Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

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Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

Bericht zur Datenvalidierung 2010 Abschlussbericht gemäß §15 Abs. 2 QSKH-Richtlinie

gengesetzten Diagonale dargestellt. Zur Bewertung der Dokumentationsqualität können abermals Sensitivität

und Spezifität herangezogen werden. Die Sensitivität liegt bei diesem Datenfeld nur bei 65,9% – d.h. für 54 der

82 Fälle, die laut Patientenakte eine postoperative Komplikation hatten, wurde dies korrekt dokumentiert. Die

Spezifität liegt bei diesem Datenfeld hingegen bei 99,1% – d.h. für 1.155 der 1.165 Fälle, die laut Patientenakte

keine postoperative Komplikationen hatten, wurde dies in der QS-Dokumentation auch korrekt dokumentiert.

Vor dem Hintergrund des Bewertungsschemas (vgl. Kap. 4.2.2) ist die Dokumentationsqualität somit als „verbesserungsbedürftig“

zu bewerten.

Tabelle 24: Datenfeld „postoperative Komplikation(en)“ als Beispiel für ein Datenfeld mit verbesserungsbedürftiger Doku-

mentationsqualität im Leistungsbereich „Gynäkologische Operationen“

in QS-Dokumentation

in Patientenakte

ja nein aus PA nicht ersichtlich 17

ja 54 10 0 64

Gesamt

4,3% 0,8% 0,0% 5,1%

nein 28 1.155 18 1.201

2,2% 91,3% 1,4% 94,9%

Gesamt 82 1.165 18 1.265

6,5% 92,1% 1,4% 100,0%

Da sich eine gute Versorgungsqualität dadurch auszeichnet, dass keine postoperativen Komplikationen auftreten,

liegt hier eine Tendenz zur Unterdokumentation des für die Qualitätsindikatorenberechnung relevanten

Merkmals vor. D.h., postoperative Komplikationen werden in der QS-Dokumentation tendenziell zu wenig angegeben.

Wie sich Fälle mit Über- und Unterdokumentation auf die Kliniken verteilen, bei denen die Zweiterfassung

durchgeführt wurde, ist Tabelle 5 zu entnehmen. Demnach gibt es 36 von 64 Kliniken, bei denen gar keine

Abweichungen zwischen den Angaben in der Patientenakte und der QS-Dokumentation gefunden wurden. Bei

21 Kliniken, gab es ausschließlich eine Unterdokumentation des interessierenden Merkmals „postoperative

Komplikationen“, bei zwei Kliniken kam es sowohl zu einer Über- als auch Unterdokumentation und bei fünf

Kliniken ist diesen Merkmal bei einigen der untersuchten Fälle überdokumentiert worden.

Anzahl an Abweichungen

3

2

1

0

-1

-2

-3

Krankenhäuser

Unterdokumentation Überdokumentation

36 Kliniken ohne Abweichungen

Abbildung 5: Abweichungen auf Ebene der Krankenhäuser im Datenfeld „postoperative Komplikation(en)“ als Beispiel für ein

Datenfeld mit verbesserungsbedürftiger Dokumentationsqualität im Leistungsbereich „Gynäkologische Operationen“

17

Fälle, bei denen die Angabe zu dem Datenfeld nicht aus der Patientenakte ersichtlich ist, werden bei der Berechnung der Maße zur Bewertung

der Dokumentationsqualität ausgeschlossen.

© 2011 AQUA–Institut GmbH 41

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