la gueule 2/12 - Junior Chamber Biel-Bienne

jcbb.ch

la gueule 2/12 - Junior Chamber Biel-Bienne

Sponsored by:

la gueule

das Magazin der Junior Chamber International Biel-Bienne

le magazine de la Jeune Chambre Internationale Biel-Bienne

enchant|é, e [ã∫ãte] a 1. ver-, bezaubert; 2. entzückt;

– je suis ~ de vous voir es freut mich sehr, Sie zu sehen;

Service Clubs stellen sich vor

Unser Name ist JCI

Journées Photographique de Bienne

2/12


Inhalt

Sommaire

Inhalt / Sommaire 1

Impressum 2

Editorial 3

Unser Name ist JCI 7

Le festival des Journées Photographique de Bienne «voir et être vu» 11

Lions Club 20

Rotary 24

Enchanté-Afterworkparty 27

Round Table 30

Im Streitgespräch 33

Anlässe / Événements 36

la gueule 2/2012 1


2

Impressum

«la gueule»

«la gueule» erscheint dreimal pro Jahr in einer Auflage von 1200 Exemplaren.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Vervielfältigung von Artikeln auch

auszugsweise nur mit Zustimmung der Redaktion.

«la gueule» paraît trois fois par an. Tirage: 1200 exemplaires.

Tous droits réservés. Réimpression ou reproduction des articles même par extraits,

seulement avec la permission de la rédaction.

Redaktion/rédaction: Karim-Alexandre Koubâa-Olesen, Philipp Messer,

Andreas Philipp, Sven Harttig, Barbara Rychiger,

Tatjana Greber-Probst

Layout/mise en page: gravoractual SA, Marc Berger

Druck/impression: Ediprim AG, Hansruedi Weyrich

Übersetzung + Lektorat/ GLOBAL TRANSLATIONS GmbH

traduction + relecture: Tatjana Greber-Probst

Inserate/annonces: Preise auf Anfrage/prix sur demande


Editorial

Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser

Valerio Magnanimo

Enchanté – JCBB trifft andere Service-Clubs

Wie Sie schon dem letzten «la gueule» entnehmen konnten, widmen wir uns in

diesem Jahr dem Kennenlernen. Sei es von Menschen, Unternehmen, Verbänden,

aber auch von ähnlichen Organisationen wie der JCI – den Service-Clubs.

Spricht man von Service-Clubs, ist nicht jedem klar, was das ist. Wenn man jedoch

von Rotary, Lions Club, Kiwanis oder Round Table spricht, wissen die meisten, um

was es geht. Es geht um Organisationen, die weder politisch noch religiös gebunden

sind, sondern sich für das Wohl Anderer einsetzen. Sei es für humanitäre, soziale,

medizinische, kulturelle oder Bildungszwecke. Es gibt auch viele prominente

Personen, die Mitglied in so einer Organisation sind oder waren. Auch bei der JCI

findet man bekannte Namen wie z.B. Kofi Annan, Prinz Albert von Monaco oder

Bill Clinton.

Es gibt also viele Parallelen zur Junior Chamber International. Aus diesem Grund

möchten wir in dieser und der nächsten Ausgabe solche Service-Clubs kennenlernen.

Wir können sicher auch gegenseitig davon profitieren und uns indirekt helfen, denn

meistens sind die Probleme in einer solchen Organisation sehr ähnlich. Gerade in

unserer Region gibt es viele aktive Clubs, welche permanent daran sind anderen zu

helfen, aber auch schon das eine oder andere Mal ein Sprungbrett für berufliche

Karrieren waren.

la gueule 2/2012 3


4

Freuen Sie sich also über spannende Interviews mit Präsidenten solcher Service-

Clubs aus der Region. Ich wünsche Ihnen bei der Lektüre dieser Ausgabe viele

interessante Erkenntnisse und gute Unterhaltung!

Valerio Magnanimo

Präsident 2012 der Junior Chamber International Biel-Bienne


E N C H A N T É -A F T E R W O R K

Donnerstag, 30. August

und Donnerstag, 15. November 2012

von 18.00–22.00 Uhr


Programm

18.00 Uhr: Welcome Drink & Apéro riche

19.15 Uhr: Slow Networking by Tom Rychiger

www.rychiger.info

20.00 Uhr: Party mit DJ deecee


Treffpunkt

Tonis Ristorante, Kanalgasse/Rue du Canal 41, Biel/Bienne


Dresscode

business casual


Eintritt

18.00–20.00 Uhr: Pauschal Fr. 25.– (Drink & Apéro Riche)

20.00–22.00 Uhr: Kein Eintritt – Getränke à la carte


Anmeldung

www.jcbb.ch / Agenda / Afterwork oder

c.v.gunten@gmail.com


Markus Wittig mit seiner Urkunde zum Ehrenmitglied

Unser Name ist JCI

Und wir haben ein neues Ehrenmitglied

Es freut uns Markus Wittig vorzustellen und neben anderen Serviceclubs in dieser

«la gueule» auch etwas über die Junge Wirtschaftskammer zu erfahren.

Die Junior Chamber International Switzerland (Junge Wirtschaftskammer) ist eine

internationale Bewegung, vertreten in über 100 Ländern auf allen fünf Kontinenten,

mit knapp 200 000 Mitgliedern, die jünger sind als 40 Jahre. Als Mitglied wirkt man

aktiv in mindestens einer Arbeitskommission mit und nimmt an den offiziellen

Versammlungen der lokalen Kammern teil. Es besteht die Möglichkeit, sich auf

nationaler oder internationaler Ebene einzubringen, und Mitglieder sind jeweils

eingeladen, an nationalen und internationalen Zusammenkünften teilzunehmen.

Zwei anstehende Anlässe sind der Europakongress in Braunschweig, Deutschland

vom 13. – 17. Juni 2012 (www.jci-ec2012.eu) und der Weltkongress in Taipeh,

Taiwan vom 18. – 23. November 2012 (www.jciwc2012taipei.org). Deren Teilnahme

ist natürlich freiwillig, jedoch hochspannend und ein Erlebnis sondergleichen. An

der Generalversammlung der Kammer Biel im April wurde Markus Wittig zum

Ehrenmitglied ernannt. Er hat sich sehr engagiert und innert 5 Jahren an fünf

National-, drei Europakongressen sowie an einem Weltkongress teilgenommen.

Lokal hat er sich verdient gemacht als Kassier, Vizepräsident und zweimal als

Präsident.

Lieber Markus, das ist eine beeindruckende Bilanz, welche Du vorzuweisen

hast. Mit welchen Erwartungen bist Du eigentlich Mitglied geworden?

Ich hatte keinen Masterplan, keine konkrete Zielsetzung oder Erwartungen. Der

Entscheid, bei der Junior Chamber mitzumachen zu wollen, fiel auch nicht nach

la gueule 2/2012 7


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langem Nachdenken oder Abwägen. Es war ein spontaner Entscheid, ich hatte

Lust drauf. Und wenn mir etwas Spass macht, dann engagiere ich mich mit Haut

und Haaren!

Hast Du auch in Arbeitsgruppen mitgewirkt und welche Arbeiten waren das?

Ja klar, das waren alles ganz besondere Höhepunkte, denn dort geht die Post ab,

dort findet die Junor Chamber statt. Gestartet bin ich in der Redaktion der «la

gueule» und bekam als ersten Auftrag, Frau Zölch für das Editorial anzufragen. Da

war ich ziemlich sprachlos und hatte weiche Knie beim Gedanken, wie ich das

anstellen soll.

Du warst sogar oft in den Medien für die Junge Wirtschaftskammer. Um

was ging es da?

Zu meiner Zeit gab es zum Jahreswechsel eine Medienkonferenz, wo der Vorstand

vorgestellt und die Schwerpunkte des Präsidentenjahrs vertieft wurden. Ich erinnere

mich noch an ein Interview für Canal 3 im Treppenhaus (!) vom communication

center, weil es dort etwas ruhiger war. Schwerpunkt der weiteren Berichterstattung

war ein grosses Projekt mit 1900 Comics zum friedlichen Zusammenleben an

Schulen – ein Projekt, das meine Frau in enger Zusammenarbeit mit den französischsprachigen

Schulen in Biel 2008 umsetzte. Ach ja und dann gab es da noch einen

kurzen «verhängnisvollen» Artikel im JdJ zu unserem Besuch in der Synagoge Biels,

eine nicht abgesprochene Vorankündigung. Plötzlich hatten wir unerwartet viele

Besucher, alle der französischen Sprache mächtig. Die Synagoge war voll und wir

mussten zweisprachig improvisieren, das war ein besonderer und bewegender Moment.

Mit 40 Jahren scheidet man aus der Jungen Wirtschaftskammer aus. Du

bist nicht mehr aktives Mitglied aber zum Ehrenmitglied ernannt worden,

weil Du vieles für die Kammer in Biel getan hast. Inwiefern hat Dir das

etwas im Privat- oder Berufsleben gebracht?

Es gab mit dem Eintritt in die Junior Chamber eigentlich keine Trennung mehr

zwischen Privat, Beruf und Junior Chamber. Was mir im Beruf fehlte, wie grosse

Gestaltungsräume und schnelle Entscheidungen, das fand ich bei Junior Chamber.

Die Leidenschaft und die vielen kleinen Erfolgserlebnisse bei der Junior Chamber

haben mich wiederum im Beruf angesteckt und angetrieben. Privat liess sich meine

Frau von der Chamber anstecken und machte mit bis zur Präsidentschaft im Jubiläumsjahr

letztes Jahr.

Kannst Du als Ehrenmitglied immer noch an Anlässen der Jungen

Wirtschaftskammer teilnehmen oder bist Du nun statutarisch strikte

ausgeschlossen?

Abstimmen darf ich nicht mehr und offizielle Ämter bekleiden auch nicht. Aber das

war mir nie so wichtig, Inhalte haben die grösste Rolle für mich gespielt. Und ja,

ich nehme weiterhin gerne an Anlässen teil. Denn das Einzigartige an der Junior

Chamber sind die Menschen, nicht virtuell sondern echt.


Du hast an vielen Kongressen teilgenommen. An welchen Europa- und

Weltkongressen warst Du eigentlich?

Am meisten hat mich der Europakongress in Tallinn im Sommer 2006 geprägt. Ich

war gerade erst Mitglied geworden, einziger Bieler und kannte niemanden. Estland

ist ein besonderes Land, das mir seitdem sehr ans Herz gewachsen ist. Gäbe es nicht

die kaputten Fassaden, man käme nicht auf die Idee, dass dieses Land über Jahrzehnte

kommunistisch war. Junge aufgestellte Menschen, die Verantwortung übernommen

haben und das Land in bemerkenswertem Tempo vorantreiben. Dieses Jahr lockt

noch der Weltkongress in Taipeh, eine kleine Provokation vor den Toren Chinas,

wo die Junior Chamber verboten ist…

Wer kommt eigentlich für die Reise- und Übernachtungskosten auf?

Jeder für sich selbst, aber es waren fast ausnahmslos tolle Anlässe und ich habe es

nicht bereut.

Ich stelle mir vor, dass die Junge Wirtschaftskammer eine bereichernde

Erfahrung ist, von welcher Mitglieder nicht zuletzt im Beruf profitieren

können. Wem würdest Du eine Mitgliedschaft in der Jungen Wirtschaftskammer

empfehlen?

Jedem, denn es ist für jeden etwas dabei. Für den Berufseinsteiger die Vernetzung

ebenso wie für den Jungunternehmer. Für Hinzugezogene die viel leichtere Integration

in Biel. Für Mitarbeitende in KMUs die Möglichkeit, von den vielfältigen

Trainingsprogrammen zu profitieren. Für die Idealisten und Weltverbesserer das

Engagement in Sozialprojekten. Und für Sponsoren eine wertvolle, imageträchtige

Werbeplattform ebenso wie die Möglichkeit, ihre Talente in einer Arbeitsgruppe

einem ersten Härtetest zu unterziehen.

Inwiefern unterscheidet sich die Junge Wirtschaftskammer von anderen

Serviceclubs wie beispielsweise Rotary, Lions usw.?

Ich glaube, bei uns geht es lockerer und ungezwungener zu. Ich glaube auch, dass

wir lokal mehr bewegen können, weil das rein Berufliche nicht so im Vordergrund

steht wie bei anderen Serviceclubs. Auch machen wir kein Lobbying, worum wir

auch beneidet werden.

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Hélène Joye-Cagnard et Catherine Kohler

Le festival des Journées

Photographiques de Bienne « voir et être vu »

Un regard sur le festival des Journées Photographiques de Bienne « voir et être vu » du 07.09

au 30.09.2012. En pleins préparatifs pour leur 16ème édition, les codirectrices, Hélène

Joye-Cagnard et Catherine Kohler, nous ont accordé une interview.

Aujourd’hui, les Journées Photographiques de Bienne sont un évènement

biennois au rayonnement national. Quelles motivations ont conduites en

1997 à sa création car il faut bien pour cela un certain courage et enthousiasme?

La constatation d’un blanc au niveau national?

Déjà, il faut dire que nous ne faisions pas partie des fondateurs de la manifestation.

Nous avons repris le flambeau en 2007. Nous sommes la 3ème direction et en

sommes à notre 6ème édition.

Les débuts remontent à 1997. En lien avec le Photoforum qui existait déjà à l’époque,

une fête pour l’image avait alors été organisée sous une tente au CentrePasquArt.

Et c’est bien l’enthousiasme pour la photographie qui a conduit à la création des

Journées Photographiques. D’ailleurs le groupe initiateur s’était donné le nom de

«Fous d’images».

On constate que parmi le comité directeur de l’association, il n’y a qu’un seul

membre avec des attaches à Bienne, M. Bernhard Demmler, chancelier de Douane.

C’est dans l’intérêt des Journées photographiques. Dans le cadre de sa professionnalisation,

nous avons voulu ouvrir le comité à des personnes qui ne sont pas de Bienne.

Nous profitons de l’expérience et du réseau des membres du comité. Et nous voudrions

nous ouvrir encore plus sur l’international, donc, pourquoi pas, compter un

jour un membre du comité de l’étranger.

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En effet, la presse a été tout à votre éloge en 2011. Le Matin Dimanche

prônait un «évènement majeur de l’année artistique suisse». Comment

gérez-vous la pression de renouer avec un tel succès?

La reconnaissance de notre travail fait bien évidemment plaisir. Depuis 2007, nous

avons développé la professionnalisation et l’internationalisation du festival. Nous

avons la volonté de faire mieux chaque année. Mais nous tournons avec des fonds

modestes. L’année dernière, pour fêter la 15ème édition, l’office de la culture de la

ville de Bienne et du canton de Berne ainsi que certains sponsors privés ont marqué

le coup par une augmentation ponctuelle, ce qui nous a permis entre autres d’agrandir

notre offre pour le public au niveau des expositions et des manifestations. Ces

généreux soutiens nous ont beaucoup aidé mais maintenant nous devons à nouveau

trouver des fonds pour maintenant ce niveau de qualité. A l’avenir, nous souhaiterions

également une coopération plus intensive avec le Marketing de la ville par exemple.

Pour pouvoir professionnaliser encore plus, il faudrait un pourcentage plus élevé de

postes rémunérés. Aujourd’hui, nous nous partageons à trois un poste à 120%. Nous

avons beaucoup recours à des bénévoles. A côté de cela, il y a une équipe qui travaille

sur mandat et le comité de l’association.

Les thèmes des éditions sont souvent philosophiques ou sociaux-critiques.

Comment les trouvez et définissez-vous?

Nous essayons et souhaitons être en phase avec l’actualité. L’actualité en général et

l’actualité de la photographie en particulier.

Les lectures et les expositions que nous visitons nous inspirent. Nous découvrons

également de nouvelles séries de photographes lors de lectures de porte-folios auxquelles

nous sommes invitées. La photographie dépend très fortement des possibilités

techniques. Comme celles-ci évoluent constamment, l’image photographique

évolue également. Par exemple, les travaux de Benjamin Lowy, photographe new

yorkais, seront présentés lors de la prochaine édition «voir et être vu». Il a pris des

photos de la révolte libyenne sur le vif avec son iPhone ce qui donne à l’image une

esthétique nouvelle qui nous amène à nous interroger d’autant plus sur le contenu.

Aujourd’hui, toute personne peut être témoin d’une scène et l’envoyer à un journal

ou un autre média à l’aide d’un téléphone portable alors qu’elle est peut être ellemême

observée par une caméra de surveillance. Les moyens technologiques, tels que

la photo, les caméras et l’internet, sont à la fois des outils démocratiques et sécurisants

et instruments propices aux dérives dangereuses. Les technologies récentes facilitent

non seulement le besoin humain de voir ce qui est interdit mais aussi l’exploitation

de sa propre personne. La photographie contemporaine se fait l’écho de ces dilemmes

et tendances et utilise ces technologies pour mieux les interroger et détourner leur

esthétisme. En bref, Les travaux réunis sous la devise «voir et être vu» interrogent

le dialogue ambivalent qu’entretient la photographie avec le regard voyeuriste et

exhibitionniste.

Et comment découvrez-vous les photographes ?

Plus ou moins de la même façon que les thèmes. Nous suivons également de près les

diplômés des écoles de photographie.


Aujourd’hui, alors que les moyens techniques pour faire de la photographie

professionnelle sont quasiment accessibles à tout le monde, qu’est-ce

qui fait une bonne photo? Qu’est-ce qui fait la différence entre un excellent

photographe-amateur et un professionnel?

Une bonne image est une image où la technique, la composition sont au service du

contenu. Elle peut être réalisée par un professionnel ou un amateur. Cela dit, un

professionnel a l’expérience du métier et cela se perçoit souvent sur le résultat. Par

exemple, il aura plus de facilité à obtenir les autorisations pour accéder à des endroits

inaccessibles au grand public. Mais surtout, il tentera d’ouvrir de nouvelles perspectives

par rapport à la production photographique actuelle, ou exploitera les possibilités

offertes par une nouvelle technologie comme précisément Benjamin Lowy avec

sa dernière série.

Et personnellement? Quel style de photo aimez-vous particulièrement?

Quels sont vos coups de cœur?

CK: Justement, j’aime lorsque la photographie est exploitée, enrichie, revue par de

nouvelles technologies, comme dans le cas de Benjamin Lowy.

HJ-C: Pour ma part, j’apprécie les œuvres qui sont présentées de façons différentes,

sur un support ou dans un cadre inhabituel. Nous songeons, par exemple, à imprimer

certaines photos sur des bâches. La photographie peut aussi être présentée au sol ou

en extérieur. Au mois de septembre, nous aurons une grange comme cadre

d’exposition quelque peu insolite.

Peut-on dire que la photographie attire un public qui d’ordinaire ne fréquente

pas les musées précisément parce que la photographie est à la

portée de tout le monde et que de ce fait, tout le monde peut avoir un avis

sur la photographie?

Oui sûrement. La photographie a un côté démocratique qui se mélange au conceptuel.

Le conceptuel que l’on retrouve peut-être plus fréquemment dans les musées peut

rebuter ou effaroucher. Cette inhibition est effacée tout particulièrement dans le cadre

d’un festival. Pour ce qui est des Journées photographiques, le public est invité à découvrir

les différents lieux d’exposition en se baladant dans la vieille ville et le quartier

des musées. Cette année il y aura même une exposition dans une ancienne grange.

En ce qui concerne les Journées Photographiques de Bienne, vous dites

qu’il s’agit d’une programmation inédite et novatrice. Que voulez-vous

dire par là?

Et bien, dans le sens où nous présentons des œuvres de photographes peu ou pas

connus. Nous montrons également des séries qui n’ont pas encore été exposées. Nous

retenons aussi toujours des photographes de la région. Et puis, il y a d’autres festivals

mais nous sommes le seul festival en Suisse annuel et thématique.

Qu’advient-il des photos après l’exposition?

(sourires). Une grande partie retournent aux auteurs des images. Certains tirages,

destinés uniquement à l’exposition, donc sans valeur marchande, sont détruits.

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L’avantage de la photo, c’est qu’il est possible de la reproduire et donc d’éviter d’une

part les frais de transport élevés avec l’international. De plus, les tirages permettent

au photographe d’être présent simultanément avec les mêmes œuvres à plusieurs

expositions. Et de surcroît, cela permet de présenter les mêmes œuvres différemment,

avec un encadrement différent par exemple. Mais pour préserver la valeur marchande

des œuvres vis-à-vis des collectionneurs, elles ne sont vendues pas à beaucoup

d’exemplaires. Raison pour laquelle il faut détruire les tirages d’exposition.

Dans le cadre du festival, vous proposez un programme cadre. Pouvezvous

nous donner quelques détails?

Nous proposons différentes activités pour différents publics, par exemple, le safariphoto

qui est très apprécié du grand public. L’exercice consiste à réaliser une photo

qui remplira certain critères. Un exemple: disons qu’il faille rassembler sur sa photo

des éléments bleus, blancs, rectangles et courbes. A côté de cela, nous proposons des

activités et des workshops pour les familles, les écoles et les professionnels. Certaines

activités sont organisées avec des photographes chevronnés et le public peut profiter

de leur expérience.

Une dernière question. Nous avons vu que vous décerner un prix en coopération

avec le fabriquant de montres de luxe Rado. De quoi s’agit-il

exactement?

Il s’agit du «Rado Star Prize Switzerland». Le prix est organisé par les Journées

Photographiques de Bienne et par Rado Watch Co. Ltd. Il a été lancé en 2011. Le

prix s’inscrit dans un programme mondial de Rado destiné à inspirer de jeunes

talents artistiques qui osent explorer de nouveaux territoires que ce soit sur un plan

artistique ou/et technologique. Cette approche s’inscrit pleinement dans la philosophie

de Rado. Ce prix a la double vocation de créer un échange culturel entre l’Asie

et l’Europe et d’offrir aux jeunes artistes un tremplin pour leur carrière. Le prix

consiste en un séjour en Chine, en moyens financiers pour la production de travaux

et en une exposition dans une galerie dans le fameux quartier artistique de Moganshan

Road à Shangai. Le jury était composé cette année de spécialistes présidés par

le célèbre commissaire-priseur bâlois Simon de Pury. La Lauréate 2012 est Katrin

Korfmann pour sa série «Count for nothing».

Propos recueillis par Nathalie Wittig et Philipp Messer

Pour en savoir plus:

www.jouph.ch

www.radostarprize.ch


Benjamin Lowy

iLibya 2 : Uprising by iPhone, 2011

Des images réalisées au moyen d’un iPhone en Lybie. De

l’iphotojournalisme qui grâce à une esthétique différente

amène à en reconsidérer le contenu.

Benjamin Lowy

iLibya 2 : Uprising by iPhone, 2011

Des images réalisées au moyen d’un iPhone en Lybie. De

l’iphotojournalisme qui grâce à une esthétique différente

amène à en reconsidérer le contenu.

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Julien Heimann

Whale watching, 2010

L’exploration des codes visuels propres aux loisirs de masse

de la société occidentale, traitée avec humour.

Benjamin Lowy

iLibya 2 : Uprising by iPhone, 2011

Des images réalisées au moyen d’un iPhone en Lybie. De

l’iphotojournalisme qui grâce à une esthétique différente

amène à en reconsidérer le contenu.


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20

Dr. med. dent. Markus Gautschi

Lions Club

«Liberty, Intelligence, Our Nation‘s Safety»

Das diesjährige Motto der «la gueule» lautet «enchanté», was so viel bedeutet wie

«andere kennen lernen, auf sie zugehen». So ist es für unsere Leser spannend, neben

anderen Persönlichkeiten etwas über den Lions Club Magglingen zu erfahren.

Können Sie uns zum Anfang in ein paar Sätzen erläutern, was der Lions

Club ist und was dieser so tut?

Der Lions Club ist ein sogenannter Service-Club mit der Idee der Verbindung von

gleichgesinnten Mitgliedern, um die Kollegialität zu pflegen und den Mitmenschen

zu dienen, die in einer schlechteren Lebenssituation sind.

Meines Wissens hat der Lions Club eine sehr lange, traditionsreiche Geschichte.

Wie entstand diese?

Lions Clubs International ist ein 1917 gegründeter Service-Club. Der Sitz befindet

sich heute in Oak Brook, Illinois. Die international tätige Institution ist mit

1 351 336 Mitgliedern (Stand 1. Juli 2011) in 45 626 Clubs in 208 Ländern und

Gebieten die mitgliederstärkste Service-Club-Organisation der Welt. Zum Vergleich:

Im Jahr 1982 waren weltweit rund 1 371 000 Mitglieder aus 156 Ländern

in über 36 000 Clubs organisiert, die ein geschätztes Spendenaufkommen von

rund 3 Milliarden erzielten.

Die ersten europäischen Lions Clubs wurden 1948 in Schweden und in der Schweiz

(in Genf und in Zürich) gegründet. In Europa gab es am 1. Juli 2011 in 9 586 Clubs

mit 269 929 Mitglieder. Der erste Lions Club in Deutschland wurde am

5. Dezember 1951 in Düsseldorf gegründet und hat die Club-Nummer 21 602.


Am 1. Juli 2011 hatten die 1480 deutschen Lions Clubs (davon 457 gemischte und

85 Damenclubs) 49 877 Mitglieder, die in 16 selbstständige Distrikte aufgeteilt

sind. Zum Vergleich: 1982 gab es in der Bundesrepublik Deutschland 20 603

Mitglieder, die ein geschätztes Spendenaufkommen von 35 Millionen erzielten.

Warum wurde der Brandname des Clubs auf einen Löwen getauft?

Der Name LIONS ist gleichzeitig Akronym für den englischen Wahlspruch:

«Liberty, Intelligence, Our Nation’s Safety» (dt.: «Freiheit, Einsicht, Sicherheit

unseres Volkes»).

Was ich persönlich sehr interessant finde, da ich aus Magglingen komme:

Warum hat Magglingen einen «eigenen» Lions Club und ist nicht am

Lions Club Biel angeschlossen?

Bei der Gründung wird geschaut, dass pro Ort kein Überangebot an Service-

Clubs besteht, und Biel hatte eben bereits einen traditionsreichen und grossen

Club, daher die Gründung in Magglingen.

Wie ich gelesen habe, sind die Aufnahmebedingungen bzw. Auswahlkriterien

sehr streng, da Sie ja eine gute Durchmischung der Berufe im

Club anstreben, um so alle Berufsgattungen und deren Know-how

vertreten zu haben. Wie sind Sie persönlich Mitglied geworden?

Ich war bereits vorher in einem Service-Club: RT 17 Biel, da fällt man aber ab 40

Jahren von der Mitgliederliste, und einige Freunde aus diesem Club waren Gründer

des LC Magglingen, daher dann mein Übertritt.

Es stimmt mit den Aufnahmekriterien, man möchte eben breitgefächerte Interessensgruppen.

Wie ist der Lions Club strukturiert und was hat es mit den einzelnen

Funktionen (Präsident, Schatzmeister, Clubmaster) auf sich?

Die Strukturen sind einfacher gehalten, mit Präsident, Vizepräsident, Sekretär,

Kaiser und Zensor. Der Präsident ist zuständig für das Jahresprogramm und dessen

Durchführung.

Wie wurden Sie Präsident der Lions Magglingen?

Jedes Mitglied geht diesen Weg, angefangen mit der Funktion des Vizepräsidenten.

Haben Sie viele Anfragen von potenziellen Neumitgliedern und aus

welchen Berufssparten?

Die Anfragen sind nicht gerade ein «Ansturm», aber es gibt sie schon. Wir

wünschten uns etwas mehr aus handwerklichen Berufen.

Was erhoffen sich Neumitglieder von einem Beitritt?

Gute Kollegialität, Kennenlernen von bisher grösstenteils unbekannten Menschen,

und mehr aus handwerklichen Berufen.

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22

Seit wann sind Frauen allgemein in den Lions Clubs zugelassen? Wieso

war das vorher anders?

Der Lions Club wurde als Organisation mit reinen Herrenclubs gegründet. Der

Lions-Club «Buten un binnen» in Bremen nahm als erster Club in Deutschland

1989 auch Frauen auf. Heute gibt es in kleinerer Zahl auch Damenclubs und gemischte

Clubs, in denen Männer und Frauen aufgenommen werden. Das Grundprinzip

der Clubs ähnelt dem von Rotary International insofern, als in jedem

einzelnen Club viele unterschiedliche Berufsgruppen vertreten sein sollen.

Wie ist der Lions Club in der Schweiz vertreten? Wie gliedert er sich im

Land auf?

Alle Clubs gehören einer bestimmten Zone an, die aus vier bis acht Clubs besteht.

Jeder Zone steht die so genannte Zonenchairperson vor. Diese übernimmt Beratertätigkeiten

und betreut die Gründung neuer Clubs. Zonen sind zu einem Distrikt

zusammengefasst, welcher von einem Distrikt-Governor geleitet wird. Ein

Distrikt muss mindestens 35 Clubs und 1250 Mitglieder haben. Distrikte werden

in einem Gesamt- bzw. Multidistrikt zusammengefasst. Diese decken sich grundsätzlich

mit den nationalen Grenzen. In jedem Kontinent werden die Distrikte in

der zeitlichen Reihenfolge ihrer Gründung durchnummeriert. So hat Schweden

die Nummer 101, Schweiz/Liechtenstein 102, Frankreich 103, Deutschland 111

und Österreich 114. Jährlich finden Distrikt-Versammlungen (DV) und Konferenzen

statt, in denen Lions-Mitglieder Erfahrungen austauschen können und

Amtsträger wählen.

Wie setzen Sie das Motto des Lions Club «We serve», zu Deutsch «Wir

dienen», in der Schweiz konkret um?

Arbeiten im sozialen Bereich mit Menschenkraft, oder finanzielle Unterstützungen.

Wie sieht Ihr Jahresprogramm aus und welches sind die Leitziele?

Mein Leitthema ist «Vielseitig und interessant». Es reicht von medizinische Themen

über politische Fragen bis zu sportlichen Anlässen und Abenden «Just for fun»

Was ist die Devise des Lions Club?

Pflege des Club-Lebens und Pflege der sozialen Idee der Lions-Philosophie.

Arbeiten Sie auch mit anderen Service-Club’s aus der Schweiz oder gar

landübergreifend zusammen?

Es gibt Freundschaftsanlässe mit den 2 LC in Biel, schweizweit gibt’s periodische

Anlässe mit einem gemeinsamen Ziel.

Wenn Sie auf Ihre Tätigkeit bei den Lions zurückschauen, was hat Sie

am meisten beeindruckt oder fasziniert?

Das Clubleben am meisten, dann aber auch die Freuden und Unterstützungen zum

Bespiel in der Gassenküche, am Invalidensporttag in Magglingen und an der

Musikschule Biel.


Waren jede Person Sie hat auch kurz schon Zeit, um einmal die Fragen in einem zu beantworten, Auslandeinsatz? Nachfragen ist erwünscht,

Nein, somit können war ich interessante nicht. Gespräche entstehen. Es gibt so viele Runden bis alle

Anwesenden ihre Fragen beantworten haben. Und sobald das Slownetworking

Bringt vorüber ist, Ihnen gehen der die angeregten Lions Club Diskussionen in wirtschaftlicher erst recht weiter… Hinsicht Das Konzept ein gutes kam

Netzwerk bei den Teilnehmern und Kontakte? immer sehr gut an.

Sicher bringt er Kontakte und somit die Erweiterung des Netzwerks, auch in

wirtschaftlicher Es fanden bis jetzt Hinsicht, zwei Afterworkpartys aber das ist schwierig statt und abzuschätzen es folgen dieses und Jahr sicher nochmals nicht

prioritär. zwei weitere, nämlich am 30.08.2012 und 15.11.2012, also Daten gleich notieren!

Unser Ziel ist es, dass jedes Mal wieder neue Leute dazukommen, auch von anderen

Zum LOMs, Abschluss und dass dadurch haben die Sie Enchanté-Afterworkpartys die Möglichkeit, in ein zum paar Erfolg Sätzen werden. Werbung

für Anmelden den Lions kann Club man sich Magglingen übrigens unter zu machen. www.jcbb.ch.

Der LC Magglingen ist ein sehr offener Serviceclub mit Strukturen, die sehr auf

Freundschaf Das AK-Team basieren, viele Freiheiten betreffend der Club-Philosophie erlauben,

etwas «hemdsärmlig» vielleicht, aber dadurch sympathisch.

Besten Dank für das Interview!

Björn Ischi

Productdesigner (JCI Biel)

E N C H A N T É -L U N C H

Mittwoch, 29. August

und Mittwoch, 26. September 2012

von 11.30–14.00 Uhr

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Treffpunkt

Tonis Ristorante, Kanalgasse/Rue du Canal 41, Biel/Bienne

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Rotary

Alain Wirth

Weltweite Vereinigung führender Berufsleute

Rotary International ist die älteste Service-Club-Organisation der Welt. Die Mitglieder

eines Rotary Clubs setzen ihre beruflichen Fähigkeiten in ehrenamtlicher

Arbeit ein, um anderen zu helfen – getreu dem Motto «Selbstloses Dienen».

Rotary ist eine weltweite Organisation von über 1,2 Millionen Damen und Herren,

die in ihrem Bereich, sei es Beruf, Wirtschaft oder öffentlichen Ämtern, eine führende

Persönlichkeit sind. Die in lokalen Clubs organisierten Rotarierinnen und

Rotarier leisten humanitäre Hilfe, setzen sich für hohe ethische Normen in der

beruflichen wie auch privaten Welt ein und tragen zu Völkerverständigung und

Frieden auf der Erde bei.

Weltweit gibt es über 33 000 Rotary Clubs in mehr als 200 Ländern. Rotary Clubs

sind unabhängig, überparteilich und nicht konfessionell gebunden. Sie stehen

Angehörigen aller Kulturen, Rassen und Glaubensrichtungen offen. Getreu seinem

Motto – Selbstloses Dienen – lautet das Hauptziel Rotarys, überall in der Welt gemeinnützige

Arbeit zu leisten.

Zur Geschichte der Rotary-Bewegung

Am 23. Februar 1905 gründete der Anwalt Paul P. Harris in Chicago den ersten

Rotary Club, dessen Ziel neben der Ausführung gemeinnütziger Projekte die Pflege

der Freundschaft war. Der Name Rotary leitet sich aus der Praxis ab, sich im Rotationsprinzip

in den Büros der Mitglieder zu treffen.

Rotary gewann schnell an Popularität, und innerhalb eines Jahrzehnts entstanden in

zahlreichen Städten Nordamerikas, angefangen bei San Francisco über New York bis

hin nach Winnipeg, verschiedene neue Clubs. Bis 1921 hatte sich die rotarische Prä-


senz auf sechs Kontinente ausgebreitet. Im Jahr darauf gab sich die Organisation offiziell

den Namen Rotary International.

Im Zuge des ständigen Wachstums der rotarischen Bewegung erweiterte sich auch die

Dienstmission. Es ging nun nicht mehr um die professionellen und sozialen Anliegen

im Gesichtsfeld der Clubmitglieder, sondern Rotarier begannen mit der systematischen

Bündelung ihrer Ressourcen, um Bedürftigen Hilfestellung leisten zu können. Aus

dieser Zeit stammt auch das zeitlose Motto der Organisation, das uneigennützige

Dienstbereitschaft am Mitmenschen formuliert: Service above Self - Selbstloses Dienen

– heisst bis heute der Leitspruch der Rotarier, wo immer sie sich auch sozial engagieren.

Seit 1924 in der Schweiz

Am Ende des ersten Weltkriegs gab es weltweit schon 500 und 1921 bereits 1000

Rotary-Clubs. Auch in Europa wurden erste Clubs gegründet, z.B. Madrid und

Paris. In der Rotary-Zentrale in Chicago entstand zunehmend der Wunsch, einen

Club im deutschsprachigen Europa zu Gründen, was 1924 in Zürich schliesslich auch

geschah. Der Club aus Paris war dabei behilflich und wurde zum Patenclub. 1925

folgten weitere Clubs in Basel, Bern, Genf, Luzern und St. Gallen. 1957 wurde der

erste Club im Fürstentum Liechtenstein gegründet. Heute zählt Rotary in der

Schweiz und in Liechtenstein über 12 000 Mitglieder und 209 Clubs, welche in drei

Distrikte eingeteilt sind.

Grundwerte des Rotarys

Rotarys Grundwerte sind die Leitprinzipien der Organisation und bestimmen die

Prioritäten und Aktivitäten ihrer Mitglieder.

Service

Wir glauben, dass wir durch unsere Dienst-Aktivitäten und -Programme einen

Beitrag zu Völkerverständigung und Frieden leisten. Der Dienst am Nächsten ist

eines der Hauptelemente unserer Mission. Durch die Pläne und Aktionen unserer

einzelnen Clubs pflegen wir in unserer Organisation eine Kultur des Dienstes, die

das Leben all jener, die diesen leisten, um ein Vielfaches bereichert.

Freundschaft

Wir glauben, dass individuelle Bemühungen einzelne Bedürfnisse befriedigen

können, gemeinsame Bemühungen jedoch der gesamten Menschheit dienen. Die

Einsätze einer gesamten Gruppe sind um ein Vielfaches effektiver, bieten mehr Ressourcen

und erweitern unser Leben und unsere Perspektiven. Freundschaft fördert

Toleranz und hilft ethnische, nationale und andere Grenzen zu überwinden.

Vielfalt

Wir glauben, dass Rotary durch sein Ideal des Dienstes am Nächsten die Menschen

auf der ganzen Welt miteinander verbindet. Wir fördern berufliche Vielfalt bei unserer

Mitgliedschaft sowie unseren Aktivitäten und unserer Service-Arbeit. Ein Club,

der die berufliche und geschäftliche Vielfalt seines Gemeinwesens widerspiegelt ist

ein Club mit Zukunft.

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Integrität

Wir verpflichten uns zu Rechtschaffenheit und erwarten eine derartige Haltung

auch von unseren Amtsträgern und Mitgliedern. Bei Endergebnissen wie Abläufen

zur Erlangung dieser Ergebnisse wird Transparenz und Ordnungsmässigkeit vorausgesetzt.

Unsere persönlichen und beruflichen Beziehungen orientieren sich an hohen

ethischen und professionellen Normen. Wir sind fair, respektieren andere und gehen

verantwortungsvoll mit den Ressourcen um, die uns anvertraut werden.

Führung

Wir sind eine weltweite Organisation, die sich aus führenden Vertretern unterschiedlicher

Tätigkeitsbereiche zusammensetzt. Die Entwicklung von Führungsqualitäten

und die Übernahme von Führungsrollen haben für unsere Mitglieder

einen hohen Stellenwert. Als Rotarier übernehmen wir führende Verantwortung

bei der Umsetzung unserer Grundwerte.

Unsere Grundwerte bestimmen das Ziel von Rotary und die Vier-Fragen-Probe,

die uns wiederum im Alltag Orientierung gibt. Die Vier-Fragen-Probe ist die berühmte

Formulierung rotarischen Geistes und besteht mittlerweile in über 100

Sprachen. Sie stellt sich folgende Fragen:

Bei allem, was wir denken, sagen oder tun, sollten wir uns fragen:

1. Ist es wahr?

2. Ist es fair für alle Beteiligten?

3. Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?

4. Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?

Rotaract – Lernen, Helfen, Feiern

Rotaract steht für «Rotary in action». Die Organisation wurde in den Sechzigerjahren

von Rotary International gegründet, um unter jungen Menschen im Alter

von 18 bis 30 Jahren die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein, internationalem

Geist und ethischen Grundsätzen zu fördern. Sie besteht aus einzelnen Clubs,

in denen sich junge Menschen engagieren, und ruht auf den drei Säulen «Lernen

− Helfen − Feiern».

Die Rotaract Clubs (RAC) setzen sich aus Schülern, Studenten, Lernenden und

Berufstätigen aus allen Berufsgruppen und Studienrichtungen, ungeachtet der politischen

Ausrichtung und Konfession, zusammen. In der Schweiz existieren 16

Clubs mit rund 350 Mitgliedern. Weltweit zählt Rotaract über 176 000 junge Frauen

und Männer. Eine Rotaract Mitgliedschaft bedeuten nicht automatisch eine spätere

Aufnahme in einen Rotary Club.

Alain Wirth

Mitglied der Jungen Wirtschaftskammer seit 2005

Mitglied des Rotary Club Biel-Büttenberg seit 2008


Das AK-Team in einem anregenden Gespräch

Enchanté-Afterworkparty

Die Schweizer sind Apéro-Meister; überall und zu jedem Anlass finden Apéros statt,

es ist immer das Gleiche, ein bisschen Smalltalk hier, ein bisschen Smalltalk da,

meistens recht oberflächlich…

Anlässlich des JCBB-Jahresmottos Enchanté haben sich Valerio Magnanimo und

Stephan Gafner überlegt, einen etwas anderen Apéro ins Leben zu rufen, und so

entstand die Idee der Enchanté-Afterworkparty.

Die Location war klar, nämlich im JCI Biel-Bienne Stammlokal Toni’s in Biel, wo

Andrea Niederhäuser (Geschäftsführer vom Toni’s) uns regelmässig kulinarisch

verwöhnt.

Alle, die das erste Mal teilnehmen, bekommen eine persönliche Memberkarte und

eine zusätzliche Karte, mit der man das nächste Mal jemanden mitbringen kann,

z.B. Arbeitskollegen, Geschäftspartner, JCs, Partner/innen, mögliche JC-Interessenten,

etc.

Bei der Afterworkparty gibt es jedes Mal das so genannte Slownetworking, das Tom

Rychiger organisiert und moderiert. Eigentlich ein ähnliches Prinzip wie das Speed-

Dating, aber natürlich mit einem anderen Hintergrund.

Es werden Gruppen gebildet mit ca. 4 Personen, möglichst Leute ,die sich noch nicht

kennen. Tom macht die Einteilung. Das Ziel ist, dass man an jeder Afterworkparty

mit anderen Leuten am Tisch sitzt. Die Fragen, die man stellen soll, sind vorgegeben,

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jede Person hat kurz Zeit, um die Fragen zu beantworten, Nachfragen ist erwünscht,

somit können interessante Gespräche entstehen. Es gibt so viele Runden bis alle

Anwesenden ihre Fragen beantworten haben. Und sobald das Slownetworking

vorüber ist, gehen die angeregten Diskussionen erst recht weiter… Das Konzept kam

bei den Teilnehmern immer sehr gut an.

Es fanden bis jetzt zwei Afterworkpartys statt und es folgen dieses Jahr nochmals

zwei weitere, nämlich am 30.08.2012 und 15.11.2012, also Daten gleich notieren!

Unser Ziel ist es, dass jedes Mal wieder neue Leute dazukommen, auch von anderen

LOMs, und dass dadurch die Enchanté-Afterworkpartys zum Erfolg werden.

Anmelden kann man sich übrigens unter www.jcbb.ch.

Das AK-Team


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Round Table

Sascha Herren

Interview mit dem Präsidenten des Round Table Biel, Herrn Sascha Herren

Was ist der Serviceclub Round Table und was bezweckt er?

Der Round Table ist ein Verein für junge, wirtschaftlich und sozial engagierte

Männer. Der Club fördert den Austausch von Lebens- und Berufserfahrungen und

führt Sozialprojekte auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene

durch.

Stimmt es, dass der Round Table nicht nur in Biel existiert, sondern

national und international?

Roundtable ist eine international aufgestellte Organisation mit weltweit fast 40 000

Mitgliedern.

Wie ist der Round Table strukturiert und was hat es mit den einzelnen

Funktionen (Lokaler Präsident, Nationaler Präsident usw.) auf sich?

Auf Tischebene funktioniert er vom Aufbau her genau wie jeder Verein, bestehend

aus Mitgliedern, geführt vom Vorstand. Schweizweit ist RT in 6 geografische Regionen

unterteilt, denen jeweils ein Regionenpräsident vorsteht, der gleichzeitig

auch Mit-und Bindeglied zum Nationalvorstand ist.

Wie wird man Präsident auf lokaler oder nationaler Ebene? Haben Sie

sich dafür beworben oder wird man berufen?

Die Tradition auf lokaler Ebene besagt, dass man während der Mitgliedschaft einmal

Präsident sein sollte. Auf nationaler Ebene wird man angefragt, man kann sich aber

auch für dieses Amt bewerben.


Wie kommt es eigentlich zum Namen Round Table?

Der Gründer von RT, Louis Marchesi, hat im Jahre 1927 in England aus einer

Gruppe junger Geschäftsmänner den ersten Klub gegründet. Da sie bei Ihren Treffen

immer an einem runden viktorianischen Tisch sassen, kam die Idee für den

Namen Round Table.

Wie lange sind Sie in dem Amt?

Als Präsident ist man immer für ein Jahr gewählt.

Als ich recherchiert habe, bin ich auf Folgendes gestossen: Round Table ist

ein Verein für junge, wirtschaftlich und sozial engagierte Männer, fördert

den Austausch von Lebens- und Berufserfahrungen und führt Sozialprojekte

auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene durch.

Sind die Handlungen des Round Table lediglich auf diese Handlungen

ausgerichtet oder was motiviert sonst noch Mitglied zu werden?

Dies ist, wie Sie richtig recherchiert haben, unsere offizielle Beschreibung des RT,

in Wirklichkeit steht nebst dem sozialen Engagement vor allem die Pflege und der

Ausbau der Freundschaft untereinander im Vordergrund. Der Spass und die Geselligkeit

kommen bei RT natürlich auch nicht zu kurz. Anlässe wie Kartfahren

zusammen mit anderen Tischen oder gemeinsame Ausflüge sind in jedem Jahresprogramm

vorhanden.

Wie vorgängig zu lesen war, ist die Rede von Männern. Besteht auch für

Frauen die Möglichkeit einer Teilnahme am Round Table?

RT ist ausschliesslich für junge Männer, jedoch gibt es ein Pendant für Frauen, er

nennt sich Ladies Circle.

Wie wird jemand Mitglied beim Round Table und gibt es Aufnahmekriterien?

Mann kann sich bei RT nicht für eine Mitgliedschaft bewerben, man wird von

Mitgliedern angefragt. Für die Aufnahme eines neuen Mitgliedes muss ein einstimmiger

Entscheid fallen. Sollte nur ein Mitglied sein Veto einlegen, ist es nicht

möglich, das neue Mitglied aufzunehmen.

Kostet eine Mitgliedschaft etwas?

Die Mitgliedschaft ist kostenpflichtig. Der Beitrag setzt sich zusammen aus einem

Teil, der für die Anlässe und das Essen verwendet wird, sowie einem Teil, der an

die National Assosiation geht.

Was geschieht jeweils, wenn Sie sich treffen? Gibt es einen Ablauf, ein

Programm?

Es gibt zum einen die Arbeitstreffen, an denen am Sozialprojekt gearbeitet wird oder

man einen Anlass vorbereitet, und zum anderen gibt es die Anlässe, wo man zum

Beispiel eine Fabrik besucht oder einen Gastredner zu einem bestimmten Thema einlädt.

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Wie hoch ist das Engagement beim Round Table? Trifft man sich

wöchentlich?

Man trifft sich generell jeden zweiten Dienstag im Monat, also zweimal monatlich.

Gibt es auch nationale und internationale Anlässe?

Es gibt regionale, nationale und internationale Anlässe. Beispiele sind ein regionales

Kartrennen, die nationale Generalversammlung, welche sich mit den Festivitäten

immer über ein ganzes Wochenende hinzieht, oder internationale Anlässe wie zum

Beispiel der Carneval in Venedig, wo jedes Jahr ein Palazzo nur für Round Table

reserviert ist.

Besteht dadurch eine internationale Vernetzung der Mitglieder oder bestehen

die Beziehungen eher auf lokaler Ebene?

Es ist jedem Mitglied selber überlassen, ob er sich nur lokal engagiert, oder ob er

die internationalen Verbindungen, die sich aus dieser Vereinigung ergeben, auch

nutzt.

Wie lange ist jemand beim Round Table? Ist es eine Mitgliedschaft auf

Lebenszeit?

Die Mitgliedschaft im RT ist nur Männern im Alter zwischen 18 und 40 Jahren

vorbehalten, danach scheidet man aus.

Worin unterscheidet sich Round Table von anderen Serviceclubs?

Grundsätzlich ist RT wie die anderen Serviceclubs aufgebaut. Der grosse Unterschied

besteht wie bereits oben erwähnt in der Alterslimite. Dies wird vielleicht im

ersten Augenblick eher als Nachteil angesehen, es verleiht dem Verein aber eine

spezielle Dynamik

Besteht eine Konkurrenz zu anderen Serviceclubs oder gibt es ein Wettbewerb?

Weder Wettbewerb noch Konkurrenz, es ist eher so, dass Tabler gerngesehene

Mitglieder in anderen Serviceclubs sind.

Gibt es dann im Gegenteil gemeinsame Anlässe?

Hier in Biel bis jetzt nicht, ich weiss aber, dass dies bei anderen Tischen der Fall ist.

Es wäre sicher auch hier in Biel möglich, einen gemeinsamen Anlass zu organisieren,

um die Möglichkeit zu bieten, auch über die Grenzen des eigenen Vereins hinaus

Networking zu betreiben.

Welche Projekte verfolgen Sie aktuell in der Schweiz?

Im Moment laufen in der Schweiz verschiedene Projekte von verschiedenen Tischen.

Round Table Schweiz ist dabei, diese unter einem gemeinsamen Logo/Slogan

mit dem Namen «ein Tisch für Kinder» bekannt zu machen.

Besten Dank für das Interview!


Erich Fehr, Roland Itten und Patrick Calegari

Im Streitgespräch

Stadtpräsident Erich Fehr mit dem Präsident der Bieler KMU, Patrick Calegari

Am 24. Mai, an einem lauen Sommertag, kreuzen sich Erich Fehr und Patrick

Calegari die Klingen, wobei dies durchaus kollegial, freundschaftlich und humorvoll

vonstattengeht. Der Stadtpräsident und der Präsident der Bieler KMU diskutieren

Forderungen und erläutern Problematiken im Garten des Bloesch Hauses

am dem von der Jungen Wirtschaftskammer gesponserten Tisch, auf dem alle

Stadtpräsidenten chronologisch eingraviert sind. Das Gespräch wird, wie schon vor

16 Jahren, von Roland Itten moderiert. Er leitet das Gespräch gekonnt und kitzelt

interessante Antworten aus den beiden geladenen Gästen, so dass es für die Zuhörer

durchwegs interessant, lehrreich und unterhaltsam war.

Was nicht umstritten ist, ist auch nicht sonderlich interessant, hat J.W. von Goethe

gesagt, und in der Tat ist das am Donnerstag, 24. Mai 2012 geführte Streitgespräch

etwas Besonderes. Das Eigentümliche am Streitgespräch ist die Form. Denn 1996

trafen sich der damalige Stadtpräsident Hans Stöckli und der damalige Präsident

der Bieler KMU, Herr Grob, zum Gespräch. Nun, 16 Jahre später, unterhalten sich

unser amtierender Stadtpräsident Erich Fehr und Patrick Calegari, Präsident der

Bieler KMU, über die Veränderungen der letzten 15 Jahre für Bieler Unternehmer

in der Stadt Biel. Der Anlass wird von Roland Itten moderiert und es gibt einige

Punkte, die umstritten sind, und somit wurde das Streitgespräch für die anwesenden

Zuhörer äusserst interessant und informativ.

Die Diskussion startet mit dem Beschrieb der wirtschaftlichen Entwicklung und

Ausgangslage von Biel. Erich Fehr beschreibt die Stadt als Industriestandort, als

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Werkplatz für Präzisionsmechanik und Hightech-Unternehmen mit dem Flaggschiff

der Uhrenindustrie, die aufgrund seiner Zweisprachigkeit und dem Mix

von kleinen wie grossen Unternehmen durchaus als einzigartig in der Schweiz

bezeichnet werden kann. Erwähnt wurde in Bezug auf die Entwicklung des Wirtschaftsplatzes

Biel das Baugesuch der Swatch Group, die anstehende Eröffnung des

Rolex-Gebäudes und Sputnik sowie die in den letzten Jahren gesunkene Arbeitslosenquote.

Erwähnenswert ist die Differenz der Arbeitslosenquote von Biel

verglichen mit dem Schweizer Durchschnitt. Patrick Calegari zeichnet ein ähnliches

Bild und sieht für KMUs als Standortvorteil, dass grosse Unternehmen für viele

KMUs die Basis bilden, auf der Dienstleister und Zulieferbetriebe interessante

Geschäftsmodelle entwickeln und verfolgen können.

Das Thema Wirtschaftsförderung wird angeschnitten und wie diese für KMUs

hilfreich sein kann und muss. Denn es sie sind die KMUs, welche neben den

Gross-unternehmen wertvolle Arbeitsplätze schaffen und gegebenenfalls ausbauen.

Erich Fehr ist überzeugt, dass nicht die Strukturentwicklung oder Subventionen

zum Erfolg führen, sondern das Aufgreifen der Bedürfnisse und Anliegen der

Firmen massgebend ist. Als Beispiel wird die Unterstützung der Wirtschaftsförderung

bei der Land- oder Immobiliensuche angeführt. Erwähnt wird die Vermittlungsbörse

für Liegenschaften, welche die von Rolex leer werdenden Räume an

Sputnik vermitteln konnte.

Patrick Calegari findet, dass die Personen, welche in der Wirtschaftsförderung

arbeiten, langjährige Erfahrung haben und geeignete Ansprechpartner für die

Anliegen der KMUs sind. Jedoch werden die Anliegen der KMUs teilweise zu

wenig gebündelt. Die Wirtschaftsförderung sollte vermehrt dahin wirken, dass den

Anliegen der KMUs Rechnung getragen wird, indem die verschiedenen Anliegen

gesamtheitlich betrachtet werden und so neue Lösungen entstehen. Er führt als

Beispiel an, dass es möglich wäre, Liegenschaften oder Neubauten für mehrere

KMUs gemeinsam zu realisieren, die sich dann in einem mehrstöckigen Bau

zusammen einmieten könnten. Es gelte auf alle Fälle zu verhindern, dass KMUs

ausserhalb der Stadtgrenze einen Standort wählten. Das führt er anhand eines

Beispiels als Kritikpunkt an und findet es problematisch, wenn sich Firmen

vergrössern wollen und das hier in Biel nicht können. Zudem berichtet er von

Einzelfällen, bei denen Anfragen von KMUs während Monaten nicht beantwortet

worden sind.

Erich Fehr möchte auch, dass allen Wünschen Rechnung getragen wird, jedoch ist

der Platz begrenzt und so legt die Wirtschaftsförderung die Prioritäten anhand von

der Anzahl neu zu schaffenden Arbeitsplätzen fest. Es sei nicht konstruktiv für den

Standort Biel, wenn viel Land an eine Firma vergeben werde, die darauf nur wenige

Arbeitsplätze schaffte. Die Vergabe von Land richte sich also auch nach der maximalen

Ausnützung der Landreserven. Beispielsweise benötige der Bau einer Lagerhalle

mit wenigen Arbeitsplätzen viel Land und bringe wenig Wertschöpfung. Es sei deshalb

vorzuziehen, wenn gemessen am Landverbrauch viele Arbeitsplätze entstehen.


Diskutiert werden auch Parkplatz- und Verkehrssituation. Erich Fehr zeigt auf, dass

neben der noch nicht vorhandenen Umfahrung, der zunehmende Verkehr eine

Folge der wirtschaftlichen Entwicklung von Biel ist. Der Verkehr folgt den Arbeitsplätzen,

wie man anhand vom Bözingenmoos beobachten kann. Wegen den Parkplätzen

ist sich Erich Fehr der Schwierigkeiten für Anwohner und Gewerbetreibende

bewusst, es sei so, dass insgesamt in der Stadt Biel die Parkplätze aufgrund der

Parkhäuser zunehmen. Patrick Calegari hält fest, dass er die Verkehrssituation

jedoch auch auf die Verhinderungspolitik seitens der Stadt zurückführe und dass

er hier entsprechendes Verbesserungspotential sehe. Zudem sieht er Kurzzeitparkplätze

für das Gewerbe als zwingend notwendig an.

Ein Punkt der Diskussion ist auch die Vergabe von Aufträgen seitens der Stadt.

Patrick Calegari kritisiert, dass die Stadt bei Bauvergaben oft Auswärtige berücksichtige

und dass dadurch Geld aus der Region abfliesse. Er ist auch der Meinung,

dass hiesige Handwerker ehrlicher und realistischer budgetieren, als dass es bei

Auswärtigen der Fall sei. Erich Fehr entgegnet, dass das Submissionsrecht kantonal

geregelt sei und seiner Meinung nach die Lösung darin liege, dass die Schwellenwerte

bezüglich der Ausschreibungen erhöht werden sollten. Zudem sei klar, dass

Nachforderungen nur zulässig seien, wenn etwas nicht vorhersehbar war und somit

teurer wurde. Er ergänzt, dass das Submissionsrecht auch eine Reaktion auf

Absprachen sei, wie sie früher oft getätigt worden seien.

Auf die abschliessende Frage von Moderator Roland Itten an Erich Fehr, wo in der

Stadtentwicklung die zukünftigen Schwerpunkt zu setzen seien, antwortet der

Stadtpräsident mit dem Aufzeigen der Stossrichtungen und erläutert diese. Der

Campus bringe der Stadt neuen Schwung und die Chance für die Stadtentwicklung

südlich des Bahnhofs. Es gebe viele Projekte, welche in der Umsetzungsphase seien

und das Fertigstellen dieser Projekte ist für Erich Fehr prioritär. Ebenso wolle sich

die Stadt der Verbesserung der Lebensqualität widmen und wichtig sei auch, dass

eine Lösung gefunden werde, damit die Sozialhilfeempfänger-Quote von rund

10% gesenkt werden kann.

Insgesamt gesehen, dies sind sich Patrick Calegari und Erich Fehr einig, hat die

Stadt sich in den letzten 16 Jahren positiv entwickelt und konnte einige ihrer damaligen

Probleme hinter sich lassen. Jedoch bedarf es der Politik und der Bewohner,

dass anstehenden und vorhandenen Problemen begegnet wird und dass Biel

ein lebenswerter Ort bleibt.

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Anlässe

Événements

August

29. Enchanté-Lunch

30. Enchanté-Afterwork

September

26. Enchanté-Lunch

Oktober

12.–14. JCI Nationalkongress NAKO

31. Enchanté-Lunch

November

15. Enchanté-Afterwork

21. a.o. Generalversammlung

28. Enchanté-Lunch


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