Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

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Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

Bericht zur Datenvalidierung 2010 Abschlussbericht gemäß §15 Abs. 2 QSKH-Richtlinie

5. Maßnahmen und Ergebnisse der Datenvalidierung

2010

Im Jahr 2010 wurde zu dem Verfahrensjahr 2009 eine Datenvalidierung in den Leistungsbereichen „Ambulant

erworbene Pneumonie“, „Gynäkologische Operationen“ und „Aortenklappenchirurgie, isoliert“, durchgeführt. Im

Folgenden werden die Maßnahmen und Ergebnisse der Datenvalidierung für jeden dieser Leistungsbereiche

separat dargestellt. Hierbei ist jedes Kapitel wie folgt aufgebaut: In den ersten beiden Unterkapiteln werden die

praktische Umsetzung und die Ergebnisse der Statistischen Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog und des

Stichprobenverfahrens mit Datenabgleich präsentiert. Im jeweils dritten Unterkapitel werden auf Grundlage der

Erfahrungen, die die Mitarbeiter der LQS und des AQUA-Instituts bei der Umsetzung der Datenvalidierung gesammelt

haben, zentrale Dokumentationsprobleme jedes Leistungsbereichs benannt und Optimierungsmöglichkeiten

vorgeschlagen. Abschließend erfolgt dann eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und es

werden Konsequenzen formuliert, die aufgrund der Erkenntnisse aus beiden Verfahren bereits ergriffen worden

sind bzw. noch zu ergreifen sind.

5.1. Ambulant erworbene Pneumonie

5.1.1. Statistische Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog

Die Entwicklung der Auffälligkeitskriterien für die Statistische Basisprüfung mit Strukturiertem Dialog im Leistungsbereich

„Ambulant erworbene Pneumonie“ erfolgte in mehreren Stufen. Die Ausgangsbasis für die Auswahl

der Auffälligkeitskriterien bildete ein Vorschlag der BQS von insgesamt 10 Auffälligkeitskriterien, der bereits

Ende 2009 in ihren Projektgruppen erarbeitet und zum 1. Januar 2010 an das AQUA-Institut übergeben

wurde. Diese vorgeschlagenen Auffälligkeitskriterien sind vom AQUA-Institut in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe

Datenvalidierung“ anhand des Bundesdatenpools des Verfahrensjahres 2009 erprobt, verfeinert

und ausgewählt worden. Da im Leistungsbereich „Ambulant erworbene Pneumonie“ bereits im Jahr 2008 zum

Verfahrensjahr 2007 eine Datenvalidierung stattgefunden hat, konnten zudem die Erkenntnisse und Erfahrungen

der LQS bei der Auswahl genutzt werden. Am Ende des Auswahlprozesses wurden insgesamt sechs Kriterien

für relevant erachtet, die dem Unterausschuss für Qualitätssicherung des G-BA vorgeschlagen und von diesem

verabschiedet wurden. Die Relevanz der ausgewählten Auffälligkeitskriterien für die Qualitätsindikatoren

ergibt sich daraus, dass die Datenfelder, bei denen eine fehlerhafte Dokumentation vermutet wird, für die Risikoadjustierung

der In-Hospital-Letalität mittels des Risiko-Scores CRB-65 verwendet werden. Der Tabelle 12 ist

eine ausführliche Beschreibung der ausgewählten Auffälligkeitskriterien zu entnehmen.

Tabelle 12: Beschreibung der Auffälligkeitskriterien im Leistungsbereich „Ambulant erworbene Pneumonie“

Bezeichnung des AK Beschreibung des AK

AK1: Auffällig häufig gleicher Wert bei

„Spontane Atemfrequenz bei Aufnahme“

AK2: Auffällig häufige Angabe von ≥ 30

Atemzüge pro Minute bei „Spontane

Atemfrequenz bei Aufnahme“

AK3: Häufig „unplausible“ Werte < 6

oder > 50 Atemzüge pro Minute bei

„Spontane Atemfrequenz bei Aufnahme“

Rechnerisch auffällig ist ein Krankenhaus, wenn es mindestens 10

Patienten ohne invasive maschinelle Beatmung bei Aufnahme oder

einer Atemfrequenz von < 6/min und ≥ 30/min behandelt hat und

für über 50% dieser Patienten die gleiche Atemfrequenz bei Aufnahme

(Modalwert) dokumentiert wurde.

Rechnerisch auffällig ist ein Krankenhaus, wenn es mindestens 10

Patienten ohne invasive maschinelle Beatmung bei Aufnahme behandelt

hat und für über 50% dieser Patienten ein Wert von ≥30/min

für die Atemfrequenz bei Aufnahme dokumentiert wurde.

Rechnerisch auffällig ist ein Krankenhaus, wenn für mindestens zwei

und >1,0% der Patienten ohne invasive maschinelle Beatmung bei

Aufnahme ein Wert von >6/min und >50/min für die Atemfrequenz

bei Aufnahme dokumentiert wurde.

© 2011 AQUA–Institut GmbH 27

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