialwissenschaft,

Sozialpädagogik, Psychologie, Pädagogik,

Sonderpädagogik, Soziale Arbeit, Sozialmanagement,

Frauen- und Geschlechterforschung

Bibliothek Gestaltung und Restaurierung

Bestand: 33.703 Bände

Literaturschwerpunkte: Gestaltung, Bildende Kunst,


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bibliothek

Innenarchitektur, Kommunikationsdesign,

Produktdesign, Restaurierung, Konservierung

Holzminden

Bibliothek Bauwesen und Soziale Arbeit

Bestand: 19.511 Bände

Literaturschwerpunkte: Architektur, Bauwesen,

Bauchemie, Immobilienwirtschaft u. -management

Der sozialwissenschaftliche Literaturbestand

befindet sich seit Wintersemester 2003 im Aufbau.

Göttingen

Bibliothek Ressourcenmanagement

Bestand: 29.431 Bände

Literaturschwerpunkte: Forstwirtschaft, Umwelt- und

Landschaftspflege, Arboristik, Wirtschaftsingenieurwesen

Bibliothek Naturwissenschaft und Technik

Bestand: 13.009 Bände

Literaturschwerpunkte: Physik-, Mess-, Elektro-,

Feinwerktechnik, Informatik, Präzisionsfertigungstechnik

Die Bibliothek hat einen Gesamtbestand von

185.533 Monographien, 579 laufende Zeitschriftenabonnements

sowie 140 Loseblattausgaben.

Im Jahr 2003 wurden 7.869 Bände neu erworben.

Die Finanzierung erfolgte aus den Mittelzuweisungen

der Fakultäten.

Neben dem kontinuierlichen Medienzuwachs wird

die permanente Pflege (Revision) der Bibliotheksbe-


stände und der Kataloge zunehmend wichtiger, um

das Auffinden relevanter Literatur in räumlich

begrenzten Freihandbibliotheken zu gewährleisten.

Benutzung

Auch in diesem Jahr hat der positive Trend in den

Bibliotheken angehalten: die Ausleihen wuchsen

um 4.000 gegenüber dem Vorjahr. Dies ergibt eine

Gesamtausleihe von 102.154 Medien.

Insgesamt haben sich 2.300 neue Leser in den

Bibliotheken im Jahr 2003 angemeldet.

Die Darstellung zeigt die prozentuale Verteilung der

Nutzer-Neuanmeldung:

G+R Hi

12 %

B+S Ho

11 %

RCM Gö

16 %

N+T Gö

8 %

S Hi

18 %

B+W Hi

35 %


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bibliothek

Fernleihe

Die im Lokalsystem Göttingen eingebundenen

Bibliotheken nehmen am überregionalen Leihverkehr

teil. Das Verhältnis zwischen gebender und

nehmender Fernleihe ist unausgewogen. So forderte

die Bibliothek Ressourcenmanagement zehn

Prozent (= 67 Titel) aus anderen Bibliotheken für

ihre Benutzer an, bearbeitete im Gegenzug aber 603

Anfragen. (Bibliothek N/T: aktive FL 74 Prozent : 26

Prozent passive FL).

Da dieser kosten- und zeitintensive Service leider

sehr zulasten unserer Einrichtung geht, ist dies

derzeit für andere Bibliotheken nicht geplant.

Räumliche Situation

Durch die Gründung der Fakultät Soziale Arbeit in

Holzminden musste für die Erweiterung der

Bibliothek sofort eine Übergangslösung bis zum

Umzug in das neue Gebäude gefunden werden.

Dies gelang mittels Türdurchbruch in einen an die

Bibliothek angrenzenden Raum.

Die Bibliothek Gestaltung und Restaurierung hat

durch den Umzug in angrenzende Räume ab sofort

Platz für die vorhandene Literatur, Benutzerleseund

Rechercheplätze. Hinzu kam endlich auch der

notwendige Büroraum für die Mitarbeiterinnen. Mit

der verbesserten Arbeitssituation wird nunmehr die

Bestandsrevision erfolgen können. Um die

Buchbestände angemessen zu benutzen, müssten

die Regale besser beleuchtet werden.


Dieses lange überfällige Problem ist in der

Bibliothek Soziale Arbeit in Hildesheim durch

Einbau neuer Deckenbeleuchtung seit Jahresende

erfolgreich gelöst.

Durch Ausbau der Fakultät ist die Kapazitätsgrenze

in der Bibliothek Ressourcenmanagement erreicht.

Nur durch hervorragende Logistik konnten neue

Regale eingefügt werden, um zumindest kurzfristig

den neuen Bestand zu präsentieren. Das Raumproblem

ist dennoch ungelöst.

EDV

Die Anschaffung neuer Rechner und Drucker war

durch die Weiterentwicklung der Bibliotheks-

Software für das LBS4 und den OPC4 notwendig.

Die Aufstellung aller Rechner hat begonnen, ist

jedoch noch nicht abgeschlossen. Die hierfür

notwendige Umstellung des derzeitigen Betriebssystems

NT auf WindowsXP konnte durch das

Rechenzentrum leider noch nicht durchgeführt

werden, ist aber für 2004 zugesagt.

Weiterhin wurde auf eine neue Aufrüstung des

zentralen CD-ROM-Servers verzichtet. Die dafür

notwendigen Kosten übersteigen bei weitem die

Möglichkeiten der Bibliothek.

Die Bibliothek Soziale Arbeit und Gesundheit

Hildesheim ist durch eine neue Funkverbindung nun

besser an das Datennetz angeschlossen. Dies

ermöglicht endlich eine angemessene Arbeitssituation

für die dv-gestützte Ausleihe, Katalogisierung

und Recherche.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Bibliothek

Neben den per Internet recherchierbaren frei

zugänglichen Datenbanken ist die Bibliothek

Lizenznehmer an folgenden Online-Fachdatenbanken:

WISOnet (verzeichnet Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche

Literatur), RSWB (Baufachliteratur)

sowie FIZ-Technik und Springer-Link. Da die

Anzahl der am niedersächsischen Konsortium

beteiligten Bibliotheken abnimmt, somit die Kosten

steigen, werden auch wir dieses Angebot nicht

länger aufrecht erhalten können.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Durch den Ausbau der Bibliothek am Standort

Holzminden erhielt die Bibliothek eine neue

Vollzeitstelle.

Die Bibliothek bildet erstmals eine Fachangestellte

für Medien- und Informationsdienste in der

Bibliothek Bauwesen und Wirtschaft am Standort

Hildesheim aus.

Öffentlichkeitsarbeit

Seit Frühjahr ist der Internetauftritt der Bibliothek

im neuen Layout der FH gestaltet. Die Homepage

wird seit Sommer in Eigenregie durch die Bibliothek

gepflegt. Die Bibliotheksbenutzer können über

unsere Homepage alle Kataloge und Nutzerfunktionen

anwählen. Zusätzlich wird die Verlängerung per

Mail angeboten sowie die Möglichkeit, Anschaffungsvorschläge

zu senden.

In einer zweiten Phase werden einheitliche

Benutzungstexte entwickelt.


Frauen- und

Gleichstellungsbüro

Zentrale Frauen- und

Gleichstellungsbeauftragte

Ingrid Haasper

Wiss. Referentin

Hannah Wadepohl

Sachbearbeiterin

Doris Yel

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

der Fakultäten

Standort Göttingen:

– Joanna Adamowicz, Fakultät Ressourcenmanagement

Standort Hildesheim:

– Renate Deiters, Fakultät Soziale Arbeit und

Gesundheit

– Süleyman Ersu, Fakultät Soziale Arbeit und

Gesundheit (Vertreter)

Standort Holzminden:

– Manuela Dittrich, Fakultät Bauwesen

– Ilse-Marie Hansmann, Fakultät Bauwesen

– Prof. Dr. Ina Hermann-Stietz, Fakultät Soziale

Arbeit und Gesundheit

– Katharina Drohmann, Fakultät Soziale Arbeit

und Gesundheit (Vertreterin)


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die nach § 42 Abs. 1 NHG nunmehr hauptamtliche

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Ingrid

Haasper, trat am 01. März 2004 ihr Amt an.

Im Mai 2004 nahm Hannah Wadepohl ihre Tätigkeit

als wissenschaftliche Referentin im Frauen- und

Gleichstellungsbüro auf.

Frauenrat/Frauenversammlung

Der Frauenrat tagte im vergangenen Jahr insgesamt

drei Mal. Neben der Vorbereitung der Frauen-

Teilversammlungen an den Standorten Göttingen

und Holzminden befasste er sich mit den Modalitäten

und Erfahrungen im Hinblick auf die Umsetzung

des novellierten NHG und aller damit in Zusammenhang

stehenden neuen Ordnungen und Richtlinien.

Standortübergreifend wurden hier darüber hinaus

die Aktivitäten zum Girl’s Day 2003 geplant und

koordiniert. Für Januar 2004 wurde eine Klausurtagung

des Frauenrates inhaltlich und organisatorisch

vorbereitet.

Im Verlaufe des Berichtszeitraumes fanden an den

Standorten Göttingen und Holzminden sowie an der

Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit in

Hildesheim Frauen-Teilversammlungen statt, in

deren Rahmen unter anderem auch die Wahlen der

Fakultätsfrauenbeauftragten erfolgten:

– Joanna Adamowicz, Fakultät Ressourcenmanagement;

– Manuela Dittrich und Ilse-Marie Hansmann,

Fakultät Bauwesen;

– Dr. Ina Hermann-Stietz und Katharina Drohmann


(Vertretung), Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit/Holzminden;

– Renate Deiters und Süleyman Ersu (Vertretung),

Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit/

Hildesheim.

Im Sinne der „Gleichstellung“ nimmt mit Herrn Ersu

erstmalig ein Mann dieses Amt wahr.

Alle gewählten Fakultätsfrauen- und Gleichstellungsbeauftragten

werden für die Wahrnehmung der

Aufgaben im Rahmen dieser Funktion angemessen

freigestellt. Sie nahmen ihre Tätigkeit direkt nach

der Bestellung durch die Fakultätsräte auf.

Kommission für Frauenförderung und Gleichstellung

Die Kommission nahm Stellung zu den Fortschreibungen

der Frauenförderpläne der Fakultät

Naturwissenschaften und Technik (früher:

Fachbereich Physik-, Mess- und Feinwerktechnik)

und der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

(früher: Fachbereich Sozialpädagogik). Sie

erarbeitete außerdem eine formale Struktur für die

Fortschreibung der Frauenförderpläne der

Fakultäten, die zukünftig eine bessere Vergleichbarkeit

aller Pläne Gewähr leisten soll. Sie legte

darüber hinaus einen Zeitplan für die Umsetzung

2004 fest.

Projekte

Audit: Familiengerechte Hochschule –

Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie

Am 10. März 2003 wurde der HAWK im Rahmen

eines Festaktes in der Akademie der Wissenschaf-


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

ten und der Literatur in Mainz als bisher einziger

Hochschule in Niedersachsen und einer von vier

Hochschulen bundesweit das Zertifikat „Familiengerechte

Hochschule“ verliehen.

Die zu Grunde liegende Antragstellung wurde 2002

von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

initiiert, die auch die Projektleitung für die sukzessive

Umsetzung der zehn Zielvereinbarungen in den

kommenden drei Jahren bis 2006 übernommen hat.

Während des Berichtszeitraumes konnten folgende

Vorhaben eingeleitet bzw. umgesetzt werden:

Handlungsfeld 1: Arbeitszeit

Ein entsprechender Entwurf zur Anpassung der

bestehenden Dienstvereinbarung (Erhöhung des

Ausgleichszeitraumes für Gleitzeit von einem

Kalendervierteljahr auf ein Halbjahr/Ausdehnung

des Modells der Funktionszeiten auf weitere

Bereiche der Hochschule) wurde vom Personalrat

erarbeitet, liegt der Hochschulleitung vor und wartet

auf Abschluss.

Die Funktionszeiten wurden während der vorlesungsfreien

Zeit 2003 probeweise ausgeweitet und

von den Beschäftigten sehr positiv angenommen.

Um eine Entscheidung im Hinblick auf die

Notwendigkeit der Schaffung einer Multifunktionskraft-Stelle

(„Springerinnen“-Stelle) vorzubereiten,

haben die Controllerin und die Frauen- und

Gleichstellungsbeauftragte ein Konzept für eine

qualitative und quantitative Analyse zu Arbeitsanfall-

und -fehlzeiten ausgearbeitet. Diese Instrumente

sollen Anfang 2004 mit der Kanzlerin, der


Abteilung Personal und dem Personalrat abgestimmt

werden und im Verlaufe des Jahres sowohl

in der Zentralverwaltung wie auch in den Verwaltungen

der Fakultäten in Einsatz kommen.

Handlungsfeld 2: Arbeitsort

Die Erprobungsphase des ersten Arbeitsplatzes in

alternierender Telearbeit wurde inzwischen

abgeschlossen und erfolgreich evaluiert. Der

Entwurf für eine entsprechende Dienstvereinbarung

liegt der Hochschulleitung seit September 2003 vor

und wartet auf Abschluss. Weitere Anfragen/Anträge

nach Tele-Arbeitsplätzen liegen vor und müssen

nach in Kraft treten der Dienstvereinbarung geprüft

werden.

Handlungsfeld 3: Arbeitsinhalte und -abläufe

Zur Stärkung informeller Kontakte und „kürzerer

Dienstwege“ wurden inzwischen in einigen

Hochschulgebäuden sog. Kommunikationsinseln

eingerichtet.

Handlungsfeld 4: Führungskompetenz

– Zu Beginn des Sommersemesters 2003 befasste

sich die Planungskommission der Hochschule

mit dem Thema „Leitbilddiskussion“ (u. a. Verankerung

der Familienorientierung); ein entsprechender

hochschulinterner Diskussionsprozess

sollte im SS 03 eingeleitet werden. Auf Grund

der besonderen und unerwarteten hochschulpolitischen

Entwicklungen des Sommers 2003

(HOK etc.) trat diese Diskussion jedoch


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

zwangsläufig in den Hintergrund und soll 2004

wieder aufgenommen werden.

– Im Herbst 2002 fand für die Zentralverwaltung

und die Zentralen Einrichtungen eine mehrtägige

Führungskräfteschulung statt.

– Im Rahmen des Weiterbildungsprogramms von

Fachhochschule und Universität Hildesheim

wurde ein Vortrag zur Umsetzung der Zielvereinbarungen

des Audits und eine Veranstaltung

zum Thema „Gender-Mainstreaming“ durchgeführt.

Diese Veranstaltungen hatten das Ziel,

über die familiengerechte Gestaltung der

Hochschule zu informieren und die Belegschaft

für Genderthemen allgemein sowie Strategie,

Inhalte und konkrete Umsetzung von Gender-

Mainstreaming und „work-life-balance“ zu

sensibilisieren. Weitere Veranstaltungen sind für

2004 in Planung.

Handlungsfeld 5: Informations- und

Kommunikationspolitik

Auf der Website „Arbeiten/Studieren mit Kind“

befinden sich inzwischen zahlreiche Informationen

über das Audit und dessen Umsetzung sowie

umfangreiche Datenbanken zur Kinderbetreuung

(Krippen, Kitas, Horte, Beratungsstellen) für alle drei

Standorte. Außerdem wurde inzwischen eine

virtuelle Kinderbetreuungsbörse für selbst

organisierte Kinderbetreuung eingerichtet und ins

Netz gestellt. Parallel dazu informiert die Frauenund

Gleichstellungsbeauftragte regelmäßig in

Gremien und Organen, im Rahmen der monatlich


stattfindenden Abteilungsleiter/innenbesprechungen

sowie in der Zeitschrift des Frauen- und

Gleichstellungsbüros „TheaNo“ über den Stand der

Umsetzung der Zielvereinbarungen.

Die inzwischen zahlreichen und deutlich vermehrten

Anfragen Studierender und Beschäftigter nach

Möglichkeiten der Kinderbetreuung, aber auch zu

anderen Inhalten des Auditierungsprozesses lassen

ebenso wie die Anfragen anderer Hochschulen zu

den Erfahrungen auf die Wirksamkeit dieser

Öffentlichkeitsarbeit schließen.

Geplant ist weiterhin für 2004 die Einrichtung eines

Newsletters über die Neuigkeiten der familiengerechten

Hochschule.

Handlungsfeld 6: Personalentwicklung

Um eine „Begrüßungskultur“ zu etablieren und

neuen Kolleginnen und Kollegen den Arbeitseinstieg

an der Hochschule zu erleichtern, entwickelte eine

Arbeitsgruppe sog. „Begrüßungsmappen“ in zwei,

auf Grund der Einsatzbereiche, unterschiedlichen

Versionen für lehrendes und wissenschaftsstützendes

Personal. Diese Mappen enthalten die

wichtigsten internen Unterlagen (Ordnungen,

Dienstvereinbarungen, Verzeichnisse, Formulare,

etc.) sowie ein Glossar, das alphabetisch geordnet

über Abläufe, Dienstwege, Zuständigkeiten,

Ansprechpersonen etc. informiert. Neuen Beschäftigten

soll damit die erste Orientierung in der

Hochschule erleichtert werden.

Parallel dazu wurde ein sog. Paten-/Patinnensystem

etabliert, d. h. jeder neuen Kollegin und jedem


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

neuen Kollegen wird für die erste Zeit nach

Arbeitsaufnahme als direkte/r Ansprechpartner/in

eine Patin oder ein Pate zur Seite gestellt.

Geplant ist, zukünftig ähnliche Begrüßungsmappen

auch für Studienanfängerinnen und -anfänger zu

entwickeln. Da dies jedoch auf Grund der großen

Anzahl mit besonderen finanziellen Aufwendungen

verbunden ist, müssen hier zunächst Finanzierungsmöglichkeiten

gefunden werden.

Um den Wiedereinstieg zum Beispiel nach der

Elternzeit zu erleichtern und vorzubereiten, gibt es

die Möglichkeit zur stundenweisen Tätigkeit in der

Hochschule während der Elternzeit. Dieses Angebot

wurde 2003 erfreulicherweise von insgesamt sieben

Beschäftigten, davon einem Kollegen, in Anspruch

genommen.

Handlungsfeld 7: Flankierender Service für Familien

Standort Göttingen:

An der Fakultät Ressourcenmanagement konnte mit

finanzieller und organisatorischer Unterstützung des

Frauen- und Gleichstellungsbüros ein Still- und

Wickelraum eingerichtet werden. Die Fakultätsfrauen-

und Gleichstellungsbeauftragte ermittelte

darüber hinaus im Rahmen einer Umfrage den

aktuellen Bedarf an Kinderbetreuung am Standort

Göttingen. Daraus entstand gemeinsam mit

Studierenden und Beschäftigten eine Initiative zu

selbst organisierter Kinderbetreuung. Dieses

Projekt, für das die Fakultät inzwischen auch einen

entsprechenden Raum zur Verfügung gestellt hat,

soll 2004 realisiert werden.


Die Verhandlungen mit dem Tagesmütterverein in

Göttingen scheiterten leider zum einen an den zu

hohen laufenden Kosten, die auf die Hochschule im

Rahmen einer Kooperation zugekommen wären,

zum anderen entsprach das Angebot auch nicht

unbedingt den Erfordernissen unserer Hochschulangehörigen.

Standort Holzminden:

In Holzminden stehen wir aktuell noch in Verhandlungen

mit dem dortigen Tagesmütterverein;

insbesondere im Hinblick auf eine Kooperation bei

der sog. Notfallbetreuung. Darüber hinaus sind

auch hier ein Projekt selbst organisierter Kinderbetreuung

sowie ein ergänzendes Betreuungsangebot

während der Sommerferien 2004 geplant.

Standort Hildesheim:

Ziel ist, in Hildesheim eine auf die Belange einer

Hochschule und die Bedarfe der Hochschulangehörigen

zugeschnittene Modellkrippe für

Kleinstkinder zu gründen, in der neben der

professionell organisierten auch Raum für selbst

organisierte Kinderbetreuung zur Verfügung steht.

Die Ausrichtung der Modelleinrichtung beruht auf

einer Verknüpfung von Forschung und Praxis in

Zusammenarbeit mit dem im Aufbau befindlichen

Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik der

Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit. Das

pädagogische Konzept wird im Hinblick auf die Pisa-

Studie wissenschaftlich entwickelt und begleitet.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

Die für die Gründung erforderlichen Verhandlungen

mit der Stadt Hildesheim über eine Beteiligung und

das konkrete Nutzungskonzept wurden 2003

aufgenommen, wobei der bisherige Verhandlungsverlauf

auf einen positiven Ausgang hoffen lässt.

Geklärt wird derzeit parallel die räumliche

Unterbringung der Modellkrippe, die gesetzlich mit

etlichen Auflagen hinsichtlich Größe, Ausstattung,

Freifläche etc. verbunden ist. Auch hier zeichnen

sich inzwischen Lösungen ab, wobei realistisch

davon auszugehen ist, dass bis zur endgültigen

Realisierung des Gesamtkonzeptes mit Zwischenbzw.

Übergangslösungen gerechnet werden muss.

Die für das Projekt „Modellkrippe“ zuständige

Arbeitsgruppe ist neben den, die Gründung

allgemein vorbreitenden Aktivitäten, aktuell auch

damit befasst, im Rahmen von Fundraising weitere

Finanzierungsquellen aufzutun.

Handlungsfeld 8: Rahmenbedingungen im Studium

Die Zentrale Studienkommission befasste sich mit

einem entsprechenden Formulierungsvorschlag zum

Nachteilsausgleich für studierende Eltern im

Allgemeinen Teil der Prüfungsordnungen und sprach

eine entsprechende Empfehlung aus.

Frauenarchiv

Alle im „frauenarchiv“ erfassten Arbeiten beschäftigen

sich mit den verschiedensten Themen aus

Frauenleben, Frauenalltag und Frauenpolitik und

dokumentieren damit gleichzeitig das breite

inhaltliche Spektrum dessen, was in diesem


speziellen Bereich gelehrt und bearbeitet wurde.

Das „frauenarchiv“ soll jedoch nicht nur zeigen, wie

viele Arbeiten zu frauenspezifischen Themen

verfasst wurden, sondern die systematische

Erfassung und Gliederung nach Stichworten soll

Studierenden zukünftig die Recherche und den

Zugriff erleichtern und zu weiteren wissenschaftlichen

Arbeiten zu speziellen Frauenthemen anregen.

Das „frauenarchiv“ gibt es nun auch als Datenbank

und ist auf der Homepage des Frauen- und Gleichstellungsbüros

unter dem Stichwort „Infos/Diplomarbeiten“

zu finden.

Darüber hinaus wurden von jeder Arbeit das

Vorwort, das Inhaltsverzeichnis und die Literaturliste

kopiert und in einem Handapparat abgelegt, der

in der Bibliothek der Fakultät Soziale Arbeit und

Gesundheit zu finden ist. Bei Bedarf kann dort auch

die vollständige Diplomarbeit ausgeliehen werden.

Girl’s Day 2003 – Mädchen-Zukunftstag

Erstmalig fanden am 08. Mai 2003 an allen drei

Standorten Veranstaltungen im Rahmen des

bundesweiten „Girl’s Day“ statt. Alle Angebote

stießen auf große und interessierte Resonanz und

wurden insgesamt gut angenommen. Allen

Kolleginnen und Kollegen, die mit ihren Ideen und

ihrem Engagement zum Gelingen dieses Tages

beigetragen haben, sei an dieser Stelle noch einmal

herzlich gedankt.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

Öffentlichkeitsarbeit

Von der FH-Frauenzeitung „TheaNo“, die einmal im

Semester als Printausgabe erscheint, wurde 2003

auch eine Online-Version entwickelt und ins Netz

gestellt. Darüber hinaus wurde die Website des

Frauen- und Gleichstellungsbüros inhaltlich

überarbeitet und laufend aktualisiert. Die

inhaltliche Gestaltung und Realisierung der Service-

Website „Studieren mit Kind“ sowie die Einrichtung

der virtuellen Kinderbetreuungsbörse lag ebenfalls

in der Verantwortung des Frauen- und Gleichstellungsbüros.

Frauenförderprogramme

Auch 2003 beteiligte sich die Hochschule auf

Initiative der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

an der Ausschreibung des Dorothea-Erxleben-

Programms mit zwei Anträgen. Dieses Programm

ermöglicht es jungen Wissenschaftlerinnen, die

Promotion nachzuholen und sich nach erfolgreichem

Abschluss auf eine in ihrem ausgewiesenen

Forschungsbereich angesiedelte Professur zu

bewerben. Beide Anträge waren in dieser Ausschreibungsrunde

jedoch nicht erfolgreich. Die Perspektivprofessur,

die in dem Antrag nachgewiesen

werden musste, sollte aus dem zum damaligen

Zeitpunkt noch in Aussicht gestellten Fachhochschul-Entwicklungs-Programm

finanziert werden.

Dies schien der Auswahlkommission zu ungewiss,

da nicht klar war, ob dieses Programm überhaupt

realisiert werden würde.


Frauenforschung – Zentrum für Interdisziplinäre

Frauen- und Geschlechterforschung (ZIF)

Finanzierung:

Die Finanzierung des ZIF durch Mittel aus dem

Hochschulwissenschaftsprogramm (HWP);

Programmteil: Chancengleichheit ist inzwischen bis

2006 gesichert.

Wissenschaftlicher Beirat:

Neben dem „Gemeinsamen Ausschuss“, der in

regelmäßigen Sitzungen die Arbeit des ZIF begleitet

und berät, konnte inzwischen auch der im Kooperationsvertrag

mit der Universität vorgesehene

„Wissenschaftliche Beirat“ besetzt werden.

Mitglieder sind:

– Prof. Dr. Heike Flessner, Universität Oldenburg

– Prof. Dr. Carol Hagemann-White, Universität

Osnabrück

– Waltraud Klitzke, ehemalige Frauenbeauftragte

der Volkswagen AG Wolfsburg

– Dr. Andrea Löther, Center of Excellence Women

and Science (CEWS), Bonn

– Prof. Dr. Friederike Maier, Direktorin des Harriet

Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung

der Fachhochschule für Wirtschaft,

Berlin

– PD Dr. Michael Meuser, Essener Kolleg für

Geschlechterforschung, Universität Duisburg-

Essen

– Dr. Christine Roloff, Hochschuldidaktisches

Zentrum der Universität Dortmund


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

Der Wissenschaftliche Beirat hat die Aufgabe, das

ZIF bei der Konzeption von Forschungsvorhaben und

-projekten, Lehr-, Weiterbildungs- und Vortragsveranstaltungen

zu beraten und wird voraussichtlich im

März 2004 zu seiner konstituierenden Sitzung

zusammentreten.

Inhalte und Aktivitäten:

Die Frauen- und Geschlechterforschung in

Hildesheim konzentriert sich derzeit inhaltlich auf

die Schwerpunkte „Organisation und Geschlecht“,

„Geschlechterordnungen im Wohlfahrtsstaat“ und

„Medialität und Gender“. Im Sinne der interdisziplinären

und hochschulübergreifenden Ausrichtung

des ZIF beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und

Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen

beider Hochschulen an der Entwicklung dieser

Schwerpunkte. Das ZIF übernimmt dabei die

unterschiedlichsten Aufgaben: Förderung der

Kooperation von Wissenschaftler/innen beider

Hochschulen und unterschiedlicher Fächer und

Fachkulturen; Beratung bei der Antragstellung;

Übernahme verwaltender Tätigkeiten für einzelne

Projekte; Vermittlung von Kontakten zur Herstellung

von Synergieeffekten.

Darüber hinaus führte das ZIF 2003 auch eigene,

inzwischen bewährte Veranstaltungsreihen fort:

– den „Treffpunkt Frauen- und Geschlechterforschung“,

der einem breiten Teilnehmer/innen

kreis die Möglichkeit bietet, sich über laufende

einschlägige Forschungsprojekte zu informieren

bzw. eigene Projekte vorzustellen;


– die Workshops, die zu speziellen Fragestellungen

der laufenden Forschungsprojekte gemeinsam

mit interessierten Wissenschaftler/innen

beider Hochschulen themenbezogen organisiert

werden.

Gastprofessuren Frauen- und Genderforschung

Da sich die Einrichtung der Gender-Gastprofessur in

der Vergangenheit als sehr erfolgreich erwiesen hat,

stellte die Fachhochschule für das Wintersemester

2003/2004 Mittel für eine weitere einsemestrige

Gastprofessur zur Verfügung mit der Auflage,

einschlägige Lehrveranstaltungen an möglichst

vielen Fakultäten anzubieten. Diese Professur

wurde mit Frau Dr. Mechthild Berreswill vom

Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen

besetzt. Eine fakultätsübergreifende Vernetzung

ihres Lehrangebotes konnte dabei ansatzweise

realisiert werden. Frau Dr. Berreswill bot insgesamt

fünf Lehrveranstaltungen an, darunter unter

anderem eine Forschungswerkstatt an der Fakultät

Soziale Arbeit und Gesundheit; eine Wahlpflichtveranstaltung

an der Fakultät Wirtschaft und eine

Veranstaltung an der Fakultät Naturwissenschaften

und Technik.

Für das WS 04/05 hat das ZIF im Herbst 2003

weiterhin im Rahmen des Maria-Goeppert-Mayer-

Programms des Niedersächsischen Ministeriums für

Wissenschaft und Kultur einen Antrag auf die

Vergabe einer internationalen Gender-Gastprofessur

für Frau Prof. Dr. Margrit Eichler, Lehrstuhl am

Department of Sociology and Equity studies der


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

University of Toronto, gestellt. Dieser Antrag wurde

inzwischen positiv entschieden. Wir erwarten Frau

Dr. Eichler im WS 2004/2005 in Hildesheim.

Tagungen und Vorträge

22. Oktober 2003

Urban Sex Attac. Stadt und Geschlecht

Dr. Annette Geiger, Universität der Künste Berlin

Fakultät Bauwesen HAWK

07. – 08. November 2003

„Between Autonomy and Dependency: Reproductive

Rights, Pregnancy and Motherhood of Teenagers

and Young Women – Legal and Social Perspectives“

Internationale Expertinnen-Tagung organisiert vom

ZIF gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Scheiwe,

Universität Hildesheim

11. November 2003

„Sterben und erfolgreiches Altern – wie passt das

zusammen?“

Prof. Dr. Karin Wilkening, Fachhochschule

Braunschweig/Wolfenbüttel

Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

27. – 29. November 2003

„netzwerke.formen.wissen. – Vernetzungs- und

Abgrenzungsdynamiken der Frauen- und Geschlechterforschung“

Expertinnen-Konferenz zum Aufbau und zur Pflege

eines Netzwerkes der Einrichtungen und Studiengänge

zur Frauen- und Geschlechterforschung im

deutschsprachigen Raum


09. Dezember 2003

„Jugend und Gewalt: Gefährlich oder gefährdet“

Prof. Dr. Werner Greve, Universität Hildesheim

Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Personalangelegenheiten/Berufungs- und

Stellenbesetzungsverfahren

Ein großer Anteil der Beratungsgespräche in

Personalangelegenheiten ergab sich aus der

Nachfrage der Kolleginnen in Technik und

Verwaltung. Neben aktuellen Problemen mit

Kolleginnen/Kollegen und/oder Vorgesetzten am

Arbeitsplatz standen hier Fragen im Hinblick auf

Arbeitsplatzbeschreibungen, Umsetzungen,

Weiterbeschäftigung, Stundenaufstockung oder

Anträge auf Höhergruppierung im Mittelpunkt.

Im Berichtszeitraum war die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

außerdem an 20 Berufungsverfahren

beteiligt. In neun Verfahren erhielt eine Frau

Platz 1 der Liste (Stand: 01.12.2003).

Bei Stellenbesetzungsverfahren wirkte die Frauenbeauftragte

an insgesamt 36 Verfahren mit. Von

diesen Stellen konnten 26 Stellen jeweils mit

Frauen besetzt werden (15 davon befristet; zwei

Hausbewerbungen; zwei Azubis). Zehn Stellen

wurden mit männlichen Bewerbern besetzt (sieben

davon befristet; eine Hausbewerbung).

Externe Aktivitäten

Als Mitglied im Vorstand der „Bundeskonferenz der

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Frauen- und Gleichstellungsbüro

Hochschulen (BuKoF)“ nahm die Frauen- und

Gleichstellungsbeauftragte an verschiedenen

Gesprächen mit Ministerien, der Hochschulrektorenkonferenz

(HRK), der DFG u. a. sowie an entsprechenden

Tagungen und Konferenzen teil. Auf

Landesebene ist sie stimmberechtigtes Mitglied im

Arbeitsausschuss der „Landeskonferenz der

Niedersächsischen Hochschulfrauenbeauftragten

(LNHF)“. Des Weiteren vertrat sie die Fachhochschule

auf den Tagungen der LNHF und der „Landeskonferenz

der Niedersächsischen Fachhochschulfrauenbeauftragten

(LAKOF)“. Am 27./28. April 2003 war

sie Gastgeberin der Frühjahrskonferenz der LAKOF.

Frau Yel, Sachbearbeiterin im Frauen- und

Gleichstellungsbüro, ist gewählte Sprecherin der

Kommission MTV der LNHF und in dieser Funktion

ebenfalls stimmberechtigtes Mitglied im Arbeitsausschuss

sowie Mitglied in der Kommission Frauenförderung

MTV der BuKoF.


Pressestelle

Leitung

Sabine zu Klampen

Pressearbeit

Die Pressestelle hat eine Vielzahl von Presseinformationen

über kleinere und größere Projekte und

Entwicklungen aller drei Standorte der Hochschule

an die Medien herausgegeben. Dabei gab es einige

herausragende Themen: So fand die Berufung von

Prof. Iska Schönfeld für die Studienrichtung

Lighting-Design der Fakultät Gestaltung als

Deutschlands erste Professorin nach dem neuen W-

Besoldungsrecht bundesweit große Beachtung.

Auch die Zertifizierung der Fachhochschule

Hildesheim/Holzminden/Göttingen als eine von

bundesweit vier „Familiengerechten Hochschulen“

fand ein außerordentlich großes Presseecho.

Medien in der gesamten Bundesrepublik berichteten

zudem über die Einführung der einzigartigen

Studiengänge Arboristik sowie Regionalmanagement

und Wirtschaftsförderung an der Göttinger

Fakultät Ressourcenmanagement.

Auch die Einführung des Master-Studienganges

Immobilienmanagement in Holzminden ist weit über

die Region hinaus aufgegriffen worden. Überregional

Beachtung fand auch das Forschungsprojekt zur

Plasma-Oberflächenbehandlung von Holz an der

Göttinger Fakultät Naturwissenschaften und

Technik. Die Einführung des Studienangebotes

Soziale Arbeit am Standort in Holzminden ist

ebenfalls von vielen Presseberichten unterstützt

worden.


HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Jahresbericht 2003 – Pressestelle

Das so genannte Hochschuloptimierungskonzept

des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Lutz

Stratmann und dessen Auswirkungen auf die

Hochschule waren das Hauptthema der Pressestelle

im Herbst und Winter des Jahres 2003. Die

Diskussionen um die finanziellen Einschnitte und

die in diesem Zusammenhang stehende Schließung

der Fakultät Wirtschaft sind von den Medien

intensiv begleitet und kommentiert worden. Hier

hatte die Pressestelle eine Vielzahl von Anfragen zu

bearbeiten, Kontakte herzustellen und Informationen

herauszugeben.

Internet

Auf den Internetseiten der HAWK ist die Pressestelle

mit einer eigenen Seite vertreten. Neben den

beiden Rubriken „Pressemitteilungen“ und

„Pressespiegel“ gibt es auch das „Medienverzeichnis“.

Unter der Überschrift „Pressemitteilungen“

sind die Mitteilungen, die die Pressestelle an die

Öffentlichkeit gegeben hat, nachzulesen und von

den Medien abrufbar. Unter dem Titel „Pressespiegel“

sind die Veröffentlichungen zu finden, die

regional und bundesweit in Zusammenhang mit der

Hochschule in Zeitungen und Zeitschriften

erschienen sind. In der Rubrik „Medienverzeichnis“

werden von der Pressestelle die Broschüren und

Fotos der Fakultäten beziehungsweise Studiengänge,

die der Zentralen Einrichtungen und die die

gesamte Hochschule betreffenden Broschüren

eingestellt. Sie sind nicht nur aufgelistet, sondern

als so genannte PDF-Dateien aufzurufen, anzusehen


und zu drucken. Das hat den Vorteil, dass für die

schnelle Information der Postweg umgangen werden

kann. Die Veröffentlichungen sind zusätzlich per E-

Mail zu bestellen, entweder im Immatrikulationsamt

oder bei Fotos in der Pressestelle. Das Medienverzeichnis

ist noch im Aufbau und noch nicht

vollständig. Es ist sowohl von Hochschulangehörigen

als auch von Außenstehenden vielfach genutzt

worden.

Die Pressestelle war auch an den Vorbereitungen

und der Einführung des neuen Internet-Auftritts der

Hochschule beteiligt.

Broschüren/Werbematerial

Im Zuge des neuen Niedersächsischen Hochschulgesetzes

hat die Hochschule ihre Struktur nicht nur

von Fachbereichen auf Fakultäten, sondern auch

den Namen umgestellt und sich ein neues Logo

gegeben. Diese Neuorientierung hat die Pressestelle

im Rahmen ihres Aufgabengebietes begleitet und

war redaktionell an der Erstellung der ersten großen

HAWK-Werbebroschüre für alle Fakultäten beteiligt.

Marketing

Im Rahmen des Projektes Hochschulmarketing

kooperiert die Pressestelle in vielerlei Hinsicht mit