Sommer 2012 - Kath. Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige, Neuss

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Sommer 2012 - Kath. Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige, Neuss

„Werktag”

Werktag

Wie geht es Ihnen, wenn Sie vor einem

großen Werk stehen? Wenn Sie vor einem

Meisterwerk der Bildhauerkunst stehen wie

beispielsweise der Pieta von Michelangelo im

Petersdom? Wie, wenn Sie ein großes Werk

hören, wie beispielsweise eine Oper? Wahrscheinlich

stehen Sie bewundernd da und

denken: „Was für ein besonderer Mensch, der

so etwas geschaffen hat.“

Ein Werk ist vollbracht, das ist die Erfüllung

von Menschsein. Wir Menschen sind

stolz, wenn wir etwas geschafft haben. Ein

Werk ist die Frucht der Arbeit. Und es ist noch

mehr, Arbeit ist Teilhabe an der menschlichen

Gesellschaft. Es ist beglückend, wenn

die eigene Arbeit als wichtig empfunden

wird. So ist oft bei Arbeitslosen das Gefühl,

nicht gebraucht zu werden, belastender als

der finanzielle Engpass. Mancher Ruheständler

fühlt sich unnütz. Hingegen ist es eben

schön zu spüren: Ich werde gebraucht, ich bin

wichtig, ich bin wertvoll.

Im Internet fand ich folgende Beschreibung

des Begriffes „Werktag“:

„Ein Werktag ist ein Tag, an dem laut

Gesetz das Arbeiten ohne Beachtung besonderer

Einschränkungen grundsätzlich zulässig

ist. Der Arbeitstag ist nicht unbedingt

dasselbe wie ein Werktag, sondern ein Tag,

an dem tatsächlich gearbeitet wird.“ (Quelle

Wikipedia)

Ein Werktag wird also zum Arbeitstag,

wenn wir arbeiten. Vielleicht ist das auch

eine Aufforderung im Hinblick auf unser

Handeln aus dem Glauben: Wir sind als

Getaufte und Gefirmte beauftragt, am Reich

Gottes mit zu bauen, wir sind die Arbeiter

im Weinberg. Und dann ertappen wir uns

dann doch bei Sätzen, die mit „Ich sollte… ich

könnte… ich müsste…“ beginnen.

- Ich sollte mal wieder ein gutes Buch lesen.

- Ich könnte mal wieder in die Messe gehen.

- Ich müsste mal wieder beichten gehen.

- Ich könnte mitarbeiten.

4 © Pauline *

- etc.

Machen wir aus den Glaubenswerktagen

auch Glaubensarbeitstage.

Der Sonntag ist und bleibt natürlich der Tag

des Feierns unseres Glaubens.

Jürgen Arnolds, Pfr.

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