Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

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Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

Bericht zur Datenvalidierung 2010 Abschlussbericht gemäß §15 Abs. 2 QSKH-Richtlinie

1. Zusammenfassung

Auftrag und Zielsetzung

Im vorliegenden Bericht gemäß §15 Abs. 2 QSKH-RL werden die Ergebnisse zur Datenvalidierung 2010 zum

Verfahrensjahr 2009 aus den Leistungsbereichen „Ambulant erworbene Pneumonie“, „Gynäkologische Operationen“

und „Aortenklappenchirurgie, isoliert“ erstmalig für die Öffentlichkeit ausführlich dargestellt.

Die Datenvalidierung ist als Verfahren zur Überprüfung und Verbesserung der Qualität der QS-Dokumentation

seit 2006 in der externen stationären Qualitätssicherung etabliert und wird jährlich in ausgewählten Leistungsbereichen

durchgeführt (vgl. §9 QSKH-RL).

Methodik und Ablauf

Das Datenvalidierungsverfahren besteht aus den zwei Elementen, die sich in ihrer Methodik und Zielsetzung

unterscheiden.

Die Statistische Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog zielt darauf ab, fehlerhafte Dokumentationen in den

QS-Daten aufzudecken. Dazu erfolgt eine statistische Analyse nach vorab festgelegten Auffälligkeitskriterien,

die eine fehlerhafte Dokumentation vermuten lassen. Krankenhäuser mit rechnerischen Auffälligkeiten in Bezug

auf die Dokumentation nehmen im Strukturierten Dialog dazu schriftlich Stellung.

Das Stichprobenverfahren mit Datenabgleich ermöglicht es, quantitative Aussagen in Bezug auf die Dokumentationsqualität

eines Leistungsbereichs zu treffen. Dazu wird eine Zufallsstichprobe an Behandlungsfällen gezogen,

für die dann eine Zweiterfassung für ausgewählte Datenfelder der QS-Dokumentation anhand der Patientenakte

erfolgt. Anschließend werden die Daten aus der Zweiterfassung mit den Daten der QS-Dokumentation

abgeglichen und etwaige Abweichungen werden bewertet.

Die Ergebnisse beider Verfahrenselemente werden zum einen dazu genutzt, gezielte Maßnahmen zur Optimierung

der Dokumentationsprozesse auf Ebene der Kliniken einzuleiten. Darüber hinaus liefert die Datenvalidierung

wichtige Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der überprüften Verfahren auf Bundesebene.

Maßnahmen und Ergebnisse

Für die Durchführung der Statistischen Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog wurden in den drei Leistungsbereichen

(LB) zwischen zwei und neun Auffälligkeitskriterien (AK) entwickelt. Durch ihre Anwendung auf den

Bundesdatenpool 2009 konnten pro Leistungsbereich zwischen 39 und 408 Auffälligkeiten identifiziert werden.

Der Strukturierte Dialog hat ergeben, dass etwa die Hälfte der Auffälligkeiten durch eine fehlerhafte Dokumentation

bedingt war (vgl. Tabelle 1). Detaillierte Analysen zeigen, dass der Anteil an Auffälligkeiten, für die Fehler

in den exportierten Daten bestätigt wurden (Trefferquote), stark zwischen den Auffälligkeitskriterien variiert

(niedrigste Trefferquote: 14,3%; höchste Trefferquote: 100,0%).

Tabelle 1: Ausgewählte Maßnahmen und Ergebnisse zur Statistischen Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog

LB KH im LB AK Auffälligkeiten 1

, für die

eine Stellungnahme

angefordert wurde

Ambulant erworbene

Pneumonie

Gynäkologische

Operationen

Aortenklappenchirurgie,

isoliert

1

Auffälligkeiten , für die Fehler in den

exportierten Daten bestätigt wurden

Anzahl Anteil

1.350 6 171 97 56,7%

1.127 2 408 240 58,8%

89 9 39 19 48,7%

1

Auffälligkeiten werden auf der Ebene der Krankenhäuser und pro Auffälligkeitskriterium bestimmt; d.h. ein Krankenhaus kann in Bezug auf

mehreren Auffälligkeitskriterien rechnerisch auffällig werden.

© 2011 AQUA–Institut GmbH 13

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