Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

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Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

Bericht zur Datenvalidierung 2010 Abschlussbericht gemäß §15 Abs. 2 QSKH-Richtlinie

Von den beiden Auffälligkeitskriterien war insbesondere die Anwendung des AK1: Alle Krankenhäuser mit mindestens

einer Patientin ≥ 55 LJ bei isoliertem Ovareingriff mit vollständiger Entfernung des Ovars oder Adnexe

und führendem histologischen Befund „Follikel- oder Corpus-luteum-Zyste“ erfolgreich. So konnten bei 71,4%

der Auffälligkeiten, zu denen eine Stellungnahme angefordert wurde, Fehler in der Dokumentation identifiziert

werden. Hingegen haben sich beim AK2: 0 Organverletzungen in Krankenhäusern mit mindestens 100 laparoskopischen

Operationen nur bei 14,4% der Auffälligkeiten Fehler identifizieren lassen. Es ist jedoch zu vermuten,

dass dies auch an der eingeschränkten Praktikabilität des Auffälligkeitskriteriums liegt, da rechnerisch

auffällige Kliniken alle Akten (d.h. mindestens 100 oder mehr) hätten durchschauen müssen, um die Dokumentation

ausnahmslos auf Fehlerfreiheit zu überprüfen.

5.2.2. Stichprobenverfahren mit Datenabgleich

Die Auswahl der Datenfelder, für die im Leistungsbereich „Gynäkologische Operationen“ eine Zweiterfassung

durchgeführt werden sollte, erfolgte bereits Ende 2009 in einer Projektgruppe der BQS. Es wurden 11 der insgesamt

37 Datenfelder im Leistungsbereich „Gynäkologische Operationen“ ausgewählt, die für die Berechnung der

Qualitätsindikatoren besonders relevant sind. Die ausgewählten Datenfelder und eine Liste der Referenzdokumente,

anhand derer die Informationen zu einem Datenfeld aus der Patientenakte generiert werden sollten,

wurden zum 01. Januar 2010 an das AQUA-Institut übergeben. Die Ziehung der Zufallsstichprobe der zu untersuchenden

Krankenhäuser und Patientenakten für das Verfahrensjahr 2009 erfolgte durch das AQUA-Institut.

Dazu wurden 5% der Krankenhäuser – mit mindestens einem Krankenhaus pro Bundesland – zufällig gezogen,

die zu diesem Leistungsbereich QS-Daten im Jahr 2009 geliefert haben. In den gezogenen Krankenhäusern

wurden aus maximal 20 zufällig ausgewählten Patientenakten die entsprechenden Datenfelder erneut erhoben.

Die praktische Umsetzung der Zweiterfassung im Datenabgleich gestaltete sich so, dass in 64 Krankenhäusern

bundesweit insgesamt 1.265 Akten von Mitarbeitern der Landesgeschäftsstellen – unter Berücksichtigung der

datenschutzrechtlichen Bestimmungen – überprüft wurden. Die Aufschlüsselung nach Bundesländern ist der

Tabelle 22 zu entnehmen.

Tabelle 22: Besuchte Krankenhäuser und untersuchte Akten in den Bundesländern im Leistungsbereich „Gynäkologische

Operationen“

Bundesland besuchte Krankenhäuser untersuchte Akten Anzahl Akten/Krankenhaus

Spannweite Mittel

Baden-Württemberg 7 140 20-20 20

Bayern 10 199 19-20 20

Berlin 2 40 20-20 20

Brandenburg 2 40 20-20 20

Bremen 1 20 20-20 20

Hamburg 2 40 20-20 20

Hessen 5 100 20-20 20

Mecklenburg-Vorpommern 2 40 20-20 20

Niedersachsen 5 100 20-20 20

Nordrhein-Westfalen 14 266 6-20 20

Rheinland-Pfalz 4 80 20-20 20

Saarland 1 20 20-20 20

Sachsen-Anhalt 2 40 20-20 20

Sachsen 3 60 20-20 20

Schleswig-Holstein 2 40 20-20 20

Thüringen 2 40 20-20 20

Gesamt 64 1.265 6-20 20

© 2011 AQUA–Institut GmbH 39

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