Verbreitung, Ökologie und Schutz der Mauereidechse

amphibienschutz.de

Verbreitung, Ökologie und Schutz der Mauereidechse

Verlagerung der Population in den neuen Lebensraum:

Grundsätzlich können Mauereidechsen umgesiedelt oder vertrieben

werden. Beide Methoden sind jedoch nur möglich, wenn das Zielhabitat für

Mauereidechsen geeignet ist und die erforderlichen Habitatstrukturen

aufweist. Die gewünschte Aufgabe des alten Lebensraumes als

Eidechsenlebensraum kann nur gelingen, wenn die eidechsenrelevanten

Strukturen beseitigt werden. Die Erfahrungen zeigen, dass sich allein durch

die Beseitigung der Strukturen die Eidechsen nicht komplett vertreiben

lassen. Eine biologische Bauüberwachung ist daher unbedingt erforderlich.

In vielen Fällen ist das Angebot von Interimslebensräumen notwendig oder

zumindestens sinnvoll, die eine räumliche Trittsteinfunktion zwischen dem

alten und dem neuen Lebensraum übernehmen. Auch diese

Interimslebensräume müssen die wichtigsten Habitatstrukturen aufweisen.

Bei reinen Unterhaltungsmaßnahmen kann oft auf CEF-Lebensräume ganz

verzichtet werden, da nach der Maßnahme die alten Lebensräume wieder

zur Verfügung stehen.

Oft sind bei der gerichteten Verlagerung der Population Wanderbarrieren

erforderlich. Sogenannte Amphibien-Leitsysteme sind für Mauereidechsen

nicht ausreichend dicht. Es sollten daher längere Stellzeiten der

Wanderbarrieren eingeplant und eidechsendichte und wartungsarme

Systeme eingesetzt werden.

Rudolf Twelbeck, Im Leimen 2, 55130 Mainz, r.twelbeck@twelbeck.de

Die Situation der Mauereidechse im Elsass

Jean-Pierre Vacher & Jacques Thiriet

Die Mauereidechse ist in Frankreich eine sehr häufige Art und kommt in

fast jedem Departement vor. Im Elsass ist sie nahezu flächendeckend vom

Rhein bis hinauf in die Vogesen bis in eine Höhe von 1100 m ü. NN

52

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine