PROTOKOLL ZUR PREISGERICHTSSITZUNG - D&K drost consult

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PROTOKOLL ZUR PREISGERICHTSSITZUNG - D&K drost consult

PROTOKOLL ZUR

PREISGERICHTSSITZUNG

am 30. April 2008 um 9.30 Uhr

im Rödingsmarkt 16, 20459 Hamburg

Beschränkter, einstufiger, hochbaulicher Realisierungswettbewerb

in Form eines Einladungswettbewerbs mit 7 Teilnehmern

RÖDINGSMARKT 20/26

Umgestaltung eines Bürohauses und Neubau eines Bürogebäudes

in Hamburg-Mitte

ausgelobt durch die

IVG Development GmbH

Niederlassung Hamburg

Baumwall 5-7

D-20459 Hamburg

im Einvernehmen mit der

Freien und Hansestadt Hamburg

letztere vertreten durch

das Bezirksamt Hamburg-Mitte – Dezernat für Wirtschaft, Bauen und Umwelt,

Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung,

die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt – Amt für Landes- und Landschaftsplanung


Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

Das Preisgericht tritt um 9.30 Uhr in den Räumlichkeiten von D&K drost consult im Rödingsmarkt 16 in

Hamburg zusammen.

Herr Jan Rouven Künzel, Niederlassungsleiter der IVG Development GmbH, NL Hamburg, heißt die

Anwesenden im Namen der Ausloberin herzlich willkommen und erläutert im Folgenden kurz die Ziele

des Verfahrens. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen im Rahmen des Wettbewerbes eine dem

Ort angemessene hochwertige Lösung für den Wettbewerbsbereich entwickeln. Die Bestrebungen, den

Rödingsmarkt als eine der Hauptachsen zwischen Innenstadt und HafenCity aufzuwerten, sollen durch

diesen letzten Baustein im Bereich zwischen den Straßen Rödingsmarkt und Herrlichkeit untermauert

werden. Es ist ein Objekt zu entwickeln, mit dem sich sowohl die Nutzer als auch die Bürger der Stadt

Hamburg identifizieren können. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die Spezifik des Ortes zu

legen, hierbei im Besonderen auf die Lage am Wasser, den Bezug zum Hafen und die Einbindung in

die bestehende Nachbarschaft mit dem Stella-Haus und der Neuplanung auf dem Grundstück Rödingsmarkt

16. Als besondere Herausforderung ist eine Lösung zu entwickeln, die zwischen der Bestandserhaltung

des Gebäudes Rödingsmarkt 26 und dem Neubau Rödingsmarkt 20 zu vermitteln vermag

und die Realisierbarkeit in zwei Bauphasen ermöglicht. Im Ergebnis erhofft sich die Ausloberin ein

Gesamtobjekt mit gleichwertiger Qualität für die einzelnen Mieter in den verschiedenen Bereichen. Herr

Künzel erhofft sich eine spannende Preisgerichtssitzung und qualitätvolle Entwürfe der Teilnehmerinnen

und Teilnehmer, die den Neuplanungen der benachbarten Liegenschaften in nichts nachstehen.

Zudem betont er abschließend, dass der Ausloberin an einer zeitnahen Umsetzung des Vorhabens

gelegen ist.

Herr Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, unterstreicht ebenfalls

die Bedeutung des Projektes für die Innenstadt; es gilt mit der Aufwertung des Rödingsmarktes

eine wichtige innerstädtische Wegebeziehung zu stärken.

Herr Bodo Hafke, Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt des Bezirks Hamburg-Mitte, unterstützt

die Ausführungen seiner Vorredner und betont, dass man auch von Seiten des Bezirksamtes bestrebt

ist schnell das nötige Planrecht zu schaffen. Herr Hafke äußert sich sehr erfreut über die schnelle

Realisierung des Wettbewerbs zum Rödingsmarkt 20/26 und sieht den Zeithorizont für die künftigen

Entwicklungen entsprechend positiv.

Die politischen Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte schließen sich

ihren Vorrednern an und äußern ihre Freude darüber, dass endlich die Aufwertung dieses besonderen

Geländes mit seiner „Visitenkartenfunktion“ im Rahmen des Wettbewerbs erfolgt. Eine gute und schnelle

Realisierung wird auch von ihnen begrüßt.

Aus dem Kreis der Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter wird Herr Jürgen Böge für den Vorsitz

der Preisgerichtssitzung vorgeschlagen und einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Er nimmt die Wahl

an und prüft im Folgenden die Vollzähligkeit der stimmberechtigten Preisrichter. Es sind erschienen:

ANWESENDE DES PREISGERICHTES

Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Prof. Jörn Walter Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Oberbaudirektor

Bodo Hafke Bezirksamt Hamburg-Mitte, Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt

Ulrich Gremmelspacher Freischaffender Architekt, Braunschweig

Jürgen Böge Freischaffender Architekt, Hamburg

Jorunn Ragnarsdóttir Freischaffende Architektin, Stuttgart

Florian Boge Freischaffender Architekt, Hamburg

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Stellvertretende Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Juan Hidalgo Freischaffender Architekt, Hamburg

Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

entschuldigt fehlen:

Andreas Kellner BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung

Michael Mathe Bezirksamt Hamburg-Mitte, Leiter Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Niels-Christian Otzen Freischaffender Architekt, Hamburg

Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Jan Rouven Künzel IVG Development GmbH, NL Hamburg, Niederlassungsleiter

Dr. Harald Gude IVG Investment GmbH, Geschäftsführer

Heinz Raube Mitglied des Stadtplanungsausschusses Hamburg-Mitte (CDU)

Hubert Piske Mitglied des Stadtplanungsausschusses Hamburg-Mitte (SPD)

Dr. Michael Osterburg Mitglied des Stadtplanungsausschusses Hamburg-Mitte (GAL)

Stellvertretende Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Thomas Diekmann IVG Development GmbH, NL Hamburg

Dr. Gunter Böttcher Mitglied des Stadtplanungsausschusses Hamburg-Mitte (CDU)

Julia Odebrecht Mitglied des Stadtplanungsausschusses Hamburg-Mitte (SPD)

Ingolf Goritz Mitglied des Stadtplanungsausschusses Hamburg-Mitte (GAL)

entschuldigt fehlt:

Philipp Diederichs IVG Investment GmbH

Sachverständige

Edward T. Martens IVG Development GmbH, NL Hamburg

Theja Geyer IVG Development GmbH, NL Hamburg

Karl Heinz Humburg Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung

Elvira Lerner Bezirksamt Hamburg-Mitte, Fachamt für Bauprüfung

Peter Skambraks Bezirksamt Hamburg-Mitte, Management des öffentlichen Raumes

Bianka Sievers BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung, Abteilung Landschaftsplanung

entschuldigt fehlen:

Iris Carius BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung

Susanne Vittinghoff BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung

Gabriele Bohnsack-Häfner Kulturbehörde, Amt für Denkmalschutz

Gast

Frau Andrea von Mansberg BSU, Amt für Landes- und Landschaftsplanung

Wettbewerbskoordination/Organisation

Uwe Drost D&K drost consult, Hamburg

Birthe Ohmsen D&K drost consult, Hamburg

Christine Holewa D&K drost consult, Hamburg

Katja Schulz D&K drost consult, Hamburg

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Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

Der Vorsitzende bestätigt die Vollzähligkeit der stimmberechtigten Preisrichter.

Die Protokollführung übernehmen Frau Birthe Ohmsen und Frau Katja Schulz von D&K drost consult.

Alle zu der Sitzung des Preisgerichts zugelassenen Personen geben die Versicherung zur vertraulichen

Behandlung der Beratungen. Sie erklären weiterhin, dass kein Meinungsaustausch über die Aufgabe

zwischen ihnen und den Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern stattfand.

Der Vorsitzende versichert der Ausloberin, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Öffentlichkeit

die größtmögliche Sorgfalt und Objektivität des Preisgerichts in Anlehnung der „GRW 1995 –

Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und

des Bauwesens“.

ERGEBNISSE DER VORPRÜFUNG

Die Ergebnisse der Vorprüfung sind in einem Vorprüfbericht zusammengefasst, der Aufschluss über die

formalen Kriterien gibt und einen vergleichbaren Überblick über alle Arbeiten gewährleistet. Für jede

Arbeit werden auf jeweils vier DIN A4 Seiten die stichwortartigen Vorprüfungsergebnisse der Sachverständigen,

die faktischen Überprüfungen sowie Ausschnitte der Planzeichnungen dargestellt. Die

Vorprüfung erfolgte anhand der in der Auslobung formulierten Kriterien.

Ferner steht dem Preisgericht ergänzend zum Vorprüfbericht eine Projektübersicht zur Verfügung, die

sowohl die Lagepläne und beispielhafte Perspektiven aller sieben Arbeiten enthält als auch wichtige

Kenngrößen wie BGF, Mietflächen und die Wirtschaftlichkeit zusammenfasst.

Alle sieben Architekturbüros haben ihre Arbeiten fristgerecht eingereicht. Zur Wahrung der Anonymität

wurden die Kennziffern der Arbeiten mit willkürlich gewählten Tarnzahlen von 1771 bis 1777 überklebt.

Eine Sammelliste mit Kennziffern, Tarnzahlen und Eingangsdaten wird zusammen mit den Verfassererklärungen

aufbewahrt.

Die geforderte Verfahrensleistung wurde im Wesentlichen bei allen Arbeiten erbracht. Aus formalen

Gesichtspunkten besteht kein Anlass, den Ausschluss eines Verfahrensbeitrages durch das Preisgericht

zu empfehlen.

Durch die Vorprüfung wird darauf hingewiesen, dass der Wettbewerbsbeitrag mit der Tarnzahl 1777

seine Leistungen auf fünf statt sechs Präsentationsplänen eingereicht hat. Nach Prüfung des Wettbewerbsbeitrags

befindet das Preisgericht einheitlich, dass die Arbeit zulässig ist und nicht aus dem

Verfahren auszuschließen ist.

Folgende Vorbemerkungen wurden im Rahmen der Vorprüfung durch das Bezirksamt Hamburg-

Mitte, Fachamt für Bauprüfung, formuliert und gelten für alle Entwürfe gleichermaßen:

1. Die Ausgänge im EG müssen direkt ins Freie führen bzw. den Anforderungen des § 33 Abs. 3 i.V.m.

dem BPD "Hochhäuser" Ziff. 4.2.5 entsprechen. Umplanungen bzw. Schließen der Türen zu den

Hallen/Foyers im Laufe der Ausgänge sind erforderlich.

2. Da das Vorhaben in zwei Bauabschnitten realisiert werden und die Gebäudeabschnitte (Neubau und

Altbau) auch getrennt genutzt werden sollen, müssen die Anforderungen an die notwendigen Treppenräume/Rettungswege

und an die Aufzüge für jeden Bauabschnitt für sich den Vorschriften entsprechen.

Sind z.B. ein Sicherheitstreppenraum und zwei Aufzüge (einer davon muss ein Feuerwehraufzug

sein, der zur Aufnahme einer Krankentrage geeignet ist) nur für den 1. Bauabschnitt

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Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

geplant, so ist eine Aufteilung in getrennte Mietflächen Altbau/Neubau ohne Zugang zu den Aufzügen

nicht möglich.

3. Die Aufzugsschächte dürfen nicht innerhalb der Umfassungswände des Sicherheitstreppenraumes

liegen. Sie dürfen jedoch gemeinsame Vorräume haben (s. Ziff. 6.1.3.1 Satz 3 BPD "Hochhäuser").

4. Überdachte Hallen/Lichthöfe über die gesamte Gebäudehöhe sind mit einer RWA auszustatten. Der

Anschluss/Zugang zu den Sicherheitstreppenräumen ist über einen Vorraum herzustellen. Der

Treppenraum muss weiter einen direkten Ausgang ins Freie haben (s. Ziff.1).

5. Direkte Zugänge zu den Mietflächen von den Vorräumen der Sicherheitstreppenräume bzw. der

Feuerwehraufzüge sind nur möglich, wenn die Anforderungen des BPD "Hochhäuser" Ziff. 4.2.8;

6.1.3.2 und 6.2.2. erfüllt sind. Gemeinsame Vorräume von Feuerwehraufzügen und von Sicherheitstreppenräumen

sind zulässig (s. Ziff. 6.1.3.1 Satz 3 BPD "Hochhäuser").

6. Das Baugrundstück liegt im Abminderungsgebiet (GR 2/2002). Es dürfen nur 25% der notwendigen

Stellplätze hergestellt werden. Die Stellplätze, die nicht hergestellt werden können (von den zulässigen

25%) sind abzulösen (10.000,- € je Stellplatz). Fahrradplätze/Räume sind teilweise nicht

vorgesehen. Notwendige Fahrradplätze sind zu 100% herzustellen (Bei Nichtherstellen sind 1.000,-€

je Fahrradplatz abzulösen).

7. Direkte Zugänge von den Tiefgaragen zu den Treppenräumen sind nicht zulässig (§ 7 GarVO).

8. Die vorgesehenen Technikräume sind zu klein bemessen. Erforderliche sicherheitstechnische und

technische Gebäudeausrüstung s. BPD "Hochhäuser", Abschnitt 6 und 7.

Eine abschließende Prüfung und Feststellung hinsichtlich der Einhaltung planungs- und bauordnungsrechtlicher

Vorschriften kann nur im Genehmigungsverfahren anhand konkreter Bauvorlagen

erfolgen. Da alle Entwürfe Punkte aufweisen, die im späteren Genehmigungsverfahren nachzubessern

bzw. jetzt noch nicht abschließend prüffähig sind, sind die Ergebnisse der Vorprüfung nur als exemplarische

Hinweise - ohne präjudizierende Wirkung auf das Baugenehmigungsverfahren - zu ver-stehen.

Folgende Vorbemerkungen wurden im Rahmen der Vorprüfung durch die Kulturbehörde, Amt für

Denkmalschutz, formuliert und gelten für alle Entwürfe gleichermaßen:

Aus Sicht des Denkmalschutzamtes ist es positiv zu beurteilen, wenn bei einer Neubebauung die

historische Parzellenstruktur zumindest in der Anmutung erkennbar bleibt, wie dies in einigen Entwürfen

vollzogen worden ist. Problematisch für das unmittelbar an das Wettbewerbsgebiet anschließende

Baudenkmal Stella-Haus ist die Ausformung einer Großform, wie in Arbeit 1777; hier wird das Denkmal

geradezu bedrängt. Die Fuge zwischen dem Stella-Haus und dem Neubau wird unterschiedlich behandelt.

Hier ist im weiteren Verfahren dafür Sorge zu tragen, dass die Belichtung des Stella-Hauses und

damit die Nutzbarkeit gewährleistet bleiben.

Um 10.15 Uhr beginnt der Informationsrundgang, in dem die Vorprüfung die städtebaulichen, architektonischen,

freiraumplanerischen und funktionalen Grundzüge der Arbeiten ausführlich und wertfrei

vorstellt. Insbesondere wird auf die von den jeweiligen Verfassern hervorgehobenen Aspekte der Arbeiten

eingegangen. Während dieser Vorstellung werden vom Gremium Rückfragen zum Verständnis der

Entwurfsidee und detaillierte Fragen in Bezug auf die Darstellung erörtert. Nach dem Informationsrundgang

beginnt das Preisgericht seine Beratung mit der Besprechung der Wettbe-werbsaufgabe und des

Bewertungsverfahrens.

BEWERTUNG DER ARBEITEN

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Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

Nach einer kurzen Pause geht es um 11.00 Uhr in den ersten Wertungsrundgang. Mit einer kritischen

Beurteilung wird dabei zunächst jeder der Wettbewerbsbeiträge von einem Fachpreisrichter vorgestellt

und dann im Kreise des Preisgerichts unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen Planungsansätzen

und schwerwiegenden Mängeln kurz diskutiert.

Folgende Entwürfe werden auf Grund von Defiziten auf konzeptioneller Ebene einstimmig ausgeschlossen:

Tarnzahl für den Ausschluss gegen den Ausschluss

1772 11 0

1773 11 0

An den ersten Wertungsrundgang schließt eine Mittagspause an.

In einem zweiten Wertungsrundgang werden ab 13.00 Uhr die Arbeiten im Kreise des Preisgerichts

unter Feststellung von Vorzügen, gelungenen Planungsansätzen und Defiziten auf konzeptioneller

Ebene diskutiert. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Arbeiten sind dabei unter anderem die

Berücksichtigung der in der Auslobung formulierten Vorgaben zur Höhenentwicklung, die Anbindung an

das Stella-Haus bzw. den in Planung befindlichen Neubau Rödingsmarkt 16 und die architektonische

Grundhaltung der Wettbewerbsbeiträge an diesem Ort.

Folgende Entwürfe werden aufgrund von Defiziten entsprechend der vorgenannten Kriterien ausgeschlossen:

Tarnzahl für den Ausschluss gegen den Ausschluss

1775 11 0

1777 9 2

An den zweiten Wertungsrundgang schließt eine Kaffeepause bis 14.00 Uhr.

Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl

Arbeit 1771

Der Entwurf folgt im Wesentlichen den Vorgaben des Funktionsplans und bildet ein U-förmiges Gebäudeensemble

mit Öffnung in Richtung Alsterfleet aus, das sich städtebaulich gut in die Umgebung einfügt.

Der Anschluss zum Stella-Haus an der Straße Herrlichkeit ist allerdings nicht befriedigend gelöst.

Im Erdgeschoss wird ein großzügiger Durchgang zum Alsterfleet angeboten, der Durchblicke vom

Rödingsmarkt zum Wasser ermöglicht und teilweise durch eine Außengastronomie belebt wird.

Die Fassadengestaltung ist insgesamt zurückhaltend und schlicht mit einer leichten Differenzierung von

Bestand und Neubau formuliert.

Die Realisierbarkeit der Baumaßnahmen in zwei Bauabschnitten scheint ohne Probleme möglich zu

sein.

Insgesamt wird die unaufgeregte und ruhige Gestaltung der Arbeit vom Preisgericht positiv bewertet,

die jedoch im Bereich der Fassadengestaltung teilweise eine architektonische Aussagekraft vermissen

lässt.

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Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

Arbeit 1774

Der Entwurf nimmt die Vorgaben des Funktionsplans für ein U-förmiges Gebäudeensemble mit Öffnung

in Richtung Alsterfleet auf, und modifiziert diese durch ein zweites Staffelgeschoss im Süden. Die

Proportionen erscheinen gut gewählt. Zum Stella-Haus verjüngt sich das Gebäude und tritt von der

Straße Herrlichkeit zurück.

Die Grundrissorganisation des Entwurfes erscheint wirtschaftlich optimiert, in Teilbereichen jedoch

sogar zu wirtschaftlich und wenig großzügig.

Durch die kraftvolle Fassadengestaltung mit Corten-Stahl wird eine Adressbildung mit hohem Identifikationspotenzial

für mögliche Nutzer erreicht. Die Materialität sowie die starke horizontale Gliederung der

Fassade werden vom Preisgericht jedoch sehr kontrovers diskutiert. Dabei wird insbesondere die

angemessene Berücksichtigung der Nachbarbebauung (vor allem des Stella-Hauses) hinterfragt.

Die Realisierbarkeit der Baumaßnahmen in zwei Bauabschnitten scheint ohne Probleme möglich zu

sein.

Insgesamt wird die kraftvolle und mutige Gestaltung des Entwurfes vom Preisgericht gewürdigt. Die

fehlende Bezugnahme auf die Nachbarbebauung wird vom Preisgericht unterschiedlich bewertet.

Arbeit 1776

Der Entwurf nimmt die Vorgaben des Funktionsplans für ein U-förmiges Gebäudeensemble mit Öffnung

in Richtung Alsterfleet auf, und modifiziert diese durch ein zweites Staffelgeschoss im Süden. Die

gläserne Ausgestaltung der Staffelgeschosse wird jedoch kritisch beurteilt. Die Proportionen erscheinen

gut gewählt. Zum Stella-Haus verjüngt sich das Gebäude und tritt von der Straße Herrlichkeit zurück.

Die Grundrissgestaltung erscheint nicht in Gänze funktional und bedarf einer Optimierung.

Die Fassadengestaltung ist insgesamt zurückhaltend gestaltet ohne langweilig zu wirken und gut gegliedert.

Die Nachbarbebauung wird im Rahmen des Entwurfes angemessen berücksichtigt.

Die Realisierbarkeit der Baumaßnahmen in zwei Bauabschnitten ist nicht nachvollziehbar dargestellt.

Insgesamt wird die städtebauliche Struktur des Entwurfes mit den gut proportionierten Gebäudeteilen

positiv bewertet.

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EMPFEHLUNG DES PREISGERICHTS

Hochbaulicher Realisierungswettbewerb

RÖDINGSMARKT 20/26

in Hamburg-Mitte

Nach erneuter Analyse und Diskussion der Arbeiten kommt das Preisgericht einstimmig zu dem Ergebnis,

dass keiner der Wettbewerbsbeiträge in Gänze überzeugt und in seinem derzeitigen Bearbeitungsstand

eine adäquate Lösung für das Wettbewerbsgebiet vorschlägt. Vielmehr empfiehlt das

Preisgericht der Ausloberin, den drei in der engeren Wahl verbleibenden Verfahrensbeiträgen gleichrangige

Preise zu vergeben und mit ihnen in eine Überarbeitungsphase zu gehen, da diese Entwürfe

über ausreichend Potenzial verfügen, um abschließend die geforderten Qualitäten zu generieren.

Preis Arbeit 1771 mit 11:0 Stimmen

Preis Arbeit 1774 mit 11:0 Stimmen

Preis Arbeit 1776 mit 11:0 Stimmen

Die Gesamtpreissumme wird abweichend von den Angaben der Auslobung wie folgt verteilt:

Preis Arbeit 1771 8.000,- Euro

Preis Arbeit 1774 8.000,- Euro

Preis Arbeit 1776 8.000,- Euro

PREISTRÄGER

Nach Öffnung der Umschläge mit den Verfassererklärungen durch die Vorprüfung werden um 15.30

Uhr die Namen der teilnehmenden Architekturbüros festgestellt. Im Ergebnis wird durch das Preisgericht

die Vergabe von drei gleichrangigen Preisen wie folgt festgehalten:

Preis Arbeit 1771 – LH Architekten, Hamburg

Preis Arbeit 1774 – Blauraum Architekten, Hamburg

Preis Arbeit 1776 – A-Quadrat Architekten + Ingenieure, Hamburg

Folgende Architekturbüros werden nicht ausgezeichnet:

Arbeit 1772 – Carsten Roth Architekt, Hamburg

Arbeit 1773 – Kleffel Pappay Warncke Architekten Partnerschaft, Hamburg

Arbeit 1775 – Antonio Citterio and Partners, Mailand

Arbeit 1777 – Grüntuch Ernst Architekten, Berlin

Eine Abstimmung der genauen Modalitäten und Zeithorizonte für ein anschließendes Überarbeitungsverfahren

erfolgt zwischen der Ausloberin, dem Bezirksamt Hamburg Mitte, der Behörde für Stadtentwicklung

und Umwelt und D&K drost consult. Sobald konkrete Angaben getroffen wurden, werden

die verbliebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kenntnis gesetzt.

Der Vorsitzende bedankt sich bei allen Beteiligten des Preisgerichts für die gute und konzentrierte

Zusammenarbeit und bekräftigt den Eindruck, dass die Ausloberin abschließend einen starken und

qualitativ hochwertigen Entwurf erhalten wird. Die Ausloberin schließt sich an und freut sich auf ein

weiterführendes Verfahren. Die Sitzung wird um 16.00 Uhr geschlossen.

Das Protokoll ist mit dem Vorsitzenden des Preisgerichtes sowie dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und

der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt abgestimmt.

Hamburg, 30. April 2008

D&K drost consult

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