Ausgabe 1/2008 - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

volkssolidaritaet.de

Ausgabe 1/2008 - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

miteinander

füreinander

Volkssolidarität

Aktuelles aus Bund und Ländern

Ausgabe 1/2008

Magazin der Volkssolidarität für generationen

finanzen & steuern

Rentenerhöhung

armut darf kein

schicksal sein!

recht & gesetz

Pflegereform: Was ändert sich?


inhalt

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PanoraMa

iM BlickPunkt

soziale rahmenbedingungen

für eine gesunde ernährung

der BundesVerBand

iMPressuM

die landesVerBände

Berlin

Brandenburg

Mecklenburg-Vorpommern

sachsen

sachsen-anhalt

thüringen

gesund & aktiV

tipps für eine ausgewogene ernährung

finanzen & steuern

aufschwung für rentner?

leBenshilfe

Pflege kranker angehöriger

recht & gesetz

eckpunkte der Pflegereform

rätsel

zu gewinnen: eintrittskarten für Belantis

Volkssolidarität aufnahMeantrag

Foto: BILDSCHÖN/Rafalzyk

editorial

liebe Mitglieder und freunde der

Volkssolidarität,

mit diesem Heft halten Sie die erste Ausgabe eines neuen

Magazins unseres Verbandes in den Händen. Es ist ein Neuanfang,

der Bewährtes fortsetzt und Neues wagt. Er ist notwendig

geworden, weil es dem Bundesverband nicht mehr

möglich war, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Kosten,

jedem Mitglied ein oder besser sein Journal zukommen zu

lassen.

Nun gehen wir einen neuen Weg. Mit dem Magazin wollen

wir vor allem jene erreichen, welche die Arbeit in der Volkssolidarität

verantwortungsbewusst führen, welche unseren

Verband am Leben erhalten, welche das Miteinander unserer

Mitglieder und der zu Betreuenden täglich organisieren.

Im Blickpunkt steht dabei besonders das Ehrenamt, diese

nicht wegzudenkende Stütze der Volkssolidarität als Sozial-

und Wohlfahrtsverband. Ihr Engagement und Ihre tägliche

Arbeit befördern wir dann am besten, wenn wir Ihnen mit

dem neuen Magazin Hilfe und Unterstützung geben. Deshalb

gehören die verschiedenen Fragen der Entwicklung des Mitgliederverbandes

zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Magazins,

in dem auch wie bisher Berichte über das vielfältige

Leben und die zahlreichen Aktivitäten in unserem Verband

zur Diskussion anregen sollen.

Das Magazin wird sich vor allem im Interesse der zu Betreuenden

und Hilfebedürftigen den vielfältigen Formen und

Themen sozialer Arbeit und Sozialberatung widmen. Einen

wichtigen Platz wird weiterhin die sozialpolitische Interessenvertretung

einnehmen, wie zum Beispiel der Einsatz der

Volkssolidarität für einen Sozialstaat, der sich an den sozialen

Interessen der Mehrheit der Bürger und nicht an Gewinnsteigerung

ausrichtet, der für soziale Gerechtigkeit eintritt,

nicht nur zwischen den Generationen, sondern auch zwischen

Frauen und Männern, zwischen allen in Deutschland

lebenden Bürgern, unabhängig von ihrer Nationalität und

Weltanschauung.

Ich würde mich freuen, wenn das neue Verbandsmagazin

und seine Inhalte auf Ihr Interesse stoßen. Um eine möglichst

große Verbreitung zu erreichen, bitte ich Sie, das Heft weiterzugeben,

Ihre Mitglieder und Mitstreiter darüber zu informieren

und innerhalb und außerhalb des Verbandes Neugier

darauf zu wecken.

Prof. dr. gunnar Winkler

Präsident der Volkssolidarität

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PanoraMa

lieBe Mitglieder, MitarBeiter und

freunde der Volkssolidarität!

Sie halten mit diesem Heft das neue

Magazin der Volkssolidarität in den

Händen. Wir freuen uns, dass es uns

gemeinsam mit dem Verlag VVA

Kommunikation GmbH gelungen ist,

Ihnen ein neues Verbandsmedium zur

Verfügung zu stellen.

Der Bundesverband gibt damit eine

Verbandszeitschrift mit jährlich vier

Ausgaben im Umfang von 40 Seiten je

Ausgabe (vier Umschlagseiten und 36

Innenseiten) und jeweils einer Auflage

von 30.000 Exemplaren kostenfrei für

die Empfänger heraus. Das Magazin

soll als Informations- und Werbeträger

für die Volkssolidarität innerhalb

und außerhalb des Verbandes wirken.

In diesem Jahr erscheint es im Juni,

September und Dezember jeweils zu

Beginn des Monats.

Dieses neue Medium wird Bewährtes

fortführen. Dazu gehört die Darstellung

und Vermittlung von Inhalten

aus der Arbeit der Volkssolidarität in

all ihren relevanten Handlungsfeldern

als Sozial- und Wohlfahrtsverband.

Dafür stehen dem Bundesverband und

jedem Landesverband jeweils drei Seiten

zur Verfügung. Breiten Raum wird

der Ratgeberteil zu sozialen und alltagspraktischen

Inhalten einnehmen.

Damit leistet das Verbandsmagazin

einen Beitrag zur weiteren Ausgestaltung

der Sozialberatung durch die

Volkssolidarität.

Die redaktionelle Arbeit wird in Kooperation

zwischen der VVA Kommunikation

GmbH und dem Redaktionsbeirat

erfolgen. In dem Beirat ist je

ein/e verantwortliche/r Redakteur/in

aus dem Bundesverband bzw. aus den

Landesverbänden vertreten.

Foto: BILDSCHÖN/Rafalzyk

Die Zeitschrift soll über die Kreis-,

Stadt- und Regionalverbände an die

Mitgliedergruppen verteilt werden.

Dafür stehen im Durchschnitt je Mitgliedergruppe

fünf Exemplare der

Zeitschrift zur Verfügung, die entsprechend

den Mitgliederzahlen in

den Gruppen verteilt werden sollen.

Jeder Kreis-, Stadt- und Regionalverband

erhält darüber hinaus weitere

20 Exemplare pro Ausgabe für die

Geschäftsstelle. Die Einrichtungen

der Volkssolidarität werden das Verbandsmagazin

im Einzeldirektversand

(Postvertriebsstück) erhalten,

ebenso Empfänger außerhalb des

Verbandes auf Bundesebene. Bei entsprechender

Nachfrage besteht die

Möglichkeit, dass Landes-, Kreis-,

Stadt- und Regionalverbände eine

zusätzliche Anzahl von Exemplaren

für ihren Verband bestellen. Die

Kosten dafür tragen die bestellenden

Verbandsgliederungen. Die kleinste

Abnahmemenge zusätzlicher Exemplare

sind 100 Stück.

Wir hoffen, Ihnen ein Magazin anbieten

zu können, das Sie zum Lesen

anregt, das Ihnen wichtige Informationen

vermittelt, das Sie gerne

weitergeben und auf das Sie andere

aufmerksam machen. Wir freuen

uns ebenso auf Ihre Anregungen und

Hinweise, auf Vorschläge, wie wir

das neue Verbandsmedium noch besser

machen können. Eine interessante

und angenehme Lektüre wünscht

Ihnen

dr. Bernd niederland

Bundesgeschäftsführer der

Volkssolidarität

3. gesundheitstag der Volkssolidarität

in Zusammenarbeit mit

deutsche gesellschaft für ernährung e. V.

schirmherr: oB der stadt leipzig

Burkhard Jung

gesunde ernährung –

(k)eine frage des alters

Sonnabend, 14. Juni 2008, Nikolaikirchhof /

Alte Nikolaischule Leipzig

PrograMM:

10 Uhr eröffnung

Präsident der Volkssolidarität Prof. Dr. G.

Winkler, Bürgermeister Prof. Dr. Th. Fabian,

Beigeordneter der Stadt Leipzig

10:30 Uhr fachkonferenz für erzieherinnen

Ernährungskonzeptionen für Kinder in der

Praxis

Impulsreferate und Diskussion

Moderation: Bettina Wegener, DGE e. V.,

Leipzig

A: anforderungen an eine zeitgemäße und

vollwertige ernährung von kindern

Sonja Hamacher, Projekt FitKid der DGE e. V.,

Bonn

B: Projekt „Volkssolidarität leipzig und sigV

der sektion sachsen der dge e. V.“

Frank-Uwe Pilz, Sächsische Informationsstelle

für Gemeinschaftsverpflegung der Sektion

Sachsen der DGE e. V., Leipzig

C: Vermeidung von übergewicht bei kindern

Dr. Doris Becker, apetito

Ernährungskonzepte bei Allergien

Dagmar Heckmann, Hofmann-Menü

12 Uhr Pressekonferenz

13:30 Uhr fachkonferenz für Pflegekräfte

Vermeidung von Mangelernährung und Dehydrierung

in der Alten- und Krankenpflege

Impulsreferate und Diskussion

Moderation: Bettina Wegener, DGE e. V.,

Leipzig

A: ursachen und folgen der Mangelernährung

im alter

Dr. med. Ralf Sultzer, HELIOS Geriatriezentrum

Zwenkau

B: Praktische aspekte der ernährung im alter

Esther Schnur, DGE e. V., Referat: Gemeinschaftsverpflegung

und Qualitätssicherung,

Bonn

C: alterstypische erkrankungen mit einfluss

auf ernährung

Dr. Doris Becker, apetito

Ernährungsalternativen unter Beachtung der

Nährwerte

Dagmar Heckmann, Hofmann-Menü

Ab 10 Uhr „Markt der Möglichkeiten“ auf

dem nikolaikirchhof


gesunde ernährung – eine soziale frage?

Steigende Lebensmittelpreise, erhöhtes Armutsrisiko: Wer kann sich eine ausgewogene Ernährung leisten?

die deutschen sind zu dick: im europäischen Vergleich ist der anteil übergewichtiger

Menschen hierzulande am höchsten. es ist zu befürchten, dass die soziale

entwicklung hin zu einer größeren unterschicht dieses Problem in den kommenden

Jahren noch verstärken wird. denn neben information und aufklärung sind es

vor allem soziale faktoren, die den ernährungsstil beeinflussen.

Eine eigenartige Entwicklung zeichnet

sich ab: Die Menschen der oberen

sozialen Schicht besitzen immer mehr,

schrumpfen aber in der Menge; diejenigen

am unteren Ende der Einkommensskala

haben immer weniger Geld

zur Verfügung und nehmen im Umfang

zu – nicht nur zahlenmäßig, sondern

auch was ihre Leibesfülle betrifft. Wenig

zum Leben zu haben und trotzdem

ein Zuviel an Körpergewicht, dieser

Gedanke scheint nicht logisch. Doch

die derzeit stattfindende Umverteilung

von unten nach oben und die damit verbundene

soziale Umschichtung fordern

gesundheitliche Tribute: Übergewicht

steht in vielen Fällen in direktem Zusammenhang

mit Einkommen, Bildung,

sozialem Status.

Laut der im Januar dieses Jahres erschienenen

Nationalen Verzehrsstudie

sind jeder fünfte Junge und jedes

sechste Mädchen übergewichtig. Noch

iM BlickPunkt

dramatischer sind die Zahlen bei den

Erwachsenen: Zwei Drittel der Männer

und über die Hälfte aller Frauen in

Deutschland sind zu dick, 20 Prozent

davon sogar adipös, fettleibig.

Die Folgen von Übergewicht können

Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes

mellitus Typ 2 sein. Bluthochdruck

und Fettstoffwechselstörungen sind keine

Seltenheit. Krankheiten, die in der

Regel bei älteren Menschen auftauchen,

sind heute schon bei dicken Kindern zu

finden. Der jüngste Patient in Deutschland

mit Altersdiabetes ist fünf Jahre alt,

bei einem zwölfjährigen Mädchen wurde

eine Fettleber diagnostiziert. Schon

vor vier Jahren warnten Wissenschaftler

der Universität Bremen in Bezug auf zu

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iM BlickPunkt

dicke Kinder, es wachse eine Generation

mit gravierenden Gesundheitsproblemen

heran, „eine tickende Krankheitsbombe

der Zukunft“.

Übergewicht ist aber nicht nur ein

gesundheitliches, sondern ein gesamtwirtschaftliches

Problem. In einer

1998 veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) heißt

es, dass Adipositas (Fettleibigkeit) im

Kindesalter beginnend das größte Gesundheitsproblem

der reichen Länder

sei. Aus dicken Kindern werden meist

dicke Erwachsene, deren Anfälligkeit

für so genannte Zivilisationskrankheiten

viel höher ist als bei normal gewichtigen

Menschen. Dr. Ines Heindl

von der Universität Flensburg schreibt

in einem Beitrag in der Zeitschrift Das

Parlament: „Krankenkassen, deren

Leistungskataloge in Deutschland auf

dem Prinzip der Solidarität beruhen,

werden nicht müde darauf hinzuweisen,

dass die Grenzen der Finanzierbarkeit

erreicht seien, das Auftreten

der ‚modernen‘ chronischen Krankheiten

habe die Krankheitslasten verschoben.“

Heute belaufen sich die Kosten

für ernährungsbedingte Krankheiten

auf 30 Prozent der gesamten Gesundheitskosten,

also rund 70 Milliarden

Euro jährlich.

Vergleicht man wirtschaftlich gut situierte

Staaten miteinander, so stellt

man fest, dass die gesündeste Bevölkerung

nicht in den reichsten Ländern

zu finden ist, sondern dort, wo es die

geringste Einkommensdifferenz zwischen

Arm und Reich gibt. Auffällig

und erschreckend zugleich ist die Tatsache,

dass Übergewicht in direktem

Zusammenhang mit sozialer Schicht

und Bildung steht. Laut der Nationalen

Verzehrsstudie, für die bundesweit

rund 15.000 Menschen zwischen 14

und 80 Jahren befragt wurden, sinkt

mit höherem Schulabschluss das Risiko

zu Übergewicht. Unter Personen

mit Hauptschulabschluss sind fast

doppelt so viele Übergewichtige wie

bei Personen mit einer Fachhochschul-

bzw. Hochschulreife. Mit steigendem

Pro-Kopf-Nettoeinkommen, so die

Studie weiter, zeigt sich sowohl bei

Männern als auch bei Frauen ein Absinken

des Body-Mass-Index (BMI =

Körpergewicht in kg geteilt durch Körpergröße

in m²). Häufig sind gerade

die so genannten „bildungsfernen“

Schichten auch jene mit niedrigem

Einkommen – also Geringverdiener

oder Hartz-IV-Bezieher.

Sozialwissenschaftliche Untersuchungen

haben gezeigt, dass Armut einen

Einfluss auf die Lebensmittelauswahl

der Betroffenen hat. So ist zum Beispiel

der Verzehr von Obst und Gemüse

stark einkommensabhängig: Je weniger

Geld jemand zur Verfügung hat,

desto weniger frische Nahrungsmittel

kann er sich leisten. Stattdessen werden

Lebensmittel mit einem günstigen

Preis-Menge-Verhältnis wie Brot, Teigwaren,

fetthaltige Kartoffelerzeugnisse,

billige Streichfette und Wurstwaren

in größeren Mengen konsumiert.

Kinder leiden nachhaltig unter schlechter Ernährung

Zur Sicherung des Lebensunterhaltes

stehen Hartz-IV-Beziehern zurzeit 347

Euro (ab 1. Juli 2008 351 Euro) zur

Essen von der „Tafel“ – für Arme oft die einzige Alternative Foto: Salzunger Tafel e. V.


Vereine wie die „Tafel“ helfen Bedürftigen mit Lebensmittelspenden – der Bedarf wächst

Foto: Dresdner Tafel e. V.

Verfügung. Für Kinder werden pauschal

60 Prozent des Regelsatzes berechnet,

für Jugendliche ab 14 Jahren

80 Prozent. Das sind 2,57 Euro bzw.

3,42 Euro für Nahrung und Getränke

pro Tag und Kind. Das Forschungsinstitut

für Kinderernährung (FKE)

der Universität Bonn hat in einer 2007

veröffentlichten Studie festgestellt,

dass mit diesem Betrag eine ausgewogene

Ernährung bei Kindern und

Jugendlichen praktisch unmöglich ist.

Selbst wer nur beim Discounter einkauft,

so die Wissenschaftler des FKE,

müsse im Schnitt täglich 4,68 Euro zur

Verfügung haben, um den Appetit eines

Teenagers stillen zu können.

zunehmende armut

Falsch oder einseitig ernährte Kinder

und Jugendliche leiden häufig unter

Konzentrationsschwierigkeiten und

Leistungsdefiziten. Das Ausbrechen

aus der Armutsspirale wird erschwert.

Und auch hier: Kinder aus niedrigen

sozialen Schichten leiden zwei- bis

dreimal so häufig an Fettleibigkeit wie

Altersgenossen aus besser situierten

Familien.

Wenig Geld zum Leben zur Verfügung

zu haben gehört allerdings nicht nur

zum Alltag von Sozialhilfeempfängern.

Arm trotz Arbeit ist auch in der Bundesrepublik

weit verbreitet. Laut einer

Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen

Institutes (WSI) hat in

Deutschland rund ein Drittel (32 Prozent)

aller Vollzeitbeschäftigten eine

Anstellung im Niedriglohnbereich –

und verdient somit weniger als 75 Prozent

des durchschnittlichen Bruttolohnes.

2,5 Millionen dieser Beschäftigten

haben ein Einkommen, das sogar unterhalb

der 50-Prozent-Grenze liegt.

Sie leben trotz Arbeit in Armut.

Hinzu kommt, dass in Deutschland

die realen Nettolöhne ungeachtet

des wirtschaftlichen Aufschwungs

von 2004 bis 2007 sogar um 3,5

Prozent gesunken sind. Die Verbesserung

der Einkommenssituation,

Mindestlöhne und das

Anheben des Hartz-IV-Regelsatzes

könnten als Teil eines

Maßnahmenkataloges Verbesserungen

bringen.

Um in einem Land wie

der Bundesrepublik allen

die Chance zu bieten,

sich gesund und

bewusst zu ernähren,

reichen natürlich Einkommensverbesserungen

alleine nicht aus.

iM BlickPunkt

Es müsste ebenso in Bildung und Aufklärung

investiert werden. Deshalb

haben die Bundesministerien für Gesundheit

bzw. Verbraucherschutz im

Sommer 2007 den Aktionsplan „Gesunde

Ernährung und Bewegung –

Schlüssel für mehr Lebensqualität“ ins

Leben gerufen.

Die öffentliche Hand soll eine Vorbildfunktion

übernehmen, Information

und Bildung müssten verbessert

sowie wissenschaftliche Forschung

intensiviert und unterstützt werden,

um die Deutschen langfristig auf dem

Weg zu einer schlankeren Linie zu unterstützen.

Bis zum Jahr 2020 will die

Bundesregierung mit dem Nationalen

Aktionsplan Fortschritte erzielen – wie

sie sich das konkret vorstellt, wird sich

im Sommer zeigen. Dann stellt sie als

zweiten Schritt einen Maßnahmenkatalog

vor. Franziska Walt

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BundesVerBand

10. sozialPolitisches fachgesPräch

Wachsende armut nicht hinnehmbar

der Bundesverband der Volkssolidarität veranstaltete am 1. april 2008 in Berlin

ein sozialpolitisches fachgespräch zum thema „armut in deutschland – ursachen,

Wirkungen, gegenstrategien“

Die Schere zwischen Arm und Reich

hat sich in den letzten Jahren weiter geöffnet.

Während auf der einen Seite die

Vermögen anwachsen, lebt andererseits

fast jeder fünfte Bundesbürger (14,9 Millionen)

in Armut und noch mehr nah an

der Armutsrisikoschwelle. „Immer mehr

Menschen sind von Armut bedroht“, betonte

Prof. Dr. Gunnar Winkler in seinem

Eröffnungsvortrag. Das „Neue“ an der

Armut bestehe darin, dass sie nicht eine

einzelne Gruppe erfasse, sondern generationenübergreifend

durch alle Schichten

gehe. Winkler verwies auf Statistiken,

nach denen bereits 2005 etwa 26 Prozent

der in Deutschland Lebenden armutsgefährdet

waren. Bei den Ostdeutschen

seien es sogar rund 35 Prozent. „Die Armutsentwicklung

führt bereits gegenwärtig

zu Ausgrenzung und sozial-kultureller

Verarmung, sowohl im Osten als auch im

Westen“, so der Verbandspräsident. Die

Veränderungen in den Erwerbsverläufen

und die Privatisierung der Altersvorsorge

münden laut Winkler in einer „nicht reparablen

Altersarmut“, da die Leistungen

der gesetzlichen Rentenversicherung ein

den Lebensstandard sicherndes Alterseinkommen

nicht mehr gewährleisteten.

10 forderungen des VerBandes

1. Der gesetzlichen Rente muss wieder die

Lohndynamik zugrunde gelegt werden.

2. Die Schutzklausel gegen eine nominale

Kürzung der Renten muss durch einen Inflationsschutz

ergänzt werden.

3. In der gesetzlichen Rentenversicherung

muss eine Regelung zur Hochwertung

niedriger Einkommen und von Ausfallzeiten

getroffen werden.

4. Zeiten von Arbeitslosigkeit müssen höher

bewertet werden.

Besucher des Sozialpolitischen Fachgespräches Foto: BILDSCHÖN/Rafalzyk

„Vordringlich geht es deshalb darum, das

Leistungsniveau der gesetzlichen Rente

wieder zu stärken.“

Der Präsident stellte dazu zehn Forderungen

des Verbandes vor (siehe Kasten).

„Wesentliche Ursachen für künftige Altersarmut

liegen in den Strukturen der

heutigen Arbeitswelt begründet. Daher

müssen mehr versicherungspflichtige,

existenzsichernde Arbeitsplätze sowie angemessene

Löhne dazu beitragen, Altersarmut

zu verhindern“, erläuterte Winkler.

Bundesgeschäftsführer Dr. Bernd

5. Die Grundsicherung im Alter und bei

Erwerbsminderung muss als bedarfsorientierte

Grundsicherung ausgebaut werden.

6. Die Kürzung der Erwerbsminderungsrenten

durch einen Abschlag von 10,8

Prozent muss aufgehoben werden.

7. Die Höhe der Rentenabschläge bei einem

vorzeitigen Rentenzugang muss reduziert

werden.

8. Die staatliche Förderung der privaten

Altersvorsorge darf nicht zulasten der gesetzlichen

Rentenversicherung und Rent-

Niederland ergänzte: „Als Sozialverband

ist die Volkssolidarität mit 300.000 Mitgliedern

und rund 31.000 Ehrenamtlichen

ganz nah an der Armutsvermeidung

und -bekämpfung dran. Sei es durch

Nachbarschaftshilfe oder in Form von

materiellen und immateriellen Unterstützungsleistungen.“

Auch die sozialpolitische

Interessenvertretung – wie in Gestalt

dieses zehnten Fachgespräches – ordne

sich hier ein. Denn: „Der Gegensatz zwischen

Arm und Reich hat sich in den zurückliegenden

Jahren infolge einer – nach

unserer Auffassung – weitgehend verfehl-

ner gehen. Sie muss stattdessen auf die

Erwerbstätigen konzentriert werden,

die unterdurchschnittlich verdienen.

9. Der Rückstand beim Rentenwert

Ost muss durch Nachteilsausgleiche in

Form von steuerfinanzierten Zuschlägen

solange überbrückt werden, bis eine

entsprechende Angleichung der Einkommen

Ost an die in den alten Ländern

erzielt ist.

10. Die Leistungsfähigkeit der Rentenversicherung

muss durch eine Fortentwicklung

zu einer Erwerbstätigenversicherung

gestärkt werden.


ten Sozial- und Wirtschaftspolitik deutlich

verschärft.“ Dr. Niederland forderte die

Volkssolidarität zum Handeln im Interesse

der vom Sozialabbau Betroffenen auf.

Die Entwicklung hin zu mehr Armut

wurde von den Referenten bestätigt und

empirisch untermauert. So warnte Dr.

Claus Schäfer vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen

Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen

Hans-Böckler-Stiftung

vor einer langfristigen Polarisierung in

der Gesellschaft angesichts zunehmender

Einkommensungleichheit. Erika Biehn

von der Bundesarbeitsgemeinschaft der

Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen

(BAG-SHI) e. V. beschrieb, was Armut für

immer mehr Kinder in der Bundesrepublik

bedeutet. Wer in Armut aufwachse, sei

auch später oft benachteiligt, unter anderem

beim Zugang zu Bildung, betonte die

stellvertretende Sprecherin der Nationalen

Armutskonferenz. Es müsse mehr getan

werden, als nur den Kinderzuschlag zu

erhöhen.

Für eine bedarfsorientierte Grundsicherung

sprach sich Dr. Ulrich Schneider,

Hauptgeschäftsführer des Paritätischen

Gesamtverbandes, aus. Das müsse aber

mit Perspektiven für die sozial Benachteiligten

verbunden werden, unter anderem

durch öffentlich geförderte Beschäftigung.

„Wir müssen öffentlich diskutieren, was

braucht ein Mensch, was braucht ein

Kind“, forderte Schneider. Soziale Transferleistungen

müssten begleitet werden

von sozialer Infrastruktur, die vor allem

Familien unterstützen und Chancen eröffnen

müsse. Dr. Hanna Haupt vom Sozialwissenschaftlichen

Forschungszentrum

Berlin-Brandenburg (SFZ) e.V. stellte die

Ergebnisse der Studie „Alterseinkommen

– Altersarmut“ vor, die das Institut

im Auftrag der Volkssolidarität erarbeitet

hat. „Armutskarrieren werden im Erwerbsleben

begründet“, stellte die Wissenschaftlerin

klar. Die „Deformierung

der Erwerbsbiografien“ durch Arbeitslosigkeit

sei eine der wichtigsten Ursachen

für die drohende Altersarmut künftiger

Rentnergenerationen. Tilo Gräser

Weitere informationen und Materialien finden

sie unter www.volkssolidaritaet.de

interVieW Mit dr. claus schäfer

Der Volkswirt Dr. rer. pol. Claus Schäfer forscht

über Einkommens- und Vermögensverteilung am

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut

(WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Das Armutsrisiko hat mittlerweile

auch die ehemals als stabil geltenden

Mittelschichten erfasst. Ist die Bundesrepublik

ein armes Land?

Nein. Deutschland ist – gemessen an

seiner ökonomischen Substanz – sogar

eines der reichsten Länder. Doch

wie lange noch? Der Wohlstand ist

extrem ungleich verteilt. Und diese

Ungleichheit gefährdet auf Dauer

Wohlstand und Ökonomie gleichermaßen,

denn sie beschränkt die Binnennachfrage,

begrenzt die Wachstumsmöglichkeiten

und vermindert

private wie öffentliche Investitionen.

Welche Konsequenzen hat diese Entwicklung

für die Menschen und die

Gesellschaft insgesamt?

Wir stellen schon heute für wachsende

Bevölkerungsgruppen „sozialen

Ausschluss“ fest, das heißt mangelnde

Teilhabe am materiellen, sozialen,

kulturellen und politischen Leben.

Das führt zu hohen individuellen

„Folgekosten“ – denken Sie etwa an

die Möglichkeit, eine Familie zu gründen.

Andererseits haben wir hohe gesellschaftliche

Folgekosten, weil der

Staat immer mehr Aufwendungen in

die Kompensation privater Armut

stecken muss.

Wie kann der Staat gegensteuern?

Am vordringlichsten ist die Bekämpfung

von Armut, etwa durch höhere

Geldtransfers. Auch geht es darum,

mehr und bessere Jobs zu schaffen

und Bildungschancen zu eröffnen.

Doch das kostet viel Geld. Eine gerechtere

Steuerpolitik, also auch die

Rücknahme von vielen früheren Entlastungen

für hohe Einkommen, Ge-

BundesVerBand

winne und Vermögen, kann Handlungsspielräume

eröffnen.

Warum ist die Bekämpfung von Armut

auch für Deutschland als Wirtschaftsstandort

wichtig?

Besser ausgebildete und bezahlte Arbeitskräfte

– sprich: mehr Humankapital

– helfen sowohl den Unternehmen

als auch der Volkswirtschaft.

Denn mehr Steuereinnahmen ermöglichen

die Beseitigung von öffentlichen

Investitionsdefiziten, gleichzeitig erhöht

eine kräftigere Binnennachfrage

die private Investitionstätigkeit und

macht unabhängiger von launischen

Weltmarktentwicklungen.

Was sollte Ihrer Meinung nach auf

jeden Fall vermieden werden?

Die Umverteilung von unten nach

oben muss aufgegeben werden. Soziale

Gerechtigkeit und ökonomische

Effizienz sind keine Gegensätze, sondern

komplementäre Strukturprinzipien

einer Gesellschaft. Die Abgeltungsteuer

dürfte zum Beispiel gar

nicht kommen, denn sie begünstigt

wieder die hohen Einkommen. Doch

auch das „bedingungslose Grundeinkommen“

wäre keine Alternative, die

soziale Ungleichheit würde dadurch

verschärft.

Was schlagen Sie stattdessen vor?

Wir brauchen eine bedarfsorientierte

Grundsicherung und einen einheitlichen

gesetzlichen Mindestlohn. Und

wir benötigen eine Generalüberholung

des Steuersystems.

Herr Dr. Schäfer, wir danken für

dieses Gespräch. Katja Scheyhing

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BundesVerBand

neue impulse für

die sozialberatung

„Unser Ziel ist es, die Volkssolidarität

als Sozial- und Wohlfahrtsverband zu

profilieren!“ In seiner Eröffnungsrede

zum ersten Workshop „Sozialberatung

in der Volkssolidarität“ unterstrich der

Bundesgeschäftsführer Dr. Bernd Niederland,

wie wichtig die Erweiterung

des Verbandsprofils ist. Rund 20 Vertreterinnen

und Vertreter aus allen Landesverbänden

trafen sich am 12. März

2008 in Berlin zu einem ersten Austausch

über Aufgaben und Erfahrungen

der Sozialberatung.

Dr. Niederland wies darauf hin, dass

auf der Bundesdelegiertenversammlung

im November 2006 die programmatische

Weiterentwicklung des Verbandes

beschlossen worden war. Die Volkssolidarität

soll in der Öffentlichkeit als

Sozial- und Wohlfahrtsverband wahrgenommen

werden, die Sozialberatung

dementsprechend auf allen Ebenen des

Verbandes auf- und ausgebaut werden.

Die Teilnehmer stellten ihre Projekte

und Bemühungen vor und diskutierten

Anregungen und Fragen. Dr. Ruth

Sommerfeld und Frank Gaethke aus

dem Kreisverband Barnim präsentierten

zum Beispiel die Rentensprechstunde.

Foto: Stana

Belinda Biging, Regionalverband Elbe-Saale

Darin werden Klienten bei allem, was

mit Rentenanträgen bzw. -bescheiden

zu tun hat, unterstützt. Der Sozialberatungs-Atlas

aus Sachsen-Anhalt ist

den meisten in der Volkssolidarität ein

Begriff, eine Ergänzungsbroschüre ist in

Vorbereitung, berichtete Katja Trautwig.

Im Regionalverband Elbe-Saale ist

laut Belinda Biging seit vorigem Jahr

das Projekt „Mobile Sozialberatung“

in Arbeit. Von Dr. Jan Steinhaußen aus

Thüringen kam die Anregung, dass sich

die Landesverbände fragen müssten, in

welcher Art sich die Volkssolidarität mit

Beratungsangeboten profilieren kann.

Steffi Helmers, zuständige Referentin

in der Bundesgeschäftsstelle, wies abschließend

auf die Sommerakademie

hin, die sich vom 5. bis 7. Juni 2008 in

Berlin dem Thema „Sozialberatung in

der Volkssolidarität“ widmen wird.

Franziska Walt

ausführliche Berichte unter

www.volkssolidaritaet.de

trauer um ehrenpräsident

rentenerhöhung ist

Wahlorientierte MogelPackung

„Es ist zu begrüßen, dass die Renten erhöht

werden“, so der Präsident der Volkssolidarität,

Prof. Dr. Gunnar Winkler, am

8. April 2008 zum Kabinettsbeschluss,

die Rente um 1,1 Prozent anzuheben.

„Doch damit wird nicht einmal die Preissteigerung

von aktuell rund drei Prozent

ausgeglichen“, kritisierte Winkler. Er

warnte zugleich vor einem konstruierten

Generationenkonflikt. „Die Älteren leben

nicht auf Kosten der Jüngeren. Wesentliche

Ursachen der Finanzprobleme der

Sozialkassen liegen in den Strukturen der

heutigen Arbeitswelt und politischen Entscheidungen

zuungunsten der gesetzlichen

Sozialversicherungen. Neben Korrekturen

der so genannten Reformen müssen mehr

versicherungspflichtige Arbeitsplätze sowie

angemessene Löhne dazu beitragen,

die Renten zu sichern und Altersarmut zu

verhindern.“

Wahlen iM Paritätischen

Heidi Merk, frühere Landesministerin in

Niedersachsen, wurde Anfang März als

neue Vorsitzende des PARITÄTISCHEN

Wohlfahrtsverbandes (Gesamtverband)

gewählt. Der Bundesgeschäftsführer der

Volkssolidarität, Dr. Bernd Niederland,

wurde erneut in den Verbandsrat des PA-

RITÄTISCHEN gewählt. Er ist zudem seit

zwei Jahren Mitglied des Vorstandes des

Spitzenverbandes der Wohlfahrtspflege.

Herr Jost Biedermann, langjähriger Ehrenpräsident der Volkssolidarität, verstarb am 6. Mai

2008 im Alter von 86 Jahren nach einer schweren Krankheit.

Jost Biedermann war von 1990 bis zum Jahr 2002 ehrenamtlicher Präsident unseres Verbandes.

„Es ist vor allem sein persönliches Verdienst, die Volkssolidarität in die Sozial- und Wohlfahrtslandschaft

des vereinigten Deutschlands integriert zu haben – ohne sich selbst zu verbiegen oder

die eigene wie die Vergangenheit unseres Verbandes zu vergessen“, würdigte der jetzige Präsident,

Professor Dr. Gunnar Winkler, dessen Wirken. „Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu

verdanken, dass die Volkssolidarität ihr unverwechselbares Profil zum Wohle vieler Menschen

weiter stärken konnte.“ Jost Biedermann handelte stets nach dem Grundsatz: „Betreiben von

sozialen Diensten und Einrichtungen ja – aber nie nur um des Geldverdienens willen, sondern

immer zum Wohle der Mitglieder und aller, die unserer Hilfe bedürfen.“ Das Amt war seine

Lebensaufgabe. „Wir werden Herrn Biedermann ein bleibendes Andenken bewahren und den

Verband in seinem Sinne weiter in die Zukunft führen“, betonten der Verbandspräsident und

Bundesgeschäftsführer Dr. Bernd Niederland im Nachruf.


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redaktions- und anzeigenschluss ausgabe september 2008: 17. Juli 2008

Das Magazin „Miteinander–Füreinander. Magazin der Volkssolidarität für

Generationen“ ist eine kostenlose Publikation des Bundesverbandes der

Volkssolidarität e. V. Nachdrucke bedürfen der schriftlichen Genehmigung.

Keine Haftung für unverlangt eingesandtes Material. Gedruckt auf Papier

aus elementar-chlorfrei gebleichtem Zellstoff.

Vorschau sePteMBer

In der Volkssolidarität engagieren sich rund 31.000 ehrenamtliche

Helferinnen und Helfer – ohne sie wäre unsere

Verbandsarbeit kaum möglich. Das Ehrenamt als

Stützpfeiler der Gesellschaft ist auch Thema der Woche

bürgerschaftlichen Engagements, die vom 19. bis 28.

September 2008 vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches

Engagement (BBE) organisiert wird. Die Konferenz

„Das Ehrenamt in der Volkssolidarität“ am 25. September

2008 gehört zum Programm der Woche.

Lesen Sie mehr darüber in der nächsten Ausgabe von

„Miteinander–Füreinander“!

auslieferungstermin:

29. august 2008

Bundesverband der Volkssolidarität e. V.

Alte Schönhauser Str. 16

10119 Berlin

Tel.: 0 30 / 278 97-0

Fax: 0 30 / 27 59 39 59

E-Mail: bundesverband@volkssolidaritaet.de

Internet: www.volkssolidaritaet.de

Dr. Bernd Niederland

Bundesgeschäftsführer (V. i. S. d . P.)

VVA Kommunikation GmbH/

Vereinigte Verlagsanstalten GmbH

Französische Str. 24

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Katja Scheyhing

Tobias Möllney (Stellv.)

Tel.: 0 30 / 2 06 41 38-16

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Tilo Gräser, Tel.: 0 30 / 27 89 71 21

Mario Zeidler, Tel.: 0 30 / 30 86 92 18

Lothar Rölleke, Tel.: 03 31 / 748 19 05

M.-L. Hänsel, Tel.: 03 81 / 7 68 50 26

Andrea Köllner, Tel.: 03 51 / 4 31 10 10

Monika Meyer, Tel.: 03 91 / 6 08 86 11 10

Kirsten Seyfarth, Tel.: 03 64 54 / 5 95 56

Franziska Walt

Timotheus Bojarowski

Jens Peters

Trialon Marketing & Kommunikation GmbH

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Panagiotis Chrissovergis

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E-Mail: p.chrissovergis@vva.de

Vereinigte Verlagsanstalten GmbH

Höherweg 278

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Als offizieller und ältester Reisepartner der

Volkssolidarität präsentieren wir immer neue

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jetzt im neuen Magazin der Volkssolidarität

„Miteinander – Füreinander“ vorstellen, dem

wir für die Zukunft viel Erfolg wünschen.

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landesVerBand Berlin

die Volkssolidarität ist ein verlässlicher Partner

gespräch mit kerstin Beurich, stadträtin für schule, sport und soziales in Berlin-lichtenberg

Welche rolle spielt in ihrem ressort

die soziale arbeit mit den senioren?

Wie viele gibt es in lichtenberg, und

wie werden sie betreut?

Derzeit leben in Lichtenberg etwa

78.000 Menschen im Alter ab 55 Jahren,

ein Drittel der Einwohner. Bis 2020

wird in unserem Bezirk die Zahl der älteren

Menschen um 21,2 Prozent weiter

ansteigen. Das heißt, der demografische

Trend zu einer immer älter werdenden

Bevölkerung ist klar erkennbar. Nicht

alle Senioren haben Betreuung nötig –

es gibt die aktiven und vitalen „jungen

Alten“ und es gibt chronisch kranke

oder altersschwache Menschen. Allgemein

ist aber der Wunsch nach einer

selbstständigen Lebensführung.

Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten,

die das Bezirksamt und freie Träger in

allen Stadtteilen zur Verfügung stellen:

seniorenfreundliche Wohnmöglichkeiten

mit und ohne Service, umfangreiche

soziokulturelle und Beratungsangebote,

ein Netz von ambulanten Hilfs- und

Pflegediensten, stationäre und teilstationäre

Pflegeeinrichtungen.

Wie wird das Berliner „seniorenmitwirkungsgesetz“

umgesetzt, und wo

haben die senioren Mitsprache- und

Mitwirkungsrecht?

Das Bezirksamt hat dieses 2006 im Abgeordnetenhaus

beschlossene Gesetz

sehr begrüßt, denn es stärkt die Rechte

der Senioren, am gesellschaftlichen

Leben teilzuhaben. Wie in ganz Berlin

wurde auch in Lichtenberg die Seniorenvertretung

erstmals direkt gewählt

und vertritt die älteren Menschen in allen

Lebensbereichen.

In den Ausschüssen der Bezirksverordnetenversammlung

haben die Senioren

Rederecht, und sie bringen ihre Interessen

aktiv im Bürgerhaushalt zur

Geltung. Im Rahmen des seit 2004 im

Bezirk gültigen „Handlungskonzepts

für SeniorInnen“

können sie sich

bei der Entwicklung von

neuen Angeboten beteiligen.

Das sind konkrete

Projekte in den Bereichen

Wohnen, Gesundheit und

Prävention, Pflege, Freizeit

und Kultur, interkulturelle

Öffnung und Öffentlichkeitsarbeit

– kurz, es geht

um die Weiterentwicklung

von Strukturen und Angeboten

in der Altenarbeit. Es wird sehr

spannend, welche Ergebnisse da zu erwarten

sind.

In den Stadtteilen arbeiten vielfältige

Bürgergremien und Arbeitsgemeinschaften,

Kiezbeiräte und Stadtteilkonferenzen,

in denen sich bereits zahlreiche Senioren

ehrenamtlich engagieren. Dazu

sollten sie weiter motiviert werden, denn

die Erfahrungen der älteren Generation

haben für die Gestaltung des Gemeinwesens

große Bedeutung. Das Bezirksamt

spielt hier die Rolle der vernetzenden

und steuernden Instanz. In Zukunft

wird es die anstehenden Aufgaben nur

gemeinsam mit solchen Partnern umsetzen

können.

Wo kann oder sollte die Volkssolidarität

eine rolle spielen?

Als mitgliederstärkste Wohlfahrtsorganisation

ist die Volkssolidarität ein verlässlicher

und kompetenter Partner für

das Bezirksamt. So ist sie Träger der Koordinierungsstelle

„Rund ums Alter“,

von Pflege- und Wohneinrichtungen für

Senioren. Viele ihrer Mitglieder gehören

zum Kern der engagierten Bürger, und

die Ortsgruppen führen ein reges soziales

und kulturelles Leben. Auch die Solidarität

mit den Schwachen der Gesellschaft

wird hier groß geschrieben. Ich

kenne die Volkssolidarität schon lange

und arbeite gern mit ihr zusammen.

Kerstin Beurich (re.) mit den Vorsitzenden der Sozialausschüsse

gibt es ein Miteinander der generationen?

Alle Träger von Seniorenarbeit sind

generationenübergreifend tätig und

fördern das Miteinander von Jung und

Alt. Dafür gibt es viele gute Beispiele:

gemeinsame Feste in den Stadtteilen,

Kochen und Backen mit Kindern in Seniorenbegegnungsstätten

oder Jugendliche

bringen älteren Menschen den Umgang

mit dem Computer bei. Das gilt

es weiter auszubauen. Besondere Aufmerksamkeit

ist auch der zunehmenden

Zahl von Seniorinnen und Senioren mit

Migrationshintergrund zu widmen.

zum schluss noch eine persönliche

frage: ihr ressort umfasst den „lebenslauf

von der einschulung bis zum

grabe“. Wie bewältigen sie diesen arbeitsumfang?

Im Bezirksamt mit klugen und engagierten

Mitarbeitern, darüber hinaus

wirken gerade im sozialen Bereich viele

Menschen ehrenamtlich mit. Und zu

Hause geht es nur mithilfe der Großfamilie,

denn keine Kita arbeitet rund um

die Uhr.

Vielen dank für die ausführlichen antworten.

Wir wünschen ihnen weiterhin

eine erfolgreiche arbeit.

Die Fragen stellte Inge Junginger


Berliner sozialverbände machen mobil

1. sozialgipfel der Bundeshauptstadt unter aktiver Mitwirkung der Volkssolidarität

Maßnahmen gegen Armut – der 1. Berliner Sozialgipfel

So kann es nicht weitergehen! Das war der Grundtenor einer

Konferenz, die am 2. April dieses Jahres im Verbund von

Berliner Sozial- und Wohlfahrtsverbänden im ver.di-Haus

stattfand. Der Sozialverband Deutschland, die Berliner

Volkssolidarität, ver.di, der Bund der Ruhestandsbeamten,

Rentner und Hinterbliebenen

(BRH), der

Humanistische Verband

Berlin sowie der VdK

stellten sich – übrigens

zum ersten Mal gemeinsam

– den Fragen der

Armut, die auch in der

Bundeshauptstadt an

Schärfe und Brisanz zugenommen

hat.

Zum Auftakt machte Senatorin

Dr. Heidi Knake-

Werner in ihrem Grußwort

deutlich, dass eine

konzentrierte Debatte

darüber, wie Armut in

all ihren Facetten bekämpft werden kann, aktuell und wichtig

ist. Man müsse gegenwärtig von der tiefsten gesellschaftlichen

Spaltung sprechen, die es je in der Geschichte der

Bundesrepublik gegeben hat, betonte der Hauptgeschäftsführer

des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes,

Dr. Ulrich Schneider. Er beklagte eine zunehmende „Amerikanisierung“

der Arbeitsverhältnisse in Deutschland, was

zur Entsolidarisierung und zur gesellschaftlichen Ausgrenzung

vieler Menschen führe.

Der Kampf gegen die Armut soll verstärkt werden

landesVerBand Berlin

Prof. Peter Oehme vom BRH wie auch Prof. Frieder Otto

Wolf, Präsident der Akademie des Humanistischen Verbandes,

und Roland Tremper, Bezirksgeschäftsführer der

Gewerkschaft ver.di, waren sich darin einig, das Thema

Armut als gesellschaftliches Problem aller Altersgruppen

aufzugreifen. Besonders schmerzhaft trifft das Kinder

und Jugendliche. Die Zahl der betroffenen Kinder, die in

Deutschland in Armut leben, ist auf eine Rekordhöhe von

2,5 Millionen angewachsen.

Die veranstaltenden Verbände und Organisationen fordern

von der Politik, dass jeder Bürger durch Arbeit seinen

Lebensunterhalt sichern könne. Dazu gehöre es auch, für

junge Menschen genügend Ausbildungsplätze zu schaffen.

Armut als gesellschaftliches Strukturproblem sei menschlich

unakzeptabel und müsse auf allen Ebenen bekämpft

werden.

Die Teilnehmer des Gipfels sprachen sich dafür aus, mehr

für eine öffentliche Mobilisierung und die Bündelung der

Kräfte zu tun. Mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung

wandten sich die Veranstalter des 1. Berliner Sozialgipfels

an die staatlichen Verantwortungsträger, um sie zu schnel-

lem Handeln aufzurufen und keine weiteren Kürzungen

sozialer Leistungen zuzulassen. Dabei gehe es um alle betroffenen

Bevölkerungsgruppen – von den Kindern über

Arbeitslose bis hin zu den Rentnern. Die Teilnehmer der

Konferenz wollen ihre Anstrengungen im Kampf gegen

Armut verstärken und zukünftig besser koordinieren. Im

kommenden Jahr soll es einen 2. Berliner Gipfel geben.

Text und Fotos: Mario Zeidler

Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner

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landesVerBand Berlin

stolzer spendenerlös

Volkssolidarität bedankt sich bei allen

sammlern und spendern

Trotz der Knappheit in den Geldbeuteln vieler Haushalte und

der Spendenskandale aus jüngster Zeit konnte bei der Haus-

und Straßensammlung im März 2008 das stolze Vorjahresergebnis

nahezu wieder erreicht werden. Der Gesamterlös lag

in diesem Jahr bei rund 340.000 Euro. Angesichts der Skandale

im Umgang mit Spendengeldern in anderen Verbänden

will jedoch die Volkssolidarität weiterhin Transparenz zeigen

und genau darüber informieren, was mit den eingegangenen

Spenden passiert.

Ganz wichtig dabei: Kein Spenden-Cent wird für Verwaltungsaufwendungen

ausgegeben. Die Volkssolidarität organisiert

ihre Sammelaktion vor allem mit ehrenamtlichen

Helfern. Das gespendete Geld wird in Gänze für soziale

Zwecke verwendet. Dabei verbleiben

50 Prozent der Mittel für die Sozialarbeit

in den Kiezgruppen. Mit diesem

Geld werden Kranke und sozial Bedürftige

betreut, die Nachbarschaftshilfe

organisiert und die Vereinsarbeit

unterstützt.

Die restlichen 50 Prozent werden im

Bezirks- und Landesverband für konkrete

soziale Projekte und Vorhaben

verwendet. Wie beispielsweise für die

Finanzierung von Ferienlagerplätzen

für Kinder von alleinerziehenden

Müttern oder aus sozial benachteiligten

Familien. Mitfinanziert wird auch

die Grundausstattung für Schulanfänger,

deren Eltern Hartz-IV-Empfänger

sind. Auch Seniorentreffs und Klubs

der Volkssolidarität erhalten Unterstützung.

Aber auch internationale Solidaritätsprojekte,

wie für Opfer von Naturkatastrophen,

russische Kinderheime

und ein Reha-Zentrum in Vietnam

für kriegsgeschädigte Kinder, erhalten

Unterstützung. Die satzungsgerechte

Verwendung der Mittel wird bei

der Volkssolidarität jährlich durch

die Steuerbehörden und unabhängige

Wirtschaftsprüfer kontrolliert. Ein großes

Dankeschön allen Sammlern und

Spendern, die mitgeholfen haben, die

Volkssolidarität auch im Jahr 2008 für

ihre Wohlfahrtsarbeit zu stärken.

startschuss für seniorenwoche an der

gedächtniskirche

Die Berliner Seniorenwoche

ist ein Dauerbrenner.

Seit nunmehr 34 Jahren

gibt es diese öffentlichkeitswirksameVeranstaltung.

In diesem Jahr

findet sie vom 21. Juni

bis 3. Juli statt. Den Eröffnungstag

wird es wiederum

auf dem Breitscheidplatz am Samstag, dem 21. Juni,

geben. Mit dabei ist natürlich auch wieder die Berliner

Volkssolidarität, die an insgesamt drei Ständen über ihr

breites Angebotsprofil informiert.

umzug: neues domizil für sozialstation Marzahn/

hellersdorf

Die häusliche Pflege der Berliner Volkssolidarität im Bezirk Marzahn/Hellersdorf

ist seit Mai 2008 unter neuer Adresse zu finden. Das Team um

Pflegedienstleiterin Sabine Sprentz befindet sich jetzt an zentraler Stelle in

der Neuen Grottkauer Straße 5 in Marzahn. Eine bessere Erreichbarkeit

und angenehmere Arbeitsbedingungen sorgen für den weiteren Anstieg

der Nachfrage nach qualifizierter Betreuung – sei es in der Krankenpflege,

in der Hauspflege oder bei der sozialen Beratung.

sozialstation Marzahn/hellersdorf

Neue Grottkauer Straße 5

12619 Berlin

Tel.: 0 30 / 56 89 78-0


Nik und Nico büffeln Mathe – mit Lernpatin

Angelika Gottemeyer

„ehrenamt ist ehrensache…“

„Psst, hier wird fleißig gelernt…“, empfängt

mich Marianne Bischoff und führt

mich auf leisen Sohlen auf die Veranda.

An einem großen Tisch sitzen Nik und

Nico, Schüler einer zweiten Klasse, und

brüten über Matheaufgaben. Mit am

Tisch: Angelika Gottemeyer. Ich darf

ausnahmsweise kurz stören und erfahre:

Sie war viele Jahre in der Papierindustrie

tätig, wurde entlassen, dann zur

Floristin umgeschult und ist nun wieder

arbeitslos. Die zwei Jungen kennt sie

gut, wie auch andere Schüler, denn für

ein paar Stunden pro Woche ist sie ihre

ehrenamtliche Lernpatin. „Das ist jedenfalls

besser, als zu Hause hocken“, sagt

Angelika Gottemeyer. „Ich bin auch sehr

gern mit Kindern zusammen.“ Nico findet

das prima. „Sie ist wenigstens nicht

so streng wie unsere Lehrerin…“

Ich will nicht weiter stören und folge

Marianne Bischoff in das Büro nebenan,

wo ich auch Bärbel Weinberg kennenlerne.

Beide Frauen leiten die Freiwilligen-

Agentur (FWA) im Nachbarschaftszentrum

in Schwedt (Landkreis Uckermark),

das gemeinsam von der Volkssolidarität

und der städtischen Wohnungsbaugenossenschaft

WOBAG in einem modernisierten

Plattenbau betrieben wird. Sie

wissen aus eigener Erfahrung, wie sich

Menschen fühlen, die abgewickelt, aussortiert,

an den Rand der Gesellschaft

gedrängt oder in Frührente abgeschoben

wurden. In Schwedt, einstmals Zentrum

der DDR-Chemieindustrie mit allein

rund 10.000 Beschäftigten, betrifft das

21 Prozent der arbeitsfähigen Bevölke-

Marianne Bischoff und Bärbel Weinberg von der

Freiwilligen-Agentur in Schwedt

Besuch bei der freiwilligen-agentur der Volkssolidarität in schwedt

rung. Immerhin: Die zwei haben nach

Zeiten der Arbeitslosigkeit wieder eine

Aufgabe. „Eine schöne und lohnende“,

sagt Bärbel Weinberg. Wie sie erzählt,

habe sie die Agentur 2005 aufgebaut;

Trägerin war damals der Verein „Stattwerk

e. V.“ in Berlin. 2006 kam Marianne

Bischoff hinzu und seit September

2007 ist die Volkssolidarität einziger

Träger.

„Mit dem Wechsel sind wir sehr zufrieden“,

lobt Bischoff. „Die materiellen

und organisatorischen Bedingungen für

uns sind deutlich besser.“ Wichtigste

Aufgabe der Agentur ist die Gewinnung,

Betreuung und Vermittlung von Ehrenamtlichen

für die unterschiedlichsten

Aufgaben. Und der Bedarf ist groß. Vor

allem bei jenen Familien und Menschen,

die zu den sozial Schwachen gehören,

die von Altersarmut und Vereinsamung

bedroht sind. Ich will wissen, woher

die Freiwilligen kommen. „Aus allen

Schichten der Bevölkerung“, erklärt

Bärbel Weinberg. „Darunter sind Chemieingenieure,

Kindergärtnerinnen oder

Krankenschwestern.“ Manche seien

selbst arbeitslos oder im Vorruhestand.

„Für viele ist so ein Ehrenamt Ehrensache“,

betont Weinberg. 168 Freiwillige

verzeichne die FWA-Kartei, rund 60

seien derzeit im Einsatz. Als Lernpaten,

wie Angelika Gottemeyer, als Haushaltshilfe,

als Betreuer von Behinderten,

als „Vorlese-Oma“ und sogar als

gelegentlicher Babysitter. Zudem habe

die Agentur Freiwillige an Sportvereine,

an Kultur- oder Naturschutzeinrich-

landesVerBand BrandenBurg

tungen vermittelt. Besonders erfreulich:

„Einige wurden inzwischen Mitglied der

Volkssolidarität, sodass jüngst eine neue

Ortsgruppe entstand.“ Wie Marianne Bischoff

ergänzt, setzte man vor allem auf

die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung

und anderen Organisationen.

Deshalb sei sie auch im Vorstand des Vereins

„Leg los – werd groß e. V.“, der sich

besonders um die jüngsten Schwedter

kümmere. Das DRK und eine Hebamme

zählten ebenfalls zu den Partnern.

Für das Nachbarschaftszentrum, das

voraussichtlich 2009 in ein „Haus der

Generationen“ umziehen kann, gilt ein

Wochenprogramm, das von den Bürgern

immer mehr angenommen und nach deren

Wünschen ständig ergänzt wird. Am

Montag zum Beispiel gibt es den Eltern-

Kind-Treff, dienstags einen Spielenachmittag

und donnerstags Gesundheitserziehung

oder gemeinsames Kochen.

„Besonders beliebt ist unsere Singgruppe,

die 14-täglich zusammenkommt“, berichtet

Bischoff nicht ohne Stolz. Ein System

der Nachbarschaftshilfe werde derzeit

aufgebaut, wofür man dringend noch ein

paar Männer benötige.

„Die könnten dann Kleinreparaturen

übernehmen“, sagt Bärbel Weinberg und

lächelt, als ich mich verabschiede. „Schade,

dass Sie nicht in Schwedt wohnen,

denn wir könnten Sie als Freiwilligen gut

gebrauchen…“ Lothar Rölleke

freiWilligen-agenturen der

Volkssolidarität in BrandenBurg

forst:

Gubener Straße 10

03149 Forst (Lausitz)

Tel.: 0 35 62 / 69 11 11

spremberg:

Georgenstraße 37

03130 Spremberg

Tel.: 0 35 63 / 609 03 21

schwedt:

Julian-Marchlewski-Ring 64 a

16303 Schwedt

Tel.: 0 33 32 / 83 56 36

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landesVerBand BrandenBurg

„Das Ding sieht zwar krumm aus, ist aber noch gut zu gebrauchen“,

meint Gerhard Bettche und versucht, einen langen,

ziemlich verbogenen Schraubenschlüssel mit gezielten Hammerschlägen

wieder in die richtige Form zu bringen. Nach

einigen Minuten ist der 62-Jährige zufrieden und der Schlüssel

wandert in eine große Kiste, wo schon diverse Schraubendreher,

Sägeblätter, Meißel, Hämmer, Zangen, Bohrer oder

Hobel liegen. Auch eine Nähmaschine steht daneben. „Ist

zwar alles gebraucht, doch zum Wegwerfen viel zu schade“,

sagt der gelernte Zimmermann. Wenn alles hergerichtet, geputzt

und verpackt ist, soll das Ganze auf die Reise gehen,

auf eine sehr weite Reise: von der Havelstadt Potsdam über

Hildesheim in die afrikanische Republik Eritrea am Roten

Meer oder nach Tansania, wo das Werkzeug von der zumeist

bettelarmen Bevölkerung dringend gebraucht wird.

„Wir sehen es als Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Jörg Jutzi

vom Regionalverband Mittelmark der Volkssolidarität. „Im

Kampf gegen Armut müssen wir auch über Ländergrenzen

hinausblicken.“ Jutzi organisiert das Einsammeln der Werkzeugspenden

in Potsdam und Umgebung. Und er kümmert

sich um die Aufarbeitung und Verteilung, gemeinsam mit ehrenamtlichen

Helfern, wie Gerhard Bettche. Als Frührentner

hatte der im vergangenen Jahr nach einer sinnvollen, ehrenamtlichen

Betätigung gesucht und sie bei der Volkssolidarität

gefunden. „Um Menschen zu helfen, die darauf angewiesen

sind“, so Bettche. „Ich mache das gern, obwohl ich in meinem

riesigen Garten genügend Arbeit habe…“

Von der havelstadt ans rote Meer

regionalverband Mittelmark sammelt

Werkzeugspenden für afrika

Zwei Mal pro Woche im Einsatz: Zimmermann

Gerhard Bettche in der Werkzeug-Sammelstelle

Musikgenuss in historischer umgebung

am 18. Juni 2008 findet ein sonderkonzert für Mitglieder und

freunde der Volkssolidarität statt

Zu einem besonderen Konzert in historischer

Umgebung lädt der Landesverband

Brandenburg e. V. Mitglieder und

Freunde der Volkssolidarität für den 18.

Juni auf Gut und Schloss Liebenberg

ein: Von 15–17 Uhr musiziert dort in

der Musikscheune das bekannte Preußische

Kammerorchester (Foto), das in

der Uckermark zu Hause ist und Werke

aus Klassik, Unterhaltung und Volks-

musik vorstellen wird. Die Konzertbesucher

haben auch die Möglichkeit,

an einer Schlossführung teilzunehmen

sowie den Schlosspark oder das kleine

Museum zu besuchen. Kaffee und Kuchen

gibt es ab 13 Uhr in der Gaststätte

auf dem Gelände.

Karten zum Preis von 19 Euro können

bei Renate Witzke in der Landesgeschäftsstelle

bestellt werden.

Jörg Jutzi vom

Regionalverband

Mittelmark koordiniert

die Aktion

Zwei Tage in der Woche werkelt er im Keller der VS-Geschäftsstelle

an der Zeppelinstraße, wo sich seit November

2007 auch die Werkzeug-Sammelstelle befindet. Sie ist dienstags

und mittwochs von 10–12 sowie donnerstags von 13–15

Uhr geöffnet. Partner der Aktion ist der Arbeitslosenverein

„Arbeit und Dritte Welt e. V.“ in Hildesheim, der sich auf

diesem Gebiet schon seit Jahren engagiert. Wie Jörg Jutzi berichtet,

begann ihre Beziehung mit einem Ausflug der Hildesheimer

im vergangenen Herbst.

„Bei einer Kutschtour auf der B 1 machten sie Zwischenstopp

in Potsdam, wo sie das Projekt vorstellten.“ Mithilfe der Gewerkschaft

und der Potsdamer Sozialbeigeordneten kam es

kurz darauf zum Kontakt mit der Volkssolidarität. „Inzwischen

arbeiten wir gut zusammen“, so Jutzi. Zwei Transporter

mit insgesamt 3.725 Werkzeugen seien bisher aus der Havelstadt

nach Afrika gegangen. „Ich hoffe, dass noch viele hinzukommen.“

In den nächsten Monaten werde vor allem für

Menschen in Nigeria gesammelt. Lothar Rölleke

Tel.: 03 31 / 704 23 24 oder E-Mail:

renate.witzke@volkssolidaritaet.de

Sie nimmt auch Anmeldungen für die

Schlossführung oder die Kaffeetafel entgegen.


nachrichten

neue Pflegeheime für senioren

Wünsdorf. Ein neues Altenpflegeheim mit 80

Plätzen entsteht derzeit in Wünsdorf (Landkreis

Teltow-Fläming). Zwei Unternehmer

aus Irland investieren rund fünf Millionen

Euro in dieses Projekt; Trägerin ist die

Volkssolidarität Bürgerhilfe gGmbH. Nach

dem Richtfest im Mai sollen zum Jahresende

die ersten Gäste einziehen. Zwei weitere

Heime der Volkssolidarität gGmbH mit

jeweils 72 Plätzen waren bereits im Januar

in Groß Köris und im März in Schulzendorf

(beide Landkreis Dahme-Spreewald) eröffnet

worden.

gelungener Messeauftritt

Potsdam. Die Landesgeschäftsstelle und

der Regionalverband Mittelmark nahmen

erfolgreich an der Messe „Vital & 50plus“

in Potsdam teil, die Mitte März zum dritten

Mal durchgeführt wurde. Am Gemeinschaftsstand

informierten sie über soziale

Dienstleistungen, generationenübergreifende

Projekte und ehrenamtliche Arbeit. Auch

konnten sich die rund 4.000 Besucher in die

Unterschriftenlisten „Sozialabbau stoppen!

Sozialstaat stärken!“ (Initiatoren: Volkssolidarität

und SoVD Sozialverband Deutschland

e. V.) eintragen.

Verdienter ruhestand

Eisenhüttenstadt. Annelie Richter, Leiterin

des Bereichs Hauswirtschaftshilfe und „Essen

auf Rädern“ im Kreisverband Eisenhüttenstadt

(Landkreis Oder-Spree) wurde in

den Ruhestand verabschiedet. Mit kurzen

Unterbrechungen war sie 15 Jahre bei der

Volkssolidarität angestellt. Zu ihren Aufgaben

zählte die tägliche Verteilung von rund

130 Essenportionen an Senioren und bedürftige

Menschen. „Sie war sehr engagiert

und sehr beliebt“, lobt Geschäftsstellenleiterin

Barbara Basan. Zum Glück bleibt Annelie

Richter der Volkssolidarität erhalten: als

Vorsitzende einer Ortsgruppe.

terMine:

31.05.

31.05.

09.06.

10.06.

14.06.

18.06.

28.06.

17.07.

26.07.

Angermünde: Kinder- und Familienfest

im Friedenspark

Luckenwalde: Theateraufführung der

Kita „Vier Jahreszeiten“

Beginn der Brandenburger Seniorenwoche

unter dem Motto „Sozial gesichert

aktiv leben – heute und morgen“

Potsdam: Workshop „Vorstellung neuer

Projekte für Ehrenamtliche“

Groß Pinnow: Tag der Kunst und Kultur

des Kreisverbandes Uckermark

Bad Freienwalde: Tag der offenen Tür in

der Begegnungsstätte

Spremberg: Eröffnung des Mehrgenerationenhauses

Wittstock: Hoffest für Senioren

Cottbus: Sommerfest in der Begegnungsstätte

„das ist mein zweites zuhause“

Begegnungsstätte in finsterwalde feierte 50. geburtstag

Eine bunte Marzipantorte mit dem

Logo der Volkssolidarität und ein Riesenkochtopf

– das waren einige der

originellsten Geschenke, die am 18.

April 2008 in der Begegnungsstätte in

Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster)

überreicht wurden. Der Anlass: Diese

Einrichtung, die im April 1958 in einem

schmucken Jugendstil-Gebäude

an der Langen Straße zunächst als

„Klub der Volkssolidarität“ eröffnet

wurde, beging ihren 50. Geburtstag.

Rund 50 Gäste hatten sich zur Feier

des Tages eingefunden, darunter ehemalige

Mitarbeiterinnen und Stammgäste,

wie Augusta Gabriel. Sie kommt

seit Jahren wochentags zum Mittagessen.

„Das ist mein zweites Zuhause“,

so die 86-Jährige. „Ich lebe allein und

finde hier stets Gesellschaft.“

landesVerBand BrandenBurg

An der Geburtstagstafel fröhlich vereint: die ehemalige Leiterin Marie Götze und die heutige Chefin

Brunhilde Schulze

Die Begegnungsstätte ist Treffpunkt

für rund 4.000 VS-Mitglieder in der

Region. Jede Woche stehen Gymnastik,

Spieleabende, Handarbeitsnachmittage,

Vorträge oder Ausflüge auf

dem Programm. Besonders gefragt

ist die Veranstaltung „Hier kocht die

Chefin“. Dann schwingt Leiterin Brunhilde

Schulze einmal monatlich den

Kochlöffel zwischen Töpfen, Tiegeln

und Pfannen. „Gekocht wird, was unsere

Gäste wünschen“, sagt die Chefin,

die tatkräftig von Ehemann Günter

und anderen fleißigen Helfern unterstützt

wird. Sie freute sich bei der Feier

besonders darüber, dass einige ihrer

Vorgängerinnen dabei waren, wie Marie

Götze (82). In der Zukunft soll die

Einrichtung verstärkt zu einem Treff

der Generationen werden.

trauer um claus geßner

Am 21. März verstarb Claus Geßner, langjähriger

stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes

Brandenburg e. V. und Mitglied des

geschäftsführenden Landesvorstandes, im Alter

von 57 Jahren.

In einem Nachruf von Landesvorstand und Landesgeschäftsstelle

heißt es, „sein Engagement

und sein Wirken für unseren Sozial- und Wohlfahrtsverband

bleiben unvergessen.“

17


18

landesVerBand MecklenBurg-VorPoMMern

Es wird Brot gebacken wie zu Urgroßmutters

Zeiten. Die kleinen Knirpse

wissen schon genau Bescheid: Erst

wird das Biogetreide grob gemahlen.

Danach kommt alles in eine große

Schüssel, vermengt mit Salz, drei Esslöffeln

Obstessig, einem Päckchen Trockenhefe

und drei viertel Liter Wasser.

Das Kneten geht reihum. Manchmal

werden zur Verfeinerung noch Röstzwiebeln

oder Kürbiskerne hinzugegeben.

Nach einer Stunde im Backofen

ist das Brot fertig.

Die kleine Küche ist neu und wurde

mithilfe der Eltern eingerichtet. Sie gehört

zum Gesundheitsprogramm der

Kindertagesstätte der Volkssolidarität.

Das Gesundheitskonzept beginnt jeden

Morgen mit einem gemeinsamen

Frühstück für alle. Wie selbstverständlich

bedienen sich die Kinder von einem

reichhaltigen Frühstücksbüfett,

das täglich nach den besten Gesundheitsrezepten

zusammengestellt wird

und auf dem Obst, Gemüse, gesunde

Rohkostsalate und natürlich die am

Vortag gebackenen Brotwaren nicht

fehlen dürfen. „Auf eine gesunde Ernährung

der Kinder legen wir ganz

nachrichten

danke gisela steineckert

Mit einem Lesenachmittag unter dem Titel

„Das Schöne an den Frauen, der Liebe und

den Männern“ gastierte die Schriftstellerin

Gisela Steineckert bei der Volkssolidarität

in Neubrandenburg und Neustrelitz. Die

Gäste waren begeistert von ihrem einzigartigen

Talent, mit den treffenden Worten und

Gesten Gedanken lebendig zu machen und

eigene Empfindungen und Lebensweisheiten

weiterzugeben. Das Interesse an ihren

Büchern war groß. Gisela Steineckert fand

in der Signierstunde für jede Leseratte die

passende Widmung. Helga Emmaus

Mehr gesundheit geht nicht

in der kinderküche der

schweriner Volkssolidaritäts-kita „Mosaik“

in der Pilaer straße herrscht hochbetrieb

großen Wert“, sagt Renate Kiencke,

die Leiterin der Einrichtung. „Über

das Interesse der Eltern sind wir sehr

froh. Wir geben unser Wissen über

eine gesunde Ernährung an sie wei-

Ausruhen nach dem Besuch in der Infrarotwärmekabine.

Renate Kiencke, Leiterin der Kita, überzeugt

sich von dem Wohlergehen ihrer Schützlinge

ter, denn vieles kennen die Eltern gar

nicht mehr.“ Die Schweriner Kindertagesstätte

beteiligte sich bisher an

vielen Gesundheitsaktionen des Landes

Mecklenburg-Vorpommern, so

nahm sie an der Aktion „Gesundheit

im Kindergarten“ teil. Und dazu gehört

nicht nur die gesunde Ernährung.

„Wir wollen Gesundheit rundum“,

erklärt Renate Kiencke und verweist

Volkssolidarität eröffnet neues Pflegeheim

Bad Doberan. Der Kreisverband Bad Doberan/Rostock

Land e. V. eröffnet am 11.

Juli 2008 in Bad Doberan ein stationäres

Pflegeheim mit 83 Pflegeplätzen. Mit dem

Bau des Pflegeheimes schafft die Volkssolidarität

50 neue Arbeitsplätze. Die Investitionssumme

von 6,5 Millionen Euro

wurde mithilfe der Deutschen Postbank

AG und der Stiftung Deutsches Hilfswerk

finanziert. Mit der Gesamtkonzeption und

dem Bau des Heimes wurde die KerVita-

Gruppe aus Hamburg betraut, die bereits

ein Pflegeheim in Schwerin in Kooperation

mit der Volkssolidarität errichtete. Nähere

Informationen erteilen Frau Petersen unter

Brotbacken wie zu Urgroßmutters Zeiten.

Ute Möser und ihre Kleinen weihen die neue

Getreidemühle ein

auf den Wellnessbereich der Kita.

Alle Kinder gehen regelmäßig in die

Infrarotwärmekabine und ruhen

sich anschließend bei leiser Musik

und einem Glas Wasser aus. Die Erkältungskrankheiten

sind schon seit

Jahren rückläufig, meint die Leiterin.

„Mehr Gesundheit geht gar nicht.“

Die gute Atmosphäre in der Kita

„Mosaik“ hat sich in Schwerin herumgesprochen.

Man arbeitet dort

seit Jahren mit einer Warteliste, und

das, obwohl die Einrichtung bereits

vor über 20 Jahren eingeweiht wurde

und inmitten von sogenannten „Plattenbauten“

steht. Übrigens erreichte

der Kindergarten „Mosaik“ in der

Gesundheitsaktion des Landes den

sechsten Platz. Der Landesverband

Mecklenburg-Vorpommern war so

stolz und schenkte den Kindern für

ihre Küche eine richtige Getreidemühle,

die täglich genutzt wird.

Tel.: 03 82 03 / 623 69 sowie der jeweilige

Ortsverband im Landkreis Bad Doberan.

zwei neue Projekte in neustrelitz

Neustrelitz. Die Sanierung des „Hauses

der Volkssolidarität“ wurde erfolgreich

abgeschlossen. Der Spezialtagespflegebereich

ist Menschen mit Demenz vorbehalten.

Zurzeit werden dort acht Frauen

und Männer mit eingeschränkter Alltagskompetenz

betreut. Auch das zweite

neue Projekt, eine von der VS-Sozialstation

ambulant betreute Wohngemeinschaft,

wurde gut angenommen. Hier

wohnen seit Februar 2008 sieben Mieter

wie in einer großen Familie. „In beiden


der name „Volkssolidarität“ ist Programm

fünf frauen diskutierten auf der delegiertenversammlung des landesverbandes

der Volkssolidarität Mecklenburg-Vorpommern

als erste ergriff die Präsidentin des landtages,

sylvia Brettschneider, das Wort.

Sie bedankte sich bei den nahezu 60.000

Mitgliedern der Volkssolidarität in

Mecklenburg-Vorpommern für ihre erfolgreiche

Arbeit. „Bei der Volkssolidarität,

einer der größten und zuverlässigsten

Leistungsträger in Mecklenburg-Vorpommern,

führen bürgerschaftliches Engagement

und Selbsthilfe zusammen“,

sagte sie. „Der Name Volkssolidarität

war und ist Programm.“ Der Verband sei

nicht nur ein bedeutender Sozialdienstleister,

sondern auch ein sozialpolitischer

Ansprechpartner für das Land. „Wir

sind auf Sie angewiesen“, sagte die Präsidentin

und appellierte an die Mitglieder

der Volkssolidarität, bei dem großen

Bündnis von Vereinen, Organisationen

und Verbänden unter dem Motto „Wir-

Erfolg braucht Vielfalt“ mitzuhelfen.

lilo fiedler, die landesgeschäftsführerin,

informierte über das Projekt „altenpflegeheim

in Moldowa“.

Bis jetzt konnten 25.000 Euro an das

Heim in Suslen übergeben werden. Es

sind Spenden von Mitgliedern der Volkssolidarität

aus Mecklenburg-Vorpommern.

Eine Delegation aus Schwerin

neuen Bereichen ist der miteinander gestaltete

Alltag die beste Therapie, um

Fähigkeiten zu erhalten oder wiederzuerlangen“,

sagt Helga Emmaus, die

Geschäftsführerin des Kreisverbandes

Neubrandenburg/Neustrelitz e. V.

Villa kunterbunt feiert 25. geburtstag

Plau am See. Ihren 25. Geburtstag begeht

die Kindertagesstätte der Volkssolidarität

„Villa Kunterbunt“ in Plau am

See am 11. Juli 2008 mit einem großen

Sommerfest in der Gartensparte „Sommerland“.

Auf die Gäste wartet ein

buntes Programm.

landesVerBand MecklenBurg-VorPoMMern

konnte sich an Ort und Stelle im vergangenen

Jahr davon überzeugen, dass

das Geld gut genutzt wurde und die Not

durch Einbau einer Wasseranlage und

von Sanitärtechnik gelindert werden

konnte. Auch die Sachspenden haben

große Freude ausgelöst. Inzwischen sind

weitere 3.000 Euro für das Altenpflegeheim

eingegangen.

Viel Beifall erhielt auch hannelore seidler,

Mitglied des altenparlamentes von

Mecklenburg-Vorpommern.

Als Mitglied des Altenparlamentes, das

es sonst nur noch in Schleswig-Holstein

gibt, informierte sie darüber, dass die

Landesvertreter Wünsche der älteren

Bürger an die Landesregierung herangetragen

haben. Drei Leitanträge seien

erarbeitet worden. Der erste beschäftige

sich mit der künftigen Alterssicherung

im Hinblick auf die zu erwartende Altersarmut

in Ostdeutschland, der zweite

mit der Gestaltung eines seniorenfreundlichen

Umfelds und der dritte mit

dem Thema „Gesund alt werden“. Das

Altenparlament fordere die Rentenangleichung

von Ost an West. Außerdem

seien zwei Resolutionen verabschiedet

worden: Zum einen soll der massenhafte

Verkauf von kommunalem Eigentum

verhindert werden. Die zweite

Resolution setzte sich für Toleranz und

Demokratie ein und wendet sich gegen

Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit

und Aktionen der NPD.

edith samuel, kreisgeschäftsführerin

von ueckerrandow, nutzte ebenfalls die

anwesenheit so vieler landespolitiker,

um Probleme anzusprechen.

„Was tragen wir dazu bei, den sozialen

Frieden zu erhalten?“ Nach dieser Devise

müsse geurteilt und entschieden werden,

meinte sie. Mit Leidenschaft setzte

sie sich für eine bessere Vergütung der

Ehrenamtlichen ein. „Ehrenamt geht

Hannelore Seidler (re.) in der Beratungspause im

Gespräch

nicht zum Nulltarif“, war ihre Auffassung.

„Warum kostet ein Kitaplatz in

Berlin nur 35 Euro und hier in Mecklenburg-Vorpommern

ist er oft nicht

zu bezahlen?“, fragte sie die Politiker.

Der Wegzug vieler junger Menschen

aus Vorpommern kann ihrer Meinung

nach durch konkrete Umschulungen zu

Fachkräften gestoppt werden. Und sie

verlangte einen Pflegestützpunkt für ihren

Kreis. Natürlich in Trägerschaft der

Volkssolidarität.

große zustimmung der delegierten erfuhr

dr. Marianne linke, die ehemalige

sozialministerin des landes und heutiges

Mitglied des landesvorstandes der

Volkssolidarität und leiterin des kompetenzzentrums

„armuts- und obdachlosigkeitsbekämpfung“.

„Wir Älteren kennen die Probleme

noch aus den Nachkriegsjahren. Hartz

IV heute heißt Armut. Und dazu gehören

Suppenküchen, Kleiderkammern,

Einschränkung der gesellschaftlichen

Teilhabe, Einschränkung der gesundheitlichen

Betreuung“, erklärte sie. Im

bundesweiten Vergleich hätten die Familien

in Mecklenburg-Vorpommern

die geringsten Einnahmen. 15 Prozent

der Kinder leben hier in Hartz-IV-Familien

und weitere 15 Prozent in „Aufstockerfamilien“.

So werden die Familien

genannt, in denen die Eltern trotz Arbeit

so wenig verdienen, dass sie staatliche

Zuschüsse beantragen müssen. „Und

zu alledem wird den Menschen die Frage

suggeriert, sind wir selbst an unserer

Lage schuld“, fasste Marianne Linke

die Lage in Mecklenburg-Vorpommern

zusammen.

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20

landesVerBand MecklenBurg-VorPoMMern

kein kampf Jung gegen alt

landesdelegiertenversammlung in lohmen

48 Vertreter der 59.233 Mitglieder

des Landesverbandes Mecklenburg-

Vorpommern trafen sich am 26. April

2008 zur Landesdelegiertenversammlung

im idyllischen Lohmen

am Gardersee. Mit ihnen kamen 18

Gäste, darunter die Landtagspräsidentin

Sylvia Brettschneider und die

Landtagspräsidentin Sylvia Brettschneider (li.) sozialpolitischen Sprecher der Land-

mit Landesgeschäftsführerin Lilo Fiedler tagsfraktionen. Mit Dr. Marianne

Linke, Mitglied des Landesvorstandes

der Volkssolidarität, und Dr. Klaus Gollert, Vorsitzender des Landesverbandes

des PARITÄTISCHEN, nahmen gleich zwei ehemalige Sozialminister des

Landes an der Konferenz teil. Dr. Hartmut Hoffmann, der Landesvorsitzende

der Volkssolidarität, wies auf die dringendsten Probleme hin: Mecklenburg-

Vorpommern sei ein Schwerpunkt potenzieller und realer Armut geworden.

„Die sozialen Folgen dieser Entwicklung waren für unsere Mitglieder eigentlich

Zeichen einer vergangenen Zeit“, sagte der Vorsitzende. Jetzt ginge es darum,

wie es ermöglicht werden kann, dass Menschen aller Altersstufen nicht auf

Nachkriegsniveau absinken und in Würde leben können. Kinderarmut könne

man nicht mit Beschneidung der Alterseinkünfte bekämpfen. „Einen Kampf

Jung gegen Alt werden wir nicht zulassen“, sagte er.

dank an alle aktiven helfer

Was die Arbeit der Volkssolidarität in

Mecklenburg-Vorpommern betrifft,

konnte Dr. Hartmut Hoffmann eine

beachtliche Bilanz ziehen: 5.293 ehrenamtliche

Helfer leisten landesweit

jährlich mit rund einer halben Million Zwei Freunde: Dr. Hartmut Hoffmann, Lan-

Stunden eine soziale Wertschöpfung desvorsitzender der Volkssolidarität (li.), und

von annähernd 3,9 Millionen Euro für Dr. Klaus Gollert, Vorsitzender des Landes-

das Gemeinwesen. 2.286 neue Mitglieder

wurden im vergangenen Jahr hauptverbandes

des PARITÄTISCHEN

sächlich durch die Arbeit der Ortsgruppen gewonnen. Rund 500.000 Gäste

besuchten Veranstaltungen der Begegnungsstätten. 30 ambulante Pflegedienste

sowie sieben Pflegeheime und zwölf Einrichtungen der Tages- beziehungsweise

Kurzzeitpflege sichern für mehr als 4.000 Menschen im Monat eine stabile

und qualitätsgerechte Betreuung. 6.786 Kinder in 70 Kindertagesstätten hat

die Volkssolidarität unter ihre Fittiche genommen. Hinzu kommen vier Kinderund

Jugendheime sowie die offene Jugendarbeit in 16 Freizeit- und Erholungseinrichtungen.

Wohnen in Geborgenheit bietet die Volkssolidarität ihren Mietern

in 1.692 betreuten Wohnungen, und in 48 Kontakt- und Beratungsstellen

erhalten Betroffene Hilfe und Unterstützung. Welch hohes Ansehen die Volkssolidarität

im Land genießt, beweist auch das Ergebnis der Listensammlung im

Sommer 2007. Die Bürger spendeten 633.005,63 Euro. Dr. Hartmut Hoffmann

dankte allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern. Anerkennung

zollten auch die Gäste. Marie-Louise Hänsel

lieBe geht auch Bei der

Volkssolidarität durch

den Magen

2.700 essensportionen verlassen

täglich die großküche in Bossow

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen

– Detlef Klaar, Küchenchef der

Großküche der Volkssolidarität in Bossow,

ganz in der Nähe von Krakow am

See gelegen, handelt genau nach diesem

Leitsatz. 2.700 Essensportionen verlassen

täglich den Hof. Insgesamt 17 Angestellte

machen das möglich. Seniorenheime – ob

zur Volkssolidarität, zur Diakonie oder

zum ASB gehörend –, Schulen, Kindereinrichtungen,

Mieter im Betreuten Wohnen,

Firmen und Einzelkunden aus der ganzen

Umgebung bis Güstrow, Teterow und

Laage erhalten jeden Tag aus Bossow ein

schmackhaftes Mittagessen. Eine zweite

Küche befindet sich in Bruel und versorgt

besonders die Einrichtungen aus Bützow,

Sternberg und Warin. Fünf verschiedene

Gerichte werden täglich gekocht und ausgeliefert.

Die Arbeit ist geschafft. Detlef Klaar, Leiter der

Großküche Bossow, bespricht mit seiner Kollegin

Siegrid Zandrowski den nächsten Tag

Außerdem bereiten die Mitarbeiterinnen

täglich für 500 Kunden Frühstück und

Abendbrot zu. Auch ein Partyservice

zählt zum Angebot. „Unsere Kunden

können zwischen deftigem Essen, regionaler

Hausmannskost und Feinschmeckergerichten

wählen“, erklärt Detlef

Klaar. „Auch Schonkost und Diätessen

bieten wir an. Wir arbeiten mit moderner

Technik nach neuesten ernährungsphysiologischen

Gesichtspunkten“, berichtet

der Küchenchef. Den Schulkindern sind

die Bossower besonders zugetan. „Wir

bieten zunehmend Essen an für Kinder,

die beispielsweise unter Milch- und Eiweißallergien

leiden“, sagt Detlef Klaar.

„Für Kinder und Heranwachsende ist

eine regelmäßige warme Mahlzeit von

enormer Wichtigkeit. Und für die Senioren

werden Mahlzeiten zubereitet, die die

vermehrt auftretenden altersbedingten

Krankheiten berücksichtigen.“


der Bundesverband veranstaltet gemeinsam

mit dem landesverband

sachsen e. V. und dem Volkssolidarität

stadtverband leipzig e. V. am 14.

Juni 2008 den 3. gesundheitstag der

Volkssolidarität zum thema „gesunde

ernährung – (k)eine frage des alters“

in der alten nikolaischule und auf dem

nikolaikirchhof in leipzig.

Besonders stolz ist die Volkssolidarität,

dass der Oberbürgermeister der Stadt

Leipzig, Burkhard Jung, die Schirmherrschaft

über den 3. Gesundheitstag

übernommen hat. Konzeptionell sollen

die gesunde Ernährung der Kinder

am Vormittag des Gesundheitstages in

all ihren Facetten und am Nachmittag

die altersgerechte Ernährung sowie die

Vermeidung von Unterernährung im

Pflegebereich im Mittelpunkt stehen. In

der Aula der Alten Nikolaischule findet

eine Fachkonferenz, getragen durch Impulsreferate,

mit Erzieherinnen und Er-

kinderfest der Volkssolidarität

große feier im Belantis-Vergnügungspark in leipzig

Am 2. Juni 2008 feiert der Landesverband

Sachsen e. V. gemeinsam mit dem

Kreisverband Leipziger Land/Muldental

e. V. ein gemeinsames Kinderfest im

BELANTIS mit ca. 4.500 Kindern.

In den wenigen Jahren seines Bestehens

hat sich der Vergnügungspark als Tourismus-Magnet

etabliert. Inmitten des

neu entstehenden Leipziger Südraums

„Neuseenland“ stellt er eines der beliebtesten

Ausflugsziele dar. Am Vormittag

wird das Fest mit den Kindergartenkindern

aus zahlreichen Stadt-, Kreis- und

Regionalverbänden eröffnet. Am Nachmittag

werden dann die Hortkinder der

Verbände begrüßt.

ziehern und am Nachmittag eine Fachkonferenz

für Pflegekräfte statt. Aus der

Diskussion heraus wird die Ableitung

zielorientierter und praxisnaher Handlungsempfehlungen

erfolgen, welche

mittelfristig die Aufmerksamkeit auf

eine Veränderung der Ernährungs- und

Verpflegungssituation in Kitas sowie

Anlagen des Betreuten Wohnens und

der Pflegeheime ermöglichen wird.

auf dem nikolaikirchhof präsentieren

sich:

• der Bundesverband der Volkssolidarität,

• die Deutsche Gesellschaft für

Ernährung e. V. (DGE) und

• zahlreiche positive Beispiele aus den

Verbänden und Kindereinrichtungen

des Landesverbandes Sachsen e. V.,

wo kindgerechte Erläuterungen und

Bastelmöglichkeiten zur gesunden

Lebensweise gegeben werden, angefangen

von gesunder Ernährung über

Im Vergnügungspark stehen

alle altersgerechten Fahrattraktionen

und andere Überraschungen

für die Kinder

bereit. Alle Teilnehmer erhalten

ein bedrucktes T-Shirt

vom Kinderfest als Erinnerung.

Gegen 14 Uhr werden

aus der Schlosskuppel vom BELANTIS-

Schloss 5.000 Luftballons gen Himmel

steigen und von dem Fest berichten.

Radio PSR wird mit seinem Aktionsmobil

das Kinderfest der Volkssolidarität

den ganzen Tag begleiten. Mit dem

Kinderfest wollen wir Zeichen setzen.

Gemäß unseres Leitsatzes „Miteinander–

landesVerBand sachsen

herzlich willkommen zum

3. gesundheitstag der Volkssolidarität!

Bewegung bis hin zur Gewichtsreduzierung.

Darüber hinaus konnten wir einen

Kochbus (Doppelstock-Bus, der als

Kochbus eingerichtet ist) akquirieren.

Durch Sehen, Hören, Schmecken, Riechen

und Tasten wird das Empfinden

mit allen Sinnen vermittelt und somit

der Zugang zu einer gesunden, sinnvollen

und schmackhaften Ernährung unterstützt.

Begleitet wird das gesamte Geschehen

auf dem Nikolaikirchhof durch eine

Bühne des Radio-PSR-Aktionsmobils.

Das Radio-PSR-Aktionsmobil begleitet

die Veranstaltung mit Musik, unterhaltender

Moderation und stündlichen

Spielaktionen.

Weitere Informationen erhalten Sie über

Ihren Stadt-, Kreis- oder Regionalverband

der Volkssolidarität und über den

Volkssolidarität Landesverband Sachsen

e. V. Programm siehe Seite 4.

Aus der Schlosskuppel werden die Luftballons aufsteigen

Foto: Claus Püschel

Füreinander“ soll den teilnehmenden

Kindern ein unvergesslicher Tag bereitet

werden.

Im Vorfeld möchten wir den Organisatoren

unseren Dank aussprechen, denn

so eine Herausforderung und Koordinierung

kann nur gemeinsam gemeistert

werden.

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22

landesVerBand sachsen

Brotpatenschaften – eine direkte hilfe

Projekt in rumänien

Der Kreisverband Leipziger Land / Muldental e. V. hat bereits

vor zehn Jahren ein spannendes Jugendprojekt in Rumänien

gestartet: Jugendliche aus dem Jugendclub Wiederitzsch und

seit zwei Jahren auch aus Belgershain fahren zusammen mit

dem Clubleiter Andreas Weise zweimal im Jahr für 14 Tage

in den kleinen Ort Buda, nahe der ukrainischen Grenze im

Nordosten von Rumänien. In diesem Jahr soll das Projekt erweitert

werden – erstmalig nehmen auch Jugendliche aus dem

Jugendclub Taucha teil. Nicht um dort den Urlaub zu verbringen,

sondern um die Not und Armut in dem kleinen Dorf zu

lindern. Denn viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind,

gibt es in Buda nicht. Egal, ob der Zaun ausgebessert werden

muss oder kleine Hausreparaturen erledigt werden – die Jugendlichen

haben viel zu tun. Auf dem Rückweg gibt es am

Schwarzen Meer etwas Erholung.

Im Vorfeld wurden im Kreisverband Geld und Material gesammelt,

denn vor Ort gibt es keine Super- oder Baumärkte.

Die Jugendlichen, die auch im Bundesprogramm „VIELFALT

TUT GUT. Jugend und Vielfalt, Toleranz und Demokratie“

integriert sind, gewinnen völlig neue Eindrücke. Es ist ein langer

Prozess, doch die unmittelbare Hilfe, die auf unschätzbare

Dankbarkeit stößt, veranlasst die Teilnehmer, über ihre Wertvorstellungen

nachzudenken.

Um noch gezielter helfen zu können, entstand die Idee der

Brotpatenschaften: Für 60 Euro im Jahr wird gewährleistet,

dass eine bedürftige Familie ein Jahr lang täglich ein Brot erhält.

Gleichzeitig bekommt die Bäckerei durch diese Brotpatenschaften

Aufträge und es werden Arbeitsplätze geschaffen.

kinder-ferienlager

sommer, sonne, ostseestrand

Ferien zwischen Warnemünde und Heidewald

im Ferienpark Schnatermann.

Das idyllisch gelegene Feriendorf befindet

sich nur einen „Steinwurf“ von der Ostsee

entfernt an der Warnow. Zwischen Warnemünde

und Heidewald, fernab von Autoverkehr

und Stress, erwartet euch ein tolles

maritimes Ferienprogramm.

„auf den spuren des schwarzen Piraten“

euch erwartet:

• eine Kuttererlebnisfahrt auf dem Breitling

• eine Schatzsuche

• die Nachtwanderung

• das Kutterrudern mit kleiner Bootsschule

• ein Grillabend am Lagerfeuer

• eine Hafenrundfahrt nach Warnemünde

mit Landgang

• ein Tagesausflug mit Kutter und Kremser

in das Ostseebad Markgrafenheide

unterbringung:

Ihr seid in beheizbaren Blockhütten untergebracht,

die Platz für fünf bis sechs Personen

bieten. Zur Ostsee ist es nicht weit: Bei

schönem Wetter werdet ihr per Pferdewagen

oder Segelboot direkt zum Strand gefahren.

Übergabe des Brotes an alleinstehende Frauen Foto: Andreas Weise

Erst kürzlich weilte eine kleine Delegation eine Woche lang

in Buda. Geschäftsführerin Christiane Lober und Clubleiter

Andreas Weise übergaben die Spenden persönlich. Sie nahmen

den rund 4.500 Kilometer langen Weg für Hin- und

Rückfahrt in Kauf und verteilten Grundnahrungsmittel und

Spielzeug in den Kindertagesstätten in Sibiu (Hermannstadt)

und Buda. Strahlende Kinderaugen waren das ergreifendste

Dankeschön.

terMine:

Wenn auch sie diese direkte hilfe unterstützen

möchten, wenden sie sich bitte an den

Volkssolidarität

kreisverband leipziger land / Muldental e. V.

Tel.: 03 41 / 904 25 23

E-Mail: jugendclub-wiederitzsch@t-online.de

02.06.

09.06.

14.06.

Leipzig: Kinderfest der Volkssolidarität

im BELANTIS-Vergnügungspark

Dresden: 8. Landesvorstandssitzung

Leipzig : 3. Gesundheitstag

Bitte beachten: Bitte Bettwäsche mitbringen.

(Verleih gegen Gebühr von 3,50 Euro vor

Ort möglich.)

termine: 22.07. – 31.07.2008

01.08. – 10.08.2008

leistungen:

• Omnibusfahrt

• 9 x Übernachtung / Vollpension im

Feriencamp Schnatermann

• Programm „Auf den Spuren des

Schwarzen Piraten“

Preis pro Person: 320 Euro

Mitglieder des Volkssolidarität Regionalverbandes

Torgau-Oschatz e. V. erhalten

10 Euro Rabatt.


Eingangsschild für das Gymnasium Foto: Andrea Köllner

Vorausgegangen war Anfang 2007 eine Umfrage in den umliegenden

Kindertagesstätten und der Grundschule unter der

Leitung der Gemeinde Borsdorf und des Volkssolidarität

Kreisverbandes Leipziger Land / Muldental e. V.

Nicht nur die Volkssolidarität, sondern auch der Borsdorfer

Bürgermeister Ludwig Martin waren positiv überrascht über

das Ergebnis der Umfrage. 90 Prozent der Eltern stimmten

für eine Schule der Zukunft. Darüber hinaus sind die Eltern

bereit, für die privat geführte Bildungseinrichtung bis zu 60

Euro im Monat Schulgeld zu zahlen. In einer Arbeitsgruppe,

bestehend aus den örtlichen Schulleitern, Gemeinderäten,

Vertretern der Volkssolidarität und Elternrat, wurden die Voraussetzungen

geklärt, um den Schulstart 2008 realisieren zu

können.

Die Antragsunterlagen mussten bereits am 31. Juli 2007 bei

der Bildungsagentur in Chemnitz eingereicht werden. Das inhaltliche

Konzept wurde durch die Bildungsagentur Leipzig

geprüft. Groß war die Erleichterung und Freude beim Verband

und in der Gemeinde, dass nun alle Hürden genommen

waren. Gemeinsam mit der Gemeinde, einer engagierten

jungen Schulleiterin und einem hoch motivierten Lehrerkollegium

hat die aktive Vorbereitungsphase begonnen. Die

Resonanz sei nach wie vor groß. Deshalb habe man sich für

zwei fünfte Klassen mit insgesamt 42 Kindern entschieden,

die ab dem Schuljahr 2008/09 im Freien Gymnasium Borsdorf

lernen können. Es wird eine attraktive Schulkleidung

mit dem Logo der Volkssolidarität und dem Schriftzug „Freies

Gymnasium Borsdorf“ geben.

Die zwei Profile der Bildungseinrichtung umfassen das naturwissenschaftliche

und sprachliche Aufgabenfeld. Eine

veränderte Stundentafel ermöglicht es, dass Physik bereits

ab der fünften Klasse und Chemie ab der sechsten Klasse

unterrichtet werden, als praxisnaher, handlungsorientierter

Unterricht. Gleiche Bedeutung werde auf Sprachen gelegt.

Neben Englisch, Spanisch und Russisch werden noch weitere

Fremdsprachen wie Französisch und Latein angeboten.

Klassenzimmer mit moderner Medieneinrichtung, wie einer

interaktiven Tafel und Laptop, vorerst für je zwei Schüler,

ermöglichen beste Lernbedingungen.

landesVerBand sachsen

freies gymnasium Borsdorf

in trägerschaft der Volkssolidarität

in der gemeinde Borsdorf ist es möglich geworden –

der kreisverband leipziger land / Muldental e. V.

ist träger des in gründung befindlichen freien gymnasiums

Die Ganztagsangebote des Gymnasiums übernehmen eine

weitere wichtige Rolle. Neben der Hausaufgabenbetreuung

gibt es naturwissenschaftliche, sportliche und künstlerische

Kurse. Hochbegabte werden speziell gefördert, so Kai Hakl,

die Schulleiterin. Ein weiteres Novum des Gymnasiums ist

die Zusammenarbeit mit dem Handwerkerzentrum des Berufs-

und Bildungszentrums (BTZ) Borsdorf. Hier werden

verschiedene Handwerksberufe angeboten, am Praxistag

können die Schüler interessante Einblicke gewinnen.

Die Gründung eines Förderkreises für das Gymnasium ist geplant,

die Eltern stehen diesem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber.

Der Förderkreis leistet Unterstützung, damit dieser

Ausbildungsweg für begabte Schüler nicht aus finanziellen

Gründen scheitern muss.

Im Gespräch: Schulleiterin Kai Hakl und Geschäftsführerin des Kreis ver-

bandes, Christiane Lober Foto: Andrea Köllner

Nun steht der feierlichen Aufnahme der Gymnasiasten am 23.

August 2008 nichts mehr im Weg. Die erste Woche verreisen

die neuen Schüler zusammen mit den Lehrern ins Schullandheim,

um sich kennenzulernen, bevor dann der Schulalltag

Einzug hält.

Wünschen wir den Schülern, Lehrern, der Schulleiterin und

allen am Gelingen des Freien Gymnasiums Borsdorf in Trägerschaft

der Volkssolidarität Beteiligten alles Gute, Vertrauen

und Zuversicht.

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24

landesVerBand sachsen-anhalt

schmackhaft wie bei Muttern

zufriedene gäste beim Mahlzeitendienst in Magdeburg

Seit mehr als fünf Jahren hält jeden Mittag pünktlich ein

Fahrzeug des Mahlzeitendienstes vom Regionalverband Magdeburg-Jerichower

Land vor dem Haus von Christa Milbradt

im Süden der Landeshauptstadt. Der 76-Jährigen wird das

Essen ihrer Wahl von einem der zehn Mitarbeiter direkt in

ihrer Wohnküche serviert. Die Rentnerin, selbst Schwerbeschädigte,

ist voll des Lobes über dieses Leistungsangebot

des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes. Und sie schätzt es

sehr, dass die Fahrer, ganz gleich, ob Zivildienstleistender

oder Pauschalkraft, trotz Zeitdruck stets ein paar freundliche

Worte für sie parat haben.

Das in Kooperation mit einer Staßfurter Großküche täglich

frisch und nach modernsten ernährungswissenschaftlichen

Erkenntnissen zubereitete Essen wird derzeit in elf Touren

an Kunden in Magdeburg, Heyrothsberge, Burg und Genthin

frei Haus oder an gemeinschaftliche Esstische in Begegnungsstätten

und Objekten des Betreuten Wohnens sowie an Kindergärten

geliefert. An jedem Wochentag stehen sieben verschiedene

Gerichte – vom Eintopf über Hausmannskost bis

zum vegetarischen Gericht – sowie mehrere Salate zur Auswahl.

Außerdem werden je nach Wunsch kalte Speisen sowie

je für eine Woche reichende Kartons mit fertiger Tiefkühlkost

angeboten.

Jeder Essensteilnehmer erhält frühzeitig die jeweils für zwei

Wochen aufgestellte Speisekarte und kann nach Belieben bestellen.

Sowohl kurzzeitige Abmeldungen, aber auch Bestellungen

sind möglich.

Werner Bläß, Koordinator von „Essen auf Rädern“, berichtet,

dass sich die Zahl der Kunden im Regionalverband Magdeburg-Jerichower

Land seit dem Jahr 2000 fast ver doppelt hat.

die Volkssolidarität ist für alle da

„Bilanz und Perspektiven der Mitgliederarbeit“

war der Titel eines Erfahrungsaustausches

des Landesvorstandes

mit den Kreis- und Regionalverbänden

im April 2008 in Peseckendorf. Der

Landesvorsitzende Professor Heichel

machte mit seinen einleitenden Worten

„Der Mitgliederverband ist das

Kernstück unseres Verbandes“ auf

die Schwerpunktthemen, wie Mitgliederentwicklung,

Mitgliederpflege und

-bindung, generationenübergreifende

Arbeit sowie Öffentlichkeitsarbeit und

innerverbandliche Kommunikation,

dieser Veranstaltung aufmerksam. Rege

Diskussionen wurden in den einzelnen

Themengruppen geführt. Dabei wurden

viele gute Vorschläge zur Mitgliedergewinnung

über Projekte eingebracht.

Ziel ist zwar die Gewinnung von neuen

Mitgliedern, gleichzeitig müssen wir

aber die Mitglieder, die wir haben, auch

pflegen, damit sie der Volkssolidarität

erhalten bleiben. Die Volkssolidarität ist

In der Wohnanlage Betreutes Wohnen in der Magdeburger Zollstraße lassen

sich die Bewohner das schmackhafte Mittagessen munden. Jeder bestellt

nach einem Speiseplan das, was er essen möchte – und sei es nur ein bunter

Salatteller Foto: Monika Meyer

Die wachsende Vielfalt, Frische und Schmackhaftigkeit des

Speisenangebotes habe dazu beigetragen. Die in diesem Jahr

geplanten Aktionswochen mit speziellen Spargel-, Wildgerichten

und bayrischen Spezialitäten bringen zusätzliche Abwechslung

in den Speiseplan. Entscheidend sei jedoch, dass

die meist gebrechlichen Kunden – ob Mitglied der Volkssolidarität

oder nicht – immer mehr spüren, wie sehr jeder

Mitarbeiter um ihr Wohl bemüht ist. „Die Zufriedenheit und

Wünsche der Kunden rangieren in unserer gemeinnützigen

Arbeit ganz vorn. So bieten wir derzeit außer dem Mittagstisch

in Abstimmung mit der Geschäftsführung unseres Regionalverbandes

auch andere Hilfeleistungen an“, sagt Werner

Bläß. Dazu gehört ein sozialer Begleitdienst. Mitarbeiter

geleiten Kranke und Gebrechliche zum Arzt oder durch den

Dschungel von Behörden.

Käthe Aebi

Das „Essen auf Rädern“, traditionelle Sozialleistung

der Volkssolidarität seit 1945, hat in

Sachsen-Anhalt seit 1990 wieder ständig an

Zuspruch gewonnen. Allein im Vorjahr wurden

über 77.000 warme Mahlzeiten zu günstigen

Preisen ausgeliefert.

für alle da, die der Hilfe bedürfen, für

alle Altersgruppen. Die Vielfalt der Leistungsangebote

bestätigt das.

Sicher ist, dass eine gute Mitgliederpflege

auch Zulauf bringen wird. Wir müssen

dabei für jede Altersgruppe täglich

etwas bereithalten. Besonders stark, das

wurde deutlich hervorgehoben, ist die

Interessengruppenarbeit ausgeprägt.

Fazit: Es gibt zwar kein Patentrezept,

aber nur wenn du selber brennst, kannst

du andere entzünden. Monika Meyer


Messe „älter werden“

zahlreiche Besucher in der Magdeburger Messehalle

Die Informations- und Erlebnismesse für

die Generation ab 50 unter dem Motto

„Älter werden – fit, mobil und sicher“,

auf der sich auch die Volkssolidarität

Sachsen-Anhalt präsentierte, lockte viele

Besucher in die Magdeburger Messehalle.

Neben den Informations- und

Beratungsgesprächen interessierten sich

die Besucher nicht nur für die Kreativstrecke

der Volkssolidarität, sondern

nutzten die Gelegenheit, sich den Blutdruck

messen oder einen Blutzuckertest

gemütliche atmosphäre

unter einem dach

Mehrgenerationenhaus mit breitem angebot

Unter dem Motto „Starke Leistung für jedes Alter“ steht das

vom Bund geförderte Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“.

Die Geschäftsführerin des Volkssolidarität Kreisverbandes

Aschersleben / Staßfurt / Quedlinburg, Frau Ursula

Haase, hat sich mit viel Engagement um die Förderung eines

Mehrgenerationenhauses bemüht. Die Freude Anfang 2008

war sehr groß, als der Bewilligungsbescheid von der Familienministerin

Dr. Ursula von der Leyen in der Begegnungsstätte

in Staßfurt eintraf. Damit, dass sich die Begegnungsstätte der

Volkssolidarität nun Mehrgenerationenhaus nennen darf, ist

die Arbeit jedoch nicht getan.

Die Begegnungsstätte in Staßfurt ist bereits seit vielen Jahren

täglicher Anlaufpunkt für ältere Menschen. So treffen sich die

Senioren wöchentlich zu verschiedenen Zirkeln und Interessengruppen,

wie beispielsweise

Handarbeitszirkel,

Seniorentanzkreis, Kreativzirkel,

Singkreis und

Malzirkel. Aber auch die

Arbeit mit Kindern und

Jugendlichen ist für die

Staßfurter nichts Neues,

da sich in den Räumen

der Begegnungsstätte bereits

vor einigen Jahren

ein Jugendclub befand.

Im Mehrgenerationenhaus werden auch Im März dieses Jahres

Kochkurse für Jugendliche angeboten. hat nun auch Susanne

Hier bereiten junge Mädchen einen Ku - Schmeißer als Leiterin

chenteig zu Foto: Volkssolidarität des Mehrgenerationen-

machen zu lassen. Auch Kontakte zu

anderen Verbänden und Einrichtungen

wurden hier geknüpft. Ein Unterhaltungsprogramm

mit Vorträgen,

Vorführungen, Mitmach-Aktionen,

Musik und Tanz, das teilweise auch

von Mitgliedern der Volkssolidarität

gestaltet wurde, begeisterte die Gäste.

So manche Idee wurde mit nach Hause

genommen und wird sicher in den

Orts- und Interessengruppen umgesetzt

werden. Monika Meyer

landesVerBand sachsen-anhalt

Der examinierte Pfleger der Sozialstation Staßfurt,

Nico Groß, kontrolliert bei einer Messebesucherin

den Blutdruck Foto: Monika Meyer

Junge Muttis kommen mit ihrem Nachwuchs beim Frühstücksplausch im

Mehrgenerationenhaus Staßfurt zusammen Foto: Volkssolidarität

hauses ihre Arbeit aufgenommen. Das Programm für Jung

und Alt wurde beträchtlich erweitert. Seit April findet ein

wöchentlich wiederkehrendes Mutti-Kind-Frühstück statt

und Jugendliche können bei einem ausgebildeten Koch lernen,

dass das Kochen auch richtig Spaß machen kann. An

einem Nachmittag in der Woche können Mädchen und Jungen

ab zehn Jahren das Bauen und Steuern von Flugmodellen

erlernen und es wird außerdem ein Bewerbungscoaching für

Ausbildungs- und Arbeitsuchende angeboten.

Seit Mai 2008 wird ein wöchentlicher Mal- und Bastelworkshop

durchgeführt, und die bereits vor einigen Jahren viel beschäftigte

Puppenbühne soll auch wieder zum Leben erweckt

werden. Gemeinsam sind die Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses

der Volkssolidarität in Staßfurt ständig auf der

Suche nach neuen Angeboten für alle Generationen.

Die große Auftaktveranstaltung für das Mehrgenerationenhaus

in Staßfurt, Luisenplatz 12, ist am 1. Juni 2008 mit einem

bunten Programm für jedes Alter.

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landesVerBand sachsen-anhalt

terMine:

07.06.

18. – 20.06.

30.08.

01.09. – 31.10.

13.09.

neu! ladengeschäft eröffnet

14. Wandertag auf Schloss Hundisburg

Tanzleiterseminar in Osterburg

8. Tanzkreistreffen in Bad Schmiedeberg

Haus- und Straßensammlung

Landesdelegiertenversammlung

sozialreport 2007 im gespräch

Volkssolidarität beriet mit abgeordneten

Ein ständiger Kontakt besteht im Landesverband zu den

Bürgern, die sich für die Interessen der älteren Generation

Sachsen-Anhalts als Abgeordnete oder Mitglieder in den

Ausschüssen der örtlichen Volksvertretungen einsetzen. Unter

anderem ist es zur Tradition geworden, dass haupt- und

ehrenamtliche Mitarbeiter des Landesverbandes in großer

Runde mit Volksvertretern und weiteren Partnern des öffentlichen

Lebens über aktuelle sozialpolitische Fragen debattieren.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Frühjahrsberatung

Magdeburg. Erstmals in Sachsen-Anhalt

hat die Volkssolidarität gemeinsam

mit dem „Reiseklub für die VS“

einen Laden für alle interessierten Bürger

in den besten Jahren eröffnet. Das

Geschäft befindet sich in sehr guter

Verkehrslage in der Landeshauptstadt

und steht unter Regie des Regionalverbandes

Magdeburg-Jerichower Land

der Volkssolidarität sowie der Regionalleitung

des Reiseklubs.

Seit Februar 2008 bieten hier die beiden

langjährigen Partner Dienste verschiedenster

Art an. Die Angebote

reichen von Einzel- und Gruppenreisen

(Kaffeefahrten, Tagestouren, Familienurlaub,

Kuraufenthalte) bis zur

Information über die breite Palette der

Dienstleistungen in der Volkssolidarität.

Darüber hinaus beraten regelmäßig

kompetente Mitarbeiter des Regionalverbandes

interessierte Besucher in

sozialen Fragen.

Das neue Ladengeschäft, in dem auch

Bücher und Souvenirs aus dem VS-

Shop erworben werden können, ist

von Montag bis Freitag von 9–17 Uhr

geöffnet.

nachrichten

sportzirkel

Magdeburg. Vor fünf Jahren gründeten

Mitglieder der Ortsgruppe am Magdeburger

Kannenstieg einen Sportzirkel. Jeden

Monat laden sie zu Kegeln und Bowling ein.

Wurden zu Anfang nur wenige Sportfreunde

gezählt, schieben inzwischen jeweils 45

bis 50 Mitglieder die Kugeln.

abschied von der „Bühne“

Magdeburg. Abschied von der „Bühne“

nehmen in diesen Wochen die „Reformer

Küchenfrauen“. Die acht Mitglieder der

Volkssolidarität aus Magdeburg-Südost im

Gesamtalter von rund 580 Jahren singen

seit 1986 zusammen. Mit ihrem einmaligen

Repertoire historischer Küchenlieder haben

die mit weißen Schürzen und Häubchen

auftretenden Frauen tausende Zuhörer unterhalten.

Volkssolidarität träger der kita Pretzsch

standen die soziale Lage und Entwicklung in Sachsen-Anhalt

sowie die sich daraus ergebenden Aufgaben für den rund

53.000 Mitglieder zählenden Sozial- und Wohlfahrtsverband

in dem ostdeutschen Land.

In der konstruktiven Diskussion konnten sich die Teilnehmer

des Forums auf Daten und Fakten des kürzlich herausgegebenen

„Sozialreport Sachsen-Anhalt 2007“ stützen, den der

Landesverband Sachsen-Anhalt der Volkssolidarität beim

Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg

in Auftrag gegeben hatte. Interessante Aspekte und

Ergebnisse der unter rund 1.000 Sachsen-Anhaltern erfolgten

soziologischen Befragung hatte zuvor die Mitautorin des Reports,

Dr. Hanna Haupt, vorgestellt. Danach sind die Bürger

Sachsen-Anhalts 18 Jahre nach der deutschen Einigung

mehrheitlich zufrieden mit ihrem Leben. Mehr als die Hälfte

der befragten älteren Bürger äußerten Interesse, in Vereinen

oder Verbänden sozial tätig zu werden.

Der erstmals vom Landesverband in Auftrag gegebene Sozialreport

ist binnen kurzer Zeit zu einer gefragten Dokumentation

geworden. Neben haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern

der Volkssolidarität interessieren sich zunehmend

Abgeordnete verschiedener Parteien, Gewerkschafter sowie

Behörden und Sozialämter für den Report. Käthe Aebi

Pretzsch. Die bisher kommunale Kindertagesstätte

„Teddybär“ in Pretzsch gehört

seit April 2008 zur Volkssolidarität. Die VS

Kinder-, Jugend- und Familienwerk gGmbH

Sachsen-Anhalt und verschiedene Kreisverbände

des Landesverbandes sind Träger von

nunmehr 52 Kindertagesstätten mit 4.191

Plätzen, 16 Kinderhorten mit 863 Plätzen

sowie acht Freizeiteinrichtungen für Kinder

und Jugendliche mit monatlich bis zu 3.720

Besuchern. In der Kita „Teddybär“ werden

zurzeit 73 Kinder betreut.

Qualitätssiegel Pflege

Haldensleben. Dem Regionalverband

Ohre-Börde e. V. wurde im ersten Quartal

2008 das Qualitätssiegel Pflege von der Beauftragten

der Qualitätsgemeinschaft Pflege

des PARITÄTISCHEN Sachsen-Anhalt,

Frau Carola Lau, übergeben. Das Schild

wurde im Beisein der Schwestern des Ambulanten

Pflegedienstes und den Bewohnern

der Seniorenwohnanlage am Eingang

der Regionalgeschäftsstelle angeschraubt.

senioren-Breitensport

Osterburg. Die erste Zusammenkunft

„Senioren-Breitensport“ fand im April

2008 bei den Verantwortlichen von Sportgruppen

der verschiedensten Richtungen,

wie Wassergymnastik, Kegeln, Wandern,

Rückenschule, Nordic Walking und vielen

anderen Sportarten, großes Interesse. Im

Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. sind

4.856 Mitglieder in 293 Sportgruppen organisiert.


Der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen

durchströmt den Aufenthaltsraum.

In Vierergruppen sitzen die Bewohner

an ihren Tischen und genießen

ihre Kaffeestunde. Es ist still, doch der

Schein trügt. Pfleger und Therapeuten

kümmern sich um das Wohl, gießen

Kaffee nach, reichen den Kuchen und

nehmen sich Zeit. Zeit für ihre Bewohner,

die zum großen Teil an Demenz erkrankt

sind.

Der Kuchen lockt, auch Vilma Behrend,

Leiterin des Pößnecker Heims, wird einbezogen.

Sie weiß, wie viele Stücke geschnitten

werden müssen, denn in den

drei Wohnbereichen und zwei Gruppen

für Demenzkranke werden insgesamt

110 Menschen betreut. „Während es vor

wenigen Jahren noch undenkbar war,

eine maßgerechte Betreuungsgrundlage

zu schaffen, geht heute die Tendenz zu

einem flächendeckenden Ausbau von

Einrichtungen zur Betreuung jener Erkrankten“,

weiß die Diplom-Sozialpädagogin

und begrüßt die Bewohner mit

Namen und Handschlag.

„Ebenso werden Pfleger spezialisierter

ausgebildet, um einen kompetenteren

Umgang mit den Dementen gewährleisten

zu können“, fügt sie an und verweist

dabei auf eine 93-seitige Seminarfacharbeit,

die unlängst vier Neustädter

Gymnasiasten sehr erfolgreich erstellten.

Vor vier Jahren waren lediglich 35

Prozent der Heimbewohner von dieser

Krankheit betroffen. Im benachbarten

gruppenbetreuten Wohnen sind 22 der

27 Bewohner erkrankt. Dennoch, trotz

dieser vermehrten Erkrankung gilt Demenz

immer noch als Tabuthema. Über

die Gedächtnisstörungen reden meist

nur Fachleute und Angehörige, die Eltern

oder Großeltern pflegen. Deshalb

ist Vilma Behrend den Schülerinnen

des Neustädter Orlatal-Gymnasiums,

Maria Bachmann, Lisa Grünreich, Stephanie

Haustein und Luise Wiederhold,

überaus dankbar. Die vier Mädchen haben

Bewohner des Pflegeheimes regelmäßig

besucht und untersucht, wie sich

das Fortschreiten der Krankheit auf das

Alltagsleben auswirkt. „Die Demenz ist

in zwei Hauptgruppen zu unterteilen“,

„Wenn die Jungen mit den alten“

Vier gymnasiasten untersuchten das alltagsleben

von demenzkranken

landesVerBand thüringen

Marianne Schumann und Sina Heidrich sind schon gute Bekannte. Sina möchte Altenpflegerin werden

und macht gerade ein Praktikum im Pößnecker Heim Text und Foto: Kirsten Seyfarth

wissen die Seminarfachmitglieder. Primäre

Demenzen entstehen durch direkte

Hirnschädigungen. Die am häufigsten

auftretende Form ist dabei Alzheimer.

Sekundäre Demenzen werden von

Krankheiten, beispielsweise Parkinson,

verursacht, die das Gehirn nicht direkt

angreifen.

Bei ihren regelmäßigen Besuchen stellten

die vier beispielsweise fest, dass die

an Demenz Erkrankten durch das oft

unruhige Umherlaufen von anderen

Bewohnern als Störfaktor gesehen werden.

Gerade deshalb wurde in Pößneck

auch ein Wohnbereich speziell auf diese

Erkrankung ausgerichtet. Hier sind

Gehleisten befestigt, die Räume wurden

nach unterschiedlichen Farbkonzepten

gestrichen, um Orientierung zu geben.

Natürlich bietet das Heim auch unterschiedliche

Therapiemöglichkeiten an.

Eine Besonderheit ist zudem der eingezäunte

Demenzgarten, der den Bewohnern

freie Bewegung ermöglicht, in dem

Bäume Schutz spenden und Kräuter

wichtige Duftsignale geben. Eine zweite

Wohnform beinhaltet das gruppenbetreute

Wohnen, in dem Mieter ohne

Pflege stufe leben.

Die Neustädter haben bei ihren Recherchen

festgestellt, dass in der Gesellschaft

noch viel Aufklärungsbedarf

besteht. Zudem empfahlen die jungen

Leute den Therapeuten, ihre Angebote

spezieller auf die Erkrankten abzustimmen.

„Wichtig ist“, so das Fazit,

„dass die an Demenz erkrankten Menschen

so lange wie möglich in der Familie

bleiben.“ Falls dann Hilfe nötig

wird, leistet das Kompetenzzentrum

die nächsten Aufgaben. „Für jeden gilt

es“, so Behrend weiter, „die ideale Betreuungsform

zu finden.“

Die Heimleiterin ist voll des Lobes über

ihre jungen Gäste. „Die Begeisterung

war auf beiden Seiten zu spüren, der

Kontakt hat allen gut getan“, sagt sie

und freut sich auf die künftige Zusammenarbeit

mit dem Gymnasium, denn

weitere Seminarfacharbeiten nehmen

bereits Form an. „Die Jungen mit den

Alten, bei uns war diese Zusammenarbeit

sehr angenehm und lehrreich“,

schließt die Heimleiterin ihre Ausführungen.

Nun endlich nimmt sich die

freundliche Heimleiterin ein Stück

vom Kuchenblech und nickt. Schmeckt

lecker...

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28

landesVerBand thüringen

Für genügend Anlass zu einer Festwoche

im Juni dieses Jahres hat er gesorgt:

Der Regionalverband Mittelthüringen

e. V. bezog vor wenigen Tagen die neuen

Geschäftsstellenräume in der Erfurter

Huttenstraße 2–3. Diesen Umzug „gut

überstanden“, gilt es nun bei einem Tag

der offenen Tür sowohl die Räumlichkeiten

als auch Angebote vorzustellen.

Und weil die Mittelthüringer mit einem

großen Ansturm rechnen, bitten sie am

3. Juni zwischen 14 und 17 Uhr zur Besichtigung,

die übrigens eine Reisepräsentation

einschließt.

Doch die Erfurter belassen es nicht bei

einer Veranstaltung: Bereits zwei Tage

später bietet die Kontaktbörse der

Wohn-, Orts- und Interessengruppen

vielfältige Angebote und Leistungen

des Regionalverbandes inklusive Partner

und Freunde. Ab 14 Uhr werden

beim Schaukochen leckere Kostproben

zubereitet, Mitgliedergruppen stellen

Bunte sömmerdaer Botschafter

ausstellung der sömmerdaer „farbklexe“ eröffnet

Erfurt / Sömmerda. Einfach drauflos gemalt hat Isabell-Therese

ihren Zauberwald. Alles was ihr gerade einfiel, wurde

auf dem Bild festgehalten. In dem gelben Rahmen sendet das

Kunstwerk farbenfrohe Signale aus und macht die 11-Jährige

zu einer fröhlichen Sömmerdaer Botschafterin.

Dabei ist die junge aufgeweckte Malerin nur eine von zwölf,

die ihre Bilder im Thüringer Landtag entdeckt. Jedenfalls profitieren

die weißen Wände der fünften bis zur achten Etage

von den 50 Kunstwerken der Sömmerdaer Farbklexe und zeigen

Sichtweisen, die „kompromisslos, analytisch, ernst und

überwältigend“ sind. Die Eigenschaften nannte die Landtagspräsidentin

Dagmar Schipanski bei der Eröffnung dieser Bilderschau.

Und ihre Lobesworte an die Kinder und Initiatoren

verhallten keineswegs zwischen den Treppenaufgängen. Das

Resümee ihrer Eindrücke erreichen die Malkreis-Mitglieder

Margit Riese, Regina Kugler sowie Renate Oehlschlägel, die

jeden Montag für zwei Stunden ihre Farbkästen für die Sömmerdaer

Kinder öffnen.

Einen speziellen Teil der fachlichen Arbeit dieser kleinen Schule,

die sich im Haus der Begegnungen der Volkssolidarität

es lebe der sport

Mittelthüringer laden im Juni zu

einer festwoche ein

Sport macht Spaß, bei den Mittelthüringern ist das

Fest längst Tradition Foto: Kirsten Seyfarth

ihre kleinen Kunstwerke aus und es

können Thüringer Produkte vernascht

werden. Für den „frischen“ Anstrich

des Nachmittags sorgen die Jüngsten

mit ihrem Auftritt. Ein gemeinsames

Singen schließt die Aktivitäten ab.

Doch wer glaubt, das reicht, kennt das

Programm des traditionellen Sport-

und Spaßfestes nicht, das bei der Festwoche

nicht fehlen darf. Am 7. Juni

ab 11 Uhr wird auf dem Gelände der

Werner-Seelenbinder-Halle gekickt und

gespielt. Die Teilnehmer der senioren-

gerechten Sportwettkämpfe werden dabei

mit Urkunden geehrt. Zudem kann

das Sportabzeichen des Tischtennisverbandes

erworben werden. Zu späterer

Stunde präsentieren sich die vierfache

Thüringer Vizemeisterin im Dressurreiten,

Lyrette Stertzing (Reitverein Apfelstädt),

der Marbacher Karnevalsclub

sowie der Country-Linedance-Tanzkurs

für jedermann mit den „Quarter Horses“.

Der sportliche Überraschungsgast

sorgt für einen weiteren Höhepunkt, den

Muskelkater allerdings muss jeder für

sich austragen.

Die „Farbklexe“ präsentierten auch selbstbemalte T-Shirts

Foto: Kirsten Seyfarth

ansiedelte und beheimatet fühlt, übernimmt der Erfurter Maler

Harald Blankenburg. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden

des Regionalverbandes Sömmerda, Wolfgang Oehlschlägel,

freut sich der Künstler jedes Mal aufs Neue, wenn die jungen

Menschen zu Pinsel und Farbe greifen. Zumal die Ergebnisse

dieses Projekts bereits zum zweiten Mal einen Ausstellungsort

fanden und erneut großes Interesse hervorrufen und zum

Nachdenken und Diskutieren anregen. „Kinder brauchen

Wurzeln und Flügel“, meint Landtagspräsidentin Dagmar

Schipanski. Das passt doch hervorragend zu den Farbklexen,

wie zum Beispiel auch das Bild der 11-jährigen Paula Hesse

mit dem Titel „Ich fliege“ zeigt.


Seit Jahren wird die demografische Entwicklung

in Deutschland mit Sorgen betrachtet

und zum Teil sogar polemisch

diskutiert. Eine Zunahme des Anteils

der älteren Bevölkerung ist seit langem

absehbar, das eigentliche Problem liegt

aber im Rückgang der jüngeren Jahrgänge.

In den Medien werden Horrorszenarien,

Verteilungskämpfe, Vorwürfe

an die Alten oder Warnungen an die

ältere Generation laut.

Senioren sind bereit, ihren Anteil an der

Wahrung des Sozialstaates und der Generationengerechtigkeit

zu erbringen.

Sie sind aber nicht die Melkkühe der

Nation, so wie in den letzten Jahren geschehen,

als man meinte, den Rentnern

immer neue Belastungen auferlegen zu

können. Zusätzliche Belastungen durch

Erhöhung der Beiträge der Pflegeversicherung,

Verzicht auf Rentenanpassung,

Erhöhung der Verbrauchssteuer

oder steigende Lebenshaltungskosten

„Wir bringen angebot und nachfrage zusammen“

gebäude der Volkssolidarität in neuhaus bekam den zuschlag

Neuhaus. „Mit unserem Mehrgenerationenhaus

haben wir die Möglichkeit,

einen Ort aufzubauen, an dem sich Jung

und Alt ungezwungen begegnen, voneinander

lernen und sich unterstützen können“,

fasst Sozialpädagogin Kath leen

Silge die Projektidee zusammen. „Die

Zusage betrachten wir als Anerkennung

für die in den letzten Jahren geleistete

Arbeit.“ Die bisherigen Angebote wie

Kinder-, Jugend- und Seniorenbetreuung,

Betreutes Wohnen, Schuldner-

und Insolvenzberatung, Sozialstation,

Demenz- und Hospizbetreuung und

Reisedienst werden beispielsweise um

teilhabe der seniorengeneration an der

gesellschaftlichen Verantwortung

landesVerBand thüringen

der Vorsitzende des landesverbandes thüringen e. V., dr. frank-Michael Pietzsch,

zum Beratungsgipfel der sozialverbände in thüringen am 10. Juni 2008

summieren sich ohne jede Entlastung auf

anderen Gebieten zu einer unzumutbaren

Einschränkung der Lebensqualität. Senioren

sind keine Belastung für eine Gesellschaft,

sondern auch Chance und Bereicherung.

Deshalb wollen und müssen wir

Senioren unsere Erfahrung in die Politik

einbringen. Senioren brauchen Teilhabe

an gesellschaftlichen Entscheidungen

und Sicherheit in der eigenen Lebensplanung

– also Vertretung auf kommunaler

und auf Landesebene, Absicherung der

Lebensrisiken im Alter und Verlässlichkeit

im Rentensystem.

Auf einem ersten sozialen Gipfeltreffen

der Sozialverbände Volkssolidarität,

VdK, Sozialverband Deutschland, BRH

und Landesseniorenvertretung zur Seniorenpolitik

des Landes werden wir über

die Probleme und unsere Forderungen

mit der Landesregierung, den Fraktionen

des Landtages und den kommunalen

Spitzenverbänden beraten. Dieser Sozial-

ein Internetcafé und interessante Kurse

(Englisch, Computer, Gymnastik) erweitert.

„Das Mehrgenerationenhaus

soll sich in Neuhaus etablieren, wir kooperieren

deshalb mit anderen Einrichtungen

und der regionalen Wirtschaft“,

setzt Silge fort. „Hier kann jeder seine

Fähigkeiten einbringen.“ Deshalb sucht

die Volkssolidarität Freiwillige, die sich

von dieser Idee begeistern lassen und

mithelfen wollen. Über einen Zeitraum

von fünf Jahren erhält das Haus jährlich

40.000 Euro an Förderung vom

Bund und der Europäischen Union.

Bereits jetzt steht das Mehrgeneratio-

gipfel wird am 10. Juni im Plenarsaal des

Thüringer Landtages unter der Schirmherrschaft

der Landtagspräsidentin Frau

Prof. Dagmar Schipanski stattfinden.

Der Volkssolidarität geht es an diesem

Tag besonders um die Themen der Partizipation

der älteren Generation an

politischen Entscheidungsprozessen auf

Landesebene und kommunaler Ebene,

um ein aktives Alter als Chance für die

Gesellschaft und um eine Angleichung

der Renten in den alten und den neuen

Bundesländern. Dabei haben wir besonders

die Probleme der rentennahen

Generation mit gebrochenen Erwerbsbiografien

im Auge, denen die sehr dramatische

Gefahr der Altersarmut droht.

Wir werden versuchen, in einer gemeinsamen

Erklärung der Sozialverbände

unsere Wünsche und Forderungen an

eine zukunftsfähige Seniorenpolitik zu

formulieren. Dr. Frank-Michael Pietzsch

Das Gebäude in Neuhaus

nenhaus montags bis freitags von 9–17

Uhr oder nach Vereinbarung interessierten

Bürgern offen.

die offizielle einweihung in der sonneberger

straße 197 findet am freitag,

den 13. Juni 2008, statt.

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gesund & aktiV

gesund essen, gesund bleiben

die ernährung hat großen einfluss auf unsere gesundheit.

einfache tipps können helfen, lange fit und leistungsfähig

zu bleiben.

Kaum einer Generation vorher standen

so viele Lebensmittel zur Auswahl.

Doch gerade dies verunsichert die Verbraucher.

Zu fett, zu süß, zu salzig und

von allem zu viel – so lassen sich die

Speisezettel in modernen Industrienationen

zusammenfassen. In Deutschland

ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung

zu dick, zu diesem Ergebnis kommt die

Anfang dieses Jahres veröffentlichte

Nationale Verzehrsstudie.

Sich bewusst und abwechslungsreich

zu ernähren ist aber gar nicht schwer.

Die Grundlage für eine gesunde Kost

bilden Kohlenhydrate, die in Brot,

Reis und Nudeln enthalten sind. Hinzu

kommen Obst und Gemüse, denn

sie liefern wichtige Vitamine, Mineral-

und Ballaststoffe. Die Deutsche

Gesellschaft für Ernährung e. V. hat

die Faustregel „Fünf am Tag“ ausgesprochen,

also mindestens zwei Stück

Obst und drei Portionen Gemüse. Im

Alltag hieße dies etwa: Zum Frühstück

ein Müsli mit frischen Früchten, zwischendurch

einen Apfel und zum Mittag-

und Abendessen eine Gemüsebeilage

oder einen Salat. Karotten, Paprika

Foto: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V., Bonn

Empfehlung für einen

ausgewogenen Speiseplan

oder Gurkenscheiben eignen sich als

leichte Knabbereien vor dem Fernseher.

Wichtig für Muskel- und Knochenaufbau

ist Eiweiß, davon sollte täglich ein

Gramm pro Kilogramm Körpergewicht

verzehrt werden. Gute Proteinlieferanten

sind Fleisch, Milchprodukte sowie

Hülsenfrüchte und Nüsse. Bleibt das

oftmals verunglimpfte Fett. Fett ist ein

Geschmacksträger und kann sogar – je

nach Zusammensetzung – die Gesundheit

positiv beeinflussen. „Gutes Fett“

ist etwa in Oliven-, Raps- oder Leinöl

und in Fisch enthalten. Versteckte Fette

in Wurst, Käse oder Gebäck sollten dagegen

nur in Maßen verzehrt werden.

80 Gramm Fett pro Tag sind für Normalgewichtige

völlig ausreichend.

risiken VerMeiden

Natürlich sind auch kleine Sünden erlaubt.

Aber Übergewicht entsteht oft

schleichend. Das zweite Stück Kuchen,

der Sahnequark zwischendurch – werden

diese Extras nicht durch Bewegung

ausgeglichen, können sie bereits innerhalb

eines Jahres zu einer beträchtlichen

Gewichtszunahme führen. Und

überflüssige Pfunde bilden ein erhebliches

Risiko für die Gesundheit, etwa in

Form von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wer viel Wurst und Käse

isst, nimmt viele gesättigte Fettsäuren

zu sich, die sich im Lauf

der Zeit in den Blutgefäßen

ablagern (Arteriosklerose).

Dadurch wird das Herz nicht

mehr ausreichend mit Sauerstoff

versorgt, Ähnliches kann

im Gehirn geschehen. Die

Konsequenz ist im schlimmsten

Fall ein Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Bluthochdruck, ein weiteres

Symptom von Fettleibigkeit, kann diese

Gefahr verstärken. Wer ständig zu viel

isst, zwingt seinen Körper außerdem

dazu, sehr viel Insulin für die Blutzuckerverwertung

zu produzieren. Auf

Dauer stumpfen die Zellen ab. Dadurch

steigt der Blutzuckerspiegel und damit

die Gefahr einer Diabeteserkrankung.

Wer seine Ernährung umstellen möchte,

sollte mit kleinen Schritten anfangen

und sich von Rückfällen nicht entmutigen

lassen. Der Hausarzt kann helfen,

ein geeignetes Diätprogramm zusammenzustellen.

Auch viele Krankenkassen

bieten Ernährungskurse an.

VollWertig essen

und cleVer einkaufen

• Obst und Gemüse saisongerecht

kaufen! Das schmeckt besser, liefert

mehr Vitamine und ist meist günstiger.

• Tiefkühlgemüse ist besser als sein

Ruf: Erntefrische Verarbeitung schützt

die empfindlichen Vitamine.

• Bioprodukte: Bei Obst und Gemüse

wurde eine geringere Pestizidbelastung

nachgewiesen. Dass Milchprodukte

und Fleisch besser schmecken

sollen, stimmt laut Stiftung Warentest

längst nicht immer. Bioprodukte gibt

es mittlerweile in allen großen Supermärkten.

• Für den Kauf regionaler Erzeugnisse,

oft aus eigener Herstellung, empfiehlt

sich der Besuch auf dem Wochenmarkt.

• Würzen: Frische Kräuter sind gesünder

als Salz.

• Selbstgekochtes ist besser als Fertigwaren,

denn diese enthalten künstliche

Geschmacksverstärker, viel Salz

und Fett.


ernährungsmythen auf der spur

„Volkes Mund tut Wahrheit kund“ – auch wenn dieses sprichwort oftmals

stimmt, finden sich gerade im Bereich ernährung viele populäre irrtümer.

der folgende test verrät, was dahinter steckt.

lösungen:

1:

2:

3:

4:

5:

1.

„fleisch ist lebensnotwendig.“

stimmt

stimmt nicht

3.

„Man sollte mindestens drei liter Wasser am tag trinken.“

stimmt

stimmt nicht

stimmt

5.

„kartoffeln und nudeln machen dick.“

stimmt nicht

Stimmt nicht. Zu viel Fleisch ist sogar ungesund, denn der hohe Fettgehalt begünstigt Übergewicht und dadurch bedingte

Herz- und Kreislauf-Erkrankungen. In Studien wurde auch ein erhöhtes Gichtrisiko nachgewiesen. Trotzdem: Ab und zu ein

gutes Stück Fleisch liefert hochwertiges Eiweiß, Eisen und B-Vitamine. Achten Sie auf fettarme Sorten und essen zur Abwechslung

auch Geflügel und Fisch.

Leider nein. Zucker enthält generell keine Vitamine oder Mineralien. Übrigens: Früher war Zucker für Diabetiker streng verboten,

heute geht man davon aus, dass 30 bis 40 Gramm am Tag akzeptabel sind. Unsichtbarer Zucker in Obst oder Gebäck

sollte aber mit eingerechnet werden!

Bei großer Hitze oder körperlicher Anstrengung ist diese Empfehlung richtig. Ansonsten sind 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag

ausreichend, etwa ein Liter davon wird bereits über die Nahrung aufgenommen. Gerade Senioren sollten auf regelmäßiges

Trinken achten, denn mit zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden nach.

Früher war dies sicher ein Problem: Pilze enthalten viel Eiweiß und dies wird zu Stoffen abgebaut, die Magen und Darm reizen

können. Wärme beschleunigt diesen Abbauprozess.

Doch im Zeitalter moderner Kühlgeräte besteht keine Gefahr mehr. Das Pilzgericht sollte schnell abgekühlt, erst unmittelbar

vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank entnommen und dann rasch aufgewärmt werden.

Stimmt nicht, trotzdem hält sich dieses Gerücht hartnäckig. Zum Vergleich: Ein Gramm Kohlenhydrate hat 4,1 Kilokalorien,

ein Gramm Fett dagegen ganze 9,3 Kilokalorien. Greifen Sie deshalb zum Sattessen ruhig zu diesen Beilagen. Kartoffeln enthalten

außerdem viel Vitamin C, bei Brot und Nudeln liefern die Vollkornvarianten zusätzliche Vitamine und Ballaststoffe.

4.

„aufgewärmte Pilze sind giftig.“

stimmt

stimmt nicht

2.

„Brauner zucker ist gesünder als weißer.“

stimmt

stimmt nicht

gesund & aktiV

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finanzen & steuern

rentenerhöhung 2008

aufschwung

für ältere?

zum 1. Juli 2008 steigen die renten in

deutschland um 1,1 Prozent. das macht bei

einer Pension von 1.000 euro genau elf euro

pro Monat aus. aus sicht der Volkssolidarität

dennoch zu wenig.

tiPP: rentenlexikon iM internet

Das Rentenlexikon des Bundesministeriums für Arbeit

und Soziales (BMAS) erläutert im Internet die wichtigsten

Fachbegriffe aus der gesetzlichen Rentenversicherung

und der zusätzlichen Altersvorsorge.

Online unter www.rentenlexikon.bmas.de finden Sie von

„Altersgrenze“ über „Riester-Förderung“ bis zu „Witwenrente“

und „Zusatzversorgung“ übersichtlich geordnet

alle relevanten Begriffe – und das mit nur einem

Mausklick über die alphabetische Leiste.

Nach drei Rentennullrunden in Folge und einer geringen Erhöhung

im letzten Jahr sollen 2008 auch die rund 20 Millionen

Ruheständler in Deutschland vom wirtschaftlichen

Aufschwung profitieren – und 1,1 Prozent mehr Rente erhalten.

Um diese außerplanmäßige Erhöhung zu erzielen, ist

kurzfristig das Rentengesetz geändert worden. Konkret wird

der so genannte „Riester-Faktor“, der stets den Rentenanstieg

dämpft, für zwei Jahre ausgesetzt – und dafür 2012 und

2013 nachgeholt. Dadurch ergibt sich sowohl in diesem als

auch im nächsten Jahr eine um 0,64 bzw. 0,63 Prozent höhere

Rentenanpassung.

Ohne diese Gesetzeskorrektur würde die diesjährige Erhöhung

nur 0,46 Prozent betragen. Die Korrektur führt bei

den Rentenkassen zu einer Mehrbelastung von jährlich etwa

1,2 Milliarden Euro. Dank der günstigen wirtschaftlichen

Entwicklung könne diese Maßnahme aber ohne eine Beitragsanhebung

zur Rentenversicherung finanziert werden,


so das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Trotz der anstehenden Rentenanpassung müssen die Rentner

2008 erneut Kaufkraftverluste hinnehmen – angesichts

einer Teuerungsrate von aktuell rund drei Prozent. Bereits

2007 hatten sie ein reales Minus verkraften müssen, denn

der letzten Rentenerhöhung um 0,54 Prozent stand eine

Preissteigerung von 2,3 Prozent gegenüber. Darüber hinaus

müssen die Ruheständler auch die Beitragsanhebung zur

Pflegeversicherung ab der Jahresmitte aus eigener Tasche

zahlen. Die Volkssolidarität und andere Sozialverbände kritisieren

daher gleichermaßen die Rentenanpassung 2008 als

zu niedrig. Stattdessen fordern sie ein starkes Plus, um zumindest

die Preissteigerungen auszugleichen.

„Es kann nicht so weitergehen, dass die Rentner immer nur

zur Kasse gebeten werden“, sagt Prof. Dr. Gunnar Winkler,

Präsident der Volkssolidarität. „Sie erhalten keine Entlastung

– im Unterschied zu den Beschäftigten, deren Beiträge

finanzen & steuern

höhere hinzuVerdienstMöglichkeiten

Gute Nachricht für alle Rentner, die noch nicht 65

Jahre alt sind und eine vorzeitige Altersrente oder eine

Rente wegen voller Erwerbsminderung (in jeweils voller

Höhe) beziehen. Sie dürfen rückwirkend zum 1. Januar

2008 400 Euro statt bislang 355 Euro zu ihrer

Rente hinzuverdienen. Mit dieser Änderung wurde die

Hinzuverdienstgrenze der Minijob-/Geringfügigkeits-

Grenze (ebenfalls 400 Euro) angeglichen – und damit

auch die Verwechslungsgefahr zwischen beiden Grenzen

gebannt. Denn: Überschreitet der Hinzuverdienst

die zulässigen Grenzen, wird die Rente nur noch anteilig

ausgezahlt.

Zu beachten ist auch: Zweimal im Kalenderjahr darf

bis zu 800 Euro im Monat hinzuverdient werden.

Rentner, die schon 65 Jahre oder älter sind, können

grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen.

Bei Fragen berät zum Beispiel die Deutsche

Rentenversicherung kostenlos unter:

Telefon: 08 00 / 10 00 48 00

Internet:www.deutsche-rentenversicherung.de

zur Arbeitslosenversicherung abgesenkt wurden. Damit sind

die Rentner die einzige Gruppe in der Bevölkerung, die komplett

vom wirtschaftlichen Aufschwung abgehängt wird.“

Die Volkssolidarität fordert deshalb eine lohnorientierte Rentenanpassung

mit Inflationsschutz. Zum „Riester-Faktor“

sagt Prof. Dr. Winkler: „Diese Dämpfungsfaktoren müssen

ausgesetzt oder – besser – ganz abgeschafft werden.“ Nicht

zuletzt, weil die gesetzlichen Renten nahezu die einzigen Alterseinkünfte

der ostdeutschen Rentner sind.

33


34

leBenshilfe

hilfe für helfer und angehörige

die Pflege alter und kranker Menschen ist eine große aufgabe.

Wie können angehörige, aber auch professionelle helfer mit

den enormen Belastungen umgehen?

Häufig geschieht es schleichend, manchmal

führt eine plötzliche schwere Erkrankung

dazu, dass geliebte Menschen zum

Pflegefall werden. Diese Situation stellt

alle in der Familie vor wichtige, oftmals

an die eigenen Grenzen gehende Herausforderungen.

Die Pflegenden sind meist

rund um die Uhr im Einsatz und sehen

sich mit medizinischen Fragen konfrontiert,

die für Laien nicht ohne Weiteres

zu verstehen sind. Hinzu kommen starke

psychische Belastungen. Beispielsweise

Demenzerkrankungen führen häufig zu

Verhaltensweisen, die befremdlich wirken

können.

Eine intensive Beschäftigung mit dem

Krankheitsbild hilft, solche Wesensveränderungen

nachzuvollziehen und als

Symptome zu begreifen. Gerade wenn

die eigenen Eltern auf Pflege angewiesen

sind, ist dies immer auch mit einem Rollenwechsel

verbunden: Mutter oder Vater,

die zuvor die Position des Leitenden

hatten, müssen nun selbst geführt werden

und brauchen Hilfe bei den einfachsten

täglichen Verrichtungen. Früher als stark

und tatkräftig erlebte Menschen werden

ihre Meinung:

Haben Sie selbst Erfahrungen bei

der Pflege Ihrer Angehörigen gemacht?

Oder sind Sie beruflich in

diesem Bereich tätig?

schreiben sie uns, wir freuen uns

auf ihre zuschriften.

VVA Kommunikation GmbH

Redaktion „Miteinander–

Füreinander“

Französische Str. 24

10117 Berlin

oder per E-Mail:

k.scheyhing@vva.de

zusehends schwächer, Abschiednehmen

ist immer Teil der Pflege. Deshalb sollten

schon frühzeitig Gespräche innerhalb

der Familie und gemeinsam mit dem

Kranken geführt werden: Welche Erwartungen

bestehen? Wo liegen Ängste

und Befürchtungen? Wie kann man die

Eigenständigkeit des Pflegebedürftigen

möglichst lange aufrechterhalten?

Pflege ist Schwerstarbeit und dauert oft

mehrere Jahre. Das gesamte Familienleben

und bestehende Beziehungsgeflechte

werden auf den Kopf gestellt. Wichtig

für Angehörige ist es, die persönlichen

Bedürfnisse nicht vollständig zu vernachlässigen.

Ernste Anzeichen für die

eigene Überlastung sind etwa Erschöpfung,

Reizbarkeit, Einsamkeit, permanente

Schuldgefühle, vielleicht sogar Ablehnung

gegenüber dem Kranken. Wann

immer möglich, sollten daher Freiräume

und Erholungsphasen geschaffen werden.

Ein Friseurbesuch, eigene Arzttermine,

ein Treffen mit Bekannten oder

auch ein Ausflug am Wochenende – das

klingt banal, doch nur wer selbst auf

sich achtet und sich Ruhepausen gönnt,

kann dem Patienten entspannt gegenübertreten.

Und dies befreit beide Seiten,

denn geht es dem Pflegenden gut, fühlt

sich auch der Kranke wohler.

Vielleicht gibt es je nach Gesundheitszustand

auch Möglichkeiten, gemeinsam

etwas zu unternehmen, etwa einen

kleinen Spaziergang bei schönem Wetter

oder zusammen fernsehen. Die Verantwortung

auf mehrere Schultern zu

verteilen, hilft immens. „Ich würde außerdem

dazu raten, sich möglichst früh

professionelle Unterstützung zu holen“,

betont Sylvia Svoboda, die seit 2001

als Sachbereichsleiterin für ambulante

Dienste innerhalb der Sozialdienste der

Volkssolidarität Berlin gGmbH tätig ist.

Das Angebot, das hier zur Verfügung

steht, ist breit gefächert: von Pflegekursen

für Angehörige, die auch ganz individuell

zu Hause durchgeführt werden können,

über Gruppenangebote zu Themen wie

Pflegefinanzierung und Patientenvollmacht

bis hin zu Beratungen etwa zur Betreuung

von Demenzkranken.

Auch werden Lösungen für die Kurzzeit-

oder Verhinderungspflege angeboten,

denn den Angehörigen stehen pro Jahr 28

Tage Urlaub von der Pflege zu, die Pflegekasse

bezahlt hier bis zu rund 1.400

Euro für einen Pflegedienst oder die stationäre

Unterbringung des Kranken. Sylvia

Svoboda, selbst examinierte Krankenschwester,

weiß, dass auch die rund 730

hauptamtlichen und 56 ehrenamtlichen

Mitarbeiter mit großen Belastungen konfrontiert

sind. Soziale Kompetenz, Geduld,

Ehrlichkeit, Einfühlungsvermögen,

Teamfähigkeit und nicht zuletzt die Identifikation

mit den Werten und Zielen der

Volkssolidarität seien wichtige Voraussetzungen,

um eine solche Arbeit leisten zu

können.

„Egal ob im häuslichen Bereich oder bei

der stationären Pflege, im Lauf der Zeit

entsteht eine enge Bindung zum Patienten,

an Verschlechterung im Gesundheitszustand

nimmt man immer auch persönlich

Anteil“, erzählt die Bereichsleiterin.

Um die Mitarbeiter zu entlasten, werden

zum Beispiel regelmäßig moderierte Fallbesprechungen

durchgeführt. Auch Gespräche

mit den Sozialpädagogen und


Führungskräften in den Sozialstationen

helfen, mit der eigenen Betroffenheit

besser umzugehen. Regelmäßig finden

Fort- und Weiterbildungen zur Sterbebegleitung

statt. Die Angehörigen, aber

auch die Pflegekräfte vor Ort werden

zusätzlich durch einen ambulanten, ehrenamtlich

organisierten Hospizdienst

unterstützt. „Speziell im Umgang mit

Menschen mit Demenz ist außerdem

sozialabbau stoppen! sozialstaat stärken!

soVd und Volkssolidarität starten gemeinsame initiative zur stärkung

des sozialstaats mit einer unterschriftenaktion

Der massive Sozialabbau, der mit der

Agenda 2010 eingeleitet wurde, hat die

Lage vieler Menschen verschlechtert.

Rentenkürzungen, Hartz IV und die Gesundheitsreformen

haben die Bürger finanziell

schwer belastet. Löhne, Renten

und Sozialleistungen verlieren weiter an

Kaufkraft, weil die Preise steigen und die

Wir fordern:

einen gerechten anteil für alle Menschen

in unserem land am wirtschaftlichen auf-

schwung!

Bei Rentenanpassungen, Hartz IV und anderen

Sozialleistungen muss mindestens ein Inflationsausgleich

erfolgen, um weitere Kaufkraftverluste

abzuwenden.

eine wirksame Bekämpfung von armut

und sozialer ausgrenzung! Kinderarmut und

die drohende Altersarmut müssen jetzt ver-

hindert werden. Langzeitarbeitslose brauchen

eine echte Chance und mehr Qualifizierung.

ein sicheres und professionelles Auftreten

wichtig, alle im ambulanten Dienst tätigen

Pflegekräfte haben deshalb eine gerontopsychiatrische

Qualifikation“, unterstreicht

Sylvia Svoboda die Kompetenz

ihres Teams.

Neben berufsbezogenen Weiterbildungen

bietet die Volkssolidarität auch vielfältige

Maßnamen zur Gesundheitsprävention

Mehrwertsteuer erhöht wurde. Dagegen

steigen die Gewinne der großen Unternehmen

stetig und die Managergehälter

ins Unermessliche. Die Kluft zwischen

Arm und Reich wird immer größer. Es ist

ein Skandal, dass heute in einem so reichen

Land wie Deutschland jeder achte

Erwachsene und jedes sechste Kind in Ar-

mehr chancen für kinder und

Jugendliche!

Kinderbetreuung sowie Schul- und Berufsausbildung

müssen in hoher Qualität und

weitgehend kostenfrei zur Verfügung gestellt

werden.

den stopp der Privatisierung und

kommerzialisierung von sozialen

leistungen!

Wir fordern eine gute und zuverlässige

Gesundheitsversorgung, menschenwürdige

Pflege sowie soziale Sicherheit im Alter.

sozialaBBau stoPPen! sozialstaat stärken!

Eine gemeinsame Initiative von Sozialverband Deutschland und Volkssolidarität.

Name Anschrift Unterschrift

Name Anschrift Unterschrift

Name Anschrift Unterschrift

www.sozialabbau-stoppen.de www.sovd.de www.volkssolidaritaet.de

leBenshilfe

an, darunter etwa Kurse, in denen die Pflegenden

lernen, Stress zu vermeiden, ihren

Rücken zu schonen oder sich gesund zu

ernähren. „Doch“, so die erfahrene Krankenschwester

und studierte Betriebswirtin,

„viele Fragen lassen sich so generell

gar nicht beantworten, deshalb suchen

wir immer auch individuelle Lösungen,

die auf das jeweilige Umfeld und den einzelnen

Menschen zugeschnitten sind.“

mut leben. Der soziale Kahlschlag muss

gestoppt werden! SoVD-Präsident Adolf

Bauer und der Präsident der Volkssolidarität

Prof. Dr. Gunnar Winkler sagen:

„Wir brauchen einen aktiven Sozialstaat,

der ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit

sichert.“

hohe einkommen und Vermögen bei der

finanzierung des sozialstaats stärker

heranziehen!

Auch hohe Einkommen und Vermögen müssen

einen angemessenen finanziellen Beitrag

leisten, damit die Finanzierung des Sozialstaats

nicht länger zum überwiegenden Teil

auf den Schultern der Arbeitnehmer lastet.

Bitte unterstützen sie unsere forderungen

mit ihrer unterschrift!

Bitte zurücksenden an:

Sozialverband Deutschland (SoVD) e. V., Stralauer Str. 63, 10179 Berlin; oder Volkssolidarität Bundesverband e. V., Alte

Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin. Unter diesen Adressen können Sie auch weitere Unterschriftenlisten anfordern.

35


36

recht & gesetz

PflegereforM 2008

neuerungen bei der Pflege

lang und kontrovers diskutiert, von Betroffenen hoffnungsvoll

erwartet: das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz tritt zum

1. Juli 2008 in kraft.

Finanzielle Risiken bei Pflegebedürftigkeit

abzumildern und die Bedingungen

für die häusliche Pflege zu verbessern –

dies waren die Beweggründe für die im

Jahr 1995 eingeführte Pflegeversicherung.

Mit der nun beschlossenen Pflegereform

will der Gesetzgeber ein stabiles

Fundament für künftige Generationen

schaffen, denn niedrige Geburtenraten,

eine steigende Lebenserwartung und

die damit einhergehende Zunahme von

pflegebedürftigen Menschen stellen diese

„fünfte Säule der Sozialversicherung“ vor

wichtige Herausforderungen. Zugleich

sollen Millionen von Pflegebedürftigen,

Angehörigen und Pflegekräften spürbar

entlastet und unterstützt werden.

das reformpaket beinhaltet folgende

kernpunkte:

finanzielle Verbesserungen: Die finanziellen

Leistungen und ambulanten Sachleistungsbeträge

werden stufenweise erhöht

(siehe Tabelle).

Pflegezeit: Berufstätige können eine bis

zu sechsmonatige unbezahlte Freistellung

mit anschließender Rückkehrmöglichkeit

beantragen. Ausgenommen sind Betriebe

mit 15 oder weniger Beschäftigten.

Mehr Qualität: Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen

sind verpflichtet, verbindliche

Pflegestandards zu vereinbaren;

letztere müssen sich regelmäßigen,

unangemeldeten Prüfungen unterziehen.

Die Ergebnisse sollen in Form eines Qualitätssiegels

transparent gemacht werden.

stärkung der ambulanten Versorgung: In

wohnortnahen Pflegestützpunkten sollen

Pflegebedürftige und deren Angehörige

konkrete Hilfestellungen bekommen,

etwa beim Ausfüllen von Formularen

oder bei der Suche nach einem Heim.

Betreute Wohnformen sollen gefördert

werden. Allerdings liegt der Aufbau solcher

Beratungsstellen im Ermessen der

Länder.

förderung bürgerschaftlichen engagements:

Ohne ehrenamtliche Helferinnen

und Helfer wären die vielfältigen Pflegeleistungen

nicht zu erbringen. Für alternative

Angebote, etwa im Rahmen von

Selbsthilfeorganisationen, steigt deshalb

der Förderbetrag seitens der Pflegeversicherung

von insgesamt 15 auf 25 Millionen

Euro pro Jahr.

demenzkranke und Behinderte: Menschen

mit eingeschränkter Alltagskompetenz

können zusätzliche Betreuungsleistungen

(je nach Bedarf zwischen maximal

100 und 200 Euro monatlich) in Anspruch

nehmen. Dies gilt auch, wenn die

Kriterien für die Pflegestufe 1 noch nicht

erfüllt sind. Außerdem soll die Betreuung

in den Heimen ausgebaut werden.

unterstützung von Prävention und rehabilitation:

Pflegeeinrichtungen, die sich

besonders bemühen, den Gesundheitszustand

von Pflegebedürftigen zu verbessern,

erhalten Bonuszahlungen.

Veränderte Pflegesätze (euro)

Finanziert werden diese Leistungserweiterungen

durch Beitragserhöhungen.

Vom 1. Juli 2008 an steigen die Sätze

um 0,25 Punkte auf 1,95 Prozent (Kinderlose

2,2 Prozent). Nach Ansicht von

Experten muss mittelfristig mit weiteren

Anhebungen gerechnet werden. Gerade

für Rentnerinnen und Rentner ist dies

mit zusätzlichen Einschränkungen verbunden,

denn sie müssen die Erhöhung

im Gegensatz zu Berufstätigen ganz alleine

tragen. Auch aus diesem Grund wird

die Pflegereform innerhalb der Volkssolidarität

als finanziell unsolidarisch und

inhaltlich eher als halbherzig betrachtet.

„Die Neuerungen entsprechen überwiegend

nur dem Nachholbedarf seit Einführung

der Pflegeversicherung“, kommentierte

Bundesgeschäftsführer Dr.

Bernd Niederland die Verabschiedung

des Gesetzes. Positiv hervorzuheben seien

jedoch die Anhebungen der Pflegesätze

und die erweiterten Leistungen für Demenzkranke,

ein Durchbruch zu generell

besseren Rahmenbedingungen für eine

menschenwürdige Pflege sei damit aber

noch nicht gelungen.

Quelle: BMG


Machen sie mit und gewinnen sie mit etwas glück

eine von drei familieneintrittskarten für Belantis!

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e. Reiseunterkunft

Vorname

des engl.

Musikers

Collins

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im

Orient

Einsiedler,

Klausner

Fischfett

Sportruderboot

bestimmter

Artikel

Dringlichkeitsvermerk

Gedenkstätte

1

Fahrzeugteil

Veterinär

Verzicht,

Hingabe

Wesenszug,

Gepräge

2

Heilbehandlung

3

4

Wange

Meeresraubfisch

Schwermetall

Senden Sie das Lösungswort auf einer frankierten Postkarte an: Volkssolidarität Bundesverband e. V., Bundesgeschäftsstelle

einsendeschluss ist der 31. Juli 2008.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

4

17

Schiffsleinwand

Teil d.

Kameraobjektivs

5

5

13

auszeichnen

Ältestenrat

Wagenbespannung

Zierpflanze

Weltraum,

der

Kosmos

Spielgerät

für den

Strand

6

16

Hoheitsgebiet

Vater

(Kosename)

einstellige

Zahl

7

12

franz.

Name

der

Saar

Sportruderer

ungesetzlich

Flüssigkeitsmaß

Teil

eines

Buches

nicht

außen

Abk.:

Teilzahlung

8

9

6

Rechenzeichen

Dateneingabe

in den

Computer

weibliche

Brust

10

14

11

15

10 9

12

Willkommen im familienparadies

8

Seine-

Zufluss

Heiz-,

Treibgas

Teil der

Treppe

besitzanzeig.

Fürwort

rundes,

bewegl.

Sportgerät

Ausdehnungsbegriff

Autor von

„Robinson

Crusoe”

† 1731

so

lange,

so weit

Show

Hauptstadt

in

Vorderasien

Erstauftritt

franz.

Stadt i.

der Charente

Horn-,

Huplaut

11

ugs.: verblüfft,

verdutzt

Hauptstadt

von Kolumbien

Schutzanstrich

13

Schiedsrichterutensil

röm.

Göttin

Stichwort: „Gewinnspiel“

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Besonders eignet sich ein Besuch mit Kindern zwischen sechs und 14 Jahren.

14

englischeSchulstadt

2

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frühere

ÜberseebesitzungBeschwerde

15

Schandpfahl

zu Ende

Gefängnisraum

3

Abk.:

Beispiel

Viehfutter

Abzählreim:

... mene

muh

16

7

Kfz-Z.

Dänemark

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Ausruf

des

Schmerzes

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malerische Fachwerk-Altstadt, verspielter Jugendstil

und prachtvoller Barock, heilende Quellen und Europas

größter Kurpark zwischen Bad Wildungen und Reinhardshausen.

Ein üppiges Gesundheits-, Kultur-, Sport-

und Freizeitangebot macht die Stadt am urigen Nationalpark

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Bad Wildungen ist auch Mitglied der Deutschen Märchenstraße.

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Zukunft Gäste und Einheimische als außergewöhnliche

Erlebniswelt anlocken und begeistern. Kommen Sie und

genießen Sie Ihren Aufenthalt in „Hessens schönstem

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Landesverband

Volkssolidarität aufnahMeantrag

Ich will unter Anerkennung der Satzung die Volkssolidarität mit

meinem Beitrag fördern.

Kreis-/Stadt-/Regionalverband

Eintrittsbeginn Monatsbeitrag

(€)

Name Vorname

Geburtsdatum Anrede/Titel Telefon

Straße, Haus-Nr. PLZ Ort

Ich ermächtige die Volkssolidarität, die angegebenen Daten zu speichern und zum

Zwecke von Gruppenversicherungsverträgen den mit der Volkssolidarität Bundesverband

e. V. kooperierenden Versicherungen zur Verfügung zu stellen. Die Vorschriften

des Bundesdatenschutzgesetzes bleiben unberührt.

der austritt bedarf der schriftform und ist nur zum ende eines kalenderjahres, unter

Wahrung einer vierteljährlichen kündigungsfrist, möglich.

Datum Unterschrift

Pauschalkur:

6 tage hP 199,- VP 249,- euro

inkl. 2x Massage, Heißluft (Fango),

3x Sauerstoff-Inhalation, Wildunger Trinkkur,

Wanderung, Tanzabend

13 tage hP 399,- VP 499,- euro

mit 32 Kuranwendungen. Abholung möglich.

Rezepte vom Arzt können abgerechnet werden.

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Richard-Kirchner-Str. 29, 34537 Bad Wildungen

Tel.: 05621 / 3578, E-Mail: kurbetrieb.kentel@t-online.de

Mitarbeiter/in für Aufbau eines ambulanten Pflegedienstes

der Volkssolidarität in Bad Wildungen gesucht.

einzugserMächtigung

ich ermächtige die Volkssolidarität, die von mir zu zahlenden Beiträge von meinem

nachstehenden Konto bis auf Widerruf einzuziehen und die maßgebenden Daten zu

speichern. Die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes bleiben unberührt.

Beiträge an die Volkssolidarität sind steuerabzugsfähig.

Monatsbeitrag

(€)

Das ergibt einen

Jahresbeitrag (€)

Bankleitzahl Kontonummer

Name des Kreditsinstituts

Zahlweise vierteljährlich: halbjährlich: jährlich:

Name, Vorname des Kontoinhabers (wenn nicht selbst Kontoinhaber)

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Bitte ausfüllen und einsenden an:

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Telefon: 030/ 278 97-250



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Ja, ich möchte mehr über die Sterbegeld-

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