Fit für die Zukunft - SPD-Fraktion Kassel
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1. Jahrgang · 1. Woche November 2007<br />
■ Die Städtische Werke AG<br />
in <strong>Kassel</strong> beliefert seit<br />
Anfang November 2007 alle<br />
97.000 privaten Haushalte in<br />
<strong>Kassel</strong> mit Strom aus Wasserkraft.<br />
Oberbürgermeister Betram<br />
Hilgen und Aufsichtsratschef<br />
Andeas Helbig legten Ende<br />
Oktober symbolisch den<br />
Hebel um: Zum ersten Mal<br />
stellte ein kommunaler Energieversorger<br />
<strong>die</strong>ser Größenordnung<br />
seine Privatkunden<br />
komplett auf Strom aus<br />
■ Mut zur Selbstständigkeit –<br />
der <strong>Fraktion</strong>svorsitzende Uwe<br />
Frankenberger besucht das<br />
Technologie- und Gründer-<br />
Zentrum in <strong>Kassel</strong>.<br />
Erfreut über <strong>die</strong> große Anfrage<br />
von Mietern in der FiDT<br />
Fördergesellschaft <strong>für</strong> innovative<br />
Dienstleistungen und<br />
Techniken mbH im innovativen<br />
<strong>Kassel</strong>er Stadtteil Marbachshöhe<br />
zeigte sich der<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong>svorsitzende Uwe<br />
Frankenberger.<br />
In einem Gespräch mit<br />
Geschäftsführer Dr. Gerold<br />
Kreuter informierte sich Frankenberger<br />
kürzlich über <strong>die</strong><br />
Entwicklung des 1995 gegründeten<br />
Technologie- und Gründer-Zentrums.<br />
„<strong>Kassel</strong> und <strong>die</strong><br />
Region braucht mutige Menschen,<br />
<strong>die</strong> den Schritt in <strong>die</strong><br />
Selbstständigkeit wagen, um<br />
ihre Ideen und Visionen umzu-<br />
Zehn Fragen zu zehn Jahren<br />
Seit zehn Jahren ist Uwe Frankenberger<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong>svorsitzender<br />
in <strong>Kassel</strong>. Seine Heimatstadt ist<br />
dem 52-Jährigen eine Herzensangelegenheit<br />
. ■ Mehr auf Seite 3<br />
erneuerbaren Energien um.<br />
Für uns Stromkunden der<br />
Städtische Werke AG bleibt<br />
alles wie es ist, <strong>die</strong> „neue<br />
Stromqualität“ kostet <strong>die</strong><br />
Verbraucher keinen Cent<br />
mehr.<br />
„Ein hervorragenden Beitrag<br />
der Stadt <strong>für</strong> den Klimaschutz<br />
und <strong>die</strong> Lebensqualität in unserer<br />
Stadt“, so Harry Völler,<br />
umwelt- und energiepolitischer<br />
Sprecher der <strong>SPD</strong>-Rathausfraktion.<br />
„Seitdem Bertram Hilgen<br />
Oberbürgermeister in Kas-<br />
<strong>Fit</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Zukunft</strong><br />
setzen“, sagte Uwe Frankenberger.<br />
Oftmals gebe es<br />
jedoch noch zu hohe Hürden,<br />
<strong>die</strong> mit <strong>die</strong>sem Schritt zu überwinden<br />
seien. Hier komme das<br />
Technologie- und Gründer-<br />
Zentrum ins Spiel.<br />
Das FiDT gebe jungen Unternehmen,<br />
<strong>die</strong> sich bis zu fünf<br />
Jahren hier einmieten können,<br />
wichtige Starthilfe <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
schwierige Anfangszeit. Sie<br />
können sich hier in flexibel<br />
gestaltete Büros einmieten,<br />
gemeinsame Infrastrukturen<br />
und Netzwerke nutzen, Synergien<br />
bilden und zu marktüblichen<br />
Mieten auch noch Vergünstigungen<br />
durch den<br />
Träger bekommen.<br />
Das FiDT, dessen Gesellschafter<br />
<strong>die</strong> Stadt, <strong>die</strong> Industrie- und<br />
Handelskammer, <strong>die</strong> Sparkasse,<br />
<strong>die</strong> Handwerkskammer<br />
und <strong>die</strong> Uni <strong>Kassel</strong> sind, bietet<br />
sel ist, haben wir nicht nur<br />
einen Oberbürgermeister, der<br />
etwas von der Thematik versteht,<br />
sondern auch einen Politiker,<br />
der erneuerbare Energien<br />
massiv unterstützt“.<br />
Bisher bezog <strong>die</strong> Städtische<br />
Werke AG vom Großlieferanten<br />
E.ON einen „Energiemix“<br />
aus Kohle-, Gas- und<br />
Atomstrom. Nun kaufen <strong>die</strong><br />
städtischen Werke den „<strong>Kassel</strong>er“<br />
Ökostrom aus skandinavischenWasserkraftwerken<br />
beim schwedischen<br />
momentan 78 Mietern Platz.<br />
70 Firmen hätten bis heute<br />
von hier aus ihre Unternehmen<br />
gegründet, 102 seien<br />
nach nach der Anlaufphase<br />
ausgezogen. Nur 15 von ihnen<br />
haben den Geschäftsbetrieb<br />
wieder eingestellt, davon wurden<br />
sechs Insolvenzen verzeichnet.<br />
Die Unternehmen<br />
kommen zum größten Teil aus<br />
Stadt und Landkreis <strong>Kassel</strong>,<br />
aber auch aus der Universität,<br />
dem Umland sowie weiter entfernten<br />
Regionen.<br />
Es gibt einen interessanten<br />
Branchenmix aus IT, Umwelt,<br />
Energie, Verkehr, Maschinenbau,<br />
Arbeitswissenschaften<br />
sowie Design und Marketing.<br />
Die Unternehmen schätzen<br />
laut einer Befragung insbesondere<br />
<strong>die</strong> Verkehrsanbindung,<br />
den repräsentativen<br />
Standort, <strong>die</strong> technische Infra-<br />
Ohne Fritz Müller geht nix...<br />
Ohne ehrenamtliches Engagement,<br />
wäre unsere Gesellschaft arm dran.<br />
Wolfgang Decker (Bild links) stellt<br />
Ihnen Fritz Müller mit seinem<br />
Ehrenamt vor. ■ Mehr auf Seite 5<br />
Foto: Vattenfall<br />
Stromriesen Vattenfall, mit<br />
24,9% ohnehin bereits Miteigentümer<br />
der städtischen<br />
Werke. Lieferant Vattenfall hat<br />
sich vertraglich verpflichtet,<br />
<strong>für</strong> den in <strong>Kassel</strong> verbrauchten<br />
Strom in Skandinavien<br />
Strom aus regenerativen<br />
Quellen zu produzieren und<br />
ins Netz einzuspeisen. Dass<br />
wir in <strong>Kassel</strong> künftig auch tatsächlich<br />
Ökostrom beziehen,<br />
darüber wacht das Freiburger<br />
Öko-Institut.<br />
(Enrico Schäfer)<br />
struktur sowie <strong>die</strong> Nähe zu den<br />
Forschungseinrichtungen.<br />
Die Qualität der Arbeitsplätze<br />
hat es in sich: Mehr und mehr<br />
gebe es eine Verschiebung von<br />
Teilzeit- zu Vollzeitarbeitsplätzen<br />
sowie eine hohe Qualifikation<br />
der Mitarbeiter, weiß FiDT-<br />
Geschäftsführer Dr. Gerold<br />
Kreuter, der sich auch über derzeit<br />
20 Auszubildendende in<br />
den Firmen freut. Die Fördergesellschaft<br />
habe sich zu einem<br />
innovativen Partner in der<br />
Region entwickelt und trage<br />
außerdem zur Steigerung der<br />
regionalen Wertschöpfung bei.<br />
„Der Schritt in <strong>die</strong> Selbstständigkeit<br />
erfordert Mut und birgt<br />
Chancen und Risiken“, sagte<br />
Frankenberger, der jungen<br />
Unternehmen Mut macht, <strong>die</strong><br />
Erfahrung und Unterstützung<br />
des FiDT in Anspruch zu nehmen.<br />
(Susanne Kanngieser)<br />
Energie aus der Sonne -<br />
es geht voran<br />
■ <strong>Kassel</strong> hat seit dem Jahre<br />
2005 große Schritte zum verstärkten<br />
Einsatz erneuerbarer<br />
Energien gemacht. Das gilt<br />
nicht nur <strong>für</strong> den Strom aus<br />
Wasserkraft der städtischen<br />
Werke, sondern auch <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Nutzung von Sonnenenergie.<br />
Den Startschuß gab das<br />
„<strong>Zukunft</strong>skonzept erneuerbare<br />
Energien – ein Gewinn <strong>für</strong> <strong>Kassel</strong><br />
und <strong>die</strong> Region“. Die <strong>SPD</strong>-<br />
Rathausfraktion hat es verfasst,<br />
es wurde mit Mehrheit in der<br />
Stadtverordnetenversammlung<br />
verabschiedet. Seitdem hat sich<br />
<strong>die</strong> Anzahl der Solaranlagen in<br />
der Stadt fast verfünffacht.<br />
Reichte <strong>die</strong> Versorgung 2004<br />
rechnerisch nur <strong>für</strong> 142 Haushalte,<br />
so werden derzeit bereits<br />
722 Haushalte mit Solarstrom<br />
versorgt. Sowohl <strong>die</strong> <strong>Kassel</strong>er<br />
Verkehrs- und Versorgungs-<br />
GmbH (KVV) wie auch <strong>die</strong><br />
GWG als kommunales Wohnungsunternehmen<br />
sind inzwischen<br />
wichtige Solarstromlieferanten.<br />
Die <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
begrüßt und unterstützt <strong>die</strong>se<br />
Sie halten <strong>die</strong> erste Ausgabe<br />
einer neuen Zeitung in der<br />
Hand. „Wir in <strong>Kassel</strong>“ möchte<br />
Sie in <strong>Zukunft</strong> in unregelmäßigem<br />
Abstand ungefähr zweimal<br />
im Jahr über aktuelle politische<br />
Themen in <strong>Kassel</strong> informieren.<br />
Dabei wird nicht nur das Tagesgeschäft<br />
im Vordergrund stehen,<br />
sondern auch <strong>die</strong> Themen,<br />
<strong>die</strong> weit in <strong>die</strong> <strong>Zukunft</strong> hinein<br />
wirken. Wir wollen unsere Vorstellungen,<br />
wie sich <strong>die</strong> Stadt<br />
entwickeln könnte und sollte,<br />
mit Ihnen teilen und Ihnen dabei<br />
<strong>die</strong> Positionen der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
darstellen.<br />
Wir arbeiten gerne ehrenamtlich<br />
in unserer Heimatstadt <strong>Kassel</strong>.<br />
Deshalb stellen wir Ihnen in <strong>die</strong>-<br />
Uns Uwe<br />
■ Während Oberbürgermeister<br />
Bertram Hilgen <strong>die</strong> Ärmel<br />
hochkrempelt und Taten sprechen<br />
lässt, hat der hessische<br />
CDU-Ministerpräsident <strong>für</strong> regenerative<br />
Energien nur salbungsvolle<br />
Worte übrig. Nachdem<br />
<strong>die</strong> Städtische Werke AG<br />
nunmehr den Strom aus<br />
erneuerbaren Energien liefert,<br />
ist <strong>die</strong> mutige <strong>Kassel</strong>er Entscheidung<br />
ein wesentlicher<br />
Schritt zur Ökologisierung des<br />
deutschen Strommarktes. Andere<br />
Städte könnten dem Beispiel<br />
<strong>Kassel</strong>s folgen.<br />
Die CDU liefert nur Lippenbekenntnisse.<br />
Am Ende bleibt sie<br />
alle konkreten Antworten<br />
schuldig und schaltet das<br />
nächste Atomkraftwerk ein. Die<br />
Energiewende ist eine Existenzfrage.<br />
Wer nicht den Mut<br />
hat, auf erneuerbare Energien<br />
zu setzen, nimmt entweder <strong>die</strong><br />
Risiken der Atomkraft oder <strong>die</strong><br />
Risiken des Klimawandels in<br />
Kauf. Allein der Ausbau der<br />
erneuerbaren Energien ist<br />
Ehrenplatz <strong>für</strong> Holger Börner<br />
Von 1960 bis 1966 war der im letzten<br />
Jahr verstorbene ehemalige<br />
hessische Ministerpräsident Vorsitzender<br />
der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> in <strong>Kassel</strong>.<br />
■ Ein Rückblick auf Seite 7<br />
Harry Völler<br />
Liebe Leserinnen,<br />
liebe Leser.<br />
Entwicklung und wünscht sich,<br />
dass <strong>die</strong>ser Trend in <strong>Zukunft</strong><br />
noch verstärkt wird. Allein <strong>die</strong><br />
städtischen Gebäude (Kindergärten,<br />
Schulen etc.) bieten Flächen<br />
zur Installation von Solarzellen<br />
<strong>für</strong> ca. 1.000 kWpeak. Ein<br />
Drittel davon ist bereits eingebaut.<br />
Die GWG plant, in den<br />
nächsten sechs Jahren weitere<br />
520 kWpeak auf städtischen<br />
Gebäuden zu installieren. Dass<br />
es auch so kommt, da<strong>für</strong> steht<br />
Oberbürgermeister Bertram<br />
Hilgen. Als Aufsichtsratsvorsitzender<br />
der GWG unterstützt er<br />
das Programm ausdrücklich.<br />
ser Ausgabe auch einige unserer<br />
Stadtverordneten vor, <strong>die</strong><br />
sich besonders in Ihrem Stadtteil<br />
engagieren. In der nächsten<br />
Ausgabe werden wir Ihnen<br />
unsere fachpolitischen Sprecher<br />
präsentieren.<br />
Wir hoffen, dass Ihnen unsere<br />
<strong>Fraktion</strong>szeitung gefällt. Politik<br />
ist (auch) Kommunikation. Deshalb<br />
freuen wir uns auf Ihre<br />
Anregungen, Kritik und Lob,<br />
denn <strong>die</strong>s wird uns helfen, <strong>die</strong>se<br />
Zeitung, aber auch unsere<br />
politische Arbeit <strong>für</strong> Sie zu verbessern.<br />
Für das Redaktionsteam<br />
Enrico Schäfer<br />
<strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer<br />
geeignet, <strong>die</strong> drei zentralen<br />
energiepolitischen und umweltpolitischen<br />
Ziele gleichzeitig<br />
zu verfolgen: <strong>die</strong> sichere<br />
Versorgung mit Energie, den<br />
Ausstieg aus der Atomkraft<br />
und <strong>die</strong> Erreichung der Klimaschutzziele.<br />
Die neue Stromversorgung<br />
in <strong>Kassel</strong> ist ein<br />
grundlegendes Bekenntnis des<br />
<strong>Kassel</strong>er Oberbürgermeisters<br />
zur erneuerbaren Energie.<br />
Ihr Uwe Frankenberger
Seite zwei<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> vor Ort<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Wehlheiden:<br />
Anke Bergmann<br />
Holztechnikerin<br />
Stellvertretende<br />
Stadtverordnetenvorsteherin<br />
3 Kinder<br />
Pettenkoferstraße 2<br />
34121 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/3162343<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Forstfeld:<br />
Hannelore Diederich<br />
Rentnerin<br />
Seniorenpolitische Sprecherin<br />
Heinrich-Steul-Straße 27<br />
34123 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/514420<br />
e<strong>die</strong>derich@arcor.de<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Südstadt:<br />
Dr. Rabani Alekuzei<br />
Maschinenbau-Ingenieur<br />
Ausbildungspolitischer Sprecher<br />
3 Kinder<br />
Friedenstraße 22<br />
34121 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/281149<br />
dr_alekuzei@yahoo.de<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Oberzwehren:<br />
Bärbel Bogdon<br />
Beamtin<br />
Sportpolitische Sprecherin<br />
1 Kind<br />
Mattenbergstraße 35<br />
34132 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/472501<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Jungfernkopf:<br />
Dr. Manuel Eichler<br />
Richter<br />
Rechts- und Sicherheitspolitischer<br />
Sprecher<br />
Ludwig-v.-Wildungen-Str. 32<br />
34128 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon 0561/9885114<br />
Nützliche Links<br />
http://sdnet.stadt-kassel.de<br />
Wenn Sie mehr über das aktuelle Geschehen in Ihrer Stadtverordnetenversammlung<br />
erfahren wollen, dann schauen Sie<br />
doch einfach mal in das kommunalpolitische Bürgerinformationssystem<br />
der Stadt <strong>Kassel</strong> im Internet.<br />
Hier erfahren Sie, wann <strong>die</strong> Ausschüsse und <strong>die</strong> Stadtverordneten<br />
tagen und welche Themen auf der Tagesordnung stehen.<br />
Sie können alle Vorlagen, Anträge und Anfragen ansehen und<br />
selbstverständlich auch deren Behandlung in den Gremien verfolgen.<br />
Darüber hinaus steht Ihnen eine gute Recherchefunktion<br />
zur Verfügung. So wissen Sie immer ganz aktuell, womit<br />
sich <strong>die</strong> von Ihnen gewählten Stadtverordneten beschäftigen.<br />
www.spd-fraktion-kassel.de<br />
Aktuelle Informationen von der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> im <strong>Kassel</strong>er Rathaus<br />
können Sie auch im Internet finden. Neben Informationen<br />
über Ihre <strong>SPD</strong>-Stadtverordneten finden Sie hier auch <strong>die</strong> jüngsten<br />
Pressemitteilungen, noch bevor sie in der Presse veröffentlicht<br />
werden. Die aktuelle „Wir in <strong>Kassel</strong>“ steht dort ebenso<br />
zum Herunterladen bereit wie der aktuellste Newsletter, den<br />
Sie dort in <strong>Zukunft</strong> am Dienstag nach der monatlichen Stadtverordnetenversammlung<br />
und zu außergewöhnlichen Anlässen<br />
finden werden. Schauen Sie doch einfach mal rein.<br />
Den Newsletter der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> können Sie auch bequem per<br />
E-Mail bestellen und auch wieder abbestellen mit dem Stichwort<br />
“Newsletter” unter Angabe Ihres Namens an: newsletter@spd-fraktion-kassel.de.<br />
Dann bekommen Sie automatisch<br />
den aktuellen Newsletter zugesandt, sobald er zur Verfügung<br />
steht. Selbstverständlich geben wir weder Ihre Daten noch Ihre<br />
E-Mail-Adresse weiter. Sie wird auch zu keinem anderen<br />
Zweck verwendet.<br />
Herkulesbahn nimmt Fahrt auf<br />
So könnte rechtzeitig zur documenta 13 <strong>die</strong> Endhaltestelle aussehen. Die fotorealistische Visualisierung erstellte PROFORMA/Markus Eusterbrock.<br />
■ Die KVG hat ihre technische<br />
Machbarkeit bereits vor Jahren<br />
nachgewiesen, Fachleute ihre<br />
Förderfähigkeit bestätigt und<br />
<strong>die</strong> ICOMOS-Fachleute ihr attestiert,<br />
dass sie das künftige<br />
UNESCO-Welterbe nicht beeinträchtigt.<br />
Der Wiederaufbau der<br />
Herkulesbahn in moderner<br />
Form scheint immer wahrscheinlicher.<br />
Und schon bald werden <strong>die</strong><br />
Stadtverordneten darüber entscheiden,<br />
ob <strong>die</strong> Verlängerung<br />
der Linie 3 ab Endhaltstelle Druseltal<br />
bis zum Herkules definitiv<br />
in Angriff genommen wird. Um<br />
letzte Klarheit zu erlangen,<br />
beschloss <strong>die</strong> Stadtverordnetenversammlung<br />
mit großer<br />
Mehrheit eine umfassende Prüfung<br />
des Projekts. Und jetzt<br />
unterstützt auch der größte<br />
Außenwerber Deutschlands das<br />
ehrgeizige Ziel des Fördervereins<br />
Neue Herkulesbahn <strong>Kassel</strong><br />
e.V. – <strong>die</strong> Ströer Deutsche Deutsche<br />
Städte Me<strong>die</strong>n GmbH wirbt<br />
■ „Im Westen was Neues“:<br />
Mit Riesenschritten wird zur<br />
Zeit das Gelände um <strong>die</strong><br />
Samuel-Beckett-Anlage im<br />
Stadtteil West entwickelt, zu<br />
einem attraktiven Wohn- und<br />
Dienstleistungsstandort. Dort,<br />
wo 130 Jahre lang eine Kasernenanlage<br />
stand, um <strong>die</strong> sich<br />
das Aschrottviertel gen Westen<br />
ausdehnte, schließt der<br />
urbanste und bevölkerungsreichste<br />
<strong>Kassel</strong>er Stadtteil seine<br />
letzte große bauliche Lücke.<br />
Vor gut 13 Jahren wurde<br />
bekannt, dass <strong>die</strong> hessische<br />
Bereitschaftspolizei das Kasernengelände<br />
verlassen würde.<br />
1995 bereits entstand ein<br />
Papier des Ortsbeirates West<br />
mit zehn Kriterien zur zukünftigen<br />
Nutzung des Geländes,<br />
wozu <strong>die</strong> Forderung nach<br />
einer Mischnutzung <strong>für</strong> citynahes<br />
Wohnen, Dienstleistung,<br />
Geschäfte und Behördeneinrichtungen<br />
gehörte. Bei der<br />
Schaffung von zusätzlichem<br />
Wohnraum sollten <strong>die</strong> Wohnbedürfnisse<br />
von Familien<br />
Beachtung finden, sowie eine<br />
hohe bauliche Qualität und <strong>die</strong><br />
Herstellung von Flächen und<br />
Räumlichkeiten mit Gemeinschaftsfunktionen.<br />
Erst vor sieben<br />
Jahren kam Bewegung in<br />
<strong>die</strong> Sache, als in einem Workshop<br />
erste Grundlagen <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
anschließende Rahmenplanung<br />
geschaffen wurden. Der<br />
Ortsbeirat, der <strong>die</strong> Anwohner<br />
um das Gelände frühzeitig an<br />
Vorüberlegungen <strong>für</strong> künftige<br />
auf 40 Großflächen sowie einem<br />
imposanten Bigbanner im Bahnhof<br />
Wilhelmshöhe <strong>für</strong> das Projekt.<br />
Für <strong>die</strong> unvoreingenommene<br />
Prüfung ihrer Realisierung hat<br />
sich insbesondere <strong>die</strong> <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
stark gemacht. Denn <strong>die</strong><br />
Innenstadt umweltfreundlich,<br />
barrierefrei und komfortabel mit<br />
dem Wahrzeichen <strong>Kassel</strong>s, dem<br />
Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe,<br />
zu verbinden, ist eine<br />
bestechende Vision. In den vergangenen<br />
Jahren ist <strong>die</strong> Begeisterung<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Initiative in der<br />
Bevölkerung, bei Verkehrs- und<br />
Tourismusfachleuten, der Wirtschaft<br />
und der Politik stetig<br />
gewachsen. Den endgültigen<br />
Durchbruch brachte eine Visualisierung<br />
der möglichen Endhaltstelle<br />
am Herkules, <strong>die</strong> der<br />
Förderverein im Juni der Öffentlichkeit<br />
präsentierte.<br />
„Der Erfolg des bürgerschaftlichen<br />
Engagements <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herkulesbahn<br />
war nur möglich, weil<br />
Nutzungen beteiligte, betätigte<br />
sich als ständiger Motor <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Entwicklung der Planung.<br />
Das Land Hessen als Eigentümer,<br />
<strong>die</strong> Stadt <strong>Kassel</strong> und <strong>die</strong><br />
Wohnungsbaugesellschaften<br />
„Vereinigte Wohnstätten 1889<br />
eG“ und „Gemeinnützige<br />
Wohnungsbaugesellschaft<br />
Hessen“ (GWH) arbeiten seitdem<br />
an der Entwicklung der<br />
Planung und Umsetzung.<br />
2006/07 fand <strong>die</strong> Geländeerschließung<br />
statt, ein kleiner<br />
Quartierspark wurde bereits<br />
fertig gestellt. Die neuen Anliegerstraßen<br />
wurden als<br />
„Samuel-Beckett-Anlage“<br />
nach dem irischen Literaturnobelpreisträger<br />
benannt, der<br />
sich in der benachbarten<br />
Bodelschwinghstraße 5 aufhielt,<br />
während er zwischen<br />
1928 und 1932 achtmal <strong>Kassel</strong><br />
besuchte. Parallel zu den<br />
Arbeiten an der Stabilisierung<br />
der Hangkante zur Breitscheidstraße,<br />
an der bald eine<br />
Treppenanlage den Höhenversprung<br />
an der Nordseite überwinden<br />
wird, befindet sich auf<br />
dem Gelände schon <strong>die</strong> erste<br />
Stadtvilla im Bau.<br />
Das 40.000 qm große Areal -<br />
größer als der „Messeplatz“<br />
vor der Bebauung der Unterneustadt<br />
- soll in wenigen Jahren<br />
über sechs Stadtvillen verfügen,<br />
sowie über vier<br />
Winkelbauten, <strong>die</strong> am nördlichen<br />
Hang vorrangig <strong>für</strong> eine<br />
Nutzungskombination von<br />
Wohnen und Arbeiten zur Ver-<br />
wir uns immer da<strong>für</strong> eingesetzt<br />
haben, <strong>die</strong>ses zukunftsweisende<br />
ÖPNV-Projekt in ein Gesamtverkehrs-<br />
und Tourismuskonzept<br />
einzubinden“, so der Vorsitzende<br />
des Fördervereins Michael<br />
Schwab. „Und wir haben immer<br />
wieder da<strong>für</strong> geworben, bei der<br />
Frage der Verkehrserschließung<br />
sensibel zu sein <strong>für</strong> <strong>die</strong> vielen<br />
Qualitäten des Bergparks, des<br />
Kurbezirks Bad Wilhelmshöhe<br />
und des Habichtswalds als<br />
Naherholungsgebiet <strong>für</strong> 200.000<br />
Menschen.“<br />
Wenn in ein paar Jahren <strong>die</strong><br />
Neuordnung der <strong>Kassel</strong>er<br />
Museumslandschaft abgeschlossen,<br />
der Herkules saniert<br />
und der Bergpark erfolgreich in<br />
<strong>die</strong> UNESCO Welterbeliste aufgenommen<br />
sein wird, ist mit<br />
mehreren hunderttausend<br />
zusätzlichen Besucher zu rechnen.<br />
Damit Bad Wilhelmshöhe<br />
nicht im Verkehr erstickt, ist eine<br />
schienengebundene Lösung<br />
ohne Alternative.<br />
fügung stehen. An der Friedrich-Ebert-Straße<br />
104/Ecke<br />
Gabelsbergerstraße entsteht<br />
mit dem Schließen der Baulücke<br />
der Eingangsbereich zu<br />
einem Einkaufsmarkt (Vollsortimenter),<br />
der <strong>die</strong> Unterversorgung<br />
mit Lebensmitteln im<br />
fußläufigen Quartiersbereich<br />
beheben soll. An der Ecke<br />
Bodelschwinghstraße/Friedrich-Ebert-Straße<br />
ist ein Wohnund<br />
Geschäftshaus vorgesehen,<br />
sowie an der Parkstraße<br />
ein weiteres Wohngebäude.<br />
Der Kasernenaltbau entlang<br />
der Bodelschwinghstraße soll<br />
von einem Investor ebenfalls<br />
<strong>für</strong> eine Wohn-Nutzung umgebaut<br />
werden. Erhalten bleiben<br />
<strong>die</strong> Sporthalle und <strong>die</strong> Behördenhäuser<br />
an der Friedrich-<br />
Ebert-Straße, in denen <strong>die</strong><br />
Hessische Bezügestelle untergebracht<br />
ist.<br />
In der bereits im Bau befindlichen<br />
5-geschossigen Stadtvilla<br />
entstehen im öffentlich<br />
geförderten Wohnungsbau 12<br />
Wohnungen zwischen 45 und<br />
96 qm Größe, <strong>die</strong> barrierefrei<br />
über Fahrstuhl erreichbar sind.<br />
Jede Wohnung wird mit Balkon<br />
oder Terrasse ausgestattet,<br />
das Gebäude wird in Niedrigenergiebauweise<br />
errichtet.<br />
Die Interessenten, <strong>die</strong> einen<br />
Wohnberechtigungsschein<br />
benötigen, werden <strong>für</strong> Kaltmiete<br />
ca. 4,80 Euro aufbringen<br />
müssen. In einem anderen<br />
geplanten Wohnobjekt wird<br />
von einer Baugemeinschaft<br />
Weil sie mit dem Herkules eines<br />
der attraktivsten Ausflugsziele<br />
der Region mit einem großen<br />
Marktpotenzial besser an den<br />
ÖPNV anbindet, wird <strong>die</strong> Herkulesbahn<br />
ein wichtiger Teil der<br />
touristischen Wertschöpfungskette<br />
werden. Das nunmehr<br />
sechsjährige Engagement des<br />
Fördervereins Neue Herkulesbahn<br />
tritt somit in seine entscheidende<br />
Phase. Gibt <strong>die</strong><br />
Stadtverordnetenversammlung<br />
im kommenden Jahr grünes<br />
Licht <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herkulesbahn, wird<br />
man insgesamt drei Jahre bis<br />
zur Jungfernfahrt der neuen<br />
Herkulesbahn einkalkulieren<br />
müssen. Dann würde <strong>Kassel</strong><br />
rechtzeitig vor der documenta<br />
13 und der 1.100-Jahr-Feier über<br />
ein neues Wahrzeichen verfügen.<br />
Die <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> wünscht<br />
<strong>die</strong>sem ÖPNV-<strong>Zukunft</strong>sprojekt<br />
viel Glück.<br />
Mehr Infos unter www.neueherkulesbahn.de<br />
Beckett würde sofort einziehen<br />
ein Modell gemeinschaftlichen<br />
Wohnens umgesetzt. Ziel ist,<br />
solange <strong>die</strong> Angehörigen der<br />
Baugemeinschaft noch im<br />
Arbeitsprozess stehen, Ar-beitsräume<br />
wie Praxen, Büros oder<br />
Studios mit Wohnräumen zu<br />
verbinden, um eine leichte Vereinbarkeit<br />
von Familie und<br />
Arbeit zu ermöglichen. Man<br />
möchte mit jüngeren und älteren<br />
Erwachsenen, aber auch<br />
mit Kindern in solidarischer<br />
Nachbarschaft leben, auch um<br />
im Alter selbst an <strong>die</strong>ser<br />
Gemeinschaft teilhaben zu können.Pflegewohngemeinschaften<br />
und barrierefreie Mietwohnungen<br />
in Kooperation mit<br />
AWO und fab e.V. sind ebenfalls<br />
Bestandteil der Projekte in der<br />
Gesamtanlage. Zudem entsteht<br />
ein neuer Nachbarschaftstreff<br />
mit Ge-meinschaftsräumen <strong>für</strong><br />
das Quartier. Zwischen den Gebäuden<br />
wird es viel Grün<br />
geben: Die kleine Parkanlage<br />
mit hoher Aufenthaltsqualität,<br />
Spielmöglichkeiten und einer<br />
Kletterwand ist bereits entstanden,<br />
Nachbarschaftsgärten<br />
werden <strong>die</strong> Stadtvillen verbinden.<br />
Das alles befindet sich räumlich<br />
in einer 1A-Lage: In aufgelockerter<br />
Bauweise entsteht<br />
eine Nachverdichtung mit<br />
Wohnraum, der von einer vorzüglichen<br />
Anbindung an den<br />
ÖPNV profitiert, mitten im<br />
Stadtteilzentrum von West<br />
und unweit der City.<br />
(Wolfgang Rudolph)
Zehn Fragen zu zehn Jahren<br />
Der <strong>Kassel</strong>er <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong>svorsitzende Uwe Frankenberger mit der Auszubildenden Franziska Schmieding.<br />
■ Seit zehn Jahren ist Uwe<br />
Frankenberger Vorsitzender der<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> der Stadt <strong>Kassel</strong>.<br />
Der ehemalige Diplom-Handelslehrer<br />
kam 1976 in <strong>die</strong> <strong>SPD</strong><br />
und war von 1999 bis 2001<br />
stellvertretender Unterbezirksvorsitzender.<br />
Mitglied der<br />
Stadtverordnetenversammlung<br />
ist der 52-Jährige seit<br />
1985. Als Abgeordneter im hessischen<br />
Landtag vertritt er seit<br />
1999 auch in Wiesbaden <strong>die</strong><br />
Interessen seiner Stadt.<br />
Warum? Weil ihm seine Heimat<br />
eine Herzensangelegenheit ist.<br />
Uwe Frankenberger ist verheiratet<br />
und hat zwei Kinder.<br />
Warum leben Sie gerne in <strong>Kassel</strong>?<br />
<strong>Kassel</strong> ist meine Heimat. Es<br />
leben nette Menschen hier. <strong>Kassel</strong><br />
ist lebens- und liebenswert,<br />
unter anderem auch wegen seiner<br />
hervorragenden Infrastruktur<br />
und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.<br />
Sportlich wie<br />
kulturell gibt es ein optimales<br />
Angebot. Reizvoll ist auch <strong>die</strong><br />
landschaftliche Umgebung <strong>Kassel</strong>s.<br />
Was ist spannend an der Kommunalpolitik?<br />
Auf der kommunalen Ebene<br />
müssen politische Konzepte mit<br />
Leben gefüllt werden. Hier ist<br />
Kreativität und Praxisbezug,<br />
aber auch ausgleichendes<br />
Geschick gefragt. In der Kom-<br />
munalpolitik kann man direkt<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Menschen und ihre<br />
unmittelbaren Lebensverhältnisse<br />
etwas bewirken.<br />
Was wollen Sie und <strong>die</strong> <strong>SPD</strong> in<br />
den nächsten Jahren <strong>für</strong> <strong>Kassel</strong><br />
erreichen?<br />
<strong>Kassel</strong> muss zu den Spitzenreitern<br />
der familienfreundlichen<br />
Städte in Deutschland gehören.<br />
Wir wollen Voraussetzungen<br />
schaffen, damit <strong>für</strong> junge Menschen<br />
ausreichend Arbeitsplätze<br />
zur Verfügung stehen und<br />
neue geschaffen werden.<br />
Außerdem müssen wir gute<br />
Angebote im Betreuungsbereich<br />
und in den Schulen bieten.<br />
Ich möchte mit der <strong>SPD</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> einen Beitrag dazu<br />
leisten, dass <strong>Kassel</strong> <strong>die</strong> demografische<br />
Entwicklung als Chance<br />
wahrnimmt.<br />
Wie kann das aussehen?<br />
Die steigende Lebenserwartung<br />
der Menschen ist ein Ausdruck<br />
von Fortschritt. Wir müssen<br />
noch mehr <strong>für</strong> <strong>die</strong> Potenziale<br />
des Alter(n)s sensibilisieren.<br />
Potenziale können nur genutzt<br />
werden, wenn es <strong>die</strong> Gelegenheit<br />
zur Teilhabe gibt – zum Beispiel<br />
in der Politik, im Straßenverkehr,<br />
in der Gesundheitsvorsorge.<br />
Für eine neu gestaltete,<br />
sozial gerechte Politik<br />
brauchen wir den Verstand und<br />
<strong>die</strong> Kompetenz der Lebenserfahrenen.<br />
Welcher Moment innerhalb der<br />
vergangenen zehn Jahre ist<br />
Ihnen in guter Erinnerung, welcher<br />
hat Sie traurig gemacht?<br />
Ein schönes Ereignis war <strong>für</strong><br />
mich, dass <strong>die</strong> Menschen <strong>die</strong>ser<br />
Stadt Bertram Hilgen zum<br />
Oberbürgermeister gewählt<br />
haben. Gut in Erinnerung ist<br />
mir auch eine Veranstaltung,<br />
bei der ich der erste Redner vor<br />
dem ehemaligen Bundeskanzler<br />
Gerhard Schröder sein durfte.<br />
Traurig war ich über <strong>die</strong><br />
Nachricht vom Tod Holger Börners.<br />
Erschreckend war <strong>für</strong><br />
mich ebenfalls <strong>die</strong> Tatsache,<br />
dass in Deutschland rund drei<br />
Millionen Kinder in Armut<br />
leben.<br />
Welche Entscheidung ist <strong>für</strong> Sie<br />
besonders wichtig gewesen?<br />
Als wir zusammen mit dem<br />
damaligen Bürgermeister Ingo<br />
Groß <strong>die</strong> betreute Grundschule<br />
in der Stadt <strong>Kassel</strong> durchgesetzt<br />
haben.<br />
Was würden Sie als Ihre persönliche<br />
Stärke, was als Ihre<br />
Schwäche bezeichnen?<br />
Ich kann auf Menschen zugehen<br />
und gut zuhören. Meine<br />
Schwäche könnte meine Ungeduld<br />
sein.<br />
Wo<strong>für</strong> möchten Sie mehr Zeit<br />
haben?<br />
Zum Verreisen mit meiner<br />
Familie. Ich hätte auch gerne<br />
mehr Zeit zum Lesen. Im Sommer<br />
liege ich gerne im Liegestuhl<br />
unter meiner Platane und<br />
freue mich des Lebens.<br />
Wie bringen Sie <strong>die</strong> zwei Aufgaben<br />
<strong>Fraktion</strong>svorsitzender<br />
und Landtagsabgeordneter<br />
unter einen Hut?<br />
Eine <strong>Fraktion</strong> funktioniert ja<br />
nicht nur durch das Handeln<br />
des Vorsitzenden. Alle müssen<br />
an einem Strang ziehen und im<br />
Team zusammenarbeiten – zum<br />
Wohle der Stadt und der Menschen,<br />
<strong>die</strong> hier leben. Die Entscheidungen,<br />
<strong>die</strong> in Wiesbaden<br />
fallen, haben oft auch eine<br />
enorme kommunalpolitische<br />
Bedeutung. Deshalb ist eine<br />
enge Verzahnung der Kommunalpolitik<br />
mit der Landespolitik<br />
sehr hilfreich, wenn es darum<br />
geht, schneller eine wichtige<br />
Entscheidung herbei zu führen.<br />
Haben Sie ein persönliches<br />
Motto, nach dem Sie leben und<br />
handeln?<br />
Das ist der Satz von Marie<br />
Curie, dass man nichts im<br />
Leben zu <strong>für</strong>chten brauche,<br />
man müsse nur alles verstehen.<br />
Dieses Gespräch führte Susanne<br />
Kanngieser.<br />
Weitere Informationen zu Uwe<br />
Frankenberger und seiner politischen<br />
Arbeit finden Sie im<br />
Internet unter:<br />
www.uwe-frankenberger.de<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> vor Ort<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Wilhelmshöhe:<br />
Petra Friedrich<br />
Dipl. Verwaltungswirtin<br />
Gesundheitspol. Sprecherin<br />
1 Kind<br />
Vogelsbergstraße 20<br />
34131 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/34120<br />
petra.friedrich@lwv-hessen.de<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Brasselsberg:<br />
Hermann Hartig<br />
Ingenieur<br />
3 Kinder<br />
Heinrich-Tessenow-Straße 2<br />
34134 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/407668<br />
hermann.hartig@spd-online.de<br />
■ documenta 2007. 1000 neue<br />
Arbeitsplätze von SMA in der<br />
Stadt <strong>Kassel</strong>. Einstieg in <strong>die</strong><br />
kostenlose Betreuung in den<br />
Kitas. Multifunktionshalle.<br />
Modernisierung Auestadion.<br />
Städtische Werke setzen auf<br />
erneuerbare Energien. Qualitätsverbesserung<br />
in den Kitas.<br />
Städtische Haushalte werden<br />
verabschiedet. Schulden werden<br />
abgebaut. Gewerbesteuer<br />
steigt sprunghaft an. Sporthalle<br />
am Wilhelmsgymnasium.<br />
Museumslandschaft.<br />
Als Oberbürgermeister Bertram<br />
Hilgen und <strong>die</strong> <strong>Kassel</strong>er <strong>SPD</strong> im<br />
Kommunalwahlkampf versprachen,<br />
dass sie mit wechselnden<br />
Mehrheiten und ohne feste Koalitionen<br />
<strong>die</strong> Stadt regieren wollen,<br />
wurde <strong>die</strong>s mit großer<br />
Skepsis betrachtet. Das Erreichte<br />
zeigt jedoch, dass <strong>die</strong>se Entscheidung<br />
genau richtig war.<br />
Seite drei<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Niederzwehren:<br />
Christian Geselle<br />
Dipl. Verwaltungsjurist/Rechtsreferendar<br />
Wirtschaftspol. Sprecher<br />
Märchenweg 7<br />
34134 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon 0561/46078<br />
Koalition mit den Bürgern<br />
Dr. Bernd Hoppe<br />
Kreuzworträtsel<br />
■ In unserem Preisrätsel haben<br />
wir ein Wort versteckt, welches<br />
in den letzten Wochen bundesweit<br />
<strong>für</strong> Aufsehen gesorgt und<br />
<strong>Kassel</strong> positiv in <strong>die</strong> Me<strong>die</strong>n<br />
gebracht hat.<br />
WiK verlost unter den Einsendungen<br />
mit dem richtigen<br />
Lösungswort zwei Karten <strong>für</strong><br />
das Theater im Centrum (derzeit<br />
steht das Musical „Elvis – Heartbreak<br />
Hotel“ auf dem Spielplan).<br />
Ihre Lösung senden Sie uns bitte<br />
per Post, Fax oder E-Mail<br />
Wir lösen <strong>die</strong> Probleme nicht auf<br />
der Grundlage von Koalitionsverträgen<br />
und des darin vereinbarten<br />
kleinsten gemeinsamen<br />
Nenners. Wir suchen im Parlament<br />
eine Mehrheit <strong>für</strong> eine<br />
sachorientierte und am Bürgerwohl<br />
orientierte Politik.<br />
Diese Erfolgsgeschichte wollen<br />
wir fortsetzen. Die übrigen <strong>Fraktion</strong>en<br />
in der <strong>Kassel</strong>er Stadtverordnetenversammlung<br />
sind<br />
herzlich eingeladen, sich hieran<br />
zu beteiligen. Wir wollen auch<br />
weiterhin das Parlament zu dem<br />
Ort machen, in dem um <strong>die</strong><br />
beste Lösung gerungen wird.<br />
Voraussetzung ist jedoch, dass<br />
alle im Parlament vertretenen<br />
<strong>Fraktion</strong>en im Interesse der <strong>Kassel</strong>er<br />
Bürgerinnen und Bürger<br />
zusammen arbeiten wollen. Leider<br />
versteht sich <strong>die</strong> CDU zunehmend<br />
als reine Oppositionspartei,<br />
<strong>die</strong> eigenes Parteiinteresse<br />
über das allgemeine Wohl stellt.<br />
Sie befindet sich derzeit in<br />
einem Wettstreit mit der Linkspartei<br />
darüber, wer den Fortgang<br />
der <strong>Kassel</strong>er Stadtpolitik<br />
am besten blockieren kann. Die<br />
CDU befindet sich auf dem Weg<br />
dorthin, wo sie vor 1993 einmal<br />
war. Bei einer Zustimmung in<br />
der <strong>Kassel</strong>er Bevölkerung unter<br />
30 % und ohne Vertretung im<br />
hauptamtlichen Magistrat.<br />
Wenn <strong>die</strong>s wirklich das Ziel der<br />
<strong>Kassel</strong>er CDU ist, werden auch<br />
wir sie nicht aufhalten können.<br />
unter Angabe Ihres vollständigen<br />
Namens und Ihrer Adresse<br />
bis zum 11. Januar 2008 an:<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Rathaus<br />
Obere Königsstraße 8<br />
34117 <strong>Kassel</strong><br />
Fax: 0561/787-2209<br />
buero@spd-fraktion-kassel.de<br />
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,<br />
Barauszahlung ist nicht<br />
möglich.<br />
Wir wünschen Ihnen viel Spaß!
Seite vier<br />
Im Detail betrachtet<br />
■ Das Innenstadt-Leitbild<br />
umfasst <strong>die</strong> Kapitel<br />
- Städtebau - Raum, Gestalt<br />
Erlebbarkeit<br />
- Wirtschaft - Handel und<br />
Dienstleistungen<br />
- Kultur - Kultur im Zentrum,<br />
- Verkehr - Neue Wege in der<br />
Stadt<br />
- Wohnen, Arbeiten,<br />
Soziales - Im Mittelpunkt:<br />
Lebensqualität<br />
Zu jedem Kapitel werden<br />
Stärken, Schwächen, Potenzi-<br />
ale und Ziele dargestellt, am<br />
Schluss jedes Kapitels wird<br />
ein Ausblick vorgenommen.<br />
Im Zentrum steht jeweils <strong>die</strong><br />
Auflistung konkreter Umsetzungsmaßnahmen,<br />
<strong>die</strong> übergeordneten<br />
Leitsätzen zugeordnet<br />
sind.<br />
Das Leitbild soll <strong>für</strong> Politik,<br />
Verwaltung und interessierte<br />
Bürger zugänglich gemacht<br />
werden. Der Druck in Broschüren-Form<br />
einschließlich<br />
Plänen, Zeichnungen und Bildern<br />
ist vorgesehen.<br />
Die räumlichen Grenzen des Innenstadt-Leitbilds<br />
■ Beispiele aus dem Innenstadt-Leitbild<br />
Einige ausgewählte Stellen<br />
aus dem Maßnahmen-Teil<br />
des Leitbildes:<br />
Die innere Platzfläche des<br />
Friedrichsplatzes wird<br />
grundsätzlich freigehalten,<br />
mit Ausnahme von sorgfältig<br />
auszuwählenden temporären<br />
kulturellen Veranstaltungen.<br />
Die Plätze an Entenanger,<br />
Pferdemarkt und Oberer<br />
Karlsstraße werden, unter<br />
Reduzierung von Stellplätzen,<br />
dem jeweiligen Ort entsprechend<br />
umgestaltet.<br />
Zur Verbesserung der<br />
Sicherheit der Fußgänger<br />
werden im Rahmen von<br />
Straßenplanungen neue<br />
ebenerdige Überwege<br />
geprüft.<br />
Die Untere Königsstraße<br />
zwischen Stern und Holländischem<br />
Platz wird als Einzelhandelsstandort<br />
gestärkt<br />
und kann ähnliche Impulswirkungen<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> benach-<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Bettenhausen:<br />
Ellen Lappöhn<br />
Industriekauffrau<br />
Wohnungspol. Sprecherin<br />
1 Kind<br />
Umbachsweg 40 A,<br />
34123 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/522914<br />
ellen-lappoehn@t-online.de<br />
barten Straßen bereitstellen<br />
wie <strong>die</strong>s <strong>für</strong> <strong>die</strong> Obere<br />
Königsstraße gilt.<br />
Die Treppenstraße wird als<br />
Gastronomiemeile entwikkelt.<br />
Ein zentraler Treff- und<br />
Anlaufpunkt der Kulturszene<br />
soll im Bereich der<br />
Innenstadt entstehen. Dabei<br />
sollen vorhandene Räumlichkeiten<br />
genutzt werden.<br />
[Es] … werden <strong>die</strong> Wegebeziehungen<br />
Unterneustadt –<br />
Innenstadt ausgestaltet<br />
und umgebaut. Besondere<br />
Berücksichtigung findet <strong>die</strong><br />
Entwicklung der Stadtquartiere<br />
an Entenanger und<br />
Pferdemarkt. Eine zusätzliche<br />
Fußgängerbrücke über<br />
<strong>die</strong> Fulda in Höhe Finkenherd<br />
wird angestrebt.<br />
Nach einem Entwicklungskonzept<br />
„Wohnen in der<br />
Innenstadt“ wird <strong>die</strong> Stärkung<br />
des Wohnanteils<br />
gefördert. Dabei wird der<br />
Generationenwechsel, d.h.<br />
hier mehr junge Leute anzusiedeln,<br />
angestrebt.<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Unterneustadt:<br />
Dr. Monika Junker-John<br />
Dipl. Volkswirtin<br />
Kulturpolitische Sprecherin<br />
2 Kinder<br />
Christophstraße 26d<br />
34123 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/61451<br />
junker-john@gmx.de<br />
Innenstadt auf gutem Weg<br />
■ Die Stärkung der <strong>Kassel</strong>er<br />
Innenstadt kommt mit dem<br />
jetzt beschlossenen Innenstadt-<br />
Leitbild ein gutes Stück weiter<br />
voran. Viele Jahre und etliche<br />
politische Konstellationen im<br />
Rathaus hat es gebraucht, bis<br />
ein verwertbarer und konsensfähiger<br />
Entwurf auf dem Tisch<br />
lag. Das Leitbild <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Kassel</strong>er<br />
Innenstadt wurde am 1. Oktober<br />
2007 von der Stadtverordnetenversammlungbeschlossen.<br />
Zwei Dinge fallen am neuen<br />
Leitbild als außergewöhnlich<br />
auf. Da ist zum einen das Verfahren<br />
bei der Erarbeitung zu<br />
nennen. Entgegen dem sonst<br />
üblichen Vorgehen beim<br />
Erstellen von Beschlussvorlagen<br />
leistete das Amt „Stadtplanung<br />
und Bauaufsicht“<br />
zwar eine wichtige Vorarbeit -<br />
alle bislang erarbeiteten Texte<br />
und Vorfassungen zum Innen-<br />
■ Drei gute Gründe sprechen<br />
<strong>für</strong> den Bau einer Multifunktionshalle<br />
auf dem Bettenhäuser<br />
Salzmanngelände.<br />
Die Chancen, <strong>die</strong> sich <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
gesamte Region im Sport, in<br />
der Kultur und in der Wirtschaft<br />
durch <strong>die</strong>se Halle entwickeln<br />
könnten, wären enorm.<br />
Die architektonische Einbindung<br />
einer solchen topmodernen<br />
Arena in das alte Industriedenkmal<br />
böte ein unvergleichliches<br />
Ambiente und wäre wohl<br />
stadtleitbild wurden zusammengetragen,<br />
einschließlich<br />
vorhandener Papiere und Stellungnahmen<br />
der <strong>Kassel</strong>er Universität,<br />
der City-Kaufleute und<br />
der Parteien.<br />
Aber über ein Jahr hinweg<br />
wurde dann <strong>die</strong>ses Material<br />
von einer Arbeitsgruppe, in<br />
der das Fachamt, ein Vertreter<br />
der City-Kaufleute und Vertreter<br />
aller <strong>Fraktion</strong>en der Stadtverordnetenversammlungmitarbeiteten,<br />
gesichtet und inhaltlich<br />
wie redaktionell neu<br />
bearbeitet. Bei <strong>die</strong>sem Verfahren<br />
konnten bereits etliche<br />
Konfliktpunkte im Vorfeld diskutiert<br />
und einvernehmlich<br />
gelöst werden. Nur der verbleibende<br />
Rest an strittigen<br />
Fragen war bei der Schlussabstimmung<br />
in der Stadtverordnetenversamlung<br />
durch einzelne<br />
Änderungsanträge zu<br />
klären.<br />
einzigartig in der Bundesrepublik.<br />
Last but not least wäre es eine<br />
einmalige und dauerhafte<br />
Lösung <strong>für</strong> eines der größten<br />
städtebaulichen Probleme <strong>Kassel</strong>s<br />
und eine Entwicklungschance<br />
<strong>für</strong> den <strong>Kassel</strong>er Osten.<br />
Drei gute Gründe eben auch <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> <strong>Kassel</strong>er <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong>, <strong>die</strong>ses<br />
Projekt, im Schulterschluss<br />
mit Oberbürgermeister Hilgen,<br />
zu unterstützen und mit voran<br />
zu treiben. Das Konzept der<br />
Die zweite außergewöhnliche<br />
Entscheidung war inhaltlicher<br />
Art und betraf <strong>die</strong> räumliche<br />
Grenzziehung dessen, was<br />
unter „Innenstadt“ zu verstehen<br />
ist. Hier war <strong>für</strong> <strong>die</strong> Vertreter<br />
der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> von<br />
Beginn an klar: Die <strong>Kassel</strong>er<br />
Innenstadt beschränkt sich<br />
nicht allein auf das Gebiet<br />
innerhalb des „Innenstadt-<br />
Rings“. Auch der Brüder-<br />
Grimm-Platz, der Bereich um<br />
den Hauptbahnhof, <strong>die</strong> Untere<br />
Königsstraße bis zum Holländischen<br />
Platz mit den<br />
angrenzenden Quartieren um<br />
<strong>die</strong> Berufsschulen und der<br />
Bereich der Altstadt um den<br />
Pferdemarkt waren ebenso zu<br />
integrieren wie das neue<br />
Finanzzentrum am Altmarkt<br />
und das Karlshospital. Die<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat wesentlich<br />
dazu beigetragen, dass der<br />
räumliche Leitbildbereich nun<br />
<strong>Kassel</strong>er Architekten Schultze +<br />
Schulze, im Auftrag des Eigentümers<br />
und Investors, der Hersfelder<br />
Rosco-Gruppe, entwikkelt,<br />
sieht eine Mischnutzung<br />
aus Sportveranstaltungen,<br />
Unterhaltungs- und Tagungsevents<br />
vor, es klingt vielversprechend<br />
und tragfähig und<br />
könnte sich zum Anziehungspunkt<br />
weit über <strong>die</strong> Region hinaus<br />
entwickeln. Es gilt nun, seitens<br />
des Investors einen geeigneten<br />
Betreiber <strong>für</strong> <strong>die</strong> Arena zu<br />
Foto: J. Lantelmé<br />
auch an <strong>die</strong> Gebiete grenzt,<br />
von denen wesentliche Impulswirkungen<br />
in Richtung<br />
Innenstadt ausgehen: der<br />
Uni-Campus im Norden und<br />
das Fuldaufer gegenüber der<br />
neuen Unterneustadt im<br />
Osten.<br />
Aus Sicht der <strong>Kassel</strong>er <strong>SPD</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> muss es jetzt darum<br />
gehen, dass Innenstadt-Leitbild<br />
auch mit Leben zu füllen<br />
und anhand erster Prioritäten-Setzungen<br />
in den kommenden<br />
Jahren umzusetzen.<br />
Der Vorteil, den das Leitbild<br />
bietet, liegt klar auf der Hand:<br />
Für <strong>die</strong> nächsten etwa zehn<br />
Jahre verfügen Politik und Verwaltung<br />
der Stadt über klare<br />
und verbindlich abgestimmte<br />
Rahmensetzungen zur Entwicklung<br />
unseres Stadtzentrums.<br />
Damit wäre <strong>die</strong> Innenstadt auf<br />
einem guten Weg.<br />
(Wolfgang Rudolph)<br />
Multifunktionshalle Salzmann<br />
v.l.n.r.: Enrico Schäfer, Harry Völler, Hans-Uwe Schultze, Dennis Rossing, Ellen Lappöhn,Wolfgang Decker.<br />
finden. Darüber hinaus müssen<br />
der Denkmalschutz ebenso<br />
wie <strong>die</strong> Verkehrsanbindung<br />
in das Gesamtkonzept eingebettet<br />
werden. Klar ist weiterhin,<br />
dass <strong>die</strong> Stadt nicht ins<br />
Betreiberrisko einsteigen kann,<br />
jedoch auch <strong>für</strong> das Salzmannprojekt<br />
<strong>die</strong> in Aussicht<br />
gestellten Mittel <strong>für</strong> <strong>die</strong> notwendige<br />
Infrastruktur im<br />
Umfeld der Arena einbringen<br />
wird.<br />
(Wolfgang Decker)
Ohne Fritz Müller geht nix...<br />
■ Gäbe es kein bürgerschaftliches,<br />
ehrenamtliche Engagement,<br />
wäre unsere Gesellschaft<br />
arm dran.<br />
Dienstagnachmittag kurz nach<br />
halb fünf. Die Zeit wird knapp -<br />
es pressiert. Schnell noch das<br />
Werkzeug aufräumen, dem Meister<br />
den Materialzettel zum<br />
Abzeichnen noch in <strong>die</strong> Bude<br />
legen, rasch umziehen und dann<br />
nix wie los. Denn pünktlich um<br />
17.00 Uhr stehen <strong>die</strong> 40 Jungs<br />
der D und C Jugend auf dem<br />
Sportplatz und warten auf Fritz<br />
Müller. Denn der ist ihr Jugendtrainer,<br />
der sich gemeinsam mit<br />
seinem Sportkameraden Rudi<br />
Schmidt zweimal <strong>die</strong> Woche um<br />
sie kümmert und samstags noch<br />
mit ihnen zum Spiel fährt. Dann<br />
muss auch noch <strong>die</strong> Adventsfeier<br />
in zwei Wochen vorbereitet<br />
werden. „Das gehört zum Teamgeist<br />
und Gemeinschaftssinn,<br />
der <strong>für</strong> <strong>die</strong> Jugendlichen ganz<br />
wichtig ist“, sagt Fritz Müller.<br />
Gott sei Dank gibt es unter den<br />
Eltern noch etliche hilfreiche<br />
Hände, <strong>die</strong> <strong>für</strong> Kuchen, Getränke<br />
und ein paar kleine Adventstüten<br />
sorgen.<br />
So wie Fritz Müller gibt es in<br />
<strong>Kassel</strong> über 40.000 Menschen,<br />
<strong>die</strong> in vielfältiger Weise in Vereinen<br />
und Verbänden aktiv sind.<br />
Nicht nur im Sportverein. Auch<br />
bei der freiwilligen Feuerwehr<br />
und den Rettungs<strong>die</strong>nsten, in<br />
vielen sozialen Hilfsorganisationen,<br />
im Kulturverein, bei den<br />
Kleingärtnern und, und, und ...<br />
Dahinter steht bürgerschaftliches,<br />
ehrenamtliches Engagement,<br />
ohne das unsere Gesellschaft<br />
im wahrsten Sinne des<br />
Wortes arm dran wäre. Denn<br />
unsere Stadt ist von freiwilligen<br />
Leistungen, Gemeinsinn und<br />
sozialem Verantwortungsbewusstsein<br />
geprägt. Die Menschen<br />
engagieren sich in ihrer<br />
Freizeit, bringen jede Menge<br />
Erfahrungen ein, von denen wir<br />
alle profitieren. Nicht nur, weil<br />
<strong>die</strong> Stadt <strong>Kassel</strong>, wenn sie <strong>die</strong>se<br />
Arbeit selbst übernehmen sollte,<br />
<strong>die</strong>se gar nicht finanzieren<br />
könnte. Sondern auch, und das<br />
ist der wohl wichtigste Aspekt,<br />
weil sich hier über viele Jahrzehnte<br />
unverzichtbare soziale<br />
Netzwerke entwickelt haben.<br />
Deshalb steht <strong>die</strong> <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
klar <strong>für</strong> eine Stärkung des ehrenamtlichen<br />
Engagements, weil es<br />
<strong>für</strong> unsere Stadt von immenser<br />
Bedeutung ist.<br />
So ist denn auch <strong>die</strong> auf Initiative<br />
der <strong>SPD</strong> vom Bundestag<br />
inzwischen beschlossene Gesetzesinitiative<br />
zur Reform des<br />
Gemeinnützigkeitsrechts sehr zu<br />
begrüßen. Sie führt künftig zu<br />
einer Entbürokratisierung und<br />
Vereinfachung des Spendenund<br />
Gemeinnützigkeitsrechts im<br />
Sinne unserer Vereine. Die künftige<br />
Erhöhung der steuerfreien<br />
Übungsleiterpauschale auf 2.100<br />
Euro jährlich und <strong>die</strong> Möglich-<br />
Im Museumsviertel<br />
■ Waren Sie schon im <strong>Kassel</strong>er<br />
Museumsviertel? Nein?<br />
Kein Wunder. Das gibt es<br />
nämlich nicht. Wir arbeiten<br />
noch dran.<br />
Wo es hin soll? Nicht, wo Sie<br />
vielleicht denken, irgendwo<br />
am Fuße des Bergparks. Nein,<br />
gleich um <strong>die</strong> Ecke zwischen<br />
Amtsgericht, Elisabeth-Krankenhaus<br />
und Verwaltungsgerichtshof.<br />
Eigentlich steht es<br />
da schon lange, man kommt<br />
nur nicht drauf, es so zu nennen.<br />
Gemeint ist der Teil der<br />
<strong>Kassel</strong>er Innenstadt zwischen<br />
Museum Fridericianum - Ottoneum<br />
- Brüder-Grimm-Museum<br />
- Neue Galerie, weiter - wir<br />
gehen jetzt zusammen durch<br />
den Tunnel unter der „Trompete“<br />
Richtung Weinberg - das<br />
Museum <strong>für</strong> Sepulkralkultur,<br />
das Hessische Landesmuseum,<br />
Stadtmuseum und via<br />
Wilhelmstraße zurück zur<br />
Schönen Aussicht. Alles in<br />
allem ein Rundweg von höchstens<br />
einer Stunde. Freilich:<br />
kein durchweg schöner. Wer<br />
zum Beispiel von der Tourist-<br />
Information im Rathaus entlang<br />
der zugigen Fünffenster-<br />
Straße hinüber zu „Brüder<br />
Grimm“ durch den Tunnel<br />
muß, hat schon mal <strong>die</strong> Nase<br />
voll. Die Neue Galerie sieht an<br />
ihrer Längsfront aus wie eine<br />
überalterte Bibliothek. Die<br />
Brücke über <strong>die</strong> Frankurter<br />
Straße zwischen Tempelchen<br />
und Weinberg: ärmliche Nachkriegsware.<br />
Das Umfeld des<br />
Landesmuseums: verbaut. Der<br />
Murhard-Park: abgehängt. Das<br />
historische Fünfeck des Brü-<br />
der-Grimm-Platzes nicht mehr<br />
zu erkennen. Die Schöne Aussicht:<br />
Kaum mehr als eine<br />
nüchterne Hinterstraße der<br />
Gerichte, dabei könnte man so<br />
viel daraus machen!<br />
Wann können wir unsere Gäste<br />
mit verhohlenem Stolz ins<br />
„Museumsviertel“ schicken,<br />
möchten Sie wissen? Bald oder<br />
nie! Denn so viele Chancen,<br />
unsere <strong>Kassel</strong>er Museumslandschaft<br />
in <strong>die</strong> erste Liga der Kulturstädte<br />
zu lancieren, haben<br />
wir nur einmal in 50 Jahren -<br />
jetzt. Die Ideensammlung, <strong>die</strong><br />
das Planungsbüro Speer und<br />
Partner <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Kassel</strong>er Museumslandschaftzusammengetragen<br />
hat, enthält auch eine<br />
Reihe von Anregungen zur<br />
Gestaltung der innerstädtischen<br />
Wege, Straßen, Plätze und<br />
keit <strong>für</strong> Ehrenamtliche, ihre<br />
Einkommenssteuer um 500<br />
Euro im Jahr pauschal ohne<br />
Vorlage von Einzelnachweisen<br />
ermäßigen zu lassen, sind<br />
Anerkennung und Ansporn<br />
zugleich. Diese verbesserten<br />
Rahmenbedingungen unterstützen<br />
<strong>die</strong> gleichermaßen<br />
sozial wichtige Arbeit in den<br />
Vereinen.<br />
Die <strong>Kassel</strong>er <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
wird sich auch weiterhin da<strong>für</strong><br />
einsetzen, dass auch trotz<br />
eines schwierigen Finanzrahmens<br />
eine angemessene Förderung<br />
der Vereine und der<br />
ehrenamtlich Tätigen erfolgen<br />
kann. Denn ohne Fritz Müller<br />
funktioniert es nicht. Das wäre<br />
auch schade <strong>für</strong> <strong>die</strong> Jungs der<br />
C1 Jugend - sind sie doch<br />
gerade erst Herbstmeister<br />
geworden. Wir wünschen Fritz<br />
Müller und seinen Jungs viel<br />
Erfolg <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Zukunft</strong>.<br />
(Wolfgang Decker)<br />
Foto: J. Lantelmé<br />
Parks zwischen den Museen.<br />
Leider dürften <strong>die</strong> Kosten <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Baumaßnahmen in den<br />
Museen <strong>die</strong> bisherigen Schätzungen<br />
übersteigen. Das ist<br />
bekanntlich immer so. Leicht<br />
verschwinden dann <strong>die</strong> Pläne<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Gestaltung der Umgebung<br />
unserer Museen erst aus<br />
der Prioriätenliste, dann aus<br />
dem Blick und schließlich in<br />
Vergessenheit. Das darf nicht<br />
passieren. Wir freuen uns auf<br />
unsere baulich und inhaltlich<br />
frisch erneuerten Museen. Wir<br />
brauchen aber auch das<br />
„Drumherum“: das <strong>Kassel</strong>er<br />
Museumsviertel.<br />
Aber wie gesagt: Wir arbeiten<br />
dran. Versprochen.<br />
(Dr. Monika Junker-John)<br />
Bildung<br />
■ Wir brauchen alle Begabungen<br />
aller Kinder. Wenn wir<br />
das nicht endlich verstehen,<br />
werden wir von den Ländern,<br />
<strong>die</strong> das längst verinnerlicht<br />
haben, als Bildungs- und Kulturnation<br />
abgehängt.<br />
Das Recht auf Bildung ist ein<br />
Menschenrecht.<br />
Chancengleichheit <strong>für</strong> alle Kinder,<br />
bessere soziale Integration,<br />
Erziehung zur Verantwortung<br />
und Selbstständigkeit<br />
sind Ziele sozialdemokratischer<br />
Bildungspolitik.<br />
Es darf keinen Unterschied<br />
machen, ob ein Kind in Bettenhausen<br />
oder Bad Wilhelmshöhe<br />
wohnt, ob seine<br />
Eltern Akademiker oder Facharbeiter<br />
sind und ob <strong>die</strong> Familie<br />
einen Migrationshintergrund<br />
hat oder nicht. Für uns<br />
steht stets das Kind im Mittelpunkt<br />
mit all seinen vielseitigen<br />
Begabungen.<br />
Die <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> unterstützt<br />
deshalb alle Schulen dabei, ihre<br />
Pläne hinsichtlich moderner Bildungspolitik<br />
zu verwirklichen.<br />
Wir bauen das Haus der Bil-<br />
Die rote Bank<br />
■ Lied eines Verliebten, zu<br />
singen nach der Melo<strong>die</strong>: „Lilli<br />
Marleen“.<br />
Stand 'ne rote Banke auf dem<br />
Friedrichsplatz<br />
Wo wir zwei uns fanden<br />
Du und ich mein Schatz<br />
Heute ist <strong>die</strong> Stelle leer<br />
Wer schafft uns neue Bänke<br />
her<br />
Für mich und dich, mein<br />
Schatz<br />
Auf den Friedrichsplatz?<br />
Antwort der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong>: Lieber<br />
verliebter Sänger, wir<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Nord-Holland:<br />
Wolfgang Decker<br />
Verwaltungsbeamter<br />
Sprecher <strong>für</strong> Vereine, Verbände<br />
u. bürgerschaftl. Engagement<br />
2 Kinder<br />
Wolfsäckerweg 32<br />
34125 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/878698<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Fasanenhof:<br />
Manfred Merz<br />
Angestellter<br />
Haushaltspolitischer Sprecher<br />
Hildebrandstraße 2<br />
34125 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/8701703<br />
E-Mail: manimerz@web.de<br />
Seite fünf<br />
Peter Liebetrau, schulpolitischer<br />
Sprecher.<br />
dung, bauen Sie mit uns.<br />
Schreiben Sie uns, wie <strong>für</strong> Sie<br />
<strong>die</strong> Schule der <strong>Zukunft</strong> aussieht,<br />
teilen Sie mit uns Ihren<br />
Ärger über G8 und Unterrichtsgarantie<br />
plus, lassen Sie<br />
uns gemeinsam <strong>die</strong> <strong>Zukunft</strong><br />
unserer Kinder gestalten.<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Rathaus<br />
Obere Königsstraße 8<br />
34117 <strong>Kassel</strong><br />
buero@spd-fraktion-kassel.de<br />
haben uns Ihres Anliegens<br />
angenommen und beantragt,<br />
dass <strong>die</strong> Stadtverwaltung auf<br />
dem Friedrichsplatz auf Dauer<br />
neue Bänke aufstellt.<br />
(Dr. Monika Junker-John)<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Nordshausen:<br />
Volker Zeidler<br />
Polizeibeamter<br />
Verkehrspolitischer Sprecher<br />
2 Kinder<br />
Wallensteinstraße 5<br />
34132 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/9201525<br />
vzeidlerks@gmx.de<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Rothenditmold:<br />
Heidi Reimann<br />
Einzelhandelskauffrau<br />
Sportpolitische Sprecherin<br />
1 Kind<br />
Wiesenstraße 7<br />
34121 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/282822<br />
heidi-reimann@web.de
Seite sechs<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Harleshausen:<br />
Dr. Günther Schnell<br />
Richter<br />
Sozialpolitischer Sprecher<br />
Lambertweg 1<br />
34128 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/9880134<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Philippinenhof/<br />
Warteberg:<br />
Jürgen Kaiser<br />
Dipl. Finanzwirt,<br />
Stadtverordnetenvorsteher<br />
1 Kind<br />
Telefon: 0561/7871223<br />
info@juergenkaiser.de<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Kirchditmold:<br />
Dr. Bernd Hoppe<br />
Rechtsanwalt<br />
2 Kinder<br />
Zentgrafenstraße 128<br />
34130 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/7034430<br />
■ Ihre Ansprechpartnerin im<br />
Stadtteil Mitte:<br />
Elena Seewald<br />
Ärztin<br />
Entenanger 12<br />
34117 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon 0561/7396404<br />
tango-seewald@arcor.de<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil West:<br />
Wolfgang Rudolph<br />
Sozialwissenschaftler<br />
Stadtentwicklungspolitischer<br />
Sprecher<br />
Reginastraße 1<br />
34119 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon privat: 0561/773514<br />
Telefon <strong>die</strong>nstlich: 0561/103085<br />
worud@aol.com<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Wesertor:<br />
Hendrik Jordan<br />
Rentner<br />
Stellv. Stadtverordnetenvorsteher<br />
Töpfenmarkt 5<br />
34117 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/770849<br />
hendrik.jordan@arcor.de<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Wolfsanger:<br />
Ernst Meil<br />
Rentner<br />
2 Kinder<br />
Goldregenweg 17<br />
34125 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/871828<br />
ernst.meil@t-online.de<br />
■ Ihr Ansprechpartner im<br />
Stadtteil Süsterfeld/Helleböhn:<br />
Peter Liebetrau<br />
Lehrer<br />
Schulpolitischer Sprecher<br />
1 Kind<br />
Holzgarten 23<br />
34134 <strong>Kassel</strong><br />
Telefon: 0561/9324306<br />
peter@liebetrau-kassel.de<br />
Anna R., alleinerziehend<br />
■ Anne R., 28 Jahre, alleinerziehend,<br />
eine vierjährige Tochter.<br />
Was sind oder waren ihre größten<br />
Probleme?<br />
Da ich Unterhalt von meinem<br />
ehemaligen Partner nur sporadisch<br />
erhalten habe, hatte ich<br />
vor allen Dingen immer finanzielle<br />
Sorgen. Nach der Geburt<br />
meiner Tochter, konnte ich als<br />
gelernte Krankenschwester nicht<br />
mehr arbeiten, da mir zum 1.<br />
Betreuungsangebote <strong>für</strong> <strong>die</strong> Zeiten<br />
im Schicht<strong>die</strong>nst fehlten, d.h.<br />
bis abends 21 Uhr, am Wochenende<br />
und <strong>für</strong> nachts und 2. ich<br />
keinen Betreuungsplatz <strong>für</strong> so<br />
ein kleines Kind bekommen<br />
habe. Eine Tagesmutter hätte ich<br />
nicht bezahlen können. Selbst<br />
ein Krippenplatz wäre mir noch<br />
zu teuer gewesen.<br />
Mir fehlten besonders <strong>die</strong> sozialen<br />
Kontakte in Bezug auf Freunde<br />
und Freizeit. Ich fühlte mich<br />
von allen abgeschottet, da ich<br />
<strong>die</strong> Erste war, in meinem Freundeskreis,<br />
<strong>die</strong> ein Kind hatte.<br />
Abends gehe ich wenig aus. Ab<br />
und zu bringe ich meine Tochter<br />
zu meinen Eltern. Ansonsten<br />
mache ich alles mit Kind. Einkaufen,<br />
Arztbesuche, Ämterwege,<br />
Haushalt etc., eben alles, was<br />
so anfällt. Das ist manchmal<br />
ganz schön nervenaufreibend.<br />
Meine Freizeitmöglichkeiten<br />
sind komplett eingeschränkt.<br />
Bei den eingeschränkten Ausgehmöglichkeiten<br />
sehe ich<br />
kaum eine Möglichkeit, einen<br />
neuen Partner kennen zu lernen.<br />
Kinobesuche, Essen gehen<br />
mit Freunden o.ä. findet so gut<br />
wie gar nicht mehr statt. Früher<br />
Nicht <strong>für</strong> <strong>die</strong> Schule...<br />
■ ...<strong>für</strong> das Leben lernen wir...<br />
Es ist Montagmorgen halb<br />
zehn in <strong>Kassel</strong>....<br />
Und alle Kinder lernen ihrer<br />
individuellen Begabung gemäß<br />
gemeinsam, in modern ausgestatteten<br />
Unterrichtsräumen.<br />
Es ist Montagmittag halb eins<br />
in <strong>Kassel</strong> und alle Kinder essen<br />
gemeinsam in speziell <strong>für</strong> ihre<br />
Bedürfnisse entwickelten Mensen.<br />
Es ist Montagnachmittag halb<br />
vier in <strong>Kassel</strong> und Kinder sind<br />
mit den verschiedensten<br />
Sportarten beschäftigt, spielen<br />
Theater, forschen gemeinsam<br />
an Projekten.<br />
Es ist Montagabend halb acht<br />
in <strong>Kassel</strong> und <strong>die</strong> Schulen öffnen<br />
ihre Tore <strong>für</strong> unterschied-<br />
bin auch mal auf Konzerte<br />
gegangen oder mal übers<br />
Wochenende weggefahren. Das<br />
fehlt mir manchmal. Ich fühle<br />
mich oft überfordert, da ich <strong>für</strong><br />
alles allein verantwortlich bin<br />
und habe oft ein schlechtes<br />
Gewissen meiner Tochter<br />
gegenüber, da ich ihr keine komplette<br />
und beschützt Familie bieten<br />
kann.<br />
Zum anderen gibt mir meine<br />
Tochter durch ihr aufgewecktes,<br />
witziges und freundliches<br />
Wesen unheimlich viel zurück.<br />
Was würde Ihnen in Ihrer Situation<br />
besonders helfen?<br />
Flexible Betreuungszeiten. Auch<br />
mal <strong>für</strong> ein paar Stunden oder<br />
nur an bestimmten Tagen, damit<br />
ich auch mal Dinge ohne Kind<br />
erledigen kann, <strong>die</strong> allein schneller<br />
und stressfreier ablaufen.<br />
Ein besseres Betreuungsangebot<br />
in Bezug auf Kleinkinder und<br />
Schichtzeiten. Entgeltfreie oder<br />
an das Einkommen angepasste<br />
Betreuungskosten. Mehr Unterstützung<br />
aus der Familie und<br />
von Bekannten. Mehr finanzielle<br />
Unterstützung, <strong>für</strong> besondere<br />
Anlässe.<br />
Was hat Ihnen besonders geholfen?<br />
Beratungeneinrichtungen <strong>für</strong><br />
Familien, Gruppenangebote <strong>für</strong><br />
Alleinerziehende.<br />
Ihr Kind besucht jetzt eine Kindertagesstätte,<br />
was hat sich verändert?<br />
Alles! Die Möglichkeit, in Teilzeit<br />
arbeiten zu gehen. Mehr soziale<br />
Kontakte pflegen. Ich merke, da<br />
ich jetzt auch mal Zeiten ohne<br />
meine Tochter habe und sie in<br />
liche Bildungs- und Kulturangebote.<br />
Sind das Wunschträume?<br />
„Kein Mensch geht verloren“<br />
unter <strong>die</strong>sem Motto steht ein<br />
Projekt der Stadt <strong>Kassel</strong>, das<br />
im Stadtteil Waldau da<strong>für</strong> sorgen<br />
soll, dass <strong>die</strong> Chancen von<br />
Kindern und Jugendlichen auf<br />
Bildung verbessert werden.<br />
Die Schulen wollen gemeinsam<br />
mit allen gesellschaftlichen<br />
Kräften im Stadtteil daran<br />
mitarbeiten, dass der<br />
Stadtteil zu einer Bildungsregion<br />
werden soll, in der alle<br />
Kinder <strong>die</strong> gleichen Chancen<br />
auf gute Bildung haben.<br />
Aber nicht nur <strong>die</strong> Offene<br />
Schule Waldau als Modellschule<br />
des Landes Hessen ist<br />
auf dem Weg zur Bildungsmit-<br />
guter Betreuung weiß, dass ich<br />
mich auf <strong>die</strong> gemeinsame Zeit<br />
freue und <strong>die</strong>se sehr viel intensiver<br />
ist. Die meisten Dinge, <strong>die</strong><br />
ich erledigen muss, mache ich<br />
ohne Kind. Ich bin ausgeglichener,<br />
da ich auch mal wieder Zeit<br />
<strong>für</strong> mich allein habe.<br />
Gabi Jakat<br />
Wie beurteilen Sie <strong>die</strong> Kindertagesstätte<br />
als Bildungsstätte?<br />
Ich find es klasse, dass meine<br />
Tochter in einer altersgemischten<br />
Gruppe ist. Ich merke, dass<br />
ihr der tägliche Kontakt mit<br />
anderen Kindern sehr gut tut.<br />
Sie lernt soziale Kompetenzen,<br />
sie erfährt eine altersgerechte<br />
Förderung, fachkompetente<br />
Erziehung und Bildungsvermittlung.<br />
Sie wird motorisch und<br />
sensorisch gefördert.<br />
Das könnte ich zu Hause gar<br />
nicht leisten, da mir oft <strong>die</strong> Zeit,<br />
<strong>die</strong> Kompetenz und auch <strong>die</strong><br />
Geduld da<strong>für</strong> fehlt.<br />
te eines Stadtteils zu werden.<br />
Viele andere Schulen in <strong>Kassel</strong><br />
haben das Ziel, <strong>die</strong> Potentiale<br />
der Kinder und Jugendlichen<br />
in ihrem Stadtteil besser auszuschöpfen,<br />
planen Kräfte und<br />
Initiativen im Stadtteil zu bündeln,<br />
sich mit anderen Institutionen<br />
im Stadtteil zu vernetzen<br />
und gemeinsam <strong>Zukunft</strong><br />
zu gestalten.<br />
Schule wird zum Mittelpunkt<br />
einer modernen Stadtteilgestaltung.<br />
Zum Ort, an dem<br />
man <strong>für</strong> das Leben lernt.<br />
Wunschträume? Fragen wird<br />
doch <strong>die</strong> Kinder, wie sie sich<br />
Schule vorstellen.<br />
Gemäß der World Vision Kinderstu<strong>die</strong><br />
2007 wünschen sich<br />
Kinder eine Schule, an der<br />
nachmittags attraktive Ange-<br />
Was halten Sie von der gegenwärtigen<br />
Politik, hier in <strong>Kassel</strong>, in<br />
Bezug auf <strong>die</strong> Kinderbetreuung?<br />
Ich weiß, dass <strong>die</strong> Stadt hoch<br />
verschuldet ist. Da<strong>für</strong> gibt man<br />
sich viel Mühe, <strong>die</strong> Kinderbetreuung<br />
auszuweiten. Ich bin<br />
eigentlich ganz zufrieden mit der<br />
Kindertagesstätte meiner Tochter,<br />
sehe aber auch, dass <strong>die</strong><br />
Erzieherinnen sich unheimlich<br />
viel Mühe geben und weiß, dass<br />
sie oft Überstunden machen, da<br />
<strong>die</strong> Anforderungen an sie permanent<br />
steigen. Ich bin froh,<br />
dass <strong>die</strong> Kindertagesstätte nicht<br />
mehr nur Betreuungsort ist, sondern<br />
auch als Bildungsstätte verstanden<br />
wird. Ich finde aber<br />
auch, dass mehr Erzieherinnen<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Kinder da sein müssen,<br />
um <strong>die</strong>sem Anspruch gerecht zu<br />
werden.<br />
Dass der Oberbürgermeister <strong>die</strong><br />
Entgeltbefreiung in den Kindertagesstätten<br />
zum Thema<br />
gemacht hat, rechne ich ihm<br />
hoch an. Ich persönlich habe<br />
allerdings noch nichts von <strong>die</strong>ser<br />
Vergünstigung, deshalb<br />
wünsche ich mir, dass auch <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> jüngeren Kinder etwas getan<br />
wird. Das würde mir wirklich<br />
sehr helfen.<br />
Der Platzausbau <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kleinsten<br />
ist enorm wichtig. Ich bin<br />
mir sicher, dass mein Leben seit<br />
der Geburt meiner Tochter, vor<br />
fast vier Jahren stressfreier verlaufen<br />
wäre, wenn ich ein entgeltfreies<br />
und frühes Betreuungsangebot<br />
gehabt hätte.<br />
Dieses Gespräch führte <strong>die</strong> stellvertretende<strong>Fraktion</strong>svorsitzende<br />
Gabi Jakat.<br />
bote vor allem im Sportbereich<br />
stattfinden. Eine Schule,<br />
<strong>die</strong> auch Ort der Begegnung<br />
ist, mit anderen Begabungen,<br />
anderen Kulturen, anderen<br />
Lebensformen. Eine Schule, in<br />
der man eben <strong>für</strong> das Leben<br />
lernen kann. Die Bildungsmitte<br />
eines ganzen Stadtteils.<br />
Kein Wunschtraum, sondern<br />
das Ziel vieler Schulen, das wir<br />
<strong>Kassel</strong>er Sozialdemokraten<br />
ausdrücklich unterstützen. „Es<br />
braucht ein ganzes Dorf um<br />
ein Kind zu erziehen“ sagt ein<br />
afrikanisches Sprichwort. Und<br />
es braucht alle Institutionen<br />
und Bereiche unserer Gesellschaft,<br />
um Kinder stark <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
<strong>Zukunft</strong> zu machen.<br />
(Peter Liebetrau/<br />
Esther Kalveram-Schneider)
Ehrenplatz <strong>für</strong> Börner<br />
Vom gelernten Betonfacharbeiter zum hessischen Ministerpräsidenten: Holger Börner Foto:Archiv der sozialen Demokratie in der FES.<br />
■ <strong>Kassel</strong> ehrt seinen Ehrenbürger.<br />
„Man kommt am ICE-Bahnhof<br />
<strong>Kassel</strong> Wilhelmshöhe an,<br />
steigt am Willy-Brandt-Platz in<br />
<strong>die</strong> Straßenbahn und fährt bis<br />
zum Holger-Börner-Platz, um<br />
im <strong>Kassel</strong>er Kongresspalais<br />
eine Veranstaltung zu besuchen.<br />
Und ganz in der Nähe<br />
liegt der Bebel-Platz, man<br />
muss <strong>die</strong> Friedrich-Ebert-Straße<br />
nur ein Stück weiter entlanggehen!“<br />
Treffender konnte<br />
es <strong>die</strong> Vorsitzende der<br />
Friedrich-Ebert-Stiftung, Anke<br />
Fuchs, <strong>die</strong> am 29. Oktober <strong>die</strong>ses<br />
Jahres gemeinsam mit<br />
Familie Börner und Oberbürgermeister<br />
Bertram Hilgen den<br />
Holger-Börner-Platz an der<br />
<strong>Kassel</strong>er Stadthalle einweihte,<br />
nicht formulieren.<br />
Eher Zufall oder bezeichnend<br />
<strong>für</strong> eine Stadt, <strong>die</strong> schon<br />
immer geprägt wurde von großen<br />
Sozialdemokraten und<br />
Sozialdemokratinnen? Philipp<br />
Scheidemann, Georg-August<br />
Zinn, Elisabeth Selbert, Karl<br />
Branner und eben Holger Börner.<br />
Ein Sohn <strong>die</strong>ser Stadt, <strong>die</strong><br />
seine politische Heimat war<br />
und der er viel gegeben hat.<br />
Seine politische Karriere, <strong>die</strong><br />
er hier 1956 in <strong>Kassel</strong> als <strong>SPD</strong>-<br />
Stadtverordneter - und deren<br />
<strong>Fraktion</strong>svorsitzender er von<br />
■ Auf den nebenstehenden<br />
Bildern 1.-3. sehen Sie<br />
Detailansichten, <strong>die</strong> mit<br />
jeweils einem der Museen in<br />
<strong>Kassel</strong> in Verbindung stehen.<br />
Wir möchten von Ihnen wissen,<br />
um welches Museum es<br />
sich jeweils handelt.<br />
Das war einfach?<br />
Dann senden Sie bitte Ihre<br />
Lösung, in der kenntlich<br />
gemacht ist, welches Bild zu<br />
welchem Museum gehört,<br />
per Post, Fax oder E-Mail<br />
unter Angabe Ihres vollständigen<br />
Namens und Ihrer<br />
Adresse bis zum 11. Januar<br />
2008 (Datum des Poststempels)<br />
an uns:<br />
<strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
Rathaus<br />
Obere Königsstraße 8<br />
34117 <strong>Kassel</strong><br />
Fax: 0561/787-2209<br />
E-Mail: buero@spd-fraktionkassel.de<br />
1960 bis 1966 war - begann,<br />
führte ihn bis zu seinem Ausscheiden<br />
aus der Politik in<br />
1987 in höchste Politik- und<br />
Staatsämter.<br />
Und stets hat seine Heimatstadt<br />
<strong>Kassel</strong> von seiner politischen<br />
Arbeit profitiert.<br />
Die damals schnelle Fertigstellung<br />
der Autobahn <strong>Kassel</strong>-<br />
Dortmund wäre wohl ohne<br />
seinen vehementen Einsatz<br />
kaum möglich gewesen. Entschieden<br />
hat er da<strong>für</strong> gestritten,<br />
dass <strong>Kassel</strong> ans Netz der<br />
Deutschen Bundesbahn mit<br />
erster Priorität angebunden<br />
wird. Maßgeblich hat er mit<br />
dem Bau der Siedlungen Waldau,<br />
Brückenhof und Bossental<br />
den dringend notwendigen<br />
Wohnungsbau in <strong>Kassel</strong> und<br />
<strong>die</strong> weitere Stadtentwicklung<br />
vorangetrieben und maßgeblich<br />
beeinflusst. Dies sind nur<br />
einige, wenige Beispiele, <strong>die</strong><br />
deutlich machen, wie sehr ihm<br />
der Wiederaufbau und <strong>die</strong><br />
Weiterentwicklung <strong>Kassel</strong>s am<br />
Herzen gelegen hat.<br />
Auch da<strong>für</strong> hat ihn seine Heimatstadt<br />
im Jahr 1988 mit<br />
ihrer höchsten Auszeichnung,<br />
nämlich der Ehrenbürgerschaft,<br />
geehrt. Der damalige<br />
Oberbürgermeister Hans<br />
Eichel sagte damals: „Holger<br />
Börner als Ehrenbürger, das ist<br />
Die beiden Gewinner erhalten<br />
jeweils einen Büchergutschein<br />
in Wert von 20 Euro.<br />
Bei mehreren richtigen<br />
Lösungen entscheidet das<br />
auch eine Ehre <strong>für</strong> <strong>die</strong> Stadt!“<br />
Es war zugleich auch eine<br />
Anerkennung <strong>für</strong> sein unermüdliches<br />
Bestreben nach<br />
sozialer Demokratie, nach Solidarität<br />
und Mitmenschlichkeit.<br />
Was Holger Börner so unnachahmlich<br />
charakterisierte, war<br />
<strong>die</strong> schlichte Tatsache, dass er<br />
nie vergessen hat, dass er aus<br />
einfachen Arbeiterverhältnissen<br />
kam.<br />
Wolfgang Decker<br />
Er kannte <strong>die</strong> Sorgen und Nöte<br />
des kleinen Mannes. Und so<br />
kam es wohl nicht von ungefähr,<br />
dass „Arbeit <strong>für</strong> alle, Bildung<br />
<strong>für</strong> alle Schichten und<br />
soziale Sicherung“ Zeit seines<br />
Lebens <strong>für</strong> ihn immer mit <strong>die</strong><br />
wichtigsten Handlungsfelder<br />
waren. Zitat Börner, bezogen<br />
auf Erfahrungen der Weimarer<br />
Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,<br />
Barauszahlung<br />
leider nicht möglich.<br />
Museumsgeschichte?<br />
Vielleicht gibt es ja auch eine<br />
Zeit: „Ich will nicht ausprobieren,<br />
wie viel Arbeitslosigkeit<br />
<strong>die</strong> deutsche Demokratie verträgt.“<br />
Nicht zuletzt <strong>die</strong>s hat<br />
ihm <strong>die</strong> große Sympathie und<br />
Zuneigung der Bürgerschaft -<br />
auch über <strong>die</strong> Parteigrenzen<br />
hinweg - eingebracht.<br />
Der Rückhalt in seiner Familie<br />
und <strong>die</strong> sozialen Kontakte<br />
waren <strong>für</strong> ihn stets wichtig. Mit<br />
Holger Börner ist im August<br />
des Jahres 2006 einer der<br />
bedeutendsten Politiker der<br />
deutschen Sozialdemokratie<br />
verstorben.<br />
Seine Nähe zu den Menschen,<br />
sein von großer Solidarität,<br />
sozialem Handeln und<br />
Freundschaft geprägter<br />
Umgang mit den Bürgerinnen<br />
und Bürgern und politischen<br />
Weggefährten, sowie seine<br />
persönliche und politische<br />
Gradlinigkeit haben ihn zum<br />
politischen Vorbild werden<br />
lassen. <strong>Kassel</strong> und seine Bürgerinnen<br />
und Bürger haben<br />
ihm viel zu verdanken.<br />
Und wenn <strong>die</strong> Leute jetzt an<br />
der Stadthalle vorbeifahren<br />
und das Schild „Holger-Börner-Platz“<br />
lesen, werden viele<br />
denken: „Mensch, den Holger<br />
Börner hab ich auch gekannt.<br />
Das war einer von uns!“<br />
(Wolfgang Decker)<br />
Unser WiK Museums-Bilderrätsel<br />
nette Geschichte, <strong>die</strong> Sie uns<br />
zu <strong>die</strong>sem oder den anderen<br />
Museen in <strong>Kassel</strong> erzählen<br />
können. Etwas, dass Sie<br />
besonders mit dem Museum<br />
Wir bewegen <strong>Kassel</strong><br />
■ Stadtverordneter ist ein<br />
Ehrenamt im wahrsten Sinne<br />
des Wortes. Man wird es nur,<br />
wenn man auf der Kandidatenliste<br />
einer Partei oder einer Wählervereinigung<br />
steht und dann<br />
von den wahlberechtigten Bürgern<br />
und Bürgerinnen durch<br />
Kumulieren und Panaschieren<br />
auch tatsächlich gewählt wird.<br />
Sie haben bei der letzten Kommunalwahl<br />
im März 2006 in <strong>Kassel</strong><br />
28 <strong>SPD</strong>-Stadtverordnete<br />
gewählt. Diese haben sich dann<br />
in der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> zusammengeschlossen.<br />
Alle <strong>SPD</strong>-Stadtverordneten<br />
üben ihr Mandat<br />
ehrenamtlich aus, wieder im<br />
wahren Sinne des Wortes. Die<br />
meisten haben einen „echten“<br />
Beruf, mit dem sie ihren Lebensunterhalt<br />
ver<strong>die</strong>nen. Für ihre<br />
Arbeit in der Stadtpolitik erhalten<br />
sie eine Aufwandsentschädigung.<br />
Die <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> hat einen<br />
gewählten Vorstand, dem 5<br />
<strong>SPD</strong>-Stadtverordnete angehören.<br />
Der <strong>Fraktion</strong>svorstand vertritt<br />
<strong>die</strong> <strong>Fraktion</strong> in wichtigen Fragen<br />
nach außen. Er organisiert<br />
und strukturiert <strong>die</strong> Arbeit der<br />
<strong>Fraktion</strong> gemäß den Zielen, <strong>die</strong><br />
sich <strong>die</strong> <strong>Fraktion</strong> <strong>für</strong> ihre Arbeit<br />
und <strong>die</strong> Stadt <strong>Kassel</strong> gesetzt hat.<br />
Die <strong>Fraktion</strong> hat Arbeitsgruppen<br />
zu inhaltlichen Themen, <strong>die</strong> sich<br />
regelmäßig treffen, um eigene<br />
Initiativen zu entwickeln, <strong>die</strong><br />
Anträge anderer <strong>Fraktion</strong>en<br />
sachlich zu beurteilen und um<br />
Sudoku<br />
verbinden oder was Sie dort<br />
einmal Interessantes erlebt<br />
haben. Wir freuen uns auch<br />
darüber. Vielleicht wird Ihre<br />
Geschichte dann in der näch-<br />
Seite sieben<br />
Kontakt zu den in der Stadt handelnden<br />
Gruppen, Vereinen, Verbänden<br />
und Institutionen Kontakt<br />
zu halten.<br />
Jeden Montag trifft sich <strong>die</strong><br />
<strong>Fraktion</strong>, um über <strong>die</strong> aktuellen<br />
Vorschläge aus den Arbeitsgruppen<br />
und <strong>die</strong> Anträge der<br />
anderen <strong>Fraktion</strong>en und <strong>die</strong> Vorlagen<br />
des Magistrats zu diskutieren<br />
und zu entscheiden, wie<br />
sie damit umgehen möchte.<br />
Außerdem bespricht sie <strong>die</strong><br />
nächsten Ausschusssitzungen<br />
und <strong>die</strong> nächste Stadtverordnetenversammlung<br />
und entscheidet,<br />
wer zu welchem Thema<br />
spricht und wie <strong>die</strong> <strong>Fraktion</strong><br />
abstimmen möchte.<br />
Die Stadtverordnetenversammlung<br />
ist das oberste Beschlussorgan<br />
der Stadt <strong>Kassel</strong>. Sie setzt<br />
sich aus 71 Stadtverordneten<br />
verschiedener <strong>Fraktion</strong>en zusammen,<br />
<strong>die</strong> alle 5 Jahre<br />
gewählt werden.<br />
Die Stadtverordnetenversammlung<br />
berät und entscheidet über<br />
alle wichtigen Angelegenheiten<br />
der Stadt. Dazu gehören vor<br />
allem <strong>die</strong> Haushaltssatzung,<br />
Gebührensatzungen, Bebauungspläne.<br />
Sie wählt <strong>die</strong> hauptund<br />
<strong>die</strong> ehrenamtlichen Mitglieder<br />
des Magistrates mit Ausnahme<br />
des Oberbürgermeisters,<br />
der alle 6 Jahre direkt von<br />
den wahlberechtigten Bürgerinnen<br />
und Bürgern gewählt wird.<br />
Lesen Sie weiter auf Seite 8.<br />
sten Ausgabe von „Wir in<br />
<strong>Kassel</strong>“ abgedruckt.<br />
Wir wünschen Ihnen viel<br />
Spaß und freuen uns auf Ihre<br />
Antworten.<br />
1 2 3
Seite acht<br />
Wir bewegen <strong>Kassel</strong> (Fortsezung)<br />
■ Fortsezung von Seite 7<br />
Und sie kontrolliert den Magistrat<br />
einschließlich der Stadtverwaltung.<br />
Zur Vorbereitung ihrer Beschlüsse<br />
setzt <strong>die</strong> StadtverordnetenversammlungAusschüsse<br />
ein. Ein Finanzausschuss<br />
muss gebildet werden.<br />
Ansonsten können <strong>die</strong><br />
Stadtverordneten entscheiden,<br />
welche Ausschüsse sie<br />
haben möchten, zum Beispiel<br />
zu Fragen der Stadtentwicklung,<br />
des Verkehrs, der Kultur,<br />
der Schule, des Rechtes, des<br />
Sozialen etc. Zuletzt wurde ein<br />
Ausschuss zur Regionalentwicklung<br />
eingesetzt.<br />
In <strong>die</strong>se Ausschüsse entsendet<br />
<strong>die</strong> <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> als stärkste<br />
<strong>Fraktion</strong> <strong>die</strong> meisten Stadtverordneten.<br />
Die Ausschüsse<br />
tagen (bis auf wenige, begründete<br />
Ausnahmen) öffentlich<br />
regelmäßig monatlich zur Vorbereitung<br />
der Stadtverordnetenversammlung.<br />
Die Termine und Tagesordnungen<br />
der Sitzungen werden<br />
in der HNA, im Schaukasten<br />
im Rathausvestibül und im<br />
Internet bekannt gemacht. Die<br />
Mitglieder der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
nehmen außerdem regelmäßig<br />
an Terminen teil, zu denen<br />
<strong>die</strong> Stadt einlädt. Darüber hinaus<br />
halten <strong>die</strong> Stadtverordne-<br />
Impressum<br />
ten in den Stadtteilen den<br />
Kontakt zum Ortsbeirat und<br />
den Vereinen, Verbänden,<br />
Gruppen und Bürgerinnen<br />
und Bürgern in den Stadtteilen.<br />
Dies ist unerlässlich, da<br />
wir im Rathaus <strong>die</strong> richtigen<br />
politischen Entscheidungen<br />
als Vertreterinnen und Vertreter<br />
der <strong>Kassel</strong>er Bürgerinnen<br />
und Bürger treffen wollen.<br />
Die Fachsprecher der <strong>SPD</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> sind spezialisiert auf<br />
bestimmte Sachthemen, wie<br />
beispielsweise den Haushalt<br />
der Stadt <strong>Kassel</strong>, bürgerschaftliches<br />
Engagement und<br />
Vereine und Verbände, Soziales<br />
und so weiter. Sie sind<br />
Ansprechpartner, wenn Sie<br />
Hinweise, Vorschläge und Kritik<br />
zu bestimmten politischen<br />
Sachthemen haben.<br />
Sie sehen, obwohl <strong>die</strong> <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
ehrenamtlich tätig ist, sind<br />
unsere Stadtverordneten viele<br />
Stunden wöchentlich in Ihrem<br />
Auftrag tätig, um ihre Wähler<br />
angemessen zu vertreten und<br />
<strong>Kassel</strong> voran zu bringen.<br />
Dabei werden sie unterstützt<br />
vom <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong>sbüro, in<br />
dem zwei Mitarbeiterinnen,<br />
eine Auszubildende und der<br />
Geschäftsführer <strong>die</strong> <strong>Fraktion</strong><br />
inhaltlich und organisatorisch<br />
unterstützen.<br />
(Enrico Schäfer)<br />
Das <strong>Fraktion</strong>sbüroteam<br />
V.l.n.r.: Heidrun Kirchner, Astrid Zierenberg, <strong>die</strong> Auszubildende Franziska<br />
Schmieding und <strong>Fraktion</strong>sgeschäftsführer Enrico Schäfer.<br />
■ Liebe Leserinnen und<br />
Leser,<br />
<strong>die</strong> <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong><br />
wünscht Ihnen eine ruhige<br />
Adventszeit und<br />
besinnliche Weihnachtsfeiertage<br />
und einen<br />
guten Rutsch ins neue<br />
Jahr, in dem wir uns<br />
wieder lesen werden.<br />
Ihr Uwe Frankenberger<br />
Herausgeber <strong>SPD</strong>-Stadtverordnetenfraktion<br />
<strong>Kassel</strong><br />
Obere Königsstraße 8<br />
34117 <strong>Kassel</strong><br />
V.i.S.d.P. Uwe Frankenberger<br />
Redaktion Tel. 0561 – 787 1284<br />
Druck Parzeller, Fulda<br />
Auflage 80.000 Exemplare<br />
Verlag DIVA Me<strong>die</strong>n & Marketing GmbH<br />
34117 <strong>Kassel</strong>, Sickingenstr. 6-8<br />
Verteilung Stadtgebiet <strong>Kassel</strong><br />
Redaktionsteam Dr. Monika Junker-John,<br />
Dr. Rainer Hanemann, Esther<br />
Kalveram- Schneider, Susanne<br />
Kanngieser, Manfred Merz,<br />
Enrico Schäfer, Volker Zeidler<br />
Internet www.spd-fraktion-kassel.de<br />
Hinweis:<br />
Diese Veröffentlichung der <strong>SPD</strong>-<strong>Fraktion</strong> <strong>Kassel</strong> <strong>die</strong>nt<br />
ausschließlich der Information. Sie darf während<br />
eines Wahlkampfes nicht zum Zwecke der Wahlwerbung<br />
verwendet werden.<br />
d12 - Was <strong>für</strong> ein Sommer!<br />
■ Das blühende Mohnfeld<br />
auf dem Friedrichsplatz hat<br />
sich als Symbol der <strong>die</strong>sjährigen<br />
documenta unauslöschlich<br />
ins Gedächtnis eingebrannt<br />
und steht <strong>für</strong> alle<br />
Zeiten sinnbildlich <strong>für</strong> den<br />
ereignisreichen <strong>Kassel</strong>er<br />
Kunstsommer 2007.<br />
In seinem Grußwort <strong>für</strong> den<br />
documenta-Katalog schrieb<br />
Oberbürgermeister Bertram<br />
Hilgen: „<strong>Kassel</strong> hat ein eigenes<br />
Zeitempfinden entwikkelt,<br />
das dem Rhythmus der<br />
documenta folgt. Dieses<br />
magische Stück Zeit, <strong>die</strong>se<br />
hundert Tage alle fünf Jahre<br />
haben <strong>Kassel</strong> verändert.“ Tatsächlich<br />
hat man wieder <strong>die</strong>ses<br />
wunderbare documenta-<br />
Gefühl auf Straßen und<br />
Plätzen, in der Straßenbahn<br />
sowie Restaurants und Kneipen<br />
spüren können. Und<br />
mehr Menschen als je zuvor<br />
haben sich in ihren Bann ziehen<br />
lassen. Am Ende kamen<br />
über 750.000 zahlende Besucher,<br />
100.000 mehr als vor<br />
fünf Jahren.<br />
Arnold Bode hat seiner Stadt<br />
mit der documenta ein wun-<br />
■ Mit Taschenlampen und<br />
Pfefferspray kann man vielleicht<br />
den Bühl bewachen,<br />
aber nicht in <strong>Kassel</strong> <strong>für</strong><br />
Sicherheit sorgen.<br />
Stellen Sie sich vor, Sie sind<br />
gerade vor Ihrer eigenen<br />
Haustür beklaut worden. Was<br />
tun? Also, schleunigst hin<br />
zum nächsten Polizeirevier in<br />
Ihrem Stadtteil. Aber da ist<br />
keiner mehr. Entweder, weil<br />
es schon nach 18.00 Uhr ist<br />
oder aber es gibt gar kein<br />
Revier mehr dort. So z. B. zu<br />
beobachten in Wolfsanger<br />
oder in Bettenhausen. Schade<br />
eigentlich. Gern hätten Sie<br />
sich bei <strong>die</strong>ser Gelegenheit<br />
auch einmal <strong>die</strong> neuen adretten<br />
dunkelblauen Uniformen<br />
unserer Polizistinnen und<br />
Polizisten angesehen oder<br />
einen Blick durchs Seitenfenster<br />
in eines der gerade in<br />
Dienst gestellten Polizeifahrzeuge<br />
geworfen.<br />
Auf den ersten Blick wirkt <strong>die</strong>se<br />
Betrachtungsweise vielleicht<br />
ein wenig sarkastisch.<br />
Auf den zweiten Blick offenbart<br />
sie jedoch mehr als deutlich<br />
<strong>die</strong> personelle Misere, in<br />
<strong>die</strong> <strong>die</strong> hessische Polizei in<br />
den letzten Jahren durch falsches<br />
innenpolitisches Han-<br />
derbares Geschenk gemacht.<br />
Das kulturelle Leben <strong>Kassel</strong>s<br />
in der Nachkriegszeit wäre<br />
ohne den Einfluss der documenta<br />
nicht vorstellbar. Das<br />
Kraftfeld, das er 1955 hat entstehen<br />
lassen, hat nichts von<br />
seiner Wirkungsmacht und<br />
Anziehungskraft verloren.<br />
Was in <strong>Kassel</strong> gezeigt wird,<br />
wird weltweit diskutiert. Dies<br />
taten auch <strong>die</strong> 4.390 Fachbesucher<br />
und 15.537 Journalisten<br />
aus 52 Ländern, <strong>die</strong> sich<br />
vor Ort ein Bild gemacht und<br />
den Namen <strong>Kassel</strong>s über den<br />
ganzen Erdball getragen<br />
haben.<br />
Es war dem künstlerischen<br />
Leiter Roger M. Burgel und<br />
der Kuratorin Ruth Noack vergönnt,<br />
Arnold Bodes Traum<br />
zu verwirklichen und den<br />
Bergpark und Schloss Wilhelmshöhe<br />
erstmals in ein<br />
Ausstellungskonzept zu integrieren<br />
und zu bespielen.<br />
Und so bekamen <strong>die</strong> kunstbegeisterten<br />
Menschen so<br />
viel von <strong>Kassel</strong> zu sehen wie<br />
bei keiner Ausstellung zuvor.<br />
Dadurch öffnete sich ihr Blick<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> vielen Schätze, mit<br />
deln der Landesregierung<br />
geraten ist. In der Realität stehen<br />
<strong>die</strong> Beamtinnen und<br />
Beamten inzwischen vor<br />
einem nicht mehr zu bewältigenden<br />
Berg von Mehrarbeit<br />
und Überstunden. Der Wegfall<br />
von 638 Tarifbeschäftigten<br />
und 360 Vollzugsbeamtenstellen<br />
sprechen Bände.<br />
Allein in Nordhessen werden<br />
72 Stellen <strong>für</strong> Vollzugsbeamte<br />
fehlen.<br />
Me<strong>die</strong>nwirksam inszenierte<br />
Uniformübergaben können<br />
über <strong>die</strong>ses entstandene<br />
Sicherheitsdefizit nicht hinwegtäuschen.<br />
Genauso wenig<br />
wie das von der CDU Landesregierung<br />
ausgegebene<br />
sicherheitspolitische Allheilmittel<br />
der „freiwilligen Polizeihelfer“.<br />
Hier geht es ausschließlich<br />
um politische<br />
Symbolwirkung, <strong>die</strong> über <strong>die</strong><br />
Stellenstreichung von mehr<br />
als 10 % bei der Landespolizei<br />
hinwegtäuschen sollen.<br />
Auf Kosten der Kommunen<br />
sollen den Bürgerinnen und<br />
Bürgern durch den Einsatz<br />
freiwilliger Polizeihelfer ein<br />
angebliches Gefühl der<br />
Sicherheit vermittelt werden.<br />
<strong>Kassel</strong> ist eine Großstadt mit<br />
zahlreichen Brennpunkten in<br />
denen unsere Stadt auch<br />
außerhalb der Weltkunstausstellungen<br />
glänzt.<br />
Diese Erkenntnis schlug sich<br />
tatsächlich in vielen Berichten<br />
großer deutscher und internationaler<br />
Tages- und Wochenzeitungen<br />
nieder; immer wieder<br />
fand sich der Hinweis,<br />
dass <strong>Kassel</strong> unter den deutschen<br />
Großstädten mit einer<br />
beeindruckenden Fülle von<br />
Museen hervorragt.<br />
Die Neuentdeckung <strong>Kassel</strong>s<br />
wird sich touristisch in den<br />
kommenden Jahren ganz<br />
sicher auszahlen. Denn neben<br />
ihrem künstlerischen Wert hat<br />
<strong>die</strong> documenta vor allem <strong>für</strong><br />
den Städtetourismus eine<br />
überragende Bedeutung. Die<br />
Übernachtungszahlen haben<br />
sich gegenüber dem Vorjahr<br />
verdoppelt. Fachleute rechnen<br />
<strong>für</strong> 2007 mit insgesamt<br />
735.000 Übernachtungsgästen<br />
sowie elf Millionen Tagesgästen<br />
und einer Wertschöpfung<br />
von fast einer halben Milliarde<br />
Euro.<br />
<strong>Kassel</strong> wird kulturell jetzt nicht<br />
in einen Dornröschenschlaf<br />
versinken. Die König-Lustik-<br />
Trügerische Sicherheit<br />
verschiedenen Stadtteilen.<br />
Gerade hier ist <strong>die</strong> Präsenz<br />
der „echten Polizei“ der wirksamste<br />
Schutz <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bewohner<br />
und <strong>für</strong> <strong>die</strong> öffentliche<br />
Sicherheit und Ordnung. Bisweilen<br />
ist hier auch schon<br />
einmal Gefahr im Verzuge<br />
und es geht etwas handfester<br />
zur Sache. In nahezu allen<br />
Einsatzsituationen sind mitunter<br />
komplizierte juristische<br />
Abwägungen zu treffen und<br />
eine professionelle Konfliktvermeidung<br />
gefragt. Professionelle<br />
Polizeiarbeit kann<br />
nur von einer gut funktionierenden<br />
Polizei und vor allem<br />
von gut ausgebildeten Beamten<br />
geleistet werden. Daher<br />
Foto: Elfi Heusinger von Waldegge<br />
Ausstellung, <strong>die</strong> nächstes<br />
Jahr im Museum Fridericianum<br />
zu sehen sein wird, verspricht<br />
ebenfalls ein Leckerbissen<br />
zu werden. Und <strong>die</strong><br />
Bemühungen, dem Thema<br />
documenta auch „zwischen<br />
den Jahren“ mehr Präsenz zu<br />
verschaffen, wird auf jeden<br />
Fall nach dem Umbau der<br />
Neuen Galerie gelingen. Dort<br />
wird dann auch das d11-<br />
Kunstwerk von Elke Bonk<br />
„Buch der Wörter“, eine auf<br />
dem Deutschen Wörterbuch<br />
der Brüder Grimm basierende<br />
Rauminstallation, zu sehen<br />
sein. Dass <strong>die</strong>ses Werk<br />
jetzt endlich angekauft werden<br />
konnte, ist vor allem dem<br />
Engagement von Oberbürgermeister<br />
Bertram Hilgen zu<br />
verdanken.<br />
Freuen darf man sich auch<br />
auf eines der Lieblingskunstwerke<br />
der documenta 12, das<br />
ebenfalls dauerhaft in <strong>Kassel</strong><br />
bleiben wird: Das Traumboot<br />
des Arnold-Bode-Preisträger<br />
Romuald Hazoumé. Das hilft<br />
uns ein wenig darüber hinweg,<br />
dass <strong>die</strong> Mohnblumen<br />
nur einen Sommer blühten.<br />
müssen wieder zusätzliche<br />
Stellen <strong>für</strong> professionelle<br />
Polizeibeamte geschaffen<br />
werden.<br />
Sonst geht <strong>die</strong>s über kurz<br />
oder lang massiv zu Lasten<br />
der <strong>Kassel</strong>er Stadtteile. Vielleicht<br />
auch in Ihrem. Im<br />
Wesertor, im Brückenhof oder<br />
Helleböhn, in Bettenhausen<br />
oder aber im Fasanenhof.<br />
Deshalb plä<strong>die</strong>rt <strong>die</strong> <strong>SPD</strong>-<br />
<strong>Fraktion</strong> <strong>für</strong> eine Erhöhung<br />
der Stellen bei der Polizei.<br />
Dies sorgt <strong>für</strong> mehr Sicherheit<br />
und <strong>für</strong> eine dringend<br />
notwendige Arbeitsentlastung<br />
der Kolleginnen und<br />
Kollegen im Polizei<strong>die</strong>nst.<br />
(Wolfgang Decker)