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Unsere Trauorte

Ebenfalls auf dem Museumsberg, nebenan, im

Heinrich-Sauermann-Haus, lädt das „Friedrichstädter

Bürgerzimmer“ zu repräsentativen Trauungen

im kleinen Kreis ein. Die um 1625 entstandene

Bürgerstube aus Friedrichstadt ist die einzige Stube,

die noch aus der Gründungszeit des Ortes Friedrichstadt

in Nordfriesland erhalten ist. Hier legten kapitalkräftige

niederländische Glaubensflüchtlinge

1621 einen Ort nach dem Muster holländischer

Kleinstädte an. Der niederländische Einfluss auf die

Stube ist unverkennbar: Die streng gegliederten

holzgetäfelten Wände, der schwarz­weiße Fliesenboden,

ein steinerner Kamin, Delfter Fliesen und

schwere Ledersessel und ­stühle prägen den ernsten,

beinahe feierlichen Raumeindruck.

Der stimmungsvolle Pesel aus dem Dorf Genner bei

Apenrade versetzt das Hochzeitspaar und seine

Gäste in die Zeit eines wohlhabenden nordschleswigschen

Bauern im 17. Jahrhundert. Jep Jessen und

seine Frau Marin haben sich durch ihre Initialen und

das Datum 1637 auf den Türen des Pesels verewigt.

Matt schimmernde, im Stil der Renaissance geschnitzte

Eichenholzpaneele verleihen der Stube,

die nur zu besonderen Anlässen benutzt wurde, eine

warme Atmosphäre. Typisch für Bauernstuben dieser

Zeit sind wandfeste Bänke und Wandbetten

(Alkoven), bleiverglaste Fenster, große Truhen, ausziehbare

Tische und Stühle mit gedrechselten Pfosten.

Eine Besonderheit des Genner Pesels ist der

große gemauerte Kamin.

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