Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20 - D&K drost consult

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Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20 - D&K drost consult

Niederschrift über

die Jurysitzung / Überarbeitung

am 10. Juli 2003

Einladungswettbewerb

Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20

in Hamburg - St. Pauli


Wettbewerb „Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20

Protokoll der Jurysitzung am 06. Mai 2003

Auslober: B&L Projektentwicklungsgesellschaft mbH

und

HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH

im Namen der:

Kommanditgesellschaft Zirkusweg 20 Verwaltungsgesellschaft mbH & Co

Die Jury tritt um 14:30 Uhr in den Räumen Große Elbstraße 43-49 in Hamburg zusammen.

Herr Drost vom wettbewerbsbetreuenden Büro D&K Architekten begrüßt die Anwesenden

und stellt die Vollzähligkeit der Jury namentlich fest.

Es sind erschienen:

Jury

Jan Hinrich Fock Mitglied des Stadtplanungsausschusses (SPD),

Bezirk Hamburg-Mitte

Bernhard Gössler Architekt, Hamburg

Bodo Hafke Bezirksamt Hamburg-Mitte, Leiter der Stadtplanungsabteilung,

er vertritt Herrn Peter Gero

Martin Mörl Geschäftsführer B&L Projektentwicklungsgesellschaft mbH

Prof. Otto Steidle Architekt, München

Thorsten Testorp Geschäftsführer B&L Projektentwicklungsgesellschaft mbH

Karin Vehling Mitglied des Stadtplanungsausschusses (CDU),

Bezirk Hamburg-Mitte

Prof. Jörn Walter Oberbaudirektor Hamburg

stellvertretende Jurymitglieder und Sachverständige

Jo Claussen-Seggelke Stadtplaner SRL, Hamburg

Ingolf Goritz Mitglied des Stadtplanungsausschusses (GAL),

Bezirk Hamburg-Mitte

Andreas Groteguth HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH

Andreas Hölz B&L Projektentwicklungsgesellschaft mbH

Harry Koch B&L Projektentwicklungsgesellschaft mbH

Jens Krambrich B&L Projektentwicklungsgesellschaft mbH

Dirk Kulzer B&L Immobilien Services GmbH

Karsten Lübkert Behörde für Bauen und Verkehr,

Amt für Stadtentwicklung

Detlef Moldmann Umweltbehörde, Fachamt für Energie und Immissionsschutz

Hans Rzondkowski Masuch + Olbrisch,

Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen mbH

Dieter Scheel Mitglied des Stadtplanungsausschusses (PRO),

Bezirk Hamburg-Mitte

Bernhard von Hammerstein HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH

Wettbewerbskoordination

Uwe Drost D&K architekten

Takane Stück D&K architekten

Stefanie Fritzensmeier D&K architekten

Thomas Zietko D&K architekten

D&K Architekten Hohe Brücke 1 20459 Hamburg

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Wettbewerb „Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20

Protokoll der Jurysitzung am 06. Mai 2003

Herr Prof. Otto Steidle übernimmt den Vorsitz der Jury.

Die Protokollführung übernehmen Takane Stück und Stefanie Fritzensmeier.

PRÄSENTATION DER WETTBEWERBSARBEITEN

Die Jury hatte empfohlen, die Variante „Hochhaus“ des Büros Bothe Richter Teherani und

die Variante „B-Plan“ des Büros Jan Störmer zu überarbeiten.

Vor der Präsentation der Teilnehmer fasst Herr Drost die Empfehlungen zusammen, die für

die beiden Entwürfe vereinbart worden waren.

Nach der Vorstellung des Gesamt-Konzeptes und der Überarbeitungsergebnisse wird in

einer anschließenden Fragerunde auf einzelne Aspekte eingegangen.

Die Vorstellung der Arbeiten findet in folgender Reihenfolge statt:

14.30 – 15.00 Uhr Bothe Richter Teherani, Hamburg

15.00 – 15.30 Uhr Jan Störmer Architekten, Hamburg

BEWERTUNG DER WETTBEWERBSARBEITEN

Die Jury diskutiert die Veränderungen gegenüber dem vorherigen Stand anhand folgender

Themen:

• Höhenentwicklung sowie Standort des Hochhauses im städtebaulichen Umfeld,

• Vermarktbarkeit des Standortes,

• Wirtschaftlichkeit und

• Gebäudefunktionalität.

BEURTEILUNG DER WETTBEWERBSARBEITEN

Die Jury stellt bei beiden Arbeiten nach guter Überarbeitung eine Verbesserung gegenüber

dem vorherigen Zustand fest.

1040, Störmer (B-Plan Variante)

Die umlaufend 5- bis 6-geschossige Blockrandbebauung mit 19-geschossiger

Höhendominante in Richtung der ehemaligen Wallanlagen und konstruktiver Trennung am

Zirkusweg (via à vis der Seniorenwohnanlage) nimmt die Proportionen des

gegenüberliegenden Millerntor-Gebäudes auf. Gemeinsam prägen sie somit die

städtebauliche Eingangssituation zur Reeperbahn. In der Höhenentwicklung des

Hochhauses bezieht sich der Entwurf auf die umgebenden Hochpunkte.

Wesentliche Unterschiede des Entwurfs zum vorangegangenen Vorschlag liegen in einer

Steigerung der Gebäudehöhen (Bürogebäude um ca. 20m), einer teilweisen Veränderung

der äußeren Kanten desselben Baukörpers sowie hieraus resultierender Umgestaltungen in

den Grundrissen.

Zudem erhält insbesondere das Bürogebäude in der Folge einer deutlichen Modifizierung der

Fassadengestaltung ein völlig neues Gesicht.

Das stimmige Konzept der Verfasser wird jedoch in der neuen Kubatur des Hochhauses

hinterfragt. Die Lage des Entwurfschwerpunktes am Zirkusweg wird kontrovers diskutiert.

Hingegen besteht Einigkeit über die gelungene Lösung hinsichtlich der Gebäudeausformung

am Kopf des Spielbudenplatzes.

D&K Architekten Hohe Brücke 1 20459 Hamburg

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Wettbewerb „Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20

Protokoll der Jurysitzung am 06. Mai 2003

1041, BRT (Freie-Variante)

Der Entwurf sieht an der Reeperbahn zwei durch einen Erschließungskern verbundene, zum

Millerntor hin ausgerichtete 20- bzw. 24-geschossige Baukörper vor (Büronutzung und

MOJO-Club). Gemeinsam mit dem an der Straße Beim Trichter angeordneten 8geschossigen

Hotel als städtebauliche Kante bilden sie einen zu den ehemaligen

Wallanlagen geöffneten, dreieckigen Raum, der nun - im Gegensatz zum vorangegangenen

Entwurf - durch eine eingeschossige Bebauung überdeckt ist. Diese Veränderung wird von

Teilen der Jury negativ bewertet.

Signifikante Änderungen des Entwurfes bestehen zudem in der abgewandelten

Fassadengestaltung sämtlicher Baukörper und einer gesteigerten Höhenentwicklung der

„tanzenden“ Bürogebäude (Erhöhung Büro um ca. 16m, Höhenverringerung Hotel um ca.

10m). Weiterhin wurden die Proportionsverhältnisse der „tanzenden“ Bürogebäude deutlich

verbessert u.a. durch die Reduzierung der vertikalen Versätze innerhalb der

Gebäudestruktur und stellen nun einen klar ablesbaren Kontrast zu dem in der

Höhenentwicklung reduzierten Hotel dar.

Das Bürogebäude wirkt einerseits schlanker, dennoch kann es in seiner außergewöhnlichen

Kubatur – insbesondere in seiner Höhenentwicklung – nicht einstimmig überzeugen. Der

Entwurf entspricht in weiten Zügen der durch den Bauherrn gewünschten städtebaulichen

wie auch architektonischen Signalwirkung und stellt einen optischen Brückenschlag

zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil St. Pauli dar. Teile der Jury sehen die

städtebauliche Integration kritisch.

WERTUNG DER ÜBERARBEITUNG

Die Arbeiten werden intensiv in Bezug auf ihre Besonderheiten, Stärken und Schwächen

diskutiert. Es zeichnen sich eher polarisierte Einschätzungen der beiden Entwürfe ab. Nach

mehreren Diskussionsrunden wird abgestimmt.

Das Stimmverhältnis von 5:3 ergibt den ersten Rang für die Arbeit des Büros BRT.

EMPFEHLUNGEN DES PREISGERICHTS

Da die Jury nicht vollständig zusammentreten konnte und das Ergebnis Meinungsunterschiede

erkennen lässt, verzichtete die Jury auf Überarbeitungsempfehlungen.

Vielmehr sollen in Abhängigkeit von möglichen Nutzeranforderungen die von der Jury

teilweise kontrovers gesehenen Gesichtspunkte zum gegebenen Zeitpunkt in eine

Überarbeitung einfließen.

D&K Architekten Hohe Brücke 1 20459 Hamburg

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Wettbewerb „Reeperbahn 1/ Zirkusweg 20

Protokoll der Jurysitzung am 06. Mai 2003

PREISTRÄGER

Rang 1

1041 Bothe Richter Teherani, Hamburg

Rang 2

1040 Jan Störmer Architekten, Hamburg

Der Vorsitzende dankt dem Auslober und der Jury für die gute Zusammenarbeit und schließt

die Sitzung um 17.30 Uhr.

Das Protokoll ist mit dem Vorsitzenden der Jury und dem Auslober abgestimmt.

Hamburg, den 11. Juli 2003, Wettbewerbskoordination D+K architekten

Anlage: Unterschriften der Jury

Modellfotos der Wettbewerbsbeiträge

D&K Architekten Hohe Brücke 1 20459 Hamburg

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