Lenkzeitvorteile im Verteilerverkehr

verkehr.co.at

Lenkzeitvorteile im Verteilerverkehr

Verkehr | 1. Juli 2011 | Nr. 26 3

AKTUELL

GLS setzt verstärkt auf

Erdgas-Transporter

GLS Austria hat im Tiroler Unterland

sieben neue Erdgasfahrzeuge

in Dienst gestellt. Die Fiat

Ducato sind seit Mitte Juni für

das Depot Zirl im Einsatz. General

Manager Axel Spörl betont

neben den geringen CO 2-Emissionen,

den leiseren Motoren

und der höheren Lebensdauer als

Grund für die Investition vor allem

den Preisvorteil von Erdgas

gegenüber Diesel.

Logwin gewinnt Still Österreich

als Kunden

Der Logistikdienstleister Logwin

hat im März die Overnight-

Transporte für Still Österreich

übernommen. Transportiert werden

Ersatzteile für die Reparatur

der Flurförderzeuge von Hamburg

nach Wiener Neudorf. Die

Overnight-Lieferungen langen

dort spätestens um sieben Uhr

morgens ein. Bisher hatte Still

mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet.

M-Oil versorgt Frächter

nun auch in Russland

Mit dem Anschluss von 20 Stationen

an das Tankstellennetz

hat M-Oil Trading den russischen

Markt betreten. „Ein logischer

Schritt“, sagt Prokurist

Georg Nigl. „Da wir in Polen,

Litauen oder am Balkan präsent

sind, war es geradezu eine Notwendigkeit,

unseren Kunden nun

auch an den wichtigen Fernverkehrsrouten

Russlands Tankmöglichkeiten

anzubieten.“

Rhenus kauft Tiefseeterminal

im Hafen Rotterdam

Rhenus Port Logistic hat im Hafen

Rotterdam mit dem Kauf der

DFDS Seaways Maasvlakte B.V.

einen 200.000 m 2 großen Tiefseeterminal

übernommen. Das

erworbene Areal umfasst insgesamt

20 Hektar. Die Kailänge

beträgt 500 Meter, und für den

RoRo-Umschlag stehen am Wasser

auf 300 Metern zwei Rampen

zur Verfügung. Der Tiefgang

beträgt 16,5 Meter.

Quehenberger setzt LBASE

bald in 16 Ländern ein

Quehenberger Logistics wird ab

2012 beim Transport-Management

die Logistik-Lösung LBASE

von Imtech in 16 Zielländern

einsetzen. Derzeit ist das System

in vier Ländern im Einsatz. GF

Christian Braunstein: „Wir entschieden

uns für LBASE, da wir

damit unser komplettes Firmennetzwerk

abbilden konnten – wir

nennen das intern die Vogelperspektive.“

SCHENKER

1,4 Mrd. Euro Umsatz entsprechen

einer Steigerung von rund

zwölf Prozent gegenüber dem

Jahr 2009. Das abgefertigte Sendungsvolumen

stieg 2010 um

zehn Prozent auf 7,4 Mio. Sendungen,

die transportierte Tonnage

um drei Prozent auf

13 Mio. Tonnen.

Dennoch: „2010 war trotz der

erkennbaren Genesung der Wirtschaft

ein schwieriges Jahr“, sagt

Elmar Wieland, der Vorstandsvorsitzende

der Schenker & Co

AG Österreich und Südosteuropa.

„Und im laufenden Jahr

2011 haben wir uns zwar deutlich

verbessert – doch tendenziell

stehen wir vor den gleichen Problemen

wie 2010.“

Mehr Landverkehr,

aber sinkende Margen

Der Landverkehr, sagt Wieland,

sei im Vorjahr von wachsenden

Transportmengen und zunehmender

Lademittel-Knappheit geprägt

gewesen. Die Frächter haben außerdem

die steigenden Dieselpreise

an die Speditionen weitergegeben,

wodurch auch Schenker gezwungen

war, die Preise anzuheben.

„Wir laufen den Kostensteigerungen

im Carrier-Markt hinterher“,

kommentiert Finanz-Vorstand

Michael Meyer.

„Sehr zu kämpfen“ hatte Schenker

vor allem in den Märkten

Rumänien, Bulgarien, Griechenland

und am westlichen Balkan.

„Dort sitzt die Krise nachhaltiger,

als wir erwartet hatten“, gesteht

Elmar Wieland ein. „Die

Margen sind insgesamt stark unter

Druck und deutlich rückläu-

fig. Sorgen bereitet uns außerdem

die deutliche Tendenz zu

kleineren Sendungen.“

In der Region Südosteuropa disponierte

Schenker 2010 im internationalen

Landverkehr rund

2,6 Mio. Sendungen, ein Plus

von 12,9 Prozent. Im nationalen

österreichischen Landverkehr

waren es 3,7 Mio. Sendungen

oder +3,2 Prozent.

Bahnverkehr rückläufig

Weniger gut lief es für Schenker

2010 im Bahnverkehr: Das beförderte

Volumen sank um 11,8 Prozent

auf 4,7 Mio. Tonnen.

Auch hier der Grund: die hartnäckige

Wirtschaftskrise in einigen

der SEE-Länder, die bahnaffine

Massengüter negativ betraf.

„Der Bahnverkehr“, sagt Michael

Meyer, „erholt sich offenbar

am langsamsten. Ich glaube, dass

auch durch NINA hier einiges

Porzellan zerschlagen wurde.“

Rückläufig war auch „Power-

Railer“, das Ganzzugs-Netzwerk,

das Schenker gemeinsam

mit Partnern betreibt. Die Zahl

der gefahrenen Züge sank hier

um 5,7 Prozent auf 2.260, und

Elmar Wieland hofft, „dass das

Tal nun erreicht ist“. Die gute

Meldung aus dem Bahn-Bereich:

2010 startete Noksel, ein Projekt

der Schenker-Sparte Rail Logistics

and Forwarding in Wien und

der türkischen Landesgesellschaft

von DB Schenker. Dabei

transportieren 130 Ganzzüge

8.000 Rohre für die „Gazelle“-

Pipeline von der Türkei nach

Tschechien.

Luft- und Seefracht

erleben Zuwächse

In der Luft- und Seefracht gab es

laut Elmar Wieland 2010 ein

Comeback der Schenker-Region

Südosteuropa. In der Seefracht

wurden 232.600 TEU Vollcontainer

befördert (+18 Prozent)

sowie 72.500 m 3 im Sammelcontainer-Verkehr.

Treiber waren hier der Import

von China nach Südosteuropa

sowie Exporte von Österreich in

den Nahen und Mittleren Osten,

in die USA und nach Asien.

Die Luftfracht brachte Schenker

ein Plus von zehn Prozent auf

mehr als 73.400 Tonnen. Auch

in diesem Bereich waren die Importe

aus China die Treiber,

doch Elmar Wieland bleibt vorsichtig:

„Die Zuwachsraten haben

sich hier verflacht. Das

könnte in meinen Augen darauf

TRANSPORT & LOGISTIK

„Die Margen sind stark unter Druck“

Mehr Sendungen, mehr Umsatz: Schenker war 2010 in der Region Österreich und Südosteuropa durchaus erfolgreich.

Rundum zufrieden ist CEO Elmar Wieland dennoch nicht.

» Trotz Genesung ein schwieriges Jahr «

GRÜN-LOGISTIK

Logistiktool für bessere Planbarkeit

Mit LogoMate hat bellaflora eine für seine Bedürfnisse bestens geeignete Software

gefunden. Sie ermöglicht nämlich, in die Zukunft zu schauen.

ARBOR und bellaflora verbindet

eine langjährige Zusammenarbeit.

Consultants unterstützen

das Unternehmen in der Strategieentwicklung,

Konzeption und

Umsetzung von Logistik- und

Organisationsprojekten. bellaflora,

mit Hauptsitz und Logistikhub

in Leonding bei Linz, ist mit

24 Gartencentern in sieben Bundesländern

vertreten. Das Sortiment

umfasst insgesamt 25.000

Artikel: Blumen und Pflanzen sowie

Gartenzubehör und Dekorwaren.

LogoMate unterstützt

den Einkauf im Beschaffungsprozess

von „Nicht-Lebendware“.

Hohe Warenverfügbarkeit

bei optimalen Beständen

Die wirtschaftliche Bestandsführung

des umfangreichen Warensortimentes

bei höchstmöglicher

Warenverfügbarkeit und optimaler

Versorgung der Filialen sind

die Anforderungen an das Soft-

waretool. LogoMate generiert

aus einer Fülle von Daten, Informationen

und Erfahrungswerten

die optimalen Bestellmengen. Extreme

Saisonalität verbunden mit

häufigem Sortimentswechsel von

Trendartikeln und Aktionsgeschäften

finden in der automatischen

Berechnung genauso Berücksichtigung

wie nationale und

internationale Lieferantenstrukturen

und -konditionen.

Alle wesentlichen Bestellinformationen

werden über das Dispositions-Cockpit

übersichtlich und

leicht nachvollziehbar für den

Mitarbeiter im Einkauf dargestellt.

Neue Logistikstrategie

BELLAFLORA

Im Zuge der Einführung von LogoMate

erarbeitete bellaflora gemeinsam

mit Partner ARBOR ei-

TAJMAR

Schenker-CEO Elmar Wieland

hindeuten, dass der große Boom

in Asien schön langsam abzuebben

beginnt.“

Weitere Investitionen

Zuwächse erzielte Schenker im

Bereich der Kontraktlogistik. Zu

nennen wären hier ein Logistiklager

in Orhanli/Istanbul sowie

Projekte in Ungarn, der Slowakei

und Tschechien. Elmar Wieland

betont, dass Schenker trotz des

schwierigen Umfelds 2010 Investments

in der Höhe von

knapp 46 Mio. Euro getätigt hat.

In den kommenden Jahren sollen

jährlich weitere 30 Mio. Euro

folgen. Für 2011 erwartet er eine

leichte Aufwärtsbewegung bei

den Margen – vorausgesetzt, die

Märkte Südosteuropas erholen

sich. Von einer stabilen Wirtschaftslage

zu sprechen, dafür sei

es noch zu früh.

ne neue Strategie. Hatten früher

Lieferanten auch kleine Mengen

direkt an die Filialen geliefert, erfolgen

nun die Lieferungen gebündelt

an den Zentralhub in

Linz.

Die Vorteile: Kosteneinsparungen

und bessere Planbarkeit der

Artikelsortimente in den Gartencentern.

Die Verweildauer der

Ware im Logistikhub ist mit maximal

einer Woche begrenzt. Warensortimente

werden in Standard-Containern,

Kollis mit flexiblen

Fachböden, an die Filialen

geliefert. Durch die integrierte

Transportplanung können die

Ladekapazitäten von Lkw optimal

genutzt und in weiterer Folge

durch optimierte Transportwege

Emissionen reduziert werden.

„Kosten für Beschaffung,

Abwicklung, Lagerhaltung und

Transport durch Absatzprognosen

und daraus resultierende genaue

Bestellmengen zu minimieren,

dabei den Servicegrad gegenüber

den Kunden durch hohe

Warenverfügbarkeit zu erhöhen,

gelingt durch den Einsatz von

LogoMate“, erklärt ARBOR-GF

Wolfgang Minarik die Vorteile

des automatischen Dispositionstools.

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