Was mir in meinem Glauben wichtig ist? - Pfarre Kirchberg am ...

pfarre.kirchberg.at

Was mir in meinem Glauben wichtig ist? - Pfarre Kirchberg am ...

Ein Bild von der

Fußwallfahrt

nach Mariazell

Seite 6

Feistritz - Kirchberg - Otterthal Nr. 156 - 3/2012

PFARRE

Der neue

PGR

Feistritz

Seite 9

zugestellt durch Post.at

aktuell

Benedikt XVI. lädt ein zum

Jahr des

Glaubens

Einladung zum

Glaubensgespräch

Seite 7


2 � Editorial

Am 11. Oktober werden es

50 Jahre, dass in Rom das II.

Vatikanische Konzil eröffnet

wurde. Diesen Gedenktag

hat Papst Benedikt zum

Anlass genommen, ein »Jahr

des Glaubens« auszurufen.

Es soll helfen, unseren Glauben

tiefer zu erfassen und

die Freude am Glauben und

der Kirche wiederzufinden.

Die Dokumente des letzten

Impressum

Pfarrblatt der Pfarren

Feistritz am Wechsel und

Kirchberg am Wechsel.

Hersteller und Alleininhaber:

Röm.-kath. Pfarramt,

� 2880 Kirchberg,

Florian-Kuntner-Platz 4,

� 02641-2221, � DW 30,

� pfarrekirchberg@aon.at

www.pfarre-kirchberg.at

Herausgeber:

Die beiden Pfarrgemeinderäte.

Für den Inhalt

verantwortlich:

Pfarrer Mag. Josef Grünwidl

und das Pfarrblatt-Team

Fotos: Archiv, EDW, privat

Druck: Druck & Kopie Gangl,

2870 Aspang, Gutenberggasse 1

Bankverb.: Raiba NÖ-

Süd/Alpin, BLZ 32.195,

Kto.-Nr. 1.902.709

DVR: 0029874(10865)

Das Jahr des Glaubens

Konzils und den Katechismus

studieren, das empfiehlt Papst

Benedikt allen Gläubigen.

Für mich gehört zum Jahr

des Glaubens auch das Gedenken

an Johannes XXIII.,

den Papst des Konzils. Obwohl

ich keine persönlichen

Erinnerungen an ihn habe

(er starb 1963 im Jahr meiner

Geburt), fühle ich mich

diesem Papst sehr verbunden.

Durch seine Güte und

Menschlichkeit, durch seinen

Humor und seine Herzlichkeit

hat er mehr bewegt

und verändert als manche

andere Päpste. Auf die Frage

eines Journalisten, wie viele

Menschen im Vatikan arbeiten,

hat er lachend geantwortet:

»Ungefähr die Hälfte!«

Dem Mut und Weitblick

Der frühere Erzbischof von

Mailand, Kardinal Carlo

Maria Martini, ist im Alter

von 85 Jahren an den Folgen

seiner Parkinson-Erkrankung

gestorben. Sein

Tod löste Betroffenheit und

Trauer weit über Italien

und die katholische Kirche

hinaus aus. Martini war

einer der wichtigsten Vertreter

des Dialogs der Kirche

mit dem Judentum,

dem Islam und Ungläubigen.

Seine Bücher faszinierten

eine breite Leserschaft,

z.B. "Woran glaubt,

wer nicht glaubt" (mit

Umberto Eco) und "Jerusalemer

Nachtgespräche"

(mit dem österreichischen

Jesuiten Georg Sporschill).

Noch kurz vor seinem Tod

dieses Papstes verdanken

wir das letzte Konzil, das frischen

Wind in die Kirche

gebracht hat. Fast 80-jährig

hat er den folgenden Text

verfasst: »Es dringen betrübliche

Stimmen an unser Ohr,

die zwar von großem Eifer,

doch nicht von Klugheit und

für das rechte Maß zeugen.

Sie sagen ständig: Unsere

Zeit habe sich im Vergleich

zur Vergangenheit dauernd

zum Schlechteren gewandelt.

Doch wir können diesen

Unglückspropheten nicht

zustimmen, wenn sie nur

unheilvolle Ereignisse vorhersagen,

so als ob das Ende

der Welt bevorstünde. Die

Welt bewegt sich. Es ist notwendig,

mit einem jugendlichen

Herzen den richtigen

Zugang zu ihr zu finden und

nicht die Zeit mit Gegendarstellungen

zu verschwenden.

Ich ziehe es vor, mit dem,

der geht, Schritt zu halten,

statt mich abzusondern und

es zuzulassen, dass man an

mir vorbeigeht.«

Beginnen wir mit Schwung

das neue Schul- und Arbeitsjahr!

Und auch das Jahr

des Glaubens soll geprägt

sein von jener Zuversicht

und Freude, die Johannes

XXIII. ausgezeichnet hat.

Einen guten, gesegneten

Start nach den Sommermonaten

wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer und Bruder

Aus Weltkirche und Diözese

Trauer um

Kardinal Martini

mahnte der Kardinal, in

der Kirche dürfe die Angst

nicht größer sein als der

Mut, denn Glauben, Vertrauen

und Mut seien die

Fundamente der Kirche.

Nur 42% religiös

Der Anteil der Österreicher,

die sich selbst als

religiös bezeichnen, ist

seit 2005 von 52 auf 42

Prozent gesunken. Das hat

eine Umfrage von "Gallup

international" ergeben.

43 Prozent bezeichnen

sich als nicht religiös; der

Anteil der Atheisten ist

mit zehn Prozent gleich

geblieben. Die Umfrage

wurde in 57 Ländern

durchgeführt. Der höchste

Anteil an Religiösen

wurde in Ghana (95 Prozent),

Nigeria (93 Prozent)

sowie in Armenien und

auf den Fidschi-Inseln

festgestellt (je 92 Prozent).

Die meisten Atheisten

gibt es in China (47

Prozent), Japan (31 Prozent),

Tschechien (30

Prozent) und Frankreich

(29 Prozent).

Für »zivilen kirchlichen

Ungehorsam«

hat sich der spanischamerikanischeReligionssoziologe

Jose Casanova

ausgesprochen. Bei seiner

Dankansprache aus Anlass

der Verleihung des »Theologischen

Preises« der Salzburger

Hochschulwochen

plädierte Casanova für eine

Öffnung der Kirche gegenüber

einem »faithful dissent«

(Dissens aus dem

Glauben heraus) und für

innerkirchlichen Pluralismus.

Kirchlicher Ungehorsam

ist laut Casanova die

angemessene Form, theologische

Verantwortung in

einer Situation zu übernehmen,

in der gesellschaftliche

und kirchliche

Moral zunehmend auseinander

driften. Energisch

sprach sich der Gelehrte

für die Fortsetzung des

durch Johannes XXIII. und

das Konzil eingeleiteten

Wegs des »aggiornamento«

der Kirche aus.

Casanova hat in den 70er

Jahren in Innsbruck

Theologie studiert.


Eine Glaubenslehre

Glaubenslehre

für unsere unsere

Zeit

In der täglichen täglichen

Ausübung unseres unser s apostolischen apos olischen Hirt Hirtenam

enamtes s geschieh geschieht

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oft, dass dass

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Stimmen solcher Per Personen

sonen unser Ohr betrüben, betrüben,

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brennen, brennen,

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der menschlichen Gesellscha

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erkennen. erkennen.

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Konzi onzilien, lien, was w s die christliche christliche

Lehre, Lehre,

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Unglück prophe opheten, en, die immer das das

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sagen, als ob die Welt vor vor

dem Unter Un ergange gange stünde. stünde.

In der gegenwärtigen gegen ärtigen Entwicklung Entwicklung

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die Menschheit in eine neue Ordnung Ordnung

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en scheint, scheint,

muß man viel eher einen verbor verborgenen

genen Plan der göttlichen göttlichen

Vor Vorsehung

sehung anerkennen. anerkennen.

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mit dem Ablauf der Zeiten, Zeiten,

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der Menschen und meist meist

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unsere unsere

Aufgabe, Aufgabe,

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(der katholischen k tholischen Lehre Lehre

- Red.) Red.)

nur zu zu

bewah be ahren,

en, als ob wir uns einzig und allein für das das

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und furch furchtlos

tlos ans Werk gehen, das das

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Zeit erfor erfordert,

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die Kir Kirche

che seit zwanzig z anzig Jahrhunderten Jahrhunderten

zurückgelegt zurückgelegt

hat. hat.

… Ja, die sichere sichere

und beständige be ändige Lehre, Lehre,

der gläubig zu zu

gehorchen gehorchen

ist, ist,

muss so erfor erforsch

scht t und ausgelegt wer werden,

den, wie unsere unsere

Zeit es es

verlangt. verlangt.

Johannes Johannes

XXIII. bei der Eröffnung Eröffnung

des des

II. Vati V tikanischen anischen Konzi Konzils

ls

am 11. Oktober Ok ober 1962 196


4 � Thema

Was

heißt

Glauben?

Als Kind einer christlichen Bauernfamilie bin ich von

klein auf in ein christliches Leben hineingewachsen. Wir

waren eine kinderreiche Familie, in der wir

Zusammenhalten, Teilen, Mitarbeit, Rücksicht nehmen und

auch Verzichten sehr früh gelernt haben. Als Bauernkind habe

ich auch schon sehr früh erfahren, dass der Satz »An Gottes Segen

ist alles gelegen« seine Gültigkeit hat. Diese Erfahrungen haben uns

geprägt und sind das Fundament für unser ganzes Leben. Meiner bäuerlichen

Herkunft verdanke ich auch meine Verbundenheit mit der

Natur. Gerade hier begegne ich Gott ganz nahe. Auch in der Jägerschaft

und der Feuerwehr habe ich immer auf ein christliches Fundament Wert

gelegt. In meinem Leben sind mir auch Leid und Sorgen nicht erspart

geblieben und gerade hier habe ich immer Gottes Schutz spürbar erfahren.

Jetzt mit meiner Behinderung erlebe ich, dass Gott mich nicht im

Stich lässt. Dieses Gottvertrauen ist mir wichtig, ebenso wie die

Gemeinschaft. Und dieses Gottvertrauen trägt mich auch über den Tod

hinaus. Meine Eltern sind schon gestorben, ebenso ein Bruder, aber

auch mit ihnen bleibe ich durch meinen christlichen Glauben verbunden.

Gottfried List

Es ist keine philosophische,

sondern eine christliche

Wahrheit, dass der, der

sucht, schon gefunden ist

von dem, den er vielleicht

namenlos, aber in hoffender

Tapferkeit und Redlichkeit

sucht. Wie selig ist

es: Man kann an dem

unendlichen Geheimnis,

das uns still liebend umfängt,

nicht so leicht vorbeilaufen,

wie sowohl die Skeptiker und

Atheisten wie auch die Engen

unter den Christen meinen, die

sich Gott zu sehr nach ihrem

kleinen Herzen denken. Aber

eben weil er schweigend alles

umfängt, weil alle Wege in ihm

verlaufen, in dem wir leben,

uns bewegen und sind, der keinem

von uns fern ist, der alles

trägt und umfasst und von keinem

umfasst und überholt

wird, darum gerade ist das

Christentum und sein Glaube

das Einfachste und Selbstverständlichste

zumal, weil es gar

nichts sagt, als dass wir in die

Unmittelbarkeit des Geheimnisses

Gottes selber gerufen

sind.

Karl Rahner (1962)

Mein Glaubensweg

Was glaube ich?

Warum glaube ich?

Wir hatten beide das Glück, durch unsere Eltern und

Großeltern den Glauben und die christlichen Werte vorgelebt zu

bekommen. Aber erst durch unsere Tochter Flora haben wir

erkannt, dass es mehr geben muss als unser irdisches Sein. In dieser

schwierigen Zeit haben wir beide an Gott gezweifelt, haben ihn in Frage

gestellt und haben doch mehr auf ihn vertraut als je zuvor.

Christiane Kuntner, Michael Ponweiser

Niemand kann dem andern

Gott und sein Reich auf den

Tisch legen, auch der

Glaubende sich selbst nicht.

Aber wie sehr sich auch der

Unglaube dadurch gerechtfertigt

fühlen mag, es bleibt

ihm die Unheimlichkeit des

»Vielleicht ist es doch

wahr«. Das »Vielleicht« ist

die unentrinnbare Anfechtung,

der er sich nicht entziehen

kann, in der auch er

in der Abweisung die Unabweisbarkeit

des Glaubens

erfahren muss. … Keiner

kann dem Zweifel ganz, keiner

dem Glauben ganz entrinnen;

für den einen wird

der Glaube gegen den

Zweifel, für den andern

durch den Zweifel und in der

Form des Zweifels anwesend.

Es ist die Grundgestalt

menschlichen Geschicks, nur

in dieser unbeendbaren Realität

von Zweifel und

Glaube, von Anfechtung

und Gewissheit die Endgültigkeit

seines Daseins

finden zu dürfen.

Joseph Ratzinger (1968)

Zu oft hört man, die Kirche müsse sich verändern, liberaler

werden, sich den Menschen anpassen. Ich persönlich bin

mit der Kirche so, wie sie ist, zufrieden. Ich bin eher der

Meinung, jeder getaufte Mensch müsste umdenken. Es müsste

wieder mehr Menschen geben, die über Glaubensfragen sprechen

und dadurch andere Menschen überzeugen und motivieren. Ich habe

diese schöne Erfahrung schon 1987 in Medjugorje machen dürfen.

Seither habe ich eine ganz andere Einstellung zum Leben, zu meinem

schönen Beruf als Bauer und vor allem zur Schöpfung. Mich kann ein

schöner Sonnenaufgang, ein wogendes Getreidefeld oder ein blühender

Baum begeistern. Vieles geschieht in der Natur in Ruhe und Stille. So

sollte es auch beim Menschen sein. Besonders wichtig ist mir das

gemeinsame Gebet in der Familie, besonders der Rosenkranz. In einer

Familie, wo regelmäßig gebetet wird, da funktioniert auch die Ehe und

für die Kinder wird eine gute Grundlage fürs Leben geschaffen. Dass

Gott im Leben an erster Stelle steht, um das geht es. Weil alles von ihm

ausgeht, deswegen gebührt ihm auch alles: mein ganzes Wesen, ungeteilt,

endgültig, bedingungslos, für immer und ganz. Franz List

Warum

Was mi

W


arum glaube ich?

Mein Glaubensweg

Vor einigen Wochen wurde ich angerufen und gefragt, ob

ich über meine Glaubensfindung im Pfarrblatt erzählen

würde. Im ersten Moment stellte ich es mir kompliziert vor,

über meinen Glauben zu erzählen bzw. ihn zu reflektieren. Aber

so schwierig ist es eigentlich gar nicht. Den Grundstein für meinen

Glauben legten sicher meine Eltern, besonders meine Mutter. Auch die

Schulen, die ich besuchte, hatten einen gewissen Einfluss auf meine

religiöse Erziehung. Viele Jahre war ich in unserer Pfarre in Wien begeisterte

Ministrantin. Glauben bedeutet für mich, Kraft zu schöpfen für

meine Familie und mich, aber auch für meinen Beruf. Es bereitet mir

Freude, mich aktiv durch die Kinderliturgie für den Glauben einsetzen zu

können und in der Pfarrgemeinde meinen Beitrag leisten zu können.

Meiner Tochter möchte ich in Glaubensfragen ein gewisses Vorbild sein,

ob sie auch diesen Weg einmal gehen wird, soll aber ihre persönliche

Entscheidung bleiben. Barbara Riegler

Was mir in meinem Glauben wichtig ist?

UUnsseerr

Glaube

Was heißt Glauben?

Ich konfrontiere mich mit den Fragen und bin erstaunt, wie

schwer es mir fällt, »meinen Glauben« zu beschreiben, in Worte

zu fassen, was als Gefühl, Vertrautheit oder Gewissheit in mir

ruht. Da ist also zunächst ein Gefühl, das mir immer wieder zu verstehen

gibt, dass ich in dieser Welt weder allein noch rein als Körper

existiere. Ein Gefühl, das durch Vertrautheit mit anderen Menschen und

Erfahren der Natur um mich reifen kann. Seit ich Kind war, erinnere ich

mich an das Bild eines Netzes, dessen Teil ich bin, dessen Teil jeder von

uns ist und in dem jeder von uns seinen Platz hat. Und diese Freiräume

im Netz, den Raum zwischen den Seilen und Knoten, den stelle ich mir

als Gott vor. Dieses Netz umspannt die Welt, hört nirgends auf, hat

weder Anfang noch Ende, ist fixer Bestandteil unseres Planeten. Und

weil mir mein Gefühl sagt, dass in allen Zwischenräumen nur Gott ist,

liegt hier das Fundament, auf dem Verbundenheit entstehen kann. Das

glaube ich. Und dieser Glaube wird verstärkt durch eine Flut von

Erfahrungen und Impressionen, sodass dieses Gefühl in Gewissheit

übergehen kann. Diese Gewissheit ist eins mit meinem Glauben. Und

was mir in meinem Glauben wichtig ist? Das ist die absolute Gewissheit,

die Rückverbindung zu Gott in mir selbst finden zu können, zu jedem

Zeitpunkt, weil alles in jedem Moment da ist, was ich brauche. Denn

alles ist Gott. Sabine Trettler

ir in meinem Glauben wichtig ist?

Was glaube ich?

Thema � 5

Im Alten Bund hat Gott ein Volk,

noch dazu ein sehr kleines, ausgewählt,

damit es durch seinen

Glauben und sein Leben Zeugnis

inmitten einer andersgläubigen

Umgebung ablegt, dass es einen

Gott gibt und wie er ist. In

menschlicher Schwäche und

selbst in Untreue gegen Gott

hat Israel dieses Zeugnis gegeben.

Heute hat die Kirche die

gleiche Aufgabe, inmitten einer

säkularen und zum Teil bewusst

ohne Gott lebenden Gesellschaft

Zeugnis für die Existenz

Gottes und seine Eigenschaften

abzulegen.

Dieses Zitat stammt aus dem

Buch "…und suchen Dein

Angesicht" des emeritierten

Wiener Weihbischofs. In diesen

Tagen erscheint sein neues

Buch: "Das Konzil - ein Sprung

vorwärts" - und so viel kann

schon jetzt verraten werden: Es

wird für Diskussionen sorgen.

Anlass für das Buch ist das 50-

Jahr-Jubiläum des 2. Vatikanischen

Konzils - Krätzl war als

Stenograph beim Konzil dabei -

und das im Oktober beginnende

"Jahr des Glaubens". Sein neues

Buch enthält daher spirituelle

Impulse für das Jahr des Glaubens,

die sich aus dem Aufbruch

des Konzils ergeben. Wie mutig

doch die Väter des Konzils in

vielen Punkten waren, als sie

Neues auf den Weg brachten,

z. B. in der Ökumene, in

der Bewertung der Ehe, in

der Einstellung zur Religionsfreiheit,

in der Liturgie und

ganz allgemein im Verständnis

von Kirche und Welt! Ja,

das Konzil war ein "Sprung

vorwärts", wie ihn Papst

Johannes XXIII. wollte; aber das

Potenzial des Konzils ist heute,

ein halbes Jahrhundert nach

dessen Beginn, noch lang nicht

ausgeschöpft. Auch darauf weist

Krätzl in seinem neuen Buch hin

und nennt einzelne Bereiche:

Kollegialität der Bischöfe, das

synodale Wesen der Kirche, das

gemeinsame Priestertum, die

Ökumene und die Liturgie, wo

Erneuerung ein bleibender, nie

erledigter Auftrag ist. Im Jahr

des Glaubens 2012 gilt unverändert,

was Krätzl schon 1998 - in

seinem Buch "Im Sprung

gehemmt" - festgestellt hat: Die

offizielle Aufarbeitung vieler

Konzilsbeschlüsse steht noch

aus.


6 � Für beide Pfarren

Von der Fußwallfahrt nach Mariazell

PGR-Klausur

in Eisenstadt

Am 28. und 29. September

tagen die Pfarrgemeinderäte

von Feistritz und Kirchberg

im Haus der Begegnung in

Eisenstadt. Am Beginn der

fünfjährigen Amtsperiode

müssen Schwerpunkte gesetzt

und Ziele formuliert

werden. Durch die gemeinsame

Klausurtagung wird

auch die Zusammenarbeit

der beiden Pfarren gestärkt.

Schon vor dem Sommer

haben sich Vertreterinnen

und Vertreter der 4 Pfarren

des Feistritztals getroffen.

Durch regelmäßige Zusammenkünfte

sollen gemeinsameProjekte

(z.B.

Firmvorbereitung,Erwachsenenbildung

...)

umgesetzt

werden.

Diözesaner Prozess AGP 2.1

Ein Bericht über den "Tag der Räte"

Über 250 Mitglieder der

diözesanen Räte (Vertreterinnen

und Vertreter der

Vikariate, der pastoralen

Berufsgemeinschaften, der

Orden und der Erneuerungsbewegungen,

der Diözesanleitung,

des Bischofsrats, des

Priesterrats, der Dechanten,

des Pastoralrats, …) kamen

Ende Juni in Wien zu einem

»Tag der Räte« zusammen.

Ziel dieses Treffens war es,

gemeinsam mit diözesanen

Verantwortungsträgern den

nächsten Schritt im diözesanen

Reformprozess »APG

2.1« zu setzen.

Dabei ging es um folgende

Fragen: Wie kann auch

unter veränderten Bedingungen

(weniger Personal,

weniger finanzielle Ressourcen)

die Seelsorge nahe bei

Kardinal Schönborn

27 Pilgerinnen und Pilger

machten sich am 25. August

auf den Weg nach Mariazell.

Es sollten drei sehr anstrengende

Tage werden: zuerst brütende

Hitze und am Sonntag und

Montag Regen und Sturm!

Nass und erschöpft, aber

glücklich feierten wir am 27.

August zu Mittag die

Wallfahrermesse.

den Menschen bleiben und

die Qualität der Pastoral

gesichert werden? Wie sehen

hilfreiche pastorale

Strukturen aus? Wie können

geeignete Frauen und

Männer in Leitungsaufgaben

eingebunden werden? Was

ist notwendig, damit Gemeinden

(auch wenn sie

künftig keine eigenständigen

Pfarren sein werden) weiterhin

lebendig bleiben und

(auch ohne Priester) gemeinsam

den Sonntag feiern

können? Die zu diesen Fragen

vorgelegten Thesen wurden

diskutiert, ergänzt und einer

kritischen Revision unterzogen.

Die angeregten Gespräche

in den Kleingruppen

zeigten, dass die Sorge um

den Erhalt der Gemeinden

und des Sonntagsgottesdienstes

vor Ort groß ist.


Am 11. Oktober 1962 hat

Papst Johannes XXIII. das 2.

Vatikanische Konzil eröffnet.

Genau 50 Jahre später, am

11. Oktober 2012, beginnt

das von Papst Benedikt XVI.

ausgerufene "Jahr des Glaubens".

Dieses Jahr soll dazu

genützt werden, sich mit

den Texten des Konzils, des

Katechismus und der Heiligen

Schrift zu beschäftigen.

In den Pfarren Feistritz,

Kirchberg, St. Corona und

Trattenbach soll das in Form

von Glaubensgesprächen geschehen.

Diese Veranstaltungen

finden abwechselnd

in den vier Orten statt, wobei

aber immer die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer

aus allen vier Pfarren zusammenkommen.

Am Anfang wird es jeweils

eine kurze Einleitung

zum betreffenden Thema geben,

danach sollen die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer

in kleinen Gruppen anhand

von Texten des Konzils sowie

aus der Bibel und dem Katechismus

miteinander ins Gespräch

kommen. Danach

wird es im Plenum die Möglichkeit

zum Austausch von

Eindrücken und Erfahrungen

geben. Wie schon bei den

Vortragsreihen der letzten

Jahre wird die Veranstaltung

mit einer Agape geschlossen.

Alle sind zu dieser

neuen Veranstaltungsreihe

herzlich eingeladen.

Weil die Bibel eines der

Themen der Glaubensge-

Für beide Pfarren � 7

Am 11. Oktober beginnt das Jahr des Glaubens.

Glaubensgespräche

Termin Ort

spräche ist, wird es in diesem

Herbst keine eigenen

Bibelabende geben. Die Termine

und Orte finden Sie

unten schon jetzt zum

Vormerken.

Es ist geplant, die Reihe

im Mai 2013 mit einem Vortragsabend

abzuschließen.

Wir wollen dafür unseren

Bischof, Kardinal Christoph

Schönborn, gewinnen. Er soll

zu uns und mit uns über das

Thema »Neue Freude am

Glauben« sprechen.

19. Oktober 2012 - 19.00 Uhr St. Corona - Feuerwehrhaus

16. November 2012 - 19.00 Uhr Kirchberg - Pfarrheim

18. Jänner 2013 - 19.00 Uhr Feistritz - Gemeindezentrum

15. Februar 2013 - 19.00 Uhr Trattenbach - Pfarrsaal

15. März 2013 - 19.00 Uhr Kirchberg - Pfarrheim

19. April 2013 - 19.00 Uhr Trattenbach - Pfarrsaal

von unserem Pfarrer

Mein persönlicher Eindruck:

Der Reformprozess

APG 2.1 zieht sich und es ist

mühsam, in der gegenwärtigen

Umbruchsituation klare

Richtlinien für die Kirche der

Zukunft zu finden. Dazu

kommt: Veränderungen lösen

immer Widerstände aus.

Viele hätten am liebsten,

dass alles so bleibt, wie es

ist. Doch wenn wir als Kirche

»Volk Gottes auf dem Weg«

sind, wie es das 2.

Vatikanische Konzil definiert

hat, darf es kein Stehenbleiben

geben. Bewegung und

Veränderungen gehören

zum Wesen der Kirche. Der

»Tag der Räte« war ein

wichtiger Schritt auf dem

Weg.

Bis Jänner 2013 sollen die

Umstrukturierungsvorschläge

Impressionen

konkreter gefasst und neuerlich

breit diskutiert werden.

Geplant ist eine Umsetzung

der Änderungen bis

2015.

In einigen deutschen

Diözesen wurden die Reformen

»von oben herab« verordnet

und durchgezogen,

ohne die Betroffenen miteinzubeziehen.

Kardinal

Schönborn hat sich für den -

mühsamen und langwierigen

- Weg des Dialogs und

der gemeinsamen Verantwortung

entschieden: »Die

Veränderungen, die anstehen,

sind ein Anruf Gottes in

dieser Zeit und deshalb

etwas Gutes für die Kirche!

Lassen wir Veränderungen

nicht einfach leidend über

uns ergehen, sondern

gestalten wir sie aktiv mit!

Wir

sagen

herzlichen

Dank!

Für Spenden in Höhe

von €€€ 33 ... 111 11 222 ,,,-,

die Sie für unser

PFARRE�aktuell

gegeben haben!

Damit ist der

Fortbestand des

»Pfarrblatts« weiter

gesichert!

Zur Information:

2011 hat die Pfarre

€ 5.989,- fürs

Pfarrblatt

bezahlt!


8 � Feistritz aktuell

20 Jahre Pfarrfest in Feistritz

20 Jahre sind eine lange Zeit.

In dieser Spanne werden

Kinder geboren, besuchen

den Kindergarten und Schulen,

machen den Führerschein,

schließen ihre Ausbildung

ab oder stecken mitten

im Studium, gehen Partnerschaften

ein.

Rückblickend sind 20

Jahre aber auch sehr kurz,

sie sind im Flug vergangen.

So ist es auch mit unserem

Alois und Gertraud Steinbauer

Pfarrfest. 1992 wurde im

Pfarrgemeinderat die Idee

geboren, unseren idyllischen

Pfarrgarten für ein Fest der

Pfarre zu nützen. Als idealer

Termin bot sich der Fronleichnamstag

an. Alois

Steinbauer erklärte sich bereit,

die Organisation zu

übernehmen. Ihm und seiner

engagierten Frau Gertraud

gelang es, Flocki

Wagner für die Verpflegung

der Gäste zu gewinnen - da-

Flocki und Michael Wagner, Anton Tauchner

Trachtenkapelle Feistritz

mals waren es nur Würstchen.

Die Trachtenkapelle

gestaltete den Frühschoppen

musikalisch. Als Nachmittagsprogramm

bot Ing.

Josef Wagner ein offenes

Singen im Gemeindezentrum

an.

Weil die Feistritzer dieses

Fest von Anfang an so bereitwillig

annahmen und man

ein »siegreiches Team«

nicht auswechseln soll, orga-

Ein Fest auch für Kinder

nisieren seither die Familien

Steinbauer und Wagner und

Anton Tauchner unser Pfarrfest.

Natürlich wurde es

erweitert um Kinderbetreuung,

Kaffeestube und ein

reichhaltiges Angebot an

Speisen. Heuer war es also

schon das 20. Mal und wieder

kam ein neues Angebot

dazu: eine Weinkost mit

Spitzenweinen, die eifrig

besucht wurde. Interessanterweise

gaben dazu unsere

PGR-Damen den Anstoß.

Das 20-Jahr-Jubiläum ist

ein guter Anlass, dass wir

ehrlich und laut Danke

sagen: den Organisatoren,

dem Team am Grillstand,

den Damen in der Kaffeestube,

allen Frauen, die uns

reichlich mit köstlichen

Mehlspeisen bzw. Salaten

versorgt haben, allen, die bei

der Kinderbetreuung mitgeholfen

haben, Franz Pichler,

der die Moderation über

hatte, der Trachtenkapelle,

die Jahr für Jahr den Frühschoppen

spielte, allen anderen

Musikgruppen, die

am Nachmittag musikalisch

für Unterhaltung sorgten,

allen, die sich die Füße müde

liefen, um alle Wünsche

unserer Gäste zu erfüllen,

allen, die bei den Getränken

beschäftigt waren, der Jugend

und allen, die den Cocktailstand

betreuten, und den

Frauen, die den ganzen Tag

Gläser und Teller abwuschen

- hier vor allem Gerda

Wagner und posthum der

immer hilfsbereiten Isolde

Schippler. Unser Dank gilt

auch Florian Petz, der dafür

sorgte, dass der Garten gemäht

war, allen, die vor dem

Fest beim Aufbauen und am

Tag danach beim Wegräumen

und Saubermachen geholfen

haben und allen, die zu

nennen ich vergessen habe.

»Unser Vater im Himmel,

der auch das Verborgene

sieht«, wird es allen lohnen.

Nicht zuletzt gebührt unser

besonderer Dank Ihnen/euch

allen, die ihr als Gäste unser

Pfarrfest mit Freude und

Sinn erfüllt habt.


In Gottes Namen

Die PGR-Wahl liegt zwar schon

etwas zurück, die konstituierende

Sitzung und eine weitere

haben schon vor der Sommerpause

stattgefunden, aber

so richtig beginnt die Arbeit

- in Gottes Namen - jetzt mit

Josef

Grünwidl

Andreas

Haider

September. Nach einer PGR-

Sitzung am 5. September

treffen wir uns zusammen mit

den Pfarrgemeinderäten aus

Kirchberg am 28. und 29. September

zu einer Klausurtagung

in Eisenstadt, wo die

Pfarrer und

Dechant

Pastoralassistent,

Verkündigung,

Jugend,

Ministranten

Gertraud

Steinbauer

Stellvertretende

Vorsitzende,

Liturgie,

Bewahrung der

Schöpfung

Silvia

Ehrenhöfer

Am »Großen Frauentag« wurden

traditionsgemäß wieder

die mitgebrachten Blumen

und Kräuter gesegnet.

Wir danken Maria

Kranawetter für den dem

Anlass entsprechenden prächtigen

Blumenschmuck.

Schriftführerin,

Kinder und

Jugend

Schwerpunkte für die Arbeit

in den kommenden Monaten

beraten und beschlossen werden.

Jetzt ist auch ein guter

Zeitpunkt, um die Mitglieder

unseres Pfarrgemeinderates

mit ihren Aufgabenbereichen

Franz

Jeitler

Öffentlichkeitsarbeit,

Liturgie,

Senioren, Erwachsenenbildung

Leopold

Korntheuer

Finanzen

Pfarrliche Bauten

Maria

Kranawetter

Liturgie,

Bewahrung der

Schöpfung,

Blumenschmuck,

kfb

Elfriede

Nothnagel

Blumenschmuck,

Agapen,

Pfarrcafés

Noch ein Dankeschön

Bis vor kurzem hat Herr

Florian Petz gewissenhaft

und unentgeltlich den Rasen

um die Kirche und im

Pfarrgarten gepflegt. Da er

dies aus gesundheitlichen

Gründen heuer nicht kann,

hat sich Herr Herbert Höller

bereit erklärt, den Rasen bei

der Kirche - ebenso unentgeltlich

- zu mähen. Für die

Pflege des Pfarrgartens sorgen

jetzt die Gemeindearbeiter

als Entgegenkommen für

die Überlassung eines Teiles

unseres alten Pfarrstadels.

Feistriz aktuell � 9

vorzustellen. Bitte unterstützen

sie unsere Arbeit, auch

mit ihrem Gebet, und wenden

Sie sich mit Ihren Anliegen,

mit Kritik oder auch

Anerkennung an die zuständigen

PGR-Mitglieder.

Margit

Rimpfl

Florian

Wagner

Caritas,

Senioren

Mission und

Weltkirche, Fair

trade, Feste und

Veranstaltungen

Matriken

Kinder Gottes in

der Taufe wurden

Haider Laura Christine

Schützenhofer Felix Christian

Steinbauer Julia Viktoria

Petz Christina Theresia

Kronaus Michael

Den Bund der

Ehe schlossen

Kronaus Herbert und Alena

Heimgegangen

zu Gott sind

Wagner Edith (56. Lj.)

Walter Michalitsch (83. Lj.)

unsere

Jubilare

im Zeitraum vom 15. 9. bis

30. 11. 2012 feiern den

80. Geburtstag

List Anna

Scharl Hermine

95. Geburtstag

Nothnagel Rosa

Wir gratulieren

herzlich!


10� Kirchberg aktuell

Informationen von Pfarrer Josef Grünwidl

Neugestaltung des Altarraums

Der Pfarrgemeinderat hat in

seiner Sitzung vom 19.2.2010

beschlossen den Altarraum

neu zu gestalten. Eine pfarrliche

Arbeitsgruppe stellte

erste Überlegungen an und

besichtigte viele Kirchen mit

neuen Altären. Gemeinsam

mit dem Baudirektor der Erzdiözese

Architekt DI Harald

Gnilsen, der Diözesankonservatorin

Mag. Elena Holzhausen

und dem Liturgiereferenten

Dr. Rudolf Stummer

bildete die pfarrliche Arbeitsgruppe

den »Altarbeirat«. In

diesem Gremium wurde beschlossen,

dass der Altarraum

nicht durch Stufen unterteilt

sein soll. Der durch

ein einheitliches Niveau gewonnene

Raum soll neue

Möglichkeiten für die Feier

der Liturgie eröffnen. Durch

das Entfernen von insgesamt

4 Sitzbänken vorne und im

Kreuzgang soll mehr Platz

für eine würdige Kommunionspendung

ohne Gedränge

(besonders bei Familienmessen,

Hochzeiten und anderen

Festen) geschaffen werden.

Neben diesen baulichen

Maßnahmen ging es

auch um die Einrichtungsgegenstände

des neuen Altarraums.

Im März 2012 hat der

Altarbeirat 4 Künstler beauftragt,

Vorschläge zu präsentieren.

Die Künstler mussten

unsere Vorgaben und folgende

Richtlinien der Erzdiözese

berücksichtigen:

Altar

Aufgrund der hochbarocken

Ausstattung der Pfarrkirche

bevorzugen wir einen Altar

von schlichter Linearität, ohne

figuralen Schmuck. Der neue

Altar soll durch klare Formensprache

und überlegte

Materialwahl hervortreten.

Die Pfarrgemeinde sieht den

Altar als Tisch des Herrn und

als Abbild des himmlischen

Mahles, zu dem die Gemeinde

geladen ist und um

den sie sich versammelt. Aus

den »Richtlinien für die Neugestaltung

eines Altarraums«

der Erzdiözese Wien: »Der

neue Altar muss frei stehen

und auf einer Ebene frei um-

schreitbar sein. Der Hauptaltar

(= der Altar, auf dem Eucharistie

gefeiert wird) ist ein feststehender

Altar. Das bedeutet,

er ist mit dem Boden fest

und dauerhaft verbunden.

Auslässe für Mikrofon, Stromversorgung

und Ähnliches

dürfen nicht am oder im Altar

angebracht sein. Wenigstens

die Mensa (Tischplatte) muss

aus Naturstein sein. Das Material

für den Stipes (tragender

Unterbau) soll edel und

haltbar sein. Im Stipes oder

unter dem Altar muss ein Reliquiengrab

errichtet werden.

In der Feier der Eucharistie

wissen wir uns mit Christus

und allen Glaubenden, den

Lebenden und den Verstorbenen,

verbunden. In besonderer

Weise sind die Heiligen

Zeugen dieser Verbundenheit.«

Ambo

Der Ambo soll links vorne in

Analogie zum Altar gebildet

sein. Gleiche Materialien und

gleiche Formensprache sollen

zum Ausdruck bringen,

dass der »Tisch des Wortes«

und der »Tisch des Brotes«

zusammengehören. Aus den

»Richtlinien für die Neugestaltung

eines Altarraums«

der Erzdiözese Wien: »Der

Ort der Verkündigung soll ein

feststehender Ambo sein,

nicht ein tragbares Lesepult.

Der Ambo ist Ort der Verkündigung

und nicht der Ablage

für verschiedene Bücher.«

Taufort

Beim vorhandenen alten

Taufbrunnen ist es nicht möglich,

sich mit einer Taufgemeinde

zu versammeln. Darum

soll im Altarraum rechts

ein neuer Taufort mit Osterleuchter

gestaltet werden. Aus

den »Richtlinien für die Neugestaltung

eines Altarraums«

der Erzdiözese Wien: »Die

Taufe ist die Eingliederung in

die christliche Gemeinde,

die deshalb die Möglichkeit

haben soll - etwa in der Osternacht

oder im Sonntagsgottesdienst

- mitzufeiern.«

Kreuz

Auf dem Altar oder in seiner

Nähe soll für die Gemeinde

gut sichtbar ein Kreuz sein.

Das Vortragekreuz beim Altar

soll von seiner Dimension wie

vom verwendeten Material

auch für jüngere MinistrantInnen

»tragbar« sein. Aus

den »Richtlinien für die Neugestaltung

eines Altarraums«

der Erzdiözese Wien: »Zu beachten

ist, dass nur ein Kreuz

in optisch eindeutiger Weise

seinen Platz im Altarraum

hat. Zusätzliche Kreuze sollen

nicht aufgestellt oder auf

den Altar gelegt werden.«

Leuchter und Blumen

Aus den »Richtlinien für die

Neugestaltung eines Altarraums«

der Erzdiözese Wien:

»Die Altarleuchter sind möglichst

als Bodenständer zu

konzipieren. Blumen sollen

nicht auf dem Altar und nicht

unter der Mensa stehen. Alle

bestehenden alten Hoch- und

Seitenaltäre, auf denen nicht

mehr Eucharistie gefeiert

wird, sollen sehr zurückhaltend

oder gar nicht geschmückt

sein. Der Schmuck

mit Kerzen und Blumen soll

jedoch den Ort des Tabernakels

deutlich ausweisen.«

Sedilien/Sitze

Aus den »Richtlinien für die

Neugestaltung eines Altarraums«

der Erzdiözese Wien:

»Der Vorstehersitz soll sich von

den Sitzen der übrigen Dienste

unterscheiden, ohne jedoch

als Thronsessel gestaltet

zu sein. Mit dem Vorstehersitz

sind auch die Plätze

für alle weiteren liturgischen

Dienste (Ministranten, Lektoren,

Kantoren, …) mit zu

bedenken.«

Mit diesen Vorgaben machten

sich die Künstler an die

Arbeit. Am 26. Mai gab der

Pfarrgemeinderat seine Zustimmung,

dass das Altarraumprojekt

des Architektenbüros

Pointer/Pointer aus

Wien umgesetzt wird. Mit

seiner modern nüchternen

Gestaltung verzichtet dieser

Entwurf darauf, Querverbindungen

zur barocken Inneneinrichtung

herzustellen, und

zeigt klar, was diese Altarraumgestaltung

ist: ein Ort,

an dem Menschen des 21.

Jahrhunderts zusammenkommen,

um miteinander Liturgie

im Sinn des 2. Vatikanischen

Konzils zu feiern.

Der spanische Marmor mit

weißen Muscheleinschlüssen,

der im Altar, Ambo und

Taufbecken verwendet wird,

sowie die Jakobusreliquie, die

unter dem Altar beigesetzt

wird, erinnern daran, dass es

sich um eine Jakobuskirche

handelt. DI Pointner regte an,

bei Begräbnissen die Verbindung

zur Taufe sichtbar zu

machen. Im neu gestalteten

Altarraum wird der Sarg bzw.

die Urne nicht mehr im

Mittelgang, sondern vorne

beim Taufbrunnen und bei

der Osterkerze stehen. »Herr,

vollende an ihr/ihm, was du

in der Taufe begonnen hast!«

Altarweihe

Auf dem zu weihenden Altar

darf zuvor keine Eucharistie

gefeiert werden, denn diese

ist der zentrale Akt der Weihe.

Darum wird der neue Altar

erst unmittelbar vor der

Weihe in der Kirche aufgestellt

werden. Die Weihe des

Altars kommt dem Ortsbischof

zu. Bei der Weihe gießt der

Bischof in der Mitte des

Altars und an den 4 Ecken

Chrisam aus und salbt den

ganzen Altartisch: Der Altar

ist Symbol für Christus, den

Messias, den Gesalbten. Dann

verbrennt der Bischof auf

der Altarplatte Weihrauch:

Zeichen für die von hier aufsteigenden

Gebete. Schließlich

werden Lichter angezündet

und auf den Altar gestellt.

Unter dem Altar werden

Reliquien des hl. Jakobus

beigesetzt: Erinnerung an das

Lebensopfer unseres Kirchenpatrons,

das aus dem einen

Opfer Jesu Christi entspringt.

Der Termin für die Altarweihe

durch Kardinal Christoph

Schönborn war bei Redaktionsschluss

noch nicht fixiert.

Schon jetzt aber sind alle zu

diesem großen Fest herzlich

eingeladen.


Viele Gruppen bilden eine lebendige Pfarre

Pfarrforum am 21. September

Kirchberg ist eine lebendige

Pfarre - das hat auch Weihbischof

Dr. Helmut Krätzl bei

der Visitation vor zwei

Jahren festgestellt. Die Lebendigkeit

der Pfarre äußert

sich in einer Vielzahl von

ehrenamtlich wahrgenommenen

Diensten, in einer

lebendigen Liturgie, aber

nicht zuletzt auch in einer

Vielzahl von in der Pfarre

aktiven Gruppen. Erst wenn

man sie auf der Homepage

der Pfarre auf einen Blick

Sommerfeste

sieht, wird einem diese

Vielfalt bewusst.

Pfarrer und Pfarrgemeinderat

ist es wichtig, dass alle

Gruppen sich unter dem

gemeinsamen "Dach" der

Pfarre beheimatet fühlen

und dass ein Austausch zwischen

den einzelnen Gruppen

und mit der gesamten

Pfarre stattfindet. Diesem

Ziel dient ein Pfarrforum am

21. September, zu dem Vertreter

aller Gruppen mit dem

Pfarrgemeinderat zusammenkommen.

Dabei wird es die

Gelegenheit zum Meinungsund

Erfahrungsaustausch geben.

Es sollen aber auch

Wünsche und Bedürfnisse

angemeldet werden können.

"Gut, dass es die Pfarre

gibt" war das Motto der

PGR-Wahl im März. Die

Pfarre soll und will allen

Einzelnen und allen Gruppen

ein "gemeinsames Dach für

die Seele" bieten. Das Pfarrforum

will dazu beitragen.

Beim Jakobifest am 22. Juli mit Kirchenkonzert, Sternwallfahrt, Festmesse, Weinkost,

Pfarrcafé und Würstelessen, beim Sommerfest der FF Otterthal am 5. August, beim

Wolfgangskirtag am 15. August und beim Musikfest des Kirchberger Musikvereins am 19.

August kamen viele Menschen zusammen, um miteinander zu feiern.

Heuer war

der Himmel

gnädig, und

das Jakobifest

ging trocken

über die

Bühne.

H e r z l i c h e n D a n k

für die Kranzablösespenden

beim Begräbnis von:

Piribauer Franz € 438,-

Rieck Theresia € 2.290,-

Sifkovits Franz € 655,-

Höller Maria € 610,-

alle für die Pfarrkirche

Kardinal Christoph Schönborn,

Mitglied im Verein der Freunde

der Wolfgangskirche, kam zum

Wolfgangskirtag.

Der Gottesdienst wurde von

unserem Kirchenchor festlich

gestaltet.

Den Bund der Ehe schlossen

Grabner Franz und Fuchs Marion

Wappel Manfred und Loidl Verena

Bauer Friedrich und Schweighofer Tanja

Lechner Andreas und Gruber Sandra

Feuchtenhofer Daniel und Martina, geb. Guln

Holzbauer Josef und Gansterer Monika

Gruber Martin und Riegler Carina

Kirchberg aktuell �11

Jubilare

im Zeitraum vom 15. 9. bis

30. 11. 2012 feiern den

80. Geburtstag

Wiesenhofer Maximilian K

Wagner Anna K

Habermann Rosa K

Stögerer Helga K

Palme Karl K

Drimmel Wolfgang K

85. Geburtstag

Bauzher Hilde O

Fahrner Aurelia K

Leopold Anna K

90. Geburtstag

Hütterer Anna K

Lechner Gertrude K

Bauer Maximilian K

92. Geburtstag

Eichberger Margareta K

Riemel Franziska O

Artner Paula K

Wir gratulieren

herzlich und

wünschen

Gottes Segen!

unsere

Wenn Sie mit der Nennung Ihres Namens

in dieser Rubrik nicht einverstanden

sind, melden Sie dies bitte rechtzeitig

in der Pfarre Kirchberg (Tel. 2221).

Matriken

Kinder Gottes in

der Taufe wurden

Leopold Rosa

Waldherr Christian

Gräf Lisa

Gräf Yvonne

Krenn Lara

Schober Tobias

Hofer Amy-Lee

Schober Florian

Heimgegangen

zu Gott sind

Bauer Pauline (1920)

Piribauer Franz (1945)

Rieck Theresia (1924)

Sifkovits Franz (1934)

Wolf Josefa (1928)

Wolf Anton (1920)

Dr. Bauer Adelinde (1928)

Ruttar Heinz (1932)

Gruber Helmut (1951)

Hanbauer Christine (1945)

Dollinger Wilhelmine (1926)

Höller Maria (1926)

Mayer Christa (1955)


12� Kirchberg aktuell

Einladung Babytreff

Wo? Pfarrheim Kirchberg am Wechsel

Wann? Jeden 2. Donnerstag im Monat

immer von 9.30 bis 11.30 Uhr

Start: 13.09.2012

Weitere Termine: 11.10.2012

08.11.2012

13.12.2012

10.01.2013

14.02.2013

14.03.2013

11.04.2013

16.05.2013 (w/Feiertag)

13.06.2013 Abschlussgrillen

Schon die Kleinsten freuen sich, wenn sie anderen Babys

begegnen und mit ihnen spielen können.

In diesem Sinne findet auch dieses Schuljahr wieder regelmäßig

unser beliebter Babytreff statt, zu dem wir dich

recht herzlich einladen.

Hier besteht die Möglichkeit zu Kontakten unter den

Kindern, aber auch zwischen den Eltern. Man kann

Erfahrungen und Informationen austauschen und dabei

gemeinsam gemütlich Kaffee und Kuchen genießen.

Kontakt: Daniela Haiden 0680/2003506

Wir freuen uns auf dein Kommen!

Unser Glaube braucht das gemeinsame Beten und Feiern,

um lebendig zu bleiben. Unsere Pfarre bietet zahlreiche

Montag

18.00 Uhr, Uhr,

Vesper V per

Dienstag (er

(erster er im Monat!) Monat!)

19.00 Uhr, Uhr,

Abendlob Abendlob

Mittwoch

7.30 Uhr, Uhr,

Frauen- Frauen-

u. Mütter Müt er-Me -Messe sse (davor (da or RK)

Donnerstag

19.00 Uhr, Uhr,

Gebetsabend

Gebe sabend

Freitag

7.00 Uhr, Uhr,

Frühmesse

Frühmesse

(davor (da or Rosenkranz)

Rosenkranz)

Samstag

7.30 Uhr, Uhr,

Morgenlob im Kloster Kirchberg

Vor den Vorhang: Martina Steiner

Danke für die Blumen!

Gottes »Gnadengaben«, sind

verschieden verteilt. Das ist

gut so! Unsere »Blumenfee«

Martina Steiner hat so eine

wirklich große Portion Kreativität

und viel Liebe zur Natur

mitbekommen. Ihr Auge

sucht die passenden Blumen

zusammen, findet noch einige

Stöcke, Steine und Ranken

dazu - ein natürliches

Gesamtbild entsteht in Gestecken

und Vasen, zur Ehre

Gottes. Neugierig schaue ich

jede Woche: Sind das jetzt

Zinnien, Gladiolen und As-

tern aus dem Pfarrgarten

oder hat man Gerbera zukaufen

müssen?

Übrigens, danke den fleißigen

»Gärtnerinnen« Barbara

Ehrenhöfer (sie und Frau

Anna Ringhofer haben viele

Jahre lang den Blumenschmuck

in unserer Kirche

gemacht) und Josy Weißenböck

im Pfarrgarten, er blüht!

Alle Achtung!

Die Feste im Jahreskreis

sind in unserer Kirche eine

Herausforderung: die schlichten

grünen Zweige im Advent,

der festliche Weihnachtsschmuck,

die Vielfalt

der Blumen bei der Kreuzverehrung

für Ostern harmonisch

zu verarbeiten u.v.m.

Hochzeiten, Firmung, Erstkommunion

sind in unserer

geschmückten Kirche besonders

schöne Feste, alle Sinne

werden angesprochen. In der

Pracht, in der Vielfalt, im

Duft der Blumen zeigt sich

Gottes Schöpfung zu unserer

Freude. Danke, Martina, für

deinen unermüdlichen Eifer!

Vergelt's Gott! AG

Was es in der Pfarre alles für Sie gibt: Vesper, Gebetsabend und Abendlob

Wochentags in der Pfarrkirche

Gelegenheiten dafür. Nachstehende Aufstellung soll

daher eine Einladung dazu sein, im »Jahr des Glaubens«.

Eigentlich müsste es Vesper und Komplet heißen. Beide sind Teil der

seit Jahrunderten gebeteten Stundengebete der Kirche. Unter der Leitung

von Fr. Martha Waidhofer lebt diese Tradition auch bei uns fort.

Das Abendlob ist eine noch ganz neue Einrichtung unserer Pfarre.

Der neue Pfarrgemeinderat hat beschlossen, ab Herbst den Dienstag

wieder zu beleben. Lassen Sie sich vom Programm überraschen.

Nicht nur für »Frauen und Mütter«, sondern für alle, die auch während

der Woche die Messe feiern möchten. Achtung: Achtung:

Im Anschluss an

diesen Gottesdienst ist Gelegenheit zur eucharistischen eucharistischen

Anbetung!

Anbetung!

Seit ca. 25 Jahren gibt es den Gebetsabend am Donnerstag. Unter

der Leitung von Frau Christine Feuchtenhofer wird gesungen, aus

der Bibel gelesen, reflektiert und mit- bzw. füreinander gebetet.

Landläufig auch »Schülermesse« genannt. Aber nicht nur Schüler

nützen die frühe Stunde zum Messbesuch. Kommen auch Sie!

Die Dominikanerinnen laden ein, den Tag mit Gebet und Stille zu

beginnen.


Kinder �13

Kinder fragen zum Glauben !

Kinderfragen berühren oft das Wesentliche,

gerade auch in unserem Glauben.

Versuche, deinen Eltern oder Großeltern ein-

mal ein paar dieser Fragen zu stellen, Fragen,

die die Tiefe unseres Glaubens betreffen.


14� Die Seite für unsere Senioren

von Franz Jeitler

Vom Vertrau

Südtirol ist immer eine Reise wert - zu jeder

Jahreszeit. Herrliche Natur, bizarre Bergwelt, wie

es etwa die Dolomiten sind, wunderschöne Seen

und vielseitige Kultur auf so engem Raum, das findet

man kaum anderswo. Wenn man beim mittelalterlichen

Städtchen Glurns vom Vinschgau aus

in Richtung Stilfserjoch über die nahe Schweizer

Grenze fährt, erreicht man sehr bald den Ort

Müstair mit seinem uralten Kloster St. Johann. Es

ist eine sehr gut erhaltene Klosteranlage aus karolingischer

Zeit, also rund 1300 Jahre alt, gegründet

von Karl dem Großen, seit 1983 in die

UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen,

und wird auch heute noch von

Benediktinerinnen bewohnt. Es lohnt sich unbedingt,

eine Führung mitzumachen. Besonders

berührt hat mich dabei jedes Mal ein schlichter

Schriftzug, den irgendjemand - war es eine

Nonne, war es ein Besucher? - mit einem

Rötelstift im Jahr 1559, also vor fast einem halben

Jahrtausend, an der weiß gekalkten Wand zurückgelassen

hat: »Dio mi guardi da qui mi fido.« -

»Gott, beschütze mir die, denen ich mich anvertraue!«

Und offenbar berühren diese Worte nicht

nur mich, sonst wären sie in der langen Zeit längst

überpinselt worden.

»Gott, beschütze mir die, denen ich mich

anvertraue!« Was für ein schönes, schlichtes, ehrliches

Gebet aus tiefstem Herzen. Und wie

brauchbar, ja wie not-wendig. Von unserem ersten

Atemzug an sind wir darauf angewiesen, dass

wir uns - bewusst oder unbewusst - jemandem

anvertrauen bzw. dass wir jemandem anvertraut

werden. Gerade mit zunehmendem Alter nimmt

die Wahrscheinlichkeit zu, dass man sich der Hilfe

anderer anvertrauen muss.

Vertrauen zu haben ist etwas Schönes,

Kostbares. Letztlich ist es eine Frucht des

Glaubens, zwischen Mensch und Mensch ebenso

wie zwischen Mensch und Gott. Wenn ich an die

Güte, die Freundschaft, die Hilfsbereitschaft, die

Belastbarkeit, das Fachwissen… von jemandem

glaube, d. h. davon überzeugt bin, dann vertraue

ich ihm, ja dann vertraue ich mich ihm seelenru-

hig an. Wenn ich in ein Flugzeug steige, muss ich

an die Qualifikation der Techniker, die es konstruiert,

gebaut, gewartet haben, und an das Können

und die Verlässlichkeit der Piloten, die es steuern,

glauben, sonst gerate ich in Panik. Wenn ich einen

Arzt aufsuche, muss ich an sein Fachwissen und

an seine Gewissenhaftigkeit glauben, ich muss

ihm vertrauen können. Wenn ich ihm von Haus

aus misstraue - wie soll da eine heilende

Beziehung wirksam werden?

Vertrauen ist nicht einfach mit

Vertrauensseligkeit zu verwechseln. Als Realist

muss ich auch mit Menschen rechnen, die es nicht


uen

gut mit mir meinen. Es gibt nun einmal auch

Menschen, die dazu neigen, andere zu hintergehen.

Aber wer grundsätzlich misstrauisch ist, wer

niemandem vertrauen kann, wer von jedem das

Schlechteste annimmt, ist doch ganz sicher

unglücklich. Der große Menschenkenner Johann

Nestroy fasst das so zusammen: »Zu viel

Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zu viel

Misstrauen ist immer ein Unglück.«

Das Abwägen zwischen Vorsicht und Vertrauen

ist aber Gott gegenüber nicht angebracht. Wenn

wir überzeugt sind, dass Gott die Liebe selbst, die

bedingungslose und grenzenlose Liebe ist, gibt es

ihm gegenüber nur Vertrauen. Freilich heißt auf

Gott zu vertrauen nicht, dass ich mit der Erfüllung

all meiner Wünsche und Anliegen, die ich an ihn

herantrage, in dem Sinne rechnen kann, wie ich es

mir im Augenblick vorstelle. Bei einem Konzert

des Carinthia-Chores in Millstatt zitierte der

Sprecher folgende tröstliche Zeilen aus einem

Gebet eines unbekannten Soldaten: »Ich erhielt

nichts von dem, was ich erbat, aber alles, was gut

für mich war. Gegen mein Erbitten wurden meine

Gebete erhört.«

Menschen, die aus dieser Überzeugung heraus

und auf diesem Fundament ihr Leben und ihr Tun

gestalten, denen würde ich mich beruhigt anvertrauen.

Wie man´s

nimmt!

Ein Ehepaar - der Mann ist

98, die Frau 97 Jahre alt -

kommt in den Himmel und

ist begeistert von all der

Herrlichkeit. Alles ist wunderschön,

nie hätten sie sich

das so vorgestellt. Da wird

der Mann plötzlich wütend

und schreit seine Frau an:

»Du mit deinen grauslichen

Knoblauchpillen. Das hätten

wir alles schon 30 Jahre

früher haben können!«

Ohne Worte

»Sie bekommen entweder

4.000 Euro, fünf Tage Strafdienst

in einer gemeinnützigen

Einrichtung oder zehn

Tage Gefängnis«, stellt der

Richter dem Angeklagten zur

Auswahl. - »Wenn Sie mich

schon so fragen, Herr Richter,

dann nehme ich natürlich

das Geld.«

Die Pfarre bietet Gesprächsabende

an. Im Pfarrblatt

steht zu lesen: »Am Dienstag

um 20.00 Uhr im Pfarrsaal:

Die sieben Todsünden. -

Bitte nehmen Sie sich die

Zeit und machen Sie alle eifrig

mit. Ihr Pfarrer!«

Bei einem Vorstellungsgespräch

fragt der Lehrling den

Firmenchef: »Wie hoch wäre

denn mein Gehalt?« - »€ 480,im

ersten Jahr, im zweiten

Jahr € 600,- und im dritten

Jahr € 800,-.« »Gut, dann

komme ich in zwei Jahren wieder!«

Ein Obdachloser steht wegen

eines Diebstahls vor

Gericht. Auf die Frage des

Richters, was er von Beruf

sei, antwortet der Obdachlose:

»Arbeitgeber, Herr Rat!«

- Darauf donnert es zurück:

»Ha, wem werden Sie schon

eine Arbeit geben?« Treuherzig

entgegnet der Obdachlose:

»Ihnen zum Beispiel.«

Der Pfarrer erklärt zum

Schluss der heiligen Messe:

»Am nächsten Sonntag

möchte ich über die Lüge

predigen. Zur Vorbereitung

des Themas bitte ich die

Gläubigen, unbedingt das

Kapitel 17 des Markus-

Evangeliums zu Hause zu

lesen.« Eine Woche später

geht der Pfarrer zum Ambo,

um zu predigen. Er beginnt

mit der Frage: »Wie viele

von euch haben denn nun

das Kapitel Markus 17 gelesen?«

- Fast alle Hände

gehen in die Höhe. Der

Pfarrer schweigt einige

Sekunden, dann meint er:

»Das Markus-Evangelium

hat übrigens nur 16 Kapitel.

Und jetzt zu meiner Predigt

über das Lügen....«

»Angeklagter, warum haben

Sie den Kläger auf offener

Straße verprügelt?« - »Euer

Ehren, mir war es bei meinen

derzeitigen finanziellen

Verhältnissen nicht möglich,

dafür das Stadion zu mieten!«

»Hugo, ich sage es nicht gern,

aber wir müssen uns was einfallen

lassen. Die Belohnung

für deine Ergreifung geht aus.«

Ein Schotte kommt in eine

Eisenwarenhandlung und

sagt zum Verkäufer: »Ich

hätte gerne 9 Stk. Nägel.«

Der Verkäufer: »Wie lange?«

Der Schotte freudig

überrascht: »Was, ausborgen

kann ich sie mir auch?«

»Die Ehe des Professors soll

leider sehr unglücklich sein,

habe ich gehört!« - »Das

wundert mich überhaupt

nicht. Er ist Mathematiker

am Gymnasium und sie ist

vollkommen unberechenbar.«

Zornig schreit der Trainer

den Boxer nach der vorletzten

Runde an: »Was ist?

Willst du den Meistertitel

oder den Friedensnobelpreis?«


16� Service und Termine

21.10.2012

nach der

10.00 Uhr Messe Messe

Offizielle

Neueröffnung

und Segnung

Aber schon jetzt jetzt

gilt! gilt!

Öffnungs Öffnungszeit

eiten en

Jeden 1., 3. und 5. Sonntag

von 8.30 bis 11.30 Uhr

Jeden Samstag

vor dem 2. und 4. Sonntag

von 17.00 bis 18.00 Uhr

Jeden 1. Freitag im Monat

von 15.00 bis 17.00 Uhr

Adresse Adr sse

Florian-Kuntner-Platz 4

2880 Kirchberg/We.

Wichtige Wichtige

Informa In ormation! tion!

Vom 25.9. bis 13.10. ist

die Pfarrkirche Kirchberg

wegen Reinigung und

Umbaus geschlossen.

In diesen Wochen gilt:

Sa, VA-Messe in Feistritz

So, 7.30, Klaraheim

10.00, Wolfgangskirche

Werktagsmessen im

Pfarrheim

Pfarre Feistritz

St. Ulrich

Nr. 5, 2873 Feistritz/We.

Kanzleistunden: Do, 7.30 - 8.30

Pfarrkanzlei � 2221

� 2221-30

Caritas: Renate Wagenhofer 0676/7308958

Maria Tanzler 0664/1008515

Margit Rimpfl 0664/9247824

Beitragsberater Franz Pichler 6359

Wir feiern Gottesdienst

Sonn- und Feiertag: 8.30

Vorabend: 18.30 (ab Oktober 18.00)

Termin siehe »Woche der Pfarre«

Dienstag: Abendmesse 18.30 (ab Okt. 18.00)

Donnerstag: 7.00 Frühmesse

7. Oktober

8.30 Erntedankfest

anschl. Agape

13. Oktober - Unser Anbetungstag

Einteilung der Anbetungsstunden:

siehe »Woche der Pfarre«

20. Oktober - Sonntag der Weltkirche

18.00 Familienmesse

anschl. Suppenessen

1. November - Hochfest Allerheiligen

8.30 Hochamt

14.00 Allerheiligenandacht, Friedhofsgang

und Gräbersegnung

2. November - Allerseelen

19.00 Abendmesse mit Totengedenken

11. November

8.30 Familienmesse

anschl. Pfarrcafe

15. November - Hl. Leopold

7.00 Frühmesse

17. November

15.00 Jahresmesse der Jägerschaft bei

der Hubertuskapelle

18. November - Caritassonntag

8.30 Hl. Messe

25. November - Christkönigssonntag

8.30 Hl. Messe

1. Dezember 2012

Adventbeginn

in Kirchberg

18.00 Hl. Messe mit Segnung

der Adventkränze

Adventmarkt der Frauen im Pfarrheim

in Feistritz

18.00 Familienmesss mit

Adventkranzsegnung

Adventmarkt im Gemeindezentrum

Pfarre Kirchberg

St. Jakobus

Florian Kuntner-Platz 4, 2880 Kirchberg/We.

Kanzleistunden: Di und Mi, 8.30 - 11.30 sowie

Fr, 14.00 - 16.00 bzw. nach telef. Anmeldung

Pfarrkanzlei � 2221 � 2221-30

�pfarrekirchberg@aon.at

Homepage: w w w. pfa r re-kirchberg.at

Caritas: Marina Berner 2213-18

Beitragsberater Leopold Haselbacher 20211

Wir feiern Gottesdienst

Sonn- und Feiertag: 7.30 und 10.00

Vorabend: 18.00

Montag: 18.00 Vesper

NEU: am 1. Dienstag im Monat: 19.00 Abendlob

Mittwoch: 7.30 Frauen- und Müttermesse

Freitag: 7.00 Frühmesse

Samstag: 7.30 Morgenlob im Kloster

21. September

19.00 Pfarrforum im Pfarrheim

22. September

Musikantenwallfahrt nach Maria Schutz

6.00 Abmarsch beim Musikheim

ab 19.00 Anbetungsnacht bis So., 7.30 Uhr

23. September

10.00 Hl. Messe beim Herbstfest der FF

Ab 24.9. Reinigungs- und Umbauarbeiten

in der Pfarrkirche (siehe links unten)!

29. September

19.00 Konzert in der Wolfgangskirche

»Good vibrations«

30. September

10.00 Hl. Messe in der Wolfgangskirche

mit dem Chor des Rockoratoriums

»Eversmiling liberty«

14. Oktober

10.00 Erntedankfest, anschl. Agape

20. Oktober

17.00 Pfadfindermesse

anschl. Suppenessen im Pfarrheim

21. Oktober - Sonntag der Weltkirche

10.00 Hl. Messe

anschl. offizielle Neueröffnung und

Segnung der Pfarrbibliothek

26. Oktober - Nationalfeiertag

7.30 Hl. Messe

28. Oktober - Wolfgangssonntag

10.00 Festmesse in der Wolfgangskirche

1. November - Allerheiligen

7.30 Frühmesse

10.00 Hochamt

14.30 Allerheiligenandacht, Friedhofsgang

und Gräbersegnung

2. November - Allerseelen

19.00 Requiem mit Totengedenken

4. November

14.00 Totengedenken in Otterthal

15. November - Hl. Leopold

7.30 Hl. Messe

18. November

10.00 Familienmesse, anschl. Pfarrcafé

25. November - Christkönigssonntag

10.00 Hochamt und Sängerehrung

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