Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

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Bericht zur Datenvalidierung 2010 (Erfassungsjahr 2009) - SQG

Bericht zur Datenvalidierung 2010 Abschlussbericht gemäß §15 Abs. 2 QSKH-Richtlinie

Als Beispiel für ein Datenfeld mit hervorragender Dokumentationsqualität wird hier das Datenfeld 21 „Operation

(OPS)“ vorgestellt. In der QS-Dokumentation ist es möglich, bei diesem Datenfeld insgesamt sechs OPS-Kodes

anzugeben. Für die Berechnung der Qualitätsindikatoren, werden dann z.B. nur die Patienten betrachtet, bei

denen der OPS-Kode für eine Entfernung der Adnexe oder des Ovars angegeben wurde. D.h. um die Patientinnen

mit diesem OPS-Kode herauszufiltern, erfolgt eine Dichotomisierung des Datenfeldes in die Kategorien „ja,

vollständige Entfernung der Adnexe oder des Ovars“ und „nein, (keine) vollständige Entfernung der Adnexe oder

des Ovars“. Da für die Berechnung der Qualitätsindikatoren nur Abweichungen zwischen diesen beiden Kategorien

relevant sind, erfolgt die Bewertung der Dokumentationsqualität auch auf Grundlage des dichotomisierten

Feldes (vgl. Tabelle 25).

Tabelle 25: Datenfeld „Operation – vollständige Entfernung der Adnexe oder des Ovars“ als Beispiel für ein Datenfeld mit

hervorragender Dokumentationsqualität im Leistungsbereich „Gynäkologische Operationen“

in QS-Dokumentation

in Patientenakte

ja nein aus PA nicht ersichtlich 18

ja 208 8 0 216

Gesamt

16,4% 0,6% 0,0% 17,1%

nein 2 1.045 2 1.049

0,2% 82,6% 0,2% 82,9%

Gesamt 210 1.053 2 1.265

16,6% 83,2% 0,2% 100,0%

Zur Bewertung der Dokumentationsqualität können hier ebenfalls die Sensitivität und die Spezifität herangezogen

werden. Die Sensitivität liegt bei diesem Datenfeld bei 99,0% – d.h. für 208 der 210 Fälle, bei denen laut

Patientenakte eine vollständige Entfernung der Adnexe oder des Ovars durchgeführt wurde, wurde dies auch

korrekt dokumentiert. Die Spezifität liegt bei diesem Datenfeld bei 99,2% – d.h. für 1.045 der 1.053 Fälle, bei

denen laut Patientenakte keine vollständige Entfernung der Adnexe oder des Ovars durchgeführt wurde, wurde

dies in der QS-Dokumentation korrekt dokumentiert. Vor dem Hintergrund des Bewertungsschemas ist die

Dokumentationsqualität somit als hervorragend zu bewerten. Für OPS-Gruppierungen Konisation, Hysterektomie

und laparoskopischer OP-Zugang zeigt sich ein ähnliches Bild. In Abbildung 6 ist dargestellt, wie sich die

wenigen fehlerhaften Dokumentationen auf die Kliniken verteilen. Insgesamt haben 57 Krankenhäuser in allen

überprüften Fällen korrekt dokumentiert; d.h. die Abweichungen verteilen sich auf sieben Kliniken. Bei diesen

sieben Kliniken ist bei einer Klinik die Ursache eine Unterdokumentation des OPS-Kodes „vollständige Entfernung

der Adnexe oder des Ovars“ in einem der überprüften Fälle. Bei einer Klinik kam es sowohl zur Über- als

auch zu Unterdokumentation der Operation und in fünf Kliniken kam es zu einer Überdokumentation der Operation

in jeweils einem Fall.

18

Fälle, bei denen die Angabe zu dem Datenfeld nicht aus der Patientenakte ersichtlich ist, werden bei der Berechnung der Maße zur Bewertung

der Dokumentationsqualität ausgeschlossen.

© 2011 AQUA–Institut GmbH 42

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