rischen Auseinandersetzung: Das eschrie bene Wort ... - photoglas

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rischen Auseinandersetzung: Das eschrie bene Wort ... - photoglas

2010

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Kunst &

Zeitgeschichte

Ausstellungen

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6|44 – 5|45

Ungarisch-Jüdische ZwangsarbeiterInnen.

Ein topo|foto|grafisches Projekt

Maria Theresia Litschauer

InventARISIERT

Arno Gisinger

THE OPEN HISTORY LIBRARY

Clegg & Guttmann

26. Mai 2010 – 30. Juni 2010

Eröffnung am 26. Mai 2010, 12:15 Uhr in Anwesenheit der KünstlerInnen

Ort: Institut für Zeitgeschichte, Campus der Universität Wien, Hof 1

„Erinnerung – Gedenken – Universität“

Iris Andraschek, Minna Antova, Hans Buchwald,

Ricarda Denzer, Ursula Hübner, Zilla Leutenegger,

Itai Margula, Bele Marx & Gilles Mussard,

Elisabeth Penker, Sophie Thorsen

27. Mai 2010 – 27. Juni 2010

Eröffnung am 27. Mai 2010, 12:15 Uhr

Ort: Institut für Kunstgeschichte, Campus der Universität Wien, Hof 9

Weitere Informationen zu den Zeitgeschichtetagen 2010 unter

www.univie.ac.at/zeitgeschichte/zeitgeschichtetage

1


Projektpräsentationen von

Bele Marx & Gilles Mussard (Atelier Photoglas)

im Rahmen der Zeitgeschichtetage 2010

„Kontroverse Siegfriedskopf“

„Nobelpreis und Universität - ein Gruppenbild mit Fragezeichen“

„Audiophonium“

2 3


Kontroverse Siegfriedskopf

bele marx & gilles mussard

atelier photoglas

1


Der Siegfriedkopf, ursprünglich 1923 zur Ehrung

der Gefallenen des Ersten Weltkrieges in der Aula

der Universität Wien aufgestellt, wurde bald zur

Ikone der deutsch-nationalen Studentenverbindungen.

Im Zuge des Umbaus und der Sanierung von

Aula, Seitenaulen und Arkadenhof der Universität,

sollte auch dieses Monument im kritischen Licht der

Geschichtsaufarbeitung präsentiert werden.

Bele Marx und Gilles Mussard haben den Siegfriedkopf

von seinem Sockel „gestürzt“ und ihn mit

einer Schrift ummantelt. Diese Schrift dominiert

die Skulptur und schildert antisemitische Übergriffe

an der Universität Wien in den 20er Jahren,

die vor allem die Gruppe zu verantworten hatte, die

den Siegfriedskopf finanzierte. In subtiler Weise

„antwortet“ und „verteidigt sich“ die Schrift-Skulptur,

wenn notwendig, auf mögliche Eingriffe und

lässt die Erzählung akkurat und von Mal zu Mal

stärker hervortreten.

2 3


Kontroverse Siegfriedskopf

Im Zuge des Umbaus und der Sanierung von Aula,

Seitenaulen und Arkadenhof der Universität Wien

wurde der »Siegfriedskopf« von der Aula in den

Arkadenhof verlegt. Die sich über mehrere Dekaden

hinziehende Kontroverse um das Gefallenendenkmal

waren Anlass, den »Siegfriedskopf« durch ein Kunstprojekt

in einen neuen Kontext zu stellen. Mit der

künstlerischen Konzeption und technischen Ausführung

wurden wir, Bele Marx & Gilles Mussard (Atelier

Photoglas), beauftragt. Der neue Kontext des Gefallenendenkmals

wurde mit Roger Baumeister, dem Architekten

der Universitäts-Neugestaltung, sowie dem

Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien unter

Leitung von Ao.Univ.Prof. Dr. Mag. Friedrich Stadler

zusammen mit Mag. Mario Wimmer erarbeitet.

In der Neu-Disposition und der parallel dazu verlaufenden

künstlerischen Auseinandersetzung mit dem »Siegfriedskopf«

wurde die Grundstimmung der Zwischenkriegszeit

an der Universität Wien und der Diskurs um das Denkmal,

vorwiegend in den letzten Dekaden des vorigen Jahrhunderts,

nachgezeichnet. Im Zusammenhang mit der

architektonischen Neugestaltung wurde entschieden, den

»Siegfriedskopf« von seinem ursprünglichen Standort in

der Hauptachse der Aula des Hauptgebäudes der Universität

zu entfernen und ihn im westlichen Teil des Arkadenhofes

in einer neuen Weise zu positionieren.

Die vom Bundesdenkmalamt geforderte Witterungshülle

aus Glas unterstützte die Idee, die Hülle gleichzeitig als

Träger von Textbeiträgen und Fotografien aus Tageszeitungen

von 1923 (dem Jahr, in dem der »Siegfriedskopf«

aufgestellt wurde) bis heute einzusetzen. Aufbauend auf

diesen Vorgaben der Architekten begann die künstlerische

Intervention. Das Objekt besteht nunmehr aus mehreren

Glasebenen und Einheiten. Der äußere Kubus ist Träger

eines zeitgeschichtlichen Textes von Minna Lachs, sie

beschreibt darin exemplarisch eine Situation antisemitischer

Übergriffe in den 20er Jahren. Im inneren Teil des

Glaskubus befinden sich weitere Glasflächen mit Texten

und Fotografien aus Publikationen. Über eine neben der

Skulptur stehende Informationsstation werden ergänzend,

am Beispiel von vier Zeitschichten – 1914-1923, 1938-

1945, 1965-1968, 1990 bis zur Gegenwart – unterschiedliche

Reaktionen sichtbar gemacht, für die das Denkmal

stand und steht. Die Texte wurden unter wissenschaftlicher

universitärer Beratung von uns ausgewählt und lie-

4 5


fern einen Beitrag zu den historischen Hintergründen

und den vielschichtigen Vorgängen um das Denkmal.

Subsumierend betrachtet stellen sie einen Teil der Dokumentation

über die Geschichte des Denkmals dar.

Für uns steht im künstlerischen Zentrum dieser Arbeit

die Schrift. Sie ist Zeugnis historischer sowie kultureller

Vergangenheit und Gegenwart. Es ist die Schrift,

mit der Geschichte geschrieben und Geschichte

dokumentiert wird. Und es sind wiederum Schriften,

die in diktatorisch geführten Regimes der Zensur, der

Verbrennung und Vernichtung anheim fallen. Um die

Schrift als aktives Element einbeziehen zu können,

galt es, eine Darstellungsform zu finden, die sie als

Teil eines sich stets verändernden Prozesses sieht.

Die ausgewählten Texte wurden gescannt, aufbereitet,

auf einem transparenten Film, gleich einem

Diapositiv, ausbelichtet und zwischen Glasschichten

eingebettet. Das Verfahren – genannt Photoglas

– wurde ab 1997 von uns in Kooperation mit Partnern

entwickelt und in der Folge patentiert. Der Begriff

Photoglas steht sowohl für das Atelier Photoglas (Atelier

für Konzeptarbeit), als auch für die Technologie

Photoglas, die es ermöglicht, großformatige Diapositive

in Glasschichten dauerhaft einzuarbeiten.

Naturlicht, Wetterverhältnisse und mögliche gewaltsame

Eingriffe von außen sind wesentlicher Bestandteil

der Schriftskulptur. Durch Sonnenlicht wird gleichsam

ein Schatten der Schrift auf das Objekt projiziert, der

die unterschiedliche Lesbarkeit des Gesamtobjekts

hervorruft. Der Lauf der Sonne ist Teil des Konzepts.

Er versetzt die Skulptur in einen permanenten Wandel

von Licht und Schatten und die Textpassagen in einen

abwechselnd aktiven und passiven Zustand. Über die

drei Glas-Bügel legt sich – einer Matrize gleich – eine

zweite Glasschicht. Die Oberfläche gibt, wie erwähnt,

die autobiografische Erinnerung der Zeitzeugin Minna

Lachs wieder, wobei Zeile für Zeile wie eine Zikkurat

um den Glaskörper läuft, den man umgehen muss,

um den Text vollständig lesen zu können. Auch die

äußere »Glasschicht« arbeitet mit Naturlicht, den

Wetterverhältnissen und allen möglichen äußeren

Umständen und Eingriffen. Im Laufe der Zeit wird die

Schrift durch die Verwitterung noch deutlicher und

dominanter werden. Je nach Wetterlage ist sie unterschiedlich

sichtbar, wobei sich die sandgestrahlte

Schrift beispielsweise bei Regen mit Wasser füllt,

sodass sie auf der Gesamtoberfläche des Glasob-

jektes beinahe verschwindet, bei Sonneneinstrahlung

hingegen entstehen Schattenbilder bzw. Projektionen,

die zusätzliche Ebenen erzeugen.

Das ursprüngliche Denkmal wurde in seine skulpturalen

Bestandteile – Plinthe, Sockel und Kopf – zerlegt und

die isolierten Einzelteile einem jeweiligen »Glasraum«

zugeordnet. Die Fragmentierung des Objekts kommt

auf metaphorischer Ebene einer Archäologisierung des

Denkmals gleich. Neben der räumlichen Entrückung

wird gleichsam die zeitliche Distanznahme angesprochen,

die mit der künstlerischen Auseinandersetzung

einen neuen Zugang in der Gegenwart schafft. Sowohl

die passive als auch die aktive Rezeption des Betrachters

ist als Teil der öffentlichen Auseinandersetzung

miteinbezogen. Da die Skulptur sich laufend mit den

gegebenen Wetterverhältnissen verändert, ist sie in

einem passiven Stillstand, besitzt aber gleichzeitig die

Stärke »aktiv« zu reagieren. Je stärker eine mögliche

Einwirkung von außen stattfindet, desto deutlicher tritt

die Erzählung der obersten Glasschicht in den Vordergrund

und wird umso sichtbarer.

Die Neupositionierung war architektonisch notwendig,

und es war politisch sinnvoll, den Senatsbeschluss aus

den 90er Jahren, den »Siegfriedskopf« zu verlegen,

endlich zu realisieren. So wurde aus der Universitätsaula

ein Objekt entfernt, das seit Jahrzehnten für Diskurs

und Auseinandersetzung sorgte. Ursprünglich als

Kriegerdenkmal geplant, wurde der Siegfriedskopf 1923

in der Aula der Universität aufgestellt und bald zur Ikone

der deutsch-nationalen Studentenverbindungen und so

zum Symbol für politischen Extremismus, Faschismus

und Antisemitismus. Er war kein Symbol für eine freie,

offene und moderne Universität.

Der »Siegfriedskopf« wurde von seinem Sockel gestürzt

und mit Schrift ummantelt. Das so entstandene Kunstwerk

ist als Metapher zu verstehen und soll daran mahnen,

dass Extreme (Diktaturen) als erstes die Schrift

und das freie Wort unterbinden (Autodafé). In subtiler

Weise »antwortet« und »verteidigt sich« unsere Schrift-

Skulptur, wenn notwendig, auf mögliche Eingriffe und

lässt die Erzählung akkurat und von Mal zu Mal stärker

hervortreten. Sie ist zum Zeichen einer so autonomen

wie neutralen, nicht aber gleichgültigen Zeit geworden,

in der die Geschichte nicht verdrängt und geleugnet

wird, die Gegenwart aber als Brücke verstanden werden

soll, die in die Zukunft weist.

6 7


8 9


Verwendete Texte der Schriftskulptur

Glaskubus

Autobiografische Erinnerung Minna Lachs,

»Universitätsjahre«, in:

Warum schaust du zurück. Erinnerungen 1907–1941

(Europaverlag: Wien München Zürich 1986),

Seite 150-155, 151ff.

Drei Bügel

Bügel 1 (Sockel)

1) Thomas Vašek, »Das Schwein des Siegfried.

Die Auseinandersetzung um das Heldendenkmal in der Aula der Uni Wien«

UniInfo, Rechtsextremismus an Österreichs Universitäten,

Wien, Oktober 1996

(Seitenteil Bügel 1 und 2)

2) Der Standard, 24.11.1990

Foto: Newald

Zitiert nach: Ulrike Davy/Thomas Vašek,

Der „Siegfried-Kopf“.

Eine Auseinandersetzung um ein Denkmal in der Universität Wien

(WUV Universitätsverlag: Wien, 1991).

3) »Eine Schweinerei, ...«

Kronen Zeitung, 24.11.1990

Zitiert nach: Ulrike Davy/Thomas Vašek,

Der „Siegfried-Kopf“.

Eine Auseinandersetzung um ein Denkmal in der Universität Wien

(WUV Universitätsverlag: Wien, 1991).

4) »Schmieraktion in der Aula der Wiener Universität«

Die Presse, 24.11.1990

Foto: »Die Presse«/Harald Hofmeister

Zitiert nach: Ulrike Davy/Thomas Vašek,

Der „Siegfried-Kopf“.

Eine Auseinandersetzung um ein Denkmal in der Universität Wien

(WUV Universitätsverlag: Wien, 1991).

Bügel 2 (Kopf)

5) »Die Internationale des Hakenkreuzes«

Arbeiter-Zeitung, 9.11.1923,

© Verband Wiener Arbeiterheime

6) »Hakenkreuz gegen Wissenschaft«

Arbeiter-Zeitung, 20.11.1923,

© Verband Wiener Arbeiterheime

7) »Hakenkreuzterror an der Universität«

Arbeiter-Zeitung, 20.11.1923,

© Verband Wiener Arbeiterheime

8) Schreiben der Deutschen Studentenschaft der

Universität Wien an den hohen Senat der Universität Wien,

Wien, am 27. November 1922

9) »Hakenkreuzfrechheiten«

Arbeiter-Zeitung, 27.11.1923,

© Verband Wiener Arbeiterheime

10) »Wieder Hakenkreuzkrawalle an der Universität«

Arbeiter-Zeitung, 30.11.1923,

© Verband Wiener Arbeiterheime

Bügel 3 (Plinthe)

11) Margarete Grandner, Gernot Heiß, Elisabeth Klamper,

»Im Kampf um das Haupt des deutschen Helden Siegfried«

Forum Nr. 444, Dezember 1990, 57-63.

10 11


Ausschnitt Tür Ausschnitt Träger

4000.00

150mm

Luftausführung

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20

20

Seite südwest

Vogelperspektiv



Silikon

Türenfixation

Kubus :

Schrift: sandgestrahlt

Glas : VSG 3 Schichten ESG

Decke : 30 mm

Seite : 30mm oder 25mm

Maße : 20,20m2

Maße träger Photoglas :1,34m2

Gewicht : 1659 Kg

Gefälleboden : 1,5%

Belüftung : 30mmx12

"Deckscheibe" : 4000x2050

"Seitenscheibe" : 2x 4000x1150

"Önungscheibe" : 2x 1990x1000

Trägerscheibe-Photoglas : 1340x1100

Fuge :3-5mm

Profil ständer : U Profil Niro 30x110

dépose d'oeuvre

12 Massetab : 1/10

13


1935.00



Photoglas = 12mm





Träger = 10mm

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550.00

500.00



895.00

840.00

900.00

840.00

1892.86

GLAS

878.00

1875.00

Masse Steine


450


PROJEKT Bügel n° 3

Datum :30/11/2005


45

480.00

530.00

25

10

3

70



Element Metalwinckel geklebt unten Träger


GLAS

1928.00

1560


14 15


21 22 23 24

15 16 17 18 19 20

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

FOK +/- 0,00

-45.56-

Randplatten auf Streifenfundament (b ca. 35cm)

60

60 3,00

UK Gräderschicht -40

23,10 m 2

UK FOK Gräderschicht +/- 0 -40

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

Drainage ( Landschaftsbauer)

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Wasserleitung

UG: Steuerungscomputer

und Wasseranschluss1´´

für Bewässerungsanlage

Decke UG --> reduzierter Bodenaufbau

DN200 KELLER

R 14

2,10 60

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

L 14

Schacht für Bewässerungsanlage

im Streifenfundament berücksichtigen

Schnittstelle HTS Konstrukta / Fa. Eichhorn

Natursteinplatte abhebbar (evtl. verschraubt)

Mauer h=40cm auf Punktfundamenten

(Achtung auf Baumwurzeln!)

R 13

Gefälle 1,5%

Glaskubus

Künette für Wasserleitung

Frostfreie Tiefe

Gefälle 1,5%

L 13

Gefallenendenkmal

R 12

Umgang mit Stahlblech-Oberfläche

22,90

Rasenfläche 1391 m2

Mauer h=40cm auf Punktfundamenten

(Achtung auf Baumwurzeln!)

Drainage ( Landschaftsbauer)

L 12

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

UK Gräderschicht -16

FOK +24

R 11

1,80 30

UK Gräderschicht -15

FOK +25

Künette für Wasserleitung

FOK +25

L 11

Luftbrunnen

36,64

3,65

Gefälle 1,5%

Gefälle 1,5%

R 10

Drainage ( Landschaftsbauer)

UK Gräderschicht -9

Randplatten auf Streifenfundament (b ca. 35cm)

L 10

FOK +31

R 09

60

3,00

Achtung Wurzelbereich der

Bäume nicht verletzen!!

60

3,00

L 09

Randplatten auf

Streifenfundament

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

39,58 m 2

Naturstein 39,58 m 2

Schnitt Plan Nr. UWI-407

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

R 08

Reaktivierung

Wasserfluss Kastaliabrunnen

-69.30-

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

1,00 21,20 21,20 1,00

-69.35-

L 08

Künette für Wasserleitung

+1,79

Unterflurverteiler Strom

Einbauvorgaben lt. Hersteller

FOK +31

beachten.

PVC DN 200

Streifenfundament (b=15cm)

Aushubtiefe: 100cm unter FBOK UK Gräderschicht -9

Streifenfundament (b=15cm)

Drainage

Drainage od. Grader erfoderlich

Rasenfläche

( 43,13 )

FOK +/-0,00 UK Gräderschicht -40

UK Gräderschicht -40 FOK +/-0,00

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Bodengulli im

Kollektorgang

+1,72

+1,50

R 07

+1,42

+1,72

L 07

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Bodengulli im

Kollektorgang

Entwässerungsfläche 2

Gefälle

ausgerundet

RIGOL

R 06

PVC DN 200

Entwässerungsfläche 1

L 06

16 17

Zu-Wasser

Gefälle 1,5%

GEFÄLLE AUSGERUNDET

GEFÄLLE AUSGERUNDET

16,00

Gefälle 1,5%

Abwasser Anschluss

an Kanal im

Kollektorgang

Ab-Wasser vom Senkelektrant

Unterfluranschluss Zu,-und Abwasser

Messpunkte Geländeaufnahme

Baufirma HTS am 10.04.2006

Schnitt Plan Nr. UWI-407

+1,82

NATURSTEINBELAG

SIEHE VERLEGEPLAN

+1,64

+1,44

+1,58

5,87

R 05

+1,76

36

36

Unterfluranschluss Strom und EDV

Unterfluranschluss Strom und EDV

L 05

1,23 4,64

Entwässerungsfläche 3

unter dem Baum Verlegung der Natursteinplatten

in Splitt, offene Fugen !!

Pflanzgrube 2x2m

6,94 2,00

Außenkante

Stiege

R 04

FOK Stufe Bestand + - 0

Rigol UK Gräderschicht -40

+1,37 = Null

Neupflanzung Spitzahorn

2,00

FOK +/- 0,00

56

L 04

ARKADEN RECHTS

Mittelachse Rigol

UK Gräderschicht -40 Rigol

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

+1,78

R 03

+1,81

Natursteinbelag abbrechen incl. Unterbau

UK Gräderschicht -32 und erneuern (Steinmetz)

UK Gräderschicht -32

FOK -112

Rigolanschluss an

GEFÄLLE AUSGERUNDET

Gefälle 1,5%

zum Rigol

Künette für Wasserleitung

Frostfreie Tiefe

L 03

Autobiografische Erinnerung von Minna Lachs

Text auf dem Glaskubus

»In der Germanistik interessierten mich zunächst die Vorlesungen des Prof. Paul

Kluckhohn, des Experten für die deutsche Romantik. Doch ich kam bald darauf,

daß er, wie immer er seine Vorlesungen auch betitelte, unweigerlich bei der deutschen

Romantik landete und dort auch aufhörte. Ich war im 3. Semester, als ich

mich bei Prof. Kluckhohn zu einem Kolloquium anmeldete. Er hielt die Prüfungen

in Dreiergruppen ab und gestattete Studierenden zuzuhören. Ich war in einer

Gruppe mit zwei ahnungslosen Studenten, die sich anscheinend auf ihre Schmisse

verlassen hatten. Der eine schüttelte bei der ersten Frage den Kopf und tat den

Mund fast nicht auf, und die Frage ging an den zweiten Prüfling über, der Unzusammenhängendes

murmelte, und die Frage landete bei mir, ich beantwortete

sie richtig und ausführlich. Das ging so eine Weile, bis sich der Professor erhob.

Wir folgten ihm alle drei, von Freunden begleitet, zum Dekanat, um die Zeugnisse

entgegenzunehmen. Die beiden Burschen hatten ein ›Gut‹, und ich war nur gerade

durchgekommen. ›Das muß ein Irrtum sein‹, sagten die beiden Kollegen, ›wir

warten mit Ihnen, bis der Herr Professor heraus kommt und Sie ihn gleich fragen

können.‹ Nach einigem Sträuben gab ich nach. Ich hielt Prof. Kluckhohn mein

Zeugnis hin und sagte: ›Ich habe doch alle Fragen beantwortet, Herr Professor, ist

dies nicht ein Irrtum?‹ Er antwortete nicht und ging hoch erhobenen Hauptes an

mir vorbei, als ob ich Luft wäre. Die Umstehenden waren betroffen, aber ich nicht,

denn ich wußte, was es bedeutete, im Meldebuch, in der Spalte Geburtsort, ›Trembowla,

Polen‹ stehen zu haben.

Jeden Samstag hatten die deutsch-nationalen Studenten der schlagenden Verbindungen

ihren Korso in den Wandelgängen der Universität. Anschließend stürmten

sie die Hörsäle mit dem Ruf: ›Juden raus!‹ Ich wußte von keinem Professor, der

sich ihnen entgegengestellt hätte. Daher war ich auch sehr erstaunt über das

Verhalten von Professor Kluckhohn, als sie in seine Vorlesung eindrangen. Wieder

schrien sie ihr ›Juden raus‹. Da nahm der Professor seine Skripten und sagte laut

und ruhig: ›Wir gehen alle.‹

Ein Samstag ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Die Burschenschafter

waren wieder mit ›Juda verrecke‹ in die Hörsäle gestürmt und zerrten die jüdisch

aussehenden Studenten unter Schlägen aus dem Saal und prügelten sie bis zur

Rampe der Universität hinunter. Unter den Mißhandelten war diesmal ›Blümchen‹;

so nannten wir einen typisch intellektuell aussehenden Studenten - starke Augengläser,

schmächtige Gestalt - namens Blum. Es war ein veritabler Spießrutenlauf.

Auf der Straße stand ein Polizeikordon. Die Wachleute sahen zu, wie die Bande

einzelne Wehrlose blutig prügelte, denn die Polizei durfte akademischen Boden

nicht betreten. Sie sahen unbewegt oder auch spöttisch lächelnd, sogar hämisch,

der ›Hetz‹ zu. Wir anderen standen hinter dem Polizeikordon und konnten nur ohnmächtig

mit Schreien protestieren. Die Korpsstudenten hatten zuerst Blümchens

Augengläser zerschlagen, und er bot in seiner Wehrlosigkeit einen jammervollen

Anblick. Wir schrien alle ›Feiglinge, Feiglinge‹ im Chor, ›das ist deutscher Mannesmut,

eine ganze Bande gegen einen!‹ Ich stand hinter einem älteren, grauhaarigen

Polizisten und merkte gar nicht, was ich schluchzend in ohnmächtiger Wut schrie.

Er drehte mir seinen Kopf zu und flüsterte: ›Vorsicht, Fräulein, die merken sich ihr

Gesicht, und dann kommen Sie dran.‹ Ich weiß nicht recht, was weiter geschah.

Ich erinnere mich nur an den Rettungswagen, den jemand telephonisch herbeigerufen

hatte, und daß man ›Blümchen‹, der vor der Rampe am Boden lag, in den

Wagen hineinhob.

FOK +8,00

FOK -112

68 11,70

61

Rigol

+1,80

1,22

Schacht 60x60

Ausführg. Ortbeton

Innenlichte für

E-Leer-Ltg.

+1,82

ARKADEN LINKS

mittig liegenden Kanal

GEFÄLLE AUSGERUNDET

Rigol

Rigol

R 02

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Bodengulli im

Kollektorgang

Gefälle 1,5%

zum Rigol

GEFÄLLE AUSGERUNDET

Schlitz durch Steinausbildung

Im Unterbau Rigol mit Anschluss

an Rigol Halbrund

1,25

+1,93

Gefälle 3%

UK Gräderschicht -40

UK Gräderschicht -40

1,00 8,00

L 02

Kernbohrung ca.DN 15cm

Durchführung Elektro-Ltg+

1" Wasser-Ltg.

Abgedichtet

Guss DN200

R 01

+1,78

Guss DN200

FOK + 42

Guss DN200

-45.54-

Rigol

Rigol

L 01

Guss DN200

Guss DN200

+2,71

PROJEKT-Nr: PLAN-NR. INDEX DATUM MASSTAB GEZ. INDEXÄNDERUNG

STATUS

UWI 436

081126 1:100 TD V00

PLANINHALT

BÜRO ARCHITEKT ROGER BAUMEISTER

WALLGASSE 21/11, A-1060 WIEN

T +43-595 52 98, F+20

office@rb-architekten.com

www.rb-architekten.com

Arkadenhof

UWI-436-081126

pln-Datei:

NATURMASZE NEHMEN! - KOTEN PRÜFEN!


In diesem Zusammenhang muß ich von einer merkwürdigen Begebenheit berichten,

die wir nie ganz enträtseln konnten. Es war an einem der letzten Vorlesungstage

vor dem Beginn der Semesterferien. Ich wollte noch schnell etwas in einem

Nachschlagewerk in der Universitätsbibliothek überprüfen. In der Aula und auf

Stiegen und Gängen sah es schon nach Ferien aus, doch mir schien, als ob etwas

in der Luft läge. Ich nahm mir vor, mich sehr zu beeilen. Auf dem Gang zum Lesesaal

der Bibliothek kam mir ein eher professoral aussehender Herr entgegen, der

21 22 23 24

15 16 17 18 19 20

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

FOK +/- 0,00

-45.56-

Randplatten auf Streifenfundament (b ca. 35cm)

60

60 3,00

UK Gräderschicht -40

23,10 m 2

UK FOK Gräderschicht +/- 0 -40

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

Drainage ( Landschaftsbauer)

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Wasserleitung

UG: Steuerungscomputer

und Wasseranschluss1´´

für Bewässerungsanlage

Decke UG --> reduzierter Bodenaufbau

DN200 KELLER

R 14

2,10 60

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

L 14

Schacht für Bewässerungsanlage

im Streifenfundament berücksichtigen

Schnittstelle HTS Konstrukta / Fa. Eichhorn

Natursteinplatte abhebbar (evtl. verschraubt)

mich aufmerksam betrachtete. Ich saß schon mit meinem Buch auf einem der vorderen

Plätze, als ich ihn eintreten sah. Er blickte sich um und setzte sich auf einen

Platz in meiner allernächsten Nähe, jedoch ohne ein Buch zu verlangen. Er sah zu

mir herüber, zog ein Merkbuch aus seiner Tasche und begann etwas zu schreiben.

Plötzlich hörte man draußen Pfiffe und Geschrei, es war ein furchtbarer Lärm. Man

prügelte wieder. Abermals sah der Herr zu mir herüber. Diesmal ließ er seinen

Blick länger auf mir ruhen. Der will doch etwas von mir, dachte ich, und ich spürte

Angst in mir aufsteigen. Zwei Saalbeamte liefen zur Tür, um sie zu verschließen.

Doch es war zu spät. Mit erhobenen Stöcken stürmten die Kerle in den stillen

Lesesaal: ›Raus, ihr feigen Saujuden, raus! Wir finden euch schon!‹ Plötzlich

stand der Herr hinter mir und zeigte auf irgend etwas in meinem Buch. Ich glaube,

ich zitterte am ganzen Körper und sah nur aus den Augenwinkeln die Bande,

die von den hinteren Plätzen einzelne Studenten mit blutenden Köpfen vor sich

hertrieb und sie durch die Türe auf den Gang hinausstieß. Ein Pedell schloß rasch

die Türe ab, ein anderer versuchte die Blutspuren wegzuwischen. Man konnte

ausnehmen, wie die Burschenschafter ihre Opfer die Stiegen hinunterwarfen und

mit ihrem ›Juda verrecke!‹ zum nächsten Hörsaal stürmten. Mir schien, daß nicht

nur ich, sondern alle im Hörsaal Zurückgebliebenen den Atem anhielten. ›Sie sind

weitergezogen‹, sagte die sonore Stimme des Mannes hinter mir, der sich jetzt

auf den leeren Platz neben mir setzte und weiter in sein Notizbüchlein schrieb. Ich

blickte fassungslos in mein Buch und fühlte seine Blicke auf mir ruhen. Nach einer

langen Weile schloß der Pedell die Türe wieder auf. Mein Nachbar half mir in den

Mantel, der über meiner Stuhllehne hing, und ging mir voran auf die Tür zu. Er

sah um sich und sagte: ›Darf ich Ihnen jetzt meinen Arm anbieten, damit wir hier

schnell hinauskommen.‹ - ›Ich danke Ihnen‹, sagte ich leise. Ruhig, Belangloses

sprechend, führte er mich die Stiegen hinunter, an den Haudegen vorüber bis zur

Aula und geleitete mich durch die offene Tür die Rampe hinunter. Er blieb stehen

und zog seinen Hut. ›Jetzt sind Sie in Sicherheit und können ruhig nach Hause gehen.‹

Er verneigte sich leicht, und ich konnte ihm zum ersten Mal voll ins Gesicht

sehen. Es war das gut geschnittene Gesicht eines nicht mehr jungen Mannes mit

geistig ausgeprägten Zügen. ›Wollen Sie mir nicht Ihren Namen verraten?‹ fragte

ich mit noch immer verängstigter Stimme. - ›Der Name tut doch nichts zur Sache‹,

sagte er lächelnd, verneigte sich, ›Küß‘ die Hand‹, und stieg in die eben einfahrende

Straßenbahn. Ich bin ihm nie wieder begegnet. Noch immer verstört kam

ich heim und erzählte, was ich eben erlebt hatte. ›Das war dein Schutzengel. Du

weißt doch, daß du einen besonderen Schutzengel seit deiner Geburt hast‹, sagte

Babcia, die damals bei uns lebte, gelassen. ›Wie hat dieser Dozent oder Professor

gewußt, was geschehen würde?‹ fragte Mama. ›Er dürfte manches zufällig beobachtet

oder gehört haben, sonst würde er nicht zum Lesesaal zurückgegangen

sein‹, sagte Papa. Ich aber hatte den Eindruck, daß er mich vielleicht vom Sehen

kannte, während er mir nie aufgefallen war.«

Autobiografische Erinnerung

Minna Lachs, »Universitätsjahre«, in:

Warum schaust du zurück. Erinnerungen 1907-1941

(Europaverlag: Wien München Zürich 1986),

Seite 150-155, 151ff.

Mauer h=40cm auf Punktfundamenten

(Achtung auf Baumwurzeln!)

R 13

Gefälle 1,5%

Glaskubus

Künette für Wasserleitung

Frostfreie Tiefe

Gefälle 1,5%

L 13

Gefallenendenkmal

R 12

Umgang mit Stahlblech-Oberfläche

22,90

Rasenfläche 1391 m2

Mauer h=40cm auf Punktfundamenten

(Achtung auf Baumwurzeln!)

Drainage ( Landschaftsbauer)

L 12

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

UK Gräderschicht -16

FOK +24

R 11

1,80 30

UK Gräderschicht -15

FOK +25

Künette für Wasserleitung

FOK +25

L 11

Luftbrunnen

36,64

3,65

Gefälle 1,5%

Gefälle 1,5%

R 10

Drainage ( Landschaftsbauer)

UK Gräderschicht -9

Randplatten auf Streifenfundament (b ca. 35cm)

L 10

FOK +31

R 09

60

3,00

Achtung Wurzelbereich der

Bäume nicht verletzen!!

60

3,00

L 09

Randplatten auf

Streifenfundament

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

39,58 m 2

Naturstein 39,58 m 2

Schnitt Plan Nr. UWI-407

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

R 08

Reaktivierung

Wasserfluss Kastaliabrunnen

-69.30-

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

Bodeneinlauf

(siehe Detail)

1,00 21,20 21,20 1,00

-69.35-

L 08

Künette für Wasserleitung

+1,79

Unterflurverteiler Strom

Einbauvorgaben lt. Hersteller

FOK +31

beachten.

PVC DN 200

Streifenfundament (b=15cm)

Aushubtiefe: 100cm unter FBOK UK Gräderschicht -9

Streifenfundament (b=15cm)

Drainage

Drainage od. Grader erfoderlich

Rasenfläche

( 43,13 )

FOK +/-0,00 UK Gräderschicht -40

UK Gräderschicht -40 FOK +/-0,00

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Bodengulli im

Kollektorgang

+1,72

+1,50

R 07

+1,42

+1,72

L 07

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Bodengulli im

Kollektorgang

Entwässerungsfläche 2

Gefälle

ausgerundet

RIGOL

R 06

PVC DN 200

Entwässerungsfläche 1

L 06

18 19

Zu-Wasser

Gefälle 1,5%

GEFÄLLE AUSGERUNDET

GEFÄLLE AUSGERUNDET

16,00

Gefälle 1,5%

Abwasser Anschluss

an Kanal im

Kollektorgang

Ab-Wasser vom Senkelektrant

Unterfluranschluss Zu,-und Abwasser

Messpunkte Geländeaufnahme

Baufirma HTS am 10.04.2006

Schnitt Plan Nr. UWI-407

+1,82

NATURSTEINBELAG

SIEHE VERLEGEPLAN

+1,64

+1,44

+1,58

5,87

R 05

+1,76

36

36

Unterfluranschluss Strom und EDV

Unterfluranschluss Strom und EDV

L 05

1,23 4,64

Entwässerungsfläche 3

unter dem Baum Verlegung der Natursteinplatten

in Splitt, offene Fugen !!

Pflanzgrube 2x2m

6,94 2,00

Außenkante

Stiege

Minna Lachs

R 04

FOK Stufe Bestand + - 0

Rigol UK Gräderschicht -40

+1,37 = Null

Neupflanzung Spitzahorn

2,00

FOK +/- 0,00

56

L 04

ARKADEN RECHTS

Mittelachse Rigol

UK Gräderschicht -40 Rigol

BODENEIN-

BAUSTRAHLER

+1,78

R 03

+1,81

Natursteinbelag abbrechen incl. Unterbau

UK Gräderschicht -32 und erneuern (Steinmetz)

UK Gräderschicht -32

FOK -112

GEFÄLLE AUSGERUNDET

Gefälle 1,5%

zum Rigol

Künette für Wasserleitung

Frostfreie Tiefe

L 03

FOK +8,00

FOK -112

Rigolanschluss an

mittig liegenden Kanal

GEFÄLLE AUSGERUNDET

68 11,70

61

Rigol

+1,80

1,22

Schacht 60x60

Ausführg. Ortbeton

Innenlichte für

E-Leer-Ltg.

+1,82

ARKADEN LINKS

Rigol

Rigol

R 02

Durchbruch und Anschluss an

bestehenden Bodengulli im

Kollektorgang

Gefälle 1,5%

zum Rigol

GEFÄLLE AUSGERUNDET

Schlitz durch Steinausbildung

Im Unterbau Rigol mit Anschluss

an Rigol Halbrund

1,25

+1,93

Gefälle 3%

UK Gräderschicht -40

UK Gräderschicht -40

1,00 8,00

L 02

Kernbohrung ca.DN 15cm

Durchführung Elektro-Ltg+

1" Wasser-Ltg.

Abgedichtet

Guss DN200

R 01

+1,78

Guss DN200

FOK + 42

Guss DN200

»Minna Lachs, 1907 als Minna Schiffmann in Trembowla,

Ostgalizien, geboren. 1914 Flucht vor den Kriegsereignissen nach

Wien. Studium der Germanistik, Romanistik und Psychologie,

Lehramt, und Promotion mit einer Arbeit über die deutsche Gettogeschichte.

Frühzeitig aktiv in der jüdischen Jugendbewegung, wo

sie unter anderen Manès Sperber kennen lernt. Sprachunterricht an

Privatmittelschule, über die Bildungsbewegung in die Sozialdemokratie.

1938 im Juli Geburt eines Sohnes. Emigration in die Schweiz,

von dort über Spanien auf dem berüchtigten Flüchtlingsschiff ›Navemar‹

in die Vereinigten Staaten. Unterricht an Privatschulen.

1947 Rückkehr nach Wien ›aus dem Glauben an das andere Österreich‹.

Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an Mittelschulen. 1954

Direktorin einer Wiener Mittelschule. Ab 1950 Arbeit für Unesco.

1956 Vizepräsidentin der österreichischen Unesco-Kommision.«

Aus: Minna Lachs, Warum schaust du zurück.

Erinnerungen 1907-1941

(Europaverlag: Wien München Zürich, 1986).

-45.54-

Rigol

Rigol

L 01

Bücher und Publikationen: Autobiografie in 2 Bänden,

Bücher und Artikel zum Fremdsprachenunterricht und zur österreichischen

Frauenlyrik, sowie Schul- und Kinderbücher.

Minna Lachs verstarb 1993 in Wien.

Guss DN200

Guss DN200

+2,71

PROJEKT-Nr: PLAN-NR. INDEX DATUM MASSTAB GEZ. INDEXÄNDERUNG

STATUS

UWI 436

081126 1:100 TD V00

PLANINHALT

BÜRO ARCHITEKT ROGER BAUMEISTER

WALLGASSE 21/11, A-1060 WIEN

T +43-595 52 98, F+20

office@rb-architekten.com

www.rb-architekten.com

Arkadenhof

UWI-436-081126

pln-Datei:

NATURMASZE NEHMEN! - KOTEN PRÜFEN!


Eröffnungrede von Angelica Bäumer

anlässlich der Präsentation der Schriftskulptur im Arkadenhof

der Universität Wien im Juli 2006

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ - diesen flammenden Appell

einer großen Dichterin müssten wir uns täglich vor Augen halten.

Die Wahrheit - wie oft ist sie gebogen und gebrochen worden, umgeformt,

zur gerade passenden politischen Lage von Kirche, Staat und

bürgerlichem Recht.

Nehmen wir hier und heute „Wahrheit“ als Überlegung für den seit

Jahrzehnten wild umstrittenen Siegfriedskopf:

Ein Kriegerdenkmal sollte der Gefallenen der Universität im 1. Weltkrieg

gedenken - an Professoren und Assistenten, Studenten, Bibliothekare

und Pedelle erinnern. Der Tod macht alle Menschen gleich

- es sollte Aller gedacht werden.

Aber die Lebenden missbrauchen die Toten. Sie, die sich nicht mehr

wehren können gegen die Einvernahme von links oder rechts, von

Religion und Politik, sie, die tot und stumm sind, müssen es sich

gefallen lassen, dass ihnen melodramatische und scheußliche Denkmale

errichtet werden, dass sich radikale politische Agitation bis zu

kriminellen und menschenverachtenden Handlungen um die Denkmale

zu ihren Ehren abspielen. Es waren nicht zuletzt die Krawalle in

den 20er und 30er Jahren um den Siegfriedskopf, der den deutschnationalen

Burschenschaften das Motiv für ihre antisemitischen und

antijüdischen Parolen und Attacken bot. Nicht genug damit, einen

schrecklichen Krieg und Abermillionen Tote später ging der Streit um

diesen Schädel weiter, der es nie zu einer kunsthistorischen Bedeutung

bringen würde, stünden wir nicht heute vor diesem neuen Denk-

Mal.

Aber nicht nur die Aggression der deutschnationalen und neonazistischen

Studenten und solcher, die sich ihnen aus Freude am Krawall

anschließen, ist der Skandal, der sich in der ehrwürdigen Universität

in Wien bis in unsere Zeit abspielt, sondern auch die - nennen wir es

höflich - Mutlosigkeit, lieber würde ich Feigheit sagen, der Verantwortlichen

dieses hohen Hauses. Dass die Polizei in der Universität keine

Befugnis zum amtshandeln hat, müsste da aufhören, wo Menschen

zusammengeschlagen werden. Es kann doch nicht sein, dass ein

paar Radikale - und durch ihre leichten Erfolge (und durch die mediale

Aufmerksamkeit) werden es ja immer mehr, eine Universität in

Verruf bringen, die einst international geachtet und bewundert wurde,

ob ihrer ausgezeichneten Lehre und Lehrer.

Nach langen, erfolglosen Bemühungen, die teilweise wegen zu opulenter

und teurer Vorschläge nicht realisiert werden konnten, ist nun

nicht nur der Eingang in die Universität neu und großzügig gestaltet,

es sind nicht nur klare und schlichte Worte für die Toten und Vertriebenen

des Hauses angebracht, es ist auch ein endgültiger Platz für

den unseligen Siegfried gefunden.

Die Universität und ihre Verantwortlichen sind mutiger geworden, sie

haben die Zeichen der Zeit erkannt. Es hat sich ein Team gefunden,

das sich auf beste Weise ergänzt. Man darf mit Freude festhalten,

dass heute ein Denkmal enthüllt wird, das immer noch den alten

Siegfried zeigt, aber optisch verändert, geistig umgedacht und künstlerisch

verwandelt.

Im Zentrum der Arbeit steht die Schrift. Damit soll nicht nur die Geschichte

des Denkmals erzählt, sondern auch daran erinnert werden,

dass es die Schrift ist, mit der Geschichte geschrieben und Geschichte

dokumentiert wird. Dass es Bücher sind, die in totalitären Regimes

der Zensur, der Verbrennung und Vernichtung zum Opfer fallen.

Die beiden Künstler haben das Denkmal in seine skulpturalen Teile

zerlegt, und haben die isolierten Teile einem jeweiligen Glasraum

zugeordnet. Eine archäologische Intervention sozusagen. Sie haben

den Schutz vor Witterung, den das Denkmalamt forderte, so gestaltet,

dass es möglich wurde die Geschichte zu erzählen. Höchst raffiniert

wurde in das schützende Glas die Schrift wie eine Verletzung zwischen

die Glasscheiben eingebettet. Man muss um den Körper herumgehen,

ihn umkreisen und Zeile für Zeile entziffern. Nur so erfährt

man die Wahrheit der Geschichte.

Künstler sind in vielen Dingen offener und sehen Dinge anders und

unkonventionell, sie haben empfindsamere Sensoren. Sie müssen

die Wahrheit sagen, die sie erkannt haben und sie müssen diese

Wahrheit mit ihrer Kunst vermitteln. Oft genug sind sie nicht verstanden

worden, sind persönlich verfolgt und ihre Werke zerstört worden.

Auch die Universität ist nicht davor gefeit zeitgenössische Kunst

abzulehnen, hohe Intelligenz und Intellekt haben oft nichts mit dem

Verstehen von Kunst zu tun - wie man an dem Unverstand gegenüber

den Klimt Bildern für die Universität erfahren konnte.

Die Skulptur von Bele Marx und Gilles Mussard mag in ihrer Vielschichtigkeit,

in ihrer ungewohnten Form auch auf Unverständnis

stoßen. Der hinterrücks gemeuchelte Siegfried ist nicht mehr der Held

des Denkmals, sondern die Geschichte, für die dieses Objekt steht

und für die aggressiven Aktionen, die dieser künstlerisch wertlose

Kopf, eines zu Recht vergessenen Bildhauers, in Jahrzehnten ausgelöst

hat. Jetzt ist es das Wort, das Zitat, die Schrift, die die Toten ehrt.

Und man muss sich um das Verstehen bemühen. Man kann nicht

mehr achtlos vorbeigehen, man muss stehen bleiben und nachdenken

– vielleicht versteht man jetzt besser, dass dieses Objekt nun

nicht mehr nur ein ästhetisches Werk ist, sondern im sprachlichen,

künstlerischen und spirituellen Sinn zu einem Denk-Mal wurde.

Es galt die Wahrheit zu finden, getreu dem eingangs erwähnten

Ingeborg Bachmann Zitat, „die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“

- ich bin sicher, dass mit dieser außergewöhnlichen Schriftskulptur

von Bele Marx und Gilles Mussard und ihrer vielschichtigen Aussage

Wahrheit gefunden wurde – für alle, die sie zu erkennen und anzunehmen

bereit sind.

20 21


22 23


Projekt:

»Kontroverse Siegfriedskopf«

Auftrag:

Neuaufstellung »Siegfriedskopf« im Arkadenhof der Universität

Künstlerisches Konzept, Infografie, technische Realisierung:

Bele Marx & Gilles Mussard

Atelier Photoglas

Auftrag im Rahmen des Projekts:

Neugestaltung der Hauptaula, der Seitenaulen und des Hoftraktes der Universität Wien

Architektur:

BAUMEISTERARCHITEKTEN, Arch. Roger Baumeister

Wissenschaftliche Beratung:

Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Universität Wien

Screendesign Monitorstation:

ZONE

Planung und Realisierung:

2003-2006

Auftraggeberin:

Universität Wien

Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)

Ort:

Arkadenhof der Universität Wien

Dr. Karl Lueger Ring 1

1010 Wien

Text- und Bildrechte:

Wiener Stadt- und Landesbibliothek

Verband Wiener Arbeiterheime

Österreichische Hochschülerschaft

Facultas Verlags- & Buchhandels AG

Dr. Thomas Lachs

Glastechnik Bügel:

Photoglas

Montage Bügel:

Photoglas

Glaskubus:

Hauptverantwortlich für Herstellung und Montage der Gesamtkonstruktion des Kubus:

METALLBAU WURZER

in Kooperation mit: Glas und Systemtechnik Puppitz GmbH

Verbundglas-Kubus:

Isolar Isolierglaserzeugung GmbH

Glastechnische Beratung:

Franz Zapletal

Eröffnung:

13. Juli 2006

24 25


Neugestaltung

Aula und Arkadenhof

Den Umbau und die Sanierung des Eingangsbereichs

im Hauptgebäude im Jahr 2005/06 nahm die Universität

Wien zum Anlass, die Kontroverse um das Gefallenendenkmal

„Siegfriedskopf“ historisch aufzuarbeiten und

durch ein Kunstprojekt in einen neuen Kontext zu

stellen. Im Zuge des Umbaus und der Sanierung von

Aula, Seitenaulen und Arkadenhof der Universität Wien

wurde der „Siegfriedskopf“ von der Aula in den Arkadenhof

verlegt.

Ziel der Universität Wien war es, das Objekt einer intensiven

historischen Analyse zu unterziehen und es durch

die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung

in einen neuen Kontext zu stellen.

Mit der modernen, gläsernen Kunstinstallation ist es

nun gelungen, ein Stück der Universitätsgeschichte für

diese und kommende Generationen in den historischen

Kontext zu stellen und einer analytischen Betrachtung

zuzuführen.

„Kontroverse-Siegfriedskopf” im Arkadenhof

der Universität im Rahmen der Neugestaltung der

Hauptaula, der Seitenaulen und des Hof traktes der

Universität Wien:

Architektur:

Arch. Roger Baumeister

Baumeisterarchitekten

www.rb-architekten.com

Künstlerisches Konzept

Infografi e, Technische Realisierung:

Bele Marx & Gilles Mussard

Atelier Photoglas

www.photoglas.com

Wissenschaftliche Beratung:

Universität Wien, Institut für Zeitgeschichte

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Friedrich Stadler

Mag. Mario Wimmer

www.univie.ac.at/zeitgeschichte

In Zusammenarbeit mit dem Archiv der Universität Wien

Impressum

Herausgeberin: Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien,

www.univie.ac.at | Redaktion: DLE Öff entlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement

| Grafi sche Gestaltung: Simona Nascimento da Silva | Bildnachweis:

Universität Wien, Fotostudio Pfl ügl, Atelier Photoglas, Valerie Rosenburg

Kontroverse

Siegfriedskopf

WISSENSCHAFTLICH AUFGEARBEITET

UND KÜNSTLERISCH INTERPRETIERT


Vor allem die Schrift, als Zeugnis h

Zeitgeschichte

Historie und Symbolik

storischer im künstlerischen Kontext sowie kultureller

Vergangenheit und Gegenwar

steht im Zentrum der künstlerisch


rischen Auseinandersetzung: Das

eschrie bene Wort erhielt zentrale


Be deutung. Denn Geschichte wird

durch Schrift festgehalten und do

dokumentiert und es sind wiederum

Schriften, die in diktatorisch

geführten Regimes zensuriert ode

gar vernichtet werden.

In der Neu-Disposition und der parallel dazu verlaufenden wissen -

schaftlichen und künstlerischten Beschäftigung mit dem „Siegfriedskopf“

wurde die Grundstimmung der Zwischenkriegszeit

an der Universität Wien und der jahrzehntelange Diskurs um das

Denkmal nachgezeichnet.

Die vom Bundesdenk malamt geforderte Witterungs hülle aus

Glas unterstützte die Idee, die Hülle gleichzeitig als Träger von

Textbeiträgen und Fotografi en einzusetzen. Aufbauend auf

diesen Vorgaben der Architekten begann die künstlerische Intervention.

Das Objekt besteht nunmehr aus mehreren Glasebenen

und -einheiten.

Der äußere Kubus ist Träger einer autobiografi schen Erinnerung

der jüdischen, aus Wien vertriebenen und aus dem Exil zurückgekehrten

Germanistin, Autorin und Schuldirektorin Minna Lachs.

Sie beschreibt darin exemplarisch eine Situation antisemitischer

Übergriff e an der Universität Wien in den 20er Jahren. Im inneren

Teil des Glaskubus befi nden sich weitere Glasfl ächen mit Texten

und Fotografi en aus Publikationen. Eine Computer-Informationsstation

mit Touchscreen ergänzt die Skulptur und vertieft die historischen

Kontexte. In vier Zeitschichten – 1914-1923, 1938-1945,

1965-1968, 1990 bis zur Gegenwart – werden zentrale Phasen der

Auseinandersetzung mit dem Denkmal aufgezeigt und kritisch

refl ektiert.

Die Texte wurden mit wissenschaftlicher Beratung des Instituts

für Zeitgeschichte ausgewählt.

Wir haben den Siegfriedskopf von seinem Sockel gestürzt,

in seine Bestandteile zerlegt und mit Schrift ummantelt.

Diese Schrift dominiert die Skulptur und schildert antisemitische

Übergriff e an der Universität Wien in den 20er

Jahren, die vor allem die Gruppe zu verantworten hat, die

den Siegfriedskopf fi nanzierte. Sollten zukünftig Angriff e

auf die Erzählung stattfi nden, weil der Kontext des Anti -

semitismus nicht anerkannt wird, so kann die Schrift

sich im wahrsten Sinn des Wortes „verteidigen“ und ihre

Dominanz von mal zu mal verstärken.

— BELE MARX & GILLES MUSSARD, ATELIER PHOTOGLAS

Vor allem die Schrift, als Zeugnis historischer sowie kultureller Vergangenheit

und Gegenwart, steht im Zentrum der künstlerischen

Auseinandersetzung: Das geschriebene Wort erhält zentrale Be -

deutung. Denn Geschichte wird durch Schrift festgehalten und

dokumentiert, und es sind wiederum Schriften, die in diktatorisch

geführten Regimes zensuriert oder gar vernichtet werden.

Um die Schrift als aktives Element einzubeziehen, wurde eine

Darstellungsform gewählt, die jene als Teil eines sich stets verändernden

Prozesses sieht. Das Künstlerpaar hat mit seiner Arbeit das

Thema „Bücherverbrennung“ in der Form thematisiert, dass die

Schrift im Falle eines „Eingriff s“ diesem entgegenwirken kann. Je

mehr auf die Erzählung „losgegangen“ werden würde, umso

deutlicher würde die Erzählung in den Vordergrund treten und

die Skulptur noch mehr dominieren. In subtiler Weise „antwortet“

und „verteidigt sich“ die Schrift-Skulptur, wenn notwendig, auf

mögliche Eingriff e.

Ortsveränderung, Fragmentierung, Kontextierung und künstlerische

Neuinszenierung des Objekts sollen zur kritischen

Refl exion der österreichischen Vergangenheit und der daran

anknüpfen den Kontroversen einladen.

Das Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Studierenden

und Lehrenden der Universität Wien wurde 1923 in der

Aula der Universität Wien aufgestellt. Seine Symbolik verweist

auf die Siegfriedmythologie der Nibelungensage und die

„Dolchstoßlegende“ des Ersten Weltkriegs. Der sogenannte

„Siegfriedskopf“ wurde 1923 von Josef Müllner, Professor für

bildende Kunst, entworfen und auf Initiative der „Deutschen

Studentenschaft“ und ihrer Lehrer errichtet, die deutlich antisemitisch

und antidemokratisch waren. Anfang der 90er

Jahre begann eine Diskussion um die politischen Bedeutun -

gen dieses Denkmals. In dieser Debatte wurde für eine breite

Öff entlichkeit sichtbar, dass der „Siegfriedskopf“ im histori -

schen Kontext ein zentrales geschichtspolitisches Zeichen

der Universität Wien ist, das seit seiner Errichtung wiederholt

in antisemitische, deutschnationale und deutschvölkische,

aber auch nationalsozialistische Kontexte gestellt wurde.

Diese Positionierung wurde von unterschiedlichen Organisationen

und Personen, die sich teilweise in die Tradition der

„Deutschen Studentenschaft“ gestellt haben, öff entlich bestritten.

Im Sommer 1990 beschloss der Akademische Senat

der Universität Wien, den „Siegfriedskopf“ aus der Aula zu

versetzen. Durch die darauf folgenden öff entlichen Konfl ikte

wurde dieses Projekt aufgeschoben. Schließlich entschloss

sich das Rektorat der Universität Wien 2005/06 im Zuge der

Neugestaltung des Eingangbereichs des Hauptgebäudes, die

Versetzung des Denkmals von der Aula in den Arkadenhof zu

veranlassen und die künstlerische Kontextierung des Denk -

mals, unter der entsprechenden wissenschaftlichen Beratung,

in Auftrag zu geben.


Bele Marx & Gilles Mussard

(Atelier Photoglas)

Nobelpreis und Universität - ein Gruppenbild mit Fragezeichen

1


2

»Nobelpreis und Universität -

ein Gruppenbild mit Fragezeichen«

Im Zuge der Fertigstellung des Umbaus und

der Sanierung von Aula, Seitenaulen und

Arkadenhof der Universität Wien wurde für

die Portraitbildnisse der Nobelpreisträger

ein neuer Ausstellungsort innerhalb des

Universitätsgebäudes und gleichzeitig eine

neue Form der Präsentation gewählt. Bislang

waren es neun Wissenschafter - Robert

Bárány, Julius Wagner-Jauregg, Hans

Fischer, Karl Landsteiner, Erwin Schrödinger,

Viktor Franz Hess, Otto Loewi, Konrad

Lorenz, Friedrich August von Hayek - die

mit der Universität Wien durch Forschung

oder Lehre verbunden waren und mit der

Verleihung des Nobelpreises die wohl meist

angesehene internationale Auszeichnung

entgegennehmen durften.

Das Projekt wurde in Kooperation mit Roger

Baumeister, dem Architekten der Universitäts-Neugestaltung,

und dem Institut

für Zeitgeschichte unter der Leitung von

Ao.Univ.Prof.Dr. Friedrich Stadler zusammen

mit Mag. Herbert Posch realisiert. Mit

der Neu-Disposition der Portraitfotos wurde

das Atelier Photoglas (Bele Marx & Gilles

Mussard) betraut, das zur Durchführung

der Konzeption die Technologie Photoglas

eingesetzt hat. Mit diesem Verfahren konnten

die Portraitfotos zwischen zwei Glasschichten

zu unterschiedlich hohen Stelen

verarbeitet werden, wobei die Fixierung in

Metallbasen eine autonome Aufstellung im

Raum ermöglicht. Als Aufstellungsort dient

eine Wandnische in der Aula, in der Nähe

des Haupteingangsbereichs der Universität.

Neben der Positionierung der Stelen

ist die kompositorisch gezielte Disposition

der Bildnisse ein wesentliches raumbildendes

Element. Einerseits »schließen« die

verschiedenen Blickrichtungen das Gruppenbild

und bekunden werkimmanente

Einheit, andererseits ermöglichen sie dem/r

BetrachterIn von unterschiedlichen Standpunkten

aus, sowohl mit einem Einzelbildnis

als auch mit der gesamten Bildnisgruppe

3


4

zu korrespondieren. In der rhythmischen Abfolge

von oben und unten, davor und dahinter in

der Aufstellung wird eine Dynamik bewirkt, die

dem Aufstellungsort grundsätzlich entspricht,

denn der Eingangsbereich zählt zu den meist

frequentierten Bereichen des Gebäudes - er ist

Verteiler aber auch Versammlungsort.

Eine Serie von Lampen mit einem Spiegelsystem

ist in den Sockelunterbau integriert. Sie

dient der gezielten Lichtinszenierung, die aktiv

oder passiv eingesetzt werden kann. Die Wandnische

übernimmt einen dualen Aspekt in der

Aufstellung, sie ist sowohl Rahmen als auch

erweiterter Kunstraum. Sie steht in ambivalenter

Form zum Werk, teils als begrenzender Hintergrund,

teils als aktive Fläche für die fluktuierenden

Schatten-Bild-Projektionen.

Das Inkorporieren der durchsichtigen Bildvorlage

in Glas verstärkt die »Sichtbarmachung« des

Sujets. Mit der gewonnenen Plastizität einerseits

und der transparenten »Verpackung« der

Fotografien andererseits, wird den Portraitbildnissen

eine zeitgemäße Präsentationsform

verliehen, die eine Möglichkeit herausfordert,

die Immobilität des Repräsentationsportraits

zu überwinden. Die Portraitierten selbst sind in

ihren jeweiligen Zeitkontexten und unterschiedlichen

Lebensalter zu sehen. Sie konfrontieren

den/die BetrachterInnen mit einer zeitlichen Distanz

und mit einer gewissen Strenge und Würde.

Der Gruppenbild-Inszenierung gelingt es die

Distanz zum/r BetrachterIn zu relativieren. Wesentlich

dabei ist die Unmittelbarkeit in der Aussage,

das bildliche Vergegenwärtigen von außerordentlichen

wissenschaftlichen Leistungen

in der Vergangenheit, die ebengleich als Motivation

für die Zukunft gesehen werden können.

Darauf spielt die sich im Zentrum der Installation

befindende leere Stele mit Fragezeichen an.

Diese Stele steht ebenso stellvertretend für alle

WissenschafterInnen, deren Forschungen an

dieser Universität durch die Vertreibung im Nationalsozialismus

jäh unterbrochen wurden, aber

auch als Verkörperung dieser Leerstelle, die bis

in die Gegenwart reicht.

Gabriele Ruff

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Projektor

360.00

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Projektor

texte


25.00


Neutral Fil für Projektor

Base Nobelpreisträger

Massetab : 1/25 Datum : 14/7/05

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Auftrag:

Neuaufstellung der Nobelpreisträgerbildnisse

Konzept, Infografie, Realisierung:

Bele Marx & Gilles Mussard (Atelier Photoglas)

Auftrag im Rahmen des Projekts:

Neugestaltung der Hauptaula,

Seitenaulen und des Hoftraktes der Universität Wien, Österreich

Architektur:

BAUMEISTERARCHITEKTEN, Arch. Roger Baumeister

Wissenschaftliche Beratung:

Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Planung und Realisierung: 2003-2006

Auftraggeberin:

Universität Wien, &

Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)

Ort:

Aula, Hauptgebäude der Universität Wien,

Dr. Karl Lueger Ring 1, 1010 Wien, Österreich

Bildrechte:

Imagno, brandstätter images

(für K. Landsteiner, E. Schrödinger, V. F. Hess, O. Loewi)

ÖNB, Österreichische Nationalbibliothek

(für R. Bárány, J. Wagner-Jauregg, F. A. von Hayek)

Universität Wien (für K. Lorenz, H. Fischer)

Statik: Gmeiner Haferl Zivilingenieure zt GmbH

Technik: Photoglas

Glasqualität: Schott Austria GmbH

Metallkonstruktion: Breit Hafner OEG

Beleuchtung: Erco Leuchten GmbH

Eröffnung: 29. Juni 2006

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Audiophonium

Bele Marx

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»Audiophonium«

Laut einem Lexikon dient ein Hörgerät

dazu, Hörverluste bei Schwerhörigkei-

ten auszugleichen. Es ist ein wichtiges

Mittel zur sozialen Eingliederung hör-

geschädigter Menschen. Die Taubheit,

die das »Audiophonium« im Arkadenhof

der Universität Wien heilen soll, ist die

spezifische Taubheit des männlichen

Wissenschaftsbetriebs gegenüber For-

scherinnern und Professorinnen. Über

Generationen hinweg fanden ihre Leis-

tungen nicht den gebührenden Wider-

hall. Bis heute wird die weibliche Stimme

in der akademischen Welt ausgefiltert

und überhört.

Beschreibung

Das Kunstwerk befindet sich auf der Haupt-

achse im Arkadenhof und besteht aus zwei

Bereichen.

1. Bereich

Beim Haupteingang zum Arkadenhof befin-

det sich ein »natürliches« Auditorium. Die

Stufen erinnern an die halbrund angeordne-

ten, aufsteigenden Sitzreihen, die in griechi-

schen Amphitheatern für hervorragende

Sicht und gute Akkustik sorgten.

Die beiden Sockeln dienen als Ausgangs-

punkte für einen Glasbogen, der sich

- einem Triumphbogen gleich - über das

Auditorium wölbt und sowohl die Akkustik

verstärkt, als auch dem Raum einen

weihevollen Rahmen verleiht.

Der Glasbogen erinnert nicht zufällig auch

an einen »pavillon auditiv« (oder auch

»pavillon d‘oreille«, französisch für »Ohr-

muschel«): Wie wir wissen, stand am An-

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fang das gesprochene Wort der Philosophie.

Doch wenn die alten Griechen grundsätzliche

Fragen erörterten, waren Frauen ausge-

schlossen. Erst ab 1897 bahnten sich die

Studentinnen ihren Weg an die Universität.

Die philosophische Fakultät war die erste, die

sich für Frauen öffnete.

Das »Audiophonium« im Arkadenhof soll

nun ein etwas außerhalb der herkömmlichen

universitären Struktur angesiedeltes, Frau-

en vorbehaltenes Forum darstellen, in dem

die weibliche Stimme sich nuanciert und frei

entfalten kann. Was Forscherinnen und Pro-

fessorinnen zu sagen haben, soll in einem bis

heute auf männliche Frequenzen eingestellten

Wissenschaftsbetrieb nicht mehr untergehen.

2. Bereich

Der zweite Bereich besteht aus sechs ge-

rundeten Glasstelen (zwei Seiten zu je drei

Stelen), die in Anlehnung an das »Audiophoni-

um« links und rechts vom Kastaliabrunnen in

einem Halbkreis angeordnet sind. Jede Seite

besteht aus drei Stelen. Diese symbolisieren

die ersten Fakultäten, die sich für Frauen

öffneten: Philosophie, Medizin, Juridische

Fakultät, Evangelisch-Theologische Fakultät,

Katholisch-Theologische Fakultät. Die sechste

Stele steht für die Romanistik, wo mit Elise

Richter die erste Frau Österreichs habilitierte.

Die Stelen sind im oberen Bereich gerundet

und dienen als Verlängerung des »Audiopho-

niums«. Hier wird der Schall aufgefangen und

das von Frauen gesprochene Wort zu Gehör

gebracht. Die Stelen symbolisieren gleichzei-

tig eine Gruppe von ZuhörerInnen. Sie tra-

gen Zitate von Wissenschafterinnen, die alle

übergangenen und vergessenen Leistungen

würdigen, die Frauen in der Vergangenheit an

der Universität erbrachten.

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Zusammenfassung

Aus heutiger Sicht ist es nicht immer möglich,

sämtliche Leistungen von Wissenschafterinnen in

der Vergangenheit nachzuvollziehen. Wer vermag

schon im Nachhinein zu eruieren, wie oft ihre Beiträge

in den Leistungen ihrer männlichen Kollegen

untergingen. Die Installation auf der Hauptachse

der Universität rückt die Forscherinnen symbolisch

vom Rand ins Zentrum. Gleichzeitig würdigen die

auf den Glasstelen aufgetragenen Zitate alle übergangenen

und vergessenen, mitunter nicht einmal

namentlich erwähnten »Musen« der männlichen

Genies.

Der gläserne Bogen ist nicht nur ein Triumphbogen

für Wissenschafterinnen, sondern gleichzeitig

ein

Korrektiv für jene männlichen Kollegen, bei denen

ihre Beiträge auf taube Ohren stießen. Das

»Audiophonium« befindet sich unter freiem Himmel

– auch das nicht zufällig: Schließlich war das

schützende Dach des Wissenschaftsbetriebs in

der Vergangenheit Männern vorbehalten.

Aus der Vogelperspektive betrachtet erinnert der

Glasbogen an ein äußeres Ohr. Die Glasstelen

neben dem Brunnen hingegen symbolisieren das

Innenohr beziehungsweise das Trommelfell. Der

Glasbogen hat die Funktion eines Verstärkers,

denn er trägt die Schallwellen nach hinten zu den

Säulen. Selbst leise und geflüsterte Worte, Geräusche

und Regungen, die im Getöse des männlichen

Wissenschaftsbetriebs leicht untergehen,

werden von einer Seite des Bogens zur anderen

transportiert. So bleibt – selbst über eine Distanz

hinweg - eine besondere Intimität spürbar. Und

hörbar.

An der Stelle, wo später das Podium stehen soll,

herrscht schon jetzt eine besondere Akkustik. Mit

der Glasinstallation wird jedes Wort noch einmal

verstärkt, weil – abhängig von der Orientierung

des Glasbogens - der Schall weitertragen wird.

Das macht das »Audiophonium« zum idealen

Raum, um gemeinsame Forderungen zu stellen,

Ideen auszutauschen, Verbindungen zu anderen

ForscherInnen zu knüpfen, aber auch zu einem

Ort für Veranstaltungen. Hier sollen in Zukunft

interessante Frauen das Wort haben und auch

Gehör finden.

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Technische Beschreibung

Das Kunstwerk befindet sich auf der Hauptachse im Arkadenhof und be-

steht aus zwei Bereichen.

1. Bereich

Glasbogen: Die gerundeten Glasplatten werden in einem NEUEN GLAS-

VERFAHREN verarbeitet, und zwar mit hauchdünnem, 2 mm starken Glas

(TVG/VSG). Das Verbundglas hat eine Stärke von 4 mm und beträgt ca.

1/3 des üblichen Gewichts, ist sehr filigran aber robust. Die Größe einer

Glasplatte beträgt in etwa 1,2 x 1,6 m und wiegt rund 20 kg (!). Das Glas

wird von einer Metallkonstruktion getragen.

Metallkonstruktion: Aus gerundetem Formrohr (140 / 6 mm), verzinkt,

(oder rostfreier Stahl, oder pulverbeschichtet oder lackiert). Die Konstruk-

tion wird auf den beiden Sockeln (135 x 135 cm) mit einer starken Metall-

platte verankert.

Das Podium: Ein Metallkubus, der auf Rollen bewegt werden kann. Die

Rollen dienen nur dazu das Objekt zu verstauen, sie können im Inneren

des Kubus fixiert werden. Ein kleiner Kubus, der aus dem Gesamten her-

ausgeklappt werden kann dient als Stufe, um das Podium zu erklimmen.

2. Bereich

Der zweite Bereich besteht aus sechs gerundeten Glasstelen, die in An-

lehnung an das „Audiophonium“, im Halbkreis angeordnet sind und sich

seitlich des Kastaliabrunnens befinden. Die sechs Stelen sind im

oberen Bereich gerundet, ebenso verbunden, aus VSG/ TVG oder ESG.

Die Säulen werden von Metallbasen, die im Boden mit Fundamenten ver-

ankert sind, gehalten. Die Größe einer Stele beträgt: Breite 800 mm, Höhe

3040 mm, wobei 500 mm im Sockel eingespannt sind.

Die Zitate werden entweder eingeätzt, sandgestrahlt, mit unserer Technik

Photoglas verarbeitet, oder mit Laser im Inneren des Glases gefräst.

Die Glasstärke ist mit 50 mm angegeben und die Statik wird damit berech-

net.

Eine Spezialistin oder Spezialist in Akkustik wird für die genaue Berech-

nung der Glasrundungen und Position beider Bereiche herangezogen um

den gewünschten Schalleffekt zu erhalten.






9280




11067





600


Glas


Detail von Struktur

140

140


Pofil Formrohre 140/140/6


Fleche 1350/1350/20

20

Schrauben + Bohrungen D 12 x 12




Projekt:

Planinhalt:

Dokument:

Autoren:

Maßstab:

Datum:







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Projekt:

Teilnahme am geladenen Kunst am Bauwettbewerb zur Erlangung eines Denkmals für die

»Würdigung der Leistungen von Wissenschafterinnen der Universitaät Wien«

Universität Wien

Dr. Karl Lueger Ring 1

1010 Wien

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden eingeladen:

- Iris Andraschek

- Ricarda Denzer

- Ursula Hübner

- Zilla Leutenegger

- Bele Marx

- Sophie Thorsen

Titel unseres Entwurfs:

»Audiophonium«

Konzept:

Bele Marx

Muse:

Gilles Mussard

Planung:

2009

Ausloberin:

Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)

Jury:

- Katharina Blaas

- Gregor Eichinger

- Mona Hahn

- Susanne Holler-Mündl

- Johann Jurenitsch

beratendes Mitglied:

Eva-Maria Höhle

Den Wettbewerb hat IRIS ANDRASCHEK mit dem Entwurf »Der Muse reicht‘s!« gewonnen

Fertigstellung und Eröffnung: November 2009

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