Doppelt begeistert: Die beste Bank der Region!

paz.extra.de

Doppelt begeistert: Die beste Bank der Region!

Gestärkt in die Zukunft

Ausgabe 01/2009

Die Wirtschaft in Wolfsburg schaut nach vorn


Impressum/Inhalt Grußworte

Impressum/Inhalt

Herausgeber

Verlag Adolf Enke Gmb H & Co. KG

Wolfsburger Allgemeine

Redaktion

Carsten Baschin (verantwortlich)

Katharina Gieße

Viola Könecke

Anika Wegner

Verlagsleitung

Frank Hitzschke

Verantwortlich für Anzeigen

Claas Schmedtje

Anzeigenverkaufsleitung

Joachim Böhme

Layout

Heike Bode (Photowerk)

Druck

Göttinger Tageblatt GmbH & Co KG

Dransfelder Straße 1

37079 Göttingen

Auflage

5.000 Exemplare

Verlagsanschrift

Wolfsburger Allgemeine Zeitung

Porschestraße 74

38440 Wolfsburg

www.waz-online.de

Grußworte zur Auflage

Grußworte 3

Wirtschaftsförderung gibt Hilfestellung bei Förderanträgen

Wirtschaftsförderung 4

Positive Entwicklung trotz Krise: Kunden höchst zufrieden

Informationen der Volksbank 6

Wolfsburger Arbeitslosenquote liegt unter Bundesdurchschnitt

Wolfsburger Arbeitsmarkt 8

Geschäftsleute blicken selbstbewusst nach vorn

Handel 10

Wolfsburger Dynamik auch in Zukunft nutzen

Ausblick 12

Wolfsburg AG betreibt Standortsicherung

Ausblick 14

Wolfsburger Geschäftsleute sehen positiv in die Zukunft

Stimmen aus Wolfsburg 16

Neuland zufrieden: Markthalle eröffnet am Nordkopf

Neueröffnung Markthalle 17

Aus Insolvenzverfahren können neue Chancen entstehen

Rechtsberatung 19

Flexibel reagieren – Angebote kurzfristig anpassen

Beratung für Existenzgründer 20

Jessica De Stefano und Alexander Gahrens im „PumpHuus“

Existenzgründung im Portrait 21

Krise nutzen als Basis für zukunftsweisende Neuorientierung

Unternehmensberatung 26

Gesetzgeber und Rechtsprechung haben Änderungen veranlasst

Ratgeber Steuern 28

Leasingmodelle sind in Krisenzeiten besonders interessant

Informationen der Sparkasse 30

Liebe Leserinnen und Leser,

mit der neuen Auflage des Wolfsburger Wirtschaftsspiegels erhalten Sie einen Überblick über Themen wie

Wirtschaftsförderung, aktuelle Förderprogramme, die Lage der Wirtschaft in der Stadt Wolfsburg und im Umland. Er

beinhaltet aktuelle Prognosen der Industrie- und Handelskammer und der Wolfsburg AG und ist damit ein hervorragen-

des Informationsmedium.

Unsere junge, dynamische und innovative Stadt ist mit ihren nunmehr 71 Jahren eine der erstaunlichsten aller deutschen

Städte und das Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist gänzlich anders gewichtet als anderswo. Aus

einem anfänglich reinen Industriestandort hat sich Wolfsburg in nur sieben Jahrzehnten zu einer lebenswerten, modernen

und weltoffenen Stadt mit einer hohen Lebensqualität entwickelt.

Bei den großen Bemühungen um die Verbesserung der Struktur und Qualität Wolfsburgs dürfen wir nicht vergessen, dass

die Automobilindustrie mit ihren Zulieferbetrieben auch in Zukunft die Lebensgrundlage für die Menschen in Wolfsburg

und der Region sein wird. Der Volkswagenkonzern ist insgesamt außerordentlich erfolgreich vorangekommen. Er hat sich

heute besser als andere Automobilhersteller positioniert.

Die Abwrackprämie hat zu einer ungebrochenen Nachfrage nach Neuwagen geführt - davon profitiert unsere gesamte Region.

Uns muss aber trotzdem klar sein, dass durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise auch auf unsere Stadt schwere Zeiten

zukommen und wir den Gürtel enger schnallen müssen. Umso wichtiger ist es, mit neuen innovativen Ideen und vereinten

Kräften die Krise zu überwinden, um den Standort Wolfsburg weiterhin zu stärken.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieser Lektüre.

Ihr

Prof. Rolf Schnellecke

Oberbürgermeister

Frank Hitzschke,

Verlagsleiter

Liebe Leserinnen und Leser,

Prof. Rolf Schnellecke,

Oberbürgermeister

wir freuen uns, Ihnen heute die siebte Ausgabe unseres Wolfsburger Wirtschaftsspiegels präsentieren zu dürfen. Im

Magazin der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung dreht sich diesmal alles um das Thema „Gestärkt in die Zukunft – Die

Wirtschaft in Wolfsburg schaut nach vorn“.

Unsere Redakteurinnen und Redakteure haben für Sie erneut spannende Themen recherchiert und zusammengetragen.

Die Berichte zeigen, dass Wolfsburg auch in der Zeit der Wirtschaftskrise allen Grund zum Optimismus hat.

Der Wolfsburger Wirtschaftsspiegel enthält Berichte über die derzeitige Lage der Wirtschaft in unserer Stadt und über

Förderprogramme. Experten wie IHK-Geschäftsstellenleiter Siegfried Kayser blicken optimistisch nach vorn und äußern

sich zu Prognosen. WKS-Chef Matthias Lange skizziert die Situation aus Sicht des Einzelhandelsverbandes. Die Vorstände

von Sparkasse und Volksbank beschreiben die Lage bei den Finanzen/Kreditgeschäft. Berichte über die Entwicklung auf

dem Arbeitsmarkt und das Thema Kommunikation (Wobcom und WDZ) runden das Heft ab.

Gestärkt in die Zukunft – Die Wirtschaft in Wolfsburg blickt nach vorn: Auf 32 druckfrischen Seiten erfahren Sie alles zu

diesem Thema. Die WAZ möchte mit dem Wirtschaftsspiegel Wolfsburg und die Region stärken – in diesem Sinne wünsche

ich Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und Stöbern.

Herzlichst, Ihr

Frank Hitzschke

Verlagsleiter Wolfsburger Allgemeine Zeitung

2 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 3


Wirtschaftsförderung

Joachim Schingale

Handwerk profitiert

Wirtschaftsförderung gibt Hilfestellung bei Förderanträgen

Die Wirtschaftskrise hat Wolfsburg bisher nur geschrammt.“ Joachim Schingale, kommissarischer

Geschäftsführer der Wolfsburg Marketing GmbH (WMG), sieht der wirtschaftlichen

Zukunft Wolfsburgs mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf der einen

Seite steht die Unsicherheit darüber, was im kommenden Jahr, wenn die Umweltprämie

ihre positiven Auswirkungen auf Wolfsburg langsam verliert, passieren wird. Auf der

anderen Seite betont er, dass es in Wolfsburg bisher keinen Bereich wirklich hart getroffen

habe. „Wir klagen auf hohem Niveau“, macht Schingale deutlich und verweist auf

andere Teile des Landes, die deutlich mehr gelitten haben.

Die Ursachen da für,

dass man in Wolfs-

burg bisher relativ

glimpf lich davon ge kommen

sei, liegen nicht nur bei VW.

„Einen großen Anteil tragen

auch die Mittel, die aus dem

K o n j u nk t u r p r o g r a m m f l i e -

ßen“, erklärt Anja Blümel,

die bei der WMG im Bereich

Wirt schafts förderung für

die Ansiedlungsberatung

und das Hand werks ma-

nage ment ver antwortlich

ist. Dieses Geld kommt zum

großen Teil dem Schul sanie-

rungs pro gramm zu Gute

– wovon längst nicht nur

Wolfs burgs Schü ler, sondern

vor allem auch das regiona-

le Hand werk profitieren.

Dabei sind die finanziellen

Mittel, die bisher aus dem

Kon junk turpaket kamen, quasi noch eine Zugabe. Denn das

Schulsanierungsprogramm läuft bereits seit dem Jahr 2008,

konnte aber auf diese Art und Weise noch ausgeweitet wer-

den. Die Folge: Das Wolfsburger Bauhandwerk wurde von der

Weltwirtschaftskrise so gut wie gar nicht in Mitleidenschaft

gezogen.

Auch die großen baulichen Projekte, wie etwa in der

Wolfsburger Fußgängerzone oder aber die Markthalle am

Nordkopf wurden fortgeführt. „Die Wirtschaftskrise hat

Wolfsburg bisher nur geschrammt“, sagt Schingale und

fügt hinzu: „Natürlich gab es vereinzelt Insolvenzen und

Schließungen, die sich auf die Krise zurück führen lassen,

aber es ist nicht so, dass eine komplette Branche eingebro-

chen ist.“ Dass dem nicht so ist, belegen unter anderem

auch die Zahlen der Gewerbeanmeldungen und –abmel-

dungen, wenn man die Monate Januar bis Oktober aus den

Jahren 2008 und 2009 vergleicht. Denn 685 Anmeldungen

und 593 Abmeldungen von Januar bis Oktober 2009 stehen

666 Anmeldungen und 637 Abmeldungen für den gleichen

Zeitraum des Vorjahres gegenüber.

Eine positive Bilanz des Jahres 2009 kann auch die Hotellerie

ziehen. Die Markteinführung des neuen Polo im Juli brachte

eine nahezu Komplettauslastung über einen Zeitraum von

vier Wochen – und das in einem Zeitrahmen, in denen die

Wolfsburger Hotels tendenziell eher weniger ausgelastet

sind.

Ein weiterer Lichtblick für kleine und mittelständische

Unternehmen (KMU) in Wolfsburg sind die derzeitigen

Förderprogramme, die noch bis 2013 laufen. Investitionen

werden gefördert, deren Hauptziel die Schaffung von

Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist. „In einem Zeitraum

von circa eineinhalb Jahren haben rund 15 Wolfsburger

Unternehmen die Förderung erhalten“, erläutert Angela

Söth, zuständig für die Ansiedlungs- und Förderberatung.

Die Hälfte des Zuschusses wird von der EU gewährt, die

restlichen 50 Prozent kommen von der Stadt. Die Höhe des

Zuschusses beträgt nach der KMU-Freistellungsverordnung

bei kleinen Unternehmen bis zu 15 Prozent und bei mittleren

Unternehmen bis zu 7,5 Prozent der förderwürdigen

Investitionskosten.

Doch auch fortschrittliches Denken und Handeln wird

gefördert – Innovation lohnt sich! Wer Zuschüsse aus dem

Niedersächsischen Innovationsförderprogramm beantragt,

sollte zunächst einen Blick auf das eigene Portfolio werfen.

Kleine und mittelständische Unternehmen, die mit

innovativen Vorhaben zur Entwicklung neuer, verbesserter

Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen aufwarten

können, haben gute Chancen. Denn die Zielsetzung

des Innovationsförderprogramms liegt vor allem in der

Beschleunigung neuwertiger Entwicklungen für niedersächsische

Unternehmen und der damit verbundenen

Verbesserung der Marktchance für die kleinen und mittel-

ständischen Betriebe.

In diesem Zusammenhang darf auch „QiN“, die

Quartiersinitiative des Landes Niedersachsen, nicht außer

Acht gelassen werden. Dieser Wettstreit ist dem Handel dien-

lich, hat er doch als Hauptziel die Belebung der Innenstädte

zum Inhalt. „Hier können sich Stadtteilzentren bewerben“,

erklärt Joachim Schingale. Um deren Aufwertung geht es

bei diesem Wettbewerb – die besten Konzepte werden prä-

miert. Ein Förderantrag aus der Region Wolfsburg betraf

zum Beispiel die Kampstraße in Fallersleben, deren Umfeld

optimiert werden sollte.

Am Wettbewerb teilnehmen können alle privaten Initiativen,

Städte und Gemeinden des Landes Niedersachsen,

die ein innovatives und nachhaltiges Konzept zur

Standortentwicklung vorweisen können. Wichtig ist in diesem

Zusammenhang, dass die konkrete private Beteiligung

in der Planung, Durchführung und Finanzierung ersichtlich

wird. +

Wirtschaftsförderung

(oben) Die Abwrackprämie

ist ein Grund für die

positive Stimmung in der

Wolfsburger Wirtschaft.

(links) Geld aus dem

Konjunkturprogramm: Das

Handwerk profitierte von

den umfang reichen Schulsanierungs

maß nahmen.

4 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 5


Informationen der Volksbank

Roland Lekon, Leiter der

Direktion Wolfsburg

der Volksbank eG

Braunschweig Wolfsburg

6 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel

Volksbank als starker Partner

Positive Entwicklung trotz Krise: Kunden höchst zufrieden

Trotz der weltweiten Finanzkrise blickt die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg positiv in

die Zukunft. Und sie hat auch allen Grund dazu: Das Geschäftsjahr 2008 schloss sie mit den

besten Ergebnissen seit Beginn ihrer Unternehmensgeschichte. In dem schwierigen Umfeld der

Finanzmarktkrise bewährte sich ihr Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken als das

richtige Steuerungsinstrument.

Der Kurs unserer Bank stimmt, das Geschäfts-

modell ist richtig. Die lang fristig ausgelegte

Unternehmens strategie kombiniert mit einer

Optimierung der Prozesse und einer starken Ausrichtung

auf die Region haben sich bewährt, fasst Vorstandssprecher

Jürgen Brinkmann das positive Gesamtergebnis zusammen.

Bereits vor Ausbruch der Finanzkrise erhöhte die Volksbank

im Rahmen intensiver Qualifikationsmaßnahmen ihre

Vertriebskraft und steigerte die Beratungsqualität. Die

Ergebnisse sprechen für sich. Die Volksbank eG Braunschweig

Wolfsburg ist im 3. Wolfsburger Kundenspiegel Testsieger

in der Kundenzufriedenheit.

Keine Kreditklemme für die Volksbank-Kunden

Trotz schwieriger konjunktureller Rahmen-

bedingungen hat die Volksbank eG Braunschweig

Wolfsburg ihr Kreditgeschäft in den letzten

Monaten uneingeschränkt weitergeführt und Kredite an

ihre Mitglieder und Kunden vergeben. Von der so genann-

ten „Kreditklemme“ ist bei der Volksbank eG Braunschweig

Wolfsburg also nichts zu spüren. Im Gegenteil: Seit Anfang

2009 ist die Summe an vergebenen Krediten sogar kontinu-

ierlich gestiegen. Davon profitieren insbesondere die regi-

onalen Handwerksbetriebe.

Aber warum?

Die Volks bank eG Braun-

schweig Wolfsburg ist ein

wichtiger Kreditgeber für

die Region und beglei-

tet vor allem mittelstän-

dische Unter nehmer in

finanz wirtschaftlichen

Themen – sowohl in

beruflichen als auch privaten

Geld angelegen-

heiten. Das Beratungsund

Betreuungs konzept

für Firmen kunden deckt

Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg ist ein starker

Partner und kompetenter Finanzdienstleister. Sie trägt

nachhaltig zur Wertschöpfung in der Region bei und leistet

einen wesentlichen sozialen Beitrag auf gesellschaftlicher

Ebene.

Sie stellt gegen den Trend verstärkt qualifiziertes Personal

ein. 2009 schrieb sie vermehrt Stellen aus und baute keinen

einzigen Arbeitsplatz ab. Und auch im Ausbildungsbereich

setzt die Volksbank hohe qualitative Maßstäbe. Zwei

Volksbank-Auszubildende wurden bei der IHK-Bestenehrung

2009 ausgezeichnet. +

Felder wie Liquiditäts manage ment, Zahlungs management,

Finanzierung, betriebliche Vorsorgethemen, Vermögens-

anlage des Unternehmens und des Unternehmers,

Unternehmens nachfolge, Existenzgründungen oder

Unternehmens erweiterungen ab. Einen entscheiden-

den Vorteil haben die Kunden durch das umfangreiche

Netzwerk der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, das

auch Bereiche weit über die Finanzierungsthemen hinaus

abdeckt. Zudem lässt die Volksbank bei ihrer Beratung

auch Möglichkeiten der öffentlichen Finanzhilfen,

Kreditprogramme und regionale Förderungen mit ein-

fließen.

Die Volksbank unterstützt die regionale Wirtschaft aber

nicht nur durch das Angebot von Finanzdienstleistungen.

Sie bietet umfassende Informationsveranstaltungen wie

Bauherrenseminare oder so genannte Netzwerkevents mit

anderen Kooperationspartnern, bei der sich Akteure aus

der Region kennenlernen und untereinander austauschen

können.

So steht die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg –

auch in Zeiten der Finanzmarktkrise – als zuverlässiger

Finanzdienstleister und starker Partner für das mittelständische

Handwerk in der Region. +

Doppelt begeistert:

Die beste Bank der Region!

Einschnitt.de


Wolfsburger Arbeitsmarkt

Andreas Standop

Die Zahlen auf dem

Wolfsburger Arbeitsmarkt

geben Anlass zu vorsichtigem

Optimismus.

Vorsichtiger Optimismus

Wolfsburger Arbeitslosenquote liegt unter Bundesdurchschnitt

Zahlen sprechen meist eine eigene Sprache. Das gilt auch für die Zahlen, die den

Wolfsburger Arbeitsmarkt betreffen. Von Krise ist bisher keine Spur, für die Stadt sieht

es nicht schlecht aus. Die Auswirkungen der Krise halten sich in Grenzen. Noch dazu

kommt, dass vor allem in krisenfesten Branchen Zuwächse an offenen Stellen verzeichnet

werden, wie Andreas Standop, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit

Wolfsburg, darlegt.

Selbstverständlich

können wir, trotz

intensiver Ar beits-

m a r k t b e o b a c h t u n g u n d

deren Auswirkung niemals

sicher sagen, wie sich die

Wirtschaft und damit der

Arbeitsmarkt in der Region

in Zeiten der aktuellen Krise

entwickeln werden“, sagt

Andreas Standop.

Die Hoffnung, dass die

Auswirkungen einen

moderaten Verlauf beibehalten

herrscht nicht

nur bei Unternehmen und

Arbeitsnehmern in der

Region Wolfsburg vor, sondern

auch bei der Agentur

für Arbeit. Das positive

Denken in Wolfsburg hat einen guten Grund und fußt

letztlich auf der „zuletzt verhältnismäßig guten Lage des

größten Arbeitgebers der Region, VW“, so Standop weiter.

Doch auch ein weiterer Frühindikator lässt dunkle Gedanken

in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung zunächst noch

außerhalb der Stadt verweilen: Die derzeit gute Entwicklung

des Stellenzugangs bei der Arbeitnehmerüberlassung

(Zeitarbeit). Diese Branche, so Standop, gelte als

Frühindikator für weitere wirtschaftliche Entwicklungen.

„Ebenso verzeichnen wir in krisensicheren Branche, wie

dem Gesundheits- und Sozialwesen, Zugänge an gemeldeten

Stellen“, legt der Wolfsburger Geschäftsstellenleiter

die Gründe für die „vorsichtig optimistische Prognose“ dar.

Dort waren im September 2009 insgesamt 47 offene Stellen

gemeldet – im Vorjahresmonat waren es hingegen nur 33.

Ähnlich sieht es im Gastgewerbe aus: Um 78,3 Prozent stieg

die Anzahl der ungeförderten Jobangebote, von 23 auf 41.

Die Arbeitslosenquote in Wolfsburg liegt seit August konstant

bei 6,3 Prozent – ein Wert, der deutlich unter dem

Bundesdurschnitt von 7,7 Prozent liegt.

Generell rechne die Bundesagentur

für Arbeit allerdings

um die Jah res wende

mit einem Anstieg der

Ar beits lo sen zahlen. „Sicher

ist aber, dass die Agentur

für Arbeit auch bei einem

Zuwachs der Ar beits losen-

zahlen in ge wohnter Weise

pro fes sio nell und schnell

arbeiten kann und wird“,

unterstreicht Standop, dass

man auf eine derartige Ent-

wick lung in den kom men-

den Mo nate vorbereitet

sei. Ein weit greifenderes

Problem liege an gänzlich

anderer Stel le: dem Man-

gel an Fach kräf ten. Ihn

beurteilt Standop als die

größte Heraus for derung in

der kommenden Zeit und

be mängelt, dass dieses

Thema in Zeiten der Welt-

wirt schafts krise „oftmals

zurück gestellt“ sei. Doch

vor allem in den Bereichen

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

fehle es an qualifizierten Nachwuchskräften.

Doch der Mangel birgt gleichzeitig auch Chancen für

Arbeitssuchende: Denn die Agentur für Arbeit unterstützt

die Deckung des Fachkräftebedarfs zum Beispiel durch

die Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäf-

tigter Älterer in Unternehmen (Programm WeGebAU),

sowie durch Qualifizierung von Arbeitnehmerinnen und

Arbeitnehmern während der Kurzarbeit. +

Wolfsburger Arbeitsmarkt

Vor allem im Bereich

der Informatik und

Mathematik fehlt

es an quali fizierten

Fachkräften.

Ehme de Riese: Mode mitten im Gesicht!

: handgemacht in Deutschland

OPTIK AM NORDKOPF – FON (0 53 61)127 35

8 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 9


Handel

Matthias Lange,

Vorsitzender des

Einzelhandelsverbandes,

will die Wolfsburger

Innenstadt weiter stärken.

Die Wolfsburger Innenstadt

entwickelt sich mehr und

mehr zu einer modernen

Fußgängerzone.

10 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel

Händler steigern Umsätze

Geschäftsleute blicken selbstbewusst nach vorn

Die Porschestraße entwickelt sich immer mehr zu einer modernen Einkaufsstraße mit

Flair und Esprit. Über 250 Geschäfte präsentieren sich zwischen Nordkopf und City-

Galerie sowie in den Nebenstraßen den Besuchern. Und in Zukunft sollen noch mehr

Fachhändler in die Innenstadt kommen.

Für den Wolfsburger

Einzelhandel scheint

die Tal fahrt beendet:

Seit Sommer dieses Jahres

verzeichnet der Groß teil der

Händler in der Wolfsburger

Innen stadt keine Umsatz-

Ein brüche mehr. Die Lage hat

sich stabil isiert. Während

zu Beginn des Jahres Ein-

heimische wie Gäste eher

zu rückhaltend konsumier-

ten, geben die Besucher der

Porschestraße jetzt dort

gerne ihr Geld aus. Matthias Lange, Vor sitzen der des Einzel-

handelsverbandes, sagt: „Wir setzen derzeit nicht weniger

um als im gleichen Zeitraum der Jahre 2007 und 2008.“ Die

Kauf leute der City blicken deshalb positiv in die Zukunft.

Zu Beginn des Jahres habe auch der Wolfsburger Einzelhandel

die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Anders als bei

großen Konzernen, haben sich die meisten Händler aber

nicht auf Rabattschlachten und Preiskämpfe eingelassen.

Und das war eine kluge Entscheidung, sagt Matthias Lange.

„Denn nur von Rabatten kann ein Einzelhändel nicht leben.

Extreme und lange währende Vergünstigungen können

Unternehmen in den Ruin treiben“, betont er.

In der jüngsten Vergangenheit ist in der City viel passiert.

Noch bis Mitte des Jahres standen Geschäfte leer. Jetzt bie-

ten Fachhändler in den Räumen ihre Produkte an. „Ein Textil-

Geschäft, eine Drogerie und ein Schreibwarenfachhandel

sind hinzugekommen. Das sind genau die Läden, die eine

Fußgängerzone attraktiv machen“, sagt Lange.

Trotz der guten Leistungen wollen sich die Kaufleute in

der Innenstadt nicht auf ihren Erfolgen ausruhen. Die

Porschestraße müsse weiterhin gestärkt werden – zum

Beispiel durch die Ansiedlung von Händlern, die es noch

nicht gibt. „Es muss unser Ziel sein, den Branchenmix in

der Fußgängerzone zu erhalten und weiter auszubauen“,

sagt Lange. Um neue Marken und Läden in die Innenstadt

zu bringen, müsse Wolfsburg seine Stärken in Zukunft noch

besser herausstellen. „Wir haben eine moderne, großzügige

Fußgängerzone, die teilweise sogar überdacht ist. Außerdem

brauchen die Besucher nicht stundenlang nach Parkplätzen

suchen, wie es in anderen Städten der Fall ist“, nennt Lange

Vorzüge der Innenstadt. Diese Voraussetzungen und die

steigenden Umsätze würden es den Wolfsburger Händlern

möglich machen, selbstbewusst nach vorn zu blicken. +

– Anzeige –

Gestärkt in die Zukunft

Ruess GmbH mit Markenbildung erfolgreich

Alles spricht von Krise. „Wir gehen gestärkt in die Zukunft“, hält

Henrik Ruess dagegen. Und der Geschäftsführer der Ruess GmbH

kann das mit Überzeugung tun. Er leitet in dritter Generation ein

modernes Unternehmen, das auf die künftigen Herausforderungen

eingestellt ist, ohne dabei die Wurzeln, aus denen es entstand,

aus dem Blick zu verlieren. Das Textilreinigungs-Unternehmen

im Heinenkamp ist für die nächsten Jahre gut gerüstet. Äußeres

Zeichen dafür ist die neue Halle, die seit kurzem im Betrieb ist.

In diesem Jahr erwei-

terte der Wolfs burger

M i t t e l s t ä n d l e r s e i n e

Pro duk tionsfläche um eine

große Halle auf nunmehr

5000 Qua drat meter. „Die

Mit be gründung der Firma

‚die mietwaesche.de’ in

2007 war ein wichtiger Ent-

wicklungs schritt für uns.“

erklärt Ruess. „Dadurch kön-

nen wir heute Miet berufs-

be kleidung und andere tex-

tile Dienstleistungen bundesweit für Industrie, Handel und

Handwerk anbieten.“ Gleichzeitig wurde die Abteilung Hotellerie

und Gastronomie ausgebaut. Unter dem Dach der Marke Ruess

ist Vertriebsleiter Daniel Simon jetzt Ansprechpartner für die

Kunden aus Hotellerie und Gastronomie in den Bereichen

Mietwäsche, Wäscherei und Textilpflege.

Henrik Ruess (l.), hier mit

Betriebsleiter Michael

Jegenhorst, führt das

Traditionsunternehmen

im Heinenkamp in der

dritten Generation.

Bei einem Blick hinter die Kulissen wird schnell klar, dass hier mit einem hochtechnologischen

und logistischem Aufwand gearbeitet wird: Eine vollautomatische Sortieranlage, die täglich

mehr als 5000 Teile Berufsbekleidung für die Auslieferung sortiert. 14 Tonnen Textilien

und Leder, die täglich bearbeitet werden und schließlich die modernste Waschstraße der

Welt für Berufsbekleidung.

„Wir sind einer der modernsten Betriebe in Deutschland,“ sagt der Geschäftsführer.

„Und wir sind stolz darauf, dass wir mit den Investitionen in moderne Maschinen- und

Anlagentechnik die Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern auch kontinuierlich ausgebaut

haben.“ Heute beschäftigt die Ruess GmbH 120 Mitarbeiter und hat damit die

Mitarbeiteranzahl in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Diese Mitarbeiter sieht Henrik

Ruess als großes Kapital: „Gut geschulte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage

für unseren Geschäftserfolg.“ Deshalb sei auch die Aus- und Weiterbildung im eigenen

Betrieb so wichtig.

„Wir sind ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen. Und das ist auch unsere

Stärke. Wir kennen jeden Kunden persönlich und legen viel Wert auf gute und vertrauensvolle

Zusammenarbeit.“ Auf diesem Fundament möchte das erfolgreiche Unternehmen

auch künftig aufbauen. +

Wolfsburger Wirtschaftsspiegel•

11

Mit uns läufts auf

saubere Wäsche raus!

Sauber neugierig auf

Profi-Mietberufskleidung?

Mehr Infos?

www.diemietwaesche.de

E-Mail?

info@diemietwaesche.de

Kostenlose Hotline

0800 / 108 11 08!


Ausblick

Siegfried Kayser

12 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel

Prävention statt Reaktion

Wolfsburger Dynamik auch in Zukunft nutzen

Diversifizierung lautet das Stichwort, das Siegfried Kayser, Leiter der Wolfsburger Geschäftsstelle

der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, als wichtiges Instrument für die

Zukunft von mittelständischen Unternehmen sieht. Denn breitere Produktpaletten ermöglichen

Flexibilität – und die könnte gerade in Wolfsburg in Krisenzeiten wichtig sein, weil sie die

Unabhängigkeit der Betriebe von Volkswagen stärken würde. Obwohl: Von schlechter Stimmung

in der Wolfsburger Wirtschaft kann gar nicht die Rede sein – von Unsicherheit hingegen schon.

Die Krise hat Wolfs-

burg noch nicht

erreicht“, stellt

Siegfried Kayser fest. Das

soll weder Schön fär berei

noch Schwarz malerei sein.

Eher Realismus. Denn klar

ist: Nicht nur VW, sondern

insgesamt die Region Wolfsburg

hat in den vergangenen

Monaten von den Folgen der

Ab wrack prämie profitiert.

Die Auftragsbücher bei VW

sind noch gut gefüllt. Bis

Mitte des kommenden Jahres

sei der Konzern noch ausge-

lastet. Prog nosen darüber,

wie es dann weiter geht, seien sehr ungewiss, so Kayser. Doch

er gibt gleichzeitig zu bedenken: „VW hatte bisher drei große

Krisen und ist aus jeder davon gestärkt hervor gegangen.“

Gerade aus der Flaute nach dem Wiedervereinigungsboom

seien zahlreiche Initiativen entstanden, welche auf eine

Verringerung der Abhängigkeit der Wolfsburger Wirtschaft

von VW abzielten. Dazu zählt Kayser etwa die Ansiedlung

von Zuliefererbetrieben und der Fachhochschule, die zuvor

in Wolfsburg nicht zu finden waren, aber auch den Ausbau

touristischer Attraktionen und Freizeitmöglichkeiten, wobei

dort an erster Stelle die Autostadt und in Folge unter anderem

der Allerpark und das Phaeno zu nennen sind. Unerwähnt

dürfen in diesem Zusammenhang auch die City-Galerie, das

Designer-Outlet-Center und die seit Ende Oktober geöffnete

Markthalle am Nordkopf nicht bleiben – allesamt Magneten,

die Gäste nach Wolfsburg ziehen. Längst ist die unmittelbare

Abhängigkeit von VW gesunken, wie Kayser mit folgendem

Beispiel unterstreicht: „Von fast 60.000 Einpendlern täglich

arbeiten nur rund 25.000 bei VW.“

Der Wolfsburger Handels- und Dienstleistungsbereich soll

weiter ausgebaut werden. An den Chancen, die Besucher des

DOC auch in die Innenstadt zu lenken, wird gearbeitet. Die

Gastronomie etwa soll mit diesem Anziehungspunkt ver-

knüpft werden. „Viele Besucher wissen gar nicht, wo man in

Wolfsburg gut essen kann.“ Ein Faktor, der lohnenswert für die

Gastronomie-Betriebe sein könnte. Denn rund 30 Prozent derjenigen,

die im DOC nach Schnäppchen suchen, sind auch zusätzlich

in der Wolfsburger City unterwegs. In diesem Bereich sieht

der Wolfsburger Geschäftsstellenleiter eine der wichtigsten

Aufgaben und Chancen für Stadt und Wirtschaft, wenn es um

präventives strategisches Handeln von Unternehmen geht.

Insgesamt sei der Handel trotz gestiegener Konkurrenz zufrieden,

auch deshalb weil der Kaufkraftabfluss nach Braunschweig

stark zurückgegangen ist. Wolfsburgs Zentralität hat sich

bemerkenswert verbessert. Eine klare Prognose für die Zukunft

abzugeben, sei aber schwierig. Der Grund: Obwohl Wolfsburg

dank seiner dynamischen Entwicklung in den letzten Jahren

nicht mehr unmittelbar, sondern nur noch mittelbar von VW

abhängig ist, steht dennoch fest: Schwächelt der Autobauer,

wirkt sich das auch auf die Region aus. Strategisch sei es aus

der Sicht des Wolfsburger Mittelstandes wichtig, sich diversifiziert

aufzustellen, um die Abhängigkeit von VW zu mildern.

Allerdings steht zugleich auch außer Frage, dass diese

Möglichkeit nicht jedem Betrieb offen steht. „Ein Patentrezept

gibt es nicht“, so Kayser. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die

erwartete Delle in der Nachfrage nach Neuwagen im kommenden

Jahr auswirkt“, sagt der IHK-Geschäftsstellenleiter.

Einen Weg, der den Wolfsburger Geschäftsleuten neue

Möglichkeiten aufzeigen sollte, war das 1. Wolfsburger

Unternehmerforum, das am 5. November mit rund 170

Teilnehmern auf großes Interesse stieß. Im Mittelpunkt stand

die Netzwerkbildung, die regionale Kooperationen ermöglichen

soll. „Die Unternehmen sollen mit den Leistungsspektren

der anderen vertraut sein“, erläutert Siegfried Kayser den

Hintergedanken der Veranstaltung, zu der die Wolfsburg AG,

die IHK, die WMG, das Frauenbranchenbuch und die Stadt

Wolfsburg geladen hatten. Eine Plattform, die es ermöglicht,

die Produktpalette in Kooperation mit anderen zu erweitern.

Und zwar um solche Produkte, die man allein nicht erstellen

könnte. Ein Weg, der zukunftsweisend in Wolfsburg sein könnte.

Denn Kayser unterstreicht: „Es ist wichtig, präventiv zu arbeiten,

anstatt zu reagieren, wenn man bereits betroffen ist.“ +

Kosten senken und Qualität erhöhen

Das unsichtbare Büro

Sie sind längst mehr als

Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen.

Das Team

von TEMA-Text glänzt als

geschätzter Partner zahlreicher

Unternehmen.

Eigene Überlastung durch

zeitaufwendige Schreibarbeiten

war gestern. Unausgelastete

Bürokräft e mit

unqualifi zierten oder unnöti

gen Arbeiten zu beschäfti

gen, um in Spitzenzeiten

genug Kapazität zu haben,

war vorgestern. Beides ist

im modernen Dreikampf

von Leistungsdruck, Wett -

bewerbsdruck und Kosten-

druck kein erfolgreicher

Weg zur Sicherung des

eigenen Unternehmens

oder der selbstständigen

Existenz.

Manchem fällt es noch

schwer, daran zu denken,

Schreib- und andere Büroarbeiten

auszulagern. Dabei

macht es die heuti ge

Technik möglich und auch

große Firmen und Konzerne

haben diese Möglichkeit

längst für sich entdeckt.

Professionell und effi zient

Die Vorteile liegen klar auf

der Hand. Kosten fallen nur

an, wenn die Arbeit benöti

gt wird und sind klar

kalkulierbar. Auch der Ausfall

eines einzelnen, z. B.

durch Krankheit führt nicht

zum Sti llstand oder Überlastung

anderer.

Beispiel: Typischer Ablauf einer Transkripti on

Hauptstraße 3

38536 Meinersen

05372-9780-20

www.tema-text.de

Auf solche Leistungen hat

sich TEMA-Text in Meinersen

spezialisiert. Mit

einem 20-köpfi gen Team

werden Schreib- und andere

Büroarbeiten professionell

und innerhalb kürzester

Zeit erledigt.

Moderne Büros und ein starkes Team in Meinersen

Technik schaff t Vorteile

Der schnellste Weg zur

Unterstützung durch das

Team von TEMA-Text ist die

Aufnahme per digitalem

Dikti ergerät für Diktat,

Bericht, Gutachten oder

Protokoll. Nach elektronischem

Versand via verschlüsselter

E-Mail können

die jeweiligen Experten des

Teams sofort mit der Arbeit

beginnen.

Egal ob Brief, Rechtsgutachten,

OP-Bericht oder Protokoll:

Termingerecht liegt am

nächsten Tag das Schrift -

stück im elektronischen

Postf ach oder ist formvollendet

und im Firmenlayout

gedruckt auf dem Postweg

zum Kunden. In einigen Fällen

werden kürzere Abwicklungszeiten

vereinbart.

Die Auft raggeber sitzen

überall in Deutschland.

Das Spektrum der Kunden

reicht dabei von Großkonzernen,

die Meinungen

Ihrer Kunden protokollieren

und medizinischen

Einrichtungen, die ihre OP-

Berichte über Nacht zu

Papier gebracht sehen

wollen über Selbstständige,

die Briefe, Protokolle und

Gutachten schreiben lassen

bis hin zu Privatpersonen.

Erfolg durch Vertrauen

Anzeige

„Viele Kunden, die unsere

Services das erste Mal in

Anspruch nehmen, fühlen

sich mit den ungewohnten

Abläufen etwas unsicher,“

meint Annegret Cziczkus,

die das Team seit mehr als

15 Jahren leitet. „Insbesondere

das Thema Datenschutz

bedarf immer einer

Erklärung.“

Dabei ist die Vertraulichkeit

der Inhalte besser geschützt

als in den meisten

Büros. Die EDV ist auf den

besonderen Schutz vor

Zugriff en eingestellt, alle

Daten werden mit den neuesten

Verfahren verschlüsselt

und alle Mitarbeiter

müssen sich zur absoluten

Verschwiegenheit verpfl ichten.


Ausblick

Der Allerpark wurde von

der Wolfsburg AG entwickelt

und wird bis heute

von dem Unternehmen

vermarktet.

Das Freizeitareal bietet

viele Attraktionen für

Jung und Alt.

Lebensqualität schaffen

Wolfsburg AG betreibt Standortsicherung

Wolfsburg hat die Wirtschaftskrise bisher gut verkraftet. Will die Stadt aber auch in Zukunft

erfolgreich sein, muss sie über ihre Grenzen hinaus gehen und gemeinsam mit Partnern die

Region stärken. Die Wolfsburg AG verfolgt diesen Weg konsequent weiter. Sie hat sich seit 1999

zum Ziel gesetzt, die Wirtschaft und Lebensqualität am Standort und in der Region zu stärken.

Als Public Private Partnership von der Stadt und der

Volkswagen Aktiengesellschaft 1999 gegründet, hat

die Wolfsburg AG bei der Schaffung von jetzt rund

10.000 Arbeitsplätzen entscheidend mitgewirkt. Dadurch

konnte die Arbeitslosigkeit halbiert werden. Außerdem hat

das Unternehmen zirka 140 Automobil-Zulieferer angesie-

delt und über 400 Unternehmungsgründungen unterstützt

und begleitet.

Noch vor zehn Jahren hatte die Stadt Einwohnern

und Touristen wenig zu bieten. Im Jahr 1997 lag die

Arbeitslosenquote bei 17,2 Prozent, mittelständische

Unternehmen gab es nur wenige, lediglich 22 Prozent der

Wolfsburger arbeiteten in Dienstleistungsberufen. Die

Entwicklung von Freizeitangeboten und touristischen

Magneten stand am Anfang. Inzwischen zeigt sich ein

anderes Bild - eines, das die Wolfsburg AG mitgezeich-

net hat. Und auch in Zukunft will das Unternehmen die

Stadt gestalten. Die Stadt-Imageanalyse 2009 der CIMA

Beratung + Management GmbH bestätigt die positive

Entwicklung. Über 90 Prozent der Wolfsburger wohnen

gern in ihrer Stadt. Potenziale gibt es bei der Verbesserung

der Außenwahrnehmung. Bei den Bundesbürgern kann

der Bekanntheitsgrad Wolfsburgs als Tourismusziel noch

erheblich gesteigert werden.

Die rund 80 Mitarbeiter der Wolfsburg AG entwickeln

nachhaltige Konzepte, setzen sie um und bringen somit

Innovationen auf den Weg, die die Wirtschaftsregion zu

einem Standort mit hoher Lebensqualität machen. In den

Handlungsfeldern Mobilität, Freizeit, Gesundheitswirtschaft,

Energie sowie Bildung gibt die Wolfsburg AG Impulse, bildet

Netzwerke und führt Menschen und Unternehmen zusammen.

Ein typisches Beispiel dafür ist die Internationale

Zuliefererbörse, auf der sich alle zwei Jahre in Wolfsburg

Firmen und Fachkräfte der Branche treffen. „Es ist und

bleibt unser Ziel, Wolfsburg weiterzuentwickeln, die vor-

handenen Kompetenzen zu stärken und die Stadt für

Unternehmen aber auch für Touristen immer interessan-

ter zu machen“, sagt Professor Bernd Wilhelm, Sprecher

des Vorstands der Wolfsburg AG. Die Schaffung und

Sicherung von Arbeitsplätzen und Lebensqualität in der

gesamten Region sei unabdingbar, wenn man mit ande-

ren Wirtschaftszentren in Deutschland mithalten wolle.

„Wolfsburg konkurriert mit anderen deutschen Städten

auch um Fachkräfte. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass

Wolfsburg ein attraktiver Lebensmittelpunkt ist“, verdeut-

licht Vorstandsmitglied Thomas Krause.

Um Ressourcen zu bündeln und Aktivitäten in der gesamten

Region zu stärken, strebt die Wolfsburg AG eine Kooperation

mit der projekt Region Braunschweig GmbH an. Gemeinsam

wollen beide Unternehmen auch die Aktivitäten im Feld

Gründung erweitern, zum Beispiel mit einem gemeinsamen

Geschäftsmodellwettbewerb.

An der positiven Entwicklung der Region hegt das

Unternehmen keine Zweifel. „Wer marktorientierte und

innovative Produkte anbietet, kann eine Wirtschaftskrise

überstehen und gestärkt aus ihr hervorgehen. Deshalb bie-

ten wir Unternehmensgründern und anderen Unternehmen

intensive Beratungsleistungen an“, sagt Oliver Syring,

Vorstand der Wolfsburg AG. Den Erfolg beweisen die

Zahlen: Zwei Drittel der von der Wolfsburg AG unterstützten

Gründungen bestehen am Markt. Die Begleitung von

Existenzgründern wird auch in Zukunft ein wichtiges

Arbeitsfeld des Unternehmens sein. „Im Zulieferbereich

gilt es das Erreichte für die Region zu sichern“, erläutert

Krause. Um noch mehr Gründungen und Ansiedlungen in

Wolfsburg zu verzeichnen und ansässige Unternehmen

zu unterstützen, schaffe die Wolfsburg AG themenbezogene

Plattformen für den Austausch und intensiviere die

Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Und auch im Geschäftsbereich Freizeit und Tourismus sollen

weiterhin Akzente gesetzt werden. +

Auf der Internationale

Zuliefererbörse in

Wolfsburg kommen

Fachleute aus aller Welt

zusammmen.

Wir spinnen die

Netzwerke der Zukunft.

Wolfsburg AG

Major-Hirst-Str. 11

38442 Wolfsburg

Telefon 05361.897-1150

info@wolfsburg-ag.com

www.wolfsburg-ag.com

14 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 15

Ausblick

Alle reden von Vernetzung und Innovation. Wir tun es, täglich und mit

klaren Zielen: Für eine lebenswerte Region schaffen wir wirtschaftliches

Wachstum und sichere Arbeitsplätze. Unsere Netzwerke verbinden

uns mit Partnern in der Nähe und in aller Welt. Aber wir sind noch

lange nicht am Ziel. Deshalb spinnen wir in Zukunft noch viel fl eißiger

für Wolfsburg und die Region – Netzwerke natürlich.

RZ_WAG29588_IAZ_Netzwerke_185x110.indd 1 29.10.2009 14:54:38 Uhr


Stimmen aus Wolfsburg Neueröffnung Markthalle

Stadt zeigt sich krisenfest

Wolfsburger Geschäftsleute sehen positiv in die Zukunft

Perspektive der Wohnungswirtschaft

Die Stadt genießt großes Ansehen

Mit Zuversicht und Opti­

mismus blickt Elmar

Engisch vom Holiday Inn

Wolfsburg City Centre in

die Zu kunft. „Wir haben

in der Vergangenheit die

Weichen für Wolfsburg

gut gestellt“. Die Stadt

genießt überall ein

hohes Ansehen, nicht nur

wegen der Fuß ball welt­

meisterschaft im letzten

Jahr. Wolfsburg ist ein interessanter Anziehungspunkt

für Besucher am Wochenende, weil es mit Phaeno,

Allerpark, Autostadt und Schloss mehr als eine

Attraktivität zu bieten hat. Im Verlauf der Woche

werden die Hotelangebote in der Stadt vielfach von

Geschäftsreisenden genutzt. Hier kommt der Einfluss

von VW zum Tragen. Auch hier sieht die Situation gut

aus. Im vergangenen Jahr hat die Abwrackprämie

sehr geholfen. Für das nächste Jahr bleibt nun zu hoffen,

dass deren Folgen der Stadt nicht zum Nachteil

geraten.

Die Wohnungs wirt schaft ist bisher ohne

größere negative Aus wirkungen davon

gekommen, stellt Dirk Backhausen von

d e r A l l e r t a l I m m o b i l i e n e G fest. Das

klassische Wohnungs unternehmen

ar bei tet nach haltig, ohne eine kurz fris­

t i g e S u p e r r e n d i t e e r zi e l e n zu w o l l e n u n d

zeich net sich durch die Konti nui tät sei­

nes Ge schäfts modells aus. Langfristig

angelegte Planungen und nachhalti­

ge Strukturen sind signifikant für die

Branche. „Infolge unserer regelmäßigen

Mieterträge haben wir einen sicheren Cash­Flow und ein nur geringes

Ausfallrisiko. Mir ist kein deutsches Wohnungsunternehmen bekannt,

dass durch die Finanzmarktkrise nachhaltige Finanzierungsprobleme

bekommen hat. Unter Berücksichtigung unserer besonderen Situation

sehen wir die Entwicklung für die nächsten Jahre optimistisch“.

Wir müssen mit der Zeit gehen

„Aus meiner Sicht hat sich das

Kaufverhalten im zurückliegenden

Jahr kaum verändert“, urteilt Brunhilde

Keiser von der Uhren Kaiser GmbH in der

Porschestraße. So hofft sie jetzt auf ein

gutes Weihnachtsgeschäft. Doch dazu lassen

sich in der Branche erfahrungsgemäß

kaum Prognosen treffen. Kunden ziehen

derzeit zeitgemäßen Schmuck einem hochwertigen

Goldschmuck vor. „So hat es sich

für uns bewährt, auch aktuelle Modetrends

aufzugreifen, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Wenn wir hier mit der Zeit gehen, werden wir auch bestehen können“.

Ein wesentlicher Faktor für die Geschäftsleute ist die Situation bei VW.

„So lange dort alles gut läuft, sehe ich für uns keine Probleme“. Da im

Moment weder Kurzarbeit noch andere Irritationen zu erwarten sind,

blickt die Einzelhändlerin positiv und optimistisch in die Zukunft.

Unternehmen stabil am Markt

Im Großen und Ganzen sehr optimistisch und zufrie­

den, äußert sich Tell Roth von Roth of Switzerland über

Situation und Perspektiven für sein Unternehmen. Es

habe sich im Verlauf des Jahres bewährt, dass der Betrieb

sehr breit aufgestellt ist. Denn in der Sparte Catering für

Großevents und Firmenfeiern hatte sich mit der Krise

ein Einbruch bemerkbar gemacht, spürbare Zuwächse

dagegen verzeichnet aber das Privatkundengeschäft.

Von stetigen Zuwächsen geprägt ist auch das Campus

Restaurant, das 2005 eröffnet derzeit um 150 Sitzplätze

vergrößert wird. Ab März 2010 können hier täglich 800

Personen mit Essen versorgt werden. Auf ein weiteres,

neues Standbein baut Roth seit dem Sommer dieses Jahres. In vielen Firmen hat sich

der Snackautomat als qualitativ hochwertige Alternative zur Kantinenversorgung

bereits bewährt. Damit verfügt das Unternehmen jetzt über sechs verschiedene

Dienstleistungssegmente. Das Ergebnis der betriebsstrategischen Entscheidungen

stellt sich sehr positiv dar, so Roth: „Wir sind stolz, dass wir noch nicht einen Mitarbeiter

entlassen mussten. Unser Unternehmen ist so stabil am Markt, dass wir unserem

Team von 40 Festangestellten und 50 eigenen Aushilfen derzeit sichere Arbeitsplätze

gewährleisten können“. Zuversichtliche Stimmung für den ortsansässigen Mittelstand

geht für Roth auch vom VW­Konzern aus – solide aufgestellt mit verschiedenen Marken

unter einem Dach. Der Standort Wolfsburg scheine nach der Übernahme von Porsche

langfristig gesichert zu sein: „Das ist für uns eine sehr wichtige Basis“.

Die Feuertaufe bestanden

Neuland zufrieden: Markthalle eröffnet am Nordkopf

Die neue Markt halle am Wolfsburger Nordkopf

hat die Feuertaufe bestanden: Am Eröffnungs-

wochenende gab es zeitweise kein Durchkommen.

„Wir sind ausgesprochen zufrieden mit dem Auftakt“, zieht

denn auch Ilona Krause, Pressesprecherin des Investors

Neuland, eine rundum positive Bilanz. Sie geht davon aus,

dass in absehbarer Zukunft auch die noch freien restlichen

Marktstände einen Beschicker gefunden haben werden.

„Mit solch einem Ansturm hatten wir nicht gerechnet“, so

die Sprecherin weiter. Über den ganzen Tag hinweg sei die

Resonanz sehr gut gewesen, erst am späten Nachmittag

habe sich das Interesse etwas abgekühlt. Zehn Prozent

der Stände sind derzeit noch nicht belegt. „Aber es gibt

Interessenten“, versichert Ilona Krause. Die Neuland wolle

allerdings darauf achten, dass das Angebot „abgerundet“

ist und sich Anbieter ähnlicher Produkte nicht gegenseitig

Konkurrenz machen. Ansonsten will der Investor die weitere

Entwicklung erst einmal abwarten, um zu prüfen, ob das

Gesamtkonzept stimmig ist. Akuten Verbesserungsbedarf

sehe man jedenfalls zur Zeit nicht. Zwar sei zum Startschuss

noch „nicht alles zu 100 Prozent“ fertig gewesen, die

Besucher hätten davon allerdings wenig mitbekommen.

In näherer Zukunft kann sich die Neuland auch vorstellen,

mit Aktionen die Kundenbindung dauerhaft zu festigen.

„Projektentwickler Frieder Rock hat auch diesbezüglich

den direkten Draht zu den Standbetreibern“, so Krause.

Momentan fungiert Rock auch noch als Betriebsleiter. „Wir

hoffen, dass uns Herr Rock auch weiterhin unterstützen wird,

bis ein endgültiger Betreiber gefunden ist. Wir sind derzeit

auf der Suche“, sagt die Neuland-Sprecherin. Das FM wird

von der NEULAND/Stadtwerke-Tochter abgewickelt. +

HERZLICH WILLKOMMEN

Einheimische Produkte, internationale Spezialitäten, Fisch,

Käse, Bioprodukte, Blumen, Zeitungen, Tabak-Erzeugnisse,

eine Sekt- und Kaffeebar, ein Stand aus der Partnerprovinz

Pesaro-Urbino in Italien sowie viele weitere gastronomische

Angebote erwarten Sie an sechs Tagen der

Woche in der neuen Markthalle.

Lust darauf.

Genießen Sie es – wir freuen uns auf Sie.

Porschestraße – Nordkopf | 38440 Wolfsburg

Öffnungszeiten: Mo - Sa | 9 - 19 Uhr

www.neuland.wolfsburg.de

Blick von der Galerie

in die Halle

16 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 17


LSW LandE-Stadtwerke

Wolfsburg GmbH & Co. KG

– Anzeige –

Geschäftsführer:

Dr. Alexander Montebaur

Gestärkt in die Zukunft

Versorgungssicherheit durch flexibles Netzmanagement

Mi t d e r I n b e t r i eb -

nah me des Teil-

a b s c h n i t t e s

Gam sen – Oer rel im Au gust

2009 ist der nörd liche re gio-

nale Hoch span nungs ring,

der Fal lers leben, Vors felde,

Ehra, Wit tingen, Gam sen

und Oerrel ver bin det, kom-

plett auf 110 Kilovolt (kV)

umgestellt. Die Maß nahme

bildet einen weiteren wich-

tigen Be stand teil zur Netz-

sicherheit des nördlichen

V e r s o r g u n g s g e b i e t e s d e r

LSW. „Insgesamt wurden

rund vier Millionen Euro

in die neue 22 Kilometer

l a n g e H o c h s p a n n u n g s l e i -

tung in ves tiert. Es ist ei nes

der größ ten Ein zel pro jekte

zum Netz aus bau an dem

die LSW mit wirkte. Wir leisten einen wichtigen Beitrag für

die Ver sorgungs sicher heit im Landkreis und sichern nach-

haltig unsere Auf nahme kapa zitäten für Strom aus Erneuer-

baren Energien“, so LSW-Geschäftsführer Dr. Alexander

Montebaur.

AKTIV E_

NaturWatt-Strom ®

Strom 100 % CO 2- frei – jetzt anrufen

und die Umwelt schonen:

0800 INFOLSW * /0800 4636579 *

( * kostenlos aus dem deutschen Festnetz)

Immer mehr Erneuerbare Energien werden in das Ver sor-

gungs netz der LSW abgegeben. Im Jahr 2009 sind Anlagen,

die nach dem Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) einspeisen,

mit einer installierten Einspeiseleistung von insgesamt rund

187 Megawatt (MW) angeschlossen. Die Gesamtzahl der

Einspeiser teilt sich mit Stand vom August 2009 wie folgt

auf: 28 Windparks, 1.374 Fotovoltaikanlagen, 37 Biomasse- und

Biogasanlagen, 3 Deponiegas- und 4 Wasserkraftanlagen.

Die Tendenz ist weiter steigend. Flexibles Netzmanagement

und ein modernes, belastungsfähiges Netz gewährleisten

die Versorgungssicherheit in der Region. Insbesondere an

die Netzausbauplanung und den Netzbau der LSW werden

derzeit hohe Ansprüche gestellt, um den vielen neuen

Netzeinspeisern zeitnah die erforderlichen Anschluss- und

Transportkapazitäten zur Verfügung stellen zu können.

Die Zunahme der durch das EEG geförderten Strommengen,

hat auch Auswirkungen auf die Strompreise der

Haushaltskunden. Sie ist als „Mehrbelastung aus EEG“

Bestandteil des Arbeitspreises für Strom und beträgt im nächsten

Jahr zwei Cent pro Kilowattstunde. Der Bundesverband

der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) teilte mit, dass

die Umlage gegenüber dem erwarteten Wert von 2009 um

75 Prozent gestiegen ist. Die Gründe für die EEG-Mehrkosten

sind unter anderem der starke Ausbau sowie eine geringere

Gesamtstromabnahme durch Endverbraucher aufgrund der

derzeitigen Konjunkturlage. +

Frühzeitig Handeln sinnvoll

Aus Insolvenzverfahren können neue Chancen entstehen

Der Gang zum Insolvenzgericht ist manchmal unvermeidbar. Wirtschaftsjuristen

raten zu frühzeitigem Handeln: Ein verspäteter Insolvenzantrag hat strafrechtliche

Konsequenzen für Unternehmer. Doch nicht allein die drohenden gesetzlichen

Konsequenzen sollten zum Antrag für ein Insolvenzverfahren führen: Die

Insolvenzordnung (InsO) definiert den Fortbestand eines Unternehmens als Ziel.

Der Staat hat kein Interesse, Unternehmen end-

gültig zu vernichten, wissen Wirtschaftsjuristen

Neben entsprechenden Steuer- und Sozial-

versicherungsausfällen kommt es bei abgewickelten Unter-

nehmen in der Regel zu einer Vielzahl von Arbeitslosen,

was für den Staat wiederum zu neuen Kosten führt. So

ist in der InsO vorgesehen, dass ein Insolvenzplan die

Fortführung eines Unternehmens garantiert. Aber auch

andere Maßnahmen des Insolvenzverwalters, beispielsweise

die übertragende Sanierung der gesunden Teile

auf ein neues Unternehmen, können zum Ziel führen.

Die gesetzlichen Maßnahmen haben häufig den Erfolg,

dass Unternehmen ganz oder in Teilen weiterhin betrieben

werden können, oft auch von den alten Inhabern.

Ein rechtzeitiger Insolvenzantrag ist Zeichen von

Verantwortungsbewusstsein für Mitarbeiter, Kunden und

Lieferanten.

Frühzeitig Antrag stellen

Gesetzlich ist ein Insolvenzantrag bereits bei drohender

Zahlungsunfähigkeit möglich. Der vom Amtsgericht

bestellte (vorläufige) Insolvenzverwalter hat eine starke

Position. Er kann dafür sorgen, dass notwendige

Räumlichkeiten oder Produktionsmittel nicht ohne weiteres

wegen Zahlungsrückstand gekündigt werden können.

Durch die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes werden

die Mitarbeiter im Unternehmen gehalten. Sollten im

Rahmen einer Sanierung jedoch Arbeitnehmer entlassen

werden müssen, kommt eine verkürzte Kündigungsfrist

von nur drei Monaten zum Tragen. Der Insolvenzverwalter

ermöglicht ebenso, dass Lieferanten bei der Stange bleiben.

Lieferverzögerungen werden vermieden, die Aussicht auf

den weiteren Bestand des Unternehmens senkt Bedenken

im Hinblick auf Liefersicherheit und Gewährleistung.

Auch haben Banken grundsätzlich die Möglichkeit, eine

Verwertung der Sicherheiten zurück zu stellen. Die

Einleitung eines Insolvenzverfahrens führt in der Regel

nicht dazu, dass Kunden verloren gehen. Werden sie rechtzeitig

informiert, können sie in Lösungen eingebunden

werden.

Die Maßnahmen können nur erfolgreich eingesetzt werden,

wenn der Betrieb grundsätzlich noch intakt ist, die

Löhne und Gehälter nicht schon längere Zeit rückständig

und insbesondere Lieferanten und Banken nicht schon zu

verschreckt sind, um sinnvolle Lösungen zu blockieren.

Bei Zögern drohen Strafen

Die Firmenleitung ist gezwungen, einen Insolvenzantrag

zu stellen, wenn Zahlungsunfähigkeit – oder bei

Körperschaften die Überschuldung – eingetreten ist.

Bei schuldhaftem Zögern droht der Straftatbestand der

Insolvenzverschleppung mit bis zu drei Jahren Haft.

Besonders problematisch ist die Nichtabführung von

Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung, für die

Staatsanwaltschaft oft ein Hebel zu straf rechtlichen Kon-

sequenzen, auch insgesamt Ein falls tor für ver stärkte

per sönliche Haftung für die Ver antwortlichen.

Verfahren sichert Existenz

Letztendlich sichert ein In sol venz ver fahren

oft auch die persönliche Existenz,

entweder weil Ver bind lich kei ten,

die der per sön lichen Haf tung

unterliegen, in vergleichs weise

Lösungen oder im Rahmen der

Rest schuld befreiung, die für

den Unter nehmer persönlich

gewährt wird, eingebunden

sind.

Auch wenn es paradox zu sein

scheint: Ein rechtzeitig eingeleitetes

Insolvenzverfahren kann ein Unternehmen

gestärkt in die Zukunft blicken lassen, denn mitgeschleppter

Ballast wird abgeworfen und der Kopf

ist somit wieder frei für in die Zukunft gerichtete

Entscheidungen. +

Rechtsberatung

18 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 19


Beratung für Existenzgründer Existenzgründung im Portrait

Katja Twiehaus

Chancen nutzen und gewinnen

Flexibel reagieren – Angebote kurzfristig anpassen

Krisen gibt es immer wieder: im Laufe einer Existenzgründung, während des

Aufbaus eines Unternehmens, im Verlauf einer Firmengeschichte, einfach im

Leben oder wie jetzt in der Weltwirtschaft, erläutert Katja Twiehaus von der

RS Unternehmensberatung und verrät, wie Existenzgründer und Jungunter nehmer

optimal mit Engpässen umgehen können.

Aufmerksame Beo-

bachter können

erkennen, welche

Ver ände rungen not wendig

sind. So entstehen Chancen.

Wer diese zu nutzen ver-

steht, kann aus der schwie-

rigen Situation als Gewinner

hervorgehen. Damit stellt

sich die Frage, was lässt sich

verändern? Welche Chancen

können Existenzgründer und

Jung unternehmer nutzen,

um sich am Ende einer wirt-

schaftlichen Durststrecke

ge stärkt am Markt zu

be haupten?

Marktanalyse und Fortbildung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Krisensituation

gewinnbringend zu nutzen: Lassen Auftragsenbußen Zeit

frei werden, kann diese zum Beispiel für die Weiterbildung

genutzt werden. Während bei gut laufendem Betrieb zudem

wenig Gelegenheit zu Analyse und Reflexion bleibt,

besteht nun die Möglichkeit den veränderten Markt

zu beobachten, Nischen zu entdecken und neue

Wege einzuschlagen, um den Gegebenheiten wieder

optimal zu entsprechen.

Als ein neuer Weg kann sich beispielsweise eine

zunächst nur temporär angelegte Notlösung erweisen.

Was zunächst als minimale Existenzsicherung gedacht

war, wird sich vielleicht als ungeahnte Chance eröffnen.

Zudem hilft in schwierigen Zeiten oft ein gewisses Maß

an Offenheit. „Schauen Sie, was andere machen“, rät Katja

Twiehaus dazu, Situationen zu beobachten und andernorts

effektive Prinzipien auf den eigenen Betrieb zu übertra-

gen. Dabei ist es durchaus auch legitim in ungewöhnlichen

Momenten nach Inspiration zu suchen, denn die verschie-

densten Lebenslagen bergen spannende Konfliktlösungen.

Wie reagieren zum Beispiel Kinder, wenn sie ein Problem

angehen müssen.

Kleine Struktur als Vorteil

Ein weiterer Blickpunkt mag die Suche nach anderen

Erfolgsmodellen sein. Die Abwrackprämie war in dieser

Hinsicht herausragend. „Vielleicht gibt es in Ihrer Branche

ähnliche Systeme, die Sie nutzen können, um Sie Ihren

Kunden anzubieten“.

Die kleinen und meist übersichtlichen Unter nehmens-

struk turen, die Existenzgründer und Kleinunternehmer

kennzeichnen, können sich bei unternehmerischen

Entscheidungen durchaus als vorteilhaft erweisen. „Sie

können flexibel und schnell auf veränderte Situationen

reagieren“. Das ermöglicht es, Angebote kurzfristig veränderten

Situationen anzupassen. Von Vorteil erweisen sich

unter anderem Flexibilität bei Geschäftszeiten, Bewerben

neuer Angebote, Verzicht auf Unnötiges oder neue und

zielführende Kooperationen einzugehen. Diese Liste ist

individuell fortzusetzen.

Gerade die Möglichkeit, schnell und flexibel auf neue

Anforderungen reagieren zu können und sich Veränderungen

anzupassen ist eine große Chance für Existenzgründer und

Kleinunternehmer. „Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen

und mit eigenen Ideen oder auch Anregungen von

außen Ihr Angebot und Ihren Auftritt kurzfristig

anpassen, dann ist die Krise Ihre Chance ein

Gewinner zu sein“. +

Gute Küche – stimmiger Rahmen

Jessica De Stefano und Alexander Gahrens im „PumpHuus“

Auf gutbürgerliche Küche in stimmigem Ambiente setzen Jessica De Stefano und

Alexander Gahrens. Die beiden Existenzgründer haben kürzlich das „PumpHuus“, ein

idyllisch gelegenes Café-Restaurant mit Biergarten am Mittellandkanal in Vorsfelde

neu eröffnet.

Die Hotelfachfrau und der Koch, ein ehemaliger

Schüler von Hartmut Leimeister im Hotel Ludwig

im Park in Fallersleben, haben das frühere „Oolet

PumpHuus“ in der ruhigen Stichstraße am Mittellandkanal

gepachtet. Vor der Neueröffnung unter neuer Regie wurde

das ehemalige Café mit einem Küchenanbau erweitert. Den

gemütlichen Gastraum mit dem antiken Mobiliar dagegen

haben Jessica De Stefano und Alexander Gahrens vom vorheri-

gen Betreiber übernommen. „Denn er bildet einen wunderbar

ansprechenden Rahmen für die kulinarischen Genüsse“, so

das Pächterpaar.

Um die neuen Aufgaben gut meistern zu können, stellten

die beiden Gründer einen Koch sowie fünf Aushilfen für den

Servicebereich ein. Auf der Speisekarte des PumpHuus ste-

hen Snacks und regionale Gerichte – eine gehobene Küche

zu moderaten Preisen. Die Industrie- und Handelkammer

hatte die Gründungsinitiative begleitet, berichtet Rainer

Knoppe von der IHK Geschäftsstelle in Wolfsburg. Er beur-

teilt eine Gründung im Gastro-Bereich zwar als mutig, aber

PumpHuus

Jessica De Stefano, Alexander Gahrens

Neuhäuser Straße 2

38448 Wolfsburg­Vorsfelde

Telefon (0 53 63) 98 91 81

Öffnungszeiten

Mo, Mi, Do durchgehend ab 10.00 Uhr

Dienstag Ruhetag

Fr, Sa, So, Feiertags durchgehend ab 8.30 Uhr

Durchgängig warme Küche, täglich wechselnder

Mittagstisch

Freitags, samstags und sonntags Frühstücksbuffet

von 8.30 bis 11.30 Uhr

(wochentags nach Absprache)

An jedem Sonntag: PumpHuus­Sonntagsbraten

in diesem Fall ist der Fachmann sehr zuversichtlich für das

Duo der Jungunternehmer: „Was die beiden auf die Beine

gestellt haben, ist richtig gut geworden“, so Knoppe, nach

einem ersten Besuch im neuen Restaurant. Auch ange-

sichts von Speisekarte und Dienstleistungsangebot äußer-

te sich der Fachmann beeindruckt. Neben Grillabenden,

Kochkursen und Weinproben sieht das Programm des

Hauses Candellight-Dinner, Frühstücksbüffets und einen

umfassenden Partyservice vor. Auch Jessica De Stefano blickt

zuversichtlich in die Zukunft. „Lage und Ambiente sprechen

für uns“, ist die Gründerin entschlossen jetzt auch mit den

Serviceangeboten ihres Hauses zu überzeugen. „Etliche der

Termine in der anstehenden Vorweihnachtszeit sind bereits

für Familien- und Weihnachtsfeiern ausgebucht“.

In Vorsfelde wurde die Neueröffnung positiv aufgenommen.

Zur Freude der Gründer warteten die Drömlingsänger

kürzlich bei der Eröffnungsfeier mit Seemannsliedern und

Shantys auf. Jessica De Stefano war begeistert: „Ein toller

Start in die Zukunft.“ +

Die Drömlingsänger

traten zur Eröffnung

des „PumpHuus“ am

Mittellandkanal auf.

20 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 21


Wobcom

Hans-Jürgen Dargel,

Wobcom-Prokurist

Technischer Stadtwerke

Vorstand Torsten Hasenpflug,

Wobcom Prokurist Hans-

Jürgen Dargel, stellvertretender

Ortsbürgermeister

Marco Meiners, engagierte

Mitbürger der DSL-Initiative

und Vertreter der Firma

Wiesensee.

22 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel

Wobcom setzt Netzausbau fort

Das schnelle DSL bald in vier weiteren Ortschaften!

Die Versorgung der Haushalte mit sehr schnellen Internetzugängen über DSL wird in den

Wolfsburger Ortsteilen Brackstedt, Heiligendorf, Neuhaus und Velstove bald möglich werden.

Die Wobcom GmbH führt dort zusammen mit ihrer Muttergesellschaft Stadtwerke

Wolfsburg AG den weiteren Netzausbau fort.

Engagierte Mit bürger, die Ini tia tive Breit band ver­

sor gung so wie Po li tik und Ver waltung der Stadt

Wolfsburg haben für eine bessere DSL­Versorgung

in Heiligendorf erfolgreich

gekämpft. Die Wobcom

stellt neue Verteilerschränke,

Glasfaser­ und Kup fer lei­

tungen sowie ei nen neu en

Netz knoten als Ver mit­

tlungs stelle Heiligendorf

her. Die neue Wobcom­

Station ist 20 Ton nen

schwer und wur de mit

Hil fe eines Tief la ders und

eines Lastenkrans Am grü­

nen Jäger aufgestellt. Die

Baumaßnahmen dienen

dazu, den Ort schon bald

mit höchster Bandbreite

zum Internet zu ver sorgen.

Wobcom Prokurist Hans­

Jürgen Dargel sagt:

„Durch den Einsatz des neuen Glasfasernetzes direkt

vor Ort geht es nach Abschluss der Bauarbeiten,

schnell mit DSL ins Internet.“ Die bessere DSL­

Internetversorgung steht ab dem ersten Quartal 2010

für ganz Heiligendorf zur Verfügung. Auch in den

drei anderen Ortschaften sollen die erforderlichen

Tiefbauarbeiten bereits Ende des Jahres abgeschlossen

sein. Die ersten DSL­Anschlüsse können dort im

ersten Quartal 2010 geschaltet werden.

Selbstverständlich können Kunden ihren DSL­

Anschluss schon jetzt beauftragen, denn die Anzahl

der verfügbaren Anschlüsse ist nämlich begrenzt.

Bandbreiten von mehr als 10 Megabits pro Sekunde

sind möglich.

Interessierte Bürger aus Heiligendorf erhalten Auskunft

unter der kostenlosen Rufnummer (08 00) 96 27 46 63,

oder direkt bei der Wobcom in Wolfsburg, Heßlinger

Straße 1–5.

Infos gibt es auch im Internet unter www.clever­

verbunden.de. +

Attraktive Neueröffnungsangebote

– Anzeige – – Anzeige –

Wobcom in Gifhorn jetzt in der Michael-Clare-Straße!

Am 24. September eröffnete die Wobcom GmbH eine neue Geschäftsstelle in der Gifhorner

Michael-Clare-Straße 2. Sie liegt nur wenige Schritte von der Mitte der Fußgängerzone

Steinweg und von der zentralen Bus-Rendezvous-haltestelle entfernt.

Mehr als vier Jahre schon werden die Kunden rund

um Gifhorn, Sassenburg, Weyhausen, Isenbüttel

und Meine mit einer Wobcom­Zweigstelle in

Gifhorn betreut. Bisher war die Wobcom Untermieter in

der Volksbank­Zentrale, die jedoch in den kommenden

Monaten umgebaut wird. Aus diesem Grund wurde eine

Umzug in neue Geschäftsräume erforderlich.

Wobcom­Marketingleiter Kurt Rohde sagt: „Unser Unter­

nehmen wird dort künftig in Sachen Kundenberatung

alle Fragen rund um Telefonanschlüsse, Internet,

DSL und Datenverbindungen im Festnetz kompetent

b e a n t w o r t e n .“

Wobcom­Prokurist Hans­Jürgen Dargel sagt: „Uns

war es wichtig, als Unternehmen mit regionaler

Verantwortung nah am Kunden in Gifhorn zu bleiben.“

Die neue Filiale bietet mehr Platz als bisher und ein

Ambiente für entspannte und detaillierte Beratungen.

Rohde abschließend: „Wer die Wobcom noch nicht

kennt, sollte uns besuchen kommen. Attraktive

Neueröffnungsangebote können jetzt genutzt

werden.“

Mehr Informationen gibt es kostenlos unter (08 00)

96 27 46 63 oder im Internet unter www.cleververbunden.de.

+

Wobcom

Das Team der Wobcom

zog in Gifhorn um. Vom

Steinweg ging es in die

Michael-Clare-Straße 2.

Wolfsburger Wirtschaftsspiegel•

23


WDZ

– Anzeige –

WDZ-Prokurist Harald

Behrends: „Viele

Wolfsburger Unternehmen

setzen schon seit Jahren auf

die Sicherheitspakete und

Zuverlässigkeit der WDZ.“

24 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel

Sicherheit für Firmen in Wolfsburg!

Die Leitstelle der WDZ ist täglich rund um die Uhr besetzt

Die Wolfsburger Dienstleistungs- und Melde-Zentrale GmbH (WDZ) kann für

Privatpersonen und Unternehmen der direkte Draht zur entscheidenden Hilfeleistung

sein. Dies gilt vor allem für die 24 Stunden am Tag besetzte Leit-stelle der WDZ. Sie ist

im Hause der Wolfsburger Stadtwerke angesiedelt und mit modernster Technik ausgestattet.

Rund um die Uhr führen dort mehrere Mitarbeiter Dienst, um im Falle eines

Falles sofort die entsprechenden Hilfsmaßnahmen einleiten zu können. „Auch nachts

oder an Wochenenden, wenn sonst niemand erreichbar ist“, sagt WDZ-Prokurist Harald

Behrends.

Kunden, die häufig nicht daheim sind, oder auch

Geschäftsleute, die ihr Objekt nachts beschüt­

zen wollen, gewinnen durch eine automatische

Verbindung zur WDZ größere Sicherheit. Zum Beispiel

bei einem möglichen Brand, Einbruch oder unbefugtem

Betreten. Behrends: „Viele Wolfsburger Unternehmen

setzen seit Jahren schon auf die Sicherheitspakete und

die Zuverlässigkeit der WDZ.“ .

Auch die Funktionen und Betriebszustände von

Brand­ und Ein bruch meldeanlagen, Aufzügen, Heizungen,

Maschinen, Rechenzentren, Klima anlagen,

Rolltreppen oder Parkhausanlagen können auf tech­

nischem Wege von der WDZ­Zentrale kontrolliert wer­

den. Weitere Service­Leistungen sind unter anderem

Störungsannahme oder Weckdienst. Behrends: „Jeder

Kunde erhält von uns auf Wunsch ein ganz individuell

abgestimmtes Paket.“

Besonders interessant für Kunden mit Einfamilienhäusern

sind die Bewachungsangebote der WDZ. Auf Wunsch

werden hierbei täglich Kontrollgänge rund um das

Grundstück vorgenommen. Dazu kann beispielsweise

auch gehören, dass bei Kunden, die verreist sind,

regelmäßig die Post von der WDZ aus dem Briefkasten

entnommen wird. So bekommen mögliche Einbrecher

durch einen überfüllten Briefkasten keinen entscheidenden

Hinweis auf ein leer stehendes Gebäude. Und

obendrein wird die Post bis zur Rückkehr des Kunden

sicher bei der WDZ aufbewahrt.

Ein attraktives Service­Angebot der WDZ ist der

Hausnotruf. Im Pflegebereich ist die WDZ von allen

Pflegekassen als Anbieter von Hausnotrufsystemen

mit Funksendern anerkannt. Durch die Installation

eines Hausnotrufsystems wird älteren oder auch pflegebedürftigen

Personen die Möglichkeit gegeben,

ein sicheres und selbständiges Leben zu führen. Das

Hausnotrufsystem besteht aus einem Komforttelefon

mit integrierter Notruftaste und einem Funkfinger

für die drahtlose Notruf­auslösung. Trifft ein Notruf

beim WDZ­Leitstand ein, werden sofort alle notwendigen

Hilfsmaßnahmen eingeleitet – beispielsweise

Alarmierung des Notarztes und des Pflegedienstes.

Vom Verband der Schadensversicherer (VdS) erhielt die

WDZ das Zertifikat „ISO 9001“. „ISO“ ist die internationale

Organisation für Normung. Die Nummer „9001“

dient zur Darlegung des Qualitätsmanagements.

Damit wird der WDZ von höchster Stelle die absolute

Funktionstüchtigkeit als Dienstleister unter anderem

im Bereich Objektschutz und Eigentumssicherung

bescheinigt.

Weitere Informationen gibt die WDZ gerne unter der

Rufnummer (0 53 61) 1 89­5 55. +

Die Leitstelle der WDZ ist 24 Stunden am Tag besetzt.

Geschulte Sicherheitsfachkräfte sorgen dafür, dass rund um

die Uhr im Falle eines Falles Hilfe schnell zur Stelle ist.

Wolfsburger Wirtschaftsspiegel•

WDZ

25


Unternehmensberatung

Künftige Strategien überdenken

Krise nutzen als Basis für zukunftsweisende Neuorientierung

Die Krise sollte als Chance genutzt werden, um über die Zukunft des Unternehmens und

Verbesserungsmöglichkeiten bei der strategischen Ausrichtung nachzudenken, bevor

Liquiditätsengpässe und Auftragsrückgänge tatsächlich zu einer Unternehmenskrise

führen. Gerade Mittelständler und kleine Unternehmen können jetzt flexibel reagieren.

Sie punkten mit Flexibilität, Kundennähe und flachen Hierarchien und können daher

schneller Strukturen und Prozesse ändern und neu organisieren.

Bereits im frühen Stadium können Krisenindikatoren

identifiziert werden, beispielsweise wenn

Marktanteile verloren gehen, der Umsatz einbricht

und sich daraus Liquiditätsprobleme ergeben, die Nachfrage

sich verändert oder es zu erhöhten Kundenreklamationen

kommt. Wenn externe und interne Krisenursachen auf-

einander treffen, besteht dringender Handlungsbedarf

sich mit einer eingehenden Analyse des Unternehmens zu

befassen – betriebswirtschaftlich spricht man von einem

„Turnaround-Management“.

Nach Konsolidierung des Marktes sollte das Unternehmen

strategisch in einer guten Ausgangslage stehen, um im

Wettbewerb erneut bestehen zu können.

Turnaround-Management

Das Turnaround-Mangement umfasst die Analyse des

Unternehmens und Einleitung von Maßnahmen, die auf

den Erhalt der betrieblichen Existenz zielen. Auch wenn

klein- und mittelständische Unternehmen nicht über einen

immensen Managementapparat verfügen, um hochwis-

senschaftliche Auswertungen zu erstellen, so kann den-

noch jeder Unternehmer seine eigene Situation anhand

von Strategiefeldern analysieren, um wesentliche innerbe-

triebliche Effizienzlücken und Kostensenkungspotentiale

festzustellen:

Strategiefelder

Finanzen:

#

#

#

#

Wie sind die Finanzen strukturiert

Wie sieht es mit Liquidität und Rentabilität aus

Wie gut ist Zahlungseingangsüberwachung –

Forderungsmanagement

Besteht Finanzierungsbedarf

Controlling:

# Werden Aufträge individuell kalkuliert

# Gibt es eine zuverlässige Nachkalkulation

#

#

#

#

Wo liegt der Deckungs beitrag

Wird die Produktivität ständig überprüft und verbessert

Wie sieht die Zielsetzung für die nächsten Jahre aus

Werden Ressourcen richtig genutzt

Mitarbeiterführung:

#

#

#

#

#

#

#

#

#

Wie ist die Motivation

Identifiziert sich der Mitarbeiter mit dem Unternehmen

Gibt es eine hohe Fluktuation

Ist das Personal richtig eingeplant

Wird die Kreativität der Mitarbeiter genutzt

Sind Aufträge und Ziele klar und verständlich formu-

liert, werden diese kontrolliert

Entlohnungssystem – sind die Mitarbeiter angemessen

am Erfolg des Unternehmens beteiligt

Erfolgt eine transparente und ehrliche

Unternehmenskommunikation

Sind Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einbezogen

Markt:

# Sind die angebotenen Produkte noch marktgerecht

# Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis

# Gibt es Neuerungen – Trends

Branche:

# Wird regelmäßig eine Branchenanalyse vorgenommen

# Wie sieht die Zuliefererbranche aus – gibt es

Veränderungen

Konkurrenz:

# Wie sieht der Wettbewerb aus

# Welche Stärken und Schwächen haben die Wettbewerber

Beschaffung:

# Sind die Materialkosten zu hoch

# Wie lang sind die Lieferzeiten

# Gibt es zu hohe Lager bestände

Fertigung:

# Wie lange sind die Durchlaufzeiten

# Gibt es Engpässe im Vertrieb

#

#

#

Kunden:

#

#

#

#

#

#

Wie ist die Qualität

Kommt es verstärkt zu Kundenreklamationen

Können neue Vertriebswege erschlossen werden

Sind die Kundengruppen genau definiert worden

Wie ist das Kundenbedürfnis – haben sich die

Kundenbedürfnisse verändert

Erfolgt eine zielgerichtete Werbung und Kundenansprache

Besteht die Möglichkeit, sich in der Kundenansprache

von den Wettbewerbern abzuheben

Welche Möglichkeiten zur Kundenbindung gibt es

Wie können neue Kunden akquiriert werden

Organisation:

# Sind die Abläufe klar definiert und strukturiert

# Werden Neuerungen in die ablauf-organisatorischen

Prozesse aufgenommen

# Sind Aufgaben und Kompetenzen klar definiert

# Wie ist die Auslastung von Mitarbeiter und Maschinen

Innovation:

# Können Produktneuheiten am Markt technisch umgesetzt

werden

# Sind die Produktionsmaschinen veraltet

Besonders kritisch sollten daher folgende Felder betrachtet

werden.

Liquidität

In einem Krisenfall hat die Absicherung der Zahlungsfähigkeit

des Unternehmens absolute Priorität. Um die Finanzkraft

des Unternehmens zu stärken und die Liquidität zu verbes-

sern ist ein effektives Debitorenmanagement unerlässlich.

Weitere Möglichkeiten sind Abtretung von Forderungen

(Factoring) sowie Vereinbarung längerer Zahlungsziele bei

Lieferanten. Auch Verkauf von nicht betriebsnotwendigen

Vermögen oder Erschließung neuer Finanzierungsquellen

(z. B. Beteiligungskapital) sind Möglichkeiten um konjunkturelle

Schwankungen zu überstehen.

Beschaffung

In der Beschaffung geht es primär darum, Beschaf fungs-

kosten zu senken. Auf der Grundlage von ABC/XYZ-Analysen

lassen sich Ansätze zur Reduzierung von Lagerbeständen

und Senkung der Materialkosten finden. Auch über eine

stärkere Normierung und Standardisierung sowie durch

Reduzierung der Variantenvielfalt bieten sich Möglichkeiten

zur Kostensenkung.

Einen Beitrag zur Kostenentlastung bietet das Neuverhandeln

von Einkaufspreisen und Zahlungsmodalitäten. Durch

eine unternehmensinterne und unternehmensübergrei-

fende Bündelung von Einkaufsvolumina über virtuelle

Einkaufsplattformen (E-Procurement) können niedrigere

Einkaufspreise erzielt werden.

Das Wissen, welche Produkte des Portfolios Werte gene-

rieren und welche nicht, ist oft nur unvollständig vorhan-

den. Mit Hilfe einer Deckungsbeitragsrechnung lassen sich

Verlustbringer und Stars des Produktportfolios identifi-

zieren.

Mitarbeiter

Kapazitätsanpassungen beim Einsatz der Mitarbeiter sollten

über Zeit- und Kurzarbeit sowie über eine möglichst

natürliche Fluktuation geregelt werden. Grundsätzlich gilt

es einen Abfluss von Know-how zu vermeiden und gute

Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.

Kundenmanagement

Effektives Kundenmanagement muss regelmäßige

Beobachtung der Kundenrentabilität sicherstellen, um

Verkaufsförderung auf rentable Kunden zu fokussieren.

Jedoch sind starke Abhängigkeiten von wenigen Kunden

zu vermeiden.

Um ständig wechselnde Kundenbedürfnisse identifizieren

zu können, ist es sinnvoll regel mäßig Feed backs

d u r c h K u n d e n b e f r a g u n -

gen ein zuholen. In einem

schwieriger werdenden

Marktumfeld wird es

immer wichtiger, Kunden

beziehungen zu pfle-

gen. Daher ist durch die

Um setzung von Kun den-

b i n d u n g s s t r a t e g i e n d a s

Wie der kauf-, Cross-Buying-

u n d W e i t e r e m p f e h l u n g s -

verhalten der Kunden posi-

tiv zu beeinflussen.

Veränderungen unerlässlich

Für die Wiedererlangung der wirtschaftlichen Leis tungs fähigkeit

sind Veränderungen unerlässlich. Dazu müssen alte Strukturen

aufgebrochen werden. Die Strategie der Unternehmensplanung

sollte sich vor allem auf das Überleben und Wachsen des

Unternehmens konzentrieren. Entscheidungen müssen

zukunftsweisend und risikoabweisend wirken. Hohe Effizienz

und Flexibilität sind erforderlich, um bei unvorhersehbaren

Veränderungen reagieren zu können.

In jeder Krise liegt die Chance, nach einer Rosskur an

Wettbewerbsstärke zu gewinnen, indem ein Unternehmen

sein Geschäftsmodell grundsätzlich in Frage stellt,

Organisation neu ausrichtet, Personal mit frischen

Leistungsträgern stärkt, eine tragfähige Finanzierungsbasis

schafft, effiziente Prozesse einrichtet und das Markt- und

Produktkonzept neu abstimmt. +

Unternehmensberatung

Mittelständler punkten

mit Flexibilität und

Kundennähe, wenn sie die

strategische Ausrichtung

ihres Unternehmens

optimieren

26 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 27

Foto: Sebastian Staendecke, pixelio.de


Ratgeber Steuern

Gesetzgeber und

Rechtsprechung

haben einige wichtige

Änderungen im

Steuerrecht auf den Weg

gebracht

Foto: tommyS, pixelio.de

Neue Regelungen beachten

Gesetzgeber und Rechtsprechung haben Änderungen veranlasst

Gesetzgeber und Rechtsprechung haben in Sachen Steuerrecht einige wichtige

Änderungen auf den Weg gebracht. Diese gilt es künftig zu berücksichtigen. Der

Ratgeber Steuern stellt unter anderem die Erweiterung der Ist-Versteuerung vor, geht

auf die Regeln der PKW-Nutzung als lohnsteuerpflichtigen Sachlohn ein und erläutert

wie steuerrechtlich mit Leistungen nach einem Unfall umzugehen sind.

Wichtige Änderungen des Gesetzgebers und der

Rechtsprechung in Sachen Steuerrecht sollten

künftig berücksichtigt werden.

Ist-Versteuerung erweitert

Einem Unternehmer, auch, wenn er buchführungspflich-

tig ist, wird auf Antrag gestattet, die Umsatzsteuer nicht

nach vereinbarten (Soll-Versteuerung), sondern nach verein-

nahmten Entgelten (Ist-Versteuerung) zu berechnen, wenn

sein Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr

nicht mehr als 250.000 Euro betragen hat. Vorteil für den

Unternehmer ist, dass er seine Umsätze erst bei Eingang

versteuern muss. Die Vorsteuer kann er dagegen abzie-

hen, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt, auch

wenn diese noch nicht bezahlt ist. Diese Umsatzgrenze

ist zum 1. Juli 2009 auf 500.000 Euro erhöht worden und

gilt bis zum 31. Dezember 2011 (Bürgerentlastungsgesetz

Krankenversicherung). Für betroffene Unternehmen, deren

Gesamtumsatz im Jahr 2008 nicht mehr als 500.000 Euro,

aber mehr als 250.000 Euro betragen hat, gilt allerdings,

dass die Umsatzsteuer für die Zeit vom 01.01. bis zum

30.06.2009 weiterhin nach vereinbarten Entgelten zu

berechnen ist.

Beispiel: Unternehmer A hatte im Kalenderjahr 2007 einen

Gesamtumsatz von 200.000 Euro. Er konnte deshalb für

das Kalenderjahr 2008 die Ist-Versteuerung beantragen.

Im Kalenderjahr 2008 hatte er einen Gesamtumsatz von

300.000 Euro und muss deshalb für die Zeit vom 01.01.

bis zum 30.06.2009 zwingend die Soll-Versteuerung vornehmen.

Auf Antrag kann er ab 01.07.2009 wieder zur Ist-

Versteuerung übergehen, weil der Gesamtumsatz 2008 die

neue Grenze von 500.000 Euro nicht überschreitet.

Beim Übergang auf die Ist-Versteuerung ist darauf zu ach-

ten, dass alle Umsätze erfasst werden.

Pkw-Nutzung ist Arbeitslohn

Stellt eine GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer

einen betrieblichen PKW zur Verfügung, den dieser laut

Anstellungsvertrag auch privat nutzen darf, liegt immer

lohnsteuerpflichtiger Sachlohn und keine verdeckte

Gewinnausschüttung vor. Dies hat der Bundesfinanzhof

in seinem Urteil vom 23.04.2009 entschieden. Im kon-

kreten Fall hatte die GmbH für das Stellen des Pkw keine

Lohnsteuer einbehalten und abgeführt, so dass sie vom

Finanzamt zu Recht per Haftungsbescheid in Anspruch

genommen wurde.

Eine verdeckte Gewinnausschüttung könne nur in Betracht

kommen, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer

den Pkw vertragswidrig privat nutzt. Das Gericht

hat den Fall zum Anlass genommen, um grundsätzlich

zur Arbeitnehmereigenschaft des Gesellschafter-

Geschäftsführers Stellung zu nehmen. Für die steuerliche

Einstufung als Arbeitnehmer spiele die Beteiligungshöhe

an der GmbH keine Rolle. Dies ist ein wesentlicher

Unterschied zum Arbeits- und Sozialversicherungsrecht.

Ob ein Gesellschafter-Geschäftsführer in die betriebliche

Organisation der GmbH eingegliedert und somit

als Arbeitnehmer zu qualifizieren ist, müsse nach dem

Gesamtbild der Verhältnisse beurteilt werden. Im entschiedenen

Fall waren das feste Grundgehalt, wesentliche

Arbeitnehmerrechte (Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlung

im Krankheitsfall) sowie die Weisungsgebundenheit des

Geschäftsführers aus dem Anstellungsvertrag bzw. an die

Gesellschafterbeschlüsse ausschlaggebend.

Bei Betriebsverpachtung

In seinem Urteil vom 19.03.2009 hat der BFH Klarstellungen

zur Betriebsverpachtung vorgenommen:

Mutter A und Tochter B hatten in Form einer GbR bis Ende

1969 ein Schuheinzelhandelsgeschäft in eigenem Gebäude

betrieben. Ab 1970 wurde dieses Gebäude an ein anderes

Unternehmen vermietet, das ebenfalls ein Schuhgeschäft

betrieb. Eine Aufgabe des Betriebs wurde nicht erklärt, so

dass die stillen Reserven – wegen Betriebsverpachtung –

nicht aufzulösen und zu versteuern waren. Im Jahr 1998

wurden Erd- und 1. Obergeschoss an ein Bekleidungsgeschäft

vermietet. Im Jahr 2000 gründete B mit ihrer Tochter C eine

GmbH & Co. KG, die seitdem das Geschäftshaus vermietete.

Das 2. Ober- und das Dachgeschoss wurden nach Umbau ab

2000 an eine Arztpraxis vermietet.

Das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass der bisherige

Betrieb durch die Neuverpachtung und den Umbau aufge-

geben war, weil der ursprüngliche Schuheinzelhandel nicht

mehr fortgeführt werden konnte und besteuerte die stillen

Reserven. Das Fazit der Entscheidung des Bundesfinanzhofs

zur Betriebsverpachtung lautet:

Wird eine Betriebsaufgabe nicht erklärt und besteht wei-

terhin die Möglichkeit, den Betrieb fortzuführen, ist grund-

sätzlich ohne zeitliche Begrenzung von der Fortführung des

Betriebs auszugehen. Ist bei Einstellung der werbenden

Tätigkeit von der Möglichkeit Gebrauch gemacht worden,

den Betrieb fortzuführen und damit die stillen Reserven

nicht aufzudecken, kann von einer späteren Betriebsaufgabe

nur ausgegangen werden, wenn sie eindeutig zu erken-

nen ist und der Zeitpunkt eindeutig zu bestimmen ist (z. B.

durch Veräußerung der wesentlichen Betriebsgrundlagen

oder durch Erklärung der Betriebsaufgabe).

Hinweis: Bei Verpachtung eines Gewerbebetriebs sind

die Einkünfte weiter als solche aus Gewerbebetrieb zu

qualifizieren. Die Einkünfte unterliegen aber nicht der

Gewerbesteuer. Ist eine Betriebsaufgabe beabsichtigt,

sollten die steuerlichen Auswirkungen vorher mit dem

Steuerberater besprochen werden.

Leistungen nach Unfall

Eine Ärztin hatte eine Praxisausfallversicherung abgeschlossen.

Leistungen aus der Versicherung waren fällig,

wenn die Versicherungsnehmerin einen Unfall erleiden

oder die Praxis unter Quarantäne gestellt würde. Die

Versicherungsprämien wurden als Betriebsausgaben

erfasst. Nachdem die Ärztin einen Unfall erlitten hatte,

erhielt sie erhebliche Versicherungsleistungen, die sie nicht

als Einnahmen in ihrer Gewinnermittlung erfasste. Das

zuständige Finanzamt rechnete die Versicherungsleistungen

zu den Einkünften aus selbständiger Arbeit. Der

Bundesfinanzhof hat am 19.05.2009 entschieden, dass

Leistungen aus einer Praxisausfallversicherung nicht der

Einkommensteuer unterliegen, wenn sie durch einen Unfall

verursacht worden sind.

Dagegen sind Leistungen, die auf Grund einer behördlich

verordneten Quarantäne und/oder wegen Brand,

Sturm oder Einbruch entstehen, betrieblich verursacht

und als Betriebseinnahmen zu erfassen. Beiträge für eine

Praxisausfallversicherung sind dementsprechend nicht in

vollem Umfang als Betriebsausgaben abzugsfähig, sondern

im Verhältnis aufzuteilen.

Bilanz oder Einnahme-Überschuss

Gewerblich tätige Unternehmer können ihren Gewinn

oder Verlust unter bestimmten Voraussetzungen

auf zwei unterschiedlichen Wegen ermitteln. Eine

Möglichkeit ist die Gewinnermittlung durch Bilanzierung.

Der andere Weg besteht in der vereinfachten

Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und -ausgaben

(Überschussrechnung).

Voraussetzung für das Wahlrecht ist, dass es sich um

nicht buchführungspflichtige Unternehmer handelt, die

auch freiwillig keine Bücher führen und keine Abschlüsse

erstellen. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom

19.03.2009 ist die Wahl der Gewinnermittlungsmethode

bis zur Erstellung des Jahresabschlusses möglich. Es

kommt nicht darauf an, ob bei Aufnahme der Tätigkeit

eine ordnungsmäßige Buchführung eingerichtet oder

eine Eröffnungsbilanz aufgestellt wurde. Erst wenn eine

Eröffnungsbilanz und eine Schlussbilanz aufgestellt werden

sowie eine kaufmännisch eingerichtete Buchführung

vorliegt, ist das Wahlrecht zu Gunsten der Bilanzierung

wirksam ausgeübt.

Werden demgegenüber nur Betriebseinnahmen und –ausgaben

aufgezeichnet, ist die Wahl zur Gewinnermittlung

durch Überschussrechnung getroffen worden. Es werden

aber auch bestimmte, aus den umsatzsteuerlichen

Aufzeichnungsvorschriften (§ 22 UStG) abgeleitete

Mindestanforderungen an eine Überschussrechnung

gestellt. Werden sie nicht erfüllt, geht das Wahlrecht auf

Gewinnermittlung durch Überschussrechnung verloren.

Der Gewinn ist dann im Wege der Bilanzierung zu ermitteln.

+

Ratgeber Steuern

28 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel Wolfsburger Wirtschaftsspiegel• 29


Informationen der Sparkasse

Marcus Menne empfielt

bilanzneutrale Leasing­

Konzepte

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wächst das Interesse an Leasing-Lösungen. Oft sind

sie eine sinnvolle Alternative zu Kauf oder Kredit. Denn als flexibel einsetzbares Produkt

schont Leasing die Liquidität der Unternehmen und schafft Freiraum für weitere

Investitionen, weiß Marco Menne von der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

Leasing als Finanzierungsalternative bietet zahlreiche

Vorteile, die in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage

besonders zum Tragen kommen: Leasing ist flexibel,

nutzeradäquat und vor allem anpassungsfähig hinsichtlich

sich ändernder Umfeldbedingungen. Zudem ist Leasing bilanz-

neutral. Das führt zu einer verbesserten Bilanzrelation und

wirkt sich positiv auf das Rating aus, dem sich Unternehmen

auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten grundsätzlich

unterziehen müssen.

Mit starken Verbundpartnern

„Bestens für unsere Kunden gerüstet“

Starkes Konzept mit Vorteil

Leasingmodelle sind in Krisenzeiten besonders interessant

Gemeinsam mit der Deutschen Leasing AG, dem Kom-

petenzcenter Leasing der Sparkassen-Finanzgruppe,

ist die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg zuverlässiger und

kompetenter Partner für Leasing-Geschäfte. Das Ziel

der starken Verbundpartner ist es, für mittelständische

Unternehmer maßgeschneiderte Leasing-Konzepte zu

entwickeln und anzubieten – national sowie interna-

tional.

Kunden im Vordergrund

Für lokal verankert, verlässlich und stabil gibt es ein Wort: Spar kasse. Insbesondere in der Fi nanz markt kri se hat sich un ser

Ge schäfts mo dell bewährt. Die Menschen suchen Orien tierung in diesen stür misch en Zei ten – gerade in existentiellen

Bereichen wie Geldanlage sowie Finanz­ und Vermögensplanung. Dabei stellen wir fest: das Vertrauen der Kunden in die

Sparkasse Gifhorn­Wolfsburg ist ausgeprägt. Es ist gewachsen und verankert durch zumeist langjährige Partnerschaften.

Wir richten unsere Geschäftsaktivitäten an den Men schen und Unternehmen unserer Region und nicht an den Renditen

Gerhard Doepkens:

Wir richten unsere

Aktivitäten an den

Bedürfnissen in der

Region aus

internationaler Kapitalmärkte aus. Aus der Region, für die Region – so funktioniert unser

Finanzkreislauf. Daher bewährt sich das Geschäftsmodell als stabil, solide und weitgehend

unabhängig von internationalen Finanzmärkten. Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll:

Die Sparkasse Gifhorn­Wolfsburg macht Finanzgeschäfte, die sie versteht, mit Menschen

und Unternehmen die sie kennt! Das schafft Vertrauen und hat die Sparkasse Gifhorn­

Wolfsburg zum Marktführer gemacht.

Die Wirtschaft mit Finanzdienstleistungen zu versorgen, ist Teil unserer Verantwortung.

Dieser Aufgabe werden wir auch künftig gerecht. Eine Kreditklemme im Mittelstand

wird es mit uns nicht geben. Die Standards für die Kreditvergabe wurden nicht ver­

schärft, sondern sind unverändert gültig. Unsere Entscheidung bestätigt sich in einem

bemerkenswerten Zuwachs im Kreditgeschäft. Dies sichert die Investitionsfähigkeit der

Unternehmen und stärkt den Wirtschaftsstandort.

Auch das Privat kunden kredit ge schäft hat beträchtlich zugenommen – die Menschen in

der Region investieren vor allem in energetische Renovierungen und die Modernisierung

ihrer Eigenheime. Für die kommenden Monate erwartet die Sparkasse Gifhorn­Wolfsburg

einen guten Geschäftsverlauf. Die Nachfrage nach Krediten ist lebhaft. Wir sind in der

Lage, den Bedarf zu erfüllen und bestens gerüstet, individuelle Lösungen für unsere

Kunden anzubieten.

30 •Wolfsburger Wirtschaftsspiegel

Langjährige Verbindungen und ein gewachsenes Vertrauen

zeichnen die Beziehungen der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg

zu ihren Kunden aus. Der Finanzdienstleister beurteilt die

Bonität der Kunden nicht allein anhand von Zahlen und

Bilanzen, sondern berücksichtigt immer auch sogenannte

weiche Faktoren. Aus die-

sem Grund geben die Spar-

kasse Gifhorn-Wolfs burg

und die Deut sche Leasing

ihren Kun den be son ders

in dieser wirtschaftlich

schwie rigen Zeit einen

p o s i t i v e n A u s b l i c k : D i e

Ver bund part ner wollen

auch künftig die In ves ti-

tions ideen der Kunden rea-

lisieren und stehen dem

Mittelstand nach wie vor

als kompetenter Finanzierer

zur Seite.

Mit dieser markt- und kun-

d e n n a h e n G e s c h ä f t s s t r a t e -

gie gel ten die Unter neh men

d e r Sp a r k a s s e n - F i n a n z g r u p -

pe in der aktuellen Fi nanz-

marktsituation als zuver-

l ä s s i g e r F i n a n z i e r u n g s p a r t-

ner. Sie nutzen die Krise als

C h a n c e u n d p o s i t i o n i e r e n

sich durch Kundennähe und

Flexibilität – ganz im Sinne

ihrer Kunden. +

Nachrichten von nebenan

Alle Infos aus Ihrer Region auf einen Blick. Lesen Sie schon heute, worüber Ihre Nachbarn

morgen reden – im Internet auf www.aller-zeitung.de und www.waz-online.de.

Informieren Sie sich über Ihren Sportverein, die Lokalpolitik vor Ort, wichtige Termine und

interessante Veranstaltungen. Top-aktuell und kompetent recherchiert.

Mit www.aller-zeitung.de und www.waz-online.de sind Sie stets gut informiert.

Mehr zu den lokalen News

unter www.aller-zeitung.de

und www.waz-online.de

www.aller-zeitung.de

Thema

www.aller-zeitung.de und

www-waz-online.de ist das neue

Onlineportal Ihrer Aller Zeitung und

Wolfsburger Allgemeinen Zeitung.

Übersichtlich, aktuell, informativ

und rund um die Uhr für Sie da.

www.waz-online.de


Deutschland baut auf den Mittelstand.

Der Mittelstand baut auf uns.

Sparkassen: Deutschlands Mittelstandsfinanzierer Nr. 1.*

Sparkassen-Finanzgruppe

Als kompetenter Finanzpartner sorgen die Sparkassen für einen starken Mittelstand. Ob Existenzgründung, Firmenverkauf oder Kapital für Innovation

oder Expansion: Mit unseren ganzheitlichen Finanzierungs- und Beratungslösungen stehen wir jedem Unternehmer professionell zur

Seite. Mehr Informationen bei Ihrem Firmenkundenbetreuer und unter www.spk-gifhorn-wolfsburg.de. .

*Laut Marktanteil von Sparkassen und Landesbanken bei Krediten an Unternehmen und Selbstständige, abgeleitet aus Quelle: Deutsche Bundesbank, Statistisches Beiheft Reihe 1, Monatsbericht 01/2009.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine