Vereinsbroschüre Clubhaus Brand und Neubau 2008 ... - TC Menden

tc.menden.de

Vereinsbroschüre Clubhaus Brand und Neubau 2008 ... - TC Menden

Clubhaus

Brand &

Neubau

2008/2009


Inhalt

Inhalt ..................................................................... 3

Grußwort des Vorstandes ....................................... 5

Grußwort des Westfälischen Tennis-Verbandes ....... 7

Clubhausbrand versetzt Verein in Atemnot ............. 8

Interview mit Anlagenwart Jochen Köster .............. 11

Als ich vom Brand erfuhr... .................................... 12

Kindergedanken .................................................... 13

Die Ruine .............................................................. 15

Stimmen aus den Vorständen ................................ 16

Der Abriss............................................................. 19

Ruinenfest 2008 ................................................... 20

TCM Team Cup 2008 ............................................ 22

Wie es war am Anfang... ........................................ 26

Mindmap des Wiederaufbaus ................................ 30

Ein Sommer der Entscheidungen ........................... 31

Die Entwürfe der Architekten ................................ 33

Neuanfang - Entwicklung des neuen Clubhauses ... 35

Beginn des Clubhausbaus ..................................... 39

Ständerwerk mit Dach und Fenstern ...................... 41

Außenarbeiten mit Terrasse .................................. 42

Entstehung der Innengestaltung .......................... 45

Fertigstellung Innenausbau ................................... 49

Gelungener Saisonstart mit Clubhauseinweihung .. 50

Vorstellung Projektteam ........................................ 54

Das Clubhaus in seiner jetzigen Form

ist erst durch die Hilfe vieler Helfer,

Sponsoren und Förderer möglich gemacht

worden!

Im namen aller Mitglieder des tCM:

DanKE!

Impressum

Herausgeber

Tennis Club Menden

Postfach 2811

58688 Menden

kontakt@tc-menden.de

www.tc-menden.de

Design & Layout

Maik Olschewski

InHaLt

Projektteam

Gertrud Potocnik-Hoffmann

Dagmar Müller

Thorben Ehrlich

Friedhelm Koerdt

Gastbeiträge

Rolf Bartkowiak

Nils Kemper

Olaf Kronstätt

Rudolf und Werner Liefländer

3


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Liebe Tennisfreunde,

wir alle waren schockiert und entsetzt, als

am 13. Mai des vergangenen Jahres unser Clubhaus

abbrannte. Dort sind wichtige Entscheidungen

für unseren Verein getroffen worden,

wir haben viele schöne Feste gefeiert, bei Regenunterbrechungen

die Stunden im Warmen

überbrücken können oder einfach nur gemütlich

zusammen gesessen. Noch kurz vor

dem Brand

hatten wir

u n s e r e n

C l u b r a u m

m o d e r n i -

siert. Durch

das Unglück

sind nun ein

Stück Tradition

sowie

viele Bilder

und Pokale,

die unsere

Vereinsgeschichtedokumentiert

haben, unwiderruflich

verloren.

Doch, wie

so oft im Leben,

war auch hier das tragische Ende gleichzeitig

der Start für einen Neubeginn. In der

Krise haben wir gemerkt, was wir gemeinsam

schaffen und wie viel wir zusammen auf die

Beine stellen können. Wir mussten im letzten

Jahr viel improvisieren und werden uns gerade

deshalb wohl noch lange an den Sommer

2008 mit Zelt und Sanitärcontainern als

Clubhaus-Ersatz“, an die Hilfsbereitschaft

der anderen Mendener Tennisvereine und

das ganz besondere Ruinen-Sommerfest erinnern.

Wir konnten auf das Organisationstalent,

die Kreativität, die Erfahrung, das

Fachwissen und die Einsatzbereitschaft von

zahlreichen Mitgliedern zurückgreifen, haben

kompetente Krisenstäbe gebildet und

diese schwierige Situation gemeistert.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit können

wir heute an unserem neuen Clubhaus

ablesen. Dank des Einsatzes der unterschiedlichen

Fachrichtungen, Arbeitsstrategien und

Charaktere unseres Expertenteams ist ein

funktionales, anspruchsvolles, modernes

GruSSwort DES VorStanDES

und zukunftsfähiges Clubhaus entstanden.

Wir bedanken uns ganz herzlich dafür. Wir

alle können stolz auf unser neues Clubheim

sein.

Diese Festschrift dokumentiert den Werdegang

des Clubheim-Neubaues. Sie ist das Werk

von vielen, engagierten Mitgliedern. Auch

hierfür ein herzliches Dankeschön, ebenso

für die Unterstützung durch Spenden und

Arbeitseinsätzevieler

weiterer

Mitglieder.

Nun ist

es an Euch,

liebe Mitglieder

und

F r e u n d e

des Tenn

i s s p o r t s ,

dieses Clubhaus

mit

Leben zu

füllen. Wir

wollen unserenerwachsenen

und

j u g e n d l i -

chen Mitgliedern,

aber

auch unseren

Jüngsten und den Familien, schließlich sind

wir als „familienfreundlicher Sportverein“

ausgezeichnet worden, auf unserer Anlage

eine Wohlfühlatmosphäre bieten.

Der Vorstand von links: Wolfgang Ehrlich (1. Vorstitzender), Ute Wulff (Jugendwartin),

Christina Hörster (Breitensportwartin), Heike Schulz (Schriftführerin) und Stefan Kaiser

(1. stellvertretender Vorsitzender). Es fehlen Annhilt Ferber (Sportwartin) und Manfred

Rudolf (Kassenwart)

Dank unserer neuen Bewirtung können wir

uns auch wieder kulinarisch verwöhnen lassen

und wir wünschen uns, dass viele von

Euch dieses Angebot annehmen und die Familie

Ruskovec bei ihrem Start unterstützen.

Wir sind froh, diese engagierte Pächterfamilie

gefunden zu haben und hoffen, dass wir

viele gemeinsame Jahre in unserem Clubhaus

verbringen werden.

Wir wünschen uns allen einen guten Start

in die neue Tennissaison mit sportlichen Erfolgen

und vielen schönen Stunden auf unserer

Anlage und in unserem schönen, neuen

Clubhaus.

5


© KreativLink mediendesign

in. WTV

- der innovative

Tennis-Verband.

Termine 2009

WTV-Meisterschaften

Damen/Herren und Seniorinnen/Senioren

18. bis 24. Mai beim TC Brackwede

WTV-Sichtungsturnier (U11)

1. bis 6. Juni bei BW Hemer

WTV-Jugendmeisterschaften

2. bis 6. Juni beim TC Iserlohn

WTV-Nachwuchsmeisterschaften (U21)

beim VfT SW Marl

Internationale Westf. Meisterschaften

Herren um den apano-Cup

26. Juli bis 2. August beim Dortmunder TK RW

Internationale Westf. Meisterschaften

Damen, 9. bis 16. August beim Tennispark Versmold

Westfälische Beach-Tennis Meisterschaft

im August

WTV-Dunlop Street-Tennis-Tour 2009

16. Juni, Rheda-Wiedenbrück · 18. Juni, Marl

25. Juni, Dülmen · 29. Juni, Meschede

Weitere Informationen im Internet unter www.wtv.de


GruSSwort DES wEStFäLISCHEn tEnnIS-VErbanDES

Als das Clubhaus des TC Menden e.V. am

13. Mai 2008 abbrannte, waren alle zunächst

zutiefst schockiert und haben sich gefragt,

was nun aus dem Club wird.

Mit Hilfe eines Krisenstabes, bestehend

aus mehreren Vereinsmitgliedern, ist es aber

gelungen, den Blick in die Zukunft zu richten.

Es wurde viel geplant und letztendlich

nach nur fünf Monaten mit dem Bau eines

neuen Clubhauses begonnen. Nicht einmal

ein Jahr nach dem verheerenden Brand soll

im April diesen Jahres das neue, moderne

und für meinen Geschmack sehr gelungene

Clubhaus, eingeweiht werden.

Sehr beeindruckend ist für mich die Tatsache,

dass die Mitglieder den Kopf nicht in

den Sand gesteckt haben, sondern zahlreiche

Freiwillige gefunden wurden, die sich in

mühsamer Eigenarbeit an dem Neubau des

Clubhauses beteiligt haben. So konnten die

Kosten, die nicht durch die Versicherung abgedeckt

waren, deutlich minimiert werden,

was wiederum dem Gesamtverein zugute

kommt.

Der Verein hat sich trotz der außerordentlichen

finanziellen Belastung dazu entschlossen,

auf eine Beitragserhöhung zu verzichten,

was mehr als lobenswert ist. Hier ist

aber auch die Spendenbereitschaft jedes Einzelnen

gefragt und ich hoffe, dass diese Unterstützung

für den Verein nicht abreißt. Die

Nennung des aktuellen Spendenstandes auf

der Vereins-Homepage spricht für Transparenz

im Verein und verdeutlicht, dass dieser

Neubau nur gemeinschaftlich zu stemmen

ist.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur das Clubhaus,

sondern auch die vielen gesellschaftlichen

und sportlichen Veranstaltungen. Neben

den Mannschaftsspielen und Turnieren

auf den unterschiedlichsten Ebenen, stehen

auch immer wieder Festlichkeiten im Vordergrund,

die für ein Clubleben von großer Bedeutung

sind.

Vor allem wegen der mannigfaltigen kreativen

Ideen wurde der TC Menden e.V. in der

Vergangenheit immer wieder mit verschiedensten

Auszeichnungen bedacht. Hervorzuheben

ist hier natürlich die Auszeichnung

„Verein des Jahres“ des WTV aus dem Jahre

2004, der König Pilsener Tennis Award „König

der Vereine“ des DTB aus dem Jahre 2006

oder auch Anfang

2008 der

dritte Platz im

W e t t b e w e r b

„Der familienf

r e u n d l i c h e

S p o r t v e r e i n “ ,

der vom Landessportbund

d u r c h g e f ü h r t

wird.

Durch den

Neubau des

Clubhauses und

das Zusammenrücken

der Mitglieder

auch in schlechten Zeiten, bin ich mir

sicher, dass dies nicht die letzten Auszeichnungen

gewesen sind.

Für die Feierlichkeiten zur Eröffnung des

neuen Clubhauses wünsche ich alles Gute,

den Verantwortlichen des TC Menden weiterhin

die richtige Intuition, sowie eine erfolgreiche

Entwicklung des Vereines und allen

Mitgliedern noch viele gemeinsame, fröhliche

Stunden in angenehmer Vereinsatmosphäre.

Mit den besten Wünschen.

Robert Hampe

Präsident des Westfälischen

Tennis-Verbandes e.V.

7


CLubHauSbranD VErSEtzt VErEIn In atEMnot

Clubhausbrand versetzt Verein in atemnot

Volkmar Müller sendet am 13. Mai 2008

folgende SMS an seine Frau Dagmar: „Setz

dich hin! Das TCM Clubhaus ist abgebrannt.

Kein Scherz!“

Ein Scherz war es wirklich nicht, wer würde

auch mit einer Nachricht, die den Verlust

des „zweiten Zuhauses“ von etwa vierhundert

Mitgliedern, darunter fünf Damen-, sechs

Herren- und sieben Jugendmannschaften

bedeutet, Spaß machen wollen. Fassungslos

und die Nachricht immer noch nicht realisierend,

bestätigt Radio MK das Geschehene

zeitnah zum Empfang der SMS: „Ein Feuer hat

am 13.05.2008 das Clubhaus des TC Menden

in Schutt und Asche gelegt.“

Was war geschehen? In der Nacht zum

Dienstag wird das Vereinsheim des TC Menden

zum Raub der Flammen.

Die große, sehr hohe Rauchwolke ist unübersehbar.

Mehrere Anrufer alarmieren die

Feuerwehr. 30 Feuerwehrleute der hauptamtlichen

Wache und des Löschzugs Mitte

rücken gegen 4.30 Uhr zu dem Feuer an

der Max-Eyth-Straße aus. Die Hönnetalbahn

zwingt die Feuerwehrleute am Bahnübergang

Rosteck zu einer zwei Minuten langen

Zwangspause. Unvorstellbar, wenn man die

8

Hönnetalbahn zwingt Feuerwehrleute zu

zweiminütiger Zwangspause

Gewaltige Rauchsäule über Clubhaus

Situation der Menschen sieht, die retten wollen,

den Rauch aus der Ferne sehen, jedoch

tatenlos zusehen müssen. Aber selbst ohne

diese Verzögerung hätte sich die bedrohliche

Situation des Clubhauses nicht wesentlich

verbessert.

Das erste Wort des ersten Vorsitzenden bei

Betreten der Anlage: „Unfassbar!“

Gegen 5.30 Uhr trifft der 1. Vorsitzende

des Vereins, Wolfgang Ehrlich, sichtlich betroffen

am Brandort ein und wirkt sprachlos

angesichts dieses Feuerinfernos. Das erste

Wort, das ihm bei Betreten der Clubanlage

entrückt: „Unfassbar!“.

Gegen 10.00 Uhr treffen die Ermittler der

Kriminalpolizei ein und nehmen die Ermittlungen

zur Brandursache auf. Nachdem um

16.30 Uhr die Brandstelle bereits von einem

Sachverständigen untersucht wird, schließt

die Polizei Brandstiftung aus und nennt als

Ursache einen technischen Defekt.

Im Angesicht der rauchenden Ruinen des

Clubhauses und der sich schnell verbreitenden

Nachricht dieses Unglücks finden sich an

den folgenden Tagen viele entsetzte Spieler/

innen mit unterschiedlichen Gemütslagen auf

der Tennisanlage ein. Allen ist aber Eines gemeinsam:

Traurigkeit und Ratlosigkeit, auch

wegen des laufenden Spielbetriebs, denn die

Das herabstürzende Dach im Flammenmeer ▼


Feuerwehr öffnet die Rolladen mit einer Axt ▲

CLubHauSbranD VErSEtzt VErEIn In atEMnot

Bei den Löscharbeiten wurden auch die anliegenden Plätze durch

Ruß, Löschwasser und die Löscharbeiten selber stark in Mitleidenschaft

gezogen ▲ Einige der Terrassenstühle schmolzen ▼

Tennissaison 2008, die hat gerade erst begonnen.

Der TC Menden hätte aber nicht die Trophäe

„König der Vereine“ errungen, wenn

ihn Taten- bzw. Mutlosigkeit kennzeichnen

würden und ihn diese Ereignisse auf Dauer

gelähmt hätten. Nach dem Motto „jede Krise

impliziert auch eine Chance“ wird ein Krisenstab

gebildet und einige Expertengruppen

eingerichtet, die sich mit den Möglichkeiten

für die laufende Saison auseinandersetzen,

Strategien für die Zukunft entwickeln, Kontakte

zu Nachbarvereinen knüpfen. Die Devise

lautet: Hand in Hand gehen und dabei

Stück für Stück nach vorne schauen.

In Fachgruppen bringen Vereinsmitglieder

ihre Kompetenzen ein

In unterschiedlichen Fachgruppen bringen

Vereinsmitglieder ihre fachspezifischen

Kompetenzen ein. So wurden u.a. Architekten,

Tiefbauingenieure, Finanz- und Versicherungsexperten

in das Team aufgenommen.

„Sofort nach den traurigen Ereignissen

organisierte der Vorstand mit der Expertengruppe

die Abbrucharbeiten, den Wiederaufbau

und die Gestaltung des Vereinslebens“,

berichtet Wolfgang Ehrlich. „Wir bildeten

einen Krisenstab, der sowohl die baufachlichen

als auch die sportlichen Sofortmaßnahmen

steuerte. Der Kreis „Wiederaufbau“ setzt

sich zusammen aus dem 1. Vorsitzenden,

dem Kassen- und Anlagenwart, Nils Kemper,

Hans-Georg Simon, Marietheres Weber, Werner

Liefländer, Adi Wolgast, Dirk Hennböhl

und für den sportlichen Bereich unsere Sport-

und Jugendwartin.“

Am frühen Morgen ist vom schönen Clubhaus nur noch eine rauchende

Ruine übrig. ▼

9


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IntErVIEw MIt anLaGEnwart JoCHEn KöStEr

Interview mit anlagenwart Jochen Köster

Hallo Jochen, Du warst als Anlagenwart

mit einer der ersten auf der Anlage. Wie

sind die Feuerwehrleute eigentlich auf das

Gelände gekommen?

Da sie nicht durch den Tunnel fahren konnten,

musste die Feuerwehr den Weg über die

Bahnschranken nehmen. Diese waren allerdings

ausgerechnet in diesem Moment geschlossen,

um einen Zug durchzulassen. Sie

mussten dort sogar einige Minuten warten.

Nachdem sie schließlich an der Tennisanlage

ankamen, sind sie mit Müh und Not über

oder durch das große Eisentor auf die Anlage

gelangt. Das Clubhaus brannte bereits lichterloh.

Die Wehrleute versuchten noch das

Innere des Hauses zu retten, aber das Holzgerüst

brach sehr bald zusammen.

Im Mai war der Graben vor der Anlage

doch ausgetrocknet, oder? Woher kam das

Löschwasser?

Da der Nebenarm der Hönne vor dem Clubhaus

ausgetrocknet war, musste die Wehr

Gegen 8 Uhr verließ die Feuerwehr den Brandort ▲

das Löschwasser aus einem mitgebrachten

Tank pumpen.

Die Rauchwolken und der Feuerschein

waren weit über Menden zu sehen. Wieso

konnte sich das Feuer so schnell ausbreiten?

Die alte Holzkonstruktion mit Wänden und

Dämmung aus Kunststoff boten idealen

Nährstoff für die Flammen. Außerdem war

das Giebeldach eine Holzbalkenkonstruktion,

die sehr bald nach innen fiel und dort mit

allen Kunststoffeinrichtungsgegenständen

die schnelle Ausbreitung des Feuers begünstigte.

Sogar alle Pokale (auch aus den Gründerjahren)

sind leider den Flammen zum Opfer

gefallen.

Diese Erinnerungsstücke zu verlieren ist

ein weiterer großer Verlust. Haben irgendwelche

Gegenstände das Feuer überlebt?

Es standen noch ein paar Biergläser auf einem

Teil der nichtverbrannten Theke!

Bizarres Bild der verrußten Gläser auf der Theke ▲

Maik und Thorben haben später noch eine

unversehrte Packung Maoam gefunden. Ansonsten

war dort nichts mehr übrig. Lediglich

aus dem Bürotrakt konnte ich ein paar

alte Akten retten, da sie in den noch brauchbaren

Eisenschränken deponiert waren.

Wie waren die Auswirkungen auf den Rest

der Anlage? Ist dort noch irgendetwas in

Mitleidenschaft gezogen worden?

Gelitten haben die

Bäume um das alte

Clubhaus herum.

Diese wurden zurückgeschnitten

und

werden hoffentlich

im Frühjahr wieder

ausschlagen. Die

Gasleitung musste

natürlich gekappt

werden. Aber ansonsten

waren die

Anlage und die Plätze

in Ordnung.

Um herauszubekommen,

wie es zu

dem Brand gekom-

Der Metallschrank schütze ein

paar alte Akten ▲

men ist, kam sehr schnell ein Brandsachverständiger

in die Molle. Wie ging der bei

seiner Arbeit vor?

Wir sind zusammen durch die Ruine gekrochen

und der Sachverständige fand in der

Gegend der alten Theke eine alte verschröggelte

Kaffeemaschine, aber die meisten Holzverkohlungen

waren in dem kleinen Küchenraum

im Bereich des Entlüfters zu finden, so

dass ein technischer Defekt an dieser Stelle

auszumachen war.

11


aLS ICH VoM branD ErFuHr...

als ich vom brand erfuhr...

Annhilt Ferber

Sportwartin

Also erfahren habe ich es um 8 Uhr

morgens von Manni. Hab erst noch

gelacht, da er mir sagte unser Haus

würde gerade brennen.

Als ich merkte, dass es ernst war,

standen mir die Tränen in den Augen.

Ich bin sofort losgefahren und habe

mir diese grausame Ruine angeschaut.

Alle anwesenden waren total versteinert.

Wir waren uns aber schnell einig,

dass jetzt viel passieren muss und wir

es gemeinsam schaffen!!!

12

Morgens um halb 10 rief mich Wolfgang an und

sagte: "Das ist das Ende der Saison!"

Ein Riesenschock - auch deshalb, weil ja gerade die

Meisterschaftsspiele angelaufen waren. Am selben

Nachmittag habe ich angefangen, herumzutelefonieren,

was auf den Mendener Anlagen möglich war. Alle

Mendener Sportwarte waren unheimlich hilfsbereit,

so dass der Meisterschaftsbetrieb schlussendlich

einigermaßen geregelt ablaufen konnte.

Ute Wulff

Jugendwartin

Als ich davon erfuhr

war ich geschockt,

weil man ja noch

daran hängt. Habe am

Abend vorher noch

zu Marion Gödde

gesagt: "Wenn du die

weißen Tischdecken

nicht brauchst, nehm‘

ich sie mit."

Bärbel Rotter

Spielerin Damen 50+

Verena Humpert

Spielerin Damen I

Heidi Pellerei

Langjährige Clubwirtin

Habe gedacht, was wird

aus der Saison, wir

haben doch alles für

die Spiele geregelt und

schon damit angefangen.

Ich habe gehofft

und gedacht, es wird

wohl hoffentlich nicht

so schlimm sein.

Richard Pellerei

Gute Seele des TCM

Habe die Nachricht bei

Radio MK gehört und es

ging mir beschissen, Tränen

standen in den Augen, haben

viel dort gemacht und

wenn du dann davor stehst,

könntest du heulen.

Ich wurde um 6.20 vom Telefon geweckt. Ich war über die Störung

der Nachtruhe nicht gerade erfreut, weil ich den Abend zuvor

lange auf der Kirmes war. Trotzdem ging ich ans Telefon. Christina

Hörster meldete sich und sagte nur ganz erschrocken: "Verena,

du wirst es nicht glauben, aber das Clubhaus ist abgebrannt. Es

ist einfach nicht mehr da!" Ich war noch im Halbschlaf und sagte

nur: "Hmmm, daran kann man doch jetzt auch nichts mehr ändern,

warum weckst du mich denn so früh?". Erst als ich richtig wach

war, wurde mir das ganze Ausmaß dieses Anrufes bewusst. Den

ganzen Tag über verfolgte ich die neuen Meldungen im Radio und

im Internet und abends auf der Kirmes gab es nur ein Thema.


Am Morgen des Unglücks habe ich auf Radio MK um

9:30 Uhr von dem Brand erfahren, ohne dass ich das

gleich glauben konnte. Nachdem auch auf der Internetseite

vom TCM diese unglaubliche Information zu lesen war,

bin ich unmittelbar in die Molle gefahren. Auf der Fahrt

mit der Hoffnung, dass es doch nicht so schlimm war wie

angekündigt. Aber der Anblick war noch verheerender

als gedacht. Da wir noch am Abend davor mit unserer

Mannschaft nach einem Turnier lange auf der Terrasse

gefeiert hatten. Nur ein paar Stunden später sah ich alles

in Schutt und Asche. Ein Clubheim in dem ich über 30

Jahre schöne und unvergessene Erlebnisse hatte.

Regungslos und wortlos habe ich bei dem Anblick der

noch rauchenden Gebäudereste Tränen unterdrückt und

hatte es immer noch nicht richtig realisiert, was da

eigentlich passiert war.

Ich erfuhr morgens während

meiner Tätigkeit in der

Praxis vom Brand des

Vereinsclubhauses. Mittags

nach Beendigung der Arbeit

fuhr ich auf dem direkten

Weg zum Brandort um mir

ein Bild zu verschaffen.

Ich konnte es gar nicht

fassen! Alles komplett

abgebrannt! Damit hatte

ich nicht gerechnet! Zunächst

dachte ich, was für

ein Trümmerhaufen. Dann

erinnerte ich mich daran,

dass das Clubhaus zuvor im

Innenbereich neu renoviert

wurde und mir sehr gut

gefallen hatte. Außerdem

schoss es mir durch den

Kopf wie es denn in der

laufenden Tennissaison weiterlaufen

sollte. Besonders

wichtig für mich war noch

die Brandursache.

Maik Olschewski

Webmaster tc-menden.de

Wilfried Kickermann

Spieler Herren 60+

Marion Luig

Spielerin Damen 30+

Morgens um ca 6 Uhr

klingelte das Telefon und

Jana Ehrlich war dran: "Das

Clubhaus ist abgebrannt!"

- "Witz oder nicht Witz?",

war das erste, was mir aus

dem Mund kam. "Mein

zweites Zuhause ist abgebrannt,

da mach ich keine

Witze!". Also wahr! Ich

stand auf und setzte die

Hiobsbotschaft sogleich auf

die Webseite und fuhr dann

zur Clubanlage.

Kindergedanken

KInDErGEDanKEn

Bei den Wulffs zu Hause. Ute hat gerade vom Brand

erfahren und erzählt es Lena und Luca. Die Reaktion

der 5-jährigen Zwillinge ist unterschiedlich...

Au jaaaaaaa!

Das Clubhaus unseres Tennisvereins

ist abgebrannt.

Das Haus in dem Heidi

wohnt. Wir fahren da mal

hin, ja?

Och nööö,

langweilig....

Am Clubhaus angekommen, sehen sie die verkohlte

Ruine...

Ooooh! Es brennt

ja gar nicht mehr!

Und die Feuerwehrleute

sind

auch schon weg!

Ich wollte doch

das Feuerwehrauto

sehen...

Wie schrecklich!

Die Lösungen sind schnell parat...

Ich ziehe schnell

meinen Blaumann an

und baue ein neues

Haus!

Ist mein

Schläger auch

verbrannt?

Sind die Süßigkeiten

auch

alle weg?

Lass uns einfach alles

von zuhause mitbringen,

jaaa?

13


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Wolfgang Ehrlich sprachlos ▲

Sicht durch das Fenster in den Clubraum ▲

Sicht von Platz 2 ▲

◄ Clubraum mit Theke

Die Terrasse mit dem herabgestürzten Dach im Vordergrund

Die Herrentoilette ▲

DIE ruInE

Überreste des Büros ▲

Der Vorratsraum ▲

Panoramabild des Innenraums ▼ Ratlosigkeit und Entsetzen ▲

Ansicht durch die Terrassentür, einige Innenwände fehlen völlig ▲

15


StIMMEn auS DEn VorStänDEn

Stimmen aus den Vorständen

Jürgen Hachen

1. Vorsitzender SV Menden

Ich hörte von dem

Brand am Dortmunder

Flughafen, habe mich

aber noch vor meinem

Abflug in den Urlaub

mit Wolfgang Ehrlich

und einigen Verantwortlichen

unseres

Vereines in Verbindung

gesetzt. Natürlich

gibt es zwischen

unseren Vereinen immer

noch eine gewisse Rivalität, die mit früheren

Ereignissen zu tun hat. Jedoch haben

sich die Tenniszeiten geändert, die Strukturen

beider Vereine sind sehr unterschiedlich.

Trotzdem gab es bei uns überwiegend positive

Reaktionen, die Hilfsbereitschaft signalisierten.

Wenn unsere Anlage frei war, haben

wir großes Entgegenkommen gezeigt, haben

16

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Samstag 9.00 - 18.00 Uhr

unsere Plätze, Duschmöglichkeiten und Küche

zur Verfügung gestellt. Es wurden auch

einige Clubversammlungen durchgeführt.

ute wulff

Jugendwartin TCM

Trotz der Umstände

konnten wir unser

Konzept, das wir im

Jugendausschuss für

die kommende Saison

geplant hatten, realisieren.

Alle Jugendlichen

konnten mindestens

zweimal auf

unserer Anlage unter

Anleitung eines Trainers

trainieren. Die

Jugendspiele konnten ohne Komplikationen

durchgeführt werden, die Verpflegung wurde

von Eltern übernommen. Durch unterschiedliche

Aktivitäten, gestützt durch unsere Elternprojektgruppe,

sind Kinder, Trainer und

Eltern näher zusammengewachsen.

Georgios Martinis

Cheftrainer TCM

Die ganz andere

Sommersaison, die

Sommersaison 2008!

Als das Clubhaus abbrannte,

dachte ich

an ein griechisches

Sprichwort: „Eine Stunde

ist im Stande das

zu bringen, was ein

ganzes Jahr nicht zu

bringen vermag.“

Welch schlechte Voraussetzungen für die

neue Saison, auf die sich alle so gefreut haben.

Doch dank dem Engagement unseres

einzigartigen Vorstandes, konnte die Saison

mehr als nur gerettet werden. Die professionelle

Arbeit unseres Vorstands habe ich

in der Folgezeit noch oft bewundert, denn

schließlich hatte man auch noch mit Einbrüchen

zu kämpfen.

Der Teamgeist der Vorstandsmitglieder


war auch der Schlüssel zum Erfolg des Trainerteams,

das ich als Cheftrainer

leitete. Trotz der schwierigen

Umstände konnten wir ein völlig

neuartiges Konzept im Jugendbereich

durchführen. Bestimmt

wäre das Vereinsleben vor und

nach den Trainingseinheiten und

Spielen noch lebendiger gewesen.

Doch wenn man realistisch ist,

muss man sich eingestehen, dass

es unter diesen Umständen optimal

verlief. Mannschaftsspiele und

Trainingseinheiten konnten durchgeführt

werden und alle, aber auch

alle haben nach vorne geschaut.

Ich freue mich auf die neue Saison,

auf das neue Clubhaus und

bin sicher, dass der Verein 2009

an Charakter, Geschlossenheit und

Charme nichts einbüßen wird.

Christa Hannemann

Sportwartin TC Halingen

Als ich vom

Brand des

C l u b h a u s e s

aus der Zeitung

erfahren

habe, war es

für mich klar,

dass wir den

Nachbarverein

unterstützen werden.

Innerhalb des Vorstandes

waren wir uns

schnell einig, dass wir aushelfen, damit der

TCM den sportlichen Teil, nämlich die Medenspiele,

durchziehen kann und wir keine

Gebühren erheben. Dass die Sportwartin des

Vereins uns ein Fässchen Bier schickte, hat

uns gefreut und wir haben es als Geste der

Dankbarkeit gewertet.

Martin Stahl

1. Vorsitzender TC Rodenberg

JUNI MAI 21

Vom Brand in der Molle habe ich persönlich

erst quasi aus zweiter Hand erfahren. Beim

Betreten meiner Stammkneipe Eierkiepe wurde

ich mit den Worten empfangen „da ist der

Brandstifter“.

StIMMEn auS DEn VorStänDEn

17

30

3

16

25

Auf dem Clubgelände des TCM in der Nähe der Garage wird

das clubeigene Zelt errichtet, das als Clubhausersatz dienen

soll.

Zwei Chemietoiletten sind auf der Anlage verfügbar. Sie

stehen auf dem Weg zu den Plätzen auf Höhe von Platz 5. Mit

dem Abräumen der Brandstelle wird in einigen Tagen begonnen.

Auf der Anlage des TCM findet eine Sonder-

Mitgliederversammlung statt. Bei dieser Open-Air-

Veranstaltung informiert der Vorstand vor Kulisse des abgebrannten

Clubhauses mehr als 60 Mitglieder über die vergangenen

und geplanten Ereignisse.

Auszüge aus dem Protkoll der außerordentlichen Mitgliederversammlung:

Wolfgang Ehrlich begrüßt die Mitglieder bei schönem Wetter im Spielplatzbereich

der Tennisanlage des TCM und stellt die Beschlussfähigkeit der

anwesenden Mitglieder fest. Die Mitglieder erhalten ausführliche Informationen

zur aktuellen Lage und zu weiteren Planungen. Dabei weist der Vorsitzende

auf das „Wir-Gefühl“ hin, das erheblich zur Bewältigung der Situation

beitragen wird. Wolfgang Ehrlich bittet alle Mitglieder ihren eigenen

Sachverstand einzubringen.

Der Abbruch der Brandstelle soll so schnell wie möglich erfolgen, der

Neubau soll geplant und durchgeführt werden.

Es wird ein Krisenstab „Spielbetrieb“ gegründet, der sich mit der

sportlichen Nutzung der Anlage in der laufenden Saison

beschäftigt. Dieser setzt sich aus dem Cheftrainer, der Sportwartin,

der Jugendwartin und dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden

zusammen.

Planungsbeispiel der Heimspiele:

Damen I: TC Menden (Duschen beim 200m entfernten SV Menden)

Damen II: TC Menden (Duschen beim 200m entfernten SV Menden)

Herren 30+: SV Menden

Damen 40+: TC Halingen

Herren 55+: TC RW Fröndenberg

Dieser Spieltag zeigt die Hilfsbereitschaft anderer Vereine. So

finden Medenspiele auf den Anlagen des SV Menden und TC

Halingen statt. Auch die Fröndenberger Vereine bieten ihre

Anlagen an. Der SV stellt das Clubhaus für weitere Veranstaltungen

zur Verfügung.

Die Reste des Clubhauses sind komplett abgetragen worden.

Übrig ist nur noch die Bodenplatte des ehemaligen Clubhauses.

Planungen für den Neuaufbau haben bereits begonnen.

Am hinteren Eingang werden Container mit Umkleiden und

Duschmöglichkeiten aufgebaut. Die Stromversorgung ist über

Baustromkästen gewährleistet.

Damit

konnte ich in meiner Unkenntnis natürlich

nichts anfangen und wurde sodann von

meinen Stammtischkollegen darüber informiert,

was vorgefallen war.

Sie können sich natürlich vorstellen, dass

viel spekuliert wurde über Brandstiftung, ja

oder nein, technische Fehler, usw. Wie das in

Kneipen nun mal so ist.

Über den Spekulationen stand aber allgemeines

Entsetzen, dass der TC Menden kurz

vor der Saison sein „Heim“ verloren hat und

die Mitglieder nun ohne Clubhaus dastehen.

Natürlich versetzt man sich selbst gleich in

die Lage „was wäre, wenn es uns und unser

Clubhaus erwischt hätte“. Da war es dann

auch keine Frage, unsere Hilfe anzubieten,

zumal die Mendener Tennisvereine untereinander

„gut miteinander können“ und freundschaftlich

verbunden sind.

17


StIMMEn auS DEn VorStänDEn

Am Morgen danach habe ich Wolfgang

Ehrlich angerufen und ihm unsere Unterstützung

angeboten, in welcher Form auch immer

– unsere Plätze für Meisterschaftsspiele,

unsere Tennishalle als Ausweichquartier, etc.

Auch unser Anlagenkoordinator Franz Daniel

hat bei Jochen Köster angefragt, wie wir

helfen können. Da sich aber alle TC´s solidarisch

gezeigt haben, wurde unsere Hilfe letztlich

kaum in Anspruch genommen.

Natürlich haben wir aus dem Geschehenen

gelernt und uns schnellstens mit unserer

Versicherung in Verbindung gesetzt und unseren

Schutz überprüft. Wie sich herausstellte,

war das auch dringend nötig! Inzwischen

sind wir gut abgesichert und hoffen, dass wir

niemals unsere Versicherung in Anspruch

18

nehmen müssen.

Fast ein Jahr nach dem einerseits schrecklichen

Brand, der aber andererseits die Mitglieder

des TCM zusammengeschweißt hat,

freuen wir uns mit, wenn die Mitglieder,

Freunde und Gäste des TC Menden nun bald

das neue, größere und schönere Clubhaus in

Betrieb nehmen können. Sie können stolz darauf

sein, was in den letzten Monaten in der

Molle geleistet und bewegt worden ist.

Alles Gute im neuen Heim und eine gute

Fortentwicklung wünschen wir unseren

Tennisfreundinnen und Tennisfreunden vom

TCM und hoffen auf ein weiterhin freundschaftliches

Miteinander, auf und neben den

Plätzen!


Der Abrissbagger von der Terrasse aus ▲

Holz und Schutt musste getrennt werden ▲

Tennisbälle im Bauschutt ▲

Verrußte Urkunden ▼

Behelfssitzgelegenheiten ▼

Steine von Holz getrennt ▼

DEr abrISS

Der Abrissbagger von Platz 3 aus ▲

Das Clubhaus landet im Container... ▲

Die nackte Betonplatte blieb nach den Abrissarbeit übrig ▼

19


uInEnFESt 2008

ruinenfest 2008

Es sollte ein schönes Weinfest sein, mit

Sommelier und allem „Zipp und Zapp“. Leider

mussten wir durch den Brand auf „Winterberg

Nordhang“ (Warsteiner) umstellen.

Das neue Motto „Ruinenfest“ war schnell

gefunden. Bloß, wie findet man ein großes

bezahlbares Zelt? Die ersten Angebote

sprengten unsere finanziellen Möglichkeiten.

Durch Glück und gute Beziehungen wurden

wir doch noch fündig. Der halbe Preis bedeutete

allerdings, dass wir den Auf- und Abbau

teilweise mit eigenen Kräften vornehmen

mussten. Es halfen die, die immer helfen.

Somit konnten wir mit der eigentlichen Planung

beginnen. Getränkehandel Fritz ist uns

hierbei sehr behilflich gewesen, der den Bierwagen

und die Bierzeltgarnituren kostenlos

zur Verfügung stellte. Gleichzeitig hat Ros-

Die Dekoration aus halb verbrannten

Clubhausgegenständen war herausragend

witha Oelenberg eine engagierte Damencrew

zusammengestellt, die sich um das leibliche

Wohl und die Dekoration kümmerte. Auch

hier ließ sich niemand lange bitten. Das Ergebnis

war herausragend.

Es war erstaunlich, wie die Damen aus einem

grauen Zelt eine Wohlfühlatmosphäre

schufen. Die Küchenfeen zauberten ein

kaltes Buffet, das keine Wünsche offen ließ.

Maik Olschewski fand die richtige musikalische

Umrahmung. Zusätzlich gab es eine tolle

Tombola mit wertvollen Gewinnen, hierfür

möchten wir den zahlreichen Spendern Dank

sagen.

Da das Wetter diesmal ebenfalls mitspielte,

wurde es ein rauschendes Fest, mit vielen Besuchern,

das erst in den frühen Morgenstunden

endete. Durch den Verkauf der Wertmarken

für das Buffet und die Lose der Tombola,

konnten wir für den Verein die Veranstaltung

kostenfrei durchführen.

Wie sagte schon Sepp Herberger: „Nach

dem Fest ist vor dem Fest.“ Über rege Teilnahme

an den noch folgenden Sommerfesten

freuen sich jetzt schon Roswitha Oelenberg

und Olaf Kronstätt.

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Fleißige Hände am Nachmittag ▲

Angebrannte Gegenstände aus dem Clubhaus... ▲

...werden von Roswitha Oelenberg in Deko verwandelt ▲▼

Auch im Zelt wird noch fleißig dekoriert ▼


Eingangstor mit Ruinenfest-Schild ▲

Ausgelassene Stimmung auch abseits des Zeltes ▲

Marokkanischer Charme ▲

Alle hatten Spaß! ▲

ruInEnFESt 2008

Das Bierwagen-Team hatte gerade zu Anfang alle Hände voll zu tun ▲

Das reichhaltige Buffet ▲

Organisator zufrieden ▲

Das Ruinenfest war insgesamt gut besucht ▼

Spezial TCM-Likör ▲

Anstehen am Buffet lohnt sich ▲

Prooooosit! ▲

◄ Tanzeinlage für Groß und Klein

Schattenspiel auf der Tanzfläche ▼

21


tCM tEaM CuP 2008

tCM team Cup 2008

Nicht nur Vereinsfunktionäre, auch Mitglieder

kennen in dem Alltag der Vereine

folgende Situation: Die Erwartungshaltung

hinsichtlich Veranstaltungen ist sowohl bei

jungen als auch bei älteren Mitgliedern hoch,

die Schwierigkeit, ein passendes Organisationsteam

zu finden, dagegen noch größer.

So entstand zunächst eine Lücke bei der

Beantwortung der Frage, wer in einer Situation,

die von mehreren negativen Vorzeichen

geprägt war, den Mut finden und die

Initiative ergreifen würde, eine mit viel Vorschusslorbeeren

geprägte Veranstaltung zu

planen und durchzuführen. Der Wunsch des

Vorstandes, dieses seit Jahren sehr beliebte

Turnier trotz der schwierigen Umstände in

diesem Jahr auf dem Terminkalender zu belassen,

ist nachvollziehbar.

Hohe Erwartungshaltung wegen gelungener

Durchführung im Vorjahr

Mit Maik Olschewski fand sich schließlich

ein Vereinsmitglied, das mit Vertrauen und

Engagement das Ruder für diese Veranstaltung

übernahm und das, was er mit seinem

Team auf die Beine stellte, übertraf die Erwartungen

der größten Optimisten.

So konnte auch der Brand unser inzwischen

traditionelles Turnierhighlight des Jahres,

den TCM Team Cup, nicht stoppen. Wie

bereits im Vorjahr wurde statt der Clubmeis-

Organisatorische Ansprache ▼

22

terschaften ein Turnier im Hopman Cup-Modus

in zwei Alterskategorien mit Nebenrunde

gespielt. Dabei gab es hochwertige Preise zu

gewinnen.

Das Organisationteam ahnte im Vorfeld

nicht das Ausmaß der Schwierigkeiten

Das Organisationsteam ahnte im Vorfeld

allerdings nicht das Ausmaß der Schwierigkeiten

bei der Planung und Durchführung. So

manches Problem suchte nach einer Lösung:

• kein Clubhaus, d.h. kein Schutz vor Nässe,

Kälte, Wind

• kein geeigneter Platz, um Reklame anzubringen

• kein Platz 8 (!)

• keine Küche für die Bewirtung

• keine Umkleidekabinen

• keine Sitzmöglichkeiten

• kein Flutlicht für Spielansetzungen am

Abend

Dennoch hat das Team mit einem wunderschön

gestalteten Flyer und vielen persönlichen

Ansprachen die Mitglieder des TCM auf

dieses Turnier aufmerksam machen können,

so dass schließlich über 20 Paare ein ereignisreiches

Wochenende auf der Anlage verlebt

haben.

Vorher gab es aber noch viel zu tun! Die

Betonplatte, auf der das Clubhaus einst

stand, zierten geschmückte Zelte mit vielen

Die ersten Spieler finden sich am „italienischen“ ersten Turniertag ein ▼


Begrüßungstüte ▲ Team-Cup Schild Eingang ▲

Fertig hergerichtetes Zelt vor dem Beginn ▲

Bereits am ersten Tag wurde gutes Tennis geboten ▼▲

Zufriedene Gesichter nach dem ersten Turniertag ▼

tCM tEaM CuP 2008

Sitzmöglichkeiten und Tischen, ein Bierwagen

wurde geordert und eine Musikanlage

aufgebaut – eben alles, was man für das leibliche

Wohl brauchte, hatte man in die Molle

getragen.

Die Tennisplätze waren durch den Brand

zum Glück nicht in Mitleidenschaft gezogen

und von den Platzarbeitern noch einmal besonders

hergerichtet worden, also konnte

TCM Team Cup 2008: Das Turnier mit

kulinarischen Höhepunkten

Tennis gespielt werden. Dies war natürlich

die Hauptattraktion des Wochenendes. Von

Freitag bis Sonntag wurden viele spannende

Begegnungen mit zum Teil spektakulären

Ballwechseln ausgetragen. Die Siegerehrung

nach dem letzten Ballwechsel rundete mit

vielen attraktiven Preisen das Turnier zu einem

gelungenen Ereignis ab.

Spaß, Unterhaltung und Genuss löste aber

nicht nur der sportliche Bereich aus. Das

Team hatte sich für die drei Tage als weiteres

Highlight ein Ländermotto ausgedacht: Am

Freitag herrschte italienische Stimmung, der

Samstag wurde den Spaniern gewidmet und

der Sonntag klang mit den Franzosen aus.

Die Zelte wurden für jeden Tag entsprechend

umdekoriert und das Essen bzw. die Getränke

passend dazu geliefert. Freitags genossen

die Teilnehmer und Gäste Pizza und italienischen

Wein, am Samstag Tapas und Paella

und am Sonntag wurde ein französisches

Frühstück serviert. Am Abend saß man an

offenen Feuerstellen zusammen, hörte Musik,

plauderte miteinander oder konnte an einem

Vereinsrätsel sein Wissen über den TCM

überprüfen. Das abwechslungsreiche Programm

ließ die Anwesenden die sibirischen

Temperaturen vergessen. So konnte sich jeder,

der dieses Turnier miterlebte - sei es als

Spieler oder Gast - über die zufriedenen und

fröhlichen Gesichter erfreuen.

Lobenswert muss man herausstellen, dass

es das Team schaffte, trotz der großen finanziellen

Aufwendungen (Zeltmiete, Security,

etc.), für den Verein keine Kosten entstehen

zu lassen. Vielmehr wurde ein ansprechender

Gewinn erzielt, der für den Neubau verwendet

werden kann.

23


Sparkasse. Gut für Menden.

Spitzensport braucht eine

breite Basis.

S

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Menden

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Das Wetter war tagsüber warm ▲ Frühstück für die Teilnehmer ▲

Abendliches Beisammensein am offenen Feuer ▼ ▲

tCM tEaM CuP 2008

Gute Laune nach Sieg im Einzel ▲ Saftiges Fleisch vom Grill ▲

Kalt am Abend ▼

Die Finalisten der Hauptrunde M1 strahlen ▼ Sieger der Nebenrunde M2 ▼

Hochklassiges Tennis ▲

Ausruhen zwischen den Spielrunden muss sein! ▲

Trost nach Finalniederlage ▼

Vor der Siegerehrung ▼

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wIE ES war aM anFanG...

wie es war am anfang...

Ein rückblick mit augenzwinkern von rolf bartkowiak

Wer in Menden in den 50er und 60er Jahren

des vorigen Jahrhunderts Tennis spielen

wollte, hatte ein Problem. Es gab keinen ’richtigen’

Tennisverein, so einen mit Vorstand,

Satzung, Generalversammlung und ewig Nörgelnden,

wie wir Deutschen das lieben. Es

gab auch keine öffentlich zugänglichen Tennisplätze.

Menden war ein weißer Fleck auf

der Tenniskarte des Kreises Iserlohn!

Aber jenseits der Ruhr gab es bereits den

1946 gegründeten TC Rot-Weiß Fröndenberg,

und der bot natürlich betuchten Mendener

Tennisspielern Asyl. Übrigens: Helmut

Brauckmann ist ein noch quicklebendiges

Gründungsmitglied des TC Rot-Weiß. Die 80

hat er inzwischen deutlich überschritten. Er

erfreut sich guter Gesundheit und schlägt immer

noch den Ball übers Netz. Hut ab!

Zugegeben, ganz so weiß war der Mendener

Tennisfleck nicht! Bereits 1907 gab

es einen Tennisplatz auf der Wilhelmshö-

he. Auf dem Schulgelände des WBG wurden

später 2 Plätze gebaut, und die Fam. Adolf

Schmöle hatte sich neben ihrem Wohnhaus

auch einen Platz anlegen lassen, der später,

nachdem er vergammelt war, von einer Tennisgemeinschaft

mit dem Namen ‚Blau-Weiß-

Tennis Menden’ reaktiviert wurde. Diese Plätze

waren aber nur wenigen Außenstehenden

zugänglich, sofern sie entsprechende Beziehungen

hatten.

Und dann

gab es noch 2

Tennisplätze

in den Hönnewiesen,Eigentum

der Fa.

R&G Sch möle.

Sie bildeten

1965 den

R&G Schmöle Tennisplätze 1933

G r u n d s t o c k

des TCM. R&G, wie die Mendener liebevoll

zu sagen pflegten, hatte den ersten Platz

1930 bauen lassen, 1933 kam der zweite

hinzu. Die ‚Verwaltung’ wurde einer

26

Bereits 1907 gab es einen Tennisplatz auf

der Wilhelmshöhe

betriebsinternen Tennisgemeinschaft übertragen,

mit deren Einverständnis auch Leute

spielen durften, die nicht bei R&G in Arbeit

und Brot standen. 1953 ließ R&G die Plätze

generalüberholen, und 1956 erreichte der

Spielbetrieb mit 30 Leuten wohl seinen absoluten

Höhepunkt.

Tennisplätze in der Molle gehörten der

„Tennisgemeinschaft R&G Schmöle“

Mein Interesse am Tennissport regte sich

auf ungewöhnliche Weise bereits im vorpubertären

Alter, und das kam so: Als Jungen

spielten wir natürlich Fußball, und zwar mit

allem, was rund war, notfalls auch mit Blechbüchsen.

Von ‚richtigen’ Fußbällen konnten

wir nur träumen. Wir wussten natürlich, dass

es in den Hönnewiesen ‚hinter R&G’ 2 Tennisplätze

gab. Die waren nach Kriegsende

von den Engländern konfisziert worden. Klar,

England war damals schon eine Tennisnation

mit Tradition. Immerhin existierte Wimbledon

seit 1877, und im Davispokal spielte

England anfangs des 20. Jh. auch eine starke

Rolle. Also spielten die traditionsbewussten

englischen Offiziere in den Hönnewiesen

Tennis, zum Vergnügen und fürs Vaterland.

Doch selbst ein meterhoher Maschendraht

konnte nicht verhindern, dass der eine oder

andere Ball mal über den Zaun flog und jenseits

im tiefen Gras verschwand. Wenn die

Luft rein war, durchsuchten wir das Gelände

und wurden oft fündig. Für uns Jungen war

jeder Tennisball ein Fußball, eben ein kleiner.

Das zweite Mal und nachhaltiger machte

ich mit dem Tennissport 1960 nach meinem

Eintritt bei R&G Bekanntschaft. Schnell lernte

ich in der Exportabteilung einige Mitglieder

der ‚Tennisgemeinschaft R&G Schmöle’

kennen. Ein (alter, verzogener) Dunlop-Holzschläger

und ein paar abrasierte Bälle wurden

aus meinem Arbeitsumfeld gespendet, und

so zogen wir nach Feierabend zu den Plätzen

und hatten für wenig Geld viel Spaß. Die

persönlichen Erfolgserlebnisse steigerten die

Lust am Spiel, und umgekehrt. Und irgendwann

lag dann die Betreuung der Tennisgemeinschaft

in meinen Händen. Mein Chef,

Paul Rüther, Exportleiter und selbst Tennis


Nicht jede Arbeit konnte mit Muskelkraft bewältigt werden...▲

Noch keine Tribüne vor Platz 2 ▼

◄ Einer arbeitet, der

Rest schaut zu...

Die Plätze mit hohen Zäunen getrennt ▲

wIE ES war aM anFanG...

...viele Arbeiten aber schon! ▲

Steinbrocken störten den „Tiefbau“ ▲

Clubhaus im Urzustand von Platz 2 ▼

Auf der „Terrasse“ mit Blick auf Platz 2 und 1 ▼

27


wIE ES war aM anFanG...

spieler, hatte mich nachdrücklich darum gebeten.

Dagegen ist man machtlos.

Auch nach 1960 blieb die Tennisgemeinschaft

R&G ein kleines Häuflein Gleichgesinnter.

Der Unterhalt der Plätze konnte mit

finanzieller Unterstützung unseres Arbeitgebers

gerade noch aufrechterhalten werden.

Die Ausstattung der beiden Plätze konnte

man wohlwollend als ‚schlicht’ bezeichnen.

Das Inventar bestand lediglich aus einem

kleinen Wellblechdach in der hinteren rechten

Ecke. Es schützte vor allem die Platzwalze

vor Regen. Ich will nicht verschweigen, dass

auch noch ein Garderobenhaken vorhanden

war. Alles andere, was man gelegentlich

so brauchte, fehlte. Dafür war das Umfeld

dschungelartig bewachsen.

Es kam, was kommen musste: 1964 sah die

Firmenleitung den ‚sozialen Effekt’ für das

Unternehmen nicht mehr gewährleistet und

bat die Tennisgemeinschaft, einen werksunabhängigen

Verein zu gründen, andernfalls

würde man über die Anlage im wahrsten Sinne

des Wortes Gras wachsen lassen.

So trafen sich, lebhaft unterstützt durch

die Gastspieler Dr. Franz Middelmann (Walramgymnasium)

und Hans-Egon Schunck

(damals Walburgislyzeum) - beide wollten

vor allem der Schuljugend Gelegenheit zur

Ausübung dieses Sports geben - am 6. April

1965 die Tennis-Interessenten im ‚Mendener

Hof’, damals 1. Haus am Platze, dort, wo sich

heute das Schuhgeschäft Ariston befindet.

Dann ging alles ganz schnell: Am 12. April

wurde über die Satzung beraten, am 22. April

wurde der TCM geboren. Und als am Jahresende

die Sektkorken knallten, hatten wir

bereits 99 Mitglieder. Also Aufnahmesperre!

Startkapital für das Erste Clubhaus:

15.000 DM für „ein Dach über dem Kopf“

Der Pate (ich meine R&G) hatte sich nicht

lumpen lassen und dem neugeborenen TCM

eine tolle Mitgift in die Wiege gelegt: Die Nutzung

der Platzanlage war durch einen sehr

kulanten Pachtvertrag geregelt, es stand genug

Grund und Boden für den Bau weiterer

Plätze zu Verfügung, und dann zückte Albrecht

R. Pickert, mit der kaufmännischen Gesamtleitung

des Unternehmens R&G betraut,

28

noch das Scheckbuch und schenkte dem

TCM 15.000 DM, „damit wir ein Dach über

dem Kopf bekämen.“ Schnell war klar, dass

das Clubhaus an der Längsseite von Platz 2

stehen sollte. Das Gelände lag höher als die

Plätze. Nicht unser Werk! Es handelte sich um

den Abraum, der durch den Bau eines Luftschutzstollens

jenseits der Hönne, unterhalb

des Hauses Slamic, zu Tage gefördert und

hier gelagert worden war. Der Bewuchs bestand

aus dichtem Buschwerk und Birken.

Ende April 1966 ging’s los. Es herrschte

Pionierstimmung! Das Gelände wurde gerodet.

Der glückliche Gewinner unserer Aus-

Anfahrt der Baumaterialien war schwierig:

Es gab noch keine Zufahrt

schreibung ‚ab Bodenplatte’ war die Fa. Streif

Fertighausbau. Unter Anleitung unseres vereinseigenen

Architekten Heinz Bücker wurde

das Fundament nach den Plänen der Fa. Streif

eingemessen, und wir verlegten die Ver- und

Entsorgungsleitungen. Dann wurde das Fundament

ge- und begossen. Das hört sich jetzt

alles einfach an, war es aber nicht. Es gab

nämlich keine Zufahrt. Unser Gelände war

eine Exklave, abgeschnitten durch einen Bypass

der Hönne, der durch das R&G-Firmengelände

lief und unterhalb des Platzes 1 wieder

in dieselbe mündete. Alle Baumaterialen

wurden deshalb im Firmengelände gelagert

und bei Bedarf per Frontlader durch eine kleine

Bahnunterführung (heute noch zwischen

Platz 7 und dem Hundeplatz zu sehen) herangeschafft.

Eine Brücke wurde erst 1969

gebaut.

Da es keinen Abwasserkanal in erreichbarer

Nähe gab, musste eine Sickergrube ‚ausgekoffert’

werden. Hans Linnenbürger und

ich hatten das große Los gezogen. Auskoffern

geht am besten zu zweit: einer hackt,

der andere schippt. Dieses Ritual wurde in

gewissen Abständen lediglich durch einen

Schluck aus der Bierflasche unterbrochen.

Alles natürlich mit nacktem Oberkörper und

schweißgebadet. Diese Sickergrube wurde

eine Meisterleistung der Abwassertechnik!

Sie musste so gut wie nie entsorgt werden.

Während der Bauarbeiten – es waren viele

helfende Männer dabei – herrschte Spielverbot.

Nicht wirklich, aber moralisch. Damen


durften natürlich spielen, denn das diente

dem nebenan arbeitenden Volk als anspornende

Unterhaltung. Aber wenn mal so ein

nichtswissender, weiß gedresster Mann mit

einem Tennisschläger unter dem Arm auf der

Bildfläche erschien und dann noch sagte „Oh,

wird hier gearbeitet? Das wusste ich nicht!“,

dann war der Teufel los. Für diese Spezies

gab es nur 2 Möglichkeiten: Mit anpacken

oder so schnell wie möglich verduften! Nur

bei Paul Rüther ließen wir die Zügel schleifen.

Der war von uns ‚untauglich’ geschrieben

und genoss als 1. Vorsitzender sowieso

einen Sonderstatus.

Jeder noch so kleine Fortschritt wurde

nach vollendetem Tagewerk begossen

Jeder auch noch so kleine Fortschritt wurde

gefeiert und begossen. Oft trafen wir uns

nach vollendetem Tagewerk bei Heinz Hufnagel

in der Kellerbar, um uns gegenseitig auf

die Schulter zu klopfen und die nächsten Aktionen

zu beschließen. Das Streif-Fertighaus

wurde zusammengefaltet in einem Waggon

angeliefert, der auf einem Rangiergleis etwa

in Höhe von Platz 3 auf seine Entladung wartete.

Der Bahndamm war steil, die Teile waren

unhandlich, aber irgendwie haben wir es

geschafft, sie an die Baustelle zu befördern.

Monteure der Fa. Streif bauten im Frühjahr

1967 das Haus auf, und am 9. Juni war Richtfest.

Und das Haus? Quadratisch, praktisch,

schlicht! Und da der vorausschauende Vorstand

– sicher ausgelöst durch die Geburt

von Boris Becker im gleichen Jahr - einen Tennisboom

auf sich zukommen sah, ließ auch

Platz 3 nicht lange auf sich warten.

Ich weiß noch genau, dass ich dieses ganze

Geschehen als Schriftführer akribisch fotografiert

und in einer Mappe dokumentiert

Tanz im schlicht ausgestatteten Clubhaus

habe. Die Bilder hätten 2015 die Ausstellung

‚50 Jahre TCM’ wirklich bereichern können.

1968 übergab ich all diese schönen Fotos

meinem Nachfolger, wahrscheinlich liegen

sie vergilbt

auf irgendeinemDachboden.

Schade!

Nach langem

Suchen habe

ich dann

doch noch

ein paar Dias

von 1967 ge-

wIE ES war aM anFanG...

Das Clubhaus im Urzustand

funden. Auf einem sieht man das Clubhaus

im Urzustand.

Der eine oder andere Jungleser, der ‚unsere’

Zeit nicht einordnen kann, wird jetzt denken:

Mensch Alter, wann war denn 1965? Tiefste

Vergangenheit! Tote Hose! Hierzu nur ein

paar Farbtupfer: Die Rolling Stones erreichten

mit ihrer Aufnahme ‚Satisfaction’ Platz 1

in England, James Bond brilliert mit ‚Goldfinger’,

und der 2. Film der Beatles ‚Help’ wurde

uraufgeführt. Die Jugend erwachte, die ‚68er’

streckten sich bereits, wurden aufmüpfig und

gaben Widerworte. Die Fernseher flimmerten

noch schwarz/weiß, farbig wurde das Bild

erst 1967. Das lag an dem Streit zwischen

PAL und SECAM. Die Australier räumten wieder

mal in Wimbledon ab, aber das mit Abstand

wichtigste Ereignis des Jahres 1965

war natürlich die Gründung des TCM.

Nun haben die TCM’ler ein neues Zuhause,

schöner und moderner als es früher

war. Auch dieser vom Schicksal erzwungene

Schritt erforderte große Begeisterung und

Engagement von vielen, Aufbruchstimmung,

wie es bei uns 1965 war. So etwas schweißt

zusammen und macht den Verein stark.

Glückauf für die Zukunft!

Die Bierflaschen auf dem Tisch sind ein Indiz dafür, dass es noch

keine Zapfanlage gab ▼

29


MInDMaP DES wIEDErauFbauS

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Ein Sommer der Entscheidungen

Viele Fragen und Gedanken, die sich mit

der Zukunft unseres Clubhauses beschäftigten,

kursierten in den Köpfen der Mitglieder.

Sollte man das Clubhaus wieder aufbauen,

und wenn ja wo? Wäre ein Neubau zu finanzieren?

Wie viel Geld wird die Versicherung

erstatten? Sollte man vielleicht sogar mit dem

SV fusionieren, das Clubhaus dort ausbauen

und dies dann als neuer, noch größerer Verein

nutzen?

Wer könnte diese Fragen besser beantworten

als der 1. Vorsitzende, der natürlich

die Entwicklung ganz nah begleitete. So berichtet

Wolfgang Ehrlich, dass ein Krisenstab

tatsächlich Vor- und Nachteile einer potentiellen

Zusammenlegung recherchierte und

kalkulierte. Dabei stellte sich heraus, dass

die Kostenrisiken bei der Verwirklichung dieser

Maßnahmen zu hoch waren. Bei der bestehenden

Mitgliederstruktur des SV und den

möglichen Austritten war nicht zu erwarten,

dass der neue Verein genügend zusätzliche

Mitglieder votierten für einen Neubau des

Clubhauses

Erträge erhalten würde. Daneben hätten viele

logistische Erwägungen sowie das Problem

der Wege zwischen den beiden Vereinen gelöst

werden müssen.

Unter anderem deshalb kam man zu einem

anderen Vorschlag, der durch eine außerordentliche

Mitgliederversammlung bestätigt

wurde. Am 30. Mai. 2008 votierten die

Mitglieder auf der Anlage des TCM für den

Neubau eines Clubhauses. Der Antrag im

Wortlaut: „Es wird beantragt, den Clubhaus-

Neubau gemäß den in der Versammlung

vorgestellten Planungen mit einer Kostenobergrenze

von 250 000€ bis zum Beginn

der Sommersaison 2009 fertig zu stellen.

Gleichzeitig bittet der Vorstand darum, die

Vorhaben des Vereins durch Eigenleistungen

zu unterstützen. Dies könne in Form von Arbeitseinsätzen,

Spenden oder Durchführung

von Projekten geschehen.“

Wie emotional bewegt sich die Mitglieder

von den Planungen angesprochen fühlten,

zeigte die folgende Diskussion, die auch

Raum für eigene Ideen ließ. So wurde von ein-

EIn SoMMEr DEr EntSCHEIDunGEn

zelnen Mitgliedern vorgeschlagen, die Bauphase

umfassend zu dokumentieren, um in

einer Festschrift anschließend den Bauablauf

Das neue Clubhaus soll modern, multifunktional

und familienfreundlich sein

darstellen zu können. Diese Vorgehensweise

ermögliche gleichzeitig zusätzliche Einnahmen

durch Anzeigenwerbung.

Die breite Zustimmung der Mitglieder zum

Neubau des Clubhauses erlaubte die schnelle

Umsetzung der Planungen. Eine Expertengruppe,

bestehend aus den Architekten Nils

Kemper, Hans-Georg Simon und Marietheres

Weber sowie dem Immobilienfachmann Werner

Liefländer wurde damit beauftragt, den

Neubau zu planen und in Angriff zu nehmen.

Nach intensiven Diskussionen und detaillierter

Planungsarbeit einigte die Expertengruppe

sich auf den attraktiven und innovativen

Vorschlag von Nils Kemper. Seinem

Modell liegt eine Philosophie zugrunde, die

der 1. Vorsitzende wie folgt beschreibt:

„Bei der Konstruktion des neuen Clubhauses

wollten wir, obwohl wir die Grundflächen

des alten Clubhauses einhalten mussten,

eine bessere Raumaufteilung. Ein großzügiger

Gesamteindruck, viel natürliches Licht in

den Räumen und die Einsehbarkeit möglichst

aller Plätze aus dem Clubraum waren wichtige

Ziele. Natürlich sollte auch die Küche

größer und funktioneller sein, der Büroraum

multifunktional für Vorstandssitzungen und

andere Besprechungen verwendet werden

können. Das Ambiente sollte außerdem fa-

Es war aber auch wichtig das Clubhaus für

Nichtmitglieder zu öffnen

milienfreundlich gestaltet sein. Dazu gehört

eine Spielecke, denn schließlich sind wir vom

LSB als „familienfreundlicher Sportverein“

ausgezeichnet worden. Uns war aber auch

wichtig, das Clubhaus für Nicht-Mitglieder

zu öffnen, indem diese – wie früher bei Heidi

Pellerei – zum Essen kommen. Wir denken

aber ebenso an eine Vermietung der Räume

und hoffen mit der Neugestaltung viele Mitglieder

zu gewinnen.“

31


Die Entwürfe der architekten

In zahlreichen, langen

Sitzungen hat

das Bauteam über

das neue Clubhaus

diskutiert und sich

intensiv Gedanken

gemacht. So wurden

die Vor- und Nachteile

verschiedener

Bauweisen und die

Anforderungen an

das neue Clubhaus

intensiv besprochen

und anschließend mit

dem Vorstand abgestimmt.

Ganz am Anfang

stand jedoch zuerst

ein Brainstorming,

in denen die Projektteammitglieder

in

ihren Entwürfen ihren

Ideen freien Lauf

lassen konnten. Hier

wurden insgesamt

vier Rohentwürfe entwickelt,

welche hier

rechts z.T. abgebildet

sind.

In der oberen Abbildung

sieht man den

Entwurf der Architektin

und Baubiologin

Marietheres Weber.

Die Zeichnung in der

Mitte liegt den Ideen

der Einrichtungsfachleute

Liefländer zugrunde.

Unten befindet

sich der Entwurf

von Architekt Hans-

Georg Simon.

Der Entwurf des

Architekten Nils Kemper,

auf den sich das

Bauteam letztendlich

einigte, befindet sich

ausführlich beschrieben

auf der Seite 36

in dem dazugehörigen

Interview.

DIE EntwürFE DEr arCHItEKtEn

33


nEuanFanG - EntwICKLunG DES nEuEn CLubHauSES

neuanfang - Entwicklung des neuen Clubhauses

Interview mit architekt nils Kemper

Hallo Nils, vielen Dank das du dir die Zeit

genommen hast. Wie kam es eigentlich damals

zu den ersten Kontaktaufnahmen,

also den ersten Ansprachen, die dich an

dieses Projekt herangeführt haben?

Ich wurde im Sommer von Wolfgang Ehrlich

angesprochen, der zusammen mit dem Vorstand

überlegt hatte, ein Planungsgremium

zu schaffen. Zunächst sollten alle Modelle,

wie der Bau einer Dachterrasse oder auch die

Planung eines zweigeschossigen Gebäudes,

nicht ausgeschlossen werden. Alle beteiligten

Mitarbeiter verfügten über freie Planungsmöglichkeiten,

es gab keine Restriktionen. Es

bestanden Wünsche hinsichtlich einer gewissen

Großzügigkeit in der Raumgestaltung,

ausgedrückt durch offene Lösungen mit viel

Helligkeit.

Der Ist-Zustand unseres alten Clubhauses

lässt sich durch einen klar definierten Raum,

niedrige Fenster, kaum Verbindung von Innen

und Außen beschreiben. Die Theke war

optisch zu Platz 3 ausgerichtet, beklagt wurden

oft die dunklen, lang gestreckten Umkleideräume,

eine kleine Küche und auch der

gemeinsame Eingang von Spielern und Gästen

sollten in einem neuen Konzept umgestaltet

werden.

Ein Tennisheim zu bauen ist sicher eine

spezielle Aufgabe für einen Architekten.

Was hat dein Interesse geweckt, warum

konntest du dich für dieses Projekt begeistern?

Da ich bisher nur Gebäude im Bereich Wohnungs-

und Geschäftsbau ausgeführt habe,

ist es interessant mit der Brille eines „Wohnungsbauers“,

der auf Aufenthaltsqualitäten

im Kleinen achten muss, ein Objekt bauen

zu dürfen, was für eine große Gruppe unterschiedliche

Ansprüche erfüllen soll. Dabei

habe ich versucht, eine klare Trennung zwischen

dienenden und den bedienten Räumen

zu ziehen, also zwischen Neben- und Aufenthaltsräumen.

Daher gibt es einen festen,

massiven Hausrücken und eine transparente

Front. Da ich selber Nutzer des Gebäudes bin

und in den letzten beiden Saisons abends

lange auf der Anlage war, hatte ich nun die

Chance, ein Gebäude nach meinen erfahrenen

B e d ü r f n i s s e n

und Ansprüchen

zu entwickeln.

Oft habe ich bei

vielen Events im

alten Clubhaus

überlegt, welche

baulichen

M a ß n a h m e n

ergriffen werden

müssen,

um eine größere

Transparenz

bei gleichzeitiger

Verzahnung

von Innen- und

Architekt Nils Kemper

Außenraum zu

erreichen. Ich habe bei vielen Clubhäusern,

die ich gesehen habe, die optische Verbindung

zu den Plätzen vermisst. Bei meinem

Konzept leitete mich die Vision, auch kältere

Temperaturen auf der Anlage auszuhalten,

dabei wie im Sommer zusammen zu sitzen

und den Abend im Clubhaus gemütlich ausklingen

zu lassen.

Es war bestimmt besonders reizvoll, diese

Aufgabe im Team zu lösen. Kannst du das

Team bitte kurz vorstellen und über die

Aufgabenverteilung sprechen?

Das Team ist, wie ich es verstanden habe,

von dem Vorstand als „vielköpfiger“ Planer

angedacht worden. Die Chance lag darin,

dass eine Stimme und Anweisung aus dem

Wissen von vier erfahrenen Planern bestehen

soll. Die Gruppe setzt sich aus den Architekten

Marietheres Weber, Hans-Georg Simon,

dem Immobilienfachmann Werner Liefländer

und mir als jüngstem Mitglied zusammen.

Zunächst haben alle Beteiligten ihre eigenen

Ideen zum Clubhaus formuliert und gezeichnet.

Nach einer ruhigen, konstruktiven,

aber auch zügigen Arbeitsphase einigten wir

uns auf den von mir angefertigten Entwurf.

Danach fanden wöchentliche Treffen statt.

Das neue Clubhaus gewann Konturen, entwickelte

ein Profil. Mich erinnerte dieser Prozess

an einen Blick aus dem All, der weiter

auf die Erde einzoomt.

Bei den folgenden Meetings hat jeder sei-

35


Haupteingang

nEuanFanG - EntwICKLunG DES nEuEn CLubHauSES

36

Wassergraben

DU DU

Anlieferung

HAR Abst

DU DU

Platz 3

Büro/Besprechung

Küche

Gar-D

DU DU

Gar-H

DU/WC DU/WC

Abst.

WC-H WC-D

Theke

Spieler

Gast

Gast

WF

Gast u. Spieler


nEuanFanG - EntwICKLunG DES nEuEn CLubHauSES

ne Erfahrungen und Ratschläge bezüglich

Design und Konstruktion einfließen lassen.

Im Team ergab sich eine natürliche

Aufgabenteilung. Frau Weber

übernahm die Koordination der

Gruppe, Herr Liefländer zusammen

mit seinem Bruder Rudolf die

Innenraumgestaltung, Herr Simon

arbeitete im Hintergrund als Supervisor

und ich zeichnete mich

für die Erstellung der amtlichen

Pläne, Baupläne usw. verantwortlich.

Eine weitere Spezialisierung ergab

sich während der Bauphase.

Während Rudi und Werner Liefländer

die Planungshoheit im Innenraum

erhielten, war und bin ich für

den Rohbau, die Fassaden und die

Außenanlagen verantwortlich.

Kannst du uns bitte deine Ideen,

die du bei der Entwicklung des

Konzeptes hattest, näher beschreiben?

Welche Besonderheiten

gibt es im neuen Clubhaus

und welche Philosophie hast du

damit verfolgt?

Die Leitideen meines Entwurfes

sind auch in den Pictos auf den

Plänen bei der Mitgliederversammlung

gezeigt worden. Zunächst soll

der Leitsatz „der letzte Satz findet

an der Theke statt“ wieder in den

Vordergrund rücken. Die Theke

als Mittelpunkt des Clubhauses

soll Zentrum des Clublebens sein

und das Zusammenkommen wieder

in den Vordergrund rücken.

Verfolgt man dieses Ziel, muss

man die Tennisplätze und die Theke

optisch verbinden. Also versuchte

ich aus Innen- und Außenraum

eine Einheit zu schaffen, im

Winter und Herbst äußerlich wahrnehmbar,

im Sommer durch geöffnete

Fronten physisch spürbar.

Mein Eindruck beim TCM ist,

dass viel über Tennis und ebenso

über die Leistung anderer Mitspieler gesprochen

wird. Ich selber profitiere gerade von

der großen Anzahl der zur Verfügung stehenden

Trainer. Das große Interesse am Ten-

Geschlossen vs offen

Theke als Mittelpunkt

Aussicht auf alle Plätze

Werbewand Rückseite

Drei Eingänge

nissport soll auch in die Konzeption des neuen

Clubhauses einfließen. So soll während

der ganzen Tennissaison die Möglichkeit

bestehen, Tennismatches

aus den Innenräumen verfolgen

zu können. Großartig wären „Live-

Übertragungen“ von den Plätzen 2

und 3. Neben Meden- und Turnierspielen

könnten Eltern das Training

ihrer Kinder verfolgen und

sich dabei mit anderen Clubbesuchern

austauschen. Eine verbesserte

Kommunikationsstrukur und

größere Transparenz sehe ich als

weiteres Leitmotiv.

Eine wichtige Überlegung kreiste

um die Frage, wie wir dem stetigen

Vandalismus in der Molle

begegnen sollten. Daraus ergibt

sich ein weiteres Leitmotiv, nämlich

die Forderung nach einem festen,

massiven Hausrücken und einer

aufgelösten Fensterfront zum

Platz. Das Gebäude zeigt so auch

nach außen deutlich die inneren

Funktionen.

Eine Idee, die leider dem Costcutting

zum Opfer fiel, vermisse

ich persönlich sehr. Der große,

raumhohe „Schaukasten“ mit der

beleuchteten TCM-Scheibe, die in

der Dämmerung und im Dunkeln

in Richtung der Straße angezeigt

hätte, wann das Clubhaus besetzt

wäre. Gleichzeitig hätte diese

Maßnahme als gastronomisches

Aushängeschild gedient.

Für wichtig hielt ich es ebenso,

jeder Funktion einen eigenen Eingang

zu geben. Wenn das Clubhaus

auch als Restaurant genutzt

werden soll, macht es Sinn, einen

klar definierten Haupteingang zu

schaffen und Nebeneingänge, die

einen reibungslosen, sportlichen

Ablauf gewährleisten sollen, ohne

Funktionen zu vermischen.

Der TCM hat sich als Ziel „Wohlfühlatmosphäre“

im Clubleben

auf die Vereinsfahne geschrieben. In welcher

Weise unterstützt das neue Clubhaus

diese Zielvorstellung?

37


nEuanFanG - EntwICKLunG DES nEuEn CLubHauSES

Wie beschrieben sollen das Zusammenkommen

und der Aufenthalt auf der Tennisanlage

mit dem neuen Haus intensiviert werden.

Die Plätze, auch der Kinderspielplatz,

sind einsehbar, die Terrasse verbindet sich

mit dem Innenraum durch die großzügig zu

öffnenden Fensteranlagen. Die Rahmenbedingungen

für ein geselliges Miteinander erscheinen

mir dadurch geschaffen. Der Innenraum

des Clubhauses wird in erdfarbenen,

naturnahen Tönen und Materialien gehalten.

Es wird so die Möglichkeit geschaffen, auf

möglichst viele, unterschiedliche Stimmungen

und Bedürfnisse der Nutzer, aber auch

zum Beispiel auf wechselnde Wetterverhältnisse

zu reagieren. Das Resultat unserer

Projektarbeit soll eine große Resonanz,

Akzeptanz und vor allem Nutzung

der Mitglieder und Nichtmitglieder sein.

Bewertend kann ich feststellen, dass

wir sehr stark auf Atmosphäre geachtet

und die Funktionen sinnvoll zusammengefasst

haben.

Welche Schwierigkeiten stellten sich

dem Team vor und während der Bauphase

in den Weg?

Aufgrund der beruflichen Erfahrung,

zum Beispiel von Herrn Simon, sind die

möglichen Hindernisse durch eine zu restriktive

Planung seitens der Stadt schnell

umschifft worden. Hier muss auch herausgestellt

werden, dass die Stadt immer

hilfreich gewesen ist und uns unterstützt

hat. Ein kleineres Hindernis war die Länge

der Zeit für die Genehmigung, das heißt

der Gang durch die verschiedenen Instanzen

übertraf unsere Zeitplanung. Schließlich

sollte doch im November mit dem

Bau begonnen werden. Zeit war und ist

das größte Problem auf dem Weg zur Eröffnung

im April. Gelegentliche Reibungsverluste

innerhalb der Planungsgruppe

sehe ich in diesem Zusammenhang eher

als Katalysator für ein möglichst gutes Ergebnis.

Vor deinen Augen siehst du das neue

Clubhaus. Welche Besonderheiten, vielleicht

sogar Träume, siehst du durch

die neuen Räumlichkeiten realisiert?

Ich denke, dass die Atmosphäre, die

Transparenz und die neue Verbindung

zwischen Clubhaus, Theke und den Ten-

38

nisplätzen eine Besonderheit darstellen.

Durch die großartige Arbeit der Herren Liefländer

kommt der hohe Grad an Ausstattung

und Komfort hinzu, der mich eher an ein gehobenes

Golfclubhaus denken lässt. Dies ist

meiner Meinung nach aber der einzige Weg,

um Mitglieder wieder enger an den Verein

zu binden und am Vereinsleben teilnehmen

zu lassen. Mitglieder und Gäste sollen sich

ohne große Verabredung treffen können. Das

Clubhaus soll wieder zum Treffpunkt ohne

Termin werden.


Erster Spatenstich... ▲ ...mit einem großen Spaten! ▲

Fertig gegossene Bodenplatte ▲

Fertiges Ständerwerk ohne Dachbalken aus Richtung Platz 1 ▲

◄ Kran mit Dachbalken

Zunageln der Fenster ▼ Der überdachte Innenraum ▼

bEGInn DES CLubHauSbauS

Stahlmatten in der Form für die Bodenplatte ▲

▲ Arbeiten auf dem Dach ▼ ▲

Ständerwerk von Platz 3 gesehen ▲

Dachbalken werden montiert ▲

Bauarbeiten werden bei Eiseskälte fortgesetzt ▼

39


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StänDErwErK MIt DaCH unD FEnStErn

Vom Parkplatz aus, die Fenster noch mit Brettern verschlossen ▲ Folienarbeiten am Dach ▲

Fensteröffnungen zu Platz 3 ▲ Anlieferung der Fenster ▲

Fenster und Schiebetüren eingebaut ▲

Beginn der Holzarbeiten innen ▲ Verkleidung der Aussenfassaden von unten... ▲

...nach oben ▲

Test des Sonnenschirmabstandes und weitere Arbeiten am Dach ▲

Treppenaufgang mit abgetragenen Terrassensteinen ▼ Blick auf umgegrabenen Spielplatz ▼

Sicht von Platz 3 Anfang Februar▲

Die Bauleitung im Fachgespräch ▼

41


auSSEnarbEItEn MIt tErraSSE

▲ Erdarbeiten waren für die neuen Außeninstallationen erforderlich ▲

Arbeiten auf dem Dach für die Lüftungsanlage ▲ Blick vom Dach hinter das Haus ▲

42

b a d i n s p i r a t i o n e n

w w w . s a m . d e

Der Stützpfeiler zeigt die Anschütthöhe ▲

Erdarbeiten bei Platz 3 ▼▲

◄Stand der Arbeiten im Februar

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Baggerarbeiten für Treppe und Spielereingang ▲

Die Terrasse wurde ca. 50 cm angeschüttet ▲

▲ ▼ Verlegen der Terrassenplatten

Erdanschüttung und Bepflanzung der Rückseite des Clubhauses ▼

auSSEnarbEItEn MIt tErraSSE

Terrasse fertig angeschüttet

und bereit

zum verlegen der

Terrassenplatten ▲

◄ Die alten Terrassensteine

werden

von fleißigen Helfern

entgültig entsorgt ►

Laaaangweilig! ;) ▼

▼ Freiraum neben

der Tribüne wird

vergrößert

Eingang mit rotem Probeanstrich ▲

Auch die Arbeiten am Innenraum gehen voran ▼

43


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Entstehung der Innengestaltung

werner und rudolf Liefländer

Im Sommer des vergangenen Jahres wurden

vom Vorstand des Clubs verschiedene

Mitglieder befragt, wer mit entsprechendem

bautechnischen Hintergrund und Fachwissen

bereit sei, am Neubau mit zu arbeiten.

Erfahrung vom Privathaus bis zur

Hoteleinrichtung

Als langjährige Mitglieder, mit langer beruflicher

Erfahrung bei etlichen Neu- und

Umbauten verschiedenster Art sowie Inneneinrichtungen

vom Privathaus bis hin zu

kompletten Hoteleinrichtungen, haben wir

uns bereit erklärt, die Innengestaltung zu

übernehmen und wurden daraufhin vom Vorstand

gebeten ein Konzept - zusammen mit

dem eingesetzten Bauteam - zu erarbeiten

und dieses dann auch umzusetzen.

Nach diversen Vorplanungen wurde zunächst

die Außendarstellung des neuen Clubhauses,

geplant von Architekt Nils Kemper,

sowie unser Vorschlag zur Raumaufteilung

und Innenraumgestaltung dem Vorstand und

den Clubmitgliedern anlässlich einer außerordentlichen

Generalversammlung, vorgestellt

und von beiden Gremien angenommen

EntStEHunG DEr InnEnGEStaLtunG

und beschlossen.

Hinsichtlich der Raum- und Innengestaltung

hat das Bauteam nach einigen planerischen

Umwegen die jetzige Aufteilung

und Einrichtung erarbeitet. Grundlage der

Überlegungen war einerseits, dass der alte

Gastraum sehr klein war und zudem viel zu

wenig Tageslicht bot, die ehemalige kleine

Küche den Namen eigentlich nicht verdiente

und die Raumaufteilung des Flures, der Umkleideräume

sowie der Sanitäreinrichtungen

sehr unglücklich und nicht bedarfsgerecht

war. Die Tatsache, dass nur eine geringfügig

größere Grundfläche zu verplanen war, hat

zur jetzigen Raumaufteilung geführt.

Die neuen Räumlichkeiten bieten auch

externen Feiern und Veranstaltungen Platz

Die Räume sind großzügig, hell und lassen

einen umfassenden Blick auf alle Plätze zu.

Die Spieler, die Küche und der Clubraum haben

jeweils einen eigenen Eingang. Der Clubraum

ist erheblich größer, flexibel aufteilbar,

bietet auch mehreren Mannschaften gleichzeitig

Platz und ist für vereinsinterne und

externe Feiern und Veranstaltungen bestens

Für die Vorstellung der Materialen des Innenausbaus wurden Stücke davon in einer Kollage zusammengestellt ▼

45


EntStEHunG DEr InnEnGEStaLtunG

46


geeignet. Die bereits installierten medientechnischen

Komponenten sowie die Optionen

für noch weitergehende Techniken sind

auf dem neuesten Stand. Die Küche entspricht

dem neuesten Standard und bietet die Möglichkeit

der ganzjährigen Bewirtschaftungen

und von der räumlichen Kapazität die Betreuung

auch von größeren Veranstaltungen. Die

Größen und die Ausstattungen der sanitären

Einrichtungen sprechen für sich, wobei bei

der Installation der technischen Geräte auf

die neuesten Entwicklungen und die gesetzlichen

Vorgaben geachtet wurde.

Unser Auftrag beinhaltete die Gewerke

Fenster- und Türelemente, den kompletten

Innenausbau wie Innenwände und Trockenausbau,

Innenputz, Heizungs-, Lüftungs- und

Sanitärtechnik, Elektro-, Kommunikations-

und Lichttechnik, Estrich, Malerarbeiten innen,

Schreinerarbeiten, Fußbodenoberbeläge,

Fliesen, Innentürelemente sowie die

gesamte feste und mobile Einrichtung mitsamt

Theken- und Tresenanlage.

Das Engagement der beauftragten Betriebe

und Unternehmen ist zu würdigen

Von uns vorgeschlagene Materialien und

Farben, aber auch allgemeine Details und

Geschmacksfragen haben wir mit dem Bauteam

sowie dem Vorstand abgesprochen. Die

Zusammenarbeit hat vorzüglich geklappt,

wofür wir uns nun – nach Abschluss der Arbeiten

– herzlich bedanken.

An dieser Stelle ist auch das Engagement

der von uns beauftragten Handwerksbetriebe

und Unternehmen zu würdigen. Ohne deren

Engagement und Entgegenkommen sowie

die Großzügigkeit diverser Unternehmen und

Personen hätte das gesamte Bauvorhaben in

der jetzigen Darstellung nicht so realisiert

werden können. Wir freuen uns, dass termingerecht

zu Saisonbeginn das neue Clubhaus

erstellt ist. Wir hoffen, dass alle Clubmitglieder,

von den Jüngsten bis zu den Senioren,

ein neues Clubhaus vorfinden, dass sowohl

gemütliche Atmosphäre vermittelt als auch

eine moderne Ausstattung bietet.

Wir wünschen uns, dass unser neues Clubhaus

von allen Mitgliedern angenommen und

mit Leben und Aktivitäten erfüllt wird.

EntStEHunG DEr InnEnGEStaLtunG

Fußbodenheizung im Clubraum ▲

Installation im Fußboden▲

Blick durch den Clubraum ▲ Elektroinstallation ▲

Wände werden mit Holz- bzw. Gipsplatten verkleidet ▼ ▲

47


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Der große Clubraum wird aufgeräumt für die ... ▲

▲ Einbau der Küche

▲ Arbeiten an der Thekendecke ▲ Thekeneinbau

Der Clubraum wenige Tage vor der Saisoneröffnung ►

▼Erstes Bier an der noch nicht ganz fertigen Theke

▲ Die Position der Thekenschränke

wurde an die Wand

◄ Wandsteine werden ange-

FErtIGStELLunG InnEnauSbau

▲ Erste Küchenbenutzung

Schöner Lichteffekt an der Steinwand ▲

... am 14.03.09 stattfindende Mitgliedeversammlung ▲

▲▼ Die Theke ist kaum eingebaut,

werden schon Gläser eingeräumt

49


GELunGEnEr SaISonStart MIt CLubHauSEInwEIHunG

▲Etwa 150 Besucher fanden zur Saisoneröffnung den Weg in die Molle

▲Bälle schlagen für die Kleinen

▼▲Ljubica Ruskovec bereitet Köstliches in der neuen Küche

50

▲Prost!

◄ Ein Raubtier an

der Tränke

▼Der renovierte Spielplatz vor Platz 2

▲Karl-Heinz Henneböhl wurde Ehrenmitglied

▲Auch eine Damenmannschaft muss sich stärken

▲Blick von Platz 3

▼Geschäftiges Treiben hinter der Theke


GELunGEnEr SaISonStart MIt CLubHauSEInwEIHunG

Gelungener Saisonstart mit Clubhauseinweihung

Ein Neuanfang, wie ihn sich keiner der Verantwortlichen

hätte besser vorstellen können.

Max Frisch zitiert man gerne mit „Krise ist ein

produktiver Zustand. Man muss ihr nur den

Beigeschmack der Katastrophe nehmen“. Die

Verarbeitung des Schocks nach dem Brand

hat der TCM mit der Eröffnung am 19. April

2009 sicherlich endgültig geschafft.

Pulsierende Menschenströme tummelten

sich bei strahlendem Sonnenschein am Eröffnungstag

auf der TCM-Anlage in der Molle.

Natürlich war der Saisonbeginn in diesem

Jahr von besonderem Reiz, da alle Tennisbegeisterten

dem besonderen Höhepunkt des

Tages, der Clubhauseinweihung, entgegen

fieberten.

So konnten der 1. und 2 Vorsitzende Wolfgang

Ehrlich und Stefan Kaiser viele aktive

und passive Mitglieder mit deren Familien

und Freunden begrüßen. Auch zahlreiche

ehemalige Tennisinteressierte und Vereinsvertreter

anderer Mendener Vereine folgten

der Einladung des TCM und wollten an die-

▼ Sonne macht albern... oder einfach Gute Laune!

◄▲ Die Kleinen konnten

sich schminken lassen oder

im Sandkasten spielen

sem Sonntag einen ersten Blick in das neue

Vereinsheim werfen.

Allen bot sich ein buntes, fröhliches Bild.

Kleine und große Kinder vergnügten sich auf

dem neu gestalteten Kinderspielplatz, an der

Torwand, bei den Schminktischen, den Luftballons

und in der gemütlichen Kinderecke

im Clubhaus. Die Eltern konnten sich derweil

entspannt zurück lehnen und unterhalten,

denn ihre Sprösslinge waren mit dem neuen

Spielparadies rundum zufrieden.

Als aufmerksamer Beobachter konnte man

die Begeisterung aller Anwesenden über das

funktionelle, zukunftsfähige, moderne und

ansprechende Vereinsheim entdecken. Die

große Ausstrahlung des Gebäudes und das

wundervolle Ambiente der Innenräume verfehlten

ihre Wirkung nicht. So konnte man

viele positive Stimmen einfangen.

„Hast du schon die Umkleideräume gesehen?

Ich setze mich jetzt erst einmal auf die

schönen Bänke, genieße die Ausstattung und

träume vom Duschen nach meinem ersten

▲ Die Großen konnten Sonne und Kuchen genießen

▼ Das neue Clubhaus von Platz 2 gesehen(©WP)

51


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▲Frischgebackenes Ehrenmitglied in geselliger Runde

▲Nur noch ein paar Jahre...

▲Die neue Theke lädt ein zu Speis und Trank

▲▼Am Abend erstrahlt das neue Clubhaus in nächtlichem Glanz

gelungenen Match.“

„Wenn ich so eine Küche hätte, würde ich

dir (Anmerkung: Zitierte Person zu ihrem

Gatten) jeden Tag etwas Leckeres kochen.“

„Ich setze mich jetzt immer an die Theke

und beobachte mit Freude das Treiben auf

den Plätzen.“

Man könnte endlos schreiben und weiter

zahlreiche Meinungen einfangen, um dadurch

allen beteiligten Mitgliedern des Krisenteams

zu bescheinigen, dass ihr Werk gelungen

ist und viel Freude und Begeisterung

ausgelöst hat.

Alle Anwesenden genossen das von vielen

Mitgliedern gestiftete abwechslungsreiche

Kuchenbuffet, zu dem die neue Clubwirtin

Frau Ruskovec direkt Kaffee spendete. Darüber

hinaus gab es bei dem ersten Event des

Jahres auch gleich kulinarische Höhepunkte.

Aus ihrer neu aufgestellten Speisekarte wurden

die ersten Gerichte ausgewählt und für

lecker befunden. Für das kulinarische Wohl

beim TCM scheint zukünftig also ebenfalls

wieder gesorgt zu sein.

Eine besondere Auszeichnung erhielt unser

Gründungsmitglied, Trainer und immer

noch begeisterter Tennisspieler Karl-Heinz

Henneböhl. Er wurde vom Vorstand aufgrund

seiner zahlreichen Verdienste um den Verein

zum Ehrenmitglied ernannt. Unter großem

Beifall überreichte ihm der erste Vorsitzende

die Ehrenurkunde sowie eine kleine Aufmerksamkeit,

die er gerührt entgegen nahm.

Mit dem abgebrannten Clubhaus in der

Molle ging ein Stück Vereinsgeschichte verloren.

Viele Erinnerungen werden bleiben, doch

nun wird mit dem neuen Clubhaus zusätzlich

ein weiteres Kapitel eröffnet. Der Startschuss

ist gegeben, die Weichen sind gestellt. Jetzt

ist es wieder an der Zeit, dass die Philosophie

des Vereins - symbolisiert durch fünf Bilderleuchten

über dem roten Sofa im Clubhaus,

die für Geselligkeit, Vereinsanlage, Leistungssport,

Breitensport und Jugend stehen

- in naher und ferner Zukunft von allen umgesetzt

wird.

Der Verein scheint zumindest gerüstet und

hat sich selbst aus der Krise gezogen. Frei

nach dem Motto „Wenn kein Wind weht… rudern!“.

53


VorStELLunG ProJEKttEaM

Vorstellung Projektteam

In zahlreichen gemeinsamen Sitzungen,

unzähligen Telefonaten und Emails sowie

einigen Stunden für die Entwicklung der eigenen

Ideen haben sich die vier Mitglieder

des Projektteams mit dem Wiederaufbau des

neuen Clubhauses auseinandergesetzt. Architekt

Nils Kemper, Immobilienfachmann

und Einrichtungsexperte Werner Liefländer,

Architekt Hans-Georg Simon sowie Architektin

und Baubiologin Marietheres Weber haben

ihre Berufserfahrungen zur Verfügung

gestellt. Jeder hatte dabei durch die unterschiedlichen

täglichen Arbeitsweisen andere

Kompetenzen, die sich aber gegenseitig gut

ergänzt haben. Natürlich läuft ein solches

Projekt bei vier unterschiedlichen Charakteren,

die sicherlich auch in ihrem normalen

Berufsalltag als Selbständige gewohnt sind

alleine zu arbeiten, nicht immer reibungsfrei

ab. Aber gerade diese Diskussionen und die

Ergebnisse der gegenseitigen Kompromisse

haben das Endergebnis erst so möglich gemacht.

Damit hat sich eine der tragenden

Ideen des Vereins wieder einmal bewahrheitet,

nämlich dass die Nutzung der Fähigkeiten

und Stärken der einzelnen Mitglieder

54

Nils Kemper

Archtitekt

Werner Liefländer

Immobilienfachmann

dem Verein sehr weiter helfen können.

Von der ersten Entwicklung der Ideen, über

die Planerstellung und danach der eigentlichen

Bauphase sind nur wenige Monate vergangen.

Für ein Clubhaus in dieser Qualität

und Güte mit der im TCM schon oft genannten

„Wohlfühlatmosphäre“ ist dies eine un-

Hans-Georg Simon

Archtitekt

Marietheres Weber

Archtitektin und Baubiologin

glaublich kurze Zeit. Nils Kemper, Werner

Liefländer, Hans-Georg Simon und Marietheres

Weber wurden in ihrer Arbeit durch zahlreiche

Helfer und Förderer unterstützt, die

mit ihren Arbeitseinsätzen, ihren Ideen oder

auch mit ihrem Geld dem Tennisclub Menden

toll geholfen haben. Insbesondere hier

noch einmal herzlichen Dank auch an das

„erweiterte“ Projektteam Wolfgang Ehrlich,

Dirk Henneböhl, Stefan Kaiser, Jochen Köster,

Rudi Liefländer, Manfred Rudolf und Adi

Wolgast (in alphabetischer Reihenfolge) sowie

alle anderen nicht namentlich genannten

Helfer. Herzlichen Dank auch an alle Familien

und Angehörigen, die in den letzten Monaten

zum Teil viel Geduld und Verständnis für das

zahlreiche Engagement ihrer Lieben aufgebracht

haben.


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