Verbreitung, Ökologie und Schutz der Mauereidechse

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Verbreitung, Ökologie und Schutz der Mauereidechse

ihren Überwinterungsquartieren aus. Aus dem Offenburger Vivarium

entkamen einmal einige Lacerta muralis und L. sicula. Noch nach einigen

Jahren konnte man hin und wieder diese südlichen Formen an der

Stadtmauer beobachten. Sie vermehrten sich sogar gut. Der sehr strenge

Winter 1928/29 hat dann aber diese Population vollständig vernichtet.“

Diese Schilderung kann für Feldherpetologen im Offenburger Raum

möglicherweise interessant (?) sein, zumal gerade in der heutigen Zeit die

Allochthonie sehr kritisch gesehen wird.

Im aufgestellten Poster werden historische Bilder von Dr. W.

KLINGELHÖFFER (2), das „Vivarium Offenburg“ (2) und staunende Schüler

vor Terrarien im Vivarium gezeigt.

Gerhard Hallmann, Im Schlingen 5, 44359 Dortmund, gehado@t-online.de

Auswirkungen von Lärmschutzwänden auf Mauereidechsen

Nadine Hammerschmidt & Hubert Laufer

Durch den Bau von Lärmschutzwänden können Fortpflanzungsstätten

(Eiablageplätze), möglicherweise auch Ruhestätten (Winterquartiere) von

Mauereidechsen zerstört werden (Flächen für Lärmschutzwände, BE-

Flächen, Flächen im Umfeld). Durch die Arbeiten wird die

Ruderalvegetation beseitigt, was einen erheblichen Eingriff darstellt. Es

dauert mehrere Jahre, bis diese sich wieder erholt hat.

Die Mauereidechse benötigt entlang des Querprofils eines Bahnkörpers

verschiedene Teillebensräume (Sonnenplätze, Eiablageplätze,

Versteckplätze zur Thermoregulation, Nahrungshabitate). Alle

Teillebensräume werden werden für das Überleben benötigt. Fällt nur ein

Teillebensraum aus, ist ein ganzer Bereich nicht mehr besiedelbar. Durch

Lärmschutzwände werden diese Teillebensräume dauerhaft voneinander

getrennt. Ein Vorkommen der Eidechsen im Bereich von

Lärmschutzwänden ist durch diese Trennung der Teillebensräume nahezu

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