HOW TO KNOW-HOW - BEKO Engineering & Informatik AG

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HOW TO KNOW-HOW - BEKO Engineering & Informatik AG

HOW TO KNOW-HOW

DAS TECHNOLOGIEMAGAZIN

VON BEKO | AUSGABE 2012

Erfolgsgeheimnis

Wissen


B E K O N E W S | 2 0 1 2

Inhalt

4

18

32

3 Thema Wissen

4 Leitthema „Mehr wissen!“

8 Die BEKO Akademie

11 BEKO Wissensdatenbank

12 Standorte

16 Industrial Solutions & Services

16 Reibbelagstechnik / IAG

18 Green Energy, Solartechnologie / Alumati

19 Rundschweißanlagen / DAM

21 Maschinenbetten / framag

22 Competence Center Maschinenbau Linz

23 Anlagenbau / Borealis

25 Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge / IFE

27 Schaltschränke / Schneider

28 Consumer Lifestyle / Philips

30 Halbleitertechnologie / NXP

32 Neu bei BEKO: Stereo 3D-Visualisierung

35 Visualisierung / TYROLIA

36 Professional Services

36 Prozessmodellierung / BMF

40 Datenbankanbindung / BMI

41 Visualisierung Energieeinsparung / WKNÖ

43 Notrufzentrale / Burgenländische Landessicherheitszentrale

46 Regionalentwicklung / Steiermärkische Landesregierung

48 BEKO Engineering spol. s.r.o.

48 Neuer Standort in der Slowakei

49 Schienenfahrzeuge / Stadler

50 Schlusswort / Peter Kotauczek

43 BEKONEWS | 2012


E D I T O R I A L

W wie Wissen.

W wie Wohlstand.

In einer vor kurzem durchgeführten Umfrage

wollte das Meinungsforschungsinstitut

IMAS wissen: „Wovon wird es

Ihrer Meinung nach abhängen, ob es

Österreich in Zukunft gut geht?“ Die

Antwortvorgabe „Eine starke österreichische

Industrie behalten“ erntete

mit 62 Prozent die meiste Zustimmung.

Ebenfalls im vorderen Feld der Nennungen

standen: „Abwandern von Betrieben

ins Ausland verhindern“ und „In Wissenschaft

und Tech nik Hochleistungen

erbringen“.

Damit bekunden die Österreicherinnen

und Österreicher eine sehr realistische

Einschätzung der ökonomischen Zu -

sammenhänge: Know-how sichert den

Produktionsstandort und ein starker

produzierender Sektor ist die beste

Garan tie für Wohlstand.

Das wird auch von den aktuellen Fakten

unterstrichen. Trotz der Hiobsbotschaften

zur Schulden- und Eurokrise läuft

die heimische Konjunktur noch immer

sehr rund. Angetrieben wird sie von

den wissens- und entwicklungsinten -

siven Sektoren der Industrie und der

IKT. Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich

im internationalen Vergleich äußerst

niedrig. Viele Unternehmen sind auf

der Suche nach Fachkräften und Technikern.

Wir von BEKO übrigens auch.

Schaut man genauer hin, so erkennt

man, dass hinter allen Erfolgsstories

qualitativ hochwertige Produkte und

Friedrich Hiermayer

Sprecher des Vorstands

Peter Fritsch

Vorstand

Dienstleistungen stehen. Dafür benötigt

man Know-how, das besser,

innovativer und schneller ist als das

der anderen. Wissen ist der Schlüssel

zum Erfolg.

Diese Erkenntnis ist übrigens weder

überraschend noch neu. Man darf sie

nur nicht aus den Augen verlieren.

Deshalb haben wir das Thema Wissen

in den Mittelpunkt dieser BEKONEWS

gestellt. Schließlich verstehen wir uns

als Know-how-Provider und Partner

für unsere Kunden. Die BEKONEWS, die

Sie gerade in Händen halten, ist voll

mit Beispielen davon.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim

Lesen!

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B E K O L E I T T H E M A

Mehr wissen!

Das Wissen wächst. Brain Power ist der Treibstoff, der dafür sorgt, dass der

Produktionsstandort Europa Zukunft hat. Angesichts der sprichwörtlichen

Explosion des Wissens wird es immer wichtiger, das richtige Know-how zur

richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung zu haben. Das ist übrigens der

Kern der BEKO-Dienstleistung.

4 BEKONEWS | 2012


Zu viel Wissen? Haben wir ein

Luxusproblem?

„Ich weiß, dass ich nichts weiß“, gab sich

Sokrates selbstkritisch und provozierte

damit einmal mehr seine Mitbürger,

indem er aufzeigte, dass Selbstzufriedenheit

in Wissensfragen alles andere

als gescheit ist. Seither sind rund 2400

Jahre vergangen und weil sich viele die

Worte des griechischen Philosophen zu

Herzen genommen haben, sind wir in der

Tat ein bisschen klüger geworden. Die

Menge des Wissens – egal wie man versucht,

sie zu messen – ist kontinuierlich

angewachsen und wächst immer schneller.

„Natürlich gilt für jeden Wissenschaftler

nach wie vor der sokratische

Satz, aber mittlerweile ist zum Erkenntnisproblem

ein echtes Luxusproblem hinzugekommen:

Wir wissen vielfach gar

nicht mehr, was wir alles wissen. Um den

ungeheuren Wissensschatz, den wir angesammelt

haben, nützen zu können,

brauchen wir ein effizientes Wissensmanagement,

eine Logistik des Wissens“,

sagt BEKO Vorstandssprecher Friedrich

Hiermayer.

Wissen ist der Trumpf,

der immer sticht

Gerade im Bereich der Technik verläuft

der Zuwachs an Wissen besonders dy-

Wussten Sie, dass …

... die Anzahl der Menschen mit

wissenschaftlich-technischer

Ausbildung

■ Mitte des 17. Jahrhunderts

< 1 Million betrug,

■ zwischen 1850 und 1950 von

1 auf 10 Millionen

■ und von 1950 bis 2000 von

10 auf 100 Millionen anstieg?

(nach Marx und Gramm

1994/2002)

namisch. Know-how ist hier mittlerweile

zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor

geworden. Es ist unbestritten, dass innovatives

Wissen im globalen Wettbewerb

mindestens ebenso wichtig ist wie

billige Arbeitskräfte. Den Produktionsstandort

Europa gibt es trotz aller Be-

Wussten Sie, dass …

… sich laut neuesten Studien

das Wissen in der Welt alle zwölf

Jahre verdoppelt?

fürchtungen nach wie vor. Nicht zuletzt,

weil hier viel technische Intelligenz konzentriert

ist. Zurzeit läuft der heimische

Konjunkturmotor wieder sehr rund, in

manchen Branchen werden Sonderschichten

gefahren. Dass Unternehmen

sogar ihre Zelte in den Billiglohnländern

abbrechen und nach „good old Europe“

zurückkehren, passt ebenfalls in dieses

Bild. Know-how ist der Trumpf, der immer

sticht. Schließlich geht es in erster Linie

darum, bessere Produkte und Lösungen

in kürzerer Zeit kostengünstiger zu entwickeln

bzw. zu produzieren. – Auf das

„gewusst wie“ in der Entwicklung, Konstruktion

und Fertigung kommt es an.

Angesichts der enormen Komplexität

des notwendigen Wissens wird es für die

Unternehmen immer schwieriger, alle

dafür erforderlichen Kompetenzfelder

selbst abzudecken. Sie brauchen vielfach

verlässliche Know-how-Partner.

Know-how-Provider BEKO

Die BEKO Dienstleistungen fokussieren

auf die entwicklungs- und wissensintensiven

Technikfelder Engineering und Informatik.

„Im Geschäftsbereich Industrial

Solutions unterstützen wir Unternehmen

aus der Industrie und Telekommunikation

mit integrativen Lösungen auf

ihrem Weg zu mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Der Geschäftsbereich Professional

Services bietet Kunden aus

dem öffentlichen Bereich und dem Banken-

bzw. Finanzdienstleistungsumfeld

qualitativ hochwertige IT-Dienstleistungen

für die Umsetzung der anstehenden

Projekte“, skizziert Vorstand Hiermayer

die Leistungspalette.

BEKO versteht sich als Know-how-

Provider für seine Kunden mit einem

breiten Leistungsangebot in den Kernfeldern

Engineering und Informatik. Das

Angebot reicht von der Projektunterstützung

vor Ort, wo die BEKO Techniker

B E K O L E I T T H E M A

direkt in die Teams der Kunden eingebunden

an Projekten mitarbeiten, über

Kooperationen mit klar abgegrenzten

Aufgaben, die in enger Abstimmung mit

dem Kunden in den Competence Centern

bei BEKO abgewickelt werden, bis hin zur

Auslagerung kompletter Entwicklungsaufgaben,

sei es die Konstruktion einer

Maschine, das Management eines komplexen

interdisziplinären Projektes im

Bereich PLM oder die Entwicklung einer

umfassenden IT-Applikation.

„Die richtigen Kompetenzen zur richtigen

Zeit am richtigen Ort – wir unterstützen

unsere Kunden bei ihren Projekten oder

realisieren diese zur Gänze für sie. Im

Kern lösen wir ein Knappheitsproblem,

Wussten Sie, dass …

… 2011 in Deutschland

rund 68.000

Ingenieure fehlten?

nämlich die beschränkte Verfügbarkeit

von Know-how auf den unterschiedlichsten

Ebenen. Wir setzen dabei ganz

klar auf Qualität und die Qualifizierung

unserer Mitarbeiter. In die betriebliche

Weiterbildung an der BEKO Akademie

haben wir im vergangenen Geschäftsjahr

mehr als 600.000 Euro investiert“, betont

Vorstand Peter Fritsch, der für die

Finanzen bei BEKO zuständig ist.

Wissensmanagement –

eine logistische Herausforderung

Kaum ein Unternehmen kann es sich

heute leisten, innovative Projektarbeit

nur mit eigenem Personal abzuwickeln.

Natürlich wird man darauf achten, die

Kernkompetenzen im Unternehmen zu

behalten und auszubauen. Externe Spezialisten

werden aber längst nicht mehr

nur zur Abdeckung der Auftragsspitzen

zugezogen und wenn, ist auch hier der

Qualitätsaspekt entscheidend. Sie müssen

die entsprechenden Tools beherrschen

und in der Lage sein, sich rasch in

Teams und Aufgaben einzuarbeiten. Die

personelle Kontinuität, die ein externer

Know-how-Provider zu bieten vermag,

ist ein unschätzbarer Vorteil. „Wenn aus

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B E K O L E I T T H E M A

dem technischen Dienstleister ein Wissenspartner

wird, ist der Erfolg vorprogrammiert“,

betont Vorstand Hiermayer.

Eine gute Wissensressource sollte wie

ein gutes Plug-in funktionieren, mit den

richtigen Voreinstellungen versehen und

prompt verfügbar. Gerade wenn es um

innovative Produkte und Lösungen geht,

ist Top-Know-how gefragt. Wer Neuland

betreten will, muss über den Status quo

hinausgehen und neue Inputs nicht nur

zulassen, sondern einfordern. Denn Innovation

entsteht an den Schnittstellen

zwischen den Bereichen.

Know-how-Vorteil: Competence Center

In den Kernbereichen des Engineerings

(Maschinenbau, Anlagenbau, Elektrotechnik)

und der Softwareprogrammierung

bietet BEKO seinen Kunden die

Wussten Sie, dass …

… rund zwei Drittel der österreichischen

Industriebetriebe

Qualifizierungsmaßnahmen

bzw. Umschulungen der

bestehenden Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter planen?

Projektabwicklung in den eigenen Competence

Centern an. Die Vorteile liegen

auf der Hand: BEKO kann die eigenen

Ressourcen besser planen und darüber

hinaus auf das gebündelte Know-how

kompletter Teams zurückgreifen. In vielen

Fällen – vor allem wenn es um klar

definier- und abgrenzbare Leistungspakete

bzw. Teil- oder Gesamtprojekte

BEKO Vorstandssprecher Friedrich Hiermayer: „Unsere

moderne Wissensgesellschaft hat ein Luxusproblem:

Vielfach wissen wir gar nicht, was wir alles wissen.

Wissensmanagement wird immer wichtiger.“

geht – ist diese Form der Abwicklung

für alle Beteiligten ideal. Kurze Kommunikationswege

und ein breiter Pool

an Kom petenzen sprechen für sich:

Wissensmanagement in der idealen

Form.

Wissensdatenbank

Wissensmanagement ist der gezielte Umgang

mit der Ressource Wissen und ihrem

Einsatz im Business. „Ich kann mir eigentlich

kein Unternehmen vorstellen, in

dem Wissensmanagement nicht zumindest

am Rande ein Thema ist. Ich kenne aber

ein Unternehmen, für das diese Herausforderung

eigentlich den Unternehmenskern

darstellt, nämlich unsere

BEKO“, stellt Friedrich Hiermayer fest.

Fünf Standorte mit regional-spezifischen

Marktprofilen, rund 700 bestens qualifizierte

Technikerinnen und Techniker in allen

zentralen Feldern der Konstruktion, der

IT und des Projektmanagements – für

BEKO selbst steht das Wissensmanagement

ganz besonders im Fokus. „Wir haben

deshalb eine unternehmensspezifische

Wissensdatenbank angelegt, um

das vorhandene Wissen und die Kompetenzen

der Mitarbeiter gebündelt und

strukturiert abrufen zu können. Die Basis

bildet unser Leistungskatalog, in dem

die BEKO Dienstleistungen branchenmäßig,

fachgebietsmäßig und qualitativ katalogisiert

sind. Mit der Wissensdatenbank

können die Informationen bewertet und

ortsunabhängig vernetzt werden. Die

Mitarbeiter können gezielt und punktgenau

für anfallende Projekte ausgewählt

werden. Darüber hinaus wird das Wissenskapital

des Unternehmens für andere

Marktteilnehmer messbar und nach außen

präsentiert“, sagt Friedrich Hiermayer.

„Wenn eine Kundenanfrage kommt,

können wir auf Knopfdruck feststellen,

ob wir die dafür erforderlichen Kompetenzen

verfügbar haben. Wenn ja, ist

alles bestens, wenn nein, müssen wir

die entsprechenden Spezialisten am

Arbeitsmarkt suchen oder, wenn das

zeitlich und fachlich möglich ist, unsere

Mitarbeiter schulen“, betont Vorstand

Peter Fritsch.

Strategischer Wissensaufbau

Die Wissensdatenbank bietet nicht nur

einen Überblick über das vorhandene

Wissen, sondern sie dient auch der strategischen

Know-how-Planung, wie zum

Beispiel der Rekrutierung der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und der unternehmensinternen

Weiterbildung an der

BEKO Akademie. „Wir sind in unseren

Märkten bestens verankert und sehen sehr

früh, wohin die Reise geht, etwa bei den

Tools, oder welche Know-how-Profile in

Zukunft gefragt sein werden. Wissensaneignung

auf individueller Ebene und

Wissensaufbau im Unternehmen sind

allerdings nicht von heute auf morgen

möglich, das muss vorausschauend geplant

werden. Es gilt, die Zeichen in den

regionalen Märkten richtig zu deuten,

aber auch die globalen Trends zu beobachten

und sich darauf einzustellen. Ein

Beispiel dafür ist das große Zukunftsthema

,Green Energy’. Hier haben wir unsere

Kompetenzen gezielt geschärft und adressieren

unser Angebot verstärkt an die

Unternehmen, die in diesem Bereich

tätig sind“, so Friedrich Hiermayer.

6 BEKONEWS | 2012


Technikermangel

Der Technikermangel ist schon seit vielen

Jahren ein Dauerzustand, unter dem

die Industrie und die IKT-Branche nicht

nur in Österreich leiden. Vielfach wird

sogar schon von einer „Konjunkturbremse

Technikermangel“ gesprochen.

„Selbstverständlich sind auch wir von

diesem Engpass an Technikern betroffen.

Wussten Sie, dass …

… nach Schätzungen 30 Prozent

der Wettbewerbsfähigkeit und

50 Prozent der Produktivitätssteigerung

der heimischen

Wirtschaft auf das Konto der

IT gehen?

Wir könnten zweifellos mehr Umsatz erzielen,

wenn wir mehr Ingenieure einstellen

könnten“, bedauert Vorstand

Hiermayer.

Entsprechend umtriebig sind die Recruiter

bei BEKO. An den größeren Standorten

Wien, Linz und Graz gibt es eigene

Recruiting-Spezialisten. An den beiden

kleineren Standorten Salzburg und Klagenfurt

sind diese Aufgaben Chefsache

und werden von den Standortleitern

wahrgenommen. „Die Personalsuche,

-auswahl und -entwicklung ist für BEKO

eine zentrale Aufgabenstellung. Hier

müssen wir eine besondere Qualität entwickeln

und gezielt investieren“, sagt

Peter Fritsch. BEKO hält permanenten

Kontakt zu den Ausbildungsstätten, vor

allem HTLs und technischen Fachhoch-

schulen, aber auch Technischen Universitäten.

Die Recruiter und die Führungskräfte

an den Standorten präsentieren

das Unternehmen bei Jobmessen.

BEKO ist auch in Sachen Sponsoring an

zahlreichen Ausbildungsstätten aktiv.

Attraktiv als Arbeitgeber

„Wir sind bei unseren Bemühungen um

Nachwuchs für unsere Standorte dabei

noch begünstigt. Denn schließlich haben

wir jungen Absolventinnen und Absolventen

von HTLs, technischen Fachhochschulen

und Universitäten einiges

zu bieten. Es gibt nicht viele Firmen in

Österreich, wo man an derart vielen innovativen

und abwechslungsreichen

Projekten in unterschiedlichsten Branchen

für die Top-Unternehmen Österreichs

arbeiten kann. Für ambitionierte

und ,hungrige‘ Absolventen von technischen

Bildungseinrichtungen sind wir

sicherlich eine der Top-Adressen in

Österreich“, erklärt Hiermayer.

Finanzvorstand Fritsch bringt einen weiteren

Aspekt ein: „Wir sind darauf bedacht,

die Fluktuation bei unseren

Mitarbeitern so gering wie möglich zu

halten, was uns auch gelingt. Zwar gibt

es natürlich auch bei uns Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, die uns verlassen

oder von denen wir uns trennen müssen,

aber generell ist der Wechsel gering. Wir

lehnen übrigens die Hire & Fire-Mentalität

ab, die verträgt sich nicht mit unserem

Qualitätsanspruch. Durch die

geringe Fluktuation haben wir einerseits

einen ausgewogenen Mix an Newcomern

und Routiniers, was nie ein Nachteil

sein kann. Andererseits investieren

B E K O L E I T T H E M A

BEKO Vorstand Peter Fritsch: „Das Know-how der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ist das wichtigste Kapital.

Wir investieren deshalb gezielt in Aus- und Weiterbildungsprogramme

an der BEKO Akademie.“

wir in die Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Die BEKO Akademie

spielt eine zentrale Rolle in der

Unternehmensstrategie und sie wird von

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

als echter Benefit wahrgenommen.“

Wissen im zukünftigen Arbeitsleben:

LLL Lebenslang Lernen

Der Wissenszuwachs verläuft im technischen

Bereich besonders dynamisch.

Aber nicht nur im Bereich der Technik, im

gesamten Arbeitsleben sind wir permanent

mit Neuerungen und Umwälzungen

konfrontiert, sodass Weiterbildung

immer wichtiger wird. Der Stellenwert

der Bildung kann gar nicht hoch genug

eingeschätzt werden. Jede/r Einzelne, die

Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt

sind gleichermaßen gefordert,

Initiative zu zeigen. Die/der Einzelne

muss erkennen, dass Bildung eine Holschuld

ist, viele Unternehmen haben bei

der betrieblichen Weiterbildung Nachholbedarf

und die Gesellschaft ist verpflichtet,

optimale Rahmenbedingungen

zu schaffen. „Ich möchte betonen, dass

Wussten Sie, dass …

… laut einer Arbeiterkammer-

Studie jeder Euro, der in die

Weiterbildung investiert wird,

13 Euro zusätzlichen Ertrag

bringt?

unser Nachwuchs im technischen Bereich

sehr gut ausgebildet ist, vor allem

die HTL-Abgängerinnen und -Abgänger

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B E K O A K A D E M I E

verfügen über ein sehr hohes Niveau.

Hier mangelt es nicht an Qualität,

sondern an Quantität. Wir müssen es

schaffen, bereits in der Schule die Begeisterung

für die Technik zu wecken.

Patentrezepte wird es auch hier nicht

geben, aber dass Bildungsfragen endlich

breit diskutiert werden, ist ein gutes

Zeichen“, betont Hiermayer.

Bildung hält jung

Berufliche Weiterbildung ist das Zukunftsthema

schlechthin und wahr-

BEKO hat die Hausaufgaben in Sachen betrieblicher Weiterbildung gemacht. Bereits 1996 wurden die Mitarbeiterschulungen

im Unternehmen mit der konzerneigenen BEKO Akademie institutionalisiert. Das Besondere daran: Das

Schulungsangebot wird von den Standorten strategisch, autonom und bedarfsorientiert im Zusammenspiel zwischen

Geschäftsleitung, Recruitingabteilung und Mitarbeitern geplant und organisiert.

Wer sich weiterbilden möchte, der findet

bei BEKO bestmögliche Unterstützung.

Das war schon immer so. Bereits vor der

Gründung der BEKO Akademie hatten die

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die

Möglichkeit, Kurse, Trainings und Schulungen

zu absolvieren, um ihr Wissen auf

den neuesten Stand zu bringen, zusätzliche

Kompetenzen zu erwerben oder

ganz einfach ihren Horizont zu erweitern.

„Schließlich ist permanente Weiterbildung

zur Aufrechterhaltung der Angebotspalette

und auch der Qualität

für die Erbringung von technischen

Dienstleistungen unerlässlich“, sagt

Gerhard Schmid, Leiter des Recruitings

bei BEKO Linz und damit auch für die

Weiterbildung an der BEKO Akademie

am Linzer Standort verantwortlich.

Eine anerkannte Institution

1996 wurde die BEKO Akademie offiziell

scheinlich die größte Herausforderung

an die Politik für die nächsten Jahrzehnte.

Die Menschen werden immer

älter. Derzeit gehen Prognosen davon

aus, dass ein heute in Österreich geborenes

Mädchen eine durchschnittliche

Lebenserwartung von 100 Jahren haben

wird. Die Menschen werden länger arbeiten

müssen, und die Weiterbildung ist

der zentrale Hebel, um das zu erreichen.

In Österreich ist der Druck besonders

groß: Wir haben einen brisanten Mix aus

niedriger Geburtenrate, rasch steigen-

Betriebliche Weiterbildung

in der BEKO Akademie

gegründet, zunächst nur am Wiener

Standort, in den folgenden Jahren wurde

das Erfolgsmodell österreichweit ausgerollt.

Mittlerweile ist diese Schulungseinrichtung

zu einer branchenweit bekannten

und anerkannten Institution

geworden.

Natürlich hat sich im Laufe der Jahre das

Kursangebot verändert, aber die grundsätzliche

Ausrichtung der BEKO Akademie

ist unverändert geblieben. Zum einen

steht die fachliche Ausbildung mit einem

permanenten Wissensupdate in den

zentralen Technikfeldern im Mittelpunkt,

denn gerade hier wird das Ablaufdatum

des Wissens immer kürzer. Zum anderen

gibt es die Möglichkeit, die sozialen

Kompetenzen zu schärfen.

„Jeder BEKO Standort plant und realisiert

die Weiterbildungsmaßnahmen autonom.

der Lebenserwartung und frühem Pensionsantrittsalter.

Weiterbildung ist der

Schlüssel, die Arbeitsfähigkeit auch im

Alter zu behalten. Darüber hinaus gibt es

Studienergebnisse, die nachweisen, dass

Aktivität und Bildung im Alter die Lebensqualität,

Fitness und Gesundheit

positiv beeinflussen. Wer geistig abschaltet,

hat weniger Freude am Leben

und ist öfter krank. Ein guter Grund, die

kleinen grauen Zellen ständig im Training

zu halten.

Die Bedarfserhebung erfolgt schwerpunktmäßig

bei den Mitarbeitergesprächen

mit der Standortleitung. Die

Interessen der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter werden dabei ebenso berücksichtigt

wie strategische Überlegungen

hinsichtlich der Marktentwicklung“,

betont Christian Huszar, Standortleiter

BEKO Wien.

Fit für den Job und den Wettbewerb

Die Stoßrichtung ist klar: Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter fit für den Job zu

machen und das Unternehmen stark für

Das Kursangebot reicht vom CAD-Tool

bis zum Rhetorik-Training.

8 BEKONEWS | 2012


den Wettbewerb. Dabei ist durchaus auch

Platz für Kursangebote, die nicht im direkten

Zusammenhang mit dem Business

stehen, sondern auch zur Persönlichkeitsentwicklung

und -entfaltung beitragen.

Die Palette der Schulungsangebote

ist breit. Sie reicht zum Beispiel vom Visualisierungsseminar

für Technik und Architektur

über Zertifizierungskurse oder

das Erlernen von agilen Projektmanagement-Methoden

bis hin zu Fremdsprachen,

Rhetorikkursen oder Seminaren zu

Themen wie Work-Life-Balance.

Gerhard Schmid, Leiter

Recruiting BEKO Linz: „Die

betriebliche Weiterbildung

wird immer wichtiger.“

„Gerade die Soft Skills im kommunikativen

Bereich werden bei betrieblichen

Weiterbildungsprogrammen allzu oft vernachlässigt.

Das Bild vom Konstrukteur,

der alleine vor sich hinarbeitet, ist

doch längst überholt. Ingenieure sind

Teamworker und müssen ihre Kompetenzen

in die Projekte einbringen. Sie

müssen argumentieren, Ideen im Diskurs

entwickeln, andere für Lösungen begeistern

können. Und das kann, soll

und muss man trainieren“, so Gerhard

Schmid.

B E K O A K A D E M I E

Sieglinde Stampf, Leiterin

Recruiting BEKO Graz: „Das

Interesse unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

an unseren Weiterbildungsangeboten

ist groß.“

Das Studienjahr auf der BEKO Akademie

ist in ein Frühjahrs-/Sommer- und

ein Herbst-/Winter-Semester eingeteilt.

Nach der Bedarfserhebung gehen die Recruiter

daran, das Programm zusammenzustellen,

Vortragende zu engagieren

und das Angebot im Unternehmen zu

„vermarkten“. Zum Abschluss wird jeder

Kurs evaluiert, das Ergebnis fließt in die

Planung für die nächsten Semester ein.

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B E K O A K A D E M I E

Die BEKO Akademie stärkt das

Zusammengehörigkeitsgefühl

Ein Grundsatz der BEKO Akademie ist es,

die Kurse in den Firmenräumlichkeiten

an den jeweiligen Standorten abzuhalten.

„Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

verbringen den Großteil ihrer Arbeitszeit

bei den Kunden vor Ort. Da ist

es umso wichtiger, sie immer wieder im

Unternehmen zu haben, wo sie ihre Kolleginnen

und Kollegen treffen und sich

austauschen können. Die BEKO Akademie

ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern

immens wichtig für das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Sie stiftet eine

besondere Form der Unternehmens -

identität“, hebt Gerhard Schmid hervor.

Außerdem gibt es mittlerweile Untersuchungen,

die belegen, dass Kurse, die im

Unternehmen abgehalten werden, effizienter

sind als externe.

Lust am Lernen

Lust oder Last – wie wird die Weiterbildung

von den Betroffenen wahrgenommen?

„Eindeutig überwiegt die Freude am Lernen“,

stellt Sieglinde Stampf, die für das

Recruiting bei BEKO Graz zuständig ist,

Die Recruiter von BEKO

Die Recruiting-Spezialisten an den BEKO Standorten sind die erste Ansprechstelle für Bewerberinnen und Bewerber.

Ihr wichtigster Ansatz: Die Recruiting-Abteilungen verstehen sich als Servicestelle, wo potenzielle Bewerber jederzeit

anrufen und rasch und unkompliziert die Möglichkeit und Chancen einer Bewerbung sondieren können.

Neben der Personalsuche und -auswahl

sind die Recruiting-Abteilungen für die Personalentwicklung

in Bezug auf die Planung,

Organisation und Zusammenstellung

des Weiterbildungsangebotes im Rahmen

der firmeninternen BEKO Akademie

zuständig. Ein weiteres Aufgabengebiet

fest. Die Bildungsangebote werden von

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

gerne angenommen und von der Unternehmensleitung

gefördert. Interessanterweise

decken sich zumeist die Vorstellungen,

Prioritäten und Wünsche der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit jenen

des Managements und der Recruiting-Spezialisten.

„So stieß etwa ein Kurs zum

Thema Photovoltaik auf besonders breites

Interesse und war innerhalb kürzester Zeit

Wussten Sie, dass …

… Weiterbildungsmaßnahmen,

die extern stattfinden,

weniger produktiv sind als jene,

die im Unternehmen selbst

abgehalten werden?

ausgebucht. Ich glaube nicht, dass sich

nur deshalb besonders viele Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter angemeldet haben,

weil Green Energy ein Strategiethema

im Konzern ist, sondern weil wir damit den

Nerv der Zeit getroffen haben“, betont

Gerhard Schmid.

bildet die Präsentation des Unternehmens

auf Firmen- oder Jobmessen. Sie halten

nicht nur den Kontakt zu den Ausbildungsstätten

wie HTLs, technischen

Fachhochschulen und Universitäten, sondern

planen und organisieren auch Kooperationen

und Sponsorings.

Großes Interesse an Weiterbildung

Viele Bewerberinnen und Bewerber bringen

bei den Vorstellungsterminen von

sich aus die BEKO Akademie zur Sprache.

„Das ist ein echtes Thema. Es ist uns

offenbar gelungen, diesen Benefit dem

Bewerbermarkt zu kommunizieren“,

meint Gerhard Schmid. Diese Beobachtung

kann Sieglinde Stampf nur unterstreichen.

„Bei den ersten Bewerbungs -

gesprächen mit frischgebackenen HTL-

Absolventinnen und -Absolventen war

ich noch überrascht, dass sich jemand,

der fünf Jahre lang sehr viel gelernt hat,

sofort wieder an Möglichkeiten zur Weiterbildung

interessiert zeigt. Inzwischen

habe ich mich aber daran gewöhnt“,

schmunzelt die Recruiterin.

„Weiterbildung hat mich mein ganzes

40-jähriges Berufsleben hindurch begleitet.

Als Lernenden und nun als Lern-Organisator.

Aber derart massive technologische

Umwälzungen wie in den letzten

zehn Jahren hat es in den 30 Jahren zuvor

nicht gegeben. Betriebliche Weiterbildung

wird auf jeden Fall noch viel wichtiger

werden“, prophezeit Gerhard Schmid.

Wussten Sie, dass …

… Sie sich jederzeit bei BEKO

bewerben können?

http://www.beko.at/karriere/

10 BEKONEWS | 2012


Das Kapital liegt

Es ist fast unmöglich, den jederzeitigen

Überblick über das Wissen von rund 700

hochspezialisierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern an fünf Standorten zu

bewahren. Durch eine Abfrage der Wissensdatenbank

kann rasch festgestellt

werden, ob die für ein Projekt angefragten

Leistungen erbracht werden können,

welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

über die erforderlichen Kompetenzen

verfügen und ob die entsprechenden

Ressourcen überhaupt frei sind.

B E K O W I S S E N S D A T E N B A N K

auf der Wissensdatenbank

In der BEKO Wissensdatenbank ist das wichtigste Kapital des Unternehmens, nämlich das Know-how der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, erfasst und kann auf Knopfdruck abgerufen werden. Die Applikation ist eine Eigenentwicklung,

die auf die Bedürfnisse von BEKO maßgeschneidert wurde.

Selbstverständlich wird die BEKO Wissensdatenbank

laufend gewartet. Neue

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und

ihre Kompetenzen werden erfasst, Weiterbildungen

werden im Mitarbeiterprofil

ebenso berücksichtigt wie die Erfahrungen,

die von den einzelnen Know-how-

Trägern laufend in den verschiedenen

Projekten gesammelt werden. Die

Kompetenzen können hinsichtlich verschiedener

Levels bewertet werden. Die

Wissensdatenbank bietet darüber hin-

aus die Möglichkeit, das Recruiting,

die Personalentwicklung und Weiterbildung

strategisch zu planen, indem die

Bedürfnisse des Marktes und die zu

erwartenden Entwicklungen mit den

verfügbaren Wissensressourcen abgeglichen

werden.

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B E K O S T A N D O R T E

Wissen

ist bunt

„Wissen ist bunt“ lautet ein zentrales Motto von BEKO. Die

ganze Vielfalt zeigt sich, wenn man die Leistungsangebote an

den Standorten Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien

näher betrachtet. Jeder Standort hat sein ganz spezielles

Profil, das sich im Laufe der Jahre durch die Zusammenarbeit

mit den Kunden entwickelt hat. BEKO ist in den regionalen

Märkten mit ihren spezifischen Ausrichtungen bestens verankert.

Das betrifft die langjährige Zusammenarbeit mit den

großen, kleinen und mittleren Unternehmen in den jeweiligen

Wirtschaftsräumen, aber auch die Kontakte zu den Ausbildungsstätten

wie HTLs und technischen Fachhochschulen.

BEKO Graz

Die steirische Industrie wird vom automotiven Bereich dominiert. Dieser Sektor war und ist der starke Motor der

Entwicklung für die ganze Region. Aber die steirischen Unternehmen haben technisch noch viel mehr zu bieten,

wie zum Beispiel im Anlagenbau oder in der Halbleiterindustrie. Der öffentliche Sektor setzt darüber hinaus sehr

konsequent auf Effizienzsteigerungen in der IT.

Manfred Dorner, Leiter BEKO Graz:

„Wir haben uns verstärkt als Qualitätsdienstleister

positioniert und stoßen

damit auf breite Akzeptanz bei

unseren Kunden.“

Die Folgen der Krise von 2008 sind

längst überwunden, der steirische Wirtschaftsraum

mit dem starken Automobilcluster

als Motor und Zugpferd präsentiert

sich wieder in ausgezeichneter

Verfassung. Wir haben uns in den letzten

Jahren breiter aufgestellt und den

Bereich Informatik gezielt ausgebaut.

Mit Erfolg! In der Softwareentwicklung

erzielen wir mittlerweile ebenso viel

12 BEKONEWS | 2012


Umsatz wie im traditionell starken Engineering-Sektor.

Dabei haben wir den klassischen Engineering-Bereich

keineswegs vernachlässigt,

sondern unsere Kompetenzen erweitert

und noch intensiver auf Qualität

gesetzt. Im Maschinen- und Anlagenbau

sind viele namhafte Unternehmen zu

Stammkunden geworden, die verstärkt

die Entwicklungsmöglichkeiten in unserem

Competence Center für Maschinenbau

nutzen. In der Elektrotechnik erbringen

wir die Leistungen für unsere

Kunden vor Ort. Für die Zukunft ist der

Martin Pucher, Leiter BEKO Klagenfurt:

„Durch die standortübergreifende

Zusammenarbeit können wir unseren

Kunden das gebündelte Know-how

des BEKO Konzerns anbieten.“

Unser Portfolio umfasst die Bereiche Maschinenbau,

Elektronik, Elektrotechnik

und Automatisierungstechnik. Den Großteil

unserer Leistungen erbringen wir in

drei sehr unterschiedlichen Branchen.

Im Bereich Consumer Electronics sind wir

an der Entwicklung von neuen Produkten

beteiligt. Unsere Aufgaben reichen

dabei von der Konstruktion über Elektronik-

und Schaltungsentwicklung bis hin

zur Mitarbeit bei der Projektabwicklung

im Global Engineering.

Für einen Großkunden aus der Automobilindustrie

erbringen wir Leistungen im

Aufbau eines eigenen Elektrotechnik-

Büros geplant, um auch hier die Vorteile

des Pauschal-Engineerings besser nützen

zu können. Eine besondere Stärke

unseres Standortes liegt in der Messund

Automatisierungstechnik. Hier sind

wir Alliance Partner von National Instruments

und bieten unseren Kunden maßgeschneiderte

Lösungen auf höchstem

Niveau an.

Im Bereich Softwareentwicklung konnten

wir deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen.

Technologisch bleibt unser

Fokus auf Microsoft und Open Source ge-

BEKO Klagenfurt

Consumer Electronics, Automobilzulieferindustrie und Halbleiterindustrie. BEKO Klagenfurt ist mit drei starken Standbeinen

in drei verschiedenen Branchen im Kärntner Wirtschaftsraum bestens verankert. Darüber hinaus hat sich

der jüngste Standort als Know-how-Drehscheibe bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit im BEKO Konzern

bewährt.

Sondermaschinenbau, in der Automatisierung

und Produktentwicklung. Wir arbeiten

dabei an der Entwicklung von

Abgasrückführventilen sowie Öl-, Luftund

Kraftstofffiltern mit.

Das dritte Standbein ist in der Halbleiterindustrie.

Mit einem Sondermaschinenhersteller

von Waverbeschichtungen

kooperieren wir erst seit kurzer Zeit,

dafür aber besonders intensiv. Die

Perspektiven sind vielversprechend,

denn das Unternehmen hat angekündigt,

weiterhin massiv am Kärntner Standort

investieren zu wollen.

Gerade die Zusammenarbeit mit unserem

Neukunden aus der Halbleiterindustrie

zeigt auf, welche Möglichkeiten wir

unseren Kunden auch als relativ kleiner

Standort bieten können. Das Startprojekt

betraf eine interdisziplinäre Aufgaben-

B E K O S T A N D O R T E

richtet. Innovatives Know-how konnten

wir im Bereich Near Field Communication,

bei Lösungen für Mobile Devices und

Android-Programmierungen aufbauen.

Wir haben uns entsprechend der Strategie

im BEKO Konzern verstärkt als Qualitätsdienstleister

positioniert. Obwohl wir

mit den Billiganbietern nicht immer mithalten

können und auch nicht wollen,

treffen wir mit unserem Qualitätsanspruch

dennoch auf breite Akzeptanz

bei unseren Kunden. Entscheidend ist

das Preis-/Leistungsverhältnis und das

spricht klar für BEKO.

stellung, bei der wir auch die Kompetenzen

von anderen BEKO Standorten einbrachten

und koordinierten. Die Labview

Software für eine Testanlage wurde vom

Competence Center Softwareentwicklung

in Graz programmiert, die Schaltschrank-

und Stromlaufplanung steuerte

das Elektrotechnik Competence Center in

Linz bei. Die Verhandlungen, die Angebotserstellung,

das Projektmanagement

und die Projektabwicklung liefen über

unseren Standort in Klagenfurt. Wir bildeten

die Drehscheibe für die Zusammenarbeit

zwischen drei BEKO Stand-

orten und konnten so unserem Kunden

das gebündelte Know-how des BEKO

Konzerns anbieten.

13


B E K O S T A N D O R T E

BEKO Linz

Der BEKO Standort Linz ist fest mit der industriellen Kernregion Österreichs verbunden. Die starke Marktstellung

beweist, dass BEKO über das erforderliche Know-how verfügt und zielgerichtet jene Leistungen anbietet, die die

oberösterreichische Industrie benötigt. Je nach Anforderung werden die Projekte bedarfsgerecht und flexibel direkt

beim Kunden oder in den drei leistungsfähigen Competence Centern realisiert.

Peter Zausek, Leiter BEKO Linz: „Mit

Consulting-Dienstleistungen zur Optimierung

der Aufbau- und Ablauforganisation

und der Fertigungsprozesse

erweitern wir unser breites Leistungsspektrum

für die Industrie. Das Einsparungspotenzial

in diesem Bereich

ist enorm.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten

wir eine starke Nachfrage in allen Leistungsbereichen

des Projekt-Engineerings

verzeichnen. Besonders erfreulich

ist die gute Auslastung in den drei Competence

Centern Maschinenbau, Elektrotechnik

und Anlagenbau. Die Vorteile der

flexiblen Projektabwicklung durch kompetente

Teams direkt bei uns im Haus

bilden wichtige Säulen am Standort Linz.

BEKO Salzburg

BEKO Salzburg hat seine besonderen Kompetenzen im Maschinen- und Sondermaschinenbau. Der Wirtschaftsraum

ist vor allem von den zahlreichen Automobilzulieferunternehmen geprägt. BEKO punktet mit bestem Know-how und

maßgeschneiderten Lösungen bei großen und kleinen Unternehmen aus allen Branchen. Betreut werden Kunden im

Großraum Salzburg, aber auch im angrenzenden Deutschland.

Harald Bauer, Leiter BEKO Salzburg:

„Best Jobs in Town – BEKO Salzburg ist

ein attraktiver Arbeitgeber für junge

Technik-Absolventen.“

Das Know-how am Standort wird gezielt

weiterentwickelt. Im Bereich Elektrotechnik

wurde ein zweiter EPLAN Certified

Engineer ausgebildet. Im Maschinenbau

sind wir Komplettanbieter, das Leistungsspektrum

reicht vom Entwurf über

Berechnungen und Detail-Engineering

bis hin zur Übernahme von Projektmanagement-Aufgaben.

Wir verfügen über

alle wichtigen Konstruktionstools und

genießen einen hervorragenden Ruf als

NX-Spezialist. Das neue Competence

Center Anlagenbau liegt klar über den Erwartungen.

Mit einem neuen 3D-Laserscanner

wurde auch technologisch aufgerüstet.

Das Tool zum Einscannen von Bestandsanlagen

ermöglicht eine deutlich effizientere

Projektbearbeitung bei Anlagenerneuerungen

oder -erweiterungen.

Besonders erfreulich ist die Tatsache,

dass uns nicht nur ein erfolgreiches Geschäftsjahr

gelungen ist, sondern dass wir

mit qualitativ hochwertigen Engineering-

Derzeit ist in der Industrie eine Tendenz zur

Optimierung der Geschäftsprozesse zu erkennen.

Verbesserungsmöglichkeiten werden

ausgelotet, Modelle hinterfragt und entsprechend

den Anforderungen des Marktes

optimiert. Das Einsparungspotenzial im

Bereich der Prozessoptimierung ist enorm.

Zusätzlich zu unseren Engineering-Dienstleistungen

bieten wir deshalb auch verstärkt

Consulting-Dienstleistungen in diesem

Bereich an. Mit einer fundierten Wertanalyse

nach DIN EN 12973 können auf Basis

einer funktionsbezogenen Betrachtungsweise

der Geschäftsprozesse deutliche

Verbesserungen erzielt werden, wie

zum Beispiel die Maximierung des Kundennutzens,

eine Steigerung der Kundenzufriedenheit

und eine deutliche Reduktion

der Herstellkosten.

Leistungen unsere starke Stellung im

Markt weiter gefestigt haben. Wir können

mit Recht behaupten, ein unverzichtbarer

Faktor für die Industrieunternehmen im

14 BEKONEWS | 2012


Wirtschaftsraum zu sein, wenn es darum

geht, gemeinsam mit den Kunden bessere

Lösungen zu entwickeln.

Eine zentrale Rolle für die gute Entwicklung

von BEKO Salzburg kommt dem

Competence Center für Maschinenbau

zu. Wir bieten unseren Kunden im internen

Konstruktionsbüro die komplette

Projektabwicklung vom Entwurf bis zur

Detaillierung an. Darüber hinaus arbeiten

wir selbstverständlich auch bei unseren

Kunden vor Ort an Projekten, und zwar

nicht nur im Maschinenbau, sondern

auch in den Bereichen Automatisierung,

Elektrotechnik und Technische Informa-

BEKO Wien

Christian Huszar, Leiter BEO Wien:

„Man muss Wissensmanagement tatsächlich

als Management-Aufgabe begreifen.

Strategische Planung und

professionelle Umsetzung sind gefordert.“

Know-how ist das wichtigste Kapital von

BEKO. Für unseren Wiener Standort mit seinem

breit gefächerten Branchenmix –

von der Industrie über Telekommunikationsanbieter

und Finanzdienstleister bis hin

zur öffentlichen Verwaltung – bedeutet das

natürlich auch besondere Herausforderungen

hinsichtlich des Aufbaus und der

Pflege von Know-how. Wissensmanagement

erfordert einen professionellen Zugang.

Es ist sinnvoll, sich dabei am klassischen

Managementkreislauf zu orientieren:

Wo stehen wir? Wohin wollen wir?

tik. Den größeren Teil der Dienstleistungen

erbringen wir für Unternehmen der

Automobil- und Automobilzulieferindustrie,

die den Wirtschaftsraum prägen. Es

ist uns jedoch auch gelungen, in anderen

Branchen wie zum Beispiel in der Medizintechnik

oder im Bereich der Solarenergie

Fuß zu fassen.

Die Qualität der Dienstleistungen wird immer

wichtiger und das rückt auch die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, die diese

Leistungen erbringen, in den Mittelpunkt.

Dabei kommt es nicht nur auf die fachlichen

Kompetenzen allein an. Ein guter

Techniker zeichnet sich durch sein Enga-

Das Wissensportfolio von BEKO Wien ist besonders breit gestreut. Neben den klassischen Engineering-Dienstleistungen

für die Industrieunternehmen hat der IT-Sektor in Wien eine besondere Bedeutung. Schließlich ist

Wien das Zentrum der öffentlichen Verwaltung und fast alle großen Finanzdienstleister und Telekommunikationsanbieter

haben hier ihren Hauptsitz.

Wie realisieren wir unsere Ziele? Und

natürlich gilt es immer wieder zu überprüfen,

ob die eingeschlagene Richtung

stimmt.

Als Qualitätsdienstleister ist es unsere Aufgabe,

Spitzen-Know-how zur Verfügung

zu stellen, um Projekte effizient und mit

einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis

abzuwickeln. Dabei müssen wir unsere

Ressourcen gezielt einsetzen. Die Projektbearbeitung

in unseren Competence

Centern bietet in vielen Fällen die besten

Voraussetzungen dafür. Hier haben wir die

Möglichkeit, die spezifischen Kompetenzen

unserer Mitarbeiter punktgenau einzusetzen.

Das konzentrierte Know-how

eines kompletten Teams kann bei Bedarf

flexibel abgerufen werden.

B E K O S T A N D O R T E

gement aus. Er muss sich mit der Aufgabe

identifizieren, um die erlernten

Fertigkeiten umsetzen zu können.

Angesichts des herrschenden Technikermangels

ist es besonders wichtig für

uns, als attraktiver Arbeitgeber in Erscheinung

zu treten. Wir stehen deshalb

in engem Kontakt mit den technischen

Ausbildungsstätten im Salzburger

Raum, um uns als „Arbeitgebermarke“ zu

prä sentieren. Immerhin haben wir den jungen

Technik-Absolventinnen und -Absolventen

einiges zu bieten: abwechslungsreiche

Projektarbeiten für Top-

Kunden in zukunftsträchtigen Branchen.

Aufgrund der Nähe zu unseren Kunden

können wir sehr gut erkennen, welche

Kompetenzen kurz- oder mittelfristig gefragt

sind, und die benötigten Wissensressourcen

entweder durch interne Weiterbildungen

oder durch gezielte Personalsuche

aufbauen. Darüber hinaus ist es

wichtig, den Markt zu beobachten, um die

entsprechenden längerfristigen Weichenstellungen

vornehmen zu können,

wie wir das etwa mit unserem Fokus

auf Green Energy tun. Ich selbst bin zum

Beispiel der Vertreter von BEKO bei Austrian

Mobile Power (AMP), einer Plattform

von Unternehmen, die das Ziel verfolgt,

die Elektromobilität voranzutreiben. Ich

denke, gerade weil wir den Anspruch haben,

unseren Kunden innovative Lösungen

anzubieten, müssen wir uns aktiv in

Zukunftsthemen einbringen.

15


BEKO:

Industrial Solutions & Services

Vorsprung

beim Bremsen

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Bremsbeläge in Ihrem Auto auf einer Maschine der IAG Industrie Automatisierung

GmbH gefertigt wurden. Immerhin ist das Sondermaschinenbauunternehmen mit Sitz im niederösterreichischen

Weikersdorf Weltmarktführer bei Maschinen und Anlagen für die Reibbelagstechnik. BEKO ist für IAG in der Konstruktion

unterstützend tätig.

Führend in der Reibbelagstechnik

Löschkanonen zur Brandbekämpfung,

Abgasmesssysteme für die Motorenentwicklung,

Greifer für die Müllsortierung,

Schneekanonen für das Wintersportvergnügen

– mit seinem Portfolio hat sich

das Sondermaschinenbauunternehmen

IAG besondere Nischen ausgesucht. Den

mit Abstand größten Produktbereich bildet

jedoch die Reibbelagstechnologie.

Hier hat es IAG sogar zum Weltmarkt-

Einleger für eine Anlage zur Herstellung

von Bremsbelägen

16 BEKONEWS | 2012


Presswerkzeug. Die Presskraft liegt je nach Maschine

und Rezeptur bei 40 bis 500 Tonnen.

führer gebracht. „Unsere vollautomatischen

Maschinen und Anlagen zur Herstellung

von Bremsbelägen werden

mittlerweile in alle Kontinente geliefert.

Pro Jahr sind es 10 bis 15 Anlagen, die

unsere Fertigungshalle verlassen. Natürlich

allesamt maßgeschneidert auf

die Bedürfnisse unserer Kunden“, stellt

Franz Selhofer, Konstruktionsleiter für

die mechanische Konstruktion bei IAG,

fest.

Zusammenarbeit mit BEKO

in der Konstruktion

Das Konstruktionsbüro von IAG umfasst

rund 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Derzeit verstärkt ein Maschinenbaukonstrukteur

von BEKO das Team um

Franz Selhofer. In seinen Aufgabenbereich

fallen Detailkonstruktionen mit SolidWorks.

Vorhandene Entwürfe oder

bereits in ähnlicher Form gefertigte Baugruppen

werden ausdetailliert bzw. für

neue Kundenanforderungen adaptiert

und umgebaut. Beispiele dafür sind etwa

die Konstruktion von Werkzeugen für die

Fertigung von Bremsbelägen für verschiedene

Automobilhersteller, die Ausdetaillierung

von Baugruppen inklusive

Fertigungszeichnungen, Zusammenstellungszeichnung

und Stücklisten oder

Manipulatoren für das Positionieren der

Rückenplatten in die Presse.

M A S C H I N E N B A U / A N L A G E N B A U

Zum besseren Verständnis: Bei der Herstellung

von Reibbelägen wird zunächst

ein Underlayer auf die metallische

Rückenplatte und dann das eigentliche

Bremsbelagspulver aufgebracht. Der

Pressvorgang selbst erfolgt nach einer

speziellen Rezeptur des Herstellers, mit

spezifischen Parametern wie Drücken,

Presszeiten, Temperaturen etc. Die

Presskraft liegt je nach Maschine und

Rezeptur bei 40 bis 500 Tonnen.

Von der Laborpresse

bis zum Produc tioncenter

IAG bietet für die verschiedensten

Ansprüche eine breite Palette an Komponenten,

von Pressautomaten über

Wiegesysteme oder Härteöfen bis hin

zu Fertigbearbeitungsanlagen und kompletten

Fertigungslinien. Für Kleinserien

werden Linearcenter geliefert, für

mittlere und große Serien komplette

Productioncenter. Dabei handelt es sich

um Rundläuferanlagen mit unterschiedlich

vielen Pressen, deren Größe ohne

weiteres die Dimensionen eines Einfamilienhauses

erreichen kann. Für die

Produktentwicklung werden eigene

Laborpressen entsprechend den Anforderungen

der Forschungs- und Entwicklungsabteilung

der jeweiligen Kunden

gebaut.

Franz Selhofer,

IAG Konstruktionsleiter

„Wir erheben den technologischen

Führungsanspruch.“

Als Marktführer in einem derart

spezialisierten Bereich wie

der Reibbelagstechnik erheben

wir selbstverständlich auch

den Anspruch, Technologieführer

zu sein. Das bedeutet,

dass wir unser Produkt- und

Technologiewissen selbst aufbauen,

pflegen und weiterentwickeln,

schließlich liegt

hier unsere Kernkompetenz.

Aufgrund der – wie überall im

Sondermaschinenbau – stark

schwankenden Auslastung benötigen

wir immer wieder

Verstärkung in der Konstruktion.

Die Anforderungen, die

wir dabei an unsere externen

Partner stellen, sind ganz klar

auf qualitativ hochwertiges,

rasch verfügbares Know-how

im Maschinen- und Anlagenbau

ausgerichtet. Kontinuität in

der Zusammenarbeit ist dabei

ebenso wichtig wie Flexibilität.

Die Stärke von BEKO ist

zweifellos die gute Betreuung

und der breite Pool an

Fachleuten. So wird sichergestellt,

dass wir rasch jene

Kompetenzen zur Verfügung

haben, die wir benötigen.

17


G R E E N E N E R G Y / S O L A R T E C H N O L O G I E

© Alumati

Die wunderbare

Leichtigkeit

des Aluminiums

Die Firma Alumati, mit Sitz in Seekirchen in Salzburg, bietet ihren Kunden bestes

Produkt-Know-how in Sachen Aluminium und maßgeschneiderte Serviceleistungen.

Für einen Kunden aus der Photovoltaikindustrie wurde gemeinsam mit BEKO

Salzburg ein spezielles Befestigungssystem für Solarpanele entwickelt.

Aluminium-Kompetenz

Die Aluminium-Kompetenz von Alumati

basiert auf der hohen Qualität seiner

Produkte. „Durch die große Erfahrung bei

der Bearbeitung von Aluminium und mit

unserem modernen Maschinenpark können

wir praktisch für jede Anforderung

eine individuelle, wirtschaftliche und

prozesssichere Produktionsleistung anbieten“,

betont Dean Matijevic, Geschäftsführer

von Alumati.

Zukunftsmarkt Solarenergie

Der Werkstoff Aluminium bietet durch

sein geringes Gewicht, die Robustheit

und die gute Bearbeitbarkeit vielfältige

Einsatzmöglichkeiten. Alumati hat in den

letzten Jahren einen Fokus auf eine

Branche mit viel Potenzial gerichtet und

produziert für die Solar-/Photovoltaikindustrie

Komponenten rund um die

Anlage selbst. Beginnend bei Unterkonstruktionsprofilen

über verschie-

denste Rahmen und Modulklemmen,

bis hin zu vorgefertigten Baugruppen.

„Die Sonne ist eine unerschöpfliche Energiequelle

und sie wird in der Zukunft

eine immer wichtigere Rolle spielen. Wir

setzen bei unseren Angeboten für die

Solar- bzw. Photovoltaikindustrie auf

maßgeschneiderte Lösungen. Wir wollen

keine eigenen Produkte oder Systeme im

Markt etablieren, sondern ein Partner unserer

Kunden sein. Wir fertigen unsere

Lösungen nach den Anforderungen der

Kunden oder entwickeln diese gemeinsam

mit ihnen. Bei einem dieser Projekte

war BEKO unser Entwicklungspartner“,

sagt Dean Matijevic.

Befestigungssystem für Solarpanele

Die Aufgabenstellung für BEKO lautete, ein

Befestigungssystem für Solarpanele auf

Flachdächern neu zu entwickeln. Ziel

war es, ein hochwertiges, aber dennoch

Dean Matijevic, Geschäfts -

führer von Alumati: „Die

Entwicklung wurde im Konstruktionsbüro

von BEKO realisiert.

Wir konnten uns auf

unsere Kernkompetenz, die

Produktion hochwertiger Komponenten

für unsere Kunden,

konzentrieren.“

kostengünstiges System zu konstruieren.

Das Hauptaugenmerk galt der einfachen

Montage und der Variabilität. Das System

soll deshalb auch für möglichst viele der

am Markt erhältlichen Solarpanele sowie

für alle Aufstellwinkel geeignet sein. Die

Vorteile liegen auf der Hand: Die Herstellkosten

bleiben günstig und der Monteur

kann die Solarpanele frei wählen.

BEKO entwickelte das System von Grund

auf, von der ersten Idee bis zur Serienreife.

Geplant wurde mit dem CAD-System

SolidWorks. Die Berechnung erfolgte

mit Pro/E Mechanica und SolidWorks.

Konstruktion im technischen Büro von

BEKO Salzburg: Entwicklung eines

variablen Systems für die Befestigung

von Solarpanelen auf Flachdächern

unter Berücksichtigung der Festigkeit

(Finite Elemente-Berechnung) und

der Montagefreundlichkeit.

18 BEKONEWS | 2012


Zusammengeschweißt

Kernkompetenzen: Montagetechnik,

Prüf- und Messsysteme

DAM ist Spezialist für branchenübergreifende

Lösungen im Bereich der Industrieautomatisierung.

Der Großteil der von

DAM konzeptionierten Anlagen geht in

die Automobilindustrie. In der Montagetechnik

liefert DAM schlüsselfertige

Lösungen, von der einzelnen Montagestation

bis hin zu komplexen Anlagen

mit verketteten Einheiten. In der Prüfund

Messtechnik werden End-of-Line-

Prüfstände für Getriebe und Allradkomponenten,

Achsen, Öl- und Wasserpumpen

sowie Dichtprüfanlagen entwickelt.

Darüber hinaus bietet DAM seinen Kunden

begleitende Dienstleistungen wie

Anlagenmodernisierungen und -wartungen,

E-Planungen, Schaltschrankbau und

mehr. Schweißsysteme, wie die im jüngsten

Projekt mit BEKO entwickelte universelle

Rundschweißanlage für Tankrohre,

runden das Portfolio ab.

M A S C H I N E N B A U / A N L A G E N B A U

Die Anlagenbaufirma DAM mit Sitz in Gleisdorf zählt zu jenen innovativen Spezialunternehmen, die den steirischen

Automobilcluster so schlagkräftig machen. Zwischen BEKO Graz und DAM hat sich in den letzten Jahren eine gut

eingespielte Partnerschaft entwickelt. Das jüngste Ergebnis der Kooperation: eine universelle Rundschweißanlage

für Tankrohre.

Gut eingespielte Zusammenarbeit

„Wir sind im technischen Projektgeschäft

tätig, wo Termintreue und Qualität entscheidend

sind. In der Konstruktion ist

hohe Flexibilität gefordert, denn die

Auslastung ist niemals gleichmäßig. Wir

arbeiten mit einem Kernteam von mehreren

Technikern im Haus und bedarfsgerecht

mit externen Konstrukteuren.

Die Zusammenarbeit mit BEKO ist nach

einigen gemeinsamen Projekten bestens

eingespielt. Die Kommunikationswege

sind kurz, die Abstimmungen laufen effizient

und rasch, so dass die Leistungen

im Competence Center in Graz erbracht

werden können. Das hat sich auch bei

unserem jüngsten Projekt, einer universellen

Rundschweißanlage für einen

großen Automobilzulieferer, bestätigt“,

so Alexander Gratzer, Konstruktionsleiter

bei DAM.

Universelle Rundschweißanlage

für die Automobilindustrie

Das Prinzip der Schweißanlage ist einfach

erklärt: Ein Bediener positioniert die

Teile in der Anlage, wo sie automatisch

geklemmt und von einem Schweißroboter

zusammengeschweißt werden. Nach

dem Schweißvorgang wird das gefertigte

Teil händisch entnommen. Der Schweißroboter

ist fix positioniert, die zu verschweißenden

Teile rotieren. Die Tankrohrsysteme

selbst sind keine geraden

Rohre, sondern exzentrisch geformt,

weshalb bei der Konzeption der Anlage

auch Kollisionsprüfungen vorgenommen

werden mussten. Natürlich galt es auch

die entsprechenden Sicherheitsanforderungen

zu berücksichtigen.

„Die Herausforderung bei diesem Projekt

war der universelle Anspruch. Immerhin

werden sehr unterschiedlich dimensionierte

und geformte Tankrohre nicht nur

Alexander Gratzer, Konstruktionsleiter

von DAM: „Flexi -

bilität ist das Um und Auf.

Wir arbeiten mit einem Kernteam

von mehreren Technikern

im Haus und bedarfsgerecht

mit externen Konstrukteuren.“

In der Anlage können unterschiedlich

dimensionierte und geformte Tankrohre verschiedener

Hersteller verschweißt werden.

19


M A S C H I N E N B A U / A N L A G E N B A U

für verschiedene Modelle, sondern auch

für verschiedene Hersteller verschweißt.

Unterschiedliche Längen und ausladende

Formen mussten berücksichtigt werden.

Pro Einfüllrohr werden mehrere Teile –

wie zum Beispiel Sockel, Gehäuse und

Sehr sportlich

Tankrohr – miteinander verbunden. In der

Anlage können zwei verschiedene

Schweißverfahren zur Anwendung kommen.

Darüber hinaus war ein enger Zeitrahmen

festgelegt, der nicht zuletzt

durch die enge Zusammenarbeit und die

Als „sehr sportlich“ bezeichnet DAM Geschäftsführer Robert Fandler die Zeitvorgaben, die

derzeit von der auf Hochtouren laufenden Industrie kommen. Im Interview mit BEKONEWS

spricht Fandler über die Herausforderung, die Wissensressourcen effizient einzusetzen.

Was bedeutet Wissensmanagement

für Ihr Unternehmen?

Fandler: Als Spezialist für Maschinen

und Anlagen in der Industrieautomatisierung

sind wir auch Systemintegratoren.

Wir entwickeln Lösungen unter

Einbeziehung von zugekauften Komponenten,

wie Roboter, Pneumatik etc. Das

bedeutet, wir müssen die technologische

Entwicklung permanent im Auge behalten,

ein breites Wissensfeld abdecken

und in den Kernbereichen in die Tiefe

gehen. Das Wissen ist unser aller Stärke.

Das gilt nicht nur für DAM und BEKO,

sondern generell für den europäischen

Anlagenbau. Ohne diesen Know-how-

Vorsprung würde es die europäische Industrie

in dieser Form wohl nicht mehr

geben. Alle Player sind permanent gefordert,

denn mittlerweile ist die ganze

Automobilindustrie dermaßen vernetzt,

dass ein Ausfall nicht nur das Unternehmen

selbst betrifft, sondern in der gesamten

Industrie eine Kette von Stillständen

nach sich ziehen kann.“

Warum arbeiten Sie in der

Konstruktion mit BEKO zusammen?

Fandler: Grundsätzlich kommt in der Industrie

wohl niemand mehr ohne Knowhow-Partner

aus. Die Durchlaufzeiten

von Projekten, wie der hier beschriebenen

universellen Rundschweißanlage für

Tankrohre, sind sehr kurz bemessen, die

Zeitvorgaben sind durchaus als sportlich

zu bezeichnen. Man braucht verlässliche

Partner, um Projekte stemmen zu kön-

nen. Sowohl qualitativ als auch terminlich,

vor allem in der Startphase, bis die

Konzepte stehen. Unsere Philosophie ist

es, in der Konstruktion mit einem Kern an

Spezialisten im Haus zu arbeiten und

Leistungen zuzukaufen.

Ihre Zusammenarbeit mit BEKO läuft

über das dortige Competence

Center. Wo sehen Sie die spezifischen

Vorteile?

Fandler: Eine Voraussetzung für diese

Form der Projektabwicklung ist eine gut

eingespielte Zusammenarbeit. Man muss

die Ansprüche, Möglichkeiten und Stärken

seines Partners kennen. Regelmäßige

Meetings, permanente telefonische

Kontakte und kurze Reaktionswege

und -zeiten müssen gewährleistet sein.

Nachdem die Projektparameter definiert

und abgestimmt sind, kann BEKO im eigenen

Konstruktionsbüro die eigenen

Ressourcen flexibel planen und einsetzen.

Ein eigenes Competence Center

bietet auch qualitativ gute Voraussetzungen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

bringen spezifische Erfahrungen

und Denkweisen aus unterschiedlichen

Bereichen ein. Und das wirkt sich positiv

für den Projekterfolg aus.

Welche Qualitäten muss ein guter

Konstrukteur heute haben?

Fandler: Er muss sich mit dem Projekt

identifizieren und sich mit dem Produkt,

das auf der Maschine hergestellt wird,

auch auseinandersetzen. Es reicht nicht,

flexible und konzentrierte Bearbeitung

des Projektes im BEKO Competence

Center eingehalten werden konnte“,

präzisiert Alexander Gratzer die Herausforderungen

für die Konstruktion.

nur zum Beispiel die Automatisierung zu

sehen, ohne den Bauteil zu betrachten.

Im Sondermaschinenbau ist ein breites

Denken gefordert. Auf das Produkt bezogen,

die Funktion, die Ergonomie, die

Sicherheit etc.

Das Engagement ist also ein ebenso

wichtiger Faktor wie das Fachwissen?

Fandler: Ja, beides ist wichtig und muss

zusammenwirken. Engagement bedeutet

zum Beispiel auch, die Rahmenbedingungen

eines Projektes zu berücksichtigen,

wie zum Beispiel die Kosten.

Nicht alles, was technisch machbar ist,

ist auch leistbar. Ein gutes Konzept

zeichnet sich dadurch aus, dass es auch

den finanziellen Aspekt im Blick behält.

Denn eines darf nie vergessen werden:

Die Kosten einer Anlage werden in der

Konstruktion festgelegt.

Was erwarten Sie von externen

Partnern?

Fandler: Man sollte sich zunächst von

dem Gedanken verabschieden, dass ausgelagerte

Engineering-Dienstleistungen

weniger anspruchsvoll sein müssen. Wir

geben natürlich vor, was die Anlage können

muss, wie ein Bauteil positioniert

werden soll. Wir erwarten uns aber, dass

ein Feedback von den Konstruktionspartnern

kommt und innovative Ansätze

eingebracht werden. Professionelle

Qualität eben.

Vielen Dank für das Gespräch!

20 BEKONEWS | 2012


Gut gebettet

Mit innovativen Lösungen im Anlagenbau,

in der Schwingungstechnik und im Engineering

sowie im Sondermaschinenbau genießt

framag bei Kunden in aller Welt hohes

Ansehen. Mit BEKO verbindet framag

eine langjährige Zusammenarbeit. „Die

gute Kooperation mit BEKO Salzburg seit

nunmehr zehn Jahren in den

Bereichen Schwingungstechnik,

Anlagenbau und

Finite Elemente-Berechnung

beruht unter anderem auf

dem ausgezeichneten Ingenieurwissen

von BEKO,

das dem letzten Stand der Technik entspricht,

und der hohen Kompetenz mit

unterschiedlichen Zeichnungsprogrammen“,

betont Heimo Huemer, Leiter

Technik bei framag.

Führendes Know-how in der

Schwingungstechnik

Schon seit 1986 beschäftigt sich framag

mit Fundamentierungen für Werkzeugmaschinen

und mit dem Bau von Werk-

zeugmaschinenbetten aus alternativen

Betonwerkstoffen. „Zunächst beschränkten

wir uns auf das Engineering von großen

Maschinenfundamenten. Mittlerweile

vertrauen immer mehr Werkzeugmaschinenhersteller

auf unsere eigensteifen

Maschinenbetten aus dem Ver-

bundwerkstoff HYDROPOL® sowie unsere

Nivellierungselemente als Bindeglied

zwischen Hallenboden bzw. -fundament

und dem Maschinenbett“, stellt

Heimo Huemer fest.

HYDROPOL-Superlight® –

die Innovation im Leichtbau

Mit dem Verbundwerkstoff HYDROPOL-

Superlight® setzt framag erneut Impulse

in der Werkzeugmaschinenindustrie und

M A S C H I N E N B A U / A N L A G E N B A U

Bereits seit 2002 ist BEKO Salzburg für framag Anlagenbau in den verschiedensten Bereichen tätig. Zum Beispiel bei

der konstruktiven Umsetzung von Maschinenbetten für Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren. Auf diesem

Gebiet der Schwingungstechnik hat framag übrigens mit dem neuen Verbundwerkstoff HYDROPOL-Superlight® eine

vielbeachtete Innovation entwickelt.

© framag

BEKO ist für framag ein langjähriger Partner bei

der konstruktiven Umsetzung von Maschinenbetten

für Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren.

Mit Längen bis 15 Meter und Gewichten

bis 60 Tonnen können Maschinenbetten

von framag sehr eindrucksvolle Dimensionen

annehmen.

im Maschinenbau. Der von den framag-

Ingenieuren entwickelte Verfüllstoff mit

Rohdichten von 700 bis 1200 kg/m 2 und

E-Modul von 4500 N/mm 2 bis 12 000

N/mm 2 wird vorzugsweise für verfahrbare

Maschinenkomponenten verwendet.

„Die Spezialmischung ist in Stahlschweißkonstruktionen

gefüllt und speziell

verarbeitet, sodass hervorragende

Dämpfungseigenschaften sowie hohe

dynamische und statische Steifigkeiten

erreicht werden“, erklärt Heimo Huemer.

HYDROPOL-Superlight® ermöglicht den

Einsatz von größeren leis-

tungsstarken Antrieben

und dadurch hochpräzisere

und schnellere Zerspanprozesse.

Die bewegte

Masse bleibt allerdings

gering und bewirkt

durch die dämpfenden Eigenschaften

von HYDROPOL-Superlight® hohe

Bearbeitungsgenauigkeiten.

Konstruktionsarbeiten im BEKO

Competence Center Maschinenbau

BEKO ist für framag mit der konstruktiven

Umsetzung von Maschinenbetten für

Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren

tätig. Die Maschinenbetten werden

als Blech- und Schweißkonstruktion

21


M A S C H I N E N B A U / A N L A G E N B A U

ausgeführt und mit dem Verfüllstoff ausgegossen.

Anschließend erfolgt die mechanische

Bearbeitung der Funktionsflächen.

Die Blechkonstruktion muss fertigungstechnisch

optimiert werden, sodass

die Bauteile zur Montage ineinandergesteckt

werden können, um Montagefehler

oder zu hohe Toleranzen zu vermeiden.

„Mit Längen bis 15 Meter und Gewichten

bis 60 Tonnen können diese Betten sehr

eindrucksvolle Dimensionen annehmen.

Wir erstellen in unserem Competence

Center Maschinenbau die Blechkonstruktion

mit allen Verrohrungen für Hydraulik

und Elektrik inklusive der Ferti-

gungs- und Baugruppenzeichnungen.

Dabei bringen wir unsere weitreichenden

Kenntnisse mit dem CAD-System PRO

Engineer ein, vor allem was die Skelett-

Full Service Engineering

Was sind die Eckdaten des Competence

Centers Maschinenbau Linz?

Schoiswohl: Wir sind ein Team von 20 gut

ausgebildeten Technikern mit spezifischen

Kompetenzen, die entsprechend den

Anforderungen laufend geschärft werden.

Unser Leistungsspektrum reicht von

Machbarkeitsstudien über Entwurfsausarbeitungen

bis hin zum Detailengineering.

Darüber hinaus bieten wir statische Berechnungen

an. Der Branchenmix ist breit

und spiegelt die Vielfalt des oberösterreichischen

Industrieraums wider, wie

zum Beispiel Autozulieferindustrie,

Hüttenindustrie, Zementindustrie, Flugzeugzulieferindustrie,

Maschinenbau,

Verkehrstechnik und andere mehr.

Wo liegen die besonderen Stärken

Ihres Competence Centers?

Schoiswohl: Wir bieten den oberösterreichischen

Unternehmen – vom Klein-

Durch die parametrische Konstruktion eines

Fackelkamins und von Stranggusskomponenten

im Competence Center Maschinenbau Linz

ist es gelungen, die Konstruktionskosten

deutlich zu senken.

Christian Herzbach, Leiter Competence

Center Maschinenbau, BEKO Salzburg:

„Bei den Konstruktionsarbeiten für framag

bringen wir unsere weitreichenden Kenntnisse

mit dem CAD-System PRO Engineer

ein, vor allem was die Skelettmodellierung

und Parametrisierung betrifft.“

modellierung und Parametrisierung

betrifft“, stellt Christian Herzbach, Leiter

des Competence Centers Maschinenbau

bei BEKO Salzburg, fest.

BEKO verfügt an allen Standorten über starke Maschinenbau-Kompetenzen.

Besondere Tradition hat der Maschinenbau in Linz. Grund genug, Gerald

Schoiswohl, den Leiter des dortigen Competence Centers, zum Kurzinterview

zu bitten.

betrieb bis zum Weltkonzern – qualitativ

hochwertige Konstruktionslösungen im

Pauschalengineering aus einer Hand. Dafür

haben wir ein Qualitätssicherungssystem

eingerichtet, in dem alle Schritte

dokumentiert werden. Es gehen nur sorgsam

geprüfte Pläne an die Kunden. Ein

wichtiger Benefit ist die personelle Kontinuität

im Competence Center. Wir achten

darauf, dass jene Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, die bereits einmal für einen

Kunden gearbeitet haben und seine Anforderungen

kennen, in allfälligen Folgeprojekten

wieder zum Einsatz kommen.

Eine weitere Stärke liegt in der Verfügbarkeit

der jeweils am besten geeigneten

Tools. Wir haben alle wichtigen CAD-

Systeme in Verwendung.

Können Sie ein paar Projekt-Highlights

nennen?

Schoiswohl: Besonders erwähnenswert

wäre zum Beispiel ein Projekt aus dem Bereich

Umwelttechnik. Durch die parametrische

Konstruktion eines Fackelkamins

und von Stranggusskomponenten ist es

gelungen, die Durchlaufzeiten und damit

auch die Konstruktionskosten deutlich zu

22 BEKONEWS | 2012


senken. Im Kompetenzfeld „Green Energy“

war die komplette Entwicklung einer

Photovoltaikanlage ein besonderes Highlight.

Unser Leistungsspektrum umfasste

den Entwurf, die Detaillierung und die

statische Berechnung der Anlage unter

Einbeziehung von Wind- und Schneelasten.

Last but not least möchte ich auf die

Möglichkeit hinweisen, Projekte Competence

Center-übergreifend am Linzer

Standort zu bearbeiten. Bei der Entwicklung

von Einstiegssystemen für Schienenfahrzeuge

haben wir unsere Kompetenzen

im Maschinenbau und in der Elektrotechnik

eingebracht.

Vielen Dank!

Yes, we scan!

© Borealis

CC Anlagenbau mit erfolgreichem

erstem Jahr

Das neue Competence Center Anlagenbau

hat ein sehr erfolgreiches erstes Jahr

hinter sich gebracht. Die Mitarbeiterzahl

wurde verdoppelt und mit Borealis konnte

ein führender Anbieter innovativer

Kompetent bei den Tools

■ Unigraphics NX

■ CATIA

■ ProE

■ SolidWorks

■ Solid Edge

■ Inventor

■ ACAD

etc.

M A S C H I N E N B A U / A N L A G E N B A U

Lösungen im Bereich Basischemikalien und

Kunststoffe als neuer Kunde gewonnen

werden. Das Team um Konrad Lindinger,

Leiter des Competence Centers Anlagenbau

bei BEKO, ist im Engineering für

die Düngemittel-, Ammoniak- und Betriebsmittelanlagen

und auch für das

Gerald Schoiswohl, Leiter

Competence Center Maschinenbau

Linz: „Wir bieten

unseren Kunden qualitativ

hochwertige Konstruktionslösungen

im Pauschalengineering

aus einer Hand.“

Das Competence Center Anlagenbau von BEKO Linz hat technologisch weiter aufgerüstet. Mit dem neuen CAD-System

AutoCAD Plant 3D und einem 3D-Laserscanner eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für die konstruktive Bearbeitung

von bestehenden Anlagen. Bei einem Projekt für die Borealis Agrolinz Melamine GmbH kam die neue Technologie

erfolgreich zum Einsatz.

weltweite Forschungszentrum in Linz

tätig. Das Aufgabengebiet umfasst sowohl

die klassische Anlagenplanung als auch die

Überarbeitung sämtlicher Brandschutzpläne,

der R+I-Schemata, aber auch Projekte

im Klimabereich für Fertigungsstätten

und Büroräume.

23


A N L A G E N B A U

Neuer 3D-Laserscanner

Mit der Anlagenbausoftware AutoCAD

Plant 3D wurde ein leistungsstarkes Tool

für die Planung von Rohrleitungen, Apparaten

etc. angeschafft. Gemeinsam mit

einem ebenfalls neuen 3D-Laserscanner

zum Einscannen von Bestandsanlagen eröffnen

sich effizientere Möglichkeiten

für die konstruktive Bearbeitung bestehender

Anlagen. Zum Einsatz gekommen

ist diese Technologie bereits bei mehreren

Projekten mit unterschiedlichsten

Anforderungen. Ein Beispiel dafür ist das

hier beschriebene Projekt zur Optimierung

des Hochdruckdampfleitungssystems der

Borealis Agrolinz Melamine GmbH im

Chemiepark Linz.

Scannen oder messen?

Es galt zu überprüfen, ob für eine bestehende

und mittlerweile in die Jahre gekommene

Dampfleitung der Betriebsdruck

von 20 auf 25 bar erhöht werden

kann. Da für die rund einen Kilometer lange

Rohrleitung die Dokumentation nicht

mehr vollständig verfügbar war, mussten

zunächst die Daten der Rohrleitung ermittelt

werden, um feststellen zu können,

ob sie den neuen Betriebsbedingungen mit

höheren Temperaturen und Drücken gerecht

wird. Dafür boten sich zwei Vorgangsweisen

an: Entweder man misst vor

Ort den Verlauf der Rohrleitung händisch

aus – oder man nützt die neue Technologie

und arbeitet mit einem 3D-

Laserscanner.

„Der Aufwand für beide Varianten ist

etwa gleich groß. Der Kunde hat sich für

die zweite Möglichkeit entschieden, um die

einmal erhobenen Daten und erstellten

Zeichnungen für weitere Projekte nützen

zu können. Wenn zum Beispiel neue

Leitungen dazugeplant

werden

müssen, dann

geht das mit dem

bereits vorhandenen

3D-Modell

schneller und kostengünstiger“,

so

Konrad Lindinger.

Nachmodellierung der Rohrleitung

Im ersten Schritt wurde die Anlage mit

dem 3D-Scanner erfasst und als Punktewolke

in Plant 3D abgebildet. Darauf

aufbauend wurde die Rohrleitung nachmodelliert,

um eine intelligente Rohrleitungsrückführung

und Isometrie samt

Stückliste zu erhalten. Mit dieser Zeichnung,

in der die verschiedenen Details,

wie Halterungen oder Armaturen, enthalten

sind, konnte die eigentliche

Rohrleitungsberechnung für die nachmodellierte

Leitung angestellt werden.

Für die Konstruktion einer weiteren geplanten

neuen Leitung ist nun bereits ein

eingescanntes 3D-Modell vorhanden. Die

neue Leitung kann darauf aufbauend

konstruiert werden.

Der 3D-Scanner liefert eine Abbildung

der Anlage in Form einer Punktewolke.

Um eine intelligente Rohrleitungsführung

und Isometrie samt Stückliste

zu erhalten, wird die eingescannte

Dampfleitung nachmodelliert.

„Es hat sich ausgezahlt, bei den Arbeiten

zur Optimierung unseres Dampfleitungsnetzes

auf die neue Technologie und die

Zusammenarbeit mit BEKO zu setzen.

Durch den Laserscan des Rohrleitungsbestands

können weitere Berechnungen

schneller durchgeführt werden. Durch

die räumliche Nähe zu BEKO, das sein

Competence Center direkt im Chemiepark

Linz hat, konnte das Projekt rasch

und effizient abgewickelt werden“,

resümiert Franz Hintermüller, Engineering

Manager von Borealis.

Neu im BEKO Portfolio: 3D-Laserscanner

und AutoCAD Plant 3D

Der 3D-Scanner ist auf einem Stativ

positioniert, der Scan selbst läuft

über eine rotierende Linse. Es werden

mehrere Einzelscans aufgenommen,

die mit Hilfe einer Software zusammengeführt

werden. Die enormen

Datenmengen stellen dabei eine

Herausforderung dar, die nur mit

einer entsprechend leistungsstarken

Hardware zu meistern ist. BEKO

hat zwei Mitarbeiter speziell auf

AutoCAD Plant 3D Software und den

Umgang mit dem Laserscanner eingeschult.

Die neue Dienstleistung

im Portfolio des Competence Centers

Anlagenbau ist sicherlich für viele

Kunden ein gutes Angebot, um

Projekte besser und schneller abwickeln

zu können.

24 BEKONEWS | 2012


Fünf Millionen Mal

Tür auf, Tür zu

Die Tür hat einen Anteil von zwei bis drei Prozent an den Gesamtkosten eines

Schienenfahrzeuges. Sie ist aber zu 20 bis 25 Prozent für den reibungslosen

Betrieb entscheidend. Das heißt, die Verkehrsbetreiber sind gut beraten,

auf Qualität zu setzen. Zum Beispiel auf die bewährten Lösungen von IFE

Automatic Door Systems. BEKO Linz unterstützt IFE sowohl im Bereich des

Maschinenbaus als auch der Elektrotechnik.

© IFE

Im harten Dauereinsatz

Rund 150 000-mal pro Jahr Tür auf, Tür

zu, heißt es bei einer durchschnittlich

stark frequentierten Straßenbahn. Bei einer

Einsatzdauer von 30 bis 40 Jahren

kommen in einem Türenleben ca. fünf

Millionen Zyklen zusammen, meistens

mehr. Wenn man bedenkt, unter welch

rauen Umwelt- und Betriebsbedingungen

Schienenfahrzeuge unterwegs sind,

wird klar, dass die Türen extrem hohe

Qualitätsanforderungen erfüllen müssen.

M A S C H I N E N B A U / E L E K T R O T E C H N I K

IFE entwickelt Einstiegssysteme

für Schienenfahrzeuge,

bestehend aus den Komponenten

Antrieb, Türflügel und Trittstufe.

Made in Kematen

IFE mit Sitz im niederösterreichischen

Kematen ist weltweit führender Hersteller

von automatischen Einstiegssystemen

für Schienenfahrzeuge. Das Unternehmen

gehört zum Knorr-Bremse

Konzern. In Kematen befinden sich Geschäftsführung,

Vertrieb, Forschung &

Entwicklung, Konstruktion, Nachmarkt,

Service und Einkauf. Ein Produktionszentrum

von IFE ist in Brünn in der tschechischen

Republik.

Entwickelt werden in Kematen komplette

Türsysteme, bestehend aus den Komponenten

Antrieb, Türflügel und Trittstufe

für den Schienennah- und -fernverkehr.

Von Straßenbahnen über U-Bahnen bis

hin zu Hochgeschwindigkeitszügen. IFE

bietet seinen Kunden nicht nur die Systeme,

sondern auch Service, Wartung,

Reparatur und die Verbesserung der bestehenden

Türsysteme über den gesamten

Produktlebenszyklus. Schließlich

ändern sich die technischen Voraussetzungen

im Lauf der Jahre, aber auch die

Vorschriften und Normen, speziell was

die Sicherheit und den Umweltschutz

betrifft.

Technische Herausforderungen

BEKO ist ein langjähriger Konstruktionspartner

von IFE in den verschiedensten

Bereichen, wie zum Beispiel bei einem

Großauftrag für die Schweizer Bundesbahn.

Im Rahmen des Projektes wurden

mehrere Tür- und Antriebssysteme sowie

Trittstufen für drei verschiedene

Zugtypen entwickelt. Besonders anspruchsvoll

war dabei eine einflügelige

Tür mit einer Lichtweite von 1600 Millimetern.

Spezielles Augenmerk galt der

druckdichten Ausführung des ungewöhnlich

großen Türflügels. Bei extrem

hohen Geschwindigkeiten ist es nicht nur

störend, wenn es den Insassen beim

Durchfahren eines Tunnels die Ohren verschlägt,

sondern es kann auch zu gesundheitlichen

Schäden führen.

Generell stellt die Schweizer Bundesbahn

hohe Anforderungen an Pünktlichkeit,

Zuverlässigkeit, Komfort und Barrierefreiheit.

Die Trittstufe, die den Spalt zwischen

Fahrzeug und Bahnsteig überbrückt,

ist dabei ein besonders sensibler

Bereich. Für dieses Projekt entwickelte

IFE spezielle Ultraschallsensoren, die verhindern,

dass die Trittstufe beim Ausfahren

gegen den Bahnsteig stößt. Dadurch

werden Verschleiß und Abnutzung

der beweglichen Teile möglichst gering

gehalten. „Die Trittstufe – und damit auch

die Sensoren – sind ohnehin härtesten

Belastungen ausgesetzt. Die Ingenieure

mussten die unterschiedlich hohen Bahnsteige

in ihren Konstruktionen ebenso

berücksichtigen wie die ständige Verschmutzung

durch Bremsenstaub und

Vereisungen. Darüber hinaus ist das gesamte

System permanent Stößen und Vibrationenausgesetzt,

die ja nicht

wie beim Auto

von Reifen abgefedert

werden“,

sagt Adalbert

Kammerhofer,

Teamleiter Trittstufenkonstruktion.

Sicherheit wird groß geschrieben

„Türen sind A-Komponenten, was die Sicherheit

betrifft. Es ist ein Unterschied,

ob ein Sitz bricht oder ob in einer dicht-

25


M A S C H I N E N B A U / E L E K T R O T E C H N I K

gedrängten U-Bahn bei voller Fahrt die Tür

aufgeht. Die sicherheitstechnischen Anforderungen

müssen bedingungslos in

allen Phasen eingehalten werden. Angefangen

von der Entwicklung über die

Fertigung bis hin zur Wartung“, sagt Michael

Lehner, Konstruktionsleiter von IFE.

Ein wichtiges Thema im Schienenverkehr

– vor allem in den Ballungszentren und zu

Stoßzeiten – sind möglichst kurze Aufenthalte

in den Stationen. Was das mit den

Türen zu tun hat? Sehr viel, denn dabei

kommt dem Schließsystem mit den ent-

sprechenden Warnungen eine wichtige

Funktion zu. „Wir sind in einer europäischen

Normengruppe, die sich mit Fragen der Sicherheit

beschäftigt, federführend aktiv.

Es geht darum, die entsprechenden Standards

zu vereinheitlichen, damit die Passagiere

in Europa – ganz egal ob im Fernoder

Nahverkehr – ähnlich gestaltete

Schnittstellen Passagier – Schienenfahrzeug

vorfinden“, so Lehner.

Weitere Aspekte, die bei der Konstruktion

der Einstiegssysteme berücksichtigt werden

müssen, sind Lösungen, die Perso-

Breites Know-how aus verschiedenen

technischen Disziplinen ist gefragt

Welche Kompetenzen sind bei der

Entwicklung von Einstiegssystemen

gefragt?

Lehner: Der Einstiegsbereich ist aufgrund

der hohen Beanspruchung besonders

sensibel. Da ist vielfältiges und

komplexes Ingenieurwissen aus den verschiedensten

Disziplinen gefragt, wie

zum Beispiel Finite Elemente-Berechnung,

Stahlbau, Kunststofftechnik, Elektrotechnik,

Softwareentwicklung, Oberflächentechnik,

Klebetechnik, Schweißtechnik

und mehr. IFE muss nicht in einer

Disziplin Spitzenleistungen erbringen,

sondern in vielen. Der interdisziplinäre

Zugang ist besonders wichtig.

Warum arbeiten Sie mit BEKO

zusammen?

Lehner: Wir brauchen verlässliche Partner

in der Konstruktion. Es kann oft lange dauern,

bis ein Vertrag abgeschlossen wird,

wenn es dann aber soweit ist, muss die

Entwicklung schnell realisiert werden.

Da brauchen wir externe Ingenieure, die

rasch verfügbar, flexibel und fachlich

kompetent sind.

Michael Lehner ist Leiter des Engineering der Business

Unit High Speed Trains & Passenger Cars bei IFE. Im

Interview mit BEKONEWS gibt er Auskunft über die

konstruktiven Herausforderungen bei der Entwicklung

der Einstiegssysteme von Schienenfahrzeugen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit BEKO ab?

Lehner: Wir definieren die Arbeitspakete

und die BEKO-Ingenieure entwickeln die

Leistungen im internen Büro in Linz.

Wichtig ist, dass sich die Ingenieure zuvor

eine Zeit bei uns vor Ort einarbeiten, um

die branchen- und unternehmensspezifischen

Standards kennenzulernen. Dazu

zählt auch die Einschulung in unser PLM-

System, die komplette Artikelpflege, das

Änderungsmanagement etc.

In welchen Bereichen ist BEKO tätig?

Lehner: Sowohl in der mechanischen als

auch in der elektrotechnischen Konstruktion.

In der mechanischen Konstruktion

arbeiten die BEKO Ingenieure an

der Entwicklung von Türflügeln, Türantrieben

und der Trittstufe mit, also an allen

drei Komponenten des Einstiegssystems.

Und hier wird auch deutlich, wie

wichtig es ist, dass die Konstrukteure unsere

Ansprüche kennen. Sie müssen wissen,

dass es hier zu extremen Beanspruchungen

durch Verschmutzungen, Temperaturunterschiede,

Vibrationen etc.

kommt. Wir arbeiten übrigens mit Pro/

nen mit eingeschränkter Mobilität die Benützung

der Verkehrsmittel erleichtern,

oder der Schutz gegen Vandalismus. Es

dürfen keine Teile freiliegen, die entfernt

oder beschädigt werden können. Auf jeden

Fall zeigen diese Beispiele, dass

Technik niemals Selbstzweck sein kann,

sondern immer als Lösung eines Problems

gesehen werden muss. Produktwissen

und Problembewusstsein sind für

die Qualität der Lösung entscheidend.

ENGINEER Wildfire und schätzen die

Parametrisierbarkeit des Tools besonders

und die vielfältigen Möglichkeiten

der Variantenkonstruktion.

Welche Leistungen werden in der

Elektrotechnik abgedeckt?

Lehner: Vorweg eine Anmerkung: Es gibt

keine Standardelektronik, die genau auf

unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist,

dafür sind die Stückzahlen zu niedrig. Wir

müssen vorhandene Komponenten für unsere

Bedürfnisse adaptieren und intelligent

in das Gesamtsystem einfügen. Das erfordert

viel Know-how und Kreativität. Generell

ist bei der Elektrik zu beachten, dass

wenig Platz für die Verkabelung verfügbar

ist, zudem ist auch keine fixe Verkabelung

wie in einem Schaltschrank

möglich. Die Verkabelungen laufen über

Schleppketten, sie sind in die Türen integriert,

wo alles ständig in Bewegung ist.

Alles muss kompakt verarbeitet und eingebaut

werden und doch die erforderliche

Bewegungsfreiheit gewährleisten.

Vielen Dank für das Gespräch!

26 BEKONEWS | 2012


© Schneider

Kühle Schränke

Energieeffizienz ist Kosteneffizienz. In Zeiten steigender Energiepreise ganz

besonders. Schneider Electric Power Drives bietet als weltweit tätiger Spezialist

für Energiemanagement innovative Lösungen, um Energie optimal zu

nutzen. BEKO ist für das Unternehmen in der mechanischen Konstruktion

von energieeffizient gekühlten Schaltschränken und Frequenzumrichtern tätig.

Energie sicher und effizient einsetzen

Weltweit sind mehr als 100 000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter von Schneider

Electric in über 100 Ländern damit beschäftigt,

Energie sicher, zuverlässig, effizient

und produktiv ein-

zusetzen. Das Leistungsspektrum

umfasst innovative

Lösungen für die Energieverteilung

sowie die

Steuerungs- und Automatisierungstechnik.

BEKO unterstützt die Abteilung „Business

Support Engineering“ von Schneider

Electric Power Drives GmbH in der mechanischen

Konstruktion. „Wir erstellen Angebote

für Niederspannungsantriebssysteme

und führen bei Erhalt des Auftrages

die Projektabwicklung inkl. Erstellung der

Dokumentation, Abnahme, Versand etc.

durch. Unsere Standardschrankreihen bilden

dabei die Basis für viele unserer kundenspezifischen

Ausführungen“, skizziert Abteilungsleiter

Gerhard Stadler die Aufgaben

seines Teams.

„Energieeffiziente Kühllösungen sind für uns ein

Schwerpunktthema.“ – Gerhard Stadler, Leiter

der Abteilung Business Support Engineering

von Schneider Electric Power Drives GmbH

Bei diesen Schaltschränken handelt es

sich um die Produktreihen ATV61/71

plus, die mit den Frequenzumrichtern

ATV61 und ATV71 ausgestattet sind.

Eingesetzt werden diese Antriebslösungen

vor allem in den zentralen Märkten

MMM (Metal Minerals Mining), O&G (Oil &

Gas) und WWW (Water & Waste Water).

E L E K T R O T E C H N I K

„Zu unseren Highlights zählen die Antriebe

für Tunnelvortriebsmaschinen, wo vor

allem die Schneidradantriebe eine technische

Herausforderung darstellen. Dabei

werden üblicherweise 10 bis 20 Antriebe

parallel betrieben. Die Kühlung

erfolgt mittels Wasserkühlung, wobei

mehrere Umrichter auf ein gemeinsames

Kühlgerät zusammengefasst

werden“, erläutert Gerhard Stadler.

Unterstützung von BEKO

in der Konstruktion

Durch den rauen Betrieb im Tunnel sind

hohe Schutzarten bis IP65 notwendig, was

natürlich auch die mechanische Konstruktion

vor Herausforderungen stellt. Genau

in diesem Bereich unterstützt BEKO

Schneider Electric Power Drives. Christoph

Längauer von BEKO konstruiert Schaltschränke

und Frequenzumrichter mit dem

CAD-System Pro/ENGINEER WF3 und ist

darüber hinaus in der Detailkonstruktion

von Eigenentwicklungen, der Erstellung

von konfigurierten Schaltplänen, der Verbesserung

der Fertigungsdokumentation

und bei der Entwicklung eines Schaltschrankgenerators

tätig.

Energieeffiziente Kühllösungen

In den letzten Jahren ist der Anteil von

Energie, die durch Leistungselektronik

gesteuert wird, rasant gestiegen. Vor allem

was Energie aus Windkraftanlagen und

Photovoltaikpanelen betrifft, aber auch die

präzise Steuerung von Motoren durch

Frequenzumrichter oder Lösungen zur

Steigerung der Versorgungssicherheit

durch intelligente Stromnetze (Smart

Grids). Kühlung ist eine Schlüsseltechnologie,

um die Leistungs-

teilverluste zu reduzieren

„Unsere energieeffizienten

Kühlungssysteme, wie

sie in den Frequenzumrichtern

ATV61 und ATV71

eingesetzt werden, bieten

gleich eine ganze Reihe von Vorteilen. Sie

schützen den Umrichter gegen Umwelteinflüsse,

ermöglichen eine Abfuhr der

Hauptverluste aus dem Elektroraum, sparen

Energie im Vergleich zu herkömmlichen

Klimaanlagen und reduzieren je nach

Anlagenbedingung auch die Investitionskosten“,

stellt Gerhard Stadler abschließend

fest.

27


P R O D U K T E N T W I C K L U N G E L E K T R O N I K B E R E I C H

Die schönen Seiten

der Technik

Das RéAura Laser-Hautverjüngungssystem verspricht ein schöneres Hautbild, weniger Fältchen und

eine deutliche Reduktion der Pigmentflecken. Entwickelt wurde diese Anti-Aging-Technologie von

Philips Consumer Lifestyle in Klagenfurt. Unterstützt wurde das internationale Entwicklerteam von

Philips bei diesem Projekt für schönere Teints von BEKO Ingenieuren.

Der Entwicklungsstandort Klagenfurt ist

eines von insgesamt elf weltweiten Philips

Consumer Lifestyle Innovationszentren

und fokussiert auf die Entwicklung

von Produkten in den Bereichen Haut- und

Haarpflege, Haarentfernung sowie Haushaltsgeräte.

Hier werden so unterschiedliche

Produkte wie kabellose und extrastarke

Stabmixer, extrem leicht zu reinigende

Entsafter, Lichtepiliergeräte für

die dauerhafte Haarentfernung oder Föns

und Glätteisen entwickelt. Kurz: alles,

Dieter Maier, Hannes Müller und Stefan Mörtl

(v. l. n. r.) von BEKO haben bei der Entwicklung

des Hautverjüngungsgeräts RéAura mitgearbeitet.

28 BEKONEWS | 2012

© Philips


Know-how im Global

Engineering

Die Entwicklungsabteilung

bei Philips ist

eine klassische

Projektorganisation,

die mit

einem Expertennetzwerk zusammenarbeitet

und die definierten

Aufgaben in einem

Phasenmodell mit festgelegten

Die schönen Seiten der Technik:

RéAura macht schön und überzeugt

auch durch ein gefälliges Design.

was das Leben leichter macht und die Menschen

schön und gesund erhält. BEKO

steuert schon seit einigen Jahren für die

verschiedensten Produktentwicklungen

sein bewährtes Know-how in der Konstruktion,

Elektronikentwicklung und

Schaltungsentwicklung bei.

Innovation für schönere Haut

Zum Zwecke der Hautverschönerung

wurde in Klagenfurt ein spezielles laserbasiertes

Gerät mit dem Namen RéAura

entwickelt. Die auf Punktgröße gebündelten

Laserimpulse durchdringen die

obersten Hautschichten (Epidermis und

Dermis) und regen dadurch einen natürlichen

Zellerneuerungsprozess an. Alte und

beschädigte Hautzellen werden durch

neue, frische Hautzellen ersetzt, die mehr

Collagen enthalten. Durch die wiederholte

Anwendung wird die Bildung des

„Collagennetzwerks“ gefördert und lässt

es dichter werden. Der sichtbare Effekt:

Die Haut wird glatter, ihr Erscheinungsbild

schöner und die Zahl feiner Fältchen

wird weniger.

Für die Entwickler gab es bei diesem Projekt

eine Reihe von Herausforderungen

hinsichtlich der Technik, aber auch der

Sicherheit zu bewältigen, denn immerhin

handelt es sich um ein Medizinprodukt

P R O D U K T E N T W I C K L U N G E L E K T R O N I K B E R E I C H

Meilensteinen erfüllt. Aufgrund

der komplexen zu entwickelnden

Produktfunktionen, der

Exklusivität einiger Schlüsselkomponenten

und der herausfordernden

Schnittstellen

zwischen einzelnen Schlüsselkomponenten

war die Einbindung

externer Partner im

Sinne eines „Open Innovation“und

„Early Supplier Involvement“-Ansatzes

erforderlich.

für den weltweiten Verkauf. So mussten

existierende professionelle Systeme miniaturisiert

werden, um das Lasergerät

leicht und seine Bedienung möglichst

einfach zu machen.

Der Entwicklungsprozess

erforderte die internationale

Zusammenarbeit von

Experten. Es galt, hohe und

verschiedenste Standards

zu berücksichtigen, um eine

Zertifizierbarkeit für einen

globalen Markt zu ermöglichen.

Internationales Expertennetzwerk

Der Entwicklungsprozess selbst erforderte

die internationale Zusammenarbeit

von Experten, um das Vorhaben

zeitgerecht zur Serienreife bringen zu können.

„Wir hatten Entwicklungspartner in

Amerika und ein Lieferantennetzwerk

von USA über China bis Deutschland. Es

galt, hohe und verschiedenste Standards

zu berücksichtigen, um eine Zertifizierbarkeit

für einen globalen Markt zu er-

Hierbei haben die BEKO Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

die Auswahl und die technische

Detaillierung der elektronischen

Hardware sowie

die Installation der optischen

Messverfahren entscheidend

unterstützt.

Peter Heindl, RéAura Projektleiter,

Philips Consumer Lifestyle

möglichen. Darüber hinaus musste ein benutzerfreundliches

Sicherheitssystem

ausgearbeitet werden, das für alle erdenklichen

Fehlanwendungsfälle gerüstet

ist“, betont RéAura Projektleiter

Peter Heindl in Klagenfurt.

Dem internationalen Entwicklerteam, dem

auch BEKO Konstrukteure angehörten, ist

mit dem Hautverjüngungsgerät RéAura

eine Lösung gelungen, die mit einigen

technischen Highlights aufwarten kann:

■ weltweit einzigartige, speziell für

diese Produkt entwickelte 1,4 Watt

Infrarot-Laserdiode

■ die in ihrer Art weltweit einzige,

kalibrierte Laser-Messvorrichtung

für 1435 nm Wellenlänge

■ den sehr kompakten optischen

Pfad samt Linsen, die sehr kleine

Baugrößen und ein Konzept als

Haushaltsgerät ermöglichen

■ das ästhetisch hochwertige Design

■ die innovative ausgeklügelte Hardund

Software, die eine sichere Bedienung

des Gerätes auch unter Zweiund

Dreifehlerbedingungen ermöglicht

29


© NXP

T E C H N I S C H E I N F O R M A T I K / E L E K T R O T E C H N I K

Die smartesten

Smartphones

Das Handy als Geldbörse, Ausweis oder Schlüssel. Near Field Communication (NFC) macht die Smartphones jetzt noch

smarter. Federführend bei der Entwicklung dieser Technologie, die aus dem Smartphone ein multifunktionales

Tool macht, ist der Österreich-Standort der Hightechschmiede NXP Semiconductors N. V. im steirischen Gratkorn. Mit

an Bord sind auch Techniker von BEKO Graz.

Kompetenzzentrum für kontaktlose

Identifikationssysteme

Die Firma NXP Semiconductors ist ein

weltweit führender Halbleiterhersteller.

Hervorgegangen aus der Halbleitersparte

des Philips-Konzerns, bietet das Unternehmen

eine breite Palette von Systemlösungen

für den Automobilmarkt,

die Unterhaltungselektronik, Mobiltelefone,

Bankkarten, elektronische Ausweise

etc. Der Konzern beschäftigt rund

25 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

davon ca. 350 am Standort bei NXP Semiconductors

Austria im steirischen Gratkorn.

Dort befindet sich auch das Kompetenzzentrum

für kontaktlose Identifikationssysteme.

Die Entwicklung, das Marketing und der

technische Support für sichere RFID-

Lösungen stehen in Gratkorn im Mittelpunkt.

Das Spektrum der Anwendungen

ist breit gefächert. In der Logistik und Lagerverwaltung

etwa werden Smart Labels

eingesetzt. Chips an den einzelnen Produkten

ermöglichen die blitzschnelle datenmäßige

Erfassung ganzer Lkw-Ladungen

und deren anschließende automatische

Verwaltung. „Smart Bags“ machen

den Besitzer darauf aufmerksam,

falls er vergessen hat, wichtige Dinge wie

Medikamente oder Schlüssel einzupacken.

Bei der Personenidentifikation geht

es um Lösungen für sichere elektronische

Reisepässe, Zutrittsberechtigungen,

E-Ticketing

mit dem Smartphone

E-Ticketing für öffentliche Verkehrsmittel

etc. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt

von NXP Semiconductors

Austria sind elektronische Systeme für

Automobile, wie Wegfahrsicherungen

oder Funksysteme.

Gratkorn – der Hotspot für

NFC-Lösungen weltweit

Im Bereich Near Field Communication

(NFC) ist der Gratkorner Standort von

NXP ein echter Hotspot der internationalen

Entwicklung. 2011 wurde eine Applikation

für den mobilen Bezahldienst

Google Wallet vorgestellt. Die jüngste

Erfolgsmeldung kommt ebenfalls aus

dem Bereich der mobilen Kommunikation:

Die NFC-Lösung PN65 von NXP kommt im

topaktuellen Samsung GALAXY S III zum

Einsatz. Das trendige Mobiltelefon unterstützt

NFC-Applikationen wie zum

Beispiel Bezahlsysteme, die von Mobilfunk-Betreibern

oder Kreditkarten-

Gesellschaften angeboten werden.

Michael Jerne, zuständig für External Relations

bei NXP, betont den Komfort-,

aber auch den Sicherheitsaspekt des Moduls:

„Man führt das Smartphone ganz

nahe an das Bezahlterminal heran und

setzt so einen bewussten Kommunikationsakt.

Bezahlt wird bei höheren Beträgen

wie mit einer Bankomatkarte durch

Eingabe des Pin-Codes. Dabei bietet eine

fortschrittliche Kryptografie ein Höchstmaß

an Sicherheit.“

30 BEKONEWS | 2012


Das Internet der Dinge

wird Wirklichkeit

Zum Bezahlen mit dem Smartphone

braucht man die Bankomatkarte weder zu

zücken noch in den Terminal zu stecken.

Die Kontakte können nicht verschmutzen

oder zerkratzt werden. Das Mitführen

der Bankomatkarte erübrigt sich dadurch

ebenso wie die vielen Kundenkarten,

die unsere Geldbörsen aus allen Nähten

platzen lassen. Die Bezahlfunktion ist

Michael Jerne, External

Relations, NXP: „Bezahlen

mit der Near Field Communication-Technologie

made

by NXP im Smartphone:

genauso sicher wie mit

der Bankkarte. Nur viel einfacher!“

T E C H N I S C H E I N F O R M A T I K / E L E K T R O T E C H N I K

NXP in Gratkorn: Der Hotspot für die Entwicklung der Near Field Communication-Technologie. BEKO

unterstützt das Unternehmen in der Hardware- und Softwareentwicklung sowie bei Labortests.

übrigens nur eine von vielen Anwendungen,

mit denen sich die mit PN65 bestückten

Smartphones aufrüsten lassen.

Das „Internet der Dinge“ wird Wirklichkeit.

E-Ticketing, Identifikation und mehr

E-Ticketing in öffentlichen Verkehrsmitteln

macht das Leben ebenso einfacher

wie die Identifikation für autorisierte Zugänge

in Firmen-, Verwaltungs- oder

Wohngebäuden. Aber damit nicht genug:

Das so genannte Auslesen von Tags ermöglicht

zum Beispiel, eine Visitenkarte

im elektronischen Telefonbuch kontaktlos

zu übertragen und zu speichern. Oder eine

Internetverbindung ohne Eintippen der

URL herzustellen. Wozu das gut sein

soll? – Zum Beispiel zum Herunterladen der

Gebrauchsanweisung für das TV-Gerät

oder die Waschmaschine. Gutscheine

können eingelesen und im Geschäft eingelöst

werden. Ein „intelligentes“ Filmplakat

ermöglicht es, sich blitzschnell via

Smartphone mit der entsprechenden

Website zu verlinken und sich den Trailer

anzusehen. Konzertkarten können unkompliziert

per Handy bestellt und bezahlt

werden, indem man sich direkt vom Werbeplakat

auf die Website einloggt. Alles

kontaktlos, einfach durch Heranführen

des Handys an die Datenquelle.

Connected Mobility

„Mit NFC gelingt uns der Brückenschlag zu

einer weiteren Kernkompetenz unseres

Unternehmens, nämlich zu Identifikations-

und Sicherheitslösungen im automotiven

Bereich, wie Wegfahrsperren oder

Funksystemen. Unter dem Schlagwort

,Connected Mobility‘ entwickeln wir Lösungen,

um die Welt der mobilen Kommunikation

direkt mit dem Automobil zu

verbinden, die Musik vom Wohnzimmer ins

Auto mitzunehmen oder den Routen -

planer aus dem Büro“, schließt Michael

Jerne.

Know-how für die Zukunft,

BEKO ist mit an Bord

NXP Semiconductors Austria ist nicht

nur das Kompetenzzentrum für NFC-

Lösungen im NXP-Konzern, sondern

auch federführend in der weltweiten

Entwicklung dieser Technologie. Die

Zusammenarbeit mit BEKO begann bereits,

als das Unternehmen noch Teil

des Philips-Konzerns war und wurde

seither fortgesetzt und ausgebaut.

BEKO ist mit mehreren Mitarbeitern

für NXP in der Softwareentwicklung,

der Hardwareentwicklung und mit

Labortätigkeiten beschäftigt. „Die

personelle Kontinuität der externen

Spezialisten, wie sie uns BEKO bieten

kann, ist in einem derart innovativen

und forschungsintensiven Bereich

wie unserem unverzichtbar“, betont

Rainer Hofmann, Purchasing Manager

von NXP.

31

© NXP


V I S U A L I S I E R U N G

Tiefe Einsichten:

Stereo 3D bei BEKO

Ein tiefenscharfer Blick auf die moderne Visualisierungstechnologie macht deutlich: Stereo 3D von

BEKO eröffnet eine neue Dimension in der Produkt- und Verfahrenspräsentation. Mit einem noch

nie dagewesenen, räumlichen Eindruck von Tiefe.

Überzeugend und emotional

Im Gegensatz zur perspektivischen, räumlichen

Darstellung mit verkürzten Winkeln

vermittelt Stereo 3D einen

echten Tiefeneindruck. Der

Betrachter bekommt das

Gefühl, ein Teil des Geschehens

zu sein. BEKO

bietet seinen Kunden diese

Technologie für die Produkt-

und Verfahrenspräsentation

im Verkaufs-, Marketing- und

Schulungsbereich an. Innovative Produk-

te, komplexe Maschinen und Anlagen, aber

auch komplizierte Prozesse können mit

Stereo 3D nicht nur besser verständlich,

Mit Stereo 3D können innovative Produkte, komplexe

Maschinen und Anlagen, aber auch komplizierte

Prozesse nicht nur verständlicher, sondern auch

überzeugender dargestellt werden.

sondern auch überzeugender dargestellt

werden.

Bereits in den 50er-Jahren entstanden

die ersten Stereo-Fotografien. Seitdem

wurde die Technologie sukzessive

weiterentwickelt: von den

bereits kurios anmutenden

rot-grünen Wegwerfbrillen

über die Shutter-Technologie

bis zu den heute in

Kinos üblichen Polarisationsfilter-Brillen.Mittlerweile

gibt es auch erfolgversprechende

Ansätze für brillenloses

„3D-Sehen“.

32 BEKONEWS | 2012


Stereocam: links: Stereokamera-Rig, Mitte: Teil der Node-basierenden Programmierung, rechts: Einstellparameter und Analyse der Tiefenwirkung

Seite 32 oben: Stereo 3D-Darstellung: Tiefenschärfe mit Rot-Cyan-Brille betrachtbar

Stereo 3D überwindet

„Kinderkrankheiten“

Die ersten Hypes um die Erlebnisdimension

3D entstanden mit Filmen in den

IMAX-Kinos. Allerdings waren diese frühen

„3D-Filme“ noch von Kinderkrank-

heiten geplagt. Es kam zu so genannten

Geisterbildern, die durch unrealistische

Raumverzerrungen auf Dauer Kopfschmerzen

beim Betrachter verursachten,

weshalb sich diese Filme nicht wirklich

durchsetzen konnten.

V I S U A L I S I E R U N G

Durch bessere und günstigere Kameras und

Abspielgeräte gibt es mehr Einsatzmöglichkeiten

für Stereo 3D-Anwendungen.

2009 löste James Camerons Science-

Fiction-Epos „Avatar“ eine neue Begeisterung

für Stereo 3D aus. Begünstigt

wurde diese Entwicklung durch neue,

für den Endkunden leistbare Abspielgeräte,

Kameras etc., die auf den Markt kamen.

Der entscheidende Fortschritt aber gelang

durch die Beschäftigung mit den theoretischen

Grundlagen beim Filmen und der

Erstellung von stereoskopischen Animationen.

Durch die Einhaltung bestimmter

Grundregeln bei Kamerabewegungen,

Parallaxenverschiebungen, Depthscore

etc. können nun Geisterbilder weitestgehend

vermieden werden. Zusätzlich

haben sich Standards bei den Videoformaten

durchgesetzt. YouTube ermöglicht

schon seit einiger Zeit die Verbreitung

von Stereo 3D-Inhalten.

33


V I S U A L I S I E R U N G

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

BEKO hat seit längerem diesen Trend verfolgt,

Know-how aufgebaut und getestet.

Die Einsatzmöglichkeiten sind breit.

■ Anlagenbau und Maschinenbau:

Stahlbau oder Rohrleitungskonstruktionen

eignen sich besonders für

Stereofilme.

Bernhard

Sandriester,

BEKO Visualisierung

&

Animation

Ein Film für jedes Auge

ermöglicht die Tiefenwahrnehmung

Bei Stereo 3D wird jeweils ein

Film für jedes Auge hergestellt,

wodurch im Gehirn des

Betrachters der Eindruck von

räumlicher Tiefe entsteht. Wir

haben unseren Workflow in

allen CGI-Tools (Animation,

Videoschnitt, Spezialeffekte,

■ Architektur/Landschaft: Bei der Präsentation

von Immobilien vermitteln

Stereo 3D-Begehungen einen unmittelbaren

Eindruck der Architektur.

Durch Einbindung der Umgebungsszenerie

entsteht eine noch bessere

Tiefenwirkung.

■ Sport- und Consumerartikel: Besonders

Produkte mit Erlebnis- und Inno-

Menüauthoring) auf Stereo 3D

umgestellt. Dafür notwendig

waren virtuelle Kamera-Rigs,

um schlussendlich einen Film

für das linke Auge und einen

für das rechte Auge im Side by

Side-Modus erzeugen zu können.

Die Kamerasysteme sind

so programmiert, dass zahlreiche

relevante Parameter

wie Augenabstand, Fern- und

Nah-Ebene, Konvergenzpunkte

und vieles mehr eingegeben

und laufend verstellt werden

können. Gleichzeitig kann die

räumliche Tiefenwahrnehmung

analysiert werden, um das

Stereo-After-FX: oben: Side-by-Side Video,

unten: Effektspuren, Kameras und Stereo-Rig

vationscharakter profitieren von der

Emotionalität von Stereo 3D-Videos

bzw. -Animationen.

■ Umwandlung von bestehenden

Videos und Animationen oder

Sequenzen zu einem neuen Imagefilm.

Bereits vorhandene Konstruk tionsdaten

und Filme können für Stereo

3D aufbereitet und genutzt werden.

Überschreiten von Grenzwerten

zu verhindern. Die Kamera-Rigs

sind in jedem Tool

exakt gleich zu bedienen und

mit denselben Funktionen versehen,

sodass ein rationelles,

programmübergreifendes Arbeiten

möglich wird. Von Animationen

in Cinema 4D bis zu

Titeleffekten in Adobe After

Effects und 3D DVD-Menüs. In

einem Show-Reel haben wir

verschiedenste Projektausschnitte

zusammengefasst,

um unseren Kunden einen Eindruck

über den Bereich Stereo-

Animation zu geben.

34 BEKONEWS | 2012


Was wäre Innovation

ohne Emotion?

Als Marktführer für alpine Skibindungen betritt TYROLIA mit der Freeride-Bindung „Adrenalin“ nun auch das Terrain

abseits präparierter Pisten. Um den hohen emotionalen Faktor des neuen Produktes im Markt zu kommunizieren,

wurde BEKO mit der Erstellung eines Stereo 3D-Videos beauftragt.

© TYROLIA

„Adrenalin“ – der Name der neuen Freeride-

Bindung von TYROLIA ist Programm. Unberührte

Hänge und Pulverschneeabfahrten

sind der Lohn für das Erklimmen

der Gipfel aus eigener Kraft. Dafür bietet

die Freeride-Bindung „Adrenalin“ zahlreiche

technische Features, die den Aufstieg

leicht und die Abfahrt zum Vergnügen

machen.

Starke Messeauftritte mit Stereo

3D-Video

In den Handel kommt die neue Bindung in

der Saison 2012/13. Vorgestellt wurde sie

bereits auf der ISPO in München und anderen

wichtigen Sportartikelmessen in

USA und Japan, wo die Aussteller um die

Aufmerksamkeit und die Gunst von Händlern,

Fachjournalisten und Publikum buhlen.

„Mit unserem Präsentationsvideo in

Stereo 3D ist uns ein echter Wurf gelungen.

Die eindrucksvollen Skiszenen vor

überwältigender Bergkulisse in Verbindung

mit den von BEKO erstellten Ani-

mationen zur Erklärung der Bindungsfunktionen

stießen auf reges Interesse bei

den Besuchern. Wir sind nicht nur mit einem

innovativen Produkt, sondern auch

mit einer innovativen Präsentation in

Erscheinung getreten“, zeigt sich Horst

Tschida, verantwortlich für Technical

Promotion bei TYROLIA, zufrieden.

Horst Tschida, TYROLIA: „Ein

innovatives Produkt braucht

eine innovative Präsentation.“

V I S U A L I S I E R U N G

Stereo 3D bietet bessere Möglichkeiten,

die technischen Vorteile und die Erlebnisdimension

der neuen Freeride-Bindung

darzustellen.

Funktionen effektvoll in Szene gesetzt

BEKO hat sein gesammeltes Know-how

über Stereoskopie in das Visualisierungsprojekt

für TYROLIA eingebracht. Für

die Stereo 3D-Animationen wurden die besonderen

Features der Bindung effektvoll

in Szene gesetzt. Schließlich hat die

„Adrenalin“ Freeride-Bindung mit einigen

Highlights aufzuwarten: Die Umstellung

vom Ski- in den Gehmodus erfolgt

schnell und einfach mit Hilfe des Skistocks,

ohne aus der Bindung steigen zu müssen.

Ein neu entwickelter Bindungsbacken ermöglicht

kräfteschonendes Gehen. Leicht

zu montierende Harscheisen bieten Unterstützung

und perfekten Halt auch bei

extremen Steigungen. Für das Aufsteigen

steht eine integrierte, einfach mit dem

Skistock einstellbare Steighilfe mit drei

Positionen für ebenes Gelände, leichte

und steile Steigungen zur Verfügung. Und

damit das Skivergnügen perfekt ist, sorgt

eine breitere Skischuhauflagefläche für

mehr Stabilität, direktere Krafteinleitung

und beste Abfahrtsperformance.

„Gerade bei Sportartikeln ist es wichtig,

Innovation und Emotion zu demonstrieren.

Das Präsentationsvideo in Stereo 3D

zeigt die technischen Highlights anschaulich,

erklärt ihre Funktion nachvollziehbar

und zeigt das sportliche Erlebnis

in hochemotionalen Bildern. Zudem

waren wir mit unserem Video ein echter

Trendsetter, was uns maximale Aufmerksamkeit

beim Zielpublikum auf

den Messen eingebracht hat“, resümiert

Horst Tschida.

35


BEKO:

Professional Services

Der Papierflut den Prozess

gemacht

Für die Buchhaltung des Bundes sind seit 31. März 2011 die Kontoauszüge elektronisch verfügbar. Durch diese Umstellung

wird nicht nur die ständig steigende Papierflut eingedämmt. Sie bringt auch Erleichterungen für alle beteiligten

Stellen und namhafte Kosteneinsparungen. BEKO war in dem Projekt mit der Prozessmodellierung beauftragt.

Die Zahlen sind beeindruckend, die Dimensionen

enorm: Für etwa 1000 Bundeskonten

werden beinahe täglich Kontoauszüge

an die Buchhaltungsagentur

des Bundes (BHAG) angeliefert. Rund

15 000 Kontoabfragen tätigt sie pro Monat,

wobei ein Kontoauszug aus bis zu

12 000 Seiten bestehen kann. Jede Einzahlung

– wie zum Beispiel ein Organstrafmandat

– und jede Auszahlung –

von der Familienbeihilfe bis zur Pensionszahlung

– wurde bis zur Umstellung

auf ein elektronisches PDF-Format als

physischer Beleg an die BHAG angeliefert

und dort eingebucht und archiviert.

Elektronisch statt postalisch

Realisiert wurde die Umstellung auf den

elektronischen Kontoauszug von der Ab-

teilung V/3 im Bundesministerium für

Finanzen (BMF), die für IT und die Organisation

des Rechnungswesens und Zahlungsverkehrs

zuständig ist. Die Ausgangslage

war durch einen hohen Aufwand

für die händische Bearbeitung geprägt.

Allein mit der Bewältigung des täglichen

Posteingangs und dem Scannen der

Belege waren mehrere Personen beschäftigt.

Gesetzlich ist die BHAG dazu verpflichtet,

die Ein- und Auszahlungen zu

überwachen. Was zuvor anhand des von

der BAWAG P.S.K. zu jedem einzelnen

Bundeskonto postalisch übermittelten

Papierkontoauszugs erfolgte, geschieht

seit dem 31. März 2011 mit dem elektronisch

im PDF-Format angelieferten

Kontoauszug. „Damit sind wir in der Lage,

die Kontoauszüge wirklich tagesaktuell zu

buchen, was bei der postalischen Anlieferung

ja nicht immer möglich war“, sagt

Rudolf Miltner, Applikationsleiter im BMF.

Applikationsleiter Rudolf Miltner,

BMF: „Wir sind nun in der

Lage, die Kontoauszüge wirklich

tagesaktuell zu buchen.“

36 BEKONEWS | 2012


BEKO „machte“ den Prozess

Iris Haralanoff und Konrad Schinner von

BEKO waren bei dem Projekt mit der Prozessmodellierung

beauftragt. Der Zahlungsverkehr

des Bundes ist eine hochkomplexe

Angelegenheit mit einem dichten

Beziehungs- und Handlungsgeflecht

zwischen den beteiligten Stellen und

Organisationen. Für die effiziente

Umstellung auf elektronische Kontoauszüge

war es deshalb auch besonders

wichtig, die dahinterliegenden Prozesse

zu erheben, zu analysieren und festzumachen.

Auf der einen Seite des Prozesses befinden

sich die „Kunden“ als die anweisenden

und auszahlenden Stellen des Bundes

mit einer Vielzahl an Applikationen,

von Steuern und Abgaben über Beihilfen

bis hin zu den Anleihen, die aufgelegt werden.

Auf der anderen Seite die Banken,

also die BAWAG P.S.K. und die Österreichische

Nationalbank. Dazwischengeschaltet

ist die Zahlungsverkehrsdrehscheibe

des Bundes, die höchstmögliche

Sicherheitsstandards erfüllt. An diese

ausdifferenzierte Prozesslandschaft werden

höchste Anforderungen hinsichtlich

der Datensicherheit und der Systemstabilität

gestellt.

Projektmanager Manfred

Hochhold, BMF: „Die Einsparungen

durch den elektronischen

Kontoauszug betragen

allein durch den Wegfall

der physischen Anlieferung

rund 200 000 Euro

jährlich.“

Weniger Papier, weniger Kosten

Mit dem Projekt „Elektronischer Kontoauszug“

ist es dem Bundesministerium für

Finanzen gelungen, die Papierflut einzudämmen,

Kosten zu senken und Fehlerquellen

auszuschalten. Durch den Wegfall

des Postweges erfolgen die Buchungen

schneller, Fehlzustellungen oder gar

Verluste können minimiert bzw. verhindert

werden.

Manfred Hochhold, Projektmanager des

BMF, bringt die Vorteile auf den Punkt:

„Der manipulative Aufwand mit der vorgeschriebenen

Archivierung der Kontoauszüge

in der BHAG konnte erheblich verringert

werden, außerdem konnten die

Kosten gesenkt werden. Angesichts der

großen Zahl an Kontoauszügen, die nicht

mehr physisch angeliefert werden müssen,

fallen auch jene Porto- und Druckkosten

weg, welche die BAWAG P.S.K. dem

Bund verrechnete. Allein dadurch werden

rund 200 000 Euro jährlich eingespart.“

Noch mehr Einsparungspotenzial

Das PDF-Format ermöglicht zwar die rasche

elektronische Übertragung der Belege

als Bild, die Einbuchung selbst muss

bei der BHAG allerdings nach wie vor händisch

erfolgen. Erst wenn die Konto-

S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

auszugsdaten in einem elektronisch zuordenbaren

Format wie dem MT940 übermittelt

werden, geschieht die Buchung

vollautomatisch. Das MT940-Format ist der

SWIFT-Standard zur elektronischen Übermittlung

von Kontoauszugsdaten und

dient in der Zahlungsverkehrsdrehscheibe

des Bundes als Schnittstelle zu anderen

Programmen, mit denen die Daten

weiterverarbeitet werden.

Bei Überweisungen des Bürgers via Online-Banking

ist die händische Weiterverarbeitung

also jetzt schon obsolet, in

Zukunft wird dieses Potenzial noch viel

stärker ausgeschöpft werden. Christian

Ihle, als Abteilungsleiter zuständig für die

Organisation des Rechnungswesens und

des Zahlungsverkehrs des Bundes, sieht

deshalb auch im Projekt „Elektronischer

Kontoauszug“ lediglich einen Schritt in die

richtige Richtung: „Unser Ziel ist es, die

elektronischen Kontoinformationen auf

breiter Basis so verfügbar zu machen, dass

die Verbuchung komplett automatisch

funktioniert. Damit können wir weitere

enorme Einsparungen realisieren und

das Know-how und die Kapazitäten

unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

für andere Aufgaben freisetzen.“

Christian Ihle, Abteilungsleiter

Organisation des Rechnungswesens

und des Zahlungsverkehrs

im BMF: „Der elektronische

Kontoauszug ist ein

Schritt in die richtige Richtung.

Automationsgestützt

verarbeitbare Daten machen

weitere deutliche Einsparungen

und Effizienzsteigerungen

möglich.“

37


S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

Ein neues Tool

für eine ehrwürdige Institution

Bereits 1783 wurde das k. u. k.-Punzierungsamt geschaffen, um Käufer von Edelmetallgegenständen vor unlauteren

Machenschaften zu schützen. Damit ist die Punzierungskontrolle wohl eine der ältesten Konsumentenschutzeinrichtungen

des Landes. Heute arbeiten die Kontrollorgane natürlich mit modernster IT-Unterstützung. BEKO war

federführend in den Bereichen Prozessmodellierung und Programmierung tätig.

Gold, Silber, Platin

Gold, Silber und Platin – in Barren oder

kunstvoll zu Schmuck verarbeitet – haben

wieder einmal Hochkonjunktur, das zeigen

die steigenden Preise. Da kaum jemand die

Echtheit oder gar den Feingehalt von

Schmuck erkennen kann, gibt es die Punzierungskontrolle.

1783

unter Josef II. ins Leben

gerufen, gehört dieser

Service in modifizierter

Form nach wie vor zu

den staatlichen Dienstleistungen.

Die Punze gibt Sicherheit

Laut Gesetz muss Schmuck aus Gold,

Silber und Platin Punzierungen aufweisen,

die den Feingehalt anzeigen und darüber

Auskunft geben, wer für die Prüfung

und Punzierung verantwortlich zeichnet.

Im Jahr 2000 wurden die staatliche Punzierung

von Edelmetallgegenständen abgeschafft

und die Punzierungsämter

aufgelöst. Die Aufgaben der Prüfung und

Punzierungen weisen den Feingehalt von Edelmetallen

aus oder geben Auskunft, wer für die Punzierung

verantwortlich zeichnet.

Punzierung werden nun von den Gewerbetreibenden

selbst übernommen. Die

staatlichen Stellen beschränken sich seither

auf die Kontrolle. Diese wird öster-

Mit der neuen Applikation wurde die Client-

Anwendung auf eine moderne Java-Web-

Technologie umgestellt. Das Projektteam

v. l. Rudolf Miltner, Christina Popp, Manfred

Hochhold, alle BMF, Alexander Wessel, BEKO

reichweit durch Bedienstete des Zollamts

Wien, Kompetenzzentrum Punzierungskontrolle,

wahrgenommen. Die Einhaltung

der gesetzlichen Vorschriften

wird von den Kontrolleuren direkt in den

Betrieben und Verkaufsstellen durch das

Ziehen von Stichproben zur Feingehaltsfeststellung

überprüft. Übertretungen

werden bestraft.

Webbasiertes Tool für die Kontrolleure

Für die IT-mäßige Unterstützung der

Prozesse rund um die Punzierungskontrollen

(PUKO) wurde vom Bundesministerium

für Finanzen gemeinsam mit dem

Bundesrechenzentrum ein webbasiertes

IT-Verfahren aufgesetzt. Die neue Applikation

zeichnet sich durch hohen Bedienungskomfort

und Sicherheit aus.

Neben der Stammdatenverwaltung und

Dokumentation von Kontrollgängen wurden

neue Funktionalitäten bereitgestellt,

wie z. B. ein E-Mail-Versand für standardisierte

Dokumente.

Auf diese Weise können

Schriftstücke wie Registrierungsbescheinigungen

elektronisch an

die jeweiligen Firmen

geschickt werden. Ein

wichtiger Aspekt sind die winzigen

und spiegelnden Punzenbilder, die mit

einer speziellen Mikroskopkamera fotografiert,

in die Webanwendungen über-

38 BEKONEWS | 2012


Prozessverantwortliche Svetlana Kanton,

BMF, (Mitte) und die BEKO Spezialisten für

die Prozessmodellierung Iris Haralanoff

und Konrad Schinner

tragen und mit den zugehörigen Stammdaten

als Dienstauftrag ausgedruckt

werden, sodass die Kontrolltätigkeit vor

Ort bestmöglich unterstützt wird.

Die Anwendung PUKO ist als Web-Applikation

gemäß der Strategie des BMF jederzeit

und von überall über das BMF-Portal

abrufbar. Die Vorteile liegen auf der

Hand: Langwierige Produktinstallationen

am Benutzernotebook gehören damit der

Vergangenheit an und zentral gepflegte

Daten sind für alle Anwender stets aktuell

verfügbar. Somit kann die Punzierungskontrolle

unabhängig vom jeweiligen

Standort österreichweit unter Einsatz

der IT ihre Aufgabe erfüllen.

Anpassung an neue Prozessabläufe

und Entwicklung einer neuen

Anwendung

Mit diesem vom Bundesministerium für Finanzen

realisierten IT-Projekt wurde in Zusammenarbeit

mit der Fachabteilung die

Anwendung anforderungsgerecht an neue

technische und organisatorische Abläufe

angepasst. Die BEKO Spezialisten Iris

Haralanoff und Konrad Schinner waren mit

der Prozessanalyse und -dokumentation

beauftragt, wobei sie für die Modellierung

der Prozesse mit dem Tool Aris arbeiteten.

Manfred Hochhold vom BMF fasst die

Highlights der Lösung zusammen: „Die Herausforderungen

bei diesem Projekt waren

die Umstellung einer Client-Anwendung

auf eine Java-Web-Technologie,

aber auch die serviceorientierte Umsetzung

von Kundenwünschen wie die Eingabe

diakritischer Zeichen. Aktuell wird ein

neuer Workflow für das Labor der PUKO

bezüglich Warenübernahme, Prüfung mittels

Strichprobe, Röntgenfluoreszenz-

Spektrometrie oder Potentiometrie, Befund-

und Bescheiderstellung und Fakturierung

entwickelt.“ Umgesetzt werden

diese neuen Funktionen durch den

Java-Programmierer Alexander Wessel

von BEKO.

Prozessmodellierung

von BEKO

Ein wichtiger Ansatzpunkt bei der

Prozessmodellierung ist die Analyse

des Prozesses. Welche Beziehungen

zwischen den Stakeholdern gibt es,

wie sind die Handlungsabläufe und Zuständigkeiten

zu optimieren? Dazu bedarf

es einer gewissen Beharrlichkeit

bei der Recherche. Die befassten Stellen

sind angehalten, den Status quo zu

hinterfragen und ihre Bedürfnisse

im Handlungsgefüge zu erkennen.

Nur so können Widersprüche im Prozessverlauf

aufgezeigt und aufgelöst

werden.

Prozesse müssen gepflegt werden

Prozessmodellierung ist „work in progress“,

denn die aufgesetzten Prozesse

müssen laufend gepflegt werden.

Schon kleine Veränderungen in Teilbereichen

können Konsequenzen für

den Prozess in seiner Gesamtheit haben.

S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

„Wir haben BEKO mit der Prozessmodellierung

für die Projekte ,Elektronischer

Kontoauszug‘ und ,Punzierungskontrolle‘

an Bord geholt, weil wir im

Haus nicht über die nötige Expertise verfügen.

Es wäre auch nicht effizient, dieses

Spezialwissen selbst aufzubauen

und auf dem neuesten Stand zu halten.

Iris Haralanoff und Konrad Schinner

zeichneten bei beiden Projekten für die

Prozessanalyse und -modellierung verantwortlich.

Darüber hinaus bildet der

modellierte Prozess beim ,Elektronischen

Kontoauszug‘ die Basis, um Service

Level Agreements mit den Partnern

aufzusetzen“, resümiert die Prozessverantwortliche

Svetlana Kanton vom

Bundesministerium für Finanzen.

39


S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

Fahndung nach der besten

Datenbankanbindung

Im Schengener Informationssystem sind Personen und Gegenstände erfasst, die zur Fahndung oder als vermisst ausgeschrieben

sind. Für die Anbindung an diese Datenbank haben sich Österreich, Deutschland und Schweiz zusammengetan

und eine gemeinsame Lösung entwickelt. BEKO hat bei dem Projekt des Bundesministeriums für Inneres unter dem

Titel Schengen National Interface (SNI) in technischen Bereichen mitgearbeitet.

Reisefreiheit und Sicherheit

Die kleine luxemburgische Gemeinde

Schengen steht für die Reisefreiheit im gemeinsamen

Europa, aber auch für die

mit dem Wegfall der Grenzkontrollen in

Zusammenhang stehenden sicherheitspolitischen

Herausforderungen. Um diese

besser meistern zu können, wurde das

Schengener Informationssystem (SIS) ins

Leben gerufen. In dieser nicht öffentlichen

Datenbank sind die zur Fahndung ausgeschriebenen

oder vermissten Personen

sowie jene, für die ein Einreiseverbot

gilt, erfasst. Ebenso darin enthalten sind

verlorene, gestohlene oder bei Straftaten

eingesetzte Waffen, Personaldokumente,

Kraftfahrzeuge und Banknoten. Am häufigsten

wird übrigens nach gestohlenen

Identitätsdokumenten gefahndet, gefolgt

von Fahrzeugen und Personen.

Anbindung an das Zentralsystem

Beim Projekt Schengen National Interface

geht es um die Anbindung des SIS-Zentralsystems

an die jeweiligen nationalen

Polizeisysteme. Das SNI soll die bereits in

die Jahre gekommenen nationalen Anbindungen

an das bestehende Zentralsystem

in Straßburg ersetzen und wird

auch das neue SIS II, das voraussichtlich

im ersten Quartal 2013 in Betrieb gehen

soll, unterstützen. Diese Lösung ermöglicht

mit ihrem Plugin-Konzept darüber hinaus

eine Erweiterbarkeit für kommende

SIS-Versionen sowie eine individuelle

Anpassung an nationale Gegebenheiten.

Organisatorisch anspruchsvoll

Die Realisierung dieses trilateralen Projektes

der SNI/D-A-CH-Länder (Deutschland-Österreich-Schweiz)

bedeutete eine

große organisatorische Herausforderung,

wie Ministerialrat Mag. Viktor Wohlfart, zuständig

für die internationale IT-Koordination

in der zuständigen Abteilung im

BMI, betont. „Generell sind Kooperationen

auf EU-Ebene aufgrund der oft unterschiedlichen

Interessenslagen schwierig

unter Dach und Fach zu bekommen. Bei

diesem Projekt musste ein gemeinsamer

Vertrag entwickelt werden, der auf die

spezifischen Eigenheiten des Vertrags-

nehmers und der drei Mitgliedstaaten

ebenso Rücksicht nimmt wie auf das interne

Regulativ. Die Leistung unseres

Projektteams möchte ich hier ganz besonders

hervorheben. Mit geringem Budget

und insgesamt nur fünf Personen wurde

eine Lösung erarbeitet, die auch internationale

Anerkennung gefunden hat“,

so Ministerialrat Wohlfart, der über internationale

Erfahrung in unterschiedlichsten

Bereichen (Militärpolitik, int. Krisenund

Katastrophenmanagement im Rahmen

der Vereinten Nationen) aus früheren

Verwendungen verfügt.

Technisch herausfordernd

Auch der technische Projektleiter, Amtsdirektor

Florian Bilek vom BMI, schlägt in

die gleiche Kerbe: „Das Schengener Informationssystem

ist ein ,project in progress‘,

so wie der gesamte Schengen-

Raum. Die Voraussetzungen haben sich in

den letzten Jahren immer wieder geändert

und die technologische Entwicklung ist

auch nicht stehen geblieben. Unter diesen

schwierigen Rahmenbedingungen ist uns

40 BEKONEWS | 2012


eine zukunftsfähige Lösung gelungen, die

sich sehen lassen kann.“

Beispielhafte Lösung

Um eine höhere Performance zu gewährleisten,

dient das SNI sozusagen

als Zwischenpuffer für die Fahndungsdaten.

Alle Fahndungsdaten aus dem

Zentralsystem werden dabei in Echtzeit

in der „nationalen Kopie“ des SNI gespeichert

und stehen den Anwendern

sofort zur Verfügung. Es erübrigt sich der

Zugriff auf das Schengen-Zentralsystem

und damit wird die Verfügbarkeit der

Fahndungsdaten in den einzelnen

Mitgliedsländern erhöht. Die Schengen-

Mitgliedstaaten Österreich, Deutschland

und Schweiz haben mit diesem Projekt

eine „produktartige Fertiglösung“

geliefert, die auch anderen interessierten

Schengen-Mitgliedsländern angeboten

werden kann.

Know-how von BEKO

BEKO war beim Projekt

Schengen National Interface

mit drei Mitarbeitern und

einem breiten Aufgabengebiet

betraut:

■ Mitarbeit bei der

Technischen Leitung

■ technische Konzeption

■ Java- Programmierung

■ Mitwirkung an Projekt-

Workshops

Verwendete Technologien:

Java, J2EE, JMS, Web Services

(SOAP, REST/XML), JAXB,

JAX-WS, Spring, Junit, Maven,

Hudson

Energie sparen leicht gemacht

Die Energiepreise steigen. Viele Unternehmen

stehen vor der Herausforderung,

die Ausgaben für Energie zu senken.

Beleuchtung, Heizung, Kühlung, Wärmedämmung,

Abwärmenutzung, Wärmerückgewinnung

– das Potenzial zur Reduzierung

der Energiekosten, das in den

verschiedenen Typen von Betriebsgebäuden

schlummert, ist jedenfalls groß.

Aber welche Maßnahmen sind sinnvoll und

rechnen sich die Investitionen überhaupt?

Energieverbrauch reduzieren

heißt Kosten senken

Um diese Fragen beantworten zu können,

hat die WKNÖ Im Rahmen der grenzüberschreitenden

Initiative ENERGY FUTURE

zwischen Österreich und Tschechien mehrere

Webseiten zum Thema „Energetische

Sanierung von Betriebsgebäuden“ auf-

V I S U A L I S I E R U N G / S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

gesetzt. Herzstück des von der EU geförderten

Projektes bildet www.esan-zb.at.

Auf dieser Plattform haben Unternehmen

die Möglichkeit, sich mit wenigen Klicks

über die spezifischen Einsparungspotenziale

ihres Betriebsgebäudetyps

zu informieren. „In Zeiten steigender

Energiepreise kommt unser Service bei den

Unternehmen, die permanent gefordert

sind, ihre Kosten zu senken, gut an. Das

beweist die hohe Zahl der Zugriffe“, so

Angelika Aubrunner, Leiterin der Sparte

Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer

Niederösterreich.

Ein Web-Service für alle

Anforderungen

Anhand von verschiedenen Gebäudetypen

und ihrer jeweiligen räumlichen und technischen

Ausstattung erfahren die Inte-

Viktor Wohlfart, BMI, zuständig

für die organisatorische Projektleitung:

„Unser kleines Team

hat eine großartige Leistung

erbracht.“

Florian Bilek, BMI, technische

Projektleitung: „Das SNI ist eine

zukunftsfähige Lösung, die sich

sehen lassen kann.“

Jalal El-Youssef, BEKO: „BEKO

war bei der Entwicklung der wiederverwendbaren

und anpassbaren

nationalen Schnittstelle

für das Schengener Informationssystem

in den Bereichen

Analyse, Entwicklung, Projektmanagement

und Tests tätig.“

Auf der Internetplattform www.esan-zb.at können sich Unternehmen einfach und rasch einen Überblick über das

Energie-Einsparungspotenzial ihres Betriebsgebäudes verschaffen. Für diese Serviceleistung der Wirtschaftskammer

Niederösterreich (WKNÖ) erstellte BEKO den Internetauftritt und die dazugehörigen Grafiken.

ressierten rasch und unkompliziert, wo sie

ansetzen müssen, um den Energieverbrauch

zu reduzieren. Insgesamt stehen

sechs verschiedene Gebäudekategorien

zur Auswahl: Hotel & Gastgewerbe, Büro

& Verwaltung, Lebensmittelhandel, Nicht-

Lebensmittelhandel, Industrie & Produktion,

Werkstätten & Gewerbe. Der Website-

Besucher gibt die Parameter seines Betriebsgebäudes

hinsichtlich Größe, räumlicher

und technischer Ausstattung sowie

der in Betrieb befindlichen Heizungsanlage

ein. Auf Knopfdruck erhält er

nicht nur eine Liste von Maßnahmen vorgeschlagen,

sondern kann sich auch

anhand einer 3D-Ansicht einen Überblick

über die neuralgischen Punkte

mit Einsparungspotenzial in einem für

ihn prototypischen Betriebsgebäude verschaffen.

41


V I S U A L I S I E R U N G / S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

BEKO Know-how aus zwei Welten

Im Rahmen eines Vergabeverfahrens war

BEKO mit der Erstellung der Website sowie

der dafür erforderlichen Grafiken beauftragt

worden. In das Projekt waren die

beiden BEKO Competence Center Maschinenbau

und Softwareentwicklung

involviert.

Angelika Aubrunner, WKNÖ:

„Das Bundes-Energieeffizienzgesetz

liegt im Entwurf

vor. Dieses wird unter anderem

einige Einsparungsverpflichtungen

für energieverbrauchende

Unternehmen enthalten. Unser

IT-Tool www.esan-zb.at bietet

genau zum richtigen Zeitpunkt

Unterstützung und

Orientierung.“

Maschinenbau: Generierung der

technischen Daten für die Animationen

Für die Erstellung der Animationen wurden

hochwertige Daten generiert. Dabei

kam ein 3D CAD-Programm mit Schnittstellen

zum Animationsprogramm zum Einsatz.

Die Herausforderung für die Maschinenbauexperten

lag in der realistischen

Aufbereitung der verschiedenen Gebäudetypen.

Die zur Verfügung stehende

Auswahl reicht vom Verwaltungszentrum

über Gastgewerbe und Handel bis hin

zu Handwerksbetrieben und Industrieanlagen.

Dafür wurden die unterschiedlichste

Gebäude-, Maschinen- und Ausstattungsdetails

recherchiert, die in enger

Abstimmung mit der WKNÖ in den Animationen

umgesetzt wurden.

Softwareentwicklung: interaktives

3D-Modell für nahezu alle Browser

und Betriebssysteme

Die Softwareentwickler hatten die Aufgabe,

ein interaktives 3D-Modell zu erstellen,

das mit möglichst allen Browsern

und Betriebssystemen kompatibel ist. Da

die Unterstützung von 3D-Darstellungen

in Browsern noch in den Kinderschuhen

steckt, wurde diese Anforderung

durch eine einfache Simulation realisiert.

Für jeden Gebäudetyp stehen zwei statische

Ansichten mit Energiespartipps

zur Verfügung, zwischen denen mit einer

www.esan-zb.at Nach Eingabe der Gebäudeund

Nutzungsparameter werden in einer

Animation die neuralgischen Punkte

für Energiesparmaßnahmen aufgezeigt.

Animation gewechselt wird. Dabei handelt

es sich um Videos, die mit einem Flash-

Plugin abgespielt werden. Die Positionen

und Texte sind in einer Datenbank abgelegt

und können über ein Admin-Interface

von der WKNÖ selbst geändert werden.

Rasche und übersichtliche

Erstinformation

Angelika Aubrunner von der WKNÖ betont

den Nutzen für die Unternehmen:

„www.esan-zb.at bietet erstmals eine

umfassende Darstellung von beispielhaften

Lösungen für eine wirtschaftliche

energietechnische Sanierung für alle

Betriebsgebäudetypen. Die Website ermöglicht

eine schnelle und übersichtliche

Erstinformation und überzeugt durch

die kompakte und für Laien im Baubereich

verständliche Lösung, die sich auf das

Wesentliche konzentriert.“

Armin Fürst, Leiter Competence

Center Softwareentwicklung

bei BEKO: „Die Vertiefung unseres

fachlichen Know-how

war in diesem Projekt sehr

spannend. Das IT-Tool konnte

durch die Kooperation mehrerer

spezialisierter Stakeholder umgesetzt

werden, deren Erfahrung

ein harmonisches Gesamtsystem

ergeben hat.“

42 BEKONEWS | 2012


Im Falle eines Notfalls

Die Landessicherheitszentrale Burgenland disponiert die Rettungsdienste und die Feuerwehren, gibt Auskunft über

Ärzte- und Apothekenbereitschaften und ist Ansprechstelle bei Katastrophen. Mit einer neuen Notrufzentrale ist sie

auch technisch für alle Anforderungen bestens gerüstet. Mit SELMA steuerte BEKO das Rufhilfesystem für Senioren-

Notrufhilfe bei, das in die Umsysteme voll integriert wurde.

Die erste und permanent verfügbare

Anlaufstelle bei Notfällen

Ein umgekippter Gefahrenguttransporter,

ein Flurbrand, ein schwerer Verkehrsunfall,

ein vom Sturm gefällter Baum,

der die Stromversorgung unterbrochen

hat – alle diese Notfälle erfordern sehr oft

einen sofortigen Hilfseinsatz. Im Burgenland

ist die Landessicherheitszentrale

in Eisenstadt die zentrale Leitstelle der

Die Landessicherheitszentrale Burgenland disponiert

unter anderem die Rettungsdienste und

Feuerwehren.

© Burgenländische LSZ

S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

43


S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

© Burgenländische LSZ

Mit einer neuen Notrufzentrale ist die Landessicherheitszentrale Burgenland auch technisch

für alle Anforderungen bestens gerüstet.

Einsatzorganisationen. 24 Stunden am Tag

und 365 Tage im Jahr nehmen die geschulten

mehrsprachigen Disponentinnen

und Disponenten die Notrufe an

mehreren Arbeitsplätzen entgegen. Sobald

ein Notruf einlangt, läuft ein genau einstudiertes

Prozedere ab.

Die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in der Leitstelle

verschaffen sich zunächst

mit gezielten Fragen

einen raschen Überblick

und leiten in Sekundenschnelle

die nötigen Maßnahmen

ein. Sie alarmieren

die zuständigen Einsatzorganisationen

wie Rotes Kreuz, Samariterbund, Notarzthubschrauber,

Feuerwehren, Wasserrettung,

Rettungshundebrigade, Kriseninterventionsdienst

etc. Wenn nötig,

geben sie auch am Telefon Unterweisungen

für Erste Hilfe-Leistungen. Bei

Katastrophen oder Großschadenereig-

nissen lassen sich die Kapazitäten erweitern.

SELMA, das Notrufsystem von BEKO

Das preisgekrönte Notrufsystem SELMA

wurde vom Competence Center Software-

Die Sicherheit stand bei dem Projekt im Vordergrund:

Bei Überlastung oder Ausfall eines Standortes

können die Anrufe auf weitere Standorte

umgeleitet werden. Alle Tätigkeiten im Zuge der

Notrufbehandlung werden protokolliert.

entwicklung gemeinsam mit dem Samariterbund

Linz entwickelt, auf die Bedürfnisse

der Landessicherheitszentrale Burgenland

maßgeschneidert und in die bestehende

Systemumgebung integriert.

Es handelt sich um ein ausfallsicheres,

redundantes System unter Verwendung

von Open-Source-Software. Die Zentrale

bietet die Möglichkeit, Notrufe von verschiedenen

handelsüblichen Notrufgeräten

entgegenzunehmen und in die bestehende

Infrastruktur voll einzubinden.

Bei Überlastung oder Ausfall eines Standortes

können die Anrufe

auf weitere Standorte umgeleitet

werden. Alle Tätigkeiten

im Zuge der

Notrufbehandlung werden

protokolliert.

Die Lösung besteht

aus drei Modulen. Das

Modul „Kommunikation“ behandelt die

eingehenden Anrufe und zeichnet diese

auf. Das Modul „Core“ hat eine Schnittstelle

zum Kommunikationsmodul und hält in

einer Datenbank den Status sämtlicher

Anrufe aktuell. Das „GUI“-Modul bietet

die Möglichkeit, parallel an mehreren

Arbeitsplätzen einen Überblick über

44 BEKONEWS | 2012


Vorteile der BEKO Lösung

■ Integration in die bestehende

Systemumgebung

■ die Bereitstellung einer eigenen

mandantenfähigen Datenbankstruktur,

um die notwendige Datenerfassung

durchführen zu können

■ Schaffung von Redundanzen für

den Fall eines Ausfalls

■ Usability: kundenspezifische grafische

Oberfläche für eine kompakte

Darstellung, um effizient arbeiten

zu können

sämtliche Notrufe und ihre Abwicklung

zu behalten.

Integrationsvorgaben

Die reibungslose und effektive Bearbeitung

von Notrufen stand im Vordergrund

der Integration von SELMA in die bestehende

Systeminfrastruktur. Für die

Mitarbeiter werden alle Prozesse auf

ihrer gewohnten Oberfläche abgewickelt.

Die Applikation SELMA läuft im Normalfall

unsichtbar im Hintergrund und wird

erst mit der Annahme eines Rufes aktiv.

Darüber hinaus wurde für die Stammdatenwartung

eine eigene, mandantenfähige

grafische Benutzeroberfläche geschaffen.

Der Landessicherheitszentrale

obliegt die Mandantenverwaltung,

während die einzelnen Rettungsorganisationen

(Mandanten) die Daten ihrer

Kunden selbst eingeben und warten

können.

■ maximale Sicherheit durch

Datenbankspiegelung

■ Kontaktpersonen können

direkt aus dem System

heraus angerufen werden

■ Generierung von Einsatzbefehlen

mit automatischer

Bereitstellung

der relevanten Einsatzdaten

■ Abhandlung technischer

Alarme

Besondere Beachtung fand auch das Redundanzprinzip,

um bei einem teilweisen

oder gänzlichen Ausfall des Systems eine

automatische Weiterleitung der Notrufe

sicherzustellen.

Notrufe annehmen und verwalten

Für die spezifischen Bedürfnisse der Landessicherheitszentrale

wurden Adaptierungen

an der bereits bestehenden Lösung

vorgenommen. Durch die Vollintegration

des Systems können die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz

Kundendaten rascher erfassen

und Notfallsprozesse effizienter abwickeln.

Wird ein Anruf von einem Mitarbeiter

angenommen, erhält dieser entsprechend

seiner Berechtigung Zugriff auf die im System

hinterlegten Kundeninformationen,

wie z. B. Adresse, medizinische Grunddaten,

Kontaktpersonen und -nummern.

Anrufe oder Einsatzbefehle können direkt

aus dem System heraus generiert werden.

S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

Mag. Gerald Resch, zSPM

(Projektleitung A1 Telekom

Austria AG): „A1 Telekom hat

als Generalunternehmer des

Gesamtprojekts sehr genau

am Markt nach der bestmöglich

integrierbaren Lösung

für die Landessicherheitszentrale

Burgenland gesucht.

BEKO konnte durch die Kombination

des bestehenden

Produkts SELMA mit der Bereitschaft,

individuelle Anpassungen

für den Kunden

durchzuführen, überzeugen.

In Zusammenarbeit erreichten

wir dadurch eine optimale

Integration und die Akzeptanz

des Kunden.“

Dr. Ernst Böcskör, Geschäftsführer

der LSZ Burgenland:

„Das bestehende Senioren-

Notrufsystem ist in die Jahre

gekommen, die Software erwies

sich als störanfällig.

Die Firma BEKO hat ein gänzlich

neues System entwickelt,

das in das Einsatzleitsystem

voll integrierbar war und für

die Zukunft eine gesicherte

Notruf-Bearbeitung im

Interesse unserer älteren

Bevölkerung ermöglicht.“

45


S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

Kommunale Infrastrukturen

auf Knopfdruck

„RaumIDA ist die Abkürzung für RaumInfrastrukturDAtenbank.

Sie dient der Erfassung,

Wartung und Erstellung aussagekräftiger

und flexibler Auswertungen

(Reports) von Infrastruktureinrichtungen

im kommunalen bzw. kleinregionalen Wirkungsbereich,

wobei die Aktualität und

Richtigkeit der Daten an erster Stelle

steht“, so die Projektleiterin Manuela

Weissenbeck. RaumIDA fällt in den Zuständigkeitsbereich

der Abteilung Landesu.

Gemeindeentwicklung in der Steiermärkischen

Landesregierung.

Erfassung der regionalen

Infrastruktureinrichtungen

Im Rahmen von Regionext-Prozessen –

einem zentralen Projekt der steirischen

Regionalentwicklung – werden Entscheidungen

über den Standort von kleinregionalen

und kommunalen Infrastruktureinrichtungen

getroffen. Eine wesentliche

Grundlage für die Evaluierung

des Bestandes ist die Kenntnis über die

vorhandenen kommunalen Infrastrukturen,

deren Kapazitäten, räumliche Verteilungen

und Zustände. „Unter kommunalen

Infrastrukturen werden in diesem

Projekt Gebäude und Einrichtungen verstanden,

die im Eigentum einer Gemeinde

stehen bzw. für die der Gemeinde

Kosten wie zum Beispiel Mietausgaben

entstehen. Lineare Ver- und Entsorgungseinrichtungen

wie zum Beispiel

Kanäle sind nicht enthalten“, präzisiert

Manuela Weissenbeck.

© Steiermärkische Landesregierung

Wie die Gemeindezusammenlegungen zeigen, hat sich die Steiermärkische Landesregierung Sparsamkeit und Effizienz

groß auf die Fahnen geheftet. Eine weitere Initiative auf Gemeindeebene ist das Projekt „RaumIDA“. Diese Datenbank

bildet die Grundlage für eine bessere Planung und Verwaltung der Infrastruktureinrichtungen in den steirischen

Gemeinden. Die Software dafür wurde von BEKO in Graz entwickelt.

Ursprünglich war eine Datenbank (Access)

für die einmalige Erhebung der Daten erstellt

worden, mit der jedoch eine gemeindeübergreifende

bzw. über Einzelthemen

hinausgehende Betrachtung kommunaler

Infrastrukturen nur mit einem erheblichen

Aufwand möglich war. Darüber

hinaus fehlte es schon bald an den für eine

seriöse Beurteilung unverzichtbaren aktualisierten

Daten.

Übersichtlich und aktuell

Mit RaumIDA ist es gelungen, eine bessere

und aktuelle Datengrundlage für eine

kurz- und langfristige Planung und Steuerung

im Bereich der kommunalen Infrastruktur

zu schaffen, eine wichtige Voraussetzung

für eine Effizienzsteigerung

46 BEKONEWS | 2012


im Verwaltungsbereich. Neben Eingabemasken

für fehlende Informationen und

Ausgabewerkzeugen wie Tabellen wurde

auch ein ausgefeiltes Berechtigungskonzept

realisiert, um den beteiligten

Landesdienststellen, Kleinregionen und

Gemeinden Zugriff auf die jeweils eigenen

Daten sowie „freigegebene“ Daten anderer

Bereiche zu ermöglichen.

Die Infrastrukturdatenbank bietet eine

Reihe von Anwendungen, Möglichkeiten

und Vorteilen:

■ Aussagen über Art, Anzahl, Ausstattung

der vorhandenen Infrastrukturen

der steirischen Gemeinden

auf Knopfdruck über das Intranet

■ Grundlage für Standortprüfung und

Standortentscheidung

■ Darstellung der räumlichen Verteilung

von Infrastrukturen in Karten

über GIS-Atlas

■ Gegenüberstellung von Kapazitäten

und Bedarf von Einrichtungen

■ Erfassung des Zustandes der Einrichtungen

„Die mit RaumIDA zur Verfügung stehenden

Infrastrukturdaten dienen einerseits

den Gemeinden dazu, über Grenzen

hinweg Kooperationsmöglichkeiten auf

kleinregionaler und regionaler Ebene zu

erkennen, und bilden andererseits die

Grundlage für eine differenzierte Beurteilung

bestehender und neuer Infrastrukturen

durch das Amt der Steiermärkischen

Landesregierung“, fasst

Manuela Weissenbeck die Vorteile der

Lösung zusammen.

Das BEKO Projektteam (von links): Benedikt

Ebli, Leiter Competence Center Softwareentwicklung,

Simon Plangger, Heinz Burgstaller,

Stefan Schweiger.

Manuela Weissenbeck, Projektleiterin:

„RaumIDA ist ein Tool zur effizienteren

Planung von kommunalen Infrastruktureinrichtungen.“

Softwareprogrammierung von BEKO

RaumIDA wurde von BEKO in den Räumlichkeiten

des Standortes Graz entwickelt.

Bei der Software handelt es sich

um eine Java-Webapplikation. BEKO hat

neben der eigentlichen Programmierung

auch im Bereich Planung (Konzeptverfeinerung)

und Design (Softwarearchitektur)

mitgewirkt. Die Datenbasis wurde

von der Steiermärkischen Landesregierung

vorgegeben (Import aus einer

MS Access Bestandsapplikation) und von

BEKO an die neuen Anforderungen der

Webapplikation angepasst. Teil dieses

Datenanpassungsprozesses war auch

die Erstellung von Oracle Import Packages

für den Datenimport. Da das Design

neue Technologien (JavaServer

Faces (JSF) 2.x (Prime Faces), Contexts

and Dependency Injection (CDI) 1.x,

Java Persistence API (JPA) 2.x, AJAX

(Asynchronous JavaScript and XML),

Hibernate) – teilweise abweichend von

S O F T W A R E E N T W I C K L U N G

der aktuellen Technologievorgabe der

Steiermärkischen Landesregierung zur

Umsetzung von Webapplikationen –

berücksichtigt, wurde in der Anfangsphase

des Projektes stark auf Software

Prototyping gesetzt. Somit konnte sich

der Auftraggeber bereits sehr früh ein

Bild über die Softwarearchitektur machen

und Feedback geben. Technologisch

erwähnenswert ist der Verzicht auf

Spring als Dependency Injection Framework

– es wurde der leichtgewichtige

Ansatz CDI mit Hilfe von OpenWeb-

Beans und MyFaces ExtCDI gewählt –

und die durchgängige Verwendung von

JEE6-konformen Annotationen (XMLfree

JSF). Die Applikation dient der Steiermärkischen

Landesregierung neben

dem eigentlichen Anwendungszweck

auch als Technologiedemo, die Erfahrungswerte

für die Erstellung einer

neuen Technologievorgabe zur Entwicklung

von Webapplikation liefern soll.

47


B E K O E N G I N E E R I N G S P O L . S . R . O .

Neuer Standort

in der Slowakei

Das BEKO Tochterunternehmen BEKO Engineering spol. s.r.o. betreut an den beiden tschechischen Standorten Liberec

und Prag höchst erfolgreich dynamische Unternehmen in einem Markt mit viel Potenzial. Die Gründung einer neuen

Niederlassung im slowakischen Zˇilina im vergangenen Jahr unterstreicht die positive Entwicklung.

BEKO in Tschechien: stark in der

Automobil- und Luftfahrtindustrie

Seit der Gründung im Jahr 1991 ist das

BEKO Tochterunternehmen ein zuverlässiger

Geschäftspartner für IBM und Dassault

Systèmes. BEKO Engineering hat sich

in Tschechien auf PLM-Lösungen und

Support wie CATIA, ENOVIA und 3DVIA

einschließlich der dazugehörigen Dienstleistungen

spezialisiert und ist über-

Herausforderung:Koordinierung

der

Wissens-Ressourcen.Aufgrund

der guten

Auftragslage ist es immer

häufiger notwendig, gemeinsame

Projekte an verschiedenen

Orten simultan zu bear-

wiegend in der Automobil- und Luftfahrtindustrie

tätig.

BEKO in der Slowakei: Standort Zˇilina

„Mit der Eröffnung der neuen BEKO Niederlassung

in Zˇilina haben wir den bereits

länger erwogenen Plan eines aktiven

Markteintritts in der Slowakei in die Tat

umgesetzt“, sagt Geschäftsführer Tomásˇ

Folprecht. Dass die Wahl des Standortes

beiten. Wir haben mehrere

Techniker, die direkt bei den

Kunden vor Ort tätig sind. Darüber

hinaus stehen wir vor der

Aufgabe, die BEKO Teams in

Liberec, Prag und Zˇilina zu koordinieren.

Das bedeutet, dass

wir zusätzlich zu den fachlich-technischen

auch organisatorische

Herausforderungen

BEKO Slowakei hat ihren Sitz in der

Industriestadt Žilina im Norden des Landes.

auf Zˇilina, die drittgrößte Stadt der Slowakei,

fiel, ist kein Zufall. In dem entwickelten

Industriezentrum mit einem starken

Fokus auf die Automobilindustrie – hier

hat der koreanische Automobilhersteller

KIA eine wichtige Produktionsstätte – befindet

sich auch eine technische Universität.

Die gesamte Region hat also viel Potenzial

für die Zukunft, sowohl was die

Kunden betrifft als auch die Verfügbarkeit

von gut ausgebildeten Technikern.

bewältigen müssen. Es hat

sich gezeigt, dass die Teamarbeit

ausgezeichnet funktioniert.

Die neuen Kollegen in

Zˇilina haben sich sehr rasch in

dieses Zusammenspiel eingefügt.

Tomásˇ Folprecht, Geschäftsführer

BEKO Engineering

spol. s.r.o.

48 BEKONEWS | 2012


Alles auf Schiene

Von PLM-Lösungen über das Engineering von Seitenverkleidungen bis hin zur 3D-

Auslegung von Bauteilen und Baugruppen – für den Schienenfahrzeughersteller

Stadler ist BEKO Engineering spol. s.r.o. mit einer breiten Palette an Engineering-

Dienstleistungen tätig.

Die Stadler Rail AG mit Konzernsitz in Bussnang

in der Schweiz gehört zu den führenden

Herstellern von Schienenfahrzeugen.

Die Produktpalette umfasst unter

anderem Regionalbahntriebzüge, Straßenbahnen,

Zahnradbahnfahrzeuge, aber

auch maßgeschneiderte Einzelanfertigungen.

Entwickelt und produziert wird an

mehreren Standorten in Europa. In Prag ist

ein Team von Ingenieuren tätig, das die

anderen Standorte im Bereich Engineering

und bei Entwicklungsarbeiten unterstützt.

Intensivierung der Zusammenarbeit

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen

BEKO und Stadler Prag begann im

Jahr 2010 mit der Lieferung und Implementierung

von PLM-Lösungen der

Firma Dassault Systems, CATIA V5 und

B E K O E N G I N E E R I N G S P O L . S . R . O .

SmarTeam V5. Die Installierung von jeweils

ca. 30 Lizenzen bedeutete praktisch den

Startschuss für die weitere Kooperation

in Engineering- und Entwicklungsbereichen.

Derzeit sind sechs BEKO Spezialisten

bei Stadler im Einsatz.

Die BEKO Konstrukteure arbeiten sowohl

im Team als auch selbstständig an verschiedensten

Aufgaben, wie zum Beispiel

inneren Verkleidungen und Seitenverkleidungen

von Schienenfahrzeugen

(Dach, Boden und Wände, Isolierung und

Dämmung), Instrumententafeln der Lokomotiven,

Einbauteilen und Halterungen

der elektrischen Instrumente, Wagenkasten

und Schweißkonstruktionen, Heizungs-

und Lüftungssystemen. Die Tätigkeiten

umfassen dabei 3D-Auslegungen

von Bauteilen und Baugruppen,

Änderungsmanagement, Fertigungszeichnungen,

Datenmanagement und Kommunikation

mit anderen Team-Mitgliedern.

BEKO in Prag: Partner für Schienenfahrzeug-,

Automobil-, Flugzeugindustrie

Im Rahmen der noch jungen, aber intensiven

Zusammenarbeit mit Stadler Prag hat

BEKO an Projekten für verschiedene Verkehrsunternehmen

in der Schweiz,

Deutschland, Österreich, der Tschechischen

Republik, Luxemburg, Estland und

Russland gearbeitet. Zusätzlich zu den Arbeiten

für Unternehmen der Automobilund

Luftfahrtindustrie hat BEKO Engineering

spol. s.r.o. mit Engineering-Leistungen

für den Schienenfahrzeughersteller

Stadler in einem weiteren Mobilitätsfeld

Fuß gefasst.

49


S C H L U S S W O R T

Buntheit als Programm

Weil es heuer exakt 15 Jahre her ist,

möchte ich gerne ein Editorial in Erinnerung

rufen, das ich damals zu den BEKO-

NEWS 97 beigesteuert habe. Die darin

erstmals erwähnten Grundgedanken sind

heute trotz aller technologischer Umbrüche

noch unverändert gültig, wie

Sie sich selbst vergewissern können.

Nachstehend der Originaltext dieses

Leit artikels:

BEKO verkauft Dienstleistungen und immaterielle

Produkte mit hohem Erklärungsbedarf.

Wie zum Beispiel Software,

Konstruktionspläne, Beratungspakete,

Internet-Contents oder Bildstrukturen in

der Außenwerbung. Es wird immer schwieriger,

in wenigen Worten zu erklären,

was wir nun wirklich produzieren. In

vielen hundert Gesprächen hat sich allerdings

herauskristallisiert, dass eine

Eigenschaft zur BEKO besonders passt:

Buntheit. Jeder, der mit unserem Unternehmen

in Berührung kommt, kann sich

dem Eindruck der Buntheit nicht entziehen.

Aber auch die Menschen in der

BEKO sind ein bunter Haufen aus den verschiedensten

Wissensgebieten und

Erfahrungswelten in der Industrie, Bankenwelt,

Telekommunikation, Kunst

und Informatik. Und trotzdem erscheint

alles wie aus einem Guss.

Was lag also näher, als unsere Buntheit

als Basis eines Marketing- und Corporate

Identity-Programms zu wählen. Wir

wollen unseren Mitarbeitern und Ge-

schäftspartnern signalisieren, dass wir

kein graues uniformiertes und abweisendes

System sein wollen, sondern ein

buntes, lichtdurchflutetes und freundliches

Gebilde aus Menschen und Hochtechnologie.

Aber wir wollen auch die

Tatsache vermitteln, dass wir nicht

schrill grellbunt nur die Extreme suchen,

sondern nach einer abgestimmten ausgewogenen

Buntheit der Meinungen und

Charaktere streben, die sich einer höheren

ästhetischen und ethischen Ordnung

verpflichtet fühlt.

Wir hatten lange und harte Diskussionen,

warum wir in unserem werblichen Auftritt

auf verbale Botschaften verzichten.

Aber schließlich hat sich die weise Einsicht

durchgesetzt, dass das Wesen der BEKO

nur in langen, fast lyrischen Texten

umfassend zu erklären wäre. Jede Verkürzung

hätte nur Desinformation zur

Folge. So lassen wir die Buntheit für sich

selbst sprechen. Als freundliche Einladung

an alle, sich im persönlichen Gespräch

mit einem der netten BEKO-Menschen die

jeweils interessierenden Facetten unseres

Hauses offen und umfassend erläutern

zu lassen. Wir wünschen uns dafür viel

Neugier und viele neue Freunde!“

Soweit der historische Artikel aus dem

Jahre 1997, zu dem ich heute noch

uneingeschränkt stehen kann.

Peter Kotauczek

50 BEKONEWS | 2012


Impressum

Offenlegung lt. § 25 Mediengesetz:

Medieninhaber und Herausgeber:

BEKO Engineering & Informatik AG

1030 Wien, Karl-Farkas-Gasse 22

Tel.: +43/1/797 50-0

www.beko.at

Medienzweck:

Information über die BEKO

Engineering & Informatik AG

Gesamtherstellung:

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Redaktion:

Inge Bayer-Vaskovich (BEKO),

Dr. Wolfgang Weidinger

(Text & Konzept für Werbung

und PR, Wien)

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I M P R E S S U M

Konzeption und Realisierung:

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Druck:

Druckerei Berger, Horn

Haftungsausschluss:

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Für die Richtigkeit und Vollständigkeit

des Inhaltes sowie für zwischen zeitliche

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keine Gewähr. Elektronische Verarbeitung

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Magazin sind im Sinne der Gleichstellung

für beiderlei Geschlechter aufzufassen

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