KMG Prospekt

pens.at

KMG Prospekt

DEUTSCHE

S&K SACHWERTE

Nr. 2

Kapitalmarktprospekt Österreich


Inhaltsverzeichnis

I. Wichtiger Hinweis .................................................................................................................................................06

II. Beteiligungsangebot im Überblick ......................................................................................................................07

III. Wesentliche Risiken der Veranlagung .................................................................................................................13

III.1 Allgemeine Prognoserisiken ........................................................................................................................13

III.2 Risiken auf Ebene des Investors ..................................................................................................................14

III.3 Risiken auf Ebene der Fondsgesellschaft ...................................................................................................16

III.4 Steuerliche Risiken .......................................................................................................................................23

IV. Abkürzungsverzeichnis / Begriffsdefi nitionen ...................................................................................................25

Die nachfolgenden Kapitel entsprechen dem SCHEMA C des Kapitalmarktgesetzes:

Kapitel 1

Angaben über jene, welche gemäß §§ 8 und 11 KMG haften ....................................................................................27

Kapitel 2

Angaben über die Veranlagung ....................................................................................................................................29

2.01 Die Veranlagungsbedingungen, insbesondere die Ausstattung der Veranlagung ..........................................29

2.02 Die Zahl-, Einreichungs- und Hinterlegungsstellen ...........................................................................................30

2.03 Übersicht über die allenfalls bisher ausgegebenen Vermögensrechte ............................................................30

2.04 Rechtsform der Veranlagung (Anteils-, Gläubigerrechte oder Mischform),

Gesamtbetrag, Stückelung sowie Zweck des Angebotes ................................................................................30

2.05 Art der Veranlagung (offene oder geschlossene Form) .....................................................................................31

2.06 Art und Anzahl sonstiger Veranlagungsgemeinschaften des Emittenten oder sonstiger

Veranlagungsgemeinschaften, die auf die Veranlagung von Einfl uss sein könnten .......................................31

2.07 Angaben der Börsen, an denen die Veranlagung, die Gegenstand des öffentlichen Angebots

ist, und sonstige Wertpapiere des Emittenten bereits notieren oder gehandelt werden ...............................31

2.08 Allfällige Haftungserklärungen Dritter für die Veranlagung ..............................................................................31

2.09 Personen, die das Angebot fest übernommen haben oder dafür garantieren ................................................31

2.10 Angaben über Personen, denen das aus der Emission erworbene Kapital zur wirtschaftlichen

Verfügung zufl ießt, sofern diese Personen nicht mit dem Emittenten identisch sind ....................................31

2.11 Die auf die Einkünfte der Veranlagung erhobenen Steuern ..............................................................................31

2.11.1 Einleitung .................................................................................................................................................31

2.11.2 Besteuerung aus Sicht der Fondsgesellschaft .....................................................................................32

2.11.2.1 Die Fondsgesellschaft aus deutscher Sicht ...........................................................................32

2.11.2.2 Die Fondsgesellschaft aus österreichischer Sicht .................................................................34

2.11.3 Besteuerung auf Investorenebene ........................................................................................................35

2.12 Zeitraum für die Zeichnung..................................................................................................................................36

2.13 Etwaige Beschränkungen der Handelbarkeit der angebotenen Veranlagung und Markt,

auf dem sie gehandelt werden ............................................................................................................................36

2.14 Vertriebs- und Verwaltungskosten, Managementkosten, jeweils nach Höhe und Verrechnungsform .........37

2.14.1 Kosten des Investors ..............................................................................................................................37

2.14.2 Zusammenfassung der einmaligen Vergütungen .................................................................................37

2.14.3 Prognose der einmaligen Kosten der Emittentin .................................................................................38

2.14.4 Prognose der laufenden Kosten der Emittentin ...................................................................................38

Inhaltsverzeichnis

3


2.15 Angabe der Bewertungsgrundsätze ...................................................................................................................38

2.16 Angabe allfälliger Belastungen ............................................................................................................................39

2.17 Nähere Bestimmungen über die Erstellung des Rechnungsabschlusses und

etwaiger Rechenschaftsberichte ........................................................................................................................39

2.18 Bestimmung über die Ausschüttung und Verwendung des Jahresüberschusses/Jahresgewinnes .............39

2.19 Letzter Rechenschaftsbericht samt Bestätigungsvermerk ..............................................................................39

2.20 Darstellung des Kaufpreises der Veranlagung samt aller Nebenkosten .........................................................40

2.21 Art und Umfang einer Absicherung der Veranlagung durch Eintragung in öffentliche Bücher .....................40

2.22 Angabe über zukünftige Wertentwicklungen der Veranlagung.........................................................................40

2.23 Bedingungen und Berechnungen des Ausgabepreises für Veranlagungen

die nach Schluss der Emission begeben werden ..............................................................................................40

2.24 Angaben über allfällige Bezugsrechte der vorhandenen Anleger und deren Bezugsrechte

im Falle einer Erhöhung des Veranlagungsvolumens, Angaben, in welcher Form die Substanzund

Ertragszuwächse der bestehenden Anleger gegenüber den neuen Anlegern gesichert sind ...............40

2.25 Darlegung der Möglichkeiten und Kosten einer späteren Veräußerung der Veranlagung .............................40

2.26 Leistungen der Verwaltungsgesellschaft und die dafür verrechneten Kosten ................................................41

2.27 Kündigungsfristen seitens der Verwaltungsgesellschaften .............................................................................41

2.28 Bestimmungen über die Abwicklung und die Stellung der Anleger im Insolvenzfall ......................................41

2.29 Wertpapierkennnummer (falls vorhanden) .........................................................................................................41

Kapitel 3

Angaben über den Emittenten ......................................................................................................................................42

3.01 Firma und Sitz des Emittenten, Unternehmensgegenstand .............................................................................42

3.02 Eine Darstellung seiner rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere Angaben zum

Grundkapital oder dem Grundkapital entsprechenden sonstigen Grundkapital, dessen Stückelung samt

Bezeichnung etwaiger verschiedener Gattungen von Anteilsrechten .............................................................42

3.03 Mitglieder der Organe der Geschäftsführung, der Verwaltung und der Aufsicht (Name, Stellung) ...............43

3.04 Angabe der Anteilseigner, die in der Geschäftsführung des Emittenten unmittelbar oder

mittelbar eine beherrschende Rolle ausüben oder ausüben können...............................................................43

3.05 Der letzte Jahresabschluss samt etwaiger Lageberichte und Bestätigungsvermerke ..................................44

Kapitel 4

Angaben über die Depotbank (falls vorhanden) ..........................................................................................................44

Kapitel 5

Angaben über die wirtschaftliche Entwicklung und Sonstiges .................................................................................45

5.01 Art und Umfang der laufenden Informationen der Anleger über die wirtschaftliche

Entwicklung der Veranlagung ..............................................................................................................................45

5.02 Sonstige Angaben, die für den Anleger erforderlich sind, um sich ein fundiertes Urteil im

Sinne des § 7 Abs. 1 KMG zu bilden ....................................................................................................................45

5.02.1 Die Darlehensnehmerin – Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ........................................................45

5.02.2. Die Anbieterin – UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH .............................................................45

5.02.3 Die wirtschaftlichen Grundlagen ...........................................................................................................49

5.02.3.1 Allgemeines zum Investitions- und Finanzierungsplan .........................................................49

5.02.3.2 Prognose: Investitions- und Finanzierungsplan der Fondsgesellschaft ..............................49

4 Inhaltsverzeichnis


5.02.3.3 Prognose: Komprimierte Darstellung der Mittelverwendung für die Investitionsphase .....51

5.02.3.4 Allgemeines zum Liquiditäts- und Ergebnisplan ....................................................................51

5.02.3.5 Prognose: Liquiditätsplan der Fondsgesellschaft ..................................................................52

Unterfertigung nach Kapitalmarktgesetz ....................................................................................................................54

Kontrollvermerk des Prospektkontrollors ...................................................................................................................55

Beilagen

Beilage 1

Gesellschaftsvertrag der Emittentin ...................................................................................................................56

Beilage 2

Treuhand- und Beteiligungsverwaltungsvertrag ................................................................................................65

Beilage 3

Darlehensvertrag vom 21.12.2011 .......................................................................................................................71

Inhaltsverzeichnis

5


I. Wichtiger Hinweis

Investoren können sich bei einer Investitionsentscheidung

nur auf ihre eigene Einschätzung der Emittentin sowie der

Vorteile und Risiken, die mit der geschäftlichen Planung

der Emittentin und der Darlehensnehmerin verbunden

sind, berufen. Jedwede Entscheidung zum Beitritt zur

Emittentin sollte ausschließlich auf den Angaben in diesem

Prospekt beruhen, wobei zu bedenken ist, dass jede in

diesem Prospekt enthaltene Darstellung von rechtlichen

Bestimmungen, gesellschaftsrechtlichen Strukturen oder

von Vertragsverhältnissen nur der Information dient und

nicht als Rechts- oder Steuerberatung angesehen werden

kann.

Der Inhalt des Prospektes ist auch nicht als Beratung

in wirtschaftlicher Hinsicht zu verstehen. Der Prospekt

ersetzt nicht die grundsätzlich anzuratende individuelle

Beratung durch die Hausbank, einen Finanz- oder Anlageberater,

einem Rechtsanwalt oder Steuerberater oder

jeder sonstigen befugten oder sachverständigen Person.

6 I. Wichtiger Hinweis

Keine Person ist autorisiert, im Zusammenhang mit diesem

Prospekt Informationen zu geben oder Zusagen zu

tätigen, die nicht den Angaben im gegenständlichen Prospekt

entsprechen. Falls solche Informationen gegeben

oder Zusagen getätigt werden, darf niemand darauf vertrauen,

dass diese Informationen und Zusagen von der

Anbieterin oder der Emittentin autorisiert wurden.

Die nachfolgende Darstellung des Beteiligungsangebotes

im Überblick dient lediglich der zusammenfassenden

Information und kann nicht losgelöst von den sonstigen in

diesem Prospekt getätigten Angaben betrachtet werden.

Die vollständige Lektüre dieses Prospektes, insbesondere

der Risikohinweise, ist zwingende Voraussetzung, um das

Beteiligungsangebot verstehen und eine Investitionsentscheidung

treffen zu können.


II. Das Beteiligungsangebot im Überblick

Die nachfolgende Darstellung soll interessierten österreichischen

Investoren einen Überblick über die Veranlagung

geben, sie enthält aber nicht alle detaillierten Informationen,

die ein Investor vor seinem Beitritt zur Emittentin

berücksichtigen sollte. Für die Anlageentscheidung

ist die sorgfältige und vollständige Lektüre dieses Kapitalmarktprospektes

erforderlich.

VEREINFACHTE DARSTELLUNG DES BETEILIGUNGSKONZEPTES

Gewährung

eines Darlehens

DER INVESTORENKREIS

Investoren

Beteiligung als (Direkt-) Kommanditisten/Treugeber

Fondsgesellschaft

(Darlehensgeberin)

Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH

(Darlehensnehmerin)

Die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH bietet

dem Investor eine Beteiligung an der Deutsche S&K

Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG an. Gegenstand ist die

Gewährung eines Darlehens an die Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH.

DURCHFÜHRUNG VON IMMOBILIENGESCHÄFTEN

Zahlung eines

festen Zinses

Das Beteiligungsangebot richtet sich vor allem an renditeorientierte Investoren. Der Investor sollte über einen Investitionshorizont

von mindestens 5 Jahren und einen ausreichenden fi nanziellen Spielraum verfügen. Aufgrund der Anlagestrategie

sowie des Blind-Pool-Konzeptes handelt es sich um ein Beteiligungsangebot mit spekulativem Charakter.

Das Beteiligungsangebot ist nicht für Investoren geeignet, die eine Anlage mit kurzfristiger Kapitalbindung benötigen,

einen Bedarf nach sofort verfügbarer oder unmittelbar zurückfl ießender Liquidität haben und/oder deren Anlagestrategie

auf festverzinsliche Kapitalanlagen ausgerichtet ist. Die Anteile sollten keinen bedeutenden Anteil am Portfolio eines

Investors bilden und dem Portfolio zur Vermögensdiversifi zierung beigemischt werden.

II. Das Beteiligungsangebot im Überblick

7


Angaben zur Veranlagung

Emittentin & Fondsgesellschaft Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG, Hamburg

Komplementärin Verwaltung S&K Fonds GmbH, Hamburg

Geschäftsführende Kommanditistin UNITED INVESTORS Real Estate GmbH, Hamburg

Treuhänderin UNITED INVESTORS Treuhand GmbH, Hamburg

Art der Veranlagung Die Investoren treten der Fondsgesellschaft, einer Personengesellschaft in

der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft, über die Treuhänderin als

deren Treugeber bei (so genannte Treugeberkommanditisten); es gelten

jeweils die Bestimmungen des Treuhandvertrages. Nach vollständiger

Leistung des von ihm geschuldeten Beteiligungsbetrages, frühestens nach

Beendigung der Platzierungsphase, ist jeder Treugeber berechtigt, von der

Treuhänderin die Einräumung der Kommanditistenstellung zu verlangen

und so in die Stellung eines unmittelbar an der Fondsgesellschaft beteiligten

(Direkt-)Kommanditisten zu wechseln.

Anzahl und Gesamtbetrag der

angebotenen Veranlagung

Der Gesamtbetrag der in Österreich angebotenen Beteiligungen ist vorerst

auf EUR 3.650.000 begrenzt. Das öffentliche Angebot der Beteiligungen in

Deutschland begann am 21.01.2012, erste Anteile sind bereits ausgegeben

worden.

Kaufpreis/Mindestbeteiligung Der Kaufpreis entspricht der vom Investor gezeichneten Kommanditeinlage

(nachfolgend auch: Beteiligungsbetrag). Der Beteiligungsbetrag jedes

einzelnen Kommanditisten/Treugebers soll mindestens EUR 10.000

be tragen, bei hiervon abweichenden Beträgen ohne Rest durch 1.000 teilbar

sein. Vom Mindestbetrag kann nur mit Zustimmung der geschäftsführenden

Kommanditistin abgewichen werden. Auf den Beteiligungsbetrag

ist ein Agio in Höhe von 5 Prozent zu zahlen.

Möglichkeiten zur Herabsetzung

und Kürzung

Mit der Beteiligung ver-

bundene Rechte

Leistet ein Investor seine Kommanditeinlage und das Agio ganz oder teilweise

nicht fristgerecht, so kann die geschäftsführende Kommanditistin

nach vorheriger schriftlicher Mahnung unter Nachfristsetzung mit Ausschlussandrohung

nach Ablauf der Frist die entsprechende Beteiligung

herabsetzen oder den Investor aus der Fondsgesellschaft ausschließen,

ohne dass es eines Gesellschafterbeschlusses bedarf. Darüber hinaus

besteht keine Möglichkeit Zeichnungen, Anteile oder Beteiligungen zu kürzen

oder herabzusetzen.

Gemäß dem Gesellschaftsvertrag ist mit der Beteiligung an der Fondsgesellschaft

eine Beteiligung am Gesellschaftsvermögen, am Gewinn und

Verlust, an einem etwaigen Auseinandersetzungsguthaben und dem Liquidationserlös

verbunden. Das Entnahmerecht der Investoren ist insoweit

eingeschränkt, dass eine Entnahme einen Beschluss der Gesellschafter

erfordert. Jedem Investor stehen Mitwirkungsrechte in Form von Informations-,

Stimm- und Kontrollrechten sowie Widerspruchsrechten nach Maßgabe

des Gesellschaftsvertrages und des Treuhandvertrages zu. Soweit

ein Gesellschafterbeschluss vorliegt, ist das Widerspruchsrecht des einzelnen

Kommanditisten gemäß § 164 dHGB abbedungen. Treugeber haben

das volle Stimmrecht in der Gesellschafterversammlung; sie können auch

persönlich an Gesellschafterversammlungen teilnehmen. Bezüglich der

Stimmrechte hat der Investor ein Weisungsrecht an die Treuhänderin.

Angebotsperiode / Platzierungsphase Das Angebot beginnt gemäß § 2 Abs. 1 KMG einen Bankarbeitstag nach

der Veröffentlichung dieses Prospektes und endet am 31.12.2012. Die

geschäftsführende Kommanditistin hat einerseits das Recht, die Platzierungsphase

um sechs Monate und somit bis zum 30.06.2013 zu verlängern.

Sie hat andererseits das Recht, die Platzierungsphase vor den vorstehend

genannten Zeitpunkten zu beenden, ohne die Zustimmung der

übrigen Gesellschafter einzuholen.

8 II. Das Beteiligungsangebot im Überblick


Angaben zur Veranlagung

Beitrittserklärung Die Beitrittserklärung für österreichische Investoren wird gesondert vom

Vertrieb bereitgestellt bzw. ist auf der Internetseite der Anbieterin (www.

united-investors.de) als Download erhältlich. Die Zusendung der Beitrittserklärung

erfolgt an die Treuhänderin, die UNITED INVESTORS Treuhand

GmbH, Am Sandtorkai 48, 20457 Hamburg. Diese nimmt die auf den Beitritt

gerichtete Willenserklärung der Investoren entgegen.

Zahlstelle Die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG, Rathausmarkt 10,

20095 Hamburg, führt bestimmungsgemäß Zahlungen an die Investoren

aus.

Einzahlungskonto Der Beteiligungsbetrag zuzüglich 5 Prozent Agio ist 14 Tage nach Annahme

des Beitritts per Überweisung in EUR auf das nachfolgend genannte

Sonder konto der Fondsgesellschaft zu zahlen.

Verpfl ichtung zu weiteren Leistungen

bzw. Zahlungen

Kontoinhaber: Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

Kontonummer: 640629201

IBAN: DE86 2004 0000 0640 6292 01

Bankleitzahl: 200 400 00

BIC: COBADEHHXXX

Bankinstitut: Commerzbank AG

Über die Zahlung des in der Beitrittserklärung übernommenen Be teiligungsbetrages

zuzüglich Agio hinaus übernehmen die Investoren nach

den vertraglichen Regelungen keine weiteren Zahlungs- oder Nachschussverpfl

ichtungen.

Die Haftung der als Treugeber sowie der als Direktkommanditist beteiligten

Investoren ist im Verhältnis zu den Gläubigern der Fondsgesellschaft auf

5 Prozent der jeweils gezeichneten Kommanditeinlage (Hafteinlage)

begrenzt. In dieser Höhe erfolgt eine Eintragung als Haftsumme in das

Handelsregister. Die Haftung erlischt nach vollständiger Erbringung der

Kommandit einlage.

Die Haftung des Investors kann gemäß § 172 Abs. 4 dHGB wieder aufleben,

wenn und soweit dem Investor seine Hafteinlage aufgrund von Auszahlungen,

die nicht aus handelsrechtlichen Gewinnen stammen, zurückgezahlt

wird.

Gleiches gilt, wenn Gewinnanteile entnommen werden, während das Kommanditkapital

des Investors durch Verluste unter den Betrag seiner Hafteinlage

herabgemindert ist oder durch die Entnahme herabgemindert wird.

Hat der Investor seine Kommanditeinlage zurückerhalten, so besteht für

ihn auch nach seinem Ausscheiden sowie bei Aufl ösung der Fondsgesellschaft

bis zur Höhe der Hafteinlage eine Nachhaftung für die bei seinem

Ausscheiden bereits begründeten Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft

für die Dauer von fünf Jahren.

Sofern Auszahlungen an Investoren entgegen den gesellschaftsvertraglichen

Regelungen erfolgten, die in der Folge zu einer Überschuldung oder

Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft und durch Haftungsinanspruchnahme

zu einer Unterbilanz bei der Komplementärin führen, können

die Investoren zur Rückzahlung erhaltener Auszahlungen ohne Begrenzung

auf ihre jeweilige Kommanditeinlage analog §§ 30, 31 dGmbHG verpfl ichtet

sein.

Der Prospektverantwortlichen sind keine weiteren Umstände bekannt,

nach denen der Investor verpfl ichtet ist, weitere Leistungen zu erbringen,

insbesondere weitere Zahlungen zu leisten.

II. Das Beteiligungsangebot im Überblick

9


Angaben zur Veranlagung

Mit dem Erwerb, der Verwaltung und

Veräußerung der Vermögensanlage

verbundene Kosten

Übertragung und Handelbarkeit der

Veranlagung

10 II. Das Beteiligungsangebot im Überblick

Auf den Beteiligungsbetrag ist vom Investor zusätzlich ein Agio von 5 Prozent

zu erbringen. Leistet ein Investor den Beteiligungsbetrag und das darauf

entfallende Agio nicht fristgerecht, so ist die geschäftsführende Kommanditistin

berechtigt, vom Investor Verzugszinsen in Höhe von 1 Prozent

pro Monat zuzüglich eines Ersatzes für weitere Verzugsschäden zu verlangen.

Die Zinspfl icht tritt ein, ohne dass es einer Mahnung bedarf.

Bei der Beteiligung als Direktkommanditist entstehen Kosten für die notarielle

Beglaubigung der Handelsregistervollmacht, für die Eintragung in das

Handelsregister sowie für die spätere Löschung aus dem Handelsregister.

Diese Kosten sind von dem Investor selbst zu tragen. Ebenso trägt der

Investor die anfallenden Kosten bei einer Übertragung der Vermögensanlage

und im Falle des Ausscheidens aus der Fondsgesellschaft, insbesondere

Makler-, Notar-, Gerichts- und Gutachterkosten (ggf. auch im Zusammenhang

mit der Ermittlung des Auseinandersetzungsguthabens). Im Falle

einer Übertragung erhält die Treuhänderin eine einmalige Verwaltungsgebühr

in Höhe von 1 Prozent der vom Investor gezeichneten Kommanditeinlagen,

mindestens jedoch EUR 100,00, maximal jedoch EUR 250,00,

jeweils zzgl. gesetzlicher deutscher Umsatzsteuer von dem Treugeber/

Kommanditisten. Bei einer Übertragung oder Belastung seiner Beteiligung

hat der Investor die Fondsgesellschaft von steuerlichen und anderen wirtschaftlichen

Nachteilen freizustellen. Der Investor hat die Treuhänderin von

Verbindlichkeiten, die aus oder im Zusammenhang mit dem Treuhandverhältnis

und der für den Investor gehaltenen Beteiligung an der Fondsgesellschaft

entstehen, freizuhalten.

Im Zusammenhang mit der Beteiligung können beim Investor weitere Kosten

entstehen, wie Bankgebühren, Telefongebühren, Porto, Vergütungen

für eine persönliche Treuhandverwaltung, Rechts- und sonstige Beratungskosten,

Kosten für die Teilnahme am schriftlichen Abstimmungsverfahren

oder Reisekosten für die Teilnahme an körperlichen Gesellschafterversammlungen,

die der jeweilige Investor ebenfalls selbst zu tragen hat. Zu

den sonstigen Beratungskosten zählen auch Kosten für eine steuerliche

Beratung und für die Erstellung von Steuererklärungen sowie die Kosten,

die bei einer Prüfung des Jahresabschlusses auf Richtigkeit gemäß § 166

Abs. 1 dHGB entstehen. Falls die Vermögensanlage fremdfi nanziert wird,

trägt der Investor die anfallenden Zinsen, Gebühren, Vorfälligkeitsentschädigungen

und vergleichbare Vergütungen.

Die exakte Höhe der vorstehend genannten Kosten ist abhängig vom Einzelfall

und kann daher nicht angegeben werden. Nach Kenntnis der Prospektverantwortlichen

fallen über die zuvor aufgeführten und prospektierten

Kosten hinaus keine weiteren mit dem Erwerb, der Verwaltung und der

Veräußerung verbundenen Kosten für den Investor an.

Für den Handel von Kommanditanteilen existiert kein geregelter Markt. Der

Verkauf über sog. Zweitmarkt-Handelsplattformen ist nur eingeschränkt

möglich. Zu den hieraus resultierenden Risiken wird auf den Punkt „Veräußerbarkeit

der Beteiligung“ unter III. „Wesentliche Riskien der Vermögensanlage“

auf Seite 15 verwiesen. Die entgeltliche oder unentgeltliche Übertragung

einer Kommanditbeteiligung im Ganzen oder in Teilen ist durch

Abtretung möglich und bedarf der vorherigen Zustimmung der geschäftsführenden

Kommanditistin. Das gilt auch für Belastungen oder Verpfändungen

der Kommanditbeteiligung sowie Verfügungen über die vermögensrechtlichen

Gesellschafteransprüche.


Angaben zur Veranlagung

Kündigung durch den Investor Eine ordentliche Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses durch den

Investor kann mit einer Frist von 6 Monaten jeweils zum Schluss des

Geschäftsjahres, jedoch erstmals mit Wirkung zum 31. Dezember 2018

erfolgen.

Es ist vorgesehen, die Fondsgesellschaft nach der prognosegemäßen

Rückführung des Darlehens zum 31.12.2016 zu liquidieren, so dass eine

ordentliche Kündigung durch den Investor nicht notwendig wäre.

Anlageobjekt Die Fondsgesellschaft wird mit dem ihr zur Verfügung stehenden Eigenkapital

ein Darlehen an die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH, Frankfurt

am Main gewähren.

Auf die konkrete Verwendung der Darlehensmittel durch die Darlehensnehmerin

haben weder der Investor noch die Fondsgesellschaft Einfl uss.

Darlehensnehmerin Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH, Frankfurt am Main

Verwendung des Darlehens Die Darlehensnehmerin unterliegt bei der Verwendung der Darlehensbeträge

lediglich den Einschränkungen bzw. Regularien des Darlehensvertrages.

Nach diesem dienen die Darlehensmittel der Umsetzung und

Abwicklung von Immobiliengeschäften, das heißt der Investition in Immobilien

und grundbüchlich gesicherte Forderungen sowie sonstige Investitionen

im weitestgehenden Zusammenhang mit Immobilien.

Investitionsvolumen und Vergütungen Das gesamte Kommanditkapital ist für die Darlehensgewährung an die

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH vorgesehen. Von der Fondsgesellschaft

werden Vergütungen und Provisionen grundsätzlich aus dem Agio

fi nanziert. Darüber hinaus wird die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH für

die Vermittlung des Darlehens eine Provision zahlen. Dies ist in der nachfolgenden

Darstellung berücksichtigt.

Bei prognosegemäßer Kapitalerhöhung auf EUR 30.000.000,00 Kommanditkapital

werden die Kommanditeinlagen und das Agio der Investoren wie

folgt verwendet:

> 84,50 Prozent verbleibendes Darlehen

> 20,45 Prozent für fondsabhängige Kosten

- davon 19,97 Prozentpunkte für Provisionen und Vergütungen

- davon 0,48 Prozentpunkte für Neben- und Beratungskosten

> 0,05 Prozent für eine Liquiditätsreserve

Auf die ausführliche Darstellung ab Seite 49 unter Punkt 5.02.3, insbesondere

Punkt 5.02.3.2 wird verwiesen.

Gesamthöhe der Provisionen Bei prognosegemäßer Einwerbung von Kommanditeinlagen über EUR

30.000.000,00 beträgt die Gesamthöhe der Provisionen EUR 5.811.000,00;

dies entspricht rund 19,37 Prozent der Kommanditeinlagen. Die vorstehende

Gesamthöhe der Provisionen erhöht bzw. vermindert sich bei einer

abweichenden Gesamtsumme der Kommanditeinlagen.

Prognostizierter Anlageerfolg Unter Berücksichtigung der Prognose werden an die Investoren monatliche

Auszahlungen von 1 Prozent der jeweiligen Kommanditeinlage, für

jedes volle Geschäftsjahr somit insgesamt 12 Prozent geleistet. Insbesondere

in der Platzierungsphase hängt die konkrete Auszahlung an die Investoren

von dem jeweiligen Einzahlungszeitpunkt des einzelnen Investors ab.

Der Prognose liegen Annahmen zum Beitritt der Investoren zugrunde, nach

der die prognostizierte durchschnittliche Gesamtauszahlung rund 155,93

Prozent beträgt. In diesem Betrag ist auch die Rückführung der Kommanditeinlage

und des Agios enthalten. Zahlungen an die Investoren erfolgen

in Euro.

II. Das Beteiligungsangebot im Überblick

11


Angaben zur Veranlagung

Vorgesehener Auszahlungszyklus Auszahlungen an die Investoren sollen monatlich und nachschüssig zum

Ende des nachfolgenden Monats erfolgen.

Prognostizierte Laufzeit Eine ordentliche Kündigung der Gesellschaft durch die Investoren ist erstmals

zum 31.12.2018 möglich. Im Dezember 2016 endet die Laufzeit des

Darlehens, dieses ist mit der abschließenden Zinszahlung an die Fondsgesellschaft

zurück zu zahlen. Die Prognose unterstellt, dass die Fondsgesellschaft

zum 31.12.2016 liquidiert wird, eine ordentliche Kündigung

durch die Investoren wäre dann nicht mehr erforderlich. Zur Liquidation

bedarf es eines Mehrheitsbeschlusses durch die Gesellschafterversammlung.

Der Darlehensvertrag enthält Regelungen, nach denen die Laufzeit des

Darlehens auf Verlangen der Darlehensnehmerin mit Zustimmung der

Fondsgesellschaft um zweimal ein Jahr verlängert werden kann. Bei

Ausübung dieser Verlängerungsmöglichkeit verschiebt sich das Ende der

Laufzeit entsprechend. Auch in dem Verlängerungszeiraum sind die vereinbarten

Zinsen an die Fondsgesellschaft zu zahlen, die Investoren würden

entsprechend weiterhin monatliche Auszahlungen erhalten. Auf den

Abdruck des Darlehensvertrages ab Seite 71 sowie der Darstellung der mit

der Verlängerungsmöglichkeit verbundenen Risiken auf den Seiten 15 und

20 wird verwiesen.

Prognostizierte Kapitalbindung Das Kapital der Investoren wird grundsätzlich bis zur Rückführung des

Darlehens und damit bis zum Ende der Laufzeit gebunden sein. Nach der

Prognose beträgt die Kapitalbindung somit bis zu 5 Jahre. Der Darlehensvertrag

enthält Regelungen, nach denen die Laufzeit des Darlehens auf

Verlangen der Darlehensnehmerin mit Zustimmung der Fondsgesellschaft

um zweimal ein Jahr verlängert werden kann. Bei Ausübung dieser Verlängerungsmöglichkeit

verlängert sich die Kapitalbindung auf bis zu 7 Jahre.

Auf den Abdruck des Darlehensvertrages ab Seite 71 sowie der Darstellung

der mit der Verlängerungsmöglichkeit verbundenen Risiken auf den

Seiten 15 und 20 wird verwiesen.

Das steuerliche Konzept Aus der Beteiligung erzielt der Investor als Gesellschafter einer vermögensverwaltend

tätigen Personengesellschaft Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Die erzielten Zinsen aus der Gewährung eines Darlehens werden

den Investoren zugerechnet. In Deutschland führt die Beteiligung an der

Fondsgesellschaft zu einer beschränkten Steuerpfl icht. Die Zinsen unterliegen

in Österreich grundsätzlich den normalen Steuersätzen von bis zu

50 Prozent, wobei eine gegebenenfalls in Deutschland gezahlte Einkommensteuer

grundsätzlich angerechnet werden kann. Bei der Fondsgesellschaft

und dem Investor entstehende Werbungskosten können in Österreich

abgezogen werden.

12 II. Das Beteiligungsangebot im Überblick

Weder die Anbieterin noch die Fondsgesellschaft übernimmt die Zahlung

von Steuern für den Investor.


III. Wesentliche Risiken der

Veranlagung

Mit der Beteiligung an der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2

GmbH & Co. KG als Kommanditist/Treugeber partizipiert

der Investor mittelbar an dem geschäftlichen Erfolg der

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH und damit mittelbar

auch an dem Erfolg der S&K Gruppe. Eine derartige Beteiligung

ist typischerweise mit unternehmerischen Risiken

verbunden. Die Einlagen der Investoren werden als Darlehen

an die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ausgegeben,

wobei die Erfüllung der Verpfl ichtungen der Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH an deren Erfolg bei ihrer

Tätigkeit gebunden ist. Die Beteiligung an der Deutsche

S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG ist somit absolut

nicht für Investoren geeignet, die eine sichere, festverzinsliche

Kapitalanlage suchen, bei der die Rückzahlung

des investierten Kapitals und die Höhe der Erträge bereits

von vornherein feststehen und die einer Einlagensicherung

wie z. B. dem deutschen Einlagensicherungsfonds

unterliegt. Insbesondere ist sie nicht als Altersvorsorge

geeignet.

Der interessierte Investor sollte nur Anteile an der Fondsgesellschaft

erwerben, wenn er in der Lage ist, das Risiko

eines Totalverlustes seiner Kapitalanlage zu tragen und

keinen Bedarf an sofort verfügbarer bzw. unmittelbar

zurückfl ießender Liquidität hat. Da das Beteiligungsangebot

über eine Laufzeit von rund 5 bis 7 Jahren konzipiert

wurde, ist ein entsprechender Anlagehorizont erforderlich.

Eine Kapitalanlage in die angebotene Beteiligung sollte

keinen bedeutenden Anteil am Portfolio eines Investors

bilden.

Der nachfolgende Abschnitt gibt die aus Sicht der Anbieterin,

der UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH für

die Beurteilung der Vermögensanlage wesentlichen Risiken

wieder. Investoren sollten sich mit allen Ausführungen

des Emissionsprospektes – und vor allem mit den Ausführungen

in diesem Abschnitt – intensiv auseinandersetzen,

um die Bedeutung der einzelnen Risiken individuell

zu bewerten. Die enthaltenen Informationen sind nicht

geeignet, eine auf die Bedürfnisse, Ziele, Erfahrungen

bzw. Kenntnisse und Verhältnisse des einzelnen Inves-

tors zugeschnittene Beratung und Aufklärung und insofern

auch nicht die individuell notwendige Beratung durch

einen Rechtsanwalt und/oder Steuerberater zu ersetzen.

Die nachstehend aufgeführten Risiken können einzeln

oder auch kumulativ auftreten. Sofern die Risiken in

Kumulation auftreten, kann eine Verstärkung von Einzelrisiken

nicht ausgeschlossen werden und zu erheblichen

negativen Abweichungen vom erwarteten Anlageerfolg

führen.

III.1 Allgemeine Prognoserisiken

Künftige Entwicklungen in wirtschaftlicher, rechtlicher und

steuerlicher Hinsicht können nicht antizipiert werden, so

dass keine Gewähr für den Eintritt der mit der Investition

verbundenen wirtschaftlichen, steuerlichen und sonstigen

Ziele übernommen werden kann.

Die Beteiligung ist nicht nur einem Blind-Pool vergleichbar,

sie ist insbesondere von der Leistungsfähigkeit und

Finanzkraft der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

als Darlehensnehmerin, deren Erfolg bei den getätigten

Investitionen und somit mittelbar von der zukünftigen Entwicklung

der gewählten Investitionsmärkte der Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH abhängig. Marktbedingte Veränderungen

konnten nicht in der Prognose der Fondsgesellschaft

berücksichtigt werden. Darüber hinaus können

sich gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, die sich z. B.

aus Konjunkturschwankungen ergeben, direkt auf die

Investitionen der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

auswirken und somit zu erheblichen negativen Abweichungen

von den prospektierten Ergebnissen der Fondsgesellschaft

führen.

Insoweit weisen die Annahmen und die Planzahlen, je weiter

diese in der Zukunft liegen, ein zunehmend höheres

Maß an Unsicherheit auf. Dementsprechend sind auch die

Aussagen zur Gesamtentwicklung der Vermögensanlage

mit einer sehr hohen Unsicherheit belastet. Insgesamt

besteht das Risiko, dass es aufgrund wirtschaftlicher,

rechtlicher und steuerlicher Veränderungen zu nachhaltigen

negativen Abweichungen von den Prognoserechnungen

und damit zu negativen Abweichungen von den

III. Wesentliche Risiken der Veranlagung

13


prognostizierten Auszahlungen an die Investoren kommt.

Selbst ein Verlust des gesamten Beteiligungsbetrages des

Investors und darüber hinausgehende Vermögensverluste

können nicht ausgeschlossen werden.

III.2 Risiken auf Ebene des Investors

Im Folgenden werden Risiken dargestellt, die beim

Investor nicht nur zu einem Verlust der gesamten Zeichnungssumme

führen können, sondern auch das weitere

Ver mögen des Investors gefährden. Es handelt sich um

investorengefährdende Risiken.

Maximales Risiko

Das den Investor treffende maximale Risiko besteht in

dem Totalverlust seiner Kommanditeinlage zuzüglich

möglicher auf Ebene des Investors hinzutretender Vermögensnachteile,

was insgesamt zur (Privat-)Insolvenz des

Investors führen kann. Vermögensnachteile ergeben sich

zum Beispiel aus der Erfüllung von Haftungsverpfl ichtungen

und Steuerzahlungen zuzüglich der Belastungen, die

sich aus einer eventuell in Anspruch genommenen persönlichen

Anteilsfi nanzierung sowie weiterer Kosten der

Beteiligung ergeben.

Kommanditistenhaftung

Der Investor haftet im Verhältnis zu den Gläubigern der

Gesellschaft auf die im Handelsregister einzutragende

Haftsumme in Höhe von 5 Prozent der jeweils gezeichneten

Kommanditeinlage (Hafteinlage) und im Verhältnis

zur Gesellschaft auf die Kommanditeinlage und das Agio

(Pfl ichteinlage), wenn und insoweit er die Hafteinlage bzw.

Pfl ichteinlage nicht geleistet hat. In derselben Höhe haftet

ein als Treugeber beitretender Investor im Innenverhältnis

gegenüber der Treuhänderin.

Die Haftung des Investors gegenüber den Gläubigern der

Gesellschaft in Höhe der Haftsumme lebt nach vollständiger

Erbringung der Hafteinlage wieder auf, wenn und

soweit ihm die geleistete Kommanditeinlage, insbesondere

durch Auszahlungen, die keinem handelsrechtlichen

Gewinn entsprechen, zurückgezahlt wird und hierdurch

unter den Betrag der Hafteinlage sinkt (§ 172 Abs. 4 Satz

1 dHGB). Die Haftung lebt auch wieder auf, wenn Gewinn-

14 Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

anteile entnommen werden, während der Kapitalanteil des

Investors durch Verlust unter den Betrag der Haftsumme

herabgemindert ist oder durch die Entnahme herabgemindert

wird (§ 172 Abs. 4 Satz 2 dHGB). Scheidet der

Investor aus der Fondsgesellschaft aus und hat er seine

Einlage zurückerhalten, so haftet er bis zur Höhe seiner

Haftsumme für alle bis zu seinem Ausscheiden begründeten

Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft, wenn sie

vor Ablauf von fünf Jahren ab Eintragung seines Ausscheidens

im Handelsregister fällig werden und gegen ihn

festgestellt sind oder eine Vollstreckungshandlung vorgenommen

oder beantragt wird (§ 160 Abs. 1 dHGB). Bei

der Aufl ösung der Fondsgesellschaft lebt die Haftung des

Investors grundsätzlich bis zur Höhe seiner Haftsumme

wieder auf.

Des Weiteren kann der Investor zur Rückzahlung der empfangenen

Auszahlungen an die Fondsgesellschaft analog

§§ 30, 31 dGmbHG verpfl ichtet sein, wenn Auszahlungen

entgegen der Regelungen des § 13 des Gesellschaftsvertrages

vorgenommen wurden, die zur Überschuldung

oder Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft und

dadurch mittelbar dazu führen, dass bei der Komplementärin,

die für die Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft

haftet, eine Unterbilanz entsteht oder vertieft wird. Insoweit

besteht das Risiko, dass bereits an den Investor ausgezahlte

Beträge ohne Begrenzung auf die Hafteinlage

zurückgefordert werden können.

Keine Einlagensicherung

Die Kommanditbeteiligung unterliegt keiner Einlagensicherung.

Im Falle einer negativen Geschäftsentwicklung

und/oder der Insolvenz der Emittentin besteht das Risiko,

dass die prognostizierten Rückfl üsse an den Investor

nicht bzw. nicht in der vorgesehenen Höhe gezahlt werden

können und die Einlage des Investors verloren geht.

Fremdfi nanzierung des Anteils durch den

Investor

Eine Finanzierung der Kommanditanteile wird durch die

UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH nicht angeboten

oder vermittelt. Gleichwohl kann der Investor seine

Beteiligung durch Aufnahme eines persönlichen Darlehens

(ganz oder teilweise) fi nanzieren und damit – insbesondere

bei Eintreten der im Weiteren dargestellten


Risiken – Risiken auslösen, welche zur Gefährdung des

Investors führen können.

Falls der wirtschaftliche Erfolg der Fondsgesellschaft

geringer ausfällt als prognostiziert, könnte der Investor

womöglich seinen Kapitaldienst (Zinsen, Tilgung) nicht

durch Rückfl üsse aus seiner Beteiligung bestreiten. Somit

besteht bei einer Fremdfi nanzierung das Risiko, dass der

Investor den Kapitaldienst für seine Finanzierung aus

seinem sonstigen Vermögen leisten muss. Diese Gefahr

besteht insbesondere dann, wenn vom Investor bei der

Finanzierungsplanung einkalkulierte Auszahlungen aus

der Fondsgesellschaft ausbleiben, geringer ausfallen oder

sich verzögern sollten. Der Investor wäre zudem gehalten,

nicht nur den Verlust seiner Einlage zu tragen, sondern

auch Zins- und Tilgungsverpfl ichtungen weiterhin zu

bedienen bzw. bei vorzeitiger Rückzahlung Vorfälligkeitsentschädigungen

zu leisten.

Veräußerbarkeit der Beteiligung

Die Veräußerbarkeit der Kommanditbeteiligung ist sowohl

rechtlich als auch wirtschaftlich eingeschränkt. So bedarf

es für die Übertragung der Beteiligung der Zustimmung

der geschäftsführenden Kommanditistin. Bei erfolgter

Zustimmung kann sich mangels eines geregelten Marktes

zum Handel derartiger Beteiligungen ein vorzeitiger Verkauf

jedoch schwierig gestalten bzw. gar nicht oder nur zu

einem Preis unter dem tatsächlichen Wert möglich sein.

Es besteht das Risiko, dass der Investor bei einer Veräußerung

seiner Beteiligung nicht seinen Beteiligungsbetrag

zuzüglich des Agios als Verkaufspreis erzielen kann

und/oder der Veräußerungspreis nicht ausreicht, um eine

eventuell vorgenommene persönliche Fremdfi nanzierung

zu tilgen bzw. eventuelle Steuerzahlungen zu leisten.

Kündigung der Fondsgesellschaft

Eine ordentliche Kündigung der Fondsgesellschaft durch

einen Gesellschafter ist grundsätzlich erst zum 31.12.2018

möglich. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes verfügt

jeder Gesellschafter über ein außerordentliches Kündigungsrecht,

welches nicht an diese Frist gebunden ist. Für

die kündigenden Gesellschafter besteht das Risiko, dass

die Fondsgesellschaft ihrer Verpfl ichtung zur Auszahlung

des Auseinandersetzungsguthabens nicht nachkommt

bzw. nicht nachkommen kann. Dies gilt insbesondere im

Fall einer außerordentlichen Kündigung, da die Darlehensnehmerin

vor dem 19.12.2016 nicht zu Tilgungsleistungen

verpfl ichtet ist. Sollte im Fall der ordentlichen Kündigung

die Darlehensnehmerin ihren Zinszahlungs- und Tilgungsverpfl

ichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig

nachkommen, wird die Fondsgesellschaft ihre Verpfl

ichtungen ebenfalls nicht, nicht vollständig oder nicht

rechtzeitig erfüllen können.

Für die verbleibenden Gesellschafter besteht insbesondere

bei außerordentlichen Kündigungen das Risiko,

dass ausscheidende Gesellschafter Maßnahmen gegen

die Fondsgesellschaft einleiten, die Auswirkungen auf

die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Fondsgesellschaft

haben werden. Dies kann ausbleibende oder

verminderte Auszahlungen an die Investoren zur Folge

haben.

Längere Laufzeit des Darlehens

Der Darlehensvertrag enthält Regelungen, die eine Verlängerung

der Laufzeit des Darlehens um zweimal ein Jahr

ermöglichen können. Wenn der Darlehensnehmer mit

Zustimmung der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft

die Laufzeit verlängert, verlängert sich damit auch die Laufzeit

der Fondsgesellschaft und damit auch die Kapitalbindung

des eingesetzten Kapitals. Es besteht somit das

Risiko, dass die Investoren ihre Kommanditeinlage erst später

als in der Prognose unterstellt zurückerhalten könnten.

Hieraus folgt weiter, dass die ab der Seite 16 beschriebenen

Bonitätsrisiken entsprechend länger bestehen und somit

das Risiko der Realisierung dieser Risiken ansteigt.

Risiken aus der Verwertung von Lebensversicherungen

und Bausparverträgen

Die Investoren könnten ihre Einlagenverpfl ichtung auch

durch die Verwertung bestehender Lebensversicherungen

und Bausparverträge fi nanzieren. Lebensversicherungen

und Bausparverträge haben zwar eine geringere Rentabilität,

jedoch handelt es sich um vergleichsweise sichere

Geldanlagen, bei der die Auszahlung der Versicherungsleistung

beziehungsweise des Guthabens garantiert sind.

Die Beteiligung an dem Fonds bietet wesentlich höhere

Ertragsaussichten. Diese Ertragsaussichten sind jedoch

im Gegensatz zu Lebensversicherungen und Bausparverträgen

damit verbunden, dass das Risiko des Total-

Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

15


verlustes besteht, falls bei der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH der unternehmerische Erfolg ausbleiben

sollte. Somit besteht das Risiko, dass die Verwertung von

Lebensversicherungs- oder Bausparverträgen und die

Beteiligung an der Fondsgesellschaft im Vergleich mit der

Fortsetzung der Verträge zu einer geringeren Rentabilität

und sogar zu einem Vermögensverlust führen können.

Es besteht das Risiko, dass Lebensversicherungen die

Auszahlung der Rückkaufswerte verzögern oder verweigern

könnten. Wird der Investor infolge einer Nichterfüllung

der Einlageverpfl ichtung aus der Fondsgesellschaft

ausgeschlossen oder wird die Fondsgesellschaft rückabgewickelt,

besteht das Risiko, dass der Investor seine

ursprüngliche Rechtsposition an dem gekündigten Versicherungsvertrag

nicht wieder einnehmen kann und somit

ein Versicherungsschutz nicht mehr besteht. Außerdem

würde aufgrund der Kündigung des Versicherungsvertrages

die Todesfallabsicherung über die Lebensversicherung

entfallen.

III.3 Risiken auf Ebene der

Fondsgesellschaft

Im Folgenden werden Risiken dargestellt, die bei der

Fondsgesellschaft zu einer schwächeren Erfolgsprognose

führen und somit den Anlageerfolg mindern können. Es

handelt sich um die prognosegefährdenden Risiken. Sie

können je nach Art und Umfang bzw. wenn mehrere Risiken

gleichzeitig eintreten, anlagegefährdend wirken und

somit zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust der

Kommanditeinlage führen. Daher wird in der Darstellung

nicht zwischen prognose- und anlagegefährdenden Risiken

unterschieden. In einzelnen Fällen, insbesondere bei

besonders starker Ausprägung von Einzelrisiken und/oder

deren Kumulation kann eine Investorengefährdung nicht

ausgeschlossen werden.

Allgemeines Bonitätsrisiko aus dem Darlehensvertrag

Bei der vorliegenden Konzeption wird von der Fondsgesellschaft

ein Darlehen an die Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH ausgegeben, es werden keine anderen

unmittelbaren Investitionen durchgeführt. Die Deutsche

16 Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ist in der Verwendung der

Darlehensbeträge insbesondere nicht in der Weise eingeschränkt,

dass die Darlehensmittel nur mit Zustimmung

der Fondsgesellschaft verwendet werden dürfen. Die Verantwortung

für eine wirtschaftlich sinnvolle und ertragbringende

Verwendung liegt somit ausschließlich bei der

Darlehensnehmerin. Jegliche Handlung der Darlehensnehmerin

wirkt sich auf die Bonität der Darlehensnehmerin

und damit auch auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

zur Erfüllung der Verpfl ichtungen aus dem Darlehensvertrag,

insbesondere auf die Fähigkeit zur Zinszahlung und

Tilgung des Darlehens, aus.

Insofern besteht das Risiko, dass das Darlehen nicht,

nur teilweise und/oder nicht innerhalb der vorgesehenen

Frist zurückgezahlt werden kann. Des Weiteren besteht

das Risiko, dass die vertraglich vereinbarten Zinszahlungen

nicht, nur teilweise oder verspätet von der Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH geleistet werden können. Es

besteht zudem das Risiko, dass andere Gläubiger im Falle

einer Verwertung vorrangig bedient werden und keine

bzw. nicht ausreichende Mittel verfügbar sind, um das

Darlehen an die Fondsgesellschaft zurückzuführen oder

den darüber hinausgehenden Zinsanspruch zu bedienen.

Diese Risiken können zu geringeren oder ausbleibenden

Auszahlungen an die Investoren führen.

Bonitätsbeeinfl ussende Risiken der Darlehensnehmerin

Die Risiken der Darlehensnehmerin treffen die Fondsgesellschaft

und die Investoren nur mittelbar, da sich

alle Risiken eines Darlehensnehmers aus Sicht des Darlehensgebers

auf das Bonitätsrisiko vereinen. Risiken

können sich bei der Darlehensnehmerin sowohl aus

den unternehmensinternen Prozessen als auch aus den

markt- und branchenspezifi schen Besonderheiten ergeben.

Nach folgend werden die nach Kenntnis der Anbieterin

im Zusammenhang mit der Vermögensanlage wesentlichen

Risiken auf Ebene der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH als Darlehensnehmerin, die erhebliche Auswirkungen

auf die Bonität der Darlehensnehmerin und

damit auf die Erfüllung ihrer Zahlungsverpfl ichtungen aus

dem Darlehensvertrag haben können, dargestellt. Die

nachfolgend dargestellten Risikofaktoren auf Ebene der

Darlehensnehmerin sind zur besseren Unterscheidung


von den Risiken der Fondsgesellschaft durch eine kursiv

gehaltene Überschrift gekennzeichnet. Die Realisierung

dieser Risikofaktoren führt über die Realisierung des

Bonitätsrisikos zu geringeren oder ausbleibenden Auszahlungen

an die Investoren und kann den Totalverlust der

Einlage zum Ergebnis haben.

Managementrisiken

Die Geschäftsführung der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2

GmbH wird nicht nur im Rahmen der Auswahl von Investitionsmöglichkeiten

und Mittelverwendung, sondern insbesondere

bei der Umsetzung der Investitionen und weiteren

Mittelverwendung Entscheidungen treffen, die Auswirkungen

auf die Ertragslage der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH haben werden. Zudem besteht das Risiko,

dass die Geschäftsführung der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH Abweichungen von den Erwartungen, eventuell

entstehende Marktrisiken oder Schwierigkeiten nicht

frühzeitig und/oder hinreichend erkennt und/oder zutreffend

beurteilt, was die Ertragslage der Deutsche S&K

Sachwert Nr. 2 GmbH negativ beeinfl ussen kann. Diese

Managementrisiken können sich auch bei verbundenen

Unternehmen der S&K Gruppe realisieren und damit auf

die Ertragslage der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

auswirken, wenn die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

verbundenen Unternehmen Darlehensbeträge zur weiteren

Verwendung überlassen hat, Tochtergesellschaften

gegründet und mit Kapital ausgestattet oder Beteiligungen

an anderen Unternehmen erworben hat.

Schlüsselpersonenrisiken

Die Entwicklung der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

hängt in erheblichem Maße von den Fähigkeiten des

zuständigen Managements sowie der Qualität der beauftragten

Vertragspartner ab. In besonderem Maße hängt

der Erfolg von den Personen Dr. Jonas Köller und Stephan

Schäfer ab. Der Verlust von Schlüsselpersonen, insbesondere

der vorgenannten Herren, kann das Risiko deutlich

erhöhen, dass die Entwicklung der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH negativ verläuft und sich dies erheblich

auf die Bonität und die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung

des Darlehens und der Zahlung der Zinsen auswirkt.

Interessenskonfl ikte innerhalb der S&K Gruppe

Die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ist Teil der S&K

Unternehmensgruppe. Es werden fi nanzielle und organisatorische

Verfl echtungen mit anderen Unternehmen

der S&K Unternehmensgruppe bestehen. Die Herren Dr.

Jonas Köller und Stephan Schäfer sind als Gesellschafter

der S&K Holding GmbH mittelbare Gesellschafter der

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH sowie der anderen

Unternehmen der S&K Gruppe und leiten die S&K Unternehmensgruppe.

Aufgrund dieser organisatorischen, kapitalmäßigen

und personellen Verfl echtungen kann es zu

Interessenkonfl ikten kommen. Es besteht die Möglichkeit,

dass die handelnden Personen nicht die Interessen der

Darlehensnehmerin in den Vordergrund stellen, sondern

eigene Interessen oder Interessen von anderen Beteiligten

verfolgen. Insbesondere können anderweitige, zum Beispiel

vertragliche Verpfl ichtungen sowohl auf Ebene der

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH als auch auf Ebene

von anderen Unternehmen der S&K Gruppe das Risiko

von Interessenskonfl ikten zusätzlich verstärken.

Verwendung der Darlehensmittel

Die der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH zur Verfügung

gestellten Darlehensmittel führen bei dieser zu

einer entsprechenden Belastung mit an die Fondsgesellschaft

zu zahlenden Zinsen für die Überlassung des

Darlehens. Nach den Regelungen des Darlehensvertrages

wird die Darlehensnehmerin die Mittel für die Umsetzung

und Abwicklung von Immobiliengeschäften verwenden.

Nicht alle im Rahmen einer Umsetzung und Abwicklung

an fallenden Aufwendungen wirken sich wert- oder

ertragssteigernd aus, insbesondere bei nicht durchgeführten

Verträgen können sich Aufwendungen als laufende

Aufwendungen des Geschäftsbetriebes darstellen. Dies

gilt ebenso für die von der Darlehensnehmerin zu leistenden

Provisionen für die Vermittlung des Darlehens. Für die

Darlehensnehmerin besteht daher die Notwendigkeit, aus

geringeren Beträgen als den ihr überlassenen Darlehensmitteln

höhere Erträge als die mit der Fondgesellschaft

vereinbarte Verzinsung zu erzielen, um den Kapitaldienst

(Zins und Tilgung) für den Gesamtdarlehensbetrag leisten

zu können. Gleiches gilt auch, wenn die Darlehensnehmerin

nicht sämtliche an sie ausgezahlten Darlehensmittel

investieren kann. Für die Darlehensnehmerin

besteht somit das Risiko, dass sie aus den investierten

Beträgen nicht ausreichend Ertrag realisieren kann, um

den Kapitaldienst vollständig leisten zu können.

Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

17


Risiken aus der Zugehörigkeit der Deutsche S&K

Sachwert Nr. 2 GmbH zur S&K Unternehmensgruppe

Zur S&K Gruppe gehören unter anderem auch die S&K

Real Estate Value GmbH, die S&K Immobilienhandels

GmbH und die S&K Sachwert AG. Diese haben zur

Finanzierung ihres Geschäftsmodells, dem Erwerb von

Immobilien, Lebensversicherungsverträge erworben.

Die Kaufpreiszahlung wurde jeweils teilweise oder ganz

für mehrere Jahre (meist 8 Jahre) gestundet. Diese drei

Gesellschaften haben gegenüber den Verkäufern der

Lebensversicherungen aus diesen Kaufverträgen Zahlungsverpfl

ichtungen in zweistelliger Millionenhöhe. Die

S&K Holding GmbH hat gegenüber diesen Gesellschaften

eine sogenannte Patronatserklärung abgegeben,

durch die sie sich verpfl ichtet hat, die S&K Real Estate

Value GmbH, die S&K Immobilienhandels GmbH und

die S&K Sachwert AG fi nanziell so auszustatten, dass

sie stets in der Lage sind, alle Kaufpreise bei Fälligkeit

zu zahlen. Da die S&K Holding keine eigenen Geschäfte

tätigt, kann sie ihre Verpfl ichtungen aus den Patronatserklärungen

nur über die Erträge aus den Unternehmen

der S&K Gruppe erfüllen. Die den Verkäufern

der Lebensversicherungen gegenüber bestehenden

Zahlungsverpfl ichtungen betreffen daher über die S&K

Holding GmbH wirtschaftlich betrachtet alle zur S&K

Gruppe gehörenden Unternehmen. Sollte die unternehmerische

Entwicklung der S&K Gruppe hinter den

Erwartungen zurückbleiben, so besteht das Risiko, dass

dies auch die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH direkt

oder indirekt betreffen wird. Ein vergleichbares Risiko

besteht, wenn die Erträge der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH über Dividenden zur Weiterleitung an die

S&K Holding GmbH entzogen werden. Dies könnte zur

Folge haben, dass die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2

GmbH ihrerseits ihre Verpfl ichtungen gegenüber der

Fondsgesellschaft nicht mehr erfüllen kann.

Keine Mittelverwendungskontrolle

Die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ist in der Mittelverwendung

grundsätzlich nicht beschränkt. Darüber hinaus

wird auch keine Mittelverwendungskontrolle durch Dritte,

beispielsweise durch Wirtschaftsprüfer, stattfi nden. Auch

dies könnte zur Folge haben, dass die Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH ihrerseits ihren Verpfl ichtungen gegenüber

der Fondsgesellschaft nicht nachkommen könnte.

18 Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

Vertragserfüllungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass ein oder mehrere Vertragspartner

ihren vertraglichen Verpfl ichtungen während der Fondslaufzeit

nicht nachkommen und/oder Auseinandersetzungen

auftreten werden. Die Nichterfüllung oder Kündigung

von Verträgen könnte dazu führen, dass die Deutsche S&K

Sachwert Nr. 2 GmbH ihren Verpfl ichtungen gegenüber der

Fondsgesellschaft nicht nachkommen kann.

Risiken aus dem Erwerb von grundbüchlich gesicherten

Forderungen

Zu dem Geschäftsmodell der S&K Gruppe gehört auch

der Erwerb von Forderungen, die grundbüchlich gesichert

sind. Diese Forderungen werden regelmäßig zahlungsgestört

sein, was bedeutet, dass die jeweiligen Schuldner der

Forderungen ihren Zins- und Tilgungsverpfl ichtungen in der

Zeit vor dem Erwerb der Forderungen nicht oder nicht vollständig

nachgekommen sind. Die Immobilien, die diesen

Forderungen als Besicherung dienen, können sich teilweise

in Zwangsverwaltung und in der Phase der Zwangsversteigerung

befi nden. Es besteht das Risiko, dass der Erlös aus

der Verwertung der Immobilien nicht ausreicht, um einen

Ertrag aus dem Erwerb der Forderungen zu erzielen.

Erwerbsrisiken bei Immobilien

Die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH wird Investitionen

in Immobilien nicht nur über Zwangsversteigerungen

und über Kontakte zu Verwertungsabteilungen von Banken,

sondern auch über weitere Kontakte in der Immobilienbranche

akquirieren. Es besteht das Risiko, dass

sich einerseits über Zwangsversteigerungen nicht mehr

ausreichend Immobilien mit dem notwendigen Ertragspotenzial

ersteigern lassen. Andererseits besteht das

Risiko, dass sich über die sonstigen Kontakte ebenfalls

keine Immobilien mit ausreichendem Ertragspotenzial

akquirieren lassen. Unvorhergesehene oder gestiegene

Kosten können das Ertragspotenzial der Immobilieninvestitionen

und dadurch die Bonität der Deutsche S&K

Sachwert Nr. 2 GmbH signifi kant mindern. Es ist denkbar,

dass die erworbenen Immobilien erhebliche Mängel

aufweisen, welche beim Erwerb noch nicht bekannt

oder nicht entdeckt waren. Hierzu können unter anderem

Kontaminationen des Grund und Bodens zählen, welche

unabhängig von der Kenntnis bzw. der Verantwortlichkeit

der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH zu einer Sanie-


ungspfl icht führen. Allgemein können sich solche Vorgänge

durch eine eingeschränkte Vermietbarkeit und eine

eingeschränkte Verwertbarkeit auswirken, dies kann bis

zu einer Unvermietbarkeit und Unverwertbarkeit führen.

Risiken aus der Bewirtschaftung von Immobilien

Aus der Bewirtschaftung von Immobilien ergeben sich

regelmäßig Risiken, die sich auf die Ertragsmöglichkeiten

der Immobilien auswirken. Hierzu zählen insbesondere

Miet- und Mietausfallrisiken.

Versicherungsrisiko

Risiken durch Objektschäden sind nicht vorhersehbar

und daher weder versichert noch überhaupt versicherbar.

Hinzu kommt, dass in Bezug auf bestimmte Risiken keine

Versicherung angeboten wird oder ein entsprechender

Versicherungsschutz mit erheblichen Kosten verbunden

wäre. Denkbar ist auch, dass die Versicherung für Schäden

nicht aufkommt, bzw. die Beseitigung der Schäden

teurer wird als die Deckungssumme der vertraglich zugesicherten

Versicherungsleistung. Soweit eine Eintrittspfl

icht der Versicherer im Schadensfall nicht oder nicht

im vollem Umfang gegeben ist, können Verluste entstehen,

die sowohl die prognostizierten Ergebnisse mindern

als auch zu einem Gesamtverlust der Kapitaleinlage des

Investors führen können.

Vermarktungsrisiken

Auf die Entwicklung des Immobilienmarktes und auf

Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

haben weder die Geschäftsführung

der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH noch die

Geschäftsführung der anderen Unternehmen der S&K

Gruppe einen Einfl uss. Sofern die allgemeine Nachfrage

nach Wohnraum und/oder nach Kapitalanlagen

in Immobilieneigentum negativ zum derzeitigen Niveau

abweicht, können die tatsächlich erzielbaren Verkaufspreise

niedriger ausfallen. Es wird erwartet, dass

die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH teilweise nur

kurzfristig das Eigentum an einzelnen Immobilien halten

wird. Ungeachtet dessen können sich die Marktverhältnisse

und die wirtschaftlichen Bedingungen sowie

andere maßgebende Faktoren derart entwickeln, dass

sich die erwarteten Haltedauern verlängern bzw. eine

Veräußerung gänzlich unmöglich wird. Dies würde sich

wiederum auf die Ertragslage der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH negativ auswirken.

Risiken aus sonstigen Investitionen

Die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ist in der Verwendung

des Darlehens der Fondgesellschaft nicht

umfassend gebunden. Sie kann auch in Geschäfts felder

im weitestgehenden Zusammenhang mit Immobilien

investieren, in denen die S&K Gruppe bisher noch nicht

investiert hat. Entsprechende Erfahrungen und eigenes

Know-how fehlen meist. Dadurch besteht ein erhöhtes

Risiko, falsche Entscheidungen zu treffen. Denkbar wäre

zum Beispiel, dass zukünftig auch ausländische Rechtskreise

betroffen wären. Dies kann negative Auswirkungen

auf die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen haben oder

erhöhte Haftungsrisiken beinhalten.

Risiken aus sonstigen Finanzierungswegen

Die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH wird neben dem

Darlehen der Fondsgesellschaft weitere Finanzierungsmöglichkeiten

zur Durchführung ihrer Investitionen in Anspruch

nehmen. Dies können einerseits Darlehen von zukünftigen

Beteiligungsangeboten der Anbieterin, Darlehen von Kreditinstituten

wie zum Beispiel Banken, Sparkassen und

Ver sicherungen, Gelder der S&K Gruppe oder ihrer Gesellschafter

sein. Aus diesen anderen Finanzierungsmöglichkeiten

können auch Interessenkonfl ikte entstehen, die zu

verminderten oder ausbleibenden Zahlungen an die Fondsgesellschaft

führen können. Weiter bestehen aufgrund dieser

anderen Finanzierungsmöglichkeiten Zahlungsverpfl ichtungen,

die gleichberechtigt neben oder sogar vorrangig vor

dem Darlehen der Fondsgesellschaft sind.

Kostenentwicklung

Es besteht für die Darlehensnehmerin das Risiko, dass

sich ihre Kosten erheblich erhöhen oder unvorhergesehene

Kosten auftreten und sich diese Kostensteigerung

nicht durch entsprechende Erträge ausgleichen lässt. Dies

könnte dazu führen, dass die Darlehensnehmerin ihre Verpfl

ichtung zur Leistung von Zinsen und/oder Tilgung nicht

oder nicht vollständig erfüllen kann.

Mangelnde Liquidität

Die Darlehensnehmerin wird sich im Wesentlichen über

Darlehen und nicht über Eigenkapital fi nanzieren. Es

Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

19


esteht somit für die Darlehensnehmerin das Risiko, dass

sie aufgrund der getroffenen Regelungen Zinszahlungen

oder Tilgungsleistungen erbringen muss, ihre Liquidität

damit aufgezehrt wird und sie somit nicht in der Lage ist,

ihren sonstigen Zahlungsverpfl ichtungen nachzukommen.

Diese Situation kann auch aus anderen Gründen eintreten,

so zum Beispiel aufgrund einer an die Gesellschafter

der Darlehensnehmerin ausgezahlten Dividende. Bei einer

Realisierung dieses Risikos besteht dann die Möglichkeit,

dass Gläubiger der Darlehensnehmerin Maßnahmen

ergreifen, die sich wiederum auf die Ertragskraft der Darlehensnehmerin

negativ auswirken können.

Länderrisiko und Währungsrisiko

Es kann möglich sein, dass die Darlehensmittel auch

außerhalb Deutschlands investiert werden. Hieraus können

sich rechtliche, wirtschaftliche und sonstige Risiken

für die Darlehensnehmerin ergeben. Weiterhin können

sich bei Investitionen in Währungen oder in Ländern

außerhalb des europäischen Währungsraums Wechselkursrisiken

ergeben, die die Darlehensnehmerin negativ

beeinfl ussen können.

Finanzierungs- und Verwertungsrisiko

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Investitionen

der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH auch

durch Bankfi nanzierungen ermöglicht werden oder für die

Investitionen eine Bankfi nanzierung sogar erforderlich ist.

Es besteht das Risiko, dass bei den geplanten Investitionen

keine oder eine die Planungshöhe nicht erreichende

Fremdfi nanzierung zur Verfügung steht. In diesem Fall

besteht das Risiko, dass die Investitionen unrealisierbar

werden und sich dieses auf die Bonität der Darlehensnehmerin

negativ auswirkt.

Die fi nanzierenden Banken werden sich umfangreiche

Sicherheiten, z. B. bei Immobilien die Einräumung von

Grundpfandrechten, einräumen lassen. Wird die Tilgung

oder die Zinszahlung durch die Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH nicht, nicht in der vereinbarten Höhe

oder nicht rechtzeitig erbracht, besteht das Risiko, dass

auf Anforderung durch die fi nanzierenden Banken eine

zwangsweise Veräußerung der Investitionsgüter erfolgen

muss. Es besteht in diesem Fall das Risiko, dass für die

Investitionsgüter kein angemessener Kaufpreis erzielt

20 Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

werden kann. Die fi nanzierenden Banken können jedoch

auch das gesamte Darlehen fällig stellen und die Ihnen

eingeräumten Sicherheiten verwerten. Eine Verwertung

könnte das Ergebnis negativ beeinfl ussen, zu einer nur

teilweisen oder ausfallenden Rückzahlung der Darlehen

an die Fondsgesellschaft und somit zu einem teilweisen

oder vollständigen Verlust der Einlagen der Investoren

führen. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn einzelne

Investitionen von den Banken als Besicherung für andere

Investitionen gefordert wurden.

Risiken aus unzureichender Absicherung von

Darlehen und Zinsansprüchen

Das Darlehen der Fondsgesellschaft wird grundsätzlich

durch Grundpfandrechte in Grundbüchern von erworbenen

Immobilien abgesichert werden. Es ist denkbar,

dass diese Absicherungen zum Beispiel durch Grundpfandrechte

Dritter in Abhängigkeit zu den realisierbaren

Erträgen nicht ausreichen werden, um das Darlehen der

Fondsgesellschaft und die Zinsansprüche vollständig

abzusichern. Weiter werden auch keine sonstigen Sicherheiten

für das Darlehen der Fondsgesellschaft gestellt

werden. Es besteht somit das konkrete Risiko, dass im

Falle des Zahlungsverzuges oder des Ausbleibens von

vertraglich vereinbarten Zahlungen mangels ausreichender

Sicherheiten das Darlehen an die Darlehensnehmerin

und noch nicht ausgezahlten Zinsansprüchen teilweise

oder sogar vollständig ausfallen wird.

Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass weitere, bisher

nicht berücksichtigte, Kosten entstehen und / oder

erforderliche Schritte gegen die Verantwortlichen mangels

Liquidität der Fondsgesellschaft von dieser nicht in

die Wege geleitet werden können.

Diese Risiken können zu geringeren oder ausbleibenden

Auszahlungen an die Investoren und zum Totalverlust der

Einlage führen.

Verlängerung der Laufzeit des Darlehensvertrages

Der Darlehensvertrag enthält Regelungen, die eine Verlängerung

der Laufzeit des Darlehens um zweimal ein

Jahr ermöglichen können. Wird die Laufzeit entsprechend

verlängert, erfolgt die Rückzahlung des Darlehens später

als in der Prognose angenommen. Es besteht somit das


Risiko, dass die vorstehend beschriebenen Bonitätsrisiken

entsprechend länger bestehen und somit das Risiko

der Realisierung dieser Risiken ansteigt.

Gesellschaftsrechtliche Risiken

Der Investor tritt der Fondsgesellschaft als beschränkt

haftender Gesellschafter bei. Aus dieser Stellung heraus

hat der Investor bei der Fondsgesellschaft nur eingeschränkte

Mitwirkungs- und Mitspracherechte, insbesondere

stehen ihm keine Weisungsrechte hinsichtlich

der laufenden Geschäftsführung zu. Der Investor verfügt

lediglich über ein allgemeines Informations- und ein eingeschränktes

Kontrollrecht. Auch kann die Wahrnehmung

der Rechte des Investors als Gesellschafter der Fondsgesellschaft

dadurch beeinfl usst sein, dass Beschlüsse

der Gesellschafterversammlungen in einem schriftlichen

Umlaufverfahren gefasst werden und die Investoren sich

persönlich nicht kennen. Diese Situation erschwert die

Bildung von Mehrheiten zur Durchsetzung von Investoreninteressen.

Die Zeichnung einer einzelnen Kommanditeinlage ist

der Höhe nach nicht begrenzt. Es besteht daher das

Risiko, dass einzelne Gesellschafter bedingt durch ihre

hohen Zeichnungsbeträge ein erhebliches Gewicht auf

der Gesellschafterversammlung erlangen können und so

eine Einzelperson oder eine kleine Gruppe von Personen

einen beherrschenden Einfl uss auf die Fondsgesellschaft

gewinnen kann.

Ein Gesellschafter kann nach § 17 des Gesellschaftsvertrages

aus wichtigem Grund aus der Gesellschaft ausgeschlossen

werden. Auch scheidet er aus, wenn über sein

Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wird, sofern

die geschäftsführende Kommanditistin dies verlangt.

Der betroffene Gesellschafter erhält dann eine Abfi ndung

nach Maßgabe des § 20 des Gesellschaftsvertrages, die

niedriger als der tatsächliche Verkehrswert der Beteiligung

ausfallen kann.

Leistet ein Investor seine Einlageverpfl ichtung nicht oder

nicht vollständig, so besteht das Risiko der Kürzung seiner

Beteiligung und das Risiko des Ausschlusses aus der

Fondsgesellschaft. Die Geltendmachung weitergehender

Schadensersatzansprüche bleibt vorbehalten, welche mit

Auszahlungsansprüchen des Investors verrechnet werden

können und damit zu geringeren oder ausbleibenden

Rückfl üssen führen oder aus dem sonstigen Vermögen

des Investors zu zahlen sind.

Risiken in Bezug auf die Treuhandkommanditistin

Die Investoren (Treugeber) halten ihre wirtschaftliche

Beteiligung an der Fondsgesellschaft auf der Grundlage

des Treuhandvertrages mittelbar durch die Treuhandkommanditistin.

Durch diese Konstruktion sind die Investoren

dem Risiko der nicht erwartungsgemäßen Vertragserfüllung

seitens der Treuhandkommanditistin ausgesetzt.

Dies betrifft insbesondere die weisungsgemäße Wahrnehmung

der Investoreninteressen (Treugeberinteressen)

in der Fondsgesellschaft.

Für den Fall des Ausscheidens der Treuhandkommanditistin

aus der Fondsgesellschaft, gleich aus welchem

Rechtsgrund (zum Beispiel Kündigung, Insolvenz) ist im

Gesellschaftsvertrag vorgesehen, dass von den Gesellschaftern

eine neue Treuhandkommanditistin zu bestimmen

ist, die unter Ausschluss der Auseinandersetzung

im Wege der Sonderrechtsnachfolge in alle Rechte und

Pfl ichten der Treuhandkommanditistin eintritt. Dennoch

kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Interessen

der Investoren (Treugeber) in einem solchen Fall beeinträchtigt

werden.

Risiko der Rückabwicklung

Erreicht die tatsächliche Summe der von Investoren

gezeichneten Beträge bis zum Ende der Platzierungsphase

keine ausreichende Höhe, kann hierdurch das Erreichen

des Gesellschaftszweckes und der erwartete Anlageerfolg

gefährdet sein. Es ist sogar denkbar, dass die

Fondsgesellschaft vorzeitig liquidiert werden muss. Für

diesen Fall kann nicht ausgeschlossen werden, dass den

Investoren ihre geleisteten Einzahlungen nicht oder nicht

vollumfänglich erstattet werden können. Zusätzlich hat

der Investor in diesen Fällen die Opportunitätskosten zu

tragen, das heißt die Emittentin wird für die so genannten

„entgangenen Gewinne“ aus einer fi ktiven Verwendung

des Beteiligungsbetrages für eine andere Vermögensanlage,

nicht aufkommen. Soweit das Gesellschaftskapital

bereits für die Ausreichung von Darlehen an die Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH und/oder Zahlung von Vergü-

Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

21


tungen verwendet wurde, kann eine Rückzahlung an die

Investoren möglicherweise nicht erfolgen und somit ein

vollständiger Verlust der Einlage eintreten. Darüber hinaus

kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Einlagen

der Investoren z. B. durch Gläubiger der Gesellschafter

gepfändet werden und somit im Rahmen einer Rückabwicklung

nicht zurückgezahlt werden können.

Geringeres Fondsvolumen

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Fonds

mit einem geringeren Eigenkapital als prognostiziert

geschlossen wird. Dies hätte zur Folge, dass der Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH in geringerem Umfang

Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden können und

damit insgesamt auch weniger Mittel bereitstehen. Weiterhin

werden bei der Fondsgesellschaft sowie bei der

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH bestimmte Kosten

unabhängig vom Fondsvolumen und von der Darlehenshöhe

in festliegender Höhe anfallen. Diese könnten

bei einem niedrigeren Fondsvolumen nicht in dem Maße

kompensiert werden wie im Falle der prognostizierten

Platzierung. Weiter kann ein geringeres Fondsvolumen

dazu führen, dass das Darlehen nicht wie prognostiziert in

Höhe der Kommanditeinlagen, sondern nur zu einem Teil

der Kommanditeinlagen gewährt werden kann.

Es besteht weiter die Möglichkeit von Kostenüberschreitungen.

Bedingt durch Kostenüberschreitungen

der in dem Investitionsplan genannten Positionen,

soweit diese nicht vertraglich festgelegt sind, kann dieser

Umstand zu einer Verringerung des ausgegebenen

Darlehensbetrages und/oder der Liquiditätsreserve

führen. Dieses Risiko besteht im Ergebnis auch dann,

wenn vertraglich vereinbarte Kosten von der Fondsgesellschaft

zu einem Zeitpunkt bezahlt werden, in dem

nur Kommanditeinlagen in geringerer Höhe durch die

Investoren eingezahlt wurden.

Diese Risiken können zu geringeren oder ausbleibenden

Auszahlungen an die Investoren führen.

Verzögerung der Einwerbung des Kommanditkapitals

Hinsichtlich der in der Prognoserechnung unterstellten

Zinsberechnung besteht die Möglichkeit, dass zwar das

22 Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

prospektierte Fondsvolumen erreicht wird, ein größerer

Teil der Investoren der Fondsgesellschaft jedoch später

als erwartet und ggf. erst im Laufe der verlängerten Platzierungsphase

im Jahr 2013 beitritt. In solch einem Fall

würde sich die geplante Darlehensgewährung zeitlich nach

hinten verschieben, die Prognoserechnung würde durch

verminderte Zinseinnahmen negativ beeinfl usst werden.

Die Struktur der Investitionsausgaben und der Einnahmen

im Hinblick auf Höhe und Zeitpunkt kann gegenüber der

Prognose abweichen. Demgemäß ist es möglich, dass die

Auszahlungen an den Investor später als vorgesehen erfolgen

und/oder ganz beziehungsweise teilweise ausbleiben.

Verwaltungskosten

Bei der Fondsgesellschaft fallen Aufwendungen für die

allgemeine Verwaltung an. Hierzu zählen unter anderem

die Aufwendungen für Buchhaltung und Jahresabschluss,

die steuerliche und rechtliche Beratung, die Aufwendungen

für eine eventuelle Prüfung des Jahresabschlusses,

Gebühren und Vergütungen für Verwaltung, Banken etc..

Diese Aufwendungen wurden im Rahmen der Prognoserechnung

geschätzt, konkrete Verträge wurden in der

Regel nicht geschlossen. Somit besteht das Risiko der

Überschreitung der prognostizierten Aufwendungen,

auch durch im Rahmen der Prognoserechnung nicht

berücksichtigte, weitere Verwaltungsaufwendungen. Dies

kann zu geringeren oder ausbleibenden Auszahlungen an

die Investoren führen.

Liquiditätsrisiko

Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass die Liquidität

der Fondsgesellschaft nicht mehr ausreichen kann, um

die Verpfl ichtungen der Fondsgesellschaft zu erfüllen oder

um Auszahlungen an die Investoren leisten zu können.

Interessenkonfl ikte

Von wesentlicher Bedeutung für die Fondsgesellschaft

sind die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH als

Anbieterin, die UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft

mbH & Co. KG als Vertriebsgesellschaft, die

UNITED INVESTORS Real Estate GmbH als geschäftsführende

Kommanditistin, die UNITED INVESTORS Treuhand

GmbH als Treuhänderin sowie die Verwaltung S&K

Fonds GmbH als Komplementärin. Die Vertriebsgesellschaft

ist eine Tochtergesellschaft der Anbieterin. Bis auf


die UNITED INVESTORS Treuhand GmbH sind die vorstehenden

Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar mit

der UNITED INVESTORS Holding GmbH kapitalmäßig

verbunden. Bis auf die UNITED INVESTORS Treuhand

GmbH, die UNITED INVESTORS Real Estate GmbH und

die Verwaltung S&K Fonds GmbH werden die Anteile –

mittel- oder unmittelbar – zu 100 Prozent von der UNITED

INVESTORS Holding GmbH gehalten, an der UNITED

INVESTORS Real Estate GmbH ist als Minderheitsgesellschafter

mit einem Anteil von einem Prozent Herr Hauke

Bruhn beteiligt, an der Verwaltung S&K Fonds GmbH

beträgt sein Anteil 2 Prozent. Herr Hauke Bruhn wiederum

ist alleiniger Gesellschafter der UNITED INVESTORS

Holding GmbH. Herr Hauke Bruhn ist weiter mittelbarer

alleiniger Gesellschafter der UNITED INVESTORS Treuhand

GmbH.

Die Herren Hauke Bruhn und Thomas Gloy sind mit Ausnahme

der UNITED INVESTORS Treuhand GmbH einzeln

oder auch gemeinsam Geschäftsführer in den vorgenannten

Gesellschaften.

Es bestehen somit sowohl kapitalmäßige Verfl echtungen

und auch personelle Verfl echtungen, die zu entsprechenden

Interessenkonfl ikten führen können, welche negative

Auswirkungen auf die Vermögensanlage haben und somit

zu geringeren oder ausbleibenden Auszahlungen an die

Investoren führen können.

Außergewöhnliche Ereignisse

Sowohl auf Ebene der Emittentin als auch auf Ebene der

Darlehensnehmerin kann nicht ausgeschlossen werden,

dass unvorhergesehene, äußere Markt- oder Wirtschaftsereignisse

auftreten. Diese können die Emittentin und/

oder die Darlehensnehmerin in ihrer Geschäftstätigkeit

beeinträchtigen und zu negativen Auswirkungen führen,

was wiederum zu geringeren oder ausbleibenden Auszahlungen

an die Investoren führen kann.

Allgemeine rechtliche Risiken

Es besteht das Risiko einer Änderung von Gesetzen,

Rechtsprechung und/oder Verwaltungspraxis, die zu einer

Belastung der Fondsgesellschaft und/oder der Darlehensnehmerin

und in der Folge zu einer Reduzierung der

Auszahlungen führen kann.

Änderung der regulatorischen Rahmenbedingungen

Als Reaktion auf die Finanzkrise wird zurzeit sowohl auf

nationaler als auch auf internationaler Ebene an einer stärkeren

Regulierung der Finanzmärkte gearbeitet. So sieht

der Richtlinienentwurf zur Aufsicht alternativer Investmentfonds-Manager

(„AIFM“) der europäischen Kommission

unter anderem umfassende Zulassungs- und Aufsichtsanforderungen

für Fondsmanager vor. Insbesondere

gehören dazu erhöhte Anforderungen an das Risiko- und

Liquiditätsmanagement und die Pfl icht zur regelmäßigen

Bewertung der Vermögenswerte. Zurzeit ist davon auszugehen,

dass die Manager von geschlossenen Fonds in den

Anwendungsbereich der AIFM-Richtlinie fallen.

Es ist im Moment noch nicht absehbar, wann die neuen

Richtlinien in Kraft treten und welche Anforderungen für

die Fondsgesellschaft bzw. deren Manager sich daraus

ergeben. Weitere Verschärfungen sind häufi g mit erhöhten

Kosten für administrative Aufwendungen verbunden, was

zu reduzierten Rückfl üssen an die Investoren führen kann.

Darüber hinaus ist auf deutscher Ebene eine weitergehende

Regulierung der geschlossenen Fonds beschlossen, aus

der sich ebenfalls negative Auswirkungen auf die Fondsgesellschaft

ergeben können. Insbesondere ist vorgesehen,

dass die Anforderungen an die Vermittler von Anteilen an

geschlossenen Fonds massiv erhöht werden. Sollten diese

Änderungen beschlossen werden besteht das Risiko, dass

der Vertrieb für diesen Fonds negativ beeinträchtigt wird.

Dadurch besteht das Risiko, dass es zu deutlichen Verzögerungen

bei der Einwerbung des Beteiligungskapitals kommt

oder aber deutlich weniger Beteiligungskapital eingeworben

wird, auf die Darstellung der Risiken zum geringeren

Fondsvolumen und der Verzögerung der Einwerbung des

Kommanditkapitals wird verwiesen.

III.4 Steuerliche Risiken

Allgemeine steuerliche Risiken

Die steuerlichen Angaben im vorliegenden Prospekt beruhen

auf den zum Zeitpunkt seiner Aufstellung geltenden

österreichischen und deutschen Steuergesetzen, der

veröffentlichten Rechtsprechung und der bekannten Verwaltungspraxis.

Sowohl die maßgeblichen steuerlichen

Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

23


Gesetze als auch die Anwendung dieser Gesetze durch

die Finanzverwaltung und die Rechtsprechung können

sich während der Dauer einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft

ändern, was entsprechende negative Auswirkungen

für die Fondsgesellschaft und die einzelnen Investoren

haben kann. Negative Auswirkungen können sich

hier zum Beispiel durch verminderte Erträge durch steuerliche

Belastungen der Fondsgesellschaft und höhere

steuerliche Belastungen bei den Investoren ergeben.

Es besteht zudem das Risiko, dass aufgrund einer abweichenden

Beurteilung steuerlich relevanter Sachverhalte

Steuerzahlungen für die Investoren festgestellt werden,

die im Rahmen der Prognoserechnungen nicht dargestellt

worden sind. Eine abschließende Entscheidung über

die Höhe der steuerlichen Ergebnisse wird grundsätzlich

erst im Rahmen der steuerlichen Veranlagung durch das

Finanzamt der Investoren getroffen. Kommt es in diesem

Zusammenhang zu einer Steuernachzahlung, so besteht

das Risiko, dass es für diese Nachzahlung zu einer Zinsbelastung

und somit zu einer zusätzlichen Steuerlast

kommt.

Hinzu tritt, dass es aufgrund unterschiedlicher Auffassungen

der Finanzverwaltungen in Österreich und in

Deutschland zu negativen Auswirkungen auf die Veranlagung

kommen kann. Dies kann im Extremfall dazu führen,

dass beide Staaten ein Besteuerungsrecht für sich in

Anspruch nehmen und die Erträge aus der Veranlagung

somit doppelt besteuert würden.

Besondere steuerliche Risiken aus deutscher

Sicht

Aus deutscher Sicht besteht das Risiko, dass abweichend

von der Prognose die Darlehensnehmerin bei der Auszahlung

der Zinsen an die Fondsgesellschaft zum Einbehalt

einer Quellensteuer (in Form einer Kapitalertragsteuer

sowie dem Solidaritätszuschlag) in Höhe von aktuell

26,375 Prozent verpfl ichtet sein wird. Als Folge würde der

Fondsgesellschaft eine verminderte Liquidität verbleiben,

was wiederum zu geringeren Auszahlungen an die Investoren

führt. Darüber hinaus käme auf einen österreichischen

Investor ein erhöhter Verwaltungsaufwand zu, da er

die Erstattung des Teils der einbehaltenen Quellensteuer,

die den nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zuläs-

24 Wesentliche Risiken der Vermögensanlage

sigen Rahmen übersteigen, im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens

beim zuständigen Bundeszentralamt für

Steuern beantragen müsste.

Beantragt er diese Erstattung nicht oder kann er seine

Berechtigung aus dem deutsch-österreichischem Doppelbesteuerungsabkommen

nicht nachweisen, besteht das

Risiko, dass er diesen Teil der in Deutschland einbehaltenen

Quellensteuer nicht auf die in Österreich entstehende

Einkommensteuer anrechnen kann.

Es besteht das Risiko, dass die Fondsgesellschaft nach

der Zinsinformationsverordnung verpfl ichtet sein kann,

die auf österreichische Investoren entfallenden Zinsbeträge

über das Bundeszentralamt für Steuern an die

österreichische Finanzverwaltung mitzuteilen. Grundsätzlich

besteht dieses Risiko der Mitteilung nach Österreich

auch dann, wenn die Fondsgesellschaft nicht verpfl ichtet

sein sollte, der österreichische Investor beim Bundeszentralamt

für Steuern allerdings die Erstattung der nach

dem Doppelbesteuerungsabkommen zu viel einbehaltenen

Quellensteuer beantragt.


IV. Abkürzungsverzeichnis / Begriffsdefinitionen

Anbieterin UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH

Anleger (im Text auch als Investor

bezeichnet)

Diejenigen natürlichen oder juristischen Personen, die sich unmittelbar

oder mittelbar durch Abschluss eines Treuhandvertrages mit der Treuhänderin

als Kommanditisten an der Emittentin beteiligen

Beteiligung Beteiligung der Anleger an der Emittentin durch unmittelbare oder über die

Treuhänderin erfolgende mittelbare Leistung einer Vermögenseinlage

(Kommanditeinlage)

Beitrittserklärung Formular, durch dessen Unterschrift der Anleger die Treuhänderin mit der

Zeichnung der Beteiligung an der Emittentin beauftragt und sich zur Zahlung

des Kaufpreises verpfl ichtet. Die Beitrittserklärung für österreichische

Investoren wird gesondert vom Vertrieb bereitgestellt bzw. ist auf der Internetseite

der Anbieterin www.united-investors.de als Download erhältlich.

bzw. Beziehungsweise

bzgl. Bezüglich

dAO Deutsche Abgabenordnung

Darlehensnehmerin Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

DBA Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland

und der Republik Österreich vom 24.08.2000

dBGB Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch in der zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

geltenden Fassung

dEStG Das deutsche Einkommensteuergesetz in der zum Zeitpunkt der Prospekterstellung

geltenden Fassung

dGewStG Das deutsche Gewerbesteuergesetz in der zum Zeitpunkt der Prospekterstellung

geltenden Fassung

dGmbHG Das deutsche Gesetz über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in

der zum Zeitpunkt der Prospekterstellung geltenden Fassung

dHGB Das deutsche Handelsgesetzbuch in der zum Zeitpunkt der Prospekterstellung

geltenden Fassung

dKStG Das deutsche Körperschaftsteuergesetz in der zum Zeitpunkt der Prospekterstellung

geltenden Fassung

dUStG Das deutsche Umsatzsteuergesetz in der zum Zeitpunkt der Prospekterstellung

geltenden Fassung

Emittentin Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

EStG Das österreichische Einkommensteuergesetz in der zum Zeitpunkt der

Prospekt erstellung geltenden Fassung

EUR Euro als die gemeinsame Währung bestimmter Mitgliedsstaaten der

Europäischen Union

ggf. Gegebenenfalls

inkl. Inklusive

Kaufpreis Der von jedem Anleger zu bezahlende Preis für die Beteiligung, der sich

aus dem Nominale und einem Agio zusammensetzt.

KMG Das österreichische Kapitalmarktgesetz in der zum Zeitpunkt der

Prospektaufstellung geltenden Fassung

IV. Abkürzungsverzeichnis / Begriffsdefi nitionen

25


KStG Das österreichische Körperschaftsteuergesetz in der zum Zeitpunkt der

Prospektaufstellung geltenden Fassung

Treugeber Jene Anleger, die mittelbar über die Treuhänderin an den Emittentinnen

beteiligt sind

Treuhänderin UNITED INVESTORS Treuhand GmbH

Vertriebsgesellschaft UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

vgl. Vergleiche

z.B. Zum Beispiel

Zweitmarkt-Handelsplattformen Meist elektronische Handelsplätze für jenen Markt, auf dem „gebrauchte“

Beteiligungen an geschlossenen Fonds, welche bereits im Zuge einer

Emission von einer Person oder Institution erworben wurde, gehandelt

werden.

zzgl. Zuzüglich

26 IV. Abkürzungsverzeichnis / Begriffsdefi nitionen


Kapitel 1

Angaben über jene, welche gemäß

§§ 8 und 11 KMG haften

Es haften nach §§ 8 und 11 Kapitalmarktgesetz in der geltenden

Fassung als:

Emittentin der Veranlagung

Emittentin gegenständlicher Kapitalanlage im Sinne des

§ 8 Abs. 1 KMG ist die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2

GmbH & Co. KG mit Sitz am Rathausmarkt 10, 20095

Hamburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister

des Amtsgerichtes Hamburg, HRA 113877.

Die Emittentin übernimmt gemäß § 8 und § 11 KMG die

Haftung für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit

aller in diesem Prospekt genannten Angaben. Die Emittentin

haftet gemäß § 11 Abs. 1 Z 1 KMG für durch eigenes

Verschulden oder durch Verschulden ihrer Leute oder

sonstiger Personen, deren Tätigkeit zur Prospekterstellung

herangezogen wurde, erfolgte unrichtige oder unvollständige

Angaben. Eine Haftung für die Realisierung von

Einschätzungen über eine zukünftige Entwicklung kann

hingegen nicht übernommen werden.

Vertriebsgesellschaft und weitere Vermittler

Die UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft

mbH & Co. KG als von der Emittentin beauftragte Vertriebsgesellschaft

hat bzw. wird weitere Vermittler mit der

Einwerbung des Eigenkapitals beauftragen. Die Vertriebsgesellschaft

sowie der Vermittler, welcher den jeweiligen

Beitritt des Investors vermittelt hat, haften nach § 11 Abs.

1 Z 3 KMG, soweit sie oder ihre Leute die Unrichtigkeit

oder Unvollständigkeit der Angaben des Prospektes oder

der Prospektkontrolle gekannt haben oder infolge grober

Fahrlässigkeit nicht gekannt haben.

Anbieter

Die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH übernimmt

zusätzlich zur Emittentin gemäß § 11 KMG die Haftung

für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit aller

in diesem Prospekt genannten Angaben. Die Anbieterin

haftet gemäß § 11 Abs. 1 Z 1 KMG für durch eigenes Verschulden

oder durch Verschulden ihrer Leute oder sonsti-

ger Personen, deren Tätigkeit zur Prospekterstellung herangezogen

wurde, erfolgte unrichtige oder unvollständige

Angaben. Eine Haftung für die Realisierung von Einschätzungen

über eine zukünftige Entwicklung kann hingegen

nicht übernommen werden.

Prospektkontrollor

Prospektkontrollor im Sinne des § 8 Abs. 2 Z 3 KMG

ist die Bernardini & Co Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs-

und Steuerberatungsgesellschaft, Trazerberggasse

85, 1130 Wien. Der Prospektkontrollor

gehört weder zu den Initiatoren des Prospekts noch zu

den Prospektherausgebern.

Der vorliegende Prospekt wurde von der Emittentin und

der Anbieterin erstellt und von der beauftragen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

als Prospektkontrollor auf

seine Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft.

Der Prospektkontrollor haftet gemäß § 11 Abs. 1 Z 2 KMG

für durch eigenes Verschulden oder durch Verschulden

seiner Leute oder sonstiger Personen, deren Tätigkeit zur

Prospektkontrolle herangezogen wurde, erfolgte unrichtige

oder unvollständige Kontrollen.

Ergänzend wird angemerkt, dass eine Haftung des

Prospekt kontrollors nach § 11 Abs. 1 Z 2a KMG auf grobes

Verschulden beschränkt ist.

Treuhänderin

Die Beitrittserklärungen werden zur Annahme an die

UNITED INVESTORS Treuhand GmbH, Am Sandtorkai 48,

20457 Hamburg, Deutschland übermittelt. Diese haftet

nach § 11 Abs. 1 Z 3 KMG, soweit sie oder ihre Leute

die Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben des

Prospektes oder der Prospektkontrolle gekannt haben

oder infolge grober Fahrlässigkeit nicht gekannt haben.

Gemäß § 11 Abs. 6 KMG ist die Prospekthaftung der

Emittentin, der Vermittler und des Prospektkontrollors insgesamt,

mit Ausnahme des nachgewiesenen Vorsatzes,

auf den für die Beteiligung bezahlten Kaufpreis zuzüglich

Spesen und Zinsen, diese gemessen an der Durchschnittsverzinsung

von Anlagen vergleichbarer Bindungsdauer,

begrenzt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen,

Kapitel 1

27


dass etwaige - auch in diesem Prospekt prognostizierte -

Renditen der Veranlagung von dieser Haftung nicht erfasst

sind. Falls die der Ertragsvorschau zugrunde liegenden

steuerlichen Annahmen nicht eintreten sollten, könnten

die dann erreichbaren Rückfl üsse mit hoher Wahrscheinlichkeit

unter den sonst bei Kapital anlagen vergleichbarer

Bindungsdauer am Markt erzielbarer Erträge liegen.

Schadenersatzansprüche aus der Verletzung anderer

gesetzlicher Vorschriften oder aus der Verletzung von Verträgen

bleiben von der in diesem Kapitel dargestellten

Haftung nach Kapitalmarktgesetz unberührt.

28 Kapitel 1


Kapitel 2

Angaben über die Veranlagung

2.01 Die Veranlagungsbedingungen, insbesondere die

Ausstattung der Veranlagung

Die Investoren treten der Emittentin, einer Personengesellschaft

in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft,

über die Treuhänderin als deren Treugeber bei (so

genannte Treugeberkommanditisten); es gelten jeweils die

Bestimmungen des Treuhandvertrages. Nach vollständiger

Leistung des von ihm geschuldeten Beteiligungsbetrages,

frühestens nach Beendigung der Platzierungsphase,

ist jeder Treugeber berechtigt, von der Treuhänderin die

Einräumung der Kommanditistenstellung zu verlangen und

so in die Stellung eines unmittelbar an der Fondsgesellschaft

beteiligten (Direkt-)Kommanditisten zu wechseln.

Gemäß dem Gesellschaftsvertrag ist mit der Beteiligung

an der Fondsgesellschaft eine Beteiligung am Gesellschaftsvermögen,

am Gewinn und Verlust, an einem

etwaigen Auseinandersetzungsguthaben und dem Liquidationserlös

verbunden. Das Entnahmerecht der Investoren

ist insoweit eingeschränkt, dass eine Entnahme einen

Beschluss der Gesellschafter erfordert. Jedem Investor

stehen Mitwirkungsrechte in Form von Informations-,

Stimm- und Kontrollrechten sowie Widerspruchsrechten

nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages und des Treuhandvertrages

zu. Soweit ein Gesellschafterbeschluss

vorliegt, ist das Widerspruchsrecht des einzelnen Kommanditisten

gem. § 164 dHGB abbedungen. Treugeber

haben das volle Stimmrecht in der Gesellschafterversammlung;

sie können auch persönlich an Gesellschafterversammlungen

teilnehmen. Bezüglich der Stimmrechte

hat der Investor ein Weisungsrecht an die Treuhänderin.

Für die Beteiligung sind der diesem Prospekt beigeschlossene

Gesellschaftsvertrag (Beilage 1) und der Treuhandund

Beteiligungsverwaltungsvertrag (Beilage 2) maßgeblich.

Die Beitrittserklärung wird gesondert vom Vertrieb

bereitgestellt bzw. ist auf der Internetseite der Anbieterin

(www.united-investors.de) als Download erhältlich. Mit

der Unterfertigung der Beitrittserklärung bestätigt der

Investor ausdrücklich, den Inhalt dieses Prospektes, des

Gesellschaftsvertrages, des Treuhand- und Beteiligungs-

verwaltungsvertrages vollständig zu kennen und sie als

Grundlage für die Veranlagung anzuerkennen.

Der Zeichnungsbetrag jedes einzelnen Investors soll mindestens

EUR 10.000 betragen und bei hiervon abweichenden

Beträgen ohne Rest durch 1.000 teilbar sein. Vom

Mindestbetrag kann nur mit Zustimmung der geschäftsführenden

Kommanditistin abgewichen werden. Auf den

Zeichnungsbetrag ist ein Agio in Höhe von 5 Prozent zu

zahlen.

Im Unterschied zur Komplementärin, die persönlich und

- mit ihrem Gesellschaftsvermögen - unbegrenzt haftet,

ist die Haftung der der Fondsgesellschaft als Kommanditisten

beitretenden Investoren im Verhältnis zu den Gläubigern

auf die im Handelsregister einzutragende Haftsumme

von 5 Prozent der von ihnen jeweiligen gezeichneten

Kommanditeinlage begrenzt. Diese Haftung des

Investors erlischt, wenn und insoweit er seine gezeichnete

Kommanditeinlage geleistet hat. Eine Nachschusspfl icht

des Investors besteht nicht. Nach vollständiger Einzahlung

der jeweils gezeichneten Kommanditeinlage zuzüglich

Agio besteht auch keine weitere Leistungsverpfl ichtung

der Investoren gegenüber der Fondsgesellschaft.

Die Fondsgesellschaft ist auf unbestimmte Zeit errichtet.

Jeder Gesellschafter kann das Gesellschaftsverhältnis

mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende

eines Geschäftsjahres, erstmals jedoch zum 31. Dezember

2018, ordentlich kündigen. Wenn ein wichtiger Grund

vorliegt, kann das Gesellschaftsverhältnis außerordentlich

fristlos gekündigt werden. Eine Kündigung ist nur wirksam,

wenn sie schriftlich mittels eingeschriebenen Briefes

mit Rückschein an die geschäftsführende Kommanditistin

erfolgt. Bei Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses

scheidet der Investor aus der Fondsgesellschaft aus. Der

Investor scheidet auch aus der Fondsgesellschaft aus,

wenn er aus wichtigem Grund aus der Fondsgesellschaft

ausgeschlossen wird.

In allen Fällen des Ausscheidens hat der Investor einen

Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben, welches

sich nach seinem Anteil an dem Liquidationswert der

Gesellschaft richtet, abzüglich der durch das Ausscheiden

bedingten Kosten, Abgaben und steuerlichen Nach-

Kapitel 2

29


teile. Das Auseinandersetzungsguthaben ist dem Investor

in vier gleichen Halbjahresraten auszuzahlen, wobei die

erste Rate sechs Monate nach der verbindlichen Feststellung

des Auseinandersetzungsguthabens fällig wird. Wird

die wirtschaftliche und insbesondere die Liquiditätslage

der Fondsgesellschaft durch die Auszahlung innerhalb

der genannten Frist gefährdet, ist die Abfi ndung im Laufe

einer angemessenen Frist anzupassen.

Die Investoren können über ihren Kommanditanteil durch

Abtretung oder in sonstiger Weise verfügen. Voraussetzung

hierfür ist die Zustimmung der geschäftsführenden

Kommanditistin und der Treuhandkommanditistin, welche

allerdings nur aus wichtigem Grund verweigert werden

darf.

Die Investoren sind am Ergebnis und Vermögen der

Fondsgesellschaft sowie an der Auszahlung von Liquiditätsüberschüssen

nach dem Gesellschaftsvertrag im

Verhältnis ihrer Kommanditeinlagen bei der Fondsgesellschaft

beteiligt. Die Entnahme von Gewinnanteilen und

die Auszahlung von Liquiditätsüberschüssen setzen einen

entsprechenden Beschluss der Gesellschafter voraus. Die

geschäftsführende Kommanditistin ist bei entsprechender

Liquiditätslage auch ohne einen vorherigen Gesellschafterbeschluss

berechtigt, Vorauszahlungen von überschüssiger

Liquidität an die Gesellschafter vorzunehmen.

Weitere detaillierte Angaben über die Beteiligung werden

in den folgenden Punkten dieses Kapitalmarktprospektes

erläutert.

2.02 Die Zahl-, Einreichungs- und

Hinterlegungsstellen

Zahlstelle für Einzahlungen ist das nachfolgende Sonderkonto

der Emittentin:

Kontonummer: 640629201

IBAN: DE86 2004 0000 0640 6292 01

Bankleitzahl: 200 400 00

BIC: COBADEHHXXX

Bankinstitut: Commerzbank AG

Auszahlungen an die Investoren werden bestimmungsgemäß

von der Emittentin geleistet. Diese steht den Investoren

für allfällige Beanstandungen und Auskünfte zur

Verfügung.

30 Kapitel 2

Da diese Veranlagung nicht durch ein Wertpapier verbrieft

ist, gibt es keine Hinterlegungsstelle und daher auch keine

Depotbank.

2.03 Übersicht über die allenfalls bisher

ausgegebenen Vermögensrechte

Es wurden von der Gesellschaft keine anderen Vermögensrechte

ausgegeben. Die Gesellschaft hat bisher

aufgrund eines öffentlichen Angebotes in Deutschland

Kommanditbeteiligungen an der Gesellschaft

über einen Zeichnungsbetrag von EUR 162.000 (Stand

31.01.2012) ausgegeben. Die Veröffentlichung des deutschen

Verkaufsprospektes vom 10.01.2012 erfolgte am

20.01.2012.

2.04 Rechtsform der Veranlagung (Anteils-, Gläubigerrechte

oder Mischform), Gesamtbetrag,

Stückelung sowie Zweck des Angebotes

Die Gesellschaft ist eine deutsche Kommanditgesellschaft,

ihre Rechtsverhältnisse und ihre Rechtsbe ziehungen zu

den Investoren unterliegen deutschem Recht. Persönlich

haftende Gesellschafterin der Emittentin ist die Verwaltung

S&K Fonds GmbH, mit Sitz in Hamburg, Deutschland.

Die Geschäftsanschrift lautet Rathausmarkt 10,

20095 Hamburg, Deutschland.

Die Beteiligung erfolgt in Form von Kommanditanteilen an

der Emittentin. Der Beitritt der Investoren erfolgt zunächst

über die Treuhänderin. Mit seiner Beitrittserklärung und

dem darin enthaltenen Treuhandauftrag (die Beitrittserklärung

wird gesondert vom Vertrieb bereitgestellt bzw.

ist auf der Internetseite der Anbieterin ( www.united-investors.de)

als Download erhältlich) beauftragt der Investor,

die Treuhänderin für ihn die Kommanditbeteiligung

an der Fondsgesellschaft in eigenem Namen, jedoch

treuhänderisch für Rechnung und Gefahr des Investors zu

halten und zu verwalten.

Der Gesamtbetrag der auszugebenden Kommanditanteile

ist nach dem Gesellschaftsvertrag nicht bestimmt.

Der Gesamtbetrag der in Österreich angebotenen Beteiligungen

ist auf EUR 3.650.000 begrenzt. Die Mindestbeteiligungssumme

beträgt EUR 10.000, hiervon abweichende

Beträge müssen ohne Rest durch 1.000 teilbar

sein.


Die von den Investoren zur Verfügung gestellten Mittel

werden planmäßig in Höhe der gezeichneten Kommanditbeteiligung

als Darlehen an die Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH ausgegeben. Die verbleibenden Beträge, welche

planmäßig dem 5prozentigem Agio entsprechen, werden

zur Begleichung von Vergütungen sowie dem Vorhalten

einer Liquiditätsreserve verwendet. Aus dem Darlehen

wird eine Vergütung über 15,50 Prozent der ausgezahlten

Darlehensbeträge an die Vertriebsgesellschaft UNITED

INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

geleistet.

Zwischen der Fondsgesellschaft und der Darlehensnehmerin

wurde am 21.12.2011 ein Darlehensvertrag über die

Gewährung eines Darlehens in Höhe der von den Investoren

geleisteten Kommanditeinlagen geschlossen.

2.05 Art der Veranlagung

(offene oder geschlossene Form)

Die gegenständliche Veranlagung ist eine geschlossene

Veranlagungsform in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft.

2.06 Art und Anzahl sonstiger Veranlagungsgemeinschaften

des Emittenten oder sonstiger Veranlagungsgemeinschaften,

die auf die Veranlagung

von Einfl uss sein könnten

Die Gesellschaft hat zum Zeitpunkt der Prospektveröffentlichung

keine weiteren Veranlagungsgemeinschaften.

2.07 Angaben der Börsen, an denen die Veranlagung,

die Gegenstand des öffentlichen Angebots

ist, und sonstige Wertpapiere des Emittenten

bereits notieren oder gehandelt werden

Diese Veranlagung wird nicht an Börsen gehandelt.

2.08 Allfällige Haftungserklärungen Dritter für die

Veranlagung

Es bestehen keine Haftungserklärungen Dritter zugunsten

dieser Veranlagung.

2.09 Personen, die das Angebot fest übernommen

haben oder dafür garantieren

Es gibt zurzeit keine Personen, die das Angebot fest übernommen

haben. Es besteht keine Platzierungsgarantie.

2.10 Angaben über Personen, denen das aus der

Emission erworbene Kapital zur wirtschaftlichen

Verfügung zufl ießt, sofern diese Personen nicht

mit dem Emittenten identisch sind

Je nach Verlauf der Platzierung des Kapitals der Fondsgesellschaft

erfolgt die Auszahlung des Darlehens an die

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH. Die Nettoeinnahmen

aus dem Beteiligungsangebot werden zum Erreichen dieses

Investitionszieles alleine ausreichen. Als Nettoeinnahmen

werden dabei die Beträge bezeichnet, die nach dem

Abzug sämtlicher Vergütungen und Nebenkosten von den

Einlagen der Investoren verbleiben, auf den Investitionsplan

unter Punkt 5.02.3.2 auf Seite 49 wird verwiesen. Aus den

Einlagen der Investoren werden somit auch die Kosten für

Konzeption, Projektierung, Prospekterstellung und -druck,

welche die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH als

Leistende berechnet, sowie die Kosten für die Treuhandvergütung,

die die UNITED INVESTORS Treuhand GmbH in

Rechnung stellt, und Kosten der Gründungs-, Rechts- und

allgemeinen Beratung beglichen. Die anfängliche Liquiditätsreserve

wird ebenfalls aus den Nettoeinnahmen bestritten.

Die Aufwendungen für den Vertrieb der Anteile an der

Fondsgesellschaft, womit die UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft

mbH & Co. KG beauftragt wurde,

trägt wirtschaftlich betrachtet die Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH. Diese zahlt für die Vermittlung des Darlehens

eine Vergütung von 15,50 Prozent der an sie ausgezahlten

Darlehensbeträge an die UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft

mbH & Co. KG.

2.11 Die auf die Einkünfte der Veranlagung erhobenen

Steuern

2.11.1 Einleitung

Nachfolgend soll dem Investor ein Überblick über die

wesentlichen Grundlagen der steuerlichen Konzeption

der vorliegenden Veranlagung gegeben werden.

Die Darstellung der steuerlichen Angaben beruht auf der

Annahme, dass der Investor eine in Österreich unbeschränkt

steuerpfl ichtige natürliche Person ist, die ihre

Beteiligung an der Fondsgesellschaft im Privatvermögen

hält und deren Erwerb mit Eigenkapital fi nanziert. Es wird

darüber hinaus die Annahme zugrunde gelegt, dass der

Investor keiner unbeschränkten Steuerpfl icht in Deutsch-

Kapitel 2

31


land oder anderen Staaten unterliegt und keine steuerlich

relevanten Aktivitäten in Deutschland oder anderen Staaten

unterhält, welche die nachfolgende steuerliche Beurteilung

beeinfl ussen können.

Die steuerliche Konzeption und deren Darstellung der

Fondsgesellschaft beruht auf der aktuellen deutschen

Rechtslage unter Berücksichtigung der derzeit geltenden

Steuergesetze sowie der Auffassung der Finanzverwaltung

und Rechtssprechung zum Zeitpunkt der Prospekterstellung.

Änderungen der Gesetze, ihrer Auslegung durch

Gerichte und Finanzverwaltung sowie Änderungen in der

Verwaltungsauffassung können Auswirkungen auf die

steuerliche Beurteilung entfalten.

Die Ausführungen zur steuerlichen Beurteilung des Investors

und, soweit dargestellt, auch der Fondsgesellschaft

basieren auf der in Österreich zum aktuellen Zeitpunkt geltenden

Gesetzeslage sowie der aktuellen Rechtsprechung

und Verwaltungspraxis. Abweichungen in der steuerlichen

Qualifi kation von aus dem Erwerb der gegenständlichen

Kommanditbeteiligung resultierenden Gewinnen und Verlusten

können sich insbesondere durch Gesetzes- oder

Rechtsprechungsänderungen ergeben.

Diese Darstellung erhebt keinen Anspruch auf umfassende

Behandlung aller steuerlichen Aspekte, die für eine Kauf- oder

Verkaufsentscheidung hinsichtlich der Kommanditbeteiligungen

an der Emittentin von Bedeutung sein können, und geht

insbesondere nicht auf die individuellen steuerlichen Verhältnisse

potenzieller Investoren ein. Es kann im individuellen Fall

erforderlich sein, eigene steuerliche Beratung in Anspruch zu

nehmen. Dies ist im Zweifel auch anzuraten.

Die endgültige Feststellung der Besteuerungsgrundlagen

obliegt dem jeweils zuständigen Finanzamt. Eine Haftung

für die von den Gesellschaften angestrebte steuerliche

Behandlung kann daher nicht übernommen werden.

32 Kapitel 2

2.11.2 Besteuerung aus Sicht der Fondsgesellschaft

2.11.2.1 Die Fondsgesellschaft aus deutscher Sicht

Einkunftsart und Ermittlung der Einkünfte

Der Gesellschaftszweck der Fondsgesellschaft ist die Verwaltung

eigenen Vermögens. Dieser Zweck wird durch

die Vergabe eines Darlehens verwirklicht. Es handelt sich

hierbei um eine vermögensverwaltende Tätigkeit im klassischen

Sinne.

Eine Qualifi kation als gewerbliche Tätigkeit im Sinne des

§ 15 Abs. 2 dEStG kommt nur in Betracht, wenn sich die

Tätigkeit der Gesellschaft als eine Beteiligung am allgemeinen

wirtschaftlichen Verkehr darstellt und aufgrund

ihres Umfangs den Rahmen der privaten Vermögensverwaltung

überschreiten würde. Anhaltspunkte hierfür

sind nach Auffassung der Anbieterin nicht gegeben. Eine

gewerbliche Infektion nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 dEStG liegt

ebenso wie eine gewerbliche Prägung nach § 15 Abs. 3

Nr. 2 dEStG nicht vor, so dass die Fondsgesellschaft auch

insoweit keine gewerblichen Einkünfte erzielt.

Da die Hingabe des Darlehens gegen die Gewähr von Zinsen

erfolgt und voraussichtlich auch Zinsen aus der Anlage von

freier Liquidität erzielt werden, erzielt die Fondsgesellschaft

Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 7

dEStG. Da das Darlehen der Fondsgesellschaft grund sätzlich

auch grundbüchlich besichert werden soll, ist davon auszugehen,

dass ein österreichischer Investor einer beschränkten

Einkommensteuerpfl icht in Deutschland unterliegt.

Nach derzeitiger Rechtslage ist die Darlehensnehmerin

bei der Auszahlung von Zinsen nicht verpfl ichtet, eine

Quellensteuer gleich welcher Art einzubehalten.

Die Einkünfte werden auf Ebene der Fondsgesellschaft

grundsätzlich durch den Überschuss der Einnahmen über die

Werbungskosten ermittelt, wobei es für die Zuordnung der

Einnahmen und der Ausgaben zu den einzelnen Wirtschaftsjahren

auf den Zeitpunkt des Zu- bzw. Abfl usses ankommt.

Abzug von Werbungskosten

Der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ist auf

Ebene der Fondsgesellschaft allerdings ausgeschlossen.

Daher geht die Anbieterin davon aus, dass der Frage der


Einkünfteerzielungsabsicht auf Ebene der Fondsgesellschaft

keine Bedeutung mehr zukommt.

Tilgung des Darlehens

Bei der Tilgung des Darlehens an die Fondsgesellschaft

handelt es sich nicht um einen steuerlich relevanten Vorgang,

sie führt nicht zu Einkünften.

Behandlung der Kosten der Fondsinitiation

Im Zusammenhang mit der Initiierung der Fondsgesellschaft

fallen verschiedene Nebenkosten an, die in dem

Investitionsplan der Fondsgesellschaft aufgeführt sind.

Nach Auffassung der deutschen Finanzverwaltung sind

diese Aufwendungen nicht als sofort abzugsfähige Werbungskosten

anzusehen, sondern sind als Anschaffungsnebenkosten

des jeweiligen Investitionsgutes (hier insbesondere

des Darlehens) zu aktivieren. Da das Darlehen

nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind die Anschaffungsnebenkosten

lediglich im Falle eines steuerpfl ichtigen

Veräußerungsgewinnes zu berücksichtigen.

Mögliche Veräußerung der Anteile an der Fondsgesellschaft

Bei einer möglichen Veräußerung von Anteilen an der

Fondsgesellschaft werden steuerlich nicht die Anteile an

der Fondsgesellschaft veräußert, sondern lediglich die

dem Investor anteilig zuzurechnenden Wirtschaftsgüter.

Bei den im Rahmen dieses Beteiligungsangebotes zu

erwartenden Wirtschaftsgütern (Darlehen an die Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH, Guthaben auf Bankkonten)

zählt auch ein Gewinn aus dem Verkauf nach § 20 Abs. 2

dEStG zu den Einkünften aus Kapitalvermögen.

Gewinn ist der Unterschied zwischen Veräußerungspreis

einerseits und den Anschaffungskosten des jeweiligen

Wirtschaftsgutes sowie den mit der Veräußerung in unmittelbarem

Zusammenhang stehenden Aufwendungen

andererseits. Veräußerungsverluste unterliegen Abzugsbeschränkungen.

Zurechnung des Vermögens und der Einkünfte der

Fondsgesellschaft

Das steuerliche Ergebnis wird zunächst auf Ebene der

Fondsgesellschaft ermittelt und anschließend den einzelnen

Investoren zugerechnet. Da das wirtschaftliche

Eigentum in Bezug auf die Beteiligung an der Fondsgesellschaft

nach den Regelungen des Gesellschafts- und

des Treuhandvertrages den Treugebern zuzurechnen ist,

ist diesen für ertragsteuerliche Zwecke sowohl das Vermögen

als auch der Ertrag aus der Beteiligung unmittelbar

zuzurechnen. Daher wird auch nicht zwischen Direktkommanditisten

und Treugeberkommanditisten unterschieden.

Somit erzielen auch die Investoren, die nicht als

Direktkommanditisten in das Handelsregister eingetragen

sind, Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die steuerliche

Ergebnisverteilung orientiert sich an § 39 dAO wie auch

an den gesellschaftsvertraglichen Regelungen, die auch

steuerlich dem Grunde nach anzuerkennen sind. Danach

wird jedem Investor sein anteiliges Ergebnis entsprechend

dem Verhältnis seiner Kapitaleinlage zu den Einlagen der

übrigen Gesellschafter zugerechnet.

Feststellungsverfahren und steuerliche Betriebsprüfung

Im Rahmen der so genannten einheitlichen und gesonderten

Feststellung werden die Einkünfte der Fondsgesellschaft

ermittelt und den beteiligten Gesellschaftern

anteilig zugerechnet. Diese Feststellungbescheide sind

auch für die Wohnsitzfi nanzämter der Investoren bindend.

Voraussichtlich werden die Steuerbescheide der Fondsgesellschaft

unter dem so genannten Vorbehalt der Nachprüfung

ergehen, was bedeutet, dass die Steuerbescheide

einer Überprüfung durch eine steuerliche Betriebsprüfung

unterliegen können.

Deutsche Gewerbesteuer

Die Fondsgesellschaft erzielt keine laufenden Einkünfte

aus Gewerbebetrieb und unterliegt somit nicht der Gewerbesteuer.

Deutsche Umsatzsteuer

Die Tätigkeit der Fondsgesellschaft beschränkt sich auf

die Hingabe eines Darlehens, damit ist sie Unternehmer

im Sinne des Umsatzsteuerrechts. Sie erzielt steuerfreie

Umsätze und ist nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

Kapitel 2

33


2.11.2.2 Die Fondsgesellschaft aus österreichischer

Sicht

Einkunftsart und Ermittlung der Einkünfte

Das vorstehend dargestellte, in Deutschland gültige Transparenzprinzip

gilt auch nach österreichischer Rechtslage.

Somit werden die von der Emittentin erwirtschafteten Einkünfte

direkt den Investoren zugerechnet und bei diesen -

entweder in Österreich, in Deutschland oder in beiden Staaten

- besteuert. Der Investor erzielt somit mittelbar Einkünfte

resultierend aus der Darlehensvergabe der Emittentin.

Auch wenn der Investor nur mittelbar über eine Treuhandgesellschaft

an der Emittentin beteiligt ist, wird er auch

in Österreich steuerlich so behandelt, als ob er unmittelbar

Gesellschafter der Emittentin wäre. Es erfolgt daher

diesfalls ein zweifacher Durchgriff, und zwar durch die

Treuhänderin und durch die Emittentin auf die Einkünfte

resultierend aus der Darlehensgewährung der Emittentin.

Die Emittentin - und somit mittelbar der Investor als Steuersubjekt

– erzielt Einkünfte in Form von Zinsen aus einem

Darlehen. Es handelt sich auch nach österreichischer

Rechtslage um eine vermögensverwaltende Tätigkeit,

welche zu außerbetrieblichen Einkünften führt.

Durch die Hingabe des Darlehens gegen Gewähr von

Zinsen erzielt die Fondsgesellschaft Einkünfte aus Kapitalvermögen

im Sinne des § 27 Abs. 2 Z 2 EStG 1988.

Es liegen Einkünfte aus privaten Darlehen vor, denen kein

Bankgeschäft zugrunde liegt.

In geringem Ausmaß liegen auch Zinsen aus Guthaben bei

Kreditinstituten vor, da die Fondsgesellschaft ihre Liquidität

veranlagt. Derartige Zinserträge sind ebenfalls Einkünfte

aus Kapitalvermögen gem. § 27 Abs. 2 Z 2 EStG.

Die Höhe der in Österreich zu versteuernden Einkünfte ist

dabei unabhängig von der in Deutschland durchgeführten

Einkünftefeststellung ausschließlich nach österreichischem

Steuerrecht durchzuführen.

Abzug von Werbungskosten

Da die Zinseinkünfte den normalen Besteuerungsregeln

unterliegen, können die auf Ebene der Fondsgesellschaft

34 Kapitel 2

entstandenen Werbungskosten abgezogen werden,

soweit diese mit dem Darlehen im Zusammenhang stehen.

Aliquo auf die Bankzinsen entfallende Werbungskosten

sind nicht abzugsfähig.

Tilgung des Darlehens

Bei der Tilgung des Darlehens an die Fondsgesellschaft

handelt es sich nicht um einen steuerlich relevanten Vorgang,

sie führt nicht zu Einkünften.

Behandlung der Kosten der Fondsinitiation

Die im Zusammenhang mit der Initiierung der Fondsgesellschaft

anfallenden Nebenkosten, welche in dem

Investitionsplan der Fondsgesellschaft aufgeführt sind,

können auch nicht sofort als Werbungskosten abgezogen

werden. Sie sind als Anschaffungsnebenkosten des

jeweiligen Investitionsgutes (hier insbesondere: des Darlehens)

zu aktivieren. Da das Darlehen nicht planmäßig

abgeschrieben wird, sind die Anschaffungsnebenkosten

lediglich im Falle eines steuerpfl ichtigen Veräußerungsgewinnes

zu berücksichtigen.

Mögliche Veräußerung der Anteile an der Fondsgesellschaft

Allfällige Gewinne aus dem Vermögensstamm unterliegen

bei einer Veräußerung der Besteuerung zum laufenden

Tarif. Anschaffungsnebenkosten sind ebenso wie Veräußerungskosten

zu berücksichtigen und abzugsfähig. Bei

der vorliegenden Veranlagung sind derartige Gewinne

aber nicht wahrscheinlich, da die Vermögenszuwächse

aus heutiger Sicht ausschließlich aus Zinserträgen

(abzüglich Werbungskosten) bestehen werden.

Eventuelle Veräußerungs- und Abschichtungsverluste

sind nur innerhalb der Einkünfte aus Kapitalvermögen und

dort nur mit Einkünften, die ebenfalls nicht dem besonderen

Steuersatz von 25 Prozent unterliegen, im Rahmen

eines Verlustausgleichs verwertbar. Eine Verlustvortragsmöglichkeit

besteht nicht.

Zurechnung des Vermögens und der Einkünfte der

Fondsgesellschaft

Abweichend von den Regelungen in Deutschland wird

das steuerliche Ergebnis nicht einheitlich auf Ebene der

Fondsgesellschaft ermittelt. Die Ermittlung der Einkünfte


nach deutschem Recht haben keine Bindungswirkung,

sondern können lediglich eine Indizwirkung entfalten.

Somit werden die auf den einzelnen Investor entfallenden

Einkünfte jeweils gesondert ermittelt werden, hierbei

kommen immer nur die Grundsätze des österreichischen

Rechts zum Tragen.

2.11.3 Besteuerung auf Investorenebene

Besteuerung der in Österreich unbeschränkt steuerpfl

ichtigen Investoren in Deutschland

Die grundbüchliche Besicherung führt nach den bundesdeutschen

Regelungen zu einer beschränkten Einkommensteuerpfl

icht der österreichischen Investoren in

Deutschland. Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen

zwischen Österreich und Deutschland steht das Besteuerungsrecht

in diesem Fall allerdings ausschließlich Österreich

zu, daher kommen die bundesdeutschen Regelungen

insoweit nicht zur Anwendung. Da die Darlehensnehmerin

bei einer Qualifi zierung als grundbüchlich gesichertes

Darlehen nicht zum Einbehalt von Quellensteuer

(in Form von Kapitalertragsteuer und dem Solidaritätszuschlag)

verpfl ichtet sein wird, braucht ein österreichischer

Investor kein Erstattungsverfahren betreiben.

Veräußerung der Anteile an der Fondsgesellschaft

Bei einer möglichen Veräußerung von Anteilen an der

Fondsgesellschaft werden steuerlich nicht die Anteile an

der Fondsgesellschaft veräußert, sondern lediglich die

dem Investor anteilig zuzurechnenden Wirtschaftsgüter.

Bei den im Rahmen dieses Beteiligungsangebotes zu

erwartenden Wirtschaftsgütern (Darlehen an die Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH, Guthaben auf Bankkonten)

zählt auch ein Gewinn aus dem Verkauf nach § 20

Abs. 2 dEStG zu den Einkünften aus Kapitalvermögen.

Diese Einkünfte führen nach § 49 dEStG allerdings nicht

zu einer beschränkten Steuerpfl icht in Deutschland. Darüber

hinaus kommen bundesdeutsche Regelungen nicht

zur Anwendung, da die Gewinne aus der Veräußerung der

Anteile an der Fondsgesellschaft nach den Regelungen

des DBA nur in Österreich besteuert werden dürfen.

Erbschaft- und Schenkungsteuer in Deutschland

Ein grundbüchlich gesichertes Darlehen führt aus deutscher

Sicht zu so genanntem Inlandsvermögen und damit

im Falle eines Erbfalles oder einer Schenkung zu einer

beschränkten Erbschaft- und Schenkungsteuerpfl icht.

Bei der Ermittlung der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer

ist ein persönlicher Freibetrag von EUR 2.000 von dem

steuerpfl ichtigen Erwerb abzuziehen. Im Falle einer Erbschaft

kommt für Ehegatten und Kinder ggf. ein zusätzlicher

Versorgungsfreibetrag hinzu. Grundsätzlich werden

Schenkungen und Erbschaften von derselben Person

innerhalb eines 10-Jahres-Zeitraumes zusammengerechnet.

In Abhängigkeit zum Verwandtschaftsgrad und

zusätzlich zur Höhe des Erwerbes kommen dann Steuersätze

zwischen 7 Prozent und 50 Prozent zur Anwendung.

Besteuerung der Investoren in Österreich

Grundsätzlich wird angemerkt, dass Ausschüttungen

bzw. Auszahlungen, welche die Emittentin zu Lasten des

Kapitalkontos des Investors durchführt, steuerneutrale

Entnahmen sind. Für steuerliche Zwecke ist ausschließlich

das nach österreichischen Vorschriften ermittelte

anteilige steuerliche Ergebnis jedes Anlegers relevant.

Es liegen Einkünfte aus (privaten) Darlehen vor, denen

kein Bankgeschäft zugrunde liegt. Demzufolge sind die

Bestimmungen bzw. Neuregelungen des Budgetbegleitgesetzes

2011 für den Investor nicht relevant, da der

besondere Steuersatz von 25 % nicht zur Anwendung

kommt, es erfolgt eine Besteuerung zum Normaltarif

(bis 50 %). Liegen Zinserträge aus ausländischen (deutschen)

Bankguthaben vor, so erfolgt bei diesen – abweichend

von den Darlehenszinsen – eine Besteuerung mit

dem festen Steuersatz von 25 %. In beiden Fällen hat

eine Aufnahme in die Einkommensteuererklärung zu

erfolgen.

Die Steuersätze in Österreich sind progressiv gestaffelt

und betragen zur Zeit:

- bis EUR 11.000,00 Einkommen p. a.: 0 %,

- über EUR 11.000,00 bis EUR 25.000,00 Einkommen p. a.:

36,5 %,

- über EUR 25.000,00 bis EUR 60.000,00 Einkommen p. a.:

43,21 %,

- über EUR 60.000,00 Einkommen p. a.:

50 % Spitzen(Grenz)steuersatz.

Kapitel 2

35


Es ist grundsätzlich die Abgabe einer Einkommensteuererklärung

erforderlich, außer die Einkünfte aus

Kapitalvermögen übersteigen nicht den Bagatellbetrag

von EUR 22 p. a.

Sollte die zinsenauszahlende Stelle in Deutschland einen

Quellensteuerabzug vornehmen, weil sich zum Beispiel

die Rechtslage in Deutschland ändert, hat der österreichische

Investor nach dem DBA einen Anspruch auf Erstattung

der Quellensteuer. Ein Erstattungsantrag ist innerhalb

von vier Jahren zu stellen.

Veräußerung der Anteile an der Fondsgesellschaft

Allfällige Gewinne aus dem Vermögensstamm unterliegen

bei einer Veräußerung der Besteuerung dem laufenden

Tarif. Anschaffungsnebenkosten sind ebenso wie Veräußerungskosten

zu berücksichtigen und abzugsfähig. Bei

der vorliegenden Veranlagung sind derartige Gewinne

aber nicht wahrscheinlich, da die Vermögenszuwächse

aus heutiger Sicht ausschließlich aus Zinserträgen

(abzüglich Werbungskosten) bestehen werden.

Eventuelle Veräußerungs- und Abschichtungsverluste

sind nur innerhalb der Einkünfte aus Kapitalvermögen und

dort nur mit Einkünften, die ebenfalls nicht dem besonderen

Steuersatz von 25 Prozent unterliegen, im Rahmen

eines Verlustausgleichs verwertbar. Eine Verlustvortragsmöglichkeit

besteht nicht.

Erbschaft- und Schenkungsteuer in Österreich

Die österreichischen Regelungen des Erbschaft- und

Schenkungsteuergesetzes zur Besteuerung von Erbschaften

und Schenkungen sind mit 31. Juli 2008 ausgelaufen

und sind somit ab 1. August 2008 nicht mehr

anzuwenden.

Aus österreichischer Sicht kann sich daher bei Vererben

oder Verschenken des KG-Anteils an der Emittentin keine

Steuerbelastung ergeben. Eine allenfalls in Deutschland

bestehende Steuerpfl icht bleibt davon unberührt.

Die Bestimmungen des Schenkungsmeldegesetzes 2008

normieren ab dem 1. August 2008 die Verpfl ichtung,

geschenktes Vermögen der Finanzverwaltung anzuzeigen.

Dadurch sollen zur Sicherung des Abgabenauf-

36 Kapitel 2

kommens Vermögensverschiebungen nachvollziehbar

gemacht werden. Folgende Eckdaten sind zu beachten:

Es besteht u. a. eine Meldepfl icht bei der Schenkung

von Unternehmensanteilen, somit wären die vorliegende

Kommanditbeteiligung sowie die Kapitalbeteiligung an

der Tochtergesellschaft davon betroffen. Die Meldepfl icht

ist abhängig von einer Wertgrenze von EUR 50.000 innerhalb

eines Zeitraums von 12 Monaten bei Schenkungen

zwischen Angehörigen und EUR 15.000 innerhalb eines

Zeitraums von 60 Monaten bei Schenkungen zwischen

Nichtangehörigen.

Die Pfl icht zur Meldung innerhalb von drei Monaten betrifft

Geschenkgeber und Beschenkte inklusive Anwälte oder

Notare. Bei Verstoß gegen die Anzeigeverpfl ichtung sind

Geldstrafen vorgesehen.

2.12 Zeitraum für die Zeichnung

Das Angebot beginnt gemäß § 2 Abs. 1 KMG einen Bankarbeitstag

nach der Veröffentlichung dieses Prospektes und

endet am 31.12.2012. Die geschäftsführende Kommanditistin

hat einerseits das Recht, die Platzierungsphase um

sechs Monate und somit bis zum 30.06.2013 zu verlängern.

Sie hat andererseits das Recht, die Platzierungsphase vor

den vorstehend genannten Zeitpunkten zu beenden, ohne

die Zustimmung der übrigen Gesellschafter einzuholen.

2.13 Etwaige Beschränkungen der Handelbarkeit der

angebotenen Veranlagung und Markt, auf dem sie

gehandelt werden

Die angebotene Beteiligung ist nur eingeschränkt handelbar.

Sie wird nicht an der Börse oder einem sonstigen

geregelten Sekundärmarkt gehandelt. Die entgeltliche

oder unentgeltliche Übertragung einer Kommanditbeteiligung

im Ganzen oder in Teilen auf Dritte ist durch Abtretung

möglich und bedarf der vorherigen Zustimmung der

geschäftsführenden Kommanditistin.

Die Anteile sind vererblich, das Treuhandverhältnis wird

mit den Erben fortgesetzt.


2.14 Vertriebs- und Verwaltungskosten, Managementkosten,

jeweils nach Höhe und Verrechnungsform

2.14.1 Kosten des Investors

Auf den Beteiligungsbetrag ist vom Investor zusätzlich ein

Agio von 5 Prozent zu erbringen. Leistet ein Investor den

Beteiligungsbetrag und das darauf entfallende Agio nicht

fristgerecht, so ist die geschäftsführende Kommanditistin

berechtigt, vom Investor Verzugszinsen in Höhe von

1 Prozent pro Monat zuzüglich eines Ersatzes für weitere

Verzugsschäden zu verlangen. Die Zinspfl icht tritt ein,

ohne dass es einer Mahnung bedarf.

Bei der Beteiligung als Direktkommanditist entstehen

Kosten für die notarielle Beglaubigung der Handelsregistervollmacht,

für die Eintragung in das Handelsregister

sowie für die spätere Löschung aus dem Handelsregister.

Diese Kosten sind von dem Investor selbst zu tragen.

Ebenso trägt der Investor die anfallenden Kosten bei einer

Übertragung der Vermögensanlage und im Falle des Ausscheidens

aus der Fondsgesellschaft, insbesondere Makler-,

Notar-, Gerichts- und Gutachterkosten (ggf. auch im

Zusammenhang mit der Ermittlung des Auseinandersetzungsguthabens).

Im Falle einer Übertragung erhält die Treuhänderin eine

einmalige Verwaltungsgebühr in Höhe von 1 Prozent der

vom Investor gezeichneten Kommanditeinlagen, mindestens

jedoch EUR 100,00, maximal jedoch EUR 250,00,

jeweils zzgl. gesetzlicher deutscher Umsatzsteuer von

dem Treugeber/Kommanditisten. Bei einer Übertragung

oder Belastung seiner Beteiligung hat der Investor die

Fondsgesellschaft von steuerlichen und anderen wirtschaftlichen

Nachteilen freizustellen. Der Investor hat

die Treuhänderin von Verbindlichkeiten, die aus oder im

Zusammenhang mit dem Treuhandverhältnis und der für

den Investor gehaltenen Beteiligung an der Fondsgesellschaft

entstehen, freizuhalten.

Im Zusammenhang mit der Beteiligung können beim

Investor weitere Kosten entstehen, wie Bankgebühren,

Telefongebühren, Porto, Vergütungen für eine persönliche

Treuhandverwaltung, Rechts- und sonstige Beratungskosten,

Kosten für die Teilnahme am schriftlichen

Abstimmungsverfahren oder Reisekosten für die Teilnahme

an körperlichen Gesellschafterversammlungen,

die der jeweilige Investor ebenfalls selbst zu tragen hat.

Zu den sonstigen Beratungskosten zählen auch Kosten

für eine steuerliche Beratung und für die Erstellung von

Steuererklärungen sowie die Kosten, die bei einer Prüfung

des Jahresabschlusses auf Richtigkeit gemäß § 166

Abs. 1 dHGB entstehen. Falls die Vermögensanlage

fremd fi nanziert wird, trägt der Investor die anfallenden

Zinsen, Gebühren, Vorfälligkeitsentschädigungen und

vergleichbare Vergütungen.

Die exakte Höhe der vorstehend genannten Kosten ist

abhängig vom Einzelfall und kann daher nicht angegeben

werden.

2.14.2 Zusammenfassung der einmaligen Vergütungen

Die nachfolgende Darstellung beinhaltet eine Zusammenfassung

der einmaligen Vergütungen in der Investitionsphase,

die in dem nachfolgenden Punkt 2.14.3 näher

erläutert werden.

PROGNOSE: ZUSAMMENFASSUNG DER EINMALIGEN VERGÜTUNGEN

Vergütungen

Absolut in EUR

in Prozent des

Kommanditkapitals

Vermittlungsprovision Darlehen 4.650.000 14,76%

Konzeption und Projektierung 982.000 3,12%

Prospekterstellung und -druck 179.000 0,57%

Treuhandvergütung 179.000 0,57%

Nebenkosten der Veranlagung

Gründungs-, Rechts- und Beratungskosten 144.000 0,46%

Summe 6.134.000 19,47%

Kapitel 2

37


Sowohl die dargestellten Beträge als auch die Angabe „in

Prozent des Eigenkapitals“ beziehen sich dabei auf das

prognostizierte Kapital der Emittentin inklusive des Agios

von 5 Prozent, somit auf insgesamt EUR 31.500.000. Die

Beträge sind auf volle Tausend EUR aufgerundet.

2.14.3 Prognose der einmaligen Kosten der Emittentin

Die Vertriebsgesellschaft, die UNITED INVESTORS

Fondsvertriebsgesellschaft mbH & Co. KG wurde von

der Fondsgesellschaft mit der Platzierung der Beteiligungen

beauftragt. Die Platzierung beinhaltet die Beschaffung

des insgesamt vorgesehenen Gesellschaftskapitals

gemäß Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft durch

Einwerbung von Investoren.

Hierfür erhält sie keine Vergütung von der Fondsgesellschaft.

Die Vertriebsgesellschaft wurde von der Darlehensnehmerin

mit der Vermittlung eines Darlehens beauftragt.

Hierfür erhält sie eine Vergütung von 15,50 Prozent

der ausgezahlten Darlehensbeträge, diese ist in der vorstehenden

Tabelle dargestellt. Da die Höhe des Darlehens

der Höhe des Kommanditkapitals entspricht, kann demnach

im Rahmen einer wirtschaftlichen Betrachtung die

Vergütung an die Vertriebsgesellschaft auch als Vergütung

für den Vertrieb der Anteile an der Fondsgesellschaft und

die Koordinierung des Vertriebes angesehen werden. Die

Vertriebsgesellschaft wird hiervon voraussichtlich bis zu

13 Prozent des Darlehens, dies entspricht prognostizierten

EUR 3.900.000, an dritte Personen oder Gesellschaften

für die Vermittlung der Anteile an der Fondsgesellschaft

an Investoren zahlen.

Die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH als Anbieterin

erhält für die Leistungen im Rahmen der Konzeption

und Projektierung eine einmalige Vergütung in Höhe von

2,75 Prozent der Summe des eingezahlten Gesellschaftskapitals

zzgl. der gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer

von der Fondsgesellschaft, dies entspricht einem prognostizierten

Betrag von insgesamt EUR 982.000. Ferner

erhält die Anbieterin für die Übernahme der Prospekterstellung

sowie die entsprechenden Druckkosten von der

Fondsgesellschaft eine einmalige Vergütung in Höhe von

0,50 Prozent der Summe des eingezahlten Gesellschaftskapitals

zzgl. der gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer,

dies entspricht einem prognostizierten Betrag von inge-

38 Kapitel 2

samt EUR 178.500. Dabei ist die Anbieterin zur Berechnung

von Abschlagszahlungen, die über den zustehenden

Vergütungsanspruch hinausgehen, berechtigt, wenn ihr

nachweislich höhere Aufwendungen entstanden sind.

Die UNITED INVESTORS Treuhand GmbH erhält für Tätigkeiten

als Treuhänderin in der Investitionsphase eine einmalige

Vergütung in Höhe von 0,50 Prozent der Summe

der Kommanditeinlagen der Investoren zzgl. der gesetzlichen

deutschen Umsatzsteuer. Bei dem prognostizierten

Gesellschaftskapital ergibt sich somit eine Vergütung von

insgesamt EUR 178.500.

Für Gründungs-, Rechts- und Beratungskosten sind

EUR 144.000 inkl. gesetzlicher deutscher Umsatzsteuerkalkuliert

worden. Dies entspricht rund 0,48 Prozent des

prognostizierten Gesellschaftskapitals.

2.14.4 Prognose der laufenden Kosten der Emittentin

Die Komplementärin erhält für die Übernahme des Haftungsrisikos

eine jährliche Haftungsvergütung in Höhe

von EUR 5.000 zuzüglich der eventuell anfallenden

gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer, die jeweils zum

31. Dezember eines jeden Jahres fällig ist.

Die Treuhänderin erhält für die Durchführung der Treuhandschaft

bzw. der Beteiligungsverwaltung und die

damit verbundenen Tätigkeiten ab dem Jahr 2013 eine

jährliche Vergütung in Höhe von 0,50 Prozent des gesamten

Kommanditkapitals zzgl. der gesetzlichen deutschen

Umsatzsteuer, somit unter Berücksichtigung der Prognose

jährlich insgesamt EUR 178.500.

Die geschäftsführende Kommanditistin erhält für die

Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung der

Fondsgesellschaft eine Vergütung von 0,15 Prozent der

am Ende des jeweiligen Geschäftsjahres insgesamt eingezahlten

Kommanditeinlagen der Investoren, zzgl. der

gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer. Dies entspricht

einer prognostizierten jährlichen Vergütung von insgesamt

EUR 53.500.

2.15 Angabe der Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung im handelsrechtlichen Jahresabschluss

erfolgt nach den anzuwendenden deutschen gesetzlichen


Vorschriften, insbesondere denen des dHGB. Ein Auseinandersetzungsguthaben

bei Ausscheiden aus der Gesellschaft

(im Falle des Ausschlusses oder der Kündigung

durch den Investor) ermittelt sich nach den Regelungen

des Gesellschaftsvertrages (siehe Beilage 1).

2.16 Angabe allfälliger Belastungen

Es bestehen keine Belastungen, welche über die gewöhnliche

Geschäftstätigkeit einer Kommanditgesellschaft hinausgehen.

2.17 Nähere Bestimmungen über die Erstellung des

Rechnungsabschlusses und etwaiger Rechenschaftsberichte

Zu den Bestimmungen über die Buchführung sowie die

Erstellung des Jahresabschlusses wird auf § 12 des

Gesellschaftsvertrages (Beilage 1) hingewiesen. Danach

hat die geschäftsführende Kommanditistin den Jahresabschluss

nach den Grundsätzen der ordnungsgemäßen

Buchführung sowie den ergänzenden gesetzlichen

Bilanzierungsvorschriften innerhalb von 9 Monaten nach

Abschluss eines jeden Geschäftsjahres und den Gesellschaftern

rechtzeitig vor einer Gesellschafterversammlung

zuzusenden. Auf der Gesellschafterversammlung ist

der Jahresabschluss sodann festzustellen.

Den Investoren ist nach den Regelungen des Gesellschaftsvertrages

vom 05.12.2011 vor der Gesellschafterversammlung

ein Geschäftsbericht zuzusenden, in

dem die Investoren über die Verhältnisse der Emittentin

unterrichtet werden. Diese Geschäftsberichte werden als

Rechenschaftsberichte dienen.

2.18 Bestimmung über die Ausschüttung und Verwendung

des Jahresüberschusses/Jahresgewinnes

Die Entnahme von Gewinnanteilen und die Auszahlung

von Liquiditätsüberschüssen setzen einen entsprechenden

Beschluss der Gesellschafter voraus. Die geschäftsführende

Kommanditistin ist bei entsprechender Liquiditätslage

auch ohne einen vorherigen Gesellschafterbeschluss

berechtigt, Vorauszahlungen von überschüssiger

Liquidität an die Gesellschafter vorzunehmen.

Die Investoren sind am Ergebnis und Vermögen der Emittentin

sowie an der Auszahlung von Liquiditätsüberschüs-

sen nach dem Gesellschaftsvertrag im Verhältnis ihrer

Kommanditeinlagen bei der Emittentin beteiligt. Dabei

sieht der Gesellschaftsvertrag eine besondere Ergebnisverteilung

während der Platzierungsphase vor: So werden

die Investoren während der Platzierungsphase am Aufwand

der Gesellschaft unabhängig von ihrem Beitrittszeitpunkt

beteiligt, dagegen nehmen sie an den Erlösen der

Gesellschaft erst ab dem Monat, der auf die vollständige

Erfüllung ihrer Einlageverpfl ichtung folgt, teil. Dies führt

im Ergebnis dazu, dass dem Investor, der der Fondsgesellschaft

frühzeitig beitritt und seine Einlageverpfl ichtung

erfüllt hat, einen höheren Gewinnanteil zugewiesen

bekommt als ein Investor, der der Fondsgesellschaft erst

zum Ende der Platzierungsphase beitritt. Beispielsweise

ergibt sich für einen Investor, der seiner Einlageverpfl ichtung

im Juli 2012 nachkommt, ab August eine zeitanteilige

Beteiligung an den Erträgen der Fondsgesellschaft. Da

diese Erträge in Form von Zinsen nach den Regelungen

des Darlehensvertrages monatlich ausgezahlt und für Auszahlungen

an die Investoren zur Verfügung stehen werden,

kann insoweit der Investor bereits ab August 2012 an den

liquiden Zufl üssen partizipieren. Daher wird dieser Investor

voraussichtlich im September 2012 eine erste Auszahlung

erhalten. Vorgesehen ist, die Auszahlungen an die Investoren

monatlich nachschüssig vorzunehmen. Auf die beispielhafte

Darstellung eines Auszahlungsverlaufes in dem

unter 5.02.3.5 dargestellten Liquiditätsplan wird verwiesen.

2.19 Letzter Rechenschaftsbericht samt

Bestätigungsvermerk

Der Gesellschaftsvertrag der Emittentin wurde mit Datum

05.12.2011 neu gefasst, die Gesellschaft selbst erst am

28.10.2011 gegründet. Ein Geschäftsbericht für das Jahr

2011 wird nicht erstellt. Eine Verpfl ichtung zur Aufstellung

eines Geschäftsberichtes besteht nach den gesellschaftsvertraglichen

Regelungen nicht. Die Gesellschaft

wird allerdings hiervon unabhängig für die Geschäftsjahre

ab 2012 Geschäftsberichte erstellen und den Investoren

zur Verfügung stellen.

Die zukünftigen Geschäftsberichte werden die Investoren

de tailliert über den Geschäftsverlauf unterrichten, um den

Informationsbedürfnissen der Investoren Rechnung zu

tragen.

Kapitel 2

39


2.20 Darstellung des Kaufpreises der Veranlagung

samt aller Nebenkosten

Der Investor erwirbt die Anteile an der Emittentin zum

Zeichnungsbetrag, dieser soll mindestens EUR 10.000

betragen, hiervon abweichende Beträge müssen ohne

Rest durch 1.000 teilbar sein. Vom Mindestbetrag nach

unten abweichende Zeichnungsbeträge bedürfen der

Zustimmung der geschäftsführenden Kommanditistin.

Der Investor hat zusätzlich ein Agio über 5 Prozent des

Zeichnungsbetrages zu leisten.

Zu den weiteren möglichen Nebenkosten wird auf Punkt

2.14.1 auf Seite 37 verwiesen.

2.21 Art und Umfang einer Absicherung der Veranlagung

durch Eintragung in öffentliche Bücher

Die Veranlagung wird nicht durch eine Eintragung in

öffentliche Bücher abgesichert.

Die Emittentin ist in das Handelsregister des Amtsgerichtes

Hamburg, Deutschland unter der Registernummer

HRA 113877 eingetragen. Eine Erhöhung der Kommanditeinlage

wird von der Gesellschaft dem Handelsregister

zur Eintragung angemeldet und kann somit dem Handelsregister

entnommen werden.

Nach Beendigung der Platzierungsphase hat jeder Investor

unter der Voraussetzung, dass er die von ihm gezeichnete

Kommanditeinlage zuzüglich des Agios an die Fondsgesellschaft

gezahlt hat und er der geschäftsführenden

Kommanditistin eine wirksame, notariell beglaubigte, und

nur aus wichtigem Grund widerrufbare Registervollmacht

unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 dBGB

und dem Recht zur Erteilung von Untervollmachten erteilt

hat, die sich bei einem Wechsel der geschäftsführenden

Kommanditistin ggf. auch auf deren Nachfolgerin erstreckt

und zu allen Anmeldungen bzw. Erklärungen gegenüber

dem Handelsregister in seinem Namen berechtigt, das

Recht, die Übertragung der für ihn treuhänderisch gehaltenen

Kommanditbeteiligung zu verlangen und sich auf

eigene Kosten ins Handelsregister eintragen zu lassen und

damit in die Stellung eines unmittelbar beteiligten Investors

zu wechseln. Die Übertragung erfolgt im Wege der

Sonderrechtsnachfolge und ist aufschiebend bedingt auf

die Eintragung des Investors in das Handelsregister.

40 Kapitel 2

2.22 Angabe über zukünftige Wertentwicklungen der

Veranlagung

Die zukünftige Wertentwicklung der Veranlagung wird

im Wesentlichen von der rechtzeitigen und vollständigen

Zahlung der jeweiligen Darlehenszinsen seitens der Darlehensnehmerin,

der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH,

abhängen. Ob die Darlehensnehmerin hierzu stets in der

Lage sein wird, hängt vor allem von deren wirtschaftlichem

Erfolg ab. Es wird auf die entsprechende Risikodarstellung

unter III.3 ab der Seite 16 verwiesen.

Da die einzelne Investition der Darlehensnehmerin von

den sich ihr bietenden Möglichkeiten abhängt, ist eine

Prognose der Wertentwicklung der Veranlagung mit Unsicherheiten

behaftet. Ein möglicher Verlauf der Wertentwicklung

kann den Ausführungen zu Punkt 5.02.3.4 und

Punkt 5.02.3.5 entnommen werden, wobei insbesondere

auf die auf Seite 13 unter III.1 dargestellten allgemeinen

Prognoserisiken hingewiesen wird.

2.23 Bedingungen und Berechnungen des Ausgabepreises

für Veranlagungen, die nach Schluss der

Emission begeben werden

Die Emittentin wurde ausschließlich zum Zwecke dieser

Veranlagung gegründet. Weitere Emissionen erfolgen

daher nicht.

2.24 Angaben über allfällige Bezugsrechte der

vorhandenen Anleger und deren Bezugsrechte

im Falle einer Erhöhung des Veranlagungsvolumens,

Angaben, in welcher Form die Substanzund

Ertragszuwächse der bestehenden Anleger

gegenüber den neuen Anlegern gesichert sind

Aufgrund der geschlossenen Form der Veranlagung nicht

zutreffend, auf den vorstehenden Punkt 2.23 wird verwiesen.

2.25 Darlegung der Möglichkeiten und Kosten einer

späteren Veräußerung der Veranlagung

Die Investoren können durch gesonderten Vertrag ihren

Kommanditanteil durch Abtretung oder in sonstiger Weise

darüber verfügen. Voraussetzung hierfür ist die Zustimmung

der geschäftsführenden Kommanditistin und der

Treuhandkommanditistin, welche allerdings nur aus wichtigem

Grund verweigert werden darf. Ein wichtiger Grund


liegt insbesondere dann vor, wenn Zahlungsrückstände

des Investors gegenüber der Fondsgesellschaft bestehen,

der Erwerber und der Investor die Fondgesellschaft

nicht von etwaigen steuerlichen Nachteilen aus

dem Gesellschafterwechsel freistellen, durch die Verfügung

nicht glatt durch 1.000 teilbare Beteiligungen

bzw. Beteiligungen unter EUR 10.000 entstehen oder

durch die Verfügung ein wirtschaftlicher oder steuerlicher

Nachteil der Fondsgesellschaft entsteht, für den

der Investor keine angemessene Sicherheit zu stellen

bereit ist.

Der Investor trägt die anfallenden Kosten bei einer Übertragung

des Kommanditanteils, insbesondere Makler-,

Gutachter- und Notarkosten. Im Falle der Übertragung

erhält die Treuhänderin eine Verwaltungsgebühr in Höhe

von 1,00 Prozent des Kommdanditeinlage, maximal

jedoch EUR 250 zzgl. gesetzlicher deutscher Umsatzsteuer

von dem Treugeber/ Kommanditisten.

2.26 Leistungen der Verwaltungsgesellschaft und die

dafür verrechneten Kosten

Für die Veranlagung besteht keine eigene Verwaltungsgesellschaft.

Die Leistungen der Komplementärin und

der geschäftsführenden Kommanditistin sowie die hierfür

verrechneten Kosten sind unter Punkt 2.14.4 auf Seite 38

dargestellt.

2.27 Kündigungsfristen seitens der Verwaltungsgesellschaften

Da keine Verwaltungsgesellschaft besteht, ist keine

Angabe möglich.

Jeder Gesellschafter kann das Gesellschaftsverhältnis

mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum

Ende eines Geschäftsjahres, erstmals jedoch zum 31.

Dezember 2018, ordentlich kündigen. Wenn ein wichtiger

Grund vorliegt, kann das Gesellschaftsverhältnis

außerordentlich fristlos gekündigt werden. Eine Kündigung

ist nur wirksam, wenn sie schriftlich mittels

eingeschriebenen Briefes an die Fondsgesellschaft

erfolgt. Bei Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses

scheidet der Investor aus der Fondsgesellschaft aus,

die Fondsgesellschaft wird mit den übrigen Gesellschaftern

fortgesetzt.

Sollte die Komplementärin ausscheiden, wird durch

Mehrheitsbeschluss der Gesellschafter eine neue Komplementärin

bestimmt, die mit denselben Rechten und

Pfl ichten in die Gesellschaft eintritt. Die Kündigung der

Komplementärin wird erst mit vollzogenem Beitritt der

neuen Komplementärin wirksam.

Scheidet die Treuhänderin aus, so können die Gesellschafter

eine neue Treuhänderin wählen, die im Wege der

Sonderrechtsnachfolge alle Rechte und Pfl ichten der bisherigen

Treuhänderin übernimmt.

2.28 Bestimmungen über die Abwicklung und die

Stellung der Anleger im Insolvenzfall

Im Insolvenzfall der Emittentin ist der Totalverlust des

eingezahlten Kapitals der Investoren nicht ausgeschlossen.

Die Haftung der als Treugeber sowie der als Direktkommanditist

beteiligten Investoren ist auf 5 Prozent der

gezeichneten Kommanditeinlage (Hafteinlage) begrenzt.

In dieser Höhe erfolgt eine Eintragung als Haftsumme in

das Handelsregister. Die Haftung erlischt nach vollständiger

Erbringung der Kommanditeinlage. Weitere Zahlungsoder

Nachschussverpfl ichtungen auf die Kommanditeinlage

bestehen nicht.

Die Haftung des Investors kann gemäß § 172 Abs. 4

dHGB wieder aufl eben, wenn und soweit dem Investor

seine Hafteinlage aufgrund von Auszahlungen, die nicht

aus handelsrechtlichen Gewinnen stammen, zurückgezahlt

wird. Gleiches gilt, wenn Gewinnanteile entnommen

werden, während das Kommanditkapital des Investors

durch Verluste unter den Betrag seiner Hafteinlage

herabgemindert ist oder durch die Entnahme herabgemindert

wird. Hat der Investor seine Kommanditeinlage

zurückerhalten, so besteht für ihn auch nach seinem

Ausscheiden sowie bei Aufl ösung der Fondsgesellschaft

bis zur Höhe der Hafteinlage eine Nachhaftung

für die bei seinem Ausscheiden bereits begründeten

Verbindlichkeiten der Fondsgesellschaft für die Dauer

von fünf Jahren.

2.29 Wertpapierkennnummer (falls vorhanden)

Für die Kommanditbeteiligung werden keine Wertpapiere

ausgegeben, es gibt daher auch keine Wertpapierkennnummer.

Kapitel 2

41


Kapitel 3

Angaben über den Emittenten

3.01 Firma und Sitz des Emittenten, Unternehmensgegenstand

Die Emittentin fi rmiert unter Deutsche S&K Sachwerte

Nr. 2 GmbH & Co. KG, sie hat ihren Sitz in Hamburg,

Deutschland. Die Geschäftsanschrift ist Rathausmarkt

10, 20095 Hamburg, Deutschland.

Der Unternehmensgegenstand der Emittentin ist die Verwaltung

eigenen Vermögens, einschließlich des Erwerbs

und Haltens von Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Die Emittentin ist zu allen Rechtsgeschäften und

Rechtshandlungen berechtigt, die geeignet erscheinen,

den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu

fördern. Ausgenommen sind Tätigkeiten gemäß § 34c der

deutschen Gewerbeordnung, Bankgeschäfte und andere

genehmigungspfl ichtige Dienstleistungen im Sinne des

Kreditwesengesetzes. Die Emittentin kann die zur Erreichung

ihres Zweckes erforderlichen oder zweckmäßigen

Handlungen selbst vornehmen oder durch Dritte vornehmen

lassen (§ 2 Nr. 2 des Gesellschaftsvertrages). Der

Unternehmensgegenstand entspricht auch den wichtigsten

Tätigkeiten der Emittentin. Die Emittentin unterliegt

keiner Aufsicht durch eine Aufsichtsbehörde.

3.02 Eine Darstellung seiner rechtlichen und wirtschaftlichen

Verhältnisse, insbesondere Angaben

zum Grundkapital oder dem Grundkapital entsprechenden

sonstigen Grundkapital, dessen Stückelung

samt Bezeichnung etwaiger verschiedener Gattungen

von Anteilsrechten

Die Emittentin wurde am 28.10.2011 gegründet und ist

unter HRA 113877 in das Handelsregister des Amtsgerichts

Hamburg eingetragen. Die Fondsgesellschaft hat

mit ihrer Eintragung im Handelsregister begonnen und ist

auf unbestimmte Zeit errichtet. Sie unterliegt dem Recht

der Bundesrepublik Deutschland und hat die Rechtsform

einer Kommanditgesellschaft. Der Gesellschaftsvertrag

wurde am 05.12.2011 neu gefasst.

Der Gesellschaftsvertrag der Emittentin regelt die Rechte

und Pfl ichten zwischen den Investoren und der Fonds-

42 Kapitel 3

gesellschaft sowie den Gesellschaftern untereinander im

Einzelnen. Der Gesellschaftsvertrag der Emittentin weicht

– entsprechend der Rechtspraxis bei sogenannten Publikumsgesellschaften

– bei der Aufnahme von Gesellschaftern

(§ 3 des Gesellschaftsvertrages), der Erbringung

von Einlagen (§ 4 des Gesellschaftsvertrages), der

Haftsumme (§ 3 des Gesellschaftsvertrages), der Beteiligung

am Ergebnis, Liquidität und Vermögen sowie der

Entnahmeberechtigung der Gesellschafterkonten (§§ 5

und 13 des Gesellschaftsvertrages), der Gesellschafterkonten

(§ 5 des Gesellschaftsvertrages), den besonderen

Vergütungen und dem Aufwendungsersatz für die

Komplementärin, die geschäftsführende Kommanditistin

und die Treuhänderin (§ 14 des Gesellschaftsvertrages),

dem Investitionsplan (§ 7 des Gesellschaftsvertrages),

der Einberufung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen,

dem Gegenstand und der Fassung von

Gesellschafterbeschlüssen und den sonstigen Mitwirkungsrechten

der Gesellschafter (§§ 9, 10, 11 und 12

des Gesellschaftsvertrages), dem Jahresabschluss (§ 12

des Gesellschaftsvertrages), der Geschäftsführung und

Vertretung der Gesellschaft (§ 8 des Gesellschaftsvertrages),

der Übertragung und Belastung der Beteiligung

(§ 15 des Gesellschaftsvertrages), der Dauer und Kündigung

der Gesellschaft sowie dem Ausschluss und dem

Ausscheiden von Gesellschaftern (§§ 16, 17, 18, 20 und

21 des Gesellschaftsvertrages), den Folgen des Todes

eines Gesellschafters (§ 19 des Gesellschaftsvertrages),

der Aufl ösung der Gesellschaft (§ 21 des Gesellschaftsvertrages),

den Mitteilungspfl ichten der Gesellschafter

(§ 22 des Gesellschaftsvertrages), den Formerfordernissen

für Erklärungen und Mitteilungen (§ 23 des Gesellschaftsvertrages),

der salvatorischen Klausel sowie der

Schriftformklausel und der Regelung zum Gerichtsstand

(§ 24 des Gesellschaftsvertrages) von den gesetzlichen

Regelungen einer Kommanditgesellschaft ab. Die detaillierten

rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sind

dem Gesellschaftsvertrag, der diesem Kapitalmarkprospekt

als Beilage 1 beigefügt ist, zu entnehmen.

Gründungsgesellschafterin und persönlich haftende

Gesellschafterin (Komplementärin) der Emittentin ist

die Verwaltung S&K Fonds GmbH, mit Sitz in Hamburg,

Deutschland. Sie wurde am 10. Juli 2006 gegründet und

am 17. Juli 2007 erstmals in das Handelsregister eingetra-


gen. Nach einer Sitzverlegung wird die Komplementärin

unter HRB 103512 in dem Handelsregister des Amtsgerichts

Hamburg, Deutschland geführt. Das Stammkapital

der Komplementärin in Höhe von EUR 25.000 ist

zur Hälfte eingezahlt. Die Komplementärin ist am Kapital,

am Vermögen und am Ergebnis der Emittentin nicht

beteiligt. Grundsätzlich haftet die Komplementärin unbeschränkt.

Aufgrund ihrer Rechtsform als Gesellschaft mit

beschränkter Haftung (GmbH) ist ihre Haftung allerdings

auf ihr Gesellschaftsvermögen beschränkt.

Ebenfalls Gründungsgesellschafterin ist als geschäftsführende

Kommanditistin die UNITED INVESTORS Real

Estate GmbH, Hamburg, Deutschland, Sie wurde am 24.

September 2007 gegründet und am 15. Oktober 2007

unter HRB 102721 in das Handelsregister des Amtsgerichts

Hamburg, Deutschland eingetragen.

Die Hauptmerkmale der Anteile der Gründungsgesellschafter

weisen folgende Abweichungen zu den Anteilen

der beitretenden Investoren auf. Die geschäftsführende

Kommanditistin ist auch zur Geschäftsführung berechtigt

und verpfl ichtet. Der Komplementärin und der geschäftsführenden

Kommanditistin steht jeweils ein Vergütungsanspruch

zu, diese Vergütungen sind auf der Seite 38

dargestellt. Die Komplementärin leistet keine Einlage,

ihr Anteil an der Gesellschaft vermittelt abweichend von

den Anteilen der Investoren keine Beteiligung am Kapital

und Vermögen der Gesellschaft, sie nimmt auch nicht

am Gewinn und Verlust der Gesellschaft teil. Die Komplementärin

hat kein Stimmrecht. Die Kommanditeinlage der

geschäftsführenden Kommanditistin wurde in voller Höhe

als Hafteinlage in das Handelsregister eingetragen. Darüber

hinaus verfügen die Anteile der Gründungsgesellschafter

über die gleichen Hauptmerkmale wie die Anteile

der Investoren, diese werden auf der Seite 8 dargestellt.

Treuhänderin ist die UNITED INVESTORS Treuhand

GmbH, mit Sitz in Hamburg, Deutschland. Sie ist seit dem

09. Januar 2006 unter HRB 96080 in das Handelsregister

des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. Unternehmensgegenstand

und Hauptgeschäftstätigkeit der Treuhänderin

ist der treuhänderische Erwerb und das treuhänderische

Halten von Anteilen an geschlossenen Fonds sowie

deren Betreuung und Erbringung von Verwaltungsleis-

tungen. Das Kommanditkapital der Treuhänderin kann im

Rahmen dieses Beteiligungsangebotes durch den Beitritt

von Investoren unbegrenzt erhöht werden. Hierzu bedarf

es einer jeweiligen schriftlichen Erklärung der Treuhandkommanditistin

gegenüber der geschäftsführenden Kommanditistin.

Die Treuhänderin ist keine Gründungsgesellschafterin

der Emittentin.

3.03 Mitglieder der Organe der Geschäftsführung, der

Verwaltung und der Aufsicht (Name, Stellung)

Zur Geschäftsführung der Fondsgesellschaft ist ausschließlich

die geschäftsführende Kommanditistin, die

UNITED INVESTORS Real Estate GmbH, berechtigt und

verpfl ichtet. Diese wird von ihren Geschäftsführern Herrn

Frank Ertzinger und Herrn Thomas Gloy vertreten. Die

Komplementärin, Verwaltung S&K Fonds GmbH, ist von

der Geschäftsführung nach den Regelungen des Gesellschaftsvertrages

ausgeschlossen. Zur Geschäftsführung

der Komplementärin sind Herr Hauke Bruhn und Herr

Thomas Gloy bestellt. Die Geschäftsführer können unter

der Geschäftsanschrift der Gesellschaften angeschrieben

werden.

Ein Beirat oder andere Aufsichtsgremien sind gesetzlich

nicht vorgeschrieben, sie sind bei der Emittentin auch

nicht vorgesehen.

3.04 Angabe der Anteilseigner, die in der Geschäftsführung

des Emittenten unmittelbar oder mittelbar

eine beherrschende Rolle ausüben oder

ausüben können

Von wesentlicher Bedeutung für die Fondsgesellschaft

sind (i) die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH,

als Anbieterin, (ii) die UNITED INVESTORS Real Estate

GmbH, als geschäftsführende Kommanditistin, (iii) die

Verwaltung S&K Fonds GmbH als Komplementärin, (iv)

die UNITED INVESTORS Treuhand GmbH als Treuhänderin

sowie (v) die UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft

mbH & Co. KG als Vertriebsgesellschaft. Mit

Ausnahme der UNITED INVESTORS Treuhand GmbH

sind diese Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar mit

der UNITED INVESTORS Holding GmbH kapitalmäßig

verbunden. Bis auf die UNITED INVESTORS Real Estate

GmbH und die Verwaltung S&K Fonds GmbH werden die

Anteile an den vorgenannten Gesellschaften – mittel- oder

Kapitel 3

43


unmittelbar – zu 100 Prozent von der UNITED INVESTORS

Holding GmbH gehalten; an der UNITED INVESTORS

Real Estate GmbH ist als Minderheitsgesellschafter mit

einem Anteil von einem Prozent Herr Hauke Bruhn beteiligt,

an der Verwaltung S&K Fonds GmbH beträgt sein

Anteil zwei Prozent. Herr Bruhn ist zudem Alleingesellschafter

der UNITED INVESTORS Holding GmbH. Weiter

ist Herr Hauke Bruhn alleiniger Gesellschafter der Veod

Beteiligungsholding UG (haftungsbeschränkt) und damit

mittelbar alleiniger Gesellschafter der UNITED INVES-

TORS Treuhand GmbH.

Herr Bruhn ist Geschäftsführer der UNITED INVESTORS

Holding GmbH sowie Geschäftsführer der Anbieterin,

der UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH, sowie

der Komplementärin, der Verwaltung S&K Fonds GmbH.

Herr Bruhn ist zudem alleiniger Geschäftsführer der Veod

Beteiligungsholding UG (haftungsbeschränkt).

3.05 Der letzte Jahresabschluss samt etwaiger

Lageberichte und Bestätigungsvermerke

Ein Jahresabschluss zum 31.12.2011 liegt noch nicht

vor. Da die Fondsgesellschaft am 28.10.2011 gegründet

wurde, werden für die Vorjahre keine Jahresabschlüsse

erstellt.

44 Kapitel 4

Kapitel 4

Angaben über die Depotbank

(falls vorhanden)

Die gegenständliche Beteiligung wird durch kein Wertpapier

verbrieft und kann daher auch auf keinem Depot

hinterlegt werden. Es gibt folglich auch keine Depotbank.


Kapitel 5

Angaben über die wirtschaftliche

Entwicklung und Sonstiges

5.01 Art und Umfang der laufenden Informationen der

Anleger über die wirtschaftliche Entwicklung der

Veranlagung

Jeder Investor erhält über seine gezeichnete Veranlagung

eine von der Treuhänderin unterzeichnete Bestätigung

über die Annahme seiner Beitrittserklärung. Ein gesondertes

Treugeberregister wird nicht geführt.

Innerhalb von neun Monaten nach Abschluss eines jeden

Geschäftsjahres sind von der Geschäftsführung unter

Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

sowie der ergänzenden Bilanzierungsvorschriften

der Jahresabschluss der Fondsgesellschaft sowie die für

die Zwecke der Besteuerung maßgeblichen Steuererklärungen

anzufertigen.

Der Geschäftsbericht einschließlich des Jahresabschlusses

(bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz

und Anhang) wird den Gesellschaftern von der geschäftsführenden

Kommanditistin in Kopie rechtzeitig, spätestens

aber mit Einladung zu der Gesellschafterversammlung,

in der der Jahresabschluss festgestellt werden soll,

zugesandt. Auf den Punkt 2.19 auf Seite 39 wird verwiesen.

5.02 Sonstige Angaben, die für den Anleger erforderlich

sind, um sich ein fundiertes Urteil im Sinne

des § 7 Abs. 1 KMG zu bilden

5.02.1 Die Darlehensnehmerin – Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH

Das von der Fondsgesellschaft auszugebende Darlehen

wird der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH gewährt.

Die Darlehensnehmerin ist Bestandteil der S&K Gruppe,

an deren Spitze die S&K Holding GmbH steht. Zu der

S&K Gruppe zählt auch die S&K Real Estate GmbH, die

als Projektpartner des Beteiligungsangebotes S&K Real

Estate Value Added aus dem Hause UNITED INVESTORS

tätig ist. Weiter ist die Darlehensnehmerin eine Tochtergesellschaft

der Deutsche S&K Sachwert AG, die als Dar-

lehensnehmerin bei dem Vorgängerfonds Deutsche S&K

Sachwerte agiert.

Geleitet wird die S&K Gruppe von den Herren Dr. Jonas

Köller und Stephan Schäfer, die persönlich und mit den

Unternehmen der S&K Gruppe seit 2003 im Bereich des

Immobilienhandels tätig sind. Das Geschäftsumfeld der

S&K Gruppe umfasst vereinfacht dargestellt den günstigen

Ankauf von Immobilien mit dem Ziel, während der

Haltedauer überdurchschnittliche Mieterträge zu erzielen,

die aus einem günstigen Einkaufsfaktor und hohen

Ertragswert resultieren, und diese zeitnah mit Gewinn

wieder zu veräußern. Der Fokus liegt dabei auf wohnwirtschaftlichen

Objekten, die in der Vergangenheit fast ausschließlich

in den westlichen Bundesländern in Deutschland

erworben wurden.

Die Erfahrung der S&K Gruppe im Immobiliengeschäft

zeigt sich insbesondere an dem Volumen, welches seit

2003 bewältigt wurde. Dieses Volumen beläuft sich auf

mehr als EUR 120 Mio., welches teilweise auf eigene

Rechnung und teilweise als Projektpartner für Dritte

erworben wurde. Dieses Volumen wurde auf Zwangsversteigerungen,

aus Bankenverwertungen und durch den

freihändigen Einkauf bewältigt. Neben direkten Immobilieninvestitionen

wurden auch Erfahrungen mit dem Erwerb

von grundbüchlich gesicherten Forderungen gesammelt.

Die Verantwortlichen der S&K Gruppe sind stets auf der

Suche nach einer Erweiterung des Immobiliengeschäftes.

Diese Erweiterungen können auch in Investitionen im

Ausland bestehen.

5.02.2 Die Anbieterin – UNITED INVESTORS

Emissionshaus GmbH

Der Kern des Verständnisses zwischen Kapitalanlegern

und Initiatoren wurde bei der Anbieterin bereits in der Firmierung

festgehalten: Vereinigte Investoren. Hier fi nden

sich Investoren mit Gleichgesinnten, um einen Fonds zu

realisieren. Seit dem Jahr 2006 trägt der Geschäftsführer

und Gesellschafter Hauke Bruhn diesen Gedanken und

richtet das Handeln hiernach aus. Gemeinsam mit Thomas

Gloy wird Hauke Bruhn auch in Zukunft handeln und

die Erfahrung aller Beteiligten zum Besten der Investoren

einsetzen.

Kapitel 5

45


Da ein wichtiges Element der Entscheidung eines Investors

für eine Vermögensanlage auch die Transparenz ist,

mit der ein Anbieter über die bisher angebotenen Vermögensanlagen

nicht nur über die angenehmen Seiten, sondern

auch über die nicht erwartungsgemäß verlaufenen

Geschäfte berichtet, trägt die Anbieterin dieser Erwartung

Rechnung: Über den Verlauf der Vermögensanlagen wird

offen und transparent berichtet.

Die Leistungsbilanz der Anbieterin wurde zuletzt zum

Stichtag 31.12.2008 erstellt und geprüft. Bei den nachfolgend

aufgeführten Game-Fonds dtp Game Portfolio

2006 und dtp Game Portfolio 2007 verzögerte sich der

Abschluss der Prüfung der Bilanzen auf den 31.12.2009

Games-Fonds

Der Erste von der Anbieterin realisierte Fonds ist die dtp

Game Portfolio 2006 Fondsgesellschaft mbH & Co. KG,

welche im Mai 2007 mit einem Kommanditkapital von

rund TEUR 18.416 geschlossen wurde. Die ursprüngliche

Geschäftsführung des Fonds wurde abberufen, seit Mitte

2009 ist Herr Hauke Bruhn zum Geschäftsführer bestellt.

Plan IST Abweichung

Kommanditkapital 10.000 TEUR 18.416 TEUR + 8.416 TEUR

Investitionen 8.570 TEUR 15.751 TEUR + 7.181 TEUR

Fondsabhängige Kosten 1.825 TEUR 3.365 TEUR + 1.540 TEUR

Stand 31.12.2009

Einnahmen 20.172 TEUR 6.604 TEUR - 13.568 TEUR

Einnahmen in % der Produktionskosten 235,37% 41,92% - 193,45%

Auszahlungen an die Investoren bis 2009 15.599 TEUR 6.571 TEUR - 9.028 TEUR

Auszahlungen in % vom Eigenkapital 148,56% 33,98% - 114,58%

Vorläufi ger Stand 31.12.2010

Einnahmen 20.846 TEUR 7.246 TEUR - 13.600 TEUR

Einnahmen in % der Produktionskosten 243,25% 46,04% - 197,21%

Auszahlungen an die Investoren bis 2010 15.815 TEUR 6.571 TEUR - 9.244 TEUR

Auszahlungen in % vom Eigenkapital 158,15% 35,68% - 122,47%

46 Kapitel 5

durch die wirtschaftlich angespannte Situation der beiden

Fonds. Aus diesem Grund hat die Anbieterin bisher keine

Leistungsbilanz auf den 31.12.2009 erstellt, auch die

Erstellung der Leistungsbilanz auf den 31.12.2010 wird

dadurch verzögert. Nachfolgend werden zum Stichtag

31.12.2009 für den dtp Game Portfolio 2007 vorläufi ge

Angaben dargestellt, die Angaben zu den übrigen Fonds

basieren auf endgültigen Bilanzen. Zusätzlich sind vorläufi

ge Angaben zum 31.12.2010 aufgenommen, um ein

aktuelleres Bild zu ermöglichen. Abweichungen von den

vorläufi gen Daten sind möglich. Die zuletzt veröffentlichte

Leistungsbilanz der Anbieterin zum 31.12.2008 ist online

unter www.united-investors.de oder in gedruckter Fassung

bei der Anbieterin erhältlich.

Die wirtschaftliche Situation des Fonds ist unbefriedigend,

ein Verlust von rund 70 Prozent des eingesetzen Kapitals

droht. Zugunsten des Fonds wurde ein Besserungsschein

verhandelt, der eine Kompensation der Mindererträge

durch eine Erlösbeteiligung an dem Projekt „Otherland“

ermöglichen kann.


Bereits kurz nach der Schließung des ersten Fonds wurde

mit der dtp Game Portfolio 2007 Fondsgesellschaft mbH

& Co. KG der zweite Fonds der Anbieterin aufgelegt. Dieser

Fonds wurde im Dezember 2008 mit einem Kommanditkapital

von TEUR 27.771 geschlossen. Die ursprüngliche

Geschäftsführung des Fonds wurde abberufen, seit

Mitte 2009 ist Herr Hauke Bruhn zum Geschäftsführer

Plan IST Abweichung

Kommanditkapital 20.000 TEUR 27.771 TEUR + 7.771 TEUR

Investitionen 17.250 TEUR 23.263 TEUR + 6.013 TEUR

Fondsabhängige Kosten 3.670 TEUR 5.097 TEUR + 1.427 TEUR

Bilanz 31.12.2009

Einnahmen 13.140 TEUR 5.922 TEUR - 7.218 TEUR

Einnahmen in % der Produktionskosten 76,18% 41,20% - 34,98%

Auszahlungen an die Investoren bis 2009 9.915 TEUR 3.682 TEUR - 6.233 TEUR

Auszahlungen in % vom Eigenkapital 47,22% 12,63% - 34,59%

Vorläufi g 31.12.2010

bestellt. Die wirtschaftliche Situation des Fonds ist unbefriedigend,

ein Verlust von rund 85 Prozent des eingesetzen

Kapitals droht. Zugunsten des Fonds wurde ein Besserungsschein

verhandelt, der eine Kompensation der

Mindererträge durch eine Erlösbeteiligung an dem Projekt

„Otherland“ ermöglichen kann.

Einnahmen 31.003 TEUR 7.552 TEUR - 23.451 TEUR

Einnahmen in % der Produktionskosten 179,73% 52,54% - 127,19%

Auszahlungen an die Investoren bis 2010 24.073 TEUR 5.766 TEUR - 18.307 TEUR

Auszahlungen in % vom Eigenkapital, rd. 120,37% 20,76% - 99,61%

Ab Oktober 2009 wurde mit dem UNITED INVESTORS

Game Portfolio 3 Fondsgesellschaft mbH & Co. KG der

dritte Game-Fonds angeboten. Die Platzierung des Eigenkapitals

fällt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der

nachfolgenden Darstellung liegen die Planzahlen in der

Fassung des Nachtrages Nr. 1 vom 07.09.2011 zugrunde.

Immobilien-Fonds

Als dritter Fonds der Anbieterin wurde mit der S&K Real

Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG

der erste Fonds im Immobilien-Bereich angeboten. Mit

der Platzierung des Eigenkapitals wurde im Oktober 2008

begonnen, der Fonds wurde Ende 2009 geschlossen.

Die Auszahlung für das vierte Quartal 2009 über 2,50 Prozent

des Kommanditkapitals wurde im ersten Quartal 2010

getätigt. Die weiteren Auszahlungen erfolgten bis heute

planmäßig, zusätzlich wurden in 2010 die Frühzeichnerverzinsung

sowie eine Sonderauszahlung in Höhe von 1 Prozent

auf das Kommanditkapital an die Investoren geleistet.

Darlehensfonds zur Finanzierung von Immobiliengeschäften

Während die S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft

mbH & Co. KG den Investoren noch eine –über

mehrere Gesellschaften reichende- mittelbare Beteiligung

an dem Immobilienvermögen ermöglichte, wurde bei

den nachfolgenden Fonds eine andere Art der Konzeption

gewählt. Um die steuerlichen Begünstigungen zur

Ab geltungssteuer auf Kapitalerträge auszunutzen, investierten

die nachfolgenden Fonds die Einlagen der Investoren

durch die Ausgabe von Darlehen, die dann ihrerseits

den Darlehensnehmern die Umsetzung der Immobiliengeschäfte

ermöglichten.

Als erster Darlehensfonds wurde mit der Deutsche S&K

Sachwerte GmbH & Co. KG der Nachfolger zum S&K

Real Estate Value Added Fonds initiiert. Mit dem Vertrieb

wurde Anfang Juni 2010 begonnen. Die Platzierung des

Kommanditkapitals erfüllte 2010 nicht die Planungen,

in 2011 konnte dies aber wieder aufgeholt werden. Der

Kapitel 5

47


Fonds wurde zum 31.12.2011 mit einem überplanmäßigem

Kommanditkapital von rund EUR 38.100.000,00

geschlossen.

Ende Juni 2010 folgte mit der Cosmopolitan Estates Mallorca

GmbH & Co. KG ein weiterer Fonds in den Vertrieb.

Die von diesem Fonds gegebenen Darlehen fi nanzieren

die Fertigstellung des Projektes Kameha Bay Portals,

einem 5-Sterne-Luxus-Hotel westlich von Palma de Mallorca.

Dieser Fonds konnte im November 2011 mit einem

Kapital von EUR 10.790.000,00 voll platziert geschlossen

werden. Mit der Fertigstellung des Projektes wird Anfang

2013 gerechnet.

Noch im Dezember 2010 startete der Vertrieb der Metropolitan

Estates Berlin GmbH & Co. KG, welche Immobilieninvestitionen

in Berlin fi nanziert.

Im Jahr 2011 wurden mit der S&K Investment GmbH &

Co. KG sowie der S&K Investment Plan GmbH & Co. KG

zwei weitere Fonds aufgelegt. Diese Fonds fi nanzieren

nicht nur Immobiliengeschäfte, sondern stellen der S&K

Unternehmensgruppe Mittel für deren Wachstum zur Verfügung

und sind daher eher als Private Equity Fonds zu

verstehen.

48 Kapitel 5


5.02.3 DIE WIRTSCHAFTLICHEN

GRUNDLAGEN

5.02.3.1 Allgemeines zum Investitions- und

Finanzierungsplan

Der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft sieht

keine Begrenzung des Kommanditkapitals auf eine

bestimmte Höhe vor. Zum besseren Verständnis wird bei

den nachfolgenden Darstellungen von einem beispiel-

5.02.3.2 Prognose: Investitions- und Finanzierungsplan der Fondsgesellschaft

PROGNOSE: INVESTITIONS- UND FINANZIERUNGSPLAN DER FONDSGESELLSCHAFT

Investitionsplan – Prognose der Mittelverwendung in EUR

Aufwand für den Erwerb des Anlageobjektes

in Prozent des

Kommanditkapitals

1. Darlehen 30.000.000 100,00%

Vergütungen

2. Konzeption und Projektierung 982.000 3,27%

3. Prospekterstellung und -druck 179.000 0,60%

4. Treuhandvergütung 179.000 0,60%

Nebenkosten der Vermögensanlage

haften Gesamtbetrag der Kommanditeinlagen in Höhe

von EUR 30.000.000 ausgegangen. Die tatsächlichen

Investitionsbeträge und die wesentlichen Vergütungen

hängen von den zur Verfügung stehenden Kommanditeinlagen

der Fondsgesellschaft ab. Bei sämtlichen nachfolgend

erläuterten Positionen handelt es sich, soweit

Umsatzsteuer anfällt, um Bruttobeträge, da Umsatzsteuer

bei der Fondsgesellschaft nicht als Vorsteuer abzugsfähig

sein wird. Die Darstellungen dieses Abschnittes können

rundungsbedingte Abweichungen enthalten.

5. Gründungs-, Rechts- und Beratungskosten 144.000 0,48%

6. Liquiditätsreserve 16.000 0,05%

Gesamtinvestition mit Agio 31.500.000 105,00%

* Die prozentualen Angaben enthalten rundungsbedingte Abweichungen.

1. Darlehen

Die Fondsgesellschaft wird den ausgewiesenen Betrag

als Darlehen an die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

ausgeben. Je nach Verlauf der Platzierung des Kapitals

der Fondsgesellschaft und der damit verbundenen Einzahlungen

der Investoren erfolgt die Auszahlung des Darlehens

an die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Deutsche S&K

Sachwert Nr. 2 GmbH insgesamt 15,50 Prozent des Darlehens,

dies entspricht prognostizierten EUR 4,65 Mio.,

an die Vertriebsgesellschaft, die UNITED INVESTORS

Fondsvertriebsgesellschaft mbH & Co. KG als Vergütung

für die Vermittlung des Darlehens leisten wird. Die

Vertriebsgesellschaft wird hiervon voraussichtlich bis zu

13 Prozent des Darlehens, dies entspricht prognostiziert

EUR 3,90 Mio., an dritte Personen oder Gesellschaften

für die Vermittlung der Anteile an der Fondsgesellschaft

an Investoren zahlen. Da die Höhe des Darlehens der

Höhe des Kommanditkapitals entspricht, kann demnach

im Rahmen einer wirtschaftlichen Betrachtung die Vergütung

an die Vertriebsgesellschaft auch als Vergütung für

den Vertrieb der Anteile an der Fondsgesellschaft und die

Koordinierung des Vertriebes angesehen werden.

2. Konzeption und Projektierung

Die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH als Anbieterin

erhält für die Leistungen im Rahmen der Konzeption

und Projektierung eine einmalige Vergütung in Höhe von

2,75 Prozent der Summe des eingezahlten Gesellschaftskapitals

zzgl. der gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer

von der Fondsgesellschaft. Die Vergütung entsteht mit

Kapitel 5

49


dem Beitritt der Investoren und wird fällig nach der entsprechenden

Einzahlung der Kommanditeinlage.

3. Prospekterstellung und -druck

Die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH als

Anbieterin erhält für die Leistungen im Rahmen der Prospekterstellung

und dem Druck des Verkaufsprospektes

eine Vergütung in Höhe von 0,50 Prozent der eingezahlten

Kommanditeinlage zzgl. der gesetzlichen deutschen

Umsatzsteuer von der Fondsgesellschaft. Die Vergütung

entsteht grundsätzlich mit dem Beitritt der Investoren

und wird fällig nach der entsprechenden Einzahlung der

Kommanditeinlage. Die Anbieterin ist zur Berechnung

von Abschlagszahlungen, die über den zustehenden

Ver gütungsanspruch hinausgehen, berechtigt, wenn ihr

nachweislich höhere Aufwendungen entstanden sind.

4. Treuhandvergütung

Von der Fondsgesellschaft erhält die UNITED INVESTORS

Treuhand GmbH für die Tätigkeiten als Treuhänderin in

der Investitionsphase eine Vergütung in Höhe von 0,50

Prozent der Summe der eingezahlten Kommanditeinlagen

der Investoren zzgl. der gesetzlichen deutschen Umsatzsteuer.

Die Vergütung entsteht mit dem Beitritt der Investoren

und wird fällig nach der entsprechenden Einzahlung

der Kommanditeinlage.

5. Gründungs-, Rechts- und Beratungskosten

Diese Position beinhaltet neben den Aufwendungen für

den Gründungsvorgang der Fondsgesellschaft die vereinbarten

bzw. erwarteten Aufwendungen der Fondsgesellschaft

für eine rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche

Beratung in der Gründungsphase. Diese Vergütungen

werden voraussichtlich vollständig zum Beginn des Jahres

2012 entstehen und fällig sein.

50 Kapitel 5

6. Liquiditätsreserve

Als Liquiditätsreserve verbleibt der Betrag, welcher nicht

zur Investition und zur Deckung der vorstehend aufgeführten

Aufwendungen verbraucht wird. Die Liquiditätsreserve

wird einerseits für Mehrkosten der Investitionsphase,

welche den prognostizierten Rahmen überschreiten, und

andererseits zur Zahlung der im Liquiditätsplan vorgesehenen

laufenden Vergütungen (siehe Seite 52), verwendet,

wenn und soweit diese laufenden Ver gütungen nicht aus

Einnahmen der Fondsgesellschaft beglichen werden können.

Die Liquiditätsreserve steht der Fondsgesellschaft

allerdings nicht sofort zur Verfügung, sie entsteht zumindest

rechnerisch über die Platzierungsphase anteilig aus

den Einzahlungen der Investoren.

7. bis 8. Eigenkapital

Das prognostizierte Eigenkapital der Fondsgesellschaft

besteht aus der Kommanditeinlage der UNITED INVES-

TORS Real Estate GmbH als Gründungsgesellschafter

in Höhe von EUR 1.000 und aus den geplanten treuhänderisch

gehaltenen Kommanditeinlagen der beitretenden

Investoren sowie dem von allen Gesellschaftern zu leistenden

5 prozentigen Agio. Insgesamt ist ein Kommanditkapital

von EUR 30.000.000 zuzüglich dem Agio von

EUR 1.500.000, welche als Leistung in die Kapitalrücklage

erfolgen wird, prognostiziert. Beide Positionen ergeben

das ausgewiesene Eigenkapital der Fondsgesellschaft.

Sowohl die Vergütungen als auch die Nebenkosten der

Vermögensanlage (Positionen 2 bis 5) sind handelsrechtlich

als sofort abzugsfähiger Aufwand zu behandeln, steuerrechtlich

geht die Fondsgesellschaft von einer Aktivierung

dieser Positionen aus.


5.02.3.3 Prognose: Komprimierte Darstellung der Mittelverwendung für die Investitionsphase

KOMPRIMIERTE DARSTELLUNG DER MITTELVERWENDUNG

FÜR DIE INVESTITIONSPHASE

Investitionsplan - Prognose der Mittelverwendung in EUR

in Prozent des

Kommanditkapitals

1. Verbleibender Darlehensbetrag 25.350.000 84,50%

2. Fondsabhängige Kosten 6.134.000 20,45%

2.1 Vergütungen 5.990.000 19,97%

2.2 Nebenkosten der Vermögensanlage 144.000 0,48%

3. Liquiditätsreserve 16.000 0,05%

Gesamtinvestition 31.500.000 105,00%

* Die prozentualen Angaben enthalten rundungsbedingte Abweichungen.

Zur weiteren Information werden in der vorstehenden

Darstellung sämtliche Aufwandspositionen des Investitionsplanes

zusammengefasst. Als verbleibendes Darlehen

wird dabei der Betrag des Darlehens ausgewiesen, der

nach Abzug der an die mit dem Vertrieb der Anteile an

der Fondsgesellschaft und der entsprechenden Koordination

beauftragten UNITED INVESTORS Fondsvertriebsgesellschaft

mbH & Co. KG von der Darlehensnehmerin

zu leistenden Beträge verbleibt. Die UNITED INVESTORS

Fondsvertriebsgesellschaft mbH & Co. KG wird einen

wesentlichen Teil ihrer Vergütung von der Deutsche S&K

Sachwert Nr. 2 GmbH (voraussichtlich bis zu 13 Prozent

des Darlehens, entsprechend 13 Prozent des Eigenkapitals

des einzelnen Investors) als Vermittlungsprovision

an andere Personen oder Gesellschaften für deren Vermittlungsleistungen

zahlen. Als Vergütungen werden die

Ziffern 2 bis 4 des unter 5.02.3.2 dargestellten Investitionsplanes

und die von der Deutsche S&K Sachwert

Nr. 2 GmbH zu leistende Vermittlungsprovision ausgewiesen.

Die Nebenkosten der Vermögensanlage bestehen

aus der Ziffer 5 des unter 5.02.3.2 dargestellten Investitionsplanes.

5.02.3.4 Allgemeines zum Liquiditätsund

Ergebnisplan

Bei der vorliegenden Konzeption werden keine unmittelbaren

Immobilieninvestitionen durchgeführt, sondern

es wird von der Fondsgesellschaft ein Darlehen an die

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH ausgegeben, welche

dieses auch an Tochtergesellschaften zur mittelbaren

Investition z. B. in Immobilien weiterleiten kann. Insofern

besteht das Risiko, dass das Darlehen nicht, nur teilweise

oder nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen zurückgezahlt

werden kann. Des Weiteren besteht das Risiko,

dass die vertraglich vereinbarten Zinszahlungen nicht

oder nur teilweise von der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2

GmbH geleistet werden können. Aufgrund der grundsätzlich

vorgesehenen, aber in der Regel nachrangigen Besicherung

der Darlehen besteht zudem das Risiko, dass

andere Gläubiger im Falle einer Verwertung vorrangig

bedient werden und keine bzw. nicht ausreichende Mittel

verfügbar sind, um die Darlehen zurückzuführen oder

den darüber hinausgehenden Zinsanspruch zu bedienen.

Diese Risiken können zu geringeren oder ausbleibenden

Auszahlungen an die Investoren führen, auf die ausführlichere

Darstellung der Risiken unter III wird verwiesen.

Daher sind die folgenden Prognoserechnungen mit einer

entsprechenden Unsicherheit behaftet.

Die Kostenpositionen sind nur zum Teil durch bereits

geschlossene Verträge bestimmt. Sie bemessen sich im

Wesentlichen in Abhängigkeit vom vermittelten und eingezahlten

Kommanditkapital. Ein geringer Anteil der Kosten

steht der Höhe nach bereits fest. Es wird darauf hingewiesen,

dass sich die mit der Prognose verbundenen

Unsicherheiten in den einzelnen Jahren addieren, so dass

der Aussagegehalt der kumulierten Werte in der Spalte

„Gesamt“ mit einer sehr großen Ungewissheit belastet ist.

Aus Vereinfachungsgründen wird davon ausgegangen,

dass sämtliche Aufwendungen im Jahr der wirtschaftlichen

Zugehörigkeit abfl ießen.

Kapitel 5

51


5.02.3.5 Prognose: Liquiditätsplan der Fondsgesellschaft

PROGNOSE: LIQUIDITÄTSPLAN DER FONDSGESELLSCHAFT

Alle Angaben in EUR

A. Kapitalausstattung

1. Kapitalzufl uss

2012 2013 2014 2015 2016 Gesamt

aus Gesellschaftereinlagen

B. Investition

31.500.000 31.500.000

2. Darlehen

C. Einnahmen

- 30.000.000 30.000.000

3. Zinsen

D. Ausgaben

1.507.188 3.975.000 3.975.000 3.975.000 4.536.042 17.968.229

4. Gründungsaufwand - 1.484.000 - 1.484.000

5. Treuhandvergütung 0 - 178.500 - 178.500 - 178.500 - 178.500 - 714.000

6. Geschäftsführung

7. Verwaltungs-

- 53.500 - 53.500 - 53.500 - 53.500 - 53.500 - 267.500

aufwendungen - 43.950 - 43.760 - 44.535 - 45.325 - 46.132 - 223.702

8. Liquidität p.a.

9. Auszahlungen an die

1.425.738 3.699.240 3.698.465 3.697.675 34.257.910

Gesellschafter

in Prozent der

1.365.000 3.600.000 3.600.000 3.600.000 34.614.027 46.779.027

Pfl ichteinlagen

(ohne Agio)

4,55% 12,00% 12,00% 12,00% 115,38% 155,93%

52 Kapitel 5

10. Liquidität kumuliert 60.738 159.978 258.443 356.118 0

1. Kapitalausstattung

Dargestellt werden die Einzahlungen aller Gesellschafter

in die Fondgesellschaft in Höhe von insgesamt

EUR 31.500.000, aus Vereinfachungsgründen wird der

Zufl uss der Einlage der UNITED INVESTORS Real Estate

GmbH ebenfalls im Jahr 2012 dargestellt.

2. Darlehen

Die Fondsgesellschaft wird EUR 30.000.000 als Darlehen

an die Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH geben. In der

Prognoserechnung wird davon ausgegangen, dass das

Darlehen ab Februar 2012 bis Dezember 2012 in Teilbeträgen

ausgezahlt wird. Je nach Verlauf des Zufl usses der

Kommanditeinlagen der Investoren kann sich die Darlehensauszahlung

verzögern oder beschleunigen. Die Tilgung

des Darlehens wird in voller Höhe im Dezember des

Jahres 2016 unterstellt.

3. Zinsen

Die dargestellten Zinseinnahmen entsprechen dem vereinbarten

Zins von 13,25 Prozent, wobei die Zinsen im

Jahr 2012 auf den angenommenen Auszahlungsverlauf

des Darlehens beruhen. In den Zinsen des Jahres 2016 ist

der prognostizierte Bonuszins enthalten. Die Zinszahlungen

werden nicht um die Abgeltungssteuer und dem Solidaritätszuschlag

gemindert, da die Darlehensnehmerin

nicht verpfl ichtet ist, diese Abzugssteuern einzubehalten.

Die mit den Zinsauszahlungen und der Bonität der Darlehensnehmerin

zusammenhängenden Risiken werden ab

Seite 16 dargestellt, auf diese Ausführungen wird verwiesen.

4. Gründungsaufwand

Diese Position fasst den Gründungsaufwand, die Vergütungen

und Honorare der Positionen 2 bis 5 des unter


5.02.3.2 dargestellten Investitionsplanes der Fondsgesellschaft

auch insoweit zusammen wie diese Aufwendungen

bereits in 2011 angefallen sind.

5. Treuhandvergütung

Der UNITED INVESTORS Treuhand GmbH steht für ihre

Tätigkeit als Treuhänderin ab dem Jahr 2013 eine laufende

Vergütung von 0,50 Prozent der Kommanditeinlagen

der Investoren, deren Beteiligung die Treuhänderin

treuhänderisch hält oder verwaltet, zzgl. der gesetzlichen

deutschen Umsatzsteuer zu, welche grundsätzlich vierteljährlich

fällig ist.

6. Geschäftsführung

Der UNITED INVESTORS Real Estate GmbH steht für die

Geschäftsführung der Fondsgesellschaft eine Vergütung

in Höhe von 0,15 Prozent, bezogen auf das zum Ende

eines Jahres vorhandene Kommanditkapital zu. Die Vergütung

versteht sich zzgl. der gesetzlichen deutschen

Umsatzsteuer und ist grundsätzlich vierteljährlich zur

Zahlung fällig.

7. Verwaltungsaufwendungen

In den Verwaltungsaufwendungen sind die typischen Aufwendungen

wie z. B. Jahresabschlusskosten sowie die

Steuerberatung der Fondsgesellschaft und die Haftungsvergütung

für die persönlich haftende Gesellschafterin

der Fondsgesellschaft enthalten. Mit Ausnahme der Haftungsvergütung

wird für die geschätzten Aufwendungen

ab dem Jahr 2013 eine Steigerung von 2,00 Prozent p. a.

angenommen. Die Aufwendungen des Jahres 2011 sind

in dem Jahr 2012 enthalten.

8. Liquidität p. a.

Hier wurden die liquiditätswirksamen Positionen 1 bis 7

zusammengefasst.

9. Auszahlungen

Die vorgesehenen Auszahlungen an die Investoren werden

aus Vereinfachungsgründen vollständig in dem Jahr

der wirtschaftlichen Zugehörigkeit erfasst. Die Auszahlung

für das Jahr 2012 ist als Durchschnitt aller Investoren

zu sehen und basiert auf dem angenommenen Platzierungsverlauf.

Im Jahr 2016 erfolgt die Rückführung der

Kommanditeinlagen und des Agios. Basis der prozentualen

Darstellung ist stets die gesamte Summe der Kommanditeinlagen

(exklusive Agio).

10. Liquidität kumuliert

Ausgewiesen wird der Liquiditätsstand zum Jahresende,

der sich ergibt, wenn der Liquiditätsstand des Vorjahres

um die Veränderung der Liquidität aus dem jeweiligen

Geschäftsjahr erhöht wird. Diese Position zeigt somit den

prognostizierten Stand der Bankkonten der Fondsgesellschaft

zum 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres.

Die steuerlichen Grundlagen

53


54 Unterfertigung nach Kapitalmarktgesetz

Unterfertigung nach Kapitalmarktgesetz

Dieser Prospekt wurde gemeinschaftlich von der Emittentin der gegenständlichen Kapitalanlage im Sinne des § 8

Abs. 1 KMG, der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG mit Sitz und Geschäftsanschrift Rathausmarkt 10,

20095 Hamburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter HRA 113877 und der

Anbieterin, der UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH, mit Sitz und Geschäftsanschrift Rathausmarkt 10, 20095

Hamburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter HRB 96081, gefertigt.

Die Emittentin und die Anbieterin erklären hiermit, dass Ihres Wissens die Angaben des vorliegenden Kapitalmarktprospektes

richtig und vollständig sind und darin keine Tatsachen verschwiegen werden, die die Aussage des Prospektes

verändern können.

Hamburg, den 24. Februar 2012

Frank Ertzinger Thomas Gloy

Geschäftsführer der UNITED INVESTORS Real Estate GmbH, die als geschäftsführende

Kommanditistin die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG vertritt

Hauke Bruhn Thomas Gloy

Geschäftsführer der UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH


Kontrollvermerk des Prospektkontrollors

Wir haben den vorliegenden Prospekt gemäß den Bestimmungen des § 8 Abs. 2 KMG auf seine Richtigkeit und Vollständigkeit

kontrolliert.

Bei der Veranlagung handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung mit entsprechenden Risiken und Chancen,

auf die angeführten wesentlichen Risiken der Veranlagung unter III. wird ausdrücklich verwiesen. Auch ein Totalverlust

des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.

„Der geprüfte Kapitalmarktprospekt entspricht dem Schema C des Kapitalmarktgesetzes (KMG). Der Prospekt enthält

sämtliche Angaben, die entsprechend den Merkmalen der Emittentin und der öffentlich angebotenen Veranlagungen

erforderlich sind, damit die Anleger sich ein fundiertes Urteil über die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die

Finanzlage, die Gewinne und Verluste, die Zukunftsaussichten der Emittentin sowie über die mit diesen Veranlagungen

verbundenen Rechte bilden können. Der Prospekt gibt die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse richtig wieder.“

Wien, am 28.02.2012

Bernardini & Co.

Wirtschaftsprüfung GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Als Prospektkontrollor

Dr. Martin Bernardini

Wirtschaftsprüfer

Kontrollvermerk des Prospektkontrollors

55


GESELLSCHAFTSVERTRAG

zwischen der

und der

Verwaltung S&K Fonds GmbH

- nachfolgend „Komplementärin“ genannt -

UNITED INVESTORS Real-Estate GmbH

- nachfolgend „Geschäftsführende Kommanditistin“ genannt -

§ 1

Rechtsform, Firma, Sitz, Gesellschaftsbeginn

1. Die Gesellschaft ist eine Kommanditgesellschaft.

2. Die Firma der Gesellschaft lautet:

Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

3. Sitz der Gesellschaft ist Hamburg.

4. Die Gesellschaft beginnt mit ihrer Eintragung im Handelsregister.

§ 2

Gegenstand des Unternehmens

1. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens,

einschließlich des Erwerbes und Haltens von Beteiligungen

an anderen Unternehmen.

2. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Handlungen berechtigt,

die erforderlich oder zweckmäßig sind oder geeignet erscheinen,

den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu

fördern. Ausgenommen sind Tätigkeiten gemäß § 34c Gewerbeordnung,

Bankgeschäfte und andere genehmigungspfl ichtige Dienstleistungen

im Sinne des Kreditwesengesetzes. Die Gesellschaft kann die

Geschäfte und Handlungen selbst vornehmen oder durch Dritte vornehmen

lassen.

§ 3

Gesellschafter und Gesellschaftskapital

1. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Verwaltung S&K Fonds

GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 103512

(nachfolgend „Komplementärin“ genannt). Die Komplementärin leistet

keine Einlage und ist am Kapital und Vermögen der Gesellschaft

nicht beteiligt und nimmt am Gewinn und Verlust der Gesellschaft

nicht teil.

2. Kommanditistin ist – vorbehaltlich der Aufnahme weiterer Kommanditisten

gemäß den Regelungen dieses Vertrages – zunächst allein die

UNITED INVESTORS Real-Estate GmbH, eingetragen beim Amtsgericht

Hamburg unter HRB 102721 (nachfolgend „Geschäftsführende

Kommanditistin“ genannt) mit einer Kommanditeinlage in Höhe von

EUR 1.000,00.

Die Komplementärin und die geschäftsführende Kommanditistin werden

zusammen nachfolgend auch als „Gründungsgesellschafter“

bezeichnet.

3. Treuhänderin ist die UNITED INVESTORS Treuhand GmbH, eingetragen

beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 96080 (nachfolgend

„Treuhänderin“ genannt).

4. Die Treuhänderin ist unter Befreiung von den Beschränkungen von

§ 181 BGB ermächtigt, mit Wirkung für und gegen die Gesellschaft

und alle Gesellschafter und ohne Zustimmung der übrigen

Gesellschafter der Gesellschaft unter der aufschiebenden Bedingung

ihrer Eintragung als Kommanditistin in das Handelsregister beizutreten

und das Kommanditkapital der Gesellschaft im Rahmen ihres

56 Beilage 1

Beitritts und anschließend durch Erhöhung ihrer Kommanditeinlage

in einem oder in mehreren Schritten (nachfolgend „weiteres Kommanditkapital“

genannt) zu erhöhen. Hierzu bedarf es jeweils einer

schriftlichen Erklärung der Treuhänderin gegenüber der geschäftsführenden

Kommanditistin.

5. Die Treuhänderin ist berechtigt, das nach vorstehendem Absatz 4

geschaffene weitere Kommanditkapital ganz oder teilweise für Dritte

(nachfolgend „Treugeber“ oder „Investor“ genannt) treuhänderisch

zu erwerben, zu halten und zu verwalten. Sie ist des Weiteren berechtigt,

treuhänderisch gehaltene Beteiligungen an die Treugeber im

Wege der Sonderrechtsnachfolge nach Maßgabe von nachfolgendem

Absatz 14 zu übertragen.

6. Investoren treten der Gesellschaft mittelbar über die Treuhänderin als

deren Treugeber bei. Mit der vom Investor zu unterzeichnenden Beitrittserklärung

beauftragt dieser die Treuhänderin, im eigenen Namen

aber für Rechnung des Investors eine Kommanditbeteiligung an der

Gesellschaft zu erwerben und treuhänderisch für ihn zu halten und

zu verwalten. Die Beitrittserklärung wird mit Annahmeerklärung der

Treuhänderin wirksam. Mit Annahme der Beitrittserklärung kommt

zwischen dem Investor und der Treuhänderin gleichzeitig der diesem

Vertrag als Anlage 1 beigefügte Treuhand- und Verwaltungsvertrag

zustande (nachfolgend „Treuhandvertrag“ genannt), welcher die

weiteren Bedingungen des Treuhandverhältnisses zwischen dem

Investor und der Treuhänderin festlegt.

7. Die Kommanditeinlage eines beitretenden Investors soll mindestens

EUR 10.000,00 betragen und, soweit sie von diesem Betrag abweicht,

durch 1.000 ohne Rest teilbar sein. Hiervon kann nur mit Zustimmung

der geschäftsführenden Kommanditistin abgewichen werden.

8. Zusätzlich zu seiner Kommanditeinlage hat jeder Kommanditist ein

Agio in Höhe von 5 Prozent seiner Kommanditeinlage an die Gesellschaft

zu leisten.

9. Nach der Annahme der Beitrittserklärung eines Investors tritt die

Treuhänderin der Gesellschaft als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage

in Höhe der vom Investor übernommenen Kommanditeinlage,

aufschiebend bedingt auf ihre Eintragung als Kommanditistin in

das Handelsregister bei bzw. - für den Fall, dass die Treuhänderin

bereits Kommanditistin der Gesellschaft ist - erhöht die Treuhänderin

ihre Kommanditeinlage in Höhe der vom Investor übernommenen

Kommanditeinlage durch schriftliche Erklärung gegenüber der

geschäftsführenden Kommanditistin. Dabei ist die Treuhänderin nicht

verpfl ichtet, der Gesellschaft unverzüglich nach Annahme der Beitrittserklärung

eines Investors beizutreten bzw. ihre Kommanditeinlage

zu erhöhen, sondern kann den Beitritt bzw. die Erhöhungen

zeitlich nach ihrem pfl ichtgemäßen Ermessen und auch für mehrere

Investoren gemeinsam vornehmen.

10. Die Berechtigung der Treuhänderin zur Aufnahme von Investoren als

Kommanditisten in die Gesellschaft nach vorstehendem Absatz 6

sowie zur entsprechenden Erhöhung des Kommanditkapitals nach

vorstehendem Absatz 4 beginnt einen Tag nach der durch die Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht gestatteten Veröffentlichung

des Verkaufsprospektes und ist bis zum 31. Dezember 2012 befristet

(nachfolgend „Platzierungsphase“ genannt). Die geschäftsführende

Kommanditistin hat das Recht, die vorgenannte Frist ohne Zustimmung

der weiteren Gesellschafter einmalig um sechs Monate zu verlängern.

Die geschäftsführende Kommanditistin hat auch das Recht, die Platzierungsphase

vor ihrem Ablauf ohne Zustimmung der weiteren Gesellschafter

durch Erklärung gegenüber der Treuhänderin zu beenden.

Vorbehaltlich der nachfolgenden Sätze wird die Gesellschaft mit Ablauf

der Platzierungsphase geschlossen und darf die Treuhänderin danach

weder weitere Investoren in die Gesellschaft aufnehmen, noch das

Kommanditkapital weiter erhöhen. Beitrittserklärungen von Investoren,


die vor dem Ende der Platzierungsphase abgegeben wurden und der

Treuhänderin bis zwei Wochen nach dem Ende der Platzierungsphase

im Original vorliegen, darf die Treuhänderin auch noch nach Ende der

Platzierungsphase annehmen. Für bis zum Ende der Platzierungsphase

oder nach vorstehendem Satz danach angenommene Beitrittserklärungen

darf die Treuhänderin das Kommanditkapital auch noch nach dem

Ende der Platzierungsphase entsprechend erhöhen.

11. Die in das Handelsregister für jeden Kommanditisten/Investor einzutragende

Haftsumme im Sinne von § 171 HGB entspricht 5 Prozent

seiner jeweiligen Kommanditeinlage. Die Haftsumme betrifft die Haftung

des Kommanditisten gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft

und ist von der Verpfl ichtung des Kommanditisten zur Erbringung seiner

Kommanditeinlage zu unterscheiden. Im Verhältnis zu den Gläubigern

der Gesellschaft haften die Kommanditisten nur bis zur Höhe

ihrer im Handelsregister eingetragenen Haftsumme.

12. Im Verhältnis zur Gesellschaft und zu den übrigen Gesellschaftern

werden die mittelbar beitretenden und beteiligten Investoren – soweit

gesetzlich zulässig – wie unmittelbar beteiligte Kommanditisten (in

diesem Vertrag „Direktkommanditisten“ genannt) behandelt, auch

wenn sie nicht im Handelsregister eingetragen sind. Die Bedingungen

dieses Vertrages gelten insofern für Direktkommanditisten und Treugeber

gleichermaßen. Die Treugeber und die Direktkommanditisten

werden in diesem Vertrag zusammen mit der Treuhänderin und den

Gründungsgesellschaftern auch als „Gesellschafter“ bezeichnet.

13. Die Treugeber bilden untereinander weder eine Gesellschaft bürgerlichen

Rechts noch eine Gemeinschaft und haften auch nicht aus

sonstigen Gründen gegenüber der Treuhänderin oder der Gesellschaft

füreinander.

14. Nach Ablauf der Platzierungsphase und Schließung der Gesellschaft

nach vorstehendem Absatz 10 ist jeder Treugeber unter den Voraussetzungen,

dass

(i) er die von ihm übernommene Kommanditeinlage und das darauf

geschuldete Agio in Höhe von 5 Prozent erbracht hat und

(ii) die mit seinem Beitritt korrespondierende Erhöhung der Hafteinlage

der Treuhänderin im Handelsregister eingetragen ist und

(iii) er der geschäftsführenden Kommanditistin und der Komplementärin

eine unwiderrufl iche und über seinen Tod hinaus gültige

notariell beglaubigte Handelsregistervollmacht nach Maßgabe

des diesem Vertrag als Anlage 2 beigefügten Musters erteilt hat,

berechtigt, von der Treuhänderin schriftlich die Übertragung der treuhänderisch

gehaltenen Kommanditbeteiligung im Wege der Sonderrechtsnachfolge

und aufschiebend bedingt auf seine Eintragung als

Kommanditist in das Handelsregister zu verlangen und damit in die

Stellung eines Direktkommanditisten zu wechseln. Die hierfür anfallenden

Kosten hat der jeweilige Treugeber zu tragen und, soweit sie

bei der Treuhänderin oder der Gesellschaft anfallen, diesen entsprechend

zu erstatten.

15. Für die Gesellschafter besteht kein Wettbewerbsverbot.

§ 4

Erbringung der Einlagen

1. Die geschäftsführende Kommanditistin hat ihre Kommanditeinlage

gemäß § 3 Absatz 2 dieses Vertrages mit Abschluss dieses Vertrages

als Bareinlage zu erbringen.

2. Das von der Treuhänderin für die Investoren erworbene Kommanditkapital

und das darauf geschuldete Agio in Höhe von 5 Prozent wird

direkt durch die Zahlungen der Investoren gemäß nachstehendem

Absatz 3 erbracht.

3. Die Investoren haben die von ihnen übernommene Kommanditeinlage

und das darauf geschuldete Agio in Höhe von 5 Prozent vierzehn Tage

nach der Annahme der Beitrittserklärung in bar auf das in der Beitritts-

erklärung angegebene Einzahlungskonto der Gesellschaft einzuzahlen

oder zu überweisen. Für die Rechtzeitigkeit der Zahlung ist der

Eingang auf dem Einzahlungskonto der Gesellschaft maßgeblich.

4. Erbringt ein Investor die von ihm übernommene Kommanditeinlage

und das darauf geschuldete Agio in Höhe von 5 Prozent nicht fristgerecht

gemäß vorstehendem Absatz 3, ist die geschäftsführende Kommanditistin

berechtigt, vom Investor für die Gesellschaft ab Fälligkeit

Verzugszinsen in Höhe von 1 Prozent pro Monat zu verlangen. Die

Zinspfl icht tritt ein, ohne dass es einer weiteren Mahnung bedarf. Die

Geltendmachung weitergehender Schadensersatzansprüche bleibt

vorbehalten.

5. Leistet ein Investor die von ihm übernommene Kommanditeinlage

und das darauf geschuldete Agio in Höhe von 5 Prozent ganz oder

teilweise nicht fristgerecht auf das Einzahlungskonto der Gesellschaft,

so ist die geschäftsführende Kommanditistin nach vorheriger

schriftlicher Mahnung unter Nachfristsetzung mit Ausschlussandrohung

nach Ablauf der Frist berechtigt, die entsprechende Erhöhung

der Kommanditeinlage rückgängig zu machen oder zu reduzieren und

den Investor durch schriftliche Mitteilung aus der Gesellschaft auszuschließen

bzw. seine Kommanditbeteiligung entsprechend herabzusetzen,

ohne dass es eines Gesellschafterbeschlusses bedarf. Bei

einem Ausschluss endet auch das entsprechende Treuhandverhältnis

zwischen der Treuhänderin und dem betreffenden Investor mit Wirksamwerden

des Ausschlusses automatisch.

§ 5

Gesellschafterkonten, Kapitalkonten

1. Für jeden Gesellschafter werden neben einem festen Kapitalkonto, ein

Kapitalrücklagekonto, ein Ergebnissonderkonto sowie ein Entnahmekonto

geführt.

2. Auf dem festen Kapitalkonto wird die jeweilige Kommanditeinlage

des Gesellschafters als Kapitalanteil ausgewiesen. Das feste Kapitalkonto

ist unveränderlich und vorbehaltlich abweichender Regelungen

in diesem Vertrag maßgebend für das Stimmrecht, für die Ergebnisverteilung,

für die Beteiligung am Gesellschaftsvermögen und an der

entnahmefähigen Liquidität sowie für den Anspruch auf das Auseinandersetzungsguthaben

bzw. den Liquidationserlös.

3. Auf dem Kapitalrücklagekonto wird das vom Gesellschafter geleistete

Agio gebucht. Verluste sowie Auszahlungen liquider Überschüsse,

die keinem handelsrechtlichen Gewinn entsprechen, werden auf dem

Kapitalrücklagekonto gebucht, wenn und soweit dieses einen positiven

Saldo aufweist. Die Kapitalrücklage ist entsprechend ergebniswirksam

aufzulösen.

4. Auf dem Ergebnissonderkonto werden die nach § 13 Absatz 1 bis

3 dieses Vertrages dem Gesellschafter zustehenden Gewinnanteile

und auf den Gesellschafter entfallenden Verlustanteile, insoweit diese

nicht bereits auf dem Kapitalrücklagekonto gebucht wurden, gebucht.

Wenn und soweit das Ergebnissonderkonto einen positiven Saldo

aufweist, werden auch Entnahmen des Gesellschafters gemäß § 13

Absatz 4 dieses Vertrages auf diesem Konto gebucht. Ein negativer

Saldo auf dem Ergebnissonderkonto begründet keine Nachschusspfl

icht der Kommanditisten.

5. Auf dem Entnahmekonto werden alle Entnahmen und Auszahlungen

an den Gesellschafter gebucht, soweit sie nicht bereits auf dem

Ergebnissonderkonto gebucht wurden.

6. Die Salden auf den vorgenannten Konten sind unverzinslich.

§ 6

Ausschluss der Nachschusspfl icht

1. Über die Zahlung der jeweils übernommenen Kommanditeinlage

und des darauf zu leistenden Agios hinaus, übernehmen die Kom-

Beilage 1

57


manditisten keine weiteren Zahlungs-, Nachschuss- oder Haftungsverpfl

ichtungen. Die gesetzlichen Regelungen über die Haftung der

Kommanditisten gegenüber Gesellschaftsgläubigern nach §§ 171 ff.

HGB bleiben hiervon unberührt.

2. Der einzelne Gesellschafter ist ohne seine Zustimmung nicht verpfl

ichtet, sich an einer beschlossenen Kapitalerhöhung zu beteiligen.

§ 7

Investitionsplan

1. Vorgesehen ist eine Verwendung des Gesellschaftskapitals wie folgt,

wobei die nachfolgende Darstellung von einem beispielhaften Kommanditkapital

der Gesellschaft von EUR 30.000.000,00 ausgeht:

in EUR

Aufwand für den Erwerb des Anlageobjektes

in % der Kommanditeinlagen

1. Darlehen

Vergütungen

30.000.000 100,00%

2. Konzeption und Projektierung 982.000 3,27%

3. Prospekterstellung und -druck 179.000 0,60%

4. Treuhandvergütung

Nebenkosten der Vermögensanlage

179.000 0,60%

5. Rechts- und Beratungskosten 144.000 0,48%

6. Liquiditätsreserve 16.000 0,05%

Gesamtaufwand 31.500.000 105,00%

Weicht das Kommanditkapital – unter Berücksichtigung einer

et waigen noch nachlaufenden Erhöhung des Kommanditkapitals

gemäß § 3 Absatz 10 Satz 6 dieses Vertrages – bei Schließung der

Gesellschaft von dieser Annahme ab, ergeben sich entsprechende

Abweichungen zum Investitionsplan.

2. Die Gesellschaft plant die Vergabe eines Darlehens an die Deutsche

S&K Sachwert Nr. 2 GmbH, Frankfurt am Main, zur Finanzierung von

Immobiliengeschäften. Das Darlehen wird mit einem festen Zinssatz

ausgestattet sein.

§ 8

Geschäftsführung und Vertretung

1. Zur Geschäftsführung ist ausschließlich die geschäftsführende Kommanditistin

berechtigt und verpfl ichtet.

2. Die Geschäftsführung erstreckt sich auf die Vornahme aller Geschäfte,

die zum üblichen Betrieb der Gesellschaft gehören. Unabhängig

davon bedarf die geschäftsführende Kommanditistin auch keines

zustimmenden Gesellschafterbeschlusses, soweit sie Rechtsgeschäfte,

Handlungen oder Maßnahmen vornimmt, die im Investitionsplan

vorgesehen sind bzw. zu dessen Umsetzung erfolgen.

3. Die Geschäftsführung bedarf für Geschäfte, die über den Rahmen

ihrer in vorstehendem Absatz 2 zugrunde gelegten Geschäftsführungsbefugnis

hinausgehen, eines zustimmenden Gesellschafterbeschlusses.

Dies gilt insbesondere für:

a) Abschluss, Beendigung und Änderung von Unternehmensverträgen

(z.B. Kooperationsverträge und Verlust- und Gewinnübernahmeverträge),

sowie von Verträgen, die Gesellschaftern oder

Dritten in sonstiger Weise eine Beteiligung am Ergebnis oder Vermögen

der Gesellschaft einräumen;

b) Aufnahme von Krediten und Eingehung sonstiger Verbindlichkeiten,

die im Einzelfall EUR 50.000,00 oder bei Aufnahme von

Kontokorrentkrediten EUR 200.000,00 kumuliert übersteigen;

58 Beilage 1

c) Eingehung von Wechselverbindlichkeiten sowie Übernahme

von Bürgschaften und Garantien oder sonstigen Haftungen für

Dritte;

d) Gewährung von Darlehen, hiervon ausgenommen ist das Darlehen,

welches im Investitionsplan bereits vorgesehen ist;

e) alle Verfügungen über Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere

deren Eingehung einschließlich einer Kapitalerhöhung bei

einer bestehenden Beteiligung, deren Veräußerung und Liquidation

in Teilen oder im Ganzen.

f) Erteilung von Pensions- und Versorgungszusagen.

4. Die geschäftsführende Kommanditistin hat die Geschäfte in Übereinstimmung

mit diesem und ihrem eigenen Gesellschaftsvertrag, unter

Beachtung der von den Gesellschaftern gefassten Beschlüsse sowie

mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns im Sinne von § 347

Absatz 1 HGB zu führen. Sie haftet gegenüber den Gesellschaftern

nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Schadensersatzansprüche

gegen die geschäftsführende Kommanditistin sind innerhalb einer

Ausschlussfrist von 6 Monaten nach Bekanntwerden des haftungsbegründenden

Sachverhalts durch eingeschriebenen Brief geltend zu

machen und verjähren drei Jahre nach Bekanntwerden des haftungsbegründenden

Sachverhalts, soweit sie nicht kraft Gesetzes oder

Rechtsprechung einer kürzeren Verjährungsfrist unterliegen.

5. Die geschäftsführende Kommanditistin ist berechtigt, die ihr im Rahmen

der Geschäftsführung übertragenen Aufgaben - soweit gesetzlich

zulässig - teilweise oder ganz auf dritte Personen oder Gesellschaften

(einschließlich mit ihr verbundener Unternehmen im Sinne

der §§ 15 bis 19 AktG) zu übertragen und entsprechende Geschäftsbesorgungsverträge

abzuschließen.

6. Zur Führung der Geschäfte und Vertretung der Gesellschaft nach

außen hat die Komplementärin der geschäftsführenden Kommanditistin

entsprechende Vollmachten zu erteilen. Die Komplementärin und

die geschäftsführende Kommanditistin ebenso wie die Treuhänderin

sowie deren jeweilige Geschäftsführer sind von den Beschränkungen

des § 181 BGB befreit.

7. Das Recht der Kommanditisten gemäß § 164 Satz 1 Halbsatz 2

HGB einer Geschäftsführungsmaßnahme dann widersprechen zu

können, wenn diese über den gewöhnlichen Betrieb des Handelsgewerbes

der Gesellschaft hinausgeht, bleibt hinsichtlich derjenigen

Geschäftsführungsmaßnahmen bestehen, die über den in vorstehendem

Absatz 2 festgelegten Rahmen der Geschäftsführerbefugnis

hinausgehen und denen nicht durch Gesellschafterbeschluss

zugestimmt wurde. Im Übrigen ist § 164 Satz 1 Halbsatz 2 HGB

ausgeschlossen.

8. Die geschäftsführende Kommanditistin wird die Treuhänderin über

die wesentlichen Geschäftsvorfälle und wesentlichen wirtschaftlichen

Eckdaten der Gesellschaft informiert halten.

§ 9

Gesellschafterversammlungen

1. Gesellschafterversammlungen sollen grundsätzlich im Wege eines

schriftlichen Abstimmungsverfahrens abgehalten werden. Zur Einleitung

eines schriftlichen Abstimmungsverfahrens ist den Gesellschaftern

durch die geschäftsführende Kommanditistin die Aufforderung

zur Abstimmung im schriftlichen Verfahren zu übersenden. Dabei

sind das schriftliche Abstimmungsverfahren und die Abstimmungsgegenstände

mit einer Erläuterung der geschäftsführenden Kommanditistin

bekannt zu geben. Die Stimmabgabe der Gesellschafter muss

bei ordentlichen schriftlichen Abstimmungsverfahren innerhalb von

vier Wochen bzw. bei außerordentlichen schriftlichen Abstimmungsverfahren

innerhalb von zwei Wochen nach Absendung der Abstimmungsaufforderung

bei der Gesellschaft eingehen. Die Auszählung


2.

der Stimmen sowie die Feststellung der Fassung oder Ablehnung der

zur Abstimmung gestellten Beschlüsse erfolgt durch die geschäftsführende

Kommanditistin.

Widersprechen Gesellschafter, die zusammen mindestens 5 Prozent

des Kommanditkapitals vertreten, unverzüglich nach Erhalt der Aufforderung

zur Abstimmung im schriftlichen Abstimmungsverfahren

diesem Verfahren schriftlich, so hat die Geschäftsführung eine körperliche

Gesellschafterversammlung einzuberufen. Unabhängig davon

ist die Geschäftsführung frei, statt der Einleitung eines schriftlichen

Abstimmungsverfahrens eine körperliche Gesellschafterversammlung

einzuberufen.

3. Mindestens einmal jährlich bis spätestens zum 31. Oktober eines

jeden Jahres soll ein ordentliches schriftliches Abstimmungsverfahren

stattfi nden. Vorstehender Absatz 2 gilt entsprechend.

4. Außerordentliche schriftliche Abstimmungsverfahren fi nden auf

5.

Antrag der geschäftsführenden Kommanditistin statt, wenn es das

Interesse der Gesellschaft erfordert. Des Weiteren können Gesellschafter,

die zusammen mindestens 25 Prozent des Kommanditkapitals

auf sich vereinigen, durch schriftlichen an die geschäftsführende

Kommanditistin gerichteten Antrag ein außerordentliches schriftliches

Abstimmungsverfahren oder eine außerordentliche körperliche

Gesellschafterversammlung aus wichtigem Grund verlangen. Bei

einem derartigen Antrag muss ein wichtiger Grund vorliegen, der im

Antrag zu nennen und zu begründen ist. Die geschäftsführende Kommanditistin

kann bei unbegründeten Anträgen die Einberufung der

Gesellschafterversammlung ablehnen. Ansonsten ist die geschäftsführende

Kommanditistin verpfl ichtet, der Aufforderung binnen zwei

Wochen durch Einleitung des außerordentlichen schriftlichen Abstimmungsverfahrens

bzw. der Einladung zu einer außerordentlichen

körperlichen Gesellschafterversammlung nachzukommen. Sollte die

geschäftsführende Kommanditistin dieser Verpfl ichtung nicht fristgerecht

nachkommen, so sind die Gesellschafter, die den Antrag gestellt

haben, selbst berechtigt, ein außerordentliches schriftliches Abstimmungsverfahren

bzw. eine außerordentliche körperliche Gesellschafterversammlung

form- und fristgerecht gemäß den Bestimmungen

dieses Vertrages einzuleiten bzw. einzuberufen. Der vorstehende

Absatz 2 gilt für außerordentliche schriftliche Abstimmungsverfahren

entsprechend.

Muss nach einem Widerspruch gegen ein schriftliches Abstimmungsverfahren

gemäß vorstehendem Absatz 2 Satz 1 anstelle des schriftlichen

Abstimmungsverfahrens zu einer körperlichen Gesellschafterversammlung

eingeladen werden oder macht die geschäftsführende

Kommanditistin von ihrem Recht nach vorstehendem Absatz 2 Satz

2 Gebrauch, statt des schriftlichen Abstimmungsverfahrens eine körperliche

Gesellschafterversammlung einzuberufen oder ist auf Grund

eines Gesellschafterantrags gemäß vorstehendem Absatz 4 Satz 2

eine außerordentliche körperliche Gesellschafterversammlung einzuberufen,

so erfolgt die Einberufung der körperlichen Gesellschafterversammlung

schriftlich durch die geschäftsführende Kommanditistin

unter Bekanntgabe der Tagesordnung und Wahrung einer Frist von

drei Wochen bei einer ordentlichen körperlichen Gesellschafterversammlung

bzw. von zehn Tagen bei einer außerordentlichen körperlichen

Gesellschafterversammlung jeweils einschließlich des Tages der

Absendung der Einberufung an die Gesellschafter sowie des Tages

der Versammlung.

6. Die Aufforderung zur schriftlichen Stimmabgabe bzw. die Einladung

zur Gesellschafterversammlung erfolgt an die von den Gesellschaftern

der Gesellschaft jeweils zuletzt gemäß § 22 dieses Vertrages mitgeteilte

Anschrift.

7. Der Ort körperlicher Gesellschafterversammlungen ist am Sitz der

Gesellschaft.

8. Körperliche Gesellschafterversammlungen sind von einem der

Geschäftsführer der Komplementärin oder der geschäftsführenden

Kommanditistin zu leiten. Ist kein Geschäftsführer der Komplementärin

oder der geschäftsführenden Kommanditistin anwesend, so ist ein

Versammlungsleiter durch die Gesellschafterversammlung zu bestimmen.

§ 10

Gegenstand der Beschlussfassung der Gesellschafter

Die Gesellschafter beschließen außer in den ihr durch Gesetz und den ihr

im Übrigen in diesem Vertrag zugewiesenen Angelegenheiten, insbesondere

über die folgenden Gegenstände:

a) Feststellung des Jahresabschlusses;

b) Verwendung von Gewinnen und Liquiditätsüberschüssen;

c) Entlastung der Komplementärin, der geschäftsführenden Kommanditistin

sowie der Treuhänderin;

d) Wahl des Abschlussprüfers für eine gesetzliche Pfl ichtprüfung

oder eine freiwillige Prüfung;

e) Ausschluss eines Gesellschafters mit Ausnahme des in § 4

Absatz 5 dieses Vertrages genannten Falles;

f) Änderung des Gesellschaftsvertrages;

g) Aufl ösung der Gesellschaft;

h) Umwandlungen nach dem Umwandlungsgesetz, Veräußerungen

des im Wesentlichen gesamten Gesellschaftsvermögens,

Ausgliederung des Geschäftsbetriebes der Gesellschaft durch

Übertragung auf Dritte oder die sonstige Aufgabe des Geschäftsbetriebes;

i) Erhöhungen des Gesellschaftskapitals mit Ausnahme der in § 3

Absatz 4 dieses Vertrages genannten Kapitalerhöhungen;

j) Aufnahme neuer Gesellschafter mit Ausnahme des in § 3 Absatz

4 und 5 dieses Vertrages genannten Beitritts der Treuhänderin

und von Investoren im Rahmen der Platzierung des weiteren

Kommanditkapitals bis zur Schließung der Gesellschaft.

§ 11

Beschlussfassungen

1. Die Gesellschafter beschließen über die in diesem Vertrag und im

Gesetz vorgesehenen Fälle durch Beschlussfassung. Die Gesellschafter

beschließen grundsätzlich im schriftlichen Abstimmungsverfahren

und nur (i) bei Widerspruch gegen dieses Verfahren gemäß § 9 Absatz

2 Satz 1 dieses Vertrages oder (ii) wenn die geschäftsführende Kommanditistin

von ihrer Wahlmöglichkeit nach § 9 Absatz 2 Satz 2 dieses

Vertrages Gebrauch macht oder (iii) auf entsprechenden Gesellschafterantrag

nach § 9 Absatz 4 Satz 2 in körperlichen Gesellschafterversammlungen.

2. Für die Beschlussfähigkeit im schriftlichen Abstimmungsverfahren ist

es erforderlich, dass alle Gesellschafter ordnungsgemäß zur schriftlichen

Stimmabgabe aufgefordert wurden und wenigstens 25 Prozent

aller Stimmen an der Abstimmung teilgenommen haben. Die

körperliche Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn

sämtliche Gesellschafter ordnungsgemäß geladen und wenigstens

25 Prozent aller Stimmen anwesend oder vertreten sind. Fehlt es an

der Beschlussfähigkeit, so ist ein neues schriftliches Abstimmungsverfahren

bzw. eine neue körperliche Gesellschafterversammlung mit

denselben Abstimmungsgegenständen bzw. derselben Tagesordnung

einzuleiten bzw. einzuberufen. Bei diesem neuen schriftlichen Abstimmungsverfahren

bzw. dieser neuen körperlichen Gesellschafterversammlung

ist die Beschlussfähigkeit nur noch daran geknüpft, dass

alle Gesellschafter gemäß § 9 dieses Vertrages ordnungsgemäß zur

schriftlichen Stimmabgabe aufgefordert wurden bzw. ordnungsgemäß

zur körperlichen Gesellschafterversammlung geladen wurden, worauf

in der Aufforderung bzw. Einladung ausdrücklich hinzuweisen ist.

Beilage 1

59


3. Alle Gesellschafterbeschlüsse bedürfen der einfachen Mehrheit der

abgegebenen Stimmen, sofern nicht in diesem Vertrag etwas anderes

geregelt ist oder das Gesetz zwingend eine höhere Mehrheit vorsieht.

Beschlüsse über Gegenstände nach § 10 Buchstabe f) bis h) dieses

Vertrages bedürfen einer Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen

Stimmen.

4. Stimmenthaltungen und verspätete oder aus anderen Gründen ungültige

Stimmen gelten als nicht abgegebene Stimmen, zählen bei der

Beschlussfähigkeit aber mit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als

abgelehnt.

5. Das Stimmrecht der Gesellschafter bestimmt sich nach dem festen

Kapitalkonto. Auf je EUR 1.000,00 der Beteiligung am Kommanditkapital

der Gesellschaft entfällt eine Stimme. Die Komplementärin hat

kein Stimmrecht.

6. Die Gesellschafter sind berechtigt, sich bei der schriftlichen Abgabe

ihrer Stimme und in körperlichen Gesellschafterversammlungen durch

eine mit schriftlicher Vertretungs- und Stimmrechtsvollmacht versehene

Person vertreten zu lassen. Die Treuhänderin ist generell bevollmächtigt,

die der Gesellschaft beigetretenen Treugeber im schriftlichen

Abstimmungsverfahren und in körperlichen Gesellschafterversammlungen

zu vertreten und ihr Stimmrecht auszuüben, ohne dass

es der Vorlage einer gesonderten Vollmacht bedarf. Hiervon unberührt

haben die Treugeber das Recht, ihr Stimmrecht selbst oder durch

einen im vorstehenden Satz 1 genannten Bevollmächtigten auszuüben.

Die Treuhänderin erteilt hiermit den Treugebern hinsichtlich der

jeweils für sie treuhänderisch gehaltenen Beteiligung eine entsprechende

Stimmrechtsvollmacht mit dem Recht, Untervollmacht zu

erteilen.

7. Ein Bevollmächtigter, der mehrere Gesellschafter bei der Stimmabgabe

vertritt, kann, soweit ihm entsprechende Weisungen erteilt wurden,

voneinander abweichende Stimmen abgeben. Die Treuhänderin

ist berechtigt, ihr Stimmrecht unterschiedlich entsprechend den

Kapitalanteilen der von ihr vertretenen Treugeber auszuüben und zwar

nach Maßgabe der ihr von den Treugebern erteilten Weisungen. Im

Übrigen kann ein Gesellschafter sein Stimmrecht nur einheitlich ausüben.

8. Schriftliche Abstimmungsverfahren und körperliche Gesellschafterversammlungen

sowie die darin gefassten oder abgelehnten

Beschlüsse sind einschließlich des Abstimmungsergebnisses (abgegebene

Stimmen, Zustimmung, Ablehnung, Enthaltung) zu protokollieren.

Das Protokoll ist bei schriftlichen Abstimmungsverfahren von

der geschäftsführenden Kommanditistin bzw. bei körperlichen Gesellschafterversammlungen

von deren Leiter zu unterzeichnen und den

Gesellschaftern unverzüglich zu übersenden. Die geschäftsführende

Kommanditistin kann die Treuhänderin mit der Übernahme dieser Aufgaben

beauftragen.

9. Einwendungen gegen das Protokoll sind innerhalb einer Ausschlussfrist

von einem Monat nach Zugang des Protokolls beim jeweiligen

Gesellschafter schriftlich gegenüber der Gesellschaft zu erklären.

Über die Einwendungen ist im Rahmen des nächsten schriftlichen

Abstimmungsverfahrens bzw. der nächsten körperlichen Gesellschafterversammlung

zu entscheiden.

10. Die Unwirksamkeit oder Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses

kann nur binnen einer Ausschlussfrist von einem Monat nach

Zugang des Protokolls über das schriftliche Abstimmungsverfahren

bzw. die körperliche Gesellschafterversammlung, in dem bzw. der

der Beschluss gefasst wurde, beim Gesellschafter, spätestens aber

drei Monate nach der Feststellung des schriftlichen Abstimmungsergebnisses

bzw. dem Tag der Beschlussfassung in einer körperlichen

Gesellschafterversammlung, gerichtlich geltend gemacht werden.

Nach Ablauf der Frist gilt ein etwaiger Mangel als geheilt.

60 Beilage 1

§ 12

Geschäftsjahr, Jahresabschluss

1. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Das erste

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist ein Rumpfgeschäftsjahr und endet

am 31. Dezember 2011.

2. Innerhalb von neun Monaten nach Abschluss eines jeden Geschäftsjahres

ist von der geschäftsführenden Kommanditistin – unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der

gesetzlichen Bilanzierungsvorschriften – der Jahresabschluss für die

Gesellschaft aufzustellen und zu unterzeichnen.

3. Der Jahresabschluss kann, soweit keine gesetzliche Abschlussprüfung

vorgeschrieben ist, auf Beschluss der Gesellschafter freiwillig

geprüft werden. Eine solche freiwillige Prüfung soll nach Art und

Umfang einer gesetzlichen Pfl ichtprüfung gemäß § 316 ff. HGB entsprechen.

Die Bestellung des Prüfers erfolgt durch Beschluss der

Gesellschafter. Die Kosten der Prüfung trägt die Gesellschaft.

4. Der aufgestellte und ggf. geprüfte Jahresabschluss (Bilanz, Gewinnund

Verlustrechnung sowie Anhang) ist den Gesellschaftern von der

geschäftsführenden Kommanditistin in Kopie rechtzeitig, spätestens

aber mit der Einladung zu der Gesellschafterversammlung, in der der

Jahresabschluss festgestellt werden soll, zuzusenden.

5. Die Kommanditisten sind gemäß § 166 Absatz 1 HGB berechtigt,

die Richtigkeit des Jahresabschlusses unter Einsicht der Bücher und

Papiere der Gesellschaft auf eigene Kosten zu prüfen. Dabei darf die

Prüfung allerdings nur durch eine von Berufswegen zur Verschwiegenheit

verpfl ichtete Person (z.B. Wirtschaftsprüfer, Steuerberater)

erfolgen.

§ 13

Beteiligung am Ergebnis, Entnahmen und Auszahlungen

1. Die Beteiligung der Gesellschafter am Ergebnis der Gesellschaft

bestimmt sich - vorbehaltlich des nachfolgenden Absatzes 2 - nach

dem Verhältnis der zum Ende eines jeden Geschäftsjahres auf den

festen Kapitalkonten gebuchten Kapitalanteile.

2. Bis zum Ende des Geschäftsjahres, in dem die Schließung der Gesellschaft

erfolgt, wird das Ergebnis nach den folgenden Regelungen an

die Gesellschafter verteilt:

a) In einem ersten Schritt werden von dem Ergebnis die Aufwandsbestandteile

nach dem Verhältnis der zum Ende eines

jeden Geschäftsjahres auf den festen Kapitalkonten gebuchten

Kapitalanteile unter Berücksichtigung der nachfolgenden

Regelung verteilt. Um eine ergebnismäßige Gleichstellung aller

der Gesellschaft zu unterschiedlichen Zeitpunkten beitretenden

Investoren zu erreichen, gilt, dass an den insoweit entstehenden

handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Verlusten der Gesellschaft

zunächst die beitretenden Investoren in dem Umfang und

solange beteiligt werden, bis Ihre Ergebnisbeteiligung insgesamt

der Ergebnisbeteiligung der zum Zeitpunkt ihres Beitrittes zuvor

beigetretenen Investoren entspricht.

b) Das verbleibende Ergebnis wird auf die Gesellschafter nach

Maßgabe der auf den festen Kapitalkonten zum Ende des

Geschäftjahres gebuchten Kapitalanteile verteilt, wobei jeder

Gesellschafter erst ab dem Monat, der auf die vollständige Erfüllung

seiner Verpfl ichtung zur Einzahlung der von ihm jeweils übernommenen

Kommanditeinlage und dem darauf zu leistenden

Agio folgt, an dem Ergebnis anteilig teilnimmt.

3. Den Gesellschaftern werden Verlustanteile auch dann zugerechnet,

wenn sie die Höhe ihres jeweiligen auf dem festen Kapitalkonto

gebuchten Kapitalanteils übersteigen.

4. Die Gesellschafter können die Entnahme der positiven Salden auf den

Ergebnissonderkonten beschließen, wenn und soweit die Gesellschaft


unter Berücksichtigung einer ausreichenden Liquiditätsrücklage über

ausreichende Liquidität verfügt.

5. Auf Vorschlag der geschäftsführenden Kommanditistin können die

Gesellschafter die Auszahlung der nach Entnahme etwaiger Gewinnanteile

gemäß vorstehendem Absatz 4 und unter Berücksichtigung

einer ausreichenden Liquiditätsrücklage verbleibenden Liquiditätsüberschüsse

im Verhältnis ihrer Kapitalanteile nach Maßgabe des festen

Kapitalkontos beschließen.

6. Die geschäftsführende Kommanditistin ist ermächtigt, Auszahlungen

auf das voraussichtliche Ergebnis der Gesellschaft sowie Auszahlungen

von ergebnisneutralen Liquiditätsüberschüssen bereits vor einem

entsprechenden Beschluss der Gesellschafter vorzunehmen, soweit

es die Liquiditätslage – auch im Hinblick auf die weitere Geschäftsentwicklung

und die für die Erfüllung der vertraglichen, gesetzlichen

und sonstigen Verpfl ichtungen der Gesellschaft benötigten Reserven

– erlaubt.

7. Auszahlungen liquider Überschüsse, die keinem handelsrechtlichen

Gewinn entsprechen, gelten als Kapitalentnahmen; die Kommanditeinlage

gilt insoweit als reduziert. Solche Auszahlungen begründen

keinen Rückzahlungsanspruch der Gesellschaft gegenüber den Kommanditisten

können aber unter den Voraussetzungen des § 172 Abs. 4

HGB zum Wiederaufl eben der Haftung der Kommanditisten aus § 171

HGB führen.

§ 14

Besondere Vergütungen und Aufwendungsersatz

1. Für die Übernahme des Haftungsrisikos erhält die Komplementärin

eine jährliche Vergütung in Höhe von EUR 5.000,00. Die Haftungsvergütung

wird jeweils zum 31. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung

fällig. Die Haftungsvergütung wird ab dem Geschäftsjahr 2012 bei

unterjährigem Ausscheiden oder Eintritt der Komplementärin lediglich

pro rata temporis gewährt. Die Haftungsvergütung ist Aufwand der

Gesellschaft und auch in Jahren zu zahlen, in denen die Gesellschaft

einen Verlust erwirtschaftet.

2. Die geschäftsführende Kommanditistin erhält für die Übernahme

der Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft eine laufende

jährliche Vergütung von 0,15 Prozent der am Ende des jeweiligen

Geschäftsjahres insgesamt eingezahlten Kommanditeinlagen

der Investoren. Mit dieser Vergütung sind alle Aufwendungen

der geschäftsführenden Kommanditistin, die ihr im Rahmen der

Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft entstehen können,

abgegolten. Die Vergütung ist grundsätzlich anteilig zum Ende eines

Kalendervierteljahres zu zahlen.

3. Die Treuhänderin erhält für ihre Tätigkeit während der Platzierungsphase

eine einmalige Vergütung von 0,50 Prozent der eingezahlten

Kommanditeinlagen der Investoren, spätestens fällig einen Monat

nach Ende der Platzierungsphase. Weiter erhält die Treuhänderin ab

dem Geschäftsjahr 2013 eine laufende jährliche Vergütung von 0,50

Prozent der eingezahlten Kommanditeinlagen der Investoren, deren

Kommanditbeteiligung die Treuhänderin treuhänderisch hält und/

oder verwaltet. Die Treuhänderin ist berechtigt, für die Vergütung

nach vorstehendem Satz 1 Abschlagszahlungen nach den tatsächlich

eingezahlten Kommanditeinlagen zu verlangen. Die Vergütung nach

vorstehendem Satz 2 ist grundsätzlich anteilig zum Ende eines Kalendervierteljahres

zu zahlen. Die Regelung im vorstehenden Absatz 1

Satz 4 gilt entsprechend für die Vergütungen an die Treuhänderin.

4. Bei den vorstehenden Vergütungen handelt es sich um Nettobeträge

zzgl. eventuell anfallender Umsatzsteuer in der jeweils gesetzlich gültigen

Höhe.

§ 15

Übertragung und Belastung von Kommanditanteilen

1. Die Investoren können über ihren Kommanditanteil nur mit vorheriger

Zustimmung der geschäftsführenden Kommanditistin verfügen. Das

gilt auch für Belastungen oder Verpfändungen des Kommanditanteils

sowie Verfügungen über die vermögensrechtlichen Gesellschafteransprüche.

Die Verfügungs-, Belastungs- bzw. Verpfändungsabsicht ist

der geschäftsführenden Kommanditistin schriftlich anzuzeigen. Die

Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund verweigert werden. Ein

wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn (i) Zahlungsrückstände

des Investors gegenüber der Gesellschaft oder der Treuhänderin

bestehen, (ii) der Erwerber nicht vollumfänglich in die Rechte und

Pfl ichten des Investors aus diesem Vertrag und dem Treuhandvertrag

mit der Treuhänderin eintritt, (iii), die Gesellschaft durch den Investor

und den Erwerber nicht von etwaigen steuerlichen oder anderen wirtschaftlichen

Nachteilen aus dem Gesellschafterwechsel freigestellt

oder hierfür vom Investor und dem Erwerber keine angemessene

Sicherheit gestellt wird, (iv) Kapitalanteile entstehen, die nicht ohne

Rest durch 1.000 teilbar oder niedriger als EUR 10.000,00 sind.

2. Wird der Kommanditanteil einem Kreditinstitut zum Zwecke der

Finanzierung der Anschaffung des Kommanditanteils verpfändet oder

zur Sicherheit abgetreten, so gilt die erforderliche Zustimmung der

geschäftsführenden Kommanditistin als erteilt.

3. Die Abtretung eines von der Treuhänderin für einen Treugeber gehaltenen

Kommanditanteils an den Treugeber ist der Treuhänderin unter

den in § 3 Absatz 14 dieses Vertrages genannten Voraussetzungen

jederzeit ohne gesonderte Zustimmung der geschäftsführenden Kommanditistin

erlaubt.

4. Bei dem Übergang der Gesellschafterstellung auf einen Dritten, ob im

Rahmen von Gesamtrechts- oder von Sonderrechtsnachfolge, werden

alle Gesellschafterkonten unverändert und einheitlich fortgeführt.

Der Übergang einzelner Rechte und Pfl ichten hinsichtlich nur einzelner

Gesellschafterkonten ist nicht möglich.

5. Die mit der Übertragung oder Belastung eines Kommanditanteils entstehenden

Kosten hat der jeweilige Investor zu tragen und, soweit sie

bei der Gesellschaft oder Treuhänderin anfallen, diesen entsprechend

zu erstatten.

§ 16

Dauer der Gesellschaft, Kündigung

1. Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Zeit errichtet.

2. Das Gesellschaftsverhältnis kann von jedem Gesellschafter mit einer

Frist von sechs Monaten mit Wirkung zum Ende eines Geschäftsjahres,

erstmals jedoch zum 31. Dezember 2018, ordentlich gekündigt

werden.

3. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes kann jeder Gesellschafter das

Gesellschaftsverhältnis außerordentlich fristlos kündigen.

4. Die Kündigung ist an die Gesellschaft zu richten und muss schriftlich

mittels eingeschriebenen Briefes erfolgen. Erfolgt sie ohne Beachtung

dieser Form ist die Kündigung unwirksam. Maßgeblich für die Einhaltung

der Kündigungsfrist ist der Zugang des Kündigungsschreibens

bei der Gesellschaft.

§ 17

Ausschluss von Gesellschaftern

1. Ein Gesellschafter kann aus wichtigem Grund aus der Gesellschaft

ausgeschlossen werden. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere in

den in § 133 Abs. 2 HGB genannten Fällen vor.

2. Ein wichtiger Grund liegt auch vor, wenn ein Investor seiner Verpfl ichtung

zur Einbringung der von ihm übernommenen Kommanditeinlage

Beilage 1

61


und des darauf zu leistenden Agios trotz Mahnung unter Nachfristsetzung

mit Ausschlussandrohung nicht nachkommt. In diesem Fall

ist die geschäftsführende Kommanditistin nach Ablauf der Nachfrist

gemäß § 4 Absatz 5 dieses Vertrages berechtigt, den säumigen Investor

aus der Gesellschaft auszuschließen, ohne dass es hierfür eines

Gesellschafterbeschlusses bedarf.

3. In allen übrigen als den in vorstehendem Absatz 2 genannten Fällen

erfordert die Ausschließung stets eines Beschlusses der Gesellschafter.

Bei der Beschlussfassung ist der betroffene Gesellschafter nicht

stimmberechtigt.

4. Bei einer Ausschließung der Treuhänderin ist von den Gesellschaftern

zusammen mit dem Beschluss über die Ausschließung eine neue

Treuhänderin zu bestimmen, die nach dem Ausscheiden der alten

Treuhänderin unter Ausschluss der Auseinandersetzung im Wege der

Sonderrechtsnachfolge in alle Rechte und Pfl ichten der ausgeschlossenen

Treuhänderin eintritt. Die Ausschließung der Treuhänderin wird

erst wirksam, wenn ein neuer Treuhandkommanditist bestimmt ist,

der ohne zeitliche Unterbrechung die Rechtsnachfolge antritt.

5. Die geschäftsführende Kommanditistin kann, wenn die Ausschließung

eines Gesellschafters beschlossen wurde, vom betreffenden Gesellschafter

innerhalb von zwei Wochen nach Fassung des Ausschließungsbeschlusses

verlangen, dass dieser seine Beteiligung an die

Treuhänderin oder einen von der geschäftsführenden Kommanditistin

benannten Dritten im Wege der Sonderrechtsnachfolge und unter der

aufschiebenden Bedingung von deren/dessen Eintragung in das Handelsregister

gegen Zahlung eines Kaufpreises, auf dessen Ermittlung,

Fälligkeit und Besicherung die Regelungen des § 20 dieses Vertrages

entsprechend anzuwenden sind, überträgt.

§ 18

Ausscheiden von Gesellschaftern

1. Ein Gesellschafter scheidet aus der Gesellschaft aus,

a) bei Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses nach § 16 dieses

Vertrages oder durch einen Privatgläubiger des Gesellschafters

gemäß § 135 HGB mit Wirksamwerden der Kündigung;

b) bei Ausschluss des Gesellschafters nach § 17 dieses Vertrages

mit Zugang des Ausschließungsbeschlusses bzw. der Mitteilung

der geschäftsführenden Kommanditistin über die Ausschließung

gemäß § 17 Absatz 2 dieses Vertrages, soweit nicht von dem

Gesellschafter die Übertragung seiner Beteiligung nach Maßgabe

von § 17 Absatz 5 dieses Vertrages verlangt wird;

c) wenn (i) über das Vermögen des Gesellschafters das Insolvenzverfahren

eröffnet, (ii) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

mangels Masse abgelehnt oder (iii) die Beteiligung des Gesellschafters

an der Gesellschaft von einem Gläubiger gepfändet

wurde und die Vollstreckungsmaßnahme nicht innerhalb von 3

Monaten aufgehoben wird und die geschäftsführende Kommanditistin

dies in den vorstehend genannten Fällen fordert, mit

Zugang der Erklärung der geschäftsführenden Kommanditistin.

Statt des Ausscheidens kann die geschäftsführende Kommanditistin

in den vorstehenden Fällen von dem betreffenden Gesellschafter

auch verlangen, dass er seine Beteiligung an die Treuhänderin

oder einen von der geschäftsführenden Kommanditistin

benannten Dritten im Wege der Sonderrechtsnachfolge und unter

der aufschiebenden Bedingung von deren/dessen Eintragung ins

Handelsregister gegen Zahlung eines Kaufpreises, auf dessen

Ermittlung, Fälligkeit und Besicherung die Regelungen des § 20

dieses Vertrages entsprechend anzuwenden sind, überträgt.

2. Durch das Ausscheiden eines Gesellschafters wird die Gesellschaft

nicht aufgelöst, sondern von den verbleibenden Gesellschaftern unter

der bisherigen Firma fortgeführt.

62 Beilage 1

3. Die Kündigung oder der Ausschluss der Komplementärin wird erst

dann wirksam und die Komplementärin scheidet erst dann aus, wenn

die übrigen Gesellschafter eine geeignete Person/Gesellschaft als

neuen persönlich haftenden Gesellschafter in die Gesellschaft aufgenommen

haben.

4. Überträgt die geschäftsführende Kommanditistin ihren Kommanditanteil

im Ganzen an ein mit ihr im Sinne von §§ 15 bis 19 AktG verbundenes

Unternehmen, so wird dieses Unternehmen geschäftsführende

Kommanditistin der Gesellschaft. In allen anderen Fällen, in denen die

geschäftsführende Kommanditistin aus der Gesellschaft ausscheidet

oder die Geschäftsführung niederlegt, ist unverzüglich ein außerordentliches

schriftliches Abstimmungsverfahren einzuleiten, in dem

eine neue geschäftsführende Kommanditistin zu wählen ist.

5. Kündigt die Treuhänderin das Gesellschaftsverhältnis oder scheidet

sie nach vorstehendem Absatz 1 Buchst. c) Satz 1 aus der Gesellschaft

insgesamt aus, so muss von der geschäftsführenden Kommanditistin

unverzüglich nach der Kündigungserklärung bzw. nach Eintritt

des zum Ausscheiden nach vorstehendem Absatz 1 Buchst. c) Satz 1

führenden Grundes ein außerordentliches schriftliches Abstimmungsverfahren

eingeleitet werden, in dem von den Gesellschaftern eine

neue Treuhänderin zu bestimmen ist, die unter Ausschluss der Auseinandersetzung

im Wege der Sonderrechtsnachfolge in alle Rechte und

Pfl ichten der Treuhänderin und zwar sowohl gegenüber den Investoren

als auch gegenüber der Fondsgesellschaft eintritt. Die Treuhänderin

ist, soweit sie bei der Beschlussfassung noch Gesellschafterin

ist, bei dieser Beschlussfassung nicht selbst stimmberechtigt. Bis zur

Bestimmung einer neuen Treuhänderin tritt die geschäftsführende

Kommanditistin und hilfsweise, für den Fall, dass diese ebenfalls ausscheidet,

die Komplementärin in alle Rechte und Pfl ichten der ausscheidenden

Treuhänderin ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens der

Treuhänderin ein.

6. Wird der Kommanditanteil eines ausscheidenden Gesellschafters

nicht nach § 17 Absatz 5 dieses Vertrages oder vorstehendem Absatz

1 Buchst. c) Satz 2 übertragen, so wächst das entsprechende Kapital

des ausscheidenden Gesellschafters den verbleibenden Gesellschaftern

im Verhältnis ihrer Kapitalanteile nach Maßgabe des festen Kapitalkontos

zu.

7. Für die mittelbar über die Treuhänderin beteiligten Investoren gelten

die vorstehenden Regelungen der §§ 16 bis 18 dieses Vertrages über

die Kündigung, die Ausschließung und das Ausscheiden entsprechend

mit der Maßgabe, dass in einem solchen Fall die Treuhänderin

mit der entsprechenden Teil-Kommanditbeteiligung des betreffenden

Investors durch entsprechende Herabsetzung ihrer Kommanditeinlage

und Haftsumme insoweit aus der Gesellschaft ausscheidet.

§ 19

Tod eines Kommanditisten

1. Verstirbt ein Kommanditist, so geht sein Kommanditanteil auf seine

Erben oder Vermächtnisnehmer über und die Gesellschaft wird mit

diesen fortgesetzt.

2. Die von Todes wegen Bedachten und ein Testamentsvollstrecker

haben sich gegenüber der Gesellschaft und der Treuhänderin durch

Vorlage geeigneter Dokumente zu legitimieren. Der Erbe hat den Legitimationsnachweis

grundsätzlich durch einen Erbschein zu erbringen.

Die Gesellschaft und die Treuhänderin können auf die Vorlage eines

Erbscheins verzichten, wenn ihnen eine beglaubigte Abschrift vom

Testament oder vom Erbvertrag nebst jeweils zugehöriger Eröffnungsniederschrift

vorgelegt wird. Die Gesellschaft sowie die Treuhänderin

dürfen denjenigen, der darin als Erbe bezeichnet wird, als berechtigt

ansehen und insbesondere mit befreiender Wirkung Zahlungen

an ihn leisten. Das gilt nicht bzw. nicht mehr, wenn der Gesellschaft


zw. der Treuhänderin bekannt ist oder wird, dass der darin Genannte

(z. B. bei Anfechtung oder Nichtigkeit des Testaments oder wegen

eines späteren Testaments) tatsächlich nicht Erbe ist. Bei Testamentsvollstreckung

hat der Testamentsvollstrecker sein Testamentsvollstreckerzeugnis

vorzulegen.

3. Mehrere Erben und/oder Vermächtnisnehmer dürfen ihre Gesellschafterrechte

bis zu einer Erbauseinandersetzung nur durch einen

gemeinsamen, schriftlich bevollmächtigten Vertreter ausüben. Auszahlungen

sind nur an den gemeinsamen Bevollmächtigten zu leisten.

Bis zur Benennung des gemeinsamen Bevollmächtigten kann die

Gesellschaft Erklärungen gegenüber jedem der Rechtsnachfolger mit

Wirkung für und gegen die übrigen Rechtsnachfolger abgeben. Für

die Dauer einer Testamentsvollstreckung bedarf es keines gemeinsamen

Bevollmächtigten.

4. Solange ein gemeinsamer Vertreter nicht bestellt oder die Legitimation

der Erben bzw. Vermächtnisnehmer nach vorstehendem Absatz 2

nicht erfolgt ist, ruhen alle Rechte aus dem jeweiligen Kommanditanteil,

insbesondere das Stimmrecht, mit Ausnahme der Ergebnisbeteiligung

und Beteiligung an der Auszahlung von Liquiditätsüberschüssen.

5. Die Erben bzw. Vermächtnisnehmer haben alle durch den Erbfall der

Gesellschaft entstehenden Kosten zu tragen und die Gesellschaft

von etwaigen steuerlichen Nachteilen aufgrund des Übergangs der

Beteiligung freizustellen. Die geschäftsführende Kommanditistin ist

berechtigt, hierfür eine angemessene Sicherheit von den Erben bzw.

Vermächtnisnehmern zu verlangen.

§ 20

Auseinandersetzungsguthaben

1. Scheidet ein Gesellschafter nach § 18 dieses Vertrages aus der

Gesellschaft aus, so hat er vorbehaltlich des nachfolgenden Absatzes

8 einen Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben nach Maßgabe

der nachfolgenden Absätze.

2. Für die Berechnung des Auseinandersetzungsguthabens ist der Wert

der Gesellschaft nach Liquidationswerten auf den Tag des Ausscheidens

zu ermitteln. Der Wert wird von dem Abschlussprüfer der für das

jeweilige Geschäftsjahr gewählt ist, als Schiedsgutachter verbindlich

für den ausscheidenden Gesellschafter und die Gesellschaft festgestellt.

Ist kein Abschlussprüfer gewählt, so entscheidet ein von der

Handelskammer Hamburg zu benennender Wirtschaftsprüfer oder

Steuerberater als Schiedsgutachter. Die Kosten dieser Wertfeststellung

trägt der ausscheidende Gesellschafter.

3. Das Auseinandersetzungsguthaben des ausscheidenden Gesellschafters

errechnet sich aus dem prozentualen Betrag seiner Beteiligung

an der Gesellschaft nach Maßgabe seines festen Kapitalkontos

bezogen auf den nach vorstehendem Absatz 2 festgestellten Wert

der Gesellschaft abzüglich der der Gesellschaft durch das Ausscheiden

bedingten Kosten, Abgaben und steuerlichen Nachteile. Im Falle

eines Ausschlusses nach § 17 Absatz 2 dieses Vertrages ist das Auseinandersetzungsguthaben

der Höhe nach begrenzt auf den Betrag

der von dem Gesellschafter geleisteten Kommanditeinlage.

4. Das Auseinandersetzungsguthaben bleibt auch weiter maßgeblich,

wenn später anlässlich einer steuerlichen Außenprüfung der Jahresabschluss

geändert wird.

5. Das Auseinandersetzungsguthaben ist dem ausscheidenden Gesellschafter

in vier gleichen Halbjahresraten auszuzahlen. Die erste Rate

ist sechs Monate nach der verbindlichen Feststellung des Auseinandersetzungsguthabens

fällig. Für den Fall, dass die Liquiditätslage der

Gesellschaft eine Auszahlung zu den vorgenannten Fälligkeitszeitpunkten

nicht erlauben sollte, kann die Gesellschaft die Auszahlungsfrist

unter Berücksichtigung der Liquiditätssituation angemessen verlängern

und das Auseinandersetzungsguthaben entsprechend später

6.

auszahlen. Die noch nicht ausgezahlten Beträge des Auseinandersetzungsguthabens

sind ab dem Tag des Ausscheidens des Gesellschafters

mit 2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen. Die

Zinsen sind zusammen mit den Raten auszuzahlen. Die Gesellschaft

ist berechtigt, das Auseinandersetzungsguthaben oder die jeweils

noch ausstehenden Teile davon jederzeit ganz oder teilweise vorzeitig

auszuzahlen. Der Gesellschafter kann keine Sicherheit für die noch

nicht an ihn ausgezahlten Beträge des Auseinandersetzungsguthabens

verlangen.

Sicherheiten wegen einer möglichen Inanspruchnahme durch Gesellschaftsgläubiger

oder eine Befreiung von den Geschäftsverbindlichkeiten

der Gesellschaft kann der ausscheidende Gesellschafter nicht

verlangen.

7. Weitere Ansprüche stehen dem ausscheidenden Gesellschafter nicht

zu.

8. Im Fall einer zwangsweisen Übertragung des Kommanditanteils an

die Treuhänderin oder einen Dritten gemäß § 17 Absatz 5 bzw. § 18

Abs. 1 Buchst. c) Satz 2 dieses Vertrages wird das Auseinandersetzungsguthaben

nicht von der Gesellschaft, sondern von der Treuhänderin

bzw. dem Dritten geschuldet, wofür die Gesellschaft bürgt.

9. Scheiden innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten auf Grund

außerordentlicher Kündigungen des Gesellschaftsverhältnisses

Gesellschafter, die mindestens 10 Prozent des Kommanditkapitals

der Gesellschaft auf sich vereinigen, aus der Gesellschaft aus und

beschließen die übrigen Gesellschafter daraufhin innerhalb von drei

weiteren Monaten die Aufl ösung der Gesellschaft, so haben die ausgeschiedenen

Gesellschafter keinen Anspruch mehr auf ein Auseinandersetzungsguthaben

nach den vorstehenden Regelungen, sondern

sie nehmen in diesem Fall zusammen mit den anderen Gesellschaftern

nur am Liquidationserlös der Gesellschaft teil.

§ 21

Aufl ösung der Gesellschaft

1. Die Gesellschaft kann aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses, der

einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen bedarf,

auf das Ende des jeweiligen Wirtschaftsjahres aufgelöst werden.

2. Nach der Aufl ösung ist die Gesellschaft abzuwickeln. Liquidatorin ist

die geschäftsführende Kommanditistin.

§ 22

Mitteilungspfl ichten der Gesellschafter

1. Jeder Gesellschafter ist verpfl ichtet, der Gesellschaft und der Treuhänderin

bei seinem Beitritt seinen vollständigen Namen, sein

Geburtsdatum sowie seine Anschrift, seine Bankverbindung, das für

ihn zuständige Finanzamt sowie seine Steuernummer und sein Identifi

kationsmerkmal gemäß § 139a AO schriftlich mitzuteilen und die

Gesellschaft und Treuhänderin über Änderungen unverzüglich schriftlich

zu informieren. Er hat der Gesellschaft und der Treuhänderin auch

eine gegebenenfalls vorhandene E-Mail-Adresse und Fax-Nummer

und Änderungen derselben unverzüglich mitzuteilen.

2. Soweit ein Gesellschafter seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort

ins außereuropäische Ausland verlegen sollte, hat er der

Gesellschaft und der Treuhänderin schriftlich einen Zustellungsbevollmächtigten

zu benennen, der seinen Sitz in Deutschland oder im

europäischen Ausland hat.

3. Kommt ein Gesellschafter seinen Mitteilungspfl ichten nach vorstehendem

Absatz 1 oder seiner Pfl icht zur Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten

nach vorstehendem Absatz 2 nicht nach, so

ist die Gesellschaft dem jeweiligen Gesellschafter gegenüber berechtigt,

Auszahlungen solange zurückzubehalten, bis der Gesellschafter

seinen Pfl ichten nachgekommen ist.

Beilage 1

63


§ 23

Formerfordernisse für Erklärungen und Mitteilungen

1. Soweit in diesem Vertrag für Erklärungen, Ladungen, Zustellungen

oder sonstige Mitteilungen die Einhaltung der Schriftform vorgeschrieben

ist, kann die Erklärung, Ladung, Zustellung oder sonstige

Mitteilung per einfachem Brief, Fax oder E-Mail erfolgen, soweit nicht

vertraglich oder gesetzlich zwingend etwas anderes vorgesehen ist;

dann gilt die jeweilige vertragliche oder gesetzliche zwingende Form.

2. Bei der Übermittlung von Erklärungen, Ladungen, Zustellungen oder

sonstigen Mitteilungen per einfachem Brief an den Gesellschafter

gilt die letzte der Gesellschaft vom Gesellschafter jeweils schriftlich

mitgeteilte Anschrift bzw. die Anschrift des benannten Zustellungsbevollmächtigten.

Sie gelten drei Werktage nach Absendung an

diese Anschrift als ordnungsgemäß bewirkt und dem Gesellschafter

zugegangen. Dies gilt auch, wenn die Post oder ein anderer Zusteller

nicht zustellen kann, gleich aus welchem Grund. Zum Nachweis der

Absendung reicht die schriftliche Bestätigung des mit dem Versand

beauftragten Mitarbeiters.

§ 24

Schlussbestimmungen

1. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages nichtig, unwirksam

oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit

der übrigen Bestimmungen dieses Vertrages sowie dieses Vertrages

im Ganzen nicht berührt. An die Stelle der nichtigen, unwirksamen

oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und

durchführbare Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der nichtigen,

unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung am nächsten

kommt. Entsprechendes gilt, wenn sich bei Durchführung des Vertrages

eine ergänzungsbedürftige Lücke ergeben sollte.

2. Dieser Gesellschaftsvertrag unterliegt dem Recht der Bundesrepublik

Deutschland.

3. Erfüllungsort für sämtliche Verpfl ichtungen und Gerichtsstand für alle

Streitigkeiten aus diesem Vertrag sowie über das Zustandekommen

dieses Vertrages ist der Sitz der Gesellschaft, soweit dies gesetzlich

zulässig vereinbart werden kann.

4. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. Änderungen, Ergänzungen

oder die Aufhebung dieses Vertrages bedürfen der Schriftform

und sind nur wirksam, wenn ein zustimmender Gesellschafterbeschluss

vorliegt. Dies gilt auch für die Änderung, Aufhebung oder den

Verzicht dieses Schriftformerfordernisses selbst.

5. Etwaige Kosten aus diesem Vertrag und seiner Durchführung trägt,

soweit dieser Vertrag nichts anderes bestimmt, die Gesellschaft.

Hamburg, den 05.12.2011

Verwaltung S&K Fonds GmbH

UNITED INVESTORS Real-Estate GmbH

64 Beilage 1


Anlage 1

zum Gesellschaftsvertrag der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

TREUHAND- UND VERWALTUNGSVERTRAG

zwischen

und der

der jeweils in der Beitrittserklärung zur Deutsche S&K Sachwerte

Nr. 2 GmbH & Co. KG genannten Person

- nachfolgend „Treugeber“ oder „Investor“ genannt -

UNITED INVESTORS Treuhand GmbH, Leinpfad 17, 22301 Hamburg

- nachfolgend „Treuhänderin“ genannt -

mit Zustimmung der

Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG, Rathausmarkt

10, 20095 Hamburg

- nachfolgend „Fondsgesellschaft“ genannt -

Vorbemerkungen

1. Gemäß § 3 Absatz 4 des Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft

(nachfolgend „Gesellschaftsvertrag“ genannt) ist die

Treuhänderin unter Befreiung von den Beschränkungen von § 181

BGB ermächtigt, das Kommanditkapital der Fondsgesellschaft im

Rahmen ihres Beitritts zur Fondsgesellschaft und anschließend

durch Erhöhung ihrer Kommanditeinlage in einem oder mehreren

Schritten zu erhöhen und das weitere Kommanditkapital gemäß

§ 3 Absatz 5 des Gesellschaftsvertrages ganz oder teilweise für

Dritte (Investoren) treuhänderisch zu halten und zu verwalten bzw.

zu verwalten.

2. Die Investoren können der Fondsgesellschaft mittelbar über die

Treuhänderin beitreten. Die Treuhänderin hält und verwaltet die

mittelbare Beteiligung der Investoren an der Gesellschaft. Die

der Fondsgesellschaft mittelbar beigetretenen Investoren können

gemäß § 3 Absatz 14 des Gesellschaftsvertrages unter den

dort genannten Voraussetzungen verlangen, dass die für sie treuhänderisch

gehaltene Beteiligungen an der Fondsgesellschaft

im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf sie übertragen und sie

unmittelbar ins Handelsregister eingetragen werden. In diesem

Fall setzt sich das Treuhandverhältnis zwischen Investor und

Treuhänderin als so genannte „unechte“ bzw. „Verwaltungstreuhand“

fort.

3. Das Rechtsverhältnis zwischen der Treuhänderin und den Investoren

sowie der Treuhänderin und der Fondsgesellschaft wird durch diesen

Treuhand- und Verwaltungsvertrag (nachfolgend „Treuhandvertrag“

genannt), den Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft sowie die

Beitrittserklärung des Investors geregelt. Dies gilt auch dann, wenn

dieser Treuhandvertrag keinen ausdrücklichen Verweis auf die Rechte

und Pfl ichten aus dem Gesellschaftsvertrag oder die Beitrittserklärung

des Investors enthält.

§ 1

Vertragsabschluss

1. Dieser Treuhandvertrag kommt jeweils zwischen Treuhänderin und

Treugeber mit der Annahme der vom jeweiligen Treugeber unterzeichneten

Beitrittserklärung mit dem darin enthaltenen Treuhandauftrag

durch die Treuhänderin zustande. Für die Wirksamkeit der von der

Treuhänderin erklärten Annahme genügt die Gegenzeichnung der

Beitrittserklärung des Treugebers durch die Treuhänderin. Der Treuhandvertrag

mit dem Treugeber wird unabhängig vom Zugang der

Annahmeerklärung beim Treugeber wirksam. Die Treuhänderin wird

den jeweiligen Treugeber jedoch unverzüglich von der Annahme der

Beitrittserklärung unterrichten.

2. Der Treugeber hält sich für die Dauer von 4 Wochen ab Unterzeichnung

der Beitrittserklärung an sein Angebot auf Abschluss des Treuhandvertrages

gebunden.

3. Soweit der Treugeber fristgerecht von seinem gesetzlichen Widerrufsrecht

Gebrauch gemacht hat und seine Beitrittserklärung widerrufen

hat, kommt auch dieser Treuhandvertrag nicht zustande.

§ 2

Gegenstand des Treuhandverhältnisses

1. Die Treuhänderin wird nach Abschluss des Treuhandvertrages mit

einem Treugeber im eigenen Namen, im Innenverhältnis jedoch im Auftrag

und für Rechnung des Treugebers der Fondsgesellschaft beitreten

bzw. ihre Kommanditbeteiligung an der Fondsgesellschaft nach Maßgabe

des Gesellschaftsvertrages in einem oder mehreren Schritten bis

zur Höhe der vom Treugeber in der Beitrittserklärung übernommenen

Kommanditeinlage erhöhen und diesen Teil der Kommanditbeteiligung

sodann für den Treugeber treuhänderisch halten und verwalten. Nach

einem Wechsel des Treugebers gemäß § 3 Abs. 14 des Gesellschaftsvertrages

aus der mittelbaren Kommanditistenstellung in die Stellung

eines unmittelbar an der Fondsgesellschaft beteiligten Direktkommanditisten,

wird die Treuhänderin anstelle ihrer Kommanditeinlage die

Kommanditeinlage des Treugebers erhöhen und die Kommanditbeteiligung

des Treugebers treuhänderisch verwalten. Die Treuhänderin wird

der Fondsgesellschaft erst beitreten bzw. die Kapitalerhöhung(en) erst

vornehmen, wenn und insoweit der Treugeber die von ihm gezeichnete

Kommanditeinlage gemäß § 4 Abs. 3 ff. des Gesellschaftsvertrages

erbracht hat. Dabei ist die Treuhänderin nicht verpfl ichtet, der Fondsgesellschaft

unverzüglich nach Beitritt eines Treugebers beizutreten

bzw. ihre Kommanditeinlage zu erhöhen, sondern kann den Beitritt

bzw. die Erhöhungen nach ihrem pfl ichtgemäßen Ermessen auch erst

später und für mehrere Treugeber gemeinsam vornehmen.

2. Der Treugeber erteilt hiermit der Treuhänderin ausdrücklich Vollmacht

mit dem Recht, Untervollmacht zu erteilen, unter Befreiung von den

Beschränkungen des § 181 BGB für alle die treuhänderische Beteiligung

betreffenden Handlungen, Tätigkeiten, Erklärungen, Maßnahmen

und Rechtsgeschäfte der Treuhänderin im Namen des Treugebers.

Etwaige Klagen gegen die Fondsgesellschaft wird der Treugeber

indes selbst führen; insoweit ist eine Mitwirkung der Treuhänderin –

mit Ausnahme einer gegebenenfalls erforderlichen Ermächtigungserteilung

– nicht geschuldet. Hinsichtlich der Wahrnehmung der Stimmrechte

aus der treuhänderischen Beteiligung wird auf § 6 dieses Vertrages

verwiesen.

Beilage 2

65


3. Das Treuhandverhältnis erstreckt sich nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages

auf die gesamte treuhänderische Beteiligung des

Treugebers an der Fondsgesellschaft mit allen seinen Rechten und

Pfl ichten.

4. Dem Treugeber ist bekannt und er ist damit einverstanden, dass die

Treuhänderin berechtigt ist, sich für eine Vielzahl von Treugebern an

der Fondsgesellschaft zu beteiligen und inhaltlich diesem Treuhandvertrag

entsprechende Treuhandverträge mit diesen weiteren Treugebern

abzuschließen.

5. Solange der Treugeber nicht unmittelbar als Kommanditist an der

Fondsgesellschaft beteiligt und selbst im Handelsregister eingetragen

ist, hält im Außenverhältnis die Treuhänderin die Beteiligung des

Treugebers zusammen mit den weiteren Beteiligungen anderer Treugeber

als eine einheitliche Kommanditbeteiligung. Im Innenverhältnis

handelt die Treuhänderin betreffend die Beteiligung des Treugebers

jedoch ausschließlich im Auftrag und für Rechnung des Treugebers;

dies gilt entsprechend für Treugeber, die ihre mittelbare Beteiligung

gemäß § 3 Absatz 14 des Gesellschaftsvertrags in eine unmittelbare

Beteiligung an der Fondsgesellschaft umgewandelt haben.

6. Im Verhältnis zur Fondsgesellschaft und zu den übrigen Gesellschaftern

werden die mittelbar beitretenden Treugeber gemäß § 3 Absatz

12 des Gesellschaftsvertrages – soweit gesetzlich zulässig – wie

unmittelbar beteiligte Kommanditisten behandelt, auch wenn sie nicht

im Handelsregister eingetragen sind.

7. Der Treugeber trägt in Höhe der von ihm übernommenen Kommanditeinlage

zuzüglich Agio das anteilige wirtschaftliche Risiko der

Fondsgesellschaft in gleicher Weise wie ein unmittelbar beteiligter

und im Handelsregister eingetragener Kommanditist. Entsprechend

nimmt der Treugeber auch am Ergebnis (Gewinn und Verlust) sowie

dem Vermögen der Fondsgesellschaft nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages

und der gesetzlichen Bestimmungen teil. Dabei ist

die Haftung des Treugebers gegenüber Gläubigern der Fondsgesellschaft

auf seine gemäß § 3 Absatz 11 des Gesellschaftsvertrages im

Handelsregister einzutragende Haftsumme in Höhe von 5 Prozent

seiner in der Beitrittserklärung übernommenen Kommanditeinlage

beschränkt; zu darüber hinausgehenden Zahlungen gegenüber der

Fondsgesellschaft oder Dritten ist der Treugeber nicht verpfl ichtet,

soweit die von ihm in seiner Beitrittserklärung übernommene Kommanditeinlage

geleistet und nicht wieder entnommen oder - insbesondere

in Form von Auszahlungen liquider Überschüsse, die

keinem handelsrechtlichen Gewinn entsprechen - zurückgewährt

worden ist.

9. Verlangt ein Treugeber gemäß § 3 Absatz 14 des Gesellschaftsvertrages

von der Treuhänderin die Übertragung der für ihn treuhänderisch

gehaltenen Beteiligung, so wird ihm die Treuhänderin einen

seiner Beteiligung entsprechenden Teilkommanditanteil unter den in

§ 3 Absatz 14 des Gesellschaftsvertrages genannten Voraussetzungen

im Wege der Sonderrechtsnachfolge aufschiebend bedingt auf

die Eintragung des Treugebers als Kommanditist in das Handelsregister

übertragen. Der Treugeber hat der Treuhänderin hierfür eine

notariell beglaubigte Handelsregistervollmacht entsprechend des als

Anlage 2 zum Gesellschaftsvertrag beigefügten Musters zu erteilen.

Der Treugeber hat die Kosten für die Übertragung der Beteiligung und

seine Eintragung ins Handelsregister zu tragen. Das Treuhandverhältnis

setzt sich auch nach einer solchen Übertragung als sogenannte

„unechte“ bzw. „Verwaltungstreuhand“ fort; insbesondere ist die Treuhänderin

auch in diesem Fall berechtigt, die Beteiligungsrechte des

Treugebers als dessen Bevollmächtigte nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages

auszuüben.

10. Die Treuhänderin ist berechtigt, ihre Treuhandtätigkeiten nach diesem

Vertrag durch von ihr beauftragte Dritte erbringen zu lassen.

66 Beilage 2

§ 3

Leistung der Einlagen durch die Treugeber

1. Der Treugeber ist verpfl ichtet, die von ihm in der Beitrittserklärung

gezeichnete Kommanditeinlage, die mindestens EUR 10.000,00

be tragen und durch 1.000 ohne Rest teilbar sein soll, zuzüglich 5 Prozent

Agio 14 Tage nach der Annahme der Beitrittserklärung durch die

Treuhänderin direkt auf das in der Beitrittserklärung angegebene Einzahlungskonto

der Fondsgesellschaft mit schuldbefreiender Wirkung

im Verhältnis zur Treuhänderin einzuzahlen oder zu überweisen.

2. Zum Abzug von Zwischenzinsen bei Leistung vor Fälligkeit ist der

Treugeber nicht berechtigt.

3. Erfüllt ein Treugeber seine Verpfl ichtung zur Leistung der von ihm

übernommenen Kommanditeinlage und des darauf geschuldeten

Agios nicht oder nicht fristgemäß, so ist die geschäftsführende Kommanditistin

der Fondsgesellschaft berechtigt, von ihm ab Fälligkeit

Verzugszinsen in Höhe von 1 Prozent pro Monat zu verlangen. Die

Zinspfl icht tritt ein, ohne dass es einer weiteren Mahnung bedarf. Die

Geltendmachung weiterer Schäden der Fondsgesellschaft oder der

Treuhänderin bleibt davon unberührt. Die Treuhänderin ist berechtigt,

den Anspruch auf Leistung der übernommenen Kommanditeinlage

und des darauf geschuldeten Agios sowie Zins- und etwaige darüber

hinausgehende Verzugsschadensersatzansprüche und zwar unabhängig

davon, ob es eigene Ansprüche oder Ansprüche der Fondsgesellschaft

sind, im eigenen Namen außergerichtlich und gerichtlich

geltend zu machen und einzuziehen.

4. Kommt ein Treugeber mit der Zahlung der von ihm übernommenen

Kommanditeinlage und des darauf geschuldeten Agios auf das Einzahlungskonto

der Fondsgesellschaft ganz oder teilweise in Verzug,

so ist die geschäftsführende Kommanditistin der Fondsgesellschaft

nach vorheriger schriftlicher Mahnung unter Nachfristsetzung mit

Ausschlussandrohung nach Ablauf der Frist berechtigt, die entsprechende

Erhöhung der Kommanditeinlage durch die Treuhänderin

rückgängig zu machen oder zu reduzieren und den Treugeber durch

schriftliche Mitteilung aus der Fondsgesellschaft auszuschließen bzw.

seine Kommanditbeteiligung entsprechend herabzusetzen, ohne dass

es eines Gesellschafterbeschlusses bedarf. Bei einem Ausschluss

endet der Treuhandvertrag zwischen der Treuhänderin und dem Treugeber

mit Wirksamwerden des Ausschlusses automatisch.

5. In dem Fall, dass der Treugeber nach vorstehendem Absatz 4 aus

der Fondsgesellschaft ausgeschlossen wird und der Treuhandvertrag

automatisch endet, sind vom Treugeber bereits erbrachte Teilzahlungen

auf die von ihm übernommene Kommanditeinlage unter Abzug der

von ihm nach nachstehendem Absatz 6 zu tragenden Kosten an ihn

zurück zu zahlen, sobald sein Ausschluss aus der Gesellschaft wirksam

geworden ist. Ein bereits geleistetes Agio ist nicht an den Investor

zurück zu zahlen. Etwaige Rückzahlungsansprüche des Treugebers

sind nicht zu verzinsen. Weitergehende Zahlungsansprüche gegen die

Treuhänderin oder die Fondsgesellschaft hat der Treugeber nicht.

6. Der Treugeber trägt die im Zusammenhang mit seinem Ausschluss

aus der Fondsgesellschaft und der Beendigung des Treuhandvertrages

nach vorstehendem Absatz 4 bei der Fondsgesellschaft und der

Treuhänderin entstehenden Kosten. Die Treuhänderin ist zur Aufrechnung

ihrer Ansprüche mit etwaigen Rückzahlungsansprüchen des

betroffenen Treugebers berechtigt.

§ 4

Pfl ichten und Rechte der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin ist verpfl ichtet, die für den Treugeber übernommene

und treuhänderisch gehaltene Beteiligung an der Fondsgesellschaft

im Sinne einer uneigennützigen Verwaltungstreuhand zu verwalten.

Dies gilt auch für den Fall, dass die treuhänderisch gehaltene Beteili-


gung gem. § 3 Absatz 14 des Gesellschaftsvertrages an den Treugeber

übertragen worden ist.

2. Weisungen des Treugebers wird die Treuhänderin Folge leisten, wenn

und soweit diese Weisungen nicht gegen das Gesetz, den Gesellschaftsvertrag

oder den Treuhandvertrag verstoßen oder die Treuhänderin

bei Befolgung der Weisungen gesetzliche oder vertragliche

Pfl ichten insbesondere gegenüber der Fondsgesellschaft oder den

anderen Treugebern verletzen würde. Hinsichtlich der Wahrnehmung

der Stimmrechte aus der treuhänderischen Beteiligung wird auf § 6

dieses Vertrages verwiesen.

3. Die Treuhänderin ist verpfl ichtet, das im Rahmen dieses Treuhandverhältnisses

erworbene Vermögen von ihrem eigenen und dem von

Dritten anvertrauten Vermögen getrennt zu halten und zu verwalten.

4. Die Treuhänderin hat dem Treugeber alles herauszugeben, was sie in

Ausübung dieses Treuhandvertrages, aufgrund des hierdurch begründeten

Treuhandverhältnisses oder aufgrund ihrer Rechtsstellung als

Treuhandkommanditistin bei der Fondsgesellschaft für den Treugeber

hinsichtlich der für ihn treuhänderisch gehaltenen und/oder verwalteten

Beteiligung erlangt, es sei denn, dieser Treuhandvertrag oder der

Gesellschaftsvertrag regeln ausdrücklich etwas anderes.

5. Die Treuhänderin übernimmt die Kommunikation zwischen den Treugebern

und der Fondsgesellschaft und das regelmäßige Reporting

der Fondsgesellschaft gegenüber den Treugebern und leitet dem

Treugeber Berichte der Fondsgesellschaft, insbesondere den von der

Fondsgesellschaft erstellten Jahresabschluss sowie den Geschäftsbericht

zu. Die Treuhänderin wird die Treugeber über die die Fondsgesellschaft

betreffenden wesentlichen Vorgänge mindestens einmal

jährlich schriftlich in Form eines Treuhandberichts unterrichten. Im

Falle einer körperlichen Gesellschafterversammlung bei der Fondsgesellschaft

wird die Treuhänderin den Treugebern über wichtige Ereignisse

der Fondsgesellschaft auch mündlich berichten.

6. Zu den Aufgaben der Treuhänderin gehört nicht die Prüfung der Buchhaltung

und des Jahresabschlusses der Fondsgesellschaft, die Überwachung

der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft und auch nicht

die Mittelverwendungskontrolle.

§ 5

Rechte und Pfl ichten des Treugebers

1. Der Treugeber ist berechtigt, der Treuhänderin bezüglich der Wahrnehmung

seiner Gesellschafterrechte Weisungen zu erteilen. Die Treuhänderin

hat diese Weisungen nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 dieses

Vertrages zu befolgen.

2. Der Treugeber ist berechtigt, die in § 12 Absatz 5 des Gesellschaftsvertrages

vorgesehenen Kontrollrechte als Kommanditist der Fondsgesellschaft

selbst auszuüben. Die Treuhänderin erteilt hiermit dem

Treugeber hinsichtlich der für ihn treuhänderisch gehaltenen Beteiligung

eine entsprechende Vollmacht.

3. In steuerlicher Hinsicht ist der Treugeber wirtschaftlicher Eigentümer

der für ihn von der Treuhänderin treuhänderisch gehaltenen Beteiligung.

Die sich aus der treuhänderischen Beteiligung ergebenden

steuerlichen Wirkungen treffen deshalb ausschließlich den Treugeber.

4. Der Treugeber ist verpfl ichtet, die Treuhänderin auf erstes Anfordern

von allen Verbindlichkeiten - sei es gegenüber der Fondsgesellschaft

oder Dritten - freizuhalten, die aus oder im Zusammenhang mit dem

Treuhandverhältnis und/oder der für den Treugeber treuhänderisch

gehaltenen und/oder verwalteten Beteiligung entstehen. Hat die

Treuhänderin auf eine solche Verbindlichkeit bereits geleistet, so hat

der Treugeber ihr auf erstes Anfordern die geleisteten Aufwendungen

unverzüglich zu erstatten. Vorstehende Verpfl ichtungen gelten

auch nach Beendigung des Treuhandvertrages fort. Die Treuhänderin

ist, wenn und insoweit ein Freihalte- oder Ersatzanspruch gegen

den Treugeber besteht, berechtigt, die Herausgabe von Zahlungen

und sonstigen Leistungen an den Treugeber, die sie auf Grund des

Treuhandverhältnisses oder aufgrund ihrer Rechtsstellung als Treuhandkommanditistin

bei der Fondsgesellschaft für den Treugeber

erlangt hat, solange zu verweigern, bis der Treugeber den Freihaltebzw.

Ersatzanspruch erfüllt oder der Treuhänderin entsprechende

Sicherheit geleistet hat. Die Treuhänderin ist zur Aufrechnung ihrer

Ansprüche mit etwaigen Zahlungsansprüchen des Treugebers

berechtigt.

§ 6

Rechte und Pfl ichten betreffend Gesellschafterversammlungen

1. Die Treuhänderin hat den Treugeber rechtzeitig von der Einleitung

eines schriftlichen Abstimmungsverfahrens oder der Einberufung

einer körperlichen Gesellschafterversammlung bei der Fondsgesellschaft

und über die Abstimmungsgegenstände bzw. die Tagesordnung

zu unterrichten. Protokolle über Gesellschafterversammlungen

wird die Treuhänderin dem Treugeber unverzüglich weiterleiten.

2. Der Treugeber ist berechtigt, an schriftlichen Abstimmungsverfahren

oder an körperlichen Gesellschafterversammlungen selbst teilzunehmen

oder sich nach Maßgabe von § 11 Absatz 6 des Gesellschaftsvertrages

durch einen mit schriftlicher Vertretungs- und Stimmrechtsvollmacht

versehenen Bevollmächtigten vertreten zu lassen. Die

Treuhänderin erteilt hiermit dem Treugeber hinsichtlich der für ihn

treuhänderisch gehaltenen Beteiligung eine entsprechende Stimmrechtsvollmacht

mit dem Recht, Untervollmacht zu erteilen. Macht

der Treugeber von seinen Beteiligungsrechten keinen Gebrauch, so

wird die Treuhänderin das Teilnahme-, Antrags- und Stimmrecht des

Treugebers bei schriftlichen Abstimmungsverfahren und auf körperlichen

Gesellschafterversammlungen unter Beachtung etwa erteilter

Weisungen des Treugebers hinsichtlich der Ausübung des Stimmrechts

sowie der sich aus dem Gesellschaftsvertrag und dem Gesetz

ergebenden Treuepfl ichten gegenüber der Fondsgesellschaft und den

übrigen Gesellschaftern und Treugebern wahrnehmen. Werden der

Treuhänderin nach Erhalt einer Weisung neue wesentliche Sachverhalte

im Hinblick auf die diesbezüglichen Abstimmungsgegenstände

bekannt, deren vorherige Kenntnis den Treugeber nach pfl ichtgemäßer

Einschätzung der Treuhänderin zu einer anders lautenden Weisung

bewogen hätten, so darf die Treuhänderin ausnahmsweise von

der Weisung abweichen und die Beteiligungsrechte des Treugebers

nach pfl ichtgemäßem Ermessen ausüben. Werden Weisungen von

den Treugebern nicht erteilt, wird die Treuhänderin mit den Stimmen

dieser Treugeber bei der Stimmabgabe mit Enthaltung stimmen.

Die Treuhänderin ist nach § 11 Absatz 7 des Gesellschaftsvertrages

berechtigt, ihr Stimmrecht entsprechend den Kapitalanteilen der von

ihr vertretenen Treugebern nach Maßgabe der ihr von diesen erteilten

Weisungen unterschiedlich auszuüben.

§ 7

Übertragung der Beteiligung; Rechtsnachfolge

1. Der Treugeber kann unter entsprechender Anwendung von § 15

Absatz 1 des Gesellschaftsvertrages mit vorheriger Zustimmung der

geschäftsführenden Kommanditistin der Fondsgesellschaft und der

Treuhänderin seine Rechten und Pfl ichten aus diesem Treuhandvertrag

hinsichtlich der für ihn von der Treuhänderin treuhänderisch

gehaltenen und/oder verwalteten Beteiligung an der Fondsgesellschaft

im Ganzen, aber nicht zum Teil, auf einen Dritten übertragen.

Die Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund verweigert werden.

Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der übernehmende

Dritte nicht vollumfänglich in die Rechte und Pfl ichten des Treugebers

aus diesem Treuhandvertrag und dem Gesellschaftsvertrag eintritt.

Beilage 2

67


2. Die Treuhänderin ist berechtigt, von dem übertragenden Treugeber

einen Nachweis für den Übergang und den Eintritt des übernehmenden

Dritten in die Rechte und Pfl ichten des Treugebers aus diesem

Treuhandvertrag und dem Gesellschaftsvertrag zu verlangen. Solange

ein solcher Nachweis nach Anforderung durch die Treuhänderin nicht

vorliegt, gilt die Übertragung als nicht erfolgt.

3. Die mit der Übertragung seiner Treugeberstellung entstehenden Kosten

hat der Treugeber zu tragen und, soweit sie bei der Treuhänderin

oder der Fondsgesellschaft anfallen, diesen zu erstatten.

4. Die Regelungen der vorstehenden Absätze gelten entsprechend für

Belastungen oder Verpfändungen oder sonstige Verfügungen über

Rechte aus diesem Treuhandvertrag. Die Regelung in § 15 Absatz 2

des Gesellschaftsvertrages gilt entsprechend.

5. Stirbt der Treugeber, so gehen alle Rechte und Pfl ichten aus diesem

Treuhandvertrag auf seinen/seine Erben und/oder Vermächtnisnehmer

(nachfolgend zusammen „Rechtsnachfolger“ genannt) über. Der/

Die Rechtsnachfolger und ein Testamentsvollstrecker hat/haben sich

gegenüber der Treuhänderin durch Vorlage geeigneter Dokumente

gemäß § 19 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages zu legitimieren. Sind

mehrere Rechtsnachfolger vorhanden, so haben diese ohne Aufforderung

einen gemeinsamen Bevollmächtigten zu bestellen und der Treuhänderin

schriftlich mittels einfachem Brief zu benennen, der gegenüber

der Treuhänderin und der Fondsgesellschaft für alle Rechtsnachfolger

nur einheitlich handeln kann. Bis zur Bestellung und Benennung

des gemeinsamen Bevollmächtigten gegenüber der Treuhänderin

kann die Treuhänderin Erklärungen gegenüber jedem der Rechtsnachfolger

mit Wirkung für und gegen die übrigen Rechtsnachfolger

abgeben. Solange ein gemeinsamer Bevollmächtigter nicht bestellt

und benannt ist oder die Legitimation des/der Rechtsnachfolger nicht

erfolgt ist, ruhen die Rechte aus der Gesellschaftsbeteiligung, insbesondere

das Stimmrecht, mit Ausnahme der Ergebnisbeteiligung.

Auszahlungen sind nur an den gemeinsamen Bevollmächtigten zu

leisten; sie haben schuldbefreiende Wirkung gegenüber allen Rechtsnachfolgern.

Die Wahrnehmung der Rechte aus dem Treuhandvertrag

durch einen Testamentsvollstrecker wird zugelassen; für die Dauer der

Testamentsvollstreckung bedarf es keines gemeinsamen Bevollmächtigten.

§ 8

Dauer und Beendigung des Treuhandverhältnisses

1. Dieser Treuhandvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der

Treuhandvertrag endet

(i) in den in § 3 Absatz 4 und 5 dieses Vertrages genannten Fällen

(Ausschluss des Treugebers aus der Fondsgesellschaft auf Grund

Verzugs)

(ii) bei einer Vollbeendigung der Fondsgesellschaft und Eintragung

der Löschung der Fondsgesellschaft im Handelsregister oder

(iii) durch Kündigung des Treuhandvertrages seitens der Treuhänderin

oder des Treugebers. Bei einer Kündigung kann der Treuhandvertrag

nur insgesamt gekündigt werden; eine Teilkündigung

bezogen auf einen Teil der treuhänderischen Beteiligung ist ausgeschlossen.

2. Das Treuhandverhältnis kann von der Treuhänderin und vom

Treu geber entsprechend den Regelungen über die ordentliche

Kündigung des Gesellschaftsvertrages in § 16 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages

mit einer Frist von sechs Monaten mit Wirkung

zum Ende eines Geschäftsjahres der Gesellschaft, erstmals zum

31. Dezember 2018 ordentlich gekündigt werden, seitens des Treugebers

allerdings nur dann, wenn er gleichzeitig auch sein Gesellschaftsverhältnis

gemäß § 16 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages ordentlich

gekündigt hat.

68 Beilage 2

3. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes können die Treuhänderin und

der Treugeber das Treuhandverhältnis außerordentlich fristlos kündigen.

Ein wichtiger Grund für eine Kündigung des Treuhandverhältnisses

durch die Treuhänderin liegt insbesondere dann vor, wenn

(i) die Tätigkeit der Treuhänderin genehmigungspfl ichtig wird oder

(ii) über das Vermögen des Treugebers das Insolvenzverfahren eröffnet

wird oder die Eröffnung eines solchen Verfahrens mangels

Masse abgelehnt wird oder die Beteiligung des Treugebers an der

Fondsgesellschaft bzw. seine Rechte aus der Beteiligung oder

aus diesem Treuhandvertrag von einem Gläubiger gepfändet

wurde(n) und die Vollstreckungsmaßnahme nicht innerhalb von

drei Monaten aufgehoben wird.

4. Das Treuhandverhältnis mit dem betreffenden Treugeber endet ferner,

wenn (i) der Treugeber gemäß § 18 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages

bzw. (ii) die Treuhänderin gemäß § 18 Absatz 7 des Gesellschaftsvertrages

mit dem für den betreffenden Treugeber treuhänderisch gehaltenen

Teil ihrer Kommanditbeteiligung aus der Fondsgesellschaft ausgeschieden

ist.

5. Nach Beendigung des Treuhandverhältnisses hat die Treuhänderin

eine für den Treugeber treuhänderisch gehaltene Beteiligung an der

Fondsgesellschaft an den Treugeber aufschiebend bedingt auf seine

Eintragung im Handelsregister im Wege der Sonderrechtsnachfolge

zu übertragen. Hierzu hat der Treugeber der Treuhänderin eine unwiderrufl

iche und über seinen Tod hinaus gültige notariell beglaubigte

Handelsregistervollmacht nach Maßgabe des dem Gesellschaftsvertrag

als Anlage 2 beigefügten Musters zu erteilen. Die Kosten dieser

Übertragung hat der Treugeber zu tragen.

6. Scheidet die Treuhänderin insgesamt aus der Fondsgesellschaft aus, so

wird das Treuhandverhältnis mit der gemäß § 18 Absatz 5 des Gesellschaftsvertrages

zu bestimmenden neuen Treuhänderin fortgesetzt.

7. Für die bis zum Beendigungszeitpunkt entstandenen Verpfl ichtungen

gegenüber der Treuhänderin bleibt der Treugeber dieser gegenüber

weiterhin verhaftet.

§ 9

Vergütung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin erhält für ihre Treuhandtätigkeit von der Fondsgesellschaft

eine Vergütung gemäß § 14 Absatz 3 und 4 des Gesellschaftsvertrages.

2. Des Weiteren erhält die Treuhänderin bei der Übertragung einer treuhänderisch

von ihr gehaltenen und/oder verwalteten Kommanditbeteiligung,

soweit es sich nicht um eine Übertragung nach § 3 Absatz

14 des Gesellschaftsvertrages handelt, von dem betreffenden Treugeber

eine einmalige Vergütung in Höhe von 1 Prozent der von ihm

übernommenen Kommanditeinlage, mindestens jedoch EUR 100,00,

maximal jedoch EUR 250,00 pro Übertragung, jeweils zzgl. eventuell

anfallender Umsatzsteuer. Die Treuhänderin ist berechtigt, diese Vergütung

mit Auszahlungsansprüchen des betreffenden Treugebers zu

verrechnen. Der übertragende Treugeber und der an seiner Stelle der

Fondsgesellschaft im Wege der Sonderrechtsnachfolge beitretende

und in diesen Treuhandvertrag eintretende Treugeber haften für die

vorstehende Vergütung gesamtschuldnerisch.

§ 10

Haftung der Treuhänderin; Verjährung

1. Die Treuhänderin haftet auch für ein vor dem Abschluss dieses Treuhandvertrages

liegendes Verhalten nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Bei Verletzung wesentlicher Verpfl ichtungen aus diesem

Vertrag haftet die Treuhänderin auch für leichte Fahrlässigkeit. Die

Treuhänderin haftet der Höhe nach – außer bei Vorsatz – nur für den

typischen und vorhersehbaren Schaden; die Haftung ist - außer bei


Vorsatz - auf die Höhe der vom Treugeber in seiner Beitrittserklärung

übernommenen Kommanditeinlage begrenzt.

2. Grundlage der Eingehung der mittelbaren Beteiligung des Treugebers

an der Fondsgesellschaft sind ausschließlich die im Verkaufsprospekt

enthaltenen Informationen. Die Treuhänderin hat das Beteiligungsangebot

und den Verkaufsprospekt sowie die darin enthaltenen Angaben

keiner eigenen Überprüfung unterzogen und war auch nicht an

der Entwicklung des Beteiligungsangebots beteiligt. Die Treuhänderin

haftet daher auch nicht für den Inhalt des Verkaufsprospektes und

insbesondere nicht für die Angaben zur Wirtschaftlichkeit, zu den prognostizierten

Erträgen und zu den rechtlichen und steuerlichen Folgen

der Beteiligung. Die Treuhänderin übernimmt weder eine vorvertragliche,

noch vertragliche Pfl icht zur Anlageberatung, zur rechtlichen

oder steuerlichen Beratung des Treugebers noch zur Information über

die Vor- und Nachteile einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft.

Die Treuhänderin haftet insbesondere auch nicht für die Werthaltigkeit

der Beteiligung oder deren Ertragsfähigkeit oder für den Eintritt

etwa angestrebter steuerlicher Wirkungen. Ebenso wenig übernimmt

sie eine Haftung für die Bonität der Vertragspartner der Fondsgesellschaft

oder eine ordnungsgemäße Vertragserfüllung derselben.

3. Ansprüche des Treugebers gegen die Treuhänderin haben eine Verjährungsfrist

von 24 Monaten. Die Verjährungsfrist beginnt für alle Ansprüche

gegen die Treuhänderin mit der Möglichkeit der Kenntnisnahme der tatsächlichen

Umstände, die den jeweiligen Anspruch begründen. Spätestens

mit dem dritten Tag nach der Absendung des jeweiligen Geschäftsberichts

der Fondsgesellschaft und/oder des Treuhandberichts der Treuhänderin

an die Treugeber beginnt die Verjährungsfrist für Ansprüche, die

während des Geschäftsjahres der Fondsgesellschaft entstanden sind, auf

die sich der Geschäftsbericht und/oder der Treuhandbericht der Treuhänderin

bezieht. Gelten nach dem Gesetz kürzere Verjährungsfristen oder

ein früherer Verjährungsbeginn, so bleiben diese anwendbar.

§ 11

Mitteilungspfl ichten des Treugebers, Datenschutz

1. Der Treugeber ist verpfl ichtet, der Treuhänderin bei seinem Beitritt seinen

vollständigen Namen, sein Geburtsdatum, seine Anschrift, Bankverbindung,

das zuständige Finanzamt sowie seine Steuernummer und sein

Identifi kationsmerkmal gemäß § 139a AO schriftlich mitzuteilen und die

Treuhänderin über Änderungen unverzüglich schriftlich zu informieren.

Er hat der Treuhänderin auch eine gegebenenfalls vorhandene E-Mail-

Adresse und Fax-Nummer sowie Änderungen derselben mitzuteilen.

2. Soweit der Treugeber seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort

ins außereuropäische Ausland verlegen sollte, hat er der Treuhänderin

schriftlich einen Zustellungsbevollmächtigten zu benennen,

der seinen Sitz in Deutschland oder im europäischen Ausland hat.

3. Kommt ein Treugeber seinen Mitteilungspfl ichten nach vorstehendem

Absatz 1 oder der Pfl icht zur Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten

in vorstehendem Absatz 2 nicht nach, so ist die Treuhänderin

dem Treugeber gegenüber berechtigt, Auszahlungen solange zurückzubehalten,

bis der Treugeber diesen Pfl ichten nachgekommen ist.

4. Der Treugeber erklärt sich mit der elektronischen Speicherung und

Verarbeitung seiner persönlichen Daten durch die Treuhänderin im

Rahmen dieses Treuhandvertrages zum Zwecke der Verwaltung der

für ihn treuhänderisch gehaltenen und/oder verwalteten Beteiligung

sowie zu seiner Betreuung durch die Treuhänderin einverstanden.

5. Die Treuhänderin darf Dritten gegenüber die Beteiligung des Treugebers

an der Fondsgesellschaft nur mit dessen schriftlicher Zustimmung

offen legen, es sei denn, die Offenlegung ist gesetzlich zwingend

vorgeschrieben, entspricht dem Interesse des Treugebers oder dient

der Erreichung des Zwecks des Gesellschaftsvertrages oder dieses

Treuhandvertrages oder die Daten sind beim Dritten bereits bekannt.

Die Treuhänderin ist in jedem Fall zur Offenlegung gegenüber den

deutschen Steuerbehörden und gegenüber der Fondsgesellschaft,

ihrer Komplementärin und geschäftsführenden Kommanditistin, den

bei der Eigenkapitalplatzierung eingeschalteten Gesellschaften und

Personen sowie den von Berufs wegen zur Verschwiegenheit verpfl

ichteten Beratern (insbesondere Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern)

der Treuhänderin und der Fondsgesellschaft berechtigt.

§ 12

Formerfordernisse für Erklärungen und Mitteilungen

1. Soweit in diesem Vertrag für Erklärungen, Ladungen, Zustellungen

oder sonstige Mitteilungen die Einhaltung der Schriftform vorgeschrieben

ist, kann die Erklärung, Ladung, Zustellung oder sonstige

Mitteilung per einfachem Brief, Fax oder E-Mail erfolgen, soweit nicht

vertraglich oder gesetzlich zwingend etwas anderes vorgesehen ist;

dann gilt die jeweilige vertragliche oder gesetzliche zwingende Form.

2. Bei der Übermittlung von Erklärungen, Ladungen, Zustellungen oder

sonstigen Mitteilungen per einfachem Brief an den Treugeber gilt die

letzte der Fondsgesellschaft vom Gesellschafter jeweils schriftlich

mitgeteilte inländische Anschrift bzw. die Anschrift des benannten

Zustellungsbevollmächtigten. Sie gelten drei Werktage nach Absendung

an diese Anschrift als ordnungsgemäß bewirkt und dem Treugeber

zugegangen. Dies gilt auch, wenn die Post oder ein anderer

Zusteller nicht zustellen kann, gleich aus welchem Grund. Zum Nachweis

der Absendung reicht die schriftliche Bestätigung des mit dem

Versand beauftragten Mitarbeiters.

§ 13

Schlussbestimmungen

1. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages nichtig, unwirksam

oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit

der übrigen Bestimmungen dieses Vertrages sowie dieses Vertrages

insgesamt nicht berührt. An die Stelle der nichtigen, unwirksamen

oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und

durchführbare Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der nichtigen,

unwirksamen bzw. undurchführbaren Bestimmung am nächsten

kommt. Entsprechendes gilt, wenn sich bei Durchführung des Vertrages

eine ergänzungsbedürftige Lücke ergeben sollte.

2. Dieser Treuhandvertrag unterliegt dem Recht der Bundesrepublik

Deutschland.

3. Erfüllungsort für sämtliche Verpfl ichtungen und Gerichtsstand für

alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag sowie über das Zustandekommen

dieses Vertrages ist der Sitz der Fondsgesellschaft, soweit dies

gesetzlich zulässig vereinbart werden kann.

4. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. Änderungen, Ergänzungen

oder die Kündigung oder Aufhebung dieses Vertrages

be dürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Änderung, Aufhebung

oder den Verzicht dieses Schriftformerfordernisses selbst.

Treugeber, mittels Beitrittserklärung

Für die UNITED INVESTORS Treuhand GmbH:

Hamburg, den 05.12.2011

Für die Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG:

Hamburg, den 05.12.2011

Beilage 2

69


Anlage 2

zum Gesellschaftsvertrag der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

70 zu Beilage 1

HANDELSREGISTERVOLLMACHT

in Angelegenheiten der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG (nachfolgend „Gesellschaft“ genannt)

Hiermit bevollmächtige ich, die/der Unterzeichnende,

Herr/Frau

geboren am

wohnhaft

Beruf

die Verwaltung S&K Fonds GmbH, Hamburg, eingetragen im Handelsregister bei dem Amtsgericht Hamburg unter

HRB 103512, als Komplementärin der Gesellschaft, und

die UNITED INVESTORS Real-Estate GmbH, Hamburg, eingetragen in das Handelsregister bei dem Amtsgericht

Hamburg unter HRB 102721, als geschäftsführende Kommanditistin der Gesellschaft,

jeweils einzeln, mich bei allen Anmeldungen zur Eintragung in das Handelsregister hinsichtlich der Gesellschaft zu

vertreten. Die Vollmacht berechtigt zu allen Anmeldungen, insbesondere betreffend

meinen Eintritt als Kommanditist zur Gesellschaft und mein Ausscheiden aus der Gesellschaft,

den Eintritt und das Ausscheiden von anderen Kommanditisten sowie von persönlich haftenden Gesellschaftern

bei der Gesellschaft,

die Änderung der Beteiligungsverhältnisse, des Kapitals und der Ergebnisverteilung der Gesellschaft,

die Änderung von Firma, Sitz und Zweck der Gesellschaft,

alle Umwandlungsvorgänge bei der Gesellschaft (einschließlich Verschmelzungen, Formwechsel, Spaltung,

Ausgliederung),

Aufl ösung der Gesellschaft einschließlich der Anmeldung der Liquidatoren,

Löschung der Gesellschaft.

Die Bevollmächtigten sind von den Beschränkungen von §181 BGB befreit und – jeweils einzeln – berechtigt, Untervollmacht

zu erteilen und den Unterbevollmächtigten von den Beschränkungen des § 181 BGB zu befreien. Die Vollmacht

ist unwiderrufl ich und gilt über meinen Tod hinaus; sie kann nur aus wichtigem Grund widerrufen werden.

___________________________________, den ________________________

Unterschrift der/des Treugeberin/Treugebers (notarieller Beglaubigungsvermerk)


Darlehensvertrag

Zwischen

und

der Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG, Rathausmarkt

10, 20095 Hamburg, vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin,

die Verwaltung S&K Fonds GmbH, Rathausmarkt 10,

20095 Hamburg, diese wiederum auf Grund Vollmacht vertreten durch

die geschäftsführende Kommanditistin der Deutsche S&K Sachwerte

Nr. 2 GmbH & Co. KG, die UNITED INVESTORS Real-Estate GmbH,

Rathausmarkt 10, 20095 Hamburg,

nachfolgend „Darlehensgeberin“ genannt

der Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH, Kennedyallee 123, 60596

Frankfurt a. M., vertreten durch ihre Geschäftsführer Dr. Jonas Köller

und Stephan Schäfer,

nachfolgend „Darlehensnehmerin“ genannt

wird nachfolgender Darlehensvertrag geschlossen:

Vorbemerkungen

V.1 Die Darlehensgeberin ist eine Publikumsfondsgesellschaft, die beabsichtigt

Kommanditkapital bei Investoren (nachfolgend die „Investoren“

genannt) einzuwerben und daraus der Darlehensnehmerin ein

Gelddarlehen zur Umsetzung und Abwicklung von Immobiliengeschäften,

d.h. Investitionen in Immobilien und grundbuchlich gesicherten

Forderungen sowie sonstige Investitionen im weitestgehenden

Zusammenhang mit Immobilien zu gewähren.

V.2 Initiatorin der Darlehensgeberin ist die UNITED INVESTORS Emissionshaus

GmbH (nachfolgend „UI“ genannt).

V.3 Die Darlehensnehmerin wurde ordnungsgemäß errichtet, die Eintragung

in das Handelsregister ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main

angemeldet. Ihre einzige Gesellschafterin ist die Deutsche S&K Sachwert

AG, eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB

88233 (nachfolgend „SK Sachwert AG“ genannt), deren alleinige

Gesellschafterin wiederum die S&K Holding GmbH, eingetragen beim

Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 88133 (nachfolgend „SK

Holding“ genannt) ist.

V.4 Die SK Holding ist die Obergesellschaft der S&K-Unternehmensgruppe,

zu der neben der Darlehensnehmerin diverse weitere Tochtergesellschaften

gehören. Die S&K-Unternehmensgruppe betreibt insbesondere

den Handel mit Immobilien und bietet als Dienstleistungen

u. a. die Vermittlung von Immobilien, den Ankauf von Immobilien und

die Wohnungsprivatisierung an.

V.5 Das Darlehen soll durch die Bestellung von Sicherheiten an den

Immobilieninvestitionen der Darlehensnehmerin besichert werden.

Insbesondere sollen an den von der Darlehensnehmerin erworbenen

Grundstücken und Immobilien Grundschulden bestellt werden und

die von der Darlehensnehmerin erworbenen grundbuchlich gesicherten

Forderungen zur Sicherheit abgetreten werden.

Dies vorausgeschickt, vereinbaren die Parteien das Folgende:

§ 1

Darlehensgewährung, Bereitstellung

1.1 Die Darlehensgeberin gewährt der dies annehmenden Darlehensnehmerin

hiermit ein Darlehen in Höhe des bei Investoren eingeworbenen

und von diesen an die Darlehensgeberin geleisteten Kommanditkapitals.

Die Verpfl ichtung der Darlehensgeberin zur Darlehensgewährung

besteht mithin nur dann und insoweit, als sie einen entsprechenden

Kapitalbetrag bei Investoren eingeworben hat und dieser von den

Investoren an die Darlehensgeberin geleistet wurde.

1.2 Da das einzuwerbende Kommanditkapital der Darlehensgeberin nicht

feststeht und auch der Platzierungserfolg bei Investoren offen ist,

steht die genaue Höhe des Darlehens bei Abschluss dieses Vertrages

nicht fest. Der Verkaufsprospekt über das Beteiligungsangebot

an der Darlehensgeberin geht exemplarisch von einem Kommanditkapital

der Darlehensgeberin von EUR 30 Mio. aus. Das bis zum Ende

der Platzierungsphase gemäß § 3 Abs. 10 des Gesellschaftsvertrages

der Darlehensgeberin (nachfolgend kurz „Platzierungsphase“

genannt) bei Investoren eingeworbene Kommanditkapital kann aber

sowohl niedriger, als auch höher sein. Der endgültige Darlehensbetrag

entspricht dem zum Ende der Platzierungsphase bei Investoren

eingeworbenen und von diesen binnen 8 Wochen nach Ende der Platzierungsphase

geleisteten Kommanditkapital der Darlehensgeberin

(nachfolgend kurz „Endgültiger Darlehensbetrag“ genannt).

1.3 Die Darlehensgeberin wird die Darlehensnehmerin während der Platzierungsphase

regelmäßig über den Stand der Einwerbung des Kommanditkapitals

unterrichten und ihr den Endgültigen Darlehensbetrag,

sobald dieser feststeht, umgehend mitteilen.

§ 2

Auszahlungszeitpunkt und -voraussetzungen

2.1 Die Auszahlung des Darlehens an die Darlehensnehmerin erfolgt -

vorbehaltlich der Regelungen in § 2.4 und § 2.5 - sukzessive in Teilbeträgen,

wenn und insoweit die Darlehensgeberin das entsprechende

Kommanditkapital bei Investoren eingeworben hat und von diesen an

die Darlehensgeberin geleistet wurde. Die Verpfl ichtung der Darlehensgeberin

zur Auszahlung des Darlehensbetrages muss dabei nicht

bei jeder Einzahlung von Kommanditkapital von Investoren sofort

erfüllt werden, sondern die Darlehensgeberin ist berechtigt, Auszahlungen

erst ab Teilbeträgen von EUR 50.000,00 vorzunehmen.

2.2 Die Auszahlung von Darlehensbeträgen hat durch Überweisung auf

das von der Darlehensnehmerin noch schriftlich zu benennende

Konto erfolgen. Durch schriftliche Mitteilung kann die Darlehensnehmerin

ein anderes Konto benennen.

2.3 Die Abtretung, Verpfändung oder sonstige Belastung des Auszahlungsanspruchs

durch die Darlehensnehmerin bedarf der Zustimmung

der Darlehensgeberin.

2.4 Die Darlehensgeberin ist berechtigt, die Auszahlung des Darlehens

- im Ganzen oder in Teilbeträgen - solange zu verweigern, bis sämtliche

der nachfolgend genannten Auszahlungsbedingungen erfüllt sind

(nachfolgend kurz die „Auszahlungsbedingungen“ genannt):

(i) Vorlage einer notariell beglaubigten Kopie eines aktuellen Gesellschaftsvertrages

und einer beglaubigten Kopie eines aktuellen

Handelsregisterauszugs sowie einer beglaubigten Kopie einer

aktuellen Gesellschafterliste der Darlehensnehmerin;

(ii) Vorlage eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung der

Darlehensnehmerin über die Zustimmung der Gesellschafterversammlung

zum Abschluss dieses Darlehensvertrages.

2.5 Die Darlehensgeberin ist auch berechtigt, die Auszahlung zu verweigern,

wenn eine Zusicherung der Darlehensnehmerin gemäß § 8

nicht zutreffen sollte oder sonst ein zur außerordentlichen Kündigung

berechtigender wichtiger Grund vorliegt, insbesondere die Darlehensnehmerin

nicht ihren Verpfl ichtungen aus § 6 zur Bestellung der

Sicherheiten vollumfänglich nachkommt.

2.6 Die Darlehensnehmerin ist verpfl ichtet, die Voraussetzungen für die

Auszahlung des Darlehens zu schaffen und das Darlehen abzuneh-

Beilage 3

71


men. Unterbleibt die Auszahlung endgültig aus einem Grund, den

nicht die Darlehensgeberin, sondern die Darlehensnehmerin zu vertreten

hat, bleiben der Darlehensgeberin alle vertraglichen und gesetzlichen

Rechte vorbehalten.

§ 3

Verzinsung

3.1 Das Darlehen ist, insoweit es an die Darlehensnehmerin ausgezahlt

wurde, ab der Auszahlung mit einem festen Zinssatz von 13,25 Prozent

p. a. (in Worten: dreizehn ein Viertel Prozent per annum) zu verzinsen.

3.2 Zusätzlich zu den festen Zinsen nach vorstehendem § 3.1 hat die Darlehensnehmerin

an die Darlehensgeberin einen einmaligen Bonuszins

auf die im jeweiligen Monat des Jahres 2012 ausgezahlten Darlehensbeträge

zu leisten. Der jeweilige Bonuszins entsteht mit Ablauf des

jeweiligen Monats. Für die Bemessung des Bonuszinses gilt die nachfolgende

Staffel:

72 Beilage 3

Januar 5,50 % p.a. Juli 2,50 % p.a.

Februar 5,00 % p.a. August 2,00 % p.a.

März 4,50 % p.a. September 1,50 % p.a.

April 4,00 % p.a. Oktober 1,00 % p.a.

Mai 3,50 % p.a. November 0,50 % p.a.

Juni 3,00 % p.a. Dezember 0,00 % p.a.

3.3 Erfolgt eine Auszahlung des Darlehens - im Ganzen oder in Teilbeträgen

- an die Darlehensnehmerin nur deshalb nicht, weil eine der in

§ 2.4 oder § 2.5 genannten Auszahlungsbedingungen nicht erfüllt ist,

beginnt die Zinszahlungspfl icht der Darlehensnehmerin nach vorstehenden

§ 3.1 und § 3.2 bereits ab dem Zeitpunkt, an dem die Mittel

bei der Darlehensgeberin zur Auszahlung an die Darlehensnehmerin

bereit stehen.

3.4 Die festen Zinsen nach vorstehendem § 3.1 sind jeweils anteilig

monatlich zu berechnen und zum 5. des Folgemonats fällig. Wird das

Darlehen - im Ganzen oder in Teilbeträgen - getilgt, so werden die auf

den Tilgungsbetrag ausstehenden Zinsen mit der Tilgung fällig.

3.5 Die Bonuszinsen nach vorstehendem § 3.2 sind mit Ablauf der Festen

Laufzeit nach § 5.1 an die Darlehensgeberin zu leisten.

3.6 Die festen Zinsen und die Bonuszinsen sind auf das von der Darlehensgeberin

noch schriftlich zu benennende Konto der Darlehensgeberin

zu zahlen. Durch schriftliche Mitteilung kann die Darlehensgeberin

ein anderes Konto benennen.

3.7 Die Berechnung der Zinsen erfolgt nach der deutschen Zinsmethode

unter Zugrundelegung eines Jahres von dreihundertsechzig (360)

Tagen (30/360).

§ 4

Verwendungszweck, Verwendungskontrolle

4.1 Das Darlehen wird der Darlehensnehmerin zur Umsetzung und

Abwicklung von Immobilieninvestitionen gewährt. Immobilieninvestitionen

umfassen dabei (i) den Ankauf von und den Handel mit Wohnund

Gewerbeimmobilien und immobilienähnlichen Rechten sowie

vergleichbare Geschäfte, (ii) den Erwerb grundbuchlich gesicherter

Forderungen sowie (iii) Investitionen im weitestgehenden Zusammenhang

mit Immobilien. Dabei ist die Darlehensnehmerin nicht an

bestimmte Immobilieninvestitionen gebunden, sondern sie ist in der

konkreten Verwendung und der Entscheidung, für welche Immobilieninvestitionen

sie das Darlehen verwenden will, frei. Die Darlehens-

nehmerin ist dabei auch berechtigt, die Immobilieninvestitionen nicht

selbst sondern über Objektgesellschaften zu tätigen (nachfolgend

kurz „Tochter-Objektgesellschaften“ genannt).

4.2 Die Darlehensgeberin ist berechtigt, die bestimmungsgemäße Verwendung

des Darlehens zu kontrollieren und hierüber jederzeit Auskunft

und Rechenschaft von der Darlehensnehmerin zu verlangen.

Auf Anforderung der Darlehensgeberin ist die Darlehensnehmerin

insbesondere dazu verpfl ichtet, der Darlehensgeberin die getätigten

Immobilieninvestitionen offenzulegen und durch geeignete Unterlagen

nachzuweisen. Ferner ist die Darlehensgeberin berechtigt, auf

eigene Kosten, Einsicht in die Bücher der Darlehensnehmerin zu nehmen,

soweit diese die Verwendung des Darlehens betreffen; § 51a

GmbHG gilt insoweit entsprechend. Die Darlehensgeberin kann die

Ausübung der vorstehenden Rechte auch durch einen Dritten, der von

Berufs wegen zur Verschwiegenheit verpfl ichtet ist (z. B Wirtschaftsprüfern,

Steuerberater oder Rechtsanwalt), vornehmen lassen. Werden

die Immobilieninvestitionen über Tochter-Objektgesellschaften

der Darlehensnehmerin getätigt, hat die Darlehensnehmerin sicherzustellen,

dass die vorstehenden Kontroll-, Auskunfts- und Rechenschaftsrechte

der Darlehensgeberin auch betreffend diesen Tochter-

Objektgesellschaften uneingeschränkt ausgeübt werden können.

§ 5

Laufzeit, Verlängerungsoption

5. 1 Das Darlehen hat eine feste Laufzeit bis zum 19. Dezember 2016

(nachfolgend kurz die „Feste Laufzeit“ genannt) und ist mit Ablauf

der Festen Laufzeit an die Darlehensgeberin vollständig zurück zu

zahlen.

5.2 Auf Verlangen der Darlehensnehmerin ist mit schriftlicher Zustimmung

der Darlehensgeberin diese berechtigt, die Feste Laufzeit zwei

Mal um jeweils ein Jahr, längstens somit bis zum 19. Dezember 2018

zu verlängern (nachfolgend kurz die „Verlängerungsmöglichkeit“

genannt). Will die Darlehensgeberin die Verlängerungsmöglichkeit

nutzen, so hat sie dies gegenüber der Darlehensgeberin bis spätestens

zum 31. Dezember 2015 beziehungsweise 31. Dezember 2016

schriftlich anzuzeigen. Die Darlehensgeberin hat der Darlehensnehmerin

nach Erhalt ihrer schriftlichen Anzeige binnen eines Monats

schriftlich mitzuteilen, ob sie einer Verlängerung zustimmt. Erklärt

sich die Darlehensgeberin nicht, so gilt dies als Verweigerung der

Zustimmung.

§ 6

Besicherung

6.1 Das Darlehen soll durch die Bestellung von Sicherheiten an den

Immobilieninvestitionen der Darlehensnehmerin besichert werden.

Insbesondere sollen der Darlehensgeberin an den von der Darlehensnehmerin

erworbenen Grundstücken und Immobilien Grundschulden

bestellt werden und die von der Darlehensnehmerin erworbenen

grundbuchlich gesicherten Forderungen zu Sicherheit abgetreten

werden.

6.2 (i) Grundschulden an Grundstücken und Immobilien:

(1) Die Darlehensnehmerin hat der Darlehensgeberin zur Besicherung

des Darlehens an allen von der Darlehensnehmerin

- gegenwärtig und zukünftig - erworbenen Grundstücken und

Immobilien sofort vollstreckbare Grundschulden zu bestellen.

Bei von Tochter-Objektgesellschaften - gegenwärtig und

zukünftig - erworbenen Grundstücken und Immobilien, hat

die Darlehensnehmerin dafür Sorge zu tragen, dass die jeweilige

Tochter-Objektgesellschaft der Darlehensgeberin eine

entsprechende sofort vollstreckbare Grundschuld an diesen

Grundstücken und Immobilien bestellt.


(2) Von der Verpfl ichtung nach vorstehendem Absatz (1) sind

diejenigen Grundstücke und Immobilien ausgenommen, bei

denen beim Erwerb seitens der Darlehensnehmerin geplant

ist, sie längstens sechs (6) Monate zu halten und innerhalb

dieser Frist wieder zu veräußern. Wird ein solches Grundstück

bzw. eine solche Immobilie entgegen der Planung dann doch

länger als 6 Monate von der Darlehensnehmerin bzw. einer

ihrer Tochter-Objektgesellschaften gehalten, ist daran unverzüglich

eine Grundschuld nach Absatz (1) zu bestellen.

(3) Die an Grundstücken und Immobilien nach Absatz (1) zu

bestellenden Grundschulden sollen grundsätzlich im ersten

Rang bestellt werden. Nur in den Fällen, in denen der Erwerb

des Grundstücks bzw. der Immobilie auch durch ein Bankdarlehen

fi nanziert oder teilfi nanziert wurde bzw. wird, darf die zu

bestellende Grundschuld im Rang nach einer dinglichen Besicherung

des Bankdarlehens erfolgen.

(4) Die Höhe der einzelnen Grundschulden nach Absatz (1) soll

140,0 Prozent des von der Darlehensnehmerin geleisteten

Anschaffungspreises des Grundstücks bzw. der Immobilie

betragen und mit 20,0 Prozent jährlich verzinst werden.

(5) Die nach Absatz (1) zu bestellenden Grundschulden sind mit

einer persönlichen und dinglichen Zwangsvollstreckungsklausel

auszustatten.

(ii) Sicherungsabtretung von Forderungen

(1) Die Darlehensnehmerin hat zur Besicherung des Darlehens

alle von ihr - gegenwärtig oder zukünftig - erworbenen Forderungen

zur Sicherheit an die Darlehensgeberin abzutreten. Bei

von Tochter-Objektgesellschaften - gegenwärtig und zukünftig

- erworbenen Forderungen, hat die Darlehensnehmerin dafür

Sorge zu tragen, dass die jeweilige Tochter-Objektgesellschaft

diese Forderungen entsprechend zur Sicherheit an die Darlehensgeberin

abtritt.

(2) Der Darlehensnehmerin soll es bis zum Widerruf durch die

Darlehensgeberin gestattet bleiben, die zur Sicherheit abgetretenen

Forderungen im Rahmen eines ordnungsgemäßen

Geschäftsbetriebs einzuziehen (nachfolgend kurz „Einziehungsbefugnis“

genannt). Die Darlehensgeberin kann zur

Wahrung berechtigter Belange die vorstehende Einziehungsbefugnis

beschränken oder für die Einziehung Aufl agen erteilen.

Der Weiterverkauf der zur Sicherheit abgetretenen Forderungen

bedarf der vorherigen schriftlichen Freigabe der Darlehensgeberin.

(3) Die Darlehensgeberin darf die Einziehungsbefugnis widerrufen

und die Forderungsabtretung auch im Namen der Darlehensnehmerin

gegenüber den jeweiligen Drittschuldnern

offenlegen, wenn die Darlehensnehmerin gegen ihr erteilte

Beschränkungen oder Aufl agen verstößt oder wenn Verwertungsreife

eingetreten ist. Bei Verwertungsreife darf die Darlehensgeberin

die Forderungen selbst einziehen; hierzu darf

sie alle Maßnahmen vornehmen und Vereinbarungen mit den

Drittschuldnern treffen, die sie für zweckmäßig hält, insbesondere

auch Stundungen und Nachlässe gewähren. Die Darlehensgeberin

kann von der Darlehensnehmerin die Aushändigung

aller Unterlagen über die abgetretenen Forderungen

verlangen.

(iii) Sicherheiten an sonstigen Immobilieninvestitionen

Tätigt die Darlehensnehmerin andere Immobilieninvestition als in

Form des Erwerbs von Grundstücken und Immobilien oder von

Forderungen so hat die Darlehensnehmerin je nach Art der Immobilieninvestition

daran zur Besicherung des Darlehens geeignete

Sicherheiten zu Gunsten der Darlehensgeberin zu bestellen.

6.3 Die Sicherheiten dienen zur Sicherung aller gegenwärtigen, zukünftigen

und auch bedingten Ansprüche, die der Darlehensgeberin gegen

die Darlehensnehmerin zustehen.

6.4 Die Darlehensnehmerin hat der Darlehensgeberin einmal monatlich

über die von ihr und ihren Tochter-Objektgesellschaften getätigten

Immobilieninvestitionen und -desinvestitionen sowie dem aktuellen

Bestand der Immobilieninvestitionen zu berichten.

6.5 Die bestellten Sicherheiten sind unter folgenden Voraussetzungen

freizugeben:

(i) Sämtliche Sicherheiten sind freizugeben, nachdem die dadurch

gesicherten Forderungen der Darlehensgeberin vollständig erfüllt

wurden. Diese Freigabeverpfl ichtung besteht allerdings nicht,

wenn eine Verpfl ichtung besteht, die Sicherheiten an einen Dritten

der die Darlehensgeberin befriedigt hat, zu übertragen.

(ii) Auf Verlangen der Darlehensnehmerin sind Sicherheiten ganz

oder teilweise freizugeben, wenn und insoweit der realisierbare

Wert der Sicherheiten 110 % der gesicherten Ansprüche der Darlehensgeberin

(nachfolgend kurz „110 %-Grenze“ genannt) nicht

nur vorübergehend übersteigt. Die Ermittlung des realisierbaren

Werts der Sicherheiten ist nach den üblichen Bewertungsmethoden

unter Anwendung eines Sicherheitsabschlags von 25 % vorzunehmen.

(iii) Sicherheiten sind auch im Zuge einer Desinvestition der Darlehensnehmerin

allerdings nur gegen Stellung gleichwertiger

Ersatzsicherheiten freizugeben.

6.6 Die Darlehensnehmerin kann es in dem Fall, dass die 110%-Grenze

nicht nur vorübergehend überschritten wurde, solange ablehnen, weitere

Sicherheiten zu bestellen, bis die 110%-Grenze wieder erreicht

oder unterschritten wurde.

6.7 Die Sicherheiten dürfen verwertet werden, wenn sich die Darlehensnehmerin

mit der Zahlung gesicherter Forderungen, insbesondere der

Rückzahlung der gesicherten Darlehensforderungen sowie der Zahlung

von Zinsen trotz Nachfristsetzung und unter Androhung der Verwertung

von Sicherheiten mit mehr als 30 Tagen im Verzug befi ndet

(kurz „Verwertungsreife“ genannt). Einer Nachfristsetzung und einer

Androhung der Verwertung bedarf es nicht, wenn die Darlehensnehmerin

ihre Zahlungen eingestellt hat oder die Eröffnung eines gerichtlichen

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen beantragt worden ist.

6.8 Die Kosten der Bestellung und Löschung von Sicherheiten trägt ausschließlich

die Darlehensnehmerin.

§ 7

Offenlegungs- und Mitteilungspfl ichten der Darlehensnehmerin

sowie Informations- und Prüfungsrechte der Darlehensgeberin

7.1 Die Darlehensnehmerin ist verpfl ichtet, auf Verlangen der Darlehensgeberin

ihre wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die wirtschaftlichen

Verhältnisse ihrer Tochter-Objektgesellschaften durch Einreichung der

beiden zum jeweiligen Verlangen jüngsten Jahresabschlüsse gegenüber

der Darlehensgeberin offen zu legen.

7.2 Die Darlehensnehmerin ist verpfl ichtet, die Darlehensgeberin unverzüglich

und unaufgefordert über alle wesentlichen Vorgänge bei der

Darlehensnehmerin und ihren Tochter-Objektgesellschaften insbesondere

in Bezug auf ihre jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnisse und

die getätigten Investitionen zu unterrichten.

7.3 Die Darlehensnehmerin hat die Darlehensgeberin schriftlich darüber

zu informieren, wenn sich ihre wirtschaftlichen Verhältnisse oder

die wirtschaftlichen Verhältnisse einer ihrer Tochter-Objektgesellschaften

wesentlich verschlechtern sollten. Insbesondere ist die

Darlehensnehmerin verpfl ichtet, die Darlehensgeberin unverzüglich

schriftlich darüber zu informieren, wenn bei der Darlehensnehmerin

oder einer ihrer Tochter-Objektgesellschaften eine Überschuldungs-

Beilage 3

73


lage besteht oder die Darlehensnehmerin bzw. eine ihrer Tochter-

Objektgesellschaften zahlungsunfähig ist oder droht, zahlungsunfähig

zu werden.

§ 8

Zusicherungen der Darlehensnehmerin

Die Darlehensnehmerin gibt zum Zeitpunkt des Abschlusses dieses Darlehensvertrages

und zu jedem Auszahlungszahlungszeitpunkt des Darlehens

oder Teilbeträgen davon folgende Zusicherungen ab:

(i) Alle Angaben in diesem Vertrag, insbesondere in den Vorbemerkungen

betreffend die Darlehensnehmerin sind zutreffend.

(ii) Es wurde kein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

über das Vermögen der Darlehensnehmerin gestellt und es

besteht bei der Darlehensnehmerin auch kein Insolvenzgrund

(Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung).

Die Darlehensnehmerin hat ihre Zahlungen weder

endgültig noch vorübergehend eingestellt oder mit Gläubigern

Verhandlungen über einen außergerichtlichen Vergleich oder Zahlungsaufschub

aufgenommen.

(iii) Sämtliche von der Darlehensnehmerin der Darlehensgeberin im

Vorfeld und im Zusammenhang mit diesem Vertrag überlassenen

Unterlagen und gegebenen Informationen sind richtig und

vollständig. Die der Darlehensgeberin überlassenen Bilanzen und

Jahresabschlüsse der Darlehensnehmerin sind unter Beachtung

der anwendbaren Buchführungs- und Bilanzierungsregeln erstellt

worden und vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der

Gesellschaften.

§ 9

Außerordentliche Kündigung

9.1 Der Vertrag kann außerordentlich aus wichtigem Grund gekündigt

werden. Die Kündigung bedarf der Schriftform.

9.2 Die Darlehensgeberin ist insbesondere in folgenden Fällen berechtigt,

diesen Vertrag außerordentlich und mit sofortiger Wirkung zu

kündigen:

(i) Die Darlehensnehmerin verstößt gegen eine oder mehrere ihrer

Verpfl ichtungen und/oder Aufl agen aus diesem Darlehensvertrag

oder anderen Rechtsverhältnissen mit der Darlehensgeberin

und behebt diesen Verstoß nicht innerhalb einer Frist von

vier (4) Wochen nach schriftlicher Mahnung durch die Darlehensgeberin.

(ii) Die Darlehensnehmerin gerät mit fälligen Leistungen ganz oder

teilweise in Verzug und erfüllt diese auch nicht innerhalb einer

Frist von vier (4) Wochen nach schriftlicher Mahnung durch die

Darlehensgeberin.

(iii) Die Darlehensnehmerin kommt ihren Auskunfts-, Rechenschafts-,

Offenlegungs- und/oder Mitteilungsverpfl ichtungen nicht oder

nicht vollständig nach und erfüllt diese auch nicht innerhalb einer

Frist von vier (4) Wochen nach schriftlicher Mahnung durch die

Darlehensgeberin oder erteilte Auskünfte oder vorgelegte Unterlagen

erweisen sich als nicht richtig.

(iv) Sicherheiten werden (i) abweichend von der Verpfl ichtung in

§ 6 nicht oder nicht vollständig bestellt oder beigebracht und die

Darlehensnehmerin holt die Bestellung/Beibringung auch nicht

innerhalb einer Frist von vier (4) Wochen nach schriftlicher Mahnung

durch die Darlehensgeberin nach oder (ii) die Bestellung

von Sicherheiten stellt sich im Nachhinein als unwirksam heraus

und die Darlehensnehmerin holt nicht innerhalb einer Frist von

vier (4) Wochen nach schriftlicher Mahnung durch die Darlehensgeberin

eine wirksame Bestellung der Sicherheiten nach.

74 Beilage 3

(v) Die Darlehensnehmerin (i) belastet eine Sicherheit gemäß § 6

ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Darlehensgeberin

oder (ii) in eine Sicherheit gemäß § 6 wird von einem Dritten die

Zwangsvollstreckung betrieben und die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

werden nicht binnen vier (4) Wochen wieder aufgehoben

oder (iii) eine Sicherheit gemäß § 6 wird von vorrangigen

Sicherungsnehmern verwertet.

(vi) Die Darlehensnehmerin ist zahlungsunfähig oder droht zahlungsunfähig

zu werden oder ist überschuldet und die Zahlungsunfähigkeit

oder drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung

wird nicht binnen drei (3) Wochen behoben.

(vii) Wegen des Anspruchs der Darlehensnehmerin gegen die Darlehensgeberin

auf Auszahlung des Darlehensbetrages ergeht ein

vorläufi ges Zahlungsverbot oder wird ein Arrest erwirkt oder dieser

Anspruch wird gepfändet oder ohne vorherige Zustimmung

der Darlehensgeberin abgetreten, verpfändet oder sonst wie

belastet.

(viii) Eine der von der Darlehensgeberin abgegebenen Zusicherungen

gemäß § 8 ist unzutreffend und die Darlehensgeberin behebt dies

nicht innerhalb einer Frist von vier (4) Wochen nach schriftlicher

Mahnung durch die Darlehensgeberin.

9.3 Im Falle einer außerordentlichen Kündigung dieses Vertrages durch

die Darlehensgeberin ist diese zur Geltendmachung des ihr durch die

vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schadens gegenüber der Darlehensnehmerin

berechtigt.

§ 10

Zahlungsverzug

Kommt die Darlehensnehmerin mit Zahlungen, die sie aufgrund dieses Vertrages

schuldet, in Verzug, so hat sie der Darlehensgeberin den geschuldeten

Betrag mit einem jährlichen Zins von 15 Prozentpunkten über dem

jeweiligen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank zu verzinsen. Das

Recht der Darlehensgeberin, einen höheren Verzugsschaden geltend zu

machen, wird hierdurch nicht berührt.

§ 11

Abtretungs-, Verpfändungs- und Belastungs- sowie

Aufrechnungsverbot

11.1 Die Darlehensnehmerin kann ihre Rechte und Ansprüche aus

diesem Vertrag, insbesondere den Auszahlungsanspruch nur mit

Zustimmung der Darlehensgeberin an Dritte abtreten.

11.2 Die Verpfändung oder sonstige Belastung der Rechte und

Ansprüche aus diesem Vertrag, insbesondere des Auszahlungsanspruchs

durch die Darlehensnehmerin ist ausgeschlossen.

11.3 Die Darlehensnehmerin kann gegen Forderungen der Darlehensgeberin

nur mit gegen die Darlehensgeberin gerichteten Forderungen

aufrechnen, wenn und insoweit diese Gegenforderungen

unstrittig oder rechtskräftig festgestellt sind; dies gilt entsprechend

für die Geltendmachung von Zurückbehaltungsrechten

seitens der Darlehensnehmerin.

§ 12

Mitteilungspfl ichten

12.1 Vertraggemäße schriftliche Mitteilungen sind per Einschreiben

mit Rückantwort oder Fax an folgende Adressen zu übersenden:

Mitteilungen an die Darlehensgeberin:

Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG

Rathausmarkt 10

20095 Hamburg

Fax: 040 / 30 37 38 777


Mitteilungen an die Darlehensnehmerin:

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH

Kennedyallee 123

60596 Frankfurt a. M.

Fax: 069 / 951 553 124

Mitteilungen über eine Änderung der vorstehenden Adresse und/

oder Faxnummer müssen schriftlich erfolgen.

12.2 Mitteilungen gelten mit Zugang des Einschreibens gemäß § 12.1

oder bei Übermittlung an die Faxnummer gemäß § 12.1 sofort

nach Erhalt als erfolgt.

§ 13

Schlussbestimmungen, Salvatorische Klausel

13.1. Dieser Vertrag unterliegt dem Recht der Bundesrepublik Deutschland.

13.2 Erfüllungsort für sämtliche Verpfl ichtungen und Gerichtsstand für

alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag sowie über das Zustandekommen

dieses Vertrages ist Hamburg.

13.3 In diesem Vertrag enthaltene Verweise ohne einen vertraglichen

Bezug beziehen sich auf die jeweiligen Paragrafen und Absätze

dieses Vertrages.

13.4 Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. Änderungen,

Ergänzungen oder die Aufhebung dieses Vertrages bedürfen zu

ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Änderung

oder einen Verzicht auf dieses Schriftformerfordernis selbst.

13.5 Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages ganz oder teilweise

unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird

dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen dieses

Vertrages nicht berührt. Im diesem Fall gilt die unwirksame oder

undurchführbare Bestimmung – ggf. auch im Wege der geltungserhaltenden

Reduktion – durch diejenige wirksame und durchführbare

Bestimmung als ersetzt anzusehen, die dem von den

Partien mit der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung

verfolgten wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

Das gleiche gilt, wenn bei der Durchführung dieses Vertrages eine

ergänzungsbedürftige Lücke offenbar wird.

Hamburg, den 21.12.2011

Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG (Darlehensgeberin)

Frankfurt, den 21.12.2011

Deutsche S&K Sachwert Nr. 2 GmbH (Darlehensnehmerin)

Beilage 3

75


UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH

Rathausmarkt 10

20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 - 30 37 38 7-0

Fax: +49 (0)40 - 30 37 38 7-77

E-Mail: info@united-investors.de

www.united-investors.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine